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ARCHIV
FÜR
NATURGESCHICHTE
GEGRÜNDET VON A. F. A. WIE GM ANN,
FORTGESETZT VON W. F. ERICHS ON.
IN VERBINDUNG MIT
PROF. DH. R. L EUG KART m LEIPZIG
HERAUSGEGEBEN
BR. F. H. TROSGHEL,
PROFESSOR AN DER FRIEDRICH-WILHELMS-UNIVERSITÄT ZU BONN.
VIER UND VIERZIGSTER JAHRGANG.
Zweiter Band.
I
Berlin,
Nicolaische Verlags-Buchhandlung
B. Stricker.
1878.
Inhalt des zweiten Bandes.
Seite
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel
während des Jahres 1877. Von August von Pelzein in
Wien 1
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Säuge-
thiere während des Jahres 1877. Von Troschel .... 81
Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des
Jahres 1877, Von Troschel 110
Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des
Jahres 1877. Von Troschel ]-29
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Mol-
lusken während des Jahres 1877. Von Troschel .... 157
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der
Arthropoden während der Jahre 1877 — 1878. Von Dr. Phi-
lipp Bertkau in Bonn 219
Crustacea 241
Myriapoda 291
Arachnoidea 297
Insecta • . . , . 364
Coleoptera 401
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Natur-
geschichte der niederen Thiere während der Jahre 1876 — 1879.
Von Dr. Rud. Leuckart 563
IL Piatodes.
Hirudineae 564
Trematodes 572
Cestodes ' 599
Turbellarii ^ 630
m. Ciliati.
Rotiferi 676
Bryozoa • 6R8
Bericilt über die Leistungen in der Naturgescliiclile
der Vögel während des Jahres 1877.
Von
August von Pelzeln
in Wien.
Das Jahr 1877 bat eine Fülle wissenschaftlicber Lei-
stungen auf dem Gebiete der Ornitbologie und zwar in den
verscbiedensten Riebtungen aufzuweisen.
Neu erscbienene Werke sind: P. David et Oustalet:
Oiseaux de la Cbine, Alpb. Milne-Edwards et Gran-
didier: Ois. de Madagascar Atlas T. L 1., Hartlaub:
Vögel Madagascars, Heuglin: Reise nacb NO.-Africa,
Barboza du Bocage: Ornithologie d'AngoIa I., D. G.
EUiot: Monograph of the Bucerotidae. A. 0. Hume and
M. M. Marschall: The Game Birds of India, Dr. A. B.
Meyer: Abbildungen von Vogelskeleten und Dr. Rei-
chenow's Atlas der ausländischen Stubenvögel sind in
nächster Zukunft zu erwarten.
Fortsetzungen erschienen von* Sharpe: Catalogue
Birds Brit. Mus., Dresser: Birds of Europe, v. Riesen-
thal: Raubvögel Deutschlands, Gould: Birds of Asia und
Birds of New -Guinea, Sharpe and Layard: Birds of
S.-Africa, Shelley: Monograph of the Cinnyridae, G. D.
Rowley: Ornithological Miscellany, Dr. A. B. Meyer:
Mittheilungen aus dem Dresdener zoologischen Museum,
Stölker: Die Alpenvögel der Schweiz, Dr. Russ: Fremd-
ländische Stubenvögel.
Äjchiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2 Bd. A
2 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Abgeschlossen wurden : Giebel: Thesaurus Ornitholo-
giae, Sharpe: Birds of Erebus and Terror. Die bewährten
Zeitschriften: Proceed. of the Zool. Soc. of London, Ibis,
Journal für Ornithologie, Revue de Zoologie, Stray Feathers,
Bulletin de la Societe Zoologique de France, Bulletin of
the Nuttall Ornithological Club u. s. w. enthalten wieder
einen reichen Schatz werthvoller Beiträge. Neu begonnene
Zeitschriften sind ferner: Termeszetrajzi - Füzetek nebst
deutscher Revue, Redacteur 0. Herman, Budapest, Perio-
dico zoologico, Organo de la Sociedad Zool. Argentina,
Buenos Ayres, Proceedings of the Linnean Soc. of New-
South Wales Vol. I. Sydney 1876, Mittheilungen des Orni-
thologischen Vereins in Wien.
Ich füge hier auch ein Verzeichniss jener zu grossem
Theile neu begonnener periodischer Schriften bei , welche
theilweise oder ausschliesslich dem praktischen Theile der
Ornithologie, Schutz, Pflege und Haltung der Vögel ge-
widmet sind:
Zoologischer Garten. Red. D. NoU. Frankfurt.
Ornithologisches Centralblatt. Herausgegeben von
Prof. Dr. Cabanis und Dr. Reichenow.
Gefiederte Welt. Herausgegeben von Dr. Karl Russ.
Mittheilungen des Ornithologischen Vereines in Wien.
Redigirt von A. v, Pelzeln und Dr. C. von Enderes
(früher Mittheilungen des Ausschusses d. Orn. Vereins).
Monatsschrift des Sächsich -Thüringischen Vereines
für Vogelkunde und Vogelschutz in Halle a. d. Saale. Redigirt
von E. V. Schlechtendal.
Mittheilungen des tirolischen Jagd- und Vogelschutz-
vereines in Innsbruck.
Nitzsche. lUustrirte Jagdzeitung.
Wiener Jagdzeitung.
Der Waidmann. Leipzig. VIII. Bd. 1877.
Jahresbericht der zoologischen Section des West-
phälischen Provinzialvereins für das Jahr 1876/77. Münster.
Mittheilungen der Naturvereine des Vogtlandes.
Herausgegeben vom Vereine der Naturfreunde in Plauen
i. V. Redigirt von Dr. P. Bretschneider. I. Jahrg.
Zeitschrift des Ornithologischen Vereins in Stettin.
der Vögel wäbreud des Jahres 1877. 3
Herausgegeben und redigirt vom Vorstande. Von Juli 1877
an erschienen.
Sebweizerische Blätter für Ornitbologie. Organ des
schweizer ornitbologiscben Vereins von Zürich, Winterthur
und Toggenburg. Herausgegeben von H. Wirth und
Listensteig. St. Gallen. I. Jahrg.
Am Wald und Haide. Zeitschrift zur Unterhaltung
und Besprechung über Jagd-, Wald- und Naturkunde.
Herausgegeben von 0. v. Riesenthal. I. Jahrg.
Canaria. Blätter für Liebhaber feiner Canarienvögel.
Stettin. L Jahrg.
Columbia. Zeitschrift für Taubenliebhaber, Züchter
und Händler. Organ deutscher Brieftauben-Gesellschaften.
Redigirt von G. Prütz in Stettin. L Jahrg.
Süddeutsche Blätter für Geflügelzucht. Redigirt von
Dr. A. Pauly in München.
Pfälzische Geflügelzeitung. Herausgegeben von H.
Kays er in Kaiserslautern.
Monatsblatt des Badischen Vereins für Geflügelzucht.
Der Kleinviehzüchter. Organ des Kleinviehzucht-
vereins für das Königreich Böhmen in Prag. Redigirt von
Emanuel M e 1 i s. (Behandelt die gesammte Geflügel- und Ka-
ninchenzucht.) L Jahrg.
Durch den Tod hat die Wissenschaft im Jahre 1877
verloren den berühmten Africaforscher Th. von Heuglin,
den unermüdlichen Erforscher Chinas R. Swinhoe, den
unternehmenden Reisenden James Orton, der zu Puno am
Titicaca-See starb, den Admiral Wilkes, Commandern* von
Forschungsexpeditiouen, Prof. Dr. Fuhlrott in Elberfeld
und den eifrigen ornithologischen Sammler Dr. Sebald
Schwab in Mähren.
Baron R. König -Warthausen. Zur Erinnerung an
Theodor v. Heuglin, Journ. f. Orn.^ 35.
Allgemeines.
Zoological Record for 1875 (London 1877) enthält
S. 25 den Jahresbericht über die Vögel von M. 0. Salvin,
in so vorzüglicher Weise abgefasst, wie es von diesem aus-
gezeichneten Ornithologen zu erwarten ist.
4 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Dr. C. Giebel's Thesaurus Ornithologiae ist mit dem
erschienen VI. Halbbande abgeschlossen und es liegt nun-
mehr dieses so wichtige und für die Ornithologie erspriess-
liche Werk vollständig vor. — Besprechung von H, Scha-
low. Journ. f. Ornith. 347.
Dr. Giebel: lieber den Thesaurus Ornithologiae mit
einer systematischen üebersicht der im Nomenciator ge-
wählten Gattungen und Arten mit Ausschluss der vorwelt-
lichen. Zeitschr. f. d. gesammt. Naturwissensch. 3 F. I.
317—326.
Bericht über die IL Jahresversammlung der allgemeinen
deutschen ornithologischen Gesellschaft in Berlin zu Dres-
den. 15.— 17. Sept. 1877. Journ. f. Ornith. 353.
Vereinsstatistik. Ornith. Centralbl. 1876. 25, 1877.
6, 53, 95.
0. Her man: Naturgeschichte und Nationalgeist.
Termeszetrajzi-Füzetek. 207 et 248.
Rules for Zoological Nomenclature by the late Hugh
E. Strickland. Authorised by Section D. of Brit. Assoc.
at Manchester 1842. Reprint Stray Feath. V. 355.
A. Hume : Notes on Nomenclature ib. 237 et 275.
W. H. Dali: Nomenclature in Zoology and Botany.
A Report to the American Association for the Adv. of Sc.
at the Nashville Meeting, August 31. 1877. Salem Dec.
1877. 8. Ein Versuch streitige Punkte der Nomenclatur
zu erledigen , möglichste Conformität und insbesondere
Uebereinstimmung des Verfahrens in Zoologie und Botanik
zu erzielen.
E. Villot: Classification du Regne animal Bspchg.
Rev. de Zool. XLV.
D. Kutter: Betrachtungen über Systematik und Oologie
vom Standpunkte der Selectionstheorie. Journ. f. Orn. 396.
J.Harvie Brown : On an uniformMethod of Registration
for Observations on Natural History, especially as regards
Distribution and Migration Proc. Glasg. Nat. Ilist. Soc.
1876—1877.
Linne: Systema Naturae I. Facsimile Reproduction.
Berlin. Friedländer und Sohn.
R. B. Sharpe: Catalogue of the Birds in the British
der Vögel während des Jahres 1877. 5
Museum. Vol. III. Coliomorpliae, containiug- the families
Corvidae, Paradiseidae, Oriolidae, Dicruridae und Priono-
pidae. 8. London 1877. Mit Tafeln. Auch über Syste-
matik. — Besprechung: Stray Feathers V. 281.
G. Dawson Rowley : Ornithological Miscellay N. VI,
VII, VIII, IX, X, XL (Noo.)
Ob von Dr. Brehm's Gefangenen Vögeln 1877 eine
Fortsetzung publicirt worden ist, ist mir nicht bekannt ge-
worden.
Periodico zoologico, Organo de la sociedad zoologica
Argentina. I. Buenos Ayres.
Vom „Zoologist" beginnt mit 1877 eine neue Serie,
herausgegeben von J. E. Harting.
Sir Wywille Thomson: The Voyage of the Challenger.
The Atlantic a preliminary account of the general Results
of the exploring Voyage of H. M. S. Challenger during
the year 1873 and the early part of the year 1876 in
two Vol. London 1877. 8. Enthält allgemeine Betrach-
tungen und einiges Ornithologisches.
Lord George Campbell: Log-letters from the Chal-
lenger. 8. 1876. London.
W. J. J. Spry: The Cruise of H. M. S. Challenger.
Voyages over many seas, scenes in many lands. London
1876. 8.
Reports on the Collections of Birds made during the
Voyage of H. M. S. „Challenger". Nr. I. General Remarks
on the Collections by P. L. Sclater. Proc. Zool. Soc. 534,
Nr. IL On the Birds of the Philippine Islands. By A.
Marquis of Tweeddale ib. 535, Nr. III. On the Birds of
the Admiralty Islands. By P. L. Sclater ib. 551.
A. Whyte : Ornithological Notes taken during a Vo-
yage from Ceylon to England. Ibis 148.
Report on the Additions to the Collection of Birds in
the British Museum in 1875. Ibis 323.
On the Ornithological Museum of Signor E. Turati.
Ibis 129. (Diese Sammlung enthält die Spechte von Mal-
herbe, die Paradiesvögel von EUiot, die Colibris von Ver-
reaux, die Eier von Des Murs.)
6 Pelz ein: Bericht üb, d. Leistungen in d. Naturgeschiclite
List of the vertebrated animals living in the gardens
of the Zoological Society of London. 6. Aufl. 1877.
Friedr. Lichterfeld: Illustrirte Thierbilder. Braun-
schweig 1877. 8. Mit 30 Holzschnitten nach Original-
zeichnungen von G. Mützelj M. Hoffmann u. A,
N. Notizen über Zoologische Gärten in Frankreich.
Zool. Gart. 323.
P. L. Sclater: Remarks on the Zoological Gardens
of Rotterdam, Amsterdam, Antwerp, Brüssels and Ghent,
which he had lately visited Proc. Z. S. 419.
Die Vögel des Zoologischen Gartens zu Berlin. Ornith.
Centralbl. 127, 165.
Pelzein : Ausgestorbene Vogelarteu in der Kais.
Sammlung zu Wien. Mitth. d. Ornith. Ver. Wien. 3.
Dr. W. Medicus: Die Naturgeschichte nach Wort
und Sprache des Volkes. Nördlingen 8. Bespr. v. Dr. W.
Stricker, Zool. Gart. 342.
H. Band: Stehen oder Sitzen die Vögel im Schlafe.
Gefied. Welt 498.
M. Busch: Die Sprache der Vögel. Gefied. Welt.
260 et 270.
Prof. Dr. Glaser: Ueber Instinct. Zool. Garten 64.
Zusatz des Herausgebers, ib. 66.
Ad. Walter: Die Spielereien, Spiele und Turnübungen
der Vögel. Ornith. Centralbl. 49 et 59.
E. Coues: Ueber die Zahl der Primarien bei den
Oscines. Bull. Nuttall Ornith. Club. I. N. 3.
Dr. C. Stölker: Beiträge zum Albinismus der Vögel.
Journ. f. Orn. 431, auch allgemeine Betrachtungen.
A. R. Farbenabänderungen. Orn. Centralbl. 125.
Dr. von Gloeden: Ueber Albinismus. ib. 142.
Fr. Walde: Ueber Bastarde. Gefied. Welt 24.
R. Riemann: Versuche einer sachgemässen Aus-
nutzung der Bastardzucht zur Bildung von neuen Racen.
ib. 402, 410, 419, 430.
0. Herman: Ueber Vögel mit difformen Schnäbeln
(Corvus frugilegus, Passer domesticus) Termeszetrajzi-
Füzetek 74 et 116. T. 6 f. 1. 2. 3.
der Vögel während des Jahres 1877. 7
Dr. Bartsch : Sturnus vulgaris mit difformem Schnabel,
ib. 76 et 118. T. 6. f. 4.
W. Thienemann : Missbildungen der Vogelschnäbel
und deren Beseitigung. Gefied. Welt. 242.
Ob Vögel die Geschlechter beim Menschen unter-
scheiden? Journ. f. Orn. 447.
J. Vian: Causeries ornithologiques (Larus Hemprichii
et leucophthalmus, Astur badius, Sitta Krüperi, Tetrao
Mlokosiewiczi). Bull. Soc. Zool. de France 1877. 32.
A.Newton: Ornithologische Artikel in der neuen
Auflage der Encyclopaedia Britannica, auch Lebensweise,
Nistgeschäft u. s. w.
Giebel : Pterylose von Paradiesvögeln, vgl. Paradi-
seidae und Upupidae.
St u der: Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der
Feder. Zeitsch. f. wissensch. Zool. XXX.
W. Mittelstrass: Zum Flugvermögen der ^ögel.
Ornith. Centralbl. 133.
Z. Gerbe: Sur les plumes du vol et leur n^e. Bull.
Soc. Zool. de France 289.
E. J. Marey: La machine animale, l^omotion ter-
restre et aerienne avec 117 figures dans ^ texte. Deux.
edit. Paris 1878. 8.
V. Tat in: Experience sur la rer^duction mecanique
du vol de Foiseau. Compt. rend. ^^^' Paris LXXXIII.
(1876) 457.
A. Goette: Beiträge zur -^'^^^ic^enden Morphologie
des Skeletsystems der Wirbel^^^^*^- ^^^^' ^- mikrosk. Anat.
XIII. 502. T. 30-33.
Dr. A. B. Meyer: ^^il^i^ngen von Vogelskeleten.
Prospect mit Taf. I.
Prof. Blasius: ' ^^^^'^S* im Ver. f. Natur wiss. in
Braunschweig über '=^*^^logie dei; Vögel, besonders über
das Brustbein. A^^^^'S'''' Centralbl. 61.
A H GaiL^' -^^^^^ ^^ ^^^ Anatomy of Passerine
Birds. Proc.;^- "' ^^^' ^"- ^^^- T. 53, auch Holz-
schnitte (au ^' ^^' ^^^^^^ ^^^ Grallaria guatemalensis,
Hylactes w -^P^^^^^' Lipaugus cineraceus und Hadrostomus
Aglaiae).
8 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Eine englische Uebersetziing von Müller 's classischer
Abhandlung über die Stimmorgane der Passeres durch
Mr. Bell mit Noten von Prof. Garrod wird nächstens er-
scheinen. Ibis 400.
P. Pavesi: Studi anatomici sopra alcuni uccelli
Annal. Mus. Genova IX. 66 —82. (Trachea von Manucodia-
Arten und Oesophagus von Diomedea) mit Holzschnitten.
C. Kerbert: Ueber die Haut der Reptilien und an-
derer Wirbelthiere. Arch. f. microsc Anat. XIII. 205.
T. 18-20.
0. L arch er: Sur les alterations congestives et he-
morhagiques de Tencephale et de ses meninges chez les
Oiseaux. Compt. rend. Ac. Paris LXXXV. 1877. 402.
G. Denissenko: Zur Frage über den Bau der Klein-
hknrinde bei verschiedenen Classen von Wirbelthieren.
ArcV. f. microsc. Anat. XIV. 203. T. 13. 14.
Dr. L. Kessler: Zur Entwickelung des Auges der
Wirbet^hiere. Leipzig 1877. gr. 4. Holzschnitte u. 6 Taf.
L.^ an vi er: De la terminaison des nerfs dans les
corpusculcL^e tact. Compt. rend. Ac. Paris LXXXVL 1877.
ArlviW: Application de la methode graphique a
l'etude du mec^v^igj^e ^q i^ deglutition chez les Mammi-
feres et les Oisea^ Annal. des sc. nat. 6 ser. VI. N. 1 et
2. Art. 1.
Dr. L. Bureau .^ggj^j sur la signification du coecum.
Bspch. Rev. de Zool. Lr
H. Strasser: Uebt ^^^ Luftsäcke der Vögel. Mor-
pholog. Jahrbuch. Herausg^^i^gj^ ^,^^ q Gegen bau er.
III. (1877) 179. T. 11.
Dr. H. A. Wildermuth.p^^, ^^^^^^^^ ^^^ ^^^, 1^^^.
haltigen Vogelknochen nebst Beii.^.gj^ ^^^^, Kenntniss ihrer
Entwicklung mit 1 Tafel. Jenais. Zeitschrift f. Natur-
wissensch. XL (N. F. IV.) 1877. 53/.
W. A. Forbes: On the Bursa Fa.^jj in Birds Proc.
Z. S. 304. Mit Holzschnitten.
Hans Virchow: Ueber das Epithel c. j^^^^^^^^^^j^^^
im Hühnerei. Diss. Berlin.
E. Gasser: Ueber die Entstehung des ^^.^^^^ ^^^
Vogelembryonen. Arch. f. microsc. Anat. XI\ . 45^^ ^6, 27.
der Vögel während des Jahres 1877. 9
Prof. A. Rauber: Primitivrinne und Urmund. Bei-
trag zur Entwicklungsgeschichte des Hühnchens. Morpho-
log. Jahrb., herausg. von C. Gegenbauer. IL 1876. 550.
T. 37, 38.
Landois: lieber die Bewegung des Eies in den Ei-
leitern der Vögel. Jahresber. d.AVestphäl. Prov. Ver. 1877. 21.
A. Bayer: Zur Frage der Eibefruchtung. Gefied.
Welt 140.
E. Gasser: Beobachtungen über die Entstehung des
Wolff'schen Ganges bei Embryonen von Hühnern und Gän-
sen. Arch. f. microsc. Anat. XIV. 442.
M. F. Lescuyer: Oiseaux de passages et tendues.
8. 1877. Bspch. Bull.Soc. Acclim. 3 ser. N. 15 (gegen Fang-
methoden).
J. Wieden: Ankunft der Zugvögel (Münster). Zool.
Gart. 303.
Stejneger: Fuglenes Wandringer. Kristiania 1877.
Karl Peter mann: Zugvögel. Gefied. Welt. 158.
Ueber den Zug der Vögel, ib. 168 et 179.
Ueber die Frage wie Zugvögel bei schlechtem Wetter
sich erhalten. Journ. f. Orn. 108.
Duke of Argyll and Sir J. Mc. Neil: Hibernation
of Birds (Schwalben in Persien). Nature N. 390, 527.
Dr. Russ: Fremdländische Stubenvögeh Lief. 5. 6.
Dr. A. Reichenow: Atlas der ausländischen Stuben-
vögel. Gemalt von G. Mtitzel. fol. Der erste Theil soll
die Papageien enthalten. Wird vorbereitet^ vgl. Ornith.
Centralbl. 143.
Dr. Leo Pribyl: Die Geflügelzucht. Mit einem Vor-
worte von Dr. Wilhelm Ritter von Hamm. Berlin 1877.
(38. Bd. d. Thaer-Bibliothek.)
J. F. W. Wegener: Das Hühnerbuch. Beschreibung
aller bekannten Hühnerarten und Anleitung zur ihrer
Zucht, Wartung und Pflege. Nebst Anhang über sonst.
Haus- und Ziergeflügel. Mit Abbild. Leipzig 1877. gr. 8.
La Perre de Roo : De l'art d'engraisser les volailles
ou les tortures de Tengraissement. Bull.Soc. Acclim. 3 ser. IV.
1877. 161.
10 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
E. V. Schlechtendal : Die Liebhaberei für fremd-
ländische Vögel. Orn. Centralbl. 125; Zusatz von A. R.
ib. 126.
Hollands Vogelliebhaberei und Vogelhandel. Gefied.
Welt 62, 72.
V. Schlechtendal: Kurze Bemerkungen über ver-
schiedene in der Gefangenschaft weniger häufig beobachtete
Vögel, ib. 3, 33, 51, 75, 117, 138.
Die Sammlung lebender Vögel des Herrn Emil Lin-
den in Rudolfzell. Orn. Centralbl. Papageien 15, Körner-
fresser 48, Nachtrag z. d. Körnerfressern und Insectenfresser
71, Tauben und Hühner 72.
Neue und seltene Erscheinungen des Vogelmarktes.
Gefied. Welt 94, 105 (Dr. Russ), 188 (A. Wiener), 261
(Dr. K. R.)
E. V. Homeyer : Die Fütterung der Vögel im Winter.
Orn. Centralbl. 47.
J. Talsky: Ein Schul- Vogelfutter platz. Mitth. Orn.
Ver. Wien 34 et 41.
E. V. Schlechtendal: Zur Fütterung einiger kerb-
thierfresseuden Vögel. Orn. Centralbl. 57.
E. Linden: Die Fütterung kerbthierfressender Vögel,
ib. 97.
Dr. Liebe: Fütterung und Gewöllbildung ib. 2.
Ad. Walter: lieber die Gewöllbildung ib. 12.
Dr. V. Glöden: Hefe und Gewöllbildung ib. 83.
Dr. Karl Russ: Wirthschaftliche Vogelzucht. Gefied.
Welt 4, 22, 33, 51, 83, 117, 127, 149, 160, 182, 189, 232,
242, 250, 310, 351, 391.
K. Petermann: Zur Ueberwinterung fremdländischer
Vögel 497.
C. Giebel : Vogelschutzbuch 4. verb. Aufl. Mit 88 Holz-
schnitten im Texte. Berlin 1877.
Berathung des Vogelschutzgesetzentwurfes in d. allg.
deutsch. Ornith. Gesellsch. 4. Dec. 1876. Journ. f. Orn. 1877
104 u. 8. Jan. 1877. J. f. 0. 111.
Dr; Reichenow: Weiterer Bericht über die gegen-
wärtige Lage der Vogelschutzfrage. Ornith. Centralbl. 29.
der Vögel während des Jahres 1877. 11
Prof. Altum: Ueber den Entwurf eines Vogelschutz-
gesetzes im deutschen Reichstage. Danckelmanns Zeitschr.
1877.
G. Mar st aller: Miscellen zur Berllcksichtigung beim
Vogelsehutzgesetze. Ornith. Centralbl. 99.
E. V. Homeyer: Zur Vogelschutzfrage, ib. 39, 53, 71.
Zum Vogelschutz. Gefied. Welt 37, 47, 51, 57, 69,
79, 123, 133, 148, 299.
Zum Vogelschutz. Nutzen und Schaden der uns zu-
nächst umgebenden Vögel. Dr. K. Russ und B. Dürigen.
ib. 9, 19, 27, 37, 89, 101, 111, 155, 165, 177, 187, 199,
207, 228, 239, 249, 347, 367, 387, 399, 409, 417, 427, 437,
447, 457, 467, 477.
J. Rohweder: § 6 des Gesetzes über die Schonzeit
des Wildes. Betrachtungen über Vergangenheit und Zu-
kunft der Schleswig - holsteinischen Brutvögel. Zool. Gart.
98 et 194.
Jahresbericht 1876 des Westfälischen Vereins für
Vogelschutz, Geflügel- und Singvögelzucht.
E. V. Homeyer: Nutzen und Schaden der wichtig-
sten Sumpf- und Schwimmvögel. Zool. Gart. 203.
E. V. Homeyer: Deutschlands Säugethiere und Vögel,
vgl. Europa.
Dr. P. Maass : Zum Vogelschutz in Holland. Gefied.
Welt 337.
Der Stand des Vogelschutzes in Böhmen (Bohemia).
ib. 357.
Giovanni Salvadori: Nuova Difesa dell Uccella-
zione. Trento 1877. 8. (vgl. d. Besprechg. v. Prof. Pagen-
stecher in Gefied. Welt.)
E. V. Homeyer: Briefliche Notizen. Ornith. Centralbl.
165. Entgegnung von Dr. Ed. Kolland. ib. 187.
E. Merkl: Tropidonotus natrix als Nesträuberin. Ter-
meszetrajzi-Füzetek 82 et 126.
J. Lechner: Nattern als Vogelfeinde. Mitth. Orn.
Ver. Wien. 55.
M. S ch mi d t : Ueb. Nistkästchen-Modelle. Journ. f. Orn.
F. Zeller: Ueber die Nistkästchen. Mitth. Aussch.
Orn. Ver. Wien. N. 6. 12.
12 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
G. D. Rowley: On Birds Nets. Orn. Mise. IX. mit
6 Taf. und Holzsehnitten.
Vogelkranklieiten. Gefied. Welt 502.
Milzbrand des Geflügels ib. 141.
Ueber die nun im Berliner Museum befindliche Eier-
samralung der Gebrüder Müller. Ornith. Centralbl. 87.
Grunack : Eier von Grus Antigene Fall, Calamoherpe
capistrata Sev., Iduna salicaria Gab., Alauda tatarica Fall.
Journ. f. Orn. 357.
W. Thienemann: Ueber die Präparation der Eier
liir die Sammlung. Orn. Centralbl. 33.
W. V. Reichenau: Die Farbe der Vogel-Eier. Kos-
mos I. 209—218.
Brutmascbinen und künstliches Ausbrüten. Gefied.
Welt. 178, 188.
0. Grünholdt: Die neuesten Erfolge künstlicher
Geflügelzucht. Gefied. Welt 388, 400, 410.
Europa.
Von Dresser's History of the Birds of Europe sind
im Jahre 1877 erschienen: Part. LVII — LXII. Bei F. LX
befindet sich das Titelblatt, Vorrede, provisorischer Index
zu F. I— LX. und Liste der Abonnenten.
A. Marchand: Foussins des Oiseaux d'Europe. Rev.
de Zool. 354. (Tetraogallus caucasicus T. 12, Larus ridi-
bundus T. 13, Anser cineraceus T. 14, Flatalea leucorodia
T. 15, Aquila clanga T. 16, Grus cinerea T. 9, Fhoeni-
copterus antiquorum T. 11.)
Dr. Hermann Müller : Beobachtungen über das Leben
und die Fortpflanzung gefangener einheimischer Körner-
fresser. IL Abth. Züchtungsversuche. Ornith. Centralbl. 9,
18, 107, 115, 179.
E. Dulitz: Ueber einheimische insectenfressende
Vögel als Pfleglinge, Stubengenossen und Sänger. (Vortrag
in „Aegintha".) Gefied. Welt 148, 158, 168.
AI. Bau: Einheimische Insectenfresser in ihrem Frei-
leben. (Vortrag in „Aegintha'^) ib. 308, 318, 328, 338, 348.
E. Rüdiger: Seltenere deutsche Käfigbewohner ib.
450. (1. Accentor modularis.)
der Vögel während des Jahres 1877. 13
Ad. Walter : Ornithol. Notizen. Oruitli. Ceutralbl. 105.
L. Martin: Aus dem Leben derSumpl- undWasser-
vögel des östlichen Europa, ib. 161, 169, 177.
Robert Coli et : Nindre Meddelclser aedrerende Norges
Fuglefauna i Aarene 1873—76 in Nyt Magazin for Natur-
vidensk. 2. R. 3. Bd. 4. Hft. Cbristiania 1877. 85—225.
R. Collet: Om el Par for Norges Fauna nye Fu-
glearter in Förh. Selsk. Chr. 1877. H. 5. (Phylloscopus
borealis und Motacilla melanops in Nor^\^gen.)
C. R. Sandström: Fauna öfver Sveriges ryggrads-
djur Stockholm 1877.
A. W. Malm: Göteborgs och Bohusläns Fauna. Ryg-
gradsdjuren. Göteborg 1877. gr. 8.
H. Seebohm: Supplementary Notes to the Ornitho-
logy oi Heligoland. Ibis 156.
H. Schalow: Nach brieflichen Mittheilungen H.
Gätke's über die Vögel von Helgoland. Journ. f. Orn.
110, 219.
Alex. Brandt: Brevis enumeratio operum ad launam
mammalium et avium Imperii Rossici pertinentium 8.
J. Harvie Brown: Ueber R o d ako ff s Handatlas
der geogr. Ausbr. d. i. curop. Russland nistenden Vögel.
Ibis 255.
J. A. Harvie Brown: On the Distribution of Birds
in North Russia. — I. On the Distribution of Birds on the
Lower Petchora, in N. W. Russia. Ann. nat. bist. 4 ser.
XIX. 1877. 277 mit Tabell. - IL Longitudinal Distribu-
tion of Species North of 64 « 30 ' N. lat. or the Northern
Division ib. XX 1. — III. On the longitudinal Distribution
of the Birds of the Southern Division (between 6472*^ N.
and bS^ 60 ' N.) and a Comparison of the Faunas of the
Two Divisions; with Summaries ib. XX. 180. Tabellen;
dann Notes and Criticisms of doubtful Birds in Part III.
ib. 180—212.
J. A. Harvie Brown: Appendix to Papers: „On the
Distribution of Birds in North Russia (Annais 1877) beeing
Addition s to the Data for the Southern Division by Herr
Richard Sievers (with Summaries up to Date ib. XX. 494).
Edw. R. Aiston: Ein Bericht der Novae Vrenya in
14 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
St. Petersburg über M. M. Seebohms und Harvie Browns
Keisen. Ibis 392.
0. V. Loewis: lieber Vogelzug in Lievland. Zool.
Garten 400.
M. Bogdanow: Vorläufige Notiz über die Calan-
drella-Arten der russischen Fauna. Journ. f. Orn. 90.
L. Holtz: Reiseerinnerungen aus Süd-Russland mit
vergleichenden Betrachtungen dortiger und Pommerscber
Brutvögel. Orn. Centralbl. 76, 81.
Zur Vogelkunde Deutschlands I. Jahresbericht (1876)
des Ausschusses für Beobachtungsstationen der Vögel
Deutschlands (A. Bau, Dr. R. Blas ins, Dr. A. Reiche-
now, H. Schalow). Journ. f. Orn. 278.
Aufruf (des Ausschusses der allgem. deutsch. Ornith.
Gesellsch.) an die Vogelkenner Deutschlands. Ornith.
Centralbl. 13.
E. V. Homeyer: Deutschlands Säugethiere und Vögel,
ihr Nutzen und Schaden. 8. Einer der wichtigsten Beiträge
zur Literatur über den Schutz nützlicher Thiere, von be-
sonderem Werthe, weil auf vieljährige eigene Beobachtungen
begründet.
0. V. Riesenthal: Die Raubvögel Deutschlands, bis
Lieferung 7.
J. R oh weder : Ornith. Notizen aus Schleswig-Holstein
(Forts.) Orn. Centralbl. 19, 6i5.
Ein Ausflug nach dem Hostroper See in Schleswig.
Von dem Orn. Ver. „Sylvia'' in Flensburg ib. 164.
R. Kohl mann: Die Brutvögel der Umgegend Vege-
sacks im Programm d. Realschule zu Vegesack 1877. Vgl.
Orn. Centralbl. 102 et 112.
Die Wirbelthiere des Herzogthums Oldenburg ana-
lytisch bearbeitet. (Vögel von C. F. Wiepken). Olden-
burg ? 1878.
C. F. Wiepken: Zur Vogelfauna der Nordsee-Insel
Wangerooge. Journ. f. Orn. 426.
H. Schacht: Die Vogelwelt des Teutoburger Waldes.
Mit 92 Zeichnungen von F. Specht. Detmold. — Proben
daraus Orn. Centralbl. 171.
0. V. Krieger: Ueber den Herbstzug der Raubvögel
der Vögel während des Jahres 1877. 15
und über das Vorkommen solcher Arten, welche in der
ünterherrschaft des Fürstenthnms Schwarzbm-g-Sonders-
hausen seit einer Keihe von Jahren beobachtet oder erlegt
worden sind. Zool. Gart. 34, 119, 183.
0. Körner: lieber Brüten von Ruticilla Titbys, R.
phoeniciirus und Haussperlingen ib. 139.
C. Wüstnei: Ornithologische Notizen aus Mecklen-
burg. Journ. f. Orn. 31 (auch Verzeichn. plattdeutsch. Namen).
C. Wüstnei: Einige biologische Natizen. Orn. Cen-
tralbl. 34 et 133.
C. Wüstnei: Die Nordhälfte des Schweriner Sees-
ib. 113.
Dr. Quistorp: Auffallende Erscheinungen vom Zuge
der Wandervögel in den letzten Jahren. Journ. f. Orn. 97.
Dr. Quistorp: Ueberwinternde Zugvögel. Orn. Cen-
tralbl. 92.
E. V. Homeyer: Einige seltene Erscheinungen in der
Vogelwelt der letzten Jahre in hiesiger Gegend. Ornit.
Centralbl. 159.
E. V. Homeyer: Ornithologische Notizen, ib. 182.
H. Schalow: Aus unseren Mauern. Eine ornitho-
logische Plauderei, ib. 73 et 89.
Dr. Th. Holland: Ueber einige Vögel Pommerns,
ib. 149, 156.
Dr. Th. Holland: Vorkommen von Turdus atrigu-
laris und Merops apiaster in Hinterpommern ib. 187.
K. R. Krezschmar: Ueber die Zumiahme des Girlitz
und des Gartenrothschwanzes (in Schlesien). Gefied. Welt 279.
Freiherr von Schilling: Ornithologische Notizen
aus Posen und der Bienenfresser als Gast in Baden. Ornith.
Centralbl. 45.
C. Sachte : UeberVögel bei Neuwied. Journ. f. Orn. 108.
J. Kiefer: Einiges über die Vogelwelt der Gegend
von Saarbrücken. Orn. Centralbl. 4, 11.
Pf. Ja ekel: Ist die Steindohle (Fregilus graculus L.)
ein bayerischer Brutvogel? Zool. Gart. 208.
V. Tschusi zu Sehmidhofen: Ornithologische Mit-
theilungen aus Oesterreich undUngarn ( 1876). Journ. f.Orn. 56.
V. Tschusi : Der Zug des Rosenstaares (Pastor roseus
16 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Natargeschiclite
Temm) durch Oesterreich, Ungarn und die angrenzenden
Länder im Jahre 1875. Abh. Zool.-bot. Gesellsch. Wien
XXVII. 195.
V. Tschusi: Die Vögel Salzburgs. Salzburg 1877.
8. Eine vortreffliche mit grösster Sachkenntniss und Ge-
nauigkeit gearbeitete Landesfauna.
V. Tschusi: Die Ornis meines Gartens. Mitth, Orn.
Ver. Wien 31.
V. Tschusi: Die Wildhühner Salzburgs „Der Waid-
mann". Leipzig. Bd. VIII. N. 18. 15. Juni 1877. 153.
J. Kolazy : Die Vogelfauna unsers einstigen Praters.
Mitth. Orn. Ver. Wien 16.
H. Neweklowsky: Ueber die Vogelfauna von Li-
lienfeld, ib. 58. 65, 76, 87.
P. Blasius Hanf : Ornithologische Notizen. Der Vogel-
zug am Furtteiche bei Mariahof in Obersteiermark im
Jahre 1876. Abh. Zool.-bot. Gesellsch. Wien. XXVII. 235.
E. Hodek : Die „Obedska bara". Ein oruithologisches
Bild. Mitth. d. Orn. Ver. Wien 13, 23. (Die Obedska bara
ist ein Sumpf in Syrmien.)
E. Hodek: Ornithologischer Reisebericht von der
unteren Donau ib. 44, 69, 73. 83.
0. Her man: Verbreitungsgrenzen der Vögel. Termes-
zetrajzi-Füzetek 8 et 49. (Ungarn.)
Gebrüder Sintenis: Zur Ornis der Dobrudscha.
Journ. f. Orn. 59, auch Brüten, Eier.
E. F. V. Homeyer: Bemerkungen zur Ornis Bulga-
riens mit Rücksicht auf den Bericht der Gebrüder Sinte-
nis und die Reiseergebnisse von Dr. Finsch (im Journ.
f. Orn. 1859. 378). Journ. f. Orn. 69.
Dr. Krüper: Briefl. Mitth. über Vögel aus Rumelien
und Bulgarien (Aegithalus pendulinus, Passer, Larus leu-
cophaeus). Orn. Centralbl. 118.
Ob von A. Newton's 4. Edition vonYarrell's Hist.
of Brit. Birds in diesem Jahre eine Fortsetzung erschienen
ist, ist mir nicht bekannt.
H. T. Wharton: A List of British Birds, the Ge-
nera arranged according to SundevalTs Method. London
1877. 12.
der Vögel während des Jahres 1877. 17
E. Hearle Rodd: The Birds of Cornwall, a contribu-
tion to the Natural History of the county (ist in Aussicht
genommen).
Ornithologische Notizen aus England. Gefied. Welt 142.
G. D. Rowley: On Flamborough Head. Orn. Mise.
XL 11 T. 82—85. (Vogelwohnstätten.)
J. H. Gurney jun.: On Flamborough Head. ib. 29.
Dr. C. Stölker: Die Alpenvögel der Schweiz. Pho-
tographien von Gebr. Täschler. St. Eiden bei St. Gallen.
2. Serie. 1877.
Dr. C. Stölker: Ornithologische Beobachtungen. IV.
Folge. Verh. d. St. Gallischen naturwiss. Gesellsch. 1877.
H. Hesselink: Zwei Wintergäste in Groningen. Orn.
Centralbl. 140. (Bombycilla garrula und Nucifraga car-
yocatactes).
H. Hesselink: lieber Sumpf- und Wasservögel in
Holland, ib. 163.
Prof. P. Pavesi: Sulla prima e recentissima com-
parsa in Lombardia del Beccafico di Provenza (Sylvia
provincialis). Rendicouto del R. Istituto Lombardo. Serie
IL vol. X. fasc. XX. 1877. mit einer Aufzählung der specie
avventizie der Lombardischen Fauna.
H. Schalow: Tagebuchnotizen aus Italien. Journ. f.
Orn. 191.
Castellaruan : Estudio ornitologico del Real Sitio
de San Ildefonso. Anales de la sociedad Espanola de
Historia Natural. Madrid. VI. Hft. 2. 155. (Catalogo me-
todico.)
Saunders: Catalogue des oiseaux du midi de
TEspagne. Forts. Bullet. Soc. Zool. de France 1877 11 et 185.
(Schluss.)
Asien.
Von Gould: Birds of Asia sind hier zu verzeichnen:
P. XXVIII. Juli 1876 (mir verspätet zugekommen), XXIX.
April 1877 und XXX. October 1877. Diese enthalten die
Beschreibungen und Abbildungen folgender Arten:
P. XXVIII. Phasianus Shawi, Ph. chrysomelas, Myio-
phonus Blighi, Trochalopteron affine, T. variegatum, Da-
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. B
18 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
sylophus superciliosus, Lepidogrammus Cummingi, Hemicer-
cus cordatus, H. concretus, H. Hartlambi, Suthora brunnea,
Leptopoecile Sophiae, Pteruthius aeralatus.
P. XXIX. Rhodopechys sanguinea, Erythrospiza ob-
soleta, E. incarnata, Pitta Bandii, P. Gurneyi, P. Steerei,
P. Ussberi, Actenoides Hombroni, A. Lindsayi, A. con-
cretus, Sturnus iinicolor, St. Humi, Sutbora Munipurensis.
P. XXX. Pitta coerulea, P. ciicuUata, Chalcites
Hodgsoni,Cb. xantborbyncbiis, Lobiopbasis castaneicaudatus,
Gallus Sonnerati, Cbrysocolaptes xantbocepbalus, Sarco-
pbanops Steerii, Oriolus cbinensis, Carduelis orientalis,
Parus elegans, Aegitbalus flammiceps, Dicaeum dorsale.
Alex. Brandt: Brevis enumeratio operum ad faunam
mammalium et avium Imperii Rossici pertinentium. 8.
Dr. 0. Finscb: Ornitbological Letters frora tbe
Bremen Expedition to Western Siberia. Ibis 48. Wiebtiger
Reisebericbt.
Westsibiriscbe Forscbungsreise 1876 unter Fübrung
von Dr. 0. Finscb. Catalog der Ausstellung ethnogra-
phischer und naturwissenschaftlicher Sammlungen. Mit er-
läuternden Bemerkungen von Dr. 0. Finscb. 8. Bremen
1877. Mit wichtigen Daten, besonders über Verbreitung
der Arten.
Hj. Theel: Relation de l'exp. suedoise de 1876 au
Yenissei (voie de terre). Rapport a M. le Prof. Norden-
skiöld. Upsala 1877.
The Natural History of tbe Jenissei (Schwedische
Ueberland-Expedition 1876) in Göteborgs Handels-Tidning
und Nature. N. 409. 30/8. 1877. 367.
H. Seebohm: On some of tbe rarer eggs and birds
which he obtained on bis recent visit to the arctic regions
of the Yen-e-sey in East Siberia. Proc. Z. S. 806 (wich-
tige Bemerkungen über Synonymie, besonders von Lus-
ciniden.)
M. Bogdanow: Vorläufige Notiz über die Calandrella-
Arten der russischen Fauna. Journ. f. Orn. 90.
Przewalski: Reisen in der Mongolei, im Gebiet der
Tanguten, und den Wüsten Nordtibets. Aus dem Russischen
übersetzt von Albin Kohn.
der Vögel während des Jahres 1877. 19
Przewalski: Tbe Birds of Mongolia, the Tangut
Country and tlie solitudes of Northern Tibet in D. Row-
ley's Ornith. Mise. VI. 137, VII. 271, VIII. 283, IX. 379,
X. 417, XI. 47, T. 54. L— IX.
Taczanowski: Rev. de la faime ornith. de la Si-
berie Orientale (Schluss). Bull. Soc. Zool. de France 1877. 40.
M. l'Abbe Armand David et M. E. Oustalet: Les
Oiseaux de la Chine. Paris 1877. 8. Mit Atlas von 124
Tafeln.
R. Swinhoe: On a new Bird from Formosa (Lio-
cichla Steerii). Ibis 473. T. 14 vgl. Aegithinidae.
R. Swinhoe: On the Contents of a fourth Box of
Birds from Hakodadi in Northern Japan. Ibis 144 (von
M. Blakiston eingesendet).
Dr. A. V. Roretz: Einiges über Vogelzucht in Japan.
Zool. Gart. 379.
C. G. Danford: A Contribution to the Ornithology
of Asia minor. Ibis 261.
A. Hume: Dates of publication of parts I. et II. of
Rough Notes. Stray Feath. V. 125.
Republications. — Recently described Species ib. 53,
340, 493. Mit Noten von M. A. Hume.
Marquis of Tweeddale : Descriptions of four new
Species of Birds from the Indian Region. Ann. nat. bist.
4. ser. XX. 1877. 94.
Marq. Tweeddale: Descriptions of some new Species
of Birds ib. 533. (Philippinen, Celebes, Burma.)
Marq. Tweeddale: Descriptions of three new Species
of Birds from the Indian Region. Proc. Z. S. 366.
Marq. Tweeddale: Berichtigung der Synonymie eini-
ger indischer Vögel. Ibis 487.
A. 0. Hume and C. H. T. and G. F. L. Marshall:
The Game Birds of India with coionred illustrations of all
the known species in 3 Vol. (Nur die Notiz bekannt, dass
dieses Werk 1877 beginnen sollte.)
Vagrancy Acts. By A. (Mc. M.) For Private Circu-
lation. (Ibis 373.)
Capt. G. F. L. Mars hall: Birds Nesting in India.
A Calendar of the Breeding-seasons and a Populär Guide
20 Pelzein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
to tlie Habits and Haunts of Birds. Illustrated. Calcutta.
1877.
J. H. Gurney : On some Raptorial Birds. Stray Feath.
V. 502. vgl. Falconidae.
W. T. Blanford: lieber indische Caprimulgiden.
Ibis 249.
Marq. Tweeddale: Notes on the Species^ of the
Genus Batrachostomus inhabiting the Indian Region. Proc.
Z. S. 420. T. 45-49.
A. Manson: lieber einige indische Vögel. Stray
Feath. V. 62.
A. Hume: Our Indian Certhidae ib. 73.
A. Hume: Our Indian Cisticolae ib. 90.
A. Hume: Remarks on the Genus Pericrocotus ib. 171.
A. Hume: Some remarks on the Indian Species of
the Genus Volvocivora ib. 203.
A. Hume: Notes on some of our Indian Stone Chats
ib. 239.
A. Hume: Remarks on some species of the Subgenus
Lillia Boie ib. 254.
A. Hume: Remarks on the Genus Jora ib. 420.
A. Hume: Remarks on the Genus Micropternus Blyth.
ib. 472.
Godwin Austen : Some notes on Birds of the Genera
Pellorneum and Pomatorhinus, with a Description of a va-
riety of Chleuasicus ruficeps Blyth. Proc. A. S. B. 1877.
146. Blanford- ib. 148.
W. E. Brooks: Ornithological Notes ib. 469 (vgl.
Muscicapidae et Motacillidae).
J. H. Baldvin: The Large and Small Game of Ben-
gal and the North - western Provinces of India. London.
(Ibis 373.)
A. Hume: lieber Vögel von Khelat Stray Feath.
V. 350.
E. A. Butler: The Avifauna of Mount Aboo and
North Guzerat Addenda ib. 207. Part I. List of species
omitted in the former paper. Part IL Further remarks
upon species included in lormer paper. Part. III. Table
der Vögel während des Jahres 1877. 21
of dates of arrival and departure of migratory species.
Auch Eier und Nester.
E. L. Butler: Astola, a summer Cruise in the Golf
of Oman ib. 283. Auch Eier. Mit einer Karte der Insel
Astolah.
E. A. Butler: Additional Species from Khandalla
ib. 503.
E. A. Butler: Additional Notes on the Birds of
Sindh. ib. 322.
W. T. Blanford: A fewAdditions to the Sindh Avi-
fauna V. 245.
A. Hume: Resume of recent Additions to the Sindh
Avifauna ib. 328.
J. A. Gammie: Occasional Notes from Sikhim N. I.
ib. 380.
W. T. Blanford: Notes on some Birds in Mr. Man-
delli''s Collection from Sikkim, Bhutan and Tibet ib. 482.
S. B. Fairbank: A List of Birds collected and ob-
served on the Palani Hills ib. 387.
V. Ball: Notes on Birds observed in the region be-
tween the Mahanadi and Godawari Rivers ib. 410.
A. Hume: Additions of the Avifauna of the Anda-
mans ib. 347.
A. Whyte: Notes on Capt. Legge 's paper on addi-
tions to the Ceylon Avifauna ib. 201.
Godwin Austen: Description of supposed new Birds
from the Naga Hills and Eastern Assam. Ann. nat. bist.
XX. 519.
Godwin Austen: Description of 3 new Species of
Birds of the Genera Pellorneum, Actinura and Pomatorhi-
nus, lately collected in the neighboorhood of Saddya, As-
sam, by M.J. Ogle. Journ. A. S. B. XLVL P. H. 41.
Wardlaw Ramsay: Notes on some Burmese Birds.
Ibis 452. T. 12, 13. Auch Lebensweise, Nisten, Eier.
C. T. Bingham: Notes on the Nidification of some
birds in Burmah. Stray Feath. V. 79. Auch Eier.
Eugene W. Gates: Notes on the Nidification of some
Burmese Birds ib. 141, auch Eier. (Mit Zusätzen von M.
A. Hume.)
22 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
E. W. Oates: Notes on some Burmese ßirds ib. 247.
W. Davison: Notes on the Nidification of some
Burmese Birds ib. 453, auch Eier.
Godwin Austen: Fifth List of Birds from the Hill
Ranges of the North East Frontier of India. Journ. As.
S. B. XLV. 1876. P. IL 191. T. 5; 6, 9. — Additional
Notes on the Birds of previous Lists ib. 201.
A. Hume: A First List of the Birds ofNorth-Eastern
Cachar Stray Feath. V. 1. (Sammlung v. M. J. Inglis) auch
Nisten und Eier, Lebensweise.
A. Hume: Ueber repräsentative Arten der Himalaya
und Tenasserim Fauna ib. 113.
Exploration of Tenasserim (durch H. Ossian Lim-
borg). Ibis 259.
A. Bouvier: Faune ornithologique de Kessong
(Presq' ile de Malacca). Bull. Soc. Zool. de France 292,
auch Jugendkleider.
Ed. Renard: La chasse aux grands oiseaux et le
commerce des plumes dans la Cochinchine fran^aise. Bull.
Soc. Acclim. 3 ser. IV. 1877. 225.
Marq. Tweeddale: OnJ a Collection of Birds made
by M. E. C. Buxton in the District of Lempong, S. E.
Sumatra. Ibis 283. T. 5, 6.
R. B. Sharpe: Contributions to the Ornithology of
Borneo Part. IL Ibis 1. (M. Everett's Sammlung aus N.-W.-
Borneo, auch Berichtigungen über früher erwähnte Loca-
litäten ; auch über Lebensw., Eier, Nester.)
R. B. Sharpe: Description of a New SpeciesofLo-
biophasis and a New Species of Pitta from the Lowas
River N.-W.-Borneo. Proc. Z. S. 93.
Dr. F. Brügge mann: Ueber eine Vogelsammlung
aus Süd-Ost-Borneo (von Dr. Fischer). Abh. naturw. Ver.
Bremen. V. 1877. 453. T. 9.
R. B. Sharpe: On the Birds collected by Prof. J.
B. Steere in the Philippine Archipelago. Transact. Linn.
Soc. London. 2 ser. Zool. Vol. I. Part. 6. 307. T. 46—54.
Mit einer Uebersicht aller von den Philippinen bekannten
Arten.
Marq. Tweeddale: Contributions to the Ornithology
der Vögel während des Jahres 1877. 23
of the Philippines N. L On the Collection made by M. A.
H. Everett in the Island of Luzon. Proc. Z. S. 686.
T. 72, 73. N. IL On the Collection made by M. A. H.
Everett in the Island of Zebu ib. 755. T. 76—78. N. III.
On the Collection made by M. A. H. Everett in the Is-
land of Mindanao ib. 816. T. 82—85.
Marq. Tweeddale: On the Birds of the Philippine
Islands (Reports on the CoUections of Birds made during
the Voyage of H. M. S. „Challenger" N. IL) Proc. Z. S. 535.
Dr. H. Lenz: Mittheilungen über malayische Vögel.
Journ. £ Orn. 359. (Vögel von Celebes von H. v. Biiltzings-
löwen gesammelt, dann aus Amboina, Ceram und Bourn
mit Etiquette von v. Rosenberg's Hand.)
T. Salvadori: Intorno alle specie di Nettarinie
della Papuasia, delle Molucche e del gruppo di Celebes.
Atti Acc. Torino XII. 299.
Dr. F. Brüggemann: Nachträgliche Notizen zur Or-
nithologie von Celebes. Abh. naturw. Ver. Bremen. V.
1877. 464.
Dr. Reichenow: lieber eine Sendung von Vögeln aus
Celebes. Journ. f. Orn. 217.
Africa.
V. L. Cameron: Quer durch Africa. Autorisirte
deutsche Ausgabe. Leipzig 1877. 1 Th.
C. B. Klunzinger: Bilder aus Ober-Egypten, der
Wüste und dem Rothen Meer. Stuttgart 1877.
V. Heuglin: Reise in Nordost- Africa. Schilderungen
aus dem Gebiete der Beni Amer und Habab nebst zoolo-
gischen Skizzen und einem Führer für Jagdreisende. 2 Bde.
Braunschweig 1877. 8.
E. Marno: Ein Aufenthalt in der Tura el chadra
(südlich von Chartum). Zool. Gart. 1.
L'Afrique Equatoriale. Par le Marquis de Compiegne.
Paris 1876. 2 vol.
Barboza duBocage: Aves das possessoes portug. de
Africa occidental Decima terceira Lista. Journ. Scienc.
math., phys. et nat. N. XXI. 1877. (Sammig. v. S. An-
chieta in Benguela). XIV. et XV. Lista ib. XXII. 1877.
24 Pelz ein: Bericht üb. d. LeistuDgen in d. Naturgeschichte
J. V. Barboza du Bocage: Ornithologie d' Angola.
Ouvrage publice sous les auspices du Minis tere de la Ma-
rine et des Colonies. Premiere Partie Lisbonne 1877. gr. 8.
Mit 4 Taf. Die Ornithologie Angolas soll den ersten Band
eines Werkes bilden, welches besonders die Resultate der
Reisen S. d'Anchieta's umfasst. Es sind aber auch die
sonstigen Forschungen verwerthet, so dass sich dieses Werk
würdig den trefflichen Bearbeitungen anreiht, welche wir
über verschiedene Faunen Africas besitzen. Besprech. v.
A. R. Ornith. Centralbl 182.
Barboza du Bocage: Melanges ornithologiques III.
Especes nouvelles d' Angola. Journ. Sc. Math. Ph. N. Lis-
boa. N. XXII. 1877.
Dr. A. Reichenow: Die ornithologischen Samm-
lungen der deutschen Expedition nach der Loango-Küste.
(Mit einer Einleitung von Dr. Falkenstein.) Journ. f.
Orn. 1, (auch Nisten).
Dr. Falkenstein: lieber seinen Aufenthalt an der
Loangoküste 1873—76. Allg. d. Ornith. Gesellsch. 6. Nov.
1876. Journ. f. Orn. 1877. 103.
Prof. Cabanis und Dr. Reichenow: Neue Arten
aus Westafrica von Dr. Falkenstein gesammelt. Journ.
f. Orn. 103.
lieber Vögel von Tristan d'Acunha (besonders über
Gallinula nesiotis) W. Thomson Voy. of the „Challenger"
II. 164.
The Birds of South Africa. By E. L. Layard. New
edition thoroughly revised and augmented by R. Bowdler
Sharpe. Part. IV.
E. L. Layard: Notes on two African Cockoos of
the Genus Coccystes. Proc. Z. S. 465.
Tb. Ayres: Additional Notes on the Ornithology of
the Republic of Transvaal. Communicated by J. H. Gur-
ney. Ibis 339. T. 7, auch Eier, Nisten. Beisatz hierzu
J. H. Gurney. ib. 491.
Dr. G. A. Fischer: Briefliche Reiseberichte aus Ost-
Afrika. Journ. f. Orn. 171, 205, 423. Eier, Nester, Lebensw.
Prof. Cabanis: lieber von H. Aurel Schulze in
Natal erlegte Vögel, ibid 349.
der Vögel während des Jahres 1877. 25
Hartlaub: Die Vögel Madagascars und der benach-
barten Inselgruppen. 1877. 8. — (General Remarks on the
Avifauna of Madagascar and the Mascarene Islands. Ab-
straet from the Introduction. Ibis 334.) Bericht über dieses
Werk von Dr. Reichenow. Journ. £ Orn. 342.
A. Grand idier: Hist. phys., natur. et polit. de Ma-
dagascar Vol. XIII. Hist. nat. des Oiseaux par M. M. Alph.
Milne Edwards et Alf. Grandidier T. IL Atlas I. 1^^«
Partie 1876. 4.
Collett: Om et Par Fuglesamlinger fra Madagascar
Regionen. Christ. Vid. Selsk. Forh. 1877. (Sammlungen von
Madagascar und Bourbon von den Herren Lantz und
Borchgrevink.)
Edw. Newton: On a Collection of Birds from the
Island of Anjuan. Proc. Z. S. 295. T. 33, 34. (Sammlung
von M. C. E. Bewsher.) Mit Tabelle über die Verbrei-
tung der Vögel auf den Comoren.
G. D. Rowley: On the exstinct Birds of the Masca-
rene Islands. Orn. Mise. VI. 123. T. 52, 53.
Velain: lieber die Inseln St. Paul und Amsterdam
in Archives de Zoologie experimentale et generale VI. 1877.
Auszug Nature 1878. 326. Mit Holzschnitten, auch der
Pinguine.
Transit of Venus Expedition. Zoology. — Birds. By
R. Bowdler Sharpe 4. T. 6 — 8. Höchst wichtiger Bericht
über die Avifauna von Kerguelen, auch Nisten, Eier,
Lebensweise; Besprechung: Ibis 479 mit Zusätzen.
Ueber Chionis minor und Diomedea exulans. Nach-
träge zu den Briefen an C. Th. v. Siebold von R. v. Wille-
moes-Suhm. Zeitschr. f. wissensch. Zool. XXIX. 1877.
CXX et CXXII.
America.
Bulletin of the Nuttall Ornithological Club. A Quar-
terly Journal of American Ornithology under the Editor
ship. of J. A. Allen, S. F. Baird and Elliot Coues VoL
IL in 4 Parts. General Notes ib. 26, 50, 77 etc.
J. A. Allen: Progress of Ornithology in the United
States during the last Century. American Naturalist T. 536.
26 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Th, A. Brüll in : Zur Fauna Nordamerikas. Zool. Gart.
394 (auch Ankunft einiger Zugvögel im Norden Wisconsins
im Jahre 1877.)
Barrows: Catalogue of the Alcidae contained in the
Museum of the Boston Soc. of Nat. Hist. with a review
and proposed Classification of the Family. Proc. Bost. Soc.
Nat. Hist. 1877. 150.
G. N. Lawrence: Descriptions of New Species of
Birds of the Families Trochilidae and Tetraonidae Annais
N.-Y. Acad. Sc. Vol. I. 1877. 50.
H. W. Feil den: On the Birds of the North Polar
Basin. Proc. Z. S. 28.
H. W. Feil den: List of Birds observed in Smith
Sound and in the Polar Basin during the Arctic Expedition
of 1875—76. Ibis 401, auch Eier, Nester.
H. N e h r 1 i n g : Nordamerikanische Vögel im Freileben
geschildert. Gefied. Welt 74, 117, 148, 181, 229, 270, 281,
368, 439, 460.
Deutsche Singvögel in Nordamerica (Berliner Tage-
blatt) Zool. Gart. 341.
D. T. M. Brewer: On the stilt sandpiper. Boston
Soc. Nat. Hist. 3. Oct. 1877.
F. B. Rathbun: A Partial Catalogue of the Birds of
Central New- York. Auburn Daily Advertiser 14. Aug. 1877.
Th. G. Gentry: Life-Histories of the Birds of Eastern
Pensylvania. Vol. IL 8. Salem 1877.
Pur die: Distribution of New England Birds Bull.
Nutt. Orn. Club. H. 11.
Pur die. Notice of a few Birds of rare or accidental
Occurrence in New England ib. 20.
Brewer: A Defense of this Catalogue of New Eng-
land Birds ib. 44.
Th. Rooseveldt jr. and H. D. Miret: The Summer
Birds of the Adirondacks in Franklin County N. York. 8.
Merrim: A Review of the Birds of Connecticut with
Remarks on their habits Transact. Connecticut Academy.
Vol. IV. 1877.
E. W. Nelson: Birds of North eastern Illinois Bullet.
der Vögel während des Jahres 1877. 27
of the Essex Institute Vol. VIII. 90—155. April 1877.
Besprchg. Americ. Naturalist. 1877. 615.
E. W. Nelson: Notes upon Birds observed in Sou-
thern Illinois between July 17. and Sept. 4. 1875. a. a. 0.
IX. 32—65. 1877. Bespr. a. a. 0.
Frank W. Langdon: A Catalogue of the Birds of
the Vicinity of Cincinnati with Notes Salem 1877. 8.
Exploration Across the Great Basin of Utah. Appen-
dix K. Ornithology. A List of Birds by Prof. Spencer
F. Baird. Washington 1876.
Ridgway: Ornithology of the route explored by the
United States Geological Expedition of the Forteth Parallel
1867—69. (Rep. of Geol. Expl. of Fort. Par. Part. III.
Washington 1877. 4.)
Annual Report upon the Geographica! and Geological
Explorations and Surveys West of the One Hundreth
Meridian in California, Nevada, Utah, Colorado, Wyoming,
New Mexico, Arizona and Montana. By Geo. M. Wheeler
being Appendix. J. J. of the Annual Report of the Chief
Engineers for 1876. 8. Washington 1876. Mit Illustrationen.
Omithologische Resultate von Mr. Heushaw.
Dr. Th. M. Brewer, Notes Capt. Bendire on the
Birds of Oregon. Boston Soc. Nat. Hist. 24. Febr. 1877.
Bendire: Notes on some of the Birds found in
Southeastern Oregon, particulary in the Vicinity of Camp
Harney Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. Nov. 1877. 109.
C. A. H. Mc. Cauley: Notes on the Ornithology of
the Region about the source of the Red River of Texas
from Observations made during the Exploration conducted
by Lieut. E. H. Ruffner. Annotated by Dr. Elliot Coues
in Bullet. Unit. St. Geol. and Geo^r. Survey of the Ter-
ritories. Vol. HL N. 3. 655—695. 1877. Bespr. Americ.
Natural. 1877. 615.
Dr. Merrill: Notes on Texari Birds. Bull. Nutt. Orn.
Club. 1. N. 4.
Cooper: On Seventy five doubtful West Coast Birds.
Bull. Nutt. Orn. Club IL 88.
Streets: Contribution to the Natural History of the
28 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Hawaiian and Fanning Islands and Lower California Bull.
Unit. St. National Museum N. 7. 1877.
A. Boucard: Ornithology of Costa Rica. Nature
1877. 521.
Ri dgw ay : The Birds of Guadalupe Island. Bull. Nutt.
Orn. Club II. 58.
G. N, Lawrence: Descriptions of new W. Indian
Birds. New- York Academy of Sc. October 1. 1877.
G. N. Lawrence: Descriptions of New Species of
Birds from the Island of Dominica Annais. N.-Y. Acad.
Sc. Vol. L 1877. 46.
P. L. Sclater and 0. Salvin: Descriptions of
eight new Species of South American Birds. Proc. Z. S.
18. T 1.
P. L. Sclater and 0. Salvin: Descriptions of six
new Species of South American Birds ib. 521. T. 52.
P. L. Sclater: Description of two new Ant-birds of
the Genus Grallaria with a List of the known Species of
the Genus. Ibis 437. T. 8—9.
Pelzeln: Description of a new Species of Calliste
and of a new Hummingbird of the Genus Heliangelus.
Ibis 337.
A. Ernst: Estudios sobre la Flora y Fauna de Ve-
nezuela. Caraccas 1877.
L. Taczanowski: Liste des Oiseaux recueillis en
1876 au nord du Perou occidental par M. M. Jelski et
Stolzmann. Proc. Z. S. 319. T. 36. Enthält auch zwei
Arten aus Central-Peru und eine Liste von Vögeln aus
Santa Rosa (Ecuador).
L. Taczanowski: Supplement a la Liste des Oi-
seaux recueillis au nord du Perou occidental par M. M.
Jelski et Stolzmann ib. 744. Auch sehr wichtig über
Eier und Nester.
C. L. Landbeck: Bemerkungen über die Singvögel
Chiles. Zool. Gart. 233, auch Eier und Nester.
C. L. Landbeck: Jagd-, Vogelfang und Vogelhandel
in Chile. Zool. Gart. 370.
Edwyn C. Reed: Apuntes de la Zoologia de la Ha-
der Vögel während des Jahres 1877. 29
cienda de Canquenas. Provincia de Colchagoa. 8. Santiago
de Chile 1877.
Canoe and Camp life in British Guiana. By C.
Barrington Brown. 1vol. 8. London 1876. Bespr. Ibis 239.
Roraima and its Mysteries. Ibis 399 (theilweise nach
dem Speetator).
K. Müller (Brief): Aus S.-Brasilien. Zool. Garten
271, 397.
H. Durnford: Notes on the Birds of the Province
of Buenos Ayres. Ibis 16G. T. 3. Auch Lebensw., Eier,
Nester.
H. Durnford: Notes on some Birds -observed in the
Chuput Valley, Patagonia and the neighbouring District.
Ibis 27. Auch Lebensw., Nester, Eier.
Account of the Zoological Collection made during the
Visit of H. M. S. „Peterel" to the Galapagos Islands Birds
by R. Bowdler Sharp e. Proc. Z. S. 65.
Australien.
T. Salvador!: Prodromus Ornithologiae Papuasiae
etMoluccarum III. Psittaci. Ann. Mus. Genova X. 21. IV.
Bucerotidae, Meropidae, Alcedinidae, Coraciidae, Podar-
gidae, Caprimulgidae, Cypselidae ib. X. 299 (IL Columbae
siehe Ber. f. 1876, Columbae).
T. Salvador! : Notes on some Birds mentioned by
Dr. Cabanis and Hr. Reichenow as collected inPapua-
sia and in the Moluccas during the voyage of the „Gazelle"
Proc. Z. S. 194.
T. Salvador!: Intorno alle specie di Nettarinie
della Papuasia, delle Molucche e del gruppo di Celebes.
Att! Accad. Torino XII. 299.
Dr. H. Lenz: Mittheilungen über malayische Vögel.
Journ. f. Orn. 359 (Vögel von Celebes von H. v. Bültzings-
1 ö w e n, dann aus Amboina, Ceram und Buru mit Etiquetten
von Rosenbergs Handschrift.)
Gould: Birds of N.-Guinea. Part. V. Manucodia
Comrii, M. chalybaea, Casuarius picticollis, C. Westermann i,
Monarcha cordensis, M. malanonota, GeoflProyus simplex,
Trichoglossus Musschenbroeki , Psitteuteles rubronotatus,
30 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Ps. subplacens, Loriculus aurantiifrons, Chalcites Meyeri,
Myzomela cruentata.
R. B. Sharpe: ContributioDS to the Ornithology of
New-Guinea IL (On the Ornithological collection formed
by the late Dr. James in Southeastern N.-Guinea and
Yule Island. Journ. Linn. Soc. XIIL N. 69. 1877. 305.
W. Macleay : Account of his cruise to Torres Straits
and Southern N.-Guinea in the „Chevert" in 1875 and of
the zoological collections made during the expedition.
Proceed. Linn. Soc. N.-S.-Wales I. 36.
Masters: Erster Theil seines Berichtes über die
Vogelsammlung obiger Expedition, die er begleitete ib. 44
(in diesem Theile über Australien und die nahen Inseln
der Torresstrasse).
L. d'Alb^ertis : Notes on some Birds collected during
the Exploration of the Fly Kiver. (Reprinted from the
Sydney Mail of Febr. 24. 1877). (Ibis 363). — Tradu-
zione con note di T. Salvador!. Ann. Mus. Genova X. 5.
T. Salvador! : Catalogo della prima coUezione di
cucelli fatta nella Nuova Guinea nel 1872 dal Signor L.
M. d'Albertis ib. 111,
P. L. Sclater: On a collection of Mammals, Birds
and Insects formed by M. G. Brown in Duke of York
Island, New-Britain and N.-Ireland. Proc. Z. S. 28.
P. L. Sclater: On the Birds collected by Mr. George
Brown on Duke of York Island, and on the adjoining
parts of New-Ireland and New-Britain. Proc. Z. S. 96.
T. 14—16, einer Karte in Holzschnitt und 1 Holzschnitt
im Texte.
E. P. Ramsay: Description of some new Species of
Birds from New-Britain, N.-Ireland, Duke of York Island
and the South east coast of N.-Guinea. Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales 1877.
J. Adams: Polynesia Transact. N. Zeal. Instit. IX.
44. Eine interessante geographische Studie.
E. L. Layard: Remarks on the exact Localities of
some Birds from the Islands of the South Pacific. Proc.
Z. S. 464.
Dr. 0. Fi n seh: On the Birds of the Island of
der Vögel während des Jahres 1877. 31
Ponap6, Easteru Carolines. Proc. Z. S. 777. (Sammlung
von H. Kubary.)
Edgar L. Layard and E. Leopold Layard: Notes
on tlie Avifauna of New-Caledonia. Ibis 355. (Von d.
Herausgeb. ist M. E. Marie 's Liste der Vögel N.-Cale-
doniens beigefügt.)
Note d'hist. nat. sur les iles Huon et Surprise par le
R. P. Montrouzier (Noumea 29/8. 1876) in Bull. Sog.
geograph. Dec. 1876 et Bull. Soc. Acclim. IV. 1877. 158.
G. D. Rowley : The Birds of the Fiji Islands. Orn.
Mise. X. 393 (Myiolestes macrorliynchus Layard, Pachy-
cephala torquata Layard) T. 73, 74.
E. P. Kamsay: Remarks on a Collection of Birds,
lately received from Fidji. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales
I. and A List of all the Species at present known to in-
habit the Fidji Isl. ib.
T. Salvadori: Notes on two Birds from the Fiji
Islands (Rhipidura Layardi et Lamprolia minor). Ibis 142.
Dr. 0. Finsch: On a new Species of Petrel from
the Feejee Islands. Proc. Z. S.,722.
Dr. 0. Finsch: On a Collection of Birds from Niua-
fou Island in the Pacific. Proc. Z. S. 782. (Sammlung
von H. F. Hühner.)
Dr. 0. Finsch: On a small Collection of Birds from
the Marquesas Islands. Proc. Z. S. 407 (Sammlung von
M. A. Garrett.)
P. L. Sclater: On the Birds of the Admiralty Is-
lands (Reports on the Collection of Birds made during
the Voyage of H. M. S. „Challenger" N. III. Proc. Z. S. 551.
Dr. 0. Finsch: On the Birds of Tongatabu, the
Fiji Islands, Api (New Hebrides) and Tahiti (Rep. Coli.
Challenger N. IV). Proc. Z. S. 723.
Dr. 0. Finsch: On a Collection of Birds from Eua,
Friendly Islands. Proc. Z. S. 770. (Sammlung von F.
Hübner.)
Dr. Th* H. Streets: Contributions to the Natural
History of the Hawaian and Fanning Islands and Lower
California. Bull. Un. St. National-Museum N. 7. 1877.
32 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Dr. Th. H. Streets: Description of a new Moorhen
from the Hawaian Islands. Ibis 25 mit Holzschnitt.
Streets: Some Account of the Natural History of
the Fanning Group of Islands Americ. Naturalist X. 165.
Bespr. Ibis 241.
Proceedings of the Linnnean Society of New South
Wales. Vol. I. part. 1 et 2. 8. Sydney 1876. Ref. nur nach
der Besprechung im Ibis 120 bekannt.
0. Salvin: Exhibition and remarks upon a volume
of original drawings, taken by Mr. George Raper during
the Voyage of Captain Hunt er to Australia in 1788—92.
Proc. Z. S. 95.
E. Pierson Ramsay : List of Birds met with in North-
eastern Queensland, chiefly at Rockingham Bay Part. III.
(Forts, und Schluss v. Proc. Z. S. 1876.) Proc. Z. S. 1877.
335. Auch Eier und Nester. Appendix über eine Samm-
lung aus der Nähe von Georgetown.
E. P. Ramsay: Description of some rare Eggs of
Australian Birds and a Note on the Eggs of certain Spe-
cies of Megapodius. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales. 1877.
Transactions and Proceedings of the New-Zealand
Institute. Vol. IX. 1876. issued May 1877.
Walter Buller: On the Ornithology of New-Zealand.
Transact. N.-Zealand Inst. IX. 327, auch Nisten.
W. T. L. Travers: New-Zealand, Graphic and De-
scriptive. Illustrations by E. D. Barr and. London 1877.
Accipitres.
0. von Riesenthal: Die Raubvögel Deutschlands und des
angrenzenden Mitteleuropas ^).
V. Droste -Hülshoff : Ueber das frühere und jetzige Vor-
kommen von Raubvögeln in Deutschland. Nitzsche, III. Jagdzeitg.
IV. 80.
Gypaetidae. J. v. Csatö: Gypaetus barbatus in Siebenbürgen.
Termeszetrajzi-Füzetek 10 et 51.
1) Konnte nicht speciell excerpirt werden.
der Vögel während des Jahres 1877. 33
C. Stölker: Der Bartgeier in der Schweiz in Nitzsche,
lUustr. Jagdztg. IV. 63.
Vultnridae. J. H. Gurney: Ueber einen in Gelangenschaft
gehaltenen Vultnr auricularis. Ibis 257.
Gyps fulvus Jerd. = G. himalayanus Ilumo, nee G. fulvescens
A. Hume, Stray Feather V. 123.
C. L. Landbeck: Einige Bemerkungen über den Condor
(Sarcorhamphus eondor) Zool. Gart. 296.
Falconidae. J. II. Gumey: Notes on a »Catalogue of the
Accipitres in the Brit. Mus. by R. Bowdler Sharpe (1874) (Fortsetz.
V. Ibis 1876. 493.) Ibis 1877. 209, 325, 418. (Aquilinae, Thrasaetinae).
Von grosser Wichtigkeit.
J. H. Gurney: On certain Raptorial birds Stray Feath. V.
502 (Lophospizias trivirgatus, Spizaetus nipalensis, Folio peregrinus
von Japan).
0. V. Krieger: Ueber den Herbstzug der Raubvögel und
über das Vorkommen solcher Arten, welche in der Unterherrschaft
des Fürstenthums Schv/arzburg - Sondershausen seit einer Reihe von
Jahren beobachtet oder erlegt worden sind. Zool. Gart. 34, 49, 183.
A. Anderson: Ueber einen im rothen Meer gefangenen
Buteo tachardus. Proc. Z. S. 530.
0. V. Krieger: Ueber Buteo desertorum. Zool. Gart. 184.
J. H. Gurney: Note on Buteo desertorum and Buteo plumipes.
Stray Feath. V. 65 mit Note von A. Hume.
A. Hume: Ueber Buteo plumipes ib. 347.
Pf. Jäckel: Muthwille eines Mäusebussards. Zool. Gart. 218.
L. Martin: Der Kaiseradler (Aquila imperialis). Zool. Gart.
331. (Umfärbung in der Gefangenschaft.)
H. B. Steinadler oder Goldadler? Gefied. Welt 377.
Severzow: Aquila pennata et Aquila minuta. Bull. Soc. Zool.
de France 1877. 25 et 320.
L, Bureau: L'aigle botte Reponso a M. Severzow ib. 53.
E. Bolle u. Altum: Vorkommen von Haliaetus albicilla bei
Berlin, zu Neustadt. Journ. f. Orn. 107.
Mützel: Ueber einen über 80 Jahre in Gefangenschaft ge-
haltenen Haliaetus albicilla ib. 108.
0. v. Krieger: Ueber eine in Schwarzburg- Sondershausen
erlegte oder beobachtete Aquila leucocephala- Zool. Gart. 120. 191.
A. Hume: Ueber Poliaetus ichthyaetus Horsf., P. plumbeus
Hodgs. und Pandion humilis Müll, et Schlegel. Stray Feath. V. 129.
A. Hume: Polioaetus Horsfieldi, wahrscheinlich Vigors nicht
Hodgs.
A. Hume: Ueber Typen des Genus Ichthyaetus ib. 130.
Prof. Altum: Zwei Horste von Pandion haliaetus auf einer
Eiche. Journ. f. Orn. 106.
Archiv ITir Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. C
34 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
A. Hume: Spizaetus orientalis T. et S. kein Synonym von
Sp. nipalensis, Stray Feath. V. 125.
A. Hu nie: Die Tafel von Falco babylonicus in Proc. Z. S.
1876 dürfte zu F. barbarus gehören ib. 140.
W. E. Brooks: Observations on Falco Hendersoni Hume
ib. 48.
A. Hume: Falco atriceps Hume, sicher verschieden von F.
peregrinus ib. 128.
J. H. Gurney : lieber den Falken von Socotra (vgl. Ibis 149).
(F. peregrinus m. oder f. von F. barbarus oder minor. Ibis 397.)
A. Hume : Republication von Soodevoll's Original-Beschreibung
des Falco peregrinator ib. 500.
P. L. S. lieber den Namen von Falco Dickinsoni. Ibis 260.
Vian: lieber Nützlichkeit der Thurmfalken. Bull. Soc. Zool.
de France 433.
Dr. V. Enderes: Ein im Käfig Eier legender Tinnunculus
alaudarius. Mitth. Orn. Ver. Wien 39.
C. Kölbel: Auffütterung eines gefangenen jungen Thurm-
falken (Tinnunculus alaudarius) durch seine Eltern ib. 57.
A. Hume: Tinnunculus atratus. Blyth. Gray Handl, wohl ein
Druckfehler. Stray Feath. V. 129.
H. Hocke: ünregelmässiges Gelege des Lerchenfalken. Gefied.
Welt 359.
Besnard: Le faucon Kobez (Falco vespertinus). Bullet. Soc.
Zool. de France 67.
Nach A. Hume stellt Edwards T. 108 vielleicht Microhierax
melanoleucus dar. Stray Feath. V. 126.
A. Hume: Anecdot of Milvus govinda ib. 347.
R. B. Sharpe: Machaerhamphus alcinus in N.-Guinea durch
Dr. James gefunden. Linn. Soc. 15 March.
E. P. Ramsay: Ei von Elanus axillaris. Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales 1877.
V. Freyberg: lieber die Dreistigkeit eines Habichts, P^alco
palumbarius. Zool. Gart. 134.
A. Hume: lieber Astur soloensis. Stray Feath. V. 125.
J. Vian: lieber Astur badius. Bull. Soc. Zool. de France
1877, 32.
A.H u m e : lieber Lophospiza rufotincta M.Clell. Stray Feath.V.124.
Dr. Willi. Blas ins: lieber die plastischen Unterschiede der
vier europ, Weihen-Arten (Gattung Circus). Journ. f. Orn. 75.
Neue Art: Tinnunculus Inglisi. Hume (pekinensis Swinh.?)
Stray Feath. V. 5. Cachar M. Inglis.
Abbildungen. Buteo brachypterus A. M.Edwards et Grand.
Ois. de Madag. T. 22, 23 (Skelet) 26 A. f. 1—5 (Osteol.) — Archi-
buteo strophiatus (Hodgs.) David et Oustal. Ois. Chine T. 7. —
der Vögel während des Jahres 1877. 35
Aquila clanga pull. Marchand Rev. de Zool. T. 16. — Haliaetus
vociferoides A. M. Edw. et Grand, ib. T. 9, 9 A. (Osteol.) — Falco
zoniventris ib. T. 10. — F. concolor ib. T. 11, 12 (Skelet) 12 A.
(Osteol.) — Tinnuncnlus Newtonii ib. T. 13, 13 A., 14 (Skelet) 14 A.
(Osteol.) — Microhierax chineDsis David et Oust. a. a. 0. T. 8. —
Baza madagascariensis A, M. E. et Grnd. a. a. 0. T. 19, 20 (Skelet)
21 (Osteol.) — Machaerhamphus Andersonii ib. T. 24, 25 (Skelet), 26
et 26 A. f. 6—8 (Osteol.) — Eutriorchis astur ib. T. 9 ß. — Astur
Henstii ib. T. 30. — A. Francesii ib. T. 31 et 32 f. 1, T. 33 (Skelet)
34 (Osteol.) — A. Morelii ib. T. 32 f. 2. — Accipiter madagas-
cariensis ib. T. 35, 36 (Osteol.) — Polyboroides radiatus ib. T. 15,
16, 17 (Skelet) 18 (Osteol.) — Circus macrosceles ib. T. 27 et 28
f. 1. — C. Maillardi ib. T. 28 f. 2, 29 (Skelet). — Circus melano-
leucus Dav. et Oust. a. a. 0. T. 9.
Serpentariidae. Clement: Note sur la theorie de l'evolution,
a propos du Secretaire (Serpentarius reptilivorus). Bull. Soc. Zool.
France 309.
Strigidae. Ad. Walter: Die Bedeutung der Eulen in der
Forst- und Landwirthschaft. Orn. Centralbl. 1.
V. Tschusi: Die Eule im Dienste der Wissenschaft ib. 94.
Irruption of Snowy Owls (Nyctea nivea) from the North. Ibis
131, vgl. auch P. L. Sclater, Proc. Z. S. 1 (1 Ex. aus Irland).
Deane: Unusual Abundance of the Snowy Owl in N.-Eng-
land. Bull. Nutt. Orn. Club II. N. 1. 9.
A. Hume: Der Name Athene cuculoides von Vig. nicht Gould
«tray Feath. V. 135.
Prof. Jeitteles: Ueber Athene noctua. Mitth. Orn. Ver.
Wien 91.
Athene glaux Dresser B. Europe. P. LVII— LVIII. Text.
W. Spatny: Ueber Surnia passerina in Böhmen. Mitth. Orn.
Ver. Wien 10.
A. Hume: Bubo Ketupa Kaup, kein Synonym von K. flavipes.
Stray Feath. V. 135.
A. Anderson: On the spotted egg of Ascalaphia coromanda.
Proc. Z. S. 807.
P. L. Sclater: Ueber Asio mexicanus. Proc. Z. S. 159.
A. Hume: Ueber Scops indicus (Gm.) (S. griseus Jerd.) Stray
Feath. V. 135.
Ad. Walter: Ueber Syrnium aluco. Orn. Centralbl. 31; C.
Osten und E. v. Homeyer ib. 56.
B. Tegetm eier : Ueber ein missbildetes Sternum von Syrnium
aluco. Proc. Z. S. 533.
Pf. Jäckel: Zur Naturgeschichte der Ilabichtseule (Strix
uralexsis Pall.) Zool. Gart, 309.
86 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
J. Talsky: Syrnium uralense in Mähren. Mitth. Orn. Ver.
Wien 8.
J. Talsky und W. Spatny: Zur Verbreitung von Syrnium
uralense ib. 47.
E. Schauer: Elektrische Eigenschaft der Bürzeldrüse (bei
Strix flammea) ib. 55.
A. Milne Edwards: Observations sur les affinites zoologiques
du Genre Phodilus. Compt. rend. Ac. Paris, 17. Dec. 1877.
Neue Gattung: Heliodilus. A. Milne Edwards Compt. rend.
17. Dec. 1877. (H. Soumagnei Grandid. u. sp.)
Neue Arten: Ninox odiosa. Sclater Proc. Z. S. 108. N.
Britanien M. G. Brown. — N. Novae Britanniae. E. P. Ramsay.
Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales 1877. N. -Britannien (wahrscheinlich N.
odiosa Sei. Ibis 483). — Heliodilus Soumagnei. Grandid. A. M. Edw.
Compt. rend. 17. Dec. 1877. Madagascar. — Fhodilus assimilis.
A. Hume. Stray Feath. V. 137. Ceylon (vgl. ib. I. 429) und A. W.
White ib. 353.
Abbildungen. Athene glaux Dresser B. Europe P. LIX — LX.
— A. Whitelyi Blyth. P. David et üustal. Ois. Chine T. 4. — A.
Brodiei ib. T. 5. — A. superciliaris A. M. Edwards et Grandid.
Ois. Madagascar T. 39, 39 A. (Skelet). — Asio capensis major ib.
T. 37. — A. madagascariensis ib. T. 38, 39 (Skelet). — Scops ma-
nadensis ib. T. 40, 40 A. (Skelet). — Lempijius elegans (Cass.) P. David
et Oust. a. a. 0. T. 6. — Syrnium Davidi (Sharpe) ib. T. 3. —
Ptynx fuscescens (T. et S.) ib. T. 2.
Passeres fissirostres.
Gaprimulgidae. T. Salvadori: Prodromus Ornithologiae Papu-
asiae et Moluccarum IV. Ann. Mus. Genova X. 308 (Podargidae et
Gaprimulgidae).
W. T. Bl anford : lieber indische Gaprimulgidae) Caprimulgus,
Batrachostomus, Otothrix). Ibis 249.
Marq. Tweeddale: Notes on the Species of the Genus Ba-
trachostomus, inhabiting the Indian Region. Proc. Z. S. 420. T. 45 — 49.
Marq. Tweeddale: Ueber Batrachostomus-Arten. Ibis 388,
Dr. Rey: Der Fettvogel Steatornis caripensis). Monatsch. Sachs.
Thüring. Ver. Vogelk. u. Vogelschutz II. 35.
Dr. Brehm: Beobachtungen aus dem Freileben von Capri-
mulgus europaeus. Journ. f. Orn. 445; Bolle: Zusatz hierzu ebenda.
Neue Arten. Podargus Goiddi. Masters Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales I. Golf von Carpentaria. — Batrachostomus adspersus
Brüggemann. Ann. nat. hist. 4 ser. XX. 178. Central-Borneo. — B.
p. nova M. Tweeddale Proc. Z. S. 426 et 439. Mindana o Challenger
der Vögel während des Jahres 1877. 37
Exp, — B. septimiis Marq. Tweeddale Proc. Z. S. 542. Philippinen
Challeuger Exp. — Gaprimnlgiis plumipes. Przewalski, Orn. Mise.
VI. 138; David et Oust. Ois. Chine 536. Gelber Fluss.
Abbildungen. Batrachostoraus affinis Blyth. Marq. Tweed-
dale. Proc. Z. S. T. 45. — B. cornutus ib. T. 46. — B. stellatus
ib. T. 47. — B. moniliger ib. T. 48, 49. — Caprimulgus aegyptius
Dresser B. Eiirope P. LXI— LXII.
Cypselidae. T. Salvadori: Prodromus Ornith. Papuasiae et
Moluccarum IV. Ann, Mus. Genova X. 311.
Dr. Brehm : Zunahme von Cypsekis apus. Jouru. f. Oru,447.
Besnard: Note pour chercher a prouver que le Cypselus
murarius peut faire plus d'une couvue chaque annee en France
Bull. Soc. Zool. France 1877. 69.
Neue Arten. Cypselus Toulsoni. Bocage (Cypselus n. sp. ?
Boc. Journ. Acad. Sc. Lisboa 1870. 339). Orn. d' Angola I. 158.
Loando M. Toulson. — C. Finschl Bocage (? C. horus Finsch et
Harth, C. affinis Boc.) Ornith. d'Angola I. 159. Angola.
Hirundinidae. A. Hume; Remarks on some species of the
Subgenus Lillia Boie Stra^^ Feath. V. 254 (auch Beschreibung von
Caoropis hyperythra Layard und C. archetes n. sp.).
Fr. Matthes : Eine merkwürdige Ansiedlung der Uferschwalbe
(Hirundo riparia). Gefied. Welt 269.
Neue Arten. Hirundo nigrorufa. Bocage Journ. Sc. Math.,
Phys., Nat. Lisboa XXII. Angola. — Cecropis archetes. Hume Stray
Feath. V. 266. Malacca (vgl. Holdsworth: P. Z. S. 1872. 419).—
Lillia intermedia Hume ib. 263. Assam. — L. suhstriölata ib. 264.
Cachar.
Corucladae. T. Salvadori: Prodromus Ornith. Papuasiae et
Moluccarum IV. Ann. Mus. Genova X. 307.
0. St. John : Caracias garrula in the Mhairwarrah Hills.
Stray Feath. V. 502..
Eurylaimidae. Neue Gattung: Sarcophanops. Sharpe
Trans. Linn. S. 2 ser. I. 344. 11. (Eurylaemus Steerii Sharpe.)
Abbildung. Sarcophanops Steerii Sharpe Transact. Linn. S.
2 ser. I. T. 54 et Gould B. Asia P. XXX. T. 8.
Trogonidae. C. T. Bingham: A Note on the Nidification of
Harpactes oreskios Stray Feath. V. 50.
A. Boucard: Notes on Pharomacrus costariceusis. Orn.
Mise. XI. 21.
Älcedinidae. T. Salvador!: Prodromus Ornith. Papuasiae et
Moluccarum IV. Ann. Mus. Genova X. 300.
E. Linden: lieber den Jägerlest. Orn. Centralbl. 85.
G. D. Rowley: On the Genus Cittura. Ornith. Mise. 131 mit
wichtigen Bemerkungen von Dr. A. B. Meyer über die Arten dieser
38 Pelzeln: Bericht üb, d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Gattung. Derselbe gibt auch Schilderungen von Celebes, welche
durch Ansichten von Menado und dem See Tondano illustrirt sind.
Neue Arten. Melidora collaris. R. B. Sharpe. Journ. Linn.
Soc XIII, 313. S. 0. N.-Guinea Dr. James. — Tanysiptera micro-
rhyncha (galatea var. minor Salv. et d'Albertis) R. B. Sharpe ib. 311.
S.-O.-N.-Guinea Dr. James. — T. nigriceps. Sclater Proc. Z. S. 105
Herzog York-Ins. M. G. Brown. — T. oUensis. Salvad. Ann. Mus.
Genova X. 302. (T. dea Schi, part) Obi Bernstein. — Halcyon Godef-
froyi (collaris var II. Forster) Finsch Proc. Z. S. 408 Marquesas-
Ins. — H. cyanescens Gab. et Reich. Journ. f. Orn. 103 W.-Africa
Dr. Falkenstein. — H. Winchelli Sharpe Trans. L, S. 2 ser. I. 318
Philippinen M. Steere. — Ceyx argentata. Marq. Tweeddale Ann.
nat. bist. XX. 533. Dinoget n. v. Mindanao M. Everett.
Abbildungen. Cittura cyanotis (Temm) f. D. Rowley, Orn.
Mise. T. 99. — C. sanghirensis (Sharpe) ib. T. 100. — Halcyon
Winchelli Sharpe Trans. L. S. 2 ser. I. T. 47. — Actenoides Hom-
broni Bp. Gould ß. Asia P. XXIX. T. 8. — A. Lindsayi (Vig.) ib.
T. 9. — A. concretus (Temm) ib. T. 10. — Ceryle lugubris (Temm)
P. David et Oust. Ois. China. T. 10. *
Meropidae. T. Salvador!: Prodromus Ornith. Papuasiae et
Moluccarum IV. Ann. Mus. Genova X. 299.
E. Linden: Der Hinduspiut (Merops viridis L.). Orn. Cbl. 36.
Passeres tenuirostres.
Upupidae. Sharpe: Catal. Coliomorphae (Paradiseidae, Epima-
chinae) Genera: Ptilorhis, Seleucides, Drepanornis, Epimachus,
Falculia Sharpe: Catal. Coliomorph. 145 (Corvidae).
Dr. Giebel: Pterylose vom Paradisvogel (und Epimachen).
Zeitschr. f. d. gesammt. Naturwiss. 3. Folge I. 143 (Holzschnitte f.
1 Selencides alba, 2 Epimachus superbus, 3 E. regius.
Promeropidae. Von Capt. Shelley 's Monograph of the Cin-
uyridae sind erschienen P. I. II. III. IV. Bspchg. von N. I — III.
A. Hume, Stray Feath. V. 267.
A. Hume: Sunbirds. Skizze von Capt. G. E. Shelley's Classi-
fication, Stray Feath. V. 69.
T, Salvador!: Intorno alle specie d! Nettarinie della Papua-
sia, della Molucche e del gruppo d! Celebes Att! Accad. Torino
XII. 299.
Bocage: Beschreibung von Nestarinia Ludovicensis (Journ.
Acad. Sc. Lisboa. 1868 41). Ornith. d'Angola I. 169.
A. Hume: Aethopyga miles sollte Ae. Seheriae Tick, genannt
werden. Stray Feath. V. 122»
der Vögel während des Jahres 1877. 39
A. Hume: Beschreibung des W. von Pachyglossa melano-
xantha ib. 344.
Neue Gattungen: Urodrepanis G. E. Shelley Monogr.
Cinnyrid. (Aethopyga Christinae.) — Eudrepanis Sharpe Transact.
Linu. S. 2 ser. I. 341 (Aethopyga pulcherrima Sharpe).
NeueArten: Nectarinia ciipreonitens Shelley Monogr. Cinnyr.
P. II. N.-O.-Africa und Senegal. — Cinnyris microrhijncha Shelley ib.
I. 1876 O.-Africa. — C. Kirlcii Shelley ib. IT. O.-Africa. — C.
Boux>ieri Shelley ib. III. Congo M. Petit. — Anthodiaeta Zamhesiana
Shelley ib. I. O.-Africa. — AethopifgahellaMd^vq. Tweeddale Ann.
nat. bist. 4 ser. XX. 533 et Proc. Z. S. 829 Mindanao M. Everett. —
A. Wäldeni A. Hume Stray Feath. V. 51 Mooleyit M. Davison. —
Nectarophüa Juliae Marq. Tweeddale Proc. Z. S. 547 Philippinen
Challenger Exp. — Hermotimia sp. Salvadori Atti Accad. Torino
1877. 308 et 313 Jobi H. Bruijn. — Anthothreptes griseigularis M.
Tweeddale Proc. Z. S. 830. Mindanao M. Everett. — Anthreptes
chlorigaster Sharpe Transact. L, S. 2 ser. I. 342 Philippinen M.
Steere. — Arachnothera simüUma A. Hume Stray Feath. V. 487.
Ostindien. — Dicaeum xanfhopygium Marq. Tweeddale Ann. nat.
bist. XX. 95 et Proc. Z. S. 698 Luzon M. Everett. — D. sckistaceum
M. Twedd. ib. 533 Dinoget, Philippinen M. Everett. — D. Everetti M.
Tweedd. ib. Dinoget M. Everett. — D. cinereigulare M. Tweedd.
Proc. Z. S. 829 Mindanao M. Everett. — D. eximkm Sclat. ib. 102
N.-Irland M. Brown. — D. mindanense M. Tweedd. ib. 547 Philippinen
Challeng. Exp — Prionochüus olivaceus M. Tweedd. Ann. nat. bist. XX.
533. Dinoget M. Everett. — Fr. Everetti Sharpe. Ibis 16. Borneo
M. Everett. — Pr. quadricolor M. Tweedd. Proc. Z. S. 762. Zebu,
Philippin. M. Everett. — Prionochüus sp. Sharpe Transact. Linn. S.
2 ser. I. 340. Philippinen M. Steere.
Abbildungen. Nectarinia famosa Shelley Monogr. Cinny-
ridae I. T. 2. — Cinnyris zeylonica ib. T. 3. — C. mariquensis ib.
T*4. — C. gutturalis ib. T. 5. — C. brasilianus ib. T. 8. — C. amethy-
stina ib. T. 9. — C. Verreauxi ib. II. T. 1. — C. olivacea ib. T. 2. —
C. notata ib. T. 3. — C. superba ib. T. 4. — C. Johannae ib. T. 5. —
C. talatala ib. T. 6. — C. albiventris ib. T. 7. — C. afra ib. T. 8. —
C. chalybaea ib. T. 9. — C. chloropygia ib. T. 10. — C. fusca ib.
III. T. 1. — C. Dussumieri ib. T. 2. — C. cyanolaema ib. T. 4. —
C. frenata ib. T. 9. — C. flammaxillaris ib. T. 10. - Anthodiaeta
collaris ib. I. T. 1. — Neodropanis coruscans ib. T. 6. — Aethopyga
Dabryi ib. T. 7 et David et Onst. Ois. Chine T. 11. — Ae. Shelleyi
Shell, ib. III. T. 6. — Ae. magnifica ib. T. 7. — Eudrepanis pulcherrima
ib. T. 5. ~ Arachnothera dilutior ib. T. 8. — Anthreptes hypo-
grammica ib. T. 3. — Promerops cafer ib. I. T. 10. — Dicaeum
xanthopygium M. Tweeddale Proc. Z. S. T. 73. f. 1. — D. eximium
40 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschiclite
Sclater ib. T. 14. f. 2. — D. dorsale Sharpe Gould B. Asia P. XXX.
T. 13. — Prionochilus quadricolor M. Tweedd. Proc. Z. S. T. 77 f. 2.
Trochilidae. Von Mulsant: Hist. nat. des Ois. Mouches er-
schienen im Jahre 1877. Vol. III. livr, 4, Vol. IV. livr. 1. 2 (bis
S. 160 incl.).
D. G. Elliot: Review of the Specimens of Trochilidae in
the Paris Museum, brought by D'Orbigny from South America.
Ibis 133.
E. Mulsant: Description d'une nouvelle espece de Trochi-
lidae. Soc. Linn. de Lyon. 12. Oct. 1877 (Ref. nur der Tibi, bekannt).
D. G. Elliot: Description of an apparently new Species of
Humming bird of the Genus Amazilia, Ann. nat. hist. XX. 404.
Prof. C. Giebel : lieber Osteologie des Trochilus colubris (und
der Trochilidae überhaupt). Zeitschr. f. d. gesammt. Naturwiss. 3,
Folge. II. 1877. 322.
Neue G attungen : Mythinia Mulsant Hist. nat. Ois. Mouch.
III. 245 (Tr. Laetitiae Bourc. et Muls.) — Zodalia Muls. ib. 281
(Lesbia Ortoni Lawr. et Cometes? glyceria Gould). — Leohia Muls.
ib. 297 (Tr. Caroli Bourc.) — Ämalusia Muls. ib. IV. 15 (Tr.
enicurus Vieill, Tr. Eliza Less et Del.) — Leucaria Muls. ib. 69
(Ornismya Costae Bourc.) — Myrmia Muls. ib. 112 (Calothorax mi-
crurus Gould). — Eulidia Muls. ib. 114 (Tr. Yarrelli Lodd.) —
Polyxenus Muls. ib. 123 (Chaetocercus Bombus Gould).
Neue Arten: Amazilia lucida D. G. Elliot, Ann. nat. hist.
XX. 404. Columbien? — Thaumatias neglectus D. G. Elliot (Ornis-
mya bicolor Orb. Lafr.) Ibis 140 Yungas und Moxos, Bolivien d'Or-
bigny. — HeUangelus Taczanoivskii Pelzeln. Ibis 338. Bogota H.
Münzberg. — Selasplionis Alleni Henshaw Bull. Nutt. Orn. Club II.
33. Californien ; Bemerkungen hierzu Elliot ib. 97. — OrthorliyncUus
emigrans Lawr. Ann. N.-Y. Acad. Sc. I. 50. Venezuela. — Sporadina
Bracei Lawr. ib. Bahamas M, Brace.
Abbildungen: Chaetocercus Rosae Muls. Hist. nat. Ois.
Mouch. T. (auch Nest). — Doricha Bryantae ib. T. — Steganura
Underwoodi ib. T. — Doleromia fallax ib. T. — Calligenia osculans
ib. T. — Panychlora Aliciae ib. T. — Chrysolampis chlorolaema
ib. T. — Ariana Sophiae ib. T. — Chrysolampis mosquitus ib. T. —
Chrysomirus prasinus ib. T. — Thalurania columbica ib. T. — Helio-
master Constantii ib. T.
Meliphagidae. E. P. Ramsay: Ei von Entomophila rufigu-
laris. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales 1877.
Em. Linden: Der Ganges-Brillenvogel (Zosterops palpebrosa)
Orn. Centralbl. 27.
Neue Arten: Mysomela pammelaena Sclater, Proc. Z. S. 553
Admiralitäts-Ins. Challenger Exp. — M. coccinea E. P. Ramsay Proc.
Linn. Soc. N.-S.-Wales 1877 Duke of Yorks-Ins. — 31. erythrina
der Vögel während des Jahres 1877, 41
E P. Ramsay ib. N.-Irland. — Ftilotis macleyana E. P, Ramsay
(P. versicolor Rams. Proc. Z. S. 1868 uec Gould) ib. I. 9. Endea-
vour River. — Pliilemon CocJcereUi Sclater Proc. Z. S. 104 N.-Brita-
nien M. G. Brown. — Ph. aJhiforques Sclater ib. 553 Admiralitäts-
Ins. Challcnger F]xp. — Euthyrhijnclms sp. Salvad. Ann. Mus. Ge-
nova X. 144 N.- Guinea (Andai) d'Albertis. — Zostcrops Bamsayi
Masters Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales I. 9. Palm-Islands, Australia. —
Z. flovogularis Masters ib. Cape Grenville u. benach. Ins., Austra-
lien. — Z Everetti Marq. Tweeddale Proc. Z. S. 762. Zebu, Philip-
pinen M. Everett. — Z anjuanensis E. Newtan Proc. Z. S. 297,
Ins. Anjuan, Comoren, M. Bewsher. — Z. E. Neictoni Harth. Orn.
Madag. 99 Ins. Bourbon. — Z. chlorophaea Hartl. ib. 99 (chloronotus
Hartl. nee Vieill. ante) Mauritius.
Abbildungen: Myzomela cruentata Gould B. N.-Guinea
P. V. — Zosterops anjuanensis Ed. Newton Proc. Z. S. T. 33.
f. 1. — Z. erythropleurus Swinh. P. David et Oust. Ois. Chine T. 12,
Anabatidae. J. Vian: Ueber Sitta Krüperi. Bull. Soc. Zool.
de France 1877. 32.
Neue Arten: Synallaxis titliys Taczanowski Proc. Z. S. 323
Peru H. H. Jelski und Stolzman. — Dendrophila oenochlamys Sharpe
Transact. Linn. S. 2 ser. I. 338 Philippinen M. Steere. — Sitella albata
E. P. Ramsay Proc. Z. S. 351. Port Denison, Australia.
Abbildungen. Sitta villosa J. Verr. P. David et Oust. Ois.
Chine T, 13. — Dendrophila oenochlamys Sharpe Transact. Linn. S.
2 ser. I. T. 53 f. 3.
Certhiidae. A. Hume : Our Indian Certhiinae Stray Feath.
V. 73 (C. himalayana Vig, Hodgsoni Brooks 1872, discolor Blyth,
Stoliczkae Brooks 1873, nipalensis Hodgs. mit Diagnosen).
Abbildung. Corthia him^layara Vig. P. David et Oust. Ois.
Chine T. 14.
Troglodytidae. E. Rüdiger: Mein Zaunkönig. Gefied. Welt 289.
Neue Gattung: Spelacornis Dav. et Oust. 0. Chine 228
(Pnoepyga troglodytoides J. Verr, P. Halsueti David).
Neue Art: Thi^yothorus riifesceiis hawr. Ann. N.-Y. Acad. Sc.
I. 47. Ins. Dominica, W.-Ind. M. Ober.
Abbildungen: Spelaeornis troglodytoides (J. Verr) David
et Oust. Ois. Chine T. IG. — Sp. Halsueti David ib. T. 15.
Passeres dentirostres.
Luscinidae. R. B. Sharpe: On new Species of Warbiers in
the Collection of the British Museum Proc. Z. S. 2. T. 2,
R. B. Sharpe: A Note on the Genus Orthotomus. Ibis 108.
T. 2. Wichtige Uebersicht der geogr. Verbreitung.
42 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Mrq. Tweeddale: Berichti<?ung zur Abbildung von Privia
Rafflesii. Ibis 487.
A. Hume: Our Indian Cisticolae. Stray Feath. V. 90; Nach-
träge ib. 350.
A. Hume: Cisticola Tytleri von Munipur ib. 140.
A. Hume: lieber Suya gangetica Jcrd. ib. 138.
A. Hume (Brief von M. Brooks): Ueber Burnesia gracilis
und lepida ib. 496 (auch Eier).
E. P. Ramsay: Ei von Hylacola pyrhopygia. Proc. Linn.
Soc. N.-S.-Wales 1877.
H. Seebohm: On the Salicariae of Dr. Severtzoff. Ibis 151.
W. E. Brooks: Ueber Arten von Phylloscopus und Acro-
cephaUis und über Ei und Nest von Acrocephalus stentorius. Ibis 397.
Dresser: Acrocephalus stentoreus ß. Europe LXI — LXII,
Text. Acrocephalus streperus ib. LYII— LVIII. Text.
H. Fournes: Der Flussrohrsänger (Salicaria fluviatilis M. et
W.), dessen Nest und Eier. Mitth. Orn. Ver. Wien 51.
K. R. Krezschmar: Einige Beobachtungen über Sylvia cari-
ceti. Gefied. Welt 358.
R. Swinhoe: On a new Form of Reed-Bird from Eastern-
Asia. Ibis 208. T. 4 (note von M. Sclater).
Howard Saunders: Ueber Eier und Nester von Sylvia or-
phea aus der Gegend von Malaga. Proc. Z, S. 368.
v. Czaplinski: Der Plattmönch (Sylvia atricapilla). Gefied.
Welt 260.
Prof. P. Pavesi : Sulla prima e recentissima comparsa del
Beccafico di Provenza (S. provincialis) Rendic. R. Istit. Lombardo
Serie IL Vol. X fasc. XX. 1877 mit Liste der specie avventizie della
fauna lombarda.
Dr. V. Enderes : Ficedula hypolais 18 Jahre in der Gefangen-
schaft lebend. Mitth. Orn. Ver. Wien 17.
H. Seebohm: On the Phylloscopi or Willow- Warbiers. Ibis
66. Werth volle Monographie (auch Eier, Nester).
R. Collett: On Phylloscopus borealis and its Occurence in
Norway. Proc. Z. S. 43.
A, Hume: Phylloscopus Brooksii Hume = Ph. Schwarzii
Radde. Stray Feath. V. 134.
A. Hume: Regulus viridipennis Blyth. ib. 330 (auch Ei und
^Nest).
Dr. Lazarus: Ueber die Gesangszeit des Sprossers in der
Gefangenschaft. Gefied. Welt 180.
C. Knop: Vom Sprosser ib. 228.
J. V. Wickede: Zur Kenntniss der Nachtigalen ib. 330.
Dr. V. Enderes: Verticale Verbreitung von Lusciola Tithys.
Mitth. Orn. Ver. Wien 63.
der Vögel 'während des Jahres 1877. 43
Clifton: lieber eine grössere und eine kleinere Race von
Saxicola oenanthe. Ibis 256.
D. Rowley: Saxicola oenanthe. Orn. Mise. X. 397. T. 75.
(Fang).
A. Hume: lieber Pratincola insignis Hodgs. Stray Feath. V.
132 et 496.
A. Hume: Pratincola robusta Tristr. = P. macrorhyncha
Stol. ib. 130.
A. Hume: Motes on some of our Indiau Stone Chats ib. 239.
T. Salvadori: lieber Lamprolia minor. Ibis 143.
Th. Meehan : The Blue Bird (wohl Sialia) and Holly berries.
Proc. Acad. Philad. 1877. 129.
Neue Gattungen: Vitia E. P. Ramsay, Proc. Linn. Soc.
N.-S. -Wales I. 41 (V. ruficapilla = Drymochaera badiceps Finsch.
Ibis 121). — Urosphena Swinhoe. Ibis 205 (U. squamiceps Swinh. ;
Tribura ante). — Bromaeoccrcus Sharpe. Proc. Z. S. 23 (D.
Vjrunneus n. sp.).
Neue Arten: Orthotomus frontalis Sharpe. Ibis 112 et Tran-
sact. L. S. 2 ser. I. 336. Philippinen M. Steere. — 0. cinereiceps
Sharpe ib. 113 et 337 Philippinen M. Steere. — 0. nigi'iceps Marq.
Tweeddale Proc Z. S. 828 Mindanao M. Everett. — 0. Grandidieri
Hartl. Orn. Madag. 189 (Prinia chloropetoides Grand. Rev. Zool.
1867) S.-Madagascar. — Prinia Bafflesi Marq. Tweeddale. Ibis 311
Lampong, Sumatra M. Buxton. — Suya parumstriata David et Oust.
Ois. Chine 259 Fokieu. — Drymoeca hypoxantha Sharpe in Layard
B. S. Afr. n. ed. P. IV. P. Natal. — D. angolensis Bocage Jörn.
Sc. Math. Ph. Nat. XXII. Angola. — Cisticola sp. Sharpe Transact.
L. S. 2 ser. I. 336 Philippinen M. Steere, — Vitia ruficapilla E. P.
Ramsay Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales I. 41 (= Drymochaera badiceps
Finsch. Ibis 121) Fidschi-Ins. — Dromaeocercus hrunneus Sharpe
Proc. Z. S. 23 Madagascar M. Kingdon. — Apalis cerviniventris
Sharpe ib. 22 Goldküste. — Baeocerca flaviventris Sharpe ib. 23
Goldküste. — Ellisia longicaiidata Ed. Newton ib. 299 Ins. Anjuan
M. Bewsher. — Sylvietta ruficapilla Bocage Jörn. Sc, Math. Ph.
Nat. XXII. Angola. — Megalunis ruficeps Marq. Tweeddale Ann.
nat. hist. XX. 94 et Proc. Z. S. 695. Lugon M. Everett. — Äcro-
cephalus fulvo-lateralis Sharpe. Layard B. S. A. new ed. P. IV. P.
Natal. — Locustella minor David et Oust. Ois. Chine, 250 China. —
Herhivociila incerta Dav. et Oust. ib. Pekin. — Phylloscopiis Gaetkei
Seebohm (Phyllopneuste major Tristr. nee Forster). Ibis 92 Petchora
M. Seebohm, Helgoland, H. Gaetke. — Ph. Seeholimi Hume Stray
Feath. V. 335 Ostindien. — Ph. (BeguloidesJ flavo-olivacetis Hume
ib. 504 (vgl. auch ib. 330) Mooleyit. — Neornis albiventris Godwin
Austeu, Journ. A. S. B. XIV. P. II. 199 Munipur M. Robert. —
Abramis flavigularis Godw. Austen ib. XL VI. P. II. 43 (erwähnt)
44: Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Assara? — Oreopneuste affinis Dav. et Oust. ib. 267, Moupin und
W. Setchuan. — Sericornis brunneopygins Masters Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales I. Cap York. — Gerygone flavida E. P. Ramsay ib. N.-
Holland. — G. flavolateralis M. M. Layard. Ibis 357 N.-Caledonien
(Nach Edd. = Acanthiza flovolateralis aber zu Gerygone gehörig). —
G Simplex Masters, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales l. Golf v. Carpen-
taria. — Saxicola SheJleyi Sharpe Layard B. S.-Afr. N. Ed. P. IV.
S.-Africa. — S. Ändersoni Sharpe ib. Gross-Namaqua-Land. — S.
teplironota J. H. Gurney. Ibis 343 Transvaal-Republik Th. Ayres. —
Pratincola Jamesoni Hume (rubetroides Jameson) Stray Feath. V. 239
Panjaub. — Buticüla Älascliamca Przewalski in D. Rowley's Orn.
Mise. P. VI. 175 et David et Oust. Ois. Chine 541 Kanson u. Ala-
schan Berge, Central-Asien. — Calliope Tscliebaiewi Przewalski D.
Rowley's Orn. Mise. VI. 180 Kansa Berge, C- Asien. — LamproUa
Klinesmitlii E. P. Ramsay Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales I. 68 (= L.
minor Finsch; Ibis 121).
Abbildungen: Orthotomus frontalis Sharpe. Ibis T. 2. f. 1. —
0. cinereiceps Sharpe ib. f. 2. — 0. nigriceps Marq. Tweedd. Proc.
Z. S. T. 85. — Prinia Rafflesii M. Tweedd. Ibis T. 6 f. 1. — Ho-
reites brunneifrons David et Oust. Ois. Chine T. 17. — Suya striata
(Swinh.) ib. T. 18. — Cisticola cursitans Dresser B. Europe P.
LXI— LXII. — Rhopophilus Pekinensis (Swinh.) Dav. et Oust. Ois.
Chine T. 19. — Baeocerca flaviventris Sharpe Proc. Z. S. T. 2. f. 2. —
Megalurus ruficeps M. Tweedd. ib. T. 72. — Arundinax Davidiauus
J. Verr. Dav. et Oust. Ois. Chine T. 20. — Dromaeocercus brunneus
Sharpe Proc, Z. S. T. 2. f. 1. — Urosphena squamiceps Swinh. Ibis
T. 4. — Tribura luteiventris Hodgs. Dav. et Oust. Ois. Chine. T. 21. —
Abrornis fulvifacies Swinh, ib. T. 23. — - Oreopneuste Armandi (M.
Edvv.) ib. T. 22. — Ruticilla aurorea (Gm.) ib. T. 26. — Ruticilla
Alaschanica Przewalski Orn. Mise. VI. T. 54. I. f. 2. — Rhyacornis
fuliginosa (Vig.) Dav. et Oust. Ois. Chine T. 25. — Chaemorrornis
leucocephala (Vig.) ib. T. 24. — Tarsiger chrysaeus (Hodgs.) ib.
T,29. — Larvivora cyane (Pall.) ib. T. 27. — Janthia cyanura (Pall.) ib.
T. 28. — Hodgsonius phoenicuroides (Hodgs.) ib. T. 30. — Calliope
Tschebaiewi Przewalski Orn. Mise. VI. T. 54. I. f. 1. — Grandala
coelicolor Hodgs. Dav. et Oust. Ois. Chine T. 31. — Philothamna
minor Heuglin Reise N.-O.-Africa T. z. II. S. 182. — Accentor mon-
tanellus (Pall) Dav. et^Oust. Ois. Chine T. 33. — A. iramaculatus
Hodgs. ib. T. 32.
Paridae. Severzow: Beschreibung eines Hybriden von Parus
cyaueus und P. coeruleus. Bull. Soc. Zool. Fran e 320.
Prof. Altum: Wegen Vorkommen von Parus cyanus Pall. in
Deutschland. Journ. f. Orn. 215; Schalow ib. 217, Brehmib. 218.
Cabanis: Ueber Parus (Cyaüistes) Pleskii und die bekannten
Cyanistes-Arten ib. 213.
der Vögel während des Jahres 1877. 45
N. Sonderbarer Nistplatz von Parus palustris. Zool. Gart. 139.
A. Hume: Suthora Daflaensis Godw. Aust. = S. munipurensis
Godw. Aust.? Stray Feath. V. 138.
Bolle: lieber Aegithalus pendulinus. Joiirn. f. Orn. 218.
Neue Arten: Parus amahiUs Sharpe Transact. L, S. 2 ser.
I. 388 Philippinen M. Steere. — F. {Cyanistes) PlcsJäi Gab. Journ.
f. Orn. 213 et 223 Russland. — Poecile affinis Przewalski (Parus
sibiricus ßadde) in Rowley's Orn. Mise. P. VI. 188. Alachan und
Kansa Berge, C.-Asien. — P. superciUosa Przew. ib. 189 Kausa
Berge. — Lopliopliancs dichroides Przew. ib. 189. Kansa Berge. —
Suthora cyanophrys A. David — Dav. et Oust. Ois. Chine 213 Chensi
China.
Neue Var. : Chleuasicus ruficeps var. atro-superciliaris Godw,
Austen. Pr. A. S. B. June 1877 147 et A. Hume, Stray Feath.
V. 499.
Abbildungen. Parus amabilis Sharpe Transact. L. S. 2 ser.
I. T. 53 f. 2. — P. Pekinensis Dav. et Oust. Ois. Chine T. 34. —
P. rufiventris Bocage Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. P. XX. II. Angola. —
P. (Cyanistes) Pleskii Gab. Journ. f. Orn. T. 3. f. 1. — P. elegans
Less. Gould B.-Asia P. XXX. T. H. — Machlolophus rex David et
Oust. Ois. Chine T. 36, — Leptopoecile Sophiae Sev. Gould B.-Asia
P. XXVIII. T. 12. — Suthora brunnca Anders, ib. T.ll. — S, Muni-
purensis Godw. Aust. ib. P. XXIX. T. 13. — S. conspicillata David
Dav. et Oust. Ois. Chine T. 65. — S. cyanophrys ib. T. 66. — Pro-
parus Swiuhoei J. Verr. ib. T. 35. — Aegithalus flanamiceps Burton
Gould B.-Asia P. XXX. T. 12.
Muiotiltidae. Ridgway: On geographical Variationen Den-
droeca palmarum. Bull. Nutt. Orn. Club I. N. 4.
T. M. Brewer: Ueber Eier und Nester von Dendroeca Au-
duboni. Ibis 394.
Brewster: The Black and Yellow Warbier (Dendroica ma-
culosa). Bull. Nutt. Orn. Club II. N. 1. 1.
Brewster: The Yellow Throated Warbier (Dendroeca domi-
nica) ib. 102 Lebensw.
Spencer Trott er: On Helminthophaga leucobronchialis
(Brewster). Proc. Aead. Philad. 1877. 292.
Herrick: Capture of a second specimen of Helminthophaga
Lawrencii. Buil. Nutt. Orn. Club II. N. 1. 19.
Neue Gattung: Peucedramus: Dr. Cones Wheeler Report
upon Surveys west of the 100. Meridian (Dendroeca olivacea Giraud.)
Neue Arten: Dendroeca plumhea Lawr. Ann. N.-Y. Acad.
Sc. I. 47 Ins. Dominica W. Ins. Mr. Ober. — Basüeuteriis castanei-
ceps Sclat. et Salv. Proc. Z. S. 521. Ecuador M. Buckley.
Motacillidae. W. E. Brooks: A fcw Observations on some
Species of Anthus and Budytes. Ibis 206.
46 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
W. E. Brooks: Ornithological Notes: Stray Feath. V. 469
(Motacilla 472).
David et Oustalet: Motacilla paradoxa (alba var. paradoxa
Schrenk). Ois. Chine 299.
Genus Grallina Sharp e Catal Coliomorph. 272 (Farn. Prio-
nopidae).
Dr. Cones: Corrections of Nomenclature in the Genus Sinrus.
Bull. Nutt. Orn. Club II. 29 mit Synonymie der Arten.
H. Seebohm: Ueber die Identität von Anthus Seebohrai
Dresser mit A. Gustavi Swinh. Ibis 128.
Marq. Tweeddale: lieber Pipastes batchianensis Gray (Anthus
Gustavi Swinh.) Ibis 258.
Neue Art: Corydalla Klang sinensis. Dayid et Oust. Ois.
Chine 311, Kiangsi, China.
Abbildungen. Henicurus Leschenaulti (Vicill.) David et
Oust. Ois. Chine T. 37. — Corydalla Kiangsinensis, Dav. et Oust.
ib. T. 37. — Anthus obscurus, Dresser B. Eur. P. LVII— LVIII.
Turdidae. R. Swinhoe: On the Nesting and Eggs of White's
Thrush (Oreocincla varia Pall.) Kowley's Orn. Mise. VII. 255.
Ridgway : Geographical Variation inTurdus migratorius. Bull.
Nutt. Orn. Club II. N. 1. 8.
H. Nehrling : üeber Turdus mustelinus Gm. Gefied. Welt 117.
E. W. A. Holdsworth: Ueber Geocichla Layardi Waiden.
Proc. Z. S. 160.
F. A. Bacciocco: Der einsame Spatz (Petrocossyphus cyanus)
ib. 368.
Neue Arten: Turdus Bewsheri Ed. Newton Proc. Z. S. 299.
Ins. Anjuan M. Bewsher. — T. leucops Taczanowski ib. 331 Central-
Peru IL Jelski. — Turdulus Davisoni A. Hume Stray Feath. V. 63
Mouleyit, Tenasserim M. Davison (= T. sibiricus A. Hume ib. 136). —
Merula rußceps E. P. Ramsay Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales I. 43
Fidschi Ins. — M. Kessleri Przewalski in Rowley's Orn. Mis. P. VI.
199 Kansa Berge, C- Asien. — Cittocincla nigra Sharpe Trans. Linn.
S. 2 ser. I. 335 Philippinen M. Steere.
Abbildungen. Turdus dubius Dresser B. Europe P.
LVII— VIII. — T. Naumanni ib. — T. ruficoUis ib. — T. atrigularis
ib. LIX— LX. — T. Bewsheri E. Newton Proc. Z. S. T. 34. —
Oreocincla mollissima (Bl.) Dav. et Oust. Ois. Chine T. 40. — 0.
varia Pall. Nest und Eier, Swinhoe in Rowley's Orn. Mise. VII.
T. 56. — Merula Gouldi J. Verr. Dav. et Oust. Ois. Chine T. 39. —
M. Kessleri Przewalski Orn. Mise. VI. T. 54. IL — Monticola gularis
(Swinh.) Dav. et Oust. Ois. Chine T. 42. — M. solitaria L. ib.
T./ 41. — Myiophoneus coeruleus (Scop.) ib. T. 43. — M. ßlighi
Holdsw. Gould B. Asia P. XXVIII. T. 3. — Chaetops aurantius
der Vögel während des Jahres 1877. 47
Layard B. S.-Afr. N. Ed. IV. T. 6. — Cittocincla nigra Sharpe
Transact. Linn. S. 2 ser. I. 52. f. 1, 2.
Hydrobatidae. v. Tschusi: Cinclus albicollis Salv. 1876 hei
Hallein erlegt. Journ. f. Orn. 355.
Dr. A. Girtanner: Der Wasserschwätzer (Cinclus aquaticus)
in Freiheit und Gefangenschaft. Ornith. Centralbl. 25, 41, 48.
Eupetidae. Dr. Giebel: lieber Eupetes coerulescens. Zeitsch.
f. d. ges. Natur wiss. 3 F. I. 531.
E. Bartlett: Remarks on the Affinities of Mesites Proc. Z.
S. 292 (nach Verf. aberrante Form der Reiher Gruppe nächst Eu-
rypyga und nahe verwandt mit Rhinochetus).
Pycnonotidae. R. Swinhoe: Ueber Ixos hainanus in Siam.
Ibis 128.
Godwin Austen: Some notes on Birds of the Genera Pellor-
neum and Pomatorhinus with a Description of a variety of Chleua-
sicus ruficeps Blyth. Proc. A. S. B. 1877 June. 146.
Godwin Austen: Description of 3 new Species of Birds of
the Genera Pellorneum, Actinura and Pomatorhinus lately coUected
in the neighboorhood of Saddya, Assam by M. J. Ogle. Journ. A.
S. B. XLVI. P. II. 1877. 41.
Marq. Tweeddale: Ueber Pellorneum-Arten. Ibis 385.
Marq. Tweeddale: Note on the Pellorneum Tickelli of Blyth.
Ibis 451. T. 10. 11 (P. Tickelli gehört zu Drymocataphus).
Blanford: Ueber Pellorneum Proc. A. S. B. 1877 June 148.
A. Hume: Ueber Pomatorhinus Mariae Wald. u. P. albogu-
laris Blyth. Stray Feath. V. 136.
E. Linden: Zwei Heherlinge (Garulax leucolophus und Leu-
codioptron sinense). Ornith. Centralbl. 93.
V. Schlechtendal : Leucodioptron sinense. Monatschr.
Sachs. -Thüring. Ver. IL 55.
Neue Gattungen : Poliolophus Sharpe Transact. L. S.
2 ser. I. 334 (Ixus? urostictus Waiden.) — Babax A. David et
Oustal. Ois. Chine 188 (Pterorhinus lanccolatus J. Verr.) — Äetho-
cichla Sharpe Layard B. S.-Afr. N. Ed. 215 (Crateropus gymno-
genys Hartl.). — Neocichla Sharpe ib. 215 (et character in Bocage
Ornith. d'Angola I 253 note) (Crateropus gutturalis Boc).
Neue Arten: Hemixus Davisoni A. Hume Stray Feath. V. 111
Tenasserim. — Hypsipetes suhniger Hume ib. 109 Tenasserim. — H.
rufigularis Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. 335, Philippinen M.
Steere. — Sihia Besgodinsi David et Oust. Bull. soc. philom. 7 ser.
I. 1877 et Ois. Chine 556 China. — Criniger JEveretti Marq. Tweedd.
Ann. nat. bist. XX. 533 et Proc. Z. S. 827 Mindanao M. Everett. —
Cr. frater Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. 334 Philippinen M.
Steere. — Ixulus humilis A. Hume Stray Feath. V. 106 Tenasserim. —
Phyllornis viridinucha Sharpe. Ibis 15, Borneo M. Everett. — Ph.
48 Pelzeln : Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
fiavipennis M. Tweedd. Proc. Z. S. 761 Zebu, Philipp. M. Everett. —
Ph. palawancnsis Sharpe Transact. L, S. 2 ser. I. 333 Philipp. M.
Steere. — Pomatorliinus niichalis Marq. Tweedd. (leucogaster Gould
apud Waiden B. Burma) Ann. uat. bist. XX. 533 Burma? — P.In-
glisi Hume (hypoleucus Blyth?) Stray Feath. V. 81 Cachar. — P.
Tickelli Hume (hypoleucus var. Blyth) ib. 32 Mooleyit, O.-Ind.) —
P. stenorhynclms Godwin Austen, Journ. A. S. B. XL VI. P. II. 43
Assam M. Ogle. — Chatorliea eclipes Hume Stray Feath. V. 337
N.-Indien. — Crateropus hypostictus Gab. et Reich. Journ, f. Orn.
103 W.-Africa Dr. Falkensteiu. — Actinura Oglei Godwin Austen,
Journ. A. S. B. XLVI. P. II, 42 Assam M. Ogle. — Pellorneum
pectoralis Godwin Austen ib. 41 Assam M. Ogle. — P. igtwtum
Hume Stray Feath. V. 334 Assam.
Abbildungen: Ixos xanthorrhous (Anders.) David et Oust.
Ois. Chine T. 45. — I. chrysorrhoides (Lafr.) ib. T, 46. — Spizixus
semitorques Swinh. ib. T. 47. — Hypsipetes leucocephalus (Gm.) ib.
T. 44. — Criniger Everetti M. Tweedd. Proc. Z. S. T. 84. — Yuhina
diademata J. Verr. Dav. et Oust. Ois. Chine T. 69. — Y. nigrimentum
(Hodgs) ib. T. 70. — Phyllornis flavipennis M. Tweedd. Proc. Z. S.
T. 77 f. 1. — Ph, palawanensis Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. T. 50
f. 1. 2. — Pomatorhinus gravivox Dav. David et Oust. Ois. Chine
T. 49. — P. Swinhoei David ib. T. 48. — P. ochraceiceps Waiden.
W. Ramsay Ibis T. 13. — Pterorhinus Davidi Swinh. Dav. et Oust.
Ois. Chine T. 50. — Babax lanceolatus J. Verr. ib. T. 51. — Cin-
closoma lunulatum (J. Verr.) ib. T. 53. — C. maximum (J. Verr.) ib.
T. 55. — C, Arthemisiae A. David ib. T. 54. — Crateropus Hart-
laubi Bocage Orn. d' Angola I. T. 1. f. 1. — Neocichla (Crateropus)
gutturalis ib. f. 2. — Garrulax perspicillatus (Gm.) Dav. et Oust. Ois.
Chine T. 52. — Janthocincla Berthemyi Dav. et Oust. ib. T. 60. —
Trochalopteron formosum J. Verr. ib. T. 59. — T. Milni David ib.
T. 58. — Tr. EUioti J. Verr. ib. T. 57. — T. affine (Hodgs.) Gould
B. Asia P. XXVIH. T. 4. — T. variegatum (Vig.) ib. T. 5. — Leu-
codioptron Hoamy (sinense Gm.) Dav. et Oust, Ois. Chine T. 56;
V. Schlechtendal Monatschr. Sachs. -Thüring. Ver. II. T. — Actinura
Ramsayi Waiden W. Ramsay Ibis T. 12. — Pellorneum subochraceum
Swinh. M. Tweedd. Ibis T. 10. — Drymocataphus Tickelli (Blyth)
M. Tweedd. ib. T. 11. f. 1.
Dicruridae. Sharpe: Dicruridae Catal Coliomorph. 228.
Genera Bradyornis et Melaenornis (Sigelus) Sharpe ib. 308
et 315 (Farn. Prionopidae).
Dr. F. Brüggemann: Note on the Genus Poeoptera (nach
Sharpe Prionopidae, nach Brüggemann Dicruridae). Ann. nat. bist.
XX. 244 (Nach Verf. P. lugubris Bp. = Myiopsar cryptopyrrhus
Cab, und sollte P. cryptopyrrha heissen).
Dr. A. B. Meyer: Ueber Chaetorhynchus papuensis. Ibis 491.
der Vögel während des Jahres 1877. 49
Neue Arten: JDicrurus strictus M. Tweeddale Proc. Z. S.
545 et 826, Mindanao M. Everett, Philippinen Challenger Exp. —
D. laemostictus Sclater Proc. Z. S, 101. N.-I3ritanien M. G. Brown
(Chibia laemosticta Sharpe Catal. Coliomorph. 241j. — Bradyornis
Woochvardi Sharpe Catal. Coliomorph. 311 (Fam. Prionopidae) P.
Natal Mrs. Woodward. — Irena melanochlamys Sharpe Proc. Z. S.
266 et Transact. L. S. 2 ser. I. 334. Basilan, Philippinen. — I
Tiüeeddalii Sharpe ib. 268 et 333. Palawou, Philippinen M. Steere.
Neue Ar tn amen : Bradyornis diabolicus Sharpe Catal. Colio-
morph. 314 (P'am. Prionopidae) für Melanornis pammalaena Gray. —
Irena criniger Sharpe ib. 267 (I. puella Raffi. nee Lath. etc.) —
J. cyanea Sharpe ib. 269 (I. puella Blyth nee Lath.)
Neue Subspeeies: Dissemurus ceylonensis Sharpe Catal.
Coliomorph. 264 subsp. von D. paradiseus?) Ceylon. — Buchanga
coerulescens subsp. a insularis (B. coerulescens Holdsw. nee L.
ib. 253. Ceylon.
Abbildungen: Buchanga leueogenis Wald. David, et Oust.
Ois. Chine T. 77. — Chaetorhynehus papuensis Sharpe Catal. Colio-
morph. T. 13. — Bradyornis Woodwardi Sharpe ib. T. 14. — Irena
Twceddalii Sharpe Transact, L. S. 2 ser. I. T. 51 f. 1. — I. mela-
nochlamys ib. f. 2. — Holzschnitte in Sharpe Catal. Coliomorphae:
Schwänze von Dicrurus balicassius S. 230, D. annectens 231, D. Lud-
wigii 234, Chaetorhynehus papuensis 243, Rakete von DisseiQurus
platurus 262, I). focmosus ib., D. brachyphorus 263, J). ceylonensis
264, Köpfe von Chibia hottentotta 236, Ch. bimaensis 237, Ch. car-
bouaria 23'.', Ch. ambomensis 240, Ch. pectoralis ib., Chaetorhynehus
papuensis 242, Dissemurus malabaroides 261, D. paradiseus ib. (2 fig.),
D. formosus 262, D. brachyphorus 263, D. affiuis ib.; D. ceylonensis
264, Irena criniger 265, Kopf und Fuss von Bradyornis mariquensis
308, Kopf und Schweif von B. silens 312, Flügel von Melaenornis
edolioides 315.
Artamidae. Genus Leptopterus Sharpe Catal. Coliomorph. 282
(Fam. Prionopidae).
Neue Art: Artamus insignis Sclater Proc. Z. S. 101, Neu-
Irland M. G. Brown.
Abbildungen: Artamus insignis Sclater Proc. Z. S. T. 15. —
Holzschn. des Kopfes von Leptopterus chabert Sharpe Catal. Colio-
morph. 282.
Oriolldae. Sharpe: Oriolidae Catal. Coliomorph. 183 et
328 (App.).
Xanthomelus Sharpe Catal. Coliomorph. 18*5 (Paradiseidae).
Reliquia Peteuyana Oriolus Galbula aus Petenyi's Nachlass.
Termeszetrajzi Füzetek 1877 IV. 212. Deutsche Revue 248.
Pelzeln: Ueber eine von Prof. Wiesbaur erhaltene Farben-
abänderung des Oriolus galbula. Mitth. Orn. Ver. Wien 90.
Archiv für Naturg, XXXXIV. Jahrg, 2. Bd. D'
50 Pelzein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgescbichte
Salz mann: üeber einen in Gefangenschaft aufgezogenen'
Oriolus galbula. Journ. f. Orn. 107.
D. Rowley: Broderipus formosus (Gab.) mit Beiträgen von
Dr. A. B. Meyer, Orn. Mise. VII. 228.
E. P. Ramsay: Ei von Aeluroedus Smithi. Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales 1877.
0. Beccari: Le capanne ed i giardini dell' Amblyornis in-
ornata. Ann. Mus. Genova IX, 382. T. 8.
Neue Arten: Spliecotheres Salvadorii Sharpe Catal. Colio-
morph. 224 S. 0. N. Guinea M, 8tone. — Oriolus Steerii Sharpe
ib. 213 et Transact. L. S. 2 ser. I. 329 Philippinen M. Steere. —
0. nigellicaudiis Sharpe (Psaropholus ardens var. nigellicauda Swinh.
Ibis 1870, Proc. Z. S. 1871) ib. 221 Hainan. — 0. assimüis Marq.
Tweeddale Proc. Z. S. 760 Zebu, Philippinen M. Everett. — 0.
suluensis Sharpe Transact L. S. 2 ser. I. 329 (0. frontalis subsp.
suluensis Sharpe Catal. Coliomorph. 205) Sulu-Ins.
Neuer Artname: Oriolus diffusus Sharpe Catal. Coliomorph.
197 für 0. sinensis Swans.
Abbildungen: Sphecotheres Salvadorii Sharpe Catal. Colio-
morph. T. 12. — Oriolus Steerii ib. T. 10. — 0. viridifuscus ib.
T. 11. — 0. assimilis M. Tweedd. Proc. Z. S. T. 76. — 0. chinen-
sis (L.) Gould B. Asia P. XXX. T. 9. — Broderipus formosus (Cab.)
D. Rowley Orn. Mise. VII. T. 56. — Holzschnitte in Sharpe Catal.
Coliomorphae: Köpfe von Oriolus galbula S. 193, 0. Kundoo 194,
0. diffusus 198, 0. tenuirostris 199, Sphecotheres flaviventris 223,
Schwanz von Oriolus auratus 195, 0. notatus 196. — Amblyornis
inornata Hütte und Garteu Beccari, Ann. Mus. Genova IX. T. 8.
Pittidae. üeber die Namen Pitta und Brachyurus. Ibis 260.
G. D. Rowley: On the Genus Pitta Orn. Mise. VII. 259 et
VIII. 321. Mit Beiträgen von Dr. A. B, Meyer.
0. St. John: Pitta bengalensis (Sambuhr). Stray Feath.
V. 502.
Dr. Giebel: üeber Philepitta jala, System. Stellung, auch
über Federfluren. Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. 3 F. I. 490.
Neue Arten: Pitta Ussheri Sharpe Proc. Z. S. 94. N.-W.-
Borneo. — P. assimilis d'Albertis? Sydney Mail 24. Febr. 1877 et
Ibis 369 Fly River. N.-Guinea. — Brachyurus Steerii Sharpe Tran-
sact. Lfc' S. 2 ser. I. 329 Philippinen M. Steere. — B. propinquus
ib. 330 Philippinen M. Steere.
Abbildungen: Pitta Baudii Müll, et Schi. Gould B. Asia,
P. XXIX. T. 4. — P. Gurneyi Hume ib. T. 5. — P. Steerii (Sharpe)
ib. T. 6. Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. T. 49 (Brachyurus St.) —
P. üssheri (Sharpe) Gould ib. T. 7. — P. coerulea (Raffl.) ib. P.
XXX. T. 1. — P. cucuUata Hartl. ib. T. 2. — P. Rosenbergii
der Yögel während des Jahres 1877. 51
(Schi.) D. Rowley, Orn. Mise. VIT. T. 62. — P. coeruleitorques Salv.
ib. VIII. T. 64. — P. Shanghirensis (Schi.) ib. T. 65.
Formicariidae- P. L. Sclater: Description of two new Ant-
birds of the Genus Grallaria, with a List of the known Species of
the Genus. Ibis 437 T. 8, 9. Eingehende Monographie.
Neue Arten: Grallaria haplonota Sclater. Ibis 442, Vene-
zuela M. Spence. — G. flavotincta Sclater ib. 445 Antioquia, Colum-
bien M. Salmon.
Abbildungen: Grallaria ruficeps Sclater (1873). Ibis T. 8. —
G. flavotincta Sclater ib. T. 9.
Aegithinidae. A. Hume: Beschreibung des M. von Brachyp-
teryx hyperythra Jerd. Stray Feath. V. 499.
R. Svvinhoe: On a new Bird frora Formosa. Ibis 473. T. 14.
(Liocichla Steerii).
A. Hume: lieber Drymocataphus fulvus Waiden, Trichostoma
minor Hume, Alcippe magnirostris Wald, und A. Phayrei Stray
Feath. V. 59.
A. Hume: lieber Turdinus crispifrons Blyth ib. 87.
A. Hume: Reraarks on the Genus Jora ib. 420. Ausführliche
Monographie.
A. Hume: lieber Jora nigrolutea Marsh, ib. 134 et 441,
Marq. Tweeddale: Berichtigung zur Abbildung von Aegi-
thina viridissima m. Ibis 487.
Neue Gattungen: Liocichla Swinhoe. Ibis 473 (L.
Steerii n. sp.). — Crossleyia Hartl. Orn. Madag. (Oxylabes xantho-
phrys Sharpe). — Ptilocichla Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. 832
(P. falcata n. sp.). — Dendrohiastes Sharpe ib.332 (D. basilicana
n. sp.). — Moupinia David et Oust. Ois. Chine 219 (Alcippe poeci-
lotis J. Verr.). — Fulvetta Dav. et Oust. ib. 220 (Siva cinereiceps
J. Verr., S. ruficapilla J. Verr., S. striaticollis J. Verr.).
Neue Arten: Brachypteryx Buxtoni Marq. Tweeddale Proc.
Z. S. 367 S.-O.-Sumatra M. Buxton. — Siva castaneicauda A. Hume
Stray Feath. V. 100 Tenasserim. — S. sordida A. Hume ib. 104
Tenasserim. — Staphida plumheiceps G. Austen, Ann. nat. bist. XX.
519 Assam. — Muscitrea cyanea A. Hume, Stray P'eath. V. 101
Ostindien. — Ällothrius intermedius Hume ib. 112 Tenasserim. —
Ä. pallidus Dav. et Oust. (xanthochloris var. pall. Dav. et A. Sophiae
J. Verr.) Ois. Chine 215 Setchuan. — Leioptilus Daioisoni A. Hume
Stray Feath. V. 110 Tenasserim M. Davison. — Liocichla Steerii
Swinhoe. Ibis 473 Formosa. — Pyctorhis griseigularis (altirostris?
A. H. Str. Feath. IV. 505) ib. 116 Bbootan Doars. — Mixornis ca-
pitalis Marq. Tweeddale, Ann. nat. bist. XX. 533 Dinaget, Philippinen
M. Everett. — M. Woodi Sharpe Trans. L. S. 2 ser. I. 331 Phi-
lippinen M. Steere. — Dendrohiastes hasilicana Sharpe ib. 332 Phi-
lipp. M. Steere. — Alcippe fusca Godw. Austen Jour. A. S. B. XV. II.
52 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
1876 197 Naga Hills. — Macronus striaticeps Sharpe Transact. L. S. 2 ser.
I. 331 Philipp. M. Steere. — Trichastoma Icucoproctum Marq. Tweedd.
Proc. Z. S. 366 Tenasserim M. 0. Limboig. — Ptüocichla falcata
Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. 332 Philippinen M, Steere. — Tur-
dinus nagaensis Godw. Austen Ann. nat. hist. XX. 519 Naga Hills. —
T. Wüliamso7ii Godw. Austen Journ. A. S. B. XLVl. P. IL 43
Assam? — I. Darwini Hume Stray Feath. V. 90 Ostindien.
Abbildungen: Bracliypteryx Buxtoni M. Tweedd, Ibis T. 6
f. 2. — Leiothrix luteus (Scop.) Dav. et Oust. Ois. Chine T. 67. —
Liocidila Steerii Swinhoe. Ibis T. 14. — Fulvetta cinereiceps (J.
Verr). Dav. et Oust. Ois. Chine T. 73. — F. ruficapilla (J. Verr.)
ib. T. 72. — F. striaticoUis (J. Verr.) ib. T. 71. — Minla Jerdoni
J. Verr. ib. T. 68. — Sj)heuocichla Roberti Wald, et Austen, Journ.
A. S. B. XLV. 1876. IL T. 6. — Pteruthius aeralatus Tick. Gould
B. Asia P. XLVni. T. 13. — Pyctorhis altirostris Jerd. Godw.
Austeil, Journ. A S. ß. XLV. T. 7. — Aegithina viridissima (ßp.)
Marq. Tweedd. Ibis T. 5. f. 1 m., f. 2 f. — Deudrobiastes basilicana
Sharpe Transact. L. S. 2 ser. 1. T. 53 f. 1 (Holzschnitt des Flügels
ib. S. 332). — Ptilocichla falcata Sharpe ib. T. 50 f. 3.— Tricha-
stoma Abboti M. Tweedd. Ibis T. 11 f. 2.
Muscicapidae. Genus Hemipus Sharpe Catal. Coliomorph. 305
(part) Familia Prionopidae.
V^. E. Brooks: Ornithological Notes. Stray Feath. V. 469
(Cyornis, Alseonax, Siphia, P]iythrosterna).
Dr. V. Gloeden: Begattung von Muscicapa grisola mit einem
Sperling. Orn. Centralbl. 56,
A. Hume: Butalis grisola at Simla. Stray Feath. V. 495.
V. Tschusi: Zwei Exemplare von Muscicapa parva bei Hallein
erlegt. Journ. f. Orn. 355.
Dr. Brüggemann: Unterscheidung von borneensischen
Cyornis Arten. Abh. naturw. Ver. Bremen V. 458.
A. Hume: lieber Siphia Hodgsoni Verr. Stray Feath. V. 137.
E. L. Layard: Ueber Verbreitung von Myiagra castanei-
ventris. Proc. Z. S. 465.
A. Hume: Remarks on the Genus Pericrocotus. Stray Feath.
V. 171.
A. Hume: Some remarks on the Indian Species of the Genus
Volvocivora ib. 203.
A. Hume: Ueber Volvocivora culininata. Hay. ib. 495.
Neue Gattung: Xanth ölest es. Sharpe Transact. L. S.
2 ser. I. 327 (X. panayensis n. sp.).
Neue Arten: Monarcha verticalis Sclater Proc. Z. S. 99?
Herzog York-Ins. M. G. Brown. — M. infelix Sclater ib. 55, Admi-
ralitäts-Ins. Challenger Exp. — Niltcwa leucura M. Tweeddale Ann.
nat. hist. XX. 95 Tenasserim M. Limborg. — Cyornis turcosa
der Vögel während des Jahres 1877. 53
Brüggem. Abh. naturw. Ver. Bremen V. 457 S-.O. Borneo Dr. G.
Fischer. — G. pliilippensis Shari^e (banyumas Wald.) Transact. L. S.
2 ser. I. 325 Philippinen M. Steere. — C olivacea Hume Stray
Feath. V. 338 Tenasserim Prov, — C. alhoolivacea A. Hume ib. 488
Malacca. — Eumyias panayensis Sharpe Tranpact. L. S. 2 ser. I.
326 Philippinen M. Steere. — XantJiolestes panayensis Sharpe ib.
327 Philipp. M. Steere. — Setaria ruficauda Sharpe ib. Philipp. M.
Steere. — Antliipes suhmonüiger A. Hume Stray" Feath, V. 105 Te-
nasserim. — Hypothymis coclestis M. Tweedd. Ann. nat. hist. XX.
533 Dinoget., Philipp. M. Everett. — H. supercüiaris Sharpe Tran-
sact. L. S. 2 ser. I. 326 Philipp. M. Steere. — Elminia albicauda
Bocage Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. XXII. Angola. — Batis orien-
talis Heuglin. (senegalensis et pririt Auct.) Reise N. 0. Africa 194.
N. 0. Africa. — Ehipidura personata E. P. Ramsay Proc, Linn. Soc.
N.-S.-Wales I. 43 Fidschi-Ius. — Eh. Layardi Salvadori (albicollis
Layard) Ibis 142 Fidschi-Ins. — Eh. semirubra Sclater Proc. Z. S.
55 Admiralit.'Ins. Challenger Exp. — Eh. Bulgeri M. M. Layard.
Ibis 361 N.-Caledonien. — Eh. sp. Dr. Lenz, Journ. f. Orn. 374
N.-Celebes v. Bültzingslöwen. — Tchitrea vulpina Ed*. Newton Proc.
Z. S. 298 Ins. Anjuan M. Bewsher. — Zeocephalus cinnamomeus
Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. 328 Philipp. M. Steere. — Z. cya-
nescens Sharpe ib. Philipp. M. Steere. — Phüentoma albiventris
Sharpe ib. 325 Phlipp. M. Steere. — Pericrocotus negleetus A. Hume
Stray Feath. V. 171 Tenasserim. — P. immodcstus A. Hume ib. Te-
nasserim. — Volvocivora neglecta A. Hume ib. 203 Tenasserim. —
V. intermedia Hume ib. 205 Tenasserim.
Abbildungen: Monarcha Kordensis Gould B. N.-Guinea
P. V. — M. melanonota ib. — M. verticalis Sclater Proc. Z. S. T. 14
f. 1. — Xanthopygia tricolor (Swinh.) David et Oust. Ois. Chine
T. 80. — Erythrosterna albicilla (Pall) ib. T. 79. — Cyanoptila
cyanomelaena (Tem) ib. T. 81. — Batls orientalis m. f. Heuglin
Reise N -O.-Afr. zu H. S. 194. — B. minulla Bocage Ornith. d'An-
gola I. T. 3. — B. molitor et B. pririt Layaid B. S.-Afr. N. Ed.
IV. T. 10. — Tchitrea vulpina Ed. Newt. Proc. Z. S. T. 33 f. 2. —
Tch. Incei (Gould) David et Oust. Ois. Chine T. 82. — Zeocephalus
cinnamomeus Sharpe Transact. L. S. 2 ser. I. T. 48. f. 1. — Z.
cyanescens Sharpe ib. f. 2. — Pericrocotus brevirostris (Vig.) David
et Oust. Ois. Chine T. 78.
Tyrannidae. H.Nehrling, über Tyrannus carolinensis. Gefied.
Welt 439.
H. Nehrling: Ueber Sayornis fuscus ib. 460.
Neue Arten: Ochihoeca leucometopa Sclater et Salvin (leu-
cophrys ante) Proc. Z. S. 19 Peru M. Whitely, H. Jelski. — 0.
arenacea Sei. et Salv. ib. 20 Columbien. — 0. Salvini Taczauowsici
ibid. 324 Tumbez, Peru H. H. Jelski u. Stolzmann. — Todirostrum
54 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
nifigena Sclat. et Salv. ib. 522 Ecuador M. Buckley. — Elainea
leucospodia Taczanowski ib. 325 Tumbez. Jelski et Stolzmann. —
Phyllomyias tumbezana Taczan. ib. 325 Tumbez. Jelski et Stolz-
manu. — Myiarchus Oheri Lawr. Ann. N.-Y. Acad. Sc. I. 48 Ins.
Dominica, W.-Ind. M. Ober.
Ampelidae. v. Tschusi: Der Seidenschwanz. Eine biologische
Skizze. Monatschr. Sachs. Thüring. Ver. Vogelk. 1877. 164.
Neue Gattung: Phainoptila Salvin Proc. Z. S. 367 et D.
Rowley's Orn. Mise. X. 439 (Ph. melanoxantha n. sp.).
Neue Art: Phainoptila melanoxantha 0. Salvin Proc. Z. S.
367 et in D. Rowley's Orn. Mise. X. 439 Costa Rica.
Abbildungen: Ampelis phoenicoptera (Temm et Schi.) David
et Oust. Ois. Chine T. 74. — Phainoptila melanoxantha Salvin D.
Rowl. Orn. Mise. X. T. 79 (m. f.).
Gotingidae. Neue Art: Lathria cryptolopha Sclater et Salv.
Proc. Z. S. 522 Ecuador M. Buckley.
Laniidae. Familia Prionopidae. Sharp e: Catal. Goliomorph.
270 et 328 (App.). Genera: Grallina vgl. Motacillidae, Poeoptera
vgl. Sturnidae , Leptopterus vgl. Artamidae , Hemipus (part.) vgl.
Muscicapidae, Bradyornis, Melaenornis et Sigelus vgl. Dicruridae, Pla-
tylophus vgl. Corvidae, Euryceros vgl. Sturnidae, Tephrodornis,
Eurocephalus, Rectes, Pseudorectes, Melanorectes, Collyriocincla,
Pinarolestes, Cuphopterus, Fraseria, Hemipus, Hypocolius, Prionops,
Sigmodus.
E. P. Ramsay: Eier von Pardalotus rubricatus und P. uro-
pygialis. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales 1877.
Ad. Walter: Sind unsere Würger nützliche oder schädliche
Vögel. Orn. Centralbl. 43.
M. Neumann: Notiz über d. grossen Raubwürger ib. 60.
Schalow: Ueber Lanius schach L. und verwandte asiatische
Würger. Journ. f. Orn. 357.
H. Schalow: üeber Lanius phoenicuroides Sev.? in Helgoland
erlegt. Ibis 398.
J. Vian: De 1' Identification du Lanius phoenicurus de Pallas.
Bull. Soc. Zool. d. France 208 et 307.
Zigann: Ueber Lanius collurio. Gefied. Welt 469.
A. Hume: Beschreibung des jungen Vogels von Hypocolius
ampelinus (aus Khelat). Stray Feath. V. 349.
Neue Gattungen : Pseudorectes Sharpe Catal. Coliomorph.
287 (Rectes ferrugineus Auct., R. leucorhynchus Gray). — Mela-
norectes Sharpe ib. 289 (Rectes nigrescens Schi.) — Pinarolestes
Sharpe ib. 293 (Myiolestes Auct, rec. nee Cabanis) (P. vitiensis
Hartl., megarhynchus, parvulus, rufigaster, affinis, melanorhynchus,
tenebrosus, obscurus, Heinii, buensis, macrorhynchus, nigrogularis).
der Vögel während des Jahres 1877. 55
Neue Arten: Colluricinda superciliosa Masters Proc. Linn.
Soc. N.-S. -Wales I. Cap Grauville, Australien. — CoUyriocincla
pallidirostris Sharpe Catal. Coliomorph. 293 N. -Australien. — Beetes
tibiälis Sharpe ib. 285. N.-Guinea M. Wallace. — Pachycephala
Kandavensis E. P. Kamsay Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales I. 43?
Fidschi-Ins. — P. citreogaster E. P. Ramsay ib. 66 N.-Britanien. —
P. rohusta Masters ib. Cap York. — P. sp. Sharpe Journ. Linn.
Soc. London Zool. XIII. 317 N.-Guinea? Dr. James? — Dryoscoptts
tricolor Gab. et Reich. Journ. f. Orn. 103 W.-Africa Dr. Falkenstein. —
J). neglectus Bocage (major et sticturus Aucl. aliq.) Orn, d'Angola
I. 230 W.-Africa.
Neuer Artname: Beetes aruensis Sharpe Catal. Coliomorph.
285 für Rectes dichrous Gray (nee Bp.).
Abbildungen: Myiolestes macrorhynchus Layard D. Rowley
Orn. Mise. X. T. 73. — Pachycephala torquata Layard D. Rowley
ib. T. 74. — Lanius sphenocercus Gab. David et Oust. Ois. Chine
T. 76. — L. schach ib. T. 75. — Telephonus minutus Hartl.
(Anchietae ante) Bocage Orn. d'Angola l. T. 4. — Holzschnitte in
Sharpe Catal. Coliomorph,: Flügel von Tephrodornis gularis 274,
Eurocephalus anguitimens 279, Kopf, Fuss und Flügel von Rectes
uropygialis 288, Kopf und Flügel von CoUyriocincla harmonica 289,
Kopf von Pinarolestes megarhynchus 293, J'uss und Kopf von Cu-
phopterus Dobrui 302, P\iss uud Kopf von Fraseria ochreata 303,
Kopf und Fuss von Hemipus obscurus 305, Flügel von Hypocolius
ampelinus 316, Kopf von Prionops plumatus 319.
Passeres eonirostres.
Corvidae. R. B. Sharpe: Catal. Brit. Mus. IIL Coliomorphae
4 et 327 (App.).
Genus Platylophus Sharpe ib. 317 (Familia: Prionopidae).
M. Bogdanow: Der Saxaul Häher, Podoces Panderi Fisch.
Journ. f. Orn. 81 T. 3 f. 2 (auch Beschreibung des Jugendkleides).
E. Linden: Der Sirgang oder grüne Himalaya Heher (Cissa
sinensis). Orn. Centralbl. 5 et 85.
F. Lowis: Cissa speciosa killing^snakes. Stray Feath. V. 352
hierzu Bemerk, v- A. Hurae ib. 353.
A. Ilume: Nucifraga multimaculata sollte N. multipunctata
heissen. Stray Feath. V. 122.
Prof. Newton : Ueber eine Var. von Pica rustica. Proc. Z. S. 2.
A. Newton: Art. „Crow" Encycl. britann. 617.
C. L. Landbeck: Zur Characteristik des Kolkraben (Corvus
corax L,). Eine Jugenderinnerung. Zool. Gart. 382.
56 Pelzein: Bericht üb. d. Leistnngen in d. Naturg-eschichte
lieber Nahrung der Krähen. Schalow, Salzmann, Bolle
Journ. f. Orn. 217.
H. Schalow: Krähen , und Dohlen in ihren Schlafplätzen
Orn. Centralbl. 67.
Altum: Leucismus einer Corvus coriiix. Journ. f. Orn. 108.
0. Hermann: Ueber difforme Schnäbel bei der Saatkrähe.
Termeszetrajzi Füzetek IL 74 et Rev. 116.
A. Roth : Schädlichkeit der Saatkrähe. Orn. Centralbl. 61.
E. Michelsen: Nützlichkeit der Saatkrähe ib. 91.
Fr. Böckmann: Ueber die Schädlichkeit der Saatkrähe ib. 143.
Die Saatkrähe und das Getreide ib. 381.
Hesselink: Fleckenlose Eier von Corvus monedula. Journ.
f. Orn. 447.
A. Hume : Corvus macrorhynchus Wagler. Stray Feath. V. 461.
Dr. Brehm: Fregilus graculus zwischen Worms und Mainz
gesehen. Orn. Centralbl. 56.
Dr. A. Girtanner: Die Steinkrähe (Fregilus graculus) der
Schweizer Alpen. Zool. Gart. 145 auch Nisten.
Pfarr. Jäckel: Ist die Steindohle (Fregilus graculus) ein
bayerischer Brutvogel? Zool. Gart. 208.
Neue Gattungen: Heterocorax Sharpe Catal. Coliomorph.
11 (Corvus capensis Lichtj. — JRhinocorax Sharpe ib. 45 (C. affinis
Rüpp.). — Microcorax Sharpe ib. 48 (C. jamaicensis Gm., C. soli-
tarius Pr. Württ., C. leucognaphalus Dand., C, nasicus Temm). —
Macrocorax Sharpe ib. 51 (C. fuscicapillus Gray).
Neue Arten: Strepera crissalis Gould msc. Sharpe Cat. Co-
liomorph. 58 Lord Howe's Ins. — St. intermedia Sharpe ib. 59 S.-
Australien. — Xanthura coeruleocephdla Sharpe (yncas var. y. coe-
ruleocephala Dubois) ib. 130. — X. meridana Sharpe (armillata «
meridana Sei. et Salv.) ib. 136. — Dendrocitta assimilis A. Hume
Stray Feath, V. 117 Tenasserim. — Corone floridana Sharpe (Corvus
americanus var. floridanus Baird) Catal. Coliomorph. 35.
Abbildungen: Strepera crissalis Sharpe Catal. Coliomorph.
T. 2. — Garrulus leucotis Hume Sharpe ib. T. 4. — Podoces Pan-
deri Bogdanow, Journ. f. Orn. T. 3 f. 2. — Perisoreus obscurus
(canadensis var. obscurus Ridgw.) Sharpe Catal. Coliomorph. T. 5
f. 2. — P. capitalis (canadensis var. capitalis Baird) Sharpe ib.
f. 1. — Xanthura melauocyanea Hartl. Sharpe ib. T. 6. — X. tur-
cosa (Bp.) Sharpe ib. T. 7. — X. quindiuna (armillata y. qnin-
diana Sei. et Salv.) Sharpe ib. T. 8. — Psilorhinus cyanogenys Gray
Sharpe ib. T. 9. — Urocissa sinensis (L.) David et Oust. Ois. Chine
T. 83. — Dendrocitta sinensis (Lath.) ib. T. 85. — D. occipitalis
Sharpe Catal. Coliom. T. 3. — Cyanopolius cyaneus (Pall.) Dav. et
Oust. Ois. Chine T. 84. — Corvus frugilegus (monstr. Schnäbel) 0.
Hermann Termeszetrajzi Füzetek IL T. 6 f. 1. 2. — Physocorax
der Vögel währcüd des Jahres 1877. 57
moneduloides Sharpe Cat. Coliom. T. 1. — Holzschnitte in Sharps
Catal. Coliomorph. : Köpfe von Heterocorax capensis S. 11, Rhino-
corax affinis 45, Gazzola typica 47, Microcorax Icucoo^naphalus 48,
Gymnocorax seuesl 50, Macrocorax fuscicapillus 51, Cissa chinensis
84, Calocitta formosa 88, Perisoreus infaustus 103, Cyanocitta cri-
stata 106, Aphelocoma Woodhonsii 112, Cyanocorax chrysops 119,
Uroleuca cyanoleiica 137, Gymnokitta cyanocephala.
Paradiseidae. Sharpe: Catal. Coliomorph. (Paradiseidae) 163.
0. Beccari: Theorie über die Entstehung- der Farbenpracht
bei den Taradisvögeln. Annal. Mus. Genova IX. 882.
Dr. Giebel: Pterylose von Paradisvögeln. Zeitschr. f. d,
ges. Naturwiss. 3. Folge I. 143 (Holzschnitt f. 4. Diphyllodes mag-
nifica).
P. L. Sclater: lieber Bonaparte's Lophorina respublica.
Ibis 493.
Sturnidae. Sharpe: Catal. Coliomorph. (Paradiseidae) Genera
(Astrapia et Paradigalla 165, Phonygama 180, Manucodia 181 et 328
App.), Lycocorax 185.
Genus Creadion et Heteralocha. Sharpe ib. 143, 144 (Cor-
vidae).
Genus Poeoptera Bp. (Myiopsar Cab.) Sharpe ib. 281 (Priono-
pidae).
Genus Euryceros, Sharpe ib. 326 (Prionopidae).
P. Pavesi: Studi anatomici sopra alcuni uccelli (Trachea von
Manucodia-Arten). Annal. Mus. Genova IX. 66 mit Holzschnitten.
P. L. Sclater: lieber Manucodia Comrii. Proc. Z. S. 43.
v. Schlechtendal: lieber Staar, Elsterstaar, Hirtenstaare
und Beutelstaare. Monatschr. Sachs. Thüring. Ver. 124.
E. Linden: Hauben und Graukopf Maina (Acridotheres cri-
statellus und Temenuchus malabaricus). Orn. Centralbl. 58.
V. Tschusi: Der Zug des Rosenstaares (Pastor roseus Temm)
durch Oesterreich Ungarn und die angrenzenden Länder im Jahre
1875. Abh. Zool. bot. Gesellsch. Wien XXVIL (1877) 195.
T. Salvador!: lieber Heimat des Sturnus unicolor. Ibis 399.
C. Jex: „Verstand und Raffinement der Thiere", Anecdoten
vom Staar. Zool. Gart. 212.
C. Jex: Aus dem Leben unseres 5taares. Orn. Centralbl. 50.
Dr. Bartsch : lieber einen Staar mit difformem Schnabel. Ter-
meszetrajzi Füzetek II 76 et 118 T. 6 fig. 4.
Neue Arten: Pliomjgama Jawesii Sharpe (Keraudreni Sal-
vad.) Linn. Soc, 15 March. et Catal. Coliomorph. 181 N. -Guinea Dr.
James. — Mina {Mino) Bobertsoni d'Albertis Sydney Mail 24. Febr.
1877 et Ibis 368 (nach Salvadori = Melanopyrrhus orientalis, Ann.
Mus. Genova X. 12) Fly River, N.-Guinea. — Sarcops Lotvii Sharpe
Transact. L. S. 2 ser, I. 344 Philipp. M. Steere. -- LamprocoUu
58 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
glaucovirens D. G. Elliot Ann. nat. hist. 4 ser. XX. 169 Gaboon M.
Aviani. — Calornis sp. Sclater Proc. Z. S. 554. Admiralitäts-Ins.
Challenger Exp.
Neuer Artname: Sturnus Humii Gould (unicolor Anct.,
nitens Hume, sp. Blanf.) Birds Asia P. XXIX. T. 12.
Abbildungen: Manucodia Comrii Gould B. N.-Guinea P. V. —
M. chalybaea ib. — Acridotberes alboeincta Wald, et Austen Journ.
A. S. B. XLV. P. II. T. 5. — A. cristatellus David et Oust. Ois.
Chine T. 86. — Haubenmaina, Elster und Rosenstaar, v. Schlechten-
dal, Monatschr. Sachs. Thüring. Ver. z. S. 124. — Sturnus sericeus
(Gm.) David "et Oust. Ois. Chine T. 87. — St. unicolor La Marm.
Gould B. Asia P. XXIX. T. 11. — St. Huraii Gould ib. T. 12. —
St. vulgaris (monströser Schnabel) Dr. Bartsch , Termeszetrajzi Fü-
zetek T. 6. f. 4.
Icteridae. Merrill: Notes on Molothrus aeneus. Bull. Nutt.
Orn. Club. II. 85. Lebensw.
Jos. Willcox: On the Habits of Quiscalus purpureus. Proc.
Acad. Philad. 1877. 38.
V. Schlechtendal : Zur Verpflegung der Purpurgrakel
(Chalcophanes quiscalus) in der Gefangenschaft. Orn. Centralbl. 187.
Ploceidae. T. Schmidt: Züchtung von Estrelda phaeton.
Gefied. Welt 425.
E. Hald: Mischlinge von Spermestes maja und Sp. acuticauda
Hodgs. var. griseo-maculata ib. 367.
A. Wiener: Ueber Spermestes psittacea Gm. ib. 438 et 452.
Herr: Ueber Spermestes prasina ib. 126.
E. P. Ramsay: Ueber Poephila Gouldae und P. mirabilis.
Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales 1877.
E. P. Ramsay: Ei von Poephila atropygialis ib.
Neue Arten: Hyphantornis amauronotus Reichenow, Journ.
f. Orn. 27. Camerun, Deutsche Exp., Gabon Du Chailler. — Ploceus
Bussi 0. Finsch, Gefied. Welt 308, Bemerkungen von Dr. Russ ib.
Africa? — Spermospiza immaculosa Reichenow, Journ. f. Orn. 29
W.-Africa. — Pytelia Wieneri Russ Dr. Finsch, Gefied. Welt 317
nebst Bemerkungen von Dr. Russ; vgl. auch Wiener ib. 3 und 10 Hei-
mat? — Munia Inglisi Hume (nisoria Temm.?) Stray Feath. V- 39
Cachar. — Oxycerca JEveretti Marq. Tweeddale Ann. nat. hist. XX.
96 et Proc. Z. S. 699 LuQon M. Everett.
Abbildungen : Ploceus Russi Finsch in Russ. Fremdl. Stuben-
vögel T. 8 Vogel 40. — Oxycerca Everetti M. Tweedd. Proc. Z. S.
T. 73. f. 2.
Tanagridae. E. Linden: Die Scharlachtangara (Pyranga
rubra). Orn. Centralbl. 18 et 85.
Neue Arten: Galliste AlhertinaeVelz. Ibis 337 Bras. Natterer. —
Chlorospingus phaeoeephalus Sclater et Salv. Proc. Z. S. 521 Ecuador
der Vögel während des Jahres 1877. 59
Fräser et Buckley. — Euphonia Finschi Sclater et Salvin ib. 19
Demerara M. Wilkens. — E. insignis Sclater et Salv. ib. 521 Ecua-
dor M. Buckley,
Abbildungen: Chlorospingus phaeocephalus Sclat. et Salv.
Proc. Z. S. T. 52. f. 2. — Euphonia insignis Sclat. et Salv. ib. f. 1.
Fringillidae. Dr. Hermann Müller: Beobachtungen über das
Leben und die Fortpflanzung gefangener einheimischer Körnerfresser.
IL Abth. Orn. Centralbl. 9, 18, 107, 115, 179.
H. C. Hahn: Zur Kenntniss von Chrysomitris tristis. Gefied.
Welt 327.
H. Nehrling: Ueber Astragalinus tristis ib. 148.
E. Mohr: Farbenvarietäten von Stieglitz und Sperling. Journ.
f. Orn. 115.
H. Schalow: Ein neuer Brutvogel der Mark (Girlitz). Orn.
Centralbl. 85, C. Bolle (Brief an H. Schalow) ib. 118.
Der Girlitz bei Neisse ib. 166.
G. Schumann; Der Girlitz in der Lausitz ib. 187.
E. Rüdiger: Der Girlitz. Gefied. Welt 349.
R. Ridgway: Sexual, Individual and Geographica! Variation
in the Genus Leucosticte Forest and Field. Sept. 1876.
0. H'erman: Vögel mit difformem Schnabel. Termeszetrajzi
Füzetek 74 et 116 (Passer domesticus).
Vi an: Zur Lebensweise des Sperlings. Bull. Soc. Zool.de
France 434.^
P. L. Sclater: Note on the South American Song-Sparrows.
Ibis 46. T. 1.
H. Nehrling: Ueber Melospiza palustris. Gefied. Welt 281.
H. Nehrling: Ueber Melospiza melodia ib. 270.
H. Nehrling: Ueber Zonotrichia albicollis ib. 368.
H. Nehrling: Spizella socialis Bp. ib. 74.
H. Nehrling: Ueber Cyanospiza cyanea ib. 181.
Cabanis: Ueber ein Ex. von Pyrrhula cineracea Gab. aus der
Umgegend von St. Petersburg. Journ. f. Orn. 223.
H. Schacht: Die deutschen Dompfaffen gehen dem Honige
der Schlüsselblumen nicht nach ! Zool. Gart. 368.
Canaria, Blätter für Liebhaber feiner Canarienvögel. Heraus-
gegeben von 0. Brandner. Stettin L Jahrg. 1877.
W. Böcker: Aus den Züchtereien Andreasbergs. Reisebericht.
Gefied. Welt 5, 14. 23.
W. Böcker: Meine diesjährige Reise nach Andreasberg ib.
470, 479, 489, 499, 508, 518.
W. Bock er : Die Fehler und Entartungen des Kanariengesanges
ib. 42, 52, 63, 75, 85, 95.
W. Böcker: Zur Beurtheilung des Kanariengesanges ib. 292.
60 Pelzein: Bericht üb. «1. Leistungen in d. Naturgeschichte
W. Bock er: Welche Kanarien-Weibchen sollen wir in die
Hecke setzen? ib. 106, 119.
Ph. Specht: Der Gesang des Kanarienvogels ib. 190.
Vom Kanariengesang ib. 230.
Der Kanariengesang, zergliedert von W. Klubs ib. 308, 319,
330, 339.
Th. Müller: Singende Kanarienweibchen ib. 190.
A. S. Braunschweigs sprechender Kanarienvogel ib. 190.
Zur Kanarienzucbt ib. 128 (J. Schulze) 252 et 263 (W.
Böcker), 281 (K. Ritsert).
R. Kasper: Zuchtversuche und Erfolge mit dunkelgefärbten
Kanarienvögeln ib. 273.
Dr. Russ: Die englischen Farben-Kanarienvögel ib. 471, 482,
490, 510, 521.
W. Bock er: Krankheiten unter den Kanarien ib. 441.
Brewster: The Nests of Carpodacus purpureus and Peucaea
ruficeps. Bull. Nutt. Orn. Club. II. 37.
L. Howard Irby: Zwei Ex. von Erythrospiza githaginea bei
Malaga gefangen. Ibis 492.
PI. Nehrling: UeberHedymeles ludovicianus. Gefied. Welt 229.
Alfr. Newton: Article „Crossbill" Encycl. brit. 614.
Loxia bifasciata und L. leucoptora (Text) Dresser B. Eu-
rope LXI-LXII.
S. 0. üeber die Verfärbung des Kreuzschnabels. Gefied.
Welt 209.
Neue Gattungen: Gnathospiza Taczanowski Proc. Z. S.
320 (G. Raimondii n. sp.) — Onychospiza Przewalski Orn. Mise
VIII. 289 (0. Taczanowskii n. sp.).
Neue Arten: Gnathospiza Baimondii Taczanowski Proc. Z.
S, 320 Peru H. H. Jelski et Stolzmann. — Ilaemophüa Stolzma^mi ib.
822 Peru Jelski et Stolzra. — Onychospiza Taczanowskii Przew^alski
Orn. Mise. VIII. 290; David et Oast. Ois. Chine 548 Centralasien. —
Carpodacus rubicüloides Przewalski Orn. Mise. VII. 299; David et
Oust. Ois. Chine 551 Central-Asien. — G. dubius Przewalski a. a. 0.
301 (Propasser dubius) David et Oust. a. a. 0. 552 Central-Asien. —
Pyrrhospiza longirostris Przewalski a.a.O. VIII. 34; David et Oust.
a. a. 0. 552 Central-Asien. — Uragus Icpidus David et Oust. Ois.
Chine 359 China. — Pheucticus,crissalis Sclater et Salv. Proc. Z. S.
19 Ecuador M. M. Fräser et Buckley.
Abbildungen: Carduelis orientalis (Eversm.) Gould Birds
Asia P. XXX. T. 10. — Petronia stulta Dresser B. Eur. LIX— LX. —
P. brachydactyla ib. — Passer domesticus 0. Hermann Termesze-
trajzi Füzetek T. 6 f. 3 (monstr. Schnabel). — Gnathospiza Rai-
mondii Tacz. Proc. Z. S. T. 36. f. 1. — Ilaemophila Stolzmanni Tacz.
ib. f. 2. — Zonotrichia canicapilla Gould Sclater. Ibis T. 1. f. 1. —
der Vögel während des Jahres 1877. Gl
Z. strigiceps Gould Sclater ib. f. 2. — Onychospiza Taczanowskü
Przew. Orn. Mise. VIII. T. 54. 111. — Pyrgüauda ruficollis (Bianf.)
Przew. Orn. Mise. VIII. T. 54. III.? — P. Davidiana J. Verr. David
et Oust. Ois. Chine T. 90, — Euphona personata (Tem. et Öuhleg.)
ib. T. 91. — K. melanura (Gm.) ib. T. 92. — Carpodacus sinaiticus
Dress. B. Eur. LVIl— LVIII. T. — C. rubicilloides Przew. Orn. Mise.
VIII. T. 54 IV. — C. dubius Przew. ib. T. 54. V. — Pyrrhospiza
lougirostris Przew. T. 54, VI. m. f. — Propasser trifaseiatus J. Verr.
Dav. et Oust. Ois. Chine T. 93. — P. Davidianus (M. Edw.) ib.
T. 95. — P. Edwardsii (J. Verr.) ib. T. 94. — ^P. viuaceus (J. Verr.)
ib. 96. — Erythrospiza mongolica (Swinh.) ib. T. 97. — E. obsoleta
(Licht) Gould ß. Asia XXIX. T. 2. — E. incarnata Sev. ib. T. 3. —
Rhodopechys sanguinea (Gould) ib. T. 1. — üragus lepidus David
et Oust. Ois. Chine T. 98. — Linola rufescens Dresser B. Eur,
LVII — LVIII T. — L. liuaria ib. — L. exilipes ib. — Leucosticte
brunneinucha Brandt Dav. et Oust. Ois. Chine T. 89. — Hetero-
morpha gularis (Horsf.) ib. T. 61. — Cholornis paradoxa J. Verr. ib.
T. 62. — Paradoxornis guttaticullis A. David Dav. et Oust. Ois.
Chine T. 64. — P. Heudei David ib. T. 68.
Emberizidae. H. E. M. James: Ueber Euspiza melanocephala.
Stray Feath. V. 61.
L. Bureau: Note sur ies femelies d'Emberiza cirlus et de
Passeriua melanocephala a plumages de male. Bull. Soc. Zool. de
France 1877. 23.
E. V. Schlechtendal: Ueber Emberiza (Meiophus) melonictera.
Gefied. Welt 280.
Neue Gattung: Urocynchramus Przewalski Orn. Mise.
VIII. 309 (U. Pylzowi n. sp.).
Neue Art: Urocynchramus PyUoivi Przewalski Orn. Mise.
VIll. 309 Central-Asien.
Abbildungen: Emberiza rustica Dresser B. Eur. LXI— LXII.
T. — E. pusilla ib. — Urocynchramus Pylzowi Przew. Orn. Mise.
T. 54. VIL
Älaudidae. Dr. Lazarus: Ueber Alauda alpestris. Gefied.
Welt 218; v. Czaplinski ib. 270.
Landois: Bastard zwischen Alauda arvensis und A. arborea.
Jahresber. Westph. Prov. Ver. 1877. 16.^
M. Bogdanow: Vorläufige Notiz über die Calaudrella-Arten
der russischen Fauna. Journ. f. Orn. 90.'
Howard Saunders: Ueber zwei Bälge von Alauda Duponti
aus der Nähe von Malaga. Proc. Z. S. 368.
Neue. Arten: Otocoris nigrifrons Przewalski Orn. Mise. VllI.
313; Dav. et Oust. Ois. Chine 343. Central-Asien. — Alauda Kuku-
noorensis Przew. a. a. 0. 316 (Calandrelia Kuk. Dav. et Oust. a. a.
0. 544) Central-Asien.
62 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Abbildung: Melanocorypha mongolica (Fall.) Dav. et Oust.
Ois. Chine T. 88.
Bucerotidae. D. G. EUiot: Monograph of the Bucerotidae, the
family of the Hornbills. With coloured Plates Imp. 4 Part I. (nicht
gesehen, daher auch die neuen Genera nicht verzeichnet; die Ab-
bildungen wurden nach Ibis 376 citirt.)
D. G. Elliot: Ueber die Nomenclatur besonders bei den Bu-
cerotidae. Ibis 488; Edd. of Ibis ib. 4b0.
T. Salvadori: Prodromus Ornithologiae Papuasiae et Moluc-
carum IV. Ann. Mus. Genova X. 299.
Dr. J. Anderson: On the Habits of Hornbills, being extract
of a letter by Dr. John Anderson to Dr. J. Murie. Journ. Linn.
Soc. London Zool. XIll. 156.
D. G. Elliot: Remarks on the Buceros bicornis of Linnaeus.
Ibis 416.
A. Hu nie: Ueber Anorrhinus Auateni. Stray Feath. V. 60
et 117.
Barboza du Bocage: Note sur les races geographiques ou
especes du Bucorax. Bull. Soc. Zool. France 373.
Neue Arten: Buceros mindanensis Marq. Tweeddale Proc.
Z. S. 543 et 823 Mindanao M. Everett. Philippinen Challenger Exp. —
ß. albotibialis Gab. et Reich. Journ, f. Orn. 103 W.-Africa Dr. Fal-
kenstein. — Craniorhinus Waldeni Sharpe Journ. Linn. Soc. Lon-
don Zool. XIII. 155 et Transact. L. S. 2 ser. I. 322 Ins. Panay. —
Penelopides afßnis Marq. Tweeddale Ann. nat. hist. XX. 533 et Proc.
Z. S. 824 Mindanao M. Everett. — Bucorvus pyrrhops D. G. Elliot
Ann. nat. hist. 4 ser. XX. 171 Congo.
Abbildungen: Rhinoplax vigil D. G, Elliot Monogr. Buce-
rotidae T, — Sphagolobus atratus ib. — Cranorrhmus Waldeni
ib. — Anorrhinus albocristatus ib. — Bycanistes subcylindricus ib. —
Tockus monteiri ib. — Holzschnitte der Köpfe von Penelopides
affiais f. 1 und P. panini f. 2. M. Tweedd. Proc. Z. S. 825.
Scansores.
Rhamphastidae. v. Schlechteudal: Rhamphastus discolor
als Zimmergenosse. Monatschr. Sachs. Thüring. Ver. II. 23.
Abbildung: Rhamphastus discolor. Schlechtend. Monatschr.
Sachs. Thüring. Ver. Vögelk. u, Vögelschutz II. T.
Fsittacidae. T. Salvadori: Prodomus ornithologiae Papu-
asiae et Moluccarum III. Psittaci. Ann. Mus. Genova X. 21.
Dr. H. Bolau: Die Papageien des zoologischen Gartens in
Hamburg. Zool. Gart. 290.
der Vögel während des Jahres 1877. G3
Verzeichniss der von H. Em. Linden gehaltenen Papageien-
Arten. Orn. Centralbl. 15 et 31.
A. H. Garrod: Note on the Absence or Presence of a Gall-
bladder in the family of the Parrots. Proc. Z. S. 393.
J. Neu: Zur Naturgeschichte des Singsittichs (Psitt. haemato-
notusj. Gefied. Welt 200.
L. Prinzessin von Croy: Bastardbrut zwischen Paradissittich-
männchen (P. pulcherrimus Gld.) und Singsittichweibchen ib. 351.
G. D. Rowley ; Platycercus Rovvleyi (Bull.). Orn. Mise. VI. 115.
Eugenie Maier : Ein sprechender Wellensittich. Orn. Centralbl.
185 et 358.
L. Mary: La Perruche ondulee. Elevage et Rapport. Paris
1877. 8.
Dr. Steinhausen: Zur Kenntniss des Palaeornis eupatrius.
Gefied. Welt 460.
Dr. Stölker: Ein Goldstirnsittich (Conurus aureus) als
Sprecher. Ornith. Centralbl. 65.
A. B. Nisten des Bolborhynchus monachus in Gefangenschaft
ib.. 140.
Streets: Coriphilus Kuhli auf den Fanning-lns. gesammelt.
Bull. Unit. St. Nat. Mus. N. 7. 1877.
Sclater: On a Recent Addition to the Species of the Genus
Loriculus. Orn. Mise. IX. 375.
G. D. Rowley: A few species belonging to the genus Lori-
culus ib. Vil. 231 mit Beiträgen von Dr. A. B. Meyer.
A. Frenzel: üeber Coryllis vernalis. Gefied. Welt 389.
D. Rowley: Domiceila coccinea (Lath.). Orn. Mise. 125. Mit
werthvollen Mittheilungen von Dr. A. B. Meyer über diese Species
und Tanygnathusarten.
K. Petermann: Die Zucht des ^Lori von den blauen Bergen.
Gefied. Welt 377.
T. Salvadori: A few Words on the Parrots of the Genus
Eclectus. Ibis 474 mit üebersicht der Species.
Dr. A. B. Meyer: Some additional Proof, if needed, of the
Fact that the Red Eclecti are the Females of the Green ones. Proc.
Z. S. ÖOO. T. 79.
W. A. Forbes: Recent Observations on the Parrots of the
Genus Eclectus. Ibis 274. Mit üebers. der Arten.
H. Fiedler: Ueber einen weiblichen grünen Electus. Orn.
Centralbl. 87, 127.
Walter L. Buller: On a tendency to deformity in the Bill
of Nestor meridionalis. Trausact. N. Zeal. Instit. IX. 340.
Sclater: On the American Parrots of the Genus Pionus.
Orn. Mise. XI. 5.
V. Schlechten dal: Pionias mitratus. Gefied. Welt 123.
64 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Natargeßchicbte
A. Frenz el: Ein singender Sperliugspapagei (Psittacus pas-
serinus L.)- Gefied. Welt 488.
Neue Gattungen: Oreopsittacus Salvad. Prodrom. III.
Ann. Mus. Genova X. 37 (Trichoglossus Arfaki Meyer). — Cliar-
mosynopsis Salvad. ib. 37 (Charrnosyua pulchella G. R. Gray).
Neue Arten: Platycercus mastersianus E. P. Ramsay Proc.
Linn. Soc. N.-S.-Wales 1877. N.-S.-Wales. — Loriculus teuer Sclater
Proc. Z. S. 107 et Orn. Mise. IX. 346 Herzog- Yorks- Insel M. G.
Brown. — L. panayensis Marq. Tweeddale (regulus Souance) Proc.
Z. S. 538, Philippinen Challenger Exp. — Lorius erythrothorax Sal-
vad. Prodr. in. Ann. Mus. Genova X. 32 S.-O.-N.-Guinea. — L.
flavo-palUatus Salvad. (L. garrulus von Batchian und Obi Auct.) ib.
30 Obi, Batchian. — Trichoglossus amahüis E. P. Ramsay Proc. Linn.
Soc. N.-S.-W. I. 30 (= Tr. aureocinctus Layard. Ibis 121). — Tany-
gnathus Everetti Marq. Tweeddale Ann. nat. bist. XX. 533 et Proc.
Z. S. 547 N.-Mindanao M. p]verett. — Geoffroyus Kcyensis Salvad.
Prodr. III. Ann. Mus. Gen. X. 29 Ke-Ins. — G. Schlegeli Salvad.
(rhodops Schi. nee. G. R. Gray) ib. 29. — Nasiterna pusilla E. P.
Ramsay Proc. Linn. Soc. N.-S.-W. 1877. N.-Guinea.
Abbildungen: Platycercus Rowleyi (Bull.) Orn. Mise VI.
T. 50. — Palaeornis Derbyanus Fräs. David et Oust. Ois. Chine
T. 1. — Loriculus catamene (Schleg) D. Rowley Orn. Mise. VII.
T. 57. — L. regulus Souance ib. T. 58. — L. exiiis Schi. ib. T. 59. —
L. stigmatus (Müll, et Schi.) ib. T. 60. — L. teuer Sclater ib. IX.
T. 72. f. 2. 3. — L. aurantiifrons Sclater ib. f. 1, Gould Birds N.-
Guinea P. V. T. — L. Hartlaubi (Finsch) M. Tweedd. Proc. Z. S.
T. 82 m. et f. — Domiceila coccinea D. Rowley Orn, Mise. T. —
Trichoglossus flavicans Gab. et Reich. Journ. f. Orn. T. 5 f. 1 (vgl.
Jahrg. 1876. 324). — Tr. Musschenbroekii Gould Birds N.-Guinea
P. V. T. — Psitteuteles rubronotatus ib. — Ps. subplacens ib.; —
Eclectus polychlorus Dr. A. B.Meyer Proc. Z. S. T. 79 (Schwanz). —
Nestor meridionalis Buller Transact. N. Zeal. Inst. IX. T. 14 f. 1. 2.
(Köpfe mit abnormen Schnäbeln) f. 3 (Kopf mit normalen Schnabel). —
Dasyptilus Pecquetii (Less) Skelet Dr. A. B. Meyer, Abbildungen
von Vogelskeleten T, 1 (Probetafel). — Coracopsis obscura A. Milne
Edwards et Grandid. Ois. de Madagascar T. I, 2 (Skelet) 5 (Osteol.) — -
C. nigra ib. T. 3, 4 (Skelet) 5 (Osteol.) — Geoffroyus simplex Gould
B N.-Guinea P. V. T. — Pionus corallinus Sclater Orn, Mise. XI.
T. 80. — P. tumultuosus ib. T. 81. — Psittacuia madagascariensis
A. M. Edw. et Grand. Ois. Madag. T. 7, 8 (Skelet und Osteol.) —
Agapornis Swindereni (Kühl) von Liberia Gab. et Reich. Journ. f.
Orn. T. 5. f. 2.
Gapitonidae. Bouvier: Le barbican a ventre rose (Pogono-
rhynchus Levailiantii). Bull. Soc. Zool. France 76.
der Vögel während des Jahres 1877. 65
Veränderter Gattungsname: Cladturus Reichenow für
Xylobucco. Journ. f. Orn. 17.
Neue Arten: PogonorhyncJms laucogaster Bocäge Aves poss.
port. Africa occid. 13. lista Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. XXI. 1877. ßen-
guela S. d'Auchieta. — Megdlaima Davisoni A. Hume Stray Feath.
V. 108 Tenasserim,
Ficidae. A. Hume: Vivia innominata von M. J. Darling in
Wynaad (zwischen den Nilgheries und W. Ghats) erlegt. Stray
Feath. V. 351.
Prof. Altum: Die durch Thiere erzeugten ßaumringelungen
Breslau.
Altum: Eigenthümlicher Spechtfang. Journ. f. Orn. 106.
Altum: „Ein Spechtgrab". Ornith. Centralbl. 100.
Altum : lieber die Arbeit der Spechte im Walde. Journ. f.
Orn. 209 (über die Frage der Nützlickeit), 219, 222, dann Dr.
Brehm und Dr. Bolle ib. 221. 222.
Fr. Bock mann: lieber Schiefe des Kopfes bei Picus viridis.
Journ. f. Orn. 215.
Dr. Brehm: Ob Dryocopus martius in der Eiche nistet?
ib. 447.
Nisten des Schwarzspechtes. Orn. Centralbl. 152; E. v. Ho-
meyer ib. 168.
A. Hume: Chrysonotus Biddulphi Tickell identisch mit C.
shorii. Stray Feath. V. 497.
A. Hume: Remarks onthe Genus Micropternus Blyth. ib. 472.
David A. Lyle: Notes on the breeding habits of the Golden
winged Woodpecker (ist Coloptes auratus). Americ. Natural. 1877. 747.
Neue Arten: Picumnus Sdateri Taczanowski Proc. Z. S. 327
Peru H. H. Jelski und Stolzmann. — Chrysocolaptes macuUceps
Sharpe Transact. Linn. S. 2 ser. I. 314. Philippinen M. Steere. —
Ch. erythrocephalus Sharpe ib. 315 Philipp. M. Steere. — Mulleri-
picus Wallacii (fulvus part. Waiden Trans. Z. S. VIII.) Marq.
Tweeddale Ann. nat. bist. XX. 533 Macassar. — M. fuUginosus Marq.
Tweeddale ib. et Proc. Z. S. 821 N.-Mindanao M. Everett. — Chlo-
ronerpes clignus Sclater. et Salv. Proc. Z. S. 20. Antioquia, Colum-
bien M. Salraon. — Celeus suhflavus Sclat. et Salv. (C. citrinus et
exalbidus Auct.) Proc. Z. S. 21 Bahia M. Wucherer. — Htmiloplius
Fischen Brüggem. Abh. naturw. Ver. Bremen V. 1877 454 S.-O.-
Borneo Dr. G. Fischer.
Neue Var.: Picus mandarinus Gould var. Godwin Austen
Journ. A. S. B. XLV. 1876 194 Munipur Hills.
Abbildungen: Yungipicus scintilliceps (Swinh.) P. David et
Oust. Ois. Chine T. 99. — Chrysocolaptes erythrocephalus Sharpe
Trans. Linn. S. 2 ser. I. T. 46. f. 1. — Ch. maculiceps Sharpe ib.
f. 2. — Ch. xanthocephalus Wald, et Lard. Gould B. Asia P. XXX.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. E
66 Pelzein: Bericlit üb. d. Leistungen in d. Naturgescliichte
T. 7. — Hemicercns cordatus Jerd. ib. P. XXVfll. T. 8. — H. con-
cretus (Temm) ib. T. 9. — H. Hartlaubi (Malh.) ib. T. 10. — Chlo-
ronerpes dignus Sclat. et Salv. Proc. Z. S. T. 1. — MüUeripicus
fuliginosus M. Tweedd. Proc. Z. S. T. 83.
Guculidae. Alfr. Newton: Article„Cuckow'', Encycl.Britan. 685.
Dr. Brehm: Der Kuckuck. Ornith. Centralbi. 121, 129, 137.
H. Hesselink: Blaues Ei von Cuculus canorus. Journ. f.
Orn. 447.
A. Walter: Ein Kuckuck im Zaunkönignest. Orn. Cen-
tralbi. 134.
Dr. V. Gloeden : Sechs Monate aus dem Leben zweier Kuckucke
ib. 141.
Ad. Walter: Der Kuckuck in seinem Fortpflanzungsgeschäft
ib. 145, 153.
V. Tschusi: Erklärung (den Kuckuck betreffend) ib. 174.
Dr. U. Eine Beobachtung über das Zusammenschaaren von
Kuckucken. Gefied. Welt 260.
Egbert Bogg und J. A, Allen: Ein Kuckucksei im Neste
eines Cedervogels. Ann. Bull. Nutt. Orn. Club, übers, v. Frau Marie
Reich enow. Orn. Centralbi. 186.
A. Hume: Hierococcyx nisicolor Hodgs, Stray Feath. V- 96
et 347.
E. L. Layard: Note on two African Cockoos of the Genus
Coccystes. Proc. Z. S. 465.
Neue Gattung: Dryococcyx Sharpe Transact. Linn. S.
2 ser. I. 321 (D. Harringtoni n. sp.).
Neue Arten: Indicator stictithorax Reichenow Journ f. Orn.
110 Camerun Dr. Reichenow. — Chrysococcyx Limhorgi M. Tweedd.
Proc. Z. S. 366 Tenasserim M. 0. Limborg. — Dryococcyx Harring-
toni Sharpe Transact. Linn. Soc. 2 ser. I. 321. Philippin. M. Steere. —
Surniculus velutimis Sharpe il). 320 Philipp. M. Steere. — Hierococcyx
nanus A. Hume Stray Feath. V. 490 S. Tenasserim.
Abbildungen: Dasylophus superciliosus (Drap.) Gould B.
Asia. P. XXVni. T. 6. — Lepidogrammus Cummingi (P'ras.) ib.
T. 7. — Coua serriana A. Milne Edwards et A. Grandid. Ois. d. Ma-
dag. T. 42. T. 41, f. 2 (Kopf) T. 60 f. 1—5 Osteol. — C. Reyuaudii
ib. T. 43, T. 41. f. 1 (Kopf). — C. cristata ib. T. 41. T. 41 f. 4,
T. 61. f. 1—8. Osteol. — C. pyropyga ib. T. 45, T. 41. f. 3 (Kopf), T.
46 (Skelet). — C. Verreauxii ib. T. 47. T. 41 f. 5 (Kupf). — C. coe-
rulea T. 48, T. 41 f. 6 (Kopf) T. 49 (Skelet), T. 60 f. 6—13 Osteol. —
C. Delalandii ib. T. 50, T. 41 A f. 1 (Kopf). — C. gigas T. 51, T.
41A f. 2 (Kopf) T. 52 (Skelet) T. 62 Osteol. T. 63 Anat. — C. ru-
ficeps ib. T. 53, T. 41 A f. 3 (Kopf). — C. olivaceiceps ib. T. 54.
55 (Nest, Ei, junger Vogel) T. 41 A f. 4 (Kopf), T. 56 (Skelet) T. 61
f. 9. — 15 Osteol. T. 64 Anat. — C. Cursor ib. T. 57, T. 41 A
der Vögel wälirend des Jahres 1877- 67
f. 5 (Kopf). — C. Coquerelii ib. T. 58 T. 41A f. 6 (Kopf) T. 59
(Skelet). — Grandidier Carte de Madagascar montr, la repartition geo-
graphique des diverses especes de Couas ib. T. 65. — Centropus
madagascariensis ib. T. 68, 67 (jun.) 69 (Skelet) 70 Osteol. — Cu-
culus poliocephalus ib. T. 66. — Chalcites Meyeri Gould B. N.-
Guinea P. V. — Ch. Hodgaoni (Moore) Gould B. Asia P. XXX.
T. 3. — Ch. xanthorhynchus (Horsf.) ib. T. 4. — Dryococcyx Har-
ringtoni (Holzschnitt des Kopfes) Sharpe Trans. Linn. Soc. 2 ser.
I. 321.
Columbae.
Columbidae. G. D. Rowley: On the Genus Ptilopus. Ornith
Mise. 64j 113, IX. 837 (auch Oedirhinus eingeschlossen). Mit wich-
tigen Beiträgen von Dr. A. B. Meyer über Lcbensw., geogr. Verbr.
etc. Eine interessante Beigabe bildet eine Schilderung des Wirkens
von Musschenbroek , welcher eine Ansicht aus Menado beigefügt ist.
L. L. Layard: Ueber geographische Verbreitung von Tauben
in den Südsee-Inseln. Proc. Z. S. 464.
Dr. Giebel: Ueber Chrysoena victor. Zeitschr. f. d. ges-
Naturwiss. 3. Folge II. 229.
T. Salvadori: Osservazioni intorno alle specie del genere
Myristicivora Rchb. Ann. Mus. Genova IX. 265 mit Holzschnitten.
Columbia. Zeitschrift für Taubenliebhaber , Züchter und
Händler, Organ deutscher ßrieftaubenliebhaber-Gesellschaften. Her-
ausgegeben von G. Prütz in Stettin.
Dr. K. Russ : Die Brieftaube. Ein Hand- und Lehrbuch für
ihre Verpflegung, Züchtung und Abrichtung. Mit 12 Holzschnitten.
Hannover 1877. 8.
Dr. Giebel; Der Schädel einer blindgeborenen Taube. Zeitschr.
f. d. ges. Naturw^iss. 3 Folge II. 96.
Thiele : Ueber eine blindgeborene junge Taube mit monströsem
Schnabel ib. I. 532.
J. Dusek: Ueber einen in der Gefangenschaft erzeugten le-
benden Bastard von Columba palumbu^s und der zahmen C. livia.
Mitth. Orn. Ver. Wien 29.
J. Dusek : Ein fruchtbarer Bastard von Ringeltaube (C. pa-
lumbus L.) und Haustaube ib. 29 et 37.
D. Rowley : Columba livia. Orn. Mise. XI. 19, vgl. auch T. 85.
D. Rowley: Geotrygon Costaricensis (Lawr.) ib. 43.
D. Rowley: Chalcophaps indica (L.) ib. VI. 119.
Neue Arten : Ptüonopus Corriei E. P. Ramsay Proc. Linn. Soc.
N.-S.- Wales I. 133 Malacola, N.-Hebriden. — Pt. Poiiapensis Finsch
68 Pelzein: Bericlit üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
(fasciatus Peale ante) Proc. Z. S. 779 Ins. Ponape. — Ptilopiis Johannis
Sclater Proc. Z. S. 556 Adrairalitäts-Ins. Challenger Exp.? — Pt. ? in-
cognitus Marq. Tweeddale Ann. nat. hist. XX. 533 (Xenolreron
incognita M. Tweedd.) Proc. Z. S. 832 N. Mindanao M. Everett. —
Carpo'phaga rhodinolaema Sclater Proc. Z. S. 555 Admiralitäts-Ins.
Challenger Exp. — C. sp. Dr. Lenz Journ. f. Orn. 378 N.-Celebes,
V. Bültzingslöwen. — Macropygia Browni Sclater Proc. Z. S. 110 Her-
zog-Yorks -Ins, M. G. Brown. — Turtur comorensis Ed. Newton
(picturatus pt. Schi et Poll.) T. ib. 300 Ins. Anjuan M. Bewsher. —
Chomaepelia Buclüeyi Sclater et Salv. ib. 21 Ecuador M. Buckley. —
Phabotreron brevirostris Marq. Tweeddale ib. 549 et 832 Mindanao
M. Everett, Philipp. Challenger Exp. — Ph. nigrorum Sharpe Trans-
act. Linn. Soc. 2 ser. I. 346 Philippinen M. Steere. — Chalcophaps
Wallacei Brliggemann (C. Stephan! Wall, et Brüggem. ante) Abh.
uaturwiss. Ver. Bremen V. 1877 464 Celebes. — Phlogoenas Johannae
Sclater Proc. Z. S. 112 M. G. Brown.
Abbildungen: Ptilopus Musschenbroeki Rosenb. Rowley Orn.
Mise. T. 95. — Pt. jobiensis Schi. ib. IX. T. 67. — Holzschnitte der
ersten Schwinge von Ptilonopus-Arten Finsch Proc. Z. S. pag. 742. —
Oedirhinus (Ptilopus) insolitus Schleg. D. Rowley Orn. Mise. VII.
T. 66; Holzschnitt des Kopfes, Sclater Proc. Z. S. HO. — Oe. globifer
Cab. et Reich. Journ. f. Orn. T. 4 (vgl. Jahrg. 1876. 326). — Geo-
trygon Costaricensis (Lawr.) D. Rowley Orn. Mise. XI. T. 87. —
Chalcophaps indica D. Rowley ib. VI. T. 54. — Phlogoenas Johannae
Sclater Proc. Z. S. T. 16.
Dididae. Didus ineptus D. Rowley Exst. ßirds Mascaree-Isl.
Orn. Mise. VI. 123.
Abbildung: Didus, neu entdeckte Original-Abbildung der
Dronte von Savary. Hartl. Orn. Madagascar Titelkupfer.
Gallinae.
Pteroclidae. A. Hume: Mittheil, von Dr. Newmann über
Pterocles senegallus. Stray Feath. V. 60.
K. G. Henke: lieber Syrrhaptes paradoxus Pall. Bullet. Mos-
cou 1877 N. 1. 117 Syrrhaptes westlich bis an die untere Wolga
und den unteren Don vorgedrungen. Ueber Lebensw., Eier. Auch
Pterocles arenarius scheint westwärts vorgedrungen zu sein,
Prof. Carrucio: Sulla rara apparizione del Syrrhaptes para-
doxus nel Modenese, Annuarie della societa dei Naturalisti in Modena.
Doppelheft 3. 4. 77.
Cräcidae. H. Gadow: Anatomische Beschreibung der Hocco-
hühner (Cräcidae Vig.), Journ. f. Orn. 181.
der Vögel während des Jahres 1877. 69
D. Rowley : Ueber ein Ei von Pauxis galeata. Proc, Z. S. 684.
Neue Art: Crax erythro gnatha Sdater et Salv. Proc, Z. S.
22 Columbia int.
Megapodidae. T. Salvadori: Intorno alle specie del genere
Talegallus Less. Annal. Mus. Genova IX. 327.
E. P, Ramsay: Ueber das Ei von Megapodius Cuvieri ver-
glichen mit jenen anderer Species. Proc. Linn. Soc. N.-S.Wales 1877.
T. Salvadori: Beschr. von Megapodius affinis Meyer? Ann.
Mus. Genova X. 163.
Neue Arten: .Talegallus fuscirostris Salvad. Anu. Mus. Ge-
nova IX. 332 et 334 S.-N.-Guinea, Aru Ins. — T. arfaUanus Sal-
vad. ib. 333 et 334. — Megapodius assiviiUs Masters. Proc. Linn.
Soc. N.-S. -Wales I. Dungeness- und Bot -Inseln, Australien. — M,
pusiUus M. Tweeddale Proc. Z. S. 765 Zebu, Philippinen M. Everett. —
M. Dülwyni M. Tweedd. ib. 766 Philippinen M. Cuniraing. — M.
ruhrifrons Sclater Proc. Z. S. 556 Admiralitäts-Ins. Challenger Exp.
Abbildung : Megapodius pusillus, M. Tweedd. Proc. Z.S.T. 78.
Pkasianidae. Brliggemann: Ueber Polyplectron Schleier-
macheri. Ibis 494.
A. Hume: Polyplectron intermedius Hume = P. Germaini
Elliot. Stray Feath. V. 118.
Verwilderte Pfauen unweit Wien. N. fi". Presse, 30. Juli 1877
(Zool. Gart. 1878. 157).
Noenty: Elevage des jeunes Faisans (Tegetmeyer The Phea-
sant). Bullet. Soc. Acclim. 3 ser. IV. Fevr. 1877. 148.
D. G. Elliot: Remarks upon Phasianus iusignis. Stray Feath.
V. 198.
F. Lichterfeld: Der Amberst-Fasan. Gefied. Welt 250.
Pucrasia castanea Gould, nicht identisch mit P. Duvaucelii
Temm. Stray Feath. V. 138.
A. Hume: Explocomus Vieilloti, sollte heissen rufus Raffl.;
verschieden von E. ignitus ib. 119.
v. Hinckeldey: Ueber die Aufzucht der Silberfasanen. Ge-
fied. Welt 421.
Dr. Fitzinger: Die Arten und Racen der Hühner. Eine
wissensch. Beschreibung sämmtlicher Formen, Kreuzungen und Va-
rietäten nebst Andeutungen über ihre Abkunft. Wien 1878. 8.
J. F. W. Wegener: Das Hühuerbuch. Beschreibung aller
bekannten Hühnerarten und Anleitung zu ihrer Zucht, Wartung und
Pflege. Nebst Anhang über sonstiges Haus- und Ziergeflügel. Mit
Abbild. Leipzig 1877. gr. 8.
J. V. Meyerinck: Ein Goldbantamhuhn wild in Deutschland.
Orn. Centralbl. 85.
M. Barac: Bastarde von llaushahn und Perlhenne. Mitth.
Orn. Ver. Wien 35 et 43.
70 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
C. Dareste: Formation du coeur chez le poulet Compt. rend.
Acad. Paris LXXXIII. 1876. 1295.
J. D. Caton: The Wild Turkey and its Domesticatiou. Americ.
Naturalist XI. June 1877. 321, sehr wichtig.
V, Tschudi: Lebenszähigkeit einer Truthenne. Mitth. Orn.
Ver. Wien Q3.
A. D. Bartlett: Description of a new Species of Numida,
Proc. Z. S. 652. T. 65 (auch über N. cristata).
Neue Arten: Polyplectron Schlei er ynacheri Dr. Brüggemann.
Zool. Gart. 1877. 213 u. Abh. naturw. Ver. Bremen V. 461 Borneo
Dr. G. Fischer. — Phasianus Vlangalii Przewalski Orn. Mise. IX.
386 Central- Asien. — Ph. YtrancM Przew. ib. X. 407 Central-
Asien. — Lohiophasis castaneicaudatus B. B. Sharpe Proc. Z. S.
94. N.-W.-Borneo. — Numida EllioU A. D. Bartlett ib. 652.
Abbildungen: Polyplectron Schleiermacheri Brüggem. Abh.
naturw. Ver. Bremen .V. T. 9. — Phasianus Shawi Elliot Gould
Birds Asia P. XXVIIL T. 1. — Ph. chrysomelas Sev. ib. T. 2. —
Ph. Vlangalii Przewalski Birds Mongolia (Russisch. Original) T. 16. —
Ph. Ytranchi. Przew. ib. T. 17. — Ph. decollatus Swinh. David et
Oust. Ois. Chine T. 100. — Ph. Ellioti Swinh. ib. T. 101. — Thau-
malea Amherstiae (Leach.) ib. T. 103. — Pucrasia xanthospila Gray
ib. T. 104. — P. Darwini Swinh. ib. T. 105. — Crossoptilon man-
tchuricum Swinh. ib. T. 106. - Cr.'auritum (Pall.) ib. T. 108. —
C. Tibetanum Hodgs. ib. T. 107. — Explocoraus Swinhoii Gould ib.
T. 102. — Lophophorus Lhuysii J. Verr. ib. T. 110. — Lohio-
phasis castaneicaudatus Sharpe Gould B. of Asia XXX. T. 5. —
Gallus Sonnerati (Temm.) ib. T. 6. — Ceriornis Temminckii (J. E.
Gray et Hardw.) David et Oust Ois. Chine T. 112. — C. Caboti
Gould il). T. 111. — Numida Ellioti Barth Proc. Z. S. T. 65 (Kopf
und Hals).
Tetraonidae. v. Tschusi: Die Wildhühner Salzburgs. „Der
Waidmann." Leipzig Bd. VIII. N. 18. 15. Juni 1877. 153.
Dr. E. Baidaraus: Frankolin-Hühner. Gefied. Welt 6.
E. Freiherr v. Thüngen: Das Rebhuhn, dessen Naturge-
schichte. Jagd und Hege. Weimar 1876.
lieber Aufzucht von Rebhühnern. Zool. Gart. 137.
Rud, Koch: Vorkommen und Eigenthümlichkeiten des Feld-
huhns, Perdix cinerea var alba. Jahresber. Westph. Prov. Ver.
1877. 22.
Dr. Bauer: Schutz, Pflege und Verbesserung der Rebhühner-
stände. Ornith. Centralbl. 108.
J, Völschan: Ein Rebhuhn brütend in der Gefangenschaft.
Gefied. Welt 321.
H. Makas: Melanismus beim Rebhuhn. Mitth. Orn. Ver.
Wien 80.
der Vögel während des Jahres 1877. 71
D. Rowley: Odontophorus cinctus (Salv.) Oru. Mise. XI. 39.
C. Stölker: Zur Naturgeschichte des Steinhuhnes. Nitzsche,
111. Jagdztg. IV. 114.
Dr. A. Girtanner: Das Steinhuhn der Schweizeralpen, Per-
dix (Caccabis) saxatilis in Freiheit und Gefangenschaft. Gefied.
Welt 208, 218, 228 et 240.
C. G. Danford: lieber die Arten von Tetraogallus. Ibis 253.
Dr. Brehm : lieber Tetraogallas himalayensis. Journ f. Orn. 349.
Fürst A. J. Schwär zenberg : lieber den von Sr. K.Hoheit
dem Erzherzog Kronprinzen im Bockovicer Walde , Wittiugauer
Forstamt, Böhmen geschossenen Rackelhahn. Wiener Jagdzeitg.
April 1877.
J. Vian: lieber Tetrao Mlokosiewiczi. Bull. Soc. Zool. de
France 32.
Pelzeln; lieber Tetrao Mlokosiewiczi Tacz. Mitth. Orn-
Ver. Wien 25 et 29.
Holtz: lieber das Birkhuhn und dessen Einführung in Pom.
mern. Zeitschr. Orn. Ver. Stettin 1877.
v. Tschusi: Die Schneehühner Europas in Freih. v. Thün.
gen's Bibliothek für Jäger und Jagdfreunde, 6. Lief. 1877. 222.
Brevvster: A Hybrid of Cupidonia cupido and Pediocetes
phasianelkis var. columbianus (Cupidonia cupidini columbica). Bull.
Nutt. Orn. Club II. 66.
Neue Arten: Perdix Sifanica Przewalski Orn. Mise. X. 323
Central-Asien. — Turnix nigrescens M. Tweedd. Proc. Z. S. 765
Zebu, Philippinen M. Everett. — Cyrtonyx Sumiclwasti Lawr. Ann.
N. Y. Acad. Sc. T. 51. Tehuantepec. — Caccabis major Przewalski
Orn. Mise. X. 426 Centralasien. — Tetrastes Severzoivi Przew. ib. 430
C.-Asien.
Abbildungen: Ithaginis Geoffroyi J. Verr. David et Oust.
Ois. Chine T. 113. — I. sinensis Dav. ib. T. 114. — Odontophorus cinc-
tus (Salv.) D. Rowley Orn. Mise. XI. T. 86. — Tetraogallus cauca-
sicus pull. A. Marchand Rev. de Zool. T. 12. — Tetraophasis ob-
scurus (J. Verr.) David et Oust. Ois. Chine T. 109. — Tetrastes
Severzowi, Orn. Mise. VII. T. 58.
Struthiones.
St. George Mivart: On the Axial Skeleton of the Stanthioni-
dae, Rhea, Dromaeus, Casuarius, Apteryx, Dinornis. Transact. Z. S.
Vol. X. P. I. 1877. 1. mit vielen Holzschnitten.
A. Newton: The Nomenclature of the Groups of Ratitae.
Ann. nat. bist. XX. 499.
72 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Struthionidae. Ostriches and Ostrich - Farming. By J. de
Mosenthal and J. E. Harting with Illustrations. London 1877.
Besprech. Ann. nat. hist. XIX. 287.
Rheidae. P. L. Sclater: lieber Rhea raacrorhyncha und eine
in Guiana vorkommende Rheaart. Proc. Z. S. 160.
Casuariidae. Salvador!: lieber Casuarius sp. pull. Ann.
Mus. Genova X. 167.
Abbildungen: Casuarius picticollis Gould B. N. Guinea P.
V. — C. Westermanni ib.
Dinornithidae. Owen: On Dinornis (Part. XXI) containing a
Restoration of the Skeleton of Dinornis maximus Owen with an
Appendix or Additional Evidence of the Genus Dromornis in Au-
stralia Transact. Z. S. Vol. X. P. 3. 1877. 147. T. 31—33 und Holz-
schnitte; vgl. auch Proc. Z. S. 95.
C. H. Robson: Further Notes on Moa Remains. Transact.
N.-Zeal. Instit. IX. 279 mit einer Tafel.
F. W. Hutton: Remarks on Dr. von Haast's Classification
of the Moas ib. 363.
B. S. Booth: On a second discovery of Moa-bones at Ha-
milton ib. 365.
Apterygidae. A. Reischek (Brief): lieber einen gefangenen
Apteryx Owenii. Mitth. Orn. Ver. Wien 71.
Grallae.
Otididae. E. v. Homeyer: Die deutschen Trappen Otis L.
„Aus Wald und Haide" I. Bd. 14.
E. Friedel: Trappen bei Berlin (0. tarda und 0. tetrax).
Zool. Garten 355.
W. Thienemann: Einiges aus dem Familienleben der Zwerg-
trappe (Otis tetrax) ib. 218.
W. Thienem.ann: üeber die Zwergtrappe. Journ. f. Orn. 356.
W. Thienemann: Die Zwergtrappe (0. tetrax) und das zu
erwartende deutsche Vogelschutzgesetz. Orn. Centralbl. 31.
A. V. Heygendorff: Einiges von der Zwergtrappe. Nitzche,
111. Jagdztg. IV. 107.
Abbildung: Otis arabs Heuglin Reise N.-O.-Africa I. T. zu
S. 75.
Gharadriadae. A. Hume spricht gegen Salvadori's Genus Or-
thorhamphus für Esacus magnirostris. Stray Feath. V. 121,
H. Hesselink: Der Kiebitz in Holland. Orn. Centralbl. 107.
Neue Art: Aegidlüis Master si E. P. Ramsay Proc. Linn.
Soc. N.-S.-Wales I. 135 N.-Australien.
der Vögel während des Jahres 1877. 73
Abbildung: Aegialitis veredus (Goiild) David et Oust. Ois.
Chine T. 180.
Thinocoridae. A. H. Garrodi Notes on~ the Anatomy and
Systematic Position of the Genera Thinocorus and Attagis. Proc.
Z. S. 413 mit Holzschnitten (Schädel von Attagis Gayi und vorderer
Theil des Vomer von Sterna hirundo, Haematopus ostralegus, Numenius
arquatus, Recurvirostra avaetta and Chionis alba). Nach Verf. mit
Cursorius und Glareola verwandt.
Abbildung: Attagis Gayi, Holzschnitt des Schädels, Garrod.
Proc. Z. S. S. 415.
Ghionididae. Willemoes-Suhm. Ueber Chionis minor.
Zeitschr. f. wissensch. Zool. XXIX. 1877. CXX. et CXXVI.
lieber System. Stellung von Chionis, vgl. A. H. Garrod, Proc.
Z. S. 417 mit Holzschnitt des vorderen Vomertheiles von Ch. alba.
H. Schalow : Mündliche Mittheilung des Baron von Schleinitz,
Comandanten der „Gazelle" über Aussetzen von Chionis minor in St.
Paul. Journ, f. Orn. 109.
Haematopodidae. Abbildung: Haematopus ostralegus Dresser
B. Eur. P. LXI-LXH.
Gruidae. Alfr, Newton: Article „Crane" Encycl. Britan. 637.
Berger (Witten): Später Kranichzug. Orn. Centralbl. 188.
Neue Art: Gi'us nigricollis Przewalski, Orn. Mise. X. 436
Central-Asien.
Abbildungen: Grus cinerea pull. A. Marchand Rev. de
Zool. T. 9. — Grus nigricollis Przew. Orn. Mise. IX. T. 54. IX.
Ardeidae. Dr. A. Reichenow: Systematische Uebersicht der
Schreitvögel (Gressores) einer natürlichen, die Ibidae, Ciconidae,
Phoenicopteridae, Scopidae, Bulaenicipidae und Ardeidae umfassenden
Ordnung. Journ. f. Orn. 113 und 229. T. 1. 2 (Verwandtschaft).
Vorbemerkungen, Charactere (anatomische und zoologische) Lebensw.,
System, Synopsis. Am Schlüsse eine General-Uebersicht der Gressores.
Sehr wichtig.
Dr. C. Stölker: Ueber das Dunenkleid von Ardea cinerea
und minuta. Journ. f. Orn. 202.
Neue Subgenera: Butio 'Reichenow Journ. f. Orn. 246
(Botaurus melanolophus, limnophylax, phaeton). — Mierocnus Reich,
ib. 249 (Botaurus pumilus). — Borypho^rus Reich, ib. 259 (Ardea
Agami = A. picta).
Neuer Speciesname: Ardea SundeoälU Reichenow, Journ.
f. Orn. 253 (A. plumbea Sundev.)
Abbildungen: Ardea cinerea. Skelettheile, Reichenow, Journ.
f. Orn. T. 1 f. 1. — Ardetta eurythma, Swinh. David et Oust. Ois.
Chine T. 119.
Ciconiidae. Dr. Reichenow: Uebersicht der Gressores, vgl.
Ardeidae.
74 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
A. H. Gar r od: Note on an Auatomical Peculiarity in certain
Storks. Proc. Z. S. 711.
Beling: Eine neue Storchansiedeluug (am Harz). Zool. Gart. 402.
A. Cordes: Ein Beitrag zur geogr. Verbr. des Storches. Oru.
Centralbl. 51.
Dr. Rad de: Zur Berichtigung (zu diesem Artikel) ib. 100.
A. Bau: Was der Storch frisst. Gefied. Welt 507.
Neuer Artname: Ciconia dicrura Reichenow, Journ. f. Orn.
168 (C. Americana Briss, Maguari Gm.)
Abbildungen: Ciconia alba, Skelettheile, Reichenow, Journ.
f. Orn. T. 1. f. 2.
Flataleidae. Dr. Reichenow: Uebers. d, Gressores, vgl. Ar-
deidae.
P. L. Sclater and W. A. Forbes: On the Nesting of the
Spoonbill in Holland. Ibis 412.
W. Buller: On the Occurence of the Royal Spoonbill (Pla-
talea regia) in New-Zealand. Transact. N.-Zeal.-Instit. IX. 337.
Neuer Artname: Platalea japonica Reichenow, Journ. f.
Orn. 159 (PI. major et minor Schleg.)
Abbildung: Platalea leucorodia pull. A. Marchand, Rev. de
Zool. T. 15.
Tantalidae. Dr. Reichenow: Uebersicht der Gressores, vgl.
Ardeidae.
D. G. Elliot: Review of the Ibidinae or Subfamily of the
Ibises Proc. Z. S. 477 T. 51. Literatur, Classification», geogr. Verbr.,
Uebersicht der Species. Sehr wichtig.
A. H. Garrod: Note on an Anatomical Peculiarity in certain
Storks (auch über Tantalus ibis) Proc. Z. S. 711.
Oustalet: Sur deux nouvelles especes d'Ibis provenant du
Cambodja Compt. rend. Acad. Paris LXXXIV. 1877. 276 et Bull.
Soc. Philomath 7 ser. I. 25—30.
Neue Gattungen: Graptocephalus D. G. Elliot Proc. Z.
S. 483 et 490 (Geronticus Davisoui Hume). — Thaumatibis Elliot
ib. 483 et 489 (Ibis gigantea Oustal.) — Lamprihis Elliot ib. 483
et 507 (Ibis olivacea Du Bus).
Neue Arten: Ibis gigantea Oustalet Bullet. Soc. Philomath
1877. ser. 7. I. 25 et Compt. rend. Acad. Paris LXXXIV. 1877. 276
(Thaumatibis gigantea D. G. Elliot Proc. Z. S. 489) Cambodja. —
J, Harmandi Oustalet. Compt. rend. a. a. 0. Cambodja.
Abbildungen: Ibis nippon Tem. David et Oust. Ois. Chine
T. 116. — L nippon var. sinensis ib. T. 117. — Lampribis olivacea
(Du Bus) D. G. Elliot Proc. Z. S. T 51. — Falcinellus rufus. Skelet-
theile, Reichenow, Journ. f. Orn. T. 1. f. 3.
Scolopacidae. Alfr. Newton : Article „Curie w" Encycl. Brit. 711.
der Vögel während des Jahres 1877. 75
J, V. Haast: Notes on the occurrence of a Curlew, probably
Numenius cyanopus Vieill. in New-Zealand. Transact. N.-Zeal.
Instit. IX. 427 (vgl. auch Buller ib. 333).
John Anderson: On the Osteology and Pterylosis of the
Spoon billed Sandpiper Eurynorhynchus pygmaeus Linne Transact.
Linn. Soc. London 2 ser. Zool. Vol. I. P. IV. 213 T. 35.
Dobbelstein: Vorkommen zahlreicher Schnepfen in hiesiger
Gegend in der zweiten Hälfte des Dec. v. J. u. des Febr. d. J.
Jahresber. zool. Sect. Westph. Prov. Ver. 1877. 26.
A. Hume: Scolopax rusticola in Bagdad und N,-Canara. Stray
Feath. V. 140.
E. S. Butler: A Woodcock shot at Kurrachee. Stray Feath.
V. 504.
J. E. Karting: On a variety of the Common Snipe. Proc.
Z. S. 533.
Abbildungen: Ibidorhynchus Struthersii Vig. David et Oust.
Ois. Chine T. 118. — Totanus glareola Dresser B. Europe P.
LVII—LVIir. — T. hypoleucus ib. LXI— LXII. — Actiturus longi-
candus ib. LIX— LX. — Tringa striata ib. LVII — LVIII. — Tr.
canutus ib. et LIX— LX. — Eurynorhynchus pygmaeus (L.) J. An-
derson Transact. Linu. Soc. London 2 ser. Zool. Vol. I. P. IV. 213.
T. 35. f. 1 (Skelet) f. 2—12 (anatom. Details). — Calidris arenaria
Dresser B. Eur. LIX— LX. 2 pl. — Pseudoscolopax semipalmatus
(Jerd.) David et Oust. Ois. Chine T. 121. — Gallinago solitaria
(Hodgs.) ib. T. 122. — G. gallinula Dresser B. Eur. LVII— LVIII. —
Scolopax rusticola ib. LXI — LXII.
PhalarOpOdidae. Nelson: Contribution to the Biography of
Stegonopus Wilsoni. Bull. Nutt. Orn. Club II. 38.
Rallidae. Walter L. Bull er: On the alleged intercrossiug of
Ocydromus Earli and the Doraestic Fowl. Transact. N.-Zeal. Instit.
IX. 341.
Neue Arten: Ballus Cypereti Stolzm. msc. Taczanowski
Proc. Z. S. 747 Peru. — Coturniceps Äyresi Gurney Ibis 352 Trans-
vaal Republic Th. Ayres. — Porzana spiloptera (Burm.) (Zapornia
spiloptera Burm. msc.) H. Duruford Ibis 194 Buenos Ayres.
Abbildungen: Rallina mandarina Swinhoe David et Oust.
Ois. Chine T. 123. — Coturniceps Ayresi Gurney Ibis T. 7. — Por-
zana spiloptera Durnford, Ibis T. 3.
Gallinulidae. D. G. Rowley: Exst. Birds Mascarene Islands
Orn. Mise. VI. 131.
Ueber eine Darstellung von Fulica alba von Lord Howe's Is-
land von M. G. Raper während Capt. Hunters Reise nach Austra-
lien 1788—92. 0. Salvin. Proc. Z. S. 96.
Neue Art: Gallinula Sandvicensis Th. H. Streets (G. chlo-
76 Pelzein: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
ropus Peale) Ibis 25 mit Holzschu. des Kopfes und Bullet. Unit. St.
Nation. Mus. N. 7, 1877, Oahu, Sandwich-Gruppe.
Parridae. Neue Gattung. Microparra Gab. Journ. f.
Orn. 349 (Parra capensis Smith).
Anseres.
Phoenicopteridae. Dr. Reichenow: Uebersicht der Gressores,
vgl. Ardeidae.
H. Gadow: Anatomie des Phoenicopterus roseus Pall. und
seine Stellung im System. Journ. f. Orn. 382 T. 6 (Pterographie,
Osteologie, Splanchologie, Myologie, Oologie). Nach Verf. zu den
Grallae, specieller zu den Ciconidae, vielleicht zwischen Platalea und
Tantalus.
Abbildungen: Phoenicopterus antiquorum pull. A. Mar-
chand Rev. de Zool. T. 11. — Ph. roseus Anatomie Gadow. Journ.
f. Orn. T. 6, Schädel von Ph. roseus Reichenow ib. T. 1, f. 4, Dune
eines jungen Ex. ib. f. 6.
Anatidae. Sclater: Notice of an apparently new Species of
Spur winged Goose of the Genus Plectropterus. Proc. Z. S. 47
T. 1. (Nebst Bemerkungen über die anderen Arten.)
R. Trimen: üeber Sarcidiornis africaua ib. 683.
C. H. Hoff: Flugvermögen der Hausgans. Zool. Gart. 139.
M. Schuster: Die Höckergans (Anser tuberculosus). Gefied.
Welt 378.
Dr. AI tum: üeber ein in Schlesien geschossenes Ex. von
Chenalopex acgyptiaca Steph. Journ. f. Orn. 107; Dr. Brehm
b. 209.
Lawrence: Occurrence of Bernicla leucopsis on Long Island.
Bull. Nutt. Orn. Club H. N.'l. 18.
J. H. Gurney: Note on the Polish Swan. Proc. Z. S. 579.
Beobachtungen über die Jungen,
J.H. Gurney jun.: üeber trachea von Entenarten. Ibis 395.
Landois: üeber Generationsvariation bei der Hausente ^ mit
männlicher Befiederung. Jahresber. Westph. Prov. Ver. 1877. 25.
Prof. K. Möbius: Eine Hausente (Anas boschas L. var. do-
mestica) ohne Schwimmhäute. Zool. Gart. 223.
G. D. Rowley: Somateria labradoria Gm. Orn. Mise. VI. 205.
Text von Oedemia nigra und Clangula albeola, Dresser Birds
Eur. P. LXI— LXII.
B. S. Booth: On a second discovery of Moabones at Hamil-
ton Transact. N.-Zeal. Instit. IX. 365 (auch Knochen von Cnemiornis.
Neue Arten: Plectropterus niger Sclater Proc. Z. S. 47
der Vögel während des Jahres 1877. 77
S.-O.-Africa? — Chaulelasmus Couesi T. H. Streets Bull. Nutt. Orn.
Club I. N. 2. 46 Americ. Natural. XI. 1877 et Bull. Unit. St. Nation.
Mus. N. 7. 1877. Fanning-Gruppe im stillen Ocean. — Penelope albi-
pennis Taczauowski Proc. Z. S. 746 Peru. — FuUgula Nationi Sclater
et Salv. Proc. Z. S. 552 W.-Peru Prof. Nation.
Abbildungen: Plectropterus niger Sclater Proc. Z. S. T. 7. —
Anser cineraceus pull. A. Marchand Rev. d. Zool. T. 14. — Ber-
nicla lencopsis Dresser B. Eur. LXI — LXII. — B. branta ib. —
Dune einer jungen Anas boschas Reichenow, Journ. f. Orn. T. 1.
f. 5. — Querquedula Eatoni Sharpe Transit. Venus Exped. Birds
T. 6. — Fulix Baeri Radde David et Oust. Ois. Chine T. 124. —
Cosmonetta histrionica Dresser B. Eur. LIX — LX. — Somateria
spectabilis ib. — S. labradoria D. Rowley Orn. Mise. VI. T. 55 ;
Kopf und Füsse von Camptorhynchus (auch Camptolaimus labrado-
rius und Somateria mollissima ib. T. — Sterna von Somateria
Stellen, S. mollissima, S. spectabilis, S. labradoria ib. T. — Oede-
mia fusca Dresser B. Eur. LXI — LXII. — Oe. perspicillata ib.
Colymbidae. Prof. Newton: lieber die als Colymbus Adamsi
beschriebene Var. Proc. Z. S. 2.
Podicipidae. A. Anderson: Eubibition of, and observations
upon the skin of a pair of Grebes (Podiceps cristatus) from India,
together with two nestling birds. Proc. Z. S 807.
Neue Art: Podiceps albescens Mandelli W. T. Blanford. Stray
Feath. V. 486 Sikkim.
Älcidae. Barrows: Catalogue of the Alcidae contained in
the Museum of the Boston Society of Nat. Ilist., with a review and pro-
posed Classification of the Family. Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. Nov.
1877. 150. (Bef. nicht aus eigener Anschauung bekannt).
Selys Longchamps: Ueber das Winterkleid der Alca im-
pennis, Note sur un voyage scientif. fait en Allemagne, en Autriche
et en Hongrie en 1876 in Annal. d. Belgischen entomologischen Ge-
sellschaft T. XIX; Pelz ein: in Mitth. des Aussch. Orn. Ver. Wien
N. 6. 2.
Text von Alca torda Dresser B. Eur. P. LXI— LXII.
Prof. Newton: Ueber eine Var. von Alca troile. Proc. Z. S. 2.
Dr. L. Bureau: De la mue du bec et des ornements palpe-
braux du Macareux arctique, Fratercula arctica (L.) Steph. apres
la Saison des amours. Bull. Soc. Zool. de France 377 et 432. T.
IV. V. Höchst interessante und wichtige Beobachtungen. Enthält
auch: Quelques mots sur les metamorphoses des Fratescula forme
glacialis (Leach.), F. corniculata (Naum), Gray et Lunda cirrata
(Pall.).
J. Vian: Ueber Fratercula arctica ib. 433.
Abbildungen: Alca Brünnichii Dresser B. Eur, LIX — LX. —
A. troile ib. LXI — LXII. — Uria grylle ib. — Mergalus alle ib.
78 Pelzeln: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
LIX— LX. — Fratercula arctica ib. LXT— LXII. — Kopf und Orna-
mente von Fratercula arctica L. Bureau Bull. Soc. Zoo). France
T. 4 f. 1—5. — Köpfe von Fr. forme glacialis ib. T. 5 f. 1. 2, Fr.
corniculata f. 3, Lunda cirrata f. 4.
Spheniscidae. P. Gervais et Edm. Alix: Osteologie et Myo-
logie des Manchots ou Spheniscidae. Jonrn. d. Zool. VI. 1877. 424.
T. 16 et 17.
C. Sachse: lieber das Brutgeschäft der Pinguine. Orn. Cen-
tralbl. 65.
Abbildungen: Eudyptes saltator Sharpe Transit. Venus
Exp. Birds T. 8. f. 1 (Kopf). — E. chrysolophus ib. f. 2 (Kopf). —
E. chrysocome ib. f. 3 (Kopf). — Holzschnitt Pinguine darstellend
nach Velain in Archiv, d. Zool. experiment et gener. Nature 1878
326, _- W. Buller: Holzschnitte der Schnäbel von Eudyptula minor
T. 15. f. 3 und E. undina ib. f. 4 Transact. N.-Zeal. lustit. IX. (vgl.
S. 337).
Procellaridae. Text von Puffinus Kuhli Dresser B. Europe
P. LVII— LVIII; von P. major ib. LXI. et LXII.
Dr. Finsch: lieber Puffinus obscurus (Gm.) Proc. Z. S. 786.
Erhard: Puffinus Anglorum bei Coburg lebend gefangen,
Zool. Garten 275.
J. Hector: Notes on the Antarctic Petrel (Procellaria ant-
arctica. Transact. N.-Zeal. Instit. IX. 464.
Willemoes -Suhm : lieber Diomedea exulans. Zeitschr. f.
wissensch. Zool. XXIX. 1877. CXX. et CXXVI.
P. Pavesi: Studi anatomici sopra alcuni uccelli (Oesophagus
von Diomedea). Annal. Mus. Genova IX. 66.
Neue Arten: Puffimis Nativitalis Streets Bull. Unit. St.
Nat. Mus. N. 7. 1877. Christmas-Island. — Procellaria alhigularis
Finsch Proc. Z. S. 722 Fidji-Ins- H. Kleinschmidt.
Abbildungen: Puffinus Anglorum et Kuhlii Dresser B.
Eur. P. LVII— LVIII. — P. griseus et major ib. LXI — LXII. —
Prion vittatus (Gm.) Sharpe Transit. Venus Exp. Birds. T. 7 f. 3—5
(Schnabel). — Pr. desolatus (Gm.) ib. f. 8 — 10 (Schnabel). — Pr.
Bauksii ib. f. 7.
Laridae. Reports on the Collectioüs of Birds made during
the Voyage of H. M. S. „Challenger" N. V. On the Laridae collec-
ted during the Expedition. By Howard Saunders. Proc. Z. S. 794.
Lestris pomarina bei Haltern geschossen. Jahresber. Westph.
Prov. Ver. 1877. 14.
J. H. Gurney: lieber das weissliche Kleid einiger Möven.
Ibis 492.
J. Vi an: lieber Larus Hemprichii und leucophthalmus. Bull.
Soc. Zool. France 32.
der Vögel während des Jahres 1877. 79
H. Neweklowsky : Beiträge zur Kenntniss der Lebensweise
der Lachmöve. Mitth. Oru. Ver. Wien 5.
G. D. Rowley: Ou Scoulton Mere, Norfolk and the black
headed Gull. Larus ridibundus. Orn. Mise. X. 407 T. 76—78.
Text zu Rhodostethia rosea Dresser B. Eur. LIX — LX. —
Pagophila eburnea ib. LVII — LVIII. Larus glaucus ib. — Sterna
anglica ib. LXI— LXII, Hydrochelidon hybrida ib. LVII— LVIIL
A. Hume: Some criticisms an M. Howard Saunders review
of the Sterninae. Proc. Z. S. 683.
Howard Saunders: Ueber ein Ex. d. Sterna aleutica ib. 754.
Howard Saunders: Sterna anaestheta an der Brit. Küste
ib. 43.
Roberts: The Breediug of Hydrochelidon lariformis. Bull.
Nutt. Orn. Club H. 34.
A. Hume: Ueber Anous-Arteu. Stray Feath. V. 138.
A. Anderson: Young of Rhynchops albicollis und Seena
aurantm. Proc. Z. S. 807.
Neue Arten: Sterna nigrifrons Masters Proc. Linn. Soc.
N.-S.-W. I. Warrior Reef, Australien. — Stermila mconspicua Masters
ib. Cap York.
Abbildungen: Stercorarius pomatorhinus Dresser B. Eur.
P. LVII — LVIII. — St. antarcticus (Less.) Sharpe Transit. Venus
Exp. Birds T. 7. f. 1. (Kopf). — St. catarractes Sharpe ib. f. 2. —
Rhodosthetia rosea Dresser ß. Eur. LVII — LVIII. — Pagophila
eburnea ib. — Larus glaucus ib. LIX — LX. — L. ridibundus pull.
A. Marchaud Rev. de Zool. T. 18. — Sterna cantiaca Dresser B.
Eur. LIX — LX. — St. caspia ib. — St. fuliginosa ib. LXI— LXII, —
Hydrochelidon hybrida ib. LIX— LX. 2 pl.
Phaetontidae. A. Hume: Phaeton flavirostris in N.-O.-Cachar
gefangen. Stray Feath. V. 498.
Pelecanidae. Prof. Mivart: On the axial skeleton of the Pe-
lecanidae. Proc. Z. S. 3G8. Das Memoir wird in den Transnet.
Zool. Soc. erscheinen.
A. Hume: Remarks on the genus Sula. Stray Feath. V. 304
Monographie.
Baron Dalberg: Phalacrocorax carbo unter zahmem Wasser-
geflügel. Mitth. Orn. Ver. Wien 62.
E. AI ix: Sur l'anatomie du Pelican (Pelecanus onocrotalus).
Bull. Soc. Zool. de Frauce 287.
Neue Arten: Phalacrocorax n. ^p.? W. Buller Transact. N.-
Zeal. Instit. IX. 338 (vgl. auch S. 336). — Pelecanus longirostris
A. Hume Stray Feath. V. 491 Dacca.
Abbildungen: Köpfe von Phalacrocorax (carunculatus et
sp.?) Transact. N.-Zeal. Instit. IX. T. 15. f. 1. 2.
80 Pelz ein : Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte d. Yögel.
Anhang.
Laut Jahresbericht für 1875, 168 und 1876, 6 konnten damals :
Zoology of the Voyage of the Erebus and Terror Suppl. Birds Con-
clusion, by R. ß. Sharpe, London 1875 and Eyton, Osteologia
Avium Suppl. IL P. 3. 1875 nicht benutzt werden. Da beide
Schriften aber seither Ref. zugegangen sind, so sei hier der Voll-
ständigkeit wegen deren Inhalt beigefügt.
I. Zool. Ereb. and Terror Appeud. Birds of New-Zealand
(neue Art: Phalacrocorax Finschi34. N.-Sealand) and list of the birds,
not frora New-Zealand, but obtained. in other parts of the southern
ocean by the Antarctic Expedition and figured in the present work 37.
Abbildungen: Athene albifacies T. 1. — Strigops habro-
ptilus T. 7. — Sterna frontalis T. 20*. — Eudyptes antipodes T.
27. — Prion turtur T. 29, Berviela inornata T. 30. — Aptenodytes
Forsteri (= patachonica) T. 31. — A. Pennantii (= A. longirostris).
IL Eyton Osteol. Av. Supp. IL P. 3.
Abbildungen: Didunculus strigirostris T. 22 (Skelet) 22 A
(details). — Palamedea cornuta T. 24 (Skelet) T. 24 A (det.) —
Chauna chavaria T. 25 (Skelet) T. 25 A (det.) — Phaeton aethereus
T. 26 (Skelet) 26 A (det.) — Alca impennis T. 27 (Skelet) 27 A (det.).
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Säugethiere während des Jahres 1877.
. Von
Troschel.
VonPagenstecher's schönem und leh rr eichen Werke:
Allgemeine Zoologie oder Grundgesetze des thierischen
Baus und Lebens (vgl. Ber. 1875 p. 1) ist ein zweiter
Theil erschienen, der sich mit der Ernährung der Thiere
beschäftigt, und zwar mit der Nahrungsaufnahme und Ver-
dauung sowohl, wie mit den Ernährungsflüssigkeiten und
Gefässen. Zahlreiche Holzschnitte erläutern den Text. Ein
dritter Theil steht noch in Aussicht.
Giebel hat von der Bearbeitung der Säugethiere in
Bronn's Klassen und Ordnungen des Thierreichs die Liefe-
rungen 13 bis 17 gefördert. Sie beschäftigen sich mit dem
Gebiss und der Wirbelsäule.
Von Brüh Ts Werk „Zootomie aller Thierklassen", von
welchem wir schon in dem Bericht über das Jahr 1874 die
ersten drei Lieferungen anzeigen konnten, ist nunmehr der
erste Band, Lief. 1—10, Wien 1877 erschienen. Die Tafeln
13 — 40, über die wir noch nicht berichten konnten, ent-
halten Taf. 13—17 dasSkelet der Monotremen, 18—20 und
24 das Skelet der Fische, 21 den Schädel der Vögel, 22
und 23, 25, 26 den Carpus der Amphibien, 27, 28 Skelet
des Menschen und der anthropomorphen Affen, 29 und 30
den Tarsus der Amphibien, 31 — 34 die Extremitäten der
Reptilien, 35—37 den Magen der Wiederkäuer, 38 und 39
das Skelet der Vögel, 40 das Gehirn der Mollusken.
Spacek hat eine schematische Hilfstabelle zur Sy-
stematik der Säugethiere herausgegeben, Prag, ohne Jahres-
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. F
82 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
zahl. Er hat auf einem grossen Blatt das Gebiss von fol-
genden Arten dargestellt: Mensch, Orang-Utang, Brüllaffe,
langohrige Fledermaus, Maulwurf, Hauskatze, Haushund,
Steinmarder, Ichneumon, Landbär, Wallross, Eichhörnchen,
Hausmaus, Hase, Faulthier, Pferd, Rind, Hirsch, Kameel,
Schwein, Delphin, Walfisch, Känguruh, Schnabelthier. Die
Bilder geben recht deutlich die Zahlen der Vorderzähne,
Eckzähne und Backenzähne und machen sie für den An-
fänger anschaulich.
V. Mihalkovics hat seine Entwicklungsgeschichte des
Gehirns, nach Untersuchungen an höheren Wirbelthieren
und dem Menschen, mit 7 lithographirten Tafeln. Leipzig
1877 als besonderes Werk herausgegeben.
Ferrier theilte die Details seiner Experimente mit,
welche sich auf die Al)tragung oder Zerstörung der Ge-
hirntheile beziehen, um deren Bedeutung für die Bewegung
und Empfindung zu bestimmen. Er gelangte zur Ermittelung
des eigentlichen Sitzes der Sinnesorgane. Philos. Transact.
of the Royal Society Vol. 165 p. 433—488.
Beauregard behandelt in umfangreicher Darstellung
die Gefässnetze der hintern Augenkammer der Wirbelthiere.
Die Arbeit zerfällt in zwei Abtheilungen. Die erste ist
der Anatomie, die zweite der Physiologie gewidmet. Verf.
geht vom Kamm der Vögel aus, und bringt diesen mit
der lamina cribrosa der Säugethiere und Amphibien in
Vergleich. Auch auf die Fische sind die Untersuchungen
ausgedehnt. Annales des sc. nat. IV. Article 1.
Doran berichtete über die Gehörknöchelchen der In-
sectivoren, Chiropteren, Cetaceen, Sirenen, Edentaten, Mar-
supialien und Monotremen. Eine vollständige Abhandlung
über die Gehörknöchelchen der Säugethiere soll mit vielen
Abbildungen in den Transactions of the Linnean Soc. erschei-
nen. Hier sind die Angaben über die Verschiedenheiten der
einzelnen Gruppen ziemlich allgemein gehalten, und müssen
wir auf die Abhandlung selbst verweisen. Journal Linnean
Soc. XHI p. 185.
P rite bar d machte Mittheilungen über die Nervenendi-
gung im Vorhof und den halbzirkelförmigen Kanälen der
Säugethiere. Report of the 46. meetiug of the Britisch
der Säugethiere während des Jahres 1877. 83
Association for the advancement of science held at Glas-
gow p. 156.
C ha tili beabsichtigt eine ausgedelinte Arbeit über die
Nasengruben der Säugethiere zu lielern, und giebt vorläufig
das, was er über die Nasengruben der Quadrumanen er-
mittelt bat. Die Beschreibungen sind von Cynocephalus
sphinx, Macacus irus, Cercopithecus petaurista, Cebus apella,
Jacchus vulgaris und Callithrix sciureus entnommen. Die
obere Muschel ist bald rudimentär (Cynocephalus sphinx,
Jacchus vulgaris), bald durch eine Lamelle mit buchtigen
Umrissen und immer sehr geringen Dimensionen gebildet.
Die ethmoidalen Windungen fassen sich gewöhnlich in
eine grosse Windung zusammen, welche als mittlere Mu-
schel beschrieben werden kann, indessen bei verschiedenen
Affen (Jacchus, Cebus, Cercopithecus petaurista) existiren
hinter dieser grossen Windung einige geringere Lamellen.
Die untere Muschel ist immer deutlich, wohl entwickelt, und
bietet den Anblick einer verlängerten und gewöhnlich
schiefen knöchernen Lamelle. Die Gänge haben eine ver-
schiedene, aber selten eine grosse Ausdehnung. Der Boden
der Nasengruben ist bemcrkenswerth durch die sehr aus-
gesprochene Convexität gegen die Mitte. Die Sinus sind
fast constant Null oder schwach angedeutet. Association
frangaise pour i'avancement des sciencs, Nantes p. 793.
Hönigschmied hat an verschiedenen Säugethiereu,
Hirsch, Maulthier, Wolf, Fuchs, Fischotter, Dachs, Igel,
Untersuchungen über die Vertheilung der Geschmacks-
knospen angestellt. Zeitschr. wiss. Zoologie 29 p. 255.
Schofield beschrieb die Geschmacksbecher in der
Epiglottis des Hundes und der Katze, die in ihrem mikro-
skopischen Bau den Geschmacksbechern der Zunge sehr
ähnlich sind. Humphry and Turner Journal of anatomy
and physiology X. p. 475. pl. 27. ^
Hartmann machte Mittheilungen über die Eudigungs-
weise der Schnauzenmuskelsehnen bei den Wiederkäuern
und Einhufern. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Ber-
lin p. 258.
In Parker und Bettany „The Morphology of the
skull" wird für die Säugethiere p. 267 der Schweineschädel
84 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
zum Ausgangspunkt genommen, und in 7 Stadien der Ent-
wickelung beschrieben, nämlicli als Embryo von 1) 7V2bis
8 Linien, 2) 1 Zoll lang, 3) P/s Zoll lang, 4) von 2V'2Zoll,
5) von 6 Zoll, 6) vom neugebornen Schwein und 7) von
einem 6 Monate alten Schwein.
Hollaender hat die Anatomie der Zähne des Men-
schen und der Wirbelthiere nach dem Manual von Tomes
bearbeitet. Berlin -1877 mit 180 Holzschnitten.
Magitot, Traite des anomalies du Systeme dentaire
chez rhomme et les mammiferes, Paris 1877. 4^ mit 20 Ta-
feln. Er behandelt die Anomalien der Form, des Volumens,
der Zahl, des Sitzes, der Richtung, des Hervorbrechens,
ferner die Anomalien als Folge von Atrophie oder Hyper-
trophie, der Structur und die Anomalien der Disposition
als Resultate anormaler Vereinigungen und Trennungen.
Die Thatsachen beziehen sich vorzugsweise auf den Men-
schen, viele sind jedoch auch den Thieren entnommen.
Reichert hatte Gelegenheit, ein frisches Giraffen-
horn zu untersuchen, und kam dadurch zu der Eintheilung
der Hörner im allgemeinen: 1) Hörner des Hautsystems
unter Betheiligung der Epidermis und des Stratum papilläre
des Corium ohne kn(>cberne Grundlage; Hörner der Rhino-
cerotiden. 2) Giraffenhörner oder durch Hautknochen ge-
stützte Hörner, an welchen die oberflächliche normale Haare
tragenden Schichten der Haut als Ueberzug sich erhalten;
3) Hörner, deren knöcherne Stütze durch einen vor der
Kranznaht auswachsenden Stirnzapfen gebildet wird, und
zwar a. Geweihe, b. Hohlhörner. Sitzungsber. naturf.
Freunde zu Berlin p. 203.
Ryder stellte Betrachtungen über das Gesetz der
Zehenreduction an. Er stellt schliesslich drei Sätze auf:
1) die mechanische Kraft, welche bei der Locomotion
während des Kampfes ums Dasein gebraucht wird, hat die
Finger bestimmt, welche jetzt die pedale Function in
Gruppen mit Zehenreduction verrichten. 2) Wo die Ver-
theilung mechanischer Thätigkeit an allen Fingern der
Hand oder des Fusses, oder beider gleich gewesen ist,
sind sie im Zustande annähernder Gleichmässigkeit der
Entwickelung geblieben. 3) Es wird festgehalten, dass
der Säugethiere während des Jahres 1877. 85
diese Gesichtspunkte Lamarkisch und nicht Darwinisch
sind, nämlich dass sie bei der Entwickehmg mehr Rücksicht
auf mechanische Kräfte als ändernde Factoren nehmen,
in Uebereinstimmung mit der Lehre von der Correlation
der Kräfte. The American Naturalist XL p. 603.
Arloing brachte eine längere Abhandlung über den
Mechanismus des Schluckens bei den Säugethieren und
Vögeln, mit graphischer Darstellung. Annales des sc. nat.
VL Article 1, 94 Seiten.
Klein, Contributions to the minute anatomy of the
Omentum. Lankaster and Klein Quarterly Journal of micro-
scopical science 1877 p. 235 pl. 18.
Nachträglich muss Turner 's Abhandlung On the
structure of the diifused, the polycotyledonary and the
zonary forms of placenta erwähnt werden. Journal of
anatomy and physiology X. p. 127. In der diffusen Pla-
centa sind die Zotten fast über die ganze äussere Ober-
fläche des Chorion verbreitet und die Uterus-Crypten sind
in einem entsprechenden Felde der Schleimhaut vorhan-
den. Sie findet sich beim Schwein, den Einhufern, Ceta-
ceen, Manis, Kameelen, Traguliden, Tapir, Hippopota-
mus und wahrscheinlich Rhinoceros. Die polycotyledo-
nale Placenta besteht aus einer Anzahl dicker büschelför-
miger Massen von Zotten, bei den Wiederkäuern. Die
ringförmige Placenta findet sich bei den Carnivoren und
Pinnipedien, auch bei Hyrax und dem Elephanten.
Ercolani, Recherches anatomiques sur l'unite de
type du placenta dans les mammiferes et dans Tespece
humaine ainsi que sur l'unite physiologique de la nutrition
foetale dans l'ensemble des vertebres. Acad. delle sc. de
Bologna Nov. 1876. Vergl. Journal de Zoologie VL p. 352.
Bischoff, Historisch -kritische^ Bemerkungen zu den
neuesten Mittheilungen über die erste Entwicklung der
Säugethiereier. München 1877. 8^. 93 Seiten.
Dareste, Recherches sur la production artificielle des
monstruosites ou essais de teratogenie experimcntale. Pa-
ris 1877, 304 Seiten mit 16 Tafeln.
Sanborn Tenney lenkte die Aufmerksamkeit auf
86 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
die Gassenkehrer unter den Thieren, die er in allen
Klassen vertreten findet. Er zählt dahin die Hyänen,
Geyer, Alligatoren, Störe, Silpha, Homarus, Strombns pu-
gilis und Unio complanatus, die denn auch in Holzschnitt
abgebildet sind. The American Naturalist XI p. 129.
In „List of the vertebrated animals now or lately
living in the gardens of the zoological society of London.
6. edition 1877" erreicht die Anzahl der Säugethiere die
ansehnliche Höhe von 570 Arten. Manche derselben sind
in Holzschnitt abgebildet. Sie vertheilen sich auf die
Ordnungen so, dass 125 auf die Affen, 8 auf die Fleder-
mäuse, 4 auf die Insectenfresser, 125 auf die Raubthiere,
7 auf die Pinnipedieu, 91 auf die Nagethiere, 25 auf die
Vielhufer, 7 auf die Einhufer, 146 auf die Wiederkäuer,
2 auf die Cetaceen, 16 auf die Edentaten, 43 auf die Beu-
telthiere, 1 auf die Monotremen kommen.
Europa. Friedel lieferte Beiträge zur Kunde der
Säugethiere in Neuvorpommern und Rügen. Er führt aus,
dass Reh und Dachs, welche auf Rügen ganz ausgestorben
waren, jetzt wieder häufiger geworden sind, auch das
Eichhörnchen, das noch 1858 fehlte, hat sich, bei Putbus
ausgesetzt, wieder rasch vermehrt. Wildkatze, Biber und
Wolf kommen in Neuvorpommern nicht mehr vor. Mus
rattus kommt bekanntlich noch in Stralsund vor; die Insel
Sylt soll keinerlei Ratten haben. Bär, Ur und Wisent
sind ausgestorben, ihre frühere Existenz -wird vorausge-
setzt. Zool. Garten p. 224.
Giebel stellte die in der Gegend von Pontresina
wildlebenden Säugethiere nach Fatio zusammen. Gemse,
Bär, Steinmarder, Iltis, grosses und kleines Wiesel, 5 Fle-
dermäuse, 2 Sorex, Eichhörnchen, Murmelthier, 2 Mäuse,
3 Hypudaeus kommen vor. Das Rennthier scheint sich
zu acclimatisiren. Zeitschr. für die gesammten Naturw. 50
p. 201.
Forsyth Major schrieb eine Abhandlung über neue
oder wenig bekannte italienische Wirbelthiere. Seine Stu-
dien beziehen sich vorzugsweise auf die Chiropteren und
die Arvicolen. Besprochen werden 15 Fledermäuse, 2 In-
sectivoren, und neun Nagethiere. Von Repitilien zählt er
der Säugethiere während des Jahres 1<S77. 87
7 Schlangen auf. Atti della Societa Toscana di sc. nat.
IIL p. 83-131.
Stossich sagt, dass die Insel Pelagosa im Adriati-
schen Meere wegen ihrer Kleinheit, wegen ihrer Trocken-
heit und wegen des völligen Mangels an Bäumen an Thieren
sehr arm sei. Von Säugethieren findet sich nur Delphinus
delphis und Pelagius monachus. Bollettiuo Soc. Adriatica
sc. nat. in Trieste III p. 188.
x\l. Brandt hat ein Verzeichniss aller Schriften zu-
sammengestellt, welche sich auf die Fauna der Säugethiere
und Vögel des Russischen Reiches beziehen. Die russisch-
geschriebenen Titel sind auch im Lateinischen wiederge-
geben.
Africa. Reise in Nordwest -Africa. Schilderungen
aus dem Gebiete der Beni Amer und Habab nebst zoolo-
gischen Skizzen und einem Führer für Jagdreisende von
M. Th. V. Heuglin. Brauuschweig 1877. Im ersten Bande
sind manche Bemerkungen eingestreut, p. 133 ist auch
eine hübsche Abbildung von Kudu-Antilopen gegeben; der
zweite Band enthält die Naturgeschichte der Säugethiere
(p. 1—140), und der Vögel. — Von den einzelnen Arten
der Säugethiere werden Angaben über Vorkommen, Ver-
breitung, Lebensweise, Nahrung u. dgl. gegeben. Bespro-
chen werden 3 Affen, 13 Fledermäuse, 1 Insectenfresser,
21 Raubthiere, 26 Nager, 1 Zahnlücker, 2 Einhufer, 5 Pa-
chydermen, 19 Wiederkäuer, 3 Secsäugethiere. Ausserdem
werden aber auch andere Arten erwähnt. Als neu dürfen
wohl einige Arten angesehen werden, bei denen Verl",
keine Synonyme angiebt. Sie sind unten namhaft ge-
macht.
Marno schilderte die Säugethierfauna an der Tura
el chadra, drei Tage südlich von Chartum. Er erwähnt
Orycteropus aethiopicus Sundewal, Phatages Teramiuckii
Smuts nach ihrer Lebensweise. Eigentliche Affen birgt
diese Gegend nicht, doch kommt Otolicnus galago hier
vor. Sehr häufig ist Rhabdogale Zorilla, ferner Megalotis
famelicus, Felis maniculata, Genetta senegaiensis, Erinaceus
diadematus, Hj^strix cristata, Lepus isabellinus, Xerus leu-
88 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
coumbrinus, Meriones stigmonyx, Haltomys hirtipes, und
einige der gewöhnlichsten Antilopen. Zool. Garten p. 5.
Buckley hat fernere Notizen über die geographische
Verbreitung der grossen Säiigethiere in Südafrica gegeben
(vgl. vorj. Ber. p. 63). Er bespricht hier den Elephanten,
2 Equus, 7 Antilopen und den Büffel. Proc. zool. soc.
p. 452.
In Baines „The gold regions of South eastern
Africa", London 1877 sind manche Notizen über die Jagd
von Elephanten, Rhinoceros, Zebra etc. eingestreut und
durch Holzschnitte illustrirt.
Asien. Aus einem Bericht von Theel über die
schwedische Expedition vom Jahr 1876 nach dem Yeniss^i
auf dem Landwege, Upsala 1877, entnehmen wir ausser
einigen allgemeiner gehaltenen conchyliologischen Bemer-
kungen, dass bei Asinova, 6P 20' N. Br., Tamias Pallasi
häufig vorkommt, sowie das gewöhnliche Eichhörnchen
und Sciuropterus volans. Nach den Erzählungen zweifelt
Verf. auch nicht, dass dort Moschus moschiferus lebe. —
In der Gegend von Touroukhansk jagen die Tungusen, mit
grosser Gescklichkeit sich des Bogens bedienend, nament-
lich den Zobel, Fuchs, Eisfuchs, Elenn, Hirsch, Wolf, Bär,
Hermelin, Eichhörnchen, Tamias. Westlich vom Yenissei
ist der Zobel selten und weniger geschätzt, im Osten sehr
häufig. Recht interessante Angaben über die Jagd dieser
Thiere.
Peters bestimmte die Säugethiere, welche Finsch
während der sibirischen Expedition von 1876 gesammelt
hat. Es sind 27 Arten. Ausserdem hatte Finsch noch 20
Arten theils selbst beobachtet, theils sichere Nachrichten
über ihr Vorkommen eingezogen, l^erl. Monatsber. p. 734.
Danford stellte ein Verzeichniss der Säugethiere
Kleinasiens zusammen. Er konnte 38 Nummern aufzählen,
nämlich 1 Fledermaus, 2 Insectivoren, 15 Carnivoren, 1
Vielhufer, 6 Wiederkäuer, 13 Nagethiere. Eine neue Art
Mus. Proc. zool. soc. p. 270.
V. Prschewalski, Reisen in der Mongolei, im Ge-
biet der Tanguten und den Wüsten Nordtibets in den
Jahren 1870 bis 1873. Jena 1877. Aus dem Russischen
der Säugethiere während des Jahres 1877. 89
von Kohn. Er nennt p. 403 als die charakteristischen
und zahh*eichsten Säugethiere der tibetanischen Wüste:
Poephagns grunniens, Ovis Polii, Antilope Hodgsonii, Equus
Kiang, Felis manul?, Canis vulpes, Canis Corsak, Lepus
Tolai, und unbenannte Species der Gattungen Ovis, Canis,
Ursus, Arctomys, Lagomys. Dem wilden Yack (Poepha-
gus grunniens), dem weissbrüstigen Argali (Ovis Polii), dem
Orongo (Antilope Hodgsonii), dem Ada-dseren (Antilope
spec), dem tibetanischen Wolf (Canis sp.) und dem Step-
penfuchs (Canis Corsac) sind ausführlichere Schilderungen
gewidmet. — S. 464 findet sich auch eine Schilderung des
Murmelthiers (Arctomys robustus?) und eines Bären (Ursus
sp.) aus den Gebirgen Gan-sus. — S. 20. Von Säugethieren
der Wüste Gobi werden Lagomys Ogotona und Antilope
gutturosa als Charakterspecies angeführt. — S. 104. Be-
schreibung des Kameeis (Camelus bactrianus), welches allein
in der Mongolei vorkommt, Camelus dromedarius fehlt
gänzlich. — S. 121. Das Felsenschaf, Ovis Argali, wird das
merkwürdigste Thier der Hochebene Mittelasiens genannt.
Argali nennen die Mongolen nur das Weibchen, das Männ-
chen heisst Ugoldse. — S. 136. Antilope caudata, welche
nur im Inschan-Gebirge gefunden wurde, wird beschrieben.
— S. 143. Im Muni- Ulla, am Südostrand der mongolischen
Hochebene findet sich kein dem Pflanzenreichthum ent-
sprechendes Thierleben. Cervus eiaphus?, Cervus pygar-
gus, Antilope caudata?, Canis lupus, Canis vulpes werden
erwähnt, ferner Lepus Tolai und ein Spermophilus. — S. 169.
Im Chuan-che-Thale ist das Thierleben nicht sehr reichlich
vertreten. Von Säugethieren sind erwähnt: Antilope sub-
gutturosa, Lepus Tolai, Wölfe und kleine Nager. — S. 177
wird die schwarzschwänzige Antilope, Antilope subguttu-
rosa, geschildert. — S. 200. Die Fauna von Ala-schan ist
nicht reich. Ausser der Antilope subgutturosa trifft man
nur den Wolf, den Fuchs, Hasen und den Igel, Erinaceus
auritus, sowie zwei Species Meriones. — S. 220 aut dem
Ala-schaner Rücken wurden gefunden der Hirsch, das Mo-
schusthier, der Steinbock, Wölfe, Füchse, Marder, die
Pfeithasen und die Maus. — S. 309. Von Säugethieren
fanden die Reisenden in der Provinz Gan-su nur 18 Species.
90 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Sehr häufig- das Moschusthier; wilde Ziege, Hirsch, Reh,
(Cervus pygargus?) leben hier, ferner Arctomys robustus,
Lagomys thibetanus, eine Feldmaus, Hasen und Pteromys,
endlich die wilde Katze, Bär, Marder, Fuchs und zwei
Wolfarten.
V. Richthofen hat in seinem Werke „China" 1877,
I p. 710—713 Notizen über die zoologischen Forschungen
in China beigebracht.
Teijsmann hat in einem Bericht über eine Dienst-
reise nach Billiton, den Karimatainseln und Landak an
der Westküste von Borneo auch einige Bemerkungen über
die Fauna eingestreut. So spricht er auf Karimata von
Moschus, Schweinen, Cercopithecus cynomolgus, Paradoxu-
rus, Tarsius spectrum, Sciurus, zwei Arten Ratten, Ptero-
pus. Natuurk. Tijdschrift voor Nederlandsch Indie 36
p. 209.
Australien. Alph. Mi lue Edwards machte eine
Bemerkung über einige neue Säugcthiere Neu Guinea's.
Ausser dem von Gervais beschriebenen Acanthoglossus
nennt er als neue Art Dromicia caudata nebst einigen
Phalangisten , ferner Cuscus vestitus und ein neues Nage-
thier Pogonomys macrourus. Die Nagethier sind in Neu-
Guinea durch 7 Arten repräseutirt. Hydromys Beccarii
Peters, vier Uromys, Mus Brownii Aiston und die oben
genannte Pogonomys. Comptes rendus 85 p. 1079.
Studer hat auch bei der Schweizerischen naturf. Ge-
sellsch. in Basel p. 172 einen Vortrag über die Landfauna
der Kerguelen einen Vortrag gehalten. Vergl. vorj. Ber.
p. 69.
America. Marsh hielt einen interessanten Vortrag
bei der American Association for the advancement of science
at Nashville unter dem Titel Introduction and succesion
of Vertebrate life in America. Er bespricht darin alle vier
Klassen der Wirbelthiere, wie sie in den verschiedenen
Erdperioden aufgetreten sind.
Ho ff mann stellte ein Verzeichniss der Säugethiere
in der Nähe von Grand River, Dakota Territory, zusammen.
Die Militär-Station zu Grand River wurde 1870 gegründet.
Sie liegt auf dem westlichen Ufer des Missouri, 100^ W. L.
der Säiigethiere während des Jahres 1877. 91
45*^ N. Br. Das Verzeichniss enthält 18 Carnivora, 12 Ro-
dentia, 7 Ruminantia. Fledermäuse sollen dort nicht vor-
kommen. Proc. Boston Sog. XIX p. 94.
De Pourtales hat bei seinem Aufenthalt zum Dred-
schen im Golfstrom die Thiere, welche die Inseln und Riffe
(Florida Keys) au der Küste von Florida bewohnen, beob-
achtet. Die Säugethiere erklärt er für ganz Nordameri-
kanisch, keine Art sei Florida und Westindien gemein,
vielleicht mit Ausnahme einiger Fledennäuse, und des
Manati, die nicht eigentlich an das Land gebunden sind.
Reptilien und Batrachier sind Nordamerikanisch mit einer
Ausnahme; das Kubanische Crocodil^ unlängst in Stidflo-
rida entdeckt, ist niemals auf den Keys gefunden. Die
Landschnecken sind fast gleich getheilt mit schwachem
Ueberwiegen der Westindischen Arten. The American
Naturalist XI p. 137.
Aiston l^at die von Gray in Proc. zool. soc. 1843
p. 79 ohne Beschreibung aufgezählten Säugethiere von Gua-
temala bestimmt. Danach ist Heteromys desmarestianus
= H. desmarestianus Gray, Corsira tropicalis = Blarina
micrura Tomes, Corsira temlyas = Sorex verae pacis Ai-
ston, Saccophorus guochil = Geomys hispidus Leconte,
Mus tazamana = Ochetodon mexicana Sauss., Mus teguina
= Ilesperomys teguina Aiston. Proc. zool. soc. p. 445.
Durnford machte Bemerkungen über einige kleinere
Säugethiere der Argentinischen Republik, nämlich Hes-
peromys vulpinus Licht., eliurus Wagn., und Didelphys
crassicaudata Desm. Proc. zool. soc. p. 32.
Quadrumana.
Cätarrhinae. Hart mann sprach über das Hüftgelenk der
anthropoiden Affen, und ergänzt die darauf bezüglichen Studien
Welckers (vgl. vorj. Ber. p. 59). Sitzangsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 85.
Bischoff beschrieb das Gehirn eines jungen männlichen Gorilla
mit drei Tafeln Abbildungen. Er vergleicht namentlich die Gehirn-
windungen der drei anthropoiden Afien, und meint, dass keines ab-
solut den Vorzug besitzt, sondern das eine in dieser, das andere in
einer andern Richtung. Sitzungsberichte der Akad. zu München 1877
p. 96.
92 Troschel; Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Hermes hielt bei der Versammlung deutscher Naturforscher
und Aerzte in Hamburg 1876 einen Vortrag über den Gorilla und
seinen nächsten Verwandten, welche zu beobachten er im Berliner
Aquarium Gelegenheit hatte. Vergl. Zool. Garten p. 58.
Joh. V.Fischer beschrieb ausführlich einen Besuch bei dem
Berliner Gorilla, den er während der Dauer eines ganzen Tages beob-
achtete. Zool. Garten p. 165.
Broesike berichtete über den Sectionsbefuud des im Aqua-
rium in Berlin gestorbenen Gorilla Mpungu , der nicht, wie man
anfänglibh annahm, durch einen Darmkatarrh, sondern durch eine
deutlich prononcirte Lungenaffection hingerafft worden ist. Sitzungs-
ber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 262.
Sclater veröffentlichte in Proc. zool. soc. p. 303 pl. 35 die
Abbildung eines jungen Gorilla, welche nach einem Exemplar ge-
macht war, welches 1861 in einer Menagerie gelebt hatte. Er zeigt
dadurch, dass der Berliner Gorilla nicht der erste war, den Europa
lebend gesehen.
Bolau wiederholte seine Behauptung, dass die Mafoca in
Dresden kein Gorilla, sondern ein Chimpause sei. Verhandl. des
naturw. Vereins Hamburg-Aitona, Neue Folge I. p. 26.
Sclater Hess Hylobates leucogenys Ogilby nach einem leben-
den Exemplar aus Siam abbilden. Proc. zool. soc. p. 679 pl. 70.
Joh. von Fischer hat die Lebensgeschicbte eines jungen
Drill's, Cynocephalus leucophaeus, geschildert, und hat dabei vielfach
auf die geistigen Eigenschaften Bezug genommen. Zool. Garten
p. 73.
PrOSimii. Turner hat die Placenta der Lemuren untersucht,
und zwar von Propithecus diadema, Lemur rufipes, und Indris bre-
vicaudatus. Er fand sie diffus und deciduate, wodurch sie sich den
Perissodactylen, Schweinen und Cetaceen nähern. Obgleich er der
Beschaffenheit der Placenta einen systematischen Werth beilegt, ver-
mag er doch nicht sie den genannten Gruppen zuzugesellen, erblickt
jedoch darin ein neues Moment, um sie von den Affen zu trennen
und sie als eigene Ordnung anzuerkennen. Philos. Transactions of
the Royal Society 156. 2. 1876; Journal de Zoologie VI. p. 359.
Giebel spricht sich über die Arten der Gattung Propithecus
aus, und berichtigt einige früher von ihm begangene Irrthümer. Er
erkennt Pr. diadema, Coquerelli und coronatus = Damanas als Arten
an. Zeitschr. ges. Naturwiss. 50 p, 314.
A. Milne-Edwards und Grandidier zeigten an, dass Chi-
romys madagascariensis auf Bäumen wirkliche Nester baut, welche
grossen kugelförmigen Vogelnestern gleichen. Die höheren Halb-
affen, die Indris und Lemur tragen ihre Jungen auf dem Rücken,
oder au der Brust, wo sie leicht die Zitzen der Mutter erreichen
können; die niederen Repräsentanten sind mit mehreren Zitzen-
der Säugethiere während des Jahres 1877. 93
paaren versehen und tragen die Jungen nicht, sie legen sie in Baum-
höhleu ab (Lepilemures und Chirogalei) oder in wirklichen Nestern
(Microcebi). Im Nestbau stimmt das Aye-Aye daher mit den unter-
sten Formen der Halbaffen überein. Comptes rendus 84 p. 196.
Volitantia.
Lee he hat seine Abhandlung über das Milchgebiss und die
Zahnhomologien bei den Chiropteren (vergl. vorj. Ber. p. 76) in
unserm Archiv p. 353 im Auszuge mitgetheilt.
Giebel beschreibt Balg und Schädel von Epomophorus com-
ptus All. aus Westafrica. Zeitschr. ges. Naturw. 49 p, 157.
Dobsou bearbeitete Proc. zooi. soc. p. 115 eine Sammlung
Fledermäuse von der Herzog York Insel und den benachbarten
Theilen von Neu-Irland und Neu-Britanien. Die Sammlung besteht
aus 12 verschiedenen Species in 17 Stücken, wovon vier Arten neu
sind, und eine den Typus' einer neuen Gattung bildet. Die neuen
Arten sind Cynonycteris hrachyotis, Hmyyia major, Melonycteris
melanops, Phyllorhina calcarata.
Die neue Gattung Melonycteris hat folgende Charaktere:
Schnauze lang, schmal, cylindrisch; Naslöcher schwach vorstehend,
Oberlippe mit einer verticalen Grube, seitlich begrenzt durch nackte
erhabene Ränder wie bei Pteropus und Cynopterus, Zeigefinger mit
einer deutlichen Kralle; Metacarpalknochen des Mittelfingers so lang
wie der Zeigefinger; Flughaut von den Seiten des Körpers und von
der dorsalen Fläche der Basis der Mittelzehen; Schwanz fehlt oder sehr
2+3 1.4.1.3 + 2
kurz, Gebiss 3.^.3 1 2 — 2 1 3 + 2* ^^^ ^^^ ^^^ ^^^' ^^ abgebildet.
Petei'« beschrieb eine neue Gattung ÄmorphochiUis in
der Nähe von Furia. Rostrum truncatum, margine superiore pro-
minente, nares triangulari-ensiformes, septo lato sejunctae, labia tu-
mida, inferius iobatum, auriculae rotundatae. Pars palati duri po-
sterior protracta. Reliquum Furia. Ä. Schnablii aus Tumbez im nörd-
lichen Peru. Berliner Monatsber. p. 185 mit einer Tafel.
Iiisectivora.
Erinacei. Peters erhielt von Portorico einen Igel, der dort
von Knaben erschlagen wuirde. Er glaubt, dass er durch ein Schiff
dahin gebracht sei und hält ihn trotz einiger Abweichungen in der
Färbung für Erinaceus fractilis Smith von der Goldküste. Sitzungs-
ber. Ges. iiaturf. Freunde zu Berlin p. 78.
94 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichto
Soricina. Coues bat vorläufige Bemerkungen über amerika-
nische Insectenfresser, mit Beschreibungen neuer Arten veröffent-
licht. Bull U. 5. and geogr. Geol. 8urvey III p. 631. Es werden drei
neue Subgencra und fünf neue Arten von Soriciden beschrieben, und
in der Familie Talpidae werden vier Gattungen anerkannt. Die
neuen Arien sind Sorex pacificus von Oregon, Sorex S'phagnicola von
Fort 1/iard, Sorex (Notiosorex) Crawfordi Neu-Mexico, Sorex {Notio-
sorex) evotis von Mazatlan, Blarina (Soriciscus) Mexicana von Xalapa.
Vgl. auch eine Anzeige in The American Naturalist XI. p. 613.
Sorex verae-pacis Aiston Proc. zool. soc. p. 445 von Guate-
mala. Abbildung des Schädels in Holzschnitt. Proc. zool. soc. p. 445.
Orocidura Schiodizeri Peters, Berliner Monatsber. p. 187 aus
Liberia.
Carnivora.
Ursina. Martin berichtet wieder über die bereits im vori-
gen Berichte p. 79 erwähnten Bastarde von einer braunen Bärin
und dem Eisbär. Sie waren zuerst weiss, wurden dann braungrau
und gegen Ende des Sommers wieder lieller, geibweiss. Im Januar
1877 bekamen die Bastarde zwei weitere Geschwister. Zool. Garten
p. 135. — Auch Steudel und E. v. Martens sprachen von di(!sen
Bastarden. Ib. p. 401.
De Man zeigte an, dass eine Eisbärin zwei Junge warf, von
denen eines eine Missgeburt war, die er näher beschiieb. Tijdschrift
der Nederlandsche Dierkuudigc Vereeniging HI p. 157.
Giebel hat den alten Schädel des Ictides peuicillatus Sah
Müll., Arctitis binturong Temm. untersucht. Er soll dem weiblichen
Geschlecht angehören, und vom männlichen we8(mtlicli abweichen.
Verf. fordert auf die in andern Sammlungen liegend{Äi Exemplare
auf die hier hervorgehobenen Unterschiede zu untersuchen. Ztschr.
ges. Naturw. 49 p. 508.
Ijriebel beschreibt den Balg von Ailurus fulgens vom llima-
laya. Zeitschr. ges. Naturw. 49 p. 507.
Mustelina. VonCoues erschien in Haydeu's Geol.Survey, Miscell.
publications No. 8 ein Band Fur-bearing animals, a monograph of
North American Mustelidae. Washington 1877. Die Arten sind aus-
führlich beschrieben und nach ihrer Lebensweise und Verbreitung
geschildert. Die Schädel sind auf 20 Tafeln abgebildet. Folgende
Arten sind abgehandelt: Gulo luscus, Mustela Pennanti, americana,
Putorius (Gale) vulgaris, erminea, longicauda, brasiliensis, frenatus,
Putorius (Cynomyonax) nigripes, Putorius (Lutreola) vison, Mephitis
raepliitica, macrura, Mephitis (Spilogale) putorius, Conepatus mapu-
rito, Taxidea americana, Lutra canadensis, Exhydris lutris. Zum
der Säugethiere wähieud des Jahres 1877. 95
Vergleich wird auch anf die ciiropäischeu und asiatischen Arten
Rücksicht genommen. Ein Werk mit reichem werthvollen Inhalt. —
Die Eintheilung in Subfamilien ist von Gill, 1872, entlehnt. Von den
8 8ubfamilien sind in Amerika nur fünf vertreten, nämlich Muste-
llnae, Mephitinae, Meliuae, Lutrinae und Enhydrinae.
Feldrom theilte die Beobachtungen eines Herrn v. Münch-
liausen aus dem Loben des Dachses mit. Danacli ist er wegen der
Vertilgung so vieler nützlichen Thiere ein schädliches Thier. Er
schläft im Winter nicht, vielmehr verlässt er auch im Winter fast
täglich den Bau. Die Begattungszeit findet Ende Juli und Anfang-
August statt, so dass sich die Tragzeit auf sechs Monate stellt.
Zool. Garten p. 302.
Schweder legte einen Vielfrass (Gulo borealis) vor, der im
kurischen Oberlande erlegt war, beschrieb ihn und brachte Einiges
über seine Lebensweise bei. Corr. Bl. des Naturf.- Vereins zu Biga
22 p. 85.
Roh weder machte Mittheilungen über die Verbreitung und
Lebensweise der Wiesel in Schleswig- Holstein. Er erzählt ein Bei-
spiel von der Gewandtheit, mit der die Wiesel Mäuse tödten, und
ein anderes von ihrer Lebenszähigkeit. Zool. Garten p. 372.
Giebel beschreibt ein Californisches Wiesel als Mustela fre-
nata Lichtst. Zcitschr. ges. Naturw. 49 p. 297.
Fritz Kare her meldet aus Beckingeu , dass Claus in dem
benachbarten Haustadt im Wähle eine männliche Fischotter erlegte.
Seit Jahren ist in jener Gegend solches Wild nicht vorgekommen.
Zool. Garten p. 209.
Viverrina. Herptstcs joäoprymrms um Keren und am Anseba,
rußcmida vom Hochlande dos Wolo-Gala. Heuglin Reise in Nordost-
Africa H. p. 42.
Giebel spricht von einem im Zahn Wechsel stehenden Schädel
von Galidia elegans von Madagaskar. Zeitschr. ges. Natnrw. 49
p. 492.
Giebel erhielt Balg und Schädel von Viverra Boiei aus Bor-
neo, und beschrieb dieselben. Zeitschr. ges. Naturw. 49 p. 142.
Sclater gab Proc. zool. soc. p. G81 pl. 71 eine Abbildung
von Paradoxurus prehensilis von Assoun am Hounderaw* River,
etwa 90 Meüeu von Moulraein, Burm.ah.
Oanina. Hennig, über die inneren Genitalien einer jungen
Wölfin. Sitzungsber. der naturf. Ges. zu Leipzig HI. p. 21.
Landois, die bis jetzt gemachten Beobachtungen über die
Stammväter unserer Hunderassen. Dei- Abstammung vom Wolfe
giebt er nicht seine Zustimmung, meint aber der Hund habe dem
Menschen dazu verholfen, Herr der Schöpfung zu werden. Jahres-
bericht der zoologischen Section des westf. Provinzial -Vereins für
Wisseusch. und Kunst 1877 pg. 29.
96 Troachel: Bericht üb, d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Garn er hat gefunden, dass nach seinen zahlreichen Messungen
kein Hund ein so grosses Gehirn hat wie der Wolf, kein so kleines
wie der Schakal; er glaubt daher auch nicht an die Abstammung
von diesen beiden Thieren. In einer Tabelle wird von 17 Rassen
die Länge des Schädels und das Gewicht des Gehirns angegeben.
Report of the 46. meeting of the British Association for the advan-
cement of science held at Glasgow, p. 152.
Stirling untersuchte die Cutis des Hundes anatomisch. Be-
richte über die Verhandl. der k, sächsichen Gosellsch. d. Wissensch.
zu Leipzig 1875 p. 221 mit 2 Tafeln; Humphrey and Turner, Jour-
nal of anatomy and physiology X. p. 465.
Messing hat in einer Dorpater Dissertation die Hoden des
Hundes, der Hauskatze, des Marders, des Stiers, des Schafbocks,
des Schweins, des Inuus cynomolgus, des Pferdes, des Maulwurfs,
des Igels, des Plecotus auritus, des Kaninchens, des Meerschweinchens,
der Ratte (Mus decumanus und rattus) und der Hausmaus unter-
sucht. Von der Dissertation habe ich nur aus der Anzeige im
Journal de Zoologie VI. p. 258 Kenntniss bekommen.
Philipp! erwähnte eines Hafer fressenden Hundes, den er in
Valdivia besass. Zool. Garten 339.
Sclater Hess ein nicht ganz ausgewachsenes Exemplar von
Canis jubatus aus Südamerika nach dem Leben abbilden. Proc. zool.
soc. p. 806 pl. 81.
■ Giebel hält es nach Vergleichung des Skeletes für ungerecht-
fertigt, den Fennek bloss wegen seiner grossen Ohren als Gattung
Megalotis vonVulpes zu trennen. Zeitschr. ges. Naturwissensch. 50
p. 291.
Feiina. Giebel erwähnt eines Katzenskeietes, das 10 Lenden-
wirbel besitzt. Zeitschr. ges. Naturw. 49 p. 312.
Hennig, über die Placenta der Katze. Sitzungsber. der na-
turf, Ges. zu Leipzig. II. 1875 p. 97.
Giebel machte auf erhebliche Differenzen zwischen den Schä-
deln von Felis serval und viverrina aufmerksam. Zeitschr. ges.
Naturwiss. 50 p. 292.
El Hot beleuchtet die Synonymie von Felis tigrina Erxl. Da
alle Katzenarten ausserordentlich variiren, ist die Zahl der Arten,
welche Verf. zu F. tigrina zieht, eine sehr grosse, namentlich F.
guigna Molina, margay Azara, mitis F. Cuv., chati Griff., Smithii
Swains., macroura Pr. Max, brasiliensis F. Cuv., elegans Less., Leo-
pardus tigrinoides Gray, Panthera venusta Fitz. Ihr Vaterland ist
Central-Amerika südwärts bis Paraguay. Proc. zool. soc. p. 704.
Sclater bildete eine neue mit Felis jubata verwandte Art
aus der Cap - Colonie als Felis lanea ab. Proc. zool. soc. p. 532.
pl. 55.
der Säugethiere während des Jahres 1877. 97
Watron beschreibt die weiblichen Geschlechtsorgane von Hy-
aena crocuta. Proc. zool. soc. p. 369 pl. 40, 41.
Piunipedia.
Phocina. Hoff mann, über das Tapetum choroideum bei den
Seehunden. Niederl. Archiv für Zoologie III. p. 201. Taf. XII. Fig.
12—14.
Garrod fand bei einem jungen Seehunde, Phoca vitulina,
welcher etwa zwei Wochen alt war, die Lungen dunkelroth , colla-
birt und fast ganz luftleer, am Herzen weder den Ductus arteriosus
noch das Foramen ovale obliterirt. Es fragt sich, ob das Thier
an Cyanosis gelitten hat, woran es starb, oder ob bei den Pinni-
pedien die semifoetale Circulation länger als bei anderen Säuge-
thieren nach der Geburt besteht. Proc. zool. soc. p. 792.
Otariadae. Peters beschränkte die Arten von Ohrrobben, welche
wissenschaftlich bekannt sind, auf 13, die in drei Gattungen vertheilt
werden: 1. Otaria Peron mit 1 Art, 2. Eumetopias Gill mit 4 Arten,
3. Arctocephalus Fr. Cuv. mit 8 Arten. Berliner Monatsber. p. 505.
Rodentia.
Der XL starke Band von Hayden's Report of the United States
Geological Survey of the Territories, Washington 1877 enthält die
Monographien der Nordamerikanischen Rodentia, bearbeitet von
Coues und Allen, so jedoch, dass Jeder seine Familien unabhängig
verfasst hat. 1) Die Familie Muridae von Coues p. 1 — 264 mit
5 Tafeln. Sie enthält von lebenden Arten 4 Neotoma, 1 Sigmodon,
9 Hesperomys, 4 Ochetodon, 1 Evotomys, 8 Arvicola, 1 Synaptomys,
1 Myodes, 1 Cuniculus und 1 Fiber, zusammen 31 Arten. — 2) Farn.
Leporidae von Allen p. 265 — 378 mit 11 Arten Lepus, worunter
1 neu. — 3) Hystricidae von Allen p. 379 — 398 mit 1 Erethizon
in zwei Varietäten. — 4) Lagomyidae von Allen p. 399 — 413 mit
1 Lagomys. — 5) Castoroididae von Allen p. 415—426 mit 1 Ca-
storoides. — 6) Castoridae von Allen p. 427 — 454 mit 1 Castor
und 3 fossilen Arten. — 7) Zapodidae von Coues pag. 455 — 479
mit 1 Zapus. — 8) Saccomyidae von Coues p. 481—542 mit 4 Pe-
rognathus, 2 Cricetodipus, 1 Dipodomys. — 9) Haplodontidae von
Coues pag. 543—599 und Tafel 6, mit 1 Haplodon. — 10) Geomy-
idae von Coues p. 601—629 und Tafel 7, mit 5 Geomys und 2 Tho-
momys. — 11) Sciuridae von Allen pag. 631—939 mit 14 Sciurus,
4 Tamias, 11 Spermophilus, 2 Cynomys, 3 Arctomys nebst 21 fos-
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. G
98 Troschel: Bericht üb. d, Leistungen in d. Naturgeschichte
silen Arten dieser Familie. — Ein Appendix A. von Allen enthält
p. 941 — 949 ein Verzeichniss der fossilen Rodentia Nordamerikas,
ein Appendix B. von Gill und Coues bringt p, 951 — 1081 das Ma-
terial für eine Bibliographie der Nordamerikanischen Säugethiere. —
Demnach enthält Nordamerika 96 lebende Nagethiere, über welche in
diesem Buche werthvoUe Mittheilungen gemacht sind.
Tristram hat von den zahlreichen Nagern, die er in Palästina
sammelte, nur von zweien etwas über die Lebensweise ermitteln
können, nämlich Acomys dimidiatus und Eliomys melanurus. Letztere
ist auf Tafel VI abgebildet, Proc. zool. soc. p. 40.
Sciurina. Sciums bongensis, Heuglin Reise in Nordost-Africa
II. p. 59 vom Gazellenflusse.
Joh. von Fischer schilderte zwei Exemplare von Sciurus
rigidus Pet. aus Costarica, die er in Gefangenschaft besitzt, und gab
eine Abbildung in Holzschnitt. Zool. Garten p. 21.
B ruhin erwähnte eines Albino von Sciurus carolinus und
Sciurus hudsonius, welche er in Wisconsin beobachtete. Zool. Garten
p. 395.
Giebel bespricht drei westafrikanische Eichhörnchen nach
Balg und Schädel, nämlich Sciurus pyrrhopus Fr. Cuv., Sciurus
Stangeri Waterh. und Sciurus Isabella Gray. Zeitschr. ges. Natur-
wiss. 50 p. 308.
Martin kommt auf die von Liebe (vergl. vorj. Ber. p. 85)
erwähnten Röhren zurück, die möglicher Weise von Zieseln her-
rühren möchten. Er schliesst daran Bemerkungen über die Lebens-
weise der Ziesel. Zool, Garten p. 42.
Myoxina. Jaeckel verzeichnete die Nahrung der drei ein-
heimischen Siebenschläfer, die sie seit 1874 bei ihm in der Gefangen-
schaft zu sich genommen haben, und schliesst daraus, dass Myoxus
nitela forstlich durchaus unschädlich sei, dass dagegen Myoxus
avellanarius und Myoxus glis nach ihrem Erwachen im Frühjahr
zu dem Nothbehelf der BaumriDde greifen müssen. Er bezweifelt
jedoch, dass der durch sie veranlasste Schaden erheblich sei. Zool.
Garten p. 52.
Palmipedia. Ch at in untersuchte die Structur der Castorsäcke
des Bibers. Association frangaise pour l'avancement des sciences,
Nantes p. 826.
Barber beobachtete im Nordwestlichen Colorado am Ufer des
Grand River einige Biberbauten. The American Naturalist XI. p. 371.
Zwischen Koswig und Griebo bei Magdeburg hat sich in der
Elbe eine Biberfamilie gezeigt. So meldet die Berliner Bürger-
zeitung vom 13, April 1877; daraus zool. Garten p. 404.
Nach W. Stricker ist der letzte westfälische Biber 1840 er-
legt. Zool. Garten p. 404.
der Säugethiere während des Jahres 1877. 99
Mnrina. Crampe hat Kreuzungsversuche zwischen Wander-
ratten verschiedener Farbe angestellt, um die Erfahrungen Joh. v.
Fischer's zu coutroUiren (vergl. Bericht 1874 p. 67), konnte aber die
von Letzterem aufgestellten Sätze nicht bestätigen, weder dass die
Nachkommen die Farbe des Vaters erben', noch dass die Quelle des
Melanismus die Mischehe sei. Landwirthschaftl. Jahrbücher VI. p. 385.
Fors^^th Major schliesst sich der Ansicht de l'Isle's an, Mus
rattus und alexandrinus seien specifisch nicht verschieden , er-
örtert die Frage, welches die ursprüngliche Form, welches die Va-
rietät sei, und kommt zu dem Schluss Mus rattus sei die ursprüng-
liche. Atti della Soc. Toscana di sc. nat. III. p. 29.
Giebel legte einen Rattenschädel mit abnorm entwickelten
Nagezähnen vor. Zeitschr. ges. Naturwiss. 50 p. 321.
Fritsch zeigte an, dass auf der Pfaueninsel bei Potsdam
eine Ratte gefunden sei, die er für Mus rattus hält, obgleich ihr
Schwanz kürzer war als der Körper. Sie soll ein noch nicht aus-
gewachsenes Exemplar gewesen sein. Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 18.
Oscar von Loewis hat auf dem flachen Lande, mitten in
Livland eine Hausratte, Mus rattus erlegt. Zool. Garten p. 273.
Als ton erkannte die beiden Nager, welche G. Brown in Duke-
of-York Island sammelte, als neue Arten: Mus Browni und Uromys
nifescens (pl. 18). Proc. zool. soc. p. 123. — Vergl. dazu ib. p. 7^3
einen Nachtrag.
Mus mystacinus Danford Proc. zool. soc. p. 279 pl. 31 aus
Kleinasien. — Mus samharensis Hausratte in Mekulu, kerensis und
ocliropus im Bogos-Lande, rufodorsalis in Semien und Wogara, late-
ralis Provinz Dembeja, tacaziena vom Takazie- Flusse, pallescens
Hausmaus im nördlichen Senar, zebra vom Gazellenflusse, galanus
aus dem Gebiet der Wolo - Gala Heuglin Reise in Nordost -Afrjca
IL p. 67.
Acomys alUgena Heuglin Reise in Nordost-Africa II, p, 69
aus dem Bogos-Gebiet.
Dendromys pallidus Heuglin ib. p. 74 aus dem mittleren Tigrie.
Oreomys n. gen. Heuglin ib. p. 76, unterschieden von Eu-
ryotis durch drei sehr scharfe und tiefe Längsfurchen der oberen
1.0.4
und unteren Nagezähne ; Zahnformel r — - — ~ 0. typus aus den Hoch-
ländern von Semien.
Pogonomys maerourus Alph. Milne- Edwards Comptes rendus
85 p. 1081 von Neu-Guinea.
In der Zeitschrift des landwirthsch. Vereins für Rheinpreussen
p. 264 ist eine von v. Langsdorff ausgearbeitete Anleitung zur Ver-
lOO Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
tilgung der Feldmäuse mitgetheilt. Wir heben daraus hervor, dass
Verfasser ihre Vermehrung sehr hoch anschlägt, indem ein Weib-
chen fünf bis sieben mal im Jahre fünf bis zwölf Junge wirft, und
die Jungen schon nach 1 bis 2 Monaten fortpflanzungsfähig sind.
Danach können, wo im Frühjahr auf 100 Ilectar 100 Mäuseweibchen
sind, Ende August bereits 200000 Mäuse sein. Er empfiehlt zunächst
die Schonung der natürlichen Feinde: Wiesel, Hermelin, Igel, Fuchs,
Dachs, Bussarde, Weihe, Eulen und Krähen. Als wirksame künst-
liche Vertilgungsmittel werden genannt, das Wegfangen durch
Fallen, durch Bohrlöcher und Cylindertöpfe, ebenso das Räuchern
mittels Räucheröfen und Rauchschnüre. Gift soll nur im Nothfall
angewendet werden.
Forsyth Major bildete Schädel und Gebiss von mehreren
Arten der Gattung Arvicola ab: A. glareolus, nivalis, arvalis, sub-
terraneus, Savii, nebrodensis, amphibius. Atti della Soc. Toscana
di sc. nat. III. p. 35. tav. I.
Duppa Crotch schilderte die Wanderungen und die Lebens-
weise des Norwegischen Lemmings und beharrt bei der von ihm
aufgestellten Theorie (vergl. vorj. Ber. p. 86). The Journal of the
Linnean Society XIII. p. 27.
In einer weiteren Bemerkung über den Lemming ib. p. 157 fragt
Duppa Crotch, woher kommen sie? wohin gehen sie? und warum
wandern sie überhaupt? Die erste Frage hat noch Niemand beant-
wortet. Die Antwort auf die zweite Frage ist sicher, sie gehen ins
Meer, die vom Ostabhange Norwegens in den bothnischen Meer-
busen, die vom westlichen in den Atlantischen Ocean. Bei der dritten
Frage kommt Verf. wieder auf die_.Hypothese von der untergegan-
genen Atlantis.
In Rücksicht auf diese Angaben von Crotch erinnert Collett
ib. p. 327 an seine Bemerkungen über die Säugethierfauna Nor-
wegens (vorj. Ber. p. 60), wo er angiebt, der Lemming wohne auf
allen Hochebenen Norwegens südlich bis zum Nord Cap; südlich
von der arctischen Zone ist er ausschliesslich auf die Plateaus über
der Coniferen-Region angewiesen; in Tromsö-Amt und Finmarken
kommt er an allen passenden Localitäten bis hinab zum Meere vor
und sogar auf den grösseren Inseln an der Küste. Die Wanderungen
sind eine nothwendige Folge ihrer zeitweise starken Lebenskraft in
Verbindung mit einem ausserordentlichen Wandertrieb, der beson-
ders entwickelt ist, wenn sie in grosser Zahl vorhanden sind. Die
Wanderjahre sind eine Folge von übergrosser Vermehrung.
Deby giebt an, dass Fiber zibethicus Unionen frisst. Das
Thier trägt sie in die Sonne , welche bald die Muschel zwingt sich
zu öffnen. Proces-verbaux Soc. malac. de Belgique VI. p. 21.
Macropoda. Meriones stigmonyx von Chartum, dongolanus von
der Säugethiere während des Jahres 1877. 101
Dongolah, macro^us vom Gazellenflusse. Heuglin Reise in Nordost-
Africa II. p. 78.
Psammomys elegans Heugliu ib. von Sanakin.
Spalacini. Matteson gab einige Nachricht über die seltene
Aplodontia (Haplodon) leporina von der pacifisehen Küste in Oregon,
und brachte Einiges über ihre Lebensweise bei. The American Na-
turalist XI. p. 434.
Hystricina. Giebel beschreibt Erethizon dorsatum Cuv.
Zeitschr. ges. Naturw. 49 p. 156.
Subungulata. S c h a e f e r hat in Humphry and Turner Journal
of anat. and physiol. X. p, 774 einen Beitrag zur Entwickelungs-
geschichte des Meerschweinchens (Guinea-Pig) zu geben begonnen.
Weyenbergh beschreibt ausführlich als neue Art Dolichotis
centralis, die jedoch identisch mit D. salinicola Burm. (vorj. Ber.
p. 87) ist. Verslagen Mededeel. XI. p. 246—257.
Leporina. A. v. Mojsisovics machte auf accessorische Fort-
sätze am Schädel der Leporiden aufmerksam. Sie kommen an der
unteren Fläche der Schädelbasis vor , theils in der Keilbeinregion,
theils an der Bulla tympanica. Es ist ihm wahrscheinlich, dass diese
Bildungen durch Ossification verschiedener ürsprungssehnen ent-
standen sein möchten. Wiener Sitzungsberichte 76, Novbr. mit
einer Tafel.
J. F. Brandt hat Untersuchungen über das Kaninchen in
antiquarisch-linguistischer, zoogeographischer und paläontologischer
Beziehung angestellt. Er erörtert in gelehrter Weise die alten
Schriftsteller, bei denen das Kaninchen erwähnt wird und ergeht
sich über die geographische Verbreitung sowohl der jetzt lebenden
Kaninchen, wie der ausgestorbeneu. Bulletin de St. Petersbourg
21 p. 1.
Raub er, über die erste Entwickelung des Kaninchens.
Sitzungsber. der naturf. Ges. zu Leipzig II. p. 103.
Oscar vonLoewis bemerkt, dass sich das braune Sommerhaar
des Schneehasen in Livland, des sogenannten Holzhasen, in ein
reines Weiss umfärbt und nicht abgeworfen wird, wogegen im Früh-
jahr ein völliger Wechsel des Haares vor sich geht, Bastarde zwischen
Lepus timidus und Lepus variabilis kommen zuweilen vor. Zool.
Garten p. 16, und eine nachträgliche Bemerkung ib. p. 273.
Coues, Synonymie, Beschreibung, Geschichte, Verbreitung und
Lebensweise des Prairie-Hasen (Lepus carapestris). Bulletin of the
Essex Institute VII. p. 73.
Giebel beschreibt Lepus californicus und vergleicht ihn mit
den übrigen Arten. Zeitschr. ges. Naturw. 49 p. 152.
Lepus Graysoni Allen in Hayden's Report Unit. St. Geol.
Survey of the Territories XI. p. 347 von Costa Rica.
102 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Naturgeschichte
Edentata.
Gervais bearbeitete in ausgedehnter Abhandlung die Osteo-
logie der Füsse der Edentaten, und begleitete dieselbe mit drei
Tafeln. Journal de Zoologie VI. p. 79 und p. 198. Er bringt die
lebenden und die fossilen Gattungen zur Sprache.
Brädypoda. Reinhardt über das Gebiss des Eiesenfaulthiers,
Lestodon armatus. Vidensk. Meddelelser fra den naturh. Foreniug
i Kji^benhavn 1877. p. 12.
Gingulata. Reinhardt hat neun junge Dasypus novemcinctus auf
das Gebiss untersucht. Er erörtert die Angaben der verschiedenen
Autoren über das Milchzahngebiss dieser Gattung. Vidensk. Med-
delelser fra den naturh. Forening i Kj^benhavn 1877 p. 1.
Claus untersuchte das Skelet eines jugendlichen Gürtelthieres
und eines Embryo derselben Art (Dasypus novemcinctus) auf das
Vorhandensein von rippenartigen Fortsätzen an den vorderen Cau-
dalwirbeln. Wiener Sitzungsber. 74 p. 799. *'
Vermilinguia. Turner beschrieb die Placenta von Oryctero-
pus capensis. Er sagt die Edentaten bieten Beispiele von sehr ver-
schiedenen Formen der Placenta. Bei den Gürtelthieren und Faul-
thieren ist sie hinfällig, bei den Manis dagegen nicht hinfällig; bei
den Ameisenbären ist dieser Punkt noch nicht sicher bestimmt.
Humphry and Turner Journal of anat. and physich X. p. 693. Diese
Arbeit ist in Journal de Zoologie VI. p. 97 übersetzt.
In den Proc. zool. soc. p. 531 erschien eine hübsche Abbil-
dung von Manis tricuspis nach einer Zeichnung von Wood.
Solidungula.
Philippi theilt mit, dass die Pferde, wie auch die Rinder in
Chila sehr zahm sind. Zool. Garten p. 277.
Philippi erwähnt eines Pferdes, welches junge Hühner und
Tauben frass. Zool. Garten p. 68. — Ebenso Bru hin eines Pferdes,
welches in grosser Freundschaft mit Hühnern lebte, und deren frisch
gelegte Eier verspeiste. Ib. p. 394.
Multungnla.
Rütimeyer lieferte einige weitere Beiträge über das zahme
Schwein. Er reducirt die zahlreich aufgestellten Arten der Gattung
Sus auf drei Species, nämlich Sus scrofa L., vittatus Temm. und
verrucosus Müll. Sus vittatus löst scrofa auf der östlichen Fort-
der Säugethiere während des Jahres 1877. 103
Setzung des ungeheuren Verbreitungsbezirkes zunächst ab ; der
g'anze Süd- und Ostabhang von Asien, so wie die Kette der Sunda-
inseln bis nach den Molhikken darf als Wohnort von Sus vittatus
mit allerlei kleinen Abänderungen betrachtet werden. Sus verru-
cosus lebt auf Java, Celebes und Borneo. Verf. beschreibt dann
eine eigenthümliche Form eines cochinchinesischen zahmen Schweins
von Saigon mit Abbildung. Verhandl. der naturf. Ges. in Basel
VI. p. 463.
Garrod zeigte an, dass der zoologische Garten in London
aus Cuba ein Paar Schweine mit soliden , nicht gespaltenen Hufen
bekommen habe. Die Sau warf sechs Junge; bei dreien waren die
Hufe solid, bei den drei andern gespalten. Proc. zool. soc. p. 33.
Hennig schrieb über die Kapseln in den Eihüllen von Sus
scrofa, Sitzungsber. der naturf. Ges. zu Leipzig IV. p. 82.
De Man beschrieb ein Ferkel mit einem Kopf und zwei Leibern.
Tijdschrift der Nederlandsche Dierkundige Vereeniging III. p. 166.
Anisodactyla. J. F. Brandt kündigte eine Synopsis der
lebenden und fossilen Rhinocerotiden an, welche in den Memoiren
der Petersburger Akademie erscheinen soll. Er deutete schon vor-
läufig aus dem Inhalte die neue von ihm vorgeschlagene Eintheilung
an. Die Familie zerfällt in drei Subfamilien. 1) Thysanodonte s
seu IIippodo7ites, im Schädelbau und in der Verkümmerung der
Schneidezähne mit den typischen Rhinoceroten übereinstimmend,
aber durch die pferdeähnlichen Backenzähne eigenthümlich. Gatt.
Elasmotherium. 2) Aulonodontes stets ohne Eckzähne, Schneide-
zähne oft verkümmert, Backenzähne mehrwurzelig und mit etwas
schiefen Querthälern versehen, meist horntragend. Gatt. Ate-
lodus Pomel (Untergatt. Ticliorinus Brandt, Mesorhinoceros Br.,
Colodus Br. und Colohognathus Br.) , Dyhoplus Br. , Cerato-
rhinus Gray, Rhinoceros Gray und Aceratherium Kaup. 3} Pa-
3 3 11
laeotheriodontes mit ~-^ Schneidezähnen, ^_ Eckzähnen
und Backenzähnen, welche denen der typischen Rhinocerotiden
ähneln. Gatt. Hyracodon Leidy. Bull, de St. Pctersbourg 24. p. 167.
Garrod beschreibt einige Punkte der Visceral-Anatomie von
Rhinoceros sondaicus. Die Scbleimoberfläche des Duodenum und
des Ileum, sowie die Leber sind in Ho4aschnitt abgebildet. Proc.
zool. soc. p, 707.
Peters verglich Rhinoceros inermis Less. mit R. sondaicus
Cuv. Erstere Art befindet sich im Berliner Museum aus der Lamare
Picquot'scheu Sammlung. Von Rh. inermis ist der Schädel eines
ausgewachsenen Weibchen und eines jungen Thieres, von Rh. son-
daicus der Schädel abgebildet. Berliner Monatsber. p. 68 mit drei
Tafeln.
Sclater Hess die fünf Rhinoceros- Arten, welche im Zoologi-
104 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
cal Garden zu London lebend beobachtet werden konnten, nach der
Natur abbilden, nämlich Rh. unicornis L., sondaicus Desm., suma-
trensis Cuv., lasiotis Sclat., bicornis Gmel. Er fügte Einiges über
die Geschichte der einzelnen Individuen bei. Transact. zool. soc.
of London IX. p. 645 mit fünf Tafeln. Sehr gute Abbildungen.
Rnminantia.
Pietkiewicz spricht sich gegen Goodsir's Ansicht aus, der
aus den Zahuformeln vermittelst der Dinotherien und Amphitragali
eine Uebereinstimmung der Pachydermen mit den Wiederkäuern
ableiten wollte, und in jungen Wiederkäueru die Keime von Vor-
derzähnen im Oberkiefer nachweisen zu können glaubte. Diese Keime
seien vielmehr die Anlagen des Jacobson'schen Organs. Comptes
rendus 1877 p. 508; Annais nat. hist. 19 p. 510.
Garrod hat über die Eingeweide -Anatomie und Osteologie
der Wiederkäuer Untersuchungen gemacht, und berichtet über Or-
gane, welche in den verschiedenen Arten der Variation unterworfen
sind. Das ist namentlich der Magen, die Leber, die Geschlechts-
organe (namentlich die glans penis, die Entwickelung der Cowper'-
schen Drüsen und die Zahl der Cotyledonen in der Placenta) u. s. w.
Proc. zool. soc, p. 2.
Rutimeyer hat in den Abhandlungen der schweizerischen
paläontologischen Gesellschaft IV. eine Abhandlung ,,die Rinder der
Tertiär -Epoche, nebst Vorstudien zu einer natürlichen Geschichte
der Antilopen" veröfientlicht. Obgleich die Arbeit namentlich die
Kenntniss der fossilen Formen im Auge hat, so sind doch auch auf
die lebenden Gattungen Bezug nehmende Betrachtungen des Schä-
dels eingefügt, und deshalb musste an diesem Orte auf die Schrift
aufmerksam gemacht werden. Auf das Einzelne einzugehen ist hier
nicht wohl thunlich.
Gervina. Bro oke sucht die mangelhafte Kenntniss der Hirsche
der Philippinen zu verbessern. Er beschreibt Cervus philippinus pl.
8, Cervus mariannus, den er für identisch mit philippinus hält, Cer-
vus nigricans n. sp. pl. 9 und 10 und Cervus Alfredi. Proc. zool.
soc. p. 51.
Sclater hat eine Abbildung des Kopfes von Cervus Schom-
burgki aus Siara in Holzschnitt geliefert. Proc. zool. soc. j). 682.
C o u e s Hess die Missbildung eines Hirschgeweihes, wahrschein-
lich eine Varietät von Cariacus Virginianus, das aus Californien stammen
soll, abbilden. The American Naturalist XL p. 242.
Garrod hatte Gelegenheit ein junges Weibchen von Hydro-
potes inermis Swinhoe (vergl. Ber. über das Jahr 1870 p. 65) zu
untersuchen. Er beschreibt sein Aeusseres und die inneren Weich-
der Säiigethiere während des Jahres 1877. 105
theile. Er erkennt nur geringe Verwandtschaft mit Moschus, viel-
mehr mit den Cervinen. Proc. zool. soc. p, 789.
Garrod hatte Gelegenheit ein männliches Moschusthier ana-
tomisch zu untersuchen, welches der Prinz von Wales aus Indien
mitgebracht hatte. Abgebildet in Holzschnitt sind die Ileo-caecal-
Drüse von Moschus und zum Vergleich von Cervus dama, die Penis-
drüse und der Uterus von Moschus. Proc. zool. soc. p. 287.
Caton hat ein Buch herausgegeben: The Antelope and deer of
America, a comprehensive scientific treatise upon the natural history,
including the characteristics, habits, afiinities, and capacity for do-
mestication of the Antilocapra and Cervidae of North Amorica.
New- York 1877. 426 Seiten. Zunächst werden die einzelnen Arten
beschrieben und durch hübsche Holzschnitte illustrirt: Antilocapra
americana, Cervus alces, canadensis, tarandus, macrotis, columbianus,
virginianus, Kangifer groenlandicus und Cervus acupulcensis. Die
Holzschnitte stellen die beiden Geschlechter und die jungen Thiere
dar. Darauf folgt pag. 117 — 268 ein Abschnitt, in welchem eine
ausführliche Vergleichung angestellt wird, wohinein auch ausser-
amerikanische Arten gezogen werden. Endlich folgen Abschnitte
über die Gruppirung, Lebensweise und Domesticatiou, Bastardirung
bei den Hirschen, Nahrung, Verwandtschaften , Krankheiten und
Jagd. Als verwandt werden verglichen: das amerikanische Elenn
mit dem europäischen, die er specifisch für identisch nimmt, ebenso
der Caribou und das Kennthier, weniger bestimmt Cervus cana-
densis und elaphus. Cervus acupulcensis unterscheidet sich vom
Ceylon-Hirsch nur durch den Mangel der Metatarsaldrüse. — Ver-
gleiche eine sehr rühmende Anzeige dieses Buches mit Abdrücken
einiger Holzschnitte in The American Naturalist XI. p, 354.
Aus diesem Buche theilt v. M arten s die Beobachtungen
über das Geweih castrirter Hirsche mit. Zool. Garten p. 381.
Williston machte in The American Naturalist XI. p. 599
die Antilocapra americana zum Gegenstande einer Be^rechung.
Er schildert deren Verbreitung und Lebensweise. Er mahnt, man
möge dieses interessanteste aller Amerikanischen Säugethiere gesetz-
lich schonen und schützen, damit es nicht dem Schicksal des Büffel
verfalle. Die Antilope kann nur in einem nur massig bevöl-
kerten Lande existiren. Die weite unfruchtbare Gegend des west-
lichen Kansas und des östlichen Colorado wird seine Heimath sein,
so lange sie verhältnissmässig unangebaut bleibt.
Gavicornia. Acronotus Lehoel Heuglin Reise in Nordost-Africa
IL p. 124, verwandt mit A. Caama.
Philipp! regte die Frage an, ob die sogenannten Linaschafe
mit glatten Haaren wirklich Bastarde von Schaf und Ziege sind,
oder nur eine besondere Schafrasse? Zool. Garten p. 277.
Rütimeyer äussert sich über Prof. Wilkens Brachycephalus-
106 Troschel: Bericht üb. cl. Leistungen in d. Naturgeschichte
Rasse des Hausrindes, und kann den Ansichten Wilkens nicht bei-
pflichten. Verhandl. naturf. Ges. in Basel VI. p. 499.
Kühn zeigte an, dass in dem Hausthiergarten des landwirth-
schaftlichen Instituts zu Halle ein Yackbastard von einer Kuh,
Angler Rasse, geboren wurde. Die Tragezeit währte 268^/3 Tage.
Verf. hofft noch weiter zu erwartende Bastarde zur Entscheidung
der Frage über die Selbstständigkeit der Species verwenden zu
können. Halle'sche Zeitung vom 7. Dec. 1877.
Allen hat in ,,Ninth annual report of the U. S. geol. and
geogr. Survey of the territories, embracing Colorado and parts of
adjacent territories. 1877" p. 441 — 587 eine Geschichte des ameri-
kanischen Bison (Bison americanus) geliefert. Die Beschreibung der
Species und eine Vergleichung mit den europäischen Auerochsen
so wie Schilderung der Lebensweise bilden den ersten Theil; der
zweite enthält Abschnitte über die geographische Verbreitung in
Vergangenheit und Gegenwart, Producte des Büffels, Jagd und Do-
mestication. Eine Arbeit desselben Verf. über dasselbe Thier haben
wir im vorigen Ber. p. 93 anzeigen können. Vergl. auch eine An-
zeige im Zool. Garten p. 363.
Allen theilte eine Nachricht von Nelson über das Vor-
kommen des Bison americanus am Hay River nahe seinem Einfluss
in den Great Slave mit. Er fand Tausende von Schädeln, was er
durch einen Schneefall vor etwa fünfzig Jahren erklärt, wodurch
die Thiere zu Tausenden umgekommen sein sollen. The American
Naturalist XL p. 624.
Nataiitia.
Cunningham hat die Resultate seiner an vier Cetaceen an-
gestelltdl^ Untersuchungen über das Spinal-Nervensystem veröffent-
licht. Report of the 46. meeting of the British Association for the
advancement of science held at Glasgow p. 149.
Sirenia. Garrod hatte Gelegenheit im zoologischen Garten
zu London einen weiblichen Manati von 80 Zoll Länge lebend zu
beobachten. Er beschreibt die Beweglichkeit der Lippen, und die
Verschliessbarkeit der Nasenlöcher. Das Thier scheint das Wasser
niemals zu verlassen. Die Section nach dem Tode ergab, dass das
Fleisch heil fleischfarbig gefärbt ist, wie Kalbfleisch oder Schweine-
fleisch. Die Blutkügelchen erreichen einen Durchmesser von V2700
Zoll. Ferner werden die Eingeweide beschrieben. Abgebildet sind
die Schnauze, die Leber und das Gehirn. Transactions of the zoo-
logical Society of London. Vol. X. Part, III. p. 137.
Delpbinoidea. Turner gab eine weitere Notiz über die Zähne
der Sängethiere -während des Jahres 1877. 107
des Narwal, Monodon monoceros. (Vgl. den Bericht 1874 p. 75.)
Journal of anatomy and physiology X. p. 516.
Henry Lee berichtet über den B'ang eines Grampus griseus
bei Sidlesbam bei Chichester. Proc. zool. soc. p. 808.
von Fla a st beschrieb das Skelet von Epiodon Novae Zelandiae.
Transact. New-Zealaud Institute IX p. 430. — Desgleichen das
Skelet von Mesoplodon Floweri ib. p. 442. — Endlich stellt er eine
neue Gattung Oulodon auf, ib. p. 430, welche zu den Ziphoidwalen
gehört, und einen Mandibularzahn am hintern Rande der Symphyse
besitzt, entweder unter dem Zahnfleisch verborgen, oder sichtbar
über demselben stehend, nach Alter oder Geschlecht; der Schädel
des einen Geschlechts (wahrscheinlich des Weibchen) ist länger,
schmaler und niedriger als der des andern (männlichen) Geschlechts,
welches letztere auch einen grossen dreieckigen comprimirten Zahn
besitzt, der sich über das Zahnfleisch erhebt, und der beim Weib-
chen, viel kleiner und verborgen ist; beide Geschlechter besitzen
beständig im Oberkiefer eine Reihe conischer Zähne mit schwach
einwärtsgekrümmter Spitze, welche obgleich nur im Zahnfleisch wur-
zelnd wichtige Functionen beim Nahrungsprozess auszuüben haben.
Balaenoidea. Munter schrieb „über zwei im 19. Jahrhun-
dert bei Greifswalde zur Section gelangte männliche Individuen von
Balaenoptera Sibbaldii van Bened. s. Cuvierius Sibbaldii Gray, s, Pte-
robalaena Gryphus Munter". Mittheil, aus dem naturw. Verein von
Neu -Vorpommern und Rügen IX p. 1—107. Der eine Walfisch
wurde 1825, der andere 1862 gefangen und untersucht. Verf. be-
klagt, dass Gray gar keine Erwähnung der Rosenthal'schen Schrif-
ten gethau hat. Rosenthal und Hornschuch bestimmten den Wal-
fisch von 1825 als Balaena rostrata, Munter nannte, den von 1862
Pterobalaena Gryphus. Beide sind identisch und von ihnen werden
zahlreiche sorgfältig genommene Maasse, sowie andere anatomische
Beschreibungen gegeben. Die Abbildungen sind nach Zeichnungen
des Malers Giese unter Rosenthal's Aufsicht angefertigt, und ihnen
sind 3 Figuren (17 — 19) nach eigenen Zeichnungen hinzugefügt.
Doran machte Mittheilung von dem Walfisch, der im Meer-
busen von Tareut gefangen wurde, und den Capellini beschrieben
hat. Es war ein Weibchen von 12 Meter Länge und Capellini
nannte die Art, indem er sie für neu hielt. Balaena tarentina. Er
glaubte sogar, dieses Thier käme aus der Südsee, theils wegen seiner
Australischen Charaktere, theils wegen der südlichen Parasiten, wel-
che an seinem Körper hafteten, theils weil er den Magen leer fand,
was er auf das lange Fasten auf der weiten Reise schob. Van
Beueden soll das Thier neuerlich für Balaena biscayensis erklärt
haben. Annals nat. hist. 20 p. 328; Comptes rendus 84 p. 1043.
Gervais Hess Balaena tarentina Capellini und Balaena biscay-
ensis, ferner die Halswirbel von Macleayius australiensis und Ba-
108 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
laena biscayensis, sowie die Gehörkapsel von Macleayius australiensis
und von Balaena biscayensis abbilden. Journal de Zoologie VI
p. 285 pl. 8—11.
Van Beneden machte Bemerkungen über Rhachianectes glau-
cus von der Californiachen Küste. Journal de Zoologie VI p. 83.
Marsupialia.
Hoffmann, Ueber den Bau der Retina bei den Beutelthieren,
Auch bei den Beutelthieren hat Verf. in den Zapfen der Retina
gefärbte Kugeln gefunden. Untersucht wurden Halmaturus Bennetti
und giganteus. Niederländisches Archiv für Zoologie III p. 195 — 199
mit Tafel XII. Fig. 1—11.
Turner, Ueber den Bau der Schleimhaut des nicht trächtigen
Uterus beim Känguruh. Journal of anatomy and physiology X p. 513.
Peters und Doria stellten bereits 1875 in Annali del Museo
civico di storia naturale di Genova VIT. p. 541 einige neue Beutel-
thiere auf, die der Papua-Fauna angehören, nämlich Perameles rufe-
scens von der Insel Kei, Dactylopsüa Alhertisii von Neu-Guinea, FTia-
langista (Cuscus) gymnotis von der Insel Aru, und Macropus pa-
puanus von Neu-Guinea.
G. Brown hat auf Duke-of-York Island, Neu-Irland und Neu-
Britanien vier Beutelthiere gesammelt, die von Als ton bestimmt
wurden. Drei derselben sind identisch mit denen von Neu-Guinea,
eine Art Macropus lugens ist neu. Proc. zool. soc. p. 123 pl. 19. —
Letztere wird ib. p. 743 für identisch mit Macropus Browni Ramsay
erklärt.
Perameles Moresbyensis Ramsay Proceed. Linn. Soc. New
South Wales II. p. 14.
Dromicia caudata und Cuscus vestitus Alph. Milne-Edwards
Comptes rendus 85 p. 1079 von Neu-Guinea.
Owen gründete eine neue Gattung Pleopus, welche das Ge-
biss eines Ilypsiprymniden hat, und fünfzehige Hinterfüsse mit einem
kleinen Greifdaumen ausser den vier anderen Zehen, von denen die
zweite und dritte lang und dünn , die vierte und fünfte länger
und kräftiger, wie bei Poephaga. PI. nudicaudatus aus Australien.
Annais nat. bist. 20 p. 542.
Monotremata.
Giebel erläuterte den Bau des Schultergürtels der Schnabel-
thiere, Echidaa und Ornithorhynchus, und hob die Beziehung zu
der Säugethiere während des Jahres 1877. 109
gewissen Echsen durch das T-förmige Episternale und das kurze
Epicoracoideum hervor. Zeitschr. ges. Naturw. 50 p. 96.
George Frederic Renott hat einige Höhlen des Ornitho-
rhynchus aufgegraben, und in Holzschnitt abgebildet. Der Eingang
liegt unter Wasser, die Röhre ist 3 — 4 Zoll weit, hat zwei oder drei
seitlich anhangende Höhlen und endigt nach einer Länge von etwa
20 Fuss in einer Höhle, in der die Jungen sich befinden. Solcher
fand er in einem Bau zwei von 4^2 Zoll Länge vom Schnabel bis
zum Schwanzende und noch geschlossenen Augen. Ins Wasser ge-
bracht, konnten sie aber schwimmen, vermochten jedoch nicht ihren
Kopf über Wasser zu halten. Proc. zool. soc. p. 161.
Fewkes beschrieb die Muskulatur von Tachyglossa hystrix
(Echidna hystrix). Bull, of tbe Essex institute IX. p. 111 mit zwei
Tafeln.
Peters und Doria beschrieben eine neue Art Tacliyglossus
Bruynii von Neu-Guinea. T. rostro convexo, declinato, capite reliquo
duplo fere longiore. Annali del Museo civico de Genove IX. Dec.
1877. Natuurkundig Tijdschrift voor Nederlandsch-Indie 37. p. 178.
Paul Gervais hat begonnen eine „Osteographie des Mono-
tremes vivants et fossiles comprenant la description et l'iconographie
du squelette et du Systeme dentaire de ces animaux ainsi que des
documents relatifs a leur histoire naturelle, Paris 1877 — 78" heraus-
zugeben. Die erste Lieferung beginnt mit dem zweiten Capitel und
behandelt die Echidna von Neu-Guinea, die er als eigene Gattung
Acanthoglossus Bruynii aufgefasst hat. X^ier und Skelet sind be-
schrieben und auf Tafel 6 — 9 des Atlas in Folio abgebildet. Vergl.
auch Comptes rendus 85 p. 837 und 990 und Journal de Zoologie
VI. p. 375.
Echidna Lawesii Ramsay Proc. Linn. Soc. New South Wales
II. p. 7 mit Abbildung.
Bericlit ül)er die Leistungen in der Herpetologie
während des Jahres 1877.
Von
Troschel.
Hoffmann's Bearbeitung der Amphibien in Bronn's
Klassen und Ordnungen des Thierreicbs ist mit der 14.
bis 17. Lieferung weitergeführt. Sie behandeln die Er-
nährungs-, Geschlechts- und Circulationsorgane.
Hoff mann, Zur Anatomie der Retina bei Amphibien
und Reptilien. Die Untersuchungen fanden an Rana tem-
poraria, Bombinator igneus, Salamandra maculosa, Triton
cristatus, Coluber natrix, Emys europaea und Crocodilus
vulgaris statt. Niederländ. Archiv für Zoologie III. p. 1
—45, Taf. 1 und 2.
Parker und Bettany haben in ihrem Buche The
morphology of the skull, London 1877 p. 91 den Schädel
des Axolotl ausführlich geschildert, und dann bei der ver-
gleichenden Betrachtung der Schädel der ürodelen Amphi-
bien sind die von Proteus, Siren, Menopoma, Menobranchus
und Salamandra herangezogen.. An die Beschreibung des
Schädels des gemeinen Frosches p. 136 schliesst sich dann
die vergleichende Beschreibung von Rana pipiens, Pseudis
paradoxa, Bufo vulgaris, Dactylethra, Pipa. Als Ausgangs-
punkt für die Schlangen ist Tropidonotus natrix p. 187
genommen, vroran sich denn ein Abschnitt über den Schä-
del der Reptilien schliesst, in welchem der Schädel der
Schildkröte (Chelone), der Eidechsen und des Krokodils
besprochen werden.
C 1 a u s hat unter dem Titel „Beiträge zur vergleichen-
den Osteologie der Vertebraten" zuerst über Rippen und das
Troschel: Ber. üb. d.Leist. i. d.Herpotologie währ. d.Jahr. 1877. 111
untere Bogensystem gehandelt. Er zieht bei den Reptilien
den Schluss, dass die Querfortsätze der Caudalregion mit
den Wirbeln verschmolzenen Rippenanlagen entsprechen,
und dass die unteren Bogen, welche ausnahmslos an der
hinteren Grenze des zweiten Schwanzwirbels beginnen, eine
von den seitlichen zu den Fortsätzen gehörigen Rippen mor-
phologisch ganz verschiedene Bildung darstellen, im Wider-»
Spruch gegen Gegenbaur's Auffassung, der die unteren Bogen
als Rippen deutete. — Auch bei den Schildkröten deutet
er die Fortsätze an den beiden Sacralwirbeln und an den
fünf ersten Schwanzwirbeln als Rippen. — Ferner werden
die Fälle aufgezählt wo bei den geschwänzten Amphibien
Rippen an den Caudalwirbeln vorkommen. Wiener Sitzungs-
ber. 74 p. 785.
Ho ff mann stellte eine vergleichend anatomische
Untersuchung des Beckens der Amphibien und Reptilien
an. Niederländisches Archiv für Zoologie III. p. 143 — 194
mit Tafel X und XI.
Im zoologischen Garten in London leben zufolge der
6. Auflage der List of the vertebrated animals now or lately
living in the gardens etc. befinden sich 75 Species Schild-
kröten, 11 Krokodile, 56 Eidechsen, 85 Schlangen und 39
Batrachier. — Von Fischen sind 83 Arten verzeichnet.
Reichlicher sind im Jahr 1877 die faunistischen Ar-
beiten über Amphibien geflossen.
Europa. Hoiberg zeigte an, dass in den Ostsee-
provinzen von Schlangen vorkommen: Vipera berus, Tro-
pidonotus natrix und Coronella laevis. Corr. Bl. des Natur-
forscher-Vereins zu Riga 22. p. 138.
F. Müller verzeichnete in Verhandl. der Naturf.
Ges. in Basel VI p. 412—427 die in der Umgegend von
Basel gefundenen Reptilien und Amphibien. Es enthält
4 Lacerta, 1 Anguis, 1 Tropidonotus, 1 Coronella, 1 Vipera,
2 Rana, 1 Alytes, 1 Bombinator, 1 Pelobates, 2 Bufo, 1 Hyla,
1 Salamandra, 4 Triton, zusammen 21 Arten.
Leuthner gab das Vorkommen von Alytes obstetri-
cans innerhalb der Stadt Basel an. Verhandl. der Schwei-
zerischen Naturf. Ges. in Basel p. 67.
Von Amphibien erwähnt Giebel als bei Pontresina
112 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
vorkommend den Grasfrosch, Bufo vulgaris, Vipera berus,
Anguis fragilis, Lacerta vivipara. Zeitschr. ges. Naturw. 50
p. 203.
Bosca verfasste einen Catalog der Reptilien und Am-
pliibien, welche in Spanien, Portugal und den Balearischen
Inseln beobachtet worden sind. Es sind 6 Schildkröten,
J6 Schlangen, 1 Amphisbaena, 18 Saurier, 13 ungeschwänzte
und 9 geschwänzte Batrachier. Anales de la Sociedad
espanola de Historia natural VI. 1877. Das Verzeichniss
ist auch im Journal de Zoologie VI. p. 134 abgedruckt.
Riccardi verzeichnet die Amphibien im Modenesi-
schen: 1 Hyla, 3 Rana, 2 Bufo, 1 Salamandra und 3 Tri-
ton, und macht dazu Bemerkungen. Annuario della Soc.
dei Naturalist! in Modena XI. p. 158.
Nach Stossich kommen auf der Insel Pelagosa
ziemlich zahlreich Lacerta muralis, Hemidactylus verrucu-
latus und Coelopeltis lacertina vor. Bollettino della Soc.
Adriatica sc. nat. in Trieste IIL p. 189.
Fiedler machte ein Verzeichniss der bei Agram
vorkommenden Reptilien, als Beitrag zur Reptilienkunde
Dalmatiens. Es sind Pseudopus Pallasii, Lacerta viridis
und 11 Schlangen, mit Angabe der Stückzahl, die er seit
1871 von jeder Art erhielt. Zool. Garten p. 274.
Africa. In einer Note unter dem Text seiner Ab-
handlung „Die Reptilien und Amphibien von Madagascar",
Abhandl. der Senckenbergischen Ges. XI p. 1, trägt Bött-
ger 6 Arten von Marocco nach, die ihm bei der Bearbeitung
der Reptilien und Amphibien von Marocco (Ber. 1873 p. 150)
entgangen waren. Verf giebt nunmehr an, dass 27 Rep-
tilien und Amphibien aus Marocco bekannt sind, von denen
17 circummediterran, 3 specifisch nordamerikanisch, 3 vor-
läufig Marocco eigenthümlich und 4 specifisch tropisch
afrikanisch sind.
Peters gab eine Uebersicht der Amphibien aus Chin-
choxo, Westafrica, welche von der Africanischen Gesell-
schaft dem Berliner zoologischen Museum übergeben sind.
Die Sammlung besteht aus 3 Crocodilini, 4 Chelonii, 12
Lacertilia, 27 Schlangen und 12 Batrachier. Einige neue
Arten sind aufgestellt, s. unten. Berliner Monatsber. p. 611.
während des Jahres 1877. 113
Die Umgebung der Tura el chadra ist an Amphibien
nach Marno nicht gerade arm. In dem Gewässer sollen
zuweilen Crocodile und Trionyx nilotica vorkommen, im
Sande der Steppe halten sich Schlangen auf, wie Echidna
arietans, Cerastes aegyptiacus, an den Ufern des Wassers
Monitor niloticus, in der trockenen Sandsteppe Varanus
arenarius, Testudo sulcata und Seincus officinalis ; auf den
Bäumen ist das Chamäleon häufig. Zool. Garten p. 10.
Peters bestimmte die von Möbius auf den Maska-
renen und Seychellen gesammelten Amphibien. Das Ver-
zeichniss enthält 1 Schildkröte, 9 Eidechsen, 2 Schlangen
und 3 Batrachier, zusammen 15 Arten. Berliner Monatsber.
p. 455.
Böttger hat eine Sammlung von Reptilien und Am-
phibien, die durch Herrn Ebenau nach Frankfurt a. M. von
Nossi-Be bei Madagascar gesandt war, bearbeitet. Die
Sammlung enthielt 9 Schlangen, unter denen keine giftige,
und 3 Eidechsen. Ein neuer Typhlops wird beschrieben.
Die folgende Aufzählung sämmtlicher von Madagaskar be-
kannten Arten, weist 26 Schlangen, 61 Eidechsen, 1 Cro-
codil, 12 Schildkröten, 20 Batrachier auf. Aus der Be-
trachtung über die geographische Verbreitung resultirt,
dass von Reptilien 72 für Madagascar eigenthümlich sind,
gemeinsam mit Mauritius 6, mit Bourbon 7, mit den Co-
moren 3, Africa 16, Seychellen 3, Indien 4, Brasilien 1.
Von den Amphibien sind 18 eigenthümlich für Madagascar,
1 mit Africa, 1 mit Indien gemeinsam. Abgebildet sind
auf der zugehörigen Tafel ein neuer Typhlops, Herpeto-
dryas Bernieri var., Dipsas Gaimardi var., Hemidactylus
mercatorius, Chamaeleo pardalis und Crocodilus vulgaris.
Abhandl. der Senckenbergischen Ges. XL p. 1 mit einer
Tafel.
Asien. 0. Böttger bestimmte eine Sammlung sy-
rischer Reptilien, die aus der nördlichen Umgebung von
Beirut stammte. Sie enthält 13 Schlangen und 3 Eidechsen.
Zeitschr. für die ges. Naturwissenschaften 49 p. 285.
Peters verzeichnete 10 Amphibien, nämlich 1 Schild-
kröte, 3 Eidechsen, 3 Schlangen und 3 Batrachier, welche
Archiv f. Naturg. XXXXIY. Jahrg. 2. Bd. H
114 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
Finscli von seiner sibirischen Expedition mitgebracht hat.
Berliner Monatsber. p. 736.
A. Strauch bearbeitete in der Reise des Oberst-
lieutenant Prschewalski nach Mongolien und dem Lande
Tangut die Reptilien und Amphibien. Die Abhandlung ist
in russischer Sprache geschrieben, jedoch machen die aus-
führlichen lateinischen Diagnosen sie auch den der rus-
sischen Sprache Unkundigen einigermassen zugänglich.
1 Schildkröte; Phrynocephalus, 8 Podarces (Eremias); 1
Elaphis, 1 Zamenis, 1 Tropidonotus, 1 Taphrometopon, 2
Trigonocephalus; 2 Rana, 1 Bufo. Die neuen Arten s. unten
Doria verzeichnete 39 Amphibien von Buitenzorg
(Java) nach einer Sammlung von Ferrari: 1 Schildkröte,
1 Crocodil, 11 Eidechsen, 20 Schlangen und 6 Batrachier.
Atti del Museo Civico di storia naturale di Genova VII.
1875 p. 977.
Peters nennt 11 Amphibien, welche durch Herrn
Major von Homeyer in Pungo Andongo gesammelt sind.
Darunter eine neue Schlange. Berliner Monatsber. p. 620.
Australien. Günther verzeichnete 13 Eidechsen
von den Inseln der Torres- Strasse, worunter drei neue.
Annais nat. bist. 19 p. 413.
Die Sammlung von Reptilien von Duke of York Is-
land, Neu-Irland und Neu-Britanien enthielt nach der Be-
arbeitung von Günther 9 Eidechsen, 11 Schlangen und
1 Batrachier. Diese Fauna gehört in die Austro-Malayische
Subregion. Eine Eidechse und drei Schlangen sind neu;
von letzteren bildet eine sogar eine neue Gattung. Proc.
zool. soc. p. 127.
Bavay verzeichnete die Reptilien von Neu-Caledo-
nien, mit Beschreibung neuer Arten. Es sind 7 Schlangen
und 19 Eidechsen. Die neuen Arten werden genannt,
ebenso wie eine neue Gattung, obgleich mir die Abhand-
lung noch nicht zu Gesichte gekommen ist. Mem. Soc.
Linneenne de Normandie XV.
Günther beschrieb im 12. Hefte des Journal des
Museum Godeffroy p. 45 — 47 einige neue Reptilien aus
Australien, Peak Downs und Rockhampton. Die neuen
während des Jahres 1877. 115
Arten und eine neue Gattung der Geckotiden sind unten
namhaft gemacht.
America. Günther verzeichnete zwei Schildkröten
und fünf Eidechsen, welche bei einem Besuche des Schiffes
Peterel auf den Galapagos-Inseln gesammelt wurden. Proc.
zool. soc. p. 6Q.
Cope, Synopsis of the Cold Blooded Vertebrata, pro-
cured by Prof. James Orton during his Exploration of Peru
in 1876 — 77. Von Reptilien werden darin 13 Schlangen,
6 Eidechsen, 7 Batrachier verzeichnet, worunter auch einige,
unten namhaft gemachte neue Arten sich befinden. Proc.
American philos. Soc. XVII. p. 17.
Brown Goode verzeichnet von den Bermudas eine
Eidechse, Eumeees longirostris Cope, und vier Schildkröten.
Dana and Silliman Amer. Journ. XIV. p. 290.
F. Müller hat eine Abhandlung „Mittheilungen aus
der herpetologischen Sammlung des Baseler Museums, in
Verhandl. der naturf. Ges. in Basel VI. p. 389 geliefert und
darin einige seltene und neue Reptilien aus Guatemala be-
arbeitet. Ausser einigen neuen Arten, die unten namhaft
gemacht werden, werden Bothrops Godmanni Cope, An-
kistrodon bilineatum Gthr. und Geophis annulatus Peters
beschrieben.
Peters verzeichnete die von Carl Sachs in Vene-
zuela gesammelten Amphibien. Es sind 4 Schildkröten,
5 Eidechsen, 13 Schlangen, worunter eine neu, 4 Batrachier,
wovon zwei neu, zusammen 26 Arten. Berliner Monatsber.
p. 457.
In einem zehnten Beitrage zur Herpetologie des tro-
pischen Amerika beschreibt Cope eine Anzahl neuer Am-
phibien. Proc. Amer phil. Soc. XVII p. 85.
Oskar Böttger verzeichnete 11 Amphibien von Sao
Paulo in Brasilien, nämlich 3 Eidechsen, 7 Schlangen und
1 Siphonops, dazu eine neue Art Cercocausa. Ueber eine
neue Eidechse aus Brasilien. Bericht über die Sencken-
bergische Ges. 1875—76 p. 140.
Karl Müller machte einige Notizen über die Repti-
lien von Santos und Sao Paulo in einem Briefe aus Tau-
bate, am Parahyba. Er nennt einige Schlangen und Ei-
116 Troschel: Bericht üb, d. Leistungen in d, Herpetologie
dechsen. Schildkröten sind äussert selten, Frösche dagegen
ungeheuer häufig. Zool. Garten p. 271.
Chelonii.
Günther's Arbeit über die lebenden und ausgestorbenen
Riesen-Landschildkröten ist mit dem 3. und 4. Theil abgeschlossen.
Er zeigt, dass die Schildkröten von Aldabra, von den Mascareneu
und von den Galapagos verschiedene Gruppen bilden, die er in fol-
gende Synopsis bringt: I. Keine Nuchalplatte, Stirntheil des Schä-
dels flach, vierter Halswirbel biconvex, Becken mit breiter Symphy-
sialbrücke. A. zwei Gularplatten, Sternum massig: Galapagos-Schild-
kröten. B. Eine Gularplatte, Sternum kurz: Mascarenen-Schildkröten.
a, Rückenschild dünn, an den Rändern verdickt, Centrum der
letzten Vertebralplatte in einen Höcker erhoben, welcher von der
vorletzten Vertebralplatte durch eine quere Vertiefung getrennt ist:
Schildkröten von Mauritius (T. triserrata, inepta, indica, leptocne-
mis). b. Das ganze Rückenschild sehr dünn und brechlich, alle
Knochen sehr schlank: Schildkröte von Rodriguez (T. Vosmaeri).
II. Nuchalplatte vorhanden, Stirntheil des Schädels convex, dritter
Halswirbel biconvex, Becken mit schmaler Symphysialbrücke, zwei
Gularplatten. Rückenschild dick. Aldabra Schildkröten (T. elephan-
tina, Daudinii, ponderosa, hololissa). Proc. Royal Soc. Jan. 1877.
Vergl. auch Annais nat. bist. 20 p. 146.
Bouchard spricht den Schildkröten ein feines Vorgefühl
für die Kälte zu. W^enn ein sehr kalter Winter bevorsteht, graben
sie sich sehr tief ein. Comptes rendus 84 p. 797.
Lataste gelang es, die Peritoneal-Kanäle von Testudo ne-
moralivS zu injiciren. Journal de Zoologie VI. p. 389.
Struck erörtert die Frage, ob die Flussschildkröte, Cistudo
lutaria Strauch, in Mecklenburg spontan sei, oder nicht. Er nimmt
das erstere an. Archiv in Mecklenburg 1877 p. 94.
Trionyx sinensis Wiegm. ist bei Strauch, Mongolien ct. 1. c.
pl. 1 abgebildet.
Saurii.
Peters hat die von Spix in Brasilien gesammelten Eidechsen,
die sich im Königlichen Naturalien-Kabinet in München befinden,
aufs Neue untersucht, um die Synonymie derselben feststellen zu
können. Er hat so für 38 Arten die Namen angegeben. Unter
ihnen befinden sich zehn neue zuerst von Spix beschriebene Arten.
Berliner Monatsber. p. 407.
während dos Jahres 1877. 117
Crocodilini. Giebel beschreibt das Skelet des westafrikani-
schen Crocüdilus cataphractus. Zeitschr. für die ges. Naturw. 50
p. 105, Taf. 7—10.
Ameivae. Cnemidophorus microlepidopus, unicölor und immu-
tabilis von Tehuantepec, Uneatissimus von Colima und Guadalaxara,
lativittis von Tehuantepec, communis von Colima, Cordova, Guatemala
und Texas, angiisticeps von Yukatan, costatus von Mexico. Cope
Proc. Amer, phil. Soc. 17 p. 93.
Tejovaranus n. gen. Steindachner Anzeiger Akad. Wien
Juli 1877; Annais nat. hist. 20 p. 160, Bildet «inen üebergang zu
den Ameiven und unterscheidet sich von Varanus durch die Gegen-
wart von Pterygoidzähnen, durch die verlängert herzförmige Gestalt
der Zunge, welche an der Basis keine Scheide hat, und durch die
Grösse des Mental-, Rostral- und der obern und untern Labialschil-
der. Bauchschilder flach, viereckig, in regelmässigen Querreihen,
wie die kleinen schwach convexen Dorsalschilder. T. Branickii aus
Südamerika.
Lanthonotus n. gen. Steindachner Anzeiger Akad. Wien
Juli 1877; Annais nat. hist. 20 p. 160. Kein äusseres Ohr, Kopf
deprimirt, oval, bedeckt mit sehr kleinen zum Theil gekielten Schil-
dern, der Rücken trägt einige Reihen grosser Höcker, auf deren
jedem ein gekieltes Hornschild liegt, die Zunge ist verlängert herz-
förmig, papillös, ohne Scheide, Gliedmassen und Zehen kurz, Auge
auffallend klein. Verf. nimmt diese Gattung als Repräsentanten
einer besonderen Familie , die zunächst mit Heloderma verwandt ist.
L. Borneensis von Borneo.
Lacertae. Max Weber veröffentlichte eine Arbeit: die Neben-
organe des Auges der einheimischen Lacertidae. Archiv für Naturg.
p. 261, Taf. 17—19.
Kriesch spricht über die Raubthier-Natur von Lacerta viri-
dis. Zool. Garten p. 140. — Auch v. Freyberg theilt seine Er-
fahrungen über L. viridis mit Ib. p. 210.
J. von Bedriaga Hess sich von Neuem über die Farbenbil-
dung bei den Eidechsen vernehmen. Er sucht seine neueren Beob-
achtungen mit den älteren in Uebereinstimmung zu bringen. Bullet.
Soc. imp. de Moscou 1877, 11. p. 46.
Hartmann äusserte sich über Ermer's Lacerta muralis coe-
rulea vom Faraglioni- Felsen^ und die Entstehung ihrer Farben.
Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 206.
Bedriaga gab einen Beitrag zur Kenntniss der Mauereidechsen
Archiv für Naturgesch. p. 113.
Braun schrieb eine Inaugural-Dissertation in Würzburg über
„Lacerta Lilfordi und Lacerta muralis, zugleich ein Beitrag zur
Reptilienfauna der kleinen Inseln des Mittelmeeres-'. Er beschreibt
zunächst die Lacerta Lilfordi Gthr., dann die Lacerta muralis aus
118 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
der Umgebung von Mahon (Menorka), von der Isla deu Colon, von
der Isla de Sargantanas, von der Isla del Rey. Er geht darauf aus
zu zeigen, dass auch L. Lilfordi von L. muralis abstamme und be-
nutzt dazu auch die abweichende Färbung der Jungen von den Alten.
Von den verschiedenen Racen von L. muralis ist die Beschildung
des Kopfes abgebildet, ebenso die Rückenkörner von L. Lilfordi,
muralis, faraglionensis und melisellensis.
Strauch gab eine Uebersicht von 14 Arten der Gattung Po-
darcis (Eremias) in russischer Sprache, und beschrieb folgende als
neu: P. Pylzom, quadridens, Kessleri, planiceps, intermedia, hrachy-
dactyla, Frzewälskii sämmtlich aus der Mongolei. Reise Prsche-
walski 1. c. p. 2S tab. 4—7.
Ghamaeleontes. Stecker fand den Corpus von Chamaeleon
von den übrigen Sauriern wenig abweichend, wogegen sich der
Tarsus nicht so leicht auf den bei den Sauriern von Born darge-
stellten Typus zurückführen lässt. Die Form des Tarsus bei den
Ascalaboten, Leguanen und Lacerten sei nicht die normale, sondern
als eine von dem regelmässigen Typus mehr oder weniger ab-
weichende anzusehen. Mit zwei Tafeln. Wiener Sitzungsber. 75 p. 7.
Chamaeleon gallus Günther Annais nat. hist. 19 p. 315 pl. 16
fig. B von Madagaskar.
Ägamae. Agama picticauda aus AdS Foah, Acera und Came-
runs und infralineata aus Otjimbingue Peters. Berliner Monatsber.
p. 612.
Ein Ungenannter theilt die Beobachtungen mit, welche er
am Hardun, Stellio vulgaris, gemacht hat. Zool. Garten p. 314.
Phrynocephalus PrzewalsJcii, afßnis, frontalis, versicolor, Vlan-
galii Strauch Reise des Oberstlieutn. Prschewalski 1. c. p. 10 tab.
II und III aus der Mongolei.
Geckones. Braun, zur Bedeutung der Cuticularhärchen auf
den Hatflappen der Geckotiden , Arbeiten a. d. zool. zoot. Institut
"^ürzburg IV. p. 231. Er sucht die Bedeutung der Häutungshärchen
darin, dass sie zur mechanischen Trennung der Schichten zum min-
desten beitragen, wenn sie sie nicht allein veranlassen.
Platydactylus chalioua, auriculatus, crepuscularis und VieiUardi
Bavay Mem. Soc. Linn. Normandic XV. von Neu-Caledonien.
Peripia torresiana Günther Annais nat, hist. 19 p. 415 von
den Inseln der Torresstrasse.
Phyllopezus Paters Berliner Monatsber. p. 415. Unter der
Basis der Finger und Zehen eine einfache Reihe von Querlamellen,
die letzten beiden Glieder aller fünf Finger und Zehen verschmälert
und mit einer Kralle versehen. Von Gehyra verschieden dadurch,
dass auch der erste Finger und die erste Zehe mit verschmälerten
Endgliedern und einer Kralle versehen sind. Ph. goyazensis Fig. 1
aus Brasilien.
während des Jahres 1877. 119
Phyllodactylus nigrofasciatus Cope Proc. Araer. philos. Soc. 17.
p. 20 aus Peru.
Thecadactylus australis Günther Annais nat. hist. 19 p. 414
von den Inseln der Torresstrasse,
Gymnodactylus jeyporensis Beddome Proc. zool. soc. p. 685
von Madras, Yeypore hills, 4200 Fuss ü. M. — G. Candeloti Bavay
Mem. Soc. Linn. Normandie XV. von Neu-Caledonieu.
Nephrurus n. gen. Günther, Journal des Museum Godeffroy
XII p. 46. Oberseite fein gekörnt mit runden Gruppen conischer
Tuberkeln, deren mittelste die grösste; Zehen nicht verbreitert,
cylindrisch, von massiger Länge, jede mit einer nicht zurückzieh,
baren Kralle, an der Unterfläche gekörnt; Pupille vertical; oberes
Augenlied durch eine Falte von der Kopfhaut getrennt, mit vor-
springendem Rande; unteres Augenlied durch eine deutliche Faltd
angezeigt; Schwanz sehr kurz und klein, vorn angeschwollen, hinten
dünn und verschmälert, mit kugligem, nierenförmigen Knopf en-
digend. N. äsper von Poak Downs.
Ftychopleurae. Cope spaltet die Gattung Gerrhonotus in vier
Gattungen: 1) Pterogasterus Peale et Green, drei Paar Inter-
nasalschildern, Interfrontonasalia und Frontonasalia vorhanden. 2)
Gerrhonotus Wiegm., zwei Paar Internasalia, Interfrontonasalia
und Frontonasalia vorhanden. 3) Mesaspis Cope n. gen. zwei
Paar Internasalia, Interfrontonasal vorhanden, Frontonasalia fehlend
4) Barissia Gray zwei Paar Internasalia, Interfrontonasalia fehlend.
Frontonasalia vorhanden. Als neu werden dazu beschrieben: Pte-
rogasterus modestus von Guatemala und Gerrhonotus monticolus vom
Gipfel des Pico blanco 11500' in Costa Rica. Proc. Amer. phil.
Soc. 17. p. 96.
Lepidophynia spec.l F. Müller, Yerhandl. naturf. Ges. in
Basel VI. p. 390 pl. I und II von Guatemala, ist wahrscheinlich L.
Smithii Bocourt,
Simons beobachtete, dass Pseudopus Pallasii Töne von sich
geben kann, die glockenhell genannt werden, und die Verfasser für
einen Ausdruck des Unbehagens ansieht. Zool. Garten p. 230.
Scinci. Lataste erklärt das elegante Netz von Kanälen in
den verknöcherten Schuppen der Scincoiden für dem Circulations-
systeme angehörig, nicht für einen supplementären Respirations-
apparat, wie Blanchard meinte. Association frangaise pour l'avan-
cement des sciences, Clermout-Ferraud p. 543.
Hinulia megaspüa Günther, Proc. zool. soc. p. 128 pl. 20 von
Duke of York Island.
Carlia Macfarlani Günther, Annais nat. bist. 19 p. 413 von
den Inseln der Torresstrasse.
Lygosoma arbormn, austro-caledonica, Beplanchei, gracilis Ba-
vay Mem, Soc. Linn. Normandie XV. von Neucaledonien. — Lygo-
120 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
soma heterodactyJum Günther, Journal des Museum Godeffroy XII
p. 45 von Peak Downs.
Bhodona fragilis Günther, Journal des Museum Godeffroy XII
p. 45 von Peak Downs.
Eumeces Garnieri Bavay Mem. Sog. Linn. Normandie XV. von
Neu-Caledonien.
Tropidolepisma varidbüis Bavay Mem. Soc. Linn. Normandie
XV. von Neu-Caledonien.
Euprepes resplendens Peters, Berliner Monatsber. p. 416 von den
Fidji-Inseln.
Gongylus melanurus und melanopleura Günther, Annais nat.
hist. 19 p. 314 von Madagascar.
Anotes n. gen. Marieri Bavay, Mem. Soc. Linn. Normandie
XV. von Neu-Caledonien.
Cercosaura (Pantodactylus) quadrilineata Böttger von Sao
Paulo in Brasilien. Bericht über die Senckenbergische Ges. 1875 — 76
p. 141.
Delma orientalis Günther, Journal des Museum Godeffroy XII
p. 45 von Peak Downs.
Herpetosaura occidentalis Peters, Berliner Monatsber. p. 416
aus Cameruns, Westafrica.
Äcontias holomelas Günther, Annais nat. hist. 19 p. 313 pl. 16
fig. A von Madagaskar.
Serpentes.
Leydig berichtete über das Vorkommen der becherförmigen
Organe (Geschmacksknospen) bei den Giftschlangen und zeigt, dass
dieselben nicht bloss an den Falten der Schleimhaut für die Zähne
der Ober- und Unterkinnlade, sowie der Gaumenzähne sich finden,
sondern auch an den weiter nach einwärts gelegenen Gaumenfalten
im engeren Sinn, allwo sie zum Theil in Gruppen beisammen stehen.
Sitzungsber. Niederrhein. Ges. in Bonn p. 191.
Typhlina. Typhlops acuticaudus Peters, Berliner Monatsber.
p. 416 von Palaos. — T. (Onychocephalus) augusticeps Peters ib.
aus Neu-Caledonien. — T. madagascariensis Böttger Abhandl. der
Senckenbergischen Ges. XI p. 3 Taf. I Fig. 1 von Nossi-Be bei
Madagaskar.
Feropodes. Boa Ortoni Cope Proc, Amer. philos. soc. 17 p.l9,
aus Peru. Bei dieser Gelegenheit werden fünf Arten charakterisirt.
Eunectes murinus gebar im liondoner zoologischen Garten
mehrere Junge, eine Bestätigung der Angabe, dass sie lebendig ge-
bärend sei. Zool. Garten p. 340.
während des Jahres 1877. 121
Erebophis n. gen. Erycidarum Günther, Proc. zool. soc.
p. 131. Körper kräftig und dick, bedeckt mit kurzen Schuppen in
zaWreichen Reihen, stark gekielt; Kopf ähnlich wie Crotahis, oben
und seitlich mit zahlreichen Schuppen bedeckt; Rostrale flach, ab-
gestutzt, schief, nicht bis zur Schnauzenoberfläche sich ausdehnend;
Naslöcher sehr klein, mitten in einem länglichen Schilde; Augen
klein, von kleinen Schuppen umgeben; Ventralia ziemlich schmal;
Schwanz sehr kurz, schwach prehensil, mit einer einfachen Reihe
Subcaudalia; zahlreiche Zähne in beiden Kiefern, die vorderen im
Oberkiefer, Unterkiefer und am Gaumen sehr gross, Zunge dünn,
keine Rudimente der Hintergliedmassen. E. asper pl. 21 von Duke-
of-York Island.
Calamarina. OUgodon travancoricwn Beddome, Proc. zool.
soc. p. 685 von Madras, 3000 Fuss ü. M.
Uropeltina. Beddome stellte drei neue Schlangen aus der
Familie Uropeltidae aus dem südlichen Indien auf: Plactyplcctrurus
madurensis, Madura-District, Süyhura dindigalensis, Sirumullay hills,
und S. macrorhyncha, Anamallay-Gebirge. Proc. zool. soc. p. 167.
Coronellina. Ablabes Homeyeri Peters, Berliner Monatsber.
p. 620 von Pungo Andongo.
Schweder giebt Coronella austriaca als bei Kaugern vorge-
kommen an. Corr.-Bl. des Naturf.-Vereins zu Riga 22 p. 62.
Natricina. Tropidonotus hypomelas Günther Proc. zool. soc.
p. 130 von Duke-of-York Island.
Eelicops trivittatus Cope Proc. Amer. phil. Soc. 17 p. 92 aus
Argentina.
Golubrina- Strauch hat Zamensis spinalis Peters abbilden
lassen. Reise nach Mongolien l. c. p. 46 tab. 8.
Dryadidae. Bryopliylax vitelUnus Cope Proc. Amer. philos.
soc. 17. p. 17 aus Peru.
Bromicus chitdlonensis F. Müller, Verhandl. der Naturf.-Ges.
in Basel VI p. 407 aus Guatemala. — Br. (Älsophis) macidivittis
Peters, Berliner Monatsber, p. 458 aus Venezuela.
Dendrophidae. DendropMs macrops Günther, Proc. zool. soc.
p. 131 von Duke-of-York Island.
ScytalidaG- Oxyrrhoptis rusticus Cope Proc. Amer. phil. soc.
17 p. 92 aus Argentina.
Ätractaspidae. Atractaspis congka aus Chinchoxo, Hüde-
brandti von Zanzibar und natalensis Peters, Berliner Monatsber.
p. 616.
Hydrina. Peters hält Platurus laticaudatus L. und Platurus
colubrinus Schneider trotz ihrer Verschiedenheit für einer und der-
selben Art angehörig, und stellt die zahlreichen Varietäten zusammen.
Berliner Monatsber. p. 417.
122 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
Aipisurus Buhoisii und clielonicephalus Bavay Mem. Soc. Linn.
Normandie XV.
Viperina. Schweder beschreibt Vipera berus var. prester, bei
Ringmundshof getödtet. Corr.-Bl. des Naturf. - Vereins zu Riga
22. p. 61.
Crotalina. Bothrops {Bothriechis) BernouUii F. Müller, Ver-
handl. der Naturforsch. -Ges. in Basel VI. p. 399.
Batrachia.
Lataste konnte ohne Nachtheil Batrachier, sowohl geschwänzte
wie ungeschwänzte, in die Hand nehmen, selbst wenn er am Daumen
Wunden hatte. Er fühlte in der Wunde nur ein leises Brennen.
Oft hat er sogar die Hautsecretion von Salamandra und Bufo ins
Gesicht, ins Auge und in den Mund bekommen, ohne die geringste
Unbehaglichkeit. Association frangaise pour l'avancement des sciences,
Clermont-Ferrand, p. 541.
£candata.
Leydig gab als besonderes Buch „Die anuren Batrachier der
deutschen Fauna" Bonn 1877 mit 9 Tafeln heraus. Er behandelt
die 11 Arten: Bufo vulgaris Laur., variabilis Pall., calamita Laur.,
Bombinator igneus Rösel, Alytes obstetricans Laur , Pelobates fuscus
Laur., Hyla arborea L., Rana esculenta L., fusca Rösel (platyrhinus
Steenstr.), arvalis Nilss. (oxyrrhinus Steenstr.) und agilis T-homas.
Es werden vier Familien unterschieden : Bufonina mit der Gatt.
Bufo, Bombinatores mit den Gatt. Bombinator, Alytes und Pelobates,
Calamitae mit der Gatt. Hyla und Ranina mit der Gatt. Rana. Bei
jeder Art werden in besonderen Abschnitten die Kennzeichen, das
Vorkommen, Bemerkungen zur Form und Farbe, zur Entwicklung
und Biologisches, zur Anatomie mit einem Anhange Geschichtliches
und Kritisches abgehandelt. In einer Beilage wird die Frage nach
den Bastardformen besprochen und endlich einige Missbildungen er-
wähnt. Ein vortreffliches Buch.
Lessona hat in einer grösseren Abhandlung, Atti della R.
accademia dei Lincei I, 1877 p. 1019 — 1098 seine Studien an den
ungeschwänzten Batrachiern Piemonts bekannt gemacht. Von den
14 europäischen Arten kommen in Piemont 7 vor: Rana esculenta
L., temporaria L., agilis Thomas, Pelobates fuscus Wagl., Hyla vi-
ridis Laur., Bufo vulgaris Laur. und viridis Laur. Nachdem die
Beobachtungen über Vorkommen und Verbreitung, so wie über die
Nahrung der Gattungen Rana, Bufo und Hyla besprochen sind, be-
richtet Verf. über die Fortpflanzung und geht namentlicl: auf eine
1
während des Jahres 1877. 123
Vergleichung der Larven der einzelnen Arien in den verschiedenen
Alterszuständen ein, wobei die Eier der sieben Arten tabellarisch
unterschieden werden ; ebenso die Larven in dem Stadium vom Aus-
schlüpfen aus dem Ei bis zum Schwinden der Kiemen, im zweiten
von dem Schwinden der Kiemen bis zum Auftreten der ersten Ru-
dimente der hinteren Gliedmassen, im dritten von da bis zur völligen
Entwicklung der Hinterbeine, endlich im vierten von da bis
zum Schwinden des Schwanzes. Endlich ist die ausführliche Be-
schreibung der einzelnen Arten nach den Geschlechtern und Varie-
täten gegeben. Die Abhandlung ist von fünf colorirten Tafeln be-
gleitet.
Lataste fand, dass bei den Larven einiger ßatrachier, wenn
die Kiemen verloren gegangen sind, die Spalte zum Austritt des
Wassers nicht wie bei den meisten an der linken Seite bleibt, sondern
unten in der Mitte auftritt. So ist es, wie er bereits früher be-
merkte, bei Alytes und Pelodytes, und auch, wie er nunmehr fand,
bei Bombinator igneus. Actes de la Soc. Linn, de Bordeaux 31.
1876; Journal de Zoologie VL p. 71.
Nussbaura machte eine Bemerkung über die Endigung der
Wimpertrichter in der Niere der Anuren, Rana und Bufo. Sitzungs-
ber. Niederrhein. Ges. in Bonn p. 122.
Ferner sprach derselbe über die Secretion der Niere und
über die Verbindung der Samen und Harn bereitenden Drüsen-
schläuche in der Niere der Batrachier. Ib. p. 277.
Lataste sprach über die Eier der ungeschwänzten Batrachier
und ihre Anordnung in Klumpen oder Schnüren. Zwei, vielleicht
drei Arten Epithelzellen sondern den ausserhalb der Dottermembran
befindlichen Theil des Batrachiereies ab. Die Zellen der röhrigen
Drüsen des eigentlichen Oviducts liefern die Masse dieser Substanz,
die Epithelzellen des Oviducts eine klebrige eingeschaltete Substanz,
die Epithelzellen des Uterus eine äussere klebrige Substanz. Wenn
der Oviduct in seinem ganzen Verlaufe eng ist, kommt jedes Ei
umgeben von seiner eigenen Schleimhülle in den Uterus, und man
hat dann die Klumpenforra (Rana, H^yla) ; wenn dagegen der Oviduct
sich allmählich erweitert und mit dem Uterus confundirt, wird jedes
Ei, welches anfangs eine eigene Schleimhülle hat, später in eine
gemeinsame Masse eingehüllt und man hat die Form von Schnüren
(Bufo, Pelobates). Association frangaise pour l'avanceraent des
Sciences, Clermont-Ferrand, p. 541.
Pipidae* Wilder suchte den Widerspruch zwischen den
älteren Angaben von Wyman, 1854, und den neueren eines Unge-
nannten in Nature 1877 p. 492 zu lösen. Es handelt sich darum,
ob Pipa im Larvenzustande Kiemen hat oder nicht. Es scheint
doch, dass zu einer gewissen Periode vor dem Auschlüpfen aus dem
124 Troscliel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
Ei äussere Kiemen vorhanden sind. The American Naturalist XI.
p. 491.
Ranidae. Alexander Brandt machte fragmentarische Bemer-
kungen über das Ovarium des Frosches, die sich auf die Art und
Weise, wie die reifen Eier in die Peritonealhöhle gelangen, und auf
den ersten Ursprung der Eianlagen beziehen. Zeitschr. für wiss.
Zoologie 28 p, 575.
Strobel constatirte drei Fälle von Polymelie bei Rana escu-
lenta und temporaria, und bildete sie ab. Atti della Soc. Ital. di
sc. nat. XVIII fasc. 4. — Ib. XIX. p. 385 beschrieb Strobel wieder
einige solche Fälle mit Abbildung. — Auch Sordelli beschrieb einen
Frosch mit fünf Beinen ib. p. 382.
Bana inguinalis Günther Annais nat. bist. 19 p. 316 von
Madagascar.
CyclorhampJms angustipes und pustulosus Cope Proc. Amer.
phil. Soc. 17 p. 22 aus Peru.
Gar man schildert die ziemlich auffällige Entwickelung der
Gattung Pseudis, mit dem abgesetzten Daumen der Vorderglied-
massen, und bei der die Larve viel grösser ist als das reife Thier.
Er erkennt übrigens in der Gattung Batrachichthys, welche Pizarro
in Archivos do Museu Nacional do Rio de Janeiro I. p. 31, 1876 be-
schrieben hat, die Larve von Pseudis. The American Naturalist XI.
p. 587.
Brocchi beschrieb das Skelet von Hemiphractus scutatus.
Im Unterkiefer findet sich vorn jederseits ein starker Zahn, und am
Rande eine Reihe feiner dreieckiger Zähnchen. Ein Durchschnitt
derselben zeigt, dass sie hauptsächlich aus Knochengewebe bestehen
und nur von einer amorphen Schicht überzogen sind. Sie sind also
nicht eigentliche Zähne, sondern ein integrirender Theil des Kiefers,
übernehmen aber physiologisch die Rolle von Zähnen. Im Ganzen
nähert das Skelet diese Gattung Hemiphractus mehr den Kröten als
den Fröschen, aber die Zähne des Oberkiefers entfernen sie wieder
von den Kröten. Verf. stimmt also Espada zu, der 1870 im Jornal
de sciencias physicas, mathematicas et naturaes, Lisboa, welche
Zeitschrift mir nicht zugänglich geworden ist, eine eigene F'amilie
gründete und in derselben die Gattungen Hemiphractus Wagl. und
Cerathyla Espada unterschied. Anuales des sc, nat. VI. Article 7
mit Tafel 16.
Gystignathidae. De Betta, über Cystignathus ocellatus (L.)
Wagl. (Rana ocellata Schneider) aus Südamerika. Atti del Istituto
Veneto IL p. 695. — C. labialis Cope Proc. Amer. phil. Soc. 17
p. 90 aus Mexico.
Pleurodema Sachsi Peters Berliner Monatsber. p. 460 aus Ve-
nezuela. — PI. einer eum Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17 p. 24
aus Peru,
während des Jahres 1877. 125
Discoglossidae. Chiroleptes brevipälmatus Günther Journal des
Museum Godeffroy XII. p. 74 von Peak Downs.
Bombinatoridae. Born hat an Larven von Pelobates fuscus
einen Thränengang entdeckt. Er kommt auch bei Triton und Sala-
mandra vor. 54. Jahresbericht der Schlesischen Ges. für vaterl. Cul-
tur, 1876 p. 42.
Wir können nicht unterlassen auf die Kritik von His über
Götte's Entwickelungsgeschichte der Unke, als Grundlage einer ver-
gleichenden Morphologie der Wirbelthiere hinzuweisen. His und
Braune Zeitschr. für Anat, und Entwickelungsgeschichte I. p. 298
und 466.
Rhinodermatidae. Eine sehr interessante Entdeckung über die
Fortpflanzung des Rhinoderma Darwinii, welche in den Anales de la
Sociedad Espanola de Historia Natural I. p. 139. 1872 veröffent-
licht war, wurde von Spengel in der Zeitschr. für wiss. Zoologie
29 p. 495 in deutscher Uebersetzung mitgetheilt. Verf. weist nach,
dass die Angabe von Gay, dieser Frosch sei lebendig gebärend, auf
einem Irrthum beruhe, dass vielmehr die Männchen die jungen
Larven in ihren Kehlsack aufnehmen, und dass diese daselbst ihre
Entwickelung durchmachen.
Bufonidae. Bufo melanochlorus und canaliferus Cope Proc. Amer.
phil. Soc. 17 p. 85, erstere Art von Costa Rica, letztere von Tehu-
antepec. ~ B. travancoricus Bcddome Proc. zool. soc. p. 685 von
Travancore, Madras. — B. Baddei Strauch Reise nach Mongolien
1. c. p. 53 aus der Provinz Ordos und aus der Alaschanischen Wüste.
Polypedatidae. Microdiscopus Peters Berliner Monatsber.
p. 421. Zähne am Ober- und Zwischenkiefer, keine am Gaumen;
Zunge oval, ganzrandig, an den Seiten und am hintern Drittel frei;
Gehörtuben deutlich; ein knöchernes, an der Basis dreitheiliges,
griffeiförmiges, vorn in eine knorpelige Platte verbreitertes Manubrium
sterni, Coracoideum schmal, dem sich nach der Mittelliinie sehr ver-
breiternden Epicoracoideum parallel; ein breites knorpeliges Epister-
num; Sacralfortsätze schmal, nicht verbreitert; Finger an den
Enden abgerundet; Zehen durch Schwimmhäute verbunden, mit
kleinen aber deutlichen Haftscheiben. Wird mit Ixalus verglichen.
M. sumatranus von Sumatra, Fig. 4.
Hyperolius leptosomas und adspersus Peters Berliner Monats-
ber. p. 619 von Chinchoxo.
Hylodidae. Phyllohates cystignathoides Cope Proc. Amer. phil.
Soc. 17 p. 89 von Vera Cruz.
Hylidae. Oskar Boettger unterscheidet fünf Rassen beim
Laubfrosch ; 1) die nord- und mitteleuropäische Hyla arborea L. ty-
pus, Deutschland und Oesterreich, 2) meridionalis B., Südfrankreich,
Canarische Inseln, Nordafrica, 3) frenatus B., J^i^an, 4) japonicus
Gthr., Japan, 5) chinensis Gthr., nördliches China. Er sucht die
126 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Herpetologie
Entstehung derselben zu erklären, was auf die Annahme einer Art
Mimikri hinausläuft. Zool. Garten p. 27.
Hyla spüomma und distincta Cope Proc. Amer. phil, Soc. 17
p. 86 von Vera Cruz. — H. thesaurmsis Peters Berliner Monatsber.
p. 421 von den Salomonsinseln. — H. Fordii Günther Journal des
Museum Godeffroy XII. p. 47 von Rockhampton.
Chorophüus cuzcanus Cope Proc. Amer. -philos. Soc. 17 p. 21
aus Peru. — Ch. verrucosus Cope ib. p. 87 aus Florida.
Lithodytes lanciformis und pelviculus Cope ib. p. 88 von der
Westküste Centralamerica's.
Hylaedactylidae. Galiläa notosticta Günther Annais nat. bist.
19 p. 316 pl. 16 Fig. C. von Madagascar.
€aiiclata.
Wieder sheim, Das Kopfskelet der Urodelen, ein Beitrag
zur vergleichenden Anatomie des Wirbelthier-Schädels mit 9 Tafeln.
Morphologisches Jahrbuch III. p. 352 and 459. Die Schädel der
weitaus meisten Gattungen werden ausführlich beschrieben und ab-
gebildet. In dem Schlussabschnitt „allgemeine Ergebnisse und Re-
flexionen" wird denn auch ein Stammbaum gegeben.
Parker, On the structure and development of the skull in
the Urodelous Amphibia Part. I. Philosophical Transactions of the
Royal Sooiety 1877 p. 529—597. pl. 21—29.
Salamandrina* Schnetzler tödtete eine weibliche Salaman-
dra maculosa durch Chloroform, öffnete sie ^/^ Stunden nach dem
Tode, und fand in ihr 40 Larven. Er warf diese in Wasser, worin sie
munter umherschwammen, und vom 19. November bis znm Februar
lebten. Da die jungen Salamander schon im August oder September
die Kiemen verlieren, glaubt Verf., dass das von ihm beobachtete
und 2 Monate in Gefangenschaft gehaltene Weibchen wegen Mangels
an Wasser die Geburt verzögert habe. Bull, de la Soc. Vaudoise
XIV p. 440.
Reinhardt hat bei dem Dorfe Clötze in der Altmark die
Salamandra maculosa lebend gefangen. Zool. Garten p, 334.
Fräulein Marie von Chauvin, der die Wissenschaft schon
eine Aufklärung über die Umwandlung des Axolotl in Amblystoma
verdankt, hat über das Anpassungsvermögen der Larven von Sala-
mandra atra Versuche angestellt, die zu guten Resultaten geführt
haben. Bekanntlich bringt Salamandra atra lebendige Junge zur
Welt, und zwar nur zwei, die bereits im Uterus ihre Verwandlung
durchgemacht haben, und sofort zum Landleben befähigt sind.
Verfasserin geht von dem Grundsatz aus, dass einst diese Art ebenso
sich entwickelt habe, wie S. maculosa, dass sie aber bei Hebung
der Alpen sich dem Wassermangel angepasst habe. Sie versuchte
während des Jahres 1877. 127
nun, die jungen Larven ins Wasser zu bringen, in der Hoffnung,
sie längere Zeit auf der niederen Stufe des kiemenathmenden Indi-
viduums bannen zu können. Der Versuch gelang insoweit, als eine
Larve, nachdem sie neue Kiemen bekommen hatte, 14 Wochen im
Wasser zubrachte, dann aber sich in den Landsalamander umwan-
delte. Sie hatte dadurch einen hohen Grad von Anpassungsver-
mögen gezeigt. Eine zweite Larve konnte 19 Tage im Wasser er-
halten werden, bis sie sich verwandelt hatte. Alle übrigen Larven
starben in 6 — 10 Tagen. Zeitschr. für wissensch. Zoologie 29 p. 325
—351 mit Taf. 22.
V. Siebold hat auf einige Irrthümer in den Citaten von de
Filippi's Aufsatz über die Larve des Triton alpestris aufmerksam
gemacht, und theilt denselben in der üebersetzung mit. Er erschien
1861 in Archivio per la Zoologia. Verf. beschrieb darin Larven
von Triton alpestris, welche in einer hochgelegenen Lache bei An-
dermatten lebten, und geschlechtsreif waren, obgleich sie die Kiemen
noch nicht abgeworfen hatten, v. Siebold vergleicht diese Erschei-
nung mit Siredon mexicanus. Zeitschr. für wiss. Zoologie 28 p. 69.
Die Beobachtungen über den Triton taeniatus (vgl. vorj. Ber.
p. 116) von Van Hasselt sind auch in Baumhauer Archives Neer-
landaises des sc. exactes et naturellys XII. p. 285 mitgctheilt.
Lataste, Sur l'habitat du Triton vittatüs Gray, et sur l'identi-
fication de cette espece avec le Triton ophryticus Berthold, weist
zunächst nach, dass Triton vittatüs eine gute Art sei, und weder
eine Varietät noch ein Bastard der europäischen Arten, ferner, dass
er aus Syrien stamme, und dass alle anderen Angaben aufirrthümern
beruhen. Schliesslich wird nachgewiesen , dass Triton ophryticus
Berthold mit dieser Art identisch sei. Bull, de la soc. zool. de
France 1877.
Wood-Mason fand einen Wassersalamander, Tylototriton ver-
rucosus, der auch im W^estlichen China vorkommt, im Darjiling-Ge-
birge in Bengalen. Proc. Asiat, soc. of Bengal Febr. 1877; Annais
nat. bist. p. 509.
Troschel, über Onychodactylus japonicus Bonap. Daselbst
werden beide Geschlechter des Thieres im erwachsenen und Larven-
zustande beschrieben. Archiv für Naturgesch. p. 199 Taf. XV.
Amphiumidae. Grote, welcher gegen hundert Exemplare von
Menopoma alleghaniense untersuchte, hält M. fiiscum Holbr. nur für
eine Varietät. Das Thier wirft eine dünne Membran ab, die äusserste
Schicht der Haut, welche das Thier verschlingt. Im August und
September wurden die Eier abgelegt, und zwar in Schnüren. Proc.
Amer. Association for the advancement of science.
Perennibranchiata. v. Rennenfeld glaubt die Erfahrung ge-
macht zu haben, dass das Aufbewahren der Axolotl in einem violetten
128 Troschel: Bericht üb. d.Leist in d.Herpetologie währ. d. J. 1877.
Glase von günstigem Einfluss auf ihr Gedeihen sei. Correspondenz-
bl. des Naturforscher- Vereins zu Riga XXII. p. 4.
J. von Bedriaga zeigt an, dass ihm schon vor drei Jahren
die Umwandlung des Axolotl in ein Amblystoma auf künstlichem
Wege gelungen sei, und theilt als Beleg dafür einen 1873 an Herrn
Blanchard in Paris gerichteten Brief mit. Zool. Garten p. 132.
Fischer hielt einen Vortrag über die Umwandlung des mexi-
canischen Axolotl in eine Salamanderform, wobei er auch von seinen
eigenen Beobachtungen sprach. 7. Jahresbericht des Vereins in
Magdeburg p. 75.
Pestalozzi lieferte einen Beitrag zur Kenntniss des Verdau-
ungskanals von Siredon pisciformis, indem er die Intermaxillardrüse
und die Schnauzendrüsen, die Mundhöhle, den Oesophagus, Magen,
Duodenum und Dünndarm, Rectum und Mesenterium genauer beschrieb.
Verhandl. phys. medic. Ges. in Würzburg XII. p. 83 mit Tafel III.
Wiedersheim errinnert mit Bezugnahme auf Schulze's Beob-
achtung, dass Proteus anguinus eierlegend sei, an einen in Vergessen-
heit gerathenen Aufsatz von Michahelles, der den Gebäract dieses
Thieres protocoUirte. Morphologisches Jahrbuch III. p. 632.
Wiedersheim erinnert an die Beobachtung Cope's, dass ein
Exemplar von Siren lacertina, welches die Kiemen verloren hatte,
neue Kiemen erhielt, und fordert auch bei Siren zu ümwandlungs-
versuchen auf, wie sie durch Fräulein von Chauvin mit so grossem
Erfolg beim Axolotl durchgeführt worden sind. Morphologisches
Jahrbuch III. p. 630.
Apocla.
Caecilia isthmica Cope Proc. Amer. phil. Soc. 17 p. 91 von
der Ostseite des Isthmus von Darien. — G. dorsdlis Peters Berliner
Monatsber. p, 459 von Angostura am Orinoco, ist abgebildet.
Siphonops proximus, simus und oligozonus Cope Proc. Amer.
phil. Soc. 17 p. 90 von Costa Rica.
Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
während des Jahres 1877.
Von
Troschel.
Wilder sprach über das Gehirn fischähnlicher Wirbel-
thiere, und theilte die Resultate seiner Untersuchungen
mit. Proceed. Amer. Assoc. advancement of science. Buf-
falo p. 257.
Baraldi machte Untersuchungen über die Homologie
zwischen den accessorischen Respirationsorganen der Fische
und den accessorischen Gehörsorganen der übrigen Wirbel-
thiere. Er suchte zu beweisen, dass der letzte Kiemen-
hautstrahl dem Trommelring und die Kiemenhaut dem
Trommelfell den Ursprung giebt. Er stimmt Geoffroy St.
Hilaire, Huxley und Gegenbaur bei, welche die Pharyngo-
opercular-Spalte der Fische für homolog der Eustachischen
Röhre, der Trommelhöhle und dem äusseren Gehörgang
halten; er hält mit Gegenbaur das Hyomandibulare, das
Symplecticum, das Quadratbein oder Jugale (Cuvier) und
das Articulare der Fische für entsprechend dem Steigbügel,
dem Lenticulare, dem Ambos und dem Hammer der Säuge-
thiere; er erkennt mit Carus, dass die Kiemendeckel der
Fische die Knorpel der Ohrmuschel der Säugethiere bilden;
endlich hält er mit Blainville das Praeoperculum der Fische
für homolog dem zygomaticum der Säugethiere. Atti della
Soc. Toscana III. p. 1.
Calberla, zur Entwickelung des Medullarr obres und
der Chorda dorsalis der Teleostier und der Petromyzonten.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. J
130 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
Er kommt zu dem Schluss, dass die Entwickelung des
Rückenmarkes und seines Centralcanales bei den Teleo-
stiern und Petromyzonten keineswegs fundamental von der
bei den übrigen Wirbeltliieren beobachteten Entwicklungs-
weise verschieden sei. Auch bei ihnen stammen die den
Medullarcanal begrenzenden Zellen von der äusseren Schicht
des Ectoderm. Morphologisches Jahrbuch III. p. 226 mit
Tafel 12 u. 13.
Solger machte eine zweite Mittheilung über Seiten-
organe der Knochenfische. Er beschreibt zunächst die
freistehenden Seitenorgane von Gobius-Arten , dann die
Seitenorgane in Kanälen. Die Cupula der in den Kanälen
geborgenen Seitenorgane entspricht höchst wahrscheinlich
der „hyalinen Röhre" der freistehenden. Centralblatt f. d.
med. Wissensch. 1877, No. 45.
Parker und Bettany haben ein eigenes Buch „The
Morphology of the skull London 1877" herausgegeben. Von
Fischen sind Scyllium canicula, Raja maculata und der
Salm ausführlich beschrieben, woran sich dann eine Be-
trachtung der Fischschädel überhaupt anschliesst.
Winther hat eine vergleichend anatomische Unter-
suchung des Angesichts der Fische angestellt. Schiedte
Naturhist. tidsskrift X. p. 107 — 210 mit tab. IL und III.
Er stellt die Resultate in 16 Punkten zusammen: 1) den
Fischen fehlt der mittelste Stirnfortsatz, also auch ganz
das eigentliche Angesicht, die Nasengruben bleiben in ihrer
fötalen Form und die Mundhöhle ist nur homolog mit dem
Pharynx der höheren Wirbelthiere. Die Jacobsonschen Or-
gane sind persistent. 3) Die hinteren Naslöcher sind bei
den Fischen eine eigenthümliche Bildung, die von den Nas-
löchern der höheren Thiere ganz verschieden ist. 4) In
Folge des Mangels des eigentlichen Gesichts treten die
Oberkieferbeine nur als Ast des Gaumenbeins auf und er-
reichen nur den hintern -Rand der Nasengrube. 5) Der
Mund wird vorn durch zwei Blasteme geschlossen, Zwischen-
lippenblasteme, die unter den Jacobson'schen Organen auf-
treten, und den Fischen eigenthümlich sind. 6) Die Fische
haben keine Zwischen- und Oberkiefer ; ihr Oberlippenbein
und Zwischenlippenbein sind nur analog, aber nicht homo-
wälirend des Jahres 1877- 131
log mit den Ober- und Zwischenkieferbeinen der höheren
Wirbelthiere. 7) Die Zwischenlippenbeiue entwickeln sich
in den Zwischenlippenblastemen. 8) Es ist nur ein fötaler
Bogen vorhanden, weil der Ethmo -orbital-Bogen wegen
des Fehlens des mittelsten Stirnfortsatzes sich niemals aus-
bildet. 9) Der Rand der Nasenlöcher zeigt an dem erhöhten
Hinterrand nur eine Andeutung der Nasendecke der höheren
Wirbelthiere, weshalb auch das Nasenbein fehlt. 10) Das
Gaumensegel wird homolog mit dem Gaumendach der
höheren Wirbelthiere angelegt, seine Seitentheile sind ho-
molog mit den Seiten des Velum palatinum derselben. 11)
Die Mitte des Gaumensegels ist aus dem Zwischenlippen-
blastem gebildet, und ist daher für die Fische eine eigen-
thtimliche Bildung, die nur analog, aber nicht homolog ist
mit den Gaumentheilen der Zwischenkiefer der höheren
Wirbelthiere. 12) Die vorderen Oeffnungen der Tubae
Eustachii verschmelzen mit einander und bilden den Ein-
gang zur Kiemenhöhle und den beiden Kiemenspalten.
13) Die ursprüngliche Schlundöffnung der Fische, die
zwischen den vorderen Oeffnungen der Tubae Eustachii
liegt, verschwindet; und es bildet sich eine secundäre
Schlundöffnung hinter der Kiemenhöhle. 14) Die Kiemen-
höhle, die Kiemendeckel und die Kiemenhaut entsprechen
den Seiten und Vordertheilen des Halses der höheren
Wirbelthiere. 15) Die Grenze zwischen der eigentlichen
Mundhöhle und der Kiemenhöhle wird an der Decke der
Mundhöhle durch die Durchgangsstelle für die Hypophysis
bezeichnet. 16) Der Pericardialraum liegt ursprünglich
auf dem Hinterrande des zweiten Fötalbogens, unter den
übrigen Kiemenbogen, wird aber während der Entwicke-
lung hinter diese gedrängt, so dass die Vorderfläche des
Halses frei wird.
Thacher schrieb in Trans^actions Connecticut Aca-
demy III eine Abhandlung mit 12 Tafeln über die mitt-
leren und paarigen Flossen. Das Resultat ist der Gegen-
baur'schen Anschauung entgegen. Vergl. Dana and Silli-
man American Journal XIH. p. 323.
Thacher hat ferner ib. IV. p. 233 die Bauchflossen
der Ganoiden untersucht. Er erklärt hier die Gnathostomen
132 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
und Stapedifera (= Amniota + Amphibia) für genetische
Gruppen, d. h. Thiere die unter einander näher verwandt
sind, als eines von ihnen mit einem andern ausser der
Gruppe, stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab.
Die Gnathostomen minus der Elasmobranchier sind wieder
eine genetische Gruppe. Die Nasengrube ist, mit wenigen
Ausnahmen (Chromides und Pomacentridae), überbrückt,
niemals bei den Elasmobranchiern. Er nennt sie deshalb
Gephyrrhina, Die Stapedifera bilden mit den Dipnoi
eine genetische Gruppe. Sie haben hintere Naslöcher, die
sich in den Mund öffnen. Er nennt sie daher Choanata.
Moreau hat seine Untersuchungen über die Functionen
der Schwimmblase, über welche er bereits früher im Ein-
zelnen berichtet hatte (vergl. Ber. 1874 p. 94, 1875 p. 55
und 69), in umfangreicher Abhandlung, 85 Seiten mit 2
Tafeln, niedergelegt. Zuerst wird der Luftgang der
Schwimmblase und der sogenannte Sicherheitskanal, den
Verf. bei Caraux trachurus entdeckt hat, besprochen. Der
Luftgang ist dazu bestimmt, Luftblasen auszustossen, ebenso
wie der Sicherheitskanal; aber bei ersterem geschieht es
in gewissen Intervallen bei letzterem mehr continuirlich.
Die Schleihe braucht mehrere Tage, um die Luft wieder
zu erzeugen, der Caraux nur einige Stunden. Letzteres
wird durch die rothen Körper oder Wundernetze der
Schwimmblase ermöglicht. — Die Fische ohne Schwimm-
blase haben immer eine grössere Dichtigkeit als das Wasser
und ruhen auf dem Grunde, sind daher häufig platt, wie
die Kochen, Haie, Schollen u. s. w. Fische mit Schwimm-
blase werden leichter als das Wasser, wenn sie aus der
Tiefe an die Oberfläche kommen. Im folgenden Abschnitt
wird nachgewiesen, dass die Schwimmblase keinesweges
dazu dient, die Dichtigkeit zu Gunsten der Locomotion zu
ändern; dagegen, dass die Schwimmblase dazu benutzt wird,
die Dichtigkeit des Wassers anzunehmen, wenn der Fisch
in der horizontalen Ebene bleibt, — In einem sechsten Ka-
pitel wird von verschiedenen Functionen der Schwimmblase
gehandelt, von der Veränderung des Schwerpunktes, von
der Respiration, die zuweilen in der Schwimmblase ihren
Sitz hat, da die Sauerstoffmenge unter verschiedenen Um-
während des Jahres 1877. 133
ständen von 25% bis 0% variirt, und von den Tönen,
welche einige Arten durch die Schwimmblase hervorbrin-
gen, wie Trigla und Zeus faber. Verf. tödtete eine Trigla
und liess dann einen schwachen electrischen Strom durch die
Nerven gehn, welche die Schwimmblase versehen, worauf
er sogleich die charakteristischen Töne hörte, welche das
Thier im Leben freiwillig hören liess. Im letzten Ab-
schnitt werden die Veränderungen des Sauerstoff, des Stick-
stoff und der Kohlensäure in der Luft der Schwimmblase
besprochen. Annales des sciences nat. IV, article 8.
Abbott glaubt den Fischen doch Spuren einer Stimme
zuschreiben zu dürfen. Den zur Laichzeit sehr brillant
gefärbten Arten komme keine Stimme zu, dagegen hätten
die dunkelgefärbten eine Stimme, um das Weibchen anzu-
locken. Nach Sonnenuntergang will er sogar ein Geräusch
unter Wasser wahrnehmen, und die Ursache den Fischen
zuschreiben. Aphredoderus sayanus, Acantharcus pomotis,
Dorosoma cepedianum, Moxostoma oblongum, Petromyzon
nigricans, Anguilla acutirostris sind Fische, denen mit
Bestimmtheit Töne zugeschrieben werden, die mit einem
Austreten von Luftblasen in Zusammenhang stehen sollen.
The American Naturalist XL p. 147.
B ro c k fand einen durchgreifenden Unterschied zwischen
Hart- und Weichflossern im Bau des Eierstocks. Erstere
haben einen centralen Ovarialkanal, letztere einen dorsalen.
Sitzungsber. phys. med. Societät zu Erlangen IX. p. 118.
A. Agassiz beschreibt die allmähliche Veränderung
des embryonalen Schwanzes einiger Knochenfische und macht
auf die Gegenwart eines embryonalen Schwanzlappens auf-
merksam, der bisher den Ichthyologen entgangen ist, und
welcher die Uebereinstimmung des Wachsthums zwischen
den Schwänzen der Ganoiden und der Knochenfische deut-
lich darlegt. Er fand einen solchen Schwanzlappen bei
Atherina, Batrachus, Cottus , Ctenolabrus, Lophius, Gaste-
rosteus, Fundulus, Phycis, Gadus, Menhaden, Temnodon,
Labrax, Scomber, Pleuronectes, Poronotus, Lumpus, Embi-
otoca und anderen. Der Deutung von Carus, dass die
Leptocephaliden junge Fische von Cepola und Trichiurus
seien, giebt er Beifall. Was Agassiz und Vogt homocerk
134 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
nannten, ist also bei den modernen Knochenfischen nur
ein äusserlicher Schein, in Folge einer Structur der
Schwanzknochen, wie sie bei einer grossen Zahl von Kno-
chenfischen gefunden wird. Proceed. of the American
Academy of arts and sciences. V. p. 117 mit 2 Tafeln.
Brooks stellt eine Anzahl Fälle zusammen, in denen
sich zeigt, dass bei Thiergruppen, in welchen keine Parthe-
nogenesis vorkommt, doch die Eier einen Theil des Ent-
wickelungsprozesses durchlaufen können, namentlich bei
Fischen. Er schliesst daraus, dass das Ei in sich selbst
die Kraft hat, ein neues Individuum zu bilden, obgleich
diese Kraft niemals vollständig ist, meist ganz fehlt, wenn
nicht die Entwickelung durch den Einfluss des männlichen
Samens angeregt wird. The American Naturalist XI p. 622.
Fatio äuserte sich über die Veränderlichkeit der
Species in Bezug auf einige Fische. Nach einigen allge-
meineren Betrachtungen erklärt er Alburnus lucidus und
Alburnus alborella für Varietäten derselben Species, von
denen die eine nördlich, die andere südlich von den Alpen
lebt. Er setzt ferner auseinander, dass die Abänderung
des einen Organs oft die eines anderen mit sich zieht, er
theilt seine Versuche mit Temperaturveränderungen, an
mehreren Fischen mit. Cottus gobio, der keine Schwimm-
blase hat, verliess den Grund nicht, der Barsch ^entfernte
sich schon bei 6—8 Grad ein wenig vom Grunde, die Cy-
priniden mit Luftgang der Schwimmblase stiegen und senk-
ten sich abwechselnd. Bei 22^ hielten sich die Barsche
in halber Höhe des Aquariums, bei 25" und 2Q^ kamen sie
ganz an die Oberfläche. Ferner erörtert er die Lage des
Mundes in Beziehung zur Lebensweise, ebenso die Bart-
fäden. Er schliesst: Wenn ein Organ durch einen beson-
deren vorwiegenden Einfluss zu schnell modificirt wird,
als dass der übrige Organismus gleichmässig folgen
könnte, jdann kömmt es häufig vor, entweder dass : das
Vorschreiten der Variabilität bei dieser ersten Richtung
verharren muss, oder dass die entstehende Varietät selbst
in diesen neuen Bedingungen verlöschen muss. ^"^Archives
de la Bibliotheque Universelle de Geneve, 1877 p. 186;
Annais nat. bist. 19 p. 437.
während des Jahres 1877. 135
Pouch et hat versucht, eine Hemiplegie der Chro-
moblasten bei Fischen hervorzubringen, indem er das Auge
der einen Seite wegnahm. Das Experiment gelang nament-
lich bei der Forelle (truite). Bei der Wiederholung des
Versuches durch Chantran wurde die Forelle auf einer
Seite schwarz, auf der andern weiss. Giard bemerkte
dazu, dass die Pleuronecten häufig auf der Unterseite ge-
färbt seien, wogegen Po uchet sagt, er habe unter Tausen-
den nie den geringsten Fleck auf der Unterseite gesehen.
Association francaise pour Pavancement des sciences, Re-
vue scientifique VII. p. 299.
Bidder machte darauf aufmerksam, dass aus einem
See bei Alt-Laitzen, als derselbe im Januar ganz zuge-
froren war, die Fische massenhaft sich in einen Zufluss-
graben drängten, der nicht zufror, sondern mit Schnee
überwölbt war. Als in folgenden Jahren Löcher in die
Eisdecke gehauen waren, trat das Drängen der Fische
nicht mehr ein. Sitzungsber. der Naturforscher-Gesellschaft
in Dorpat IV. p. 549.
V. Marenzeller erstattete Bericht über die Fisch-
zuchtanstalt des Herrn August Fruwirth in Freiland bei St.
Polten in Niederösterreich. Es kommt hier darauf an,
Forellen und Saiblinge zu erziehen. Beide werden mit
demselben Futter aufgezogen, das sie auch in der Freiheit
geniessen, und zwar in ungewöhnlich reichem Maasse
während des ersten Jahres. Im Winter nimmt das Nah-
rungsbedUrfniss sehr ab. Dann beginnt die Fütterung mit
Pferdefleisch. Verh. zool. bot. Gesellsch. in Wien 27
p. 523.
M. von dem Borne hat wieder ein hübsches und
nützliches Buch herausgegeben: „Wegweiser für Angler
durch Deutschland, Oesterreich und die Schweiz, Berlin
1877". Er beabsichtigt dadurch' das Interesse für die
Fischerei anzuregen und hofft dadurch unsere Gewässer
wieder fischreich zu machen. Das Buch beginnt mit einem
Angelkalender für Süsswasserfische und Seefische, d. h.
für jeden Monat sind die Fische nach ihrer Laichzeit und
nach ihrer Fangzeit angegeben. Den Haupttheil des Buches
nimmt die Angabe der Fischwässer von Deutschland,
136 Troschel: Bericht üb. d. Lei8tungen in d. Ichthyologie
Luxemburg, der Schweiz und Oesterreich-Ungarn ein. Da-
rin werden die einzelnen Flüsse in Beziehung auf die in
ihnen vorkommenden Fische aufgezählt. Dann folgt die
Angelfischerei mit Angaben über Angelgeräthe, Angelme-
thoden, Köder, Angelstellen ; nebst Aufzählung von 39 Süss-
wasserfischen und 33 Seefischen und Belehrung über deren
Fang mit der Angel.
Europa. Der Bericht von Günther über die Fische,
welche Capt. Feilden zwischen dem 78<^ und 83« N. Br.
während der arctischen Expedition 1875—76 gesammelt
hat, weist 7 Arten nach: Cottus quadricornis L., Icelus
hamatus Kr., Cyclopterus spinosus Müll., Liparis Fabricii
Kr., Gymnelis viridis Fabr., Gadus Fabricii Rieh, und eine
neue Art Salmo. Proc. zool. soc. p. 293.
Günther berichtet ferner über eine Sammlung von
Fischen, die durch C. Hart während der arctischen Expe-
dition gemacht wurde. Sie enthält 6 marine Arten aus
Franklin-Pierce Bay und zwei Salmo aus den Seen in Dis-
covery Bay, davon einer neu. Proc. zool. soc. p. 475.
Seidlitz, Fauna baltica, die Fische der Ostseepro-
vinzen Russlands. Dorpat 1877. Separatabdruck aus dem
Archiv für Naturk. Liv-, Ehst- und Kurlands Bd. 8. In
einer faunistischen Uebersicht sind drei Columnen unter-
schieden, in der ersten stehen die in den Russischen Pro-
vinzen nachgewiesenen Arten als Standfisch oder als Irr-
gast bezeichnet, 5 Irrgäste und 62 Standfische, in der
zweiten die aus der Ostsee bekannten 38 Arten, in der
dritten die in der Nordsee oder in Nachbarländern vor-
kommenden, 48 mit Kattegat, 9 mit Nordsee, 2 mit Finn-
land, 3 mit Schweden, 1 mit Weichsel, 1 mit obere Düna,
1 mitDniepr, 1 mit Polen bezeichnet. Dann folgen Abschnitte
über die allgemeine Morphologie, die vergleichende Mor-
phologie der Ordnungen (Leptocardii, Cyclostomi, Selachii,
Ganoidei und Teleostei), der Familien, Gattungen und
Arten.
Leuthner, die mittelrheinische Fischfauna mit be-
sonderer Berücksichtigung des Rheins bei Basel, nebst
einer mit kurzen Diagnosen versehenen systematischen
Uebersicht zur Bestimmung der rheinischen Fische. Basel,
während des Jahres 1877. 137
Genf, Lyon 1877. 59 Seiten. Verf. beschreibt in dieser,
dem Andenken Friedrich Zvyinger's, der Anno 1751 in
ßruckner's Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel der
hiesigen Fischfauna des Rheins seine Aufmerksamkeit ge-
schenkt, zum 125jährigen Jubiläum gewidmeten Schrift
als im Rheine vorkommend, Petromyzon, 1 Acipenser, 1 An-
guilla, 3 Cobitis, 2 Alosa, 1 Esox, 10 Salmonoiden, 24
Cyprinoiden, 1 Silurus, 1 Lota, 1 Platessa, 2 Gasterosteus,
1 Cottus, 1 Perca, 1 Acerina, zusammen 53 Arten. Von
diesen sind mehrere nicht bei Basel gefunden, andere sind
Bastarde, so dass sich die Zahl der bei Basel lebenden
Arten auf 38 reducirt.
Nach Giebel kommen in den Seen und fliessenden
Gewässern des Oberengadin nur drei Fische vor: Trutta
fario, sehr veränderlich in Färbung und Geschmack, Trutta
lacustris und Scardinius erythrophthalmus. Zeitschr. ges.
Naturwiss. 50 p. 205.
Leuthner bezeichnete den Rhodeus amarus Bl. als
neu für die Schweizerische Fauna; er kommt in der Nähe
von Basel vor. Verhandl. der Schweizerischen Naturfor-
schenden Gesellschaft in Basel p. 67.
Africa. Reichenow verzeichnete die Fische aus
Chinchoxo und anderen Gegenden Westafricas, welche die
Africanische Gesellschaft dem Berliner zoologischen Museum
übersandt hat. Es sind 39 Species, worunter zwei neue.
Berliner Monatsber. p. 621.
Möbius sammelte auf seiner Reise nach Mauritius
190 Arten Fische, welche im Berliner Museum bestimmt
wurden. 176 Arten kamen von Mauritius, 22 von den
Seychellen. Von letztern wurden 8 auch bei Mauritius ge-
fangen. 6 Arten wurden als neu erkannt. Verf. schildert
in lebendiger Darstelleng die Fischerei in dortiger Gegend.
Schriften des naturw. Vereins für Schleswig-Holstein. Band
IL Heft 2, p. 113.
Asien. The el berichtet in seiner Relation de Texpe-
dition suedoise de 1876 au Yenissei, Upsala 1877, p. 45, dass
die Hauptnahrung der Bevölkerung die Fische sind. Der
Yenissei besitzt unsere gewöhnlichen Fische, wie Esox luxius,
Perca fluviatilis, Acerina cernua, Lota vulgaris, Cyprinus
138 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
carassius, Gasterosteus pungitius, Tinea vulgaris, Thymal-
lus vulgaris, verschiedene Leuciscus u. s. w., die alle erst
in zweiter Linie geschätzt werden, und im allgemeinen
den Hunden als Nahrung dienen. Viel werthvoller sind
die Störe, Lachse und Maränen. Von letzteren giebt es
dort sieben gute Arten: Coregonus leucichthys, nasutus,
muksun, pelet, omul, lavaretus und albula.
Die Fische, welche Finsch auf der sibirischen Ex-
pedition gesammelt hat, wurden von Peters bestimmt.
Es sind 3 Percoiden, 7 Salmoniden, 9 Cyprinoiden und 1
Esox. Berliner Monatsber. p. 737.
Kessler theilte in der Versammlung russischer Na-
turforscher in Warschau die Resultate seiner Forschungen
über die Fische des aral-kaspisch-pontischen Bereichs mit.
Die Zahl aller Arten beträgt 280, die in folgende Catego-
rien gebracht werden: a) Meerfische, 80. b) Salzwasser-
fische, 40. c) in verschiedenen Gewässern lebende, 20.
d) Wanderfische, 15. e) theilweise wandernde, 25. f) Süss-
wasserfische, 100. — Von den 280 Arten gehören dem
aralo-kaspisch-pontischen Bereich 150 ausschliesslich an, und
10, welche in nicht ferner Zeit aus diesem in andere be-
nachbarte tibergegangen sind. Von den übrigen 120 haben
25 eine weitere Verbreitung-, 80 sind Meerfische, die aus
dem Mittelmeer ins Schwarze Meer übergewandert sind,
und 15 Süsswasserfische und Wanderfische, welche aus
mehr nördlichen Gegenden einzudringen vermochten. Von
den 160 Arten, welche die Urbevölkerung des Bereiches
bilden, gehören 45 dem pontischen Bassin, 54 dem kas-
pischen Bassin, 26 dem Aral-Bassin, 25 dem pontischen
und kaspischen Bassin, 4 dem kaspischen und Aral-Bassin
und 6 allen dreien gemeinsam. Die für den Bereich cha-
rakteristischsten Familien sind die Gobioiden und Acipen-
seriden. Zeitschr. für wiss. Zoologie 28 p. 406.
Von Kessler erschien über denselben Gegenstand
ein Buch in Russischer Sprache: „Fische, welche in dem
Gebiete des Aralsee, des Kaspischen und Schwarzen
Meeres vorkommen, Petersburg 1877. Ich kann bei Un-
kenntniss der Russischen Sprache nicht enscheiden, ob die
vorher angezogene Abhandlung aus der Zeitschr. für wiss.
wahrend des Jahres 1877. 139
Zool. eine wörtliche Uebersetzimg der vorliegenden ist.
Der erste Abschnitt p. 1—196 bringt die Beschreibung von
neuen und wenig bekannten Gattungen und Arten aus dem
Oral-kaspisch - pontischen Gebiete; zahlreiche neue Arten,
die unten namhaft gemacht werden. Der zweite Abschnitt
p. 197 — 303 enthält eine systematische Aufzählung aller
Fische in diesem Gebiete mit Angabe ihrer geographischen
Verbreitung. Die 278 Arten sind in einer Tabelle über-
sichtlich gemacht, nach den Rubriken Aralsee, Kaspisches
Meer, Pontisches Meer, und in Beziehung auf die weitere
Verbreitung Mittelmeer, Atlantischer Ocean, Nordsee, Bal-
tisches Meer und Weisses Meer. Der dritte Abschnitt p.
305—351 endlich giebt die Resultate ausMer ichthyolo-
gischen Untersuchung in dem Aral-kaspisch- pontischen
Gebiete. Die neuen Arten sind auf 8 Tafeln abgebildet.
Lortet berichtet über die Fauna des See's Tiberias.
Er fand darin einen ganz marinen Fisch, Blennius varius,
und einen neuen Chromis, der 80 bis 200 Junge im Munde
trägt. Es ist das Männchen, welches die Jungen auf diese
Weise ausbrütet. Die Jungen bleiben im Munde ziemlich
lange, bis sie IV2 cm lang sind. Association frangaise
pour Tavancement des sciences, Nantes p. 816.
Beavan hat ein Handbook of the Freshwater fishes
of India, giving the characteristic peculiarities of all the
species at present known, and intended as'a'^guide to
students and district officers. London 1877 herausgegeben.
Eine Zustammstellung der Arten vorzüglich nach' Günther 's
Catalogue. Familien, Gattungen und A.rten sind ganz kurz
charakterisirt, mit Fundortsangabe, aber ohne Synonymie.
13 Arten sind abgebildet. Die Zahl 'der Arten ist eine
grosse: 6 Percidae, 3 Gobiidae, 4 Nandidae,'6]Labyrin-
thici, 5 Mugilidae, 9 Ophiocephalidae, 5 Mastacembelidae,
2 Chromides, 94 Biluridae, 3 Scomberesocidae, 7 Cyprino-
dontidae, 248 Cyprinidae, 13 Clupeidae, 12 Notopteridae,
2 Symbranchidae, 4 Muraenidae,^l Syngnathidae, 3 Gym-
nodontes, zusammen ':41 7 Arten.
Day schrieb über die Amphibischen undj Wanderfische
Asiens. Folgende Fische haben lungenartige Respirations-
organe: Anabas, Polyacanthus, Osphromenus,,Trichogaster,
140 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
Ophiocephalus, Ciarias, Saccobranchus, Amphipnous. Verf.
betrachtet den Respirationssack nicht als homolog mit
der Schwimmblase der Fische, sondern mit dem Respira-
tionssack der amphibischen Reptilien. Was die wandern-
den Fische betrifft, so unterscheidet er Wanderungen zur
Zeit der Monsuns, die theils wegen des Laichens, theils
wegen der Nahrung erfolgen. Dabei giebt die Luft-
athmung den Fischen die Fähigkeit über feuchtes Gras
und schlammige Kanäle zu wandern. Als eine zweite Art
der Wanderung bezeichnet er das Fallen aus den Wolken
und das Erscheinen nach Regenfällen. Journal of the
Linnean Society XlII. p. 198.
Day machte Angaben über die geographische Ver-
breitung der Indischen Süsswasserfische, und begann mit
den Stachelflossern. Er zählt die Arten auf, welche 9 Fa-
milien und 19 Gattungen angehören, und giebt die Länder
an, in denen sie vorkommen. Von diesen 19 Gattungen
reichen 15 bis zum Malayischen Archipel, von den 4
übrigen lebt Badis in Burma und erstreckt sich bis Slam
und weiter, Trichogaster in Slam, Channa ist Ceylon und
China gemeinsam, Etroplus ist auf das westliche und süd-
liche Indien, sowie auf Ceylon beschränkt. Nur drei
Gattungen sind bisher auch von Africa erwähnt. So haben
die Fische von Indien einen ausgeprägten Malayischen
Charakter, während ein Africanisches Element nur schwach
sichtbar wird. Von den 111 Arten wird dann auch ange-
geben, wo sie gefunden werden, und wie weit sie sich
ausdehnen. 33 sind auf die Indische Region beschränkt,
9 erstrecken sich von Indien bis in den Malayischen Archipel,
3 von Burma bis zum Malayischen Archipel, 1 von Ceylon
bis zum Malayischen Archipel. Von den Arten der Fluss-
mündungen sind 5 Arten Indien, Africa und dem Ma-
layischen Archipel gemein, 1 Indien und Africa, 30 Indien
und dem Malayischen Archipel, 35 kommen in Indien allein
vor. Journal of the Linnean Society XIII. p. 138—155. —
Derselbe behandelte in ähnlicher Weise ib. p. 338 die
Familie Siluridae. Er constatirt, dass diese Fische bei
dem Leben im Schlamme Tastfäden haben, kleine Augen
und ein erhöhtes Gehörorgan, für welches die Schwimm-
während des Jahres 1877. 141
blase mitwirkt. Sie fehlen fast ganz im klaren Wasser des
rothen Meeres, sie werden zahlreich an den stürmischen
Küsten von Beludschistan, an den weiten Flussmündungen
und an den schlammigen seichten Ufern von Sind und Indien,
besonders Bengalens und Burma. In den Flüssen sind sie
um so häufiger, je schlammiger und grösser sie sind. Da
sie in den Ebenen laichen, werden sie in der Nähe der
Gebirge seltener, nur wenige steigen zu den Gebirgswässem
auf. Die Gattungen, welche ausschliesslich in den Gebirgs-
wässem gefunden werden, haben einen Haftapparat am
Thorax. Die marinen Formen haben eine äussere dicke
Faserschicht an der Schwimmblase, in den Bergwässern
ist die Schwimmblase oft theilweise oder ganz von Knochen
umgeben, was Verf auf eine Beziehung zum Gehör deuten
möchte. Die marinen Formen sind daher besser mit Ver-
theidigungswaffen versehen, während bei den Binnen-
gattungen das Gehör mehr entwickelt ist, und sie die Ty-
rannen ihrer Gewässer werden. Ob einige Siluroiden
einen Giftapparat besitzen bleibt dahingestellt. Die marinen
und brakischen Formen haben grosse Eier, die man häufig
im Munde der Männchen findet, bei den Süsswasser-Welsen
sind sie klein. In Indien, Burma und Ceylon sind 31 Ge-
nera repräsentirt, von denen 26 dem süssen Wasser ange-
hören. Von letzteren und ihren 85 Arten ist die Ver-
breitung angegeben. 78 Arten sind auf die Indische Re-
gion, einschliesslich Burma und Ceylon, beschränkt, 6 sind
von der Indischen Region mit Ausschluss von Ceylon bis
zum Malayischen Archipel verbreitet, und 1 erstreckt sich
von Ceylon bis zum Malayischen Archipel. Somit nähern
sie sich mehr der Malayischen als der Afrikanischen
Fischfauna.
S a u V a g e Hess durch Giard eineAbhandlung über die ich-
thyologische Fauna vonAsien und besonders von Indien-China
bei der Association fran^aise pour l'avancement des sciences
zur Verlesung bringen. In dem Bericht, welchen die Revue
scientifique de la France et de TEtranger VII. p. 299 bringt,
ist angegeben, dass vier Provinzen unterschieden werden:
1) Die Nord- oder sibirische Provinz mit vorzüglich euro-
päischen Typen, 2) die östliche Provinz bietet neben eu-
142 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
ropäischen Typen eigenthümliche Gattungen, wie Sauro-
gobio, Pseudobrama ct.^ 3) die westliche Provinz zeigt
Verwandtschaften mit Europa, dem östlichen Africa und
der eigentlich asiatischen Provinz, 4) die südliche oder
asiatische Provinz besitzt im Maximum der Entwickelung
die Familien der Labyrinthici und Ophiocephalidae; sie
theilt sich in zwei Regionen, die cisgangetische und die
transgangetische Halbinsel.
Die Fischwelt ist im Chuan-che nicht sehr artenreich.
V. Prschewalski fing nur 6 Arten: Silurus asotus, Cy-
prinus carpio, Carrassius vulgaris, Squalius sinensis und zwei
vielleicht neue Cypriniden. Reisen in der Mongolei p. 169.
Günther beschrieb eine Anzahl neuer Fische von
Japan, welche aus der Chalienger Expedition herstammen.
Annais nat. bist. 20 p. 433.
Von Bleeker's Atlas ichthyologique des Indes Orien-
tales Neerlandaises erschienen während des Jahres 1878
die 33. und 34. Lieferung, womit der 8te Band geschlossen
ist. Der Text beendigt die Gattung Lutjanus, worauf dann
Aprion folgt. Dann werden abgehandelt die Phalanx
Aphareini mit der Gattung Aphareus ; Denticini mit Dentex,
Gymnocranius Klunz, Symphorus, Gnathodentex, Penta-
pus; Sparini mit Monotaxis, Sparus, Lethrinus. Darauf
folgt die Subfamilie Gerreiformes mit den Gatt. Diapterus
(Gerres Cuv.) und Pentaprion. Die Familien Bogodoidei
mit Ambassis und Parambassis, und Cirrhitoidei mit Cir-
rhites, Paracirrhites, Cirrhilichthys und Oxycirrhites machen
den Schluss. — Die Tafeln steilen Arten aus den Familien
der Squamipennen, Sciaenoiden, Sillago, Pseudochromides,
Nandoiden, Mulloiden, Osphromeniden, Ophiocephalen und
Pomacentroiden dar. — Die 35. Lieferung bildet den An-
fang des neunten Bandes, dieses Werkes. Sie enthält die
Familien der Toxoteoidei mit 4 Arten Toxotes, Pem-
pheridoidei mit 6 Pempheris, Chaetodontoidei mit
den Unterfamilien Pimelepteriformes mit 4 Pimelepterus
Lac. (= Kyphosus Lac, Dorsuarius, Xyster Comm., Opi-
sthistius Gill), Proteracanthiformes mit 1 Proteracanthus,
Chaetodipteriformes mit 1 Harpochirus Cant. (= Drepane
C. V., Cryptosmilia Copej, 1 Ilarches Cant. (= Ephippus
während des Jahres 1877. 143
C. V. nec Cuv.)j Scatophagiformes mit 1 Ephippus Cuv.
(= Scatophagus Cuv., Cacodoxus Cantor), Taurichthyiformes
mit 1 Chelmon C. V., 1 Prognathodus Gill, 1 Parachae-
todou Blkr., 2 Coradioo Kaup, 4 Tauriclithys C. V. (= He-
niocbiis C. V., Diphreutes Cant.), 1 Hemitaurichthys Blkr.,
18 Tetragonopterus Klein (= Chaetodon Cuv. e. p., Saro-
tbrodus Gill, Tholichtbys Gthr.) zerfällt in die Subgenera
Citbaroedus Kaup, Rabdopborus Sws., Tetragonopterus
Klein, Cbaetodontops Blkr., womit der Text abbricbt. Die
Tafeln bringen Abbildungen aus der Familie der Poma-
centroideen.
Australien. S t u d e r bat in seiner Scbilderung der Ton-
gainseln aucb eine kurze Bemerkung über die Fauna ge-
macbt. Die Landfauna nennt er spärlich, das Meer da-
gegen birgt eine Fülle von Gescböpfen aller Klassen.
Unter den Fiscben zeichnen sich die Chaetodonten, Po-
macentriden, Labroiden, Papageifische, Percoiden und Ba-
listen durch ihre Farbenpracht aus, denen gefrässige Haie
und andere Raubfische folgen. Deutsche geographische
Blätter I. Heft. Bremen.
Nach S tu der kommen bei der Kerguleninsel nur
drei Fischarten vor, 2 Arten Notothenia und 1 Art Har-
pagifer. Mittheil, der naturf. Ges. in Bern 1876.
America. Von den 12 Fischen, welche Günther von
den Galapagos-Inseln aufzählte, sind fünf neu für diese
Fauna. Proc. zool. soc. p. 67.
Cope hat Proc. Amer. philos. Soc. 17. p. 25 die von
Orton in Peru gesammelten Fische bearbeitet. Er erklärt
sich dahin, dass die beiden Subclasses seines früher auf-
gestellten Systems (vergl. Ber. 1871 p. 96) Crossopterygia
und Actinopteri nicht so verschieden unter sich seien, wie
von den übrigen, und dass er sie vereinigt unter dem
Namen Hyopomata. Diese zerfallen dann wieder in
drei Abtheilungen: Crossopterygia^ Chondrostei und
Actinopteri. Die Sammlung enthielt 19 Arten, unter
denen mehrere neue.
Brown Goode, welcher 1876 einen Catalog der
Fische von den Bermudas gegeben und darin 72 Arten
verzeichnet hatte, hat nun einen neuen Catalog zusammen-
144 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
gestellt, der 2 Pediculati; 16 Plectognathi, 3 Lophobranchii,
3 Hemibranchii, 132 Teleocephali, 9 Apodes, 1 Acipenser,
7 Elasmobranchii , 1 Branchiostoma , also zusammen 174
Arten enthält. Unter ihnen sind vier neue Species be-
schrieben. Dana and Silliman, Amer. Journ. XIV. p. 289.
Der elfte Jahresbericht der Commissionaire für In-
land-Fischereien für das Jahr 1876, welcher 1877 in Boston
erschien, und zwar vonLyman, Brackett und French,
beschäftigt sich mit den Fischwegen einiger Gewässer.
Demnächst berichtet er über Alosa tyrannus und praesta-
bilis, Salmo salar und quinnat.
Goode und Bean beschreiben zwei neue Fische,
und verzeichnen ausserdem 21 Arten, welche von der
Fisch - Commission der Vereinigten Staaten neuerlich ent-
deckt worden sind. Dana and Silliman, Amer. Journ.
XIV. p. 470.
Jordan hat Untersuchungen angestellt über die Ver-
breitung der Süsswasserfische in den Flussgebieten der
südlichen Staaten. Er stellt seine Resultate in 28 Sätzen
zusammen, welche hier mitzutheilen zu weit führen würde.
The American Naturalist. XL p. 607.
Peters bestimmte die von C. Sachs in Venezuela
gesammelten Fische. Die Sammlung enthält 43 Arten,
darunter 4 neue. Am zahlreichsten sind die Siluroiden
(20 Arten), Characinen (13 Arten), und Gymnotini (6 Ar-
ten) vertreten. Berliner Monats ber. p. 469.
Steinda ebner brachte einen vierten Beitrag zur
Kenntniss der Süsswasserfische des südöstlichen Brasiliens,
den er der Wiener Akademie am 12. Juli 1877 vorlegte.
Da die Sitzungsberichte noch nicht nach Bonn gekommen
zu sein scheinen, so benutze ich zur Notirung der neuen
Arten den mir zugegangenen Separatabdruck.
Teleostei.
Acaiithopteri.
Berycidae. Lütken beschrieb eine neue Art Melamphaes me-
gdlops, welche im subtropischen Atlantischen Ocean im Magen einer
während des Jahres 1877. 145
Coryphaena gefunden war, und zugleich den Anoplogaster cornutus
Val. Beide sind abgebildet. Vidensk. Meddel. nat. Foren, i Kj^ben-
havn 1877 tab. V.
Polymixia japonica Günther Annais nat. bist. 20 p. 436 von
Japan.
Etheostomata. Jordan und C o p e 1 an d über den Sandschützen,
Etheostoma pellucidum Baird, Pleurolepis pellucidus Agass. The
American Naturalist XI. p. 86.
Uranoscopidae. Bleeker revidirte die Arten der Gattung
Uranoscopus, welche im Indischen Archipel vorkommen. Es sind
deren vier: ü. cognatus Cant., bincinctus Schi., asper Schi, und
oligolepis Blkr. Letztere Art hatte Verf. früher für ü. scaber L.
gehalten, die denn auch des Vergleiches halber beschrieben wird.
Zugleich wird in einer Note unter dem Text p. 12 des Separat-
abdruckes eine neue Art vom Gap U. capensis aufgestellt. Verslagen
en mededeelingen der koninkl. Akad. XIII.
Cataphracti. Sebastes macrochir und oblongus Günther Anuals
nat. bist. 20 p. 434 von Japan.
Scorpaena miostoma Günther, Annais nat. bist. 20 p. 435 von
Japan.
Flatycephalus rudis Günther, Annais nat. bist. 20 p. 436 von
Japan.
Bleeker weist die üebereinstimmung der Günther sehen
Gattung Holoxenus (Ber. 1876 p. 140) mit der von ihm aufgestellten
Gattung Gnathanacanthus (1855) nach und bleibt bei seiner Ansicht,
dass dieselbe zu den Scorpenoiden gehöre, zumal er auch eine Ver-
bindung des Suborbitale mit dem Praeoperculum gefunden hat. Die
beiden Arten G. Goetzeei Blkr. und cutaneus Gthr. hält er für ver-
schieden. Verslagen en Mededeel. XI. p. 132.
GäSterostei. Day machte Bemerkungen über einige irische
Gasterostei, unter denen zwei Species, G. pungitius L. und aculeatus
L., unterschieden und characterisirt werden. Journal of the Linnean
Soc. XIII. p. 110.
Sciaenoidei. Deby erzählt, dass Pogonias chromis L. die
Unionen frisst, die er mit einem eigenthümlichen Gaumenapparat
zerbeisst. Proces-verbaux Soc. malac. de Belgique VI. p. 21.
Pristipomatidae. Hapalogenys atlanticus Reichenow, Berliner
Monatsber. p. 621 aus Chincoxo.
Sparoidei. Sau vage hat eine grössere Anzahl Gerres auf die
BeschaÖenheit der Schlundknochen untersucht. Er kommt dadurch
zu dem Resultat, dass die Pharyngognathen Müller's in einer wirk-
lich naturgemässcn Classification nicht besteben können, und dass
auf alle Fälle es unstatthaft ist die Cuvier'sohe Gattung Gerres in
mehrere Gattungen zu trennen. Association fran^aise ponr l'avriu-
cement des sciences, Clerraont-Ferrand p. 549.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. K >
146 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
Squämipennes. Bleeker, Revision des especes insulindiennes
de la famille des Chetodontoides. Natuurk. Verh. koninkl. Akad.
Amsterdam XVII. Es werden 8 Subfamilien unterschieden 1) Firne-
lepteriformes mit 4 Pimelepterus . 2) Proteracanthiformes
mit 1 Proteracanthus, B) Cha et odipt er i form es mit lE&rTpochirMS
und 1 Ilarchus, 4) Scatophagiformes mit 1 Ephippus, 5) Tau-
richthyiformes mit 1 Chelmon, 1 Prognathodus, 4 Taurichthys,
I Hemitaurichthys, 2 Coradion, 23 Tetragonoptrus, 1 Megaprotodon,
6) Holacanthiformes mit 4 Chaetodontoplus, 12 Holacanthus,
6 Acanthochaetodon, 7) Plataciformes mit 5 Platax, 8) Zancli-
formes mit 2 Zanckis. Alle Subfamilien, Gattungen und Unter-
gattungen sind charakterisirt, die Species vollständig beschrieben.
Hector bringt Huttous Toxotes squamosus in die Gattung
Brama und bildet ihn in Holzschnitt ab. Annais nat, bist. 19 p. 339.
Atherinidae. Ätherina Ilarringtonensis Goode Amer. Journ.
sc. and arts XIV. p. 297 von Bermudas.
Trichiaridae. Lepidopus tenuis Günther Annais nat. bist. 20
p. 437 von Japan.
Notacanthini- Lütken machte eine Mittheilung über Nota-
canthus nasus Bloch und klassificirte die bekannten Arten dieser
Gattung folgendermassen : a. 6 Rückenstacheln, Bauchflossen ver-
wachsen, N. mediterraneus Fil. et Ver. Mittelmeer und sexspinis
Rieh. Australien, b. 9 — 10 Rückenstacheln, Bauchflossen kaum
verwachsen, N. nasus Bl. Grönland und bonapartii Risso Mittelmeer.
c. 30 oder mehr Rückenstacheln, Schnauze rüsselförmig, N. rissoa-
nus Fil. et Ver. Mittelmeer. Vidensk. Meddel. nat. Foren, i Kj(^ben-
havn 1877.
Labroidei. Julis nitidissima Goode Amer. Journ. sc. and arts
XIV p. 293 von den Bermudas.
Fomacentridae. Prochilus {Amphiprion) polylepis und macro-
stoma Bleeker Verslageu en Mededeel. XI p, 135 vom Amboina.
Beide Arten sind im Atlas ichthyologique des Verfassers tab. 401
flg. 6 und 5 abgebildet.
Chromides. Bleeker, Memoire sur les Chromides marins ou
Pomacentroides de Finde archipelagique. Natuurk. Verhandel. Holl.
Maatschappy der W^etenschappen II. No. 6. Die Familie der Poma-
centroiden unterscheidet sich von den Cichloiden am einfachsten
durch die zwei Dornen der Anale, wogegen die Cichloiden 3 bis 13
besitzen. Sie zerfällt in zwei Phalangen: 1. Prochilini corpore
squamis parvis 50 ~ 70 in serie longitudinali, pinna dorsali spinis
9 — 11, parte spinosa et parte radiosa subaequilongis mit 1 Premnas,
II Prochilus. 2. Glyphidodontini corpore squamis magnis vel
mediocribus, 25 — 40 in serie longitudinali pinna dorsali spinis 12—17,
parte spinosa parte radiosa sat conspicue ad plus triplo longiore.
a. Pomacentri dentibus maxillis compressis incisivis vel subincisivis
während des Jahres 1877. 147
uni- vel biseriatis, mit 14 Pomacentrus, 2 Parapomacentrus, 2 Am-
blypomacentrus, 1 Lepidozygus, 2 Eupomacentrus, 7 Dischistodus,
13 Glyphidodon in zwei Subgenera Glyphidodon und Hemiglyphi-
dodon, 8 Paraglyphidodon, 7 Glyphidodontops. b. Chromidi den-
tibus maxillis conicis uni- ad pluriseriatis, mit 4 Tetradrachmum
(Dascyllus C. V.), 1 Acanthocbromis , 9 Chromis (Heliases C. V.).
Haplopteri,
Gobioidei. Gohius yökohamae Günther Annais nat. bist. 20
p. 437 von Japan. — G. blennioides fig. 4, semipellncidus, hathybius
fig. 3, eurystomus fig. 2, Burmeisteri fig. 5, macrophthalmus fig. 6,
nigronotatiis fig. 7, lenTcoranicus, longecaudatus fig. 8, Kessler, Fische
des Aralsees, Kaspischen und Schwarzen Meeres p. 12,
Gobiosoma caspium Kessler Fische des Aralsees p. 38 fig. 9
aus dem Kaspischen Meere.
Benthophüiis leptocephalus, ctenolepidus fig. 11, spinosus, Baeri
fig. 10, lejjtorhynchus fig. 12, granulosus fig. 14 , Grimmi fig. 13.
Kessler ib. p. 45 aus dem Kaspischen Meere.
Gobiesoces. Sicyases pyrrhocinctus Cope Proc. Amer. philos.
Soc. 17 p. 27 aus Peru.
Blennioidei. Blennius tetranemus Cope Proc. Amer. philos.
Soc. 17 p. 26 von Peru.
Clinus fortidentatus Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17 p. 26 von
Callao.
Fediculati. Batrachus congicus Reichenow Berliner Monatsber.
p. 622 aus Chinch-oxo.
Fistalaridae. Hilgendorf vermuthet, dass die mit Stacheln
bekleidete Fistularia villosa Klunzinger ein jugendlicher Zustand
von Fistularia serrata sei. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu
Berlin p. 236.
Anaeauthiiii.
Lycodidae. Lycodes Verrilln Goode and Bean Amer. Journ.
sc. and arts XIV p. 474, dreissig Meilen südlich von Cap Negro.
Ophidiidae. Sirembo grandis Günther Annais nat. bist. 20 p.
437 von Japan.
Macruridae. Macrurus macrocMr und parellelus Günther Annais
nat. bist. 20 p. 438 von Japan. — M. Bairdii Goode and Bean.
Amer. Journal sc. and arts XIV. p. 471 aus dem Golf von Maine.
Coryphaenoides longißis, altipinnis, nasutus, asper, leptolepis,
villosus Günther Annais nat. bist. 20 p. 439 von Japan.
Plearonectae. A. Agassiz beobachtete an jungen Exem-
148 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
plaren von etwa 1 Zoll Länge aus der Gruppe der Plagusien, die
Schiödte Bascania nennt, und die völlig durchsichtig waren, dass in
wenigen Tagen das rechte Auge quer durch die Gewebe des Kopfes
hindurch auf die linke Seite trat und zwar zwischen der Basis der
Rückenflosse und dem Stirnbein. Er verband damit den Versuch,
ob sich nicht, umgekehrt, das linke Auge auf die rechte Seite
bringen lasse. Von 15 Exemplaren wurden acht auf der linken
Seite liegend gehalten, starben aber sämmtlich, während die übri-
gen auf der rechten Seite liegend lebten und sich entwickelten.
Journal de Zoologie VL p. 193.
Pleuronectes yökohamae Günther Annais nat. bist. 20 p. 442
von Japan.
Chittenden hat das Fleisch von Hippoglossus americanus
chemisch untersucht. Dana and Silliraan American Journal IIL
p. 123.
IScomberesoce».
Scomberesoces. Belone JonesU Goode Amer. Journ. sc. and
arts XIV. p. 295 von den Bermudas.
Lütken bespricht eine grössere Anzahl Arten der Gattung
Exocoetus und prüft sie auf einige bisher nicht angewendete Cha-
raktere. Er legt besonderen Werth auf die verhältnissmässige Länge
der Strahlen der Pectoralen, auf den zweiten Strahl der Pectoralen,
der einfach oder getheilt sein kann, die Länge der Anale. Einige
neue Arten sind angedeutet, aber nicht benannt oder beschrieben.
Journal de Zoologis VI. p. 107.
Exocoetus eifriger Peters Berliner Monatsber. p. 555 Fig. 1
aus China.
Pbysostomi.
Sllaroldel. Doras albomaculatus Peters Berliner Monatsber.
p. 470 aus Venezuela.
Weyenbergh hat eine Abhandlung über Hypostomus pleco-
stomus geschrieben, Cordoba 1876, mit 9 Tafeln, welche mir nicht
bekannt geworden ist. In Revue et Mag. de Zoologie p. L ist ein
Referat gegeben. Das Thier ist nächtlich, bei Tage ruhig am Grunde
des Gefässes, in welchem es bewahrt wurde, Nachts machen sie viel
Lärm, und kriechen leicht aber langsam mittels ihrer Brustflossen,
auf dem Grunde des Wassers oder ausser dem Wasser. Sie nähren
sich von verrotteten animalischen und vegetabilischen Stoffen. Das
Skelet ist an gewissen Stellen mit den Bedeckungen verwachsen, so
dass es schwer ist es zu isoliren, besonders am Kopfe. An der
oberen Fläche des Kopfes ist eine grosse Fontanelle, so dass die
Hirnhöhle nur von Hautplatten bedeckt ist. Er saugt sich mit dem
Munde sehr fest. Aus dem Wasser genommen lässt er ein dumpfes
während dos Jahres 1877. 149
Grunzen durch Austreiben von Luftblasen, mit denen er seinen
Magen füllt, hören. Die Kiemen haben eine eigene Vorrichtung, um
das Eindringen des Schmutzes abzuhalten.
Plecostomus LütJceni Steindachner Wiener Sitzungsbcr. Sep.-
Abd. p. 1 aus dem südöstlichen Brasilien. — PI. Vaülanti Stein-
dachner ib. p. 9 aus dem Rio Preto.
Bhwelepis Parahyhae Steindachner ib. p. 2 Taf. 2 aus dem
südöstlichen Brasilien und Agassizii ib. p. 12 aus dem Amazonenstrom.
Otocinclus affinis und maculicauda Steindachner ib. p. 5 Taf. 1
Fig. 1 und 2 von Rio de Janeiro.
Chaetostomus mgroUneatus Peters Berliner Monatsber. p. 471
aus Venezuela.
Jobert theilte mit, dass Callichthys asper C. V., welcher in
Bächen und Lagunen bei 'Rio de Janeiro lebt, in regelmässigen
Zwischenräumen an die Oberfläche des Wassers kommt, mit Ge-
räusch eine Quantität Luft einathmet, und zugleich eine gleiche
Menge Gas aus dem After entleert. Er schliesst aus den angestell-
ten Versuchen, dass dieser Fisch eine Luftathmung besitzt, wie Co-
bitis fossilis, die im Darmkanal stattfindet. Annales des sc. nat.
V. Article 8.
Trichomycterus pocyaniis Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17 p.
31 aus Peru.
Cyprinoidei. Capoeta Buhsei aus Persien, HohenacJceri aus
dem Kaukasus Kessler, Fische des Aralsee ct. p. 85.
Barbiis Trevelyani Günther Annais nat. bist. 19 p. 312 aus
dem BuÖ'alo River im britischen Kafferlande. — B. tcmricus aus dem
Fluss Salgy in der Krym, ciseaucasiciis aus dem östlichen Kaukasus,
caucasicus Kura und Araes, goktschaicus Fig. 19 aus dem See Gokt-
scha, mursoides aus dem südlichen Kaukasus , Kessler Fische des
Aralsee ct. p. 93.
Leuciscus haJcuensis Günther Aunals nat. bist. 20 p. 442 aus
dem See Hakou in Japan.
Quennerstedt beschreibt einen in Schweden in Ringsjön
bei Lillö vorkommenden P'isch, den er als Cyprinus Buggenhagii
bestimmt. Die Charaktere wollen nicht recht passen, so dass der
Fisch zwischen Bliccopsis und Abramidopsis in der Mitte schwebt.
Oefversigt k. vetensk. Akad. Förhandlingar 1877 No. 7 p. 13. Taf.
VII und VIII.
Idus oxianus Kessler Fische des Aralsee ct. p. 129 aus dem
Fluss Amu-Darja.
Squalius oxianus aus dem Fluss Amu-Darja und See Kunja-
Darjalyk, Danilewskii aus dem Azow-Meer, Kessler Fische des Aral-
see ct. p. 124.
Chondrostoma oxyrhynchiim Fig. 20 aus Flüssen des Nördlichen
150 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d, Ichthyologie
Kaukasus, welche ins Kaspische Meer fallen, cyri Fig. 21 aus dem
Fluss Kura, Kessler Fische des Aralsee p. 134.
Noll schilderte die Gewohnheiten und das Eierlegen des
Bitterlings nach neueren Beobachtungen in einem kleinen Aquarium.
Das Männchen ist schlanker als das Weibchen und bat einen rothen
Fleck in der Iris oberhalb der Pupille. Beim Weibchen ist die
Leger(»hre im grössten Theil des Jahres unausgebildet, wird aber
zur Laichzait sehr gross. Das Legen der Eier in einen Unio wurde
beobachtet. Die Eier müssen mehrere Wochen in der Muschel bis
zur völligen Reife weilen. Zool. Garten p. 351.
Aspius erythrostomus Kessler Fische des Aralsee etc. p. 143
aus dem Aralsee, Fluss Amu-Darja, und dem Kaspischen Meere.
Älburnus FiUppii, HoJienackeri, und punctulatus Fig. 22, Kess-
ler Fische des Aralsee ct. p. 153 aus dem Fluss Kura.
Acanthobrama JBogdanowi Kessler Fische des Aralsee ct.
p. 166 aus dem Amu-Darja.
Nemachilus Brandtii Kessler Fische des Aralsee ct. p. 174
Fig. 23 aus dem Kura.
Cöbitis Hohenackeri aus dem südlichen Kaukasus und aralen-
sis aus dem Fluss Syr-Darja und Amu-Darja, Kessler Fische des
Aralsee ct. p. 177.
Cyprinodontes. Fundulus rhizophorae Goode Amer* Journ.
sc. and arts XIV. p. 298 von den Bermudas.
CharäCini- Tetragonoptems ipanquianiis Cope Proc. Amer.
philos. Soc. 17 p. 28 aus Peru.
Serrasdlmo irritans Peters Berliner Monatsber. p. 472 aus
Venezuela.
Salmones. Hilgendorf hat die japanischen lachsartigen
Fische beschrieben. Er kennt 8 Arten: Salmo pluvius n. sp., Onco-
phorus Haheri n. sp., 0. Perryi Brevoort, 0. yessoensis n. sp., Osme-
rus eperlanus L., Hypomesus olidus Pallas, Plecoglossus altivelis
Schlegel, Salanx microdon Bleeker. Mittheil, der deutschen Gesell-
schaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens. 11, Heft p. 25. Yoko-
hama 1876.
Salmo macrostoma Günther Annais nat. bist. 20 p. 444 von
Japan. — S. arcturus Günther Proc. zool. soc. p. 294 pl. 32 aus
dem Victoria-See 82*^ 34' N. Br.; der nördlichste bisher gefundene
Salm. — S. caspius Fig. 15, ischchan Fig. 16 aus dem See Gokt-
scha im südlicheu Kaukasus, gegarhum Fig. 17 aus dem Goktscha,
Kessler Fische des Aralsee ct. p. 62. — ä Naresii Günther Proc.
zool. soc. p. 476 pl. 50 aus den Seen der Discovery Bay.
Day zeigte Coregonus oxyrhynchus als bei Chettenham gefan-
gen an. Er war bisher noch nicht als Bewohner der britanischen
Küste bekannt. Der Kopf ist in Holzschnitt abgebildet. Proc. zool.
soc. p. 419.
während des Jahres 1877. 151
Scopelidae. Äulopus japonicus Günther Annais nat. hist. 20
p. 444 von Japan.
Bathythrissidae. Günther gründet Annais nat. hist. 20 p. 443
eine neue Familie B athythrissidae. Körper länglich mit abge-
rundetem Bauch, Cycloidschuppen, Kopf nackt, keine Bartfäden,
Oberkieferrand durch die Zwischenkiefer und Oberkiefer gebildet,
Kiemendeckelapparat vollständig, keine Fettflosse. Dorsale sehr lang,
vielstrahlig, Anale kurz, Magen mit einem Blindsack, zahlreiche
Appendices pyioricae, Kiemenapparat wohl entwickelt, Pseudobran-
chien, Kiemenöfifnungen weit, eine Schwimmblase, Eier sehr klein,
Ovarien ohne Ausführungsgang.
Batliythrissa n. gen. Schuppen massig, Kopf schmal, läng-
lich, mit wohl entwickelten Schleimkanälen, Mund klein, mit Binden
kleiner Zähne in den dicken Lippen, Kiefer mit einer seitlichen
Reihe sehr kleiner Zähne, Schwanzflosse gabiig mit einer dichten
Lage kleiner Schuppen, Schwimmblase mit sehr dicken Wänden,
vorn in zwei kurzen Hörnern endend, hinten zugespitzt. B. dorsa-
lis von Japan.
GlUpeoidei. Die Hauptnahrung der Heringe besteht nach
Möbius in sehr kleinen Copepoden, meist Temora longicornis. Verf.
fand in einem Magen 60895 Stück. Wenn man bedenkt, dass in
der Kieler Bucht drei Wochen hindurch täglich gegen 240000 He-
ringe gefangen wurden, so wurden, wenn jeder nur 10000 Stück Co-
pepoden täglich frass, täglich 2400 Millionen und in drei Wochen
43200 Millionen Stück verzehrt. Die Ost- und Nordsee nach den
neueren deutschen Untersuchungen in der Zeitschr. die Natur 1877.
Munter hat einen bei Clupea harengus vorgekommenen Fall
von Hermaphroditismus beschrieben, der sich einigermassen mit den
von Malm erwähnten 'Fällen (vorj. Ber. p. 126) vergleichen lässt.
Mittheil, naturw. Verein Neu-Vorpommern und Rügen in Greifs-
wald IX. p. 108. Taf. II. Fig. 1 und 2.
Kleberg beobachtete an grossen Strömlingen, welche vor
zwei Tagen im Meere gefangen waren, ein ungewöhnliches Leuchten
im Dunkeln. Die Fische erschienen fast durchsichtig, wie Glas oder
geschmolzenes Silber. Correspondenzblatt des Naturforscher- Vereins
zu Riga 22 p. 121.
Clupeonella Grimmi, Kessler Fische des Aralsee 1. c. p. 187
Fig. 24 aus dem Kaspischen Meere.
Solger hat bei Engraulis encrasicholus eine eigenthümliche
Form des Chiasma gefunden. Es schieben sich drei Faserbündel von
der rechten Hirnhälfte zwischen vier der linken Hirnhälfte ent-
springenden Strängen hindurch. Sitzungsber. der Naturf. Ges. zu Halle.
Febr. 1877.
Engraulis tapirulus Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17 p. 29
von Peru.
152 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
Holosauridae. Holosaurus affinis Günther Annais nat. hist. 20
p. 444 von Japan.
Gymnotidae. Stemarchus Sachsi Peters Berliner Monatsber.
p. 473 Fig. 4 aus Venezuela.
Maraenoidei, Franz Schmidt theilt weitere Beobachtungen
über die Lebensweise des Aales mit (vergl. vorj. Ber. p, 155). Ihre
Einwanderung in die süssen Gewässer findet in früher Jugend statt,
wenn sie eine Länge von 3 Zoll und die Dicke eines Strohhalms
haben. Sie überwinden Hindernisse durch Kletterkünste in und
ausserhalb des Wassers, es vermindert sich aber, wenn sie grösser
werden, diese Geschicklichkeit. Er macht darauf aufmerksam, dass
viele Punkte der Lebensthätigkeit des Aales noch gar nicht aufge-
klärt sind. Dass er Aas frist, wird bestätigt. Archiv des Vereins
in Mecklenburg 31 p. 102.
Seil in sandte angebliche Junge des Aales an v. Siebold, der
sie für eine eigenthümliche Art von Spulwürmern erkannte. Ib. p. 111.
Rauber hat zahlreiche Aale verschiedener Grösse aus Flüssen
und Teichen untersucht. Alle waren Weibchen. Er schliesst daraus,
dass die Männchen entweder sehr selten sind, oder nicht in die
Flüsse hinaufsteigen. Sitzungsber. der nat. Gesellsch. zu Leipzig.
IL 1875. p. 111.
Congromuraena megastoma Günther Annais nat. hist. 20 p. 445
von Japan.
Nettastoma parviceps Günther Annais nat. hist. 20 p. 446 von
Japan .
Ophichthys uniseralis Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17. p. 31
von Peru. — 0. hitaeniatns Peters Berliner Monatsber. p. 556 fig. 2
von Mombas.
Synaphohranchus bathyhius und affinis Günther Annais nat.
hist. 20 p. 445 von Japan.
Plectognathi.
Sclerodermi. Monacanthus modestus Günther Annais nat. hist.
20 p. 446 von Japan.
Palaeichthyes.
Stöhr hat seine Untersuchungen über den Klappenapparat
der Selachier, Chimären und Ganoiden (vergl. vorj. Ber. p. 156) auch
in dem 54. Jahresbericht der Schlesischen Ges. für vaterländische
Cultur p. 44 bekannt gemacht.
<Kanoiflei.
Dipnoi. Marno fand im Moraste der Tura el chadra den
Schuppenmolch, Protopterus aethiopicus, also mehr als fünf Breiten-
während des Jahres 1877. 153
grade nördlich von seinem bekannten Verbreitungsbezirke. Zool.
Garten p. 11.
Holostei- Wilder beschrieb die eigenthümlichen gesägten
Anhängo am Schlünde der Amia, die sich jederseits neben dem Isth-
mus befinden; über ihre Function ist nicht einmal eine Vermuthung
ausgesprochen. Procced. Amer. Assoc. advanc. of science, Buffalo,
p. 259.
Wilder beschreibt auch ib. p. 264 den Schwanz von Amia.
Die Veränderungen, welche er eingeht, sind vermuthlich frühzeitiger
als bei Lepidosteus.
Selachii.
G arm an hat Proc. Boston Soc. XIX. p. 197 das Becken und
die äusseren Geschlechtsorgane der Selachier untersucht. Er er-
klärt sich für unfähig, weder die Evolutionstheorie noch die beson-
dere Schöpfungstheorie, wie sie gewöhnlich gefasst werden, anzu-
nehmen. Er nimmt an, 1) dass das Leben an verschiedenen Orten und
Zeiten begann, 2) dass von den verschiedenen Anfängen sich Reihen
entwickelt haben, welche jetzt durch Gruppen oder Typen von mehr
oder weniger Aehnlichkeit repräsentirt sind, 3) dass die älteren,
Typen von weniger günstigen und einfacheren Bedingungen um-
geben waren, und daher auf niederer Stufe blieben, und 4) dass die
Bedingungen, unter welchen die letzten Typen vorschritten, zu
Schnelligkeit der Entwickelung, complicirter Organisation und daher
zum höchsten Range nöthigten. — Verf. beschreibt dann die ver-
schiedenen Geschlechtsorgane bei zahlreichen Gattungen der Sela-
chier. Schliesslich stellt er zwei neue Arten Sympterygia acuta von
Buenos Ayres und Baja {Malacorhina) mira von den Mejillonen auf.
Die Familie der Trygoniden theilt er in zwei Gruppen: 1) Poma-
totrygones mit einem subabdominalen Knorpel des Beckens, leben
in süssem oder brackischen Wasser, 2) Thalassotrygones ohne
solchen Knorpel, leben im Meere, wenige Arten wagen sich ins
süsse Wasser. Zu den Pomatotrygones gehören dann zwei neue
Gattungen :
Disceus. Mund ohne Papillen, Zähne in weniger als 25
Reihen, Schwanzdorn nahe den Pectoralen. Dahin Trygon strongy-
lopterus Schomb.
Potamotrygon. Mund mit Papillen, Zähne in mehr als
25 Reihen, Schwanzdorn von den Pectoralen entfernt. Dahin Pasti-
naca Humboldtii Roulin, Taeniura motoro Müll. Henle, Trygon Du-
merilii Gast.
Rohon, Ueber den Ursprung des Nervus vagus bei Selachiern
mit Berücksichtigung der Lobi electrici von Torpedo. Arbeiten aus
dem zool. Institute der Univ. Wien und der zool. Station in Triest
I. 1878 p. 151 mit Tafel XII.
154 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Ichthyologie
Balfour hielt einen Vortrag On the development of the
Proto-Vertebrae in Elasmobranchs. — Er sagt: Das Mesoblast bei
den Elasmobranchiern entsteht als zwei unabhängige Platten, deren
jede sich in zwei Lagen theilt, eine somatische und eine splanch-
nische. In dem dorsalen Theil jeder Platte entsteht eine Reihe von
Querspalten, welche einen dorsalen oder vertebralen Theil der Platte
von einem ventralen oder parietalen unterscheiden lassen. Zunächst
wird eine Höhle zwischen den beiden La /en der Platte gebildet,
welche sich ganz bis zum Gipfel des vertebralen Theiles fortsetzt.
Noch später wird der segmentirte Vertebraltheil jeder Platte, mit
seiner eingeschlossenen Höhle , von dem parietalen Theil getrennt
und bildet die Muskelplatten. Jede derselben ist ein etwa rectan-
gulärer Körper, der aus zwei Lagen besteht", und zwischen diesen
einen Theil der ursprünglichen Körperhöhle einschliesst. Das Innere
dieser beiden Lagen knospt bald Zellen zur Bildung der Rudimente
der Wirbelkörper, und bildet sich selbst in Längsmuskeln um; die
äussere Lage der Muskelplatte wird in weit späterer Periode in
Muskeln umgewandelt. Report of the 46. meeting of the British
Association of the advancement of science, held at Glasgow p. 147.
Balfour 's Abhandlung „On the development ofElasmobranch
fishes" (vergl. vorj. Ber. p. 158) ist in Humphry and Turner Journal
of anatomy and physiology X. p. 555 pl. 21 — 26 und p. 672 pl. 29
beendigt.
Fritz Meyer schilderte das Verhalten der von Semper ent-
deckten Trichter des Urogenitalsystems der Plagiostomen, die sich
in die Bauchhöhle münden. Er fand dieselben auch in grosser
Menge bei den Amphibien. Sitzungsber. der naturf. Ges. zu Leipzig
II. p. 38.
Trois, Ueber die Structur der Zotten des Uterus von Mylio-
batis noctula und Centrina Salviani. Atti del Istituto Veneto II.
Lief. 5 p. 429 mit einer Tafel.
Holocephala. Hubrecht, Notiz über einige Untersuchungen
am Kopfskelet der Holocephalen. Morphologisches Jahrbuch III.
p. 280. — Beitrag zur Kenntnis» des Kopfskeletes der Holocephalen.
Niederländisches Archiv für Zoologie III. p. 255 mit Tafel XVII.
Squali. Mustelus mento Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17
p. 31 von Peru.
Gentrophorus squamulosus und foliaceus Günther Annais nat.
bist. 20 p. 433 von Japan.
Rajae. Reichen heim lieferte eine Abhandlung über das
Rückenmark und das electrische Organ von Torpedo. Durch Quer-
und Längsschnitte suchte er zu einem völligen Verständniss des
electrischen Organs zu gelangen. Es besteht aus einer überaus
grossen Zahl colossaler Ganglienzellen von 0,11 mm Durchmesser,
alle von völlig gleicher Grösse. Jede Zelle besitzt eine Achsen-
während des Jahres 1877. 155
Verlängerung, welche von einer Faser des electrischen Nerven aus
der Cylinderaxe ausgeht. Ausser diesen existiren in der Substanz
des electrischen Organs keine anderen anatomischen Elemente von
ganglionärer Natur. Sie enthält nur noch Blutgefässe und ein sehr
dürftiges Bindegewebe. Die Zahl der Zellen wird auf 150000 ge-
schätzt. Atti della R. Accademia dei Lincei, Serie terza I. p. 1142
mit 3 Tafeln.
Rouge t machte eine Notiz über Nervenendigung in dem
electrischen Apparat von Torpedo, Comptes rendus 85 jd. 485;
Annais nat. bist. 20 p. 448.
Baja isotrachys Günther Annais nat. bist. 20 p. 434 von
Süd-Japan.
Fsammobatis brevicaudatus Cope Proc. Amer. philos. Soc. 17
p. 32 von Peru.
€yclt>stoiiii,
Hyperoartia. Ewart, Note on the abdominal pores and uro-
genital sinus of the lamprey. Er zeigt, dass bei der Lamprete sich
der Darm vor dem Urogenital -Sinus öffnet, aber nicht mit ihm
communicirt, dass die Ureteren und die inneren Abdominalporen
sich in den Sinus öffnen, der in der Mittellinie unmittelbar hinter
dem Rectum liegt, und dass dieser Sinus sich nach aussen durch
eine kleine Oefifnung an der Spitze der Papille öffnet. Humphry
and Turner Journal of anatomy and physiology X. p. 488.
Langerhans hat sehr eingehende Untersuchungen über Pe-
tromyzon Planeri angestellt. Sie füllen das dritte Heft des sechsten
Bandes der Berichte über die Verhandlungen der naturf. Ges. zu
Freiburg im Breisgau, 1876. Sie sind meist histiologischer Natur«
Er handelt von der Haut, den Muskeln, dem Skelet, dem Ver-
dauungsapparat, dem Geruchsorgan, dem Auge, dem Nervensystem,
und dem Lymphgefässsystem. Der Darm ist bei der Larve weit
voluminöser als nach der Metamorphose. Im Epithel der Mund-
segel findet sich ein provisorischer Kauapparat, welcher später ver-
loren geht. Von den Sinnesorganen erreichen Nase und Haut im
Wesentlichen schon bei der Larve ihre volle Ausbildung; die Seiten-
organe sind bei ihr vollkommen entwickelt. Das Auge dagegen er-
reicht erst nach der Metamorphose seine volle Entwickelung.
lieptocardii.
Balfour hat die Spinalnerven von Amphioxus untersucht,
wobei er auch die Schnittmethode anwendete. Das vordere Ende
des centralen Nervensystems zeigt an seiner linken und dorsalen
Seite einen kleinen spitzen Vorsprung, in welchen sich ein Diver-
ticulum von der erweiterten vorderen Hirnhöhle fortsetzt. Derselbe
156 Troschel: Ber. üb. d. Leist. in il. Ichthyologie währ. d. J. 1877.
mag vielleicht als Geruchsnerv bezeichnet werden. Senkrecht unter
ihm entspringen zwei Nerven, welche in derselben Ebene von der
Bauchseite des vorderen Endes des Central- Nervensystems ausgehen.
Sie bilden das erste Nervenpaar, und sind das einzige, welches von
der Bauchseite entspringt. Das zweite Nervenpaar entspi'ingt auch
einander gegenüber, aber von der dorsalen Seite. Im dritten Paar
liegt der Nerv der rechten Seite ein wenig hinter dem .der linken.
Der rechte Nerv des vierten Paares ist noch mehr hinter dem
linken, und der rechte Nerv des fünften Paares liegt halbwegs
zwischen dem fünften und sechsten der linken Seite. Weiterhin
alterniren sie genau an beiden Seiten. Humpbry and Turner Journal
of anat. and physich X. p. 689.
Milnes Mars hall untersuchte die Art der Eiablage von
Amphioxus. Zur Zeit der vollen Entwicklung der Eier schwellen
die Eierstöcke beträchtlich an. Die Eier werden aus den Ovarien
in die Atrialhöhle ausgeschieden , von wo sie durch die Kiemen-
spalten in den Pharynx übergehen. Ob der wirkliche Austritt der
Eier durch den Mund stattfindet, oder durch die „Hyoidöffnungen",
an jeder Seite des Mundes, wie Lankester annimmt, darüber ist
Verf. zu keiner Gewissheit gekommen. Es ist auch möglich, dass
sie zum Theil durch den Abdorainal-Porus gehen , wie es ja auch
Quatrefages beobachtet hat. Humphry and Tarner Journal of Ana-
tomy and Pysiology X. p. 502.
Goode zeigte das Vorkommen von Amphioxus bei den Ber-
mudas an. The American Naturalist XI. p. 367.
Bericht über die Leistungen in der Naturgcscliiclite
der Mollusken während des Jahres 1877.
Von
Troschel.
Von Pfeiffer's Novitates concbologicae, Abbildung
und Bescbreibung neuer Concbylien, erscbien die 52. Lie-
ferung als Anfang des fünften Bandes mit zwei Tafeln.
Mit dem Hinscbeiden des Verfassers möcbte dieses Werk
damit wobl seinen Abscbluss gefunden baben. Diese Lie-
ferung entbält folgende Arten : Helix Febigeri Bland, Mas-
soni Bebn, Megalomastoma Hjalmarsoni Ffr., Helix laeta
Gould, callizona Crosse, pbaeostoraa Martens, Arangiana
Poey var. semiaperta Martens, Alexandri Gray, scaevola
Martens, elacbystoraa Martens, colona Martens, Zonites cre-
tensis Blanc n. sp., Helix Stoliczkana Nevill n. sp., Helix
bemiopta Benson.
Von Kiener's Concbylienwerk, welcbes Fiscber fort-
setzt, erscbienen im Jabr 1877 die Lieferungen 150 bis
155 in zwei Heften zu je drei Lieferungen. Im Texte ist
in diesen Lieferungen die Gattung Trocbus im weitesten
Sinne von der 59. bis zur 127. Species fortgefübrt; dazu
die Tafeln 77 bis 95.
Küste r's Systematiscbes Concbylien -Cabinet, nach
dessen Tode fortgesetzt von Kobelt und Weinkauf f, ist
um die Lieferungen 257 bis 267 vermebrt worden. In
ibnen sind die Gattungen Pisidium, Spbaerium, Cyrena
und Corbicula von Clessin, Melania von Brot, Helix von
Pfeiffer, Cypraea und Oliva von Wein kau ff, Neritina
158 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
von V. Martens bearbeitet, von denen wir unten weitere
Nachriebt geben.
Von Kobelt's Fortsetzung von Rossmässler's Icono-
graphie der Europäischen Land- und Stisswasser-Mollusken
erschien während des Jahres 1877 der fünfte Band in
zwei Mappen zu je drei Lieferungen. Der Inhalt bezieht
sich Taf. 121 und 122 auf die Untergattung Levantina
Kob., die einen Hauptcharacterzug der Fauna der Länder
westlich (muss heissen östlich) vom Mittelmeer bildet, Taf.
123 und 124 auf die italienischen Iberus, Taf. 125 — 127
bringen weitere Helix-Arten, Taf. 128 — 130 sind der Gat-
tung Limnaea, Taf. 131 der Gattung Leucochroa, Taf. 132
und 133 Helix cespitum etc., Taf. 134 den Gattungen
Glandina und Parmacella, die Taf 135 — 137 der Gattung
Buliminus, die Taf. 138 — 140 der Gattung Paludina (Vivi-
para Montf.), 141 der Gattung Daudebardia und Vitrina,
142 — 148 wieder der Gattung Helix, 149 der Gattung
Limnaea gewidmet. Nur eine neue Helix ist aufgestellt.
Von Reeve's Conchologia iconica, or illustrations
of the Shells of Molluscous animals, conducted by G. B.
Sowerby, wurde 1878 der 20. Band beendigt, der jedoch
schon seit 1875 in Lieferungen erschienen ist. Mit diesem
Bande ist, wie man aus einer Vorrede der Wittwe Reeve
ersieht, das Werk geschlossen. Dieser Band enthält die
Monographien folgender Genera: Solemya, Mya, Clausilia,
Cylindrella, Pupa, Vanikoro, Neritopsis, Kuphus, Teredo,
Pedicularia, Mytilimeria, Saxicava, Pupinidae, Gastro-
chaena, Xylophaga, Navea, Fistulana, Rissoa, Siliquaria,
Cyrena, Sphaerium, Planorbis, Planaxis, Velorita, Ptero-
poda, Ancylus, Alycaeus, Margarita, Rotella, Stylifer, Au-
ricula. Wir werden unten weiter über die einzelnen Mo-
nographien berichten.
Von Shuttleworth erschien im Jahr 1856 ein Heft
unter dem Titel Notitiae malacologicae oder Beiträge zur
näheren Kenntniss der Mollusken, wovon sich nach dem
Tode des Verfassers noch 250 Exemplare vorfanden, sowie
15 Tafeln zu einem zweiten Hefte ohne Text. Zu diesen
letzteren hat P. Fischer einen kurzen erläuternden Text
geschrieben, und so wurde das Ganze von der Direction
der Mollusken während des Jahres 1877. 159
des Museums für Naturgeschichte in Bern herausgegeben.
Der neue Text des zweiten Heftes enthält eigentlich nur
eine Tafelerklärung mit der Synonymie der einzelnen
Arten. Es sind 2 Paryphanta Albers, 4 Retinella Sh., 2
Mesomphix Raf., 6 Macrocyclis Beck, 16 Patera Alb., 2
Columna, 8 Spiraxis, 1 Rhynchocheila 8h., 6 Trochatella
Swains. Mehrere dieser Arten waren noch nicht abge-
bildete manche erschienen zweifelhaft.
Kobelt's Illustrirtes Conchylienbuch, von welchem
die erste Lieferung in Nürnberg erschien, ist mir nicht
bekannt geworden. In Jahrb. malak. Ges. p. 90 ist es von
Weinkauff angezeigt, und so gerühmt, dass man darin die
Freundeshand erkennt.
H. V. Ihering, ,,zur Morphologie der Niere der sog.
Mollusken". Zeitschr. für wissensch. Zoologie 30 p. 583.
Verf. verwerthet die Beziehungen der Niere zu den Ge-
schlechtsorganen für die Systematik. Bei den niederst-
stehenden Muscheln mündet das Geschlechtsorgan in die
Niere, oder deren beide Oeffnungen münden dicht neben
einander auf einer gemeinsamen Papille. Bei den höheren
Muscheln, die mit Siphonen versehen sind, sind Niere und
Geschlechtsorgan jederseits vollkommen von einander ge-
trennt. Bei den Solenoconchen oder Dentalien werden die
Geschlechtsproducte durch das bojanussche Organ entleert,
aber der linke Ei- oder Samenleiter ist nicht vorhanden,
bei Fissurella ist es ähnlich, aber auch das linke boja-
nussche Organ ist ganz rudimentär. Bei Turbo und den
übrigen Arthrocochliden ist die Trennung beider Oeff-
nungen eingetreten; alle höher stehenden Arthrocochliden
besitzen nur das rechtsseitige Bojanussche Organ und den
von ihm abgelösten Ausführungsgang der Geschlechtsdrüse.
Verf. erläutert weiter diese Verhältnisse specieller und
geht auch auf die Niere der Ichnopoden, speciell der Nu-
dibranchier näher ein. Die Arbeit ist jedenfalls als eine
sehr wichtige zu bezeichnen.
Garner hat unter der Ueberschrift „Malacological
Notes" seine Ansichten über die Verwandtschaft der Mol-
lusken-Gruppen untereinander erörtert. Er geht die ver-
schiedenen Organe durch; ein eingehender Auszug erscheint
160 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
jedoch für unseren Zweck nicht thunlich. Annais nat. hist.
19 p. 357—380.
Giard ist durch seine vielfachen Untersuchungen
über die Embryologie der Thiere zu der Ansicht gekom-
men, dass er glaubt eine andere Begrenzung der Haupt-
gruppen vorschlagen zu müssen. Die Arthropoden bilden
ein deutlich begrenztes Phylum, getrennt von den übrigen
Annulaten. Die meisten dieser letzteren (Anneliden, Chae-
tognathen, Rotiferen müssen mit den eigentlichen Mollusken
(Cephalopoden, . Gasteropoden und Lamellibranchier) ver-
einigt werden, mit denen sie durch die Brachiopoden und
die Bryozoen verbunden werden. Association fran^aise
pour l'avancement des sciences, Nantes, p. 815.
Fischer kritisirt die neue Klassification der Mol-
lusken von Ihering. Er findet in ihr keinen wahren Fort-
schritt; nur die Namen der Hauptabtheilungen sind ver-
ändert. Journal de Zoologie VI. p. 1.
Strobel erörterte die Beziehungen zwischen der
natürlichen Beschaffenheit des Bodens und der Verbreitung
der Land- und Süsswassermollusken. Atti della Societa
Italiana di scienze naturali XIX. Von grossem Einfluss
ist die chemische Beschaffenheit des Bodens, namentlich
auf die Bildung der Schale, dazu gehört Kalk. Auf Quarz
leben nur nackte Mollusken, die also unabhängig vom
Boden sind; granitische Felsen bewohnen Mollusken mit
innerer Schale und mit horniger Schale, welcher ein Mi-
nimum von Kalk genügt. Diese sind daher weniger vom
Boden abhängig, und lieben besonders frische und feuchte
Gegenden. Die maritimen Arten brauchen Salz. Die phy-
sikalische Beschaffenheit des Bodens ist ebenfalls einfluss-
reich. Wasser ist unerlässlich. Die Landschnecken,
welche viel Wasser brauchen, nennt er hygrophil, die,
welche trockene Gegenden lieben, xerophil. Erstere haben
eine zerbrechliche, letztere eine weisse kalkige Schale;
die maritimen Landschnecken bilden eine besondere Gruppe
der xerophilen. In den Gewässern, welche leicht aus-
trocknen, können Wasser -Pulmonaten nicht leben, die
kiemenathmenden bewohnen dauernde Gewässer der feuch-
ten Gegenden. Von einigem Einfluss ist auch die geogno-
der Mollusken während des Jahres 1877. 161
stisclie Beschaffenheit oder die Struetur der Felsen, deren
Spalten Schlupfwinkel namentlich der nackten, kleinen,
oder mit platten und längstreckigen Schalen versehenen.
Die grösste Zahl der Mollusken ist phytophag, daher leben
die meisten auf Pflanzen, und deshalb ist der vegetative
Charakter des Bodens wichtig; weniger abhängig davon
sind die terricolen, noch weniger die petricolen Arten.
Daher sind die sterilen Localitäten arm au Mollusken,
reich an Arten und Individuen dagegen die mit üppiger
Vegetation bedeckten Orte. Eine Gegend mit kalkigem
Boden, frisch mit zerklüfteten Felsen, wasserreich und mit
reicher Vegetation ist also reicher an Land- und Wasser-
mollusken als irgend eine andere; dagegen wird eine
Landschaft mit Kieselboden mit massigen Felsen, trocken,
steril, sehr arm an Mollusken sein. Die chemisch indiffe-
renten, hygrophilen, planticolen oder terricolen Mollusken
sind die am meisten acclimatisirbaren, weil sie die unab-
hängigsten sind. Unter den Landschnecken charakterisiren
die Felsenbewohner, die calcarophilen und die xerophilen
ein Land am besten, also auch das südliche Argentinien.
Gloyne machte Bemerkungen über die geographische
Verbreitung der Laudmollusken. Er nimmt die Provinzen
von Sclater an, theilt diese dann aber weiter in Regionen,
diese wieder in Divisionen. Ist fortzusetzen. Quarterly
Journal of Conchology L p. 283.
Laver empfiehlt zum Sammeln kleiner Landschnecken,
dass man an günstigen Stellen im Walde einen Sack mit
abgefallenen Blättern, Gras und anderem Abfall fülle, und
diesen zu Hause durchsiebe, das Durchgesiebte nochmals
in einem frischen Winde siebe, wodurch leichtere Gegen-
stände weggeblasen werden. Quarterly Journal of Concho-
logy L p. 264.
Stearns gab wieder Nachricht über Conchylien, die
bei den Ureinwohnern als Geld benutzt wurden. Er er-
wähnt von der Westküste Nordamerikas: Dentalium In-
dianorum Cpr., entalis L., Olivella biplicata Sby., Haliotis
rufescens Swns., FissureUa crenulata Sby., Saxidomus ara-
tus Gld., und Pachydesma crassatelloides Conr. ; — von
der Ostküste Nordamerikas : Venus mercenaria L., Busycon
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. L
162 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
carica L., canaliculatum L., Buccinum undatum L.; —
von indopacifischen und afrikanischen Ländern: Cypraea
moneta L., annulata L., Littorina obesa Sby., Nerita polita
L. The American Naturalist XI. p. 344.
Sutor eifert gegen den Prioritäts -Fanatismus, und
er hat vollkommen Recht! Jahrb. d. D. malak. Ges. IV.
p. 130.
Mörch macht einige Berichtigungen zu den Catalogen
von Kobelt. Nachrichtsbl. p. 58.
Lefevre berichtet über seine Ausflüge nach Valen-
ciennes, Soissons und Paris. Er beschreibt die dortigen
Museen und Sammlungen. Bull. soc. malac. de Belgique
XL p. 85.
G. Nevill hat begonnen einen Catalog der Mollusken
des Indischen Museums in Calcutta herausgeben. Er be-
ginnt mit Fasciculus E. 1877, enthaltend die Familien Am-
pullariacea, Valvatidae und Paludinidae. Die neuen Arten
führen wir unten an. Zahlreiche Varietäten werden unter-
schieden.
Stalio hat einen systematischen Catalog der Land-
und Süsswasser - Conchylien abgedruckt, welche aus der
Sammlung Vidovich herstammen. Es sind 253 Arten.
Atti del Istituto Veneto IL Lief. 2 p. 101.
Isaac Lea hat einen Catalog seiner sämmtlicheu
Schriften, 1817 bis 1876, abdrucken lassen, Philadelphia
1876. Er enthält 223 Nummern, die meist conchyliolo-
gischen Inhalts sind.
Die faunistischen Beiträge sind in diesem Jahre recht
reichlich geflossen. Wir erwähnen zuerst zwei Mittheilungen,
die sich nicht bei einem besonderen Erdtheil unterbringen
lassen.
E. von Martens gab eine Uebersicht der während
der Reise um die Erde in den Jahren 1874 — 1876 auf
S. M. Schiff Gazelle gesammelten Land- und Stisswasser-
MoUusken. Die Sammlung besteht aus 80 Arten, von denen
3 Helix und 1 Neritina als neu beschrieben sind. Mehrere
Species sind abgebildet, auch das Gebiss von Cyclostoma
Novae Hiberniae Q. G. , Patula Hookeri Reeve und Helix
(Papuina) Boivini Petit. Berliner Monatsber. p. 261.
^
der Mollusken während des Jahres 1877. 163
Gwyu Jeffreys hat in den Annais nat. bist. 19
über neue und eigenthümliche Mollusken aus der Abtbei-
lung- der Gasteropoden und Pteropoden , welche aus der
Valorous-Expedition herstammen, in mehreren Abschnitten
berichtet. Die neuen Arten führen wir unten namentlich an.
Europa. Kobelt hielt einen Vortrag über die geo-
graphische Verbreitung der Binnenmollusken. Er schildert
die einzelnen Faunengebiete in allgemeinen Zügen, und
fügt in einem Anhange Verzeichnisse einzelner europäischer
Faunen hinzu: 1) Pulmonaten in Tibet, die auch in Europa
gefunden werden, 2) Arten, die sich dem Polarkreis nähern,
3) Arten der germanischen Provinz, ferner die Faunen von
Italien, Sicilien, Malta, Sardinien, Corsica, Creta, Rhodus,
Cypern, Krym. Bericht über die Senckenbergische naturf.
Ges. 1875-76 p. 75.
Kobelt machte Zusätze und Berichtigungen zu seinem
Catalog der im europäischen Faunengebiete lebenden
Binnenconchylien. Er unterscheidet vier Provinzen: 1) die
arctisch-boreale, die Länder im Umfange des nördlichen
Eismeers umfassend, 2) die germanische, Scandinavien, das
mittlere Russland, Deutschland, Nordfrankreich und Eng-
land, 3) die alpine, 4) die mittelmeerische, welche letztere
in sechs Kreise zerfällt: a) der mauritanische, Nordafrica
und Südspanien, b) der süditalienische, c) der dalmatische,
d) der griechische, e) der kleinasiatische, f) der levantisch-
syrische. Bei der ilufzählung der Arten ist namentlich
auf die Fundorte Rücksicht genommen. Jahrb. D. malak.
Ges. IV. p. 14.
Weste rlund, Fauna europaea molluscorum extra-
marinorum. Prodromus, sistens descriptiones systematicas
et criticas omnium generum et specierum horum animalium
in Europa viventium et hodie cognitarum. Lundae 1876.
Fasciculus I. Dieses erste Heft^ enthält die Gattungen
Testacella, Daudebardia, Glandina, Limax, Lehmannia,
Amalia, Parmacella, Vitrina, Hyalina, Zouites, Leucochroa,
Arion, Geomalacus, Helix, Buliminus, Cochiicopa (Cionella).
Friele erstattete einen vorläufigen Bericht über die
Mollusken von der norwegischen Nord-Atlantischen Expe-
dition im Jahr 1876. Unter einer Anzahl bereits bekannter
164 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Arten hat Verf. auch mehrere neue aufgestellt. Die bei-
gegebene Tafel ist besonders dem Gebiss verschiedener
Arten gewidmet. Nyt magazin for Naturvidenskaberue 23.
1877.
Kobelt hatFriele's vorläufigen Bericht über die Aus-
beute der nordatlantischen Expedition auf dem Schiff Voe-
ringen^ w^elche in Nyt Mag. for Naturvidenskaberue 23
erschienen ist, in Jahrb. d. D. Malak. Ges. iV. p. 257 mit-
getheilt. Wir citiren daraus die neuen Arten.
Norman berichtet über seinen Schleppnetzfang in
der Bay von Oban an der Westküste Schottlands. Das
Verzeichniss der Mollusken umfasst 113 Arten. Quarterly
Journal of Conchology I. p. 275.
Miss Fairbrass sammelte Limax gagates bei Has-
tings. Quarterly Journal of Conchology 1. p. 245.
Dupuy fand in dem Bassin der warmen Quellen
von Barbotan, Gers, dessen Wasser eine Temperatur von
30 bis 35^ hat, in Menge den Unio Requieni Mich., ent-
deckte auch in der Nähe von Barbotan Pupa dilucida
Ziegl., die er als neu für Frankreich erklärt. Er schliesst
ein Verzeichniss der bei Barbotan gesammelten Arten an, 54
Schnecken und 12 Muscheln. Journal de Conchyl. 25 p. 15.
Letourneux sammelte bei Lamaloa-les-bains (Herault)
76 Arten Land- und Süsswasserconchylien, 2 Limax, 3 Vi-
trina, 7 Zonites, 21 Helix, 3 Bulimus, 1 Chondrus, 2 Fe-
russacia, 6 Clausilia, 12 Pupa, 2 Vertigo, 3 Caecilianella,
1 Carychium, 1 Planorbis, 1 Pliysa, 3 Limnaea, 2 Ancylus,
1 Cyciostoma, 1 Pomatias, 1 Amnicola, 1 Paludinella, 2
Neritina. Revue et Mag. de Zoologie p. 336.
Fischer lieferte einen Nachtrag zur malakologischen
Fauna des Thaies von Cauterets in den Pyrenäen (vergl.
vorj. Ber. p. 175). Die früher als Amalia marginata be-
stimmte Art wird nun als neu, Limax altilis beschrieben.
Die übrigen Bemerkungen beziehen sich auf bekannte Arten.
Journ, de Conchyl. 25 p. 49.
Roffiaen verzeichnete 42 Arten Land- und Süss-
wassermollusken, welche er bei dem Dorfe Waulsort ge-
sammelt hat. Es sind 30 Landschnecken, 9 Süsswasser-
der Mollusken während des Jahres 1877. 165
Schnecken und 3 Muscheln. Proces-verbaux Soc. malac. de
Belgique VI p. 91.
In einem Aufsatze „die Ost- und Nordsee nach den
neueren deutschen Untersuchungen, die Natur 1877, gicbt
Möbius an, dass nördlich von der Doggerbank bis in die
Breite von Peterhead in Schottland 251 Arten beschälter
Weichthiere leben, südlich von der Doggerbank von Texel
bis Jütland 138 Arten, im nördlichen Theile des Sundes
90 Arten, in der Kieler Bucht 47 Arten und in der Ostsee
östlich von Rügen nur noch 7 Arten. — Von der Häufigkeit
einiger Arten wird als Beispiel angeführt, dass bei Büsum
an der holsteinischen Westküste im Jahr 1866 auf den
trockenlaufenden Meeresgründen 8000 Tonnen, über 30 Mil-
lionen Stück, Wiesmuscheln gesammelt und als Dünger
auf die Felder gebracht wurden. 1865 wurden 36440 Ton-
nen Muschelschalen in die Kalköfen dieser Provinz gelie-
fert, also in einem Jahre über 182 Millionen, meist Car-
dium edule.
V. Heimburg zählt als zur Mollusken-Fauna von Ol-
denburg gehörig 82 Arten auf. Nachrichtsbl. p. 17.
Friedel fand im Schlamm am Hyldefluss bei Greifs-
walde sehr zahlreiche Scrobicularia piperata, die in der
Ostsee nicht vorkommt. Nachrichtsbl. p. 82.
Tenkhoff verzeichnete die Mollusken Paderborn's
und Umgegend. Es sind 6 Muscheln und 77 Schnecken.
Jahresbericht der zool. Section des westfälischen Prov.- Ver-
eins für Wissensch. und Kunst 1877. p. 47.
Reinhardt machte auf diluviale Funde bei Müggel-
heira, südöstlich von Köpenik aufmerksam. Er fand in
dem Sande grosse Mengen von Paludina diluviana und
zwar mit bedeutenden Form Verschiedenheiten. Ausserdem
werden gefunden Bithynia tentaculata, Valvata naticina und
depressa, Neritina fluviatilis, Cyclas solida, Pisidium amni-
cum und Henslovianum. Verf. schliesst daraus, dass diese
Paludinaschichten aus fliessenden, lebhaft bewegten, mit
steinigem Boden versehenen Gewässern abgelagert seien.
Sitzungsber. Ges. naturf Freunde zu Berlin p. 173.
V. Martens machte Bemerkungen über die Mollusken-
fauna des Thüringer Waldes. Er nennt einzelne Arten, wie sie
166 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
an besonderen Localitäten gefunden werden. Er bemerkt,
dass mehrere Arten nur auf einer geognostiscben Unterlage
vorkommen, aber dieselben Arten anderswo wieder auf
sehr verschiedenen; die chemische Beschaffenheit des Bo-
dens sei eben nur einer unter den vielen Factoren, deren
Zusammenwirken den einzelnen Arten das Dasein ermög-
licht, und sie wirke wohl weniger unmittelbar als mittelbar
durch ihren Einfluss auf die Feuchtigkeitsverhältnisse, die
Erwärmung und die Vegetation; sie könne daher in der
einen Gegend entscheidend sein, in einer andern gegen
andere begünstigende Einflüsse zurücktreten. Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 15.
Reinhardt hat als Beitrag zur Fauna von Thüringen
ein Verzeichniss von Schnecken mitgetheilt, welche bei
Suiza und Kosen gesammelt waren. Es enthält 39 Arten.
Nachrichtsbl. p. 36.
Boettger giebt einige Schnecken aus der Gegend
von Eisenach an, als Nachtrag zu seiner Mittheilung über
die Schneckenfauna des Thüringer Waldgebirges. Nach-
richtsbl. p. 97.
E. V. Martens sammelte in der Umgegend von Frie-
drichsroda die Land- und Süsswassermollusken, und be-
nutzte die Resultate zur Schneckenfauna des Thüringer
Waldes. Er erhielt von verschiedenen Localitäten 46 Arten,
und berücksichtigte für das Vorkommen die Meereshöhe und
die geognostischen Verhältnisse. Jahrbücher der D. Malak.
Gesellsch. IV. p. 213.
Wichmann gab Nachricht über die Molluskenfauna
von Zwikau. Nach einer Schilderung der Umgebung, dieser
Stadt verzeichnet er 7 Arioniden, 20 Heliciden, 15 Limnae-
iden und 4 Muscheln, Jahresbericht des Vereins für Na-
turkunde zu Zwikau 1876. p. 30.
Clessin hat die Molluskenfauna der über Süddeutsch-
land verbreiteten jüngsten Erdperiode, des Pleistocaen
einer genaueren Untersuchung und des Vergleiches mit
der recenten Fauna unterzogen, um auf das Klima der
pleistocaenen und alluvialen Fauna schliessen zu können.
Im Verlaufe des Aufsatzes wird in einer Tabelle die
recente Molluskenfauna des oberen Donaugebietes aufge-
i
der Mollusken während des Jahres 1877. 167
zählt, nach welcher sich im südlichen Bayern 175 Arten
finden, und die nach den Columnen der Tabelle bei Re-
gensbiirg 119 Arten, im Donauschlick 90 Arten, und nur
in den Alpen 26 Arten vorkommen. Eine zweite Tabelle
enthält die Alluvialiauna des Donaugebietes mit 113 Arten,
und zwar im Laabertuff 83 Arten, im Ammerseetuif und
Tölzertuff 35 Arten, im Torf 24 Arten, im Thüringertuff
(des Vergleiches wegen angeführt) 6ß Arten. Correspon-
denzblatt des zool. miner. Vereins in Regensburg. 31. Jahrg.
p. Qß und durch alle folgenden Hefte.
Clessin schildert die Molluskenfauna des bayerischen
Waldes als sehr arm wegen des Kalkmangels. Er fand
nur 8 Landschnecken und 13 Wassermollusken. Nach-
richtsbl. p. 39.
Clessin sammelte einige Schnecken im Zillerthal in
Tyrol. Nachrichtsbl. p. 43.
Jickeli giebt einen kleinen Beitrag zur Fauna Sieben-
bürgens, indem er der Helix transsylvanica Bielz und der
Clessinschen Beschreibung neuer Hyalina-Arten Erwähnung
thut. Verhandl. und Mittheil, des Siebenbürgischen Vereins
zu Herraannstadt 38. p. 122.
v.Martens bestimmte die durch Beyrich vorgelegten
Conchylien einer Lössbildung in Ungarn bei Mogyoros,
westlich von Gran, als Helix arbustorum und hispida, Pu-
pa dolium und muscorum, Clausilia dubia und Succinea
oblonga. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 213.
Ervajec schilderte die malakologischen Verhältnisse
der geftirsteten Grafschaft Görz im österreichischen Küsten -
lande. 17. Jahresbericht der k. k. Ober-Realschule in
Görz, 1877. Zunächst wird das Gebiet begrenzt und ge-
schildert, nach den fünf Regionen: Hochgebirge, Mittelge-
birge, Isonzo-Ebene, Karst und Meeresküste. Für jede
sind die Charaktermollusken angeführt. Das Verzeichniss
enthält 201 Arten, nämlich 2 Arion, 2 Amalia, 6 Limax,
1 Testacella, l.,Daudebardia, 3 Vitrina, 2 Zonites, 8 Hya-
lina, 1 Zouitoides, 27 Helix, 1 Stenogyra, 6 Buliminus, 2
Cochlicopa, IGlandina, 21Pupa, 5Zospeum, 1 Balea, 27 Clau-
silia, 3 Succinea, 1 Marinula, 1 Alexia, 2 Carychium, 1 Cy-
clostomus, 6 Pomatias, 1 Truncatella, 2 Acme, 2 Valvata, 2
168 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Vivipara, 2 Bythinia, 2 Hydrobia, 6 Bj^thinella, 1 Litho-
glyphus, 1 Leptoxis, 2 Neritina, 6 Limnaea, 1 Physa, 1
Aplexa, 9 Planorbis, 1 Ancylus, 1 Acroloxus, 1 Anodonta,
1 Microcondylaea, 3 Unio, 2 Sphaerium, 3 Pisidium. Aus-
serdem werden noch 16 Arten als wahrscheinlich vorkom-
mend genannt.
Clessin hat die Mollusken der Tiefenfauna der Al-
penseen, soweit sie bisher, namentlich durch die Bemühungen
von Forel, bekannt geworden sind, zusammengestellt. Er
nennt drei Limnaeen {profunda n. sp., abyssicola Brot, Fo-
reli n. sp.), eine Valvata (lacustris n. sp.) und 9 Pisidien,
unter denen wieder drei neue sein sollen. In der Abbil-
dung sehen sie einander sehr ähnlich. Malak. Bl. 24 p. 159.
Die Mollusken der Uferzone des Genfer Sees werden
von Forel nach den Notizen von Brot aufgezählt. Es
sind 3 Anodonta, 1 Unio, 3 Pisidium, 1 Cyclas, 3 Lim-
naeus, 1 Ancylus, 1 Bythinia. Bull. Soc. Vaudoise XIV p.
205. — Von Pisidien der Tiefenfauna hat Clessin ib.
p. 234 5 Arten als neu beschrieben. Sollten sie wirklich
alle verschieden sein?
Giebel fand bei Pontresina von Mollusken nur einen
Limax, Succinea amphibia, Planorbis leucostoma. Im Ma-
gen der Plötzen aus dem Staatzer See fand er Schalen, die
er auf Pisidium deutete. Zeitschr. ges. Naturwiss. 50
p. 218.
Stefani hat im Thal des oberen Serchio 57 Arten
Land- und Süsswassermollusken gesammelt. Bulletino Soc.
Malac. Italiana 1875.
Adami, Molluschi terrestri e fluviatili viventi nella
Valle d'Oglio, ossia nelle valle Camonico, di Scalve e di
Borlezza, spettanti alle provincie di Brescia e Bergamo.
Darin sind drei neue Varietäten und zwei neue Arten be-
schrieben; letztere s. unten. Atti Soc. Veneto-Trentina sc.
nat. Vol. V. 1.
Der Marchese di Monte rosato, Notizie suUe conchi-
glie della rada di Civita-Vecchia. Es werden 6 Brachio-
poden, 33 Conchiferen, 140 Schnecken, 2 Pteropoden, 1
Cephalopode aufgezählt. Einige neue Arten werden be-
schrieben; ebenso eine neue Gattung Scutulum, die jedoch
der Mollusken während des Jahres 1877. 169
mit Allerya Mörch identisch ist, s. unten. Annali del Mus,
civico di Genova X. 1877.
Mrs. Fitzgerald verzeichnete 34 Landschnecken und
1 Süsswasserschnecke (Bythinia similis Drap.) von Capri.
Quarterly Journal of Conchology I. p. 249.
Stossich erwähnt von der Insel Pelagosa im Adria-
tischen Meere an Landöchnecken Helix vermiculata, aspersa,
variabilis, pyramidata, pisana, cellaria, naticoides, ferner
Bulinus acutus, B. pupa und Clausilia gibbula. Auch wer-
den einige marine Arten genannt. Bollettino Soc. Adriatica
sc. nat. in Trieste III. p. 191.
Nachdem Grillo vor einem Jahre in dem Barth
Journal de Medicine et de sciences naturelles, welches mir
nicht zugänglich geworden ist, einen raisonnirenden Ca-
talog aller bei Messina gefundenen Arten veröffentlicht
hatte, beschreibt er jetzt in einer kleinen besonderen Bro-
chüre „Description de quelques especes nouvelles ou peu
connues, Naples 1877" einige neue Arten der Gattungen
Axystele, Cylichna, Auriculina und Fossarus, auf welche
wir unten zurückkommen.
Von Hidalgo Moluscos marinos de Espana, Portu-
gal y las Baleares erschien im Jahr 1877 die 13. und 14.
Lieferung. Der Text beginnt mit einem Supplement der
benutzten Schriften und bringt dann einen allgemeinen
Catalog der Mollusken des Gebietes, 8 Brachiopodcn und
240 Lamellibranchiaten enthaltend. Dieses Verzeichniss
enthält die Charaktere der einzelnen Familien, die Arten
mit Angabe der Fundorte und am Schluss jeder Familie
die Synonyme. Verf. beschreibt unter dem Namen Mo-
diola Martorelli die Form, welche Jeffreys, Weinkauffund
Monterosato zu M. incurvata Phil, gebracht haben, und er
tauft die Leda lata Jeffr. in Leda Jeffreysi um, da der
Name schon vergeben sei.
Morelet, welcher 1845 eine Fauna der Land- und
Süsswasser - Mollusken von Portugal herausgeben hat, hat
nunmehr eine Eevision derselben angestellt. Er macht zu-
nächst Berichtigungen zu 19 Species, fügt dann 34 Arten
dem älteren Verzeichnisse hinzu, unter denen eine neue
Cyclas, und giebt schliesslich ein Verzeichniss der bekann-
170 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
ten portugiesischen Arten, mit Berücksichtigung der vorigen
beiden Abschnitte. Letzteres enthält 7 Arion, 10 Limax,
1 Parmacella, 2 Testacella, 1 Vitrina, 5 Succinea, 44 Helix,
6 Bulimus, 12 Pupa, 1 Balea, 3 Clausilia, 3 Glandina, 2
Auricula, 2 Carychium, 8 Planorbis, 6 Limnaea, 2 Physa,
4 Ancylus, 1 Cyclostoma, 1 Paludina, 5 Hydrobia, 1 Bithinia,
1 Amnicola, l Valvata, 1 Melania, 4 Neritina, 6 Anodonta,
6 Unio, 3 Cyclas, 1 Pisidium. Journ. de Conchyl. 28 p. 242.
AMca. Mar rat stellte eine Liste westafricanischer
Conchylien zusammen, die durch Captain Davis von Ma-
deira bis zum Meerbusen von Guinea gesammelt waren.
Unter den verzeichneten 144 Arten sind einige neue Arten.
Quarterly Journal of Conchology I. p. 237.
V. Fritsch fand am Strande von Casa blanca in
Marocco auf Stunden weite Erstreckung hin im Sande
Tausende von Melanopsen, Bithynien und dergl. zwischen
den Meeresconchylien. Er meint, man würde, wenn dieser
Sand zu festem Fels erhärtete, diese Bildung nicht für
reine Meeresbildung ansprechen ; und doch entstammen alle
diese Binnenconchylien nur zwei kleinen Bächen, die hier
ins Meer münden. Mittheil, des Vereins für Erdkunde zu
Halle 1877 p. 23.
Monterosato machte Bemerkungen über eine grös-
sere Zahl von Conchylien , welche an den Küsten Algiers
vorkommen. Er bezieht sich auf zwei frühere Abhand-
lungen: Nuova Rivista delle Conch. Medit, (Atti dell'
Accademia di scienze, lettere ed arti Vol. V. ser. 2. Pa-
lermo 1875) und Poche note sulla Conchiologia mediter-
ranea, Palermo 1875 (die mir für unsere Berichte noch
nicht zugänglich geworden waren), um zu sagen, dass die
Conchylien des Mitteimeers keineswegs vollständig be-
kannt sind. Eine reiche Sendung von Algier veranlasste
diese Arbeit. Verf. bringt die maritimen Mollusken von
Algier in 4 Kategorien: 1) die prädominirenden Arten,
welche der Lusitanischen Region angehören, 2) die süd-
atlantischen Arten, welche sich längs den Küsten Portugals
und bis zu den Küsten Algeriens und des südlichen
Spaniens erstrecken, 3) die localisirten Arten, welche
sich von Algerien nicht entfernen, 4) die pelagischen Ar-
der Mollusken während des Jahres 1877. 171
ten, welche zeitweise die Küsten Algeriens besuchen, wie
Janthinen; Pteropoden und Spirula. Die Bemerkungen,
welche nun folgen, beziehen sich auf 22 Muscheln, 1 Den-
talium, 122 Schnecken, 3 Pteropoden, 1 Spirula. Einige
neue Arten sind abgebildet. Journ. de Conchyl. 25 p. 24.
V. Härtens bestimmte einige Süsswasser-Conchylien
in subfossilem Zustande, welche in Central-Africa bei
Kuko im Reich Bornu an der Westseite des Tschad -Sees
von Rohlfs gesammelt waren: Planorbis Rüppelli Dkr.,
Isidora contorta Mich., Limnaea natalensis Krauss und
Melania tuberculata Müll. Dies lässt auf die Gleichförmig-
keit der Fauna durch weite Strecken schliessen, da alle
diese Arten auch noch lebend in den Nilländern vor-
kommen. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 242.
Edgar Smith zählte die bekannten Arten des See's
Nyassa auf, 25 Arten, unter denen einige neue Melania,
Lanistes, Bythinia und Physa; ferner sechs Arten von der
Mündung des Macusi River, bei Quiiimane an der Ostküste
Africa's. Unter letzteren eine neue Bullia und ein neuer
Donax. Proc. zool. soc. p. 712, pl. 74 und 75.
Pagenstecher bearbeitete für Kossmann's Reise
nach dem Rothen Meere IT. die Mollusken. Der Reisende
hatte 2500 Stück mitgebracht, deren Hauptmenge von
Massaua und den Dhalakinseln herstammt. Die Zahl der
Arten beträgt 123, worunter 36 Muscheln. Drei neue
Arten , eine Perno , ein Cerithium , ein Pusio und eine
neue Gatt. Crepidodoris sind aufgestellt. Von mehreren
Arten ist die Variabilität durch Abbildungen demonstrirt,
so von Ostrea plicatula, Cytherea lentiginosa, Nerita polita
und Rumphii, die neuen Arten sind abgebildet. In der
Einleitung verfolgt Verf. alle Angaben über die Verbrei-
tung der Mollusken des Rothen Meeres, namentlich auch
die Frage über die Uebereinstimmung der Molluskenfauna
des Rothen Meeres mit dem Mittelmeer.
Taylor beschrieb einige neue Landschnecken von
der Ostküste Africa's, die durch Gibbons gesammelt waren.
Quarterly Journal of Conchology I. p. 251.
Gibbons machte Bemerkungen über die geographische
Verbreitung der marinen Gasteropoden an der Süd- und
172 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Ostkttste Africas. Er sammelte 392 Arten, und zwar 195
au der Capregion und 197 in dem Corallenmeere. Von
letzteren findet sich keine bei Capstadt und der Algoabai
mit Ausnahme einiger Exemplare von Nerita albicilla L.
Di? Cap - Species erstrecken sich nicht über die Provinz
hinaus, kaum ein halbes Dutzend findet sich bei Inham-
bane. Von den 214 Siphonostomen kommen 86 südlich
von den Tropen, 128 in den Tropen vor; von den 166
Holostomen 105 südlich und 61 in den Tropen. Bei Natal
ist die Zahl beider gleich. Für die tropischen Gegenden
sind die Gattungen Pterocera, Terebra, Turbinella, Hippo-
nyx, Umbrella charakteristisch, für die Capregion Comi-
neiia, Haliotis, Calyptraea, Crepidula. Manche Genera
sind in einer Provinz artenreicher als in der andern. So
kommen von Patella in Südafrica etwa 30, in Mozambique
nur 2 vor, ähnlich verhält sich Bullia und Trochus, um-
geliehrt Cypraea , Ricinula und Cerithium. Quarterly
Journal of Conchology L p. 233.
Morelet bearbeitete die conchyliologische Ausbeute,
welche Bewsher auf der Insel Johanna, einer der Comoren,
erzielte. Die Insel ist ein gebirgiges Land mit tiefen
Schluchten und oft undurchdringlichen Wäldern. Bewässert
durch mehrere kleine Flüsse, erhebt sie sich allmählich
vom Strande bis zu einer Höhe von 1200 Meter, wo sich
auf einer geräumigen Hochebene ein ziemlich grosser See
befindet. Der Reisende hat 27 Arten gesammelt: 1 Succinea,
3 Helix, 3 Bulimus, 3 Achatina, 8 Ennea, 1 Pupa, 1 Oto-
poma, 2 Cyclotopsis, 1 Assiminia, 2 Melania, 2 Navicella,
1 Neritina. Von ihnen sind 14 Arten als neu beschrieben.
Am Schluss ist ein Verzeichniss der von den Comoren be-
kannten Land- und Süsswasserconchylien beigefügt, welches
48 Arten enthält. Journ. de Conchyl. 25 p. 325.
Catalogue de la Faune malacologique de File Maurice
et de ses dependances comprenant les iles Seychelles, le
groupe de Chagos, compose de Diego -Garcia, Six-Iles,
Peres - Banhos, Salomon ct., Vile Rodrigues, Tile de Car-
gados ou Saint-Brandon par filize Lienard. Paris 1877.
S^. 115 pages. Nach dem Tode des Verf durch dessen
Wittwe herausgegeben. Von der Insel Mauritius werden
der Mollusken während des Jahres 1877. 173
981 Arten aufgezählt, worunter die Gattungen Mitra, Conus
und Cypraea vorherrschen, von den Seychellen 130 Arten,
von den Chagosinseln 246, von Rodrigues 45, von Car-
gados 92.
Morel et bespricht die Landschnecken von Mauritius,
welche subfossil geworden sind. Unter ihnen sind einige
Arten, welche noch lebend dort vorkommen, andere leben
noch in benachbarten Ländern , noch andere scheinen de-
finitiv ausgestorben. Er beschreibt auch zwei neue Arten,
die noch nicht ausgestorben zu sein scheinen, s. unten,
ein Cyclostoma und einen Melampus. Journ. de Conchyl.
25 p. 212.
Morel et beschrieb fünf neue Landschnecken von Ma-
dagascar. Journ. de Conchyl. 25 p. 217.
Asien, v. Martens berichtete über die Conchylien,
welche Fritsch auf seiner Reise nach Persien 1874 — 75
gesammelt hat. Er nennt die Arten, und zwar Land- und
Süsswasser - Conchylien von der Krym, von der Südseite
des Kaspischen Meeres, von Sinsin in Persien und Smyrna
in Kleinasien; Meer-Conchylien aus dem Schwarzen Meer,
aus dem Kaspichen Meer, aus dem östlichen Mittelmeer
bei Symrua. Auf eine Anfrage äussert sich Verf. über das
Verhältniss der Conchylienfaunen des Schwarzen Meeres
zu der des Mittelmeeres, und stellt es gleich der westlichen
Hälfte der Ostsee zur Nordsee ; das Kaspische Meer da-
gegen vergleicht er dem östlichen Theile der Ostsee.
Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 195.
Grimm, Das Kaspische Meer und seine Fauna,
zweite Lieferung, aus den Arbeiten der Aralkaspischen
Expedition Bd. II. St. Petersburg 1877. In russischer
Sprache. Von Mollusken werden besprochen 10 Cardium,
4 Adacna, 4 Dreissena, 2 Neritina, 4 Hydrobia, 1 Eulima,
1 Bithynia, 1 Lithoglyphus, 1 Plaiiorbis. Die. neuen Arten
sind unten bei den Gattungen Cardium und Neritina nam-
haft gemacht. Von Neritina liturata und Schultzii, Hy-
drobia dimidiata und spica, Lithoglyphus caspius, sowie
von Planorbis micromphalus ist die Radula abgebildet.
Dybowski verkündet seine Absicht eine Mollusken-
fauna des Kaspischen Meeres zu bearbeiten. Vorläufig
174 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
legte er 21 Arten von da vor. Sitzungsber. der Natur-
forscher-Gesellschaft zu Dorpat IV. p. 365.
Alenitzyn sprach in der Versammlung russischer
Naturforscher in Warschau über die Mollusken des Aral-
Meeres. Er hat 7 Arten beobachtet. Er unterscheidet fol-
gende Zonen des Meeres : 1) Die durch Sturm in Bewegung
gesetzte Zone, bis 10 Klafter Tiefe, a) Das nicht ge-
schützte, seichte Wasser am Ufersande mit Dreissena po-
lymorpha, Neritina colorata und Adacna vitrea. b) Das
geschützte Uferwasser, Uferlachen und Buchten mit Car-
dium edule und Paludinella (Hydrobia) stagnalis. 2) Die
ruhige Zone von 20 Klafter Tiefe an, und die Zwischen-
zone von 10 bis 20 Klafter, mit Corbula spec. und selten
Dreissena polymorpha. Alle gehören der Aralo-Kaspischen
Fauna an. Zeitschr. für wiss. Zoologie 28 p. 406.
Dali machte kritische Bemerkungen über Dybowski's
Gasteropodenfauna des Baikalsees (vergl. vorj. Ber. p. 182).
Proc. Boston Soc. XIX. p. 43.
V. Martens gab eine Uebersicht der von Finsch und
Graf Waldburg - Zeil in Sibirien gesammelten Mollusken.
Es sind im Ganzen 25 Arten gesammelt, davon 4 unter
dem Polarkreis (Obdorsk) oder noch nördlicher, nämlich
Succinea putris, Limnaea palustris, truncatula und Pla-
norbis borealis, 16 im mittleren Gebiet des Ob zwischen
Samarowa und Obdorsk, 4 in der Barnaulka, 11 in den
südlichen Seen und im Alatau-Gebirge. Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 237.
Grube nannte einige Schnecken und Muscheln,
welche Reimann im nördlichen China gesammelt hatte.
54. Jahresbericht der schlesischen Ges. für vaterl. Cultur p. 48.
Reinhardt giebt an, dass unter 17 von Japan be-
kannten Hyal Ina- Arten bis jetzt 14 nur in Japan gefunden
worden sind. Von den drei übrigen lebt H. nitida auch
in Europa, minuscula in Amerika, rejecta in China. Die
neuen Arten s. unten. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 89. — Er schloss daran ib. p. 95 noch die
Diagnosen von 5 anderen neuen Landschnecken.
V. Martens bringt eine Uebersicht über die von
Hilgendorf und Dönitz in Japan gesammelten Binnen-
der Mollusken während des Jahres 1877. 175
mollusken. Von den aufgezählten 82 Arten gehören neun
nur Yesso an, 7 sind Nippou und Yesso gemeinsam, von
diesen kommt eine auch auf Kiusiu vor, 10 sind Kiusiu
und Nippon gemeinsam, aber Yesso fremd, 57 kennen wir
nur von der Ostseite Mittel-Nippons, 12 — IG Arten kommen
auch ausser Japan vor. Abgesehen von der Identität der
Arten, nur nach dem allgemeinen Habitus, erkennt Verf.
für die japanische Fauna wesentlich drei Factoren: eine
europäische, eine nordostasiatische und eine südostasiatische.
Die neuen Arten sind unten namhaft gemacht. Nach Gattungen
vertheilen sie sich folgerdermassen: 1 Cyclophorus, 1 Aly-
caeus, 1 Pupina, 2 Diplommatina, 1 Helicina, 1 Philomycus,
1 Limax, 10 Hyalina, 2 Patula, 17 Helix, 1 Buliminus, 1
Stenogyra, 1 Balea, 12 Clausilia, 1 Pupa, 1 Vertigo, 3
Succinea, 1 Carychium, 3 Planorbis, 2 Limnaea, 1 Ancylus,
2 Paludiua, 1 Bithynia, 2 Melania, 1 Assiminea, 1 Valvata,
1 Neritina, 2 Anodonta, 1 Cristaria, 1 Margaritana, 2 Unio,
4 Cyrena, 1 Cyclas. Ib. p. 95.
Dunker beschrieb 32 neue Conchylien - Arten von
Japan. Malak. Bl. 24 p. 67.
Reinhardt stellte einige neue Land- und Süss wasser-
mollusken aus Japan auf. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 67.
G. Nevill bearbeitete die Mollusken, welche J. An-
derson von l^unnan und Ober - Burma heim gebracht hat,
mit Beschreibung neuer Species. Sie stammen aus den
Expeditionen von 1868 und 1874. Verf. hat sie für An-
derson's Werk über die Zoology of Yunnan and Upper
Burma bearbeitet, dessen Erscheinen zu erwarten
steht. Dort werden auch die neuen Arten abgebildet. 8
Nanina, 14 Helix, 3 Pupa, 1 Succinea, 2 Veronicella, 5 He-
licarion, 1 Ennea^ 1 Streptaxis, 1 Stenogyra, 4 Glessula,
4 Limnaea, 2 Planorbis, 3 Cyclophorus, 2 Spiraculum, 2
Pterocyclus, 1 Alycaeus, 3 Bithynia, 1 Margarya n. gen.,
4 Paludina, 5 Melania, 5 Paludomus, 1 AmpuUaria, 8 Unio
und 2 Corbicula werden aufgezählt. Die neuen Arten sind
unten namhaft gemacht. Journal Asiatic Soc. of Bengal
46 p. 14.
Von Semperas Reisen im Archipel d.er Philippinen
176 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
sind erschienen: Heft 11 und 12 des zweiten Bandes, Heft
4 des dritten Bandes und ein Ergänzungsheft des dritten
Bandes. iVuf die einzelnen Abtheilungen kommen wir
unten zurück.
Australien. Pettard stellte ein Verzeichniss der
aus dem Territorium des Eichmond River, in Nouvelle
Galles du Sud, Australien zusammen, mit Bemerkungen
über ihre geographische Verbreitung. Dasselbe enthält
28 Helix, 1 Bulimus, 1 Tornatellina, 1 Pupa, 2 Vitrina,
2 Succinea, 2 Pupina und 1 Helicina. Journal de Conchyl.
25 p. 356.
An gas beschrieb zwei neue Gattungen und 20 neue
Arten mariner Schnecken von Neu-Süd- Wales. Proc. zool.
soc. p. 34 Tafel V. — Ferner eine neue Gattung und 25
neue Arten ebendaher ib. p. 171 Taf. 26.
Nachdem Angas im Jahr 1867 ein Verzeichniss der
marinen Mollusken von Neu -Süd -Wales bekannt gemacht,
und 1871 eine Fortsetzung gegeben hatte, fügte er jetzt
wieder Proc. zool. soc. p. 178 eine Ergänzung von 2 Cepha-
lopoden, 9 Pteropoden, 138 Gasteropoden und 37 Conchi-
feren hinzu, wodurch die ganze Zahl der von dort be-
kannten Mollusken auf 693 augewachsen ist. Proc. zool.
soc. p. 178.
Tennison Woods beschrieb eine grössere Anzahl
neuer Arten von Tasmania aus den Gattungen Pisania,
Purpura, Trophon, Fusus, Siphonalia, Cominella, Cerithi-
opsis, Conus, Mitra, Clathurella, Mangelia, Drillia, Turri-
tella, Truncatella, Tenagodus, Eulima, Turbonilla, Cithara,
Syrnola, Rissoina, Cingulina, Dunkeria, Rissoa, Diala, Litto-
rina, Natica, Ruma, Fossarina, Nassa, Cancellaria, Crossea,
Columbella, Euchelus, Gibbula, Cantharidea, Liotia, Monilea,
Gibbula, Zizyphinus, Clanculus, Cylichna, Aplysia, Acmaea,
Patella, Macrochisma, Auricula, Pecten, Dosinia, Callista,
Venerupis, Myodora, Anapa, Pinna, Mytilicardia, Mytilus,
Pythina, Teilina, Lucina. Da mir der Aufsatz selbst nicht
zugänglich geworden ist, sondern nur eine Anzeige von
Crosse im Journ. de zool. 25 p. 92, worin einige dieser
Arten als bereits früher beschrieben bezeichnet werden, so
der Mollusken während des Jahres 1877. 177
enthalte ich mich die sämratlicheu Arten unten namhaft
zu macheu. Papers and Proceed. R. Soc. of Tasmania 185.
Pettard findet Tasmanien sehr reich an Land-
schnecken; im Vergleich zur Grösse der Insel ist die Zahl
der Arten viel beträchtlicher als auf dem Australischen
Continent. Er kennt 182 Arten, nämlich 2 Bulimus, 8 Suc-
cinea, 2 Truncatella, 3 Vitrina und 122 Helix. Von ihnen
sind viele noch nicht beschrieben. Nur drei Arten, Helix
Alexandrae, Mortii und Sydneyensis, sind Tasmanien und
Australien gemeinsam. Journ. de Conchyl. 25 p. 261.
Brazier sammelte 24 Landschnecken auf der Fitzroy-
Insel an der Nordktiste Australiens in der Nähe von Cap
Crafton, einer kleinen Insel von 2 Meilen Länge und %
Meilen Breite, die sich auf 860 Fuss erhebt und bis zum
Gipfel wohl bewaldet ist. Es sind 8 Helix, 2 Bulimus, 1
Helicarion, 2 Vertigo, 1 Diplommatina, 1 Cyclophorus, 1
Leptopoma, 1 Pupina, 1 Georissa, 1 Truncatella, 3 Melam;
pus, 1 Pythia, 1 Cassidula. Quarterly Journal of Concho-
logy I. p. 268.
Tapparone Canefri beschrieb einige Conchylien
von den Inseln Aru, Sorong und Kei Bandan als Beitrag
zu einer malacologischen Fauna der Papuanischen Inseln.
Atti del Museo civico di storia naturale di Genova VII.
1875 p. 1028.
St u der hat an der die Kerguelen-Inseln in 100 See-
meilen umgebenden Bank, die aus 2000 Faden Tiefe auf-
steigt, drei Zonen unterschieden: 1) Die Ktistenzone 1 — 3
Faden tief, hat Tropkon albolabiatus Mart., eine rothe Mar-
garita, Mytilus magellanicus und meridionalis, alle von
lebhaften Farben. 2) Das tiefere Plateau von 5— 10 Faden
Tiefe, hat Patella deaurata, zarte Nacellen, Struthiolaria
mirabilis Mart., Yoldia subangulata von unscheinbarer
Farbe. 3) Das Hauptplateau von 100 — 150 Faden, von
der keine Mollusken verzeichnet sind. Verf. möchte aus
Vergleichung dieser Fauna den Schluss ziehen, dass früher
eineVerbindung durch seichtes Wasser zwischen der Stidspitze
Amerikas und den arktischen Inseln existirt hat, wodurch
Arten im Stande waren, sich über grosse Strecken zu ver-
breiten. Mittheil, der naturf Ges. in Bern 1876.
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. M
178 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Crosse verzeichnete 26 Arten von den Kerg'uelen-
Inseln, 1 Cephalopoden, 17 Schnecken und 8 Muscheln.
Er findet diese Faunen einerseits verbunden mit Neu-
seeland durch die Gegenwart einiger gemeinsamen Arten,
Purpura striata, Venus Stutchburyi, Mytilus canaliculus,
und durch das Vorkommen der Gattung Strutliiolaria, die
sie zugleich mit Australien verknüpft; anderseits mit der
Magellanstrasse durch Siphonaria tristensis, Patella magel-
lanica, P. Delesserti, Kidderia minuta, mit dem Süden
Chili's durch Mytilus canaliculus, und mit den Inseln in
der Nähe des Vorgebirges der guten Hoffnung durch Si-
phonaria tristensis. Von den 25 marinen Arten scheinen
15 diesen Inseln eigenthümlich. Journal de Conchyl. 25 p. 1.
America. Cooks on sammelte bei Charles -Island,
Galapagos, 22 Conchylien, von denen Edgar Smith drei
als neu beschreibt. Proc. zool. soc. p. 69.
Yates verzeichnete 140 Conchylien von der Insel
Santa Rosa, einer der Inseln aus der Inselkette an der
Südseite des Santa Barbara Kanals an der Küste von Cali-
fornien, etwa 300 Meilen südlich von San Francisco. Quar-
terly Journal of Conchology I. p. 182.
Crosse stellte ein Verzeichniss der aus der Behring-
strasse und benachbarter Theile des arctischen Oceans
bekannt gewordenen Mollusken zusammen. Es enthält 2
Cephalopoden, 70 Gastropoden, 44 Muscheln und 2 Bra-
chiopoden. Nach Gattungen vertheilen sie sich fblgender-
massen: 1 Onychoteuthis, 1 Octopus; — 4 Trophon, 2 Vo-
lutopsis, 1 Heliotropis, 6 Chrysodomus, 2 Volutharpa, 1 Buc-
cinopsis, 8 Buccinum, 1 Purpura, 3 Velutina, 1 Amauro-
psis, 4 Natica, 1 Scalaria, 1 Odontostomia, 1 Pleurotoma,
6 Bela, 4 Trichotropis, 1 Iphinoe, 2 Admete, 1 Lacuna, 2
Littorina, 3 Mesalia, 1 Crepidula, 7 Margarita, 2 Crypto-
branchia, 1 Colisella, 3 Chiton, 1 Cylichna; — 1 Pecten,
2 Nucula, 2 Leda, 5 Yoldia, 4 Modiolaria, 1 Modiola, 1
Mytilus, 1 Turtonia, 1 Lucina, 2 Serripes, 2 Cardium, 1
Venericardia, 3 Astarte, 4 Liocyma, 1 Standella, 4 Macoma,
1 Tellina, 1 Siliqua, 2 Lyonsia, 1 Corbula, 1 Cryptodaria,
2 Mya, 1 Saxicana; — 1 Rhynchonella, 1 Terebratula.
Journal de Conchyl. 25 p. 101—128.
der Mollusken während des Jahres 1877. 179
Dali stellte einige neue Moll uskeo von der Nordwest-
küste Amerieas auf. Er beabsichtigt diese und andere
Arten mit vollständigeren Beschreibungen und Abbildungen
in einer Arbeit über die „Mollusken von Alaska" zu ver-
öffentlichen. Proc. California Acad. 1877.
Edgar Smith hat die auf der Arctischen Expedition
1875 -- 76 gesammelten Mollusken bearbeitet. Obgleich
ganz neue Fundorte besucht wurden, findet sich unter den
34 Arten nur eine einzige neue. Der Meinung Jeffreys,
dass die Molluskenfauna West- Grönlands mehr europäisch
als amerikanisch sei; widerspricht Verf., da von den 34
Arten mindestens 16 an der atlantischen Küste der Ver-
einigten Staaten vorkommen, während nur 4 oder 5 von
den europäischen Meeren erwähnt sind, die übrigen sind
ausschliesslich grönländisch. Annais nat. bist. 20 p. 131.
Gwyn Jeffreys ergänzt die Arbeit von Smith, in-
dem er die posttertiären Fossilien dieser Expedition be-
schreibt, und Bemerkungen über die recenten Arten bei-
fügt. Ib. p. 229. — Er giebt eine weitere Vervollständigung
des Verzeichnisses ib. p. 489.
Verkrüzen sammelte in Neufundland und Nova
Scotia 92 Conchylien- Arten, die Nachrichtsbl. p. 52 ver-
zeichnet sind.
Inge r soll verzeichnete eine Sammlung Mollusken
von Utah und Colorado. Sie besteht aus 1 Limax, 2 Vi-
trina, 1 Microphysa, 2 Zonites, 2 Patula, 1 Vallonia, 3 Pu-
pilla, 1 Vertigo, 2 Succinea, 6 Limnaea, 1 Carinifex, 3
Physa, 1 Planorbis, 1 Gyraulus, 1 Valvata, 1 Fluminicola,
1 Anodonta, 1 Sphaerium, 1 Pisidium, zusammen 32 Arten.
Proceed. Davenport Academy of nat. sc. IL p. 130.
Crosse und Fischer stellten sechs neue Land-
schnecken von Guatemala und Mexico auf. Journ. de
Conchyl. 25 p. 271.
Mörch setzte seine Synopsis Molluscorum marino-
rum Indiarum occidentalium, imprimis Insularum danica-
rum (vergl. vorj. Ber. p. 189) fort. Sie enthält 11
Strombus, 5 Ranella, 19 Triton, 2 Distorsio, 11 Cassis,
5 Morum, 1 Sconsia, 2 Dolium, 2 Pyrula, 8 Cypraea, 7
Trivia, 1 Erato, 2 Bachybathron, 7 Ovula, 1 Pedicularia,
180 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
4 Stomatia, 23 Natica. Ueberall mit Angabe der Subgenera.
Malak. ßl. 24 p. 14. — Ferner ib. p. 93 folgen 1 Sigaretus,
5 Vanicoro, 2 Fossarus, 1 Isapis, 6 Hipponyx, 1 Piliscus,
3 Calyptraea, 1 Crucibulum, 1 Dispothaea, 11 Crypta, 2
Galerus, 1 Onustus, 1 Xenopbora, 3 Tenagodus, 1 Verrai-
cuiaria, 1 Siphonium, 1 Spiroglyphus^ 3 Vermetus, 2 Thy-
lacodes. Diese Synopsis wird ein gutes Hülfsmittel bilden,
um die Conchylien Westindiens vai bestimmen, da bei
einer grossen Anzahl von iVrten Diagnosen gegeben sind.
E. V, Martens hat 60 Arten Land- and Stisswasser-
Schnecken von Puertorico verzeichnet, die von Gundlacb
und Krug gesammelt worden sind. Es sind 2 Cyclopho-
riden, 4 Cyclostomiden, 5 Helieiniden, 8 Testacelliden,
3 Vitriniden, 17 Heliciden, 10 Orthaliciden, 2 Succineiden,
5 Limnaeiden und 4 Neritiden. Ausserdem sind noch 60
Arten als auf Puertorico gefunden bekannt, wonacb bis
jetzt auf dieser Insel 120 Arten gefunden sind, von d^nen
52 auf Puetorico beschränkt, 68 weiter verbreitet sind,
nämlich 32 auf Cuba, 27 auf Jamaica, 15 auf Haiti, 46
auf Vieque und den Virginischen Inseln, 29 auf den Inseln
über dem Winde, 5 auf den Inseln unter dem Winde und
29 mit sonstiger Verbreitung, Einige neue Arten sind
aufgestellt, s. unten. Jahrbücher der D. malak. Ges. IV.
p. 340.
Nachträglich sei hier ein Verzeichniss der Land- und
Süsswasser-Mollusken der Argentinischen Fauna von D o e -
ring erwähnt, welches in einer Zeitschrift „Organo de la
Sociedad entomologica Argentina^' Tomo L Entrega IL
1874 p. 115 erschien. Dasselbe enthält 3 Vaginulus, 2
Omalonyx, 4 Succinea, 8 Helix, 13 Bulimus^ 4 Chilina, 4
Planorbis, 1 Ancylus, 1 Ceratodes, 5 Ampullaria, 1 Am-
pulloidea, 8 Paludestrina, 4 Cyclas, 1 Azara, 1 Iridina,
1 Castalia, 1 Mycetopus, 11 Unio, 5 Monocondylea, 10 Ano-
donta, 1 Byssanodonta. Blosse Namen mit einem Citat
und dem Fundort.
Do er in g lieferte eine Fortsetzung seiner Arbeit über
die Mollusken-Fauna der Argentinischen Republik. Er
giebt zunächst Ergänzungen zu seinen früheren Bemer-
kungen, und behandelt 7 Arten Succinea (Omalonyx), 1
der Mollusken während des Jahres 1877. , 181
Simulopsis, 2 Streptaxis, 1 Agriolimax, 2 Patiila, 2 Eury-
campta, und fährt dann mit den Bulimus fort, von denen
er 6 Plagiodontes bespricht, die Zahl der Odontomus von
12 auf 22 erhöht, und 1 Macrodontes, 4 Borus und 1 Orph-
nus hinzufügt. Bei vielen Arten ist die Anatomie berück-
sichtigt; die neuen Arten sind unten namhaft gemacht.
Boletin de Cordova. 1876.
Ceplialopoda.
Henrich hielt einen Vortrag über Cephalopoden , der nur
das Bekannte bringt. Verband!, und Mittheib des Siebeubürgischen
Vereins in Hermannstadt. 38 p. 28.
Fürl)ring er, Ueber aas Gewebe des Kopfknorpels der Ce-
phalopoden.
Bobretzky hat eine Arbeit über die Entwickelung der Ce-
phalopoden aus den Gattungen Loiigo und Sepia in Kussischer
Sprache geliefert. Nachr. k. Gesellsch. der Freunde der Natur-
kenntniss , Anthropologie und Ethnographie Moskow XXIV mit
10 Tafeln.
Von Barraude erschien Vol. li, Texte V seines Werkes Ce-
phalopudes, etudes generales, extraits du Systeme silurien du centre
de la Boheme. 1877. Diese Arbeit beschäftigt sich fast ausschliess-
lich mit den fossilen Cephalopoden, so dass wir auf den Inhalt nicht
näher eingehen können.
Octopoda. Pfeffer hat die Commissur zwischen den beiden
Ganglia stellata bei den Cephalopoda octopoda nachgewiesen. Zeitschr.
für wissensch. Zoologie 30 p. 203.
Lockwood meldet, dass im August 1876 bei Long Brauch
N. J. ein Argonauta gondola gefangen wurde, der acht bis neun
Tage lebend erhalten und für Geld gezeigt wurde. Wohl der nörd-
lichste Punkt eines Fanges dieses Thieres. The American Naturalist
XI. p. 243.
Decapoda. Verrill erwähnt eines w^eiteren riesigen Cepha-
lopoden, der am 24. Septbr. an der Küste von Neufundland ge-
fangen wurde. Er wurde als Architenthis princeps bestimmt. Dana
and Silliman Amer. Journ. XIV p. 425.
Tetrabranchiata. Ben nett sprach sich über das Leben von
Natilus pompilius aus. Er glaubt nicht, dass er in sehi" grossen
Tiefen lebe. Anuals nat. hist. 20 p. 331.
182 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Naturgeschichte
Gasteropoda.
Herrn, von Ihering, Beiträge zur Kenntniss des Nerven-
systems der Amphineuren und Arthrocochliden. Verf. stellt die
Hauptergebnisse dieser Abhandlung selbst zusammen : 1) Die pri-
mären Pallialnerven gehen bei Chiton am hinteren Körperende
bogenförmig in einander über. 2) Bei Fissurella gehen die primären
Pallialnerven in die Bildung der Palliopedalganglienmasse ein, so
dass sie bei den höherstehenden Arthrocochliden nicht mehr vor-
handen, sondern in den Pedalganglien enthalten sind. 3) Fissurella
costaria bildet hinsichtlich des Yisceralnervensystems ein Uebergangs-
glied von den Orthoneuren zu den Chiastoneuren; die Kreuzung der
Visceralcomrnissuren kommt dadurch zu Stande, dass sich das Ver-
breitungsgebiet des linken Chiastopallialnerven von rechts nach
links hin ausdehnt. 4) Scalaria ist auch dem Nervensystem nach
nächst verwandt mit Janthina, so dass die Abtheilung der Pteno-
glossa als eine sehr gut begründete anzusehen ist. 5) Die Inter-
visceralcommissur von Turritella findet ihre Erklärung durch die
bei Vermetus bestehenden Anastomosen, es sind daher Turritellideu
und Vermetiden nahverwandte Familien. Morphologisches Jahrbuch
m. p. 155.
Francis Darwin, Ueber den Bau des Schnecken -Herzens.
Journal of anatomy and physiology X. p. 506.
Stearns zeigte wieder einige Fälle von Zählebigkeit gewisser
Landschnecken an. The American Naturalist XL p. 100.
Taeuioglossa.
Pomatiacea. Pomatias Canestrinii Adami Atti Soc. Veneto-
Trentina V. 1. fig. 17, 18 vom Monte Presolano.
Cyclotacea. Pfeiffer giebt einige Nachträge zu seiner Mo-
nographia Pneumonopomorum. Malak. ßl. 24 p. 144 — 157.
Cyclotopsis Nevilli und filicum Morelet Journ. de Conchyl. 25
p. 341 pl. 13 fig. 8 und 2 von der Insel Johanna, Comoren.
Von der Gattung Alycaeus sind bei Ree v e Conchologia iconica
54 Arten auf sechs Tafeln abgebildet.
Alycaeus Nipponensis Reinhard Sitzungsber. Ges. Naturf.
Freunde p. 68 aus Japan; Jahrb. d. malak. Ges. IV. p. 320 Taf.
11 Fig. 1.
Crosse und Fischer änderten ihren Gattungsnamen Eupty-
chia (1873) in Acroptycliia um, weil der erstere bereits bei den
Schmetterlingen vergeben war. Journ. de Conchyl. 25 p. 70.
Megalomastoma lüturatum Morelet Journ. de Conchyl. 25 p. 218
von Madagascar.
der Mollusken während des Jahres 1877. 183
Die Familie- Pupiuidae ist bei Reeve Conchologia iconica mo-
nographisch behandelt. Ihr sind 10 Tafeln gewidmet. Sie besteht
aus 9 Gattungen: Pupina Vign. mit 33 Arten, Hargreavesia Adams
1 Art, Callia Gray 4 Arten, Regisloma Hasselt 9 Arten, Cataulus
Pfr. 18 Arten, Arinia Adams 1 Art, Pollicaria Adams 3 Arten, Me-
galomastoma Giulding 23 Arten, Raphaulus Pfr. 5 Arten.
Diplommatina lahiosa und pusilla v. Martens, Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 98 aus Japan.
Cyclostomacea. Cyclostoma Lienardi Morelet Journ. de Cou-
chyl. 25 p. 214 pl. 4 fig. 2 von Mauritius. — C. Crosseanmn und
chromiiim Morelet ib. p. 218 von Madagascar.
Choanopoma chiapasense Crosse et Fischer Journ. de Conchyl.
25 p. 362 aus Mexico.
Aciculacea. Äcme graciUs Clessin Nachrichtsbl. p. 42 von
Tolmein im Küstenland.
ÄmpuUariacea. Sabatier fand bei der histologischen Unter-
suchung der Lunge und Kieme von Ampullaria, dass beide voll-
kommen wohl organisirt sind, und geschickt ihre Functionen zu er-
füllen. Association frangaise ct. Revue scientifique VII. p. 300. —
Derselbe fand bei Ampullaria ein voluminöses parachymatöses Organ
zwischen der Leber und dem Bojanus'schen Organ, welches er für
ein blutbereitendes hält. Giard bemerkt dazu, dass es in näherer
Beziehung zur Niere als zur Leber stehe. Ib. p. 301.
Ampullaria StoliczTccma von Penang und erronea aus Süd-
america Nevill Catalog des Museum Calcutta p. 11.
Lanistes soUdiis und affinis Edgar Smith Proc. zool. soc.
p. 716 pl. 74 fig. 10, 11 und fig. 7 aus dem See Nyassa,
Valvata japonica v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 116 aus Japan. — V. Stoliczhana von Yarkand und
microscopica von Port Canuing Nevill Catalog des Museum Calcutta
p. 20. — V. lacustris Clessin (obtusa Brot) Malak. Bl. 24 p. 177
aus der Tiefe des Genfer See's.
Paludinacea. Bütschli lieferte einen Beitrag zur Entwicke-
lungsgeschichte von Paludina vivipara. Zeitschr. für wiss. Zoologie
29 p. 216.
Larina cmcia Nevill Catalog des Museum Calcutta p. 23 von Pooree
Wetherby, Review of the genus Tulotoma, with remarks on
the geographica! distribution of the North American Viviparidae.
Quarterly Journal of Conchology I. p. 207. Verf. berichtigt die
Charaktere der Gattung, und erkennt drei Arten an: T. magnifica,
angulata und coosaensis.
Mar gar ya n. gen. Nevill Journ. Asiat. Soc. of Bengal 46
p. 30. Aehnlich mit Paludina und Melania , wahrscheinlich ein
Subgenus von Paludina. Die Spira ist ausgezogen, besteht aus
treppeniörmigen , schnell zunehmenden Windungen, mit sehr deut-
184 Troschel : Bericht üb. d Leistungen in d. Naturgeschichte
lieber Naht; Apex stumpf, geziert mit vorspringenden Spiralen Rippen;
durchbohrt: Mundränder gerundet, nicht vereinigt; Thier und Deckel
unbekannt. M. melanoides aus Yunnan.
Bythinia Stanleyi Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 717 pl. 75
fig. 21, 22 aus dem See Nyassa. — B. Moreletiana Nevill Journ.
Asiat. Soc. of Bengal 46 p. 29.
Bythinella columnä Clessin Jahrb. d. D. Malak. Gesellsch. IV.
p. 355 von Karfreit im Küstenland.
Paludinella Güesi Angas Proc. zool. soc. p. 170 pl. 26 fig. 2
vom Ufer des See's Eyre in Südaustralien.
Paladilke bearbeitete die Europäischen Arten der Gattung
Assiminea. Die mit Deckel versehenen Landschnecken tragen die
Augen 1) aussen an der Basis der Fühler (Ectophthalma), 2) hinter der
Basis der Fühler (Opisophthalraa) oder 3) nahe dem Gipfel der
Fühler (Prosophthalma). In diese letzte Gruppe gehört allein die
Gattung Assiminea, die also eine eigene Familie bildet. Es werden
dann 7 europäische Arten beschrieben und abgebildet. Unter ihnen
sind neu Ä. elegans von Port Mahon, Bland von der Insel Cepha-
lonia, und siciliensis aus Sicilien. Annales des sc. nat. V. Article 2.
Assiminea japonica v. Martens Sitzungsber, Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 116 aus Japan. — Ä. parvula Morelet Journ.
de Conchyl. 25 p. 343 pl. 12 fig. 6 von der Insel Johanna, Comoren.
Mabille fertigte einen Catalog der Gattung Paludestrina der
französischen Küsten. Dieselbe zerfällt in die drei Bourguignat'-
schen Serien: Eupaludestrina mit 15 Arten, neu P. Lhospitali,
Bourgiiignati, aciiminata, oblonga, peringiformis, inquinata Tha-
lassowa mit 8 Arten und Fseudopaludinella mit 5 Arten.
Revue et Mag. de Zoologie p. 214.
Mabille veröffentlichte ib. p. 300 auch seine Studien über
die Gattung Peringia (vergl. Ber. 1874 p. 147). Er unterscheidet
30 Arten, von denen zwei im Innern, 28 an den Küsten vorkommen,
und von letzteren 6 im Canal La Manche, neu P. enhalia, Fagotiana,
Deyrolliana, 11 im Ocean, neu P. Bourgiiignati, girimdica, Dupuy-
ana, ohesa, maritima, drei im Mittelmeer, acht an Corsica und
Algerien, neu P. cyrniaca, excentrica. Ich finde in dieser Abhand-
lung Bourguignat Species noviss. Mollupcorum vom Jahr 1876 eitirt,
welches Werk mir nicht zugänglich geworden ist.
Paludomus burmanica und Blanfordiana Nevill Journ. Asiat.
Soc. of Bengal 46 p. 36 aus Burmah.
Melaniacea. In Küsters Conchylienk abinet hat Brot die
Gattung Melania von No. 200 bis 346 fortgeführt, und in einem
Nachtrage noch einige Arten hinzugefügt. Neu sind in Lief. 259
Melania Tapparonii von Ostindien, disjtmcta von Borneo, Nevillei
von den Andamauen, dennisoniensis von Queensland, in Lief. 264
Melania derelicta, proeera und spectabilis ohne Fuudortsangabe und
der Mollusken während des Jahres 1877. 185
vemisttda von Port Denison, endlich heros unbekannten Vaterlandes.
— Daran schliesst sich dann die Gattung Doryssa, die mit 11 Arten
begonnen ist; neu 7). devians aus Guyana,
Melam'a hirritispira, piipiformis, Simonsi, polymorpha und Nyas-
sana Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 713 pl. 75 aus dem See Nyas-
sa. — M. recentissima Tapparone Canefri Atti del Mus. civico di
Genova VIl. p. 1030 von Aru.
Littorinacea. Littorina Beccarii Tapparone Canefri Atti Mus.
civico di Genova VII. p. 1031 von Sorong.
Rissoacea. Die Gattung Rissoa ist bei-Reeve Conchologia
iconica in weiterem Sinne gefasst, indem auch Alvania, Rissoina
Hydrobia, Cingula, Anoba, Setia, Barleia, Hemistomia, Oina, Jeffrey-
sia hierher gezogen werden. Es sind 123 Arten auf 13 Tafeln dar-
gestellt. Auf der letzten derselben findet auch Assiminea mit zwei
Arten Platz.
Bissoa Algeriana, sculptilif^, aurita^ serninulimi, laevis Montero-
sato Journ. de Conchyl. 25 p. 34 pl. 3 Fig. 5 — 9 von Algier.
Bissoa {Alvania) sororciüa Grillo Description 1. c. p. 11 von
Messina,
Alvania elegans und gracilis Angas Proc. zool. soc. p, 174
pl. 26 Fig. 15 und 16 von Port Jackson. — A. sororcida Grillo De-
scription 1. c. p, 11 von Messina,
Bissoina hystrix und scolopax Souverbie Journ. de Conchyl. 25
p. 74 pl. 1 Fig. 4 und 3 von der Insel Art in Neu-Caledonien.
Grillo kennt von der Gattung Fossarus im Mittelmeer sechs
Arten. Drei derselben, F. costatus Br., ambiguus L. und granulum
Bryn. gehören zu Fossarus Phil., drei andere F. azonus Brus,, de-
pressus Seg., und Mouterosati Granata zu Megalomphalus Brusina.
Description 1. c. p. 14.
Pyramidellacea- Obeliscus jucundus Angas Proc. zool, soc.
p. 173 pl. 26 Fig. 10 von Port Jackson.
Turhonilla festiva Angas Proc. zool. soc. p. 35 pl. 5 Fig. 4
von Port Jackson.
Odostomia gigantea Dunker Malak. Bl. 24 p. 71 von Japan.
Aimcidina Monterosati und messanensis Grillo Description 1.
c. p. 12 von Messina.
CinguUna Brazieri Angas Proc. zool. soc. p. 35 pl. 5 fig. 5 von
Port Jackson.
Oscilla ligata Angas ib. p. 173 pl. 26 hg. 11 von Botany Bay.
Eulimacea. Crosse bildete Eulima Stalioi Brusina (1869) im
Journal de Conchyl. 25 p. 70 pl. 3 Fig. 3 ab.
Scalenostoma apiculatum Souverbie (1876) ist. Journ. de
Conchyl, 25 p. 77 pl. 1 Fig. 5 abgebildet. Vergl. auch ib. p. 274.
Styliferidae. Die Gattung Stylifer Brod. enthält bei Reev e Con-
chologia iconica 20 Arten auf zwei Tafeln.
186 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Stylifer Brazieri Angas Proc. zool. soc. p. 173 pl. 26 Fig. 12
von Port Jackson.
Äpicalia Guentheri Angas Proc. zool. soc, p. 35 pl. 5 Fig. 6
von Neu-Süd-Wales.
Gerithiacea. Cerithium procerum Jeffreys Annais nat. hist. 19
p. 322 von Schottland und den Faröern. — G. Isselii Pagenstecher
(Savigny Descr. de l'Eg. pl. 4 Fig. 7, 1 u, 2) in Kossmann's Reise
II. Moll. p. 44 aus dem Rothen Meere. — C. Danielseni Friele Nyt
magazin 23 p. 3; Jahrb. d. raalak. Ges. IV. p. 259 aus der kalten
Zone des atlant. Oceans. — G. Kobelti Dunker Malak. Bl. 24 p. 67
von Japan.
Vertagus Pfeffert Danker Malak. Bl. 24 p. 75 von Japan.
Fastigiella Poulseni Mörch Journal de Conchyl. 25 p. 207.
JBittium turritelliformis Angas Proc. zool. Soc. p. 174 pl, 26
Fig. 14 von Port Jackson,
Lampania aterrima Dunker Malak. Bl. 24 p. 70 von Japan.
Die Gattung Planaxis mit 38 Arten nimmt bei ReeveConcho-
logia iconica fünf Tafeln ein,
Gerithiopsidae. GeritMopsis purpurea Angas Proc. zool. soc.
p- 36 von Port Jackson.
Türritellacea. Turritella turhona Monterosato Annali del Mus.
di Genova X. Mai von Civita vecchia.
Torcula parva Angas Proc. zool. soc. p. 174 pl. 26 Fig. 17
von Port Jackson.
Gaecacea. Der Marquis deFolin zieht aus der Vergleichung
des Nucleus von Caecum Flem., Meioceras Carpenter, Strebloceras
Carpenter und Parastrophia Folin den Schlnss, dass diese Gattungen
der Familie Caecidae verschieden seien. Journal de Conchyl. 25
p. 203 pl. V. — Derselbe hat eine Monographie der Caecidae aus-
gearbeitet. Bayonne 1875, mit den obigen vier Gattungen. Vergl.
auch Journ. de Conchyl. 25 p. 316.
Vermetacea. Die Gattung Siliquaria ist bei Reeve Conchologia
iconica mit 13 Arten auf vier Tafeln abgehandelt.
Gapuloidea. Fischer erklärt den Capulus Shreevei Conrad
(1870) für den innern Löffel einer grossen Pholas, z. B. Pholas co-
stata. Journ. de Conchyl. 25.
Amathina angustata Souv. (1865) ist Journ. de Conchyl. 25
p. 72 pl. 1 Fig. 6 abgebildet.
Vanikoridae. Die Gattung Vanikoro besteht bei Reeve Con-
chologia iconica aus 24 Arten auf drei Tafeln. Auf der letzten der-
selben ist auch Neritopsis radula abgebildet.
Trichotropidae. Trichotropis tenuis Edgar Smith Annais nat.
hist. 20 p. 135 vom Cap Louis Napoleon. Holzschnitt. — Jeffreys
hält diese Form für eine Monstrosität von T. bicarinata. Ib. p. 239.
Pediculariacea. Die Gattung Pediaularia umfasst bei Reeve
Conchologia iconica drei Arten auf einer Tafel.
der Mollusken während des Jahres 1877. 187
Alata. Issel und Tapparone Canefri haben die Strombi-
dae des Rothen Meeres bearbeitet. Es kommen dort vor 13 Strom-
bus, 3 Pterocera, 2 Rostellaria, 1 Terebellum. Annali del Mus. Ci-
vico di storia naturale di Genova.
Glaäius Martinii Marrat Quarterly Journal of Conchology I.
p. 244 pl. I von den Philippinen.
Sigaretina. Natica caffra und N. (Mamma) faba Marrat Quar-
terly Journ. of Conchology I. p. 205 von Westafrica. — N. obliquata
Marrat Quarterly Journal of Conchology I. p. 242 von Westafrica.
Neverita Beiniana Dunker Malak. Bl. 24 p. 71 von Japan.
Cypraeacea. Weinkauf hat in Küsters Conchylienkabinet
Lief. 261 die Bearbeitung der Gattung Cypraea mit 15 Arten be-
gonnen.
Ämphiperasidae. Volva Adamsü und Carpenteri Dunker Ma-
lak. Bl. 24 p. 75 von Japan.
Doliacea. Bmgicula conformis Monterosato Journ. de Conchyl.
25 p. 44 pl, 2 Fig. 4 von Algier. Verf. stellt die Gattung zwischen
Mitra und Marginella.
Tritonidae. RaneUa polycUoros Tapparone Canefri Atti Mus.
civico di Genova VII. p. 1028 von Aru.
Schmeltz gibt für eine Anzahl Ranellen sichere Fundorte
an. Nachrichtsbl. p. 61.
Rhipidoglossa.
Neritacea. Bütschli machte einige Bemerkungen zur Ent-
wickelungsgeschichte der Neritina fluviatilis. Die Angaben beziehen
sich hauptsächlich auf die Bildung der Richtungsbläschen. Zeitschr.
wiss. Zool. 29 p. 232.
V. Martens hat in Küsters Conchylienkabinet die Gattung
Neritina von No. 31—79 fortgeführt, wovon 75 — 79 die Gattung
Neritodryas bilden. Dann beginnt Clithon.
Neritina (Theodoxus) Semen Tapparone Canefri Atti Mus, ci-
vico di Genova VII. p. 1031 von Sorong. — N. comorensis Journ.
de Conchyl, 25 p. 345 pl. 13 Fig. 6 von der Insel Johanna, Comoren,
Neritina (Clithon) thei'mophila v. Martens Berliner Monatsber.
p. 284 Taf. I Fig. 12 von Neu-Britannien.
Neritina Schultzii Grimm Kaspisches Meer 1. c. p. 77 pl. 8
Fig. 16.
Trochacea. Turbo exquisitus Angas Proc. zool. soc. p. 175
pl. 26 Fig. 18 von Botany Bay.
Die Gattung Rotella Lam. ist bei Reeve Conchologia iconica
in 20 Arten auf vier Tafeln abgehandelt.
Umhonium Adamsi Dunker Malak. Bl, 24 p. 74 von Japan.
Ethalia Brazieri Angas Proc. zool. soc. p. 39 pl. 5 Fig. 17
von Port Jackson.
188 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Grillo hat Oxystele Romettensis Seguenza auch lebend im
Hafen von Messina gefunden und beschreibt als neue Art Oxy.stele
depressa. Description de quelques especes 1. c. p. 5.
Troclms [Omphalius) Coolcsoni Edgar Smith Proc. zooi. soc.
p. 71 pl. 11 Fig. 7 von Charles Island, Galapagos.
Cydostrema hasistriatum Jeffreys .^linals nat. bist. 19 p. 234
Faröern und Norwegen. — C. Peterseni Friele Nyt Magazin 23 p. 3
pl. Fig. 3; Jahrb. d. Malak. Ges. IV. p. 259 aus der kalten Zone des
atlant. Oceans. — C. catenoides Monterosato Annali del Museo di
Genova X. Mai von Civita vecchia.
Fischer äussert sich nicht zu Gunsten der systematischen
Stellung der Gattung Mörchia als Untergattung von Cydostrema, da
die Arten der letztern ein scharfes Labrum haben, die Mörchia da
gegen einen leicht umgeschlagenen Rand, ein zweilippiges Peristom
und die letzte Windung umfassend und aufsteigend wie Teinostoma.
Er bedauert den Deckel nicht zu kennen, welcher die Classification
aufklären würde. Der von Adams beschriebenen Art M. obvoluta
von Japan werden zwei neue M. Morleti und biplicata von China
hinzugefügt. Erstere ist abgebildet. Journal de Conchyl. 25 p. 201
pl. 4 Fig. 1.
Die Gattung Margarita £each enthalt bei Reeve Conchologia
iconica 27 Arten auf drei Tafeln.
Cirsonella n. gen. Angas Proc. zool. soc. p. 38, Schale klein,
kuglig, glatt, eng genabelt; Mündung kreisförmig, Mundsaum zu-
sammenhängend, schwach verdickt. C. austrälis pl. 5 Fig. 16 von
Neu-Süd- Wales. Verf. stellt die Gattung provisorisch zu den Tro-
chidae.
Pleurototnaria Beyrichii Hilgeudorf Sitzundsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 72 aus Japan.
Scissurella teniiis Jeffreys Aunals nat. bist. 19 p. 234.
Haliotidae. Haliotis exigua Dunker Malak. Bl. 24 p. 60 von
Japan.
Fissurellacea. Pmicturella profundi Jeffreys Annais nat. bist.
19 p. 232 von Portugal.
Lucapina Pfeifferi Dunker Malak. Bl. 24 p. 70 von Japan.
Toxoglossa.
Conoidea. Montrouzier bestätigt die Giftigkeit des Bisses
der Gattung Conus, namentlich für C. marraoreus und textile. Journ.
de Conchyl. 25 p. 99.
Conus hrevis, croceus., propinqims Mauritius, inconstans, fus-
comttcttk^z/s Edgar Smith Annais nat. bist. 19 p. 222. C. (Stephanoco-
nus) Smithi Angas Proc. zool. soc. p. 36 pl. 5 Fig. 8 von Botany Bay.
— C. Metcalfii Angas ib. p. 173 pl. 26 Fig. 13 von Port Jackson.
— C. Lamherti Souverbie Journal de Conchyl. 25 p. 71 pl. 1 Fig. 1
und pl, 2 Fig. 7 von Neu-Calodonien. — C. cunäformis Edgar Smith
der Mollusken während des Jahres 1877, 189
Quarterly Journal of C'onchology I. p. 202 ohne Ang^abe des Vator-
landr, mit Abbildung" in Holzschnitt.
Die Marquise Paulucci erklärt Conus spiroglossus Desh. für
den Jugondzustand von Conus generalis L. Journ. de Conchyl. 25
p. 274.
Terebracea. Terehra melanncme Japan, tricincta Persischer
Meerbusen, pers-ica ebendaher; bathyraphe Japan, dlhozonata Japan,
Pelliii Persischer Meerbusen, Grayi; - T. {Myurella) fuscohasis,
fuscocineta, Mac Andreivii und cognata alle aus dem Persischen
Meerbusen; — T. (Hastida) rufopimctata, confusa Edgar Smith
Aunals nat. bist. 19 p, 224. — T. Lischkeana und Löhheckeana
Dunker Malak. Bl. 24 p. 74 von Japan.
Pusionella recurvirostris Marrat Quarterly Journal of Concho-
logy I. p. 180.
Pleurotomacea. Weinkaulfs Catalog der Arten des Genus
Pleurotoma ö. str. enthält 77 Species, wovon 4 auf die europäische,
7 auf die tropischatlaritische, 53 auf die indopacifische, 17 auf die
australo-pacifische Provinz kommen. Jahrb. D. malak. Ges. IV p. 1.
Desselben Catalog der Arten des Genus Clavatula (mit Ein-
schluss von Ciionella) enthält 26 Arten. Ib. p. 11.
Pleurotoma amicta von den Sandwichinseln, Nelliae Mauritius,
ceylonica Ceylon, acutigemmata, retusispirata, cognata Australien,
antipodiim Neu-Seeland, multiseriata Ceylon, Persischer Meerbusen,
China, albofasciata Sandwichinseln, zealandica Neu-Seeland Edgar
Smith Annais nat. bist. 19 p. 488. — PI. graciUs Marrat Quarterly
Journal of Conchology I. p. 240 von Westafrica.
Pleurotoma [Drillia) cliocolatum Japan, subochracea China,
midanensis Mindanao, rotundicostata, latisinuata China, nodilirala
Philippinen, variabilis, Atkitisonii, angusta China, incerta Neu-Gui-
nea, multilirata Port Jackson, consociata, intertincta China und Phi-
lippinen, maoruni Neu-Seeland, Prattii, excavata, cowcoZor Mollukken
und China, digna Californion, Edgar Smith Annais nat. bist. 19
p. 492. — Dr. aemula Angas Proc. zool. soc. p. 36 pl. 5 Fig. 9 von
Neu-Süd- Wales, — Dr. rosolina und ßlosa Marrat Quarterly Journal
of Conchology I. p. 239 von Westafrica.
Pleurotoma {Bela) ovalis und Wülei Friele Nyt Magazin 23
p. 9 Fig. 5 und 6; Jahrb. D malak. Ges. IV. p. 263 aus der kalten
Zone des atlant. Oceans.
Pleurotoma (Ciionella) Bornii, Kransii, bipartita, subventricosa
und platy Stoma Edgar Smith Annais nat. bist. 19 p. 499.
Clathurella Brenchleyi von Neu-Süd- Wales, rufozonata, pustu-
lata und modesta' von Port Jackson Angas Proc. zool. soc. p. 37
pl. 5 Fig. 12—15.
Mangelia jacksonensis und flavescens Angas Proc. zool. soc.
p. 37 pl. 5 Fig. 10, 11 von Port Jackson.
190 Troschel: Bericht üb. cl. Leistungen in d. Naturgeschichte
Rhachiglossa.
Volutacea. Kobalt hat einen Catalog der Gattung Voluta
Lam. zusammengestellt, der gegen den von Crosse (1871) um 2
Arten vermehrt ist. Er enthält 75 Arten mit denselben 16 Subge-
nera wie bei Crosse. Jahrbücher d. D. Malak. Ges. IV. p. 301.
Marie bestätigte für Voluta musica das Vorhandensein eines
Deckels, wie es schon von Cuming und Gray angegeben war. Da-
nach möchte diese Art eine eigene Gattung bilden, die Volutolyria
genannt wird. Journal de Conchyl. 25 p. 97. — Kobell möchte
deshalb Lyria wieder als Untergattung zu Voluta stellen. Nach-
richtsbl. p. 60.
Microvoluta n. gen. Angas Proc. zool. soc. p. 34. Schale
klein, eiförmig spindelförmig, solid, glatt, durchscheinend; Spira
von Länge der Mündung, Apex warzig; Windungen einfach; Mün-
dung schmal eiförmig; Spindel mit 4 starken Querfalten, die vor-
dere die kleinste; Aussenlippe dünn, einfach, am Grunde schwach
zusammengezogen; Basis gerundet, rinnenförmig, mit einer Aufbie-
gung gegen die Spindel, welche unter den Falten etwas vordickt
ist. M. australis pl. 5 Fig. 2 von Neu-Süd-Wales.
Marginellacea. Marginella Strangei und Metcdlfi Angas Proc.
zool. soc. p. 172 pl. 26 Fig. 8 und 9 von Port Jackson. — M. {Gra-
nula) microscopica Tapparone Canefri Atti Mus. civico di Genova
VIT. p. 1030 von Sorong. — M. caelata, Monterosato Journ. de
Conchyl. 25 pl. 2 Fig. 3 von Algier. — M. (Glahella) Davisiana von
Westafrica, M. (Gihberula) nana und lucida Marrat Quarterly Journ.
of Conchology L p. 205.
Iftitracea. Mitra Hanleyana Dunker Malak. Bl. 24 p. 70 von
Japan.
Mitra turturina Souverbie ist Journ. de Conch. 25 p. 73 pl. 1
Fig. 2 abgebildet.
Fasciolariacea. Peristemia Brazieri Angas Proc. zool. soc.
p. 171 pl. 26 Fig. 4 von Neu-Süd-Wales.
Fusacea. Dali revidirte die Californischen Fusus in weiterem
Sinne des Namens. Er zählt auf F. geniculus Conr. , corpulentus
Conr., Chrysodomus dirus Reeve, Colus ambustus Gould, Chrysodo-
mus Harfordi Stearns, Fusus luteopictus n. sp. und Kobelti n. sp.
Proc. California Acad. 1877.
Mörch machte Bemerkungen über die arctischen Fusus. Die
Epidermis, die Form der embryonalen Schale hält er für zu variabel,
um sie als Speciescharakter zu benutzen. Der Fusus islandicus, von
dem Loven die Radula abbildete, ist wahrscheinlich F. berniciensis.
Ausserdem einige Berichtigungen der Synonymie. Journ. de Con-
chyl. 25 p. 267.
der Mollusken während des Jahres 1877. 191
Fusus Mohni Friele Nyt magazin 23 p. 6 fig. 14 Jahrb. D.
malak. Ges. IV. p. 262 aus einer Tiefe von 1120 Faden.
Chrysodomus crebricostatus von Una.laschka, hrunnens aus dem
lieh rings meere, virens von Kyska Harbor, roseus aus dem arctischen
Ocean Dali. Proc. California 1877 March.
Thatcheria n. gen, aus der Subfamilie Fusiuae Angas Proc.
zool. soe. p. 529. Schale winklig birnförmig, solid; Spira ausgezogen,
kürzer als die Apertur, mit vielen Windungen, Windungen oben
flach, stark gekielt an der Peripherie und unten verengt; Apertur
mit einem breiten eintretenden Sinus zwischen -dem Ende des letzten
Kiels und der Verbindung der vorletzten Windung; Basalkanal weit
und offen; Spindel glatt; Aussenlippe einfach unter dem Sinus. Th.
mirabilis pl. 54 fig. 1 von Japan.
Bnccinacea. Buccinum Mörchi Friele Nyt magazin 23 p. 4
fig. 7 ; Jahrb. D. malak. Ges. IV. p. 260 aus der kalten Zone des
atlant. Oceans. — B . castaneum von den Shumagin -Inseln, tricarina-
tum von den westlichen Aleuten, picturatum Aleuten, fringilliim
aus dem Arctischen Ocean Dali Proc. California Acad. 1877 March.
Edgar Smith hat die Radula von Buccinum Belcheri und
sericatum abgebildet. Bei letzterer sind die Seitenplatten auf
einer Seite mit drei, auf der anderen mit zwei Haken versehen, was
wohl individuell sein wird. Annais nat. bist. 20 p. 134.
H. V. Iheriüg hat die Thiere von linksgewundeuen Buccinum
undatum L. untersucht, und alle Organe normal ausgebildet, aber
umgekehrt gelagert, wie zu vermuthen stand. Nachrichtsbl. p. 51.
Volutopsis callorhinus Dali Proc. California Acad. 1877 March
aus dem Berings-Meere.
Liomesiis nux Dali ib. von den Aleuten.
Brot 's Catalog der Gattungen Canidia mit 13 Arten und
Clea mit 2 Arten ist Jahrbücher d. D. malak. Gesellsch. IV. p. 299
aus dem Journal de Conchyl. 1876 abgedruckt.
Pusio Kossmanni Pagenstecher in Kossmanu's Reise II. Moll,
p. 53 aus dem Rothen Meere.
Pollia [Tritonidea) papuana Tapparone Canefri Atti Mus, ci-
vico di Genova VII. p. 1028 von Aru.
Nassacea. Truncaria australis Angas Proc. zool. soc. p. 172
pl. 26 fig. 5 von Port Jackson.
Kübelt trennt in seinem Catalog der Gattung Bullia Gray
dieselbe in zwei Äbtheilungen, a. Bullia s. str. mit 22 Arten und
Pseudostrombus Ad, mit 13 Arten. Jahrbücher der D. Malak. Ges.
IV. p. 289.
Bullia {Leiodomus) kurrachensis Angas Proc. zool. soc, p. 529
pl. 54 fig, 6 von Kurrachi in Nordwestindien. — B. mozambicensis
Edgar Smith ib. p. 719 pl. 75. fig. 18 von Quilimane, Ostafrica.
Amycla Burchardti Duuker Malak. Bi. 24 p. 67 von Japan.
192 Troscliel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Nassa semirmlum Tapparone Canefri Atti Mus. civico di Ge-
nova VII p. 1029 von Kei Bandan. — N. Smitliii Marrat Quarterly
Journ. of Concbology I. p. 204 ohne Vaterlandsangabe.
Der Catalog der Gattung Hindsia A. Ad. (Nassaria Link) von
Kobelt umfasst 14 Arten. Jahrbücher d. D. Malak. Ges. IV. p. 296.
Kobelt fülirt in dem Catalog der Gattung Cyllene Gray 19
Arten auf. Jahrbücher der D. Malak, Ges. IV. p. 297.
Kobelt verzeichnet in dem Catalog der Gattung Eburna Lam.
11 Arten. Jahrbücher d. D. Malak. Ges. IV. p. 294.
Columbeilacea. Columhella {Anachis) speciosa Angas Proc.
zool. soc. p. o5 pl. 5 hg. 3 von Port Jackson. — C. (Anachis)
Smithi Angas ib. p. 172 pl. 26 fig. 7 von Port Jackson, — C. {Anachis)
cuspidata Marrat Quarterly Journal of Conchology I. p. 242 von
Westafrica.
Harpacea. Sutor bezeichnet seine Untersuchungen über die
Arten der Gattung Harpa als eine conchyliologische Studie. Er
unterscheidet 16 Arten, von denen mehrei-e abgebildet sind. Jahrb.
d. D. malak, Ges. IV. p. 97 pl. 4, 5.
Olivacea, Weinkauff hat die Bearbeitung der Gattung Oliva
in Küster's Conchylienkabinet Lief. 261, 262 und 265 von No. 37
bis 91 weiter geführt. Als neu erscheint nur eine Art Oliva rufo-
picta p. 88 aus Japan.
Olivella Brazieri Angas Proc. zool. soc. p. 172 pl. 26 fig. 6
von Neu- Süd- Wales.
Muricea. Kobelt verfasste einen Catalog der Gattung Murex
Lam., mit Ausschluss von Trophon, Vitularia und Typhis, die er als
selbstständige Genera anerlcennt. Er unterscheidet Subgenera, näm-
lich Tribulus mit 37 Arten, Chicoreus mit 51, Phyllonotus mit 28,
Homalocantha mit 5, Pteronotus mit 37, Cerastoma mit 18, Ocinebra
(incl. Muricidea Mörch) mit 87 Arten, zusammen 263 Arten. —
Daran schliessen sich 5 Arten der Gattung Vitularia Swains. Jahrb,
d. D. malak. Ges. IV. p. 141 und 238.
Murex Brazieri Angas Proc. zool. soc. p. 171 pl. 26 fig. 3 von
Neu-Süd-Wales.
Kobelts Catalog der Gattung Vitularia Swains. enthält 5
Species. Jahrbücher der D. malak. Gesellsch. IV. p. 252.
Kobelt's Katalog der Gattung Typhis enthält 17 Arten.
Jahr])ücher d. D. Malak. Ges. p. 287.
Trophon muriciformis Dali Proc. California Acad. 1877 March
aus der Beringsstrasse.
Farpuracea. Purpura (Cronia) nnomala Angas Proc. zool. soc.
p. 34 pl. 5 fig. 1 von Neu-Süd-Wales.
Bhizocliüns {Coralliophila) parvus Edgar Smith Proc. zool. soc.
p. 70 pl. 11 fig. 6 von Charles Island, Gallapagos.
der Mollusken während des Jahres 1877. 193
Ptenoglossa.
Scalariacea. Scälaria candidissima Monterosato Journ. de
Conchyl. 25. p. 37 pl. 2 fig. 5 von Algier. — Sc. commutata (S. pseudo-
scalaris aut.) Monterosato Annali del mus. di Genova X. Mai. von
Civita-vecchia.
Acirsa praelonga Jeffreys Annais nat. hist. 19 p. 241, Portugal.
üocoglossa.
Patellacea. Herrn, v. I he ring erklärt am Schlüsse seines
Aufsatzes über die Gattung Neomenia, dass die bei Patella man-
gelnde Cervicalkieme keineswegs in der Epipodialkieme ihr morpho-
logisches Aequivalent findet, da bei einigen Patelloiden beide Kiemen -
formen nebeneinander angetroffen werden. Er hält die Epipodial-
kieme für ein von den Amphineuren auf die Patelloideen übergegan-
genes Gebilde. Er meint auch bei den Mytilaceen die Epipodial-
kieme nachweisen zu können. Morphol. Jahrbuch IV. p. 154.
Chitonidae. Herrn, von Ihe ring, Beiträge zur Kenntniss
der Anatomie von Chiton. Verf. machte seine Untersuchungen an
Chiton squamosus und fascicularis, sie bezogen sich auf den Ge-
schlechtsapparat, die Niere und den feineren Bau der Muskelfasern,
namentlich der längsgestreiften. Als Resultat der Untersuchungen
stellt Verf. hin: Die Chitoniden sind getrennten Geschlechts; die
Eierstockseier sind von einem Follikel umschlossen, welcher ein
derbes bei Chiton squamosus mit Stacheln besetztes Chorion secer-
nirt; die Befruchtung erfolgt im Innern des Ovarium. Die Niere
ist eine baumförmig verzweigte auf dem Boden der Leibeshöhle ge-
legene mit Wimper epitheliura ausgekleidete Drüse, welche einen un-
paaren medianen unter dem After sich öffnenden Ausführgang be-
sitzt. Die Secretionsbläschen der Nierenzellen entstehen bei den
Chitoniden im Kern, während sie bei den Platycochliden und, soweit
bis jetzt bekannt, auch bei den Arthrocochliden im Protoplasma der
Nierenzellen entstehen. Die Muskelfasern sind E'ibrillenbündel,
welche von einem kernhaltigen Sarcolemm umschlossen werden u.
s. w. Morphologisches Jahrbuch IV. p. 128. Taf. V.
Girrobranchiata. Gwyn Jeffreys beschrieb einige neue und
eigen thümliche Arten aus der Ordnung" Solenoconchia, welche durch
die Valorous - Expedition erlangt wurden. Es sind die folgenden :
Dentalium candidum Irland und Biscayscher Meerbusen, capiUosum
Biscayscher Meerbusen, Hebriden, Portugal, Mexico, Azoren, ensieidufi
Irland, Biscayscher Meerbusen, Portugal, subterfissum Irland, Sipho-
nodentalium vitreum, affine und lofotense Sars, Cadidus tumidosus
Biscayscher Meerbusen, gracilis, Olivi Scacchi, cylindratus Irland.
Annais nat. hist. 19 p. 153.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. N
194 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Dentalium japonicum und Weirtkaufß Dunker Malak. Bl. 24
p. 68 von Japan.
Piilinouata.
Doering machte Studien über die Systematik und Anatomie
der Landschnecken der La P!ata-Länder bekannt. Estudios siste-
maticos y anatömicos sobre los Moluscos pulmoniferos de los paises
del Plata in Periodico zoologico, organo de la sociedad zoologica
Argentina I. p. 129 — 204. Er bespricht 1 Heynemannia, 1 Agrio-
limax, 1 Conulus, 3 Streptaxis, 6 Helix , 14 Odontostomus und 1
Clessinia. Von mehreren derselben wird die Anatomie auseinander
gesetzt. Die neuen Arten werden wir unten nennen.
HeliCSa. Pfeiffer hat, wie er es selbst nennt, den kühnen
Entschluss gefasst, das gesammte in seiner Monographia Heliceorum
aufgespeicherte Material in eine systematische Form zu bringen.
Nach einer Kritik der bisherigen Versuche erkennt er die Fress-
werkzeuge als oberstes Eintheilungsprincip an. Als Probe seiner
Bearbeitung lässt er den Rahmen der Gattung Hyalina folgen , in
welcher er folgende 13 Sectionen unterscheidet: Vitrea Fitz, Eu-
hyalina Alb., Zonitoides Lehm., Nautilinus Mouss., Guesteria Crosse,
Dierama Pfr., Omphalina Raf , Mesomphix Raf., Pseudohyalina Morse,
Conulus Fitz, Sagdinella Mörch, Hyalosagda Alb., Gastrodonta Alb.
Malak. Bl. 24 p. 1. Ueber die in den Fortsetzungen p. 75 befind-
lichen Betrachtungen über die Gattungen der Cochlostylen, Ortha-
liceen, Heliceen u. s. w. enthalte ich mich um so lieber eines wei-
teren Eingehens, als wohl die Malacozoologischen Blätter in den
Händen aller Conchyliologen sind. Obgleich sich die Ansichten des
Verf. fast ausschliesslich auf seine conchyliologischen Anschauungen
gründen, wird es immer von grossem Interesse sein, diese Auffassung
des ersten Kenners der Landschnecken daselbst niedergelegt zu finden.
Pfeiffer hat seine Bearbeitung von Helix in Küster's Con-
chyliencabinet Lief. 260 von No. 1108 bis 1164 fortgesetzt.
Stearns führte einige Fälle von Langlebigkeit der Heliceen
an. Proc. California Oct. 1875; Annais nat. bist. 19 p. 355; Quar-
ter ly Journal of Conchology L p. 218.
Reinhardt untersuchte einige kleine von Benoit beschriebene
Helices nach Originalexemplaren des Berliner Museums, und kam
zu anderen Resultaten als Kobelt. Helix Zanellia Testa (nach Kobelt
Pomatias) ist eine junge Pupa, vielleicht Callicratis Scacchi; Helix
templorum Ben. (nach Kobelt Pupa dolium) ist eine junge Pupa do-
liolum; Helix Bocconiana Ben. ist eine junge Pupa umbilicata; Helix
Schwarzenbachiana Calcara nicht von Helix pygmaea zu unter-
scheiden; Helix Brocchiana und Cupaniana Calcara sind verschiedene
Alterszustände von Helix rotundata. Verf. mahnt, auch den Jugend-
der Mollusken während des Jahres 1877. 195
formen der Mollusken mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Jahr-
bücher der D. Malak. Ges. IV. p. 277.
Fritz Wiegmann beschrieb die Anatomie von Helix Co-
dringtoni Gray var. umbilicata, Helix vermiculata Müll, und Helix
serpentina Fer. mit besonderer Berücksichtigung des Geschlechts-
apparates und des Gebisses. Jahrbücher d. D. Malak. Gesellsch. IV.
p. 195 mit Tafel 6—8.
Helix Suarezensis Crosse et Fischer Journal de Conchyl. 25.
p. 78 von Madagascar. — H. funebris und cerina Morelet ib. p. 217
von Madagascar. — H. corusca und arachne Morelet ib. p. 328 pl.
12 fig. 1 und 7 von der Insel Johanna, Comoren. — H. Watersi,
ekongensis, Bdistoni Angas Proc, zool. soc. p. 528 pl. 54 fig. 3 — 5
von Madagascar.
Helix (Microphysa) Krugiana v. Martens Jahrb. D. Malak. Ges.
IV. p. 346 Taf. 12 Fig. 4 von Puertorico.
Helix (Patuld) arriblygona Reinhardt Sitzungsber. Ges. Naturf.
Freunde p. 69; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 321 Taf. 11 Fig. 3 aus
Japan. — P. Strobeliana und Stelzneriana Döring Boletin de Cor-
doba 1876 aus Argentina.
Nach Kobelt ist Helix tenuicostata Shuttl. identisch mit
micropleuros Paget. Kobelt schlägt vor, den letzteren Namen bei-
zubehalten. Nachrichtsbl. p. 60.
Fischer hat eine grössere Zahl von Exemplaren der Helix
polygyrata Born in Bezug auf die inneren Zähne untersucht. Bei
ausgewachsenen Exemplaren sind in der letsten Windung in einiger
Entfernung von der Mündung immer innere Zähne vorhanden, und
zwar an einem oder zwei Punkten derselben ; in den vorhergehenden
Windungen finden sich keine Zähne. Bei jungen Exemplaren sind sie
an zwei oder drei Punkten der 7. und 8. Windung vorhanden, die
sich bei den Erwachsenen nicht mehr vorfinden. Man muss also
annehmen, dass sie später durch das Thier resorbirt werden. Ueber
den Zweck dieser Zähne kommt Verf. zu keinem sicheren Resultat.
Journ. de Conchyl. 25 p. 263.
R immer schildert die Lebensweise von Helix lamellata, die
er in Kirkcudbrightshire fand. Quarterly Journal of Conchology
I. p. 265.
Helix (Valloniä) tenera Reinhardt Sitzungsber. Ges. Naturf.
Freunde p. 69; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 322 Taf. 11 Fig. 4
aus Japan.
Ed. V. Martens zeigte an, dass Studer auf der Insel Ascen-
sion Helix similaris gesammelt habe. Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 14.
Helix {Fruticöla) verrucosa Reinhardt Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 95; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 322 Taf. 11
Fig. 5 aus Japan.
196 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
R immer über Vorkommen und Lebensweise von Helix reve-
lata in Guernsey. Quarterly Journ. of Conchology I. p. 206.
Bourguignat bearbeitete die Gruppe der Helix telonensis, die
in Frankreich vertreten ist. Diese Arten sind dem Abhänge der Alpen
eigenthümlich , welcher sich von Savoyeu bis zum Mittelmeer, und
westlich bis zum Rhonethal erstreckt; keine Art ist auf dem italie-
nischen Abhänge beobachtet. Ausser Helix Telonensis, Moutoni
Mittre und Lavaudulae Bourg. gehören dahin als neu beschriebene
Arten H. Druentina, diaega, gelida, concreta und crimoda. Revue
et Mag. de Zoologie p. 232.
Gwyn Jeffreys theilt mit, dass Robertson in Glamorgan-
shire Helix villosa gefunden habe, eine Hinzufügung zur englischen
Fauna. Annais nat. bist. 19 p. 199.
Ashford beobachtete in einem Gehölz bei Plymouth, dass Helix
fusca erst nach sechs Tagen unter dem Gefrierpunkt sich unter die
Erde begab, und dass beim Eintritt wärmeren Wetters die Circula-
tion des Thieres genügend zunahm, um die Activität wieder her-
zustellen. Quarterly Journal of Conchology I. p. 180.
Helix (Bhagada) kooringensis Angas Proc. zool. soc. p. 33
von Südaustralien (Holzschnitt). — H. colona v. Martens Berliner
Monatsber. p. 272 von der Insel Dana, südwestlich von Timor. — H.
elachystomu v. Martens ib. p. 273 Taf. 1 Fig. 8, 9 von Nordwest-
Australien. Bildet ein Mittelglied zwischen Rhagada und Hadra.
Helix Hamilicaris Kobelt in Rossmässlers Iconographie V.
Taf. 145 flg. 1449 vom Monte Pellegrino, verwandt mit Hei. variabilis.
Helix {Plectotropis) perplanata Nevill Journ. Asiat. Soc. of
Beugal 46 p. 19.
Helix narentana Kleciach Nachrichtsbl, p. 76 von den Gebirgen
des Narenta-Thales, an der Strasse von Metcovic nach Ragusa. Ge-
hört in die Gruppe von setosa.
Eurycampta Hidalgonis Döring Boletin de Cordoba 1876 aus
Argentina.
Schepman zweifelt an der specifischen Verschiedenheit der
Helix styriaca von arbustorum. Nachrichtsbl. p. 38.
Sheriff Tye fand Helix pisana in Guernsey und schilderte
ihre dortige Lebensweise; sie erträgt die grösste Sonnenhitze, und
lebt nur an der Küste. Quarterly Journal of Conchology I, p. 230. —
Rimmer fügte ib. p. 266 auf diese Schnecke bezügliche Bemer-
kungen hinzu. — H Schweinfurthi v. Martens Jahrb. der D. Malak.
Ges. IV. p. 368 Taf. 12 Fig. 1, verwandt mit desertorum P'orsk. vom
Plateau des Gebel-Galäda in der Wüste zwischen Nilthal und dem
Rothen Meere.
Arndt theilt mit Bezugnahme auf die widersprechenden Ver-
suche von ihm (Ber. 1875 p. 126) und Seibert (Ber. 1876 p. 202)
seine weiteren Züchtungsversuche über die Vererbung der Bänderung
der Mollusken während des Jahres 1877. 197
bei Helix nemoralis mit. Als Resultat ergiebt sich, dass die ßände-
rung nicht erblich ist, dass die dritte Binde immer zuerst auftritt,
und dass ein Auftreten der 5 Bänder, auch bei der Nachkommen-
schaft von der ungebänderten und der einbänderigen Form, beson-
ders häufig ist, woraus auf die fünfbänderige Form, als Stammform
zu schliessen sei. Verf. hat auch beobachtet, dass der Liebespfeil
sehr bald reproducirt wird. Archiv des Vereins in Mecklenburg
31 p. 120.
Fischer beschreibt eine Anomalie von Helix nemoralis, wo
aus dem Rücken des Fusses ein Zapfen sich erhebt. Journ. de
Conchyl. 25 p. 211 pl. IV. Fig. 4.
Shepman wies durch Untersuchung des Liebespfeils und der
Geschlechtsorgane nach, dass Helix tetrazona Jan nicht in die Gruppe
der Campylaeen, sondern in die Gruppe Iberus gehöre. Jahrb. D.
Malak. Gesellsch. IV. p. 268.
Helix (Thelidomus) angiilifera v. Martens Jahrb. D. Malak. Ges.
IV. p. 347 Taf. 12 Fig. 2 von Puertorico.
Helix {Merope?) Barnadei Edgar Smith Annais nat. bist. 20
p. 242 von Hawai.
Angas ist der Meinung, dass einige bisher für Varietäten von
Helix sepulchralis Fer. gehaltene Schnecken, die sich durch con-
stante Charaktere auszeichnen, als eigene Arten anerkannt zu werden
verdienen. Er unterscheidet die eigentliche H. sepulchralis Fer., H.
subsepulchralis Crosse und zwei neue Arten H. hova und H. saca-
lava. Alle sind abgebildet. Proc. zool. soc. p. 803 pl. 80.
Helix scaevola v. Martens Sitzungsber, Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 104 von Japan. Verwandt mit H. quaesita Fer.
Nach Oberndorfer kommt Helix tenuilabris Braun auf der
rauhen Alp lebend vor. Nachrichtsbl. p. 21.
In Semper's Reisen im Archipel der Philippinen brachte
das vierte Heft des dritten Bandes, welcher die Landmollusken ent-
hält, die Gattung Cochlostyla mit 211 Arten. Neu sind unter den-
selben C. magtanensis Tai. X. Fig. 11 von der Insel Magtan, liman-
sauensis Taf. IX. Fig. 6 von Limansaua bei Mindanao; G. {Callicoch-
lias) samarensis Taf. X. Fig. 5, 9 von der Insel Samar, livido-cincta
Taf. IX. Fig. 9 von Luzon, erubescens Taf. IX. Fig. 8 und X. Fig.
12 von Luzon, pudibunda von Luzon, panaensis von Panaon bei
Suragao, cineracea Taf. IX. Fig. 1 von Mindanao, C. (Helicostyla)
montana Taf. IX. Fig. 4 von Luzon, C. (Orthostylus) supra-hadia.
Taf. IX. Fig. 7 von Luzod, nux Taf. X. Fig. 2 von Luzon, flammida
Taf. IX. Fig. 2 von Luzon, turris Taf. IX. Fig. 3 von den Philip-
pinen, C. (Eudoxiis) straminea Taf. VIII. Fig. 10 von Mindanao,
paradoxa Taf. IX Fig. 5 von Mindanao, oviformis Taf. X. Fig. 6
von Mindanao, C. (Prochilus) nigrocincta (pan Pfr.) von den Philip-
198 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
pinen, silvanoides Taf. X. Fig. 4 von Mindoro, C. (CJirysalUs) Antonii
von Mindoro.
Bulimus Ponsonbii Angas Proc. zool. soc. p. 170 pl. 26 P'ig. 1
aus Westaustralien. — B. Baistoni Angas ib. p. 527 von Ekongo in
Madagaskar. — B. Bewsheri Morelet Journ. de Conchyl. 25 p. 330
pl. 12 Fig. 4 von der Insel Johanna, Comoren.
Plagiodontes Brackebuschii und Weyeniberghii Doering Boletin
de Cordoba 1876 aus Argentina.
Doering charakterisirt 31 Arten der Gattung Odontostorous
durch Diagnosen und beschreibt dann als neu aus der Argentinischen
Republik die bereits vorj. Ber. p. 205 namhaft gemachten Arten.
Periodico zoologico I. p. 171 (1875).
Daselbst stellte Doering p. 201 eine Untergattung Clessinia
auf, die Odontostomus nahe steht. Testa profunde rimata, vel sub-
perforata, fusiformiturrita, multispira, eleganter sculpta, costulata,
lineis spiralibus confertim ruguloso subdecussata, pilis densis hirta;
anfractus 9 — 10 convexiusculi, ultimus antice protractus, angulato
compressus, superne filo-carinatus, subtus obsolete bicristatus, aper-
tara irregularis, ovata, superne valde angulata, plicis dentibusque (5)
coarctata, peristoma continuum, solutum, undique late expansum, re-
flexiusculum. lU. Stelmeri aus Argentina.
Odontostomus Ächälanus, Popanus, Äconjigastanus, muUispi-
ratus, Bergii, salinicola, Chancaninus, Champaquianus und reticulatus
Döring Boletin de Cordoba 1876 aus Argentina.
Borus d^Orhignyi und Lorentzianus Doering Boletin de Cor-
doba 1876 aus Argentina.
E. V. Martens beschreibt die Bänder- Variationen von Liguus
virgineus nach 41 Exemplaren, welche der Bruder Ehrenberg's vor
vielen Jahren auf Haiti gesammelt hatte. Jahrb. D. Malak. Ges.
IV. p. 362.
Bulimulus (Scutalus) Stelzneri Dohrn Malak. Bl. 24 p. 157 aus
der Republik Argentina.
Bulimus {Eudioptus) psidii v. Martens Jahrb. D. Malak. Ges.
IV. p. 351 Taf. 12 Fig. 6 von Puertorico.
Kobelt bildete Buliminus athensis Friv. und olympicus Parr.
ab. Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 265 Taf. 5 Fig, 6, 8. Ebenso
zur Vergleichung B. zebra und spoliatus.
Buliminus olivaceus, tumidus, ohesa Gibbons Quarterly Journal
of Conchology I. p. 253 pl. II. Fig. 5, 4, 3 von Zanzibar. — B.
Gibhonsi Taylor von Mozambique und B. costatus Gibbons von Zan-
zibar ib. p. 280 pl. III. Fig. 1, 2. — B. cinereus Gibbons ib. p. 282
pl. III. Fig. 5.
Bulimus (Pachnodus) drakenshergensis Edgar Smith Annais
nat. bist. 20 p. 538 aus Südafrica.
der Mollusken während des Jahres 1877. 199
Gredler zeigt an, dass Chondrula niso Risso nur eine links
gewundene tridens sei, wie im Winschgau rechtsgewundene quadri-
dens vorkommen. Nachrichtsblatt p. 1.
Pfeffer hat Achatinella vulpina anatomisch untersucht, be-
sonders bezüglich des Geschlechtsapparates, wobei er die Abweichungen
von der Binney'schen Schilderung hervorhebt. Jahrbücher D. Malak.
Ges. IV. p. 330.
Glessula Blanfordiana Nevill Journ. Asiat. Soc. of Bengal 46
p. 26 aus Yunnan.
Achatina Cornea Morelet Journ. de Conchyl. 25 p. 335 pl. 13
fig. 9 von der Insel Johanna, Comoren. Gehört in die Gruppe
Glessula.
Watson hat von der Achatina folliculus Gron., welche auf
Madeira lebt, die Charaktere seiner Gattung Lovea nachgewiesen.
Da ihm die specifische Uebereinstimmung mit der südeuropäischen
A. folliculus noch zweifelhaft ist, nennt er die Madeiri'sche Form
Lovea Wollastoni. Proc. zool. soc, p. 333.
CaeciUanella Veracnizensis Crosse et Fischer Journ. de Con-
chyl. 25 p. 273 von Veracruz.
Daniels bekam Bulimus Goodallii mit der Bezeichnung, dass
er auf Gurken lebe, während diese Art sonst als carnivor bekannt
ist. Quarterly Journal of Conchology I. p. 246.
Bulimus {Stenogyra) Jdhannicus Morelet Journ. de Conchyl.
25 p. 333 pl. 12 fig. 3 von der Insel Johanna, Comoren.
Opeas gladiölus Crosse et Fischer Journ. de Conchyl. 25 p. 272
aus Guatemala. — 0. delicata Gibbons Quarterly Journal of Con-
chology I. p. 281 pl. III. Fig. 3 von Zanzibar.
SuhuUna Sargi Crosse et Fischer Journ. de Conchyl. 25 p. 272
aus Guatemala. — S. intermedia Gibbons Quarterly Journal ©f Con-
chology I. p. 282 pl. III. Fig. 4.
Aus der Gattung Pupa kennt Sowerby in Reeve's Concho-
logia iconica 192 Arten auf 20 Tafeln.
Reinhardt untersuchte eine Anzahl von Arten der Gattung
Pupa, die durch Oscar Schneider bei Borschom am oberen Kur ge-
sammelt waren. Fünf Arten stimmen mit europäischen überein,
zwei, nämlich P. bifilaris Mouss. und clavella n. sp. schliessen sich
an P. doliolum und claustralis sehr eng an, P. interrupta findet da-
gegen ihre nächste Verwandte in einer asiatischen Art P. cristata.
Auch die übrigen Arten aus der Gruppe Isthmia und anderen zeigen
im Ganzen einen europäisch-alpinen Charakter. Einige neue Arten
sind beschrieben und abgebildet, nämlich P. interrupta Taf. 3 Fig. 4
und P. clavella Taf. 3 Fig. 6. — Im Anschluss daran beschreibt Verf.
eine neue Art aus Tirol P. (Isthmia) Salurnensis Taf. 3 Fig. 7 von
Saluru in Südtirol. Jahrb. D. Malak. Ges. p. 76.
200 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
G redler erklärt Pupa Ressmanni Villa und Grimmeri Parr.
für Pupa biplicata var. exciva. Nachrichtsbl. p. 2.
Pupa minuscula Morelet Journ. de Conohyl. 25. p. 340 pl. 12
Fig. 5 -von der Insel Johanna, Comoren. — P. TschapecM Gredler
Nachrichtsbl. p. 4 aus Obersteiermark.
Jeffreys erklärt Vertigo Charpentieri Küster und Kreglinger,
ventrosa Heynemann ^nd Pupa Lilljeborgi für identisch mit Vertigo
Moulinsiana Dupuy, welcher letztere Name die Priorität hat. Annais
nat. bist. 19 p. 432.
Pupa (Vertigo) liydropliüa Reinhardt Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 96; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 323 Taf. 11
fig. 6 aus Japan. P. Heidi Clessin Nachrichtsbl. p. 49 aus der
Donau.
Pupa {Leucocliila?) armigerella Reinhardt Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 96; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 328
'Taf. 11 fig. 7 aus Japan.
Ennea modioliforinis, larva, acicula Morelet Journ. de Conchyl.
25. p. 336 pl. 13 fig. 7, 3 und 4 von der Insel Johanna, Comoren.
Der Gattung Cylindrella sind bei Reeve Conchologia iconica
16 Tafeln gewidmet, auf denen 144 Species abgebildet sind.
Von der Gattung Clausilia sind bei Reeve Conchologia iconica
nur 165 Arten auf 17 Tafeln abgebildet, nicht die Hälfte der von
Pfeifi'er aufgezählten.
In einem Supplement der Palaeontographica hat Oskar Boett-
ger „Clausilienstudien" veröfi'entlicht. Sie beziehen sich zwar vor-
zugsweise auf fossile Formen, gehen aber doch auch auf die leben-
den Arten ein, so dass die Schrift wesentlich zur Kenntniss auch
der lebenden beiträgt. Die zeitliche Entwickelung der Gattung
Clausilia zerlegt Verf. in vier Stadien: 1. die ältesten Clausilien be-
sassen kein Clausilium (Triptychia), 2. es entwickelt sich ein anfangs
blos stielförmiges, dann zungenförmiges, endlich tief ausgeschnittenes
Clausilium (Emarginaria), 3. das Clausiliuin wird /S-förmig, 4. das
Clausilium rundet sich endlich unten ab. Die Gattung wird in 40
Sectionen getheilt, in jeder werden alle bekannten Arten, fossile wie
lebende, verzeichnet. Von der Namhaftmachung der neuen fossilen
Arten stehe ich, nach dem Plane unserer Berichte, selbstredend ab.
Neue lebende Arten werden in Noten unter dem Texte beschrieben,
nämlich: Gl. (Delima) Stossichi aus Dalmatien, Gl. (Medora) cognata
Dalmatien, Gl. (Agathylla) albicosta Macedonien, Gl. (Gristataria)
dextrorsa Macedonien, Gl. (Papillifera) perplana Macedonien, Gl.
(Bilataria) pirostoma und raricosta Croatien, Gl. (Phaedusa) subgib-
bera, expansilabris, digonoptyx, tau, vasta, viridiflava, Hickonis,
ptycliochila, attrita, strictaluna, aurantiaca, perlucens sämmtlich von
Japan, nur ptychochila von China und perlucens vom Kaukasus,
Gl. (Oligoptychia) unicristata Armenien. Auf vier Tafeln sind viele
der Mollusken während des Jahres 1877. 201
Arten nach den Zeichnungen des Verf. sehr hübsch lithographirt. —
Die Diagnosen dieser neuen Clausilien sind bereits früher, Nach-
richtsbl. p. 65 veröffentlicht.
Bourguignat begann in Annales des sc, nat. IV. Article 10
eine Geschichte der lebenden und fossilen Clausilien Frankreichs.
Dieselben gehören drei Gattungen an: Nenia, Clausilia und Milne-
Edwardsia. In diesem ersten Artikel ist die Gattung Nenia behan-
delt, welche 18 amerikanische und 2 französische (Basses Pyrenees)
enthält. Alle sind beschrieben; die französischen sind Nenia Pauli
Mabille und Nenia Mahüli von St. Jean de Luz. — In der Fort-
setzung ib. V. Article 4 ist die Gattung Clausilia behandelt. Verf.
behauptet 1450 Arten dieser Gattung zu kennen, auf Frankreich
entfallen 26 Arten. Neu sind darunter Gl. Mongermonti Savoyen,
Herculaea zwischen Mentone und Monaco, Marioniana Marseille,
arcaeensis Toulon, Enlialia Insel Saint-Honorat bei Cannes, Antibes,
Nizza und Monaco, Sancti Honorati St. Honorat, plagiostoma Troyes,
silanica vom See Silan bei Nantua, sequanica Nogent-sur-Seine,
Emeria Thal vom Guil, zwischen Abries und dem Mont Viso,
Veranyi Thal der Vesubie, viriata zwischen Fontau und Saint-Dal-
mas, micropUuros Jaulgonne (Aisne), earina Bellegarde im Rhone-
thal, carthusiana Isere, onixiomicra Asnieres bei Sable (Sarthe), di-
gonostoma Cierp (Haute- Garonne), Müne-Edwardsii Colmar (Haut-
Rhin), macronica Jaulgonne (Aisne), sabaudina Savoyen, leia zwischen
Fontau und Saint-Dalmas, gibbosa Neu-Breisach, plagia Neu-Breisach,
Colmar, Mühlhausen, alasthena Jura. — Ferner im Schluss der Ab-
handlung ib. VI. Article 2 : Clausilia Fogotiana Hautes Pyrenees,
Saint-Simonis Hautes Pyrenees, buxorum Thal des Arieges, Bertro-
nica Ariege, capellarum Ariege, fuxumica Ariege, mamiUata Ariege,
perexilis Ariege, yloi'a Isere, Dupuyana Isere, gallica Pyrenäen und
Alpen, Farinesiana Pyrenees orientales, Nansoutyana Hautes Pyre-
nees, ennychia Toulon, micratracta Isere, velaviana, Haute -Loire,
pleurasthena Toulon, arrosta Basses-Alpes, nantuacina Nantua, Pen-
chinati Pyrenees orientales, Belonidea Isere, atrosuturalis Haute-
Marne, dilophia Aube, girathroa Aube, eiimicra Troyes, microlena
Pyrenees orientales. Dann folgen die fossilen Arten. Den Beschluss
macht die neue Gattung Milne Edwardsia p. 59. Die Schale
ist linksgewunden, gross, cylindroidisch, sehr schwach spindelförmig,
vielmehr conisch zugespitzt mit stumpfem Apex; zahlreiche langsam
zunehmende Windungen; Mündung oval oder halboval mit voll-
ständigem Peristom, mit einer Parietal-Falte und zwei gleichen paral-
lelen Falten an der Columella, welche sich bis zum Apex fortsetzen.
Dahin sechs fossile Arten.
Clausilia Hilgendorfi, eury Stoma, nodidifcra, brevior,platyauchen,
hyperolia, decussata v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 106 aus Japan. — Cl. Ädami Clessin Jahrb. d. D. Ma-
202 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
lak. Ges. IV. p. 253 aus Italien. Vergl. dazu eine Bemerkung von
Adami in Bullettino della Soc. rnalac. italiana III. 1878 p. 65, der
die Art Mölteni nennen möchte, giebt aber an, dass Küster die Art
bereits als Cl. incisa beschrieben habe.
Gonaxis n. Gen. Taylor Quarterly Journal of Conchology I.
p. 252. Schale wie Pupa, unsymmetrisch, Axe der ersten Windun-
gen nach rechts gewendet, von unten gesehen hat die vorletzte Win-
dung eine dreieckige Form, und bildet einen vorspringenden Höcker
an der linken Seite. Erinnert an Streptaxis. Q. Gibbonsi pl. II. fig. 1
von Zanzibar.
H. von Ihering hat den Geschlechtsapparat von Succinea
untersucht. Er fand die Samenblasen in der Eiweissdrüse. Der
Zwittergang, den Verf. immer mit Spermatozoon angefüllt fand,
verengert sich in der Nähe der Eiweissdrüse, erweitert sich aber in
ihr zu einer 2 mm grossen Tasche, die er „Befruchtungstasche"
nennt; in sie münden zwei Samenblasen ein. Jahrb. d. D. Malak.
Ges. IV. p. 136.
Baudon hat eine umfangreiche Monographie der französischen
Succineen ausgearbeitet, in welcher er die 10 Arten in drei Gruppen
bringt, für deren Unterscheidung er die Gestalt der Schale und die
Beschaffenheit des Kiefers benutzt. 1. Schale bauchig, kugelig mit
grosser ovaler Mündung und hornigem Kiefer. Dahin mit gezähn-
tem Kiefer Succinea putris L., parvula Pascal, Baudoni Drouet,
acrambleia Mabille und mit geripptem Kiefer S. Pfeififeri Rossm.
und elegans Risso. 2. Schale langstreckig, Oeffnung länglich, schma-
ler, Kiefer hornig häutig. Dahin S. debilis Morelet. 3. Schale ziem-
lich bauchig, Mündung rund, kaum die Hälfte der ganzen Höhe
übersteigend, Kiefer häutig. Dahin S. arenaria Bouchard, humilis
Drouet, oblonga Drap. Die zahlreichen Varietäten sind beschrieben
und abgebildet. Reiche Synonymie. Journ. de Conchyl. 25. p. 57—69
und p. 128—198 mit pl. 6—10. — In einem Supplement ib. p. 348
beschreibt Verf. zwei neue Arten: Ä Crosseana und hreviuscula von
Villafranca. Schliesslich giebt er einige Berichtigungen.
Succinea Bettii Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 72 pl. 11 Fig. 8
von Charles Island, Galapagos. — S. horticola Reinhardt Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 95 ; Jahrb. D. Malak. Ges. IV.
p. 321 Taf. 11 fig. 2 aus Japan. — S. pueUensis Crosse et Fischer
Journ. de Conchyl. 25 p. 273 aus Mexico. — S. NevüU Morelet ib.
p. 328 pl. 12 fig. 2 von der Insel Johanna, Comoren.
Maze schildert die Lebensweise von AmphibuUma patula.
Journ. de Conchyl. 25 p. 347.
Vitrinidae. Boog Watson erklärt Vitrina Ruivensis Couth.
und V. Lamarckii Fer. für gut unterschiedene Arten. Journ. de
Conchyl. 25. p. 227.
der Mollusken während des Jahres 1877. 203
Vitrina Baudoni Delaunay Journ. de Conchyl. 25 p. 363 pl. 11
fig. 5 von Cherbourg.
Helicarion resplendens und magnificus Nevill Journ. Asiat, soc.
of Bengal 46 p. 23 aus Yunnan.
Pfeffer kam bei der anatomischen Untersuchung des Par-
marion Kerstenii Mart. zu dem Eesultat, dass diese Schnecke kein
Parmarion sei, ohne zu sagen wohin sie gehört. Er bespricht dann
die Unterschiede der Gattungen Helicarion, Parmarion, Tennentia,
Urocyclus. Radula-Zähne, Kiefer und Genitalien sind (nicht schön)
im Text abgebildet. Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 325.
Limax altilis Fischer Journ. de Conchyl. 25 p. 49. Thal von
Cauterets.
Wiegmann giebt weitere Fundorte von Limax variegatus
Drap. an. Nachrichtsbl. p. 8.
Zonitidae. Pfeffer hat in einer Dissertation, Berlin 1877,
Beiträge zur Naturgeschichte der Zonitiden gegeben. Er beschäf-
tigt sich mit der Sohle, den Geschlechtsorganen und der Radula.
Dies ist die Einleitung zu einer grösseren Arbeit, die in einer Zeit-
schrift erscheinen soll.
Zonites ventrosa Gibbons Quarterly Journal of Conchology I.
p. 253 pl. II. Fig. 2 von Zanzibar.
Hyalina insecta v. Martens Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 345
Taf. 12 Fig. 3 von Puertorico verwandt mit identata Say.
Hyalina (Microcystis) Doenitzii Reinhardt Sitzuugsber. naturf.
Freunde zu Berlin p. 68 aus Japan, — H. Moellendorfii Reinhardt
ib. p. 92 aus China. Abgedr. Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 316
Taf. 10 Fig. 3 und 2.
Hyalina {Conulus) pustulina und sinapidium Reinhardt Sitzungs-
ber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 93 von Japan. Abgedr.
Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 317. Taf. 10 Fig. 4 und 5.
Cl essin hat die Species der Hyalinen-Gruppe Vitrea näher
untersucht. Er unterscheidet 12 Arten: H. crystallina Müller, con-
tracta Westerlund, Botterii Parr., Dubrueili aus Südfankreich, suh-
carinata aus Siebenbürgen, Narbonensis aus Südfrankreich, Jickelii
aus Siebenbürgen, subrimata Reinh., litoralis von Görz im Küsten-
lande, Erjaveci Brusina, transsylvanica aus Siebenbürgen, Verf. hält
sie für gute Arten, was mir jedoch sehr zweifelhaft ist. Malak. Bl.
24 p. 123. Alle sind auf Taf. 1 und 2 abgebildet.
Hyalina (Euhyalina) radiatella und Yessonensis Reinhardt
Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 90 von Japan, auch
Jahrbücher D. Malak. Ges. IV. p. 313. Taf. 9 Fig. 5 und 6.
Hyalina (Crystallus) Hilgendorfii Reinhardt Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 68 aus Japan. — H microdiscus Eein-
hardt ib. p. 91 von Japan. Auch im Jahrb. D. Malak. Ges. IV.
p. 315. Taf. 9 Fig. 7 und 8.
204 Tr ose hei: Berieht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Spiraxis Blandi von Veracruz und guatemälensis von Guate-
mala Crosse et Fischer Journ. de Conchyl. 25 p. 271.
Äuriculacea. Melampus cortidnus Morelet Journ. de Conchyl.
25 p. 216 von Mauritius.
Mit der Gattung Auricula, 63 Arten auf sieben Tafeln, ist
Reeve's Conchologia iconicafBand XX, und damit das ganze Werk
geschlossen.
Schacko untersuchte die Eadula von vier Carychium- Arten aus
den Krainer Grotten, und ermittelte dadurch, dass sie entschieden
zur Familie der Auriculaceen gehören. Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 201.
Carychium noduUferum Reinhardt Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 97; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 324 Taf. 11
Fig. 8 aus Japan.
Limnaeacda. Physa madagascariensis Angas Proc. zool. soc.
p. 528 pl. 54 Fig. 2 von Madagascar. — Ph. nyassana und succino-
ides Edgar Smith ib. p. 717 pl. 75 Fig 16, 17 aus dem See Nyassa.
In der Gattung Planorbis werden bei Reeve Conchologia ico-
nica 123 Arten aufgezählt, ohne Untergattungen anzunehmen. Sie
sind auf 14 Tafeln abgebildet.
Fischer entscheidet sich nach Untersuchung der Embryoneu
von Planorbis corneus, die das Ei noch nicht verlassen haben, dass
die Schalen von Planorbis links gewunden seien. Journal de Con-
chyl. 25 p. 198.
Planorbis Villae Adami Atti Soc. Veneto-Trentina V. 1 Fig.
14—16 aus der Provinz Brescia.
Hilgendorf hält nach erneuter Revision seiner früheren
Untersuchungen des Planorbis multiformis den gegen seine Angaben
erhobenen Widerspruch für durchaus ungerechtfertigt. Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 268. — In der zweiten Sitzung
der Section für Geologie und Paläontologie der Naturforscher- Ver-
sammlung am 19. September in Hamburg hat Hilgendorf noch-
mals die Frage über den Planorbis multiformis zur Sprache gebracht,
wogegen auch Sandberger eine Mittheilung über die Steinheimer
Planorbiden machte. Hieran schloss sich eine längere, vielseitige
Discussion, die jedoch zu einem abschliessenden Resultat nicht
führte. — Auch in der Zeitschrift der deutschen geologischen Ge-
sellschaft 1877 p. 50 findet sich ein Aufsatz über diesen Gegen-
stand: „Noch einmal Planorbis multiformis".
Nelson hält Planorbis laevis Alder, parvus Say, cornu Ehrbg.,
Rossmaesslari Auersw., gyrorbis Seckend., arcticus Moll., Sibiriens
Dunker., glaber Jeffr , vermicularis Gould für identisch. PI. parvus
Say hat die Priorität. Quarterly Journal of Conchology I. p. 181.
Nelson bemerkte, dass Limnaea stagnalis zuweilen einen
hellvioletten Saft von sich giebt. Ib. p. 216.
der Mollusken während des Jahres 1877. 205
Van denBroeck zeigte eine Limnaea limosa vor, welche
am oberen Theil der letzten Windung einen Kiel besitzt; sie war in
der Nähe von Edinburg gefunden. Procea-verbaux Soc. malac. de
Belgique VI. p. 41. Dieselbe ist von dem Entdecker Pierves ib.
p. 47 beschrieben und in Holzschnitt abgebildet.
Limnaea profunda Clessin (stagnalis Brot) und Foreli Clessin
Malak. Bl. 24 p. 171 Taf. 3 Fig. 8 und 2—4 aus den Tiefen des
Genfer Sees. — L. Ändersoniana und yimnanensis Nevill. Journ.
Asiat. Soc. of Bengal 46. p. 26 aus Yunnan.
Onchidiacea. Semper hat als Ergänzungsheft zum dritten
Bande des zw^eiten Theils der Reisen im Archipel der Philippinen
eine Abhandlung „über Sehorgane vom Typus der Wirbelthieraugen
auf dem Rücken der Schnecken« geliefert. Er hat bei 19 Arten
von Onchidium Augen gefunden, welche alle Elemente des Wirbel-
thierauges in absolut mit diesem übereinstimmender Schichtfolge auf-
weisen. Diese stehen auf dem Rücken, während die gleichfalls vor-
handenen Tentakelaugen nach dem gewöhnlichen Typus des Mollus-
kenauges gebaut sind. Die Stellung der Rückenaugen ist für die
einzelnen Arten recht charakteristisch. Zwei Arten haben keine
Rückenaugen, bei dreien stehen sie isolirt von einander einzeln, bei den
übrigen vierzehn in Haufen beisammen. Sie sind mit den Visceral-
ganglien verbunden. Ausführlich wird dann der Bau und die Ent-
wickelung der Augen beschrieben. Verf. vermutbet die biologische
Bedeutung der Rückenaugen darin, dass die Schnecke damit die
auf sie zuspringenden Fische, Periophthalmus, bemerkt und durch
Ausspritzen des Sekretes der Rückendrüsen den Feind abschreckt.
— Vöi'f. fügt dann eine Classification innerhalb der Gattung hinzu.
I, Gatt. Onchidium, Athemöffuung in der Mittellinie hinter dem Af-
ter, männliche Genitalöffnung zwischen den Tentakeln, 1. Gruppe.
Mit Nebendrüse und mit Knorpelrohr des Penis, 0. verruculatum,
tonganum, Savignyi, tumidum, typhae, glabrum, ambiguum. 2. Gruppe.
Mit Nebendrüse und ohne Knorpelrohr des Penis, 0. samarense, mul-
tiradiatum, trapezoideum. 3. Gruppe. Ohne Penisdrüse und mit
Knorpelrohr im Penis, 0. coriaceum, luteum, graniferum. 4. Gruppe.
Ohne Penisdrüse und mit langer knorpeliger Penispapille, 0. cine-
reum, 5. Gruppe. Ohne Penisdrüse und ohne Knorpelrohr im Penis,
0, papuanum, palaense. 6. Gruppe, Ohne Penisdrüse und Knorpel-
rohr im Penis, mit riesigen Drüsensäckchen in regelmässiger Stel-
lung am Mantelrand, 0. reticulatum, Steindachneri. II. Gattung On-
chidella. Männliche Genitalöffnung rechts neben dem Tentakel; Athem-
öffnung auf der rechten Seite des Thieres beim After. Ohne Penis-
drüse, aber mit Knorpelrohr und knorpeliger Penispapille.
Hermann vo n Ihering hat in einer Abhandlung „Ueber die
systematische Stellung von Peronia und die Ordnung der Nephro-
pneusta" zunächst eine Erwiderung an C. Semper erlassen, in welcher
206 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
er nachzuweisen versucht, dass das von Semper angegebene Strick-
leiternervensystem mancher Nephropneusten nicht existirt. Bei der
Erörterung der Frage nach der systematischen Stellung der Perio-
nien kommt auf allerhand Beziehungen die Rede, die wir hier nicht
im Auszuge auch nur andeuten können. Verf. ist der Ansicht, dass sich
in den Peronien Formen erhalten haben, die den Stammformen der
Nephropneusten sehr nahe standen; denn die Peronien seien unter
den Nephropneusten die einzige Gruppe von marinen Thieren, und
man könne die auf dem Lande und im süssen Wasser lebenden
Schnecken nur von marinen ableiten. Sitzungsber. phys. med. So-
cietät zu Erlangen IX. p. 131.
ÜVotobranchiata.
Dorididae. Der zweite Band des zweiten Theils der Semper'-
schen Reisen im Archipel der Philippinen, Malakologische Unter-
suchungen von Bergh Heft XI und XII, welche 1877 erschienen,
enthält die Bearbeitung folgender Nacktkiemer: Orodoris Bgh. mit
1 Art, Plocamopherus Leuck. mit 6 Arten, neu PI. Tilessii von Ja-
pan, Trevelyana Kel. mit 9 Arten, neu T. alba Philippinen, citrina
Pelew, plebeja Va\s.o8, Nemhrotha Bgh. Corpus limaciforme, dorsum
a lateribus non discretum ; tentacula breviora, lobiformia, rhinopho-
ria retractilia; branchia paucifoliata, non retractilis, fere in medio
dorsi sita, podarium angustius. Armatura labialis inconspicua,
parva (vel nuUa?); dentes mediani depressi subquadrati vel arcuati;
dentes laterales pro majore parte depressi, subquadrati vel trans-
versales, intimi hamati, falciformes. Glandula hermaphrodisiaca a
hepate non discreta; penis seriebus hamorum armatus, mit 7 Arten,
neu N. nigerrima Philippinen, Kubaryana Palau, diaphana Aibukit,
morosa Philippinen, cristata Philippinen, gracilis Philippinen und
Angasiella Edwardsi Angas; Casella Ad. mit 2 Arten, Chromodoris
Aid. Hanc, wovon Verf. 81 Arten kennt, neu Chr. elisabethina Phi-
lippinen, Ännae Philippinen , striatella Philippinen, runcinata Phi-
lippinen, Semperi Philippinen, paupera Philippinen, virginea Philip-
pinen, pustulans Philippinen, Budolphi Tahiti; Platydoris Bgh. mit
16 Arten, neu PI. PMlippii (Doris stellata Phil) Mittelmeer, eury-
chlamys Philippinen, arrogans Philippinen; Discodoris Bgh. mit 11
Arten, neu D. Boholiensis Bohol, meta Cebu, cebuensis Cebu, opisthi-
dia Zamboanga, notha St. Thomas, muta Guadeloupe, modesta Ai-
bukit, morphaea Philippinen; Thordisa Bgh. Forma corporis fere
ut in Discodoridibus, dorso fere villoso, armatura labialis nulla; lin-
gua ut in Discodoridibus, dentes extimi denticulati; penis inermis.
Zwei Arten Doris villosa Aid, Hanc. und Th. maculigera von den
Philippinen neu. Thrippa Bgh. mit einer neuen Art Th. ornata von
den Philippinen.
Abraham hat in Proc. zool. soc. p. 196—269 eine Revision der
der Mollusken während des Jahres 1877. 207
Anthobranchiaten Nudibranchier geliefert, mit Beschreibung von
41 neuen Species, begleitet von vier Tafeln. Er unterscheidet Farn. I.
Dorididae a. Platyglossae mit 157 Doris, 1 Angasiella Crosse, 2
Kentrodoris Bergh, 97 Chromodoris Aid. Hanc, 1 Orodoris Bergh,
I Ceratodoris Gray, 18 Hexabranchus Ehrbg. b. Leptoglossae mit 1
Calycidoris Abraham, 23 Lamellidoris Aid. Hanc, 4 Acanthodoris.
Fam. 11. Polyceridae, a. Etiryglossae mit 1 Miamira Bergh, 2 Casella
H. et A. Adams, 1 Kaiinga Aid. Hanc, 6 Triopa Johnst, 3 The-
cacera Flem., 1 Crimora Aid. Hanc, 10 Plocamophorus Rüpp. Leuck,,
3 Aegirus Loven, 1 Notodoris Bergh, 8 Ceratosoma Ad. et Reeve,
II Trevelyana Kelaart, 1 Nembrotha Bergh. b. Stenoglossae mit 9
Goniodoris Forbes, 1 Aethedoris Abraham, 8 Idalia Leuckart, 3 An-
cula Loven, 9 Polycera Cuv., 1 Brachyahlanis Ehrbg. Fam. HI. Do-
ridopsidae mit 72 Doridopsis Aid. Hanc. — Die neuen Arten,
grösstentheils abgebildet, sind die folgenden: Doris coriacea Süd-
africa, inframaculata Amboina, infranaevata Mittelmeer, tabulata'^j
hepatica Stiller Ocean, mdbilla Seychellen, Samoa, subtumida Mittel-
meer, speciosa, Amboina, stragnlata?, vestita Magellanstrasse, mur-
rea Mauritius, granulosa Neu-Seeland, longula Neu-Seeland, cucul-
lata'i, analampulla Australien, labifera Seychellen, lanuginata Neu-
Seeland, collatata Port Essington, nmscida Neu-Seeland, raripilosa'^,
mollipustulata'^, peculiaris Südaustralien, praetenera Neu-Süd-Wales,
wellin gtonensis Neu-Seeland, delicata Chiloe. — Chromodoris mollita?
— Hexabranchus orbicularis Mauritius, aneiteumensis Neue Hebriden,
maiiritiensis Mauritius. — Acanthodoris mollicella Aucklandinseln, glo-
bosa Neu-Seeland. — Doridopsis australiensis Neu-Süd-Wales, obscu-
ra?, fumea'^, foedata?, inornata Mittelmeer, siibpellucida Westin-
dien, mammosa?, variata China, parval Diese Arbeit soll in ausge-
dehnterer Form unter den Catalogen des Britischen Museums er-
scheinen.
Einer verdienstliehen Arbeit hat sich Bergh unterzogen, in-
dem er die in Berlin befindlichen Originalexemplare der Ehren-
bergischen Doriden kritisch untersuchte. Als Resultat der Unter-
suchung dieses ausgezeichneten Kenners der Nacktkiemer wurden
die 15 Arten folgendermassen bestimmt: Doris xantholeuca E. =
Chromodoris pallida R. et L., D. erythraea E. = Chromodoris? ery-
thraea E., D. sponsa E. = Chromodoris. elisabethina Bgh., D. pictu-
rata E. = Chromodoris picturata E., D. brachyphylla E. = unbe-
stimmbar, D. lugubris E. = Doriopsis albolimbata R. et L., D. cu-
prea E. = Doriopsis modesta Bgh?, D. granulata E. = Discodoris
granulata E., D. ornata E. = unbestimmbar, D. pantherina E. un-
bestimmbar, D. verrucosa E. = Sphaerodoris? verrucosa E., D. ve-
lutina E. = unbestimmbar, D. fragilis E. = unbestimmbar, D. Hem-
prichii E. = Asteronotus Hemprichii E., D. praetexta E. = Hexa-
branchus praetextus E. — Die von Ehrenberg aufgestellten Genera
208 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
und Subgenera haben sich als folgende ergeben : Glossodoris, Ptero-
doris und Actinodoris = Chromodoris A. et H., Dendrodoris = Do-
riopsis Pease, Brachychlanis = unbestimmbar, Actinocycius = Sphae-
rodoris Bgh.?, Asteronotus = Asteronotus Ehrbg. Bgh. und Hexa-
branchus = Hexabranchus Ehrbg. Bgh. Jahrb. d. malak. Ges. IV.
p. 45.
Später präcisirte er ib. p. 161 die Charaktere der Gattung
Asteronotus folgendermassen: Corpus depressum, consistentia coria-
cea, sed non dura vel fragilis; dorsum glabrum, saepe nodosum
sicut carina mediana instructum; apertura branchialis stellata; po-
darium ante bilabiatum labio superiore profunde fisso. Armatura
labialis nulla; lingua rhachide nuda, pleuris multidentatis, dentibus
hamatis. Prostata magna, glandula et hasta amatoria, penis iner-
mis. Von den dahin gezählten 7 Arten wird A. Hemprichii aus-
führlich anatomisch beschrieben. Dazu zwei Tafeln. Die Figuren
11. 3 — 8 beziehen sich auf eine neue Art Ä. hertrana.
Crepidodoris n. gen. Pagenstecher in Kossmann's Reise II.
Moll. p. 62. Tentakel geblättert, mit etwa 16 Fächern beiderseits,
in kreisrund sich öffnende Scheiden retractil; 22 Kiemenblättchen
bilden einen hufeisenförmigen Bogen um den After, in welchem die
8 mittleren Blättchen eine einfache Reihe bilden, an den Enden
stehen sie in zwei Reihen; After im Ausschnitt der Kieme; eine ge-
meinsame Kreisfalte für Kieme und After. C. plumbea aus dem
Rothen Meer.
Tritoniidae. Bergh hat in Neapel Tethys leporina lebend beob-
achtet, und giebt Notizen über ihr Verhalten, Färbung, Geruch u. s. w.
Jahrbücher d. D. malak. Ges. IV. p. 335.
Gosse stellte in der Familie Tritoniadae eine neue Gattung
Hancoc'kia auf. Körper linear, kaum bemäntelt; Kopf unten je-
derseits in einen breiten flachen vielfingerigen Mundtentakel vor-
gezogen; zwei dorsale Tentakel mit blättriger Knolle, in Scheiden
zurückziehbar; drei Paar blättrige, fiederspaltige, entfernt am Rücken-
rande gelegen; Fuss linear, greifend. H. eudactylota von Torquay.
Annais nat. bist. 20 p. 316.
Marionia n. gen. Vayssiere Comptes rendus 85 p. 299;
Annais nat. bist. 20 p. 367, Corpus elongatum, lateribus compres-
sis, altius quam latius, pallionullo; caput subinferius, obtectum velo
parvulo, ramoso; maxiilis corneis; stomachus cultriformibus dentibus
armatus; tentacula duo dorsalia ramusculis tenuibus condensis su-
perne cincta; branchiae ramosae, iinea unica utrinque dorsi inser-
tae; orificia generationis et ani ad latus dextrum sita. Die Species
ist nicht benannt, kommt von Marseille.
Lomonotus Hancocki Norman Annais nat. bist. 20 p. 518 von
Berry Head, Torbay.
Aeolidiadae. Bergh hat wieder Beiträge zur Kenntniss der
der Mollusken während des Jahres 1877. 209
Aeolidiaden geliefert. Er charakterisirt zunächst die Ihering'sche
Gruppe der Sacoglossen, die Bergh schon vorher unter dem Namen
Ascoglossen in demselben Umfange aufgestellt hatte, und bringt
dahin die Hermaeiden, Phyllobranchiden, Plakobranchiden, Elysiaden,
Limapontiaden und Oxynoiden. Zu der Familie der Hermaeiden
gehören die Gattungen Hermaea Loven mit 9 Arten, Stiliger Ehrbg.
mit 6 Arten, Ercolania Trinchese mit 3 Arten, und Alderia AUman
mit 4 Arten. Der Gattung Ercolania fügt Verf. als vierte Art Em-
bletonia viridis Da Costa hinzu, zu welcher Embl. uirgrovittata Da
Costa als Varietät gezogen wird. — Dann folgen Bemerkungen und
Beschreibungen von Aeolidia papulosa L., Favorinus albus A. H.,
Fiona marina Forsk., Faceliua coronata Forbes, Galvina Farrani und
exigua A. H. Verh. zool. bot. Ges. in Wien 27 p. 807. Taf. 11—13.
Giard fand bei Ostende Eolis elegans und aurantiaca Aid.
Hanc, und hatte Gelegenheit von letzterer Art die Larve zu beob-
achten, nachdem sie die Embryonalechale abgeworfen hatte. Diese
hatte einen grossen Kopf, nur zwei rudimentäre Fühler, zwei Paar
Rückenpapillen. Sie erinnerte an die niedersten Nudibranchier,
Pontolimax und Embletonia. Bull. Soc. malac. de Belgique XL p. 8.
Eolis sanguinea Norman Annais nat. bist. 20 p. 517 von der
Insel Innisiacken am Eingange der Roundstone Bay, Connemara.
Solenopodidae. Koren undDanielssen haben Studien über
die Gattung Solenopus Sars = Neomenia Tullberg gemacht. Sie
bilden aus dieser Gattung eine eigene ¥2^v[i\\\e Solenopodidae, mit
einer Furche längs der Bauchfläche, worin der lange schmale Fuss
verborgen ist; fadenförmige Kiemen. Diese Familie bildet auch
eine besondere Ordnung Telohranchiata in der Abtheilung der
Opisthobranchier. Die Charaktere der Gattung lauten: Körper rund,
am hintern abgestumpften Ende fadenförmige Kiemen; über der
Kiemenhöhle am hintern Rand des Mantels die Genitalöffnung, und
im Grunde der Kiemelhöhle die Afteröffnung; die dicke muskulöse
Mundmasse kann vollständig vom Mantel bedeckt werden; dieser
ist überall von verschieden gestalteten Kalknadeln bedeckt; längs
der Bauchfläche eine Furche, in der der Fuss verborgen ist. Es
werden 7 Arten unterschieden : S. nitidulus Sars (Neomenia carinata
Tullb.) Norwegen, affinis Messina, Balyelli (Vermiculus crassus
Dalyell) Atlant. Ocean, incrustaUis Finmarken, mar garitaceus Hvidings-
insel, horealis Lofoten, Sarsii Christiansfjord. Archiv for Mathem.
og Naturvidenskab. 1877.
Herrn, v. Ihering hat Betrachtungen über die Gattung
Neomenia angestellt, die im Jahr 1875 von Tullberg gegründet war,
und über die Koren und Danielsen im Archiv for Mathematik og
Naturvidensk. 1877 p. 1, sowie Graff Zeitschr. für wiss. Zoologie 28
p. 357 weitere Aufschlüsse gegeben haben. Verf. beurtheilt danach
die Stellung der Gattung Neomenia im System, ohne sie selbst
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. 0
210 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
untersucht zu haben. Er stellt sie, wie früher, mit Chiton zu seinen
Amphineuren. Morphol. Jahrbuch IV. p. 147.
AmplUStridae. HydaUna inflata Dunker Malak. Bl. 24 p. 69
von Japan.
Gylichnidae. Cyliclma laevisculpta Grillo Description I. c. p. 11
von Messina. — C. elegans Angas Proc. zool. soc. p. 175 pl. 26 fig,
19 von Neu-Süd- Wales.
Utriculus suhstriatus Jeffreys Annais nat. bist. 19 p. 334
Atlant. Ocean.
Diaphana Brazieri Angas Proc. zool- soc. p. 175 pl. 26 fig. 20
von Port Jackson.
Tornatina Hofmani und Brenchleyi Angas Proc. zool. soc.
p. 39 pl. 5 fig. 19, 20 von Port Jackson.
Fhilinldae. Philine Ossian-Sarsi Friele Nyt Magazin 23 fig.
19; Jahrb. D. Malak. Ges. IV. p. 264 aus der kalten Zone des atlant.
Oceans.
Monopleurobraiichiata.
Die Gattung Ancylus mit 30 Arten nimmt bei Reeve Concho-
logia iconica drei Tafeln ein.
Mörch gründete auf Ancylus Gussoni Costa ein neues Sub-
genus Allerya der Gattung Piliscus Loven, mit folgenden Charak-
teren: T. subovali, asymmetrica, latere dextro valde arcuato, majore
sinistro, subrecto,' minore, apice ad sinistrum, postico; nucleo spi-
rali incurvo, epidermide subcoriacea; impressio muscularis hippo-
crepiformis, angusta, antice utrinque impressione rotundata. Dazu
eine neue Art A. Krebsii von St. Thomas. Journal de Conchyl.
25. p. 210.
Etwas später erhob Monterosato dasselbe Thier zu einer ei-
genen Gattung, die er Scutulum nannte. Dieses Thier besitzt einen
platten Kopf ohne Tentakeln, eine Kiemeufeder wie Pleurobranchus
und hat einen Anhang oder eine Art Kiemendeckel, Der Name
Allerya hat die Priorität. Annali del Mus. di Geuova X. Mai.
(Nach der Kieme würde die Gattung in die Nähe von Pleurobran-
chus zu stellen sein. Ref.)
Pteropoda.
Der Abtheilung der Pteropoden ist eine besondere Mono-
graphie bei Reeve Conchologia iconica gewidmet. Abgebildet sind
19 Arten. Hyalaea, 3 Atlanta (die wunderlicher Weise auch hierher
gezählt werden), 4 Cleodora, 4 Balantium, 2 Triptera, 6 Creseis,
8 Spirialis und 2 Sinusigera d'Orb.
der Mollusken während des Jahres 1877. 211
Limaeina helicoides Jeffreys Annais nat. hist. 19 p. 338 von
Irland und dem Biscayschen Meerbusen.
Lamellibranchiata.
Bonnet hat sich eingehend mit dem Bau und den Circula-
tionsverhältnissen der Acalephenkiemen beschäftigt. Jede Kieme
hat eine obere und untere Fläche und einen freien Rand und
einen Insertionsran d. Ferner besteht jede. Kieme aus zwei am
freien Rande ineinander umbiegenden, am Insertionsrand etwas aus-
einander weichenden Kiemenlamellen oder Kiemenblättern,
deren gegen den F'uss gelegene die mediale, die gegen den Mantel
laterale genannt wird. Der Raum zwischen ihnen heisst Inter-
lamellarraum; ist er durch parallele Scheidewände in einzelne
Fächer getheilt, so heissen diese Kiemenfächer. Am Insertions-
rand verlaufen die grossen zu- und abführenden Gefässe, Sinus
branchialis afferens und efferens. Ist er sehr massig entwickelt, so
nennt ihn Verf. Kiementräger. Er vermeidet mit Milne Edwards
den Ausdruck Kiemen -Arterien und Kiemen -Venen , und nennt sie
einfach zu- und abführende Gefässe. — Es werden dann folgende
Arten ausführlich beschrieben: Area Noae, Mytilus edulis, Venus
Chione, Ostrea hippopus und edulis, Anodonta piscinalis, Unio mar-
garitifera, Pinna nobilis, Pecten jacobaeus. Morphologisches Jahr-
buch III. p. 283—327 und Tafel 14—16.
Flemming suchte in einem Aufsatz „Ueber Bindesubstanz
und Gefässwandung im Schwellgewebe der Muscheln" den Nachweis
zu liefern, dass der Widerspruch Kollmann's gegen seine Ansicht
vollkommen ungerechtfertigt sei. (Vergl. den Bericht von 1875
p. 86.) Archiv für mikrosk. Anatomie XIII. p. 818 mit Tafel 48 — 50.
Zwischen Kollmann und Flemming fand eine Debatte statt,
ob die Mollusken einen geschlossenen Kreislauf oder einen unter-
brochenen haben. Amtl. Ber. der 50. Naturf.-Versammlung.
H. V. Ihering lieferte einen Beitrag zur Kenntniss der Ei-
bildung bei den Muscheln, wobei er von Scrobicularia biperata
Schum. ausging. Zeitschr. für wiss. Zoologie 29 p. 1, Taf. I.
Pectiiiiformia.
Ostreacea. Moebius verfasste eine Schrift „Die Auster und
die Austernwirthschaft, Berlin 1877. 126 Seiten. Er fasst die wich-
tigsten Regeln in folgenden Sätzen zusammen: 1) Eine Austernbank
liefert auf die Dauer den meisten Nutzen , wenn sie stets einen er-
haltungsmässigen Stock volhvüchsiger Austern behält, der ihren
bioeönotischen Verhältnissen entspricht. 2) Wo es die Naturverhält-
212 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschiclite
nisse gestatten, kann die Ertragsfähigkeit einer Austernbank er-
höhet werden durch Verbesserung und Vergrösser ung des Ansatz -
grundes für die Austernschwärmlinge. 3) Den natürlichen Grund
suche man zu verbessern durch Beseitigung von Schlick und Pflan-
zen mittelst der Austernnetze und geeigneter Eggen, und durch Aus-
streuen von Austernschalen und Schalen anderer Muscheln. 4) Wo
es die Umstände gestatten, zerstöre man alle in die Austernnetze
gerathenden Thiere, welche Austern vertilgen oder ihnen Nahrung
wegnehmen. 5) Zu Gunsten der Austernesser ist es zweckmässig,
die Schonzeit bis zum 15. September oder bis zum 1. October zu
verlängern, damit die Austern nach der Abgabe ihrer Fortpflanzungs-
stoffe noch einige Zeit haben, sich wieder zu mästen, bevor sie auf
den Tisch gebracht werden. 6) Wenn die Austernbänke zum all-
gemeinen Nutzen der Staatsbevölkerungen und zum besonderen Vor-
theil der Küstenbewohner dauernd ertragfähig bleiben sollen, so darf
das jährliche Maass ihrer Befischung nicht nach den Ansprüchen
der Consumenten und nach der Höhe" der Austernpreise bestimmt
werden, sondern einzig und allein nach der Menge des Zuwachses.
7) Die Erhaltung der Austernbäuke gehört ebenso zu den x\ufgaben
des Staates, wie die Erhaltung der Waldungen.
Möbius erörterte in der Generalversammlung des Deutschen
Fischervereins am 16. März 1877 in Berlin die Frage: Was ist für
eine dauernd einträgliche Austernwirthschaft zu thun und zu lassen,
besonders an den deutschen Küsten? In der Nordsee künstliche Austern-
zucht, etwa innerhalb der Deiche anzulegen, hält er für unzweck-
mässig, da die Austern sehr theuer werden würden. Zu neuen Austern-
bänken gehören ausgedehntere Strecken des Wattenmeeres, die nicht
veränderlich sind, deren im Ganzen nur acht ausfindig gemacht
werden konnten; es ist zweifelhaft, ob die Austern daselbst wirklich
alle Bedingungen finden, um den Stamm einer neuen Bank zu bilden.
In der Ostsee Austernbänke anzulegen hält Verf. für unmöglich ; sie
ist für Austern zu kalt, nicht salzig genug und zu wenig bewegt.
Die schönen Hoffnungen, unsere Meeresküsten mit Austernbänken
umsäumt und Austern als Nahrungsmittel auf allen Tischen zu sehen,
müssen wir also aufgeben. Circular desDeutschenFischereivereinsl877.
Bally empfiehlt für die Austernzucht einen Ueberzug, an
welchem sich die jungen Austern befestigen, der an der Oberfläche
im Wasser immer mehr erhärtet, in dem unteren Theil dagegen
immer weicher wird, so dass die Austern sich leicht ablösen lassen,
ohne verletzt zu werden, und wodurch die Austern selbst mehr
Schutz und Festigkeit erlangen. Association frangaise pour l'avan-
cement des sciences. Nantes p. 812.
Pcctinea. Pecten puncticulatus, trißdus und vesiculosus Dunker
Malak. Bl. 24 p. 71 von Japan.
Referent legte wohl erhaltene Schalen von Spondybis picto-
der Mollusken während des Jahres 1877. 213
rum aus den Inca-Gräbern in Ancon vor. Sie kommen nicht lebend
an der Peruanischen Küste vor, sondern an Panama. Sitzungsber.
Niederrhein. Ges. in Bonn p. 158.
Plicatula cuneata und rugosa Dunker Malak. Bl. 24 p. 73 von
Japan.
Lima japonica Dunker Malak. Bl. 24 p. 70 von Japan.
Arcacea. Pectunculus fulguratus und vestitus Dunker Malak.
Bl. 24 p. 72 von Japan.
Naculidae. Nuciüa pusiUa Angas Proc. zool. soc. p. 177 pl.
26 fig. 26 von Port Jackson.
Leda ensicula Angas Proc. zool. soc. p. 177 pl. 26 fig. 27 von
Port Jackson.
linciniformia.
Aviculacea- G 1 i n z schilderte die Perlmuschel-Fischerei der an
Nordwestküste von Australien. Die Muscheln werden durch Taucher
gewonnen, und die daraus erhaltenen Perlen bilden nur 10 ^/^ des
Ertrages. Die Perlmuscheln liegen auf einem Riff von 1000 engl.
Meilen Länge. In der Saison vom September 1873 bis April 1874
sind an der Nordwestküste von Australien 305 Tonnen Perlmutter-
muscheln im Werthe von 67000 Pfund Sterling gewonnen worden.
Bericht über die Thätigkeit der St. Gallischen naturw. Gesellschaft
während des Vereinsjahres 1875 — 76 p. 165.
Isognomum flahellum Pagerstecher in Kossmanns Reise Moll,
p. 33 Fig. 20 aus dem Rothen Meere.
Mytilacea- Von der bereits im vorj. Berichte erwähnten Mo-
nographie des Mytilus edulis ist in ausgedehnter Form die erste
Abtheilung in den Annales des sciences naturelles . V. Article 1 mit
9 Tafeln erschienen. Auch hier sind die Abschnitte über die Mus-
culatur (p. 9—13), den Verdauungsapparat (p. 13—35), den Circu-
lationsapparat (p. 35 — 72), die Niere oder das Bojanussche Organ
(p. 72 — 90) und die Respirationsorgane (p. 90 — 118). Die Unter-
suchungen sind bis auf die feinsten Details durchgeführt. Am Ver-
dauungskanal unterscheidet er verschiedene Epithelien, die beson-
deren Functionen zu dienen scheinen. Das Circulationssystem be-
steht aus einem Herzen mit zwei Vorkammern, Arterien, Capillaren
mit eigenen Wänden und Venen meist, ohne Wände und lacunären
Capillaren; ferner einem Wassergefässsystem mit Oeffnung am freien
Ende des Fusses, von dem er meint, es nehme das Wasser tropfen-
weise aber fast beständig auf, um die Gefässe angefüllt und in
Spannung zu erhalten; endlich mit gefältelten Organen (Organes go-
dronnes), welche im Winkel zwischen Kieme und Mantel liegen, und
denen die Function von Respirationsorganen zugeschrieben wird.
Die zweite Abtheilung ist zu erwarten.
Tullberg, „Ueber die Byssus des Mytilus edulis." Nach
214 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
ihm wird die ganze Byssus von Drüsen abgesondert und in Formen
gegossen, die aus der Byssushöhle mit ihren Fächern und der Byssus-
rinne mit ihren Furchen gebildet werden. Die Byssusdrüsen sind
nicht nur an dem Fusse vorhanden, sondern umfassen eine Menge
drüsenartiger Organe, sowohl im Fusse als in den Wänden der
Byssushöhle. Nova Acta Reg. Soc. Upsal. Ser. III.
Najades. Rabl machte Bemerkungen über den Bau der Na-
jadenkieme an Unio pictorum, namentlich über die Anordnung des
Flimmerepithels an den Kiemenleistpn, über die chitinähnlichen Ver-
dickungen in und zwischen den einzelneu Kiemenleisten und über
das Bindegewebsnetz derKiemensepten. Jenaische Zeitschrift XI. p. 349.
Griesbach über den Bau des Bojanus'schen Organes der
Teichmuschel. Archiv für Naturgesch. p. 63 Tafel VI. u. VII.
Unio nipponensis v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 119 aus Japan. — U. fragüis und Ändersoniana Nevill
Journal Asiat. Soc. of Bengal 46 p. 39 aus Yunnan.
Anodonta lauta v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 117 aus Japan.
Astartidae. Myonia sinuata Angas Proc. zool. soc. p. 39 pl. 5
fig. 18 von Port Jackson.
Solemyidae. Die fünf Species der Gattung Solemya Lam. sind
in Reeve's Conchologia iconica auf einer Tafel abgebildet.
Laseidae. KelUa solida Angas Proc. zool. soc. p. 176 pl. 26
fig. 25 von Port Jackson.
Montacuta (?) Vöringi Friele Nyt raagazin 23. p. 1 von Sogne-
fjord; Jahrb. d. D. malak. Ges. IV. p. 257.
Lucinacea. Lucina (CodaJäa) quadrata Angas Proc. zool. soc.
p. 176 pl. 26 fig. 24 von Port Jackson.
Teneriforiuia.
Oardiacea. Cardium Burchardti Dunker Malak. Bl. 24 p. 67 von
Japan. — C. pyramidatum, Baeri, longipes, Barbot-de-Marnii Grimm
Kaspisches Meer 1. c. p. 16 pl. 8 fig. 1, 2, 3, 5.
Gycladea. Clessin, welcher für Küster's Conchyliencabinet
die Familie der Cycladeen zu bearbeiten übernommen hat, beendete
die Gattung Pisidium in der 257. Lieferung mit der 40. bis 57. Art,
worunter drei neue; führte Sphaerium von der 1. bis zur 28. Art
mit 6 neuen Arten, die Gattung Cyrena bis zur 38. Art mit 1 neuen
Art, Corbicula bis zur 49. Art, von denen nicht weniger als 11 als
neu beschrieben sind, deren Gültigkeit der Herr Verf. verantworten mag.
Die Gattung Sphaerium Scopoli enthält bei Reeve Conchologie
iconica 47 Species auf 5 Täfeln.
Cyclas lusitanica Morelet Journ. de Conchyl. 25 p. 258 aus
Portugal.
der Mollusken während des Jahres 1877. 215
Sphaerium ohlongum (rivalis Dupuy), Sandbergeri von Würz-
burg", ohense aus Sibirien, fragile von Vegesack, Dickinii Frankfurt,
nitidum Sibirien Clessin in Küster's Conchyliencabinet.
Pisidium suhmcrsum aus dem Starnbergersee, prolongatum und
conventus aus dem Wallenstädtersee Clessin Malak. Bl. p. 179 Taf. 3
Fig. 6, 7 und 5. — P. Mighelsianum Nordamerika, d^Orhigiiyi Süd-
amerika, ovatum Schwarzwald Clessin in Küster's Conchyliencabinet.
Die Gattung Velorita Gray mit zwei Arten ist bei Reeve
Conchologia iconica auf einer Tafel abgebildet.
Corhicula straminea und biformis Reinhardt Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p 70. — G. viridis, Maltzaniana und
crrtssrt sind von Clessin in Küster's Conchyliencabinet Lief. 263 ohne
Vaterlandsangabe, Heuglini aus Aegypten, rivina aus Australien;
senegalensis und meridionalis aus dem Senegal, rostrata und viridnla
unbekannten Fundortes, indica aus Ostindien, alba aus dem weissen
Nil Lief. 167 als neue Arten aufgestellt. — C. Yunnanensis Nevill
Journal Asiat. Soc. of Bengal 46 p. 40 aus Yunnan.
Die Anzahl der Arten der Gattung Cyrena ist bei Reeve Con-
chologica iconica auf 114 gebracht, welche 19 Tafeln einnehmen.
Cyrena transversa, v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 120 aus Japan. — G. alabamensis Clessin bei Küster
Conchyliencabinet p. 114 aus Alabama.
Veneracea. Rupellaria amplectens Tapparone Canefri Atti Mus.
civico di Genova VII. p. 1032 von Arn.
Tapes Greeffei Dunker Malak. Bl, 24 p. 73 von Japan.
Gytherea Sophiae Angas Proc. zool. soc. p. 176 pl. 26 fig. 23
von Botany Bay.
Dosinia orbiculata Dunkec Malak. Bl. 24. p. 69 von Japan.
Tellinacea. Bonax aemulus Edgar Smith Proc, zool. soc. p. 721
pl. 75 fig. 23 — 25 von der Mündung des Macusi River, bei Quili-
nane. — D. semigranosa Dunker Malak. Bl. 24. p. 68 von Japan.
Donacilla picta Dunker Malak. Bl. 24. p. 68 von Japan.
Ervilia australis Angas Proc. zool. soc. p. 175. pl. 26 fig. 21
von Port Jaökson.
Mysella n, gen. Angas Proc. zool. soc. p. 176. Schale klein,
dünn, gleich schalig, ungleichseitig, quadratisch keilförmig, concen-
trisch gestreift; Schloss mit einer kleinen dreieckigen inneren Liga-
mentgrube, neben ihr ein einzelner kleiner divergirender, subcircu-
lärer, flacher Schlosszahn in einer Schale, und zwei dünne kurze
horizontale Seitenfortsätze Inder anderen Schale; keine Mantelbucht.
M. anomala pl. 26 fig. 22 vom Port Jackson.
Mactracea. Trigonella Grossei Dunker Malak. Bl. 24. p. 74
von Japan.
216 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Pholadiforiiiia.
Anatinacea. Die Gattung Mytilimeria hat bei Reeve Concho-
logia iconica 7 Species auf einer Tafel. i,
Pandora (Kennertia) grandis Dali Proc. California Acad. 1877.
March von Unalaschka bis Puget Sound.
Myacea. Die Gattung Mya ist bei Reeve Conchologia iconica
mit 13 Arten auf 3 Tafein abgehandelt. j..
Saxicavacea. Die Monographie der Gattung Saxicava ist bei
Reeve in 14 Arten auf zwei Tafeln dargestellt.,
Solenacea. Cultellus (Ensiculus) PhiUppianus Dunker Malak.
Bl. 24 p. 68 von Japan.
Gastrochaenidae. Die Gattung Gastrochaena Lam. mit 29 Arten
fällt bei Reeve Conchologia iconica 4 Tafeln. Ebenso ist daselbst
die Gattung Fistulana Lam. mit 3 Arten auf einer Tafel dargestellt.
Barrois theilte seine Beobachtungen über die Entwickelung
der Pholaden mit. Die Larven schlüpfen mit Schale und Velum
aus dem Ei; dann bildet sich am Schloss ein Haken und die ver-
schiedenen Organe, Nervensystem, Leber, Kiemen, treten auf; später
bildet sich ein System von Zähnelangen um die primitive Schale.
Die Eigenthümlichkeit der inneren Entwickelung besteht im primi-
tiven Zustande des Mesoderms, gebildet durch eine dicke Masse unter
dem Velum, die beiden Darmöffnungeu trennend, und in der Form
der Körperhöhle, die zu einer einzigen geräumigen Partie am Rücken
reducirt ist. Die Mund- und AfteröfFnung sind lange sehr genähert;
der Fuss bildet sich ausserordentlich spät. Daran knüpfte sich eine
Discussion über die Verwandtschaft der Mollusken mit den Würmern.
Association frangaise ct. Revue scientifique VII. p. 302.
Barnea Beccarü Tapparone Canefri Atti Mus. civico di Genova
Vn. p. 1032 von Kei Bandan.
Die Gattungen Xylophaga Turt. mit 2 Arten und NaveaGray
mit 1 Art nehmen bei Reeve Conchologia iconica gemeinschaftlich
eine Tafel ein.
Die Gattung Kuphus ist bei Reeve Conchologia iconica mit
zwei Arten auf einer Tafel dargestellt.
Die Gattung Teredo ist bei Reeve Conchologia iconica auf
4 Tafeln mit 19 Arten abgehandelt.
Brachiopoda.
Herouard schreibt den Mundarmen der Brachiopoden ausser
der Athmung auch die Function zu, Strömungen im Wasser zu er-
zeugen, um dem Munde die Nahrung zuzuführen. King theilt die
der Mollusken während des Jahres 1877. 217
Brachiopoden in Tretenterata mit nicht articulirten Schalen und mit
After (Lingula, Discina) und in Clistenterata mit articulirten Schalen
und ohne After (Terebratula, Spirifer ct.). Die ersteren stehen
physiologisch höher als die letzteren. Verf. unterscheidet zwei
Gruppen: bei den einen haben die Mundarme ihre Cirrhen vor dem
Munde gegenübergestellt, sie bringen einen Strudel hervor, Lingula,
Crania, Rhynchonella, Thecidia, bei den andern kein Strudel, Tere-
bratula, Morrisia, Argiope. Journ. de Conchyl. 25 p. 229.
Dali verf..sste einen Index aller Namen, welche für die Unter-
abtheilungen der Brachiopoden in Anwendung gebracht worden sind.
Bei jedem Namen ist das Citat angegeben und die Familie, wohin
er gehört. Anhänglich folgt dann eine systematische Liste der Ge-
nera mit Synonymen, und eine Tabelle für die geologische Ver-
breitung der Hauptgruppen der Brachiopoden. Bulletin of the United
States National Museum No. 8. Washington 1877.
Dali berichtete über die Brachiopoden von Alaska und den
benachbarten Küsten des nordwestlichen Amerika, in Scientific re-
sults of the exploration of Alaska p. 45. Er verzeichnet 1 Tere-
bratulina, 3 Terebratella, 1 Laqueus, 1 Megerlia, 2 Magasella, wovon
M. radiata neu, 1 Rhynchonella, 1 Glottidea. Fünf Arten bezeich-
net er als irrthümlich der Nordwestküste Amerikas zugeschrieben.
Verf. stellt dann eine interessante Vergleichung zw^ischen den Arten
der Gattung Magasella mit denen von Terebratella an, die in sehr
ähnlichen analogen Formen an demselben Fundorte vorkommen.
Seiner Ausführung hier zu folgen, verbietet uns der Raum.
Tunicata.
Ascidlae. Hartmann hat Mittheilungen über die Anatomie
von Ascidia mentula gemacht, nach Untersuchungen an Thieren bei
Gäsö im Bohuslän-Skärgärd im August 1876. Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 208.
Giard setzte die Resultate seiner Untersuchungen über die
Embryologie der Ascidien, namentlich der Molgula socialis, ausein-
ander. Kurze Notiz. Association frauQaise pour l'avancement des
Sciences, Nantes p. 799.
Salpae. Salensky veröffentlichte eine Abhandlung über die
Knospung der Salpen im Morphologischen Jahrbuch HI. p. 549. Er
kritisirt zunächst die Arbeiten der früheren Autoren, beschreibt
dann den Bau des Keimstockes und die ersten Entwickelungsvor-
gänge in demselben unter Benutzung der Schnittmethode, schildert
dann die Entwicklung des Salpenkörpers am Keimstocke, und ver-
gleicht endlich die erhaltenen Thatsachen mit den analogen Er-
scheinungen anderer Abtheilungen, namentlich der Ascidien. Die
0*
218 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte etc.
Abhandlung hat einen so reichen Inhalt, dass ein Auszug an diesem
Orte zu weit führen würde. Nur soviel sei erwähnt, dass er die
Entwickelung der Salpen als eine Verkürzung der Entwickelung der
Ascidien betrachtet,
Salensky machte weitere Mittheilungen über die Entwickelung
der Salpen in der Versammlung russischer Naturforscher in Warschau
im Septbr. 1876, deren Protocolle in der Zeitschr. für wiss. Zoo-
logie 28 p. 396 mitgetheilt sind. Verf. stellte seine Untersuchungen
an den Keimstöcken von Salpa africana, S. democratica und S. pinnata
an. Er gelangt zu folgenden Schlüssen: 1) In dem ganz jungen
Keimstocke der vereinzelten Salpen kann man bereits die gesonderten
Anlagen der Organe der künftigen Salpenkette unterscheiden. 2) Die
Anlagen der Organe im Keimstocke theilen sich in drei Gruppen,
welche den drei embryonalen Blättern anderer Thiere und zwar dem
Ectoderm, Mesoderm und Entoderm homolog sind. 3) Die Organe
der jungen Salpen bilden sich nicht, wie Kowalewsky annimmt, aus
entsprechenden Organen des Mutterthieres, sondern die Blätter des
Keimstockes gehn aus den Producten der embryonalen Blätter des
mütterlichen Organismus hervor. Das Ectoderm des Keimstockes
bildet sich nämlich aus dem Ectoderm oder dem äusseren Keimblatt
des Mutterthieres; das Mesoderm des Keimstockes aus den peri-
cardialen Röhren d. h. den Producten des mütterlichen Mesoderms;
das Entoderm endlich entsteht aus dem Elaeoblast, also aus einem
Product des mütterlichen Entoderms.
Langerhans hat in der Bai von Funchal die Anatomie der
Appendicularien studirt. Die Muskelplatten zeigen, dass der Appen-
dicularien-Schwanz aus 10 Segmenten besteht. Die Nervenpaare,
welche diese Muskeln versorgen, sind eben ^ viele Paare von Spinal-
nerven. Eine auffallende Abweichung vom Vertebratentypus zeigt
sich darin, dass die Ganglien des caudalen Rückenmarkes und die
von ihnen entspringenden Nerven der Segmentaltheilung nicht folgen,
wenigstens nicht beim erwachsenen Thiere- Dagegen ist in der
Plattenstructur der Muskeln eine grosse und bedeutsame üeberein-
stimmung mit Amphioxus und den Cyclostomen gegeben. Verf. sieht
somit in diesen Beobachtungen eine neue Stütze für die nahe Ver-
wandtschaft zwischen den Tunicaten und den niederen Wirbelthier-
formen. Berliner Monatsber. p. 561.
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im
GeMete der Arthropoden während der
Jahre 1877—78.
Von
Dr, Philipp Bertkan
in Bonn.
Durch widerwärtige Umstände verzögerte sich das
Erseheinen des letzten Berichtes bis gegen Ende vorigen
Jahres, wo bereits ein baldiger Bericht über 1878 wün-
schenswerth war. Ich entschloss mich daher, entgegen
meiner früheren Absicht, nochmals 2 Jahre zusammenzu-
fassen, allerdings mit dem Bewusstsein, dass von der aus-
wärtigen, besonders amerikanischen Litteratur, manche
Schriften unberücksichtigt bleiben mussten, weil sie hier
noch nicht aufzutreiben waren. Immerhin aber glaube ich
besser zu thun, im nächsten Bericht das Versäumte nach-
zuholen, als mit dem Druck des gegenwärtigen noch länger
zu warten. Allen den CoUegen, die mir durch Zusendung
von Separatis die schwierige Arbeit erleichtert haben und
denen ich noch nicht speciell gedankt habe, spreche ich
hiermit meinen Dank aus; ebenso denjenigen, die mich
auf UnVollständigkeiten in meinen früheren Berichten auf-
merksam gemacht haben. Doch kann ich die Bemerkung
nicht unterdrücken, dass mein Dank noch viel gerechtfer-
tigter sein würde, wenn dieselben mir Gelegenheit gegeben
hätten, die Lücke nicht entstehen zu lassen und erlaube
mir daher hier nochmals die bereits früher ausgesprochene
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. P
220 Bertkau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Bitte zu wiederholen, micli durcli Zusendung von Separat-
abdrücken, die ich auf Wunsch baldigst zurückstellen
werde, zu unterstützen.
So gerne ich auch diesen Bericht möglichst brauch-
bar machen und den Wünschen der Entomologen insbeson-
dere entsprechend einrichten möchte, so konnten doch
einige theils privatim, theils öffentlich geäusserte Wünsche,
durch deren Erfüllung die Gleichförmigkeit des gesammten
Jahresberichtes in diesem Archiv gestört worden wäre,
keine Berücksichtigung finden.
Economic Entomology by Andrew Murray.
Aptera. Nach einer Notiz zu Anfang dieses Bandes soll
er der erste sein in einer Reihe von Handbüchern, die
dem (grossen) Publikum als Führer in den Sammlungen des
South Kensington Museum dienen sollen. Behandelt sind
die Onisciden von den Crustaceen; die Myriapoden, Arach-
niden, und von Insekten die ungeflügelten.
Die Schmarotzer des Thierreichs. Von P. J.
Van Beneden, Intern. Wissensch. Bibliothek, XVIII. Bd.,
enthalten in populärer Darstellung manches auf die Arthro-
poden bezügliche.
W. M. Schoyen. De i Hosene skadeligste Insekter
og Midder etc., Kristiania 1876. 12» pp. I— VIII, 1—102,
Taf. I— IV.
A. Günther theilt einen Account of the Zoolo-
gical Collection made during the visit of H. M.
S. „Peterel" to the Galapagos Islands mit (Proc.
Zool. Soc. London 1877), der von Seite 73 an von den
Arthropoden handelt. Die Crustaceen sind von Miers,
Myriapoden, Arachniden, Lepidoptera, Orthoptera und
Rhynchota von Butler, Coleoptera von C. Waterhouse,
Hymenoptera und Diptera von F. Smith, Odonata von
Mc. Lachlan bearbeitet. Besonders interessante Formen
sind nicht darunter.
Die Argentinische Republik..., bearbeitet von
Richard Napp, Buenos Aires 1876, enthält auf S. 172—186
eine kurze Darstellung der Argentinischen Arthropodenfauna
von H. Weyenbergh. Viel darüber zu sagen ist nicht;
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 221
die Behandlung ist etwas nachlässig, indem allgemein be-
kannte Gattungen unter fremden Familien aufgeführt werden,
so die bombardierenden Brachini unter den Pselaphiden;
Lycus, Telephorus, Dasytes, Lampyris unter den Elateriden;
eine Mantispide unter den Perliden, und diese selbst unter
den Neuropteren; ein ganzes Heer von (schmarotzenden)
Arachniden (Gamasidae, Ixodidae, Tetranychus, Demode-
cidae, Linguatulina) unter den Diptera. .
Dr. F. C. Noll behandelt einige dem Eheinthale
von Bingen bis Coblenz eigenthümliche Pflanzen
und Thiere mit Rücksicht auf ihre Verbreitung
^ind die Art ihrer Einwanderung; Jahresber. Ver. f.
Geogr. und Statistik. Frankf. a. Main 1878. Auf S. 45 ff.
(des Separatabdr.) werden die Insekten behandelt; aus-
führlicher: Asida sabulosa, Otiorhynchus scabripennis;
Limenitis Camilla, Syrichthus Lavaterae, Aglaope infausta,
Agrotis multangula, sagittifera, Ammoconia vetula, Cloantha
Hyperici, Pol3^phaenis sericata var. prospicua Borkh.,
Stilbia anomala, Gnophos glaucinaria, Acidalia trigeminata,
subsericeata, degeneraria, Scoparia valerialis, Tinea parie-
tella, Thecla Acaciae, Syntomis Phegea, Polia xanthomista,
Gnophos furvata, Acidalia moniliata, Fidonia famula, Seli-
dosema plumaria; Ascalaphus meridionalis; Prosopistoma
punctifrons; Harpactor iracundus var. cruentus, haemor-
rho'idalis.
lieber Ungarns Arthropodenfauna enthalten die
Magy. Tud. Akad. math. es term. Közl. einige Zusammen-
stellungen. XIII. p. 285 ff. (Data ad Faunam Hungariae
meridionalis comitatuum Temes et Krassö, von J. Fri-
valdszky; XIV. (Bihar- es Hajdum eguek härtga-, ket-,
reczes-, egyenes- 6s felröpüi, von A. Mocsäry), XV,
p. 223 ff. (Data ad Faunum Hungariae septemtrionalis
comitatuum Zölyom et Liptö von A. Möcsary.)
Der Jahresbericht naturf. Ges. Graubündens, XXI.
Jahrg., enthält auf S. 127 ff. eine Aufzählung der die
Bündener Insekten und Arachniden behandelnden Literatur.
Giebel verzeichnet die von ihm bei Pontresina
beobachteten Thiere; Zeitschr. ges. Naturw. 1877. IL
p. 207 ff.
222 Berfkan: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
AI. Becker berichtet über die auf einer ßeise
nach Krasnowodsk und Daghestan beobachteten
Pflanzen und Thiere, über die Arthropoden aber leider
(mit Ausnahme der Käfer und Schmetterlinge) so ungenau,
dass man wenig mit den Angaben machen kann. Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. I. p. 109 ff.
Die von Dr. 0. Schneider herausgegebenen, von
der naturwissensch. Gesellsch. Isis veröffentlichten Na-
turw. Beiträge zurKenntniss der Kaukasusländer
(Dresden, 1878, Burdach'sche Hofbuchhandl.) enthalten
einige Angaben über die Arthropodenfauna genannter Län-
der (Crustaceen, Arachniden, Hemipteren, Orthopteren und
Neuropteren, Dipteren und Hymenopteren). Doch sind nur
die Hemipteren ausgiebig genug gesammelt, um ein halb-
wegs deutliches Bild der Fauna dieser Länder zu geben;
die Käfer sind für sich in den Verh. naturf. Ver. Brunn.
XVL p. 3 ff. abgehandelt; s. unten.
Beiträge zur Kenntniss der Arthropodenfauna der
Duke-of-York Insel finden sich in den Proc. Zool. Soc.
London 1877, p. 133 ff.
L. Koch beschreibt Japanesische Arachniden
und Myriapoden. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII,
p. 735 ff. Taf. XV und XVI. Bei den Arachniden werden
einige neue Gattungen aufgestellt, im Allgemeinen sind aber
die japanesischen Formen mit den europäischen verwandt,
wie das auch schon anderweitig bekannt war.
A. S. Packard macht eine vorläufige Mittheilung
über die von der Polarisexpedition mitgebrachten Arthro-
poden. Amer. Natur. XL p. 51 f. Es waren dies von
Hymenopteren Bombus Kirbyellus, auf dessen Körper ein
Gamasus sass, und Microgaster Haliii; von Lepidopteren
Laria Rossii, die aus dem Ei erzogen wurde, Anarta
Richardsoni, Glaucopteryx sabiniaria; von Mallophagen
3 Arten; eine neue Isotoma-Art; eine Tachina, die in
Laria schmarotzt; 4 Arachniden; von Süsswassercrustaceen
Daphnia rectispina und Branchinecta groenlandica.
Einige Bemerkungen höchst allgemeiner und unbe-
stimmter Natur über die Fauna Islands macht Ph. de
Eougemont im Bull. Soc. Sc. Nat. Neuchatel XL 1. p. 189.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 223
Von F. A. Forel folgt die 4. Serie der Materiaux
pour servir ä l'^tude de la Faune profonde du
Lac Lern an; Bull. Soc. Vaud. Sc. Nat. XV. Nr. 80.
p. 497 ff. Es werden darin eine neue Hydrachnide (Cam-
pognatha Schnetzleri) , 2 neue Ostracoden (einer neuen
Gattung, Acantliopus (!) angehörig), und eine neue Moina
beschrieben, sowie die im Genfer See bisher gefundenen (16)
Entomostraka aufgezählt und mit Bemerkungen versehen.
A. Weismann. Das Thierleben im Bodensee.
Lindau 1877. Ist mir nur durch das kurze Referat im
Zool. Garten 1877 p. 343 bekannt geworden.
Ph. de Rougemont. Etüde sur la Faune des
eaux privees de lumiere. Paris 1876, (4^ mit 5 Taf.)
Habe ich nicht gesehen. Handelt nach dem Citat Hum-
berts von Niphargus puteanus, Asellus Siboldii und einer
Hydrobia-art.
Cope fand beim Besuch der Nickajack-Höhle
bei Chattonooga in deren Innerm einen blinden Astaciden,
mehrere kleinere Crustaceen, einige derselben Caecidotaea
nahe stehend; einen Myriapoden (Spirostrephon cavernarum),
eine Spinne mit Augen, eine Rhaphidophora u. s. w. Amer.
Natur. 1878. p. 65.
G. Haller liefert kleinere Bruchstücke zur
vergleichenden Anatomie der Arthropoden; dies.
Archiv 1878. I. p. 91 ff. nebst Taf. IL Es ist gewiss nur
anzuerkennen, wenn der Naturforscher seinen Wissensdrang
nicht nur aus Büchern, sondern auch durch Forschen in
der lebenden Natur befriedigt; hat er sich auf diese Weise
belehrt, so braucht er dann das, was er gelernt hat, doch
nicht auch sofort durch Druck vervielfältigt dem übrigen
Publikum zur Belehrung anzubieten, das z. Th. dasselbe
schon viel vollkommener weiss. Diesen Gedanken und ein
Bedauern kann ich bei dieser Gelegenheit nicht unter-
drücken, da die von Hai 1er behandelten Themata in viel
vollständigerer und richtigerer Weise bereits bearbeitet
sind; es sind dies: das Athmungsorgan der Stech-
mücken larven; die Chitinorgane an der Saugplatte
der Vorderfüsse bei den Dytiscus-männchen; einiges
über Polyxenus lagurus.
224 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft! . Leistungen
Biedermann bestätigt den schon bekannten Unter-
schied in der Zusammensetzung des Insektenmuskels
von dem Wirbelthiermuskel, indem bei ersterem jede
einzelne Primitivfibrille von interfibrillärer Substanz um-
geben ist, so dass jedes sog. Cohnheim'sche Feld dem
Querschnitt einer Fibrille entspricht. Die Muskeln von
Astacus fluviatilis verhalten sich dagegen wie die der
Wirbelthiere, indem erst eine Anzahl von Fibrillen eine
Columna muscularis bilden. (Zur Lehre vom Bau der
quergestreiften Muskelfaser. Sitzungsber. Kais. Ak. Wis-
sensch. Wien. Math.-Naturw. Classe. Dritte Abth. LXXIV.
p. 49 ff.)
G. Fr. Tursini. Un primo passo nella ricerca
dell' assorbimento intestinale degli Artropodi.
Rend. d. R. Ac. d. Sc. fis. e matemat. d. Napoli. 1877.
XVI. p. 95 ff. Die Untersuchungen erstrecken sich auf
Maja, Dromia, Scyllarus, Palinurus; Pimelia, Scaurus,
Cetonia und Blatta. Nach Tursini ist der ganze Darm in
seinem Innern mit einer Chitinhaut ausgekleidet, auch im
Magen, wo sie nur wegen ihrer geringen Dicke tibersehen
sei. Die Chitinhaare, welche den ausführlich beschriebenen
Kaumagen (von Dromia, Scyllarus und Maja) auskleiden,
sind hohl und mit einer Fettemulsion erfüllt. Bei einer
mit Fuchsin gefütterten Pimelia zeigten sich die Malpighi'-
schen Gefässe roth gefärbt. Bei Krebsen, denen (durch
Indigo, Karmin, Kohle) gefärbtes Wasser oder (mit An-
chusa-Roth tingirtes) Oel eingegeben war, fand sich das
Karmin in Herz und Kiemen, und Indigo- oder Kohlen-
partikelchen oder Oeltröpfchen in dem Hohlräume der
Haare des Vorderdarms vor, woraus Tursini auf eine den
Darmzotten der Wirbelthiere vergleichbare resorbierende
Thätigkeit der genannten Chitinborsten schliesst.
Zur Morphologie des Tracheensystems. Von
Dr. J. A. Palmen. Leipzig, W. Engelmann. 1877. Der
Verfasser hat sich in dieser Schrift (146 S. mit 2 litho-
graphirten Tafeln) wesentlich folgende Fragen zur Beant-
wortung vorgelegt: Ist das geschlossene Tracheensystem
phylogenetisch als Vorläufer des geöffneten zu betrachten
und geht seine Oeffnung ontogenetisch durch Abwerfen der
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 225
Kiementracheen vor sich? Wie hat man sich überhaupt
das Auftreten der Tracheen phylogenetisch zu denken?
Die erste Frage ist vom Verfasser in durchaus allseitig
befriedigender Weise gelöst worden und auch zur Lösung
der zweiten Frage sind höchst beachtenswerthe Versuche
gemacht, wenn auch vielleicht das empirische Material eine
Entscheidung mit der Sicherheit, wie bei der ersten Frage
noch nicht möglich macht. Bekanntlich finden sich ge-
schlossene Tracheensysteme bei den Larven der Orthoptera
amphibiotica, die man aus verschiedenen Gründen als die
ältesten Insekten ansah. Da nun einige dieser Larven
Kiementracheen besitzen, die bei der Verwandlung abge-
worfen werden, so nahm man vielfach (z. B. Gegenbaur)
an, dass die Stellen, an denen die in die Kiementracheen
eintretenden Tracheenäste beim Abwerfen der ersteren ab-
reissen mussten, als Löcher zurückblieben und so die
Stigmen bildeten; nebenher glaubte man dann auch noch
in den Kiementracheen Homologa der Flügel sehen zu
können und nahm die Entwickelung der letzteren aus ersteren
an. Palmen weist nun für die Hauptgruppen der Amphi-
biotica (Ephemeriden, Perliden, Libelluliden) nach, dass die
Tracheenkiemen und Stigmen einander weder der Lage
noch der Zahl nach entsprechen, also auch keine gene-
tischen Beziehungen zu einander haben können. Die
Ephemeriden sind nach Palmen überhaupt die einzigen
Amphibiotica, die bei der Verwandlung in das vollkom-
mene Insekt (resp. Subimago) die Tracheenkiemen abwerfen,
während bei den Perliden das von Newport und nachher
von Gerstäcker beobachtete und als Ausnahmefall an-
gesehene Bestehenbleiben derselben bei der Imago Regel
ist ; nur schrumpfen dieselben bei dieser gewöhnlich so ein
und werden zwischen die Körperringe so versteckt, dass
äusserlich von ihnen nichts mehr sichtbar bleibt. Können
somit bei den letzterwähnten Formen die Tracheenkie-
men das bis dahin geschlossene Tracheensystem beim
Uebergang des Insektes in das Iraagostadium aus dem
Grunde nicht öffnen, weil sie überhaupt nicht abfallen,
so muss die Oeffnung auf eine andere Weise geschehen
und zwar auf folgende. Die Längsstämme der Tracheen
226 Bertkau: Beriebt üb. d. wissenschaftl. Leistungen
sind durch je 10 solide Fäden (Verbindimgsstränge) mit dem
Körperintegumente verbunden und zwar die chitinogene
Matrix der Tracheen durch einen Strang eben solcher
Zellen mit der sog. Hypodermis. Jeder dieser Stränge hat
ebenfalls nach innen einen Chitinstab abgesondert, aber im
Gegensatz zu dem hohlen Tracheenrohr einen soliden, der
sich einerseits an die Chitinintima der Tracheen, anderer-
seits an die Chitinhaut des Körperinteguments anfügt.
Vor jeder Häutung nun hebt sich die chitinogene Matrix
von Tracheen, Verbindungsstrang und Körperhaut etwas
ab und bildet eine neue Chitinhaut, die also die alte um-
gibt; die alten Tracheenlängsstämme zerreissen dann nahe
an dem Ursprung der 10 Verbindungsstränge, im regel-
mässigen Verlaufe also in 10 Stücke, und bei der Häutung
wird jedes dieser Stücke sammt den davon ausgehenden
Zweigen durch Vermittlung des Chitinstabes des Verbin-
dungsstranges durch das momentan in der Matrix des Ver-
bindungsstranges entstehende Rohr herausgezogen; die
Bruchstücke der Längsstämme mit ihren Verzweigungen
bleiben demnach an den Exuvien durch Vermittelung der
erwähnten soliden Chitinstäbe hängen. Momentan entsteht
in den Verbindungssträngen durch das Hindurchziehen der
Tracheen ein Lumen und in der Körperwand eine Oeffnung;
beide schliessen sich aber sofort wieder, selbst wenn der
Vorgang der Häutung wie bei Cloeon über 20 Mal wieder-
holt wird. Erst bei der Häutung, wodurch die Larve in
das Stadium der Subimago (Ephemeriden) oder Imago
übergeht, welche Häutung bekanntlich in der Luft vor sich
geht, tritt eine Aenderung ein, indem jetzt jene Oeffnungen
und Röhren offen bleiben, erstere als Stigmen, letztere als
die von den Stigmen zu den Längsstämmen führenden
Verbindungsröhren. Da nun 10 Verbindungsstränge jeder-
seits am Vorderrande des 2. — 11. Segmentes (excl. Kopfes)
sich befanden, so ist auch 10 die Zahl der Stigmenpaare,
welche den erwähnten Insekten normal zukommt, und
zwar je ein am Meso- und Metathorax und den 8 ersten
Hinterleibssegmenten. Da ferner die Weite der Oeffnung
durch die Menge der durch dieselbe hindurchgezogenen
Tracheen bedingt ist, so haben diejenigen Stigmen die
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 227
grösste Weite, in deren Bezirk die Verzweigung der
Längsstämme den höchsten Grad erreicht hatte, im Allge-
meinen also die Bruststigmeu. Aehnlich oder mit geringen
Abweichungen verhalten sich die Larven der Neuroptera
mit geschlossenem Tracheensystem, d. h. die Trichoptera
(excl. Enoicyla?) und Sialis und Sisyra unter den einhei-
mischen Planipennia. Wo bei den ersteren Kiementracheen
vorhanden sind, da gehen sie wahrscheinlich bei der Imago
ein; jedenfalls geht durch sie nicht die Oeffnung des
Tracheensystems vor sich, sondern auf dieselbe Weise
durch bei den Larven schon vorgebildete Verbindungs-
stränge wie bei den Ephemeriden u. s. w. Bei Sialis ist
eine grössere Abweichung zu bemerken. Bei der Verpup-
pung ziehen sich nämlich die federförmigen,. gegliederten
Kiementracheen aus der umhüllenden Haut, die leer übrig
bleibt, zurück und schrumpfen ganz zusammen, so dass sie
sich an der Puppe und Imago nicht wieder ausbreiten
lassen; aber bereits bei den Verwandlungen der Puppe,
die bekanntlich im feuchten Erdboden vor sich geht, bleiben
die durch das Hindurchziehen der alten Tracheen gebil-
deten Oeifnungen in den Verbindungssträngen und an de
Körperoberfläche an den Hinterleibssegmenten geöffnet, d. h.
sie werden Stigmen; nur die thorakalen bleiben vorläufig
geschlossen und öffnen sich beim Ausschlüpfen der Imago.
* Unter den Dipteren kommt ein geschlossenes Tracheen-
system bei den Larven einiger Nematocera vor, z. B. bei
Corethra. Auch hier gelang es Palmen die von Weis-
mann übersehenen Verbindungsstränge an denselben 10
Segmenten nachzuweisen, wie bei den vorhin besprochenen
Ordnungen. (Die von Weis mann „Stigmenkiemen" ge-
nannten Organe an der Puppe dieser Mücke sind nach
Palmen einfache Tracheenkiemen und ganz mit den Pro-
thorakalhörnern der übrigen Müctenpuppen identisch; sie
können schon deshalb nicht direkt Luft in ihre Tracheen
aufnehmen, weil sie eben kein Stigma besitzen.) lieber
die Larven der übrigen Insektenordnungen mit geschlos-
senem Tracheensystem hat Palm 6 n keine eigenen Unter-
suchungen angestellt.
Aus diesem Verhalten ist der Schluss zu ziehen,
228 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
dass diese 10 Paar Fäden, die die Längsstämme des ge-
schlossenen Tracheensystems mit der Körperwand ver-
binden, angelegte, aber während des Larven-
lebens nicht zur vollständigen Entwickelung ge-
langte Tracheenäste, und zwar die Stigmenäste
sind. Da nun nicht denkbar ist, dass sie als Rudimente
angelegt, als solche in der Phylogenie erworben sind, so
bleibt nur die Annahme übrig, dass sie zu Rudimenten
geworden sind, eben aus funktionierenden Tracheen-
(und zwar den Stigmen-) ästen. Die jetzt mit einem ge-
schlossenen Tracheensystem versehenen Larven haben also
früher offene Stigmenäste gehabt, d. h. das geschlossene
Tracheensystem hat sich aus dem geöffneten entwickelt.
Veranlasst wurde der Verschluss der bis dahin geöffneten
Stigmen und das Obliterieren der Stigmenäste durch den
Aufenthalt im flüssigen Medium (Wasser; Blut bei schma-
rotzenden Hymenopteren), w^ährend compensatorisch dafür
eine Vergrösserung der respirierenden Körperoberfläche in
Gestalt der Tracheenkiemen auftrat; die letzteren sind keine
morphologischen Homologa in den verschiedenen Insekten-
ordnungen und Familien, sondern nur Analoga, Der sich
nicht schliessende Theil des Tracheensystems füllte sich
mit einem vom Organismus selbst ausgeschiedenen Gase
(Kohlensäure?).
Zwischen den Larven mit vollständig geschlossenem
Tracheensystem (apneustischen) und solchen mit durch 10
Stigmen geöffnetem (holopneustischen) gibt es eine ganze
Menge, bei denen nur ein Theil der Stigmen des vollkom-
menen Insektes geöffnet ist (hemipneustische). Gewöhnlich
ist das letzte oder vorderste Stigma geöffnet (propneustische
und metapneustische), bisweilen auch beide zugleich (am-
phipneustische Larven). Den Grund für diese Bevorzugung
der beiden Körperpole sieht Palmen in dem Vortheil, den
diese (meist) im Wasser lebenden Larven von dieser Ein-
richtung haben, indem sie gleichzeitig Luft athmen und
doch ihrer Nahrung im Wasser nachgehen können; einige
metapneustische Larven (von Syrphiden z. B.), die gegen-
wärtig in der Luft leben, sollen früher im Wasser ge-
lebt und die angegebene Einrichtung als Erbstück be-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 229
halten haben. Endlich gibt es auch viele hemipneustische
Larven, bei denen, ohne dass sie das Medium gewechselt
hätten, in der Reihe der meist geöffneten Stigmen, sich
einige geschlossen finden; meist tritt der Verschluss an
den Thorakalstigmen ein; der Versuch, diese Erscheinung
zu erklären, ist nicht als allzugelungen anzusehen; geöffnet
werden aber auch diese Stigmen auf dieselbe Weise durch
die präformirten Verbindungsstränge.
Da endlich eine nicht geringe Anzahl von Larven be-
kannt geworden ist, die auch am Prothorax Stigmen haben,
und nicht angenommen werden kann, dass selbständig
solche entstehen, ohne ererbt zu sein (warum nicht?), so
sieht Palmen es als ausgemacht tin, dass der Vorfahr der
Insektenklasse 11 Stigmen am 2.— 11. Körperringe besass.
Als Vorläufer dieser Tracheen sieht er nicht, wie Sem per,
Bütschli, Mayer die Schleifenkanäle der Ringelwürmer,
sondern Hautdrüsen an, aus denen sich eben sowohl die
Schleifenkanäle, wie die Tracheen entwickelt haben. Da
Peripatus (vgl. den Bericht 1876 p. 214 (6)) unregelmässig
über die Körperoberfläche zerstreute Stigmen mit davon
ausgehenden Tracheen büscheln besitzt und auch hier eine
unabhängige Entstehung der Tracheen nicht angenommen
wird, so ist es sogar wahrscheinlich, dass sich die Tra-
cheen aus den unregelmässig angeordneten Hautdrüsen
der ungegliederten Würmer entwickelt haben, und dass
ihre Zahl mit dem Auftreten einer Segmentierung sich ver-
minderte. Zuerst begann die Umwandlung der Hautdrüsen
in Tracheen damit, dass sie, anstatt flüssiger, gasförmige
Produkte (Kohlensäure) excernirten; erst später fingen sie
dann an, in den Dienst der Respiration zu treten. Der
Gestalt nach bestand das Tracheensystem in von den
Stigmen ausgehenden und sich am Ende verästelnden, aber
noch nicht mit einander in Communicaton tretenden
Schläuchen. Später aber verschmolzen die aneinander
stossenden Schläuche der benachbarten Stigmen mit ein-
ander und bildeten so durch ihre Anastomose die Tracheen-
längsstämme.
Wenn Dr. B61a Dezsö das Resultat seiner Unter-
suchungen über den Zusammenhang der Kreislaufs-
230 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
und respiratorischen Organe bei den Arthropoden
dahin glaubt zusammenfassen zu können: es kommen so
viele Paare von Spalten am Dorsalgefäss vor, als Stigmen-
oder Kiemenpaare existiren, so mag wohl zu beschränktes
Material diese unrichtige Verallgemeinerung verschuldet
haben. Zool. Anz. I. p. 274.
Als Vorläufer der (inzwischen erschienenen) ausführ-
lichen Publikation theilt Grenacher die Resultate seiner
Untersuchungen über das Arthropoden-Auge im
Auszuge mit. (Mai-) Beilageheft zu den Klin. Monatsbl.
f. Augenheilkunde. XV. Jahrg. Rostock 1877. Die Haupt-
punkte, die als Resultate dieser wohl für längere Zeit bahn-
brechenden Untersuchungen zu verzeichnen sind , sind
einmal der an den einfachen Augen gewisser Schwimm-
käferlarven geführte Nachweis eines continuirlichen Ueber-
ganges der Zellen der Hypodermis in die specifischen
zelligen Elemente des Auges: Pigmentzellen, Zellen des
Glaskörpers und Zellen mit Stäbchen; und zweitens der
Nachweis der morphologischen Gleichwerthigkeit einer ein-
zelnen Facette nebst Zubehör eines Zusammengesetzen Auges
mit einem einfachen Auge; neben dieser morphologischen
Aequivalenz aber Grundverschiedenheit insofern, als nicht
jede Facette für sich ein Bildchen im Auge ent-
stehen lässt, letzteres vielmehr erst durch das Zusam-
menwirken einer grösseren Zahl von Facetten entsteht, so
dass hierdurch wieder die Müll er'sche Ansicht vom musi-
vischen Sehen mittels der facettirten Augen zu Ehren ge-
bracht wird. — Die Wichtigkeit des Gegenstandes wird
ein näheres Eingehen auf Einzelheiten entschuldigen, um-
somehr, als ich dadurch für den nächsten Bericht einer
ausführlicheren Besprechung der eigentlichen Arbeit über-
hoben bin. Bei den Larven von Dytiscus finden sich die
je 6 Augen in folgender Beschaffenheit: die Hypodermis,
als deren Ausscheidungsprodukt die gesammte Chitinhaut
des Körpers anzusehen ist, stülpt sich unter der verdickten
Stelle diesei Chitinhaut, die als durchsichtige Cornealinse
fungirt, becherförmig ins Innere ein, wobei ihre Zellen eine
vom Umfange nach der Mitte zu fortschreitende Diffe-
renzierung erfahren. Im ringförmigen Umkreis der Ein-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 231
sttilpimg strecken sie sich bedeutend in die Länge und
werden durch Aufnahme eines Pigmentes zu Pigment-
zellen, die gewisse seitlich auffallende Lichtstrahlen ab-
blenden. Nach innen von diesen Pigmentzellen folgen ähn-
lich modiiicirte, aber kein Pigment enthaltende Zellen,
die sich mit ihren vorderen Enden theilweise noch der
Cornealinse, die sie haben entstehen lassen, anlagern; in
der Tiefe, von diesen umschlossen, findet sich endlich die
dritte Modification der Hypodermiszellen , die als die
eigentlich percipirenden Elemente mit Fasern des N. opticus
in Verbindung treten und an ihrem vorderen, d. h. der
Cornealinse zugewendeten Theile als Cubikularbildung je
ein Stäbchen haben entstehen lassen; die Gesammtheit
dieser letzteren Zellen bezeichnet Grenacher als Retina,
und deren Endschicht als Stäbchenschicht. Die Augen
der Aciliuslarven sind ähnlich gebaut, aber ausgezeichnet
durch eine dieselben in der Retina fast vollständig durch-
setzende Spalte, deren Wände mit sehr langen Stäbchen
besetzt sind. Die Augen der Spinnen sind schon schwie-
riger zu verstehen, indem bei ihnen nach innen von der
Zellschicht des Glaskörpers, die hier allein als unmittel-
bare Fortsetzung der Hypodermis erscheint, die Zellen
mit den percipirenden Stäbchen auftreten; es würde also
hier eine doppelte Lage von Hypodermiszellen anzunehmen
sein, wenn man das Spinneuauge auf das Larvenauge der
Schwimmkäfer zurückführen wollte. Die Spinnenaugen
sind aber, wie Grenacher zuerst zeigte, in der Hinsicht
merkwürdig, als bei derselben Art ein Dimorphismus in
der Retina sich bemerkbar macht. (Derselbe scheint mit
dem von Dufour und neuerdings von Simon hervorgehobenen
Unterschied der yeux diurnes und nocturnes in keinem
Zusammenhang zu stehen, da SimQn den Attiden und Lyco-
siden nur yeux diurnes zuschreibt. Ref.) Bei den einen
nämlich zeigen die Zellen der Retina dasselbe Verhalten,
wie bei den Dytiscidenlarven d. h. sie tragen an ihrem vor-
deren Ende die Sehstäbchen und dem hinteren Ende ge-
nähert den Zellkern; die Fasern des N. opticus treten
zwischen den Zellen der Retina ein; nur diese Augen
haben die von Leydig bereits gemeldete Musku-
232 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
latur. Die anderen Augen entbehren einer Muskulatur;
ihre Retinazellen sind breiter, und tragen in ihrem vorderen
Theile den Kern; dahinter das kurze, breite, der Länge
nach getheilte Sehstäbchen; der Sehnerv umfasst die Re-
tina in diesem Falle becherförmig. Eine Modification der
letzteren Form zeigt Salticus (d. h. wohl eine Art der
Attiden), indem hier die Kerne überhaupt nicht in einer
Schicht zwischen Glaskörper und Stäbchen liegen, sondern
in einer Ringzone angeordnet sind, die ihre grösste Dicke
an der Grenze zwischen Glaskörper und Stäbchen erreicht,
sich aber auch nach vorn und hinten über den ersteren und
die letzteren fortsetzt; jeder Kern steht durch Fasern mit
dem zugehörigen Stäbchen, das auch hier zweitheilig ist,
in Verbindung. Die Muskulatur wird durch vom Integument
entspringende Fasern geliefert, die das Auge schleifen-
förmig umgeben und die Bedeutung haben, den ganzen
Augenhintergrund in toto gegen die Linse zu verschieben
(? es sei hier an Xysticus-arten, namentlich X. horticola
erinnert, bei deren Augen man eine Erweiterung und Ver-
engerung des hellen Centraltheiies unschwer bemerken kann.
Ref.) Die Vertheilung der beiden Arten von Augen ist in
einigen Fällen folgende. Bei Epeira gehören die vorderen
Mittelaugen der ersten, die hinteren der zweiten Kate-
gorie an; bei Lycosa die 4 vorderen Augen der ersteren,
die grösseren Scheitel- und Rückenaugen der zweiten. Bei
Salticus (!) ist das äussere der Augenpaare der vorderen
Reihe und das hinterste des Rückens ohne Muskeln, die
übrigen gehören zur ersten Form. — Bei den Augen der
Afterspinnen bestehen die Sehstäbchen aus drei Segmenten
mit kleeblattförmigem Querschnitt. Die einfachen Augen
der Insekten unterscheiden sich von den Spinnenaugen
erster Form dadurch, dass die Glaskörperzellen sehr niedrig
sind, fast wie eine Epithelschicht der Linse aufliegen, und
durch den Mangel einer Muskulatur. — Bei den zusam-
mengesetzten Augen der Insekten (und Crustaceen) sind
hauptsächlich 2 Errungenschaften Grenacher's zu ver-
zeichnen: einmal zeigt er, dass die Mutterzellen, die die
Kry Stallkegel haben hervorgehen lassen und sich in den
Semper'schen Kernen erhalten haben, bei gewissen Insekten
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 233
vollständig persistiren, obiie etwas einem Krystallkegel
ähnliches abzAischeiden (Acone Augen Gr.); bei anderen
persistiren diese Zellen ebenfalls, es tritt aber zwischen
ihnen und der Corneafacette eine, wenig gerinnbare
Substanz enthaltende Flüssigkeit auf, „die nicht ohne
Willkür mit dem Krystallkegel identificirt werden kann"
(Pseudocone Augen); nur ein Theil der Insekten besitzt
Augen mit Krystallkegel (Eucone Augen). Ferner ist der
Nachweis von Wichtigkeit, dass in dem der Retina ent-
sprechenden Theile (Retinula) eines zu einer Facette ge-
hörenden Augenabschnittes eine nach den einzelnen Gruppen
zwar verschiedene (4—7), bei derselben Art aber constante
Anzahl von Zellen auftritt, die sich an der Abscheidung
der Stäbchen betheiligen. Bei den aconen und pseudoconen
Augen bleiben die von den einzelnen Zellen abgeschie-
denen Stäbchen gesondert; bei den euconen hingegen ver-
schmelzen sie mit einander mehr oder weniger vollkom-
men, lassen aber gewöhnlich ihre Zusammensetzung noch
als die bekannte Längsriefung erkennen; für dieses durch
Verschmelzung entstehende Stäbchen schlägt Grenacher
die Bezeichnung Rhabdom vor. Endlich zeigt noch
Grenacher, dass Fasern des Opticus durch den Boden
der Cutikula auf der Basis der Retinula in dieselbe ein-
treten. — Aus den speciellen Angaben seien folgende her-
vorgehoben: Acone Augen finden sich bei Nematocera (Co-
rethra ausgenommen), Heteroptera, Forficuliden und den
Nicht-Pentameren Coleopteren (beobachtet bei Melasomen,
Vesicantien, Curculioniden, Cerambyciden, Chrysomeliden,
Coccinellidenj. In diesen Fällen spitzen sich die 4 unter
einer Facette gelegenen Zellen (Homologa der Krystall-
kegelzellen) zu und werden von 4 Pigmentzellen umgeben;
Stäbchenzellen sind 7 vorhanden ;^ eine in der Achse, 6 im
Umkreise. Die Stäbchen treten vor den Kernen auf; in der
Achsenzelle ziemlich in der Mitte derselben, in den um-
gebenden Zellen nach der Innenseite gelagert, namentlich
im vorderen Theile. Pseudocone Augen haben die Brachy-
cera; auch hier sind 4 Pigmentzellen und 7 Zellen der
Retinula vorhanden, letztere zu einem dreiseitigen prisma-
tischen Körper vereinigt, der die 7 Zellen in seinem
234 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Umkreise trägt, während ein centraler Hohlraum bleibt,
dessen Wandung die 7 fadenförmigen Stäbchen der ganzen
Länge nach aufsitzen. Eucone Augen kommen den bis
jetzt nicht genannten Insekten, also Lepidopteren, Hymeno-
pteren, Neuropteren, Orthopteren (excl. Forficuliden), Homo-
pteren, Pentameren Coleopteren und der Gattung Corethra
zu. In der Zahl der Retinulazellen tritt vielfach eine Re-
duktion ein (Rhopalocera, Orthoptera; Lauf- und Schwimm-
käfer), gewöhnlich auf 4 Zeilen, bei Dytisciden sind zwar
mehr Zellen angelegt, aber an der Abscheidung des Rhab-
doms betheiligen sich nur 4. Bei Cicada und den Hymeno-
pteren steigt die Zahl der Zellen auf 8. Die Retinula
zeigt bei einigen Käfern, Orthopteren, Hymenopteren, Cica-
den, Libellen und Tagschmetterlingen in ihrer ganzen Länge
eine nahezu gleiche Dicke ; bei anderen (Heterocera, Phry-
ganea, Carabiden, Dytisciden, Scarabaeiden) ist ihre vordere
Hälfte fadenförmig verdünnt, bisweilen mit keulenförmiger
Anschwellung am Krystallkegel endigend ; die hintere Hälfte
oder das hintere Drittel ist stark verdickt und umschliesst
das Rhabdom; in diesem Falle liegen die Zellkerne der
Retinula oft vor dem Rhabdom. Die Facettenaugen der
Crustaceen sind (mit Ausnahme von Limulus) sämmtlich
eucone und nach demselben Schema gebaut wie die der
Insekten, zeigen dabei aber einzelne geringe Modificationen.
So beträgt z. B. die Zahl der Krystallkegelsegmente zwar
bei den meisten 4, bei den Amphipoden, Isopoden und
Schizopoden aber nur zwei, bei den Cladoceren und der
Gattung Estheria 5 (Apus und Branchipus haben 4 theilige
Krystallkegel). Neben der Siebenzahl in der Retinula ist
auch die Fünfzahl vertreten (Hyperinen; Apus, Branchipus),
sowie die Vierzahl (Gammariden). Daneben kommt es auch
vor, dass sich nicht alle Zellen an der Rhabdombildung
betheiligen, letztere wenigstens nur eine Zusammensetzung
aus 4 Segmenten erkennen lässt, während der Zellen 7
vorhanden sind (Palaemon squilla, Portunus Maenas, Squilla
Mantis. Die Retinula selbst ist meist in ihrer ganzen
Länge von gleicher Dicke, während das Rhabdom hie und
da Anschwellungen und Verdünnungen zeigt. — Aus den
geschilderten Verhältnissen folgt die morphologische Gleich-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 - 78. 235
wertliigkeit des Facettenantheiles eines Zusammengesetzen
Auges mit einem einfachen Auge: die Cornealinse ist ohne
Weiteres verständlich; Zellen des Glaskörpers =Krystall-
kegelzellen; Pigmentzellen wiederum in beiden Fällen;
Retinazellen mit ihren Stäbchen gleichwerthig mit den
Retin ulazellen und Rhabdom. Den Facettenantheil eines
aconen Auges (oder eine nur wenig davon verschiedene
Form) sieht Grenacher als den geeignetsten Ausgangs-
punkt an, von dem aus man sich einerseits durch Ver-
grösserung und Vermehrung der Elemente das einfache
Auge, andererseits durch Wiederholung desselben das
zusammengesetzte Auge entstanden denken könnte. Be-
züglich des Sehens mit dem Facettenauge spricht sich Gre-
nacher mit aller Entschiedenheit für die alte Müller'-
sche Auffassung aus, indem einmal die Pigmentzellen nur
ein sehr dünnes Strahlenbündel einlassen und zweitens das
(nach Wegnahme der Pigmentzellen ?) von der Corneafacette
entworfene Bildchen auf eine Stelle projicirt wird, die
zur Perception nicht geeignet ist.
Zu demselben Resultate ist Exner gelangt; Sitzber.
K. Ak. Wissensch. Wien, Math.-Naturw. Cl. LXXII. 3. Abth.
p. 156 ff. mit einer Tafel. Exner zeigt, dass in vielen
Fällen ein Bildchen durch das einzelne Facettenauge nicht
zu Stande kommen kann , und dass , selbst wenn ein
solches Bildchen wirklich entworfen wird, dasselbe doch
nicht als Netzhautbild fungiren kann, da es innerhalb der
Corneafacette liegt. Nach seiner recht plausibelen De-
duction ist das facettirte Auge besonders darauf einge-
richtet, Bewegungen zu sehen.
0. Schmidt macht auf einen von Grenacher und
Exner übersehenen Punkt aufmerksam, der allein hin-
reicht, die physiologische Auffasung vom Arthropodenauge
als einem Aggregat von Einzelaugen zu widerlegen. Bei
einer grossen Zahl von Crustaceen überzeugte sich näm-
lich Schmidt, dass die sogenannten Krystallkegel in den
seltensten Fällen regelmässig gebildet sind, so dass kein
Strahl ungebrochen und unreflectirt durch sie hindurch bis
an ihre Spitze und zum Nerv gelangen kann. Versuche
mit ähnlich geformten Glasstäben machen es aber wahr-
Archiv für Natiirg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. Q
236 Bertkau: Bericht üb. d. wissenscbaftl. Leistungen
scheinlich, dass an der Spitze eines solchen „Kegels" eine
bedeutende Lichtintensität auftritt, ohne dass ein Bild eines
Gegenstandes, weder im Einzelkegel noch durch die Ge-
sammtwirkung zahlreicher Kegel, zu Stande kommen kann.
Bei Dysticus finden sich unter vielen anscheinend regel-
mässigen Kegeln auch unregelmässige yor. Hier also möchte
die Grenacher'sche Annahme des (musivischen) Sehens eher
statthaft sein; doch schliesst Schmidt mit dem Ausspruche,
dass die Leistung des zusammengesetzten Arthropoden-
auges verschiedenartig abgestuft ist, und dass wir einen
knappen Ausdruck für dasselbe noch nicht gefunden haben.
Zeitschr. w. Zool. XXX. Suppl. p. 1 flf. Taf I.
J. Chatin bezweckt mit einer kurzen Note sur la
structure du batonuet optique chez les Crustaces
(Compt. rend. LXXXIII. p. 1052 f.) hauptsächlich den
Nachweis, dass die bei den Stäbchen im Auge der Arthro-
poden (speciell der Insekten) beobachtete Querstreifung nicht
auf einen Muskel zu beziehen sei, sondern eine Zusammen-
setzung des Stäbchens aus einzelnen Scheiben andeute. Auf
diesem Stäbchen sitzt bekanntlich der Krystallkegel, an
dessen äusserem Ende die Sem per 'sehen Zellen sich finden.
Dieser Gegenstand ist weiter ausgeführt in den Ann.
d. Sei. Nat. VI. Ser. Zoologie T. V. Nr. 6. Art. Nr. 9 und
T. VII. Art. Nr. 1 — , ohne eigentlich eine wesentliche Be-
reicherung unserer Kenntniss zu bieten. Stäbchen und
Krystallkegel betrachtet Chatin als Einheit, ohne der
diese abscheidenden Zellen mehr als gelegentlich zu er-
wähnen. Neben Grenacher's systematisch und methodo-
logisch weit werthvollerer Arbeit scheint mir ein näheres
Eingehen auf Chatin's Mittheilungen nicht geboten.
Derselbe. Sur la coloration des Clements op-
tiques chez la Locusta viridissima. Compt. rend.
LXXXV. p. 447 f.
Untersuchungen über den Bau des Gehirns
und der Retina der Arthropoden. Von Emil Berger.
Arb. a. d. Zool. Inst. d. Univ. Wien etc. IT. p. 173 ff., III.
p. 437 ff mit 5 Taf. Wien, 1878.
Landois spricht über die Gehörorgane bei den
4 Klassen der Arthropoden in Verbindung mit den
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 237
Lautäusserungen dieser Thiere. Einige neuere Anschauungen
sind nicht berücksichtigt; sonst bietet das Referat auch
nichts Neues, mit Ausnahme der kurzen Notiz über das
Gehörorgan der Schmetterlinge, das in das Schienenblatt
verlegt wird und in dem „Gehörsand" nachgewiesen wird;
vgl. den Ber. 1875. p. 225 (201). Jahresber. Zool. Sect.
Westf. Prov.-Ver. f. 1877/78. p. 16 ff.
Bei der Jagd auf Catocala kommt Teich zu der
üeberzeugung, dass diese Schmetterlinge ein scharfes Gehör
haben, als dessen Sitz „gewisse Nervenknoten am Kopf"
angenommen werden. Corrbl. Naturf. Ver. Riga XXII. p. 66,
W. Schmankewitsch trägt zur Kenntniss des
Einflusses der äusseren Lebensbedingungen auf
die Organisation der Thiere bei. Zeitschr. wiss. Zool.
XXIX. p. 429 ff. Die mitgetheilten Beobachtungen beziehen
sich alle auf Krebsthiere, meist Phyllopoden, und weisen
eine Veränderung der Lebensweise und Gestalt in Ab-
hängigkeit von äusseren Umständen, namentlich Sauerstoff-
und Salzgehalt des Wassers, nach. Ein Theil der nach
Schmankewitsch auftretenden Veränderungen lässt sich
als Reaction des Organismus gegen die äusseren Verhält-
nisse direkt auffassen, indem durch Vergrösserung z. B.
der Kiemen die durch Luftverminderung eingetretene Schwie-
rigkeit der Athmung compensirt wird; für andere eintre-
tende Veränderungen lässt sich, so viel ich sehe, bis jetzt
eine solche mechanische Erklärung nicht geben. Zu-
nächst zeigt der Verfasser, dass Moina longirostris in
Wasser von hohem Salzgehalt erst später im Jahre auf-
tritt und sich vermehrt, als in süssem Wasser, dass sie sich
auch noch durch Sommereier fortpflanzt („lebendig gebärend
ist"), wenn die in süssem Wasser lebenden Exemplare
längst verschwunden sind und d^irch Wintereier bereits
den Bestand der Art für das nächste Jahr gesichert haben.
Ferner aber haben die Salzformen auch eine etwas ab-
weichende Gestalt, die mit jugendlichen Zuständen der
Süsswasserformen übereinstimmt, so dass Schmanke-
witsch im Salzwasser einen die morphologische Entwicke-
lung hemmenden Einfluss sieht, während die Geschlechts-
reife und Neigung zur Fortpflanzung früher eintritt. Bei
238 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Brancliipus ferox sind die Unterschiede zwischen Formen,
die in Wasser von niedrigem und höherem Salzgehalt leben,
z. Th. rein morphologischer Natur, z. B. die Besetzung der
Abdominalanhänge mit Borsten, und auch hier ist die in
Wasser von hohem Salzgehalt lebende geschlechtsreife
Form der Jugendform des süssen Wassers ähnlich; ebenso
sind bei Artemia salina die Zipfel der Schwanzgabel bald
nur am Ende, bald auch an den Seiten mit Borsten besetzt.
Durch diesen Unterschied nähern sich diejenigen Art. salina,
die in Wasser von hohem Salzgehalt leben, der Art. Mill-
hausenii, für die ein Leben in Wasser von hohem Salzge-
halt (bis zum Selbstabsatze des Salzes) normal ist. Neben
diesen Unterschieden gehen aber auch wieder solche bei
Branchipus und Artemia Hand in Hand, die eine mecha-
nische Erklärung zulassen. Das stark salzhaltige Wasser
enthält weniger Sauerstoff; die in solchem Wasser lebenden
Formen von Artemia und Branchipus zeigen aber grössere
Kiemensäckchen, als die Süsswasser- oder in geringer con-
centrirten Salzlösungen lebenden Formen. Von den beiden
Artemiaarten (salina und Millhausenii) lebt die erstere in
Salzwasser von mittlerer Concentration, die letztere in solchem
von sehr hohem Salzgehalt (24° Beaume bis zum Selbst-
absatz des Salzes). Wenn man A. salina in Wasser von
stärkerem Salzgehalt bringt, so erleiden einzelne Körper-
theile Abänderungen, die die Unterschiede zwischen ihr
und A. Millhausenii geringer machen. Der Autor verwahrt
sich zum Schluss indess noch ausdrücklich gegen die In-
sinuation, dass er glaube, auf diese Weise die eine Art
in die andere überführen zu können. (Warum diese Ver-
wahrung, ist nicht recht einzusehen.)
F. Thomas macht 42 neue durch Dipteren, Psy Ho-
den und Acariden erzeugte Cecidien bekannt; Giebel's
ZeitsQhr. ges. Naturw. 1878. (Sept.-Oct.-Heft) p. 703 ff.
Die Anführung der betreffenden Missbildungeu werde ich
mir erlassen, zumal da die Mittheilung über dieselben nur
eine vorläufige ist. Für den Entomologen ist besonders
von Interesse, was der Vortragende über den Unterschied
von Phytopto- und Dipterocecidien sagt. Bei Blattgallen
ist Unterscheidung leicht: „Die durch Milben erzeugten
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 239
Blattgallen gliedern sich niemals ab und sind relativ weich;"
„die innere Höhlung derselben ist oft mit Trichomgebilden
versehen;" „die der Gallmücken haben mit wenig Aus-
nahmen eine derbere Beschaffenheit und die von der Larve
bewohnte Stelle des Hohlraumes ist in der Regel von
glatten, häufig sogar glänzenden Wänden umgrenzt. Die
Acrocecidien der Milben kommen meist durch Vermehrung
von Blattorganen, die der Cecidomyien durch Vergrösse-
rung der Blätter einer Zweigspitze (auch Blüthe) zu
Stande. In den letzteren ist immer eine Höhle sichtbar,
die den Phytoptocecidien fehlt; Fruchtgallen sind unter
den letzteren noch nicht bekannt geworden.
Die Beschreibung einer neuen Gallwespe giebt F.
Kar seh Veranlassung, einige allgemeine Betrachtungen
über Pflanzengallen anzustellen. Dem Verfasser sind 1250
Gallen bekannt geworden, von denen 250, also 20 7o (das
Rechenverfahren des Verf., um diese Procentzahl zu er-
mitteln, ist höchst eigenthümlich) Cynipiden zu Urhebern
haben. Von den Erzeugern derselben sind aber erst 170
bekannt. 180 der Cynipidengallen kommen auf Quercus
vor, nur 2 auf Cryptogamen. Die den Cynipiden nahe
stehenden Tenthrediniden bevorzugen ihrerseits die Gattung
Salix ; diejenigen unter ihnen, die Gallen erzeugen, rufen
diese durch die Eiablage selbst hervor, während die Cyni-
pidengallen sich erst durch die Thätigkeit und den Reiz
der Larve entwickeln. Diesem verschiedenen Verhalten glaubt
Karsch durch die Ausdrücke Oocecidium und Scolaeoce-
cidium Rechnung tragen zu müssen; „die nächste wahrge-
nommene und mit unseren Mitteln wahrnehmbare Veran-
lassung zur Gallenbildung liefert für das Oocecidium das
Ei, für die Scolaeocecidien hingegen die Larven." Diese
Unterscheidung scheint mir biologisch allerdings wichtiger
als die (rein praktische) nach den Einwohnern. Jahresber.
Zool. Sect. Westf. Prov.-Ver. f. 1877/78. p. 48 ff
S. H. Scudder hielt vor der National - Acad. of
Sciences am 5. Novbr. 1878 einen Vortrag über die be-
kannt gewordenen fossilen Insekten- (d. h. Tracheaten-)reste
und fasst das Resultat seiner diesbezüglichen Studien in
11 Punkten zusammen, die ich in möglichst wortgetreuer
240 Bertkau: Bericht üb, d, wissenschaftl. Leistungen
Uebersetzung hier folgen lasse : 1) Mit Ausnahme der weni-
gen Hexapodenflügel aus dem Devon erschienen die Hexa-
poden, Arachniden und Myriapoden gleichzeitig in der
Steinkohlenformation. 2) Alle Devonischen und Steinkohlen-
insekten gehören zu den Heterometabola (d. h. Coleoptera,
Hemiptera, Orthoptera und Neuroptera), während die Me-
tabola (Hymenoptera, Lepidoptera, Diptera) erst in der
Juraformation erscheinen. 3) In der paläozoischen Periode
existirten manche synthetische Typen, die die Charak-
tere entweder aller Heterometabola, oder von Orthoptera
und Neuroptera, oder Neuroptera und Pseudoneuroptera
vereinigten. 4) Die Devonischen Insekten gehören ent-
weder zu den synthetischen Typen der letzteren Art, oder
sind niedrig stehende, aquatische Pseudoneuroptera. 5) Die
Neuroptera und Orthoptera waren in der paläozoischen
Periode weit zahlreicher als Hemiptera und Coleoptera.
6) Fast alle paläozoischen Orthoptera gehören zu den nicht
springenden Familien, und sind zumeist Schaben. 7) Die
echten Neuroptera waren zu dieser Zeit weit seltener als
die Pseudoneuroptera. 8) Alle früheren Typen waren dem-
nach niedriger organisirt. 9) Der allgemeine Bau des
lusektenflügels ist von der frühesten Zeit her unverändert
geblieben. 10) Mit Ausnahme zweier Käferarten waren
die Vorder- und Hinterflügel der paläozoischen Insekten
gleich und zwar häutig. 11) Die Thatsachen der geolo-
gischen Forschungen führen zu der Ueberzeugung, dass
in den Devonischen und Silurischen Schichten geflügelte
Insekten existiren und entdeckt werden, die in ihrem Bau
noch mehr verallgemeinert sind, als irgend welche bisher
in den paläozoischen Schichten entdeckte.
Eine neue Steinkohlen-Phasma macht Brongniart
in den Ann. d. Sc. Nat., Zool., VI. Ser. Tome VIL Art.
Nr. 4 bekannt.
Bertkau macht einige Arthropodenreste aus
der Braunkohle von Rott bekannt; Sitzber. Niederrh.
Ges. 1878 p. 70 und Verh. Naturh. Ver. für Rheinl. und
Westf. 1878 p. 346 fi". Taf. V (7 Spinnenarten und 1 Julus).
Die Protokolle der Sitzungen der Section für
Zoologie und vergleichende Anatomie der V. Ver-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 241
Sammlung russischer Naturforscher und Aerzte
in Warschau im September 1876, mitgetheilt von
Prof. Hoyer, enthalten einige in unser Gebiet einschlagende
Mittheilungen; da aber die Mittheilung Hoyer's selbst
schon ein Referat ist, so verweise ich hier nur auf dasselbe.
Zeitschr. Wissensch. Zool. XXVIIL p. 385 ff.
Crustacea.
R. Schmidtlein's Beobachtungen über die Le-
bensweise einiger Seethiere innerhalb der Aqua-
rien der zoologischen Station, Vergleichende Uebersicht
über das Erscheinen grösserer pelagischer Thiere
während der Jahre 1875—1877 und Beobachtungen über
Trächtigkeits- und Eiablage-Perioden verschie-
dener Seethiere in den Mitth. Zool. Stat. Neapel I.
p. 1 ff., 119 ff., 124 ff. enthalten einige gegenwärtige Klasse
betreffende Angaben.
Unter den Parasites of the Spongiae führt Carter
in den Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. IL p. 157 auch einige
Crustaceen auf, deren Zahl durch Steh hing (ebenda p. 427)
beträchtlich vermehrt wird. Sie gehören den Amphi-
poden an.
W. N. Lockington. Remarks on the Crustacea of
the Pacific Coast, with Descriptions of some New Species.
Proc. Calif Acad. Sc. VII. p. 28 ff., desselben Remarks
etc. . . . including a Catalogue of the Species in the Mu-
seum of the California Academy of Sciences, San Fran-
cisco, p. 63 ff.; Remarks on the Crustacea of the West
Coast of North America with a Catalogue of the Species
in the Museum etc. p. 94 ff., 145 ff.
E. J. Miers schreibt On a Collection of Cru-
stacea made on Duke -of- York Island. Proc. Zool.
Soc. London 1877. p. 133 ff. 16 Arten, mit Ausnahme einer
Lysiosquilla alles Decapoden.
Derselbe desgl. On a Collection of Crustacea,
Decapoda and Isopoda, chiefly from South-Ame-
rica, with descriptions of new Genera and Spe-
cies. Ebenda p. 653 ff. PI. LXVI-LXIX. Von den neuen
242 Bertkau: Bericht üb. d. wissenscbaftl. Leistungen
Arten gehören 1 den Brachyuren, 6 den Anomuren, 2 den
Macruren, 13 den Isopoden an.
List of the Species of Crustacea collected by the Rev.
A. E. Eaton at Spitzbergen . . . with their Localities and
Notes. By Edw. J. Miers. Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4)
XIX. p. 131 ff. Enthält 24 Arten, nebst 2 Nymphon-arten.
Derselbe macht einen Report on the Crustacea col-
lected by the Naturalists of the Arctic Expedition in
1875-1876. Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 52 ff.,
96 ff. nebst PI. III. IV. Bei der Expedition of H. M. SS.
„Alert" und „Discovery" wurden zwischen 78 und 84^ n. Br.
31 Crustaceen gesammelt; die geringe Zahl schreibt Miers
den hohen Breitengraden zu.
Dr. Lütken's List of the (184) Crustacea
of Greenland in Manual of Instruction for the
Arctic Expedition und Report on the „Valorous"
Expedition habe ich nicht einsehen können; in letzterem
zählt Norman 249 Arten auf, die während der deutschen
Nordpol-Expedition des „Valorous" gesammelt wurden.
G. 0. Sars. Nouvelles publications relatives ä des
animaux sans vertebres observes en Norwege. Mem. Soc.
sc. Christiania, 1874. Die Arthropoden, die hier in Betracht
kommen, sind Crustaceen (Phyllopoden und Hommarus);
s. unten.
Crustacea Isopoda, Amphipoda etDecapoda
Daniae: Fortegnelse over Danemarks Isopode, Amphipode
og Decapode Krebsdyr ved Fr. Meinert. Naturh. Tidskr.
(1877) XL p. 57 ff. Von Isopoden sind 49, Amphipoden 90,
Decapoden 82 Arten, darunter einige neue, aufgezählt.
Jede Art ist mit einer eingehenden Synonymie, Literatur-
nachweis und Angabe der speciellen Fundorte versehen;
am Ende sind mehrere Verzeichnisse von Lokalfaunen hin-
zugefügt.
lieber Amphipoden und Isopoden macht Ley-
dig anatomische und zoologische Bemerkungen. Zeitschr.
wissensch. Zool. XXX. Suppl. p. 225 ff. Taf. IX-XIL
üeber den allgemeinen Charakter dieser Bemerkungen ist
zu sagen, dass sie z. Th. indirekt gegen die Vernachlässi-
gung des Studiums der Literatur gerichtet sind, indem sie
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 243
einer Reibe neuerer Forscher nachweisen, dass ihre An-
gaben von feineren und schwieriger zu erkennenden Einzel-
heiten hinter dem zurückbleiben, was Leydig bereits frü-
her weit besser hat kennen lehren; z. Tb, werden hier
manche subtile Fragen der Lösung näher gebracht. Wegen
des specielleren s. unten.
4 Crustaceen aus den Kaukasusländern sind aufgeführt
in Naturw. Beitr. zur Kenntniss der Kaukasus-
länder p. 35.
R. Kossmann. Zoologische Ergebnisse einer
Reise in die Küstengebiete des Rothen Meeres,
Leipzig 1877. 4«. Malacostraca. (Habe ich nicht be-
nutzen können.)
Derselbe macht Kurze Notizen über einige
neue Crustaceen sowie über neue Fundorte eini-
ger bereits beschriebenen; dies. Archiv 1878. I.
p. 251 ff. Der Beschreibung von 10 neuen (z. Th. aller-
dings auch schon im vorhergenannten Werk beschriebenen)
Arten von Brachyuren und 2 Anomuren ist ein Verzeichniss
von 6 bekannten Arten hinzugefügt, die von Kossmann
zum ersten Mal aus dem Rothen Meere bekannt gemacht
wurden.
F. Hilgendorf zählt die in Mogambique beob-
achteten Crustaceen auf, deren Zahl durch die Sammlungen
Peters' von 30 auf 114 vermehrt ist. Monatsber. Kgl. Pr.
Ak. Wissensch. Berlin 1878. p. 782 ff. Taf. I— IV. Unter
den Arten sind 17 neu, mit einer neuen Gattung und
Untergattung.
Th. Studer's Beiträge zur Naturgeschichte
wirbelloser Thiere von Kerguelensland in diesem
Archiv 1878. I. p. 102 ff nebst Taf. III- V, behandeln
nur die Süsswassercrustaceen ; dieselben gehören den Gat-
tungen Daphnia, Macrothrix, Pleuroxus, Alona, Candona
und Cyclops an; s. unten.
Desselben Mittheilung Ueber neue Seethiere
aus den antarktischen Meeren in Mitth. naturf. Ges.
Bern. 906 — 922. p. 75 ff., berücksichtigt auch Crustaceen.
C. Vogt. Recherches cotieres. Mem. de l'Inst.
nat. genevois. Vol. XIII. Diese Untersuchungen beziehen
244 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
sich auf parasitische Crustaceen, wie aus dem Hinweise
in der nachfolgend besprochenen Abhandlung hervorgeht;
ich habe keine Einsicht in dieselbe nehmen können.
L'adaptation des Crustaces copepodes au
parasitisme, par M. C. Vogt; Actes de la Soc. Helv. d.
Sc. Nat. 60. Sess. p. 121 ff. In diesem Aufsatze werden
die Erscheinungen des Parasitismus bei den beiden Ge-
schlechtern der Copepoden besprochen und Schlüsse daraus
gezogen, die nicht neu sind.
Hesse fährt in der Description des Crustaces
rares ou nouveaux des cotes de France mit Art.27
und 28 fort, die Beschreibung und Abbildung der Weib-
chen zweier auf zusammengesetzten Ascidien schmarotzen-
der Arten enthaltend, für die zwei neue Gattungen errichtet
werden, sowie einer neuen Cladocerenfamilie. Ann. d. Sc.
Nat, Zool. VI. Ser. Tom. VII. Art. Nr. 3 und 14.
Kirk bereichert in seinen Additions to the Cru-
stacean Fauna of New Zealand die Fauna mit 7
Arten, meist Decapoden, von denen 3 neu sind. Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 465 ff.
Die Notes on Sessil-eyed Crustaceans, with
Description of a new Spcies von Th. R. R. Steb-
bing beziehen sich auf eine neue Caprella-art, Stimpsonia
chelifera Spence-Bate, Cyclura venosa, Arcturus linearis
und gracilis, und Callimerus acudigitata; Ann. a. Mag. Nat.
Hist. 1878. I. p. 31 ff. PL V.
Deep-Water Fauna of Lake Michigan, by P.
R. Hoy; Transact. Wiscons. Acad. 1870—72. p. 98 ff. Von
Crustaceen fanden sich Mysis diluvianus Stimps., Gamma-
rius Hoyi Stimps., brevistilus Stimps., filicornis Stimps.
vor; dieselben scheinen neue Namen zu führen, sind aber
nicht beschrieben. Das Vorkommen der marinen Gattung
Mysis (in Verbindung mit der marinen Fischgattung Triglo-
psis) veranlasst Hoy zu dem Schlüsse, dass der Michi-
gan See früher mit dem Ocean in Verbindung stand und
salziges Wasser besass.
Intorno alFesistenza della Fauna pelagica od'alto
Lago anche in Italia. Lettera del Prof. P. Pavesi. Bull.
Ent. It. IX. p. 293 ff. Pavesi fand in den Seen Ober-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 245
Italiens Leptodora hyalina, Bythotreplies longimanus, Dapli-
nia galeata, hyalina, fleterocope robiista, letztere aiisscliliess-
lich im Lng-aner See.
W. V. Natliusius-Königsborn stellt in seinen Un-
tersuchungen über nicht celluläre Organismen,
namentlich Crustaceenpanzer, Molluskenschalen
und Eihüllen, Berlin 1877, eigenthümliche Ansichten über
den Bau des Panzers verschiedener Crustaceen auf, an dem er
eine „Wabenschicht" unterscheidet; vgl. auch den folgenden.
A. Batelli behandelt in einer „Di alcune special!
produzioni dermiche in certi Crostacei bra-
chiuri" betitelten Mittheilung des Bullet. Soc. Ent. Ital.
1877. p. 84 ö*. Tab. IL das Vorkommen von schuppen-
artigen Bildungen auf dem Panzer von 10 kurzschwänzigen
Krebsen.
P. Mayer macht Carcinologische Mittheilun-
gen; Mitth. Zool. Station Neapel I. p. 40 ff., 165 ff., Taf.
I und V. (lieber die Drüsen an den Beinen der Phroni-
miden, die Gehäuse der Phronimiden, über einige
Jugendstadien von Penaeus Caramote, die Scheeren-
schwieleu von Heterograpsus Lucasii; Pennella und
Conchoderma, über den Hermaphroditismus bei
einigen Isopoden.)
J. Dogiel gibt eine Note über die Anatomie du
coeur des Crustaces; Compt. rend. LXXXII. p. 1117 ff.
1161 f. Wichtiges enthält dieselbe nicht. Ausser Muskel-
bündeln, deren Elemente durch Bindegewebe zusammen-
gehalten werden, finden sich in der Herzwand apolare
Ganglienzellen und ein Balkenwerk von Bindegewebs-
strängen, die die Herzwand an das sog. Pericardium und
z. Th. an das Körperintegument befestigen. Die drei Paare
seitlicher Oeffnungen, die seit langer Zeit bekannt sind,
sind mit einem Schliessmuskel versehen, während die
mediane vordere Oeffnuug Klappen trägt, die das Zurück-
strömen des in die Aorta getretenen Blutes verhindern.
In dem sog. Pericardium finden sich ebenfalls Muskeln
und Nerven, und wenn das Nervensystem durch Elektricität
gereizt wird, so bleibt das Herz eine Zeit lang in der
Diastole; denselben Erfolg erzielt man durch Reizung des
246 Bertkau: Bericht üb. d. wissenscliaftl. Leistungen
Pericardiums ; wird aber das Herz selbst gereizt, so verbleibt
es in der Systole. Hieraus schliesst Dogiel, dass die
Muskeln des Pericardiums als Dilatatoren den Muskeln des
Herzens (Contraktoren) entgegen wirken. (Der Vergleich
mit den „Flügelmuskeln" der Insekten wird nur erklär-
lich aus der Unkenntniss der neueren Arbeiten über diesen
Gegenstand. Refer.)
Vgl. desselben De la Structure et desFonctions du
Coeur des Crustaces. Archives de Physiologie. 1877. p. 401 ff.
F. Plateau macht eine Communication preli-
minaire sur les mouvemeuts et l'innervation de
l'organe central de la circulation chez les ani-
maux articules. Bull, de l'Acad. roy. de Belgique (2)
t. XLVI. Nr. 8; aoüt. 1878. Die Beobachtungen wurden
an Astac. fluviat. und Carc. maenas angestellt und ergaben,
dass trotz der geringen Länge des Herzen dieser Crusta-
ceen dennoch eine Contractionswelle über dasselbe von
hinten nach vorn verlaufe; die Temperatur übt insofern
einen Einfluss, als bei höherer Temperatur die Diastole
kürzer, und die Systole länger wird; dabei werden bis zu
einem gewissen Grade die Pulsationen häufiger, um jenseits
dieses Temperaturgrades (über 30^!) wieder abzunehmen.
Schliesslich wird der Einfluss verschiedener Gifte geprüft.
G. Brown Goode. The voices of Crustacea.
Proc. U. S. Nat. Mus, 1878. p. 7 f.
F. Müller sucht in der Zeitschr. wiss. Zool. XXX.
p. 163 ff., gegenüber den von verschiedenen Seiten geäus-
serten Zweifeln wahrscheinlich zu machen, dass die von
ihm in seiner Schrift ,,Für Darwin" demPenaeus zugeschrie-
bene Naupliusform wirklich dieser Gattung angehöre,
und somit auch Decapoden mit Naupliusstadium existiren.
Dagegen zeigt Spence Bäte in den Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) II. p. 79 ff., dass eine solche Wahrscheinlichkeit,
geschweige denn Sicherheit, nicht vorliege; die von Müller
beobachtete Naupliusform kann einer mit Euphausia ver-
wandten Gattung, ebensogut aber auch einem Rhizocephalen,
von denen wir noch wenig wissen, angehören. Die letzte
Bemerkung giebt Herrn Giard Gelegenheit, auf seine Ver-
dienste um die Erforschung der Naupliusformen verschie-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 247
dener Suctoria hinzuweisen und ferner nochmals darauf
aufmerksam zu machen, dass alle diese Nauplius vorn zwei
hornähuliche Fortsätze besitzen, in die 2 Drüsen einmünden.
Da diese dem von Müller beschriebenen Nauplius fehlen,
so kann derselbe keinem schmarotzenden Cirripeden an-
gehören; ebenda p. 233 f.
C. Claus. Untersuchungen zur Erforschung
der genealogischen Grundlage des Crustaceen-
Systems. Ein Beitrag zur Descendenzlehre. Mit 19 Tafeln
und 25 Holzschnitten. Wien, Carl Gerold's Sohn, 1876.
Diese bereits im vorigen Bericht (1876. p. 218 (10)) ange-
führte, aber nicht besprochene Arbeit eines Forschers, der
der vorstehenden Klasse seit einer langen Reihe von Jahren
fast ausschliesslich seine Specialstudien .zugewandt hat,
ist in zweifacher Beziehung von Interesse, indem nämlich
einmal über manche bis dahin dunkele Punkte, namentlich
in der Entwickelungsgeschichte, Licht verbreitet, und ferner-
hin das bekannte empirische Material, das Claus vielleicht
wie kein Anderer beherrscht, zur Ermittelung der natür-
lichen systematischen Verwandtschaft verwerthet wird.
In erster Hinsicht sind folgende Punkte zu erwähnen. Bei
einigen Decapoden (Penaeus?) und Schizopoden (Euphausia)
geht die Entwickelung des Leibes im Zoea-stadium nicht
wie Müller gewollt hatte, in der Weise vor sich, dass
sich der Mittelleib zwischen Vorder- und Hinterleib ein-
schiebt, sondern von vorn nach hinten, indem sich ein
Stadium vorfand, in welchem hinter den freiliegenden kur-
zen Segmenten des Mittelleibes, die sich schon in einem
früheren Stadium gesondert haben, die Anlagen der Ab-
dominalsegmente unter der Cutikula deutlich hervortreten,
und alle Anzeichen sprechen dafür, dass diese Larven pa-
lingenetisch, diejenigen Zoea-formeii hingegen, die in voll-
kommenerem Zustande das Ei verlassen, känogenetisch
sind. Daher ist auch wahrscheinlich, dass die 3 Haupt-
formen der Zoea keineswegs von einer nach verschiedenen
Richtungen fortschreitenden Ausbildung der „Zoeakrebse"
direkt abzuleiten sind. Bei den Larven der Euphausia
werden die Pleopoden vor den Pereiopoden angelegt; Ser-
gestes durchläuft bei seiner Entwickelung folgende Stadien:
248 Bertkau: BericM üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Protozoea, Zoea (= Elapliocaris Dobrn), Mysisstadium
(= Acantliosoma Claus), Mastigopus, Sergestes ; Leueifer
verharrt gewissermassen auf dem Mastigopus-stadium. Bei
manclien Garneelen sind eigentlich 6 Pereiopodenpaare vor-
handen, indem auch das dritte Kieferfusspaar ein Gehfuss-
paar ist. Weiterhin werden sehr schätzenswerthe Daten
über die Organisation der Nebalia und den Entwickelungs-
gang der Cirripedien mitgetheilt. Das Auffinden von Zwi-
schenstadien in der Ontogenie der Malakostraken machte
die Aufstellung zweier neuer Namen (Protozoea und
Metanauplius) nothwendig. Die Schlüsse, zu denen nun
Claus hinsichtlich der Phylogenie der Crustaceen gelangt,
sind folgende. Als Urmalakostrake wird eine Form betrachtet,
die ausser den Pereiopoden bereits Pleopoden besass und
auch Nebalia den Ursprung gab, und nebst den Phyllo-
poden dem U r k r e b s e oder Urphyllopoden entstammte,
welcher letztere indess keine ausgeprägten Blattfüsse be-
sass, sondern Füsse, welche die Mitte hielten zwischen
den letzteren und den Spaltfüssen. Einigermassen wenig
veränderte Nachkommen dieser Urform sind die fossilen
Hymenocaris, Peltocaris, und bilden bei Claus nebst den
räthselhaften Trilobiten, Merostomen und Xiphosuren die
Gruppe der polygnathen Crustaceen (mit denen die Arach-
niden in näheren Zusammenhang gebracht werden), wäh-
rend die meisten der heutigen Crustaceen zu den mono-
gnathen gehören. Der von dem Urphyllopoden abstam-
mende Urmalokostrake wird, wie schon oben bemerkt, mit
Thorakal- und Abdominalfüssen charakterisiert, was durch
den Hinweis auf die Megalopa der Brachyuren, die Am-
phipoden, Stomatopoden und Garneelen gerechtfertigt wird.
Auch werden die Segmentierung des Leibes, und gewisse
innere Organisationsverhältnisse genauer reconstruirt (die
2. Antenne vom unteren Schlundganglion innerviert; viel-
kammeriges Herz). Da die Copepoden und Malakrostraken
(Penaeus) den Metanauplius mit 7 Gliedmassen besitzen,
so nimmt Claus an, dass sich diese beiden Gruppen erst
auf der Stufe der Protozea oder des Cyclops getrennt haben
(vgl. übrigens wegen des Nauplius des Penaeus oben, p. 246
(28) Spence Bäte u. s. w.). Als nahe Verwandte der
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 249
Copepoden sieht Claus ferner, seinen früheren Anschauungen
getreu, die Cirripdien an, olme iudess diese seine An-
sicht durch neue und unwiderlegliche Gründe zu stützen.
Die gemeinsame Urform heider war bereits getrennt- ge-
schlechtlich in gewissem Grade (die Reserve, mit der Claus
sich ausdrückt, ist etwas umständlich) und der Herma-
phroditismus der Cirripedien hat sich daher erst nach der
Spaltung beider Ordnungen entwickelt. Von den Phyllo-
poden stammen die Ostracoden direkt ab und verdanken
wesentliche Züge ihres Baues der engen Anpassung an
die Schalen; am nächsten mit ihnen verwandt sind die
Asteropiden und Cypridiniden. Ihr Schwanzende entspricht
dem Furcalabschnitt der Phyllopoden. Durch die Jugend-
zustäude verrathen die Cladoceren eine engere Verwandt-
schaft mit den Esther iden.
A Catalogue of British Fossil Crustacea, with
their Synonyms and the rang in time of each Genus and
Order by H. Woodward, London 1877, zählt 197 Gattungen,
1051 Arten auf, die grösstentheils den Trilobiten und Ostra-
coden auffehören.
Decapoda.
Zur Entwickelung sgeschichte der Dekapoden. Von
Dr. Paul Mayer. Jen. Zeitschr. Naturw. XI. (N. F. lY) p. 188 ff.
Taf. XIII — XV. Die Entwickelungsgeschichte wurde vorwiegend an
Eux)agurus Frideauxii Leach verfolgt; nebenher werden auch einige
andere Dekapoden zum Vergleich herangezogen. Die Ovarien enthalten
ausser den Eiern Follikelzellen, die beide wahrscheinlich aus dem Epi-
thel der Eierstockswandung enstanden sind. Anfangs ist das Ei eine
echte Zelle mit Protoplasma, Kern und Kernkörperchen ; später
nimmt es Deutoplasma auf, das sich vprwiegend im Umfange an-
sammelt und aus einer Grundsubstanz mit kleinen darin eingebetteten
Kügelchen besteht. Besondere Zellen, die dasselbe liefern und dabei
zu Grunde gehen, sind nicht vorhanden ; auch wird die Deutoplasma-
masse im Eie des Pagurus dem Protoplasma nicht apponirt, wie
Waldeyer für das Ei der Astacus behauptet hatte. Das Proto-
plasma umgiebt den Kern und strahlt in die Deutoplasmamasse
in netzaderig verbundenen Zügen aus. Es besitzt nur eine Hülle,
von der es zweifelhaft ist, ob sie als Dotterhaut oder Chorion zu
250 Bertkau: Bericht üb. d. wissen scbaftl. Leistungen
bezeichnen ist und für die daher der neutrale Name „Eihülle" vor-
geschlagen wird. Vom Männchen werden die Spermatophoren äusser-
lich an das Weibchen angeheftet, meist in der Nähe der Geschlechts-
öffnung, wo dieselbe platzen und ihren Inhalt (wahrscheinlich) in die
Ovarien wandern lassen, um die in diesem Stadium noch mit keiner
Hülle versehenen Eier zu befruchten. Die Spermatozoen besitzen
einen Kopf mit drei starren Fäden und einem deutlich von dem-
selben abgesetzten Schwanz. Zu einer gewissen Zeit verschwindet
der Kern des Eies, indem er sich in dem umgebenden Plasma auf-
löst (nicht auswandert, wie für die Eier mancher Mollusken, Echi-
nodermen behauptet worden ist). Ob dieses Verschwinden des
Kernes die Folge der Befruchtung ist, Hess sich nicht entscheiden;
jedenfalls verlässt das Ei als kernlose Cytode das Ovarium, um
mittels des Secretes von am Schwänze befindlichen Kittdrüsen am
Leibe befestigt zu werden. In demselben tritt nach einiger Zeit
wieder ein Kern auf, ohne dass dessen Entstehungsweise hätte
ermittelt werden können. Dann theilt sich der Kern wiederholt,
bis 8 Kerne entstanden sind, die sich mit eben so vielen Protoplasma-
höfen umgeben; erst dann tritt die eigentliche Furchung ein, indem
zunächst 2 Halbkugeln, dann 4 Quadranten, 8 Oktanten entstehen;
das Auftreten eines Richtungsbläschens wurde bei diesem gesammten
Vorgange nicht beobachtet. Mit der nun folgenden Theilung in 16
Zellen tritt eine Sonderung des Protoplasmas und Deutoplasmas ein,
indem sich ersteres an den Umfang begiebt, letzteres sich im Centrum
ansammelt und die Zellgrenzen nach der Mitte hin undeutlich macht.
Unter weiter fortschreitender Theilung werden die Zellen platter
und platter und berühren einander zuletzt bei ihrer linsenförmigen
Gestalt nur noch an den scharfen Rändern; die Bildung des Blasto-
derms ist vollendet, wenn sich das Ei 8 Mal gefurcht hat, und die
Zahl der Blastodermzellen theoretisch demnach 256 sein würde. Die
Blastodermzellen scheiden dann eine Chitinhaut ab, an der die Be-
zirke der einzelnen betheiligten Zellen nicht sichtbar sind, die viel-
mehr ganz homogen ist. Während der ganzen hier kurz geschil-
derten Entwickelung erfährt das Ei (wahrscheinlich durch Wasser-
aufnahme) eine- nicht unbedeutende Grössenzunahme. Nachdem sich
so eine Perimorula gebildet hat, beginnt die Entstehung der Keim-
anlage, indem die Zellen des Blastoderms au einer nicht zu bestim-
menden Stelle (wahrscheinlich durch Zusammenrücken) epithelartigen
Charakter annehmen; diese Stelle war schon Rathke und Lere-
boullet bekannt und von denselben Keimscheibe, tache blanche,
genannt worden. An dieser Stelle tritt ferner eine sich allmählich vertie-
fende (doch nicht tiefer als Ve ^^^ Eidurchmessers in den Dotter vor-
dringende) Einstülpung auf, die sich zum späteren Enddarm umwandelt,
während die Oeffnung derselben der After wird. Dieses Stadium
wird (in etwas gezwungener Weise) als die Perigastrula gedeutet.
1
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 251
Der ursprünglich kreisförmige weisse Fleck sendet nun jederseits
einen flügeiförmigen Fortsatz aus, indem sich die Umwandlung der
flachen Blastodermzellen in epithelartige auch auf jene Stellen aus-
dehnt; gleichzeitig ist eine ähnliche Umwandlung an zwei zu dem
weissen Fleck symmetrisch gelegenen Stellen aufgetreten, die weiter
um sich greift, und zunächst eine Verbindung jeder der beiden letzt-
genannten mit dem weissen Fleck und dann der ersteren unter ein-
ander zu Wege bringt; dieselben stellen die Augenanlagen vor. Durch
den genannten Vorgang sind an dieser Stelle die Blastodermzellen
sehr zusammengedrängt, während sie dafür au der gegenüberliegenden
(späteren Rücken-) Seite sehr ausgedehnt werden^ ohne dass es jedoch
zu einem Riss des Blastoderms hier kommt. Die Umwandelung der
letzteren in Zellen des Hautsinnesblattes geht natürlich nicht ohne
Zellvermehrung und Wachsthum vor sich, erfolgt aber erst zu einer
Zeit, wo schon der Magen und das Herz angelegt ist, und sie von
diesem Organe genährt werden (nicht von dem Dotter, zu dem sie
jede Beziehung aufgegeben haben). Die Anlage des Mesoderras geht
vom Ektoderm aus und zwar von der vorderen Hälfte des Gastrula-
mundes, von wo aus sich dasselbe (durch einen mir nicht klar ge-
wordenen und mit den Figuren im Widerspruch stehenden Vorgang)
auf die Anlagen des Vorderkopfes fortsetzt, so dass die Anlage des
Mesoderms eine einheitliche ist. Noch vor dem Mesoderm hat sich
indess das Entoderm gebildet. Als solches bezeichnet nämlich Mayer
nicht die Wand des eingestülpten Theiles des Blastoderrnes (also die
spätere Darmwandung), die er vielmehr noch Ektoderm nennt, sondern
erst von diesem her gebildete Zellen. Von dem Grunde (d. h. der tiefsten
Stelle) der Einstülpung gehen nämlich Kerne aus, die durch Fort-
sätze mit einander und mit den Zellen, denen sie ibren Ursprung
verdanken, in Verbindung treten und sich durch den ganzen Dotter-
raum verbreiten; diese Bildung l)eginnt vor Bildung des Mesoderms ;
es entsteht eindessen „als zusammenhängendes Blatt erst dann,
wenn das Mesoderm als ein solches vorhanden ist, wiederum vom
Hinterdarm aus, mit dem es vielleicht von Anfang an in offener Ver-
bindung steht. Der Dotter liegt von vorneherein im Magen und
wird dort geradezu verdaut. Am Rücken des Embryo bleibt er
lange Zeit hindurch nur von dem sehr flachen Blastoderm bedeckt,
üeberhaupt gewinnt der Embryo dort in: allen seinen Blättern zu-
letzt seine definitive Gestalt; heterochronisch begünstigt sind dagegen
in der Entwickelung Augen, Beine und Ganglien". Zum Schluss
bespricht (und bildet ab) Mayer eine Anzahl von Schwanzflossen ver-
schiedener Decapoden-Zoeen und zeigt, wie die Zahl der Borsten
an denselben bei der Mehrzahl 7 beträgt.
C. Grobben's Beiträge zurKenntniss der männlichen
Geschlechtsorgane der Decapoden nebst vergl. Bemer-
kungen über die der übrigen Thoracostraken, Arbeit, d.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. R
252 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Zool. Inst. Wien. I. p. 57—150, mit 6 Taf. Habe ich nicht näher
einsehen können.
M. Braun. Zur Kenntniss des Vorkommens der
Speichel- und Kittdrüsen bei den Decapoden. Arbeit, zool.
zoot. Inst. Würzburg III. p. 472 ff. Taf. XXI. Braun weist das
Vorkommen von Speicheldrüsen in dem Munddarm, der Oberlippe
und den Maxillen von Decapoden und Stomatopoden nach; ferner
Kittdrüsen in dem Hinterleibe und an dessen Anhängen, wo sie bei
den Weibchen zur Befestigung der Eier dienen.
C. Fr. W. Krukenberg. Zur Verdauung bei den Krebsen.
Unters, phys. Inst. Heidelberg II. p. 261 ff.
E. Yung. De la structure intime du Systeme nerveux
central des Crustaces decapodes. C. R. Ac. Sc. Paris. LXXXVHI. p. 240 ff.
Spence Bäte macht nach Po wer 's Sammlungen auf Mau-
ritius die Larvenzustände bekannt, in denen die Jungen folgender
Decapoden das Ei verlassen: Palaemon, Hippolyte, Caradina, Oran-
gen, Alphaeus, Homaralphaeus n. g., Homarus, Stenopus, Hyme-
nocera, Palinurus, Squilla, Astacus; keine dieser Larven hat die
Naupliusform.
Ad. Targioni-Tozzetti. Zoologia del viaggio intorno
al globo della Magenta, Orostacei brachiuri e anomuri.
Firenze 1877. (Habe ich nicht eingesehen).
Brachynra.
W. Tscherniawsky. Megalopowidnija litschinka etc.
(Die Megalopa-Larven der Krabben); Arbeit, d. Russ. Ent. Gesellsch.
XI. Nr. 2 p. 51 — 96. Neue Gattungen: Protomonolepis, Paramono-
lepis, Protodesmarestia, Dohrnia, Spinaria, Cyllenula, Tricuspidella,
Acanthotriloba, Quadriloba, Hemisphaeriura, Hyadella; ausserdem 12
n. A. (nach Zool. Anz. II. p. 219).
Grapsidae. E. J. Miers giebt in den Ann. a. Mag. Nat. Hist.
1878. I. p. 147 ff. eine Revision of the Plagusiinae, d. h. der
Gattungen Plagusia und Liolophus; die erstere enthält 7, die letztere
3 Arten.
Pseudograpsus erytliraeus (Rothes Meer); Kossmann, Zool.
Ergebn. etc. Malacostr. p. 61 tab. I. fig. 5 und dies. Archiv. 1878. p. 255.
Goniograpsus pulcher (Magdalena Bay) ; Loc kington, Proc.
Cal. Ac. Sc. Vn. p. 152.
Heterograpsus Lucasii ^ M. E. hat ausser den von Rizzi ent-
deckten häutigen Blasen an den Scheeren, die nach P.Mayer (Mitth.
d. Zool. Stat. Neapel. Bd. I. Heft 1. p. 51) aus welligen Chitin-
lamellen mit eingesprengten Ohitinkörnern bestehen, unterhalb
der Augenhöhle eine Leiste mit 2 Knöpfen und eine zweite Leiste
mit horniger Bekleidung an der umgebogenen unteren Vorderecke
des Armgliedes der Scheeren. „Diese letztere Leiste gleitet über
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 253
jene beiden Knöpfe mit Leichtigkeit nach vorn, wird aber bei der
Rückbewegung von ihnen festgehalten.'- Hilgendorf, Sitzber. Ges.
naturf. Freunde. Berlin 1878. p. 185.
Sesarma taeniolata (Philippinen ; verwandt mit S. tetragona F.,
oberer Rand der Hand mit einer kammähnlichen Längsleiste; beweg-
licher Finger mit einer longitutinalen Leiste auf der Oberseite, die
ungefähr 16 Querstreifen hat); E. J. Miers, Proc. Zool. Soc. London
1877. p. 137. Anmerk.
Ocypodidae. Gelasimus rectüatus (? vielleicht reticulatus?;
Californien) p. 148, crenulatus (San Diego) p. 149; Loc kington,
Proc. Cal. Ac. Sc. VIT.
G. annulipes var. dlhimana (Rothes Meer); Kossmann,
Zool. Ergebn. etc.
Go7ioplacidae. Discoplax Pagenstecheri (Südsee); Kossmann,
dies. Archiv. 1878. p. 255.
Pinnotheridae. Tuhicola (n. g.; carapace extremely broad;
fourth pair of iegs much elongated; fifth pair rudimentary) longi'pes
(Tomales Bay, in der Röhre eines nicht näher bezeichneten Anne-
liden); Loc kington Proc. Calif. Acad. Sei. VII. p. 55. Derselbe
stellt die Art später (p. 156) in die Gattung Pinnixa.
Elamena pro^Mcto (Wellington, Neu Seel.); Kirk, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) IL p. 466.
Pinnotheres angelica (Angeles Bay); Lockington, Proc. Cal.
Ac. Sc. YII. p. 154.
Vmmxdi ij) nitida (Angeles Bay); Lockington, Proc. Cal. Ac.
Sc. VII. p. 125.
Portunidae. Carcinus maenas von den Hawaii'schen
Inseln; Street s, Amer. Natur. XI. p. 241.
J. van Rees theilt die Resultate der von ihm angestellten
Experimente Over luchtademing van Carcinus Maenas mit;
Dissert. Utrecht, L. C, Bosch en Zoon 1878.
Eucrate (?) Californiensis (San Diego); Lockington, Proc.
Cal. Ac. Sc. Vn. p. 33.
Amphitrite Edwardsii (Mazatlan); Lockington, Proc. Cal.
Acad. Sc. VII. p. 43; paucispmis (Californien) p. 107.
AI. Bittner macht neue Funde^des Phymatocarcinus
speciosus Beuss aus dem Leithakalkconglomerat bei Baden bekannt,
die sehr wahrscheinlich machen, dass die Art generisch von Daira
de Haan nicht zu trennen ist; Sitzber. Kais. Ak. "Wiss. Wien. 75.
1. Abth. p. 435 £f. mit 1 Taf.
Eriphidae. Auf Menippe Fornasinii JB«awc. gründet Hilgendorf
die Untergattung Myomenippe\ Monatsb. K. Pr. Ak. Wiss. Berlin.
1878. p. 795. Eine neue Art derselben Untergattung ist M. dupli-
cidens von Südcelebes, derselbe ebenda, p. 796, Anm, 1.
254 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Acanthus (n. g. prope Pilumnus) spino-hirsutus (! San
Diego); Lockington, Proc. Calif. Acad. Sei. VII. p. 32.
Pilumnus hrachytrichus (Rothes Meer); Kossmann, Zool.
Eigebn. etc. Malacostr. p. 39 ; Paragalene (n. g., die drei Gattungen
Menippe, Galene und Pilumnus mit einander verkettend) neapolitana
(Mittelmeer); Derselbe, dies. Archiv. 1878. p. 254.
Pilumnus longicornis (Inhambane); Hilgendorf, Monatsb. K.
Pr. Ak. Wiss. Berlin 1878. p. 794. Taf. I. Fig. 8, 9.
Cancridae. Heteractaea (n. g.; forma ut in Actaea, sed cum
hiatu externo orbitae; margo inferior orb. in lobos duos divisus;
abd. maris quinque-articulatum) pi'Zosws (! San Jose Xsl.); Lockington,
Proc. Calif. Ac. Sc. YII. p. 97.
Actaeodes Mexicanus (Mazatlan) p. 42 , xantJio (San Jose Xsl.)
p. 103; Lockington, Proc. Cal. Ac. Sc. VII.
Chlorodius Fischen (Californien) ; Lockington, Proc. Cal.
Ac. Sc. VIX. p. 104.
Leptodius Coöksoni (Charles Isl., Galap.); E. J. Miers, Proc.
Zool. Soc. London 1877. p. 72.
Actaea memidricus (Mulege Bay, Cal.); Lockington, Proc.
Cal. Ac. Sc. VII, p. 97.
Lophactaea Hellen (Rothes Meer); R. Kossmann, Zool.
Ergebn. etc. Malacostr. p. 21. tab. I. Fig. 2 und dieses Archiv, 1878.
p. 251.
Psaumis (n. g., Actaeae pars; ant. ext. art. I. marginem post-
orbitalem non attingit) glabra (ibid.); derselbe ebenda p. 27, tab. I,
Fig. 4, tab. III, Fig. 11, und dies. Arohiv 1878, p. 252.
Atergatis cristatissimus (script.-o; LaPaz, Cal.); Lockington,
Proc. Cal. Acad. Sc. VII. p. 41.
Xantho spini-tuberculatus (1 Santa Rosa); Lockington, Proc.
Calif. Acad. Sc. VIL p. 31; multidentatus (! Mazatlan); p. 42; tenui-
dactylos (! v. hybr.; La Paz), grandimanus (ibid.) p. 98; derselbe
ebenda.
Xanthodes latimanus (San Diego), HempMllii (Monterey) p. 31,
leucomanus (! vox hybrida; Monterey und Ssin Diego), novem-dentatus
(San Diego) p. 32, angustus (Magdalena Bay) p. 100, Lockington,
Proc. Cal. Ac. Sc. VII.
Epixanthus nigosus (Rothes Meer; E. corroso A. M. affinissi-
mus, sed tota superficiei dorsalis parte anteriore rugosus); Koss-
mann, Zool. Ergebn. etc. Malacostr. p. 36 und d. Archiv, p. 253.
Liomera Edwardsi (Rothes Meer); Kossmann, Zool. Ergebn.
etc. Malacostr. p. 28 und d. Archiv. 1878. p. 262.
Panopaeus purpureus (La Paz, Cal.); Lockington, Proc.
Cal. Ac. Sc. VIL p. 101.
Piatyp es (n. g.! v. hybr.; „Rostrum simple, post-and
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 255
pre-orbitul spines wanting, hinder feet laminate" ist die ganze Dia-
gnose; in welche Familie?) edentata (Mazatlan); Lockington, Proc.
Calif. Acad. Sc. VII. p. 41.
Majacea. Podopisa (n. g. ; Antennen nicht vom rostrum be-
deckt; von Pisa durch die sehr langen Beine abweichend) Petersii
(Mo^ambique); Hilgendorf, Monatsb. K. P. Ak. Wissensch. Berlin.
1878. p. 785. Taf. I. Fig. 1—5.
Lambrus frons-acutis (San Diego); Lockington, Proc. Cal.
Ac. Sc. VII. p. 31.
Mithrax triangularis var. africana (Rothes Meer); Koss-
mann, Zool. Ergebn. etc.
Pisoides (?) tumidus (San Diego); Lockington, Proc. Ca).
Ac. Sc. VII. p. 30.
Microrrhynchus HemphilUi (San Diego); Lockington, Proc.
Cal. Ac. Sc. VIL p. 30.
Inachus tubercidatus (San Diego); Lockington, Proc. Calif.
Ac. Sc. VII. p. 30.
Acanthonyx elongatus (Rothes Meer); E. J, Miers, Proc.
Zool. Sog. London. 1877. p. 673. PL LXIX. Fig. 1.
Oxystomata. Äetaeomorpha (n. g. ; cephal. margo antero-
lateralis armatus ut in Camcroideis; frons lata^ antice ieviter con-
cava; ant. ext. articulus basalis cum margine inferiore orbitae con-
natus, flagella nulla; orbita perfecte pednnculo oculorura impleta,
Cornea raargine exter. orbitae obtecta; . . . .) erosa (Port Curtis,
Austr., vom Ansehen einer Actaea granulata); Miers, Journ. Linn.
Soc. XIII. Zoology Nr. 67. p. 183 ff. PI. XiV. Fig. 1—6.
Myra subgranulata (Rothes Meer); Kossraaun, Zool. Ergebn.
etc. Malacostraca und dies. Archiv 1878. I. p. 256; coalita (Zanzibar);
Hilgendorf, Monatsb. K. Pr. Akad. Wiss. Berlin. 1878. p. 812.
Taf. I. Fig. 6, 7.
Ebalia orientalis (Rothes Meer); Kossmann, Zool. Ergebn.
etc. Malacostr. p. 65. Tab. I. Fig. 6 und dies. Archiv. 1878. 1. p. 256.
Dromiadae. Epidromia (n. g., cephaloth., praesertim dimidio
anteriore, valde convexus, margo antero-lateralis usque ad angulum
labialem productus; palatum coUiculo instructum; pedes Cryptodro-
miae similes) gramdata (Rothes Meer); Kossmann, Dies. Archiv.
1878. I. p. 256.
Dromia (Cryiitodromm) j^entagoncdis (Mogambique); Hilgen-
dorf, Monatsb. Kgl. Pr. Akad. Wiss. Berlin. 1878. p. 814. Taf. H.
Fig. .1, 2.
Porcellanidae. W. N. Lockington macht Remarks upon
the Porcellanidea of the West-Coast of North America;
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 394 ff. An der genannten Küste
sind 16 Arten dieser Familie aufgefunden, von denen 12 zur Gattung
Petrolisthes, 2 zu Pachycheles, je 1 zu Porcellana und Polyonyx
256 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
gehören. Von denselben werden 9 als neu betrachtet: Petrolisthes
hirtipes p. 397, crenulatus p. 398, (Pisosoma) sinuimanus p. 401,
gibbosicarpus, setimanus p. 402, hiocellatus p. 403, tubercuUpes p. 404;
Porcellana transversiUneata; Polyonyx nitidus p. 405.
Porcellana (Petrolisthes) Mossamhica; Hilgendorf, Monatsb.
K. Pr. Ak. Wiss. Berlin. 1878. p. 825. Taf. II. Fig. 7.
Macrura.
Remarks upon the Thalassinidea and Astacidea of
the Pacific Coast of North America, with Description of
a new Species. By W. N. Lockington. Ann. a Mag. Nat. Hist.
1878. II. p. 299.
Hippidae. S. J. Smith berichtet über die Lebensweise und
Jugendzustände von Hippa talpoida. Trane. Connect. Acad. III.
p. 311 ff. PI. XLV— XLVIII. Diese Art lebt an der Ostküste der
Vereinigten Staaten von Cap Cod südlich bis zur Westküste Florida's
(Egmont Key), und zwar nahe der Fluthgrenze im Sande, in den sie
sich geschickt eingräbt. Im Monat August haben die Weibchen
Eier. Das jüngste Larvenstadium wurde nicht frei beobachtet; der
älteste, noch vom Ei umschlossene Embryo zeigte eine Zoea-form,
die sich von dem (als zweites Zoea-stadium bezeichneten) jüngsten
frei schwimmend beobachteten Stadium nur durch geringere Ent-
wickelung des rostrum und Fehlen der Seitenhörner am hinteren
Ende des Rückenschildes auszeichnet. Aus dem zweiten Zoea-
stadium geht die Larve in ein drittes und viertes über, und wird
dann dem geschlechtsreifen Thiere in der Gestalt ähnlich, mit dem
Unterschiede jedoch, dass die Augen sehr gross sind und das Stadium
also dem Megalops-stadium der Brachyuren ähnlich ist; als solches
wird es denn auch bezeichnet, und daraus die Zugehörigkeit von
Hippa zu den Brachyuren gefolgert. — Die Mundtheile des ent-
wickelten Thieres sind nach Smith von den bisherigen Forschern
nicht richtig gedeutet worden. Sie bestehen aus Oberlippe, Man-
dibeln, 2 Maxillenpaaren und Unterlippe. Die Mandibeln tragen an
ihrer Basis, auf der Oberseite, einen Palpus, der an seinem umge-
falteten Ende die Basis der Oberlippe umschliesst. Die erste Ma-
xille ist in zwei Lappen getheilt, deren innerer (und unterer) lang
gestreckt eiförmig ist; der äussere ist sehr schmal und trägt an
seiner Basis den gekrümmten, kurzen Palpus. Der Bau des zweiten
Maxillenpaares bietet Nichts besonders Bemerkenswerthes. Die
Mundtheile von Remipes sind im Allgemeinen ähnlich gebaut, zeigen
aber im Einzelnen einige Verschiedenheiten, die namentlich an dem
inneren Lappen der ersten Maxille auftreten, dessen innerer Rand
mit 7 starken Zähnen besetzt ist.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 257
Pagnridae. Eine Mittheilung von Semper über die Lunge
von Birgus latro (Zeitschr. wiss. Zool. XXX. p. 282 fif.) zeigt, dass
bei diesem Macruren Respiration und Kreislauf z. Th. ähnlich den von
Jobert geschilderten Verhältnissen bei Landkrabben ist; s. d. Ber.
1876. p. 220 (12). Bei B. latro ist oberhalb der Kiemen eine ge-
räumige Höhle (Lungeuhöhle), deren oberes Dach von der gewöhn-
lichen Hautduplikatur des Rückenintegumentes gebildet wird; dieses
biegt sich an den Seiten in einem sehr spitzen Winkel um und reicht
bis fast ans obere Ende der äusseren Kieme ; von der inneren Kör-
perwaud her kommt diesem Theil eine kleinere Duplikatur entgegen,
so dass nur ein schmaler Spalt übrig bleibt, der von unten in die
Luugenhöhle hineinführt. Die Innenwand des oberen und ein Theil
des unteren Lungendaches ist mit verzweigten Bäumchen von sehr
dünner Cutikula besetzt, in denen sich die Zweige der 3 Hauptäste
eines von vorn eintretenden, venöses Blut führenden Gefässstammes
vertheilen und in ein Lacuuensystem auflösen. Aus demselben sam-
meln sich wieder kleinere Gefässe zu einem grösseren Stamme, der
das arteriell gewordene Blut zum Herzen führt. — Von der oben
citirten Arbeit Jobert 's scheint Semper keine Kenntniss gehabt
zu haben; vgl. auch J. v. Rees: Over luchtademing van Car-
cinus Maenas; Dissertat. Utrecht, 1878.
Aut. Zinconi. Studio sugli organi genitali maschili
del Pagurus Prideauxii. Napoli. 1877. 18 pp., Itav. Zinconi be-
handelt die gröberen und feineren anatomischen Verhältnisse des
Hodens, die Entwickelungsgeschichte der Spermatozoen und Sper-
matophoren des genannten Krebses. Die Spermatozoen, an denen
der genannte Beobachter keine Bewegung wahrnehmen konnte, ent-
stehen aus einer Zelle, deren Kern sich zum Kopf, deren Plasma
sich zu den 4 Fortsätzen umbildet. In dem ductus ejaculatorius
werden mehrere Spermatozoen durch eine von den Epithelzellen ab-
geschiedene Substanz zu Spermatophoren vereinigt.
Pagurus deformis M. E. zeigt im männlichen Geschlecht
insofern eine Andeutung von Hermaphroditismus, als die weiblichen
Geschlechtsöffnungen an der Basis des 3. Beinpaares ebenfalls mar-
kirt sind, ein Fall, der mit weniger Regelmässigkeit bisher nur von
Astacus plebejus Hesse bekannt w^ar. Hilgendorf, Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde Berlin. 1878. p. 186 und Monatsb. K. Pr. Ak.
V^iss. Berlin. 1878. p. 818.
P. pavimentatus (MoQambique u. Japan); derselbe a. letz-
teren Orte p. 816. Taf. HI. Fig. 1—5.
Clibanarius Cayennensis (Cayenne; von allen anderen ameri-
kanischen Arten der Gattung verschieden durch die ungleich grossen
Hände (rechte grösser) und den Mangel von farbigen Ringen an den
Beinen) p. 657 PI. LXVI. Fig. 1, carnescens (ibid.) Fig. 2, speciosus
(Brasilien; von C. brasiliensis Dana verschieden durch die weit län-
258 Bertkau: Berieht üb. d. wissenscliaftl. Leistungen
geren Tarsen) Fig. 3, Lordi (Vancouver Isl.) Fig. 4, p. 658; E. J.
Miers, Proc. Zool. Sog. London. 1877; mediterraneus (Mittelmeer);
Kossmann, d. Arch. 1878. L p. 257; eurysternus (Mogambique);
Hilgendorf, Monatsber. K. Pr. Ak. Wiss. Berlin. 1878. p. 822.
Taf. IIL Fig. 9. 10.
Thalassinidae. Axius nodulosus (Vesterhavet, Dänem.); Mei-
nert, Naturli. Tidskr. XL p. 212.
Gebia rugosa (Meerbusen von Californien) ;' Lockington,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. IL p. 300.
Galatheidae. Mimida speciosa (Westküste Afrika's, 150 Faden
tief); V. Martens, Sitzungsb. Ges. Naturf. Freunde. Berlin. 1878.
p. 133.
Palinuridae. T. J. Parker macht in den Proc. Zool. Soc.
London. 1878. p. 292 Mittheilungen über das Stridulationsorgan von
Palinurus vulgaris, die man ebensogut in Landois' „Thier-
stimmen" nachlesen kann, s. auch ebenda p. 442. PI. XXX.
Palinurellus Gundlachi (Cuba); v. Martens, Sitzungsber. Ges.
Naturf. Freunde. Berlin. 1878. p. 131.
On the Willemoesia-Group of Crustacea. By C. Spence
Bäte, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) IL p. 273 ff. Für die merkwür-
digen blinden (oder vielmehr kleinäugigen) Tiefseeformen lang-
schwänziger Decapoden, von denen die erste durch Heller als
Polycheles, dann einige andere von Willemoes-Suhm als
Deidamia bekannt gemacht wurden, richtet Spence Bäte eine
besondere Gruppe unter eigenem Namen ein, deren systematische
Stellung wohl zwischen den Palinuridae und Astacidae ist. Der von
Willemoes gebrauchte Name kann allerdings nicht bleiben (vgl.
d. Ber. 1876. p. 228 (20)); aber die Gattung Deidamia ist nicht
identisch mit Polycheles Hell., wie Wood-Mason gemeint hatte,
oder vielmehr von den beiden Arten Willemoes-S uhm's fällt nur
einein die Heller'sche Gattung, die 2. (leptodactyla) bildet eine be-
sondere Gattung, für die der Name Willemoesla angenommen wird;
ausserdem unterscheidet aber Spence Bäte noch eine dritte Gattung
Pentacheles. Bei allen drei Gattungen fehlen die Augen übrigens
nicht vollständig, sondern sind nur stark reducirt und unbeweglich
geworden. Bei Polycheles und Pentacheles liegen dieselben in einer
Ausbuchtung des vorderen Schalenrandes, bei Willemoesia auf der
(nicht ausgerandeten) vorderen oder oberen Fläche. Bei Willemoesia
und Pentacheles haben alle Fusspaare, bei Polycheles nur die 4
vorderen Scheeren. Als neu werden beschrieben: Polycheles Helleri
(Kermadec Isl.) p. 277, baccatus (Fiji Isl.); Pentacheles laevis (Phi-
lippinen), Suhnii (Patagonien) p. 278, gracüis (Fiji Isl.), ohscurus
(Neu Guinea), p. 279, auricidatus (Fiji) p. 280. Die Meerestiefe,
aus denen die Arten stammten, schwankten zwischen 120 und 1900
Faden, die Temperatur zwischen 1,8 und 6° C.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 259
Ebenda II. p. 382 richtet Norman einige Fragen an Spence
Bäte betreffs der Blindheit, der verwandtschaftlichen Beziehungen
von Polycheles zu Alpheus vind Eryon, und ob nicht Pentacheles
(euthrix) und Willemoesia (Polj'cheles Helleri) die verschiedenen Ge-
schlechter einer und derselben Art seien. Auf diese Fragen ant-
wortet Sp. Bäte ebenda p. 484 ff., indem er eine Verwechselung
sexueller Charaktere mit generischen als ganz unmöglich hinstellt,
da er von Willemoesia leptodactyla, Polycheles baccatus und Helleri
beide Geschlechter, von den 5 Pentacheles-Arten allerdings nur
Weibchen gehabt habe. Rudimentäre Aug«n sind vorhanden;
eine nähere verwandtschaftliche Beziehung zu Alpheus besteht nicht
und ist auch nicht behauptet worden.
Ästaciade. Ho^naralpheus n.g.,heT\&mii, aber nicht charack-
terisiert; C. Sp. Bäte, Proc. Roy. Soc. XXIV. p. 378.
H. Reichenbach beschreibt die Embryonalanlage und
erste Entwickelung des Flusskrebses. Zeitschr. wiss. Zool.
XXIX. p. 123 ff. Taf. X — XII. Die ersten Furchungsvorgänge waren
bereits abgelaufen und hatten zur Bildung der durch Lereboullet
bekannt gewordenen Dotterpyramiden geführt, als die Untersuchung
auf sie gerichtet wurde. Die Dotterpyramiden lassen im Centrum
des Eies einen von einem kugeligen Gebilde ausgefüllten Raum
zwischen sich, das, allerdings fraglicher, aber wohl unrechter Weise
mit dem Dotterkern der Eier gewisser Arachniden homologisiert
wird. In jeder Pyramide findet sich nahe der meist seckseckigen
Basis ein kernartiges Gebilde und um dasselbe protoplasmatische
Substanz, der Bildungsdotter; der Nahrungsdotter füllt den grössten
Theil derselben an. Aus dem Verhalten des Kernes und der Wände
der Pyramiden gegen färbende Reagentien leitet Reichenbach
die Berechtigung her, diese Pyramiden als Zellen, und demnach
dieses Stadium als modificirte Morula anzusehen; später zieht sich
aller Bildungsdotter an die Basis der Pyramiden (Oberfläche des
Eies) zurück und führt hier bei dem gleichzeitigen Zerfall des übri-
gen Theiles der bisherigen Dotterpyramiden zu einem einschichtigen
Blastoderm; dieses Stadium Hesse sich demnach als Blastula deuten.
(Der Parallelismus zwischen diesem und dem durch Ludwig bei den
Spinnen beschriebenen Vorgange ist augenfällig; s. d. Ber. 1876.
p. 256 (48), damit aber auch die Möglichkeit, die centrale Kugel im
Krebsei dem Arachniden-dotterkern zu homologisieren, ausgeschlossen).
Aus der Blastula entwickelt sich die Gastrula in folgender Weise:
Indem an einer ovalen Stelle der dem Mutterthier zugewendeten
Seite des angehefteten Eies eine Verdickung der sonst pflasterepithel-
artigen Blastodermzellen eintritt, wird der Primitivstreifen angelegt,
dessen Längsachse mit der des späteren Embryo zusammenfällt. In
dem hinteren Drittel bildet sich dann durch Wucherung der Zellen
(mit dem Krümmungsmittelpunkt hinten) eine zuerst halbmond-
260 Bertkau: Bericht üb. d. wissen schaftl. Leistungen
dann hufeisen- und zuletzt eiförmige Falte, indem der von dieser
Falte umschlossene Theil des Blastoderms sich in das Innere des
Dotters einsenkt; damit ist die Anlage der Gastrula gegeben; die
eiförmige Oeffnung ist der Gastrulamund. der eingestülpte Theil als
Entoderm, der übrige Theil des Blastoderms jetzt als Ektoderm zu
bezeichnen. Hierauf nimmt die Embryonalanlage eine herzförmige
Gestalt an; in dem vorderen Theil treten die Kopflappen als ellip-
tische Verdickungen und in denselben die kreisrunden Kopfscheiben
auf, während sich in seiner Längsachse die Primitivfurche ausbildet.
Nun rückt der vordere Rand der Gastrulamundes und die seitlichen
gegeneinander vor, und so wird der Gastrulamund geschlossen. Das
Entoderm hat sich weiter ausgebreitet, indem es nach Art fressender
Amöben die Dotterelemente in sich aufgenommen hat; die Entoderm-
zellen sind nun im Kleinen ebensolche Zellen, wie die „Dotterpyra-
miden" des früheren Stadiums. Bereits früher begann aber auch
die Bildung des Mesoderms, gleichzeitig mit dem Auftreten der huf-
eisenförmigen Falte durch Abschnüren aus dem Entoderm. Später
entstehen auch Mesodermzellen innerhalb einiger Entodermzellen
durch einen Vorgang, der zwar weitläufig geschildert wird, mir aber
trotzdem fraglich geblieben ist. In den Kopflappen werden nun die
3 Naupliusextremitäten, und zwar die Mandibeln zuerst, dann die vor-
deren und hinteren Antennen angelegt; noch vor vollständigem Schluss
des Gastrulamundes entsteht vor demselben in Gestalt eines Wulstes
die Anlage des Abdomens, in letzterem bald durch Einstülpung der
After und Enddarm, während zugleich eine davor, etwa zwischen der
später auftretenden ersten und zweiten Antenne, stattfindende Ein-
stülpung den Oesophagus bildet. Aus der Primitivfurche geht das
Centralnervensystera hervor ; der vor der Mundöffnung gelegene
Theil bildet das obere Schlundganglion, mit dem in den Kopflappen
auftretende Einstülpungen, die das gangl. opticum darstellen, in
Verbindung treten. Die Seiten der ursprünglichen Rinne stellen im
vorderen Theile die Schlundcommissur her; eine in der Mitte der
Rinne, hinter der Mundöfi'nung auftretende Einstülpung und gleich-
zeitige Wucherung der Seitenstränge an dieser Stelle führen zur
Bildung des unteren Schlundgangliens.
Derselbe stellt (ebenda p. 263 ff.) einige Vergleiche dieser von
ihm beschriebenen Vorgänge mit den von May er (s. oben p. 249 (31))
bei Pagarus Prideauxii erhaltenen Resultaten an.
G. 0. Sars. Sur le developpe ment post- embryon-
naire du Homard. (Mem. Soc. sc. Christiania. 1874. (Mir
nicht zugänglich gewesen ; ein Referat darüber findet sich im Journal
de Zoologie. IV. p. 362.)
Russkije ritschuye raki. K. Kessler; St. Petersburg,
1875 (aus Tridoff russkova entomologitscheskova Obschestwa, T. VIII.
Nr. 3 u. 4). Eine Monographie der russischen Astacus-arten; die
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 261
Abhandking ist in russischer Sprache geschrieben und daher für
einen gewöhnlichen Menschen ungeniessbar; Astacus colchicus ist noch
nicht in die Monographie aufgenommen; vgl. d. Ber. 1876. p. 277(19).
J. Käroli theilt mit, dass A. leptodactylus Eschsch. aus
dem schwarzen Meere die Donau und Theiss aufwärts wandere, und
auch im Plattensee gefunden werde; er beschreibt und bildet ab ein
Exemplar mit ästig difformer Scheere. Termesz. Füzetek. I. p, 28
(53) Taf. II. Fig. 1.
G. Asper: die Muskulatur des Flusskrebses. Ein Beitrag zur
vergleichenden Histologie. Zürich. C. Schmidt.
Dr. Bela Dezsö: lieber das Herz des Flusskrebses
und des Hummers; Zool. Anz. I. p, 126.
E. Wassiliew: Ueber die Niere des Flus8kreb*Ses;
ebenda p. 218 £t.
R. Krieger: Ueber das centrale Nervensystem des
Flusskrebses; ebenda p. 340 ff.
M. Malachow. Russkije rakij (die Flusskrebse im mitt-
leren und südlichen Russland); Arb. Russ. Ent. Ges. XI. Nr. 1.
p. 27—44.
E. Berg er fand im hinteren Theile des Herzens von Ast.
fluviatilis tri- und bipolare Ganglienzellen, aus derem Vorkommen
das lange Fortpulsieren eines ausgeschnittenen Herzens erklärlich
wird. Sitzungsber. Kais. Ak. Wiss. Wien. Math.-Naturw. Classe.
I. Abth. LXXIY. p. 422 f. mit 1 Tafel.
A. zaleucus {blinder Tiefseebewohner); Willemoes-Suhm,
Tr. Linn. Soc. (2. ser.) 1. p. 48 ff. PL X. Fig. 1.
F. W. Putnam handelt on some of the habits of the
blind Crawfisch, Cambarus pellucidus, and the Repro-
duction of lost Parts. Proc. Bot. Soc. XVIII. p. 16 ff. Wäh-
rend C. Bertonii, der mit der genannten Species gleichzeitig in der
Mammuthhöhle gesammelt w-ar, in das Wasser geworfenes Futter
sofort ergriff und verzehrte, fuhr die blinde Art jedesmal zurück,
noch bevor sie mit ihren Antennen den fremden Körper berührt
hatte, näherte sich dann nach einiger Zeit wieder und wagte es
schliesslich, das Stückchen Brod oder Fleisch zu betasten; Putnam
sah nur zwei Mal diese Art fressen; trotzdem aber wuchsen die
Exemplare und regenerierten sogar bei "der Häutung verletzte Glieder.
Bei der letzteren Art beobachtete Putnam keinen Farbenwechsel
in Verbindung mit der Häutung, so dass die Annahme, die grauen
Exemplare seien die frisch gehäuteten,' wenig für sich hat; sie sehen
vor und nach der Häutung milchweiss aus.
W. F. Bundy zählt die (8) Cambarus-arten von Nord Indiana
auf, unter denen C. Sloanii (Süd-Indiana und Kentucky) und spinosus
(Etowah-Costanaula- und Coosa Rivers) neu sind; Proc. Acad. Nat.
Sc. Philad. 1877. p. 171 ff.
262 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
C. Couesi (Red River); Streets, Bull. U. S. Geol. Surv. III.
p. 803.
Carididae. BelUdia (n. g.) HuntU (Shag Rock, Torbay); P.
H. Gosse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 313 fF. PI. X.
Spence Bäte findet, dass die Art identisch mit Hippolyte
Prideauxii Leach ist. Das Exemplar, das Gosse vorgelegen hatte,
hatte einen verstümmelten Arm, dessen Form Gosse zu dem Irr-
thum verleitet hatte; ebenda 1878. II. p. 135 f.
Crangon nigromaculata (San Diego), Älaskensis (Mutiny Bay);
Lockington, Proc. Cal. Acad. Sc. VII. p. 34.
Hippolyte Hemphüln (San Diego), lineata (ibid ); Lockington,
Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 35, Payeri (Nördl. Eismeer); Heller,
Sitzber. K. Ak. Wiss. Wien. LXVI. 1. p. 608 und Denkschriften etc.
XXXVI. p. 26. Taf. I. Fig. 1-4.
Virbius Mossambicus (Zambeze); Hilgendorf, Monatsber. K.
Pr. Ak. Wiss. Berlin. 1878. p. 836. Taf. IV. Fig. 1.
Die Gattung Alpheus trägt an der Ausseneeite der Basis ihrer
Füsse den bei den Schizopoden weit verbreiteten Anhang in Gestalt
eines an «einem Ende kreisförmig umgebogenen Hackens. Dieser
Hacken liegt in der Ruhe nach hinten der Basis des folgenden Bein-
paares auf und zwar so, dass er ein Paar der steifen, langen Borsten,
die sich zwischen die Kiemen begeben, erfassen kann. Hilgen-
dorf, Sitzber. Ges. naturf. Freunde. Berlin. 1878. p. 186 und Mo-
natsber. K. Pr. Ak. Wiss. Berlin. 1878. p. 829. Taf. IV. Fig. 2.
W. N. Lockington macht Remarks on some new Al-
phei, with a Synopsis of the North American Species;
Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. I. p. 465 ff. Die neuen Arten sind :
A. tenuimanus (Californien) p. 473, laeviusculus (ibid.) p. 474, spini-
caudus (ibid.) p. 476. Derselbe beschrieb in den Proc. Cal. Acad.
Sc. VII. A. damator (Santa Barbara Isl.) p. 43, bellimanus (San Diego)
p. 34, aeqiddactylus (! vox hybr., Calif.) p. 35; Betaeus aequimanus
p. 43, (der Name von Kingsley, Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv.
IV. Nr. 1, in aequalis umgeändert, was Lockington adoptiert),
longidactylus. Von B. aequalis meldet Lockington den Commen-
salismus bei Hahotis rufescens, unter deren Mantel sich der Krebs
häufig findet.
Kingsley beschrieb im Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. IV.
Nr. 1. Alpheus Panamensis p. 192, sulcatus (Peru), Floridanus (Pt.
Jefiferson) p. 193, affijiis, parvimanus (Panama) p. 195, cylindricus
(Pearl Isl.), transverso-dactylus (Calif.) p. 196, Harfordi (Sancta Bar-
bara) p. 198, aequalis (= Betaeus equiraanus nom. praeocc. Lockiugt.)
p. 199; ausserdem unter dem Namen A. clamator Lock, eine Art,
in der der. Autor der genannten Art eine andere, die er A. barbara
nennt, erkennt; Ann. etc. p. 471. Von der Amerikanischen Küste
sind jetzt 18 Arten, 16 Alpheus, 2 Betaeus, bekannt.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 263
Alph. longecarmatus (Zanzibar) p. 833, Taf. IV. Fig. 3 — 7^
deuteropus (ibid.) p. 834, Fig. 8—10; Hilgendorf, a. a. 0.
Palaemon Jelskii (Guyana; sehr nahe mit P. amazonicus
Heller verwandt; oberer Rand des Rostrums mit 6 — 7 Zähnen und
3 kleinen gegen das Ende; unterer Rand mit 7 Zähnen) p. 661,
PI. LXVII. Fig. 1; Eurtjrhynchus (n. g., von den übrigen Gat-
tungen mit 3 Geissein an den Fühlern unterschieden durch das
sehr kurze, breite Rostrum) WrzesnioiusJcii (Cayenne); p. 662. Fig. 2;
E. J. Miers, Proc. Zool. Soc. London. 1877.
Palaemon (s. s.) lepidactylus (Quellimane, Tette) p. 838. Taf.
IV. Fig. 14 — 16, Mossambicus (Quellimane, Mogambique) p. 839,
Fig. 17, dölichodactyliis (Tette) p. 840. Fig. 18, Petersii (ibid.)
p.841. Fig. 19; Hilgendorf, Monatsb. K. Pr. Ak. Wiss. Berlin. 1878.
E. J. Miers macht Notes on the Penaeidae in the Col-
lection of the British Museum, gibt eine analytische Tabelle
der (25) Arten der Gattung Penaeus und beschreibt P. Hardwickii
(Indisch. Meer?) p. 300. Fig. 1, Dobsoni (Mangalur, Westk. Indiens)
p. 302, Fig. 2; Sicyonia furcata (Sooloo Isis.) p. 310, Fig. 4; Proc.
Zool. Soc. Lond. 1878. p. 298 ff. PI. XVII.
Schizopoda.
Gnathophausia ^«^as, zoea, gracilis {ki\. Oc, 1500 Faden); Chalar-
aspiSj (n. g., Panzer lose; lange Gehfüsse mit langen Krallen, ohne
accessorische Augen) unguifer (Atl. und Ind. Ocean, 350—1900 Faden) ;
Willemoes- Suhm, Proc. Roy. Soc. XIV. p. 570, 588, 592 und Tr.
Linn. Soc. (2. ser.) I. p. 28 ff.
Chiromysis harpax (Mogambique); Hilgendorf, Monatsber.
K. Pr. Akad. Wiss. Berlin. 1878. p. 845.
Stomatopoda.
Cumacea. Eudorella inermis (Sams^belt, Storebelt; Dänem.);
Meinert a. a. 0. p. 183.
Diastylis bimarginatus (Aberdeen); Spence Bäte, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 410. Fig. 1. Die Beschreibung, die von
der verhältnissmässigen Länge des Rostrams, ersten Fühlerpaares,
2. Gliedes des 2. Fühlerpaares gegeben wird, stimmt indessen
wenig mit der Figur über ein. — Ebenda p. 453 f. gibt Georg Sim
eine eingehende Beschreibung und auf PI. XVIII. in den Fig. 3 — 5
eine treffende Abbildung dieser Art, die Norman (ebenda, p. 383,
Anm.) für identisch mit seiner D. spinosa gehalten hatte; sie ist
nach Sim indessen eine davon verschiedene Art.
264 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
D. spinulosa (Polarmeer); ^Heller, Sitzber. K. Ak. Wissensch.
Wien. LXXI. 1. p. 609 und Denksclir. etc. XXXVI. p. 28. Taf. 1.
Fig. 5.
Cnm2ihella (Mjifllebugten, Dänem.); Meinert, Naturh. Tidskr.
a. a. 0. p. 176.
Spuillidae. C. Grobbeu. Die Geschlechtsorgane von
Squilla mantis. Rond. Sitzber. Kais. Ak. Wissensch. Wien. Math.-
Naturw. Classe 1. Abth. LXXIV. p. 389. (mit 1 Tafel). Der Hoden ist ein
unpaarer, im lebenden Thier hyaliner Schlauch, der in der Schwanz-
flosse beginnt, sich im letzten iJauchsegment in 2 Schenkel theilt
und im 3. Bauchsegment in das stärker geschlängelte vas deferens
übergeht. Im letzten Brustsegment macht dasselbe viel weitere
Windungen und Schlingen und tritt dann in die an der coxa des
letzten Brustfusspaares gelegene Ruthe ein, an deren Ende es in
einer hervorstülpbaren flaschenförmigen Chitingiocke mündet. Neben
der Mündung des vas deferens mündet der Ausführungsgang einer
durch starken Muskelbeleg ausgezeichneten Drüse, die vom Hinter-
rande des Cephalothorax mit kurzem, unpaarem Anfang entspringend
sich bald theilt und ebenfalls vielfach gewunden und verschlungen
zudem letzten Brustbeinpaar zieht; ihre Funktion ist nicht ermittelt.
Die Samenzellen sind runde (oder abgeplattete) Körperchen, an denen
nach Essigsäurezusatz ein Samenkopf sichtbar wird. Am inneren
Ast des ersten Abdominalfusspaares ist ein sekundärer Geschlechts-
charakter zu bemerken, indem das Endglied desselben beim (^ 3
Haken trägt, von denen 2 grössere zangenförmig gegen einander ge-
richtet sind. Der Eierstock ist ebenfalls anfänglich unpaarig; aber
bereits vom letzten Baugsegment an ist seine Daplicität durch eine,
unten stärker als auf der Dorsalseite ausgeprägte Furche angedeutet.
In dem 3. Brustsegmente gehen von demselben 2 Oviducte aus, die
median zwischen 2 lippenartigeu Chitinwülsten ausmünden; eine
weitere Einstülpung der gemeinsamen Höhle zeigt sich zur Brunst-
zeit regelmässig mit Sperma erfüllt und wird daher als reo. sem. in
Anspruch genommen. In den 3 letzten Brustsegmenten finden sich
ferner drei Drüsenwülste, die kreideweiss durch das Integument hin-
durchschimmern und aus einer grossen Anzahl birnförmiger Drüsen
bestehen, welche mit längerem oder kürzerem Ausführungsgang in
einer breiten Linie nahe dem vorderen Rande eines Segmentes aus-
münden; es sind dies wahrscheinlich die Kittdrüsen.
Von demselben Krebse giebt G. Bellonci in den Ann. Mus.
Civ. Gen. XII. p. 518 ff. Taf. IV— X. eine sehr detaillierte Dar-
stellung des Nervensystems und dessen feineren Baues.
S. indefensa (Chatam Isis., Kapiti); Kirk, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) II. p. 466.
Pseudosquilla marmorata (San Diego); Lockington, Proc.
Cal. Ac. Sc. VH. p. 33.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 265
Isopoda.
Leydig handelt vergleichend anatomisch und histiologisch von
den einheimischen Isopodengattungen Asellus, Ligidium, Poroellio,
Oniscus; Zeitschr. wissensch. Zool. XXX. Suppl. p. 251 £f. An den
kleineren Antennen von Asellus finden sich ausser den gewöhnlichen
Borsten auch 2 — 3 Riechzapfen und Fiederborsten, die letzteren fehlen
Ligidium und den Landasseln im engeren Sinne. Bei Porcellio finden
sich zwischen den gehäuften Augen Grübchen, in deren Grunde eine
feine kurze Borste entspringt, wie solches für manche Insekten-
augen ebenfalls bekannt ist. Besonders beachtenswerth sind die
Angaben über das Luftgefässsystem in den Decklamellen der Kiemen
der gedachten Thiere. Die Luftkanäle finden sich nämlich
in der feinen Cutikularschicht, die das maschige Zell-
gewebe dieser Lamelle an den Maschen (Bluträumen)
überzieht.
Oniscidae. EupTiiloscia (n. g. ; wie Philoscia, aber die Geissei
der äusseren Antennen lögliederig, die inneren Antennen grösser;
Körper länger und schlanker, ... Augen grösser wie in Philoscia)
Elrodii (Orleans, in einer Höhle); A.S. Packard, Fifth Ann. Rep.
Peab. Acad. Sc. p. 97.
Äctouiscus (n. g.) ellipticus (New Haven); 0. H arger, Am.
Journ. Sei. a. Arts. XV. p. 373.
Armadillidium caelatum (Cayenno) p. 666, PI. LXVII. Fig. 3;
E. J: Miers. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877.
Cubaris Galapagoensis (Charles Xsl., ausgezeichnet durch die
starke Granulirung, auch am Hinterrande der Segmente); E. J. Miers,
Proc. Zool. Sc. London 1877. p. 74.
C. affinis (Cayenae) PI. LXVII. Fig. 4, gigas (Nicaragaa) PI.
LXVIII. Fig. 1 ; derselbe ebenda p. 666. — Auf Armadillo incon-
spicuus Miers (s. d. Ber. 1876. p. 230 (22)) gründet derselbe die
neue Gattung Orthonus (Hinterrand sämmtlicher Segmente gerade;
Seitenrand nicht aufgebogen) p. 664.
Porcellio Cayennensis (Cayenne) p. 667, PI. LXVIII. Fig. 2,
(subg. Porcellionides) lelsJcii (Peru, Guyana) Fig. 3, p. 668, flavovü-
tata (Cayenne) Fig. 4, p. 669; hispida (Mongolei) Fig. 5, p. 676;
Tylos granulatus (Hiogo; Borneo) PI. LXIX. Fig. 2, p. 675; Philou-
gria nitida (Peru, Guyana) Fig. 3, p. 670; derselbe ebenda.
Alloniscus maculosus {Angel Isl. zwischen den Rhizomen von
Woodwardia radicans); Harford, Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 54.
Harford findet an der Geissei der äusseren Antennen von
Ligia occidentalis Dana die Gliederzahl 24, 26, 28, letztere am
häufigsten; Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 116.
266 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Ligia septentrionalis (Tanaga Isl.; Aleuten); Lockington,
Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 46.
Bopyridae. PachynestJius (n. g.; $ Hinterleibsende mit zwei
divergirenden Platten endend; Füsse einfach, krallentragend ; keine
die Eier deckenden Anhänge) violaceus (Brest, auf einer zusammen-
gesetzten Ascidie) p. 1, und 12 PI. V. Fig, 1—11;
Polyoon (n. g. ] 2. wie vorige, aber Hinterleib in zwei scharfe
Spizen endend) luteum (Brest, in einer Ascidie) p. 4 und 13, Fig.
12—20; Hesse; Ann. d. Sc. Natur.; Zool. YI e Ser. Tome VII. Art.
Nr. 3. (Ob die Gattungen hier am rechten Platze stehen, kann ich
nicht sagen; Ref.)
Lockington beschreibt das Männchen von Phylloduras ab-
dominalis Stimps.; Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 57.
P. Fraisse macht 3 neue Gry ptoniscusarten und deren
Organisation, Entwickelungsgeschichte u. s. w. bekannt; Arbeit. Zool.-
zoot. Instit. Würzb. IV. p. 239 ff. Taf. XII— XV. Die Arten sind:
C. paguri (Mahon, auf einem Peltogaster des Clibanarius misanthro-
pus (Risso)), curvatus (Neapel, auf (einer Sacculina des?) luachus
scorpio), monophthalmus (auf Peltogaster curvatus des Eupagurus
Prideauxii und angulatus). Die Larven wurden namentlich von Cr.
curvatus in grösserer Menge erhalten, und bei dieser Art gelang es
auch, die Art des Festheftens zu beobachten. Da in diesem Stadium
eine Begattung nicht stattfinden kann, die meisten Weibchen aber
bereits Spermatozoen in der Nachbarschaft des Ovariums haben, so
vermuthet Fraisse, dass die Begattung vorher während des üm-
schwärmens, oder auf dem Körper des Wirthes vor dem Festsetzen
Statt gefunden, was dadurch wahrscheinlich wird, dass einige männ-
liche Larven, die bei leichtem Druck Sperma am 7. Thorakalring
hervortreten Hessen, sowohl umherschwimmend, als auch auf dem
Abdomen des Inachus gefunden wurden; vgl. indessen Entoniscus
und unten bei den Cymothoadae. Nachdem sich die festsitzende
weibliche Assel gehäutet hat, beginnt ihre Gestaltveränderung; von
diesem Zeitpunkte ab unterscheidet Fraisse 4 Stadien, die sich
durch verschiedene Zustände, in denen sich Ovarien, Eier und Em-
bryonen befinden, charakterisiren. Cr. monophthalmus schmarotzt ein-
fach auf Peltogaster curvatus, während Cr. paguri den Peltogaster
vollständig verdrängt und Cr. curvatus sich wenigstens durch die
Wurzeln der Sacculina vorweg ernährt, und derselben dadurch die
Nahrung entzieht.
Derselbe zeigt, dass der von Cavolini für einen in die
Leibeshöhle einer Krabbe abgelegten Eiersack, von Steenstrup und
Lilljeborg für einen Cryptoniscus gehaltene Körper ein Entoniscus
Fr. Müller sei, den er Ent. Gavolinii nennt. Derselbe befindet sich
bei Neapel ziemlieh häufig in der Leibeshöhle von Pachygrapsus
marmoratus und Carcinus maenas, oft zu mehreren in einem Wirthe,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78, 267
mit dem Kopf in die Leber desselben eingesenkt. Nur die Weibchen
der genannten Decapoden zeigten sich mit dem Schmarotzer behaftet,
der die Unfruchtbarkeit zur Folge hat; meist sind die von ihm heim-
gesuchten Exemplare an ihrem Abdomen zugleich mit einer Saecu-
lina besetzt. Aus der Anatomie des geschlechtsreifeu Thieres hebe
ich hervor, dass Frais se, der keine Zwergmännchen auffinden konnte,
einen vielfach verschlungenen Schlauch, dessen Epithelzellen abge-
plattete, bewegungslose Körperchen (Spermatozoon ?) enthalten, für
den Hoden und die Art für einen Zwitter erklärt. Die Entwicke-
lungs- und Verwandelungsgeschichte wurde nur unvollkommen er-
kannt, unsere Kenntniss hierüber ist überhaupt bei den ßopyriden
noch sehr mangelhaft. Eine Systematik derselben ist daher, nament-
lich bis zur genaueren Kenntniss der zweiten Larvenform, noch nicht
zu liefern. Doch macht Fraisse am Schlüsse seiner allgemeinen Be-
merkungen über Biologie und Systematik der Bopyriden den Versuch,
die Gattungen derselben in zwei natürliche Gruppen zu bringen.
Arb. a. d. zool.-zoot. Inst. Würzb. IV. p. 382 ff. Taf. XX, XXI.
Asellidae. Rabl-Rückhard macht darauf aufmerksam, dass
die von Sars und RitzemaBos als Hörhaare gedeuteten Fieder-
borsten von Asellus aquaticus (Büschelhaare Rabl-Rückhard) sehr
beweglich eingelenkt sind und bei einer leichten Strömung des
Wassers langsam hin- und herflottiren, demnach wenig geeignet er-
scheinen, die Rolle von Hörhaaren übernehmen zu können. Sitzber.
Ges. Naturf. Freunde. Berlin 1878, p. 148 ff.
A. Tomalensis (Tomales Bay); Harford, Proc. Cal. Ac.
Sc. Vn p. 54.
Idotheidae. Cliiridotliea n. g. für Idothea coeca Say; Syni-
dothea n. g. für Idoth. nodulosa Kroy. ; 0. Harger, Amer. Journ.
Sei. and Arts. XV. p. 374. Idotaega (n. g.) longicauda (Alaska);
Lockington, Proc. Calif. Ac. Sc. VII. p. 45. Idothea rectilinea
(San Diego) p. 36, pulchra (Alaska) p. 44; derselbe ebenda; mar-
morata (Californien), muricata (IcyCape); Harford, ebenda p. 117.
Astacilla Americana (St. George's Bank an Primnoa) ; 0.
Harger, Am. Journ. Sc. and Arts. XV. p. 374.
Sphaeromidae. Sphaeroma oUvacea (San Francisco) ; Lockington,
Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 45, tuherculato-crinita (Moeambique) ;
Hilgendorf, Monatsb. K. Pr. Ak. Wiss. Berlin 1878. p. 84G. Taf. IV.
Fig. 13.
Cymotboadae. J. Bullar. The generative organs of the
Parasitic Isopoda. Journ. Anat. Physiol. XI. p. 118 ff. Tab. IV.
(1876). Bullar unterscheidet in der Entwickelung der schmarotzen-
den Cymothoa, Nerocila und Anilocra 3 durch Häutungen getrennte
Stadien. Im ersten Stadium ist das Thier rein männlich, und besitzt
einen durchbohrten Penis jederseits zur Ausleitung des in den um
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. S
268 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
diese Zeit mächtig entwickelten Hoden enthaltenen Spermas. Mit der
nun vor sich gehenden Häutung werden die Penes abgeworfen, ohne
dass eine Oeffnung zurückbleibt: gleichzeitig fallen die Hoden zu-
sammen, während das bereits im vorigen Stadium sichtbare, aber
noch blind im 6. Thorakalsegment endende Ovarium sich weiter ent-
wickelt. Mit der letzten Häutung wird die bis dahin geschlossene
weibliche Geschlechtsöffnung geöffnet, durch welche die Eier in den
Brutraum abgelegt werden. Eine Begattung hat Bullar nicht
beobachtet und ist daher zweifelhaft, ob sich die Eier partheno-
genetisch entwickeln oder ob Selbstbefruchtung Statt findet.
Mosely zieht die Richtigkeit dieser Mittheilung Bullar 's
in Zweifel, indem er auf die (ja schon oft Statt gehabte) Verwechs-
lung eines rec. sem. mit einem Hoden hinweist. Dagegen vertheidigt
sich Bullar in den Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX p. 254; er be-
schreibt hier die Hoden mit membrana propria und das vas deferens
mit Epithelzellen; letzteres gewöhnlich mit Spermatozoen angefüllt;
er sah auch Spermatozoen aus dem „Penis" austreten; s. auch
Moseley's Entgegnung ebenda p. 310 f.
Bullar lehrt die ersten Entwickelungsvorgänge (Furchung,
Bildung der Keimblätter) im Ei von Cymothoa oestroides und par-
allela kennen; Proc. Roy. Soc. 27. Nr. 187 p. 284—286.
Mayer bestätigt Bullar 's Angaben für Cymothoa, Anilocra
und Nerocila, führt aber aus, dass eine Selbstbefruchtung nicht Statt
finde, sondern die jüngeren Individuen anfangs als Männchen die
älteren (Weibchen) befruchten, um hernach als Weibchen von noch
jüngeren befruchtet zu werden. Was Mayer hierfür anführt, ist in-
dessen nicht ganz beweiskräftig. Carcinol. Mitth. etc. a. a. 0.
p. 165 ff., Taf. V.
Einer in Aussicht gestellten Monographie der Cymothoadae
schickt Schiödte (und Mein er t) einige Angaben über die Ent-
wickelungs- und Verwandelungsgeschichte voraus. Die frisch ausge-
schlüpften Jungen besitzen noch keine Riechfäden und keine Schwimm-
haare. Mit der Häutung geht eine Reihe von Veränderungen vor
sich, die alle dahin führen, das Thier zu seiner schwimmenden
Lebensweise zu befähigen. Während derselben finden noch mehrere
mit Veränderungen verbundene Häutungen Statt, und noch wäh-
rend der Periode des freien Umherschwimraens wird das 7. Bein-
paar angelegt; in diesem Stadium ist bei den Weibchen noch keine
Spur der äusseren Geschlechtsöffnungen zu sehen , während die-
selben im männlichen Geschlechte bereits deutlich sind. Um diese
Zeit suchen die beiden Geschlechter einander auf ; bei der Häutung,
die nun noch nöthig ist, wird erst die hintere Körperhaut abge-
streift, und dann die vordere; zwischen beide Abschnitte des Häutungs-
processes fällt die Begattung, die weder früher (weil die Geschlechts-
öffnung noch nicht vorhanden ist) noch später (weil dieselbe dann
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 269
bereits von den Lamellen der Eiertasche verdeckt ist) möglich ist.
So nach Schiödte, dem allerdings Bullar's Angaben von dem
Hermaphroditismus dieser Thiere unbekannt geblieben zu sein scheinen.
C. R. 8. Jul. 1878 p. 52 und Ann. a. Mag. Nat. Bist. (5) II. p. 195.
Serolis carinatus (San Diego); Lockington, Proc. Calif. Ac.
Sc. VII. p. 36; Bromleyana (Antarctic); Will emoes-Suhm, Proc.
Roy. Sog. XXIV. p, 591; Serresi (Magellanstr.); Lucas, Bull. Ent.
Fr. 1877. p. CXLVL
Eurycope robusta (St. Lorenz Str.); 0. Harger, Am. Journ.
Sc. a. Arts. XV. p. 375.
Aega Harfordü (Sta. Rosa Isl.), ÄlasJcensis (Cunimak Pass) ;
Lockington, Proc. Calif. Ac. Sc. VIL p. 46.
Aegathoa loliginea (Savin Rock bei New Haven, auf Loligo
Pealii); 0. Harger, Am. Journ. Sc. a. Arts. XV. p. 376.
Cirolana hirtipes M. Edw. parasitisch im Oesophagus von
Thalassochelys corticata Rond.; Antonio Valle, Boll. Soc. Adriat.
IV. Nr. 2. p. 191.
Anilocra laevis (Martinique; Peru; von A. laticauda verschie-
den durch die weit längeren inneren Fühler, von A. mexicana durch
die Gestalt des ersten Körpersegmentes, indem der kleine Höcker
auf dem vorderen Seitenrand fehlt) PI. LXVIII. Fig. 6 ff., p. 672,
trichiura (Mauritius) p. 677, PI. LXIX. Fig. 6; Lironeca daurica
(Daurien) Fig. 4, p. 676, laticauda (Mandschurei) Fig. 5, p. 677; Miers,
Proc. Zool. Soc. 1877.
Tanaidae. Ptilant}iura{n. g.) tenuis (Küste von Neu-England) ;
0. Harger, Am. Journ. Sc. a. Arts. XV. p. 377.
Paranthura arctica (N. Eismeer); Heller, Denkschr. Äk. Wien.
XXXVI. p. 38. Taf. IV. Fig. 9-12.
Paratanais algicola, limicola, coeca (Ostk. Nordamerika's); 0.
Harger, Am. Journ. Sei. a Arts. XV. p. 377 f.
Amphipoda.
J. C. Schiödte unterscheidet bei den Amphipoden 3 Typen
des Baues der Mundtheile, die er in folgender Weise benennt und
beschreibt :
Eleutherognatha: Mandibulae trigonae, condylo articulario
antico carentes ; labrum planiusculum, transversum, simplex. Hierhin
die meisten Gamraariden und Caprelliden.
Trochalognatha: Mand. productae, cond. art. instructae antice,
acetabulo epipharyngis accomodato; labrum crassum, conicum sim-
plex; hierhin Lysianassa, Anonyx, Opis.
Piezognatha: Mand. productae, cond. art. antico carentes,
mala exteriore fossae transversae labri accomodata; labrum planiu-
Ö70 Bertkau: Berieht üb. d. wissenscbaftl. Leistungen
scliim transversum, duplex. Hierhin die Hyperiiden. Nat. Tidskr,
(3) X. p. 211 ff. und Ann. Mag. N. H. (4) XVIII. p. 260 ff., 295 ff.
Hyperina. C. Claus macht Bemerkungen über Herz undGe-
fässsystem der Hyperiden sowie einiger anderer Arthrostraka,
indem er zeigt, dass das Herz der Hyperiden 2 (Phronima, Phroni-
mella, Phronimopsis) oder 3 (Paraphronima und die meisten übrigen
Hyperiiden) Paare von Arterien besitzt, die im dritten, vierten
und fünften Segment auftreten. Die Gammariden haben 3 seitliche
Ostienpaare, Tanais deren nur 2. Zool. Anz. I. p. 269.
Mayer giebt eine nähere Beschreibung der von Claus erwähn-
ten Drüsen in den Beinen einiger Phronimiden und bestätigt
ferner, dass Phronima zumeist in ausgefressenen Py ro s o matönnchen
ihren Wohnsitz aufschlägt, aber auch Salpen und Siphonophoren
(Abyla pentagona) nicht verschmäht; die Gehäuse von Phroniraella
Hessen sich ihrer Herkunft nach noch nicht ermitteln ; üeberreste
von Tunicaten scheinen sie nicht zu sein. Carcinol. Mitth. a. a. 0.
p. 40 ff., 46 ff.
Lestrigonus spinidorsalis (Aberdeen); Spence-Bate, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. 1878. I. p. 411.
Grevettina. Ämathillopsis (n. g. Gammarid.; Körper und 2
ersten Fusspaare wie bei Amathilla; Fühler wie in Gammaracanthus)
spinigera (N. Eismeer); Heller, Denkschr. Ak. Wien. XXXVI. p. 35.
Taff. HI. IV.
LocJcingtonia (n. g. Atylin. Ant. not appendiculate; first 3
Segments of the pleon carinated dorsally, and posteriorly producted
to an acute point; 3 post. segm. of the pleon not furnished with
fasciculi of spines on dorsal surface ; eyes round, telson simple) flu-
viälis (Lobos Creek und andere Flüsse); Harford, Proc. Cal. Ac.
Sc. VH. p. 54.
Lysianassa JFYs/im. (Alaska) ; Lockington, Proc. Cal. Acad.
Sc. VIT. p. 48.
Leydig (Zeitschr. wiss. Zool. XXX. Suppl. p. 225 ff.) unter-
suchte vergleichend die 3 einheimischen Gammarusarten und theilt
über dieselben foldendes mit: An den Antennen lassen sich Cuticu-
largebilde von fünf verschiedenen Kategorien unterscheiden : 1. Borsten,
2. Fiederborsten, 3. Cylinder oder Keulen, 4. Riechzapfen, 5, schuh-
oder pantoffelartige Anhängsel. Für die Fiederborsten hält Leydig
auch jetzt noch die Tastempfindung aufrecht, sowie er den Riech-
zapfen die Funktion zuschreibt, die ihr Name ausspricht. Hinsicht-
lich der Augen ist zu bemerken, dass der von einigen angegebene
Unterschied zwischen G. fluviatilis mit nierenförmigen und pulex mit
ovalen Augen nicht stichhaltig und vielleicht auf Altersverschieden-
heiten zurückzuführen ist. G. puteanus hat gar keine Augen, und
das Augenganglion seines Gehirns endet ziemlich entfernt von dem
Integument ohne Spur von Krystallkegel oder Pigment; manche
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 271
Beobachter mögen durch einen ringförmigen Flecken gelblichen
Pigmentes in der Matrixschicht getäuscht worden sein. Hinsichtlich
der Schalendrüse und deren auf einer kegelförmigen Erhebung an
dem Grundglied der unteren Antennen mündenden Ausführungsganges
verweist Leydig auf seine früheren Mittheilungen. Zum Schluss macht
der Verfasser einige faunistische und geschichtliche Bemerkungen.
Garamarus (Niphargus) Bhipidiopliorus (La Ciotat, Bouches-du-
Rhone, in einem zeitweilig mit brackigem, zeitweilig mit süssem
Wasser erfüllten Brunnen); J. D. Catta, Actes d. 1. Soc. Helv. d.
Sei. Nat. 60e. Sess. p. 256 ff. Vor G. pulex ausgezeichnet durch die
sehr grosse Zahl von gefiederten Haaren, die in Querreihen, mit
Stacheln untermischt, die beiden letzten Glieder des ersten Ruder-
fusspaares besetzen; das erste Paar der Caudalgriffel ist kleiner als
das zweite ; das dritte ist im Vergleich zu den vorhergehenden und
dem ganzen Thiere sehr gross und endet mit zwei ungleichen Aesten,
deren einer zweigliederig ist. Catta betrachtet die Gattung Niphar-
gus, an die hinsichtlich der Caudalgriffel vorliegende Art sich nähert,
als eine nicht recht haltbare.
A. Humbert hat der Beschreibung des Niphargus puteanus
var. Forelii inzwischen auch durch Veröffentlichung in der Biblioth.
Univers. : Archives des Sciences, 15. Jan. 1877. p. 58 — 75 eine weitere
Verbreitung zu geben versucht; eine Uebersetzang derselben findet
sich auch in den Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 243.
Ste.bbing giebt in den Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) II.
p. 366 f. einige weitere Details zu der Beschreibung seines Amphilochus
concinna, bei dem die Gliederzahl der Geissei der unteren Antennen
von 3 — 4 variirt. Er überzeugte sich, dass er bei seinem Callimerus
acudigitata (s. d. Ber. 1876 p. 243 (26)) den Palpus des Unterkiefers
(? raaxilliped) für den ersten Kieferfuss (? first gnathopod) angesehen
habe, und dass demnach Gattung und Art einzuziehen und = Am-
philochus concinna sei. Violleicht ist letztere auch blosses Synonym
zu Amph. manudens Bäte und Westw.
B erner beschreibt derselbe ebend. p. 364 A. Sahrinae PI. XV.
Fig. 1 und p. 367 Podoceropsis intermedia Fig. 3, bei Tenby in
geringer Tiefe gedredgt.
Cleippides qiiadricusim (Nördl. Eismeer) ; Heller, Denkschr. Ak.
Wien. XXXVI. p. 32 Taf. III Fig. 6 u. Sitzber. LXXI. 1. Abth. p. 610.
Oedicerus Behritigiensis (Alaska); Lockington, Proc. Cal.
Acad. Sc. VII. p. 47.
Dexamine scitulus (Magdalena Bay); Harf ord, Proc. Cal. Acad.
Sc. VH. p. 116.
Megalorchestia /"rawcisca^w (Alameda Cy.); Lockington, Proc.
Cal. Ac. Sc. VII. p. 47.
Laemodipoda. Ein Beitrag zur Kenntniss der Caprel-
len von Alois Gamroth, Zeitschr. wiss. Zool. XXXI. p. 101 ff.
272 Bertkau: Bericht üb. cl. wissenschaftl. Leistungen
Taf. VIII — X, behandelt zuerst die äussere Körpergestalt, innere
Organisation und Entwickelung des Eies von C. aequilibra Sp. B.
Hinsichtlich des Nervensystems bestätigt Gamroth eine Berichtigung
Dohrns gegenüber Frey-Leuckart, die jedem der 7 Brustsegmente ein
Ganglion des Bauchstranges zugeschrieben hatten; das sechste Seg-
ment ist indessen das letzte, das ein (in 2, nicht wie Dohrn angibt,
in 5 Abschnitte getheiltes) Ganglion besitzt. An der üebergangsstelle des
Chylusdarmes in das rectum finden sich zwei kugelige, kurz gestielte
Blasen, die für Excretionsorganein Anspruch genommen werden.
Bei dieser Art konnte Gamroth die Hoden nur in der Zweizahl
vorfinden, während Dohrn sie bei C. linearis in der Vierzahl ange-
geben hatte. Sie liegen als .„pflaumenförmige" Säcke am Ende des
5. Körpersegmentes, durch einen Bindegewebsfaden an die Körper-
wand befestigt, verengern sich in je ein vas def., das sich im 7. Seg-
ment zu einer Samenblase erweitert. Die aus diesem austretenden v.
efferentia münden in zwei kniefömig nach aussen gebogene Anhänge
an der Basis des rudimentären Abdomens aus.
Caprella fretensis (Salcombe; der Cap. aequilibra ähnlich, aber
Kopf vorn mit einem kleinen Stachel); Stebbing, Ann. a. Mag.
Nat. Hist- (5) I. p. 31. V\. Y. Fig. l; Novae-Zealandiae {Cook Stro^sse);
Kirk, ebenda n.p. 465; tuberculata {Jcy C&T^e)-, Lockington, Proc.
Calif. Ac. Sc. VII. p. 47.
Poecilopoda.
Die inzwischen (1876—78) erschienenen Hefte (21 — 27) der
„Arthropoda" in Bronns Klassen und Ordnungen (von Ger st äcker
bearbeitet) behandeln die Branchiopoda (unsere Phyllopoda und
Ostracoda), Poecilopoda und Trilobitae.
Xiphosara. E. Ray-Lankester spricht in einem die Moti-
lity of the Sper mato zoids of Limulus behandelnden Auf-
satz des Quart, Journ. micr. Sei. XVIII. p. 453 f. die paradoxe An-
sicht aus, dass Limulus als Angehöriger der Branchiopulmonata
den Arachniden zuzuzählen sei.
On the habits of young Limulus theilt A. Agassiz mit,
dass dieselben vielfach auf dem Rücken schwimmen und in dieser
Lage auch Stunden lang auf dem Grunde verharren, Silliman's
Am. Journ. Sc. a. Arts. XV. p. 75.
[Eurypteridae. „Onthe Remains ofa large Crustacean,
probably indicative of a new Species ofEurypterus or allied genus
(Eurypterus? Stevenson i) from the Lower Carboniferous series
(Cementstone group) of Berwickshire." By R. Etheridge, jun.
Proc. Geol. Soc. Lond. 1876. Dec. 20 th.
Eurypterus Pennsüvanicus (Grenze zwischen Devon und
Carbon), (subg. Dolichopterus) Mansfieldi (Carbon, unmittelbar unter
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 273
der „Darlington cannel coal," im Horizonte der Alleghany River
Series); Hall, Proc. Amer. Philos. Soc. XVI. p. 621.
Trilobitae. S. W. Ford macht den Fund von Trilobiten-
jugendzuständen bekannt. Dieselben werden Olenellus (EUiptoce-
phalus) asaphoides Emmons zugeschrieben und fanden sich in
4 Stadien, von denen das erste noch keinen Thorax und kein Pygi-
dium entwickelt hatte; vergl. dazu Claus oben p. 247(29). (On some
embryonic forms of Trilobites from t he Primordial Rocks
at Troy, N.-Y. Amer. Journ. Sc. a. Arts. XIII. p. 265 fif.)
Ueber Hoplolichas und Conolichas, zwei Untergattungen
von Lichas. W. Dames; deutsch. Geol. Zeitsebr. 1877 p. 793 ff.
Taf. XII-XIV.]
Phyllopoda.
Nach John Sahlberg (Om Finlands hittils kända Phyllopoder
och äterfinnandet af Linnes Monoculus lenticularis) ist Linne's Mouo-
cqIus lenticularis = Daphnia gigas Herrn., Limnadia Herraanni Brong.,
und demnach Limnadia lenticularis (L.) zu benennen. Ausser
demselben kommen von Phyllopoden in Finnland noch vor: Polyar-
temia forcipata Fisch, und Branchipus paludosus Müll. Notiser ur
Sällskapets pro Fauna et Flora Fennica Förhandlingar.
XIV. p. 317 £f.
Branchiopoda. G. 0. Sars. Observations sur quelques
Phyllopodes de Norwege. (Mem. Soc. sc. Christiania. 1874.)
Die Mittheilungen beziehen sich auf Lepidurus glacialis, Branchinecta
paludosa, Polyartemia forcipata und suchen wahrscheinlich zu machen,
dass diese Arten den Rest einer ehemals über die ganze Gegend
ausgedehnten Fauna darstellen. (Nach dem Referat im Journ. de
Zoologie, IV. p. 363.)
V. Lilljeborg. Synopsis Crustaceorum Suecicorum
ordinis Branchiopodorum et subordinis Phyllopo dor um.
Nov. Act. R. Soc. Ups. Vol. jubil. 1877. Enthält 9 Arten, von denen 3
bisher in Schweden noch nicht beobachtet waren und einen neuen Apus.
Brauer veröffentlicht durch 8 Tafeln erläuterte Beiträge
zur Keuntuiss der Phyllopoden; -Sitzber. Kais. Akad. Wiss.
Wien Math. Naturw. Classe LXXV. 1. Abth. p. 583 ff. Das Material
zu diesen Beiträgen verschaffte sich Brauer durch Aufgüsse auf und
zweckmässige Behandlung von Erdproben von verschiedenen exotischen
Ländern, und gerade der Theil seiner Arbeit, der von den verschie-
denen Erfordernissen handelt, die die einzelnen Arten an die Ent-
wickelung stellen, ist von besonderem Interesse. Als allgemeine Regel
zur Erlangung günstiger Resultate lässt sich folgende aufstellen:
Nachdem man durch Aufwühlen der Erde, auf die man einen Auf-
274 Bertkaa: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
guss gemacht hat, die Eier zum Aufsteigen an die Oberfläche ge-
bracht hat, hebt man dieselbe ab, bringt sie in reines Wasser, das
man (durch einen Saugheber) entfernt, und lässt die Eier nun zum
zweiten Mal eintrocknen. Bringt man sie nun (nach 2 Tagen) aufs
Neue in Wasser und wählt als Bodensatz im Freien getrocknete
Erde, so kommen bei den meisten Arten fast alle zur Entwickelung.
Manche Arten entwickeln sich besonders leicht, wenn die Temperatur
von 6^^ an stetig steigt, ohne jedoch eine gewisse Grenze (9—10^)
zu überschreiten. Bei geeigneter Temperatur dauert die Entwicke-
lung des Chirocephalus Braueri Frfld. nur 12 Tage, vom Nauplius
bis zum geschlechtsreifeu Thier, und es ist einleuchtend, wie vortheil-
haft diese Entwickelungsweise für die Thiere ist. Sie sind in den
nach dem Schmelzen des Schnees entstehenden Lachen bereits ge-
schlechtsreif, zu einer Zeit, wo sie im Frosch- und Krötenlaich
reichliche Nahrung, aber noch keine Feinde finden, und haben in
ausgiebigem Maasse für die Erhaltung der Art sorgen können, wenn
letztere (Lauf- und Wasserkäfer mit ihren Larven) zahlreicher werden.
Die Anwendung von schrailzendem Eis scheint sich sogar für die
Entwickelung solcher Arten zu eignen, die in der Natur einem solchen
Process wohl nur selten unterworfen werden (z. B. einer Branchipus-
art von Tunis). Lepidurus productus verträgt das vollständige Aus-
trocknen nicht, und findet sich auch nur in Moorlachen, deren
Boden nie ganz trocken wird. Branchipus Grubei Hess sich über-
haupt noch nicht künstlich aus Eiern erziehen. Ferner werden
2 Apus-, 6 Branchipus-, 1 Limnadia-arten beschrieben ; bei den tropi-
schen Arten scheinen beide Geschlechter nahezu in gleicher Zahl
vorhanden zu sein.
Thamnocephalus (n. g., </ mit einem verästelten Stirnfort-
satz; Hinterleib in beiden Geschlechtern mit einer breiten, in der
Mitte ein wenig eingeschnittenen Platte endend; eine höchst be-
merkenswerthe Gattung!) platyurus (Kansas, gemeinsam mit Apus,
Eulimnadia, Limnetis, Estheria); Packard, Bull. U. S. Geol. Surv.
III. p. 174 ff. Fig. 14, 15.
Streptocephalus Watsoni (Kansas); derselbe, ebenda p. 176.
Schmankewitsch giebt zum Schluss seiner Beiträge zur
Kenntn. d. Einfl. d. äuss. Lebensbed. auf d. Org. d. Thiere
(s. oben p. 237 (19)) eine Diagnose der Gattungen Artemia und Branchi-
pus, die folgendermassen lautet:
Artemia. Acht fusslose Abdomiualsegmeute, von welchen
die ersten zwei die äusseren Geschlechtstheile tragen, das letzte aber
ungefähr zweimal länger als das ihm vorhergehende und den letzten
zwei Abdominalsegmenten, dem fusslosen achten und neunten, bei
Branchipus homolog ist. Parthenogenesis.
Branchipus. Neun fusslose Abdominalsegmente (Br. stagnalis
ausgeschlossen?), von welchen die ersten zwei die äusseren Geschlechts-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 275
theile tragen, das letzte vor den Abdominalanhängen befindliche aber
nicht grösser, sondern grösstentheils kleiner als das ihm vorher-
gehende ist. Noch keine Parthenogenesis bekannt.
Ueber die in München gezüchtete Artemia fertilis aus dem
Grossen Salzsee von Utah. Von Prof. C. von Siebold. Basel 1877.
Bvo, pp. 31. Separatabdr. aus den Verh. Schweiz, naturf. Gesellsch. in
Basel 1876. — Aus den von Utah stammenden Dauer-Eiern entwickelten
sich beide Geschlechter in annäbernd gleicher Zahl, und ebenso ge-
baren die befruchteten Weibchen Nauplien beiderlei Geschlechts, aber
nur ein Mal, worauf sie nur noch dünnschalige Eier ablegten. Die
unbefruchteten Weibchen legten nur dickschalige Eier ab.
Packard meldet die Beobachtung des Eubranchipus ver-
nalis Verrill mitten im Winter (December und Januar) und ver-
muthet, dass diese Art, wie manche anderen Phyllopoden ihre Reife
aus den im Frühjahr gelegten Eiern im Herbst erlangt. Amer.
Nat. 1878. p. 186.
Chirocephalus diaphanus Prev. und Apus productus bei Nancy;
Jourdain, Bull. Soc. Sc. Nancy; Ser. II. Tom. III. Faso. VI. lOe.
Annee. p. 19, 28.
Chirocephalus BaircU (Jerusalem) p. 593, carmentmius (Parn-
dorfer Haide bei Wien: von Josephinae Gruhe verschieden durch
einen starken, keulenförmigen Fortsatz am Grundglied der Greif-
fühler, einen Fortsatz an der Basis des zweiten Gliedes derselben
und einen Rückendorn am zweiten fusslosen Segmente; noch nicht
aus Eiern gezogen) p, 596, recticornis (Tunis) p. 598; Branchipus
Ahiadi (Tura el chadra, Bahr el Abiad; ähnlich dem B. stagnalis)
p. 599; Streptocephalus vitreus (ebendaher) p. 601; Branchinecta
ferus (Jerusalem) p. 606; Brauer a. a. 0.
Apus dispar p. 589 (aus Eiern in 14 Tagen zum geschlechts-
reifen Thier gezüchtet; der Schlamm stammte aus Om kenena an
der Tura el Chadra), sudanicus (ebenda und bei Chartum) p. 591;
Brauer, a. a. 0., macr iir us (Archaugel), Lilljeborg, Synopsis etc.
a. a, 0.
Lepidurus bilohatus (Colorado); Packard, Bull. U. S. Geol.
Surv. III. p. 178 Fig. 17.
F. Spangenberg macht Bemerkungen zur Anatomie
der Limnadia Hermanni Brongn.^ die sich hauptsächlich auf
die Gliederung des Körpers und seiner Segmentanhänge und auf das
Nervensystem beziehen. Ausgehend von der Naupliusform erkennt
er dem aus drei Segmenten gebildeten Kopfabschnitt und dem glied-
massenlosen, ausserdem durch den Mangel eines mit der übrigen
Ganglienkette kontiuuirlich zusammenhängenden Ganglions ausge-
zeichneten Schwanzsegment eine Hauptbedeutung in der Gliederung
des ausgewachsenen Phyllopodenleibes zu. Zwischen die beiden ge-
nannten, schon beim Nauplius zu unterscheidenden Theile schieben
276 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
sich in der Entwickelung verschiedene Segmente ein, die sich in 2
Gruppen, als Vorderleib und Hinterleib, sondern. — An der hinteren
geschwollenen Seite der (1.) Antennenbasis glaubt Spangenberg in 6
kleinen Spitzen die Tastorgane aufgefunden zu haben. Die Zahl der
Beine (richtiger Beinpaare) wird in allen Exemplaren zu 22 ange-
geben; auf dem Basalglied des 11., nicht umgewandelten, Fusspaares
münden die Oviducte. Das Nervensystem besteht aus dem vordersten
(Oberschlund-)ganglion und der mit diesem durch die sog. Hirn-
schenkel verbundenen, aus 26 Ganglienpaaren zusammengesetzten
Bauchganglienkette. Die Ganglien der Bauchkette sind (mit Aus-
nahme des Mandibularganglions?) durch zwei, gewöhnlich ungleiche,
Commissurea mit einander verbunden. Zu den von Zaddoch schon
bei Apus bekannt gemachten, vom Oberschlundganglion ausgehenden
Nerven lehrt Spangenberg noch 3 paarige und einen unpaaren
kennen. Zwei der Nervenpaare gehen von den Seitenlappen aus und
wenden sich zu den Augenmuskeln und dem sog. Frontalorgan ; der
unpaare Nerv und das dritte (in seiner nervösen Natur noch zweifel-
hafte) Paar gehen von dem mittleren Lappen aus und der erstere
geht zum sog. Larvenauge, während sich der Verlauf des paarigen,
sehr feinen Nerven nicht ermitteln Hess (Homologen der Nacken-
nerven bei Cladoceren?). Von den Ganglien der Bauchkette ent-
springen seitlich 3 Nervenpaare, ein zu den Leibeslängsmuskeln,
zwei zu den Gliedmassen abgehende. Die Oberseite sendet ebenfalls
ein feines Nervenstämmchen aus, das sich an die von der Leibeswand
in die Gliedmassen ziehenden Muskeln anheftet. Der Ursprung eines
5. Nervenpaares, dessen Verzweigungen theils an die Längsmusku-
latur, theils an die Haut ziehen, Hess sich nicht mit Sicherheit er-
mitteln (Ast des mittleren der erwähnten seitlichen?). Zu dem Ober-
schlundganglion und' der Bauchkette kommt nun noch ein Darm-
nervensystem, theils aus dem ersteren und dem Antennenganglion
entspringenden Nerven, theils aus einem den Seiten des Enddarmes
angelagerten Ganglienpaar bestehend, „das ursprünglich bei allen
Phyllopoden im Endsegmente lag, mit der Verlängerung des End-
darmes aber später bei manchen Formen weiter nach vorn gerückt
ist." Die Stämme und Aeste dieses Darmnervensystems, über dessen
Zusammenhang mit dem Centralsystem nichts gesagt wird, fallen
durch den Mangel jeder neurilemmatischen Schicht schon äusserlich
auf. Zeitschr. wiss. Zool. XXX. Suppl. p. 474 ff.
Limnadia africana (Tura el chadra im Gebiete des Bahr el
Abiad, von L. mauritiana Guerin verschieden durch die längeren
ersten Antennen, die zehngliederige Geissei der zweiten Antenne,
das viel grössere Saug(?Haft-)organ am Nacken, durch weniger
(17) Fusspaare und den Querdurchmesser. Das Männchen besitzt
eine Haftscheibe am Haken der Klammerfüsse, und es ist demnach
wahrscheinlich, dass eine solche ein secundärer Geschlechts-, kein spe-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 277
cifischer Charakter ist, wie Claus von dem ^ von L. Stanleyana
vermuthet hatte); Brauer a. a. 0. p. 609.
Eulimnadia compleximanus (Kansas); Packard, Bull. U. S.
Geol. Surv. III. p. 174. Fig. 13.
Ficker bringt einen Beitrag zur Kenntniss der Ent-
wickelung von Estheria ticinensis. Sitzber. Kais. Akad.
Wissensch. Wien. Math.-Nat. Classe. I. Abth. LXXIV. p. 407 £f. (mit
2 Tafeln). Die Larve besitzt das vordere Antennenpaar in der für
den Estheria-nauplius charakteristischen Gestalt einer mit einer Borste
gekrönten, beweglichen Warze; das 2. Antennenpaar ist ein 2ästiger
Ruderfuss mit Kieferhaken, das 3., später Mandibel, ist undeutlich
viergliederig. Die Oberlippe enthält die Lippendrüsen in Gestalt
von drei Reihen grossblasiger Zellen, und an der Basis des zweiten
Antennenpaares münden die Antennendrüsen. Nach einer Häutung
ist ausser der bedeutenderen Körpergrösse die Anlage einer mäch-
tigen, feingezähnelten Kaulade am dritten Antennenpaar zu ver-
merken, während zugleich die Schwanzgabel sich deutlicher ausge-
bildet hat. In dem folgenden Stadium tritt die erste Anlage einer
Schale auf, und der Körper erfährt eine deutliche Segmentierung in
8 Segmente (excl. den extreraitäten-tragenden Theil); ferner werden
die paarigen Augen angelegt und das obere und untere Schlund-
ganglion nebst Commissur. Hierauf werden 2 Paare von Kieferfüssen
und 6 von Kiemenfüssen angelegt, und darauf hinter den letzteren
4 weitere Fusssegmente. Nunmehr erfolgt eine Reihe durchgreifen-
der Formveränderungen, welche bewirken, dass eine Larve von 1 mm
bereits eine grosse Aehnlichkeit mit dem geschlechtsreifen Thier
besitzt. Die Schalen dehnen sich allmählich über den ganzen Körper
aus, und ihre Drüse zeigt den von Claus für die Daphniden be-
kannt gemachten Bau.
Die im vorigen Bericht (1876, p. 236 (28)) erwähnte Estheria
californica Pack, wird von H. Lenz ausführlicher beschrieben und
abgebildet in diesem Archiv 1877. L p. 24 ff. Taf. III. und IV.
Limnetis brevifrons (Kansas); Packard, Bull. U. S. Geol. Surv.
m. p. 172. Fig. 11 c.
Cladocera.
Weismann theilt in einem Vortrage in der Natur f. Ges.
Freiburg i. B. (Verh. VII. p. 128) die Resultate weiterer Unter-
suchungen über die Eibildung bei gewissen kleinen Crustaceen mit,
die im wesentlichen mit den bei Leptodora geschilderten Vor-
gängen übereinstimmen. In jeder Gruppe von je 4 Keimzellen lösen
sich 3 auf und dienen zur Ernährung des vierten ; sollen noch grös-
sere (Winter-)Eier gebildet werden, so löst sich eine oder mehrere
Keimgruppen ganz auf.
278 Bert kau: Bericht üb. d, wissenschaftl. Leistungen
Ueber limicole Cladoceren. Von Dr. W. Kurz. Zeitschr.
wiss. Zool. XXX. Suppl. p. 392 ff. Taf. XVIII. Behandelt die Er-
scheinungen (dickes Integument, vergrösserte Respirationsfläche
u. s. w.), in denen die Grundbewohner von den schwimmenden Ord-
nungsgenossen sich unterscheiden.
Schödler macht Mittheilungen über die C 1 a d o c e r e n Austra-
liens, hauptsächlich nach Kings Angaben in den Pap. a. Proc. R.
Soc. Van Diemensland. Vol. II. Part. II. Sitzber. Ges. naturf. Freunde.
Berlin, 1877. p. 11 ff., sowie zur Diagnose einiger Cladoceren;
ebenda p. 231 f. (Sida affinis var. oder Art?, Polyphemus oculus
und Bythotrephes longimanus.)
Unter dem Namen Cop echaeta elongata, affinis, fissa, armori-
cana beschreibt und bildet ab Hesse in den Ann. Sc. nat. Zool. VII.
Nr. 5 et 6 Art. Nr. 14 PI, 12 einige Cladocera, die er an der Küste
unter Steinen, zwischen Tang oder im Magen von Fischen und Me-
dusen gefunden hatte, und auf welche er die Familie Gopechetiens
gründet.
Daphniadae. A. Weismann lässt Theil II, III, IV seiner „Bei-
träge zur Naturgeschichte der Daphnoiden" erscheinen;
Zeitschr. wiss. Zool. XXVIII. p. 93 ff. Taf. VII— XI. Theil II hat
die Eibildung bei den Cladoceren, III die Abhängigkeit der
Embryonalentwickelung vom Fruchtwasser der Mutter, IV den
Einfluss der Begattung auf die Erzeugung von Wintereiern
zum Gegenstand.
Ad. II zeigt Weismann durch die Untersuchung von Daph-
nia, Simocephalus, Scapholeberis, Ceriodaphnia, Moina, Pasithea,
Bosmina, Macrothrix, Eurycercus, Daphnella, Sida, Latona, Polyphe-
mus, Bythotrephes dass bei allen diesen Gattungen der Vor-
gang der Eibildung in ähnlicher Weise verläuft, wie es zuerst von
Müller in einer wenig beachteten Abhandlung und dann von Weis-
mann für Leptodora hyalina (s. d. Ber. 1876 p. 240 (32)) gezeigt ist.
Allgemein lassen sich an dem die Eier bildenden 1. Theil der
Ovarien die 3 Abschnitte Keimlager, Keimstock und Eibehälter unter-
scheiden. Der erstere dieser Abschnitte enthält unregelmässig ange-
ordnete, dicht gedrängte Keimzellen, im 2. gruppiren sich dieselben,
bisweilen mehrzellig zu 4, um im dritten ein Ei zu bilden, nachdem
sie hier in eine Linie hintereinander getreten sind, und 3 der-
selben die eine zum Ei bestimmte Zelle, die dritte (seltener zweite) vom
Keimlager aus gerechnet, nähren. Bei der Bildung der Wintereier
(von Leptodora, Daphnia, Moina, Daphnella, Sida) werden, bevor die
3 Nährzellen einer Keimgruppe resorbirt werden, eine zweite oder
noch mehr benachbarte Keimgruppen in Anspruch genommen, deren
Plasma durch Vermittelung der Epithelzellen dem wachsenden Ei
zugeführt wird; bei Moina betheiligen sich auf diese Weise über
i
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 279
vierzig Zellen an der Bildung eines Wintereies, dessen Grössenunter-
schied von dem Sommerei dem entsprechend ist.
Ad. III wird gezeigt, dass bei allen heutigen Cladoceren die
Entwickelung der Sommereier durch Nahrungszufuhr von Seiten
der Mutter her erfolge. Diese Nahrungsaufnahme findet aus dem
Fruchtwasser Statt, in dem die Eier schwimmen und muss natürlich
um so beträchtlicher sein, je grösser der Embryo im Vergleich zum
Ei ist. Bei den Polypheminen, aus deren kleinen Eiern sich Embry-
onen von zehnfacher Grösse entwickeln, bedarf es einer besonders
„koncentrierten" Nährflüssigkeit, und hier sind daher auch die Vor-
richtungen, durch welche der Brutraum vom umgebenden Wasser
abgesperrt wird, besonders stark entwickelt.
Ad. IV ergiebt sich als das Resultat von 18 Versuchen, dass
die Bildung der Wintereier unabhängig vom männlichen Einfluss
vor sich geht, dass dagegen eine Weiterentwickelung derselben
zum. neuen Thier von der Befruchtung abhängt, indem unbefruchtete
entweder bereits im Ovarium, oder doch im Brutraum zerfallen.
Derselbe zeigt (Bericht Naturfvers. München, 1877. p. 178),
dass sich die verschiedenen Arten hinsichtlich des Wechsels zwischen
parthenogenetischen und geschlechtlichen Generationen verschieden
verhalten: 1. Arten mit jährlicher Sexualperiode, die im Herbst
sterben, 2. mit 2—3, 3. mit vielen Sexualperioden; 2 und 3 ent-
halten Arten, die in leicht austrocknenden Tümpeln leben und vor
dem Austrocknen derselben die Existenz der Art durch Dauereier
sichern, wie schon Kurz gezeigt hatte (d. Ber. 1876. p. 217 (9));
4. Arten ohne Sexualperiode, die auch den Winter über dauern (Bos-
mina longispina). Obwohl demnach in den meisten Fällen die Ver-
schiedenheit der Sexualperioden zusammenfällt mit der Verschieden-
heit der äusseren Umstände und der Widerstandsfähigkeit des Or-
ganismus gegen denselben, so giebt es doch auch Arten (z. B. Poly-
phemus oculus), die im Jahr 2 Sexualperioden haben, obwohl sie
in nie austrocknenden Wassern leben.
lieber Bau und Entwickelung der Daphniden macht
Fr. Spangenberg eine vorläufige Mittheilung ; Gott. Gel. Anz. 1877
p. 517 ff. Da eine ausführlichere Publikation in Aussicht gestellt
ist, so genügt es wohl, wenn ich hier nur kurz die Hauptresultate
Spangenbergs angebe. Die Untersuchungen galten namentlich dem
Verhalten der Cutikularanhänge bei der Häutung, dem Nervensystem,
namentlich der Bauchganglienkette und der Entwickelung von der voll-
endeten Furchung bis zum Ausschlüpfen des Embryo. Die Neubil-
dung der Haare vor jeder Häutung geht von einer äusseren Tasche
und einer in deren Grunde sich erhebenden Papille aus, indem
die erstere den Basal-, die letztere den Endabschnitt des Haares
liefert, das an der Grenze beider Abschnitte gegliedert er-
scheint. Bei Sida wird ein von den bisherigen Beobachtern über-
280 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
sehener Gehirnnerv beschrieben, „der sich baumförmig verzweigt
über die ganze Haut der Wangen und der Stirn ausbreitet", üeber
die Bauchganglienkette werden manche Einzelheiten, z. Th. aller-
dings noch hypothesitcher Natur, mitgetheilt; ebenso wird das Vor-
handensein eines sympathischen Nervengeflechts erwähnt. — Der
Darm entbehrt einer eigentlichen Cutikula, ist aber von einer Schlei m-
schicht, dem Secret der seine Innenwand bildenden Becherzellen
ausgekleidet. Die Entwickelungsvorgänge bieten nichts besonders
Bemerkenswerthes, doch gelang es dem Verfasser, auch die Winter-
eier von Daphnia pulex in ihrem Ephippium und das Ausschlüpfen
der jungen Embryonen zu beobachten.
üeber die Schmuckfarben der Daphnoiden. Von
Dr. A. Weismann. Zeitschr. wissensch. Zool. XXX, Suppl. p 123 ff.
Taf. VII. Weismann sucht hier die bei einigen Daphniden
während der Geschlechtsperiode auftretenden bunten Flecke als
Schmuckfarben, d. h. als Auszeichnungen, die durch sexuelle
Zuchtwahl erworben sind, zu erklären. Er berührt zwar auch die
Möglichkeit, dass sie in d i r e k t e m Zusammenhang mit der Geschlechts-
function stehen könnten, ohne indessen diesen Gedanken einer
weiteren Widerlegung für werth zu halten. Und doch macht ge-
rade die Erscheinung, dass dieselben Individuen, wenn sie sich
parthenogenetisch fortpflanzen, einfach, hernach aber bunt gefärbt
sind, die andere Erklärung in weit höherem Grade wahrscheinlich.
Auch ist die namentlich von Schmidt in letzter Zeit erhobene Frage,
wie weit denn das Crustaceenauge unserem Auge zu vergleichen
(und auch wohl Farbenunterschiede zu empfinden im Stande) sei,
nicht berücksichtigt. Ich gebe hier das Schlussresume, wie es von
Weismann selbst als Ergebniss zahlreicher Beobachtungen und nach
allen Seiten hin sorgfältig abgewogener Ueberlegungen abgefasst wird :
1. Eine kleine Zahl von Daphnoiden besitzt bunte Färbungen,
welche selten nur bei dem einen Geschlecht, meist bei beiden, und
zwar theils in verschiedener, theils in gleicher Stärke entwickelt sind.
2. Diese Pigmentirungen müssen als Schmuckfärbungen ange-
sehen werden, welche von dem einen Geschlecht allein (wahrscheinlich
meist dem männlichen) zuerst erworben, in den meisten Fällen aber
sodann auch auf das andere übertragen wurden. Es ist denkbar,
dass diese Uebertragung dadurch wesentlich beschleunigt wurde,
dass „alternirende Zuchtwahl" eintrat, so zwar, dass im Beginn jeder
Sexualperiode die dann noch seltenen Männchen die schönsten Weib-
chen wählten, gegen das Ende der Sexualperiode aber die Weibchen
die Auswahl unter den zahlreicheren Männchen hatten.
3. Die Erwerbung fand wahrscheinlich zu einer Zeit Statt, wo
bereits ein Theil der Jahresgenerationen sich nur noch auf partheno-
genetischem Wege vermehrte. Aus der constant verschiedenen Fär-
bung benachbarter Colonieeu kann mit einiger Wahrscheinlichkeit
I
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 281
geschlossen werden, dass die Entwickehing der Schmuckfarben erst
nach der Einwanderung an den Nordfuss der Alpen, d. h. also nach
der Eiszeit begann.
4. Die Uebertragung geschah in dreifachem Sinne nach dem
Gesetz der homochronen Vererbung (Häckel), raodificirt durch das
allmähliche „Zurückrücken der Charaktere": einmal auf das andere
Geschlecht, zweitens auf die noch nicht geschlechtsreifen, oder doch
noch nicht ausgewachsenen Altersstufen und drittens auf die Reihe
der parthenogenetischen Generationen. In allen drei Richtungen
befinden sich die verschiedenen mit Schmuckfärbungen versehenen
Arten auf verschiedenen Stufen; die höchste Stufe, d. h. die voll-
ständige Uebertragung auf beide Geschlechter, alle Altersstufen
und alle Generationen des Jahrescyclus ist nur in einer Art er-
reicht (Latona).
5. Die Daphnoiden liefern somit einen weiteren Anhaltspunkt
dafür, dass secundäre Sexualcharaktere zu allgemeinen Artcharak-
teren werden können und erläutern die Darwin'sche Ansicht von dem
Ursprung der Schmetterlingsfärbungen.
In einem Ueber einige neue oder unvollkommen ge-
kannte Daphnoiden betitelten Aufsatze erörtern Gruber und
Weismann zunächst die Frage, wie viel Arten aus der Gattung
Moina bekannt seien, resp. ob M. rectirostris und brachiata zwei
Arten seien, welche im bejahenden Sinne entschieden wird, da schon
Jurine das Ephippium von M. brachiatus als 21ogig angibt, während
das von M. rectirostris nur ein Fach enthält. Darauf wird M. recti-
rostris diagnosticirt und sehr ausführlich beschrieben; ich lasse die
Diagnose hier folgen: caput post oculos magna impressione insigne;
ungues caudales serie setarum minimarura atque infra serie spina-
rum pectiniformi praediti; setae pedis primi paris feminae inter se
non dififerentes; pes primus maris setis haud differentibus ; testa
margine anteriore atque inferiore setis perpaucis; ephip-
pium cellula modo una et ovo uno, super cellulam non reticulatum;
cellulae seminales permagnae, radiatae. Die Diagnose der neuen
Art, M. paradoxa Weismann p. 82, lautet : caput post oculos impres-
sione nulla; ungues caudales serie modo setarum parvarum praeditae
sine spinarum serie pectiniformi, setae pedis primiparis inter se diffe-
rentes, pes primus maris seta perlonga praeditus; testa margine
anteriore et inferiore setis permultis; ephippium ubique
reticulatum cellulis et ovis duobus, cellulae seminales falciformes.
Die von Hudendorff im Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1876. I.
p. 39 beschriebene M. flagellata ist nicht zum Vergleich herangezogen
und vielleicht identisch mit der Weismann'schen Art, da ich von
den von Hudendorff angegebenen Unterschieden von rectirostris mir
notirt habe: der ganze untere Schalenrand mit starken Borsten be-
setzt; vergl. d. Ber. 1876 p. 239 (31). Durch die Entdeckung dieser
282 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
neuen Art ist nun auch eine neue Gattungsdiagnose nöthig geworden,
die auf p. 97 lautet: caput supine impressione a thorace disjunctum,
fornicibus obscuris, rostro nullo; macula cerebralis deest; ant. feminae
mobiles magnae, in medio seta sensitiva, flagelliformi ; ant. maris
permagnae, apice hamulis armatae; coparum setae omnes ciliatae,
ramus triarticulatus setis 5 ; abd. supine processu ferro equino simili
ad recludendam matricem, margine posteriore valvularum in linea
mediana crassiore; setae caudales permagnae, longitudine dimidium
corpus fere aequantes ; anus spatio sat longo ab unguibus caudalibus
remotus; pedum par 1. in mare uncö valido, mobili alteroque tenui-
ore immobili; feminae ova aestiva ferentes cum fundo nutritivo. Auf
diese Diagnose folgt dann eine Paralleldiagnose der drei Arten, die
die Unterschiede derselben nebeneinander stellt. Zum Schluss wird
ein Männchen der Gattung Macrothrix, von der dieselben bisher noch
nicht bekannt waren, und zwar von M. laticornis, sowie das von
Pasithea rectirostris beschrieben. Ber. Verh. naturf. Gesellsch.
Freib. i. B. VII. 1. p. 50 ff.
H. Vernet besehreibt eine weitere Art, M. hathycöla (Genfer
Seee), die M. brachiata durch die starke Entwickelung der Ruder-
antennen nahe steht, aber ausgezeichnet ist durch den spitz endenden
Kopf und die unregelmässige Gestalt der Schale. Bull. Soc. Vaud.
Sc. Nat. 2. S. Vol. XV. Nr. 80, p. 528.
Zur Naturgeschichte der Daphniden. Beiträge zur
Naturgeschichte der systematischen Angehörigkeit der Daphniden;
von Prof. Dr. J. Ed. Scho edler, Sep. Abdr. der Abh. zum Progr.
Nr. 77 der Dorotheenstädtischen Realschule. Berlin 1877. Ist eine
Revision der Daphniden und in sofern der Titel nicht ganz ent-
sprechend. Die auf einer Tafel hinzugefügten groben Umrisszeich-
nungen scheinen nur den Zweck zu haben, das Wiedererkennen des
betreffenden Thieres zu erleichtern oder zu ermöglichen. Bedenklich
könnte es scheinen, dass der Verfasser mehrere Arten, die er nie
gesehen hat, neu benennt; vollständig ist übrigens die Literatur nicht
berücksichtigt; z.B. fehlt Hu den dor ff 's Abhandlung über Russische
Cladoceren. Als neu sind benannt: Moina Lilljeborgii (=Daphnia
brachiata Lillj.) p. 5, Fig. 9 und 10; Daphnia gravis (=D. carinata
var. gravis, King, Australien) p. 11, Fig. 3 und 4, Kingii (=D. car.
var. B., King; Austr.)p. 12, Fig. 5, cepJialata (=D. car. var. cephalata
King, Austr.) p. 13, Fig. 7; KisiTkumensis (=D. vitrea Uljanin) p. 15;
Simocephalus paradoxus (=Daphn. Elizabethae var. acutirostrata
King; Austr.) p. 17, Fig. 8; Ceriodan^hmsi Leydigii (=D. quadrangula
Leydig) p. 21, F'ig. 12, nitida (ebenfalls unter Leydig's quadrangula
versteckt) p. 22.
Daphnia hrevicauda (Colorado); Chambers, Bull. U. S. Geol.
Surv. III. p. 154.
Simocephalus intermedius (Kerguelen; durch den Besitz einer
i
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 283
langen Borste au dem verlängerten Tastfühler des Männchens den
Uebergang zur Gattung Ceriodaphnia Dana bildend); Macrothrix
Bik'geni (ebendaher; durch den Besitz eines Nackenorganes und
Magenblindsacks von europäischen Arten abweichend); Th. Studer,
dieses Archiv, 1878. I. p. 106, 108.
Kurz giebt in der Zeitschr. wiss. Zool. XXX. Suppl. p. 402 ff.
eine Diagnose von Ilyocryptus sordidus Lievin, acutifrons Sars und
agilis n, sp.
Lynceidae. Alona Weinecki; Pleuroxus Wittsteini, n, A. von
den Kerguelen; Th. Studer, dieses Archiv, 1878 I. p. 108 f.
Polyphemidae. C.Claus' Beiträge zurKenntniss des Baues
und der Organisation der Polyphemiden weisen im Allge-
meinen eine Uebereinstimmung in den wesentlichen Verhältnissen
mit den Daphniden nach. Claus dehnte seine Untersuchungen auf
die Gattungen Bythotrephes, Polyphemus, Evadne und Podon aus ;
daneben sind auch Bemerkungen über Bosmina, Macrothrix und
Leptodora eingestreut. Von Einzelheiten sei nur hervorgehoben,
dass das bei Phyllopoden (wenn auch nur im Larvenstadium) weit
verbreitete Nackenorgan kein Saugapparat ist, sondern ein Ex-
cretionsorgan und dass die vermeintlichen Muskelfasern der Saug-
scheibe Plasmastränge von (gewöhnlich in der Zehnzahl vorhandenen)
Drüsenzellen sind; allerdings kann dieses selbe Organ als Haftorgan
fungiren, indem durch sehnige Ansätze von Muskelfasern bei ein-
tretender Contraktion ein Zug auf die Nackengegend ausgeübt und
eine grubenförmige Vertiefung des Integumentes erzeugt wird. Die
Bildung des Wintereies, die Claus bei Evadne, und auch hier nur
bruchstückweise, verfolgte, geht ohne Nährkammer vor sich. Denkschr.
Kaiserl. Ak. Wissensch. Wien, Math.-Nat. Cl., XXVII. p. 137 ff. mit
7 Tafeln.
Ostracoda.
G. St. Brady liefert A Monograph of the Ostracoda
of the Antwerp Crag. Trans. Zool. Soc. London. Vol. X. Part. 8.
p. 379 ff. PI. LXII— LXIX. Aus den Tertiärablagerungen von Ant-
werpen macht Brady 50 Arten bekannt, von denen nur 8 mit den
von T. R. Jones in seiner Monogr. Tert. Entom. Engl, identsich
sind, so dass eine Vergleichung der tertiären Ostracodenfauna beider
Länder vorläufig nicht wohl möglich ist. Aus der Familie der
Cypridae werden 4 Arten (1 Pontocypris neu), von Cytheriden 43,
Cytherelliden 3 Arten beschrieben, von denen 24 der Gattung Cy-
there (5 neu), 4 Cytheridea (1 n.), 4 Loxoconcha (3 n.), 1 Xesto-
leberis, 2 Cytherura (1 n.), 4 Cytheropteron (2 n.), 1 Bythocythere,
2 Cytherideis (1 n.), 1 Paradoxostoma, 3 Cytherella (2 n.) ange-
hören.
Äcanthopus (n. g., der Name bereits vier Mal, von de Haan
Arcliiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. T
284 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
auch an eine Crustaceengattung vergeben; die Gattungscharaktere
bei der Artbeschreibung zu suchen) resistans (! richtiger wohl
resistens) p. 509, elongatus p. 516, n. A. aus dem Genfer See;
Vernet; Bull. Soc. Vaud. Sc. Nat. XV. Nr. 80 PI. VIII und IX und
p. 408 ff. der IV. Ser. der Mat. p. s. ä l'et. de la faune pro-
fonde du Lac Leman von Dr. F. — A. Forel; s. auch Bibl.
univers. Oct. 15. 1877, Archives des Sc. p. 334; Ann. a. Mag. Nat.
Hist. 1878. I. p. 352.
Einige anatomische Details über die Gattung, die eine nähere
Verwandtschaft derselben mit den marinen Cytheriden darthuen,
giebt Vernet in den Actes de la Societe Helvetique des Sciences
Naturelles. 60. Session, p. 67.
CsiTidona, Ahlefeldi (Kerguelen); Th. Studer, dies. Archiv, 1878
p. 110, Taf. IV, Fig. 5.
Cypris grandis (Colorado) p. 151, Fig. 1, altissimus p. 152,
Fig. 2, mons p. 153, Fig. 3; Chambers, Bull. U.S. Geol. Surv. III.
Copepoda.
G. Stewardson Brady's Monograph ofthe free and
semi-parasitic Copepoda of the British Islands. Vol. I.
London 1878. (Publ. of the Ray, Society for 1876) ist mir nur dem
Titel nach bekannt geworden.
Claus schreibt über die Schalendrüse der Copepoden
und zeigt, dass bei verschiedenen Familien (Cyclopiden, Lernaeo-
poden, Calaniden, Pontelliden Corycaeiden) dieselben Theile, wie an
der Schalendrüse der Daphniden zu unterscheiden sind, wenn auch
bei Cyclopiden, Calanus und Ichthyophorba das ampullenförmige
Säckchen nicht deutlich erkannt werden konnte, und die Drüse bei
den marinen Calaniden, Pontelliden und Corycaeiden in sehr undeut-
licher Form auftritt. Die Drüse mündet stets an dem äusseren
(oberen) Kieferfuss. Sitzber. Kais. Ak. Wiss. Wien. Math.-Naturw.
Klasse LXXIV. 1. Abth. p. 717 ff. mit 1 Taf.
Gnathostomata.
P. P. C. Hoek's Bemerkungen zur Kenntniss der frei-
lebenden Süsswasser-Copepoden der Niederländischen
Fauna in dem Niederl. Arch. f. Zool., III. p. 127. ff., Taf. VII— IX sind
eine abgekürzte Uebersetzung der im vorigen Bericht (1876) p. 244
(36) erwähnten Arbeit desselben Verfassers.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 285
P. P. C. Hoek. Zur Embryologie der freilebenden
Copepoden. Niederl. Archiv IV. p. 55 fP. Tab. IV. Die Unter-
suchungen Hoek's beschränkten sich auf Cyclops, Diaptomus, Te-
mora und Cauthocamptus, über deren Generationsorgane die An-
gaben von Claus im Allgemeinen bestätigt werden; besondere Drüsen,
die Leydig als Anhänge des Samenleiters bei Diaptomus beschrieben
hatte, konnte Hoek nicht auffinden. Die Theilungsvorgänge des Eies
sind z. Th. unvollkommen beobachtet, und liefern z. Th., soweit sie
beobachtet sind, nichts Bemerkenswerthes. Das Ende der Furchung
ist eine Perigastrula (ob definitiv ?). Die Schalendrüse des Nauplius
bildet eine Schleife ; ihre äussere Oeflfnung zu ermitteln gelang nicht.
A. Gruber schreibt lieber zwei Süss wasser-Calaniden;
Leipzig. W. Engelmann 1878. 34 pp. mit 2 lithographirten Tafeln.
Es sind bis jetzt 7 Süsswasser-calaniden bekannt, einige allerdings, von
G. 0. Sars in schwedischer Sprache und ohne Abbildungen beschrieben,
einem grossen Kreise kaum mehr als dem Namen nach bekannt ge-
worden. Von zweien dieser Sars'schen Arten, Heterocope robusta
und Diaptomus gracilis giebt Grub er nun eine ausführliche, durch
vergrösserte Abbildungen erläuterte Beschreibung. Hierauf folgen
Beobachtungen über Bildung und Wirkung der Spermato-
p hören bei den genannten beiden Arten. Grub er lässt die
Spermatophoren in dem 2. Theil des vas deferens entstehen. Der
1. Abschnitt des vas deferens nämlich, der sich vom vorderen Ende
des Hodens in geschlängeltem Verlauf nach hinten wendet, besitzt
ein sehr enges Lumen, in dem die Samenelemente von Diapt. gracilis
nur in einfacher, bei H. robusta höchstens Sfacher Lage neben
einander Platz haben. Die Wandung dieses Abschnittes ist dagegen
sehr dick und mit Drüsenzellen ausgestattet, deren Secret mit den
Samenelementen nach dem Ausführungsgang geschoben wird und
den zweiten, weiteren Abschnitt in seinem centralen Theile vollständig
als Kittmasse anfüllt; die Samenelemente bilden eine einfache
Schicht um die Kittmasse herum und sind schon hier von einer
festen homogenen Hülle umgeben, die mit der centralen Kittmasse
identisch ist; über ihren Ursprung, d. h. ob von Drüsenzellen des
ersten oder zweiten Abschnittes geliefert, lässt uns Gruber im
Dunkeln. Hiermit ist auch die Spermatophore fertig, indem nur
noch die vorderen Samenelemente eine Umwandelung eingehen, die
sie zu Austreibezellen werden lässt, indem sie durch Wasseraufnahme
aufquellen und ein schaumiges Ansehen gewinnen (?). Dann ver-
schmelzen mehrere unter gleichzeitiger weiterer Schwellung und be-
wirken durch den auf die Kittmasse und Samenzellen ausgeübten
Druck ein Austreten dieser Producte, im normalen Falle in das
rec. seminis, in welchem sich also auch ein Theil der Kittmasse der
Spermatophore, diesmal aber nicht central, sondern peripherisch an-
sammelt. Dass dieses (und nicht ein vom Weibchen geliefertes)
286 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Secret auch die Eier späterhin umhülle, wird nur als eine Vermu-
thung ausgesprochen, die Gruber durch mancherlei Hinweise zu
stützen versucht, deren Unrichtigkeit er aber selbst bald erkennt;
Zool. Anz. I. p. 247.
Cyclops Bopsini, Krillei (Kerguelen); Th. S tu der, dies. Arch,
1878. p. 110 f. Taf. IV. Fig. 6 und 7.
Siphonostomata.
Horst beschreibt einen von ihm auf Polynoe rarispina in der
Nordsee gefundenen Schraarotzerkrebs, dessen Leib deutlich in die
3 Abschnitte Kopf, Thorax und Abdomen getheilt ist. Der Kopf
trägt ein vorderes 6gliederiges, ein hinteres Sgliederiges Antennen-
paar. Die Mandibeln und ein Paar Maxillarfüsse sind von einem
inneren, zusammengesetzten Chitinrahmen gestützt. Der Thorax ist
Ögliederig, die 3 ersten Glieder tragen Gliedmassen und zwar das
1. und 3. (nach dem Text, nach der Abbildung das 2.) 4gliederige,
schlanke, deren Endglied mit 2 langen Borsten und 3 kleinen ver-
sehen ist, das 2. (nach dem Text, 3. nach der Abbildung) kürzere
und gedrungenere, der Medianlinie genäherte und scheinbar an der
Basis mit einander verbundene; dieses letztere Fusspaar bildet den
Haftapparat. Das Abdomen ist wenig entwickelt, hat am Grunde
jederseits einen knotenartigen Auswuchs und endet in eine je eine
Borste tragende furca. Eine Benennung dieses sonderbaren Anne-
lidenschmarotzers hat Horst nicht vorgenommen, er scheint geneigt,
ihn in die Nähe von Nereicola zu stellen. Tijdschr. Nederl. Dierk.
Vereeniging. IV. p. 54. PI. III. Fig. 5.
A. Wierzejski beschreibt und bildet ab Männchen und
Weibchen des in den Kiemen von Sepia officinalis lebenden läcomol-
gus sepicola Claus (= Sepicola longicauda Claus); auch werden
einige Details des inneren Baues mitgetheilt. Zeitschr. wissensch.
Zool. XXIX. p. 574 ff. Taf. XXXIV.
W. Kurz beschreibt Eunicicola Clausii, auf Eunice Claparedii
parasitisch. Die systematische Stellung dieses Copepoden ist ungewiss;
Kurz ist am ehesten geneigt, ihn in der Nähe der Bomolochiden
unterzubringen. Hervorzuheben ist an ihm das Vorkommen eines
echten Mundsaugnapfes, der in seinen wesentlichen Theilen aus
einem Chitinringe mit von demselben ausstrahlenden Chitinstäben
besteht. Sitzber. Kais. Ak. Wiss. Wien. Math. Nat. Classe LXXV.
1. Abth. p. 21 ff. mit 2 Tafeln.
Caligus horealis (Jemtland, auf Thymallus vulgaris); 01s son,
Oefv. Sv. V. Ak. Förh. 1877. Nr. 5 p. 77. Taf. IV. Fig. 2—4.
In seinen Remarques sur le genre Chalime konstatiert
M. Hesse (was längst konstatiert war), dass die von Burmeister
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 287
als Chalimus unterschiedenen Formen Larven- (genauer Puppen-)
zustände von Caligus seien. Ann. d. Sei. Nat. VI. ser, Zool. Tome V.
Nr. 6. Art. Nr. 10.
Anthosoma Smithii Leach und Nemesis mediterranea Hell.
var. sinuata parasitisch auf Oxyrhina Spallanzani Baf. Ant Valle,
Boll. Soc. Adr. Sc. Nat. Trieste. Vol. IV. p. 89 ff., Taf.
V. Schaub giebt eine ausführliche und durch vergrösserte Abbil-
dungen erläuterte Beschreibung des auf den Kiemen von Uranoscopus
faber von Heller entdeckten und bekannt geraachten Chondracan-
thus angustatus, zu dem erauch das zwergartige Männchen, das am
Genitalsegmente des Weibchens sich angeklammert findet, beschreibt;
wesentliches Interesse bietet die übrige Arbeit nicht. Sitzber. Kais.
Akad. Wissensch. Wien. Math. Naturw. Klasse LXXIV. 1. Abth.
p. 699 fiP. mit 3 Tafeln.
Richardi handelt eingehender von dem Bau und der syste-
matischen Stellung des Peroderma cylindricum Hell. Aiii Sog.
Tose. Sc. Nat. Vol. IL p. 1 ff. (des Separatum) Tav. VI. Fig. 1—3.
A. Wierzejski lehrt die geschlechtsreifen Zustände beiderlei
Geschechts eines an den Kiemen von Loligo vulgaris, Sepia officinalis,
Eledone moschata aufgefundenen Lernaeoceriden (Pennella varians
Steenst. Ltk. ?) nebst den Larvenstadien von der Cyclopsform an
kennen. Die Naupliusform sowie die Brutform des Weibchens
wurde nicht beobachtet, und letzterer Umstand gestattete nicht, mit
Sicherheit Gattung und Art zu bestimmen. Zeitschr. wissensch.
Zool. XXIX. p. 563 ff. Taf. XXXII, XXXIII.
Hesse. Description des mäles, non encore connus des Lern-
anthropes de Gisler et de Kröyer, ainsi que de la femelle d'une
espece nouvelle, dessines et peints d'apres des individus vivants.
Rev. Scienc. natur. Montpellier 1877 VI. p. 252 ff., PI. IV.
Pennella Balaenopterae (Norwegen ; auf ßelaenoptera rostrata
Fabr. in der Nähe der Geschlechtsöffuung ; auf der Pennella findet
sich als Commensale die Conchoderma virgata Spengl,); Koren und
Daniellsen, Fauna litoralis Norwegiae. Bergen. 1877. p. 157 ff. tab. 16: ■
En ny art af slägten Pennella.
Lernaeenicus Gempyli (auf Gemp. serpens; 85 mm lang; die
letzten 20 mm des Hinterleibes angeschwollen und von dem übrigen
Körper, der ganz in den Wirth eingegraben war, unter einem
stumpfen Winkel abstehend. Der in den Wirth eingesenkte Körper-
theil fast fadenförmig; am Cephalothorax mit 2 Paaren zweiästiger
Ruderfüsse, jeder Ast 2gliedrig mit 7 Borsten am 2. Glied, und einem
3. Paar, das nur aus einem Basalglied besteht. Der Cephalothorax
theilweise von einem harten Chitinring umgeben, der rechts und
links ein fast rechtwinklig gebogenes Hörn und auf seinem Vorder-
rande 2 kräftige, 3gliederige Greifantennen trägt. Nach vorne ver-
schmälert sich der Cephalothorax zu einem walzenförmigen Rüssel,
288 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
an dessen Ende die von einem Chitinringe umgebene Mundöffnung
liegt. Hinter derselben 2 Paare länglicher schmaler Schuppen und
zur Seite des Rüssels 3 Paar von Mundtheilen, ein Paar kräftiger
Maxillarfüsse); Horst, Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereenig. IV. p. 51 f.
PI. HI. Fig. 1—4.
L. vorax (auf ümbrina cirrosa) p. 9. Tav. VH. Fig. 1—21,
neglectus {awi Mngil cephalus, saliens) p. 13. Fig. 22—43; Richiardi,
Atti Soc. Tose. Sei. Nat., res. in Pisa, HI. fasc. 1.
Lernaeopoda arcturi (Nördl. Eismeer, auf den Kiemen von
Salmo arcturus Günther); Miers, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX.
p. 106. PI. IV. Fig. 2 ; (Sect. a : append. caud. nullis) Maraenae
(Jemtland auf Coreg. oxyrrhynchus ß) Maraena) p. 80, Taf. V. Fig.
6—8, alpina (auf der Schwanzflosse des Salmo alpinus) p. 82, Fig. 9 — 13,
Lotae (in der Mundhöhle der L. vulgaris) p. 84, Taf. VI. Fig. 14—19 ;
Olsson, Oefv. Sv. Vet. Ak. Förh. 1877. Nr. 5.
F. Vejdovsky stellt Untersuchungen über die Anato--
mie und Metamorphose von Tracheliastes polycolpos
Nordm. an; Zeitschr. wiss. Zool. XXIX. p. 15 ff. Taf. II-IV. Hin-
sichtlich der äusseren Gliederung gelang es Vejdovsky, noch hinter
dem die Eiersäcke tragenden Abdomen ein winziges Postabdomen
mit 2 der Furca entsprechenden Stummeln aufzufinden. Die Einzel-
heiten in der Schilderung der Mundwerkzeuge u. s. w. übergeheich;
an der Basis des 2. Paares der (3gliederigen) Maxillarfüsse liegen
einige Drüsenzellen, die ihr Secret an der Spitze der Füsse austreten
lassen. Vor denselben, an der Basis der an der Spitze mit einander
zu einer Haftscheibe verschmolzenen Maxillarfüsse des 1. Paares,
liegen 2 Scheiben, in denen ebenfalls eine grosse schlauchförmige
Drüse der ersten Maxillarfüsse ausmündet. Auf dem Rücken sowie
auf der Unterseite, hinter den 2. Maxillarfüssen liegen runde Gruppen
stark gewölbter Hervorragungen, deren jede ein feines Haar trägt.
Diese Stellen, die schon v. Nordmann auf dem Rücken gesehen hatte,
werden als Tastorgane angesprochen, wahrscheinlich sind es aber
auch nichts weiter als Anhäufungen von Hautdrüsen, — Am Ende
des Leibes befindet sich neben der Mündung der Eileiter eine mit
Chitinwandungen (und 2? Canälen) versehene Kapsel, die Spermato-
zoon enthält, und daher als Samentasche gedeutet wird ; mit Sicher-
heit Hess sich der Verlauf der mit ihr im Zusammenhang stehenden
Canäle nicht ermitteln. — Die Entwickelung ist nur bruchstückweise
beobachtet worden, die ersten Theilungsvorgänge hatten sich bereits
vollzogen und zur Bildung des Blastoderms geführt, als die Eier
untersucht wurden; auch zwischen den auf dieses Stadium folgenden
Stadien finden sich Lücken. Ein Stadium mit 2 Antennen- und 2
Maxillarfusspaaren, mit dreigliederigem Hinterleib wird als Nauplius-
stadium bezeichnet, womit ich mich, nicht einverstanden erklären
kann. Der Embryo vcrlässt die EihüUen im Cyclopsstadium. Einige
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 289
Abweichungen im Bau und der Entwickelung dieses Thieres von der
Schilderung, die Nordmann giebt, veranlasst Vejdovsky die Art als
Tr. polycolpos var. Plioxini zu bezeichnen,
W. Kurz stellt Studien über die Familie der Lernae-
opodiden an; Zeitschr. wissensch. Zool. XXIX. p. 380 ff. Taf.
XXV— XXVII. Dieselben vermehren unsere Kenntnisse von dem
Baue folgender bekannter Arten: Brachiella pastinacae Baird; An-
chorella hostilis Heller, fallax Heller, emarginata Kroyer, Triglae
Claus, Cestopoda amplectens Kroyer, Lizae Kroyer und lehren ferner
folgende 4 für neu gehaltene Arten kennen: Achtheres Selachiorum
p. 385. Taf. XXV. Fig. 1 (bei Triest am männlichen Genitalporus
von Mustelus laevis und Myliobatis aquüa); Anchorella /Sar^i p. 393,
Fig. 5 ($) und 6 (^) (an den Kiemen von Sargus annularis), Seomhri
p. 403 Fig. 12 (junges Weibchen an den Kiemen von Scomber scom-
brus); Cestopoda amplectens p. 407, Taf. XXVI. Fig. 16 ($) und 21 (J)
(an Kiemen von Sargus annularis).
Richiardi behandelt eingehender Sphaerifer cornutus
Eich. (= Sphaerosoma corvinae Leyd.) und beschreibt Sph. Leydigi
(auf Umbrina cirrosa) Tav. VI. Fig. 6 — 8; ferner Philichthys /Sciae^me
(Sc. umbra) Tav. III. Fig. 1 — 4; Edwardsi (Serranus cabrilla) Tav. VI.
Fig. 4, Steenstrupi (Mullus sermoletus und barbatus) Fig. 5; Licliiae
(L. araia) Tav. VI. Fig. 1. Denticis (Dentex vulgaris) F'ig. 2, Pagri
(P. vulgaris) Fig. 3, Pagelli (P. mormyrus) Fig. 4, Bardldii (Chrys-
ophrys aurata) Fig. 5, Sieholdii (Box boops) Tav. X. Fig. 1, mini-
mus (Serranus hepatus) Fig. 2, Gnibeii (! Sargus annularis) Fig. 3, 4,
Agassizi (Charax punctatus) Fig. 5, Haeckeli (Brama Rayi) Fig. 6,
Muracnae (M. helena) Fig. 7 ; Atti d. Soc. Tose. d. Sei. Nat. Vol. II
und III; am letzten Ort giebt derselbe zugleich ein Verzeichniss
der (20) Arten der Philichthyidae.
Cirripedia.
Dr. Lang macht eine vorläufige Mittheilung über
die Bildung des Stieles beiLepa-sanatifera. Mitth. naturf.
Gesellsch. in Bern a. d. J. 1877 Nr. 923—936 p. 103 ff. Nach der-
selben wächst nicht der Kopf der Cyprislarven in den Stiel aus,
vielmehr „gestaltet sich der vordere Theil der Schalenhaut der Larven
sammt den von ihr umschlossenen Muskeln, die an den Kopf heran-
treten, zum Lepasstiel" um. Der Vorgang, wie er beschrieben, mir
aber nicht ganz klar geworden ist, ist folgender. Die Schalenhaut
zieht sich in ihrer ganzen Ausdehnung von der Larvenschale zurück,
am untern Rande jeder vorderen Schalenhälfte tritt eine Einbuch-
290 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
tung ein, die tiefer wird und bis zu der Lücke vorschreitet, in der
die Augen liegen. An dieser Stelle tritt nun ein Durchbruch zwischen
letzterer und den genannten Einstülpungen ein, wodurch die Augen
und Haftantennen abgetrennt werden. Dieser vordere Theil, von
einem stärker pigmentierten hinteren, dem späteren Capitulum, durch
eine deutliche Linie gesondert, wandelt sich, vorne zwischen den
Schalen hervorwachsend, in den Stiel um. Complicirte Ausführungs-
gänge scheinen die Eierstöcke nicht zu entwickeln, dieselben sich
vielmehr am hinteren Ende des Stieles frei in die Mantelhöhle
zu öffnen.
J. S. Kinysley giebt im Amer. Natur. XI p. 102 ff. eine durch
Holzschnittcopieen erläuterte populäre Darstellung der Entwickelungs-
geschichte und des Baues von Lepadiden und Balaniden.
P. P. C. H 0 e k. Zur Entwickelungsgeschichte der Entomo-
straken. l. Embryologie von Baianus. Niederl. Archiv. 1876.
IIL Tab. III, IV. Hoek stellte seine Untersuchungen an B. balanoides,
perforatus und improvisus an und kam zu dem Resultate, dass die
Ovarien aus dem Gewebe des Mantels hervorgehen. Auf welche
Weise die reifen Eier in die Mantelhöhle gelangen und wie sie be-
fruchtet werden, lässt auch Hoek noch unaufgeklärt. Die Embryo-
nalbildung geht in der Weise vor sich, dass sich der Bildungsdotter
an den einen Eipol zurückzieht, theilt und von hier aus den Nahrungs-
dotter umwächst. Der Nauplius wird eingehender beschrieben. Die
Mundöffnung desselben liegt an der Basis der Mundkappe. Vom
Nervensystem Hess sich nur ein über dem Schlünde liegendes Gang-
lion mit davon ausgehenden (doch keine Schlundcommissur bildenden?)
Nervenfäden wahrnehmen. In den Seitenhörnern befindet sich ein
Stilet und eine Drüse.
Arn. Lang studierte die Dotterfurchung von Baianus
perforatus und Scalpellum; Jen. Zeitschr. XII. p. 671 ff.
Derselbe macht Mittheilungen über die Metamorphose der
Naupliuslarven von Baianus mit Rücksicht auf die Gestaltung der
Gliedmassen und die Verwandlung in die Cypris-ähnliche Larve.
Mitth. aarg. nat. Ges. I. p. 104 ff. mit 1 Taf.
Conchoderma virgata scheint sich mit Vorliebe bei
Penne IIa arten anzusiedeln. Kor en und Daniellsen, Faunalitor.
Norwegiae p. 157 ff. (auf P. Bälaenopterae) und Mayer, Carcinol.
Mitth. a. a. 0. p. 53 (eine nicht näher bestimmte Penuella-art von
Xiphias gladius).
Loricula Syriaca aus den Kreideablagerungen des Libanon;
Dam es, Sitzber. Ges. Naturf. Freunde. Berlin 1878. p. 70.
S. Richiardi. Sülle Sacculine. Atti d. Societ. Tose,
d. Scienz. Natur; T. I. Fase. 2. Pisa, 1874. Handelt von dem
Bau dieser Schmarotzerkrebse und giebt ein Verzeichniss der (17)
Decapoden, die als Wirthe derselben bekannt geworden sind.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 291
Peltogaster Bodriguezii (Mahon auf Clibanarius raisanthropus);
Sacculina neglecta (Neapel auf Inachus scorpio); Fraisse, Arb. a. d.
Zool.-Zoot. Instit. Würzburg IV. p. 289, 290.
Myriapoda.
C. 0. von Porat. Om nägra exotiska Myrio-
poder. Bih. t. K. Vet. Ak. Handl. 1878. 4. Bd. 2. Lief,
p. 1—48.
F. W. Hutton liefert Descriptions of (9) new
Species of New-Zealand Myriopoda. Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (4) XX. p. 114 fP.
Fr. Rosicky liefert eine Monographie der Myrio-
poden Böhmens; Archiv zur Landesdurchforschung
Böhmens, HIB., Prag 1876; vgl. den Ber. 1876 p. 249 (41).
R. Pirotta macht in den Ann. Mus. Civ. Gen. XII.
p. 508 f. 14 Arten aus der Umgegend Roms bekannt.
Derselbe verzeichnet die bei der Crociera delVio-
lante gesammelten Miriapodi ; ebenda XL p. 397 ff. (10 A.)
A. Sceliwanow liefert Materialien zur Kenntniss
der russischen Myriapoden ; Arb. Russ. Entom. Ges. XL 1.
p. 3 ff., wo 9 neue Arten beschrieben werden.
Fil. Fanzag 0. Sopra alcuni Myriapodi cavernicoli
della Francia e della Spagna. Atti Real. Accad. Lincei. (3) I.
p. 407 ff. und Transunti p. 96 f. Enthält 10 Arten, 4 neue.
G. Fedrizzi. I Cordeumidi italiani. Att. Soc.
Venet.-Trent. V. p. 375. ff. Habe ich nicht gesehen; ent-
hält nach Zool. Anz. II p. 103 6 Arten, 3 neue und
Megalosoma n. g.
Sterzel zeigt, dass der von Geinitz für einen Ar-
thropoden gehaltene und Palaeojulus dyadicus benannte
organische Rest aus dem Rothliegenden Fiederblättchen
eines Farnkrautes, des Scolecopteris elegans Zenker sei.
Zeitschr. deutsch. Geol. Ges. XXX. p. 417 ff.
292 Bert kau; Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Chilopoda.
J. Mac Leod beschreibt die Giftdrüse derChilo-
poden; Bull. Acad. Roy. . . de Belgiqiie. T. XLIV. p. 781 ff.
nebst 1 Tafel. Die Giftdrüse liegt in dem letzten und
dem vorletzten Gliede des ersten Beinpaares der Brust, der
sog. Raubfüsse. Sie ist von sackförmiger Gestalt, an der
der Aussenseite des Gliedes zugekehrten Seite mit einer
tiefen Rinne versehen und mündet an der Spitze in einer
länglichen Oeffnung an der konvexen Seite aus. Sie be-
steht aus einer (structmiosen ?) tunica propria, den secer-
nierenden Zellen und einer Intima, die ein durchaus cylin-
drisches Rohr mit spiraligen Verdickungsleisten darstellt
und einem Längskiel an der Stelle, wo die propria die
Furche zeigt; es wird die Vermuthung ausgesprochen, dass
die propria an dieser Stelle mit der intima (paroi du canal
excreteur) zusammenhänge. Die Intima ist mit feinen-
Oeffnungen besät, auf denen sich kurze cylindrische, keulen-
förmige oder eiförmige Röhrchen erheben, die den Aus-
führungsgang je einer Secretionszelle darstellen; der ge-
nauere Zusammenhang dieser Chitinröhrchen mit den Se-
cretionszellen und deren Ursprung in den letzteren wird
nicht eingehender gewürdigt. Die Secretionszellen sind
langestreckt, keulenförmig, mit einem der t. propria mehr
als der intima genäherten ovalen Kern; sie strahlen regel-
mässig von der Intima aus, und erreichen nicht immer die
umhüllende propria (?). Da ein Muskelbeleg fehlt, so wird
vermuthet, dass die Zerrungen, die die Drüse beim Beissen
von dem umliegenden Gewebe erfährt, das Gift hinaustreibt.
Scutigeridae. Scutigera caeruUo-fasciata, truculenta (Japan);
L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. in Wien. XXVII. p. 787, 788.
Lithobiidae. Lithobioidae Americae Borealis. Pre-
leminary Report on the Lithobii of North America. By Anton
Stuxberg. Proc. Cal. Ac. Sc. VII. p. 132 ff. Ist im Wesentlichen
das im vorigen Bericht (1876 p. 251 (43)) erwähnte Verzeichniss.
G. Fedrizzi. I Litobi italiani. Atti Sog. Ven.-Trent. V.
p. 184 ff. nebst 1 Taf. Enthält nach Zool. Anz. 11. p. 103, 35 Arten,
8 neue.
F. von Fei Her bespricht eine bei Wien unter Steinen aufge-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 293
fundene Lamyctes-art, die mit der von Me inert in Dänemark
beobachteten L. fulvicornis nicht identisch ist. Sonst ist die Gattimg
noch von Neuseeland, Vandieraensland und Chili bekannt. Sitzber.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 41.
Henicops impressus (Dunedin, Queenstown, Neu-S.). Hutton
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 114.
Litbobius asperaUis (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien, XXYII. p. 788, cavernicolus, speluncanim (Höhlenbewohner);
Fanzago, Atti R. Ac. Lincei (3) I.
Scolopendridae. Heterostoma Broivni (Duke-of-York Isl.) ; A. G.
Butler, Proc. Zool. Soc. London 1877, p. 282.
Scolopendi;a damnosa p. 789, Japonica p. 790, mutilans p. 791;
Scolopocryptops nibiginosa p. 792, n, A. aus Japan, L.Koch, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXVIL
Scolopendra anf/iisticolUs (Old. Calabar), caeruleo-viricUs (Neu-
Holland); Murray, Econ. Entom. p. 21, Lopadusae (Lampadusa),
p. 403, Dorme (Palermo) p. 405, Vidlantis (Pantellaria) p. 407; Pi-
rotty, Ann. Mus. Civ. Gen. XI.
Scolopocryptops J.?^i^7^ar^^m (Martinique) ; Marshall, Proc. E.
S. Lond. 1878. p. XXXVII.
Geopbilidae. Himantarium ferrugineiim (Wellington, Otago)
morhosiim (Well., Danedin) n. A. von Neu-Seeland; Hutton, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 115.
Geophilus spec. in der Nase eines Kindes: J. H. Packard,
Amer. Nat. (1878) XII. p. 705.
Geophilus pi'ocerus, tenuiculus (Japan); L. Koch, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXVII. p. 793, 794.
Chilognatha.
Ueber die Anlage der Keimblätter bei den
Diplopoden (Chilognathen) stellte Ant. Stecker
Untersuchungen an, deren Resultate in dem Archiv f. mi-
kroskopische Anatomie XIV. p. 6 ff. Taf. II veröffentlicht
sind. Die Untersuchungen wurden auf die Gattungen Julus,
Craspedosoma, Polydesmus und Strongylosoma ausgedehnt
und ergaben einen im Allgemeinen gleichen Entwickelungs-
gang. Von der einschläglichen Literatur hat Stecker
keine genügende Kenntniss gehabt und namentlich Met-
schnikoffs Arbeiten in der Zeitschr. wiss. Zool. XXV.
p. 313 ff., Bull. Ac. Imp. St. Petersbourg. XVIII. p. 231 ff.
unberücksichtigt gelassen, was um so mehr zu bedauern
294 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
ist, daMetschnikoff z. Th. dieselben Arten oder doch
Gattungen untersuchte. Stecker fasst das Ergebniss
seiner Erfahrungen in folgenden Punkten zusammen: Die
Diplopoden sind einer totalen Eifurchung unterworfen, die
den Nahrungsdotter primär, den Bildungsdotter secundär
trifft. Die Gastrula der Juliden unterscheidet sich von der
der Polydesmiden dadurch, dass das Darmdrüsenblatt ein-
schichtig ist, während es bei den letzteren mehrschichtig
ist, das Mittelblatt bildet sich durch Betheiligung der
beiden primären Keimblätter, in Folge endogener Zeilen-
theilung und ümwachsung aus.
Glomeridae. Sphaerotherium l{e)iosomum (Dunedin); Hutton,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX p, 116; crassum p. 299, lamprimum
p. 300, reticulatum p. 301 (Madagascar), angulatuni (Rockhampton)
p. 299; Butler, Tr. E. S. Lond. 1878.
Zephronia larvalis (Torres Str.) p. 301, atris^Jctrsa (Bombay)
p. 302; Butler, Tr. E. S. Lond. 1878.
Folydesmidae. Strongylosoma hisulcatmn (Höhlenbewohner);
Fanzago, Attti R. Acc. Lincei (3) L
Craspedosoma trisetosum (Dunedin); Hutton, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (4) XX p. 116, Simon (Höhlenbewohner); Fanzago, Atti
R. Acc. Lincei (3) L
Polydesmus cruentatus; Oxyurus flavo-limbatus ', Euryurus
palUpes) n. A, aus Japan; L. Koch, Verh, Zool, Bot. Ges. Wien.
XXVn. p. 795, 796.
Polydesmus dorsalis (?); Murray, Econ. Entom. p. 20; P.
(Oxyurus) serratus (Dunedin) p. 115, Wortliingtoni (Queenstown),
(Strongylosoma) macrocephalus (Dunedin) p. 116; Hutton, Ann.
a Mag. Nat. Hist. (4) XX; P. cavicola (Höhle am Salzsee in Utah);
Packard, Bull. U. S. Geol. Surv. IIL p. 161. Fig. 6.
Julidae. Der wichtigste Theil der Beiträge zurKenntniss
der Juliden von Dr. E. Voges in Zeitschr. wiss. Zool. XXXL
p. 127 ff. Taf. XI — XIII bezieht sich auf die Mündungsweise der
Tracheen. Voges fand (wie schon Savi) auf der Ventralseite jedes
Körpersegmentes, vor- und seitwärts der Insertion der Beine ge-
legen, eine Spalte, die in eine Tasche führt ; da die meisten Körper-
Ringe der Diplopoden Doppelsegmente sind, so hat ein jeder solcher
Ring 4 Taschen (Stigmentaschen) ; in dem Grunde derselben finden sich
bei Julus Londinensis zwischen derberen Hautstücken 2 elliptisch gestal-
tete, weiche Verbindungshäute, die siebartig durchbrochen sind; auf
jeder dieser Oeflfnungen der Siebplatte mündet eine unverästelte Tra-
cheenröhre; man kann daher auch sagen: von dem Grunde jeder Stig-
mentasche entspringen zwei Büschel unverästelter Tracheen. Bei Spiro-
bolus (cupulifer) gehen diese Büschel nicht vom Grunde der Tasche,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 295
sondern an 3 Stellen von der Seitenwand aus. Die Mündungen dieser
Stigmentaschen will nun Vogos keineswegs dem verschiedenartig ge-
stalteten Mündungsstück der Tracheen der übrigen Tracheaten (Stigma)
gleichwerthig gelten lassen, und zwar aus zwei Gründen. Einmal,
sagt er, zeigt die „Stigmentasche keinerlei Tracheenstructur" und
giebt zweitens, was ihm bedeutungsvoller ist, neben den Ansatzflächen
für Tracheen solche für Muskeln der Locomotion ab ; was von beiden
Gründen zu halten ist, mag jeder, der mit den Verhältnissen bei
verschiedenen Tracheaten vertrau.t ist, selbst ermessen. Entsprechend
dieser Anschauung sieht Voges die Mündungsstelle jedes einzelnen
Rohres der Tracheenbüschel als „Stigma" an und kommt dadurch
zu dem überraschenden Resultat, dass die Juliden Stigmenaggregate
haben.
Ferner wird der Drüsenapparat von Spirobolus wnd namentlich
der durch eine Art Verschlusskegel bewirkte Verschluss des Aus-
führungsganges desselben geschildert, sowie gezeigt, dass die männ-
lichen Copulationsorgane der Juliden als umgewandelte Theile der
Ventralplatten des 7. Körperringes anzusehen sind und gute, wenn
auch bisher unberücksichtigt gebliebene Gattungs- und Artcharaktere
abgeben; zum Schluss werden neue x\rten beschrieben.
Spirobolus cinctipes (Duke-of-York Isl.); A. G. Butler, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1877 p. 283, Ugulatus (Lagos, Afr.) p. 180, rugosus
(Rangoon) p. 181, falcatus (Zanzibar) p. 182, tegulatus (West- Afr.)
p. 183, hamatus, liölosericeus p. 185, unisulcatus p. 186. flavopiinctatus,
auratus p. 187, ctipuUfer (Philippinen) p. 188, ohtusospinosus (Ceylon)
p. 189, fasciculatus (Neu Holland) p. 190, brevicolUs (Mexico) p. 191 ;
Voges, Zeitschr. wiss. Zool. XXXI.
Spirostreptus annulatus (?) p. 163, cephälotes (Zanzibar) p. 164^
setosits (Port Natal) p. 165, intricatus Camaroons) p. 166, plumaceus
(Zanzibar) p. 167, snlcatus (Guinea) p. 168, costatus (Africa) p. 169,
clavatus (ibid.) p. 170, rutüans (ibid.) p. 171, ritgifer (ibid.), semi-
globosus (Zanzibar) p. 172, faseiatus (ibid.) p. 173, laevis (Africa)
p. 174, Camer oonensis p. 175, hinodifer (Natal), semicylindncus (?)
p. 176, clathratus (Montevideo) p. 177, rostratus (Porto Cabello)
p. 178, segmentatits (Philippinen) p. 179; Voges, Zeitschr. wiss.
Zool. XXXI.
Julus nitens (Ostindien?); Murray^ Econ. Entom. p. 18; J.
(Spirostreptus) striatics (Dunedin); Hut ton, Ann. a Mag. Nat. Hist.
(4) XX p. 115; octoformis (Hannover) p. 161, cornutus (Hamburg?)
lividus (Göttingen) p. 162; Voges, Zeitschr. wiss. Zool, XXXI.
J. antiqims (Heyd. i. 1.) aus der Braunkohle von Rott; Bertkau,
Verh. naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf. 1878 p. 360 Taf. V. Fig. 8.
Polyxenidae* Polyxenus lagurus De Geer. Ein Beitrag
zur Anatomie, Morphologie und Entwickelungsgeschichte der Chilo-
gnathen. Von Joh. Bode; Giebel's Zeitschr. ges. Naturw. 1877. II,
296 Bertkau: Berieht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
p. 233 ff. Taf. 11—14. Der Verf. hat Recht, wenn er Eingangs
seiner Studien behauptet, dass das interessante Thierchen weit
weniger untersucht ist, als es verdient; doch sind einige Mittheilungen
über dasselbe dem Verfasser unbekannt geblieben, so Menge's (in
den Neuesten Sehr. Naturf. Ges. Danz. IV. 3.) und Metschnikoff's
(allerdings nur fragmentäre Mittheilungen über Entwickelungsge-
schichte). Bode sieht den Körper des erwachsenen Thieres als aus
12 Segmenten gebildet an: das 1. bildet den Kopf, 4 folgende tragen
je 1, 4 weitere je 2, das drittletzte 1, vorletztes und letztes (Anals.)
kein Fusspaar. Die Copulationsorgane sind nur ein Anhang des 2.
Fusstragenden Segmentes, ohne ein Fusspaar zu vertreten. Jedes
Segment setzt sich aus 3 Stücken zusammen: an eine dorsale Platte
setzt sich jederseits eine Pleura an, die durch eine bogige Knickung
in einen dorsalen und ventralen Abschnitt zerfällt ; an den letzteren
schliessen sich jederseits die sich in der ventralen Mittellinie be-
rührenden lames pedigeres an. Am Kopfe finden sich die 8-gliederigen
Fühler, über deren feineren Bau, namentlich des Endgliedes, der
Verf. rasch hinweg geht, sowie 7 Ocellen (Menge gab 13 an; eine
frühere Aufzeichnung von mir sagt, bei einem 12-füssigen Exemplar, 6).
lieber den Augen bemerkte Bode 2 Gruben, aus denen eine lange
Borste entspringt. (Frühere Aufzeichnungen von mir besagen, dass
die eine dieser Borsten weit länger und von ihrer Mitte an plötzlich
stark verschmälert ist.) Am „Gaumen" wird ein System von Platten
und Vorsprüngen chitiniger Natur beschrieben und denselben eine
Mitwirkung bei der Zerkleinerung der Nahrung zuerkannt. Die
Beine sollen (mit Ausnahme des 6 gliedrigen ersten) aus 8 Gliedern
bestehen (während ich früher nur 7 zählte), und das kegelförmig,
spitze Endglied mit einem Haftapparat versehen sein, üeber die
für unser Thierchen so charakteristische Schuppenbekleidung sagt
Bode nichts wesentlich Neues; doch ist die Beobachtung (die ich
bestätigen kann) mittheilenswerth , dass die langen Haare der
Schwanzpinsel zum Einhüllen der Eier verwendet werden. Die Mal-
pighi'schen Gefässe werden als 2 anfänglich dicke, um den Enddarm ge-
legene Säcke beschrieben, die verjüngte Canäle nach vorn senden ; diese
liegen in der Nähe des Kopfes, und münden, nachdem sie einen
Knäuel gebildet, an der Grenze zwischen Mittel- und Enddarm aus.
Das Rückengefäss ist ein Schlauch, „der mit 3 Aesten in den Kopf
übergeht und ausserdem in der Mitte jedes Segmentes noch mit
einem rechtwinkelig abgehenden Gefäss communicirt. JedesSegment
hat so viel selbständige Tracheenröhren, als es Beine be-
sitzt. Vor jedem Fusspaar befindet sich „eine fein durchbohrte
Siebplatte (?)", durch deren Oeffnungen der innere Luftraum mit
der Atmosphäre communicirt. — Bode bekam 8 Entwickelungs-
stadien des Thierchens zu Gesicht: Im ersten Stadium waren ausser
dem Kopf und stets fussloseu Analsegmente 4 Segmente vorhanden,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 297
das letzte derselben fusslos ; im 3. Stadium erhielt letzteres ein Fuss-
paar; mit der folgenden Häutung kam ein fusstragendes Segment
hinzu; im weiteren Stadium schob sich vor dem Analsegment ein
fussloses Segment ein, während zugleich das vor diesem gelegene
Segment ein zweites Fusspar erhält. Im 5, Stadium ist zu den be-
stehenden Segmenten ein diplopodes hinzugetreten ; gleichzeitig treten
am 2. Segmente die Copulationsorgane auf. Mit den beiden folgenden
Häutungen schiebt sich je ein weiteres diplopodes, und mit der
letzten zwischen dem letzten diplopoden und dem darauf folgenden
fusslosen ein haplopodes Segment ein. Sehr auffallend ist die Beob-
achtung Bode's, dass bei jeder Häutung der alte (Lippen-) Taster
zu Grunde geht, während von der Unterlippe sich ein neuer ablöst.
Ueber Haller's Bemerkungen zu diesem Gegenstand vgl. das
oben (p..223 (5)) Gesagte.
J. A. Ryder glaubt P. fasciculatus Say und Pauropus
Huxleyi Lubb. zuerst in den Vereinigten Staaten aufgefunden zu
haben, was indessen nach einer Redactionsnote nicht der Fall ist;
Am. Nat. 1878. p. 557 f.
Polyzonidae. Brachycybe rosea (Californien) ; Murray, Econ.
Entom. p. 21.
Peripatidae.
Gegenüber einigen Mittheilungen Hutton's über die Anatomie
des Peripatus Novae Zealandiae (s. d. Ber. 1876 p. 214 (6)) leugnet
Moseley den Hermaphroditismus dieser Gattung und meint, dass
Hutton Spermatophoren für die Hoden angesehen habe; alle von
Hutton untersuchten Exemplare seien $ gewesen; die <-^ seien
kleiner und weniger zahlreich. Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX.
p. 85 ff. Gegen einen Theil der von Moseley gemachten Vorwürfe
vertheidigt sich Hutton ebenda XX, p. 81 ff., theilt aber später
((5) I p. 204 ebendaselbst) den Fund von 2 ^ mit, ohne indessen
seine Ansicht von dem Hermaphroditismus der übrigen Exemplare
aufzugeben, so dass hier ein ähnliches Verhältniss wie bei einigen
Cirripedien (Abdominalia) existiren würde (Polygamie der Botaniker).
Araclinoidea.
In den „An. de Agricult. de la republica Argentina"
Vol. IV, und von dort in „Periodico Zoologico" und „Bol.
de la Aead. Nacion. de Ciencias" t. II tibergehend, erschien
ein Verzeichniss von Holmberg von Argentinischen
Arachniden, das ich nicht gesehen habe. Neu beschrieben
298 Bertkau: Bericlit üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
sind in demselben Isometrus fuscus; Bothriurus vittatus
Guer., 2 Telegonus-, 1 Cercoplioniusart; ein Chelifer, 2 Pa-
chylus und eine Ostracidiumart.
Th. Thoreil. Sobre alcunos Arachnidos de la
ßepublica Argentina. Periodico zoologico. II. p. 201 ff.
Ein neuer Pachylus wird beschrieben.
Ein Verzeichniss der bei Nürnberg bis jetzt be-
obachteten Arachniden (mit Ausschl. der Ixodiden und
Acariden) und Beschreibungen von neuen hier vorkommen-
den Arten liefert L. Koch in den Abh. Naturf. Gesellsch.
zu Nürnberg. VI. Bd. 1877. p. 113 ff. Dieses Verzeichniss
zählt 443 Arten namentlich auf, vrozu noch einige und 50
neue Arten aus den Gattungen Linyphia, Theridium und
Erigone kommen, mit deren Einschluss die Zahl der bei
Nürnberg beobachteten Arachniden auf 500 steigt. Neben
Bemerkungen über die Art des Vorkommens und Zeit der
Geschlechtsreife sind auch einige biologische Bemerkungen
eingestreut; namentlich ist der Beschreibung (und theilweise
der Abbildung) der Eiersäckchen eine besondere Sorgfalt
gewidmet. Von den 443 Arten fallen 408 auf die Araneae,
23 auf die Opiliones, 12 auf die Chernetina; 10 Arten
sind hier in einem Anhange zum ersten Male beschrieben;
leider sind die Beschreibungen zu umständlich, als dass sie
hier reproducirt werden könnten. In dem Verzeichniss
scheinen einige dieser Arten unter einem anderen Namen
aufgeführt zu sein, als bei der Beschreibung; wenigstens
vermisse ich in demselben ein Theridium persubtile (= my-
staceum p. 139?), eine Gnaphosa nigerrima (= aterrima
p. 148?).
Leopolda Waigla. Pajeczaki Galicyjske (Arach-
noidea Haliciae). Kolomen 1874. Habe ich nicht gesehen.
Koch zählt 38 vonO. Schneider in den Kaukasus-
ländern gesammelte Arachniden auf, von denen 4 Arten
den Mittelmeerländern eigenthümlich, 12 über fast ganz
Europa verbreitet, 3 als dem Südosten Europas angehörig
bekannt, 4 ebenfalls dem Osten angehörig und 15 neu sind.
Naturw. Beiträge zur Kenntn. d. Kaukasusländer
p. 36 ff
Pavesi und Pirotta geben eine Liste der aus der
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 299
UmgebuDg Roms bekannt gewordenen Arachniden, die mit
ihren 57 Arten jedenfalls weit unter der in Wirklichkeit
dort vorkommenden Zahl bleibt; ein Gonyleptide ist neu.
Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 552 ff.
P. Pavesi bucht die Resultati Aracnologici der
ersten Kreuzfahrt des Vi ol ante im Mittelländischen Meer.
Ann. Mus. Civ. Gen. VIII. p. 407 ff. (3 Scorpiones, 53 Ara-
neae, 3 Opiliones, 1 Acaride); vergl. auch ebenda XI.
p. 337 ff. Dem letzteren Aufsatz ist ein Verzeichniss der
aus Griechenland bekannt gewordenen Arten hinzugefügt,
p. 354 ff. (5 Scorpiones, 9 Chernetina, 3 Solifugae, 18 Opi-
liones, 151 Araneae, 5 Acari).
Derselbe. Gli Aracnidi di Turchi. Atti Soc.
Ital. XIX. Fase. 1.
Uebersicht der von Peters in Mossambique
gesammelten Arachniden, bearbeitetvonDr. F. Karsch.
Monatsber. kgl. pr. Acad. Wissensch. Berlin 1878. p. 314 ff.
Enthält 23 Spinnen, 1 Phalangier, 7 Milben. Es ist mir in
hohem Grade wahrscheinlich, dass manche der von Karsch
beschriebenen neuen Arten bei genauerem Studium in ein
anderes Genus werden verwiesen werden, als wo sie bei
Karsch stehen.
G. Cavanna. Studi e Ricerche d'Aracnologia. Bull.
Soc. Eni Ital. VIII. p. 87 ff, 208 ff., 271 ff., PI. IL
Ant. Simon. Das Hautskelet der arthroga-
strischen Arachniden. 28. Programm des k. k. Staats-
gymnasiums in Salzburg. Mit 2 Taf.
Solifugae.
üeber Galeodes pallipes (?) Say in Colorado s. J. D. Put-
nam in Proc. Davenport Acad. Nat. Sc. II. p. 35.
Rhax rostrum-psittaci (Gilolo); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr.
1877. p. 225.
Gluvia Cancasica (Baku, Sardarabad); L. Koch, Naturw. Beitr.
z. Kenntn. d. Kaukasusländer, p. 57.
Scorpiones.
Thor eil veröffentlicht die Resultate seiner fitudes
Scorpiologiques in den Act. de la Soc. Ital. d. Sc. Nat.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. ü
300 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Vol. XIX. p. 75 ff. In der Einleitung recapitulirt Thor eil
das im vorigen Bericht (1876 p. 261 (53)) besprochene System
mit einigen durch erneute und erweiterte Untersuchungen
nöthig gewordenen Modificationen. Ferner nimmt derselbe
hierbei Gelegenheit, sich über seine Stellung zur Evolutions-
theorie auszusprechen, eine Auseinandersetzung, die allen
unbedingten Anhängen des Darvinismus (oder der Selections-
theorie) zur Leetüre zu empfehlen ist. — Der grösste Theil
der Arbeit ist der Charakterisierung ungenügend oder gar
nicht gekannter Formen gewidmet. Hierbei erkennt Thor eil
die Schwierigkeit an, die betreffenden Formen durch knappe
Diagnosen kenntlich zu machen, versucht aber doch solche
(wenn auch längere, als bei gründlicherer Kenntniss der
verwandten Formen eingestandener Massen nöthig sein
würden), die dann durch eine sehr in's Einzelne gehende
Beschreibung ergänzt werden. Auf diese Weise wird eine
Grundlage zur Kenntniss und Unterscheidung des über
Erwarten grossen Formenreichthums dieser Ordnung ge-
schaffen, aus welcher sich später dann eine ähnliche Be-
handlung entwickeln kann, wie sie für die genauer ge-
kannten Insekten der meisten Ordnungen längst mit Erfolg
Anwendung gefunden hat.
Als neu werden beschrieben: (Androctonoidae) Buthus
Doriae (Persien) p. 107, hrevimanus (Caffrarien) p. 110, Heden-
horgii (Syrien) p. 113, conspersus (CafFr.) p. 115; Lepreus vittatus
(ibid.) p. 121 ; Tityus trianguUfer (Cap.) p. 123; Isomerus crassima-
nus (Mexico) p. 129, stigmiirus (Pern^mhnco) p. 132, Antillanus p. 134,
variatus (Neu-Holland) p. 136, graciUs (ibid.) p. 139^ fuscus (Argen-
tin.) p. 140; Centruriis elegans (Mexico? oder Java?) p. 145, insu-
lanus (Jamaica) p. 148, olivaceus (Californien) p. 151, nitidus (San
Domingo) p. 152, tenuis (Antillen) p. 153, granosus (S. Joseph im
Busen von Panama) p. 155, Bertholdii (Mexico) p. 158, testaceus
(Scorpio t. De Geer, America) p. 160; (Telegonoidae) Bothriurus
vittatus Guer. var. ^rawostts (Brasil.) p. 168; Telegonus Weijenherghii
(Argentin.) p. 173, ferrugineus (ibid.) p. 176; Cercophonius hrachy-
cenirws (ibid.) p. 180; (Vejovidae) Hadrurus maculatus (Peru) p. 186;
(P an d i n oi d a e) Pandinus asper {?) p. 199 ; Palamnaeus angustimanus
(Ostindien) p. 211, costimanus (C. L. Koch) var. glaucus p. 219, laevigatus
(NeuHolland?) p. 221; Opisthophthalmus latro (Südafrica?) p. 225, lae-
viceps (Caffr.) p. 228, praedo (ibid.) p. 230, pugnax (ibid.) p. 232,
curtus (ibid.) p. 234, macer (Cap) p. 236, fallax (Südafr.) p. 238,
Ariderssonii {ihi^.) p. 239, histrio {CdMr.) p. 242; Opisthacanthus va-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 301
lidus (Caffr., Cap) p. 243, Kiribergii und var, laticauda (Stammform
auf der St. Joseph-Insel, Panama; var. unbok.) p. 246; Ischnurus *ac-
niurus und var. phyllodes (Südafrica) p. 254, pectinator (Caffr.) iß. 258;
Joctonus orthurus (?) p. 264; Chactas lepturus (Columbien) p. 266.
Auf S. 162 ff. wird die Synonymie der von De Geer beschriebenen
(8) Arten in folgender Weise angegeben : Sc. raaurus = Droteas Herbstii
Thor., flavicaudis= Euscorpius flav. (De Geer), indus= Pandinusmega-
cephalus (C. L. Koch), punctatus = Isometrus Americanus (L.) jun.??,
europaeus = Isom. Americanus (L.), maculatus = Isom. macul. (De
Geer), testaceus = Centrurus test, (De Geer), australis = Centr. bia-
culeatus (Luc).
Wood-Mason beschreibt bei ausländischen Arten dieser
Ordnung einen Stridulationsapparat, dessen Reibleiste an dem Basal-
glied (Feraur?) des ersten Beinpaares liegt, während das entspre-
chende Glied der Palpen als Reiber fungirt; Proc. E. S. Lond. 1877.
p. XVIII f.
Chaerilus (n. g. Jurin. prope Uroctonum) variegatus {JaY2k)\
Simon, Ann. Sog. Ent. Fr. 1877 p. 238 ff., PI. 3 Fig. 13.
Neho n. g. für Hemiscorpio hier ochon ticus Sim.
p. 399; Teuthraustes (n. g. prope Broteam) atramentarius (Ecnador)
p. 400; derselbe ebenda 1878.
Uroplectes occidentalis (Congo); Simon, Bull. Soc. Zool.
France. I. p. 219.
Buthus cognatus (Azkhur) p. 58 Taf. I Fig. 7, Schneiden (Kras-
nowodsk) p. 61, Taf. II. Fig. 4; L. Koch, Naturw. Beitr. z. Kenntn.
d. Kaukasusl.; Mardoche (Marocco); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 159.
Pandinus humilis (Manilla); Simon, Ann. Soc, Ent. Fr. 1877.
p. 94.
Opisthacanthus maculatus (Congo); Simon, Bull. Soc. Zool.
France. I. p. 221.
Ischnurus pistaceus (Manilla); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877.
p. 93, Neo-caledonicus', derselbe ebenda p. 237.
Broteas granulatus (Guyana); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 241.
^uscor-pius picipes (Transcaucasien); Simon, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 159.
Pedipalpi.
Thelyphonus giganteus wird von Yarrow hergebrachter Weise
gemäss für giftig erklärt; eine Giftdrüse weist aber auch er nicht
nach. Amer. Natur. XI. p. 367. Wilkinson meldet von demselben,
dass er sich durch Verbreitung eines unangenehmen Geruches aus
seinem Schwanzfaden schütze; ebenda 1878. XII. p. 396.
302 Bertkau: Bericiat üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Phrynus tibialis (CoDgo); Simon, Bull. Soc. Zool. France. I.
p. 12.
Araneae.
Rev. 0. P. Cambridge schreibt On some new Spe-
cies of Araneidea, witb Characters of two new
Genera, and some Remarks on the Families Podo-
pbthalmides and Dinopides. Proc. Zool. Soc. London
1877. p. 557 ff. PI. LVL und LVIL 3 der Arten gehören zur
Gattung Cyrtarachne Thor, in der Familie der Gasteracan-
thidae ; eine ist der zweite bis jetzt bekannte Vertreter der
Cryptothelidae in Ceylon, während die erste Art in Austra-
lien heimisch ist; aus der südamerikanischen Familie der
Eripidae, die mit den Neuseeländischen und Australischen
Stephanopiden in Beziehung gebracht werden, wird hier
zuerst ein männliches Exemplar bekannt gemacht ; die Gat-
tung Podophthalma wird mit 5 Arten bereichert; aus der
Familie der Dinopiden wird eine neue (3.) Gattung beschrie-
ben; die systematische Verwandtschaft dieser Familie ist
noch zweifelhaft. Die letzte Art gehört einer neuen Atti-
dengattung an.
On some new Genera and Species of Aranei-
dea. By 0. P. Cambridge; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4)
XIX. p. 26 ff. PI. VI und VII. 6 der Arten gehören zu
den Teraphosiden und 5 derselben sind von Australien;
5 zu den Epeiriden und haben Ceylon, Madagascar, Austra-
lien und Südamerika zum Vaterlande.
J. H. Emerton stellt A. Camparison of the Spi-
ders of Europe and North America an; Proc. Bost.
Soc. XIX. p. 68 ff. Die Resultate sind ziemlich dieselben,
welche sich bei einem Vergleich der Europäischen Spinnen-
fauna mit der Neu-Englands ergaben; vergl. d. Ber. 1876.
p. 268 (60).
0. P. Camb ridge schreibt On some new andlittle
known Spiders from the Arctic Regions; Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 273 ff PI. VIII. Die Locali-
täten, von denen die (13) behandelten Arten herstammen,
sind Spitzbergen und Grönland. S Arten werden als neu
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 303
beschrieben, wobei indessen der Verfasser die Möglichkeit
einer Identität mit einigen durch Thor eil beschriebenen
Arten von Spitzbergen ziilässt; 4 Arten sind bereits als
hochnordisch bekannt; interessant ist das Vorkommen des
Thanatus formicinus (Cl.) (oder Th. arcticus Thor?) in
Nord-Grönland.
Thoreil macht die von Bessels auf der Polaris-
Expedition in Westgrönland gesammelten Arten bekannt;
Amer. Nat. 1878 p. 393. Es sind 4 Arten, 2 Erigone
(1 neu), 1 Trochosa und eine (nicht bestimmbare) Lycosa.
Ferner verzeichnet derselbe die Namen der Arten, die von
Grönland bekannt geworden sind; es sind deren 19, da-
runter Epeira diademata, Steatoda bipunctata, Epiblemum
scenicum.
Eugen Graf Keyserling handelt über amerika-
nische Spinnenarten der Unterordnung Citigra-
dae; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVI. p. 609 ff.,
Taf VII und VIII. In dieser Unterordnung unterscheidet
Keyserling 3 Familien, indem er die alte Gattung Ct^nus
zum Typus einer besonderen Familie erhebt, die sich durch
die Augenstellung (2, 4, 2), sowie durch den Mangel einer
Afterkralle, dagegen den Besitz eines Federhaarbtischels
wesentlich von den Lycosoidae unterscheidet, zu welchen
Thor eil diese Gattung noch gestellt hatte. Die Arbeit
ist hauptsächlich der Beschreibung der Arten gewidmet,
deren eine beträchtliche Anzahl als neu bekannt gemacht
werden (33 Lycosoidae, 4 Oxyopoidae, 10 Cteno'idae);
wegen des einzelnen s. unten.
Derselbe beschreibt Amerikanische Spinnenarten
aus den Familien der Pholcoidae, Scytodo'idae
und Dysdero'idae. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
p. 205 ff. nebst Taf. VII.
Derselbe desgl. aus Uruguay und einigen
anderen Gegenden Amerikas; ebenda p. 571 ff. nebst
Taf. XIV.
L. Taczanowsky beginnt eine Bearbeitung der
Araneides du Perou Central mit den Epeiriden; H. E. R.
XIV. p. 140 ff, PL I, IL
Thor eil liefert Descriptions of the Araneae coUected
304 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
in Colorado . . . ; Bull. U. S. Geogr. Surv. Vol. III. Nr. 2.
p. 477 ff. ; 3 Arten, Lithyphantes corollatus, Misumena vatia
und Philodromus aureolus, sind mit deutschen identisch.
Thor eil liefert in Bd. XIII. Nr. 5 der Kongl. Sv.
Vet. Akad. Handl. Descriptions ofseveral European
and North- African Spiders. Es sind dort 196 Arten
resp. Varietäten mit bekannter Schärfe beschrieben und
diagnosticirt, welches letztere bei den jüngeren Araneologen
zumeist unterlassen wird. Die meisten der Arten sind bereits
früher theils in der Tijdschr. voor Entomologie 18, theils in
den Hör. Soc. Ent. Boss. XI beschrieben, vergl. d. Ber. 1876.
p. 270, 271 (62, 63); sämmtliche dort behandelten Arten
kehren hier vereint wieder. Dazu werden 28 neue Arten
oder Varietäten benannt und beschrieben.
O.P.Cambridge macht Notes on British Spiders,
with Descriptions of some new Species. Ann. a. Mag.
Nat. Hist. 1878. I. p. 105 ff. PL XL
Von E. Simon's „Arachnides de France" ist Tome
IV., Paris 1878, erschienen; derselbe ist ausschliesslich
der grossen Familie der Drassiden gewidmet.
Die Observations sur les Arachnides qui ha-
bitent la Champagne, principalement les environs
de Sezanne par M.H.Lucas in den Ann. Soc. E. Fr. 1878
p. 49 ff. wären ebensogut ungedruckt geblieben, abgesehen
von Berichtigungen, zu denen sie Anlass geben können;
ebenso Arachnides du littoral de la Manche, ebenda
p. 191 ff.
Zu den Lokalfaunen, die wir von Black wall, Menge,
Ohlert u. a. über Mitteleuropa besassen, tritt in diesem Jahre
eine Schweizerische hinzu: die Spinnen der Schweiz,
ihrBau, ihr Leben, ihre systematische Uebersicht.
Von Herm. Lebert. Neue Denkschriften der allgemeinen
schweizerischen Gesellschaft für die gesammten Naturwissen-
schaften. Bd. XXVII. Zürich 1877. In dem allgemeinen
Theil wird der Bau und das Leben, sowie die geographische
Verbreitung, in dem speciellen Theil eine systematische
Uebersicht der Schweizer Spinnen dargestellt. Die allge-
meine Schilderung des Baues und der Lebensweise ist aus-
führlicher ausgefallen als in den meisten der bisherigen
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 305
Faunen und beruht z. Th. auf Originalbeobacbtungen, ist
aber in einigen Einzelheiten durch Uukenntniss der ein-
schläglichen Literatur auch unvollständig, z. Th. unrichtig.
Die einzelnen Abschnitte in diesem Theile sind: Bau der
Spinnen im Allgemeinen, Uebersicht des Baues einer Spinne,
Cephalothorax, Augen, Oberkiefer, Unterkiefer und Unter-
lippe (letztere fand Lebert oft der Länge nach gespalten),
Brustbein, Beine, Krallen und Vorkrallen, Nebenkrallen
(mit diesem Namen bezeichnet Lebert die grossen gezähnten
Borsten vor den Krallen, auf die zuerst Blackwall aufmerk-
sam gemacht hatte; dass das Calamistrum besonders den
Drassiden zugeschrieben wird, ist auf die abweichende
Klassifikation und Nomenklatur zurückzuführen), Bürsten-
träger und Bürsten, weibliche Taster, Färbung und Zeich-
nung, Haare, Borsten, Dornen und ihre feinere Structur,
Spinndrüsen, Spinnwarzen, weibliche Geschlechtsorgane,
männliche Geschlechtsorgane, Muskelsysteme, Nervensystem
und Sinnesorgane, Verdauungssystem, Kreislaufsystem, Ath-
mungsorgane, Bereitung des Chitinskelettes der Arachniden,
Aufenthalt der Spinnen, Bau der Gewebe, Netze, Hohlgänge,
Eiersäcke etc.; Kann man den Spinnstoff und die Gespinnste
der Spinnen industriell benutzen? (eine Frage, die, wenn
auch nicht mit der nöthigen Entschiedenheit, mit Nein be-
antwortet wird), fliegende Herbstfäden und herbstliche
Wanderungen der Spinnen, Ernährung der Spinnen, Begat-
tung der Spinnen, Spinnengift, Arachnophagie, Blindheit
einzelner Spinnenarten, Winterschlaf der Spinnen, Schma-
rotzer und Feinde der Spinnen, die Spinnen im Haushalt
der Natur, Sammeln der Spinnen, Aufbewahren der Spinnen,
Eintheilung und Gliederung des Ueberblicks der Schweizer
Spinnen. In dem Capitel über die geographische Verbrei-
tung der Schweizer Spinnen ist namentlich auch ihre ver-
tikale Verbreitung nach den 4 Regionen : Ebene und Hügel-
land bis 6—700 Met., Montane Region bis 1200, Subalpine
bis 2000, Alpine über 2000 Meter berücksichtigt. Der spe-
cielle Theil zählt 435 Arten auf, von denen einige als der
Schweiz eigenthümlich betrachtet werden ; da dies aber zu-
gleich die neuen Arten sind, und die Erfahrung gezeigt
hat, dass solche neu unterschiedenen Arten später auch
306 Bert kau: Bericht üb, d. wissenschaftl. Leistungen
anderwärts gefunden werden, so mag sich die Zahl der
von Lebert als specifisch Schweizerisch angesehenen Arten
noch erheblich vermindern. (So findet sich die Clubiona
genevensis L. Koch, die Lebert nur aus der Schweiz kennt,
sehr häufig im Rheinthal oberhalb Bonn; Ref.) Im Allge-
meinen sind die in der Schweiz beobachteten Arten mehr
mit den nördlichen, als mit den südlichen identisch, woraus
Lebert den Schluss zieht, dass eine Einwanderung der
Spinnen in die Schweiz mehr vom Norden als Süden her
Statt gefunden. Dieser Umstand mag seinerseits wieder von
der vertikalen Erhebung abhängen, die einem viel grösseren
Areal ein kühleres als ein warmes Klima gibt. Immer-
hin wird der grosse Reichthum an schon jetzt bekannten
Arten (unzweifelhaft werden noch beträchtlich mehr gefunden
werden) auf diese günstigen Verhältnisse zurückzuführen
sein, die in einem kleinen Ländchen die verschiedenen
Nuancen von einem fast subtropischen bis zum polaren
Klima möglich machen. Den einzelnen Arten sind kurze
synonymische, biologische, geographische und sonstige Be-
merkungen hinzugefügt; wo der Verfasser glaubte, eine
neue Einzelheit im Körperbau u. s. w. beobachtet zu haben,
da wird dieselbe sehr genau beschrieben; sonst sind, ausser
von den neuen Arten, keine Beschreibungen geliefert. Der
Umstand, dass die neuen Arten bis in die minutiösesten
Einzelheiten beschrieben, aber nicht kurz diagnosticirt sind,
ist der Grund, dass ich von den meisten derselben nur die
Namen anführen kann. — Die (nicht sehr sauber ausge-
führten) Abbildungen auf den beigefügten 6 Tafeln sind
theils Copieen, werden theils hier zum ersten Mal geboten.
Catalogue des Arachnides de Belgique par
L^on Becker. Premiere Partie. Ann. Ent. Belg. 1878.
p. 45 ff. und 187. (Attidae (20), Lycosidae (23), Sparassidae
(2), Thomisidae (24), Epeiridae (27), Agalenidae (13),
Dictynidae (12)). Die Familien sind in dem Umfange
Simon's genommen.
Menge lässt „Preussische Spinnen", X. Fortsetzung,
erscheinen; mit 6 Platten Abbildungen. Schriften der
naturf. Gesellsch. in Danzig. Neue Folge. IV. Bd. 2. Heft.
Danzig 1877. In diesem Theile sind die Attiden zu Ende
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 307
gebracht, Episinus nachgetragen, und die Lycosiden abge-
handelt (ob ganz?). Da über den Schluss des Werkes noch
nichts gesagt ist, so steht zu erwarten, dass eine 11. Fort-
setzung erscheint, die (neben dem eventuellen Schlüsse der
Lycosiden) Nachträge zu den früheren Familien, sowie ein
Register bringen würde.
F. Karsch liefert ein neues Verzeichniss der
Spinnen Westfalens, Jahresber. d. zool. Section d.
Westf. Prov.-Ver. f. Wissensch. u. Kunst, f. 1876/77. p. 55. ff.,
das gegenüber dem früheren (Verh. Naturh. Ver. preuss.
Rheinl. u. Westf. 1873 p. 1 ff. mit 154 Arten) 166 Arten auf-
zählt. Hie und da sind einige Angaben über die Um-
gebung gemacht, in der die Spinnen vorkommen sollen;
dieselben scheinen aber manchmal auf ein zufälliges Er-
scheinen zurückzuführen zu sein.
E. Simon. Etüde sur les Arachnides duCongo.
Bull. Soc. Zool. France. I. p. 12 ff., 215 ff.
lieber einige von Herrn J. M. Hildebrandt im Zanzibar-
gebiete erbeutete Arachniden. Von Dr. F. Karsch. GiebeFs
Zeitschr. (3. F.) III. p. 311 ff. Taf. 8. Mit den Abbildungen
ist allerdings wenig anzufangen.
Derselbe. Exotisch-araneologisches; ebenda
p. 322 ff., 771 ff. An zweiter Stelle werden 25 neue Austra-
lische Arten beschrieben.
Graf Eugen Keyserling beschreibt (6) Spinnen
von Madagascar; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
p. 85 ff. nebst Taf. III.
In den Proc. R. Irish Acad. (August 1877) erschien
eine List of the Spiders captured in the Seychelles
Isis., ... ., in der 4 Salticus-, 1 Lissomanes-, 1 Thomisus-,
1 Olios, 1 Sparassus-, 1 Clubiona-, 1 Theridium-, 1 Argy-
rodes-, 3 Epeira-, 1 Nephila-, 2 Tetragnatha- Arten be-
schrieben werden.
E. Simon. Arachnides recueillis aux iles Phi-
lippines. Ann. Soc. Ent. Fr. 1877 p. 53 ff. (42 Araneae,
2 Pedipalpi, 3 Scorpiones, 3 Opiliones).
Thoreil stellt an Studi sui Ragni Malesi e
Papuani. Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 341 ff. I: Ragni di
Selebes; ibid. XIIL p. 5 ff. II: Ragni di Amboina.
308 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Während bisher von Celebes nur 10 Arten bekannt waren,
werden hier 111 Arten aufgezählt, von denen eine grosse
Zahl neu ist; von Amboina werden 134 Arten namhaft
gemacht.
H. H. B. Bradley. The Araneides of the „Chevert"
Expedition. Pt. I. Proe. Linn. Soc. N. S. Wales I. p. 137 ff.
(33 Epeiriden, 8 neu).
A. G. Butler. Onasmall collection of Arach-
nida from Queensland with descr. of three appa-
rently new species. Cist. Ent. I. p. 349 ff. PI. X.
The Structure and Habits of Spiders. By
J. H. Emerton. Salem 1878. 12 mo. pp. 118 (Vol. 2 der
American Natural History Series). Habe ich nicht ge-
sehen; das Werk wird sehr gelobt im Amer. Natur. 1878.
p. 544.
Jam. H. Emerton. Oviposition in Spiders.
Psyche, H. p. 123 f. Handelt von dem Eierlegen einer
Drassusart.
Vion. Les Araignees et leurs toils. Soc. Linn.
d. Nord. d. 1. France. Bull. mens. Nr. 55. 1877. p. 196.
Quelques mots sur les traveaux des araignees.
L. Becker in den C. R. Ent. Belg. 1878, p. CXXVII.
De l'amour maternelchez l'araignee; Derselbe
ebenda p. CLIII ff.
La lutte pour la vie chez Faraignöe; Derselbe
ebenda p. CIXXVH ff.
Mc Cook theilt seine Beobachtungen und Erfahrungen
über die Luftschifffahrt der Spinnen (The Aeronautic
flight of Spiders) mit, die sich hauptsächlich auf
Tetragnatha und Lycosiden beziehen und zu dem über
diesen Gegenstand bekannten nichts Neues hinzuzufügen.
Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia. 1877 p. 308 ff.
Bertkau macht über die Uebertragungsorgane
und Spermatozoen der Spinnen einige ergänzende
Mittheilungen; Sitzber. Niederrh. Ges. f. Natur- und Heilk.
1877, p. 28 ff. Er versucht zu zeigen, dass der vonFickert
als Prostatadrüse gedeutete Theil identisch ist mit dem von
Bert kau Samenbehälter genannten (vgl. d. Ber. 1876,
p. 276 (68)), der wohl Samenelemente oder Spermatophoren,
im Gebiete der Arthropodeu während der Jahre 1877 — 78. 309
aber keine Drüsenzellen enthält. Die Spermatophoren sind
weit, vielleicht allgemein verbreitet unter den Spinnen, da
nicht nur alle Dysderiden, sondern auch Atypus und
Scytodes aus 3—4 Spermatozoen bestehende Kugeln be-
sitzen. Referent schlägt für diese Bildungen den Namen
Coenospermien vor, und erklärt es für wahrscheinlich
(gewiss, wie er sich inzwischen überzeugt hat), dass auch
einzelne Spermatozoen in eine Kittsubstanz eingehüllt
werden, und dann die Kugeln darstellen, die man lange
für die wahren Spermatozoen der Spinnen angesehen hat;
für letztere Bildung wird die Annahme der Bezeichnung
Cleistoperm empfohlen.
(Auch van Hasselt beobachtete inzwischen beiOcyale
mirabilis die Aufnahme eines Samentröpfchens durch die
Palpen und bezweifelt nun diesen Akt nicht mehr; vgl. d.
Ber. 1876, p. 277 (69). Verslag p. XVI f. in Tijdschr. v.
Entom. XX.)
Bert kau zeigt, dass die Blase, die sich am Palpus
der Spinnenmännchen während der Begattung zeige, durch
das Einströmen der Blutflüssigkeit entstehe, und erklärt es
ferner für sehr wahrscheinlich, dass der Druck dieses
Blutes auf den elastischen Theil der Wandung des den
Samen enthaltenden Schlauches die mechanische Kraft
liefere, die das Sperma aus dem Schlauche heraustreibe;
ebenda 1878, p. 171.
Derselbe beobachtete (bei Eresus $) das Cribellum
ohne das Calamistrum in Thätigkeit, Verh. Naturh. Ver.
preuss. Rheinl. u. Westf. f. 1877 p. 270, aber auch eine
Betheiligung des letzteren; ebenda p. 279 und Sitzber.
Niederrh. Ges. Natur- und Heilk. Bonn 1877 p. 333. Im
letzteren Falle fuhr die Spinne sehr rasch und oft hinter-
einander mit den kammartig gestellten Haaren an dem
Tarsus (vorletzten Glied) über das Cribellum und zog auf
diese Weise ein allmählich länger werdendes flockiges Band
hervor, das sie dem übrigen Gewebe einfügte. -— Die er-
wachsenen c^ besitzen kein Cribellum und ein Calamistrum
nur z. Th., da sie Organe entbehren können, die lediglich
zur Herstellung eines Fanggewebes dienen.
F. Plateau veröffentlicht Recher eh es surlastruc-
310 Bertkau; Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
iure de l'appareil digestif et sur les phenomenes
de la digestion chez ies Aran^ides Dipneumones.
Bull. Acad. roy. de Belgique, (2) XLIV Nr. 8. aoüt 1877
mit 5 Taf. Der grösste Theil dieser Unters ucliungen ist
der vergleichenden Darstellung des Verdauungsapparates
von Dipneumones gewidmet, auf die Plateau mit Kecht
seine Angaben beschränkt, da sich bereits oft genug ge-
zeigt hat, wie unrichtig es war, die bei einer Art gefundenen
Resultate der ganzen Ordnung zuzuschreiben und da nament-
lich neuere Untersuchungen den Gegensatz zwischen Te-
trapneumones und Dipneumones noch mehr verschärft
haben. -- Als hervorragendes Untersuchungsobjekt ver-
wandte Plateau Tegenaria, an welcher Art die allgemeinen
Verhältnisse eine eingehendere Darstellung finden ; mit den
hierbei gefundenen Resultaten werden dann Agalena, Lycosa
saccata, Argyroneta, Amaurobius, Clubiona (holosericea ?)
und einige Epeiraarten verglichen. Ueber die Mundtheile wird
nichts näheres mitgetheilt, nur stellt Plateau für die Dipneu-
mones das Vorhandensein der von Wasmann für Mygale ange-
gebenen Spalte an der Oberlippe mit aller Entschiedenheit in
Abrede. Der Darmkanal der Spinnen wird gleich dem der
übrigen Arthropoden in einen vorderen, mittleren und hinteren
Abschnitt zerlegt, von denen der vordere, als durch Ein-
stülpung des äusseren Integumentes entstanden, eine chitinige
Cutikula besitzt, und der hintere hinter der Mündung der
Malpighi'schen Gefässe beginnt; der dazwischen liegende
Theil ist der Mitteldarm. Am vorderen Abschnitte unter-
scheidet Plateau den senkrecht aufsteigenden Schlund, die
fast wagerecht verlaufende Speiseröhre und den sich an
letztere als Erweiterung anschliessenden Saugapparat. Mit
dem Schlünde steht eine Drüse (wahrscheinlich Speichel-
drüse) in Verbindung, die von sackförmiger Gestalt, mit
einer Muskelschicht und einer feinen t. propria belegt ist,
deren kurzer Ausführungsgang aber nicht an der Oberlippe,
sondern am Ende des Schlundes mündet. Der Saugapparat
ruht auf jener im Cephalothorax gelegenen Scheibe, deren
Rand mehrere Zipfel aussendet, an die sich Muskeln an-
heften. Diese Muskeln inseriren mit ihrem anderen
Ende an den dorsolateralen Wänden des Saug-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 311
apparates und fungiren als Compressoren (?); als
Dilatatoren wirken zwei median auf dem Rücken des Saug-
apparates und jener (bei den meisten Arten) von dem
Cephalothoraxrücken nach Innen vorspringenden Chitin-
scheibe inserirende Muskeln. Die Spinnen nehmen nur
flüssige Nahrung zu sich, da man nie die geringste Spur
eines Stückchens eines Chitinskelets etc. in ihrem Ver-
dauungscanal oder ihren Excrementen findet. Der in dem
Cephalothorax gelegene Theil des Mitteldarmes ist bekannt
durch seine blindsackförmigen Anhänge. Dieselben ordnen
sich in zwei Gruppen: vordere und 4 Paar seitliche. Bei
den Dipneumones sind 2 vordere Blindsäcke, bald kurz, bald
länger, aber ohne in einander überzugehen; nur bei Tege-
naria, Agalena und den Lycosiden ist eine Verschmelzung
beider in einen beobachtet. Auch die seitlichen Blindsäcke
erreichen eine verschiedene Stufe der Ausbildung, indem
sie bald am Ende einfach klammerförmig umgebogen sind,
bald aber auch so weit umgeschlagen sind, dass die der
rechten und linken Seite sich kreuzen. Gewöhnlich ent-
springen die beiden vorderen, seltener die 3 vordersten aus
einem gemeinsamen Stamm, die übrigen gesondert für
sich. Unter der erwähnten innerlichen Chitinscheibe, auf
der der Saugapparat ruht, befindet sich ein eigenthümliches
Gewebe von blasigen Zellen, die man nach ihrem Aussehen
leicht für Drüsenzellen halten könnte. Es fehlt aber jede
Spur eines Ausführungsganges, und so hält Plateau dieses
Gewebe für ein Bindegewebe, und zwar speciell für einen
Fettkörper. Im Hinterleibe verläuft der Darm fast gerade,
nur mit einer leichten Biegung nach oben, bald nachdem
er durch den Stiel in den Hinterleib eingetreten ist. An
der höchsten Stelle erweitert er sich etwas und nimmt
hier die Mündungen der sog. Leber auf. Dieser sind ge-
wöhnlich 4, bei Argyroneta 6, bei Epeira 8 vorhanden.
Die Wände dieses Darmabschnittes enthalten einen äusserst
gering entwickelten Beleg von Längsmuskeln, und eine
t. propria, die innen von Cylinderepithel ausgekleidet ist;
eine Intima fehlt. Die sog. Leber wird dargestellt durch eine
grosse Zahl verästelter blindsackförmiger Anhänge, deren
Wand von einer t. propria gebildet ist, ohne Muskelbeleg;
312 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
in das Innere der Blindsäcke ragen von diesen Wandungen
lang cylindriscbe oder keulenförmige Zellen mit Kern und
Kernkörperchen hinein. Gegen das Ende der Blindsäcke
(also da, wo sich dieselben der Haut am meisten näheren)
häuft sich in dem Protoplasma der Zellen eine fettige
Substanz an, die beim auffallenden Lichte weiss, beim
durchfallenden schwarz erscheint, und bei den Epeiriden
vielfach die Ursache der Färbung des Abdomens ist. Der
Enddarm beginnt an der Stelle, wo die Malp. Gefässe in
den Darm einmünden; er ist sehr kurz und hat auf seiner
Rückenfläche eine taschenartige Ausstülpung (keine blosse
Erweiterung!), die Plateau poche stercorale nennt; bis-
weilen (Clubiona) sind die Mündungen der M. Gefässe auf
seitliche Divertikel dieser Tasche verlegt. Der Enddarm
mit dieser Ausstülpung allein hat einen einigermassen deut-
lichen Muskelbeleg, der ein Netz mit ziemlich weiten
Maschen darstellt. — Die Bemühungen des Verfassers, um
über eine eventuelle Betheiligung der sog. Speicheldrüse und
der Magenblindsäcke des Cephalothorax positve Kesultate
zu erlangen, waren vergebens; den Hauptantheil an der Ver-
dauung hat das Secret der im Hinterleibe gelegenen Drüse
(sog. Leber der bisherigen Anatomen, glande abdominale
nach Plateau). Dieses Secret hat eine sauere Reaction,
und löstEiweisssubstanzen auf und verwandelt Stärkemehl
in Glykose, ist also nicht Leber zu nennen, vielmehr eher
der Pankreas der Wirbelthiere zu vergleichen.
Die Recherches sur la structure de l'appareil
digestif des Mygales et des Nephiles vonVal. Lie-
nard im Bull. Ac. Belg. 46, p. 698 ff. haben dagegen
insofern ein von Plateau abweichendes Resultat ergeben,
als eine Speicheldrüse in Abrede gestellt wird; die Blind-
säcke des Magens verlängern und verästeln sich mehr und
mehr mit dem Wachsthum des Thieres.
Referent macht einen Versuch einer natür-
lichen Anordnung der Spinnen nebst Bemerkungen
zu einzelnen Gattungen; dies. Archiv. 1878. L p. 351 ff.,
nebst Taf. XH. In diesem Versuch geht derselbe auf die
alte, aber von den neueren Araneologen verlassene Ein-
theilung der Spinnen in Tetrapneumones und Dipneumones
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 313
zurück, und zeigt, dass diese beiden Unterordnungen nicht
nur durch die Athmungsorgane, sondern auch durch andere
Organisationsverhältnisse, namentlich die Geschlechtsorgane,
wohl begründet sind. Den Tetrapneumones giebt er aber
einen weiteren Umfang, indem er die Dysderiden mit
ihnen vereinigt, die nicht nur in der Vierzahl der Athmungs-
organe, sondern auch in der geschlossenen Gestalt ihrer
Geschlechtsdrüsen mit ihnen übereinstimmen. Die alten
Namen werden aber nicht beibehalten, einmal weil der
Umfang der Gruppen ein anderer geworden ist, und dann,
weil die Namen nicht recht charakteristisch sein würden;
die neuen Namen, die für die beiden Unterordnungen vor-
geschlagen werden, sind: Tetrasticta und Tristicta. Von
diesen enthält die erste nur 2 Familien in Deutsch-
land: Die bekannten Dysderidae und Atypidae n. f.
(Taster seitlich an der Unterlippe artikulierend ; 4 Lungen ;
6 Spinnwarzen); bei der weiteren Eintheilung der Tristicta
finden nur deutsche Familien Berücksichtigung, deren Zahl
19 beträgt (wobei die Enyoidae nicht mitgezählt sind).
Anstatt bei dieser Eintheilung die Gestalt des Gewebes in
erster Linie zu berücksichtigen, findet dieselbe nur im
Nothfalle Verwendung und sind sonst reine körperliche
Eigenschaften, Krallenzahl, Zahl und Bau der Spinnwarzen,
Geschlechtsorgane u. s, w. benutzt. „Obwohl die Namen
der meisten Familien die alten sind, so ist doch ihr Um-
fang ein anderer, mit einziger Ausnahme der Attiden." Die
angenommenen Familien mit ihren Diagnosen sind:
1. Atypidae. 4 Lungen, (6 Spinn Warzen); die Maxillen lassen die
Taster auf einer seitlichen Erweiterung am Grunde, nicht
an ihrer Spitze gelenken.
2. Dysderidae. 6 Augen; 2 Lungen, 2 Röhrentracheen; ein ein-
ziges rec. seminis; Geschlechtsdrüsen ringförmig (bei der
Begattung schiebt das (^ beide Palpen zugleich in die
Samentasche).
3. Drassidae. 8 Augen, in 2 oder 3 Reihen (2, 4, 2), nur zwei
Krallen an den Füssen, mit 3 an Länge wenig verschiedenen
Spinnwarzenpaaren und ohne Calamistrum, zweites Beinpaar
nie das längste; vor den Spinnwarzen eine Querspalte, die
zu 4 einfachen Tracheenschläuchen führt.
4. Sparassidae. 8 Augen (von verhältnissraässig geringer und an-
314 Bertkaa: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
näherend gleicher Grösse, vielfach von einem Kranz feiner
Haare umgeben). Das zweite Beinpaar das längste; Füsse
mit 2 Krallen und mit Federhaarbüscheln; 4 einfache Tra-
cheenschläuche; (Mandibularklaue am Innenrande nicht ge-
sägt). Machen kein Fanggewebe, sondern erjagen ihre Beute
im Laufe.
5. Thomisidae. 8 Augen ; Schenkel (namentlich der beiden vor-
deren Beinpaare) zusammengedrückt ; die Kniegelenke fast
in einer Horizontalebene mit denselben. Zweites Beinpaar
das längste; weiblicher Taster mit Kralle; Füsse mit 2
Krallen; Federhaarbüschel vorhanden oder fehlen. Die 4
Tracheenschläuche verästelt, aber auf den Hinterleib be-
schränkt.
Legen kein Fanggewebe an, sondern beschleichen ihre
Beute entweder im Laufe, oder zwischen Blüthen u. s. w.
auf dieselbe lauernd. Ihre Bewegungen führen sie fast mit
gleicher Geschicklichkeit rück- und seitwärts, wie vorwärts aus.
6. Anyphaenidae. 8 Augen; Füsse mit zwei Krallen, daneben
Haarbüschel; auf der Unterseite des Abdomens eine Quer-
spalte, von der ein hochentwickeltes Tracheensystem seinen
Ursprung nimmt, das wesentlich aus 2 Hauptstämmen mit
zahlreichen Verästelungen besteht.
7. Attidae. Cephalothorax viereckig gestaltet, mit flachem Rücken
und steil abfallender Stirn ; 8 Augen von ungleicher Grösse
in 3 Querreihen; die vier vorderen dicht bei einander am
Vorderrande des Kopfes, die mittelsten am grössten und
mit Metallglanz ; die übrigen in 2 Querreihen, entfernt von
einander. Tasterkralle verkümmert. Füsse mit 2 Krallen
und 2 Federhaarbüscheln. Besitzen ein hoch entwickeltes
Tracheensystem, das in einer Querspalte vor den Spinn-
warzen beginnt und sich bis in den Cephalothorax erstreckt.
Samentasche mit langem, oft verschlungenem Eingange. —
Sie machen kein Fanggewebe, sondern beschleichen ihre
Beute, die sie dann im Sprunge zu erhaschen suchen.
8. Lycosidae. 8 Augen von ungleicher Grösse: gewöhnlich die
vier vorderen klein, die vier hinteren von beträchtlicher,
wenn auch unter sich verschiedener Grösse. Augen in 3
(selten vier) Querreihen gestellt. Füsse mit 2 Hauptkrallen
und einer Afterkralle. Tasterkralle vorhanden und gezähnt.
Neben den Fächertracheen vier einfache Röhrentracheen.
Diese Spinnen machen kein Fanggewebe, sondern erhaschen
ihre Beute im Laufe. Ihre Eiersäcke heften sie gewöhnlich
am Hinterleib an und tragen sie, z. Th. unter Mithülfe des
vordersten Bein-, des Tasterpaares und der Mandibeln, bis
zum Ausschlüpfen der Jungen mit sich herum.
(
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 315
9. Argyronetidae. 8 Augen; Taster des Weibchens mit starker
Kralle; Füsse mit 2 Hauptkralleu und einer Afterkralle ;
Spinnwarzen kurz; ein hoch entfaltetes Tracheensystem, das
in einer Querspalte hinter der Genitalspalte entspringt und
aus zwei mächtigen Längsstämmeu und büschelig von den-
selben abgehenden feinen Röhrchen besteht.
10. Micryphantidae. 8 Augen; (weiblicher Taster ohne Kralle),
Füsse mit 2 Hauptkrallen und einer Afterkralle; Spinn-
warzen kurz; Tracheen hoch entwickelt, münden vor den
Spinnwarzen in einer Querspalte, die an ihren Ecken er-
weitert ist. Kein Cribellum und Calamistrum.
11. Dictynidae. 8 Augen; Tasterkralle vorhanden und gezähnt;
Füsse mit 2 Hauptkrallen und einer Nebenkralle; mit Cri-
bellum und Calamistrum und wohlentwickeltem Tracheen-
system. Machen ein unregelmäsiges Gewebe und legen ihre
Eier in Zwischenräumen in 3 — 4 kleinen Häufchen ab, die
von einem linsenförmigen Gewebe umhüllt werden.
12. Uloboridae. n. f. Wie vorige; Tasterkralle schwach; Gewebe
(horizontal) kreisförmig oder ein Sector eines Kreises; Eier-
säckchen lang röhrenförmig. (Cribellum gross, ungetheilt.)
13. Eresidae. Cephalothorax rechteckig gestaltet, Rücken nach vorn
kugelig herabgewölbt; Augen entfernt von einander; die
Mittelaugen einander genähert und die hinteren grösser ;
Taster mit starker und stark gezähnter Kralle; Füsse mit
2 Hauptkrallen und einer Nebenkralle ; Spinnwarzen kurz ;
mit (getheiltem) Cribellum und Calamistrum; Tracheen-
system 4 einfache Röhren, fast verkümmert. Haben eine
sesshafte Lebensweise, indem sie ein röhrenförmiges Gewebe
anlegen, in dessen Grunde sie sitzen.
14. Amaurobiidae. 8 Augen in 2 Querreihen; Cephalothorax von
gewöhnlicher Bildung; Taster des Weibchen mit starker,
gezähnter Kralle; Füsse mit 2 Hauptkrallen und einer Neben-
kralle ; die gewöhnlichen Spinnwarzen kurz ; Cribellum und
Calamistrum vorhanden ; 4 einfache Tracheenröhren.
15. Agalenidae. 8 Augen (oder augenlos); ohne Cribellum und
Calamistrum, das oberste Spinnwarzenpaar meist beträchtlich
länger als die übrigen, gegliedert, auf der Unterseite des
letzten Gliedes mit Spinnröhrchen besetzt; Tasterkralle vor-
handen, Füsse mit 2 Hauptkrallen und einer Nebenkralle;
4 einfache Tracheenschläuche,
16. Hahniidae. Wie vorige, aber Tracheensystem aus Hauptstämmen
mit büschelig von denselben ausgehenden feinen Röhrchen;
die obersten Spinnwarzen weit entfernt von einander.
17. ScytOdidae. 6 Augen in 3 Paaren; Oberkiefer sehr schwach;
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. V
316 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Taster ohne Kralle, statt derselben knopfartig verdickte
Haare; Füsse mit 2 Hauptkrallen und einer schwachen
Nebenkralle. Tasterbulbus des Männchens ganz verhornt,
von einer langen, soliden Spitze überragt; 2 Samentaschen
mit langen, verschlungenen Zuleitungscanälen, die in den
Ecken der einfachen, nicht verhornten Genitalspalte münden.
Nur zwei einfache Tracheenschläuche, indem die beiden mitt-
leren der vier bei den meisten (einheimischen) Spinnen vor-
handenen verkümmert sind.
18. Pholcidae. 8 oder 6 Augen, die seitlichen in Gruppen von 3
vereinigt; Mandibeln sehr schwach; Tasterkralle ver-
kümmert; Füsse mit 2 Hauptkrallen und einer Nebenkralle
(Tarsus und Metarsus geringelt) ; kein Cribellum und Cala-
mistrum; ohne Tracheen.
19. Theridiidae. 8 Augen; Oberkiefer ohne Basalfleck; Taster des
Weibchens mit einer Kralle, Füsse mit 2 Hauptkrallen und
einer Nebenkralle (die Vorderbeine die längsten, meist viel
länger als die hinteren). Kein Cribellum und Calamistrum;
Spinnwarzen kurz, vor denselben eine schmale Querspalte,
die zu 4 einfachen Tracheenröhren führt. 2 Samentaschen,
deren Mündungen ausserhalb der Mündung der Eileiter,
auf einem verhornten, manchmal hervorragenden Plättchen
sich befinden. Ziehen unregelmässige Fäden, oder machen
ein unregelmässiges Deckengewebe.
20. Pachygnathidae (= Pachygnathidae Menge + Tetragnathidae
Menge). Wie vorige; aber die Genitalspalte ist mehr oder
weniger weit hinter die Stigmen gerückt, und die Mündungen
der (3) Samentaschen liegen am Grunde einer (bei Pachy-
gnatha kürzeren, bei Tetragnatha längeren) Tasche, die vor
der Mündung der Oviducte entspringt.
21. Epeiridae. Wie Theridiidae, aber Oberkiefer mit Basalfleck;
Gewebe radförmig; (Entfernung zwischen Kopfrand und
Stirnaugen höchstens so gross, wie zwischen letzteren und
Scheitelaugen).
Einem anderen Bedürfnisse entsprungen, und mit
anderer Tendenz verfasst ist A. Ausser er's Analytische
Uebersicbt der europäischen Spinnenfamilien
Mitth. naturw. Ver. f. Steiermark 1877 (Graz 1878) p. 98 ff.
Der Autor will nämlich dem Anfänger die Benutzung von
Thorell's „On European Spiders" ermöglichen und dadurch
dem Studium der Araneen neue Jünger zuführen. Er er-
klärt daher in der Einleitung die gebräuchlichen Kunst-
ausdrücke, und stellt dann eine Tabelle zum Be-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 317
stimmen der europäischen Spinnenfamilien auf,
indem er die Familien genau in dem Umfange annimmt,
wie Thorell in dem oben angeführten Werke. Die Gat-
tungen lassen sich dann bei Thorell selbst leicht einsehen,
2 Tafeln vergrösserter Abbildungen dienen zur Erläuterung
des beschreibenden Theiles. Den beabsichtigten Zweck
hätte Äusserer ohne Zweifel vollständiger erreicht ,
wenn er auf diese Bestimmungstabelle der Familien eine
solche der Gattungen hätte folgen lassen, damit man nicht
zu zwei Büchern zu greifen genöthigt ist; vielleicht hielt
die Scheu, ein Plagiat an Thorell zu begehen, den Ver-
fasser hiervon bedauerlicher Weise ab.
Von 0. Herman's Ungarns Spinnen -Fauna
ist Bd. n, das System erschienen. Budapest 1878. Der-
selbe führt aus, wie zur Eintheilung der Spinnen vorwiegend
die Gewebe berücksichtigt werden müssten, die für diese
Ordnung die Bedeutung von Organen hätten. In so fern
sieht er in dem von Clerck, De Geer u. A. begonnenen,
neuerdings von Thorell in schärferer Weise und durch Be-
rücksichtigung einiger Orgauisationsverhältnisse fester be-
gründeten biologischen System den bestmöglichen Aus-
druck unserer Kenntnisse über die natürliche Verwandt-
schaft der Spinnen. Sein eigenes System enthält daher
auch nur die Ungarischen der von Thorell in seinem be-
kannten „On Europ. Spid." angenommenen Unterord-
nungen, Familien und Gattungen, mit nur unbedeutenden
Modificationen in ihrer Charakteristik. Von den 84 Gat-
tungen sind auf 3 Tafeln mindestens der Oephalothorax,
Augenstellung und Fussklauen dargestellt. Daneben hat
Her man auch eine Charakteristik dieser Unterordnungen,
Familien und Gattungen nach rein biologischen Merk-
malen versucht, wobei ihm indessen die Phantasie hin
und wieder einen unangenehmen Streich gespielt zu haben
scheint.
Mc Cook erwähnt von einigen neuen Spinnen, dass
ihr Gewebe die Charaktere der 2 oder gar 3 nach der
Form des Gewebes aufgestellten Unterordnungen der
Sedentariae (Orbitelariae, Retitelariae, Tubitelariae) ver-
einigt zeige. Das Radgewebe von Epeira triaranea ist
3l8 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
oben von einem unregelmässigen Fadengewebe umgeben
und dieses letztere läuft in eine regelmässige Röhre aus,
in der die Spinne gewöhnlicli sitzt. Umgekehrt zeigt eine
als Tegenaria phüoteicJios bezeichnete Art die Neigung,
ihr Gewebe nach dem Plan einer Orbitelarie anzulegen.
Proc. Acad. Nat. Sciences of Philadelphia 1876.
p. 200 f.
Une Araign^e venimeuse de la Nouvelle
Zulande; Bull. Nr. 59 der Soc. Linn. du Nord. p. 262.
(Habe ich nicht gesehen.)
Brongniart beschreibt und bildet ab in den Ann. Soc.
Ent. Fr. 1877 p. 221 ff. PL 7. Fig. 7—10 eine Spinne
aus den Tertiär ablagerungen von Aix, die er Ättoides
eresiformis nennt und zu den Attiden stellt. Die Palpen
sollen nur 4gliedrig und die Beine (incl. eines art. ungui-
ferus?) 7gliedrig gewesen sein, die patella tritt weder in
der Zeichnung noch im Text deutlich hervor; jedenfalls
sind die Hüftglieder übersehen worden, und ausserdem er-
weckt die unsymmetrische Zeichnung der Gliederung Miss-
trauen überhaupt in die Richtigkeit derselben. Wenn man
von dem (jedenfalls fraglichen) art. unguif. absieht, so
würde die Art sehr gut zur Gattung Eresus passen.
Portia (n. g., welcher Familie, ist nicht angegeben und aus
der Beschreibung nicht zu ermitteln; vielleicht eine Attide; die drei
ersten Beinpaare 9, das 4. 12 mm lang) Schultzii (Natal); Karsch,
Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 774.
Cryptothelidae. Aus dieser, von L. Koch für eine Australische
Art aufgestellten Familie, in der die (2) Spinnwarzen von einer Haut-
duplikatur verdeckt sind, macht Cambridge eine zweite Art, Crypto-
thele Ceylonica, bekannt, von C. verrucosa L. Koch verschieden durch
die Stellung und relative Grösse der Augen. Diese Art stammt von
Ceylon und ist neben Miagrammopes und Amycle ein Beweis für die
faunistische Zusammengehörigkeit von Ceylon und Australien.
Proc. Zool. Soc. London 1877 p. 563. PI. LVI. Fig. 4.
Teraphosidae. Ätrax (n. g.) robustus (Neu-Holland) Fig. 1;
Idiophthalma (n. g.) suspecta (Neu - Granada) Fig. 2, p. 27;
Aganippe (n. g. inter Idiops et Eriodon) subtristis {Adelaide^ Fig. 3,
p. 28, latior (Westaustr,) Fig. 4; Eriodon insignisFig. 5 (Schwanen-
fluss) p. 29 (= E. rubrocapitatus? Auss.), incertus (ibid.) p. 30;
0. P. Cambridge, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. PL VI.
Misgolas {ji.g.)rapax (N. S. Wales) p. 821; Hermeas (n. g.)
crispus (Vandiemensland) p. 823; Karsch, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 319
Metriopehna (n. g) Breyerii (Mexico); Becker, Ann. Ent.
Belg. 1878 p. 77 und C. R. p. CCLVI. PI. II. Fig. 1—6.
Acattyma (n. g.) Boretzii (Japan); L. Koch, Verh. Zool
Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 761. Taf. XVI. Fig. 23—25.
Leptopelma dubia (Querimba); Kar seh, Monatsber. k. pr.
Acad. Wissensch. BerL 1878. p. 314. Taf. I. Fig. 1.
Idiops Äusseren (Congo); Simon, Bull. Soc. Zool. France. I.
p. 223.
Harpactira elevata (Mossambique u. Tette) ; Kar seh, Monatsb.
k. pr. Acad. Wissensch. Berl. 1878 p. 316.
Ischnocolus Algeriens ^ (Bona ; obscure fuscus fere totus, ab-
domine immaculato, pilis pallidioribus dense vestitus; cephalothorace
tibiam 4ti paris longitudine aequanti, oculis lat. ant. vix vel parum
majoribus .quam med. ant.; pedibus 4ti paris cephalothorace 3plo
longioribus, femoribus et patellis omnibus aculeis carentibus, meta-
tarsis ant. subter aculeis 1. 1, antice aculeo 1 instructis; mamillis
longitudine metatarsos 3ii paris aequantibus; long. ^ 15 mm);
Thor eil, Descriptions etc. a. a. 0;Jschn. rtZi^■ceps (Uruguay) p. 609,
parvMs (ibid.) p. 611; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVII; Baeri (Manilla), insularis (Bassilan); Simon, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877 p. 91.
Idiommata Sc/jom&Mr^fc* (Adelaide) ; Kar seh, Giebel's Zeitschr.
(3. F.) III. p. 820.
Wood-Mason bildet Mygale stridulans in ihrer „Stridulating
Attitüde" ab; Tr. E. S. Lond. 1877 p. 281. PI. VII. (Diese Stellung
ist dieselbe, die unser Atypus bei Angriffen einnimmt, wobei eben-
falls ein knipsender Ton vernehmbar ist, der meiner Ansicht nach
durch das Gleiten des Endgliedes der Mandibeln über die Zähne des
Basalgliedes beim Auseinanderschlagen hervorgebracht wird.)
Sur l'habitation de la Cteniza Sauvagei Eossi, par Leon
Becker; C R. Ent. Belg. 1878. p. CCXXIV.
Mygale (!) Hertzii (! Hentzii?) von Pepsis formosa
verfolgt. Riley, Proc. St. Louis Acad. Sc. III. p. CCLXIX, (was
übrigens auch schon Buckley in den Proc. ent. Soc. Phil. I. p. 138.
mitgetheilt hatte).
Refer. berichtet über die Lebensweise der Gattung Atypu s;
Corrbl. Naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf. 1877 p. 51.
Ein Atypus (piceus Thor., Sulzeri Thor.) in Hampstead; die
Synonymie der europäischen Arten dieser Gattung ist Dank den Be-
mühungen Simon's und Cambridge's in der schönsten Verwirrung;
Pr. E. S. Lond. 1877. p. VIII, XV, XXX.
Fickert setzt in der Zeitschr. f. Entomologie. N. F.
6. Heft. Breslau 1877 p. 99 die Unterscheidungsmerkmale
320 Bertkaii: Bericht üb. d. wissenscliaftl. Leistungen
der drei deutschen Atypus - Formen (A. piceus Sulz., affinia
Eichw. und anachoreta Auss.) auseinander, freilich nur nach dem
männlichen Geschlechte und ohne zu einer Entscheidung darüber
zu gelangen, ob die genannten drei Formen Arten oder Varietäten
sind. Jede dieser drei Arten steht in gewisser Beziehung in der
Mitte zwischen den beiden anderen, während sie in anderen Eigen-
schaften wieder für sich allein steht. A. piceus hat einen glatten,
A. affinis und anachoreta einen durch tiefe Punktirung und Runzeln
chagrinirt aussehenden Cephalothorax. Die Rückengrube ist bei A. affinis
rundlich, bei anachoreta quer; bei ersterer läuft der Tasterbulbus
in einen schmalen Hals aus; bei anachoreta ist derselbe an seinem
Ende erweitert und breit abgestutzt. Dass wenigstens A. affinis von
piceus verschieden ist, hat Ref. auch durch das weibliche Geschlecht
belegt, Sitzber. Niederrh. Ges. 1878- p. 169; während A. piceus jeder-
seits zahlreiche Samentaschen hat, sind deren bei A. affinis nur
je 2 vorhanden; ausserdem ist A. affinis viel kleiner; die geschlechts-
reifen ^ finden sich zwar das ganze Jahr hindurch, besonders häufig
aber im September u. October u. s. w.
Dysderidae. Keyserling weist in den Verb. Zool. Bot. Ges.
Wien XXVII p. 217 an den Endgliedern der Vorderbeine von Nops
„eigenthümliche häutige Organe" nach, von denen das eine nach der
Abbildung zu urtheilen das Homologon einer Kralle am Endgliede
darstellt; an Tarsus und Metatarsus sind sie etwas anders gestaltet;
das am Tarsus (nach der gebräuchlichen Terminologie) befindliche
besitzt ein Gelenk und kann vor- und rückwärts bewegt werden.
(Ein Vergleich mit den häutigen Anhängseln an den Beinen der
Solpugiden ist nicht gemacht.) Da ausserdem die Spinnwarzen eine
abweichende Bildung und Anordnung aufweisen, so zerfällt Keyserling
die Familie in die beiden Unterfamilien Nopsinae und Dysderinae
nach folgendem Schema:
Nur 2 Augen; Spinnwarzen in zwei Reihen (oben 2, unten 4);
die letzten Glieder der beiden vorderen Fusspaare mit häutigen An-
hängseln . . • Nopsinae.
6 oder gar keine Augen; Spinnwarzen entweder in 3 Reihen
oder oben 4, unten 2; keine häutigen Anhängsel an den Beinen . .
Dysderinae.
Als neue Art wird beschrieben Nops variabilis p. 218, Taf. VII.
Fig. 8 von Neu Granada. Ferner Ariadne Bösenbergii p. 223, Fig. 7
(Uruguay), caerulea p. 227 (Bogota), ruhella p. 229 (Neu-Orleans);
Dysdera magna p. 230 (Uruguay); Oonops glöbosus p. 232, Fig. 6
(Neu-Granada).
M. H. Lucas. Un mot sur la nidification de la Dysdera
erythrina, . . .; Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 49 ff.
Cycais n, g., forma corp. cum Segestria et Dysdera conveniens ;
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 321
. . .; tarsorum iingues trini (!); Type: C. cylinärata (Kandari);
Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 474 ff.
Dysdera concinna (Lenkoran); L. Koch, Naturw. Beitr. z.
Kenntn. d. Kaukasusl. p. 43.
Segestria Madagascarensis $ (Madagascar, der S. Florentina
in Gestalt und Zeichnung ähnlich, aber Längenverhältniss der Beine
zum Cephalothorax verschieden; doch weichen die Angaben auf
S. 91 (SVaHial so lang) und S. 92 (2^/iomal so lang als der Cephalo-
thorax) von einander, und von der Zahl, die man bei Vergleichung
der Längen des Cephalothorax und des ersten Beinpaares erhält
3,4), ab); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 90.
Eine vergleichende Charakteristik dieser beiden Arten und der eben-
falls ähnlichen S. ruficeps Guer. von Amerika giebt derselbe ebenda
p. 233.
Von S. perfida(?) Walck. führt Holm gren (oder- berg?) einen
(nicht hinlänglich konstatierten) Fall von Parthenogenesis an; Or-
gano de la Soc. Zool. Argent. IL, Entrega IV. (Cordova 1879.) Der
Biss dieser (?) Art war in einem Falle, bei einem 4V2Jährigen Kna-
ben, tödtlich; Weyenbergh, Bol. Acad. Nacion. de Ciencias, Cor-
dova, Vol. II; vgl. Versl. Tijdschr. Ent. XXL p. LXXIII.
Drassidae. Gegenwärtige Familie findet in E. Simon's „Arachn.
d. France" Tome IV. eine sehr eingehende Behandlung, wenn auch
nur in dem Umfange, in dem sie in Frankreich vertreten ist. Sie wird
von Simon in die beiden Unterfamilien Drassinae und Clubioninae
eingetheilt, die ausser dem durch L. Koch in seiner Monographie
ben atzten Unterschiede der Maxillenbildung sich durch die unteren
Spinnwarzen unserscheiden, die bei den ersteren getrennt, bei den
letzteren (mit Ausnahme von Zoropsis) zusammenneigend sind. Fol-
gende neue Gattungen werden aufgestellt: Chrysothrix (von Mi-
caria unterschieden durch die nach vorn gekrümmte (recurva) hintere
Augenreihe,'fürMic. spien didissimaL. Koch) p. 29; Äphantatilax
(ohne Mittelritze ; Körper mit einfachen Haaren bekleidet, für Micaria
semi-niger E. Sim., Micaria cinota L. Koch, und) trimaculatus (Mor-
bihan) p. 36; Echemus (n. g. zwischen Prosthesima und Drassus,
für) ambiguus (Basses Alpes) p. 100, PL XV. Fig. 1; Cybeodes (vom
Ansehen einer Ägalenide, mit sehr kleinen Augen ; die Art, C. testaceus,
daher wahrscheinlich Höhlenbewohner) p. 205; Tephlea ageleno'ides
(Syrien) p. 207 unter den Drassinae; ausserdem wird Pythonissa
neben Gnaphosa wieder aufgenommen und durch die weite Ent-
fernung der beiden Augenreihen sowie den Besitz einer sehr starken
Falte unterhalb der Spinnwarzen charakterisiert. Von den Clubio-
ninae werden als neue Gattungen aufgestellt: Leptodrassus (für
Drassus femineus Sim.) p. 208; Micariosoma (= Phrurolithus
aut.; Simon behält den Koch'schen Namen Phrurolithus für die
Koch'sche Art coroUatus, welche Koch als Typus angegeben hatte,
322 Bert kau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
wäre); Zoropsis (ausgezeichnet durch den Besitz eines cribelhim
und calamistrum (?), für Dolomedes (Zora) ochreata C. L. Koch)
p. 325; die Einreihung einer Gattung mit cribellum in die Familie
der Drassiden scheint mir ein Missgrifif. — Während die Mono-
graphie L. Koch's 1866 von der ganzen Erde nur 280 (133) Arten
bekannt machte, beschreibt Simon hier allein aus Frankreich 210
Arten.
Battalus (n. g.) spinipes (Nordaustralien); Trochanteria
(n. g.) ranuncula (America); Karsch, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III.
p. 817.
Megaera n. g. prope Agroecam; Type: M. /Vewata (Manilla) ;
Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 87 ff., PI. III. Fig. 11; Stasina
n. g. prope Liocranum; Type: S. vittata (Bassilan); derselbe
ebenda p. 89 f. Fig. 16.
Creugas n. g. Megaerae Sim. affine, a quo differt oculis
mediis anticis non solito majoribus et defectu aculeorum in patellis;
Type: C. gulosus p. 175 ff. Eutittha n. g., a Chiracanthio differt
structura mamillarum; Type: E. insulana p. 178; Matidia n. g.
Clubionae affine ; Type : M. virens p. 182 ; eine weitere Art ist M.
calcarataip. 184; Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII.
Drassus secretus (Madera) p. 92, brevipes $ (Algier) p. 93,
(lapidicola var, n. ?) macer (Ligurien ; Krim) p. 94 ; Gnaphosa horealis
Q_ (Schweden; cephalothorace longiore quam patella cum tibia 4ti
parie, limbo lato subincrassato circumdato, obscure testaceo-fusco
et V nigro partem cephalicam postice amplectenti, lineisque ramosis
nigris in lateribus notato; oculis med. ser. anticae procurvae multo
minoribus quam sunt laterales ; pedibus obscure testaceo-fuscis tibiis
Imi paris aculeis carentibus, 2di paris aculeo uno in apice subter,
metatarsis 4 anterioribus subter 2. aculeis armatis, pedibus 2di paris
paullo longioribus quam 3ii, 4ti non parum (tarso suo) longioribus
quam Imi, tarsis anterioribus et apice metatarsorum anteriorum
scopula instructis, abdomine nigricanti, pube subfusca tecto; vulva
ex fovea sat magna constanti, cujus margo anticus in medio in pro-
cursum longum retro productus est, et quae utrinque costam longam
fortem ostendit, cum margine postico vulvae unitam et fere in formam
literae S curvatam ; long. (^ ad. 7 mm) p. 102; Frosthesimsi pulch/ra ^
(Algier; cephalothorace paullo longiore quam patella cum tibia 4ti
paris, pube albicanti densa tecto (saltem secundum dorsum et mar-
gines) ; oculis mediis anticis vix vel parum majoribus quam late-
ralibus ejusdem seriei, mediis posticis paullo majoribus quam late-
ralibus post., spatioque majore disjunctis quam quo distant med.
ant. inter se; pedibus fusco-testaceis, coxis et femoribus, ut et pa-
tellis apice, tibiisque basi et apice, nigris; abdomine nigro, supra
fascia transversa antica aliaque media, in medio abrupta, notato, et
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 323
praeterea macula magna in medio ventre tribusque minoribus circum
mamillas ornato, bis vittis et omnibus maculis testaceo-albidis, pube
alba tectis; long. $ (ad. ?) 6,25 mm) p. 111; Thorell, Descrip-
tions etc.
Gnaphosa nigerrima ^ (Nürnberg unter Angeschwemmtem; tief
schwarz; nur die Tarsen der Beine röthlioh braun; Länge des Ceph.
4- Abd. = 4 + 5,5 mm) p. 185, Fig. 11; Micaria albostriata (nnier
Moos und im Grase; cT ^) P- ^86, Fig. 15 und 16, socialis (unter
Steinen an Waldsäumen, ^ $) p. 188, Fig. 13, 14; Chiracanthium
montanum (an trockenen Bergabhängen auf Föhren ; ^ 2' ^Ih. carnifex
ähnlich, aber bestimmt verschieden) p. 189, Fig. 17, 18; L. Koch,
Verzeichn. . . . Nürnberg . . . Arachniden etc.
Drassus Saussurei (1800—2000 Meter Höhe, mit D. hispanus
L. Koch nahe verwandt, grösser ; Verhältniss der Beine 4 = 20 ; 1 =
2 = 17,5; 3 = 15 mm) p. 227, Pavesii (Ober Wallis, 1000 Meter
Höhe) p. 230; Gnaphosa TlwrelU (Wallis) p. 236; Lebert a. a. 0.
Chiracanthium argenticomum ^^ (Madagascar) ; Keyserling,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXYII. p. 88. Taf. III. Fig. 3. Prosthesima
pallida (Uruguay) p. 602, Taf. XIV. Fig. 22 ; Anyphaena maculatipes
(ibid.) p. 603, Fig. 23, obhnga (Veracruz) p. 605, Fig. 24; Tetromma
(n. g.; 4 Augen, eine nach vorn gekrümmte Reihe bildend; Taster und
Beine mit Haaren und Stacheln, letztere mit 2 Klauen und Federhaar-
büschel) Zw^ert (Neugranada) p. 608, Fig. 25—27; derselbe ebenda.
Gnaphosa conspersa (Kelso Cabin, Colo. und Mt, Lebanon
Mass.) p. 489, Scudderi (Garden of the Gods) p. 491; Prosthesima
melancholica (Manitou, Col.) p. 493; Thorell, Bull. U. S. Geol.
Surv. Vol. HI. Nr. 2. Drassus CoZorac^msts (Gray's Peak); Em ertön,
ebenda p. 528.
Gnaphosa nigella (Sardarabad) ; L. Koch, Naturw. Beitr. z.
Kenntn. d. Kaukasusl. p. 39 Taf. I Fig. 1; atramentaria (Basses-
Alpes) p. 169, tetrica (Isere) p. 170, iberica (Pyrenaeen) p. 176, occiden-
*aZ*s (Morbihan) p. 177, oceam'ca (ibid.) p. 179, %rma (Wallis) p. 180,
alpica (Wallis) p. 183, Jwspitalis (Wallis) p. 18B, inconspecta (Hautes-
Pyrenees) p. 187, secreta (Ost-Pyrenäen) p. 190, alacris (Pyrenaeen)
p. 191; E.Simon, Ar. d. Fr. IV; TTiressa (Constantinopel); Pavesi,
Att. Soc. Ital. Mod. XIX. fasc. I. p. 18 (Sep.).
Thysa pythonissaeformis Kempelen == Gnaph. lucifuga (Wlckr.) ;
Herman, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVIII, p. 471 f.
Pythonissa nuhivaga (Hautes- Alpes) p. 197, süacea (ibid) p. 198,
spinosissima (Provence) p. 202, cmereo-plumosa (Algier) p. 203; E.
Simon, Ar. d. Fr. IV.
Poecilochroa picta (Tarn-et-Garonne ; = Python, nana C. L.
Koch?); E. Simon, Arachn. d. France. IV. p. 160. PI. XIV, Fig. 2.
Micaria spinulosa (Hautes- Alpes) p. 13, smaragdula (Basses-
Alpes) p. 14, scenica (Wallis) p. 17, guttigera (Haut es- Alpes) p. 19,
324 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
movens (Corsica) p. 22, corvina (Oran) p. 23, breviuscula (Hautes-
Alpes) p. 25, todüla (Cypern) p. 28; E, Simon, Ar. d. Fr. IV.
M. fulgens mit fehlenden rechten Stirnaugen; C. R. Ent. Belg.
1878 p. CCLVI.
Drassus flavo-maeulatus (Krasnowodsk) ; L. Koch, Naturw.
Beitr. z. Kenntn. der Kaukasusldr, p, 40 Taf. I. Fig. 2; Thimei
(Krasnowodsk), derselbe ebenda p. 66, Taf. IL Fig. 5; difßcilis
(Hautes- Alpes) p. 110, luteo - micans (Corsica), albicans (Gers) p. 112,
fugax (Alpen) p. 114, ruUdus (Pyreuaeen) p. 115, portator (ibid.)
p. 116, %pocnYa (Basses- Alpes) p, 120, wwosms (Hautes- Alpes) p. 123,
typlion (Pyrenaeen) p. 128, concertor (ibid.) p. 129, ?;*cam(S (Corsica)
p. 132, politus (Orne) p. 142, retusus (Calvados) p. 151, Musculus
(Lot-et-Garonne) p. 152, dimidiatus (Corsica) p. 153, auspex (Pyre-
naeen) p. 154, patricius (Corsica) p. 156; E. Simon Ar. d. Fr. IV.,
navaricus (La ßhüne) derselbe Bull. Ent. Fr. 1878. p. CLIX.,
hamiger (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X p. 478.
Prosthesima semi^acZfa (Baku); L. Koch, Naturw. Beitr. z.
Kenntn. d. Kaukasusländer, p. 42. Taf. I. Fig. 3; miitahilis {QovQ\c2i)
p. 46, holosericea (Pyrenaeen) p. 47, segrex (Basses-Alpes) p. 49,
mania (Herault) p. 59, fulvo-püosa (Isere) p. 61, Äntiope (Lot-et-
Garonne) p. 64, fusco-micans (Paris) p. 72, atro-caerulea (Morbihan)
p. 73, suavis (Basses-Alpes) p. 76, aenea (Aube) p. 79, civica (Paris)
p. 80, fortuita (Seine-et-Oise) p. 81, sicula (Messina, Catania) p. 86,
tantida (Corsica,) i>. 88, rubiciindula{l\e-de-'Re) p. 89, larifuga (Corsica)
p. 90, callida (ibid.) p. 91, tarsalis (Basses-Alpes) p. 92, circumspecta
(Gers) p. 94, fusco-rufa (Corsica) p. 95, fulvastra (ibid.) p. 96, fusco-
testacea (Morbihan) p. 97; E. Simon, Ar. d. Fr. IV.
Micariosoma nigrinum (Eure) p. 276, corsicum p. 278, ti-
biale (Spanien) p. 280; E. Simon, Ar. d. Fr. IV.
Corinna severa (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 481.
Chiracanthium anguUtarse (Corsica) p. 252, pennatum (ibid.)
p. 257, candidum (Vaucluse) p. 258, fulvo-testaceum (Basses-Alpes)
p. 259, (lapidicolens = nutrix Westr.), abbreviatum (Gironde) p. 262,
striolaUmi (Basses-Ali^es) p. 263; E. Simon, Ar. d. Fr. IV; Keyser-
lingii (Mexico); Becker, Ann. Ent. Belg. 1878. p. 79, PI. IL
Fig. 11—14.
Clubiona Japomca (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 759, Taf. XVI. Fig. 21, 22: hüaris (Wallis) p. 220,
juvenis (Seine-et-Oise) p. 227, stigmatica (Aube) p. 236, diniensis
(Basses-Alpes) p. 238; E. Simon, Ar. d. Fr. IV.
Liocranum concolor (Corsica) p. 292, segmentatum (Basses-
Alpes) p. 293; E. Simon, Ar. d. Fr. IV; pallidulum (N. Spanien),
majus (Sierra Guadarrama u. Morena) p. LI, Libanicum (Libanon)
p. LH; derselbe, Bull. Ent. Fr. 1878.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 325
Trachelas Bayi (Aube), E. Simon, Ar. d. Fr. IV. p. 284,
PI. XVI. Fig. 1; aw^a&^7^s (Oran); derselbe, Bull. Ent. Fr. 1878 p. L.
Agrocea anniiUpes (Corsica) p. 304, lineata (ibid.) p. 308;
E. Simon, Ar. d. Fr. IV; Munieri (Oran), badia (Escorial); der-
selbe. Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLXXXIX.
A. Celans (Blackw.) macht, ähnlich der A. brunea, flache
becherförmige Eiersäckchen ; van Hasselt, Tijdschr. Ent. XXI.
Versl. p. LXXII.
Zora manicata (Basses- Alpes) p., 318, armillata (Südfrankr?)
p. 320, ^«r^aZw (Seine-et-Marne) p. 322, parallelaip. 323; E.Simon,
Ar. d. Fr. IV.
Zoropsis media (Basses- Alpes, Pyrenaeen etc.); E. Simon,
Ar. d. Fr. IV. p. 328, PI. XVI. Fig. 12.
Sparassidae. Tihellus (n. g. für Ar. oblonga Wlck., Philodr.
oblonginsculus Luc. und) macellus (Vaucluse, Corsica) p. 308, pro-
pinqims (Seine-et-Oise etc.) p. 309; E. Simon, Ar. d. Fr. II. (Mit
dieser 1875 aufgestellten Gattung ist Metastenus Bertkau, d.
Archiv 1878, I. p. 377, synonym.)
Für Voconia Thor. (uom. praeoccup.) nimmt Thor eil den
Namen Holconia an; Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 485. Anm. 2.
Micrommata formosa (Lampedusa); Pavesi, Ann. Mus. Civ.
Gen. XI. p. 350.
Sparassus «/"nccmMS (Querimba) ; Kar seh, Monatsb. k. pr. Acad.
Wissensch. Berlin. 1878. p. 325. Taf. II, Fig. 6; serenus (Natal) ;
derselbe, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 773.
Sarotes 'ywZ^mws (Duke-of-York Isl.) ; 0. P. Cambridge, Proc.
Zool. Sog. London 1877. p. 286, aulicus (Japan) p. 766. Taf. XXVI.
Fig. 31, invictus (ihidi.) p. 767, Fig. 32; L. Koch, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVII; jugulans (Peak Downs); derselbe, Arachn.
Austr. p. 852 Taf. LXXIII Fig. 4.
Hemiclea pram^ms (Peak. Downs) p. 837, Taf. LXXII Fig. 1, 2;
fumosa (Gayndah) p. 840 Fig. 3, cineracea, tenera (Rockhampton)
p. 843 Fig. 5 und Taf. LXXIII. Fig. 1; L. Koch, Arachn. Austr.
Thanatus imheciUus (Krasnowodsk; ausgezeichnet durch kurzen
Cephalothorax, resp. lange Beine); L. Koch, Naturw. Beitr. z. Kenntn.
d. Kaukasus], p. 45; gratiosus (Aube) p. 316, atratus (Hautes-Alpes)
p. 318, ursus (Basses-Alpes) p. 319, Cervini (Wallis) p. 327, Eayi
(Aube) p. 328; E. Simon, Ar. d. Fr. II; africanus (Zanzibar); Kar seh,
Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 316; tenellus (Peak Downs); L.Koch,
Ar. Austr. p. 849 Taf. LXXIII. Fig. 2.
Opitis austera (Peak Downs); L. Koch, Arachn. Austr. p. 824
Taf. LXX. Fig. 9.
Heteropoda natalia (Natal); Karsch, Giebel's Zeitschr. (B. F.)
III. p. 772; patellata (Vandiemensland); derselbe ebenda p. 809,
Umttata (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 485; hi-
326 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
maculata (Amboina); derselbe ebenda XIII. p. 194; gemellä (Manilla);
Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 64.
Vry chi& maculata {Sal&wsiiti); Karsch, GiebePs Zeitschr. (3. F.)
III. p. 808.
Helicopis Maderiana (Madera; ceph. paene dimidio breviore
quam pat. cum tib. 4i paris, ferrugineo-fusco, pube pallida tecto,
Serie ocul. postica recta, ant. procurva, oculis mediis anticis duplo
minoribus quam lateralibus ant., et spatio duplo majore inter se
quam a lateralibus remotis, a margine clypei spatio duplam diame-
tram suam saltem aequanti distantibus; pedibus testaceo-fuscis, 2i
paris cephalothorace 5,5 longioribus, li et 4ti paris fere aequalibus ;
abdomine oblonge, testaceo, fusco-submaculato, pallido-piloso ; vulva
ex tuberculis 2 minoribus oblongis fuscis constanti, sulco posteriora
versus latiore sejunctis; long. $ 19 mm); Thor eil Descriptions etc.
Palystes ornatus (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 488.
Thomisidae. Oxytate (n. g. Philodr.) striatipes (Japan); L.
Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 764. Taf. XVI. Fig.
26—31.
Isala n. g. prope Stephanop., Typ.: Is. punctata (Austral.);
L. Koch, Ar. Austr. p. 796, Taf. LXIX. Fig. 3.
Porropis (n. g., sehr eigenthümlich, aber wohl am nächsten
mit Misumena verwandt) flavifrons (Peak Downs); L. Ko ch, Ar. Austr.
p. 807 Taf. LXIX. Fig. 9; Corynethrix {n. g. prope Oxyptilam
Sim.) obscura (Peak Downs); p. 804 f. Fig. 8.
JEZeÄomma(n.g.Philodromin.)£ra7iwn(HerreroLand); Kar sc h,
Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 325.
Cladonotus n. g. Thomisin., . . . abd. subpentagonum, pro-
cursibus spiniformibus et tuberculis armatum; Type: C. Johiensis
(Jobi Ins.); Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. IX. p. 305 ff.
Heriaeus (n. g. für Thomisus villosus Luc, hirsutus Wlck.,
setiger Cambr.) p. 203. Buncinia (n. g. für Thom. lateralis C. L.
Koch (non Hahn) p. 255; Pistius n. g. für Ar. truncataPall. p. 257;
T mar US (n. g. für Thom. Piochardi Sim., Ar. pigra Wlck., Monastes
punctatissimus Sim. nnA) stellio n. sp. (Provence) p. 259; E.Simon,
Ar. d. Fr. II. und Bull. Ent. Fr. 1878 p. VI. (T. stellio ^).
Epidius n. g.; Type; E. longipalpis (Kandari) p. 499; JCo-
xohates n. g.; Type: L. ephippiatus {ihiä.)-p. 4:94:; Nyctimus n.g.;
Type: N. bistriatus (ibid.) p. 498; Cerinius n. g. Xystico et Diaeae
affine; Type: C. fuscus (Kandari) p. 519; Thorell, Ann. Mus. Civ.
Gen. X.
Stephanopis erinacea (Feejee J.); Karsch, Giebel's Zeitschr.
(3. F.) III. p. 810; ornata (Sydney) p. 748, corticalis (Gayndah)
p. 748, minuta (Peak Downs) p. 756, angusta (Sydney) p. 794;
L. Koch, Arachn. Austr.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 327
Artanes (Philodromus) Laricum (Hautes-Alpes) p. 273, parie-
tälis (Pyrenaeen) p. 276, viaritimus (Provence, Corsica) p. 282;
E. Simon, Ar. d. Fr. II.
Sicarius (scr. Thomisoides) w^n'/brmts (Charles Isl., Galapagos);
A. G. Butler, Proc. Zool. Soc. London 1877. p. 77. PL XIII. Fig. 4.
Chalinura Novae- Hollandiae (Sydney, Peak Downs) p. 828
Taf. LXXI. Fig. 1, Ficicerti (Neu Holland) p. 830 Fig. 2; L. Koch
Ar. Austr., zwei lebende Repräsentanten der von Dal man für eine
fossile Art, Ch. longipes, aufgestellten Gattung.
Philodromus dispar var. ohscurus (Urserenthahl in der Schweiz ;
1500 Meter Höhe); Leber t a. a. 0. p. 270.
Ph. auricomus (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVn. p. 763.
Ph. virescens (Golden, Colo,) p. 500, Inquisitor (Kelso Cabin,
Col.) p. 502; Thoreil, Bull. ü. S. Geol. Surv. Terr. Vol. HI. Nr. 2;
lineatipes (Schottland); Cambridge, Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878.
I. p. 122. PI. XI. Fig. 5; Uvidus (Hautes-Alpes) p. 285, debilis (Coraica)
p. 292, constellatus (Fontaineblau) p. 298, vagulus (Alpen) p. 305;
E. Simon, Ar. d. Fr. IL
Monaeses truncatus (Peak Downs) p. 765 Taf. LVII. Fig. 3
und 4, cineraceus (ibid., Rockhampton, Gayndah) p. 768 Fig. 5 und 6,
marmoreus (ibid.) p. 771 Fig. 7, macilentus (Peak Downs) p. 773
Fig. 8, mridbiUs (Gayndah, Peak Downs) p. 775 Taf. LXVIII. Fig.
1 und 2, alhidus (Gayndah) p. 778 Fig. 3, projectus (Peak Downs)
p. 780 Fig. 4; L. Koch, Arachn. Austral.
Selenops annulatus (Congo); Simon, Bull. Soc. Zool. France.
I. p. 15.
Misumena hicolor (Corsica); E. Simon, Ar. d. Fr. IL p. 246,
nitida (Kandari) p. 508, flavens (ibid.) p. 511; Thor eil, Ann. Mus.
Civ. Gen. X.; hitaeniata (Amboina); derselbe ebenda XIII. p. 199;
lactea (Sydney) p. 799 Taf. LXIX. Fig. 5, albiceris (Peak Downs)
p. 801 Fig. 6; L. Koch, Ar. Austr.
Diaea nitida (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVIL p. 769. Taf. XVI. Fig. 33; lepida (Utah); Thorell, Bull.
U. S. Geol. Surv. Vol. HL Nr. 2. p. 498; decens (Natal); Karsch,
Giebels Zeitschr. (3. F.) III. p. 773; insignis (Kandari) p. 513, con-
cmna (ibid.) p. 516; Thorell, Ann. Mus. Civ. Gen. X; caecutiens
(Peak Downs) p. 813 Taf. LXX. Fig. 3, elegans (Sydney) p. 815
Fig. 4, circumlita (ibid. und Rockhampton) p. 817 Fig. 5, prasina
(Sydney) p. 819 Fig. 6, velata (Rockhampton) p. 820 Fig. 7; L. Koch,
Ar. Austr.
Tharpyna decorata (N. S. Wales); Karsch, GiebeFs Zeitschr.
(3. F.) IIL p. 810; albosignata (Sydney, Peak Downs); L. Koch,
Arachn. Austral. p. 791 Taf. LXVIII Fig. 8, 9.
328 Bertkaii: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Platythoinisusi^era?(^icMs(Zanzibar); Kar seh, Giebel's Zeitschr.
(3. Fig.) III. p. 315; cimex (Africa; St. Bogomoio) ; derselbe ebenda
p. 775.
Thomisus hilarulus (Nizza) p. 252, citrinellus (Pyrenaeen)
p. 253; E. Simon Ar. d. Fr. II; Xa5f^a^se^(Laguna, Philippin.); der-
selbe Ann. Sog. Ent. Fr. 1877. p. 65.
PhrynarachneZaei'zs$(Madagascar); Keyserling, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 92. Taf. III. Fig. 5.
Xysticus insulanus (Madera, cephal. nigro- {(^) vel ferrugineo-
($) fusco, vitta media lata pallida notato, quae postice maculam
sub - cuneatam partis cephalicae ordinariam breviter acuminatam
amplectitur, parte thoracica in ^ praeterea utrinque vitta pallida,
incurva antice angustata et abbreviata praedita, pedibus testaceo-
et ferrugineo - fuscis, subalbicanti - maculatis et supra - lineatis,
versus apicem paullo pallidioribus, Imi paris cephalothorace 3,5
longioribus; abdominis dorso fusco, albicanti -marginato, vitta
media longitudinali lata, utrinque dentata, paUida ornato; bulbo ge-
nitali subter ad basim procursu ancorae sub - simili et spina nigra
intus directa armato; vulva ex fovea obionga, subovali, septa tenui
in duas divisa constanti, long. cT 4, $ 7 mm) p. 132, hamatus (Al-
gier, X. cristato et Kochii valde affiuis, partibus genitalibus diver-
sa, . . . procursu superiore partis tibialis palporum in ^ recto, non
foras curvato; bulbo gen. subter pone medium spina instructo, quae
apice fortiter in formam hami intus et retro curvata est, pone eam
vero spina breviore, recta, intus et anteriora versus directa armata,
Vulva ex fovea constanti, quae septo longitudinali in foveas duas pro-
fundas dividitur; long. ^ paullo plus 3, $ 5,25 mm) p. 133; Thor eil,
Descriptions etc. a.a.O., cunctator (Bonlder, Col.)p.494; derselbe,
Bull. U. S. Geol. Surv. Vol. III. Nr. 2 ; Caucasicus (Borshom, in der
allgemeinen Körpergestalt mit X. robustus Hahn übereinstimmend,
aber die vorderen Seitenaugen kaum weiter als um ihren Durchmesser
von den Mittelaugen entfernt); L. Koch, Naturw. Beitr. z. Kenntn.
d. Kaukasusländer p. 48; corsicus ^.lh7, ^aZh'cws (Fontaineblau etc.)
p. 158, nuhilus (Corsica, Spanien etc.) p. 166, ibex (Hautes-Alpes)
p. 175, &aZea^MS (Corsica, Spanien) p. 178, (^mr^wsws (Corsica) p. 193,
arenicola (Arcachon) p. 194, caperatus (Corsica) p. 198; E. Simon,
Ar. d. Fr. II; Walesianus (N. S. W.); Kar seh, Giebel's Zeitschr.
(3. F.) III p. 811, inornatus (Sydney); L. Koch Arachn. Austr.
,p. 811, Taf. LXX. Fig. 2; dentiger (Frankreich): Simon, Bull. Ent.
Fr. 1878. p. CLVIII.
Xysticus (?) annuUpes (Braunkohle von Rott); Bertkau,
Verh. Naturh. Ver. p. Rheinl. u. Westf. 1878 p. 359 Taf. V Fig. 7.
Oxyptila conspurcata (Manitou Springs, Colo.) ; Thorell,
Bull. U. S. Geol. Surv. Vol. III. Nr. 2 p. 496; perplexa (Ariege)
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 329
p. 223, nigella (Corsica) p. 225 rauda (Basses Alpes) p. 226, {Black-
walli = Th. claveatus Bl. p. 231), Uitea (Corsica) p. 235, caligans
(Basses Alpes) p. 240; E.Simon, Ar. d. Fr. II; guUulata (Sardinien);
Pavesi ; Ann. Mus. Civ. Gen. VIII. p. 440; Baudueri (Lot-et-Garonne) ;
Simon, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. XLI.
Pistius annulipes (Kandari) p. 501, bipunctatus (ibid.) p. 504,
duriusculus (ibid.) p. 505; Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
Cymbacha sriatipes (Peak Downs) p. 783 Taf. LXVIII. Fig. 5,
similis (Sydney, Rockhampton, Peak Downs) p. 785 Fig. 6, cerea
(Peak Downs) p. 789, Taf. LXIX. Fig. 1; L. Koch, Arachn. Austr.
Hedana pallida (Tonga); L. Koch, Arachn. Austral. p. 803,
Taf. LXIX Fig. 7.
Eripus quinquegibhosus ^ (Minas Geraes) ; O.P.Cambridge,
Proc. Zool. Soc. London. 1877 p. 564 PI. LVL Fig. 5.
Arcys &rev*ßaZp2es (-pis richtiger ; Feejee IsL); Karsch, Giebel's
Zeitschr. (3. F.) III. p. 802.
Anyphaenidae. Anyphaena albo-irroräta (Bouches-du-Rhone)
p. 269, conspersa (Var) p. 270; E. Simon, Ar. d. Fr. IV; Simonii
(Mexico); Becker, Ann. Ent. Belg. 1878. p. 78. PI. IL Fig. 7—10.
(Die Abbildung macht es mir einigermassen unwahrscheinlich, dass
letztere Art zur Gattung Anyphaena gehört; Ref.); 2 Arten von
p. 323 (105).
Attidae. Synageles n. g., für Leptorchestes ludibundus Sim.
und Salticus venator Luc. p. 15; Hyctia n. g. für Salticus Nivoyi
Luc, Marpisa Canestrinii Cn. et Pav., p. 20; Thya n. g. für Salticus
imperialis W. Rossi, p. 51 ; Phlegra (n. g, für Salticus fasciatus Hahn
etc. und) loripes (Baie-de-Somme) p. 125; Hahrocestum n. g. für
Attus agilisSim. p. 131 ; Cyrha n. g. für Salt, algerinus Luc. p. 165;
Saitis n. g. für Attus barbipes Sim. p. 168; Neera n. g. für Att.
membrosus Simon p. 199; Neon n. g. für Salt, reticulatus Blackw.,
Attus levis Sim., Att. muticus Sim., Rayi Sim., p. 208; E. Simon,
Ar. d. Fr. III.
Lycidas (n. g.) anomalus p. 26; Ligonipes (n. g.) illustris;
Ligurinus (n. g.) scopifer; Maratus (n. g.) amahüis^. 27, {amoenus?
p. 28) (Australien) p. 27; Ascyltus (n. g.) divinus, penicülatus p. 30
(Feejee Isl.) simplex (ibid. und N. S. Wales); Mopsiis (n. g.) Mormon
(Segaar Ray) p. 31; Karsch, Mitth. Münch. 1878.
Evenus n. g., den Uebergang zu Lyssomanes bildend; Type:
E. tener (Bassilan); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877, p. 58 PI. III,
Fig. 12.
Bavia n. g., Maeviae et Icio affine; Type: B. aericeps
(Manilla); Derselbe ebenda, p. 60, 61.
Agoritis n. g., praesertim Synageli Sim. affine; Type: A.
gracilipes (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 556 ff.
330 Bertkau; Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Viciria n. g. (= Maevia C. L. Koch pro parte) ; Type : V. Pavesii
(ibid.) p. 573 £f.; eine weitere Art ist Y. pallens (ibid.) p. 579.
Scartes (n. g., vgl. d. Bericht 1876 p. 287 (79)) parvulus (bei
Danzig im Haidekraut. Männchen ganz schwarz, nur die Tarsen
hell gelbbraun ; Weibchen am Vorder- und Hinterleib gelblich braun,
die Füsse hellgelblichbraun und gefleckt; Haare und Schuppen sehr
fein); A. Menge, a. a. 0. p. 495 Tab. 282; (vielleicht Ballus
nahe stehend? Ref.)
Boethus n. g.; Type: B. spinimanus (Amboina); Thor eil,
Ann. Mus. Civ. Gen. XHI. p. 220.
Sinis n. g., Type: Salticus fimbriatus Dol. ; derselbe ebenda
p. 269.
Chirothecia n. g., die Charaktere nur angedeutet; Tacza-
nowsky, H. E. ß. XIV. p. 142.
Äthamas (n. g., Lyssomani Hentz affine, differt brevitudine
cephalothoracis abdominisque; mamillae superiores aequa longitudine
atque inferiores) Whitmeei (Samoa Inseln); 0. P. Cambridge,
Proc.Zool Soc. Lond. 1877 p. 575. PI. LVI. Fig. 11.
Leptorchestes chrysopogon (Corsica); E.Simon, Ar. d. Fr. III.
p. 11; subcingulatus (Sarepta); derselbe, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878,
p. 201.
Synemosyna procera (Kandari) p. 538, mocsta (ibid.) p. 541,
nigra (ibid.) p. 544, nitidissima (ibid.) p. 546, clavigera (ibid.) p. 548,
rufescens (Macassar) p. 552; Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
Salticus aw^ws^MS (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 503; Mac Leayanus (Queensland) ; Bradley, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales. I. p. 222. PL II. Fig. 1.
Thia.mB, albo-cincta (Kandari) Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 591.
Menemerus trivialis (Kandari); Thor eil, Ann. Mus, Civ. Gen. X.
p. 571; vütatus (Manilla); Simon, Ann. Soc. Ent, Fr. 1877. p. 59.
Yti^iblemum pilosum (N. S. Wales); Kar seh, Mitth. München
1878, p. 23.
Calliethera notia (Pyrenaeen) p. 67, modica (Var) p. 74; E.
Simon, Ar. d. Fr. III.
Cocains salux (Kandari); Thorell, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 596; Umbatus p. 283, macellus p. 287 (Amboina); derselbe
ebenda XIII.
Dendryphantes riparius (Ober- Wallis am Rhoneufer) p. 304;
Aelurops Simonii (Ober- Wallis ; Südtirol) p. 310; Yllenus Brueggeri
(Graubünden) p. 313; Lebert a. a. 0.
Uhene tricolor (Feejee Isl.); Karsch,Mitth. Münch. 1878 p. 22.
Marpessa ornata (Madera; cephalothorace ferrugineo-fusco,
albo-piloso , clypeo pilis longis albis tecto, oculis mediis anticis annulo
pilorum flavescentium circumdatis; pedibus fusco-testaceis, immaculatis,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 331
Imi paris exceptis, qui ferrugineo-fusci sunt et reliquis pedibus multo
crassiores; abdomin e ferrugineo-fusco, cingulo lato albicanti undique
circumdato, dorso intra hoc cingulum ad latera serie macularum ma-
jorum nigrarum et in medio antice striis 4 brevibus obliquis albi-
cantibus fere in rectangulum dispositis ornato; long. $ 6,6 mm)
p. 181; Aelurops (Ictidops) sap^/imwws (Algier; cephalothorace nigro,
fascia transversa albida oculos anticos tangenti; palpis luteis, basi
late nigris ; pedibus anterioribus nigro-fuscis, subter et antice flavo-
pilosis, femoribus subter flavis, pedibus posterioribus ad maximam
partem nigris, sub-caeruleo-micantibus; abdomine supra cyaneo, ni-
tidissirao, in lateribus et infra nigro; long. (^ 7,5 mm) p. 194; Yllenus
;plumipesfj{k\g\QY, cephalothorace nigro, pube et squamulis rufescenti-
cinereis et nigris tecto et sub- variato, versus margines albo-pube-
scenti; palpis fuscis, dense albo-pilosis, parte tibiali apice extus pro-
cursu crasso, curvato, bidentato instructo, pedibus nigris, fusco-sub-
annulatis, nigro- et albicanti-pubescentibus, anterioribus in lateribus
et posteriorum tibiis subter pilis longis nigris densis vestitis, femori-
bus subter albo-pilosis ; abdomine in lateribus rufescenti-cinereo, in
dorso nigro, nitido, ordinibus duobus longitudinalibus macularum
parvarum rufescenti-cinerearum ; long. (^ 7 mm) p. 195, cervinus
(Algier ; ceph. supra pube densa cinereo-rufescenti tecto, in (^ versus
latera sensim nigricanti; pedibus ant. {(^) ad maximam partem nigri-
cantibus, posterioribus versus apicem late pallido-annulatis, anteriori-
bus in lateribus dense nigro-pilosis, ant. ($) testaceis, dense nigri-
canti-sub-annulatis; abdomine pube densa cinereo-rufescenti tecto;
palpis ((/) in medio pube ejusdem coloris, tum pilis albis, apice pube
nigra vestitis, apice lateris exterioris partis tibialis in procursum
fortera deorsum curvatum producto ; long. ^ 6, ^7 mm) p. 196,
ranunmdus (Algier; ceph. brevissimo, supra rufescenti-cinereo vitta
media lata rufescenti-nigra antice breviter acuminata et ramum
utrinque ad oculos posticos emittenti ornato ; pedibus flavo-testaceis,
immaculatis, pube albicanti tectis, tibia 4ti paris metatarsum cum
tarso longitadine aequanti; abdomine sub-olivaceo-cinereo, in lateri-
bus fasciis rufescentibus et secundum medium vitta lata longitudi-
nali e squamulis nigris intermixtis rubris formata ornato; long. ^
4,5 mm) p. 200; Thor eil, Descriptions etc. a. a. 0.
Nach demselben findet sich Marpessa curimus (Sim.) auch
auf dem europäischen Festlande (Gennazano, Ital.); ebenda p. 182;
Anm.; Marptusa (= Marpessa n. praeocc.) humilis (Kandari);
derselbe, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 561; Doleschallii (Amboina);
derselbe ebenda p. 219 (Marpissa) fusca (N. S. Wales), Karsch,
Mitth. Münch. 1878. p. 28.
Saitis (?) testacea (Kandari); Thor eil, Ann. Mus, Civ. Gen.
X. p. 565.
Arohiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. W
332 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Philaeus luteostriatiis (Uruguay) p. 617, Taf. XIV. Fig. 81—82
Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
Maevia latruncula (Kandari) p. 581 , mundula (ibid.) p. 584,
ombria (ibid.) p. 588; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
Eris praedatoria ^ (Madagascar) ; Keyserling, Verh. Zool.
Bot. Gesellsch. Wien. XXVII. p. 94. Taf. III. Fig. 6; hella (N. S.
Wales); Karsch, Mitth. Münch. 1878. p. 22.
Phidippus Coloradensis (Denver); Thor eil, Bull. U. S. Geol.
Surv. Vol. III. 2. p. 523.
Plexippus ardelio (Macassar) p. 602, ensifer (Kandari) p. 606,
validus (ibid.) p. 610, chalcocephalus (ibid.) p. 613, sannio (ibid.)
p. 617; Thorellj Ann. Mus. Civ. Gen. X; laticeps ip. 247, veles^. 261
(Amboina); derselbe ebenda XIII; gulosus (Manilla) p. 54, curtus
(Bassilan) p. 55; Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; punctatus (Fe-
jee J.), incanus, pTiyUus (N. S. Wales); Karsch, Mitth." Münch.
1878. p. 25.
Heliophanus Keyserlingi (Alger) p. 208, stylifer (Biskra), miles
(Sarepta) p. 209; Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878; maculatusi^.^.
Wales); Karsch, Mitth. Münch. 1878. p. 23.
Attus nigripalpis (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 620; Kraalii (Amboina); derselbe ebenda XIII. p. 290; Zimmer'
manni (Schlesien); Simon, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. LXXIV;
niger p. 23, asper, limbatus (N. S. Wales), Gazellae (Segaar Bay)
p. 24; Karsch, Mitth. Münch. 1878.
Hasarius albarius (Japan) p. 780 Taf. XVI. Fig. 39, fulvus
(ibid.) p. 782 Fig. 40; L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
Euophrys Petersii (Inhambane); Karsch, Monatsb. k. pr. Acad.
Wiss. Berl. 1878 p. 332. T. II. P^ig. 7; nt/?mawa (Pyrenaeen) p. 184 ;
E. Simon, Ar. d. Fr. III; latefasciata p. 56, semi-argentea p. 57
(Bassilan); derselbe, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877.
Ictidops V-insignita (Cl.) scheint eine unterirdisch ver-
borgene Lebensweise zu führen, wenigstens im weiblichen Geschlecht;
Van Hasselt, Tijdschr. Ent. XXIL Versl. p. XIV.
Hyllus giganteus var. WJiitei (Kandari); Thor eil, Ann. Mus.
Civ. Gen. X. p. 598.
Ciris relucens (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 623.
Balkis variegatus (Narbonne); E. Simon, Ar. d. Fr. III.
p. 205; bracMatus (Kandari); Thorell, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 626.
Homalattus margarops p. 629, Mrsutus p. 632 (Kandari);
Thorell, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
Pellenes hüunulatus (Penne); Simon, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877.
p. LXXV.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 333
Alcmena superha (Austral.); Karsch, Mitth. Münch. 1878.
p. 29.
Icius cervinus (Sarepta); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
p. 204, inhonestus (Uruguay); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXYII. p. 621 Taf. XIV. Fig. 33.
Podophthalmidae. Cambridge möchte in dieser Familie
Podophthalma und Ocyale vereinigen und durch dieselbe einen Ueber-
gang von den Thomisiden (durch Triclaria und Labdacus) zu den
Oxyopidae und Lycosidae herstellen. Die Reihenfolge der Fa-
milien wäre dann Thomisidae, Triclaridae, Podophthalmidae, Oxyo-
pidae, Salticidae. (Dieselbe scheint mir unnatürlich, da die Thomisiden
eine direktere Verwandtschaft mit den Attiden, als die Lycosiden
haben). Von der Gattung Podophthalma, von der bisher nur eine
Art bekannt war, lehrt Cambridge 5 weitere kennen: P. Ellioti
(Indien) p. 567 PI. LVII. Fig. 6, affinitata (Westafrica), hilaris
Madagascar) p. 569, Fig. 7, incerta (ibid.) p. 570, Fig. 8, diversa
(Minas Geraes, Bras.) p. 572, Fig. 9; Proc. Zool. Soc. London 1877.
Eine neue Gattung dieser Familie (zu welcher Karsch übri-
gens auch Dolomedes und Ctenus rechnet) ist Tetragonophthalma
mit T. phylla von Accra. Karsch, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III.
p. 829.
Oxyopofdae. in dieser Familie vereinigt Menge a. a. 0.
p. 503 £f. Oxyopes, Ocyale und Dolomedes; er nimmt sie also in
anderem Umfange, als ihr Begründer Thorell. Eine Diagnose der-
selben giebt Menge nicht, wenn nicht die Bemerkung: „Sie können
als die Vorläufer der eigentlichen Laufspinnen angesehen werden
und unterscheiden sich von diesen durch die verschiedene Augen-
stellung und Anfertigung leichter Gewebe" als solche angesehen
werden soll. Natürlich scheint mir diese Familie nicht zu sein,
selbst wenn, was mir sehr wahrscheinlich ist, der Menge'sche Dolo-
medes fimbriatus eine andere Art ist und in eine andere Gattung
gehören sollte als der Araneus fimbriatus Clerck. Nach der Menge-
schen Gattungsdiagnose soll nämlich die erste Augenreihe am Rande
der Stirn liegen und die Mittelaugen derselben kleiner als die Seiten-
augen sein; auch die Beschreibung des männlichen Tasters stimmt
nicht mit dem Befunde überein, den ich an 2 erwachsenen Männ-
chen dieser Gattung konstatieren konnte." Ferner ist die Grösse der
von Menge beschriebenen Art zu bedeutend geringer, als dass man diese
Abweichung auf Rechnung eines kleinen Exemplars setzen könnte.
Die Angabe, dass vor den Spinnwarzen 2 Spindelfelder, cribella, sich
finden, wird auf eine unrichtige Anwendung des Wortes cribellum
zurückzuführen sein, da ein cribellum nur bei den ein Fanggewebe
verfertigenden Arten und immer in Verbindung mit dem calamistrum
bekannt ist.
Oxyopes gracüis $ (Baltimore; Illinois; Bahia; Neu-Granada)
334 Bertkau: Berieht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
p. 698, Taf VIII. Fig. 63, 64; Venceim flava $ (Neu-Freiburg) p. 700,
Fig. 65, 66; ruhrolmeata cT ? (Bogota) p. 704, Fig. 70, 71, siniüis
$ (Bahia) p. 705, Fig. 72; Keyserling, Verh. Zeel. Bot. Ges.
Wien. XXVI; 0. serfaiws (Japan); L. Koch, ebenda, XXVII. p. 779;
taeniatus (Kandari); Thor eil, Ann. Mus, Civ. Gen. X. p. 534; mo-
destus (Congo); Simon, Bull Sog. Zool. France. I. p. 216, glöbifer
(Algier), .ders. Ar. d. Fr. III. p. 222, cowcoZor (Bassilan) ; derselbe,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 62, macüentus (Cap York) p. 1000
T. LXXXVII. Fig. 4, 5, attenuatus (Peak Downs) p. 1002 Fig. 6,
molarius (Bowen etc.) p. 1004 T. LXXXVIII. Fig. 1, 2, gratusiFesk
D., Gayndah) p. 1006 Fig. 3, 4, elegans (Sydney etc.) p. 1008 Fig.
5, 6, pwtctatus (Rockh., Gayndah) p. 1011 Fig. 1, ruhicimdus (Syd-
ney) p. 1013 T. LXXXIX. Fig. 1, 2, lautus (Port Mackey) p. 1015
Fig. 3, amoenus (Rockh.) p. 1017 Fig. 4, 5, quadrifasciatus (Peak
Downs) p. 1020 Fig. 6, variabüis p. 1021 T. XC. Fig. 1, 2, mundulus
(Sydney) p. 1025 Fig. 3; L. Koch, Ar. Austr.
Peucetia striata (Zanzibar); Kar seh, Giebel's Zeitschr. (3. F.)
III. p. 317, albescens (Bowen, Peak Downs); L. Koch, Ar. Austr.
p. 998 T. LXXXVII. Fig. 3.
Gteno'idae. Unter diesem Namen stellt Keyserling in den
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVL p. 680 eine neue Familie
auf, die er auf die alte Gattung Ctenus Walck. gründet, und der
er den Platz zwischen den Lycosoidae und Oxyopoidae anweist.
Aus der Charakteristik derselben ist hervorzuheben, dass die Augen
in 3 Querreihen (2, 4, 2) stehen, dass die Füsse mit 2 Hauptkrallen
und Federhaarbüscheln bewaffnet sind, eine Afterkralle dagegen ent-
behren; fast alle Tarsen tragen eine Scopula (nur einer Art fehlt
sie). Nach der Gestalt der Unterlippe und der Bestachelung der
Beine unterscheidet er in dieser Familie 4 Gattungen nach folgen-
dem Schema:
1. Lippe so lang als breit; obere Spinnwarzen länger als die
unteren.
a) Cephalothorax massig hoch gewölbt, von der Mittelritze bis
zu den Augen gleich hoch ; an der unteren Seite der Tibien 4
Paar Stacheln Ctenus Walck*).
b) Cephalothorax sehr hoch gewölbt, zwischen der Mittelritze
und den Augen meist am höchsten ; an der unteren Seite der
Tibien 5 Paar Stacheln . . . Microctenus n. g.
c) Cephalothorax recht flach gewölbt; Tibien unten mit 9 Paar
Stacheln . . . Äcantlioctenus n. g.
2. Lippe breiter als lang ; obere Spinnwarzen nicht länger als
*) Walckenaer gab bei seiner Gattung allgemein an: levre
plus haute que large.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 335
die unteren; Cepbalothorax massig gewölbt, Kopftheil höher als der
Brusttheil; an der unteren Seite der Tibien 7 Paar Stacheln ....
Caloctenus n. g.
Als neue Arten werden beschrieben: Ctenus granadensis (^ ^
(Bogota) p. 682, Taf. VIII. Fig. 52, 53, hogotensis (ibid.) p. 684,
Fig. 54, SaUi J" $ (Mexico; Cordova) p. 685, Fig. 53; Microcte-
nus (n. g.) ornatus $ (Neu-Freiburg) p. 687, Fig. 62, dbscursus
(Bogota) p. 689, Fig. 58, adustus ^ (Neu Granada) p. 690, Fig. 57,
parvus ^ (Bogota) p. 692, Fig. 55, 56; Acanthoctenus (n. g.)
spinigerus ^ (Mexico; Cordova) p. 693, Fig. 60, spinipes (Bogota)
p. 695, Fig. 61; Caloctenus (n. g.) aculeatus $ (Bogota) p. 697,
Fig. 59. Die Figuren stellen entweder die Taster der ^, oder die
Genitalplatte der $ dar, welche letztere Platte Keyserling konstant
das Epyginen nennt.
Cycloctenus {n. g.) ßaviceps (?) p, 988 T. LXXXVI Fig. 3;
Ärgoctenus (n. g.) igneus (K. G. Sound) p. 990 Fig. 4, picttis
(Sydney) p. 992 Fig. 5; Lepto ctenus (n. g.) agaleno'ides (Gayndah)
p. 994 T. LXXXVII Fig. 1; Pycnoctenus (n. g.) robustus {Sydney)
p. 996 Fig. 2; L. Koch, Ar. Austr.
(Der Mangel einer Afterkralle an den Füssen, die vielmehr
durch Haarbüschel ersetzt ist, scheint mir die Möglichkeit, dieCte-
noiden in die Nachbarschaft der Lycosiden zu bringen, auszu-
schliessen; sie gehören vielmehr nach meiner Ansicht in die Nähe
der Drassiden; vergl. dazu oben Karsch bei den Podophthal-
midae, was ebenfalls eine unnatürliche Anordnung ist.)
Lycosidae. Aenigma (n. g.; die Gattungscharaktere höchst
unvollständig angegeben und daher die systematische Stellung nicht
bloss dem Autor ein Rä,thsel; von demselben zwar mit Ocyale und
Dolomedes verglichen, doch ohne Afterkralle; der Gattungsname
übrigens bereits 1835 von Newman bei den Coleopteren, 1876
von Grote bei den Noctuiden vergeben) austrdliana (N. S.Wales);
Karsch, Giebel's Zeitschr. (3 F.) III. p. 825.
Trahea (n. g.) paradoxa (Corsica); E. Simon, Ar. d. Fr. III.
p. 357 PI. XII. Fig. 10.
Anoteropsis (n. g. altitudine clypei valde insigne) flavescens
(Neu-Seeland) p. 971 T. LXXXV. Fig. 1, longipes (?) p. 973 Fig. 2;
Perenetliis (n. g.) venusta (Rockhampton) p. 980 T. LXXX Fig. 7,
Ihasyraea (n. g.) ornata (Gayndah) p. 983 Taf. LXXXVI. Fig. 1.
lepida (Sydney) p. 984 Fig. 2; L. Koch, Ar. Austr.
Sphedanus n. g. Dolomedi et Ocyalae affine; Type; S. un-
datus (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Genov. X. p. 522 fif.;
Artoria n. g., oculis posticis in trapezium antice paullulo latius
quam postice ordinatis; Type: A. parvida (ibid.) p. 531 ff.
Menge fand auch an den Tastern der entwickelten Männchen
von Trochosa terricola Thoreil eine Kralle, wie Ohlert schon bei
836 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Dolomedes gefunden hatte. — Derselbe sehreibt seinem Dolomedes
fimbriatus (wahrscheinlich nicht Araneus fimbriatus Glerck) zwei
Spindelfelder, cribella, zu. Preuss. Spinnen, p. 510 und 537.
Ocyale novicia (Borshom, Tuaspe); L. Koch, Naturw. Beitr.
z. Kennt, d. Kaukasusl. p. 54, Taf. II. Fig. 3.
Dolomedes stilatus (Westaustr.) ; Karsch, Giebel's Zeitschr.
(3. F.) III. p. 814; icadicus (Rockhampton etc.) p. 859 Taf. LXXIII.
Fig. 5, elegans (Pt. Mackey) P. 861 Fig. 6, instabiUs (Mudjee) p. 863
Taf. LXXIV Fig. 1, mmor (Neu Seeland) p. 864 Fig. 2, 3, imperiosus
(ibid.) p. 867 Fig. 4, facetus (ibid., Rockh., Sydn., Gayfidah etc.)
p. 869 Fig. 5 und 6, cervinus (River Nepean) p. 872 Taf. LXXV.
Fig. 1; L. Koch, Arachn. Anstral., annulatus (Manilla); Simon,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 63.
Pirata tenuitarsis (Corsica); E. Simon, Ar. d. Fr. III. p. 302;
subligatus (Bowen); L. Koch, Ar. Austr. p. 963 T. LXXXIV. Fig. 1.
Neue amerikanische Arten dieser Familie, beschrieben von
Keyserling in den Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXVI sind
folgende: Lycosa nifa $ p. 613, Taf. YII. Fig. 2, minima $ p. 614,
Fig. 3, flavipes $ p. 616, Fig. 4, fastosa </$ (! St. Fe de Bogota)
p. 618, Fig. 5 und 6, Mackenziana $ (Mackenzie) p. 621, Fig. 7,
xerampelina $ (Illinois) p. 622 Fig. 8, rugosa <^ (Baltimore) p. 624,
Fig. 9 und 10; Tarentula modesta ^ $ (Baltimore) p. 626, Fig. 11
und 12, pidchra </ $ (Nordamer.) p. 628, Fig. 13 und 14, lepida $
(ibid.) p. 631, Fig. 15, Baltimoriana J" (Baltimore) p. 632, Fig. 16>
inhonesta ^ Nordamerika, Brasilien?) p. 634, Fig. 17, Kochii $
(Nordam.) p. 636, Fig. 18, pugnatrix $ (Martinique, Mittelam.) p. 637,
Fig. 19, hadia J' (Cuba) p. 639, Fig. 20, 21, fusca (Cuba) p. 640,
Fig. 22, stygia $ (Chile) p. 624, Fig. 23, granadensis $ (Bogota)
p. 646, Fig. 26, horrida $ (Bogota) p. 648, Fig. 27, ThorelUi (Neu-
Granada) p. 650, Fig. 28, hogotensis (^ $ (Neu Granada) p. 651,
Fig. 29—31, pulchella $ (Bogota) p. 654, Fig. 32, rubro-taeniata ^
(Bogota) p. 656, Fig. 34, Äusseren ^ (Bogota) p. 657, Fig. 33;
Trochosa helvipes ^2 (Baltimore) p. 659, Taf. VII. Fig. 35, 36;
Taf. Vni. Fig. 37, avara </ Q. (Nordamerika) p. 661, Taf. VIII,
Fig. 38, 39, rubkunda $ (Baltimore) p. 663, Fig. 40, tenebrosa $
(Bogota) p. 665, Fig. 41, tenella ^ (Bogota) p. 667, Fig. 42, 43;
V\Y2X2, prodigiosa ^ (Illinois) p. 669, Fig. 44; Biapontia (n. g.,
mit Pirata nahe verwandt, aber unterste Augenreihe bedeutend breiter
als die mittlere; Area breiter als hoch.) Freiburgensis ^ (Brasilien)
p. 671, Fig. 45, 46, granadensis $ (Neu Granada) p. 673, Fig. 47,
uruguayensis 2. (Uruguay) p. 675, Fig. 48; Kochii (Uruguay); der-
selbe ebenda XXVII p. 614. Taf. XIV. Fig. 29-30.
Trochosa Heerii (s. Corrig. p. 204; Madera; cephalothorace aeque
longo ac tibia cum patella 4i paris, nigricanti-fusco, versus margines
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 337
late olivaceo-cinereo-pubescenti, vitta media lata clariore et pube densa
olivaceo-cinerea tecta notato, hac vitta in medio constricta, tum,
antice, lateribus rotundatis fortius dilatata, inter oculos producta;
palpis pedibusque fusco-testaceis, femoribus praesertim dense nigri-
canti-annulatis ; abdomine supra pube fusco-olivacea et nigricanti tecto
et variato, /\ olivaceo-luteo in medio ad marginem anticum, et pone id
Serie ex maculis triangulis et lineis transversis angulatis nigricanti-
bus antice olivaceo-luteo-marginatis formata secundum medium dorsi
ornato; ventre olivaceo-testaceo; vulva ex fovea constanti profunda,
septo sat angusto persecta, hoc septo postice in costam transversam
fortem dilatata; long. $ 13—15,5 mm) p. 166, ruricola Deg. var.
rustica p. 169, manicata (Algier; T. ruricolae Deg. valde quidem
affinis, distinguitur autem (saltem ^^) tibiis anticis supra ad maxi-
mam partem niveis, pictura sterni testacei, \l nigricanti notati etc.)
p. 170, Meinertii (Algier; ^ cum ^ T. cinereae(F.) similitudinem
quandam prae se fert; oculis parvis, serie ant. multo longiore quam
media, oc. ser, post. non majoribus quam mediis ser. anticae, clypeo
alto et colore cet. insignis); long. ^.12mm. p. 176, Thorell Des-
criptions etc. a. a. 0,
Lycosa sdbulonum (unter Moos und Steinen an trocknen Berg-
abhängen und in dürren Föhrenwäldern, immer nur auf Sandboden
(^ $) V' 191 Fig. 19, 20, lucorum (unter Moos und in Laubwäldern ;
^ 5) p. 193, Fig. 21, 22; L. Koch, Verzeichniss — Nürn-
berg — Arachniden etc.
Lycosa bernensis (Canton Bern, dunkelschwarz, schlank, lang-
beinig); Lebert a. a. 0. p. 290.
L. Ätropos p. 770, Taf. XVI. Fig. 34, coelestis p. 772, Fig. 35,
36; Pardosa asin<7em p. 775, Fig. 37, 38; Dolomedes ^t/7/'wreMS p, 778,
n. A. aus Japan; L. Koch, Verh, Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII;
L. sternalis (Boulder) p. 504, concinna (Kelso Cabin) p. 506, uncata
(Georgetown) p. 508, tristis (Idaho; Manitou) p. 510, (mclagatrix=)
dromaea (Am. Nat. 1878 p. 395, Denver) p. 512, {impavida =) tachy-
poda (Manitou) p. 513, iracunäa (Pike's Peak und Kelso Cabin;
nahe verwandt mit L. groenlandica Thor.) p. 515, sinistra (Gray's
Peak) p. 517; Thorell, Bull. U. S. Geol. Surv. III. 2; guttata (In-
hambane) p. 329, Taf. II. Fig. 1, Petersii (Mossambique) p. 330,
Fig. 3; Karsch, Monatsb, k. pr. Acad^ Wiss. Berlin. 1878; felina
(Azkhur) p. 50, Taf. I Fig. 6, ocellata (Baku) p. 52, Taf. II Fig. 1, 2,
cereipes (Kasp. Meer) p. 68, Fig. 6; L. Koch, Naturw. Beitr. z.
Kenntn. d. Kaukasusländer; oculata (Corsica) p. 239, pastoralis (Basses
Alpes) p. 251, alpicola (Isere) p. 263, soriculata p. 264, laciniosa
(Herault) p. 265, renidens (Seealpen) p. 275, filicata (Cantal) p. 277,
lacustris (Basses Alpes) p. 280, rohusta (Paris) p. 286, tomentosa
(Bouches-du-Rhone) p. 289, cxcellens (Spanien) p. 291, suhfasciata
(ibid.) p. 2d2, lutetiana (Paris) p. 293; E. Simon, Ar. d. Fr. III
338 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
und Bull. Ent. Fr. 1877 p. CHI; Martensn (Austral.) p. 812, sübrufa
(Vandiemensland) p. 813; Karsch, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III;
nesiotis (Amboina); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 209;
aquilonaris (Grönland); L. Koch, Zw. deutsche Nordpolfährt. II.
p. 400; Petiti (Congo); Simon, Bull. Soc. Zool. France. I. p. 217;
exculta (Sydney) p. 881 Taf. LXXYI. Fig. 1; Ovaria (K. G. Sound)
p. 883 Fig. 2, 3, aTbo-sparsa (Rockhampton) p. 886 Fig. A, candicans
p. 888, Fig. 5, 6, speciosa (Caigan) p. 890 T. LXXVII. Fig. 1, tristi-
cula (Sydney) p. 892, Fig. 2, pictiventris (Sydney, Rockh.) p. 899,
Fig. 4, 5, ornatula (Bowen) p. 902, Fig. 6, palahimda (Sydney) p. 906,
T. LXXVIII, Fig. 3, 4, semicincta (Rockh.) p. 908, Fig. 5, ramosa (?)
p. 910, Fig. 6, Clara p. 912, T. LXXIX, Fig. 1, scenica (Neu Seel.)
p. 915, Fig. 3, expolüa (Brisbane) p. 917, Fig. 5, hüaris (Neu Seel.)
p. 920, Fig. 6, und p. 979, T. LXXXV, Fig. 6, umbrata (ibid.)
p. 921, Fig. 7, crispipes (Bowen) p. 923, Fig. 8, T. LXXX. Fig. 1,
pruinosa (Sydney) p. 925, Fig. 2, festina (Rockhampton, Bowen, etc.)
p. 927, Fig, 3, 4, serrata (Sydney) p. 930, Fig. 5, 6, infensa (ibid.)
p. 932, Fig. 7, fallax (Bowen) p. 934, Fig. 8, egena (Cap York)
p. 935, Taf. XXXI, Fig. 2, Berenice (?) p. 937, Fig. 3, mornata
(Upolu) p. 938, Fig. 4, hostilis (Ovalau) p. 939, Fig. 5, pulvere-sparsa
(Rockhampton) p. 941, Fig. 6, laeta (Bowen etc.) p. 944, Fig. 7,
Taf. LXXXII, Fig. 1, senilis (Sydney) p. 946, Fig. 2, leucophaea
(Rockh.) p. 948, Fig. 3, flavisternis (Peak Downs) p. 950, Fig. 4, 5,
lacertosa (Adel.) p. 952, Fig. 6, ohscura (Sydney, Bowen), p. 954,
T. LXXXIII Fig. 1, Hasseltii (Peak Downs) p. 960, Fig. 5; alho-
guttulata (Bowen) p. 975, T. XXXV. Fig. 3, Brisbanae p. 975, Fig. 4,
naevia (Sydney) p. 978, Fig. 5; L. Koch, Ar. Austr.
On the Young of a Species of Lycosa; J. D. Putnam
in den Proc. Davenp. Ac. Nat. Sc. II. p. 23.
Dendrolycosa longitarsis (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 525.
Tarentula modesta (Blackhawk; nahe verwandt mit T. inquilina
(Gl.)) p. 520, scalaris (Garden of the Gods und Manitou Springs,
Colo.); p. 521, Thoreil, Bull. U. S. Geol. Surv. Vol. III. Nr. 2;
exasperans (Discovery Bay); Cambridge, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(4) XX. p. 283. PI. VIII. Fig. 7; Becheri (Antigua); Keyserling,
C. R. Ent. Belg. 1878 p. CCLII.
Phoneutria erythrochelis (Congo); Simon, Bull. Soc. Zool.
Fr. I. p. 222.
Pardosa torrentum (Hautes-Alpes) p. 313, palitans (Morbihan)
p. 326, fervida (Corsica) p. 336, strigillata (ibid.) p. 338, crihrata
(Herault) p. 342, femoralis (Hautes Alpes) p. 345, alveolata (Isere)
p. 346, luctinosa (Corsica) p. 347, pyrenaea, (Canigou), frigida (Basses
Alpes) p. 353; E. Simon, Ar. d. Fr. III; vicaria (Neu Seeland) p. 965,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 339
T. LXXXIV Fig. 3, versicolor (Sydney) p. 966 Fig. 4, L. Koch,
Ar. Austr.
Trochosa conspersa (Kandari); Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
p. 529; Moluccensis (Amboina); derselbe ebenda XIII. p, 206.
Trabea Australiensis (Shelleys Fiats) p. 908 Taf. IXXXIV.
Fig. 6, lineata (Sydney) p. 970 Fig. 7; L. Koch, Ar. Austr.
Aulonia micarioides (Bowen; Port Mackey); L. Koch, Ar.
Austr. p. 961 Taf. LXXXIII Fig. 6, LXXXIV. Fig. 1.
Amaurobiadae. Tit^noecsi nivalis (Alpen); E. Simon, Arachn.
Fr. I. p. 210.
Amaurobius Simoni (Uruguay) p. 585, Taf. XIV, Fig. 11 — 12,
Granadensis (Bogota) p. 587, Fig. 13; Titanoeca ohscura (Bogota)
p. 591, Fig. 15; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XVVII;
A. latebrosiis (Corsica) p. 224, Corsicus p. 232; E. Simon, Ar. d. Fr. I;
laminatus (Amboina); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 168.
Eresidae. Ref. fand das einfarbig schwarze Weibchen von
Eresus cinnabarinus auf, das eine sesshafte Lebensweise führt,
indem es ein röhrenförmiges Gewebe zwischen Pflanzen und Steinen
in der Erde anlegt. Demnach fällt auch der Hauptgrund, den man
für eine Verwandtschaft der Eresiden mit den Attiden geltend
gemacht hat, weg, da die Aehnlichkeit des Cephalothorax und der
Augenstellung nur eine scheinbare ist, alle übrigen Organsysteme
aber verschieden sind. Der Verfasser spricht die Ansicht aus, dass
die Eresiden am nächsten mit den Amaurobiiden verwandt seien.
Verh. Naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1877 p. 262 ff., Sitzber.
Niederrh. Ges. Naturw. u. Heilk. 1877. p. 94, 237.
E. Hüdehrandti (Zanzibar); Kar seh, GiebePs Zeitschr. (3. F.)
III. p. 319.
Dinopidae. Cambridge bespricht die systematische Stellung
dieser Familie und neigt sich der Ansicht zu, dass dieselbe mit den
Agaleniden verwandt sei. Ausser den Gattungen Dinopis und Menneus
Sim. (s. unten) enthält dieselbe eine dritte, Ävella n. g., wie die
beiden ersteren mit Cribellum und Calamistrum versehen, Tarsen
des ersten Beinpaares gegliedert (?,subdivided), Augen in 3 Reihen,
4, 2, 2, und nicht sehr in der Grösse verschieden. Die Art, A. despiciens,
stammt von Rockhampton; Proc. Zool. Soc. London. 1877. p. 573.
PI. LVII. Fig. 10.
Karsch will die Familie zu den Retitelarien bringen, Giebel's
Zeitschr. (3. F.) III. p. 331; mir scheint sie am ehesten in der Nähe
der Eresiden und Uloboriden ihren Platz zu finden.
ilfmwet(s(n. g.Dinopidi affine; differt divisione (meta-)tarsorum
primi paris) tetragnathoides (Congo)', Simon, Bull. Soc. Zool. France. I.
p. 218, 219.
Dinopis stibrufus (Bowen) p. 1039 T. XCI Fig. 2. ravidus
340 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
(Gayndali p. 1041 Fig. 3, unicolor (K. G. Sound) p. 1043 Fig. 4;
L. Koch, Ar. Austr.
Dinopis Schomburglci (Adelaide); Karsch, a. a. 0. p. 333.
Avella unifasciata (Sydney) p, 1085 T. XC. Fig. 6, angulata
(Rockhampton) p. 1037, T. XCI. Fig. 1; L. Koch, Ar. Austr.
Uloboridae. Uloborus pinnipes (Kandari); Thor eil, Ann. Mus.
Civ. Gen. X, p. 452; undulatus (Amboina); derselbe ebenda XIII.
p. 133.
Dictynidae. Dictyna similis (Uuruguay); Keyserling, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 589; borealis (Nord-Grönland, nahe
verwandt mit D. lamifera Thor.); Cambridge, Ann. a. Mag. Nat.
Eist. (4) XX, p. 278. PI. VIII. Fig. 1; vicina (Corsica) p. 192, scahra
(Vaucluse, Digne) p. 195, patula (Paris, Di eppe), p. 197; E. Simon,
Ar. d. Fr. I.
Lethia patula (Sussex), p. 108, albispiraculis (Isl. Portland),
p. 109, PI. XI. Fig. 1, Cambridge, Ann. a. Mag. Nat. Eist. 1878.1;
meridionalis (Corsica; Digne) p. 202, lucida (Eautes Alpes) p. 203;
E. Simon, Ar. d. Fr. I.; sexpustulata (Basses Pyrenees); derselbe;
Bull. Ent. Fr. 1878 p. XCVEI.
Hahniadae. Bahnia petröbia (Aube; Basses-Alpes) p. 132, Ono-
nidum (Eautes-Alpes) p. 135, propingua (Alpen) p. 138, helveola
(Aube; Nürnberg, England) p. 139, bressica (Aix) p. 141, Candida
(Basses-Alpes) p. 143, muscicola (Aube, Tirol) p. 144; E. Simon,
Ar. d. Fr. II.
Agalenidae. Cedicus (n. g., vonCaelotes wesentlich durch die
Spinnwarzen unterschieden) flavipes (Corsica; Syrien); E, Simon,
Ar. d. Fr. II. p. 48. PI. V Fig. 15.
Psechrus n. g. ; Type: Tegenaria argentata Dol.; Thor eil,
Ann. Mus. Civ. Gen. XIE. p. 172 ff.
Kar seh bespricht die systematische Stellung der Gattung
Tristichops Taczanowsky (= Cydippe Cambr., Cydrela Thor.), ohne
zu einem motivierten Resultat zu gelangen; er stellt sie aber mit
Cambridge zu den Agaleniden. Als neue Arten dieser Gattung werden
beschrieben Tr. aculeatus (Cap.) 779, approximatus (Walfisch Bay;
Eerero) p. 780; Giebel's Zeitschr. (3. F.) EI. p. 777. ff.
Centropelma bidens (N. S. Wales), nodata (Yandiemensland) ;
Karsch, Giebel's Zeitschr. (3. F.) EL p. 815.
Cybaeus maculatus (Bogota); Keyserling, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXYII. p. 592. Taf. XIV. Fig. 16.
Cicurina pellucida (Alpen) p. 23, impudica (Eochalpen) p. 24;
E. Simon, Ar. d. Fr. II, der auch Cryphoeca arietina Thor, in
diese Gattung zieht.
Caelotes insidiosm (Japan) p. 7öl Taf. XV. Fig. 13, luctuosus
p. 752 Fig. 14, exitialis (ibid.) p. 755 Fig. 17; L. Koch, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XX VE; pabulator (Alpen) p. 31, pastor (ibid.)
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 341
p. 38, Poweri (Meeralpen) p. 42, obesits (Pyrenaeen) p. 44, atramen-
tarius (Ariege) p. 46; E. Simon, Ar. d. Fr. IL
Tegenaria Maderiana (Madera; ceplialothorace longitudine
tibiam cum patella Imi paris aequanti ; cum abdomine palpis pedibusque
sordide testaeco-fusco, radiis utrinque 3 nigricantibus notato ; sterno
immaculato, fusco-testaceo ; ocul. ordinibus leviter procurvis, ocul.
4 mediis subaequalibus et paullo minoribus quam sunt oculi late-
rales; mamillarum superiorum art. 2do aeque saltem longo ac Imo;
Vulva ex area parva sub-rectangula constanti, utrinque costa parva
fusca leviter incurva definita; long. $ ad. 10 mm). p. 76; Malacensis
(Spanien; cephalothorace multo breviore quam patella cum tibia
4ti paris, sordide-testaceo, nigro marginato, parte thoracica maculis
utrinque 4 sub-cuneatis nigricantibus notata, parte vero cephalica
lineis 4 longitudinalibus , maculisque 2 nigricantibus postice;
pedibus sordide testaceis, femoribus subter nigricanti-maculatis ;
mamillarum superiorum art. 2do longiore quam Imo, parte tibiali
paiporum apice extus in procursum producto qui in latere exteriore
dentem fortem retro et foras directum emittit; long. ^ ad. 6 mm.)
p. 80; Thor eil, Descriptions etc a. a. 0.
T. heteropalpa (Ober- Wallis ; T. domestica ähnlich, verschieden
durch die Tasterbildung der Männchen; das „Schiffchen" schmäler
und länger u. s. w.) p. 209, Fig. 41; Agalena Mengei (Bremgarten
im Aargau; nur das Weibchen bekannt) p. 211; Lebert a. a. 0.
T. modesta (Uruguay) p. 594, Taf. XIV. Fig. 17—18, bidentata (Neu-
Granada) p. 597. Fig. 19; Keyserling; Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXVII; detestabiUs (Dobbin-Bay ; = T. Derhamii?); Cambridge,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 275; urbana (Paris) p. 67, fon-
tium (Digne) p. 79, duelUca (Pyrenaeen) p. 83, larva (Besangen) p. 86,
palUdula (Vyrejia.een) T^. 95, ca^ra (Alpen) p. 97, ericarum (Pyrenaeen;
Corsica) p. 98, pusilla (Paris) p. 101, perita (Pyrenaeen) p. 102,
debilis (Monaco) p. 105; E. Simon, Ar. d. Fr. IJ.
Agalena americana (Nordamerica) ; Keyserling, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXVII. p. 599, Taf. XIV. Fig. 20—21; opulenta
(Japan), L. Koch, ebenda p. 757. Taf. XV. Fig. 20; livida (Spanien,
Syrien); E. Simon, Ar. d. Fr. II. p. 112.
Histopona (?) anthracina aus der Braunkohle von Rott;
Bertkau, Verh. Naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf. 1878 p. 351, Taf. V.
Fig. 5.
Textrix pinicola Corsica) p. 118, albo-signata (ibid.) p. 127;
E. Simon, Ar. d. Fr. II; Violantis (Caprera); Pavesi, Ann. Mus.
Civ. Gen. XI. p. 344.
Hersiliadae. Hersilia iifiMe&ranc?** (Zanzibar) ; Karsch, Giebel's
Zeitschr. (3. F.) III. p. 312, Celebensis (Macassar und Kandari);
Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 472.
Argyronetidae. ßertkau zeigt, dass der von v. Heyden als
342 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Argyroneta antiqua bezeichnete Rest aus der Braunkohle von
Rott, auf den Thorell die Gattung Elvina gegründet hat, in der
That zu Argyroneta gehört und eine mit unserer lebenden A. aquatica
nahe verwandte Art darstellt; Yerh. Naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf.
1878. p. 352 £f., Tat. V. Fig. 1.
Micryphantidae. Erigone muscorum (Verney, Schweiz; 1000
Met. Höhe; nur die Männchen bekannt) p. 193, Fig. 36, hruneo-
nigra (Chur, 600 Met. Höhe) p. 194, Kochii (nur Männchen, Lau-
sanne) p. 195; Lebert a. a. 0.; E. montevidensis (Montevideo);
Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXVH. p. 582, Taf. XIV.
Fig. 9 — 10; E. cacuminum (Gray's Peak) p. 482, strabo (Arapaho
Peak; in der Augenstellung einen Uebergang zu Pholcomma zeigend)
p. 483; Thorell, Bull. U. S. Geol. Surv. Vol. KI Nr. 2; E. penessa
(Polaris Bay); derselbe Amer. Natur. 1878. p. 394; (Walckenaera)
atro-tibialis (Bloxworth, Engl.); Cambridge Ann. a. Mag. Nat.
Hist. 1878 Lp. 116 PI. XL Fig. 3; Whymperi (Nord Grönland) p. 276
Fig. 2, provocans p. 279, Fig. 5, vexatrix (Discovery Bay) p. 280
Fig. 6; derselbe ebenda 1877 (4) XX. PI. VlIL
E. (?) Bechenii ^ aus der Braunkohle von Rott; Bertkau,
Verh. Naturh. Ver. preass. Rheinl. und Westf. 1878, p. 351, Taf. V,
Fig. 3, 3a.
Urocteidae. Uroctea compactiUs (Japan); L.Koch, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXVII, p. 749 Taf. XV. Fig. 11.
(Enyo'idae =) Zodario'idae. Kar seh macht in etwas weit-
schweifiger Weise darauf aufmerksam, dass der Gattungsname Enyo
(Audouinl825 — 27) bereits von Hübner (1816) an eine Schmetter-
lingsgattung vergeben gewesen sei ; da Zodarium Thor, synonym
mit Enyo ist, so hat dieser Name für Enyo einzutreten und muss
vorstehende Familie fortan Zodario'idae heissen. Mitth. Münch.
1878. p. 95 ff.
Ceto n. g. für Selamia unicolor p. 238; (Enyo timida =) Zo-
darium timid'imi (Digne) p. 49, fulvo-nigr{a =)um (Meer Alp.)
p. 251; Simon, Ar. d. Fr. L
Scytodidae. Keyserling macht in den Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXVII. p. 205 f. bei Hervorhebung der Unterschiede zwischen
Pholciden und Scytodiden auf einen zwischen den beiden unteren
Spinnwarzen befindlichen „konischen Körper", aufmerksam, der bei
Scytodes stumpf, bei Loxosceles spitz ist und corpus intermammillare
genannt wird. (Ist jedenfalls Menge's Hypopygium etc.; Ref.).
Neue Arten sind Scytodes vittata p. 212, Taf. VII. Fig. 4
(Bogota); Loxosceles lutea (ibid.) p. 216.
Pholcidae. Thorell spricht gelegentlich der erneuten Be-
schreibung seines Pholcus Ponticus (s. d. Ber. 1876 p. 295 (87))
die Ansicht aus, dass bei den J" der Pholciden der bulbus genitalis
mit dem Ende des Tarsalgliedes des Palpus artikuliere, nicht an
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 343
dessen Unterseite angebracht sei, in derselben Weise, wie die Glieder
der Beine mit einander artikulieren. (Soweit ich die Pholciden kenne,
Ph. opil., phalang.) ist diese Anschauung auf eine falsche Zählung
der Glieder des Palpus zurückzuführen; das stark eiförmig ange-
schwollene Tasterglied von Ph. opilionoides z. B. ist das 4te; das 5te
ist nun allerdings sehr abweichend gestaltet, nämlich in seinem End-
theile abgeflacht und nicht wie gewöhnlich zugespitzt, sondern breit
abgestutzt ; der eigentliche bulbus findet sich aber an der Unterseite
dieses Endgliedes, und zwar nahe an dessen Basis entspringend.
Referent.)
Derselbe erwähnt (bereits 1877) die auch vom Ref. 1878,
d. Arch. I. p. 398 beschriebene) secundäre Gliederung an dem letzten
Fussgliede von Pholcus (puUulus (Hentz) ; Ref. machte die Beobach-
tung an Ph. opilionoides); Bull. U. S. Geol. Surv. Terr. Vol. III.
Nr. 2. p. 88.
Cambridge beschreibt die Art und Weise, wie sich Ph.
(opilionoides) seiner Beute bemächtigt; Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878,
I. p. 114.
Ph. annuUpes (Bogota) p. 206, Taf. VIII. Fig. 1, gibbosus (ibid.)
p. 208, Fig. 2; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXVII.
Ph. Margarita (Rangoon, Burmah); Workman, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 451, PI. XVIII. Fig. 1; die Abbildung ist
aber sehr roh und wenig instruktiv; V- notatus (Amboina); Thorell,
Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 163.
Rhomphaea anguUpälpis (Kandari); Thorell, Ann. Mus. Giv.
Gen. X. p. 469.
Theridiodea. Euryopis aeneocincta (Bassilan); Simon, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1877. p. 84.
Linyphia maura (Algier; ceph., palp., pedibusque testaceis,
abd. nigro, antice, supra et in lateribus albo, nigro - reticulato,
postice ordinibus 3 macularum albarum notato, quarum media se-
cunda triangula est, duae mediae sequentes formam linearum angu-
latarum in medio abruptarum assumunt, posteriore earum utrinque
deorsum producta et areara supra anum semi-circulatam limitanti;
long. ^ juv. 2,25 mm) p. 18; Theridium Sisyphium var. foUiferum
(Spanien; cephalothorace, sterno, partibus oris pedibusque luteo-te-
staceis, cephalothoracis margine modo iingustissimo nigro, abdomine
testaceo, dorso area maxima albicanti, in lateribus profunde incisa
occupato, hac area alteram foliatam, lanceolato-ovatam, maculis nigris
defmitam, usque ad anum extensam includenti; long. $ ad. 4, 25mm.)
p. 49, (formosum var. ?) simulans (Lausitz; ad colorem multo magis
cum Th. tepidariorum quam cum formis ordinariis Th. formosi con-
venit, cum hoc autem forma et magnitudine corporis ut et longi-
tudine pedum ; long. $ ad. 5,25 mm) p. 55; Lithyphantes nobilis
(Madera; L. Paykulliano valde affinis) p. 6o, ephippiatus (Aegyptenj
344 Bert kau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
ferrugineo-vel nigro-fuscus, palpis pedibusque luteo-fuscis, femoribus
obscurioribus; abdom. dorso albicanti, maculis 10 nigris in ordines
duos longitudinales subparallelos dispositis notato; ventre nigro-
fusco, vitta media longitudinali albicanti, in maculas duas interdum
abrupta; pedibus 4ti paris longioribus quam Imi; long. $ ad. 5,75 mm)
p. 63, moerens (Algier; niger vel nigro-piceus, pedibus luteo-fuscis,
piceo-annulatis, basi late piceis; abd. nigro, ordinibus 3 longitudina-
libus macularum albarum vel flaventium ornato: uno in utroque
latere, magis supra, ex trinis maculis formato, ordine 3io in dorso,
ante medium ejus exorienti et versus anum ducto, hoc ord. interdum
plus minus deleto; ventre vitta media longitudinali ejusdem coloris
aut integra aut abrupta aut postice abbreviata notato; pedibus Imi
et 4ti paris subaequalibus ; long. $ ad. 5mm). p. 64, Thoreil,
Descriptions etc. a. a. 0.
L. orophüa (Gray's Peak, Colorado); derselbe, Bull. ü. Geol.
Surv. Vol. III. Nr. 2 p. 480.
Theridium gemmosum (auf Wasserpflanzen in Gräben dunkler
Waldpartieen bei Nürnberg; Cocon kugelig, an langem Faden herab-
hängend) p. 181, Fig. 2,6,7,8, p er subtile c^ i^. 182 Fig. 5; L. Koch,
Verzeichn. der bei Nürnberg beobachteten Arachniden etc.
(= mystaceum p. 139?); Th. carolinum (Charles Isl., Galap.,
Hinterleib oben schwarz mit einem weissen Mittelband und 3 con-
vergierenden Seitenstreifen, das Mittelband nicht erreichen); A. G.
Butler, Proc. Zool. Soc. London 1877 p. 75. PI. XIII. Fig. 3.
Linyphia exornata p. 746 Taf. XV. Fig. 10; Ero foUata p. 748;
n. A. aus Japan; L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXVII.
L. (?) incerta (Bloxworth, Engl.); Cambridge, Ann. a. Mag.
Nat. Eist. 1878 L p. 117, PI. XI. Fig. 2; turiatrix (Nord-Grönland);
derselbe, ebenda 1877 (4) XX. p. 281.
L. Bottensis, ÄndraeisLns der Braunkohle von Rott; Bertkau,
Verh. Naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1878 p. 349; Taf. V.
Fig. 2 und 6.
Bathyphantes graciUs ^ (Jura, 1720 Met. Höhe ; dem ^ von
Linyphia tenebricola Thor, ähnlich, aber ohne „den charakteristischen,
einem länglichen Tannenzapfen ähnlichen Anhang der Tasterpatella)
p. 161, Charpentieri (beide Geschlechter im Inneren der Salzberg-
werke von Bex, dem B. brevipalpus Menge nahestehend, aber um
die Hälfte kleiner) p. 163, Fig. 29—85; Euryopis microthorax (Genf)
p. 185; Lebert a. a. 0.
Im normalen Falle verfertigt Episinus truncatus ein ähn-
liches, an einem starken Seile von einem Steine etc. herabhängendes
Eiersäckchen wie Ero, und mit dieser Gattung unter den Theridiiden
steht daher Episinus in näherer Verwandtschaft. Menge a. a. 0.
p. 501.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 345
Eißismua macuUpes (Calabrien); Ca van na, Bull. Sog. Ent. Ital.
VIII. p. 288.
Phoroncidia aciciüata (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 455; aurata (Madagascar) ; Cambridge, Ann. N. H. XIX
p. 31, PI. VII Fig. 9.
Argyrodes tenuis und var. infumatus p. 457, fracjilis p. 460
(Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X, Ämboinensis p. 141,
inguinalis p. 149, (tenuis Thor, var-.?) infumatus p. 150, delicatulus
p. 151; derselbe ebenda XIII; tripimctatus (Bassilan); Simon,
Ann. Sog. Ent. Fr. 1877 p. 86. PI. III. Fig. 15.
h2iirodecius apicalis (Charles Isl., Galap.); A.G.Butler, Proc.
Zool. Sog. London 1877, p. 76. PI. XIII. Fig. 5.
Ueber Latrodectus tredecimguttatus Rossi, der von Zabrus
piger lebt, die Wirkung seines Bisses u. s. w. s. Telesphore in
Pet. Nouv. II. p. 265 f. und Simon, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XXIII;
in den Cocons dieser Art schmarotzt Pimpla angens Grav.; ebenda
p. XXXIX.
L. Curagaviensis hängt seinen Cocon an einem kegel- oder regen-
schirmförmigen Gespinnst auf; van Hasselt, Tijdschr. Ent. XXII.
Versl. p. XVI.
Steatoda pusulosa (Uruguay); Keyserling, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXVII. p. 579, Taf. XIV. Fig. 7— 8; S.distincta (Manitou,
Colo.); Thorell, Bull. ü. S. Geol. Surv. Vol. III. Nr. 2. p. 485.
Theridium TJialia (Rangoon, Burmah); Work man, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 452, PI. XVIII. Fig. 2; albipes (Tuaspe);
L. KoGh, Naturw. Beitr. z. Kenntn. d. Kaukasusländer p. 69; ziclc-
zack (Zanzibar); Kar seh, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 311,
amoenum (Kandari) p. 463, Simplex (ibid.) p. 466, atratum (ibid.)
p. 467; Thorell, Ann. Mus. Civ. Gen. X, inquinatmn (Amboina);
derselbe ebenda XIII. p. 155; camurum (Bassilan); Simon, Ann.
Sog. Ent. Fr. 1877, p. 85.
Pachygnathidae. Thorell beschreibt in ausführlicher Weise
Tetragnatha elongata Walck. (grallator Hentz) sammt meh-
reren Varietäten; Bull. U. S. Geol. Surv. Terr. Vol. III, Nr. 2,
p. 467 ff.
Tetragnatha praedonia (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXVII. p. 744. Taf. XV. Fig. 6.
T. linyphioides (Inhambane); Kar seh, Monatsb. k. pr. Acad.
Wiss. Berlin 1878 p. 317, T. I, Fig. 2; ejucunda (Corsica); E. Simon,
Ar. d. Fr. I. p. 160; latifrons p. 434, pulchella p. 438, leptognatha
p. 441, anguiUa p. 443 (Kandari); Thorell, Ann. Mus. Civ. Gen. X;
trichodes ('Amboina) p. 115; derselbe ebenda XIII; minatoria (Ma-
nilla); Simon, Ann. Sog. Ent. Fr. 1877, p. 83', peruviana (Lima etc.)
p. 142 PI. I. Fig. 1, andina (Amable Maria) p. 144, Fig. 2; Taeza-
nowsky, H. E. R. XIV.
346 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Epeiridae. Acroaspis (n. g. inter Cyrtarachne et Epeira) oh-
rina (Swan River); Kar seh, Giebel's Zeitschr. (3, F.) III. p. 807.
Biinocrania n. g, inter Gasteracanthas, Paraplectanas et
Epeiras intermedium ; Type: B. hiloha (Amboina); Thor eil, Ann.
Mus. Civ. Gen. XIII. p. 24 ff. In dieselbe Gattung gehört Cyrtophora
cephalotes Sim.; s. u. p. 348 (180).
Dema (n. g., neben Demas Lepid. wohl nicht haltbar) Sim-
plex (N. S. Wales); Kar seh, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 801.
Larinia (n. g., für Epeira lineata Luc. und) Dufouri (Pro-
vence); E, Simon, Ar. d. Fr. I. p. 116.
Herennia n. g., Type: Epeira multipunetaDolesch.; Thor eil,
Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 370.
Daturina n. g. Epeirin. ; . . . abd. spinis acuminatis supra
et in lateribus armatum, foveis magnis ocelliformibus carens; Type:
D. hystrix ("Caffrarien) ; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. IX. p. 302 ff.
Bradley stellt a. a. 0. die neuen Gattungen Gerrosoma
p. 220 und Bhyncharachne p. 240 auf, die mit Poltys identisch
zu sein scheinen ; die Arten sind G. papense (!) p. 223, PI. II Fig. 2
und Rh. dromodaria (!) p. 241, Fig. 3, genannt.
Paraplectana maritata (Ceylon) Fig. 7, p. 82, decora (Rio
Grande, Südam.) Fig. 8, -p. 34, Koclni (Cap York) Fig. 10, p. 35;
Augusta (n. g. Arcyd. ; Hinterleib von einem breiten, dreieckigen,
flachen Schilde bedeckt) papilionacea (Madagasear) Fig. 6, p. 37;
0. P. Cambridge, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX PI. VIL
Meta Uanda (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVIL p. 743, Taf. XV Fig. 5; BaUi (Natal); Karsch, Giebel's
Zeitschr. (3. F.) III. p. 771; /as^wosa fKandari) p. 413, elegans {ihid.)
p. 416, auro-cincta (ihid.) p. 418, ventralis (ibid.) p. 423, striata (ibid.
und Amboina) p. 427, pumila (Kandari) p. 429, fusiformis p. 431, soror
p. 433; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X; longula p. 94, pusilla
p. 97, pilatrix^. 99, cavernicola p. 102 (Amboina); derselbe ebenda
XIII; monogrammata (Queensland); Butler, Cist. Ent. I.p. 352. PI. X.
Fig. 3; striatipes (Neu-Gumea) Bradley, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
1. p. 148, Fig. 8; fastigata PI. III. Fig. 10, p. 79, 13-guttata p. 80
(Bassilan); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877.
Cereidia versieolor $ (Madagasear und Montevideo (?)); Key-
serling, Verh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien. XXVII. p. 86, Taf. III.
Fig. 2.
Epeira cornuta var. lurida (Krim)', p. 9, F-wof ata (Nordafrica)
p. 10; Thorell, Descriptions etc. a. a. 0., Codksonii (Charles
Isl. und Albemarle Isl., Galap.) ; A. G. Butler, Proc. Zool. Soc.
London. 1877. p. 76. PI. XIII. Fig. 2, montevidensis (Montevideo);
Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVH. p. 571, Taf.
XIV. 1—2, semi-nigra (Japan) p. 737, ventricosa (ibid.) p. 739,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 347
Taf. XV, Fig. 2, opima (ibid.) p. 740, Fig. 3; L. Koch, ebenda;
aculeata (Gray's Peak, von E. ceropegia namentlich durch die
Epigyne unterschieden); J. H. Emerton, Bull. U. S. Geol. Surv.
Vol. III. Nr. 2. p. 528; Petersii (Quellimane); Kar seh, Monatsb.
kgl. pr. Acad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 320, Taf. IL Fig. 2; stig-
matisata (Siam); derselbe Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 826;
Walesiana (N. S. Wales) p. S06,pia (ibid.) p. 806; derselbe ebenda;
Kandarensis (Kandari) p. 342, Pfeifferae (ibid.) p. 375, ferruginea
(ibid.) p. 378, decens (Macassar) p. 379, vatia (Kand.) p. 382, pullata
(ibid. und Macassar) p. 385, pilula (Kandari und Amboina) p. 388,
Enyoides (Kandari) p. 396, acropyga (Kandari) p. 398, oxynra (ibid.)
p. 400, macrura (ibid.) p. 402, myura (ibid.) p. 406, longicauda (ibid.)
p. 408; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X; sälebrosa p. 48, goniaea
p. 51, flavisternis p. 61, Beccarii p. 65, postüena p. 70, camelcdes
p. 78, thelura p. 84 (alle von Amboina); derselbe ebenda XIII;
Macleayi p. 145, Fig. 5, Mastersi p. 146, Fig. 6, caudata p. 147 (von
Neu Guinea); Bradley a. a. 0.; feZma (Queensland); Butler, Cist.
Ent. I. p. 351. PI. X. Fig. 2; Bysantina (Constantinopel); Pavesi,
a. a. 0. p. 12 (Sep); striatipes p. 76, nox, Laglaisei p. 77, porcula
p. 78, PI. III. Fig. 7 (von den Philippinen); Simon, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877 ; rhodomelas p. 147, PI. I. Fig. 3, adiantoides p. 148, Fig. 4,
peruviana p. 150, Fig. 5, nigriventris p. 151, Fig. 6, abunda p. 152,
Fig. 7, viridipes p. 155, Fig. 8, coroniger a p. 157, Fig. 9, velutina
p. 159, Fig. 10, smaragdinea p. 161, PL II, Fig. 12, trilineata p. 162,
Fig. 13, carminea p. 163, Fig. 14, hirtipes p. 164, Fig. 15, punctipes
p. 166, Fig. 16, nigropunctata p. 167, Fig. 17, Mcornuta p. 168, Fig. 18,
elegantissima p. 170, Fig. 19, (die folgenden scheinen zu Cyclosa oder
Cyrtophora zu gehören) cylindrica p. 171, Fig. 20, 21, fusiformis
p. 173, Fig. 22, aus verschiedenen Gegenden Perus, zumeist von Ama-
ble Maria; Taczanowsky, H. E. R. XIV.
Epeira Troschelii aus der Braunkohle von Rott; Bertkau,
Verh. Naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1878. p. 348, Taf. V.
Fig. 4.
Cambridge beschreibt und bildet ab eine Varietät von Zilla
acalypha; Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878 I. p. 119, PI. XL Fig. 4.
Zilla Bösenbergii (Uruguay) p. 575. Taf. XIV. Fig. 4—5, Bogen-
Jioferi (Brasilien) p. 578, Fig. 6; Keyserling, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVIL
Arachnura digitata (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen.
X. p. 410.
Argiope Brownii (Duke-of-York Isl .) ; 0. P., Cambridge, Proc.
Zool. Soc. London. 1877. p. 284; A. amoena (Japan); L. Koch,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVIL p. 735. Taf. XV. Fig. 1, chlareis
(Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 368; verecunda {km-
boina); derselbe ebenda XIII. p. 35; vd>ridbilis (Neu Guinea) p. 141,
Archiv für Naturg. XXXXTV. Jahrg. 2. Bd. X
348 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Fig. 3, lunata (Torres Str.) p. 143, Fig. 4; Bradley, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales I; intricata (Bassilan); Simon, Ann. Soe. Ent.
Fr. 1877. p. 75.
Nephila clavata (Japan); L, Koch, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 741. Taf. XV. Fig. 4; Wallacei (Kandari) p. 449,
Piepersii (Macassar) p. 451; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X; Baeri
(Manilla); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 82.
Nephilengys borbonica (Vins.) var. mossambicensis; Kar seh,
Monatsb. k. pr. Acad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 319 Taf.I. Fig. 3.
Die Art ist nach Simon gleich Epeira Azzara Walck., Nephilengys
genualis Gerst. synonym mit N. diadela Wdlckr.; Bull. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. CLXVIII.
Cyrtophora Peiersn (Quer imba) ; Kar seh, Monatsb. kgl. pr, Ac.
Wissensch. Berlin. 1878. p. 321. Taf. IL Fig. 4; cephalotes (Bassi-
lan); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 73. PI. III. Fig. 8.
Cyclosa dives p. 71, melanura p. 72 (Bassilan) ; Simon, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1877.
C. caudata L. Koch — C. Sierrae Sim. (d. Ber. 1876 p. 297,
298 (89, 90)); Simon, Bull. Ent. Fr. 1877 p. CXLIV.
Singa Zo>^</^caMC?a (Peru) ; Taczanowsky, H. E. K XIV. p. 145.
Cyrtarachne longipes (Westafrica) p. 559, PI. LVI. Fig. 1, fur-
cata (Paramatta, Austr.) p. 560, Fig. 2, Hohsoni (Bombay; Ceylon)
p. 562, Fig. 3; 0. P. Cambridge, Proc. Zool. Soc. London. 1877;
laevis (Kandari); Thoreil, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 361.
Gasteracantha Petersii (Inhambane); Karsch, Monatb. kgl.
pr. Acad. Wissensch. Berlin 1878. p. 322. Taf. I. Fig. 6; Caerostris
rugosa (ibid.) p. 323, Fig. 8, Petersii (ibid.) p. 324, Fig. 7; derselbe
ebenda; Gasteracantha Becearii (Kandari) p. 347, Butleri (ibid.)
p. 350; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. X; crucifera (Neu Guinea);
Bradley, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales. I. p. 138, Fig. 1; scoparia
(Laguna) p. 68, PI. III. Fig. 1, recurva (Manilla) p. 70, Fig. 2;
Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; (Doleschalli = G. praetextata Dol.
nee Wlckr.), pseudoßava (Gilolo) p. 228, circumnotata p. 229, Doriae
(Sarawak) p. 232, silvestris p. 234, allegata p. 235, Gambeyi p. 236
(Neu Caledonien); derselbe ebenda.
Isacantha Hildehrandti (Zanzibar); Karsch, Giebel's Zeitschr.
(3. F.) III. p. 313.
Paraplectana depressa (Kandari) p. 354, picta (ibid. und Am-
boina) p. 356, villosa (Kandari) p. 359; Thor eil, Ann. Mus. Civ.
Gen. X; peltoides (Amboina) p. 21; derselbe ebenda XIII.
Stanneoclavis Studeri (Neu-Hannover) ; Karsch, Giebel's
Zeitschr. (3. F.) IIL p. 799.
Tholia nasalis (Queensland); Butler, Cist. Ent. I. p. 349
PI. X. Fig. 4, 5; Mac Leayi (Palm Jsl.); Bradley a. a. 0. p. 140
Fig. 2.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 349
Caerostris avernalis (Madagascar) ; Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 799 nebst Holzschnitt.
Aranoethra Ungari {Accra.); Kar seh, Giebel's Zeitschr. (3. F.)
III. p. 322.
Actinacantha macülata (Australien) ; K a r s ch, Giebel's Zeitschr.
(3. F.) III. p. 800.
Opiliones.
Mit diesem Namen bezeichnet Thor eil in den Ann. Mus.
Civ. Gen. VIII. p. 463 ff. die alte Ordnung der Phalangiiden, und
versucht eine neue Klassifikation der europäischen Glieder derselben,
Sect. 1. Palpatores.
1. Farn. Phalangioidae mit den Gattungen Egaenus, Odius
(Type: Opilio hystrix), Acantholophus, Lacinius (Type: horridus
Pz.), Aegabunus, Platylophus, Diahunus (Type: D. oedipus von
Persien p. 473), Phalangium (Type: Op. parietinus), Mit opus (Type:
morio F. = Ph. urnigerum Meade), Prosalpia, Liobunum, Astro-
hunus (= Hoplites L, Koch; Type: A. argentatus L. Koch), Sclerosoma.
2. Farn. Nemastomoidae mit den Gattungen (Subf. Nema-
stomini) Ischyropsalis, Nemastoma, Dicranolasma, (Subf. Trogulini)
Anelasma, Trogulus.
3. Fam. Cyphophthalmoidae mit den Gattungen Stylo-
cellus Westw. = Cyphophthalmus Jos., Pettalus (Type: C. cimi-
ciformis Cambr.).
Sect. II. Laniatores.
1. Fam. Gonyleptoidae mit der einzigen europäischen Gattung
Scotolemon. (Die 2. Fam. der Cosmetoidae ist in der europäischen
Fauna nicht vertreten.)
Farwick stellt ein Verzeichniss Westfälischer Phalangiden
zusammen; Corrbl. (2) Naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1877.
p. 56 f.
T. Thoreil liefert die Descrizione di alcune specie di
Opilioni dell' Arcipelago Maleseetc; Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
p. 111 ff. In der Eialeitung macht der Verfasser auf die verhält-
nissmässige Armuth an Afterspinnen aufmerksam, die dem südlichen
Asien u. s. w. gegenüber Südamerika eigenthümlich ist. Einschliess-
lich der 8 als neu beschriebenen Arten sind von Südasien nebst In-
seln erst 19 Arten bekannt.
Palpatores. Thoreil führt für den (präoccupierten) Gattungs-
namen Acanthonotus Koch Syleus ein und stellt ferner die neuen
Gattungen auf : Zaleptus (Type derselben ist Z. tricJwpus (Borneo))
und Hexomma; Type: H. vulcanicum Dol. Ann. Mus. Civ. Gen.
IX. p. 112 und 115. Weitere neue Arten sind Gagrella Alhertisn
(Neu Guinea) p. 119 und Doleschällü (ibid.) p. 121.
350 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Sclerogaster n. g.; Type: ^. pusillus (Calahrien); Cavanna,
Bull. Soc. Ent. It. VIII. p. 89.
Psathyropus (n. g.; von Leiobunum durch die zahnlose Klaue
der Palpen, den ganz anders gestalteten Maxillarfortsatz am 2. Bein-
paare und das Fehlen falscher Gelenke an den Tibien leicht zu unter-
scheiden) tenuipes (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVII. p. 785.
Gagrella inermis p. 95, elegans PI. 3. Fig. 14, obscura p. 96
(Manilla); Simon, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877.
Egaenus gulosus (Ukraine); Simon, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. CCXXIII.
Acantholophus longisetus (Florenz); Thor eil, Ann. Mus. Civ.
Gen. VIII. p. 470; duriusculus {Gihr2i\ia.r) p. CCXKl, angulif er {Orsm),
Seoanei (Ferrol) p. CCXXII; Simon, C. R. Ent. Belg. 1878.
Opilio decoratus (Japan); L. Koch, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 784; punctipes (Sardarabad) p. 63, lepidus p. 65;
derslbe, Naturw. Beitr. z. Kenntn. d. Kaukasusl., discolor (Teita;
unter dem Gattungsnamen Phalangium, den der Autor an Stelle von
Opilio C. L. Koch einführen möchte; wie es scheint, ohne von der
bereits durch Thor eil vollzogenen Aenderung Kenntniss zuhaben);
Kar seh, Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 320; (Phalangium) ejucun-
dum p. 475, liyrcanum p. 477 (Persien), Gestroi (Sardinien) p. 479,
nicaeense (Ligurien) p. 481, ferrugineum (Ivi^a) p. 483, Canestrinn
(Italien) p. 485; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. VIII.
Dasylobus serrifer (Algier) p. CCXVIII, nigricoxis (ibid.), ere-
mita (Libanon) p. CCXIX; Simon, C. R. Ent. Belg. 1878.
Mitopus hiceps (Idaho, Color.); Thor eil. Bull. ü. S. Geol. Surv.
Vol. in. Nr. 2. p. 525.
Prosalpia Martini (Portugal); Simon, C. R. Ent. Belg.
p. CCXVII.
hiohnnxim gracile p. 496, laeve p. 497 (Schweden); Thor eil,
Ann. Mus. Civ. Gen. VIII; coccineum (Algier) p. CCXV, cupreum
(Marocco) p. CCXVI, seriatum (Kleinasien) p. CCXVII; Simon, C.
R. Ent. Belg. 1878.
Platybunus placidus {^ipQ,men7); Simon, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. ccxx.
Ästrobunus (n. g. s. oben) Kochi (Italien); Thoreil, Ann.
Mus. Civ. Gen. VIII. p. 499.
Sclerosoraa sardum (Sardinien) p. 501, Meadii (Oesterreich)
p. 503; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. VIIL
Homolenotus (! der richtig gebildete Name schon bei einem
fossilen Crustaceen-genus vergeben; ob die Art zur Gattung Sclero-
soma zustellen ist, kann ich nicht sagen) sicawMS (Palermo); Pavesi,
Ann. Mus. Civ. Gen. VIII. p. 449.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 351
Ischyropsalis Hellwigii in Westfalen (bei Münster) ge-
funden. Jahresber. Zool. Section. Westf. Prov. Ver. für 1877—78,
p. 10.
Nemastoma troglodytes (Höhle am Salzsee in Utah); Packard,
Bull. ü. S. Geol. Surv. IIL p. 160 Fig. 5.
Anelasma Sörenseni (mit A. lycosinum Sör. sehr verwandt,
merklich grösser (3 mm) und durch die Längenverhältnisse der Beine :
4. 2. 3. 1 (gegen 2. 4.3. 1 bei lycosinum) unterschieden); L. Koch,
Verzeichniss ... bei Nürnberg . . . Arachniden etc. p. 195.
Dicranolasma Soerenseni (Ligurien) p. 505, cristattim (Italien)
p. 506; Thor eil, Ann. Mus. Civ. Gen. VIII.
Laniatores. Mermems n. g. Phalangodonti Gerv. et Scotolemoni
Luc. proximum, palpis gracilibus et brevibus praecipue distinctum
p. 123 ; Type : M. Beccarii (Java) p. 124 ; Epeäanus n. g. Mermero,
Phalangodonti et Scotolemoni proximum, spina tuberculi oculorum
distinctum, p. 127; Type: E. picUis (Borneo) p. 128; weitere neue
Arten sind E. Javanus p. 131, lutescens (Borneo) p. 138; Thoreil,
Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
Scotolemon Doriae (Rom); Pavesi, Ann. Mus. Civ. Gen. XII.
p. 565.
Sc. robustum (Utah); Packard, Bull. ü. S. Geol. Surv. Terr.
ni. p. 164 Fig. 8 (die Figur macht es übrigens zweifelhaft, ob die
Art zur Gattung Scotolemon und den Gonyleptiden überhaupt gehört.)
Pachylus Bittleri (Argentinien); Thor eil, Period. Zool. t. IL
H. Weijenbergh. On two n. sp. of the Genus Pachylus
Koch from the Argentine Republic; Proc. Bost. Soc. Nat. Hist.XIX
p. 316 ff.
Oncopus n. g. Cosmetoid. und Typus einer neuen ünterfamilie
Oncopodinae; Type: 0. Doriae (Borneo); Thor eil, Ann. Mus.
Civ. Gen. IX. p. 134 ff.
Zacheus africanus (Quellimane) ; Kar seh, Monatsb. k. pr. Ac.
Wiss. Berlin 1878 p. 333. Taf. 2, Fig. 5.
Chernetina.
üeber die Rückbildung v^n Sehorganen bei den
Arachniden. Von Ant. Stecker. Morph. Jahrb. IV. p. 279 ff.,
Taf. XVI. Stecker zeigt, dass bei einigen (30— 35o/<') Exemplaren
des für blind ausgegebenen Chernes ciraicoides die Stirn an 2 Stellen
kleine helle Flecken aufzuweisen hat, die genau da liegen, wo bei
Chelifer sich die Augen befinden. Bei Chernes können diese Stellen
aber nicht als Augen fungiren, da zwar ein Sehnerv an sie herantritt ,
dieser aber keine specifischen Endapparate enhält. Bei den Exem-
plaren, denen die hellen Flecken fehlen, ist auch der n. opt. und
352 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
das gangl. opt. geschwunden. Dieses Verhalten veranlasst Stecker
nun auch, die Augen bei Ectoceras (s. d. Ber. 1876 p. 302 (94))
nicht für erworben, sondern für ererbt zu halten, und dagegen
die Gattung Chernes aus einer früher mit Augen ausgerüsteten
blind werden zu lassen.
Lophochernes n. g.; E. Simon, Bull. Soc. Zool. France, III.
p. 66 f.
E. Simon's Liste des especes de la famille des Cheliferidae
qui habitent l'Algerie et le Maroc (Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 145 ff.)
weisen 22 Arten nach, von denen 5 neu sind.
Derselbe liefert Descriptions de quelque Cheliferidae de Cali-
fornie; ebenda p. 154 ff.
Obisium Theveneti^. 156, macüentum p. 157 (Mariposa); Simon,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
Chelifer alius (Philadelphia, unter den Flügeldeken von Alans
oculatus); Leidy, Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia. 1877. p. 261;
neglectus p. 147, piger p. 148, (Bou-Saäda), politus (Daya; Südfr.)
p. 149, procer (Algier) p. 150, anaclioreta (Daya) p. 151, scabricülus
(Mariposa) p. 154, (Chelanops) acuminatus (ibid.) p. 156; Simon
a. a. 0.
Garypus (?) saxicoJa (Spanien) ; W a t e r h o u s e , Tr . E. S. Lond.
1878 p. 181 nebst Abbildung im Holzschnitt. (Das Thier lebte eine
Zeit lang in der Gefangenschaft von Fliegen.)
Acarina.
P. Kramer stellt Grundzüge zur Systematik der
Milben auf; dies. Archiv 1877. 1.p. 215 ff. Er weist namentlich dem
Vorhandensein und der Lage der Mündung der Athmungsorgane
einen hervorragenden Platz bei der Entscheidung über die syste-
matische Verwandtschaft an, wie solches in ähnlicher Weise bei
einer anderen Ordnung derselben Klasse bereits früher geschehen
ist. So gelangt er zu den beiden Unterordnungen der Acarina t r a-
cheata und atracheata, zu welcher letzteren Glyciphagus, Tyro-
glyphus , Rhizoglyphus , Dermaleichus , Myocoptes , Listrophorus ,
Histiostoma, Phytoptus, Demodex iind die Sarcoptidae gehören.
Während diese Unterordnung vorläufig nicht weiter berücksichtigt
wird, werden die Tracheata nach der Lage ihrer Stigmen in 6
Familien gtheilt: Prostigmata (die beiden Stigmen dicht neben
einander vorn an den Wurzeln der Kieferfühler), Oribatidae (Stigmen
weit entfernt von einander auf dem thoraxähnlichen vorderen Leibes-
theil), Gamasidae (Stigmen an den Hinterleibseiten zwischen dem
3. und 4. Hüftenpaar und mit einem nach vorn sich ziehenden Haut-
kanal), Ixodidae (Stigmen in emer becherförmigen Vertiefung,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 353
hinter den Hüften des 4. Beinpaares), Tarsonemidae (Stigmen
an dem Seitenrande des ersten der 5 Hinterleibssegraente), Myo-
biidae (Stigmen zwischen den beiden vorderen Fusspaaren). Die
beiden letzten Familien enthalten nur je eine Gattung, Myobia und
Tarsonemus Canestr. (= Dendroptus Kramer; vgl. d. Bericht 1876
p. 807 (99) und 311 (103)); die Ixodiden, Oribatiden und Gamasiden
sind ungefähr in dem bisherigen Umfange dieser Familien ge-
nommen, während alle übrigen sonst noch unterschiedenen Familien,
namentlich die Trombidiiden, Hydrachniden, Bdelliden und Cheyletiden
die Prostigmäta zusammensetzen, die demnach eine sehr umfang-
reiche und auch noch eine vielgestaltige Familie bilden. Die bei-
den letzteren werden als Unterfamilien beibehalten, das Gros wird
in 12 weitere, die ganze Familie also in 14 Unterfamilien zerfällt,
deren Namen und Charakteristik folgende sind: Trombididae
(Mit Augen, Kiefertaster 5 gliederig, 5 tes Glied keulenförmig, an
der Basis des 4. eingelenkt ; Kieferfühier (im Text heisst es irrthüm-
lich: Kiefertaster) klauenförmig ; Gangfüsse mit Haftlappen zwischen
den Krallen), Rhyncholophidae (Ebenso; Kieferfühler gerade,
stechborstenförmig, eingliederig; 5 tes Glied der Kiefertaster bis-
weilen blattförmig), Tetranychidae (.. Kiefertaster 4 gliederig.
Das vorletzte Glied mit stark vorgezogener Kralle; Kieferfühler
2 gliederig, die Grundglieder verschmolzen; Haftlappen mit Klebe-
haaren), Erythraeidae ( . . Kiefert. 4 gliederig (?), letztes Glied
lang, walzenförmig, am vorderen Ende des dritten eingefügt; Kiefer-
fühler klauenförmig, Klaue sehr klein; Füsse lang), Rhaphigna-
thidae (Wie vorige, aber der gepanzerte Leib ist in drei deutliche
Segmente getheilt), Tydidae (ohne Augen, Kiefert. 4 gliederig, die
vorderen Glieder nach unten umgeschlagen ; Kieferf. klauenfg., Körper-
haare perlschnurfg.), Megameridae. (Mit Augen; letztes Glied der
Kiefert. keulenfg. ; Kieferf. scheerfg.), Pachygnathidae (Der Name
kann nicht bestehenbleiben, da Menge bereits eine Spinnenfamilie
so benannte; mit Augen; Kiefert. normal, Kieferf. scheerenfg.),
Hydrachnidae (Mit Augen; Kieferf. eingliedrg., stechborstenfrg.,
Kiefert. 5gldrg., an den drei hinteren Beinpaaren Schwimmhaare,
neben der Geschlechtsöffnung dicht gedrängte Haftnäpfe), Hygro-
batidae (Ebenso, Kieferf. 2gldrg., letztes Glied klauenfg.), Eylaidae
(Kiefert. Sgliedrg., regelmässig; Kieferf. v^erkümmert; Haftnäpfe fehlen,
ebenso Schwimmhaare am 4, Beinpaare), Limnocharidae (Kieferf.
und Unterlippe zu einem festen Kopfstücke verwachsen; Kiefert.
Ögliedrig; keine Schwimmhaare und Haftnäpfe), Bdellidae (Kiefert.
Sgliedrg., Kieferf. 2 gl.; erstes Glied platt und der schnabelartig
verlängerten Unterlippe aufliegend, lang, . . .), Cheyletidae (Kiefert.
zu Greifarmen umgeformt, welche am letzten und vorletzten Glied
lange gekrümmte, daneben aber auch kammartig gezähnte Haken und
Borsten besitzen; Schulterecken stark seitlich vorgezogen). In der
354 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
ünterfamilie der Hygrobatidae werden die neuen Gattungen Sperchon
und Oxus aufgestellt; p. 240.
Derselbe beschreibt ebenda p. 248 ff. Taf. XVI zwei para-
sitische Milben des Maulwurfes, denen er die Namen Xa&z^ o-
p hör US Talpae und Pygnephorus spinosus giebt. Die erstere
hat (wie Hypopus arvicolae Dujardin, den Kramer ebenfalls in diese
Gattung zieht) am Hinterleibsende auf der Bauchseite einen kräftigen
Zangenapparat, mit welchem sie sich an den Haaren ihres Wohn-
thieres festhalten kann. Die zweite ist durch höchst eigenthümlich
gebildete Haftlappen an den mittleren Fusspaaren ausgezeichnet.
M. Megnin. Metamorphoses des Acariens en general et en
particulier des Trombidions (s. Pet. Nouv. Nr. 149).
Derselbe: Sur le parasitisme acarien du tissu cellulaire et
des bourses aeriennes chez les oiseaux. (ebenda Nr. 171, p. 129).
G. Stewardson Brady macht Notes on British Fresh-
water Mites. Proc. Zool. Soc. London 1877 p. 24 ff., PI. IH, IV.
Es werden 4 neue Arten und 1 neue Gattung diagnosticirt. Die
Arten werden auf die Duges'schen Gattungen bezogen und werden
daher künftighin wohl unter anderen als den angeführten Gattungen
ihren Platz finden.
Nachträgliche Bemerkungen über Milben von Dri
Kram er (Dieses Archiv 1877. I. p. 55 f.) bezwecken die Mittheilung,
dass der von Kramer neu beschriebene Dendroptus keine Gallen er-
zeuge, sondern in die von Phytoptus erzeugten Gallen eindringe;
dass gleich Dendroptus auch Rhaphignathus deutlich segmentirt
sei», Erythraeus parietinus vor der Häutung ein Cocon verfertige,
und dass die Spinndrüsen, mittels deren Tetranychus telearius seine
Gewebe anfertigt, am letzten Gliede der Kiefertaster ausmünden.
Desselben Beiträge zur Naturgeschichte der Milben
enthalten eine Zusammenfassung der von demselben (namentlich in
diesem Archiv) früher gemachten Mittheilungen; Giebel's Zeitschrift
(3, F.) IH. p. 519 ff.
Intorno agli Acari Italiani. StudiidelProf. G. Canestrini
eF. Fanzag 0. Atti Real. Istit. Veneto discienze, lettere ed arti. ser.
V. Vol. IV., con sei tav. Ist eine Aufzählung und Beschreibung der
in Italien bisher bekannt gewordenen Acariden mit einer kurzen
historischen Einleitung. Zahlreiche der beschriebenen Arten sind
in vergrösserter Abbildung dargestellt, darunter einige neue.
Demodicidae. P. Megnin. Memoiresurle Demodexfollic u-
lorumOwen. Journ. annat. physich p. Robin et Pouchet 1877, p. 98 ff.
Tab. IX. Von der Haarbalgmilbe finden sich ausgewachsene Männchen
und Weibchen ziemlich selten; beide Geschlechter sind einander
recht ähnlich: bei den ^ liegt der Penis dicht vor dem After , bei
den $ verschmilzt die Scheide mit demselben zu einer Kloake. Die
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 355
Eier entwickeln sich noch im Mutterleibe und die Jungen werden
als fuss- und mundlose Larven geboren. In einem späteren Stadium
treten 3 Höckerpaare, nach einer nochmaligen Häutung 4 stummei-
förmige Beinpaare auf, während der Schnabel noch nicht entwickelt
ist ; dieses Stadium wird als Nymphe bezeichnet. Mit einer weiteren
Häutung erlangt das Thier seine definitive Körpergestalt, doch ohne
ausgebildete Genitalien, die vielleicht erst nach einer weiteren Häu-
Häutung auftreten.
W. Faxen schildert das Vorkommen eines Demo dex in der
Haut des Rindes, namentlich im Nacken und an. den Schultern, und
giebt eine Literaturübersicht der Gattung Demodex. Faxen ist
der Ansicht, dass die auf verschiedenen Säugethierarten beobachteten
Demodex alle einer Art angehören, und so benennt er denn auch
die von ihm beobachtete als D. folliculorum und vergleicht sie mit
der auf den Hunden vorkommenden Form. Die Abbildung zeigt
eine breitere und am Ende mehr zugespitzte Gestalt, als die auf
dem Menschen schmarotzende hat. Bull. Mus. Comp. Zool. Cam-
bridge. Vol. V. Nr. 2, p. 11 ff.
Sarcoptidae. Eine umfangreiche Arbeit über diese Famile hat
Megnin in Revue et Mag. de Zool. etc. 1877 p. 46 ff. (die zuge-
hörigen Tafeln sind z. Th. erst dem Jahrg. 1878 beigefügt) unter
dem Titel: Monographie des la Tribu des Sarcoptides pso-
riques qui comprend tous les Acariens de la gale de l'homme et des
animaux, par J. P.-Megnin erscheinen, lassen. Dieselbe ist in drei
Abschnitte getheilt, von denen der erste die Geschichte der
Literatur über die Krätzkrankheit, die Heilmittel und die Ursache
derselben, die Krätzmilben, behandelt. Der zweite Theil hat sich
die Beschreibung und Systematik der Krätzmilben zur Aufgabe ge-
stellt und enthält eine vom Verfasser versuchte neue Eintheilung der
Milbenordnung, in welcher aber die neueren Arbeiten, namentlich
Kramer's, keine Verwendung gefunden haben. Megnin theilt die
Milben zunächst in terrestrische und aquatische; die weitereren An-
haltspunkte zur Bildung von Gruppen werden durch die Gliederzahl
der Beine, Beschaffenheit (resp. Anwesenheit oder Fehlen der Stigmen),
Mandibeln und Palpen geliefert. Die Familie der Sarcoptiden ist
nach Megnin charakterisiert durch folgende Merkmale: Terrestrische
Milben mit Epimeren (kein Sternum) als Basis des Chitinscelettes;
5gliederigen Beinen und scheerenförmigen Mandibeln, Diese Familie
wird in die 4 Tribusder Detriticoles (Tyroglyphus etc), Psoriques,
Avicoles (Dermaleichus etc.), Glyricoles (muss Gliricoles
heissen; Myocoptes, Listrophorus) eingetheilt. Zu den S. Psoriques
gehören die 3 Gattungen Sarcoptes, Psoroptes, Chorioptes. Die
auf verschiedenen Wirthen lebenden Formen werden z. Th. als
Varietäten derselben Art unterschieden. Es sind dies im Ganzen 7 Arten:
Sarcoptes scabiei (mit den varr. suis, equi.. vulpis, lupi, caprae,
356 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
cameli, ovis, hydrochoeri, hominis), notoedres (mit var. muris, cati),
mutans; Psoroptes longirostris Megu. p. 138 (unter welchem Namen
die varr. equi, cuniculi, ovis zusammengefasst werden); Chorioptes
spathiferus Megn. (var. equi), setiferus Megn. (var. hyaenae, vulpis),
ecaudatus Megn. (var. catotis). Der dritte Theil enthält eine all-
gemein vergleichende Schilderung des Baues, der Entwickelungsge-
schichte, Lebensweise u. s. w. der Gruppe. Mit Ausnahme von Sarc.
mutans sind alle Krätzmilben ovipar; bei Sarcoptes kommen auf 10
Weibchen ein Männchen; bei Psoroptes und Chorioptes sind die
beiden Geschlechter in annäherend gleicher Zahl vorhanden. Aus
den Angaben über den inneren Bau kann ich nur wenig hervorheben;
Spermatozoen sah Megnin ebensowenig wie ein Ovarium oder
Ei in dem nicht befruchteten Weibchen, so dass er glaubt, die be-
treffenden Producte bildeten sich in dem Momente der
Begattung; bei Chorioptes spathiferus glaubt er einen 41appigen
Hoden oder Samenbiase gesehen zu haben. Auch mit Bezug auf die
Auffindung eines Nervensystems war Megnin nicht glücklicher als
seine Vorgänger.
G. Haller bringt eine Revision der Gattung Anaiges
sive Dermaleichus Koch und Weitere Beiträge zur Kennt-
niss der Dermaleichen Koch's; Zeitschr. wiss. Zool. XXX.
p. 50 ff. Taf. HL ?und 511 ff. Taf. XXXHI— XXXV. Die Revision
zerfällt in die 5 Abschnitte: Geschichtliche Einleitung, allgemeine
Gestaltsverhältnisse, Biologisches, systematische Stellung, die Arten
der revidierten Gattung. Den von Nitzsch für die Federmilben vor-
geschlagenen Gattungsnamen Aualges beschränkt Ha 11 er auf die-
jenigen Arten, welche dem Acarus passerinus De Geer nahe stehen.
Diese Gattung ist durch scheerenförmige Kieferfühler, rudimentäre
nadeiförmige Kiefer, gebogene Fortsätze am 4. und 5. Gliede der
vorderen Fusspaare, sowie im männlichen Geschlecht durch enorm
entwickeltes 3. Fusspaar charackterisiert, das mit einer kräftiger
Kralle endet. Ihren Platz im System findet sie in der Nähe der
Sarcoptiden. Die Angaben über den inneren Bau gehen nicht über
Allgemeinheiten hinaus ; manche der Angaben (über die Hoden z. B.,
die Entstehung des Eies, dass die Milben ovovivipar oder gar
vivipar sind) erwecken auch einiges Misstrauen. Bei der Begattung
fasst das Männchen mit seinem starken dritten Fusspaar das schwä-
chere Weibchen und zieht es unter sich; während der lange dauern-
den Copulation führt das Männchen (auf welche Weise, ist nicht ge-
sagt) formlose (?) bräunliche (?) Ballen von Spermatozoen in den
After (?). Später (p. 555) erkennt Hall er, dass die Geschlechts-
öffnung dicht über dem After, bei gewissen Formen auch weiter
von demselben entfernt dorsalständig' liegt.
Die Gattung Anaiges hat die Typen zweier Untergattungen, als
welche A. chelopus Herrn, und A. pachycnemis Gieb. gelten können.
im Gebiete der Arthropoaen während der Jahre 1877—78. 357
Sie enthält 13 Arten, von denen folgende neu sind: A. NitzscMi
(avif Emberiza citrinella) p. 70, Fig. 12; coleopteroides (ebenfalls)
p. 74 Fig. 14, affmis (Teichodroma phoenicoptera) p. 75 Fig. 15,
Certhiae (C. familiaris) p. 76 Fig. 16. Für diejenigen (16) dimorphen
Arten, bei denen die Beine der Männchen mit Haftlappen enden,
stellt er die n. G. Bimorplius auf, p. 514, und für zwei neue
Arten Grameria (Körpergestalt rechteckig, Männchen kleiner als
das Weibchen, Extremitäten in beiden Geschlechtern gleich); die Arten
sind C. lunulata p. 524, Taf. XXXIV. Fig. A, B, und major p. 525;
die erstere findet sich auf Athene noctua, das Wohnthier der zweiten
ist nicht angegeben.
Derselbe stelltauf Freyana (kein Geschlechtsdimorphismus;
nur die vorderen Beinpaare randständig, die hinteren der Mittel-
linie des Bauches mehr genähert) für Dermaleichus anatinus C. L.
Koch p. 81 und eine neue Art, F. ovalis (Meleagris gallopavo)
p. 527 Taf. XXXV. Fig. G; Picohia {n. g., Körper lang gestreckt,
vordere Füsse kräftig mit gabelförmiger Kralle, hintere schmächtig mit
2 Krallen und einem gefurchten Haftlappen) für P. Heeri (auf P. viridis,)
wahrscheinlich subcutan, aber auf den Federn gefunden) p. 91, Fig. 1.
Die mit dieser Gattung verwandten Cheyletus, Harpirhynchus,
Myobia werden von Megnin in eine Gruppe: Cheyletides ver-
einigt. Seiz. reun. des Societes savantes des dep. en 1878. (Pet.
Nouv. n. p. 234).
Ch. Robin et P, Megnin. Memoire sur les Sarco-
ptides plumicoles. Journ. anat. physiol. p. Robin et Pouchet,
1877, p. 209, 391, 498, 629 ff. Tab. XH, XHI, XXX— XXIX, XXXVI—
XXXVIII. Ist eine ausgedehnte Monographie, in der ausser der
Systematik und den für die Artbestimmung wichtigen äusseren Theilen
und deren Sculptur auch die Entwickelungsgeschichte eingehende
Berücksichtigung findet. Als Entwickelungsstadien werden unter-
schieden : Ei, sechsfüssige Larve, achtfüssige Nymphe, Weibchen und
Männchen ohne äussere Genitalien, ^ und $ mit letzteren. Das
Männchen hat 2 Saugnäpfe und schiebt bei der Begattung den Penis
in die durch Verschmelzung der weiblichen Geschlechtsöffnung mit
dem After entstandene Kloake. Aehnlich wie bei Demodex findet
auch bei einigen hierhin gehörigen Arten bereits eine Eifurchung
im Mutterleibe Statt. Bei Pterolichus falciger kommt eine Hypopus-
form vor, die während der Mauserung im subcutanen Zellgewebe
(bei Columba, Goura) lebt. Sie findet sich in 2 Formen, von denen
die kleinere vermuthungsweise sich zu Männchen, die grössere zu
Weibchen entwickelt.
üeber den Darm- und afterlosen Hypodectes cokimbae
Slosarski s. Zeitschr. wiss. Zool. XXVIII. p. 415.
Harpirhynchus nidulans (in einem Tumor am Flügel einer
Lerche); Megnin, Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLXIX.
358 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Acarus (!) Planchonn (nicht beschrieben; Phylloxera vastatrix
feindlich); Rondani, Bull. Ent. Ital. IX. p. 65.
A. caudatus (Trevigiano, Padovano) p. 132 Tav. VI, Fig. 1;
Claviceps (n. g., schon bei Pilzen vergeben) hirtus (ibid.) p. 135,
laeviusculus (Trevigiano) p. 136, ruber (Padovano) p. 137; Canes-
trini e Fanzago, Int. agl. Ac. It. a. a. 0.
Rhyncholophidae. Cheyletus omatus (Trentino, Veneto); Ca-
nestrini e Fanzago, Att. Soc. Venet. Trent. V. p. 106 und Int.
a. Ac. It. a. a. 0. p. 79. Tav. V. Fig. 2.
Rhyncholophus canonicalis (Capraja); Pavesi, Ann. Mus. Civ.
Gen. VIII. p. 448.
Stigmaeus bicolor (Trevigianus) ; Canestrini e Fanzago.
Atti. Soc. Veneto-Trentin. V. p. 139 und Int. a. Ac. It. a. a. 0. p. 74.
Gamasidae. Chas. V. Riley (On an extensile penetrating Or-
gan in a Gamasid Mite) beschreibt die vorstreckbaren und am Ende
zweifingerigen Mandibeln von Uropoda Ämericana, die (im Jugend-
zustande?) wie unser Gamasus coleopteratorum auf Käfern schmarotzt.
Proc. Am. Assoc. for Advancem. of Science. 25 th Meeting, Buffalo,
August 1876 (Salem 1877) p. 273 ff. und IX. Ann. Rep. etc. p. 40 f.
Äntennopliorus(n.g.; Körper kurz, vom vorragenden Rücken-
schilde bedeckt, . . . Mundtheile an der Unterseite; . . Kieferfühler
scheerenförmig, vordere Scheerenhälfte mit Chitinborsten; . . . Beine
6 gliederig, die 3 hinteren Paare mit Haftläppchen und verkümmerten
Krallen, vorderstes fühlerartig, Endglied ohne Krallen und Haftlappen)
ülümanni; auf Formica nigra schmarotzend; G. Hall er, dieses
Archiv 1877, I. p. 57 ff. Taf. V. (Was von der Anatomie noch mit-
getheilt wird, ist wenig und nicht sehr Vertrauen erweckend).
Nicoletia (n. g., schon von Gervais bei den Thysanuren ver-
geben) cornuta (Trentino); Canestrini e Fanzago, Int. agl. Ac.
It. a. a. 0. p. 52, Tav. HI. Fig. 2.
Sej US &^corms (Trentino); Canestrini e Fanzago, Atti. Soc.
Veneto-Trent. sei. nat. V. p. 7 und Int. a. Ac. It. a. a. 0. p. 52. Tav.
III. Fig. 1.
Dermanyssus sylviaram (auf S. atricapilla) p. 56, Richiardii
(auf Xylocopa violacea und Cossus ligniperda) p. 57; Canestrini
e Fanzago, Int. agl. Ac. It. a. a. 0.
Notaspis tridentinus (Trentino) p. 58, ovum (Veneto) p. 61, Tav.
III. Fig. 4; dieselben ebenda und Att. Soc. Veneto-Trent. sei. nat.
V. p. 132 {IpMs Ovum).
Gamasus quadripunctatus (Old Calabar, nicht beschrieben), pod-
ager (?; dreieckig, 2. Beinpaar ungemein verdickt und zu einem
Greiforgan umgestaltet), Murray, Econom. Entomology p. 161.
G. scarahaeicolus (Tette, auf Scarab. cupreus Casteln.); Kar seh,
Monatsb. k. pr. Acad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 335. Taf. I. Fig. 5
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 859
inaequipes (I) (Argentinien); Conil, Period. Zool. Soc. Zool. Argent.
III. p. 65 £f., Act. Acad. Nacion. Buenos Aires. III. Entr. 2 p. 111 fif.,
plumifer (Treviso); Canestrini et Fanzago, Atti. Soc. Veneto-
Trent. sc. nat. V. p. 131 und Int. agli Ac. It. p. 50, terreus (Pa-
dova); Int. etc. p. 48.
Ixodidae. Megnin hatte Gelegenheit, an einem afrikanischen
Büffel ein Ixodes-Weibchen zu beobachten, dass vom 22. Mai bis
23. Juni 12000 Eier ablegte. Aus denselben schlüpften zwischen
dem 25. Juli und 9. August sehr lebhafte sechsbeinige Larven mit
vollkommen entwickelten Mundtheilen, aber ohne eine Spur eines
Tracheensystems. Dieselben lebten ohne Nahrung (sogar mit Aus-
scheidung von Harnstoff) 3 Monate und verwandelten sich dann in
geschlechtsreife Thiere. Die Männchen starben nach der Begattung
ohne Nahrung zu sich genommen zu haben ; während der Begattung
sollen sie sich mit ihrer dreieckigen Unterlippe, die zugleich dem
Penis als Führer dient, an der auf der Unterseite, hinter der Mund-
öffnung befindlichen vulva des Weibchens festhalten. Die Weibchen
allein heften sich, entweder noch während oder erst nach der Be-
gattung, an andere Thiere an, von denen sie eine enorme Menge
Blut absorbieren, um ihren zahlreichen Eiern die nöthige Nahrung
für ihre Larven-, oder im Falle der Männchen, die ganze Lebenszeit
mitgeben zu können. Compt. Kend. 1876. p. 998.
Rhipicephalus expositicius ^ (bei Nürnberg von Heidelbeeren
geschöpft; mit dem auf Lacert. viridis lebenden Rh. sanguineus Latr.
sehr nahe verwandt; aber unter anderem sind bei letzterer Art die
Beine etwas dicker und kürzer und der Stachel am unbeweglichen
Hüftglied des letzten Beinpaares merklich kürzer; das Vorkommen
dieser Art bei Nürnberg wahrscheinlich nur ein zufälliges); L. Koch,
Verzeichniss der bei Nürnberg beobachteten Arachniden etc. a. a. 0.
p. 196 f.; hursa (Italien auf Cinghiale, Wildschwein?); Canestrini
e Fanzago, Int. a. Ac. It. a. a. 0. p. 123.
Xiphiastor (n. g., „Fiat, mouth provided with a long pro-
jecting rostrum and long palpi applied to it; abdomen with posterior
margin beaded") rostratum (Old Calabar); Murray, Economic En-
tomology p. 201. Amblyomma pacificum (Sandwich Isl.) p. 203;
Ophiodes (n. g., für die auf Schlangen lebenden Arten 0. ophio-
philus, Gervaisii, gracilentus, flavomaculatus) ; derselbe ebenda.
Haemaphysalis Mrudo; Amblyomma arteriosum (Japan); L.
Koch, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVIL p. 786.
A. Petersii (Mossambique) ; Kar seh, Monatsb. k. pr. Acad.
Wiss. Berlin. 1878. p. 336. Taf. I. Fig. 4.
Argas Mouhata (Angola); Murray, Econom. Entomology,
p. 182.
Ixodes brevipes (England), distipes (Tnms); Murray, Econom.
Entomology p. 194; Acanthoglossi (Neu Guinea, auf Ac. Bruijnii);
360 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Lucas, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XXXV; trimaculatus (ibid. auf Varanus
chlorostigma) ; derselbe ebenda p. LXXVII, auricularis {Argentinien)',
Conil, Act. Acad. Nacion. Buenos Aires. IIl. Entr. 2. p. 99 ff.
1. Taf., punctulatus (Italien auf Cervus capreolus); Canestrini e
Fanzago, Int. a. Ac. It. p. 115; Hyalomma dentatum p. 118; Hae-
maphysalis sulcata (auf Lacerta viridis) p. 120, punctata (Dama vul-
garis), Bhinolophi (Rh. ferrum equinum) p. 122,
Trombididae» Eine Nota dei Sign. G. Canestrini e F. Fan-
zago Sul G euere Caeculus Duf. zeigt, dass die Type dieser
Gattung auf jeder Seite des Körpers 2 Augen, über der Einlenkung
des zweiten Beinpaares hat. Der Gattungsname Caeculus ist dem-
nach unpassend gewählt und wird durch Hoplopus ersetzt; (dies
steht im Widerspruch zum Gesetz der Priorität). Derselbe bildet
einen Uebergang von den Phalangiden zu den Acariden und gilt
als Typus einer besonderen Familie :
Hoplopini; Atti d. Real. Istit. Venet. di sc, lettere ed arti.
ser. V. Vol. III. I. tav. und Intorno agli Acari Italiani a. a. 0. p. 7 ff.
(Es sei hier bemerkt, dass ich dasselbe Thier im Winter 1876 bei
Bonn auf der Wolkenburg fand, dass es mir aber damals schien, als
ob die Mandibeln scheerenförmig seien ; leider verlor ich das einzige
Exemplar, bevor ich es genauer hatte untersuchen können. Ref.)
Geclcobia (n. g., vom Autor wegen seiner Palpen in diese
Familie gestellt) Latasti (Alger, auf Platydactylus sp.); Megnin,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 187 ff. PI. 7 und Bull. p. XLII. ff.
Auf Trombidium lapidum (Koch, Hermann) gründet Murray
in seiner Econ. Entom. p. 118 die n. G. Fetrohia, von Bryobia
Koch unterschieden durch je 3 Augen (?) auf den Hinterwinkeln des
Cephalothorax und den Mangel der dreiseitigen Papillen an den
Seitenrändern des Abdomens.
Riley fand, dass die (auf Caloptenus spretus?) schmarotzende
Astoma gryllaria Le Baron die Larve von Trombidium sericeum
sei; Proceed. St. Louis Acad. Sei. III. p. CCLXVIL — Im Amer.
Natural. 1878. p. 139 ff. erkennt er vielmehr in der geschlechtsreifen
Milbe eine andere Art, die er Tr. locustarum benennt, und schildert
deren Verwandlung und der Heuschrecke so verderbliche Lebens-
weise. Zum Vergleich ist auch die Verwandlung von (Tr. gigan-
teum, muscarum und) Hydrachne Belostomae behandelt.
Rhaphignathus spinifrons (Northumberland ; Körper eiförmig,
vorn sehr spitz, hinten breit abgerundet; Seiten des Vorderkörpers
mit 4 Zähnen; Palpen kurz und dick, mit einzelnen längeren und 4
kurzen klauenartigen Borsten, letztere am Ende; Füsse mit 3 ge-
bogenen Krallen) PI. III. Fig. 2 — 5; Rhyncholophus hispidus (Dur-
ham; Körper eiförmig, weich, dicht mit Haaren besetzt, die hinten
länger sind; die beiden vorderen Beinpaare dicht hinter den Mund-
werkzeugen, die hinteren ungefähr in der Mitte des Körpers ; letztes
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 361
Fussglied verbreitert, glatt, mit 2 Krallen; Taster kurz und dick,
am Ende mit einer kurzen Kralle und einer polsterähnlichen haarigen
Papille (cushern-like hairy papilla)) PI. IV. 1—3, p. 25; Pachygna-
thus (?) nigrescens (Crag Lake, Northumberland; dem marinen P. scul-
ptus ähnlich, aber die Sculptur der Körperoberfläche viel unbestimm-
ter; Klauen an den Füssen rechtwinkelig gebogen und mit einer
(oder zwei? nach der Abbildung) Reihe(n) kammartig gestellter
Wimper versehen), PI. IV. 4 und 5; p. 26; Stewardson Brady,
Proc. Zool. Sog. London 1877. Derselbe ändert den Namen seines
Trombidium fucicolum (s. d. Ber. 1876 p. 310 (102)) in Tr. ficscum
um, da das Vorkommen zwischen Tang zufällig und die Art seitdem
häufig und an den verschiedensten Lokalitäten in süssem Wasser
gefunden sei. (Strenge Prioritätsrichter werden diese Aenderung
wohl nicht als zu Recht bestehend anerkennen) ; ebenda p. 26.
Tetranychus Eriostemi (auf Blättern von E. neriifolium) ; M u r r a y,
Econ. Entom. p. 109.
La bocca ed i piedi dei Tetranychus. Nota di A. Targioni
Tozzetti. Bull. Ent. Ital. IX. p. 333 £f. Tav. VIII. Fig. 5—9.
Phytoptidae. Schistosoma (n. g.) longisetosum (Peterhead;
Körpergestalt eines Sarcoptes, doch etwas schmäler; am Ende in
2 breite, dreieckige Fortsätze getheilt, jeder derselben mit mehreren
Borsten, von denen eine sehr lang ist; in der Mitte der Fortsätze
befindet sich „ein kreisrundes Organ, nicht unähnlich dem in der
Schwanzflosse von Mysis befindlichen Gehörorgan" (wohl Haft- resp.
Saugnäpfe; Ref.); die beiden vorderen Beinpaare enden mit Saugnäpfen,
die hinteren ohne solche und ohne Krallen, mit kurzen, dicken Borsten
endend); Stewardson Brady, Proc. Zool. Soc. London 1877. p. 27.
PL III. Fig. 1.
F. A. W. Thomas liefert die Beschreibung neuer oder minder
gekannter Acarocecidien (Phytoptus-Gallen); Nova Act. Ksl. Leop.-
Carol. Deutschen Akad. d. Naturforscher. Bd. XXXVIIL Nr. 2.
p. 255 ff. In der Einleitung giebt derselbe eine Uebersicht über
die betreffende Literatur und die Synonymie, die eine sehr ver-
wickelte ist, obwohl bis jetzt nur Arten der Gattung Phytoptus
als Erzeuger von Gallen bekannt geworden sind. (Kramer erkannte
seinen Dendroptus (= Tarsonemus Canestr.) als Eindringling in Phy-
toptusgallen). Die verschiedenen Namen - sind z. Th. für die ver-
schiedene Form der Gallen, ohne zoologische Bedeutung aufge-
stellt worden. Auch in gegenwärtiger Arbeit liegt der Schwerpunkt
auf der botanischen Seite, indem zwar die Deformitäten eine ein-
gehende, ihre Urheber aber keine Berücksichtigung finden. Behan-
delt werden 25 Gallen von denen 17 überhaupt noch nicht, die
übrigen nur unvollkommen bekannt waren. Es sind das: Betula
alba, Galium Mollugo, Moehringia polygonoides, Ononis repens, Poly-
gala vulgaris (Knospen resp. Spitzengallen), Sorbus chamaemespilus,
ülmus campestris, Centaurea scabiosa (Pusteln oder Pocken), Acer
362 B e r t k a u : Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
monspessulanum, Betula alba, Fraxinus excelsior, Populus tremula,
Aesculus rubicunda, Oxalis corniculata, Lonicera nigra, alpigena,
caerulea, periclymenum, xylosteum, Fagus silvatica (2 verschiedene),
Atrogene alpina, Hieracium murorum, Viola silvestris, Pimpinella
magna.
Derselbe theilt ältere und neuere Beobachtungen
über Phytopto-cecidien mit; Giebel's Zeitschr. 1877 I. p. 329 ff.
Taf. VI. Zunächst wird die ältere Literatur bis 1870 (nachträglich
zu dem früheren Verzeichniss) besprochen, die Classification der
Milbengallen von Beyerinck (s. unten) kritisiert, und endlich die Be-
schreibung von (25) neuen und minder gekannten Phytoptocecidien
hinzugefügt (an Alnus cordifolia und pubescens, Veronica Chamae-
drys, Potentilla caulescens, Salvia pratensis und silvestris, Aquilegia
atrata, verschiedenen Galium-Arten, Stellaria glauca, Scabiosa sua-
veolens, Tanacetum vulgare, Sisymbrium Sophia, Clematis recta, flam-
mula, Salix-Arten, Sarothamnus scoparius, Cerastium arvense und
triviala, Euphrasia officinalis, Veronica saxatiüs, Lysimachia vulgaris,
Solanum dulcamara, Capsella bursa pastoris, Orlaya grandiflora,
Asperula xynancbica, Gälium rubrum, Festuca ovina).
Derselbe macht eine Eintheilung der durch Milben verur-
sachten Gallen (Phytoptocecidien); Verh. Bot. Ver. Prov. Brandenburg;
XIX. Sitzgsber. p. 76. Ebenda p. 71 beschreibt Magnus einePhy-
toptusgalle auf Clematis flammula; Müller desgl. p. 105 eine solche
auf Lysimachia vulgaris und beschreibt das Thier p. 111.
M. W. Beyerinck's Eintheilung der Gallen s. Bot. Zeit.
Regensb. 1877 Nr. 2 und 3.
Eine (nicht näher bestimmte) Phytoptusart als neuer Feind
des Getreides (Hafer); Körnicke, Sitzber. Niederrh. Ges. Nat.- u.
Heilk. 1877. p. 330.
G. Briosi handelt sehr ausführlich über Phytoptus Vitis
Land., ihre Lebensweise und die von demselben an den Weinblättern
hervorgebrachten Gallen; Sulla Phyton tosi della Vite; Palermo
1876, 28 S. gr. 80; 2 Taf. (Separatabdr. aus: Staz. chimico-agraria
esperimentale di Palermo.)
Auf die (im Meere lebenden) Arten der Gattungen Halacarus
Gosse und Pachygnathus, die von Gosse, Hodge und Brady bekannt
gemacht wurden, gründet Murray in seiner Econom. Entomology
p. 205 die Familie Halacaridae.
Bdellidae. Bdella virgulata (Trevigiano) p. 103 Tav. V. Fig. 3,
nigerrima (Padova) p. 104; Eupalus Maseriensis (Trevigiano) p. 107
Fig. 5; Canestrini e Fanzago, Int. a. Ac. It. a. a. 0. und Att.
Soc. Venet. Trent. V. p. 107, 108, 138.
Oribatidae. Nothrus cirrosus, anaaniensis, dorsatus (Italien);
Canestrini e Fanzago, Atti soc. Veneto-Trent. sei. nat. V.
p. 100 f. und Intorno agli Acari Ital., a. a. 0. p. 24 und 31 (des
Separatabdr.).
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 87. 363
Belba Dugesii (Trentino, Venetia); dieselben ebenda p. 5
(sub nomine Damoeus Dugesii) und 33 Tav. I. 3, II. 1, gibba (Tren-
tino) ebenda p. 36.
Liosoma truncatum (Italien); Canestrinie Fanzago, Atti
Soc- Veneto-Trent. sei. nat. V. p. 102 und Intorno agl. Acari It., a.
a. 0. p. 17 (des Separatabdr.).
Hydrachnidae. A. J. Cr o neb erg. üeber den Bau von Eylais
extendens 0. F. M, nebst Bemerkungen über verwandte Formen.
Abb. k. Ges. Freunde Naturw. T. XXIX. Nr. 2. Handelt von ge-
nannter Gattung und Hydrachna, Nesaea. (Nach Zool. Anz. I. p. 284).
Riley beschreibt die auf Belostoma schmarotzende Larve von
Hydrachna Belostomae] Am. Nat. 1878. p. 145 f.
Limnochares antiquus v. JSeyd. aus der Braunkohle von
Rott ist wahrscheinlich die Exuvie einer Corisalarve; Bertkau,
Verh.naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf. 1878 p. 346 Anm.
Carapognatha Schnetzleri (Genfer See; kleiner und weniger
kugelig als C. Foreli, Beine verhältnissmässig länger, das 4. Paar
mit 2 Krallen, während C. Foreli nur eine lange Klaue hat); Le-
bert, Bull. Soc. Vaud. Sei. Nat. XV. Nr. 80. p. 502 ff.
Pantopoda.
Neue Untersuchungen über Pycnogoniden haben
A. Dohrn überzeugt, dass dieselben in der That typisch 7 Extre-
mitätenpaare besitzen und dass, wenn auch das letzte Larvenbein-
paar verschwindet, doch sein Nerv bestehen bleibt und später-
hin den Eierträger versorgt. Es sind aber nach Dohrn nicht nur 7,
sondern sogar 8 Körpersegmente vorhanden, wie aus der Zahl der
Ganglien hervorgeht. Ferner bestätigt Dohrn die Angabe Cavanna's,
dass die Männchen die Eier tragen, und weist auch die Drüsen
nach, deren Ausführungsgänge letzterer in dem vierten Gliede der
eigentlichen Beinpaare aufgefunden hatte; dieselben kommen nach
Dohrn aber nur den Männchen zu und dienen wahrscheinlich zur
Ausscheidung eines Kittes, der die Eier am sog. Eierträger befestigen
soll. Ein Herz ist ferner bei allen Art^n vorhanden und die Blut-
flüssigkeit besitzt ungewöhnlich grosse Blutkörperchen. Am Kopfe
findet sich ein bisher übersehenes (Sinnes ?)Organ, das seine Nerven
von einem Zweige der Augennerven erhält. Ferner befinden sich
am Kopfe, vom 2., bezüglich 3. Nervenpaar des unteren Schlund-
ganglions innerviert, 2 Excretionsorgane; ebenso dienen die von
Hoek erwähnten Höhlungen mit Porenkanälen der Haut zur Auf-
nahme von Hautdrüsen. Mitth. zool. Stat. Neapel. I. p. 28 £f., vgl.
auch S. Jourdain, Sur le nombre des pattes du Nymphon
gracile; Montpellier, 1878.
Arohiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. Y
364 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
G. Cavanna. Studi e ricerche sui Picnogonidi. I.
Anatomia e biologia. Firenze 1877. Der anatomische Theil
dieser, 19 S. Text mit 2 Tafeln Abbildungen enthaltenden Broschüre
erstreckt sich auf das Integument, den Verdauungs-, Athmungs-,
Kreislaufs- und Geschlechtsapparat der Pycnogoniden. In biologischer
Hinsicht zeigt der Verfasser, dass die sog. Eierträger bei dem Männ-
chen nie, bei dem Weibchen oft fehlen oder verkümmert sind, und
dass die Männchen, ähnlich denen mancher Fische und Amphibien,
sich der Brutpflege widmen.
Die letztbezüglichen Angaben bestätigt, resp. erweitert P. P.
C. Hoek in dem Niederl. Archiv f. Zoologie III. p. 233 ff., Taf. XV,
XVI. und Versl. Vergad. Nederl. Dierk. Vereen. te Amsterdam 25. Nov.
1877. Von den 4 der Niederländischen Fauna angehörigen Gattungen
hat Nymphon in beiden Geschlechtern die sog. Eierträger, Pallene
nur im weiblichen, Pycnogonum (und Phoxichilidium?j nur im männ-
lichen Geschlechte, während sie den ausgewachsenen Weibchen
fehlen. — Während bei Nymphon und Phoxichilidium sich ein Herz
mit Leichtigkeit nachweisen Hess, vermisste Hoek dasselbe bei Py ■
nogonum. Während bei Nymphon und Pallene die Geschlechtsorgane
auf die Beine beschränkt zu sein scheinen, bestätigt sich für Pycno-
gonum Zenker's Angabe, dass die Masse des Eierstockes zwischen
Darm und Eückenfläche liegt und Fortsätze in die Füsse aussendet.
In der Haut von Pycnogonum finden sich ferner, wie bereits Zenker
angegeben hatte, warzenartige Bildungen, aus deren etwas eingesenk-
ter Mitte eine Tastborste entspringt.
Anoplodactylus (n. g.; body slender; rostrum cylindrical,
rounded; antennae three-jointed, chelate; palpi wanting; ovigerous
legs 6-jointed, wanting in the male (?), neck elongated, extending
forward over the rostrum ; legs 9-jointed, dactylus withaut auxiliary
claws, für Phoxich. petiolatum Kroy. und) lentus (Vinesjard Sound,
= Ph. maxillare Smith, non Stimps.) p. 200; Pseudop allene n.g.
(body robust; neck broad and thick; rostrum more or less acute;
ant. 3-joint., chelate; palpi wanting; ovigerous legs composed of 11
joints, legs 9-jointed; dactylus without auxiliary claws) für Pallene
hispida (Siim^JS. p. 202; E. B. Wilson, Silliman's Am. Journ. Sei. a.
Arts. XV.
Nymphon hirtum var. öbtusidigitum (Franklin-Pierce Bay);
Mi er 8, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 109, PI. IV. Fig. 8
Insecta.
Einem in der neueren entomologischen Literatur lange
empfundenen Bedürfniss hat Grab er abgeholfen durch ein
k
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 365
die allgemeine Morphologie, Physiologie und Biologie der
Insecten behandelndes Werk: Die Insekten; Bd. XXI. von :
„Die Naturkräfte." 1. Theil: der Organismus der
Insekten. 2. Theil: Vergleichende Lebens- und Ent-
wickelungsgeschichte der Insekten. München 1877.
Besonders der 1. Theil und die 2. Hälfte des 2. Theiles
sind durch die von dem Verfasser unternommenen Original-
untersuchungen wichtig, deren Resultat hier in Vereinigung
mit dem vorhandenen Wissensschatze auf diesem Gebiete
dem Publikum in leicht verständlicher und durch instructive
Holzschnitte erläuterter Form dargeboten wird. Wenn ich
dennoch einige Ausstellungen mache, so geschieht dies nicht
um zu tadeln, sondern um Verbesserungen anzudeuten, die
bei einer sehr erwünschten 2. Auflage angebracht werden
könnten. Im Allgemeinen ist die etwas burschikose Be-
handlungsart des Stoffes meiner Ansicht nach eher vom
Uebel als vom Guten; namentlich ist das der Fall, wenn
über anerkannt tüchtige Forscher, die sich einmal geirrt
haben, schonungslos der Stab gebrochen wird. Ferner kann
es leicht Missverständnisse hervorrufen, wenn der Verfasser
einfach von ihm wiederholte Beobachtungen (wenn auch
an anderen Objekten) etwa mit den Worten einführt: wie
wir fanden (z. B. das 4. Larvengliedmassenpaar bei den
Embryonen von Mantis religiosa auf S. 6; die Entstehung
der Flügel auf S. 183 ff. und an manchen anderen Stellen).
Auf Einzelheiten kann ich mich hier nicht weiter einlassen;
zu der Betrachtung aber auf S. 182, dass der senkrecht
noch oben gerichtete Auftrieb des Wassers in zwei Kom-
ponenten zerlegt werden könne, von denen die eine den
(schräg gerichteten) Körper in horizontaler Richtung vor-
wärtstreibe, würde der Mechaniker den Kopf schütteln;
ebenso ist die Schilderung und Abbildung des Auges einer
Mauerassel verfehlt. Einige Druckfehler des 1. Theiles
sind am Schlüsse desselben verbessert; doch sind auch
noch eine Menge fataler stehen geblieben, die namentlich
bei den Figuren unangenehm sind. — Der reiche Inhalt
des Werkes gliedert sich folgendermassen : (I) Einleitung;
Allgemeine Orientierung über den Organismus der chitin-
häutigen Gliederthiere; Kennzeichen der einzelnen Glieder-
366 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
thierklassen ; Organismus der Insekten; Hautskelet und
Hautmuskulatur, Mechanik der Gliedmassen, Nervenapparat,
Orientierungsapparat, Verdauungsapparat, Circulationsappa-
rat,Athmungsapparat, Fortpflanzungsapparat; (II) Umschau;
Einfluss der Aussenwelt auf die Natur der Insekten ; Bau-
industrie der Insecten; Anderweitige den Selbstschutz und
die Vertheidigung betreffende Einrichtungen und Vorkeh-
rungen der Insekten; Nahrungserwerb und Esskunst der
Insekten; Gesellschaftsleben der Kerfe.
Von C. V. Riley ist der IX Ann. Report on the
Noxious etc. Insects of the State of Missouri er-
schienen; Jefferson City. 1877. In der Vorrede hebt Riley
hervor, dass in den Jahren 1875 und 1876 die Landwirth-
schaft in Amerika wenig von Insektenplagen heimgesucht
gewesen sei, was den nassen Jahren zugeschrieben wird;
nur Caloptenus spretus ist lästig geworden. In diesem Re-
port wird behandelt: Eufitchea ribearia (Fitch), Nematus
ventricosus, Pristiphora grossulariae Walsh., Emphytus ma-
culatus, Lophyrus Abboti Leach, L. LeContei Fitch; Dory-
phora decemlineata Say, Leucania unipuncta Haw., L. al-
bilinea Guen., Caloptenus spretus Thomas; Corydalus cor-
nutus L.; Belostoma grandis; Megathymus Yuccae Walker.
Die Lebensgeschichte und die natürlichen Feinde der be-
treffenden Insekten finden ihre Berticksichtigung.
Die Wunder der Insektenwelt Das Insekt,
sein Leben und Wirken in dem Haushalte der
Natur, gemeinfasslieh dargestellt. Von Dr. M. Bach, dritte,
vermehrte Auflage. Münster 1877.
Von E. L. Taschenberg's „Was da kriecht und
fliegt," Bilder aus dem Insektenleben ist die 2., neu
bearbeitete Auflage, Berlin, 1877, bei Wiegandt, Hempel
& Parey erschienen, und enthält, systematisch geordnet,
biologische Monographieen.
Praktische Insektenkunde. I. Einführung in
die Insektenkunde von Prof.Dr. E. L. Taschenberg.
Bremen, M. Heinsius. 233 pp. mit 46 Holzschnitten. In
dieser Einführung wird der allgemeine Bau der Insekten
und seine Modificationen in den einzelnen Ordnungen ge-
schildert. Den Ordnungen ist eine Familientabelle hinzu-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 367
gefügt. Einen grossen Theil nimmt die Anleitung zum
Aufsuchen, Fang, Herrichten für die Sammlung in Anspruch.
Den neueren Ansichten ist nicht überall Rechnung getragen,
so z. B. hinsichtlich der Segmentzahl, aus der der Kopf
besteht, des vollständig verwachsenen Thorax der Schmetter-
linge u. s. w.; ein näheres Eingehen hierauf scheint mir
nicht geboten.
A. S. Packard. Half hours with Insects. Twelve
parts. Boston. 8vo. pp. 384.
Rectifications et Additions ä mes Promena-
des entomologiques par M. Ed. Perris. Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. 379 ff.
Die Quelques feuillets de mon Journal par J.
Lichtenstein in den Mitth. Schweiz, entom. Gesellsch.
V. p. 297 ff. handeln von den Larvenzuständen der Lytta
vesicatoria, und von den verschiedenen Generationen einiger
Phytophthires.
Himantopterus fuscinervis Wesmael, von Hagen zu
den Neuropteren gestellt, gehört zu den Lepidopteren, und
zwar unter die Spinner, wie Wesmael auch geurtheilt hatte :
M. Lachlan, C. R. Soc. Ent. Belg. XX. p. LVI; eine
zweite Art ist neuerdings in Zanzibar und dem gegenüber-
liegenden Festlande aufgefunden; Rogenhof er. V. Z. B.
G. W. 28. p. 42.
Abnormitäten und Curiositäten bei Insekten
beschreibt C. Cornelius in den Jahres-Ber. naturw. Ver.
Elberfeld. 5. Heft. 1878. p. 47 ff. Eine Copula zwischen
Phyllobius ruficornis Redt. cT und Polydrusus micansF. $
hat allgemeineres Interesse.
Ein hinsichtlich der Fühler halbierter Zwitter,
in seinem Geschlechtsapparat aber rein männliches Indivi-
duum eines Maikäfers wird von Simroth bekannt gemacht;
Giebel's Zeitschr. (3. F.) HL p. 347 ff
G red 1er bringt einen 4. Beitrag zu den monströsen
Erscheinungen thierischer Organe, der neben Käfern,
namentlich Oarabiden, einige Hymenopteren aufführt; Corrbl.
z. m. Ver. Reg. 31. p. 139 ff.
Kraatz fährt in der Abbildung und Beschreibung von
Insekten- (namentlich Käfer-) monstrositäten fort; Deutsch.
368 Bert kau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
Entom. Zeitschr. 1877. p. 55 ff. Taf. L Nr. IL Fig. 1—33.
Besonderes Gewicht wird auf den Umstand gelegt, dass
mehrere (5) Fälle von kurzfltigeligen Carab. granulatus vor-
gekommen sind, sowie dass eine ähnliche Verkümmerung
der Flügeldecken auch bei einigen anderen Carabus- arten
beobachtet sind, so dass diese Erscheinung sich einiger-
massen dem bei einigen Hemipteren regelmässig auftretenden
Pterygodimorphismus nähert. — Weitere Difformitäten lehrt
auch 0. Herman in Termesz. Füzetek. I. p. 22 kennen.
Eine sehr wichtige Beobachtung ist von Dr. Adler
gemacht worden: Generationswechsel der Cynipiden.
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 218 ff. Bekanntlich sind
die Neuroterus-arten agam und erscheinen im ersten Früh-
jahr, während sich die Gallen erst im Juli zeigen. Eine
andere Cynipidengattung, Spathegaster, ist in beiden Ge-
schlechtern bekannt und zeigt sich in der ersten Hälfte
des Juni. Adler setzte nun eine grosse Anzahl von Neu-
roterus-? an Eichenzweigen aus, die z. Th. im Zimmer
cultiviert, z. Th. im Freien unter genauer Controlle ge-
halten wurden. Zahlreiche Exemplare wurden beim Eier-
legen beobachtet und die Knospen, die von einem $ an-
gestochen waren, bezeichnet. Eine Untersuchung mehrerer
beim Eierlegen beobachteter $ erwies das rec. sem. der-
selben leer von Spermatozoeen. Die Zahl der Eier, die
an eine Knospe abgelegt werden, schwankt etwas, über-
steigt aber selten 30, während einzelne Blätter mit mehr
als 50 Neuroterus-gallen gar keine Seltenheit sind. Schon
dieser Umstand ist räthselhaft; das Räthsel löst sich aber
in der Weise auf, dass aus den von den Neuroterus-$
gelegten Eiern keine Neuroterus-gallen, sondern
Spathegaster-gallen sich entwickelten, die denn
auch die fertigen Insecten lieferten. Diese stechen ihrer-
seits nicht die Knospen an, sondern suchen sich junge,
möglichst weiche Blätter aus, in deren Unterseite sie mit
ihrem kurzen Legebohrer ein Loch machen und ein Ei ab-
legen; die aus demselben ausschlüpfende Larve
erzeugt die bekannten Neuroterus-gallen, in denen
sie bis in den September und October hinein in' sehr jugend-
lichem Entwickelungsstadium bleibt; um diese Zeit fällt
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 369
die Galle auf den Boden, schwillt durch Aufnahme von
Feuchtigkeit bedeutend an und dient nun der Larve zur
Nahrung, die von jetzt ab rasch wächst und im Februar
sich in eine Puppe verwandelt, die im März die Wespe
liefert. Entsprechend der geschlechtlichen Generation von
Spathegaster zeigte sich auch das rec. seminis mehrerer
nach dem Eierlegen untersuchten Weibchen mit Spermato-
zoen gefüllt. Somit wechseln in regelmässiger Wiederkehr
männerlose Generationen (Neuroterus) mit zweigeschlecht-
lichen (Spathegaster) ab und dieses ist nicht der einzige
Unterschied: auch im Körperbau der Wespen ist eine
solche Verschiedenheit, namentlich in der Beschaffenheit
des Stachels, zu bemerken, dass die (allerdings etwas tren-
nungssüchtige) Systematik darauf 2 Gattungen begründete.
Bei Neuroterus findet sich ausserdem das rec. sem. nebst
seinen Anhangsdrüsen in merklich atrophischem Zustande.
Von folgenden 3 Arten wurde der ganze Cyclus, von Neu-
roterus ausgehend bis wieder dahin zurückkehrend, beob-
achtet: Neuroterus fumipennis; Spathegaster albipes; N.
lenticularis; Sp. baccarum; N. numismatis, Sp. vesicatrix.
Von Sp. tricolor wurde beobachtet, dass ihre Eier (resp.
deren Larven) die Gallen von N. laeviusculus erzeugen und
zwischen Sp. verrucosus und N. lanuginosus, deren Gallen
sich auf Q. cerris finden, wird ein ähnlicher Zusammenhang
wenigstens vermuthet. — Ein ähnlicher einjähriger Cyclus
verbindet Dryophanta scutellaris (als agame (Winter-)
Form) mit Trigonaspis er ustalis (geschlechtliche (Som-
mer-) Form) und D. longiventris mit Spathegaster
Taschenbergi; wenigstens ist die Erzeugung von Gallen
der ersteren durch Stiche der letzteren beobachtet.
Etwas anders liegt die Sache bei Aphilotrix, die
sich aus Rindengallen entwickelt. Aphilotrix radicis selbst
sticht aber Knospen an und erzeugt die Gallen von An-
dricus noduli; A. Sieboldi die von A. testaceipes.
Eine Erzeugung von Aphilotrix-gallen durch Andricus ist
nun allerdings nicht beobachtet worden, aber ein Wechsel
beider Gattungen in den aufeinanderfolgenden Generationen
höchst wahrscheinlich, und zwar ist Aphilotrix die agame
Generation. Dabei nimmt aber die Entwickelung von An-
370 Bert kau: Bericlit üb. d. wissen schaftl. Leistungen
dricus (vom Ei des Aphilotrix an bis zum vollkommenen
Insect des Andricus) zwei volle Jahre in Anspruch und
ebenso scheint auch die Entwickelung der Aphilotrix-gallen
(d. h. also die nach der Vermuthung von Andricus her-
rührenden, Aphilotrix liefernden Gallen) 2 Jahre, und der
ganze Generationswechsel demnach einen Zeitraum von 4
Jahren zu beanspruchen.
Soweit die kurze Wiedergabe der von Adler mitge-
theilten Thatsachen, deren Darstellung durchaus Vertrauen
erweckend ist; vielleicht Hesse sich gegen die Anwendung
des Wortes „Generationswechsel" auf diese Erscheinungen
Einspruch erheben.
On Parthenogenesis in the Tenthredinidae
and Alternation of Generations in the Cynipidae.
By P. Cameron. E. M. M. XV. p. 12 f.
Lichtenstein verwerthet diese Erscheinung, die er
für Neuroterus lenticularis bestätigt, für seinen Vergleich
gewisser Insectenformen mit monöcischen und diöcischen
Phanerogamen. Pet. Nouv. IL p. 225.
Lubbock fährt in seinen Observations on the
Habits of Ants, Bees and Wasps fort; Journ. Linn.
Soc. Vol. XIIL Zoology. Nr. 68 p. 217 ff. Die vorstehende
Mittheilung bezieht sich ausschliesslich auf die Ameisen,
über deren Seelenleben, socialistischen Beziehungen u. s. w.
sie die mannichfachsten und durch die mit grosser Gewissen-
haftigkeit angestellten Versuche die überraschendsten Auf-
schlüsse geben. Versuche mit Lasius niger, um zu ermit-
teln, ob dieselben sich von geringer Höhe fallen lassen
würden, wenn auf ihrem gewohnten Wege eine Lücke sich
zeigte, ergaben ein negatives Resultat ; einzelne fielen zwar
zufällig, benutzten aber die hierbei gemachte Erfahrung nicht
weiter. Ebenso verrieth dieselbe Art und Las. flavus in
einem Falle eine geringe Intelligenz um einen Abgrund zu
überbrücken. Versuche mit L. niger, L. flavus, Myrmica
ruginodis, Formica fusca, Cremastogaster scutellaris konnten
die von älteren Beobachtern angeführte Erscheinung, dass
sie hülflos eingegrabene Kameraden befreien, nicht bestä-
tigen. (In einigen der geschilderten Versuche ist allerdings
die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass sie von der
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 371
hülflosen Lage ihrer Kameraden keine Kenntniss haben
konnten). Während die Ameisen jeden Todten aus ihrem
Stocke entfernen, nahmen sie chloroformirte oder sonst wie
betäubte auf, brachten sie aber nicht alle in ihr Nest, son-
dern Hessen einen Theil unterwegs liegen oder ins Wasser
fallen; einen Unterschied zwischen Freunden und Fremden
machten sie in sofern, als sie manche der letzteren, nach-
dem sie dieselben bereits in ihr Nest geschleppt hatten,
wieder daraus entfernten, was allerdings bei Freunden auch,
aber weit seltener vorkam. Während dieser Umst^d ein
weiterer Beweis für das Erkennungsvermögen der Ameisen
ist, beweist ein anderer Versuch, dass sie auch Gedächtniss
haben, und ihre Freunde noch nach Monaten wieder er-
kennen. Lubbock theilte nämlich ein Nest in zwei ge-
trennte Hälften am 4. Aug. 1875 und setzte nun am 15.
März 1876 in das eine ein Individuum der andern Hälfte,
das ganz unbehelligt blieb, während ein Angehöriger eines
fremden Nestes sofort angegriffen wurde; derselbe Versuch
wurde mit demselben Erfolge öfter wiederholt. Hierbei
war mit Form, fusca operiert worden, die fast jeden An-
gehörigen eines anderen Nestes sofort angriff; ähnlich ver-
hielt sich Myrmica ruginodis. Dagegen zeigte sich Lasius
fiavus weit friedfertiger, und Individuen aus einem fremden,
weit entfernten Neste, in ein anderes gesetzt, wurden freund-
lich aufgenommen und betrugen sich ihrerseits, als ob sie
in ihrem Neste wären; L. niger ähnlich. — Der Gesichts-
sinn scheint wenig entwickelt zu sein, und die Ameisen
scheinen sich von demselben bei ihren Gängen von und zu
ihrem Nest wenig leiten zu lassen. Auch sind sie, selbst
für sehr starke Töne, unempfänglich, wenigstens unempfind-
lich gegen dieselben, womit nicht gesagt sein soll, dass
sie nicht hören können; Lubbock skizzirt sogar gewisse
in den Fühlern gelegene Organe, denen er vermuthungs-
weise die Gehörsfunction zuschreibt: sie scheinen identisch
mit den von Forel entdeckten zu sein; vgl. d. Ber. 1875.
p. 188 (164) ; über das Gehörorgan von Lasius (in den Schienen)
s. unten. — Manche Arten (z. B. Poljergus rufescens)
sind so abhängig von ihren Sclaven, dass sie ohne die-
selben zu Grunde gehen; sie sind nicht im Stande, vor
372 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
ihnen liegende Nahrung zu sich zu nehmen und laufen über
Honig z. B. weg, wobei sie ihre Beine beschmieren, ohne
sich zu säubern, und sterben. Dagegen blieb ein P. rufe-
scens länger als drei Monate am Leben, wenn ihm täglich
auf eine Stunde ein Sclave zugesellt wurde. — In manchen
Stöcken, z. B. denen von Form, fusca, ist eine Arbeitsthei-
lung eingeführt, indem immer dieselben Individuen Nahrung
holen gingen. Wurde eines derselben beseitigt, so trat ein
anderes dafür an dessen Stelle. Im Winter gentigten 2 — 3
um deti ganzen Stock (von 200 Individuen) zu versorgen.
— In einem Neste von Formica cinerea, dessen Königinn
verloren war, legten die Arbeiterinnen Eier, aus denen sich
gefltigelte, wahrscheinlich männliche, Individuen, mindestens
keine Arbeiter, entwickelten. -— Neben einigen Phoriden
(s. unten) und dem bekannten Platyarthrus Hoffmanseggi
beobachtete Lubbock zwei Milben als Parasiten bei
Ameisen.
F. Müller macht im Zool. Garten 1877 p. 67 einen
Fall von Commensalismus zweier Raupen bekannt. Auf
dem Rücken einer grossen, „durch lange ästige Brennhaare
oder sonst (!) gegen Feinde geschützten" Raupe, sitzt eine
kleinere, die von oben her Löcher in das Blatt frisst, auf
dem die grössere sitzt.
In die Hymenopterologischen Mittheilungen
von Dr. F. Rudow laufen auch einige über andere Insekten-
ordnungen mit ein. Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 231 ff.
Am bemerkenswerthesten sind vielleicht die Beobachtungen
von Copulation zwischen verschiedenen Arten, ja Familien,
auf p. 243 ; Cantharis melanura J" mit Agriotes lineatus $ .
Erne theilt sein Verfahren mit, durch welches es mit
ziemlich sicherem Erfolge gelingt, einige in Wespennestern
lebende Insekten zu erziehen. (Rhipiphorus paradoxus;
Volucella zonaria, inanis, pellucens; Velleius dilatatus;
Dendrophilus punctatus); Mitth. Schweiz, ent. Ges. IV.
p, 556 ff.
Unter Ameisen. Von M. Rupertsberger. (Sepa-
ratabdruckaus?) Verfasser beschreibt nach einer geschicht-
lichen Einleitung das von ihm angewandte Verfahren, um
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 373
Myrmecophile zu erbeuten. Dasselbe besteht darin, dass
(womöglich im Winter) der Inhalt eines Ameisenstockes
(hier war es ein Bau von F. rufa) durchgesiebt und der
durchgesiebte Inhalt behufs Sichtung mit einem feineren
Siebe noch einmal behandelt wird. Bei diesem Verfahren
ergab ein Stock 350 Exemplare von Coleopteren, 17 Arten
angehörig, zum grösseren Theile Staphyliniden.
A. Laboulbene stellt nach den hinterlassenen Pa-
pieren eine Liste des eclosions d'Insectes observees
par.. Giraud zusammen; Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 397 ff.,
welche die Wirthe von 788 Hymenopteren und 1 Käfer
(Zonitis) kennen lehrt.
C. Rondani fährt in seinem Repertorio degli
Insetti parassiti e delle loro Vittime fort. Bull.
Soc. Ent. Ital. VITI. p. 54 ff., 120 ff., 237 ff
Riley macht als Schmarotzer, resp. Vertilger der
Eier von Coloptenus spretus 4 Insecten bekannt: eine
als Anthomyia Calopteni bezeichnete neue Fliegenart,
Sarcophaga carnaria; eine Ichneumonide und die Larve
eines Harpalus; Proc. St. Louis Acad. Sc. III. p. CCXXVL
Gurlt stellt ein Neues Verzeichniss derThiere,
aui welchen Schmarotzer-Insekten leben, zusam-
men und Schilling macht Ergänzungen dazu; dies. Arch.
1878. p. 162 ff. Vielleicht hätte der Titel richtiger ge-
lautet: Verz. der warmblütigen Thiere u. s. f, da nur
Säugethiere und Vögel aufgezählt sind; Braula, Strepsi-
pteren und andere Schmarotzerinsekten fehlen daher auch
in diesem Verzeichniss.
E. A. Ormerad macht Notes on Leaf Galls on
Parinarium curatellifolium von Africa, ohne die
Erzeuger zu kennen. E. M. M. XV. p. 97.
Ueber Entomophthoreen lind ihre Verwandten
s. Brefeld in den Sitzber. Ges. Naturf Freunde. Berlin.
1877. p. 50 ff. Bei E. radicans gelang es ihm, die Dauer-
sporen aufzufinden, die von Fresenius unter dem Namen
E. sphaerosperma (Tarichium sph. Cohn) als besondere Art
angesehen worden waren.
J. Wood-Mason bringteine Preliminary Notice
374 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
of a Species of Phasmidae apparently possessing
all the Structural Arrangements needed both for
Aerial and Aquatic Respiration; Ann. a. Mag. Nat.
Hist. 1878. I. p. 101. Eine Gotylosoma dipneusticum
genannte Phasmide von Borneo hat im ausgebildeten Zu-
stand am unteren Rande des Metathorax je 5 kleine ge-
wimperte Platten, die „zweifellos" als Tracheenkiemen fun-
giren, wenn das Insekt, dessen Lebensweise wahrschein-
lich der von Priscopus ähnlich ist, „unter Wasser getaucht
ist, und seine Stigmata geschlossen sind."
Canestrini und Fedrizzi führen aus, dass la
Manna degli apicoltori, diese im Juli und August,
seltener im September und October, auf Pflanzen so häufige
und von den Bienen eifrig gesammelte honigähnliche Sub-
stanz, thieri sehen Ursprung hat und vorzugsweise von
Lachnus Pini herrühre. Atti R. Ist. Venet. (ser. V)
Vol. III; siehe dagegen über das Manna und die „melata"
auch im Bull. Ent. Ital. IX. p. 232 und 240, wo ihre pflanz-
liche Herkunft behauptet wird.
Ueber das Abhängigkeitsverhältniss zwischen
Stoffwechsel und Körpertemperatur bei Amphi-
bien und Insekten. Inaug.-Diss. von H. Schulz. Bonn.
1877. Der Verfasser vergleicht die von ihm durch Ver-
suche mit Fröschen gefundenen Resultate mit den von
Bütschli an Peripl. orientalis erhaltenen, und findet das
Gesetz bestätigt, dass bei Amphibien und Insekten der
Stoffwechsel der äusseren Temperatur direkt pro-
portional ist. Vgl. d. Ber. 1875. p. 312 (288).
In einer Note additioneile au Memoire sur les
phenomenes de la digestion chez les insectes im
Bull. Acad. Roy . . . de Belgique. Tome XLIV. p. 710 theilt
F. Plateau eine Reihe erneuter und mit der grösstmög-
Uchen Sorgfalt angestellter Untersuchungen mit, als deren
Resultat zu registrieren ist, dass das Secret der Drüsen
am Verdauungscanal bei vielen, namentlich fleischfressenden
Insekten, in der That sauer reagirt, während bei pflanzen-
fressenden dasselbe alkalisch reagirt, und die an sich
sauere Reaction der Blätter etc. nicht nur neutralisiert,
sondern eben so oft in eine alkalische verwandelt.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 375
lieber die Zählebigkeit der Insekten theilt A. S.
Packard in der Psyche, 1877. Nr. 35—36, Sancey im
Annuaire entomologique 1878. p. 105, Katter in Entom.
Nachr. 1878 p. 134 und Helms ibid. p. 312 einige Expe-
rimente, resp. Beobachtungen mit.
Beitrag zur Kenntniss der Sinnesempfindungen der
Insekten. Von Dr. August Forel. Mitth. Münch. 1878.
p. 1 ff.
Ueber die Hautfarbe der Insekten. Inaug.-Diss. von
H. Hemmerling; Bonn, 1878.
J. Muhr stellt dar die Mundtheile der Insekten
auf 5 Wandtafeln. Prag, bei H. Dominicus. Diese, wie
es scheint zum ersten Unterricht in der Entomologie be-
stimmten Wandtafeln geben die stark vergrösserten Abbil-
dungen des Vorderkopfes eines Orthopteron (Gryllus cam-
pestris), LaulTiäfers (Carabus intricatus), Hymenopteron
(Apis mellifica, Arbeiterinn), Lepidopteron (Pieris Brassicae),
Dipteron (Culex pipiens $) und Rhynchoten (Pyrrhocoris
apterus).
Eine eingehendere Besprechung der Mundtheile der
Insekten von demselben Verfasser in dem ProgramA des
deutschen Staats-Realgymnasiums in Prag vom Jahre 1878
ist mir nicht zugekommen.
Ein in dem Siebent. Jahres ber. d. Natur w. Ver. zu
Magdeburg p. 107 ff. abgedruckter Vortrag von Krüger
Ueber die Lautäusserungen und Tonapparate der
Insekten lehnt sich an Landois' Untersuchungen über
diesen Gegenstand an. Einigen von Landois geänderten
Ansichten ist indessen keine Rechnung getragen, so z. B.
lässt Krüger die Stimme des Todtenkopfes durch Reiben
der Palpen an dem Rüssel entstehen, und giebt diese Ent-
stehungsweise als durch Landois. wahrscheinlich gemacht
an, während Landois bereits in seinen „Thierstimmen^*
p. 91 und auch in dem oben (p. 236 (18)) citierten Vor-
trage die Wag euer 'sehe Ansicht über die Entstehung des
Tones adoptiert hat.
L. Trouvelot macht einige Versuche bekannt, aus
denen er folgert, dass die Insekten die Antennen nicht
zum Fühlen oder Tasten im gewöhnlichen Sinne brauchen,
376 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
(wenn sie damit fühlen, so fühlen sie per distance), da sie
dieselben nicht mit dem zu betastenden Objeet in Berüh-
rung bringen (?); eher ist ein Geruchsorgan in ihnen an-
zunehmen. Amer. Natur. XL p. 193 ff.; ähnliche Versuche
wurden auch von Packard angestellt, der fand, dass bei
Arachniden die Palpen eine ähnliche Verrichtung haben;
ebenda p. 418 ff., wie ebenfalls bereits früher behauptet
wurde.
Eine (fruchtlose) Discusion über die physiologische
Bedeutung der Antennen bei den Insecten und einige Ver-
suche zur Entscheidung dieser Frage s, in den Sitzber.
naturw. Gesellsch. Isis in Dresden. 1877. p. 133.
G. Joseph. Ueber Sitz und Bau der Geruchs-
orgaue bei den Insekten. Amtl. Bericht der Münchener
Natur fors eher vers. 1877. p. 174 ff. Joseph sucht aus phy-
siologischen Gründen die Unmöglichkeit darzuthun, dass
sowohl die Fühler, wie die „Riechschleimhaut" (Wolff) der
Sitz der Geruchsempfindung sein können. Vielmehr ist
der Sitz der Geruchsempfindung am Anfang der Tracheen,
dicht hinter den Stigmen. Hier befindet sich nämlich ein
durch die Structur seiner Wandung von dem übrigen
Theil der Tracheen abweichender Raum, „der Geruchs-
gürtel", in dessen Lumen nervöse Endapparate hineinragen.
Derselbe zeigt, dass die von Wolff bei den Hy-
menopteren für Geruchszapfen erklärten Bildungen in der
Mundhöhle bei den Insecten in weiterer Verbreitung vor-
kommen, deutet dieselben indessen als Geschmacksnäpfchen.
Zur Morphologie des Geschmack sorg an es bei den
Insekten. Ebenda p. 227 f.
Bei Gelegenheit der vortrefflichen Arbeit über den
Giftapparat und die Analdrüsen der Ameisen
(s. unten) bespricht Forel auch die von Wolff über das
Riechorgan der Biene vorgetragenen Ansichten; vgl.
d. Ber. 1876. p. 332 (114). Bekanntlich legte Wolff
grosses Gewicht auf das Verhalten des von der sog. Riech-
schleimdrüse gelieferten Secretes. Forel fand nun, dass
die von ihm bei einigen Ameisen (Unterf. Dolichoderidae
For.) entdeckten Analdrüsen ein ganz ähnliches Secret
liefern, das bei Tapinoma sogar denselben Geruch, wie
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 377
bei der Honigbiene das der Riecbschleimdrüse hat. Er
führt ferner einige schlagende Experimente an, die zeigen,
dass scharf riechende Hautflügler (dazu gehört aber die
Honigbiene n i cht) mit den Antennen riechen. Die von Wolff
Riechhaut genannte Stelle dient wahrscheinlich der Ge-
schmacksempfindung; vgl. oben Art. Joseph. Forel zeigt
ferner, dass diese Drüse schon von Meine rt bei der Ameise
aufgefunden und als Oberkiefer-Drüse bezeichnet war;
letzteren Namen mag sie behalten, wenn sie auch in physio-
logischer Hinsicht als Stinkdrüse fungirt und bei einigen
Arten vielleicht (Lasius fuliginosus) als Kittdrüse beim
Nestbau Verwendung findet.
V. Graber handelt über neue, otocystenartige
Sinnesorgane der Insecten; Archiv f. mikrosk. Ana-
tomie. XVI. p. 36 ff. Taf. HI, VI. Graber entdeckte
in dem Endgliede der Antennen gewisser Fliegen eine
dickwandige, inwendig behaarte Chitinkapsel, deren
Wand gefeldert erscheint. Aus jedem dieser Felder ent-
springt ein in das Lumen der Kapsel hineinragendes Haar.
Die Kapsel ist umgeben von einer Lage schlauchförmiger
Epithelzellen, als deren Secietionsproduct sie anzusehen
ist und hat überdies ihre tun. propria, das äussere Abschei-
dungsproduct der genannten Epithelzellen; über die Ner-
venendigung an dieser Kapsel wurde nichts ermittelt. Ein
zweites eigenthümliches Organ entdeckte Verfasser bei
einer (nicht näher bestimmten) im Wasser lebenden Flie-
genmade. Hier findet sich hinter der Grenze zwischen dem
9. und 10. Segmente eine birnförmige Blase, die sich hinten
in ein langes, bis in das letzte Segment reichendes Rohr
fortsetzt; vermuthet wird sie nebst dem Rohr als Einstül-
pung des Exoderms, obwohl das Ende des Rohres sich
nicht auffinden Hess. Im vorderen .Theile treten an diese
Kapsel 2 Muskelbänder, welche sich im 8. Segment an das
Integument anheften, heran, ausserdem aber 2 Nervenpaare,
von denen das vordere, unmittelbar hinter den Muskelbän-
dern gelegene, mit einem Ganglion endigt. Die Blase ist
wie das Rohr von einer Epithelschicht umgeben, von der
sie eben abgesondert ist. Ihr Lumen ist durch 2 Quer-
wände in 3 Kammern getheilt; von der Mitte der vorderen
378 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Endwand, sowie von beiden Querwänden ragen nach hinten
je 2 gestielte Blasen in das Lumen hinein; das letzte dieser
Blasenpaare ist der Quere nach vollkommen getheilt, also
ein Doppelpaar (oder hat jede der letzteren Blasen ihren
besonderen Stiel?). Obwohl der Verfasser gerade bei diesem
Larvenorgan auch an eine drüsenähnliche Bildung denkt,
ist er doch eher geneigt, sie auf eine otocystenähnliche
Bildung zu beziehen. Zum Schlüsse giebt er eine Ueber-
sicht der wichtigsten Formen der Gehörorgane.
Nach P. Mayer im Zool. Anz. Nr. 25 p. 182 wären
die erstgenannten Bildungen nicht otocystenartig, sondern ein-
fache Modificationen der von verschiedenen Forschern seit
langer Zeit an den Fühlern wie im übrigen Integument der
Insecten nachgewiesenen Canäle; ob sie als Gehörs- oder
Geruchsorgane anzusehen sind, lässt Mayer unentschieden.
Die Larve, der die zweite Form otocystenartiger Or-
gane zugeschrieben wird, ist nach Krauss (ebenda 27
p. 229) die Made von Tabanus autumnalis.
J. H. L. Flögel macht über den einheitlichen
Bau des Gehirns in den verschiedenen Insecten-
Ordnungen eine ausführlichere Mittheilung; Zeitschr.
wiss. Zool. XXX. Suppl. p. 556 ff. Taf. XXIII und XXIV.
Durch die Anwendung der Schnittmethode auf die kleinen
Insectengehirne gelang es dem Verfasser, in demselben „ein
ausserordentlich kunstvolles Bauwerk mit der bewunderns-
würdigsten Anordnung seiner Bestandtheile und der voll-
kommensten Symmetrie" nachzuweisen, „in welchem jeder
der Hunderte von Faserzügen seine genaue Lage, wahr-
scheinlich eine jede Zelle ihren bestimmten Platz hat".
Als das geeignetste Objekt zur allgemeinen Orientierung
lernte Flögel das Gehirn von Periplan eta orientalis
kennen, indem von demselben aus sich sowohl das höher
organisierte Gehirn der Hymenopteren, als auch das nie-
driger organisierte der übrigen Insectenordnungen über-
sehen lässt. An einem ungefähr durch die Mitte desselben
geführten Frontalschnitt fällt ein Gerüst auf, das wesent-
lich aus Faserzügen besteht und sich in bestimmte Gruppen
sondert. Flögel unterscheidet die Cent ralkör per, die
beiden darunterliegenden, durch eine Nath verbundenen
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 379
Balken, die ein Vorderhorn sowie einen Hinterast
aussenden, welcher letztere in die beiden Becher über-
geht; dazu kommen noch der 1. opticus und 1. olfactorius.
Der Centralkörper ist der von Dietl für die Biene „fächer-
förmiges Gebilde" genannte Theil, scheidet sich in eine
kleinere untere und eine grössere obere Hälfte, welche
letztere besonders deutlich eine Gliederung in 8 Abschnitte
zeigt. — Hinten schliessen sich an den Centralkörper zwei
kleinere, aber ähnlich geformte Massen an, die als Dor-
sal- und Basalknolle des Centralkörpers unterschie-
den werden. Unter dem Centralkörper liegen die aus
allerfeinsten Fasern gebildeten, durch die Baikenn ath ver-
bundenen Balken, die sich, wie erwähnt, an ihrem Ende
spalten in ein Vorderhorn und den Hinterast, der sich
sofort in einen äusseren und inneren Zweig spaltet, die
ihrerseits die beiden Becher bilden. Die Wand der
letztern wird z. Th. von einer netzförmig gestrickten
Substanz, z. Th. (innerste Fläche) von feinen Fasern
gebildet, die sich, im Grunde des Bechers zusammen-
tretend, in den betreffenden Zweig des Hinterastes fort-
setzen. Angefüllt ist der Becher mit kleinen Zellen (Füll-
zellen), von denen die Grund zellen mehr Plasma haben
und directe Fasern in den Hinterast senden. Die Füllzellen
senden äusserst feine Fäserchen aus, die zu grösseren und
grösseren Zügen zusammentreten und an bestimmten Stellen
(Einströmungen) in die Fasern, die die Innenwand der
Becher auskleiden, eintreten. — Das so geschilderte Ge-
rüst ist (mit Ausnahme des vorderen Endes der Vorder-
hörner) allseitig von umhüllenden Fasern umgeben, und
die Rinde des Gehirns von Ganglienzellen gebildet, deren
Grösse an den einzelnen Stellen beträchtlich verschieden
ist ; ein Zusammenhang der Fasern mit den übrigen Theilen
des Gehirns Hess sich nicht nachweisen. Der Lobus opti-
cus enthält die drei von Leydig benannten Kerne, deren
Gestalt, aus Frontal-, Sagittal- und Horizontalschnitten com-
biniert, genau beschrieben wird. In den L. olfactoriis
unterscheidet Flögel unter der von Ganglienzellen gebil-
deten Rinde die (100 — 150) Geruchskörper, rundliche
Ballen, welche Leydig bei Formica für Zellen mit Kern
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. Z
380 Bertkau; Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
gehalten hatte. Nach Flögel bestehen sie aus einer netz-
förmigen Masse und sind von einander getrennt durch
äusserst feine, in den verschiedensten Kichtungen verlau-
fende Nervenfasern (die auch in die Geruchskörper ein-
dringen?). In das Gehirn treten ausserdem Tracheen ein,
die sich in durchaus gesetzmässiger Weise verästeln. —
Von den beschriebenen Th eilen des Gehirns findet sich nun
der Centralkörper bei allen Insecten, wenn er auch der
Schmetterlingsraupe (nicht aber der Hymenopterenlarve)
fehlt. Bei Hemipteren (Syromastes untersucht) sind die 4
Becher nicht mehr im Rudiment vorhanden; in allen übri-
gen Insectenordnungen lassen sich die am Periplanetage-
hirn nachgewiesenen Theile, wenn auch in verschiedenem
Grade der Ausbildung, noch auffinden, und es zeigt sich,
dass bei systematisch näher stehenden Formen das Gehirn
wesentlichere Verschiedenheit hat, als bei manchen im
System entfernter stehenden.
S. auch die Besprechung im Am. Natur. (1878) XII.
p. 616.
Denselben Gegenstand mit wesentlich denselben, in
einigen Einzelheiten aber abweichenden Resultaten, behan-
delt E. Berger in Arbeiten aus dem Zool. Inst. d. Univ.
Wien etc. 2. Heft p. 178 ff. mit 5 Tafeln und 2. Heft
p. 437 ff.; (Untersuchungen über den Bau des Ge-
hirns und der Retina der Arthropoden). Ferner
Dietl in Ber. naturw. med. Ver. Innsbruck (Die Ge-
webselemente des Centralnervensystems bei
wirbellosen Thieren), der die peripherischen Nerven-
stämme aus der Marksubstanz, nicht den Ganglien-
zellen des Gehirns direct entspringen lässt, sowie derselbe
in den Sitzber. k. Ak. Wiss. Wien, April 1878 (Unter-
suchungen über die Organisation des Gehirns
wirbelloser Thiere).
E. Schindler liefert Beiträge zur Kenntniss
der Malpighi'schen Gefässe der Insekten. Zeitschr.
wiss. Zool. XXX. p. 587 ff., Taf. XXXVIII-XL. Nach
einem sehr ausführlichen geschichtlichen Ueberblick wird
der Bau der M. Gefässe in den einzelnen Ordnungen
sehr genau geschildert und werden verschiedene Versuche
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 381
mitgetheilt, die unzweifelhaft ergeben, dass diese Gefässe aus-
scliliesslich der Excretion vorstehen, auch die zweierlei
Formen, die bei einigen Orthopteren vorkommen, und von
denen die einen (gelblichen) Gallengefässe sein sollten.
Allgemein lässt sich an den Malpighi' sehen Gefässen eine
kernhaltige, bindegewebige Haut (Peritonäalhülle) unter-
scheiden, die oft in feine Fibrillen zerfällt. Nach innen
von dieser folgt eine tunica propria, die von den Secretions-
zellen in einfacher Lage ausgekleidet wird ; der Innencanal ist
bisweilen durch eine von Porencanälen durchbohrte Intima
ausgekleidet. Die Secretionszellen besitzen oft einen stark
verästelten Kern (bei Lepidopteren), ähnlich den Haut-
drüsen und Sericterien derselben Ordnung. Ihr Secret,
meist feste Concremente von verschiedener Form und Zu-
sammensetzung (Leucinkugeln und Nadelsonnen, Kugeln
von harnsaurem Natron), wird durch Dehiscenz der Secre-
tionszellen in den Binnencanal befördert, von wo es theils
durch den auf diesen Canal von der anfüllenden Masse
selbst, theils von den umgebenden Körpertheilen aus-
geübten Druck in den Darm befördert wird; bei einigen
Schmetterlingspuppen ist, ähnlich wie bei den Spinnen,
ein besonderes Reservoir vorhanden, in dem sich die aus-
geschiedene Masse ansammelt, bevor sie den Darm verlässt.
Die Neubildung der Drüsenzellen geht nach Schindler
auf zweierlei Weise vor sich, einmal durch Theilung der
Zellen, dann aber, wie ihm schien, dadurch, dass sich der
Kern alter Zellen vergrössert und zu einer Zelle wird,
während das Kernkörperchen die Stelle eines Kernes über-
nimmt (ob und woher in solchen Zellen ein Kernkörper-
chen vorhanden ist, wird nicht gesagt). Es gelang dem
Verfasser, den Versuch Heidenhai n's mit gutem Erfolge
auch bei Insecten zu wiederholen- Indig-schwefelsaures
Natron, einem Insect (Decticus) injicirt, schlug sich in
den Zellen der M. Gefässe nieder und wurde dann hernach
durch dieselben ausgeschieden. Zunächst ist es nur an dem
nach aussen gelegenen Theile des Zellleibes zu sehen, dann
färbt sich der Kern intensiver und hernach zieht es sich
durch den nach dem Binnencanal gelegenen Theil in diesen
zurück. Aus diesem Verhalten schliesst Schindler, dass
382 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
zunächst die Aussenfläche der Zellen, dann erst der Kern
anziehend wirkt; hernach verwandelt sich die Anziehung
des letzteren in Abstossung; die Innenfläche wirkt immer
abstossend, da selbst, wenn der Binnencanal mit der ge-
nannten Lösung prall angefüllt erscheint, die an ihn an-
stossenden Zellen keine Spur derselben enthalten, wofern
nur genügende Zeit nach der Injection verstrichen ist.
An die M. Gefässe einiger Käfer (Lamellicornier) und
Schmetterlinge (namentlich Bombyciden) treten, wie zuerst
durch Leydig angezeigt wurde, Nerven heran, die in eigen-
thümlicher Weise an (resp. in) dem Gefässe ihr Ende er-
reichen; vergl. Leydig in dem Ber. von 1876 p. 328 (120)
u. 331 (123). Schindler bespricht diese Endigungsweise
bei Euprepia ebenfalls, doch ohne von der letzterwähnten
Arbeit bereits Kenntniss zu haben. Ausser diesen Ner-
ven treten auch Muskelfasern an die Gefässe heran, die
sich als von der Darmmuskularis abgezweigte Fibrillen
ausweisen. Ihr Verhalten ist folgendes: bevor sie in die
Bindegewebshülle eintritt, erweitert sie sich zu einer drei-
seitigen Pyramide, die einen Kern umschliesst. Unterhalb
der Peritonäalhülle spaltet sie sich in zwei sehr feine ge-
wöhnlich nach entgegengesetzten Richtungen verlaufende
Fasern, die sich in ein feines, das Gefäss umspinnendes
Netz auflösen. An verschiedenen Stellen erweitern sich die
Fasern zu Knochenkörperchen ähnlichen Plättchen, deren
grössere einen Kern enthalten. Am deutlichsten Hess sich
dieses Netz an dem unteren Theile der Gefässe von Ephe-
mera sehen. Die über das gröbere anatomische Verhalten
mitgetheilten Thatsachen sind grössten Theils bekannt;
durch genaue Messung, Berechnung und Wägung führt
Schindler den exacten Beweis, dass die Grösse der ein-
zelnen Gefässe im umgekehrten Verhältniss zu ihrer Zahl
steht (bei Periplaneta mit 60 M. Gefässen kommt auf 1 Gr.
Körpergewicht eine harnausscheidende Fläche von 412 Qmm;
bei Gastropacha mit 6 Gefässen 500 Qmm; die angewan-
dte Formel scheint mir indessen einen kleinen, allerdings das
Resultat nicht wesentlich modiflcirenden Fehler zu haben).
Simroth sieht in seiner über denDarmcanal der
Larve von Osmoderma er emita geschriebenen Abband-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 383
lung in den Malpighi'schen Gefässen eher eine Leber, mo-
dificirt seine Ansicht aber später dahin, dass er den in
dem Contentum derselben nachgewiesenen Excr et ionsstof-
fen (namentlich dem Leucin) nur nebenher noch eine Rolle
bei der Verdauung zuschreibt. Giebel's Zeitschr. (3. F.) III.
p. 493 ff., Taf. XVI— XVIII und p. 826 ff.
S. H. Scudder macht in den Proc. Bost. Soc. XIX.
p. 77 some remarks on the phenomena of Circu-
lation in Insects, an denen die Hauptsache das Zu-
rückgehen auf Barthelemy ist, an dessen Beobachtungen
anknüpfend Scudder es als „höchst" wahrscheinlich
erklärt, dass die von der im ersten Thorakalsegment ge-
legenen Queranastomose der Seitenlängsstämme ausgehenden
Aeste des Tracheensystems, welche sich in die Wand des
Rückengefässes verlieren, hier das Blut aufnehmen und
in das ,. peritracheale System" überführen. Mit dem letzteren
Namen bezeichnet Scudder die chitinogene Matrix der
Tracheen und denkt sich also das Blut zwischen dieser
und der Chitincuticula kreisend ; ein weiteres Eingehen auf
diese oft wiederholte, noch nie bewiesene und durch alle
Beobachtungen widerlegte Ansicht ist wohl nicht nöthig.
L. Fredericq bringt eine Note sur la contraction
des muscles stries de l'Hydrophile. Bull. Acad.
Roy. . . de Belgique. T. XLI p. 583 ff. mit 2 Tafeln. -
Fredericq fand in den Muskeln des Hydrophilus, namentlich
in denen der Beine und des Kopfes, ein sehr geeignetes
Object zum Studium der Frage nach der Muskelcontraction,
indem das Sarcolemma an der Grenze jedes Muskelseg-
mentes eingeschnürt ist; man hat hierin einen Anhalte-
punkt für die Entscheidung der Frage, in welchen Theilen
des Muskelsegmentes während der Contraction Verände-
rungen vor sich gehen. Genaue Messungen ergaben nun,
dass das nicht contrahirte Segment eine Länge von 10 ^^
hat, von denen 5 (.l auf die helle, 4,5 i.i auf die dunkele
Substanz kommen. In diesem Zustande liegen die disques
accessoires genau in der Mitte zwischen je einem disque
intermediaire (Grenze zwischen 2 Segmenten) und einem
dunkelen Streifen. Bei ein^r Contraction bis auf 1 (,l
verringert sich der Raum zwischen 2 disques accessoires,
384 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
bis dieselben mit dem disque interm^diaire zusammenge-
fallen sind; bei weiterer Contraction bis auf b in zieht
sich die helle Substanz immer mehr zusammen,- um bei
4,5 jii ganz zu verschwinden; in diesem Stadium sind 2
disques obscures zweier benachbarter Segmente mit den
disques intermediaires zusammengefallen; bereits früher
schon (bei 6^) hat sich in dem hellen Zwischenraum
zwischen den 2 d. o. desselben Segmentes eine dunkele
Linie gezeigt, die sich bei weiterer Contraction verstärkt.
In diesem Contractionsstadium gewährt der Muskel fast
denselben Anblick wie der nicht contrahirte Muskel, nur
mit dem Unterschiede, dass die jetzigen Segmente aus den
2 Hälften zweier Segmente bestehen; die feine Linie würde
einem d. interm., die unmittelbar darauf folgende hellere
Substanz den d. claires, und der (thatsächliche) d. interm.
nebst den beiden mit ihm vereinigten d. obsc. zweier be-
nachbarter Segmente dem d. obsc. dieses vermeintlichen
Segmentes entsprechen. Bei der Untersuchung des con-
trahirten Muskels im polarisierten Licht zeigt sich nun bis
zum Stadium 4,5 ^< ein vollständiger Parallelismus, indem den
hellen Stellen dunkele, und umgekehrt, entsprechen. Dann
aber hört dieser Parallelismus auf: namentlich sind die
Stellen, an denen das Sarcolemma eingeschnürt (befestigt)
ist, immer dunkel, sowohl im gewöhnlichen, wie im polari-
sierten Licht. Zur Erklärung dieser Erscheinung glaubt
Fredericq die Hypothese machen zu können, dass ein d.
obsc. aus 2 Stoffen bestehe : einem, der sich mit Hämatoxylin
färbt und während der Contraction seinen Platz ändert, und
einem anderen, der seinen Platz behält und sich gegen pola-
risiertes Licht wie ein doppelt brechender Krystall verhält.
S. auch Engelmann, Arch. Neerland. XIH. p. 457 ff.
Balbiani empfiehlt die Epithelialzellen der Ovarien
von Nymphen des Stenobothrus pratorum zum Studium
sur les ph,enomenes de la division du noyau cel-
lulaire; Compt. Rend. LXXXHL p. 831 ff.; die Re-
sultate sind dieselben, die Bütschli, Hertwig u. A. an
anderen Objecten erhielten. Der Zellkern dieser Epi-
thelzellen enthält keinen eigentlichen nucleolus, sondern
ein Bündel feiner Fasern, die ihm ein fein schraffiertes
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 385
Ansehen geben. Schickt sich nun eine dieser Zellen zur
Theilung an, so geht sie unter bedeutender Grössen-
zunahrae aus der polyedrischen in die kugelige und
dann elliptische Gestalt über, und diese letzte Aenderung
macht der Kern mit, wobei sich die Fasern parallel einer
der grossen Achsen des Ellipsoids in ein Bündel ordnen
und zugleich eine spindelige Gestalt annehmen. In der
Mitte ihrer Länge schnürt sich dann jede Faserspindel ein
und theilt sich dadurch in 2 Hälften, die auseinanderrücken
und nur durch einen feinen Faden miteinander in Zusam-
menhang bleiben. An den beiden Polenden verschmelzen
die Fasern mit einander und jede Hälfte des ursprüng-
lichen Bündels erhält dadurch die Form einer Kuppel,
deren Basis noch die freibleibenden und vielmehr etwas
auseinandergerückten dickeren Enden der Fasern zeigt.
In diesem Stadium schnürt sich die stark verlängerte Zelle
in der Mitte ein, theilt sich dann durch eine senkrecht
auf den die beiden Faserbündel verbindenden Fadenstrang
gerichtete Wand in zwei Hälften, worauf sich jeder Faden
in die durch vollständiges Verschmelzen der Fasern ent-
standene Masse zurückziehen. In dieser treten anfangs
einige Vacuolen auf, sie umgiebt sich mit einer Membran
und differenziert sich zuletzt in eben solche Faserzüge, die,
wie vorher angegeben, dem inneren Theile des Zellkernes
das streifige Aussehen verleihen.
A. Brandt veröffentlicht über das Ei und seine
Bildungsstätte einen umfangreichen vergleichend mor-
phologischen Versuch mit Zugrundelegung des Insecteneies,
der, wie aus dem Vorwort hervorgeht, die Umarbeitung
einer früher erschienenen, von mir aber nicht gekannten
und in den früheren Berichten nicht erwähnten russischen
Abhandlung ist. Der ausgedehnte Umfang des Werkes,
sowie der Umstand, dass dasselbe zahlreiche Einzelheiten
enthält, gestattet nicht, hier näher auf seinen Inhalt ein-
zugehen. Hervorheben möchte ich nur, dass Brandt ganz
entgegen der gegenwärtigen Anschauung und in Anleh-
nung an ältere Forscher in dem Ei keine einfache Zelle
sieht, vielmehr das Keimbläschen mit dem Keimfleck einer
gewöhnlichen Zelle mit Kern parallelisiert. Das wird denn
386 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
wohl wieder Gelegenheit zu einer ganzen Fluth von Schriften
gegentheiligen Inhalts gehen; vgl. d. Ber. 1876 p. 332 (124).
Targioni-Tozzetti spricht die Ansicht aus, dass
der umfangreiche Endtheil der Eiröhren (von Cocciden und
Aphiden) nicht ein Keimstock, bestimmt zur Hervorbrin-
gung neuer Eier, sondern „Zellen oder Kerne seien, die
ursprünglich in den Ovarien waren und späterhin gegen
das Ende derselben zurückgedrängt wurden (also wohl cor-
pus luteum V. Lieb.)." Die grosse und lang andauernde
Fruchtbarkeit mancher Insecten wäre demzufolge auch nicht
dem Abschnüren neuer Keime von jenem als Keimstock an-
gesehenen Endtheile zuzuschreiben, sondern der Entstehung
neuer Ovarienr Öhren. Actes de la Societe Helvetique
des Sciences Naturelles. 60. Session p. 70.
M. Perez. Ovologie des insectes; sur les cellules dites
vitellogenes. (Mir nicht zugekommen).
lieber die Bildung des Blastoderms und der
Keimblätter bei den Insekten macht Bobretzky in
der Zeitschr. wiss. Zool. XXXI p. 195 ff. Taf. XIV. fol-
gende Mittheilung. An den Eiern von Pieris Crataegi und
Porthesia chrysorrhoea ist ausser dem Chorion keine weitere
Hülle zu bemerken. In dem Ei, dessen Randzone durch
den geringen Gehalt an Dottermolekülen heller erscheint,
treten nacheinander kleine kernartige Gebilde auf (2—10
und mehr), die sich indessen durch den Besitz eines Kerns
als echte Zellen ausweisen (die Figuren lassen sogar ein
Kernkörperchen erkennen, wovon der Text nichts sagt).
Das Plasma dieser Zellen sendet Fortsätze in den Dotter
aus, so dass die Zelle ein stachliches Ansehen hat. Unter
fortschreitender Vermehrung dieser Zellen (der Vermehrungs-
modus ist nicht beschrieben, scheint auch nicht beobach-
tet zu sein) gelangen einzelne derselben an die Oberfläche
und treten hier, indem die Plasmafortsätze eingezogen
werden und eine kugelige Gestalt annehmen, zur Bildung
des Blastoderms zusammen; bei P. Crataegi erfolgt das
Emporsteigen der genannten Zellen an die Oberfläche zu-
nächst nur am oberen (Mikropyle-) Eipol, und greift von
hier aus successive um die ganze Eioberfläche herum ; bei
Porth. chrysorrhoea findet der Vorgang fast gleichzeitig
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 387
an der Gesammtoberfläche Statt; das Auftreten eines Keim-
liautbla Sterns (Weismann) wurde weder hier, noch bei
Pyrrhocoris und Hydrophihis beobachtet, bei welchem letz-
teren vielmehr die Blastodermbildung in derselben Weise
wie bei den genannten Lepidopteren vor sich geht. Nach-
dem bereits eine vollständige Blastodermschicht zur Aus-
bildung gelangt ist und dieselbe nach aussen eine feine
Cuticularhülle abgeschieden hat, geht die Vermehrung
(d. h. nicht als physiologischer Vorgang, sondern nur im
numerischen Sinne) der Zellen innerhalb des Dotters weiter
vor sich. In diesem Stadium wird auch der Keimstreifen
angelegt, und zieht sich gleichzeitig der Dotter von dem
Blastoderm zurück. Das letztere wächst vom Rande des
Keimstreifens her über denselben fort und schliesst sich
zuletzt über demselben, wobei der letztere mit dem jetzt
als „seröse Hülle" bezeichneten Blastoderm durch ein
„Amnion" zusammenhängt. Aber auch das Amnion, das
Anfangs in einem, dem Keimstreifen concentrischen Um-
fange, mit dem Blastoderm zusammenhing, bildet jetzt eine
vollständig geschlossene, von dem Blastoderm losgelöste
Schicht, die an ihrem Eande in den Keimstreifen übergeht.
Im Inneren des Dotters haben nun andere Vorgänge Statt
gefunden, die zur Bildung der bekannten Dotterschollen
führten. Der Anstoss hierzu geht von den im Dotter zer-
streuten Zellen aus, die auf die umgebenden Dotterelemente
anzieljend wirken und einen Zerfall des Dotters in grosse
Ballen mit einer hellen centralen Masse herbeiführen, in der
ein, selten 2 Kerne mit Kernkörperchen liegen. Diese Bil-
dung geht zuerst an der Oberfläche des (von der „serösen
Hülle" zurückgewichenen) Dotters, dann auch im ganzen
Inneren vor sich; indem sich die einzelnen Dotterballen
zwischen seröse Hülle und Amnion einschieben, wird der
Keimstreifen in das Innere des Dotters gedrängt, wobei
er sich zugleich an seinen Rändern stark einwärts krümmt.
Diese Dotterballen werden nun jetzt ebenfalls als
Zellen bezeichnet und ihre Gesammtheit als Entoderm;
(das erstere enthält offenbar eine Schwierigkeit, da von
einem Einwandern von Dotterelementen in die bereits früher
als Zellen aufgefassten Gebilde nicht die Rede ist, die
388 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
letzteren vielmehr nur die in ihrer Nachbarschaft befind-
lichen Molekel um sich gruppieren). Der Primitiv-
streifen stellt nach Bobretzky das Ektoderm oder äussere
Keimblatt dar. Das Mesoderm oder mittlere Keimblatt
nimmt in der Mittellinie des Keimstreifens, an dessen con-
caver (inneren) Fläche seinen Ursprung; an der Aussen-
fläche zeigt der Keimstreif in diesem Stadium eine „Pri-
mitivrinne". Die Zellen des Mesoderms vermehren sich
durch Theilung, aber über die Herkunft der ersten verlautet
bei Bobretzky Nichts. Für den geschilderten Furchungs-
vorgang wird die Bezeichnung: ,jintravitelline Furchung"
vorgeschlagen.
Berthold Hatschek bringt Beiträge zur Ent-
wickelungsgeschichte der Lepidopteren; Jen. Zeit-
schr. Naturw. XL (N. F. IV) p. 115 ff., Taf. VII-IX. Dass
ich über diese Arbeit in diesem allgemeinen Theile referire,
hat darin seinen Grund, weil der Verfasser an den onto-
genetischen Thatbestand bei den Lepidopteren seine Ver-
gleiche mit anderen Arthropoden anknüpft und Schlüsse
über den Stammbaum und den muthmasslichen gemeinsamen
Ahnen der Arthropoden (und Anneliden) anstellt. Das
jüngste der von Hatschek untersuchten Stadien hatte be-
reits einen vollständig segmentierten Keimstreifen, aus
Ektoderm, Mesoderm und Entoderm bestehend, welches
letztere indess auf den vorderen Körpertheil beschränkt ist.
In der Mittellinie des Keimstreifens verläuft eine E'urche
(Primitivfurche), die sich vorn in die beginnende Einstül-
pung des Oesophagus fortsetzt, und seitlich von je einem
Wulste (Primitivwulste) eingefasst ist. Während das Ekto-
derm überall sonst eine einfache Schicht von Epithelzellen
darstellt, ist bereits in diesem Stadium in den Primitiv-
wülsten eine doppelte Schicht von Zellen sichtbar, deren
innere unregelmässig polygonal sind und (als Seitenstränge)
einen Theil der späteren Bauchganglienkette bilden und
segmentweise Anschwellungen zeigen. Das Mesoderm zeigt
ein verschiedenes Verhalten innerhalb der Segmente und
zwischen zwei Segmenten. An letzterer Stelle überkleidet
es als continuirliche einzellige Schicht die ganze Innen-
seite des Ektoderms, an ersterer Stelle ist es in der Mitte
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 889
unterbrochen, lateral dagegen in zwei Bogen vorhanden,
die einen Hohlraum umschliessen. Diese Hohlräume treten
demnach segmentweise auf, und stellen einen segmentierten
Theil der Leibeshöhle dar. Die jetzt bereits sichtbaren
Anlagen der Extremitäten sind nicht Fortsetzungen dieser
segmentweise auftretenden Höhlungen, sondern der allge-
meinen Leibes(-dotter-)höhle, was namentlich Metschni-
koff gegenüber ausdrücklich hervorgehoben wird. Die
Primitivwülste gehen vorn in die sog. Kopflappen über.
In dem Kopfsegmente (im engeren Sinne, d. h. dem die
Mundöffnung und die Antennen tragenden ersten Segmente)
bildet das Mesoderm indessen keine Höhle, sondern eine ein-
fache Anhäufung von Zellen, die die spätere Muskulatur des
Oesophagus zu liefern bestimmt sind. In dem nächstfolgen-
den Stadium sind die Seitenstränge weit mächtiger geworden
und haben sich von dem Ektoderm losgelöst, während die
Primitivfurche bis dicht vor der Mundöffnung sich bedeu-
tend vertieft hat und ihre Wandungen einen faltenförmigen
Strang mit schlitzähnlichem Lumen darstellen; dieser
Mittelstrang reicht vorn bis zum Oesophagus, die Seiten-
stränge darüber hinaus bis in die Kopflappen, wo sie mit
den von letzteren ausgehenden seitlichen Anlagen des Ge-
hirns in Verbindung treten. In dieses Stadium fällt auch
die Anlage des Hinterdarmes und der Tracheen, welche
als drüsenähnliche Einstülpungen des Ektoderms an dem
2. — 14. Segmente auftreten, indem nur das Antennen tra-
gende erste und die beiden letzten Segmente davon frei
bleiben. — In dem darauf folgenden (letzten untersuchten)
Stadium ist die Anlage des Nervensystems weiter vorge-
schritten und die Differenzierung desselben in Ganglien
und Längscommissuren eingeleitet. Wo sich ein Ganglion
bilden soll, löst sich der Mittelstrang von dem Ektoderm
und verschmilzt mit den Seitensträngen; an den übrigen
Stellen bleibt er mit dem Ektoderm in Zusammenhang und
trennt die beiden Seitenstränge, die eben die Längscom-
missuren vorstellen. So ist das Verhalten in den Thorakal-
und Abdominalsegmenten; anders in den Kopfsegmenten
(im weiteren Sinne). In den beiden Maxillarsegmenten
löst sich nämlich nachträglich noch der ganze Mittelstrang
390 Bertkau: Bericht üb. d. wissenscliaftl. Leistungen
vom Ektoderm ab, und stellt durch eine Verschmelzung und
in Verbindung mit den beiden Seitensträngen das untere
Schlundganglion dar; in dem Mandibularsegment wird er
ganz rückgebildet und die beiden Seitenstränge bilden die
spätere Schlundcommissur. Inzwischen ist auch die Bil-
dung der beiden seitlichen Gehirnanlagen weiter fortge-
schritten, indem sich die inneren Ektodermzellen der Kopf-
lappen bedeutend vermehrt haben und diese ganze Anlage
gleichzeitig mit der im ersten Segmente auftretenden Knickung
von vorn nach hinten und seitlichen Biegung zu einer kom-
pakten Masse zusammengeballt. Dieselbe besteht aus drei
Theilen: dem Kopflappentheil, Antheil des Seitenstranges
und zwischen beiden accessorischem Theil, der von einer
vom Ektoderm her eingestülpten und dann abgeschnürten
Falte herrührt; die beiden Gehirnhälften sind dorsal noch
nicht mit einander verbunden. Jetzt sind auch die Anlagen
der Spinn- und Speicheldrüsen sichtbar; die ersteren ent-
stehen durch Einstülpungen des Innenwinkels der 2. Ma-
xille (Unterlippe), die letzteren durch einen gleichen Vor-
gang an den Mandibeln und sind demnach als Hautdrüsen
im engeren Sinne, nicht als Differenzierungen des Vorder-
darmes anzusehen. Der Darmcanal ist in seiner Bildung
ebenfalls weiter fortgeschritten, indem der Vorderdarm sich
weiter eingestülpt und vom blinden (vordem) Ende des
Hinterdarmes jederseits 3 Malpighische Gefässe (mit ge-
meinsamer Mündung im Darm) eingestülpt sind j die Zellen
des Entoderms, früher auf den vorderen Theil des Em-
bryos beschränkt, haben sich beträchtlich vermehrt; ein
Theil ihrer Abkömmlinge füllt als kleinere amöboide Zellen
den vorderen Theil des Embryos an, während ein anderer
Theil, den früheren Entodermzellen ähnlich, sich zur Bil-
dung des Mitteldarmes zusammenfügen. Vom Entoderm
her wird wahrscheinlich auch eine schlauchförmige Drüse
mit spaltförmigem Lumen gebildet, die sich von der Gegend
des Hinterdarmes bis zum Oesophagus erstreckt, in den sie
einmündet; später ist dieselbe ganz verschwunden, (ver-
muthungsweise wird sie der Leber der Crustaceen homo-
logisiert). Die segmentweise auftretenden, von dem Meso-
derm gebildeten Höhlen, sind jetzt fast gänzlich geschwun-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 391
den. Von den 17 Segmenten des Embryo hat das erste
und die beiden letzten keine Tracheenanlagen; von dem
letzten gliedert sich ein Aftersegment ab, welches, da
sich die Anlage des Nervensystems nicht bis in dasselbe
hinein erstreckt, mit den übrigen nicht gleichwerthig ist;
es ist in zwei ventral gelegene Fortsätze ausgezogen, die
den Furcalanhängen der Crustaceen verglichen werden.
Aus dem geschilderten Ent wickelungsgange, namentlich aus
dem Verhalten des Nervensystems und aus der primitiven
Segmentierung der Leibeshöhle schliesst nun Hatschek
auf einen monophyletischen Ursprung der Anneliden, Arthro-
poden und Wirbelthiere. Als gemeinsame Urform sieht er
(dem 1. Stadium entsprechend) eine Nemertinen-ähnliche
Form an, ein bilaterales, segmentiertes Thier, das mit zwei
durch die ganze Körperlänge verlaufenden Nervensträngen
versehen ist; vor dem auf der Neuralseite gelegenen Munde
ist eine Commissur dieser Seitenstränge anzunehmen. Das
darauf folgende Stadium ist durch das Nervensystem der
Sipunculiden repräsentiert, indem hier zu den Seitensträn-
gen ein Mittelstrang hinzukommt. Aus dieser Stammform
haben sich nach der einen Seite die Articulaten (Anneliden
und Arthropoden), nach der anderen Seite die Chordonier
und durch deren Vermittelung die Wirbelthiere entwickelt.
— Da die Naupliusform keine Bauchganglienkette besessen
haben kann, und da die Anneliden nicht von Crustaceen
abstammen können, so kann die Naupliusform auch nicht
die Stammform der Crustaceen sein; sie ist vielmehr anzu-
sehen als ein ontogenetisches Stadium, das die Stammform
der jetzigen Crustaceen zu durchlaufen hatte, und das sich
von dieser auf die jetzt lebenden vererbt hat. Die Schwie-
rigkeiten, die sich durch Betrachtung der Extremitäten bei
Crustaceen und Tracheaten einem monophyletischen Ur-
sprung entgegenstellen, versucht Hatschek nur z. Th.
hinwegzuräumen, indem er an der Homologie der Mandibeln
(auch bei den Arachniden) festhält und den Umstand, dass
die Crustacaen vor diesen 2 Antennenpaare tragen, aus
einer secundären Knospung des ersten Kopfsegmentes er-
klärt, die bei den Tracheaten rückgebildet wäre.
Die Beiträge zur postembryonalen Gliedmas-
392 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
senbildung bei den Insekten vonH. Dewitz wollen
den Beweis führen, dass bei fusslosen Maden von Hyme-
nopteren (speciell Ameisen) die Anlage der Beine in einer
Einstülpung der Hypodermis entstehe, lieber die Bethei-
ligung der Tracheen und Nerven will sich Dewitz prin-
cipiell nicht äusseren. Aber auf diese Weise allein sowie
durch eine genauere Verfolgung der histiologischen Beschaf-
fenheit der „Hypodermis" in der Nähe der Einstülpungen
Hesse sich ein Urtheil über den geschilderten Vorgang ge-
winnen, Hesse sich namentlich entscheiden, ob die Anlage
nicht in einer ringförmig auftretenden Falte der Hypo-
dermis entsteht, die von vornherein das „Beinwärzchen"
umgiebt. Auf dieselbe Weise, durch Einstülpungen von
aussen her, sollen nun auch die Flügel (bei Schmetterlingen)
entstehen. Auch bei den Larven der im Imagozustand un-
geflügelten Ameisenarbeiter fand Dewitz Flügelanlagen,
die auf demselben Wege durch Einstülpung der Hypoder-
mis entstehen. An diese Erscheinung knüpft er einige Be-
trachtungen phylogenetischer Natur, deren Wiedergabe ich
mir ersparen werde. Zeitschr. wiss. Zool. XXX. Suppl.
p. 78 ff. und XXXI. p. 23 und Sitzber. Ges. Naturf. Freunde
BerHn. 1878. p. 122.
Prof. Ganin macht Mittheilungen über die Resultate
seiner die postembryonale Entwickelung der Insecten be-
treffenden Untersuchungen an Anthomyia, Formica, Myr-
mica, LithocoUetis, Chrysomela und Tenebrio; s. Zeitschr.
wissensch. Zool. XXVHI. p. 386 ff.
On the Final Stage in the Development of
the Organs of Flight in the Homomorphic Insecta.
By Prof. J. Wood-Mason. Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4)
XIX. p. 380 ff. Enthält nichts von Wichtigkeit.
v. Korb meldet als eine grosse Merkwürdigkeit
die Thatsache, dass beim Aufkleben der Ober- und Unter-
Seite der Schmetterlingsflügel (von Parnassius Delius) sich
in 2 dünne Blätter spalten lässt; Mitth. Münch. Sitzber.
1877. p. XIII.
Von der zweiten Auflage v. J. Lubbock's „Ursprung
und Metamorphose der Insekten" ist eine deutsche
Uebersetzung von W. Schlösser, Jena 1876, erschienen.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 393
P. Kramer stellt an Reflexionen über die
Theorie, durch welche der Saison-Dimorphismus
bei den Schmetterlingen erklärt wird; dies. Archiv
1878. I. p. 411 ff. Obwohl die Reflexionen scheinbar mit
Nothwendigkeit zu dem Resultat führen, dass die von
Weismann angezogene Erklärungsweise nicht zutrifft
(was übrigens auch meine Ansicht ist), indem sie die
Ausführungen rein mathematischer Formeln sind, so ist
jenes Resultat doch illusorisch, da die Formeln, aus denen
es abgeleitet wurde, nicht unanfechtbar sind, gerade wie
es mit Naegeli's „Verdrängungsgleichungen" der Fall
ist. Die Mathematik beweist sehr viel, aber nur da, wo
die Verhältnisse, ihren gegenwärtigen Fähigkeiten ent-
sprechend, einfache sind; s. auch desselben: Zur Me-
thodik der Zoologie, Zeitschr. wiss. Zool. XXX. Suppl.
p. 294 ff.
F. G. Schilde stellt in der Stett. Ent. Zeit. 1877.
p. 86 ff. beachtenswerthe Darwinistische Erwägungen
an, anknüpfend an die Entwickelungsgeschichte der Schmet-
terlinge. Manche der dort geäusserten Bedenken sind von
anderer Seite schon ebensogut erhoben worden; beachtens-
werth ist aber ein nicht speciell gegen Darwin, sondern
gegen Müller, Speyer u. A. gemachter Einwurf über die
Genealogie der Schmetterlinge. Wenn dieselben durch
Vermittelung der Psychiden von den Phryganiden abstam-
men sollen, so ist nicht einzusehen, woher die Psychiden-
raupen ihre rudimentären Bauchfüsse haben, da, mit
Ausnahme der Haken am Körperende, bei den Phryganiden
keine Bauchfüsse vorkommen und bei den in Säcken leben-
den Psychiden jeder Anlass zur Ausbildung von solchen
fehlte. Vgl. auch desselben „Gegen die Manchester-
theorie in der Schöpfung ein Lepidopterolog; Gie-
bel's Zeitschr. 1877, IL p. 1 ff. ^
A. R. Wallace's Aufsatz: The colors of Animals
and Plauts (Macmillan's Magazine und Amer. Nat. XI.
p. 641, 713 ff.) enthalten manche aus dem Gebiete der
Insecten genommene Angaben und Erläuterungen.
A. W. Bennett führt einige Fälle an, die geeignet
sind, die Frage: Is protective Mimicry due to natural
394 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Selectionim verneinenden Sinne zu beantworten ; nament-
lich das Vorkommen von Vorbild und Nachahmer in ver-
schiedenen Gegenden. Amer. Natural. XL p. 3 ff.
H. Müller zeigte in der 34. Generalvers. d. Naturh. Ver.
d. preuss. Rheinl. u. Westf. Insectenpräparate vor, welche
Beispiele von schützender Aehnlichkeit und von Verklei-
dung (Mimikry) darstellen ; Correspondenzblatt Nr. 2 p. 53 f.
Refer. spricht seine Zweifel an der Richtigkeit der
Erklärung aus, die Wallace und Darwin von der Er-
scheinung der Mimikry gegeben hatten; Sitzber. Niederrh.
Gesellsch. Natur- und Heilk. 1877. p. 85 ff.
R. Meldola veröffentlicht in den Ann. a. Mag. Nat.
Hist. 1878. I. p. 155 ff. Entomological Notes bearing
on Evolution, die von keiner hervorragenden Bedeutung
sind. Sie beziehen sich auf die von Tagschmetterlingen her-
vorgebrachten Töne, Entfalten der Farben, Unterscheidungs-
vermögen für Farben, Mimikry, Lebensweise in Zusammen-
hang mit schützender Aehnlichkeit; vgl unten Art. Müller.
Weale's Notes on South African Insects in
den Tr. E. S. Lond. 1878. p. 183 ff behandeln Fälle von
Mimikry: On some insects... on Acacia horrida protected
by resemblances to various parts of that tree; — Foliage
Imitators (Caenobasis amoena Feld., Phaneroptera zebrata;
Harpax spinocula, Epeira vigilans Blackw.) — Imitators of
thorns, excrescens, dead foliage, stems, bark etc. (Pephricus
paradoxus, Pryops marginata, Pycnacantha (= Daturina?)
hystrix Thor., Pieris agathina (pupae)); Floral Imitators
(Harpax spinocula, Thomisus sp.); — Mimikry of ants by
Spiders of the genus Salticus.
F. Müller 's Notes on Brazilian Entomology, ebenda
p. 211 ff., behandeln die bei den Schmetterlingen zu be-
sprechenden Odours emitted by Butterflies and Moths ; Sounds
made by Moths; Insects distinguishing Colors; Mimikry;
Correlation of Habit with Protective Resemblance.
Lubbock bekandelt die Colours of British Cater-
pillars vom statistischen Gesichtspunkte, indem er eine
Tabelle von zahlreichen englischen Raupen anfertigt, in
denen die Columnen: „Haarig, Grün, Gelb, Schwarz,
Braun, Roth, Blau, Gestreift, Bemerkungen" ver-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 395
zeichnet sind. Es zeigt sich, dass von grün gefärbten
Raupen nur wenige (z. B. L. Sibylla) haarig oder dornig, die
dunkeln dagegen fast alle haarig sind. Tr. E. S. Lond. 1878.
Metschnikoff untersucht den Kampf um das
Dasein zwischen Periplaneta orientalis und Blatta
germanica und findet die Angabe (wer hat dieselbe ge-
macht?), dass in Russland Blatta germanica überall Peri-
planeta Orientalis verdränge, nicht ausreichend begründet;
s. Zeitschr. wissensch. Zool. XXVIII. p. 409.
Packard behandelt im (9.) Ann. Rep. U. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Territ. for 1875 (1877) p. 589 ff. neben
der RockyMountainLocust, seinem Hauptgegenstande,
die Lebensweise, Entwickelung, Feinde, Vertilgungsmittel
etc. einer ganzen Reihe schädlicher Insecten.
Essai d'Entomologie Generale appliquee. Les
Insectes nuisibles de l'Alsace avec un appergu
des Insectes utiles par l'abbe F. J. Fettig, Bull. Soc.
d'Hist. Nat. Colmar 16e et 17e Annees 1875 et 1876 (Col-
mar 1877) p. 89 ff. Behandelt die Insecten im Umfange
der Arthropoden und ist als Erläuterung zu einer Lehr-
sammlung für die Zöglinge der Primärschule in Colmar an-
zusehen; ein näheres Eingehen auf diese Arbeit ist nicht
geboten.
A. Costa hat die zweite Auflage von Degl' Insetti
che attacano l'albero ed il frutto delF Olivo, il Ciliogio etc.
erscheinen lassen.
Maurice Girard. Catalogue raisonne des animaux
utiles et nuisibles de la France. Paris 1878.
Maurice Girard. Rapport sur les Insectes qui
attaquent et detruisent les bois ouvres, et specialement les
frises de parquet. Paris 1876.
H. de Blanchere. Les Ravageurs des Vergers
et des Vignes. Hist. Nat., Moeurs, Degats, Moyens de
les combattre; suivie d'une etude sur le Phylloxera. Paris
1876.
H. de Blanchere et E. Robert. Les Ravageurs
des Forets et des Arbres d'Alignement. Paris 1876.
Unter den Feinden des Kaffeebaums in Amerika führt
Ernst auch 2 Insecten (Cemiostoma coffeella und Geo-
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. AA
396 Bertkau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
nemus quadrinodosus) auf; vgl. das Referat Polakowsky's
in Monatsschr. Ver. Bef. Gartenb. Berlin 1878. p. 398 ff.
On a new Insect Pest at Madeira. By T. Ver-
non Wollaston. Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4) XX. p. 334 ff.
Handelt von den Zerstörungen, die Sphenophorus stria-
tus Fähr, in den Musa-anpflanzungen anrichtet.
Herlein zählt im 11. Ber. Naturh. Ver, Passau, p. 88
und 95 ff. einige im Baierischen und Böhmer- Walde schäd-
lich gewordene Forstinsecten und deren natürliche Feinde
auf; das Hauptcontingent stellen Käfer, dann Hautflügler;
ausserdem ist noch ein Schmetterling erwähnt.
Perty theilt ein Bruchstück aus einem Briefe eines
Herrn Mühleman mit, das die europäischen Einwanderer
in Amerika, die eingeborenen Schädlinge und die gegen
dieselben angewandten Mittel behandelt, ferner einige Ver-
gleiche zwischen der Nordamerikanischen und Schweize-
rischen Insectenfauna, alles aber wenig geordnet giebt;
auch sind manche Namen durch Druckfehler so entstellt,
dass man sie kaum errathen kann. Mitth. Naturf. Ges.
in Bern. 1877. p. 96 ff.
Promenade Entomologique ä l'ile du Rhin,
pres de Strassbourg par Ferd. Reiber. Bull. Soc.
d'Hist. Nat. Colmar. 18e et 19e Annees; 1877 et 1878. (Col-
mar 1878) p. 81 ff.
Horväth macht einige Insecten (Coleopteren und
Rhynchoten) bekannt, die in den Salzlachen bei Szamos-
falva (Ungarn, in der Nähe Clausenburgs) vorkommen;
Termesz. Füzetek. I. p. 94 (127).
J. L. Le Conte zählt die Insecten auf, die durch die
fremden Aussteller nach Amerika gebracht worden sind.
(Lathridius filiformis, striatus ; Corticaria sp. ; Holoparamecus
singularis; Silvanus surinamensis, advena; Laemophloeus
ferrugineus; Murmidiusovalis; Tribolium ferrugineum; Bru-
chus picturatus, scutellaris, obsoletas, pisi und 4 weitere
Arten; Rhizopertha pusilla; Calandra oryzae; Araeocerus
coffeae; Butalis cerealella; 3 Ichneumoniden und 1 Ptero-
maline.) Proc. Acad. Nat. Scienc. Philadelphia 1876.
p. 267 ff.
B. Haase meldet den Fang einiger Insecten (Dytiscus
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 397
circumcinctus, Acherontia atropos und eine andere Sphinx)
auf hoher See. Ent. Nachr. 1878. p. 25.
Ein Schwärm Acridium (Schistocerca) peregri-
num auf der See, 1200 Meter vom nächsten Lande ent-
fernt. S. H. Scudder, Psyche. (Entom. Nachr. 1878. p. 313.)
A. S. Packard giebt Some Characteristics of the
Central Zoo-Geographical Province of the United States.
Amer. Nat. 1878. p. 512 ff.
W. L. Carpenter. Report on the Alpine Insect Fauna
of Colorado and New Mexico, Season of 1875. App. H 10,
pp. 301—305 of Wheeler's Ann. Rep. Geogr. Surv. W. of
100 th Mer., itself being App. JJ. of Ann. Rep. Chief of
Engineers for 1876. Washington 1876. Die alpine Insecten-
fauna ist von der Fauna der „Eiszeit" übrig geblieben,
wie dies schon oft genug deducirt ist.
Uhler's Report upon the Insects collected . .
during the expl. of 1875 in Bull. U. S. Geol. Surv. III.
p. 355 ff. behandelt nur die Hemiptera eingehender.
Fauna and Flora of the West of Scotland. Glasgow,
Blackie and Son. Der entomologische Theil ist von Ca-
meron, Binnie und King bearbeitet (E. M. M. XIV. p. 21).
DieMelanges entomologiques sur les Insectes
du Portugal par Manuel Pauli no d'Oliveira (Coimbre
1876) beziehen sich nur auf Coleopteren, und zwar vor-
liegendes Heft auf Cicindeliden und Carabiden.
Rudow bringt einen Nachtrag zur Ueber sieht
der mecklenburgischen Insecten. Archiv d. Ver.
d. Freunde der Naturg. in Mecklenburg. 31. Jahrg. 1877.
A) Blatt- und Holzwespen p. 113; B) Wanzen p. 115;
C) Cicaden p. 116; D) Verzeichniss der in Mecklenburg
bis jetzt aufgefundenen Neuroptera s. str. p. 116.
Einige interessante Formen der^ einheimischen (Rhei-
nischen) Insectenfauna erwähnt B e r t k a u ; Correspondenzbl.
(2) Naturh. Ver. preuss. Rheinl. und Westf. 1877. p. 117.
Beiträge zur Württembergischen Insecten-
fauna, von Dr. E. Hof mann. Württemb. Naturw. Jahres-
hefte 1876. p. 467 ff. (Fügt 3 Lepidoptera dem Württem-
berger Faunengebiet hinzu.)
K. von Dalla Torre theilt Entomologische No-
398 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
tizen aus dem JEger lande mit. Jahresb. d. Naturh.
Vereins „Lotos" XXVII. (1877). p. 91 ff. Diese Notizen,
als „Primitiae einer (entomologischen) Fauna des Eger-
landes", sind auf die ganze Klasse der Insecten ausge-
dehnt, indem sie aus allen Ordnungen die dem Verfasser
im Egerlande bekannt gewordenen Arten aufzählen; über
eine Aufzählung gehen sie indessen auch nicht hinaus.
Des Regions Entomologiques de l'Alsace et
de la Chaine des Vosges par F. Reiber. Bull. Soc.
d'Hist. Nat. Colmar 18e et 19e Annees; 1877 et 1878. Col-
mar 1878. p. 63 ff. Reib er theilt das in der Ueberschrift
genannte Gebiet in 7 Regionen, die er durch den hervor-
ragenden geologischen, floristischen und faunistischen Cha-
rakter zu schildern sucht. Dieselben sind:
1. die bebaute Region \
2. die Rheinische Region v Ebene,
3. die Ill-Region 5
4. die Region des Vogesen-Sandsteines in der Ebene
und den Nieder- Vogesen,
5. die Region der Kalk-Hügel J
6. die Vogesen-Region > Gebirge,
7. die subalpine Region ;
Das erste dieser Gebiete umfasst die bebaute Ebene
des Elsass und weist zumeist Insecten auf, die als schäd-
liche (oder durch Vertilgung der letzteren für den Menschen
nützliche) ein besonderes Interesse verdienen; besonders
eigenthümliche Formen scheint dieses Gebiet nicht zu be-
sitzen. Das Rheingebiet umfasst die Rheinufer und deren
nächste Umgebung auf der ganzen elsässisch - badischen
Grenze. Herrschende Pflanze ist die Weide. Tummelplatz
zahlreicher Bembidium-arten. Von anderen Insecten sind
zu nennen: Cicindela riparia, germanica; Demetrias uni-
punctatus ; Otiorhynchus scabripennis ; Pachybrachys Hippo-
phaes, hieroglyphicus ; Megalodactylus Hippophaes; Hy-
drometra argentata ; Phaneroptera falcata. In dem Ill-Gebiet
wiegt die Eiche vor. Charakteristische Insecten sind:
Licinus cassideus, depressus; Attagenus 20-guttatus; Jalla
dumosa, Phymata crassipes; Pseudophana europaea; Ne-
meobius Lucina; Limenitis Camilla; Caloptenus italicus.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 399
Das Gebiet des Vogesen-Sandsteines ist vorherrschend von
Laub- (und Nadel-) Waklungen eingenommen; charakte-
ristische Insecten sind: Cicindela silvatica; Polyphylla
fullo; Anthaxia Salicis; Monalocoris Filicis; Hydrometra
rufoscutellata, Najas; Pirates hybridus; Eupelix cuspidata,
producta. Die l'ünfte Region umfasst die Vorhügel der
Vogesen, zwischen der bebauten Ebene und den mit Wald
bestandenen Höhen und ist entweder mit Weinbergen oder
trockenen Bergwiesen bedeckt. Bemerkenswerthe Insecten
sind: Lebia crux- minor: Gymnopleurus Mopsus; Ancylo-
chira octoguttata; Asida grisea; Sitaris muralis; Verlusia
sulcicornis ; Cicadetta montana ; Platycleis bicolor ; Mantis
religiosa. Die Vogesen-Region ist die grösste nach der be-
bauten und umfasst die Abhänge der Vogesen von 250—1000
Meter. Sie besitzt zahlreiche eigeuthümliche Insectenarten,
von denen hier Carabus nodulosus, monilis, auronitens;
Cychrus rostratus, attenuatus; Serica brunnea; Homalisus
suturalis; Graphosoma lineatum; Hydrometra gibbifera;
Parnassius Apollo; Colias Palaeno; Ascalaphus Italiens ge-
nannt seien. Die subalpine Region umfasst das Gebirge
von 1000 Meter an. Manche, sonst schwarze Käfer werden
hier wie anderwärts bei der entsprechenden Höhe braun
(Carabus, Gyrinus; Silpha etc.). Von Schmetterlingen sind
besonders zahlreich die Geometriden vertreten. Bemerkens-
werth sind Orphania denticauda; Locusta cantans; Platy-
cleis alpina; Pezotettix alpina.
In der Einleitung zu seinen Contributions to a
Knowledge of the Hemipterous Fauna of St. He-
lena stellt Buchanan White Speculations on its
Origin an; Proc. Zool. Soc. London 1878. p. 444 ff. Die
Betrachtung der Flora und der Fauna, das Fehlen aller
Landwirbelthiere, das Vorherrschen endemischer (miocener)
Gattungen, die mit den afrikanischen keine Beziehungen
haben, leiten Buchanan White zu dem Schlüsse, dass
St. Helena zwei oder gar drei Mal mit Organismen bevöl-
kert worden sei, und dass sich aus diesen 2 (3) Einwan-
derungen seine Flora und Fauna zusammensetze. Die
früheste Einwanderung geschah in der (Eiszeit odef wahr-
scheinlich) miocenen Periode und zwar von der paläark-
400 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
tischen Region her zu Wasser, wie das Fehlen aller Land-
wirbelthiere beweist. Um die Möglichkeit eines Seetrans-
portes annehmbar zu machen, verweist der Verfasser auf
die Betrachtungen von Groll, nach denen während der
Eiszeit die Aequatorialströmungen umgekehrt gerichtet
waren, und dass die See zwischen St. Helena und Ascen-
sion, und zwischen letzterer Insel und den Cap Verdi'schen
zwar tief, aber seichter als zwischen den genannten Inseln
und Afrika ist, so dass einzelne, damals noch aus dem
Ocean hervorragende Punkte Zwischenstationen und Ruh-
punkte auf dem Wege nach St. Helena bezeichneten. Die
letzte Einfuhr von Organismen geschah in der historischen
Zeit durch den Menschen ; fast alle St. Helena nicht eigen-
thümlichen Arten sind auf diesem Wege eingeführt worden.
Fritsch setzt die Jährliche Periode der In-
sectenfauna von Oesterreich-Ungarn fort mit IL
die Käfer (Coleoptera) (Mit graphischen Darstellungen auf
9 Tafeln), und III. die Hautflügler (Hymenoptera). Denk-
schr. K. Ak. Wissensch. Wien. Math.-Naturw. Gl. XXXVII.
p. 1 ff., XXXVIII. p. 97 ff. Wegen des allgemeinen Gha-
rakters dieser Arbeit s. d. Bericht 1877. p. 343 (375). Bei
den Hymenopteren ist ausser der Erscheinungszeit und
jährlichen Vertheilung auch ihre Beziehung zur Flora
berücksichtigt.
Introductory Papers on Fossil Entomology.
By H. Goss. E. M. M. XV. p. 1 ff, 52 ff, 124 ff
Die Urwelt. Von Dr. 0. Heer, Zürich. Beschreibt
auch fossile Insectenarten.
Scudder beschreibt im „Rep. of Progr. Geol. Surv.
of Canada" (1875—76) die von Dawson bei Quesnel
(Br. Golumb.) gesammelten Tertiärinsecten. (Formica
arcana; Pimpla smec^a, decessa (l)-^ Calyptites antediluvia-
num (Brac); mehrere Ghironomiden ; Boletina sepulta; 2
Brachypeza-arten ; Trichonta Dawsoni ; Dolichopodiden und
Museiden; Prometopia(?ep^?^s(Nitid.); Lachnus pe^rorwm (? !) ;
Reste einer Libellulide ; s. Westwood in den Pr. E. S.
Lond. 1877. p. XLIIL
Derselbe (The first discovered Traces of fos-
sil Insects in the American Tertiaries) beschreibt
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 401
weitere Insectenreste aus den Ablagerungen am White
River (Chagrin Valley und Fossil Canon); dieselben ge-
hören den Hymenoptera, Diptera, Hemiptera, Physopoda,
Trichoptera an. Bull. U. S. Geol. Surv. IIL p. 741 ff.,
765 ff., ebenso An Account of some Insects of unusual
interest from the Tertiary Rocks of Colorado and
Wyoming; ibid. IV. p. 519 K
Ch. Brongniart. Note sur des perforations obser-
vees dans deux morceaux de bois fossile. Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. 215 ff. PI. 2. Ein verkieseltes Stück einer
Conifere aus den terrains carboniferes ä Autun zeigt Gänge,
wie sie heutzutage Hylesinus hervorbringt; ein zweites aus
dem Gault (mittl. Kreide) scheint von Bostrychus ähnlichen
Käfern durchbohrt zu sein.
Mac Lachlan erklärt den vielfach discutirten, Brey-
eria Borinensis genannten Insectenrest (vgl. den Bericht
1877. p. 295 (327)) für eine Ephemeride und macht dabei
besonders auf die nach ihm sehr deutlich hervortretenden
zahlreichen Queradern aufmerksam. C. R. Soc. Ent. Belg-
XX. p. XXXVI.
Coleoptera.
Mit Bd. XII. sind die Genera des Coleopteres
von Lacordaire und Chapuis zu Ende geführt. Dieser
letzte Band behandelt die Erotyliden (p. 1 — 76), Endo-
mychiden (p. 77—148) und Coccinelliden (p. 149—259).
P. 261—265 enthalten eine Table alphabetique der in
diesem Bande, p. 267—322 eine Table methodique und
p. 323 — 420 eine Table alphabetique der in den gesammten
12 Bänden vorkommenden Familien, Triben, Gruppen und
Gattungen. Einige der mir früher in den den einzelnen
Bänden beigefügten Tabellen als ausgelassen aufgestossenen
Gattungen sind hier in dem allgemeinen Verzeichniss auf-
genommen (Rembus, Scyphophorus); andere dagegen fehlen
auch hier (Colymbomorpha III. p. 224, Stephauorhynchus
VI. p. 502); dagegen sind diese in der T. meth. aufgeführt;
auch ist der Druckfehler Xenocerus VI. p. 659 (statt 559)
402 Bert käu: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
wiederholt. Inzwischen aufgestellte neue Gattungen sind
nicht nachgetragen.
Eine für die Kenntniss der Larven der Käfer sehr
wichtige Arbeit liefert E. Perris in den Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXII p. 250 ff., XXIII. p. 1 ff. mit XIV Tafeln.
Der Autor hatte sich ursprünglich nur die Beschreibung der
in den verwitternden Pfählen vom Holze der Castanea vesca,
die in den Landes als Weinbergpfähle benutzt werden, leben-
den Larven zur Aufgabe gesetzt, zog dann aber auch die
in ähnlichen Verhältnissen lebenden Larven, sowie die
anders lebenden Larven von solchen Familien herein, die
ihre Vertreter auch unter denen der erstgenannten Gruppe
haben. So werden denn nahezu 250 Larven (z. Th. auch
Nymphen) von Käfern der verschiedensten Familien be-
schrieben, z. Th. auch abgebildet, seltener ganz, als vielmehr
einzelne Theile; ausserdem ist meist bei jeder Familie auch
ein Verzeichniss nebst Literaturnachweis der bereits be-
schriebenen Larven hinzugefügt. In gegenwärtiger Arbeit
kommen vor: Scaphidiidae (1), Histeridae (5), Nitidulidae
(17), Colydiidae (2), Cucujidae (8), Cryptophagidae (2), La-
thridiidae (3), Mycetophagidae (3), Scarabaeidae (7), Bu-
prestidae (24), Elateridae (13), Lycidae (2), Malachiidae (1),
Dasytidae (2), Cleridae (4), Lyctidae (1), Cisidae (1), Ano-
biidae (13), Ptinidae (2) Tenebrionidae (26), Cistelidae (2),
Salpingidae (1), Melandryidae (8, resp. 7, 1 Scraptia),
Mordellidae (16), Oedemeridae (4), Anthribidae (7), Curcu-
lionidae (1), Longicornia (54), Erotylidae (1).
Einen bescheideneren Beitrag zur Metamorphose
der Käfer bringt Forstmeister Th. Beling in diesem
Archiv 1877. I. p. 41 ff. mit der Beschreibung der Larve
und Puppe von Chlaenius vestitus F., Amara familiaris
Duftschm., XantholinuslentusGrav., AcidotacrenataF., Helo-
des livida F., Eros affinis Payk., E. Aurora F.
Coleopterorumspeciesnovae. Von E dm. Keitter.
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 165 ff. Beschrieben
werden 56 neue Arten aus verschiedenen Erdtheilen und
den Familien der Histeridae, Nitidulidae, Trogositidae,
Cucujidae, Cryptophagidae, Lathridiidae, Mycetophagidae,
Parnidae, Tenebrionidae, Corylophidae.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 403
Stierlin giebt die BesclireibuDg einiger neuer
Käfer arten; Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch. IV. p. 473.
C. Waterhouse verzeichnet in den Proc. Zool. Sog.
London. 1877. p. 81 f. die ihm von den Galapagos bekannt
gewordenen Arten.
J. L. Le Conte. New Species of Coleoptera, collec-
ted by the expeditions for geographica! Surveys W. of the
100 th Mer. . . . App. H. 10 pp. 296 ff., of Wheeler's Ann.
Eep. geogr. Siirv., itself being App. J. J. of Ann. Rep. Chief
of Engineers for 1876. — 11 neue Arten sind beschrieben.
Derselbe behandelt the Coleoptera of the
Alpine region of the Rocky Mountains, Bull. U. S.
Geol. Surv. Vol. IV. Nr. 2. p. 447 ff.
H. Ulke stellt zusammen eine List of Species, collec-
ted by Lieut. W. L. Carpenter (in Colorado); (7) Ann. Rep.
U. S. Geol. Surv. Terr. for 1873 p. 567 ff. Neue Arten
sind nicht darunter; bei Nemognatha lucida und Lytta
Nyttalli wird die mit den Pflanzen, auf denen sie leben,
sympathische Färbung hervorgehoben (die erstere auf Cir-
sium undulatum, die letztere auf Iris tenax).
Le Conte stellt in den Proc. Amer. Philos. Societ.
XVL p. 418 ff. eine Tabular Synopsis of the Rhyn-
chophora of America zusammen, in der die Zahl der
Gattungen und Arten, ihre Verbreitung in Amerika und
anderen Erdtheilen niedergelegt sind, auf Grund der in der
Synopsis u. s. w. (s. d. Ber. 1876 p. 353 (145)) gewon-
nenen Resultate.
E. A. Schwarz verzeichnet die in Florida beobach-
teten (1475) Käferarten. Proc. Am. Phil. Soc. Vol. XVIL
Nr. 101. p. 434 ff. Die zahlreichen neuen Arten sind
früher, theils von demselben (p. 353 ff.), theils von Le
Conte (p. 373 ff.) beschrieben; Bemerkungen über die
geographische Verbreitung macht der letztere ebenda
p. 470 ff.
Derselbe und H. G. Hubbard desgleichen die in
Michigan beobachteten Arten; ebenda p. 627 ff.; Le Conte
beschreibt vorher 80 n. A.
H. W. Bat es handelt On new Genera and Species
404 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
of Geodephagous Coleoptera from Central America. Proc.
Zool. Soc. Lond. 1878. p. 587 ff.
Catalogi Coleopt. Europ. ed. IL auct. Dr. J. P. E.
Frdr. Stein et Jul. Weise; Berolini. 1877. (Nicolai'sche Ver-
lagsbuchhdlg. (Stricker).) — Besprechungen und Bemer-
kungen zu dieser 2. Auflage finden sich: von E. v. Harold
in den Entom. Nachr. 1877. p. 153 ff.; von E. Bergroth,
ebenda, 1878. p. 17 ff., Katter, ebenda p.50 f., v. Hopff-
garten, ebenda p. 97 f.; von L. v. Heyden in der deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 161 ff., Eppelsheim, ebenda
p. 170 ff. (bezieht sich auf Staphyliniden) ; H. v. Kiesen-
wetter, ebenda p. 176 ff., Kraatz, ebenda p. 185, JuL
Weise, ebenda p. 189. ff., v. Harold, ebenda p. 196; der-
selbe, Mitth. Münch. Ent. Ver. 1877. p. 113 ff.
S.A. de Marseul giebt einen Index des Coleopteres
de l'Ancien Monde decrits depuis 1863. L'Abeille XVI.
Derselbe reproducirt ebenda unter dem Titel „Ar-
cheologie entomologique" die Diagnosen der in seltenen und
wenig verbreiteten Werken beschriebenen neuen Arten.
Von Flaminio Baudi a Selve ist Europaeae et
circummediterraneae Faunae Heteromerum spe-
cierum, quas Com. Dejean in suo Catalogo, ed. 3a.
consignavit, etc. cum aut. hodierne recepta deno-
minatione collatio Parsquarta, quinta, sexta erschienen.
Deut seh. Ent. Zeitschr. 1877 p.385, 1878 p.lff. Behandelt
Cistelidae, Pythidae, Melandryidae, Lagriidae, Pedilidae,
Anthicidae, Pyrochroidae, Mordellidae, Meloidae; s. unten.
F. Baudi a Selve. Eteromeri delle famiglie susse-
quenti a quella dei Tenebrioniti nei limiti della fauna euro-
pea e circummediterranea, nämlich Cistelidae, Pythidae, Me-
landryidae, Lagriidae, Pedilidae, Anthicidae, Pyrochroidae,
Mordellidae, Rhipiphoridae, Meloidae. Att. d. Acc. Torino
XB p. 571 ff. und XIII p. 765 ff., 1027 ff Derselbe In-
halt wie vorher.
D. Sharp giebt eine List of aquatic Coleoptera
collected ... in Portugal a. Marocco; p. 112 ff., . . .
collected in Brazil p. 116 ff., ... in Antigoa p. 120 f.;
Ann. Soc. Ent. Belg. XX. Es werden 5 n. A. beschrie-
ben (Haliplus, Hydroporus, Ochthebius, 2 Gyrinus).
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 405
Serafin de Uhagon. Coleopteros de Badajoz. An. Sog.
Esp. V p. 45 ff.
M. Cuni y Martorell & M. Martorell y Pena. Catalogo
metodico y razonado de los Coleopteros observados en
Cataluna. Barcelona 1876, 8vo, pp. 360 (1278 Arten).
V. Ragazzi's Contribuzione alla Fauna del Modenese
enthalten ein Verzeichniss von 315 Käfern; Ann. Soc. Natur.
Modena. Anno XII. p. 175 ff.
L. Fairmaire. Faune elementaire des Coleopteres de
France. 4e edit. Paris, 1876.
Ihr. Ed. Everts giebt ^ein Supplement op de Lijst
der in Nederland voorkomende Schildvleugelige Insekten
(Coleoptera); Tijdschr. v. Entom. XX. p. 168 ff.
Praktische Anleitung zum Bestimmen der
Käfer Deutschlands und der Schweiz von Dr. Gust.
Schoch. Stuttgart, Jul. Hoffman. 1878. Gr. 8. 183 S. Mit
10 Taf.
Nach langer Unterbrechung ist von der Naturge-
schichte der Insecten Deutschlands, Coleoptera,
eine neue Lieferung, Fünfter Band 1. Lief., bearbeitet
von H. V. Kiesenwetter, erschienen. Berlin 1877. 5Mk.
Derselbe enthält die Familien der Anobiadae, Cioidae,
Aspidiphoridae. Die Versicherung der Verlagsbuchhandlung,
dass jetzt Veranstaltung getroffen, dass die Fortsetzung
dieses classischen Werkes in möglichst rascher Folge er-
scheint, wird dem entomologischen Publicum Deutschlands
gewiss angenehm zu hören sein.
Die Käfer von Nassau und Frankfurt. Zu-
sammengestellt von LucasvonHeyden; Jahrb. desNass.
Ver. f. Naturk. Jahrg. XXIX und XXX. p. 55 ff. Wenn
schon ein einfaches, aber hinsichtlich der Bestimmungen
zuverlässiges Verzeichniss der in einem begrenzteren oder
weiteren Gebiete beobachteten Formen seinen grossen Werth
hat, so würde vorstehende Zusammenstellung diesen in
hohem Grade besitzen, da für die Richtigkeit der ange-
führten Namen nicht nur die Befähigung des Verfassers,
sondern auch der Umstand bürgt, dass die meisten und fast
alle kritischen Gruppen Monographen vorgelegen haben und
von denselben revidiert sind. Was aber diesem Verzeich-
406 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
niss eine noch andere Bedeutung verleiht, ist die Berück-
sichtigung der Erscheinungezeit, des gewöhnlichen Aufent-
haltsortes, die Mittheilung mancher Züge aus dem Leben
einzelner Käfer, so dass dasselbe viel eher Anrecht darauf
hätte, eine „Naturgeschichte" genannt zu werden, als so'
manche Handbücher, die unter diesem Namen meist nichts
weiteres als die Mittel zur Bestimmung eines Naturob-
jectes liefern. — Das Gebiet ist in einzelnen Theilen sehr
gründlich durchforscht, in anderen weniger, so dass immer-
hin noch die Möglichkeit zu einigen weiteren Entdeckungen
bleibt. Aber auch schon in der gegenwärtigen Fassung
weist das Verzeichniss die für das kleine Areal grosse
Zahl von 3161 Arten auf, deren Höhe wohl hauptsächlich
den günstigen und wechselnden physikalischen Verhält-
nissen zuzuschreiben ist.
Brauns' Nachträge zum Verzeichnisse der Käfer Meck-
lenburgs von Glasen fügen letzterem Verzeichnisse 213 Arten
zu, so dass gegenwärtig 2817 Käferarten aus Mecklenburg
bekannt geworden sind. Arch. Ver, Freund. Naturg. Meck-
lenburg. 32. Jahr (1878) p. 58 ff.
Letzner berichtet über den Status der schles.
Goleopternfauna am Ende des Jahres 1876 und
1877, dass zu den nachgewiesenen 4159 Arten 75 hinzu-
kommen, während 2 Nr., da sie als Varietät oder falsch
bestimmt erkannt sind, abgerechnet werden. Total 4232
Arten. 54. Jahresb. Schles. Ges. Vaterl. Cultur p. 208 und
55. p. 193.
Die Fortsetzung von Kittel' s Systematischer
Ue her sieht der Käfer Baierns im Corrspbl. Zool. Miner.
Ver. Regensburg, 31. und 32. Jahrg. geht von Omalium
unter den Staphylinen bis zu Psammodius unter den Sca-
rabaeiden.
In einem Nachtrag zur Coleopteren-Fauna
der Kantone St. Gallen und Appenzell fügt M.
T äschler seinem früheren Verzeichniss 230 weitere Arten
hinzu, wodurch die Zahl der bekannten auf ca. 1230 erhöht
wird; Vgl. d. Ber. 1872. p. 255 (35). Bericht Thät. St.
Gallischen Naturw. Gesellsch. 1876—77. p. 455 ff.
V. Gradier hält eine Vierte u. Fünfte Nachlese
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 407
zu den Käfern von Tyrol, durch welche die Zahl der-
selben um 45 vermehrt und 4000 nahe gebracht wird. Co-
leopt. Hefte XV. p. 99 ff. und Ferdinandeum, (3.) XXII.
p. 101 ff.
Catalogo sinonimico e topografico dei Coleotteri
d'Italia del Dott. Stefano de Bertolini di Trento. (Mir
nicht zugekommen.)
Bd. XIII. der Magy. Tud. Akad. math. es term. Közl.
enthält auf S. 303 ff. ein Verzeichniss der in den Comi-
taten Temes und Krassö beobachteten Käfer von J. Fri-
valdsky; Bd. XV derselben auf S. 232 ein solches der in
Zölyom und Liptö beobachteten von A. Mocsäry.
Coleoptera nova exHungariameridionali descripta
a J. Frivaldszky; Termeszetr. Füzetek I. p. 17 und 228.
(2 neue Gattungen, 5 n. Arten.)
Derselbe macht ebenda p. 136 „Adnotationes Coleo-
pterologicae", meist synonymischer Natur, mit Bezug auf
Ungarische Arten.
Coleopterologische Ergebnisse einer Reise
nach Südungarn und in die Transsylvanischen
Alpen von Edm. Reitter; Verh. naturf. Ver. Brunn. XV.
p. 3 ff. Taf. I.
J. Faust schreibt in dem Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LH. p. 34 ff. über ältere und. einige neue
Käfer der russischen Fauna.
Die Verh. und Mitth. Siebenbürgischen Ver. f. Naturw.
in Hermannstadt, XXVII. Jahrg. enthalten auf S. 92 ff.
einen Beitrag zur Käferfauna Siebenbürgens, in
dem Arten und Varietäten den früheren Verzeichnissen
hinzugefügt werden.
•Einen Beitrag zur Co leopterenfauna der Car-
p a t h e n bringt E. Reitter untei* Mitwirkung von E p p e 1 s-
heim, de Saulcy und Weise; Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 33 ff
E. Reitter beschreibt (13) Neue caucasische
Coleopteren; Deutsch. Entom. Zeitschr. 1877. p. 298 ff.
Beiträge zur Kenntniss der kaukasischen Käferfauna
von Dr. 0. Schneider und H. Leder. Verh. naturf. Ver.
408 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Brunn. XVI. p. 3 ff. (Aufzählung der Arten mit Beschrei-
bung und theilweiser Abbildung der neuen.)
Verzeichniss der im Kreise von Kuldsha ge-
sammelten Käfer. Von E. Ballion. Bull. Sog. Imp.
Nat. Moscou. T. LIII. lere. Part. p. 253 ff. Das Verzeich-
niss führt 275 Arten auf, von denen 85, also fast ein
Drittel, als neu beschrieben werden; diese grosse Zahl
erregt denn doch gerechtes Bedenken.
S. Solsky hat die Fortsetzung des Verzeichnisses
der von Fedtschenko in Turkestan gesammelten Käfer
erscheinen lassen. Jestkrok'ilia (Coleoptera) fasc. 2.
H. W. Bates handelt OnnewSpecies of Coleopterous
Insects (Geodephaga and Longicornia) taken . . during the
Forsyth Expedition to Kashgar in 1873—74. Proc. Zool.
Soc. Lond. 1878. p. 713 ff.j
Beiträge zur Käferfauna von Japan bringen
Putzeys, Weise, Kraatz, Reitter, Eichhoff und v.
Harold in der Deutsch. Entom. Zeitschr. 1877. p. 81 ff.,
337 ff. 367 f., 369 ff.; 1878. p. 65 ff.
H. W. Bates. On the Coleoptera collected... on
Duke- of- York Xsl., New. Ireland and New Britain. Proc.
Zool. Soc. London. 1877. p. 151 ff., PI. XXIV und XXV.
Obwohl die kleine Sammlung nur eine unvollkommene
Vorstellung von der Käferfauna dieser Inseln giebt, so
zeigt sie doch so viel mit Sicherheit, dass dieselbe der
von New Guinea nahe verwandt ist.
F. P. Pas CO e liefert Part IV seiner Descriptions of
New Genera and Species of New Zealand Coleoptera.
Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4) XIX. p. 140 ff.
T. Brown (Broun ?). Notes on the Coleoptera of
Auckland, New Zealand. Trans. N. Zeal. Inst. VIII. p.
262 ff.
Die Käferfauna der Auckland-Inseln wird nach
H. Krone 's Sammlungen beschrieben von H. v. Kiesen-
wetter und Th. Kirsch. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877.
p. 153 ff. In einem Vorworte hebt Krone die grosse
Insectenarmuth dieser Inseln hervor, da ein 5-monatliches
Sammeln im nördlichen Theile nur 28 Arten einbrachte,
von denen nur 4 in einer einigermassen beträchtlichen
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 409
Individuenzahl vertreten sind. Von den Arten sind 19 als
neu beschrieben, 3 gehören neuen Gattungen an. Die
Arten vertheilen sich in folgender Weise auf die einzelnen
Familien: Carabidae 3 (2 n.), Hydrophilidae 1 n., Staphy-
linidae 7 (6 n., 1 n. G.), Silphidae 1 n. A., Trogositidae
1 A. (T. mauritanica), Dascillidae 1 n. A. u. 1. n. G.,
Melyrini 1 n. A., Cleridae 2 A., Curculionidae 10 A. (8 n.
u. 2 n. G.).
Coleoptera Sanctae-Helenae. By T. Vernon
Wollaston. Van Voorst. 1877. 8vo. pp. I— XXV, and
1 — 256, col. pl. Enthält die bereits früher veröffentlichten
Resultate zusammengestellt. 203 Arten sind auf der Insel
nachgewiesen, von denen 57 unzweifelhaft, und 17 weitere
mit grosser Wahrscheinlichkeit eingeführt sind, so dass
nur 129 als einheimisch angesehen werden können. Von
diesen gehören 91 zu den Rhynchophoren ; Dytiscidae,
Hydrophilidae und Longicornia sind gar nicht, die Necro-
phaga und Trichopterygidae durch je 1, Coccinellidae und
Lamellicornia durch je 2, die Priocerata (Elateridae und
Anobiadae) und Chrysomelidae durch je 3, die Brachelytra
und Heteromera durch je 6 und die Geodephaga durch 14
Arten vertreten.
V. Gredler bringt einen Beitrag zur Käferfauna
Central- Afrikas; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
p. 501 ff. Es werden die langjährigen Sammelergebnisse
an verschiedenen Punkten des (östlichen) Central-Afrika
aufgezählt und auch hier wieder die schon von anderen
Beobachtern gemachten Bemerkungen über die weite Ver-
breitung der Gattungen und selbst Arten innerhalb des
ausgedehnten Continentes bestätigt.
H. V. Harold liefert Beschreibungen (4) neuer
Coleopteren, vorzüglich aus... Ostafrika. Monats-
ber. Kgl. preuss. Akad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 210 ff.
nebst einer Tafel Abbildungen.
Pselaphiden, Cucujiden, Scarabaeiden, Cly-
thrini von Abyssinien und Zanzibar beschrieben von
Raffray, Grouvelle und Lefevre in Rev. et Mag. d.
ZooL 1877. p. 223, 279, 296, 312.
L. V. Heyden spricht über die Käferfauna von
410 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Madagascar, im Anschluss an eine (von Herrn Eben au
eingesandte) Sammlung von 252 Arten, von denen aber
erst die Hälfte identificirt ist. Von allen von Madagascar
bekannt gewordenen Arten geboren ^4 dieser Insel (nebst
den Mascarenen) ausscbliesslicb an; V? ^^^ Madagascar
mit dem gegenüberliegenden Festlande, einen geringeren
Brucbtbeil mit Indien gemeinsam, und Vio der Arten sind
Kosmopoliten. Beriebt über die Senckenb. naturf. Gesellscb.
1877-78. p. 97 ff.
E. Reitter schreibt in der Deuts ob. Ent. Zeitscbr.
1877. p. 175 f. über die geographische Verbreitung
einiger Käfer arten. (Carpophilus 4signatus Er. auch
in Peru; Epuraea mellitula Rtt. aus Hinterindien und
Guyana; Meligethes Krüperi in Kleinasien und Ungarn, hebes
auch in Japan; ßhizophagus perforatus auch in Mexico;
Cryptophagus pilosus auch in Nordamerika, acutangulus
auch auf Cuba, scanicus auch in Mexico, cellaris auch in
Louisiana, Tenesse, Montevideo, saginatus auch in Chile;
Atomaria atricapilla auch in Mexico, apicalis in Nord-
amerika; Enicmus transversus auch in Japan und China,
minutus auch in Japan und Chile ; Melanophthalma gibbosa
auch in Japan und China.)
T. Broun. On insects injurious to the Kauri Pine
(Dammara australis). Trans. N. Zeal. Inst. IX. p. 366 ff.
Als schädlich sind namentlich Käfer beobachtet worden.
Ausser einigen unbenannten und vielleicht unbeschriebenen
werden Xenocnema spinipes Woll. und Dryophthorus bitu-
berculatus White behandelt. Der eingeschleppte Otiorhyn-
chus sulcatus wurde gleichfalls auf dem Baume fressend
beobachtet.
Seh och führt als Seidefresser Dermestes lardarius
L., Corynetes ruficollis F., rufipes F., Anobium striatum
Oliv, auf; Mitth. Schweiz, ent. Ges. V. p. 426.
L. Camerano's Note intorno ai caratteri ses-
suali secondari di alcuni coleotteri bezieht sich auf
secundäre Geschlechtsunterschiede, die in Färbung und
Gestalt einzelner Körpertheile bei Cicindeliden und Cara-
biden hervortreten und mit der Selectionstheorie in Ver-
bindung gebracht werden. Att. Acc. Tor. XIII. p. 751 ff.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 41 1
Das Fltigelgeäder der Käfer. Zugleich ein frag-
mentärer Versuch zur Auffassung der Käfer im Sinne der
Descendenztheorie. Von Dr. Otto Roger. Erlangen. 1875.
Roger nimmt in diesem im vorigen Bericht nicht berück-
sichtigten Werkchen die Arbeit He er 's und Burmeister's,
freilich in anderem Sinne, wieder auf, ohne jedoch eigent-
lich die neuen Gesichtspunkte in befriedigender Weise zur
Anerkennung zu bringen, noch auch das empirische Ma-
terial bedeutend zu vermehren. Den Käferflügel leitet
Roger vom Orthopteren-flügel ab; gleich diesem besass
er eine grössere Anzahl von gleichwerthigen Längsadern,
die durch zwei Reihen zickzackförmiger Queranastomosen
mit einander verbunden waren; sie hatten ungefähr die
Länge der Flügeldecken (?) und konnten nur der Länge
nach fächerförmig zusammengelegt werden. Aus den An-
fangs gleichwerthigen Längsadern differenzirten sich, um
den höheren Anforderungen an das Flugvermögen gerecht
zu werden, allmählich die 6 von Heer als Vena marginalis,
mediastina, scapularis, externo-media, interno-media, analis
bezeichneten Hauptadern aus, indem ein Theil zu einem
Aderbündel zusammentrat, und die andern auf den Werth
von Nebenadern zurücksanken; die Queradern gingen in
ihrer ursprünglichen Gestalt ebenfalls verloren; gewisse,
noch persistirende Erscheinungen indessen, wie das Flügel-
mal z. B., erinnern noch an dieselben. Den ursprünglichen
Typus haben die Malacodermen am treuesten bewahrt, die
auch durch die weichen Flügeldecken, lange Abdominal -
ganglienkette , aus gleichen Gliedern gebildete Fühler,
fünfgliederige Füsse der Stammform ähnlich geblieben sind.
Heteromeren, Buprestiden und Elateriden stehen ihnen nahe.
Die Lamellicornier entwickelten sich aus ihnen durch Ver-
mittelung der Longicornier, speciell der Prionini, und zwar
zunächst die Lucaniden, von denen sich die Curculioniden,
Bruchiden und Scolytiden abzweigten, und dann die Sca-
rabaeiden; zu einem besonderen Aste haben sie sich in den
Chrysomeliden und Coccinelliden entfaltet. Auch die Ca-
rabiden nebst den dem Wasserleben angepassten Verwand-
ten (Dytisciden, Gyriniden) haben in ihrem Flügelbau sich
verhältnissmässig wenig von der Stammform entfernt. Von
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. BB
412 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
den Clavicorniern stehen einige Familien den Malaco-
dermen, andere den Adephagen näher; am frühesten haben
sich die Hydrophiliden abgezweigt und dem Wasser-
leben angepasst, die Sphaeriiden sich dagegen wieder mit
Neigung dem Landleben zugewandt. Die Staphyliniden
haben sich am weitesten differenziert und ihrerseits die
Histeriden, Silphiden hervorgehen lassen; mit den Psela-
phiden, Scydmaeniden und Trichopterygiden weiss der
Verfasser nichts Sicheres anzufangen. Vgl. Schoch in
den Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch. IV. p. 471.
K. Lacker. Die Vielgestaltigkeit der Form
und Lebensweise im Reiche der Käfer im Lichte
der Descendenztheorie. Jahresber. ak. naturw. Ver.
Graz. IV. p. 45 ff. Das Licht, das hier gespendet wird,
ist etwas trüb.
F. Seidl. Die phylogenetischen Grundzüge
des Coleopterensystems; ebenda p. 60 ff.
Pilzwucherungen an Käfern (Heilipus, dessen Arten
am häufigsten befallen zu werden scheinen; Stenopterus
rufus könnte wohl Pollinarien von Orchideen tragen);
Kraatz in der D. Ent. Zeitschr. 1876. p. 379.
Slater macht Vivarium Notes on some common Co-
leoptera. Tr. E. S. Lond. 1877. p. 277 ff.
Monstrositäten von Abax ovalis und Geotrupes
silvaticus nebst allgemeinen Bemerkungen über Käfermon-
strositäten s. C. R. Ent. Belg. 1878. p. CCXLIX ff
S. Scudder. Fossil Coleoptera from the Rocky
Mountain Tertiaries. Bull. U. S. Geol. Surv. IL p. 77 ff.
Eine neue Gattung (Halticides) und 31 Arten.
Gicindelidae. M. Paulino d'Oliveira verzeichnet die Ci-
cindeliden Portugals (6 Arten der Gattung Cicindela mit 6
Varietäten); Meianges Entomologiques ; Coimbra 1876. p. 13 u. 14.
Chaudoir liefert eine Enumeration des Cicindeletes et
des Carabiques .... de Zanzibar etc., Rev. et Mag. 1878. p. 69 ff.
Einschliesslich der durch Gerstäcker von Zanzibar bekannt ge-
machten und einiger Arten, die Chaudoir anders woher erhielt,
sind durch Raffray's Sammlungen die Arten jener Gegend auf
143 gebracht, von denen 6 auf die Cicindeliden und 137 auf die
Carabiden fallen.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 413
Ueher Amblychilacylindrica, seine Lebensweise, Nahrung
und Feinde (Mephitis) spricht Snow vor der Kansas Acad. Sc;
Octob. 12. 1877 und im Amer. Natural. XI. p. 731.
Tetracha ignea (Chiriqui); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878.
p. 587.
Cicindela Belti (Chontales, Nicaragua), Flohri (Mexico, Guade-
loupe); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 588, Stoliczkana
(Kashgar, nördlich vom Kuen-lun) ; Derselbe ebenda p. 713 ; austro-
montana (Castle Hill, Neu S.); Derselbe, Ent. M. M. XV. p. 22;
tetrachoides (Hatam); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. VIII. p. 514;
maino (Neu Guinea); Mac Leay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales. I.
p. 165; Huttoni (Tairua; Otago); Broun, Trans. N. Zeal. Inst. IX.
p. 375.
Cicindela maga Le C. = Dromochorus Pilatei Guer.-Men. und
der in den Sammlungen unter letzterem Namen verbreitete eine neue Art,
die Dr. Belfragei genannt wird; A. Salle, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877.
p. VII; Poggei, muata {\){lnnerafr.); v. Haro Id, Mitth. Münch. p. 99.
Therates Misoriensis (Neu Guinea); Raffray, Bull. Ent. Fr.
1878. p. XCVI.
Ctenostoma sigma, laeticolor (Chontales, Nicaragua); Bates,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 588; LandoUi, (Espir. Santo); Stein-
heil, Mitth. Münch. 1877. p. 48.
Carabidae. Chaudoir beschreibt Genres nouveaux et
especes inedites de la famille des Carabiques. Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou LH. p. 188 ff., LIII. (Nr. 3) p. 1 ff.
Descriptions de Carabides nouveaux de la Nouvelle Grenade . . .
par M. J. Putzeys. Mitth. Münch. 1878. p. 54 ff.
M. Paulino d'Oliveira liefert ein Verzeichniss der Cara-
biden Portugals; Melanges Entomologiques, Coimbra. 1876.
p. 15 ff.
J. B. Gehin. Lettres pour servir ä l'histoire des Insectes de
la tribu des Carabides. Bull. Soc. Metz. 1876. p. 101 ff., 125 ff.
und Catalogue-etiquettes des Coleopteres carabiques de la tribu des
Carabides. Nancy. 1876. 8« pp. 72. In den Pet. Nouv. IL p. 67
heisst es: Ce catalogue est, nous ne dirons pas le meilleur, mais le
seul, Sapieuti sat!
A. Preudhorame de Borre giebt eine Notice sur les
especes des tribu s des Panagaeides, des Loricerides, des Lici-
nides, des Chlaeniides et des Broscides, qui se rencontrent en Bel-
gique, die von lokal-faunistischem Interesse ist. C. R. Soc. Ent. Belg.
1er juin. 1878.
Durch die Beschreibung von (3) Carabidae novae ex Hun-
garia, von J. Frivaldszky in den Termesz. Füzetek. I. p. 133 und
246 erhöht sich die Zahl der aus Ungarn bekannten Carabiden
auf 514.
414 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Carabini. CycTirocephalus n. g. für Calosoma asperatum
Dej. und Carabus stenocephalus Luc; Gehin, Bull. Soc. Moselle
(Metz) 1876, p. 119.
Le Conte stellt die Nordamerikanischen (21) Nebria- Arten
zusammen, unter denen N. ovipennis (Sierra Nevada), purpurata
(Georgetown, Colo.) p, 477, trifaria (Utah), longula (Colorado), öb-
tusa (Green River City, Wyoming) p. 478 neu sind; Bull. U. S. Geol.
Surv. IV. Nr. 2. p. 473 ff.
Nebria Geraldesi (Serra d'Estrella, Portugal); Paulino
d'Oliveira a. a. 0. p. 22.
In einem Beitrag zur genaueren Kenntniss der flachen
Carabus (Plectes Fischer) des Caucasus in der Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 33 ff. erklärt Kr a atz C. Lafertei und
refulgens Chaud. für Varietäten von C. ibericus Fischer und beschreibt
C. Bibersteini var. Suramensis, C. (Plectes) KasbeJcianus (^ tarsis
anticis articulo tertio transverso, quarto parvo, haud transverso;
de cet. C. Puschkini simillimus) p. 40. Ein beigefügtes Verzeichniss
Caucasischer Plectes enthält 16 Arten, einschliesslich der gleich zu
erwähnenden von Chaudoir beschriebenen.
Ebenda p. 69 ff. giebt de Chaudoir eine Note sur quel-
ques especes de Carabes plats du Caucase, die die Erken-
nung einzelner Arten erleichtern soll und beschreibt C. Bibersteini
Menetr. var. Kolenatii p. 70, var, fossiger, macropus n. sp. p. 71,
Kraatzi n. sp. p. 72, nothus var. flavipennis, eupreus n. sp. p. 74
vom Caucasus, sowie C. sculptipennis n. sp. aus dem nördlichen
China p. 75. Nach demselben p. 76 -ist C. Kindermanni Hampe =
Bischoffi Chaud., reticulatus Hampe = scabripennis Chaud., pro-
ductus Hampe = Nordmanni Chaud. = robustus Deyrolle, C. latus
Dejean = Gougeleti Eeiche = leptopus Thoms.; C. carinulatus
Chaud. wird wegen der gleichnamigen von Motschoulsky be-
nannten Chilenischen Art C. acutesculptus genannt.
Ebenda p. 78 gründet Kraatz auf C. cychropalpus Peyron
und C. tenuitarsis Schaum i. 1. die neue Untergattung Ischno-
carabus; von der letzteren Art wird eine Beschreibung gegeben;
in dieselbe Gattung gehört auch Car. bessarabicus Fisch, p. 256.
Derselbe schreibt über die Arten der Gattung Melan-
carabus Thoms. p. 249 ff. und über Varietäten deutscher
Carabus p. 257 ff. und 1878 p. 129 ff., deren Studium für die
Artkenntniss besonders wichtig ist. Um sich verständlich zu machen,
sind die Benennung und Beschreibung zweier neuer Varietäten nö-
thig, nämlich : C. caelatus var. Schreiben und dalmatinus var. macretus.
Procrustes Hopffgarteni (Serbien; niger, elytris punctatis, vix
rugosatis, punctorum majorum triplici serie vix perspicua; long.
13,5 — 16 1in.; $ elytris multo latioribus ; magis convexis) ; Derselbe
ebenda p. 437.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 415
Derselbe veröfifentlicht ebenda 1878 eine Reihe von Ar-
tikeln über Carabus-arten, mit deren Titelangabe ich mich begnügen
werde: üeber die Arten der Gattung Sphodristus, einer üntergat«
tung von Carabus p. 97 ff., Cathaicus Bates als Carabus-aitige Gat-
tung angesprochen p. 151 ff.; Ueber Car. Mannerheimi p. 156 ff.;
Gar. catenulatus var. inflatus Deyr. i. 1. p. 158; Ueber Werth und
Prioritätsrechte der Gattungen Melancarabus, Lamprocarabus und
Sphodristus Motsch. Thoms. p. 159 f.; Ueber die von Christoph
am Amur gesammelten Carabus p. 241 ff.; Ueber die Gehin'schen
Sections-Namen der Gattung Carabus p. 254 ff.; Ueber den wirk-
lichen Werth der verschiedenen Bildungen der Forceps-Spitzen für
die specifische Unterscheidung der Carabus-arten p. 257 ff. nebst
Tafel I und Erklärung auf p. 435 ff., 439; Ueber die puncta ordi-
näria des Hinterleibes p. 262 ff.; Ueber Pachy- und Trachycarabus
Gehin Cat. (Synon. Bemerkungen) p. 264 ff.; Damaster Kollar und
Coptolabrus Solier, zwei Prototypen schlechter Gattungen ? p. 267 ff. ;
Ein Wort zu Gunsten der Thomson'schen Üntergattungs-Namen der
Gattung Carabus p. 271 ff.; Ueber die Sculptur-Elemente der Cara-
bus p.,273 ff.; Sculptur- Wandelungen der Carabus p. 292 ff.; Ueber
C. Rothi Dej. p. 295 ff.; Beiträge zur kritischen Scheidung und Deu-
tung der früher zu C. violaceus gezogenen Arten p. 303 ff.; Ueber
C. obliquus Thoms. p. 309 ff.; Ueber C. Neesii p, 312 f.; C. azure-
scens Dej. p. 314; C. mixtus Geh. p. 315; Ueber die Ceroglossus-Arten
im Allgemeinen und einige Arten im Besonderen p. 318 ff.; Ueber
Orinocarabus und die natürliche Stellung verwandter Gattungen
p. 327 ff. ; Die deutschen Orinocarabus (0. Bertolinii (Trientiner Alpen)
p. 432) p. 417 ff.
Ueber die mit Carabus silvestris F. verwandten Arien in der
Schweiz und Ober-Italien, derselbe, Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V.
p. 310 ff.
C. tarhagataicus , Christoplii (Sibirien); Derselbe, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 215, 216.
Kovensky: 0 prem enlivosti znakü Carabus Scheidleri Fabr.
(Ueber die Veränderlichkeit von C. Scheidleri Fabr. (?)); Sitzungsber.
königl. böhmisch. Gesellsch. d. Wissensch. Prag. 1877. (Mir böh-
mische Dörfer.)
Ballion macht im Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. lere
Part, folgende neue Arten von Kuldsha bekannt: C. Bogdanovi
p. 254, Lindemanni p. 256, stibparcdlelus p. 257, striatiis p. 258,
angustatus p. 259, variabüis p. 261, Kiildshaensis p. 262, carho-
narius p. 263; Cratocephalus Solsicyi p. 265.
C. Stolicskänus (Murree); Bates, Proc. Zool. Soc. London.
1878. p. 713; alpinus Dej. var. Bernhardus (St. Bernhard), var. mi-
methes (richtiger mimetes; Monte Rosa; dem C. Baudii und Ceniseus
416 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
sich annähernd) p. 316, Fairmairei Thoms. var. Baudii (Mte. Viso)
p. 320, Ceniseus (Mt. Cenis) p. 322, lomhardus p. 325; Kraatz,
Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V; Gehinii (Japan); Fairmaire, Pet.
Nouv. Nr. 148 p. 37; auronitens var. o'pacus, intricatus var. angu-
stulus, Ulrichi var. glaucus, grauiger var. Nicanor p. 213, purpu-
rescens var. Mülleri p. 214; Haury, ebenda Nr. 192; Davidis
(China); Deyrolle, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 87; Türkheimi
(Pecking); Mitth. Münch. 1877. p. 141,
Calosoma Äntinorii {A.hyssmien) ; Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
XIII. p. 318.
Cychrini. Damaster Fortunei var.; Waterhouse, E. M.
M. XIV. p. 23.
Pamhorini. Tefflus niuata {\) (Innerafr.); v. Harold, Mitth.
Münch. 1878. p. 100.
Odontacanthini. Casnonia tuhulifera (Chontales); Bates,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 604; limhata (Jaraaica); Water-
house, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 304.
(Henodactylini. Leptotrachelus puncticollis (Chontales),
Panamensis; Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 600. ^
Galeritini. Calophaena cruciata (Chontales), laevigata (Pa-
nama); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 605.
ZuphiumiZww^ancMm(Temesvar); Frivaldszky, Termesz. Fü-
zetek. I. p. 133; Bocagei (Azambuja, Portug.); Man. Paulino
d'Oliveira a. a. 0. p. 27; exiguum (Neu -Granada); Putzeys,
Mitth. Münch. 1878. p. 55.
Triaenogenius corpulentus (Transvaal) p. 249; Pleuracanthus
collaris (Bahia) p. 251; Diaphorus Cubanus (Cuba) p, 252 (Zuphi-
osoma fulvum Castelnau gehört ebenfalls in diese Gattung und die
Gattung Zuphiosoma muss daher eingehen) ; Galerita JelsMi (Peru)
p. 253; Drypta Ällardi (Cap Palmas) p. 259, connecta (Clarence River)
p. 260; Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH.
Brachynini. Pheropsophus parallelus bombardiert
wohl 12 — 20 Mal stärker als Brachinus crepitans; an der Stelle, wo
er Jemanden trifft, entsteht ein rostbrauner Fleck, der durch Waschen
nicht zu entfernen ist und mehrere Tage anhält, jedoch keine Schmer-
zen verursacht. Gr edler, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
p. 503.
P. sansibaricus (Sansibar); v. Harold, Monatsber. k. preuss.
Ak. Wissensch. Berlin. 1878. p. 210; papuensis (Katow, N. G.);
Mac Leay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales. L p. 166.
Lehiini. Cyphocoleiis (n. g., structura linguae ad Ancho-
menin. appropinquans, sed tibiis sine spinis in longitudine, dentes
apicales minutissirai; elytra gibba, sulcata, connata, basi angustissime
marginata, evidenter pedunculata, apice oblique truncata, anum haud
tegentia) heterogenus (script. hetorog.) p. 191, cardiopterus p. 193,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877— 78. 417
cychroides p. 196, alle von Neu Caledonien; die Gattung bildet den
Uebergang von den Anchomenini zu den Thyreopterini; Chaudoir,
Bull. Sog. Imp. Nat. Moscou. LH.
Saronychium n. g. Cymindi affine; Type: S. inconspicuum
(Honolulu); Blackburn, E. M. M. XIV. p. 142.
Auf Philotecnus nigricollis Lee, ruficollis Leo. (Callida) cro-
ceicollis Menetr. gründet Chaudoir die Gattung Tecnophilus,
die nach ihm nicht zu den Callididen, sondern Mimodromiiden ge-
hört; Bull. Sog. Imp. Nat. Mosgou. LH. p. 240. Neu ist T. Pilatii
(Texas), ebenda p. 239.
Agra seriefoveata (Peru), bigiittata (Gabon); Chaudoir, Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou. LH. p. 233.
A. laeticolor, chrysopteryx (Chontales), Panamensis; Bates,
Proc. Zool. Soc. London. 1878. p. 609.
Trigonothops longiplaga (Melbourne ; T. pacificae affinis, eodem
fere mode coloratus; vertice piano, thorace minus breviore, lateribus
minus rotundatis. . . . differt) p. 222, flavofasciata (Südaustralien ;
minus allongata quam paidfica; long. 6 — 7 mm) p. 223, dimidiata
(ibid.); Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIL Auf T. ni-
gricollis Mac Leay jun. gründet er die neue Gattung Notoxena
(labro breviore, angulis interioribus magis rotundatis; palp. labial,
art. ultimo securiformi, oblique truncato, tarsorum omuium art. 4to
nuUo modo bilobato, simpliciter emarginato) ; ebenda p. 225.
Calleida semiruhra, laetipennis, Jansoni (Chontales); Bates,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 608.
Onota trivittata (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVn. Nr. 101. p. 373.
Actenoncus atratus Chaud. = Lebia atra Cast.. ; das Insect hat
demnach zu heissen Act. ater (Cast,); Chaudoir, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 6 f.
Cymindis dubia (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIII. lere Part. p. 266,
C. glabrella (Ladakh); Bates, Proc. Zool. Soc. London. 1878.
p. 719.
Apenes angustata (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 354; A. comis (! Panama); Bates, Proc. Zool. Soc.
London. 1878. p. 606.
Metaxymorphus cycloderus (Cap), vittigeV' (N&ial); Chaudoir,
Bull. Soc. Moscou. LH. p. 234.
Demetrida moesta (Otago); Sharp, E. M. M. XV. p. 47.
Vbloeodromius plag latus (Yule Isl.); Mac Leay, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales. I. p. 167.
Dromius Putseysi (Coimbra, Portugal; long. 3,5 mm); P.
d'Oliveira a. a. 0. p. 28.
Demetrias nigricornis (Mandschurei), longicollis (Amur) p. 228 j
418 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Callida rußventris (Transvaal) p. 229, viridiaurea (Peru) p. 230, sul-
catula (Guatemala) p. 231 ; Otoglossa rufitarsis (Nicaragua) p. 231 ;
Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH.
0. coelestina p. 607, ohscurella p. 608 (Chontales); Bat es,
Proc. Zool. Soc. London. 1878.
Die Gattung Paraphaea Bates (vgl. d. Ber. 1874. p. 305 (53))
ist nach Chaudoir synonym mit Anchista Nietner und enthält die
6 Arten: binotata Dej. = discophora Chaud. = Paraph. signifera
Bates, A.eurydera Chaud., gläbr a Chand., suhpiihescens Ch2i,\idi., picea
Chaud., modesta Nietner. Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou.
LH. p. 236 ff.
Crossoglossa piceola (Amur); Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIL p. 232.
Pinacodera amhlygona, angulifera (Mexico); Bates, Proc.
Zool. Soc. London. 1878. p. 606.
Metabletus tartarus (Zw. Yangi Hissar und Sirikol); Bates,
Proc. Zool. Soc. London. 1878. p. 719.
Die Charaktere der von Motschoulsky für Lebia picta Dejean
aufgestellten, aber nur mangelhaft diagnosticirten Gattung Lebestina
werden von Chaudoir genau auseinandergesetzt; namentlich wird
auf die Behaarung der Zunge und Nebenzungen als ein Merkmal
hingewiesen, das diese Gattung unter den Lebiinen isoliert; den
beiden bekannten Arten, L. picta und flavomaculata fügt Chaudoir
eine dritte, L. caffra (Natal; L. pictae affinis, thorace rubesceute, elytris
aliter guttatis, . . .) hinzu; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH. p. 218 ff.
Lebia rhodopus (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 354. L. callisona (Guatemala), corcula (!), Charina
(Chontales); Bates, Proc. Zool. Lond. 1878. p. 607; papuensis (Hall
Sd.); Mac Leay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales. I. p. 167; atriceps
(Ocaöa); Putzeys, Mitth. Münch. 1878. p. 55.
Endynomena Hübneri (Tonga); Fairmaire, Pet. Nouv. H.
p. 286.
Eurycoleus septemplagiatus (Brasilien; E. 13-punctato major;
thoracis disco guttis nigris duabas parvis notato; 11 mm); Chau-
doir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH. p. 202.
E. Belti (Chontales); Bates, Proc. Zool. Soc. London. 1878.
p. 606.
Lia quadriannulata (Chonisiies) ] Bates, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 607.
Chaudoir giebt eine genaue Analyse der von Motschoulsky
aufgestellten Gattung Allocota, aus der folgt, dass ihr Platz bei
Physodera und Cryptobatis ist. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH.
p. 203 ff.
Derselbe beschreibt ebenda p. 207 Cryptobatis brevipennis
(Amazon.; C. cyanopterae similis) und C. inaequalis (ibid.; C. laticoUi
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 419
valde affinis, antennae apicem versus rubescentes, . . .). Für drei
neue Arten, die sonst den Charakter der Gattung Cryptobatis tragen,
aber ein unbehaartes 4. Fühlerglied haben, stellt er die neue Gat-
tung Äspasiola auf; die drei Arten sind A. rutilans p. 209, scu-
tellaris (Ega) p. 210, insignis (Rio de Janeiro) p. 211.
Die Gattung Pentagorica Schm. — Goebel bildet nach demselben
den Uebergang von den Physoderini zu den Lebiini, speciell zu Dian-
chomena. Zu den bereits beschriebenen Arten dieser Gattung macht
derselbe 7 neue bekannt: P. hifasciata (Mexico), trimacidata (Bra-
silien) p. 214, sciitellaris (Brasil.), ohseura (Rio de Jan.), p. 215,
picea (ibid.), oUvacea (Neu-Caledonien) p. 216, vittipennis (Australien)
p. 217.
Euplynes Batest n. A. von Mohezi auf Nipon; E. v. Harold,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 341.
Perigona parallela (Zanzibar) p. 100, Zanzibarica p. 101;
Chaudoir, Rev. et Magaz. 1878; columhiana (Col.) ; Putzeys, Mitth.
Münch. 1878. p. 69.
Pericalini. Coptodera scinUllans (Chontales); Bat es, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1878. p. 606.
Lelis rufipes (Chontales; L. bicolori Chaud. valde affinis; statura
pauUo majore, elytris longioribus etc.; long. 8,7 mm); Chaudoir,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscöu. LH. p. 201.
Catascopus andamensis (Andaman-Ins.), mexicanus (Mexico);
Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou. LH. p. 200 f. C. Chon-
taliensis, anguUcolUs (Chontales) Bat es, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878.
p. 605; cupreicolUs (Andaman-I.) ; Waterhouse, Trans. Ent. S.
Lond. 1877. p. 1.
Miscelus morioformis (! Hall Sd., Neu-Guin.); Mac Leay, Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales. I. p. 168.
Scopodes versicolor (Otira-Pass), prasinus (Powell) p. 57, multi-
punctatus (Auckland), laevigatus (Southern Isl.), {Edwardsii = ater-
rimus Bates) p. 58; Arten von Neu-Seeland; Bates, E. M. M. XV.
Pseudomorphini. Paussotropus (n. g, prope Adeloto-
pum) paralJelus (Batchian) ; Waterhouse, Tr. Ent. Soc. Lond.
1877. p. 3.
Pseudomoripha. Ger staeckeri (St. Paul, Bras.; P. Lacordairei
longitudine aequalis, sed multo angustior) proth. antice minus an-
gustato, posterius minus dilatato, . . . supra omnino laevi, haud
setigero; elytris valde parallelis, punctis subocellatis quadruplici in
singulo C?) Serie evidenter impressis, serie quinta obsoletiore ....);
Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH. p. 202.
Adelotopus collaris (Siam), marginatus (Java); Waterhouse,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1877. p. 2.
Ozaenini. Pseudozaena aZ^erwa^a (Duke-of-York Isl.); Bates,
Proc. Zool. Soc. London 1877. p. 152. PI. XXIV. Fig. 2.
420 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Graphipterini. Graphipterus laticolUs (Innerafr.); v. Ha-
rold, Mitth. Münch. 1878. p. 100.
AntJiiini. AnihisL Hüdehrandti (Sansibar); Harold, Monats-
ber. Berl. Akad. 1878. p. 210; calida, cnidelis {Inuerah.); derselbe,
Mitth. Münch. 1878. p. 99; vitticoUis-g. 189, alternata -p. 190(Nyassa);
Bat es, Tr. E. S. Lond. 1878.
Morionini. Morio Polynesiae (Viti); Fairmaire, Pet.
Nouv. II. p. 286.
Scaritini. Scarites (subg. Macrotelus) sulcipes (Zanzibar,
Gaben); Chaudoir, Rev. et Mag. 1878. p. 72.
Putzeys beschreibt in den C. R. Soc. Ent. Belg. XX. neue
Arten von Calcutta und Birmah, nämlich: Dyschirius porosus (Bir-
ma; . . . thorace transverse globoso, punctis grandibus et profundis
obsitus . . .) p. XL, Schmidti (Calcutta) ; Clivina grammica (C.) p. XLI,
pluridentata (C.) p. XLII, semicarinata (C.) p. XLIV; truncata XLY ;
Psilus (n. g.) acutipalpis (C.) p. XL VI. Dyschirius /aZci^/er (Florida) ;
Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 373; brevispinus
(Detroit, Mich.); derselbe ebenda p. 593.
Dyschirius zanzibaricus (Mombas); Chaudoir, Rev. et Mag.
1878. p. 75; fusus, verticalis p. CLXXII, nitens, hinodosus, rugifer
p. CLXXIII (Calcutta); Putzeys, C. R. Ent. Belg. 1878.
Aspidoglossa hrachyderus (Panama); Bat es, Proc. Zool. Soc.
London 1878. p. 589.
Schizogenius riparius, interstriatus (Neu Granada); Putzeys,
Mitth. Münch. 1878. p. 54.
Panagaeini. Unter dem bescheidenen Titel eines Essai
Monographique veröffentlicht Chaudoir eine umfang- und in-
haltreiche Abhandlung über diese Gruppe, die insofern als eine Er-
gänzung zu der 1861 in dem Bull. Nat. Moscou erschienenen gelten
kann, als gegenwärtig die Unterscheidungsmerkmale dieser Gruppe
von den verwandten, ihrer Abtheilungen unter einander u. s. w. in
hervorragender Weise Berücksichtigung finden. Die Gattungen Tefiflus
und Eurysoma werden, wie bereits früher, als eine besondere Section
der Panagaeini angesehen und hier nicht weiter berücksichtigt; die
Panageides sens. strict. werden dann namentlich nach dem Längen-
verhältniss der Nebenzunge und der Beschaffenheit der Tarsen in
beiden Geschlechtern weiter eingetheilt. Hierhin gehören die Gat-
tungen Brachyonychus, Craspedophorus, Epicosmus, Eudema,
Isotarsus, Tinognathus, Microcosmus, Epigraphus, Dischissus,
Tinoderus, Euschizomerus, Peronomerus, Trichisia, Coptia, Mi-
crixys, Panagaeus, Geobius. Ann. Ent. Belg. 1878. p. 83 ff.
Brachyonyehus (n. g. für Epicosmus sublaevis, humeratus
und) laevipennis (Cochinchina) p. 87, Tinognathus (n. g, prope
Epicosmam) parviceps (Moreton Bay) p. 138; Microcosmus (n. g.
für Crasp. vicinus Murray, Isotarsus tenuipunctatus Laferte, etc.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 421
und) angolensis (Ang.) p. 141, laetiusculus (! N'Gami), aurantiacus
(ibid.) p. 145, flavicollis (Abyssinieu) p. 146; Epigraphus n. g.
für Craspedophorns arcuaticoUis Miirray und Isotarsus araplicollis
Schaum p. 147; Tinoderus n. g. für Panag. singnlaris 5aies p. 155 ;
Chaudoir a. a. 0.
Eudema unicolor (Ins. Zanzibar); Chaudoir, Rev. et Mag.
1878. p. 85; mitata (!) (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878.
p. 100.
Craspedophorns laticeps (sp. alata; Abyss.); Chaudoir, Ann.
Eni. Belg. 1878. p. 103.
Epicosmus Mniszeclii (Africa?) p. 109, difficiUs (Zambezi)
p. 118, gratiosus (Natal) p. 122, corpulentus (Rockhampton) p. 131;
Chaudoir a. a. 0.
Panagaeus crux major var. Putzeysi', de Borre, CR. Ent.
Belg. 1878. p. cm. Anm. 3.
Dischissus Pradieri (Gabon); Chaudoir, Rev. et Mag. 1878.
p. 86 Anm. 1 und Ann. Ent. Belg. 1878. p. 153.
Coptia marginicollis (Cayenne); Chaudoir a. a. 0. p. 168.
Loricera glacialis (fossil von Toronto); Scudder, Bull. U. S.
Geol. Surv. III. p. 763.
Chlaeniini. Trimerus (n. g. Oodid.?; palpi maxill. triar-
ticulati) Eaffrayi (Schimba); Chaudoir, Rev. et Mag. 1878. p. 92.
Thryptocerus (n. g. Oodin.) politus (Madagascar); Chau-
doir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 76.
Pristomachaerus 4guttatus (P. Messi minor, oculis parum
prominulis . . .), qiiadricdlor, n. A. vonDarjeeling; Putzeys, Stett.
Ent. Zeit. 1877. p. 101.
Chlaenius nigricornis F. var. Wesmaeli] Preudhomone de
Borre, C. R. Soc. Ent. Belg. 1er juin. 1878. p. 19; Seoanel {Ferrol}]
Fairmaire, Bull. Ent. Fr. 1878. p. CXXXII.
Systolocranius impressicollis (Mombas); Chaudoir, Rev. et
Mag. 1878. p. 88.
Codes vagabundus (Mombas); Chaudoir, Rev. et Mag. 1878.
p. 88.
Stenous olivaceiis (Mexico); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 589.
Oodimorphus Badeni (Nossi B., Mad.); Putzeys, Stett. Ent.
Zeit. 1877. p. 154.
Licinini. Dicoelus Flohri (Mexico); Bates, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1878. p. 589.
Badister obtusus (Marquette, Mich.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 394.
Physolaesthus instdaris (Canterb., Neu S.); Bates, E. M. M.
XV. p. 22.
422 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Cnemacanthini. Broscus anomdlus (Himalayah); Chau-
doir, Bull. Sog. Imp. Nat. d. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 1.
Broscus limbatus Ball. = punctatus; asiaticus Ball. = cepha-
lotes var. semistriatus; Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou.
LIII. (Nr. 3) p. 2.
Broscosoma Eihhei (Darjeling); Putze ys, Stett. Ent. Zeit.
1877. p. 100.
Kirsch giebt eine ausführliche Darstellung der Mundtheile
und Tarsenbildung der Gattung Oopterus Guer,, die erkennen
lässt, dass diese Gattung, von Lacordaire zu den Cnemacan-
thiden gestellt, zu den Trechiden gehört, wohin Guerin sie auch
verwiesen hatte. Die Vordertarsen der ^ sind nämlich unten mit
weissen Schüppchen besetzt und die Flügeldecken schliessen fest an
das Halsschild an. Als neue Arten von den Auckland-Inseln werden
beschrieben C. Guerini und laticolUs. Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 158, 159.
Cratocerini. Amblygnathus rw^coZZ^s (Columbien); Putzeys,
Mitth. Münch. 1878. p. 71.
Anisodactylini. Syllectus n. g. prope Lecanomerum;
Type: S. anomdlus (Auckland, Neu Seel.); Bates, E. M. M. XIV.
p. 191 f.
Dichirotrichus alticola (Pamir, Kashgar^; Bates, Proc. Zool.
Soc. London. 1878. p. 713.
Orihogomwa Davidi (China) p. 3, ovatus (Macassar) p. 4, acut-
angulus (Ceylon) p. 6; Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou.
LIII. (Nr. 3).
Hexachaetus laeoissimus (Malacca); Chaudoir, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 6.
Diaphoromerus. In diese Gattung gehört der Harp. Ger-
mari Cast., womit H. Erichsoni Cast. synonym ist p. 477, Edwardsi
Cast. p. 478, Lapeyrousei Cast. p. 481, amaroides Cast., patrueloides
Cast. = Vandiemensis Cast. = Illawarensis Cast. = ignobilis? Bohem.
p. 482, femoralis Cast. = planoimpressus Cast. p. 483, oblongiu-
sculus Cast. p. 484, sculpturalis Cast., antarcticus Cast. p. 485, Bo-
stocki Cast. p. 487, sculptipennis Cast. p. 488, rugosipennis Cast.
p. 489, inaequalipennis Cast. p. 490, Dampieri Cast. p. 493, mandi-
bularis Cast. p. 494, Deyrollei Cast. p. 495, Flindersi Cast. p. 496,
sowie als neue Arten D. angustulus (Kockhampton?) p. 479, ovatus
(Cap York) p. 481, planiusculus p. 483, rectangulus, quadricollis p. 486 ;
Chaudoir, Ann. Mus. Civ. Gen. XIL
Anisodactylus mZo^^cws (Gondocoro, Afr.); Gr edler, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 504; A. rotundangulus (Mexico); Bates,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 589, maestus (Zanzibar, Madagascar)
p. 76, picinus (Zanzibar) p. 77; Chaudoir, Rev. a. Mag. 1878;
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 428
opacipennis (S. W.-Austr.); Chaudoir, Ann. Mus. Civ. Gen. XII.
p. 513.
Lecanomerus ohesulus (Neu -Seeland); Bat es, E. M. M. XV.
p. 23.
Notiobia disparüis p. 589, parilis, limbipennis (Chontales, Nica-
ragua), leiroules {Mexico), cupreola {Costa 'Rica), p. 590; Bat es, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1878; praeclara, jucunda p. 71, concolor, similis,
transversicolUs p. 72, aeneola, dubia, longipennis p. 73; (Columbien) ;
Putzeys, Mitth. Manch. 1878.
Hypharpax. In diese Gattung gehören die von Castelnau
als Harpahis beschriebenen Arten Krefti p. 497, Peroni = Novae
Hollandiae p. 498, Kingi p. 499 sowie die neuen H. flavitarsis (C-dv-
pentaria) p. 498, latiusculus (Tasmanien) p. 499, parvus (Südaustr.),
rotundipennis p. 500, celebensis (Macassar), simpUcipes (Java) p. 502 ;
Chaudoir, Ann. Mus. Civ. Gen. XII. •
H. ahstrusus (Auckland); Bates, E. M. M. XV. p. 23.
Gynaudropus hrevis (Columb.); Putzeys, Mitth. Münch. 1878.
p. 70.
Harpalini. Les Harpaliens d'Australie . . . par le
Baron de Chaudoir; Ann. Mus. Civ. Gen XII. p. 475 £f. Neben
der Beschreibung neuer Arten und Gattungen sind es namentlich
synonymische Bemerkungen, die diese Arbeit werthvoll machen. Die-
selben beziehen sich hauptsächlich auf Castelnau's ,.Notes on
Australian Coleoptera", wo 53 Harpalusarten beschrieben sind, von
denen „fast keine" zu dieser Gattung gehört.
Athrostictus (n. g. Selenophoro affine) opalescens (Panama),
sericatus (Mexico); Bates Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 592.
Hypsinephus (n. g., a Selenophoro differt pedibus elongatis
validis, tarsisque J^ artic. dilatatis cordatis, primo basi gracili, apice
subito dilatato, 4to breviter bilobo . .) ellipticus (Pangong Valley);
derselbe ebenda p. 716.
Selenophorus excisus CSüdl. Florida); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 877. S. amblyderus (Mexico) callistichus
(Panama), tenuistriatus (Mexico), mitis (ibid.); Bates, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1878. p. 591; cyaneus (Coper); Putzeys, Mitth. Münch.
1878. p. 70.
Ätrachycnemis (n. g.) Sharpi (Maui, Hawaii) p. 120; Di-
senochus (n. g.) awowaZws (ibid.) p. 121 ; Blackburn, E. M. M. XV.
Blaclchurnia (n. g.) insignis (Sandwich-I.); Sharp, ebenda
XIV p. 179, frigida (Maui), blaptoides (Oahu); Blackburn, ebenda
XV. p. 157.
Haplaner n. g. ; Type: Harpalus velox Cast.; Chaudoir,
Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 514.
Acinopus ammophilus Dej. nährt sich von den Hülsen
und Samen der Medicago minima, die er Nachts sammelt und um
424 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
seine Erdhöhle anhäuft; 0. Her man (nach einer Mittheilung Fri-
valdszky's) in den Term. Füzet. IL p. 60.
Bradycellus lucidus, suhohsoletus (Mexico); Bates, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1878. p. 592, 593; celeripes, suturiger p. 74, apicalisi^. 75
(Columbien) ; Putzeys, Mitth. Münch. 1878.
Harpalus rw^corms F. (?) als lästiger Gast im Hause ; Sitzungs-
ber. naturf. Vereins Brunn. XV. 1. p. 21.
H. Gondocorensis (Gondocoro); G redler, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVII. p. 505; H. Begeli (Kuldsba) p. 270, elUpticus
(ibid.) p. 271, atratus (ibid.) p. 272, affinis (ih\d.) p. 273; Ballion,
Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou. LIII. 1; H. vicarius (Japan); v. Ha-
rold, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 66, E. alienus (Mexico)} Bates,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878 p. 591; caeruleatus (Yangi Hissar), me-
laneus (Murree), Turculus (Yarkand?), inäicdla (Murree) p. 714,
masoreoides (Pamir), liodes (Yarkand?) p. 715; derselbe ebenda;
clandestinus (Garland, Colo.); Le Conte, Bull. ü. S. Geol. Surv. IV.
Nr. 2. p. 450; papuensis (ILslII Sound); Mac Leay, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales. I. p. 168; angulatus (Alexandropol) p. 77, agonoderus
(Baku) p. 78, reflexus (Alexandropol) p. 79, obtusicollis (Baku) p. 80;
Putzeys, Verh. naturf. Ver. Brunn. XVI.
Hypolithus perlucens (Ihelam valley); Bates, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 715; maestus (Zanzibar) p. 77, vulpeculus (ihid.)p. 18,
quadraticoUis (Ins. Pemba), lucens (Ins. Zanzibar) p. 79; Putzeys,
Rev. et Mag. 1878.
Ophonus cyaneus (Kuldsha; magnitudine et statura 0. atro-
cyanei, sculptura alia et colore pedum ferrugineo diver sus); Ballion,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 269.
Pangus par-ywZws (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIII. 1. p. 268; Tingitanus (Marocco); Fairmaire, Pet.
Nouv. Nr. 148. p. 37.
Sioi^elns Simplex (Ins. Zanzibar), vermiculatus (ibid.); Putzeys,
Rev. et. Mag. 1878. p. 80.
Gn athaphanus. Zu dieser Gattung gehören Harp. Thouzeti
Gast. = Wilcoxi Gast. = Selenophorus baladicus Fauvel p. 503,
Denisoniensis Gast., pulcher Dej. = interstitialis W. Mac Leay p. 505,
alternaus Gast., montanus Gast. = punctiferus Gast. = planipennis
W. Mac Leay p. 508, picipes W. Mac L. (= Gayndahensis?) p. 509,
Adelaidae Gast., impressipennis Gast. p. 510, laeviceps W. Mac L.
p. 511, und als neue Art Gn. rectangulus (Rockhampton) p. 507;
Ghaudoir a. a. 0.
Hispalis tetrasemus (Ins. Pemba); Ghaudoir, Rev. et Mag.
1878. p. 82.
Platymetopus ohscuripes (Ins. Pemba) p. 80, crenulatus (Mom-
bas), seriatus (Bagamoyo) p. 81; Ghaudoir, Rev. et. Mag. 1878.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 425
Acupalpus circumdatus, Flohri, ohesus (Mexico); Bates, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1878. p. 593.
Stenolophus germanus (Zanzibar, Abyssin.); Chaudoir, Rev.
et Mag. 1878. p. 84.
Anoplogenius angustatus (Zanzibar); Chaudoir, Rev. et Mag.
1878. p. 83.
Trigonotomini. Pediomor^hus (n. g. Abacetin.) planiu-
scmZms (Melbourne) ; derselbe, Bull. Soc. I. N. Moscou LIII. (Nr. 3)
p. 29.
Triplogenius PuUeysi (Java) p. 31, andamanensis {Anda,msi,Til.)
p. 32; Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3).
In dieselbe Gattung gehört Omaseus himalayicus Redt.; der-
selbe ebenda p. 33.
Delinius Castelnaui; Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou.
LIII. (Nr. 3.) p. 34.
Drimostoma intermedium (Zanzibar, Angola) p. 98, zanzihari-
cum p. 99; Chaudoir, Rev. et Mag. 1878.
Abacetus denticollis (Pemba, Zanzibar), setiäosus (Pemba) p. 94,
tibialis {ihid.), trisulcis p. 96; Chaudoir, Rev. et Mag. 1878; di-
stinctus (Angola), haplosternus (Bancok) p. 25, siamensis (ibid.),
Australasiae (Cap York) p. 26, haemorrhous (Austral.) pieticornis
(China) p. 27; derselbe. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3),
Stomonaxus quadricolUs (Mombas); Chaudoir, Rev. et Mag.
1878. p. 99.
Feroniini. Chaudoir zeigt im Bull. Soc. Imp. Nat, Mos-
cou. LIII. (Nr. 3) p. 14, dass der von Montrouz.ier als Abax cale-
donicus beschriebene Käfer kein Abax, selbst nicht eine Feronia
sein kann, sondern den Typus einer neuen Gattung, J.&acowor^7iWS,
darstellt, deren Charaktere angegeben werden. Weitere neue Gat-
tungen sind Setalidius p. 18 (mit Abacomorphus und Selenochilus
n. g. verwandt; Type: S. nigerrimus p. 19 von Neu-Caledonien);
Selenochilus p. 21 (Type: Argutor erythropus = piceus Blanch.).
Haplodactylus (n. g.) persiciis p. 44; Eurystomis (n. g.)
Castelnaui (Queensl.) p. 48; Nelidus (n. g.) australis (Paroo-Fluss)
p. 50; Macroprotus {n. g.) tenuicornis (Ega) p. 53; Chaudoir,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3).
Polpochila mexicana (Vera Cruz); Bates, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 589.
Abax Stierlini Gautier des Gottes ist ein Haptoderus;
Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 73.
Putzeys ist geneigt, die Gattung Eudromus, die Chaudoir
mit Holmalosoma vereinigt hatte, aufrecht zu halten, da die Man-
dibeln bei derselben kürzer und breiter, die Palpen länger und
schwächer sind u. s. w.j eine neue Art ist E. emarginatus (Nossi bay,
426 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft]. Leistungen
Mad., wie laevicollis, aber um die Hälfte kleiner); Stett. Ent. Zeit.
1877. p. 154.
Feronia (Simodontus) sexfoveata (Queensland) p. 53, (Ceneus)
suspecta (Queensland) p. 45, (ßlennidus) diminuta (Peru), vaneouvrien-
sis p. 55, (Chlaenioideus) poeciloides (Queensl.), (Psegmatopterus) an-
chomeno'ides (Neu-Seeland) p. 57, (Ophryogaster) anomala (Mexico)
p. 59, aequatm'ia (Ecuador) p. 61, (Pachymorphus) adelosioides (Monte-
video) p. 62, (Feronia ?) nimhatidia (Japan), Sölskyi (Lefu) p. 63,
ophryodera (Mississipi) p. 64, pmictiventris (ibid. ?) p. 66, (Sarticus)
quadrisulcatd (Pt. Denison) p. 67, ischna (K. George's Sd.) p. 68,
(Holcaspis) edax (Neu-Seeland), (Pterostichns ?) melanodes (Mand-
schurei) p. 69, (Hypherpes) hrachyptera (Mexico) p. 70, (Pristoscelis)
serratipes (ibid.) p. 71 , (Pterostichns) consanguined (Trebisonde)
p. 72, (ßoionomyx^) parallelomorpTia (Queensland) p. 73; Chaudoir,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3).
Molops Sturmii Kraatz = orthogonius Chaud., Frivaldszky,
Termesz. Füzetek. I. p. 136.
Molops püiferus (Murree); Bates, Proc. Zool. Soc. London.
1878. p. 718.
Tropidoceruswc?«cws (Nordindien); Chaudoir, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 13.
Cyphosoma latum (Pt. Denison); Chaudoir, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 36.
Trichosternus angidosus (Australien); Chaudoir, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou, LIII. (Nr. 3) p. 39; difformipes (Wellington, Neu-
Seeland); Bates, E. M. M. XIV. p. 191; ÄucMandicus p. 25, Temu-
kensis, Sylvius (Peel Forest) p. 26; Derselbe ebenda XV; hispidus
(Tairua); Broun, Trans. N. Zeal. Inst. IX. p. 371.
Trichosternus curtus Chaud. gehört zur Gattung Nurus
Motsch.; eine neue Art ist N. niger (Cap York); Chaudoir, Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 37.
Poe eil US. Eine Monographie dieser Gattung giebt Chau-
doir in L'Abeille XIV. p. 1 ff. Nach derselben enthält die Gattung
49 Arten, Poecilus viridis (Algier) p. 40, mexicanus p. 44 neu.
Pterostichns (Cryobius) surgens (Alma, Argentine Pass, Colo.) ;
Le Conte, Bull. U. S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 449; Pt. lobipes
(Ostira Eiver, Neu-Seeland); Bates, E. M. M. XIV. p. 191.
Platyderus emhlema (Cordova); Marseul, L'Abeille. 1876.
p. 888.
Le Conte giebt eine Tabelle der Loxandrus- Arten, unter
denen reflexus, cdlathinus, floridanus, rectangulus (von Florida) neu
sind. Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 345 ff.
L. ornatus (Ubäque); Putzeys, Mitth. Münch. 1878. p. 68.
L. gelidus [fossil von Toronto; Glacialperiode) ; Scudder, Bull.
U. S. Geol. Surv. III. p. 763.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 42 7
Holcaspis integratus (Hokitika, N. S.); Bates, E. M. M.
XV. p. 27.
Feronomorpha sculptilis (Neu-Granada) ; Putze ys, Mitth.
Münch. 1878. p. 69.
Chaudoir lässt Strigia BruUe nur als Untergattung von
Rhathymus Dej. gelten; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LUX. (Nr. 3)
p. 7. Neu ist Rh. (Strigia) ater (Coromandel) p. 8.
Amara Darjelingensis (Darjeeling; A. curtae affinis; cupreo-
fulgens, articulis antenn. basalibus 3 et quarto basi ferrugineis, pro-
thorace antice minus angustato, etc.); Putzeys, Stett. Ent. Zeit.
1877. p. 102; Bamidunyae (Pamir), ambigena (Pangong Valley);
Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 716; A. (Cyrtonotus) cylin-
drica (Colorado); Le Conte, Bull. U. S. Geol. Surv, IV. Nr. 2.
p. 450; jpj'oo^wia (Fünf kirchen, Ungarn); Frivaldszky, Termesz. Fü-
etek..Ip. 134; hullata (S arepta; Marseul, L'Abeille. 1876. p. 38
Araathitis hadiöla (nördl. des Kuenlun), Kuenlunensis (Sanju);
Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 717.
Bradytus compactus (Murree); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 717.
Celia quadrifoveolata (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIII, 1. p. 275; C. Costaricensis ; Bates, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 600, Schneiden p. 72, eardionota p. 73 (Krasnowodsk);
Putzeys, Verh. naturf. Ges. Brunn. XVI.
Liocnemis Himalaica (Ladakh), Tartariae (Sirikol), frivola
(Yarkand?); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 716 f.
Cyrtonotus Putzeysi (Mexico); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 600; Pamirensis (zwischen Sirikol und Panga), derselbe,
ebenda p. 717.
Änchomenini. Revision des genres Onychopterygia,
Dicranoncus et Colpodes par M. 1. B. de Chaudoir, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1878. p. 276 ff.
Cyclothorax montivagus, micans, muUipunctatus p. 122, brevis,
Oahuensis, simiolus, ohscuricolor p. 123 (Hawaii), scaritoides, cordati-
coUis, angusticollis, nübicola p. 156, inaequalis-p. 157; Blackburn,
E. M. M. XV.
Pristonychus crassicornis (Daya); Fairmaire, Pet. Nouv.
II. p. 98.
Calathus awamc?es (Darjeeling); Putzeys, Stett. Ent. Zeit.
1877. p. 103.
Megalonychus quadridens (Schimba) p. 101, obscurus (ibid.)
p. 102; Chaudoir, Rev. et Mag. 1878.
Onychopterygia aeneipennis, palKdipes, pusüla p. 276, cyanea
p. 277 (Mexico); Chaudoir, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
Dicranoncus cinctipennis (Hongkong); Chaudoir, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 278.
Arohiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. CC
428 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Stenognathus longipennis (Neu Granada; St. quadricoUi affine,
differt elytr. allongatis angustioribus . . . ; long. 13,5 mm), Batesi
(Chontales); Chaudoir, Bull. Sog. Imp. Nat. Moscou. LH. p. 197 f.
Platynus glacidlis (Transsylvanien) ; E. Reitter, Verh. na-
turf. Vereins Brunn. XV. 1. p. 7; F. JBloridanus (Florida), Texa-
nus (Texas); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101. p. 374;
jejunus (Alpen von Calif., Oregon, Nevada, Idaho); derselbe, Bull.
U. S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 449; otagoensis (Neu Seel.); Bates,
E. M. M. XV. p. 27.
Diploharpus exstriatus (Chontales); Bates, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 601.
Glyptoglenus (n. g. Anchomeno affine) rugicolKs (Chontales,
Nicaragua) p. 595; Anchomenus Montesumae, transpunctatus p. 593,
scutifer, vixstriatus, concisus, suffectus, nugax p. 594, simplicior p. 595
(Mexico); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. A. Ladakensis (Pan-
gong Valley), politissimus (Murree); derselbe ebenda p. 718, 719;
muscicola (Oahu) p. 144, Epicurus (ibid.), protervus (Sandwich-Ins.),
scrupusolus (Oahu), fraternus (ibid.) p. 145, meticulosus, cuneipennis,
fossipennis, oceanicus, hardus p. 146, fugitivus (Oahu Mts.), mysticus
(Waianae Mts.) p. 147; Blackburn, E. M. M. XIV; insociabüis,
erro p. 121, Sharpi, rupicola p. 122 (Maui, Hawaii); derselbe,
ebenda XV; punctatus (Auckland); Broun, Trans. N. Zeal. Inst. IX.
p. 371, fallax p. 67, pedestris p. 68 (Neu-Granada) ; PutzeySj
Mitth. Münch. 1878.
Stenocnemus nebrianus (Peru); Fairmaire, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXXXVI.
Holcoderus auripennis (Pulo-Pinang) p. 198, UmUpennis (ibid.)
p. 199; Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIL
E. v. Harold sucht die Unterschiede der (6) japanischen Col-
p od es- Arten durch eine analytische Tabelle derselben deutlich zu
machen; neu sind C. hakonus p. 213 und speculatori^. 21^] Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 212 f.
C. sticticollis (Chontales) p. 595, intergeneus (Costa Rica),
gratus, duplex, öbscurellus (ibid.) p. 596, lactipes (Chont.), pro-
cepJialus (Guatemala), prolixus (Costa Rica), parviceps (Chontales),
p. 597, aurotinctus, prostomis (Costa Rica), cyanostolus, Chontalensis
p. 598, lebioides, princeps, superbus, viridiauratus, chrysopterus
Tp. 599, prölongatus p. 600 (Chontales), ovaliceps (Murree); Bates,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878; cephalotes (Chimborazo), striatulus
(Nea-Gran.), oopteroides (Ecuador) p. 287, ohesulus, despiciendus
(Columb.) p. 288, orthomus (Ecuador) jp. 289, ciUatus (Columbien)
p. 290, (afer = corvinus Chaud. non Dejean), agonoides (Neu Gra-
nada) p. 291, morosus (Neu-Granada), subiridescens (Columbien),
physopterus (Neu-Granada) p. 292, inconspicuus (Neu-Gr.), subreflexus
(ibid.) p. 293, Neozelandicus p. 294, robustus (Mexico) p. 296, trans-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 429
fuga (ibid.) p. 297, Guatemdlensis (G.), neglectus (Mexico) p. 298,
angulosus (Mexico), alpaeo'ides (Columbieu), piceolus (Colurabien) p. 299,
frigidiis (Venezuela) p. 300, Nilgherrensis (Malabar) p. 301, rotun-
datus (ihid.) p. 302, alpinus (Chimborazo), dyschromiis (Neu- Granada),
bidens (Neu-Seeland) p. 303, crenatus (ibid.) p. 304, cardiophorus
(ibid.) p. 305, ovipennis (Neu-Gr.) p. 306, chälconotiis (Columbien)
p. 307, interruptus (Neu-Gr.) p. 308, elegantulus (ibid.) p. 309, sul-
citarsis (Columbien), eheninus (Mexico) p. 310, Baconi (Bengalen)
p. 311, Bengalensis (B.), elliptieus (Martinique) p. 312, eurypterus
(Columb.) p. 314, consanguineiis (Neu-Gr.) p. 315, clarus (Columb.),
suhangidatu (Neu-Gran.), hispinosus (ibid.) p. 318, iyrophorus (Mex.)
p. 319, amplicollis (ibid.) p. 320, teter, severus, pristonychoides p. 321,
biovatus, semiopacus p. 322, delicatulus p. 323 (ibid.), platynoides
(Neu-Gr.) p. 325, porrectus (Mexico) p. 326, hrachyderus p. 327,
macrous, olivaceus p. 328, ruUdus, laetiusculus, fragilis ip.S2d, agilis
p. 330 (Mexico), crossomerus (Guatemala) p. 331, columbinus, sex-
foveolatus p. 332, longipes p. 333 (Mexico), säpJiyripennis (Indien)
p. 334, melanocnemis (Costa Rica) p. 335, Deyrollei (Mexico), asphal-
tinus (Neu-Granada), sinuosus (Neu-Granada) p. 336, putictatostriatus
(ibid.), leptomorphus (Columbien) p. 337, chalyMcolor (Venezuela)
p. 338, svbcyaneus (Mexico), chloropterus (Celebes) p. 339, subinflatus
(Columbien) p. 340, femordlk (Mexico) p. 341, plebejus (Venezuela)
p. 342, elongatus (Guadeloupe) p. 344, macroderus (Peru) p. 346,
incommodus (Chiapas), lyratus (Mexico) p. 347, alternans (Guade-
loupe) p. 348, brevitarsis (Rio-Janeiro) p. 348, aequatorius (Caraccas)
p. 349, picicornis (Mexico) p. 350, Uonotus (Ecuador), bicolor {Mexico)
p. 351, difficilis, ahenonotus (Columbien) p. 252, pectoralis (Mexico)
lucidus (Neu-Gran.) p. 353, BucTcleyi (Ecuador) p. 354, insignis (Pa-
nama) p. 355, hexacoeltis (Neu-Granada) p. 356, laevipennis (Caraccas),
phaeolomus (Mexico) p. 357, consent aneiis (Caraccas), fratellus (Mexico)
p. 358, convexiusculus (Neu-Granada) p. 359, conicus (Venezuela)
p. 360, trapezicolUs (ibid.), abropoides (Philippinen) p. 361, phaeo-
cnemis (Neu-Granada), conicicoUis (Mexico) p. 362, inops (ibid.), lim-
bicollis (ibid.) p. 363, phaeoderus (Celebes) p. 364, hirmocoelus (Hin-
dostan), semistriatus (ibid.) p. 365, luzonicus (Philippinen) p. 366,
saplvyrinus (Pulo-Pinang ; Tonda), apicalis (Philipp.) p. 367, aenescens
(Hindostan; Austral.), coelopterus (Shanghai) p. 368, incertus (Indien)
p. 369, macropterus (Neu-Seel.) p. 370, approximatus (Mexico) p. 371,
callido'idea (Bogos) p. 371, plagioderus (Indien) p. 374, obscuritarsis
(Rangoon) p. 375, cruralis (Malabar), maculicollis (Celebes) p. 376,
purpuripennis (Mexico), cyclotliorax (Columbien), sulcipennis (Bogota)
p. 377, afßnis (Caraccas), ruficollis (Rio Janeiro) p. 379, cayennemis
(Cayenne), rivalis (Rio Janeiro), nigrita (Südamerika) p. 380; Chau-
doir, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878; protensus, melas p. 58, anthracinus,
carbonarius p. bd, cyaneo-cupreus p. 60, berylUnus p. 61, ovatus 1^.62,
430 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
interruptus, atro-aeneus p. 63, trapezicolUs p. 64^ micans, ahenonotus,
acutus p. 65, politus, punctato-striatus p. 66, brevis, Landolti p. 67 ;
Putzeys, Mitth. Münch. 1878.
Pogonini. Platidiolus (n. g. Deltomerin.) rufus (Baikal
See); Chaudoir, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII, (Nr. 3) p. 78.
Pogonus austrdlis (Melbourne); Chaudoir, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. (Nr. 3) p. 76.
Deltomerus Baddei (Chefsurien), triseriatus (ibid.); Putzeys,
Verh. naturf. Ver. Brunn. XVI. p. 67.
Da die Gattung Anophthalmus jetzt nicht mehr anerkannt ist,
so führen nun 2 Arten den Namen Schaumi; Trechus Schaumi Pand.
wird von Kraatz daher in Tr. Pandellei umgetauft, während Tr.
(Anophthalmus) Schaumi Schmidt bleibt. Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 192.
T. (A.) Suaneticus (Caucasus ; pilosellae affine, statura minore et
multo convexiore, prothorace breviore, elytris multo parcius, seriatim
setulosis differt); E. ßeitter, ebenda p. 299 und Verh. naturf. Ver.
Brunn. XVI. p. 83. T. L 2; (Tr.) Lederi (Kasbek); Putzeys, Verh.
nat. Ver. Brunn. XVI. p. 82; (A.) MerMii (Siebenbürgen); Fri-
valdszky, Termesz. Füzetek. I. p. 246; paroecus (Biharer Comitat);
derselbe ebenda II. p. 13; am letzteren Orte giebt derselbe auch
eine Synopsis der bisher in Ungarn gefundenen (5) Arten.
Oopterus Guerini, laticollis (Auckl.); Kirsch, vergl. oben
p. 422 (204).
Änchonoderini. Anchonoderus Beichei, erosus, femoratus
(Neu Granada); Putzeys, Mitth. Münch. 1878. p. 57.
Lachnophorus seniirufus, leucosceliSj hngulus (Chontales) p. 603,
sulcifrons (Guatemala) p. 604; Bat es, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878;
angusticolUs p. 55, cyanescens p. 56 (Neu-Granada) ; Putzeys, Mitth.
Münch. 1878.^
Chalybe Belti (Chontales); Bat es, Proc. Zool. Soc. London.
1878. p. 604.
Bemhicidiini. Anillus Mayeti (Herault); Bris, de Barne-
ville, Bull, Ent. Fr. 1878. p. LXIL
Peryphus anguUcolUs (Choachi); Putzeys, Mittheil. Münch.
1878. p. 76.
Pericompsus longulus (Mexico); Bat es, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 601.
Notaphus hasiplagiatus (Bogota); Putzeys, Mitth. Münch.
1878. p. 75.
Bembi(ci)diummseKwm(Yedo); E.V. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 342; arcuatum^ versutum (Marquette, Mich.);
Le Conte, Proc. Am. Phil. Sog. XVIL Nr. 101. p. 394; B. (No-
taphus) FloJm, placüum (! Mexico), (Peryphus) Boger si (Costa Rica)
p. 602, submaculatum (Mexico) p. 603; Bates, Proc. Zool. Soc.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 431
Lond. 1878; Pamirense, punctulipenne (Kashgar); derselbe ebenda
p. 718; Bowditchii (Green River City, Wyoming), Seudderi (Salt
Lake Valley); Le Conte, Bull. U. S. Geol. Surv. IV. Nr. 2 p. 451;
Tairuense p. 193, parviceps p. 194, anchonoderuniy eustictum, (alle
von Tairua), callipeplum (Wellington) p. 195; Bat es, E. M. M. XIV;
orUferum (South. Isl.), chalceipes (ibid.) p. 24, HoJcitiJcense (ibid.) p. 25,
alle von Neu-Seeland; derselbe ebenda XV; pacifkwn (Oahu);
Blackburn, ebenda p. 157; tenue-striatum (Algier); Fairmaire,
Pet. Nouv. Nr. 148 p. 37; wevrt^^mse (Nevada) ; Ulke, Wheeler's Rep.
Geogr. Expl. W. of looth. Mer. V. Zoolog, p. 811. PL XLI. Fig. 3,
BiasoUi (Tirol); Gr edler, Col. Hefte XV. p. 104 (= inustumDuv.;
V. Harold ebenda p. 174); ovatum (Bogota); Putzeys, Mitth.
Münch. 1878. p. 76.
B. exoletum (White RiYer; Tertiär); Scudder, Bull. ü. S. Geol.
Surv. IL p. 77.
Tachys Oahuensis, arcanicola (Oahu), mucescens (Honolulu),
atomus (Oahu); Blackburn, E. M. M. XV. p. 158; diploharpinus
(Chontales); Bat es, Proc. Zool. Soc. London 1878. p. 602.
Cillenum albescens (Tairua); Bat es, E. M. M. XIV. p. 193.
Dytiscidae. Observations on the Repiratory Action of the
Carnivorous Water-Beetles. By D. Sharp. Journ. Linn. Soc. XIIL
Zoology Nr. 67. p. 161 ff. Sharp vergleicht die Zeit, die die
Schwimmkäfer im Wasser verbringen, mit der, die sie, um Luft zu
schöpfen, an die Oberfläche kommen, bei einer grossen Reihe von
Arten und kommt zu folgenden Durchschnittszahlen: Pelobius Her-
manni kommt durchschnittlich alle 2P/4 Minuten an die Oberfläche,
wo er 1—20 See, gewöhnlich 5 See. verweilt; die Zeit, wo er an
der Luft ist verhält sich zu der, wo er auf dem Boden ist, wie
1 : 375. Hydrovatus clypealis, nur kurze Zeit beobachtet, kam in
370 Minuten 7mal an die Oberfläche, die extremsten Fälle der Dauer
zwischen 2 neuen Inspirationen waren 6 und 100 Min. ; die Art ver-
weilte an der Oberfläche 1—20 Secunden. Hyphydrus ovatus kam
innerhalb 14^/6 Minuten ein Mal zum Athemholen an die Oberfläche,
wo er 1—25 See. verweilt; der obige Bruch ist hier 1: 111,5. Hy-
droporus inaequalis kam in 30 Min. einmal an die Oberfläche; 1 : 360;
H. pictus wechselt alle 30^/3 Minuten und verweilt nur 2 See. an
der Oberfläche; 1:1577. H. Gyllenhali erneuert die Luft alle 12 Mi-
nuten und braucht dazu 1—32 See; 1 : 971/4. H. elegans ist nur
wenig beobachtet, scheint aber selten und sehr rasch den nöthigen
Bedarf an Luft zu erneueren. H. 12-pustulatus verhält sich ähnlich.
Noterus sparsus wechselt alle IOV2 Min. und verweilt 1—22 See. an
der Oberfläche; 1 : 76V3. Laccophilus obscurus steigt durchschnitt-
lich alle 62/3 Minuten an die Oberfläche und verweilt dort 40^/3 See;
1 : 95/6. Ilybius fuliginosus verweilt oft lange (einmal 40 Minuten)
ohne Bewegung an der Oberfläche; Agabus bipustulatus wechselt
432 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
durchschnittlich alle 13 Vs Min. und bleibt 472/3 See. an der Ober-
fläche (8—150 See); 1 : 19Vio- Acilius sulcatus kam alle 2^1 ^ Minu-
ten zum Luftholen an die Oberfläche und blieb hier 12^4 Secunden;
der grösste Zeitraum zwischen zwei Respirationen betrug 6 Minuten
und die längste Respiration dauerte 50 Secunden; 1:13^3. Acilius
fasciatus kam weit seltener (alle 25'/^ Minuten), blieb aber dafür
länger (durchschn. 70 See); 1 : 22 V4. Dytiscus marginalis athmet
alle 8V3 Minuten, 54 See. lang; 1:9^3; das Weibchen weniger,
1 : 13*/6. Auch bei anderen Arten zeigten die cT ein grösseres
Athembedürfniss als die $, und manche schienen in der Nacht leb-
hafter zu sein, als am Tage.
Die Recherches sur les organes copulateurs et sur
les fonctions genitales dans le genre Dytiscus par Re-
gimbart (Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 263 ff. PI. 10) enthalten nichts
wesentlich des Auszuges Werthes.
Derselbe zählt von P. de la Brülerie im Orient gesammelte
Dytisciden auf (p. 347 ff.) und beschreibt neue Arten von Manilla,
p. 355 ff.
Derselbe macht eine Etüde sur la Classification des
Dytiscidae, ebenda p. 447 ff. PI. 10, indem er eine analytische Ta-
belle der Gruppen und der Gattungen in denselben (Haliplinae, Hy-
grobiinae, Dytiscinae, Hydroporinae, Noterinae) aufstellt. Für Cy-
bister scutellaris Germ., bei dem die Klauen der Hinterfüsse frei
sind, die äussere kleiner und beweglich, wird die neue Gattung JEf 0-
moeodytes gebildet; p. 451 und 458.
Haliplini. Haliplus röbustus (Antigoa); D. Sharp, Ann.
Soc. Ent. Belg. XX. p. 120.
J. Gerhardt sucht in der Zeitschr. f. Entom. N. F. 6. Heft,
Breslau 1877 p. 34 ff. die Unterscheidung der Arten aus der Gruppe
des H. ruficoUis Deg. (d. h. der Arten ohne durchgehenden Quer-
eindruck am Grunde des Halsschildes) zu erleichtern und beschreibt
H. immaculatus (Liegnitz, Schles.) p. 38, horealis (Lappland) p. 40;
letzterer Name wird in der deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 448 in
H. WeJincJcei umgeändert.
Hydroporini. Hyphydrus xanthomelas (Manilla); Regim-
bart. Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. LXXX und Ann. p. 361, contiguus
(Rockhampton), madagascariensis (Mad.), decemmaculaUis (Cap York) ;
E. Wehncke, St. E. Z. 1877. p. 151 f.
Hydrochus obtusicolUs (Marocco); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
p. 141.
Hydro vatus clypealis (England, Frankr., Algier); Sharp, Pet.
Nouv. II. p. 61; (Oxynoptilus) ferrugatus (Manilla); Regimbart,
Bull. Soc. Ent. Fr. 1877 p. LXXIX und Ann. p. 360.
Leprieur macht Bemerkungen über Hydroporus-Arten
der Gruppe H. opatrinus, die den Beweis führen, dass die ein-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 433
ander ähnlichen Arten dieser Gruppe miteinander verwechselt sind;
eine systematische Tabelle dient zum Bestimmen der 14 Arten,
unter denen H. Fairmairci (Beziers), inconspectus (Südfrankreich),
hombyciniis (Algier) neu sind; Mitth, Schweiz, ent. Gesellsch. IV.
p, 566 £f. und Pet. Nouv. IL p. 53 u. 89. Hydroporus decipiens
(Portugal); D. Sharp, Ann. Soc. Ent. Belg. XX. p. 113; E. semi-
nulum (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVn. Nr. 101.
p. 377; fuscatus, laccophilinus (Detroit, Mich.); derselbe ebenda
p. 595. H. co>z^ri*w^ (Florissant, Colo.); derselbe, Bull. ü. S. Geol.
Surv. IV. Nr. 2. p. 452; acuminatellus (Boghari), subtruncatus (Bis-
kra); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 151. p. 49; ii-ZweeWws (Tougourt);
derselbe ebenda Nr. 174. p. 141, strigosulus (Viti) derselbe
p. 278; Habelmanni (Dalmatien); Wehncke, Entom. Monatsbl. I.
p. 76; Piochardi (Djebl-ech-Cheik) p. 350, multiguttatus (Borak)
p. 351, Cyprius (Cypern), SediUoti (Borak) p. 352; Regimbart,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; pseudogeminus, atomus (ManiJla); derselbe
ebenda p. 360, 361 und Bull. p. LXXIX, LXXX; duodecimaculatus
(Algier, Corsica, Sard.); derselbe ebenda Bull. p. CXXXIII, disce-
dens (Bondy, lEvreux); derselbe p. CXL.
H. subalpinus Th. und glabiusculus Aube in Norwegen;
Sch^yen, Nyt Mag. Naturv. 1878. p. 200.
Desmopachria varians (Brasilien); E. Wehncke, St. E. Z.
1877. p. 150.
Golymhetini. Hydro canthus m«n^i*s (Manilla) ; Regimbart,
Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. LXXIX und Ann. p. 359.
Suphis semipunctatus (Monroe, Mich.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 595.
Laccophilus p^im^7^o (Enterprise, Flor.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101 p. 596; Baeri, transversalis, Proteus, Jiy-
daticoides (Manilla); Regimbart, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. LXXVIII
und LXXIX, und Ann. p. 357—359.
Die Reste eines fossilen Laccophilus fanden sich in den Ter-
tiärablagerungen der Rocky Mts. ; Scudder, Bull. U. S. Geol. Surv.
II. p. 78.
Gaurodytes leptaspis, longulus (Michigan); Le Conte, Proc.
Am. Phil. Soc. XVI. Nr. 101. p. 596; nanus (Florissant, Colo.);
derselbe, Bull. U. S. Geol. Surv. IV. Nr, 2. p. 451.
G. Wasastjernae Sahlbg. und subtilis Er. in Norwegen; Seh j^yen,
Nyt Mag. Naturv. 1878. p. 201.
Ilybius subaeneus in Norwegen; Sch^yen, Nyt Mag. Naturv.
1878. p. 201.
Agabus /wsco-ameMs(0 esterreich); Regimbart, Bull. Ent. Fr.
1877. p. CXL VIII.
Copelatus quadrisignatus (Manilla); Regimbart, Bull. Soc.
Ent. Fr. 1877. p. LXXVIII und Ann. p. 356.
434 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Dytiscini. Cybister Simoni (Cap York) p. CLI, distinctus (Se-
negal) p. CLVII, Regimbart, Bull. Ent. Fr. 1877; semirugosus
(Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 100.
M. Isenschmid beobachtete ein Männchen vonDytiscus mar-
ginalis L., das, bevor es sich zum Fluge anschickte, ein lautes
Summen vernehmen Hess, wie Brischke schon von Acilius sulcatus
berichtet hat; s. d. Bericht 1874. p. 316 (64). Auch Isenschmid
sah, dass der After etwas vorgestreckt war und die Flügeldecken
auseinanderklafften, vermuthet aber, dass der Ton durch das Einpum-
pen der Luft, das der Käfer nöthig habe, um sich specifisch leichter
zu machen, hervorgebracht werde. Ent. Nachr. 1876. p. 121. D.
circumcinctus auf hoher See am Schiffe emporkletternd gefunden;
ebenda 1878. p. 25.
Arctodytes elongatus Gyll. in Norwegen; SchjJyen, Nyt. Mag.
Naturv. 1878. p. 201.
Hydaticus Baeri (Manilla), LeveiUei (ibid. = Philippensis
Wehncke); Regimbart, Bull. Soc. Ent. Fr. p. LXXVIII und Ann.
p. 354, 355.
Gyrinidae. Regimbart giebt eine Monographie du genre
Enhydrus Gast. (subg. Epinectes) et du g. Porrhorhynchus Gast. ; Ann.
Soc. Ent. Fr. 1877. p. 105 ff. PI. 6. Der Autor schlägt für die Au-
stralischen Arten die Beibehaltung des Namens Enhydrus, und für
die Gruppe des Gyr. sulcatus Wied. den Namen Epinectes Eschschi,
vor, in die E. tihiahs (Bras.) p. 107 Fig. 2 und atratus (Panama)
p. 109 als neue Arten gehören. Zu dem von Laporte beschriebenen
Porrhorhynchus marginatus macht Regimbart P. tenuiroStris (Gochin
Ghina) p. 111, Fig. 4 und Irevirostris (Geylon, Java) p. 113, Fig. 5,
bekannt.
Gyrinus äpicalis (Santa Gruz), n. A. aus Brasilien; D. Sharp,
Ann. Soc. Ent. Belg. XX. p. 117, 118; G. Huttoni (Waikato);
Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 141.
G. Suffriani in Frankreich; Regimbart, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. VIII.
Dineutes angustus (Florida); Le Gonte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVn. Nr. 101. p. 378; quadrispina (Ghina) Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 88.
Hydrophilidae. Hydrophilini. lieber den Polimorfismo
nella femmina dell' Hydrophilus piceus s. L. Gamerano in den
Att. R. Acc. Tor. XII. p. 370 ff.
Nach Do ebner geben die gewöhnlichen Handbücher die
Unterschiede zwischen Hydrophilus piceus und aterrimus
nicht genau genug an; bei H. piceus ist der Mittelbrustkiel breit,
und hat beim ^^ eine breite, tiefe, längliche Aushöhlung, welche den
Vorderrand des Mittelbrustkieles nicht erreicht und beim $ schwächer
ist oder vollständig fehlt; bei H. aterrimus ist dieser Kiel merklich
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 435
schmäler und hat in beiden Geschlechtern eine tiefe, bis zum Vor-
derrand reichende Furche. Nach einem Zusätze der Redaction sind
die Bauchringe bei H. piceus dachförmig gekielt, bei aterrimus
flach; H. piceus ist grünschwarz, H. aterrimus dunkel glänzend
schwarz gefärbt. Ent. Nachr. 1876. p. 140.
H. feniinalis (Detroit, Mich.), castaneus (Californien), cuspida-
tus (Californien); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.XVn. Nr. 101. p. 597.
Hydrobiini. Hydrocassis (n. g. prope Hydrobium) sca-
pulata{Qi\im.)\ Fairmaire, Ann. S. E. Fr. 1878 p. 88. Philhydrus
subsignatus (Hakone-Gebirge in Japan; breviter ovalis, luteo-testa-
ceus, dense subtiliter punctulatus, elytris basi utrinque macula hu-
merali parva, fusca; long. 5 mm); E. v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 342; primaevus (tertiär in Wyoming, Rocky
Mts.); Seudder, Bull. ü. S. Geol. Surv. IL p. 78; hdlophüus (La
Manche; Mittelm.); Bedel, Bull. Ent. Fr. 1878. p. CLXIX.
Zur Gruppe A der Rottenber g'schen Laccobius-
Arten bemerkt J. Gerhardt in der Zeitschr. f. Entom. N. F.
6. Heft. Breslau 1877, p. 7 ff., dass L. nigriceps Thoms. und viri-
diceps Rott. nicht die einzigen Arten dieser Gruppen seien, dass
vielmehr die von Rottenberg als Varietäten des nigriceps unter-
schiedenen Formen maculiceps und öbscurus (letztere nebst var. atratus
Rottb. und rufescens Rottb.) gute Arten seien, p. 17 und 20, wie
man namentlich bei Berücksichtigung der von Rottenberg vernach-
lässigten Unterseite sehe; dazu wird als neu beschrieben L. bigutta-
tus (Liegnitz, Breslau, Berlin, in Wässern mit sandigem Untergrunde).
Berosns punctipennis (Japan); v. Harold, deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 67.
Helophorini. Eine Uebersichtstabelle der (15) amerikani-
schen Arten der Gattung Ochthebius giebt Le Conte in den
Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101 p. 379 f.; neu sind 0. discretus
(Californien), rectus (Fort Tejon) p. 379, attritus (Haulover), tuber -
culatus (Neu-Mexico) p. 380, laevipennis (Tejon), foveicollis (Florida),
benefossus (New Jersey), sculptus (Californien) p. 381; 0. torrentium
(Syrien); Coye, L'Abeille 1876. p. 370, FoZrcemM (Portimao, Lagos);
D. Sharp, Ann. Soc. Ent. Belg. XX. p. 115.
SpJiaeridiini. Hemisphaera (n. g.; Antennen 7-gldg.,
2. Glied fast kugelig; vom Ansehen eines Cyllidium oder einer Ana-
caena) infima (Madrid); P and eile, An. Soc. Esp. V p. 57. Cyclo-
noium pictum (Auckland-Ins.) ; Th.Kirsch, Deutsch. Ent. Zeit-
schr. 1877. p. 159. C. palmarum (Florida); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVIL Nr. 101. p. 355.
Sphaeridium Sharpi (Sansibar); v. Harold, Monatsb. k. pr.
Ak. Wiss. Berlin. 1878. p. 210.
Cercyon Sharpi (Tokio, Jap.); v. Harold, Deutsch. Ent,
Zeitschr. 1878. p. 68.
436 Bertkäu: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Paussidae. Arthropterus KüJiUi (fossil im Bernstein); Stein,
Mitth. Münch. 1877. p. 29.
Staphylinidae. Ueber deutsche Staphylinen macht
Eppelsheim einige Bemerkungen; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p. 385 ff. Dieselben berücksichtigen hauptsächlich von ausserdeutschen
Entomologen beschriebene, neuerdings aber auch in Deutschland
aufgefundene Arten und deren Unterschiede von den nächsten Ver-
wandten.
John Sahlberg. Enumeratio Coleopterorum Brache-
lytrorum Fenniae. I. Staphylinidae. Helsingfors 1876. 8vo.
pp. 248. Zählt 655 Arten auf, von denen 42 als neu beschrieben
werden; 2 neue Gattungen sind aufgestellt.
Les Staphylinides de l'Australie et de la Polynesie
par Albert Fauvel; Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 108 fif. I. XIII.
p. 465 ff. IL Führt von Piestini 9, Phloeocharini 1, Homalini 11,
Oxytelini 40, Stenini 13, Paederini 80, Staphylinini 111, Tachyporini
16, Aleocharini 65 Arten auf; darunter sehr viele neue.
Desselben Staphylinides des Moluques et de laNou-
velle Guinee (ebenda XII p. 171 ff. PI. I, II) machen von Piestini
34, Oxytelini 13, Stenini 4, Paederini 15, Staphylinini 37, Tachyporini
15, Aleocharini 21, im Ganzen 139 Arten in 42 Gattungen (7 neuen)
aus jener Region bekannt.
Aleocharini. Phymatura (n. g. für Bolitochara brevicollis
Kraatz und) gyrophäenoides (Finnland); J. Sahlberg, Enum. Col.
Brach. Fenn. p. 85, 86; Eurylophus (n. g. vom Ansehen einer Atheta;
von Oxypoda durch die sehr langen, schlanken, gezähnten Mandibeln
etc. unterschieden) grandiceps ebenda p. 118.
Polyp ea n. g. Aleochar. inter Pronomaeam et Diglossam;
Type: P. coralU (Wokan; im Meer unter Polypenstöcken); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 301 f. PI. II. Fig. 37.
Correan. g. Aleocharae vicinum; Type: C. oxytelina (Adelaide);
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIIL p. 592.
Halmaeusa (n. g.; maxillae subelongatae, mala exteriore apice
ciliata, interiore Cornea, spinulosa; ligula angusta, linearis, integra;
palp. lab. subelongati, lineares, articulis 2, connatis, parum distinctis ;
tarsi ant. art. 4, postici art. 5, articulis primis brevioribus subaequa-
libus) antarctica (Auckland Ins.); H. v. Kiesenwetter, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 161.
Hoplandria (?) convexa (Japan); J. Weise, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 88.
Autalia alia (Tyrol); Gr edler, Col. Heft. XV. p. 105.
Aleuonota hydrosmectoides p. 132; Liogluta drusilloides ip. 135 ;
Atheta laevicauda p. 139, piligera p. 140; punctulata p. 144, rufi-
cornis p. 145, magniceps p. 146, rotundicolUs p. 148, granulicauda
p. 149, holeticola p. 152, rufipes p. 154, fennica p. 156, lapponica
- im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 437
p, 157, lativentris p. 158, emarginata p. 160, convexa p. 167 (Finn-
land); Sahlberg, En. Col. Brach. I.
Falagria hasalis (Wokan, Salvatti); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII. p. 310.
Myrrnedonisi Hildebrandti (Taita, Sans.); v. Harold, Monatsb.
k. pr. Ak. Wissensch. Berlin. 1878. p. 211; clavigera (Sydney) p. 588,
insignicornis (Austr.) p. 589; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIIl;
Peresi (Badajoz); Uhagon, An. Soc. Espan. V. p. 61. PI. I. Fig. 3, 4.
Bessopora subrugosa; Disochara curia, canaliculata (Finnland);
Sahlberg, Enum. Col. Brach. I. p. 111.
Bolitochara spinosa (Ramoi, Andai); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII. p. 307; discicolUs (Adelaide; Swan R.); derselbe ebenda
XIII. p. 595.
Tachyusa flavoUmbata (Caucasus) p. 100, impressa (Borshorn)
p. 101; Eppelsheim, Verh. Ver. Brunn XVI.
Thamiaraea insigniventris (Andai; Celebes) p. 299, PI. IL Fig.
36, cavicola (Amboina) p. 300; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII.
Homalota inßrma (Carpathen), padana (Monte Viso); Weise,
Deutsch. Eut. Zeitschr. 1878. p. 38, variolosa, Hüleri^ cZam (Japan);
derselbe ebenda 1877. p. 89, 90; hasalis (Andai), hatamensis (Neu
Guinea) p. 295, aruensis (Wokan) p. 296; Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII; rohusticornis (Sydney) p. 576, piceicollis (ibid.), poUtula
(Adelaide) p. 577, gentilis (Sydney; Melbourne) p. 578; derselbe
ebenda XIII; hrevipennis (Finnland); Sahlberg, Enum. Col. Brach.
I. p. 126, hydrocephalica (K3i.shek) ; Eppelsheim, Verh. Ver. Brunn,
XVI. p. 102.
Baryodma signata p. 75, diversa p. 77, fucicola p. 80, subtilis
p. 81 (Finnland); Sahlberg, Enum. Col. Brach. I.
Thectura cri&rwm (Andai; Ternate) p. 297, pectinalis (Ternsiie)
p. 298; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII.
Leptusa Carpathica (Karpathen); Weise, Verh. naturf. Ver.
Brunn. XV. 1. p. 10. Taf. I. Fig. 2; L. Simoni (Schwarz wald);
Eppelsheim, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 211, Caucasica (Mi-
chailow) p. 93, bituberculata (Caucasus) p. 94, carmcoKw (Mamudly)
p. 95, Taf. I. Fig. 3; cm^wZaf« (Caucasus) p. 97 ; Eppelsheim, Verh.
Ver. Brunn. XVI.
Myrmecopora msignicornis (Hatam); -.Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII. p. 303. PI. II. Fig. 38; sem7*s (Victoria), derselbe ebenda
XIII. p. 582.
Gnypeta fulgida (Melbourne); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XIII. p. 583.
Oxypoda variegata, vincta (N. S. Wales); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XIII. p. 584, laeta (Hagi, unter Laub); Weise, D. E. Z. 1877. p. 97.
Chilopora antennata (Caucasus); Eppelsheim, Verh. Ver.
Brunn, XVI. p. 100.
438 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Ocalea agilis (Helsingfors) ; J. Salb er g, Enum. Col. Brach.
I. p. 124, älutacea (Mamudly) p. 90, mwor (Kasbek) p. 91; Eppels-
heim, Verh. Ver. Brunn. XVI.
Calodera inaequdlis (Victoria) p. 286, austraUs, cribrella (Pt.
Augusta) p. 287; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X; abdominalis
(Austr.) p. 580, inacilenta {Melhourne), rw/iCoZKs (Sydney) p. 581; der-
selbe ebenda XIII.
Microglossa conviva (Mamudly); Eppelsheim, Verh. Ver.
Brunn. XVI. p. 98.
Phloeopora laeviuscula (Melbourne), gratiosa (W.-Austr.) ;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 587.
Oligoto, asperiventris (Victorisi, Melbourne); Fauvel, Ann. Mus,
Civ. Gen. XIII. p. 573.
Aleochara suhaenea (Neu Seeland)," marginata (Cap York)
p. 291, semiVw&ra (Gayndah) p. 293; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X,
ternatensis (Acquiconora) p. 305; derselbe, ebenda XII; punctum
(Illawara) p. 593, rliopalocera (Tonga Tabu) p. 594; derselbe,
ebenda XIII, trisulcata (Japan); Weise, D. E. Zeit. 1877. p. 89.
Brachida suturalis (Adelaide) p. 570, atriceps (Victoria), hasi-
ventris (Sydney) p. 571, annulata (ibid.) p. 572; Fauvel, Ann. Mus.
Civ. Gen. XIII.
Gyrophaena clavicornis (Carpathen); Eppelsheim, Deutsch,
Entom. Zeitschr. 1878. p. 40; ebenina (Wokan), quadra (Hatam)
p. 290, moluccensis (Amboina) p. 291, variolosa (Hatam; Key), hasi-
cornis (Key) p. 292, microcephala (Hatam) p. 293; Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Gen. XII; discoidalis (Fidji I.) p. 568, crihrosa (Sydney)
p. 869 ; derselbe ebenda XIII ; triquetra (Hagi an Baumschwämmen) ;
Weise, D.E. Zeit. 1877. p. 97.
G. saxicola (fossil in den Tertiärabi. des White River); Scud-
der, Bull. ü. S. Geol. Surv. IL p. 78,
Ischnoglossa coeca (Caucasus); Eppelsheim, Verh-, Ver.
Brunn. XVL p. 92.
Silusa melanogastra (Melbourne), yallens (Sydney); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XHL p. 590.
Placusa tridens (Sydney) p. 574, tenuicornis (Austr.) p. 575;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIH.
Diglossa celehensis (Macassar); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XII. p. 301. Anra.
Sipulia caledonica (Fichten L); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XIIL p. 591.
Myllaena papuana (Hatam); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XII. p. 288.
Dinopsis austrälis (Victoria); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
Xm. p. 567.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 439
TacTiyporini. Conurus stigmdlis (Sydney); Fauvel, Ann.
Mu8. Civ. Gen. X. p. 280; circumflexus (Ternate); derselbe ebenda
p. 287 ; impennis (K. G. Sound) p. 564, triangiilum (Victoria), discus
(ibid.) p. 565, personatus (Sydney) p. 566; derselbe ebenda XIII.
Tachyporus corpulentus (Finnland); Sahlberg a.a.O. p. 188.
Tachinus atriceps p. 192, rufulus p. 194 (Finnland); Sahl-
berg a. a. 0.
Brymo^orua punetipennis (Finnland); S ahlberg a. a. 0. p. 195.
Habrocerus magnus (Michigan); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 998.
Tachinoderus haemorrJious (Tasmanien), austrälis (Queensland) ;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 277; älutaceus (Andai); der-
selbe ebenda XII.
Myceptoporus horeellus (Finnland); Sahlberg a. a. 0. p. 199,
^aeü^coZZ^s (Mamudly) ; Eppelsheim, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 107.
Etheothassa crass^corm's (Finnland) ; Sahlberg a. a. 0. p. 277.
Polylobus cinetus, apicalis (Victoria); Fauvel, Ann. Mus.
Civ. Gen. X. p. 284 f.; insecatus (Gayndah) p. 585, parvicornis
(Victoria), aterrimus (K. G. Sound) p. 586; derselbe ebenda XIII.
Tanygnathus Äustralasiae (Victoria); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XIII. p. 562.
Xantholinini. Leptomicrus n. g. Xantholin.; Type: L.
teredo (Hatam); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 240 f. PI. I.
Fig. 24.
Cilea rugosella (Hatam, Andai) p. 279, hasicornis (ibid.), lae-
viuscula (Hatam; Wokan) p. 280, curticornis (Hatam), angusta (Sal-
vatti) p. 281, dimidiata (Yule) p. 282, speculum (Vandamen), clavi-
cornis (Hatam) p. 283, alutacea (Aru) p. 284, antennaria (Salvatti),
glahra (Ansus) p. 285; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII; disci-
pennis (Sydney); derselbe ebenda XIII. p. 563.
Othins volans (S. Finnland); Sahlberg, Enum. Col. Brachel.
I. p. 32.
Cafius areolatus (Victoria) p. 251, sahulosus (Austral.) p. 253,
litoralis (ibid.) p. 254, seriatus (Victoria) p. 255, catenatus (N. S.
Wales), velutinus (ibid.) p. 256, nasutus (Viti) p. 257), densiventris
(Pt. Makay; Aru) p. 258; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X.
Diochus Octavii (Victoria), divisus (N. S. Wales); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 235.
Metoponcus semiruber (Viti); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
X. p. 238.
Xantholinus episcopalis (Theresopolis Bras.; X. aulico Er. satis
vicinus); Fauvel, C. R. Soc. Ent. Belg. XX. p. XXVI; Lorquini
(Austr.; Moluccen, Celebes), rufitarsis (N. S. Wales, Queensl.) p. 241,
Älbertisi (Cap York) p. 246, socius (Victoria) p. 248; derselbe,
440 Bertkau: Bericht üb. d. wissensehaftl. Leistungen
Ann. Mus. Civ. Gen. X; auriceps (Hatam) p. 244; derselbe ebenda
XII; haemorrhous (Rockhampton) p. 538, sideralis (W. Austr.) p. 539,
coelestis (Melbourne), eribratus (Victoria) p. 540 ; d e r s e 1 b e ebenda XIII.
Leptacinus Novae Hollandiae (Rockhampton; Victoria); Fau-
vel, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 236; papuensis (Salvatti); derselbe
ebenda XII. p. 242; breviceps (Zambesi); Waterhouse, E. M. M.
XIV. p. 24.
Staphylinini. Staphylinites (n. g.) obsoletum (! in den
Tertiärablagerungen Wyomings); Scudder, Bull. U. S. Geol. Surv.
II. p. 78.
Actinus n. g.; Type: A. imperialis (Fly River); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 250. PI. IL Fig. 27; Leucitus n. g.;
Type: L. argyreus (Ramoi, Amberbacki) p. 253, Fig. 28; MysoUus
n. g.; Type: M. äuriclidlceus (Ramoi; Wokan) Fig. 29, p. 255.
Emus violaceus (Buru); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 248.
Leistotrophus cingulatus in Devonshire; Matthews,
E. M. M. XIV. p. 38.
Leistrotrophus Moluccarum (Moluccen); Fauvel, Ann. Mus.
Civ. Gen. XII. p. 249.
L. patriarchus (tertiär in den Ablagerungen am White River);
Scudder, Bull. ü. S. Geol. Surv. IL p. 78.
Staphylinus Volxemi (Brasilien; St. antiquo satis vicinus, cor-
pore antico (1) magis aenescente, punctura capitis thoracisque triplo
densiore subtilioreque ; long. 12 — 16 mm); Fauvel, CR.
Soc. Ent. Belg. XX. p. XXVII; graciUpalpis (Kasbek) p. 109, Hoch-
huthi (Micailowo). p. 110, Taf. I, Fig. 4; Eppelsheim, Verb. Ver.
Brunn. XVI.
Ocypus Weisei (Tokio, Jap.) ; v. Harold, Deutsch. Ent. Ztschr.
1877. p. 344; brevicornis (Japan); Weise, ebenda p. 367.
Belonuchus Döhrni (Cap York) p. 266, brevicolUs (Queensl.)
p. 267; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X; aeneiventris (Andai),
fuscipes (ibid.) p. 270, lividipes (ibid.) limbatus (ibid.) p. 271; der-
selbe ebenda XII.
Hesperus mira&iZ«s (Queensland); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
X. p 260; semirufus (N.- Austr.) p. 543, indigaceus (Fichten I.) p. 544 ;
derselbe ebenda XIII.
Philonthus biseriatus (St. Bernhard); Sti erlin, Mitth. schw.
ent. Gesellsch. IV. p. 473 {= Quedius alpestris; derselbe ebenda;
Berichtigung auf p. XII. der Inhaltsangabe). Ph. antipodum
(Victoria; Queensl.) p. 263, macellus (Victoria) p. 264, sanguinicolUs
(ibid.), oreopMlus (Somerset) p. 265; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
X; cingulatus (Andai) p. 259 PI. IL Fig. 30, Älbertisi (ibid.) Fig. 31.
p. 260, aurosGutatus (Hatam) p. 261, Beccarii (Wokan) Fig. 32,
JDofiae (Hatam) Fig. 33, p. 262, Gestroi (Andai) p. 263, inclitus
(Wokan), rufithorax (Neu-Guinea) p. 264, violaceus (Ternate), tetra-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 441
merus (Hatam) p. 265, sericeicollis (Andai; Wokan) p. 266, specularis
(Hatam), humerdlis (Andai) p. 267; derselbe ebenda XII; chalcei-
pennis (Neu-Caled.) p. 547, hehridensis (Neu-Hebr.) p. 549; derselbe
ebenda XIII; setosus (Finnland); Sahlberg a. a. 0. p. 14.
Quediini. Äntimerus n. g.; Type: A. smaragdulus (Victoria);
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 550 f.; Quediopsis n. g.,
Quedio et Tanygnatho intermedium; Arten: Q. lugubris und ahdo-
minalis von Victoria; p. 560 f.
Heterothops luctuosa (Austr.), picipennis (Victoria); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 257f.; semicuprea (Wide Bay), bimaculata
(Sydney) p. 557, laticeps (Wide Bay) p. 558, tibialis (Victoria), flavi-
colUs (Sydney) p. 559; derselbe ebenda XIII.
Microsaurus nigripennis (Finnland); Sahlberg a. a. 0. p. 26.
Acylophorus densus, flavipes (Florida); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 387; asperatus (Victoria); Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Gen. XIII. p. 561.
Quedius ferox (Florida, Louisiana, Massachusetts, Canada),
vervix (Massachusetts, Michigan, Canada); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 388 f.; sidneensis, sidcicolUs (Cap York) p. 269,
nigricollis (Rockhampton), thoracicus (ibid.) p. 271, luridus (K. G.
Sound), iridiventris (Sydney), p. 272, versicolor (Gayndah) p. 273,
äeneus (Victoria), cuprinus (Sydney) p. 274; Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. X; splendidus (Hatam) PI. II. Fig. 34. p. 273, cyaneorufus
(Wokan) Fig. 35, cyanellus (Ternate) p. 274, chalceiventris (Hatam)
p. 275; derselbe ebenda XII; dichrous (Melbourne) p. 553, rubri-
collis (Victoria), piceolus (ibid.), diversipennis (Swan R.) p. 554, viri-
descens (Wide ß., K. G. Sound) p. 555, metallicus (Wide Bay), semi-
violaceus (N. S. Wales) p. 556; derselbe ebenda XIII.
J. Erne theilt weitere Beoachtungen über die Lebens-
weise des Vellejus dilatatus mit; Mitth. Schweiz, ent. Ges. V.
p. 369 f. (Füttern mit Honig etc.)
Paederini. Pseudoscopaeus (n. g., Scopaeo simile, inter
Borboroporum et Falagriam collocandum; palpi maxillares art. 2o
et 3io elongatis, 4to subulato, praecedente tertia parte minore; . . .
tarsi 5articulati, postici art. Imo elongato) Beitteri (Transsylv.
Alpen bei Oberkerz; elongatus, niger, parce pubescens, nitidus,
antennis piceis, palpis pedibusque rufo-brunneis; capite crebre minus
profunde punctato, thorace elytrisque dense punctulatis, abdomine
segm. 2— 4to fortiter, 5 — 7mo dense subtiliterque punctatis; long. 1,5
lin.). Weise, Verh. naturf. Ver. Brunn. XV. 1. p. 9.
Dicax n. g. Lathrobiis propius; Type: Lathrobium longiceps
Fauv. ; die Gattung enthält ausserdem D. cephalotes (K. G. Sound),
rubripennis (Victoria), arcidus (ibid.); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XIII. p. 518 ff.; Suniopsis n. g. Sunio proximum, sed tarsorum
structura Scimbalio propius; Type: S. singularis (W.-Austr.) p. 530;
442 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Hyperomma n. g. Lathrobio vicinum, sed tarsorum structura
Scimbalio propius; Type: H. lacertinum (K. G. Sound) p. 531; der-
selbe ebenda.
Cryptobium floridanum (Florida) p. 389, texanum (Texas), cali-
fornicum (Californien, Vancouver Isl.), flavicorne (Massachusetts, Lake
Sup.) p. 392, tunidum (Californien), prospiciens (Texas), lugübre (Flo-
rida) p. 393, oUiquum (ibid.), parcum (Cedar Keys) p. 394, lepidum
(Texas) p. 395; Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101;
microcephalum (Austr.); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 232;
piceum (Port Bowen) p. 533, fractum (Melbourne) p. 534; derselbe
ebenda XIIL
Dolicuon pancoZor (Cap York, Rockhampton); Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Gen. XIIL p. 517.
Scimbalium austräte (Austr.); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
X. p, 231; ferrugineum (Rockhampton) p. 526, duplopunctatum (Mel-
bourne) p. 527, simplarium (S.-Austr.), sparsicoUe (Melbourne) p. 528,
arcuatum (N. S. Wales), rufum (Austr.) p. 529, opaculum (Rockhamp-
ton) p. 530; derselbe ebenda XIIL
Lathrobium ferreum (N. S. Wales) p. 228, notaticolle (Queensl.),
gratelhim (Sydney) p. 229, longiceps (N. S. Wales) p. 230; Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. X; die letzte Art wird in die neue Gattung
Dicax versetzt; ebenda XIIL p. 518 f.; Ireviceps (Rockhampton)
p. 521, pennatum (Queensl.), angusticeps (ibid.) p. 522, mioros (Rock-
hampton), cribrum und var. rufiventre (Melbourne), p. 523, limhatum
(Rockhampton) p. 524, mutator (Victoria) und var. bipartitum (N,
S. Wales; Queensl.) p. 525; derselbe ebenda XIIL
L. abscessum (fossil in den Tertiärabi. Wyomings); Scudder,
Bull. U. S. Geol. Surv. II. p. 79.
Lithocharis scolytina (Viti) p. 219, annulosa (Taiti) p. 220,
ignita (Gayndah) p. 221, cincta (ibid.) p. 222; Fauvel, Ann. Mus.
Civ. Gen. X; gigantea (Wokan) p. 230, hirta (Hatam), lanigera (An-
dai; Key) p. 231, parvicollü (Yule) p. 232, sunioides (Hatam), par-
vistria (ibid.) p. 233; derselbe ebenda XII; trapezicollis (Badajoz);
ühagon, An. Soc. Espan. V. p. 70. PI. I. Fig. 2.
Scopaeus ruficolUs (Gayndah); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
X. p. 218; digitalis (Victoria); derselbe ebenda XIIL p. 515.
Domene aciculata (Kroatien); M. von Kopffgarten, Ent.
Nachr. 1878. p. 269; Äustraliae (Rockhampton); Fauvel, Ann. Mus.
Civ. Gen. XIIL p. 514.
Thinocharis nigrella (Salvatti) p. 227, brevicornis (Ramoi)
p. 228; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIL
Sunius Amträlasiae (N.S.Wales) p. 216, guttula (ibid.) ip. 217 ;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X. pectinatus (Sydney); derselbe
ebenda XIIL p. 514; Martinezi (Badajoz); Uhagon, An. Soc. Espan.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 443
V. p. 73. PI. I. Fig. 1, paradoxus (Suram); Eppelsheim, Verh.
Ver. Brunn. XVI. p. 114.
Austin giebt eine Tabelle der (10) Arten der Vereinigten
Staaten; Proc. Bost. Soc. XIX. p. 4 ff.; neu sind S. caK/brmcMS (Cal.).
irevipennis (Massachusetts) p. 6, similis (Nevada, Calif., Arizona) p. 7.
Vd,QdiQV\xs paralleius (Hakodade); J. Weise, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 368; P. oUiteratus (Florida); Le Conte, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 395; tenuicornis (Gayndah), (samo-
ensis =) Vitiensis (Ovalu); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 224
und XIII. p. 517; Älbertisi (Hatam) p. 236, PI. I. Fig. 21, politus
(ibid.) Fig. 22, Gestroi (ibid.) Fig. 23, p. 237; derselbe ebenda
Xu; sparsus (Illawara); derselbe ebenda XIII. p. 516; fennicus
(Finnland); Sahlberg, En. Col. Brach. I. p. 38, sulcifrons (Etsch-
miadzin) p. 116, Lederi (Borshom) p. 117, Taf. I. Fig. 6; Eppels-
heim, Verh. Ver. Brunn. XVI; grandis (Colorado; Arizona) p. 8,
palustris (Massachusetts; Michigan) p. 9, Floridamis, Nevadensis
p. 10; Austin, Proc. Bost. Soc. XIX.
Pinophilus rufitarsis (Tasmanien), aeneiventris (Austr.) p. 214,
curticornis (Queensl.) p. 215; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. X; tra-
pesus (Victoria) p. 510, marginellus (Melbourne), rubripennis (Clyde
R.) p. 511; derselbe ebenda XIII.
Le Conte stellt eine Tabelle der (9) amerikanischen Pala-
min US- Arten zusammen, unter denen F. flavipennis {¥\orid&)T^.d9Q,
normalis (Georgia, Süd- Carolina), contortus, cribratus (Florida) p. 397,
pumilus (ibid.) p. 398 neu sind. Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr.
101. p. 396 ff.
P. Novae-Guineae (ß.^i?c[n)] Fauvel, Ann. Mus. Civ, Gen. XII.
p. 225; Vitiensis (Ovalu), Äustraliae (MoretonB.) p. 508; derselbe
ebenda XIII.
Oedichirus intricatus (Cap York); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 211; ruhricollis (Austr.); derselbe ebenda XIII. p. 508.
Procirrus Victoriae (Victoria), Castelnaui (Vict. ; N. S.Wales);
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 509.
Stenini. Edaphellus n. g. Euaesthet.; Type: E. Novae
Guineae (Hatam); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII, p. 220. PI. I.
Fig. 18.
Stenus specidifrons (Montevideo, Pampas; St, calloso satis
affinis, sed dimidio fere major et latior, inter omnes propinquos
pedibus rufo-piceis abd. segmentis basi non constrictis distinguendus ;
long 3 mm); Fauvel, C. R. Soc. Ent. Belg. XX. p. XXV; caviceps
(Somerset); derselbe, Ann. Mus. Civ. Gen. X, p. 207; prismalis
(Hatam) p. 222, PI. I. Fig. 19, coelestis (Ramoi) p. 224; derselbe,
ebenda XII; atrovirens (Wide B.) p. 503, macellus (K. G. Sound)
p. 504, pustulifer (N. S. Wales) p. 505, obesulus (Queensl.) p. 506;
derselbe ebenda XIII; coeruleus (Port Bowen), guttulifer (K. G.
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. DD
444 Bertkau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Sound) p. 24, hifrons (Zambesi), trepidus (ihid.) p. 25; Waterhouse,
E. M. M. XIV; coxalis p. 49, hyperhoreus p. 50, scäbriculus p. 53,
lapponicus p. 56, confusus p. 58 (Finnland); Sahlberg, Enum. Col,
Brach. Fenn. I.
Oxytelini. Sharp ia (n. g.) Banlcsi (Victoria); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 488.
Melagops denticolUs (Australien); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XIII. p. 500.
Osorius sanguinipennis (Gayndab); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 192; striola (Wokan) p. 210, carinellus (Yule), hatamensis
(Neu-Guinea), hirtus (Ramoi) p. 211, pilosus (Hatam) p. 212; der-
selbe ebenda XII.
Bledius capitalis (Queensland), aterrimus (N. S. Wales); Fau-
vel, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 204, convexifrons (Swan R.) p. 498,
7iam«/er (Nichol B.), jp%iosiwMS p. 499 ; derselbe ebenda XIII; cepha-
lotes (Michailowo); Eppelsheim, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 120.
Taf. I. Fig. 8.
Corallis polypormn (Wokan, im Meer zwischen Korallenstöcken),
PI. I. Fig. 17; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 215.
Oxytelus nitens (La Plata; Montevideo, Pampas); Fauvel,
C. R. Soc. Ent. Belg. XX. p. XXIV; inelas (Tasmanien) p. 196,
discipennis (ibid. und N. S. Wales), vulneratus (Victoria) p. 197,
impennis (ibid.), ocularis (Somerset) p. 198, myops (ibid.), suhaeneus
(Pt. Augusta) p. 199, ^janws (Victoria) p.201, semirw/ws (Pt. Augusta)
p. 202, sparsius (Victoria); derselbe, Ann. Mus. Civ. Gen. X;
fällax (Ternate) p. 215, scabripennis (ibid.), spinifer (Hatam) p. 216,
opacicolUs (ibid.) p. 217, dentifer (Andai), plumheus (Hatam) p. 218,
davicornis (Andai) p. 219; derselbe ebenda XII; rufinodis (K. G.
Sound) p. 493, flavipes (ibid.), apicalis (Swan R.), ohscurifrons (K.
G. Sound) p. 494, piceicollis (Sydney) p. 495, cribripes (Melbourne),
scabrellus (K. G. Sound) p. 496), rubeculus (W.-Austr,), striatellus
(Victoria) p. 497; derselbe ebenda XIII; hyhridus (Michailowo)
p. 121, gibbulus (Borbalo) p. 122. Taf. L Fig. 9; Eppelsheim,
Verh. Ver. Brunn. XVI.
0. pristinus (fossil in den Tertiärabi. des White River);
Send der, Bull. U. S. Geol. Surv. IL p. 79.
Ancyrophorus parvülus (Chram); Eppelsheim, Verh. Ver.
Brunn. XVL p. 124.
Trogophloeus anceps (Gayndah), punctatus (Austr.); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XL p. 194; carbonarius (Victoria); derselbe
ebenda XIIL p. 490.
Thinobius longicornis (Finnland); Sahlberg, Enum. CoL
Brach. Fenn. I. p. 181.
Piestini. Leptochirus forticornis (Samoa); Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Gen. X. p. 185; parcus (Neu Guinea) PI. I. Fig. 2, anten-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 445
narius (Hatam; Ramoi), Fig. 3, p. 187, Älbertisi (Andai) Fig. 4,
p. 188, conicicöllis (Amberbaki), extensus (Hatam) Fig. 5, p. 189,
spinosulus (ibid. und Amberbaki) Fig. 7, Lorgiiini (Amboina) Fig. 6,
p. 190, älternus (Hatam) Fig. 8, Beccarii (Aru) Fig. 9, p. 191, opaci-
collis (Ramoi) PI. II. Fig. 12, monilicornis (Aru etc.) Fig. 11,
p. 193, quadrifichis (quadridens Fvl. ol.) (Amboiua) Fig. 13, cavi-
frons (Key) Fig. 14, p. 194, mtulus (Neu Guinea) Fig. 15, p. 195;
derselbe ebenda XII.
Holosus siibstriatus (Arn, Wokan), ^oZiYmZms (Hatam); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XII. p. 199.
Aucaeus aruensis (Wokan); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII.
p. 200.
Lispinus unistriatus (Ramoi, Hatam), lineipennis (Hatam; Tci-
bodas) p. 202, nitidus (Hatam), laevior (ibid.) p. 203, curticoUis
(Key L), foveatus (Ansus, Ramoi) p. 204, älutaceus (Hatam), aequalis
(ibid.; Key) p. 205, castaneus (Ansus; Wokan) p. 206; Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XII; sidneensis, cäledonicus; derselbe ebenda
XHI. p. 481.
Eleusis ruficoUis (Hatam) p. 207, punctigera (ibid.), longiceps
(Ramoi) p. 208; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XII; aiistralis
(Queensland); derselbe ebenda XIII. p. 482.
Phloeoeharini. Phloeocharis antipodum (Adelaide); Fau-
vel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 483; parallela (Algier); derselbe,
Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLHI.
Homaliini. Anthophagus Schneideri (Elisabetpol) ; Eppels-
heim, Verb. Ver. Brunn. XVI. p. 125.
Amphichroum australe (Sydney); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 191 und XIII. p. 486; cribripes (Angas) p. 486, spinipes
(W.-Austr.) p. 487; derselbe ebenda XIII.
Geodromicus ovipennis (Georgetown, Col.); Le Conte, Bull.
U. S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 452, latiiisculus (Caucasus); Eppels-
heim, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 126. Taf. II. Fig. 10.
Olophrum laticolle (Finnland); Sahlberg, Enum. Col. Brach.
Fenn. I. p. 211.
Homalium teniie (Hagi, Jap.); Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 95, Kronii (Auckland Isl.) p. 161, albipenne (ibid.) p. 162,
insulare (ibid.), pacißcum (ibid.) p. 163, siiheylindricum (ibid.) p. 164;
v. Kiesenwetter ebenda; afßne (Liegnitz, Schles.); Gerhardt,
Zeitschr. f. Ent. Breslau. (N. F.) 6. H. p. 32, montivagum (Kasbek);
Eppelsheim, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 128, conicum (Neuseeland),
philorinoides (Victoria); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII. p. 484.
Proteinini. Thoracophorus crenicollis (Key I.) PI. I. Fig. 16.
p. 196, duplicatus (Aru; Sarawak) p. 197; Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII.
Pselaphidae. Psilocephalus (n. g., schon 1839 von
446 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Swainson an eine Fisch gattung, in der Form Psilocephala von
Zetterstedt an eine Dipteren-gattung vergeben) formicetorum
(Svan Ounan, Abyss.) p. 284, PI. 3, Fig. 7; Odontalgus (n. g.)
tuberculatus (Semiene), vespertinus (Adouah) p. 287, PI. 3, Fig. 5;
Cliartlirus (n. g.) hicolor (Insel Zanzibar, unter Baumrinde) p. 299,
Fig. 14; Raffray, Rev. et Mag. d. Zool. 1877.
Mirus (n. g.), permirus (Ajaccio); Saulcy, Pet. Nouv. II.
p. 169 f.
BMnoscepsis (n. g. prope Panaphantum?) Ustriatus (Flori-
da); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. Nr. 101, p. 382.
Centrophthalmus armatus (Hamacen); Raffray, Rev. et Mag.
de Zool. 1877. p. 285. PI. 3. Fig. 6.
Enoptostomus formicarius (Hamacen); Raffray, Rev. et Mag.
de Zool. 1877. p. 282, PI. 3, Fig. 3, 15.
Gamba Brmki (Neu Gran.) p. 358, elongata p. 359, rugicollis
p. 360 (Pampas); Schaufuss, Nunq. Ot. II.
Machaerites Lucantei (Höhle in denBasses-Pyrenees); Saulcy,
Pet. Nouv. II. p. 277.
Marellus palpator (Hamacen; unter Ameisen); Raffray, Rev.
et Mag. de Zool. 1877. p. 285, PI. 3, Fig. 8, 13.
Chennium Prometheus (Elisabetthal, Cauc); Saulcy, Verh,
Ver. Brunn. XVI. p. 31. Taf. H. Fig. 11.
Ctenistes major (Hamacen) p. 280. PI. 3. Fig. 2, Samanensis
(Mtg. du Semiene) p. 281, Fig. 4, 9, 10; Raffray, Rev. et Mag.
de Zool. 1877.
Tmesiphorus coUaris (Zanzibar und Bagamoyo, unter Rinde
bei Ameisen); Raffray, Rev. et Mag. d. Zool. 1877, p. 282; costatus
(Hagi); Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 99.
Pselaphus MehacUensis (Herculesbäder); Frivaldszky, Ter-
mesz. Füzetek. I. p. 21, pentagonus, Lederi Taf. II. Fig. 16, Ar-
meniacus Fig. 17, p. 136, Caucasicus Fig. 18, p. 137; Saulcy, Verh.
Ver. Brunn. XVI.
ßatrisus Simplex (Michigan) ; L e Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 598; Theodoros (1 Katarakten des Blauen Nil)
p. 291, Zangibaricus (Ins. Zanz., unter Rinde), abdominalis (Hamacen)
p. 292, sulcipennis (ibid.) p. 293, sulcatus (Küste von Zanguebar,
Bagamoyo), graeilicornis (Semiene) p. 294; Raffray, Rev. et Mag.
de Zool. 1877; pedestris, clavipes, corpulentus, rostratus, longipalpis,
tauricus, gracilis (Caucasus); Marseul, Nouv. et Faits. 1876. Nr.
20. p. CVIII, antennatus (Hagi), Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 97, trifoveolatus Schauf. var. ^Zam/rows (Columbien); Schau-
fuss, Nunq. Otiosus IL p. 270.
Trichonyx antennatus (Hamacen); Raffray, Rev. et Mag. de
Zool. 1877. p. 295.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 447
Amaurops Saulcyi (Suram); Reitter, Verh. Ver. Brunn. XVI.
p. 132. Taf. IL Fig. 12.
Rhexius suhstriatus (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Sog. XVII. p. 383.
Bryaxis clavieornis (Ins. Zanzibar) p. 288, oUusa (Samarh, Ab.)
Fig. 17, Äbyssinica (Onoguera) p. 289; Raffray, Rev. et Mag. de
Zool. 1877; atrata (Columb.); Schaufuss, Nunq. Ot. II. p. 357,
ColcMca (Elisabetthal) ; Saulcy, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 132,
tychoides (Letschgum, Caucas.); Reitter, Deutsch. Ent. Zeit. 1877.
p, 291, Balcanica, Saulcy, ebenda 1878. p. 41.
Bythinus subseriatus (Hagi); Weise, Deutsch. Ent. Zeitsch.
1877. p. 98, amtangulus (Carpathen), Reitter, ebenda 1878. p. 42,
specialis, Ätilla (!), Änatolicus; Saulcy, ebenda p. 43, Euthenus
(Marmaroscher Comitat); derselbe, Verh. Ver. Brunn. XV. p. 12,
Taf. I. Fig. 3, Ammon (Caucasus) p. 138, Taf. II. Fig. 13, Scham-
lyanus Fig. 14, murida Fig. 15, p. 134, Jaso (!) p. 135, derselbe
ebenda XVI, extremitalis (Mamudly), Reitter ebenda.
Trimium (an gen. Philus?) planiceps (Griechenland), Reitter,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878, convexulum (Florida), californicum (Cal.)
p. 383, puncticolle (Arizona) p. 384, simplex (Florida), discolor (Loui-
siana), fo'veicoUe (Massachusetts) p. 384; Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
Euplectus dehilis, integer, cavicolUs (Florida), teniiis (Capron);
Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. p. 385; ambigena (Sieben-
bürgen) p. 12, filimi (ibid.) p. 13; Reitter, Verh. Ver. Brunn. XV,
Frimüdszkyi (Carpathen); Saulcy, Deutsch. Ent. Ztschr. 1878. p. 44.
Clavigeridae. Clavigerodes (n. g. Clavigeri(ro ?) valde affine,
dififert antennis triarticulatis) Äbyssinicus; Raffray, Rev. et Mag.
de Zool. 1877. p. 279.
Claviger Lederi (Suram-Gebirge bei Lasius flavius; rufc-testa-
ceus, nitidus, elytris parcius punctatis, antennarum articulis 3—5
aequalibus, transversis, abdominis foveola oblongo-ovato, profunda,
marginibus antice abruptis, areola quartam disci partem includente;
long. 2 mm); E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 290
und Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 188, Taf. IL Fig. 19.
Scydmaenidae. Ablepton (n. g.) -Treforti (Herculesbäder bei
Mehadia)'; Frivaldszky, Termesz. Füzetek. I. p. 18. Taf. I. Fig. 1.
Scydmaenus Geticus (Banat); Saulcy, Verh. naturf. Ver. Brunn.
XV. 1. p. 14. Taf. I. Fig. 4; Balaena Taf. III. Fig. 22, antennalis
Fig. 23, occipitalis Fig. 24, p. 140, Yermolowi Fig. 25, Georgiens
Fig. 26, p. 141 (Caucasus), derselbe ebenda XVI; latitans (Car-
pathen); derselbe, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 46; divisus
(Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 357.
Conoderus parallelocoUis (Carpathen); Saulcy, Deutsch. Ent.
448 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Zeitschr. 1878. p. 45; TschapecM (Wien); derselbe, Pet. Nouv. II.
p. 221.
Euconnus transsylvanicus (Siebenbürgen); Saulcy, Verb. Ver.
Brunn. XV. p. 14; Beuten (Suram), derselbe, ebenda XVI. p. 141.
Taf. III. Fig. 27.
Cepbennium turgidum (Letschgum, Cauc); Reitter, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 292 und Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 139,
Taf. II. Fig. 20; Garpathicim, Saulcy, Deutsch. Ent. Zeitsch. 1878.
p. 45; Gaucasicum, cUtomum (Suram), derselbe, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 139. Taf. IL Fig. 21.
Clidicus taphrocephalus (Sarawak); Gestro, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII. p. 144.
Silphidae. Ptomascopus (n. g., ant. 10-art., subclavatae,
clava haud abrupta; caput temporibus haud tumidis, collo distincto ;
clypeus totus ^ membranaceo-depressus, sanguineus, linea trans-
versa a fronte distinctus, $ corneus, niger, summo margine apicali
rufescenti ; elytr. valde abbreviata, abd. segm. 1 um et 2 dum plerumque
tantum tegentia) morio, quadrimaculatus (Japan); Kraatz, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 104; vgl. ebenda 1876. Taf. 1. Fig. 17; Da-
vidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 91.
Ärimimelus (n. g. vom Habitus gewisser Lebien; Ptero-
loma nahe stehend, mit je einem Nebenauge hinter den Augen) le-
Uoides (Japan); Kraatz, a. a. 0. p. 105.
Sharp ändert den von ihm gebildeten Namen Camirus (wegen
Camira gen. Ceramb.) in Gamiariis um; Type: C. convexus; E.
M. M. XV. p. 36; vgl. d. Ber. 1876. p. 385 (177).
Stierlin kommt nach einer genauen Vergleichung des auch
am St. Gotthard aufgefundenen Necrophorus sepulchralis Heer mit
nigricornis Fald. zu dem Resultat, dass beide verschieden sind und
ersterer eine selbständige Art ist. Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch.
V. p. 275 und Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 288. N. concolor
p. 100, macuUfrons und var. quadripunctatus p. 101 (Japan); Kraatz,
ebenda; japonicus (Japan); v. Harold ebenda p. 346; ocellatus
(China), Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 90.
üeber einige südrussische Silpha-Arten verbreitet sich
Faust im Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIL p. 23 ff.
Die Larven von Silpha opaca sind neuerdings in Holland
als Phytophagen schädlich geworden; Tijdschr. Ent. XXI. Verslag.
p. LXXVII ff.
S. bnmnicolUs (Japan); Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr, 1877.
p. 106; venatoria (ibid.), v. Harold ebenda p. 346; (Oiceoptoma)
cyaneocincta (China), Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 92.
Ptomaphagu8vewincosa(Azkhur; Siebenbürgen); Weise, Verh.
Ver. Brunn. XVI. p. 145.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 449
Adelops Hungarica; Reitter, deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p. 63; Tarissani (Drome); Bedel, Bull. Ent. Fr. 1878. p. LXXIV.
Abeille de Perriu (Notes sur la Classification des Silphales
avcugles, Pet. Nouv. Nr. 146 p. 29 f.) theilt die bisher beschriebenen
Pholeuon arten in die Gattungen Antrodietus für A. Querilhaci
Lesp., caudatus Ab. und cauäatissimus ; Pholeuon für leptodirum
Friv., angusticolle Hampe, gracile Friv.; Cytodronius für dapsoi-
des Ab.
Cholevaawt*jpo^a(AucklandIns.); Th. Kirsch, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 164; cancellina (Bou-Säada) ,-^ Fairmaire, Pet.
Nouv. Nr. 148. p. 37, ie(?en (Mamudly bei Ameisen) ; Weise, Verh.
Ver. Brunn. XVI. p. p. 144.
Catops Hilleri p, 107, pusüUmus (!), fuscifrons p. 108 (Japan) ;
Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877.
Catopomorphus c^«rf^corms (Constantinopel) ; Fairmaire, Bull,
Soc. Ent. Fr. 1877. p. LXV, Georgiens (Assurettbach bei Ameisen);
Weise, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 142.
Anisotomidae. Acrihis (n. g. bei Clambus) serrativentris (Char-
les Isl., Galapag.; subglobosus, niger, nitidus, discrete nitidissime
punctulatus; capite subtus antennisque piceo-testaceis; elytris apice
obtuse rotundatis ; abdomine piceo, segmentis marginibus minute ser-
ratis; long. ^/^ mm); C. Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London.
1877. p. 78.
Anisotoma fuscocincta (Corsica); Fairmaire, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LV.
Agathidium glöbatüe, parvulum (Michigan); Le Conte, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 398, siiturale (Borshom); Reitter,
Verh. Ver. Brunn, XVI. p. 147, rubicundum (Carpathen) p. 47, pim-
ciafosinrtiMm (Japan) p. 89 ; derselbe. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
Clambus piloselliis (Mangliss, Cauc); Reitter, Verh. Ver.
Brunn. XVI. p. 149 (bereits in der deutsch. Ent. Zeitschr. 1876.
p. 259 als neu beschr.; d. Ber. 1876. p. 885 (177)).
Trichopterygidae. Trichopteryx seminitens (England); Mat-
thews, E. M. M. XIV. p. 36; Championis p. 64, fraterculä (ibid.)
p. 55; derselbe ebenda XV.
Ptinella biimpressa (Carpathen) Reitter, Deutsch. Ent. Zeit-
schr. 1878. p. 48.
Ptilium marginatum Aube in England; Matthews, E. M. M.
XIV. p. 36.
Scaphidiidae. Aus dieser Familie lehrt E. Reitter in der
Deutsch. Ent. Zeitschr. 187 7 folgende neue Arten aus Japan
kennen: Scaphidium Japonum (nigrum nitidum, elytris aequaliter
punctatis, maculis tenuibus transversis duabus pallide flavis, anten-
narum basi tarsisque piceis, long. 7 mm); Scaphisoma haemorrJwidale
p. 369, rubrum, castaneipennis (!) p. 370.
450 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
E. Perris beschreibt und bildet ab die Larve und Nymphe
von S. agaricinum (L.); Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIL p. 269 ff. PI. L
Fig. 1-8 (die Tafel im Bd. XXIII).
Histeridae. E. Perris beschreibt und bildet z. Th. ab die
Larven (und Nymphen) von Abraeus globosus Hoffm. p. 272. Fig.
9 — 12, Hister duodecimstriatus p. 277, quadrimaculatus L.; Saprinus
rotundatus 111. p. 279; Teretrius picipes F. p. 280 und giebt auf
p. 283 eine synoptische Tabelle zum Bestimmen der Larven der
Gattungen Hister, Saprinus, Platysoma, Paromalus, Plegaderus,
Abraeus, Teretrius; Ann: Soc. Linn. Lyon XXII, die Fig. in XXIII.
Hister turanus (Sarafschan) p. 223, falsus (Samark) p. 229;
Solsky, Fedtschenko's Turk., Col., ^fmwt^is (Tairua) ; Broun, Trans.
N. Z. Inst. IX. p. 372.
Murmidius irregularis (Teapa; M. ovali Beck, statura colore-
que similis; prothorace absque linea longitudinali prope marginem
lateralem); E. Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVIL p. 165.
Hetaerius Blanchardi (Thyngsborough, Mass.); La Conte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 609; laevidorsis (Lambessa);
Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 148 p. 37 ; p^^c^co^^^s (Bou-Säada) p. 49 ;
pluristriatus (Daga), lioderus (Lambessa), arachnoides (Marocco) p. 98 ;
derselbe ebenda.
* Paromalus teres (Michigan); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVH. Nr. 101. p. 609.
Saprinus permixtus (Florido) ; Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 401 ; reoisus (Alger), hiskrensis (ibid.), arachidarum{\)
(Marseille in Arachis), persanus (Nordp.); Marseul, Nouv. et Faits.
1876. Nr. 10. p. 39; sparsiitus p. 238, ovillum (Sarafschan), lateri-
strius (Taschkent) p. 240; Solsky, Fedtschenko's Turk., Col.
Gnathoncus disjunctus (Samarcand); Solsky, Fedtschenko's
Turk., Col, p. 242.
Teretrius pulex (Tougourt); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 141.
Plegaderus Ädonis (Cypern); Marseul, Nouv. et Faits. 1876.
Nr. 10. p. 40.
Abraeus Baddei (Caucasus); Reitter, D. E. Z. 1877. p. 292
und Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 153, punctatissimus (Siebenbürgen);
derselbe Verh. Ver. Brunn. XV. p. 15. Taf. L Fig. 6.
Acritus scUinus (Cedar Keys, an der Küste); Le Conte, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 402. A. Hopffgarteni (Carpathen);
Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 49, niicroscopicus (ßiehen-
bürgen); derselbe, Verh. Ver. Brunn, XV. p. 16, Tafan'cMS (Tschat-
tag); derselbe ebenda XVL p. 154.
Phalacridae. Phalacrus Darwinii (Charles Isl,, Galap. ; oblongo-
ovalis, convexus, piceo-niger, nitidissimus; antennis pedibusque ob-
scure testaceis; elytr. punctorum seriebus 2, singulis stria suturali.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 451
antice abbreviata, impressis; long. 1,5 mm); C. Waterhouse, Proc.
Zool. Sog. London. 1877. p. 78.
Olibrus princeps (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 361.
Nitidulidae- E. Perris beschreibt (und bildet ab) die Larven
(und Nymphen) von Soronia grisea (L.) p. 284 ; Rhizophagus nitidulus
(F.) p. 286, PI. I. Fig. 13—16; Pria dulcamarae (111.) p. 289, Fig.
17—22; Brachypterus vestitus Kiesen w., cinereus Heer, linearis Corn.
p. 293, Fig. 23—26, ürticae F. p. 295; Cercus rufilabris Latr. p. 296,
Fig. 27; Meligethes viridescens (Fabr.) p. 297, Fig. 28, aeneus F.,
coracinus Steph., Marrubii Bris. p. 298, (flavipes Sturm, erythropus
Gyll., egenus Er., Menthae Bris. p. 299); Nitidula quadri-pustulata
F. p. 300, Ips quadripunctata Oliv. p. 301. Fig. 29— 32; Carpophilus
hemipterus (L.) p. 303, Fig. 33 — 34; Rhizophagus dispar p. 305,
Fig. 35; Trogosita Mauritanica (L.) p. 308; Ann. Soc. Linn. Lyon.
XXII; die Fig. in XXIH.
E. Reitter beschreibt Japanische Nitidulidae; Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 109 £f.
Cychramptodes (n. g. mit Cychramus und Camptodes zunächst
verwandt) Murrayi (Adelaide); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 385.
Gonioryctus (n. g.) Zaiws p. 129, Blackhurni, mowiiCoZa p. 130
(Hawaii); Sharp, Trans. Ent. Soc. Lond. 1878.
Ericmodes (n. g. ; sulci antennarii breves, convergentes ; la-
brum transversum, integrum, mandibulae apice bicuspi (-de) ; sternum
simplex, prothorax leviter transversus, lateribus rotundatus, crena-
tus; .... tibiae muticae, tarsi 5-articulati, art. 4to minuto . . . .)
syncJiüoides, fuscitarsis (Chile); Reitter, Verh. Z. B. G. Wien. XXVII.
p. 167.
E. Reitter stellt in den Verh. naturf. Ver, Brunn. XV. Is
p. 122 auf Hapalips n. g. (ant. rectae-11-articulatae, clava 3, art.;
mesostern. liberum; coxae ant. transversae; tarsi 4-articulati, 3 primis
leviter dilatatis, subaequalibus, subtus dense pilosulis, art. 3io for-
titer exciso; oculi magni, laterales apice prothoracis margine attin-
gentibus (kühnes Latein !) ) für einige amerikanische Arten,
welche nach der Bildung der Füsse mit Languria, durch die eigenthüm-
liche Körperform aber mit den Cucujiden und Rhizophagiden in
naher Verwandtschaft stehen ; die Gattung zählt 10 Arten: H. grandis
(Columbien) Taf. II. Fig. 1, tmuis (ibid.), filum (ibid.) p. 125, graci-
licornis (ibid.) Fig. 2, semifuscus, nigriceps (Brasilien) p. 126, latieolUs
(Columbien) Fig. 3, fuscus (Brasilien), brevicornis (Parahyba) p. 127,
Mexieanus (Mexico) Fig. 4 p. 128.
Brachyi^terus dilutitarsis (Samarc. ; Taschkent); Solsky, Fedt-
sch. Turk., Col. p. 247. Carpophilus pMWcfa^«ss«mMS (Japan) ; Reitter,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 372.
452 Bertkau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Heterhelus heterostomo'ides (Japan); Reit t er, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 371, morio, Japonicus, angusticollis (Japan); der-
selbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 166, 167,
Haptoncus mundus (Hawaii); Sharp, Tr. E. S. Lond. 1878.
p. 139.
Brachypeplus gläber (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 398; hrevicornis (Tairua); Sharp, E. M. M.
XV. p. 47; discedens, ptmcticeps p. 133, robustus, Beitteri p. 134,
infimus, impressus p. 135, inaequalis, omalioides p. 136, brevis, aper (!)
p. 137; derselbe, Tr. E. S. London 1878; Haagi (Australien);
Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 165.
Conotelus parvulus (Bogota); derselbe ebenda p. 166.
Omosiphora Georgica (Caucasus); Reitter, D. E. Z. 1877.
p. 296 und Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 155.
Epuraea zeälandica (Tairua); Sharp, E. M. M. XV. p. 48,
Hilleri (Japan); E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 109,
Carpathica; derselbe ebenda 1878. p. 51.
Haptoncura subquadrata (Cap York); Reitter, Mitth. Münch.
1877. p. 22, imperialis (Austr.); derselbe ebenda p. 128.
Nitidula latiplaga (Samarc.) ; Solsky, Fedtsch. Turk.; Col.,
p. 248.
Soronia optata (Neu Seeland); Sharp, E. M. M. XV. p. 48,
Hilleri (Japan); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 109.
Adocimus dimidiatus (Neu Guinea); Reitter, Mitth. Münch.
1877. p. 127.
Amphotis Martini (Sierra Nevada); Bris out, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXIII.
Stelidota sexguttata Sahlb. ist auch in Steiermark beob-
achtet; Mitth. Schweiz, entom. Gesellsch. IV. p. 479.
St. multiguttata nehsi \2iY. b, dilatimana (Japan); Reitter,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877 p. 110.
Phenolia incapax (fossil in den Green-River-Schichten) ; Scud-
der. Bull. U. S. Geol. Surv. II. p. 80.
Meligethes xanthopus p. 250 T. 1 Fig. 7, vulpes p. 251 Fig. 8,
lutra p. 252 Fig. 9 (Chokand); Solsky, Fedtsch. Turk., Col., Schnei-
deri (Caucasus); p. 157; Reitter, Verh. Ver. Brunn. XVI, fl.oribun-
dus (Caucasus) p. 293, Haröldi (Japan) p. 372; derselbe, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. Hebascus Japonus, Hilleri (Japan); derselbe
ebenda p. 372, 373. Lasiodactylus attenuatus (Dorey), derselbe,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 169.
Strongylus dubius 1877 p. 374, literatus 1878 p. 89, n. A. aus
Japan; Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.; ruber (Bogota) derselbe,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 170.
Camptodes biformis (Bolivien); derselbe D. E. Z. 1878. p. 32,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 453
trilineatus (Brasilien), adustulus (Mexico); derselbe, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 169, 170.
Cybocephalus (S^/nacws (Syrien, Cypern); E. Reitter, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 91.
Pallodes Hüleri (Japan); derselbe ebenda 1877. p. 374.
Amphicrossus punctulatus (Sarawak); derselbe, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 170.
Cryptarcha maculosa {Q\n\\), m'iic?« (Adelaide) ; Reitter, Mitth.
Münch. 1877. p. 129, uniformis (Bogota); derselbe, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVII. p. 171.
Pityophagus Quercus (Biharer Comistat); E. Reitter, Verh.
Naturf. Ver. Brunn. XV. 1. p. 18. Taf. I. Fig. 7.
Rhizophagus brunneus (Michigan); Hörn, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 608.
Ips Nankinensis (China); Fair m a ire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
p. 93 ; janiÄwws (Tasmanien) ; Reitter, Mitth. Münch. 1877. p. 130.
Ipsimorpha ruficapüla (Mexico); Reitter, Mitth. Münch. 1877.
p. 130. Schaumi (Columbien), Scribae (Venezuela); derselbe, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 171.
TrogOSitidae. Peltostoma (n. g.; clypeus apice truncatus,
frons inter oculos impressa, mand. vix prominentes; ant 10-art.,
clava 3-art.; palp. max. elongati; thorax valde transversus, antice
truncatus, angulis rotundatis, lateribus crenatis; prost, inter coxas
tenuissime elevatum; tib. sublineares, extus breviter inaequaliterque
spinulosae, anticae apice in dentem productae, tarsi omnes elongati,
artic. sensim majoribus, unguiculi magni, intus fortiter unidentati)
unguicularis (Chili); Ostomodes (n. g.; clypeus apice truncatus,
ant. 11-art., clava 3-art.; proth. coleopteris parum angustior, trans-
versus, antice basique fere truncatus, angulis fere rotundatis, haud
productis, lateribus serrulatis ; prost, inter coxas anticas tenuissimum,
coxae simplices, tib. fere muticae, unguiculi haud dentati) JDohrni
(Californieu) p. 174, Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII;
Grynocharina (n. g.) peltiformis (Indien); derselbe, Mitth.
Münch. 1877. p. 132.
Gaurambopsis {n. g.)maculipennis {^üd- Afrika); G. Kraatz,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 239.
Airora aequalis (Californien) ; Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 174.
Trogosita Sennevülei (Columb.); Leveille, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. LXXIX.
E. Perris beschreibt die Larve von T. raauritanica L. ; Ann.
Soc. Linn. Lyon. XXII. p. 308.
Tenebriodes Mathaei (Parä); Leveille, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. LXXIX, Uneolata (Columbien); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 172.
454 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Leperina spercheoides (Neu Caled.); Leveille, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXXX.
Xenoglena tetrastigma (Malacca); Leveille, Bull. Ent. Fr,
1878. p. LXXX.
Ancyrona Haroldi (Japan); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 375; extensa (Bogota); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVn. p. 173.
Nosodes spinifera (Cap); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVIL p. 175.
Latolaeva quadrimaculata (Malacca); Reitter, Mitth. Münch.
1877. p. 131.
Micropeltis flavolinibata (Chili); Reitter, Mitth. Münch. 1877.
p. 22; inaequalis (Chili); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVIL p. 175.
Thymalus Anbei (Batum); Leveille, Bull. Ent. Fr. 1877.
p. CXL
Colydiidae. G. H. Hörn giebt eine Synopsis of the Coly-
diidae of the United States, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101.
p. 555. In seiner Klassification nimmt er die von Erichson aufge-
stellten Unterfamilien an, gesteht aber dabei zu, dass mit Ausnahme
der Synchitini und Colydiini dieselben wenig homogen sind; ausser-
dem stellt er die beiden neuen Unterfamilien der Rhagoderini
für die Arten mit durchblätterten, nicht zurückziehbaren Fühlern,
und Deretaphrini für die Arten mit zusammenstossenden Vorder-
hüften auf. Die Rhagoderini sind mit 3, Synchitini mit 23, Coly-
diini mit 7, Deretaphrini mit 5, Pycnomerini mit 3, Bothriderini
mit 3, Cerylonini mit 3 Arten vertreten; folgende sind neu: Cicones
Uneaticollis (Süd Carolina und Florida) p. 564; Endophloeus woso(^er-
mo'ides (Californien, die erste Art dieser Gattung in Nordamerika)
p. 567; Phloeonemus catenulatus (Californien, die Gattung war bis
dahin ebenfalls aus Nordamerika nicht bekannt) p. 568; Coxelus
pacificus (Vancouver) p. 569 ; Lasconotus horealis (Michigan) p. 570 ;
Sosylus dentiger (Californien) p. 582; Bothrideres montanus (Colora-
do) p. 587.
Perris beschreibt und bildet ab die Larve von Endophloeus
spinosulus Latr. p. 309, PI. II. Fig. 36 — 40, und Colobcius emargi-
natus Latr. p. 312, Fig. 41—42; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXII, die
Fig. in XXIII.
E. Reitter beschreibt (17) Neue Colydier des Berliner
Museums; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 113 ff. Es sind dies
Diplotoma Erichsoni (Madagascar) p. 113, cohrata (ibid.); Phloeo-
nemus Haroldi (Cuba; = P. interruptus Klug i. 1.) p. 114; von den
Reitter bekannten (12) Colydiumarten giebt er eine analytische
Tabelle p. 115; neu: C. unistriatum (Guiana) p. 116, corpulentum
(Nordam.?) p. 117, Mexicanuni, longicolle (Aragua) p. 118, acuticolle
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 455
(ibid.), brevicorne (Antillen oder Columbien) p. 119, ferrugineum {Bra.-
silien) p. 120; Mecedanops (n. g., Aprostoma Guer. affinissimum,
at pedum posteriorura artic. primi tibiis aequales) ornamentalis (Cey-
lon) p. 121; Prolyctus angulosus (Aragua) p. 122; Pcnthelispa ae^zn-
cöUe (Portorico), conferta (Madagascar) p. 123, aciitangulum (Neu-
seeland), Simplex (Columbien, = Pycnomerus castaneus Klug i, 1.)
p. 124; Discoloma fhymaloides (Guinea) p. 125.
In einem Beitrag zur Kenntniss der Colydier betitelten
Aufsatz der Stett, Ent. Zeit. 1877 beschreibt derselbe folgende
neue Arten: Endophloeus 5/ia?•23^ (Chili; Fühlerkeule Sgliederig, sonst
von Endophloeus nicht abweichend) p. 323; Anisopaulax (n. g.;
Caput insertum, subquadratum; antennae basi tectae; 10-articulatae,
clava 3-articulata, sulcis antennariis brevibus, .... tarsi articulis
3 primis brevibus, aequalibus) Brucki (Mexico) p. 224; Holopleuri-
dia imperialis (Cap York) p. 325; Phormessa Sharpi (Mysol); Syn-
chitodes Fnvdläszkyi (Syrien) p. 326; Trachypholis Deyrollei (Malacca);
p. 327, Erichsoni (Siam), fasciculata (Ceylon) p. 328; Cebia scabrosa
(Nordaustralien); Illestus repandus (Cap York) p. 329; Phloeonemus
interruptus (Mexico) p. 330, integer (?); Distaphyla setosa (Sumatra)
p. 331; Acropis Steinheüi (Columbien) p. 332, discoidea (ibid.), tri-
si«s (ibid.) p. 333; Pseudaulonium (n, g,, ab Aulonio differt tibiis
simplicibus, apice non dilatatis) regale (Columbien) p. 335, ferrugi-
n«um (Brasilien); Aulonium insigne (Columbien) p. 336; Endestes
sulcicolUs (Brasil.) p. 337; Serrotibia (n, g. Colydiorum,
tarsi 4-articulati, articulo primo elongato, secundo et tertio aequa-
libus brevibus) cuciijiformis (Columbien) p. 340, unicolor (Peru), bi-
coZor (Columbien) p. 341; Deretaphrus graniüipennis (Neu-S.-Wales) ;
Anarmostes costicollis (Columbien) p. 342 ; Sosylus lineolatus (America)
p. 343, trilineatus (Columbien) p. 344; Prolyctus costipennis (Colum-
bien; latus niger-opacus, thorace subtransverso, utrimque tricostato;
angulis anticis productis, lateribus rotundatis, elytris utrinque qua-
dricostatis, interstitiis aequalibus; long. 5 mm) p. 845, Haagi (Avgeni.)
dorsalis (Mexico) p. 346; gemmatus (St. Domingo) ; Bothrideres bitu-
berciäaUis (Ceylon), foveicollis (Cap) p. 348; Dastarcus deconis (Neu-
Guinea); Penthelispa crassicornis (Ceylon), alternans (ibid.) p. 349,
nitidicolUs (ibid.), robusta (Columbien) p. 350, corpulenta (America),
areolata (Columb.) p. 351, puncticollis (ibid.) p. 351; Pycnomerus
bnmpressits (Portorico); Philothermus latus (Bogota) p. 355.
Sharp ändert den von ihm 1876 für eine Neuseeländische Art
vorgeschlagenen Guttungsnamen Epistrophus (von Kirsch bereits
an eine CurculionidengattuDg vergeben) in Epistranus um; vergl.
d. Ber. 1876. p. 390 (182). Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 120.
und E. M. M. XV. p. 36.
Phloeodalis Erichsoni (Vera Cruz); Reitter, Mitth. Münch.
1877. p. 133.
456 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Oolobicus uniformis (Indien); Reitter, Mitth. Münch. 1877.
p. 132.
Illestus Grouvellei p. 133, productus p. 134 (Austr.); Reitter,
Mitth. Münch. 1877.
Colydium Pascoei (La Luzera); Reitter, Münch. Mith. 1877.
p. 23.
Penthelispa Zow5f^coK^s (Malacca) ; Reitter, Münch. Mitth. 1877.
p. 23.
Philothermus puberulus (Florida, unter Rinde von Pinus palu-
stris); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101. p. 301.
Cerylon evanescens (Transsylv. Alpen); Reitter, Verh. naturf.
Ver. Brunn. XV. 1. p. 20, sp*ss*comß (Constantinopel) ; Fairmaire,
Bull. Ent. Fr. 1877. p. LXVL
E. Reitter giebt in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877.
p. 176 eine synoptische Ueb ersieht der Discoloma Er.-Arten. Zu
den 6 bekannten Arten (circulare Chevr., vestita Pasc, paulla Pasc,
Fryi Pasc, cassideum Rtt., orbicularis Pasc.) kommt die neue D.
Erichsoni von Cuba (= D. parmula Er. i. 1.).
Gucujidae. E. Perris beschreibt (und bildet ab) Larve (und
Nymphe) von Prostomis mandibularis (F.) p. 314; Brontes planatus
(L.) p. 315; Laemophloeus testaceus (F.) p. 317. PI. II. Fig. 43— 45;
Dendrophagus crenatus (Payk) p. 318; (Laemophl. ater, hypobori, Cle-
matidis, bimaculatus), Lathropus sepicola Müll. p. 320 Fig. 46 — 53;
Silvanus unidentatus (F.), advena Waltl p. 323; Telmatophilus bre-
vicoUis Aube p. 326 Fig. 54—58; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXII; die
Fig. in XXIII.
A. Grouvelle liefert 2e Memoire seiner Cucujides nouveaux
ou peu connus; Ann. Soc. Ent. Fr. 1877 p. 205 £f. PI. 5, 3e mem.
1878. p. 67 ff. PI. 2, 4me mem. p. 281 ff. PI. 8. Ausser der Be-
schreibung und Abbildung neuer Arten werden hier auch Abbil-
dungen zu den in dem Bull. 1876 und 1877 diagnosticirten Arten
geliefert; s. d. Ber. 1876 p. 391 (183).
Bessaphilus n. g.; Type: B.cephalotes (T&sm&nien); Water-
house, E. M. M. XIV. p. 26 f.
Catogenus planus (Mexico); Laemophloeus Hilleri (Japan);
Platamus himeralis (Columbien) p. 176; Fl atamops (n. g. ; max.
liberae, ant. 11-art., apice sensim vix incrassatae, art. primo simplici,
haud elongato ; palp. maxill. art. ult. securiforrai, proth. suboblongus,
ante basimleviter constrictus, lateribus obtuse denticulatus etpilosus;
scutellum minutum ; elytr. oblongo-ovalia, apice rotundata, vix se-
riatim punctata; coxae ant. approximatae ; tarsi 5-art., simplices, art.
primo oblonge, tertio leviter lobato) decoratus (Columbien) p. 177,
mttatus (ibid.); Psammoecus hreviusculus (Dorey) p. 178; Myrabolia
Grouvelliana (Tasmanien) p. 179; Amydropa (n. g. ; ant. 11-art.,
clava 3-art. ; oculi nulli; palp. max. art. ultimo subacuminato ; proth.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 457
oblongo-quadratiis, lateribus siiberenatus, ante medium late rotun-
datus, basim versus leviter angustatus, margine antico truncato,
angulis ant. rotundatis, posticis minutis (?), rectiusculis; scut. trian-
guläre, minutissimum; el. oblonga, irregulariter punctata, apicem
versus subampliata, apice conjunctim rotundata, pygidium obtegentia,
abd. segm. ventr. 5, subaequalibus; tarsi 5-art., art. 4 primis subae-
qualibus; corpus fere ut in genere Hypocoprus) anophthalma {-mua'? ;
Chili); Hypocoprus quadricoUis (Südfrankreich); E. Reiter, Yerh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
Passandra marginata (Australien) ; Grouvelle, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. CLIX und Ann. 1878. p. 261. PI. 8. Fig. 2.
Hectarthrum Raffrayi (Abyssinien) ; Grouvelle, Rev. et Mag.
de Zool. 1877. p. 296. PI. 1. Fig. 10.
Ancistria semicastaneo , fihim, tenuissima (Südamerika?);
Reitter, Col. Heft. XV. p. 39, 40 (werden später zu Scalidia ge-
zogen); Fahricii (Indien); derselbe, Mitth. Münch. 1877. p. 134.
Prostomis Atkinsoni (Tasmanien); Waterhouse, E. M. M.
XIV. p. 26.
Cucujus Grouvellei (Himalaya); Reitter, Mittheil. München.
1877. p. 24.
Hemipeplus GundlacM (Cuba); Grouvelle, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. XLIV und Ann. p. 267. PI. 8. Fig. 11.
Brontes atratus (Malacca); Reitter, Mitth. Münch. 1877. p. 24.
Platamus Buqiieti (Cayenne); Grouvelle, Bull. Soc. Ent. Fr.
1877. p. L und Ann. 1878. p. 67. PI. 2. Fig. 1 ; HaroUi (Venezuela)
p. 386 bipunctatus, quadripimctatus (Cuba) p. 387; Schau fuss,
Nunq. Ot. II; die von Schaufuss beschriebenen Arten gehören nach
Reitter, Mitth. Münch. 1877. p. 7 zur Gattung Te.lephanus),
Telephanus apicalis (Cuba) p. 207, Fig. 4, cnix (Mexico) p. 208,
Fig. 5; Grouvelle, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. PI. 5; agilis (Mexico),
puhescens (Mexico), acuminatus (Columbien); derselbe, ebenda
Bull. p. LVIII und Ann. 1878. p. 68. PI. 2. Fig. 2—4; lateralis,
reductus p. 390, pallidus p. 391, himaculatiis p. 392 (Neu -Freiburg) ;
Schaufuss, Nunq. Ot. II; vgl. auch unter Platamus.
Laemophloeus curtipemiis (Zanzibar) p. 297. PI. 1. Fig. 9,
brunneus (ibid.) p. 298, Fig. 11; Grouvelle, Rev. et Mag. d. Zool.
1877; elegans (Brasilien) p. 208. PL 5.. Fig. 6, Lacerdae (! ibid.)
p. 211. Fig. 9, convexiuscidus (Japan) p. 213. Fig. 12; derselbe,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; albofasciatus (Caraccas), tuberculatus
(Australien) p. L, derselbe ebenda Bull, und Ann. 1878. p. 70, 71.
PI. 2. Fig. 5 u. 6; bistriatus (Tasmanien) p. 72. Fig. 8, derselbe
ebenda Ann. 1878; Chevrolati (Cuba) p. 264. PI. 8. Fig. 6, conta-
minatus (Wide Bay) p. 265. Fig. 7, derselbe ebenda und Bull.
1877. p. CLIX, Chamaeropis (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 359.
458 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Lathropus parvulus (Teapa); Grouvelle, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 73. PI. 2. Fig. 9; pictus (Florida); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 358.
Psammoecus Pradieri (Taiti); Grouvelle, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 74. PI. 2, Fig. 10; longulus (PortNatal); derselbe ebenda
p. 265. PI. 8. Fig. 8.
Silvanus vulgaris (Mexico) p. 74. Fig. 11, communis (Brasil.)
Fig. 12, trivialis (ibid.) Fig. 13, p. 75; Grouvelle, Ann. Soc. E.
Fr. 1878. PI. 2; atratulus (Austr.), derselbe ebenda p. 266, PI. 8,
Fig. 9 und Bull. 1877. p. CLIX.
Airaphilus seminiger PI. 1. Fig. 7, fallax Fig. 8 ( Abyssinien) ;
Grouvelle, Rev. et Mag. de Zool. 1877. p. 299; syriacus (Syrien),
derselbe. Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. XXIX und Ann. 1878. p. 267.
PI. 8. Fig. 10.
Nemicelus microphthalmus (Florida); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 360.
Telmatophilidae- Thallestus Dolirni p. 136, liliputanuSf db-
scurus p. 137, brunnescens p. 138 (Indien); Reitter, Mittheil.
Münch. 1877.
Gryptophagidae. E. Perris beschreibt in den Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXII. p. 330 die Larve von Cryptophagus dentatus Herbst
und p. 331 ff. die von Antherophagus silaceus Herbst.
Henoticonus (n. g. prope Henoticura) triphylloides (Japan);
Micramhina (n. g.) amitta (Columbien); E. Reitter, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 127 f.
Henotiderus (n. g. Cryptophagin., habitu Atomariae, sed
corpore pube longiore hirtello, antennis lateralibus etc.) centroma-
culatus (Japan); derselbe, Mitth. Münch. 1877. p. 25 f.
Leucohimatium hrevicoUe (Caucasus, Astrachan) p. 93, puherulum
(Cap) p. 94; Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
Antherophagus priscus (fossil in den Tertiärabi. von Wyo-
ming); Scudder, Bull. U. S. Geol. Surv. IL p. 79.
A. Caucasicus (Helenendorf); Reitter, Verh. Ver. Brunn.
XVL p. 169.
Cryptophagus 4-maculatus (Caucasus); E. Reitter, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 293. (Die früher als Paramecosoma melano-
cephalum var. C. beschriebene Form erhebt derselbe unter dem
Namen P. univestre zu einer Art; ebenda p. 294.)
C. reflexicollis (Siebenbürgen); E. Reitter, Verh. naturf. Ver.
Brunn. XV. 1. p. 21; Cr. inaequalis (Carpathen); derselbe, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 33; silvanoides (Sarepta) p. 91, durus (Algier)
p. 93, derselbe ebenda; recticollis (Taschkent) hactrianus (Aral-
See); Solsky, Fedtsch. Turk., Col. p. 260.
Tomarus hirtellus (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc.
XVH. Nr. 101. p. 358.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 459
Atomaria linearis in verheerender Menge an den Wurzeln der'
Zucker-(Runkel?-)rübe; v. Schön fei dt, Wien, landw. Zeit. 1877.
Nr. 21 und Ent. Nachr. 1877. p. 167.
Atomaria pilifera p. 111, punctatissima (Anchicera) Lewisii^
horridula p. 112, n. A. aus Japan; E. Reitter, Deutsch. Ent.
Zeit sehr. 1877; A. Attila (Carpathen), derselbe ebenda 1878.
p. 53; ühagoni (Navacerrada), derselbe, Ent. Monatsbl. I. p. 10;
dilutella (Samark.), Solsky a. a. 0. p. 261.
Anommatus Baudii (Toscana); Reitter, Mittheil. München.
1877. p. 26.
Litargus japonicus; Reitter, Mitth. Münch. 1877. p. 27.
Corticeus cylindricus (Fidschi Ins.); Reitter, Mitth. Münch.
1877. p. 27.
Ephistenus Japonicus (Japan); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 181.
Monotomidae. Smicrips (n. g.) palmicola (Florida auf Cha-
raaerops palmetto); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
p. 399.
In seinen Bemerkungen über die Arten der Gattung
Monotoma weist Reitter auf die grosse Variabilität der Arten
dieser Gattung hin, die hier wie so vielfach anderwärts Veranlassung
gewesen ist, dass blosse Abänderungen als besondere Arten mit be-
sonderen Namen belegt worden sind. Und zwar ist nicht nur die
Färbung, sondern auch die Form (namentlich des Halsschildes) und
Grösse des Körpers Abänderungen unterworfen, deren Umfang für
die einzelnen Arten nur durch Vergleichung eines grösseren Mate-
rials ermittelt werden kann. Von den beschriebenen europäischen
Arten erkennt Reitter demnach nur 12 an, die er in einer synop-
tischen Tabelle zu diagnosticiren sucht und zwar zum Theil mit
Berücksichtigung der Eigenschaften, die er in den vorhergehenden
Bemerkungen variabel genannt hat. Diese 12 Arten sind: M. coni-
cicoUis Aube, angusticollis Gyll., quadrifoveolata Motsch., quadri-
impressa Motsch., ferruginea Bris., quadricollis Aube, puncticollis
Aube, brevicollis Aube, spinicoUis Aube, picipes Payk., sabquadri-
fovealata Waterh., longicollis Gyll.; dazu beschreibt er als neu M.
(Gyrocecis Thoms.) DiecTci (Corsico.; ferruginea, prothorace quadrato,
antrorsum parum angustato, dorso quadrifoveolato foveis basalibus
profunde impressis, elytris thorace distincte latioribus, breviter
ovali(bu?)8; long. 1,8 mm) p. 6; Zeitschr. f. Entomologie. Neue
Folge. 6. Heft. Breslau 1877. p. 1 ff.
Lathridiidae. E. Perris beschreibt (und bildet ab) Larve
(und Nymphe) von Langelandia anophthalma Aube p. 335, PI. II.
Fig. 59 — 61; Corticaria gibbosa Herbst p. 338, serrata p. 340 (bloss
Nymphe); Ann. Soc. Linn. Lyon. XXII, die Abbildungen in XXIII.
Lobogestoria (n. g.; ant. 11-art., clava biart., subsolida;
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. • EE
460 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
frons longitudinaliter biimpressa; prost, pone coxas deflexum; coxae
haud contiguae; thorax quadrato-elongatus, toris duobus dorsalibus,
parura arcuatis, fortissime elevatis et antice in lobos valde productis in-
structus; scut. vix perspicuum; el. elongata, cylindrica, dense pun-
ctato-striata . . tarsi triarticulati, . . .; abd. segm. 5 immobilibus
et subaequalibus ; corpus elongatum, subcylindricum, subglabrum,
fere ut in genere (Colydiid.) Pycnomero) gibhicollis (Cnha.); Reitter,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 32.
lieber Merophysia Luc, Coluocera Motsch. und Reitter ia
Led.; Schaufuss, Nunq. Otios. IL p. 393 und Reitter, Mitth.
Münch. 1877. p. 1 ff. Reitter bestätigt die Angabe Schaufuss', dass
Coluocera wie Merophysia 8-gliederige Fühler besitzt, findet aber
beide Gattungen durch die Bildung der Brust hinlänglich unter-
schieden; ebenso ist die Gattung Reitteria einstweilen noch aufrecht
zu halten, wenn auch allerdings bei Coluocera eben so gut wie bei
ihr die Augen nur als kleine, nicht facettierte Hervorragungen ver-
treten sind.
Hyplathrinus (n. g.; ant. 10-art., art. 2 basabilus incras-
satis, 3 — 7 minutis, subglobosis; clava abrupte triarticulata; oculi
distincti; frons plana, linea semicirculari haud impressa; scut.
transverse semiellipticum, prost, inter coxas tenuissimum, breve, me-
sost. Simplex latum, coxae post. valde distantes ; thorax transversus ;
basim versus angustatus, planus; elytra apice singulim rotundata,
pygid. haud obtegentia, . stria suturali vix perspicua; corp. ut in gen.
Holoparamecus) planicollis (Mendoza); Derselbe, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 182.
Langelandia grandis (Algeth); Reitter, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 162 und Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 296.
Coluocera gallica (Frankreich); Schaufuss, Nunq. Ot. IL
p. 398.
Merophysia ovalipennis (Syrien); Coye, L'Abeille 1876. livr.
4. p. 376; Baudueri (Bou-Säada); Reitter, Mittheil. München.
1877. p. 6.
Cartodere costipennis (Japan), costulata (ibid. und China)
p. 114, aequalis (Caucasus) p. 295; Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877; Ucostata (Mexico); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVII. p. 183.
Coninomus bifasdatus (Austral.); Reitter, Mitth. München.
1877. p. 138; subfasciatus (Chili); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 183.
Holoparamecus Lederi (Caucasus); Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 295.
Lathridius opaculus, macitlatus, dupUcatus, laticollis (Michigan),
tenuicornis (Californien) ; Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL
Nr. 101. p. 600 f.; parallelipennis (Sarafschan) ; Solsky, Fedtsch.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 461
Turk., Col., p. 264; chinensis (China, Japan); Reitter, Deutsch.
Eni Zeitschr. 1877. p. 113.
Corticaria corsica; Raffray, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XCVI ;
subtilissima (Australien); Reitter, Mitth. Münch. 1877. p. 139-
ornata (Japan und China), fasciata, japonica (Japan); derselbe,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 115 f.
Metophthalmus plicatulus (Bogota); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVII. p. 182.
Migneauxia Orientalis (Indien); Reitter, Mittheil. München.
1877. p. 139.
Mycetophagidae. E. Perris beschreibt (und bildet ab) Larve
(und Nymphe) von Litargus bifasciatus (F.) p. 342, PI. II. Fig. 65—71;
Mycetophagus piceus (F.) p. 345; Typhaea fumata (L.) p. 347; Ann.
Soc. Linu. Lyon. XXII, die Abbildungen in XXIII.
TripJiyllina (n. g., inter Triphyllum et Litargum; oculi
parvuli, vix prominuli, rotundati, integri, antennae 11-art., clava tri-
art. ; scut. brevissimum, valde transversum, lineolatum; prostern.
fortiter carinatum, pone coxas valde lanceolato-productum ; mesost.
apice subtiliter carinatum . .) Lederi (Suram); Reiter, Verh. Ver.
Brunn. XVI. p. 167 f. Taf. IV. Fig. 32.
MjcGtophagus Hillerianus (Hagi); E. Reitter, Deutsch. Eut.
Zeitschr. 1877. p. 116.
Auf Triphyllus cribratus Baudi gründet derselbe Ätritomus
n. g. Tritomidarum (Oculi rotundi integri; antennae subclavatae,
apicem versus sensim incrassatae; thorax transversus, lateribus ro-
tundatis, foveolis ante basim vix conspicuis; elytra striato-punctata ;
corpus oblongum convexum); ebenda p. 384.
Myrmecoxenus cälvus (Celebes) p. 184; Thallestus Wollastoni
(Ceylon), suhfasciatus {Mexico), convexus (Ceylon) p. 185; Diplocoelus
grandis (Mexico), Haagi (ibid.) p. 186, foveolatus (Chili), tessellatus
(ibid.) p. 187, mus (Antillen "?), ampUcolUs (Rio Janeiro) p. 188, oö-
longus (Brasilien), phüothermo'ides (Nordamerika) p. 189; derselbe,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. Von der Gattung Diplocoelus
giebt derselbe auf S. 190 eine üebersicht der ihm bekannten (10)
Arten; Hörn desgl. von den 3 Nordamerikanischen Arten, unter
denen D. angusticolUs (Michigan) neu ist; Proc. Am. Phil. Soc. XVII,
Nr. 101. p. 605.
Hörn stellt eine Tabelle der (11) Nordamerikanischen Myceto-
phagus-arten auf ; 3 derselben sind neu: M. californicus (Californien).
tenuifasciatus (verbreitet), confusus (Colorado); Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 603 £f.
Tritoma univestris (Suram); Reitter, Verh. Ver. Brunn. XVI.
p. 166. Taf. IV. Fig. 31.
Thorictidae. Thorictus circumflexus p. 371, puhescens p. 373,
longipennis p, 374 (Syrien); Coye, L'Abeille 1876. 4. livr.
462 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Dermestidae. Dermestes bicolor lebende junge Tauben
anfressend; Taschenberg in GiebeFs Zeitschr. (3 F.) III. p. 393.
D. lardarius L. die Seide schädigend; Schoch, Mittb.
Schweiz, ent. Ges. V. p. 436.
Dermestes coarcia^MS (Nagasaki); E. v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 347; elegans (Sarafschan), ratus (Pers.); Solsky,
Fedtsch. Turk., Col., p. 269. Taf. 1. Fig. 10.
Attagenus Japonicus (A . margmicolli valde af finis) ; E. R e i 1 1 e r,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877, p. 375; simulans (Sarafschan), hyturoides
(Samarc.) p. 272, suspiciosus (Sarafschan) p. 274, fasciolatus (Samarc,
Kisilkum) p. 275 ; Solsky, Fedtsch. Turk., Col. ; onewtoZts (Caucasus) ;
Reitter, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 178.
Megatoma conspersa (Sarafschan); Solsky, Fedtsch. Turk.,
Col. p. 275.
Hadrotoma quadriguttata (Caucasus); Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 95; breviclavis (Borshom); derselbe, Verh. Ver.
Brunn. XVI. p. 179.
Trogoderma variabilis (! Kuldsha; Chodshent, Taschkent;
elongato-ovalis, nigro-picea, pubescens; ant. tibiisque ferrugineis,
elytr. rufo-piceis vel nigro-piceis, rufescente-trifasciatis et maculatis ;
long. 3—4,5 mm); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1.
p. 277; ornata (! Sarafschan); Solsky a. a. 0. p. 278.
Anthrenus Scrophulariae, bis dahin aus den Vereinigten
Staaten nicht bekannt, ist in Albany in grosser Zahl als Zerstörer
der Teppiche aufgetreten; Proceed. Acad. Nat. Sciences of
Philadelphia. 1876. II. p. 195.
Anthrenus pimpinellae F. var. cinnamomeus (Chartum, während
der Regenzeit auf Malveublüthen) ; G redler, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien, XXVII. p. 507; melanoleucus p. 279 (Sarafschan), picturatus
p. 280, rufulus (Samarcand), floridus (Pjandschikent) p. 281, leuco-
grammus (Sarafschan) p. 282; Solsky a. a. 0.
Trinodes rufescens (Japan); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 376.
Telopes sem'cwZws (Krasnowodsk) ; Solsky a, a. 0. p.276 Anm.
Byrrhidae. Curimus rudis (Creta); Fairmaire, Pet. Nouv.
Nr. 145. p. 25; asiaticus (Chokand); Solsky, Fedtsch. Turk., Col.
p. 283.
Nach Czwalina ist Cytilus auricomus Duftsch. keine
Varietät von C. varius, sondern eigne Art, wie er durch eine Pa-
ralleldiagnose zu beweisen sucht. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p. 205.
Pedilophorus suhcanus (Michigan); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 609.
J. Weise giebt eine kurze Revision der Limnichus-
und Pelochares-Arten; Deutsche Ent. Zeitschr. 1877.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 463
p. 299 ff. Die Gattung Pelochares unterscheidet sich von Limnichus
ausser durch die von Rey angegebenen Merkmale auch durch die
Gestalt der Schenkeldeckeu ; dieselben sind nämlich hier der ganzen
Quere nach von einer tiefen, glatten Furche durchzogen, bei Li-
mnichus nur undeutlich vertieft und mit einer oder mehreren, oft
unrogelmässigen Punktreihen besetzt. Pelochares enthält nur 2
Arten: P. versicolor Waltl, raurinus Baudi; Limnichus 8: L. pyg-
maeus Strm., angustidus n. sp. (Sardinien) p, 300, inornatus n. sp.
(Cypern) p. 301, aurosericeus Duval, sericeus Duftsch., Lederi n. sp.
(Caucasus) p. 302, incanus Kiesenw., punctipennis Kraatz.
L. auricomus (Caucasus); Reitter, Verh.Ver. Brunn. XVI. p. 180.
Parnidae. Parnus fmcipennis (Taschkent; Chokand); Solsky,
Fedtsch. Turk., Col. p. 284.
Dryops (Parnus) eorpulentus (Mendoza); E. Reitter, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 191, Dicksoni (Formosa); C. 0.
Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. 1. p. 491; longiis (Tasch-
kent; Chokand); Solsky a. a. 0. p. 285.
Potaminus angusticolUs (Waikato); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (4) XIX. p. 141.
Helichus asiaticus (Chokand); Solsky a. a. 0. p. 286. Taf. I.
Fig. 17.
Lucanidae. E. Perris giebt eine Bestimmungstabelle zur
Ermittelung der Gattung, in welche die Larven dieser Familie ge-
hören; berücksichtigt sind nur die Gattungen Lucanus, Dorcus, Platy-
cerus, Ceruchus, Sinodendron, Aesalus; Ann. Soc. Linn. Lyon.
XXII. p. 360.
Hoplogoniis (n. g. Lissoti affine) Simsoni (Tasmanien); F.
J. S. Parry, Cist. Ent. II. p. 131. PI. L Fig. 1—3,
Pseudolucanus Davidis (China); Dey rolle, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 93. PI. 4. Fig. 1, 2.
Prismognathus Davidis (China); Dey rolle, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 94.
Nigidius perforatus, laevigatiis (Inuerafrika) ; v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 100.
Ceratognathus zealandicus (Canterbury, Tairua); Broun, Trans.
N. Zeal. Inst. IX. p. 372.
Passalus duplicatiis (Innerafrika); ^v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 101.
Cyclommata Mar garitae {V\y Riv., Neu-Guin., C. Kauj^ii affinis,
a quo differt praecipue mandibulis dente medio longo spiniformi
omnino destitutis . . •); R. Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
p. 324 ff.
Scarabaeidae. Sharp beschreibt einige neue Arten aus Cen-
tral-Amerika. Journ. Linn. Soc. XIII. Zoology. Nr. 67. p. 129 ff.
E. Perris giebt in den Ann. Soc. Linn. Lyon. XXH. p. 350 ff.
464 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
eine sehr eingehende Schilderung des allgemeinen Baues der Larven
dieser Familie und auf p. 356 £f. eine synoptische Tabelle zur Er-
mittelung der Tribus und Gattungen, in die eine Larve dieser Familie
gehört. Auf p. 363 ff. werden die Arten dieser (und der vorher-
gehenden) Familie aufgezählt, deren Larven in Castanea vesca leben,
und dann beschrieben und abgebildet die von Copris lunaris (L.)
p. 365. PI. in. Fig. 72—81; Onthophagus nuchicornis (L.) Fig. 82— 84;
Aphodius fossor (L.) Fig. 85 — 92. p. 367; Trox hispidus Laichart,
p. 369. Fig. 93—98; Pachypus candidae Pet. p. 370. Fig. 106—111;
Anoxia villosa (F.) p. 372. PI. IV. Fig. 118; (Amphimallus rufescens
Latr., Bhizotrogus Bellieri Reiche, insularis Reiche, Sassariensis Perris
p. 373. Fig. 119—125); Triodonta aquila Gast. p. 374. Fig. 127— 132;
Hoplia coerulea Drury p. 375. Fig. 135—136; Ann. Soc. Linn. Lyon.
XXII; Abbildungen in XXIII.
Coprini. Parapinotus (n. g. prope Pinotum) Deioitzi
(Cap); V. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 44.
Paraphytus n. g. inter Scatonomum et Choeridium; Type:
P. Doriae (Sarawak); v. Harold, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 43.
Scarabaeus paganus (Innerafrika); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 101.
Sisyphus tibidlis (Tigre); Raffray, Rev. et Mag. d. Zool.
1877. p. 312.
Macroderes nitidus (Cap); v. Harold, Mittheil. München.
1877. p. 97.
Pedaria armata (Schimba), dentata (ibid.); Raffray, Rev. et
Mag. d. Zool. 1877. p. 313.
Heliocopris Menelikii (Somali); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
XIII. p. 318 (= H. Dilloni Guerin; derselbe ebenda p. 464);
H. Mouhotus (Laos, Cochin China); Sharp, E. M. M. XV. p. 155;
hamifer (N'Yassa) p. 39, Jupiter (ibid.) p. 40; v. Harold, Mitth.
Münch. 1878; Samson (Innerafr.) p. 101; derselbe ebenda.
Canthidium imperiale (Brasilien); v. Harold, Col. Heft. XV.
p. 118.
Copris Servius (Sarawak) p. 46, Claudius (Ceylon) p. 48, Doriae
(Sarawak) p. 49, Confucius (China) p. 48 Anm.; v. Harold, Ann.
Mus. Civ. Gen. X; sphaeropterus (Cap); derselbe, Mitth. Münch.
1877. p. 98; mesacanthus (N'Yassa) p. 45; derselbe ebenda 1878.
Catharsius Bamdis (China); Dey rolle, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 95; Pandion (Port Natal), Harpagus (Südafr.), Camillus
Dej. (PortNatal) p. 97, coronatus (Ceylon) p. 98; v. Harold, Mitth.
Münch. 1877 ; nubiensis (Kordofan) p. 41 , pollicatus (Sansibar) p. 42 ;
dux, peregrinus (Innerafrika) p. 101; derselbe ebenda 1878.
Coptodactyla subaenea (Cap York); v. Harold, Ann. Mus.
Civ. Gen. X. p. 40.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 465
Phanaeus mirabiUs (Brasilien); v. Harold, Mitth. München.
1877. p. 98.
Onitis aerarius (N'Yassa); v. Harold, Mittheil. München.
1878. p. 46.
Onthophagus Finschif sibiricus (Lepsa, Sib.); E. v. Harold,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 333 fif.
0. tapirus (Mittelamerika); Sharp, Journ. Linn. Soc. XIII.
Zool. Nr. 67. p. 130.
0. capreolus (Kuldsha, Lepsinsk, Sergiopol); Ballion, Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 280; 0. Hildebrandti, sansibaricus,
nanus (Sansibar); v. Harold, Monatsber. k. pr. Akad. Wissensch.
Berlin. 1878. p. 211; BeyröUei (Bagamoyo) p. 315. PI. 1. Fig. 1,
planiceps (Küste von Zanguebar) Fig. 4, gracilicornis (Adouah) Fig. 3.
p. 316, tubericoUis (Hamacen) p. 317, nigriceps (Samarh), alternans
(Adouah) p. 318, quadrimaculatus (Schimba), mucronatus (Bagamoyo)
p. 319, Simplex (Schimba), exiguus (ibid.) p. 320, convexifrons (Ins.
Zanzibar), fallaciosus (Hamacen) p. 321, infuscatus (Schimba), hu-
meralis (Samarh) p. 322, frontalis (ibid.), interruptus CTigre) p. 323,
bicolor (Samarh), delicatulus (Schimba), gemellatus (Ins. Zanzibar)
p. 324, carinicollis (Schimba) p. 325; Raffray, Rev. et Mag. d.
Zool. 1877; incisus (Sarawak) p. 52, rorarius (ibid.), ochromerus
(ibid.) p. 53, vulpes (ibid.) p. 54, pavidus (ibid.) p. 55, infucatus
(! ibid.) p. 56, borneensis (ibid.) p. 57, Gestroi (Kandari) p. 59, cey-
lonicus p. 61, papuensis (Andai), signifer (ibid.) p. 65, scrutator
(Kandari) p. 66, foveolatus (Sarawak) p. 68, liolosericeus (Kandari),
carinulatus (Ternate) p. 69, tetricus (Andai) p. 70, Albertisi (Neu-
Guinea) p. 71, latro (Somerset, Cap York) p. 74, vilis (ibid.), ocelliger
(ibid.) p. 75, Doriae (Andai) p. 76, diabolicus (Sarawak) p. 78, sara-
wacus (ibid.) p. 79, aurifex (ibid.) p. 80, semicupreus (ibid.) p. 81,
egenus (Buitenzorg) p. 82, nitef actus (Aru) p. 83; v. Harold, Ann.
Mus. Civ. Gen. X; rectinicornis (I China); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 96. PI. 4. Fig. 6; furcipes (Syrien); Marse ul,
L'Abeille 1876. livr. 4. p. 379; Maijeri (Neu-Guijiea); v. Harold,
Col. Heft. XV. p. 118, specuUfer p. 308, leucomelas p. 309 (Samark.,
Taschkent); Solsky, Fedtsch. Turk., Col.; dives (Nyassa) p. 98, la-
custris (ibid.) Kindermanni (Türkei?) p. 99; v. Harold, Mitth. Münch.
1877; extensus (Innerafr.); derselbe ebenda 1878. p. 101.
Caccobius microcephalus (Tokio, Japan); E. v. Harold, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 349; binodulosus (Sarawak); derselbe, Ann.
Mus. Civ. Gen. X. p. 50.
Synaspis Bavidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 90. PI. 4. Fig. 5.
Drepanocerus (?) parallelus (Tembiene), setiger (Schimba);
Raffray, Rev. et. Mag. d. Zool. 1877. p. 314.
Äphodiini. Odochilus (n. g. prope Rhyssemum, Ataeniam,
466 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Eupariam) syntheticus (Celebes; Sarawak); v. Harold, Ann. Mus.
Civ. Gen. X. p. 97 ff.
Burmeister zählt in der Stett. Ent. Zeit. 1877. p. 401 ff.
die Argentinischen Aphodiaden auf und versieht sie mit
Anmerkungen. Zu dem von Erichson hervorgehobenen Unterschied
zwischen der Gattung Aphodius und Euparia gibt Burmeister
die Erläuterung, dass der dem Kauzahn der Phyllophagen ent-
sprechende Vorsprung an der Basis des Oberkiefers bei Aphodius
mit einer Reihe feiner Leisten besetzt ist, die durch Fältelung der
Epidermis entstehen und in der Längsrichtung des Käfers, aber
quer in Bezug auf den Zahn verlaufen; der Gattung Euparia fehlen
sie. Von Aphodius kommen 2, Psammodius 1, Euparia 12 Arten
in Argentinien vor, unter letzteren E. pusilla p. 410, cribricollis,
luctuosa (= Ataen. opacus Harold?) p. 411 neu.
Aphodius nitidus, incertus p. 282, subsericeus p. 283; neue
Arten von Kuldsha; Ballion, Bull. Soc. Imp, Nat. Moscou. LIIL
1; A. hidens (Colorado) p. 453, duplex, obtusus (ibid.) p. 454, cri-
hratus (Oregon), anthracinus (Utah), brevicolUs (Nebraska) p. 455,
marginatus (Nevada), phaeopterus (Idaho), cruentatus (Neu-Mexico)
p. 456, sübtruncatus (Colorado), scabriceps (ibid.), explanatus (ibid.)
p. 457, rudis (ibid.), sparsus (Mariposa, Cal.) p. 458, humeralis
(Detroit) p. 459; Le Conte, Bull. U. S. Geol. Snrv. IV. Nr. 2;
Amarchicus (Gondar) p. 325, plagiatus (Samarh), foveiventris (ibid.)
p. 326; ßaffray, Rev. et Mag. d. Zool. 1877; Älbertisi (Somerset),
V. Harold, Ann. Mus. Civ. Gen. X; hilaris (Palaestina); Harold,
Nouv. et Faits. 1878. Nr. 14 et 15. p. 56, vagus (Algier), terminatus
(ibid.); Marseul ebenda p. 56 f.; nigrivittis (Chokand) p. 327,
Kisükumi (K.) p. 332, semipelUtus (Sam.) p, 335, lunifer (Taschkent)
p. 336, circumductus (Kisilk., Sam.) p. 338, Edgardi (Sam.) p. 340;
Solsky a. a. 0.; scoparius (Kiachta); v. Harold, Mitth. Münch.
1877. p. 112.
Aulonocnemis monstrosa (Sarawak); v. Harold, Ann. Mus.
Civ. Gen. X. p. 92»
Saprosites märchionalis (Sarawak) p. 89, laeviceps (ibid.) p. 90,
difficilis (ibid.), pygmaeus (Key) p. 91; v. Harold, Ann. Mus. Civ.
Gen. X.
Oxyomus debilis (Macassar); v. Harold, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 88.
Ammoecius Gestroi (Macassar); v. Harold, Ann. Mus, Civ.
Gen. X. p. 87; discolor (Samarkand); Solsky a. a. 0. p. 345.
Ataenius spinator (Hatam) p. 94, granulator (Ramoi) p. 95,
peregrinator (Macassar; Surabaia) p. 96; v. Harold, Ann. Mus.
Civ. Gen. X.
Rhyssemus herytensis, exaratus (Aegypten) p. 57, gemmifer
(ibid.) p. 58; Marseul, Nouv. et Faits. 1878. Nr. 14 et 15.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 467
Psammobius Japonicus (Hagi); v. Ilarold, Deutsch. Entom.
Zeitschr. 1878. p. 69; mcZicws (Macassar) ; derselbe, Ann. Mus. Civ.
Gen. X; multipunctatus (Batum); Marseul, Nouv. et Faits. 1878.
Nr. 14 et 15 p. 58.
L e C onte stellt eine Uobersicbtstabelle der Nordamerikanischen
Arten der Gattung Aegialia auf; Proc. Am. Phil. Sog. XVIl. Nr. 101.
p. 610 und beschreibt als neue Arten A. n«/*« ( ? Michig. und Calif.),
latispina (Mojave Desert), spissipes (Marquette, Mich.).
Orphnini. Hybalus birdusus (Dellys); Marseul, Nouv. et
Faits. 1878. Nr. 14 et 15 p. 59; granicornis (Batna); Fairmaire,
Pet. Nouv. II. p. 141.
Ori^hrnis er ibratellus{Coch\nchinsi)] Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 269.
Ochodaeus gigas (Algier); Marseul, Nouv. et Faits. 1878.
Nr. 14 et 15. p. 58; cornifrons (Samarc); Solsky a. a. 0. p. 349.
Geotrupini. Bolboceras Alhertisi (Somerset); v. Harold,
Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 103; Badoszlcovskn (Chokand); Solsky
a. a. 0. p. 352. T. II. Fig. 1.
Thorectes variolipennis i^llogdidiOY) 1876. Nr. 25. p. CI, distin-
ctus (Algier), 1878. Nr. 14 et 15. p. 59; Marseul, Nouv. et Faits.
Geotrupes clidlyhaeus (Tampa) ; Le Conte, Proc, Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 402; creticus; Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 145.
p. 25; (Phelotrupes) Bamdis (China); Dey rolle, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 97.
Lethrus politus (Samarc); Solsky, a. a. 0. p. 366.
Trogini. Perignamptiis (n. g. Acauthocero affine) SJiarpi
(Yule Isl.); v. Harold, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 106 f.
F. Will scheint bei der Veröfifentlichung seiner vermeintlichen
Berichtigung über den Tonapparat der Gattung Trox Landois'
Thierstimmen nicht zu Rathe gezogen zu haben; Mitth. München.
Sitzber. 1877. p. XVI.
Liparochrous quadrimaculatus (Somerset); v. Harold, Ann.
Mus. Civ. Gen. X. p. 105.
Glaphyrini. Amphicoma Begeli (Wernoje); Bai Hon, Bull.
Soc- Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 386; analis (Kisilkum) p. 387,
dubia, clypeata (Sarafschan) p. 889; Solsky a. a. 0.
MelolontUini. Descriptions of some new forms of
aberrant Melolonthini from Australia, forming a distinct
subtribe {Systeltopides), by D. Sharp; Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
p. 311 if. Die Stellung dieser Subtribus wäre am Anfang der Melo-
lonthini nahe bei den Glaphyrini. Ausser 8 neuen zu 7 neuen Gat-
tungen gehörigen Arten gehören wahrscheinlich auch Prochelyna he-
terodoxa Er. und Metascelis flexilis Westw. in diese Gruppe, deren
Charaktere Sharp folgendermassen angiebt: Labrum breit entwickelt,
in gleicher Ebene vorn dem Clypeus angefügt; Unterkieferlappen
468 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
verkümmert; Hinterbeine verdickt; Abdominalstigmen klein, normal
gelegen. Die neuen Arten sind: Sphyrocallus hrunneus (N. W.
Austr.) p. 313; Gliilodiplus Älhertisii (Cape York) p. 134; Systel-
lopus oUusus (W.-Austr.), validus (ibid.) p. 316; Atholerus ob-
scurus (Swan R.) p. 317; Tosotarsus velutinus p. 318; Triche-
lasmus pilicollis (S. W.-Austr.) p. 319; Enamillus striatus (W.-
Austr.) p. 320.
Hyperius n. g.prope Clavipalpum; H. Davidis p. 104, PI. 3.
Fig. 2, sparsutus (!), densiventris (China) p. 105; Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1878.
Oxycorythus (n. g. Sericin.) Morawitsi (Syr-Daria); Solsky
a. a. 0. p. 397. T. IL Fig. 2.
Dipliycerus n. g. prope Chasmapterum; D. Davidis (China);
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 100, 101.
Toxospathius n. g. prope Pegulionem ; T. inconstans (China);
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 102, 103; Fl. 3. Fig. 1.
Hoplia Diana (Pinang) p. 65, sohrina (Celebes), simplex (Phi-
lippinen) p. 66; Sharp, Col. Heft. XV., detrita (Samarc); Solsky,
a. a. 0. p. 391.
Serica guttula (Sumatra), duplex (Java); Sharp, Col. Heft.
XV. p. 67; arenicola (Kisilkum); Solsky, a. a. 0. p. 394.
Camenta ruhropilosa (Insel Zanzibar), bicolor (Schimba); Raf-
fray, Rev. et Mag. d. Zool. 1877. p. 327; Westertfianni (Innerafr.);
V. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 101.
Maechidius hidens (Samarc); Solsky a. a. 0. p. 346.
Plectrodes Carpmitm (Calif.) ; Le Conte, Wheeler's Ann. Rep.
Surv. 1876. p. 296.
Isonychus pictus (Mittelamerica; olivaceo-pubescens, elytris ma-
culis magnis nigris, antennis rufis, clava fusca, pygidio rufescente,
pedibus nigris; long. 13 mm); Sharp, Journ. Linn. Soc. XIII. Zoolog.
Nr. 67. p. 131.
Faula cewiraZis (Mittelamerica; fusco-nigra, sericeo-opaca, pal-
lide griseo-setosa, antennis pedibusque rufescentibus ; thorace elytris-
que fortiter punctatis, illo area longitudinali, his lineis 2 elevatis);
Sharp, Journ. Linn. Soc. XIII. Zoolog. Nr. 67. p. 131.
Pachydema Coyei (Syrien); Marseul, L'Abeille 1876. 4. livr.
p. 379, foveiceps (Algier); derselbe, Nouv. et Faits. 1878. Nr. 14
et 15 p. 60; nüidicollis (Bou-Säada); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr.
148. p. 37.
Diplotaxis languida (Tampa); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVH. Nr. 101 p. 403.
Apogonia dux (Batchian) p. 68, farinosa, vestita Celebes) p. 69 ;
Sharp, Col. Heft. XV.
Rhizotrogus sternalis Fairm. (Tanger), Warioni (Oran) p. 66,
plagiatus (Tanger), humilis (Algier) p. 67, similis (Oran), gracilis
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877- 78. 469
(ibid.) p. 68; Marseul, Nouv. et Faits. 1878; Batnensis (Batna);
Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 148. p. 38.
Ein monströses Exemplar von Rh. marginipes beschreibt und
bildet L. V. Band i ab; Bull. Ent. II. IV. p. 220.
Geotrogus laticeps (Constantine) p. 63, nuhicollis (Oran), hume-
ricavus (Alger), translucens (ibid.) ip. 64:,- hislcrensis p. 65; Marseul,
Nouv. et Faits. 1878. Nr. 16 et 17.
Lachnosterna princeps p. 83, lineata p. 84, vidua p. 85 (Bor-
neo); Sharp, Col. Heft. XV.
Schizonycha occipitaUs (Agaos), squamosa (Küstenthäler Abyss.)
p. 328, minuta (ibid) p. 329; Raffray, Rev. et. Mag. deZool. 1877;
Älgirica (Bou-Säada); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 148. p. 38; ob-
scura (China); derselbe, Ann. Sog. Ent. Fr. 1878. p. 99.
Granida edentula (Himalaya) ; v. H ar o 1 d, deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 71.
Cyphonotus zemindar (Indien); Sharp, Col. Heft. XV. p. 85.
Anoxia villosa auf einem sehr eng begrenzten Areal bei
Biberich; die ^ Anfangs Juli, unmittelbar nach Sonnenuntergang
eine halbe Stunde lang die Zwetschenbäume umschwärmend; die
Weibchen erscheinen wahrscheinlich etwas später im Jahre oder
lassen sich überhaupt ober der Erde nur selten sehen. Herber, in
Entom. Nachr. 1878. p. 310.
Polyphylla fullo ($) bringt einen zirpenden Ton . dadurch
hervor, dass er die Innenseite der Flügeldeckenspitze auf der quer-
gefältelten umgebogenen Hauptader der üntfl. hin- und herstreifen
lässt und zwar durch Ein- und Ausziehen des Hinterleibes. L. v.
Heyden, Käfer von Nassau etc. a. a. 0. p. 112 (58).
Staudinger theilt mit, dass die $ von Melölontha papposa
in der Erde leben, wo sie von den sonst zahlreich umherschwärmen-
den ^ aufgesucht werden und vermuthet, dass auf diese unterir-
dische Lebensweise die verhältnissmässige Seltenheit der Weibchen
dieser Art und der M. hololeuca Pall. zurückzuführen sei; Stett.
Ent. Zeit. 1877. p. 385.
M. (Hoplosternus) Davidis alhopruinosa, Mandarina ( ! China) ;
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 97, 98; flabellata p. 86,
guttigera (Indien), Mandarina (! China) p. 87, pennata (Laos) p. 88,
vervex (Penang) p. 89; Sharp, Col, Heft. XV.
Bho-paesi pruiiiosa (Innerafrika); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 101.
Lepidiota florens (Penang), guttula (Laos) p. 70, munda (Sara-
wak) p. 71, riifipennis [Indien) p. 72, rugosa (ibid.), discedens (Siam)
p. 73, tridens (Laos) p. 74, pedator (Ind.) p. 75, pumila (Ind.) nana
(China) p. 76, gracilipes (Pendi.ng) p. 77, bicolor (Ind.) p. 78; Sharp,
Col. Hefte XV.
70
Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Leucopholis armata (Sarawak) p. 79, pallens (Borneo), diffinis
(Penang) p. 80, aberrans (Indien) p. 81; derselbe, ebenda.
Cyclomera rugipennis (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 102.
Elaphocera rhodana (Rbodus); Marseul, Nouv. et Faits. 1878.
Nr. 14 et 15. p, 59; insularis (Greta); Fairmaire, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. LXVI.
Europtron confustim (Lagbouat); Marseul, Nouv. et Faits.
1878 Nr. 14 et 15. p. 60.
Apterogyna cilipes (Algier), vorax (ibid.) p, 65, curia (Alger)
p. 66; Marseul, Nouv. et Faits. 1878. Nr. 16 et 17.
JRiitelini. Saulostomus (n. g., a Schizognatho differt ab-
sentia „ofthe mesial production to the mentum and labrum") w7üosms
(Tasmanien) p. 225; Homotropus (n. g., a Schizognatho differt cly-
peo concavo, deflexo, . . .) luridipennis (Austr.) p. 227 ; Mesystoechus
(n. g., ab Amblytero differt mento regulariter angustato, nee trunca-
to . . .) cüiatus (Moreton Bay) p. 228; Waterhouse, Tr. E. S.
Lond. 1878.
Didrepanephortis (n. g., am nächsten mit Peperonota ver-
wandt, abgezeichnet durch die mächtige Entwicklung der Mandibeln
im männlichen Geschlecht, die aufwärts gekrümmt sind und nahe an
ihrer Basis auf der Oberseite einen starken Zahn tragen) bifalcifer
(Nordostindien); Wood-Mason, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) II.
p. 421 ff. mit Holzschnitt.
Anisoplia pumila (Aegypten); Marseul, Nouv. et Faits. 1878.
Nr. 16 et 17. p. 68.
Phyllopertha cowspMrCrtia (Hagi, Jap.) v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 71.
Anomala Motscliulskyi (Nagasaki) p. 351, puncticollis (Japan?)
p. 352, daimiana (Hakone Geb., Hakodade, Jap.; . . .) p. 354; E.
V. Harold, deutsch. Ent. Zeitschr. 1877; A. picticollis (Kuldshsi;
A. vittatae Gebl. valde affinis, differt vero statura multo minore,
sculptura et pictura diversa); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou.
LIII. I. p. 289; A. (Rhombonyx) semilivida (Tampa, Capron); Le
Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 403; acutisterna
(China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 106; m^erwa (Inner-
afr.); V. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 102.
Aprosterna iridiventris (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 102.
, €allistethus Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 101.
Foipillia. princeps, sere«a (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 102, Strigoderma exigua (Florida); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. p. 362.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 471
Antichira gratiosa (Mittelamerica); Sharp, Journ. Linn. Soc.
Xni. Zool. Nr. 67. p. 133.
Parastasia marmorata (Ramoi) VIII. p. 514 und X. p. 643;
Zoroidae (Neu-Guinea) VIII. p. 514 und var. Kordensis (! Korida)
und nigra (Ramoi), Carolinae (Ramoi) p. 515; Gastro, Ann. Mus.
Civ. Gen. VIII.
Pelidnota Belti, prolixa (Mittelamerica); Sharp, Journ. Linn.
Soc. XIII. Zoology. Nr. 67. p. 132.
Adolf Boucard erörtert kurz die systematische Stellung,
Lebensweise, Fangmethode etc. der Gattung Plusiotis und giebt
dann ein Verzeichniss der nördlich von Panama vorkommenden (16)
Arten, unter denen Plusiotis resplendens (Costa Rica) Taf. XXIII,
Fig. 5, aurora (Veragua) 7, Batesi (Costa Rica) 6, Lacordairei (Tu-
guila, Mex.) 4, Sallaei (Mexico) 3, Mnizecliii (Mexico) neu sind.
Proc. Zool. Soc. London. 1875. p. 117 fiP.
Derselbe macht ebenda 1878 p. 293 ff. Notes on some
Coleoptera of the Genus Plusiotis und beschreibt und bildet
ab P. Badeni (Mexico) p. 294 PI. XVI. 2, Bodriguezi (Guatemala),
Fig. 1, prasina (Mexico) Fig. 5 p. 295, Boucardi Salle (Costa Rica)
Fig. 3, p. 296; die Gattung zählt demnach jetzt 20 Arten, die letztere
Art zuerst von Salle in dem Bull. Ent. Fr. 1878. p. XVII dia-
gnosticirt.
Phalangogonia sperata, stipes n. A. aus Mittelamerica; Sharp,
Journ. Linn. Soc. XIII. Zoology. Nr. 67. p. 134.
Dynastini. Änomacaulus (n. g. Phyllognathis sat affine)
fulvovestitus (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 278.
Hat am US n. g. prope Stypotrupes Burm.; Type: H. tarsalis
(Hatam, Neu-Guinea); Sharp, Ann. Mus. Civ. Gen. IX. p. 321 ff.
Amhlyodus (n. g. Actinobolo affine) iawrws (Nicaragua, Chon-
tales); Westwood, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 32 f. PI. IL Fig. 1.
Cyclocephala conspicua, proha n. A. aus Mittelamerica; Sharp,
Journ. Linn. Soc. XIII. Zool. p. 135.
Oryctoderus coronatus ^ (Duke-of-York Isl., sehr nahe ver-
wandt mit 0. latitarsis; Rand des Clypeus stark zweimal gebuchtet
Vorderkopf mit einem Höcker; long. 18 mm); H. W. Bates, Proc.
Zool. Soc. London. 1877. p. 153. PI. XXIV. Fig. 5,; Albertisii (Go-
ram); R. Gestro, Pet. Nouv. Vol. II. Nr. 149. p. 41. 1. Juni 1876.
(Dasselbe Insekt wird von Fairmaire im Bull. Soc. Ent Fr., 14
nov. 1877. p. 158 f. unter dem Namen 0. Gestroi beschrieben; s:
Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. X. p. 638 f.); (ro^c^ro^/i (Neu-Britan-
nien); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 185. p. 185. 1 dec. 1877; ohtusi-
coUis, gracilior (Moluccen), Gestroi (Goram; vgl. oben); derselbe,
Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLVIII.
Pericoptus stupidus (Otago); Sharp, E. M. M. XV, p. 50.
472 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Temnorhynchus wfe^nceps(Neu-Britannien); Fairmaire, Pet.
Nouv, II. p. 185.
Dipelicus nasutus (Duke-of-York Isl.; verwandt mit D. Cantori,
aber leicht kenntlich an dem am Ende eingekerbten senkrechten
Fortsatze des Clypeus; long. 181in.); H. W. Bat es, Proc. Zool. Soc.
London. 1877. p. 153. PI. XXIV. Fig. 4.
Corynophyllus melas, dehilis (Austr.); Fairmaire, Bull. Ent.
Fr. 1877. p. CV.
C. Cornelius beschreibt ein Stück von Dynastes Tityus
Fb., dessen rechte Flügeldecke einfarbig schwarzbraun, linke aber
normal ist (und scheint diese Eigenthümlichkeit für eine Ab-
normität anzusehen; dasselbe ist sie indessen nicht, sondern die
weissblauen Flügeldecken mit schwarzen Flecken werden leicht
(wahrscheinlich durch einen dem „Oeligwerden" der Schmetterlinge
ähnlichen Vorgang) dunkelbraun, so dass dann die schwarzen Flecken
leicht übersehen werden können Ftefer.); Jahres-Ber. naturw. Ver,
Elberf. 5. Heft. 1878. p. 48.
Xylotrupes Davidis (China); Dey rolle, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 106, PI. 3. Fig. 3, 4.
Chalcosoma Beccarii (Hatam) VIII. p. 515 und X. p. 641;
Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova.
Phileurus Poggei (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878,
p. 102.
Cryptodus oblongoporus (Queensl.), neuter (Peak D.), diffinis
p. CXXVIII, costulipennis (Austr.), creberrimus (Sydney), platessa
(Gayndah), roUmdicollis, decipiens (Peak D-), fraternus (Cleveland B.),
cycnorum (Swan R.) p. CXXIX; Fairmaire, Bull. Ent. Fr. 1877;
grossipes (Cleveland Bay); derselbe, Pet. Nouv. II. p. 166.
Cetoniini. R. Gestro giebt in den Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
p. 83 £f. einen Append. all' enumerazione dei Cetonidi rac-
colti nell' Archipelago Malese e nella Papuasia etc., in dem
den 31 früheren Arten 24 weitere, darunter eine neue, hinzuge-
fügt sind.
Further Contributions to the knowledge of the Ce-
toniidae of Madagaskar. By Ch. 0. Waterhouse. E. M. M.
XV. p. 84 ff. (8 n. A.).
Typi Cetonidarum .... Musaei Thomsoniani par. M.
James Thomson; Paris 1878. Der Verfasser beschreibt eine An-
zahl (32) neuer Arten und giebt ein vollständiges Verzeichniss der
(130) Typen seiner (mehr als 900 Arten) reichen Sammlung. Als
neue Gattungen stellt derselbe auf AmitJiao p. 10; Type: Cotinis
Lafertei Tlioms.; Argyripa p. 11; Type: Allorrhina Lansbergei
Solle, Desicasta prope Stethodesma Bainbr., für S. haematopus
Schaum, lobata F. etc. und S. sculptilis Thoms. (Guyana) p. 15;
Neophoria i>. 17; Type: Schizorrhina Australasiae Donov.; Dilo-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 473
chrosis p. 18; Type: S. flammula Blaneli.; Neorrhina p. 18;
Type: Eupoecila ochracea Westw.; Apocnosis prope Charadrono-
tam Burm.; Type: A. önm^eom'^ra Thoms. (Zambezi) p. 30; Golinca
prope Incam Serv.; Type: Inca bifrous Oliv. p. 31.
Tamisoria n. g. Goliathin.; Th. DeyroUei (Sierra Leone);
Thomson, Bull. Ent. Fr. 1877. p. LXXXI f.; Baceloma n. g.
praec. affine; R. Natalensis Hope; derselbe ebenda p. CXIV;
Badizoblax n. g. Ischnostom. prope Heterophanam ; B. cervinus
(Guinea); derselbe p. CXV. f.
Goniochilus (n, g. prope Hoplostomum) rußventris, hicolor
(Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 104.
Digenethle n. g. prope Lomapteram; D. ramulosispennis
(Amberbaki, Neu-G.) ; Thomson a. a. 0. p. CLXXVI (= Schizorhina
caelata Gestro; Gestro. A. M. C. G. XIL p. 30).
Fornasinius peregrinus (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 102.
Hypselogenia BiUbergii (Südafr.) p. 7, Goryi (Caffr.) p. 8;
Thomson, Typ. Cet.
Dicranorhina carnifex (Taita, Sans.) v. Harold, Monatsb. Berl.
Akad. 1878. p. 212.
Bates giebt die Beschreibung der Ceratorrhiua quadrimacu-
lata Fabr. in beiden Geschlechtern, sowie der neuen C. Hormnani
und Granäyi von den Camaroons; Tr^ E. S. Lond. 1877. p. 201 ff.
Rhomborrhina microcephala (Indien) p. 8, glauca (Japan), squa-
muUgera (ibid.) p. 9; Thomson, Typ. Cet.
Tmesorrhina Bartlii (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 102.
lieber die Gattungscharaktere von Chordodera nach (/* von
C. pentachordia Kl. s. Stett. Ent. Zeit. XXXVII. p. 83 f.
Heterorrhina Boepstorfß (Andaman); Wood-Mason, Journ.
As. Soc. Beng. XLV. pt. 2. p. 52 ; mutica, picturata, subaenea (Inner-
afr.); V. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 103.
Genyodonta laeviplaga (Ins. Zanzibar); Raffray, Rev. et Mag.
de Zool. 1877. p. 329.
Cotinis adspersa {MHiel^meYica), gradlis ^ (Honduras); Sharp,
Journ. Linn. Soc. XIII. Zoology Nr. 67.^. 136 f.; |3oKto (Chontales);
0. E. Jansen, Cist. Ent. IL p. 133.
Gymnetis inquinata (Cordova) p. 11, pygidialis (Brasil.), meti-
culosa (Amazon) p. 12, protJwracica (Brasil.), lugubris (Cayenne) p. 13,
lucidiventris (Venezuela), sculptiventris (Chiquitos), submaculosa (Vene-
zuela) p. 14; Thomson, Typ. Ceton.
Stethodesma cincticolUs (Ins. Zanzibar); Raffray, Rev. et
Mag. d. Zool. 1877. p. 330.
Ischiopsopha ignipennis (Roro) VIII. p. 517, dives (Salvatti
474 Bertkau: Bericht üb. d. wissen schaftl. Leistungen
IX. p. 87; Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen., Deyrollei (Austr.); Thom-
son, Bull. Ent. Fr. 1878. p. CIL
Lomaptera chloris (Andai; = papua Guer.; Gestro, Ann.
M. C. G. XII. p. 27), Salmdorii (Koro) VIII. p. 516, Doriae (Hatara,
Andai); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. XXL p. 27; fuscipennis (ße.\x-
Guinea); Kirsch, Mitth. k. zool. M. Dresden. IL p. 142 (= L. Al-
bertisii Gestro; Gestro a. a. 0. p. 29); Mohnikii (Java), pukhripes
(Fitzroy Isl.) p. LXXXVIII. f.; suharouensis (II arouensi affine;
Aru) p. CLXXXV, Amberhakiana (Amb.) p. CLXXXVI; Thomson,
Bull. Ent. Fr. 1877; gloriosa (Neu-Guinea); Raffray, ebenda
1878. p. LXXXVII; cinnamomea (Austr.) p. CII; Buhoulayi (ibid.)
p. CXXXVni; Thomson, ebenda.
Macronota sculpticollis (Ceylon) p. 15, domina (Philippinen)
p. 16; Thomson, Typ. Ceton.
Stenotarsia disco'idalis (Madagaskar); Waterhouse a. a. 0.
p. 84; Scotti (Madagaskar); 0. E. Janson, Cist. Ent. IL p. 134.
Liostraca bella (Madagaskar); Waterhouse, a. a. 0. p. 84.
Pygora pulchripes, Cowani (Madagaskar); Waterhouse a. a.O.
p. 83; ornata (ibid.); 0. E. Janson a. a. 0. p. 135.
Coptomia nigriceps p. 185, quadrimaculata, propinqua, apicalis
p. 86 (Madagaskar); Waterhouse a. a. 0.
Anacamptorhina corrwsca (Jobi); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
VIIT. p. 517.
Diaphonia trapesifera (Austr.); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1878. p, XXXI.
Dilochrosis subfoveata (Austr.) Thomson, Bull. Ent. Fr.
1878. p. XXXI.
Thomson (Typ. Ceton. p. 16 ff.) vertheilt die zahlreichen
Schizorhina-arten unter folgende 9 Gattungen: Hemipharis Burm.,
Neophonia n. g., Digenethle n. g., Dilochrosis n. g., Ne-
orrhinan. g , Schizorrhina Kirhy, Diaphonia Newm., Clithria Burm.,
Lenosoma Mac Leay. Neue Arten sind: Dilochrosis flamwa (Ceram)
p. 21; Schizorrhina Kirhyi (Austr.) p. 22, Schreibersii (ibid.), Dono-
vanii (ibid.) p. 23.
Schizorhina trichopyga (Austr.); derselbe. Bull. Ent. Fr.
1878. p. X; Lansbergi (Humbold-Bay) ; Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
VIIL p. 517.
Eupoecila Deijrollei (Austr.); Thomson, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. XI; MisUni (Cap York); 0. E. Janson, Cist. Ent. IL p. 136.
PL L Fig. 5.
Stephanucha discicollis (Nordamerika); Thomson, Typ.
Ceton. p. 28.
Glyciphana luctifera (China); Fairraaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 107. PI. 3. Fig. 7; biargentata (Indien); Thomson, Typ.
Ceton.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 475
Gametis Zansiharica (Ins. Zanzibar); Raffray, Rev. et Mag.
d. Zeel. 1877. p. 331.
Euryomia Ämourensis (Amur), Andamana (And. Isl.) p. 24,
infima, maculatella (Neu-Guinea), moluccana (Moluccen) p. 25;
Thomson, Typ. Ceton.
Euphoria Belti (Mittelamerika); Sharp, Joarn. Linn. Soc.
XIII. Zoology. Nr. 67. p. 137; xanthomelas (Mexico) p. 26, Mstrionica^
mystica (ibid.) p. 27; Thomson, Typ. Cet.
Oxythyrea collaris (Taita, Sans.); v. Harold, Monatsb. k. pr.
Akad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 214; Selilca (Insel Zanzibar und
Berge von Schimba), flavomaculata (Insel Pemba) p. 332. PI. 2. Fig. 5,
rubriceps (Ins. Zanzibar) p. 334; Raffray, Rev. et Mag. d. Zool.
1877; cognata (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 103.
Tephraea sieZZato (Guinea), Hüdebrandti {SdLiisibar)', v. Harold,
Monatsber. k. pr. Akad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 213.
Protaetia niveo-guttata (Cambodja); 0. E. Janson a. a. 0.
p. 137. PI. I. Fig. 4.
Cetonia marmorata (^ mit aurata $ und metallica $
in Copula; L. v. Hey den, Käfer von Nassau u. s. w. a, a. 0.
p. 399 (345).
C. inda in den Kornähren schädlich; Amer. Nat. (1878) XII.
p. 752.
C. (Coptomia) mutahilis (Madagascar); Water ho use, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. 1878. IL p. 139; frontalis, Poggei (Innerafr.); v. Ha-
rold, Mitth. Münch. 1878. p. 103.
Cet. Conftmusana (China); Thomson, Typ. Ceton. p. 28.
Pachnoda Petersi (Kitui, Sans.), calceata {Rerero) ] v. Harold,
Monatsb. Berl. Acad. 1878. p. 212, 213; Fairmairei {Sokoia,); Raf-
fray, Rev. et Mag. d. Zool. 1877. p. 331. PI. 2. Fig. 4; circum-
scripta (WG^mi), du Bocag ei (Angola)] Thomson, Typ. Ceton. p. 29.
Cymophorus quadrimaculdtus (Ebene von Mareub, Abyss.);
Raffray, Rev. et. Mag. de Zool. 1877. p. 335.
Callinomes Davidis p. 107. PI. 3. Fig. 6, dbsoletus p, 108
(China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
Coenochilus tomicoides (Kitui, Sans.); v. Harold, Monatsb.
Berl. Acad. 1878. p. 214; agymsibanus (Schimba); Raffray, Rev.
et Mag. d. Zool. 1877. p. 335.
Cremastochilus Wheeleri (Neu-Mexico); Le Conte, Wheeler's
Ann. Rep. Surv. 1876. p. 296; s. auch Westwood, Tr. E. S. Lond.
1878. p. 31.
H. Simroth handelt in sehr ausführlicher Weise über den
Darmkanal der Larve von Osmoderraa eremita mit seinen Anhängen;
8. oben p. 382 (164) f.; Giebel's Zeitschr. (3. F.) III. p. 493 ff. Taf.
XVI-XYHI.
Agenius ndbilis (Indien?); Thomson, Typ. Ceton. p, 31.
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. FF
476 Bert kau: Bericht üb. d, wissenschaftl. Leistungen
Calometopus Nyassae (N.); Westwood, Tr. E. S. Lond. 1878.
p. 27. PI. I. Fig. 1.
Valgus furcifer (Sumatra); Westwood, Tr. E. S. Lond. 1878.
p. 28. PI. L Fig. 2.
Buprestidae. E. Perris lehrt in Wort und Bild die Larven
folgender Arten genauer kennen: Chrysobothris affinis (F.) PI. I.
Fig. 170—173. p. 381; Agrilus angustulus (111.) p. 385; Dicerca
aenea (L.), Alni Fisch, p. 391; Psiloptera pisaua (Kossi); Melano-
phila decastigma (F.) p. 392 ; Anthaxia corsica Reiche, p. 393, ful-
gidipennis Luc, Cichorii (Oliv.) p. 394, funerula (111.) p. 395; Acmaeo-
dera lanuginosa (Gyll.) p. 396, (adspersula (111.), quadrifasciata (Rossi),
pilosellae Bon. p. 397); Sphenoptera gemellata Mannerh.; Coraebus
bifasciatus (Oliv.) p. 398. Fig. 180, undatus F. p. 402, aeneicoUis
(Villers) p. 403. Fig. 181; Agrilus hastulifer Ratz., viridis (L.) var.
nocivus Ratz. p. 405, aurichalceus Redt., Hyperici Creutz. p. 406;
Aphanisticus emarginatus F. p. 407. Fig. 182— 188; auf p. 412 giebt
er dann eine Eintheilung der Buprestidenlarven in 5 Gruppen, und
auf p. 413 eine synoptische Tabelle der Gattungen nach ihren
Larven. Einige von ihnen, z. B. die von Melanophila und Poeci-
lonota, scheinen auch in lebenden Bäumen vorzukommen, p. 417;
Ann. Soc. Linn. Lyon. XXII; Abbildungen in XXIII.
Aliquot Buprestidar um novarum diagnoses, auctore
R. Gestro. Ann. Mus. Civ. Gen. IX. p. 351 £f. (28 Arten).
Typi Buprestidarum Musaei Thomsoniani par Mr.
James Thomson, Paris, Deyrolle, 1878. 103 pp. Enthält die Be-
schreibung von (169) neuen Arten der grossen Sammlung Thomson's,
mit Beibehaltung der von H. Deyrolle etwa gegebenen hand-
schriftlichen Namen. Es sind beschrieben: Sternocera 2, Am-
hlysterna (n. g.) 2, lulodis 4, Steraspis 5 A., 1 V.; Philocteanus 1,
Agelia 1, (Diadoxus n. g.), Chrysochroa 2, {Phospheres n. g.),
{Chalcophoropsis n. g.), . Paracupta 2, Chalcotaenia 1, Chry-
sodema 1, Iridotaenia3, Cyphogastra 2, Evides {\n.g.)2, Chrysesthes 1,
Pelecopselaphus 2, Halaecia 4, (Pasiphae n. g.), Psiloptera (8 n, Un-
tergatt.), Lampetis 8, (Chalcopoecila n. g.), Dicercomorpha 3,
Blepharum (n. g.) 1, {Hilarotes n. g.), Poecilonota 1, Ancylo-
chira 1, {Torresita, Äglaostola, Merimna. Tin. gg.), Polycesta7,
Castalia 3, Conognatha 8, Julodimorpha (n. g.) 1, Stigmodera 8,
Acherusia 1, {Ocypetes, Xyroscelis n. g.), Nothomorpha (n.
g.) 2, Acmaeodera 13, Sphenoptera 23, Actenodes 4, Colobogaster 2,
Chrysobothris 12, Coraebus 1, Melibaeus 1, Sambus 1, Pseudagrilus 1,
Discoderes 1, Amyia (n. g.) 1, Agrilus 20, Par acephala (n. g.)
1, Mastogenius 1, Trachys 1, ßrachys 1, Lius 1, Liopleura 2, Pachy-
scelis 1, Callimicra 1, im Ganzen 168 Arten, eine Varietät.
Julodini. Sternocera Hüdehrandti (Sansibar); v. Harold,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 477
Monatsber. Berl. Akad. 1878. p. 214. Fig. 1; Iris, morio (Innerafr.);
derselbe, Mitth. Münch. 1878. p. 104.
Julodis Behoudii (Alg. Sahara); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr.
151. p. 49; corrosa p. CLIX, iridescens (Jerusalem), caelatocollis, im-
berula (Südalgier) p. CLX; Reiche, Bull. Ent. Fr. 1877.
Chalcophorini. Amblysterna ew2/assica(Nyassa); v. Harold,
Monatsber. Berl. Acad. 1878. p. 215.
Philocteanus Moricii (Cochinchina) ; Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1878. p. 270.
Iridotaenia CloHldae (Korido, Misor); Gestro, Ann. Mus. Civ.
Gen. VIII. p. 518; cupreo-varia, purpiireipe^mis (Andamau Isl.);
Waterhouse, Trans. Ent. Soc. Lond. 1877. p. 5.
Chrysodema fugax (Innerafr.); v. Harold, Mitth. München.
1878. p. 105.
Chrysaspis cmieata (Innerafr.); v. Harold, Mitth. München.
1878. p. 104.
Steraspis colossa (Sansibar); v. Harold, Monatsber. Berl.
Acad. 1878. p. 214; calida (Innerafrika); derselbe, Mitth. Münch.
1878. p. 104.
Catoxantha rajah (Sarawak); Gestro a. a. 0. p. 351.
Psiloptera conflnens (Herero), vigilans (Sansibar) p. 215, im-
pressa {Kiiwi), a?>2/'5^imca (Abyssinieu) p. 216; v. Harold, Monatsber.
k. pr. Akad. Wissensch. Berlin. 1878; cylindrica^.\04,, erosa, muata
(!) (Innerafr.) p. 105; derselbe, Mitth. Münch. 1878; scintillans
(Andaman I.); Waterhouse, Trans. Ent. Soc. Lond. 1877. p. 6.
Paracupta hypocala, basicornis, pyroglypta, anomala (Ena-
Tonga) p. 153, pyrura p. 167, düutipes, lateimpressa, Kleinschmidti
p. 278 (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
Buprestini. Poecilonota halkanica; Kirschberg, Eutom.
Mouatsbl. I. p. 29.
Buprestis Enysi Sharp (s. d. Ber. 1876. p. 344 (194)) ist ein
Nascio; Waterhouse, Trans. Ent. Soc. Lond. 1877. p. 7.
Melobasis cupreo-aenea (Viti) ; Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 286.
Melanophila anthaxioides (Hyeres, Escorial); Marquet,
L'Abeille. 1876. 4. livr. p. 368.
Blepharum caeruleipes (Viti) ; F a i r m a i r e , Pet. Nouv. II. p. 286.
Note sur la larve de 1' An thaxia candens, son developpe-
ment et la maniere de l'elever; Nouv. et Faits. 1875. Nr. 15', 1876.
Nr. 17', 18'. Die Larve lebt, wie bekannt, unter der Rinde abge-
storbener Pflaumen- und Kirschbäume.
A. deleta(mah)] Le Conte, Bull. U. S. GeoL Surv. IV. p. 459.
Curis formosa (Queensland); Gestro a. a. 0. p. 431.
Eine Synopsis der australischen Arten dieser Gattung giebt
Fairmaire in den Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 327 ff. Es werden
11 Arten beschrieben, neu: C. despecta (Champion Bay), intercrihratä
478 Bert kau: Bericlat üb. d. wissenschaftl. Leistungen
(Swan Riv.) p. 328, chloriantha (! K. G. Sound) p. 330, viridi-cyanea
(Rockhampton) p. 332, hracJielytra (Austr.) p. 333.
Neocuris. Eine Synopsis der australischen Arten dieser
Gattung giebt Fairmaire in den Ann. Sog. Ent. Fr. 1877. p. 334 ff.
Von den aufgeführten 15 Arten sind N. monochroma (Nordaustr.)
p. 334, coeruleus (Sydney), viridimicans (K. G. Sound), dichroa
(Melbourne) p. 335, antliaxio'ides (Adelaide), cuprüatera (K. G. S.)
p. 336, pauperata (Adelaide), soror (Sydney) p. 337, discoflava (Ausir.),
asperipennis (Adelaide) p. 339, thoracica (K. G. Sound) p. 340 als
neu bezeichnet.
Castalia obscura (Amboina; Buru); Gestro a. a. 0. p. 354.
Polycesta arabica (Aden); Gestro a. a. 0. p. 354.
Acmaeodera fossicolUs, sculptilis, aneilla (Sansibar); v. Harold,
Monatsb. k, pr. Acad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 216, 217.
Sphenoptera Heydeni (Chartum, auf Sedera el Henna der
Araber); Gredler, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 510;
S. Guprea (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1.
p. 291; recticollis (Mombassa) p. 217; Sansibarica (Taita), collaris
(Kitui) p. 218; v. Harold, Monatsber. k. pr. Akad. Wiss. Berlin.
1878; andamanensis (And. L); Waterhouse, Trans. Ent. Soc.
Lond. 1877. p. 6.
Cyphogostra modesta (Mafor) Vlll. ' p. 518, gloriosa (Misori
Ins., Mafor L), Albertisii (Yule I.), sulcipennis (Ansus) p. 352, aeneo-
foveata (ibid.), impressipennis (ibid.), geelwinUana (Mafor Ins.)
p. 353; Gestro a. a. 0. IX.
Belionota Deyrollei (Sarawak, Borneo), cribricoUis (Malacca),
humeralis (ibid.) p. 355, fulgidicollis (Neu-Guinea) p. 356; Gestro
a, a. 0., auricolor (Menado); derselbe ebenda X. p. 652; vitticollis
(Innerafrika); v. Harold, Mitth. Müuch. 1878. p. 105.
Chrysobothris carinipennis (Utah); Le Conte, Bull. U. S. Geol.
Surv. IV. Nr. 2. p. 459; aeraria (Kitui, Sans.) ; v. Harold, Monats-
ber. k. pr. Akad. Wissensch. Berl. 1878. p. 217; nigrostigma (Ramoi),
Tceyensis (Tual, Ins. Key); Gestro a. a. 0. p. 356; Bitsemae (Sara-
wak); derselbe ebenda X. p. 652; fatalis (Innerafr.); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 105.
Ch. Haydeni (fossil im Tertiär Colorados); Scudder, Bull,
ü. S. Geol. Surv. II. p. 80.
Endelus MepMstopheles (Ternate); Gestro a. a. 0. p. 361.
Cisseis cornuta (Cap York; = C. (Ethon) latipennis W. MacL.;
Gestro, Ann. Mus. Civ. XII. p. 147), Albertisii (ibid.) p. 357, cupri-
fera (ibid.) p. 358; derselbe a. a. 0. IX.
Corsiehnspurpureicollis(Ksindia,ri, Coleb.); Gestro a. a. O.p. 358.
Sambus argentatus (Ramoi); Gestro a. a. 0. p. 358.
Pseudagrilus inornatus (Sansibar); v. Harold, Monatsber. k.
pr. Akad. Wissensch. Berlin. 1878. p. 218.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 479
Agriius viridis var. Salicis (Ungarn); Frivaldszky, Magy.
Tud. Akad. math. es term. Közl. XIII. p. 319.
Agriius Hildehrandti, vulgaris, costulatus (Sansibar); v. Harold,
Monatsber. k. pr. Akad. Wissenscb. Berlin. 1878. p. 219; roromsis (Yule
Ins.), papuanus (Ramoi) p. 359, Jcandaricus (Celebes), Pinii (Ramoi)
p. 360; Gestro a. a. 0.
Cylindromorphus pinguis (Biskra) ; F a i r m a i r e , Pet. Nouv.
Nr. 151. p. 49.
Taphrocerus puncticollis (Florida); Schwarz p. 363, laevi-
collis (ibid.) p. 404; Le Conte, Proc. Am. Phil. Sog. XVII. Nr. 101.
Brdichys fascifera (fasciifera?; Florida); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 363.
Trachys elegans (Java) p. 361, Äustralasiae (Cap York) p. 362;
Gestro a. a. 0.
Aphanisticus marginicollis (Kandari, Celeb.); Gestro a. a. 0.
p. 360, amblyderus (Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 151. p. 49.
Pachyscelus caeruleus (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 364.
Eucnemidae. Neocliaeris {n. g.) puhescens, simplex, concolor;
Talerax (n. g.) distans; n. A. von Neu-Seeland; Sharp, Ann. a.
Mag. Nat. Hist.' (4) XIX. p. 485 f.
Trixagus modestus (Hermannstadt; rufo-brunneus, pube tenui
aureo-sericante vestitus, subtiliter punctatus, capite bicarinulato, el.
punctato-striatis , striis ad saturam evanescentibus, versus marg.
later. profundioribus ; long, vix 1 lin.); Weise, Verh. naturf. Ver.
Brunn. XV. 1. p. 23.
Nematodes pumtatus (Florida) ; L e C o n t e , Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 404.
Epiphanus deletus (fossil im Tertiär des White River); Scudder,
Bull. ü. S. Geol. Surv. II. p. 80.
Cerophytum elateroides ($) schnellt sich, auf den
Rücken gelegt, nach Elateren-Art schwach in die Höhe, springt auch
auf dem Bauch sitzend, doch selten weit (11 L.); L. v. Hey den,
Käfer von Nassau u. s. w. a. a. 0. p. 130 (76).
An dieser Stelle mag ein Insect Platz finden, von dem der
Autor meint, dass es in keine der bekannten Familie ohne Zwang
passe ; es steht in naher Beziehung zu Chelonarium uud Cerophytum,
und zwar so, dass es die letztere Gattung mit den Elateriden und
Eucnemiden verknüpft. Der Käfer ist genannt Brounia thoracica
(Neu-Seeland); Sharp, E. M. M. XV. p. 49 f.
Elateridae.. E. Perris beschreibt (und bildet ab) die Larve
(und Nymphe) von Megapenthes tibialis (Lac.) p. 1. PI. VI. Fig.
189-200, lugens (Redt.) p. 5. Fig. 201, 202; Adelocera fasciata (L.)
p. 9. Fig. 203 ; Elater praeustus F., crocatus Geoffr. p. 10, balteatus
L., Cardiophorus rufipes (Fourc.) p. 11. Fig. 204—208; Melanotus
480 Bertkau: Bericht üb. d. wisseiischaftl. Leistungen
sulcicoUis (Muls.) p. 16, castanipes (Payk.); Corymbites latus (F.)
p. 17. PI. VII. Fig. 209—212, aeneus (L.); Athous mandibularis
Duf. p. 20; Agriotes ustulatus Schaller p. 22. Fig. 214, und giebt
zum Schluss eine Bestimraungstabelle der Gattungen nach ihren
Larven; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII.
Releve des Elaterides receuillis dans les iles Ma-
laises, ä la Nouvelle-Guinee et au Cap York . . . par E.
Candeze, Ann. Mus. Civ. Gen. XIL > 99 ff. Führt 119 Arten
auf, darunter viele neu.
Neue columbische Elateriden aus Ocaiia beschreibt E.
Steinheil in den Mitth. d. Münch. entomol. Vereins 1877. p. 79 ff.
HemirrJiaphes (n. g. prope Arrhaphem) notdbilis (Birmanien) ;
Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878. p. CXLIL
Chrostus (n. g. Corymbit. prope Corymb.) quadrifoveolatus
(Parvo River); derselbe ebenda p. CLXX.
Parallotrius (n. g. AUotr.) palUpes (Chili) p. CXC; Pard-
nilicus (n. g. prope Anilic.) Mac Leayi (Victoria); Compshelus
(n. g.) flavus (Viti) p. CXCII; Parhemiops (n. g. prope Aplastura
etc.) palliatus (Siam) p. CXCVIII; derselbe ebenda.
Sephilus (n. g. Dicrepiid.) frontalis (Sarawak); derselbe,
Ann. Mus. Civ. Gen. XIL p. 108 f.
On the Elateridae ofNew Zealand handelt D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4) XIX. p. 396 ff., 469 ff. Er beschreibt
alle Arten, die ihm von Neu Seeland zu Gebote standen; es sind
dies (einschl. einiger Eucnemiden?) 62, von denen eine grosse An-
zahlneu ist: Thoramus WaTcefleldi (nebst Larve und Puppe), p. 399,
obscurus p. 401, Feredayi p. 402; Metablax Brouni p. 403; Ärn-
phiplatys Lawsoni -p. 406; Betarmon gracilipes (Auckland), frow-
iaZ*s (Taiura), laetus (ibid.) p. 407, obscurus (ibid.) p. 408 ; Äglophus
modestus (Tairua) p. 409 ; Lomemus pilicornis (Tairua), pictus p. 410,
suffusus (Tairua), flavipes (Auckland), similis (Tairua) p. 411, ob-
scuripes (Auckland), elegans (Tairua), coUaris (Christchurch) p. 412;
Mecastrus convexus (Auckland), vicinus (Westland), discedens
(Akarva, Westl.) p. 469; Monocrepidius exul (Wellington) p. 470;
Cryptohypnus PowelU (Craigie-buru), humilis (Wellington), frontalis
(Lake Guyon), longicornis p. 471, thoracicus (Kelly's Creek) p. 472;
Chrosis polita (Tairua), reversa (ibid.) p. 473, elongata (Auckland)
p. 474; Corymbites dubius (Christchurch) p. 476, agrioto'ides (Auck-
land u. Tairna) p. 477; Parinus villosus (Auckland) p. 478; Gera-
nus crassus (Drybush) p. 480, fulvus, similis (Foster's Creek) p. 481;
Protelater elongatus (Christchurch, Tairua), Hwiiom (Otag.) p. 482,
guttatus (Auckland), picticornis (ibid. oder Tairua), opacus (Tairua)
p. 483; (Eucnemidae?) Neocharis pubescens (Tairua), simplex (?),
concolor (Tairua) p. 485; Taler ax distans (ibid.; sicher ein Eucne-
mide) p. 486.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 87. 481
Lycoreus ^6maw* (Madagascar) ; Hey den, Ber. üb. d. Senck.
naturf. Gesellsch. 1877—1878. p. 104.
Adelocera drusa (Syrien); Marseul, L'Abeille, 1876. livr. 4.
p. 380; mixta (Mexico), cincta (Sumatra), Candeze, C. R. Ent. Belg.
1878. p. LH.
Lacon paiiper (Java) p. 100, discedens (Ternate) p. 101, sub-
sericeus (Hatam), impressiis (Andai) p. 102, asperulatus (Ins. Yule),
änerascens (ibid.) p. 103; Candeze a. a. 0; Davidis, acuminipennis
(China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 109; pictus, Ba-
deniy fictus, latiusculus (Madag.) p. LIII, tuinidipennis (Zauzibar),
reducUis (Sumatra) p. LIV; Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Dilobitarsas minutus (Brasil), Maffrayi (Zanzibar); Candeze,
C. R. Ent. Belg. 1878. p. LH.
Tylotarsus marmoratus (Zanzibar); Candeze, C. R. Ent. Belg.
1878. p. LIV.
Alaus Alhertisi (Andai); Candeze a. a. 0. p. 104; mcicer
(Gabon); derselbe, C. R. Eut. Belg. 1878. p. LV; nodulosus (An-
daman I.}; Waterhouse, Trans. Ent. Soc. Loud. 1877. p. 4.
Chalcolepidius Haroldi (Peru), Villei (Ecuador), Alhertisi (Ho-
nolulu); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878. p. LV.
Semiotus Borrei (Ecuador); Candeze, C. R. Eut. Belg. 1878.
p. LVI.
Campsosternus Mammon (Birma); Candeze, C. R. Ent. Belg.
1878. p. LVI; Moricii (Cochinchina) ; Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 270.
Pectocera brevicoUis (Canton); Candeze, C. R. Ent. Belg.
1878. p. LVI.
Tetralobus Alhertisi (Somerset); Candeze .a. a. 0. p. 108;
corrosus <^ (Austr.); derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878. p. LVH.
Psephus cyaneus (Himalaya), geminatus (Abyssin.), gramilatus
(Zanzibar); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878. p. LVH.
Elius alveolarius, dilatatus (Malacca); Candeze, CR. Ent.
Belg. 1878. p. LVIII.
Ischiodonius piceipennisj vittatus (OcaQa); Steinheil a. a. 0.
p. 80; collaris (Bahia), erythroderus (Guatemala) p. LVIII, qnadrati-
collis (ibid.), niliacus (Kordofan), ineptus (Zanzibar) p. LIX; Can-
deze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Atracto(-des)- somus, flavipes (Bras.), luteipennis (Bahia); Can-
deze, C. R. Ent. Belg. 1878. p. LX.
Anoplischius Landolti (Ocana); Steinheil a. a. 0. p. 79.
Medonia Fairmairei (Chili); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. CXL.
Pomachilius oceUatus (Therezepolis); Candeze, C. R. Ent.
Belg. 1878. p. CXLL
Anchastus pisciculus, nitidulus (Hatam); Candeze a. a. 0.
482 Bertkau: Bericht üb. d. wisseuschaftl. Leistungen
p. 119; apicalis (Ocana); Stein heil a. a. 0. p. 83; baÜeatus (Bras.),
aeoMdes (Amazon.) p. LXXXIII, Davidi (China), Castelnaui (Bang-
kok), vulveratus (Siam), flavus (Ceylon) p. LXXXIV, nitidus (Sara-
wak), australis (Victoria), tongaensis (Tanga-tabou), nigriceps (Java),
major (Viti) p. LXXXV; Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878; longulus,
fuscuSj asper y (Enterprise); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII.
Nr. 101. p. 404 f.
Monocrepidius mucronatus (Hatam), guttatus (Ternate) p. 110,
similis (Korido) p. 111, arouensis (Arn), Yulensis (Yule), Jioristonotus
(Neu-Guinea) p. 112, pauperatus (Ternate), corniculatus (Ramoi) p.
113, contiguus (Neu-Guinea) p. 114, regularis (Cap York) p. 115,
basilaris, flavicans p. 116, simulans (ibid.) p. 117; Candeze a.a.O.;
ocananus {Ocsiha,); Steinheil a. a. 0. p. 80; fulvus (Bras.) p. LXXV,
^eyiM6'Ms(Mendoza), fcrrugosus (Malacca), longicollis (Calcutta) p. LXXVI,
elegans (Indien), Dohrni (Himalaya), discoiddlis (Malaiaia) p. LXXVII,
sulcatus, aurulentiis, ventralis, socius, rußfrons p. LXXVIII, seniculus,
striatus, plmiiusculus, compactusj planus, nigripennis p. LXXIX, niti-
dulus, macer, squalidus, flavidus (Austral.) p. LXXX, truncatus
(Montevideo), Castelnaui, serotinus, reductus (Bahia) p. LXXXI;
Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Glyphochilus hicolor (Sydney); Candeze, CR. Ent. Belg,
1878. p. LXXV.
Athous transcaucasicus (Tiflis), epirus (Janina); Stierlin,
Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch. IV. p. 474 f.; acutidens (China);
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 110; crihratus, simplex
(Colorado); Le Conte, Wheeler's Ann. Rep. Surv. 1876. p. 296;
Bruclci (Griechen!.), campylo'ides (Chili); Candeze, C. R. Ent. Belg.
1878. p. CLXVIII; Schneideri (Caucasus); Kieseuwetter, Verb.
Ver. Brunn. XVI. p. 203, debilis (Lake Harvey, Flor.); Le Conte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVÜ. p. 405.
Eudactylus dimidiatus (Neu-Gran.), discoidalis (Südamerika);
Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878. p. LX.
Pachyderes niger (Juthia); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. LXL
Melanthoides Gestroi (Zanzibar), ligneus (Malacca), Candeze,
C. R. Ent. Belg. 1878. p. LXL
Aeolus hasalis p. 81, bisignätus, multisignatus p. 82, fissus
p, 83 (Ocafia); Steinheil a. a. 0.; suillus (Melbourne), taeniatus
(Guatemala), nobilis (Therezopolis), variolatus (Cayenne); Candeze,
C. R. Ent. Belg. 1878. p. LXXXIL
Elditev pusillus (Adelaide); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. CXXXV.
Melanoxanthus ligatus (Sarawak) p. 124, Woriac (ibid.), par-
titus (Ternate) p. 125, proximus (Tcibodas), decemnotatus (ibid.) p. 126,
nigricornis (Sarawak), ruficolUs (Andai) p. 127, morio (Kandari),
im Gebiete der Arthropodeu während der Jahre 1877 — 78. 483
brunneus (Sarawak), bivittatus (ibid.) p. 128, taeniatus (Kandari),
angularis (Hatam) p. 129; Candcze a. a. 0.; melanurus p. CXXXVI,
rufotacUts (Siam), variolosiis (Birma), fractiis. decimus (Penang)
p. CXXXVII, flavidus (Bintang), riibiginosus (Darjeeling), dimidiatus
(Adelaide), brunneus (Swan R.) p. CXXXVIII; derselbe, C. R. Ent.
Belg. 1878.
Heteroderes Beccarn (Macassar) p. 117, muUilineatus (ibid.)
p. 118; Candeze a. a. 0.; minusculus (Philippinen), albicans (Siam);
derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878. p. LXXXIII.
Deromecus inops p. CXXXVIII, brevicolUs. sanguinicolUs sca-
pularis, debilis, agriotes p. CXXXIX, curtus, grisescens, adrastus
p. CXL (Chili); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Cryptohypnus jVwawMS (Tcibodas), sw^wrafe (Hatam); Candeze
a. a. 0. p. 130, 131; perpiisillus (Himalaya), /V<Z?;Ms(Abyssinien; Bogos)
p. CXLII, atonms (Chili) p. CXLIII; derselbe, CR. Ent. Belg.
1878.
Drasterius apicalis (Macassar); Candeze a. a. 0. p. 120;
prosternalis (Himalaya) ; derselbe, CR. Ent. Belg. 1878. p. CXXXV.
Arrhaphes Gestroi (Tcibodas); Candeze a. a. 0. p. 131;
minusculus, opacus (Himalaya); derselbe, CR. Ent. Belg. 1878.
p. CXLII.
Cardiophorus elegans (Kandari), papuensis (Ins. Yule); Can-
deze a. a. 0. p. 132; scapulatus (Tunis) p. CLXI, octonotatus, sub-
maculatus, depressus, velatus p. CLXII, castaneus (Zanzibar), insignis,
aethiopicus (Abyss.), Stsdi (Damara), fulvosignatus p. CLXIII, bicolor^
hamatus, pallidipennis , consputus, octavus p, CLXIV, flavipennis,
minimus (Australien), nitidus (Indien), melanopterus (Cambodja)
p. CLXV, bengalensis (Calcutta), ligneus (Madag.) p. CLXVI; der-
selbe, C. R. Ent. Belg. 1878.
Horistonotus longicornis, consobrinus (Cap York); Candeze
a. a. 0. p. 133; bitactus (Chili), distigma (Cayenne); derselbe, C.
R. Ent. Belg. 1878. p. CLXVI.
Megapenthes marginatus (Sarawak; Singapore) p. 120, niger
(Kandari) p. 121, suturalis (Andai) p. 122, punctatus (Ramoi), cari-
natus (Sarawak), dorsalis (Java) p. 123; Candeze a.a.O.; Volxemi
(Caucasus), pauper (Indien) p. CXXXV, hirtus, curtus (Siam), flave-
scens, öipZa^iaf^s (Madagascar) p. CXXXVI; derselbe, C R. Ent.
Belg. 1878.
Coptostethus sexpunctatus (Cap); Candeze, C. R. Ent. Belg.
1878. p. CLXI.
Asaphes saccifer (Neu-Mexico); Le Conte, Wheeler's Ann.
Rep. Surv. 1876. p. 296; elegans nebst var. a, b (Chili); Candeze,
C. R. Ent. Belg. 1878. p. CLXXXIX.
Pyrophorus Sirius (Costa Rica) p. CLXVIII, sanguinicolUs
(Para; Guyana), ruber (Bahia); der Monoorep. ophthalmicua Germ.
484 Bertkau: Bericht üb, d. wissenschaftl. Leistungen
ist ebenfalls ein Pyrophorus, p. CLXIX; Candeze, C. R. Ent.
Belg. 1878.
Diploconus dorsalis (Saräwak), pilosus, ineptus (Celebes); Can-
deze, C. R. Ent. Belg. 1878. p. CLXVII.
Probotrium crinitum (Quito), pilosum (Bahia); Candeze, C.
R. Ent. Belg. 1878. p. CXC.
Orthostethus LandoUi (Ocana); St ein heil a. a. 0. p. 84.
Aphanobius aequälis (Siam); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. CXCI.
Ludius variegatus (Aru); Candeze a. a. 0. p. 138; variegatus
(ibid.) p. CXC, eruhescens (Neu-Guinea), brevis (Südamer.) p. CXCI;
derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878.
Corymbites atratus (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LITI. 1. p. 293.
C. planulus (Beaver Brook, Colo.); Le Conte, Bull. U. S.
Geol. Surv. IV. Nr, 2. p. 460; coarctatus (Tcibodas); Candeze a.
a. 0. p. 137; Lcderi (Caucasus); v. Heyden, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 204.
C. velatus (fossil im Tertiär Wyoming's); Scudder, Bull. ü.
S. Geol. Surv. II. p. 81.
Anilicus flavipennis (Rockhampton); Candeze, C. R. Ent.
Belg. 1878. p. CXCII.
Oxygonus mortuus (fossil im Tertiär des White R.) ; Scudder,
Bull. U. S. Geol. Surv. II. p. 81.
Crepidomenus aeneus, Georgei, Pulsi p. CLXX, siilcatus, cor-
difer, subopacus, rotundicolUs, minimus (Austral.) p. CLXXI; Can-
deze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Ophidius serricornis (Neu-S.- Wales); Candeze, C, R. Ent.
Belg. 1878. p. CLXXI.!
Agriotes Ugatus (Guatemala), lateralis (Costa Rica), curtus
(Marocco), sericeus (Awomori) p. CXCIII, fusifrons (Nordchina)
p. CXCIV; Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Agomischius chictus (Nordbeng.), chalcopters , cyanopterus
(Madras), gemmula (Hongkong) p. CXCIV, dorsalis (Canton), Lans-
bergi (Malaisia), sulcicollis (Bangkok), frenatus (Ceylon), unicolor
(Cambodja) p. CXCV, monachus (Canton), lineatus (Swan R.), australis
(Queensl.) p. CXCVI; Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
Esthesopus morio (Ecuador); Candeze, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. CLXVI.
Melanotus Älbertisi (Andai, Hatam), ruficaudis (Kandari)
^. 135, aequälis (Andai), porcellus (Tcibodas) p. 136; Candeze a.
a. 0.; Fortnumi (Japan), Bodriguezi (Guatemala); derselbe, CR.
Ent. Belg. 1878. p. CLXVIL
Glyphonyx dorsalis (Tcibodas), zonatus (Sarawak) p. 139,
c[uadrimaculatus (Tcibodas) p. 140; Candeze a. a. 0.; nigritus
im Gebiete der Arthropoden während der Jiihre 1877—78. 485
(Mexico), brunneus (Birma); derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. CXCVI.
Silesis sericeus (Darjeoling), modestus (Hongkong); Candeze,
C. R. Ent. Belg. 1878. p. CXCVII.
Pleonomus Wahlberg i, niger (Cafifrar.) ; Candeze, C. R. Ent.
Belg. 1878. p. CXCVIII.
Dicronychus tibidlis (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 106.
Octinodes phimosus (Amazon.); Candeze, CR. Ent. Belg.
1878. p. CXCVII.
Hemiops alternata (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. HO, Semperi (LuQon); Candeze, CR. Ent. Belg. 1878.
p. CXCVII.
Cylindroderus chilensis (Chili); Candeze, C R. Ent. Belg.
1878. p. CXCIX.
Gebrionidae. Cebrio striatifrons, graciUssimus (!), convexiu-
scmZws (Marocco), perustus (Hodna), biskrensis (Biskra); Fairmaire,
Pet. Nouv. IL p. 93.
Dascyllidae. Einen schätzenswerthen Beitrag zu unserer Kennt-
niss von den aussereuropäischen Arten dieser Familie liefert D. Sharp
mit seinen Bemerkungen On the Dascillidae of New Zea-
land; Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. IL p. 40 ff. Dem Verfasser
sind 28 neue Arten (zu der einzigen bis dahin bekannten Atopida
castanea) von Neu-Seeland bekannt geworden, die er auf einer syn-
optischen Tabelle in Gattungen gruppiert. Ausser Atopida und
Cyphon sind dieselben neu : Byrrhodes gravidus p. 42; Cyprobius
nitidus p. 44; Cyphanus laticeps, punctatus, mollis p. 45, debilis
p. 46; Atopida Laiüsoni, Brouni, proba p. 47; Veronatus longi-
cornis, longipälpis p. 49; Mesocyphon marmoratus, setiger p. 50,
Waicefieldi, diver gens^-p. 51; Cyphon iZwi^om, ^ar'y^ceps p. 52, piimilio,
arduus p. 53, oscillans, aeqiialis, graniger p. 54, pictulus, zealandi-
cus, sujfasus p. 55, laticeps^ genalis p. 56; G yphotelus angusti-
frons p. 59.
Pseudolichas n. g. prope Dascillum; P. suUcifrons (China);
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 111, 112.
Stenocladius n. g. prope Megalophthalmum; S. JDdmdis
(Chin.); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 112, 113; Haema-
to'ides n. g. prope Dascillum et Therium; H.. Davidis {China) i). IIQ,
117; Sinocaulus n. g. praecedenti afüne; S. rubrovelutinus (China)
p. 117; derselbe, ebenda.
EpicJiorius (n. g. Artematopid.) AiicUandiae (OvaMa miiduSy
parce griseo-pubescens, supra viridi-aeneus, antennis et subtusferru-
gineo-testaceus, prothorace elytrisque crebre punctulatis, his maculis
numerosis saepe transversis, confluentibus laevigatis cupreis; long. 8,
lat. 3,5 mm); u. A. von den Aucklands-Ins.; von Blanchard in Voy.
486 Bertkau: Bericht üb. d. wisseuscbaftl. Leistungen
Pol. Sud. auf tab. XI. Fig. 7 als Pseudhelops tuberculatus Guer. ab-
gebildet; Kirsch, Deutsch. Ent, Zelts ehr. 1877. p. 166.
Lichas Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 111.
Therius jaspideus (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 115.
Helodes Afkinsoni (Tasmanien), maculatus (ibid.); Water-
house, E. M. M. XIV. p. 27.
Cyphon impressiis (Tampa, Florida), Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 405.
Malacodermata. Lycini. Waterhouse giebt eine Mono-
graphie der (31) Australischen Arten dieser Familie in den Tr. E.
S. Lond. 1877. p. 73 ff. Neu beschrieben werden 24 Arten: Porro-
stoma brevirostre p. 74, abdominale, elegans p. 75, uniforme^ irregu-
läre p. 76, textile, russatum, apicale p. 77, lincatum, togatum p. 78,
scalare, fallax, salebrosum, haemorrhoidale p. 79, plagiatum, lugubre,
cinctum p. 80, cUentulum, inquinulum, Umbatum p. 81, dichroum
p. 86; Trichalus {n. g. für Porr. discoideus Er. und) flavopictus
p. 82, ampliatus, sulcatus p. 83.
Derselbe. On the different forma occurring in the
Col, f. Lycidae, with descr. of new genera and species;
ebenda 1878. p. 95 ff. Die neuen Gattungen sind: Macrolycus
p. 96; Type: M. coccineus (? oder Bowringii) (Allahabad) p. 105;
Lyponia p. 99; T.: debilis (China), ferner gracilis (Indien) p. 107;
Taphes p. 102; T.: brevicollis (frontalis) (Sumatra) p. 111; Atelius
p. 104; T.: A. expansicornis Walk.; Scarelus p. 104; T.: S. longi-
corm's (Java) p. 116; orbatus (Singapore) p. 117; Libnetus p. 104;
T.: L. pumilio (Ceylon) p. 117; Lyropaeus p. 104; T. : L. fallax
Wlk.j Dexoris p. 105; T.: D. ^ws^pw^s (Sierra Leone) p. 117. Ausser-
dem sind eine Menge von Gattungen charakterisiert und durch Ord-
nungszahlen bezeichnet, aber nicht benannt; darunter sind folgende
neue Arten: (14) tristis (Ecuador) p. 106, (16) ^raa7is (Indien) p. 107 ;
(17) punctipennis (Java); (19) alternans (Saräwak), misellus (Penang)
p. 108; (20) deplanatus (Dorey); (21) obsoletus (Java) p. 109; (22)
excellens (Sarawak); (28) velutinus (Sikkim), festivus (Sumatra) p. 110;
(35) luteolus (Arn) p. 113; (37) dispar {MaXaccsi), cow/brm*s (Sarawak)
p. 115; (38) exilis (Sarawak) p. 116.
Xantheros (n. g. Eros approximans) ochreatus (Sydney),
nubicollis (Queensl.), angulicollis (Brisbane) p. 167; Meläneros (n. g.)
acuticollis p. 173, atroviolaceus, praelongus, lugubris, angustiformis
(Viti), quadraticolUs (TanguTabu) p. 171; Fairmaire, Pet. Nouv. II.
Lycus Leveillei (Gabon) p. 363, Baffrayi ( Abyss.) p. 364, adum-
femiws (Columb.) p. 365 ; Bourgeois, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; Haagi
(Cap); derselbe ebenda 1878. p. 166.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 487
Lygistopterus sp. nov.? Gredler, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXVn. p. 511.
Larve von Dictyopterus sanguineus (L.) und Eros rubens
(Gyll.) beschrieben und abgebildet von E. Perris, Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXIII. p. 28 ff. PI. VII. Fig. 217—219.
Dictyoptera eximia (Columb., Venez.) = Lygist. eximius Dej.
in coli.); Bourgeois, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 365.
Porrostoma Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 118.
Metriorhynchus Moricii (Cochinchina); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 272.
Calopteron düatatum (= Charactus dilat. Reiche i. coli.; Co-
iumbien); Bourgeois, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 366; dives (Co-
lumbien) p. 166, segmentatum (ihid.) p. 167, SteinheiU (ibid.), Poiveri
p. 168, fenesträtumj Lebasi p. 169, sübcruciatum p. 170, elongatum,
acuminatum p. 171, flavocinctum (^f = Charactus flav., $ = Ch.
quadraticoUis Dej. i. coli.) p. 172 (Columbien); derselbe, ebenda
1878; {?)notatus (Neu-Hebriden), Pfeifferi (Celebesj ; Waterhouse,
Tr. E. S. Lond. 1878. p. 106.
Caenia loculata (Columbien); Bourgeois, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 173.
Cladophorus aberrans (Arn) p. 112, resMc*ws(Waigiou) p. 113;
Waterhouse, Tr. E. S. Lond. 1878.
Eros longicornis (Batura), abdominalis (Cauc); Reiche, Bull.
Ent. Fr. 1878. p. XXVII f.; Schneiden (Caucasus); v. Kiesen-
wetter, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 206. Taf. IV. Fig. 35.
Monograph of the Coleopt. genus Calochromus . . .; by
Chas. 0. Waterhouse, Cist. Ent. June, 1877, p. 195, ist mir noch
nicht zugekommen.
Calochromus discicoUis (Rockhampton) , insidiator (Sydney) ;
Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 174.
Pyropterus sculpturatus (Sarawak); Waterhouse, Tr. E. S.
Lond. 1878. p. 112.
Trichalus(s. oben p. 486 (268)) aemulus(A.ru), anceps (Batchian);
Waterhouse, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 114.
Lampyrini. Vesta Daw^is (China) ; Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 114.
Lucernuta m'^ro-Z^ava p. 113, flaviventris ip. 114 (China); Fair-
maire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
Lucidota luteicollis (Sumter Cy.) p. 405; Photinus ecostatus
(Key West), nitidiventris (Florida) p. 406, punctiventris (Texas), col-
lustrans (Tampa, Enterprise), wm&r aiws (Tampa) p. 407; Le Conte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
Alecton indicusj Chevrolat, Mitth. Münch. 1877. p. 11.
488 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
Phausis inaccensa (Marquette, Mich.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p, 611.
Telephorini. Xenismus (u. g., charact. ut in Telephoro,
sed capite supra convexo, labro distincto transverso, circa qua-
druple latiore quam longiore . . .) nigroplagiatus {Ecuador) ; Water-
house, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 331.
Selenurtis (n. g. Ichthyuris affine) luteo-pictus (Peak Downs);
Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 167.
ChsLuliogudithus pristinus (fossil im Tertiär Colorado's); Scud-
der, Bull. U. S. Geol. Surv. IT. p. 81.-
Ch. Haversii (Uruguay) p. 325, sodalis, togatus, beros. Guer.
var. p. 326 (Mexico), excellens (Medellin), tripartitus Chevr. var.
p. 327, distinguendus (Guatemala) nebst var.? (Mexico) p. 328, ex-
pansus (Bras.), Janus (Ecuador) p. 329, diynidiatus, pallidus (Mexico)
p. 330, sulphureus (Nanta, Amaz.) p. 331; Waterhouse, Tr. E, S.
Lond. 1878.
Podabrus temporalis (Tokio, Jap.); v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 73; P. brevipennis (Argentiue Pass, Colo.); Le
Conte, Bull. U. S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 460; lateralis {Colorado)',
derselbe, Wheeler's Ann. Rep. Surv. 1876 p. 297; Mocquerysi
(Ronen); Reiche, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 383; Majori {lt.,
Apenn. pistoiese); Piccioli, Bull. Ent. It. IX. p. 230.
Telephorus melanopus (Hagi) p. 74, Hilgendorfl (Tokio) p. 75,
insulsus (ibid.) p. 76; v. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878; occi-
pitalis (Marocco), deportatus (Lambessa); Fairmaire, Pet. Nouv.
Nr. 148. p. 38; hispanicus (Avila) p. 383, ocreatus (Corsica) p. 384;
Reiche, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
Rhagonycha sanguinolenta (Syrien); Reiche, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 384.
Polemius hasalis {Borueo); Waterhouse, E. M. M. XIV. p. 28.
Monographie des Mal thinides de TAncien-Monde. L'Abeil-
le. XVI. S. A. de Marseul. Neu sind Malthinus trigibher (Palaestina)
p. 16, scapularis (Malta) p. 23, nigribuccis (Bona) p. 34, inßavus
(Algier) p. 36, lacteifrons (Bona) p. 43.
Drilus pulcliellus (Sciva); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII.
p. 319.
Malachiini. fitude sur les Malachiides d'Europe et du
Bassin de la Mediterranee par M. E. Peyron. L'Abeille XV.
p. 1—275; Appendice p. 276—284, Supplement p. 285—287 nebst
Addenda von Marseul p. 288—300.
Psiloderes n. g. (antennae 11-articulatae, lateribus capitis prope
marginem anteriorem insertae; clypeus brevissimus, corneus; palpi
maxillares articulo ultimo oblongo, apice subtruncata, tarsi in utra-
que sexu 5-art., articulis simplicibus), Type: Charopus forraicariua
Reiche p. 223 f.; Embrocerus n. g. (wie vorige, aber frons <^
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 489
vertice dilatata, medio excavata); Type: E. variegatus (Syrien)
p. 225 ff,; Trogliscus n. g. (wie Embrocerus, aber pälp. max. art.
ult. ovato); Type: Troglops rhinoceros Mars. p. 232 f.; Hetero-
dipnis n. g.; Type: Antidipnis palpator Mars. p. 261 f.; Peyron
a. a. 0,
Ablechrus (n. g. bei Ebaeus; Fühler vor den Augen, 9-glie-
derig) flavipes (James Isl., Galapagos; vom Ansehen eines Ebaeus
thoracicus, aber kleiner, um ein Drittel kürzer) ; Waterhouse, Proc.
Zool. Soc. London. 1877. p. 79.
Hapalochrus abyssinicus (Abyss.) p. 219, floralis, cognatus, am-
pUpennis (Sansibar) p. 220; v. Harold, Monatsb. k. pr. Acad. Wiss.
Berlin. 1878, macuUcollis (Südrussland); Peyron a. a. 0. p. 274,
apkalis (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Mose. LUX. 1.
p. 294.
Collops hirtellus, reflexus (Neu-Mexico) ; Le Conte, Wheeler's
Ann. Rep. Surv. 1876. p. 297.
Laius giittulatus, ruguUpennis, plagiaticollis, quinquenotatus,
quinqueplagiatus, verticalis, insignicornis, rufovirens, fastiäiosus,
asperipennis, oblongo-signatus (Austr.); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
p. 174.
E. Perris beschreibt und bildet ab die Larve und Nymphe
von Axinotarsus pulicarius F. p. 32, PI. VII. Fig. 220—227; Ann.
Soc. Linn. Lyon. XXIII und erinnert daran, dass die ausgebildeten
Insekten, z. B. Malachius aeneus und A. pulicarius die Staubfäden
vqn Gramineen verzehren, während die Larven fleischfressend sind.
Axinot. ecaudatus (Algier); Peyron, a. a. 0. p. 135.
Malachius Bellieri (Sicilien) p. 53, fucatus (Kleinasien, Syrien)
p. 58, clavicornis (Libanon) p. 60, cedricola (ibid.) p. 285, junceus
(ibid.) p. 62, montanus (Taurus) p. 66, heliopliüus (Balbek; Wan S.)
p. 84, palaestinus p. 93, capricornis (Libanon) p. 94, anibiguus
(Oesterr., Ital., Ungarn, Kleinas.) p. 102, paludosus (Syrien) p. 110;
Peyron a. a. 0.; montanus (Neu-Mexico), Le Conte, Wheeler's
Ann. Rep. Surv. 1876 p. 297, macer p. 208, cavifrons p. 209, opacus,
montieola p. 210, dehilis p. 211 (Caucasus); Kiosenw etter, Verh.
Ver. Brunn. XVI.
M. ruf US Oliv, in Deutschland (Mecklenburg aufgefunden;
Brauns, Archiv .... Mecklenburg. 32. Jahr. (1878). p. 68.
Cyrtosus Lethierryi (Escurial) p. 17, aestivus (Libanon) p. 18
und 287, cerealis (Beirut) p. 19, caelatus (Kleinasien) p. 23, frigidus
(Libanon) p. 24 und 287; Peyron a. a. 0.
Attalus Marmottani (Biskra) p. 145, fusculus (Beyrut) p. 157,
melittensis (wohl melitensis; Italien, Malta) p. 159, mwoewMS (Tarsus)
p. 170; P eyron a. a. 0., australis (Sydney); Fairmaire, Pet. Nouv.
n. p. 174.
Anthocomus oxyacanthae (Libanon); Peyron, a. a. 0. p. 285.
490 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
Ebaeus eximius (Syrien) p. 175, caspius (Sarepta) p. 177, Bau-
dueri (Smyrna) p. 184, rubetorum (Mersina) p. 187, velatus (Libanon)
p. 192; Peyron a. a. 0.
Hypebaeus Libanus p. 199, wcmMS (Smyrna, Palaestina) p. 205;
Peyron a. a. 0.
Charopus nigricans (Jaffa) p. 220, hicolor (Syrien) p. 221; Pey-
ron a. a. 0.
Troglops pluriarmatus (Mesopot.); Belon, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. XXVIII; latifrons (Algier) p. 238, e&wn/er (Libanon) p. 244; Pey-
ron a. a. 0.; hasicolUs (Algier), coraZZj/er (Lambessa); Fairmaire,
Pet. Nouv. n. p. 141.
Carphurus facialis, aeneipennis, telephoro'ides, diophthalmus,
cristatifrons, laesifrons, pliilonto'ides, tachyporo'ides, segmentarius, xan-
thoclirous (Australien) Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 161, venustus
(Auckland Ins.); Kirsch (oder v. Kiesenwetter?) in der D. E.
Z. 1877. p. 167.
Melyrini. E. Perris beschreibt und bildet ab in den Ann.
Soc. Linn. Lyon. XXIII. die Larve von Dasytes plumbeus (Oliv.)
p. 36, PI. VII. Fig. 228—233 und Psilothrix nobilis (111.) p. 39,
Fig. 234.
Dasytes WaTcefieldi {ChrisichurGh); Sharp, E. M. M. XIV. p. 8.,
rufkoUis (Nevada); Ulke, Wheeler's Rep. Geogr. Explor. W. 100 th.
Mer. V. p. 812 PI. XLI. Fig. 5.
Dsisyiiscvis plu7nbeus (Caucasus) p. 214, Ärmeniacus (Arm.) p. 215;
v. Kiesenwetter, Verh. Ver. Brunn. XVI.
Danacaea haemorrlio'idalis (Kuldsha; elougata, nigro-aenea,
subnitida, supra squamulis flavescente-griseis dense vestita; ant.
apicem versus palpisque nigris, ant, basi, femoribus tibiisque ful-
vescente-testaceis ; tarsis fuscis, ano rufo; long. 3, lat. 1 mm); Bal-
lion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 296; Championi (Pi-
raeeus); Marseul, Nouv. et Faits. 1878. Nr. 14 et 15 p. 55, välida
(Caucasus); v. Hey den, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 215.
Melyris >Sze&oZ(^M (Gondocoro) ; Gr edler, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien. XXVII. p. 512; atra (Beaver Brook, Col.), flavipes (Californien);
Le Conte, Bull. ü. S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 461 ; apicalis (Inner-
afr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 106.
E. Perris reproducirt die von Pellet gegebene Beschreibung
der Larve von Zygia oblonga; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII. p. 55.
Temnopsophus impressus (Florida); Schwarz, Proc Am. Phil.
Soc. XVIL Nr. 101. p. 364.
Gleridae. Notes on the Coleopterous family Cleridae
with Description of New Genera and Species. by H. S. Gor-
ham. Cist. Ent. II. p. 57—106. Der Autor ist bemüht, die natür-
liche Verwandtschaft der einzelnen Gattungen zu ermitteln und be-
richtigt einige Irrthümer hinsichtlich der Zugehörigkeit einzelner
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 491
Arten zu gewissen Gattungen (Stigmatium dimidiatum Chevr. = Til-
liciera mutillicolor White ; Serriger Coffini White gehört zu den
Clerina bei Trogodendrum) ; für eine grosse Zahl von Arten werden
neue Gattungen errichtet: (Tillini) Gastrocentrum pauper (Lu-
zon) p. 63; Callimeriis (für Clerus dulcis Westw., Lemidia inso-
lata Pasc, und) mirandus (Penang), amaUlis (Laos), gratiosus (Min-
danao)p. 66, pulchellus, Zaii/>-ows (Philipp.) p. 67; (Clerini) Orthrius
cylindricus (Neu-Süd-Wales) p. 74; Metahasis p. 75 (für Thanasi-
mus accinctus Newm., dessen ^ Westwood als Thaneroclerus me-
dianus beschrieben hatte); Cleromorplia p. 83 (für Clerus 9-gutta-
tus Weshü.)\ Phlogistus p. 84 (für die Australischen Aulicus);
Hemitrachys bizonatus (Singapore, Borneo) p. 92.
Eine Fortsetzung dieser Arbeit, die Phyllobaenides, Hyd-
nocerides, Enopliides, Corynetides enthaltend, ist in den Tr.
E. S. Lond. 1877. p. 245 ff., 401 ff., 1878. p. 153 fif. erschienen. Aus
der Unterfamilie Hydnocerides wird die neue Gattung I solemi-
di a p. 257, für I. pulchella (Type; Ega) p. 258, Batesi, apicalis,
subtilis (Amazon.) p. 289 beschrieben; von Corynet. Dolichopsis
für D. haplocnemodes (Type; Cap) p. 154; cyanella (Cap) p. 155;
Thriocera p. 156, für Coryn. pectoralis Klug, Pylus anthicoides
Newm.; Paratilliis (p. 157 für Clerus carus Newm,., und) hasalis
(Moreton Bay), analis (Neu-Caled.) p. 158.
E. Perris beschreibt und bildet ab Larve und Nymphe von
Tillus elongatus (L.) p. 41, PI. VIT. Fig, 235—240; Opilus pallidus
(Oliv.) Fig. 241; Corynetes rufioornis Sturm p. 44, Fig. 242, rufi-
coUis F. p. 48, Fig. 243, 244; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIIL
Balcus (n. g.) niger (Christchurch) ; Sharp, E. M. M. XIV.
p. 7.
Mathesis (n. g. Eburiferae affine; differt antennarum clava
elongata et tarsorum articulo tertio haud bilobo) guttigera (Neu-
seeland); Waterhouse, Trans. Ent. Soc. Lond. 1877. p. 8.
Opilus Sinensis (Foochow) p. 70, Pascoei (N.-S.-Wales) p. 71;
Thanasimus rußmanus (ibid.) p. 74 (= Aulicus chrysurus Chevr.;
Gorh., Tr. E. S. Lond. 1878. p. 164); Clerus femoralis (Parana),
sigma (Bras.), hinodulus (Peru) p. 77, festimis (Amaz.), Salvini (Gua-
temala) p. 78, gaudens (Parana), hieroglyphicus (Amaz.) p. 79, felix
(Parana), Badeni, errans (Mexico) p. 80, vulpinus, cuprascens (Mexico)
p. 81, atriceps (Guatemala), deliciolus p. 82, melanocephalus p. 83
(Amaz.); Aulicus imperialis p. 84, albo-fasciatus, smaragdinus p. 85,
afßnis p. 86 ; Trogodendrum monstrosum (Queensland) ; Olesterus gra-
cilis (Austr.) p. 87; Eleale aulicodes (ibid.), brevis (Freemantle),
late-fasciata (Queensl.) p. 90; Stigmatium Philippinarum, encaustum
p. 93, subfuscum, centrale p. 94, tapetum, iodinum, violaceum p. 95,
scapulare, inscriptum, omadioides p. 96, obscuripenne, pallidiventre
p, 97, tergo-cinctum, pusillum p. 98, lineare, ignobile, inconspicuum,
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. GG
492 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
divisum p. 99, egenum, vitrettm, audax p. 100 (Malay. Archip.),
versipelle (Queensland) p. 101; Om3i6.m8 aurifasciatus, nimbifer^. 102,
vespiformis, notatus p. 103, fiUformis, raduUfer, femorälis p. 104,
posticalis cylindricus p. 105, angusticeps, ahscissus p. 106 (Malay.
Archip.); Gorham, Cist. Entom. 1876.
Cylidrus Sansibaricus (Kitui); v. Harold, Monatsb. Berl. Acad.
1878. p. 220.
Tillus Semperanus (Bohol); Gorham a. a. 0. p. 62; Lewisii
(Nagasaki); derselbe, Tr. E. S. Lond. 1878.
Phloeocopus palUdior (Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
p. 49.
Opilus eburneo-cinctus (N.-S.-Wales); Gorham, Tr. E. S. Lond.
1878. p. 160.
Colyphus limbatus (Venezuela) p. 161, marginatus, flammeus
(Mexico) p. 162; Gorham, Tr. E. S. Lond. 1878.
Thanasimus palUpes (Philippinen) p. 162, püosellus (Nagasaki)
p. 163; Gorham, Tr. E. S. Lond. 1878.
Clerus cylindricus p. 164, covwinnus p. 165 (Guatemala) ; Gor-
ham, Tr. E. S. Lond. 1878.
Trichodes octopunctatus bei Chalicod. rufescens schmarotzend;
Lichtenstein, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877. p. XXXIL
Trichodes Bavidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 119. PI. 3. Fig. 3.
Stigmatium einer eum (Dorey), ustülatum (Sarawak); Gorham
Tr. E. Soc. Lond. 1878. p. 165.
Epiphloeus Chevrolati, pulcherrimus (Amaz.) p. 246, velutinus
(Ega, Parä), terzonatus (! trizon.?, Ega) p. 247, capitatus, nitidus
(ibid.) p. 248; Gorham, Tr. E. S. Lond. 1877.
Lemidia rufa (S. Austr.), oUiquefasciata (Freemantle) p. 251,
dia (W. Austr.), interrupta (Freem.), maculicollis (Moreton Bay) p. 252,
elongata (S. Austr.) p. 253, suhaenea (N.-S.-Wales; Tasm.), filiformis
(W.-Austr.) p. 254, suturalis, pilosa, concinna p. 255, hifurcata (W.-
Austr.), labiata (Freem.) p. 256, plumbea (S.-Austr.) p. 257; Gor-
ham, Tr. E. S. Lond. 1877.
Hydnocera hamata (Neu-Mexico); Le Conte, Wheeler's Ann.
Rep. Surv. 1876. p. 297; marginata p. 260, Guatemalae (Gu.), flavi-
femoi'ata (!), paUipes p. 261, ruflthorax (Amaz.), virescens, olivacea
(Parana) p. 262; Gorham, Tr. E, S. Lond. 1877.
Tenerus Hüleri (Hagi, Jap.; rufo-testaceus capite thoracisque
margine antico medio nigris elytrorum apice nigro-coeruleo, antennis
tibiis tarsisque sicut et abdomine apice nigris; long. 12 mm); E. v.
Harold, Deutsch. Entom. Zeit. 1877. p. 357; Parr^/anws (Ind. Arch),
siamensis (Siam) p. 402, cruentatus (Laos), ceramensis (C.) p. 403,
javanus (J.), flavicoUis (Laos), cyaneus (ibid.) p. 404, chälybaeus
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 493
(Singapore), Doreyanus (Dorey), Ändamanensis (A, J.) p. 405, fusd-
pennis (Ceram; Amboina), discolor (Ceram; Batchian) p, 406, Min-'
danaonicus (M.), difficüis (Dorey) v. 407, incertiis (Aru), persimilis
(Dorey), apicalis (Ceylon) p. 408, melanurus (Ceylon) p. 409; Gor-
ham, Tr. E. S. Lond. 1877.
Ichnea funesta, suhfasciata p. 410, mitella, disjuncta p. 411,
mimica, Batesimia p. 412, plumhea, incerta p. 413, fumigata, obscura
(Amazon.), impressicolUs (Rio Jan.) p. 414, Fryana (ibid.), nitida
(Amazon.) p. 415; Gorh^im, Tr. E. S. Lond. 1877.
Fy ticerdi flavicollis, coronata (Ega); Gorham, Tr. E. S. Lond.
1877. p. 416.
Pelonium optäbile (Minas Geraes), ruficoTle (Rio Janeiro) p. 419,
semirufimi, Badeni (ibid.), difforme (Sta. Cath.) p. 420, hipunctatum
(ibid.), micans {Bra,s.) p. 421, irroratuni (Amaz.), n'^ews p. 422, picti-
penne (Rio Jan.), confluens (Amaz.) p. 423, maeulosum (Rio Janeiro),
extraneiim (Laos); Gorham, Tr. E. S. Lond. 1877. (Derselbe citiert
ebenda p. 418 eine Arbeit, „Chev(rolat.) Mem. 1876", die ich nicht
habe benutzen können; nach den Anführungen Gorham's ist in der-
selben Tarandocerus n. g. und Pel. semivittatum (= helo-
pioides Gast.) p. 37, centromaculatum p. 40, marginipenne Chevr. nee.
Spin. (= centromac. var.) p. 40 beschrieben.)
Sharp macht ergänzende Bemerkungen zur Gattung Phyma-
tophaea Pascoe, die nach ihm zu den Enopliini und nicht neben
Scrobiger gehört; neu sind Fh. Mlaris (Christchurch), longula (ihid);
E. M. M. XIV. p. 7 f. (Ph. hilaris = Mathesis guttigera Waterh.,
s. oben p. 491 (272); derselbe ebenda p. 39; Ph. electa = Pelonium
pustuliferum WesUo.; Gorham, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 418.)
Corynetes ruficoUis F. und rufipes F. „sollen" auch an
schlecht gelagerte Rohseide gehen; Scboch, Mitth. Schweiz, ent.
Ges. V. p. 426.
Lymexylonidae. Micromalthus (n. g. Lymexylonid.?; corpus
elongatum, caput amplum, oculis rotundatis convexis; prothorax
latior quam longior, postice angustatus, elytra paullo abdomine bre-
viora, substriatae, apice moUia (? an glabra?, smooth engl.), ant.
capite et thorace breviores, fronti ante oculos insertae, art. 1 et 2
rotundatis, 3 parvo, 4 — 10 majoribus, gradatim transversis, ultimo
ovali, quam lOmo non majore, palp. max. art. ult. ovalis, acumi-
natus; labiales similes, sed multo minores; .... tarsi 5-articulati,
art. 1 — 4 aequalibus, non lobatis, 5to praecedentibus simul sumptis
aequus; unguiculi simplices; coxae ant. obliquae, conicae, prominentes,
apice contiguae ; mediae grandes, non contiguae, post. transversae;
abd. segmenta 6 libera) debilis (Detroit, Mich., in Mulm); Le Conte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 613.
Die Larve ist sehr genau beschrieben und, sowie das voll-
494 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
kommene Insekt, vergrössert abgebildet von H. G. H ubbard, ebenda
p. 666 ff.; PI. XV.
Die Larve von Hylecoetus dermestoides ist fleischfres-
send und lebt wahrscheinlich von Bostrychuslarven; Mathie,
Catalogue de l'Expos. univ. 1878 (nach Puton, Bull.Ent. Fr. 1878.
p. CXXVIII).
Ptinidac. Odontosphindus (n. g.; char. generis ut in Sphin-
do, excepto corpus allongatum, glabrum; proth. latera leviter tan-
tum rotundata, 6—7 dentibus instructa; elytra (non striata?) forti-
ter punctata; scrobes sub prothorace ad recipiendas antennas nuUae)
denticolUs (Detroit, Mich.) p. 601; Eury'sphindus (n. g.; differt a
Sphindo: corpus late ovatum, modice convexum, pilis erectis indatum;
proth. antice angustatus, lateribus rotundatis; elytr. leviter impressis,
fortiter punctata; scrobes ad recipiendes antennas profundae; oculi
parvi . . .) hirtiis (ibid.) p. 602; Le Conte, Proc. Am. Phil. See.
XVn. Nr. 101.
F. Wachtl macht die Beschreibung der Metamorphose
und der Lebensweise von Hedobia pubescens Oliv, be-
kannt; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVL p. 709 ff., Taf. XIV.
Fig. 1. Die Larve dieses Käfers lebt in Carpinus, Quercus, nament-
lich aber in der auf letzterer wachsenden Mistel, in deren Holz sie
unregelmässig gewundene cylindrische Gänge nagt, die sie hinter
sich mit feinem Wurmmehl dicht verstopft. Nach dreijährigem Frass
verpuppt sich die Larve am Ende eines Ganges unter der Rinde, in
einer länglich ovalen Höhle, die mit feinem Gespinnst ausgekleidet
wird. Der Käfer erscheint im Juli. Aus der Beschreibung der Larve
ist hervorzuheben, dass Augen fehlen, die Fühler durch eine kreis-
runde Hornplatte vertreten sind, und dass von den 9 Paar Stigmen
das erste knapp am Hinterrande des Prothorax, die übrigen auf der
Mitte der 8 ersten Hinterleibssegmente stehen. — Hinzugefügt ist
eine Zusammenstellung der bisher bekannt gewordenen Nährpflanzen
der 4 europäischen Hedobiaarten : H. pubescens F., imperialis L.,
regalis Duftsch., angustata Brisout.
E. Perris beschreibt die Larve von Ptinus ornatus Muls.
und germanus F. ; Ann. Soc Linn. Lyon. XXIII. p. 90.
Hedobia capucina p. 376; Ptinus Japonicus p. 377; Niptus
Hilleri p. 378; n. A. aus Japan; E. Reitter in der Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877; forticornis (Acarnanien) ; derselbe, ebenda 1878.
p. 94.
Eurostus Kutzschenhachi (Mamudly); Reitter, Verh. Ver.
Brunn. XVI. p. 217. Taf. IV. Fig. 36.
Gibbium Schmidtii (Tacna); Fairmaire, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. LXXXVI.
E. Perris beschreibt (und bildet ab) Larve (und Nymphe)
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 495
von Anobiura denticoUe Panz. p. 68, PL VII. Fig. 254—256, fulvi-
corne Sturm p. 70; Oligomerus brunneus (Oliv.) p. 71; Gastrallus
laevigatus (Oliv.) p. 73 Fig. 257—259; Ptilinus pectinicornis (L.)
p. 76, PI. VIII. Fig. 260—263; Xyletinus oblongulus Muls. p. 79
Fig. 264; Pseudochina torquata Chevr., bubalus Fairm., laevis 111.,
serricornis F. p. 80; Stagetus pellitiis (Chevr.) ; Dorcatoma serra etc.
p. 81 ; Aspidiphorus Lareyniei J.-Duv. p. 82, Fig. 268 — 275, und
giebt zum Schluss eine Bestimmungstabelle der Gattungen, z. Th.
auch der Arten dieser Familie, p. 88 nach den Larven; Ann. Soc.
Linn. Lyon. XXIII.
V. Gredler fand die Larve von Sinoxylon muricatum
F. bei Bozen in jüngeren Zweigen und Stämmchen von Kastanien-
bäumchen, wobei dieselbe „das mehlartig feine Genasche nicht bloss
aus den Gängen schafft, sondern am Ausgange gewissermassen heraus-
pufift, wohl durch den Hinterleib, da sie sich nicht umwenden kön-
nen." Ferdinandeum, (3) XXII. p. 112. Aus dem angegebenen Vor-
kommen und dem Umstände, dass sie auch auf die Rebe übergeht,
empfiehlt sich Holz von Castanea vesca wenig zu Rebpfählen.
Eine neue Bearbeitung der deutschen Angehörigen dieser Fa-
milie von H. V. Kiesenwetter findet sich in Lief. 1 des Bd. V.
der Insekten Deutschlands. I. Abth. Coleoptera; s. oben
p. 405 (187).
Byrrhodes (n. g. Anobiin. Dorcatomae et Caeuocarae affine,
ab ambabus difi'ert elytris striatis, secundo antenn. art. majore et
forma processus metasternalis, qui magnus et latus est) setosus
(Capron); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc XVH. Nr. 101. p. 413.
Sitodrepa defuncta (fossil im Tertiär von Wyoming); Scudder,
Bull. U. S. Geol. Surv. H. p. 82.
Anobium striatum Oliv. Seide zerfressend; Schoch in
den Mitth. Schweiz, ent. Ges. V. p. 426.
A. ovale, deceptum, lignitiim (fossil in den Green River Shales) •
Scudder, Bull. U. S. G. S. IV. p. 762 f.
Xestobium SM&mcai^wm (Mikwena); Reitter, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 219.
Ptilinus fissicolUs (Ungarn); Reitter, Verh. naturf. Ver.
Brunn. XV. 1. p. 24, marmoratus (Japan); derselbe, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 379; piinctato-striatus (S&mara,); Faust, Bull, Soc.
Imp. Nat. Moscou. LH. 3. p. 35.
Nicobium Schneiden (Aksu); Reitter, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 218. Taf. IV. Fig. 37, fasciculare (Japan); derselbe,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 378.
Ozognathus floridanus (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 408.
Lasioderraa pidveriüenta (Japan); Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 379.
496 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Xyletinus lugubris (Marquette, Mich.), puhescens (Bosque Coy.,
Texas); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. lOl. p. 612 f.
Hemiptychus debilis, similis, äbbreviatus p. 408, auctus p. 409
(Florida); derselbe ebenda.
Dorcatoma tristriatum (Texas), granum (Florida) p. 411; Ca-
torama punctulata, holosericea, minuta (Florida) p. 409, frontalis
(Sta. Barbara), sectans (Texas), obsoleta (Südcalifornien) p. 410; Le
Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101.
Eupactus m^^'coZa (Florida); Schwarz, ebenda p. 365.
Mesocoelopus longiusculus (Japan); Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitsch. 1877. p. 380.
Caenocara rw^farses (Japan) ; Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 90, lateralis (Florida), intermedia (Carolina) p. 411, cali-
fornica (Cal.) p. 412; Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101.
Bostrychidae. G. H. Hörn giebt eine Revision of the Spe-
cies of the Sub-family Bostrychidae of the United States;
Proc. Am. Phil. Soc. XVU. Nr. 101. p. 450 ff. — Die Eintheilung, die
Hörn in dieser Abtheilung annimmt, ist dieselbe, wie Le Conte sie in
seiner Klassifikation der Coleopteren von Nordamerika vorgeschlagen
hatte, nämlich in die drei Tribus Endecatominimit der einzigen Gattung
Endecatoma, Bostrichini mit den Gattungen Sinoxylon, Tetraprio-
cera n. g., Bostrichus, Amphicerus, Dinoderus, Psoini mit Polycaon
und Psoa. In Nordamerika sind die Endecatomini mit 2, Bo-
strichini mit 26, Psoini mit 8 Arten vertreten, von denen folgende
neu sind: Sinoxylon texanum (Texas), dinodero'ides (Arizona) p. 543,
bidentatum (Nebraska), suturale (Sauzalito) p. 544; Tetrapriocera
(n. g., statura Sinoxyli; antennae 11-articulatae, articulis 3—7 bre-
vissimis, simul sumtis primo aequalibus, art. 4 ultimis magnis)
Schwarsi (Capron) p. 545; Bostrichus californicus (Californien) p. 546;
Amphicerus teres (ibid.) p. 548; Dinoderus truncatus (Calif.), hrevis
(Neu-Orleans) p. 550.
E. Perris berichtigt bei Erwähnung der in Castanea vesca
lebenden Larven von Apate varia 111., Sinoxylon sexdentatum (Oliv.);
Xylopertha sinuata (F.) zwei bei der früheren Beschreibung ge-
machte Angaben. Die Larven von Apate haben keine 3-, sondern
nur 2gliederige Lippentaster; der Irrthum war durch die Erhebung
der Lippe selbst, auf der die Taster sitzen, veranlasst worden ; ferner
befindet sich allerdings das erste Stigmenpaar am Prothorax, aber
nicht in der Mitte, sondern dem hinteren Rande genähert, in einer
seitlichen Vertiefung. Ann. Soc, Linn. Lyon. XXIIL p. 57 f.
üeber die deutschen Arten der Anobiaden - Gattung Psoa
Herbst handelt Kraatz in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p. 197 f. und führt aus, dass die verschiedene Punktierung des
Hinterleibes kein Art-, sondern ein Geschlechts-Kennzeichen ist
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 497
(2 glatt, glänzend, ^ dicht punktiert, mit messinggelbem, seiden-
artigem Ueberzuge bedeckt) ; das ^^ der Ps. dubia ist von Küster,
Käfer Eur. IX. 45, als P. Herbstii beschrieben, und auch v. Kiesen-
wetter führt es unter diesem Namen in Heft I, Bd. V, der Naturg.
d. Insect. Deut sohl. (s. oben p. 405 (187)) auf.
Die Larve von Lyctus canaliculatus F. hat die grösste
Aehnlichkeit mit der von Apate und ist nebst Nymphe beschrieben
und in einzelnen Theilen vergrössert abgebildet von E. Perris in
den Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII. p. 60, PI. VII. Fig. 247. 250.
Gioidae. Die deutschen Arten dieser Familie finden eine er-
neute Bearbeitung von H. v. Kiesenwetter in der 1. Lief. V. Bd.
der Insekten Deutschlands, Coleoptera p. 109 — 200; Nach-
träge und Ergänzungen, resp. Berichtigungen zu dieser Be-
arbeitung bringt E. Reitter in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p. 21 ff.
Derselbe stellt auf Macrocis n. g. für M. taurus (Mexico)
und diäbolicus, bison (Columbien); Mitth. Münch. 1878. p. 34 ff.
Xylographus Ceylonicus; Ancey, Pet. Nouv. II. p. 85.
Rhopalodontus popuK (St. Germain- en-Laye); Bris out, Bull.
Ent. Fr. 1878. p. LXIII, Perrini (Tschattag); Reitter, Verh. Ver.
Brunn, XVI. p. 221.
Cis coluber, Larve beschrieben und abgebildet von E. Perris
in den Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII. p. 63. PI. VII. Fig. 251—253.
C. hieroglyphicus p. 380, ornatus, bifasciatus p. 381 (Japan); E.
Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877; buhalus (Mexico) p. 32, Bi-
limelci (ibid.), SteinheiU (Columbien) p. 33, nasicornis (ibid.) p. 34;
derselbe, Mitth. Münch. 1878.
Ennearthrum opaculum (Ungarn und Beskiden); E. Reitter,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 25; japonum (Jap.); derselbe,
Mitth. Münch. 1878. p. 36.
Ceracis bison (Cuba); Reitter, Mitth. Münch. 1878. p. 37.
Tenebrionidae. E. Perris beschreibt in den Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXIII. die Larve von Tentyria interrupta Latr. p. 93, mucro-
nata Steven p. 95; Asida Corsica Gast. p. 96, Jurinei Sol. p. 97;
Pimelia Sardea Sol. p. 98, bipunctata F.; Crypticus quisquilius (L.)
p. 99; Olocrates gibbus (F.) p. 101; Heliopates Ibericus Muls. ; Sino-
rus Colliardi Fairm. p. 103; Microzoum tibiale (F.) p. 104; Uloma
culinaris (L.) p. 105; Pbaleria cadaverinus (F.) p. 109. PI. VIII.
Fig. 277, hemisphaerica Küster p. 112 Fig. 278; Bolitophagus reti-
culatus (L.) p. 113, Fig. 279— 287, armatus (P.) p. 116 Fig. 288— 289;
Platydema violacea (F.) p. 118, Fig. 290—296; Hoplocephala hae-
morrhoidalis (F.) p. 120, Fig. 297—299; Pentaphyllus testaceus
(Hellw.) p. 121 Fig. 300—303; Lyphia ficicola Muls. p. 123, Fig.
303—309; Hypophloeus castaneus F. p. 125, fasciatus F. p. 127;
498 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Tenebrio opacus Duftsch. ; Helops caeruleus p. 130, PI. IX. Fig. 310,
assimilis Küster p. 132, pellucidus Muls. p. 133.
Naturh. Tidskr. XI enthält den Niende Bidrag von Udgiveren's
de Metamorphosi Eleutheratorum Observationes; auf Taf. V — X
(73 — 78) sind zumeist die Mundtheile, Beine und Aftersegment fol-
gender Larven dargestellt: Pimelia inflata; Acis reflexa; Blaps simi-
lis; Scaurus atratus; Crypticus quisquilius ; Heliopates gibbus; Ho-
patrum sabulosum; Bolitophagus reticulatus, agricola, armatus; Dia-
peris boleti; Platydema violaceum; Scaphidema aeneum; Phylethus
quadripustulatus; Pentaphyllus testaceus; Hypophloeus bicolor; Pa-
lorus depressus; Tribolium ferrugineum. *
Haag-Rutenberg giebt Diagnosen neuer Hetero-
merenaus dem Museum Godeffroy, Verh. Ver. naturw. Unterh.
Hamburg (1876) III. Bd. p. 97 ff. und deren ausführliche Beschrei-
bung nebst Abbildung im Journ. d. Mus. Godeffroy. XIV. Taf. 7.
Zophosini. Zophosis Pfeifen; Gr edler, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVH. p. 513.
Erodiini. Erodius Tliiebaultii (Tougourt); Fairmaire,
Pet. Nouv. IL p. 141.
Arthrodeis araUcus (Djedda, Arab.); 0. v. Kirchsberg,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 204.
Amnodeis Wagneri, nitidus (Algier, Aegypten); Chevrolat,
Pet. Nouv. IL p. 113.
Adesmiini. Adesmia maroccana (Marocco); Haag-Ruten-
berg, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 283; Cursor (Mascara), Meso-
potamica, suhserrata, semigldbra {Syrien); Chevrolat, Pet. Nouv. IL
p. 113; physosterm'ides (Cap) p. 87, (Macropoda) foveicolUs (Zanzibar)
p. 88; Haag -Rutenberg, Mitth. Münch. 1878.
Stenocara hrunnipes (Wallfisch-B., S. W. Afr.); Haag- Ruten-
berg, D. E. Z. 1877, p. 284; aJbicolUs (N'Gami) p. 89, Irevicollis
(Orlog R.) p. 90; derselbe, Mitth. Münch. 1878.
Tentyriini. Colposcelis quadricollis (Kuldsha); Ballion,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 297; indica, laticollis (Bom-
bay); Schau fuss, Nunq. Ot. IL p. 411.
Calyptopsis Morawitsi (Gotschai See; durch seine fast gleich-
breite Gestalt und die kurzen, stumpf abgerundeten Flügeldecken
ausgezeichnet); Faust, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LH. 3. p. 37.
Scythis grmilis p. 298, affinis p. 299, intermedius p. 300, n.
A. von Kuldsha; Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1.
Rhyti(do)nota Baudii (Chartum); Gr edler, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVIL p. 514; CecJiii, Martinii (Scioa); Gestro, Ann.
Mus. Civ. Gen. XIH. p. 319 f.
lieber Apolites blaptoides Kinderm. und mucoreus s. Allard,
Nouv. et Faits. Nr. 25. (1876) p. CH.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 499
Mesostena gracilis (Chartum, Gondocoro); Gredler, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 514; poUtipennis (Tougourt); Fair-
maire, Pet. Nouv. II. p. 141.
Oxycara aethiopum (Chartum); Gredler, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVII. p. 515.
Evaniosomus piceo-fuscus (Pisa); Fairmaire, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXXXVII.
Epitragini. Haag-Rutenberg liefert eine Revision der
Gattung Himatismus Er.; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 273 flf.
Derselben sind einige Bemerkungen über die Selbständigkeit der
Epitragiden und Tentyriiden vorausgeschickt und Haag gesteht ein,
dass das einzige und constanteste Merkmal der Besitz von ünterflügeln
ist, der die Epitragiden vor den Tentyriiden auszeichnet, obwohl
auch dieses Merkmal ein in der Systematik sehr geringfügiges ist, und
somit beide Gruppen einst wohl in eine werden zu vereinigen sein. Be-
denklich scheint es mir aber, dass der Autor nicht im Stande ist,
eine Gattungsdiagnose zu liefern, weil ,,bei dieser Gattung kaum ein
Körpertheil vorhanden ist, der bei den verschiedenen Arten konstant
bliebe". Gegen die 13 Arten, die von dieser Gattung 1870 bekannt
waren, sind deren jetzt 25 entdeckt, von denen folgende hier zum
ersten Mal beschrieben werden: H. ocularis (Bogos?Afr., ..-)?• 276,
incompletus (Bogos, Fazogl, Ansaba) p. 277, mdicus [Indien; Cochin-
China) p. 278, Antilope (Hopetown) p. 279, striato-pimctatus (Cap-
land) p. 280, Mülleri (Sansibar) p. 281, Heydeni (Senaar), emargina-
tus (Hopetown) p. 282,
H, quadraticollis (Guinea) p. 77, Haroldi (ibid.) p. 78, maxil-
losus (Orlog-River) p. 79; derselbe, Mitth. Münch. 1878.
Cryptocliilini. Cryptochile w/Zaia(Cap); Haag-Rutenberg,
Mitth. Münch. 1878. p. 82.
Horatoma irregidaris (Cap); Haag-Rutenberg, Mitth. Münch.
1878. p. 84.
Pachynotelus Uneatus (Africa?); Haag-Rutenberg, Mitth.
Münch. 1878. p. 85.
Epipagus luridus (Benguela); Haag-Rutenberg, Mitth.
Münch, 1878. p. 86.
Adelostomini. Eurychora Haägi (Sansibar); v, Harold,
Monatsber. k. pr. Akad. Wiss. Berlin. 1878. p. 221.
Acestus similis (Orlog-Riv.); Haag-Rutenberg, Mitth.
Münch. 1878. p. 81.
Peristeptus scutellaris (?); Haag-Rutenberg, Mitth. Münch.
1878. p. 80.
Adelostoma paraUelum (Kleinasien, Syrien), ovalipenne (Cara-
manien), scabnim (Dalmatien); Chevrolat, Pet. Nouv. II. p. 117,
500 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
118; curtum (Africa?); Haag-Rutenberg, Mittheil. München.
1878. p. 82.
Stenosis impunctipennis (Tripoli, Constantine) ; Chevrolat,
Pet. Nouv. II. p. 118.
Äkisini. Akis Hey deni {M&rocoo); Haag-Rutenberg, Ent.
Monatsbl. I. p. 78.
Akis punctata mit verzweigtem Fühler ; Bull. Ent. Ital. IX.p.221.
Scaurinl Scaurus Kraatsi (Marocco); Haag-Rutenberg,
Ent. Monatsbl. I. p. 10 (= maroccanus tairm.; ebenda p. 76).
Ammophorus Gooksoni (relativ breiter als der sonst ähnliche
A. obscurus Waterh.; Charles Isl., Galap.); G. 0. Waterhouse,
Proc. Zool. Soc. London. 1877. p. 80.
BJaptini. Blaps transversim-sulcata p. 301, multistriata
p. 302, quadricoUis p. 304; n. A. von Kuldsha; Ballion, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou. LIH. 1 ; Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 119.
Prosodes granulosa p. 307, similis p. 309, costipennis p. 312,
deplanata p. 314, dubia, lucida p. 316, n. A. von Kuldsha; Ballion,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1.
Äsidini. Asida sabulosa neuerdings bei Bonn aufgefunden;
Bertkau, Verh, Naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf. 1877. p. 277.
Burmeister hält seinen Cardiogenius subcostatus (= cica-
triosus Fairm.) für verschieden von C. cicatricosus Sol. (vgl. d. Ber.
1876. p. 413 (205)); Stett. Ent. Zeit. 1877. p. 68.
Nycteliini. Burmeister macht einen Nachtrag zur
Gattung Nyctelia, in dem er zunächst seinen Irrthum, N. Fitzroy i
Curt. sei = N. Darwini Waterh., berichtigt und drei weitere Arten
• aufführt, N. laevis Waterh., porcata und laticauda vom östlichen
Fusse der Cordilleren Patagoniens, aus der Umgegend des Sees von
Nahuel Huapi; Stett. Ent. Zeit. 1877. p. 69, 70.
Pimeliini. Platyope Regeli (Kuldsha); Bai Hon, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 318.
Thriptera Kraatsi (Arabien); Haag-Ruten berg, Ent. Mo-
natsbl. L p. 75.
Gedeon äbyssinicum; Haag, Ent. Monatsbl. I. p. 75; Borrei
(Mesopot.); derselbe, Mitth. Münch. 1878. p. 91.
Pimelia Hüdehrandti (Sansibar); v. Harold, Monatsber. kgl.
pr. Akad. Wiss. Berlin. 1878. p. 221 ; semi-asperula (Constantine),
serie-perlata (Tiaret); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 148. p. 38; bdl-
canica; Kirchsberg, Ent. Monatsbl, I. p. 30.
Molurini. Moluris Gredleri (Gondocoro); G redler, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVH. p. 515.
Psammodes Steinheili (Cap) ; Haag-Rutenberg, Mitth. Münch.
1878. p. 91; infernalis, punctipennis, ruftpes, glabratus, muata (I),
subaeneus (Innerafr.); v. Harold ebenda p. 106.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 501
Trachynotus intermedius (Natal) p. 92, Iloffmmmi (Cap) p. 93,
variegatiis (Natal) p. 94; Haag-Rutenberg, Mitth, Münch. 1878.
Sepidium crassicaudatum (Somali); Gestro, Ann. Mus. Civ.
Gen. XIII. p. 320.
Vieta Mülingenii (Djedda, Arab., V. costatae All. affinis); 0.
V. Kirchsberg, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 203.
Fhysogasterini. Haag-Rutenberg stellt auf jE'c^ro^o^) ms
n. g. Physogasteridum (Thylacoderi affine, praesertim prosterno
antice non producto, partes oris non obtegente, postice minus elon-
gato, non in mesosternum se fulciente distinctum) für eine Art (strigi-
cöUis) von Cordova; Gattung und Art unter allen Physogasteriden
an dem breiten, nach vorn stark verengten, mit spitzen Vorderecken
versehenen, dicht gestrichelten Thorax zu erkennen; Stett. Ent.
Zeit. 1877. p. 129 f.
Praocini. Nach Haag-Rutenberg ist die von Bur-
meister als Platesthes depressus Guer. angesehene Art (Stett. Ent.
Zeit. 1875. p. 498) nicht diese, mit der wiederum P. silphoides Wat.
synonym ist, sondern eine neue, die vor allem viel schlanker und
schmäler ist, ein verhältnissmässig breiteres, mattes, dicht punktier-
tes Halsschild, etwas weniger platte Flügeldecken hat, u. s. w.; die-
selbe ist P. Bwmeisteri genannt, und findet sich am Rio Sa. Cruz
häufig unter trockenem Mist. Stett. Ent. Zeit. 1877. p. 155 f.
Coniontini. Crypticus ovalis (Kuldsha; Cr. quisquilio L.
valde affinis, multo latior et aliter sculpturatus); Ballion, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 321; däctylipennis (Algier) p. 381,
Zuberi (Sarepta) p. 382; Marseul, L'Abeille. 1876. 4me livr.
Pedinini. Platyscelis sulcata p. 322, ovata p. 324, Begeli
p. 326, ohlonga p. 327, ovälis p. 329, tibialis p. 331, n. A. von
Kuldsha; Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1.
Dendarus (Pandarinus) armeniacus] Baudi, Bull. Ent. It. IX.
p. 140.
Blapstinus /"orfts, opacus, estriatus (Florida,); Le Conte, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 420.
Hopatrini. Anomalipus asperulatus (lnjiera.fr,); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 107.
Caedius chrysomelinus (Ober-Aegypten); Costa, Atti Acc. Sc.
fis. e math. Napoli 1875.
Hopatrum asperidorsum (Corsica); Fairmaire, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LVI.
Gonocephalum sexuale Mars. = recticoUe Motsch.; Harold,
Pet. Nouv. II. p. 85.
Phylax oxyholmus (Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 148.
p. 38.
Microzoum dentipes (Kuldsha und Chodshent); Ballion, Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. p. 332.
502 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Trachyscelini. Trachy scelis anisotomoides (Bou - Säada) ;
Fairmaire, Pet. Nouv. Nr. 148. p. 38.
Fholeria. pimcUpes (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil. So c.
XVII. Nr. 101. p. 421.
P. Hilgendorfi (Hakodate, Jap,); v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 76; fimbriata Dej. (Cap), p. CCXLVII, senegalensis
(Sen.), phalerata (Mozamb.), subparallela (Peru), angustata (St. Do-
mingo) p. CCXLVIII, Pilatei (Yucatan) p. CCXLIX; Chevrolat,
C. R. Ent. Beig. 1878.
Choerodes concolor (Otago); Sharp, E. M. M. XV. p. 81.
Diaperini. Für die Benutzung der Diagnoses de Dia-
perides par A. Chevrolat, Pet. Nouv. II, ist es sehr ungünstig,
dass die Arten derselben Gattung nicht im Zusammenhang aufge-
führt werden.
Ischnodactylus (n. g.) quadri-oculatus (Java); Chevrolat,
Pet. Nouv. II. p. 173 und 178; Histeropsis n. g. für Platyd. sub-
costatum, Americanum etc. p. 221, und die neuen: H, dermestoides
(Viti), ruhro-marginatus (Sarrow), semi-nitens (Celebes), pugnax (Zan-
zibar) p. 242.
Enneboeus (n. g. prope Platydema; antennae ut in Hetero-
phyllo) ovalis (Tasmanien); Water house, Tr. E. S. Lond. 1878.
p. 229.
Basanus (Dej.)JavawMsp. CLI; Tetragonomenes (n.g. prope
Ceropriam) semiviridis (Moluccen) p. CLII; Chevrolat, C. R. Ent.
Belg. 1878.
Histeropsis qiiadrispilotus (Singap.), hydroporoides (Ega), Gal-
liope (Gilolo); Chevrolat, C. R. Ent. Belg. 1878. p. CXLIX f.
Hapsida aeneo-micans (Mexico); Chevrolat, Pet. Nouv. II.
p. 173.
Euoplus quadricornis (Batum); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1878. p. XXXVIIl.
Ischnodactylus Batesi (Sumatra); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXXXVIII.
Liodema inscriptum (Dej.; Mexico); Chevrolat a. a. 0.
p. 222.
Hoplocephala jant(h)inipennis (Neu-HoU.), aterrima (Madag.),
semistriata (Seneg.), capreola (Ceylon), dytiscotdes (Venezuela), sangui-
nipennis (Indien), indica (I.), flavicornis (Cuba) p. 170, Celeba (Ce-
lebes) p. 177, crassicornis (Taiti) p. 178, cavifrons (Brasilien) p. 209,
ephippiata (Neu-Granada), vitula (Brasil.) p. 214; Chevrolat, Pet.
Nouv. II; oblonga (Parahyba), lutea (Venezuela); derselbe, C. R.
Ent. Belg. 1878. p. XCVII.
Diaperis ceylonica (C), suturalis (Mexico); Chevrolat, Pet.
Nouv. II. p. 170.
Scaphidema phalacro'ides (scr. — dos; Venezuela), nitidmi
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 503
(Yucatan); Chevrolat, Pet. Nouv. II. p. 176; irradians (Cayenne;
= Hoploc. irr. Cat. Dej.), tergo-cinctum, proximum (Mexico) p. 178.
Platydema crmatum (Florida); Le Lonte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 422.
P. musiva (Nagasaki); v. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 78; caesifrons (Aegypten); Marseul, Nouv. et Faits. 1876.
Nr. 10. p. 38; punctatostriatum (Cuba), basicorne (ibid.), flexuosum
(ibid.), rubidum (Chili), agile (Cat. Dej., Mexico) p. 178; bisignatum
(Neu-Carth.), sexpunctatum (Bogota), cryptopterum (Neu-Granada)
p. 181, cruciatum (Bogota), serripes (Neu-Granada), capitosum (ibid.),
opacum (Bogota), temiicorne (Venezuela) p. 182, luna, angulatum,
sobrinum, rotundatum, ferrugineum, ventrale, moniUcorne, ornatum
(Mexico) p. 186, sexmaculatum, sexnotatum, fasciato-colle (!), undatum
(?), dimidiatum p. 194, versicolor, elegans p. 195, apicicorne (Bras.),
ornatum (Amaz.), rubropictum (Cayenne), marginale (Bras.), illegiti-
mum (?), melanocephalum (Madag.) p. 209, setipes (Cap), tarsale
(Ceylon), (tuberculatum ^), fraternum (Bogota) p. 210, piciventre
(Neu-Granada), bi-impressum p. 214, nigrofasciatum (Mexico) p. 215,
unicolor (Ceylon), fuscicorne, reflexum (Malacca), bifasciatum (Dorey),
filicorne (Jamaica) p. 222, convexifrons (Zanzibar) p. 243; Che-
vrolat, Pet. Nouv. II; pugionatum, flavipalpe, erytJiropum (!) p.
XCVIII, rufipes, obliquemacula, palUdicorne, submaculatum p. XCIX,
hamatifenim , ramulosum (Bras.) p. C, Minarum (Min. Geraes)
p. CXLVII, zona, tibiale, octopunctatum, nigrifrons (Ega), multi-
maculatum (Para) p. CXLVIII, 16-maculatum (ibid.), Ib-maculatum
(Chontales) p. CXLIX; derselbe, C R. Ent. Belg. 1878.
Cosmonota sex-vittata, ruhripennis (Brasilien), nigripes (Mexico),
geminata, grammica (ibid.); Chevrolat, Pet. Nouv. II. p. 173 (die
beiden letzten Arten eher Hapsida p. 178); C. corallipes (Brasilien)
p. XCVII, (?) melanocera (ibid.) p. XCVIII; derselbe, CR. Ent.
Belg. 1878.
Ceropria bifasciata (Bombay), axillaris (Moluccen), metallica
(Neu-Guinea), insignis (Batchian) p. CL, (?) Iris (Moluccen) p. CLI;
Chevrolat, C. R. Ent. Belg. 1878.
Hemicera zigzaga Mars, wahrscheinlich ein Tetraphyllus und
vielleicht T. Latreillei Cast.; Harold, Pet. Nouv. II. p. 85.
Ulomini. Lyphia tetraphylla -aus einer von Eberswalde
stammenden Galle des Cynips KoUari erzogen; Rudow, GiebePs
Zeitschr. (3. F.) III. p. 242.
Uloma cyprius (Cypern); A 11 a r d , L'Abeille XIV. Descr. d'espec.
nouv. p. 21; cypriotes (ibid.); Marseul, Nouv. et Faits. 1876. Nr.
10. p. 40; multicornis (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 279.
Cataphronetis tenuis (Yeddah), apicilaevis (Port Said); Mar-
seul, Nouv. et Faits. 1870. Nr. 9. p. 36.
Peltoides politus (Murray i. 1. ; Old Calab.), reflexus (Isabai),
504 Bert kau: Bericht üb. d. wissenscbaftl. Leistungen
gyrinoides (Bras.), elongatus (Venezuela); Chevrolat, Pet. Nouv. II.
p. 237.
Hypophloeus gläber (Tampa), piliger (Florida) p. 422, suh-
striatus (Oregon), opacuhis (Californien) p. 423, tenuis (Massachusetts)
p. 424; Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
Corticeus Hopffgarteni (Biharer Comitat); Reitter, Verh.
naturf. Ver. Brunn. XV. 1. p. 26. Taf. I. Fig. 8; (wahrscheinlich ==
versipellis Baudi; ebenda 1878. p. 96).
C. mexicanus (Mexico), cylindricus (Columbien) ; derselbe,
Verh. Zool. Bot. Ges. V^ien. XXVII. p. 191 f.
Helaeini. Ädelodemus n. g. für Cestrinus squalidus Macleay;
Haag-Rutenberg, Verh. Ver. naturw. Unterh. Hamb. III. p. 100
und Journ. Mus. Godefifr. XIV. Fig. 7. Taf. 6. (Die an ersterem
Ort angeführte Art, A. asperulus Haag, ist synonym mit der Mac-
leay'schen.)
Daedrosis p«/^maea (Sydney); Haag-Rutenberg, Verh. Ver.
naturw. Unterh. Hamb. III. p. 103 und Journ. Mus. God. XIV. p. 15.
Taf. 7. Fig. 17.
Cardiothorax simulans (Rockhampton), connexus (Cap York);
Haag- Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p. 102
und Journ. Mus. God. XIV. p. 13 f. Taf. 7. Fig. 14, 15.
Pterelaeus Ovulum (Gayndah) ; Haag-Rutenberg, Verh. Ver.
nat. Unterh. Hamb. III, p. 97 und Journ. Mus. God. XIV.
Saragus Zwn^MS (Neu-Süd-Wales ; Queensl.), reticülatus {EndeB.-
vour River); Haag-Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb.
III. p. 97 f. und Journ. Mus. God. XIV. p. 2. Taf. 7. Fig. 2.
Saragodinus Batesi (Port Denison); Haag- Rutenberg,
Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p. 98 und Journ. Mus. God.
XIV. p. 3. Taf. 7. Fig. 4.
Cilibe Huttoni (Otago); Sharp, E. M. M. XV. p. 51.
'NyctozoilüB Daemeli (PeakDowns); Haag-Rutenber^, Verh.
Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p. 98 und Journ. Mus. God. XIV. p. 3.
Taf. 7. Fig. 3. a. a. 0. p. 4.
Hypocililibe impunctata (Peak Downs); Haag-Rutenberg,
Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p. 98 und Journ. Mus. God.
XIV. p. 4. Taf. 7. Fig. 5.
Ebenda p. 99 ff. und 5 ff. giebt derselbe eine analytische
Tabelle der 7 ihm bekannten Arten der Gattung Onosterrhus,
von denen vagepunctatus (Queensland) und laevipennis (Australien),
neu sind.
Styrus Batesi (= St. elongatulus Bates nee (Nyctozoilus
elong.) Mac Leay); Haag-Rutenberg, Journ. Mus. God. XIV.
p. 3 Anm.
Tenebrionini, Dolichoderus atro-aeneus; Nycteropus laevi-
eternus (Madagascar); Fairmaire, Pet. Nouv. H. p. 137.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 505
Nyctobates JDavidis (China); Fairmaire, Ann. See. Ent. Fr.
1878. p. 119.
Schedarosus (n. g.); Reitter, Col. Hefte. XV. p. 43, wird
in den Mitth. Münch. 1877. p. 8 als identisch mit Sitophagus Muls.
erkannt; neue Arten der letzteren Gattung sind S. turciciis (Balkan)
p. 8, castaneus (Mexico) p. 9, cavifrons (Venezuela) p. 10.
Menephilus coeruleseens (Cap York) ; Haag-Rutenberg, Verh.
Ver. nat. Unterh. Hamb. HI. p. 100 und Journ. Mus. God. XIV.
p. 8. Taf. 7. Fig. 7.
Heterotarsini. Dignamptus (n. g. Stenochiae simile)
stenochinus, langurinus (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVn. Nr. 101. p. 421.
Pycnocerini. Odontopus regalis (Innerafr.); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 107.
Pycnocerus exaratus (Innerafr.) ; v. H a r o 1 d , Mitth. Münch.
1878. p. 107.
Cyphaleini. Maerodes n.g. inter Anausim et Lygestiram ;
Type: Prophanes Westwoodi Mac Leay p. 72; Crypsis n. g. prope
Chartopterygem ; Type: C. vidaceipennis (Laos) p. 74; Waterhouse,
E. M. M. XIV.
Laonicus (n. g. prope Platyphanera) pilosus, Daemeli (Cap
York); Haag-Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. HI.
p. 100 f. und Journ. Mus. God. XIV. p. 10. Taf. 7. Fig. 10.
Trisilius (n. g.) femoralis (Gayndah); Haag-Rutenberg,
Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p, 101 und Journ. Mus. God. XIV.
p. 13. Taf. 7. Fig. 12.
Nach C. 0. Waterhouse gehört die Gattung Hades Thoms.
nicht zu den Niolionini, sondern in vorstehende Gruppe, in die
Nachbarschaft der Gattung Chartopteryx. Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) II. p. 495. Eine verwandte neue Gattung ist Crypsis;
derselbe, Ent. Monthl. Mag. 1877. XIV. p. 73; s. oben.
Cyphaleus aereus (Brisbane); Waterhouse, E. M. M. XIV.
p. 72; Schmeltzi (Rockhampton); Haag-Rutenberg, Verh. Ver.
naturw. Unterh. Hamb. III. p. 101 und Journ. Mus. God. XIV. p. 11.
Taf. 7. Fig. 10.
Artactes guUifer, lepidus (Java); Waterhouse, E. M. M.
XIV. p. 73.
Platyphanes (?) Godeffroyi (Gayndah); Haag-Rutenberg,
Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p. 100 und Journ. Mus. God.
XIV. p. 9. Taf. 7. Fig. 8.
Prophanes fnco?or (Gayndah); Haag-Rutenberg, Verh. Ver.
naturw. Unterh. Hamb. III. p. 101 und Journ. Mus. God. XIV. p. 11.
Taf. 7. Fig. 7.
Lygestira lata (O.-Austr.) ; Waterhouse, E. M. M. XIV. p. 72.
Cnodalonini. Porphyrhyha n. g. Tetraphyllis valde pro-
506 Bert kau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
ximum; Type: P. violaceicolor (Madagascar) ; Fairmaire, Pet.
Nouv. II. p. 137.
Ischyomius{n. g.prope Acropteron) singularis (Neu-Granada);
Chevrolat, Mitth. Müncb. 1878. p. 98.
Cyrtosoma denticolle (Guatemala), melanarium Dej. (Neu-Gr.),
cupripenne, Bogotanum (ibid.), cruentatum Dej. (Cayenne), columUnum
Dej. p. 273, rufipes (ibid.), picipenne (Bras.) p. 274 u. 281; Che-
vrolat, Pet. Nouv. II.
Tetraphyllus oblong o-camelus, pyropterus; Camaria parvicollis,
ohscurina (Madagascar); Fairmaire, ebenda p. 137.
Helopini. Revision des Helopides vrais de Lacor-
daire, par M. E. Allard, L'Abeille XIV. und Mitth. Schweiz, ent.
Ges. V. p. 13 ff. Der Verfasser giebt zunächst eine synoptische Be-
stimmungstabelle der Gattungen und Arten dieser vierten der 5
Lacordaire'schen Abtheilungen der Helopiden, und lässt darauf die
ausführlichere Gattungs- und Artbeschreibung folgen. Als neue
Arten werden unterschieden: Entomogonus Haaglii (wohl Haagi;
bisher mit E. Barthelemyi verwechselt, von Kairo und Syrien) p. 68
Fausti (Mesopotamien) p. 255; Helops micantipennis (Portugal; bereits
in der Abeille 1876. p. 55 beschrieben) p. 75, cyanipes (Beirut) p. 256,
fusiformis (Türkei) p. 76, myops (Bitlis, schon 1876 in der Abeille
auf p. 50) p. 81, ohesus (Kabylien, Abeille 1876 p. 32) p. 83, gra-
nulatus (Portugal; Abeille p. 32) p. 84, Graius (Salonichi; Ab. p. 34)
p. 85, rufipes (Türkei ; Abeille p. 33) p. 86, vicinus (Caucasus, Abeille
p. 34) p. 91, Ädimonius (Anatolien; Abeille p. 35) p. 92, granipennis
(Türkei; Abeille p. 51) p. 93, dorsalis (Kisyl-Aole ?) p. 97, Nalassus
(scr. Helops) Pharnaces (Südrussland; Ab. p. 41) p. 101; Xanthomus
Tingitanus (Tanger) p. 116, clavicornis (Kurdistan) p. 118, Heydeni
(Algesiras; Abeille p. 42) p. 121, ompennis (P. Scropha, Mittelm.)
p. 123; Coscinoptilix (n. g.) graciUcornis (Orizaba; Ab. p. 52)
p. 127; Stenomax (n. g. für Hei. lanipes, incurvus, piceus und)
incuUus (Külek) p. 132, Douei (Caucasus; Ab. p. 39) p. 137, recti-
colUs (Armenien; Ab. p. 53) p. 138, pulcher (Transcaucasien) p. 256,
intricatus (Bulgar.) p. 257, lineatus (Astrabad) p. 259, planivittis
(Trebisonde; Ab. p. 39) p. 145, crenato-striatus (ibid. und Patras)
p. 146, Sareptanus (Sarepta; Ab. p. 53) p. 147, Bosphoranus (rich-
tiger wohl Bosporanus ; Constantinopel ; Ab. p. 56) p. 149; Nesotes
(n. g. für asper, conformis, Gomerensis, viridicoUis . . . und) oeci-
dentalis (Jamaica) p. 167; Diastixus (n. g.) tlialassinus (Algier)
p. 181, sumptuosus (Mexico; Ab. p. 57) p. 184; Catomus persicus
(Persien; Ab. p. 30) p. 185, obsoletus (Oran; Ab. p. 30) p. 187, por-
catus (Neu-Seeland) p. 260, politicolUs (Palästina; Ab. p. 31) p. 189,
pilosus (Oran; Ab. p. 48) p. 191, puber (Algier; Ab. p. 50) p. 192,
Henoni (Constantine ; Ab. p. 49) p. 193, flavus (Albanien; Ab. p. 28)
p. 198, semiruber (Persien; Ab. p. 29) p, 201; Baiboscelis (n. g.)
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 507
obliteraUts (Griechenl.; Ab. p. 56) p. 206, Cyprius (Ab. p. 44) p. 207;
Odocnemis (Odontocnemis ?) praelongiis (Syrien; = Od. caudatus
All Abeille 1876. p. 36) p. 211, clarus (ibid.; Ab. p. 37) p. 212,
punctatus (Jerusalem; Ab. p. 38) p. 214; Cylindrinotus Batesi (Kur-
distan; Ab. p. 38) p. 216, flavipes (Caucasus) p. 219;' Nephodes Cor-
sicus p. 222; Hedyphanes lutosus (Kleinasien) p. 229; Parablops
Sardiniensis p. 261; Euboeus viridis (Caucasus) p. 234; Tarpela
atra (Puebla; Ab. p. 46) p. 237, Uspidula (Mexico; Ab. p. 47) p. 238,
catenulata (Australien), aerifera ^Mexico; Ab. p. 47) p. 239, inanis
(Mexico) p. 262, cupreo-viridis (Chontales) p. 240, cisteliformis (Mexico)
p. 241; (subg.) Lamperos (All.) japouicus All., Abeille 1876. p, 46
= Hei. brunneus Marseul; vgl. d. Ber. 1876. p. 417 (209). Die
Gattung Hegemon a entfernt Allard von den echten Helopiden
und stellt sie in die Nachbarschaft von Misolampus ; als neue Arten
werden in derselben beschrieben: H. Allardi Haag i. 1. (Columbien)
p. 251, furcillatus Haagi. 1. (Mexico) p. 252, elongatus, retrodentatus
(ibid.) p. 253, compressus (ibid.) p. 254.
Menandris (n. g. prope Sphaerotum) aenea (Upolu, Samoa);
Haag-Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. HI, p. 103 und
Journ. Mus. God. XIV. p. 17. Taf. 7. Fig. 20.
Asopis (n. g. praecedenti affine) suavis (Ovalau); derselbe
ebenda p. 104 und 18, Fig. 21.
Thesilea (n. g.) impressipennis, versicolor (Ovalau); Haag-
Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. IH. p. 103 und Journ.
Mus. God. XIV. p. 16. Taf. 7. Fig. 18 und 19.
Titaena varicolor (Brisbane); Haag -Rutenberg, Verh. Ver.
naturw. Unterh. Hamb. III. p. 102 und Journ. Mus. God. XIV. p. 13.
Taf. 7. Fig. 13.
Tarpela catenulata (Austr.); Allard, Pet. Nouv. II. p. 97.
Stenomax incultus (Kulok); Allard, Pet. Nouv. II. p. 98.
Adelium (subg. Seirotrana) integricolle (Gayndah), geniculatum
(N.-S.- Wales); Haag -Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb.
III. p. 102 und Journ. Mus. God. XIV. p. 14. Taf. 7. Fig. 16.
Laena Beitteri (Siebenbürgen); Weise, Verh. naturf. Vereins.
Brunn. XV. 1. p. 27. Taf. I. Fig. 9.
Derselbe giebt ebenda XVI. p. 227 £f. eine Bestimmungs-
tabelle der Laena-Arten und beschreibt L. Lederi (Caucasus)
p. 229, Hopffgarteni (Banat) p. 230, graeca (Gr.) p. 231, quadricolUs
p. 232, angustus p. 233, piligera (Caucasus) p. 235, Kraatzii (Dal-
matien, Türkei etc.) p. 236, longicollis (Smyrna) p. 237, Weiset
(Attica) p. 238, Baudii (Caucasus) p. 239, deplanata (Smyrna) p. 240.
Catomus seriatus (Californien); Allard, Pet. Nouv. II. p. 97.
Helops dorsalis (Kleinasien), caucasicus (Caucasus); Allard,
Pet. Nouv. II. p. 97; monilicornis (Caucasus) p. 44, Ghilianii (Spanien)
p. 46, suhaeneus (ibid.) p. 49, praelongus (Damascus) p. 101; Baudi,
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. HII
508 Bertkaii: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Bull. Ent. Ital. IX; mutahüis p. 304, propinquus (Jamaica) Jp. 305;
Water ho use, Tr. E. S. Lond. 1878.
E. Allard macht in de Marseul's Abeille (Nouv. et
Faits divers. Nr. 25 (1876) p. CII) darauf aufmerksam, dass Apo-
lites blaptoides Kinderm. und A. mucoreus zur Tentyroiden-gattung
Ceratanisus Gemm. gehören und dass Apol. blaptoides Kinderm. =
Anisocerus tristis Falderm. sei. Eine neue Apol.-Art ist A. graecus
(Athen); Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 304.
Hedyphanes lutosus {Kleinasien); Allard, Pet. Nouv. II. p,. 97
vgl. vor. Seite; co>^um/V•ows (Bou-Säada); Fairmaire, ebenda p. 141.
Parablops (= Gerandryus Rottbg.) oculatus (Sicilien); Baudi,
Bull. Ent. It. IX. p. 135.
Canifa palUpennis (Marquette, Mich.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 619.
Helopinini. Micrantereus rugulosus (Scioa); Gestro, Ann.
Mus. Civ. Gen. XIII. p. 321.
Hoplonyx uniformis (Jamaica); Waterhouse, Tr. E.S. Lond.
1878. p. 306.
Amarygmini. Eupezus hrevicollis (Innerafr.); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 107.
Amarygmus foveoseriatus (Neu-Brit.); Fairmaire, Pet. Nouv.
II. p. 186 ; triangularis (Cap York, Rockhampton), samoensis (Samoa) ;
Haag-Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III. p. 104 und
Journ. Mus. God. XIV. p. 18 f. Taf. 7. Fig. 22, 23.
Plesiophthalmus ZaemcoZit's (Nikko, Jap.) ; v. Harold, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 79; arciferens p. 120, Davidis i^. 121 (China);
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
P. obesus Mars, (d. B. 1876 p. 418 (210)) = P. spectabilis
Har.; Harold, Pet. Nouv. IL p. 85.
Stronygliini. Stronyglium aw-i^raa? (Enterprise) ; Schwarz,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 369; simplicicolle (ibid.); Le
Conte, ebenda p. 424; Poggei, muata (1), internum, luridipenne
(Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 108.
Praogena jorocera (Innerafrika); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 107; dbyssinica (Ambu, Scioa); Gestro, Ann. Mus. Civ.
Gen. Xm. p. 321.
Cistelidae. Ismarus {n. g.) Godeffroyi (PeakDowns), carinatus
(Adelaide); Haag-Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III.
p. 104 und Journ. Mus. God. XIV. p. 20. Taf. 7. Fig. 24.
Lisa (n. g.) singularis (Queensland); derselbe a. 1.0. p. 20.
Anm. 2.
Cistela scutellaris (Piemont) p. 388; Mycatochares rufkoUis </
(Syrien), p. 391; Cteniopus neapoUtanus </ ^ (Neapel) p. 393, gibbo-
sus (Beyrut) p. 394; Podonta dalmatina p. 395, italica p. 397; Omo-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 509
phlus melitensis (Malta) p. 400, Baudueri (Syrien) p. 401; Baudi a
Sei V e, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877 und Att. Acc. Torin. XII. p. 582 fi".
Pseudocistela (Cistela F.) Haagi (Nikko, Tokio, Jap.); v. Ha-
rold, ebenda 1878. p. 80,
Cistela macuUcornis p. 121, ustiventris p. 122, ruhro flava, Davidis
(China) p. 123; Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
Homotrysis deUUcorniSy curticornis (Peak Downs), maculäta
(CapYork); Haag- Rutenberg, Verh. Ver. nat. Unterh. Hamb. III.
p. 105 und Journ. Mus. Godeffr. XIV. p. 21 f. Taf. 7. Fig. 25 und
26; in dieselbe Gattung gehören auch AUecula carbonaria und tri-
stis Germ.
Larve und Nymphe von Allecula morio (F.) beschrieben
und abgebildet von E. Perris in den Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII,
p. 137. PI. IX. Fig. 318.
A. aeneipennis (Tokio, Jap.); v. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 80; costata (Gayndah); Haag-Rutenberg, Verh. Ver.
naturw. Unterh. Hamburg. III. p. 105 und Journ. Mus. God. XIV.
p. 23. Taf. 7. Fig. 27.
Allecula velutina Mars. (= obscura Harold) = fuligiuosa
Maeklin (s.d. Ber. 1874. p. 359 (107) und 1876. p. 410 (218)), rufipes
Mars. = melanariä Maekl.; Harold, Pet. Nouv. H. p. 85.
Isoraira valida (Enterprise); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 370; granifera (Borshom); Kiesenwetter, Verh.
Ver. Brunn. XVI. p. 245.
Hymenalia Becken (Aksu); Kiesenwetter, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 245. Taf. IV. Fig. 39.
Mycetochares barbata, Larve beschrieben und abgebildet
von E. Perris, Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIU. p. 134. PI. IX. Fig.
311—317.
Le Conte stellt in den Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
p. 616 eine Tabelle der Mycetochares-arten auf, und beschreibt
als neu: M. graciUs (Marquette, Mich.) p. 615, pubipennis (Calif.),
laticollis (Pennsilv.) p. 617, analis, luguhris (Detroit), marginata
(Marquette), longula (Detroit) p. 618.
Omophlus dilatatus Falderm. nicht = rugosicollis Brülle; 0.
ochraceipennis Falderm. = Küsteri Kirsch; pilicollis Menetr, =
volgensis Kirsch; Kirsch, in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p. 240.
0. curtulus (Bogos-Kjaesan) p. 246, tumidipes (ibid.) p. 247«
Kirsch, Verh. Ver. Brunn, XVL
Monommatidae. Thomson lässt seinen Typ. Cetonid. (s. oben
p. 472 (254)) auf p. 39 ff. Typi Monommidarum Mus. Thoms.
folgen mit der Beschreibung der neuen Arten M. Gfiamyilm (! N'Gami),
Baffrayi (Java), austräte (Austr.); Hyporrhagus opaxius, laeviuscülus
(Brasilien).
510 Bertkau: Bericht üb. d. Wissens chaftl. Leistungen
Monomma Sudanicum (Soba bei Chartum) nebst var. Heydeni;
G redler, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 516.
Nilionidae. Typi Nilionidarum Mus. Thoms.; Thomson
a. a. 0. p. 43 ff. In dem Mus. Thoms. befinden sich 9 Nilio-,
3 Hades-, 1 Catapotia-art;. Hades Baffrayi und marginellus von
Java neu.
Pythidae. Salpingus palpalis (Cypern); Baudi a Selve, Att.
Acc. Tor. XH. p. 615.
Lissodema denticolie Gyll., Larve und Nymphe beschrieben
von E. Perris in den Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII. p. 140. PI, IX.
Fig. 319—327.
L. Japonum (Japan); E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 382.
Melandryidae. E. Perris beschreibt und bildet ab die Larven
und Nymphen von Phloeotrya Vaudoueri Muls. p. 145. PI. IX. Fig.
329-337; Anisoxya fuscula 111. p. 148. Fig. 338, 339; Tetratoma
Baudueri Perris p. 117; Orchesia undulata Kraatz p. 156; Marolia
variegata Bosc. p. 157. Fig. 340; Zilora ferruginea Payk. p. 159.
Fig. 341; Dircaea quadriguttata Payk. p. 161; Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXHl.
Opsigonus (n. g. prope Maroliam collocandum) Krüperi
(^ (Attica; elongatus brunneus, antennis ore pedibusque testaceo-
ferrugineis, griseo-villosus, capite depresso, rugoso, thorace convexo,
aequali confertim, elytris fortius sat crebre punctatis; long. 1,5 lin.)
p. 409; Baudi a Selve, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877 und Att. R.
Acc. Tor. XII. p. 629. Anm.
Tetratoma crenicolUs (Cypern); Baudi a Selve, D. E. Z.
1877. p. 407 und Att. R. Acc. Tor. XII. p. 620.
Eustrophus macrophthalmus (Japan); E. Reitter, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 383.
Le Gonte giebt in den Proc. Am. Phil. Soc. XVH. Nr. 101.
p. 619 eine Uebersichtstabelle der Nordamerikanischen (4) Hallo-
menus- arten, von denen H. serricornis (Marquette) neu ist.
Orchesia Transsilvanica, Carpathica; Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 59, 60.
Bircsiesi prona (Enterprise); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVIL Nr. 101. p. 426; fusca (Marquette, Mich,); derselbe ebenda
p. 619.
Ueber Phryganephilus ruficollis s. E. Merkl in den Term.
Füzet. II, p, 114 und 179,
Pedilldae. Macratria exilis (Tairua); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Bist. (4) XIX. p. 147; verticalis (Auckland); Sharp, E. M. M.
XIV. p. 9; vgl. d. Ber. 1876. p. 420 (262). (= M. exilis Pascoe;
Sharp a, a, 0. p, 39); japonica (Tokio); v. Harold, Deutsch, Ent,
Zeitschr. 1877. p. 359.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 511
Xylophihis quercicola, ptinoides; Schwarz, Proc. Am. Phil.
See. XVir. Nr. 101. p. 371 ; nitbifer (Florida); Le Conte ebend. p. 426 ;
X. minor (Piemont; pone brevicornem collocandus); Bandi a Selve,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 1.
Ischalia hasalis (Java); Waterhouse, E. M. M. XIV. p. 28.
Larve von Scraptia minuta Mttls. beschrieben von E. Perris,
Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII. p. 181. PI. X. Fig. 371—379.
Scraptia thoracica (Nordafrika) p. 413; Xylophilus cyprius
(Cypern) p. 414; Baudi a Selve, Deutsch.' Ent. Zeitschr. 1877;
C. R. Ent. Belg. 1878. p. XII. und Att. R. Acc. Tor. XII. p. 641
und 649 Anm.
Anthicidae. Cotes n.g.; interTomoderumetFormicomum; Type:
C. vestita (Christchurch) ; Sharp, E. M. M. XIV. p. 9 f., vgl. d.
Bor. 1876. p. 420 (212).
Formicomus rubidus (Elisabetthal) ; R e i 1 1 e r , Verb. Ver. Brunn .
XVI. p. 249.
Tomoderus ventralis (Algier); Marseul, Nouv. et Faits. 1878.
Nr. 13. p. 50; scydmaenoides (Surara); Reitter, Verh. Ver. Brunn.
XVI. p. 249.1
Notoxus hipunctatus (Porto Rico); Chevrolat, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. IX.
Monocerus macnlaris (Jaffa); Baudi a Selve, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 3 und Att. R. Acc. Tor. XII. p. 661.
Mecynotarsus Mellyi (Aegypten); Marseul, Nouv. et Faits.
1878. Nr. 13. p. 50.
Anthicus callimus (Spanien) p. 13, Baudueri (Oran) p. 14, do-
lichocephaliis (Algier) p. 15, pumilus (ibid.) p. 16, Oberthnri (ibid.)
p. 17, taeniatus (Oran) p. 18; Baudi a Selve, Deutsch. Ent. Zeit-
schr. 1878 und Att. Acc. Tor. XII. p. 700, 701, 702, 709, 712; ho-
nestus (Aegypten) p. 50, Moha (Jeddah), capilUger (ibid.), violaris
(Oran) p. 51; Marseul, Nouv. et Faits. 1878. Nr. 13; cinctus (Al-
gier) p. 54, digitalis (Spanien), bifasciatus (Andalusien), erythroderus
(Algier) p. 54; derselbe ebenda Nr. 14, 15; Volxemi (Mafra; Car-
regado); derselbe, C. R. Ent. Balg. 1878. p. XLIII.
Auf Anthicus oedipus Chevr., scaurus Fairm., valgus Fairm.
gründet Chevrolat in den Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 167 Mi-
crohoria subg. n.; eine vierte Art ist M. succincta (Algier) p. 169.
Pyrochroidae. Pyrochroa Davidis (China); Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1878. p. 121.
Mordellidae. E. Perris bereichert unsere Kenntnisse von den
Larven dieser Familie durch Beschreibung und Abbildung von Tom-
oxia biguttata Gyll. p. 165. PI. IX. Fig. 342—351; Mordellistena
micans Germ. p. 168. Fig. 352—356, inaequalis p. 170, Fig. 357,
nana, episternalis Muls., brevicauda Boh., subtruncata Muls., troglo-
dytes Mann., parvula Gyll., pumila Gyll. p. 171, Fig. 358—361, Per-
512 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
risii Muls.; Anaspis flava (L.) p. 175. PI. X. Fig. 362—370, sub-
testacea Steph., maculata Fourcr., melanostoma Costa p. 178; Silaria
varians Muls. p. 179; ein grosser Theil derselben lebt in den Landes
in Phählen aus dem Holze von Castanea vesca, und Perris ver-
muthet, dass die von Mordella um Mordellistena phytophag, die von
Anaspis dagegen kreophag seien. Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII.
M. C. Emery macht einen Essai monographique sur
les Mordellides de l'Europe et des contreeslimitrophes;
L'Abeille XIV. 1876. Mordellides. Danach enthält unser Faunenge-
biet 88 Arten in 8 Gattungen. Neu ist Gyrtanaspis n. g. Anasp.;
Type: C. phalerata (Germ.). Die Gattung Anaspis wird in 5 Unter-
gattungen (Anaspis, Nassipa, Spanisa, Larisia, Silaria) eingetheilt,
deren 3 ersten der alten Gattung Anaspis, die beiden letzten Silaria
entsprechen.
Tomoxia /^aw'ca^s (Clarence Riv., Austr.); Waterhouse, Tr.
E. S. Lond. 1878. p. 229.
Glipa hieroglypMca (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 372.
Diclidialaetula Le Conte (nebst Larve?) in einer Höhle
am Salzsee in Utah; Packard, Bull. U. S. Geol. Surv. III. p. 168.
Fig. 9.
Mordella felix (Tasmanien); Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (4) XIX. p. 256 ; muUiguttata (Moreton Bay) p. 230, communis,
elegans p. 231, trivialis (S.- Austr.) p. 232, ornata, hella p. 234, oh-
liqua (Austr.) p. 236; derselbe, Tr. E. S. Lond. 1878; Pälmae
(Salerno); Emery a, a. 0. p. 68; fascifera (! fasciif.?), angulata
(Florida) p. 427, jovialis (Texas), öbliqua (Maryland) p. 428; Le
Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL Nr. 101.
Mordellistena (subg. Mordellochroa Em.) Milleri (Mehadia)
p, 83, (Mordellistena s. str.) Beichei (Neapel), Kraatsi (Sarepta) p. 91,
brevicolUs (Algier) p. 102, (subg. Tolida Muls.) Tournieri (Genf;
Schlesien) p. 103; Emery a. a. 0.
Anaspis cypria (Cypern; A, flavae similis); Baudi a Selve,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 339.
A. (Silaria) versicolor (Italien) p. 341, Truquii p. 344; der-
selbe, ebenda und Att. Acc. Tor. XIII. p. 785, 795, 799; A. Kiesen-
wetteri (Tatra) p. 26, Costae (Frankreich, Italien) p. 33 (subg. Larisia),
Bevelierei (Corsica ; Neapel) p. 38, dichroa (Corsica, Italien, Griechen-
land), Stierlini (Derbent) p. 39, (subg. Silaria) scapularis (Syrien)
p. 46, suturalis (Corsica, Sardinien) p. 47; (subg. Nassipa) occipitalis
(Sarepta) p. 118, (subg. Spanisa) ÄcMe«f?en (Cauc.) p. 121; Emery a.
a. 0.; A. davifera {Aegypien)T^. 26, lutea (ibid.); Marseul, ebenda»
Descr. d'esp. nouv.
J. Gerhardt schreibt in der Zeitschr. f. Entomologie,
N. F. 6. lieft. Breslau. 1877. p. 28 ff. über schlesische Anaspis-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 513
und Silaria- Arten. Nach Gerhardt ist Anasp. lateralis F. =
frontalis L.; A. frontalis F. var. atra dagegen gute Art und = A.
rufilabris Gyll.; dagegen ist die von vielen neueren Autoren nach
Kedtenbacher's Vorgang A. rufilabris benannte Art = A. (Silaria)
brunnipes Rey, die sich in Schlesien häufig in Blüthen von Galium-
Arten findet. In Schlesien kommen 10 Anaspis-arten vor: A. monili-
cornis Muls., rufilabris Gyll., frontalis L., ruficollis F., thoracica L.,
flava L., arctica Zett., (Silaria) brunnipes Rey, phalerata Germ., pal-
palis Gerhardt; wegen letzterer vgl. d. Ber. 1876. p. 420 (212).
Pentaria dimidiata (Libanon); Marseul, L'Abeille. XIV.
Descr. d'esp. nouv. p. 27.
Rhipiphoridae. Bhipistena luguhris (Neu Seeland); Sharp,
E. M. M. XV. p. 81.
Pelecotomoides /"wZtJOsencaMS (Tonga); Fairmaire, Pet. Nouv.
n. p. 279.
Emenadia Gerstäckeri (Hakodate); v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 82; melanoptera (Porto Rico); Chevrolat, Bull.
Soc. Ent. Fr. 1877. p. IX.
Ueber das Aufziehen des Rhipiphorus paradoxus
s. Erne in den Mitth. Schweiz. Ent. Ges. IV. p. 556 ff.
, Rh. elegans (Arabien); Marseul, L'Abeille XIV. Descr. d'esp.
nouv. p. 27.
Rhipidius primordialis (fossil im Bernstein); Stein, Mitth.
Münch. 1877. p. 29.
Myodites Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 124.
Callirrhipis marmoreus (Cochinchina); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 272; Vitiensis (Viti), c^/Zm^^roü^cs (Ninafau), devasa
(Pelew); derselbe, Pet. Nouv. 11. p. 153; dissimüis (Borneo) p. 380,
fasciata (Ceylon) p. 381, trepida (Batchian) p. 382, stdbilis (Ceram),
Boivringii (Penang) p. 383, antiqua (Philippinen) p. 384, röbusta
(Siam), longicornis (Andaman Isl.) p. 385, femorata (Samoa Isl.),
laeta (Sylhet) p. 386, lineata (Borneo) p. 387, costata (Fiji Isl.),
gausapata (Burmah) p. 388, residua (Java), suturalis (Penang) p. 389,
cribrata (Sarawak) p. 390, cyaneicollis (Indien), reticulata (Bombay)
p. 391, inconspicua (Brasil.) p. 392, simplex (Rio), Laportei Hopc
var.? (Nicaragua) p. 393; Waterhouse,^ Tr. E. S. Lond. 1877.
Stylopidae. Westwood beschreibt den Schmarotzer näher,
den er (bereits früher) im Hinterleibe eines Rhynchoten (Epora sub-
tilis Wlk.) gefunden hatte. Er hält den Schmarotzer für die männ-
liche Puppe eines Strepsipteren, den er Colacina insidiator nennt.
Tr. E. S. Lond. 1877. p. 185. PI. IV. A.
Ebenda p. 195 ff. macht Saunders Mittheilungen über die
ausgewachsenen Larven der Stylopiden und ihre Puppen, mit Ab-
bildungen auf Taf. VI.
514 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Meloüdae. E. Duges liefert Descripcion de algunosMe-
loideos indigenas; La Naturaleza IV. p. 57 ff. Lam. IL
Meloe speculäris (Gondocoro); G redler, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien. XXVII. p. 518.
Baudi a Selve giebt eine analytische Tabelle der ihm be-
kannten (26) Meloe- Arten; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878, p. 356 ff.
Coryna septem-punctata (Biskra); Baudi a Selve, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1878. p. 361 und Att. Acc. Tor. XIII. p. 1059.
Mylabris Marseuli p. 336, Chodshentica p. 337, sairamensis
p. 342, unifasciata p, 343; n. A. von Kuldsha; Ballion, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou. LIII. 1; M. brevicollis (Oran); Baudi a Selve,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 373 und Att. Acc. Tor. XIII. p. 1111;
Isis (Aegypten) p. 28, Rapliael (Persien) p. 29; Marseul, L'Abeille.
XIV. Descr. d'esp. nouv.; (Bruchus Geoffr.) muatai}), internus (Inner-
afrika); V. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 108.
Eletica colorata (Innerafrika); v. Harold, Mitth. München.
1878. p. 108.
Canth.aris flavovittata p. 344, flaviventris p. 346; n. A, von
Kuldsha; Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIIL 1.; C. flavi-
ceps Muls. var. gentilis (Smyrna); Frivaldszky, Termesz. Füzetek.
I. p. 136; albovittata (Scioa); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII.
p. 321; (?) hilateralis (Jeddah; viell. Lyttonyx n. g.); Marseul,
Nouv. et Faits. 1876. Nr. 9. p, 35; myrmido (Yemen); Fairniaire,
Pet. Nouv. II. p. 93, protarsalis (Mexico); Duges a. a. 0. p. 62,Fig. 7, 8.
Lichtenstein brachte den ersten (Triungulinen-) Larven-
zustand von Lytta vesicatoria dadurch zur Verwandlung, dass er
sie mit Honig fütterte, von dem sie auch in dem Madenzustand
weiter frassen. Mitth. Schweiz, ent. Ges. V. p. 297; vgl. indessen
unten, vor Epicauta.
Lytta lugubris (Californien); Ulke, Wheeler's Rep. Geogr.
Expl. W. of 100 th. Mer. p. 812. PI. XLI. Fig. 2; atrocaerulea, epi-
scopalis (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 108.
C. V. Riley macht Mittheilungen On the larval Characters
and Habits of the Blister-beetles belonging to the genera Macro-
basis Lee. and Epicauta Fabr.; with Remarks on other Species of
the Family Meloidae; Trans. Acad. St. Louis. III. p. 544. PI. V.
Während die europäischen Meloiden (und verwandten Familien), soweit
ihre Lebensweise bekannt geworden ist, vorzugsweise an Hymenopte-
ren, und zwar speciell an Apiden gebunden sind, lehrt Riley von den
amerikanischen Arten der Gattungen Macrobasis, Epicauta und Henous
eine andere Lebensweise kennen. Die Larven der genannten Arten
nähren sich nämlich von den in die Erde abgelegten Eiern gewisser
Acridier (Caloptenus spretus,differentiali8; Oedipodaphauaecoptera),
und zwar dienen ihnen die Eierklumpen der genannten Thiere wäh-
rend der ganzen Zeit ihres Larvenlebens zur Nahrung, ohne dass
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 515
ein Wechsel des Futters wie bei Meloe u. a. (Ei-Honig) eintritt.
Die Hypermetamorphose verläuft in beiden Fällen in etwas verschie-
dener Weise. Die Triungnlincn der amerikanischen Gattungen sind
mit kräftigen Mandibeln ausgerüstet und begeben sich, nachdem sie
das Ei verlassen haben, auf die Suche nach einem Eiklumpen eines
Acridiers, wobei ihnen die kräftigen Mandibeln das Eindringen in
den Boden ermöglichen. Mit der ersten Häutung verändert sich die
Larve, indem die langen Beine des Triungalinus weit kürzeren Platz
machen, die Mandibeln schwächer werden, die beiden langen Schwanz-
fäden verschwinden und der Körper mehr homonom segmentiert er-
scheint, indem die Vorderbrust nicht mehr so stark über die übrigen
Metameren prävaliert; dieses Stadium bezeichnet Riley als das
caraboide. Nach einer Woche tritt die Larve mit einer weiteren
Häutung in das scarabäidoide Stadium, mit welchem die Mund-
theile und Beine rudimentär geworden sind, und der ganze Körper
die wohlbekannte Gestalt einer Scarabaeidenlarve angenommen hat.
Nachdem sich die Larve nochmals gehäutet hat, geht sie durch eine
neue Häutung in das ruhende Pseudo-pupa-stadium (Fahre) über,
das Riley als das Coarctata-larva-stadium bezeichnen möchte,
und seine Analogien unter Fliegen, Hymenopteren und einigen Lepi-
dopterenlarven (mit Sommer- oder Winterschlaf) hat. In diesem Zu-
stand wird der Winter verbracht; im Frühjahr tritt die I^arve mit
einer neuen Häutung in ein mehr actives Stadium; ihre Gestalt
stimmt mit der dem ruhenden Stadium vorhergehenden überein, nur
ist sie etwas kleiner geworden, und nach wenigen Tagen verwandelt
sie sich, ohne weitere Nahrung zu sich genommen zu haben, in die
Puppe, aus der sich nach 5 — 6 Tagen der Käfer entwickelt.
Derselbe macht a remarkable new Genus in Meloidae infe-
sting Mason-bee Cells in the United States bekannt; ebenda p. 563 ff.
PI. V. Fig. 13. Die GattuDg und Art, Hornia minutipennis ist
ausgezeichnet durch die fast vollständige Verkümmerung der Flügel-
decken in beiden Geschlechtern und macht ihre Entwickelung in
den Zellen von Anthophora sponsa durch. — Auch im Am. Natur.
1878. p. 213, 282. Nach einer von Riley dort (p. 290 Anm, 1) ab-
gedruckten brieflichen Mittheilung Lichtensteins klammern sich die
jungen Larven von Lytta im Freien nicht an Bienen an, besteigen
auch keine Blumen, sondern laufen lebliaft auf dem Boden umher,
ähnlich den Larven von Epicauta; s. auch E. M. M. XIV. p. 169 ff.
Epicauta Chcmzyi (Bou-Säada); F airmaire , Pet. Nouv. Nr. 148.
p. 38; annuticornis (Porto Rico) p. IX, obscuricornis (ibid.) p. X;
Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1877.
Zonitis tiircica (Brussa) p. 84, ruficollis (Kreta) p. 85; Fri-
valdszky, Termesz. Füzetek. I; xantJioptera (Mgiev) ; Fairraaire,
Pet. Nouv. II. p. 94.
516 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Hapalus creticus; Frivaldszky, Termesz. Füzetek. I. p. 83.
Metamorphoses du Sitaris Colletis May et; Nouv. et Faits.
1876. Nr. 9 u. 10.
Nemognatha nigritarsis, flavicornis (Südufer des Kaspischen
Meeres); Stier lin, Mitth. Schweiz, ent. Ges. IV. p. 477 f.
Oedemeridae. E. Perris beschreibt und bildet ab die Larven
(und Nymphen) von Oed. flavipes (F.) p. 187. PI. X. Fig. 380—386,
viresceas (L.) p. 190; Anoncodes viridipes Schmidt; Stenostoma
rostrata (F.) p. 192. Fig. 387, 388; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIIL
Oxacis geniculata (Porto Kico); Chev.rolat, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. X.
Anoncodes stenodera (Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 50.
Xanthochroa Hilleri (Hagi, Jap.); v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 81; Italica (Pisa); Chevrolat, Pet. Nouv. II.
p. 121.
Ananca lagenicollis, incrassata (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv.
II. p. 286.
Oedemera subulata var. m^iaia (Ungarn) ; Frivaldszky, Magy.
Tud. Akad. math. es term. Közl. XIII. p. 235; basalis (Mogador);
Chevrolat, Pet. Nouv. II. p. 121 (nach Heyden ebenda p. 126
vielleicht = basalis Küst.; jedenfalls kann der Name basalis wegen
des älteren Küster'schen nicht bleiben).
Chrysanthia planiceps (Borshom); v. Kiesenwetter, Verb.
Ver. Brunn. XVI. p. 256.
Chitona Sieversii (Armenien); v. Kiesenwetter, Verh. Ver.
Brunn. XVI. p. 257.
Curculionidae. E. Perris beschreibt die Lebens- resp. Er-
nährungsweise einer sehr grossen Anzahl von Gattungen dieser Fa-
milien und deren Larven; die von Balaninus elephas Gyll. wird aus-
führlich beschrieben. Unsere Unkenntniss von so manchen Larven
dieser Familie rührt von der unterirdischen Lebensweise einer grossen
Anzahl derselben her, die sie einmal schwer auffinden, dann auch
schwer erziehen lässt. Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIII. p. 207 ff.
Die Beschreibung einiger kaukasischer Rüssel-
käfer von Dr. Stierlin s. in den Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch.
IV. p. 495.
Brachyderini. Nicaena (n. g. prope Prosayleum) modesta
(Otago, Waitaki); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4) XIX. p. 142.
Eusomostrophus (n. g. prope Foucartiam, Eusomum, Stro-
phosomum) viridis (Türkei); Tournier, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. XVIII.
Leptoscapus n. g.; Type: Siderodactylus sagittarius Thoms. ;
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XLVII. (verdruckt XVLII).
Decophthalmus n. g. Stigmotrachelo affine; D. älbi/oentris
(Old Calabar); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. LXV f.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 517
Temnoscapus n. g. Megalostyl.; T. fissirostris (Bogota);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. LV.
Ischionoplus (n. g. Lachnopodi affine); I. viridigiittatus, ni-
veoguttatus (Cuba); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. IX, X.
Liophloeus hungaricus (Banat), robusticornis (Sierre), latticolUs
(Schlesien), quadricöUis (Piemont); Tournier, Pet. Nouv. 1876.
Nr. 141. p. 10.
Catapionus anguUcolUs (Chokand; Turkmenien); J. Faust,
Bull. Sog. Imp. Nat. Moscou. LH, 3. p. 43; C. argentatus (Kuldsha)
p. 348, chrysoclüoris (ibid.) p. 349; Ballion, ebenda LUX. 1.
Barynotus Fairmairei (Piemont); Tournier, Pet. Nouv. 1876.
Nr. 141. p. 10.
Strophosomus Desbrocheri (Genf); Tournier, Pet. Nouv. Nr.
141. p. 11.
Foucartia elongata (Blidah), similaris (Griechenland); Tour-
nier, Pet. Nouv. Nr. 141. p. 11.
Sciaphilus ZmeoZa (Spanien); Chevrolat, Pet. Nouv. II. p. 281,
mit S. carinula die neue Gattung Pleurodirus bildend.
Eusomus chloris (Constantine) ; Chevrolat, Pet. Nouv. IL
p. 281.
Sitones (?) grandaevus (fossil im Tertiär von Wyoming);
Scudder, Bull. U. S. Geol. Surv. II. p. 83.
Polydrosus Van Volxemi (Mafra, Carregado); Roelofs, CR.
Soc. Ent. Belg. XX. p. LXXIII; Raffrayi (Boghari); Marse ul,
Nouv. et. Faits. 1876. Nr. 21. p. LXXXVIII; (Eustolus) rubrivittis
(Daya, Alg.) ; Chevrolat, Pet. Nouv. II. p. 245.
Apotomoderes albicans (Californien); Chevrolat, Bull. Ent.
Fr. 1878. p. LIV.
Tanymecus Bonnairei (Algier), insipidiis Seh. (Syrien); Che-
vrolat, Pet. Nouv. II. p. 245.
Polyclaeis curvispinis (N'Gami), Mellyi (Afrika); Chevrolat,
C. R. Ent. Belg. 1878. p.' XLI.
Hypomeces inflatus (Neu-Guinea) ; Chevrolat, Pet. Nouv. II.
p. 189.
Siderodactylus curtus p. XLV, trisulcatus (Gabon), albilatera,
puberulus (N'Gami) p. XL VI; Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1878.
Stigmatotrachelus (Ampycus olim) guttifer Schönh. sine descr.
(Madagascar); Waterhouse, E. M. M. XIV. p. 74.
Megalostylus villosus, splendidus (Mexico); Chevrolat, Bull.
Ent. Fr. 1878. p. LIV. f.; farinosus (ibid.) p. LXVI.
Cyphus nigropunctatus (Venezuela); Chevrolat, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1877. p. 170.
Platyomida niger (Tairua); Broun, Trans. N. Z. Inst. IX.
p. 373.
518 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Exophthalmus Olivieri (S. Domingo); Chevrolai. x\nn. Sog.
p]nt. Fr. 1877. p. 171.
Prepodes amahilis (Jaraaica); Waterhouse, Tr. E. S. Lond.
1878. p. 309.
Rbinoscapha Äci^weZi^;u (Neu-Brit.); Fairmaire, Pet. Nouv.
IL p. 185.
Bsallidiura dshungaricum p. 351, tomentosum p. 352, squamu-
losum p. 353: n. A. von Kuldsha; Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIIL L
Pachyrrhynchus verrucatus (Duke-of-York Isl. ; sehr ähnlich dem
P. 4-pustulatus Gestro; H. W. Bat es, Proc. Zool. Soc. London,
1877. p. 154. PI. XXV. Fig. 3.
Otiorrhynchini. Elytrurus eajpawsits (Ovalau) p. 8, angulatus
(Viti Levu) p. 9, divaricatus, serrulatus (Ysiti) p. 10; Waterhouse, ■
Trans. Ent. Soc. Lond. 1877.
Coptorrhynchus 14-mactüatus (Neu-Guinea); Chevrolat, Pet.
Nouv. IL p. 189.
Lithocryptus helveticus Desbr. ist Otiorrh. septentrionis Hbst.
und L. arvernicus Desbr. wahrscheinlich 0. obtusus Boh. oder por-
catus Hbst., die Gattung Lithocryptus daher einzuziehen; Tournier,
Pet. Nouv. IL p. 85.
Otiorrhynchusligustici auf Luzernefeldern; Taschenberg,
Giebels Zeitschr. (3. F.) IIL p. 343. ,
Stierlin beschreibt in der Deutsch. Ent. Zeitschr*. 1877
p. 177 ff. Neuecaucasische Otiorrhynchen ; nämlich: Otiorhynchus
(Tournieria) cylindricus p. 177, JRciddd p. 178, decoratus p. 179,
Schönherri p. 180, simulcms p. 181, (0. Boliemanni vom Rhilo Dagh
p. 184, Fabricii aus Dalraatieu p. 185, Germari aus Dalmatien p. 187,
(Eurychirus) scahroso'ides von Sicilien p. 188); Peritelus caucasicus
p. 182; Meira caucasica p. 183.
Nach demselben ist 0. Branksiki Stierl. = proximus Stierl. ;
ebenda p. 186,
Derselbe beschreibt in den Mitth. schw. Ent. Gesellsch.
IV. folgende neue Arten. 0. granulato-str latus (Kasbek) p. 495, Kas-
bekianus (ibid.) p. 497, (Eurych.) Ledert (Transcaucas.) p. 498,
Schmonli (Krasnowodsk) p. 507, (Tournieria) Eeitteri (Transcaucas.)
p. 500, Schneideri (ibid.) p. 501, nasutiis p. 503, Kirschi p. 505,
erinaceus p. 506 (alle von Transcaucasien) ; Parameira caucasica
(Cauc.) p. 509. 0. Manderstjernae (Kuldsha); Balliou, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou. LIIL I. p. 354. (Eurychirus) Christophi (Kas-
pisches Meer) p. 511, aberrans (Syrien) p. 512, rotundicolUs (Anti-
ochien) p. 513; pt7«corm"s (Spanien), pachydermus {Consi&nime); Che-
vrolat, Pet Nouv. IL p. 157; arrogans (Fünfkirchen) ; J. Fri-
valdszky, Term. Füzet. IL p. 111.
0. perditus (fossil im Tertiär Wyomings); Scudder, Bull, ü-
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 519
S. Geol. Surv. II. p. 84, dubiiis (in den Green River Shales); der-
selbe ebenda IV. p. 766.
Cz walin a vervoUstäudigt nach Auffindung mehrerer weib-
licher Exemplare die Beschreibung seines Trogl orrhynch us bal-
densis (Ber. 1876. p. 425 (217)); Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877.
T. Mayeti (Arles-sur-Tech) ; Fairmaire, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. CXXXII.
Peritelus albidus (Kuldsha) p. 355, sulcirostris (ibid.) p. 356;
Ballion, Ball. Sog. Imp. Natur. Moscou. LIII. I; Damr^/* (Corsica) ;
Tournier, Pet. Nouv. Nr. 141. p. 11.
Trachyphloeus irritus (Tairua); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Eist. (4) XIX. p. 141.
H. Tournier liefert Descriptions de quelques nouvel-
les especes de Phyllobius aus der Verwandtschaft des Ph. cal-
caratus, canus ; Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch. V. p. 1 ff. Die neuen
Arten sind: Ph. Beyrollei (Persath und Ratcha), maculatus (Nord-
russland), ilUbatus (Amur), Gyllenhali (Ungarn), anomastus (Nord-
ruasland).
Myllocerus trapezicollis (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII- I. p. 357.
Leptopsini. Ehinospathe n. g.; Type: Hypsonotus albo-
marginatus Motsch.; Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XIX.
Elytrocallus Montrouzieri, humeridens (Neu-Caled.); Chevro-
lat, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 172.
Ophryastes compactus (fossil in den Green River Shales);
Scudder, Bull. U. S. G. S. IV. p. 765.
Polyteles Örhignyi (Patagon.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1878. p. XX.
Taeniopththalmus - Desbr. = Anemerus Schh.; Tournier,
Bull. Soc, Ent. Fr. 1877. p. XVI. f.
Byrsopsini. Eremiarrhinus (n. g. prope Borborocoetem)
margarinotus (Algier); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 50,
Rhytirrhinus singularis (Tanger); Fairmaire, Pet. Nouv, II.
p. 145.
Bhypar osomini. Phrynixus astutus (Tairua); F. P. Pas-
coe, Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4. ser.) XVIIl. p. 59.
Epitimetes (n. g. prope Dysostinem) lutosus (Christchurch.) ;
Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4) XIX. p. 143.
Styphlus uncatus (Eerculesb. bei Mehadia); Frivaldszky,
Termez. Füzetek I. p. 228.
Dichotrachelus Knechti (Piemont); Stierlin, Mitth. Schweiz,
ent. Gesellsch. IV. p. 481.
Eine Revision der Dichotrachelus-Arten giebt der-
selbe ebenda V. p. 392 fif. Neu sind D. Freyi (Coli della nuova)
520 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
p. 400, Bischofß (ibid.) p. 402, temiirostris (Steinbockalpen) p. 404,
hernhardinus (St. Bernbard) p. 405, pedemontanus (Mt. Cenis) p. 407,
välesiacus (Val Entremont) p. 416, älpestris (Genfer Jura) p. 419,
Tournieri (Genf) p, 423; einschliesslich der neuen Arten enthält die
Gattung, die Stierlin mit Seidlitz der Gruppe Rhytirrhinus einver-
leiben möchte, 21 Arten, die sämmtlich dem Hochgebirge (1300—2300
m. 8. m.) angehören.
Erymneus (n. g.) Sharpii (Tairua); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Eist. (4) XIX. p. 144.
CylindrorrhininL Empaeotes {n. g., Inophloeo proximum,
sed scrobibus ad oculos profunde impressis; rostum robustum; anten-
nae graciles; prothorax basi truncatus; lobis ocularibus obsoletis)
crispatus (Tairua), censorius (Otago); F. P. Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Bist. (4. scr.) XVIII. p. 60.
Steriphus Veneris, opacus, n. A. von den Auckland-Ins., Th.
Kirsch, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 168. 169.
Molytini. Lyperobius tuherculatus (Christchurch) ; Pascoe,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 142.
Tanyrrhynchini. Ita (n. g.) crass«Vos*m (Sicilien), gracilis
(Blidah); Tournier, C. R. Ent. Belg. 1878. p. XIX.
Scythropini. Myochlamys (n. g. prope Scythropodem)
acutipennis (Bou-Säada); Fairmaire; Pet. Nouv. II. p. 50.
Scythropus Warioni (Oran); Marseul, Nouv. et Faits. 1876.
Nr. 21' p. LXXXVII; halearicus Schaufuss, Nunq. Ot. II. p. 409.
Promecopini. Eudiagogus saxatiUs, examinis, effossus (fossil
im Tertiär Wyomings); Scudder, Bull. ü. S. Geol. Surv. II. p. 84,
85 ; diese drei in zahlreichen Resten auch in den Green River Shales
aufgefundenen Arten werden später (IV p. 765) zur Gattung Epi-
c aar US gestellt.
Eudiagogus terrosus (Gr. R. Sh.); derselbe a. a. 0. IV.
p. 766.
Gonypterini. Haplopus glaucus (Cayenne); Chevrolat;
Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLXVI.
Hyperini. Alophus subcostatus p. 358, sulcirostris p. 360,
cinereus p. 361; n. A. von Kuldsha; Ballion, Bull Soc. Imp. Natur.
Moscou. LIII. I.
Cleonini. Stephonocleonus nasutus (Kuldsha); Ballion,
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIII. I. p. 362.
Bothynoderes crispicolUs (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. I. p. 364.
Cleonus fureifrons (Algier?); Marseul, Nouv. et Faits. 1876.
Nr. 22' p. XC.
Rhinocyllus carinirostris (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LIII. I. p. 366.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 521
Hylohiini. Eiratus (n. g.) parvuhis (Tairua); Pascoe,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 142.
Curculio (Hylobius) japonicus p. 83, JRoelofsi p. 84 (Japan);
V. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
H. jprowc^MS (fossil im Tertiär Wyomings); Scudder, Bull,
ü. S. Geol. Surv. II. p. 86.
Aclees JDavidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 125.
Orthorrhinus granosparsus (Viti); Faimaire, Pet. Nouv. II.
p. 286.
Erirrhinini. Neomycta (n. g., differs from Erirrhinus in
its broad rostrum, with antennae inserted near the apex) pulicaris
(Tairua); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 145.
Pactola demissa (Tairua); F. P. Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (4. ser.) XVm. p. 66.
Erirrhinus glottis (Otago), limhatus (Tairua); Pascoe, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 144; gracilentus (Biskra); Fairmaire,
Pet. Nouv. H. p. 145.
Mecinus Tournieri (Algier); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 50.
Smicronyx cuseutae (Vesinet); Brisout, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. LXIV.
Peristoreus (n. g. Storeid. ; rostrum longum, cylindricum,
tenue, curvatum; scrobes submedianae, laterales; ant. scapus oculos
attingens, funiculus 7-articulatus . . ., clava ovali, sat crassa; pro-
thorax transversus, lateribus rotundatus, basi apiceque truncatus;
scutellum punctiforme . . .; coxae anticae contiguae, femora dentata;
tibiae breves, tarsorum articulo tertio latiore, bilobo ; unguiculi basi
dilatati; abd. segmentum 2um a Imo sutura medio curvata sepa-
ratum, 2 sequentibus aequale; corpus subtilissime pubescens) wwoccws
(Doryt. tortrici similis, multo minor, long. 3, lat. 1,25 mm); Th.
Kirsch, Deutsch. Entom. Zeitschr. 1877. p. 171.
Eugnomus Wäkefieldi (Christchurch), fucosus (Tairua) ; Pascoe,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 145, 146.
Cyttalia (?) depressirostris (Auckland I.); Kirsch, D. E. Z.
1877. p. 169.
Amhatini. Brexius ascitus (Waikato); F. P. Pascoe, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (4 ser.) XYIII. p. $9.
Ambates fasdolatus, hisignatus (Mexico) p. 341, amhitiosus,
tergosignatus (Cayenne), simulans (Südam.) p. 342, Putzeysi, Justini,
bicircinatus (Neu-Granada), heilipoides (Teapa) p. 343, thoracicus,
vestitus (Neu-Granada), quadrinotatus (Bolivia) p. 344, epliippium,
cälUnotus, elongatus p. 345, ?iiwmfws p. 346 (Brasilien); Chevrolat,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877.
Oxycorynini. Bhopalotria (n. g.) dimidiata (Cuba); Che-
vrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XCVII.
522 Bertkau: Bericht üb. cL wissenscbaftl. Leistungen
Beiini. Pachyura metalUca (Christchurcli) ; Pascoe, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 146.
Apoderini. Hoplapoderus Van Volxemi (Kioto); Roelofs
in den C. R. Soc. Ent. Belg. XVIII. p. CXXXI.
Apodernsi?oeZo/si (Hakone Geb. Japan; nitidus, omnino niger,
elytris striato-punctatis, basi utrinque impressis ; long. 6 — 7 mm);
E. V. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 358; tuher-
culatus (Tokio); derselbe ebenda 1878. p. 85; nigroflavus, mela-
nostictus (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
Phialodes heros var. sumptuosus Q^i^on) ; Roelofs, C. R. Ent.
Belg. XVIII. p. CXXXII.
Attelabus hypomelas (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 130; ruhripennis{Ja.pan); Chevrolat, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. XXXI.
Bhinomacerin i. R hy nchites Davidis (China) ;Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 130.
Eugnamptus decemsatus (fossil in den Green River Shales);
Scudder, Bull. ü. S. G. S. IV. p. 764.
Erodiscini. Ancistropterus piJosMS (Tairua) ; Broun, Trans.
N. Zeal. Inst. IX. p. 373.
Otidocephalini. Otidocephalus grandis p. 174, cupreus,
pellitus (Mexico), tergopilosus (Bras.), canus, senex, Uneipennis ip. 176,
albomarginatus (scr.-marcin.) (Mexico), elongatus (Brasil.) p. 177 ;
Chevrolat, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877, ruficolUs (Sta. Catharina),
smiculus (Cordova); derselbe, ebenda Bull. 1878. p. CHI.
Magdalinini. Magdalis alutacea (Georgetown, Colc); Le
Conte, Bull. U. S. Geol Surv. IV. Nr. 2. p. 463.
Balaninini. Balaninus Hügendorfi (Tokio); v. Harold,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 86; Davidis (China); Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 126; c?^wms^s (Shanghai) p. XXXI, scutel-
laris (ibid.) , leucaspis, interruptus (Hongkong) p. XXXII ; Chevrolat,
C. R. Ent. Belg. 1878.
Änthonomini. Omogomis n. g. Lonchophoro valde afjfine ;
0. gibbus (Cayenne); Eliinolius n. g. praec. affine; Uh, nigrirostris
(Brasil.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. XXIX f.
Sphincticraerus (n. g. inter Anthonomum et.Bradybatum);
Marseul, L'Abeille 1876. p. 385, 386.
Anthonoraus defossus (foßsil im Tertiär Colorado's), Scudder
a. a. 0. p. 86.
Orchestes canus (Michigan und Colorado), minutus (Calif.);
Hörn, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 620.
Coryssomerini. Prodotes gibbicoUis (Peru); Kirsch, D. E.
Z. 1875. p. 167.
Prionomerini. Essai monographique du genre Piazor-
rhinus; par. M. A. Chevrolat; Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 97 ff.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 52^^
Beschreibung 11 neuer Arten: P. senilis (Rio Jan.) p. 97, leucaspis
(Petropolis), rubidus (Boa-Jorta), Sahlbergi (Petr.) p. 98, rufirostris
(Boa-Jor.ta), ephippiatus (Petrop.), corpidentus, pleuroleucus p. 99,
flavitarsis, alticollis (Neu-Granada) p. 100.
Tycliiini. Pachytychius transversicollis (Lambessa); Fair-
maire, Pet. Nouv. IL p. 145, insularis (Sardinien); Chevrolat,
Bull. Ent. Fr. 1875. p. LVIII.
Sibynes cretoso-sparsus (Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
p. 145.
Tylopterus leucozona (Sta-Rita); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1877. p. CIXVIII.
Cionini. Nanophyes Komarofß (Derbent; von den beiden
gleich ihm schwarzen Arten siculus Boh. und annulatus Gyll. durch
längere schmälere Gestalt, kaum gegliederten Endknopf und getrennte
Klauen leicht zu unterscheiden); J. Faust, Bull. Soc. Imp. Nat. Mos-
cou. LH. 3. p. 41.
Gymnetrini. Gymnetron Marseuli (Syrien); Coye, L'Ab.
1876. 4me livr. p. 376; vittipennis (ibid.) p. 383, pipistrellus (Algier)
p. 386; Marseul, ebenda.
G. Le Contei (fossil in den Green River Shales); Scudder,
Bull. U. S. G. S. IV. p. 767.
Nerthopini. Acallopistus franciscanus (Schendy auf Mal-
ven, Centralafrika), G red 1er, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII.
p. 520.
Menemachini. Acicnemis albo-guttatus, apicalis (Taiti), ma-
culicollis (Neu-Hebr.), arcuferus (! Ceylon) p. 257, dorsonotatus (Ceylon),
Neelglieriensis (Ind.) p. 261, Javamis, moniliferus (Java) p. 262;
Chevrolat, Pet. Nouv. II; biconifer (Viti), crassiusculus (ibid. und
Tonga); Fairmaire, ebenda p. 286; lateralis (Sarawak); Chevro-
lat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. CHI.
Cholini. Kangoropus (n. g. für Sclerosomus granulosus
Fähr, und) verrucosus, albosparsus (Bras.); Chevrolat, Bull. Ent.
Fr. 1878. p. CXXVI f.; Thoracus (n. g. für Amerhinus Fähraei,
pavo, pardus, figuratus und) quadrispilotus, luteofasciatus (Brasil.)
p. CXXXIII.
Solenopus nitidicollis (Chili); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. CLXI (verdruckt für CXLI).
Polyderces luctuosus (Venezuela); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1878. p. CLXI.
Homalonotus Lherminieri (Guadeloupe); Chevrolat, BulL Ent.
Fr. 1878. p. CLXI (verdruckt für CXLI); distinctus (Bras.), nodi-
pennis (Moyabamba), complanatus (Cayenne); derselbe ebenda
p. CLXI.
Erethistes carbonarius, bifasciatus p. CXVI, uterinus, basalis
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. Bd. 2. JJ
524 ßertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistuageü
(Brasil.), Duponti (Goyas) p. CXVII; Chevrolat, Bull. Ent.
Fr. 1878.
Callinotus geminatus (Brasil.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1878. p. CXL.
Cryptorrhynchini. A callopais (n. g.) rudis (Tairua);
Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Bist. (4) XIX. p. 147.
Trichocaulus n, g. Desmidophoris affine ; Type: T.longipüis
(Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 98.
Conopsis (n. g. ; Type: Orobitis gibbosa Montr.) dispar, ma-
culipes (Neu-Cal.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1877. p. CXVIII.
M oli c or y ne s (n. g.Soißhrovrhin.) longimanus\ Waterhouse,
Tr. E. S. Lond. 1878. p. 310 f.
Trichonotus (n. g. für Camptorrhinus setiferus Bob., setarius
Thoms. und) erectisetis (Senegal), succinctus (Guinea); Chevrolat,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 104.
Diplogrammus (n. g. für Cryptorrh. 4-vittatns Oliv., amoenus
Chevr., sexlineatus Bhn. und) maculipes (ßahia) p. 181, imperfectus
(Pernambuco), novemlineatus (Amazon.) p. 182; Chevrolat, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1877.
Trichogonus (n. g. Hemideri affine) unipenicillus (Viti);
Fairmaire, Pet. Nouv. IL p. 282.
Conotrachelus ventralis p. 428, pusillus (Enterprise), cognatus
(Tampa) p. 429, coronatus (Enterprise) p. 430; Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
Gyioperus mm-yewim (Amaz.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1878. p. CVII.
Ocladius holomelas (Bou-Säada); Fairmaire, Pet. Nouv. IL
p. 98.
Mecistocerus ocello-Uneatus (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. IL
p. 282.
Acalles plcmidorsis, Kronii (Auckland-Ins.); Tb. Kirsch,
Deutsch. Ent. Zeit sehr. 1877. p. 172; ventrosus (Enterprise),
subhispidus (Sumter Cy.); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII.
Nr. 101. p. 430, 431; impexus (Canterbury, Neu-Seeland); Pascoe,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 146.
Perissops pavonius (Neu-Guinea) ; Chevrolat, Pet. Nouv. IL
p. 189.
Cyamobolus atomosparsus (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. IL
p. 282.
Crypharis Oberthürii (Bou-Säada); Fairmaire, Pet. Nouv. IL
p. 38.
Cryptorrhynchus helvus (Enterprise); Le Conte, Proc. Am.
. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 431.
C. annosus (fossil im Tertiär Wyomings); Scudder, a. a. 0.
p. 86.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 525
A. Chevrolat macht einen Essai monographique du
Genre Macromer US, in welchem zu den bekannten 10 Arten 13
neue beschrieben werden; Ann. Soc. Ent. Belg, XX. p. 102 ff.
Die Arten sind nach ihrem gemeinsamen Vaterlande zusammenge-
stellt; eine Gruppierung derselben nach körperlichen Merkmalen hat
Chevrolat nicht versucht. Die neuen sind: M. succinctus (Mexico)
p. 104, discicollis (Cayenne), simüis (discicolli valde affinis, minor,
rostro basi multicarinato . . .), Gehini p. 106, pupillatus (Cayenne),
angustatus (Para), amazonus (Amazon.) p. 107, collaris (Brasilien)
p. 108, hisignatus (Neu-Granada), insignis (Bogota) p. 109, bifascia-
Uis (Venezuela; ovalis, squamosus, fusco-rubidus, nigro-punctatus,
elytrorum fasciis duabus albidis; rostro basi tricarinato, . . .), sitb-
auratus (Südamerica), Bolwianus (Bolivia) p. 110.
Protopalus alboguttatus (Neu- Guinea) ; Chevrolat, Pet. Nouv.
II. p. 189.
Zygopini. Idotasia egena (Waikato); Pascoe, Ann. Mag.
Nat. Hist. (4) XVII. p. 58.
Mecopus brevispina (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr,
1878. p. 125.
Arachnopus compressipes (Neu-Guinea), rotundipennis (Celebes) ;
Chevrolat, Pet. Nouv. IL p. 189.
Äntliarrhinini. Hoplorrhinus n. g. prope Platymerum;
H. melanocephälusj geniculatus (Brasilien); Chevrolat, Bull. Ent.
Fr. 1878. p. CVm.
Ulomascini. Euryscopus n. g. prope Ulomascum; E.
Feisthameli (Cayenne); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878. p. CIX.
Ceutorrhynchini. Ceuthorrhynchus alboUneatus (Bnd&ipest) \
J. Frivaldszky, Term. Füzet. II. p. 112.
Scleropterus Beitteri (Carpathen) ; We ise, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 61.
Baridiini. Diorymerus (7) punctatellus (Viti); Fairmaire,
Pet. Nouv. II. p. 282.
Eurrhinus occultus (fossil im Tertiär Colorados); Scudder a.
a. 0. p. 87.
Zygobaris subcalva (Detroit); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 622.
Chevrolat schlägt für den (bereits 1831 in der Form von
Loboderus von Guerin-Meneville an eine Elateridengattung verge-
benen) Namen Loboderes Schh. Epilobaspis vor; Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. 101, und beschreibt E. flavicornis p. 101, catoleucus
(Brasil.), macuUventris (Guyana) p. 102.
Baridius Dawc^zs (China) ; Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
p. 127; Chevrolati (Syrien); Coye, L'Abeille 1876. livr. 4. p. 378.
Barilepton bivittatum (Georgia und Nord-Florida); La Conte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 431.
526 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Pseudocholus holocyanus (Viti); Fairmai re, Pet. Nouv. II.
p. 282.
Calandrini. Otidognathus nigropictus (China); Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 128.
Rhynchophorus velutinus (Neu-Britannien) ; Fairmaire, Pet.
Nouv. II. p. 185.
Sphenophorus striatus Fähr, auf Madeira die Musa- An-
pflanzungen verwüstend; Wollaston, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4)
XX. p. 334. ff.
Sphenophorus apicaZzs (Enterprise) ; Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 432. S. siculus (Sicilien); Stierlin, Mitth.
Schweiz, entom. Gesellsch. IV. p. 476; caviscutatus, Hebridarum {Ve-
lew); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 282.
Cossonini. Anotheorus n. g.; Type: k. montanus {OQh\x)'j
Blackburn, E. M. M. XIV. p. 4 f.
Entium (n, g.) äberrans (Neu- Seeland); Sharp, Tr. E. S.
Lond. 1878. p. 12.
Gloeodema spatula W^ollast. var. bipustulata (Neu-Guinea);
Roelofs in den C. R. Soc. Ent. Belg. XVIII. p. CVI.
Dryophthorus squalidus, gravldus p. 22, crassus, decUvis, mo-
destus p. 23, pusülus, insignis p. 24 (Hawaii); Sharp, Tr. E. S.
Lond. 1878.
Pentarthrum Wollastonianum p. 9, debile p. 10, parvicorne,
remotmn p. 11, brevirostre p. 12 (Neu-Seeland), prolixum, obscurum
p. 25, Blaclburni p. 26 (Hawaii); Sharp, Tr. E. S. Lond. 1878.
Oodemas haltico'ides (Oahu); Blackburn, E. M. M. XIV.
p. 5.
Derselbe macht Some observations on the genus Oodemas
und beschreibt 0. nivicola (Maui), sculpturatum (ibid.), insulare (Oahu)
p. 74, robustum (ibid. und Maui), obscurum (Maui), angustum (Oahu),
Mauiense (Haleakala), Borrei (ibid.) p. 75; Ann. Ent. Belg. 1878.
Sericotrogns simulans (Auckland), setiger {T2^irn2i); Sharp, Tr.
E. S. Lond. 1878. p. 13.
Cossonus coeloderes (Neu-Guinea); Chevrolat, Pet. Nouv. IL
p. 189.
Mesites rufipennis (Neu-Smyrna); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 432.
Scolytidae. Durch W. Eichhoff's „Ratio, descriptio,
emendatio eorum Tomicinorum etc. in den Mem. Soc. Roy.
Sei. Liege (2) VIII nähert sich die von Chapuis mit den Scolytini
vor 10 Jahren begonnene Monographie dieser Familie der Vollen-
dung. In einer generellen Einleitung bespricht Eich ho ff die syste-
matische Stellung der Scolytiden und erklärt sich entschieden
für eine Trennung derselben von den Curculioniden, womit wohl
Jedermann einverstanden sein wird, wenn auch nicht geleugnet
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 527
wird, dass die Scolytiden manchen Curculioniden, namentlich den
Cossoninen nahe verwandt sind. Hinsichtlich der Begrenzung dieser
Familie erinnert Eichhoff an die bereits vor längerer Zeit von ihm auf-
geworfene Frage, ob die Platypiui nicht besser eine eigene Familie
neben den Scolytiden und Curculioniden bilden und ob es nicht an-
gemessen sei, die unleugbare nahe Verwandtschaft der genannten
3 Familien durch einen gemeinsamen Namen, etwa Coleopt. pae-
dognathica Imh., zum Ausdruck zu bringen. — Die Schilderung
der Charaktere der Tomicinen ist eine sehr eingehende; ebenso sorg-
fältig wird die Lebensweise (der Käfer sowohl wie der Larven) be-
handelt und die Terminologie der von denselben gebohrten Gänge
auseinandergesetzt. Auf eine dichotomische Synopsis der 40 Gat-
tungen und Arten folgt der specielle beschreibende Theil mit einem
Appendix. Vergrösserte Abbildungen auf 5 Tafeln stellen die Mund-
theile, Fühler und Beine der wichtigsten Typen dar. Der Umstand,
dass das Buch in einem lesbaren Latein geschrieben ist, erhöht seine
Brauchbarkeit.
Crypturgus Wollastonii (= Aphanarthrum pusillum Woll.)
p. 77; P ycnarthrum (n. g. Crypturg. prope Triotemnum) gracüe
(Cuba) p. 104, qimdraticolle (Mexico) p. 106; Liparthrum corsicum
p. 110; Triarmocerus (n. g. Cryphal. inter Hypoborum et Crypha-
lum) cryphaloides (Madag.) p. 119, birmanus {BirmaJTp. 486; Crypha-
lus numidicus (Griechenl.) p. 487, horridus (Indien) p. 488, indicus
(ibid.) p. 489, dilutus, discretus p. 490, scabricolUs p. 491, suhmuri-
catus p, 492 (ibid.), paganus (Prinzeninsel) p. 129; Glyptoderes
(n. g. inter Cryphalum et Stephanoderem), für Bostr. granulatus, bino-
dulus Ratzeb., Cryphalus Alni Lindem.) p. 137; Stephanoderes roiww-
dicollis (Nordamerika) p. 145, sculptiiratus (Tenesse) p. 146, fusci-
collis (Columbien) p. 148, {Cassiae = asperulus Mchli. p. 152), co-
status (Venezuela) p. 154. {depressiis = obscurus Eiclih. p. 155),
arundinis (Italien) p. 157, Germari (Mexico) p. 159, Myrmedon (Co-
lumbien) p. 160, Elüersii Kies. i. 1. (Spanien) p. 493, coriaceus (Siam)
p. 494; Cosmoderes (n. g. Cryph. post Stephanod. inserendum)
monilicolUs (Indien) p. 496; Probte chilus (= Gymnochilus Eiclih.)
Beitteri (Mexico) p. 169; Scohjtogenes (u. g. Xylocton.) Barioinii
(Birma) p. 497; Pityophthorus glabratus (Deutschland, bisher mit
Bostr. Lichtensteiuii verwechselt) p. 179^ tubercidatiis (Calif.) p. 498,
langiiidus (Venezuela) p. 186, concentralis (Cuba) p. 188, peregrinus
(Brasil.) p. 193, pruimsus (Carolina) p. 198, tomentosus (Nordameri-
ka) p. 201; TaphrorycJms (n. g. Pityophthor. für Bostr. bicolor
übst., Bulmerincqui Kol und) hirtellus (Anatolien) p. 208; Tha-
mnurgus varipes (Südfrankr.) p. 212; Tomicus interpunctus (Sitka)
p. 241, infucatus (! Steiermark) p. 247, s^mi/er (Calif.) p. 499; Dryo-
coetes pumilio (Venezuela) p. 295; Lepicerus (n. g. Tomic. post
Dryocoet.) aspericolUs (Birmah) p. 501; Hylocurus (?isci/er (Venezuela)
528 Bertkau: Bericht üb. d. wissenscbaftl. Leistungen
p. 300; Micracis acuUpennis (Bahia) p. 302; Coccotrypes (n. g.
Xylebor., für Bostr. dactyliperda F. und) pygmaeiis (Madagascar)
p. 310, integer (Siam) p. 311, tropicus (Fern) p. 312, rohustus (Cnb^i)
p. 313, graniceps (Japan) p. 314; Xyleborus hrevis (Nipon) p. 319,
granifer (Birmah) p. 502, semiopacus (Nipon) p. 334, pelliculosus
(ibid.) p. 336, Biehlii (Celebes) p. 346,=' coronatus (Brasil.) p. 348,
indicus (Java) p. 354, principalis (Prinzeninsel) p. 357, muriceus
p. 506, artestriatus p. 507 (Indien), interstiUalis (Mexico) p. 375,
cuneatus (Neu-Granada) p. 380, gldbratus (Japan) p. 381, viduus
(Brasil.?) p. 391, dilatatus (Mauritius; vielleicht nur Variet. von
parvulus Eichh.) p. 393, vicinus (Venezuela) p. 394, quadrispinosus
(Südafrika) p. 396, procer (Columbien) p. 402, fallax (Birmah) p. 508,
emarginatus (ibid.) p. 510; Premnobius (n. g. Xylebor. inter Xyleb.
et G no^thoirichnm) eavipennis (Cap, Columbien) p. 404; Gnathotrichus
nanus (Chili) p. 410; ÄncJiono cerus (n. g. Corthyl.) rußpes (Neu-
Granada) p. 431; Phthorius (n. g. für Pterocyclon ingens Eichh.
p. 433); Trypocranus (n. g.) cincinnatus (! Bogota) p. 435; Pte-
rocyclon gracile (Tennesse) p. 444, pumilio (Venezuela) p. 445, exile
(Neu-Granada) p. 451, penicülatum (Columbien) p. 457, scrobiceps
(ibid.) p. 458; Steganocranus (n. g. Amphicran.) Dolwnii (Süd-
america?) p. 461; Amphicranus crenatus (Brasil.; = thoracicus
Erichs.'?) p. 465, (?) bipunctatus (Neu-Granada) p. 469.
Derselbe giebt in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877,
p. 117 fif. ausser den bereits 1875 in den Ann. Soc. Ent. Belg.
p. 200 ff. (vergl. den Ber. 1876. p. 443 (235)) erschienenen Dia-
gnosen nun auch ausführliche Beschreibungen der dort kurz dia-
gnosticirten Arten, sowie der neuen : Xyleborus glabratiis von Japan.
(Stephanoderes tristis Eichh. a. a. 0. p. 200, die im vorigen Bericht
aus einem Versehen ausgeblieben ist, sei hier nachgetragen.)
Derselbe macht Bemerkungen über europäische Tomicus-
Arten; Stett. Ent. Zeit. 1877. p. 386 ff. und giebt eine Bestim-
mungstabelle derselben. Neu ist T. infucatus (Steiermark) ; vgl. Mem.
Soc. R. Sei. Liege VIII. p. 247.
K. Lindemann setzt seine „Monographie der Borken-
käfer Eusslands. Die cryphaloiden Tomiciden" fort. Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou. LH. p. 159 ff. Behandelt werden die Gattungen Ste-
phanoderes und Hypoborus und charakteristische Chitintheile von
Arten dieser Gattung vergrössert abgebildet.
Pityophthorus obliquus (Enterprise), senaiws (Tampa) ; Crypha-
lus miles (ibid.); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
p. 432 f. ; P. annectens (Tampa), consimilis (Michigan) p. 622, hirti"
ceps (Marquette), pusio (ibid.), opaculus (ibid.) p. 623; Xyleborus
punctipennis (ibid.), decipiens (Detroit) p. 624; Tomicus balsameus
(New- York); Micracis opacicoUis (Detroit) p. 625, asperulus (ibid.)
626; derselbe ebenda.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 529
Pachycotes (n. g. prope Hylurgum) ventralis (Riccarton);
Sharp, E. M. M. XIV. p. 10.
Die Entwickeluugsgeschichte des Xyleborus dispar F. und
X. Saxesenii Ratzeb., deren Larven der Autor in einem jungen
Apfelbaum fand, ist geschildert von G. Sc hoch, Mitth. Schweiz,
ent. Ges. V. p. 367 fif.
Trypodendrum Impressum (fossil im Tertiär Wyomings) ;
Scudder, a. a. 0. p. 83; wird später (ebenda IV p. 768) zur Gat-
tung Dryocoetes gerechnet; eine weitere Art derselben Gattung
ist D. carhotiarms, aus den Green River Shales.
Ueber den Fichtenborkenkäfer, Bostrychus typogra-
phus, sein Auftreten, seine Vermehrung und Verbrei-
tung im Baierischen und im Böhmer-Walde, sowie seine
Vertilgung durch die Menschen und seine natürlichen Feinde macht
Oberförster Her lein Mittheilungen nach seinen Erfahrungen aus
den Jahren 1869 — 75 und berührt dabei kurz auch andere forst-
schädliche Arten. 11. Ber. Naturf. Vereins in Passau. 1878. p. 89 ff.
Thamnurgus Cliaraciae (Barcelona in den Stengeln von Eu-
phorbia Char.); Rosenhauer, Corrbl. z. m. V. R. 32. p. 162 und
Eichhoff a. a. 0. p. 513.
Brenthidae. G. Power macht Notes pour servir ä la mono-
graphie des Brenthides; Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 477 ff. Er
ist geneigt, aus den Gattungen Amorphocephalus, Cordus, Symmorpho-
cerus und Eupsalis eine besondere Gruppe, Amorphoceplialides,
zu bilden, die demnach einige Gattungen der Trachelizides und
Arrhenodides Lacordaire's vereinigt, und auch einige von Thom-
son als Arrhenodes beschriebene Arten umfasst. Es werden die
neuen Gattungen Debora p. 490 und Spather ituis (Chevr. i. 1.)
p. 493 aufgestellt, die erstere für 2 neue Arten, die letztere für
Arrhenodes medioxenus, opacus, Gabonicus Thoms.
Agriorrhynchus (n. g. prope Arrhenodem) Borrei (Java),
undulaUis (Malacca); Power, Pet. Nouv. 11. p. 241.
Cordus acutipennis (Austr.), Schönhcrri (ibid.) p. 483, Pascoei
(ibid.), puncticollis (Natal), elongatus (Senegal), latirostris (ibid.) p. 484 ;
P ow er a. a. 0.
Amorphocephalus variolosns (Malacca), Calvei (Seneg.) p. 485,
senegalensis, diadematus (ibid.), laevis _^(lndien) p. 486, Mniszeclii
(Cap York) p. 487; Power a. a. 0; Piochardi (Syrien); Bedcl,
ebenda Bull. 1877. p. CLXXXIV; Jickelii (Nubien); Schaufuss,
Nunq. Ot. II. p. 402.
Symmorphocerus minutus (Nubien), Beloni (Mesopot.) p. 488;
Power a. a. 0.
Prophthalmus Delesserti (Indien) p. XXXVII, tricölor (Moluccen),
Bourgeoisi (Ceylon) p. XXXVIII, pugnator (Java) p. XLIV, obscurus
(Indien), brevis (Malacca) p. XLV; Power, Bull. Ent. Fr. 1878.
530 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Debora Bocandei p. 490, IJiomsoni p, 491 (Guinea); Power
a. a. 0.
Eupsalis Sallei, Lecontei (Nordam.) ; Power a. a. 0. p. 494.
Ectocemus ruficauda (Duke-of-York Isl.; sehr nahe verwandt
nait (und vielleicht nicht verschieden von) E. pterygorrhinus Gastro);
H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London. 1877. p. 156. PI. XXV.
Fig. 5 ; granuUrostris{I{a\m3iherd.), pterygorrhinus (Somerset) ; G e s t r o,
Ann. Mus. Civ. Gen. VIII. p. 519.
Episphales Lacordairei (Mexico); Power, Pet. Noüv. IL
p. 241.
Anthribidae. Die Larven beschrieben und abgebildet von Ene-
dreytes Oxyacantha Bris. p. 195 PI. X. Fig. 389—396; Choragus
Sheppardi Kby. p. 197, Fig. 397 ; Tropideres albirostris Herbst. Fig.
398—399, p. 200, sepicola Herbst. Fig. 400—401, niveirostris (F.)
Fig. 402-403 p. 201; Enedreytes hilaris Seh., Anthribus albinus L.
p. 202, Fig. 404—406; von E. Perris, Ann. Soc. Linn. Lyon. XXIIL
Phaenotherion (n. g.; ab europaeis generibus difiert corporis
forma, antennarum constructione et scutello iuvisibili) Fulszkyi (Un-
garn); Frivaldszky, Magy, Tud. Akad. math. *"es term. Közl.
Xm. p. 331. Taf. I.
Diastatropis oUvaceus (Madagascar) ; Waterhouse, Tr. E. S.
Lond. 1877. p. 11.
Cratoparis Targionii (Italien); F. Piccioli, Bull. Ent. It. IX.
p. 214. Tav. Vn. Fig. 1.
C. repertus, elusus (fossil in den Green River Shales); Scud-
der, Bull. U. S. G. S. IV. p. 768.
Brachytarsus pristinus (fossil im Tertiär Wyomings) ; S c u d d e r
a. a. 0. H. p. 87.
Enxenus piceus (Tampa); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVIL
Nr. 101. p. 434.
Choragus Harrisii jJDetroit); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc.
XVII. Nr. 101. p. 626.
Bruchidae. Proterhinus (n. g. prope Aglycyderem) vestitus
p. 16, BlacTcbiirni, simplex p. 17, ohscurus, oscillans p. 18, dehilis
p. 19 (Hawaii); Sharp, Tr. E. S. Lond. 1878.
Urodon lineipennis (Senegal); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1877. p. CXXXV.
Spermophagus anosignatus (Bras.), serieguttatus (Venezuela),
albovittatus (Bogota) p. CXXV; Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1877;
planifemur (Mexico), flavidus (Bras.), ligatus (Neelgherris) p. CXXXIV,
posticus (Old Cal.) p. CXXXV.
S. virificatus (fossil im Tertiär Colorados); Scudder a. a. 0.
p. 82.
Mylabris (Bruchus) japonica (Hagi) ; v. H a r o 1 d , Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1878. p. 87; Bruchus melanops (Old Calabar) ; Chevrolat,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 531
Bull. Ent. Fr. 1877. p. LXXXIX; (Mylabris Geoffr.) muata (Inner-
afr.); V. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 109.
B. anilis (fossil im Tertiär des White River); Scudder a.
a. 0. p. 82.
Letzner beschreibt die in Früchten von Phytelephas lebende
Larve und Puppe von Bruchus (Garyoborus) serripes Boh. ; 55. Jahres-
ber. Schles. Ges. Vaterl. Cultur. p. 195.
Garyoborus giganteus (Bahia), priocerus Dej. cat. (Cayenne);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1877. p. XCVIII f., Lacerdae (! Bahia),
luteomarginatus (Caraccas) p. CVI; recticollis (ibid.) p. CXV, rubidus
(Mexico) p. CXIV.
Caryopemon quadriguttatus (Cambodja); Chevrolat, Bull.
Ent. Fr. 1877. p. XC.
Pachymerus ruficornis (Mexico) p. XC, dimidiaticornis (Bogota),
scahricolUs (Neu-Gr.) p. XCVIII; Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1877.
Cerambycidae. E. Perris beschreibt und bildet ab die Larve
von Aegosoma scabricorne F. p. 258. PI. XI. Fig. 407—410; Tra-
gosoma depsarium (L.) p. 260. Fig. 411 — 416; Cerambyx Mirbeckii
Luc. p. 262. Fig. 417—420; Purpuricenus Koehleri (L.) p. 263. Fig.
421—426; Aromia moschata (L.) p. 266. Fig. 427, 428; Pbymatodes
melancholicus (F.) p. 270. Fig. 430—436; variabilis (L.) p. 273.
Fig. 437, 438; Rhopalopus femoratus (L.) p. 275. Fig. 439—442,
clavipes(F.); Callidium unifasciatum Oliv, p.277. Pl.XIL Fig. 443— 448.
Alni (L.) p. 280. Fig. 449, Verneti Pellet, p. 283; Stroraatium uni-
color (Oliv.) p. 288. Fig. 450—453; Plagionotus detritus (L.) p. 291.
Fig. 454— 460; Clytus arietis (L.) p. 293, Verbasci (L.), ornatus (F.)
p. 294. Fig. 461, 462; quadripunctatus (F.) p. 295, Fig. 463, 464;
massiliensis (L.) p. 296, Rhamni Germ. p. 297, arvicola Oliv., anti-
lope lUig. p. 298; Deilus fugax (F.) p. 299. Fig. 464; Icosium to-
mentosum Luc. p. 302. Fig. 465 — 467 ; Gracilia pygmaea (F.) p. 303.
Fig. 468 — 472; Leptidea brevipennis Muls. p. 305; Stenopterus rufus
(L.) p. 307. Fig. 473—475; Molorchus umbellatarum (L.) p. 308.
Fig. 476; Lamia tristis (L.) p. 314. Fig. 477, 478; Astynomus ato-
marius (F.) p. 316. Fig. 479—482; Liopus nebulosus (L.) p. 317.
Fig. 484—490; Acanthoderes varius (F.) p. 319. PL XIIL Fig. 491—494;
Exocentrus adspersus Muls.-Rey p. 320. Fig. 495— 499; Pogonocherus
dentatus (Fourcr.) p. 326. Fig. 500 ; decoratus (Fairm.) p. 327, hispi-
dus (F.) p. 328; Mesosa nubila (Oliv.) p. 331. Fig. 501— 505; Albana
M-griseum p. 333. Fig. 506, 507; Anaesthetis testacea (F.) p. 335.
Fig. 508—513; Tetrops praeusta (L.) p. 337. Fig. 514—517; Aga-
panthia Asphodeli Latr. p. 340. Fig. 518—522, lineicoUis Donovan
p. 342; angusticollis Gyll. p. 343; Oberea oculata (L.) p. 349. Fig.
523—526; Phytoecia lineola (F.) p. 351. Fig. 527—530; Vesperus
luridus (Rossi) p. 356. Fig. 531—537; Rhagium bifasciatum (F.)
p. 368. PI. XIY. Fig. 538—546; Oxymirus Cursor (L.) p. 371. Fig.
532 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
547—549; Acmaeops collaris (L.) p. 373. Fig. 550—555 (ausgezeich-
net durch den merklich abgeplatteten Körper); Strangalia attenuata
(L.) p. 380. Fig. 556—562; Leptura cincta Gyll. p. 382. Fig. 563,
564; rufipennis Muls. p. 383; Graramoptera ustulata Schaller p. 384.
Fig. 565—573; analis (Pz.) p. 386; Ann. Soc. Linn. Lyon. XXUL
Pascoe liefert Descripti^tis of Longicorn Coleoj)tera;
Ann. a. Mag. Nat. Bist. (5) IL p. 370 £f. 17 Arten; 2 n. Gattungen.
L. V. Heyden macht Bemerkungen über BocE^käfer,
meist synonymischer Natur; Deutsch, Ent. Zeitschr. 1877. p. 417 ff.
J. Thomson zählt auf und. beschreibt Typi Cerambyci-
darum Musei Thomsoniani, den Prionini angehörig; Bev. et
Mag. de Zool. 1877. p. 249 ff. 1878. p. 1 ff., 65 ff.
On some (9) Longicorn Coleoptera from the Hawaiian
Islands; by D. Sharp, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 201 ff.
Die Beiträge zur Kenntniss der Käfer des Europäi-
schen und Asiatischen Russlands mit Einschluss der Küsten
des Kaspischen Meeres von J. Faust behandeln in ihrer 2.
Fortsetzung vorstehende Familie. H. E. R. XIV. p. 113—139.
Prionini. Thomson charakterisiert in Rev. et Mag. de
Zool. 1877. p. 261 eine Nouv. Div., deren Platz hinter den Mi-
cropsalites sein würde: Acal odegmites (Caput parvum, man-
dibulae parvae, palpi debiles, breves; ^ ant. moniliformes, corpore
longiores, oculi sub-approximati, ....). Dieselbe enthält Acalo-
degma (n. g. für Ancistrotus Servillei Blanch.); Cyrtognathus falco
(Darjeeling) p. 262, Zivetta (Himalaya); Closterus Jmius (Madagas-
car) p. 263; ChoUides (n. g.) closteroides (China); Tithoes mandi-
hularis (Cap) p. 265, intermedius (Natal), AraUcus (Djedda) p. 266;
Zelogenes (n. g.) Newmunni (Diamantf., Südafr.) p 268; Xixuthrus
terribilis (Fiji I.) p. 269; Paranaecus (n. g.) OUvieri (Paranä);
Navosoma Blanchardii (Brasilien) p. 270 ; Macrotoma valida (Senegal?),
cnemoplito'ides (Australien) p. 271, atropisoptera (Natal), serricolUs
(Java) p. 272, gregaria (Senegal) p. 273; Zoollax (n. g.) elateroides
(Andaman Ins.) p. 274; Strongylaspis costifer (Guyana) p. 275; Na-
vosomopsis (n. g. für Aulacopus Feisthamelii Buquet) p. 275;
Äpsectrogaster (n. g.) flavipiUs (Australien) p. 277; Blephylidia
(n. g.) jejuna (Madagascar) ; Phyllocnema i^a^ra^/i (Zanzibar) p. 278.
En neaphylliis (n. g.) aeneipennis (Tasmanien) ; W a t e r -
house, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 257; Analophus (n.
g. Mallodonti valde affine, differt pronoto latere non in costam
dilatato) parallelus (Queensland); derselbe ebenda p. 423.
Cnethocerus n. g. Priono affine; Type: C. Messi (Hong-
kong); Bates, E. M. M. XIV. p. 273.
Cryptohelus n. g. prope Blejjhylidiam ; C. Gestroi (Neu-
Guinea); Thomson, Bull. Ent. Fr. 1878. p. CXLVIIL
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 533
Vair2indr& puncticeps (Oahu); Sharp, Tr. E. S. Lond. 1878.
p. 202.
Thomson wiederholt in Rev. et Mag. de Zool. 1877. p. 255
die bereits 1874 in Pet. Nouv. Ent. Nr. 107 gegebene Diagnose von
Psalidognathus Boucardi und beschreibt ferner F.Batesii (Pa-
nama) p. 257.
P. Deyrollei (Columbien) ; derselbe, Bull. Ent. Fr. 1877.
p. XCVII.
Cyrtognathiis planicolUs (Borneo); Bat es, E. M. M. XIV.
p. 272.
Prionus corpulentus (Murree); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 720.
Derobrachys asperatus (Costa Rica); Bates, E. M. M. XIV.
p. 274.
Cacosceles Lacordairei (= C. Oedipus Lac); Bates, E. M.
M. XIV. p. 273.
Hoplideres JV2/assae (Nyassa S.); Bates, E. M. M. XIV. p. 272.
Xixuthrus nycticorax (Austr.); Thomson, Bull, Ent. Fr.
1877. p. CLIV; axis (Amberbacki; Neu-G.) p. CLXVH. ders. ebenda.
Aulacopus foveiceps (Innerafrika); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 109.
Colpoderus forcipatus, substriatus (Innerafrika); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 109.
T oxeuies pimctatissimus (Austr.); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1877. p. CLV.
Selenoptera lateralis (Porto Rico); Chevrolat, Bull. Soc.
Ent. Fr. 1877. p. XXXI.
Ceramhycini. Astrimus (n. g. Callidiops. prope Stroma-
tium) obscurus p. 204; Sotenus (n. g. Callidiops.) niger p. 205
(Oahu); Clytarlus (n. g. Clyt.) robustus p. 206, cristatus (ibid.)
p. 207; Sharp, Tr. E. S. Lond. 1878.
Jebusaea n. g. Xestiae affine; J. Hammerschmidtii (Jaffa);
Reiche, Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLIV.
Allotraeus n. g. Phoracanthin. ; Type: A. sphaerioninus
(Japan); Waterhouse, E. M. M. XIV. p. 37.
Leptoxenus n. g. Eligmodermin.; Type: L. tbidüformis
(Japan); Waterhouse, E. M. M. XIV. p. 38.
Brachycnemis (n. g. Phyllocnemae affine) velutina (Indien?),
anomala (Penang); Waterhouse, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 12.
Macropsebijim (n. g. Necydalin., Psebio proxime affine)
Cotterüli (Nyassa); Bates, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 191 f.
Stromatiodes (n. g.) brunneus (Borneo) p. 1; Colynthaea
(n. g. Ibidionit.) grossa (Sta. Cathar.) p. 6; Enosmaeus (desgl.)
Cubanus p. 10; Saporaea (ebenso) femoralis (Australien) p. 11;
Gclonaetha curtipes (Mindanao) p. 13; Aquinillum pallidum
534 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
(Fidji Is.) p. 14; Araespor longicolUs (Cuba) p. 15; Herozoum
longulum (Damaraland) p. 16; Psylacrida (!) graciUs (Australien)
p. 17; Aristohrium cyanipenne (Cap) p. 18; Armylaena cdllidi-
o'ides (Senegambien) p. 20; Lymernaea picta (Brasilien) p. 21;
ürocrites cribripennis (Chili) p. 22; Obriaccum (n. g. Ibidionit.
für Obrium fuscatum Chevr. und) Senegalense p. 24; Mytliozoum
ustulatum (Senegal) p. 26; Calyhistum fuliginatmn (Senegambien)
p. 27; Allophyton (-tum?) hüoculare (Guinea) p. 28; Nisibistum
Kdisanum p. 30 ; Cleistimu m venatimi (Moreton B.)p. 31; Dictator
postulatus (Westafrika) p. 33; Thomson, Rev. et Mag. 1878. —
Derselbe vervollständigt ebenda p. 33 die Gattungsdiagnose von
Sagridola durch Hinzufügung der Merkmale des männlichen Ge-
schlechtes.
Cyriopalus Pascoei (Borneo) ; T h o m s o n , Rev. et Mag. 1878. p. 2.
Plocaederus formosus (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 109 ; hamifer (Nyassa) ; B a t e s , Tr. E. S. Lond. 1878. p. 190.
Pachydissus ilfanae (Borneo); Thomson, Rev. et. Mag. 1878.
p. 2; gigas (ibid.) p. 3; elongatus (Innerafr.); v. Harold, Mitth.
Münch. 1878. p. 109.
Trinophylum (! n. g. Hesperoph. affine) cribratum.
Hesperophanes cribricollis (Murree); Bates, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 720.
Elaphidium tectmn (Cedar Keys); Le Conte. Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 413.
Piezocera rubiginosa (Bahia); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 4.
Hemilissa laevigcUa (Cayenne); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 3.
Agapanthia eaeruleipennis (Klcinasieu) ;J. Frivaldszky, Term.
Füz. IL p. 9.
Syllitus bipunctatus (Queensland); Waterhouse, E. M. M.
XIV. p. 75.
Zoedia elegans (Tasmanien); Waterhouse, Tr. E. S. Lond.
1878. p. 236.
Gaurotes Davidis (China); Fairmaire. Ann. Soc. Ent. Fr,
1878. p. 133. PI. 3. Fig. 9.
Nach Faust ist Cortodera Bcckeri Desbr. = Pachyta alpina
Men.; H. E. R. XH. p. 832.
Vadonia bicarinata Arnold = livida F. var. ?; Faust, H. E.
R. XIV. p. 138.
Julodia tibialis (Sarepta); Marseul, Nouv. et Faits. 1876.
Nr. 25'. p. CIL
Typocerus sparsus (Escanaba; Mich.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 614.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 535
Molorchus plagiatus (Batum); Reiche, Bull. Ent. Fr. 1877.
p. CXXII.
Merionoeda Musschenbroekii (Kandari); Gestro, Ann. Mus.
Civ. Gen. X. p. 653.
Brachytria varia (Sydney), ^icia (Queensland); Waterhouse,
Ann. a. Mag. Nat. Eist. (4) XIX. p. 423, 424.
Leptura riibriola (Murree) ; Bates, Proc. Zool. Soc. London.
1878. p. 720.
Zonopterus grandis (Malacca); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 31.
Pachyteria ochracea, hasalis, ruficollis (Borneo) ; Waterhouse,
Ann. a. Mag. Nat. üist. 1878. II. p. 136, 137.
Callichroma (?) Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 132. PL 3. Fig. 8; Nyassae (N.); Bates, Tr. E. S.
Lond. 1878. p. 191.
Helymaeus signaticolliSj pedestris (Yemen); Pascoe, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 370.
Promeces suturdlis (Bagamoyo, Sans.; sutura aurato-flava om-
nino conspicua); v. Harold, Monatsber. kgl. pr. Akad. Wissensch.
Berlin. 1878. piS221.
Rosalia Batesi (Yesso); E. v. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 360.
Clytanthus ignöbilis (Murree); Bates, Proc. Zool. Soc. Lond.
1878. p. 721.
Clytus Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878.
p. 132.
Neoclytus ascendens (Georgetown, Colo.); Le Conte, Bull. ü.
S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 462.
Clytellus selebensis (Kandari); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
X. p. 653.
Ptycolaemus lativittis (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 109.
Smodicum depressum (Brasilien) p. 6, hrunneum (Bogota), suh-
cylindricum (Columbien) p. 7, similare (St. Domingo), miseriim (ibid.)
p. 8, impressicoUe (ibid.) p. 9; Thomson, Rev. et Mag. 1878.
Stenaspis plagiata (Guatemala); Waterhouse, Tr. E. S.
Lond. 1877. p. 12.
Larve von Purpuricenus Köhleri in Weinbergpfählen
- aus Akazien(? = Robinia?)holz; Müller, Mitth. Schweiz, ent. Ges.
V. p. 383. (Bei Bonn kommt sie in Weiden- und Birnbäumen vor;
Ref.); vgl. auch p. 386.
Crossidius AUgeioahri (Atlanta, Idaho); Le Conte, Bull. ü.
S. Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 462; intermedius (Arizona); Ulke,
Wheeler's Rep. Geog. Expl. W. of 100 th. Mer. V. p. 813. PI. XLL Fig. 1.
L amiin i, Hepomidio n (n. g.) stygitim (Diamant F.,
536 Bertkau: Bericlit üb. d. wissenscliaftl. Leistungen
Cap) p. 45; Cacoscapu s Mouliotii p. 47; Ahatocera (a
Batoc. differt ant. scapo apice integro, nullo modo inciso et (vel?)
cicatricoso; für A. leonina Thoms.) p. 55; PoemeiiortJirus cinereus
(Zauzibar) p. 61 ; Cyocypliax praoneto'ides (Australien) p. 66;
Thomson, Rev. et Mag. 1878.
Zaplous (n. g. Pogonoch.) lluhhardi (Enterprise); LeConte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 415.
Myagrus (n. g.; im Allgemeinen Monobammus ähnlich, aber
Mesosternum dem von Diochares ähnlich) Hynesii (Bombay); Ne-
anthes n. g. (Characteres fere ut in Monochamo, sed art. bas. ant.
obsolete cicatricosus; oculi parvi; tubera antennifera divergentia)
für Monoch. carialis; Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 372.
Parolamia (n. g.) rudis (fossil im Tertiär der Rocky Mts.);
Seudder, Bull. ü. S. Geol. Surv. IV. p. 529 f.
Sphingnotus Älbertisn (EpaMs., Neu-Guin.); R. Oestro, Ann.
Mus. Civ. Gen. VIII. p. 523.
Enumerazione dei Longicorni della tribü dei Tmesisternini,
raccolti nella regione Austro-Malese ... per R. Gestro, Ann. Mus.
Civ. Gen. IX. p. 139 £f. (58 Arten in 9 Gattungen).
Pascoea Amdliae (Ramoi, Andai); Gestro, Ann. Mus. Civ.
Gen. IX. p. 171.
Elais ömacMZa^a (Ramoi, Andai); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
IX. p. 173.
Arrhenotus humüis (Ramoi, Andai, Mansinam); R. Gestro
a. a. 0. IX. p. 167.
Tmesisternus Bruijnii (Salvatti) p. 155, viridis (Hatam) p. 157,
arfaUanus (ibid.) p. 158, geelvinkianus (Ansus, Jobi Ins.) p. 159,
elatero'ides (Hatam) p. 160, monticola (Epa Ms.) p. 161, suhcinctus
(Ansus) p. 163, irregularis (Mansinam) p. 165, {IX); jobiensis (Ansus)
VIII. p. 522; R. Gestro a. a. 0.
Temnosternus apicalis (Rockhampton); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) n. p. 371.
Somatida longipes (Otago); Sharp, E. M. M, XV. p. 82.
Dorcadion crassipes (Wernoje) p. 368, mystacinum (Kuldsha)
p. 369; Ballion, Bull. Soc Imp. Nat. Moscou. LIII. 1. D. Lederi
(Caucasus) p. 217, lativittis (Targabatai) p. 219, Eihhei (ibid., Sibir.)
p. 220; G. Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878,
Phrissoma (Phantasis) Sansiharicum (Ukamba); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878. p. 51.
Lamia crucifera F. Oliv, gehört zwischen Morimus und Le-
prodera und stammt aus Ceylon; C. A. Dohrn, Stett. Ent. Zeit.
1877. p. 398.
Leprodera arista (Borneo); Thomson, Rev. et. Mag. 1878. p.46.
Archidice Alexandra (Ostasien); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 47.
im Gebiete der Artbropoden wäbrend der Jabre 1877 — 78. 537
Rhamses vitticollis (Borneo); Tbomson, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. xvm.
Die Lebensgescbicbte des Monohammus confusor Kby.
(titillator Harr.) s. Packard im X. Ann. Rep. Un. St. Geol. etc.
for 1876. p. 528 f.
Mecotagus Birmanus (Birma); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 49.
Cyriocrates zonator (Siam); Thomson , Rev. et Mag. 1878. p. 50.
Aristobia Voetii (China); Thomson, Rev. et Mag. 1878. p. 51.
Cereopsius tigrimis (Borneo); Thomson, Bull, Ent. Fr. 1878
p. XIX.
Etymestia alboguttata (Borneo); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. 1878. II. p. 138.
Peribasis pi'inceps (Labuan); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) II. p. 373.
Euthyastus myrrhatus {Fenang; Andaman Isis.); Pascoe, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) II. p. 374;
B&iocersi Broioni (Duke-of-York Isis. ; B. Wallacei Thoms. affinis)
p. 157. PI. XXV. Fig. 1, nehulosa (ibid., B. Gerstäckeri af finissima I)
p. 158. PI. XXIV. Fig. 1; H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London.
1877; Sa'pho (! Cap York) p. 51, Tliysbe (Cochinchina), Sahina (Borneo)
p. 52, Eurydice (Java) p. 53, Andainana (And. Ins.) p. 54; Thom-
son, Rev. et Mag. 1878; Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1878. p. 131.
Apriona Tigris (Java), cribrata (Silhet), siiblaevis (ibid.), Bhein-
ivartii (Java) p. 57, Malaccana (Malacca), parvigranula (Cochinchina),
paucigranula (China) p. 58, multigranula (Philippinen), latifrons
(Manilla) p. 59; Thomson, Rev. et Mag. 1878; Straussii (Hatam)
VIII. p. 520 und X. p. 644; Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
Gnoma Baffrayi (Java); Thomson, Rev. et Mag. 1878. p. 49.
Mesosa oculicolUs (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 131-
Agelasta mediifusca (Andaman Isis.); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) II. p. 373; ochracea (Andaman Ins.); Thomson, Rev.
et Mag. 1878. p. 60.
Coptops rufa (Andaman Ins.); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 60.
Meton fasciatus (Port Bowen); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) II. p. 372.
Prosopocera Poggei (lanerafrika) ; v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 110.
Zalates Baffrayi (Zanzibar); Thomson, Revue et Mag.
1878. p. 62.
Anoplostetha6macMZaia(Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 110.
538 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
Pycnopsis variolosa (N'Gami), miliaris (Angola), rubricata
(Grahamstown, Cap); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat, Hist. (5) IL
p. 374, 375.
Zographus ferox (Innerafrika); v. Harold, Mitth. München.
1878. p. IIL
Sternotomis consularis (Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch.
1878. p. 110.
Tragocephala mima (Zanzibar) p. 62, Zanzibariea (ibid.), Klugii
(Cameroons) p. 63, Leonensis (Sierra Leone) alboflavescens (Came-
roons) p, 64; Thomson, Rev. et Mag. 1878; Kaslica (Zanzibar);
derselbe, Bull. Ent, Fr. 1878. p. CLXII; histrionica, nigropunctata
(Innerafr.); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p, 110.
Diastocera reticulata (Zanzibar); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1877. p. CXLI; vgl. v. Harold in den Mitth. Münch. 1878. p. 49.
Ceroplesis asper sa (üsambora, Ostafr.); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) II. p. 375; irregularis (Sansibar); v. Harold, Mitth.
Münch. 1878. p. 49; Poggei (Innerafr.); derselbe ebenda p. 111.
Phryneta tristis (Cameroons) p. 64, melanoptera (Südafrika),
Raffrayi (Zanzibar) p. 65; Thomson;- Kev. et Mag. 1878; dbliqiiata
(Sansibar); v. Harold, Mitth. Münch. 1878. p. 52.
Cymatura Zuber-Hof eri (Gabon); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXV.
Acridoschema bimaculata (Gabon); Thomson, Rev. et Mag.
1878. p. 67.
Olenocamptus lineatus (Sorony); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
VHL p. 520.
Orinoeme sulcipes (Salvatti, Ramoi) p. 149, xanthosticta (Arn
Ins.) p. 151; Gestro a. a. 0. IX.
Arsysia spilonota (Ansus ; Jobi Ins.), leptura (Ramoi), guttulata
(Ansus, Jobi Ins.) Vlll. p. 521, vittata (Cap York) p. 522; papuana
(Hatam) IX. p. 147; Gestro a. a. 0.
Hybolasius concolor (Tairua); Broun, Trans. N. Zeal. Inst.
IX. p. 374.
Aelara variolosa (Andaman Isis.); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) IL p. 375.
Micracantha nutans (Honolulu); Sharp, Tr. E. S. London.
1878. p. 209.
Xynenon larvatus (Andaman Isis.); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) H. p. 376.
Mispila auguralis (Andaman Isis.); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) IL p. 376.
Rhopaloscelis maculatus (Japan); Waterhouse, E. M. M.
XIV. p. 38.
Hoplistocerus eximius (Bahia); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) IL p. 377.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 539
Leptostylus arcuatiis (Tampa); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 414.
Riley beschreibt das Eierlegen und das Ei von S aper da
bivittata Say; Proc. St. Louis. Acad. Sc. III. p. CCLXIX f. Das
Weibchen macht mit seinem starken, in der Ruhe eingezogenen
Ovipositor einen Einschnitt in die Rinde von Apfelbäumen, wodurch
ein 0,2 — 0,5 Zoll jweit klaffender Spalt entsteht; in denselben wird
das Ei gelegt und durch das Secret einer Kittdrüse befestigt; das-
selbe füllt gewöhnlich den ganzen, vom Ei nicht eingenommenen
Theil des Spaltes aus.
Phytoecia excelsa (?); Stier lin in den Mitth. Schweiz, entom.
Gesellsch. IV. p. 479, der p. 480 auch eine erweiterte Diagnose von
der verwandten P. Millefolii Ad. giebt; tenuiUnea ( Ain-Zamara) ;
Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 98; peregrina (Alger), Nazarena,
sancta (Naz.); Reiche, Bull. Ent. Fr. 1877. p. CXXXV f.; annuU-
cornis (L'Arba) p. CXL, vittipennis (Balkan) p. CXLI; derselbe
ebenda; murina (Sarepta); Marseul, L'Abeille. 1876. 4me livr. p. 384;
Armeniaca (Diarbekr.); J. Frivaldszky, Term. Füzetek. II. p. 10.
Oberea &ico?or (Portug.), MelitanaQAdMo)', Reiche, Bull. Ent.
Fr. 1877. p. CXLIX.
Nitocris aw^Msi^/ro»^s (Congo-Mündungen); v. Harold, Mitth.
Münch. 1878. p. 53; leucostigma, chrysostigma (Innerafr.); derselbe
ebenda p. 111.
Astathes dioica (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent, Fr. 1878.
p. 183.
Hydraschema virgatum (Brasilien); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) II. p. 377.
Chrysomelidae. Burmeister behandelt in der Stett. Ent.
Zeit. 1877. p. 52fF. Phytophaga Argentina. (Sagridae 1,
Donaciadae 0, Crioceridae 12, Megalopidae 0, Clythridae 22, Crypto-
cephalidae 30.)
M. Jacoby liefert Descriptions of (19) new Species of
Phytophagous Coleoptera. Proc. Zool. Soc. London. 1877.
p. 510 ff.; desgl. 1878. p. 144 ff.
Characters of new Genera and some undeseribed
Species of Phytophagous Beetles. By Joseph S. Baly;
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 377 ff. und (5) I. p. 37 ff.
Sagrini. Bhagiosoma (n. g. Megamerin.) madagascariense;
Chapuis, C. R. Ent. Belg. 1878. p. CXLIV.
Mecynodera madagascariensis (Nossi-Be); Hey den, Ber. über
d. Senckenb. naturf. Gesellsch. 1877—1878. p. 105.
Orsodacna variäbilis (Kurdistan); J. S. Baly, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (4) XX. p. 377.
Aulacoscelis melanocephalus (Guatemala) ; Jacoby, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1877. p. 510.
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. KK
540 ßertkau: Bericht üb. d. wissenscliaftl. Leistungen
Donaciini. Ueber Donacia fennica Payk. und Malinowski.
Abr., platysterna Thoms. = impressae var., rustica Kunze si
Czwalina in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 203 f.
D. rugosa (Enterprise); Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII.
Nr. 101. p. 415.
Criocerini. Syneta Adamsi (Mandschurei); Baly, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 378.
Lema proxima (Paraguay), Uliacea (ibid.) p. 54, planicollis
(ibid.), porcata (ibid.) p. 56; H. Burmeister, Stett. Ent. Zeit. 1877 ;
Steinheili p. 155, hiarcuata p. 156, Haröldi p. 157, limbatipennis
p. 158, elegans p. 159, Baäeni p. 160 (Neu-Gran. etc.); Jacoby,
Mitth. Münch. 1878; Suffriani (Costa Rica); derselbe P. Z. Soc.
Lond. 1878. p. 982.
Crioceris Begeli (Sairam); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIII. 1. p. 371; coronata (Nyassa See); Baly, E. M. M.
XIV. p. 177; Balyi (Nyassa); v. Harold, Mitth. Münch. 1877. p. 100.
Megasce Uni. Megsiscelis piirpuricolUs (Chontales, Nicaragua) ;
Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1877. p, 511; femorcdis p. 149,
ornata p. 150, siibmetallescens p. 152, melanchölica p. 153, dubiosa
p. 154 (Neu-Crran.); derselbe, Mitth. Münch. 1878.
Mastostethini. Mastostethus picticollis (Columb.) p. 123,
speciosuSj Buckleyi (Ecuador) p. 124, pictus (Col.) p. 125, Jansoni
(Amaz.) p. 126, hasalis (Minas Geraes), placidus (Mexico) p. 127,
fraternus (Bras.) p. 128; Baly, Cist. Ent. IL; Salvini (Costa Rica);
Jacoby, P. Z. S. Lond. 1878. p. 983.
Megalopus elongatus (Bogota) p. 128, vittaticollis (Nauta) p. 129;
Baly, Cist. Ent. IL
Poecilomorpha amaUlis (Nyassa See); Baly, E. M. M. XIV.
p. 177.
Clythrini. Labidostomis nitida (Kuldsha; L. lucidae sat
similis, brevior et multo angastior); Bai Hon, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIII. 1. p. 373.
Camptolenes Raffrayi (Le Tigre), abyssinica; Lefevre, Rev.
et Mag. d. Zool. 1877. p. 223.
Peploptera abyssinica (Adouah); Lefevre, Rev. et Mag. d.
Zool. 1877. p. 225.
Gynandrophthalma punctipennis (Le Tigre) p. 226, vittata
(zwischen Goundah und Adouah, auf Mimosa), viridimaculata (Agaos)
p. 227, bifasciata (Adouah), Zanzibarica (Schimba) p. 229, jucunda
(Adouah), fastidiosa (Le Tigre, auf Mimosa) postica (Hamacen) p. 230,
circumdata {Za,nzibair), miochiroides (Adouah) p. 231, incerta (Adouah)
p. 232; Lefevre, Rev. et Mag. d. Zool. 1877; apicitar sis {ha.mhessQ);
Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 50.
Coscinoptera Argentina (Entrerios); H. Burmeister a. a.
0. p. 60.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 541
Dachrys bipartita (Chontales, Nie); Jacob y, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1877. p. 511.
Cryptocephalini. Baly giebt eine tabellarische Uebersicbt
der Gattungen der Sect. II (Fühler kürzer, entfernt von einander
u. s. w.) der Cryptocephaliden ; Tr. Ent. Soc. Lond. 1877. p. 23 fif.
nebt der Beschreibung der neuen Gattungen: Cyphodera p. 25;
Typus Cadmus chlamydiformis Germ.; Chariderma p. 28, für Ch.
pulchella Q, (West- Anstr.) p. 29; Stegnocephala p. 32, Type: Cry-
ptoc. hemixanthus Suffr.; Nyetra p. 33 für N. forcipata (Neu-
Caled.) p. 34.
Tappesia (n. g.) Saundersi (Süd-Austr.) Ditropidius Wallacei
(Mysol) p. 379, Jacobyi (Süd-Austr.), laevigatus (Nord-Austr.) p. 380,
Pascoei (Melbourne), elegantulus (Austr.) p. 381, pictus (West-Austr.),
antennarius (Moreton Bay) p. 382, amdbüis (Cap York), submetal-
lescens (Süd-Austr.) p. 383, cornutiis (Austr.) p. 384, subcylindricus
(West-Austr.) p. 385; Baly, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX; D.
imperidlis (Cap York) p. 335, Doriae (ibid.) p. 336, Albertisii (ibid.)
p. 337; Chapuis, Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
Arnomus (n. g. Stylosom. affine; coxae anteriores distantes;
antennae elongatae, filiformes, basi distantes; caput subincertum,
oculis integris, elytra ampla, thorace latiore, pygidium obtegentia;
scutellum conspicuum, parvum) Brouni (Tairua); D. Sharp, Ent.
Monthl. Magaz. XIII. p. 99.
Paracephala (n. g., ab Ocrosopside dififert fovea profunda
inter prosternum et anterius episternum, für C. filum Chap. und)
pectoralis (Cap York) p. 223; Euphyma n. g. für E. flaviventris
Saund., elegans Saund. p. 224; Paracadmus (n. g.) lucifugus
(Austr.) p. 228; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Stylosomus depilis (Corsica, auf Erica arborea), rugithorax
(Alpen, auf Berber, vulg.); Ab. de Perrin, Bull. Soc. Ent. Fr.
1877. p. XLIX.
Scolochrus alutaceus (Ocaiia); Jacoby, Mittheil. München.
1878. p. 144.
Griburius octoguttatus (Parana) p. 65, persimilis (Buenos
Aires) p. 66; H. Burmeister a. a. 0.
Metallactus modestus p. 140, WaterJiousei p. 141, hifasciatus
p. 142, columbicus ]). 14:^ (Neu-Gran., Coh); Jacoby, Mitth. Münch.
1878; eximius (Parä, Santarem); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 230.
Acolastus Simonsi (Nyassa); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 229.
Pachybrachys Doenitzi (Hakone-Geb., Jap.); E. v. Harold,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1877. p. 361; contortus (Parä; Santarem);
Baly, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 231.
Monachus anthracinus (Pao Negro) p. 62, ebeninus (Rio Sa.
Cruz), saucius (Buenos Aires) p. 63, flavifrons (Rio Sa. Cruz) p. 64;
542 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
H. Burmeister a. a. 0.; nigripennis p. 146, atrofasciatus p. 147,
flavitarsis, a&(^owmaZis p. 148 (Neu-Granad.); Jacoby, Mitth. Münch.
1878; angulicollis (Columb.), ohscuricolUs (Para) p. 215; Baly, Tr.
E. S. Lond. 1877.
Melixanthus pudibundus (Abyss.) p. 338, adumbratus (ibid.)
p. 339, Bäffrayi {Ina. Zanzibar) p. 340; Chapuis, Ann. Mus. Civ.
Gen. IX; Adamsi (Danes Isl.) ^^.2\Q, pladdus (China); p. 217; Baly,
Tr. E. S. Lond. 1877.
Dioryctus Mouhoti (Siam); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 86.
Coenobius Imidulus (Cap York) p. 340, hiseriatus (Abyssin.)
p. 341; Chapuis, Ann. Mus. Civ. Gen. IX; lividipennis (Camaroons)
p. 211, ruficolUs p. 212, discoidälis (Port Natal), fuhipes (Indien)
p. 213, chinensis (China) p. 214; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Prasonotus ruficaudis, morhülosus (Neu-S.- Wales) ; Baly, Tr.
E. S. Lond. 1877. p. 35.
Polyachus hicolor (Gawler Town, Süd-Austr.); Baly, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (4) XX. p. 386.=
Cryptocephalus carbonarms (Buenos Aires); H. Burmeister
a. a. 0. p. 64.
Cr. spec. (aus Centralafrika), beschrieben aber nicht benannt,
von Gredler, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII. p. 521; Cr. cyaneus
(Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIIL 1. p. 374;
nigerrimus (ibid.); derselbe ebenda p. 376; iridipennis (Sydney,
Victoria) p. 344, trigeminus (Abyssinien) p. 346, contrarius (ibid.)
p. 347, septemplagiatiis (ibid.), ellipticus (ibid.) p. 348, araticolUs
(Ins. Zanzibar) p. 349; Chapuis, x\nn. Mus. Civ. Gen. IX; nigroma-
culatus p. 134, colldris p. 135, Balyi p. 136, SteinJieili p. 137, pu-
stuUpennis p, 139 (Neu-Granada); Jacoby, Mitth. Münch. 1878;
Jansoni (China) p. 218, notatipennis (Para) nebst var. A. (Santarem)
p. 219, gratus (Paranä) p. 220, histrionicus (Neu Freiburg), amozonus
(Para) p. 221; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
C. vetustus (fossil in den Green River Shales); Scudder,
Bull. U. S. G. S. IV. p. 764.
Stegnocephala (n. g.) (?^sco^c?aZ^s (Para); Baly, Tr. E. S. Lond.
1877. p. 222.
Rhombosternus pretiosus (Austr.); Baly, Tr. E. S. London.
1877. p. 226.
Cadmus cariosus (Mt. Victoria, N.-S.- Wales) p. 342, lutatus
(Sydney, Gipsld.) p. 343; Chapuis, Ann. Mus. Civ. Gen. IX.
Ochrosopsis erudita (Süd- Australien) ; Baly, Tr. E. S. Lond.
1877. p. 30.
Idiocephala Ghapuisii (Rockhampton) p. 224, bella (Cap York)
p. 225; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Ghlamydini. Chlamys cribripennis (Detroit, Mich.); Le
Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVH. Nr. 101, p. 614.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 543
Lamprosomini. Lamprosoma Chapuisi (Costa Rica) p. 983,
inornatum (Chiriqui) p. 984; Jacoby, Pr. Z. S. Lond. 1878.
Eumolpini. E, Lefevre giebt eine Synopsis des Eu-
molpides d'Europe et confins. L'Abeille. XIV, der Marseul
einen Appendice hinzufügt; ebenda p. 21 fF. Der letztere enthält
die Diagnosen der bekannten (31) Arten, die mit den von Lefevre
neu beschriebenen 43 ausmachen.
Derselbe desgl. Descriptions de Coleopt. nouv. ou peu conn.
de la fam. des Eumolpides; Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 115 ff.,
309 ff.
Hermesia (n. g. ad Colaspidem accedens; für Col. aurata Chev.
und) purpurea, fiügidicoUis (Minas Geraes); Lefevre, Bull. Ent. Fr.
1877, p. CLXXVIII f.
Bhabdophoriis (n. g. ad g. Colaspidem prope accedens, für
Col. hypochalcea Har. und) tuherailatiis, cdliginosus p. 127, curtus
p. 128 (Neu Granada); derselbe, Mitth. Münch. 1878.
Phanaeta (n. g. prope Colaspoidem) rußcolUs (Caiiaos, Neu-
Gran.); derselbe ebenda p. 132.
Eulampra (n. g.) Batesi (Amaz.); Baly, Tr. E. S. London,
1878. p. 282.
Trichochalcea (n. g.) rugata (Brasilien); derselbe ebenda
p. 298.
Bhembastus (n. g. Typopliorin.) puticticollis (Nyassa), geni-
culatus, striatus, suturdlis p. 102, nanulus, pusillus, nuhilus (Madag.),
variaUUs (Nyassa) p. 103; v. Harold, Mitth. Münch. 1877; parvi-
dens (Sansibar); derselbe, Monatsber. Akad. Berlin. 1878. p. 221;
Ivongius (n. g. Typophor.) rufipes, rufimis, antennarius (Madag.);
derselbe, Mitth. Münch. 1877. p. 104; Pheloticus (n. g. Typoph.)
dorsalis; Nossioecus (n. g. Typoph.) Lefevrei (Madag.); derselbe
ebenda p. 105; Syhriactis (n. g. Nodostom.) Lefewei (Madag.);
derselbe p. 106.
Choris (n. g. Iphimeit.) nucea, flavida, Za^eraZ/s (Columbien) ;
Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 124.
Adorea (n. g. prope Colaspidem) speciosa (Quito); derselbe
ebenda p. 136.
Podoxenus (n. g. Colaspit.) Chapuisi, limhatus p. 149, caeru-
leatus, troglodytes p. 150, riifimanus, cicatricosus, luridus p. 151,
coxalis p. 152 (Bras.); derselbe ebenda.
Hypoderes (n. g. Colasp.) dmticollis (Moreton Bay); der-
selbe ebenda p. 154.
Otilea n. g. Chalcophanit. für Colaspis cariosa Oliv, und C.
(Galeruca) crenata F.; derselbe ebenda p. 154.
Promecosoma abdominale (Dej. cat. p. 433), dispar p. 126,
scutellare, nobilitatum p. 128, cinctipenne p. 129, elegantulum, Sallei
p. 130 (sanguinoleatum Sturm. Cat.), Dugesijucundum p. 131, ivßatiim
544 Bertkau: Bericlit üb. d. wissenschaftl, Leistungen
p. 132, düatatum, chrysis p. 133, fervidum, lepidum p. 134, lugens p. 135
(Mexico); Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877.
Chrysodina fuscitarsis (Vera Cruz), ignita (Juquila) p. 116,
festiva (Oaxacaj, frontalis (Rio Jan.), corrusca (Vera Cruz) p. 117,
cupriceps (Honduras), opulenta (Uruguay); Lefevre, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877; laevigata (Canaos); derselbe, Mitth. Münch. 1878. p. 112;
viridula {Brasil.) ; derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878. p. XLV; nigrita
(Parä); Baly, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 282.
Chalcoplacis femorata p. 283, hirticollis (Amaz.), elephas (iBras.)
p. 284, ingenua (Amaz.) p. 285, aUernata,mtidicolUs(C'a,yenne)^.2SQ;
Baly, Tr. E. S. Lond. 1878.
Lamprosphaerus caerüleatus (Amazon.; Peru); Lefevre, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1877. p.ll9; aniaUlis (Coper) p. 112, luctuosus (Muzo)
p. 113; derselbe, Mitth. Münch. 1878; diversicornis (Amaz.), fiilvi-
tarsis (Bras.) p. 289, biplagiatus (Amaz.) p. 290, pulcher, generosus
p. 291, ruficeps, lateralis (ibid.) p. 292; Baly, Tr. E. S. Lond. 1878.
Ghalcophyma ecliinata p. 287, cupreata p. 288 (Amaz.); Baly,
Tr. E. S. Lond. 1878.
Phaedra dives (Vera Cruz); Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr.
1877. p. 119.
Agrianes wndü-amews (Entre-Rios) ; Lefevre, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 120.
Iphimeis erytliropus (Brasilien), crihrata (Bahia); Lefevre,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 121.
Noda chalcea, oca'äana p. 113, Landolti, seutellaris, Winkleri
p. 114, virgulata, callosa, medelUna p. 115, modesta, luteipes, colum-
bina, rufipes p. 116, peregrina, laeta p. 117 (Columb., Neu Granada);
Lefevre, Mitth. Münch. 1878; venustata, (Barbazena), variabilis
(Therezopolis) ; derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878. p. XLVI; Lefevrei
(Costa Rica), Balyi (Guatemala) p. 985, viridis, Boucardi p. 986,
violaceipennis p. 987 (ibid.); Jacob y, P. Z. S. Lond. 1878.
Lepronota tuberculata, pubescens {Bras.); Lefevre, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1877. p. 122.
Polysarcus dicJwous (Manizales); Lefevre, Mitth. Münch.
1878. p. 119.
Agbalus plagiatus p. 117, clialybaeus, aeneus, rufimanus, muta-
bilis ^. US, ruf otestaceus ^. lld (Neu- Granada); Lefevre, Mitth.
Münch. 1878; lateralis (Brasilien); derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. XLVII.
Spintherophyta cephalotes (Cordova Mex.); Lefevre, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1877. p. 115.
Metaxyonycha tridentata (Chontales, Nie); Jacoby, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1877. p. 512; rufolimbata (Venezuela); derselbe,
ebenda 1878, p. 987; costata (Brasilien) p. 125, viridilimbata (ibid.);
Lefevre, Ann. Soc. Fr. 1877; sanguinea (Coper); derselbe, Mitth.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 545
Münch. 1878. p. 119; hyhrida (Barbacena); derselbe, CR. Ent.
Belg. 1878. p. XLVII.
Prionodera elegans (Coltimbien); Jacoby, Pr. Z. Soc. Lond.
1878. p. 987; ocanmia (Neii-Granada); Lefevre, Mittheil. München,
p. 120.
Colaspis eumulpoides (Peru) p. 136, heros (Ecuador), fulvi-
eollis (Brasilien) p. 137, cruentata (Venezuela), viridissima (Brasil.),
Lacordairei (ibid.) p. 138, impressa (Guatemala), abdominalis (La
Plata), sulphuvipes (Montevideo) p. 139, pallipes (Brasilien), viridipes
(ibid.), cupreo-vittata (ibid.) p. 140, procenda (Pozuzu), interstitialis
p. 141, duplicata, violacea (Brasilien), costipennis (Argentin.) p. 142,
cupripennis (Bras.), pulchella (Pozuzu) p. 143, compta (Colurabien),
sidcata (Bras,), l4:-costata (ibid.) p. 144, insidiosa (Antillen), ustulata
(Amazon.) p. 145, derosa, fidvimana p. 146, nigrimana (Brasilien),
notaticornis (Venezuela), auricollis (Columbien) p. 147; Lefevre,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877 ; prasina p. 120, callichloris, Lebasi, strigata
[). 121, hypoxantha, femoralis, inconstans p. 122, formosa, siituralis,
hypoclilora, fulvo-testaca ]i. 123, luridida p. 124 (Neu -Gran, etc.);
derselbe, Mitth. Münch. 1878; diversa (Therezopolis), chalybea
(ibid.), pruinosa (Santa Cruz) p. XLVIII, strigosa (Rio Janeiro), in-
quinata, a'nceps (Santa Cruz) p. XLIX, nigritarsis (Barbacena) p. L;
derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878; Lefevrei (Amazon.); Baly, Tr.
E. S. Lond. 1877. p. 37.
Aletes annulicornis p. 124, vagabundus, intricatus, LandoUi
p. 125, bogotanus ip. 12Ö (Neu-Gran.); Lefevre, Mitth. Münch. 1878.
Stenolampra Kirschi (Pozuzu); Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr.
1877. p. 152.
Dermorrhytus caerulea (Borneo); Jacoby, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1877. p. 514.
Corysthea nigripennis (Amazon.); Lefevre, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. 156.
Eriphyle nigritarsis (Bras.), Balyi (Cayenne); Lefevre, Ann.
öpc. Ent. Fr. 1877. p. 157.
Chalcophana rufipennis (Costa Rica), costatipennis (Chontales) ;
Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878. p. 144; semirufa p. 988,
uniformis p. 989 (Costa Rica); derselbe ebenda; Haroldi, scrvula,
LandoUi p. 129, puncticollis p. 130 (Neu-Gran.); Lefevre, Mitth.
Münch. 1878.
, Sphaeropis humeralis (Neu-Gran.); Lefevre, Mitth. Münch.
1878. p. 130.
Otilea collaris (Ocana); Lefevre, Mitth. Münch. 1878. p. 128.
Nodostoma Balyi (Hakone-Geb., Japan); E. v. Harold, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1877. p. 361 ; Davidip.lbl, chinense, Oberthäri (China) ;
Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; magnificum (Madag.), tricolor
546 Bert kau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
(Siam) p. 38, Dormeri (Indien) p. 39, Bevani (Südl. Indien) p. 40;
Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Scelodonta viridimaculata (Cameroons); Jacob y, Proc. Zool.
Sog. Lond. 1877. p. 514; Natalensis (Port Natal), Jacohyi (Nyassa
See); Baly, E. M. M. XIV. p. 177; Baffrayi (Abyssin.) p. 160,
egregia (Old Calabar), cyanea (Cap) p. 161, impressipenniS) strigata
(Zanzibar) p. 162, hicolor (Illinois) p. 164; Lefevre, Ann.Soc. Ent.
Fr. 1877; vicina (Nyassa); v. Harold, Mitth. Münch. 1877. p. 106;
albidovittata (Damaral.) p. 42, bidentata (Old Calabar) p. 43; Baly,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1877.
Fidia pedestris p. 164, spuria, humeralis, plagiata p. 165,
alhO'Vittatay Sallei p. 166 (Mexico); Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr.
1877.
Heteraspisawwa»n*ia(anam.?; Cochinchina; Hongkong); Lefevre,
Ann. Soc. Ent. Fr. 1877. p. 309.
Pseudocolaspis crassipes (Algier) p. 3, graeca (Morea) p. 4,
Heydeni (Marocco) p. 5, Leprieuri (Algier) p. 6, carhonarius (Algier)
p. 7; Lefevre, L'Abeille XIV. 1876; seriesericans (!), gossypiata,
pachydera (El-Amri); Fairmaire, Pet. Nouv. IL p. 94; Oberthürii
(Menah); derselbe ebenda p. 98; rigida (Cameroons) p. 43, eximia
(West-Afr.) p. 44; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Trichostola grossa (Sansibar); v. Harold, Monatsb. kgl. pr.
Akad. Wiss. Berlin. 1878. p. 222.
Metachroma maculipenne (Enterprise); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 366.
Rhyparida Madagascariensis , costatipennis , nigricolUs, neue
Arten von Madagascar; Jacoby, Proc. Zool. Soc. London. 1877.
p. 512, 513; formosa (Neu Hebriden) p. 40, Hoioitii (Austral.) p. 41;
Baly, Tr. E, S. Lond. 1877, (Nach demselben ebenda ist bei dieser
Gattung das 2. Fühlerglied kaum halb so lang als das dritte, und
Chapuis' Vereinigung derselben mit Metachroma falsch.)
Die Larve von Eumolpus vitis (?) in gleicher Weise den
Weinstock und Hopfen schädigend; Mühlberg, Mitth. Schweiz,
ent. Ges. V. p. 276.
E. separatus (La Plata etc.) p. 47, nitidus (Cayenne) p. 48,
austrdlis (Cordova, Pampas v. Peru) p. 50, imperialis (Cayenne, Mar-
tinique) p. 51, speciosus (Cayenne) p. 52, Batesii (x\mazon.) p. 53,
carinatus (ibid.) p. 54; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Colasp(-id-)osoma tibiale, varians (Nyassa-See); Baly, E. M.
M. XIV. p. 178; Pradieri (Old Calabar) p. 310, Dejeani (= Thysbe
senegalensis Dej. Cat.; Senegal) p. 311, Bonvouloiri (Cap; Natal),
thoracicum, ampUcolle (ibid.) p. 312, fuhipes (ibid.), cMoris (Cafifr.),
pubescens (Cap; Natal), fulgidum (Natal) p. 313, femorale (Senegal),
scutellare (Caffr.), jucundum, separatum (Cap) p. 314, abdominale
(Zanzibar) p. 315; Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; stabile
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 547
(p. XVIII), costatum (Nyassa) p. 105, flavipes (Port Natal), madagas-
siim (Mad.) p. 106; v. Harold, Mitth. Münch. 1877.
Argolis Steinhäli (Cdinaos)', Lefevre, Mitth. München. 1878.
p. 131.
Glyptoscelis longior (Atlanta, Idaho); Le Conte, Bull. U. S.
Geol. Surv. IV. Nr. 2 p. 462.
Pachnephorus ruficornis (Bagdad); Lefevre, L'Abeille XIV.
p. 10.
Colaspidea inflata {Algier)', Lefevre, L'Abeille XIV. (12. Jan.
1876) p. 17.
Typophorus nohilis (Rio Janeiro) p. 316, chalceus (Mexico;
Georgien), Sturmi (Orizaba), versuhis (Brasil.) p. 317, rufipes, pici-
mamis (ibid.), umhratiis (Bahia), anmdatus (Columbien) p. 318, nigro-
notatus (Bahia; Montev.), liistrio (Nordam.), tihialis, nanus (Bras.)
p. 319; Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr. 1877; Steinheili, exilis (Neu-
Granad.); derselbe, Mitth. Münoh. 1878. p. 132; atripennis (There-
zopolis), geniculatus (Barbacena); derselbe, C. R. Ent. Belg. 1878.
p. L; aeneipennis (Para); Baly, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 296.
Syagrus pimcticollis (Zanz.), düiitus (Madag.), bimaculatus
(Gabon) p. 320, striatipennis, nigrosignatus (Gabon), geniculatus
(Mad.), quadrinotatus (Natal) p. 321, natalensis (N.), tibialis, Mnis-
zechij Goudoti, Madag ascarensis p. 322, tantiUus (Madag.), macidatus
(Natal), atomarius (Südafr.) p. 323; Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr,
1877.
^ Paria vittaticolUs (Bahia); Baly, Tr. E. S. Lond. 1878. p. 297.
Menius costatus (Guinea) p. 178, Murrayi (Guinea, Old Calabar),
concinnicollis (Nyassa S.) p. 179; Baly, E. M. M. XIV.
Eurydemus Äirimamii (Sennaar), niibiensis (ibid.) p. 100, flavi-
cans, maculosus (Nyassa), madagassiis (Mad.) p. 101; v. Harold,
Mitth. Münch. 1877.
Corynodes Baffrayi (I. Zanzibar); Lefevre, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1877. p. 324.
Chrysochus Mniszeclii (?); Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr.
1877. p. 324.
Chrysochares aeneus (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIIL 1. p. 377.
Colaspoides viridicoUis (Amazon.); Jacoby, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1878. p. 144; ocellata (Bras.); Lefevre, Ann. Soc. Ent. Fr.
1877. p. 325; viridicornis, «;anco?or (Neu-Granad.); derselbe, Mitth.
Münch. 1877. p. 133; dorsata (Para) p. 293, ornata, Beyrollei ^.2M;
(Bras.j; Baly, Tr. E. S. Lond. 1878.
Chrysomelini. Die columbischen Chrysomelinen der Coleo-
pteren-Sammlung von Eduard Steinheil; Steinheil in den Mitth.
Münch. 1877. p. 31 flf.
Euryceraea (n. g. prope Leptinotarsam) Badeni p. 33,
548 Bertkau: Bericht üb. d. Wissenschaft!. Leistungen
Taf. I. Fig. 5, Wagneri p. 35 (Columbien); Steinheil, Mittheil.
Münch. 1877.
Melasoma japonica (Hagi); E. v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 362.
Lina ignitincta (China); Fairmaire, Ann. Soc. Eni. Fr.
1878. p. 135.
Paralina impressiuscula (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 135.
Sphaerolina Davidis (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Vr.
1878. p. 134.
Chrysomela cyanopurpurea (Kuldsha) p. 379, nigrovittata (ibid. ;
breviter ovata, nigra, capite prothorace elytris pedibusque fulvis;
proth. basi, vitta lata ad marginem e]ytris(-orum ?) suturaque nigris,
long. 7—8, lat. 4—5 mm) p. 380, marginicollis (ibid.) p. 382, fuhn-
pes (ibid.) p. 383, ovipennis (ibid.) p. 384; Ballion, %ill. Soc. Imp,
Nat. Moscou. LIII. I; C. CepJialanthi (Ft. Capron und Lake Harney,
Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 366;
montivagans (MountLmcoln)', Le Conte, Bull. ü. S. Geol. Surv. IV.
Nr. 2. p. 463; Jacöbyi (Shantung, Chin.); Baly, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. 1878. Ij p.38; atrovirens (Ungarn, Comit. Temes); Frivaldszky,
Magy. Tud. Akad. math. es term. Közl. XIII. p, 338; acuticoUis
(Hautes-Alpes, Gap); Fairmaire, Bull, Ent. Fr. 1877. p. CLXXIX.
Polysticta Simonsi (Nyassa); Baly, E. M. M. XIV. p. 204.
Calligrapha distinguenda (Chontales) p. 518, elegantula (Costa
Rica) p. 519; Jacoby, Proc. Zool. Soc. London. 1877; C. violaceo-
maculatä (Costa-Rica) ; derselbe ebenda 1878.
Das Auftreten des „Kartoffelkäfers" in Deutschland (bei Mül-
heim a. Rh. und Torgau) hat Veranlassung zur Erörterung der Syn-
onymie und Begrenzung dieser Art gegeben; Entom. Nachr. 1877*
p. 147, 160, 162, 183. Am ausführlichten handelt über diesen Ge-
genstand Westhoff in dem Jahresber. Zool. Section Westf. Prov.-
Ver. f. 1877/78. p. 25 &. Das Resultat, zu dem der Verfasser ge-
langt, ist, dass der als Kartolfelverwüster auftretende Käfer die
Say'sche Art sei (L. 10-lineata Say), zu der L. multilineata Stäl
und multitaeniata Stäl, letztere als dunklere südliche Form, als
Varietäten hinzutreten. Die verwandten Doryphoraarten, tabellarisch
zusammengestellt, lassen sich folgendermassen unterscheiden:
1. Jede Flügeldecke mit 4 schwarzen Binden: defecta Stäl.
» n » " » « "'
2. Flgld. mit regelmässigen, einfachen Reihen von Grübchen . . .
juncta Germ. (10-lineata Dej. i. 1.)
Flgld. mit unregelmässea, meist verdoppelten Grübchen-Rei-
hen 3.
3. Die schwarzen Binden mit grünem Metallschimraer. Nath
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 549
breit, schwarz gesäumt : 11-lineata Stäl (4-lin. Dej. i. 1., multil, Germ,
i. 1., 9-lin. Klug p. p.).
Die schwarzen Binden ohne grünen Schimmer. Nath schmal
schwarz oder braun gesäumt 4.
4. Beine gelb, Knie und Tarsen schwarz oder braun. 10-lineata
Say (Syn. 10-lineata Say, Suffr. [form, immat.], multilineata Stäl).
Beine schwarz 10-lineata Say. var. multitaeniata
Stäl (IMin. Chevr., 9-lineata Klug. p. p.).
Gleichzeitig hat die Furcht vor weiterem Umsichgreifen dieser
Calamität mehrere Schriften mit farbigen Darstellungen des Insectes
und seiner verschiedenÄi Entwickelungsstufen hervorgerufen, die,
als bloss dem praktischen Zwecke der Erkennung dienend, hier
übergangen werden mögen. Doch kann ich ein Bedauern darüber
nicht unterdrücken, dass eine Wandtafel, mit dem Namen eines
tüchtigen Entomologen unterzeichnet, den einen Fühler 11-, den
anderen 12gUederig darstellt, lieber das Auftreten bei Schildau s.
Giebel's Zeitschr. ges. Nakirw. 1877. II. p. 227; vergl. ferner Th. A.
Brüh in im Zool. Garten 1877. p. 321 ff.
Leptinotarsa 5e/ire«6"j (Californien); v. Harold, Mitth. Münch.
1877. p. 16.
Deuterocampta fasciata (Columbien); Steinheil, Mitth. Münch.
1877, p. 35.
Labidomera (Cryptostetha) ocanana (Columbien); Steinheil,
Mitth. Münch. 1877. p. 3G.
Doryphora &icoZor p. 515, ornata, aMfem^aZisp. 516(Chontales),
sexmaculata, cJirysomelo'ides (Peru) p. 517, hisbimaculata (Chontales)
p. 518; Jacoby, Proe. ZooL Soc. London. 1877; ßavogiiUata (Costa
Rica), punctipennis (ibid.) p. 145, flavomarginata (Peru), dorsomacu-
lata (Nicaragua) p, 146, insularis (Peru) p. 147; derselbe ebenda
1878 ; modesta (Santarem) p. 86, Waterhoiisei (ibid.), Chapuisi (Peru)
p. 87; B aly, Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. II ; hemisphaerica p. 39, hrevi-
spina p. 40 Fig. 7, LandoUi p. 41 Fig. 2, luteipennis p. 42, Arangoi
p. 43 Fig. 6, Smi p. 44 Fig. 8, Wallisi p. 45 Fig. 4, radiata p. 46
Fig. 9 (Qolumbien); St ein heil, Mitth. Münch. 1877; hrimneipennis,
flavipennis p. 989, vittatipennis, porosa p. 990 (Columbien), hyhrida
(Peru), müitaris (Columbien), ocellata p. 991, decorata p. 992 (Costa
Rica?), Jacoby, P. Z. S. Lond. 1878.
Aesernia sumptuosa (Misori Ins.) VIII. p. 523 und X. p. 647,
formosa (Humboldt Bai) VIII. p. 524 und X. p. 649, pulchella (Sorong)
VIII. p. 524 und X. p. 650; Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen.
Timarcha punctella (Algier) p. 387, scabripennis (Andalusien)
p. 388; Marseul, L'Abeille, 1876. 4me livr.
Horatopyga carinata (Cap); Baly, E. M. M. XIV. p. 204.
Phyllocharis eximia (Rockharapton), Jansoni (ibid.); Baly,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. I, p. 39.
550 Bertkau; Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Microtheca columbiana (Bogota etc.); St ein heil, Mitth.
Münch. 1877. p. 47.
Chapuis giebt eine Synopsis des Especes du genre
Paropsis; Ann. Soc. Entom. Belg. XX. p. 67 fif. Zu den 132
Arten des G. Harold'schen Catalogs macht Chapuis 140 neue be-
kannt, die in 4 Gruppen gebracht werden:
I. Elytris irregulariter punctatis mit 27 Arten, darunter P.
aciculata, nigroscutata, pictipes, rußarsis (Australien) p. 68, irrotata
(irrorata?, King George's Sd.), formosa (Sydney) p. 69, neu;
II. Elytris nee plane irregulariter, nee regulariter punctatis,
lineis 3 ad 4 longitudinalibus paene impuiAtatis, punctis limitatis;
interstitis harum linearum irregulariter punctatis mit 19 Arten, da-
runter StUi umbrata, contracta (Rockham^ton), bipuncticolUs {Austr.)
p. 70, abdominalis (Murrumbidge), pedestris (Wide Bay), glöbata
(Queensl.), rubeola (Adelaide), hemisphaerica, globulosa (Austr.) p. 71,
semipunctata (Clarence R.), hastata (K. G. Sd.), subovalis (Carpen-
taria), oblonga (Pt. Curtis), aeraria (Rockingham B.) p. 72, forami-
nosa (Rockhampton B.), perplexa (Adelaide) p. 73 neu ;
III. Elytris seriebus 10 punctorum, prima (juxta scutellum)
abbreviata mit 118 Arten, darunter tenebrosa (Pt. Denison), stygia
(Melbourne) p. 73, Iris, complexa (Eclipse Isl.), mera (Pt. Denison),
jpicta (Austr.) p. 74, agricola, flavitarsis, subcostata (Tasmanien), or-
naticollis (Victoria), conjugata (Adelaide) p. 75, trimaculata, nigro-
vittata (Austr.), gemina, variabilis (Adelaide), basalis (Sydney), tri-
vittata (Gypsland) p. 76, pluvialis, umbrosa, notatipennis (Sydney),
nigrostillata (Victoria) p. 77, anxia (K. G. Sd.), orphanula, delicatula,
obovata (Tasmanien), vulgaris (Clarence R.) p. 78, (hectica Boisd.),
citrina (Sydney), aequälis (Gypsland), deflorata, elliptica (K. G. Sd.)
p. 79, pachyta (Sydney), ßaveola (Pt. Denison), albicans, proxima
(Queensl.), interstitialis (Austr.), debilis (Tasmanien) p. 80, lucidula,
fastidiosa, cernua, decolorata (Sydney), conferta (Adelaide) p. 81,
variicollis (Victoria), irina (Pt. Denison), nigrita (Adelaide), aenei-
pennis (Rockhampton), disco'idalis (Queensl.), partita (Austr.) p. 82,
festiva, virens (Victoria), rufescens (Sydney), tenella, mitis (Austr.),
modesta (K. G. Sd.) p. 83, viridula (Sydney)^ subaenescens, interrupta
(Neu-Süd- Wales), aemula, substriata, venustula { Austr, ),jucmida (Swan
River) p, 84, amabilis (Queensl.), fuseitarsis, amoenula, stillatipennis^
fuscula (Austr.), subfasciata (Adelaide) p. 85, defecta, subapicalis,
fraterna (Austr.), coadnuta (!), scutellata (Sydney) p. 86, scaphula
(Sydney), navicula (Austr.), depressa (Queensl.) p. 87 neu;
IV. Elytris seriebus 20, 10 praecedentis sectionis gemellatis,
mit 63 Arten, darunter basicollis (Sydney), spectabilis (Parao R.),
rubiginosa (Adelaide) p. 88, suturella, pulchella (Austr.), tetraspilota,
pallidula (Adelaide), picturata, dimidiata (Sydney) p. 89, livida
(Adelaide), tigrina, muUiseriata, orbicülaris (Sydney), obscurella (Parao
im Gebiete der Arthropoden wälirend der Jahre 1877 — 78. 551
R.), arcula (Austr.) p. 90, diffusa^ scabra (Austr.), impressa, aspera
(Sydney), rugosa (Gypsland) p. 91, ferrugata (Tasmanien), caliginosa
(Pt. Denison), piceola (Austr.), melmiospüa (Gypsl.), coriaria (Mel-
bourne) p. 92, convexicolUs (Parao R.), litigiosa (Pt. Denison), exa-
rata (Rockhampton), catenata (Sydney), infuscata (Austr.) p. 93,
fusco-notata (K. G. Sd.), explanata (Swan R.), suhlimhata, tuberculata
(Adelaide), spilota (Austr.) p. 94, cancellata (Brisbane), asperula
(Rockhampton), verrucicolUs (Sydney), granaria (K. G. Sd.) p. 95,
nodosa, graphica, costipennis, corrugata (Sydney), Scolaris (Victoria)
p. 96, strigosa (Parao R.), semiglohosa (Adelaide), rufo-nigra, pardalis
(Austr.) p. 97 neu.
Halticini. E. v. Harold bringt Beiträge zur Kennt-
niss der Peruanischen Käferfauna (Halticinae) , Deutsch.
Ent. Zeit sehr. 1877. p. 129 ff., in denen folgende neue Arten
beschrieben werden: Crepidodera peruviana; Epithrix inaeqiialis
p. 130; Haltica convexa p. 131; Nephrica (n. g. Halt. sulcicolL;
Oculi rotundatim profunde emarginati, reniformes; . . .) Kirsclii
p. 133 (Haltica didyma 111. gehört ebenfalls in diese Gattung) ; La-
cÜGa hrachydera]^. 134, Kirsclii', Diphaulaca sulcifrons p. 135, peru-
viana p. 136; Sophraena peruviana p. 137; Homophyla (n. g. Halt,
acanthop.; corpus subhemisphaericum, supra glabrum; . . . femora
postica satrobusta; tibiae dorso late sulcato, postice margine externo
ante apicem emarginato et denticulato, apice calcari simplici . . .)
adusta p. 139; Asphaera granulosa p. 140, Abendrothi p. 141, meti-
culosa p. 142, myldbroldes p. 143, magistralis p, 144, Chapuisi p. 145,
neglecta, limitata p. 146, pauperata p. 147 ; Oedionychis insepta, sor-
dida p. 148, immunda p. 149, opJithalmica nebst 3 Varietäten p. 150.
Psylliodes splendida (Luzon; derselbe ebenda p. 364.
Anm. 1.
Sphaeroderma placida (Hakodate) ; derselbe ebenda p. 364.
Auf Graptodera fulvipennis Baly (nicht flavipennis, wie im Bericht
1875 p. 397 (145) steht) gründet derselbe die neue Gattung Scallo-
dera (Halt, sulcicoll., antennae robustae, basi crassiusculae; palpi
maxillares articulo penultimo inflato, ultimo tenui, acuminato, bre-
vissimo); ebenda p. 365; Oedionychis (Hyphasis n. g.) Kiesenivetteri
(Bras.), generosa (Bras., Bahia), ßorigera {Bt^ls.), formosa (Montevi-
deo), Fairmairei (Chili), magica (Darjeeling), coccinelloides (Bras.),
lativittis (ibid.), sanguinipes (ibid.), longula (Calif.), Dejeani (Buenos-
Aires), rustica (Bahia), lineola (Montevideo) derselbe ebenda
p. 433 f.
Niphraea (n. g.; a Trichaltica differt sulco transverso thora-
cis, ad basim utrimque ad marginem lateralem extenso) hirtipennis
(Nyassa); Baly, Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. I, p. 40.
Clitea (n. g. prope Manturam, differt capite brevi, lato, et
absentia fovearum ad basim thoracis) jpicf« (Indien) p. 287; Äpraea
552 Bertkau: Bericht üb. d. wissenscliaftl. Leistimgen
(n. g. prope Aphthonam) Jansoni (Jamaica) p. 294; derselbe, Tr.
E. S. Lond. 1877.
E. V. Harold. Beiträge zur Kenntniss der Fauna von Neu-
Granada. Halticinae. IL Coleopt. Heft. XV. p. 1 £f. In dieser Fort-
setzung (s. d. Ber. 1876. p. 456 (248)) werden folgende neue Gat-
tungen Trichaltica (prope Diphaulacam) p. 2, Sangaria (inter
Systenam et Iphitream) p. 13, Ptocadica (prope Aphthonara) p. 25 ;
Nasidia (prope Oxygonam) p. 32, Pentamesa (prope Argopodem)
p. 124 und viele neue Arten aufgestellt, die ich nicht alle auf-
zählen werde.
Oryctoscirtetes (prope Oedionychim) protogaeiis (fossil im
Tertiär Colorados); Scudder, a. a. 0. p. 82, 83.
Leptophy sa (n. g.) Batesii (Parä) p. 166; Stenophyma
(n. g.) elegans (Brasil.) p. 177; Steganaspea (! n. g. . . . scutel-
lum nullum . . .) Trimeni (Cap) p. 182; Baly, Trans. E. S.
Lond. 1877.
Toxognathus n. g. prope Physodactylum ; T. costulatus
(Cochinchina); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 2 ff.
Eutheca n. g. prope Blepharidam ; Type: E.Haroldi (Nyassa);
Baly, E. M. M. XIV. p. 204 f.
Eriotica (n. g. Halt, sulcicoll.) fuscipennis (Nyassa); v. Ha-
rold, Mitth. Münch. 1877. p. 107.
Baly beschreibt in den Ann. a. Mag. Nat. Hist, 1878.1. Hy-
phasis (n. g.) coccinelloides (Borneo) p. 312, bipustulata (Celebes),
piceipennis (Borneo) p. 313, nigricornis (Nord-Indien) p. 314, Wallacei
(Malacca), Bevani (Indien) p. 315; Oedionychis Moiihoü (Slam), pre-
tiosa (Neu-Freiburg) p. 316, porosa (Ecuador) p. 317, limbata (ibid.),
circumcincta (Brasilien) p. 318, reetieolUs (Mexico), Clarkii (Brasilien)
p. 319, rugiceps (Brasilien) p. 320, nigrolineata p. 321, Ghevrolati
(Mexico) p. 322; und IL bitaeiiiata {BrasiliQu) p. 223, elegans (Bahidi)
p. 224, seriata (Guatemala) p. 225, posticata (Amaz.), crassa (Bras.)
p. 225, Natalensis p. 226, Germari (Bahia), spilota (Rio Janeiro)
p. 228 ; Disonycha fenestrata (Columbien) ; Systena Oherthuri (Pana-
ma) p. 229; Prasonia Haroldi (Paraguay) p. 230; Phygasia dorsata
(Indien) p. 231; Arsipoda JE/nc/isom (Tasmanien): Myrcina spectdbiUs
(Madagascar) p. 232.
Aphthona maculata (Jericho); Allard, L'Abeille XIV. Descr.
d'esp. nouv. p. 23; Wallacei (Flores) p. 178, chinensis (Ch.), crassi-
cornis (Jamaica) p. 295, Pilatei (Mexico), Deyrollei p. 296, diver sa
(ibid.), verticalis (Neu-Freiburg) p. 297, nigro-cyanea (ibid.), fulvipes
p. 298, amazona (Parä) p. 299; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Arsipoda haematodera p. 158, caeruleata p. 159 (West-Austr.),
fulvipes (Rockhampton) p. 284, maerens (Mysol), Wallacei (Neu-Gui-
nea) p. 285; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Im Gebiete der Arthropoden wahrend der Jahre 1877—78. 553
Podagrica rdbusta (Kuldsha); Ballion, Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIII. I. p. 386.
Nisotra Breioeri (Rockhampton) ; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 157.
Balanomorpha limhata (Syrien); All ard, L'Abeille XIV. Descr.
d'esp. nouv, p. 24.
Chaetocnemis crenulata, qiiadricoUis (Florida); Schwarz, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. (scr. Chaetocnema) p. 368; pinguis
(Enterprise und New-Smyrna), protensa (Michigan), cylindrica (ibid.)
p. 417, opacula (Calif.), flavicornis (Michig.), ohesula (Lake Ashby)
decipiens (Kansas) p. 418, crihrata (Cambridge, Mass.) p. 419, rudis
(Marquette, Mich.) p. 615; Le Conte, ebenda; natalensis (Port
Natal) p. 166, Wollastoni (Cap), persiea (Pers.) p. 167, coc/nata
p. 168, squarrosa p. 169, Bretinghami, concinnipennis p. 170 (In-
dien), Wallacei (Malacca), robiista (Brasil.) p. 171, clypeata (Parä)
p. 172, mexicana (Teapa), megalopo'ides (Rockhampton) p. 173, fu-
scomaculata, carinata (West-Austr.) p. 174, suhmetallescens (Süd-
Austr.), Ericlisoni (Tasman.) p. 175, divergens (Campeche) p. 301,
gravida, Sallei (Mexico) p. 302, pallidicornis (Jamaica) p. 303, Stein-
lieili (Columb.), separata (Bogota) p. 304, labiata (Sta. Martha) p. 305,
Haroldi (Bogota), amasona (Amaz.) p. 306, hrasüiensis (! Br.) p. 307,
Blanchardi (= Haltica aenea Bl., wegen C. (Dibolia) aenea Waterh.),
riigiceps (Madag.) p. 308, madagascariensis (M.) p. 309, parmda
(Ceylon), hasalis (Indien) p. 310, Westwoodi (Batchian) p. 311, nitens
(ibid.), malayana (M. Arch.) p. 312, Wilsoni (S. Austr.) p. 313, pro-
pinqiia (Adelaide) p. 314, Waterliousei (W.-Austr.), laticeps (ibid.)
p. 315, laticolUs (Swan River) p. 316, hrevicornis (W.-Austr.) p. 317;
Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Xenidea Wallacei, purpureipennis (Neu-Guinea) ; Baly, Tr. E.
S. Lond. 1877. p. 318.
Pseudodera Orientalis (Bengal.); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 286.
Epithrix hrevis (Ft. Capron und Enterprise); Schwarz, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 367.
Crepidodera ^'w^aea (Palestina); Allard, L'Abeille XIV. Descr.
d'esp. nouv. p. 21 ; pictieornis, madagassa p. 107, varicornis, analis,
'Goiidoti p. 108 (Madag,); v. Harold, Mitth. Münch. 1877; africana
(Cameroons) p. 159, jrtjpom'ca (Hakodadi) p. 160, costipennis {Bovneo),
collaris (Shanghai) p. 161, parallela (Sydney), vestita (Gawler Town)
p. 163; Baly, Tr, Ent. Soc. Lond, 1877.
Systena palUpes (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil. §oc.
XVII. Nr, 101. p. 367, ornata (Jamaica), Deyrollei (Neu-Freiburg)
p. 288, caeruleata (Para; Santarem) p. 289; Baly, Tr. E. S.
Lond. 1877.
Haltica Sansibarica (Taita); v. Harold, Monatsb. k. pr. Acad.
554 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Wiss. Berlin. 1878. p. 222; (Orestia) Pa?;eZj (Herkulesb. bei Mehadia) ;
Frivaldszky, Tersmesz. Füzetek I. p. 229; foveigera (Nyassa); v.
Harold, Mitth. Münch. 1877. p. 107; amazona (Parä, Santarem);
Baly, Tr. Ent. Sog. Lond. 1877. p. 163.
Phyllotreta rohusta (Detroit, Mich.); Le Conte, Proc. Am.
Phil. Sog. XVII. Nr. 101. p. 614; Urmcmica (Birma); v. Harold^
Mitth. Münch. 1877. p. 109; orientalis (Kurdistan) p. 178, Cumingi,
(Manilla) p. 179, jamaicensis (J.), malaycma (Celebes), Bownesi (Bom-
bag) p. 300; Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
Phygasia limhatä (N' Gami); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 290.
C. 0. Waterhouse errichtet in den Proc. Zool. Soc. London.
1877. p. 80 für Graptodera galapagoensis die neue Gattung Bo-
cema und beschreibt Longitarsus lunatus (Charles Isl., Galap.; ova-
lis, convexus, piceo-testaceus, nitidus ; thorace convexo, paullo latiore
quam longiore, postice parum angustato, fere laevi; elytris basi
thorace vix latioribus, medio rotundato-ampliatis, crebre evidenter
punctatis, lunula communi picea notatis; long. 1,75 mm) p. 81.
L. mnasonus (Parä), scutellatus (Rockhampton) p. 177, concin-
nus (Mexico) p. 290, Buckleyi (Ecuador), Fryellus (Bras.) p. 291,
Wallacei (Celebes), capensis (Cap) p. 292; Ba*ly, Tr. E. Soc.
Lond. 1877.
Docema eollaris (W.-Austr.); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 293.
Thyarais angusta (Syrien) ; Allard, L'Abeille XIV. Descr. d'esp.
nouv. p. 24.
Euplectroscelis Beyrollei, tihialis p. 319, bimaculata, placida
p. 320 (Brasil.), nigripennis (Parä), sordida (Amaz.) p. 321; Baly,
Tr. E. S. Lond. 1877.
Eine Uebersicht der (9) Arten der Gattung Aspicela giebt
E. von Harold in den Mitth. Münch. 1877. p. 17 ff. Neu sind A.
flavicans (Fusagasugä) p. 19, marmorata (Ocana) p. 20.
Asphaera deleta (Bahia), corusca (Montevideo); v. Harold,
Mitth. München 1877. p. 108.
Sebaethe nigricornis (Cambodja), fulvipennis (Siam) p. 164,
torrida (Sierra Leone) p. 165; Baly, Tr. Ent. Soc. Lond. 1877.
Oedionychis indigoptera (Tampa); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 416; Goudotij facialis (Madag.); v. Harold,
Mitth. Münch. 1877. p. 108.
Physoma violaceipennis (Nyassa); Baly, E. M. M. XIV. p. 204.
Myrcina Chapuisi (Nyassa); Baly, E. M. M. XIV. p. 205 f
Balyi (ibid.), acutangula (Madagascar) ; v. Harold, Mitth. Münch.
1877. p. 109. (Nach demselben ist Haltica olivacea Klug = Xenaltica
picea Baly und zu Myrcina zu ziehen.)
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 555
Argopus Balyi (Tokio; Statura A. nigritarsis, at omnino ferru-
gineus, clypeo breviter tantum emarginato, subtilissime piinctulatus);
V. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 81; Fortund (Nord-
China); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 181.
Sphaeroderma o^ima (Nord-Carolina, Texas); Le Conte, Proc.
Am. Phil. Soc. XVII. Nr, 101. p. 417; orwaia (Cambodja), apicipennis
(Borneo); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877. p. 180.
Argopistes scyrto'ides (Florida); Le Conte, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 416.
Dibolia Duboülayi (Nicol's Bay); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 182.
Megistops ornatus (Santarem), pretiosus (Venezuela); Baly,
Tr. E. S. Lond. 1877. p. 322.
Psylliodes Chapuisii (Tringanee); Baly, Tr. E. S. Lond. 1877.
p. 183.
Galerucini. J. S. Baly giebt in den Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) II. p. 411 ff. Descriptions of new Genera and Spe-
cies of Galerucinae; nämlich Prasyptera (n. g., Astenae affine,
differt articulo tertio ant. breviore) Wallacei (Neu-Guinea, Dorey),
distincta (Wagiou) p. 412, ornäta (Neu-Guinea, Aru Isis.), approxi-
mala (Malacca) p. 413, Uaroldi (Batchian); Mimastra Soreli (Oberer
Yang-tse-Kiang) p. 414, costata (China) p. 415; Megalognatha
(n. g., differt a Malacosomate capite valde exserto, tibiis apice iner-
mibus, limbo elytrorum brevius inflexo) elegans (Grahamstown) p. 416,
cmicollis, suturalis (Port Natal) p. 417, JBo/iewawm (Caffraria)p. 418,
ventricosa (Port Natal), suhcylindrica (Südafr.) p. 419, rußventre
(! Nyassa) p. 420; Chthoneis hivittata (Constancia, Bras.), albicolUs
(Petropolis, Bras.) p. 421, Grayi (Constancia) p. 422.
Ähecesta (n. g. Ornithognathin.) cyanipennis (Nyassa); v.
Harold, Mitth. Münch. 1877. p. 110.
Triaplatarthris n. g. Galerucit.; T. pyrochroides (China);
Fairraaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 138.
Malaxia n. g. Atysit.; M. flavovirens (China); derselbe
ebenda p. 139.
Anthraxantha n. g. prope Stenoplatum; A. Davidis (China,) ]
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1878. p. 137.
Botanoctona (n. g. Coelomeris affine) pallidocincta (Neu-
Brit.), Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 185.
Triplatys (n. g. Phyllobroticis affine) quadripartita (Neu-
Brit.); Fairmaire, Pet. Nouv. IL p. 186.
Aulacophora scutellata p. 205, aeneipennis p. 206 (Nyassa);
Baly, E. M. M. XIV.
Diabrotica Umbata (James Isl., Galap ; V^'^aterhouse, Proc.
Zool. Soc. London. 1877. p. 81; D. vincta (Capron) ; Le Conte,
Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 416; D. sexpunctata (Costa
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. LL
556 Bert kau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Rica), ventricosa (Panama) p. 148, fuscomarginata (Costa Rica), multi-
punctata (Mexico), nigroUneata (Guatemala) p. 149, viridimaculata
(Cayenne), gracilis (Brasilien), nigrcmaculata (Ecuador) p. 150, vario-
losa (ibid.), Peruana (Peru), sexplagiata (ibid. und Panama) p. 151;
Jacoby, Proc. Zool. Soc. London. 1878; gloriosa (Bogota), cinctella
(Columb.), nummularis (Mexico) p. 110, boliviana (Bol.), instabilis
(nebst var. a, b, c, d, e) (Columb.) p. 111; v. Harold, Mitth. Münch.
1877; Waterhousii p. 993, Jansoni, fuscomaculata p. 994, nigrovit-
tata, novemmaculata p. 995, costatipennis p. 996; Jacoby, P. Z.
S. Lond. 1878.
Scelida Balyi (?); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1878. p. 993.
Luperodes rufus (Nyassa); v. Harold, Mitth. Münch. 1877.
p. 109.
Coelomera atro-coerulea (Peru, Panama); Jacoby, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1878. p. 152.
Monocesta dimidiata (Peru), Nicaraguensis (Chontales) ; Ja-
coby, Proc. Zool. Soc. London. 1877. p. 520.
Adimonia Hungarica (Comit. Temes); Frivaldszky, Magy.
Tud. Akad. math. es term. Közl. XIII. p. 340.
Galeruca aenescens (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 140.
Cerotoma nigrofasciata (Cocta Rica, Guatemala); Jacoby, P.
Z. S. Lond. 1878. p. 996.
Monolepta (?ic/iroa (Hakodadi); E. v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeit sehr. 1877. p. 366.
Eustetha seriata (China); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1878. p. 136.
Hispini. Xiphispa n. g. für Cryptonychus Coquerelii
Fairm.; Chapuis, C. R. Ent. Belg. 1878. p. CXLV.
F. Chapuis macht die Beschreibung von Especes inedi-
tes de la Tribu des Hispides bekannt. Ann. Soc. Ent. Belg.
XX. p. 5 £f., 46 ff. Odontota explanata (Neu-Granada) p. 5, Gregorii
(Mexico), lycoides, transversälis, ampUata (Cayenne) p. 6, coarctata
(Bras.), triUneata (Bahia), subaenea (Bras.), Volxemi (Petropolis),
postica (Bras.?) p. 7, DeyroUei, palliata (Mexico), subangulata (Co-
lumbien) p. 8, 8-striata (Bahia), Sauveuri, obscura (Bras.), ohliterata
(Neu-Granada), Steinheili (Columbien), p. 9, Lebasi (Bras.), 4-costata
(Neu-Freiburg), Haroldi (Buenos Ayres), bicostata (Bras.) p. 10,
eryth/rodera (Dejean), notaticollis (Cayenne), bellula, tricolor (Mexico),
stigmula (Bahia) p. 11, notula (Bahia), Tappest (Columbien), cordiger
(Brasil.), acuticornis (Mexico) p. 12, Badeni^ perplexa (Brasil.), asperi-
frons (Columbien), bisignata (Buenos- Ayres) p. 13, basilaris (Cayenne),
tenuiSf marginiventris (Bras.), verticalis (Mexico ?), Weyersi (Columb.)
p. 14, flaveola, externa, lugubris (Bras.), diffkilis (Bahia) p. 15, ple-
bejaj bilineata (Columbien), Lacordairei (Cayenne), insignita p. 16,
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 557
Sternalis, lineöla (Bras.), atriceps (Cayenne) p. 17, veZw^ma (Cayenne),
apicipennis (Ecuador), normalis (Antillen), anchora (Columbien) p. 18,
media (Montevideo), Putzeysi, Guerini (Bras.), angusta (Colurabien)
p. 19, elongata, cephalotes, Dehorrei (Bahia), nigrovirens (Amaz.)
p. 20; üroplata (Penthispa) cristata (Antillen), emar ginata (Columh.),
Chevrolati (Columb.), fastidiosa (Mexico) p. 21, Fairmairei (Costa-
Rica), Eodriguezi, subvirens, Candezei (Guatemala), melanura (Mexico)
p. 22, (Heterispa) infuscata (Bahia), Oc(-hr)thispa (subg. n. elytris
oblongo-quadratis, apicem (versus) emarginatis, rectis vel leviter
convexis, profunde sculpturatis, serrulatis, 8°-seriato-punctatis, punctis
grossis; humeris erista compressa, vel pyramidali ornatis, angulo
laterali postico producto acuto vel subobtuso . . .)) fossulata (Bra-
silien) p. 23, elongata, binotata (Brasilien), humerosa (Peru), centro-
rr^culata (Mexico) p. 24, pustulata (Bahia), (Üroplata) carinifrons
(Columbien) aberrans (Mexico), ßiformis (Brasilien) p. 25, picta,
plagipennis palUpes (Brasilien), bivitticollis (Buenos-Ayres) p. 26,
lucida, carinata (Brasilien), castanea, Emilii (Cayenne), sculptilis
(Mexico) p. 27, bipuncticollis, crassicornis (Mexico), depressa (Bra-
silien), jucunda (Minas Geraes) p. 28, venusta (Therezopolis), nigri-
pes (La Plata), rubida, terminata (Brasil.) p, 29, ambigua, planiu-
scula, decipiens, nobilis (Brasil.) p. 30, minuscüla (Montevideo), sinu-
osa (Cayenne), fusca, sublimbata (Brasil.) p. 31, parvula, bilineata
(Brasil.), trivittata (Cayenne) p. 32, Bonvouloiri (Amazon.) p. 34;
Monochirus fimbriatus (Tasmanien) p. 47, Germari (Carpentaria),
coarctatus (Sydney) p. 48; Prionispa (Piatypria) dimidiata (M.ai\a.oca.),
Baffrayi (Zanzibar), luctuosa (Calabar) p. 49, abdominalis (Madagas-
car); Hispa (Hispella) incerta (Südafrica) p. 50, s^?/^ia.(Indien) p. 51,
(Hispa) subhirta (Madagascar), dama (Indien), alternata (Java), toru-
losa (Caffrarien) p, 52, ramulosa (ibid.), Gestroi (Madagascar), ra-
muligera (Malacca) p. 53, discoidalis (Celebes), setifera (Batchian),
insignita (Ceylon) p. 54, trifida (Malacca), Bitsemae (Madag.), pubi-
collis (Cap) p. 55, mamillata (Cap), tenuicornis (Caffrarien), Glementii
(?) brevispinosa (Indien) p. 56, sulcata (?), laticollis (Westafrica)
p. 57.
Cephaloleia gracilis, subdepr essa {Ama.zon3LS) ip. 41; Gonophora
tibialis (Sulu Isis., Neu Guin.), lineata (ibid.) p. 42, Horsfieldi (Java),
crassipes (Kai Isl.) p. 43; Cephalodonta Haroldi (Columbien, Mag-
dalenen Fl.) p. 44; Baly, Ann. a. Mag. Nat. Hist. 1878. I.
Microrrhopala floridana (Enterprise); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 369.
Cassidini. Hoplionota dorsalis (Queensland); Waterhouse,
Ann. a.Mag. Nat. Hist. (4) XIX. p. 424; bioculata (Sumatra); Wagen er,
Mitth. Münch. 1877. p. 58.
Himatidium 14-maculatum Latr. var. nov. b (Coper) p. 51 ; Do-
lichotoma viultinotata (Columb., Cayenne, Suriu.), nigrosparsa (S. Rosa)
558 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
p. 52, nigro-sanguinea (Nare, Honda) p. 53; Porphyraspis reticulata
(Südamerika); Charidotis Steinheili (Ocana) p. 58; Prioptera puncti-
pennis (Calcutta); Tauroma Bohemanni Mannerh. i. 1. (Bras.) p. 59;
Fhy sonota. pellucida (Demerara), plicata (Mexico) p. 61, hrunnea (Bras.),
notativentris (Bras.), hipiinctata (Mendoza, Argent.) p. 62; Hybosa
unicolor (Columbien), margine-guttata (Bras.) p. 64; Wagener, Mitth.
Münch. 1877.
Cassida angusta, ellipsodes {AXgQv), ßaviceps (Syrien); Marseul,
Nouv. et Faits. 1876. Nr. 9. p. 35; Corii (Greta); Fairmaire, Pet.
Nouv. Nr. 145. p. 25.
Coptocycla Heydeni (Muzo); Wagener, Mitth. Münch. 1877.
p. 57; vittata (Bras.) p. 66, plagifera (ibid.), subacuminata (Peru)
p. 67; derselbe ebenda.
Mesomphalia Steinheili (Columbien) ; W a g e n e r , Mitth. Mün^h.
1877. p. 53; Haroldi (Valdivia), marginevittata (Chimborazo), quin-
quefasciata (Columbien); derselbe ebenda p. 60.
Poecilaspis semiglobosa (Bras.); Wagener, Mitth. Münch.
1877. p. 60.
C. A. Dohrn hält Aspidomorpha amplissima Boh. für eine
auf einzelne Exemplare begründete Form von A. miliaris F. ; S t e 1 1.
Ent. Zeit. 1877. p. 219 und 356.
A. bioculata (?), ramulopicta (Brisbane) p. 63, Badeni (Austr.)
p. 64; Wagener, Mitth. Münch. 1877.
Laccoptera nigricornis (Loango), 1 3 -^w^^aia (Manila); Wagener,
Mitth. Münch. 1877. p. 65.
Ctenochira nigrocincta (Canoas), semilobata (Columb., Mexico)
p. 55, varians (Maripe, Muzo) p. 56; Wagener, Mitth. Münch.
1877; flavoscutellata p. 65, uniramosa p. 66 (Mexico); derselbe
ebenda. Durch die Beschreibung dieser 5 neuen steigt die Zahl der
bekannten Arten auf 99, über die derselbe Autor ebenda p. 69 ff.
eine synoptische Uebersicht giebt.
Erotylidae. E. P e r r i s beschreibt und bildet ab die Larve
und Nymphe von Tritoma bipustulata F., Ann. Soc. Linn. Lyon.
XXIIL p. 410. PI. XIV. Fig. 574—579.
Gryptodacne (n. g.) synthetica (Tairua); Sharp, E. M. M.
XV. p. 82.
Hypodacne (n. g., wie Dacne, aber Tarsen unterseits nicht
haarig, 9. Fühlerglied mit dem 10. zur Bildung eines Knopfes ver-
wachsen) punctata (Ver. Staaten); Le Conte, Trans. Am, Ent. Soc.
V. p. 171.
Bd. XII der Generad. Coleopteres von Lacordair e
und Chapuis behandelt auf p. 1 — 76 vorstehende Familie. Als
neue Gattung wird axifgesieWt Coptengis (für Triplatoma Sheppardi
Pascoe und Copt. splendidus von Moratai) p. 23.
Eine Art Monographie dieser Familie verdanken wir G. R.
im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877 — 78. 559
Crotch: A revision of the Coleopterous Family Erotyli-
dae. eist. Eni. (1876) I. (XIII. Nr. XL VI) p. 377 ff. und mit be-
sonderer Paginirung, unter der ich hier citiren werde. Abgesehen
von einer sehr grossen Zahl von neuen (aber meist nach der Fär-
bung unterschiedenen) Arten sind viele neue Gattungen aufgestellt,
deren Charaktere mir nicht überall bestimmt zu sein scheinen. Es
sind dies folgende:
Fachijlanguria (n. g. für Languria Paivae Wall, und) col-
laris p. 1, metasternalis ; Tetralänguria (n. g. für Lang, splendens
Wied. nee Motsch., letztere genannt L. splendida), Trogosita elongata
F. etc.) p. 2; Languriosoma (n. g.) Moühoti (Sans.), cardiophoroides
(Cambodja), Broolcii, cyanipetinis (Borneo) p. 4; Petitelatiguria
(n. g.) elatero'ides, mtopedalis (Indien) p. 5; Oxylanguria (n. g.)
acutipennis (Sarawak) p. 5 ; Gallilanguria (n. g.) luzonica, WaUacii
(Sumatra) p. 5; Doubledaya Whitei (Sumatra); Fa tu a /Sea?^ (Madras),
Lambi (Penang) p. 6, Boivringi (Cambodja), crassa (Penang); Lan-
guria promontorii p. 7, fonnosa (Cap), cyanipennis p. 8, seUata
(Mexico) p. 9, rufipes (Morty), Gildlae iß.), papuensis (Dorey) p. 10,
coarctata, harbara (Macassar), nigro-cyanea (Tonda), Menadensis (M.)
p. 11, propinqua, scutellata (Sumatra), tarsata (Ceram), nitidior
(Penang), Cambodiae (Laos) p. 12, aeolo'ides, cuneiformis (Sarawak)
p. 13, Waterliousii (= convexicollis Waterh. nee Hörn) p. 14; Tra-
i^Qzidera prolongata, chalcea, aenea (Mexico) p. 17; Teretilanguria
(n. g. für L. basalis Guer. und) Kirsclii (Bogotäj, Panamae (P.)
p. 18; Goniolanguria (n. g. für L. latipes Sanad. und) Reichia (Bra-
silien) p. 19; Ortholanguria (n. g.) Batesi (Ega, Cayenne), con-
coZor (Neu-Granada) p. 20; Dacne capensis (Natal) p. 21; Pseudo-
dacne (n. g.) admirabilis (Sarawak) p. 22; Thallis nigro-aenea (Neu
Cal.), bifasciata (Rockhampt.) p. 23, Erichsoni (Sydney), Wallacei
(Aru) p. 24, indica (I.). insueta (Queensl.) p. 25, Immeralis (Wagiou),
mycetocharoides (Batchian) p. 26; Thallisella (n. g.) peruviana
(P.), Malasiae (Sarawak); Tetrathallis (n. g.) carminea (Sarawak)
p. 27; Goptengis (n. g. für Triplatoma Sheppardi Pasc, und)
Pascoei, Chapuisi (Gilolo), Wallacei (Batch.) p. 28, multiguttatus
(Malacca); Triplatoma attenuata p. 29, bizondta (Borneo), puhesce^is
(Ceylon) p. 30; Episcapha africana (Old Calabar), intermedia (Java),
antennata (Manilla) p. 31, consanguinea (China), indica (Darjeeling)
p. 32; Episcapliula (ab Episcapha differt art. ant. tertio elongato)
amboinensis, obliquesignata, insularis, nigrorufa p. 33, argus, quadri-
signata (Malay-Arch.) , rude-pwictata (Austr.) p. 34, xantliosticta
(Mal.), pictipennis (Austr.) p.- 35, opaca (Austr.), Hislopi [Berah),
aulacochilo'ides (dubia, Natal), thoracica (Neu- Guinea) p. 36, proxima,
suhparallela, denticulata (Mal.) p. 37, recte-signata (Afr.), tricliroa
(Old Cal.), Savagii (Cap Palmas) p. 38, abnormdlis (?) p. 39; Megalo-
dacne Batesi (Amaz.) p. 40, Chinensis (Ch-), liiteo- guttata (Tringalo),
560 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
simillima (Sarawak), elongatula (Malacca) p, 41; Pselaphacus ducalis
(Neu-Granada) p. 43, confusus, nigropictus, punctato-striatus p. 44,
amazonicus p. 45, approximatus p. 46 (Aroaz.); Megischyrus ChevrO'
lati (Minas Geraes), connexus (Neu-Granada), mesomelas (Ecuador)
p. 47, Guatemdlae (G.), Bogotae (B.), catenatus (Amaz.) p. 48 ; Ischy-
rus impresso-punctatus (?), agnatus (Neu-Gran.) p. 50, vittatus p. 51,
Sheppardi (Bras.), Bahiae (B.), paUidior (Bahia) p. 52, insolens (Mexico),
Boucardi, nobilis, eonsimilis p. 53, nitidior (Amaz.), Bogotae (B.)
p. 54, nigro-lineatus, simüior (?) p. 56, collatinus (Neu-Gran.) p. 57;
Epytus (Dej. cat. für Erotylus violaceus Stm. und Ischyrus tar-
salis Lac. = Oocyanus tarsatus Lac.) p. 57; Callischyrus (n. g.
für Erot. inignis Lap. und) Gandezei (Guatemala) p. 58; Amblyopus
Natalensis (S.-Afr.) p. 59, Murrayi (Old Cal.) p. 60; Cyrtomorphus
inversus, angustior, Wallacei (Malas.) p. 61; Mycotretus (45 Arten)
p. 62 — 82; Cyrtotriplax Maaki (Sibirien) p. 84, senegalensis (Seneg.)
p. 85, anisotomoides, dentipes, postica (Sarawak) p. 86; Triplax
sibirica (Baikal) p. 90, indica, apicata, coccinea p. 91, sanguinea
p. 92 (Indien); Tritomidea chrysospüa (Singapore), nigro-cruciata
(Sarawak) p. 93; Spondotriplax (n. g.) endomycho'ides (Sarawak),
cyanecula (Salwatty), ceramensis (C.) p. 94; Mycolybas (n. g. für
Lybas lucidus Lac. etc. und) Egae (E.)p. 98; Palaeolybas (n. g.)
Andreae, Jmmeralis, nigripennis, coccinelloides (West-Africa) p. 99;
Neoxestus (n. g.) chilensis (Ch.) p. 100; Encaustes opaca (Ligor),
margindlis (Penang) p. 101, humeralis (Neu-Guin.), Wallacei (Ton Asi);
Micrencaustes (n. g. für Encaustes sinuata Lac. = Dacne lunu-
lata Mac. L.) p. 102; Thonius substriatus, nebrioides, flexus-striatus
(Columb.), BucTdeyi (Ecuador) p. 106; Cyclomorphus laeviusculus
(Venezuela) p. 107, alienus (Columbien) p. 108, iphiclo'ides (Ecuador),
extricatus, sub-ocellatus p. 109, apicicornis, aeneo-maculatus, cocci-
nellinus, gibbosus p. 110 (Columbien); Strongylosomus peruvianus
(P.) p. 112; Aegithus separandus p. 114, (truncatus) p. 116, poUtissi-
mus (Ecuador), inflatus, cordatus (Amaz.) p. 117, striatellus (Ecua-
dor), dichrous, assimüis (Amaz.) p. 119; Brachysphaenus (28 Arten)
p. 121—143; Typocephalus (Dej. cat. für Erotylus dimidiatus
Ol. und) interpunctatus (Venezuela), vespoides (Amaz.); Eurycardius
concolor (Minas Geraes) p. 148; Erotylus (26 Arten) p. 150—160;
Cypherotylus maximus, impunctatus (Amaz.) p. 161, aeneo-niger
p. 163, variolosus (Ecuador), Guatemalae (G.), apicalis (Columbien)
p. 164; Microtylus (n. g. für Chrysomela Gronovii Herbst und)
dubitabüis (AmdiZ.), T%{a)esitans (Ecuad.), /zmere^Zws (Neu-Gran.) p. 165;
Zonarius quadrifasciatus (Mexico), Guatemalae, erythrogonus p. 167,
convexiusculus, convexus (Amaz.), fractus (Columb.), rugipunctatus
p. 168, BmUeyi p. 169 (Ecuador); Scaphidomorphus partitus '(Co-
lumb.), disputabiUs, macuUforus (!), pustuliforus (!) p. 172, duplicattis,
barytopo'ides, varicollis (Amaz.); Perithonicus (n. g. für Euphanistes
. im Gebiete der Arthropoden während der Jahre 1877—78. 561
misolampoides Lac.) p. 173; Rhynehothonius (n. g.) älbido-gutta-
tus (Amaz.) p. 174; Pristelus macasensis (Ecuador), orphanus, sex-
maculatus, detrahens (Amaz.), transverso-fasciatus (Columbien) p. 175,
debüis (Amaz.), obsoletus (Bras.) p. 176, difficilis (Cohimbien), lim-
batus (Guayaquil) p. 177, ovatus, minor, habrodactyloides, nitidior
p. 178, lineatulus, rugitliorax p. 179 (Amaz.); Tapinotarsus Kirschi,
brachymeroideSj Bacis immaculicoUis p. 180 (Amaz.), nigro-pictus
(Venezuela) p. 181 ; Phricobacis (n. g. für Erotyhis Hopii Guer. und)
Batesi, pulcher, rufo-limbatus (Amaz.) p. 182; B-omocotyluadistinguen-
dus, vitiosus (Amaz.), hepaticus (Ecuador) p. 184, pristeloides, rugosus
(Amaz.), mexicänus (M.) p. 185, dlbidipennis (Ecuador) p. 186.
Megalodacne magnifica (Innerafr.) ; v. H a r o 1 d , Mitth. Münch.
1878. p. 111.
BsiCJie picea (Californien) ; Le Conte, Trans. Am. Ent. Soc.
V. p. 170.
Languria marginipennis (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 357.
Mycotretus binotata (fossil in den Green River Shales); Scud-
der. Bull. U. S. Geol. Surv. IV. p. 763.
Lithophilus cribrateUus (Bou-Säada); Fairmaire, Pet. Nouv.
II. p. 50.
Endomychidae. Chapuis stellt im Bd. XII. der Gen. d. Co-
leopt. p. 104 auf Mycella n. g. inter Indalmum et Ancylopodem
für M. lineella von Rockhampton.
Eumorphus Andamanensis (Andaman Isis.); Corynomalus tae-
difer (Peru); Gorham, Ent. Monthl. Mag. XI. p. 180 f.
OreaÜB. parallela (Syrien) p. 22, Bruleriei (ibid.) p. 23; Allard,
L'Abeille XIV. Descr. d'esp. nouv.
Haploscelis abdominalis (Madagascar) ; Waterhouse, Tr. E.
S. Lond. 1877. p. 13.
Gorylophidae. Reitter liefert die Description des especes
d'Europe des genres Sacium Lee. und Arthrolips Woll. ; L'Abeille XVI.
Neu sind Sacium Blienanum p. 2, latum (Caucasus) p. 3, Orientale
(Constantinopel) p. 4, densatum (Deutschi., Oesterr., Frankr.) p. 0;
Arthrolips regularis (Sos) p. 7, ferrugatus (Caucasus; = Clypeaster
ptilioides Motsch.?) p. 9.
Arthrolips politus (Japan) p. 192, similaris (Mendoza), Ober-
thüri (Mexico), fenestratus (ibid.) p. 193; Sericoderus pallidus (Jap.;
S. laterali simillimus, dimidio minor) p. 194; E. Reitter, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien. XXVII; S. Beoelierei (Corsica); derselbe,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878. p. 126; castaneiis (Japan), fulvicoUis
(Austr.) p. 126, pallididus (ibid.) p. 127; derselbe, Mitth. Münch.
1877; ferrugatus (Tiflis); derselbe, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 150.
Sacium moUinum, splendens (Florida); Schwarz, Proc. Am.
Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p.356f.; atrum (Mexico); Reitter, Mitth.
562 Bert kau: Bericlit üb. d. wissenschaftl. Leistungen etc. •
Münch. 1877. p. 126; latuni (Elisabetpol; Mamudly, Caucasus); der-
selbe, Verh. Ver. Brunn. XVI. p. 149. Taf. III. Fig. 28.
Orthoperus scutellaris (Michigan), suturalis, elongatus (Florida) ;
Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101. p. 599.
0. punctulatus (Ungarn); E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1876. p. 312. (Im Bericht 1876 auf p. 386 (178) unter den Niti-
duliden aufgeführt.)
E. Reitter schreibt in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1878.
p, 199 ff. über die europäischen Arten dieser Gattung, deren
er 9 kennt, die besprochen und analytisch diagnosticirt werden.
Coccinellidae. Mychophilus (n. g.; a genere Clemnus
Hampe differt praecipue antennis decemarticulatis) minutus (Her-
culesbäder bei Mehadia); Frivaldszky, Termesz. Füzetek. I. p. 20.
Hypoceras (n. g. Chnood.) Mulsanti (Austr.); Chapuis,
Gen. d. Coleopt, XII. p. 266.
Wegen Alexia hirtula Kirsch ändert Reitter den Namen
seiner caucasischen A. hirtula in A. pilosella um; Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1877. p. 296; (vgl. d. Ber. 1876. p. 393 (185) und 459
{261)); punctata (Ungarn); derselbe ebenda 1878. p. 63.
Hippodamia impictipennis (Oran); Fairmaire, Pet. Nou v. II. p. 50.
Coccinella Whitiangii (Neu-Seeland) ; Broun, Trans. N. Zeal.
Inst. IX. p. 374.
Scymnus tricolor (Hagi); v. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1878. p. 87; nigripennis (Florissant, Colo.); Le Conte, Bull. U. S.
Geol. Surv. IV. Nr. 2. p. 453; balteatus p. 399, quadritaeniatus
p. 400 (Florida); derselbe, Proc Am. Phil. Soc. XVII. Nr. 101.
Rhizobius Aucklandiae ; Th. Kirsch, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1877. p. 173.
Brachyacantha querceti (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 362.
Hyperaspis paludicola (Florida); Schwarz, Proc. Am. Phil.
Soc. XVII. Nr. 101. p. 362; Gen eis palUda; Pentilia misella, margi-
nata, ovalis p. 400 ; L e Conte ebenda.
Chilocorus nigropictus (Lambessa), picturatus (Algier); Fair-
maire, Pet. Nouv. II. p. 94; Exochomus Gestroi, xantJioderes (Tunis) ;
derselbe, Ann. Mus. Civ. Gen. VII. p. 540.
Nachtrag. (Auf p. 402 (184) hinter Beling einzu-
schalten.)
M. Ruperts berger lässt einen zweiten Artikel über
die Larven der Käfer (Gestalt und Gliederung des Larven-
körpers) folgen. Natur und Offenbarung 1878. p. 9 ff.,
73 ff. Instructive Holzschnitte kommen der klaren Dar-
stellung in Worten zu Hülfe.
Bericht über die wissenscliaftliclien Leistungen in
der Naturgeschichte der niederen Thiere während
der Jahre 1876—1879.
Von
Dr. Rud. Leuckart.
n. Piatodes.
Mi not veröffentlicht (Arbeiten aus dem zoolog.-zoo-
tom. Institut in Würzburg 1876-77. Bd. IIL S. 405-471.
Taf. XVI— XIX) „Studien an Turbellarien'', die als Bei-
träge zur Kenntniss der Plathelminthen bezeichnet werden
und in der That, obwohl zunächst den Turbellarien ge-
widmet, gar mancherlei Rückblicke auf die Organisation
und die Verwandtschaftsverhältnisse der übrigen Platt-
würmer enthalten. Freilich ist die Gruppe der Minot'-
schen Plattwürmer mit der unsern nicht vollkommen über-
einstimmend. Nicht bloss, dass darin die Hirudineen fehlen,
die man ziemlich allgemein jetzt — und vielleicht nicht
ohne Grund — den Anneliden zurechnet, auch die Nemer-
tinen will Minot von denselben ausschliessen und den
Anneliden anreihen. Die übrigen Plattwürmer glaubt Verf.
(S. 452-462 oder Proceed. Boston soc. nat. bist. Vol. XIX,
p. 17 — 25) am besten in drei oder — wenn die U 1 i a n in 'sehe
Gruppe der Acoela Berechtigung haben sollte, was ihm zwei-
felhaft dünkt — vier Ordnungen auflösen zu können, in
die Acoela(?), Apharyngea (Macrostomeen), Pharyn-
gocoela mit den Rhabdocoelen und Dendrocoelen, und die
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. MM
564 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Vaginifera mit den Trematoden und Cestoden. Ob auch
die Microstomeen in dieses System aufzunehmen seien, ist
zweifelhaft.
Auch Sem per ist der Ansicht, dass die Hirudineen
von den Plattwtirmern abzutrennen und den Anneliden zu
vereinigen seien. Ebenso möchte derselbe auch die Nemer-
tinen am liebsten den letztern annähern. Verwandtschafts-
verhältnisse der gegliederten Thiere (s. o.) an versch. 0.
In gleicherweise spricht sich Hatschek dahin aus
(Studien u. s. w. S. 63), dass die Hirudineen — mit Aus-
schluss nicht bloss von Malacobdella, sondern auch von
Histriobdella und vielleicht noch einigen anderen wenig
bekannten Formen — mit den Oligochaeten in nächster
Verwandtschaftsbeziehung ständen. Es sei namentlich die
Gattung Branchiobdella, die den Annelidtypus am reinsten
erhalten habe.
Olsson handelt in seinem Bidrag tili Skandinaviens
helminthenfauna I (Stockholm 1876, kgl. vet. akad. handl.
T. XIV) über die von ihm beobachteten Hirudineen und
Trematoden.
Hirudinei.
Krukenberg sucht aus dem Darmtractus von Hirudo
officinalis vergebens einen enzymhaltigen Auszug zu ge-
winnen. Er glaubt desshalb, dass der Verdauungsmodus
des Blutegels mehr an die rein endosmotischen Vorgänge
der Nahrungsaufnahme bei den Parasiten sich anschliesse,
als an die mit Hülfe kräftiger Enzyme sich vollziehende
Verdauung der Aphroditen. Untersuchungen aus dem phy-
siol. Institut der Univers. Heidelberg Bd. II, S. 357.
As per schildert (zoolog. Anzeiger, Th. I, S. 297) eine
interessante Missbildung bei Aulastomum gulo, die darin
bestand, dass die beiden Vasa deferentia, statt, wie ge-
wöhnlich zu einer gemeinschaftlichen Ruthe zusammenzu-
treten, im 20. und 25. Ringel einen besonderen Begattungs-
apparat bildeten, und auch die Ovarien eine entsprechende
Anordnung besassen. Neben der hintern männlichen Oeff-
nung fand sich ein besonderes Ovarium mit Scheide, die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 565
mit der Ruthe zusammenmlindete. Ein ähnlicher weiblicher
Apparat lag in der Gegend des 30. Ringels.
Die oben ausführlich angezogene Abhandlung Sem-
per's über die Verwandtschaftsverhältnisse der gegliederten
Thiere (Jahrg. 43, S. 414) enthält zahlreiche Bemerkungen
über die Entwicklungsvorgänge und die Morphologie der
Hirudineen, auf die wir hiermit hinweisen.
Die ersten Entwicklungsvorgänge im Ei der Hirudi-
neen werden sowohl von Bütschli (Abhandl. d. Senken-
berg, naturf. Gesellsch. Bd. X, S. 3— 10), wie von 0. Hert-
wig (Beiträge zurKenntniss der Bildung, Befruchtung und
Entwicklung des thierischen Eies, 2. Theil, Morphol. Jahr-
bücher Bd. III, S. 1 — 32) zum Gegenstande einer eingehen-
den Darstellung gemacht. Es wird dabei ausser Zweifel
gestellt, dass die sog. Richtungsbläschen durch eineTheil-
ung des Keimbläschens entstehen, die ihrerseits durch
eigenthümliche und, wie wir jetzt wissen, bei der Kern-
theilung weit verbreitete Metamorphose (Bildung der Kern-
spindel und Fasermetamorphose) eingeleitet wird.
Bütschli dehnt seine Untersuchungen später auch
auf den Furchungsprocess und die Keimblätterbildung bei
Nephelis aus (Zeitschrift für wissensch. Zoolog. Bd. XXIX,
S. 239-252 mit Tab. XVIII) und kommt dabei zu Resul-
taten, die von denen der altern Untersucher in mehrfacher
Beziehung abweichen. Die wesentlichste Eigenthümlichkeit
unseres Wurmes findet Verf. darin, dass Entoderm und Meso-
derm, ja selbst Mundöffnung und andere Organe zur Entwick-
lung kommen, bevor die drei grossen hintern Furchungskugeln
von Seiten des Ectoderras überwachsen sind. Für die Bil-
dung der Keimblätter haben diese Kugeln nicht die ge-
ringste Bedeutung, sie betheiligen sich auch nicht an der
Mesodermbildung, wie man wohl angenommen hat, sondern
repräsentiren eine Art Nahrungsdotter, der schliesslich zer-
fällt und resorbirt wird. Die Mundöffnung des Wurmes
entspricht auch keineswegs dem Gastrulamunde, sondern
entsteht selbständig, durch eine Einstülpung, und zwar zu
einer Zeit, in welcher das Entoderm bereits von einem Spalt-
raume durchsetzt ist, und das Mesoderm die Gestalt zweier
schmaler Zellenstränge hat, welche zur Seite der Mittellinie
666 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
unter dem Ectoderm sich hinziehen und vorne mit einer
blattförmigen Ausbreitung sich vereinigen. Nach dem
Durchbruche der Mundöffnung füllen sich die Entoderm-
zellen, wie bei den Gasteropoden, mit flüssigem Eiweiss
(Deutolecith Foll) und verwandeln sich dadurch in grosse
helle Blasen, die in ihrer centralen Hälfte immer noch
den von unverändertem Protoplasma umgebenen Kern
erkennen lassen. Das obere Schlundganglion scheint —
unabhängig von dem Kopftheile des Mesoderms — von
dem Ectoderm aus zu entstehen, während die gefässartigen
Urnieren, an denen übrigens keinerlei Mündung nach aussen
aufgefunden werden konnte, aus zerstreuten Mesodermzellen
hervorgehen sollen.
Wir müssen übrigens hinzufügen^ dass Hatscheck
die Darstellung Bütschli's in Bezug besonders auf die
Bildung des Mesoderms und des obern Schlundganglions
als unrichtig bezeichnet. Studien u. s. w. S. 68. Anm.
Die Entwicklungsgeschichte der Clepsinen wird durch
Hoffmann und Whitman bearbeitet.
Der Erstere veröffentlicht seine Untersuchungen „Zur
Entwicklungsgeschichte der Clepsinen" (24 Seiten mit 2
Tafeln Abbildungen) in dem vierten Bande des niederl.
Archives für Zoologie 1877. Bis zur Viertheilung geht die
Klüftuug des Eies ziemlich regelmässig vor sich. Dann
aber bilden sich durch Abschnürung der in einem Pole
zusammenstosseuden hellen Spitzen vor den vier grossen
Theilstücken noch vier kleinere Kugeln, die sich rasch
weiter theilen, rascher als die aus grobkörnigem Dotter
bestehenden grossen Furchuugskugeln, auch durch fortge-
setzte Abschnürung der letztern immerfort sich vermehren
und auf diese Weise zu einer mehrfach geschichteten Zellen-
lage werden, deren Elemente anfangs auf die spätere Bauch-
fläche beschränkt sind, allmählich aber die übrigen Dotter-
elemente vollständig umwachsen. Die eingeschlossenen
Furchungskugeln nehmen an den Vorgängen der Entwick-
lung keinen directen Antheil Sie repräsentiren den Nah-
rungsdotter, während die umhüllenden Zellen (Blastoderm-
zellen) die Gewebe und Organe des jungen Thieres aus
sich hervorgehen lassen. Zunächst differenzirt sich die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 567
Epidermis, zu einer Zeit bereits, in der die Blastoderm-
zellen die Kugeln des Nahrungsdotters erst unvollständig
umhüllt haben, darauf das Darmepithel, beide als einfache
Zellenlagen, zwischen denen die übrigen Zellen, wenigstens
die der Bauchfläche, eine dicke Schicht bilden, aus der
dann weiter die Muskulatur, das Bindegewebe, der Gan-
glienapparat und die Schleifenkanäle den Ursprung nehmen.
Ein Gleiches gilt von Pharynx und Enddarm, die erst nach-
träglich nach Aussen hindurchbrechen. Von Keimstreifen
und dessen Gliederung hat Verf. Nichts beobachtet: dieMe-
tamerenbildung wird auf die regelmässige Anordnung von
dorsf-ventralen Muskel bündeln zurückgeführt. (In einer
spätem 1880 erschienenen Arbeit wird der Keimstreifen
übrigens richtig beschrieben und auch sonst manche Be-
richtigung der früheren Angaben hinzugefügt.)
Weit umfassender und eingehender sind die Unter-
suchungen Whitm an 's, die aus meinem Laboratorium her-
vorgingen und dem Quarterly Journ. microscop. sc. T. XVIII,
1878 (the embryology of Clepsine, 106 Seiten mit 4 Kupfer-
tafeln) einverleibt wurden. Der Verf. beginnt seine Dar-
stellung mit der Bilduugsgeschichte des Eies, schildert so-
dann die Veränderungen, welche die Befruchtung einleiten
und begleiten, und wendet sich schliesslich zu der Embryo-
nalentwicklung und der Frage nach den Keimhäuten. Die
Eier entstehen bekanntlich an einem eigenen, lose im
Innern der Ovarienkapsel liegenden Strange, und zwar
durch Weiterentwicklung von Zellen, welche in geschlosse-
ner Lage einem feinkörnigen Achsenfaden aufliegen, den
Verf. der Rhachis der Nematoden gleichstellt. Da letzte-
rer in seiner protoplasmatischen Masse eine Anzahl freier
Kerne einschliesst, wird derselbe auch als die ursprüng-
liche Bildungsstätte der Eier in. Anspruch genommen.
Sind die Eier zur Reife gekommen, dann geschieht
zunächst, noch im Innern des Ovariums, die Umwand-
lung des Keimbläschens in den durch Bütschli, Hert-
wig u. A. zur Genüge bekannt gewordenen Amphi-
aster, der sich auch äusserlich durch das Auftreten eines
hellen Feldes an dem spätem oralen Pole bemerklich
macht, aber erst später, wenn das Ei inzwischen abgelegt
568 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
ist, zur Abschnürung zweier Polbläschen hinführt. Das
Ausstossen derselben wird durch eine sehr auffallende
Peristaltik des Dotters vermittelt, die von der Aequatorial-
zone beginnt und nach dem oralen Pole zu fortschreitet.
Nachdem dieser Vorgang beendigt ist entsteht eine ringför-
mige Einschnürung, die das hellere Polfeld gegen die
übrige Dottermasse absetzt und eine Zeitlang durch meri-
dionale Faltung das Bild eines förmlichen Strahlenkranzes
gewährt. Aehnliche nur minder auffallende Veränderun-
gen geschehen auch an dem aboralen Pole, in dessen Sub-
stanzmasse man um diese Zeit gleichfalls einen hellen
Körper auffindet, der dem Ueberreste des oralen Amphiaster
gleicht und in Uebereinstimmung mit H ertwig's Auffassung
als Spermakern (male pronucleus) gedeutet wird. Nach-
dem dieser Körper mit dem Reste des Keimbläschens
(female pronucleus) sich vereinigt hat, geschieht — wie-
derum unter Bildung eines Doppelsternes — die erste Fur-
chung, die in meridionaler Richtung verläuft, doch so, dass
die Polfelder der einen grossen Dotterhälfte verbleiben.
Die zweite, gleichfalls meridional gerichtete Furche zertällt
die kleinere Hälfte in zwei gleiche, die grössere aber
wieder in zwei ungleiche Stüpke, so dass also eine der
vier Furchungskugeln durch beträchtlichere Grösse sich
auszeichnet. Die letztere liefert im Laufe der Zeit das
gesammte Mesoderm und das Nervensystem, während die
drei kleinern Ballen das gesammte Entoderm aus sich her-
vorgehen lassen. Bei der Bildung des Ectoderms sind alle
vier Theilstücke gleichmässig betheiligt. Dasselbe wird zu-
nächst durch die vier kleinen Furchungskugeln repräsentirt,
die durch Abschnürung der oralen Polecken aus den vier
grossen Ballen hervorgingen und, durch Theilung und neue
Nachschübe vermehrt, allmählich in immer grösserm Radius
flächenhaft über die Dotterkugel sich ausbreiten. Während
die Ectodermzellen in dieser Weise an Zahl zunehmen,
zerfällt die grösste der vier primären Furchungskugeln,
die dorsale, wie Verf. ihrer Lage nach sie nennt, in drei
Stücke, zwei seitliche Mesodermzellen und eine unpaare,
welche letztere jedoch nur einen kurzen Bestand hat, da
sie sehr bald in zehn kleine Ballen sich auflöst, von denen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876-1879. 569
zwei den Ectodermzellen sich zugesellen, die vier andern
aber in zwei symmetrischen Gruppen über den hintern
Rand des Ectodermfeldes (blastodisk) sich vertheilen. Diese
acht Zellen liefern nun mit den anliegenden zwei Meso-
dermzellen zusammen die beiden Keimstreifen, die anfangs
bekanntlich in meridionaler Richtung verlaufen, allmählich
aber, unter gleichzeitiger Vergrösserung des zwischenliegen-
den Ectodermfeldes nach der spätem Bauchfläche herab-
rücken und hier schliesslich in der Mittellinie zu dem sog.
Bauchstreifen sich vereinigen. Die Umwandlung der ur-
sprünglich einfachen Zellen in die Primitivstreifen geschieht
durch eine fortgesetzte lineare Proüfication, welche in der
Richtung des Mundpoles vor sich geht. Dabei entstehen
zunächst am Rande des Polfeldes jederseits vier Zellen-
reihen, die schliesslich zu dem Bauchstrange werden, wäh-
rend die von den zwei Mesoblasten gelieferten Zellen nicht
bloss in die Muskeln übergehen, sondern auch die Segmen-
talorgane und den Geschlechtsapparat zu bilden scheinen.
Während der Bildung der Keimstreifen ist auch mit den
bis dahin ruhenden drei primären Furchungskugeln eine
eigenthtimliche Veränderung vor sich gegangen, indem die
Kerne derselben eine mehr peripherische Lage angenommen
haben und in eine grössere Menge kleinerer Kerne zer-
fallen sind. Die letztern umgeben sich, nachdem sie vorher
eine peripherische Lage angenommen haben, je mit einem
Hofe von Dottersubstanz und verwandeln sich auf diese
Weise in eine Zellenschicht, welche den übrigen Dotter in
sich einschliesst und schliesslich zu dem Entoderm des
jungen Wurmes wird. Ueber die Vorgänge, welche die
definitive Gestaltung dieses letztern herbeiführen, gehen wir
hier mit der Bemerkung hinweg, dass Mund und Pharynx
durch eineEinstülpung desEctoderms ihren Ursprung nehmen.
In einem angeblich aus dem indischen Oeean stammen-
den Fischegel (Pontobdella) glaubt Grube die seit Linne
nicht wieder beschriebene Hirudo indica wiederzuerkennen.
Von der sonst ähnlichen P. muricata unterscheidet sich
dieselbe vornehmlich durch ihren plattgedrückten Körper.
Naturhist. Ber. der schles. Gesellsch. für vaterl. Cultur
1877. S. 64.
570 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Weyenbergh liefert in dem Boletin de la academia
nacional de eiencias de la republ. Argentina (T. III,
p. 231 — 244) eine Uebersicht der bisher bekannten Gna-
thobdellen und fügt derselben die Beschreibung einer An-
zahl neuer Arten aus den Argentinischen Provinzen bei.
Dieselben werden aufgeführt als Nephelis argentina, N. si-
milis, N. pida, N. corduensis, N. suholivea, Schlegelia
(n. gen.) nepJieloides, Cyclohdella (n. gen.) glabra, Hy-
hobdella (n. gen.) Doringii und H. flavolineaia. Die neuen
Genera werden folgendermassen charakterisirt.
Schlegelia Wey. Die Kiefer sind unbe wehrt und haben die
Form von kleinen rudimentären und papillenartigen Falten. Der
After liegt vor dem obern Rande des hintern Saugnapfes, die männ-
liche Oefifnung auf dem 27., die weibliche auf dem 28. Hautringe (von
der Unterlippe an gerechnet), beide in Form eines Schlitzes. Augen
vermuthlich wie bei Nephelis.
CyclohdellaWey. Kiefer und Mundfalten fehlen vollständig.
Der Kopf ist zugespitzt und auf den vier ersten und dem sechsten
Ringe je mit einem Augenpaare versehen. Sonst wie Hirudo und
Haemopis.
Hyhohäella Wey. Mit zwei grossen Augen, die mitten auf
dem Vorderrande der Kopfspitze dicht neben einander stehen. Mund-
falten niedrig und ohne Zahn. Auf dem Rücken fünf Reihen von
Warzen.
AI. Brandt findet in den armenischen Alpenseen
von Discophoren die Genera Aulastoma, Nephelis und
Clepsine vertreten. Unter letzteren wird Gl. Leuckarti de
Fil. namentlich gemacht. Zool. Anzeiger, Th. II, S. 525.
Nach den Beobachtungen Vignier's schmarotzt in
Algier auf Discoglossus eine Blutegelform, die in ihrem
Aussehen, wie durch die Bildung ihres Nervensystems und
ihres Circulationsapparates an Glossiphonia und Clepsine
sich anschliesst, aber zahlreiche (zwölf Paar) Hoden hat,
wie die Gnathobdellen, und durch die Anordnung ihrer
Magenschläuche und die Anwesenheit einer eignen braun
gefärbten Erweiterung am Anfangstheile des Magens (Leber
nach Verf ) der Art ausgezeichnet ist, dass Verf. sie als
Typus eines besonderen Genus JBatrachobdella be-
trachtet (JB. Latasti n.). Cpt. rend. 1878, T. 89, p. 110.
Fontohdella rapax an Chaenopsetta ocellaris Ponto-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere wälir. d. Jahre 1876—1879. 571
hdella sp. au Mysis americana, nn. sp., beschrieben von
Verrill, invertebr. aniin. Vineyard souncl p. 331.
Olsson beschreibt in seinem Bidrag u. s. w. (p. 3— 6)
zwölf Hirudineen, unter denen ausser Piscicola picfa n.
(von Gadus morrhua) auch einige von Malm in einer bei
uns nur wenig bekannt gewordenen Schrift über Svenska
iglar (Goeteborgs vetensk. handl. 1863) aufgestellte Arten:
Piscicola gracilis von Trigla gurnardus, P. nodulifera von
verschiedenen Seefischen und Nephelis (?) reticulata aufge-
zählt werden.
Macdonald beschreibt zwei unbenannte Branchellion-
artige Hirudineen, die eine Form mit blattförmigen Kiemen
(von Myliobates), die andere mit sieben Paar verästelten
Anhängen (von einer grossen Schildkröte), beide von der
Westküste Australiens. Transact. Linn. Soc. See. ser. T. I.
p. 209-212, Tab. XXXIV.
Unter der Bezeichnung Archaeohäella Esmontii
(n. gen. et n. sp.) beschreibt Grimm in seinem Werke
über das Caspische Meer (T.I, p.88— 94, Tab. III, Fig. 4— 12)
einen eigenthümlichen Blutegel, der sich vornehmlich da-
durch auszeichnet, dass der hintere Saugnapf sehr rudi-
mentär ist, ja eigentlich bloss durch den ausgebreiteten
und der Bauchseite zugekrümmten Rand des hintern Kör-
perendes repräsentirt wird. Das Thier hat einen abgeplat-
teten Leib von etwa 15 Mm. und eine Breite von 2 Mm.
Das Vorderende ist rüsselförmig ausgebreitet. Die Körper-
wände enthalten ausser zahllosen Hautdrüsen noch andere
einzellige Drüsen, die, weil sie in der Muskulatur liegen,
vom Verf. als Muskeldrüsen bezeichnet werden. Am Ver-
dauungsapparate unterscheidet man zunächst einen dick-
wandigen Pharynx mit dreikantigem Lumen (ohne Kiefer),
einem geraden Darmschlauch und ein kurzes Rectum, wel-
ches in einiger Entfernung vor derti hinteren Körperende
auf der Rückenseite ausmündet. Das Blutgeiässsystem be-
steht vorzugsweise aus vier Längsstämmen, von denen der
Bauchstamm die Ganglienkette in sich einschliesst. Sinnes-
organe fehlen. Ebenso wenig gelang es Segmentalorgane
aufzufinden. Der samenbereitende Theil des wie gewöhn-
572 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
lieh hermaphroditisclien Geschlechtsapparates besteht aus
10 Paar Hoden. Genitalöifniingen am 35—37 Segmente.
Clepsine coecan., die Grimm neben Gl. affinis, Pisci-
cola littoralis und P. respirans weiter in dem Caspischen
Meere antraf, unterscheidet sich von der sonst ähnlichen
Gl. bioculata vornehmlich durch Abwesenheit der Augen.
L. c. p. 94.
Trematodes.
Wierzejski liefert Beiträge ;/zur Kenntniss des
Baues der Calicotyle Kroyeri Dies." (Ztschr. f. wiss. Zoo-
logie XXIX. 1877. p. 550. Taf. XXXI). Die schöne Art,
welche hier einer näheren Untersuchung unterzogen ist,
lebt in einer unter dem After gelegenen Vertiefung, aber
auch bis hinein in die Kloake von Raja batis (selten auch
clavata) und ist namentlich bei erwachsenen Männchen
häufig (Triest). Die grosse Haftscheibe am aboralen Kör-
perpole ist wie ein Rad mit sieben Speichen gestaltet und
mit zwei starken Haken bewaffnet; sie ist das Hauptorgan
für die Anheftung und bildet gleichsam den muskulösen
Fuss des Thieres, indem von ihr starke Muskelbündel nach
dem vorderen Körperende hin ausstrahlen. Die Haut be-
steht aus einer feinen Cuticularschicht mit darunter liegen-
den kleinen „Matrixzellen", woran sich die Quer- und
Längsmuskelfasern mit gering entwickelten Diagonalfaser-
zügen anschliessen. Zellen in der Gegend des Mundsaug-
napfes und der Fortpflanzungsorgane fungiren wahrschein-
lich als Hautdrüsen. In der Haftscheibe finden sich zwi-
schen den Muskelfasern spärliche Kalkkörperchen einge-
streut. Als Nervensystem wird eine Zellengruppe beider-
seits unterhalb des Schlundkopfes gedeutet, der sich dorsal-
wärts noch beiderseits eine grössere und in der Mitte meh-
rere kleinere Massen hin zugesellen ; sie setzen sich aus Zellen
mit einem runden bläschenförmigen Kerne und deutlichem
Kernkörperchen zusammen und werden vom Verf. als oberes
und unteres Schlundganglion bezeichnet. Commissuren frei-
lich sind ebensowenig, wie Hauptnervenstämrae aufgefunden
worden. Ein Faserbündel, von der Geuitalöffnung rechts
in d. Naturgesch. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 573
und links bis zum Darme verlaufend und am Ende radien-
förmig- ausstrahlend, erinnert an nervöse Elemente. Auf
den Mundsaugnapf, welcher von der Eingangsöffnung zum
Darmtractus durchbohrt ist, folgt ein zwiebeiförmiger
Schlundkopf und ein zweischenkliger Darm, welch letzterer
mit jedem Schenkel etwas abwärts gekrümmt in der Nähe
der Haftscheibe blind endigt und im Innern ein hohes, aus
zapfenförmigen Zellen gebildetes Cylinderepithel trägt. Das
Excretionsorgan besteht aus zwei zwischen den Darm-
schenkeln verlaufenden Stämmen, die sich einerseits bis
zum Pharynx, andrerseits bis zur Haftscheibe verfolgen
lassen und an dieser, wo sie den grössten Durchmesser
erreichen, deutlich flimmern. Nach der Medianlinie des
Körpers gehen Nebenästchen ab, die sich zu einem zier-
lichen Netze verzweigen. Ein pulsirendes Endstück wurde
nicht beobachtet.
Der männliche Geschlechtsapparat besteht aus einem
Hoden, einem unpaaren Samenleiter mit Samenblase, Cirrus-
beutel mit Cirrus. Der Hoden scheint paarig angelegt zu
sein und einen vielfach gewundenen Kanal darzustellen,
ist aber aus zahlreichen Lappen zusammengesetzt. Die
aus kleinen runden Zellen entstehenden Spermatozoen
sind fadenförmig mit ovaler Anschwellung am Vorderende.
Höchst eigenthümlich ist der „Cirrusbeutel", ein in der
Medianlinie oberhalb der weiblichen Geschlechtsöffnung
gelegener muskulöser Sack, welcher von Muskeln, die sich
an die vordere und hintere Körperwand anheften, in seiner
Lage erhalten wird und aus einem oberen, bis auf einen
engen Gang soliden Theile und einem unteren ausgehöhl-
ten zwei iVusbuchtungen tragenden Abschnitte sich zu-
sammensetzt. Der Cirrus ist ein chitiniges spiralgewun-
denes Rohr, welches an der Bauchseite in der gemeinsamen
Geschlechtsöffnung ausmündet und am Ende schief ausge-
schnitten ist. Er wird von einer Scheide umgeben, in
welche, namentlich am Endtheile, Drüsen sich öffnen.
Von der Samenblase geht ein kurzer Verbindungsgang zum
Cirrusbeutel, doch konnte dasselbe in seiner Endigungs-
weise nicht genau erkannt werden.
Die weiblichen Organe bestehen aus einem rechts-
574 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
seitig gelegenen, ziemlich kugligen ;;Keimstocke", der sich
in einem langen schlauchförmigen „Eileiter" fortsetzt. Er
mündet in der Mittellinie in einen sackförmigen Eaum, das
Eeceptaciilum seminis, welches gleichzeitig die paarigen,
ventralwärts sich öffnenden und am Ende mit einem Drüsen-
belege versehenen „Begattungsgänge^ und die Ausftihrungs-
kanäle der an den Seiten des Körpers reich verzweigten
Dotterstöcke aufnimmt und sich dann in den birnförmigen,
mit hohem Cylinderepithel ausgekleideten „Uterus" fort-
setzt. Derselbe nimmt am Basaltheile zahlreiche einzellige
„Schalendrüsen" auf und mündet mittels eines kurzen
„Eierganges" unterhalb des Cirrusbeutel. Die Eibildung
konnte nur bis zur Umlagerung der Eizelle mit Dotter und
Sperma, nicht bis zur Schalenbildung, verfolgt werden.
C. Vogt handelt „über die Fortpflanzungs-
organe einiger ectoparasitischer mariner Trema-
tode n" (Zeitschr. f. wiss. Zoolog. XXX. Suppl. 1878. p. 306.
Taf. XIV— XVI.) Verf. zog folgende Arten in das Bereich
seiner in Roscoff angestellten Untersuchungen : Phyllonella
soleae H. et Ben., Diplectanum aequans Dies. (Kiemen von
Labrax lupus), Dactycotyle pollachii H, et Ben., Microcotyle
labracis H. et Ben. und M. mugilis n. sp. (Kiemen von
Mugil cephalus), Udonella lupi H. et Ben. Die Hauptre-
sultate sind folgende. Von den weiblichen Organen ist der
Eierstock überall einfach, bald mehr kuglig, bald in die
Länge gezogen oder verschlungen. Die Keime lässt Verf.
in seinem hinteren blinden Ende entstehen. Da derselbe
aber bei einigen Arten nur ein „zweischachteliges Bläs-
chen" — Keimbläschen und Keimfleck — beobachten
konnte, so nimmt er Anstand, von Eiern und Eierstock zu
sprechen und lässt den alten Ausdruck „Keimstock" be-
stehen. Der „Keimgang" führt in das Ootyp, worin Vogt
den Vereinigungspunkt versteht, wo Eikeime, Dottermassen
und der von aussen her durch Befruchtung eingeführte oder
aus den Hodenbläschen direct kommende Samen zusammen-
treffen. Er ist bei manchen Formen mehr sackförmig
(Dactycotyle, Microcotyle labracis, Phyllonella), bei anderen
kanalartig (Udonella, Microcotyle mugilis). Die Oeffnung
des Keimgangs in das Ootyp bezeichnet Verf als „Schluck-
in d. Naturgesch, d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 575
Öffnung", weil sie stets zuckende Bewegungen ausführt und
mit den Eikeimen und Dotterballen gleichsam spielt. Die
Dotterstöcke nebst den Dottergängen sind überall als im
ganzen Körper verzweigte Drüsen angelegt und münden
mit ihren queren Stämmen entweder direct oder erst durch
Vermittelung eines dritten sackförmig erweiterten Canals in
das Ootyp (Dactycotyle). Vom Eigang und sog. Uterus
gibt Verf. an, dass sie zur Zusammenschweissung, Fertig-
stellung und Ausstossung der Eier dienten. Dieser Apparat
ist bei allen ziemlich gleich entwickelt: der Eigang bald
kurz, bald länger und sehr lang, der Uterus nur für ein
Ei oder für zahlreiche solche Raum bietend. Bezüglich
der Begattung nimmt Vogt drei verschiedene Modalitäten
an. Bei Polystomum und Calicotyle finden sich zwei weib-
liche Begattungsöffnungen, vollkommen getrennt von dem
Eigang und Uterus, durch welchen die reifen Eier entleert
werden; bei Phyllonella, Epibdella, Dactycotyle, Microcotyle
und Udonella muss der Eigang gleichzeitig als Begattungs-
gang dienen, wodurch der von aussen eingebrachte Samen
zum Ootyp gelangt, und bei Diplectanum endlich existirt
ein besonderer Begattungsgang, welcher vom Eiergange
und Uterus ganz getrennt ist, mit diesem nur eine ge-
meinsame Ausführungsöffnung besitzt. Unter den männ-
lichen Organen tritt der Hoden bald einfach, bald doppelt,
bald in Form zahlreicher Bläschen auf. Bei Diplectanum,
wo letzterer Bildungsmodus sich findet, ist derselbe nur
temporär, da er nach der Function, ähnlich wie bei
den Cestodeu, verödet, während er bei den mit einheit-
licherem Hoden versehenen Formen bestehen bleibt. Die
Leitungswege für den Samen stehen bei Phyllonella, Epi-
bdella, Udonella und Calicotyle, abgesehen von der gemein-
samen Mündung, in keinem inneren Zusammenhange, so
dass keine innere Befruchtung stattfinden kann. Bei Da-
ctycotyle dagegen führt aus dem „Vereinigungspunkte des
Samenkapselganges und des einen Armes des Samenganges"
ein rückläufiger Kanal in das Ootyp und macht eine innere
Befruchtung in letzterem möglich. Bei Microcotyle münden
die Hodenbläschen direct in's Ootyp, und daraus nimmt der
Samengang seinen Ursprung. Als weitere Theile des
576 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclaen Leistungen
männlichen Apparates finden sich Samenkapseln, Samen-
drüsen, Saraenblasen, Penis, Penistasche und Penisdrüsen
in sehr mannigfacher Ausbildimg. „Die sonderbarsten Bil-
dungen in dieser Hinsicht zeigen ohne Zweifel die Phyllo-
nellen und Epibdellen mit ihren im Innern wirbelnden
Samenblasen, die allem Anscheine nach zur Aufnahme des
bei der Begattung eingespritzten Samens dienen''. Bei Di-
plectanum beschreibt Verf. eine „Begattungskeule", w^elche
mit den hinteren Hodenbläschen im Zusammenhange steht
und der männliche Ausführungsgang zu sein scheint, von
welchem aber der Penis ganz abgesondert ist, indem er
mit der von den Eiern zu passirenden Oeffnung in Ver-
bindung steht. Ferner spricht Verf. von einem weiten
^Begattungsgang", dessen Function ihm ebenso wie die
der Begattungskeule nicht klar geworden ist — übrigens
nicht die einzigen dunklen Punkte der Abhandlung!
Nachdem Taschenberg bereits in einer vorläufigen
Mittheilung (Zoolog. Anzeiger 1879, p. 176) für eine An-
zahl höherer mariner Trematoden über die Existenz eines
besonderen zur gegenseitigen Befruchtung bestimmten
Kanals (Laurer'schen Kanals) berichtet hatte, lieferte er
eine ausführlichere Beschreibung der Organisationsverhält-
nisse von Tristomum coccineum und papillosum, sowie
von Onchocotyle appendiculata und Pseudocotyle squatinae
in seinen „Beiträgen zur Kenntniss ectoparasitischer ma-
riner Trematoden" (Abhdl. d. naturforsch. Gesellschaft.
Halle 14. Bd. p.293 mit 2 Tafeln) und „Weiteren Beiträgen
zur Kenntniss ectoparasitischer mariner Trematoden" (Fest-
schrift d. naturf. Gesellsch. Halle 1880, p. 25 mit 2 Tafeln).
T. beobachtete überhaupt folgende Arten im Golfe von
Neapel: Tristom. coccineum Cuv. und Tr. papillosum Dies.
(Kiemen von Xiphias gladius), Tr. pelamydis n. sp. (Kie-
men vonPelamys sarda), Pseudocotyle squatinae H. et Ben.
(Haut von Squatina angelus), Calicotyle Kroyeri Dies.
(Kloake von Raja), Onchocotyle appendiculata Kuhn (Kie-
men verschiedener Haie), Pleurocotyle scombri Gerv, et Ben.
(Kiemen von Scomber colias), Octobothrium scombri Kuhn
(ebendaher), Monocotyle myliohatis n. sp. (Kiemen von
Myliobates aquila). Eine Beschreibung der äusseren Kör-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 577
perform, sowie diejenige der beiden neuen Arten findet
sich schon in einer kleinen Mittheilung ,,Helminthologi-
sches" in d. Zeitschr. f. d. ges. Naturwissensch. von Giebel
1878, Bd. LI. p. 562, wo auch das Historische über Tristo-
mum und die S} stematik der ganzen Gruppe Erwähnung
findet. Die beiden auf dem Schwertfische lebenden Arten
von Tristomum unterscheiden sich dadurch, dass Tr. coc-
cineum fast ganz rund, scheibenförmig und auf der Ober-
fläche glatt ist, während Tr. papillosum langgestreckt,
hinten etwas erweitert ist und auf der Oberfläche der Dor-
salseite, namentlich im hinteren Abschnitte Papillen trägt.
Ausserdem zeigen die bei beiden Arten in der Haut auf-
tretenden Chitingebilde eine verschiedene Anordnung. Bei
Tr. coccineum ist der ganze Seitenrand auf der Rücken-
fläche mit dicht aneinander stehenden Reihen besetzt, deren
jede meist sieben kleine, dem blosen Auge wie Punkte er-
scheinende Chitinkörperchen enthält; bei Tr. papillosum
finden sich bedeutend grössere Stacheln, die zu 2 bis 3
neben einander in viel weniger eng stehenden (jederseits
etwa 40) Reihen angeordnet sind. Die Haut setzt sich aus
zwei Schichten zusammen, die als Cuticula und Epidermis
gedeutet werden. Erstere ist mit Porenkanälen versehen
und folgt eine Strecke nach innen den Leitungswegen des
Geschlechtsapparates sowie dem Pharynx, letzterer besteht
aus einer feinkörnigen Schicht mit eingelagerten Kernen,
aber ohne Zellenabgrenzungen. Der Hautmuskelschlauch
besteht aus einer Ring-, Längs- und Diagonalfaserschicht
und zeigt sich in besonderer Entwicklung in den Saug-
näpfen; die Parenchymmuskeln sind mächtig ausgebildet
und enden pinselartig zerfasert in der Subcuticularschicht.
Das Parenchym wird als Maschenwerk von Bindegewebs-
fasern und -platten gedeutet, in dessen Lücken membran-
lose Zellen liegen, oft nur noch an den Kernen als solche
erkennbar, während das Protoplasma zusammenfliesst und
das Maschenwerk gleichsam durchdringt. Das Nervensy-
stem besteht aus zwei durch eine Quercommissur verbun-
denen, vor der Mundöffnung gelegenen Anschwellungen mit
unipolaren Ganglienzellen und aus den davon ausgehenden
peripherischen Nerven, den auch bei anderen Plattwürmern
578 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
als Balkenstränge beschriebenen Gebilden. Die Mundo jßfnung
führt in einen kugligen Pharynx, der sich mittels eines
dünnen Oesophagus in einen zweischenkligen, oberhalb des
Bauchsaugnapfes zu einem Ringe vereinigten und mit zahl-
reichen dendritisch verzweigten Seitenästen versehenen
Darm fortsetzt. Der einer besondern Wandung entbehrende
Darmtractus ist mit Cylinderzellen ausgekleidet. Die Ex-
cretionsorgane haben eine strukturlose Membran und stellen
je zvrei an jeder Seite der Länge nach verlaufende, am
Körperende bogenförmig vereinigte und feinere Aestchen
aussendende Kanäle dar, welche neben dem Schlundkopfe
mittels länglicher unregelmässig gestalteter reservoirartiger
Blasen ausmünden. Der Geschlechtsapparat besteht im männ-
lichen Abschnitte aus zahlreichen kleinen Hodenbläschen,
die durch feine Vasa efferentia ihren Inhalt in ein mehr-
fach gewundenes starkes Vas deferens entsenden, welches
in den linkerseits neben dem Pharynx ausmündenden
Cirrusbeutel übergeht. Im weiblichen Theile findet sich
ein etwas gelappter, mehr oder weniger rundlicher Eier-
stock, ein Eileiter, welcher sich nach kurzem Verlaufe zu
einem rautenförmigen Uterus erweitert und dann nach einer
Strecke geraden Verlaufes neben dem Cirrusbeutel mündet,
dann die im ganzen Körper verzweigten Dotterstöcke mit
längs- und querverlaufenden Ausfuhrgängen, welche letzteren
sich in der Medianlinie zu einer runden Dotterblase vereini-
gen und von da einen feinen Kanal in den Oviduct entsen-
den, ferner die in den Uterus mündenden Schalendrüsen und
endlich ein nach der Dotterblase hinführender, mit einer
Erweiterung (Samenblase) versehener Laurer'scher Kanal.
In die Basis des Cirrusbeutels münden ebenfalls accessori-
sche Drüsen (Prostata). Die Ausbildung des Eies geschieht
im Uterus, welcher demselben auch die definitive Form
aufprägt. Die Dotterzellen zerfallen vor Umlagerung der
Eizellen. Das legereife Ei hat die Form einer dreiseitigen
Pyramide mit einem Anhangsfaden an der Spitze. In einem
nachträglichen Zusatz wird für Tr. hippoglossi gegen van
Beneden eine gleiche Anordnung des Nervensystems Wie
bei den übrigen Arten constatirt.
Bei Onchocotyle und Pseudocotyle finden sich in
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 579
histologischer Beziehung ganz ähnliche Verhältnisse wie
bei Tristomiim. Von Onchocotyle sei erwähnt, dass die
Darmepithelzellen besonderen Wandungen aufsitzen, durch
kleine Zwischenräume von einander getrennt sind und die
verdauten Stoffe ähnlich wie bei gewissen Turbellarien vom
Darmlumen in ihr Protoplasma aufzunehmen scheinen.
Die Dotterzellen bleiben nach Umlagerung der Eizelle selbst-
ständig und werden mit dieser in eine ovale, an beiden
Enden mit Anhangstäden versehene Schale eingeschlossen.
Die Hodenbläschen sind auch hier sehr zahlreich. Das aus
zwei feineren Kanälen hervorgehende Vas deferens zieht in
zahlreichen Windungen zu dem in der Medianlinie aus-
mündenden Cirrusbeutel. Der Eierstock ist ein vielfach
gewundener Schlauch. Der Eileiter erweitert sich gleich
anfangs zu einem Receptaculum seminis, in welches durch
einen flimmernden Laurer'schen Kanal, der sich seitlich
öffnet, das Sperma eines anderen Individuums eingeführt wird.
In dem von zahlreichen Schalendrüsen umstrahlten Uterus
findet die Ausbildung des Eies in derselben Weise statt
wie bei Tristomum; der Endabschnitt des neben dem Cirrus-
beutel mündenden Eierganges ist aber bedeutend länger,
weshalb sich hier auch zahlreichere Eier ansammeln, um
gemeinsam entleert zu werden. Die Ausmündung des Ex-
cretionsapparates findet am hinteren Körperende statt. Das
Nervensystem gestaltet sich wie bei Tristomum. Bei Pseu-
docotyle schliesst sich das Excretionsorgan mit seinen End-
blasen an Tristomum an. Der Laurer'sche Kanal ist
(wie auch bei Calicotyle) doppelt, beiderseits neben der
Mittellinie sich öffnend. Der Uterus mündet ohne weiteren
Gang nach aussen. Das Ei ist länglich ohne Anhangs-
faden. Der männliche Endapparat steht mit einem frage-
zeichenförmig gebogenen chitinigen Begattungsorgane in
Zusammenhang.
In einem besondern Abschnitte der „weiteren Bei-
träge^' werden die Organisationsverhältnisse der monogene-
tischen Trematoden im Allgemeinen besprochen, und eine
Eintheilung derselben in die beiden Familien der Tristo-
meae Tschb. und Polystomeae Tschb. gegeben. Erstere
zerfällt in die 1) Subf. Tristomidae Ben. (Tristomum Cuv.)
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. NN
580 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
2) Monocotylidae Tschb. (Calicotyle Dies., Pseudocotyle
Hesse et Ben., Monocotyle Tschb.), 3) Udonellidae Ben.
(üdonella Johnst.) Die Polystomeae gliedern sich in
1) Octobothriidae Tschb. (Octobothrium F. S. Leuck., Di-
plozoon Nordm., Anthocotyle Hesse et Ben., Phyllocotyle
H. et B., Hexacotyle Blainv., Plectanocotyle H. et B., Pla-
tycole H. et B., Pleurocotyle Gerv. et Ben.); 2) Polystomi-
dae H. et B. (Polystomum Rud., Onchocotyle Dies., Erpo-
cotyle H. et Ben., Diplobothrium F. S. Leuck.); 3) Micro-
cotylidae Tschb. (Axine Abig., Microcotyle H. et B., Gastro-
cotyle H. et B.) ; 4) Gyrodactylidae H. et B. (Gyrodactylus
Nordm., Dactylogyrus Dies., Diplectanum Dies., Tetraon-
chiis Dies., Calceostoma Ben.)
Dieselbe Eintheilnng nebst einer Zusammenstellung
der bisher beschriebenen Arten mit ihren Synonymen hat
T. gegeben in einer Mittheilung ^Zur Systematik d. mono-
genetischen Trematoden^^ (Zeitschr. f. d. gesammte Natur-
wiss. V. Giebel 1879, p. 232).
In den „weiteren Beiträgen" werden endlich auch
noch die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen Tre-
matoden und Cestoden hervorgehoben. Unter den letzteren
stehen die Bothriocephaliden den monogenetischen Trema-
toden am nächsten.
Ramsay Wright beschreibt in seinen Contributions
to American helminthology unter den von ihm beobachteten
Trematoden (1. c. p. 1—21) auch eine Anzahl ectoparasi-
tischer Formen. Die interessanteste derselben ist unstreitig
die Sphyraenura Osleri (n. gen. et n. sp.), die in ge-
wisser Beziehung zwischen Polystomum und Gyrodactylus
vermittelt, leider aber nicht frisch vom Verf. untersucht
werden konnte. Ein neues Polystomum (P. oUongiim) aus
der Harnblase der Moschusschildkröte ergab sich als vivi-
par. Die Embryonen, die stets in einfacher Anzahl vor-
kommen, entwickeln sich in einer dünnen Eischale ohne
Fortsätze und entbehren der Flimmerhaare, sind aber sonst
durch Form, Bewaffnung und Augen denen des Pol. in-
tegerrimum ähnlich. Sphyraenura Osleri bewohnt die
Mundhöhle von Menobranchus lateralis. Sie ist 2,6 mm
lang und 0,7 mm breit und enthält immer nur ein einziges
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 581
grosses Ei von ovaler Form. Das neue Genus wird folgen-
dermaassen charakterisirt:
Sphyraenura R. Wrh. Body depre.ssed, somewhat elongate,
expanded posteriorly into a caiidal lamiua, considerably wider than
the body, bearing two immersed acetabula, two large hooks behind
these, and sixteen small hooks (seven along each side of the lamina.
and one in the centre of each acetabulum). Moiith ventral anterior
somewhat funnel-shaped, intestine with two branches anastomosing
posteriorly. Excretory pore between the acetabula, two contractile
bladders anteriorly. Oviparous.
Weiter berichtet Verf. noch über ein Octobothrium
von Catastomus teres (?), das dem Oct. sagittatum Lt. identi-
ficirt wird.
Tristoma laeve und Tr. cornutum nn. sp. von den
Kiemen des Tetrapturus albidus, Verrill, Amer. Journ.
T. X. p. ^^0.
Tristomum Molae Blanch. ist nach Taschenberg
(Zool. Anz. 1880. S. 17) eine von Tr. coccineum und Tr.
papiilosum unterschiedene, wahrscheinlich mit Tr. cephola
Risso identische Art.
Unter den von Olsson in dem Bidrag til Scandi-
naviens Helminthenfauna (p. 6—12. PL I u. II) aufgeführten
und beschriebeneu Polystomeen heben wir als neu hervor:
Octobothrium minus von Gadus melauostomus, 0. denticu-
latum von Gadus virens, Onchocotyle emarginata von Raja
clavata, 0. abhreviata von Acanthias vulgaris.
Dactylogynis malleus n. sp. an den Kiemen von Barbus
fluviatilis v. L instow, Arch. für Naturgesch. 1877. S. 182.
Ebenso weiter B. alatus n. sp. an den Kiemen von Blicca
björkna, B. tuba n. sp. von Squalius leuciscus, B. cornu
n. sp. von Abramis vimba, B. sphyrna n. sp. ebendah.
A. a. 0. 1878. Th. I. S. 227-330.^
Macdonald beschreibt einen aspidogasterartigen
eigenthümlichen Trematoden aus den Athemröhren einer
westaustralischen grossen Melon-shell und giebt von ihm
auch eine Abbildung (Transact. Linn. Soc. Vol. I. p. 210.
Tab. XXXIV. Fig. 1—4), ohne das Thier jedoch, das
offenbar ein neues Genus bildet, zu benennen. Der fuss-
artige grosse Sauguapf ist v^on den Seiten zusammenge-
582 Lenckart: Bericht üb, d. wissenschaftlichen Leistungen
drückt und nicht bloss mit vier Längsreihen von Saug-
gruben besetzt, von denen die innern an Grösse zurück-
stehen, sondern auch mit sechs Reihen contractiler Girren.
Aspidogaster wurde von Leidy (Proceed. Philad.
Acad. 1877. p. 268) nicht bloss häufig im Herzbeutel der
nordamerikanischen Unionen und Anodonten aufgefunden,
sondern ein Mal auch im Oviducte von Paludina incisa.
Als „Didymozoon, eine neue Gattung in Cysten le-
bender Trematoden^^ beschreibt Taschenberg (Ztschrft.
für die gesammte Naturw. 1877. Bd. 52. S. 606) einen in
vieler Beziehung sehr merkwürdigen Schmarotzer, welcher der
Gruppe der Distomeen zugehört, aber nicht bloss der Saug-
näpfe, sondern oftmals auch des Pharynx und des Darmes
entbehrt. Die beiden Geschlechtsöffnungen liegen am vor-
deren Körperende in der Nähe des Mundes; jede führt in
einen mit zahlreichen Windungen den Körper durchziehen-
den Schlauch, von denen der eine mit kolossalen Mengen
fertiger kleiner Eier gefüllt ist, welche dem ganzen Thiere
eine gelbe Färbung verleihen. Keimdrüsen und Dotter-
stöcke wurden nicht genügend erkannt. Eigenthümlich
ist das Vorkommen von stets zwei ganz gleich organisirten
Individuen in einer Cyste, in der beide sogar zu einem Thiere
verwachsen können. Verfasser fand folgende Arten dieser
Gattung im Golfe von Neapel: D. scopihri (Kiemendeckel
von Scomber colias), D. pelamydis (Kiemen von Pelamys
sarda), D. spliyraenae (Mundschleimhaut von Sphyraena
vulgaris), D. auxis (Kiemen von Auxis Rochei) ; ausserdem
wird hierher als D. tliynni^ eine von Wedl als Monostom.
bipartitum beschriebene Form von Thynnus vulgaris ge-
zogen.
Sonsino handelt „delle Bilharzia haematobia e delle
alterationi anatomo-pathologiche" (Firenze 1876, 41 Seiten
mit einer Tafel) und giebt darin ein anschauliches Bild
von der klinischen Bedeutung dieses gefährlichen, in Aegyp-
ten selbst freilich, wie Verf. sagt, seit dem Tode von Bil-
harz fast vergessenen Parasiten. Verf. sah die Embryonen
noch nach 24 Stunden im Urine sich bewegen, ist aber ausser
Stande über deren spätere Schicksale und die Ueber-
tragung der Würmer etwas Bestimmtes anzugeben. Am
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 583
meisten ist er geneigt, das Nilwasser als das Vehikel
des Infectionsstoifes zu betrachten. Die Beziehungen zu
der endemischen Lithiasis erhalten durch den mehrfach
wiederholten Nachweis, dass der Kern der Harnsteine aus
einem Eierklumpen unseres Wurmes bestand, eine neue
Stütze.
Ein der Bilharzia des Menschen nahe verwandter
Wurm lebt übrigens nach Sonsino auch im Egyptischen
Rinde. Er erzeugt hier die gleichen Veränderungen an der
Blase und den Uretheren, pathologische Zustände, die so
charakteristisch sind, dass der Verf. erst durch sie zu
einer nähern Untersuchung des kranken Viehes veranlasst
wurde. In Form und Bau wurde kaum ein Unterschied
von der Bilh. haematobia aufgefunden, es müsste derselbe
denn darin bestehen, dass die männlichen Exemplare eine
grössere Dicke besitzen. Die Eier dagegen sind durchaus
abweichend, indem sie eine lang gestreckte Spindelform
besitzen, die allein schon hinreicht, beide Arten aus ein-
ander zu halten. Intorno ad un nuovo parassito del bue
{Bilharzia hovis), Bencond. reale Accad. sc. fisiche e ma-
tem. Napoli 1876. N. 5 Maggio.
Einer beiläufigen Bemerkung desselben Verf.'s zu-
folge (sugli ematozoi 1. c.) hat Nachtigall auf seiner
Reise von Tripolis nach Cairo überall Haematuriker an-
getroffen, so dass die Bilharzia wahrscheinlicher Weise
von Aegypten bis zum Cap der guten Hoffnung in allge-
meiner Verbreitung vorkommt.
Wie wenig übrigens unsere Kenntnisse über die En-
tozoen des Menschen bislang zu einem Abschlüsse gekom-
men sind, beweist die Entdeckung eines neuen Amphistoma,
das in Ostindien zwei Male — zuerst im Jahre 1871 —
in dem Dick- und Blinddarm ein^s Eingebornen zur Be-
obachtung kam. Beide Male waren es Choleraleichen,
die den Wurm in grosser Menge enthielten und durch die
Sugillationen, mit denen die Darmhaut an den Anheftungs-
stellen des Parasiten bedeckt war, den Beweis lieferten,
dass der Wurm durchaus nicht zu den harmlosen Gästen
des menschlichen Körpers gehört. Lewis und Mc Gön-
ne 11, welche in den Proceed. Asiatic soc. of Bengal for
584 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
August 1876 Über dieses neue Ämphistoma hominis be-
richten und dasselbe auch (PL III) abbilden, beschreiben
es als ein 5—8 mm grosses Thier, dessen hintere Hälfte
abgeplattet und scheibenförmig verbreitert ist, so dass der
Körper wie aus zweien Abschnitten zusammengesetzt er-
scheint. Der hintere Saugnapf, der dem Ende der Scheibe
angenähert ist, hat eine kräftige Muskulatur und eine ziem-
lich ansehnliche Grösse, weit beträchtlicher, als die des
Mundsaugnapfes. Von den Mittheilungen, welche die Verff.
über die innere Organisation machen, heben wir hier nur
soviel hervor, dass die beiden Hoden eine lappige Form
haben.
Auf dieses Ämphistoma hominis lassen wir hier eine
andere, gleichfalls neue verwandte Form des Pferdes folgen,
die brieflich von mir als Gastrodiscus (n. gen.) polymostos
benannt wurde, und von Cobbold im Aprilheft des Vete-
rinarian 1877 unter dem Namen Gastrodiscus Sonsinoi kurz
beschrieben ist (description of the new equine fluke, 7 Sei-
ten mit 1 Tafel und Holzschnitt). Wie das Ämphistoma
hominis besitzt dieses bis zu 18 mm lange Thier, das
ebenfalls den Dickdarm bewohnt und auch bisweilen in
grosser Menge auftritt, aber bis jetzt nur in Aegypten beob-
achtet wurde, einen Körper, der hinten seiner grossesten
Ausdehnung nach zu einer flachen Scheibe geworden ist,
nur dass diese eine sehr viel bedeutendere Grösse hat, so
dass der verjüngte Vorderleib daraus in Form eines co-
nischen Zapfens hervorragt. Dazu kommt, dass die Bauch-
scheibe löffeiförmig gekrümmt und an ihrer concaven
Bauchfläche mit zahlreichen dicht gedrängten Haftwärzchen
besetzt ist, die ziemlich regelmässig im Quincunx stehen und
bis zu dem endständigen verhältnissmässig kleinen Saug-
napfe hinreichen. Sonsino, der die ersten Mittheilungen
über den neuen Wurm machte (Veterinarian, March 1877)
den conischen Kopfzapfen aber irrthümlicher Weise als
Hinterleibsende, so wie den Endsaugnapf als Mund auf-
fasste, glaubte darin eine Art des Genus Hemistoma (Di-
plostoma Nordm.) zu erkennen. Cobbold, dem Sonsino
einige Exemplare seines Wurmes übermittelt hatte, war
der gleichen Meinung und schlug für ihn die Bezeichnung
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 585
Diplostoma aegyptiacum vor, während v. Siebold, der
inzwischen gleichfalls in den Besitz des Parasiten gelangt
war, darin eine von Diesing als Cotylegaster cochleari-
formis beschriebene und später in Aspidocotylus mutabilis
umgetaufte Art wieder zu erkennen glaubte, eine Form,
die von Natter er in dem Darme eines brasilianischen
Fisches aufgefunden war. Meine von der Ansicht der
übrigen Untersucher abweichende Deutung, der zufolge
das Thier eine Amphistomenform sei, stützte sich auf eine
anatomische Untersuchung, und wurde schliesslich auch
von Cobbold als richtig anerkannt. Eine später (1881)
von V. Lejtenyi in meinem Laboratorium ausgeführte
Arbeit (über den Bau des Gastrodiscus polymastos) lässt
über die Amphistomeennatur des Parasiten keinen weitern
Zweifel aufkommen.
Nach einer gelegentlichen Bemerkung Cobbold's
(Veterinarian 1879 Nov., introductory adress p. 5) beher-
bergt übrigens das Pferd in seinem Magen auch ein echtes
Araphistomum und zwar eine Art, die seitdem auch bei
dem Elephanten gefunden ist und von Cobbold sogar
dem Amph. hominis identificirt wird.
In dem zweiten Bande des in Cordoba erscheinenden
Periodico zoologico beschreibt Weyenbergh (p. 167) ein
Amphistoma pulcherrimum n., das eingekapselt in Haut
und Musculatur nicht selten bei Hypostomus plecostomus
der Argentinischen Provinzen gefunden wird. Ein Nach-
trag (ibid. 1878. Tomo IIL p. 31—38) berichtigt die frü-
here Angabe dahin, dass die neue Form dem Gen. Di-
stomum angehöre, und giebt von derselben eine detaillirte
Beschreibung, aus der hervorgeht, dass der Schmarotzer
einstweilen nur mit unvollständig entwickelten Geschlechts-
organen versehen ist, in Anbetracht dieses Umstandes und
der oben erwähnten Encystirung somit eine blosse Jugend-
form darstellt.
Fitz handelt über die „anatomy of the Fasciola Jack-
soni" (New York medical Journal, Nov. 1876, 8 Seiten),
die bekanntlich in den Gallengängen des indischen Ele-
phanten lebt, und ergänzt die Cobbold'schen frühern
Angaben besonders in Bezug auf die Bildung des Ge-
586 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
schlechtsapparates. Die Eierstöcke sind doppelt und be-
stehen je aus einer weiten mit blinden x\usstiilpungen
besetzten Köhre, die beide mittels eines gemeinschaftlichen
Ausführungsganges in eine ansehnliche runde Schalen-
drtise einmünden. Aus letzterer führt ein zarter gewun-
dener Kanal zur Rückenfläche, um hier auszumünden —
eine Vagina, die Verf., ohne von den frühern Beobach-
tungen zu wissen, selbständig als solche erkannt hat. Die
Hoden erscheinen wie bei Fasciola hepatica, mit der unser
Thier auch sonst mancherlei Aehnlichkeit hat, als lange
gewundene Röhren, die hinter dem Uterus und der Scha-
lendrüse gelegen sind.
Bassi berichtet über eineEpizootie, die mehrere Jahre
hindurch die Hirsche des königl. Wildparkes bei Venaria
heimsuchte und decimirte. Sie rührte von dem Parasitis-
mus eines grossen Distomum her, das die Gallengänge
bewohnte und das Leberparenchym zur Atrophie brachte.
Verf. hält dasselbe für eine neue Art, die er als Dist.
magnum bezeichnet, doch kann Ref. darin trotz der — in
der Zeichnung — abweichenden Form des vordem Körper-
endes kaum eine andere Art, als das gewöhnliche Dist;
hepaticum erkennen. Sulla cachessia ittero-verminosa cau-
sata dal Distomum magnum. (19 Seiten mit 3 Tafeln.)
Das Oesterreichische landwirthschaftliche Wochenblatt
vom 11. Oct. 1879 enthält die ganz richtige Notiz, dass
es dem Ref. gelungen sei, die Jugendzustände des Disto-
mum lanceolatum in einem kleinen Lymnaeus zu züchten
Die darauf bezüglichen Beobachtungen werden in Kürze
mitgetheilt werden.
Friedberger beschreibt (Deutsche Ztschft. für Thier-
medic. u. vergl. Patholog. 1878. Bd. IV. S. 145) eine Leber-
egelseuche, die im December und Januar auftrat und in
kurzer Zeit eine grosse Zahl der befallenen Schafe tödtete.
Der Befund Hess keinen Zweifel, dass die Invasion (selbst
bei demselben Thiere) zu verschiedenen Zeiten stattfand
und noch spät im Winter andauerte. Obwohl dem An-
scheine nach das Vorkommen der Würmer auf die Leber
beschränkt war, konnte Bollinger dieselben doch mehr-
fach auch in den Lungen nachweisen, wo dieselben in
in d. Naturgesch. d. iiied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 587
haemorrhagische Gänge und Herde eingelagert waren. Ver-
muthlicli waren die Würmer auf embolischem Wege aus
der Leber zunächst in das rechte Herz und von da in die
Lungenarterie getrieben.
Auch in Schweden klagt man an verschiedenen Orten
über die durch die Egelseuche herbeigeführten Verluste.
Tidsk. f. Veterin. Stockholm 1876. p. 169.
Prunac erzählt (Gaz. des höpitaux 1878. N. 144)
die Krankengeschichte einer Frau, die vielfach über Ver-
dauungsstörungen klagte, sowohl durch Erbrechen, wie beim
Stuhlgange häufig Blut verlor und in Folge einer anthel-
minthischen Cur zahlreiche Exemplare von Distomum he-
paticum per OS et anum entleerte.
Mo Gregor schildert „a new form of paralytical di-
sease" (the Glasgow medical Journal 1877 Jan. 1 Tafel),
die er bei einem drei Monate vorher nach Mauritius ein-
gewanderten Chinesen beobachtete. Der Kranke, der an
seinem Leiden zu Grunde ging, enthielt in seiner Leber
sehr zahlreiche Distomen von etwa V2 Zoll Länge, welche
die feinern Gallengänge bis in ihre feinsten Verzweigungen
hinein knotig aufgetrieben hatten. Die Gallenblase war
frei von Würmern, doch wurden einzelne derselben auch
im Dünndarme gefunden. Die über den Bau des Wurmes
beigebrachten Details lassen, wie das auch yon Cobbold,
der den Wurm selbst untersuchen konnte, hervorgehoben
wird, keinen Zweifel, dass derselbe mit dem schon im Be-
richte für 1875 erwähnten Distomum spathulatum Lt. (= D.
sinense Cobb.) identisch sei. Wie häufig das Leiden in
China vorkommt, geht aus der Angabe hervor, dass Verf.
in Mauritius noch acht weitere Fälle derselben Art beob-
achtet habe, sämmtlich bei Chinesen, die erst kurze Zeit
daselbst verteilten. Wo das Leiden zum Tode führte (bei
dreien dieser Kranken), fanden sich stets dieselben Pa-
rasiten, und zwar zu Hunderten in der Leber, so dass der
ursächliche Zusammenhang mit der Helminthiasis kaum
verkannt werden kann. Verf. ist der Meinung, dass die
Würmer einen giftigen Stoff erzeugten, der lähmend auf
das Rückenmark einwirke. (Die Resultate der von unserm
Verf. angestellten anatomischen Untersuchung sind inMonthly
588 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
microsc. Journ. Vol. XVII. p. 257 ausführlich wiederge-
geben. Wir übergehen dieselben, da sie dem bereits Be-
kannten kaum Neues hinzufügen.)
Mc Connell findet auch in Calcutta in den erwei-
terten Gallengängen eines indischen Arbeiters, der an Fieber
litt und schliesslich in Folge allgemeiner Erschöpfung zu
Grunde ging, zahlreiche Distomen, die mit dem von Cob-
bold aus der Leber des amerikanischen Fuchses beschrie-
benen D. conjunctum, das auch in Indien bei den Hunden
vorkommt, übereinstimmen sollen, obwohl sie um die Hälfte
grösser sind, als dieses. On the Distoma conjunctum as a
human Entozoon, the Lancet 1876 March 4.
Mi not handelt (Memoirs Boston Soc. nat. bist. 1878.
Vol. III, 22 Seiten in Quart mit 1 Tafel) „on Distomum
crassicolle" und liefert damit eine Darstellung des histo-
logischen sowohl, wie auch des anatomischen Baues dieses
Thieres mit zahlreichen Rückblicken auf die Structur der
verwandten Formen. Die anscheinend grossblasige Be-
schaffenheit des Parenchyms wird (mit Walter) auf ein
Stützgewebe zurückgeführt, das aus verästelten Sternzellen
sich aufbaue. Peripherische Verästelungen des Wasserge-
fässes Hessen sich nicht nachweisen. Ebenso wenig ein
Nervensystem. Dafür aber gelang es Verf. die Existenz
einer auf dem Rücken ausmündenden Vagina ausser Zweifel
zu stellen. Den Schluss der Abhandlung bildet ein kurzer
systematischer Excurs, der vornehmlich gegen die noch
neuerlich vorgeschlagene Zusammenstellung der Cestoden
und Acanthocephalen gerichtet ist und die ersteren als
nächste Verwandte der Trematoden in Anspruch nimmt.
Bütschli macht darauf aufmerksam, dass die letzten
freien Ausläufer des excretorischen Gefässapparates bei
den Cercarien mit kleinen trichterförmigen Erweiterungen
endigen, die vermuthlich in Spalten und Lückenräume des
Parenchyms sich öffnen und je ein lebhaft schwingendes
Flimmerläppchen in sich einschliessen. Ein beigegebener
Holzschnitt bringt die Vertheilung dieser Flimmertrichter
im Vorder- und Hinterleibe der sog. Cercaria armata zur
Anschauung. („Bemerkung über den excretorischen Ge-
fässapparat der Trematoden", Zool. Anzeiger Th. IL S. 588
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 589
u. 589). Bei den Ammen der Cercaria macroecrca sind
diese Apparate schon früher von Thiry, bei den Embryo-
nen von Dist. hepaticum von mir gesehen (meuschl. Para-
siten Th. I. S. 766). Auch bei den Embryonen anderer Arten
sind mir dieselben inzwischen zur Beobachtung gekommen.
Der Embryo von Distomum trigonocephahim, der nach
Verlauf von etwa drei Monaten zur Entwickelung kommt,
hat nach v. Linstow (Arch. iitr Naturgesch. 1879. Th. I.
S. 185) eine auffallende Aehnlichkeit mit dem von Dist.
hepaticum.
Nach demselben Autor besitzen (a. a. 0. 1877. Th. I.
S. 13) die Dotterballen von Diplodiscus subclavatus die Fä-
higkeit einer selbstständigen Bewegung, in Folge deren na-
mentlich auch die Vereinigung mit der Eizelle geschieht.
Unter dem Titel „Organisation et d(^veloppement de
quelques especes de Trematodes endo-parasites marins"
liefert Villot (Annales des scienc. natur. 1879. T. VIII.
Art. 2. p. 1 — 40. PI. V — X) eine Zusammenstellung und
Darlegung von Untersuchungen, über die wir zum Theil
schon in unserm Berichte von 1875 (S. 175) nach einer
vorläufigen Mittheilung referirt haben. Neu hinzugefügt
ist nur eine Anatomie des Distomum insigne, einer ansehn-
lichen Art, die Verf. in Echinorhinus spinosus auffand
und mittels der Schnittmethode untersuchte, so wie die
Beschreibung zweier gleichfalls bis jetzt unbekannten Tre-
matoden aus Strepsilas interpres, eines Monostomum peta-
satum und Holostomum squamosum^ dreier Formen, über
welche Verf. übrigens gleichfalls schon vorher (Cpt. rend.
1876. Juin) einige vorläufige Mittheilungen gemacht
hatte. Das Körperparenchym des Dist. insigne wird dem
sog. Zellenkörper von Gordius zur Seite gestellt, und das
excretorische Gefässsystem als ein -Apparat gedeutet, der
in gleicher Weise den Functionen des Kreislaufs, wie der
Absonderung vorstehe. Die von Walter u. A. beschrie-
benen verästelten Zellen sollen als solche nicht existi-
ren, sondern sinuös erweiterte Anastomosen des excreto-
rischen Endnetzes sein. Sonderbarer Weise werden damit
auch die von mir in den Saugnäpfen aufgefundenen grossen
Zellen zusammengeworfen, die Stieda für Ganglienzellen
590 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
hält; es wird darauf liin sogar behauptet, dass die Dar-
stellungen der deutschen Forscher über das Nervensystem
der Trematoden den Angaben, die Blanchard über dieses
Gebilde gemacht habe, Nichts als Irrthümer hinzugefügt
hätten. Wäre Verf. der deutschen Litteratur oder der
deutschen Sprache etwas kundiger, dann würde er auch
wohl die alte Ansicht aufgegeben haben, dass die Disto-
meen durch Aufeinanderlegen ihrer Pori genitales sich
begatteten. Was die von unserm Verf. beobachteten Jugend-
formen betrifft, so fügen wir dem frühern Berichte noch
hinzu, dass die bei Ligia schmarotzende Cercaria jetzt als
C, ovata, die von Mysis als Cerc. megacotylea beschrie-
ben wird. Scrobicularia beherbergt ausser den daselbst
in Sporocysten sich entwickelnden drei Arten (C. setifera
Müll., C. myocerca n. und C. fissicauda n.) auch noch die
eingekapselte Jugendform des D. leptosomum Crep. Ob
übrigens die als Cerc. setifera beschriebene Art mit der
Müller'schen Form identisch ist, dürfte zweifelhaft sein,
da es mehrere Arten mit Schwimmborsten an dem Schwanz-
anhange giebt, und Verf. selbst auf einzelne Abweichungen
seiner Art aufmerksam macht. (Nach einer brieflichen
Mittheilung Hoffmann's in Leyden lebt eine ganz ähnliche
Cercarien erzeugende Sporocyste auch bei Pholas.) Ich
füge bei dieser Gelegenheit hinzu, dass ich bei einer Nea-
politanischen Phylirrhoe einst in der Leibeshöhle ein ge-
schlechtsloses frei bewegliches Distomum beobachtete, das
durch den Besitz eines mächtig entwickelten ovalen Pha-
rynx und zweier grosser, mit mehrern hellen Flecken (Lin-
sen?) versehener Augen in eigenthümlicher Weise sich
auszeichnete.
Ulicny beschreibt (helminthologische Beiträge, Arch.
für Naturgesch. 1878. Th. I. S. 211—217. Taf. VI) eine
Cercaria vesicata aus Cyclas rivicola und einen Bucephalus
intermedms aus Anodonta, zwei Formen, die auf gewisse
Eigenthümlichkeiten der Schwanzbildung hin für neu ge-
halten werden, aller Wahrscheinlichkeit nach aber von C.
macrocerca und Bucephalus polymorphus nicht verschie-
den sind.
Leidy handelt über die Jugendzustände zweier Disto-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ, d, Jahre 1876 — 1879. 591
meenformcn aus dem norclamerikanischen Planorbis corneiis,
über Monostomum lucanicum n. und Disfo^mmi ascoidctim
n., die beide im Innern von Redien entstehen und zu-
nächst eine Cercarienform besitzen. Das Monostomum ist,
wie M. flavum, mit Augenfieckeu versehen. In dem Mantel
von Anodonta fluviatilis findet Verf. ausserdem Rhopalo-
cerca tardigrada Dies., im Oviduct von Paludina decisa He-
terostomum echinatum Dies., bei Helix arborea schliesslich
ein geschlechtsloses Distomiim appendiculafum n. Leidy,
Proceed. Akad. Philad. 1878. p. 200-202.
V. Linstow vermehrt unsere Kenntnisse von den
eingekapselten Trematodenlarven (Arch. für Naturgesch.
1877. Th. I. S. 185—187) durch eine Anzahl neuer Formen:
Monostomum viviparae aus Paludina vivipara, JDistomum
2Jhryganeae aus Phryganea grandis, Dist. hiifonis aus Bufo
vulgaris, Bist, agcmios aus Aseilus aquaticus, Bist, hliccae
aus Blicca björkna, Bist, viviparae fasciatae aus Paludina
achatina, Bist, palaemonis aus Palaemon serratus, Bist,
gammari aus Gammarus pulex, Bist, viperae aus Vipera
berus, B. planorhis cornei. Hieher weiter Bist. limnopJiilum
n. sp. V. Linstow, a. a. 0. 1878. S. 185.
Grobben fand im Hodentubulus und Vas deferens
von Portunus depurator ein Distomum (Distomum megasto-
mum), welches sich von den Samenkörperchen ernährt.
Beitr. zur Kenntniss der männl. Geschlechtsorg, der Deca-
poden. Wien 1878. S. 89.
In den Samenblasen resp. den Segmentalorganen des
(noch nicht geschlechtsreifen) männlichen Echiurus Pallasii
fand Greeff (die Echiuren a. a. 0. S. 130) einige Male
ein 2 mm langes Distomum mit Eiern in dem vielfach ge-
wundenen Uterus {B. echiuri n.). Vorn ist der Körper
desselben in einen rüsselartigen Fortsatz ausgezogen, in
der Mitte bauchig aufgetrieben, hinten wieder verschmälert.
Olsson's schon oben erwähnter Bidrag enthält (auf
S. 13—35. PI. III u. IV) Beschreibung und Darstellung
einer Anzahl scandinavischer, meist in Land- und Süss-
wasserthieren schmarotzender Distomeen, von denen wir
als neu hervorheben: Bistoma (Dicrocoelium) vitellilohum
aus dem Magen von Rana temporaria, B. rastellus aus
592 Lcuckart: Bericlit üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Darm und Oesophagus desselben Thieres, D. (Brachylai-
mus) conostomum aus Coregonus oxyrhinus, D. leptostomum
aus Meles taxus, D. nigrescens aus Lophius piscatorius,
D. lahri rupestris (sp. inquir.), D. (Echinostoma) pseudo-
echinatum aus Mastdarm von Larus maximus, B. (Dicro-
coelium?) crassimi aus Hirundo urbica, D. medians aus
Bufo vulgaris, Monostoma semifuscum aus Sula Bassana.
Weiter erwähnt Verf. einer Cercaria aus Tritonium anti-
quum und einer Tetracotyle aus Aulastoma gulo.
In gleicher Weise schildert Ramsay Wright in
seinen Contributions (1. c. p. 8—21) den äussern und
Innern Bau der von ihm in Nord- Amerika (Toronto) auf-
gefundenen Distomeen, des Distomum heterostomum Rud.
(aus Mundhöhle von Botaurus minor), D. asperum n. (eben-
dah., mit Echinostomum ferox verwandt), B. reticulatum n.
(eine 14 mm grosse Form, die in mancher Hinsicht, be-
sonders durch Lage und Verästelung der Hoden, an Dist.
hepaticum erinnert, aus Ceryle Alcyon), D. variegatum Rud.
(aus Rana halecina), D. gracile Leidy (eine geschlechtslose
Form, welche eingekapselt sowohl an den Kiemen und
Nerven, wie in der Muskulatur von Pomotis vulgaris ge-
funden wird).
Unter dem Namen Bistoma Westermanni giebt Ker-
bert (Zool. Anzeiger Th. I. S. 271—273) eine vorläufige
Notiz über einen neuen Parasiten des Königstigers, der in
den Lungen lebt und immer zu zwei Exemplaren in eine
ziemlich dicke hornartige Kapsel eingeschlossen ist. Verf.
schildert den äussern Bau und die Bildung der Geschlechts-
organe mit dem auf der Rückenfläche ausmündenden Lau-
rer'schen Kanäle.
Ebenso beschreibt Ercolani in den Memorie Accad.
di Bologna 1875. T. V ein neues Distomum aus dem Hunde.
(Ref. hat die betreffende Arbeit nicht einsehen können.)
C 0 b b 0 1 d lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Tre-
matoden hin, welche bei den Cetaceen schmarotzen, und
beschreibt drei Arten Distomum, die, obwohl sie zweien
Gangesdelphinen entstammen, doch zum Theil identisch
sind mit Arten, welche an weit entlegenen Localitäten
schon bei andern verwandten Thieren beobachtet wurden.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 593
Die eine dieser Arten ist das Dist. laucea Dies., das Nat-
terer einst aus einem Delphin des Amazonenstromes sam-
melte, jetzt aber aus Orcella brevirostris beschrieben wird,
das andere ein Dist. campula aus den Lebergängen von
Platanista gangetica, dieselbe Form, die Verf. einst in
Phocaena cummunis auffand, damals aber in Folge einer
nicht ganz richtigen Auffassung des Darmes als Kcpräsen-
tanten eines eignen Genus Campula auffasste. Die dritte
Art, die in dem Dünndarme desselben Wirthes vorkommt,
wird unter dem Namen Dist. Anäersoni als neu beschrie-
ben. Trematode parasites from the Delphins of the Ganges,
Proceed. Linn. Soc. T. XIII. p. 35-46. PL X.
Bistomiim eurystomum n. sp. aus Darm von Anas clan-
gula, D. ferruginosum n. sp. aus Darm von Barbus fluvia-
tilisv. Linstow, Arch. für Naturgesch. 1877. Th. I. S. 183.
Weiter beschreibt derselbe Verf. als neu : Bistomum
inerme aus Petromyzon fluviatilis, D. flavocinctiim aus An-
guis fragilis (ebend. 1879. Th. I. S. 183, 184), so wie
Bistomum megaloon aus Darm von Lacerta agilis und Mo-
nostomum acideatum aus Darm von Testudo graeca (Wür-
temb. Jahreshefte 1879. S. 337 u. 338). Ebenso Monosto-
mum echinatum aus dem Darm von Pandion haliaetos (Arch.
für Naturgesch. 1878. Th. I. S. 223.)
Ebendaselbst handelt v. Linstow auch (Helmintho-
logica, Jahrg. 1877. Th. I. S. 187-197) über die Arten-
kenntniss, die Anatomie und Entwicklungsgeschichte der
Holostomeen. Er beschreibt sieben Arten des Gen. Ho-
lostomum (mit H. rotundatum n. sp. aus Darm von Lanius
collurio), so wie mehrere zu Diplostomum und Tetracotyle
gestellte Formen (darunter als neu Biplostomumputoriij
Tetracotyle soricis, T. coluhri und T. ovata aus Blicca) und
kommt durch eine Vergleichung del* Organisationsverhält-
nisse auch seinerseits zu der Ueberzeugung, dass letztere
die Larvenzustände von Holostomum darstellen. Die zwei
sog. accessorischen Sauggruben von Tetracotyle sind nichts
weniger als Haftwerkzeuge, da sie der Muskulatur ent-
behren, sondern die Oeffuungen von Leimdrüsen, die bei
den Arten mit flachem Kopfende persistiren, sonst aber,
bei den Arten mit rundem, gelapptem Kopfende zu zwei
594 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
structnr- und functionslosen Körpern degeneriren. Hinter
dem Bauch saiignapfe besitzen die Larven einen sehr auf-
fallenden runden Körper, der auf der Bauchfläche aus-
mündet und die Darmschenkel in sich aufnimmt, einen
„ Larvenanus ", der sich gleichfalls noch bei den erwachse-
nen Thieren auffinden lässt, aber nicht mehr mit den Darm-
schenkeln communicirt, da diese bei der Vergrösserung
des Hinterleibes an ihm vorbeiwachsen. (Ich darf gegen
diese Deutung wohl geltend machen, dass ich auch
bei den Larven nach einer Communication mit den
Darmschenkeln vergebens gesucht habe, letztere im Ge-
gentheil neben dem fraglichen Körper mit blinden Enden
aufhören sah.) Die Geschlechtsorgane sind denen der
Distomeen ganz analog gebildet, nur dass die Ausmün-
dungsstelle am Schwanzende liegt. Vor der Vereinigung
des Dotterganges mit dem Keimstocke giebt ersterer auch
einen Laurer'schen Kanal ab, der auf der Bauchseite aus-
mündet. Die Eier sind gross und wenig zahlreich und
entwickeln im Wasser einen tetracotyleartigen Embryo,
der etwa am 30. Tage ausschlüpft, rastlos mittels seines
Flimmerbesatzes umherschwimmt und dann vermuthlich
direct, ohne vorherige Umwandlung in einen Keimschlauch,
zu einer eingekapselten Larve sich entwickelt.
Schon früher hat v. Linstow übrigens als neu be-
schrieben : Tetracotyle foetorii, eine Art, die er eingekapselt
zwischen den Halsmuskeln von Mustela putorius auifand.
Ebendas. 1876. Th. I. S. L
Später wird noch hinzugefügt: Diplostomum lenticola
n. sp. aus der Linse von Abramis vimba, ebendas. 1878.
Th. L S. 226.
An dieser Stelle dürfen wir auch am passendsten wohl
der Orthonectiden erwähnen, einer kleinen Gruppe pa-
rasitirender Thiere, welche zuerst von Giard begründet
ist. Obwohl bei oberflächlicher Betrachtung den Infusorien
nahe stehend, und auch von frühern Beobachtern (Kefer-
stein, Mac Intosh) als solche gedeutet, ergeben sich die
Thiere trotz ihrer einfachen Organisation als Würmer.
Giard betrachtet dieselben als die Wurzelformen der Platt-
würmer, der parasitären nicht bloss, sondern auch der frei
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 595
lebenden; ob mit Kecbt, mag dahin gestellt sein. So viel aber
ist zweifellos, dass die Orthonectiden von den parasitären
Plattwürmern die bei Weitem einfachsten sind, indem sie
kaum etwas Anderes darstellen, als geschlechtsreife Em-
bryonen von Distomeen. Giard selbst bezeichnet sie als
Formen^ die Zeitlebens im Zustande einer Planula ver-
harrten. Den ersten Mittheilungen über diese interessanten
Geschöpfe, die in den Cpt. rend. 1877 (T. 85. p. 813) und
1879 (T. 89. p. 847) veröffentlicht wurden, hat Giard
später eine ausführliche Darstellung vom Bau und der
Fortpflanzungsweise derselben folgen lassen (les Orthone-
ctida, classe nouvelle du pylum des Vermes, Journ. Anat.
et Physiol. 1879. p. 443—446. PL 34—36), die wir unserm
Berichte zu Grunde legen. Die Leibessubstanz unserer
Thiere wird von einem flimmernden Ectoderm und einer
davon umschlossenen Zellenmasse gebildet, die Giard als
Entoderm in Anspruch nimmt. Auf der Grenze zwischen
beiden zieht eine dünne Muskellage hin (pseudo-meso-
derme). Die Zellen des Ectoderm tragen Flimmerhaare
und sind der Art regelmässig angeordnet, dass der Körper
fast gegliedert aussieht. Die Zellenmasse des Entoderms
dient der Fortpflanzung, die bald eine geschlechtliche ist,
indem die Zellen je nach Umständen in Eier oder Samen-
fäden sich umbilden, bald auch auf ungeschlechtlichem
Wege geschieht, dadurch, dass im Innern der Thiere nach
Verlust des Ectoderms (nach Umwandlung in eine Sporo-
cyste, wie Verf. sagt) Zellenballen sich absondern, die
durch Sprossung sich vermehren und schliesslich sämmtlich
neue Thiere werden. Auch die Eieutwicklung geschieht im
Innern des mütterlichen Körpers, doch bilden sich die
beiden Zellenlagen dabei nicht durch Schichtung, wie bei
der ungeschlechtlichen Vermehrung^ sondern durch Um-
wachsung. Verf. nimmt in dieser Gruppe zwei Genera
an, Rhopalura und Intosliia, die sich vornehmlich dadurch
von einander unterscheiden, dass das zweite Segment bei
der ersten Form der Flimmerhaare entbehrt, dafür aber
mit Papillen besetzt ist, während es bei der zweiten Form
die gewöhnliche Bildung hat. Rhopalura ophiocomae und
Intoshia gigas leben in der Leibeshöhle von Ophiocoma
Ä-rcMv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd, 00
596 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
neglecta, /. linei in der Leibeswand von Lineus gesseren-
sis, I. leptoplanae in dem Darme von Leptoplana tremel-
laris. Die Beobachtungen des Verf. 's beziehen sich auf die
beiden erstgenannten Arten.
Nach Mecznikoff sind diese beiden Formen übrigens
keine verschiedene Arten, noch viel weniger Repräsentanten
verschiedener Geschlechter, sondern nur die beiden Ge-
schlechter derselben Art, für die man am besten die Be-
zeichnung Rhopalura ophiocomae beibehält, obwohl M. da-
für Anfangs, zu einer Zeit, in welcher nur die erste
provisorische Mittheilung Giard's vorlag, den Namen
Rh. Giardii in Anwendung gebracht hatte. Die weibliche
Form (Intoshia gigas) ist grösser, trotzdem aber mit einem
viel kleineren wimperlosen Segmente versehen, so dass
Giard dasselbe übersehen hat, obwohl die Zellen desselben
ebenso wie bei den Männchen eigenthümliche Körperchen
(Giard's Papillen) in sich enthalten. Die „Muskelfasern",
die nur bei Rhopalura vorkommen und hier auch von
Giard viel deutlicher gesehen wurden, als bei Intoshia,
werden als Zoospermienschwänze in Anspruch genommen.
Ebenso wird die Existenz von Innern Knospen, wie Giard
sie beschreibt, in Abrede gestellt. Die betreffenden Ge-
bilde seien nichts Anderes, als Eier und Embryonen, welche
sich bald leichter, bald auch schwieriger isoliren Hessen.
Die letztern sollen auch sämmtlich auf dieselbe Weise ihre
Keimschichten entwickeln und das Product einer totalen
und regelmässigen Zerklüftung darstellen. (Zur Naturge-
schichte der Orthonectiden, Zool. Anzeiger Th. IL S. 547
— 550 und nachträgliche Bemerkungen über Orthonectiden,
ebendas. S. 618-620.)
In mancher Beziehung den Orthonectiden verwandt
sind, wie auch Giard hervorhebt, die Dicyemiden, die
freilich der jüngere van Beneden, dem wir eine sehr
eingehende und gründliche Untersuchung dieser sonder-
baren Thiere verdanken (Rech, sur les Dicycmides, Bru-
xelles 1876, 111 Seiten mit 3 Tafeln, extr. du Bullet.
Acad. roy. Belgique T. 41 u. 42, im Auszug übersetzt
Quarterly Journ. micr. sc. T. XVIL p. 132—145), für Ge-
schöpfe erklärt, welche zwischen den Protozoen und Meta-
in d. Natargesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879, 597
zoen vermittelten und eine eigne Gruppe (Mesozoa) dar-
stellten, die nach der Vermuthung des Verf.'s einstmals
durch zahlreiche Formen vertreten war, gegenwärtig aber
nur noch in den Dicyemiden existirt. Diese Metazoen
sind nach der Definition unseres Verf.'s vielzellige Thiere
mit Ectoderm und Entoderm, aber ohne irgend welche
specifische Organe, auch ohne vegetativen Hohlraum.
Das Ectoderm besteht aus einer beschränkten Anzahl epi-
thelartig gruppirter Zellen, während das Entoderm nach
der Darstellung des Verf.'s von einer einzigen grossen
Zelle gebildet wird, die eine Menge 'von Vacuolen in sich
einschliesst, so dass ihr Protoplasma auf ein Netzwerk
von Balken und Lamellen reducirt ist, die leicht den An-
schein eines complicirtern Zellenbaues erwecken. Im Innern
dieser Centralzelle entwickeln sich die Embryonen, und
zwar aus Zellen, welche sich — mit Fasermetamorphose
des Kerns — klüften wie ein befruchtetes Ei und in ein
gastrulaartiges zweischichtiges Wesen umwandeln. Wäh-
rend die frühern Beobachter meist nur eine einzige Art
des Gen. Dicyema annehmen, überzeugt sich unser Verf.,
dass ein jeder Cephalopode seine eigne Art beherbergt,
Arten, die in demselben Grade einander verwandt sind,
wie ihre Träger. So schmarotzen bei Octopus Arten, denen
Verf. den Genusnamen Dicyema lässt, D. typus n. bei 0.
vulgaris, D. Clausiana n. bei 0. macropus. Bei Eledone findet
er Formen des Gen. n. Dicyemella (D. Wagnerin. bei El.
moschata und D. Mülleri Gl. bei El. cirrosa) und bei Sepia
solche des Gen. n. Dicyemina (D. Köllilwriana n. bei
Sepia officinalis und B. Sclmltsiana n. bei S. biserialis).
Für eine sehr abweichende Form von Sepiola Rondeletii
wird die Bezeichnung Dicyemopsis macrocepliahis in An-
wendung gebracht. Der Kopfzapfen der Dicyemiden be-
steht bei allen Arten aus acht Zellen von besonderer Form
und Beschaffenheit, die in zwei Reihen unter einander
stehen (cellules polaires). Nach hinten schliessen sich an
dieselben noch zwei oder (Dicyemopsis) vier andere Zellen
an (c. parapolaires), die von den übrigen Ectodermzellen
gleichfalls mehr oder weniger verschieden sind. Die Zahl
dieser letztern ist für die Individuen mit wurmförmigen
598 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Embryonen (nematogenes) bei jeder Art constant (bei D.
typus 15) und von der Zeit der Geburt an unverändert,
obwohl die Tbiere einer beträchtlichen Grössenzunahme
unterliegen. Aüders ist es dagegen bei den Individuen,
die statt der wurmförmigen Embryonen sog. infusorien-
förmige erzeugen (rhombogenes), indem bei diesen die Zahl
der Ectodermzellen verschieden ist. In der Regel liegen
drei dieser Zellen auf demselben Querschnitte neben ein-
ander, doch bisv\^eilen auch vier oder, wie constant am
Hinterende, deren zwei. Form und Inhalt der Zellen
wechselt nach dem \lter, und dieser Wechsel ist um so
auffallender, als die Zellen gewöhnlich durch Anfüllung
mit zahllosen stark lichtbrechenden Körpern allmählich an
dieser oder jener Stelle höckerartig sich erheben. Die
Keime der wurmförmigen Embryonen, die, wie schon oben
angedeutet, stets in besondern, durch äussere Körperform
ausgezeichneten Individuen ihren Ursprung nehmen, ent-
stehen durch sog. freie Zellenbildung, ganz wie die Zellen
des Embryosackes bei den phanerogamischen Gewächsen.
Ihre Bildungsstätte ist das Reticulum der Centralzelle, das
deren Anfangs freilich, zu einer Zeit bereits, in welcher
das Würmchen eben erst beginnt sich zu strecken, nur
wenige hervorbringt, meist nur zwei, später jedoch eine
immer grössere Menge liefert. Anders aber die Keime
der infusorienartigen Embryonen, für deren Bildung in
der Centralzelle schon frühe zwei bis vier besondere Zellen
von unbekannter Herkunft vorhanden sind. Sobald diese
Zellen eine bestimmte Grösse erreicht haben, entsteht in
ihrem Innern, anscheinend ohne Theilnahme des Kerns,
eine Anzahl hüllenloser Tochterzellen, die allmählich immer
mehr nach aussen rücken, die Wand der Mutterzelle knos-
penartig auftreiben und sich schliesslich von derselben
ablösen, um dann frei in den Vacuolen des centralen
Schlauches ihre Embryonalentwicklung zu durchlaufen. Im
ausgebildeten Zustande besitzen diese infusorienartigen Em-
bryonen eine kegelförmige Gestalt, mit einem breiten Köpf-
theile, in dem man zwischen zwei stark das Licht brechen-
den Körpern, die aber keineswegs Kalkkörperchen sind,
ein eigenthümliches urnenförmiges Organ erkennt, das seiner
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 599
Lag-e nach dem Entoderm entspricht, aber einen compli-
cirtern Bau hat. Verf. beschreibt an derselben einen aus
zwei Hälften bestehenden Deckel und eine gleichfalls zwei-
getheilte Kapselwand, in deren Innern vier meist kreuz-
weise gestellte granulirte Ballen gelegen sind. Mitunter
unterschied derselbe darin auch eine deutliche Flimmerung,
von langen Cilien herrührend, die vermuthlich den einzel-
nen, je aus einer Zelle bestehenden Ballen aufsassen. Auch
die übrigen Theile der Urne nehmen je aus einer beson-
dern Zelle ihren Ursprung. Ueber die Bedeutung dieser
eigenthümlichen Bildung Hess sich kein näherer Aufschluss
gewinnen, doch giebt hier vielleicht der Umstand einen
Fingerzeig, dass der infusorienartige Embryo den Inhalt
der Urne mit ausserordentlicher Leichtigkeit ausstösst.
Ebenso wenig Hess sich das Schicksal der infusorienartigen
Embryonen selbst feststellen, obwohl so viel mit Be-
stimmtheit angenommen werden darf, dass sie die Aufgabe
haben, die Parasiten auf einen neuen Wirth zu übertragen,
während die wurmförmigen Embryonen, die, gleich den
erstem, beliebig an dieser oder jener Stelle das Ectoderm
ihrer Mutter durchsetzen, neben letzterer an den Venen-
anhängen sich ansiedeln.
Cestodes.
Perrier (Cpt. rend. 1878. T. 86. p. 552-554) glaubt
die Eintheilung der Cestoden in Taeniaden und Bothrio-
cephaliden beibehalten zu können, rechnet aber zu den
erstem, die sich durch die 4-Zahl ihrer Kopforgane und
die randständige Lage der Glenitalöffnung charakterisiren
sollen, auch zahlreiche bisher den Bothriocephalen ver-
bundene Arten. Die letztern sollen bloss die Formen mit
dem Numerus 2 und mit flächen ständigen Genitalöffnungen
in sich aufnehmen.
Von Blumberg (Arch. für wissensch. und practische
Thierheilkunde 1877. III. S. 33-43. Tab. X) erhielten
wir einen interessanten Beitrag zur Anatomie der Taenia
plicata, T. perfoliata und T. mamillata, der die Verhält-
nisse des Gefässapparates und Nervensystemes der Cesto-
den in das rechte Licht zu steHen bestimmt ist. Den
GOO Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
erstem möclite Verf. im Gegensatz zu der jetzt üblichen
Auffassungsweise vornehmlich als einen Ernährungsapparat
in Anspruch nehmen, obwohl er anderseits auch die ex-
cretorische Function desselben nicht völlig in Abrede stellt.
Nach den Beobachtungen des Verf.'s entspringt derselbe
von den Saugnäpfen, deren cuticulare Auskleidung von
feinen Oeffnungen durchbohrt sei, welche direct mit den die
Muskelwand desselben in radiärer Richtung durchsetzen-
den feinen Ausläufern der Kopfgefässe in Verbindung stehen
sollen. In den Hohlräumen der Saugnäpfe fand Verf.
regelmässig einen aus Chyluskörperchen bestehenden Inhalt,
der sich durch die Poren hindurch bis weit in die Gefässe
hinein verfolgen Hess. Das Nervensystem der Cestoden
lässt einen centralen und einen peripherischen Theil er-
kennen. Der erstere besteht aus mehrern verschieden grossen
Conglomeraten von Ganglienzellen, die, von Gefässen, star-
ken Muskelbündeln und Bindegewebe umgeben, im untern
Drittheile des Kopfes gelegen sind und zwei starke
Nervenstämme entsenden, welche leicht gewellt an der
Aussenseite der Längsgefässe durch den ganzen Tänienleib
hinziehen und offenbar mit den sog. Sommer'schen Strängen
identisch sind. Einige feinere Nerven versorgen die Saug-
näpfe und die Peripherie des Kopfes.
Steudener veröffentlicht „Untersuchungen über den
feinern Bau der Cestoden^^ (Halle 1877, 40 Seiten in Quart
mit 4 Kupfertafeln, aus den Abhandl. der naturf. Gesellsch.
zu Halle Bd. XIII besonders abgedruckt) und handelt darin
über die Cuticula und Subcuticula, über den Wassergefäss-
apparat, das Nervensystem, über die Geschlechtsorgane
von Taenia elliptica und Triaenophorus, über Taenia in-
signis n. sp. aus Carpophaga oceanica, über Taenia tri-
punctata Braun und über das Rostellum der Taenien. Die
Subcuticula besteht nach unserm Verf. aus einer Schicht
cyiindrischer Epithelzellen, die sich in dünne protoplas-
matische Fortsätze ausziehen und diese durch die Cuticula
hindurch nach aussen hervorstrecken, wie das auch von
anderer Seite (Schiefferdecker, Sommer) behauptet
wird. Durch Hülfe dieser Fortsätze sollen die Cestoden
ihre Nahrung aufnehmen. (Ref. ist hierüber freilich zu ganz
in d. Naturgesch. d. nied. Thier^' währ. d. Jahre 1876—1879. 601
andern Resultaten gekommen. Er erkennt in den Auflage-
rungen der Cuticula, die allerdings gar oftmals stäbchen-
artig zerklüftet sind, die Ueberreste einer frühern Cuticu-
larschicht, und nuiss in Abrede stellen, dass die Subcuticu-
larschicht einen epithelialen Charakter habe.) Peripherische
Gefässe und Flimuierapparate werden auffallender Weise
— Verf. verarbeitete fast ausschliesslich gehärtetes Material
— in Abrede gestellt. Das Wassergefässsystem soll nur
aus Längskanälen und deren Anastomosen bestehen, die
ihrerseits aber, besonders bei den Bothriocephalen, in
wechselnder Zahl und Anordnung gefunden werden. Eine
Ausmündung geschieht nur am hintern Segmente resp.
Körpereude, an einer Stelle, die nicht selten sackartig
vertieft ist und dadurch dann den Anschein eines beson-
dern Organes (Endschlauches) annimmt. In den Sommer'-
schen Strängen erkennt Verf. die Seitennerven der Cestoden,
die im Kopfe, wie das schon andererseits beschrieben ist
(Schneider, Blum berg), mit verdicktem Ende in einander
übergehen. Bei Taeuia elliptica findet Verf. ausser den
schon früher bekannten Theilen noch eine Samentasche
und eine Schaleudrüse. Der Uterus bildet im leeren Zu-
stande ein enges Kanalnetz, welches epithelartig mit einem
Zellenbelag ausgekleidet scheint. Die Angaben, die Verf.
über die Geschlechtsorgane von Triaenophorus macht,
stimmen im Wesentlichen mit der Darstellung überein, die
Sograff (s. u.) von denselben gegeben hat, nur gelang es
unserm Verf. auch die von diesem vermisste Schalendrüse
in gewöhnlicher Form aufzufinden. Die Embryoneu, die
sich in den Eiern bei längerm Aufenthalt im Wasser ent-
wickeln, haben gleich denen von Bothriocephalus einen
Flimmerbesatz, den sie aber später verlieren, um dann
unter lebhaften amoeboiden Bewegungen umherzukriechen.
Die neue T. insignis ist besonders durch ihre Bewaffnung
ausgezeichnet, indem sie nicht bloss zahlreiche zweizeilig
angeordnete Haken am Rostellum trägt, sondern auch am
Rande der Saugnäpfe damit besetzt ist. Zahl und Grösse der
Haken ist leider nicht angegeben. Die Geschlechtsorgane
Hessen sich vollständig analysiren. Ebenso die der T.
tripunctata, die hinsichtlich des Baues und der Anordnung
602 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
dieser Organe eng an T. nana und T. flavopunetata sich
anzuschliessen scheint. Was Verf. schliesslich über das
Rostellum der Taenien mittheilt, liefert den Beweis, dass
die Bildung dieses Apparates weit grösseren Modificationen
unterworfen ist, als früher bekannt war, und in manchen
Fällen, wie namentlich bei T. elliptica und T. infundibuli-
formis, sehr einfach sich gestaltet. Bei letztern ist dasselbe
kaum etwas Anderes, als ein selbstständig begrenzter ovaler
Körper mit contractiler Wand und Bindesubstanz im Innern.
In den Denkschriften der Akad. der Wiss. zu Krakau
veröffentlicht Kahane (1878. Bd. IV. p. 63—121. Tab. I
u. II) in polnischer Sprache einen Aufsatz ^,über den Bau
der Taenia perfoliata^^, der später auch mit einigen Ver-
änderungen deutsch in die Zeitschrft. für wissenschaftl.
Zoologie Bd. XXXIV. S. 175—254 übergegangen ist. Wir
entnehmen den hier niedergelegten Beobachtungen zunächst
die interessante Thatsache, dass die erste Gliederkette,
die der Bandwurm erzeugt, beständig steril bleibt und
abgestossen wird, sobald die spätem Glieder in grösserer
Anzahl zur Geschlechtsreife kommen. Da die sterilen
Glieder klein bleiben, haben junge Exemplare (T. plicata
Auct.) eine lanzettförmige Gestalt, während ältere nach hinten
zu immer mehr an Breite zunehmen. Die subcuticularen
Zellen hält Verf trotz der von ihm richtig erkannten Spin-
delform für Epithelzellen. Capilläre Gefässverästelungen
hat er eben so wenig gesehen, wie Flimmerapparate, doch
schliesst er daraus nicht, gleich St enden er, auf eine Täu-
schung der Beobachter, die solche beschrieben — dass sie
in Wirklichkeit vorhanden sind, werden wir im nächsten
Berichte darzulegen haben — sondern auf einen für den
Nachweis dieser Gebilde nicht tauglichen Erhaltungszu-
stand des von ihm bearbeiteten gehärteten Materiales. Die
vier Längsstämme, welche sich von ziemlich gleichmässiger
Entwicklung bis an's Ende verfolgen lassen, stehen in den
einzelnen Gliedern durch ein Ringgefäss in Verbindung
und entsenden zahlreiche Verästelungen in die Rinden-
schicht sowohl, wie zur Mittelschicht. Dass dieselben in
den Saugnäpfen, wie Bluraberg angiebt, nach aussen
mündeten, wird auf das Bestimmteste in Abrede gestellt.
in d. Naturgesch. d. nied. Tbiere wälir, d. Jahre 1876 — 1879. G03
Für den Verf. liat das Gcfässsystem der Cestoden eine rein
exeretorische Bedeutung-, doch ist er geneigt, den eigent-
lichen Sekretionsapparat in dem Körperparenchym selbst
zu suchen. Andererseits wird aber Blumbcrg's Angabe
von der Anwesenheit eines wohl entwickelten Nervensy-
stems mit einer im Kopfe gelegenen Ganglienmasse be-
stätigt, wenngleich in der speciellen Darstellung zwischen
beiden Beobachtern einige Verschiedenheiten obwalten.
Die Seitenstränge enthalten Ganglienzellen, wie die Kopf-
ganglien, nur in geringerer Menge, und geben Seitenzweige
an das Parenchym ab. Die Geschlechtsorgane zeigen, wie
bei andern kurzgliedrigen Taenien, in ihrer Anordnung
manche Eigenthümlichkeiten, die sich leicht auf die ge-
gebenen Kaumverhältnisse zurückführen lassen. So ver-
laufen z. B. die Ausführungsgänge und Kanäle des betref-
fenden Apparates sämmtlich in der Querrichtung. Die
Hodenbläschen sind dem Vas deferens der Art verbunden,
dass dieses dadurch eine federartige Gestaltung annimmt.
Die gleiche Form beobachtet man auch an dem doppelten
Ovarium, das mit dem unpaaren Dotterstocke dem blasig
(zu einem Receptaculum) erweiterten Vaginalende ansitzt,
an derselben Stelle, wo auch der Uterus nach rechts und
links als ein ursprünglich schlanker Blindschlauch abgeht.
YoY dem Uebergange in den Cirrusbeutel erweitert sich
auch der Ductus ejaculatorius zu einer ansehnlichen Sa-
menblase. Der Cirrus ist ein selbständiges Organ, das in
dem Cirrusbeutel liegt, wie die Glans in dem Praeputium.
Dass während der Embryonalentwicklung die Geschlechts-
organe sämmtlich bis auf den Uterus zu Grunde gehen, theilt
unser Wurm bekanntlich mit den übrigen Taenien.
Pagenstecher's Abhandlung „zur Naturgeschichte
der Cestoden" (Ztschrft. für wissensch. Zool. Bd. XXX.
S. 171—193) behandelt zwei besonders durch ihr Vor-
kommen interessante Bandwurmformen. Die eine derselben,
Taenia (Arhynchotaenia) critica n., wurde bei Hyrax ca-
pensis in der Leber und zwar im Innern einer oberfläch-
lich gelegenen Cyste, die deren nicht weniger als neun
Exemplare enthielt, aufgefunden. Die Thiere ergaben sich
als geschlechtsreif, indem die letzten Proglottiden sowohl
G04 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Samenfädeü, wie Eier im Stadium der Embryonalentwick-
limg aufwiesen. Die Mittheilungen, welche Verf. über den
innern Bau macht, weichen in mehrfacher Hinsicht von
der Darstellung' anderer Beobachter ab und dürften hier
und da einer Correctur zugänglich sein. Es gilt das na-
mentlich in Betreff des sog. Schlauchorganes, welches der
Körnerschicht von Bothriocephalus verglichen und dem
Geschlechtsapparate zugerechnet wird, während es wohl
nur dem Muskelsystem zugehört. Wie die Würmer an
ihren Aufenthaltsort gelangt sind, lässt sich schwer be-
stimmen, zumal die Annahme, dass sie an Ort und Stelle
aus einem coenurusartigen Blasenwurm hervorgegangen
seien, nur wenig wahrscheinlich ist. Die zweite Beobach-
tung trifft einen Coenurus, den Verf. in der Kehlkopfgegend
bei Myopotamus coypus gleichfalls in mehreru Exemplaren
neben einander eingekapselt auffand und auf Grund be-
sonders der geringern Hakengrösse für verschieden von
dem gewöhnlichen Coenurus ansieht. Er glaubt sich be-
rechtigt, ihn mit dem extracraniellen Coenurus des Kanin-
chens (Coen. serialis Gerv.) und anderer Säugethiere zu
identificiren und sucht die ausgebildete Taenia in dem
Hunde, in dem Bai 11 et bekanntlich den polycephalen
Blasenwurm des Kaninchens auch gross gezogen hat.
Auf Grund einiger flüchtiger und noch dazu sehr
willkürlich gedeuteter Beobachtungen, die im Wesentlichen
nichts Anderes beweisen, als die Coexistenz von Echino-
coccus und T. perfoliata bei dem Pferde, so wie die von
Cysticercus pisiformis und T. pectinata beim Kaninchen,
glaubt Megnin die Behauptung aussprechen zu dürfen,
dass die bewaffneten Taenien, weit davon entfernt, selbst-
ständige Arten zu repräsentiren, nur gewisse heteromorphe
Zustände der hakenlosen Formen darstellten. Die cysti-
cercen Jugendformen, die, wie Verf. meint, alle mit Haken
versehen sind, sollen sich, falls sie Gelegenheit finden, in den
Darm eines Pflanzenfressers zu gelangen, daselbst mit Verlust
ihres Hakenapparates in eine unbewaffnete Form umwan-
deln, aber ihre Haken behalten und eine ganz abweichende
Entwicklung einschlagen, wenn sie aus und mit ihrem
Träger in den Darm eines Raubthieres übertreten. So
iu (1. Nuturgescb. d. nied. Thiero währ. d. Jahre 1876—1879. G05
soll der Echinococcus je nach seinen Schicksalen bald zu
der T. perfoliata, bald auch 7A\ der T. Echinococcus wer-
den, und der Cyst. pisiformis hier die T. pectinata, dort
die T. serrata liefern. In ähnlicher Weise soll eine jede
hakenlose Form unter den bewaffneten Arten ihren Ver-
treter haben. Wo der Embryo direct in den Darm eines
Pllanzenfressers gelangt, da soll der Blasenwurinzustand
völlig ausfallen. Ich brauche nach den obig'en Andeutungen
kaum ausdrücklich zu bemerken, dass der Verf. für seine
Behauptungen keinerlei irgendwie beweisende Thatsachen
beigebracht hat. Die Ansichten, die derselbe entwickelt,
sind vollständig haltlos und widerstreiten Allem, was wir
über die Metamorphose und die genetischen Beziehungen
der Taeniaden bisher mühsam auf experimentellem Wege
festgestellt haben. Sur le d6veloppement et les metamor-
phoses des Taenias des Mamniferes, Cpt. rend. 1879. T. 88
und ausführlich, mit Abbildungen. Journal de FAnatom.
et de la Physiologie 1879. T. XV. p. 225.
Es hat natürlich nicht fehlen können, dass die Be-
hauptungen von Megnin alsbald einen directen Wider-
spruch gefunden haben. So von Pagenstecher (a.a.O.),
so auch und eingehender noch vonMoniez (Bull, sc, Dep.
Nord Annee IL S. 233—240). Der Letztere macht übrigens
insofern den Ansichten Megnin's eine Concession, als er
die Möglichkeit nicht bloss, sondern sogar die Wahrschein-
lichkeit einer directen Entwicklung in demselben Wirthe
— ohne Cysticercuszustand — zugiebt. Für unmöglich
wird natürlich Niemand eine solche directe Entwicklung
erklären können, so lange dieselbe aber nicht nachge-
wiesen worden, sind wir genöthigt, auf die erfahrungs-
mässig festgestellten Thatsachen zu recurriren, und diese
sprechen einstweilen für die allgemeine Verbreitung eines
cysticercen Jugendzustandes. Dass wir eine verhältniss-
mässig erst geringe Menge dieser Formen kennen, kann
um so weniger beweisen, als dieselben voraussichtlich meist
in wirbellosen Thieren leben und gewöhnlich vereinzelt
vorkommen, so dass wir ihr Auffinden in der Regel nur
einem Zufalle verdanken.
Moniez glaubt sich durch seine Untersuchungen au
606 Leuckart: Bericbt üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Cysticercus pisiformis zu der Annahme berechtigt, dass die
Entwicklung des Kopfzapfens bei den Finnen eine andere
sei, als ich dieselbe dargestellt hätte. Während ich diesen
Kopfzapfen direct in den Kopf des Bandwurmes sich um-
bilden und diesen dann später erst durch Umstülpung
seine definitive Form annehmen lasse, sei letzterer in Wirk-
lichkeit eine Neubildung, die sich erst nachträglich im
Grunde des Kopfzapfens erhebe und gleich von vorn herein
die spätere Haltung besitze. Ich muss diesen Angaben
gegenüber auf das Entschiedenste die Richtigkeit meiner
Darstellung wahren und habe in der neuen Auflage meines
Parasitenwerkes (mit Hülfe der, auch von Moniez ange-
wandten Schnittmethode) die unzweideutigsten Beweise für
dieselbe beigebracht. Der Irrthum von Moniez wird da-
durch erklärt, dass er nur sehr junge und sehr alte Finnen
untersuchte, solche, bei denen der Kopfzapfen eben ange-
legt war, und solche, bei denen bereits — was freilich
nur ausnahmsweise geschieht — der Kopf im Grunde des
Zapfens sich umgestülpt hatte. Die entscheidenden Sta-
dien, jene, in denen der Kopfzapfen sich zum Kopfe ent-
wickelt, sind dem Beobachter entgangen. Dagegen hat
Verf. insofern Recht, als er die von mir als Receptaculum
capitis bezeichnete Aussenblase als die äusserste Muskel-
lage des Kopfzapfens in Anspruch nimmt. Sie verhält
sich zu letztem! ungefähr ebenso, wie der Cirrusbeutel der
Taenien zum Cirrus, den er einschliesst. Bei dem Ueber-
gange in den definitiven Zustand wird bloss der Kopf im
engern Sinne in letztern übergenommen, nicht aber auch
der allmählich daran angebildete cylindrische Wurmtheil,
der durch Randwachsthum des Kopfzapfens entsteht. Aller-
dings war ich früher der Meinung, dass der letztere direct
zur Strobila werde, allein ich habe mich schon längst da-
von überzeugt, dass solches ein Irrthum war, und sogar
für den Cyst. fasciolaris nachgewiesen (Ztschrft. f. wissensch.
Zool. Bd. XXX Supplem. S. 605), dass der spätere Bandwurm
nur den Kopf aus dem Finnenzustande hinübernehme. Zum
Schluss seiner Mittheilung versucht Moniez noch, die
bisher übliche Auffassung des Bandwurmkörpers dadurch
zu reformiren, dass er das Kopfende desselben für das
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere wahr. d. Jahre 1876—1879. 607
hintere erklärt. Den Proglottiden wird eine individuelle
Selbstständigkeit abgesprochen; sie seien Segmente, wie
die Ringe einer Annelide, und entständen auch gleich
diesen vor dem terminalen Segmente, das nur insofern
sich auszeichne, als es die Haftapparate trage, wie das
hintere Körpereude der Polystomeen. Dem Einwurfe, dass
die Entwicklungsgeschichte des Kopfes dieser Anschauungs-
weise nicht entspreche, wird durch die Bemerkung vorge-
beugt, dass die Schwanzblase eigentlich das erste Segment
sei, nur dass es früher, als die übrigen abgeworfen werde.
Sur les Cysticerques, Bullet, scient. depart. du Nord. An-
nce I. 1878. N. 11. p. 284—294
Die Ansichten, welche Moni ez über den anatomischen
Bau der Taenien (insonderheit der T. mediocanellata) aus-
spricht (1. e. p. 220—226), weichen kaum weniger von dem
Hergebrachten ab. So giebt derselbe u. a. an, dass die
Samenfäden, anstatt in besondern Hoden zu entstehen,
direct in dem Maschengewebe des Körperparenchyms aus
den hier vorhandenen Zellen hervorgingen und von ihrer
Bildungsstätte dann auf selbstgebahnten, keineswegs aber
(als Vasa efferentia) vorgebildeten Wegen in den Samenleiter
übertreten. Manche Arten (T. mediocanellata, serrata u. a.)
sollen zweierlei Arten von Samenfäden besitzen, die zu
verschiedener Zeit reiften und den beiden Körperflächen
gegenüber topologisch verschieden sich verhielten. Auch
der Uterus sei kein selbstständiges Organ, sondern nur
die erst nachträglich entstandene Begrenzung des Raumes,
in dem gleichfalls zwischen den Maschen des Parenchyms
die Eier aus den hier vorhandenen Zellen gebildet würden.
Eierstock und Dotterdrüsen erscheinen hiernach als un-
nöthig; es geschieht ihrer in der That auch keine Erwäh-
nung. Der Haupt- und Nebendotter Sommer's bestehe
aus blossen Ectodermmassen, die bei der Embryonalent-
wicklung eliminirt würden. Ebenso werden die sog. Som-
mer'schen Stränge, die wir inzwischen als Seitennerven
kennen gelernt haben, als oblitterirte Längsgefässe ge-
deutet. „Contributions a Tetude anatomique et embryo-
genique des Taenias" 1. c.
Bei andern Taenien beschreibt Moniez übrigens Ver-
608 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
hältnisse, die von den eben angezogenen beträchtlich ab-
weichen. So findet er namentlich bei T. Giardi n. (Cpt.
rend. 1879 Mai) nicht bloss ein Ovarium, das die Eier
liefert, sondern auch einen Kanal, der dieselben aufnimmt,
gruppenweise mit einer faserigen Schale umgiebt und
schliesslich in einzelne Abschnitte zerfällt, von denen jeder
eine solche Gruppe einschliesst. Von dem Receptaculum
sah Verf. je drei Samenfadenstränge (courants de sperma-
tozoides) abgehen, von denen zwei zu dem anliegenden
Ovarium hinführten, der dritte aber mit dem Ovarium des
jgegenüberliegenden Randes in Verbindung stand, ein Ver-
halten, welches Verf. auch bei den verwandten Arten mit
gegenüberliegenden Geschlechtsöifnungen beobachtete.
Die Entwicklung der Samenfäden geht nach den Be-
obachtungen desselben Verf.'s (Cpt. rend. 1878. T. 87.
p. 112) auf einem etwas complicirteren Wege vor sich,
als man früher annahm, indem die primitiven Samenzellen
zunächst an der Peripherie wohl knospen, aus diesen peri-
pherischen Zellen aber keine Samenfäden hervorgehen lassen,
sondern neue Mutterzellen. Die Samenelemente entstehen
vielmehr aus Zellen, die nach dem Abfallen des periphe-
rischen Belags im Innern der Centralkugel ihren Ursprung
genommen haben.
Ebenso veröffentlicht Moniez auch Beobachtungen
„sur l'embryogenie des Cestodes", die an Taenia expansa
und T. pectinata angestellt sind (Cpt. rend. 1877. T. 85.
p. 70). Das von feinkörnigem Deutoplasma (Eiweiss) um-
lagerte Ei bildet zunächst eine Morula, die sich nach einiger
Zeit in einen centralen und peripheren Theil sondert, ein
Ectoderm und ein Entoderm. Vorher hat sich auch das
Deutoplasma nach Bildung zweier Kerne in zwei Zellen
getheilt, welche die Morula theilweise aus sich hervortreten
lassen. Bei T. solium bleibt das Deutoplasma eine unge-
theilte Umhüllung der Morula. Die beiden Blätter der
letzteren entfernen sich, und bilden auf diese Weise einen
Hohlraum, dessen nächste Begrenzung (Ectoderm) sehr bald
dem Untergange anheimfällt. In der Körperhöhle entstehen
sodann Granulationen, die sich vermehren und wachsen
und schliesslich eine Hülle bilden, an der zwei lange Höruer
in d. Naturgesch. d. iiied. Thierc währ. d. Jahre 1876—1879. 600
sprossen. Später geben die Granulationen verloren. Ihre
Stelle wird von einer Chitiuhitlle eingenommen, unter der
das Entoderm dann die Embryoualhaken bildet. Das Deu-
toplasma, nacb der Ansiebt des Verf.'s der Cilienbaut der
Bothriocephaliden homolog, gebt allmählich verloren oder
persistirt auch, wie bei T. solium, deren Eischale übrigens
dem Ectoderm entsprechen soll.
Perron cito giebt eine übersichtliche Zusammenstel-
lung und Verarbeitung unserer heutigen Erfahrungen über
die Blasenbandwürmer. Della grandine o panicatura nelF
uomo e uegli animali, Torino 1877 (72 Seiten), aus den
Annal. Accad. Agricoltura. Vol. XIX.
Anknüpfend an die so vielfach bei den Cestoden zu
beobachtenden Abnormitäten der Gliederbildung beschreibt
Moniez in dem Bullet, scient. Depart. Nord, Annee I, 1878
eine interessante Missbildung von Taenia marginata, die
darin bestand, dass von derselben an zweien benachbarten
Stellen eine kurze Nebenkette abging. (Observat. teratolo-
giques chez le Taenia, 1. c. p. 199—202.)
Ebenso berichtet Colin über einen Fall von Taenia
var. fenestrata, die einem Kranken angehörte, welcher nach
Jahresfrist wieder normale Glieder entleere. In einem an-
dern Falle folgte auf ein gewöhnliches Bandwurmglied ein
15 cm langes Stück ohne jede Gliederung, aber mit vielen
unregelmässig angeordneten Fori. Gazette des Hopitaux
1876, Nr. I.
lieber das Vorkommen der T. mediocanellata (besser
T. saginata) in Abyssinien und die Ansteckung sowohl der
Rinder wie der Menschen giebt Ref. in den Nachträgen
zum ersten Bande seines Parasitenwerkes (Bd. IL S. 854 ff.)
nach Mittheilungen Schimper's eine drastische Schilde-
rung.
Grassi handelt über die Taenia mediocanellata in
Italien nach eignen und fremden Beobachtungen und liefert
dadurch den Beweis, dass dieselbe im Süden weitaus der
häufigste Bandwurm bei dem Menschen ist. Von 25 dem
Verf. näher bekannten Fällen kamen darauf nicht weniger
als 16. Die übrigen vcrtheilten sich bis auf einen, der
zweifelhaft blieb, auf T. solium (3) und Bothriocephalus (5).
610 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Gazetta med. Italiana-Lombard. P. I. 1879. (La tenia
mediocaneilata e l'igieiie.)
Auch in Nordamerika ist die Taenia mediocaneilata
nach Leidy (Proceed. Akad. Philad. 1876. p. 405) weit
häufiger, als die T. solium.
Masse macht die Beobachtung-, dass die Taenia me-
diocaneilata auch im südlichen Frankreich und selbst in
Paris seit Jahren immer häufiger werde. Er sucht den
Grund dieser Erscheinung theils in der Aufmerksamkeit,
die man gegenwärtig den Schweinefinnen schenkt, theils
auch in dem daselbst aus Algier massenhaft importirten
Rindvieh, und führt eine Reihe von Beobachtungen an, die
das Auftreten des Parasiten in Folge des Genusses rohen
Rindfleisches ausser Zweifel stellen. (Montpellier med. Gaz.
1876 May. p. 22.)
In Gemeinschaft mit Pourquier stellt Masse auch
eine Reihe von Ftitterungsversuchen mit der Brut der
Taenia mediocaneilata oder, wie Verff. sagen, der T. iner-
mis an. Sie experimentiren an Hund, Kaninchen, Schaaf
und Kalb, erzielen aber nur bei letzterm ein positives Re-
sultat. Das Versuchsthier erkrankte 20 Tage nach der
Fütterung und enthielt nach zwei Monaten in seinen Mus-
keln zahlreiche Finnen von Erbsengrösse. Der ersten Publi-
cation über diese Versuche (Cpt. rend. 1876. T. 83. p. 236)
lassen die Verf. später (Mem. Acad. Montp. Sect. d. Med.
T. V. p. 125 — 138) eine umfangreiche Abhandlung „sur le
Taenia inerme et ses" migrations" folgen, die aber, von
einigen litterarischen Nachweisen abgesehen, für deutsche
Leser kaum etwas Neues bieten dürfte.
Auch Perroncito sieht die von ihm mit Taenia
mediocaneilata inficirten Kälber finnig werden. Das Fleisch
erwies sich nach landesüblicher culinarischer Behandlung
als unschädlich, obwohl es von zahlreichen Personen
(Arbeitern und deren Familiengliedern) verzehrt wurde.
Ein Student dagegen, der eine frisch ausgeschälte Finne
lebend verschluckte, sah schon nach 54 Tagen Proglottiden
von sich abgehen. Esperimenti sulle produzione del Cysti-
cercus della Taenia mediocaneilata, Torino 1877, 19 Seiten
mit 3 Tafeln, aus den Annal. Accad. agricolt. Vol. XX be-
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 611
sonders abgedruckt. Ebenso prüft P. mit Hülfe des heizbaren
Objecttiscbes die Lebenszäbigkeit des Cysticercus cellulosae
und anderer Helminthen (suUa tenacita di vita del Cysti-
cerco della cellulosa e di altri elminti, 39 Seiten mit 3 Tafeln,
ebendas. 1876. Vol. XIX, im Auszuge in Mole seh ott's
Untersuchungen zur Naturlehre Bd. XL Nr. 37). Es stellt
sich heraus, dass die betreffenden Würmer eine Temperatur-
steigerung bis zu 50^^ C. nicht ertragen und zum Theil
schon bei 47 und 48 o zu Grunde gehen. Die Verschieden-
heiten in der Inbibitionsfähigkeit der lebenden und todten
Thiere, die Verf. nach dem Beispiele von Vulpian gleich-
falls zur Feststellung des Todeseintrittes in Anwendung
brachte, dürften übrigens nach den Erfahrungen des Ref.
nur sehr unsichere Resultate liefern.
Redon verschluckt vier Stück menschlicher Finnen
und sieht nach drei Monaten die Proglottiden der Taenia
solium von sich abgehen. (Exper. sur le developp. ruba-
naire du Cysticerque de l'homme, Annal. des sc. natur.
1877. T. VI. Art. Nr. 4.) Gleichzeitig berichtet er, dass
er unter etwa 100 Finnen ein Mal ein Exemplar mit 41
Haken gesehen habe, die in drei Reihen standen. Wenn
er daraus nun aber alsbald den Schluss zieht, dass der
Cyst. acanthotrias Weinl. nur ein solcher missgebildeter
Cyst. cellulosae gewesen sei, so vergisst er, dass die von
Weinland beobachtete Form bei allen Finnen der betr.
Person constatirt wurde und auch nicht bloss durch die
grössere Zahl und die abweichende Anordnung der Haken,
sondern weiter noch durch die Grösse und die Gestaltver-
hältnisse derselben von Cyst. cellulosae abwich.
D res sei giebt nach den ProtocoUen der Berliner Cha-
rite eine „Statistik des Cysticercus cellulosae" (Inaugural-
dissert. Berl. 1877). Wir entnehmen derselben die That-
sache, dass unter 5300 Sectionen, die binnen 10 Jahren
daselbst gemacht wurden, 87 Mal Cysticercen sich fanden,
also bei etwa l,6o/o. Bei den Männern allein stellte sich der
Procentsatz beträchtlich höher (2,9%). Die bei Weitem
grösste Menge der Finnen kam auf das Hirn (72 Fälle,
von denen freilich 6 auch in andern Organen Finnen auf-
wiesen), doch dürfte daraus wohl kaum ein Schluss auf
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. PP
612 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
die überwiegende Häufigkeit der Hirnfinnen überhaupt zu
ziehen sein, da das Vorkommen an andern Orten nur sel-
ten — abgesehen etwa von dem Auge, das freilich immer
finnenfrei befunden wurde — grössere Störungen hervor-
zurufen pflegt. Das solitäre Vorkommen von Finnen ist
nach der vorliegenden Statistik übrigens weit häufiger,
als man gewöhnlich annimmt.
Lewin veröffentlicht in den Charite-Annalen 1875
(Jahrg. IL S. 609 ff.) eine umfangreiche Abhandlung „über
Cysticercus cellulosae und sein Vorkommen in der Haut
des Menschen", welche die Frage nach dem Parasitismus
der Finnen zunächst allerdings in klinischem Interesse er-
örtert, aber auch mancherlei helminthologisch interessante
und wichtige Angaben enthält.
Moniez beschreibt eine das Muskelfleisch des Renn-
thieres bewohnende neue Finne und zieht aus derselben
im Darmkanale des Hundes eine bis dahin unbekannte
Taenie, die an Grösse, Breite und Dicke die T. serrata be-
trächtlich übertrifft und in mancher Hinsicht der T. mar-
ginata nahe steht. Noch ähnlicher ist dieselbe einer vom
Verf. bei dem Panther aufgefundenen Art {T. felis pardi),
vermuthlich derselben, die schon Rudolph! nach einem
kopflosen Exemplare von diesem Thiere beschrieben hat.
Bullet, scientif. depart. du Nord. Annee IL 1878. p. 161.
Pütz beobachtet (Zeitschrift für practische Veterinär-
wissensch. 1876. S. 172) bei der Kuh einen Fall von mas-
senhafter Einwanderung des Cysticercus tenuicollis, in Folge
deren das Thier an Hepatitis mit secundärer Peritonitis zu
Grunde ging.
Nach Leidy (Proceed. Philad. Akad. nat. bist. 1879.
T. I. p. 11) ist der Cysticercus fasciolaris bei den Mäusen
in Nord-Amerika so häufig, dass unter 500 Stück nur ein
halbes Dutzend ohne diesen Parasiten gefunden wurde.
Grassi und Parona finden (Atti Soc. ital. sc. natur.
1879. Vol. XXII, sovra la tenia crassicollis, 15 Seiten mit
1 Tafel) die T. crassicollis bei einer Katze im Magen und
knüpfen daran eine Erörterung der Frage nach der Coexistenz
von Bandwurm und Finne in demselben Individuum. Ebenso
giebt ihnen die Beobachtung einer Katze mit perforirtem
in d. Naturgesch. d. nied. Tbiere währ, d. Jahre 1876—1879. 613
Dünndarm, aus dem fünf Bandwürmer hervorliingen, Ver-
anlassung zu untersuchen, ob der Bandwurm im Stande
sei, die Darm wand zu durchsetzen.
Dass der Cysticercus cellulosae im Hirn des Menschen
nicht selten eine sehr ungewöhnliche gebuchtete Form an-
nimmt, ist schon von früheren Beobachtern mehrfach her-
vorgehoben. Nach den Beobachtungen von Zenker und
Heller (v. Ziemssen's Handb. der Pathol. Bd. IV. S. 333)
geschieht dieses besonders dann, wenn die Finnen in den
Maschenräumen der Arachnoidea und Pia mater gelegen
sind, an Localitäten, in denen sie nicht selten in langge-
streckte (bis 25 cm lange) Schläuche auswachsen, deren
Wände in ganzer Länge mit zahlreichen grösseren und
kleineren Blasenanhängen sich besetzen. Zenker hat für
solche extreme Fälle die Bezeichnung Cyst. racemosus vor-
geschlagen. Köpfe werden an diesen Schläuchen nur selten
und immer nur in einfacher Anzahl vorgefunden.
Marchand findet solche traubige Cysticercen gleich-
zeitig (Arch. für pathol. Anat. 1879. Bd. 75. S, 104) mit
gewöhnlichen Finnen, und giebt von ihnen eine eingehende,
mit Abbildungen begleitete Darstellung.
Eine ähnliche Form beschreibt Megnin so eben (Journ.
Anat. et Physiol. 1880, sur une nouvelle forme de ver vesi-
culaire, im Auszug Cpt. rend. P. 89. p. 1045) von einem
Coenurus, der unter der Haut einer Springmaus (Gerbois =
Dipus sagitta) sich entwickelt hatte. Die etwa nussgrosse
Geschwulst enthielt im Innern einen Haufen scheinbarer
Concretionen, die sich bei näherer Untersuchung als Blasen-
würmer von 5 — 10 mm ergaben, weiche eine unregelmässig
gebuchtete Schlauchform hatten, und je mit zahlreichen
Köpfchen besetzt waren, wie Coenurus. Verf. vergleicht
diese Ausbuchtungen mit Knospen und bezieht sich dabei
u. a. auf einen von ihm beobachteten Echinococcus, der
mit seinen zahllosen Ausläufern und Tochterblasen die
Beinmuskulatur eines Pferdes in grosser Ausdehnung durch-
zogen und verdrängt hatte.
Der sog. multiloculäre Echinococcus, der die Prolifi-
cation durch äussere Knospen vielleicht am evidentesten
zeigt, ist von mehreren Seiten einer näheren Untersuchung
614 Leuckart: Bericlit üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
unterzogen, im Ganzen freilich mehr in pathologischer, wie
zoologischer Hinsicht. Ich erwähne von den darauf bezüg-
lichen Abhandlungen besonders die Inauguraldissertation
von Marie Proujeansky (über die multiloculäre ulce-
rirende Echinococcusgeschwulst, Zürich 1873), welche die
bis dahin beobachteten Fälle — fast säinmtlich aus der
Schweiz, wo diese Echinococcusform bei Weitem die häu-
figste ist — ziemlich vollständig zusammengestellt hat, und
von Morin (deux cas de tumeur ä Echinococques, Lau-
sanne 1876), die über Beschaffenheit, Wachsthum und Pro-
lification dieses merkwürdigen Parasiten mancherlei Neues
bringen. So berichtet Frl. Proujeansky z. B. über einen
Fall, der im Gegensatze zu dem gewöhnlichen Verhalten
durch ein massenhaftes Vorkommen von Köpfchen ausge-
zeichnet war. Auch Morin fand in einem seiner Fälle zahl-
reiche Köpfchen, bald in Brutkapseln eingeschlossen, bald
auch einzeln der Parenchymschicht aufsitzend. Die Neu-
bildung der Blasen geschieht nach Letzterm sowohl durch
Stolonen, wie durch interlameliäre Knospen; in einzelnen
Fällen gelang es sogar Tochterblasen mit Köpfchen aufzu-
finden, die noch vollständig von der Cuticula ihrer Mutter-
blase umschlossen waren. Fütterungsversuche an Hunden er-
gaben kein Eesultat, wesshalb der Verf. auch geneigt ist, den
multiloculären Echinococcus von einer besondern Bandwurm-
form abzuleiten (? Ref.).
Perron cito, gli Echinococchi e la Taenia Echino-
cocco (Torino 1879. 59 Seiten mit 1 Tafel, Annali della
r. Accad. Agricoltura. Vol. XXIII) stützt sich im Wesent-
lichen auf die in Deutschland über den Echinococcus an-
gestellten Untersuchungen.
Bollinger beschreibt einen Fall von Enteritis hae-
morrhagica bei einem mit zahlreichen Echinococcustaenien
behafteten Hunde, der während seiner nur dreitägigen
Krankheit in ausgesprochener Weise wuthähnliche Sym-
ptome zur Schau trug. Deutsche Ztschft. für Thiermed. u.
vergl. Pathologie. Bd. III. S. 203.
Die Malpighischen Ge fasse von Glomeris limbatus
sind nach Villot's Beobachtungen an bestimmten Fund-
orten oftmals mit gruppenweise vereinigten, mehr oder min-
in d. Niiturgoscb. d. iiied. Thierc währ. d. Jahre 187G— 1879. 615
der zahlreichen kleinen Bläschen besetzt, die sich bei
näherer Untersuchung als Cysticercoiden mit eingezogenem
(nicht eingestülptem) Kopfe ergeben. Insoweit den meisten
übrigen Cysticercoiden der Wirbellosen verwandt, erschei-
nen dieselben doch dadurch sehr auffallend, dass sie die
Fähigkeit einer Prolification besitzen, ähnlich, wie wir das
bei Coenurus, Echinococcus oder dem Mecznikoff 'sehen
Cyst. lumbrici (J. B. 1868. S. 314), einer Form, die dem
Verf. unbekannt geblieben zu sein scheint, antreffen. Die
Blasen treiben am hinteren Ende einen Zapfen, der zu
einem neuen Blasenkörper wird und bei einer bestimmten
Grösse am vordem Segmente einen neuen Kopf bildet.
Durch mehrfach wiederholte Prolification entstehen nun
allmählich aus einem ursprünglich einfachen Blasenwurm
die oben erwähnten Gruppen, die je eine einzige zusam-
menhängende Colonie bilden. Verf. bezeichnet seine Wür-
mer in diesem Zustande als Staphylocystis — analog
der Bezeichnung Coenurus und Echinococcus — und unter-
scheidet davon zwei Arten, St. hiliarius mit 13 — 15 Haken
und St. micracanfhiis mit 20—23, Formen, die beide, wie
Hakenbewaffuung und Kopfbildung ausser Zweifel stellt,
im Darmkanale der Spitzmäuse zu einem gegliederten Band-
wurm auswachseu. St. micracanthus wird zu der Taenia
pistillum, und St. biliarius zu einer Form, die den kaum
von einander verschiedenen T. scutigera und T. scalaris
sehr nahe steht. Villot, migratious et metamorphose des
Taenias des musaraignes (Annal. des sc. 1879. T. VIII.
Art. 5, 19 Seiten, Tab. 11, in vorläufiger Mittheilung Cpt.
rend. T. 86. p. 971). Die der vorläufigen Mittheilung bei-
gefügte Vermuthung, dass die Embryonen der betreffenden
Bandwürmer nach Entleerung der Eier aus ihrer Schale
hervorbrächen und eine Zeit lang- frei in der feuchten
Erde lebten, darf wohl bis zur etwaigen spätem Begrün-
dung unbeachtet bleiben.
Nach einer Mittheilung Marc hi's entwickelt sich der
Strobilazustand des von ihm bei Ascalabotes beschriebenen
Cysticercus bei Strix noctua. Rev. scientif. T. XV. p. 306.
In Cyclops brevicornis $ des Bodensees fand Grub er
(„ein neuer Cestodenwirth",zoolog. Anzeiger Th. I. S. 74, 75)
616 Leuokart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
nicht selten oberhalb des Darmes eine langgestreckte junge
Taenie ohne Hakenkranz, vielleicht der Jugendzustand der
T. torulosa. Die Saugnäpfe waren stets dem Kopfende
des Wirthes zugekehrt und immer frei nach Aussen zu ge-
legen. Ausser den entwickelten Würmern kamen auch
frühere Stadien zur Beobachtung, „alle möglichen Alters-
stufen vom winzigen, nur unter dem Microscope sichtbaren
formlosen Klümpchen bis zu einem auch mit blossem Auge
wahrnehmbaren, circa 1 mm langen, mit Saugnäpfen, Cuti-
cula und Kalkkörperchen versehenen Wurm".
Die Vermuthung Turne r's (Nature T. XV. 1877. Febr.
15), dass die Bandwürmer der „herbivoren" Ratten keinen
Blasenwurmzustand zu durchlaufen brauchten, wird durch
einen Hinweis auf die von Knoch vertretene Ansicht von
der directen Entwicklung der Bothriocephalen gestützt.
Perroncito beschreibt drei neue Bandwürmer aus
dem Darmkanal des Rindes: Taenia glohipimdata, T. ovi-
punctata und T. centriptmctata, die nicht Mos wegen ihres
Vorkommens in einem vielfach durchforschten Hausthiere,
sondern auch desshalb von Interesse sind, weil ihre An-
wesenheit constant mit Reizzuständen und andern Verände-
rungen der Darmhaut Hand in Hand geht. Sie gehören
alle drei zu den grösseren Formen mit ansehnlichem Kopfe,
ohne Waffen. Die Saugnäpfe sind durch kräftige Entwick-
lung ausgezeichnet, und die Fori alternirend an den Seiten-
rändern der Proglottiden angebracht. Die beiden ersten
Arten sind jederseits mit einem rundlichen Uterus ver-
sehen, neben dem nach dem Rande hin 5 — 6 kuglige
Hoden gelegen sind. Die vier Längskanäle lassen sich
durch den ganzen Wurm hindurch verfolgen. Der Kopf
von T. centripunctata besitzt die beträchtliche Grösse von
2 mm. Sopra alcune specie di tenie delle pecore, Pisa
1874. 19 Seiten mit einer Tafel.
Später fügt derselbe (Archiv für Naturgesch. 1877.
Th. I. S. 235—237. Tab. XVI) diesen dreien Formen noch
eine vierte mit Taenia expansa und T. denticulata ver-
wandte neue Art hinzu: T. alba, die in Italien sehr häufig
ist und gelegentlich auch bei den Schafen vorkommt. Die
Eier sind von kubischer Form und tragen im Innern der
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jabre 1876—1879. 617
Aussenschale zwei fadenförmige Fortsätze, von denen der
eine schliesslich in einen ankerartigen Haftapparat aus-
läuft Moniez findet die T. alba auch in Frankreich und
erwähnt neben ihr noch zweier anderer verwandter For-
men, der T. Vogti und T. Benedeni, die bei einer spätem
Grelegenheit ausführlich beschrieben werden sollen. Notes
sur deux especes nouvelles de Taeuias inermes, Bullet,
scient. depart. du Nord IL Aunee. p. 163.
Eine gleichfalls hakenlose neue Form, die Moniez
häufig bei den Schafen fand, wird als T. Giardi beschrie-
ben (Cpt. rend. 1879. T. 88. p. 1094). Sie ähnelt in Kör-
perform und Aussehen der T. denticulata, unterscheidet
sich aber vornehmlich dadurch, dass die Eier zu 6 — 10 in
eine faserige Schale eingeschlossen sind.
Auch Rivolta berichtet nach einem leider kopflosen
Exemplare über einen im Schafe gefundenen neuen Band-
wurm, T. ovilla (Giorn. anat., physiol. e patholog. degli
animali Pisa 1878. Fase. VI. p. 302—308 mit Abbild.).
Derselbe misst etwa l'/2m und hat manche Aehnlichkeit
mit T. expansa und T. denticulata, unterscheidet sich je-
doch leicht durch die Einfachheit seiner Geschlechtsöffnun-
gen. Die Geschlechtsorgane gestatteten eine ziemlich be-
friedigende Analyse.
Bei Taenia expansa fand Moniez mehrfach (Bull,
scient. Dep. Nord. Annee IL Sp. 5/6) eine Unmasse kleiner
Panhistophytonartiger Parasiten (Psorospermien Mon.), die
das ganze Parenchym durchsetzten, bei den gleichzeitig
vorhandenen Exemplaren von T. expansa aber fehlten.
V. L instow beschreibt die bei unsern Ratten und
Feldmäusen vorkommenden hakenlosen Taenien (T. ompha-
lodes Herm., T. inermis n. sp., T. diminuta Rud.) und er-
klärt den Cysticercus dithyridium .Dies, unserer Eidechsen
für die muthmaassliche Jugendform der T. inermis. Arch.
für Naturgesch. 1878. Th. I. S. 219—223.
Krabbe bearbeitet die von Fedschenko während
seiner Reise in Turkestan gesammelten Cestoden und be-
schreibt die neuen Arten (Abhandlungen der ksl. Gesell-
schaft naturf. Freunde in Moskau 1879. T. XXIV. 19 Seiten
in Quart mit 88 Holzschnitten. Russisch.). Es sind im Gan-
618 Leuckart: Bericht üb. d. wissenscbaftliclion LeistuDgen
zen 44 Arten, von denen 11 bei Säugetbieren, die grosse
Mehrzahl (29) bei Vögeln gefunden wurden. Sie gehören
fast sämmtlich dem Gen. Taenia an und sind vielfach die-
selben, die auch bei uns vorkommen. Vor Allem gilt das
für die Bandwürmer des Menschen und der Hausthiere,
unter denen wir keine einzige neue Art vorfinden. Als
solche beschreibt Verf. Taenia transversaria aus Arctomys
marmota, T. innominata aus Scolopax gallinago, T. obve-
lata aus Pterocles alchata, T. petrocinclae, T. polyarthra
aus Cinclus aquaticus, T. intricata aus üpupa epops, T.
planirostris aus Alauda sp., T. orientalis aus Saxicola
oenanthe, T. praecox aus Ruthicilla erythrogastra, T. dehi-
scens aus Cinclus aquaticus, T. caprimulgi, T. mastigophora
aus Milvus melanotus, T. truncata aus Agama sanguino-
lenta, T. pseuäopodis. Andere bekannte Arten werden nach
Kopfbildung und Geschlechtsorganen besser characteri-
sirt, hier und da auch in Betreff ihrer Syuonymie richtig
gestellt.
Friedberg er beobachtet (Ztschft. f. Veterinär- Wis-
senschaft 1877. S. 98 ff.) eine „Bandwurmseuche unter den
Fasanen''. Die Würmer messen 16 — 20 cm und besitzen
an dem kleinen Kopfe zwei Reihen von je 75 Haken von
0,0122 mm. Sie gehören in die von T. cesticillus reprä-
sentirte Gruppe mit bewaffneten Saugnäpfen, dürften aber
— der Hakenform nach — neu sein.
Ramsay Wright findet in der Nordamerikanischen
Rana halecina eine Taenie, die er für die T. dispar Göze
hält, obwohl die eine reife Proglottide, welche zur Beob-
achtung kam, nur 2—3 Eierballen mit je etwa 6 oder 7
Embryonen enthielt. Contributions to american helmintho-
logy a. a. 0. S. 20.
Unter den von v. L i n stow beobachteten und beschrie-
benen Helminthen sind von neuen Taenien hervorzuheben:
Taenia ovalacinata aus Hirudo urbica, T. cyclops aus Core-
gonus maraena, T. macracantlms aus Taenia clangula (Arch.
für Naturgesch. 1877. Th. L S. 16—18). Weiter T. lepto-
dera aus Astur nisus, T. poculifera aus Fulica atra nn. sp.
(ebend. 1879. S. 186), schliesslich noch Taenia oäocoronata
aus dem^ Darm von Myopotamus coypus, T stdcata aus
in d. Nat\irgoscb. d. uied. Thierc währ. d. Jahre 187G— 1879. 619
Darm von Myoxus g-lis, T. riuäolphiana aus Darm von
Loxia rcciUTirostra und T. hreviceps aus Darm von Fringilla
montaua (Würtemberg-. Jalireshefte 1879. S. 338-340).
Taenia tauricollis n. sp. aus Rhea americana, Cliap-
man, Proceed. Acad. Philad. 1876. p. 14.
Wie es sieb mit dem Bandwurm verbält, den Leidy
nacb einer Mittbeilung des Montbly microsc. Journ. 1877.
T. XVII. p. 302) der Akademie von Pbiladelpbia aus einer
grossen Gurke vorgelegt baben soll, dürfen wir wobl da-
bin gestellt sein lassen, bis Näberes darüber vorliegt. Es
soll ein gescblechtsreifes Tbier und eina bis dabin unbe-
kannte Art gewesen sein.
Als Scolex petromysi )i. beschreibt v. Linstow (Arcb.
für Naturgescb. 1879. Tb. I. S. 187) einen frei im Darme
von Petromyzon fluviatilis lebenden Jugendlieben Cestoden
mit 9 Saugnäpfen, einem im Centrum und je zweien dicbt
bei einander stehenden an den vier Ecken.
Braun beschreibt (Arbeiten aus dem zoolog.-zootom.
Institute zu Würzburg 1878. Bd. IV. S. 297—303. Tab. XVI)
aus dem Darme von Rhinobatus granulosus, einer in den
ostindischen Meeren lebenden Rochenart, „zwei neue Band-
würmer", von denen namentlich der erstere von unser m
Verf. genauer untersucht wurde. Derselbe cbarakterisirt
sich besonders durch den Besitz von 16 strahlenförmig
angeordneten Tentakeln, die dem Körperende anhängen,
wie die Tentakel einem Polypenkörper, und einzeln jn die
Schlauchdrüsen des Darmes eingesenkt sind. Im Innern
enthält der Kopf einen nach aussen offnen halbkugel-
förmigen Körper, den man seiner Lage nacb für einen
Stirnsaugnapf halten könnte, obwohl unser Verf. ihn als
einen Drüsenkörper in Ansprucb genommen hat. Weiter
hinten findet man auch eine Anzahl kleiner Saugnäpfe
ohne irgendwelche Bew^affuung, wahrscheinlich acht, die
in zwei Reihen stehen. Die Bildung der Geschlechtsorgane
Hess sich nicht feststellen. Bei der zweiten weit seltneren
Art besteht der Kopf (0,8 mm lang) aus einer ovalen in
zwei Hälften geschiedenen Scheibe, welche an ihrer Peri-
pherie eine grosse Anzahl seichter Einkerbungen besitzt.
Der Hals beginnt breit, verjüngt sich und geht sehr all-
620 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
mählich in die Proglottiden über, die am hintersten Ende
der Colonie, wie bei der ersten Art, tonnenförmig sind,
jedoch nur eine sehr grosse Blase enthalten, an der mit-
unter ein kleiner Stiel hängt. Um dieselbe erkennt man
eine dickere mehr braune Masse. Für die erstere Art, die
keinem der bekannten Genera sich anschliesst, schlägt
Verf. den Namen Folypocephalus radiatus vor mit fol-
gender Genusdiagnose.
Folypocephalus n. gan. Kopf halbkugeh^örnjig, vorn mit
einer viereckigen Platte und einem mi-skulösen Ring, von dem aus
eine grosse Zahl von einfachen hohlen Tentakeln ausgehen, im Cen-
trum des Kopfes ein Hohlraum, der nach aussen sich öffnet und
mit kolbenförmigen, mit den Tentakeln in Verbindung stehenden
Körpern, wahrscheinlich Drüsen, erfüllt ist; an der Peripherie des
Kopfes vordere und hintere Saugnäpfe ; Proglottiden vorn etwas
platt, hinten tonnenförmig; Geschlechtstheile ?.
Das Gefässsystem von Soienophorus besteht nach
Perrier (Cpt. rend. T. 87. p. 1043—1045) aus sechs Längs-
stämmen, von denen aber nur die zwei innern „w^ie bei
allen Cestoden am vordem Ende der Glieder" durch eine
Queranastomose verbunden sind, während die vier an-
dern im Kopfe, und nur hier, mittels eines Gefässnetzes
direct unter sich in Verbindung stehen. Ausser diesen
grössern Gefässen findet sich übrigens dicht unterhalb der
Hautdecke noch ein zweites System feiner Gefässe, die zu
einem engen Netzwerke vereinigt sind und am Hinterende
eines .jeden Segmentes mit den äusseren Längsstämmen
durch Hülfe eines verästelten Seitenzweiges in Verbindung
treten. Ebenso verhält sich auch, wie Verf. hinzufügt,
der Gefässapparat von Duthiersia.
Unter dem Titel „sova una specie del genere Soie-
nophorus forse nuova trovata nel Python natalensis" be-
schreibt Carruccio (Mem. Accad. Modena 1879. T. XIX.
p. 205—231 mit 1 Tafel) eine durch Grösse und Kopfform
ausgezeichnete neue Art Bothridium {Sol, labiatus). Die
Angaben, welche Verf. über den innern Bau macht, sind
spärlich und unzureichend.
Hoek findet bei einem encystirten Tetrarhynchus-
Scolex aus dem Mesenterium des Kabljau auf dem ganzen
Körper einen Besatz von kurzen Stacheln, die am Schwanz-
in d. Naturgescli. d. nied. Thiere wälir. d. Jahre 1876—1879. 621
ende — wie bei allen Arten mit freiem Kopfzapfen — zu
ansehnliclicr Länge heranwachsen. Queranastomosen zwi-
schen den Längsgefässen fehlen, dafür aber bilden die-
selben im Vorderende unter den Saugnäpfen ein reich ver-
ästeltes Netzwerk. Auf dem Scheitel, vor den Sauggruben
und in deren Rändern münden die Gefässe mit zalilreichen
Oeffnungen nach aussen. Eine pulsirende Blase wurde
vergebens gesucht, dafür aber zeigte das Schwanzende
gelegentlich eine Einstülpung, die vermutblich als Blase
gedeutet wurde. In den Seitentheilen des Wurmes beob-
achtete Verf. mehrere Längsnervenstämme, von denen zwei
durch besondere Deutlichkeit sich auszeichneten. Zwischen
Wassergefässen und Rüsselwänden gehen von denselben
feine Aeste ab, die auch in den Saugnäpfen sich verbreiten.
Von einer Anastomose im vordem Kopfende ^kann keine
Rede sein^^ (?). An der Rüsselscheide soll ein wahres
Epithelium vorhanden sein. In der Blasenwand unter-
scheidet Verf unterhalb der Cuticula eine ungemein dünne
Schicht von Längs- und Querlasern und eine bindegewe-
bige Matrix, die aus isolirbaren Zellen besteht. Die Cen-
tralmasse wird von grossen Zellen durchsetzt, die vielleicht
mit dem „hy dropischen Zustande" des Blasenkörpers in
Verbindung zu bringen sind.
Leidy findet in den Eingeweiden von Remora eine
Anzahl von Kapseln, die einen cysticercoiden Tetrarhyn-
chus von ansehnlicher Grösse enthielten. Verf. hält den
Parasiten für unbeschrieben und bezeichnet ihn wegen
seines schlanken Halses als Tetrarhynchus tenuicaudaüis.
Proceed. Acad. nat. sc. Philadelphia 1878 Oct.
Donnadieu veröffentlicht „recherches pour servir ä
l'histoire des Tetrarhynches" (Lyon 1875, mit 12 Tafeln),
die Ref. jedoch bis auf den Titel unbekannt geblieben sind.
Die (russisch geschriebenen) Berichte der k?as. Ge-
sellschaft naturforschender Freunde in Moscau enthalten
(Bd. XXIII. 1877. p. 21—28 mit Holzschnitten) eine Ab-
handlung von Zograff über den Bau des Kopfes bei den
Bothriocephalen, und zwar auf Grund von Untersuchungen,
die mit Hülfe der Schnittmethode an zahlreichen Arten be-
sonders des Gen. Bothriocephalus angestellt sind. Dabei
622 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
ergiebt sich das Resultat, dass die Kopfmuskeln aller dieser
Würmer, wie das für Triaenopliorus schon früher vom Verf. her-
vorg-ehoben ist, auf die Muskelzüge des übrigen Körpers sich
zurückführen lassen. Selbst die Muskeln der Sauggruben
machen in diescrHinsicht keine Ausnahme. Sie repräsentiren
keinen besondern, selbstständig begrenzten Apparat, wie
bei den Taeniaden (und auch, wie Eef. hinzufügt, den Tetra-
rhynchen), sondern Theile des gesammten Systemes, die
nur insofern abweichen, als sie den specifischen Functionen
der Haftorgane sich anpassten. Es sind vornehmlich die
Längs- und Querfaserzüge, die — bei den einzelnen Arten
allerdings mit mancherlei Mod.ificationen — in die Musku-
latur des Kopfes eingehen. Die erstem, welche bekannt-
lich der Rindenschicht angehören und unter den äussern
Körperbedeckungen zu einer sonst zusammenhängenden
Schicht vereinigt sind, lösen sich am hintern Rande der
Sauggruben, beim Uebergange also in den Kopf, in vier
Stränge auf, welche einzeln in die Lippenränder eintreten
und diese in ganzer Länge bis zum vordem Kopfende
durchziehen, w^o sie sich wieder zu einer gemeinschaft-
lichen Masse, die Verf. dem Rostellum vergleicht, obwohl
dieses doch seine eigne Begrenzung hat, vereinigen. Wie
die Längsmuskeln, so zerfallen auch die Rings- oder Quer-
muskeln des Körpers im Kopfe in vier isolirte Faserzüge,
die in diagonaler Richtung je zwischen dem Grunde der
Sauggruben und der anliegenden Kopffläche ausgespannt
sind und offenbar dazu dienen, den Innenraum der Saug-
gruben zu erweitern. Vor und hinter den Sauggruben
sieht man die Züge wieder zu einer gemeinschaftlichen
Masse zusammentreten; die Auflösung ist offenbar nur durch
die stark in die Tiefe greifenden Gruben bedingt worden.
Die Fasern der Muskelschicht haben für die Bildung und
die Function des Kopfes eine offenbar nur geringe Bedeu-
tung und besitzen auch im Ganzen eine nur schwache Ent-
wicklung. Sie dürften, da sie vorzugsweise in Richtung
sowohl des frontalen, wie des sagittalen Durchmessers ver-
laufen, auf Querschnitten also rechtwinklig sich kreuzen,
vornehmlich die Streckung des Kopfes vermitteln.
Grassi beobachtet in Mailand binnen vier Monaten
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 623
fünf Fälle von Botliriocephaliis latus, von denen vier auto-
cliton waren, der fünfte verniiithlicli ans Lngano stammte.
Auch beim Hund und der Katze soll (nach Generali und
Ercolani) der Bandwurm in Italien nicht selten sein.
Der Versuch, den Bandwurm durch Verschlucken reifer
Eier in sich seihst zu erzeugen, hatte ein negatives Re-
sultat, ganz wie in den von mir mitgetheilten Fällen. Ga-
zetta med. Ital. Lomb. 1879. Nr. 16.
Auch Ref. hat bei seinen Züchtungsversuchen bisher
nur negative Resultate erhalten. Und doch hat er nicht
bloss mit reifen Eiern, sondern auch mit schwärmenden
Embryonen experimentirt, schliesslich an nicht weniger
als acht Personen. Auch die Infection eines Forellenbaches
hat sich als fruchtlos erwiesen. Parasiten des Menschen
1876. Bd. IL Nachträge S. 867.
Albini findet an dem Bruchstücke eines Bothrioce-
phalus latus ein gespaltenes resp. doppeltes Endglied ~
eine Monstrosität offenbar, wie sie schon öfters beobachtet
und abgebildet ist. Rencond. Accad. reale di Napoli 1879.
Fase. II u. III.
In Bezug auf das Vorkommen des Bothriocephalus
latus in Dorpat ist die Notiz von Interesse, dass Szyd-
lowski (Beiträge zur Microscopie der Faeces, Inaug.-Dis-
sert. Dorpat 1879. S. 51) dessen Eier in etwa 10 Proc. der
untersuchten Stühle fand.
Den sonst für uns ziemlich irrelevanten „Note elmin-
tologiche" von Generali (Archivio med. veterin. Miland
1878. Anno III. Fase. 3) entnehmen wir die Thatsache,
däss die Helminthensammluug der Thierarzneischule in
Mailand zwei Bothriocephalen vom Hund besitzt, von denen
der eine bis auf die Grösse seiner reifen Glieder mit dem
von Ercolani beschriebenen Bothrioc. canis übereinstimmt,
der andere aber mehr an B. fuscus Kr. sich anschliessen soll.
Als Bothriocephalus Osmeri und Bothrioceph. lanceo-
latiis beschreibt v. Linstow (Arch. für Naturgesch. 1878.
Th. I. S. 218) zwei Bothriocephaluslarven, von denen die
erste eingekapselt im Peritonaeum von Osmerus eperlanus,
die andere sowohl in Cysten der Leber, wie frei im Darme
von Gadus callarius lebt.
624 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
In den Pylovialanhängen der Lachse fand Moniez
einige Exemplare eines neuen Bothriocephaliden mit haken-
losem Kopfe, lateralem Geschlechtsporus und ventraler Ute-
rusöffnung, eine Form, die Verf. für neu hält und mit dem
Genusnamen Leuchartia bezeichnet, obwohl die gleiche
Bildung der Geschlechtsöffnungen auch andern Bothrio-
cephalusformen zukommt. (Note preliminaire sur les Bo-
thriocephalus et sur un nouveau type du groupe des Cesto-
des, les Leuckartia, Bullet, scient. Dep. du Nord Annee
II. p. 67—79). Die innere Organisation ist nach der Dar-
stellung des Verf.'s — und ähnlich schildert er es auch
bei andern Bothriocephaliden, besonders Ligula — sehr
abweichend von der bei uns üblichen Auffassung. Ein
Eierstock soll fehlen; es sollen sich die Eier an Ort und
Stelle aus den hier in den Parenchymmaschen vorhandenen
Zellen entwickeln und erst nachträglich eine Art Uterus
aushöhlen, nachdem sie von den Zellen des Dotterstockes
umhüllt und in eine Schale eingeschlossen sind. Abwei-
chend von den übrigen Bothriocephaliden soll dieser Dotter-
stock bei Leuckartia aber nicht den peripherischen Körper-
schichten angehören, sondern hinter der Eiermasse in der
Mittelschicht gelegen sein. Die Sommer'schen Stränge, in
denen Verf. vordem (bei den Taenien) verödete Längs-
kanäle sah, werden als Nerven gedeutet.
Eine Epizootie unter den Fischen der Etangs de la
Bresse, in Folge deren Hunderttausende von Schleihen und
andern Cyprinen in den letzten 7—8 Jahren zu Grunde
gingen, hat Gelegenheit gegeben, die Lebensgeschichte der
Riemenwürmer, die diese Krankheit bedingten, genauer,
als das bisher geschehen konnte, experimentell zu ver-
folgen.
Die ersten Mittheilungen darüber erhielten wir durch
Duchamp, der (Ann. des scienc. natur. 1876. T. IV. Art.
Nr. 4, 3 Seiten, note sur le developpemcnt des Ligules)
durch Verfütterung der Ligula simplicissima an Enten nicht
bloss deren Uebergang in den geschlechtsreifen Zustand
(Ligula sparsa) ausser Zweifel setzte, sondern weiter auch
die Ueberzeugung gewann, dass die Würmer schon nach
24 Stunden in ihrem neuen Wirthe zur vollen Geschlechts-
in d. Naturgesch. d. nied, Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 625
reife gelangten, aber dafür auch schon nach wenigen Tagen
wieder zu Grunde gingen. Die Embryonalentwicklung
nimmt einen Zeitraum von sechs Wochen in Anspruch.
Einer nacliträglichen Beobachtung zufolge (Cpt. rend.
1878. T. 86. p. 498, Ann. des sc. nat. 1878. T. VIT. Art.
Nr. 7) tritt die Geschlechtsentwicklung der Ligula auch
dann ein, wenn man dieselbe in die Leibeshöhle des
Hundes überträgt. Selbst einzelne Stücke des Wurmes
entwickeln sich zu voller Geschlechtsreife, so dass man
kaum umhin kann, anzunehmen, dass es vornehmlich die
Wärme sei, welche die geschlechtliche Entwicklung be-
dinge.
Verf. verspricht, seine Beobachtungen ausführlich zur
Veröffentlichung zu bringen, doch ist Ref. unbekannt, ob
das inzwischen geschehen. Dafür aber findet er in den
„contributions ä l'histoire de la Ligule" (Journ. Anat. et
Physiol. 1877. p. 321-365, p. 450-497, mit Abbild., in
vorläufiger Mittheilung Arch. de Zool. exper. T. V. p. LXIII)
eine eingehende Darstellung der Lebensgeschichte unserer
Würmer von Donn adieu, der dieselben gleichfalls auf
experimentellem Wege verfolgt hat, und zwar mit einem
Material, das auch er der oben erwähnten Epizootie ver-
dankte.
In der vorausgeschickten historischen Einleitung fehlt
sonderbarer Weise ein Hinweis auf Abildgaard, durch
dessen Fütterungsversuche schon vor hundert Jahren der
Uebergang der ßiemenwürmer aus den Fischen in die
Wasservögel nachgewiesen ist. Erst im Jahre 1876 lässt
Verf Lortet (Revue scientifique) derartige Experimente an-
stellen und dabei die Beobachtung machen, dass die Ge-
schlechtsentwicklung der Würmer schon in kürzester Frist
nach der Verfütterung eintrete. ^Wie wir übrigens nach-
träglich durch eine Notiz in dem Journ. Anat. et Physiol.
1877. p. 656 erfahren, hat Lortet gar keine derartigen
Versuche gemacht, sondern nur über die oben angezogenen
Experimente Duchamp's Bericht erstattet. Statt Lortet
ist also Duchamp zu setzen, auf den Verf. freilich nicht
gut zu sprechen ist.) Die Embryonalentwicklung geschieht
in Wasser von 15 — 20" C. binnen 5 Wochen, in solchem
626 Leuckart: Bericht üb. d. wissenscliaftlichen Leistungen
von 20 — 30 0 C. aber schon in 8 Tagen, während bei nie-
driger Temperatur darüber Monate vergehen. Durch Aus-
trocknen geht die Keimkraft verloren. Der Embryo soll
unterhalb seines Mantels, wie im Innern, zahlreiche Kalk-
körperchen (? Ref.) enthalten und nur kurze Flimmerhaare
besitzen, ein Umstand, der Verf. Veranlassung giebt, meine
Augabe, dass diese Haare bei den Embryonen von Bo-
thriocephalus latus durch beträchtliche Länge sich aus-
zeichneten, — unnöthiger Weise — in Zweifel zu ziehen.
In der Regel wird diese Flimmerhaut bald nach dem Aus-
schlüpfen abgestreift, doch kommen auch Fälle vor, in
denen solches erst nach mehreren Tagen geschieht, wäh-
rend deren der Embryo dann an der Oberfläche des Wassers
schwimmend zubringt. In Wasser von 12— 18^ C. bleibt der-
selbe 10 Tage hindurch am Leben. Höhere und niedrigere
Temperaturen erweisen sich weniger zuträglich, indem die
jungen Thiere bei 30« schon nach vier Tagen, bei 5« be-
reits nach 1—2 Tagen absterbeu. In der Trichoda globu-
laris 0. Fr. Müll, glaubt Verf. solche frei lebende Embryo-
nen wiederzuerkennen. Die Infection geschieht dadurch,
dass die Fische diese infusorienartigen Embryonen ver-
schlucken, nicht aber von der Haut aus, wie Verf. durch
seine Experimente feststellt. Unentwickelte Eier werden
von den Fischen verdauet. Von dem Darme aus gelangt
nun der junge Parasit in die Leibeshöhle, in welcher er di-
rect in eine Ligula auswächst, indem sein Körper sich in
die Länge streckt und durch Entwicklung der Sauggruben,
wie durch Auftreten einer Segmentirung noch weiter sich
verändert. Freilich muss bei dieser Gelegenheit bemerkt
werden, dass die ersten Phasen dieser Metamorphose vom
Verf. nicht direct beobachtet wurden. Anfangs ist die
Segmentirung sehr deutlich, später aber, wenn die Glieder
an Menge zunehmen, verwischt sie sich mehr. Man findet
gelegentlich Fische, die mehr als 20 Riemenwürmer beher-
bergen, alle frei zwischen den Darmwindungen gelegen. Die
Berührung mit den Darmwänden erzeugt eine chronische
Enteritis, in deren Verlaufe sich die Eingeweide mit einer
Granulationsschicht bedecken, deren Körnchenzellen von
den Parasiten gefressen werden sollen. In diesem Jugend-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 627
zustande verleben die Würmer nun eine lange Zeit, bis
sie gegen Ende des zweiten Jahres ihre volle Entwick-
lung erreichen. Nicht selten breclien sie dann nach
aussen durch, aber häufiger noch sterben sie vorher ab,
was meist den Tod des Trägers zur Folge hat. Der
Durchbruch geschieht in der Regel neben dem After, wo
sich die Leibeswand blasenartig erhebt und alimählich ex-
coriirt. Nach dem Durch bruche leben die Würmer noch
eine Woche und länger im Wasser. Sie werden in diesem
Zustande sowohl von Fischen, wie Wasservögeln mit Be-
gierde gefressen, aber in der Regel geschieht die Ueber-
tragung in den definitiven Wirth schon früher, so lange
die Parasiten noch in ihrem Zwischenträger verweilen.
Aus diesem Grunde trifft man die geschlechtsreifen Riemen-
würmer auch vornehmlich in solchen Yögeln, die sich
von grösseren Fischen ernähren, seltener in Enten, die nur
kleine Fische verzehren, trotzdem aber für die experimen-
telle Zucht vortrefflich sich eignen. Im Freien entwickeln
sich die Würmer niemals zur Geschlechtsreife, auch nicht
in grösserer Wärme, die sie schon nach einiger Zeit
zum Absterben bringt. Ebenso gehen übrigens auch die
kleinern Würmer (bis 8 und 10 cm) im Vogeldarme zu
Grunde, wenn sie ihn nicht, was mitunter geschieht, rasch
wieder verlassen. Grössere Exemplare — auch Bruch-
stücke von solchen — sieht mau schon 24 Stunden nach
der Uebertragung in voller Eientwicklung. Zwölf Stunden
später werden die Eier in den Fäces der Wohnthiere ge-
funden. Sie sind theils von den Würmern abgelegt, theils
auch durch die allmählich beginnende und immer mehr
nach vorn vorschreitende Verdauung des Wurmkörpers frei
geworden. Bisweilen gehen die reifen Würmer auch in
toto ab, worauf sie ihre Eier dann im Freien ablegen. In
der Regel sind die Würmer aber schon drittehalb Tage nach
der Fütterung wieder verschw^unden. Dass die geschlechts-
reifen Thiere laug gestreckt und schmal sind, in ihrer
äussern Erscheinung sich also auffallend von den Fisch-
würmern unterscheiden, ist bekannt. — So interessant und
überzeugend die Experimentalbeobachtungen des Verf's
sind, die wir ihren wesentlichen Resultaten nach hier re-
ArcMv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. QQ
628 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclien Leistungen
producirt haben, so ungenügend und grossentheils falsch
ist das, was er in Betreff der Anatomie seiner Würmer,
der Jugendformen sowohl, wie der Geschlechtsthiere, an-
giebt. Das so leicht und schön bei denselben nachweis-
bare Nervensystem wird in Abrede gestellt; die Seitenge-
fässe mit ihren Queranastomosen werden zu einem strick-
leiterförmigen Darmapparate gemacht, der durch die Saug-
gruben nach aussen münde und mit einem zarten Gefäss-
netze communicire, welches unter der Haut sich ausbreite.
Begattungsorgane, Cirrus sowohl, wie Vagina, sollen auch
im entwickelten Zustande fehlen. Als Uterus fungire ein
kugliger Hohlraum, der nach aussen führe und jederseits
ausser einem Vas deferens zwei kanalförmige Ovarien auf-
nehme. Der Samen soll aus den Hoden durch Vermittlung
eines areolären Gewebes in die Verästelungen des Vas de-
ferens übertreten. Im Gegensatze zu allen diesen Angaben
kann Ref., der den Bau der Ligula genau kennt, versichern,
dass die Organisation, und besonders auch die der Ge-
schlechtsorgane, im Wesentlichen mit den Verhältnissen
des Gen. Bothriocephalus übereinstimmt. Zum Schlüsse
spricht Verf. dahin sich aus, dass die Riemenwürmer (so-
gar mit Einschluss von Schistocephalus) nur eine einzige
Art repräsentirten, die dem Genus Dibothrium zugehöre und
am passendsten als D. ligula bezeichnet werde.
Zograph veröffentlicht in den schon oben angezoge-
nen Berichten der kaisl. Gesellschaft naturforschender
Freunde in Moskau (p. 4—20. Tab. I — IV) eine Darstel-
lung vom Bau des Triaenophorus nodulosus,. in der na-
mentlich auch die Geschlechtsorgane gebührende Berück-
sichtigung finden. Wir ersehen aus derselben, dass unser
Wurm ausser den beiden randständigen Oeffnungen für
Cirrus und Vagina noch eine flächenständige Uterusöffnung
besitzt, wie das nach Analogie mit Bothriocephalus auch
schon von vorn herein zu vermuthen war. Der Uterus
selbst ist kurz und weit, von birn- oder zwiebeiförmiger
Gestalt, aber mit einem langen, knäuelartig gewunde-
nen Eileiter in Zusammenhang, der seinerseits in die ver-
längerte Vagina übergeht. In dieselbe Verlängerung öffnen
sich die Ausführungsgänge eines zweilappigen Ovariums
in d. Naturgesch. d, nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 629
und der durch die ganze Rindenschicht verbreiteten Dotter-
stöcke. Eine Schalcndritse fehlt (?), so dass die Eier ihre
harte Schale in dem Eileiter selbst erhalten. Das Recepta-
culum seminis ist vorhandei], von vanBeneden aber irr-
thümlicher Weise als ein Theil des männlichen Apparates
beschrieben. Die Entwicklung der Genitalien zeigt eine
grosse Uebereinstimmuug mit dem Verhalten, das durch
mich und Sommer von den grossgliedrigen Taenien des
Menschen bekannt geworden ist. Sie knüpft an einen
Zellenhaufen an, der sich nach einiger Zeit in einen que-
ren, nach rechts oder links gegen die eine Seitenkante
gerichteten Streifen fortsetzt. Dieser Streifen ist die ge-
meinschaftliche Anlage der Vagina und des Cirrus, wäh-
rend der central gelegene kuglige Theil zu dem Ovarium
zu werden bestimmt ist. Der Uterus nimmt seinen Ur-
sprung aus einer besondern Zellengruppe, die vor dem
Ovarium gelegen ist, aber erst später sich bildet und in
einen anfangs ziemlich gestreckten Kanal aus wächst, der
schliesslich mit dem Ovarium und der allmählich von dem
männlichen Leitungsapparate abgetrennten Vagina in Ver-
bindung tritt. Gleichzeitig mit dem ersten Auftreten des
Uterus bemerkt man in der ganzen Masse des Innenparen-
chyms die Anlagen der Hoden in Form zahlreicher kleiner
kugeliger Zellenhaufeu. Am spätesten bilden sich die Ei-
weissdrüsen und die UterusöiFnung, die nur bei ganz reifen
Gliedern vorhanden ist, bei Jüngern aber noch durch eine
dünne Cuticularschicht überdeckt wird. Die Zotten und
Haare, welche der Aussenfläche von Triaenophorus u. a.
Bothriocephalen aufsitzen, sind nach Ref. die Producte
eines Zerfalles der äusseren Cuticularschicht. Die Bildung
des Kopfes, die hier zum ersten Male von einem Bothrio-
cephaliden beschrieben wird, ist von- der der Taenien ausser-
ordentlich verschieden und auch insofern weit einfacher,
als bei den letztern, als die Muskulatur derselben kaum
mehr als eine Modiiication der übrigen Körpermuskulatur
darstellt. Am Vorderende des Kopfes gehen die sog. Som-
mer'schen Stränge schlingenförmig in einander über, wie
das noch deutlicher bei Bothriocephalus proboscideus
constatirt werden konnte. (Ein kurzer Bericht über die
630 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
hier angezogene russisch geschriebene Abhandlung ist nach
einem in der fünften Versammlung der russischen Natur-
forscher vom Verf. über seine Untersuchungen gehaltenen
Vortrage von Hoyer in dem 28. Bande der Zeitschrift für
wissensch. Zool. S. 393 veröffentlicht w^orden.)
Nach den Untersuchungen des Referenten ist der von
Ratzel einst in der Leibeshöhle von Saenuris aufgefundene
cercarienförmige Cestode (Jahresb. 1868. S. 311) nicht, wie
man früher vermuthen konnte, ein jugendlicher Caryophyl-
laeus, sondern eine selbstständige Art, die als sechshakiger
Embryo in ihren Träger einwandert und daselbst zur Ge-
schlechtsreife kommt, ohne ihre Larven-, resp. Ammen-
attribute (den schwanzförmigen Kopfbildner mit den Em-
bryonalhaken) abzulegen. Mit Rücksicht auf das Interesse,
welches dieser Wurm für die Frage nach der Phylogenie
der Cestoden besitzt, schlägt Verf. für ihn den Genusnamen
Ärchigetes (Ä. Sieholdi) vor. Seiner systematischen Stel-
lung nach gehört der Wurm zu der Familie der Caryo-
phyllaeen, in der er aber nicht blos durch die Persisten»
des embryonalen Schwanzanhanges, sondern auch durch
Anwesenheit zweier fläehenständiger kräftiger Sauggruben
eine selbstständige Stellung einnimmt. „Ärchigetes Sie-
boldi, eine geschlechtsreife Cestodenamme, mit Bemerkun-
gen über die Entwicklungsgeschichte der Bandwürmer^',
Ztschft. für wissenschaftl. Zoologie. Bd. XXX. Supplem.
S. 593—606.
Grimm bemerkt in seiner Fauna des kaspischen
Meeres (p. 101), dass er bei Amphiline foliacea neuerdings
im Saugnapfe einen rüsselförmigen Anhang gefunden habe,
der vermuthlich dasselbe Organ sei, welches er früher als
Penis gedeutet habe. Was er als Hinterende beschrieben
habe, sei demnach das vordere. Bei der hiernach ver-
änderten Sachlage ist Verf. denn auch geneigt, Amphiline
jetzt den Cestoden zuzurechnen.
Turbellarii.
Jensen glaubt bei der Eintheilung und Gruppirung
der Turbellarien das Hauptgewicht auf die Bildung des
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 631
Verdauungsapparntes legen zu müssen. Demgemäss zerfällt
er die Klasse zunächst in die Gruppen der Acoela und
Coelata, und die letzteren dann weiter in die Aproeta und
Proctucha (= Rbyncliocoeli). Turbellaria ad littora Nor-
vegiae occidentalia. Bergen 1878. p. 22 ff.
Pharyiigocoeli. Geddes maclit die interessante Ent-
deckung, dass eine in Roseoff häufige grüne Planaria, wie
sich später herausstellte, Convoluta Schultzii Schm., unter
der Eiuwiriamg des Lichtes Gasperlen ausscheidet, die
sich bei chemischer Untersuchung fast zur Hälfte als Sauer-
stoff erwiesen. Unser Strudelwurm, und ebenso verhalten
sich vermuthlich auch die andern chlorophyllhaltigen
Thiere, hat also nach Pflanzenart die Fähigkeit Kohlen-
säure zu zerlegen und den dabei freigewordenen Kohlen-
stoff zu assimiliren — eine Fähigkeit also, die man bisher
ausschliesslich auf das Pflanzenreich beschränkt glaubte.
Der ersten Mittheilung über diese wichtige Thatsache
(Cptrend. P. 87. p. 1093— 1095 sur la function de la chlo-
rophylle chez les Planaires vertes) lässt Verf. später in den
Proceed. roy. Soc. Vol. 28. p. 449—457 eine mehr ein-
gehende Darstellung folgen, aus der wir weiter ersehen,
dass die Körpersubstanz unseres Thieres auch beträchtliche
Mengen von Stärkemehl enthält. Die Chlorophyllzellen
bilden eine unterhalb des peripherischen Muskelschlauches
hinziehende Schicht. Sie sind in ihrer gesammten Proto-
plasmamasse mit dem grünen Farbenstoffe imprägnirt, um-
schliessen daneben aber auch feine Stärkemehlkörnchen.
Die Flimmerzellen der Epidermis sieht man oftmals amö-
boid sich bewegen und ihre Cilien in Pseudopodien um-
wandeln. Samenfäden und Eier entwickeln sich aus gewöhn-
lichen Mesodermzellen, die zunächst einem Theilungsprocesse
unterliegen und in den Metamorphoseuproducten ihrer Theil-
stücke dann die Zeugungsstoffe liefern. Andere Zellen des
Mesoderms umschliessen in ihrem Innern eine Anzahl Längs-
fibrillen, durch deren Hülfe sie nach dem Zerreissen des
Thieres in lebhaftem Rhythmus sich zusammenziehen. Da
solche Contractionen aber niemals im unverletzten Thiere
gesehen wurden, ist Verf. über die Natur der Zellen im
Unklaren geblieben. Er denkt selbst an die Möglichkeit,
632 Leuokart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
dass es sich dabei um Schmarotzerinforien handele. „Ob-
servations on the Physiology and Histology of Convoluta
Schultzii".
Mecznikoff bemerkt, dass er bereits vor Uli an in
in einer russischen Zeitschrift für sämmtliche von ihm in
Neapel gefundenen Convoluta-Arten die Abwesenheit eines
gesonderten Verdauungskanales constatirt habe, und neuer-
lich zu der Ueberzeugung gekommen sei, dass es auch
unter den mit einem solchen Organe versehenen Tur-
bellarien eine ganze Anzahl von Species gebe, die • ganz
nach Art der sog. Acoela ihre Nahrung verdauen d. h.
Hieselbe in das Innere ihrer Darmzellen aufnehmen und da-
selbst verändern. Zu diesen Arten gehören ausser dem Meso-
stomum Ehrenbergii auch unsere Süsswasser-Planarien (PI.
lactea und PL polychroa), bei denen man diesen Process
mit Leichtigkeit constatiren kann, sobald man die Thiere
in einem mit Carmin oder Indigopartikelchen versetzten
Blutstropfen ein Paar Minuten verweilen lässt. Anderer-
seits giebt es übrigens auch zahlreiche Turbellarieu, welche
ihre Nahrung verdauen, ohne sie zuvor in die Epithel-
zellen des Darmes gelangen zu lassen, wie z. B. das Pro-
stomum lineare. (Ueber die Verdauungsorgane einiger
Stisswasserturbellarien, zoolog. Anzeiger Th. I. S. 387—390.)
Nach S e m p e r entspricht die Mundöffnung der Pha-
ryngocoelen morphologisch der Rüsselöffnung der Nemer-
tinen und nicht deren Munde. (Verwandtschaftsverhältnisse
der gegliederten Thiere a. a. 0. S. 375.)
Graff liefert (Zeitschft. für wissenschaftl. Zoologie
Supplement-Bd. XXX. S. 457 — 465) einen „kurzen Bericht
über fortgesetzte Turbellarienstudien", die er in einem
grössern Werke niederzulegen gedenkt, deren erste zwei
Bände die systematisch-anatomisch-entwicklungsgeschicht-
liche Beschreibung aller Rhabdocoelen und Dendrocoelen
enthalten sollen, während im dritten Band die Darstellung
der vergleichend-anatomischen Ergebnisse, sowie des natür-
lichen Turbellariensystemes folgen wird. Zahlreiche sog.
Arten werden dabei aus unserer Litteratur verschwinden,
viele andere aber neu aufgestellt werden, da Verf. ausser
den von Semper beobachteten philippinischen Dendro-
in d. Naturoresch. d. nied. Thiero währ. d. Jahre 1876—1879. 633
coeleD, die in den Originalzeichnungen allein 28 Blätter
füllen, u. a. in Triest 23 neue Rhabdocoelen, 8 neue Den-
drocoelen, und im süssen Wasser Deutschlands und Mährens
15 neue rhabdocoele Formen auffand. Bei einer neuen
Stenostomumart (St. Sieboldii) wurden neben zahlreichen
Stäbchenpacketen in der Haut auch echte Nesselkapseln
mit vorschnellbarem Faden beobachtet, die, ganz wie die
Stäbchen, in Zellen des Parenchyms ihren Ursprung neh-
men. Auch eine neue Triestiner Dendrocoele, Stylochus
tarduSj erwies sich über und über mit Nesselkapseln besetzt.
Die krümeligen Hauteinlagerungen der Turbella Kloster-
manni (J.-B. 1874. S. 450) wurden als Concretionen von
kohlensaurem Kalk erkannt. Bemerkenswerth ist auch
der Nachweis von Chitinbildungen in der Haut besonders
einer neuen Triester Meeresdendrocoele, deren Körperrand
mit Ausnahme des Vorderendes über hundert braune Sta-
cheln trägt. (Ref. erinnert hier an die Chitinstacheln von
Tristomum coccineum.) Die Längsmuskeln sind bisweilen,
wie bei Opistomimi striatum n., in Bänder vereinigt, zwi-
schen denen dann die Stäbchen reihenweise angeordnet
sind. Die Existenz von gänzlich darmlosen Formen (Acoela
Ulian.) wird bestätigt. Die Nahrung tritt in solchen Fällen
durch eine kleine Hautspalte ein, um dann in einer vacuo-
lenreichen, von Fetttröpfchen durchsetzten weichen Marksub-
stanz, gleichwie bei den Infusorien, herumgetrieben zu wer-
den. Die überwiegende Mehrzahl der Rhabdocoelen besitzt
dagegen nicht bloss discrete Darmwandungen, sondern auch
eine Art Coelom, indem der Raum zwischen Darm und
Leibeswand von einer lückenreichen Bindegewebsmasse
erfüllt ist. Die freien Zellen der Bindesubstanz, namentlich
die kleinern, der Haut zunächst liegenden, enthalten oft-
mals Fett und Tröpfchen einer bisweilen gefärbten wäss-
rigen Flüssigkeit oder gefärbte Körperchen, Substanzen,
die auch wohl durch Platzen der Zellen frei werden und
dann in die perienterische Flüssigkeit gelangen. Die Pig-
mentirung der Turbellarien hat überhaupt stets in der
Bindesubstanz ihren Sitz. Die Spermatozoen der Rhabdo-
coelen zeigen, wie schon Oerstedt wusste, ausserordent-
liche Formunterschiede und oftmals sehr sonderbare Cha-
raktere.
634 Leuckart: Bericlit üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
In einer zweiten „kurzen Mittheilung- über fortgesetzte
Turbellarienstudien" (Zoolog. Anzeiger 1879. Tb. I. Nr. 26.
S. 202 — 205) behandelt Graff eine auf Limulus poly-
pbemus (im Frankfurter Aquarium) schmarotzende Pla-
narie, die auf den ersten Blick unserer PI. lactea gleicht,
aber schon äusserlich sich durch ihr zugespitztes Vor-
derende und einen am Hinterende angebrachten grossen
Saugnapf, der sich vom übrigen Körper scharf absetzt,
wesentlich unterscheidet. Stäbchenartige Körper fehlen,
dagegen sind Haftorgane, gleich denen am Schwanzende
von Monocelis u. a. Turbellarieu vorhanden. Sie sind in
zwei am Rande der Unterseite hinziehenden Bogenlinien
angeordnet. Darm und Geschlechtsorgane erinnern vielfach
an PL lactea, dagegen zeigt das Nervensystem insofern
eine eigenthttmliche Bildung, als die Längsstämme nicht
bloss oberhalb des Saugnapfes sich vereinigen, sondern im
ganzen Verlaufe durch Queranastomosen in Verbindung
stehen und somit ein vollständiges Strickleitersystem bil-
den. Die Entwicklung verläuft ohne Metamorphose im
Innern eines Cocons, der meist 5 — 7 junge Thiere enthält,
die denselben verlassen, wenn sie eine Grösse von 2V2mm
besitzen. Man findet die Cocons ausschliesslich an den
Kiemenblättern der Abdominalfüsse, auf denen sie mit der
flachen Seite festgeklebt werden. Verf. schlägt für das —
schon früher von AI. Agassiz beobachtete — Thier den
Namen Flanaria limuli vor.
Hallez veröfi'entlicht in den Travaux de Tlnstitut
zoologique de Lille „Contributions ä l'histoire naturelle
des Turbellaries" (Lille 1879, 213 Seiten in Quart mit 11
Tafeln), ein Werk, das auf Grund einer eingehenden Unter-
suchung zahlreicher Arten nicht bloss den Bau und die
Entwicklungsgeschichte der betreffenden Thiere in über-
sichtlicher Weise behandelt, sondern auch unsere Arten-
kenntniss durch eine fast monographische Beschreibung
der vom Verf. aufgefundenen neuen Formen bereichert.
Die Einzelbeobachtungen, aus denen die Darstellung unseres
Verf.'s sich zusammensetzt, hat derselbe übrigens grossen-
theils schon vorher in dem Bullet, scientifique du Departe-
ment du Nord Anni^e 1878 und 1879 (div. loc.) zur Mit-
in d. Natui'ocscl). d. nied. Thiere wälir. d. Jahre 1876—1879. 635
tlieiliing gebracht. Sie sind so mancbfaltig* und umfassend,
dass wir uns darauf beschränken müsseüj hiervon das
Allgemeinste und Wichtigste hervorzulieben. Der Schilde-
rung des Verf.'s folgend bemerken wir zunächst, dass die
stäbchenförmigen Körper, die bekanntlich sehr allgemein
bei unsern Thieren vorkommen und nach ihrem morpho-
logischen Werthe von Hallez unbedenklich den Nemato-
cysten der Coelenteraten zur Seite gestellt werden, nicht
regellos, wie bisher meist angenommen wurde, durch den
Körper verbreitet sind, sondern einer direct unter der Epi-
dermis hinziehenden und mit dieser von dem Ectoderm
abstammenden Schicht angehören. Das körnige Pigment
dagegen, das übrigens nicht mit den diffus durch die Binde-
substanz verbreiteten Farbestoffen verwechselt werden darf,
liegt stets in dem peripherischen Muskelapparate. Die
Bindesubstanz, die das eigentliche Körperparenchym bildet
und besonders nach innen zu reich entwickelt ist, hat einen
reticulären Bau. Am massenhaftesten ist dasselbe bei den
Landplanarien, am spärlichsten bei den marinen Arten und
den Rhabdocoelen, aber in allen Fällen repräsentirt es
nach unserm Verf. die Leibeshöhle, so dass man unsere
Würmer kaum als Acoelome bezeichnen kann. Hier und
da enthält die Bindesubstanz auch drüsige Elemente, wie
z. B. die Spinndrüsen, welche bei allen Mesostomeen vor-
kommen und auch sonst gelegentlich, wie z. B. bei Vortex
viridis, gefunden werden. Das sonst ganz allgemein in
Ganglienform vorhandene Nervensystem soll bei den Süss-
wasserplanarjen fehlen. Stenostomum leucops und Dino-
philus besitzen einen Darmsack, der aus zwei auf einander
folgenden Abschnitten sich zusammensetzt. Die Darmwände
haben überall einen deutlichen Zellenbau, nur dass die
Zellen bald langgestreckt sind, wie bei den Dendrocoelen,
bald auch flach, wie bei Mesostomum, bei dem sie freilich
während der Verdauung um das Zehnfache des frühern
Volumens aufschwellen und unter Verlust des Kernes zu
hellen Kugeln werden, die von der Darmwand sich lösen
und den ganzen Innenraum ausfüllen. An Stelle dieser
auch bei andern Turbellarien vorkommenden Kugeln ent-
wickelt sich dann eine neue, schon vorher im Rudiment
636 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
vorhandene Epithellage. Der Pharynx zeigt sich in seiner
Gestalt bekanntlich insofern verschieden, als er entweder
röhrig oder tonnenförmig ist. Verf. legt diesen Verschie-
denheiten einen hohen systematischen Wcrth bei und
glaubt, dass dieselben wichtiger seien, als die Unterschiede
in der Form des Darmkanales, die bisher viel zu einseitig
betont seien. Einen Beweis für die Richtigkeit dieser
Auffassung sieht er darin, dass den Arten mit cylindrischem
Schlünde ganz allgemein auch das Wassergefässsystem
fehle, während die wahren Rhabdocoelen eben so allge-
mein — Verf. fand den betreffenden Apparat u. a. auch
bei Vortex — damit versehen sind. Stenostomum freilich
und Dinophilus, denen ein Wassergefässsystem abgeht,
müssen ebenso, wie die Monoceliden, aus dieser Gruppe
ausscheiden. Stenostomum betrachtet Verf. als eine „de-
gradirte" Nemertinenform, deren Rüssel irrthümlieher Weise
(bis auf Schneider) für ein Ritckengefäss gehalten sei.
Prorhyuchus dagegen ist eine echte Rhabdocoele, da der
am Vorderende des Körpers ausmündende Muskelschlauch
trotz seiner Aehnlichkeit mit einem Nemertinenrüssel in
Wirklichkeit, wie das schon Lieberkühn gefunden habe,
als Penis zu betrachten sei. Dafür aber wird das Kopf-
organ der Prostomeen u. a. Rhabdocoelen, dessen Bau Verf
eingehend schildert, mit Ref. dem Nemertinenrüssel in ana-
tomischer und physiologischer Hinsicht — es ist nach
Halle z nicht bloss ein Tastapparat, sondern auch Greif-
organ — gleichgestellt. Die ungeschlechtliche Vermehrung
ist bekanntlich auf die Gen. Stenostomum und Microstomum
beschränkt. Sie beginnt mit einer ringförmigen Verdickung
(Knospung Verf.) des Exoderms nicht bloss, sondern auch
des Endoderms, die Anfangs beide von einander getrennt
sind, später aber zusammenstossen und verwachsen. (Man
vergl. hierzu die Darstellung, welche Sem per in seiner
Abhandlung über die Verwandtschaftsverhältnisse der ge-
gliederten Thiere a. a. 0. S. 369 über die Knospungs-
und Theilungsvorgänge bei Microstomum gegeben hat.)
Die auf diesem Wege entstandenen Kettenthiere haben
stets das gleiche Geschlecht, entweder das männliche oder
das weibliche, während sonst die Turbellarien meist herma-
iu d. Naturgescb. d. uicd. Thierc währ. d. Jahre 1876—1879. G37
pliroditisch sind, wenngleich die miiunliclie Reife sehr
allgemein früher eintritt, als die weibliche, und mitunter
sogar (bei den marinen Dendrocoelen) der letztern voraus-
geht. Von Jiohem Interesse ist hierbei die Beobachtung,
dass die Eier bei Stenostomum und Microstomum von der
Epithellage des Darmes abstammen — eine Thatsache, die
vermuthlich auch für andere Arten Geltung hat, da ich
Gleiches an Präparaten coustatiren konnte, die Mr. Sil-
liman in meinem Laboratorium von Süsswasserplana-
rien mir vorlegte. Verf. sieht in dieser Erscheinung eine
Bestätigung der Annahme des jüugeru vau Beneden's,
der zufolge die Eier im Gegensatze zu dem ectoderma-
tischen Ursprünge der Samenzellen als endodermatische
Gebilde zu betrachten seien, wie das inzwischen auch Foll
durch seine embryologischen Untersuchungen für Gastero-
poden constatirt hat. Die Hoden sind bei den Rhabdo-
coelen in der Regel nur in zweifacher Zahl vorhanden,
während sie bei den Dendrocoelen stets in grösster Menge
gefunden werden. Accessorische, dem männlichen Apparate
zugehörige Drüsen finden sich sowohl bei den Dendro-
coelen, wie den Rhabdocoelen. Sie bestehen aus birnför-
migen Zellen, die in der Nachbarschaft des Penis oftmals
gruppenweis vereinigt sind und ein Secret bereiten, das
zunächst zur Ernährung der Samenfäden dient, in einigen
Fällen (Prostonnim, Prorhyncbus) aber auch als Gift wirkt
Zur Aufnahme sowohl dieses Secretes, wie des ,reifen Sa-
mens dienen eigne blasenförmige Reservoire, die in ein-
facher oder mehrfacher Zahl dem Penis, wie den Ausfüh-
rungsgängen verbunden sind. Gleich den Hoden sind auch
die Ovarien bei den Rhabdocoelen gewöhnlich nur zu
zweien, bei den Dendrocoelen dagegen in grosser Menge
vorhanden. Die Eier lassen sich in ihnen von Anfang an,
auch bei Prostomum, Macrostomum und Prorhynchus, als
selbstständige Zellen mit Kern und Protoplasma unter-
scheiden, nur dass dieselben zunächst sehr klein sind und
einen wenig massenhaften hellen Dotter besitzen. Nur bei
den durchsichtigen Mesostomumarten finden sich neben
den hartschaligen sogenannten Wintereiern noch beson-
dere weichhäutige Eier, und auch diese werden nur
638 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
SO lange gebildet, als die Thiere sich frei bewegen, so
dass die Production derselben woLl als eine besondere
Form der Anpassung an gewisse Lebensverhältnisse be-
trachtet werden darf. Beginnt die Bildung der hartscha-
ligen Eier, dann spinnen die Mesostomeen sich ein. Sie
verlieren dabei ihre frühere Beweglichkeit und Durch-
sichtigkeit und unterliegen einer sehr eigenthümlichen Ge-
webswandluug, in Folge deren das Parenchym derselben,
wie Verf. beschreibt, in immer grösserem Umfange eine
crystallinische Bikiung annimmt. Die Crystalle haben die
Form von pentagonalen Dodecaedern und repräsentiren
vermuthlich Rescrvestoife, deren Ausscheidung die üeber-
winterung ermöglicht. Das gefärbte M. personatum erzeugt
überhaupt keine Sommereier. Die den ßhabdocoelen eignen
Dotterstöcke deutet Hall ez als eigenthümlich differenzirte
Partieen des Ovariums und die darin gebildeten Zellen
als Aequivalente der Eier. Amoeboide Bewegungen, wie
sie an den Dotterzellen der Süsswasserplanarien längst be-
kannt sind, wurden auch bei den Rhabdocoelen mehrfach
beobachtet. Vortex hat auch besondere zur Abscheidung
der Schalensubstanz bestimmte Drüsen, die mit dem Uterus
in Verbindung stehen. Ein directer Zusammenhang der
Oviducte mit den Ovarien wird für die Dendrocoelen we-
nigstens in Abrede gestellt; die erstem sind an ihrem di-
stalen Ende vielmehr mit einer besondern Oeffnung ver-
sehen, welche die von dem Ovarium gelösten Eier auf-
nehmen. Bei den Süsswasserplanarien ist nur ein einziger
Eileiter vorhanden, dasselbe Gebilde, welches 0. Schmidt
für den Uterus gehalten hat. Die von Letzterem als „räthsel-
hafte Organe" beschriebenen Gebilde wurden als sperma-
tophorenartige Körper (Pseudospermatophoren) erkannt.
Die vielen und sehr manchfaltigen Schutzeinrichtungen,
die sich fast überall bei den Turbellarien nachweisen lassen,
würdigt Verf. einer eingehenden Betrachtung, in deren
Verlaufe er an zahlreichen Beispielen nachweist, wie die
Umgebung der Thiere, ihr Aufenthalt und selbst ihre Nah-
rung, da wenigstens, wo diese, wie bei Dinophilus aus
Diatomeen und Algen besteht, mit der Form und Farbe
in innigem Zusammenhange ist. In Uebereinstimmung
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 639
hiermit betrachtet Verf. die Planaria Viganensis Gerstf.
als eine dem fliesseuden Wasser angepasste Varietät von
PI. nigra und die Pl.'gonoeephala als eine unter wesent-
lich denselben Verhältnissen lebende Varietät von PI. fusca.
In den vom Verf. beschriebenen Parasiten begegnen wir
meist alten Bekannten, wie Mermisembryonen, Opalinen
und Trichodinen. Daneben fand Verf. aber auch Amoeben,
Psorospermienkapseln und freie Psorospermien. Die Be-
obachtungen über die Entwicklung der Turbellarien sind
vornehmlich an zwei marinen Dendrocoelen angestellt,
Leptoplana tremellaris und Eurylepta auriculata, die sich
durch Abwesenheit der Dotterzellen und durchsichtige Be-
schaffenheit der äussern Hülle für derartige Untersuchungen
weit mehr eignen, als die Rhabdocoelen. Was Verf. über
das Ausstossen des sog. Richtungsbläschens m-ittheilt,
schliesst sich eng an die oben angezogenen Beobachtungen
Whitman's über die entsprechenden Vorgänge bei Clep-
sine an. Besonders auch insofern, als Verf. dieselben pe-
ristaltischeu Contractionen des Dotters beschreibt, obgleich
er deren Zusammenhang mit dem Austreten des Richtungs-
bläschens nicht erkannt hat und den Vorgang einfach als
eine (das amoeboide Stadium repräsentirende) atavistische
Erscheinung auffasst. Die Zwei- und Viertheilung wird
durch Bildung eines schönen Amphiasters eingeleitet, wess-
halb Verf. denn auch meint, dass der Dotter im Gegen-
satze zu dem Protoplasma des Kernes sich bei der Klüf-
tung nur passiv verhalte. Vier kleinere Zellen, die sich
am obern Bildungspole von den vier Dotterkugeln ab-
schnüren und bald nach ihrer Bildung sich um 45 ^
alternirend zu denselben stellen, bezeichnen die erste
Anlage des spätem Ectoderms. Sie zerfallen rasch in
immer zahlreichere Zellen, die ^ich in einfacher Lage
immer weiter über die vier grossen Dotterkugeln ausbreiten
und dieselben schliesslich vollständig umwachsen. Ist die
Zahl der in regelmässiger Rosettenform geordneten Ecto-
dermzellen bis auf 12 gestiegen, dann geschieht die Bil-
dung der ersten Mesodermzellen, die sich unterhalb der
ectodermatisclien Randzellen von den vier grossen Ballen
abschnüren und somit denn zunächst gleichfalls in vier-
640 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
facher Zalil auttreten. Später gesellt sich zu den vier
grossen Dotterkiigeln noch eine fünfte, die ohne Amphiaster
sich abzutrennen scheint und aus öiner fast körnerlosen
hellen Substanz besteht, so dass Verf. die Vermuthung
äussert, es möchte dieselbe vornehmlich den aus dem übri-
gen Dotter ausgepressten Zellsaft enthalten. Sobald nun
die Ectodermkappe den grössern Theil des Dotters um-
wachsen hat, und die Zahl der Mesodermzellen ver-
mehrt ist, geschieht auch die Anlage des Entoderms und
zwar gleichfalls von vier Zellen aus, weiche von den
grossen Furchungskugeln sich abschnüren, aber nicht am
obern Ende, sondern unten in der Nähe der Gastrulaöff-
nung, die übrigens keineswegs in den Larvenmund sich
umwandelt, sondern während der Vervollständigung der
Innern Keimblätter durch Verwachsung der Lippeuränder
verloren geht. Die in Grösse imd scharfer Begrenzung
inzwischen veränderten Dotterballen verschmelzen nach
dem Schwunde der frühern Oeffnung zu einer zusammen-
hängenden Masse von fett-eiweissartiger Beschaffenlieit.
Durch die Verkleinerung derselben entsteht eine Zeitlang
auch eine förmliche nach Aussen von dem Entoderm ge-
legene Leibeshöhle, die später wieder schwindet, wenn
das Mesoderm durch Spaltung die spätere Muskellage und
Bindegewebsschicht geliefert hat. Der allseitig von den
Keimblättern umgebene Embryonalkörper verwandelt sich
nun direct in die Larve, indem er sich abplattet und den
Pharynx bildet, der nach Knospenart auf der Darmwand
sich erhebt und erst nachträglich von einer Einsen-
kung des Ectoderms umfasst wird. Die Dendrocoelisirung
des Darmes geschieht ungefähr um dieselbe Zeit, in wel-
cher der Ganglienapparat, anscheinend mitten im Meso-
derm, seinen Ursprung nimmt. Die kurz hier geschilderte
Entwicklung nimmt etwa 14 Tage in Anspruch, doch ver-
harrt die Larve nicht selten noch Wochen lang in ihrer
Eischale, bevor sie nach Aussen hervorbricht. Die Rhab-
docoelen scheinen sich nach den von Hallez bruchstück-
weise beobachteten Stadien im Wesentlichen übereinstim-
mend zu entwickeln. Jedenfalls geht auch bei ihnen die
Bildung der Gastrula auf epibolischem Wege vor sich.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 641
nur dass dieselbe Anfangs, so lange sie noch von der
Dottermasse umgeben ist, eine verhältnissmässig nur ge-
ringe Grösse besitzt. Um so auffallender ist bei Prosto-
mum die colossale Grösse, in der die Stilette angelegt
werden. Sie ist so bedeutend, dass diese Gebilde , den
gesammten Embryonalkörper bis zum Gehirne durchsetzen.
Der descriptiv systematische Theil des Werkes (p. 137 ff.)
beginnt mit einer Erörterung über die natürlichen Grenzen
zwischen den Dendrocoelen und Rhabdocoelen. Die Be-
schaffenheit des Darmes, die zunächst zur Aufstellung
dieser beiden Gruppen veranlasste, ergiebt sich als unzu-
reichend, seitdem wir Dendrocoelen mit einfachem Darme
(Planaria Lemani) und Rhabdocoelen mit verästeltem oder
gelapptem Darme (Macrostomum viride, Prorhynchus stag-
nalis, Monocelis protractilis) kennen gelernt haben. Verf.
sucht desshalb nach andern durchgreifenden Charakteren und
findet diese, wie schon oben angedeutet, zunächst und vorzugs-
weise in der Form des Pharynx. Legt man auf diese aber
den Nachdruck, dann müssen die Monoceliden (mit Ein-
schluss von Enterostemum, Turbella und Vorticoceres) trotz
der Einfachheit ihres Darmes mit den Dendrocoelen ver-
einigt werden. Und diese Verbindung erscheint auch da-
durch gerechtfertigt, als die betreffenden Formen durch die
ansehnliche Entwicklung ihrer peritonealen Bindesubstanz,
wie durch die Abwesenheit des Wassergefässapparates und
die Organisation ihrer Keimdrüsen mehr an die Dendro-
coelen, als die Rhabdocoelen sich anschliessen. Den Aus-
gangspunkt der gesammten Gruppe sieht Verf. in den Mi-
crostomeen, die andererseits auch zu den Dicyemiden und
Gasterotrichen die meisten Beziehungen haben. Durch die
Macrostomeen hindurch wird daraus das Genus Dinophilus
und Convoluta mit den Verwandten abgeleitet, von denen
das erstere mittels Stenostomum zu den Nemertinen hin-
führt, während das andere die Rhabdocoelen und Dendro-
coelen liefert. Als die niedrigsten Formen der Rhabdo-
coelen werden die Mesostomeeu, als die der Dendrocoelen
aber die Monoceliden betrachtet. Die vom Verf. neu be-
schriebenen und in Betreff auch ihrer Organisation genau
untersuchten Arten gehören theils zu den Rhabdocoelen
642 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
mit tonneuförmigem Pharynx: Microstomum giganteum aus
Lille (gelegentlich in Ketten von 4 Generationen — 32 In-
dividuen — beobachtet, die je durch Abschnürung des
hintern Körperdritttheiles entstehen), DinopJiüus metame-,
roides, eine marine Form von Wimereux mit geringeltem
Leibe, Vortex Grafßi Lille und Prostomum Giardii marin,
theils auch zu den Dendrocoelen: Vorticoceros pulcliellum var.
lutea und V. Schmidtii, beide marin, Turhella inermis und
Monocelis halani, eine unter der Schale von Baianus bala-
noides lebende Form mit spateiförmig ausgebreitetem Hin-
terleibsende. Zum Schlüsse wird auch die von Gerstfeld
in Sibirien entdeckte Planaria Angarensis, die Verf. interes-
santer Weise bei Lille wieder auffand und als eine mit
Dendrocoelum lacteum nahe verwandte Form erkannte, als
Denärocoeliim Ängarense näher beschrieben.
Die schon oben erwähnte preisgekrönte Abhandlung
von Jensen über norwegensche Turbeilarien (Turbellaria
ad litora Norvegiae occidentalia. Bergen 1878, 98 Seiten
in Folio mit 8 zum Theil colorirten Tafeln) schliesst sich
in würdiger Weise an die zahlreichen trefflichen Werke
an, durch welche die scandinavischen Zoologen bis in die
neueste Zeit hinein unsere Wissenschaft gefördert haben.
Obwohl zunächst dazu bestimmt, die Kenntniss der nor-
dischen Meeresfauna nach einer bis jetzt erst wenig durch-
forschten Richtung zu vervollständigen, gewinnt sie nicht
bloss durch die Sorgfalt der Darstellung und die Genauig-
keit der darin niedergelegten Untersuchungen, sondern
weiter noch dadurch an Bedeutung und Interesse, dass
der Verf. den Organisatiousverhältnissen seiner Formen
und namentlich der verwickelten Bildung ihres Geschlechts-
apparates eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat.
Es ist vornehmlich die Rhabdocoelengruppe, welche durch
die Untersuchungen unseres Verf.'s die wichtigsten Bereiche-
rungen erfährt. Auch der den Detailbeobachtuugen voraus-
geschickte allgemeine Theil, in dem Verf. eine übersicht-
liche Darstellung des anatomischen Baues giebt, hat fast
ausschliesslich die Rhabdocoeien im Auge. In Ueberein-
stimmung mit Hallez nimmt Verf. das Körperparen-
chym der Turbeilarien als ein zelliges Bindegewebe in
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 643
Anspruch, das von Muskeln umfasst und durchzogen wird
und nach aussen von einer Lage deutlicher Epithelzellen
mit Flimmerhaaren gedeckt ist. Das Pigment hat meist
dicht unter der Oberhaut seine Lage. Die Stäbchen, die
in einzelnen Fällen (Dinophilus sp.) von wirklichen Nessel-
organen vertreten sind und in andern (Gyrator Schmidtii) voll-
ständige Uebergangsformen dazu zeigen, entstehen in hellen
Kernzellen, von denen nicht selten förmliche Stäbchenstränge
ausgehen, die genau dem Verlaufe der Nerven und anderer
Organe folgen und nach aussen führen, wo sie bisweilen
durch besondere meist vorn gelegene Oeffnungen ausmünden.
Bei Plagiostomum Koreni und wahrscheinlich auch Cylin-
drostomum longifilum werden die Stäbchen sogar durch den
Penis ausgeworfen. Zur Absonderung des Schleimes dienen
eigne, nach aussen offene Säckclien, die vornehmlich der
Bauchfläche angehören. Die Augen sind bald ohne Linsen,
bald auch mit solchen versehen, fehlen aber auch gelegent-
lich einzelnen Individuen. Au den Otolithen von Apha-
nostomum beobachtete Verf. eine ziemlich zusammenge-
setzte Structur, von der er vermuthet, dass sie auch bei
andern Arten vorkommt. Die Zahl der Nebenotolithen
steigt in manchen Fällen (Monocelis assimilis) auf vier. Bei
Convoluta u. a. Formen wird die Stelle des Darmes von
einer structurlosen Substanz vertreten, deren Theilstücke
eine amoeboide Beweglichkeit besitzen. Die vom Verf.
untersuchten Rhabdocoelen sind sämmtlich Zwitter, doch
sind einige Arten (Mezylostomum, Omalostomum, Apha-
nostomum) ohne gesonderte Dotterstöcke. Accessorische
Drüsen sind unter den Rhabdocoelen sehr allgemein ver-
breitet und eben sowohl an dem weiblichen wie männ-
lichen Apparate — bei Monocelis finden sie sich nur an
ersterm — nachweisbar, aber Anordnung und Verbindung
derselben zeigt manche Verschiedenheiten, so dass ihre
Function keineswegs überall die gleiche ist. So finden sich
accessorische Drüsen an den Geschlechtsöffnungen, am
Penis, in Zusammenhang mit den Samenblasen und an
andern Organen. Was man bei Prostoma als Giftdrüse
beschrieben hat, gehört gleichfalls in die Kategorie dieser
Anhangsgebilde, denn die eigentliche Giftdrüse ist ein
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. RR
644 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
besonderes sackförmiges Gebilde, welches dem männlichen
Apparate nur mit Hülfe eiües Muskelfadens anhängt. Die
vom Verf. neu beschriebenen Arten werden als Aplianosto-
mum eleganSj Convoluta flavihacülum^ Mecynostomum agile^
Byrsophlehs (n. gen.) Graffii, Proxenetes (n. gen.) fla-
hellifer, Vortex angulatus^ V. affinis, Kylosphaera (n. gen.)
armatüj Gyrator Danielsseni, Flagiostomum Koreni^ Acmo-
stomum Sarsiij Enterostomum flavibaciUum, Monocelis spi-
nosa^ M. hamata, StylocJms roseus und Thysanozoon papil-
losum aufgeführt, die beiden letztern nach Mittheilungen des
altern Sars. Die Planaria emarginata 0. Fbr. wird als ein
Vortex erkannt und als V. cavifrons beschrieben. Im Ganzen
sind es 38 Species, die Verf. an der Bergenschen Küste
beobachtet und untersucht hat. In Folgendem lassen wir
die vom Verf. neu aufgestellten Genusdiagnosen mit der
mehrfach veränderten und emendirten Charakteristik der
schon früher bekannten Geschlechter folgen.
A c o e 1 a.
Aphanostomum Oerst. Corpus transparens, tenerrimum, ob-
longum, retrorsum paiiUo angustius, marginibus angulatis. Os
terminale, anticum, circulare. Otolitbus unicus, in medio corpore
anteriore, prominentiis nullis. Testiculi e vesiculis numerosis con-
stantes. Vesica semiualis- retrorsum sita. Ovaria paria. Aperturae
genitales duae, retrorsum sitae, mascula post femineam.
Convoluta Oerst. Os ventrale, transversum, rimaeforme, ante
medium corporis situm. Otolithus ante os. Testiculi per totum
corpus multipliciter ramificati (apud omnes?). Vesicae seminales
pares. Penis mollis musculosus. Ovaria paria. Aperturae genitales
duae, mascula post femineam sita.
C o e 1 a t a.
Apharyngea. Pharynx protractilis nullus. Apertura oris
in ipsum tubum intestinalem simplicem duoit. Vitelligena et Ovaria
juncta.
Mecynostomum v. Ben. Corpus oblongum, depressum vel
magis cylindricum. Apertura oris ventralis, longitudinalis, rimae-
formis antrorsum sita. Ocelli nulli. Otolithus ante os, Testiculi e
majore numero vesicularum formantur, quae retrorsum circum ve-
sicam seminalem sitae sunt. Vitelligena et Ovaria paria. Aperturae
genitales duae (mascula post femineam).
Pharyngea. Pharynx protractilis. Tubus intestinalis Sim-
plex aut ramosus. Hermaphroditicae (paucis exceptis).
* Bhahdocoela s. str. Tubus intestinalis simplex.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 645
a. Gyratricinea. Pharynx parum retractilis. Testiculi pares
aut irapares, oblongo-sacciformes. Organa vitelligena et Ovaria dis-
juncta.
t Vorticitiea. Organum proboscideum anticuni nuUum.
Mesostonium Oerat. Apertura oris ventral is in medio fere
corpore vel prope medium sita. Parietes pharyngis intus cameris
liquore granuloso repletis. Glandulae accessoriae granulosae in ap-
paratura genitalem raasculum exeunt. Vesiculae seminales sacci-
formes. Ovariura impar cum receptaculo seminis conjunctum. Aper-
tura genitalis communis.
Byrsophlebs n. gen. Apertura oris ventralis in medio fere
corpore. Pharynx ut in Mesostomo. Vesica seminalis unica late-
ralis, in ductum singularem longum per corpus transversum euntem
continuata, cujus medio penis affixus est. Glandulae accessoriae
granulosae in Organa mascula (penem) et in feminea quoque (bursam
copulatricem) exeunt. Ovarium impar, cum receptaculo seminis in
Organum unum conjunctum, Receptaculum seminis cum bursa co-
pulatrice haud dubio per ductum proprium communicat. Aperturae
genitales duae (mascula ante femineam- sita).
Proxenetes n. gen. Apertura oris ventralis haud procul
post medium corporis sita. Pharynx ut in Mesostomo. Organa
vitelligena in ipsa Ovaria simplicia sunt tota amplitudine continuata.
Ovaria paria simplicia, sacciformia ut in Vortice. Bursa copulatrix
receptaculuraque seminis in saccum communem conjuncta. Glan-
dulae accessoriae et in masculum apparatum genitalem (penem), et
in femineum (ductum bursae copulatricis) exeunt. Apertura geni-
talis ventralis communis.
Vortex Ehrbg. Corpus teretiusculum vel subdepressum,
postice angustatum. Apertura oris in ipsa extremitate antica vel
pauUo post sita. Pharynx cameris nullis. Ovaria simplicia, sacci-
formia. Bursa copulatrix receptaculumque seminis ad Organum
unum conjuncta (semper ?). Apertura genitalis communis, retror-
sum sita.
ff Prohoscidea. Organum proboscideum tactui inserviens
plus minusve perfectum, ab extremitate corporis antica protractile.
Kylospliaera n. gen. Apertura proboscidis in extremitate
antica. Proboscis globosa, papillis nullis, ciliis brevibus, omnino in
saccum proboscidis retractilis. Apertura oris ventralis antica, trans-
versa, rimaeformis. Apparatus adhaesionis e corpusculis duris ba-
cilliformibus, ut assolent, corapositi, in regione oris siti. Truncus
aquiferus semeter, in aperturam oris patens. Penis durus, spiralis,
apiculo recto. Bursa copulatrix receptaculuraque seminis in Organum
unum conjuncta. Apertura genitalis unica.
Gyrßtor Ehrbg. (= Prostomum Auct.) Apertura probe-
646 Leuckart: Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
scidis terminalis, antica. Proboscis conica vel subconica, papillis
instructa, ciliis niiUis, omnino retractilis. Apertura grenitalis unico,
interdum duae.
b. Monocelina. Pharynx sat longe protractilis. Testiculi
e vesiculis parvis numerosis constantes, in utroque latere vel in
anteriore vel posteriore corporis parte sitis, vel per totum corpus
dispersis.
Flagiostomum Schm. Apertura oris ventralis transversa, ri-
maeforrais, in dimidio anteriore corporis. Pharynx subglobosa in
formara cylindricam producta. Vesicae testiculares in utroque latere
corporis sitae. Apertura genitalis communis ventralis, subterminalis.
Acmostomum Ulian. Apertura oris terminalis antica. Pha-
rynx conica vel magis cylindrica. Vesiculae testiculares per totum
corpus dispersae. Apertura genitalis retrorsum sita.
Cylindrostomum Oerst. (= Pseudostomum 0. Schm.) Aper-
tura oris ventralis, ante massam gangliorum sita. Pharynx cylin-
drica, valde dilatabilis et longe productilis. Organa vitelligena et
Ovaria conjuncta. Vesiculae testiculares in anteriore corporis parte
sitae. Apertura genitalis communis (an semper?).
Enterostomum Clap. Apertura oris ventralis, in dimidio cor-
poris posteriore sita. Pharynx cylindrica, posteriora versus pro-
tractilis. Vesiculae testiculares in anteriore corporis parte acervatae.
Monocelis Oerst. Apertura oris ventralis, in medio corpore,
vel in dimidio posteriore sita. Pharynx longe cylindrica, posteriora
versus protractilis. Otolithus unus cervicalis prominentiis duabus
simplicibus vel duplicibus. Vesiculae testiculares in dimidio fere
corporis anteriore acervatae. Organa vitelligena et Ovaria discreta
Aperturae genitales duae ventrales.
** Dendroeoela. Tubus intestinalis ramosus.
Monogonopora, Apertura genitalis unica.
t Flanariadae. Corpus depressum oblongum, antice bi-
auriculatum vel exauriculatum, tentaculis nullis. Ocelli duo. Os
ventrale in medio vel post medium corporis situm. Apertura geni-
talis post os sita. Aquarum dulcium vel maris incolae.
Fovia Stimps. Corpus antice subtruncatum, fronte saepius
in medio producta vel acuta. Ocelli duo, subaproximati. Maricolae.
Procerodes Gir. Corpus depressum, truncatum, biauriculatum.
Ocelli duo inter se distantes. Maricolae.
Digonopora. Aperturae genitales duae.
tt Stylochidae. Corpus planum, saepius crassiusculura, laeve
vel supra tuberculatum. Tentacula genuina duo vel frontalia, vel
cervicalia. Ocelli numerosi, varie dispositi. Os ventrale, antrorsum
vel fere in medio corpore, perraro retrorsum situm. Aperturae ge-
nitales retrorsum sitae. Maricolae.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 647
Styloclius Ehrbg. Corpus laeve. Tentacula duo frontalia
vel subfrontalia. Ocelli numerosi ad tentacula siti, vel in acervos
capitales aggregati. Os subcentrale.
ttt Leptopla7iidae. Corpus planum, dilatatum, laeve, sae-
pius tenerrimum. Tentacula nulla. Ocelli plus minusve numerosi
cervicales vel cervicales et marginales. Os ventrale antrorsum vel
in medio fere corpore vel retrorsum situm. Aperturae genitales
post os sitae. Maricolae.
Leptoplana Ehrbg. Corpus tenerrimum. Ocelli plerumque
cervicales, rarius cervicales et marginales. Os subcentrale. Pharynx
caudam versus protractilis.
ttft Euryleptidae. Corpus planum dilatatum, laeve vel
papillosura. Caput plus minusve a corpore discretum, pseudotenta-
culis duobus frontalibus iustructum. Ocelli numerosi, cervicales
vel simul pseudotentaculis impositi. Os ventrale in medio fere cor-
pore vel antrorsum situm. Aperturae genitales ante os vel post
sitae. Maricolae.
Eurylepta Ehrbg. Corpus laeve tenue. Caput a corpore
subdiscretum. Ocelli in acervum unum vel duos dispositi. Os ven-
trale antrorsum situm. Aperturae genitales?
Tliysanozoon Gr. Corpus supra undique papillosum. Caput
a corpore discretum. Ocelli numerosi in capite, interdum in pseu-
dotentaculis siti. Os subcentrale vel antrorsum situm. Apertura
genitalis mascula centralis vel subcentralis, feminea centralis vel
retrorsum sita.
In der schon oben (S. 563) angezogenen Arbeit über
Turbellarien unterwirft Minot den Bau der Dendrocoelen
einer methodischen Untersuchung (mittels der Schnittme-
thode), bei der ausser den einheimischen Süsswasserplana-
rien auch eine Anzahl von zum Theil neuen marinen Formen
Berücksichtigung finden. Es hat sich dabei noch bestimmter
vielleicht, als durch die frühern Beobachtungen, die That-
sache herausgestellt, dass diese Thiere durch ihre histo-
logische Differenzirung in Nichts gegen die verwandten
Formen zurückstehen, sich vielmehr in allen wesentlichen
Punkten, auch in- Betreff der Muskulatur und des Grund-
gewebes, denselben als gleichberechtigt anreihen. Verf.
verfolgt die Organisation seiner Formen durch alle ein-
zelnen Organensysteme hindurch und macht uns dabei mit
so vielen neuen Verhältnissen bekannt, dass es kaum mög-
lich ist, auf alle Einzelnheiten einzugehen. Wir müssen
uns in unserm Berichte desshalb auf Weniges beschränken.
648 Leuckart: Bericht üb. d> wissenschaftlichen Leistungen
So heben wir denn zunächst hervor, dass Verf. dieMeez-
nikoffsche Ansicht von der parenchymatösen Beschaffen-
heit des Darmrohres bei den Turbellarien für irrig hält
und letzteres bei unsern Thieren überall mit einer Epithel-
lage ausgestattet sieht, die namentlich dann deutlich her-
vortritt, wenn man dieselben einige Tage hungern lässt.
Dabei zeigt das Epithel in dem Magenanhange und dem
Magen selbst einige Verschiedenheit insofern, als es in
letzterm mehrfach geschichtet ist und die Zellen in mehr
oder minder grosser Ausdehnung eine eigenthümliche Kol-
benform besitzen. Die Dotterstöcke (Eierfutterstöcke Verf.)
finden sich viel allgemeiner, als man früher annahm, und
bestehen aus Zellen, die, statt in Haufen zusammengrup-
pirt zu sein, wie bei den Cestoden und Trematoden, durch
Parenchymgewebe und Muskeln mehr oder minder aus
einander gehalten werden. Auch in anderer Hinsicht finden
die Geschlechtsorgane, besonders die weiblichen, welche
bei den einzelnen Arten gar manchfache Verschiedenheiten
zeigen und öfters sehr complicirt gebaut sind, eine ein-
gehende Darstellung. Ein eigentliches Gehirn konnte Verf.
nur bei wenigen Arten nachweisen. Was man sonst bei
unsern Thieren als Gehirn bezeichnet hat, enthält keinerlei
erkennbare nervöse Elemente, sondern nur eine wenig ge-
färbte körnige Masse, deren Deutung zweifelhaft ist. Ebenso
wenig gelang es die sog. Nervenstränge als solche zu er-
kennen. Verf. erklärt dieselben als Balkenstränge, wie
solche von Sommer-Landois bei den Cestoden beschrie-
ben wurden, und denkt, dass dieselben durch eine eigen-
thümliche Umwandlung des gewöhnlichen Körperparen-
chyms entstanden seien, ohne zu ahnen, dass auch letz-
tere bald darauf als nervöse Apparate erkannt werden
würden. Von Wassergefässen wurde nirgends eine Spur
gesehen. Als neu beschreibt Verf. (S. 451) Mesodiscus
inversiporus und Opistoporus tergestimts, beide zugleich
Repräsentanten neuer Genera, von denen das erstere mit
Prosthiostomum Ulian. verwandt ist, sich aber durch den
Besitz eines vor den Geschlcchtsöffnungen an der Bauch-
seite gelegenen grossen Saugnapfes auszeichnet, während
das zweite dem Gen. Leptoplana nahe steht.
in d. Naturgesch, d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 649
Moseley bandelt (Quarterly Joum. microscop. sc.
T. XVII. p. 23-32. PI. III) über pelagiscbe Planarien,
besonders StylocJms pelagicus n., eine Form, die völlig
durcbsicbtig ist und dessbalb denn aueb eine vollständige
Analyse ihrer Organisation und namentlich des Baues ihrer
GescbleclÄsorgane gestattete. Bei einer zweiten vermuth-
lich gleichfalls neuen Art, die aber nur im geschlechts-
losen Zustande zur Beobachtung kam, wird die regelmässige
Stellung und Richtung der Augen als besonders charakte-
ristisch hervorgehoben. Eine der bekannten MüUer'schen
Planarienlarve ähnliche Jugendform Hess sich mit ziemlicher
Sicherheit auf Thysanozoon zurückführen.
Bei der grossen Unsicherheit, die noch heute in Bezug
auf die Bildung des Nervensystemes bei den Dendrocoelen
herrscht, und der vielfach abweichenden Deutung, welche
dasselbe bei den verschiedensten Forschern seit v. Baer
— ich erinnere nur anDujes, Blanchard und neuer-
dings an Moseley und Minot — erfahren hat, nehmen
die ^Untersuchungen zur vergleichenden Anatomie und
Histologie des Nervensystems der Plathelminthen" von
Lang (Mittheil. zool. Stat. Neapel Bd. I. S. 459-489.
Tab. XV u. XVI) unsere besondere Aufmerksamkeit in
Anspruch. Lassen dieselben doch nicht den geringsten
Zweifel, dass die betreffenden Thiere nicht bloss überhaupt
mit einem Nervensystem, sondern auch mit einem hoch
entwickelten Nervensystem versehen sind. Das mehr oder
minder zweilappige Hirn liegt beständig (Stylochus, Pla-
nocera, Leptoplana, Thysanozoon, Proceros u. s. w.) vor
dem Rüssel und der Mundöffnung, und zwar der Bauch-
fläche zugewandt, so dass der Darmapparat dasselbe über-
deckt. Ein Gleiches gilt von den — an Zahl sehr wechseln-
den — Nerveustämmen, die von dem Gehirn ausstrahlen,
•allmählich aber sämmtlich der Körperoberfläche sich zu-
wenden und durch zahlreiche Anastomosen plexusartig zu
einem Maschenwerke zusammentreten. Die Maschen zeigen
eine ziemlich regelmässige polygonale Gestalt und nehmen
unter gleichzeitiger Verdickung der Faserstränge gegen
den Körperrand an Grösse ab. Die letzten Ausläufer der
Stränge Hessen sich bei der durchsichtigen neuen Planocera
650 Leuckart: Beriebt üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Grafßi, an der dieses auffallende Verhalten zunächst con-
statirt wurde, bis unmittelbar unter das Körperepithel ver-
folgen, wo sie dem Auge sich entzogen. Die Ganglien-
zellen zeigen in Form und Anordnung eine grosse Manch-
faltigkeit, bilden aber im Allgemeinen die äussern Partien
des Gehirnes, während der centrale Theil aus eiiter ausser-
ordentlich feinfaserigen Substanz besteht, in deren Innerem
weder Kerne noch Zellen gefunden werden. Im Gegen-
satze hierzu enthalten die aus dem Hirn hervortretenden
Nerven und die dem Hirn zunächst liegenden Anastomosen
eine grosse Zahl von Ganglienzellen und Faserzellen. Auf
Macerationspräparaten sieht man das Plasma der Zellen
oft deutlich in die mit einander anastomosirenden Nerven-
fasern auslaufen. Die zarten Häutchen und Bändei*, welche
dieselben verbinden und das spongiöse Aussehen der Ner-
venstämme bedingen, gehören wahrscheinlich dem Kör-
perparenchym an. Von einem Circulations- oder Wasser-
gefässsystem hat Verf. bei Dendrocoelen keine Spur ent-
decken können. Hodenbläschen und Eibildungsstätten sind
der Art vertheilt, dass die erstem eine völlig ventrale,
die andern eine völlig dorsale Lagerung besitzen.
lieber „urticating organs of Planarian worms" vergl.
Moseley, Nature 1877. T. XVI. p. 475.
Götte giebt (zool. Anzeiger Th. I. S. 76) eine kurze
Darstellung von der Embryonalentwicklung der Planaria
neapolitana und eines Thysauozoon, aus der bervorgeht,
dass die vier grossen Furchungskugeln, sobald sie von
den Abkömmlingen der vier kleinen kappenförmig um-
wachsen sind, direct das Entoderm liefern, indem auch sie
sich theilen und zu Zellen werden, welche sich bilateral
in zwei Reihen ordnen und dann zur Bildung einer Darm-
höhle aus einander weichen. Nachdem letztere an der
von dem Ectoderm freigelassenen Stelle nach Aussen hin-
durchgebrochen, wird der gegenüberliegende Theil des
Embryo convex, während die Bauchseite eine mediane
Furche bildet, zu deren beiden Seiten je ein runder Lappen
hervorwächst. Eben so entsteht vor der Furche ein querer
Kopfschirm. Auf diese Weise gewinnt die Larve eine
auffallende Aehnlichkeit mit einem, Pilidium, die um so
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 651
grösser wird, als nicht bloss die ganze Körperoberfläche
mit Flimmerliaaren sich bedeckt, sondern auch dicht vor
dem Scheitel und über den Augen noch ein besonderer
Wimperbusch zur Entwicklung kommt. Ein schwächerer
Wimperbusch steht am hinteren Ende. Uebrigens vermag
die Larve derart sich zu strecken, dass die Wimperbüsche
bis an die Enden rücken und die ventralen Lappen fast
verstreichen.
Die Angaben, die Mecznikoff in den Notizen der
Gesellsch. der Naturf. zu Odessa 1877 (Bd. V. Heft 1,
russisch) über die Entwicklung von Stylochopis ponticus
gemacht hat, scheinen nach dem von Mayzel (in Jahres-
ber. von Hofmann und Schwalbe 1878. H. S. 74) darüber
gelieferten Keferate in mehrfacher Hinsicht mit den Beob-
achtungen Götte's übereinzustimmen. Die Darstellung
Mecznikoff 's soll freilich vielfach unklar sein, ein Um-
stand, den wir um so mehr bedauern, als Verf. gleichzeitig
auch über die bis jetzt erst wenig erforschte Entwicklung
einer Landplanaria (P. polychroa) berichtet. Die Eikapseln
derselben enthalten ausser 4 — 6 Eizellen mehr als zehn-
tausend amoeboid bewegliche Dotterelemente, die von den
Embryonen aufgenommen werden und im Innern derselben
schon zu einer Zeit zu beobachten sind, in welcher diese
eine erst glockenförmige Gestalt besitzen und des Pha-
rynx noch entbehren. Nach Aufnahme der Dotterelemente
bedeckt sich die Oberfläche der Embryonen mit Cilien,
durch deren Hülfe diese dann zu rotiren beginnen. Der
Abschluss der Entwicklung erfolgt übrigens erst mehrere
Tage nach dem Auskriechen aus der Kapsel, indem der
bis dahin hervorragende Pharynx eingezogen wird und
seine definitive Muskulatur erhält, die Körpermuskeln sich
bilden und die früher einfache Entodermmasse in den ver-
zweigten Darm sich umwandelt. Später sollen die jungen
Planarien an dem Körper ihrer Mutter sich anheften und
denselben aussaugen.
Moseley hat während der Challenger-Reise seine
Untersuchungen über Landplanarien überall fortgesetzt,
wo Gelegenheit dazu geboten wurde, und aus Brasilien,
Neu-Seeland, Australien, Manilla, Süd-Afrika ein reiches
652 Leuckart: Bericht üb. d.- wissenschaftlichen Leistungen
Material zusammengebraclit, das er in dem Quarterly Joum.
micr. sc. 1877. T. XVII. p. 273—292. PI. XX zusammen-
stellt und verarbeitet. Eine der von ihm neu aufgefunde-
nen Arten, Geoplana Traversii, gestattete eine ziemlich ein-
gehende anatomische Untersuchung, bei der namentlich
auch die Bildung der Geschlechtsorgane Berücksichtigung
fand. Auf Grund der jetzt über diese Thiere vorliegenden
Untersuchungen scheint so viel erwiesen, dass die Land-
planarien, die vermuthlich über alle Länder der tropischen
und gemässigten Zone verbreitet sind — Verf. zählt davon
nicht weniger als 63 Arten auf — eine eigne Gruppe bil-
den, die in mancher Hinsicht, wie Verf. meint, von den
wasserbewohnenden Formen zu den Blutegeln überführen.
In Uebereinstimmung mit den Anforderungen eines Land-
aufenthaltes sind die äussern Lagen der Eings- und Längs-
muskeln bei ihnen kräftiger entwickelt, als bei den Wasser-
bewohnern. Es gilt das besonders für Geoplana und das
neue Gen. Gaenoplana, noch mehr aber für eine Philip-
pinische Form {Dolichoplana n.), deren Bewegungen fast
annelidartig sind. Die Geschlechtsorgane zeigen eine grös-
sere Tendenz zur Specialisation, als das sonst der Fall
zu sein pflegt. Die Ovarien, die als birnförmige kleine
Säcke in dem vordem Körpertheile liegen, stehen mit Ovi-
ducten in Verbindung, die halb so lang sind, als der Körper,
und in einen einfachen Uterus führen, der tückwärts vom
Penis gelegen ist. Die Geschlechtsöffnung ist für männ-
liche und weibliche Organe gemeinschaftlich. Von beson-
derm Interesse ist die Entdeckung, dass die Fortpflanzung der
Landplanarien, wie die der Süsswasserformen, durch hart-
schalige Cocons vermittelt wird, welche eine beträchtliche
Grösse besitzen und Embryonen zur Ausbildung bringen,
die schon bei ihrer Geburt den Eltern ähneln. Fadenzellen
finden sich, wie es scheint, überall bei unsern Thieren.
Die Fäden erreichen eine beträchtliche Länge, so dass
sie im Innern der Zellen tauartig gerollt sind. Sie sind
ohne Zusammenhang mit der Zellwand, unterscheiden sich
von den sog. Stäbchen also nur durch ihre Länge, und
werden, wie diese, bei Reizung des Thieres nach aussen
ausgeworfen. Die Bew^egung der Flimmerhaare hält an
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 653
den einzelnen Körperstelleu eine verschiedene Richtung
ein. Was die Systematik betrifft, so unterscheidet Verf.
nach der Anwesenheit oder dem Mangel von Stirntentakeln
zwei Familien, Leimacopsidae und Geoplanidae, von denen
die erstere aber nur ein Genus und eine Art in sich ein-
schliesst. Die Familie der Geoplanidae dagegen enthält
7 Genera, von denen zwei hier zum ersten Male charak-
terisirt sind.
Caenoplana n. gen. Body long and wormlike, much rouuded
on the back, flattened on the under surface, without au ambulacral
line. External lougitudinal muscular bundles largely and evenly
developed over both dorsal and venli-al regions. Lateral organs
(nervous System or primitiv vascular System?) distinct and isolated
as in Rhynchodesnius, and, as in it, connected by a transverse coni-
missure. Eyes absent frora the front of the anterior extremity, but
present in tvvo lateral elongate crowded patches placed just behind
the anterior extremity and scattered sparsely on the lateral margins
of the body for its entire extend. Mouth nearly central, pharynx
cylindrical. Caen. coerulea, C. sanguinea, C. siihviridis, sämmtlich
neu, aus Neu Süd-Wales.
Doliclioplana n. gen. Body extremely long and narrow,
flattened and band-like tapering to a blunt point at either extre-
mity. Mouth situate at a distance from the anterior extremity of
about one third the leugth of the body. Generative aperture at
about the same distance posterior to it. Eyes two only, as in Rhyn-
chodes)nus. External lougitudinal muscular bundles very much de-
veloped all over the body, but especially in the dorsal regions,
where they are the only lougitudinal muscles present. Ambulacral
line slightly indicated. Lateral organs as in Rhynchodesmus. D.
striata n, von den Philippinen.
Von neuen Arten beschreibt Verf. weiter noch: Geoplana flava
Brasilien, G. Traversii Neu-Seeland, Ehynchodesmus flamis Cap d. g.
H., HU. fuscus ebendah., Bipalium unicolor Philippinen.
Weiter beschreibt Moseley unter der Bezeichnung
Bipalium heivcnse (Ann. nat. hist. 4878. T. I. p. 237—239)
eine neun Zoll lange neue Landplanarie aus einem Warm-
hause des Botanischen Gartens in Kew, deren Zugehörig-
keit zu Bipalium durch die charakteristische Kopfform zur
Genüge bewiesen wird.
Geoplana Whartoni n. sp. von Rodriguez unterscheidet
sich von den verwandten Arten dadurch, dass ihre Augen
rund um den Fussrand herum gestellt sind, obwohl sie
654 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
vorn am dichtesten stehen (Gulliver in den Philos. Trans-
act. Vol. 168. p. 561. PL LV). Auch auf den Seychellen
kam dem Verf. eine sehr ähnliche Art zu Gesicht. Die
Genusdiagnose wird auf Grund der neuen Art folgender-
massen umgeändert.
Geoplana Stimps. Corpus depressum vel depressiusculum,
elougatum v. lineare, capite continuo. Ocelli numerosi marginales
V. submarginales, vel in parte anterior! corporis solum, vel passim
circa corpus, singulatim plerumque, nonnuraquam in acervos dis-
positi.
V. Kennel findet die MtiUer'sche Planaria (Rhyncho-
desmus) terrestris bei Wtirzburg und macht über die Or-
ganisation derselben eine Reihe von Mittheilungen, aus
denen hervorgeht, dass die Moseley'sche Darstellung be-
sonders der Geschlechtsorgane auch auf diese europäische
Landplanarie ihre Anwendung findet. Die Seitenstränge
hält v. K. mit Recht für wirkliche Längsnerven, zumal
sich dieselben im Kopftheil zu einem wohl ausgebildeten,
allerdings nicht bindegewebig scharf abgegrenzten, aber
deutlich zweilappigen Gehirne vereinigen. Im Verlaufe
der Seitennerven finden sich äusserst zahlreiche, aber ver-
schieden starke und nicht sehr regelmässig angeordnete
Quercommissuren, die beide Stränge strickleiterartig ver-
einigen. Bei Geodesmus bilineatus, den Verf. gleichfalls —
im Warmhause des kgl. Hofgartens — in Würzburg auf-
fand, fehlen diese Commissuren. Auch die Bildung der
Geschlechtsorgane zeigt mehrfache Abweichungen. Den
Darm schildert Verf. — im Gegensatze zu Mecznikoff's
Darstellung — als eine mit schönem Epithel versehene
Röhre und keineswegs ausgefüllt mit einer verdauenden
homogenen Eiweisssubstanz. (Bemerkungen über einhei-
mische Landplanarien, Zoolog. Anzeiger Th. L S. 25 — 28.)
Auch in dem Frankfurter Palmenhause gehört die
Planaria terrestris nach Graff (Zoolog. Garten 1879 oder
Morphol. Jahrb. Bd. V. S. 430j zu den gemeinsten Thieren.
Ebenso findet sich dieselbe nach Carriere (das. 1879. Th.
II. S. 668) auf der Ruine Ebersteinburg bei Baden-Baden.
Später hat Kenneil den Bau dieser Landplanarien
zum Gegenstände einer eingehenden Darstellung gemacht,
in d. Naturgesch. d. nied. Thierc währ d. Jahre 1876 — 1879. 655
die mit ihren Rückblicken auf die analogen Verhältnisse
unserer Süsswasserplanarien den Beweis liefert, dass bei-
derlei Formen eine grössere Verwandtschaft besitzen, als
es auf den ersten Blick der Fall zu sein scheint. Eine
besondere Berücksichtigung finden in dieser Darstellung
die Geschlechtsorgaue, die der Untersuchung mancherlei
Schwierigkeiten entgegensetzen und desshalb denn auch
bislang nur unvollständig bekannt waren. Es gilt das
namentlich in Bezug auf die Dotterstöcke, die nach den
Beobachtungen unsers Verf. 's auch den Seeplanarien nicht
abgehen, und von dicken Paketen grosser Zellen gebildet
werden, welche vom vordem Körperende bis zu den Ge-
schlechtswerkzeugen die Zwischenräume zwischen den
Darmschenkeln erfüllen und ihr Drüsenproduct durch einen
langen, aber feinen Hals in zahlreiche den Oviducten in
ganzer Länge aufsitzende Ausführungsgänge entleeren. Die
Geschlechtsöffnung, die ungefähr am Anfang des letzten
Körperdrittheils gelegen ist, führt zunächst in eine für
beiderlei Theile gemeiuschaftliche Vorhöhle, die senkrecht
aufsteigt und durch ihre Ausstülpungen nach vorne den
Penisbeutel, nach hinten Vagina und Uterus bildet. Die
Vagina trägt einen reichen Besatz einzelliger Drüsen,
deren Secret in geronnenem Zustande die grosseste Aehn-
lichkeit mit den Stäbchen der Haut hat. Die schon oben
für Rhynchodesmus hervorgehobene strickleiterförmige Bil-
dung des Nervensystemes ist in derselben Weise auch bei
einer Anzahl Seeplanarien vorhanden. (;,Die in Deutsch-
land gefundenen Landplanarien", Arbeiten des zoolog.-
zootom. Institutes in Würzburg, Bd. V. 20 Seiten, 1 Taf.)
Collingwood handelt in den Transact. Linnaean
Soc. See. ser. Vol. L p. 83-98. PL XVH-XIX „on 31
Species of marine Pianarians", über Formen, die theils
von ihm selbst an den Küsten von China, Borneo u. s. w.
gesammelt sind, theils auch von Kelaart in Ceylon be-
obachtet und auch von diesem bereits vor längerer Zeit
(Ende der fünfziger Jahre) in einem wenig bekannten Jour-
nale der roy. Asiat. Soc. kurz charakterisirt wurden. Die
letztern bestehen aus 19 Species, von denen nicht weniger
als 11 dem Gen. Eurylepta zugehören, das unter den Formen
656 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
von Collingwood nur durch eine einzige Art vertreten
ist. Zwei Arten, beide aus der Familie der Euryleptiden,
werden von unserm Autor zu Typen neuer Genera er-
hoben. In Nachfolgendem geben wir die Namen, unter
denen die 31 Species beschrieben und abgebildet sind:
Thysano^oon Älderi n., Th. Ällmanni n., Th. auropunctatum
Kel., Acanthosoon (n. gen.) armatum Kel., A. papilio Kel.,
Sphyngiceps (n, gen.) lacteus n., Proceros concinnus n.,
Pr. Hancockianus n., Pr. Buskii n., Eurylepta fusca Kel.,
E. atroviridis Kel., E. undulata Kel., E. violacea Kel., E.
dulcis Kel., E. purpurea Kel., E. viridis Kel., E. affinis
Kel., E. cerebralis Kel., E. striata Kel., E. zeylanica Kel.,
E. Kelaarti n., TypJdolepta Beyerleyana n., Centrostomum
ocellatum Kel., C. punctatum Kel., Elasmodes ohtusus n.,
Leptoplana patellensis n., L. aurantiaca n., Stylochoplana
elegans Kel., St. meleagrina Kel., StylocJiopsis malayensis
n., Planocera thesea Kel.
Char. gen. n. Acanthozoon Coli. Caput subdiscretum, ten-
taculis parvis approximatis. Corpus supra spinulis brevibus nigris
ubique instructum.
Char. gen. n. Sphyngiceps Coli. Corpus laeve, caput di-
scretum, tentaculis magnis subdistantibus ; ocelli occipitales et ca-
pitales.
Weitere neue Meerplanarien beschreibt Verrill (In-
vertebr, anim. Vineyard Sound p. 338 u. 452) als Stylo-
chopsis littoralis, Leptoplana folina, Planaria grisea und
Polycelis mutahilis, S tu der (Arch. f. Naturgesch. 1879.
Th. I. S. 123, Kerkuelenfauna) als Leptoplana oder Dicelis
sp., Grimm (Caspisches Meer Th. I. p. 87) als Polycelis
ScJmlmanni.
Fries berichtet in seinen ^neuen Untersuchungen
der Falkensteiner Höhle" (Würtenbg. Jahreshefte 1880.
S. 111. Jahrg. 36), über die schon früher von ihm (Jahrg.
30. S. 119) daselbst aufgefundene Planaria cavatica, die mit
PI. lactea nahe verwandt ist, sich aber durch den Mangel
der Augen bestimmt von derselben unterscheidet. Vergl.
weiter über dieselbe Form Fries, Zool. Anzeiger Th. IL
S. 157.
Später findet Fries diese Art auch in Hannövrisch
Münden und zwar in einem Brunnen, dessen Wasser die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 657
dortige Fischbrut- Anstalt des Prof. Metzger speist. Zool.
Anz. Th. IL S. 309.
Ebendaselbst geschieht noch einer zweiten Grotten-
planaria aus der Bielshöhle bei ßübeland Erwähnung, die,
mit PL lactea und PL cavatica verwandt, mit ersterer auch
den Besitz von Augen theilt, aber durch ihre langgestreckte
Körperform und das verbreiterte Kopfende scharf charak-
terisirt ist. Mit Rücksicht auf die letztgenannte Eigen-
thümlichkeit wird für die neue Art die Bezeichnung Fl.
macrocepliala in Anwendung gebracht.
Aus den Mittheilungen, welche Duplessis über die
Turbellarien des Genfer Sees macht, geht zur Genüge her-
vor, dass diese zum bei Weitem grossesten Theile aus der
Littoral- und Sumpffauna der Umgebung herstammen. Sie
lassen sich fast sämmtlich auf Formen der letztern zurück-
führen, obwohl sie meistens in dieser oder jener Hinsicht
gewisse Modificationen erlitten haben. So sind u. a. die
Tiefseeexemplare von Dendrocoelum lacteum und D. fuscum
kleiner und heller gefärbt und mit Augen versehen, die
in Rückbildung erscheinen, auch wohl bei D. lacteum sich
theilen, so dass Graff solche Exemplare als besondere
Art (PL 4-oculata) beschrieben hat. Nur für zwei Arten
finden sich in der Umgebung keine Vertreter. Es sind
die provisorisch als Vortex Lemani und Mesostomum mor-
giense bezeichneten Arten, die aber wohl richtiger als Re-
präsentanten zweier neuer Genera betrachtet werden. Sie
bewohnen die grossesten Tiefen und sind vermuthlich die
Ueberbleibsel einer frühern faunistischen Periode, aus der
sie auch in andern europäischen Seen zurückblieben. Bibl.
univ. Geneve 1877. T. 60. p. 326.
Eine eingehende Beschreibung des Vortex Lemani
hat unser Verf. übrigens schon früher (Bullet, soc. vaud.
T. XIIL S. 115-124, T. XIV. p. 254-259) gegeben. Die
erste dieser Mittheilungen geht sogar der Darstellung
Graff 's voraus, die wir schon in unserm letzten Berichte
angezogen haben. Im Allgemeinen stimmen die Angaben
beider Forscher nahe mit einander überein, nur hebt Verf.
in seinem Nachtrage noch den sonderbaren Umstand her-
vor, dass die Eier schon auf früher Entwicklungsperiode
658 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
von bündeiförmig zusammengruppirten Samenfäden um-
hüllt seien, die auch nach dem Ablegen noch sich auf-
finden Hessen. Die amoeboid beweglichen Darmzellen, die
nach ihrer Lösung von der Magenwand oftmals zu grössern
Massen zusammenfliessen, ist Verf. jetzt geneigt, als Leber-
zellen zu deuten.
Auch das Mesostomum morgiense findet daselbst
(T. XIV. p. 260—278) eine nähere Darstellung. Dotter-
zellen, Samenfäden und Eier sollen nicht in . besondern
Organen entstehen, sondern — was zum Theil auch schon
für Vortex Lemani angegeben wird — frei in den Maschen
des bindegewebigen Parenchyms ihren Ursprung nehmen,
ganz wie das Moniez für die Cestoden behauptet. Zwischen
den beiden Augenflecken liegt eine ansehnliche Otolithen-
kapsel, deren Binnenkörper Verf. übrigens, weil er in
Säuren nicht aufbraust, für eine Linse hält.
Später macht unser Verf. (Ibid. XVI. p. 157) noch
einige andere Turbellarienformen aus der Tiefe des Genfer
Sees namhaft, unter denen als nova sp. ein mit Vortex
truncatus nahe verwandter F. intermedius. Eine Zusam-
menstellung der überhaupt daselbst vorkommenden Arten
(ibid. Vol. XVI. p. 323) zeigt nicht weniger als 18 ver-
schiedene Arten.
Vejdovsky liefert einen „vorläufigen Bericht über
die Turbellarien der Brunnen von Prag, nebst Bemerkungen
über einige einheimische Arten" (Sitzungsber. der kgl.
böhm. Gesellsch. der Wissensch. in Prag 1879. S. 501 —
507). Ausser Vortex pictus Schni. beobachtete Verf. in den
Prager Brunnen noch Prostomum lineare Oerst., Mesosto-
mum Hallezianum n., Stenostomum unicolor Schm., St. ig-
navum n. An einer Localität entbehrte das sonst augen-
tragende Prost, lineare der Augenflecke, wie denn auch
Mes. Hallezianum und die beiden Stenostomeen den blin-
den Formen zugehören. Die Homologie des Gefässappa-
rates von Sten. leucops mit dem Rüssel der Nemertinen
wird in Abrede gestellt, vielmehr angegeben, dass der-
selbe am hintern Körperende nach aussen münde. Gleiches
gilt für den Darm, der nur bei St. ignavum ein blindes
Ende hat. Die übrigen Bemerkungen des Verf.'s betreffen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 659
vornehmlich die Gruppe der StenostomeeD, die als die
nächsten Verwandten von Aeolosoma bezeichnet werden,
namentlich St. leucops Oerst. und das in vieler Hinsicht
von den übrigen Arten abweichende St. fasciatum n. Bei
St. leucops wird eine Zweitheilung des Vorderdarms und
eine Drüse beschrieben, welche in der Pharyngealgegend
oberhalb der Wassergefässe gelegen ist und hinter dem
Gehirn nach aussen ausmündet. Im Ganzen zählt Verf.
aus den Böhmischen Gewässern 20 rhabdocoele Strudel-
würmer auf, u. a. Berostomum typMops n. sp. und Prorhyn-
chus stagnalis Schulze, den Verf. von der gleichnamigen
Art Hallez' und Barrois' (Pr. fluviatilis Leidig?) ver-
schieden hält. Die weibliche Geschlechtsöffnung derselben
liegt fast in der Mitte des Rückens.
Nassonoff veröffentlicht in den Abhandlungen der
kaiserl. Gesellsch. der naturforschenden Freunde in Moskau
Bd. XXIII. Heft 2 (S. 44—46 mit Abbild.) ein Verzeichniss
der in der Umgebung von Moskau vorkommenden rhab-
docoelen Turbellarien (20 Arten, sammt und sonders be-
kannten Genera zugehörig) und beschreibt dabei — von
einigen Varietäten (besonders bei Vortex pictus) abgesehen,
eine neue Art des Gen. Mesostomum, die zumeist mit M.
obtusum verwandt ist. Verf. schildert den Innern Bau be-
sonders der Geschlechtsorgane der neuen Art und liefert
schliesslich eine die Darstellung von 0. Schmidt in mehr-
facher Hinsicht ergänzende und berichtigende Beschreibung
der Geschlechtsorgane von Mes. Wandae.
Levinsen liefert einen „bidrag til kundskab om
Grönlands Turbellarienfauna", Vidensk. Medel. naturh.
Foren. 1879-80. p. 165-204. Tab, III und beschreibt
darin 41 Arten, die über 20 Gattungen sich vertheilen. Mit
Ausnahme der sechs letzten, die bis auf eine Nemertinen
sind, gehören dieselben sämmtlich zu den Rhabdocoelen.
Die neuen Formen werden unter folgenden Namen auf-
geführt: Aphanostomum latissimum (^ Proporus cyclops
Schm.), Convoluta groenlandica^ Mecynostomimi cordiforme^
M. lenüferum (mit 2 linsentragenden Ocellen und grossem
Otolithen), Mesostomum violaceum, M. agile^ Vortex pun-
ctatuSj Änoplodium (?) mytili (aus den Kiemen von Mytilus
Ä-rchiv f. Naturg. XXXXIV, Jahrg. 2. Bd, SS
660 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
discors), Gyrator groenlandicus, G. assimüiSy Plagiostomum
caudatum, Acmostomum groenlandicum, Cylindrostomum dl-
hum, C. discors^ C. Oerstedi, C. elongatum^ Monocelis dlha^
M. hirudo (auf der Körperhaut von Pagurus pubescens),
Microstomum groenlandicum, Ulianinia (n. gen.) mollis-
sima, Graffia (n. gen.) capitata. Zur Charakteristik der
neuen Genera geben wir nachfolgend die vom Verf. auf-
gestellten Diagnosen.
Ulianinia Lev. n. gen. Corpiis mollissimum. Anterior pars
corporis impressione transversa a corpore cetero distincta. Pharynx
(num pharynx vera?) annuliformis vel mesostomiformis, valde ex-
tensilis, in medio corpore sita. Organa urticatoria eadem forma
ac in Microstomo lineari. Vesiculae testiculares in anteriore parte
corporis sitae. Penis mollis. Ovaria et Organa viteüigena con-
juncta.
Graffia Lev. n. gen. Corpus molle. Anterior pars corporis
propter impressionem transversam latam et profundam plane colli-
formem capitiformis. Pharynx (num pharynx vera?) annuliformis
vel mesostomiformis valde extensilis in parte tertia posteriore cor-
poris sita. Testes? Penis? Ovaria et Organa vitelligena conjuncta.
Mereschkowsky beschreibt (Arch. für Naturgesch.
1879. Th. I. S. 35—55. Tab. IV) „einige Turbellarien des
weissen Meeres", Alauretta viridirostrum n. gen. et n. sp.,
Prostomum horeale n., Pr. papillatum n., Mesostomum Graffii
n. und Dinophilus vorticoides. Ausser ihnen sah Verf. noch
10 andere Arten, theils Dendrocoelen, theils Nemertinen,
von denen ausser Leptoplana tremellaris noch Fovia lapi-
daria n. namentlich hervorgehoben werden. Prostomum
boreale hat eine nahe Verwandtschaft mit Pr. helgolandi-
cum Meczn. Das neu, auf ein einziges Object hin, auf-
gestellte Gen. Alauretta hat einen segmentirten Körper,
dessen Abschnitte, wie Ref. vermuthet, einen Theilungs-
process einleiten. Der Verf. giebt derselben folgende
Diagnose :
Alauretta n. gen. Körper verlängert, in eine Reihe
aussen undeutlicher, im Innern ganz deutlicher Segmente getheilt.
Von diesen ist das erste in einen kegelartigen Fortsatz ausgezogen.
Dasselbe Segment trägt die Mundöffnung in Form einer Querspalte.
Zwei Augen. An einem hintern Segmente eine runde Afteröffnung
(? vielleicht Mund des letzten Theilsprösslings Ref.).
in d. Naturgesch. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 661
Plagiostonmm caspium n. sp., Grimm, Caspisches
Meer Th. I. S. 85.
Als Nemertiscolex parasiticus (n. gen. et n. sp.)
beschreibt Greeff in seiner Echiurenmonographie (S. 130.
Tab. XX. Fig. 51 — 53) einen 3 mm langen bandartigen
Strudelwurm, den er einige Male in der Leibesliöhle des
EchiuruS Pallasii auffand. Leider gelang es bei der völligen
Undurchsichtigkeit des Thieres nicht, die innere Organi-
sation zu untersuchen. Nur so viel Hess sich constatiren,
dass ausser dem Munde auch ein After vorhanden war.
Geschlechtsorgane konnten nicht aufgefunden w^erden. Der
Kopf trug zwei seitliche, ziemlich lange Wimperspalten.
Vermuthlich ist das Thier zu den Nemertinen (oder Ste-
nostomeen Kef.) zu stellen.
Ebenso geben Koren und Danielssen an (Nyt Ma-
gaz. naturvid. Bd. XXV. p. 108), im Darme von Myrio-
trochus Rinckii röthliche Turbellarien als Schmarotzer ge-
sehen zu haben.
Auch Vi Hot erwähnt in der oben angezogenen Tre-
matodenarbeit (1. c. p. 31) einer im Darme von Sxjrobicu-
laria schmarotzenden Rhabdocoele mit tonnenförmigem
Pharynx, der in kurzer Entfernung hinter dem vordem
Körperende gelegen ist, zweien linsentragenden Augen und
einem Zäpfchenbesatz am hintern Körperende. Im Innern
des Thieres beobachtet man Gebilde, die Verf. für Knospen
hält, zumal dieselben im entwickelten Zustande zwei Augen-
flecke und einen darmartigen Haufen grosser Zellen er-
kennen Hessen. Das Thier wird nach der Gesammtheit
seiner Charaktere mit Macrostomum zusammengestellt und
als ein Uebergangsglied zu den Dicyemen betrachtet.
Ich darf bei dieser Gelegenheit wohl erwähnen, dass
ich schon vor Jahren in dem Darme einer Neapolitani-
schen Tellina eine 2 mm lange parasitische Turbellarie
(Vortex?) je mit drei kleinen Linsen in den Augenflecken
beobachtete, deren geschlechtliche Entwicklung nicht dem
geringsten Zweifel unterliegen konnte. Eierstöcke, Dotter-
stock und Uterus Hessen sich eben so scharf und deutlich
erkennen, wie die Hoden. Im Uterus war vielleicht ein
halbes Dutzend Eikapseln mit je zwei Embryonen im
662 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Innern zu unterscheiden, die in der Nähe des vordem
Leibesendes schon mit Augen versehen waren und ganz die-
selben Verhältnisse zeigten, wie M. Schnitze sie in seiner
bekannten Monographie von Vort. balticus beschrieben hat.
Rhynchocoeli. Hoffmann veröffentlicht (in dem
dritten Bande des niederl. Archivs für Zoologie 1877)
,,Beiträge zur Kenntniss der Nemertinen" (12 Seiten mit
2 Tafeln) und schildert darin die Entwicklungsgeschichte
von Tetrastemma varicolor, deren Eier einzeln abgelegt
werden und einen Durchmesser von 0,2 mm besitzen. Nach
dem Schwunde des Keimbläschens und dem Austreten
zweier Richtungsbläschen, die wahrscheinlich dessen Resi-
duen darstellen, unterliegt der Dotter einer vollkommenen
und regelmässigen Furchung. Die Keimblätter entstehen
durch schichtenweise Differenzirung der Furchungskugeln,
die Anfangs völlig gleichartig sind. Die dabei im Centrum
übrig bleibenden Furchungskugeln werden von dem Endo-
derm umschlossen und dienen nach fettiger Degeneration
dem Embryo zur Nahrung. Das Ectoderm, welches sich
zuerst differenzirt, bekleidet sich mit Flimmercilien, die
am Vorderende in ein Bündel äusserst langer Geisseihaare
auswachsen. Ausser der Epidermis liefert das Ectoderm
auch das Nervensystem. Der Rüssel entsteht als eine
Ausstülpung des Endoderms, die nach dem Rücken zu ge-
richtet ist und sich abschnürt, nachdem sie sich mit einer
Schicht Mesodermzellen, der spätem Muskelwand, umgeben
hat. Mund und After bilden sich nicht durch Einstülpung,
sondern brechen von innen aus durch.
Während Hoff mann's Beobachtungen auf diese eine
Art sich beschränken, untersucht Barrois (Memoire sur
Tembryologie des Nemertes, Annal. des sc. nat. 1877. T.
VI. N. 3—6, 234 Seiten mit 12 Tafeln) die Entwicklungs-
geschichte von sieben Nemertininen (Lineus obscurus,
Amphiporus lactifloreus, A. splendidus, Tetrastemma can-
didum, T. dorsale, Cephalothrix linearis und Polia car-
cinophila). Dieselben repräsentiren drei verschiedene
Entwicklungsformen, indem die erstgenannte Art nach dem
sog. Desor'schen Typus ihren Ursprung nimmt, die drei
folgenden eine direete Entwicklung zeigen, und die übrigen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 663
durch einen freien Planulaziistand hindurchgehen. Mit
Ausnahme des Pilidium-Typus sind unter den Barrois'-
schen Arten somit alle die bis jetzt bei den Nemertinen
bekannten Entvvicklungsformen vertreten. Dieser Umstand
bot unserm Verf. denn auch Gelegenheit, die Beziehungen
derselben an der Hand der vergleichenden Methode genauer
und richtiger, als das bisher möglich war, festzustellen
und den Nachweis zu liefern, dass die früher unterschie-
denen vier sog. Typen der Nemertinenentwicklung eigent-
lich nur auf zwei sich reduciren, indem die Desor'sche
Jugendform in ihren genetischen Schicksalen bis auf ge-
wisse wenig wesentliche Züge mit Pilidium übereinstimmt,
und ebenso auch die directe Entwicklung eng an die Pla-
nulametamorphose sich anschliesst. Die Verschiedenheiten,
die zwischen denselben obwalten, reduciren sich darauf,
dass die als Pilidium und Planula bekannten Jugendzu-
stände ein freies Leben führen und besondere Larvenor-
gane besitzen, die namentlich bei Pilidium zu beträchtlicher
Ausbildung gelangen, während die Formen des Desor'schen
Typus und der directen Entwicklung erst später, wenn
sie die Attribute eines fertigen Nemertes besitzen, geboren
werden. In den allgemeinsten und wichtigsten Zügen der
Entwicklung zeigen aber auch die von unserm Verf. unter-
schiedenen zwei Gruppen eine unverkennbare Ueberein-
stimmung. Dieselbe spricht sich vornehmlich darin aus,
dass sie sämmtlich nach Abschluss der in regelmässiger
Weise verlaufenden Dotterklüftung zu einer Invaginations-
gastrula sich entwickeln, die dadurch zu dem spätem
Wurm wird, dass sie in mehr oder minder deutlicher
Abhängigkeit von dem Ectoderm vier Platten bildet, welche
paarweise hinter einander liegen und schliesslich in der
Medianlinie unter sich verwachsen. Die vordem dieser
Platten liefern den Kopf des Nemertinen, während die
beiden hintern den Körper bilden, der anfangs bekannt-
lich kaum länger ist, als der Kopf. Der Raum zwischen
diesen beiden Plattenpaaren wird von den Seitenorganen
eingenommen, die, wenigstens bei den Arten der ersten
Gruppe, durch Ausstülpung aus dem ösophagealen Ab-
schnitte der Gastrula gebildet werden und erst nachträglich
664 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
mit der Haut in Verbindung treten, so dass man sich fast
versucht fühlt, sie den Visceralspalten der Wirbelthiere
und den Kiemen der Enteropneusten zu vergleichen. Bei
den Nemertinen der ersten Gruppe, die sämmtlich, wie es
scheint, den Anopla zugehören, entstehen die Platten als
scheibenförmige Verdickungen des Ectoderms, die sich un-
terhalb desselben allmählich ausbreiten und schon frühe
eine Schichtung erkennen lassen. Die äussere dieser Schich-
ten wird zur Leibeswand des Wurmes, der Epidermis und
Muskelschicht, die sich aber erst später sondern, nachdem
die untere Schicht bereits in Form eines lockern Binde-
gewebes (Reticulum) davon sich gelöst hat. So ist es nicht
bloss bei dem Desor'schen Embryo, sondern auch bei
dem Pilidium, nur dass die Scheiben sich hier vertiefen
und nach ihrer Abtrennung vom Ectoderm noch eine
dünne Ausseulage erkennen lassen, die in eine besondere
amniosartige Umhüllung des spätem Wurmes sich um-
bildet. Der Rüssel entsteht, wie das Nervensystem, aus
der neuen Kopfanlage, anscheinend dem Mesoderm, wäh-
rend die Rüsselscheide erst nachträglich aus der Binde-
substanz hervorgeht, welche den Darm umhüllt und auch
die Zwischenräume zwischen den auswachsenden Magen-
säcken ausfüllt. Das ursprüngliche Ectoderm wird bekannt-
lich weder bei dem Desor'schen Embryo, noch bei dem
Pilidium in den definitiven Zustand hinübergenommen; es
wird abgeworfen, sobald der junge Nemertes sein neues
Leben anhebt. Eine solche Häutung findet sich aber nur
bei den Arten der ersten Gruppe. Die übrigen Nemertinen
behalten ihr primitives Ectoderm. Doch der Mangel einer
Häutung erschöpft keineswegs die Unterschiede, welche
zwischen beiden Entwicklungsweiseu obwaltet. Auffallen-
der noch ist der Umstand, dass sich bei den Arten der
zweiten Gruppe die vier Muskelplatten nicht, wie wir das
früher kennen lernten, in Scheibenform aus dem Ectoderm
hervorbilden, sondern durch Differenzirung aus einer eignen
unter dem Ectoderm gelegenen Embryonalschicht hervor-
gehen. Was Verf. über die Bildung dieser Schicht bei den
Arten mit directer Entwicklung angiebt, klingt übrigens
so auffallend, dass man wohl vermuthen darf, es sei dabei
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 665
ein Irrthum untergelaufen. Sie soll nämlich die äusserste
Lage einer Plasmamasse darstellen, die ihrerseits durch
ein Zusammenschmelzen des (erst nachträglich sich wieder
differenzirendeu) Endoderms mit den centralen Furchungs-
kugeln entstanden sei. Auf die zahlreichen Detailangahen
des Verf 's können wir natürlich nicht näher eingehen.
Nur das mag in dieser Hinsicht erwähnt werden, dass der
hintere, die Giftdrüse repräsentirende Rüsselabschnitt bei
den Enopla anfangs eine nur äusserst geringe Länge be-
sitzt. Dem eigentlich entwicklungsgeschichtlichen Theile
seiner Arbeit lässt der Verf. übrigens noch eine Reihe
anatomischer Erörterungen folgen, die dazu dienen sollen,
die morphologischen Beziehungen der Anopla und Enopla
in das richtige Licht zu stellen. Vornehmlich sind es die
Körperwände, das Nervensystem und die Seitenorgane,
welche dabei Berücksichtigung finden. Zur Erklärung der
factischen Verhältnisse recurrirt der Verf. überall auf die
Entwicklungsgeschichte und vielfach offenbar mit Glück
und in scharfsinniger Weise. Eine nähere Verwandtschaft
der Nemertinen mit den Anneliden wird auf Grund sowohl
der Entwicklungsweise, wie der anatomischen Bildung von
der Hand gewiesen. Die Kammerung der Leibeshöhle, die
man zur Begründung dieser Verwandtschaft vielleicht her-
anziehen könnte und auch wirklich herangezogen hat, habe
bei beiden eine durchaus verschiedene Natur, da sie bei
den Anneliden von der Muskulatur ausgehe, bei den Ne-
mertinen aber nur durch die peritoneale Bindesubstanz
gebildet werde. Statt der Anneliden seien es die Planarien,
denen die Nemertinen zunächstständen, namentlich Steno-
stomum und Prorhynchus, die durch die Bildung ihrer
Muskulatur eine grosse Analogie mit denselben aufwiesen.
Für Prorhynchus gilt das allerdings nur im entwickelten
Zustande, denn die Jugendformen desselben sind nach den
Beobachtungen des Verf. 's bis auf den durchaus rüssel-
artigen Penis unverkennbare Planarien.
Hub recht veröffentlicht „vorläufige Resultate fort-
gesetzter Nemertinen-Untersuchungen" (Zool. Anzeiger Th.
IL S. 474—476). Neben den beiden seitlichen Nerven-
stämmen, so erfahren wir dadurch, kommt aller Wahr-
666 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
scheinlichkeit nach bei sehr vielen Nemertinen noch ein
sehr dünner dritter Nervenstrang vor, der in der dorsalen
Mittellinie verläuft. Ebenso sind die Seitennerven am
Schwanzende bei einigen Nemertinen mittels einer Quer-
commissur oberhalb des Darmes in Zusammenhang. Wie
der Oesophagus jederseits einen von den untern Hirn-
ganglien abgehenden N. vagus bekommt, so erhält auch
der Rüssel seine eignen Nerven, welche in der Nähe der
vordem Hirncommissuren das Ganglion verlassen und an
der Anheftungsstelle des Rüssels in denselben eindringen.
Nesselorgane sind bei fast allen unbewaffneten Nemertinen
in der Rüsselwand nachzuweisen. Sie sind allerdings von
sehr verschiedener Grösse, enthalten aber sämmtlich einen
Nesselfaden, der alsbald nach dem Auswerfen der Stäbchen
aus dem umgestülpten Rüssel hervortritt. Die Körperchen
in der Flüssigkeit der Rüsselscheide sind bisweilen durch
Haemaglobin tingirt. In andern Fällen (Drepanophorus)
ist die Rüsselscheide mit einer Anzahl von Blindsäckchen
besetzt, welche regelmässig metamerisch gelagert sind. Die
fibro-muskulösen Dissepimente, welche die Leibeshöhle in
Segmente theilen, sind viel weiter verbreitet, als es an-
fangs den Anschein hatte und bei unbewaffneten, wie be-
waffneten Arten aufzufinden. Die früher von dem Verf.
ausgesprochene Hypothese (J.-B. 1875. S. 464), dass im
Nervengewebe eine eigne respiratorische Thätigkeit statt-
finde, ist ihm im Laufe der Zeit immer wahrscheinlicher
geworden.
V. Kennel berichtet in seinen „Beiträgen zur Kennt-
niss der Nemertinen" (Würzburger Inauguraldissertat. 1878,
aus dem IV. Bande der Arbeiten des zoolog.-zootom. In-
stituts in Würzburg, S. 361-375. Tab. XIX) über Sem-
per's Geonemertes palaensis, eine Form, die nicht bloss
durch ihren Aufenthalt auf dem Lande interessant ist, son-
dern auch dadurch, dass sie, wie wir hier erfahren, den
Zwitternemertinen zugehört und keine besondere Rüssel-
öffnung besitzt, sondern den Rüssel, wie es auch bei Mala-
cobdella der Fall ist, dorsalwärts in die Schlundhöhle aus-
münden lässt. Sonst zeigt der Rüssel den für die Enopla
charakteristischen Bau, auch die bei diesen Thieren zwischen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ, d, Jahre 1876—1879. 667
den Muskelschichten hinlaufenden Längsbänder, die Verf.
als Nerven in Anspruch nimmt, obwohl er den Zusaramen-
hana- mit dem Gehirne nicht nachzuweisen vermochte.
Männliche und weibliche Follikel wechseln unregelmässig
mit einander ab, so dass man auf demselben Schnitte ge-
legentlich die einen, wie die andern antrifft. Ein sack-
förmiges vorn an der Körperspitze ausmündendes Organ,
das bisher noch bei keiner andern Nemertine zur Beob-
achtung kam, ist seiner Bedeutung nach unbekannt ge-
blieben.
Gr äff entdeckte im Frankfurter Palmenhause (in dem
Kübel einer aus Australien importirten Palme) eine 12 mm
lange milchweisse Landnemertine, die trotz der Vierzahl
ihrer Augen und ihrer Bewaffnung keine Art des Gen. Te-
trastemma ist, wie die von Willemoes-Suhm auf den
Bermudasinseln beobachtete Form (vgl. J.-B. 1875. S. 470
oder Ztschft. für wissenschaftl. Zool. Bd. XXIX. S. CXIX),
sondern der Semper'schen Geonemertes palaensis nahe steht
und dem gleichen Genus zugehört. Den sog. Enopla durch
Rüsselbau, Leibesmusknlatur und Nervensystem verwandt,
müssen die Geonemertinen wegen der — sonst nur bei
Malacobdella noch vorhandenen — Einmündung des Rüssels
in den Vorderdarm und ihres Hermaphroditismus als Re-
präsentanten einer besondern Gruppe betrachtet werden.
Seitenorgane und Kopfspalten fehlen der neuen Art {G.
chalicophora), dagegen aber enthält die Haut zahlreiche
eiförmige Körperchen, die aus kohlensaurem Kalke be-
stehen). Geonemertes cJialicophora, eine neue Landnemer-
tine, morphol. Jahrbuch Bd. V. S. 430—440. Taf. XXV
—XXVII).
Gulliver beschreibt gleichfalls eine Landnemertine,
dem Gen. Tetrastemma zugehörig, T. rodericanum, und macht
über deren anatomischen Bau eine Reihe von Mittheilungen,
aus denen wir ersehen, dass das Thier, wie die Form
von Willemoes-Suhm, der Kopfspalten entbehrt und
dioecisch ist. Der Rüssel enthält, wie bei Amphiporus ha-
status, vier Stiletsäcke, die auf demselben Querschnitte
stehen. Philosoph. Transact. Bd. 168. p. 557—559. PL LV.
Die von Willemoes-Suhm in seinen Reisebriefen
668 Leiickart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
(Ztschft. für wissenscL Zool. Bd. XXVI. S. LXXXIV) er-
wähnte pelagisch lebende Nemertine ist dieselbe, welche
Moseley inzwischen als Pelagonemertes Rollestoni be-
schrieben hat. Siehe J.-B. 1875. S. 223.
Mc' In tos h macht Mittheiiungen über den Bau von
Yalencinia Ärmandi n. sp. (Trans. Linnaean Soc. Zool.
Ser. IL P. IL p. 73-8L PL XVI). Es ist vornehmlich
der Muskelapparat, der von dem Verhalten der verwandten
Formen abweicht und Eigenthümlichkeiten zeigt, die, da
sie zumeist auf das Kopfende beschränkt sind, vermuthlich
mit dem Aufenthalte des Wurmes, der im Sande gräbt, in
gewissem Zusammenhange stehen.
Unter dem Namen Avenardia (n. gen.) Friei be-
schreibt Giard eine neue Nemertine von gigantischen
Dimensionen (1 — 1,20 m lang, bis 3 und 3 cm breit), die
an einer bestimmten Localität bei Pouliquen, Loire-Infe-
rieure, zu Hunderten lebt, aber keinem der bisher unter-
schiedenen Typen sich einordnen lässt. Dieselbe gehört
zu den Anopla und besitzt einen scharf abgesetzten herz-
förmigen Kopf mit zwei grossen Längsspalten. Augen
fehlen, und die alternirend rechts und links angebrachten
Blindsäcke sind vielfach zerschlitzt, so dass der Darm fast
aussieht, wie bei einer Dendrocoele. Die Genitalien alter-
niren gleichfalls und münden am Rücken aus. Nemertien
geant de la cote occidentale de France, Bullet, scient. Dep.
Nord. Annee I. p. 233—237, Cpt. rend. 1878. T. 87. p. 52,
Ann. nat. bist. T. IL p. 195.
Verrill erwähnt unter den Würmern New-Englands
gleichfalls einer grossen acht Fuss langen Nemertesart,
für die er die Bezeichnung Macronemertes (n. gen.) gi-
gantea in Vorschlag bringt. Der Kopf ist nicht abgesetzt
und zeigt zahlreiche in drei Paar Gruppen angeordnete
Ocellen. Amer. Journ. sc. and arts T. VI. p. 439.
Ebenso (1. c. T. VIL p. 45) einer Ophionemertes
(n. gen.) agilis n., die mit Tetrastemma verwandt sein soll,
aber gleichfalls zahlreiche Augen besitzt, und eines Te-
trastemma vittatum.
Nachdem das bisher den Hirudineen beigesellte Gen.
Malacobdella — wie solches schon 1847 vermuthungs weise
in d. Natiirgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 669
von mir ausgesprochen wurde — durch Semper als eine
Nemertinenform erkannt ist, hat dasselbe in erliöhtem
Maasse die Aufmerksamkeit der Anatomen auf sich ge-
zogen. Und so haben wir denn dieses Mal über zwei Ab-
handlungen zu referiren, die diesem sonderbaren Schma-
rotzer gewidmet sind.
Die erste derselben rührt von Hoffmann her, der
seine Beobachtungen „zur Anatomie und Ontogenie von
Malacobdella" in den Mededeel. kgi. Akad. Wetenschappen
Afdeel. Natuurkunde 1877. Deel X (25 Seiten mit 2 Ta-
feln) niedergelegt hat. Wie vorauszusehen, liefern die hier
mitgetheilten Untersuchungsresultate eine vollständige Be-
stätigung der Semper'schen Auffassung. Die Organisation
des Wurmes ist vollkommen die einer Nemertine, wenn
es auch nicht an einzelnen Eigenthümlichkeiten fehlt, an
Eigenthümlichkeiten übrigens, die, wie die von v. Kennel
herrührende zweite Arbeit gezeigt hat, nicht in jeder
Hinsicht von unserm Verf. richtig aufgefasst sind. Es
gilt das namentlich in Betreff der Beziehungen, welche
zwischen Darm und Rüssel obwalten, indem diese nicht,
wie Ho ff mann beschreibt, so angeordnet sind, dass die
Oeffnung des Darmes am vordem Körperende, die des
Rüssels aber in geringer Entfernung dahinter an der Rücken-
fläche gefunden wird, sondern durch eine einzige gemein-
schaftliche Oeffnung am Vorderende ausmünden. Der Vor-
derdarm, in den diese Oeffnung zunächst einführt, hat eine
beträchtliche Weite und ist im Innern mit zahlreichen mus-
kulösen Papillen versehen, so dass er sich gegen den ge-
schlängelten engern Darm absetzt. In letzterm möchte
Ho ff mann wieder einen Mittel- und Enddarm unterschei-
den, obwohl beide ohne bestimmte Grenze in einander über-
gehen. Der Rüssel ist ohne Bewaffnung und in seinem
vordem ausstülpbaren Theil mit Papillen besetzt. Von
Blutgefässen wurden nur die zwei Seitengefässe gesehen.
Das Nervensystem zeichnet sich durch die geringe Grösse
der Hirnganglien aus, die weit von einander entfernt zu den
Seiten des Vorderdarmes liegen, trotzdem aber, wie bei den
Nemertinen überhaupt, durch eine den Rüssel ringförmig
umfassende Commissur verbunden sind. Augen und Seiten-
670 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Organe fehlen. Die einzigen Sinnesperceptionen, die über-
haupt möglich sind, werden durch die zum Theil mit Stäb-
chen ausgestatteten, sonst aber flimmernden Epidermiszellen
vermittelt. Die Geschlechter sind getrennt, und die Ge-
schlechtsorgane im Wesentlichen wie bei den Nemertinen
gebaut. Und nicht bloss der anatomische Bau ist es, der
unsere Malacobdella eng an die Nemertinen auschliesst,
sondern auch die Entwicklungsgeschichte, die im Wesent-
lichen dieselben Züge aufweist, wie bei Tetrastemma.
Auch bei Malacobdella ist die Entwicklung eine directe.
Wie bei Tetrastemma differenzirt sich aus dem Furchungs-
ballen zunächst das Ectoderm. Durch Abheben desselben
von der übrigen Masse entsteht darauf die erste Anlage
der Leibeshöhle, in welche sodann die von dem centralen
Ballen sich ablösenden Mesodermzellen übertreten. Der
Kest der Furchungskugeln liefert das Endoderm mit seiner
Inhaltsmasse, deren Elemente einer fettigen Degeneration
anheimfallen und schliesslich zur Nahrung dienen. Mund-
und Afteröffnung brechen von innen nach aussen durch.
Die zweite der hier anzuziehenden Abhandlungen ist
den schon oben erwähnten ^Beiträgen zur Kenntniss der
Nemertinen" von J. v. Kennel einverleibt (a. a. 0. S. 207
-360. Tab. XVII u. XVIII). Wir ersehen daraus zu-
nächst, dass Malacobdella, die nach unserm Verf trotz der
Verschiedenheit ihrer Wohnthiere — Hoff mann sammelte
seine Exemplare aus Pholas, v. Kennel aus Cyprina —
vermuthlich immer nur die gleiche Art repräsentirt, nicht
eigentlich ein Parasit ist, sondern ein Commensale, dessen
Darm die Ueberreste. zahlreicher niederer Thiere und
Pflanzen enthält, die durch den respiratorischen Wasser-
strom der Muscheln herangezogen sind. Dieser Um-
stand erklärt es auch, dass nur selten bei einer Muschel
mehr als ein Wurm gefunden wird. Das kleinste vom
Verf. beobachtete Individuum maass 0,5 mm, hatte aber
im Wesentlichen schon die spätere Körperform. Dass die
eingehenden anatomisch-histologischen Untersuchungen des
Verf.'s die Darstellung Hoff man n's in mehrfacher Hin-
sicht berichtigen und ergänzen, ist schon vorher erwähnt
worden. Es gilt das auch nicht bloss in Bezug auf die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 671
Bildung des Darmapparates, So wird z. B. weiter noch
die Existenz eines dritten sog. Rücken- oder Rüsselge-
fässes nachgewiesen und auf den Blutreichthum des Saug-
napfes aufmerksam gemacht, dessen Gefässe ein förmliches
Schwellgewehe darstellen und vermuthlich bei der Entfal-
tung der Scheibe eine Rolle spielen. Ausser den Blutge-
fässen besitzen die Malacobdellen aber auch zwei Excre-
tiousgefässe, die der vordem Körperhälfte angehören und am
Ende des zweiten Leibesdrittheils durch einen feinen Porus
jederseits ausmünden, einen Apparat, den Verf. auch bei
einigen andern Nemertinen (z. B. Notospermus, Drepano-
phorus) auffand. Die Seitenspalten und der von diesen
ausgehende Kanal hat mit diesen Gefässen Nichts gemein,
da dieselben ihre eigne Ausmündung besitzen, eine Aus-
mündung freilich, welche gewöhnlich dem vordem Körper-
ende weit mehr angenähert ist, als bei Malacobdella. Ob
die Excretionsgefässe mit Flimmereinrichtungen versehen
sind, Hess sich mit Sicherheit nicht nachweisen. Die Sei-
tennerven sind über dem After durch eine Commissur mit
einander vereinigt, wie bei Pelagonemertes. Auf Grund
der eigenthümlichen Organisationsverhältnisse glaubt v.
Kennel das Gen. Malacobdella als Typus einer eignen
Familie betrachten zu müssen, deren Charakteristik wir
hier um so lieber wiederholen, als sie unsern Bericht in
einiger Hinsicht ergänzt und ausführt.
Farn. Malacobdellidae. Rüssel ohne Stachelapparat, Körper-
muskulatur aus zwei Schichten, einer äusseren Ring- und einer
inneren Längsmuskellage bestehend, Kopfspalten und Seitenorgane
vollkommen fehlend, Darmkanal einfach, mehrere Windungen be-
schreibend, Nervensystem innerhalb der Muskulatur frei im Körper-
parenchym verlaufend, durch eine Analcommissur über dem After
vereinigt; am hintern Ende ein breiter Saugnapf.
V er rill beschreibt (invertebr. anim. Verneyard sound
p. 331) die von ihm bei Mya arenaria und Venus merce-
naria aufgefundenen Malacobdellen unter dem Namen M.
obesa und Jf. mercenaria als neu.
Hubrecht behandelt in den Notes from the Leyden
Museum (Vol. I. Note 44 p. 153—232) „the genera of Euro-
paean Nemerteans critically revised, with descriptions of se-
veral new species" und setzt darin seine Ansichten über die
672 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Systematik und die Verwandtschaftsverhältnisse aus ein-
ander. Dieselben erhellen aus nachfolgender Uebersicht.
I. Palaeonemertini. Ohne spaltförmige Seitengruben und Sti-
lette; Mund hinter dem Rüssel.
Fam. Cephalothrichidae. Die dorsale Hirncommissur liegt vor
der ventralen. Seitennerven zwischen den Längsmuskeln und
einem innern Faserstreifen. Rüssel mit drei Schichten.
Gen. Cephalothrix Oerst. Kopf zugespitzt, gegen den Körper
nicht abgesetzt. Ohne hintere Hirnlappen (respiratory lobe)
und Flimmerkanäle.
2 Sp., darunter C. signatus n. (mit Nesselorganen im Rüssel).
Fam. Carinellidae. Seitennerven nach aussen von der aus zwei
Schichten zusammengesetzten Muskelwand.
Gen. Carinella Johnst. Kopf breiter als Körper, stumpf ge-
rundet, spateiförmig. Auf der Höhe des Hirns eine quere
Grube ohne Flimmerkanäle. Darm ohne Blindschläuche.
2 Sp.
Fam. Valenciniadae. Nerven in der Muskelwand, von der Epi-
dermis durch eine dünne Lage abgetrennt. Ohne Seiten-
gruben, aber mit einer kleinen Oefifnung jederseits am Kopfe,
die durch einen Flimmerkanal in den hintern Hirnlappen führt.
Gen. Valencinia Quatrf. Rüsselöffnung hinter der Kopfspitze.
1 Sp.
Fam. Poliadae. Seitennerven innerhalb der muskulösen Leibes-
wand. Hintere Hirnlappen mit der hintern und innern Fläche
der obern Lappen verwachsen.
Gen. Polia delle Ch. Kopf durch eine schwache Furche ab-
gesetzt und abgerundet. Die Hinterlappen des Hirns com-
municiren mittels eines Flimmerkanales mit zwei queren
Kopfgruben, denen in senkrechter Richtung zahlreiche kurze
und parallele Nebengruben aufsitzen. Augen ohne Linsen.
Rüssel mit zwei Längsnerven.
3 Sp., darunter neu: P. curia und P. minor.
n. Schizonemertini. Eine tiefe Längsgrube jederseits am Kopfe,
von deren Grund ein B'limmerkanal in den hintern Hirnlappen
führt. Seitennerven zwischen den Längs- und Ringsmuskeln.
Nervengewebe mit Haemaglobin gefärbt. Mund hinter den
Ganglien. Stilette fehlen.
Fam. Lineidae. Körper mehr oder weniger flach. Nervenstämme
stark seitlich.
Gen. Lineus Sow\ Mit ausserordentlich langem Körper und
zahlreichen Augen.
4 Arten aus dem Atlantischen Meere.
in d. Naturgesch. d med. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 673
Gen. Borlasia Oken. Körper rund, hinten nicht verschmälert;
Rüssel sehr schlank ; Muskelschichten roth gefärbt.
1 Art.
Gen. Cerebratulus. Körper mehr oder weniger flach. Der
Rüssel zeigt im Querschnitt oben und unten ein Faserkreuz
und enthält Nesselorgane verschiedener Grösse. Augen
nicht sehr entwickelt, selten zahlreich. Manche Arten be-
sitzen im Rüssel vier Längsnerven. Andere tragen einen
dünnen Schwanzfaden.
16 Sp., darunter neu: C. pantherinus, C. Dohrnii, G. Gruhei,
C. tristis, C. hepaticus.
Farn. Langiadae. Die Seitenränder des Leibes sind leicht ge-
faltet und nach dem Rücken zu emporgekrümmt, so dass der
Körper fast röhrenartig aussieht. Die Nervenstämme liegen
mehr oberhalb des Darmes, als zu dessen Seiten,
Gen, n. Langia. Die Poren des Wassergefässsystems haben
eine dorsale Lage und öffnen sich in dem Röhrenraum
des eingekrümmten Körpers.
1 Sp., L. formosa n.
in. Hoplonemertini. Ein Stilet oder deren mehrere im Rüssel.
Mundöffnung vor den Ganglien. Seitennerven in der Muskelwand
des Körpers. Ohne tiefe Längsfurchen am Kopfe.
Farn. Amphiporidae. Körper kurz und breit. Rüssel in der
vordem Hälfte dick und mit grossen Haftpapillen besetzt.
Querfurchen am Kopfe, die, wie bei Polia, mit kurzen senk-
rechten Ausläufern besetzt sind und mit einem Flimmerkanale
in Verbindung stehen.
Gen. Amphiporus Ehrbg. Ein dolchförmiger Stachel mit zwei
oder mehr accessorischen Stiletbläschen. Ohne Nebensäcke
an der Rüsselscheide. Zahlreiche, gut entwickelte Augen,
6 Sp., darunter als neu: A. dtibius, Ä. marmoratus, A.
pugnax.
Gen. Drepanophorus Hubr, Rüssel mit einer gekrümmten
Platte, der eine Reihe kleiner Stacheln aufsitzt, und zahl-
reichen Stiletbläschen. Die Rüsselscheide ist rechts und
links mit einer Reihe Nebensäcke besetzt. Zahlreiche Augen.
2 Sp.
Farn. Tetrastemmidae. Mit vier Augen und unverzweigten Re-
spirationsgruben. Hinterer Hirnlappen verkümmert.
Gen. Tetrastemraa Ehrbg. Kleine, äusserst contractile Würmer
mit verhältnissmässig kleinen Augen.
8 Arten, darunter T. diadema n. und T. octopimctatum n.
Gen, Oerstedia Qfg. (eh. emend.) Vier grosse, gut entwickelte
Augen an einem kurzen und starken Leibe. Sonst wie bei
674 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Tetrastemma. Hinterer Hirnlappen vor dem obern, dem-
selben eng verbunden,
2 sp. n. Oerst. vittata, Oerst. unicolor.
Farn. Nemertidae. Mit langem gewundenem Leibe und zahl-
reichen kleinen Augen.
Gen. Nemertes Cuv. (Char. emend.) Hintere Rüsselhälfte ver-
hältnissmässig kurz,
5 Sp., darunter N. Marioni n.
Die aufgestellten Arten — von Lineus abgesehen — sämmtlich
aus Neapel,
Hubrecht's „Mededeel. omtrent het Nemertinen-ge-
slacht Lobilabrum" (Tijdschrift nederL dierk. vereen. D.
IV. p. CVI-CVII) sind dem Ref. nicht zu Gesicht ge-
kommen.
Unter den von Jensen in seiner Turbellarienarbeit
(L c. p. 80—86) aus Bergen aufgezählten 13 Nemertinen
finden sich zwei von dem altern Sars aufgefundene und
von ihm auch benannte neue Arten: Tetrastemma ruftim
und Gosmocephala (?) cordiceps.
Lange rhans zählt in seiner Abhandlung über die
Wurmfauna von Madeira (Ztschft. für wissensch. ZooL
Bd. XXXIV. S. 136—140) achtzehn Nemertinen auf, von
denen drei neu sind: Cerehratulus Mc' IntosJii, Ger. Hu-
hrechti und Tetrastemma quaäristriatum..
Tetrastemma arenicöla, MecJcelia lurida, Gosmocephala
ochracea, Polina glutinosa nn. sp. Verrill, Invertebr. anim.
Vineyard sound p. 334—337.
Ämphiponts Fahricii n. sp. aus Grönland (Planaria
angulata Fabr.?) Levinsen, videnskab. meddelelser 1. c.
p. 200.
Lineus corrugatus n, sp. von Kerkuelen, Mc' Intosh,
Ann. nat. bist. Vol. VII. p. 322, Transact. roy. Soc. Vol.
168. p. 262. PI. XV.
Iclithydini. Bütschli schildert in den schon früher
angezogenen „Untersuchungen über freilebende Nematoden^
(Ztschft. für wissensch, Zool. Bd. XXVI. S. 385 ff.) schliess-
lich auch die Gattung Chaetonotus und erörtert darauf die
verwandtschaftlichen Beziehungen der Ichthydinen mit den
übrigen Wurmformen, in deren Verlaufe er zu Resultaten
gelangt, die von den sonst üblichen beträchtlich abweichen.
in d. Naturgcsch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 675
Der Oesophagus unserer Thiere zeigt eine gewisse Aehn-
lichkeit mit dem der Nematoden. Zu den Seiten desselben
liegt rechts, wie links eine Zellenmasse, die als Nerven-
system in Anspruch genommen wird. Ein Hautmuskel-
schlaueh fehlt; seine Stelle wird von vereinzelten mehrfach
verzweigten contractilen Zellen vertreten, welche an Leibes-
wand und EingCAveiden sich anheften. Das Wassergefäss-
system besteht aus einem jederseits neben dem Anfangs-
theile des Darmes verknäuelteu Kanäle. Obwohl Verf.
keine männlichen Individuen beobachtete, hält er die Ich-
thydinen für getrennt geschlechtlich. Die Eierstöcke sind
paarig, doch ist immer nur ein einziges reifes Ei im
Innern aufzufinden. Die nächsten Verwandten der Ichthy-
dinen glaubt Verf. in den Echinoderesarten zu finden.
Dass die letztern der Wimpern entbehren, soll keinen Ge-
gengrund abgeben, da es ja auch Rotatorien ohne Wimpern
gebe. Ebenso wenig darf der Umstand tiberschätzt werden,
dass Echinoderes im Gegensatze zu den Ichthydinen segmen-
tirt ist. In der innern Organisation finden sich zwischen
beiden viele Beziehungen. Auch der Rüssel von Echinoderes
hat bei den Ichthydinen sein Homologon, denn er ist
nichts Anderes als eine mächtig entwickelte ausstülpbare
Mundhöhle, die schon bei Chaetonotus vorstülpbar ist und
einen Kranz gekrümmter Borsten trägt. Darauf hin wer-
den die hier in Betracht kommenden Würmer unter dem
Namen Nematorhyncha zu einer gemeinschaftlichen Ab-
theilung vereinigt, die dann ihrerseits in die Gastrotrichen
(Ichthydina) und Atrichen (Echinoderes) zerfällt. Diese
Nematorhynchen werden nun einerseits an die Rotatorien,
andererseits an die Nematoden angeschlossen und sogar
mit den Arthropoden in einige Beziehung gebracht, wäh-
rend die Anneliden und Plattwlü'mer einen andern frühe
schon abgezweigten Stamm repräsentiren sollen.
B a r r 0 i s berichtet über eine bis dahin unbe-
kannte Wurmform, die nach Ansicht des Beobachters
den Gastrotrichen zugerechnet werden muss (Cpt. rend.
1877 Juli p. 297, Ann. nat. bist. T. XX. p. 365). Sie
wurde in Roskoff aufgefunden, besitzt im Ganzen Form
und Aussehen der Ichthydinen, ist aber segmentirt und
Archiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. TT
676 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungeil
an den Segmenten mit unvollständigen Flimmergtirteln ver-
sehen, wie eine Annelidenlarve. Der Darm bestellt aus
drei Abschnitten, von denen der erste einen muskulösen
Pharynx mit kräftiger Anschwellung zeigt, wie er ähnlich
bei Nerilla vorkommt. Die Geschlechter sind getrennt,
Hoden und Eierstöcke seitlich neben dem Darme gelegen,
die erstem mit einem einfachen Penis verbunden. Die
Embryonalentwicklung geschieht durch den Gastrulazu-
stand hindurch, an dem sich ein ventraler Keimstreifen
bildet, der die Muskulatur liefert. Der Verf. sieht in
seinem Wurme eine Form, welche Anneliden, Turbellarien
und Rotiferen mit einander verbindet.
m. Ciliati.
Rotiferi.
Die Räderthiere stehen nach Hatschek (Studien u. s. w.
S. 100) durch ihre Gesammtorganisation dem hypothetischen
Urwurme (Trochozoon) von allen jetzt lebenden Forhien
am nächsten. Die Bryozoen haben zu ihnen keinerlei di-
recte Beziehung, wohl aber die Gastrotrichen und Nemato-
den, wie das auch Bütschli (s. oben) annimmt.
Im Gegensatze hierzu vertritt Barrois die Annahme
einer nahen Verwandtschaft der Rotiferen mit den Bryo-
zoen. Er vergleicht die erstem mit den Larvenzuständen
der letztern und nimmt an, dass dieselben diese Zustände
gewissermaassen in bleibender Form repräsentirten. Revue
scientif. 1877. T. XIII. p. 363.
Balbiani veröffentlicht (Annal. des sc. natur. T. VII.
Art. 2, 40 Seiten, 1 Tafel, in's Engl, übersetzt: Joarn. roy.
micr. Soc. Vol. IL p. 530 ff.) „observations sur le Notommate
de Werneck et sur son parasitisme dans les tubes des
Vaucheries" mit einer geschichtlichen Einleitung und einer
Beschreibung des Innern sowohl, wie auch des äussern
Baues dieses berühmten Räderthieres. Aus den vorliegenden
Beobachtungen geht hervor, dass die Notommata Werneckii
zwei von einander verschiedene Phasen durchläuft, einen
Zustand zunächst des freien Lebens, in dem dieselbe schlank
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 677
und wurmförmig erscheint, auch deutlich gegliedert ist,
und einen parasitären Zustand, in dem sie durch mächtige
Entwicklung des Eierstockes, in Folge deren auch die
Drtisenanhänge des Darmes zum Zerfall kommen, zu einem
fast ungegliederten sackartigen Körper ausgeweitet wird.
Nach Eintritt der Geschlechtsreife beginnt das Thier Eier
zu legen und zwar Sommereier und Wintereier, bald
beide neben einander, bald bloss die einen. Die Sommer-
eier besitzen eine dünne Umhüllungshaut und entwickeln
sich alsbald nach dem Ablegen, während die mit dicker
Schale versehenen Wintereier erst im nächsten Frühling
einen Embryo erzeugen. Männliche Individuen konnten
niemals aufgefunden werden. Da sich auch keine Samen-
körperchen nachweisen liessen, glaubt Verf. eine partheno-
genetische Entwicklung annehmen zu müssen. Die Gallen^
in denen die Thiere leben, sind keineswegs besondere
Gebilde, sondern modificirte Zweige, dieselben, welche die
Geschlechtszellen tragen. Sie schwellen unter der Ein-
wirkung ihres Insassen zu blasigen Anhängen auf, die an
dem Aussenende nicht selten mit Adventivzweigen sich
besetzen und auf diese Weise ein ungewöhnliches Aussehen
annehmen. Die jungen Würmer durchbohren beim Aus-
treten entweder die Enden dieser Zweige oder benutzen
dabei die mit den Gallen immer noch in Verbindung ste-
henden männlichen Hörnchen.
Davis' Abhandlung „on the Rotifer Conochilus vol-
vox" (Monthly micr. Journ. 1876. T. XVI. p. 1—5. Tab. I)
enthält eine Darstellung des äussern Baues und der Le-
bensverhältnisse dieses interessanten Räderthieres. In der
die Colonie beherbergenden Schleimkugel findet man meist
dreierlei Eier, hartschalige Dauereier, die sich vermuthlich
erst nach dem Austrocknen entwickeln, und dünnschalige
Eier von zweierlei Umfang, meist mit Embryonen oder
frühern Entwicklungsstadien, grössere, welche Weibchen
liefern, und kleinere, aus denen die männlichen Thiere
hervorgehen. Die letztern sind kaum grösser, als die
Flimmerscheiben der ausgewachsenen Weibchen, und ohne
Antennen, sollen aber sonst den Männchen anderer Roti-
feren ähnlich sein.
678 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Bedwell analysirt den Mechanismus, durch dessen
Hülfe Melicerta ringens ihr Gehäuse baut und den Antheil,
welchen die Kopforgane daran nehmen. The building ap-
paratus of Melicerta ringens, ibid. T. XVIIL p. 214—223
mit 2 Tafeln.
Cox schildert (ibid. 1877. T. XVII. p. 301) das Ver-
halten des Embryo von Rotifer vulgaris im Mutterleibe,
das ganz den Eindruck mache, als wenn dasselbe auf ac-
tivem Wege Nahrung geniesse, und berichtet weiter über
den Geburtsact. Männliche Exemplare konnten niemals
beobachtet werden, obwohl zu Sommerzeit fast alle Thiere
trächtig waren.
Bütschli untersucht die ersten Entwicklungsvorgänge
in den Eiern der Räderthiere (Abhandl. der Senkenberg,
naturf. Gesellsch. Bd. X. S. 34—36) und sieht das Keim-
bläschen auch hier in eine sich später theilende Kern-
spindel auswachsen.
Barrois giebt in der Revue scientif. 1877. XIII.
p. 303 einen Bericht über „Pembryogenie du genre Peda-
lion". Er schildert die Vorgänge der Furchung und Ecto-
dermbildung, die schon nach der Viertheilung anheben, in-
dem die eine Furchungskugel rascher zerfällt und die
übrigen mit ihren Theilstücken bis auf den Blastoporus
einhüllt. Der letztere scheint als Mundöffnung zu persisti-
ren, wie wenigstens dadurch wahrscheinlich wird, dass
sich zur Seite derselben die Kopflappen erheben. Dass
auch der Schwanzanhang in der Nähe dieser Oeffnung
ansitzt, erklärt sich aus dem Umstände, dass der Embryo
in seinen Eihäuten eingerollt ist.
Deby vermuthet im Pedalion dieselbe Form, welche
Seh mar da einst als Hexarthra beschrieben hat (Journ.
roy. microscop. Soc. 1879. Vol. IL p. 384), doch macht
Hudson dagegen (ibid. p. 386) geltend, dass beide wohl
derselben Familie angehören, aber generisch doch verschie-
den seien.
Eyferth veröffentlicht zwei Abhandlungen „über die
microscopischen Süsswasserbewohner" (Braunschweig 1877)
und deren „systematische Naturgeschichte" (ebendas. 1878)
und widmet darin den Rotatorien, besonders in der letztern
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere wäbr. d. Jahre 1876—1879. 679
Schrift, eine eben so umsichtige, wie eingehende Behandlung.
Er giebt einen kurzen Abriss des Baues und der Lebens-
geschichte und lässt demselben sodann eine Uebersicht der
Familien und Geschlechter folgen, mit der eine kurze und
möglichst präcise Charakteristik der einheimischen Species
verbunden ist.
Batsch's ungarisch geschriebene Abhandlung: „Ro-
tatoria Hungariae" (Buda-Pest 1877, 52 Seiten in Quart
mit 4 Tafeln) behandelt den äussern und Innern Bau der
vom Verf. beobachteten Räderthiere. Dabei werden als neu
beschrieben: Floscularia longüobata, Rotifer maximus und
Rot. motacillaj Äscomorpha saltans, Euclilanis pannonica
und Brachionus minimus.
Maggi veröffentlicht (Atti Soc. Ital. sc. natur. 1878.
T. XXI) einen „primo elenco dei Rotiferi della Valcuvia"
und zählt darin 18 Species auf, die sämmtlich auch in
Deutschland gefunden werden.
In den Bächen der Krainer Tropfsteingrotten beob-
achtete Joseph (Zool. Anzeiger Th. IL S. 61 — 64) neun
Arten Räderthiere, von denen je eine zur Gattung Trocho-
sphaera und Lepadella gehören, zwei zu dem Genus Hy-
datina und zwei andere eine mit Euchlanis verwandte neue
Gattung (Äpodoides) bilden. Die eine der zwei letztern,
Ä. stygkis n., ist im ausgebildeten Zustand 0,5 mm lang
und 0,2 mm breit. Beide Geschlechter zeigen einen glas-
hellen Chitinpanzer in Gestalt einer gewölbten Rücken-
platte mit kielförmig abstehenden und umgebogenen Seiten-
rändern und einer flachen Bauchplatte. Vorder- und Hinter-
rand des Panzers erscheinen halbmondförmig ausgeschnitten
und seitlich am Ausschnitte in eine vorragende Spitze aus-
gezogen. Zu der Spitze am Hinterende des Männchens
kommt je noch ein zweiter doppelt so langer spitzer Fort-
satz. Der mit kleinen Höckerchen und Körnchen bestreuete
Schwanzanhang zeigt vier Glieder und endet in zwei ga-
belförmig von einander abstehende schuppenartige Spitzen.
Die darmlosen Männchen besitzen an Stelle des Schlund-
kopfes eine mit einem Kiel in der Mitte versehene Chitin-
platte. Augen fehlen; an ihrer Stelle erheben sich zwei
verlängerte Taströhren mit borstenförmigem Ende. In
680 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
dieser Form aber trifft man die Thiere bloss während des
Sommers, während sie vom September bis Anfangs April
in ganz anderer Bildung erscheinen. Der Panzer ist um
diese Zeit kolbenförmig, ohne ausgeprägte Seitenränder,
ohne spitze Fortsätze, und nach hinten verjüngt. Statt des
Schwanzanhanges ist ein Borstenbtischel vorhanden. Die
Geschlechter sind nicht zu unterscheiden, da die Organe
bei beiden gleich gestaltet sind, und auch die Geschlechts-
drüsen noch die gleiche Form besitzen. Im Laufe des
April aber, wenn die Thiere aus der Winterruhe erwachen,
und die Zufuhr neuer Nahrung beginnt, ändern sich die
Verhältnisse. Umfang und Dichtigkeit der Geschlechts-
drüsen nehmen zu, und der Chitinpanzer wird undurch-
sichtig. Bei den Männchen geht jetzt auch der Darm-
apparat seiner Rückbildung entgegen, so dass derselbe,
nachdem die Thiere durch Abstreifen der alten Chitinhaut
ihre definitive Form angenommen haben, nur noch in Form
eines dunklen Stranges erscheint, der von der jetzt rudi-
mentären Kiefermasse bis zur Cloake hinzieht. Die be-
fruchteten grossen Eier, die an Wasserpflanzen angeklebt
werden, lassen die Embryonen in der oben beschriebenen
Jugendform ausschlüpfen. Ein Unterschied zwischen Som-
mer- und Wintereiern war nicht nachweisbar.
Kram er macht (Arch. für Naturgesch. 1876. S. 179
—182 mit Abbild.) Bemerkungen über ein Räderthier aus
der Familie der Asplanchneen, vermuthlich, wie Verf. sagt,
der Gatt. Asplanchna selbst zugehörig. Leider werden unsere
Kenntnisse über den Bau dieser interessanten Formen da-
durch kaum erweitert, da die Darstellung sehr unsicher
lautet, und nachweislich auch mancherlei Missgriffe unter-
gelaufen sind. So ist namentlich der Excretionsapparat,
der freilich nicht als solcher erkannt wurde, mit den Sei-
tennerven und den aufsitzenden Sinnesborsten zusammen-
geworfen.
du Plessis veröffentlicht im Bullet. Soc. Vaud. T.
XIV. p. 167 — 176 eine „Note sur l'Hydatina senta".
Ebenso behandelt Hyatt (Proceed. Bost. Soc. 1876.
Vol. XVIII) „the genetic relations of Stephanoceros".
Hudson's Abhandlung „on Geeistes umbella and
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 681
other Rotifers'' (Journ. roy. microsc. Soc. 1879. T. IL
p. 1—8. PL I u. II) ist Ref. nicht zu Gesicht gekommen.
Anuraea longispina n. sp. aus dem Niagara, Helli-
cott, Amer. Journ. Microsc. 1879. Vol. IV. p. 20, Journ.
roy. microsc. Soc. Vol. IL p. 157 mit Holzschnitt.
Nach den Untersuchungen, welche Claus „über die
Organisation und systematische Stellung der Gattung Sei-
son" (Wien 1876, 14 Seiten in Quart mit 2 Tafeln, aus
der Festschrift zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Be-
stehens der k. k. zoolog.-bot. Gesellschaft) veröffentlicht
hat, kann es nicht länger zweifelhaft sein, dass die Stel-
lung, welche Grube diesem merkwürdigen auf Nebalia
schmarotzenden Thiere angewiesen hat, die richtige ist.
Allerdings repräsentirt unsere Form sowohl durch den
Mangel eines geschlechtlichen Dimorphismus, wie durch
gewisse Besonderheiten der äussern und Innern Organi-
sation unter den Rotiferen eine eigene Gruppe. Verf.
unterscheidet zwei Arten, eine grössere, die wahrscheinlich
der von Grube beschriebenen Form entspricht, 8. Gruhei,
und eine kleinere, S. annulatus, die ohne Kenntniss der
Geschlechtsverhältnisse leicht für den Jugendzustand der
erstem gehalten werden könnte, aber nicht bloss bedeutend
gestreckter erscheint, sondern auch am Halstheile und
Mittelleibe stärker und deutlicher gegliedert ist. Das ein-
stülpbare Kopfsegment trägt einen schmalen Stirnfortsatz,
zu dessen Seiten ein Büschel kurzer und starker Wimpern
angebracht ist, die ein rudimentäres Räderorgan darstellen.
Während hierin eine entschiedene Aehnlichkeit mit den
Rotiferen sich ausspricht, auch die Segmentirung des Leibes
und die Beschaffenheit der äussern Bedeckungen auf die
Verhältnisse dieser Thiere passt, findet sich insofern eine
auffallende Verschiedenheit, als Seison an Stelle des zahn-
tragenden Pharynx einen den Zahnapparat tragenden
Schlundanhang besitzt, an dessen Vorderende dorsalwärts
die sehr enge und lange Speiseröhre ihren Ursprung nimmt.
Der Zahnapparat selbst aber lässt sich auf den Typus der
gewöhnlichen Räderthiere zurückführen. Ebenso münden
in den Pharyngealanhang zwei langgestieltc einzellige
Drüsenschläuche ein, freilich nicht die einzigen, die vor-
682 Leuckart; Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
kommen, indem ausser ihnen noch zwei Paar ähnlicher Drü-
senzellen im Vorderleibe gefunden werden (Speicheldrüsen),
die ganz vorn am Oesophagus auszumünden scheinen. Auch
der Cardiacaltheil des sackartig erweiterten Magens nimmt
jederseits die engen und langen Ausfiihrungsgänge ein-
zelliger Drüsenschläuche auf. Ob der Magen blind ge-
endigt ist oder in einen Enddarm sich fortsetzt, Hess sich
mit Sicherheit nicht entscheiden, doch neigt Verf. der letz-
tern Annahme zu, zumal man auf der Rückenfläche des
ersten Hinterleibssegmentes ganz regelmässig eine quere
Einbuchtung wahrnimmt, die als After gedeutet werden
könnte. Der excretorische Apparat ist durch zarte Seiten-
kanäle repräsentirt, die in ihrem Verlaufe hier und da zu
kleinen Schlingen umbiegen. Die longitudinalen Muskel-
bänder sind kräftig entwickelt, aber von glatten Fasern
gebildet. Nervensystem und Tastorgane sind vorhanden,
Hessen sich aber nur unvollständig analysiren. Sie schei-
nen im Wesentlichen mit den entsprechenden Gebilden der
echten Rotiferen übereinzustimmen, wogegen aber die Ge-
schlechtsorgane durch Duplicität der Zeugungsdrüsen und
durch die Complication der Ausführungsgänge nicht unbe-
trächtlich abweichen. Es gilt das namentlich von dem
männlichen Ausführungsapparate, der aus einem grossen
dorsalwärts gelegenen birnförmigen Körper besteht, dessen
langgestreckter Stiel sich oberhalb des Magendarms in
gerader Richtung nach vorn erstreckt und am obern Ende
des Mittelkörpers nach aussen mündet. Die vermuthlich
doppelte weibliche Oeffnung liegt in der Nähe des muth-
maasslichen Afters, an einer Stelle, die gewöhnlich durch
das Auftreten eines oder seltener zweier grosser Eier aus-
gezeichnet ist. Die Entwicklung wird durch eine un-
regelmässige Klüftung eingeleitet, die aber immer erst nach
Anheftung der Eier auf dem Körper der Nebalien eintritt,
obwohl die Befruchtung bereits im Innern des mütterlichen
Körpers geschieht. Die Samenelemente sind von zweierlei
Form, haarförmig und stäbchenförmig, die letztern ohne
Bewegung.
in d. NaturffescL. cl. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 683
Bryozoa.
Die von AI Im an, dem dcrmaligen Präsidenten der
Linnaeisclien Gesellschaft, 1878 erstattete x'^.dresse (Journ.
Linn. Soc. Vol. XIX. p. 489—506) handelt über die Fort-
schritte unserer Kenntnisse von der Structur und Entwick-
lung der Polyzoa phylactolaemata, wobei neben den Be-
obachtungen von Hyatt und Metschnikoff vornehmlich
Nit sehe's Untersuchungen Berücksichtigung finden.
In seiner zweiten Präsidialadresse (1879) berichtet
derselbe über die neuern Fortschritte in der Erkenntniss
der Polyzoa endoprocta. Er äussert sich dabei u. a. da-
hin, dass die Bryozoen, obwohl den Molluscoiden zumeist
verwandt, doch allmählich auch den Würmern sehr nahe
gerückt seien.
Auch Ehlers spricht sich in seiner Monographie über
Hypophorella (S. 139—151) mit Entschiedenheit dahin aus,
dass die Bryozoen dem Kreise der Würmer angehörten.
Er sieht die nächsten Verwandten derselben (mit Schnei-
der) in den Gephyreen und sucht die Beziehungen dieser
beiden Gruppen durch eine morphologische Vergleichung
näher zu begründen. Eine Gruppe der Ciliaten, wie Ref.
sie annimmt, vermag Verf. nicht als berechtigt anzuerken-
nen, da er sich von der Homologie des Tentakelkranzes
der Bryozoen und des Räderapparates der Rotatorien nicht
überzeugen konnte.
Barrois legt bei der Prüfung der Frage nach den
genetischen Beziehungen der Bryozoen das Hauptgew^icht
auf die Beschaffenheit der Larven und glaubt, dass diese
zumeist auf eine Verwandtschaft mit den Rotiferen hin-
deuteten. Daneben könnten höchstens noch die Brachio-
poden in Betracht kommen. Recherches sur l'embryologie
des Bryozoaires p. 265 ff.
Hatschek versucht (Studien u. s. w. S. 104) den
Nachweis, dass der Bau der Bryozoen direct auf die von
ihm supponirte Urform der Anneliden, Trochozoon, zurück-
leite. Der Tentakelapparat wird dabei von dem praeoralen
Wimperkranze abgeleitet. Die Endoprocten gelten als die
684 Leuckart: Bericlit üh. cL wissenschaftlichen Leistungen
ältesten Glieder der Gruppe. Die Lehre von der selbst-
ständigen Individualität des Cystids und Poly pids bezeichnet
Verf. als einen Missgriff, der in der morphologischen Auf-
fassung der Bryozoen grosse Verwirrimg angerichtet habe.
Aehnlich urtheilen Rep lach off, Ehlers und mit gewisser
Reservation auch Barrois.
Das sonderbare Genus Rhabdopleura wird sowohl von
Ehlers, wie von Allmann als ein Glied des Bryozoeu-
typus in Anspruch genommen. Der letztere veröffentlicht
über diesen Gegenstand sogar eine eigne Abhandlung (the
relations of Rhabdopleura, Journ. Linn. Soc. Vol. XIX.
p. 581—585). Der Funiculus, der nur hinten chitinisirt
ist, vorn aber eine fleischige Röhre darstellt, die sich in
den dünnhäutigen Ueberzug des Verdauungsapparates fort-
setzt und schliesslich in das Kopfschild und den Tentakel-
apparat sich verfolgen lässt, wird darin als Endocyste
gedeutet, die nur insofern von dem gewöhnlichen Ver-
halten abweiche, als sie von der Ectocyste, der Sceletröhre,
abgelöst sei und durch Reduction der Leibeshöhle eng an
das Polypid sich angelegt habe. Wie gewöhnlich entstehe
auch dieses letztere erst durch nachträgliche Knospung
an der Endocyste, aber nicht von vorn herein, sondern —
der Beobachtung von Sars zufolge — erst dann, wenn
die bereits röhrig gebildete Endocyste am Knospenende
sich zu dem sog, Kopfschilde entwickelt habe. Darauf
hin wird denn auch dieses Kopfschild als ein Zoid be-
trachtet, das in gewisser Hinsicht dem Cyphonautes gleich-
stehe.
Salensky behandelt in seinen „Etudes sur les Bryo-
zoaires entoproctes" (Annales des sc. natur. 1877. Tome V.
Art. 3. p. 1-50. PI. XII— XV) die Anatomie und Knos-
pung von Loxosoma, sowie die Knospung und Embryonal-
entwicklung von Pedicellina. Die Kenntniss des erstge-
nannten Genus bereichert er zunächst durch zwei neue
Arten, L. crassicauda^ die auf einer höckerigen Anneliden-
schale (Vermetus?Ref.) lebt und sich von L. singulare und
Kefersteinii, mit denen sie die Abwesenheit der Stieldrüse
gemein hat, durch grössere Armzahl unterscheidet, und L.
TethyaCj die Verf. in oftmals grosser Anzahl auf Tethyen
iu d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 685
sammelte. Auf diese Arten beziehen sich auch zumeist
die hier niedergelegten Beobachtungen, die sich in den
Hauptpunkten überall an die Darstellung Nit sehe's an-
schliessen. Neu ist nur der Nachweis einzelliger Haut-
drüsen und eines bisher übersehenen Ganglions, das bei
den erwachsenen Thieren von den Geschlechtsorganen über-
deckt wird, also, wie bei Pedicellina, oberhalb des Magens
liegt und eine Anzahl Nerven abgiebt, deren ansehnlichste
rechts und links nach dem Rücken zulaufen und hier je
mit einem borstentragenden Sinnesorgane in Zusammen-
hang stehen. Die Knospenanlage geht bei Loxosoma so-
gut, wie bei Pedicellina, von dem lutegumente aus, und
ist zunächst nichts x4.nderes als eine scheibenförmige Ver-
dickung, in der man aber von vorn herein eine Aussen-
schicht, das spätere Ectoderm, und eine Centralzelle, die
das Endoderm liefert, zu unterscheiden im Stande ist. Auch
das Mesoderm lässt sich nach unserm Verf schon frühe
als einfache Zellenlage im Umkreis des Endoderms auf-
finden. Die Mittheilungen, welche Verf. über die Embryo-
nalentwicklung macht, betreffen theils die ersten Vorgänge
bis zur Bildung einer „Planuia", die durch Schichtung
und Differenzirung der Furchungskugeln entsteht, theils
die spätere Larve, die in mancher Beziehung vollständiger
und richtiger, als von den frühern Beobachtern, beschrieben
wird. Ih den angehängten allgemeinen Betrachtungen ver-
tritt Verf. — im Gegensatze zu Nitsche — die Ansicht,
dass die Entwicklungsgeschichte, besonders die der Knos-
pensprösslinge, bei den ectoprocten und endoprocten Bryo-
zoen in allen wesentlichen Momenten zusammenfalle, und
somit kein Grund vorliege, den morphologischen Bau der-
selben in verschiedener Weise zu deuten. Das Ectoderm
der Endoprocten entspricht in jeder Hinsicht dem Zooecium
der Ectoprocten, und ebenso sind Darm und Tentakelap-
parat der erstem dem sog. Polypid als homolog an die
Seite zu stellen.
Vogt macht (Archiv, zool. exper. T. V. p. 304 — 356.
Tab. XI— XIV, im Auszuge übers. Quarterly Journ. micr.
sc. T. XVII. p. 354 ff.) Beobachtungen „sur le Loxosorae
des Phascolosomes^^, über dieselbe Art, die Norman einst
686 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
veranlasste, die damit besetzten Phascolosomen zum Typus
eines besondern Gen. Strephenterus (J.-B. 1861. S. 115) zu
machen. Sie repräsentirt, wie Verf. nachweist, eine eigne
Form, die durch ihre 12—18 Tentakeln und den Mangel
einer Fussdritse (bei den ausgebildeten Formen) zur Ge-
nüge charakterisirt ist. Die vorliegenden Mittheilungen
betreffen eben so wohl den anatomischen Bau, wie die
Entwicklungsgeschichte. Ein Nervensystem konnte nicht
aufgefunden werden, obwohl es gelang, jederseits am
Körper schon frühe eine mit Spitzen besetzte Gefühls-
papille, wie solche gleichzeitig auch von Salensky be-
obachtet wurde, nachzuweisen. Die Geschlechter sollen
abweichend von den übrigen Arten getrennt sein. Bei
dem Männchen sind zwei Hoden vorhanden, welche mit
einer unpaaren Samenblase communiciren, aus der Verf.
das Sperma in Balleuform hervortreten sah. Auch die Eier
entwickeln sich rechts und links im Leibe und zwar alter-
nirend, anfangs aber nur in geringer Menge. Später trifft
man sie mit ihrer Umhüllung zu einer traubenförmigen
Masse verbunden in einer Bruthöhle, die sich durch Auf-
wulstung des vordem Körperrandes an der Tentakelbasis
entwickelt hat. Ob die Eihüllen mit Recht als die sack-
förmig ausgedehnten Taschen des Ovariums gedeutet wer-
den, scheint Ref. zweifelhaft. Die Vorgänge der Embryo-
nalentwicklung konnten nur unvollständig verfolgt werden
dafür aber wird die Larve selbst eingehend geschildert.
Wir entnehmen der Darstellung die Angabe, dass der Darm
des Afters entbehrt und einen einfach flaschenförmigen
Hohlraum darstellt. Hinter dem locomotiven Flimmer-
kranze trägt dieselbe zwei Augenflecke und ein eigenthüm-
liches, bisher nirgends beschriebenes „Brilleuorgan", zwei
symmetrisch gestellte rundliche Gruben, aus der sich fünf
bis sechs haartragende Papillen erheben. Die Knospung
geht ausschliesslich von der mit Cuticula überzogenen Hy-
podermlage aus, doch bemerkt man schon frühe im Innern
derselben einen kleinen Hohlraum, der mit protoplasma-
tischer Substanz gefüllt ist. Diese letztere scheint Oeso-
phagus und Rectum zu liefern, während die übrigen Or-
gane, auch die (später wieder schwindende) Fussdrüse und
in d. NaturgescL . d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 687
die zunächst in Form zweier seitlicher Zellen auftretenden
Geschlechtsanlagen, von den Hypodermzellen abstammen.
Uebrigens hat sich auch Norman jetzt davon über-
zeugt, dass die sog. Tentakularanhänge seines Strephenterus
schmarotzende Loxosomen gewesen seien (wie das Eef.
bereits in dem oben angezogenen Berichte hervorgehoben
hat). Ann. nat. bist. Vol. III. p. 133.
Schmidt's „Bemerkungen zu den Arbeiten über Loxo-
soma" (Ztschrft. für wissenschaftl. Zoologie Bd. XXXI.
S. 68—80, übersetzt in Ann. nat. bist. T. III. p. 392 ff.)
haben ausser den hier angezogenen Untersuchungen von Sa-
lensky und Vog.t und denen von Hatschek auch die eig-
nen Arbeiten und die von Nitsche zum Ausgangspunkte und
sind dazu bestimmt, die darin enthaltenen Widersprüche
möglichst auszugleichen. Sie betreffen theils die Fest-
stellung der Arten — L. crassicauda Sal. wird dabei einer
Art identificirt, welche nach Verf. auf Phyllochaetopterus so-
cialis lebt, aber eine Fussdrüse besitzt, wie solche freilich
auch bei L. Kefersteinii vermuthet wird — , theils die Ana-
tomie, theils auch die Knospenentwicklung, die jetzt aus-
drücklich als solche anerkannt wird. Auch insofern be-
richtigt Verf. seine frühere Meinung, als er Loxosoma als
nächsten Verwandten von Pedicellina anerkennt. Cycla-
tella van Bened. et K. wird freilich nach wie vor ausge-
nommen; das betreffende Thier wird, obwohl selbst van
Beneden inzwischen die Identität mit Loxosoma hervor-
gehoben hat, als eine Trematodenform bezeichnet, und figu-
rirt als solche auch in dem von 0. Schmidt herausge-
gebenen letzten Bande des Thierlebeus von Brehm (IL
Aufl. Bd. VL S. 155). Was Salensky als Ganglion und
Rückennerven beschrieben hat, hält Verf. — wenn auch nicht
mit aller Bestimmtheit — für die Samenblase mit ihren Zu-
leitungskanälen, die je mit einem Hoden in Verbindung ste-
hen. Aus seinen Abbildungen gehe nur hervor, dass er bald
den Hoden, bald auch den Eierstock deutlicher erkannte und
beide auch gelegentlich mit einander verwechselte. Der nach
Vogt nach aussen hervortretende Spermaballen ist nichts
Anderes als Mageninhalt, „der nach und nach fadenartig
ausgezogen und zu einem Knäuel gewunden wurde". Wenn
688 Lenckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Nitsche die Knospe mit allen ihren Tbeilen aus dem
Ectoderm der Mutter hervorgehen Hess, so war er damit
eben so im Irrthum, wie Hatschek, welcher die primi-
tiven Keimblätter auf die der Mutter zurückzuführen suchte.
Die Knospenanlage — bei Loxosoma paarig und anfangs
durch eine Querbrücke verbunden, die von den frühern
Beobachtern als Genitalanlage gedeutet wurde — ist nach
unserm Verf. überhaupt keine Knospe, sondern vielmehr
ein Knospen- oder Keimstock, der lediglich aus dem Me-
soderm entstehen soll. Ob zur Bildung des spätem Spröss-
lings eine Zelle oder deren mehrere aus diesem Keimstocke
abgesondert werden, will Verf. unentschieden lassen, aber
so viel scheint demselben ausgemacht, dass die Entwick-
lung dieses Materiales eine grosse Aehnlichkeit mit der
Eientwicklung hat, so dass der ganze Vorgang sich mög-
licher Weise sogar der Parthenogenese annähert.
M' Intosh hebt bei Gelegenheit seiner Mittheilungen
über die Anneliden der britischen Nordpolexpedition (Journ.
Linn. Soc. T. XIV. p. 127) den Umstand hervor, dass die
Schuppen der nordischen Polynoiden massenhaft mit Loxo-
somen besetzt seien.
Ebenso findet auch Barrois an der Bauchfläche von
Aphrodite zahlreiche Loxosomen, dem L. singulare Kef.
zugehörig (daneben auch Pedicellina gracilis und verschie-
dene Hydroiden). Eine andere Art mit flügeiförmigen Fort-
sätzen am Stiele {L. data n., vermuthlich mit L. singulare
Schm. identisch) fand Barrois auf Schwämmen des Gen.
Desidea. Recherches sur l'embryol. des Bryozoaires p. 9.
Marion fand das Loxosoma phascolosomatum bei
Marseille immer nur auf Phascalion strombi. Ann. des
sc. natur. T. VII. Art. 7. p. 33.
Hatschek handelt über die „Embryonalentwicklung
und Knospung der Pedicellina echinata'^ (Zeitschrift für
wissenschaftl. Zoolog. Bd. XXIX. S. 502-549. Tab. 28-30)
und knüpft an die Darstellung seiner Beobachtungen eine
Reihe von theoretischen Betrachtungen. Der Embryo ent-
wickelt sich bekanntlich in einer Bruttasche und erscheint
anfangs unter der Form einer Gastrula, deren Endoderm
sich durch Einstülpung entwickelt und aus Zellen besteht,
in d. Naturgescli. d. med. Thiere wahr. d. Jahre 1876—1879. 689
welche sich schon an der noch sphärischen Keimhlase durch
ihre Grösse und Beschaffenheit von den übrigen Producten
der Furchiing unterscheiden lassen. Zu den Seiten des spalt-
förmig sich /.usaramenziehenden Gastrulamundes markiren
sich zwei ursprünglich sehr oberflächlich gelegene Endo-
dermzellen, die durch Verschluss des Mundes von beiden
Keimschichten abgetrennt werden und dann in der frühern
Furchungshöhle (der Leibeshöhle) eine symmetrische Lage
annehmen. Sie repräsentiren, wie bei vielen andern nie-
dern Thieren, die erste Anlage des Mesoderms. Der bis
dahin ziemlich kuglige Embryo plattet sich nun vorn,
vor den Mesodermzellen, ab, und verdickt die Ectoderm-
zellen der so gebildeten Fläche zu einer Scheibe, die in
der Nähe des den Mesodermzellen abgewandten Randes
trichterförmig sich einsenkt und ein Organ bildet, das sich
schliesslich mit der Ectodermblase verbindet und dadurch
als Mundrohr zu erkennen giebt. Auch das gegenüber-
liegende Segment des Embryo unterliegt einer Umformung,
indem es sich verjüngt und durch Verdickung seiner Ec-
todermzellen die Bildung der spätem Kittdrüse (Saugnapf)
vorbereitet. Noch vor der Verbindung von Munddarm und
Magen hat sich neben der spätem Cardia vor den Endo-
dermzellen eine Zellenplatte abgesondert, die an das be-
nachbarte Ectoderm tritt und schliesslich zu einem Säck-
chen wird, das nach aussen aufbricht. Es ist das Gebilde,
von welchem der Knospungsprocess ausgeht, zusammen mit
den anliegenden Ectodermzellen, wenn man will, die erste
Knospe, die schon vor Ablauf der Schwärmperiode sich
bildet und durch Abspaltung die übrigen Knospen aus
sich hervorgehen lässt. In ähnlicher Weise, wie Mund und
Vorderdarm, entsteht später auch der Hinterdarm mit seiner
Ausmündung. Nachdem derselbe ^it dem Magen in Ver-
bindung getreten ist, und die von den ursprünglich vor-
handenen zwei Zellen abstammenden Mesodermelemente
in Muskelfasern sich umgewandelt haben, ist die Larven-
form so ziemlich vollendet. Es bedarf nur noch einer
mehr charakteristischen Ausprägung der einzelnen Theile
und der Flimmerhaare, von denen übrigens die der Kopf-
scheibe und des Darmapparates schon frühe zur Entwicklung
690 Leückart: Bericht üb. d. wissenscliaftliclien Leistimgeü
gekommen sind. Die Festsetzung und Metamorphose der
Larve kam nicht zur Beobachtung, doch constatirte der
Verf. die interessante Thatsache — die übrigens von an-
dern Bryozoen schon bekannt ist — dass das aus der
Larve zunächst hervorgehende Individuum niemals zur ge-
schlechtlichen Entwicklung kommt. Die Knospen haben,
wie das schon aus den voranstehenden Bemerkungen her-
vorgeht, von Anfang an die beiden primitiven Keimblätter,
und sind nichts anderes als Theilstticke des Mutterthieres,
die aber schon auf früher Entwicklungsstufe sich bilden.
Und so ist es nicht bloss bei den Pedicellinen, sondern —
den Angaben vonNitsche entgegen (J.-B. 1871. S. 482) —
auch bei den Alcyonellen und vermuthlich allen Bryozoen.
Wie die Anlage des Knospenindividuums, so ist übrigens
auch die Entwicklung dieser Anlage im Wesentlichen die
gleiche, wie die Entwicklung aus dem Eie, nur dass
erstere durch Ausschluss des Larvenlebens auf eine viel
directere Weise und rascher abläuft. Bei Loxosoma sind
die Knospenanlagen vermuthlich — nach Vogt zu ur-
theilen, dessen „Brillenorgan'' kaum eine andere Deutung
zulässt — paarig. Durch einen vergleichenden Rückblick
auf die schwärmenden Larvenformen anderer Bryozoen
versucht Verf. weiter noch nachzuweisen, dass die Orga-
nisationsverhältnisse der Pedicellinenlarven mit gewissen
Modificationen auch zahlreichen andern Arten zu Grunde
liegen, wie namentlich — von Loxosoma abgesehen, deren
Larve fast vollständig mit der hier vorliegenden zusam-
menfällt — dem sog. Cyphonautes und der Larve von
Bugula. Die Deutungen der einzelnen Beobachter freilich,
selbst die der neuern, lauten oftmals sehr abweichend.
(Auffallender Weise scheint dem Verf. übrigens die Arbeit
von Ulianin über Pedicelliüa, J.-B. 1869. S. 336, unbe-
kannt geblieben zu sein.)
Zu den zahlreichen wichtigen Resultaten der Unter-
suchungen Hatschek's gehört auch der Nachweis eines
schon im Larvenzustande vorhandenen paarigen Excretions-
kanales, der mittels eines Flimmertrichters in die Leibes-
höhle ausmündet und am meisten mit den Excretionska-
nälen der Rotiferen übereinzustimmen scheint. Die Existenz
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 691
dieses Apparates wird später von Joliet bestätigt und
auch für andere Arten des Gen. Pedicellina, so wie für
Loxosoma nachgewiesen, so dass er vermuthlich ganz all-
gemein bei den Endoprocten vorkommt. Cpt. rend. 1879.
T. 88. p. 392.
Die Bemerkungen, welche Vogt (ebendas. Bd. XXX.
S. 374 — 378, mit Abbild, einer jungen Pedicellina in Holz-
schnitt) zu diesem Aufsatze veröffentlicht, sollen vornehm-
lich dazu dienen, Hatschek's Verweise auf die eigne
Arbeit richtig zu stellen und dem Bedenken gegen die
Hatschek'sche Darstellung von dem Herkommen und
der Natur der Knospenanlage Raum zu geben.
An diese Beobachtungen über die sog. Endoprocten
schliessen wir die umfangreichen und wichtigen Unter-
suchungen an, die Barrois unter dem Titel „Recherches
sur l'embryologie des Bryozoaires" (Lille 1877, 305 Seiten
in Quart, mit 16 Tafeln) veröffentlicht hat, Untersuchungen,
welche, obgleich sie vorzugsweise die Chilostomeen be-
treffen, doch auch die übrigen Gruppen der Bryozoen be-
rücksichtigen und unsere Erfahrungen über die Larvenzu-
stände und die Entwicklung dieser Thiere um ein Be-
trächtliches erweitern. Freilich ist es auch unserm Verf.
nicht gelungen, die Schwierigkeiten der Untersuchung, die
vornehmlich daraus resultiren, dass die Larven meist un-
durchsichtig sind, vollständig zu überwinden. Erst die
von Hatschek mit so grossem Erfolge angewandte Schnitt-
methode wird hier Licht bringen. Einstweilen herrscht
in der Deutung der einzelnen Organe und ihrer Metamor-
phose noch mancherlei Unsicherheit, so dass schon unser
Verf. sich veranlasst sah, in einem nachträglichen Zusätze
zu seiner Arbeit (du developpement des bryozoaires chilo-
stomes, Cpt. rend. 1878. T. 87. p^ 463) seine frühere Auf-
fassung mehrfach in wichtigen Punkten zu modificiren.
Auf die zahlreichen Einzelbeobachtungen, die Verf. mit-
theilt, können wir in unserm Berichte natürlich nicht ein-
gehen. Wir beschränken uns auf die Zusammenfassung
der wichtigsten und allgemeinsten Resultate, die aus ihnen
hervorgehen. Die Larven, so erfahren wir durch unsern
Verf., besitzen zur Zeit der Geburt sämmtlich einen
Archiv für Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. üü
692 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
wulstförmig vorspringenden Flimmerkranz, der den Leib
in eine vordere und eine hintere Hälfte theilt. Die erstere
trägt die Mundöffnung und in manchen Fällen (Endo-
procta, Cyphonautes) auch den After, welcher sonst zu
fehlen scheint; sie ist die orale Fläche, bald nach aussen
gewölbt, bald auch abgeflacht oder selbst zu einer Art
Infundibulum nach innen eingezogen. In der Nähe des
Mundes beobachtet man gewöhnlich noch ein eigenthüm-
liches sackartiges Gebilde, das mit kräftigen Flimmern
besetzt ist und als Pharynx in Anspruch genommen wird,
aber wohl eine andere Bedeutung hat. Es soll aus einer
Verdickung des Mesoderms hervorgehen, das auch in der
aboralen Körperfläche eine beträchtliche Entwicklung be-
sitzt und schon frühe, wie Verf. annimmt, in Form einer
geschlossenen Schicht zwischen Endoderm und Ectoderm
sich ausbreitet. Vielleicht, dass dasselbe eine Knospenan-
lage darstellt. Den spätem Mittheilungen zufolge ist es
übrigens auch zweifelhaft geworden, ob das vom Verf.
(bei den Larven der Chilostomeen und Ctenostomeen) als
Magensack bezeichnete Gebilde in Wirklichkeit diese Be-
deutung hat. Das Ende der aboralen Fläche ist meistens
in Form einer mehr oder minder grossen muskulösen
Scheibe gegen den übrigen Körper abgesetzt und mit
Flimmerhaaren garnirt. Ursprünglich glaubte Verf. diese
Wimperscheibe als Haftorgan in Anspruch nehmen zu kön-
xien — bei Loxosoma hat man darin auch wohl die
erste Anlage der Cementdrüse sehen wollen — aber später
hat er die Ueberzeugung gewonnen, dass die Larven, we-
nigstens die der Chilostomeen, mit der oralen Fläche sich
festsetzen, und zwar mit Hülfe desselben Organes, das
früher als Magensack gedeutet wurde und zum Zwecke
der Befestigung sackartig nach aussen hervorgestülpt wird.
Die kurz hier geschilderte 'Larvenform zeigt nun aber in
den einzelnen Gruppen gewisse Verschiedenheiten, die
unsern Verf. veranlassen, drei Hauptmodificationen anzu-
nehmen, von denen die eine den Endoprocten, die zweite
den Cyclostomeen, die dritte aber den übrigen Bryozoen,
also der bei Weitem grossesten Anzahl dieser Thiere, zu-
kommt. Die erste dieser Modificationen charakterisirt sich
in d. Naturgesch. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 693
durch die conische Bildimg des aboralen Körpers und die
Einziehung der oralen Fläche, die ausser Mund und After
noch ein mit Flimmerhaaren besetztes zapfenförmiges Tast-
organ aufweist. Das hinter dem Flimmerwulste gelegene
Rückenorgan (Hatschek's Knospenanlage) wird vom Verf.
gleichfalls als Tastwerkzeug gedeutet. Bei den Larven von
Loxosoma trägt dasselbe zwei Augenflecke, welche bei denen
von Pedicellina, die sonst sehr ähnlich gebaut sind, fehlen.
Die Furchung verläuft ziemlich regelmässig und führt zur
Bildung einer Invaginationsgastrula, deren Oeffnung bei
Loxosoma (nicht Pedicellina) als Larvenmund zu persistiren
scheint. Die Entwicklung der Cjclostomenlarve unter-
suchte Barrois vornehmlich an Phalangella (Tubulipora),
doch sollen Crisia und Diastopora in allen wesentlichen
Punkten damit übereinstimmen. Die Eier, die ausseror-
dentlich klein sind, unterliegen einer regelmässigen Fur-
chung, während deren sie (in den Ovicellen) beträchtlich
wachsen. Sie liefern schliesslich, wie bei den Endoprocten,
eine Invaginationsgastrula, deren Einstülpungsstelle in den
Larvenmund übergeht. Hinter dem Gastrulamunde erhebt
sich sodann ein querer Ringwulst, der sich mit Flimmer-
haaren bedeckt und scheidenartig über den zapfenförmig
auswachsenden aboralen Körpertheil sich fortsetzt. Zur Zeit
der Geburt hat die Larve eine kurze Cylinderform und
einen Flimmerbesatz, der fast über die ganze Körperfläche
sich ausdehnt. Der Vorderleib enthält im Innern den
Magensack, während der hintere Körpertheil solide ist.
Ein Rückenorgan fehlt. Die dritte Hauptform der Larven
ist dadurch ausgezeichnet, dass die aborale Partie eine
meist sehr ansehnliche Flimmerscheibe trägt und in der
Regel nur wenig oder gar nicht über den Rand des Flim-
merwulstes vorspringt. In reinster und einfachster Weise
bei den Escharinen ausgeprägt, deren Larven eine nahezu
discoidale Gestalt besitzen, unterliegt diese Form bei den
verwandten Arten gewissen Abänderungen, die nach ver-
schiedener Richtung sich entwickeln und einerseits bei
den Cellularinen, andererseits bei dem sog. Cyphonautes
(Membranipora) in extremer Weise zur Ausbildung kommen.
Zwischen den Larvenformen dieser beiden Gruppen stehen
694 Leuckart: Bericht üb. d. wiftsenschaftlichen Leistungen
nach unserm Verf. die der Vesiculariaden und Alcyonidien,
von denen die letzteren übrigens anscheinend am meisten
an die der Escharinen sich anschliessen. Sie unterscheiden
sich eigentlich nur dadurch, dass der gesammte aborale
Theil des Körpers bei ihnen in die Bildung der Flimmer-
scheibe aufgegangen ist. Bei den Larven der Cellularinen
wird der Flimmerwulst unter gleichzeitiger Differenzirung
der durch Pharynx und Mund bezeichneten vordem und
hintern Leibesenden mantelartig über den gesammten Lar-
venkörper ausgebreitet. Aehnlich ist es bei den Vesicu-
lariaden, nur, dass diese Umwandlung hier schon früher,
vor Beginn des freien Lebens, geschieht, aber unvollstän-
diger bleibt, indem die untere Partie der aboralen Körper-
hälfte unbedeckt ist. Auch die Beschaffenheit des Flimmer-
mantels zeigt insofern zwischen beiden einen Unterschied,
als derselbe bei den Cellularinen weich ist und der Kör-
perform sich anschmiegt, während er bei den Vesicularia-
den eine grössere Rigidität besitzt. Die Eigenthümlich-
keiten von Cyphonautes reduciren sich vornehmlich darauf,
dass sich der mit einer nur unbedeutenden Flimmerscheibe
ausgestattete Larvenkörper seitlich abplattet und mit einer
zweiklappigen Schale bekleidet. Uebrigens sind diese
Eigenthümlichkeiten nicht bei allen Arten gleich ausge-
bildet, wie namentlich Flustrella und Eucratea beweisen,
deren Larvenformen noch mancherlei Annäherung an die
Verhältnisse der Escharinen besitzen. Aehnliche Zwischen-
formen finden sich zwischen den Cellularinen und den Escha-
rinen (MoUia, Cellepora, Discopora). Die Eier, aus welchen
diese Larven hervorgehen, zeigen in ihrer Furchungsweise
mancherlei Abweichungen von dem Verhalten der übrigen
Bryozoen. Nicht bloss, dass sich die Zellen des Flimmer-
wulstes schon frühe durch ihre Grösse und ringförmige
Gruppirung vor den übrigen auszeichnen, auch die An-
ordnung der Furchungskugeln ist eine ungewöhnliche,
da die der Achttheilung folgenden Furchungen zunächst
nur in verticaler Richtung geschehen und die Dottermasse
in einen regelmässig gebildeten Körper umwandeln, dessen
32 Theilstücke in zwei Schichten über einander liegen.
Die Zellen des Flimmerwulstes gehen aus den acht meri-
in d. Naturgesch. d. uied. Thiero währ. d. Jahre 1876—1879. 695
dionalen Ballen der später aboraleu Hälfte hervor, während
die anliegenden vier mittlem Ballen der oralen Hälfte nach
den neuern Beobachtungen des Verf. 's ausser dem Endo-
derm auch noch das Mesoderm liefern sollen. Die Um-
wandlung in das entwickelte Bryozoon geht nirgends, auch
nicht bei den Endoprocten, auf dem Wege einer directen
Weiterentwicklung vor sich, sondern wird überall durch
eine Art Histolyse eingeleitet. Die freie Beweglichkeit
geht mitsammt der äussern und Innern Organisation ver-
loren; die früher so charakteristisch gestaltete Larve wird
zu einem sitzenden, mehr oder minder hohen und scheiben-
förmigen Körper, dessen Innenmasse aus einer gleichmässig
körnigen Substanz besteht, in der man aber sehr bald schon
die der hellen Aussenwand verbundene Anlage des spätem
sog. Polypids erkennen kann. Trotzdem ist Verf. übrigens
wenig geneigt, dieses letztere im Sinne von Nitsche u. A.
als eine eigne individuelle Bildung aufzufassen. Er sieht
in dem ausgebildeten Bryozoon vielmehr eine weitere Ent-
wicklungsstufe der Larve, die schon durch ihre complicirte
Organisation beweise, dass sie mehr sei, als ein blosses
Cystid. Bei der ersten Bildung sollen die Tentakel übri-
gens auch bei den sog. Ectoprocten in geschlossenem
Kreise um den After, der anfangs freilich von der spätem
Mundöffnung nicht getrennt ist, herumgreifen. Das Ver-
halten der Endoprocten steht also keineswegs unvermittelt
dem der übrigen Bryozoen gegenüber — ganz abgesehen
davon, dass auch die Lophopoden eine Art Zwischenform
zwischen beiden darstellen, indem die hufeisenförmige Bil-
dung des Tentakelapparates nur daraus resultirt, dass der
Tentakelkranz derselben nach der Afterseite offen ist. Das
sog. Colonialnervensystem nimmt Verf. als einen Theil des
Endoderms in Anspruch, der keinerlei Beziehungen zu dem
Nervenapparate habe. Zum Schlüsse mag noch bemerkt
sein, dass die Beobachtungen unseres Verf.'s auch auf die
Entwicklung und Gestaltung des Bryozoariums bei ver-
schiedenen Arten einen interessanten Aufschluss geben.
Repiachoff's vorläufige Mittheilungen „zur Kennt-
niss der Bryozoen'' (Zoolog. Anzeiger Th. I. S. 221—224)
betreffen die Er^twicklungsvorgänge dieser Thiere. Verf.
696 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
beschreibt dabei zwei neue Ctenostomenlarven, sowie deren
Metamorphose, und bemerkt in Betreff der Larve von Le-
pralia Pallasiana, dass er trotz der Einwürfe von Barr ois
bei seiner Deutung sowohl des Saugnapfes (estomac B.),
wie des grobkörnigen Dotterrestes (mesoderm oral B.), den
er als Endoderm in Anspruch nimmt, verharren müsse.
Eine spätere vorläufige Mittheilung (ebendas. Th. IL
S. 67—69) behandelt die Embryogenie von Tendra zoste-
ricola. Der Verf. constatirt darin zunächst, dass der Saug-
napf nach Differenzirung der beiden primären Keimblätter
von dem Ectoderm aus sich bildet. Weiter hebt derselbe
hervor, dass sich der obere Theil des Endoderms von der
übrigen Masse, die den Darmtractus liefert, ablöst und ein
Gebilde darstellt, welches der Hatschek'schen Endoderm-
knospe bei Pedicellina zu entsprechen scheint. Die Sta-
dien, welche dem Festsetzen der Larve folgen, haben sich
leider nicht genau verfolgen lassen, so dass die Schicksale
sowohl der Knospe, wie des Eingeweidetractus, der sich
möglicher Weise (nach Hatschek) durch Zerfall in den
sog. braunen Körper umwandelt, einstweilen unbekannt sind.
Die „Bemerkungen über Cyphonautes", die wir dem-
selben Beobachter verdanken (Zool. Anzeiger Th. IL S. 517
u. 518) betreffen vorzugsweise die Bildung des Darmappa-
rates und das von Hatschek als Knospe gedeutete kegel-
förmige Organ, das nach unserm Verf. sich aus zwei ganz
verschiedenen Theilen zusammensetzt, einer saugnapfartig
eingestülpten wimpernden Verdickung des äussern Epithels,
welche der Mundfurche anderer Chilostomenlarven ver-
glichen wird, und einem oberhalb desselben gelegenen
Zellenhaufen, der allerdings als wirkliche Endodermknospe
zu deuten sein dürfte. Der eigentliche Saugnapf scheint
bei Cyphonautes ganz rückgebildet zu sein oder wenigstens
grosse Umgestaltung erlitten zu haben. Die Muskelfasern
sind deutlich quergestreift. Die aus der Larve sich her-
vorbildenden Primärzooecien sind den vom Verf. früher
(J.-B. 1875. S. 488) als eine muthmaassliche neue Tendra
beschriebenen Formen mit porösen Zooecien ausserordentlich
ähnlich.
Die Beobachtungen, welche derselbe Verf. „zur Em-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 697
bryologie der Bowerbankia" veröffentlicht (ebendas. 1879.
Bd. IL S. 660 — 664), beziehen sich auf die ersten Vor-
gänge der Entwicklung, die der Bildung des definitiven
Mundes vorausgehen. Sobald der Embryo durch Einstül-
pung von vier, an bestimmter Stelle gelegenen Furchungs-
kugeln und die darauf folgende Verwachsung des „Ur-
mundes" zu einer geschlossenen Ectodermblase mit einer
Endodermmasse im Innern geworden ist, umgiebt sich der-
selbe mit einem Wimperkranze, der anfangs einen sehr
einfachen Verlauf hat, allmählich aber im Zusammenhange
mit gewissen Formveränderungen des Körpers seinen frühern
Verlauf und die ursprüngliche Bildung in eigenthümlicher
Weise verändert. Die vier in's Innere der Furchungs-
höhle eingestülpten Endodermzellen bleiben bei diesen Ver-
änderungen unverändert, obwohl inzwischen auch schon
der Mantel angelegt ist und bis zu einem gewissen Grade
sich entwickelt hat. Später setzt sich ein dünner Endo-
dermstreif von unbekannter Bedeutung in's Innere der
Mantelduplicatur fort. Eine von der Wimperzone umgebene
Ectodermverdickung scheint nach Lage und Entstehung
mit der Kappe der Chilostomenlarven verglichen werden
zu können.
J 0 1 i e t veröffentlicht „Contributions ä l'^tude des
Bryozoaires des cotes de France" (These de Doctorat,
Paris 1877), die vornehmlich den Innern Bau zum Gegen-
stande haben und auf Untersuchungen sich stützen, welche
an lebenden und fortknospenden Exemplaren angestellt
sind. Auf diesem Wege kommt Verf. zunächst zu der
Ueberzeugung, dass die sog. gelben Körper in der That
nichts Anderes sind, als die mumificirten Ueberreste abge-
storbener Polypide. Statt eine Fortpflanzung zu vermitteln,
werden dieselben von dem daneben knospenden neuen Po-
lypiden umwachsen und in den Magen eingeschlossen, aus
dem sie dann in das Rectum übertreten, um schliesslich
nach Aussen ausgeworfen zu werden. Das sog. Colonial-
nervensystem ist nichts weniger als ein nervöser Apparat,
sondern eine Anhäufung vom Endosark, aus dem eben
sowohl die Blutkörperchen, wie die Geschlechtsproducte
und die zu neuen Polypiden sich entwickelnden Keim-
698 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
massen hervorgehen. Die Ovicellen haben mit der Ent-
wicklung der Eier Nichts zu thun; sie sind blosse Brut-
taschen, in welche die Eier erst nachträglich eintreten.
Die Bildungsstätten der Eier sind, wie schon bemerkt, die
Endosarkhaufen, welche man gelegentlich als Ganglien
gedeutet hat. Da auch die Samenelemente daselbst ihren
Ursprung nehmen, so ist bei den Bryozoen an eine Ab-
stammung der beiderlei Zeugungsstoffe aus verschiedenen
Keimschichten nicht zu denken. Trotzdem dieselben nun
aber Seite an Seite ihren Ursprung nehmen, ist ~ we-
nigstens für gewisse Arten -- eine Befruchtung desshalb
unmöglich, weil ihre Reife in eine verschiedene Zeit fällt.
Am leichtesten lässt sich dies bei Valkeria beweisen, in-
dem die Samenfäden hier schon frühe, zu einer Zeit aus-
gestossen worden, in der die Eier noch weit von ihrer
definitiven Entwicklung entfernt sind. Nach der Entlee-
rung der Spermatozoen mumificirt das Polypid. Gleich-
zeitig schliesst sich die Oeffnung der Zellen, während das
Ei sich weiter entwickelt. Ist dasselbe nahezu fertig, dann
entsteht ein neues Polypid, das aber nur rudimentär bleibt
und nur dazu dient, die Zellen durch Bildung eines neuen
Opercularapparates zu öffnen und das von dem Tentakel-
kranze aufgenommene Ei mit den umherschwimmenden
Samenfäden in Contact zu bringen.
Den gleichen Gegenstand behandelt Verf. in seinen
Mittheilungen an die Französische Akademie, Cpt. rend.
T. 84. p. 723 u. 85. p. 406-408. ^
Hincks macht auf die eigenthümliche Thatsache
aufmerksam, dass die Vibracula von Caberea Boryi und
vermuthlich noch andern Bryozoen nicht einzeln und un-
abhängig von einander, sondern immer gemeinsam, wie
auf Commando, schwingen, und glaubt daraus auf die
Existenz eines colonialen Nervensystems zurückschliessen
zu dürfen. Bei den im ausgebildeten Zustande freien Sele-
nariaden sollen die mächtig entwickelten Vibracula (einer
Mittheilung vonBusk zufolge) sogar als Bewegungsorgane
functioniren. On the movements of the vibracula of Ca-
berea Boryi, Quarterly Journ. micr. sc. T. XVIII. p. 7 — 9.
Ebenso macht er auf die bei gewissen Bryozoen
in d. Naturgesch. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 699
(Scrupocellularia u. a.) vorkommenden und zum Anheften
dienenden Wurzelfortsätze aufmerksam, Avobei er die Tliat-
sache hervorhebt, dass Form und Bildung derselben man-
cherlei charakteristische Verschiedenheiten darbieten. Note
on the radical fibres of the Polyzoa, Ann. nat. bist. Vol.
XX. p. 218.
Waters weist (Arch. zool. exper. T. VII. p. XLVl)
weiter auf die Unterschiede hin, welche der Deckel der
chilostomen Bryozoen in Bezug auf Form, Articulation
und Muskulatur zeigt. Dieselben seien vortreffliche Hülfs-
mittel der Artbestimmung und in vielen Fällen zuverlässiger,
als die Gestalt der Zellen, die bei derselben Species und
sogar derselben Colonie nicht selten beträchtlich wechseln.
Unter dem Titel „Hypophorella expansa, ein Beitrag
zur Kenntniss der minirenden Bryozoen" (Göttingen 1878,
156 Seiten mit 5 Kupfertafeln in Quart, aus dem Bd. XXI
der Abhandl. der kgl. Gesellschaft der Wissensch. zu Göt-
tingen) beschreibt Ehlers die Lebensgeschichte, den Bau
und die Entwicklung einer Bryozoe, die in der Chitinsub-
stanz der Röhren von Terebella conchilega lebt und auf
Spikeroge und andern Nordseeinseln häufig von ihm auf-
gefunden wurde. Man trifft die Thiere vorwiegend in dem
untern, in den Sandboden eingesenkten Theile der Wurm-
röhren, mögen diese bewohnt oder leer sein, niemals in
den fransenartigen Anhängen der Röhrenmündung. Der
ausgebildete Bryozoenstock setzt sich aus zweierlei un-
gleichen Individuenformen zusammen, aus darmlosen, mehr
oder minder langen und schlanken Stengelgliedern, welche
stolonenartig in der Röhrenwand hinkriechen, und aus
urnenförmigen Nährthieren, die den Seitenzweigen des
Hauptstammes aufsitzen. Zweige und Nährthiere ent-
springen meist alternirend von. den Stengelgliedern und
immer nur von dem distalen Ende derselben, das eine
mehr oder minder starke keulenartige Anschwellung zeigt.
In der Lagerung dieser beiderlei Gebilde findet sich inso-
fern ein leichtverständlicher Unterschied, als die Nähr-
thiere nicht, gleich den Stengelgliedern, zwischen die
Schichten der Röhrenwand eingelagert sind, sondern sich
gegen deren innere Oberfläche hinwenden und dieselbe
700 Leuckart: Bericht üb. d. wissenscliaftliclien Leistungen
durchbrechen, so dass das Thier seinen Tentakeikranz in
das Lumen der Wurmröhre hineinschieben kann. Die
Oeffnung, durch welche derselbe aus der Thierzelle her-
vortritt, hat übrigens die terminale Lage, die bei den
verwandten Formen (den Vesiculariaden) vorkommt, mit
einer mehr ventralen vertauscht. Neben ihr steht jeder-
seits auf der Zellwand ein hornartiger Zapfen von ko-
nischer Gestalt. Obwohl die beiderlei Glieder des Thier-
stockes gleichmässig von einer Chitinhülle umgeben sind,
zeigen dieselben in histologischer, wie anatomischer Be-
ziehung doch beträchtliche Unterschiede. Am einfachsten
erscheinen natürlich die Stengelglieder, die auf der Innen-
fläche der Röhrenwand eine einfache Schicht lebendigen
Protoplasmas tragen, in welcher Körnchen, Vacuolen und
Kerne eingebettet sind, ohne dass es für gewöhnlich
zur Sonderung besonderer Zellenterritorien kommt. Hier
und da löst sich der Belag auch säulenförmig von der
Chitinwand ab und zerfällt in Stränge, dieselben Gebilde,
welche Fr. Müller einst als Theile eines colonialen Ner-
vensystemes in Anspruch nahm. An den Enden der Röhre,
wo die Knospung erfolgt, sind die Kerneinlagerungen
(Smitt's Fettkörnchen) besonders häufig. Ebenso nimmt
die Belegmasse in den kapselartigen Anschwellungen con-
stant eine (vielleicht muskulöse) fasera^tige Beschaffenheit
an. Die früher von mir und Nitsche vertretene Ansicht,
der zufolge die Nährthiere aus einem Cystid und Polypid
sich zusammensetzten, hält Verf. für verfehlt; er sieht in
dem sog. Cystid nur die Körperwand, in dem Polypid die
vegetativen Eingeweide eines einzigen Individuums. Die
Tentakelscheide stellt, dieser Auffassung entsprechend, den
vordem invaginationsfähigen Abschnitt der Körperwandung
dar, der sich am besten vielleicht dem Rüssel der Gephy-
reen vergleichen lasse. Die Invaginationsöffnung selbst ist,
von der ventralen Lage abgesehen, ohne besondere Aus-
zeichnung. Die Fasern des Retractor zeigen unter Um-
ständen eine schöne Querstreifung, auffallender Weise aber
nicht im Zustande der Contraction, in dem sie völlig ho-
mogen sind, sondern während der Dehnung. In Betreff
der Bildung der Eingeweide ist zunächst zu erwähnen,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 701
(lass Hypophorella einen einfachen Schlundkopf besitzt,
nicht einen doppelten, wie andere Vesiculariaden. Ebenso
hat auch der Funiculus eine einfach strangartige Bildung.
Da das Gewebe desselben an beiden Anheftungspunkten,
am Darme sowohl, wie an der Leibeswand flächenhaft
sich ausbreitet, glaubt Verf. darin eine Peritonealbildung
zu erkennen, die um so mehr an die Dissepimente der
Chaetopoden erinnere, als sie auch bei den Bryozoen die
Geschlechtsstoffe zur Entwicklung bringt. Diese letztern
bilden sich, männliche, wie weibliche, gleichzeitig auf der
Innenfläche der hintern Körperwand und zwar an ganz
bestimmt gezeichneten Stellen, die Samenelemente sym-
metrisch rechts und links, die Eier mehr median, wenn-
gleich die erste Anlage derselben etwas nach links ge-
funden wird. Die reifen Geschlechtsstoffe, die zunächst
in die Leibeshöhle fallen, werden vermuthlich dadurch
entleert, dass die Tentakelscheide an der Ansatzstelle des
Enddarmes einreisst. (Den von Farre undHincks neben
den Tentakeln beschriebenen flimmernden Ausführungsap-
parat hat Verf. bei Lepralia mit Bestimmtheit als ein para-
sitisches Infusorium, vermuthlich der Gattung Scyphidia zu-
gehörig, erkannt.) Wo die Eingeweide der Geschlechts-
thiere, wie das nicht selten geschieht, durch Histolyse zu
Grunde gehen, da entwickeln sich die Eier schon in der
Leibeshöhle zu einer Larve, die durch ihre amphiconische
Form und den Besitz eines äquatorialen Flimmergürtels
an die bekannten Jugendzustände der chilostomen Bryo-
zoen sich anschliesst. Die Entwicklung dieser Larve
konnte eben so wenig, wie deren Metamorphose vollständig
verfolgt werden, doch überzeugte sich Verf. an jungen Co-
lonieen von Vesicularia, dass die ersten Glieder des Stockes
darmlose Stengelglieder sind, die aus dem Larvenkörper
hervorwachsen und dessen Ueberrest noch eine Zeitlang
deutlich erkennen lassen. Die Knospung geschieht sowohl
terminal, wie lateral, aber immer am Endstücke der jüngsten
Stengelglieder, und zwar dadurch, dass sich die protoplas-
matische Substanz derselben in grösserer Menge anhäuft
und durch Bildung einer Scheidewand dann gegen die
übrige Inhaltsmasse absetzt. Die Nährthiere sind anfangs
702 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
kaum von den Stengelgliedern verschieden, nehmen dann
aber ziemlich rasch ihre spätere Form und Organisation
an. Was Verf. über die Bildung des sog. Polypids mit-
theilt, weicht in den Einzelnheiten mehrfach von den An-
gaben ab, welche Nitsche über diese Vorgänge bei Flustra
gemacht hat, schliesst sich aber dafür an dessen Darstel-
lung von der Knospenentwicklung von Loxosoma an. Es
gilt das namentlich insofern, als die Gewebsmasse, die das
sog. Polypid liefert (Endoderm nach Ehlers), durch Son-
derung aus einem Theile der äussern Knospenwand her-
vorgehen soll. Ebenso entstehen die Tentakel von Hypo-
phorella nicht gleichzeitig, sondern nach einander, so dass
zunächst immer nur ein einziger warzenförmiger Auswuchs
vorhanden ist. Eine Neubildung nach Histolyse Hess
sich niemals beobachten. Eben so wenig kommt es bei
letzterer zu der Entwicklung eines „braunen Körpers",
obwohl die Ueberreste von Darm und Nahrung in wechseln-
der Form und Lagerung sehr allgemein in den histolysirten
Thieren sich auffinden lassen. Was die systematische
Stellung von Hypophorella betrifft, so kann allerdings kein
Zweifel sein, dass es die Vesiculariaden sind, denen
dieselbe zugehört. Eine Verbindung dieser Formen mit
den Halcyonelliden (zu der Ordnung der Ctenostomata)
hält Verf. aber für unnatürlich; er ist vielmehr der An-
sicht, dass dieselben durch die Eigenthümlichkeiten der
Stockbildung (Auftreten darmloser Stengelglieder) zur Ge-
nüge als Repräsentanten einer eignen Gruppe charakterisirt
werden, für die Verf die Bezeichnung Bryozoa stolo-
nifera vorschlägt. Ausser den Vesiculariaden glaubt Verf.
dieser Gruppe aber auch die Pedicellineen zurechnen zu
dürfen. Allerdings scheint die Bildung der Tentakelkrone,
welche ausser dem Munde hier auch den After umfasst,
die letztern (Endoprocta Nitsche) in einen Gegensatz zu
allen übrigen Bryozoen zu bringen, aber dieser Unterschied
ist nach unserm Verf. ein nur scheinbarer, da die Tentakel
der Pedicellineen nicht den gleichnamigen Gebilden der
übrigen Bryozoen entsprechen, die hier fehlen, sondern
das in Lappen zerschlitzte Diaphragma der sonst ver-
kümmerten Tentakelscheide darstellen. Die durch Ver-
in d. Naturgesch. d. med. Thiore währ. d. Jahre 1876—1879. 703
einigung dieser früher weit getrennten Gruppen gebildete
Abtheilung der Stolonifereu könnte man dann zunächst an
die Chilostomeen anschliessen, die ähnlich geformte Nähr-
thiere besitzen, und auch das lockere Gefüge des Stockes
mit denselben theileu. Ebenso zeigen die bei Chilostomeen
nicht selten (freilich auch gewissen Cyclostomeen) vor-
kommenden „Wurzelfäden'^ eine unverkennbare Beziehung
zu den darmlosen Stengelgliedern. Zum Schlüsse unseres
Berichtes lassen wir noch die vom Verf. entworfene Dia-
gnose seiner Art folgen, die folgendermaassen lautet:
Hypophorella n. gen. Bryozoarium stolonihus rectaugu-
latim conjunctis repens, in extremitate articulorum antica dilatata
praeter articulum lateralem terminaleraque singula animalia alter-
natim in stolonihus collocata, iirceolata, juxta aperturam transversam
ventralem utroque corniculo armata gignens.
H. expansa n. sp. Stolonum articulis valde elongatis annu-
latis ; animalium oblique affixorum area frontali denticulata, collari
nudo, tentaculis 10 vel 11, gutture simpHci, tubos Terebellae con-
chilegae perforans. Hab. litus maris germanici.
Eine von unserm Verf. entworfene Tabelle (S. 127)
giebt weiter eine gedrängte Uebersicht über die Unter-
schiede, die bei den Vesiculariaden in dem Aufbau des
Stockes obwalten. Bei dem Interesse, welches diese For-
men besitzen, lassen wir dieselben gleichfalls hier folgen.
I. Mehrere Nährthiere an den einzelnen Steugelgliedern.
1. An der ganzen Länge der Glieder.
Zweireihig gestellt. (Kinetoskias arborescens und Smithii,
Mimosella graciUs.)
Spiralig gestellt. (Lafoea cornuta, Amathia spiralis.)
Einreihig gestellt.
Alternirend an den Gliedern. (Amathia alternata.)
Am gleichen Umfange der Glieder. (Vesicularia spinosa.)
2, An den Endstrecken der Glieder.
In Reihen. (Zoobothryon pellucidum, Amathia lendigera,
A. unilateralis.)
In Haufen. (Vesicularia cuscuta.)
IL Nur je ein Nährthier an einem Stengelgliede.
1. Nährthiere lateral, neben ihnen ein oder mehrere Stengel-
glieder. (Farella dilatata, Hypophorella expansa, Spathipora
sertum, Avenella Dalyellii.)
2. Nährthiere terminal. (Triticella Boeckii und Korenii, Hippu-
raria Egertoni.)
704 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Eine von Trinchese „sulF anatomia di Zoobotryon
pellucidum" verfasste und in Bologna veröffentlichte Ab-
handlung ist Ref. unbekannt geblieben.
Ein Gleiches gilt von Winther, over de i Danmark
hidtil fundene Hav-Bryozoer. Kopenhagen 1877.
Joliet handelt über die bei Roseoff vorkommenden
Bryozoen und bestimmt deren Zahl auf 78. Arch. zoolog.
exper. T. VI. p. 281-298.
Unter den von S. M. Schiff Gazelle 1874 und 1875
gesammelten Bryozoen befanden sich ungewöhnlich viele
und zum Theil recht gut erhaltene Exemplare des Gen.
Adeona, die von Kirchenpauer untersucht wurden und
diesen veranlassten, nicht nur die ganze Gattung syste-
matisch durchzuarbeiten, sondern auch den sonderbaren
Bau dieser Thiere zum Gegenstand einer eingehenden Dar-
stellung zu machen. (Ueber die Bryozoengattung Adeona
Lamx. Hamburg 1879, 24 Seiten in Quart mit 4 Tafeln,
Abhandl. der hamb. naturf. Gesellsch.) Nach den hier
vorliegenden Mittheilungen kann es nicht länger zweifel-
haft sein, dass die bisher immer nur in Trockenexemplaren
zur Beobachtung gekommenen Thiere trotz ihrer auffallen-
den Gorgonienähnlichkeit wirkliche Bryozoen sind, und
zwar Formen, die zumeist an Eschara sich anreihen und
von diesen sich vornehmlich durch den Besitz eines isis-
artigen eigenthümlichen Stieles unterscheiden. Schon die
von Kirchenpauer aufgefundenen Avicularien sind für
die Natur der Adeonen beweisend. Unser Verf. charak-
terisirt dieselben als Bryozoen mit einem blatt- oder platten-
förmigen, aus zwei Schichten von Zooecien bestehenden
Bryozoarium, das auf einem theilweise gegliederten bieg-
samen Stiele befestigt ist. Die Zooecien besitzen eine
rundliche oder halbmondförmige Mundöffnung und tragen
unter derselben eingesenkt ein dreieckiges Avicularium,
auch bisweilen eine Nebenöffnung (After ?). Ooecien fehlen.
In beiden Schichten sind die Mundöffnungen nach Aussen
gekehrt, so dass die Zooecien derselben mit ihren Riicken-
flächen sich berühren. Zwischen den Schichten ist eine
dünne, eigentlich doppelte Kalklage vorhanden, wie denn
auch die Aussenfläche der zunächst chitinigen Zooecien
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 705
mit einer solchen bedeckt ist. Dieselbe wird von zahl-
reichen kleinen Oeffnungen durchsetzt, die je eine enge
von der Ectocyste ausgehende Chitinröhre in sich ein-
schliessen. Davon verschieden sind natürlich die Lücken-
räume, die den Platten mancher Arten ein gefenstertes
Aussehen geben und einer netzartigen Anastomosirung der
Zweige ihren Ursprung verdanken. Die baumartig ver-
ästelten Wülste, welche von dem Stiele aus bei vielen Arten
über das Bryozoarium hinlaufen, sind erst secundäre Bil-
dungen, dadurch entstanden, dass die kalkige Aussenschicht
streifenartig um ein Beträchtliches sich verdickte. An
Querschliffen erkennt man in der Tiefe derselben noch
deutlich die charakteristischen Thierzellen, die an den
Rändern der Wülste direct in die anliegenden Schichten
sich fortsetzen, und nur insofern sich unterscheiden, als
sie anscheinend der Mundöffnung entbehren und Chitin-
röhren von beträchtlicher Länge aussenden. Auch den Stiel
(Wurzelstock) möchte Verf. als eine erst nachträgliche
Bildung betrachten. Die Chitinschläuche, welche in den
scheinbar hornigen Zwischengliedern des sonst verkalkten
Stieles flächenhaft neben einander gereihet sind und die
zwischenliegenden Kalksegmente mit ihren vielfach anasto-
mosirenden feinen Ausläufern durchsetzen, werden gewiss
mit Recht als individualisirte Glieder des Thierstockes
(Cystide im Sinne Nit sehe's) gedeutet und damit den
Stengelgliedern der Vesiculariaden oder, wenn man lieber
will, den Wurzelfäden vieler Cyclostomeen und Chilosto-
meen gleichgestellt. Die Arten gehören sämmtlich der
australischen Fauna an. Ihre Zahl ist freilich eine nur
geringe, obwohl dieselbe durch unsern Verf. verdoppelt
wird, indem dieser den vier bekannten Species als neu
noch weiter hinzufügt: Ä. intermedia, Ä. macrothijris, A.
arhorescens^ Ä. alhida und eine zu A. (Dictyophora) cellu-
losa Mac Gillivr. zu ziehende Var. ochracea.
Smitt veröffentlicht in der Overs. kgl. Vetensk.-Akad.
Förhandl. 1878. N. 3. p. 11—26 eine „recensio systematica
animalium Bryozoorum, quae in itineribus annis 1875 et
1876 ad insulas Novaja Semblja et ad ostium fluminis
Jenisei, duce Nordenskjölds invenerunt Stuxberg et Theel.
706 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Aufgeführt werden dabei 4 Ctenostomeen, 15 Cyclostomeen,
39 Chilostomeen, sämmtlicli bekannte Arten.
Hincks berichtet über die von Wal lieh an der
Küste Islands und Labradors gesammelten Bryozoen (Ann.
nat. bist. T. XIX. p. 97-112. PL X u. XI). Es sind im
Ganzen 48 Arten, 32 aus Island, 16 aus Labrador, unter
denen als neu aufgeführt und beschrieben werden: Mem-
branipora cymhaeformis (= M. spinifera Smitt), Lepralia
reticulo-punctata, L. radiatula {== Cellepora plicata Sm.
var.?), Betepora Wallichiana^ sämmtlich aus Island, Celle-
pora hilaminata aus Labrador. Aus einer nachträglichen
Notiz des Verf 's (1. c. T. XX. p. QQ) erfahren wir übri-
gens, dass die Fundstätte der zuerst aufgeführten Arten
nicht Reykjavik auf Island, sondern Frederickshaab an
der DaviS'Strasse ist, und dass eben daher auch die von
demselben Verf. früher als isländisch aufgezählten Hydroi-
den (J.-B. 1874. S. 428) stammen.
Norman macht (Proceed. roy. Soc. Vol. XXV. p.
203 ff.) einige Mittheilungen über die während der Expe-
dition des „Valarous" in der Davis-Strasse gesammelten
Bryozoen. Es sind im Ganzen 6Q, von denen die Hälfte
auch sonst an den Amerikanischen Küsten gefunden wird.
59 gehören der Europäischen, 35 der Brittischen und 1
(Lepralia hyalina) der mittelmeerischen Fauna an.
Unter den von Verrill in Vineyard sound aufgefun-
denen 24 Bryozoen werden neu benannt und beschrieben
Vesicularia dichotoma und F. armata. Invertebr. anim.
p. 415.
Miss Gatty bestimmt die von Cap. Cawne während
einer Reise nach Australien in der Südsee gesammelten
32 Polyzoen, Proceed. Liverpool Soc. 1877. N. 3L p. 72, 73.
Busk untersucht die von Eaton auf den Kerguelen
gesammelten Bryozoen (Ann. nat. bist. Vol. XVII. p. 116
— 118 oder Philos. transct. Vol. 168. p. 193—199. PI. X).
Es sind im Ganzen 26 oder 27 Species, sämmtlich aus der
Laminarienzone, die grössere Mehrzahl, 17 oder 18, den
Chilostomeen. 9 den Cyclostomeen zugehörig. Ctenostomeen
fehlen in der Sammlung. Neun oder zehn Formen davon
sind neu; die übrigen gehören fast sämmtlich der von der
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 707
Südspitze Amerikas westlich bis nach Neu -Seeland ver-
breiteten Fauna an. Als neu werden aufgeführt und kurz
charakterisirt: DiacJioris costata, Lepralia Eatoni^ Lepr.
hyalina var. conferta, var. Bougainvillei, var. muricata,
Crisia kerguelensis, Tubiilipora stellata, JDiscoporella infim-
dihuliformis, D. canaliculata.
Studer erwähnt noch einer daselbst an Florideen
lebenden Pedicellina. (Arch. f. Naturg. 1879. S. 124.)
Waters handelt „on the Bryozoa of the bay of Na-
ples" (Ann. nat. bist. Vol. III. p. 28—43. PL VIII— IX.
p. 114—126. PI. XII— XV. p. 192—202. p. 267—281. PI.
XXIII u. XXIV). Es sind namentlich die kalkschaligen
Formen, die er berücksichtigt und vielfach mit denen
identisch findet, welche fossil im Italienischen Pliocen und
Miocen gefunden werden. Im Ganzen beschreibt Verf.
nicht weniger als 111 Species, die er binnen wenigen
Wochen zusammenbrachte (77 Chilostomeen, 33 Cyclosto-
meen, 1 Ctenostomee), mit Einschluss von einzelnen Varie-
täten, die besonders gezählt werden. Als neu sind aufge-
führt: Lepralia arrogata, Cellepora sardonica, C. OuÜeriana
(= Lepralia bispinosa Busk), C. digitata, C. lobidata, Beti-
culipora dorsalis {= R. nummulitorum Smitt). Dass die
Synonymie dabei vielfache Berichtigung erfahren hat,
braucht kaum besonders hervorgehoben zu werden.
In dem Caspischen Meere findet Grimm (1. c. T. I.
p. 117—122) Laguncula repens, Bowerbankia densa und
Stichoporina sp.
Unter dem Titel „on british Polyzoa" publicirt Hincks
in den Ann. nat. bist, eine Reihe von Aufsätzen, die als
Vorläufer der von demselben herauszugebenden History
of the british marine Polyzoa dienen sollen und eben so
wohl eine Beschreibung neuer Arten enthalten, wie classi-
ficatorischen Inhaltes sind. So macht uns Part I (1. c. Vol.
XX. p. 213—218) mit folgenden neuen Arten bekannt:
Memhranipora nodulosa^ M. aurita, M. flustroides, Lepralia
marmorea, Lagenipora (n. gen.) socialis, Valheria cau-
data^ V. citrina, V. gracillima, Arachnidiimi clavaüim, Al-
Ä.rchiv f. Naturg. XXXXIV. Jahrg. 2. Bd. W
708 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
cyonidium disjunctum^ Ä. lineare. Das den Chilostomeen
zugehörige neue Gen. Lagenipora ist durch die Anwesenheit
einer kalkigen Umhüllung der Thierzellen zur Genüge
charakterisirt.
Lagenipora n. gen. Colonies consisting of a immber of
Celles immersed in a common calcareous crust; zooecia decumbent,
contiguous, the front-wall solid; oral extremity produced, tubulär,
with a terminal orifice.
In Part II (ibid. p. 520—532) erörtert Verf. zunächst
die Nothwendigkeit, bei der Systematik der Chilostomeen
eben so wohl die Gesammtform, wie den Bau der Thier-
zellen zu Grunde zu legen, worauf er dann alsbald die
Berechtigung dieses Principes durch Kevision der Mem-
braniporiden nachzuweisen versucht. Die Genera, die Verf.
in dieser Fam. — zumeist durch Auflösung der Gattung
Lepralia — aufstellt sind folgende:
Memhraniporella Sm. Zoarium incrusting; zooecia closed in
front by a number of flattened calcareous ribs, more or less Conso-
lidated. Type Lepr. nitida Johnst.
Cribrilina Gray. Zoarium incrusting; zooecia in a single layer,
contiguous, having the front more or less occupied by transverse
or radiating punctured furrows. Type L. rädiata Moll.
Mucronella n. gen. Zoarium incrusting; zooecia usually
ovate, punctured round the base, with a suborbicular or semicir-
cular aperture, the inferior margin mucronate, a denticle within it;
avicularia generally wanting. Type L. Peachii Johnst.
Microporella n. gen. Zoarium incrusting; zooecia with a
semicircular aperture, the lower margin straight and entire; a semi-
nulate or circular pore below it. Type L. ciliata Fall.
Mastigophora n. gen. Zoarium incrusting; zooecia with a
semicircular orifice; the inferior margin straight, with a central
sinus; one or more lateral vibraculä. Type Lepr. Hyndmanni Johnst.
Schizoporella n. gen. Zoarium incrusting, zooecia with a
semicircular or suborbicular orifice, the inferior margin with a cen-
tral sinus; avicularia usually lateral, sometimes median, with an
acute or rounded mandible. Type Lepralia unicornis Johnston.
Lepralia Johnston (p. p.). Zoarium incrusting (or erect?);
zooecia with a semielliptical aperture, contracted on each side about
the middle or below it. Type L. Pallasiana.
Escharella Sraitt. Zoarium incrusting or rising into foliaceous
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 709
expansions, which are either simple or bilaminate; zooecia with a
suborbicular aperture, the lower margin slightly curved inward;
the peristome raised and forming a secondary aperture, which is
Channelled in front; a median avicularium generally placed immedia-
tely below the sinus. Type Lepralia reticulata Macgillivr.
Cylinäroporella n. gen. Zoarium adnate, incrusting; zooecia
having the front-wall composed of a single piece, not depressed ;
oral extremity produced, tubulär, with a terminal orifice, an ele-
vated pore on the front of the cell. Type Lepralia tubulosa Nor-
mann.
Lagenipora n. gen. (s. oben.) Type L. socialis Ilincks.
Schisotheca n. gen. Zoarium incrusting, zooecia with a
suborbicular (primary) aperture, the lower margin slightly sinuated;
secondary aperture raised, tubulär, notched or dentate in front ;
ooecium terminal, with a fissure in the front-surface ; avicularium
borne on distinct areas and distributed amongst the cells, sorae
times wanting. Type Lepralia fissa Busk.
Bhynchopora n. gen. Zoarium incrusting; zooecia with a
suborbicular or subquadrangular aperture, the lower margin suppor-
ting an uncinate process; a large avicularium (in fully developed
specimens) placed trausversely below the aperture; ooecium terminal,
closed in front by a calcareous lamina. Type Lepralia bispinosa
Johnston.
Anarthropora Smitt (part.). Zoarium incrusting ; zooecia free
and suberect above, aperture transversaly elongate, contracted, with
an entire and thickened peristome; an avicularium below and above
the aperture. Type Lepralia monodon Busk.
Auch aus dem Gen. Membranipora Auct. scheidet Verf. einige
charakteristische Typen aus. So
Micropora Gray. Zoarium incrusting; zooecia with promi-
nent raised margins; front depressed, wholly calcareous; oral
aperture semicircular, enclosed by a calcareous border. Brit. spec.
Membranipora coriacea Esper, Lepralia complanata Norman.
S et OS eil a n. gen. Zoarium incrusting; zooecia with raised
margins ; front depressed and wholly" calcareous ; aperture semicir-
cular; vibracular cells alternating with the zooecia throughout the
colony; vibracula setiform. Type Membranipora vulnerata Busk.
Megapora n. gen. Zoarium incrusting; zooecia with pro-
minent raised margins; front depressed, wholly calcareous; oral aper-
ture trifoliate; oral valve composed of two portions, a fixed traus-
versely elongate lamina and a movable lip. Type Lepralia rin-
gens Busk.
710 Leuckart: Bericlit üb. d. wissenschaftliclien Leistungen
Weiter sucht Verf. gegen Ehlers nachzuweisen, dass
die von letzterm aufgestellte Gruppe der Stoloniferen {= Ve-
siculariaden Johnst.) keineswegs den Rang einer Unter-
ordnung besitze, sondern den Ctenostomeen zugehöre, wie
die Gruppe der Alcyonelleen, und am natürlichsten folgen-
dermaassen gruppirt werde.
Gr. 1. Halcyonellea Ehrbg. Zoarium fleshy; zooecia deve-
loped by budding from other zooecia.
Gr. 2, Stolonifera Ehl. Zoarium horuy or membranous; zo-
oecia developed by budding from the internodes of a distinct stolon
or stem.
a. Orthonemida Hincks. Polypides with the tentacles disposed in
a perfect circle.
With a gizzard: Farn. Vesiculariidae.
Without a gizzard: Farn. Farellidae, Tristicellidae.
b. Campylonemida Hincks. Tentacles not forming a perfect circle,
two of the nuraber being always everted; no gizard: Farn. Val-
keriidae, Mimosellidae.
Schliesslich giebt derselbe Verf. noch eine Uebersicht
über die Classification der Chilostomeen (on the Classifi-
cation of the britisch Polyzoa, ibid. 1879. Vol. III. p. 153
— 164). Er unterscheidet darin 15 Familien, die Aeteiden,
Eucrateiden, Cellulariiden, Bicellariiden, Notamiiden, Cel-
lariidae, Fiustriden, Membraniporiden, Microporiden, Cribri-
liniden, Microporelliden, Poriniden, Myriozoiden, Eschari-
den, Celleporiden und Reteporiden, und charakterisirt dabei
eine Anzahl neuer Genera, so wie zwei neue Arten : JBrettia
tubaeformis und Sclmoporella cristata. Nachstehend re-
produciren wir die Diagnosen der neu aufgestellten Ge-
schlechter.
Diporula e fam. Microporell. Zooecia calcareous, without a
membranous area or raised margins; orifice arched and expanded
above, contractet below and slightly constricted by two lateral pro-
jections (horsehoe-shaped), lower margin straight and entire; a se-
minulate pore on the front- wall. Avicularia. Zoarium erect, with
cylindrical branches. Type D. verrucosa Peach.
Chorizopora e fam. Micropor. Zooecia without a membranous
area or raised margins, more or less distant, connected by a tu-
bulär network; orifice semilunar, with the inferior margin entire;
no special pore. Tj'pe C. Brogniartii Aud.
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 711
Smittia e fam. Escharid. (= Escharella Smitt) Zooecia with
the primary orifice siiborbicular, the lower margin entire and den-
tate; peristome elevated and forraing a secondary orifice, which is
chanelled in front; generally an avicularium below the sinus. The
zoarium is either incrusting or rises into foliaceous expansions, with
the cells in a single or double layer.
Phylactella e fam. Eschar. Zooecia with the primary orifice
more or less semicircular, the lower margin sometimes dentate,
surrounded by an elevated peristome, which is not produced or
channelled in front, No avicularia. Type P. labrosa Busk.
In seinen „Observations on british Polyzoa^' handelt
Peach (Journ. Linnaean Soc. T. XIII. p. 479 ff. PI.
XXIII) über Scrupocellaria scruposa Auct., Aschara Skenei
Busk var. tridens, Eschara rosacea Busk, E. stellata n. sp.,
Biscopora meandrina n., Domopora truncata James., D. stel-
lata Goldf., Defranceia lucernaria Busk. Bei der erstge-
nannten Art beobachtet der Verf. zahlreiche mit Wider-
haken besetzte Wurzelfasern, mit deren Hülfe die Colonie
an Spongien sich befestigte, Gebilde, wie sie in ähnlicher
Weise auch bei Canda reptans vorkommen, wenn die
Stämmchen auf Spongien festsitzen. Exemplare, die auf
Flustra foliacea sich angesiedelt hatten, verhielten sich
etwas anders.
Bicellaria anmäata n. sp. Maplestone, Quarterly
Journ. micr. Soc. Victoria 1879. Vol. I. p. 19.
Serialaria Woodsi n. sp. Gold stein. Ibid., mit S.
australis Tenison Woods (Proc. Roy. Soc. of New South
Wales 1877) verwandt.
Koren und Danielssen geben in dem dritten Bande
der Fauna littor. Norwegiae (p. 104—110. Tab. XII) eine
eingehende Darstellung zweier zierlicher Bryozoen mit
Stamm und beweglichen Zweigen, die beide schon früher
(J.-B. 1867. S. 302) zur Aufstellung des Gen. Kinetoskias
Dan. Veranlassung gegeben haben und kurz charakterisirt
sind, nichts desto weniger aber von spätem Forschern
unter andern Namen nochmals beschrieben wurden. So die
K. Smittii Dan. von W. Thomson (1873, J.-B.) als Na-
resia cyathus und die K. arborescens Dan. als Bugula um-
712 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
brella Smitt. Die Geniisdiaguose wird jetzt folgender-
maassen festgestellt:
KinetosMas Dan. The polyparium farnished with a stem,
whence dichotomical movable branches, connected in a shorter or
longer extend by a membrane, radiate umbrella-like. The zoidia
alternating, biserial, elongated, nearly inverted-conical, providet with
one or two apophyses. Each zooecium has a separate motor muscle.
Escharella variabilis und MoUia byalina werden von
V er rill (Amer. Journ. T. X. p. 41) als Arten des Gen.
Hippothoa Sm. erkannt, die erstere sogar fraglich mit H.
Isabelleana Sm. identificirt. Ebendas. wird weiter als neu
noch beschrieben H. reversa.
Triticella Koreni Sars soll nach Norman (Ann. nat.
bist. Vol. III. p. 137) mit der auf Sacculina carcini schma-
rotzenden Tr. flava Dal. identisch sein.
Verrill charakterisirt im Amer. Journ. Arts and sc.
1879. Vol. XVIII. p. 472 ein neues Polyzoengenus ßugu-
lella, das zumeist mit Bicellaria, vielleicht auch mit Brettia
verwandt ist, folgendermaassen.
BugulellaYerv. Sterns slender, dichotomously branched, con-
sisting of Single series of cells (zooecia), which are connected by
Short tubulär joints that arise medially frora the back and near
the distal end of the preceding cell, either singly or two together.
Zooecia elongated, expanded distally, with a large sunken elliptical
frontal area on the front-side, close to the end; gradually tapered
to the proximal end, which is united by an articulation with the
tubulär process of the preceding cell, representing the stem. New
branches arise lateraly from these small joints. Frontal area sur-
rounded by spines. Ooecia subglobular, attached to the distal end
of the zooecia. Avicularia median, at the distal end of the zooecia,
shaped as in Bugula. Sp. n. J5. fragilis Georg's Bank.
Später (ibid. Vol. XIX. p. 52-54) fügt derselbe
noch hinzu : Bugula mcidlata n., Forellina stellata n., beide
von Maine. Gleichzeitig schlägt Verf. vor, das Gen. Cel-
lularia, wie es bisher üblich war, in 3 Geschlechter auf-
zulösen und diese wie folgt zu begrenzen.
Cellularia Pall. (s. str.). Zooecia unilateral, in two alternating
rows, mostly protected by lateral spines, either simple or dilated.
Vibracula and lateral and median avicularia present. Type C.
scruposa.
in d. Naturgesch. d. nied. Thierc währ. d. Jahre 1876 — 1879. 713
Scriiparia Oken (p. p.). Lateral avicnlaria and vibracula ab-
sent. A lateral spiue developed into a protective (often frondoso)
shield. Type Sc. reptans.
Bugulopsis n. gen. Charakterised by the simple unarmed
zooecia, arranged in alternating rows and distitute of avictdaria,
vibracula and shield. Type B. Peachii.
Ueber Carbasea papyrea Fall. Var. Mazeli, Lepralia
ciliata PalL, Tubulipora transversa Lmk. vgl. Marion,
Ann. sc. nat. T. VII. Art. 7. p. 33—36.
In den „Notes on the Genus Retepora" (Ann. nat.
bist. 1878. T. I. p. 353—365. PL XVIII u. XIX) bereichert
Hincks unsere Artenkenn tniss durch Beschreibung von
R. Couchii = R. Beaniana Hincks Mittelm., R. praetenuis
Roth. Meer, R. plana ebendah., R. rohusta Süd-Australien,
die hier zum ersten Male aufgestellt werden, und durch
Erweiterung resp. Berichtigung der bisherigen Mittheilun-
gen über R. monilifera MacgilL, R. phaenicea Busk?, R.
granulata Macgill.
Das bisher bloss in fossilen Formen bekannte cyclo-
stome Gen. Heteropora enthält nach Waters (Journ. roy.
micr. Soc. 1879. T. IL p. 390—393. PI. XV) auch recente
Formen: H. pellicida n. sp. von Japan, eine Art, die dem
chilostomen Myriozoum subgracile d'Orb. desselben Fund-
ortes zum Verwechseln ähnlich sieht, und H. cervicornis
d'Orb. von Adelaide. Als dritte, von H. pelliculata ver-
muthlich verschiedene Art fügt Busk (Journ. Linn. Soc.
1879. T. XIV. p. 724) noch H. neozelanica (?) hinzu.
Unter dem, ^anaiQu Etictimenaria ducalis beschreibt
Tenison Woods in den Proceed. Linnaean Soc. New
South-Wales 1878. T. III. p. 126 (Journ. roy. microsc. Soc.
T. IL p. 707) eine sehr merkwürdige Bryozoenform, die
von den übrigen Chilostomen so auffallend abweicht, dass
sich einstweilen über deren Beziehungen und Natur kaum
etwas Bestimmtes sagen lässt. Sie soll den Selenariaden
am nächsten stehen und wird folgendermaassen charak-
terisirt:
Polyzoary free, upper surface convex covered with cells, lower
surface divided in five portions, each containing large pores; in the
centre of the base a vermiculate quinque-partite body.
714 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen etc.
Einer spätem Bemerkung zufolge (1. c. T. IV. p.
310) hat Verfasser jedoch die Ueberzeugung gewonnen,
dass er bei Aufstellung der hier charakterisirten Form
durch die isolirte Centralplatte einer Comatula getäuscht
sei. Auf dieselbe Bildung seien auch die fossilen Genera
Glenotremites Gold, und Decamerus Hagen, zurückzu-
führen.
Universitäts-Buchdruckerei von Carl Georgi in Bonn.
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