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ARCHIV
FÜR
NATURGESCHICHTE,
GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
W.F. ERICHSON, F.H. TROSCHEL,
E. VON MARTENS UND F. HILGENDORF.
HERAUSGEGEBEN
VoN
Prof. Dr. W. WELTNER,
KUSTOS AM KÖNIGL. ZOOLOG. MUSEUM ZU BERLIN.
ZWEIUNDSIEBZIGSTER JAHRGANG.
I. BAND.
Berlin 1906.
NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG
R. STRICKER.
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Inhalt des ersten Bandes.
Leopold Baer. Silieispongien von Sansibar, Kapstadt und Papeete. (Hier-
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Ferdinand Urban. Kalifornische Kalkschwämme. (Hierzu Tafel VI—IX)
W. Weltner. Franz Hilgendorf. Ein Nachruf. Mit Titelbild ... . . I-
H. Dexler und L. Freund. Zur Biologie und Morphologie von Halicore
dugong. (Hierzu Tafel X—XI und 1 Figur im Text) . . .
Karl W. Verhoef. Über Diplopoden. (Hierzu Tafel XIII—XIV)
J. Thienemann. Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud, mit Berück-
DnEung der übrigen Musteliden-Taenien. (Hierzu Tafel XV)
Dr. v. Linstow. Nematoden des zoologischen Museums in Königsberg.
rs Tafel XVI-XVII) a: EN er ge
Dr. W. Weltner. Pectinatella magnifica (Leidy) 1% Balin. (Hierzu drei
Figuren im Text) ; :
Samuel Silbermann. Untersuchungen u en na en Ban von Re en
mytili. (Hierzu Tafel XIX und XX) . :
Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner. Fang und ee e lien
Krebse. (Hierzu Tafel XXI und XXII) 2 A
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Franz Hilgendorf.
5. Dezember 1839 — 5. Juli 1904.
Ein Nachruf von Dr. W. Weltner.
Franz Martin Hilgendorf wurde am 5. Dezember 1839 als
dritter Sohn des Kaufmanns Johann Hilgendorf zu Neudamm in
der Mark Brandenburg geboren. Er verlebte die Kinderjahre im
Elternhause zu Neudamm, wo er den ersten Unterricht in der Stadt-
schule, den weiteren in einer Privatschule empfing. Am 1. Oktober
1851 wurde er zur weiteren Ausbildung auf das Gymnasium zu
Königsberg in der Neumark gebracht, wo er mit seinem älteren
Bruder Paul zusammen bis zum April 1854 in einer Bürgerpension
wohnte und die unteren Klassen mit Erfolg absolvierte. Um diese
Zeit verlegten die Eltern ihren Wohnsitz nach Berlin, der junge
Hilgendorf kam von Königsberg auf das Gymnasium zum Grauen
Kloster, wohnte wieder im Elternhause und verließ am 28. September
1859 nach bestandenem Abiturientenexamen die Anstalt. Die ihm
hier gebotene Gelegenheit auch englisch zu lernen, hatte er mit
Eifer ergriffen, ohne zu ahnen, wie nützlich ihm gerade die Kenntnis
dieser Sprache werden sollte.
In frühester Jugend von zartem Körperbau war er kein Freund
von Leibesübungen. Empfindlich gegen Kälte, zog er das Lesen
von Büchern in dem warmen Zimmer den Spielen mit Alters-
genossen im Freien vor. Schwimmen, Eislauf, Schneeballen hatten
keinen Reiz für ihn. Um so auffallender ist es, daß er als Student
ein besonderes Gefallen am Fechten fand und es darin zu einer
gewissen Meisterschaft gebracht hat. Während seines Aufenthaltes
in Königsberg verbrachte er seine freie Zeit im Winter mit Aus-
führung von sogenannten Kunststücken und der Herstellung der
dazu nötigen Apparate. Dieser Trieb, selbst zu konstruieren und
Altes zu verbessern, hat ihn sein ganzes Leben nicht verlassen und
führte ihn unter anderen zur Konstruktion seines Auxanographen,
dessen Beschreibung er 1882 gab.
Im Sommer sammelte er Pflanzen und setzte auch als Schüler
des Grauen Klosters seine privaten naturwissenschaftlichen Studien
fort. Mit großer Beharrlichkeit durchforschte er antiquarische Buch-
handlungen nach geeigneten Werken, zu deren Anschaffung er sein
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l'aschengeld verwendete, das er durch Erteilung von Privatstunden
zu erhöhen suchte. Im Oktober 1859 bezog er die Universität
Berlin, um Philologie zu studieren. Auch jetzt wohnte er im Eltern-
hause und genoß, ohne seine Studien zu vernachlässigen, die Freuden
des Studentenlebens in vollen Zügen. Mit gleichgesinnten Kommi-
litonen gründete er die Burschenschaft Brandenburgia, die 1875 den
Namen Arminia annahm, noch heute floriert und ihrem „Alten Herrn“
beim Begräbnis die letzten studentischen Ehren erwies. Nach vier
Studiensemestern in Berlin bezog Hilgendorf für zwei weitere Semester
die Universität Tübingen, wo er sich besonders an Quenstedt an-
schloß, den er während der Ferien 1862 auf einer wissenschaftlichen
Reise nach Steinheim begleiten durfte. Im Mai 1863 wurde Hilgendorf
auf Grund seiner Arbeit: „Beiträge zur Kenntnis des Süßwasser-
kalks von Steinheim“ zum Dr. philos. promoviert. Diese Abhandlung
ist leider nie gedruckt worden, vielleicht weil die darin nieder-
gelegten Ideen über Transformation für die damalige Zeit zu kühn
erschienen. Er setzte in Berlin seine Studien fort, hauptsächlich
um in die organische Chemie einzudringen und im Laboratorium
analytisch zu arbeiten. Während der nun folgenden Vorbereitungen
zum Öberlehrerexamen faßte er eine besondere Vorliebe zur Zoo-
logie und fand durch W. Peters, Professor für Zoologie und Direktor
des Zoologischen Museums, Beschäftigung an diesem Institut.
Hilgendorf hatte in seiner Dissertation den Nachweis zu führen
gesucht, daß „alle verschiedenen Formen des Steinheimer Süßwasser-
kalks, welche bisher als Valvaten und Planorben beschrieben worden
und ren durch Zwischenstufen miteinander verbunden sind
und sich im Laufe der Zeit auseinander entwickelt haben“. Um
diese Behauptung in extenso beweisen zu können, unternahm er
1865 mit Unterstützung der Königl. Akademie der Wissenschaften
in Berlin eine gründliche Untersuchung der Steinheimer Schichten
und ihrer Schnecken. Die Frucht seiner mehrmonatlichen Be-
mühungen war die bekannte Arbeit: „Planorbis multiformis im
Steinheimer Süßwasserkalk. Ein Beispiel von Gestaltsveränderung
im Laufe der Zeit“. Gestützt auf ein sehr reiches, von Hilgendorf
aus einer Reihe übereinander liegender Schichten ausgegrabenes
Material konnte er zeigen, daß die 19 von ihm in seiner Dissertation
unterschiedenen Varietäten des Planorbis aus den verschiedenen
Zonen in Steinheim als Glieder der Entwickelungsreihe einer Art,
des Pl. multiformis, aufzufassen sind. Diese Arbeit Hilgendorfs hat
eine langjährige Polemik mit Prof. Sandberger hervorgerufen und
veranlaßten Hilgendorf zu ermeuten Untersuchungen in Steinheim,
wo er sich im Laufe der Zeit, wie er in den „Neuen Forschungen
in Steinheim“ 1877 schreibt, sechsmal studienhalber aufgehalten
hat. Auch nach diesen Untersuchungen sah er sich gezwungen,
die Richtigkeit seiner ersten Behauptungen aufrecht zu erhalten.
Auf der Naturforscherversammlung in München 1877 legte er Material
zur Prüfung der Umwandlungen des Planorbis multiformis vor.
Von den anwesenden Fachgenossen wurde eine der ausgestellten
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Umwandlungsreihen (Pl. trochiformis oxystomus) geprüft und mit
Ausnahme von Sandberger einstimmig als beweisend anerkannt.
Nach diesem Erfolge und da schon vorher seine Auseinander-
setzungen von anderen (Gelehrten anerkannt waren, hielt Hilgendorf
seinen Streit mit Sandberger für erledigt. Nach dem Erscheinen
der Arbeit von Hyatt (The genesis of the tertiary species of Plan-
orbis at Steinheim), der eigens zur Prüfung der Umwandlung der
Steinheimer Planorben die Reise übers Meer gemacht hatte, hat
Hilgendorf die Disharmonien zwischen ihm und Hyatt aufzuklären
versucht. Im Juli 1882 machte Hilgendorf abermals Forschungen
in Steinheim. Er hat später noch einmal das Wort in dieser An-
gelegenheit ergriffen, wozu er durch die an seinen Studien geübte
Kritik von K.Miller veranlaßt wurde. In dieser seiner letzten
Arbeit, welche die Umwandlung des Planorbis multif. behandelt,
hat Hilgendorf den für ihn ungünstigsten Streitpunkt gewählt: die
Darstellung des genetischen Zusammenhanges des Pl. multiformis
trochiformis mit dem Pl. multif. oxystomus. Am Schlusse dieser
Arbeit wird eine andere, von einigen Forschern bezweifelte Um-
wandlung (des Planorbis multif. costatus in Pl. multif. denudatus)
besprochen und wie die eben genannte in Abbildungen vorgeführt.
Mögen nun auch Hilgendorfs Untersuchungen über die Um-
wandlungen der Steinheimer Planorben von verschiedenen Seiten im
Einzelnen angegriffen worden sein, so gelten sie doch bei der Mehr-
zahl aller Paläontologen ziemlich unbestritten und mit Recht, weil
nach ihm keiner die Möglichkeit gehabt hat, so ausgedehnte Unter-
suchungen anzustellen wie er und das ist erforderlich, wenn man
in dieser Sache ein ernstes Urteil abgeben will.
Ich habe diesen Abschnitt aus Hilgendorfs wissenschaftlicher
Tätigkeit ausführlicher behandelt, weil die Arbeiten über den Planorbis
multiformis eine Frage von allgemeiner Wichtigkeit betreffen und
weil sie die mühevollsten gewesen sind, die der Verstorbene an-
gestellt hat. Seine auf Steinheim bezüglichen Arbeiten, Karten,
Tagebücher und Briefe, sowie das von ihm gesammelte Schnecken-
material und seine Dissertation sind von seinen Erben dem König].
palaeontologischen Institut der Universität Berlin überwiesen worden.
Nach Vollendung dieser Planorben-Arbeit war Hilgendorf noch
zwei Jahre am Berliner Zoologischen Museum tätig. Im Januar
1868 wurde der nun Achtundzwanzigiährige als Direktor an den
zoologischen Garten nach Hamburg berufen, womit auch die Leitung
des Aquariums verbunden war. In dieser Stellung blieb er indessen
nur bis zum 1. November 1870. Seine aus dieser Zeit stammenden
Sektionsprotokolle von wertvolleren im Garten gestorbenen Tieren,
in Gemeinschaft mit Dr. Paulicki ausgeführt, zeugen von dem Interesse,
welches er der Zoopathologie entgegenbrachte. Im April 1871 sehen
wir ihn als Bibliothekar der Kaiserlichen Leopoldinisch-Oarolinischen
Deutschen Akademie der Naturforscher in Dresden tätig, wo er bis
zum 31. Dezember 1872 blieb und während der letzten dreiviertel
Jahre zugleich als Privatdozent für Zoologie am Polytechnikum
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wirkte. Im folgenden Jahre erhielt er auf Empfehlung des preußischen
Kultusministeriums den ehrenvollen Ruf als Dozent für Natur-
wissenschaften an die Kaiserliche medizinische Akademie in Tokyo,
wohin er im Dezember 1872 abreiste und wo er drei Jahre tätig
war. Er benutzte hier seine Ferien zur Durchforschung des damals
noch wenig bekannten Landes und sammelte eifrig. Besonders fleißig
besuchte er den Fischmarkt, auf dem er sich schon in der Morgen-
frühe vor Beginn der Verkaufszeit einfand, um die Schätze mariner
Produkte, besonders die Fischfauna kennen zu lernen und Stücke
für sich zu erwerben. Im Verein mit M, von Brandt begründete er
die „Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens“,
in deren Mitteilungen er in den Jahren 1873—76 einige Arbeiten
über die japanische Fauna veröffentlichte. In dem dritten Heft dieser
Zeitschrift gab er auch Kunde von der Tutsache, daß die große
Seltenheit eines geteilten Jochbeines bei den Japanern öfter vor-
kommt; Hilgendorf bezeichnete den unteren Teil desselben, nämlich
das zu dem bekannten Knochen hinzukommende Stück, als Os ja-
ponicum.
Zu denen, die Hilgendorfs zoologischen Studien in Japan lebhafte
Teilnahme entgegenbrachten, gehörte vor Allen der österreichische
Konsul Haber, bei dem Hilgendorf auf seiner Reise nach dem Norden
Japans gastliche Aufnahme fand. Hier, in Yesso, entging Hilgen-
dorf durch einen Zufall dem Tode. Um gemeinschaftlich ein Bad
in der See zu nehmen, war Haber allein voran gegangen, während
Hilgendorf noch in dessen Hause mit zoologischen Arbeiten be-
schäftigt war. Als Hilgendorf nach ganz kurzer Zeit folgte, fand
er den Konsul in seinem Blute liegend; er war das Opfer eines
fanatischen Eingeborenen geworden, der im Tempel geschworen
hatte, den ersten Europäer, der ihm begegnen würde, niederzuschlagen.
Nach dem in so trauriger Weise ums Leben gekommenen Manne
benannte Hilgendorf eine neue Lachsart von Yesso (Oncorhynchus
Haberi).
Im Dezember 1876 kehrte Hilgendorf aus Japan zurück und
trat bald darauf wieder in das zoologische Museum in Berlin ein,
dem er schon vom April 1860 bis April 1862 und vom Oktober 1863
bis Januar 1867 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter gedient hatte,
und dem er seit seiner Rückkehr von Japan bis zu seinem Tode
angehört hat. Seine in Japan gemachten Tiersammlungen sind in
den Besitz dieser Anstalt übergegangen und haben durch ihre
Originalexemplare noch besonderen Wert. Michaelis 1877 wurde
er Assistent, unterstützte als solcher Prof. Peters in Bestimmungs-
arbeiten und verwaltete die Abteilungen Würmer und Krebse. 1883
wurden ihm auch die Fische übertragen. 1880 als Custos angestellt,
verheiratete er sich in demselben Jahre am 19. Oktober mit Fräulein
Julia Anthing, der einzigen Tochter des Geheimrats Anthing in
Gotha, die ihm am 13. Juni 1899 nach langer Krankheit entrissen
wurde, als ihre Kinder (Erwin, Hedwig und Walter) das Alter von
18, 14 u. 10 Jahren hatten. Den Tod dieser lebensfreudigen Frau hat
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Hilgendorf nicht zu verwinden vermocht. Nachdem Prof. Peters
am 20. April 1883 gestorben war, wurde die Leitung des Museums
Prof. von Martens bis Ende April 1887 übertragen, der hierin
wesentlich von seinem Freunde Hilgendorf unterstützt wurde. Die
Zahl der wissenschaftlichen Beamten betrug damals 8, dem un-
ermüdlichen Eifer des neuen Direktors, Prof. K. Möbius, verdankt
die Anstalt die Vermehrung jener Beamtenkategorie auf 20. So
konnte auch Hilgendorf entlastet werden: 1887 gab er die Ver-
waltung der Würmer ab und 1896 die der Krebse, sich nun ganz
den Fischen widmend. Allein schon bald wurde er von einer lang-
wierigen Magenkrankheit ergriffen, ©: der er allmählich anscheinend
gesundet war, als sich im Sommer i903 neue Anzeichen des Übels
einstellten, von dem er nach einjährigem Siechtum am 5. Juli 1904
durch einen sanften Tod erlöst wurde.
Hilgendorf hat das Glück gehabt, schon als 21jähriger Student
bei einem vorzüglichen Museumsdirektor (Peters) in die Schule ge-
gangen zu sein. Durch ihn ist wohl Hilgendorfs spätere Laufbahn
bestimmt worden und unter ihm, dem das Museum seinen Auf-
schwung zu einem der ersten in der Welt verdankt, ist Hilgendorf
so zu sagen groß geworden. Wie Peters betrachtete Hilgendorf
die Pflege der Sammlung als die Hauptaufgabe des Museologen.
Peinliche Ordnung in der Konservierung, Etiquettierung, Kata-
logisierung und der systematischen Aufstellung galt ihm als erste
Pflicht. Soweit es ihm bei dem großen Material, welches im Laufe
der Zeit seiner Obhut unterstand, und welches sich seit Erwerbung
unserer Kolonien gegen die früheren Jahre ganz bedeutend ver-
‘ mehrte, möglich war, hat er die eingegangenen Objekte bestimmt
und in die Sammlungen in systematischer Ordnung aufgestellt. Als
er die Crustaceensammlung abgab, umfaßte diese 9489 Nummern,
die Sammlung der Fische betrug bei seinem Tode 16211 Nummern,
Diese Zahlen mögen genügen, um zu zeigen, welche Arbeit dem
Verstorbenen bei einer ordnungsmäßigen Verwaltung beider Ab-
teilungen oblag, eine Arbeit, welche bei der unzureichendeu Anzahl
technischer Hülfskräfte im Museum, die auch heute noch nicht ge-
nügen, erschwert wurde. Dazu kam noch die Erledigung mündlicher
und schriftlicher Anfragen aus dem Publikum, die Zusammenstellung
des von auswärtigen Gelehrten zur Bearbeitung oder Vergleichung
erbetenen Materiales sowie der Tauschsendungen, ganz zu schweigen
von der Verpflichtung eines jeden Museologen, die enorm an-
schwellende Literatur über die Systematik des betreffenden Gebietes
zu verfolgen und nutzbringend zu verwerten. Wie sehr Hilgendorf
in Anspruch genommen war, geht, aus der wiederholt getanen
Außerung hervor, daß er die Tage glücklich schätze, an denen er
ohne Störung das im Museum vorhandene Material auch blos einer
Gattung durchbestimmen und die sich bei dieser Arbeit ergebenden
Beobachtungen niederschreiben konnte. Seine in der Form von
Tagebüchern hinterlassenen Notizen dieser Art sind gleich wertvoll
für das zoologische Museum wie für spätere Publikationen. Mit
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welcher Sorgfalt er arbeitete, geht aus der Art hervor, wie er die
Auswahl von Doubletten des Museums behandelte. Genau genommen,
existierten für ihn keine Doubletten; wenn er aber solche abgab,
so wurden zuvor kurze Beschreibungen der einzelnen Individuen
schriftlich niedergelegt.
Da Hilgendorf in museologischen Arbeiten streng gegen sich
selbst war, so verlangte er auch von anderen die Befolgung der für
solche Arbeiten nötigen Vorschriften, deren Ausführung er in humor-
voller Weise jedem „Museumsjünger“ gleichsam zur zweiten Natur
zu machen bemüht war. Die Frage, welche er einmal an einen
jungen promovierten Zoologen, der sich um eine Assistentenstelle
bewarb, richtete: „Verstehen Sie etwas von museologischen Arbeiten
und von Systematik?“ entsprang der richtigen Überzeugung, daß ein
auf der Universität vorgebildeter Zoologe ohne weiteres noch kein
Museologe ist, sondern sich erst mit den Arbeiten in einem Museum
gehörig vertraut zu machen hat und in eine so große Sammlung
wie die des Berliner Museums einarbeiten muß, ehe ihm die Ver-
waltung auch nur einer kleinen Abteilung anvertraut werden kann.
Daß Hilgendorf bei der geschilderten Tätigkeit im Museum, bei
seiner häuslichen Arbeit als Redakteur des Archivs für Natur-
geschichte und der Pflege der Geselligkeit in und außer dem Hause
nicht allzuviel Zeit zu wissenschaftlichen Publikationen übrig blieb,
braucht im einzelnen nicht bewiesen zu werden. Zu größeren Ver-
öffentlichungen ist der Verstorbene, seit er die Redaktion jener
Zeitschrift vom Jahre 1886 an übernommen und bis zu seinem Tode
inne gehabt hat, nicht gekommen, dagegen sind zahlreiche kleinere
Arbeiten über Krebse und Fische aus seiner Feder hervorgegangen.
Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, weitere Beiträge zu liefern und
aus den reichen Schätzen des Museums neue Formen zu beschreiben,
wenn ihm die Zeit dazu geblieben wäre und wenn er auf die Be-
schreibung neuer Arten besonderen Wert gelegt hätte. In den
letzten Jahren hat auch die lange Krankheit auf seine Schaffens-
freudigkeit eingewirkt. Dagegen liebte er es, sich mündlich mit ihm
Näherstehenden über museologische Fragen zu unterhalten und
schwierigere Fragen aus der Systematik zu erörtern. Er war ein
liebenswürdiger, prächtiger Gesellschafter und ein hilfsbereiter Kollege,
dessen Leistungen als Museumskustos nur von denjenigen beurteilt
werden können, die den Betrieb des Berliner zoologischen Museums
kennen.
Nachstehend gebe ich ein Verzeichnis von Hilgendorfs Publi-
kationen, von denen die meisten in den Sitzungsberichten der Ge-
sellschaft naturforschender Freunde in Berlin veröffentlicht worden
sind, in deren Sitzungen er, solange er gesund war, selten fehlte
und die ihn am 18. Oktober 1887 zum ordentlichen verwaltenden
Mitglied erwählte.e In Anerkennung seiner wissenschaftlichen
Leistungen erhielt er am 24. Februar 1893 den Professortitel.
— VI —
Planorbis multiformis.
Planorbis multiformis im Steinheimer Süßwasserkalk. Ein Bei-
spiel von Gestaltveränderung im Laufe der Zeit. Monatsber. Kön.
Akad. Wiss. Berlin 1866.
Brief an E. von Martens. Zeitschr. Deutsch, geol. Ges. 27, 1875.
Noch einmal Planorbis multiformis. Das. 29, 1877.
Neue Forschungen in Steinheim. Das. 29, 1877.
Neue Untersuchungen über Planorbis multiformis. Tageblatt
der Naturforsch. Versamml. München 1877.
Zur Streitfrage des Planorbis multiformis. Sitz.ber. Ges. naturf.
Freunde Berlin 1377.
Zur Streitfrage des Planorbis multiformis. Kosmos 1879.
Besprechung der neu erschienenen Schrift: The genesis of the
tertiary species of Planorbis at Steinheim by A. Hyatt. Sitz.ber.
Ges. naturf. Freunde Berlin 1881.
Der Übergang des Planorbis multiformis trochiformis zum Plan-
orbis multiformis oxystomus. Arch. f. Naturg. 67. Beiheft (Fest-
schrift für Eduard von Martens) Berlin 1901.
Sektionsbefunde.
Während der Leitung des Hamburger zoologischen Gartens hat
Hilgendorf zusammen mit Dr. Paulicki zahlreiche Sektionen der im
Garten gestorbenen Tiere ausgeführt. Die Ergebnisse sind von
Hilgendorf und Paulicki in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht
worden. Eine Zusammenstellung dieser Untersuchungen hat Hilgendorf
in der Zeitschrift: Der Zoologische Garten, 12. Jahrg. 1871 p. 24
und ebenda auf Seite 26 neun andere die Zoopathologie behandelnde
Arbeiten namhaft gemacht, welche in obiger Zusammenstellung nicht
vorhanden sind.
Crustacea.
Über eine neue Gattung der kurzschwänzigen Krebse aus den
Sammlungen des Baron von der Decken, Deckenia imitatrix. Sitz.
Ges. naturf. Freunde Berlin, Jan. 1868.
Über Schallapparate der Krabbengattung Matuta. Das. Jan. 1868.
Crustaceen. In: Baron Carl Claus von der Decken’s Reisen in
Ost-Afrika in den Jahren 1859—1865. 3.Bd. 1. Abtle. Leipzig u.
Heidelberg 1869.
Die von Hrn. W. Peters in Mocambique gesammelten Crustaceen.
Monatsber. Kön. Akad. Wiss. Berlin 1878.
Über einige auffallende Bildungen bei den Crustaceengattungen
Heterograpsus, Alpheus u. Pagurus. Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde
Berlin 1878.
Einige careinologische Mitteilungen (Crustac. von Rufisque an
der Küste von Senegambien, Crustac. von der Westküste Siams).
Das. 1882.
a
Identität der Crustaceen-Gattungen Brachynotus u. Heterograpsus.
Das. 1882.
Cretacische Squilliden-Larven vom Libanon. Das. 1885.
Neue Isopoden-Gattung, Leptosphaeroma, aus Süd-Japan. Das.
1885.
Bemerkungen über die Morphologie der Augenhöhle von Gecar-
cnus und über eine neue verwandte Gattung Mystacocareinus.
Das. 1888.
Eine neue Stomatopoden-Gattung Pterygosquilla. Das. 1890.
Aufzählung der von Emin Pascha und Dr. Stuhlmann ge-
sammelten Fische und Krebse. Das. 1891.
Die inneren Fühler der Oniscidengattung Syspastus. Das. 1891.
Neue ostafrikanische Süßwasserkrabbe (Telphusa emini). Das.
1891.
Eine neue Brachynotus-Art von Aden (Br. harpax). Das. 1892.
Bemerkungen über zwei Isopoden, die japanische Süßwasser-
Assel und eine neue Munna-Art. Das. 1893.
Die von Herrn Dr. Büttner im Togolande gesammelten Oniseiden
und zwei neue Macruren. Das. 1893.
Ein neuer Süßwasser-Palämonide aus Madagaskar (Bithynis?
hildebrandti). Das. 1893.
Die von Herrn R. Büttner im Togolande gesammelten Crustacea.
Berliner Entomol. Zeitschr. 38 p. 12, Berlin 1893.
Ein neues Cumaceen-Genus Eocuma, Fam. Cumadae, aus Japan.
(Mittlg. von Marcusen). Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1894.
Ergänzungen betr. die Eocuma hilgendorfi Marcusen. Das. 1894.
Die Land- und Süßwasser-Dekapoden Ostafrikas. Deutsch-Ost-
Afrika Bd. 4 Berlin, 1896.
Neue Landkrabbe (Telphusa platycentron) aus Ostafrika. Sitz.-
ber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1897.
Bericht über die Leistungen in der Carcinologie während der
Jahre 1885 und 1886 von C. H. Fowler, übersetzt von F. Hilgen-
dorf. Arch. f. Naturgesch. 53. Jahrg. Berlin 1887.
Das. für 1887. Daselbst 55. Jahrg. Berlin 1889.
Bericht über die Leistungen in der Carcinologie während des
Jahres 1888, 1889, 1890 u.1891. Arch. f. Naturgesch. 57., 58., 59.
u. 60. Jahrg. Berlin 1891, 1892, 1893, 1894 von F. Hilgendorf unter
Mitwirkung von A. Collin, M. Meissner, W. Müller, H. Stadelmann,
J. Thiele, J. Vosseler, W. Weltner.
Pisces.
Der Tara (Gadus Brandtü). Mitteil. d. deutsch. Ges. für Natur-
und Völkerkunde Ostasiens. 7. Heft. p. 39. Yokohama 1875.
Japanische lachsartige Fische. Das. 11. Heft p.25. Yokohama
1876. (Behandelt Salmo pluvius n. sp., Oncorhynchus Haberi n. sp.,
Oncorh. Perryi (Brevoort?), Oncorh. Yessoensis n. sp., Osmerus eper-
IR
lanus L.?, Hypomesus olidus Pall., Plecoglossus altivelis Schlegel
und Salanx microdon Bleeker).
Pterothrissus Gissu. Leopoldina, Heft 13, 1877.
uber den Jugendcharakter der Fischgattung Fistularia. Sitz.-
ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin 1877.
Über das Vorkommen einer Brama-Art und einer neuen Fisch-
gattung Centropholis in den japanischen Meeren. Das. 1878.
Neue japanische Fischgattungen (Liobagrus, Megaperca).
Das. 1878.
Über ein Präparat vom Kopfskelet des Cyclopterus lumpus L.
Das. 1878.
Vorrichtungen zur Fixirung der Stacheln bei Monocentris ja-
ponicus Houttuyn. Das. 1879.
Einige Beiträge zur Ichthyologie Japans (neue Arten). Das. 1879.
Diagnosen neuer Fischarten von Japan. Dan. 1879.
Beschreibung einer Hornbekleidung der Kiefer bei Teuthis und
gefärbter Schuppen bei Duymaeria. Das. 1879.
Über eine neue bemerkenswerte Fischgattung Leucopsarion aus
Japan. Monatsber. Kön. Akad. Wiss. Berlin 1880.
Übersicht über die japanischen Sebastes-Arten. Sitz.ber. Ges.
naturf. Freunde Berlin, 1880.
Larvenformen von Knochenfischen. Das. 1883.
Unterschiede von Maifisch und Finte. Das. 1883.
Die Fischgattung Amphisile und A. Finchii n.sp. Das. 1884.
Vereinigung der Haifischgattung Leptocarcharias mit Triacis.
Das. 1884.
Sogenannte zusammengesetzte Fischzähne. Das. 1886.
Synonymie der Gattung Pterothrissus. Das. 1887,
Fische aus dem Victoria-Nyanza. Das. 1888.
Neue Salarias-Art von den Acoren. Das. 1888.
Einige Bemerkungen über die Histologie der Pristis-Zähne
Das. 1888. t
Die Fische der Acoren. Arch. Naturg. 54, 1888. Erschien
aber 18. 4. 89.
Über eine Fischsammlung von Haiti (Acropoecilia nov. subg.)
und Eleotris maltzanin. sp. Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin 1889.
Über eine Fischkrankheit an Karpfen. Das. 1889.
Ichthyologische Mitteilungen, betreffend Petromyzon, Cepola,
Salarias, Leucopsarion u. Silurus. Das. 1890.
Aufzählung der von Emin Pascha und Dr. Stuhlmann ge-
sammelten Fische u. Krebse. Das. 1891.
Verschiedenheiten zwischen den Saiblingen Mitteleuropas. Das.
1891.
Ein krankhaft verändertes Gebiß eines Haifisches (Galeus galeus
2): Das. 1891.
Eine neue Stör-Art von Nord-Japan, Acipenser mikadoi. Das. 1892.
Brief des Dr. Reiss in München an Prof. Dames, betr. die Zu-
rechnung der Acanthodier zu den Selachiern. Das. 1892.
Re
Über die Bezahnung der Gattung Mola (Orthagoriscus). Das. 1893.
Die von Herrn Dr. R. Büttner im Togolande gesammelten Fische.
Berliner Entomol. Zeitschr. 38. p. 11 Berlin 1893.
Neue Characinidengattung, Petersius, aus dem Kinganiflusse
in Deutsch-Ostafrika. Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin 1894.
Bemerkungen über Cyprinus aphya Bloch. Das. 1897.
Neue Chromiden-Art aus Deutsch-Südwestafrika (Paratilapia
luebberti). Das. 1902.
Pseudocheilinus hexataenia Blkr. mit monströser Verdoppelung
der Linse. Das. 1903.
Süßwasserfisch aus der Nähe von Alexandria, Paratilapia multi-
color., Das. 1903.
Über die Fischfauna des Rukwa-Sees. (von Hilgendorf und
Pappenheim). Das. 1903.
Ein neuer Scyllium-artiger Haifisch, Proscyllium habereri n.
subg. n. sp. aus Formosa. Das. 1904.
Übersicht der Unterordnungen und Familien der Teleosteer
(Teleostean Fishes) von G. A. Boulenger, F.R. S. Übersetzt von
Dr. F. Hilgendorf. Arch. Naturg. 70. Jahrg. I Berlin 1904.
Den „Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie* im
Archiv für Naturgeschichte hat Hilgendorf vom Jahre 1883 bis incl.
1892 in den Jahrgängen 50 (Berlin 1884) bis 61 (Berlin 1895) ge-
liefert.
Varia.
Über das Gebiß der hasenartigen Nager, Monatsber. Kön.
Preuß. Akad. Wissensch. 1865 p. 673 Berlin 1866. (Ergebnisse
einer Arbeit Hilgendorfs, von Peters mitgeteilt).
Über die Limnaeen des Steinheimer Süßwasserkalkes. Sitz.ber.
Ges. Naturf. Freunde Berlin 16. April 1867.
Führer durch den Zoologischen Garten zu Hamburg. 13. Aufl.
Hamburg 1868. Umgearbeitet nach der zehnten Auflage des Herrn
Dr. Heinr. Bolau.
Das Aquarium des Zoologischen Gartens zu Hamburg. Um-
gearbeitet nach der 4. Aufl. von K. Möbius. 5. Aufl. Hamburg 1869.
Nachrichten aus dem Zoologischen Garten zu Hamburg. Der
Zoologische Garten. 10. Frankfurt a. M. 1869.
Nachrichten aus dem Zoologischen Garten zu Hamburg. Das.
SS:
Nachrichten aus dem Hamburger Zoologischen Garten. Das.
12. 1871.
Ein großer japanischer Dintenfisch (Ömmastrephes). Mitt. deutsch.
Ges. f. Natur u. Völkerkunde Östasiens 1. Heftp. 21. Yokohama 1873.
Vorläufige Notiz über Talpa mogura (Schleg.). Das. 1. Heft
p. 25 1873.
Über das Os japonicum. Das. 3. Heft 1873 p.1.
Auffällige Gegendämmerung. Das. 5. Heft p. 39 1874.
TR
Bemerkungen über die japanische Antilope. Das. 5. Heft p. 37.
1874.
Japanische Süßwasser-Moostierchen. Das. 6. Heft p. 68 3 Fig.
1874.
Bemerkungen über die Behaarung der Aino’s-Fortsetzung zu
Bemerkungen über Ainos von Prof. W. Doenitz im 6. Heft dieser
Mitteilungen. Das. 7. Heft p. 11 Tafel I 1875.
Der Kampferspinner (Genziki-Mushi). Das. 9. Heft p. 56. 1876.
Die japanischen Schlangen. Das. 10. Heft p. 29 1876.
- Vorlegung eines von ihm in Japan gesammelten Exemplares
einer Pleurotomaria. Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1877.
Über pedale Einstellung von Präpariermikroskopen. Das. 1878.
Über die Anwendung kleiner Spiegelplättchen bei mikroskopischen
Untersuchungen. Das. 1879.
Das Os japonicum betreffend. Archiv f. pathol. Anatomie und
Physiologie u. f. klinische Medizin, 78. Band Berlin 1879.
Über Megateuthis Martensii n.g. n. sp., einen riesigen 'linten-
fisch aus Japan. Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1880.
Bemerkungen über die von ihm in Japan gesammelten Am-
phibien nebst Beschreibungen zweier neuer Schlangenarten. Das. 1880.
Spongilla fluviatilis Lieberk. var. japonica. Das. 1882.
(Der Auxanograph) Zeitschr. f. Instrumentenkunde, Dezemb. 1882.
Über einen Apparat für mikroskopische geometrische Zeichnungen.
Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1883.
Vertilgung der Bettwanze. Berliner Entom. Zeitschrift 27. 1883.
Süßwasserschwämme aus Centralafrika, welche Herr Dr. R. Böhm
beim Tanganika-See im Ugalla-Fluß gesammelt hat (Spongilla nitens
Carter und Böhmii sp.n.). Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1883.
Über eine fossile Eidechse (Propseudopus Fraasii n. sp.) von
Steinheim in Würtemberg. Das. 1883.
Bemerkungen über die sogenannte Krebspest, insbesondere über
Psorospermium Haeckeli sp. n. Das. 1883.
Einige Schliffe von Zähnen mehrerer Lepusarten. Das. 1884.
Über das Ileo-Sacral-Gelenk der zungenlosen Frösche (Pipa,
Dactylethra). Das. 1884.
Die Steinheimer Gürtelechse Propseudopus Fraasii. Zeitschr.
Deutsche geol. Ges. 1885.
Über eine Methode zur Ausstellung halbmikroskopischer Objekte.
Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde, 1885.
Über einen neuerdings beobachteten Fall einer Krebskrankheit
(Diastomatosis). Das. 1885.
Apparat zur Entwässerung mikroskopischer Präparate (Loch-
gläschen). Das. 1886.
Über den Gebrauch des Auxanographen. Das. 1887.
Über das Vorkommen der langflügeligen Fledermaus, Minio-
pterus schreibersi (Natt.) in Deutschland. Das. 1890,
— XI —
Vorkommen von Helix candicans. Das. 1890.
Anzeige von „P. Pavesi, L’industria del tonno.“ Mittlgn. Sektion
Küsten u. Hochseefischerei 1890.
Zur Faunistik Deutsch-Ost-Afrikas. Vorbemerkung. Archiv
Naturg. 63. 1897.
Vorlage eines in einer geschlossenen Flasche Wein anscheinend
gekeimten Getreidekornes. Sitz.ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin
1899 (nur Titel).
Wilhelm Karl Hartwig Peters (Biographie). Allgem. Deutsche
Biographie.
Silieispongien von Sansibar, Kapstadt
und Papeete.
Von
Leopold Baer (Berlin).
Hierzu Tafel I-V.
Die hier beschriebenen Spongien wurden im Jahre 1882 von
Herrn Stabsarzt Dr. Sander bei Sansibar, Kapstadt und Papeete
(Tahiti) gesammelt und dem Kgl. Museum für Naturkunde in Berlin
übergeben. Von dem Direktor desselben, Herrn Geh. Reg.-Rat Prof.
Dr. Moebius wurden mir durch Vermittlung des Herrn Prof.
Dr. Weltner die Spongien zur Bestimmung und Bearbeitung zur
Verfügung gestellt, wofür ich den Herren an dieser Stelle meinen
aufrichtigen Dank ausspreche.
Die Bearbeitung der Spongien wurde im April 1904 beendet.
Die Sammlung umfaßt 20 Arten, welche sich auf 13 Gattungen,
9 Familien, 4 Subordnungen, 2 Ordnungen verteilen. Von den
Arten sind 15 für die Wissenschaft neu, und bei einer schon be-
kannten Art war die Aufstellung von 3 neuen Varietäten notwendig.
Auch 1 neue Familie mußte errichtet werden.
In der folgenden Übersicht sind die Spongien systematisch ge-
ordnet aufgeführt. Bei der systematischen Anordnung habe ich
mich hauptsächlich nach den Systemen von R. von Lendenfeld (6),
St. ©. Ridley und A. Dendy (11), und W. J. Sollas (14) gerichtet,
aber auch andere Autoren berücksichtigt.
I. Class. Porifera non-calcarea.
I. Subelass. Tetraxonia.
I. Ord. Tetractinellida.
A. Subord. Sigmatophora Sollas.
1. Fam. Tetillidae Sollas.
2. Genus Tethya Lamarck.
1. Tethya armata nov. spec.
3. Fam. Tethyopsillidae Lendenfeld.
2. Genus Tethyopsilla Lendenfeld.
2. Tethyopsilla globosa nov. spec.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. I. H.1. 1
Leopold Baer: Silieispongien
B. Subord. Astrophora Sollas.
1. Fam. Stellettidae Sollas.
2. Genus Ancorina Schmidt.
Subgen. Ecionemia Bowerbank.
3. Ancorina bacillifera Carter.
3. Fam. Geodiidae Sollas.
6. Genus Sidonops Sollas.
4. Sidonops globosa nov. spec.
II. Ord. Monaxonida.
A. Subord. Halichondrina Vosmaer.
1. Fam. Homorrhaphidae Ridley and Dendy.
1. Subfam. Renierinae Schmidt.
1. Genus Halichondria Fleming.
5. Halichondria papillata nov. spec.
6. Halichondria reticulata nov. spec.
7. Halichondria digitata nov. spec.
2. Genus Reniera Nardo.
8. Reniera implexa Schmidt.
9. Reniera bawiana Lendenfeld.
10. Reniera mollis nov. spec.
2. Subfam. Chalininae Schmidt.
1. Genus Pachychalina Schmidt.
11. Pachychalina nigra nov. spec.
3. Genus Siphonochalina Schmidt.
12. Siphonochalina intermedia Ridley and
Dendy.
2. Fam. Heterorrhaphidae Ridley and Dendy.
3. Subfam. Tedaniinae Ridley and Dendy.
l. Genus Tedania Gray.
13. Tedania digitata Schmidt var. sansi-
barensis nov. var.
14. Tedania digitata Schmidt var. fragilis
nov. var.
15. Tedania digitata Schmidt var. conica
nov. var.
3. Fam. Desmacidonidae.
1. Subfam. Esperellinae Ridley and Dendy.
l. Genus Mycale Gray.
16. Mycale imperfecta nov. spec.
2. Subfam. Dendoricinae.
l. Genus Dendoryx, Gray.
17. Dendoryx inaequalis nov. spec.
18. Dendoryx simplex nov. spec.
2. Genus Lissodendoryx Topsent.
19. Lissodendoryx monticularis nov. spec.
.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 3
B. Subord. Spintharophora Sollas.
1. Gruppe Homosclera Sollas.
2. Fam. Coppatiidae Topsent.
l. Genus Coppatias Sollas.
20. Coppatias sansibarensis nov. spec.
2. Gruppe Heterosclera Sollas.
1. Demus Centrospinthara Sollas.
3. Fam. Donatiüidae nov. fam.
1. Genus Donatia Nardo.
21. Donatia viridis nov. spec.
22. Donatia parvistella nov. spec.
I. Class. Porifera non-calcarea.
Skelett sehr selten fehlend, sonst aus Kieselspicula, welche
durch Spongin resp. Kiesel zusammengehalten sein können, oder
aus Sponginfasern allein bestehend. Canalsystem nach dem dritten
oder vierten, niemals nach dem ersten oder zweiten Typus gebildet.
I. Subelass. Tetraxonıa.
Kieselschwämme mit kugligen, ei- oder birnförmigen Geißel-
kammern und einem Skelett, an dessen Zusammensetzung tetraxone
Nadeln Anteil nehmen, nebst einigen als Abkömmlinge jener an-
gesehenen Formen. Stets ohne triaxone, hexactine Megasclere.
I. Ord. Tetractinellida.
Tetraxonia ohne desme Megasclere. Sind Megasclere vor-
handen, was meistens der Fall ist, so nehmen reguläre tetraxone
Nadeln am Aufbau des Skelettes theil. Die meist ebenfalls vor-
handenen Microsclere sind euactin, metactin oder Dragme, niemals
Chele.
A. Subord. Sigmatophora Sollas.
Tetractinellida mit einem Skelett, welches aus tetraxonen und
meist auch monaxonen Megascleren und in der Regel sigmen Micros-
cleren besteht. Selten finden sich auch Sphaere. Andere Formen
von Microscleren kommen nicht vor. Die Megasclere sind meistens,
wenn Microsclere fehlen, immer, groß und langgestreckt.
1. Fam. Tetillidae Sollas.
Sigmatophoramitsigmen Microscleren, mit amphioxen, protriaenen
und meist auch anatriaenen Megascleren. Neben diesen können
auch Orthotriaene, Plagiotriaene und Style vorkommen. Häufig
sind die Cladome der Protriaene sagittal.
1*
4 Leopold Baer: Silieispongien
2. Genus Tethya Lamarck.')
Tetillidae, deren Auströmungsöffnungen nicht zu Gruppen vereint
und in besonders ausgebildeten, glatteren Teilen der Oberfläche
liegen. Dermalschicht zu einer starken, teilweise fibrillären und
zähen, teilweise zarten und lakunösen Rinde verdickt. In der Rinde
finden sich meistens kleine, radial angeordnete Amphioxe.
1. Tethya armata nov. spec.
Tafel I, Fig. 1, Tafel II, Fig. 1—5.
Der Schwamm hat kuglige Form (Tf.I Fig. 1) und einen
Durchmesser von 4—5 cm. Er ist mit einem Wurzelschopf ver-
sehen, mittels dessen er wahrscheinlich im Schlamm festgesessen
hat. Die Farbe ist hellgrau, die Consistenz derb. Die Oberfläche
ist mit einem Pelz radial angeordneter Nadeln bedeckt und wird
von zahlreichen Poren durchbohrt, welche 0,025—0,055 mm weit
sind. Von diesen aus ziehen einführende Kanäle senkrecht durch
die Rinde und münden in verhältnismäßig kleine Subdermalhöhlen,
Von den Subdermalhöhlen leiten radiäre Kanäle in das Mark, wo
diese bald alle Regelmäßigkeit verlieren und schließlich mit den
Geißelkammern in Verbindung treten, welche ungefähr 0,018 mm
im Durchmesser groß sind. Die Oscula sind unregelmäßig über die
Oberfläche zerstreut.
Die Rinde (Tf. II Fig. 1) ist hoch entwickelt, 0,231—0,78 mm
dick und in 2 Zonen differenziert. Die äußere Schicht der Rinde
(Fig. 1,a) besteht aus einer teils hyalinen, teils körnigen Grund-
substanz, in der spindelförmige Zellen liegen, die aber auch in Stern-
zellen übergehen, dadurch, daß sie zuweilen mit mehr als 2 Aus-
läufern versehen sind. Dieses Gewebe ist durch zahlreiche Höhlungen,
welche rund und 0,018 mm im Durchmesser weit sind und dicht
beieinander liegen, stark reduziert. Unter dieser äußeren Schicht
liegt die innere fibröse Schicht (Fig. 1, b), die aus tangential ver-
laufenden, spindelförmigen Fibrillen besteht.
Das Mark besteht aus einer körnigen Grundsubstanz, in der
Bindegewebszellen von rundlicher oder unregelmäßiger Form liegen.
Das Skelett setzt sich aus Amphioxen, Protriaenen, Anatriaenen
zusammen, die vom Centrum des Schwammes nach der Oberfläche
radiär austrahlen. Dazu kommen noch Sigme, die in der Rinde
lose zerstreut liegen oder oft in langen Zügen, die senkrecht zur
Oberfläche verlaufen. Im Mark liegen die Sigme entweder zerstreut
oder um die größeren Kanäle herum.
I. Megasclere: 1. Amphioxe der Rinde, radiär liegend, beide
Enden allmählich und scharf zugespitzt, 0,166 —0,296 mm lang und
0,001—0,002 mm dick.
2. Amphioxe des Marks (Taf. III, Fig. 2) radiär angeordnet,
spindelförmig, beide Enden ganz allmählich und scharf zugespitzt,
1,637— 2,956 mm lang und 0,011—0,037 mm dick.
!) Siehe Anmerkung pag. 30.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 5
3. Protriaene (Taf. III Fig. 3); von diesen sind zwei verschiedene
Formen vorhanden; bei der einen sind die 3 Aststrahlen gleich lang,
während bei der anderen 2 Aststralen gleich lang, der dritte aber
länger als diese ist. Übergangsformen sind indessen vorhanden.
Der Schaft ist spitz zulaufend, 1,868—3,274 mm lang und 0,008—
0,012 mm dick. Die Aststahlen sind 0,035—0,07 mm lang und
an der Basis 0,002—0,004 mm dick. Die Entfernung der Aststrahlen-
spitzen von einander ist 0,025—0,044 mm.
4. Anatriaene (Taf. III, Fig. 4). Der Schaft häufig gebogen,
spitz zulaufend. Die Aststrahlen in der gewöhnlichen Weise anker-
förmig zurückgebogen und stets congruent. Der Schaft ist 2,022—
2,802 mm lang und 0,003 --0,005 mm dick. Die Aststrahlen sind
0,029—0,055 mm lang und 0,002—0,004 mm dick. Die Entfernung
der Aststahlenspitzen von einander ist 0,044—0,077 mm.
II. Mierosclere: 5. Sigm. (Taf. II Fig. 5), 0,007—0,009 mm lang
und 0,001 mm dick.
Der Schwamm hat mit Tethya cranium Müll. (9) und (8, p. 24)
große Ähnlichkeit, unterscheidet sich aber von diesem Schwamme
vor allem durch die verschiedene Größe der Spicula.
Als Fundort des Schwammes ist Sansibar angegeben.
3. Fam. Tethyopsillidae Lendenfeld.
Sigmatophora ohne Microsclere, mit einem Skelett, das aus-
schließlich aus großen Nadeln, Rhabden und langschäftigen Triaenen
besteht. Ohne lophoclade Tetractine.
2. Genus Tethyopsilla Lendenfeld.
Tethyoysillidae mit diactinen, meist ungleichspitzigen Rhabden.
2. Tethyopsilla globosa nov. spec.
Taf. I Fig. 2, Taf. III Fig. 6—10.
Der Schwamm ist an einer Alge festgewachsen und von kugliger
oder länglich runder Form (Taf. I Fig. 2). Er ist 3—5 mm im
Durchmesser dick und von dunkelbrauner Farbe. Die Oberfläche
ist ziemlich glatt. Die Poren (Taf. III Fig. 6, p) sind 0,007 —
0,022 mm weit, unregelmässig verteilt und führen in kurze
Kanälchen, welche in ausgedehnte Subdermalhöhlen münden. Ein
Osculum ist nicht zu sehen. Die Rinde (Taf. III Fig. 6, r und
Fig. 7) ist 0,123—0,154 mm dick und besteht aus einer körnigen
Grundsubstanz, in der unregelmäßige, oft spindelförmige Binde-
gewebszellen verteilt sind. Die Rinde ist durch ausgedehnte Sub-
dermalhöhlen stark reduziert. Die Subdermalhöhlen hängen mit
der Außenfläche durch kurze, kuppelförmige Ausdehnungen zu-
sammen, in welche die Porenkanälchen münden. Die Subdermal-
höhlen werden zuweilen durch horizontale Gewebsstränge in zwei
Kammern geteilt, eine kleinere äußere, welche mit den Poren in
6 Leopold Baer: Silieispongien
Zusammenhang steht, und eine größere innere, welche sich in die
einführenden Kanäle fortsetzt. Die einführenden Kanäle, welche
zuerst ein recht weites Lumen haben, ziehen anfangs mehr oder
weniger radiär, nehmen aber dann nach dem Innern des Schwammes
einen sehr unregelmäßigen Verlauf.
Die Geißelkammern sind rund und 0,014 mm im Durchmesser
groß. Sie stehen mit den ausführenden Kanälen durch kurze
Kanälchen in Verbindung, die aber auch zuweilen fehlen.
Das Mark des Schwammes besteht aus einem Gewebe, dessen
körnige Grundsubstanz mit unregelmäßigen, oft spindelförmigen,
verzweigten Bindegewebszellen erfüllt ist. Die Zellen liegen hier im
Gegensatz zur Rinde dicht beieinander und bilden dadurch ein
festeres Gefüge. Außerdem sind im Schwamme noch eine große
Anzahl runder Zellen verbreitet, die 0,007—0,018 mm im Durch-
messer groß und mit tiefdunkelen, glänzenden, runden Körnchen ganz
vollgepfropft sind (Taf. III Fig. 7). Die physiologische Bedeutung
dieser Zellen, die dem Schwamm wahrscheinlich seine dunkle Farbe
geben, ist mir nicht klar. Pigmentzellen scheinen es nicht zu sein,
da die Körnchen in ihrem Aussehen nicht Pigmentkörnchen gleichen.
Das Skelett ist vor allem durch die geringe Größe der Spieula
charakterisiert. Es setzt sich aus Amphioxen, Orthotriaenen und
Anatriaenen zusammen, die meist radiär liegen. Die Köpfe der
Triaene sind mehr oder weniger deutlich in zwei übereinander
liegenden Zonen angeordnet. Die innere Triaenkopfzone liegt direkt
unter der Rinde, die äußere dicht unter der Oberfläche des
Schwammes.
1. Amphioxe (Taf. III, Fig. 10), schlank, meist leicht gebogen,
an beiden Enden allmählich und scharf zugespitzt 0,296—0,462 mm
lang und 0,003—0,007 mm dick.
2. Orthotriaene (Taf. III Fig. 9), Schaft gerade, gleichmäßig
zu dem sehr feinen Endtheil verdünnt, 0,092 —0,491 mm lang und
0,007 mm dick. Aststrahlen stets congruent, nach dem Schaft zu
einen sehr flachen convexen Bogen bildend, von dem Schaft mit
einem Winkel von 100—110° entspringend, in der Sehne gemessen
0,074—0,092 mm lang und an der Basis 0,003—0,007 mm dick;
die Entfernung der Aststrahlenspitzen von einander ist 0,185 mm.
3. Anatriaene (Taf. III Fig. 8), Schaft gerade, scharf zugespitzt,
0,523 mm lang und 0,005 mm dick. Aststrahlen congruent, scharf
zugespitzt, entspringen von dem Schaft mit einem Winkel von 90°
und biegen nach einer kurzen Strecke mit einem Winkel von 135°
nach dem Schaft um; in der Sehne gemessen 0,022 mm lang und
an der Basis 0,003 mm dick. Der Abstand der Aststrahlenspitzen
von einander ist 0,037—0,044 mm. Der Fundort des Schwammes
ist Sansibar.
B. Subord. Astrophora Sollas.
Tetractinellida mit einem Skelett, welches aus tetraxonen und
meist auch monaxonen Megascleren und euactinen oder metactinen
Microscleren besteht. Sigme kommen niemals vor.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. ri
1. Fam. Stellettidae Sollas.
Astrophora mit Rhabden und einfachen, langschäftig triaenen
Megascleren, stets ohne mesotriaene Megasclere. Schäfte der Triaene
radial angeordnet und nach innen gerichtet, ihre Aststrahlen zumeist
nahe der äußeren Oberfläche gelegen. Im Inneren des Schwammes
kommen nur ausnahmsweise tetraxone Megasclere vor. Die Micro-
sclere sind Euaster, Spiraster, Microrhabde, Centrotyle oder Amphi-
aster, niemals Sterraster.
2. Genus Ancorina Schmidt.
Stellettidae mit Euastern, ohne Oscularschornstein, die außer
den euastren Microscleren noch Metactine, Spiraster, Microrhabde
u. s. w. besitzen.
Subgen. Ecionemia Bowerbank.
3. Ancorina baeillifera Carter.
Taf. I Fig. 3 und Taf. III Fig. 11—19.
1887. Stelletta bacillifera, H. Carter (1) p. 78 t. 6 £. 9—14.
1898. Ecionema baculifera Lindgren (7) p. 335 t. 17 £. 17; t. 19 £. 27.
1899. Ecionema bacilifera Lindgren (8) p. 88.
1900. Ecionema bacilliferum R. Kirkpatrick (3) p. 131.
1899. Ancorina simplex Lendenfeld (5) p. 96 t. 9 £. 12—34.
1900. Ecionemia nigrescens Thiele (15) p. 34 t.2 £. 9.
1903. Ancorina bacillifera Lendenfeld (6) p. 66.
Diese Species ist in der Sammlung in 2 äußerlich etwas ver-
schiedenen Exemplaren vertreten, von denen das eine gelbliche, das
andere dunkelgraue Farbe hat. Die Form ist kuglig und unregel-
mäßig knollig. Der Längsdurchmesser schwankt zwischen 12 und
24 mm, die Höhe zwischen 8 und 12 mm. Die Oberfläche erscheint
ziemlich glatt und ist mit Ausnahme der Stellen, an welchen der
Schwamm festgewachsen war, überall von Gruppen von Ein-
strömungsporen bedeckt, die durch porenfreie Strecken von einander
getrennt sind. Die Einströmungsporen sind rund und 0,02—0,04 mm
im Durchmesser weit. Sie münden in weite Sammelkanäle, die mit
einem der unter der Rinde sich tangential ausbreitenden Subdermal-
räume communizieren. Von den Subdermalräumen ziehen zahlreiche
Kanäle in das Mark und versorgen mittels vieler Verzweigungen die
ovalen Geißelkammern. Die Ausfuhrkanäle sammeln sich zu
größeren Kanalstämmen, welche zum Oscularbezirke emporstreben.
Sie münden mit den 0,184 mm weiten Osculis aus, die in nicht
allzugroßer Zahl zu einer Gruppe vereint sind und etwa 1 qcm der
Oberfläche einnehmen. Die Rinde ist wohlentwickelt, etwa 0,2 mm
dick und in 2 Schichten differenzirt. Die äußere enthält größere,
massige Zellen, die unter der Oberfläche dichter beieinander liegen,
als weiter unten. Hieran schließt sich die innere faserige Schicht,
die aus tangential verlaufenden spindelförmigen Fibrillen besteht.
Außer den gewöhnlichen Zellen finden sich in der Rinde und, wenn
8 Taeopold Baer: Silieispongien
auch in geringer Anzahl, im Mark Pigmentzellen, welche starke,
dunkle Körnchen enthalten. Das Mark erscheint körnig und ist
reich an Geißelkammern.
Das Skelett besteht aus vielen Amphioxen in der Rinde und im
Innern, welche sich gegen dieOberfläche hin radial und oft bündelweise
anordnen — aus kleineren Anatriaenen — aus seltenen Protriaenen
— aus größeren Plagiotriaenen, derenSchäfte ebenfalls radial orientiert
und nach innen gerichtet sind und deren Köpfe mehr oder weniger
deutlich in zwei übereinander liegenden Zonen angeordnet sind: Die
innere Triaenkopfzone im Niveau der Subdermalräume, die äußere
dicht unter der äußeren Oberfläche des Schwammes — aus einem
Panzer dorniger Microrhabde in der äußersten Rindenlage — aus
zerstreuten dornigen Microrhabden in der Rinde und im Mark —
und aus zerstreuten Strongylastern in der Rinde und im Mark. An
sämmtlichen Megascleren erkennt man einen deutlichen Axenfaden,
während die Microsclere gar keine Struktur in ihrem Innern
erkennen lassen.
I. Megasclere: 1. Amphioxe der äußeren Oberfläche, leicht
gekrümmt, ziemlich plötzlich und mäßig zugespitzt, 0,123—0,231 mm
lang und in der Mitte 0,003 mm dick.
2. Amphioxe des Markes (Taf. III Fig. 11), meist gebogen,
spindelförmig, an beiden Enden allmählich zugespitzt, selten scharf-
spitzig, 1,272—1,85 mm lang und in der Mitte 0,018—0,037 mm dick.
3. Plagiotriaene der Rinde und der subcorticalen Markpartieen
(Taf. III Fig. 12). Schaft gerade oder leicht gekrümmt, durchaus
konisch und gleichmäßig zu dem feinen Endtheile verdünnt, 1,011
—1,513 mm lang und an der Basis 0,018—0,029 mm dick; Ast-
strahlen einfach gekrümmt, gegen den Schaft konkav, mit dem
Schaft Winkel: von 110° bildend, in dieser Beziehung den Ortho-
triaenen ähnlich. Aststrahlen konisch und zumeist mehr oder
weniger abgestumpft; sie sind meist congruent, in der Sehne ge-
messen 0,118—0,166 mm lang und an der Basis 0,015—0,029 mm
dick. Die Entfernung der Aststrahlenspitzen von einander beträgt
0,215—0,292 mm. Außer diesen Plagiotriaenen finden sich noch
Triaene vor, deren Aststrahlen kurz und gerade sind und mit dem
Schaft einen Winkel von 135° bilden (Taf. III Fig. 18) — andere,
deren Aststrahlen bereits eine Krümmung nach außen erkennen
lassen. Diese Triaene stellen aller Wahrscheinlichkeit nach nur
Jugendstadien der Plagiotriaene dar; sie kommen hauptsächlich
zwischen den Plagiotriaenen vor, deren Köpfe im Niveau der Sub-
dermalräume liegen.
4. Anatriaene der Rinde (Taf. III Fig. 13); Schaft gerade oder
leicht gekrümmt, konisch, allmählich und gleichmäßig zu dem sehr
schlanken Endteile verdünnt, 1,011—1,34 mm lang und an der
Basis 0,007—0,009 mm dick; Aststrahlen stets congruent und in
der gewöhnlichen Weise ankerförmig zurückgebogen, in der Sehne
gemessen 0,018—0,029 mm lang und an der Basis so dick, wie der
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 9
Schaftanfang. Die Entfernung der Aststrahlenspitzen von einander
ist 0,02—0,05 mm.
5. Protriaene (Taf. IH, Fig. 14), sehr selten; Schaft 1,48—
1,56 mm lang und 0,002—0,005 mm dick. Cladi in der Sehne
gemessen, 0,022—0,037 mm lang und an der Basis so dick wie der
Schaftanfang.
Außer diesen Triaenen fand ich noch ein Anamesotriaen
(Taf. III Fig. 17), allerdings nur ein Exemplar; bei diesem war die
Verlängerung des Schaftes oberhalb der Aststrahlen 0,096 mm lang.
Außerdem fand ich noch die abnorme Form eines Plagiotriaen
(Taf. III, Fig. 19), bei welchem an dem Schaft bald unterhalb der
3 Aststrahlen ein seitlicher Auswuchs vorhanden war, der mit einem
entsprechenden Seitenzweig des Centralkanals versehen war.
II. Micıoscelere: 6. Dornige Microrhabde (Taf. II Fig. 15);
gerade oder leicht gekrümmte, eylindrische, an beiden Enden einfach
abgerundete Stäbchen, welche dicht mit feinen niedrigen Dörnchen
besetzt sind, 0,005— 0,014 mm lang und 0,001 mm dick sind.
7. Strongylaster der Rinde und des Markes (Taf. III Fig. 16),
ohne Centralverdickung, mit 4—8 schlanken, geraden, cylindrischen
Strahlen, die 0,007—0,014 mm lang sind.
Als Fundort des Schwammes ist Sansibar angegeben.
3. Fam. Geodiidae Sollas.
Astrophora mit einem aus Sterrastern zusammengesetzten Panzer
in der Rinde. Außer den Sterrastern kommen noch andere Euaster-
formen oder Microrhabde vor. Die Megasclere sind Rhabde und
Triaene.
6. Genus Sidonops, Sollas.
Geodiidae, deren tetraxone Megasclere (Triaene und ihre Deri-
vate) radial angeordnet und auf die oberflächlichen Schwammteile
beschränkt sind; mit kugligen, sphäroidischen oder ellipsoidischen
Sterrastern und mit Euastern an der Oberfläche. Einströmungs-
öffnungen cribriporal und zerstreut; Ausströmungsöffnungen uniporal,
gewöhnlich in Gruppen vereint in den aus gewöhnlichem Rinden-
gewebe mit Sterrasterpanzer bestehenden Wänden seichter Ein-
senkungen oder tief ins Innere des Schwammes eindringender Prae-
oscularhöhlen gelegen, welche letzteren sich mit großen oscular-
ähnlichen Mündungen nach außen öffnen.
4. Sidonops globosa nov. Spee.
Taf.I Fig. 4, Tat. IV Fig. 1-6.
Der Schwamm hat kuglige Form und einen Durchmesser von
8 mm. Die Farbe ist grün, die Consistenz ziemlich derb. Die Ober-
fläche ist zum Teil glatt, zum Teil mit kleinen Formen von Lepas
und Balanus bedeckt, die in den Schwamm teilweise hineingewachsen
sind. Die Poren (Taf. IV Fig. 1, p) sind 0,007—0,022 mm weit
10 Leopold Baer: Silieispongien
und führen in ebenso weite Kanälchen; diese vereinigen sich zu
einem größeren Rindenkanalstamm, der in einen der ausgedehnten
Subdermalräume mündet; von diesen ziehen weite einführende
Kanäle in das Mark. Die Geißelkammern sind rund, 0,033 mm im
Durchmesser weit, und stehen durch kurze Kanälchen mit den ein-
und ausführenden Kanälen in Verbindung. Die ausführenden Kanäle
vereinigen sich zu einem 0,074 mm weiten Kanal, an dessem freien
Ende ein ebenso weites Osculum liegt. Die Rinde (Taf. IV Fig. 1, r)
ist 0,703—0,781 mm dick und in 2 Schichten differenziert, eine
äußere, in der Zellen von unregelmäßiger Gestalt liegen und eine
innere Faserschicht, die aus tangential verlaufenden Fibrillen besteht.
Das Mark, in welchem spindelförmige Fibrillen fehlen, besteht aus
einer körnigen Grundsubstanz, in der Zellen von unregelmäßiger
Form liegen.
Das Skelett (Taf. IV Fig. 1) setzt sich aus Amphioxen, Ortho-
triaenen, Sterrastern, Oxyastern und Strongylastern zusammen. Die
Amphioxe und Orthotriaene liegen im Mark in Bündeln angeordnet,
die strahlenförmig vom Centrum des Schwammes nach der Peripherie
verlaufen; die Aststrahlen der Orthotriaene liegen hierbei unter der
Rinde; oder sie liegen in tangential verlaufenden Bündeln mitten
» im Mark. Die Sterraster liegen dicht nebeneinander in der Rinde,
dieselbe vollkommen erfüllend, außerdem zahlreich," wenn auch
locker verstreut, im Mark. Die Oxyaster liegen hauptsächlich im
Mark zerstreut, in der Rinde sind sie seltener vorhanden. Die
Strongylaster bilden eine dichte Schicht unter der Oberfläche des
Schwammes und liegen außerdem in der Rinde und im Mark zahl-
reich zerstreut.
I. Megasclere: 1. Amphioxe der Rinde, radiär liegend, meist
gerade, an beiden Enden allmählich zugespitzt, 0,173-—-0,192 mm
lang und 0,003 mm dick.
2. Amphioxe des Markes (Taf. IV Fig. 2), gerade oder leicht
gebogen, nahezu cylindrisch, an beiden Enden allmählich zugespitzt,
0,183—0,722 mm lang und 0,007—0,018 mm dick.
3. Orthotriaene (Taf. IV Fig. 3); Schaft gerade, allmählich zu-
gespitzt, 0,703—1,165 mm lang und 0,015—0,029 mm dick. Ast-
strahlen congruent, in der Sehne gemessen 0,062—0,246 mm lang
und an der Basis 0,014—0,025 mm dick.
II. Microselere: 4. Sterraster (Taf. IV Fig. 4), von kugliger,
sphäroidischer oder ellipsoidischer Form 0,037—0,062 mm im
Durchmesser.
5. Oxyaster (Taf. IV Fig. 5), ohne Centralverdickung, mit 5—7
conischen, zugespitzten Strahlen, 0,014—0,037 mm im Durchmesser.
6. Strongylaster (Taf. IV Fig. 6), mit 5—8 geraden Strahlen.
Ohne Centralverdiekung. 0,003 - 0,004 mm im Durchmesser.
Als Fundort des Schwammes ist Capstadt angegeben.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 11
II. Ord. Monaxonida.
Kieselschwämme mit einachsigen, stabförmigen Megasclera.
A. Subord. Halichondrina, Vosmaer.
Monaxonida ohne Rinde. Skelett gewöhnlich netzförmig; Mega-
sclere gewöhnlich Amphioxe oder Style.
1. Fam. Homorrhaphidae, Ridley and Dendy.
Megasclere diactinal, Amphioxe oder Amphistrongyle. Ohne
Microsclere.
1. Subfam. Renierinae, Schmidt.
_Spicula können durch eine geringe Menge Spongin miteinander
verbunden sein, sind aber niemals vollständig darin eingebettet.
1. Genus Halichondria, Fleming.
Spicula meist wirr durcheinander, können zuweilen in Zügen,
aber nie in einem regulären Netzwerk angeordnet sein. Spicula
Amphioxe oder Amphistrongyle, gewöhnlich lang und schlank,
Spongin nicht vorhanden oder kaum wahrnehmbar.
5. Halichondria papillata nov. spec.
Taf. I Fig.5 Taf. [IV Fig. 7—9.
Der Schwamm hat eine klumpige Form und ist an Steinen fest-
gewachsen (Taf. I Fig. 5). Er ist 46—85 mm lang, etwa 47 mm
breit und 29mm hoch. Die Farbe ist gelblich. Die Üonsistenz
ist sehr derb. Die Oberfläche ist uneben, rauh und mit kurzen
warzenförmigen Erhebungen bedeckt, die aber an manchen Stellen
abflachen. Die Poren sind 0,6 mm weit und führen in weite ein-
führende Kanäle. Die Geißelkammern sind rund und 0,037 mm
weit. ÖOscula sind in nur geringer Anzahl vorhanden und 2 mm
weit. Die Grundsubstanz ist homogen und mit kleinen Körnchen-
zellen erfüllt. Das Skelett setzt sich aus Amphioxen zusammen,
die an der Oberfläche ohne bestimmte Anordnung ganz dicht bei-
einander liegen und dadurch ein ganz dichtes Gefüge bilden (Taf. IV
Fig. 7). Im Mark liegen sie nicht derartig dicht beieinander, aber
auch hier ohne bestimmte Anordnung wirr durcheinander.')
) In dem Schwamm finden sich noch Style vor, welche ich anfangs für
Fremdnadeln gehalten hatte. Bei erneuter Durchsicht der Präparate schien es
mir doch, daß die Style zu dem Schwamm gehören. In diesem Falle würde der
Schwamm zu Ciocalypta Bwbk. zu stellen sein, unter Berücksichtigung der
neuesten Untersuchungen von Thiele über Ciocalypta Bwbk. (15, p. 73). Der
Schwamm steht der Ciocalypta foetida (Dendy) Thiele (15, p. 75) und der
Ciocalypta incrustans, Whitelegge (20, p. 329) insofern nahe, als er die gleiche
Skelettzusammensetzung, Amphioxe und Style hat.
12 Leopold Baer: Silieispongien
Die Amphioxe (Taf. IV Fig. 9) sind gerade oder gebogen,
spindelförmig, in der Mitte am dicksten, nach den Enden ganz
allmählich und scharf zugespitzt, 0,703—1,242 mm lang und 0,011
—0,05 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Papeete.
6. Halichondria reticulata nov. Spec.
R Taf. I Fig. 6 Taf. IV Fig. 10 und 11.
Der Schwamm hat die buschartig verästelten Zweige einer
Alge vollständig umwachsen und ist im Ganzen 65 mm lang, 50 mm
breit, 30 mm hoch. Die einzelnen Zweige sind rundlich und bis
6 mm dick. Die Farbe ist gelb, die Consistenz derb und wenig
brüchig, die Oberfläche glatt. Die Poren sind 0,02 mm weit. Die
Geißelkammern sind rund und 0,03 mm im Durchmesser weit.
Öscula sind nur in geringer Anzahl vorhanden und 1—3 mm weit.
Die Grundsubstanz ist homogen und mit runden Körnchenzellen
erfüllt. Das Skelett besteht aus einem sehr lockeren Nadelgerüst
feiner Amphioxe (Taf. IV Fig. 10). Die Amphioxe (Taf. IV Fig. 11)
sind gerade oder gebogen, cylindrisch, an beiden Enden ziemlich
plötzlich und scharf zugespitzt, 0,185—0,203 mm lang und 0,005
—0,004 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
7. Halichondria digitata nov. spec.
Taf. I Fig. 7 Tat. IV Fig. 12—14.
Der Schwamm hat fingerförmige Gestalt und ist 23 mm lang
und 8 mm dick. Die Farbe ist grün, die Consistenz derb, die
Oberfläche ganz glatt. Die Poren liegen ziemlich dicht bei-
einander und sind ungefähr 0,024 mm im Durchmesser weit. Sie
münden in die einführenden Kanäle, die anfangs ungefähr 0,07 mm
weit sind und nach der Mitte des Schwammes radiär verlaufen, im
Innern des Schwammes aber einen unregelmäßigen Verlauf nehmen.
Die Geißelkammern sind rund und etwa 0,018 mm weit. Oscula
sind nur in geringer Zahl vorhanden, und 0,8 mm weit. Das Gewebe
des Schwammes besteht aus einer homogenen Grundsubstanz, in
der zahlreiche, kleine, runde Zellen liegen.
Das Skelett (Taf. IV, Fig. 12) wird von Amphioxen gebildet,
die an der Oberfläche wie auch im Mark, ohne bestimmte Anordnung
wirr und nicht zu locker durcheinander liegen.
Die Amphioxe (Taf. IV Fig. 13 u. 14) sind gerade oder gebogen,
cylindrisch, an beiden Enden, allmählich und scharf zugespitzt,
0,11 mm lang und 0,005 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
2, Genus Reniera Nardo.
Skelett besteht aus einem bestimmten Netzwerk 3 oder 4eckiger
oder polygonaler Maschen, deren Seiten aus je einer Nadel zuweilen
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 13
aber auch mehreren Nadeln bestehen. Nadeln kurze Amphioxe
oder Amphistrongyle, gewönlich nur an den Enden durch Spongin
miteinander verbunden.
8. Reniera implexa Schmidt.
Taf. I Fig. 8, Taf. IV Fig. 15—17.
1868 Reniera implexa Schmidt (12) pag. 27.
Dieser Schwamm ist in der Sammlung durch sehr schöne,
gelblich gefärbte Exemplare vertreten. Auf einer breiten Basis, die
auf Stein festgewachsen ist, erheben sich zahlreiche fingerförmige
Fortsätze von 3—5 cm Länge und 1--1,25 cm Dicke (Taf. I Fig. 8).
Die Oberfläche ist ziemlich glatt. In der Mitte jedes Fortsatzes
befindet sich eine geräumige Cloacalhöhle, die genau an der Spitze
des Fortsatzes mit einem 2—8 mm weiten Osculum mündet. Der
Schwamm wird außen von einer dünnen Dermalmembran über-
zogen, welche von den über die ganze Oberfläche verteilten und
l mm im Durchmesser weiten Einströmungsporen durchbrochen
wird. Unter der Dermalmembran breiten sich sehr geräumige
Subdermalräume aus, welche nach innen in die weiten Einfuhr-
kanäle übergehen. Einfache dünne Membranen trennen diese ein-
führenden von den ebenso geräumigen ausführenden Kanälen.
Auch dort, wo sich die Geißelkammern zwischen diese Kanäle
einschieben, sind jene Membranen sehr zart und arm an Zwischen-
schichtgewebe. Die Geißelkammern selbst sind kuglig und halten
durchschnittlich 0,008 mm im Durchmesser. Die Ausfuhrkanäle
sammeln sich in weiten Röhren, welche in die Cloacalhöhle münden.
Das Skelett (Taf. IV Fig. 15) besteht aus einem den ganzen
Schwamm durchsetzenden Netze, dessen Maschen meist vier- oder
fünfeckig und 0,154 mm weit sind. Die Balken des Skelettnetzes
bestehen aus je einer Nadel, jedoch kommen auch, wenn auch
nur selten, zwei Reihen von Nadeln vor. An jedem Netzknoten-
punkte stoßen drei bis sechs Nadeln mit ihren Spitzen zusammen
und hier sind sie durch Spongin miteinander verkittet. Abgesehen
von ihren Spitzen liegen die Nadeln frei; ihre mittleren Partien
entbehren der Sponginhülle.
Die Nadeln des Skelettes sind Amphioxe (Taf. IV Fig. 16 u.
17); dieselben sind gerade oder leicht gekrümmt, in der Mitte
zylindrisch, an beiden Enden allmählich zugespitzt, 0,129—0,14 mm
lang und 0,007 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Capstadt.
9. Reniera bawiana Lendenfeld.
Taf. I Fig. 9, Taf. IV Fig. 18 u. 19.
1897 Reniera bawiana Lendenfeld (5) pag. 119 Taf. X. Fig. 145— 147.
Der Schwamm hat länglich-kuglige Form und ist 4 cm lang
und 3cm dick. Die Farbe ist graubraun, das Gewebe weich und
14 Leopold Baer: Silieispongien
sehr brüchig. In der Mitte des Schwammes liegt ein kreisrundes
7 mm weites Osculum, das in eine Oloacalhöhle führt. Außerdem
sind noch 5-8 kreisrunde 4 mm weite Oscula unregelmäßig über
den Schwamm verteilt. Die letzteren sind nicht die Mündungen
von Cloacalhöhlen, sondern sind flache Höhlen, an deren Boden je
3—5 ziemlich weite ausführende Kanäle münden (Taf. I Fig. 9).
Der Schwamm ist durch sehr weite ein- und ausführende Kanäle
ausgezeichnet.
Das Skelett besteht aus einem den ganzen Schwamm durch-
setzenden Netze, dessen Maschen 3- und 4seitig sind. Die Balken
dieses Skelettnetzes bestehen aus je einer Nadel, nur selten aus
mehreren Reihen Nadeln. An jedem Netzknotenpunkte stoßen 3 bis 6
Nadeln mit ihren Spitzen zusammen und sind hier durch Spongin
miteinander verkittet. Abgesehen von ihren Spitzen liegen die
Nadeln frei; ihre mittleren Partien entbehren der Sponginhülle.
Ein ebensolches, aber nur in einer Ebene ausgebreitetes, mit dem
Raumnetz im Innern zusammenhängendes Netz bildet das Dermal-
skelett. Die Nadeln des Skelettes sind größtenteils Amphioxe,
zwischen denen fast gleich große Style, wenn auch seltener vor-
kommen.
1. Amphioxe (Taf. IV Fig. 18), gerade oder leicht gekrümmt,
in der Mitte zylindrisch, an beiden Enden allmählich zugespitzt,
0,12—0,14 mm lang und 0,006 mm dich.
2. Style (Taf. IV Fig. 19), ebenso dick aber etwas kürzer als
die Amphioxe, leicht gekrümmt, in der Mitte zylindrisch, das eine
Ende abgerundet, das andere allmählich zugespitzt.
Der Fundort des Schwammes ist Papeete.
10. Reniera mollis nov. spec.
Taf. I Fig. 10, Taf. IV Fig. 20—22.
Der Schwamm, welcher festgewachsen war, ist von klumpiger
Form, 24 mm lang, 18 mm breit und 8 mm hoch. (Taf. I Fig. 10)
Die Farbe ist hellbraun, die Consistenz ist weich und zusammen-
preßbar,. die Oberfläche glatt und weich, die Poren sind nur in
geringer Zahl vorhanden und 0,12 mm weit.
Das Skelett (Taf. IV Fig. 22) besteht aus einem den ganzen
Schwamm durchsetzenden Netze, dessen Maschen 3- und 4 seitig
und 0,07—0,14mm weit sind. Die Balken dieses Skelettnetzes
bestehen aus je einer Nadel, nur selten aus mehreren Reihen
Nadeln. An jedem Netzknotenpunkte stoßen 3--6 Nadeln mit
ihren Spitzen zusammen und sind hier durch Spongin miteinander
verkittet. Abgesehen von ihren Spitzen liegen die Nadeln frei; ihre
mittleren Partien entbehren der Sponginhülle.. Ein ebensolches,
aber nur in einer Ebene ausgebreitetes Netz bildet das Dermal-
skelett. Außerdem befinden sich im Mark noch Faserzüge (Taf. IV
Fig. 22, f.), in denen mehrere Reihen von Amphioxen nebeneinander
liegen. Diese Spiculafasern, die 0,02 mm breit sind, verlaufen zu-
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 15
weilen parallel und sind dann durch einzelne oder 2 vereinigte
Amphioxe miteinander verbunden.
Die Amphioxe (Taf. IV Fig. 20 u. 21) sind gerade oder leicht
gebogen, zylindrisch, an beiden Enden allmählich zugespitzt, 0,1 mm
lang und 0,004 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
2. Subfam. Chalininae Schmidt.
Spongin in bedeutender Menge vorhanden; bildet dicke Fasern,
in denen die Spicula vollkommen eingebettet sind.
1. Genus Pachychalina Schmidt.
Nicht röhrige, knollige Chalineen; Fasern stark, mit zahlreichen
Spieula, die in mehreren Reihen nebeneinander eingebettet sind.
11. Pachychalina nigra nov. spec.
Taf. II Fig. 1, Taf. IV Fig. 23 u. 24.
Der Schwamm hat klumpige Form, ist 77 mm lang, 50 mm
breit, 35 mm hoch und war wahrscheinlich festgewachsen. Er ist
teilweise von einem 10 mm dicken Hornschwamm durchwachsen,
der von hellgrauer Farbe und weicherer Consistenz ist. Die Farbe
des Schwammes ist, wie der Name sagt, schwarz — die Consistenz
fest und derb — die Oberfläche hart und höckrig. Die Poren
sind unregelmäßig zerstreut und 0,ll mm weit. Die Oscula sind
unregelmäßig zerstreut und 2 mm weit. Das Gewebe des Schwammes
besteht aus einer homogenen Grundsubstanz, in der dicht beiein-
ander kleine, runde Zellen liegen. welche von bräunlicher Färbung
sind und einen tiefdunkeln Kern haben. Diese Zellen, die besonders
zahlreich unter der Oberfläche liegen, geben offenbar dem Schwamm
seine schwarze Färbung.
Das Skelett (Taf. IV Fig. 23) besteht aus einem Netzwerk
mehr oder weniger quadratischer Maschen, die bis 0,539 mm weit
sind und von Sponginfasern gebildet werden, in denen mehrere
Reihen von Stylen eingebettet sind. Die Fasern, welche 0,04—
0,1mm dick sind, verlaufen zum Teil senkrecht zur Oberfläche
und werden von anderen Fasern im rechten Winkel gekreuzt. Die
ersteren enthalten mehr Style als die letzteren. Auch zwischen
den Fasern liegen im Mark noch zahlreiche Style zerstreut.
Die Style (Taf. IV Fig. 24) sind gerade oder leicht gebogen,
zylindrisch, das eine Ende abgerundet, das andere Ende allmählich
zugespitzt, 0,17 mm lang und 0,006 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
3. Genus Siphonochalina Schmidt.
Röhrenförmige Chalineen. Röhren weich, innen und auben
glatt, gewöhnlich eng, mit einer weiten runden Öffnung an der
Spitze.
16 Leopold Baer: Silieispongien
12. Siphonochalina intermedia Ridley and Dendy.
Taf. I Fig. 2, Taf. IV. Fig. 25.
1886 Siphonochalina intermedia Ridley and Dendy (10) pag. 331.
1887 Phylosiphonia intermedia Lendenfeld (4) pag. 800 Taf. 23
Fig. 47.
Der Schwamm besteht aus röhrenförmigen Zweigen, die teils
senkrecht stehen, teils buschartig verästelt sind. Die totale Höhe
des Schwammes ist 50 mm, die Breite 80 mm. Die einzelnen
Zweige sind bis 30 mm lang und 18 mm dick. Sie variieren be-
deutend in der Dicke in verschiedenen Teilen ihrer Länge und sind
oft nahe der Spitze am dicksten. Außerdem sind die Zweige oft
mit konischen Erhebungen versehen, welche bis 8 mm hoch und an
der Basis 6 mm breit sind. Die Farbe ist graugelb, die Oberfläche
glatt. Vom Kanalsystem und dem Gewebe kann ich wenig mit-
teilen, da der Schwamm so ungenügend erhalten ist, daß nur das
ausmacerierte Skelett übrig blieb. Die Oscula sind runde, 5—7 mm
weite Öffnungen, welche an der Spitze eines Zweiges oder einer
konischen Erhebung sitzen. Das Skelett besteht aus einem Netz-
werk polygonaler oder quadratischer Maschen, welche bis 0,308 mm
breit sind und von Sponginfasern gebildet werden, in denen mehrere
Reihen von Amphioxen eingebettet sind. Die Fasern, welche 0,03—
0,06 mm dick sind, verlaufen als Primärfasern senkrecht zur Ober-
fläche und werden von den Sekundärfasern im rechten Winkel
gekreuzt. Die Primärfasern sind dicker und enthalten mehr Am-
phioxe als die letzteren. Unter der Oberfläche sind die Faser-
maschen feiner und kleiner und bilden dadurch ein dichteres
Gefüge.
Die Amphioxe (Taf. IV Fig, 25), sind gerade oder leicht ge-
bogen, spindelförmig, an beiden Enden allmählich zugespitzt, 0,08 —
0,1 mm lang und 0,004—0,007 mm dick.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
!ch habe für den Schwamm den alten Gattungsnamen Siphono-
chalina Schmidt beibehalten und mich dem System von Lendenfeld
bei diesem Schwamm nicht angeschlossen. Lendenfeld stellt (4, pag.
795) eine Gruppe Siphoninae auf: Mehr oder weniger röhrenförmige
Chalineen, mit Pseudogaster. Spezielle Fleischnadeln, wenn vor-
handen, einfache Toxea, Bogen. Von den zu diesen Siphoninae
gehörigen Gattungen beschränkt er Siphonochalina O. Schmidt auf
die Siphoninae ohne differente Fleischnadeln mit conulöser Ober-
fläche (4, pag. 801), und stellt demgegenüber u. a. eine neue
Gattung Phylosiphonia auf, zu welcher er auch die hier vorliegende
Species rechnet: Siphoninae mit glatter Oberfläche. Die Wand der
regelmäßigen Röhren ist ab und zu verdickt. Diese Verdickungen
ragen nach außen als regelmäßig ringförmige Wülste vor. Fleisch-
nadeln (T'oxius) vorhanden oder fehlend (4, pag. 796). Dement-
sprechend teilt er die Gattung Phylosiphonia noch in 2 Unter-
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 17
gattungen ein: 1. Toxochalina mit Fleischnadeln und 2. Anatoxius
ohne Fleischnadeln.
A. Dendy wies dann aber nach (2, pag. 335 u. 336), dab das
Aufstellen der neuen Gattung Phylosiphonia sehr unangebracht
gewesen war. Er bezeichnet es als unverantwortlich Toxochalina
(Formen mit Fleischnadeln) und Anatoxius (Formen ohne Fleisch-
nadeln) in einer Gattung zu vereinigen. Die ersteren seien über-
haupt gar keine Chalineen. Wenn Lendenfeld Schmidt’s Namen
Siphonochalina für diejenigen röhrenförmigen Chalineen gebrauche,
welche eine conulöse Oberfläche haben, so hätte er dabei ganz über-
sehen, daß Vosmaer bereits eine Gattung Spinosella aufgestellt hat,
welche die Arten mit conulöser und gedornter Oberfläche ein-
schließt (18, pag. 342) im Gegensatz zur Gattung Siphonochalina
Schmidt, welche die Arten mit weicher Oberfläche einschließt. Die
röhrenförmigen Chalineen seien daher in Siphonochalina Schmidt
und Spinosella Vosmaer einzuteilen und die neue Gattung Phylosi-
phonia demnach durchaus überflüssig.
2. Fam. Heterorrhaphidae Ridley and Dendy.
Megasclere von verschiedener Form; Microsclere gewöhnlich
vorhanden, aber niemals Chele.
3. Subfam. Tedaniinae, Ridley and Dendy.
Megasclere stets in 2 Formen:
l. Monactinal, Style, bilden das Hauptskelett. 2. Diactinal,
Amphioxe oder Amphityle, meist in der Oberhaut gelegen. Micros-
clere stets in der Form von Rhaphiden vorhanden.
l. Genus Tedania Gray.
Tedaniinae mit glatten Stylen.
13. Tedania digitata Schmidt var. sansibarensis, nov. var.
Taf. I Fig. 11, Taf. IV Fig. 26—31, Taf. V Fig.1 u. 2
Der Schwamm war wahrscheinlich festgewachsen; er hat
klumpig-massige Form und grünliche Farbe; er wird bis 40 mm
lang und 25 mm breit und hoch. Das Gewebe ist weich und
brüchig. Die Oberfläche ist glatt und weich und wird von zahl-
reichen Poren durchbohrt, welche oval, 0,022—0,05 mm weit sind
und in Porensieben liegen. Die Poren führen in kurze Kanälchen,
welche in weite Subdermalhöhlen münden, von denen weite
Kanäle in das Mark ziehen. Die Geißelkammern sind rund 0,018—
0,037” mm weit und stehen mit den ausführenden Kanälen durch
weite Öffnungen direkt in Verbindung. Die Oscula sind meist nur
in geringer Zahl vorhanden und I—3 mm weit. Die Grundsubstanz
ist homogen und mit kleinen, runden Körnchenzellen erfüllt.
Arch. f. Naturgesch. 72, Jahrg. 1906. Bd.T. H.1. 2
18 Leopold Baer: Silieispongien
Das Skelett setzt sich aus Stylen, Amphitylen und Rhaphiden
zusammen. An der Oberfläche (Taf. V Fig. 1) liegen die Spicula
teils wirr durcheinander, teils in Grasbüschel-ähnlichen Strahlen-
bündeln. Im Mark (Taf. V Fig. 2) liegen die Spicula teils wirr
durcheinander, teils in Faserzügen, die senkrecht zur Oberfläche
verlaufen und von anderen Faserzügen oft im rechten Winkel oder
in ganz beliebiger Richtung gekreuzt werden. Die zur Oberfläche
senkrecht verlaufenden Faserzüge münden an der Oberfläche in
strahlenförmigen Büscheln aus. Die Faserzüge sind 0,025—0,07 mm
dick. Spongin ist ziemlich stark entwickelt.
1. Style (Taf. IV Fig. 26—28), gerade oder leicht ER
zylindrisch, das eine Ende abgerundet, das andere Ende ganz
plötzlich und konisch zugespitzt. Die Spitze ist teils scharf, teils
ganz fein abgerundet (Taf. IV Fig. 28), 0,122—0,203 mm lang und
0,002—0,005 mm dick.
2. Amphityle (Taf. IV Fig. 29 u. 30) hauptsächlich an der
Oberfläche gelegen, meist gerade, zylindrisch, an jedem Ende eine
allmähliche Anschwellung, die quer abgestutzt ist und spitzige
Dornen trägt, welche dem Nadelschaft parallel sich senkrecht von
den Terminalflächen erheben; 0,118—0,177 mm lang und TE
0,003 mm dick,
3. Rhaphiden (Taf. IV Fig. 31), gerade oder gebogen, in der
Mitte am dicksten, 0,092—0,139 mm lang und 0,0009—0,001 mm
dick.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
14. Tedania digitata Schmidt var. fragilis, nov. var.
Taf. II Fig. 3.
Der Schwamm ist flach ausgebreitet, 25 mm lang, 22 mm breit
und 7 mm hoch. Die Farbe ist grau, das Gewebe weich und sehr
brüchig. Die Oberfläche ist mit vulkanartigen Erhebungen bedeckt,
welche an ihrer Spitze eine konkave Fläche haben, an welcher
mit bloßem Auge keine Öffnungen zu erkennen sind. In den
Feldern zwischen diesen Erhebungen liegen die Poren, welche
0,018—0,029 mm weit sind. Der Unterseite des Schwammes fehlen
die vulkanartigen geschlossenen Erhebungen vollkommen. Die
Grundsubstanz ist homogen und mit runden Körnchenzellen erfüllt.
Das Skelett setzt sich aus Stylen, Amphitylen und Raphiden zu-
sammen. Die Anordnung des Skelettes sowie die Form der Spicula
stimmt mit der von Tedania digitata Schmidt var. sansibarensis,
nov. var. überein. Die Maße weichen etwas ab.
1. Style, 0,099—0,194 mm lang und 0,004—0,007 mm dick.
i is: Amphityle, 0,162—0,170 mm lang und 0,002—0,003 mm
ick.
3. Rhaphiden, 0,081—0,107 mm lang und 0,0009-—0,001 mm
dick.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 19
Diese Varietät unterscheidet sich von der oben beschriebenen
hauptsächlich durch ihre äußere Form, speziell durch die vulkan-
artigen, geschlossenen Erhebungen auf der Oberfläche.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
15. Tedania digitata Schmidt var. conica nov. var.
Taf. II Fig. 4.
Der Schwamm ist nur in kleinen, wenige qmm großen Bruch-
stücken erhalten. Er besteht aus einer flachen Unterlage, auf der
2 kegelförmige Erhebungen stehen, an deren Spitze ein l mm
weites Osculum liegt. Die Farbe ist braun, die Consistenz weich
und sehr brüchig. Die Oberfläche ist glatt und wird von zahl-
reichen Poren durchbohrt, welche dicht nebeneinander liegen und
0,107—0,308 mm weit sind. Die ein- und ausführenden Kanäle
sind derartig weit und zahlreich, daß das Gewebe des Schwammes
stark reduziert ist. Die ausführenden Kanäle münden in einen
l mm weiten Kanal, der in der Mitte der konischen Erhebung
senkrecht verläuft und an der Spitze derselben mit dem Osculum
mündet.
Das Skelett setzt sich aus Stylen, Amphitylen und Rhaphiden
zusammen. In der Oberfläche liegen die Spicula wirr und locker
durcheinander oder in grasbüschelartigen Strahlenbündeln — letz-
teres aber seltener als bei den beiden vorigen Varietäten. Im
Mark liegen die Spicula teils wirr und locker durcheinander, teils
in Faserzügen, die senkrecht zur Oberfläche verlaufen und zuweilen
in grasbüschelähnlichen Bündeln auslaufen. Die Züge sind 0,03 mm
dick. Die Form der Spicula ist dieselbe wie bei den oben beschrie-
benen Varietäten, die Maße weichen etwas ab.
1. Style, 0,122—0,196 mm lang und 0,003—0,005 mm dick.
2 de Amphityle, 0,148—0,177 mm lang und 0,002—0,003 mm
ick.
3. Rhaphiden, 0,099—0,236 mm lang und 0,0009 —0,001 mm
dick.
Der Schwamm hat mit den beiden oben beschriebenen Varie-
täten viel Ähnlichkeit, unterscheidet sich aber wesentlich von ihnen
durch seine äußere Form und sein Kanalsystem.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
3. Fam. Desmacidonidae.
Megasclere von verschiedener Form, gewöhnlich monactinal.
Microsclere stets vorhanden, darunter stets Chele.
1. Subfam. Esperellinae, Ridley and Dendy.
Skelettfasern nicht durch seitlich hervorragende Spicula ge-
zähnt.
2%
I
20 Leopold Baer: Silieispongien
1. Genus Mycale Gray.
Form verschieden, massig oder symmetrisch. Megasclere sämt-
lich monactional, gewöhnlich Style, glatt, zuweilen mit schwach
entwickelten, ovalen Köpfen; Microsclere gefächerte Anisochelae, zu
welchen noch Sigme, Trichodragme, kleine Isochele oder Toxe
oder Kombinationen von diesen hinzukommen können. Fasern
gewöhnlich deutlich entwickelt, anastomosierend, oft viel Spongin
enthaltend.
16. Mycale imperfecta nov. spet.
Taf. II Fig. 5, Taf. V Fig. 3—8.
Der Schwamm ist 60 mm lang, 46 mm breit und 40 mm hoch.
Er ist nur als ausmaceriertes Skelett erhalten; die Weichteile sind
ausgewachsen und hängen nur noch in kleinen Partikelchen dem
Skelett an. Das Skelett besteht aus einem Netzwerk quadratischer
Maschen, welche 2—3 mm weit sind und von Sponginfasern ge-
bildet werden, in denen mehrere Reihen von Tylostylen eingebettet
sind (Taf. V Fig. 3). Die Spicula-Sponginfasern sind in Primär-
und Sekundärfasern einzuteilen. Die Primärfasern verlaufen senk-
recht zur Oberfläche, sind 0,139 —0,246 mm dick und werden von
den Sekundärfasern im rechten Winkel gekreuzt; die Sekundärfasern
sind nur 0,061—0,123 mm dick. In den kleinen Stücken, welche
von den Weichteilen an dem Skelett haften geblieben sind, liegen
die Tylostyle wirr und locker durcheinander; außerdem liegen dort
Sigme und Chele.
I. Megasclere: 1. Tylostyle (Taf. V Fig. 4), stets glatt, gerade
oder leicht gebogen, das eine Ende mit einer ovalen, allmählichen
Verdickung versehen, das andere Ende allmählich zugespitzt,
0,185 —0,246 mm lang und 0,003—0,004 mm dick.
II. Microsclere: 2. Sigme (Taf. V Fig. 5 u. 6) Schaft ziem-
lich stark gebogen, die beiden Enden entweder in gleicher oder in
verschiedener Richtung gebogen, 0,066—0,077 mm lang und
0,003 mm dick.
3. Chele (Taf. V Fig. 7 u. 8), Schaft ziemlich stark gebogen,
die beiden Enden völlig ungleich. An dem größeren Ende sind
die beiden äußeren Fortsätze zu einer großen, etwas eckigen Platte
verschmolzen, die an den seitlichen Rändern etwas verdickt ist.
Der mittlere Fortsatz ist als kleiner Stachel erhalten. Das kleinere
Ende ist in derselben Weise, nur im verkleinerten Maßstabe ge-
formt. Die Länge beträgt 0,018—0,022 mm.
Der Schwamm hat mit Esperella nuda Ridley and Dendy
(11. pag. 70) etwas Ähnlichkeit, stimmt aber nicht damit überein.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
2. Subfam. Dendoricinae.
Faserzüge ohne abstehende Defensivspicula. Die Megasclere
des Ektosoms sind in der Regel anders gestaltet als die des
Choanosoms und gewöhnlich diactin.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete, 21
1. Genus Dendoryx Gray.
Dendorycine ohne bestimmte Körperform; das Skelett ist netz-
förmig. Die Megasclere des Ektosoms gewöhnlich diactin (Tylote,
Strongyle oder Tornote) und meist glatt, mitunter auch mit Dornen
besäet oder nur an ihren Enden bedornt. Die Megasclere des
Choanosoms sind monactin und immer dornig. Die Microsclere
sind Isochele, die fast stets von Sigmen begleitet sind.
17. Dendoryx inaequalis nov. spec.
Taf. I Fig. 12, Taf. V Fig. 15—19.
Der Schwamm hat klumpige Form und ist 45 mm lang, 30 mm
breit und 25 mm hoch. Die Farbe ist grau, die Consistenz sehr
weich und sehr brüchig, die Oberfläche uneben. Die Poren sind
rund, 0,154 mm im Durchmesser weit und unregelmäßig verteilt.
Die Geißelkammern sind rund und 0,044 mm weit.
Die Oscula sind in geringer Zahl unregelmäßig verteilt. Jedes
ÖOsculum bildet eine flache Höhle, an deren Boden mehrere weite
ausführende Kanäle münden. Das Mark des Schwammes ist durch
weite ein- und ausführende Kanäle stark reduziert.
Das Skelett, dessen Anordnung an der Oberfläche und im
Mark die gleiche ist, setzt sich aus Stylen, Amphitylen, Sigmen
und Chelen zusammen. Die Amphityle liegen hauptsächlich an der
Oberfläche und sind nur sehr selten in grasbüchelähnlichen Strahlen-
bündeln angeordnet. Die Style bilden ein ziemlich dichtes Netz
polygonaler Maschen oder liegen, wenn auch selten, zu Faserzügen
angeordnet, die ohne bestimmte Richtung verlaufen und bis 0,03 mm
breit sind.
I. Megasclere: 1. Style (Taf. V Fig. 15 u. 16) gerade oder leicht
gebogen, zylindrisch, ein Ende abgerundet, etwas verdickt und dicht
gedornt, das andere Ende allmählich und scharf zugespitzt; 0,136—
0,148 mm lang und 0,003—0,004 mm dick.
2. Amphityle (Taf. V Fig. 17), stets glatt, meist gerade,
zylindrisch, beide Enden gleichmäßig angeschwollen, 0,166 0,181 mm
lang und 0,003 mm dick.
II. Microsclera: 3. Sigme (Taf. V Fig. 18), Schaft ziemlich stark
gebogen, die beiden Enden entweder in gleicher oder verschiedener
Richtung gebogen, 0,014—0,033 mm lang.
4. Chele (Taf. V Fig. 19), beide Enden gleich und aus 3 zahn-
förmigen Fortsätzen bestehend; 0,025 mm lang.
Der Fundort des Schwammes ist Papeete.
18. Dendoryx simplex nov. Spec.
Taf. II Fig. 7, Taf. V Fig. 20-25.
Der Schwamm hat klumpige Form und ist 24 mm lang, 18 mm
breit und 12 mm hoch. Die Farbe ist braun, die Consistenz ziem-
lich weich, die Oberfläche uneben. Die Poren sind 0,07 —0,139 mm
22 Leopold Baer: Silicispongien
weit und führen in ebenso weite Kanäle, welche in weiten Subder-
malhöhlen münden. Die Geißelkammern sind rund, 0,025 mm im
Durchmesser weit und münden mit einer ziemlich weiten Öffnung
direkt in die ausführenden Kanäle. Die Oscula sind nur in geringer
Zahl vorhanden, unregelmäßig über den Schwamm verstreut, rund
und 1—2 mm weit. Die Grundsubstanz ist homogen und mit
Bindegewebszellen von runder oder unregelmäbßiger Form erfüllt.
Das Skelett setzt sich aus Amphioxen, Amphistrongylen, Stylen,
Sigmen und Chelen zusammen. An der Oberfläche sind die
Megasclere oft in strahlenförmigen Bündeln angeordnet. Im Mark
bilden sie ein dichtes Netzwerk polygonaler Maschen, die an ihren
Knotenpunkten in Spongin eingehüllt sind. Außerdem kommen
noch unregelmäßig verlaufende, bis 0,04 mm dicke Sponginfasern
vor, in welchen mehrere Reihen von Megascleren eingebettet sind.
I. Megasclere: 1. Amphioxe (Taf. V Fig. 20), stets glatt, meist
gerade, zylindrischh an beiden Enden scharf zugespitzt, 0,159—
0.166 mm lang und 0,004—0,008 mm dick.
2. Amphistrongyle (Taf. V Fig. 21), meist glatt, nur selten und
dann nur wenig gedornt, gerade oder leicht gebogen, zylindrisch,
beide Enden abgerundet, 0,162—0,193 mm lang und 0,007—0,008 mm
dick.
3. Style (Taf. V Fig. 22), glatt oder am stumpfen Ende gedornt,
gerade oder gebogen, zylindrisch, ein Ende abgerundet, das andere
Ende allmählich und scharf zugespitzt, 0,166—0,218 mm lang und
0,004—0,011 mm dick.
II. Microsclere. 4. Sigme (Taf. V Fig. 23), Schaft ziemlich
stark gekrümmt, die beiden Enden entweder in gleicher oder ver-
schiedener Richtung gebogen, 0,022—0,033 mm lang.
5. Chele (Taf. V Fig. 24 u. 25), Schaft stark gebogen; beide
Enden gleich und zwar aus 3 zahnförmigen Fortsätzen bestehend,
0,014—0,018 mm lang.
Der Fundort des Schwammes ist Capstadt.
2. Genus Lissodendoryx Topsent.
Unterscheidet sich von Dendoryx dadurch, daß die Megasclere
des Choanosoms glatte Style sind.
19. Lissodendoryx monticularis nov. spec.
Taf. II Fig. 6, Taf. V Fig. 9-14.
Die Form des Schwammes ist massig, die Länge beträgt 30 mm,
die Breite 20 mm und die Höhe 16 mm. Die Farbe ist grau, das
Gewebe ziemlich derb, doch leicht brüchig. Die Oberfläche hat
durch die eigentümliche Anordnung der Poren, welche mit ge-
zackten Wällen umgeben sind, mit einem Gebirgsrelief Ähnlichkeit.
Die Unterseite, mit welcher der Schwamm teilweise an Steinen
festgewachsen ist, entbehrt der Poren und ist daher glatt und ohne
das Gepräge der Oberseite. Die Poren sind 0,5—1,0 mm weit,
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 233
liegen dicht beieinander, sind mit zackigen Wällen umgeben.
und führen in weite einführende Kanäle, wie überhaupt der
Schwamm durch weite Kanäle ausgezeichnet ist. Die Geißelkammern
sind rund und 0,018—0,022 mm weit. Oscula sind nur in geringer
Zahl vorhanden und 2—3 mm weit. Die Grundsubstanz ist homogen
und mit runden Körnchenzellen erfüllt. — Das Skelett wird von
Amphitylen, Stylen, Sigmen und Chelen gebildet. Die Amphityle
liegen hauptsächlich in der Oberfläche und bilden zusammen mit
den Stylen grasbüschelähnliche Strahlenbündel. Im Mark überwiegen
die Style, welche ein Netzwerk polygonaler, 3- und 4 seitiger
Maschen bilden, zwischen denen Sigme und Chele verstreut sind
(Taf. V Fig. 10).
I. Megasclere: 1. Amphityle (Taf. V Fig. 11), glatt, stets gerade,
zylindrisch, an beiden Enden gleichmäßig angeschwollen 0,177—
0,185 mm lang und 0,003—0,005 mm dick.
2. Style (Taf. V Fig. 12), glatt gerade oder gebogen, zylindrisch,
das eine Ende abgerundet, das andere allmählich zugespitzt, 0,118—
0,129 mm lang und 0,005—0,005 mm dick.
II. Microsclere: 3. Sigme (Taf. V Fig. 13), entweder in gleicher
oder verschiedener Richtung gebogen, 0,014—0,018 mm lang.
4. Chele (Taf. V Fig. 14), beide Enden gleich und zwar aus
2 längeren seitlichen und 1 kürzerem mittleren Zahn bestehend,
0,012 —0,014 mm lang.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
B. Spintharophora Sollas.
Monaxonida, in denen die Microsclere, wenn vorhanden, irgend
eine Form von Aster sind, niemals ein Sigmaspir, Sigm oder
Chel.
l. Gruppe Homoselera Sollas.
Spintarophora, bei denen die Megasclere von derselben Form
sind. Microsclere vorhanden.
2. Fam. Coppatiidae, Topsent.
Homosclera, bei denen eine Rinde mit deutlicher, fibröser
Schicht gut entwickelt ist, Microsclere, wenn vorhanden, Aster.
Microamphioxe fehlen.
1. Genus Coppatias Sollas.
Coppatüidae, bei denen die Megasclere Amphioxe sind, welche
teils wirr, teils in Zügen angeordnet sind. Microsclere sind Stron-
gylaster.
20. Coppatias sansibarensis nov. spec.
Taf.I Fig.13, Taf. V Fig. 26—30.
Der Schwamm hat kugelig - knollige Form mit einem Durch
messer von 30mm. Die Farbe der Rinde ist dunkelgrau, die des
24 Leopold Baer: Silieispongien
Markes hellgrau. Die Konsistenz ist sehr derb. Die Oberfläche
ist gleichmäßig feinkörnig; teilweise ist sie von Algen bewachsen.
Die Poren sind rund, 0,007—0,03 mm weit und liegen in Poren-
sieben. Von diesen führen kleine Kanälchen herab, die in große
Rindenkanäle münden; diese sind bis 0,185 mm weit und stehen
mit geräumigen Subdermalhöhlen in Verbindung. Die Geissel-
kammern sind rund, 0,018 mm weit und stehen durch Kanälchen
mit den ein- und ausführenden Kanälen in Verbindung. Oscula
sind nur in geringer Zahl vorhanden und 1—3mm weit. Die
Rinde ist 0,261 — 0,616mm dick und in 2 Zonen differenziert.
Die äußere Schicht, welche den größten Raum einnimmt, besteht
aus gelatinösem Gewebe, in welchem rundliche Bindegewebszellen
liegen. Hieran schließt sich nach innen die schmälere, fibröse
Schicht, die aus einem Gewebe besteht, welches mit tangential
verlaufenden Bindegewebsfibrillen erfüllt ist. Außerdem kommen
noch in der Rinde und auch im Mark zahlreiche Pigmentzellen vor,
die in ganz charakteristischer Weise angeordnet sind: 2 Formen
von Pigmentzellen sind zu unterscheiden. Ein Teil derselben ist
rundlich, klumpig und bildet mit anderen, ebenso geformten, Pig-
mentzellen große, kugelige Ballen, deren Durchmesser bis 0,111 mm
groß ist (Taf. V, Fig. 28). Diese Pigmentballen kommen sowohl in
der Rinde als im Mark vor. Die anderen Pigmentzellen haben läng-
liche, schmale Form und liegen in Zügen (Taf. V, Fig. 29), welche
teils parallel der Oberfläche, teils konzentrisch um die Kanäle ver-
laufen. In der fibrösen Schicht der Rinde verlaufen sie wie die
Bindegewebsfibrillen tangential.e Im Mark fehlen diese Pigment-
zellen.
Das Skelett setzt sich aus Amphioxen und Strongylastern zu-
sammen. Die Amphioxe liegen in der Rinde und im Mark meist
wirr und locker durcheinander; ein Teil liegt jedoch in Bündeln,
die 0,06—0,09 mm dick sind und senkrecht zur Oberfläche verlaufen.
Die Strongylaster bilden eine dichte Lage unter der Oberfläche
und liegen außerdem zerstreut in der Rinde und im Mark.
I. Megasclere: 1. Amphioxe (Taf. V Fig. 26), gerade oder leicht
gebogen, an beiden Enden allmählich und scharf zugespitzt, 0,78
bis 1,088 mm lang und 0,025—0,03 mm dick.
. LH. Microsclere: 2. Strongylaster (Taf. V Fig. 30), mit 7 dünnen,
zylindrischen Strahlen; 0,005 — 0,007 mm im Durchmesser.
Der Schwamm hat in der Form und Größe der Spicula mit
Coppatias tuberculatus Carter (14 pag. 207) Ahnlichkeit; er unter-
scheidet sich von ihm durch seine äußere Gestalt. Die knötchen-
artigen Erhebungen von C. tuberculatus fehlen; auch stimmt die
Anordnung der Poren und Oscula nicht überein.
Ob die Histologie von C. tuberculatus mit der von C. sansiba-
rensis n. sp. übereinstimmt, kann ich nicht feststellen, da die
Histologie von C. tuberculatus, wie überhaupt aller Coppatiasarten,
bisher unbekannt war, und ich die erste Beschreibung der Histologie
einer Coppatiasart geliefert habe.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete.
1)
(br!
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar.
Anmerk.: Die systematische Stellung der Gattung Coppatias
war bisher ziemlich unsicher. Sollas reiht Coppatias in einem
Anhang zu den Euastrosa unter die Tetractinelliden ein (14 pag.
206), gibt aber später in seiner Monographie der Spintharophora
(14 pag. 414) die Möglichkeit zu, daß Üoppatias zu den Mon-
axonida, speziell den Homosclera gehört, was ich als unzweifelhaft
annehme. Denn zu den Tetractinelliden, im speciellen den Eu-
astrosa, von denen Sollas u. a. sagt, daß bei ihnen Triaene vor-
handen wären, kann Coppatias nicht gerechnet werden. Andrerseits
passen nach meinen Untersuchungen die Merkmale der Spintharo-
phora, speziell der Homosclera, auch vollkommen für Coppatias.
Auch Lindgren erwähnt die schwankende Ansicht Sollas’, Er
nimmt aber zu dieser Frage keine persönliche Stellung und be-
merkt nur (7, pag. 357), daß Coppatias mit der Gattung Dorypleres
Sollas am nächsten verwandt sei und daß der Unterschied nur
darin bestehe, daß bei Coppatias die Oxea teils zerstreut, teils in
Fasern, bei Dorypleres hingegen nur zertreut liegen, und daß sie
im übrigen aber dieselben Spiculaarten hätten. Diese Ansicht
Lindgren’s muß ich als durchaus falsch bezeichnen. Außer in der
Anordnung der Spicula, welche bei Coppatias teils wirr durchein-
ander, teils in Zügen, bei Dorypleres nur lose zerstreut liegen,
besteht zwischen diesen beiden Gattungen noch der Unterschied,
dab Coppatias mit einer typischen Rinde versehen ist, Dorypleres
hingegen nicht, daß ferner bei Coppatias die Megasclere von der-
selben Form sind, bei Dorypleres dagegen von verschiedener Form.
Der große Unterschied zwischen den beiden Gattungen ist schon
daraus zu ersehen, daß Coppatias in die eine der beiden Haupt-
gruppen, in welche Sollas die Spintharophora einteilt, die Homos-
clera, gehört, Dorypleres dagegen in die andere, die Heterosclera.
Zu der einzigen von Sollas aufgestellten Familie der Homos-
clera, den Astropeplidae, kann nun aber Coppatias nicht gerechnet
werden, da sich Coppatias von diesen durch das Vorhandensein
einer typischen Rinde und das Fehlen der Microamphioxe wesent-
lich unterscheidet. Infolgedessen muß in das System von Sollas
eine neue Familie, Coppatiidae, aufgenommen werden. Nun hat
aber bereits Topsent im Jahre 1898 eine Familie Coppatiidae auf-
gestellt, die einen Teil der Aciculida, diese wiederum einen Teil
der Hadromerina darstellt (17 pag. 108). Da nun die Hadromerina
Topsent’s den Spintharophora Sollas’ entsprechen, habe ich, da ich
dem System Sollas’ bisher gefolgt bin, die Familie Coppatiidae Top-
sent unter die Spintharophora, speziell die Homoselera, eingereiht,
da die Merkmale der Homosclera auch für die Familie Coppatiidae
durchaus zutreffen.
2. Gruppe: Heterosclera Sollas.
Spintharophora, bei denen die Megasclere von verschiedener
Form sind. Microselere vorhanden.
26 Leopold Baer: Silieispongien
1. Demus. Centrospinthara Sollas.
Heterosclera, bei denen die Microsclera, wenn vorhanden,
Aster sind.
3. Fam. Donatiidae nov. fam.
Rinde gut entwickelt, mit einer deutlichen fibrösen Schicht.
Megasclere sind Amphioxe, Amphistrongyle und Style, radiär
gelegen.
Microsclere sind Sphaeraster, aber auch andere Formen von
Euastern häufig vorhanden. Sponginbildungen fehlen.
l. Genus. Donatia Nardo.
Donatiidae von mehr oder weniger kugeliger Form, bei denen
die Megasclere Style und Amphistrongyle sind. Kanalsystem nach
dem 4. Typus.
Anmerk.: Den für die Familie Donatüdae bisher gebräuch-
lichen Namen Tethyidae und den für die Gattung Donatia bisher
gebräuchlichen Namen Tethya habe ich aufgegeben.
Bei strenger Anwendung der Nomenclaturregeln muß nämlich
der Gattungsname Tethya für Craniella, also eine Tetractinellide,
und Donatia für Tethya (lyncurium usw.) verwendet werden (Thiele
[16] pag. 965 Anm, 1). Infolgedessen muß nach meiner Ansicht
auch der Familienname Tethyidae aufgegeben und in Donatiidae
verwandelt werden.
21. Donatia viridis nov. spec.
Taf. II Fig. 8, Taf. V Fig. 31—34.
Der Schwamm hat länglich-kugelige Form und ist 18 mm lang
und Ilmm dick. Die Farbe ist grün. Die Oberfläche ist mit
warzenförmigen Erhebungen bedeckt, die Imm im Durchmesser
grob sind und durch das Vorspringen der Spicula bedingt werden.
In den engen Zwischenräumen, welche die Erhebungen trennen,
befinden sich die Poren, die in weite Subdermalhöhlen führen, und
die Oscula von denen 6—8 vorhanden sind und etwa 1 gem der
Oberfläche einnehmen. Die Rinde ist an den warzenförmigen Er-
hebungen 1,56 mm, zwischen denselben 0,616 mm dick und läßt 2
Schichten erkennen: Die untere ist fibrös und muskulös, während
die obere aus einer gelatinösen Grundsubstanz besteht, in der
sternförmige Zellen verstreut sind. Die Rinde ist mit Spherastern
und Tylastern erfüllt und wird von Subdermalhöhlen bedeutend
ausgehöhlt, welche 0,222 mm hoch und 0,154 — 1,088 mm weit
sind. — Das Skelett besteht aus Stylen, Sphaerastern, Oxyastern
und Tylastern. Die Style verlaufen in strahlenförmigen Bündeln
vom Zentrum des Schwammes, wo sie sich berühren, nach der
Oberfläche, wo sie die warzenförmigen Erhebungen bestimmen.
Beim Kontrahieren des Schwammes werden die Spiculabündel
wahrscheinlich wie die Blätter eines Buches einander genähert.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. 237
I. Megasclere: 1. Style (Taf. V Fig. 31), meist gerade, spindel-
förmig, das zentrale Ende abgerundet, das periphere allmählich
verjüngt und zugespitzt. Diese Spitze ist zuweilen so schwach, daß
aus dem Styl ein Amphistrongyl geworden ist. Die Länge beträgt
0,231—1,56 mm, die Dicke 0,003—0,018 mm.
II. Microsclere: 2. Sphaeraster (Taf. V Fig. 32), meist in der
Rinde; Zentrum groß; Strahlen konisch zugespitzt, gewöhnlich 16
an Zahl. Der Durchmesser beträgt 0,021—0,044 mm.
3. Oxyaster (Taf. V Fig. 34), nur im Mark; Zentrum nicht
vorhanden, Strahlen stets 6 an Zahl, schlank, fein zugespitzt und
0,011—0,014 mm lang.
4. Tylaster (Taf. V Fig. 33), im Mark und in der Rinde. Zahl
der Strahlen verschieden; Strahlen cylindrisch, am Ende knopfartig
verdickt und 0,005 mm lang.
Der Schwamm hat mit Alemo seychellensis E. P. Wright (19)
Ahnlichkeit; er unterscheidet sich von ihm durch das Vorhanden-
sein typischer Oxyaster und durch die wesentlich geringere Größe
der Style und Spheraster.
Der Fundort des Schwammes ist Papeete.
22. Donatia parvistella nov. spec.
Taf. I Fig.9, Taf. V Fig. 35— 38.
Der Schwamm hat kugelige Form mit einem Durchmesser
von 20 mm. Er ist auf Korallen festgewachsen und zwar
direkt mit dem Körper unter gleichzeitiger lokaler Abplattung der
Kugelgestalt. Die Farbe ist hellgrau. Die Oberfläche ist mit
warzenförmigen Fortsetzen versehen, welche 1—2mm im Durch-
messer groß sind. In den Zwischenräumen, welche die Fortsätze
voneinander trennen, liegen die Poren und auch die Oscula, die
letzteren in nur geringer Anzahl unregelmäßig verteilt. Die Rinde
ist an den Erhebungen 1 mm dick, zwischen denselben nur 0,4 mm.
Sie ist in eine äußere collenchymatöse und eine innere Faserschicht
differenziert. Die collenchymatöse Schicht ist 0,2 mm dick; sie ist
von einer Schicht kleiner Sternchen bedeckt und besteht aus einer
gallertigen Grundsubstanz, in der verzweigte Zellen unregelmäßig
verteilt sind. Die faserige Schicht ist 0,8 mm dick und von der
collenchymatösen Schicht durch eine Übergangszone getrennt, die
sich durch feine Fasern, Spindel- und Sternzellen auszeichnet.
Das Skelett besteht aus Stylen, Amphistrongylen, Sphaerastern
und Tylastern. Die Style verlaufen in strahlenförmigen Bündeln
vom Zentrum des Schwammes nach der Oberfläche, wo sie die
warzenförmigen Erhebungen bestimmen. Die Tylaster sind in 2
Größen vorhanden. Die kleineren liegen in der Rinde, die größeren
im Mark.
I. Megasclere: 1. Style (Taf. V Fig. 35), meist gerade, spindel-
förmig, das zentrale Ende abgerundet, das periphere Ende stark
verjüngt und zugespitzt 0,718 — 1,342 mm lang und 0,003 bis
0,018 mm dick.
28 Leopold Baer: Silieispongien
2. Amphistrongyle (Taf. V Fig. 36), meist gerade, spindelförmig,
das periphere Ende sehr stark verjüngt und nur halb so dick als
das zentrale, 0,841—1,11S mm lang und 0,014—0,018 mm dick.
U. Microsclere: 3. Sphaeraster (Taf. V Fig. 37), mit 16 koni-
schen, zugespitzten Strahlen; 0,033 — 0,059 mm im Durchmesser.
Das Zentrum ist 0,029 mm im Durchmesser groß.
4. Tylaster der Rinde (Taf. V Fig. 38), Strahlen zylindrisch, am
Ende knopfartig verdickt, Zahl derselben 4— 8. Durchmesser
0,007 mm. 5. Tylaster des Markes; Durchmesser 0,011 mm.
Strahlen von derselben Form und Zahl wie oben.
Der Schwamm hat mit Tethya maza Selenka (13) Ahnlichkeit,
stimmt aber mit ihr nicht überein.
Der Fundort des Schwammes ist Sansibar,
Am Schlusse dieser Arbeit erfülle ich die angenehme Pflicht,
Herrn Prof.Dr. A. Lang für das wohlwollende Referat über meineArbeit,
Herrn Geh. Rat Prof. Dr. O. Hertwig, dem Direktor des anatomisch-
biologischen Instituts der Universität Berlin, wo ich die Arbeit an-
fertigte, für Überlassung eines Arbeitsplatzes, und besonders Herrn
Prof. Dr. Weltner für seine liebenswürdige Unterstützung, speziell
bei Beschaffung der Literatur, meinen aufrichtigen Dank auszu-
drücken.
1)
Ne)
von Sansibar, Kapstadt und Papeete.
Literatur-Verzeichnis.
Von der umfangreichen Literatur, die ich bei meinen Unter-
suchungen bearbeiten mußte, um die schon bekannten Arten,
Gattungen etc. zu bestimmen und die anderen als neue festzustellen,
führe ich hier nur diejenigen Werke an, auf welche in dieser
Arbeit direkt Bezug genommen wird:
14
SS)
Carter, H. J. Report on the Marine Sponges, chiefly from
King Island, in the Mergui Archipelago. — Linn. Soc.
Journ. (Zool.) vol. 21, p. 1887, pp. 61—84.
Dendy, A. The new System of Chalininae. — Annals and
Magazine of Natural History, vol. 20 1887 pp. 326—337.
Kirkpatrick, R. On the Sponge of Christmas Island. —
Proc. zool. Soc. London 1900 pp. 127—141.
Lendenfeld, R.v. Die Chalineen des australischen Gebietes.
— Zool. Jahrb. Bd. 2 Jena 1887 pp. 723—828.
— Spongien von Sansibar. — Abhandl. der Senckenb. natur-
forsch. Gesellsch. Bd. 21 Frankf. 1899 pp. 91—1393.
— Tetraxonia. — Das Tierreich, 19. Liefer. Berlin 1903.
Lindgren. N. G. Spongienfauna des malayischen Archipels
und der chinesischen Meere. — Zoolog. Jahrb. Abt. System.
Bd. 11 Jena 1898 pp. 283—378 Taf. 17—20.
— Einige Bemerkungen zu meinem Aufsatz: Spongienfauna
des Malayischen Archipels und der chinesischen Meere. —
Zoolog. Anzeiger Bd. 22 1899 pp. 87—89.
Müller, O. F. Zoologia Danica, Vol. 2, Hafniae 1789.
. Ridley, St. OÖ. and Dendy, A. Preliminary Report on the
Monaxonida colletted by H. M. S. Challenger. — Annals
and Magaz. Nat. Hist. ser.5. vol. 18. 1886 pp. 325—351,
470—493.
— Monaxonida. — Report on the Scientific Results of the
Voyage of H. M. S. Challenger. Zoology vol. XX.
2. Schmidt, O0. Spongien der Küste von Algier, Leipzig 1868.
). Selenka, Em. Über einen Kieselschwamm von achtstrahligem
Bau und über Entwicklung der Schwammknospen. —
Zeitschr. f. wissensch. Zool. Bd. 33. 1879 pp. 467—476.
Sollas, W. J. Tetractinellidaa — Report on the Scientifie
Results of the voyage of H. M. S. Challenger. Zoology
vol. XXV.
. Thiele, Joh. Kieselschwämme von Ternate. — Abhandl der
Senckenb. Gesellsch. Bd. 25 Frankf. 1900 p. 1—80.
— Kieselschwämme von Ternate, I. Teil. — Abhandl. d.
Senckenb. Gesellsch. Bd. 25 Heft IV. Frankf. 1903 pp. 931
—I68.
30 Leopold Baer: Silieispongien
17. Topsent. Une reforme dans la classification des Halichon-
drina, Paris 1894.
18. — Introduction & l’Etude monographique des Monaxonides
de France. Ulassification des Hadromerina. — Arch. zool.
exper. et gen. (3. s.) VI pp. 91—113. 1898.
19. Vosmaer, G. Ü. J. Spongien. — Bronn’s Klassen und Ord-
nungen des Tierreiches. Bd. 2 Leipzig 1887.
20. Whitelegge, The Sponge of Funafuti. — Memoirs Austr.
Museum Sydney III 1897.
21. Wright, E. P. On a new Genus and Species of Sponge. —
Transact of the Royal Irish. Akademy. vol. 28 Dublin 1881,
pp- 13—20.
Erklärung der Abbildungen.
Auf Tafel I und II sind die Schwämme sämtlich in natürlicher Größe
(auf photographischem Wege) abgebildet. Auf Tafel III bis V sind die ein-
zelnen Schwammteile, speziell die Spicula, bei starker Vergrößerung und in
verschiedenen Maßstäben gezeichnet. Überall beim Zeichnen denselben Maß-
stab zu verwenden, war bei der verschiedenen Größe der Schwammteile, speziell
Spicula, unmöglich. Indessen hat dies wohl nicht viel zu bedeuten, da es die
wesentliche Aufgabe dieser Zeichnungen nur ist, die Anordnung und Form der
Schwammteile zu zeigen, während die Größe derselben am besten aus den
Maßangaben im Text hervorgeht.
Tafel 1.
1. Tethya armata nov. spec. 8. Reniera implexa Schmidt.
2. Tethyopsilla globosa nov. spec. 9. Reniera bawiana Lendenfeld.
3. Ancorina bacillifera Carter. 10. Renjera mollis nov. spec.
4. Sidonops globosa nov. spec. ' 11. Tedania digitata Schmidt var. san-
5. Halichondria papillata nov. spec. sibarensis nov. var.
6. Halichondria reticulata nov. spec. 12. Dendoryx inaequalis nov. spec.
7. Halichondria digitata nov. spec. 13. Coppatias sansibarensis nov. spec.
Tafel II.
1. Pachychalina nigra nov. spec. | 5. Mycale imperfecta nov. spec.
2. Siphonochalina intermedia Ridley | 6. Lissodendoryx monticularis nov. spec.
and Dendy. 7. Dendoryx simplex nov. spec.
3. Tedania digitata Schmidt var. fragilis | 5. Donatia viridis nov. spec.
nov. var. 9. Donatia parvistella nov. spec.
4. Tedania digitata Schmidt var. conica
noV. var.
von Sansibar, Kapstadt und Papeete. al
Tafel III.
1.—5. Tethya armata nov. spec.
1. Längsschnitt durch die Rinde
(ohne Skelett).
a. Äußere Schicht.
b. Fibröse Schicht.
p- Einströmungsporen.
k. Einführender Kanal.
v. Vacuolen.
2. Amphiox.
3. Protriaen.
4. Anatriaen.
5. Sigm.
6.—10. Tethyopsilla globosa nov. spec.
6. Querschnitt durch Rinde und
einen Teil des Markes.
r. Rinde.
m. Mark.
p- Poren.
s. Subdermalräume.
k. Kanäle.
g. Geißelkammern.
7. Bindegewebe der Rinde.
8. Anatriaen,
9. Orthotriaen.
10. Amphiox.
11.—19. Ancorina bacillifera Carter.
11. Amphiox.
12. Plagiotriaen.
13. Anatriaen.
14. Protriaen.
15. Dorniges Microrhab.
16. Strongylaster.
17. Anamesotriaen.
18. Junges Plagiotriaen.
19. Abnormes Plagiotriaen.
Tafel IV.
1.—6. Sidonops globosa nov. spec.
1. Querschnitt durch Rinde und
einen Teil des Markes.
r. Rinde mit Sterrastern erfüllt.
m. Teil des Marks mit Bündeln
von Örthotriaenen und Am-
phioxen und locker zerstreu-
ten Sterrastern, Oxyastern,
Strongylastern.
p. Poren.
s. Subdermalräume.
st. Sterraster.
2. Amphiox.
3. Orthotriaen.
4. Sterraster.
5 Oxyaster.
.. 6. Strongylaster.
7.—9. Halichondria papillata nov. spec.
7. Skelett der Oberfläche.
8. Skelett des Markes.
9. Amphiox.
10. u. 11. Halichondria reticulata nov.
spec.
10. Skelettanordnung.
11. Amphioxe.
12.— 14. Halichondria digitata nov. spec.
12. Skelettanordnung.
13. u. 14. Amphioxe.
15.—17. Reniera implexa Schmidt.
15.. Skelettmaschen.
sp. Spongin.
16. u. 17. Amphioxe.
18. u. 19. Reniera bawiana Lendenfeld.
18. Amphiox.
19. Styl.
20.—22. Reniera mollis nov. spec.
20. u. 21. Amphioxe.
22. Skelettanordnung.
f. Hauptlängsfasern.
23 u. 24, Pachychalina nigra nov. spec.
23. Skelett.
0. Oberfläche.
s. Spiculosponginfasern.
24. Style.
25. Siphonochalina intermedia Ridley
and Dendy.
25. Amphiox.
26.—31. Tedania digitata Schmidt var.
sansibarensis nov. var.
26.—28. Style.
29. u. 30. Amphityle.
31. Rhaphiden.
32
Leopold Baer.
Tafel V.
1.u.2. Tedania digitata Schmidt var.
sansibarensis nov. var.
1. Skelett der Oberfläche von oben
gesehen.
a. Strahlenbündel der Oberfläche.
b. Strahlenbündel des Markes.
2. Skeleit des Markes.
o. Oberfläche.
b. Strahlenbündel.
f. Faserzüge.
3.—8. Mycale imperfecta nov. spec.
3. Spieulosponginfasern.
4. Tylostyl.
5. u. 6. Sigme.
7. Chel von der Vorderfläche ge-
sehen.
8. Chel von der Seite gesehen.
9.—14. Lissodendoryx monticularis
nov. spec.
9, Skelett der Oberfläche.
10. Skelett des Markes.
11. Amphityl.
12. Styl.
13. Sigme.
14. Chel.
15.—19. Dendoryx inaequalis nov.spec.
15. u. 16. Style.
17. Amphityl.
18. Sigme.
19. Chel.
20.--25. Dendoryx simplex nov. spec.
20. Amphiox.
21. Amphistrongyle.
22. Style.
23. Sigme.
24. Chel von der Vorderfläche ge-
sehen.
25. Chel von der Seite gesehen.
26.—30. Coppatias sansibarensis
spec.
26. Amphioxe.
27 Querschnitt durch Rinde und
Teil des Markes.
r. Rinde.
ın. Mark.
p. Poren.
s. Subdermalräume.
28. Ballen von Pigmentzellen.
29. Ketten von Pigmentzellen.
30. Strongylaster.
31.—34. Donatia viridis nov. spec.
31. Style.
32. Sphaeraster.
33. Tylaster.
34. Oxyaster.
35.—38. Donatia parvistella nov. spec.
35. Styl.
36. Amphistrongyl.
37. Sphaeraster.
38. Tylaster.
noVv.
Kalifornische Kalkschwämme.
(Aus dem zoologischen Institute der k. k. deutschen Universität in Prag.)
Von
Ferdinand Urban.
Hierzu Tafel VI-IX.
Ausgeführt mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung
deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen.
Einleitung.
Diese Arbeit verdankt ihre Entstehung einer kleinen Kollektion
von Spongien, die Herr H. Heath, Professor an der Universität in
Palo Alto (Kalifornien), in der Monterey-Bay sammelte. Dies ist
die nächst größte Bucht südlich von der S. Francisco-Bay und liegt
etwa unter 36° 35’ n. Br. und 121° 55° w. L. von Greenwich. Ge-
sammelt wurde in dieser Bucht, soweit ich es in Erfahrung bringen
konnte, von Dr. Wm. H. Dall, der an verschiedenen Punkten der
Westküste von Nord Amerika Spongien dredgte. Dieses Material
befindet sich im U. S. National Museum zu Washington und wurde
von L. M. Lambe beschrieben.
Der Nachteil aller dieser Sammlungen, die man aus zweiter
Hand erhält, ist meist die wenig gute Fixierung. Wenn man sich
nun für die Histologie interessiert, wird man nicht befriedigt. Das
mir vorliegende Material war teilweise recht gut fixiert (95°/, Alkohol)
und gestattete dann die Erkennung feinerer Details, manchmal
jedoch hat es mich im Stiche gelassen. So kommt es, daß gewisse
Beobachtungen unvollständig sind, ich hoffe jedoch noch Material
zu erhalten und diese dann zu vervollständigen. Die Sammlung
ist nur klein, umfaßt aber durchwegs interessante Spongien.
Bevor ich daran gehe, in der vorliegenden Arbeit die
Kalkschwämme zu beschreiben, möchte ich betreffs der Methoden,
von denen ich bei der Untersuchung Gebrauch machte, einiges er-
wähnen. Von den Tinktionsverfahren bewährte sich zum Durch-
färben ganzer, oft ziemlich großer Stücke, vorzüglich eine halb-
konzentrierte wässerige Lösung von Anilinblau. Je größer die Stücke
sind, desto weniger konzentriert soll die Lösung sein. Nach 5 bis
6 Stunden — die Stücke sollen überfärbt sein — und flüchtigem
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.]. H.1. 3
34 Ferdinand Urban:
Auswaschen in Wasser lasse ich sie längere Zeit in 50°/, Alkohol,
welcher das überschüssige Anilinblau wieder herausnimmt. Die
Hauptsache ist im richtigen Momente zu unterbrechen und die Ob-
jekte dann rasch in absoluten Alkohol überzuführen. Gute Bilder
erhält man nach der Durchfärbung mit verdünntem Hämatoxylin
(nach Delafield) und Ranvier’schem Pikrokarmin. Die Färbung mit
Anilinblau hat aber noch weiter den praktischen Wert, daß sich
damit gefärbte Präparate außerordentlich gut photographieren lassen.
Die Doppelfärbung Kongorot-Anilinblau gibt, wenn sie gelingt,
außerordentlich schöne Bilder, aber sie ist nicht ganz verläßlich.
Stücke eines Schwammes zu entkalken, dann gefärbt oder unge-
färbt einzubetten, kann ich nicht empfehlen; namentlich wenn man
größere Stücke nehmen muß, so verlieren diese nach dem Entkalken
vollständig die Form, was besonders bei langröhrigen, dünn-
wandigen Spongien außerordentlich störend wirken kann. Ich habe
daher immer auf dem Objektträger entkalkt. Die Stücke lassen
sich trotz der Nadeln mit einem scharfen Messer sehr gut schneiden
und ich habe mit Leichtigkeit 3 # Schnitte hergestellt, ohne daß
die umliegenden Gewebepartien zerrissen worden wären. Allerdings
habe ich dabei eine Vorsichtsmaßregel gebraucht, die ich für
Spongien nicht genug empfehlen kann: nämlich das Aufstreichen
einer dünnen Schicht von Paraffın auf die Schnittfläche vor jedem
Schnitt. Einmal wird dadurch jedes Rollen und Reißen des Schnittes
(was sonst unbedingt geschieht) verhindert, und zweitens sind die
Schnitte vollkommen glatt und gestatten das Aufkleben mit dem
Schällibaum’schen Gemisch. Man hat die Güte desselben oft-
mals angezweifelt, ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Jede andere Aufklebemethode hat mich mehr oder weniger im
Stiche gelassen, das Schällibaum’sche Gemisch, wenn es nach
meinen Erfahrungen bereitet war, niemals. Wer Kalkschwämme
gearbeitet hat, der weiß, wie schwer es wegen der ungemein
großen Anzahl der Hohlräume ist, größere Schnitte gut auf-
zukleben. Wasser, Alkohol, so gut sie sonst sind, versagen oft-
mals. ‚Ich machte daher mit dem Gemisch von Schällibaum Ver-
suche und es gelang mir eine Mischung herzustellen, die mir in
jeder Beziehung genügte. Gewöhnlich wird angegeben, daß diese
Methode nur für gefärbte Schnitte, die man aus Xylol direkt in
Balsam überträgt, verläßlich sei; dagegen kann ich nur bemerken:
ich habe sehr viel Schnitte nach ihr aufgeklebt und dann ge-
färbt, ohne einen zu verlieren. Ich nehme einen Teil Nelkenöl
und drei Teile Kollodium, mische gut, lasse die Mischung in
einem engen Gefäße, am besten einer Tube 1—2 Tage offen im
Thermostaten stehen, dann noch 2—3 Tage zugestöpselt, dann
nehme ich sie erst in Gebrauch. Rabl gibt an, man soll das Ge-
misch nicht im Lichte stehen lassen und es alle 4—5 Tage neu be-
reiten; während ich dem ersteren zustimme, habe ich bezüglich des
zweiten Punktes nicht diese Erfahrung gemacht. Ich habe dasselbe
Schällibaum’sche Gemisch durch mehrere Monate benützt, ja es
Kalifornische Kalkschwämme. 35
schien mir, als ob es nach einem Monate Gebrauch besser geworden
wäre. Die Schnitte klebe ich in folgender Weise auf: der Objekt-
träger, der sehr gut gereinigt wurde, wird über einer Flamme er-
hitzt, so daß jede Spur von Wasser verschwindet. Dann gebe ich
mit einem Pinselchen einen Tropfen Schällibaum’sches Gemisch
darauf und verreibe diesen sehr gut mit der durch absoluten
Alkohol gereinigten Fingerbeere auf dem Teile des Objekt-
trägers, der vom Deckglase bedeckt werden soll. Der Objektträger
soll so heiß sein, daß es der Finger kaum erträgt. Nun werden
rasch die Schnitte aufgelegt, die sich sofort dicht anlegen; Haupt-
sache ist, daß keine Luftblasen zwischen Schnitt und Glas ent-
stehen, und das kann nur vermieden werden, wenn der Objekt-
träger einen solchen Temperaturgrad hat, daß die Ränder des
Schnittes beinahe zu schmelzen beginnen. Hat man zahlreiche
Schnitte, so ist es besser, den Objektträger auf ein Wasserbad von
entsprechender Temperatur zu legen, eventuell drückt man den
Schnitt leicht an das Glas. Sind die Schnitte vollständig aufgelegt,
erwärme ich vorsichtig über einer kleinen Flamme, bis das Paraffın zu
schmelzen anfängt und stecke erst dann das Ganze rasch in Xylol, wo
sich meist das aufgestrichene Paraffin in seiner ganzen Ausdehnung ab-
hebt. Wollte ich die Schnitte färben und namentlich entkalkte Schnitte
untersuchen, so habe ich sehr häufig die Eisenhämatoxylinmethode
nach M. Heidenhain angewendet, die neben der ausgezeichneten
Färbung noch den Vorteil hat, daß Schnitte bis zu 20 u in der
3,5 °/, Eisenalaunlösung (zum Diffenzieren nur 2°/,) sehr gut ent-
kalkt werden. Man muß die Schnitte mindestens solange in der
genännten Lösung lassen, bis aller Kalk verschwunden ist, was
sehr leicht an der Färbung zu erkennen ist. Während sie anfangs
Eisenoxalatgelb sind, dies umsomehr, je mehr Nadeln an einer
Stelle sich finden, färben sie sich entsprechend dem Verschwinden
des CaCO, allmählich gleichmäßig weingelb. Dann erst dürfen
sie herausgenommen und ausgewaschen werden. Tut man es
früher, bevor noch aller Kalk gelöst ist, so färben sich alle diese
Stellen ganz schwarz, eine Färbung, welche dann nicht so rasch
differenziert wie die übrigen Stellen des Schnittes und es werden
diese Partien für die Untersuchung ganz unbrauchbar. Manchmal
habe ich die differenzierten Schnitte noch mit Säurefuchsin nach-
behandelt. Heidenhain gibt an, daß seine Methode sich nur für
Schnitte bis 8 u Dicke eigne. Ich habe nun diese Methode auf
Askonenröhren, deren Wand durchschnittlich eine Dicke von 40 u hat,
angewendet und sehr schöne Resultate erhalten. Die Askonröhre
wird aufgeschnitten, ebenso behandelt wie ein Schnitt und ausge-
breitet in Balsam gebracht. Ich habe aber auch kleine Stücke
(1 cm?) der Askonenkolonie so behandelt, beim Differenzieren etwas
früher als gewöhnlich unterbrochen, dann eingebettet und geschnitten
und habe sehr schöne Bilder erhalten.
36 Ferdinand Urban:
Zur Isolierung der Nadeln habe ich durchwegs Eau de Javelle
verwendet, die der Kalilauge bei weitem vorzuziehen ist, da sie
viel reinlicher und rascher arbeitet.
Was endlich die beigegebenen Bilder anbelangt, so habe ich
aus nahe liegenden Gründen so viel als möglich photographiert.
Die Möglichkeit dazu wurde mir durch die Munifizenz der geehrten
Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und
Literatur in Böhmen gegeben, indem diese mir zur Anschaffung von
Platten, Reagentien etc. einen größeren Betrag bewilligte. Es sei
ihr dafür an dieser Stelle mein ergebenster Dank ausgesprochen.
Photographiert wurde mit der Horizontal-Vertikalkamera von
Zeiß, teils mit Zeiß — teils mit Leitz Objektiven. Das Photogra-
phieren der Nadeln bot einige Schwierigkeiten, da dies in einem
Medium geschehen mußte, dessen Brechungsexponent wesentlich
von dem des CaCO, verschieden ist. Nach meinen Erfahrungen
eignet sich am besten das Wasser.
Zu danken habe ich Herrn Prof. von Lendenfeld, der mir einer-
seits in liebenswürdigster Weise die Hilfsmittel seines Institutes
zur Verfügung stellte, andrerseits aus seiner reichen Erfahrung
manch’ wertvollen Rat erteilte.
Weiters bin ich zu großem Dank Herrn Prof. Minchin, Herren
Prof. Cori und Dr. Steuer verpflichtet, da mir die genannten Herrn,
ersterer aus seiner Privatsammlung, letztere aus den Sammlungen
der zoologischen Station in Triest, Kalkschwammmaterial zur Ver-
fügung stellten. Da nämlich die vorliegenden Spongien manches
Interessante boten, lag es nahe, Vergleiche anzustellen; leider ließen
mir meine Berufsgeschäfte vorläufig nicht die Zeit, dies in dem
Umfange zu tun, wie ich es gewünscht hätte. Ich hoffe es noch
nachzuholen, wenn ich mich in nächster Zeit werde eingehender
mit der Histologie der Kalkschwämme beschäftigen können.
Last not least danke ich Herrn Prof. Heath recht herzlich für
manche wertvolle Auskünfte, die er mir in liebenswürdigster Weise
erteilte.
Leucosolenia eleanor n. Sp.
(Taf. VI, Fig. 1-62; Taf. VII, Fig. 63—68.)
Der Schwamm bildet kugelige, rasenartige Kolonien bis zu
6 em im Durchmesser. Ein Blick auf die Figur 1 läßt den ganzen
Aufbau erkennen. Wir sehen die oberflächliche Partie der Kolonie
aus aufrechten, zylindrischen Röhren bestehen, die sich gegen das
freie Ende, welches das Oskulum trägt, verschmälern. Sie stehen
allenthalben dicht nebeneinander, 6—10 mm lang, 0,8—2,5 mm
breit und bilden zahlreiche Divertikel, die in diesen obersten Zonen
gewöhnlich neben ihren Mutterröhren nach aufwärts wachsen, um
früher oder später ein Oskulum zu bilden. Ein ganz anderes Bild
bietet das Innere. Man sieht ein außerordentlich verwickeltes
Netzwerk von Röhren, welches die Hauptmasse der ganzen Kolonie
Kalifornische Kalkschwämme. 3%
bildet. Viele derselben erreichen in den tieferen Partien einen
beträchtlich größeren Querschnitt als die Oskularröhren: bis zu 4 mm.
Wie haben wir uns nun diese Kolonien entstanden zu denken?
Der primitive Olynthus, der sich aus der festsitzenden Larve
entwickelt, wächst rasch in die Länge, treibt in verschiedenen
Ebenen laterale Knospen, die zunächst in einem ungefähr rechten
Winkel entspringen. Bald jedoch biegen sie sich nach aufwärts,
wachsen in dieser Richtung weiter, erlangen früher oder später ein
Oskulum und bilden ihrerseits wiederum zahlreiche Divertikel. Es
entsteht jedenfalls ein Stock, ungefähr wie es Fig. 3-5!) zeigt.
Beiläufig gleichzeitig bilden sich an der Basis des ursprünglichen
Olynthus ebenfalls Knospen, die auf der Unterlage, soweit es die-
selbe gestattet, fortwachsen, dann ebenfalls sich an ihrem distalen
Ende in die Höhe biegen, nach aufwärts wachsen, Divertikel treiben
und nun einen dem primitiven Olynthus ganz ähnlichen Stock bilden.
Diese einzelnen Teilstöcke stehen außerordentlich nahe beisammen.
Ganz natürlich geschieht es, daß Divertikel, die einander ent-
gegenwachsen, sich berühren und miteinander verschmelzen. Es
bilden sich also Anastomosen, wodurch diese Teilstöcke verbunden
werden. Namentlich geschieht dies mit solchen Divertikeln, die
mehr in den inneren Partien der Schwammkolonie entspringen,
während die der oberen Partien als Oskula tragende Röhren die
freie Oberfläche erreichen. Daß solche Verschmelzungen etwas ganz
gewöhnliches sind, geht aus Folgendem hervor: man sieht sehr
häufig Oskularröhren, die doppelt so breit wie ihre Nachbarn sind
(Taf. VI, Fig. 6, 9, 10, 12, 13) und bemerkt nun, daß manche von
ihnen zwei unmittelbar nebeneinander gelegene Oskula haben,
während andere bei derselben Breite nur ein einziges besitzen; oder
man sieht, wie 2 oder 3 übereinandergelegene Divertikel derselben
oder verschiedener Mutterröhren, die gerade günstig liegen und
gegeneinander wachsen, sich erreichen (Fig. 3), mit einander ver-
schmelzen und dann in Form einer Röhre weiterwachsen (Fig. 5);
sehr oft findet man eine blos äußerliche Verlötung durch die Nadeln,
welche jedenfalls zur vollständigen Verschmelzung führt; auch an
den Netzbalken im Innern findet fortwährend Divertikelbildung statt,
die natürlich dazu beiträgt, das Netz immer engmaschiger und
komplizierter zu machen (Fig. 14). Die ursprünglichen (primären)
Röhren lassen sich in kleineren Kolonien ziemlich deutlich erkennen,
sie besitzen auch in der großen Kolonie einen größeren Querschnitt,
und wenn zwei von ihnen miteinander verschmelzen, was ebenfalls
häufig geschieht, so entstehen jene schon erwähnten Röhren von
besonders großem Durchmesser: 4 mm und mehr. Je größer die
Kolonie wird, desto undeutlicher werden diese Verhältnisse. Jedes
Divertikel, das die oberflächlichen Partien erreicht, wächst weiter,
gibt seinerseits Anlaß zur Bildung einer längeren oder kürzeren
®, Diese Figuren sind keine jungen Kolonien, sondern Teile der Oberflächen-
partie der Kolonie Fig. 1.
38 Ferdinand Urban:
Hauptröhre; weiters können sich Hauptröhren an ihrem distalen
Ende dichotomisch oder mehrfach teilen (Fig. 8), zwei oder mehr
Oskularröhren tragen und es teilt sich von da an natürlich auch
die betreffende Hauptröhre; oder es kann vorkommen, daß zwei
Oskularröhren, die nebeneinander liegen, miteinander, wie schon
oben erwähnt, verschmelzen (Fig. 11) usw. usw., kurz das Resultat
ist ein Netzwerk, scheinbar ganz regellos, aber jedenfalls doch auf
die beschriebene oder eine ähnliche Weise entstanden. Die Haupt-
kanäle ziehen radiär gegen die Oberfläche, um so tiefer natürlich
beginnend, je älter sie sind. Die Form der Kolonie hängt wahr-
scheinlich von der Unterlage ab, die gewöhnlich von Muschelschalen,
Bryozoenstöcken, Tangen u. a. gebildet wird. Taf. VI, Fig. 2 zeigt
einen Teil einer jungen Kolonie dieses Schwammes, die sich auf
den mächtigen Stabnadeln von Leucandra heathi angesiedelt hat.
In Fällen, wo das Substrat von geringerer Ausdehnung ist, scheint
die Koloniebildung in der Weise vor sich zu gehen, daß die
untersten Divertikell nur eine kurze Strecke (in unserem Falle
bis zur nächsten Stabnadel) senkrecht zur Mutterröhre wachsen,
sich dann aber in die Höhe biegen, um bald das Niveau und die
Ausdehnung der Mutterröhre zu erreichen.
Nachdem ich nun eine Skizze von dem Aufbau dieser Schwamm-
kolonie gegeben, will ich darauf Bezug nehmend die Stellung des
vorliegenden Schwammes im System feststellen, aber zunächst die
Ansichten diskutieren, die einer der verdienstvollsten und nament-
lich auf histologischem Gebiete hervorragendsten Spongiologen, Prof.
Minchin über die Klassifikation der Homocoela vertritt (1898, 1900).
Ich habe meine Befunde vor allem an der Hand seiner Publikationen
über diesen Gegenstand geprüft, weil es das beste ist, was im
letzten Jahrzehnt auf diesem Gebiete geleistet wurde. In allem
wesentlichen bestätigen meine Beobachtungen die seinigen.
Minchin teilt die Homocoela in zwei Familien: Clathrinidae und
Leucosoleniidae. Die erstere definiert er: „Form reticulate. Tri-
radiate systems always present, equiangular; monaxons present or
absent. Collar cells with nucleus at base. Larva a parenchymula;
die zweite Familie: Form erect; monaxons always present; tri-
radiates, if present, alate; collar cells with nucleus apical; larva a
amphiblastula“. Was an dieser Einteilung so angenehm berührt,
das ist ihre Natürlichkeit und Einfachheit. Dies wird einem klar,
wenn man genötigt ist, sich zum Beispiel mit Dendy’s System zu
befassen. — Leucosolenia eleanor gehört zweifellos zu den Leuco-
soleniiden, und stimmt in den Punkten, die ich untersuchen konnte,
wie Skelett, Lage der Kerne in den Kragenzellen mit der Diagnose
überein. Bezüglich der Form ist dies meiner Ansicht nach nicht
ganz der Fall, und es scheint mir die Diagnose in diesem Punkte
nicht ganz einwandfrei zu sein. An mehreren Stellen seines Werkes
(1900) spricht sich Minchin über die Unterschiede in der Form
zwischen den beiden Familien ausführlich aus. In der oben wört-
lich angeführten Diagnose stellt er „reticulate“ und „erect“ einander
Kalifornische Kalkschwämme. 39
gegenüber. Meiner Ansicht nach sind das doch keine Gegensätze,
Leucosolenia eleanor ist nach ihrem Bau eine Leucosoleniide,
sie ist entschieden ebenso „reticulate* wie „erect“; von der von
Minchin dargestellten Clathrinide p. 6 Fig. 7 (1900) gilt aber ganz
dasselbe. Der verschiedene Gesamteindruck, den zwei Vertreter
dieser Familien auf den Beschauer machen, wird sich überhaupt
schwer prägnant präzisieren lassen.
Die Trennung in diese zwei Familien begründet Minchin damit,
daß sie zwei Typen der Körperform unter den Askonen repräsen-
tieren, welche das Resultat (p. 7) „of simple variations in the mode
of growth“ sind. Es frägt sich nun, welches die Ursachen dieser
„simple variations* sind. Die Fähigkeit der Divertikelbildung ist
beiden ebenso wie die Concrescenz-Tendenz gemeinsam. Da die
Wachstumsenergie in beiden Fällen ungefähr die gleiche sein wird,
so ist nur die Art der Verteilung derselben bei den beiden Familien
verschieden. Während bei den Clathriniden die Divertikel rasch
wachsen, ist das Wachstum des Olynthus ein geringes, es sind
daher die Oskularröhren sehr kurz; bei den Leucosoleniiden ist es
gerade umgekehrt. Worin ist nun diese Erscheinung begründet?
Bei den Clathriniden enden die Divertikel blind, sie geben
alles Wasser an die Oskularröhre des Mutterrohres ab, sie sind
von diesem insoferne abhängig, als es das Abflußrohr für den
Spongienkörper ist. Es sind infolgedessen die Lebensbedingungen
des Mutterrohres keine günstigen. Denn jedenfalls ist die Ge-
schwindigkeit des Wassers an seinem Ende eine verhältnismäßig
große; aus diesem Wasserstrom können die Kragenzellen namentlich
der Wachstumszone kaum genug Nahrung aufnehmen, einmal weil es
daran arm ist und dann viel zu rasch strömt. Das Wasser, das
durch seine eigenen Poren strömt, wird aber von dem genannten Strome
mitgerissen. Daher geht das Wachstum des Olynthus anfangs ziem-
lich rasch vor sich, je mehr Divertikel er aber bildet, desto mehr
bleibt es zurück. Die Divertikel kriechen anfangs auf der Unter-
lage hin und wird das Mutterrohr länger, so wachsen sie nach ab-
wärts, überall Anastomosen bildend und zur Befestigung des
Schwammes beitragend.
Ganz anders liegen die Verhältnisse bei den Leucosoleniiden.
Jedes Divertikel bildet alsbald ein eigenes Oskulum, dadurch wird
es selbständig, es befindet sich unter denselben Lebensbedingungen
wie das Mutterrohr und bildet sich natürlich in analoger Weise
aus, wenn es kann. Die sekundären Divertikel wachsen wie bei
den Clathriniden zuerst ziemlich horizontal nach außen, erlangen
in dieser Richtung oft schon ein Oskulum, wenn dies möglich ist;
sonst suchen sie die freie Oberfläche zu erreichen, die ihnen natür-
lich die günstigsten Lebensbedingungen bietet. Dies gelingt bei
vielen Divertikeln der oberflächlichen Zone, die tiefer gelegenen er-
reichen diese nicht, sie treffen auf ihrem Wege mit anderen Diver-
tikeln oder Oskularröhren zusammen und anastomosieren mit diesen.
40 Ferdinand Urban:
Darin liegt nun nach meiner Ansicht der Grund des ver-
schiedenen Aussehens der beiden Askonentypen, daß bei der einen
Familie die Divertikel sehr bald Oskula bilden, während dies bei
der andern nicht der Fall ist. Nun glaube ich aber nicht, daß auf
Grund der äußeren Form eine scharfe Trennung beider Familien
möglich ist. Es gibt Clathriniden die, so viel ich weiß, ebenfalls
verhältnismäßig zahlreiche Oskularröhren bilden und sich dann auch
in ihrer äußeren Form der der Leucosoleniiden nähern. An ver-
schiedenen Stellen seines Werkes kommt nun Minchin auf diesen
Unterschied zwischen den beiden Familien zurück. Pag. 7 (1900)
erörtert er den schon erwähnten Unterschied zwischen ihnen, der
im Verhältnisse der Ausbildung der Divertikel zum Olynthus gelegen
ist. Dann fährt er fort: „Hence the typical Ascon person is, in
the genus Clathrina, a dense network of ramifying tubes opening
by a short and often insignificant oscular tube and in the genus
Leucosolenia, a large and erect oscular tube giving numerous diver-
ticula of comperatively small calibre, which increase in length to-
wards the base of the tube, where they tend to branch and anasto-
mose.“ Der letzte Satz ist mir nun nicht recht klar. Nach Minchins
Auffassung, mit der ich übereinstimme, ist das Oskulum das Zeichen
des Individuums (Minchin 1900 p. 91). Wenn er nun in der De-
finition der Gattung Leucosolenia von einem weiten und aufrechten
Oskularrohre spricht, das seitlich schmälere Divertikel abgibt, die
gegen die Basis dieser Röhre hin wachsen, wo sie sich verzweigen
und anastomosieren, so ist das doch nicht richtig. Man betrachte
einmal das Bild, das er in Fig. 4 von Leucosolenia complicata Mont.
gibt oder noch mehr das Schema Fig. 65. Im wesentlichen stimmen
diese mit meinen Bildern Fig. 3 und 4, Taf. VI darin überein,
daß von einer deutlich erkennbaren Hauptröhre Divertikel abgehen,
von denen viele (natürlich die ältesten) ausgesprochene Oskula be-
sitzen (die er im Schema nicht zeichnet), aber im allgemeinen einen
bedeutend geringeren Querschnitt haben, obwohl einzelne Divertikel,
namentlich die älteren, manchmal den Durchmesser des Mutterrohres
erreichen. Diese Oskula tragenden Divertikel müssen nun als selbst-
ständige Individuen angesehen werden. Minchin scheint aber andrer-
seits diese Ansicht nicht zu haben, da er einmal sagt „large“, wo-
bei aber die Weite der einzelnen „oscular tubes*“ sehr wechselt
und oftmals sehr gering ist, weiters außerdem noch hinzufügt:
„erect“ was aber bezüglich der Divertikel gerade bei seinen Figuren
und auch sonst nicht gilt. Er meint also augenscheinlich unter
„large and erect oscular tube“ nur die mittlere breiteste Röhre.
Wenn er dies aber tut, so widerspricht er vor allem seiner
deutlich ausgesprochenen Vorstellung von der Individualität. Wie
soll man das verstehen, wenn er dann sagt, daß die Di-
vertikel gegen die Basis wachsen, und dort verschmelzen? Diese
Angabe gilt höchstens für die untersten Divertikel (Fig. 3, p. 5),
aber allgemeine Anwendung in der Diagnose kann sie doch nicht
finden. Pag. 93 ff. kommt er wieder auf diesen Gegenstand zu sprechen
Kalifornische Kalkschwämme. 41
und fährt nach Wiederholung von früher gesagtem fort: „The latter
(i. e. the tubar system) appears either as a series of diverticula from
the erect oscular tubes, or as a system of narrow tubes uniting
them basally like a stolon, and in both cases branching and giving
rise to new oscular tubes.“ Den ersteren Fall erwähnt er hier
zum erstenmal, an der früher angeführten Stelle wird nur von dem
zweiten gesprochen. Es scheint mir auch das weitere im Wider-
spruche mit dem früheren zu stehen, denn er sagt: „In the
Leucosolenia Type the sponge appears as a collection of distinet
Olynthus individuals, each throwing out diverticula on every side,
from which daughter individuals arise by a process of budding.“
Das ist in dieser ganz allgemeinen Fassung vollkommen richtig,
denn es findet sich das nicht darin was ich für irrtümlich halte.
Minchin meint dann, daß man bei den Leucosoleniiden kaum von
einem Interkanalsystem reden könne. Daß dies wohl der Fall sein
kann, zeigt L. eleanor sehr deutlich. Es dürfte also die Familien-
diagnose der Leucosoleniidae etwas anders zu lauten haben, um
auch auf Leucosolenia eleanor Anwendung finden zu können.
Ich schreite nun an die Beschreibung der Skelettverhältnisse
des vorliegenden Schwammes. Das Skelett besteht aus Rhabden,
Triaktinen und Tetraktinen.. Wenn man eine Oskularröhre bei
schwächerer Vergrößerung betrachtet, so bemerkt man, daß die
ganze dermale Oberfläche stachelig ist. Es stecken in der Körper-
wand zahlreiche spindelförmige Rhabde (Fig. 15), die oralwärts ge-
neigt sind und mit der Oberfläche gewöhnlich einen Winkel von
ungefähr 20° bilden. Sie sind doppelspitzig (wobei das eine Ende
meist scharfspitziger ist wie das andere), leicht gekrümmt oder
auch an einer Stelle geknickt, die längeren sind oft in mannigfacher
Weise wellenförmig verbogen. Sie sind 175—434 u lang und etwa
6—8 u dick. Die breiteste Stelle liegt gewöhnlich dem proximalen
Ende näher als dem distalen. Außer derartigen Rhabden finden sich
zwischen ihnen kleinere ebenfalls gebogene (Fig. 16), 70—120 u
lang, deren distales Ende eine scharfe Spitze trägt, unterhalb
welcher sich eine ringförmige Anschwellung befindet. Solche
Nadeln kommen ja bei Kalkschwämmen sehr häufig und in den
verschiedensten Größen vor. Das Oskulum selbst ist von einem
Kranze kleiner, spindelförmiger Rhabde eingesäumt, die 70—80 #
lang sind und sich auch in den Tubenwänden finden, wo sie senk-
recht in der Wand stecken (Taf. VI, Fig. 18 zwischen den Lateral-
strahlen des Triaktins). Die Verteilung der eben beschriebenen
Nadeln ist nun nicht durch die ganze Kolonie eine gleichmäßige.
Am zahlreichsten finden sie sich in den oberflächlichen Partien des
Schwammes, also namentlich in den Wänden der Oskularröhren.
Aber je tiefer man geht, desto geringer wird ihre Anzahl und in
den unteren Teilen findet man kaum hie und da eine, namentlich
von der erst beschriebenen Form. Die zweite Art findet man
häufiger zerstreut in den Wänden der anastomosierenden Röhren.
Da die Oskularröhren sehr dicht nebeneinander stehen, so bilden
42 Ferdinand Urban:
die Rhabde eine Art Reuße, um das einströmende Wasser einmal zu
filtrieren und dann überhaupt das Eindringen größerer Tiere zu
verhindern. Ich habe aber trotzdem in den Hohlräumen zwischen
den Röhren tief innen im Schwamme nicht selten Tiere von verhält-
nismäßig bedeutender Größe gefunden, namentlich Crustaceen. Es
ist aber möglich, daß sie als Larven hineingelangt sind und dort
sich zu ausgebildeten Tieren entwickelt haben.
Die Triaktine (Taf. VI, Fig. 17—25) lassen in ihrer Form eine
große Mannigfaltigkeit erkennen, die sich aber erst bemerkbar
macht, wenn man zu messen beginnt. Auf den ersten Blick scheinen
sie sagittal zu sein und das ist jedenfalls auch die Grundform,
denn die Abweichungen sind verhältnismäßig geringer Natur, wie
aus der unten stehenden Tabelle ersichtlich ist. Es finden sich
alle möglichen Formen: regulär in Bezug auf Winkel und Strahlen
oder eines von beiden, sagittal in derselben Weise, wobei dann
z.B. die Strahlen oder, wenn zwei Strahlen gleich, die Winkel un-
gleich sein können etc. etc. Endlich finden sich auch völlig irregu-
läre Formen. Aehnliches gilt von den Basalstrahlen der Tetraktine,
die mit den Triaktinen, aber in geringerer Anzahl, in den Oskular-
röhren vorkommen, obzwar bei ihnen die ausgesprochen sagittalen
Formen vorherrschen (Taf. VI, Fig. 26—32). Die Triaktine bilden
die Hauptmasse des Skelettes, sie finden sich überall in großer
Anzahl; von den Tetraktinen gilt etwas ähnliches wie von den
Rhabden: sie kommen in den oberflächlichen Partien häufig vor,
in den tieferen wird ihre Anzahl eine bedeutend geringere. Die
Gestalt der einzelnen Strahlen ist konisch. Bei den sagittalen
Formen sieht man, wie ja immer, den unpaaren Strahl gerade, die
Lateralstrahlen gekrümmt; bei den irregulären sind dies alle drei.
Die Dicke der Sagittalstrahlen beträgt bei den Triaktinen und den
Basalstrahlen der Tetraktine an der Basis gewöhnlich 9—10 y, bei
den letzteren aber häufig 12—14 u. Die Lateralstrahlen sind ge-
wöhnlich etwas dicker als die Sagittalstrahlen und ausgesprochen
dachförmig. Die allgemeine Strahlenlänge schwankt zwischen 80
bis 160 «, der Apikalstrahl wird bis 180 u lang. In den tieferen
Partien sind die Tetraktine vorwiegend sagittal und werden größer,
sie erreichen eine Strahlenlänge bis zu 200 u. Gegen das Oskulum
nimmt der Winkel zwischen den Lateralstrahlen zu, ohne aber
180° zu erreichen.
Die folgende Tabelle soll die oben beschriebenen Verhältnisse
veranschaulichen, wobei ich bemerke, daß die Reihenfolge der
Strahlenlängen der der gegenüberliegenden Winkel gleich ist. Wo
beim Apikalstrahl die Angabe fehlt, konnte ich ihn an der be-
treffenden Nadel nicht messen,
Kalifornische Kalkschwämme. 43
Triaktine.
Strablen. Winkel.
12 u 12 u 132 u 120° 120° 120 °;
Y7u 13u 13 u 120° 120° 120°;
18 u 184 18u 1320 114° 114°;
118 u 107 u 107 u 126° 117° 117%
133 u 107 u 102 u 120° 120° 120°;
18 u 18 u 148 u 131° 116° 1139;
Bu Mu 97u 1320 41400 712°;
Pu 15a 101u 114% 1230 193°;
10 u 13 u 135 u 124° 116° 120%;
14 u 1d5u 15 u 125° 1175° 117,59;
Tetraktine.
Basalstr. Apikalstr. Winkel.
17 u 18u 13u 100 u 138,5° 109° 112,5°.
12 u 12 u 102 u _ 100° 120° 140°.
Hu 13u 10u — 120° 120° 120°.
13 u 123u 12u 14u 1260 917%: 7742%
150.u 184 1384 1204 129° 116,5° 114,5°.
Ich komme nun auf die Orientierung der Tri- und Tetraktine
zu sprechen. Die Oberfläche des Schwammes ist von stark
wechselnder Gestalt, ebenso wie die Dicke der Körperwand sehr
verschieden ist. Im allgemeinen liegen die Tri- und Tetraktine in
der bekannten Weise in den Wänden der Röhren und bilden zwei
Schichten: eine oberflächliche und eine tiefe. Die Oberflächennadeln,
die wieder in zwei oder drei Lagen übereinander liegen können,
finden sich in sattelartigen Erhebungen (Taf. VI, Fig. 39), deren
Gestalt ebenfalls dreistrahlig ist. Dazwischen befinden sich Mulden;
unter diesen und unter der oberflächlichen Nadellage der Sättel
liegt nun noch eine zweite Lage, deren Nadeln gewöhnlich an die
Gastralwand heranreichen, so zwar, daß oftmals die Kragenzellen
direkt auf den Schenkeln der Nadeln aufzusitzen scheinen.
Während die Oberflächenlage hauptsächlich von Triaktinen ge-
bildet wird, besteht die tiefere größtenteils aus Tetraktinen, deren
Apikalstrahlen die Gastralwand durchbohren. Das Kragenzellen-
epithel erstreckt sich ein Stück an denselben empor, ohne jedoch
die Spitze zu erreichen (Fig. 39).
Schon Haeckel hat 1872 darauf hingewiesen, daß die bestimmte
Art und Weise der Lagerung der Spikula in den Kanalwänden ur-
sprünglich unmittelbar durch den Wasserstrom, der den Kanal durch-
fließt, bedingt sei und formulierte das Gesetz, daß die Längsachse
der Stabnadeln und der basalen Schenkel der paarschenkeligen Drei-
und Vierstrahler in einem Meridian der Stromesrichtung liege und
die Spitze der letzteren dieser entgegengerichtet sei. Vosmaer
meint dazu, daß die Frage, ob sich die Kalkschwämme immer an
44 Ferdinand Urban:
dieses für sie aufgestellte Gesetz binden, der Nachforschung be-
dürfe. Minchin liefert nun für die Richtigkeit dieses Gesetzes bei
den Askonen einen sehr schönen Beweis, den ich bestätigen kann:
bei den Leucosoleniidae liegen die Dreistrahler in den blinden
Divertikeln umgekehrt orientiert wie in der Mutterröhre, nämlich
mit den unpaaren Strahlen gegen das blinde Ende. Sowie das neue
Oskulum entstanden ist, bilden sich die neuen Nadeln in derselben
Orientierung wie im Mutterrohr. Das „warum“ ist nach dem ge-
sagten klar. Im noch blind endigenden Divertikel geht der Wasser-
strom durch die Poren, fließt nach abwärts, mündet in das Mutter-
rohr, um durch dessen Oskulum auszufließen. Sowie das Oskulum
gebildet ist, dreht sich der Wasserstrom um und damit die
Orientierung der sich neu bildenden Nadeln. Minchin gibt p. 104 (1900)
eine schematische Abbildung von der Lagerung im blinden Diver-
tikel. So regelmäßig liegen die Nadeln gewöhnlich nicht. In
Fig. 35 u. 37 gebe ich zwei Bilder; wenn man näher zusieht, so
erkennt man ganz deutlich die Tendenz der Nadeln, sich in der
angegebenen Weise anzuordnen. Am Ursprung der Knospe
herrscht in der Orientierung gewöhnlich eine große Verwirrung.
Im inneren Teile der Schwammkolonie, namentlich in den Quer-
anastomosen, wo die Zirkulationsrichtung sicherlich nicht konstant
bleibt, ist auch die Orientierung der Nadeln keine bestimmte;
ziemlich regelmäßig ist sie in den nach aufwärts führenden Kanälen.
Bildet sich in diesem Teile ein neues Divertikel (Taf. VI, Fig. 14),
so haben hier die Nadeln dieselbe regelmäßige Orientierung wie in
einem der Oberfläche.
Von den bereits bekannten Formen sind es zwei, die Leucosolenia
eleanor bezüglich des Skelettes sehr nahe stehen: Leucosolenia lucasi
Dendy und Leucosolenia echinata Kirk. Beide Autoren gebrauchen
den Gattungsnamen im Sinne Polejaeffs. Ich identifiziere die vor-
liegende Spongie mit keiner von beiden, aber ich muß gestehen, dab
die Beschreibung beider Autoren namentlich aber Kirks, der außerdem
noch sehr schlechte Abbildungen gibt, die Festlegung der Unter-
schiede ziemlich schwer macht. Dendy (1891) beschreibt L. lucasi
als neue Art von Port Philipps Head (Victoria), Kirk dieselbe
von Cook Strait; L. echinata führt Kirk als nova species von Cook
Strait, Poverty Bay und Kawakawa in Neu-Seeland an.
Die wesentlichsten Unterschiede des vorliegenden Schwammes
gegenüber den eben genannten liegen nach der Beschreibung ihrer
Autoren in der äußeren Gestalt. Dendy sagt von L. lucasi, daß
dieser Schwamm lockere Kolonien bildet und die Askon-Personen
an ihrer Basis durch eine hohle Spongorhiza, die auf der Unterlage
dahinkriecht, miteinander verbunden sind; sobald diese vollständig
erwachsen sind, trägt ein jedes Individuum an der Spitze ein
Oskulum; die Kolonie vergrößert sich durch Knospen, welche sich
als blinde Divertikel anlegen und später Oskula erlangen. Es muß
dieser Schwamm ziemlich große Dimensionen erreichen können,
denn er sagt: „whole Colonie forms a loose branching mass of in-
Kalifornische Kalkschwämme. 45
definite size and shape.“ Leider bildet er nur „a portion of such
a colony“ ab und ich gestehe, daß ich mir daraus und aus der
Beschreibung kein Bild von dem Aussehen dieser Kolonie machen
kann. Er stellt diesen Schwamm zu den Simplicia: „which never
form complex anastomoses* und das wäre ein Hauptunterschied,
wenn das Anastomosieren ein Charakteristikon ist. Der Abbildung
Kirks von L. lucasi (in der Beschreibung zitiert er wörtlich Dendy,)
ist überhaupt nichts zu entnehmen. Bei L. echinata scheint Diver-
tikelbildung der aufrechten Oskularröhren nicht vorzukommen,
denn Kirk sagt: „The sponge forms colonies of Ascon persons
springing from a hollow creeping and anastmosing sponghoriza“
(er schreibt das Wort immer so!).
Während also in der äußeren Form ein durchgreifender Unter-
schied vorhanden ist, stehen sich diese drei Spezies in punkto
Skelett sehr nahe. L. lucasi und echinata besitzen alle drei Nadel-
arten. Die Triaktine der ersteren sind sagittal mit nahezu gleichen
Winkeln; die Sagittalstrahlen sind 100 « lang, 5 « breit, die Lateral-
strahlen 70 « lang. Die Basalstrahlen der Tetraktine gleichen den
Triaktinen, der Apikalstrahl ist kürzer wie diese. Die Rhabde sind
unregelmäßig spindelförmig, an der einen im Körper steckenden
Spitze breiter, meist auch hier scharf abgebogen. Unter der distalen
Spitze befindet sich eine ringförmige Anschwellung; sie sind 160 u
lang und 5 u breit. Die Unterschiede gegenüber dem vorliegenden
Schwamme sind deutlich, aber nicht sehr bedeutend. Die Winkel
der Drei- und Vierstrahler bei eleanor sind ebenfalls gewöhnlich
nicht viel von 120° verschieden, aber die Strahlendimensionen sind
größer. Ein Hauptunterschied liegt jedenfalls in den Rhabden, da
lucasi nur Rhabde von der oben beschriebenen zweiten Art, Leuco-
solenia eleanor aber vorwiegend Rhabde erster Art besitzt. Ihre
Rhabde zweiter Art sind kleiner als die von lucasi. Kirk gibt nun
an, daß gerade bei dem Exemplar, das er abbildet und mit Dendy’s
Species identifiziert (er hatte das Original in der Hand), die Rhabde
gewöhnlich gebogen sind und die Anschwellung an der Spitze oft-
mals fehlt; jedenfalls eine Annäherung an den vorliegenden
Schwamm, obgleich immer noch ein starker Größenunterschied vor-
handen ist.
Die Triaktine von L. echinata sind hauptsächlich regulär,
häufig etwas sagittal; der Sagittalstrahl wird 130 u, die Lateral-
strahlen 100 « lang, bei einer Dicke von 10 «u an der Basis. Die
Vierstrahler sind zahlreicher wie die Dreistrahler und sind sagittal;
der sagittale Basalstrahl wird 150 u, der laterale 130 ı«, der Api-
kalstrahl 70 u lang, bei einer Dicke der Strahlen von 15 w. Die
Rhabde sind schlank, ihr dickster Teil liegt nahe dem basalen Ende,
wo die Nadeln auch oft scharf gekrümmt sind; sie werden 240 — 730 u
lang, bei einer größten Breite von 10 x, manchmal nur 5 u. Diese
Nadeln geben dem Schwamme ein schon makroskopisch sichtbares
stacheliges Aussehen, da sie oft rechtwinklig im Körper stecken.
Nun die Drei- und Vierstrahler sind wohl den Größenverhältnissen
46 Ferdinand Urban:
nach ziemlich ähnlich, aber einmal herrscht bei eleanor die sagittale
Form vor, die Apikalstrahlen werden länger, die Rhabde werden
nicht so lang, und sie besitzt infolgedessen äußerlich absolut kein
stacheliges Aussehen. Weiters ist der Winkel zwischen Rhabden
und Oberfläche höchstens 45°. Die einzelnen Oskularröhren werden
bei lucası 2—3 mm lang und 0,7 mm breit, bei L. echinata 6.5 mm
lang und 1,5 mm breit; bei unserem Schwamme betragen sie bis zu
den ersten Anastomosen bis 10 mm. Kirk beschreibt noch eine
Varietät von echinata von Steward Island, die die Tendenz zur
Verzweigung zeigt, weiters sind die Vierstrahler in geringerer An-
zahl vorhanden wie die Dreistrahler, die Rhabde sind kleiner und
er meint, daß diese Form: „makes a near aproach to L. lucasi.*
Ich identifiziere also Leucosolenia eleanor weder mit L. lucasi
noch mit L. echinata noch mit einer von den beiden Varietäten.
Ist die Anastomosenbildung ein klassifikatorisches Moment, was ich
annehme, so unterscheiden sie sich a priori von einander; ist dies
nicht der Fall, oder kommen doch bei den beiden oben genannten
Spezies mit ihren Varietäten Anastomosen vor, so ist eleanor
zwischen lucasi und echinata und zwar zwischen die beiden Varie-
täten zu stellen. Die Abgrenzung gegen lucasi liegt auf der Hand,
gegen echinata geschieht sie hauptsächlich durch den Besitz der
zweiten Art von Rhabden.
Legt man ein gefärbtes Stück der Körperwand einer Röhre
mit der Dermalseite nach oben unter das Mikroskop, so sieht man
bei oberflächlicher Einstellung ein grobmaschiges Netzwerk, dessen
Maschen außerordentlich weit sein können, im Mittel S0—100 u.
Die Balken dieses Netzes werden von den oben schon erwähnten
Sätteln (Taf. VI, Fig. 39) gebildet, in denen die Strahlen der ober-
flächlichen Nadeln gelagert sind. Senkt man nun den Tubus bis
zur scharfen Einstellung einer Mulde, so kommen in dieser ge-
wöhnlich wiederum Netzbalken zum Vorschein, in denen die tiefer
gelegenen Nadeln liegen, so daß also unter der weiten oberfläch-
lichen Mulde mehrere Oeffnungen erscheinen, die nun ihrerseits
jede entweder durch einen kurzen Kanal mit der Gastralhöhle in
Verbindung stehen oder es führen mehrere solche Poren in einen
einzigen, kurzen Kanal. „In Leucosoleniidae the pore is placed at
the inner end of a funnel shaped depression, forming a short afferent
canal (Minchin 1900)‘. Diese Verbindung zwischen Oberfläche und
Gastralhöhle hat gewöhnlich eine sanduhrförmige Gestalt, da ein-
mal der kurze Kanal kegelförmig sich nach innen verjüngt, ander-
seits das Kragenzellenepithel an dieser Stelle sich nach außen
wölbt; an der engsten Stelle liegt die Porenzelle. Die Pore ist
intracellular, die Porenzelle unterscheidet sich cytologisch erkenn-
bar in nichts, wie auch Minchin erwähnt, von den Kammerporen-
zellen z. B. von Sycandra raphanus oder Leucandra aspera, mit
denen ich sie ebenfalls verglichen habe; sie zeigt niemals jene
eigentümlichen Merkmale, die die Porocyten der Clathriniden kenn-
zeichnen. Der eben geschilderte Fall ist der gewöhnliche, es kommt
Kalifornische Kalkschwämme. 47
aber auch vor, daß die Pore ohne jede Vermittlung direkt in den
Gastralraum mündet, wobei ebenfalls das Kragenzellenepithel nach
oben gekrümmt verläuft (Taf. VI, Fig. 40).
Betrachtet man dasselbe Stück der Körperwand von der
Gastralseite (Taf. VII, Fig. 63), so fällt sofort auf, daß die Kragen-
zellen nicht so kontinuierlich wie bei einer Clathrina nebeneinander-
stehen, sondern oft netzartig angeordnet erscheinen, so zwar, daß
zwischen größeren Kragenzellenpartien zerstreut kleinere kragen-
zellenlose Inseln liegen. An Schnitten sind diese Verhältnisse eben-
falls sehr deutlich. Man sieht an solchen zwischen den Kragen-
zellen flache Plattenzellen. Anfangs glaubte ich eine Form mit
diskontinuierlicher Bekleidung der Gastralfläche vor mir zu haben,
bei welcher in dieser außer Kragenzellen noch flache Epithelzellen
vorkämen. Nach näherer Untersuchung scheint mir jedoch folgen-
des der Fall zu sein: Oftmals liegen mehrere Porenzellen dicht
nebeneinander, so daß sie sich gegenseitig begrenzen. Sind nun die
Poren geschlossen oder der Schnitt zufällig in einer Richtung so
geführt, daß er keine Porenöffnung trifft, so ist die erwähnte, an-
fänglich gehegte Meinung erklärlich.
Es erübrigt nun über einige diesen Schwamm betreffende
histologisch interessante Befunde zu berichten. Wenn man bei
mittelstarker Vergrößerung irgend einen Schnitt durch die Körper-
wand betrachtet (Taf. VI, Fig. 41) — auch in Flächenansichten
ist dies deutlich zu sehen — so fallen merkwürdig gestaltete
Zellen auf, die gewöhnlich einen ziemlich massigen, in der Meso-
gloea liegenden Zellkörper aufweisen und mit der dermalen
Fläche durch einen längeren oder kürzeren Fortsatz in Verbindung
stehen (Taf. VI, Fig. 41). Bei starker Vergrößerung bemerkt man
neben diesen auch mehr oder weniger zylindrische Zellen, die sich
direkt von der dermalen Fläche in die Zwischenschicht erheben.
Bei näherem Zusehen ist es bald klar, daß wir es hier mit einem
eigentümlich geformten Epithel zu tun haben, das die dermale
Oberfläche und die zuführenden Kanälchen bekleidet. Es fallen
diese Zellen in die Kategorie der in der Literatur als sogenannte
„task cells“ „Flaschenzellen‘‘ bekannten Gebilde Ich habe über
diese Zellen anläßlich der 74. Versammlung deutscher Naturforscher
und Aerzte in Karlsbad in der zweiten Sitzung der zoologischen Sektion
kurz berichtet!) und will dies nun hier etwas ausführlicher tun.
1) Zu meinem Erstaunen schreibt Maas im Jahresbericht 1903 (Neapel):
„— — und erkennt ebenfalls jetzt an, daß die letzteren“ (— nämlich die Flask-
Zellen) „nicht der subepithelialen Schicht, sondern dem Epithel selbst angehören‘.
Es war das erstemal, daß ich mich über diesen Gegenstand äußerte und von dem
Momente an, wo ich diese Zellen zum erstenmal gesehen hatte, hielt ich sie für das
dermale Epithel. Ebenso unrichtig ist es, wenn er weiter sagt: „die verschiedenen
Formen, (nach Minchin Kontraktionszustände) bezeichnen nach Verfasser (wie nach
Bidder) Phasen der Sekretion;“ einmal sprach ich nicht von Sekretion, sondern
von Exkretion und dann hat meines Wissens Bidder nirgends von einer Aenderung
der Gestalt dieser Zellen, und namentlich einer regelmäßigen Aenderung gesprochen,
48 Ferdinand Urban:
Da über das Vorkommen dieser Zellen und ihre Erklärung
noch immer große Meinungsverschiedenheiten herrschen, so will ich
im folgenden zunächst einiges über den Wandel der Deutungen
sagen, den sie im Laufe der Zeit erfahren haben und dann zur
Schilderung meiner eigenen Befunde übergehen.
Obgleich seit F. E. Schulze’s klassischer Entdeckung (1875)
eines alle freie Flächen von Sycandra raphanus überziehenden
Epithels beinahe drei Jahrzehnte verflossen sind und sich eine
Reihe anderer Forscher während dieser Zeit mit dem dermalen
Epithel der Spongien beschäftigt haben, so ist doch unsere Kennt-
nis von der Natur desselben heute noch eine ziemlich problematische.
Die Tatsache des Vorhandenseins steht seit jener Zeit unverrückbar
fest und niemand vermochte daran zu rütteln. Die Form ist es aber,
bezüglich der die Meinungen auseinander gehen, und der Grund
hievon liegt in der Polymorphie dieses Epithels. Schulze beschreibt
es als ein kontinuierliches Lager großer, polygonaler, platter
Epithelzellen, die im allgemeinen den Plattenzellen gleichen, welche
die Oberfläche der Medusenscheiben bedecken; ihre verdickten
Mittelteile ragen buckelförmig nach außen vor. Die wenigen
Forscher, die sich in der Folgezeit mit der Histologie der Spongien
beschäftigten, bestätigten dies auch für die von ihnen untersuchten
Schwämme, und schließlich galt die Bekleidung mit einem flachen
Epithel als Gesetz. Gleichzeitig und später wurden subepitheliale
Zellen, denen man meist drüsige oder Sinnes-Funktion zuschrieb,
beschrieben, die sekundär durch Fortsätze mit dem äußeren Ober-
flächenepithel in Verbindung treten sollten. Im Jahre 1891 be-
hauptete nun Bidder, ausgehend von den Kalkschwämmen, das
typische Epithel bei allen Spongien sei nicht ein aus flachen Zellen
bestehendes, sondern „a glandular epithelium of flask shaped cells“
und die früher beschriebenen Drüsenzellen seien mit diesen identisch,
d.h. was man früher als zwei Zellen angesehen hatte (subepitheliale
Drüsenzelle und darüberliesend mit ihr verbunden flache Epithel-
zelle), sei blos eine Zelle. Schon 1892, namentlich aber 1903 be-
stätigt Minchin, daß derartige Zellen dem dermalen Epithelverbande
angehören, erkennt die Identifizierung an, deutet aber bei den
Clathriniden und den anderen Kalkschwämmen ihre Form einfach
als extreme Contraktionszustände der gewöhnlichen, wenn nicht
kontrahiert, flachen Epithelzellen. Beide treten entschieden für
die ektodermale Natur dieser Zellen ein, aber während sie Bidder
direkt für einzellige Drüsen hält, besitzen sie für Minchin im all-
gemeinen diese Funktion nicht, ihre Gestalt sei eine wechselnde
und hänge mit dem jeweiligen Kontraktionszustande des Schwammes
zusammen. Der älteren Ansicht, dai) diese Zellen Zwischenschicht-
zellen sind, neigt heute wahrscheinlich niemand mehr zu. Obgleich
also ihre ektodermale Natur zweifellos ist, ist die Erklärung
ihrer auffallenden Form und Funktion umso zweifelhafter.
1878 beschrieb Merejkovsky bei Halisarca F. Schulzei „petits
corpuseules“ 6. lang, von körnigem Inhalt, die an der Oberseite
Kalifornische Kalkschwämme., 49
des Schwammes eine oberflächliche Schicht bilden. Es sind typische
Flaschenzellen, er nennt sie selbst: „petits corps a form de bou-
teille.*“ Sie bilden ganz zweifellos das Ektoderm des Schwammes,
was aber Merejkovsk ky nicht erkannt hat. Er bezeichnet sie als
einzellige Drüsen, vergleichbar solchen bei Würmern!); sie scheiden
Schleim ab, der deutlich an der Oberfläche des Schwammes zu
erkennen ist. Die Drüse selbst ist das kugelige, distale Ende,
welches sich nach oben zu in einen fadenförmigen Halsteil ver-
schmälert (der als Entleerungsgang dienen würde), der sich am
Ende erweitert und in die den Schwamm bedeckende Cuticula über-
geht. Weiter schrieb er diesen Zellen auch Sinnesfunktion zu,
da im allgemeinen die oberflächliche Schicht des Schwammes für
äußere Einflüsse besonders empfänglich sei und sich in diesem
Falle die Reizbarkeit dieser Zellen auch beweisen lasse. Eine
äussere Öffnung der Drüsen hat er nicht gesehen, was er sich
durch die Kleinheit oder durch die Kontraktionsfähigkeit dieser
Zellen erklärt. Er ist es also, der Flaschenzellen zuerst beschrieben
und für diesen Fall ihre drüsige Natur erkannt hat.?)
Im Anschluß will ich sofort Bidder erwähnen, da diese Arbeit
Merejkovsky’s für seine Auffassung dieser Zellen maßgebend ge-
wesen zu sein scheint. Den Gedanken, den er 1891 in der früher
erwähnten, kurzen Form zum Ausdruck gebracht, führt er nun in
den folgenden zwei Arbeiten (1892a, b) weiter aus. Das Ektoderm
ist eine Zellschicht, die konstant die Exkretion aus der Zwischen-
schicht besorgt; die flaschenförmige Gestalt der Zellen hat sich aus
dem Bestreben entwickelt, der Substanz, deren Exkretion sie be-
sorgen, eine möglichst große Oberfläche darzubieten; auf Grund
der Betrachtung der Kutikularbildung der Hornschwämme und
eigenen Untersuchungen kommt er zur Ansicht, daß die Ektoderm-
zellen der Keratosa von derselben Form und demselben Charakter
sind, wie die der Homocoela. Er verwirft daher die Angabe
Lendenfelds, daß über die „gland cells“ noch eine Epidermis hin-
wegziehe, stimmt aber seiner Homologisierung dieser Zellen mit den
Spongoblasten zu. Minchin’s Mitteilung gegenüber meint er, dab
bei so extremen Formen der Flaschenzellen, wie er sie z. B. bei
1) So haben die Epithelzellen z. B. von Hirudo medicinalis dieselben
Gestalt und dieselbe Funktion, da sie ebenfalls eine Kutikula abscheiden,
?) Im Leukart'schen Berichte (1833) findet sich p.677 ein Referat über
diese Arbeit. Leukart bezweifelt dort die Deutung dieser Zellen. Es seien
außer der Erklärung als einzellige Drüsen noch drei andere Deutungen möglich:
erstens kann die Oberhaut wirklich eine Kutikula sein (er meinte nämlich früher,
daß sie wahrscheinlich das Ektoderm mit undeutlichen Zellen sei), unter der sich
das Ektoderm wird noch nachweisen lassen, vielleicht das erstarıte Sekret der
Drüsen, die sich dann den von F. E. Schulze beschriebenen Spongoblasten gut
würden homologisieren lassen; oder es sind rudimentären Nesselorganen an die
Seite zu stellende Gebilde oder, was das walrscheinlichste sei, parasitische
Organisınen.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Rd.TI. H.1. 4
50 Ferdinand Urban:
Cacospongia scalaris gefunden habe, die Entstehung durch Kon-
traktion nicht gut möglich sei, umsomehr dort nicht, wo sich eine
feste Kutikula finde.
Ebenso wie die Befunde von Merejkowsky und Bidder in
einem gewissen Zusammenhange stehen, scheint mir dies auch bei
Metschnikoff und Minchin der Fall zu sein, obwohl dort wie hier
mehr als ein Jahrzehnt dazwischen liegt.
1879 veröffentlichte Metschnikoff einige Bemerkungen, die für
den vorliegenden Gegenstand von großer Wichtigkeit sind. Einmal
bestätigt seine Figur von Halisarca Dujardini (T. XXI, Fig. 1), wie
auch schon Bidder bemerkt, die Beobachtung Merejkovsky’s über
die „petit corpuscules“, obwohl er und Schulze, der sie ja auch
gesehen, sie anders deuten. Er macht weiters Mitteilungen über
die Histologie von Ascetta blanca, von der er Tarrus- und Olynthus-
formen untersucht hat. Bei letzterer erscheint das Ektoderm in
Gestalt eines Cylinderepithels, oder nach Fixierung mit Essigsäure,
aus etwa pilzförmigen Zellen gebaut, deren hutförmiger Teil peri-
pherisch, der stilförmige zentral liegt. Man findet nicht selten
Uebergangsformen zwischen einem zylindrischen und einem ganz
platten Ektodermepithel. Eine Erklärung dieser Polymorphie des
Epithels versucht Metschnikoff nicht. Während Bidder diese Zellen
mit den Drüsenzellen Merejkovskys und seinen Flaschenzellen
identifiziert, gibt Minchin eine ganz andere Deutung.
1892, ausführlicher 1893 und 1898, zusammenfassend und all-
gemein 1900 äußert sich Minchin über diese Frage folgendermaßen:
das flache Epithel, das die dermale Schicht an der äußeren Ober-
fläche und im Oskularrand bedeckt, ist bei den niedrigsten Kalk-
schwämmen, den Clathriniden, die kontraktile Schicht des Schwammes;
wo sich die Körperwand in Berührung mit der Unterlage befindet,
ist das Epithel drüsiger Natur. Wenn es sich kontrahiert, gehen
seine Zellen aus der flachen, plattenförmigen Gestalt allmählig
in eine Form über, „like a mushroom‘“, wobei der Kern in der
Basis des Stieles liegt. Aber auch bei allen übrigen Kalkschwämmen
sind im allgemeinen die „flask shaped cells“ nichts anderes als
kontrahierte flache plattenförmige Zellen; nur in manchen Fällen
hat es in anderen Spongienklassen den Anschein, dab diese flaschen-
förmige Gestalt die gewöhnliche Form wenigstens eines Teiles
des Epithels sei, und dann seien diese Zellen drüsiger Natur. Die
Spongoblasten sind direkt von solchen Zellen ableitbar.
Um meine Darstellung annähernd vollständig zu machen, hätte
ich noch einige Autoren zu erwähnen, die durch Beschreibung der-
maler Epithelien Material zur Diskutierung der aufgeworfenen
Frage beigebracht haben. 1879 beschrieb Schulze bei Euspongia
eine Kutikula, welche das Ausscheidungsprodukt von darunterliegen-
den Zellen sei, was übrigens schon 1864 Kölliker bei Cacospongia
cavernosa gefunden hatte. Ueberzeugende Beweise für die Drüsen-
natur solcher Zellen hat 1886 Lendenfeld gegeben, der zuerst die
Kalifornische Kalkschwämme. 51
eigentümlichen Zellen aus den oberflächlichen Partien von Aply-
silliden mit den Spongoblasten identifizierte und ihre Drüsennatur
experimentell nachwies. Damals waren es für ihn noch subepi-
theliale Zellen, die durch einen oder mehrere Fortsätze mit dem
darüberliegenden Epithel in Verbindung treten sollten. 1894 schloß
er sich der inzwischen ausgesprochenen Ansicht von der epithelialen
Natur derartiger Zellen an und beschrieb bei Tetraktinelliden,
Monaktinelliden und Hornschwämmen Zellen, die in die Kategorie
der Flaskzellen gehören. Auch Dendy beschrieb bei einer Grantia
„slime secreting cells‘ von ganz ähnlicher Form wie Lendenfeld,
mit denen er sie auch vergleicht. Gleichzeitig beschreibt er ganz
gleiche Zellen um die Poren, die er als Nervenzellen in Anspruch
nimmt. 1893 hält er sie jedoch auch für Drüsenzellen. Er war
einer der Hauptvertreter der Meinung von der subepithelialen
Natur dieser Zellen und scheint auch heute noch daran festzuhalten.
In neuester Zeit hat Schneider (1904) diese Zellen bei Sycandra
raphanus gezeichnet. Er spricht sich über die Ursache der Poly-
morphie nicht näher aus, in vorgefundenen Körnern vermutet er
Exkretkörner. Er zeichnet ungemein zahlreiche Fortsätze, nament-
lich vom distalen Teile, wie ich sie bei Sycandra raphanus niemals
gesehen habe.
Nach diesem kurzen historischen Ueberblicke gehe ich nun
daran meine Beobachtungen zu schildern.
Die größten der in Frage stehenden Zellen bieten folgende
Erscheinung: in einer großen Anzahl von Fällen sieht man wie
sich von einer dünnen dermalen Membran verhältnismäßig
massige, mehr oder weniger konische Zellen in die Mesogloea
erheben (Taf. VI, Fig. 43), von denen in den innersten und
mittleren Partien zahlreiche sich oft verästelnde Fortsätze in diese
ausstrahlen. Nach außen zu verbreitern sich die Zellen und
dieser Erweiterung entspricht immer eine gleiche Einsenkung der
Oberfläche, so daß ein trichterförmiges Gebilde entstelit, dessen
Wände außerordentlich dünn sind. In der Ebene der dermalen
Oberfläche biegen sich seine Wände trompetenförmig um und grenzen
sich gegen die Nachbarzeilen mit unregelmäßigen Konturen ab.
Während sich diese Einsenkung immer findet, kann die Form eine
fast zylindrische sein (Fig. 44—48) oder bei den längsten dieser
Zellen annähernd dadurch flaschenförmig werden (Fig. 49—53), daß
sich zwischen dem proximalen Teile der Zelle und dem Trichter eine
Einschnürung bildet, die eine ziemliche Länge erreichen kann. Wir
sehen in diesem extremsten, oben schon erwähnten Falle, einen
ziemlich massigen Zellkörper in der Mesogloea liegen, der mit
einem mehr oder weniger, langen und breiten, sich oben trompeten-
förmig erweiternden Teile mit der dermalen Oberfläche in Verbindung
steht (Taf. VI, Fig. 41). Die Form der Zelle ist durch die Lage des
Kernes bedingt. Es folgen in der Regel diese drei Stadien, wie ich
sie eben geschildert habe, in der Lebensgeschichte einer solchen
Zelle unmittelbar aufeinander, indem der Kern, der ursprünglich
4*
52 Ferdinand Urban:
unmittelbar unter der dermalen Fläche lag, allmählich in den
innersten Teil der Zelle wandert. Im ersten Falle ist die Zelle
konischh, dann wird sie zylindrisch und endlich flaschenförmig.
Durchmustert man Schnitte, so findet man neben den eben be-
schriebenen Zellen flache Epithelzellen (Fig. 42), von denen ich bei
sehr vielen konstatieren konnte, daß schon eine Andeutung einer
trichterförmigen Einsenkung vorhanden ist, daß also der Kern nicht
wie gewöhnlich buckelförmig nach außen vorragt, sondern eher etwas
unter der dermalen Fläche liegt. Diese Formen sind nun mit den
oben erwähnten konischen Formen durch alle möglichen Uebergänge
verbunden.
Das cythologische Verhalten ist nun folgendes: In den flachen
Zellen sieht man um den Kern eine Anhäufung von dichtem körnigen
Protoplasma; er besitzt einen Durchmesser von etwa 2,5 « und
ein zartes Ohromatingerüst, in dessen Balken sich außerordentlich
zahlreiche Körnchen und ein kleiner, gewöhnlich exzentrisch ge-
legener Nukleolus findet. Beginnt sich nun der Zellkörper in die
Mesogloea zu erheben, so rückt auch der Kern etwas nach innen,
bleibt jedoch noch ziemlich peripher. Das Plasma wird heller,
bleibt fein granuliert, das Netzwerk des Kernes, der außerordentlich
deutlich konturiert erscheint, tritt deutlicher hervor. Während
jene Körnchen verschwinden, erscheinen in den Maschen kleine
Bläschen, augenscheinlich Vakuolen. Der Zellkörper wird länger,
auch im Plasma treten kleinere und größere Vakuolen auf, der Kern
rückt weiter nach innen, und es scheint nun im Inneren des Kernes
durch die sich vergrößernden Vakuolen ein Druck ausgeübt zu
werden, der einmal eine Größenzunahme des Kernes bewirkt, dann
aber auch den Nukleolus und das übrige Chromatin gegen die
Peripherie drängt, wo es in Form von dicht aneinander gelagerten
Körnchen sichtbar ist. Diese Verhältnisse sind namentlich dann
deutlich, wenn der Kern den innersten Teil der Zelle erreicht hat.
Die Vakuolen des Zellkörpers sammeln sich nun allmählich über
dem Kerne an, fließen teilweise zu größeren zusammen und schließ-
lich ist die Zelle in dem über dem Kerne gelegenen Raume zum
Teil scheinbar leer, jedenfalls aber mit dem Inhalte der Vakuolen
gefüllt. In diesem Stadium bieten diese Zellen dem beobachtenden
Auge die größten Verschiedenheiten, es kommen die verschiedensten
Lagen und Formen vor. Im Zellkerne sind auch alle Bläschen
zur Bildung eines Saftraumes zusammengetreten, der ?/; des Kernes
— meist den nach außen gelegenen Teil — erfüllt. Nun tritt
allmählich eine rückschreitende Veränderung ein; der Kern beginnt
langsam nach aufwärts zu wandern, der Zellraum hinter dem
Kerne ist ganz hyalin, nur von wenigen blassen Strängen durch-
zogen, dieser ganze Teil des Zellkörpers schrumpft ein (Fig. 59
—62). Seltener konnte ich beobachten, daß er seine ursprüng-
liche Form noch so ziemlich besitzt, wenn der Kern schon fast
die dermale Fläche erreicht hat (Taf. VI. Fig. 56, 57). Gewöhn-
lich wird er immer schmäler, unregelmäßig konturierter, ver-
Kalifornische Kalkschwämme. 53
schwindet schließlich ganz und die Zelle hat jene Gestalt, von der
wir ausgegangen sind; nur besitzt der Kern noch eine etwas ab-
weichende Struktur, die sich aber in die oben beschriebene all-
mählich verwandelt. Besonders große Formen finden sich in den
jungen Divertikeln. Ich kann mir nicht erlauben, an diese meine
Befunde eine bestimmt ausgesprochene Erklärung anzuknüpfen, weil
ich, wie schon erwähnt, das zur Verfügung stehende Material dazu
nicht für ausreichend erachte, jedoch erscheint mir nachstehendes
ganz gut möglich zu sein.
Minchin und Bidder haben ähnlich geformte Zellen bei Clathri-
niden beschrieben, ihre Befunde stehen sich jedoch hinsichtlich der
Erklärung in erwähnter Weise scharf gegenüber. Die Bidder’schen
Bilder (1892 b), namentlich die der extremsten Formen, gleichen mehr
denen, die ich gesehen habe, als die Minchin’schen; anderseits
habe ich namentlich in der Umgebung der äußeren Poren Zellen von
einer Gestalt gefunden, wie sie Minchin zeichnet und einer ähnlichen
cytologischen Beschaffenheit, abweichend also von der der früher
geschilderten Zellen, und es scheint mir kein Grund dagegen zu
sprechen, die letzteren als Kontaktionszustände der flachen Zellen
anzusehen. Was mich auch dazu bewegt, die früher beschriebenen
Zellen, abgesehen von ihrem cytologischen Verhalten, nicht als
Kontraktionszustände aufzufassen, ist der Umstand, daß einerseits die
verschiedensten Zustände nebeneinander vorkommen, anderseits eine
große Anzahl der extremsten Formen auf verhältnismäßig kleinem
Raume nebeneinander liegen (Taf.VI, Fig.41), dabei aber die Porocyten
weit geöffnet sind und die Kragenzellen keine über das gewöhnliche
Maß hinausgehende Kontraktion zeigen. Weiters wäre die trichter-
förmige Einsenkung unerklärlich, man müßte im Gegenteil eine Vor-
wölbung erwarten; Minchin sagt selbst (1900): „As the cell contracts,
the nucleus and the central protoplasm travel inwards toward the
mesogloea, while the peripheral portion of the cell, on the contrary,
becomes raised up.“ Endlich sind die Leucosoleniiden an und für
sich, wie Minchin sagt, weniger kontraktil wie die Clathriniden.
Ich möchte daher glauben, daß bei den Leucosoleniidae, ver-
mutlich auch bei den höheren Kalkschwämmen, das dermale Epithel
nicht mehr den gleichartigen Charakter besitzt, wie bei denClathriniden,
daß vielmehr schon Differenzierungen Platz gegriffen haben oder
wenigstens Platz greifen können. Für sicher halte ich es, daß
die normale Form das „flache“ Epithel ist, daß dasselbe weiters
bei allen Kalkschwämmen die kontraktile Schichte darstellt. Aber
außerdem können ein größerer oder geringerer Teil dieser Zellen in
den Dienst einer andern physiologischen Funktion gestellt werden.
Diese wäre jedenfalls eine drüsige und es scheint mir die Annahme
ganz plausibel, nach welcher diese Zellen an den freien Oberflächen
der Mesogloea — die Loisel so zutreffend mit der Lymphe der
höheren Tiere vergleicht — die Ausscheidung der flüssigen und
vielleicht gasförmigen in dieser enthaltenen unbrauchbaren Produkte
besorgen. Es wäre dann ‚die erwähnte Polymorphie eine Folge
54 Ferdinand Urban:
von Funktionszuständen, indem die mehr flachen Zellen sich in
Ruhe befinden oder eben anschicken, sich mit Excret zu füllen, die
extremen Formen aber eben daran sind, sich ihres Inhaltes zu ent-
leeren“. Ich habe derart differenzierte Zellen auch bei anderen
Kalkschwämmen, aber mehr lokalisiert, gefunden. Ein primitives
Verhalten würde jedenfalls vorliegen, weil auch für die in dieser
besonderen Weise differenzierten Zellen die flachen Zellen der Aus-
gangspunkt wären.
Fig. 32 zeigt das distale Ende einer Stabnadel, die an dieser
Stelle augenscheinlich eine Bildungszelle trägt. Da dieses Ende
frei ins Wasser ragt, so ist diese Erscheinung jedenfalls interessant.
Fig. 33 zeigt einen Triaktin mit seinen Bildungszellen; er lag
ganz nahe am Oskularrand und ist möglichst genau dargestellt.
Zellgrenzen waren keine erkennbar; die Nadel sah aus wie von
einem Plasmodium umhüllt, in dem die Kerne in der angedeuteten
Weise lagen. Fig. 8 zeigt Kragenzellen, die mit der Beschreibung
Minchins übereinstimmen (1900).
Schließlich möchte ich noch von einem Befunde eine vorläufige
Mitteilung machen. Wenn man ein gefärbtes Stück einer Haupt-
röhre aus dem Inneren der Kolonie unter dem Mikroskop betrachtet,
so sieht man ein Bild wie es Fig. 64 zeigt. Untersucht man nun
Schnitte durch diese Gegend, so zeigt sich folgendes: die dermalen
und gastralen Flächen sind mit einem Epithel bedeckt. Während
das erstere in der früher beschriebenen Weise differenziert erscheint,
ist das letztere typisch einförmig flach. Kragenzellen sind nicht
vorhanden. In der Mesogloea finden sich nun entweder zerstreut
oder in ganzen Nestern Zellen beisammen, von denen ich in Fig. 65
eine der häufigsten und gewöhnlichsten Formen abgebildet habe,
Wenn man die Fig. 64 betrachtet, sieht man deutlich, wo diese
Zellen zerstreut und wo sie dicht beisammen liegen; im letzteren
Falle umschließen sie gewöhnlich Hohlräume von unregelmäßiger,
gewöhnlich mehr oder weniger ringförmiger Gestalt. Die Körper-
wand ist hier auch beträchtlich dicker als dort, wo sie zerstreut
liegen; während im letzteren Falle die Dicke bis zu 15 « herab-
sinkt, erreicht sie dort 70 u. Leider hatte ich nur Stückchen gut
konservierten Materiales einer solchen Partie, so daß ich vor allem
das Aufhören des Kragenzellenepithels nicht konstatieren konnte.
Wenn man nach einer Erklärung sucht, so wird man zu-
nächst an die Bilder erinnert, die Minchin von kontrahierten Ola-
thriniden gibt. Daß es sich hier aber um lokale Kontraktionen
handelt, ist ganz ausgeschlossen. Die Mehrzahl dieser Zellen
hat das Aussehen von Amoebocyten. Die Kerne haben etwa 3 w
im Durchmesser, besitzen einen großen zentrisch gelegenen Nukleolus,
das Protoplasma erscheint von feinen Körnern erfüllt. Es scheinen
auch Teilungsvorgänge stattzufinden, wenigstens sah ich Zellen mit
zwei deutlichen Kernen, ohne jedoch den Vorgang selbst beobachten
zu können. Man trifft Zellen, deren Nukleolus hantelförmig ist
und solche mit zwei deutlichen Nukleolen. Ob das irgendwie mit
Kalifornische Kalkschwämme. 55
der Zellteilung zusammenhängt, kann ich vorläufig nicht sagen. Die
Lage des Kernes ist eine sehr verschiedene, die Umrisse der Zellen
lassen die Fähigkeit amoeboider Beweglichkeit erkennen. Die von
diesen Zellen gebildeten Hohlräume stehen nun mit der Gastral-
höhle in Verbindung, ich habe auch Bilder gesehen, die auf eine
Kommunikation mit der äußeren Umgebung schließen lassen. Im
Inneren dieser Räume findet sich gewöhnlich eine gelbliche, krümm-
lige Masse, die aus Körnern von sehr verschiedener Natur und
anderen nicht näher bestimmbaren Gebilden besteht. Woher
diese stammt, darauf weist der Umstand hin, daß man Zellen findet,
die größer sind, einen rundlichen Umriß besitzen und einen etwas
größeren, blasigen Kern. Teile dieser Zellen (Taf. VII, Fig. 66) oder
auch der größte Teil derselben sind nun mit jener Masse erfüllt;
im letzteren Fall sieht man nichts vom Plasma, das jedenfalls nur
in einer dünnen peripherischen Lage vorhanden ist. Neben derart
gestalteten Zellen findet man gewöhnlich außerhalb der Hohlraum-
begrenzung in der Mesogloea kleine Zellen, deren Kern ebenso ge-
bildet ist, wie der der früheren (Taf. VII, Fig. 67). Das Ganze sieht
so aus, als ob auch da ein Fall von Ausscheidung vorläge. Diese
meine Darlegung soll nur zur Erklärung der Fig. 64 dienen; sobald
ich besseres Material erhalte, werde ich natürlich versuchen, diese
merkwürdigen Verhältnisse aufzuklären. In der Literatur finde ich
nur bei Minchin etwas erwähnt (1900), das damit zu vergleichen
wäre. Vielleicht stehen auch Mastermans Nephrocyten zu dieser Er-
scheinung in irgend einer Beziehung.
Die Farbe des Schwammes ist weiß, er findet sich sehr häufig
an der Ebbegrenze.
Sycandra coacta n. sp.
Taf. VII, Fig. 69—88,
Von diesem Schwamme hat mir nur ein Individuum von etwa
6 mm Höhe und 5 mm Breite vorgelegen, dessen breiteste Stelle
über der Mitte gelegen war. Das von einer kleinen Oskularkrone
umgebene Oskulum führt in den sackförmigen Gastralraum, der sich
gegen die Mitte bis 2 mm verbreitert und abgerundet endet. Die
Oberfläche erscheint wegen der vorstehenden Rhabde etwas stachelig,
wobei zu bemerken ist, daß nur eine geringe Anzahl dieser Rhabde
Er distalen Enden besitzt, die allermeisten von ihnen abgebrochen
sind.
Das Skelett besteht aus Rhabden in der Oskularkrone, Rhabden
und Triaktinen in den Kammerkronen, Triaktinen, Tetraktinen und
Mikrorhabden in den Wänden der Radialtuben, eben solchen Nadeln
in der Gastralwand.
Die Rhabde sind von dreierlei Art. Einmal bilden sie die Kammer-
kronen; sie sind dort im allgemeinen spindelförmig, die längeren oft
unregelmäßig gekrümmt, werden bis Imm lang und in der Mitte
56 Ferdinand Urban:
etwa 35 u diek, gewöhnlich sind sie aber kleiner; ihre Anzahl in
den Kammerkronen ist verschieden, aber nie groß; sie finden sich
auch in den Verwachsungsstellen der Radialtuben und die längeren
reichen oft weit in den Schwammkörper hinein. Zerstreut finden
sie sich auch in der Oskularkrone, die jedoch hauptsächlich von
den bekannten Stricknadelrhabden gebildet wird, die 500 u lang
und 3—10 u breit werden. Ueber die Art ihrer Einfügung will ich
noch einiges bei der Besprechung des Oskularskelettes erwähnen.
Ueberall im ganzen Schwammkörper, namentlich in den Wänden
der Radialtuben, finden sich außerordentlich zahlreiche Mikrorhabde,
30--50 « lang und 1--2,5 w breit. Ihre Gestalt zeigen die Fig. 72
und 73 auf Tafel VII. Die größte Breite liegt nahe dem einen Ende;
von dieser Stelle verschmälert sich die Nadel sehr rasch zu einer
Spitze; gegen das andere Ende nimmt sie nur sehr allmählich ab,
um dann ebenfalls in einer Spitze zu endigen. In den kleineren
Details herrschen außerordentlich große Verschiedenheiten. Die
ersterwähnte Spitze wird oft dadurch undeutlich gemacht, daß sich
an ihren beiden Seiten kleine Höckerchen befinden, die größer
oder kleiner sein können. Die Spitzen können scharf oder sehr
stumpf sein; an Stelle der Höckerchen findet sich manchmal eine
ringförmige Anschwellung, wobei die Spitze dann stiletartig ist,
ganz ähnlich wie bei Leucandra heathi. Manchmal zeigt sich
unter ihr eine Einschnürung, wodurch das Ende lanzenförmig wird,
etc. etc. In der Gastralwand finden sich solche ohne jede Differen-
zierung, also einfach spindelförmig. Nach dem mikroskopischen
Bilde scheint es mir, daß diese Nadeln plattgedrückt sind und
scharfe Ränder besitzen; sie sind übrigens auch nicht glatt, sondern
zeigen bei starken Vergrößerungen eine leichte Rauhigkeit.
Die Triaktine sind im allgemeinen sagittal; häufig beschränkt
sich die Symmetrie auf die Gleichheit oder annähernde Gleichheit
zweier Winkel, oft genug sind die Nadeln irregulär. In den
Kammerkronen und in den Verwachsungsstellen der Kammern liegen
außer den Tubartriaktinen zahlreiche verhältnismäßig dickstrahlige
Dreistrahler (Taf. VII, Fig. 74—77). Die Länge des Sagittalstrahles
beträgt 50—120 u, die der Lateralstrahlen 70—120 ı bei einer
basalen Dicke von 10 u, wobei die erstgenannten gewöhnlich — im
Gegensatz zu den parenchymalen Triaktinen — kürzer oder ebenso
lang sind wie die letzteren; der unpaare Winkel mißt 130— 140°.
Das gegliederte Tubarskelett setzt sich aus Tri- und Tetraktinen
zusammen (Taf. VII, Fig. 78—84). Die Basalstrahlen der letzteren
entsprechen im großen und ganzen den ersteren. Sie sind sehr
mannigfach gestaltet. Der Sagittalstrahl ist gewöhnlich länger als
die Lateralstrahlen. Während der erstere gerade und zentrifügal
gerichtet ist, sind die letzteren in den oberen Partien gegen den
Sagittalstrahl konvex; der Scheitel des unpaaren Winkels, der etwa
138° beträgt, ist vollständig abgerundet. Die Lateralstrahlen der
subgastralen Triaktine, die dem gastralen Skelett aufliegen, zeigen
Kalifornische Kalkschwämme. 57
in ihren Anfangsteilen dieselbe Krümmung, in der zweiten Hälfte
aber sind sie wieder nach aufwärts gekrümmt, so daß der ganze
Strahl eine leicht S-förmige Gestalt zeigt. Der Winkel ist entweder
derselbe oder er sinkt bis 106° herab, in welchem Falle die Strahlen
in ihren Anfangsteilen gerade, im der zweiten Hälfte etwas abge-
knickt erscheinen. Die Längenmaße sind sonst wie bei den der-
malen Nadeln, nur daß der Sagittalstrahl bis 200 « lang werden
kann. Der Apikalstrahl der Tetraktine ist einseitig zugespitzt, leicht
gegen den Kammermund gekrümmt und wird 35 « lang. An der
Basis ist er ebenso dick wie die Basalstrahlen, nämlich 6—8 u.
Gastral liegen tangential in mehreren Schichten (etwa 10)
übereinander sagittale Tri- und Tetraktine (Taf. VII, Fig. 85—88).
Während der unpaare Winkel in den mittleren Partien 120—-130°
beträgt, nimmt er oskularwärts bis 170° zu, im äußersten Teile des
Oskularskelettes mißt er 180%. Die Längenverhältnisse wechseln
außerordentlich; die Sagittalstrahlen zählen 60—270 «u, die meist
gebogenen oder gekrümmten Lateralstrahlen ebensoviel. Die Dicke be-
trägt 5—10 u. Ebenso wie die Nadeln des Tubarskelettes sind auch die
gastralen in einer Ebene gegen den Sagittalstrahl konvex, die man sich
senkrecht zur Ebene der Basalstrahlen gelegt denken kann (Fig. 88).
Es ist dies ja selbstverständlich, da diese Strahlen bei ihrer Länge
der Krümmung der Wand folgen müssen. Die Apikalstrahlen
werden 100 u lang und ziehen die Gastralmembran gar nicht oder
nur wenig in die Höhe.
Diese Tri- und Tetraktine bilden nun mit den proximalen
Enden der Oskularrhabde in einer ganz ähnlichen Weise das Oskular-
skelett, wie ich es bei Leucandra heathi schildern werde. Der Ort
aber, wo dieses Skelett gebildet wird, ist hier ein ganz anderer.
Der Schwamm besitzt einen ausgesprochenen „Rüssel“ von etwa
1 mm Länge und 100 u Dicke. Dieser dient dem Oskularskelette als
Grundlage. Die regelmäßige Aufeinanderfolge von modifizierten
Triaktinen und proximalen Rhabdenenden ist hier dieselbe wie dort,
nur ist die Anzahl der Zylinder eine geringere. Die Stricknadeln
reichen nicht alle bis an den Grund des Kragens, sondern nur die
äußersten; je weiter sie nach innen stehen, desto weiter oben be-
findet sich ihr proximales Ende in diesem. Da aber die Nadeln so
ziemlich gleich lang sind, erscheint die Krone schief von innen nach
außen abgestutzt. Interessant ist die Tatsache, daß die Sagittal-
strahlen der Triaktine ebenso wie bei Leucandra heathi außerordent-
lich klein und dünn werden, während die Lateralstrahlen viel kräftiger,
oft in der Mitte stärker als an der Basis sind (Taf. VII, Fig. 86).
Dies scheint mir infolge ökonomischer Zuchtwalhl leicht verständlich,
da ja die Funktion der Sagittalstrahlen von den Stricknadelrhabden
übernommen wird.
Folgende Tabelle diene zur Erläuterung der Maßverhältnisse
der Nadeln. Ich führe nur Triaktine an. Wo drei Winkel ange-
geben sind, liegt jeder dem entsprechenden Strahle in der Reihe
gegenüber.
58 Ferdinand Urban:
Triaktine.,
Sagittalstr. Lateralstr. Winkel zw. den Lateralstr.
f 50u 80, 85 u 133
dermal {110 u 90,100 u 1370
125 u 85, 92 u 139°, 1080, 113%
parenchymal 200 u 120 u 122%, 121°, 1172
165 u 113 u 138°
subgastral 125 u 80, 90 u 1122
Be 170 u 240,230 u 1420
en 135 u 152 u 1500
Der Schwamm gehört in das Subgenus Sycocubus Ldf., welches
Sycandren umfaßt, deren Geißelkammern vier kreuzweise angeord-
neten Längszonen entlang miteinander derart verwachsen, daß ge-
schlossene, vierseitig prismatische Ausfuhrkanäle zwischen ihnen
zustande kommen.
Die Geißelkammern sind langgestreckt, sackförmig, an ihrem
oberen Ende öfter unregelmäßig lappig, ihre Länge ist an jeder
Stelle etwas geringer als die Dicke der Körperwand. Sie sind in
den beiden Endpartien des Schwammes bei geringerer Länge etwas
breiter als im mittleren Teile.
Sieht man eine Serie von Tangentialschnitten durch, so ge-
winnt man in den Aufbau des Kanalsystems folgenden Einblick.
Die ersten Geißelkammeranschnitte trifft man in den mittleren
Partien erst in einer Tiefe von 120 « unter der Oberfläche. Die
dazwischen liegende Partie wird von der Mesogloea gebildet und
enthält die Nadeln der Kammerkronen. Die Kammern mit den
ihnen aufsitzenden Zwischenschichtkappen besitzen einen quadra-
tischen Querschnitt. An den Kanten sind nun diese Prismen in
sehr schmalen Streifen miteinander verwachsen und man bekommt
in den oberen Partien des Schwammes einen Querschnitt, der große
Aehnlichkeit mit einem Schachbrett besitzt, wobei die Geißelkammer-
querschnitte den schwarzen und die Interkanalquerschnitte den weißen
Feldern entsprechen (Taf. VII, Fig. 70, 71). Eine ähnliche Regel-
mäßigkeit bestelit bei Sycandra helleri, doch ist sie bei dem vor-
liegenden Schwamme nach den Figuren Lendenfelds noch aus-
gesprochener wie dort (1891, Taf. XII, Fig. 93). Kommt man nun
über die Mitte, so werden die Interkanalquerschnitte kleiner, rhom-
bisch oder dreieckig; dann nehmen sie wieder quadratischen Quer-
schnitt an, sind aber gegen ihre frühere Stellung um 45° gedreht.
Die Geißelkammern besitzen nun einen runden oder besser gesagt
einen undeutlich achteckigen Querschnitt, und sind längs vier
kleiner Flächen miteinander verwachsen. Noch weiter nach innen,
etwas über dem Ende der eigentlichen Geißelkammern, werden die
Interkanalquerschnitte ganz unregelmäßig, sehr klein und ver-
schwinden vollständig. Oefter verwachsen benachbarte Kammern
miteinander, wobei die trennende Wand schwinden kann und so
Kalifornische Kalkschwämme. 59
die beiden Kammern vollständig miteinander verschmelzen (Taf. VII,
Fig. 70). An dem gastralen Nadellager angelangt endigen die ein-
führenden Kanäle. An dieser Stelle endigt auch das Kragenzellen-
epithel der Radialtuben; durch eine leichte Einschnürung von der
Geißelkammer getrennt — wo sich eine Sphinktermembran befindet
(Fig. 70) — durchsetzt nun ein kurzer ausführender Kanal (durch-
schnittlich 100 u lang) diese Schicht, um mit der etwa 90 „ weiten
Gastralpore in das Oskularrohr zu münden. Diese Oeffnungen
stehen in Reihen nebeneinander, durch ungefähr 60 u breite Brücken
von einander getrennt. Zahlreiche etwa 11 # breite Kammerporen,
die die meisten Kammern in der Aufsicht wie durchlöchert er-
scheinen lassen, führen in die Geißelkammern. Trabekeln sind
keine vorhanden. Da sich die Distalteilo der Kammern nach oben
verschmälern, so werden die Eingänge in das Interkanalsystem
trichterförmig. In diese ragen einzelne Strahlen der hier gelagerten
Triaktine wie Stacheln vor.
Die Farbe des Schwammes ist weiß, er findet sich häufig an
der Ebbegrenze.
Rhabdodermella nuttingi.
Diesen Schwamm habe ich bereits von demselben Fundort be-
schrieben (1902).
Leucandra heathi n. sp.
Taf. VIII und Taf. IX.
„Ihe form is doubtless the most beautiful of all the calcareous
sponges hithertoo known“ sagt Polejaeff eingangs seiner Beschreibung
von Eilhardia schulzei. Ich glaube nun, daß es ebenso zweifellos
ist, daß dieses Epitheton dem vorliegenden Schwamme gebührt;
denn was Schönheit der äußeren Erscheinung und Gestalt betrifft,
übertrifft er entschieden alle bis jetzt bekannten Kalkschwämme.
Dies gilt von dem erwachsenem Individuum, Ich habe in
meiner Sammlung mehrere Exemplare dieses Schwammes. Sie sind
aber in ihrer äußeren Gestalt keineswegs gleich, so daß ich ursprüng-
lich die gleich zu nennende jüngste Form für eine andere Art ge-
halten hatte; man betrachte nur die Figuren 108, 109 und 110.
Da nach dem Skelette und dem inneren Baue kein Zweifel besteht,
daß wir es hier mit ein und derselben Art zu tun haben, so liegt
die Wahrscheinlichkeit nahe, daß hier Individuen verschiedenen
Alters vorliegen. Die jüngste Form (A) Taf. VIII, Fig. 108) ist auf-
recht, zylindrisch, verschmälert sich gegen die Basis und das Os-
kulum. Die Höhe beträgt ohne Oskularkrone etwa 12 mm. Das
terminale Oskulum ist 0,9 mm weit, die Oskularkrone 4 mm lang.
Die mittlere Form (B) (Fig. 109) ist kugelig, etwa 15 mm hoch
und 17 mm breit. Das Exemplar war mit einem großen Teile seiner
60 Ferdinand Urban:
Rückenfläche festgewachsen und infolgedessen liegt das Oskulum
nicht ganz terminal. Das vollständig ausgewachsene Individuum
(C) (Fig. 110, 111) hat die Form eines niederen, gleichseitigen
Kegels, dessen Basalfläche nach unten leicht konvex und dessen
Basalkante abgerundet erscheint. Die Basis trägt Wülste und
Höcker, mit welchen der Schwamm an seinem Substrate — wie
man aus dem haftengebliebenen Detritus schließen kann, meist
Sandboden oder größere Steine — angeheftet ist. Im Mittel ist er
ohne Oskularkrone ungefähr 20 mm hoch und an der Basis etwa
30 mm breit. Der Schwamm wächst also anfangs stark in die
Länge, während dann später das Längenwachstum gegen das Dicken-
wachstum zurücktritt. Daß er im Stadium C wirklich seine voll-
ständige Ausbildung erreicht hat, darauf deutet der Umstand hin, daß
eines der Exemplare eine Knospe gebildet hatte; es besaß nämlich
zwei Oskula, von denen das eine wie gewöhnlich terminal, das
zweite aber ganz an der Basis auf der Spitze einer kegelförmigen
Erhebung lag, sonst aber genau so gebaut war wie das Terminal-
oskulum. Der Gastralraum, in den das zweite Oskulum führte,
kummunizierte mit dem des ersten. Alle Exemplare sind an der
Oberfläche, die uneben und gewellt erscheint (Fig. 112, 113, 114),
ungemein grobstachelig, da in der Haut steckende Rhabde etwa
2 mm über diese hinausragen. Alle besitzen sie eine prächtige
Oskularkrone, die beim ausgewachsenen Individuum eine Länge von
7 mm erreicht. Die Weite des Oskulums ist verschieden, ebenso
wie seine Form. In nicht kontrahiertem Zustand ist es kreisrund,
und bei Exemplar C etwa 5,5 mm — 6 mm breit; durch die Kon-
traktion des in ihm befindlichen Sphinkters wird es elliptisch.
Schneidet man den Schwamm der Länge nach durch, so be-
kommt man bei C das Bild, wie es Fig. 111, 112 zeigt. Das Os-
kulum führt in die zylindrisch nach unten sich nur ‚wenig ver-
schmälernde und etwas zur Seite sich krümmende Gastralhöhle; bei
A zieht sie senkrecht nach abwärts, sich allmählich verjüngend,
uud reicht bis an die Basis des Schwammes. In der Wand be-
finden sich bei C in verhältnismäßig geringer Anzahl die nach
unten an Größe zunehmenden Gastralporen. Bei Exemplar A finden
wir zahlreiche Poren von 120—300 u durchschnittlicher Größe. Die
Verteilung ist ungleichmäßig, die kleineren liegen näher aneinander,
während zwischen den größeren bedeutendere Zwischenräume vor-
handen sind (Fig. 111). Unmittelbar unterhalb des Oskulums ist
schon makroskopisch ein bei C etwa 2,5 mm breiter nach innen
deutlich konvexer Ring von stark seidenartigem (Glanz zu sehen
(Fig. 111, 112). Durch diesen Ring wird das Oskularrohr unter-
halb des Oskulums ziemlich bedeutend eingeengt und an seiner am
weitesten nach innen gelegenen Stelle — etwa im ersten Drittel —
setzt sich die bereits erwähnte Sphinktermembran an. Die Gastral-
poren sind im untersten Teile sehr groß und liegen nahe beiein-
ander; es ist so, als ob sich die Gastralhöhle in die mächtigen, aus
den dicksten Teilen und von unten kommenden Kanäle auflösen
Kalifornische Kalkschwämme. 61
würde. Wie die Figuren zeigen, ist die Wand außerordentlich ent-
wickelt und erreicht am Grunde der Öskularhöhle ihre mächtigsten
Dimensionen: über 1 cm.
Die mikroskopische Untersuchung ergibt nun folgende Auf-
schlüsse über den Bau des Schwammes. Was zunächst das Skelett
desselben betrifft, so besteht dasselbe aus Rhabden und Triaktinen.
Die Maße der letzteren sind bei den jungen Formen die gleichen
wie bei dem ausgewachsenen Individuum.
Die Rhabde sind von dreierlei Art: mächtige spindelförmige,
stricknadelförmige und endlich mikrosklere Stabnadeln.
Die ersteren (Taf. VI, Fig. 2, Taf. IX, Fig. 118-126) stecken
zum kleineren Teile ihrer Länge in großer Anzahl im Parenchym,
mit der größeren Hälfte ragen sie frei über die Oberfläche des
Schwammes und bilden auf diese Weise einen dichten Pelz. Zwischen
großen, augenscheinlich voll ausgebildeten Nadeln findet man zahl-
reiche kleinere, die oftmals noch ganz im Parenchym liegen oder
nur mit einem kleinen Teile über die Oberfläche ragen. Alle diese
Rhabde sind groß, gerade, doppelspitzig, bis 5 mm lang, (bei A
erreichen sie in etwa 3,4 mm das Maximum), ihre größte, in der
Mitte gelegene Dicke beträgt 0,03—0,15 mm. Während sie sich
bei A in einem Winkel der zwischen 30—40° schwankt, gegen das
orale Schwammende neigen, sind sie bei C annähernd senkrecht
zur Oberfläche orientiert. Da die Wand bei A verhältnismäßig
dünn ist, so reichen diese Rhabde weit in die Geißelkammerzone
hinein, in dem basalen Teile durchbohren sie gewöhnlich noch die
Gastralwand und reichen in die Oskularhöhle An dem dem Sub-
strate anliegenden Teile des Schwammes sind diese Nadeln besonders
lang und dienen jedenfalls dazu, die innige Verbindung beider zu
erhöhen. Doch zeigen sich keine besonderen diesem Zwecke
dienenden Differenzierungen.
* Die stricknadelförmigen Rhabde bilden, wie ja bei allen Kalk-
schwämmen, wo sie sich finden, die Oskularkrone und nehmen mit
ihren proximalen, im Schwammkörper steckenden Teilen in hervor-
ragender Weise Anteil an der Bildung des Kollarskelettes. Sie sind
doppelspitzig, gerade oder leicht gekrümmt, bis 7,6 mm lang, 4 bis
12 x diek und äußerst elastisch. Diese Nadeln sind nicht zylindrisch,
wie Häckel angibt (Mon. I, p. 326), sondern sie sind von innen
und außen zusammengedrückt (Taf. IX, Fig. 155); denn der
Querschnitt ist eine ausgesprochene Ellipse, deren große Achse
dem Oskularrande parallel verläuft. Auch die Stricknadeln anderer
Kalkschwämme, die ich mir daraufhin ansah, hatten einen elliptischen
Querschnitt. Die Art ihrer Einfügung, die ich weiter unten schildern
werde, ist eine sehr interessante und ich habe etwas ähnliches in
der Literatur nicht erwähnt gefunden.
Endlich haben wir noch mikrosklere Rhabde (Taf. IX, Eig. 127,
128), die einen dichten Pelz auf der ganzen Oberfläche bilden. Sie
finden sich nicht in der Form eines Stäbehenmörtels, wie bei anderen
Leuconiden, sondern stecken radiär orientiert in der Dermalmembran
62 Ferdinand Urban:
(Taf. VIII, Fig. 114), sind durchschnittlich 40—100 u lang und 1,5
bis 5 ı dick, gerade oder schwach gekrümmt. Der distale Teil
scheint mir leicht vierkantig zu sein und längs dieser Kanten
sitzen nebeneinander knotenartige Verdickungen, so daß dieser Teil
bei schwacher Vergrößerung ein gekörntes Aussehen besitzt; er
endet in einer scharfen, stiletartigen Spitze.
Während sich die Rhabde nur dermal finden, kommen die
Triaktine dermal, parenchymal und gastral vor.
In der Dermalmembran liegen tangential sagittale Triaktine
ohne sonstige bestimmte Orientierung. Sie sind verhältnismäßig
klein und lagern, da die Poren außerordentlich dicht bei einander
stehen, nahe nebeneinander zwischen diesen. Der Sagittalstrahl ist
gewöhnlich kürzer wie die Lateralstrahlen. Die Strahlen sind gerade
oder leicht nach innen gebogen, stumpfspitzig, der Sagittalstrahl
etwa 30—80 u, (ausnahmsweise auch mehr), die Lateralstrahlen 100
bis 170 w lang. Die Strahlendicke beträgt 10—11 u. Subdermal,
in einer Zone von durchschnittlich 450 u Breite, liegen irreguläre
Triaktine, einen ihrer Strahlen distalwärts orientiert, dicht neben-
einander zwischen und in den Wänden der einführenden Kanäle.
Namentlich im letzteren Falle ist diese Lage ausgesprochen und
wir sehen auch hier einen unpaaren Schenkel der Richtung des
Wasserstromes entgegen verlaufen. Die einzelnen Strahlen sind in
verschiedenster Weise verkrümmt, stumpfspitzig, 12—20 u dick.
Nach innen zu gehen sie in die verhältnismäßig größeren, schlankeren,
scharfspitzigen Parenchymtriaktine über. Diese sind der Mehrzahl
nach irregulär, man findet aber auch sagittale, halbsagittale und
manchmal auch reguläre Formen; die Winkel sind bei weitem
konstanter als die Strahlendimensionen. Sie liegen entweder tan-
gential in den Wänden der Kanäle oder zerstreut in der Zwischen-
schicht. Häufig umfassen zwei Strahlen teilweise den betreffenden
Kanal, in dessen Wandung sie liegen, sie sind dann dementsprechend
konkav, und der dritte Strahl ragt frei in die Zwischenschicht.
Manchmal sieht man wie die Dreistrahler Netze bilden, indem
sie paarweise mit einem ihrer Strahlen parallel liegen. Oftmals
ragen auch einzelne in das Kanallumen und ziehen dann das den
Kanal auskleidende Plattenepithel in die Höhe. In den Wänden
der weitesten ausführenden Kanäle liegen sie manchmal in mehreren
Schichten übereinander und nähern sich am Ende derselben in ihrer
Gestalt den gastralen Triaktinen.
Diese Mannigfaltiskeit in der Anordnung findet man haupt-
sächlich beim ausgewachsenen Schwamme. Bei Exemplar A sind
diese Verhältnisse namentlich z. B. in der Rinde erst angedeutet.
Zur Veranschaulichung der unter den dermalen und parenchy-
malen Triaktinen herrschenden Größenverhältnisse möge folgende
Tabelle dienen:
Kalifornische Kalkschwämme. 63
Triaktine.
Sagittalstrahlen Lateralstrahlen Winkel zw. Lateralstr.
46 u 133 u 837 u 150°
een at ie 170 u 1400
LT. 130 u 142°
3a 107 u 1380
98 1 117 u 1350
Subdermal: A Fe ha 128 u 1340
| 92 u 102 u 128 u 1199 1295%111,5°
c I18u 107 u 107 u 116° 1150 1290
922 u 118 « 148 u 1249126° 119°
(112 u 148 u 143 u 124° 120° 1160
Parenchymal: ) 143 u 143 u 204 u 124% 121° 115°
1209 153 u 165 u 124° 121° 1150
[148 u 168 u 148 u 124° 121° 1150
In der Gastralwand liegen sagittale, tangential orientierte
Triaktine (Taf. VII, Fig. 115, Taf. IX, Fig. 146—148), gewöhnlich
mit aboralwärts gerichteten Sagittalstrahlen, die in der Regel
eine Länge von 200 -360 u besitzen. Die Lagerung ist nicht
immer diese ganz regelmäßige, namentlich um die Poren ordnen
sie sich im Kreise an. Die Lateralstrahlen erreichen eine
Länge von 140—290 «u, die Dicke der Strahlen beträgt S—11 u.
Ausnahmsweise kommen Nadeln mit ganz kurzen Lateralstrahlen
vor; bei einer Sagittalstrahlenlänge von 311 u sind die Lateral-
strahlen z. B. nur 97 « lang; die Winkel betragen 120°. Der
Winkel zwischen den Lateralstrahlen schwankt sonst zwischen
125°—140°, nimmt aber gegen das Oskulum hin zu, gleichzeitig
werden auch Sagittalstrahlen und Lateralstrahlen länger, bis im
Oskularskelette die ersteren 380 ı: und mehr, die letzteren bis 750 u
erreichen können. Dabei ist das Verhältnis zwischen Sagittal- und
Lateralstrahlen ein ganz verschiedenes. Eine Nadel z. B. mit 750
langen: Sagittalstrahle hat in einem Falle Lateralstrahlen von 170, im
anderen von 300 u Länge. Der Winkel zwischen den Lateralstrahlen
beträgt im Oskularskelette immer 180° (Fig. 149, 150). Während die
Lateralstrahlen der gastralen Triaktine ziemlich häufig verkrümmt,
selbst wellenförmig gebogen sind, konnte ich dies bei den im Oskular-
skelette gelegenen nur sehr selten konstatieren. Wenn ich oben sagte
„sagittale Triaktine“, so muß ich hinzufügen, daß sich die Symmetrie
gewöhnlich nur auf die Winkel erstreckt, denn die Lateralstrahlen
sind namentlich bei etwas größerer Länge untereinander gewöhn-
lich sehr verschieden. Schon makroskopisch läßt sich erkennen,
daß die gastralen Dreistrahler nicht in einer einfachen Lage in der
Wand des Gastralraumes liegen, sondern in mehreren Schichten —
es sind etwa 25 — übereinander lagern müssen, da im Schnitt
(Fig. 112) deutlich eine etwa 0,4 mm breite Zone, die das Oskular-
rohr umgibt, hervortritt. Die innersten dem Parenchyme zunächst
64 Ferdinand Urban:
gelegenen Schichten enthalten auch zahlreiche parenchymale Drei-
strahler und es findet direkt cin Uebergang von den parenchymalen
Triaktinen zu den gastralen statt. Eingangs erwähnte ich, daß bei
C am Grunde des Öskularrohres (s. Fig. 111) zahlreiche große Poren
nebeneinander liegen und es so aussieht, als ob sich das Oskular-
rohr in mächtige Kanäle auflösen würde. In diese „Kanäle“, setzt
sich das Gastralskelett auf eine ziemlich weite Strecke in derselben
Zusammensetzung fort, in der es den Gastralraum auskleidet; all-
mählich treten dann die Parenchymnadeln an seine Stelle. Dies
findet übrigens, wenn auch in noch beschränkterem Maße, auch
bei den größten der übrigen ausführenden Kanäle statt.
Nun hätte ich noch einige Worte über den Bau und die Zu-
sammensetzung des ÖOskularskelettes zu sagen. Nach Häckel hat
sich eigentlich kein Autor eingehender mit der Untersuchung des
Öskularskelettes befaßt, obwohl sich gewiß bei den vielen von
ihnen beschriebenen Formen dazu Gelegenheit genug geboten hätte.
Der Grund ist der, daß man demselben keine Wichtigkeit,
keine Bedeutung zuschrieb, es für ganz unnötig hielt, dasselbe
näher zu untersuchen. Dendy geht mit einer derartigen Bemerkung
über die Beschreibung des Oskularskelettes hinweg, die sehr charakte-
ristisch ist: „Ihe oscular Skeleton is, however, a very variable
strukture, and of very little importance from the point of view
either of the morphologist or the systematist“. Scheinbar versteht
er unter „Oskularskelett* nur die Nadelkrone. Letztere nennt
Häckel „Peristomkranz“. Dieser besteht nach ihm aus zwei scharf
von einander abgegrenzten Teilen, nämlich dem basalen oder
Halsteil (pars collaris) und dem freien oder Wimperteil (pars
ciliaris). Weiters nimmt er an, daß der pars collaris eine rüssel-
förmige Mundöffnung zugrunde liege, die dann durch das Kollar-
skelett ausgesteift wird. Zu innerst liegen die Nadeln der Gastral-
fläche, dann folgen die basalen Enden der Stricknadeln, die eigent-
lich allein das Kollarskelett bilden, manchmal in Form von mehreren
dünnen Zylindern oder Kegeln, und außen endlich die Nadeln der
Dermalfläche. So sei es z. B. bei Sycandra hystrix der Fall. Bei
vorliegendem Schwamme liegen aber die Verhältnisse etwas anders,
Während in den von Häckel beschriebenen Fällen Nadeln aller
drei Zonen an der Aussteifung des dem Kollarskelett als Grundlage
dienenden Rüssels Anteil nehmen, haben wir bei Leucandar heathi
keine rüsselförmige Verlängerung des distalen Endes des Schwammes,
denn die dem Öskularskelette zugrunde liegende Partie entsteht
unterhalb des Oskularrandes durch eine starke Verdickung der
Zwischenschicht an dieser Stelle, deren Festigung von den basalen
Enden der Stricknadeln und den gastralen Triaktinen gleichmäßig
besorgt wird. An die Stelle der Trermini „Kollarskelett“, „pars
collaris* hätte wohl „Oskularskelett“, „pars oscularis“ zu treten, um
diese Ausdrücke allgemein brauchbar zu machen. Die Stricknadeln
sind nicht von gleicher Länge, sondern die mittelsten sind die
längsten; von da nehmen sie sowohl nach innen als nach außen
Kalifornische Kalkschwämme. 65
an Länge ab, und zwar nach innen viel rascher. Die Zahl dieser
Stricknadeln ist eine ganz enorme. Häckel spricht schon von vielen
Tausenden. Ich habe ungefähr die Anzahl berechnet, die bei
unserem Schwamme die Oskularkrone zusammensetzen und bin auf
die Zahl 20.000 gekommen; ich glaube nicht, daß sie zu hoch ge-
griffen ist.
Legt man einen Schnitt etwa durch die Mitte jenes eiugangs
erwähnten Ringes, so bekommt man ein Bild, wie es die Figur 153
zeigt. Kombiniert man dieses mit einem Längsschnitte (Fig. 177),
so ergibt sich folgendes: Zu innerst liegen die verhältnismäßig
kurzen Stricknadeln ziemlich regellos um das Oskulum herum;
weiter nach außen beginnen sie sich zu konzentrisch gelegenen
Zylindern anzuordnen, von denen die mittleren etwa 4—5 Nadeln
tief sind. Innerhalb eines solchen Zylinders stehen die Nadeln
(Fig. 154, 155) nicht in geordneten Kreisen, sondern ganz unregel-
mäßig nebeneinander. Es sind etwa 10 solcher außerordentlich
regelmäßiger Zylinder vorhanden. Weiter nach außen wird dann
die Lagerung wieder unregelmäßig und zu äußerst stehen die
Nadeln wieder einzeln und zerstreut. Diese regelmäßige Anordnung
der basalen Teile der Stricknadeln wird dadurch erzeugt, daß sich
zwischen sie ebenso breite Zylinder gastraler Triaktine ein-
schieben, die in der oben beschriebenen Weise modifiziert sind und
vollständig gleichgerichtet nebeneinander liegen (Fig. 116). Es
wechseln also regelmäßig Lagen von Triaktinen und basalen Strick-
nadelenden ab und es wird dadurch ein hoher Grad von Festigkeit
erzeugt.
Schließlich möchte ich hier noch bemerken, daß in den dem
Boden zugekehrten Partien der Schwammoberfläche das Skelett
besonders stark entwickelt ist, wodurch diese Teile bedeutend
gefestigt erscheinen. Die Zahl der mikroskleren Rhabde ist hier
eine größere, sie erreichen eine bedeutendere Länge als irgendwo
in der übrigen Oberfläche. Daß auch die großen Rhabde hier
viel stärker werden, habe ich schon erwähnt.
Macht man von der Oberfläche des Schwammes einen Tangential-
schnitt, so erhält man ein Bild, wie es Figur 159 zeigt. Man sieht
ein weitmaschiges Gitter mit verhältnismäßig schmalen Netzbalken.
Die rundlichen Maschen — die Dermalporen — messen etwa 40
bis 50 w im Durchmesser, während die Entfernung der einzelnen
Poren von einander nur 10—15 u beträgt. In den Balken liegen
die oben erwähnten Triaktine und stecken die mikroskleren Rhabde
in Büschelreihen nebeneinander. Wie Figur 160 zeigt, wird die
Weite der Poren durch eine Membran reguliert, die von den sie
umgebenden Dermalzellen gebildet wird. Letztere nehmen im Falle
der Kontraktion Flaschengestalt an. Die Poren führen in kleine
Kanälchen (Fig. 114), die entweder den Durchmesser der Pore bei-
behalten, also zylindrisch sind oder sich in der Mitte einschnüren,
sanduhrförmig werden oder endlich auch nach unten sich verbreitern:
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. I. H.1. 5
66 Ferdinand Urban:
eine Form, die mit dem jeweiligen Kontraktionszustand zusammen-
hängt. Zur Illustration des Kanalsystems dienen die Figuren 112,
113, 114. Es bedarf dazu eigentlich keiner erklärenden Worte.
Ein ganzer Porenbezirk mündet in einen unter der Oberfläche ge-
legenen Raum, deren zahlreiche sich wiederum zu einem weiteren
aber gewöhnlich kurzen Kanale vereinigen. Mehrere solche Kanäle
zusammen verbinden sich zu einem Hauptkanale, der nach abwärts
zieht. In den Wänden der vorher erwähnten Räume und der ersten
kurzen Kanäle liegen in der schon beschriebenen Weise die
Triaktine außerordentlich dicht und bilden zusammen mit dem
Skelett der Dermalfläche eine sehr feste Rinde von fast
lmm Dicke. In den obersten Partien, um das Oskulum, sind
die Hauptkanäle schmal und kurz wie bei den meisten Leu-
coniden und verästeln sich sehr bald; in den dickeren Teilen des
Schwammes aber werden sie 1 mm und darüber breit und ziehen
unverzweigt zentralwärts. Oftmals treten mehrere miteinander
in Verbindung und bilden im Schwammkörper mächtige Räume, wie
solche auf der Figur 112 deutlich zu erkennen sind. Auf ihrem
Wege zum Oskularrohr, an das die letzten Ausläufer auf eine Ent-
fernung von 0,4 mm heranreichen (also bis zum Skelett der gastralen
Fläche), geben sie zahlreiche Divertikel von verschiedenem Durch-
messer seitwärts ab, die nahezu senkrecht auf dem Hauptkanale
stehen und sich zwischen die Geißelkammern hineindrängen und
verzweigen. Der Hauptkanal verliert allmählich an Breite, erst in
den innersten Partien löst er sich an seinem untersten Ende in
einzelne Zweige auf. Die ausführenden Kanäle lassen eine deutlich
baumförmige Anordnung erkennen. Sie erreichen eine ebensolche
Weite wie die einführenden und öffnen sich mit den oben er-
wähnten Gastralporen in das Oskularrohr. Wenn man den äußerlich
massig aussehenden Schwamm durchschneidet, so ist man erstaunt
zu sehen, welch’ großer Teil auf die den Körper durchsetzenden
Hohlräumen entfällt.
Die Geißelkammern stehen außerordentlich nahe beisammen
und platten sich gegenseitig sehr stark ab. Sie sind daher keines-
wegs immer rundlich, oftmals haben sie ganz unregelmäßige Formen:
plattgedrückt, lappig etc. Sie besitzen einen Durchmesser von
durchschnittlich 140—150 «u. Kammerporen sind zahlreich vor-
handen und halten etwa 20 u im Durchmesser, sie sind zweifellos
intracellulär.
Ich kann mich nicht enthalten, an dieser Stelle darauf hinzu-
weisen, wie falsch und irreführend die Schemata vom Aufbau der
Leuconiden in Lehrbüchern der Zoologie, vergleichenden Ana-
tomie, zoologischen Praktika etc. gegeben werden. Die Gröben-
verhältnisse der Geißelkammern z.B., das einführende Kanalsystem
sind ganz schlecht dargestellt, immer wieder findet man die
Häckel’sche Figur reproduziert, obwohl schon oftmals darauf hin-
gewiesen wurde, daß sie falsch ist. Es wäre wirklich lohnend, ein
neues, richtiges Schema zu schaffen.
Kalifornische Kalkschwämme. 67
Nun hätte ich noch ausführlich den Bau der bereits öfter
erwähnten Oskularmembran zu erörtern, die in Taf. IX, in den
Figuren 152, 153, 156 und 157 dargestellt erscheint. Ich habe mich
für diese Bildungen im allgemeinen interessiert und auch bei anderen
mir zugänglichen Kalkschwämmen danach gesucht und sie auch
gefunden, Leucandra aspera z. B. zeigt sie ganz regelmäßig. Da
meine Untersuchungen in diesem Punkte noch nicht beendet sind,
so werde ich seiner Zeit ausführlich über den Bau der Oskular-
membran dieses Schwammes berichten, will hier nur erwähnen, daß
Fig. 158 die Flächenansicht eines Teiles des Epithels ist, das das
Oskularskelett gastralwärts bedeckt und auch das ‚untere Epithel-
lager der Oskularmembran bilde. Wie leicht zu erkennen ist,
stehen die Zellen durch breite Fortsätze miteinander in Verbindung.
Diese Spezies kommt, wie mir Professor Heath mitteilt, nur an
einem Punkte vor, der ungefähr 7 Meilen von Pacific-Grove ent-
fernt ist; sie lebt in Felsspalten in einer Tiefe von 5—4 Fuß unter
der Ebbegrenze, dort wo der Wellenschlag nicht sehr heftig ist.
Die Farbe ist weib.
Leucandra apicalis n. sp.
Taf. VII, Fig. 89-107.
Ähnlich wie bei Leucandra heathi haben mir auch von diesem
Schwamme mehrere Exemplare vorgelegen, die ich anfänglich nicht
für dieselbe Spezies hielt. Wenn ich sie jetzt doch unter einem
Namen zusammenfasse, so begründe ich das damit, dab die zwar
bestehenden Unterschiede viel zu geringfügig sind, als dab ich eine
Trennung vornehmen könnte. Jedenfalls haben wir wie bei der
eben früher beschriebenen Spezies ein Exemplar A als ein Jugend-
stadium der ausgewachsenen Form C anzusehen, von der ein Exemplar
die volle Ausbildung ebenfalls durch die Andeutung des Beginnes einer
Knospenbildung bekundete. Während Form A (Taf. VII, Fig. 89) von
eiförmiger Gestalt, 5,5 mm hoch und 4 mm breit ist, hat Ö eine ab-
gerundet dreieckige Form und ist 10 mm hoch und 14 mm breit.
Dazwischen steht ein Exemplar — ich will es B nennen (Fig. 90)
— von 10 mm Höhe und ebensolcher Breite. Die Oberfläche dieses
Schwammes ist wulstig und durch die vorstehenden Rhabde stachelig.
Das elliptische Oskulum ist etwas seitlich abgerückt, was damit zu-
sammenhängt, daß die Ansatzfläche seitlich liegt. Wir finden eine
kleine Oskularkrone, die bei A 0,6 mm, bei C 0,9 mm lang wird. Bei
A und B haben wir ein zylindrisches, etwas abgeplattetes Oskular-
rohr, das sich nur bei B etwa im zweiten Drittel erweitert, nach
unten allmählich an Breite abnimmt, und knapp über der Ansatz-
fläche endet. Bei © erweitert es sich etwa 2 mm über der Ansatz-
fläche zu einem flachen, horizontal liegenden Raume. Wie bei Leu-
candra heathi besitzen auch bei dieser Art die größeren aus-
führenden Kanäle, namentlich in den basalen Partien des Schwammes,
5*
%
68 Ferdinand Urban:
in ihren dem Oskularrohr zunächst gelegenen Teilen, dasselbe Skelett
wie dieses selbst. Die Gastralfläche ist infolge der vorstehenden
Apikalstrahlen der gastralen Tetraktine stark dornig (Fig. 90).
Das Skelett besteht aus Rhabden, Triaktinen und Tetraktinen.
Von den ersteren finden sich vier Arten: einmal stricknadelförmige
im Peristome, durchschnittlich 0,6—0,9 mm lang und 6 „ breit.
Sie liegen in mehreren Lagen übereinander, ohne daß es jedoch zur
Ausbildung eines solchen Oskularskelettes wie bei Leucandra heathi
käme; dann spindelförmige Stabnadeln, die teils in der Körperwand
stecken und mit einem Teil — das wieviel ist sehr verschieden —
über die Oberfläche hervorragen, teils vollständig im Körper liegen.
Der Winkel, den die ersteren mit der Oberfläche einschließen, ist
verschieden, und beträgt gewöhnlich 45°—65°. Die im Parenchym
liegenden Rhabde besitzen keine regelmäßige Anordnung und Lage.
Sie finden sich allenthalben zerstreut, teils einfach horizontal liegend,
teils eine Spitze nach außen gerichtet; zwischen dieser Lage und
der, wo ungefähr die Hälfte der Stabnadel außerhalb des Körpers
liegt, finden sich — was namentlich bei A sehr deutlich ist — alle
Übergänge (Fig. 89). Es kommt bei dieser Form auch vor, daß
die Stabnadeln die Gastralwand durchbrechen. Im allgemeinen
liest der größere Teil der Nadellänge im Körper. Ihre Größen-
verhältnisse sind sehr variabel, sie werden 0,62 —2,7 mm lang,
wobei bei A das Maximum schon bei 2,35 mm liegt. Ihre größte
Dicke befindet sich meist ungefähr in der Mitte, und beträgt etwa
62—67 u; gewöhnlich sind sie leicht gekrümmt. Bei © sind die
kleineren Stabnadeln oftmals keulenförmig gestaltet.
In der ganzen äußeren Oberfläche finden sich weiter bei B und
C Mikrorhabde, die gewöhnlich einfach spindelförmig und leicht
gekrümmt sind, öfter aber eine scharfe Spitze und darunter eine
kleine ringförmige Anschwellung, ähnlich wie bei Leucosolenia
eleanor und Leucandra heathi, besitzen. Diese Nadeln finden sich
auch zwischen den Gastralnadeln liegend, ragen aber selten frei
ins Lumen; bei A kommen sie ziemlich vereinzelt vor. Sie werden
70—140 u lang und 3—4 u breit.
Endlich besitzt der Schwamm an dem dem Substrat aufsitzenden
Teile langstricknadelförmige Rhabde von derselben Dicke, wie die
der Oskularkrone, welche in ihren distalen Teilen einreihig oder doppel-
reihig mit kleinen scharfen nach aufwärts gekrümmten Dornen be-
setzt, sind (Fig. 103, 104, 105). Diese Dornen stehen nicht in
regelmäßigen Abständen voneinander, sondern oft dicht neben-
einander, manchmal wieder in größeren Zwischenräumen. Im all-
gemeinen nehmen diese von unten nach oben zu. Gewöhnlich
findet man bei den einseitig bedornten Nadeln dort, wo größere
Zwischenräume sind, neben diesen etwas seitwärts eine Anzahl von
Dornen. In vielen Fällen sieht man an Stelle der Dornen bloß
stumpfe Höcker (Taf. VII, Fig. 104).
Triaktine finden sich dermal, parenchymal uud gastral. Der-
mal (Fig. 91—93) bilden sagittale Dreistrahler eine dünne Rinde,
Kalifornische Kalkschwämme. 69
indem sie in zwei bis drei Lagen übereinander liegen. Sie sind
tangential orientiert, bei A mit ungefähr aboral gerichtetem Sagittal-
strahle; bei C läßt sich eine Regelmäßigkeit nicht mehr erkennen.
Die Sagittalstrahlen sind konisch, zugespitzt, 74—190 « lang; die
Lateralstrahlen haben eine Länge von 107 -274 u, sind meist
länger als die Sagittalstrahlen, unter sich bei etwas größerer Länge
sehr oft ungleich lang und gekrümmt; sie schließen einen Winkel
von 140°—-150° ein. Während die Strahlendicke im allgemeinen
15 u beträgt, finden sich zerstreut auch Nadeln von nur 10 x Dicke.
Die parenchymalen Triaktine (Fig. 94-98) lassen bei A insofern
eine Regelmäßigkeit in der Anordnung erkennen, als die Sagittal-
strahlen der meisten wenigstens — ausgesprochen ist dies bei den
subgastralen — die Tendenz zeigen, sich radial und zentrifugal zu
orientieren. Bei Ü liegen sie vollständig regellos im Körper,
höchstens in den Wänden der ausführenden Kanäle tangential.
Während man sie bei A noch als sagittal bezeichnen kann, mub
man sie bei C der Mehrzahl nach irregulär nennen. Obwohl in
Maßzahlen der Strahlen und Winkel eine große Variabilität
herrscht, — es finden sich alle möglichen Formen (s. Tabelle) —
so ist es doch auffallend, daß die einzelnen Strahlen gewöhnlich
nicht sehr viel von einander und die Winkel von 120° ver-
schieden sind. Im Parenchym der Ansatzfläche findet man Drei-
strahler mit sehr langen, aber dabei sehr schmalen Strahlen.
Gastral und, wie schon erwähnt, in den proximalen Teilen der
ausführenden Kanäle liegen in mehreren Lagen tangential orientierte
Tri- (Fig. 99, 100) und Tetraktine (Fig. 101, 102, 106). Die ersteren
entsprechen so ziemlich den Basalstrahlen der letzteren. Die Größen-
verhältnisse sind äußerst variabel. Die Länge der schlanken,
scharfspitzigen Sagittalstrahlen schwankt zwischen 160 —340 uw;
die Lateralstrahlen sind meist gekrümmt und verbogen, vielfach
ungleich lang und und schwanken zwischen 180—410 u. Sie sind
häufig an der Basis dicker als der zugehörige Sagittalstrahl; der
letztere Fall trifft immer bei den in der Nähe des Oskularrandes
gelegenen Nadeln zu, wo auch der Sagittalstrahl sehr kurz werden
kann (Fig. 100). Der Winkel zwischen den Lateralstrahlen beträgt
gegen 133°; gegen das Oskulum nimmt er zu, bis er am Oskular-
rand etwa 170° beträgt. Winkel von 180° habe ich nicht beob-
achtet. Die Apikalstrahlen der Tetraktine sind oralwärts gekrümmt,
86—160 „u lang; sie ziehen das Gastralepithel empor. Die Triaktine
dieses Schwammes sind voneinander keineswegs scharf unterschieden,
die parenchymalen sind durch alle möglichen Uebergänge mit den
dermalen und gastralen verbunden.
Zur Veranschaulichung der Nadelverhältnisse diene folgende
Tabelle:
0 Ferdinand Urban:
Triaktine.
Sagittalstrahlen. Lateralstrahlen.
Länge Breite Länge Breite Winkel zw. Lstr.
dermal A 143 u 16 u 224 u 13 u 150°
B 34 u 15 u 150, 200 u 15 u 155°
C 189 u 15 u 183 u 15 u 150°
subdermal 107 u 15 u 189 u 13 u 150°
parench. A 2 er a 204 u 17 u 115°
B 225 u 18 u 225 u 18 u 124°
240 u 17 u 158 u 17 u 117° 122% 427%
C 20 u 17u 220 u 17 u 120°
230 u 17 u 195, 183 u 17 u 118°, 122°, 120°
a 240 u 10 u 250 u 10 u 135°
Bra 150« 104 350, 3004 10u 147°
Tetraktine.
Basalstrahlen, Apikalstrahl.
Sagittalstrahlen, Lateralstrahlen.
Länge Breite Länge Breite Winkel z.Lstr.
158 u 10 u 306, 270 u 10 u 140° 100 u
342 u 10 u 270 u 12 u 158° 140 u
Die anatomischen Verhältnisse sind dieselben wie bei Leucandra
heathi. Die Geißelkammerzone reicht bis unmittelbar an die Rinde.
Die gastralen Oeffnungen der ausführenden Kanäle sind unregel-
mäßig verteilt, die größeren haben bei A etwa 300 „u im Durch-
messer, bei © ungefähr 400 u, sind aber untereinander verschieden
groß (Fig. 106).
Die Farbe des Schwammes ist weiß, er findet sich in größeren
Gruppen — bis 30 — an der Ebbegrenze.
Kalifornische Kalkschwämme. il
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Fig.
Fig.
Fig.
des Tierreiches von Bronn II.
Erklärung der Abbildungen.'!)
Tafel VI.
Leucosolenia eleanor.
1. Eine Kolonie durch einen Vertikalschnitt in zwei Hälften zerlegt;
Ansicht der Schnittfläche. >< 1,5; phot. Zeiß Anastigmat 1:12,5,
F= 480 mm.
2. Teil einer jungen Kolonie auf den Stabnadeln von Leucandra heathi.
x 8; phot. Zeiß, Planar 1:4,5, F=50.
3—13. Oskularröhren von der Oberfläche der Kolonie mit ihren Divertikeln.
Fig. 3— 5 .< 3,6; :
in A © h phot. Zeiß, Planar 1:45, F=50.
.14. Röhrenanastomose aus dem Inneren der Kolonie; der eine Ast zeigt
einen Divertikel (X). ><3,6; phot. Zeiß Planar 1:4,5, F=50.
ig. 15. Stabnadel. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
.16. Stabnadel. ><250; phot. Leitz Obj.8.
.17—25. Triaktine. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
.26—32. Tetraktine. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
33. Nadelbildungszelle am distalen Ende einer Stabnadel. >< 188; phot.
Leitz Öl-Imm, F= 21.
.34. Junger Triaktin mit seinen Bildungszellen. >< 640; gezeichnet Leitz
Öl-Imm., F= 2,1, Ok.0. Prierokarmin,
.39. Geschlossenes Divertikel, das die Nadelanordnung erkennen läßt.
x 30; phot. Leitz Obj. 3.
.36. Oberflächenansicht eines Teiles einer Oskularröhre. >< 100; phot.
Leitz Obj. 5.
D) Diese Tafeln wurden nach meinen Photographieen und Zeichnungen in
Lichtdruck reproduziert, und es ist damit jedenfalls bewiesen, das dieses Ver-
fahren namentlich was Darstellung histologischer Details betrifft, dem bisher
üblichen weit überlegen ist.
74
Fig.
Fig.
Fig.
37.
. 38.
.39.
. 40.
dl:
42—
ig. 63.
. 64.
. 65.
. 66.
. 67.
ig. 68,
.69.
U):
el:
.72, 73. Mikrorhabde. > 250; phot. Leitz Öl-Imm., F= 2,1.
. 74—88, Tri- und Tetraktine des Skelettes. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
89.
Ferdinand Urban:
Oberflächenansicht eines Teiles eines geschlossenen Divartikels nahe
dem Ursprunge (der Pfeil bedeutet die Strömungsrichtung des Wassers).
>< 100; phot. Leitz Obj. 5.
Längsschnitt durch die Körperwand. ><360; phot. Leitz Öl-Imm.,
F=2,1. Eisenhaematoxylin. (Zeigt Zellkerne auf dem Apikal- und
teilweise auch Sagittal-Basalstrahl eines Tetraktins).
Längsschnitt durch die Körperwand. >< 300; phot. Leitz Öl-Imm.
F=2,1, Anilinblau.
Querschnitt durch die Körperwand. X 250; phot. Leitz Öl-Imm.,
F=21. Anilinblau.
Längsschnitt durch die Körperwand, welcher deutlich fünf Fiaskzellen er-
kennen lässt. x 350; phot. Leitz Öl-Imm., F= 2,1. Eisenhaematoxylin.
62. Dermale Epithelzellen.
Fig. 4245, 47-55, 57, 59-62. >< 980; gez. Leitz Öl.-Imm.,
F= 2,1, 0k.2. Eisenhaematoxylin.
Fig. 46. >< 600; phot. Leitz Öl-Imm,, F=2,1. Anilinblan.
Fig. 56. 280; phot. Leitz Öl-Imm., F=2,1. Eisenhaematoxylin.
Fig. 58. >< 290; phot. Leitz Öl-Imm., F=2,1. Eisenhaematoxylin,
Tarel.VIL
Leucosolenia eleanor.
Ansicht der Gastralfläche einer Oskularröhre. >< 100; phot. Leitz
Obj.5. Eisenhaematoxylin.
Ansicht der Gastralfläche einer Röhre aus dem Inneren der Kolonie.
>< 100; phot. Leitz Obj.5. Eisenhaematoxylin.
Amoeboide Zelle. ><980; gez. Leitz Öl-Ium, F=2,1, Ok.2. Eisen-
haematoxylin.
Amoeboide Zelle, teilweise mit einer gelblichen Masse erfüllt. >< 980;
gez. Leitz Öl-Imm, F=2,1, Ok.2. Eisenhaematoxylin.
Amoeboide Zelle. ><980; gez. Leitz Öl-Imn., F= 2,1, Ok. 2. Eisen-
haematoxylin.
Kragenzellen. ><980; gez. Leitz Öl-Imm.,, F=2,1, Ok.2. Eisen:
haematoxylin.
Sycandra coacta.
Medianschnitt durch ein Individuum. ><9; phot. Zeiß Planar 1:4,5,
F=50. Anilinblau.
Teil eines Tangentialschnittes (unten seitlich sind bereits die Gastral-
poren getroffen). >25; phot. Zeiß Planar 1:4,5, F==20. Anilinblau
Teil des Tangentialschnittes Fig.70. 100; phot. Leitz Obj.5. Anilinblau.
Leucandra apicalis.
Medianschnitt durch ein junges Exemplar (A). X 9; phot. Zeib
Planar 1:4,5, F=50. Pikrokarmin.
Kalifornische Kalkschwämme. 75
Fig. 90. Medianschnitt durch ein älteres Exemplar (BJ. >< 9; phot. Zeiß
Fig
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Planar 1:45, F=50. Anilinblan.
91--102. Tri- und Tetraktine des Skelettes. ><100; phot. Leitz Obj. 5
103 Dornenrhabd der Ansatzfläche. >< 740; gez. Leitz Obj. 8, Ok. 3.
104. Dornenrhabd der Ansatzfläche. 370; phot. Leitz Öl-Imm., F=2,.
105. Dornenrhabd der Ansatzfläche. 370; phot. Leitz Öl-Imm, F=2,1.
106. Tangentialschnitt der Gastralfläche. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
107. Junge Stabnadel mit ihren Bildungszellen. > 980; gez. Leitz Öl.-
Imm., F=2,1, Ok.2.,
Tafel VII.
Leucandra heathi.
108. Junges Exemplar (A). ><1,8; phot. Zeiß Anastigmat 1:12,5, F=480.
109. Älteres Exemplar (B). 1,5; phot. Zeiß Anastigmat 1:12,55, F=480.
110. Ausgewachsenes Exemplar (C). 1,5; phot. Zeiß Anastigmat 1:13,5,
F=480.
111. Ein erwachsenes Exemplar durch einen Vertikalschnitt in zwei
Hälften zerlegt; Ansicht der Schnittfläche. x 1,8; phot. Zeiß Ana-
stigmat 1:12,5, F=480.
112. Medianschnitt von diesem Exemplar (Fig. 111). es phot. Zeiß
Planar 1:4,5, F=50. Anilinblau.
113. Teil der eines solchen Schnitte, >< 14; phot. Zeiß
Planar 1:4,5, F=20. Anilinblau.
114. Schnitt durch die Oberfläche. ><32; phot. Leitz Obj. 3. Anilinblau
115. Tangentialschnitt der Gastralfläche. >< 43; phot. Zeiß Planar 1:4,5,
F=2%0.
116. Tangentialschnitt der gastralen Fläche des Oskularskelettes. >< 32;
phot. Zeiß Planar 1:4,5, F=20,
117. Radialschnitt durch das Oskularskelett. ><35; phot. Leitz Obj. 5
ANEECH IA DE
Leucandra heathi.
118—126. Rhabde. >20; phot. Zeiß Planar 1:45, F=20.
127. Mikrorhabd. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
128. Mikrorhabd. ><340; phot. Leitz Öl-Imm., F= 2,1.
129. Parenchymale Triaktine. ><20; phot. Zeiß Planar 1:4,5, F=20.
130—132. Gastrale Triaktine. ><20; phot. Zeiß Planar 1:45, F=20.
133—145. Triaktine. > 100; phot. Leitz Obj. 5
146—148. Gastrale Triaktine. ><100; phot. Leitz Obj. 5.
149, 150. Triaktine des Oskularskelettes. ><100; phot. Leitz Obj. 5
151. Proximales Ende einer Stabnadel. >30; phot. Leitz. Obj. 3.
152. Oskularmembran von oben gesehen. Nat. Gr.; phot. Zeiß Planar 1:4,5,
21:
153. Querschnitt durch das Oskularskelett in der Höhe des Sphinkters.
x 4,5; phot. Zeiß Planar 1:4,5, F=Öü.
76
Fig. 154.
Fig. 155.
Fig. 156.
Fig. 157.
Fig. 158.
Fig. 159.
Fig. 160.
Ferdinand Urban.
' Teil dieses Schnittes | ie : Sr en a .
Peripherischer Sagittalschnitt durch das Oskulum mit Schließmembran
des Individuums T. III Fig. 108. >< 10; pliot. Leitz Obj. 3.
Medianschnitt durch das Oskulum mit Schließmembran des In-
dividuums T. III Fig. 108. >26; phot. Leitz Obj. 3.
Epithel von der gastralen Oberfläche des Oskularskelettes. >< 280,
phot. Leitz Ol-Imm., F= 2,1.
Dermalporen von oben gesehen. ><50; phot. Leitz Obj. 3.
Schließmembranen dreier Dermalporen. An der der halbgeschlossenen
sind sechs flaschenförmige Dermalzellen erkennbar. >x< 200; phot. Leitz
Öl-Imm.; F=2,.
Zur Biologie und Morphologie
von Halicore dugong.
Von
H. Dexler und L. Freund.
Aus dem Tierärztlichen Institut der K. K. Deutschen Universität Prag.
Ausgeführt mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung
deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen.
Hierzu Tafel X—XII und 1 Figur im Text.
A. Biologie.
Die Nachrichten über die Lebensweise von Halicore dugong,
die bis heute zur Kenntnis der Fachgenossen gekommen sind, be-
schränken sich eigentlich nur auf eine ausführliche Darstellung
Klunzingers, der als Sanitätsarzt in Koseir in den 60iger Jahren
diesbezügliche Angaben der Beduinen über den Dugong des Roten
Meeres gesammelt hat. Von ihm stammt auch die Darstellung in
Brehms Tierleben. Die wenigen, die vor und nach ihm sich mit
diesem Gegenstande beschäftigt haben, tragen nur wenig Originales
bei. Es erscheint daher die Mitteilung von Beobachtungen aus
jüngster Zeit gerechtfertigt, die das Notizenmaterial des einen von
uns (Dexler) zur Grundlage hat. Durch die munifizente Unter-
stützung der „Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft,
Kunst und Literatur in Böhmen“ war der genannte Beobachter in
der Lage, sich im Jahre 1901 nach dem Korallenmeere zu mehr-
monatlichem Aufenthalt zu begeben und dort dem Fange des Dugong
persönlich zu obliegen. Dabei bot sich auch die seltene Gelegen-
heit, einen gefangenen Dugong durch 48 Stunden in seinem Ver-
halten genau zu betrachten und im Leben zu untersuchen, was
unseres Wissens bei Halicore dugong bisher noch nicht möglich
gewesen ist.
Die flache niedere Küste Ostaustraliens ist ein ausgezeichneter
Aufenthaltsort für den Dugong. Stark versandet, bildet sie weite,
seichte Buchten, die durch zahlreiche Kanäle und Passagen mit
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.2. 5
78 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
der Außensee in Verbindung stehen. Hier findet sich der
pflanzentragende Seegrund, auf dem die als „Dugonggrasses“
bezeichneten Pflanzen vorkommen, die die Nahrung des Dugong
bilden. Diese Gründe bieten dem Dugong eine vorzügliche
Weide und er gehört auch zu ihren ständigen Bewohnern,
da er zur Befriedigung seines Nahrungsbedürfnisses an der-
artige Gegenden gebunden ist. Wo immer diese Bedingungen er-
füllt werden — wozu noch Seewasser und eine gewisse Temperatur
zu rechnen sind — da findet sich der Dugong. Darin stimmen alle
Beobachter wie Rüppel, Klunzinger, Finsch und Semon über-
ein. Das Seewasser ist sein eigentliches Element. Ob er auch im
Brackwasser der Flußmündungen angetroffen wird, wie manche,
z.B. Brown behaupten, ist fraglich, da, wie schon Finsch be-
merkt, darüber Beobachtungen fehlen und auch in unserem Falle
nichts dergleichen in Erfahrung gebracht werden konnte. Den alten
Queensländer Dugongfischern ist davon wenigstens nichts bekannt.
Daß er das Süßwasser der Flüsse selbst aufsucht, ist ausgeschlossen.
Bei Tage hält er sich in größeren Tiefen und auf der Außen-
see auf und nur des Nachts kommt er durch die erwähnten Kanäle
in die Bayen, um zu äsen, welche Beobachtung sich mit der von
Klunzinger im Roten Meer gemachten und den Angaben von
Semon und Finsch deckt. Bezüglich ihres Erscheinens bei Nacht
macht Klunzinger eine merkwürdige Mitteilung nach Berichten
der Beduinen. Man erkenne, so sollen diese behaupten, die Dugongs
bei Nacht außer an ihrem Schnauben noch an der Phosphorescenz des
bewegten Wassers und verraten sie sich (was ihm wiederholt ver-
sichert wurde, aber schwer zu glauben ist) durch 3 leuchtende
Flecken am Rücken. Krauss schwächt dies zu einem „durch das
Leuchten des Meeres“ ab, bei Brehm aber wird dies so erklärt,
daß das beim Schwimmen bewegte und daher leuchtende Meer an
drei Stellen erglänze, die wohl den Wellenkreisen entsprechen, die
durch Kopf, Rückenmitte und Schwanzfinne erregt werden. Doch
Langkavel zitiert wieder Klunzingers Mitteilung. Eine derartige
Erscheinung kam in den australischen Gewässern niemals zur Be-
obachtung, wobei die dort, vorhandene geringe Phosphorescens des
Oberflächenwassers in der damaligen Jahreszeit (australischer Winter)
vielleicht etwas beitragen mag.
Immerhin spricht trotz des starken Leuchtens tropischer Meere
manches dafür, daß es sich um eine fehlerhafte, nicht für den
Dugong geltende Beobachtung handeln muß. Denn bei der Schwimm-
weise des Dugongs kommt zuerst der Kopf um Atem zu holen über
Wasser, selten nachher der Rücken, niemals der Schwanz. Bei
stark phosphorescirendem Wasser mag es dabei wohl ein mehr oder
weniger deutliches Aufleuchten geben. Daraus auf die Art des
Tieres zu schließen, halten wir ebenso unmöglich, wie aus der Art
des Schnaubens. Dexler hat in Gewässern gefischt, in denen Du-
gongs und Delphine gemeinsam vorkamen und, in den Tropen-
nächten viele Stunden bei den Netzen auf der Lauer liegend, in das
und Morphologie von Halicore dugong. 79
Treiben dieser Tiere Einblick genommen. Niemals konnte man aus
dem oft in nächster Nähe ertönenden Schnauben sagen, welche
Tiere zur Stelle waren. Auch die darum befragten black fishermen,
sonst so ausserordentlich erfahren in dem Spüren ihrer Beute,
konnten aus den gehörten Atemgeräuschen keine Kennzeichen ab-
leiten.
Es ist bekannt, daß die Schwimmbewegungen des Tieres im
allgemeinen langsam und schwerfällig sind (Klunzinger und
Finsch). So wurden eines Abends spät vom Boot aus 6 Dugongs
bemerkt, die kaum 10 m entfernt träge aus dem Wasser auftauchten
und sich nach vorne überwälzend wieder verschwanden. In der
Regel kommt der Dugong nur mit der Nasenpartie des Kopfes zum
Atemholen über Wasser, wie dies auch Rüppel beobachtet.
Rüppel und Semon berichten übereinstimmend, daß er auch, dies
aber selten, mit dem Vorderteil des Körpers oder mit dem ganzen
Kopfe herauskomme.
Bevor wir jedoch in der Beschreibung der biologisch interessanten
Besonderheiten weiterschreiten, müssen jene wertvollen Beobachtungen
hier Platz finden, die an dem gefangenen lebenden Dugong gemacht
wurden und die die Grundlage für die nachfolgende systematische
Behandlung des biologischen Stoffes abgeben. Kurz seien auch
vorher die näheren Umstände der Gefangennahme geschildert. Als
eines Tages die Netze untersucht wurden, wurde darin ein grosser
Rochen, ein Ocean-Butterfliy und ein Dugongstier entdeckt, der sich
mit dem Schwanz im Netz verwickelt hatte, sonst aber frei beweg-
lich war. Dies war ein ungemein seltener Zufall zu nennen, weil
die Tiere gewöhnlich beim Anstreifen mit dem Schädel oder mit
einer Flosse im Netz hängen bleiben und dann solange um sich
schlagen und sich rollen, bis sie von den Stricken vollständig um-
wickelt sind. Sie vermögen dann das zu einem soliden Klumpen
zusammengedrehte, schwere Netz nicht mehr zu heben, um an die
Oberfläche zum Atemschöpfen zu kommen, und ersticken.
Da das Netz stark zusammengedreht war, konnte es an Ort
und Stelle nicht aufgeholt werden und es wurde beschlossen, das
Ganze ans Ufer mitzunehmen, den gefangenen Dugong im Schlepptau.
Der rasch segelnde Kutter nahm das Tier etwas hart mit, da es
trotz sichtlicher Anstrengung, mit dem Schwanze voran dem Boot
folgend, immer wieder ins gurgelnde Kielwasser gezogen wurde;
zweimal mußte beigedreht werden, um dem erschöpften Bullen etwas
Luft zu gönnen. Das Tier geberdete sich dabei sehr aufgeregt und
ungeberdig. Es machte unablässig Tauchversuche, wobei es mit
bauchwärts gekrimmtem Körper in die Tiefe stieß und sich beim
Fühlen des Widerstandes am Schwanze zwei- bis dreimal um seine
Längsachse rollte, dadurch das Netz immer mehr zusammendrehend.
Dabei setzte es wiederholt gasförmige und feste Exkremente ab, die
den charakteristischen Dugonggeruch verbreiteten. Zum Atmen kam
der Gefangene in Pausen von 14 — 42 Sekunden herauf, stieb die
Exspirationsluft mit heftigem und langem Blasen aus und inspirierte
5*
80 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
weniger laut und kurz. Dann tauchte und rollte er sofort wieder.
Mit der Flut wurde das Boot über die Barre an der Ausmündung
des Wallumkreek (Stradbroke-Island) gebracht und dort verankert.
Hier im Seichtwasser trat erst etwas Beruhigung ein, nachdem die Leute
sich entfernt hatten. Als die vom Lande zurückkehrenden Dingies sich
näherten, begann das Tauchen und Herumschlagen sofort von Neuem.
Dabei zeigte es sich, daß nicht so sehr das Sehen als vielmehr das
Hören auf das Bewußtsein des Tieres einwirkte. Schwenkte man
ein schwarzes Tuch oder ein weißes Segeltuch über dem Kopfe,
wurde das Tier nicht sichtlich oder nur selten beunruhigt. Stampfte
man dagegen mit dem Fuß auf das Deck, so stieß es augenblicklich
in einer reflektorischen Tauch- oder Fluchtbewegung die Nase in
den Sand.
Die Bergung des Dugong war einfach. Das hilflose Tier ver-
mochte seiner Gefangennahme kaum mehr als sein großes Gewicht
entgegen zusetzen. Bald war ein festes Tau um seinen Schwanz
gebunden, dieses am Strande festgemacht und der Dugong aus dem
Netz ins Wasser gerollt. Dort schien er sich wohler zu fühlen.
Anfangs schlug er allerdings noch schwerfällig herum und suchte
sich unter dem Kutter zu verstecken. Die Spannung der Leine
aber ließ bald nach und man konnte ihn mit geringer Kraft-
anstrengung ins seichte Wasser ziehen.
Er kam nunmehr in Zeiträumen von 17—65 Sekunden mit der
Nase empor und schöpfte in der oben angegebenen Weise Atem.
Beim Sprechen, Schlagen mit der Ruderstange, Rasseln mit der
Ankerkette oder sonstigen Geräuschen fuhr er heftig auf und suchte
mit der Bewegung der über die Wasseroberfläche kopfüber rollenden
Delphine tiefer zu tauchen, wobei er wiederholt heftig auf den
Grund stieß. Spannte sich die Leine an und fühlte er das Hindernis,
so vollführte er sofort jene merkwürdigen, raschen Drehungen um
die Längsachse des Körpers, daß der Strick sich aufzuspließen be-
gann. Verstummte der Lärm, so wurde er bald ruhig und lag
regungslos in sein Schicksal ergeben am Boden. Auch das Atmen
wurde langsamer, Er kam anfangs in Zwischenräumen von 43—60,
später von 100—120 Sekunden auf. Speziell wurden folgende Pausen
notiert: 104, 43, 60, 58, 95, 45, 105, 145, 85, 52, 50, 56, 120,
85 Sekunden. Die längste Atempause war 145 Sekunden, wobei
jedoch die abnormalen Verhältnisse zu berücksichtigen sind, unter
denen das Tier lebte, und von denen es trotz seiner äußeren Teil-
nahmslosigkeit ein Empfinden gehabt haben dürfte. Die ausgeatmete
Luft hatte denselben aromatischen Geruch, wie er dem Dugong-
fleisch, -fett, dem Futterbrei und den Dejekten eigen ist.
So wurde der Gefangene viele Stunden beobachtet, aber wenig
mehr herausgebracht, weil der Cyklus der Bewegungen, deren er
sich bediente, nur ein sehr kleiner war — sie betrafen fast nur die
Atmung. Schlug man ihn mit einer Ruderstange, so quittierte er
jede Berührung mit einem kurzen Zucken des ganzen Körpers.
Eine höhere Hautempfindlichkeit ließ sich nur an den Mundwinkeln
und Morphologie von Halicore dugong. 81
feststellen. Beim Stoßen mit dem Daumen in diese Region hob er
den Kopf handbreit vom Boden empor.
Abends wurde das Tier auf den Strand hinaufgeroll. Es
schlug bei dieser Arbeit wenig um sich und ließ sich ruhig wie
eine Walze ans Land schaffen. Kräftige Schwanzschläge vollführte
es erst wieder, als man es erstickte. Sonst rührte es weder Hinter-
teil noch Flossen. Letztere wurden an den Brustkorb angelegt
gehalten. Zog man sie vom Körper ab, so verblieben sie in
dieser Stellung. Durch 48 Stunden lag es regungslos. Seine Tötun
war leicht. Es wurde erstickt, indem bei einer Inspiration ed
zwei Gewehrwischer in die Nasenlöcher gesteckt wurden. Es erhob
den Kopf, schlug dreimal kräftig mit der Schwanzflosse und ver-
endete.
Nach dieser Darstellung, die der Natur der Sache entsprechend
im Zusammenhange gegeben werden mußte, sollen wieder die bio-
logischen Einzelheiten systematisch weiter erörtert werden.
Über die Atmung ist schon Einiges gesagt, namentlich über die
Art der Inspiration und Exspiration. Beide Prozesse erfolgen außer
Wasser und ausschließlich durch die Nase. Als der gefangene
Dugong erstickt wurde, machte er keinen Versuch den Mund zu
öffnen und durch ihn zu aspirieren. Diese Verhältnisse bei
Halicore dugong gleichen interessanter Weise ganz denjenigen, wie
sie anderwärts bei retrovelarer Anordnung der Epiglottis bestehen
und wo eine prävelare Stellung derselben und damit eine Atmung
durch den Mund auch suppletorisch nicht eintritt (Näheres bei
Boenninghaus, :03, p. 84). Doch entspricht den gleichen physio-
logischen Erscheinungen nicht ein gleiches topographisches Ver-
halten der in Frage kommenden Partien, da bei den Sirenen das
Velum palatinum und die Epiglottis sehr kurz sind (Halicore:
Owen, ’38, p.36; Manatus: Waldeyer, ’86, p.245, Murie, ’70,
p. 178).
hat der Dugong Atem geschöpft, schließt er sofort die
Nasenlöcher und versinkt in die Tiefe. Der Schluß erfolgt dadurch,
daß der Boden des Naseneinganges flach hügelförmig gehoben und
gegen das Dach desselben fest angepreßt wird. Dieser Vorgang
wird interessanterweise auch eingehalten, wenn er auf dem Lande
liegt: nach jeder Ex- und Inspiration erfolgte fester Nasenschluß
bis zum nächsten Atemzuge. Nach Finsch erfolgt der Nasenschluß
durch einen nicht näher bezeichneten Muskel. Rüppel (’34, p. 101)
macht die ganz unrichtige Angabe, daß die Nasenlöcher durch
nach innen sich öffnende Klappen hermetisch verschlossen werden
können, was von Brandt (’69, p. 272) noch entstellter wiedergegeben
wird. Auch Turner (’94, p. 319, 322, 326) fand merkwürdigerweise
bei Embryonen und dem Kopfe eines erwachsenen Dugongs Klappen
(„valve-like flap, plug-like valve“). Von einer solchen Klappe ist
keine Spur nachzuweisen. Es ist die gleiche Erscheinung, wie sie
auch von Manatus behauptet worden ist. Schon Brandt stellte
(69, p. 235) die Behauptung auf, daß bei den Sirenen die „aperturae
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. 1. H,2, 6
82 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
nasales valvulis claudendae esse.“ Garrod (’77, p. 139) bespricht
ganz unzweifelhaft eine „flap valve“, welche den Boden der Nasen-
gänge bildet bei der Atmung, aber welche sich erhebt und die
Nase vollständig absperrt, wenn sie geschlossen wird. Auch Brown
(78, p. 292), Chapman (’75, p. 461), Crane (’81, p. 457) und Noack
(87, p. 297) sprechen von einer Klappe. Schon Murie (’80, p. 32)
weist die Angabe Garrods zurück und beschreibt die Einrichtun
bei Manatus in gleicher Weise wie sie bei Halicore besteht, da
durch zirkuläre Muskelkontraktion der Nasenöffnungen der Boden
gehoben wird und die Öffnung schließt; von einer freien Klappe
ist keine Rede.
Bei der Exspiration ist ein Geräusch zu vernehmen, das oben
als heftiges, langes Blasen bezeichnet wurde. Klunzinger nennt
es ein Schnauben, Finsch ein Pusten und Schnauben, Semon ver-
merkt es als ein eigentümliches dumpfes Schnauben. Doch ist das
Blasen nicht mit dem Ausstoßen von Wasserdampf vergesellschaftet.
Interessant ist die oben berichtete Zunahme der Atempause.
Freilich ist zu bedenken, daß bei der lange andauernden Gefangen-
schaft die Lebens- und Atemverhältnisse überhaupt immer abnor-
maler wurden, so daß es schwer ist, genau das Normale daraus
zu entnehmen. Immerhin dürften wir nicht fehlgehen, wenn wir
im Durchschnitt als Atempause eine Minute und etwas weniger an-
nehmen. Die Angaben der Autoren gehen diesbezüglich weit aus-
einander. Rüppel spricht davon, daß die Dugongs beiläufig jede
Minute an die Oberfläche kommen. Dies tun sie nach Klunzinger
alle 10 Minuten und zwar allemal etwa viermal. Semon beob-
achtete ein starkes Männchen, das in Zwischenräumen von 3—5 Mi-
nuten herauf kam, welch längerer Atempause Finsch zustimmt.
Mag nun dem sein wie immer, hingewiesen sei doch darauf, daß
die längste der von uns berichteten Atempausen 2!/, Minute nicht
überstieg!
Die Nahrungsaufnahme erfolgt, wie schon oben erwähnt, vor-
wiegend bei Nacht. Dies ist auch bei Manatus der Fall. Zwar
schreibt Noack (’87, p. 300) „gefressen wurde ununterbrochen den
ganzen Tag“, doch weist schon Brown (’78, p. 295) darauf hin,
daß das Tier als Nachttier nur bei Nacht zu futtern scheine (ebenso
Murie, ’80, p. 24). Die Nahrung und die Nahrungsaufnahme der
Dugongs wurde bisher sehr einfach beschrieben. Diese liegen an-
geblich faul auf dem Grunde des Meeres und weiden gemächlich
die auf den Felsen oder auf dem Meeresboden wachsenden Tange,
Algae et fucinach Owen, Seealgen nach Rüppel, ihre Hauptnahrung,
mit ihren dicken Lippen ab, oder aber reissen sie vom Boden los.
Klunzinger spricht von Meerespflanzen, Phanerogamen (Najadeen).
Nach Semon und Finsch sind es vornehmlich Seegräser und Tang-
rasen, nach Fairholme „grasslike seaweed“, die das Futtermaterial
beistellen.
Dem gegenüber ist zu bemerken, daß gerade die frei auf-
ragenden dichten schwarzbraunen Tangrasen die Nahrung des Tieres
und Morphologie von Halicore dugong. 83
nicht bilden, sondern vielmehr zwei phanerogame grüne Pflanzen,
die sich unvermischt in den Magen aller erlegten Dugongs stets
frei von anderen vegetabilischen Beimengungen vorfanden. Die
Dugongfischer Dexlers schenkten den dichten, dunkel aus der Tiefe
heraufscheinenden Tangrasen gar keine Beachtung, sondern lugten
unausgesetzt nach den hellen, fast vegetationslosen Sanden aus.
Nur dort fanden sich Dugongspuren, aber niemals in dem üppigen
Tangwald. Professor Aschersohn (Berlin) hatte die Güte, die
in den Eingeweiden vorgefundene Pflanzenarten über unsere Bitte
zu untersuchen und die eine als Hydrocharidacee, Halophila ovalis,
die andere als Zosteraart, Zostera capricorni Aschersohn, zu be-
stimmen.
Letztere Pflanze wächst in einem schütteren bis dichten,
niederen Rasen, während bei Halophila Wurzel, Stengel und Blatt-
stiele im Sande verborgen sind und nur die kleinen Blättchen ober-
flächlich aus dem Sande hervorschauen. Beide Pflanzen kommen
auf Felsboden nicht vor. Das Gedeihen von Halophila ist bis auf
6 m unter der Ebbegrenze beschränkt, weiter herab wird der Belag
schütterer bis er gänzlich verschwindet. Der durch die Halophila-
blätter eigentümlich gefleckte oder gesprenkelte weiße Sand bildet
den eigentlichen Weideplatz des Dugong. Die geringe Tiefe, in der
seine Futterpflanzen vorkommen können, macht es auch erklärlich,
warum der Dugong Zeit seines Lebens ein Bewohner der Flachsee
an der Küste ist.
In den Halophilarasen finden sich die sogenannten Dugong-
spuren, die uns gleichzeitig die Art der Nahrungsaufnahme erklären.
Die Dugongspuren sind lange, bogen- oder schlangenförmige, von
parallelen Linien begrenzte, etwa 4 Finger breite, 4—6 cm tiefe
Furchen im weißen Sande, von Halophila vollständig entblößt. An
der Art ihrer Ränder erkennt man ihr Alter. Frische Spuren
haben aufgeworfene, ganz scharfe Ränder, die über den Seeboden
1—2 cm weit aufragen. Ist einmal die stärkere Strömung der
Flut darüber gegangen, so wird der Sand verschwemmt, die Ränder
daher verwischt, die Vertiefung seichter, bis sie endlich ganz aus-
geglichen wird. Diese Furchen verraten, weiß aus dem Dunkel
des Wassers sich abhebend, die Nähe des Dugong. Sie entstehen
dadurch, daß er in einem Zuge bei der Asung über den Halophila-
rasen dahinfährt, diesen mit seinem Gaumenfortsatz aufreißt, die
Pflanzen erfaßt, sie vielleicht ähnlich wie gewisse Weasservögel
(Enten) ausschwemmt, vom Sande u. dgl. befreit und dann mit den
Backenzähnen zerkaut. Die Dugongspuren sind nicht aus einzelnen
Stücken zusammengesetzt, was gegen ein Abrupfen oder ein büschel-
weises Abbeißen der Nahrung spricht. Durch ein faules, gemäch-
liches Liegen der Tiere auf dem Meeresboden können derartige
sichtlich in continuo gerissene Spuren nicht entstehen. Auch die
eigenartige seitliche Abschleifung der bei den Männchen vor-
6*
84 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
kommenden Hauer!) wird durch die eben besprochene Nahrungs-
aufnahme erklärt, ohne daß ihre aktive Teilnahme an letzterer
nötig ist. Abweichend bespricht Finsch die Dugongspuren, die
man auf den bei der Ebbe mehr oder weniger trockenen Riffen
findet und die sich leicht an dem abgeweideten Seegras, dem auf-
ewühlten Grund und an den Eindrücken erkennen lassen, die die
Leber der Tiere hinterlassen. Das Erstere wird durch vorstehende
Schilderung richtiggestellt. Das Letzteres überhaupt möglich ist,
möchten wir sehr bezweifeln. In der Moretonbay, Sandy-straits,
Widebay und dem nördlichen Korallenmeere wird derartiges sicher
nicht beobachtet.
Daß die tastende Oberlippe bei der Nahrungsaufnahme eine
bedeutende Rolle spielt, unterliegt keinem Zweifel. Wissen wir
doch aus den zahlreichen sorgfältigen Beobachtungen von lebenden
Manatis aus Aquarien, erwähnt seien nur Brown, Murie und
Noack, welch’ ausgedehnte Verwendung die Oberlippe bei der
Nahrungsaufnahme des Manatus findet. Daß die Futterstoffe bei
Manatis wesentlich andere sind entsprechend den geänderten
Aufenthaltsorten, braucht nicht besonders betont zu werden. Das
Gleiche gilt auch im Allgemeinen von der bei Halicore geschilderten
Nahrungsaufnahme.
Die Ausschwemmung des Pflanzenfutters im Maule muß als eine
sehr vollkommene bezeichnet werden. Werden doch eine Menge
Sand und andere anorganische Bestandteile beim Dahinfahren des
Dugongs aufgewirbelt und trotzdem findet man im Futterbrei selten
etwas dergleichen.
Es ist bereits erwähnt worden, daß beim Einholen des ge-
fangenen Dugongs derselbe Dejekte und Darmgase entleerte, die
den charakteristischen Dugonggeruch besaßen. Dasselbe tat er auch,
als er auf dem Lande lag. Die Dejekte waren ziemlich fest,
zylindrisch geformt, grünlichgelb bis grünlichschwarz, aromatisch
aber nicht fötid riechend. Im Wasser versanken die Faeces sogleich
in die Tiefe. Dagegen berichtet Brandt (’69, p. 235), daß der
Dickdarminhalt der Sirenen einen starken Foetor besitze. Die
Exkremente derselben schwämmen auf dem Wasser und seien der
Form nach den Dejekten der Kühe oder Pferde ähnlich. Chapman
(75, p. 460) berichtet von einem gefangenen Manatus, der an
Obstipation zu leiden schien, daß die Excremente sehr hart waren
und daß ein konstanter Strom von Gasblasen aus dem Anus ent-
wich. Murie (’80, p. 22) erwähnt nur Kotabsatz bei seinem
Manatus ohne weitere Angabe. Noack dagegen sagt ganz positiv
(’87, p. 300): „die Exkremente (von Manatus senegalensis) sehen
grünlichbraun aus und sind ziemlich formlos, zumal man sie nur
im Wasser zu sehen bekommt.“ Die Brandtsche Notiz stimmt also
weder für Halicore noch für Manatus.
!) Finsch glaubt, daß sie eher zum Abstoßen des Seegrases, denn als
Waffe dienen. Dagegen spricht aber ihr Fehlen beim Weibchen.
und Morphologie von Halicore dugong 85
Der Harn des Dugong ist wasserklar.
Über die Bluttemperatur des Dugong konnten leider keıue genauen
Aufschlüsse gesammelt werden. Der gefangene Dugong fühlte sich
am Lande auffallend kühl an. Im Mastdarm zeigte das Thermometer
19°C. Über die normale Temperatur des Dugong kann man sich
da natürlich schwer äußern, zumal die Lufttemperatur 12—18° C
(Schleuderthermometer bei bewölktem Himmel) betrug und das Tier
regungslos durch 48 Stunden dalag. Dabei drückte der etwa 192 kg
schwere Rumpf das leicht bewegliche Brustbein stark gegen die
Wirbelsäule, wodurch sicherlich der Blutkreislauf, die Herztätigkeit
und damit die Körpertemperatur wesentlich alteriert worden sind.
Dafür spricht auch die bedeutende Verlangsamung der Atmung.
Der Herzschlag ließ sich weder durch Palpation noch durch Aus-
kultation festsellen. Der Dugong machte den Eindruck eines
auskühlenden Tieres, dessen Wärmeregulierung auch abgesehen
von der abnormalen Lage und den abnormen Druckverhältnissen,
so empfindlich gestört war, daß er nur kurze Zeit noch gelebt
hätte. Auch die Beobachtungen an Manatis, die in Gefangenschaft
gebracht und gehalten wurden, bestätigen dies, da fast immer
Temperaturschwankungen als Ursache der Erkrankung und des
Todes derselben angegeben werden (Chapman, ’75, p. 461, Murie,
’80, p. 23, Crane, ’81, p. 460).
Abgesehen von dem schon erwähnten Respirationsblasen, das
dem Blasen der Delphine vergleichbar ist, konnte keinerlei Produktion
von Tönen oder Geräuschen seitens des Dugong verzeichnet werden.
Finsch läßt die Frage offen, ob noch eigentliche Stimmlaute vor-
kommen. Die früheren Autoren sprechen von einem dumpfen
Stöhnen oder Schnauben bei älteren Tieren, von scharfen kurzen,
öfters wiederholten Lauten bei jungen Tieren (Brandt, ’69, p. 235).
Doch meint Brandt, daß jede Art von Stimme nur sterbenden
Tieren zukomme, da ja doch, wie Steller berichtet, die unverletzten
Rhytinae niemals einen Laut von sich gaben, dagegen die ver-
wundeten eine Art dumpfen Stöhnens. Bei Manatus wurde eben-
falls keine Spur einer Stimme bemerkt (Murie, ’80, p. 22), dagegen
glaubt Murie (ib. p. 44), daß unter anderen Umständen sich dies
anders verhalte. Nur ist daran zu erinnern, daß bei den Sirenen
Stimmbänder fehlen, daß also Laute oder Geräusche vielleicht durch
Schwingungen der Aryknorpel zustande kommen und ihren Weg
wahrscheinlich durch die Nase nehmen müßten.
Was die Leistungen der Sinnesorgane anlangt, so kommt dies-
bezüglich der Dugong ebensowenig wie der Manatus auf einer
hohen Stufe der Entwicklung zu stehen. Von manchen Sinnes-
organen können wir uns auch kaum eine sehr namhafte Funktion
denken. Dies gilt von den chemischen Sinnen, in erster Linie vom
Geschmacksorgan, obschon ein solches, wie Gmelin (’92, p. 18)
gezeigt hat, bei Manatus in Form einer sogenannten Papilla foliata
wenn auch nicht in hoher Ausbildung angetroffen wird. Die sorg-
fältige Auswahl der Futterstoffe weist gleichfalls auf eine gewisse
86 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
Geschmacksfunktion hin. Noch schwieriger ist es bei dem Geruchs-
organ, sich die Funktion vorzustellen, da die Regio olfactoria in
einem unter Wasser hermetisch abgeschlossenen Nasentrakt sich
befindet. Und doch behauptet Chapman (’75, p. 454), daß in
bereinstimmung mit den wohl entwickelten Bulbi olfaktorii der
Geruchsinn sehr scharf sei, da bemerkt wurde, daß sein gefangener
Manatus das ins Wasser geworfene Futter mit seinem Geruchsinn
eher wahrzunehmen schien als mit einem anderen Sinne. Dasselbe
sagt unter Berufung auf Chapman Brown (’78, p. 295).
Boenninghaus (:03, p. 91) hat darauf hingewiesen, daß
Säuger, die im Wasser ihre Nahrung suchen, keinen Gebrauch von
ihrem Geruchsinne bei dem Aufsuchen ihrer Beute machen können,
weil die Nase beim Tauchen fest geschlossen wird. „Selbst wenn
dies nicht der Fall wäre,“ fährt er fort, „würden die Säugethiere
im Wasser doch nicht riechen können, denn der adäquate Reiz für
ihren Olfactorius sind Riechstoffe, die in der Luft, nicht aber wie
bei den Fischen solche, die im Wasser suspendiert sind.“ Der
Nichtgebrauch dieser Organe bei den Waltieren führte zu ihrer
Verkümmerung oder deren gänzlichen Untergang; so fehlt bei den
Zahnwalen der Nervus olfactorius, und im Zusammenhange damit
steht die Reduktion des Exethmoids. Allein bei den Sirenen ist
trotz der Reduktion dieses Knochens ein Nervus und Bulbus olfactorius
gut entwickelt, und dies auch trotz der vorerwähnten Einwände
gegen die mögliche Funktion des Riechens. Die besagte Möglichkeit
wird zur Wahrscheinlichkeit, wenn nicht zur Sicherheit, durch die
oben angeführten Beobachtungen an Manatus. Aus ihnen geht
hervor, daß wenigstes für die Sirenen der Zusammenhang zwischen
der Reduktion des Exethmoides und der des Olfactorius, wie er bei
den Waltieren existieren mag, nicht vorhanden ist. Ferner, daß
der Geruchsnerv als ein in Funktion stehendes Gebilde in der Lage
sein muß, chemische Reize zu percipieren, die nicht wie bei den
Landsäugern die Luft, sondern das Wasser als tragendes Medium
benutzen. Diese Annahme bedingt freilich nicht nur eine teilweise
Funktionsanpassung des Riechnerven, sondern beschränkt eine solche
Anpassung auch auf die herbivoren Sirenen allein. Schließlich
müssen wir noch die Voraussetzung hinzufügen, daß die chemischen
Reize, da sie auf dem gewöhnlichen Wege zur Riechschleimhaut
nicht gelangen können, einen anderen Weg, etwa Mund, Pharynx
und Choanen, nehmen müssen.
Hier wäre noch eine Bemerkung über die Reflexerregbarkeit
der Nasenschleimhaut einzuschalten. Vor der Tötung seines Dugong
versuchte Dexler dem Tiere Wasser bei einer inspiratorischen
Atembewegung in die Nase zu spritzen. Es erfolgte augenblicklich
ein so heftiges Ausstoßen der in den Nasengang kaum eingetretenen
Flüßigkeit, daß sie zu Staub zerblasen wurde. Der Reflex war
ganz erstaunlich heftig und rasch und nach seinem Ablaufen waren
die Naseneingänge fest geschlossen wie zuvor. Die angefangene
Atembewegung wurde nicht zu Ende geführt. Sicher ist eine so
und Morphologie von Halicore dugong. 87
prompte Auslösung dieses Reflexes für wasserlebende Säuger von
größter Bedeutung. Der Nasenschluß bei Halicore ist also doppelt:
willkürlich und reflektorisch. Eine Mithilfe durch Wasserdruck
kommt hierbei gar nicht in Betracht.
Das Sehvermögen des Dugong muß als ein ziemlich schlechtes
bezeichnet werden. Anders könnte man ihn unmöglich mit so ein-
fachen Netzkonstruktionen erbeuten, wie dies tatsächlich der Fall
ist. Man stellt auf den Dugongweiden 80—150 m lange und 5-—6m
tiefe Netze so auf, daß sie eine vertikale Wand bilden. Kommt
ein Dugong mit dem Netz in Berührung, so ist er gewöhnlich ver-
loren; niemals wird es gelingen, auf diese primitive Weise einen
Delphin oder einen Hai zu erbeuten. Freilich vermeidet der Dugong
die Netze leichter in hellen Nächten, weshalb die eigentliche Fang-
zeit in die Neumondnächte verlegt wird; auch färbt man die Netz-
schnüre braun. Hat man aber Glück, so fängt man die Tiere auch
bei Vollmond und mit ganz neuen, weiß schimmernden Netzen.
Von seinem nicht hoch entwickelten Sehvermögen gibt auch der
Umstand Zeugnis, daß er geräuschlos herantreibende Boote oft
genug nicht wahrnimmt und so aus nächster Nähe beobachtet
werden kann. Dies hat auch Semon bestätigt, und die Fischer
Dexlers behaupteten, wiederholt über äsende Dugongs hinweg-
gesegelt zu sein. Darauf dürfte es zurückzuführen sein, daß man
ihn nicht für besonders scheu (Semon), oder wenig auf seine
Sicherheit bedacht hält (Finsch). Über die geringe Sehkraft wird
auch von Manatus berichtet (Chapman, ’75 p. 454 und Brown,
218... P..295):
Die Augenuntersuchung war an dem in Rede stehenden Ge-
fangenen sehr schwierig und daher nicht ausreichend. Man mußte
sich unmittelbar neben den Dugong in den Sand legen, was bei
einem Tiere, dessen Bewegungsmöglichkeit man gar nicht kennt,
immerhin störend empfunden wird. Schon die fokale Beleuchtung
war wegen der tiefen Lage der Bulbi, ihrer konstant eingehaltenen
Schrägstellung nach vorne und unten, der Enge der Lidspalte usw.
stark behindert. Dazu kam, daß aus dem Konjunktivalsacke ein
glasklarer, sehr konsistenter Sekretstrang in solcher Menge empor-
quoll, daß die Augenöffnung stets mit einem dicken Pfropfen ver-
legt war. Er musste zuerst weggewischt und:die kurze Pause vor
seiner Neuentwicklung rasch zur Betrachtung der vorderen Augen-
abschnitte verwendet werden. Ein Freilegen des Bulbus durch Auf-
spannen der Lidspalte war nicht durchführbar, da sich die Lider
bei der leisesten Berührung krampfhaft schlossen. Drückte man sie
gewaltsam auseinander, so wurde der Blinzknorpel weit vorgeschoben
und der Bulbus so retrahiert, daß er unter der Nictitans und den
vorgedrückten periorbitalen Fettmassen verschwand. Nach 5 bis
10 Minuten langem Zuwarten erschien dann in der Tiefe des Fett-
trichters ein kleiner Teil der Cornea als kleiner schwarzer Fleck,
der vergebens auf ein Näherkommen warten ließ. Entfernte man
die Finger, so kehrte das Auge zwar etwas aus seiner versteckten
88 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
Lage zurück, es blieb aber doch für Stunden tiefer endorbital
stehen als es vor der Untersuchung der Fall war. Die Retraktions-
bewegung erfolgte unabhängig von der Stellung des anderen Bulbus.
Durch Kombination vieler partieller Untersuchungen konnte
nur heraus gebracht werden: Eine auffallend starke Wölbung der
Cornea, eine grosse Beweglichkeit der gegen Lichteinfall prompt
reagierenden Iris von schwarzbrauner Farbe, undeutlicher radiärer
Streifung und kreisrundem Sehloche,
Die Ophthalmoskopierung schien anfangs gänzlich zu mißlingen;
man sah nichts wie tiefes Schwarz. Erst durch eine zufällige Blick-
bewegung des Dugong trat die kleine, kreisrunde, rosa gefärbte
Pupille in das Sehfeld; von ihr ausgehend wurden weitere Ex-
plorationen des Augenhintergrundes versucht, die jedoch von keinem
Erfolge gekrönt waren. Der ganze Bezirk aller 4 Quadranten war
von einem tiefschwarzen, kontinuirlichem Tapetum nigrum ein-
genommen, in dem sich Einzelheiten wie etwa im Tapetum des
Pferdes nicht nachweisen ließen. Zur scharfen Wahrnehmung der
wenigen äußerst zarten Geräßchen, die vom Dorsalrande der Papille
radiär nach dem Tapetum zogen, bedurfte es einer Verstärkung
der 5!/, Dioptrien betragenden Myopie des Beobachters um 21/,—
3 Dioptrien, woraus sich der Grad der Kurzsichtigkeit des außer-
halb des Wassers befindlichen Tieres erkennen läßt. Auf beiden
Augen bestanden gleiche Brechungsverhältnisse.
Bemerkenswert war auch eine gewisse Lichtscheu; wenigstens
wurde auf den Bestand einer solchen aus dem eifrigen Aufsuchen
des Schattens unter dem Boden des Kutters geschlossen.
Bei Manatus ist die Pupille im Leben rund, im Tode queroval
(Murie, ’80, p. 24), eiförmig (Rapp, ’57, p. 98). Die des Dugong
verändert ihre Gestalt im Tode nicht (auch Rapp, ’57, p. 97).
Bei ihm ist ähnlich wie bei Manatus die Membrana nictitans wohl
ausgebildet und gut beweglich. Die Augenlider sind kontraktil und
können auf einen kleinen, 12 mm langen, nicht ganz geschlossenen
Spalt zusammengezogen werden. Der vollständige Abschluß des
Bulbus von der Außenwelt erfolgt durch Blinzknorpel und das
periorbitale Fett. Beim Lidschlusse sind die Lider tief radiär ge-
faltet, als Ausdruck der sehr kräftigen Orbieulariskontraktion. Durch
diesen Umstand wird die Annahme Pütters widerlegt (:03, p. 369),
auf den die 5mm lange und 3 mm breite Lidspalte eines von ihm
untersuchten Halicoreembryo ganz den Eindruck machte, als ob die
Augenlider wie bei den Walen einer Erweiterung oder Verengerung
nicht fähig seien. Die starke Sekretion im Bindehautsacke ist
schon erwähnt worden. Bei unserem Gefangenen setzte sich der
fingerdicke Strang festen zügigen Schleimes über das ganze Gesicht
bis auf den Boden fort. Zunächst dachte man an den Effekt des
Reizes der athmosphärischen Luft oder des ungewohnten Lichtes.
Die Sekretion war aber von allem Anfange an gleichmäßig und
ohne Veränderung ihrer Masse, Dichte, Konsistenz und Durch-
sichtigkeit, besaß also Eigenschaften, die bei einem Katarrhe nicht
und Morphologie von Halicora dugong. 89
vorkommen. Der Cornealreflex war leicht auslösbar, die Lidspalte
wurde immer offen gehalten.
Die Augen der tot erbeuteten Dugongs waren stets verletzt,
selbst wenn sie nur 6—8 Stunden in den Netzen gehangen hatten.
Es fanden sich in solchen Fällen flächenhaft ausgebreitete, bis auf
die Membrana Descemeti reichende, grubig unebene Substanzverluste,
mit feinst ausgenagten Rändern. Stets lagen sie innerhalb des im
Tode freiliegenden Cornealpoles. Die Linse zeigte gewöhnlich
sternförmige bis diffuse weißliche Trübungen, die im allgemeinen
umso ausgesprochener waren, je länger die Kadaver im Wasser ge-
lassen wurden, und die sichwohl ungezwungenals Leichenerscheinungen
darstellen.
Die Absonderung einer so bedeutenden Menge von schleimigen
und resistenten Konjunktivalsekretes stellt eine Schutzeinrichtung
dar, die Oberfläche des Auges vor Schädigungen, die es durch das
Seewasser und die Planktonfauna erleiden könnte, zu bewahren.
Versiegt die Schleimdecke, so wird der Bulbus entblößt und es
kommt zu den vorerwähnten Verletzungen, deren traumatische Natur
wohl außer Zweifel steht. Diese geht auch daraus hervor, daß
bei einigen Exemplaren ausserdem die Lidränder so stark angenagt
waren, daß sie heftig bluteten.
Die Existenz einer Sekrethülle des Auges ist auch für die
übrigen Waltiere nachgewiesen worden; nur ist sie dort nicht
schleimig, wie beim Dugong, sondern fettig, da sie sonst vom
Meerwasser zu leicht weggespült werden soll (Pütter, :03, p. 370).
Es ist also bei den Sirenen wie bei den Walen zu einer Funktions-
änderung der Augendrüsen gekommen zum Zwecke der Anpassung
an die Verhältnisse des Wasserlebens, wenn auch die Produkte
qualitativ verschieden sind.
Die starke Schleimsekretion des Dugongauges ist bei vielen
Inselvölkern des malayischen Archipeles eine seit Alters her be-
kannte Tatsache. An die sogenannten Dugongtränen knüpfen
sich allerlei phantastische Vorstellungen, die zu ihrer Verwendung
als ein kräftiges Zaubermittel führten. Brandt (’69, p. 274) be-
richtet nur von den jungen Dugongs, daß sie Tränen vergießen;
sie werden eifrigst gesammelt, weil sie in dem jeweiligen Besitzer
eine so starke Liebe erzeugen sollen, wie sie das Dugongweibchen zu
seinem Jungen hat. Diese Feststellung benützen deutsche und
französische Parfumfabriken, um in Java ihre unter dem Namen
„Dugongthränen, Ajer mata doejoeng“ eingeführten Parfums eine
bessere Absatzquelle zu sichern (Dexler).
Im Gegensatze zu den bisher besprochenen Sinnen ist das Gehör
bei Halicore anscheinend sehr gut entwickelt. Im Wasser wie auf
dem Lande scheint das Tier durch Schalleindrücke viel mehr beein-
flußt werden zu können wie durch Gesichtswahrnehmungen. Der
am Strande liegende Dugong zuckte bei dem pfeifenden Einziehen
der Luft zwischen die gespitzten Lippen heftig zusammen, ähnlich
wie dies Meerschweinchen und Mäuse tun; erst bei vielmaliger
90 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
und rasch auf einander folgender Reizung blieb er ruhig liegen.
Ob bei dem Wegfall des Wasserdruckes sein Ohr akustisch über-
empfindlich war ließ sich nicht bestimmen. Ein irgendwie störender
Einfluß liegt aber jedenfalls im Bereiche der Möglichkeiten, da der
Meatus acusticus externus de norma den Druck des Wassers auf
das Trommelfell überleitet. Auch ist der Apparat der Gehör-
knöchelchen schon durch seine große Masse zum Hören unter
Wasser und nicht in Luft prädestiniert, ähnlich wie dies auch bei
anderen Walen der Fall ist (Boenninghaus, :04, p. 282). Für
das gute Gehör spricht auch eine Mitteilung von Finsch, der zufolge
beim Aufstellen des Jagdgerüstes für den Dugongfang sehr vor-
sichtig zu Werke gegangen werden muß, da das leiseste Knarren
desselben genügen soll, das Tier zu verscheuchen. Auch beim Har-
punieren muß mit großer Stille vorgegangen werden (Fairholme).
Die Dugongfischer Dexlers gaben den Schwimmern der Netze eine
keilförmige Gestalt, um, wie sie behaupteten, den leisen Wellen-
schlag an den Schwimmblöcken anderer Form zu umgehen, der die
Tiere verscheuchen würde. Sie wurden aber tatsächlich oft genug
auch mit laut klatschenden Schwimmern gefangen.
Neben dem Gehör müssen wir auch dem Tastsinne eine ziem-
lich gute. Ausbildung zugestehen. Ungemein reich an Tastnerven
scheint die große Oberlippe zu sein. Wie schon aus ihrem anato-
mischen Bau hervorgeht, ist sie für eine vielfache Tastfunktion be-
sonders geeignet, was besonders bei der Nahrungsaufnahme von
großer Bedeutung ist. Ebenso scheint sie zum Teile als Ersatz oder
Ergänzung für das vermutlich geringe Sehvermögen zu dienen, um
das Tier beim Dahinfahren über den T'angboden von dem Vorhanden-
sein von Korallenblöcken, Steinen und dergleichen in Kenntnis zu
setzen. Auf ein feines Fühlvermögen dieser Teile ist auch die
Tatsache zu beziehen, daß die plumpe Oberlippe im Gegensatze zur
Haut des übrigen Körpers niemals verletzt gefunden wurde.
Das Vorhandensein von zahlreichen Narben und Rissen an der
Haut des Rückens und der Seitenflächen des Rumpfes ist ein
Charakteristikum des Dugong. Über ihre Entstehung kann man
sich nur in Vermutungen ergehen. Zum geringsten Teil dürften sie
auf Verletzungen durch die Stoßzähne des Männchens beruhen.
Diese ragten selbst bei den ältesten von 25 darauf hin untersuchten
Exemplaren mit ihrer Spitze nur 32 mm aus der Gingiva. An der
Medialseite waren die Stoßzähne fast ganz von dem Gaumenfortsatze
gedeckt, daher wohl wenig geeignet, Verwundungen zu erzeugen.
Vielleicht fügen sich die Tiere die Wunden beim versuchten Ab-
streifen von anhaftenden Parasiten zu. Die Fischer gaben eine
andere Version; sie meinten gesehen zu haben, daß die Dugongs
oft spielend mit dem Rücken über den Boden dahinrollend oder
schwimmend, sich an Steinen und Korallen verletzen. Besonders
wurde diesbezüglich auch die Pinnenmuschel verdächtigt. Sicheres
war wie gesagt nicht zu ermitteln.
und Morphologie von Halicore dugong. 91
Hinsichtlich der viel diskutierten Verstandeskräfte von Halicore
läßt sich wenig Günstiges sagen.
Es hat sich uns bisher kein zwingender Grund ergeben, für
eine besonders hohe Schärfe irgend eines Sinnes bei dem Tiere ein-
zutreten. Am höchsten ist das Gehör und das Getast einzuschätzen,
dann in absteigender Folge Gesicht, Geschmack und Geruch. Aber
selbst die zugestandene Feinheit des Gehöres kann nicht mit der-
jenigen wirklich sehr scharf hörender Tiere verglichen werden; es
wäre sonst unerklärlich, wie man, wenn auch selten, doch zuweilen
an weidende Dugongs heransegeln könnte. Als Dexler das früher
erwähnte Dugongrudel in der Moretonbay sah, wurde mit knarrenden
Riemen und ohne besondere Achtsamkeit gerudert. Auch muß
daran erinnert werden, daß die oft betonte Gehörsreaktion im Wasser
zweifellos auch durch die Sensibilität der Haut und der Schleim-
häute des Kopfes mitbedingt sein dürfte. Die anderen Sinne stehen
hinsichtlich ihrer Ansbildung wie erwähnt noch viel mehr zurück.
Bei der offensichtlichen geringen Leistungsfähigkeit der perei-
pierenden peripheren Sinnesorgane ist auf eine hohe Entwicklungs-
stufe des Centralnervensystemes kaum zu schließen. Tatsächlich
ist das Gehirn des Dugong nicht nur verhältnismäßig klein — 1: 400
bis 1:600 des Körpergewichtes — sondern, wie wir in einer
späteren Arbeit zeigen werden, auf einer so niederen Entwicklungs-
stufe stehen geblieben, daß auch daraus nur auf eine verhältnis-
mäßig sehr niedergradige Intelligenz des Tieres geschlossen werden
darf. Damit fände die geringe Verstandesleistung der Sirenen, die
sich in ihrem Benehmen den Feinden gegenüber, ihrer Wehrlosigkeit,
der leichten Erlegbarkeit und Ausrottung genügend kennzeichnet,
ihre engere Begründung.
Eine andere Frage, auf die hier noch näher eingegangen werden
soll, ist die nach der Verwendung der Extremitäten. Während von
einer Seite angenommen wird (Freund, :04, p. 346 u. a.0.), dab
die Extremitäten der Sirenen zu Ruder- und Balanzierorganen um-
gewandelt worden sind, wird von anderer Seite (Abel, :04, p. 186
u.a. 0.) zur Erklärung gewisser Abänderungen im anatomischen
Bau eine Stützfunktion derselben supponiert. Bei Halicore dugong,
insbesondere dem auf dem Lande liegenden Exemplar, konnte man
deutlich sehen, daß die ausgeführten Ortsbewegungen einzig von
der Schwanzflosse ausgingen. Die Vorderextremitäten waren ruhig
an die Seiten des Körpers nach rückwärts angelegt. Wollte man
den Dugong auf die Seite rollen, begann er mit dem Schwanze zu
schlagen, ließ aber die Flossen in ihrer Lage. Aktive Bewegungen
der Flossen zum Zwecke der Lokomotion auf trockenem Lande
wurden somit nicht beobachtet. Über die Bewegung des Dugong
auf dem Lande überhaupt, wobei man eine Beteiligung der Flossen
an der Lokomotion voraussetzen müßte, wird wenig berichtet.
Klunzinger gibt nur eine indirekte Nachricht hierüber: im nörd-
lichen Teile des Roten Meeres sind sie im Winter, besonders im
Dezember und Januar häufig, „wenigsten gehen sie sonst nicht ans
992 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
Land“. Finsch (:01, p.10) erzählt von einem Berichte Leguats,
der auf Rodriguez 1691 durch einen auf dem Lande liegenden
Dugong auf diese Tiere überhaupt geführt wurde. Doch war dies
nach Ansicht von Finsch ein gestrandeter Dugong, da dieses Tier
freiwillig nicht ans Land gehe und auf demselben auch nichts zu
suchen habe. Gefangen (also zwangsweise aufs Land gebracht)
vermöge er 24 Stunden zu leben, wie ihm der alte Kabury auf Palau
mitteilte. Diese Beobachtung wird durch unseren Dugong, der noch
länger, 48 Stunden, auf dem Lande zubrachte, bekräftigt. Daß der
Dugong von selbst zeitweise ans Land steigt, scheint demnach nicht
wirklich beobachtet worden zu sein und es ist ein solches Vor-
kommnis nach unserer Ansicht auch deshalb ausgeschlossen, weil
die Vorderextremitäten ihm hierfür nicht ausreichen. Keinesfalls
darf die Sache so begründet werden wie bei Brehm: „Man darf
wenigstens annehmen, daß diejenigen Dugongs, welche man auf
dem Lande liegen sah, von der Ebbe zurückgelassen worden sind
und zu faul waren, ihre schweren Leiber wieder in das Wasser zu
schieben, es vielmehr vorzogen, ruhig die nächste Flut hier ab-
zuwarten.“ Sie sind einfach außer stande auf dem trockenen Lande
von ihren Vorderextremitäten einen stützenden Gebrauch zu machen.
Da bliebe noch die Möglichkeit übrig, daß sie im Wasser beim Ab-
weiden des Futters sich auf ihre Flossen stützen. Dagegen spricht
erstens die beobachtete Art der Nahrungsaufnahme und die so-
genannten Dugongspuren. Zweitens kann die Gewichtsdifferenz
zwischen Körper und Medium bei der großen Beweglichkeit des
Dugong keine derartige sein, daß es zu einer erheblichen Belastung
der Extremitäten überhaupt kommen kann. Drittens spricht dagegen
der gracile Bau der Extremitäten, ihre verhältnismäßige Kleinheit und
Seine die intakte Epidermis an den in Frage kommenden
tellen.
Auch für Manatus, dessen Verhältnisse hier zum Vergleiche
heranzuziehen sind, wird die Verwendung der Extremitäten als
Stützorgane eher geleugnet wie behauptet. Schon Brandt erwähnt
drei Autoren, die aus der Art und Weise des Fanges bei den
amerikanischen Manatis schlossen, daß denselben die Fähigkeit
fehlt, ihre Körper, die auf dem Trockenen zurückgelassen worden
waren (natürlich mit Hilfe der Extremitäten), ins Wasser zurück-
zubekommen. Garrod (77, p. 139) sagt ganz dezidiert, daß sein
Manatus auf dem Lande vollständig unfähig schien, vorwärts oder
rückwärts sich zu bewegen. Er machte nur bei Seitenbewegungen
Gebrauch von den Flossen, gleichzeitig Körper und Schwanz drehend.
Chapman (‘75, p. 461) und Murie (‘80, p. 26) beobachteten, dab
ihre Manatis in ruhiger Lage auf dem Boden des Aquariums
schwebten, den Körper stark gekrümmt, Kopf und Schwanz nach
abwärts gebogen. Von einem Aufstützen auf die Flossen berichten
beide nicht ein Wort. Letzterer zeichnet die genannte Stellung
mit herabhängenden Flossen. Murie erwähnt nur die Mithilfe der
Flossen bei der Einführung der Nahrung. Noch entschiedener
- and Morphologie von Halicore dugong. 93
spricht sich Brown (‘78, p. 296) gegen die Möglichkeit aus, daß
ein Manatus mit Hilfe seiner Extremitäten aus dem Wasser sich
begeben könnte im Hinblick auf seine weichen Flossen, und es fiel
auch sein dahin gerichteter Versuch negativ aus. Im gleichen
Sinne äußert sich Crane (‘81, p. 457) auf Grund der ungemein
schwerfälligen Bewegungen des Tieres auf dem Trockenen und aus
einigen anderen Gründen. Im Gegensatz dazu stehen nur die An-
gaben von Cuningham (70) und Noack (‘87. p. 299). Ersterer
sah einen Manatus sich derart über Wasser halten, um das Gras
des Uferrandes abzurupfen, daß er eine Flosse auf den Bassinrand
legte. Letzterer geht noch weiter, indem er meint, daß der
Manatus imstande ist, sich ans Land zu begeben und sich dort fort-
zubewegen. „Das Tier (M. senegalensis) kann sich wirklich gehend
fortbewegen, wenn auch humpelnd und wackelnd. Es stützt sich
dabei auf das Handgelenk (!) und die äußere Kante der nach vorn
vorgestreckten Hand, eine um die andere bewegend, und kommt
wenn auch nicht sehr schnell vorwärts, indem es den Körper beim
Gehen dreht.“
Man kann aber auch vermuten, daß die Drehungen des Körpers
das Primäre und Lokomotorische waren und die Bewegungen der
Flossen das Umfallen des Körpers verhüten sollten. Jedenfalls ist die
beschriebene Stellung der Vorderextremitäten sehr merkwürdig!
Noack erwähnt, daß im Wasser sein Manatus zu groß geratene
Brotstücke mit den Flossen aus dem Maule entfernt hätte. Von
einer Stützfunktion der Extremitäten im Wasser weiß auch Noack
nichts zu berichten.
Überschauen wir das Ganze, so müssen wir denn doch sagen,
daß die wissenschaftliche Beobachtung an den Halicoriden (denn
auch für Rhytina berichtet Steller die Bewegungsunfähigkeit auf
dem Lande) bisher wenig Anhaltspunkte ergeben hat, die gestatten
würden, eine Verwendung der Vorderextremitäten als Körperstützen
in einem solchen Umfange anzunehmen, daß aus ihr die Ausbildung
mancher anatomischer Details erklärt werden könnte. Da bleibt
nur die theoretische Erschließung übrig, da man ja denken könnte,
daß die Seltenheit, mit der die Erscheinung zur Beobachtung ge-
langte, einem Zufall zuzuschreiben sei. Aber auch theoretisch läßt
sich gegen die vorgebrachten Gründe (Abel, :04, p. 186) mancher
Einwand erheben, wie dies im Laufe der Erörterungen bereits öfter
geschehen ist. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Sirenen von
landlebenden, luftatmenden Formen abstammen, ihr terrestrischer
Typus mit seinen Belastungsadaptionen von den aquatilen Adaptionen
umgebildet wurde. Es werden also, soweit wir die Ahnenreihe der
Sirenen überschauen, die terrestrischen Adaptionen im Abklingen,
die aquatilen im Zunehmen begriffen sein. Hand in Hand damit
werden die durch diese Adaptionen hervorgerufenen anatomischen
Veränderungen den gleichen Typus aufweisen. Solche gleich-
gestimmte anatomische Veränderungen, die auch bei anderen Tieren
gleichen biologischen Environnements auftreten, werden als Ergebnis
konvergenter Züchtung auf gleiche Ursachen zurückgeführt. Es
94 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
können aber gleiche Ursachen verschiedene Wirkungen hervorbringen,
falls die konvergente Züchtung an verschiedenem Material arbeitet.
Der Dugong ist ein Wirt sehr vieler Schmarotzertiere, die so-
wohl äußerlich als auch im Innern parasitieren. Auf seinem
Rücken siedeln sich ebenso wie bei den Walen zahlreiche Seepocken
an, in der Minderheit Balanus, viel dagegen Chelonobia. Im Innern
und zwar im unteren Naseneingange, auf der dorsalen Fläche des
Velum palatinum, hauptsächlich aber in der Tuba Eustachii beider
Seiten werden zahlreiche blutrote, 3—5 mm lange, blattförmige,
der Schleimhaut uhrglasförmig aufsitzende Trematoden gefunden,
die identisch sein dürften mit dem von Fischer 1884 beschriebenen
Opisthotrema cochleare. Dieser hatte sie damals von Semper
(Würzburg) erhalten, der sie auf den Philippinen aus der Pauken-
höhle von Halicore konserviert hatte. Auch Leuckart beschrieb
1875 einen Trematoden aus der Tuba Eustachii des Dugong unter
dem Namen Monostomum dujonis. v. Linstow (89) hält beide
Formen möglicherweise für identisch. In letzter Zeit beschrieb
von Linstow (:04, p. 678) ein ÖOpisthotrema pulmonale aus der
Lunge des Dugong. Die aufgezählten Fundorte der Trematoden
geben unseres Erachtens einen Fingerzeig, welchen Weg die In-
fektion mit den Parasiten bei Halicore dugong nimmt, nämlich
Nase-Pharynx-Tuba Eustachii-Cavum tympani. Es hat sich nämlich
Boenninghaus (:04, p. 259) bezüglich des Infektionsweges bei
den Parasiten des Walohres gegen den Weg durch den Pharynx
und die Tuba Eustachii ausgesprochen. Er erwähnt selbst aus der
Ohrhöhle von Phocaena einen Nematoden: Pseudalius minor Kuhn,
Doch v. Linstow registriert bei Beluga leukas im Ohre Strongylus
arcticus Cobb. und Pseudalius alatus in der Tuba Eustachii und der
Pharynxhöhle!
In der Magenhöhle des Dugong, im Darme und Blinddarme
fanden sich Trematoden gleicher Gattung wie oben. Im Dünndarme
wurden einige mächtige Wurmknoten beobachtet, deren Inhalt noch
nicht bestimmt werden konnte. Aus dem Darmtraktus ist außer-
dem seit langem eine Ascarisart bekannt, von der auch diesmal
zahlreiche Exemplare im Drüsenmageninhalte gefunden wurden.
Es ist Ascaris halicoris Owen, fälschlich auch als Ascaris dugonis
Brandt bezeichnet. Ob die von Steller bei Rhytina gesehenen
Ascariden identisch mit den von Halicore sind, läßt sich heute
nicht entscheiden. Auch von Manatus wurden zwei Entoparasiten
beschrieben: ein Nematode, Heterocheilus tunicatus Diesing und ein
Trematode: Amphistomum fabaceum Diesing (v. Linstow, ’78, ’89).
Mit letzteren fand Chapman (’75, p. 456) den Dickdarm seines
Manatus americanus gefüllt.
B. Morphologie.
Wiewohl im Gegensatze zur Biologie der Sirenen die Angabe
über die äußere Erscheinung speziell auch von Halicore dugon
ziemlich zahlreich sind, so dürften doch die folgenden Ausführunge
und Morphologie von Halicore dugong. 95
über den besagten Gegenstand unsere bisherigen Kenntnisse wesent-
lich ergänzen. Denn die meisten Darstellungen sind, dafern sie
richtig sind, unvollständig, von einer guten Abbildung des Tieres
ganz zu geschweigen. Den Mangel einer genügenden Beschreibung
sowie einer guten Abbildung des erwachsenen Thieres hat schon
Kükenthal schmerzlich empfunden, der diesem Übelstande durch
die vortreffliche Darstellung eines Dugongembryo und dessen
Schnauzenvorderfläche teilweise abzuhelfen suchte. Durch die
beigegebenen Photogramme, die an der australischen Küste
von Halicore dugong durch Dexler 1901 aufgenommen wurden,
wird wenigstens der Mangel einer einwandfreien Abbildung endlich
behoben, wie dies ein Vergleich mit den bisherigen, selbst der
ersten Skizze nach dem Leben von Dr. OÖ. Finsch (Leipz. Illustr.
Zeitg., 1901, No. 3012) ohne weiteres zeigt. Daß dies nunmehr
auch bezüglich der äußeren Beschreibung der Fall ist, wollen wir
uns nicht schmeicheln.
Größe.
Die nach der Erlegung ‘an verschiedenen Dugongs vor-
genommenen Messungen ergaben Resultate, die in der folgenden
Tabelle vereinigt sind. Insbesondere wurde ein Dugong, dessen
Haut und Skelet aufgehoben wurden — erstere ist nunmehr im
Wiener Hofmuseum ausgestopft — einer sehr genauen Messung in
einer Reihe von Abständen unterworfen und sind die Resultate in
einer Skizze und einer Tabelle beigegeben. :
Maßtabelle der eriegten Dugongs (in em):
(Männchen, außer No. IV).
Dugongnummer: F II IV | V | VI | v1 van
Länge. 22.2 202. 2. 1315 | sı1 | 245 | 280 |.280 |'soo |. 273
Größter Umfang . . . . —_ — 202 |ı 181 | 200 2 En
Umfang hint. d. Axilla . . — — — — 175 | 183 _
Flossenlänge (Innen) . . . — — 28 32 36 34 _
Flossenbreite . . . . . . _ _ — = 20 21 —
Schwauzbreite . . . ... Fr 2 82 — 77 —_
Nasenspitze — Auge . . . _ —_ 18 — — — _
Auge > Ohr |. san. ii _ — 15 — = — Tor
Schwanzmitte -— Amıs .. — — 80 82 _ 101 —
“> — Genitale . — En 90 | 132 — 156 | —
“ — Nabel . . — — E= 169 — hl _
Augendistanz. . . _.. = —_ 21 2 — _ —_
Schnauzenbreite . . . . . — — 24 22 — — —
Schnauzenhöhe . . . . . — — — 17 — = =
Tiefe d. Maulspalte . . . — — 10 E= — u —
Gaumenfortsatzbreite . . . 2 — — 7 _ — —
i em, _ —_ = 4| — — u
Lungenschallgrenze
(Bangendim) 72... % — — = 160 — — =
96 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
Vermessungsschema des Dugongs No. YII (in em):
Pröputialöffnung
H a“ ; ‚Nabel
‚Halsmitte
! Kinngrenze
173 i il &
Schwanzmitte
%
AB Länge
1-14 Segmentnummer
Maßtabelle hierzu (in em):
ee BGE |; 6 on 14
- (Nummern) | | . i
|ajo
121
Umfänge
derselben
218 | 202 160 | 136 | 107
183
127 | 150
64 | 84 | 111 180 | 198 | 214
ne ke 19 | 12 | 15 | 17 | 23
mitte bis
23 » ||. 25 | 15
>)
After Prüputialöffnung hint. vord. Halsmitte i
Flossengrenze Kinngrenze
Es geht aus den Angaben hervor, daß das kleinste Exemplar
eine Gesamtlänge von 245 cm besaß. Es war ein Weibchen. Die
erbeuteten Männchen massen von 280 bis 315 cm. Die beiden
Männchen von 311 und 315 cm waren überhaupt die größten, die
unter 25 Dugongs erlegt wurden. Bezüglich der Größe variieren
die Angaben ungemein. Schon Turner und Finsch wiesen auf
den Fehler hin, daß namentlich die älteren Autoren die Durch-
schnittsgröße des Dugongs viel zu hoch angenommen haben (z. B.
Brown, ’78:20 feet. Und doch zeigen alle vorgenommenen
Messungen (vgl. Maße u. Tabellen von Raffles, Owen, Rüppel,
Klunzinger) daß der Dugong 3'/, m nicht überschreiten dürfte
(ebenso Finsch). Auch Fairholme stimmt diesbezüglich überein
(9—10 feet). Die Angabe bei Brehm, 3—5 m, ist also etwas über-
trieben. Die Grösse der Weibchen wird im allgemeinen etwas
kleiner angegeben; auch in unserem Falle betrug sie nur 2!/, m
(Owen: 2’23, Klunzinger: 2’37 m).
Farbe.
Was die Farbe des Tieres anlangt, so konnte festgestellt werden,
daß die Oberseite im allgemeinen lichtgraubraun bis hellbronzebraun
ist, mit einem leichten Metallschimmer; die Unterseite ist weiß bis
und Morphologie von Halicore dugong. 97
hellgrau. Finsch hat bereits die Deutungen, die diese etwas
schwierig zu benennenden Farbentöne gefunden haben, zusammen-
gestellt. Seine und Gills Angaben scheinen mit den unsrigen für
den australischen Dugong übereinzustimmen, nämlich rötlichbraun
(rötlichfleischfarben bis fleischbräunlich). Jüngere Tiere sollen nach
Finsch fast fleischweißlich gefärbt sein. In einer anderen Nuance
scheint der Dugong des roten Meeres gefärbt zu sein, nämlich matt-
bleigrau, Rücken und Oberkopf mehr grünlich (Rüppel, Brehm).
Beim australischen Dugong herrschen also mehr die braunen, beim
Dugong des rothen Meeres die blauen Töne vor, doch ist immerhin
zu verzeichnen, daß die von Kükenthal untersuchten australischen
Halicoreembryonen auf dem Rücken blauschwarz, auf der Bauch-
seite braun waren, welche Töne mit der Größe des Embryos an
Tiefe abnahmen. Brehm spricht auch von dunklen Längsstreifen,
die jedoch diesmal nicht beobachtet werden konnten. Konservierte
Häute dunkeln stark nach und werden beinahe schwarz (Krauss,
Finsch).
Haut.
Die Haut ist der Hauptsache nach glatt, fast glänzend (Rüppel,
Klunzinger etc.). Bei längere Zeit auf dem Lande liegenden
Tieren glänzt sie namentlich auf der Dorsalseite sehr lebhaft. Sie
ist auf der Rücken- und Seitenfläche des Rumpfes mit zahlreichen
Kratzern und Narben bedeckt (T.X, f. 1—4, T.XI, f.1, 2). Die
Narben laufen nach allen Richtungen, überkreuzen sich, sind manch-
mal sehr tief und verleihen dem Tiere ein merkwürdiges Aussehen.
Klunzinger spricht nur von wenig Narben, dagegen von zahl-
reichen Rissen bei getrockneten Häuten, doch ist dies noch mehr im
Leben der Fall. Auf die zahllosen Narben weist auch Krauss hin
und glaubt sie durch die Korallenfelsen entstanden. Auf dem Rücken
und an den Seiten finden sich viele Chelonobien, weniger zahlreich
Balanen. Von den ersteren ist der Körper manchmal übersät.
Furchen.
Finsch sagt zwar, daß die Haut überall glatt anliege und nur
am Bauche runzelig sei, womit Brehm übereinstimmt. Auch nach
Rüppel sind auf dem Bauche wenige schmale Längsrunzeln. Doch
ergibt eine genaue Inspektion viel mehr (T X, f. 1-5, T. XI, £. 1).
So ziehen zahlreiche Runzeln zwischen Oberlippe und Auge parallel
aufwärts vom Mundwinkel. Einige Runzeln und Furchen ziehen
auch unterhalb des Auges, die sich vor demselben nach aufwärts
biegen. Zwischen Auge und Ohr liegen viele Querrunzeln, die gegen
den Flossenansatz herabziehen. Den Nacken überqueren ebenfalls
Furchen, darunter eine besonders starke Nackenfurche. Bei Be-
sprechung des Kopfes wird übrigens manche Furche noch erwähnt
werden. DieFlossen werden durcheinetiefe Furche vom Körper abgesetzt.
Parallel mit dieser Furche liegt dorsal ein breites Band mehr oder
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.2. Fe
98 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
weniger feiner Runzeln, das nach vorne gegen das Auge zieht. Auf
der Bauchseite finden sich quer über dem Hals wenige tiefe Furchen.
Kaudalwärts von diesen erstreckt sich eine Anzahl von Längsfurchen
bis in die Gegend zwischen den Flossen. Auch weiter rückwärts in
der Nabelgegend finden sich Längsfurchen, namentlich bei älteren
Bullen zahlreicher und tiefer, wie denn auch der Nabel, sowie die
Anal- und Genitalöffnung in solchen Furchen liegen. Quere Bauch-
furchen in der Schwanzgegend, wie sie Kükenthal bei Embryonen
beobachtete, wurden auch beim Erwachsenen hinter der Analöffnung
bemerkt.
Haare.
Von der Behaarung des Kopfes wollen wir vorderhand absehen
und sie erst bei diesem selbst besprechen. Ansonsten stehen die
Haare am ganzen Körper in kleinen Grübchen, teils lebend, teils
abgestorben, als kurze, dünne, aber steife Borstenhaare (Brehm),
die wegen ihres Abstandes leicht übersehen werden (Finsch), aber
beim Dahinfahren über den Rücken mit der Hand deutlich fühlbar
sind. Auf dem Rücken sind sie zahlreicher als auf dem Bauche
(Klunzingerj. Ihr Abstand von einander beträgt nach Krauss
(’70, p. 527) 0,5—0,8 cm, doch kann sich diese Angabe unzweifelhaft
nur auf embryonale Verhältnisse beziehen, wie aus den Unter-
suchungen Kükenthals (’97, p. 44) an Embryonen hervorgeht
(Fötus 72cm Rückenlänge: Abstand 4—8 mm). Bei Erwachsenen be-
trägt derselbe, wie Rüppelangibt, 1 Zoll, nach Brown 1—2 Zoll nach
unseren Beobachtungen noch viel mehr. Haben doch bereits die
Haare eines Fötus von 162 cm Abstände von 2—3 cm. Außer-
dem ist überhaupt eine regressive Entwicklung des Haarkleides bei
den Sirenen zu vermerken (Kükenthal), wie sie in noch höherem
Maße bei den Waltieren erfolgt. Turner fand bei einem Fötus
von 162 cm Länge am Rücken eine reihenweise Anordnung der
Haare. Die Haare fehlen angeblich auf den Flossen (Rüppel,
Brehm, Finsch) und auf der Flosse des Schwanzes (Rüppel,
Brehm: Spuren). Das ist aber unrichtig, denn sie sind auch da,
wenn auch spärlich, vorhanden.
Allgemeine Körperform.
Der Körper ist im allgemeinen spindelförmig, wenn auch nicht
gleichmäßig gerundet, wie Rüppel und Brehm berichten. Nach
vorn verschmälert er sich zum Kopfe bedeutend in querer Richtung
(T.X, f. 5), wobei der Kopf eine ziemliche Höhe behält. Nach rück-
wärts nimmt der Höhendurchmesser rasch ab, bis der Körper in die
horizontale Schwanzflosse ausläuft. Die Brust hat einen etwas
trapezartigen Querschnitt, und auch der Schwanzteil zeigt dorsal zu
beiden Seiten eine deutliche dachförmige Abflachung, wobei
der Breitendurchmesser abnimmt (Rüppel). Der Kopf setzt sich
im Nacken durch eine seichte Einschnürung vom Halse ab. Auf
und Morphologie von Halicore dugong. 99
dem Rücken sind die Dornfortsätze der Wirbelsäule als niederer
Wulst bis zum Schwanzende deutlich abgesetzt, nicht bloß auf
letzterem (Rüppel). An der Seite des Brustkorbes heben sich die
Rippenenden gut ab.
Kopf.
Der Kopf des Dugorg ist der am meisten modellierte Teil des-
selben. Durch den gewaltigen, gebogenen Oberkieferteil — Brown
vergleicht ihn mit einer Nase von stark ausgeprägtem romanischen
Typus — die breite stumpfe Schnauze und die hochgelegenen
Nasenlöcher gewinnt er ein eigenartiges Aussehen, das wir vorerst an
der Hand der beigegebenen Photographien im Detail schildern
wollen, bevor wir auf die etwas divergierenden Literaturangaben
eingehen. Der Kopf besteht aus dem auffallend mächtigen Schädel-
und Öberkieferteil und dem kleinen unter demselben fast ver-
schwindenden Unterkieferteil, die beide durch die schräg nach vorn
und abwärts gerichtete Mundspalte getrennt sind. Er setzt sich
wie schon erwähnt, im Nacken durch eine seichte Furche ab.
Ventral bildet der unter dem rechten Winkel abtretende Unterkiefer-
(Kinn-)teil der Schnauze eine deutliche und scharfe Grenze (T. X,
f. 1, T. XI, f. 1). Von oben gesehen ist der Kopf länglich viereckig
(T. X, f. 3, 4), bedeutend schmäler als der Hals. In der Seitenansicht
(T.X, f£.1, T.XI, f. 1) ist die Höhe nur etwas geringer als die des
Halses. Das Schädeldach ist stark gewölbt gegen die beiden Augen
herab, schwach dagegen und sich verschmälernd von der Nacken-
furche gegen die weit vorn und hoch gelegenen Nasenlöcher. Es
ist haarlos, wogegen das übrige Gesicht mit glashellen, 4—5 mm
langen Borsten besetzt ist, die aus dunklen Gruben kommen (T. XI,
f. 1). Von den Augen-Nasenlinien fallen schräg nach unten und
vorne die Seitenflächen des Oberkiefers ab (T. X, f.3, 4). Nach vorn
geht etwas weniger steil, leicht gebogen der nach abwärts sich
verbreiternde Oberteil der Vorderfläche zur eigentlichen Schnauze.
Diese ist eine hufeisenförmig begrenzte Fläche, welche nach vorn
konvex die der Hauptsache nach schräg gestellte, 22—24 cm breite
und 17 cm hohe Vorderseite des Oberkieferteiles bildet (T. X, £. 1,
2).
Der ganze Schnauzenteil ist im Leben weich und schwappend,
aus einer soliden, fettdurchsetzten Muskelmasse bestehend, deren
Faserbündel sich nach Art einer Säugerzunge vielfach überkreuzen. Er
ist von einer so feinen und zart gefalteten Haut bedeckt, daß sie
zwischen den Fingern zu einer dünnen Falte erhoben werden kann.
Die Schnauze zerfällt 1. in einen mittleren Teil, 2. deren hinteren
Begrenzungswulst, 3. zwei Seitenlefzen. Der mittlere Teil (Sch,
T. XI, f. 2) ist breit hufeisenförmig. In seinen rückwärtigen zwei
Dritteln findet sich eine mediane scharfe Furche (MF, T. XI, £. 2),
welche nach rückwärts bis zur Gingiva verläuft, nach vorn aber
sich vollständig verliert. Die vordere Hälfte dieser Furche ist viel
seichter als die rückwärtige. Die ganze Fläche wird durch zahl-
7x
100 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
reiche Runzeln gefältelt, an denen sich bestimmte Züge unter-
scheiden lassen. Im Vorderteile überwiegen nach vorn konvexe
quere Bogen, rückwärts beginnen parallel und beiderseits der
Medianfurche zahlreiche Runzeln, die nach den Seiten radiär aus-
strahlen, vorn mit den ersterwähnten sich kreuzend. Auf den so
entstehenden Fältchen stehen dicke kurze Borsten. Nach oben geht
in ziemlicher Breite die Schnauzenmittelfläche in den mit gewöhn-
lichem Integument bekleideten Oberteil der Vorderfläche über.
Den Abschluß der Schnauzenfläche nach hinten bildet ein
niedriger breiter Wulst (HW, T. XI, f. 2), der durch die Medianfissur
getrennt, in einiger Entfernung von derselben anhebt, um, lateral
deutlicher werdend, im Bogen nach abwärts und rückwärts gegen
die Mundwinkel (MW, T. XI, f. 2) zu ziehen; dort biegt er jeder-
seits zu den beiden Lefzen auf. Die Absetzung dieses Wulstes vom
Oberkiefer bezw. von der Gingiva ist auf der Abbildung nicht zu
sehen, da bei dem auf dem Rücken liegenden Tier die weiche
Schnauze hinabgesunken ist. Im Leben findet sich hier eine bogen-
förmige tiefe Falte.e Doch kommt durch diese Lage beiderseits ein
Zwischenwulst (ZW, T. XI, f. 2) zur Ansicht, der den Raum zwischen
Mundwinkel bezw. den vorgenannten Wülsten und dem schmalen
Öberkieferfortsatz ausfüllt. Der rückwärtige Begrenzungswulst ist
ebenfalls reichlich mit den vorerwähnten Borsten besetzt. Auch
der Zwischenwulst weist namentlich in der Furche gegen den rück-
wärtigen Wulst einen starken Borstenbesatz auf.
Die Seitenlefzen (SL, T. XI, f. 2) sind verhältnismäßig schmale
Wülste, die durch einen tiefen Einschnitt (SF, T. XI, f.2) vom
Mittelteile getrennt sind. Auf der Abbildung klaffen infolge des
Herabsinkens der Schnauze diese Furchen. Zahlreiche Querfältchen,
die auf Innen- und Außenseite übergreifen, sowie reichlicher Borsten-
besatz sind auf den Seitenlefzen zu finden. Letztere beginnen ziemlich
weit oben, um schwach nach außen gebogen das Mittelfeld zu um-
fassen und dann im starken Bogen nach rückwärts gegen die
Mundwinkel zu ziehen, wo sie in den rückwärtigen Wulst über-
gehen. Dabei wird die Trennungsfurche ganz seicht.
Unterhalb der Schnauze und von ihm in normaler Lage voll-
ständig gedeckt kommt der von der Gingiva bedeckte Zwischen-
kieferfortsatz (ZW, T. XI, f.2) zu liegen, der in der Mitte ge-
furcht rechts und links beim Männchen von einem dicken aber
kurzen Stoßzahn flankiert wird. Unterhalb dieses Zwischen-
kieferendes, der vorstehenden Zahnspitzen und über diese hinaus-
reichend findet sich ein mächtiger, sehr steifer Fortsatz des harten
Gaumens (GF, T. XI, f. 2) aus derbem fibrösen Gewebe bestehend.
Ungefähr doppelt so breit als hoch (7 cm breit, 4 cm hoch)
hat er mit seinem abgerundeten Vorderende eine gewisse Ahn-
lichkeit mit einer Zungenspitze. Er ist nicht zurückziehbar und
auch bei geschlossenen Kiefern zwischen beiden deutlich sichtbar.
Da die von den Dugongs beim Weiden in dem harten Sand ge-
und Morphologie von Halicore dugong. 101
rissenen Furchen genau die Breite des Gaumenfortsatzes haben, so
erhellt, daß dieser bei der Nahrungsaufnahme eine Rolle spielen muß.
Durch die schmale, 10 cm tiefe Mundspalte von dem Ober-
kiefer getrennt findet sich der entsprechend verkürzte Unterkiefer
(Unterlippen)teil, schräg nach abwärts gerichtet nnd demzufolge
weit hinter den Oberkiefer zurücktretend. Die vordere Unterkiefer-
partie ist schmal und zu einem kugelig aufgetriebenen Gebilde um-
gewandelt. Infolgedessen setzt dieses sich nicht nur vom Halsursprung
stark ab, sondern es sind auch die Mundwinkel stark eingezogen.
Der Querdurchmesser ist bedeutend größer als der Längsdurchmesser.
Der größte Längsdurchmesser findet sich in der Mundebene d.h. die
Kinnlinie entfernt sich gleichmäßig bis zur Umbiegung in die Mund-
spalte von der Ursprungsfläche des Kinns. Der größte Querdurch
messer findet sich ungefähr in der Mitte zwischen Mundwinkel und
Halsursprung des Kinns, d. h. die Ansatzlinie der Kinnbeule ist
gegen die Mundwinkel stark zangenförmig eingebogen. Entlang der
Mundzirkumferenz finden wir einen niedrigen schmalen Wulst (UL,
T. XI, £. 1, 2), der aber durch eine schmale Furche von dem
übrigen Kinn (K, T. XI, f. 1,2) getrennt ist. Dieser Wulst ist
ebenso wie ein angrenzender breiter Streifen des Kinns dicht mit
kurzen Borsten besetzt. Die übrige Kinnhaut zeigt spärliche größere,
aus dunklen Grübchen entspringende Borsten, ebenso wie der Rand-
wulst in der Gegend des Gaumenfortsatzes,
Von den Literaturangaben wäre zuerst der Angabe Rüppels
zu gedenken (’34, p. 101). Abweichend von uns erwähnt er von
der mittleren Längsfurche, daß sie sich nach unten zu gabelt
und so die Gestalt eines umgekehrten Y bildet. Durch diese Bi-
furkation würde die ganze Kopfgegend in drei Abteilungen getrennt,
wovon die beiden oberen zur Nase gehören, der untere kleinere
dreieckige Teil sei die eigentliche Oberlippe. Er ist nach der
Innenfläche des Mundes gerichtet. Es ist ohne weiteres ersichtlich,
daß die vertikale Längsfurche Rüppels mit der unserigen identisch
ist. Die Bifurkation, die wie aus unserer Beschreibung hervorgeht, mit
der mittleren Furche eigentlich nichts zu tun hat, ist nichts als
jener bogenförmige Spalt, den die eigentliche Schnauze mit dem
Gaumenfortsatz bildet. Und der untere kleinere dreieckige Teil ist
der Gaumenfortsatz, der zu den Lippen in gar keiner Beziehung
steht. Krauss (’70, p. 527) erwähnt keine mittlere Furche, je-
doch die Seitenlefzen, die Rüppel nicht beschreibt. Beide bringen
detailierte Angaben über die Behaarung der Schnauze. Dagegen
wird von Krauss richtig der Gaumenfortsatz und der Randwulst
des Unterkiefers beschrieben. Brehm und Finsch gedenken des
Kopfes in wenigen Worten. Ausführlicher beschäftigt sich Turner
(94, p. 324 ff.) mit dem Kopfe eines ausgewachsenen Dugong-
weibchens. Allein ein Vergleich seiner Abbildung mit unseren
Photogrammen belehrt uns, daß die Konservierung seines Exemplares
im trockenen Salz eine ungemein schlechte gewesen sein mub, in-
dem es zu starken Schrumpfungen und Asymetrien gekommen ist.
102 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
Dementsprechend kann man auch der Beschreibung, die sich dem
Objekte anlehnt, nur bedingt folgen. Die mittlere Längsfurche
wird in einen Zusammenhang mit den Furchen zwischen Mittelfeld
und hinterem Begrenzungswulst gebracht, derart daß sie sich direkt
gabelt. Die Seitenlefzen enden rückwärts spitz und gehen nicht
in den rückwärtigen Wulst über, was dagegen von den lateralen
Partien des Mittelfeldes gezeichnet ist. Der stark geschrumpfte
Gaumenfortsatz wird als „midle lip (mesial process)* bezeichnet,
trotzdem er mit den Lippen nicht in genetischer Beziehung steht.
Er ist haarlos.. Das Mittelfeld wird wegen der Trennung durch
die mediale Furche als „lateral lips“ bezeichnet. Hinsichtlich der
Verwertbarkeit der angegebenen Maße muß das vorher über die
mutmaßliche Schrumpfung Gesagte berücksichtigt werden.
Von besonderem Interesse sind natürlich die embryologischen
Verhältnisse, die durch Kükenthal an der Hand ausgezeichneter
Abbildungen eines ebenso konservierten Fötus geschildert wurden.
Dem gegenüber sind die Abbildungen Turners von Föten ganz
besonders rückständig. Bei allen Embryonen zeigt sich die tiefe
mediane Furche des Mittelfeldes.. Bei seinem 4. Stadium konnte er
ein Seichterwerden dieser Furche in der Gegend der Mundbegrenzung
wahrnehmen. Aus dem Umstande, daß dieser Teil auf der Turner-
schen Abbildung des Erwachsenen fehlt, mochte Kükenthal den
Schluß ziehen, daß hier eine Verschmelzung zweier ursprünglich
getrennter Teile stattgefunden habe, indem die beiden seitlichen
Oberlippen sich in der Mitte vereinigt haben. Er führt als weitere
Unterstützung die Schilderung Rüppels an, die wie wir oben aus-
geführt haben, anders zu deuten ist, so daß sie für diesen Zweck
unbrauchbar wird. Bei unserem Exemplare reicht die mediane
Furche bis zur Gingiva; von einer Vereinigung der beiden Mittel-
feldpartien im rückwärtigen Teile dieser Furche kann somit kaum
die Rede sein, denn Turners Bild ist unzuverlässig. Wir wollen uns
damit durchaus nicht gegen die Auffassung Kükenthals wenden, dab
die Schnauze von Halicore, die beim Erwachsenen ziemlich einheitlich
ist, durch die Spaltung in zwei seitliche und ein medianesFeld manatus-
ähnlicher gewesen sei und daß also die Manatus-Schnauze die ältere
ist. Allein der dritte mediane Teil wird an dem Oberende der Median-
furche zu suchen sein, worauf die obere Bifurkation derselben bei
einem Fötus von 72cm (Kükenthal, T.V, f.20) und eine fast
horizontale Bifurkation bei einem Fötus von 162 cm Rückenlänge
(Turner, ’94, p. 323, f.4) hinweisen.
Frühzeitig sind die beiden Seitenlefzen ausgebildet, die freilich
embryonal noch von einer lateralen Furche, die beim Erwachsenen
fehlt oder nur bei bestimmten Lagen entsteht, begrenzt wird (Küken-
thal, T. V, f.19). Die Seitenlefzen, die beim Embryo zuerst nach
oben konvergieren, später parallel werden, divergieren schließlich
beim Erwachsenen. Das Breitenwachstum des Mittelfeldes ist somit
im Oberteile stärker als im unteren. Spät scheinen sich die rück-
wärtigen Begrenzungswülste des Mittelfeldes zu entwickeln. Küken-
. und Morphologie von Halicore dugong. 103
thal bildet sie bei einem Embryo von 162 cm Rückenlänge ab
(l.c. 27). Die Felderung auf der Schnauzenfläche ist embryonal
schön regelmäßig, wobei aus der Mitte eines jeden hügelartigen
Feldes ein Haar entspringt. Gaumenfortsatz und Unterkiefer(-lippe)
weichen nicht wesentlich in der Form vom Erwachsenen ab.
Nase.
Oberhalb der Schnauze in geringer Entfernung liegen die beiden
Nasenlöcher. Es sind dies zwei nahe bei einander befindliche,
schräg auf dem Nasenboden stehende, nach oben und vorn gerichtete,
fast kreisrunde Öffnungen. Auf den Abbildungen sind die Nasen-
löcher inspiratorisch geöffnet. Zum Nasenschluß wölbt sich der
Nasenboden flach hügelförmig vor. Eine klappenartige Einrichtung,
von der Rüppel und Turner sprechen, gibt es bei den untersuchten
Exemplaren nicht. Ausführlich wurde darüber, auch Manatus be-
treffend, in unserem Kapitel zur Biologie von Halicore dugong ab-
gehandelt.
Auge.
Die Augen liegen zu beiden Seiten des Kopfes, 18 cm hinter
der Nasenspitze bei mittleren Dugongs, ungefähr in gleicher Ent-
fernung von Nase und Mundwinkel. Sie sind durch einen
schmalen, spindelförmigen, schräg nach oben gerichteten, 13 mm
(ebenso Owen) langen Längsspalt sichtbar. Die sogenannten Augen-
lider sind dick, wulstig, wenig beweglich, durch einen starken
Orbicularis oculi kontraktil. Im vorderen Winkel ist die Nictitans
deutlich zu sehen. Von Wimpern, die Brehm trotz Rüppels
richtiger negativer Aussage erwähnt, ist keine Spur. Die Bulbi
sind klein, beinahe kugelig, doch nicht eiförmig (Brehm!). Iris
und Augenhintergrund sind schwarz pigmentiert, so daß das ganze
Auge dunkel erscheint.
Ohr.
Beim Übergang des Kopfes in den Hals finden sich zu beiden
Seiten des ersteren am Ende eines quer über den Nacken ziehenden
Furchenbündels die kleinen Ohröffnungen. Es sind dies kaum
wahrnehmbare Einsenkungen der Haut von etwa 3 mm Durchmesser,
in ungefähr gleicher Höhe mit dem Auge und etwa 15 cm hinter
demselben. Ein äußerer Ohrteil fehlt. Das Gleiche berichtet
Turner von Embryonen.
Flossen.
Von der äußeren Form der beiden Vorderflossen, die nicht
weit vom Kopfe gegen die Unterseite des Körpers seitlich eingelenkt
sind, ist schon in einer Arbeit über die Osteologie derselben
(Freund, 04, p. 364) das Meiste gesagt worden. Es wäre nur
noch zu erwähnen, daß die Flossen in der Regel nach rückwärts ge-
richtet an den Körper angelegt sind, wobei dorsal von der Ansatzfurche
104 H. Dexler und L. Freund: Zur Biologie
eine dicke Falte entsteht, Die Oberseite ist dunkler als die Unter-
seite. Das angebliche Fehlen der Behaarung wurde schon oben
berührt. Beim ausgewachsenen Tier wird die Durchschnittslänge
der Flosse innen mit 32 cm, die Durchschnittsbreite mit 20 cm um
einige cm überschritten.
Mammillae.
Die Mammillen gleichen daumendicken, kurzen, harten Zapfen,
die beiderseits hinter der Axilla wie auch Owen und Rüppel an-
geben, auf der Bauchseite gut sichtbar sind. Nach Owen war
deren Basis bei einem Weibchen etwa ein Schilling groß. Turner
fand keine Spur von Mammillen bei einem Fötus von 162 cm
Länge.
Körper.
Was den übrigen Körper anlangt, so ist eigentlich bei der
Dürftigkeit der Merkmale wenig zu bemerken. Beiläufig in der
Mitte des Körpers liegt der Nabel, 40cm weiter rückwärts die Prä-
putialöffnung bezw. die Vaginalspalte. Letztere ist ein eingezogener
Spalt von etwa 10 cm Länge (auch Klunzinger), und dem Anus
ähnlich gestaltet. Sie liegt von der Schwanzmitte 90 cm
(Klunzinger 100 cm) entfernt, der Penis dagegen 132—156 cm.
Über den letzteren macht Bischoff (l.c. p.5) einige Angaben.
Es liegt die Analöffnung der Vagina näher als dem Penis, da ihre
Entfernung von der Schwanzmitte 80—101 cm beträgt. Bei Tieren,
die längere Zeit in den Netzen bleiben, bei beginnender Fäulnis
also, fällt der Penis gewöhnlich vor. Er ist von einer pigmentlosen
Haut bedeckt und endet in eine kegelförmige Spitze, die zwei laterale
Lippen umstellen.
Schwanzflosse.
Der Schwanzendteil wird von einer flachen, kaum merklich
ausgeschnittenen, 77—82 cm breiten (übereinstimmend mit Raffles
und Owen) horizontalen Flosse gebildet. Von einem halbmond-
förmigen Ausschnitt (Rüppel, Brehm) ist keine Rede, Der Hinter-
rand ist zugeschärft und oft vielfach eingekerbt.
Prag, März 1905.
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IST.
1892.
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und Morphologie von Halicore dugong. 105
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Tafelerklärung.
Photogramme von Halieore dugong.
Abkürzungen:
A Auge. HW Hinterwulst. SF Seitenfurche.
AS Augensekret K Kinn. SL _ Seitenlefze.
BF Brustfurche. M Mund. SZ Stoßzahn.
F Flosse, MF Mittelfurche. U Nabel.
FF Flossenfurche. MW Mundwinkel. UL Unterlippe.
GF Gaumenfortsatz. NF Nackenfurche. ZK Zwischenkiefer.
GOe Geschlechtsöffnung. NL Nasenlöcher. ZW Zwischenwulst.
HF Halsfurche. Sch Schnauze.
Tafel X: Ansichten des auf dem Lande liegenden Tieres. Fig. 1: von der Seite;
Fig. 2: etwas von vorn und oben; Fig. 3: schräg von vorn und etwas
von oben; Fig. 4: von vorn und schräg von oben; Fig.5: von unten.
Tafel XI: Ansichten des auf dem Rücken liegenden Kopfes, Fig. 1: von der
Seite; Fig. 2: von vorne; Fig. 3: von unten.
Tafel XII: Figg. 1u.2: Ansichten des auf dem Lande liegenden Tieres; Figg.
3u.4: Dugong im Netz ans Ufer gezogen; Fig. 5: Dugong, Atem
schöpfend.
Über Diplopoden.
4. (24.) Aufsatz:
Zur Kenntnis der Glomeriden (zugleich Vorläufer
einer Glomeris- Monographie).
(Beiträge zur Systematik, Geographie, Entwickelung, vergleichenden
Morphologie und Biologie.)
Yon
Karl W. Verhoeff (Berlin).
Hierzu Tafel XIII und XIV.
Inhaltsübersicht.
A. Blnsee zur Systematik und Variabilität.
Vorbemerkungen.
m. Schlüssel für die Rassen (Unterarten) und Varie-
täten (nebst Aberrationen) der (@lomeris hexasticha
Brandt. Dazu ferner Übersicht der Rassen der @/, hexa-
sticha und Verzeichnis der Rassen, Varietäten und Aberra-
tionen derselben.
Il. @lomeris intermedia Latz. nebst Rassen, Varietäten
und Aberrationen.
IV. Ueber Glomeris guttata Risso und @l. connexa C.K.
nebst Rassen und Varietäten.
V. Glomeris formosa Latz. u. Verh. nebst Rassen und
Varietäten.
VI Glomeris tirolensis Latz.
VI Uber Glomeris conspersa C. K. nebst Rassen und
Varietäten. '
VIII. Mittheilungen betreffend andere G@lomeris-Arten.
IX. Uber Untergattungen von (rlomeris.
X. Über Rhopalomerisn.g. und die Glomeriden-Haupt-
gruppen.
Die Hemianamorphose der Glomeriden (Häutungen).
Vergleichend-morphologische Mitteilungen.
I. Zur Kenntnis der Gliederung und Muskulatur der Beine und
Gonopoden.
II. Hüften und Sternite.
D. Zur Biologie und Geographie der Glomeriden.
I. Ernährungsweise, Aufenthaltsorte u. Sommerschlaf.
II. Die Kopulation.
III. Horizontale und vertikale Verbreitung.
Su
108 Karl W. Verhoeff:
Motto: Zoologische wissenschaftliche
Tätigkeit, welche nicht einseitig erscheinen soll,
muss geteilt sein zwischen der Arbeit daheim
mit optischen und anderen Hilfsmitteln und der
Tätigkeit draussen in freier Natur. V.
A. Beiträge zur Systematik, Variabilität und
geographischen Verbreitung.
I. Vorbemerkungen.
Seit nahezu anderthalb Jahrzehnten, d. h. seit dem Beginn
meiner Forschungen über Vielfüßler, habe ich auch den Glomeriden
meine Aufmerksamkeit geschenkt. In meiner Erstlingsarbeit „Ein
Beitrag zur mitteleuropäischen Diplopoden-Fauna“ Berl. entomol.
Zeitschr., Bd. XXXVI., H. 1, 1891 finden sich Mitteilungen haupt-
sächlich über die in Rheinpreußen vorkommenden Formen auf
S. 155—164. Schon damals habe ich betont,. daß die (rlomeris
intermedia Latzel nicht als eine einfache Varietät der hewasticha
Brandt behandelt werden könne, sondern „zweckmäßiger wenigstens
als Rasse aufgefaßt werden“ müsse, zumal sie selbst wieder mit
„einem Varietätencyklus“ auftritt. Wie richtig das ist, werden wir
im Folgenden noch weiter sehen. Ich will jetzt im Interesse anderer
Forscher diejenigen Aufsätze anführen, in denen ich mich weiterhin
mit Glomeriden beschäftigt habe.
2. Ein Beitrag zur Kenntnis der Glomeriden, mit 1 Taf. in
Verh. nat. Ver. Rheinl. u. Westfal. 1895, 52. J., S. 221— 234.
3. Diplopoden Rheinpreußens und Beiträge zur Biologie und
vergleich. Faunistik europäischer Diplop. Vorläufer z. ein. rhein.
Dipl.-Fauna, daselbst 1896, 53. J., S. 186—280.
4. Uber Diplopoden aus Bosnien, Herzegowina und Dalmatien,
V. Teil: Glomeridae und Polyzoniidae. In Arch. f. Naturgesch. 1898,
Ba. I, H. 2, S. 161—176, dazu 1 Tafel.
Aus den „Beiträgen zur Kenntnis paläarktischer Myriapoden“
nenne ich ‘Folgendes: _
5. IV. Aufsatz: Über Diplopoden Tirols, der Ostalpen und
anderer Gegenden Europas, nebst vergleich. morphologischen und
biologischen Mitteilungen. Daselbst 1896, Bd. I, H. 3, S. 187—242,
dazu 5 Tafeln. H
6. IX. Aufsatz, Anhang; Über einige andere Diplopoden. Da-
selbst S. 220—230, 1 Taf. |
7. XIV. Aufsatz: Über Glomeriden. Daselbst 1900, Bd. I, H.3,
S. 403—413. R
8. XVII Aufsatz: Über Diplopoden aus Süddeutschland und
Tirol. In Jahreshefte d. Ver. f. vat. Nat. i. Württemberg, 1901,
Bad. 57, S. 8I—111, dazu 3 Tafeln.
9. Über. den Häutungsvorgang der Diplopoden, Halle 1901 in
Nova Acta kais. deutsch. Akad. Naturforsch. 18 S. 1 Taf.
Über Diplopoden. 109
10. Über Diplopoden, 1. Aufsatz: Formen aus Tirol, Italien
und Cypern. Archiv f. Naturgesch. 1902, Bd. I, H.3, 8. 175—198,
1 Tafel.
l1. Über Doppelmännchen bei Diplopoden. Zoolog. Anzeiger
1900, N. 605, Bd. XXIII, S. 29—46.
12. Über Tracheaten-Beine, III. Aufsatz, S. 82—103, Progoneata.
Sitz. Ber. Ges. nat. Fr. Berlin 1903, N. 2.
In der 10. Arbeit habe ich mich auf S. 179 bereits darüber
ausgesprochen, daß und warum ich die im IV. Aufsatz der
„Beiträge“ in Vorschlag gebrachte, weit ausgedehnte (rlomeris
„europaea“ aufgegeben habe. Meine neueren Studien und Sammel-
ergebnisse haben mir gezeigt, daß wir in der Tat an die Glomeriden-
Arten einen andern Maßstab zu legen haben als an die
Arten der Mehrzahl der übrigen Gruppen der Diplopoden und
daß es einerseits mehr wohlumschriebene Arten gibt als man bisher an-
genommen hat, während andererseits auch innerhalb solcher Arten
die Fülle an Rassen und Varietäten (Aberrationen) eine bedeutende
sein kann. Die Variabilität der meisten Glomeris-Arten ist bisher
nicht allein ganz unzureichend bekannt geworden, sondern es
sind auch die schon bekanntesten Formen nicht gründlich genug
studirtt worden. Meine an einem sehr umfangreichen Kreis von
Objekten (die ich größtenteils selbst auf Reisen in zahlreichen
Gegenden Mittel- und Südeuropas erbeutet habe), vorgenommenen
Untersuchungen haben mir gezeigt, daß die Variabilität innerhalb
mancher Arten noch viel größer ist als man bisher wußte, während
innerhalb bestimmter Subspecies und Varietäten dagegen die
Beständigkeit der Zeichnungen eine größere ist als man bisher
gemäß der Formenauffassung angenommen hat. Überhaupt sind
die Zeichnungsverhältnisse der Glomeriden, trotz der bei
vielen Arten ganz zweifellos beträchtlichen Variabilität,
dennoch weit beständiger und daher systematisch weit
wichtiger als man bislang sich vorgestellt hat. Diese Zeich-
nungsverhältnisse wollen eben auch gründlich untersucht sein und
weil das bisher nicht immer geschehen ist, blieb z. B. die
Erkenntnis aufgeschoben, daß die Zeichnungsverhältnisse
des Brustschildes und Analschildes durchschnittlich
mannigfaltiger, konstanter und daher systematisch wichtiger
sind als die der zwischen beiden gelegenen Tergite, deren
Segmente ich im Folgenden kurz als Mittelsegmente bezeichnen
werde. Nach den Äußerungen verschiedener Forscher in der Litteratur
konnte man bisher annehmen, daß z. B. bei Glomeris hexasticha
die Farbenvarietäten kunterbunt bald hier bald da in chaotischem
Gewirre und vielleicht abhängig von zufälligen Feuchtigkeits-Be-
lichtungs- und Ernährungsverhältnissen, durcheinander angetroffen
werden könnten! Und in der Tat gibt es Erscheinungen, welche
diesen Forschern Recht zu geben scheinen! Deshalb will ich gleich
hervorheben, daß wir nach meinen Befunden innerhalb der stärker
110 Karl W. Verboeff:
veränderlichen Arten zweierlei Abweichungsvorkommnisse
zu unterscheiden haben:
l. geographische Rassen und Varietäten und
2. Melanirungsvarietäten und Aberrationen, welche
neben einander vorkommen. Es haben nämlich alle mithellen und
dunkeln Zeichnungen gezierten Glomeris-Arten, soweit sie
überhaupt in größerer Individuenzahl bekannt wurden, das Bestreben
zur Melanirung, d.h. durch stärkere Ausbildung des dunklen Pigmen-
tes die vorhandenen hellen Zeichnungen entweder zu verkleinern oder
schließlich ganz zu verdrängen. Daß die Entwicklungsrichtung
vom Hellen zum Dunkeln geht und nicht etwa umgekehrt, lehren
uns die jugendlichen Individuen (anamorphotische und epimor-
photische Stufen), denn bei diesen habe ich stets die helle Grund-
farbe stärker entwickelt gefunden als bei ihren zu-
gehörigen Ausgewachsenen. Die Individuen des Vorstadiums
(status antecedens) sowohl als auch Pseudomaturus pflegen etwas
heller gefärbt zu sein als die ganz Entwickelten, doch betreffen
diese Unterschiede weniger die Grundzüge der Zeichnung als die
Abstufung (Intensität) des Dunkeln oder Hellen. (Man vergl. über
das Vorstadium S. 412 im genannten IX. Aufsatz und N. 605,
S. 44 des zoolog. Anzeigers 1900).
Die vorhandenen Rassen und Varietäten, z. B. von (rlomeris
hexasticha lassen sich nun keineswegs einfach alle als Me-
lanirungsabstufungen erklären, obwohl das für manche
Varietäten zutrifft, man vergl. insbesondere (Gl. connexa alpina
var. alpina, var. carpathica u. A. Die eingehende Prüfung der
Zeicehnungsverhältnisse und Vergleich aller Varietäten zeigt bei
manchen Arten ganz deutlich verschiedene Entwicklungs-
richtungen, die wohl noch durch Übergänge mehr oder
weniger verbunden sind, aber unverkennbar verschiedene Bahnen
eingeschlagen haben, was daher kommt, daß mehr oder weniger
verschiedene Weisen der Melanirung eingeschlagen wurden
und diese Verschiedenheit auch schon bei jugendlichen Stücken
zum Ausdruck kommt. Die geographischen Rassen und in
geringerem Grade die Varietäten unterscheiden sich also von den
Melanirungsvarietäten und Aberrationen dadurch, daß zwischen den
Formen der Ersteren Unterschiede in den Grundzügen der
Zeichnung auftreten, zwischen Formen der Letzteren aber nur
Unterschiede in den Abstufungen der Verdunkelung. So
können wir z. B. unter den Formae sexseriatae der @l. hexa-
sticha Stücke mit breiter schwarzer Rückenmittelbinde finden,
welche im Übrigen noch reichlich helle Grundfarbe besitzen, während
man andererseits Individuen beobachten kann, welche im Übrigen
stärker verdunkelt sind, aber gleichwohl zwischen den paramedianen
dunkeln Flecken ein deutliches helles Medianband aufweisen, also
den F. septemseriatae zugehören. Es kann sich also nur um
verschiedene Entwickelungsrichtungen handeln, bei deren
einer von vornherein die hellen Medianflecke fehlen, während sie
Über Diplopoden. 111
bei der andern auch unter den dunkelsten Stücken deutlich bleiben.
Ahnliches gilt für /ormosa genuina und jormosa miürzelae.
Natürlich gehen beide Gruppen von Formen, die melanistischen
und die geographischen ebenso in einander über, wie melanistische
Varietäten und Aberrationen, zumal es ohne Zuchtversuche nicht
sicher feststellbar ist, ob nahe verwandte Formen von verschiedener
Melanirung von einem gleichartigen Elternpaar abstammen
können oder nicht. Aus meinen direkten Beobachtungen in der
Natur kann ich nur mitteilen, daß man an einem bestimmten Platze
einmal nur gleich gefärbte Stücke in größerer Zahl sammeln kann
und an andern Plätzen wieder verschieden gefärbte und daß ich
z. B. stark melanistische Stücke von connexa in der Tatra sowohl
in Anzahl beisammen gefunden habe, als auch vereinzelt unter
helleren Verwandten. Bei connexa alpina sind nach meinen
Beobachtungen die Varietäten (Aberrationen) nycthos, tene-
brosa und pseudomarginata melanistische Abstufungen und
Weiterverdunkelungen der var. carpathica Lätzel, mit welcher ich
sie bei Tatra-Höhlenhain im Walde an gleichen Plätzen untermengt
sammelte. Auch habe ich zweimal eine Copula beobachtet zwischen
Angehörigen der var. alpina, wobei also J' und & gleich oder
doch fast gleich gefärbt waren, während mir eine 3. Copula zwischen
g' und der var. carpathica vorgekommen ist, keine aber zwischen
Angehörigen verschiedener Varietäten.
Dies spricht immerhin dafür, daß die Individuen auch einfach
melanistischer Varietäten eine Vorliebe für einander haben, ohne
freilich irgendwie beweisen zu können, ob nicht auch Angehörige
verschiedener Varietäten mit einander copulieren, wie es wenigstens
für einfach melanistische und nächst verwandte Varietäten wahr-
scheinlich ist. Ob die genannten connera-Formen richtiger als
Varietät oder als Aberration zu bezeichnen sind, hängt also
schließlich von dem Verhalten der miteinander copulierenden
Tiere und ihrer Nachkommen ab. Da aber die dunkeln Formen
im Allgemeinen um so seltener werden je ultramelanistischer
sie sind, so ist wenigstens die Form tezebrosa mit Wahrschein-
lichkeit als Aberration anzusprechen, d.h. als individuelle Ab-
änderung von nycethos. Überhaupt ist die Möglichkeit in
irgend einer abweichend gezeichneten Form es mit einer Aber-
ration zu tun zu haben, um so größer je melanistischer die
betr. Form ist, bei gleichzeitig vereinzeltem Vorkommen
neben sehr nahe oder vielmehr nächst verwandten Formen,
welche hel!er und viel zahlreicher sind. Dagegen deutet das Vor-
kommen einer abweichenden, bestimmt gezeichneten Form innerhalb
eines bestimmten mehr oder weniger ausgedehnten geographischen
Gebietes um so mehr auf eine besondere Rasse oder Varietät hin,
je mehr man imstande ist, die Beständigkeit der betr. Merkmale
zu erweisen. Manchmal spricht auch die Verschiedenheit der
Lebensweise bedeutsam mit. So bewohnen z. B. die Formen
hexasticha marcomannia und hexasticha theresiae feuchte Waldgebiete,
112 Karl W. Verhoeff:
während hewasticha genuina var. hewasticha eine Charakterform der
trockenen und warmen Vor- oder Halbsteppe in Ungarn und
Nordbosnien vorstellt und buschige sowohl als auch kahle Plätze
bewohnt.
Ein wichtiger Umstand für die richtige Auffassung der Rassen
und Varietäten liegt in der möglichst deutlichen Fassung der
Zeichnungsverhältnisse. Ebenso wie nicht alle Körperteile syste-
matisch gleich wichtig sind, können auch nicht alle Farbenunter-
schiede gleich gewertet werden. Man hat damit zu rechnen, daß
manche und gerade die grellsten Farben (Schwefelgelb, Orange
und Rot) nicht nur stark verbleichen können, sondern im Alkohol
oft derartig ausgezogen werden, daß sie mehr oder weniger ver-
schwinden und der übrigen hellen Grundfarbe ähnlich werden.
Außerdem betrifft die unwichtigeren Variationsverhältnisse ganz be-
sonders das Auftreten von irgend welchen grelleren Flecken oder
Wischen in der hellen Grundfarbe, Aus diesen Umständen ist aber
das Ergebnis zu ziehen, daß es systematisch besonders auf die
Unterscheidung des dunkeln Pigmentes (braun, braunschwarz und
schwarz) von dem hellen ankommt und die Zeichnung in erster
Linie durch die Verteilung des dunkeln Pigmentes im
Hellen bestimmt wird, wonach ich im Folgenden auch durch-
gehends meine Beschreibungen gerichtet habe. Die verschiedenen
Abstufungen der hellen Zeichnung (z. B. gelbe im Graugelben oder
rote im Gelben), kommen erst in zweiter Linie in Betracht.
Daß bei sehr formenreichen Arten Gliederung nach mehreren
Richtungen stattfinden kann, habe ich auf S. 179 im Archiv £.
Naturgesch. 1902 für Gl. conspersa s. lat. dargetan. Im XIV. Auf-
satze, „Uber Glomeriden“ bin ich ausgegangen von der Betrachtung
der (rl. conspersa C. K. (genuina) als einer Form, welche unter den
Arten mit gleich oder sehr ähnlich gebauten Gonopoden „noch am
wenigsten durch schwarzes Pigment ausgezeichnet ist.“ Inzwischen
habe ich durch Auffinden neuer und wenig bekannter Formen der
Gl. hexasticha und Gl. intermedia sowohl, als auch der interessanten
aber von Latzel ungenügend charakterisierten @l. formosa Tiere
kennen gelernt, welche uns aufs deutlichste zeigen, daß manche
mit sehr ähnlichen Gonopoden versehene (zlomeris auch schon allein
der Zeichnung nach nicht als eine Art zusammengefaßt werden
können, weil von Anfang an, beim Auftreten der ersten
dunkeln Zeichnungen verschiedene Bildungsweisen des
Pigmentes deutlich zum Ausdruck kommen, nämlich einmal
dunkles in kleinen zahlreichen Fleckchen am Rücken zerstreutes
Pigment gleichzeitig mit einer dunkeln Medianbinde (so bei @!.
conspersa genuina), sodann Auftreten sehr kleiner schmaler dunkler
Fleckchen in zwei bis drei Reihen jederseits bei heller Mediane
und Mangel an zerstreuter dunkler Sprenkelung (so bei Gl. formosa),
endlich Auftreten breiter dunkler Flecken auf ganz hellem Grunde
gleich in drei Reihen jederseits (Gl. hexasticha), wobei aber die
innersten dunkeln Fleckenreihen entweder durch helle Medianflecken
Über Diplopoden. 113
getrennt sind oder von vornherein bei medianer Verschmelzung als
ein unpaares dunkles, aus dreieckigen Flecken zusammengesetztes
breites Band erscheinen.
Der Versuch etwa hellere Formen von dunkleren ableiten zu
wollen, ist aussichtslos, weil überall die Jugendformen, soweit sie
bekannt wurden, weniger dunkles Pigment aufweisen als die Er-
wachsenen und unter den Erwachsenen selbst wieder besonders
grosse Stücke durchschnittlich auch besonders dunkel gezeichnet
sind. Endlich hat jede der genannten Arten ihre besonderen
dunkleren Varietäten, welche in Abstufungen auf den betr. besonderen
Grundzug der Zeichnung der betr. Art zurückgehen, nicht aber auf
irgend eine andere Art. Bei einigen stärker verdunkelten Varietäten
können allerdings Zweifel entstehen hinsichtlich der Artzugehörig-
keit. So können bei hexwasticha, durch Erlöschen der mittleren hellen
Fleckenreihen Individuen entstehen (var. ambigua und pseudoambigua),
welche das Aussehen von typischen (@l. connexa annehmen. Gleich-
wohl lassen sich dieselben mit Sicherheit als zu hexasticha gehörig
erkennen durch den Analschild des g', welcher bei connexa hinten
einfach gebogen verläuft, bei hexasticha aber stets mit einer tiefen,
eingedrückten Bucht versehen ist. Stehen auch solche Merkmale
nicht zur Verfügung, so können nur biologisch-geographische Unter-
suchungen helfen, d.h. man hat z. B. in einem Falle, wo eine
melanistische Form auf zwei Arten bezogen werden könnte, festzu-
stellen, welche Art an dem betr. Fundplatz vorherrscht und ob
überhaupt die beiden in Frage kommenden Arten dort zu finden
sind. In der Regel wird nur eine dort vorherrschen. Kommen
aber beide fraglichen Arten dort vor und sind auch keine Zeichnungs-
reste an dem betr. Stück mehr zu finden, so können nur Über-
gänge oder Jugendformen mit besonderer Verdunkelung Aufklärung
bringen. Für Plätze, an welchen ich selbst eingehend sammelte,
ist mir bisher kein Fall derart vorgekommen, d. h. ich habe die
melanistischen Formen in solchen Fällen stets mit Sicherheit auf
die zugehörige hellere Grundform beziehen können.
Hinsichtlich der Bezeichnung der Fleckenreihen hat be-
reits Erich Haase 1886 in der Zeitschr. f. Entomologie H. XI,
S. 30—31 (Schlesiens Diplopoden) einen Vorschlag gemacht, welchen
ich mit einer kleinen Abänderung annehme. Er bezeichnet die
äußersten beiden hellen Fleckenreihen mit I, die paramedianen
inneren mit III, die mittleren mit II und die unpaare helle mediane
mit IV. Ich will diese Reihenzahlen I—III aber nicht nur auf die
hellen, sondern auch auf die drei dunklen Fleckenreihen anwenden,
setze dann aber natürlich stets die Bezeichnung hell oder dunkel
bei. Hinsichtlich des Brust- und Analschildes, deren Zeichnungs-
verhältnisse bisher von Niemand eingehend genug berücksichtigt
worden sind, sei noch folgendes hervorgehoben:
Daß der Brustschild aus den Tergiten des 2. und 3. Rumpf-
segmentes verwachsen ist, also ein Bi-Syntergit vorstellt, bezeugen
nicht nur die tiefen seitlichen Einschnitte, sondern auch die
Arch, f. Naturgesch. 72, Jahrg. 1906. Bd.I. H.2. 8
114 Karl W. Verhoeff:
Zeichnungsverhältnisse und die Größe. Die hintere und vordere
Hälfte des Brustschildes sind bei vergleichender Betrachtung als
auffallend verschieden gezeichnet zu erkennen. Die Hinterhälfte
des Brustschildes gleicht häufig in ihrer Zeichnung außerordent-
lich der der mittleren Segmente. So besitzt sie meist dieselbe
Fleckenzahl wie diese, bei typischen Aewasticha also drei Paar helle
Flecken, während die Vorderhälfte ein ganz anderes Bild zeigt.
Die hellen Flecke I des Brustschildes, welche ich auch als Außen-
flecke bezeichne, sind besonders zu beachten. Häufig tritt bei
hellen Formen, z. B. eimeri, dicht: an diesen Außenflecken eine
dunkle Makel auf, welche sich mondsichelförmig an deren Vorder-
und Innenrande hinzieht und als Sichelfleck (macula falciformis) be-
zeichnet werden soll. Der Sichelfleck gehört zu den ersten am
Brustschild auftretenden dunkeln Zeichnungen heller Grundformen.
Paramedian treten in der Hinterhälfte des Brustschildes zwei Längs-
striche auf, welche vorn plötzlich umbiegen und dann unter spitzem
Winkel schräg nach außen gegen den Hinterrand ziehen (Gl. for-
mosa), Diese als Haken zu bezeichnenden dunkeln Zeichnungen
stellen die vorn zusammenhängenden ersten Stufen der dunkeln
Flecke II und III des Brustschildes vor. Weitere Verdunkelung
des Brustschildes kann dadurch stattfinden, daß von dem Sichel-
fleck quer ein dunkler Streifen innen gegen die Haken zieht und
Wische von diesen nach vorn abgehen. In der Vorderhälfte trifft
dann zu Seiten der nach vorn laufenden Wische häufig eine mehr
oder weniger dichte Marmorirung auf, welche vorn einen hellen
breiten oder schmalen Vorderrand freiläßt, ferner ein breiteres
Außengebiet und welche hinten bis zu den Querwischen ausgedehnt
ist. Durch allmählige Zunahme der Verdunkelung dieser marmo-
rierten Felder in dem mittleren und vorderen Drittel der Seiten-
gebiete kommt man zu Formen mit dunklem Grunde und hellen
Flecken. Wichtig ist ferner ein dunkler Querstreifen (vergl. z. B.
Gl. hexasticha theresiae), welcher vom Sichelfleck nach außen als
Fortsetzung der Sichel gegen den Rand ziehen kann. Systematisch
wichtig ist, ob dieser Querstreifen ausgebildet wird oder nicht und
ferner, wie weit sich die dunkle Masse von den anfangs marmorierten
Feldern her nach außen schiebt, d. h. wie weit das Außengebiet
am PBrustschild aufgehellt bleib. Die hellen Brustschildseiten
können also entweder von der Vorderhälfte her allein verdunkelt
werden oder von dieser und dem Sichelfleck aus zugleich. Es
können aber auch Teile dieser Brustschildseiten aufgehellt bleiben
bis zu im Übrigen ganz oder fast ganz verdunkelten Formen
(pseudoaurita und aurita). Auch einige Formen der hexasticha-
Gruppe zeigen eine besondere Neigung zum Festhalten eines hellen
Gebietes vorn und außen am Brustschild. Um Mißverständnissen
vorzubeugen möchte ich noch betonen, daß der schmale Vorder-
rand vor der gewulsteten Vorderrandfurche fast immer hell gefärbt
ist und daß besonders ausgezeichnete Wische oder Flecke an den
Vorderecken hinter dieser Vorderrandfurche liegen, welche be-
Über Diplopoden. 213
kanntlich auch nicht als durchlaufende Brustschildfurche gezählt
wird. Innerhalb der hexasticha-Gruppe zeigen mehrere Formen
sehr deutlich die Verdrängung des Hellen aus dem vorderen Seiten-
gebiet (schreckensteinensis und Verwandte). Es ist dabei zu beachten,
daß an den Seiten das Helle vom Außenfleck nach vorn mit
einem Ausläufer noch über die Furchenlinien wegzieht, ohne die
abgerundete Vorderecke zu erreichen, aber auch ohne vom Außen-
fleck durch einen Ausläufer der dunkeln Sichel abgesetzt zu werden.
In den Fällen aber wo das geschieht und die Brustschildseiten im
Übrigen aufgehellt sind, kann man den vorderen hellen Fleck als
den Außenfleck des vorderen Tergites des Brustschild-Syntergites
bezeichnen. Der äußere Ausläufer des Sichelflecks zieht gerade
auf den Einschnitt am Außenrande.
Am Analschild bemerkt man bei heller Grundfarbe (Himer:)
jederseits eine sichel- bis ringartige dunkle Zeichnung, welche sich
zunächst an den Vorderrand anlehnt. Weiter dehnt sie sich mit
Zipfeln gegen den Hinterrand aus und läßt zunächst das Median-
gebiet noch mehr oder weniger frei. Später erreicht sie mit Außen-
zipfeln den Außenrand vorn. Darauf wird die helle Mediane ver-
drängt und das übrige Helle so umflossen, daß zwei helle Flecke
auf dunklem Grunde bemerkt werden. Auch hierbei verläuft die
Verdunkelung nicht gleichmäßig, weil sowohl die Zipfel des dunklen
Pigmentes verschiedene Gestalt und Richtung haben können als
auch die übrigbleibenden hellen Flecke verschiedene Gestalt. An
den mittleren Segmenten verläuft von dem anfänglich verschiedenen
Verhalten des Mediangebietes abgesehen, die Melanierung bei den
Formen mit regelmäßigen Fleckenreihen einfach, indem die dunkeln
Flecke durch dunkle etwas unregelmäßige Querzüge mehr
und mehr so verbunden werden können, daß dunkelgrundige Tiere
mit hellen Fleckenreihen entstehen. Meist verbinden sich zuerst
die dunkeln Flecke der Reihen I und H, aber mehrfach kommt
auch die frühere Verbindung von H und Hl vor. Die Brust-
schildfurchen habe ich neuerdings wieder bei zahlreichen Indi-
viduen geprüft und kann hier nicht ganz dasselbe sagen wie bei
der Zeichnung, d. h. ich habe die Wertschätzung der Zeichnung,
soweit sie den Gegensatz von Hell und Dunkel angibt, erhöhen
müssen, während ich bei den Furchen eine etwas geringere Be-
wertung eintreten lasse. Wohlgemerkt, die Furchen bleiben nach
wie vor systematisch wertvoll, aber immerhin zeigen sie bis-
weilen solche Variation, daß nach ihnen einzelne Stücke nicht
immer sicher bestimmt werden können. Es kommt in dieser Hin-
sicht auf die Beschaffenheit einer Individuenreihe an. Vorausgesetzt,
daß es sich bei den Furchen nicht um beträchtlichere Unterschiede
handelt, ist die Beschaffenheit der Zeichnung in zweifelhaften Fällen
höher zu bewerten. Sehr wichtig ist die Beschaffenheit des männ-
lichen Analschildes, da sie eine große Beständigkeit zeigt
und gewisse angebliche Übergänge (von denen ich z. B. zwischen
hexasticha und intermedia, trotz der zahlreichen Varietäten und
+
116 Karl W. Verhoeff:
Individuen, nichts habe sehen können), sich durch unreife Indi-
viduen erklären.
Im Folgenden sind Glomeris connexa sowie (Glomeris hexasticha
und Verwandte besonders eingehend berücksichtigt worden. Der
Formenkreis der hexasticha scheint unter allen Glomeriden die
zahlreichsten Varietäten zu enthalten. WasR. Latzel 1884 in seinen
Myriopoden der österreichisch-ungarischen Monarchie über hexasticha
mitteilt (S. 113), ist nur ein sehr schwacher Anfang zur Darstellung
dieser Gruppe, zumal dort GI. formosa und intermedia als „var.“
behandelt sind, während sie sich als selbständige Arten heraus-
gestellt haben. Die var. rubiginosa gibt es als solche nicht, viel-
mehr sind damit Rufinos gemeint, welche bei den verschiedensten
Rassen und Varietäten auftreten können. Auch die var. quadrıima-
culata Latz. und var. Mniszechii Now. sind in der Fassung Latzels
unbrauchbar, weil sie auf mehrere Varietäten anwendbar sind
und die Vierfleckung des Analschildes sich sogar bei verschiedenen
Rassen wiederholt.
E. Haase hat a.a. 0. S.33 die hexasticha schon richtiger um-
schrieben, in der Darstellung der Varietäten aber nur in sofern
etwas Bemerkenswertes gebracht, als er die Individuen mit der
Reihe IV als var. („subvar.“) divisa Haase hervorgehoben hat. Die
Diagnose lautet „mit 7 deutlichen Fleckenreihen, deren mittelste un-
paare über die dunkle Rückenmitte läuft. Flecken schräge.“ Diese
Beschreibung läßt sich wegen ihrer Ungenauigkeit auf einen ganzen
Cyklus von Varietäten anwenden und paßt darum mit Zuverlässigkeit
auf keine der unten behandelten Formen. Da ich selbst in Schlesien
bisher nur Individuen der F\. sewseriatae gefunden habe, eine Fest-
stellung, was als divisa bezeichnet werden soll, also entweder von
meiner Wahl abhängt oder von der näheren Untersuchung der
schlesischen Tiere, das Letztere mir aber zweckmäßiger erscheint,
so habe ich unten den Namen divisa vorläufig nicht aufgenommen.
Genauere Feststellungen über die Zeichnungsverhältnisse namentlich
des Brust- und Analschildes sind bisher von Niemand vorgenommen
worden und deshalb sind auch alle vorhandenen Varietäten-
beschreibungen mangelhaft. Darum konnte bisher aber auch
kein Versuch gemacht werden, Varietätengruppen zu Rassen
zusammenzugreifen.
In einem Aufsatze „über die Färbung von Glomeris“ u. s. w.
Archiv f. Naturg. 1900 Bd. I H. 3, S. 297—320 hat sich C. Attems
auch über Zeichnungsverhältnisse geäussert, ungefähr gleichzeitig
mit meinem XIV. Aufsatz (über @lomeriden). Meine G@lomeris europaea
hat er dort angenommen, während seine „subsp. striata“ aus z. T.
gleichen Gründen wie meine „europaea“ aufzugeben ist. Für die
Streifenbezeichnung hat auch Attems eine Vereinfachung vor-
geschlagen, die jedoch nicht notwendig war, weil Haase bereits
den genannten Vorschlag gemacht hatte, welcher namentlich dann
als einfacher den Vorzug verdient, wenn man ihn, wie es oben
geschah, auf helle und dunkle Bänder gleichmässig anwendet. Das
Über Diplopoden. 117
Prinzip der allgemeinen, allmähligen Verdunkelung vertritt auch
Attems, aber im Einzelnen sind seine Angaben nicht genau genug,
namentlich mit Rücksicht auf seine Nova. Seine Reihendarstellung
ist teilweise unhaltbar, indem er z. B. auf 9.298 sagt: „In b
tritt, meist nahe dem Seitenrande ein drittes Paar von schwarzen
Längsstreifen (3) auf (viele, besonders ältere Exemplare von connexa),
der von b einen meist schmalen hellen Randsaum c abtrennt,'
(hexasticha, ornata, multistriata, pusilla u. a).“ Er vergleicht also
die dunkeln Schräg- oder Querstreifen („Längsstreifen“ sind es
überhaupt nicht!) auf den Seitenlappen der Mittelsegmente von
connexa, (Streifen, welche keineswegs nur den „älteren Exemplaren“
zukommen!) mit den dunkeln Flecken der Reihen I von hexasticha,
während doch einerseits solche Streifen außerhalb von I auch bei
hexasticha oft vorkommen, andererseits aber die bei connewa
fehlenden hellen dritten Fleckenreihen doch nicht außer-
halb deräußeren,sondern zwischen denäußeren undinneren
hellen Fleckenreihen zu suchen sind, daher denn die beiden
Paare heller Fleckenreihen von connexa für das vergleichende Studium
nicht mit II und III sondern I und III bezeichnet werden müssen.
Die Reihen II von connexa sind erloschen, wie die vergleichende
Untersuchung von hexasticha aufs deutlichste erweist (siehe unten!).
Wir können dort das allmählige Verblassen der hellen Flecken II
Schritt für Schritt verfolgen und kommen schließlich zu den Formen
ambigua und pseudoambigua, welche die Zeichnung von connexa uns
vorführen und daher mit dieser auch so leicht verwechselt werden
können. Nach Attems soll ferner „überhaupt die Verdunkelung
vom hinteren Körperende kopfwärts zu fortschreiten.“ Die unten
diagnostizierten hexasticha-Varietäten medioatrata und pannonica sind
insofern ein Beleg für diese Ansicht als bei ihnen die hellen
Medianflecke IV vorn am Körper viel schmäler als hinten sind,
also in Vergleich mit helleren Verwandten eine Verdunkelung kopf-
wärts zu fortschreitend stattfindet. Im Übrigen sind die Ver-
schiedenheiten der Verdunkelung in bezug auf Folge von vorn nach
hinten oder umgekehrt so groß, daß sich kein allgemeiner Satz
nach dieser Richtung hin aufstellen läßt, vielmehr manche be-
sonderen Erscheinungen zur Eigentümlichkeit besonderer Rassen oder
Varietäten gehören. Ich will nur erinnern an die Gegensätze (Grlo-
meris aurita und intermedia aberr. biguttata, dunkle Formen bei
deren Ersterer helle Gebiete am Brustschild, bei deren Letzterer
am Analschild übrig geblieben sind.
Auf S. 300 schildert Attems die connexa von verschiedenen
Gebieten und sagt zur weiteren Bekräftigung seiner Streifen-
theorie: „Ich stelle die Tiere mit 6 schwarzen Strichen auf jedem
Segment nicht zu hexasticha, sondern hierhin, weil die Männchen
nicht die für hexasticha charakteristische Form des Analsegmentes
haben und die beiden parallelrandigen schrägen Streifen a ein recht
bezeichnendes Merkmal für connexa bilden.“ Hieraus ersieht man
mit Sicherheit, daß A. das Erlöschen der hellen Streifen oder
118 Karl W, Verhoeff:
Fleckenreihen II bei hevastöcha und die Wertigkeit der breiten dunkeln
Bänder der connexa, (welche zwischen den hellen Bändern liegen)
gleich dunkle Reihen I+ II nicht bekannt ist. Daß Attems unter
seiner conneva Form a mehrere Varietäten (und wahrscheinlich auch
Rassen) vereinigt hat und die Formen besonderer geographischer
Gebiete nicht genügend auseinandergehalten, ergibt sich z.B, aus
dem, was er über das Analsegment sagt. Da er Haases und
Latzels Varietäten scheinbar nicht berücksichtigt hat, ist seine
Behandlung der connexa nicht haltbar, zumal die neuen „var.“
wie punica, faitens und mohamedanica nicht so beschrieben sind,
daß man die Überzeugung gewinnen ‚könnte, es wirklich mit Varie-
täten der Gl. connexa zu tun zu haben. Nach A. soll seine connexa
Form a) am Brustschild „4—10 Furchen“ besitzen, ein Umstand,
welcher ebenfalls bezeugt, daß verschiedene Formen zusammen-
gestellt wurden, deren Vaterländer überhaupt nicht genannt sind.
Bei einer bestimmten Varietät kommt eine derartige grosse Ver-
schiedenheit der Furchen nach meinen Erfahrungen überhaupt
nicht vor!
Innerhalb der Gl. intermedia Latz. haben wir ebenso wie bei
hexasticha zu unterscheiden zwischen Formae sexseriatae und septem-
seriatae. Alle von mir selbst erbeuteten intermedia-Individuen ge-
hören zu den F\ sexseriatae. Das Berliner zool. Museum besitzt ein
von Faes gesammeltes Stück der intermedia aus der Schweiz, welches
zu den septemseriatae gehört und bei Besitz von drei durchlaufenden
Brustschildfurchen als trisulcata Roth. zu bezeichnen ist. Ich habe
zu betonen, daß diese (rlomeris intermedia trisulcata, welche ich durch
Prof. H. Ribaut auch aus den Pyrenäen erhielt, als besondere Rasse
durchaus berechtigt ist, aber mit der Berücksichtigung, daß der Haupt-
nachdruck nicht auf die drei durchlaufenden Brustschildfurchen zu
legen ist, sondern auf den einfach zugerundeten Analschild
der Männchen und das Vorhandensein einer hellen Median-Längs-
binde IV. H. Rothenbühler sagt auf S. 170 seines „2. Beitrag
zur Kenntnis der Diplopodenfauna der Schweiz“ Revue Suisse de
Zoologie, Genf 1900 „Aus der mittleren und westlichen Schweiz ist
mir nie eine @l. hexasticha mit nur sechs wohl ausgebildeten Flecken-
reihen vor Augen gekommen; immer ist der mediane Rückenstreif
vorhanden, wenn überhaupt die Zeichnung deutlich und nicht die sämt-
lichen Streifen verwischt sind. Auch gehört die Mehrzahl dieser Indi-
viduen zur Unterart intermedia oder trisulcata. Die typische Form mit
nur einer durchgehenden Brustschildfurche istdagegen nur spärlich ver-
treten. Schon in der Ostschweiz ändert sich dieses Verhältnis. Aus
dem Engadin erhielt ich mehrere Stücke durch Herrn Dr. Carl,
welche sämtlich ohne Ausnahme der typischen Form angehören.
Unter diesen sah ich auch zum ersten Male Tiere mit sechs Längs-
streifen und ohne die mediane Rückenlinie. Es ergibt sich daher,
dab Gl. hexasticha mit dem weitern Vordringen nach Westen die
Tendenz zur regelmäßigen Ausbildung des medianen Rückenstreifens
zeigt.“
Über Diplopoden. 119
An der Zahl der durchlaufenden Brustschildfurchen lassen sich
bei intermedia die Unterarten (= Rassen) mit Sicherheit nicht er-
kennen, man kann nur sagen, dab bei intermedia (genuina) zwei,
bei intermedia trisulcata 2—8 durchlaufende Brustschildfurchen vor-
kommen, während bei hexasticha eine durchlaufende Furche zwar
in den meisten Fällen vorkommt, zwei aber auch nicht gerade
selten sind. Der Schlußsatz Rothenbühlers, daß „mit dem weiteren
Vordringen nach Westen sich die Tendenz zur regelmäßigen Aus-
bildung des medianen Rückenstreifens zeigt“, ist nicht zutreffend.
Zunächst haben wir mit der scharfen Unterscheidung von hexasticha
und intermedia als selbständiger Arten uns auch deren geographische
Verbreitungsgebiete vor Augen zu halten. Intermedia kennen wir
als rein westliche Art aus Frankreich (bis in die Pyrenäen), dem
Rheingebiet und der Schweiz, hexasticha als mitteleuropäische und öst-
liche Art aus Deutschland und zwar den Gebieten östlich der Rhein-
gegenden, sagen wir vorläufig ungefähr östlich der Linie Braunfels (im
Lahngebiet), Regensburg, weiter ostwärts bis nach Siebenbürgen und
Südrußland, südlich jedenfalls bis weit in die Herzegowina. Inter-
media also kleinere westliche, hezasticha größere östliche Art! Bei
jeder dieser Arten aber haben wir Formen mit und ohne helle
Binde IV zu unterscheiden. Während aber bei hexasticha an zahl-
reichen sowohl mehr westlich als auch mehr östlich gelegenen Orten
Subspezies mit und ohne Binde IV nebeneinander vorkommen können,
sind bei intermedia die Formen ohne Binde IV bisher nordwärts
(Rheinpreußen und Nassau) gefunden worden, während aus der
Schweiz von Rothenbühler und Faes nur Formen mit Binde IV
verzeichnetwerden. Dasselbe giltfür diemir vorliegenden Varietäten aus
den Pyrenäen. Ob und wo sich derartige Formen auch neben einander
finden, müssen weitere Forschungen lehren. Rothenbühler hat
zwar über den männlichen Analschild geschwiegen, es ist aber
kaum zu bezweifeln, daß die hexasticha welche er aus dem Engadin
anführt, eine echte hexasticha vorstellt. Anders könnte die Sache
liegen bei den angeblichen „hexasticha (genuina)“, welche Faes als
mit 0—1+1-+2-—3 Brustschildfurchen versehen aus Wallis
mitgeteilt hat!), d.h. hier könnten vielleicht ntermedia mit aus-
nahmsweise nur einer durchlaufenden Brustschildfurche vorliegen.
Auch das bedarf weiterer Aufklärung, denn weder über Größe,
noch männlichen Analschild hat Faes etwas mitgeteilt und selbst
hinsichtlich der Farbe schreibt er nur: „6 ou 7 rangees de taches
claires se dötachent sur un fond brun ou noir; ces rangees peuvent
se souder plus ou moins les unes avec les autres.“ Vermutlich
sind hier hexasticha ohne Binde IV und intermedia mit Binde IV
aber nur einer durchlaufenden Furche confundiert worden. Bei
trisulcata hat Faes ausdrücklich „sept rang6es de taches claires“
angegeben.
!) Myriopodes du Valais, Dissertation, Genf 1902,
120 Karl W. Verhoeff:
Attems sagt a. a. 0. S. 304 über hexastöcha: „Bei jungen Tieren
ist m (d.h. die Binde IV) meistens als ansehnlicher Fleck erhalten,
der bei Erwachsenen sich zu einer feinen Linie reduziert oder auch
ganz verschwindet, was übrigens auch bei Jungen vorkommen kann.“
Jedenfalls sind hier Tiere verschiedener Gegenden mit einander ver-
mengt worden und A. zu einer irrigen Vorstellung von einer Re-
duktion der Rückenbinde IV innerhalb der individuellen Entwickelung
gelangt. Nach meinen Beobachtungen haben wenigstens die epi-
morphotischen Jungen der Formen ohne Binde IV ebenfalls keine
Medianbinde, während bei den Formen mit solcher sie auch den
Jugendlichen zukommt. Es können zwar auch Unterschiede zwischen
Jugendlichen und Alten hinsichtlich Binde IV vorkommen, dieselben
sind aber gering.
Die eingehenderen Untersuchungen, namentlich der besonders
veränderlichen Glomeris-Arten haben jedenfalls gezeigt, daß die
bisherigen Beschreibungen der Zeichnungsverhältnisse durchgehends
einer mehr oder weniger reichlichen Verbesserung bedürfen. Die
Meinung mancher Zoologen, es seien Zeichnungsverhältnisse ohne
systematischen Wert und erforderlichen Falls mit einigen Worten
abzumachen, bedarf ebenfalls der Anderung. Sind aber Zeichnungs-
verhältnisse so verwickelt wie diejenigen der @lomeris, dann weiß
ich nicht, weshalb ihre eingehende Behandlung unwichtiger sein soll,
als andere Gebiete der Artsystematik. Eine Unterscheidung des
mehr und des weniger Veränderlichen ist allerdings ebenso not-
wendig, wie Beschreibungen, welche auf die Färbungsverhältnisse
genauer eingehen wie bisher.
Zur ersten Beschreibung der „var. intermedia“ Latzel auf 8.113
seines Handbuches sei noch Einiges bemerkt. Latzel betont auf
S. 112 für hexasticha mit Recht „Bei jedem entschieden geschlechts-
reifen g' ist das Analsegment hinten deutlich bogenförmig aus-
gerandet und in der Mitte zurückgedrückt, dieser Eindruck geht
mehr in die Quere als in die Länge und beschränkt sich auf das
hintere Drittel des Schildes.“ Für „var.“ intermedia heißt es:
„Färbung der gewöhnlichen Form, aber die Zahl der Furchenstriche
am Brustschilde ist größer (5—7) und laufen gewöhnlich zwei
Furchen durch. Übergang zu Glom. multistriata. Diese Form tritt
schon hier und da innerhalb der Monarchie auf, öfter traf ich sie
unter französischen Individuen.“ — Hieraus folgt, daß Latzel selbst
der wichtigste Unterschied zwischen hexasticha und intermedia ent-
gangen ist; auch ist es nicht stichhaltig, aber bei der damaligen
Kenntnis der Färbungsverhältnisse durchaus entschuldbar, daß er
sagt „Färbung der gewöhnlichen Form.“ Von einem „Übergang
zu Glom. multistriata* kann selbstverständlich keine Rede sein.
Auch ist es sehr zweifelhaft, ob die echte GI. intermedia wirklich
noch „hier und da innerhalb der Monarchie“ d. h. Österreichs vor-
kommt und nicht vielmehr Individuen der hewasticha mit zwei durch-
laufenden Brustschildfurchen gemeint sind, was um so wahrschein-
licher ist, als ich selbst solche Stücke tatsächlich mehrfach nach-
Uber Diplopoden. 121
weisen konnte. Die Art @/.intermedia Latz. (u. Verh.) ist daher
der var. intermedia Latz. (d. h. intermedia + hexastıcha e. p.) nicht
vollkommen gleichzusetzen,
II. Schlüssel für die Rassen (Unterarten) und Varietäten
(nebst Aberrationen) der Glomeris hexasticha Brandt.
[Vergl. unten die Uebersicht der Rassen!].
A. Rückenmitte mit einem hellen Längsband von drei-
eckigen, trapezischen oder länglichen Flecken, welche sich zwischen
den dunkeln Längsbändern III befinden. Am Analschild ist das
Mediangebiet nur selten ganz dunkel, meistens in !/, bis zur ganzen
Länge aufgehellt (Formae septemseriatae). k
B. Rückenmitte ohne helles Längsband, die dunkeln Längs-
bänder HI + IH sind so vollkommen verschmolzen, daß sie ein
einziges, breites, schwarzes bis braunschwarzes Längsband
vorstellen. Die Mediane zeigt nur selten eine helle Linie und dann
ist dieselbe so schmal und fein, daß von einer hellen medianen
Längsbinde nicht die Rede sein kann. Analschild in der Mediane
stets vollkommen dunkel gefärbt (Formae sexseriatae). K.
(Vergleiche die Mittelformen unter J. K.)
Formae septemseriatae.
C. Brustschildseiten von vorn bis hinten breit hell. Die Grenze
zwischen Hell und Dunkel verläuft entweder leicht Sförmig ge-
schwungen, sodaß das Helle ungefähr gleich breit ist, vorn und
hinten, oder vorn noch ein wenig hinter der Randfurche nach innen
erweitert, oder das Dunkle ist in der Vorderhälfte schräg aber
gerade nach außen erweitert, sodaß das Helle vorn etwas ver-
schmälert ist. Es reicht aber trotzdem bis zur abgerundeten
Vorderecke, sodaß vorn kein nach außen gebogener dunkler Zipfel
das helle Feld einenst. Vordere Seitenteile der dunkeln Analschild-
zeichnung dicht am Vorderrande und nicht geteilt.
1. Analschild außen und hinten mit breitem halbkreisartigem
hellen Gebiet, in welches hinten mehr oder weniger weit zwei
dunkle, getrennte divergierende Zipfel des dunkeln Gebietes hinein-
ragen. Das Medianfeld ist in nach hinten dreieckig verbreiteter
Weise zu ?/; in der Mitte und hinten aufgehellt. Die hellen Median-
fiecke des 4. bis 11. Rumpfsegmentes sind alle oder doch der Mehr-
zahl nach groß und breit, drei- bis viereckig. Seitenlappen aller
Mittelsegmente vollkommen hell oder höchstens mit schmalem,
queren, hellbraunen Streifen.
a) Am Brustschild sind die hellen Flecke III nicht ungewöhn-
lich genähert, sondern durch ein breites dunkles Mittelfeld getrennt,
in welchem meistens ein schmälerer oder breiterer, heller länglicher
Medianfleck steht.
(Vergl. auch var. alnimontium Verh. am Schluß dieses Kapitels.)
122 Karl W. Verhoeff:
«) Die dunkeln Flecke der Reihen III sind fast gerade und
einander entschieden viel näher gestellt als den dunkeln Flecken
der Reihe I.
/\ Dunkle Flecke I und II vollkommen von einander getrennt,
schräg gestellt und schmal. Dunkle hintere Fortsätze der Anal-
schildzeichnung divergirend bis zum Hinterrand ausgedehnt. Helle
Flecke II und III des Brustschild scharf getrennt, marmorierte
Felder ziemlich hell. An den Brustschildseiten verläuft die Grenze
des Dunkeln außen leicht Sförmig gebogen, sodaß das Helle ganz
vorn noch etwas nach innen vorspringt. — 12 von 7!/;, mm Lg.
(wahrscheinlich Vorstadium) sammelte ich in Oberbaiern bei Parten-
kirchen. 1. var. bavarica m.
A A Dunkle Flecke I und II der Mittelsegmente stark quer
verbunden, sodaß sie am 4. bis 8. Tergit zusammen wie ein Quer-
fleck erscheinen, am 9. bis 12, hinten stärker eingebuchtet sind. Jeder
der dunkeln Flecke III etwas größer als die Medianflecke IV.
Helle Flecke III groß, dreieckig, hinten bedeutend erweitert, Seiten-
lappen breit hell, mit feinen braunen Schrägstreifen. Das im
Grunde kohlschwarze Brustschild mit breiten hellen Seiten, der
Außenrand des Dunkeln Sförmig geschwungen, nach vorn das
Dunkle erweitert, dann plötzlich verengt, indem ein ziemlich
starker Zipfel des Hellen hinter der Vorderrandfurche, nach innen
schmäler werdend, bis fast zur Rückenhöhe zieht. Mediane des
Brustschild nicht aufgehellt, ebenso fehlen die hellen Brustschild-
flecke II, während III groß und dreieckig. 1 d' von 9mm bei
Kremnitz im Buchenwald. 2. var. carpinicola m.
ß) Die dunkeln Flecke der Reihen III sind von einander hinten
an den Segmenten ebenso weit entfernt wie von denen der Reihen II.
2
7) Die dunkeln Flecke der Reihen I und II sind vollkommen
von einander getrennt. Das dunkle Gebiet des Brustschildes ist
seitlich vorn Sförmig leicht geschwungen, ganz vorn verengt. Die
hellen Flecke II und der helle Medianfleck des Brustschildes sind
sehr deutlich. An den mittleren Segmenten sind die dunkeln
Flecke II entschieden größer als I, die dunkeln Fl. III meist ge-
bogen. Die dunkeln Fortsätze des Analschild bleiben beträchtlich
vom Hinterrande entfernt.
— 12 von 12'!/);, mm sammelte ich am Schwabenberge bei
Ofenpest, ein anderes von 17 mm im Mecsekgebirge.
3. var. montium m.
0) Die dunkeln Flecke der Reihen I und II sind durch dunkle
Querstreifen vorn mehr oder weniger reichlich verbunden. 2
&) Die dunkeln Flecke der Reihen I und II sind so stark
verbunden, daß sie zusammen wie in der Mitte etwas ein-
geschnürte Querflecke erscheinen. Helle Flecke III des Brust-
schildes groß und dreieckig, II vollkommen fehlend. Seiten des
Brustschildes wie bei montium. Helle Flecke der Reihen III recht
Über Diplopoden. 123
groß. Die Seitenlappen der mittleren Segmente breit hell und nur
mit feinen braunen Querstreifen.
1 2 von 14 mm erbeutete ich ebenfalls auf dem Schwabenberge,
im Walde unter Laub. 4. var. pseudolateralis m.
&) Die dunkeln Flecke der Reihen I und I sind von einander
deutlich abgesetzt, aber vorn durch quere dunkle Wische verbunden.
© Am Brustschild ist das dunkle Gebiet seitlich nach vorn
deutlich verschmälert, die hellen Flecke II des Brustschildes
und der Medianfleck sind deutlich, dunkle Flecke der Reihen II
nicht besonders groß, nicht größer als die der R. I. Das breite
helle Seitengebiet des Brustschild zieht mit einem hellen Zipfel
hinter dem Vorderrande nach innen. Gegen den Einschnitt am
Seitenrand zieht keine schwarze Binde, aber ein abgekürzter,
schwacher bräunlicher Wisch steht im Hellen. Marmorierte Felder
dunkelbraun.
1 2 von 13!/, mm sammelte ich in einem Buschwäldchen bei
Kremnitz in Oberungarn 30. V. 05. 5. var. septemseriata m.
O© © Am Brustschild ist das dunkle Gebiet seitlich nach vorn
etwas verbreitert, die hellen Flecke II und der Medianfleck des
Brustschildes sind deutlich. Die dunkeln Flecke der Reihen II
der mittleren Segmente sind entschieden größer als die der R. |.
Grundfarbe gelbbraun mit gelben bis orangenen Flecken, in den
Reihen I und III.
(Steht montium und kremnitzensis nahe). — 2‘ von 12 bis
13 mm, 12 von 15 mm und ein g' des Vorstadiums von 8!/, mm
erbeutete ich am Schwabenberge unter Laub.
6. var. hungarica m.
O © © Am Brustschild ist das dunkle Gebiet seitlich noch
stärker verbreitert, die hellen Flecke II und der Medianfleck
des Br. sind undeutlich oder verschwunden. Die dunkeln Flecke
der Reihen II entschieden größer als die der R. I. Grundfarbe
braun mit orangegelben Flecken in Reihe I und III.
1 2 von 17 mm stammt vom Schwabenberge, 1 g' von Il mm
erbeutete ich bei Veszprem im Bakonywalde, unter Laub im
Buschwald. 7. var. montivaga m.
b) Am Brustschild sind die dreieckigen hellen Flecke III un-
gewöhnlich genähert, sodaß zwischen ihnen nur ein schmaler
dunkler Streifen übrig bleibt und kein heller Medianfleck vorkommt.
Helle Flecke II des Brustschildes vorhanden aber trüb. An den
mittleren Segmenten sind die dunkeln Flecke I und II vorn schmal
verbunden, die der Reihen III sind einander ebenso nahe wie I.
Mediangebiet breit aufgehellt, die dunkeln Flecke der Reihen III
nehmen an jedem Tergit nur die vordere Hälfte ein und sind also
auffallend abgekürzt (was aber auch für var. montium gilt), dunkle
Flecke II größer als I. (Die Seiten des schwarzen Brustschildes
sind breit hell, bei dem vorliegenden Stück aber ist auf der rechten
Seite das Schwarz schräg, gerade abgeschnitten erweitert, wie es
124 Karl W. Verhoeff:
auch für andere Formen dieser Gruppe gilt, während links ein
dunkler Zipfel im Bogen gegen die abgerundete Vorderecke zieht,
wie bei den Formen der schreckensteinensis-Gruppe). — 1 2 von
14!/, mm Lg. ebenfalls vom Schwabenberge bei Ofenpest.
8. var. approximata m.
2. Analschild mit pilzhutförmiger dunkler Zeichnung, welche
hinten verbreitert ist und auch die Mediane vollkommen verdunkelt.
Am 4. bis 11. Rumpfsegmente sind die hellen Medianflecke deutlich
aber schmal, länglich, auch am Brustschild läuft in %/, der Länge
ein schmaler aber deutlicher heller Medianstreifen. Seitenlappen
der mittleren Segmente mit deutlichem braunen Querstreifen, helle
Flecke III auffallend groß, hinten stark dreieckig erweitert, sodaß
die dunkeln Flecke II, welche bis zum Hinterrande der Tergite
reichen, sehr schräg stehen. Die dunkeln Flecke III verlaufen
einander parallel gerade von vorn nach hinten. Die hellen Median-
flecke sind mehrmals schmäler als die hellen Flecke III, welche
größer sind als die dunkeln III. Helle Flecke II des Brustschild
fehlen, marmorierte Felder braunschwarz, dunkle Flecke der
Reihen I und II durch vordere dunkle Querzüge deutlich verbunden. —
Bei Ludwigsthal im bairischen Wald sammelte ich 12 von 72/;, mm
mit einer durchlaufenden und zwei abgekürzten Brustschildfurchen
am Fuße einer morschen Buche.
9. Gl. hexasticha boleti n. subsp.
D. Brustschildseiten hinten mit großem hellen Außenfleck,
welcher vorn mehr oder weniger plötzlich verschmälert ist und mit
einem hellen Ausläufer außen über das Gebiet der Furchen-
linien nach vorn zieht, begrenzt durch einen dunkeln nach außen
gebogenen Zipfel als seitlichen Ausläufer des dunkeln Pigmentes.
Das Dunkle ist außen vorn also nicht schräg und gerade erweitert,
sondern greift an der abgerundeten Vorderecke mit gebogenem
Zipfel stärker nach außen um das Helle. Flecke der medianen
Reihe IV entweder alle groß oder wenigstens die der hinteren
Körperhälfte. — Analsegment seitlich mit breiten hellen Rändern,
?/; der Mediane in nach hinten dreieckig verbreiteter Weise auf-
gehellt, seltener in der ganzen Länge. Die Seitenzipfel der
dunkeln Zeichnung liegen dicht hinter dem Vorderrande und sind
nicht geteilt.
1. Helle Medianflecke groß und dreieckig (viereckig), Brust-
schild mit deutlichem länglichen Medianfleck, 4. und 5. Tergit mit
deutlichem hellen Medianfleck.
a) Am Brustschild sind die hellen Flecke III und II durch
Ausdehnung von III mehr oder weniger vollständig vereinigt, auch
ist III vor dem gewöhnlichen dunkeln Querwisch durch einen 2.
vorderen Zipfel vor diesem dunkeln Querstrich vergrößert und er-
scheint als ein heller mit zwei Spitzen nach außen gerichteter
Fleck. Dunkle Flecke der Reihen I und II vorn schmal quer ver-
Über Diplopoden. 125
bunden. — 2d! von 10!/, bis 12 und ein 2 von 13 mm Lg. fand
ich im Laubwald bei der Ruine Schreckenstein in Deutschböhmen.
10. var. schreckensteinensis m.
b) Am Brustschild sind die hellen Flecke II und III typisch
ausgebildet und deutlich getrennt, vor III kein auffallender heller
Querwisch.
O Dunkle Zeichnungen auffallend scharf abgesetzt und kohl-
schwarz. Die hellen Dreiecke in der Mitte des 4. und 5. Tergit
sind von einem schmalen schwarzen Hakendreieck dachartig um-
geben. Heller Medianfleck des Brustschildes so groß wie die
beiden hellen Flecke III zusammen. Außenflecke vorn plötz-
lich verengt und nur schmal nach vorn weitergehend. Helle Median-
flecke der mittleren Segmente so groß oder teilweise größer als
die benachbarten hellen Flecke Ill. Helle Flecke III schmal,
länglich teilweise in der Mitte eingeschnürt. Seiteniappen mit
schmalem braunschwarzen Querstreif, dunkle Flecke I und II weit
von einander abstehend, aber trotzdem vorn recht deutlich ver-
bunden. Eine durchlaufende und drei abgekürzte Brustschildfurchen.
— Im Liptauergebirge erbeutete ich oberhalb St. Ivan in einem mit
Acer gemischten Nadelwald, nahe dem Flüßchen ein J' von fast
10 mm Lg. 2. VI. 05. 11. var. liptauensis m.
OO Dunkle Zeichnungen nicht ungewöhnlich scharf abgesetzt.
Die hellen Dreiecke in der Mitte des 4. und 5. Tergit sind von
mehr oder weniger breiten dunkeln Flecken umgeben. Heller
Medianfleck des Brustschildes nicht oder kaum halb so groß als
jeder der hellen Flecke III. Außenflecke des Brustschilds vorn
nicht so plötzlich verengt. Helle Flecke der Reihen III nach
hinten wenigstens z. T. verbreitert, dunkle Flecke I und II mehr
oder weniger vorn verbunden. — Kremnitz unter Corylus-Laub,
Ende Mai 19 von Ilmm; 12 von 14mm Lg. Mitte Juni d.J.
an einer Laubwaldquelle im Waagthalengpaß von Strecsno. (Granit.)
12 10!/,mm 31.V. bei Neusohl unter Fagus-Laub.
12. var. kremnitzensis m.
2. Heller Medianfleck des Brustschilds verwischt, am 4. und
5. Tergit klein und schmal, an den folgenden größer aber ebenfalls
schmal und länglich. Dunkle Flecke I und II vorn sehr deutlich
verbunden, II an den meisten auf den Brustschild folgenden Segm.
hinten auffallend abgekürzt. Seitenlappen der mittleren Segmente
breit aufgehellt mit feinem braunen Querstrich. Helle Flecke II
des Brustschilds verwischt, helle Fl. III der Mittelsegmente durch-
schnittlich nicht größer, sondern ebenso groß wie die dunkeln Ill.
— Kremnitz auf Doleritgrund Ende Mai ein g' von 11'/, mm Lg.
mit 2 durchlaufenden und 2 abgekürzten Brustschildfurchen.
13. var. lateralıs m.
Anmerkung: Wenn bei der schreckensteinensis-Gruppe die hellen
Flecke der Reihen III so groß sind wie bei boleti, was besonders
beim Vorstadium vorkommen kann, dann reichen die dunklen
126 Karl W. Verhoeff:
Flecke III nicht bis zum Hinterrand der Segmente, sondern sind
abgekürzt und divergieren nach hinten, während sie bei bolet
parallel verlaufen. —
E. Brustschild größtenteils hell. Die dunkle Sichelmakel
zieht, nach außen schmäler werdend bis zum Einschnitt am
Seitenrande, sodaß dadurch die Seitengebiete in zweihelle Flecken
getrennt werden, vordere Querwische’und große hintere Außen-
flecke. Vor den Querwischen zieht hinter dem Vorderrande ein
schmales, gebogenes, dunkelbraunes Band. Heller Medianfleck des
Brustschild groß und dreieckig, von den dunkeln Flecken III dachig
dreieckig umgeben. Helle Medianflecke der Reihe IV sehr breit.
Brustschild hinten mit drei Paar deutlichen hellen Flecken, von
denen II noch größer sind als III. Die dunkeln Flecke der Mittel-
segmentreihen II und III sind groß, viel größer als die weit nach
außen stehenden I, welche bei Jungen sogar schwach und un-
deutlich sein können. — Analschild hell, jederseits mit einer
dunkeln und stark gebogenen, sichel- bis kranzförmigen Zeichnung,
welche im ersteren Falle hinten offen ist. Analschildmedian-
gebiet ganz hell, vorn verbreitert, besonders aber hinten dreieckig,
der ganze Außen- und Hinterrand hell. Von den dunkeln Flecken
des Analschild zieht vorn und außen ein schmaler, dunkler Streifen
dicht hinter dem Vorderrande, sodaß sich zwischem diesem und der
Sichel eine tiefe helle Einbuchtung findet.
1. Dunkle Flecke der Reihen II und III vollkommen getrennt.
Analschild mit hinten offenem, starkgebogenem dunklen Sichelfleck.
—- Außer den schon anderweitig genannten Stücken sammelte ich
diese Form im Mecsekgebirge des westlichen Mittelungarns: (12
1l!/;,mm, 32 des Vorstadiums von 8'!/,, ein junges $@ mit noch
unvollständig entwickeltem 12. Tergit von 6'!/; mm Lg.). Eine
durchlaufende und 3 abgekürzte Brustschildfurchen.
14. var. eimeri Verh.
2. Analschild jederseits mit dunklem geschlossenen Kranzfleck.
Dunkle Flecke der Reihen II und III so verbunden, daß sie einen
ovalen bis runden dunklen Fleck mit hellem Innenfleck darstellen. —
12 von 13mm ebenfalls aus dem Mecsekgebirge. (Furchen 1-3.)
15. var. circofera m.
F. Brustschild dunkel, seine Seitengebiete mit zwei hellen
Flecken, größerem hinteren und kleinerem vorderen, welche un-
gefähr gleichweit nach innen reichen. Vor jedem derselben zieht
quer nach außen ein dunkler Streifen, der vordere hinter dem
Vorderrand, der hintere gegen den Seiteneinschnitt. — Helle Median-
flecke IV schmal aber deutlich und länglich, auch am Brustschild,
(nur bei einem J'\ sind die Flecke am 4.—7. Tergit breiter.) Bis-
weilen sind sie etwas dreieckig.. Dunkle Flecke der Reihen I und
II getrennt oder doch nur teilweise schwach verbunden bei den Un-
reifen, deutlich verbunden bei den Entwickelten.
Über Diplopoden. 127
Analschild in der Mediane nur hinten in 2/,—!/; der Länge
aufgehellt. Der Fuß einer dunkeln pilzhutartigen Figur reicht mit
stark divergierenden Aesten ganz oder fast ganz bis zum Hinterrande,
bisweilen bleibt er auch deutlich von demselben ein Stück entfernt.
Ein bemerkenswerter Unterschied, gegenüber den Rassen bavarica,
boleti und schreckensteinensis findet sich in der Zeichnung des Anal-
schildes. Während nämlich bei diesen drei die Außenzipfel der
dunklen Zeichnung sich vorn hinter dem Vorderrande
halten, ohne Gabelung, springt bei caleivaga ein hügelartiger Zipfel
schräg nach hinten so in das Helle hinein, daß das Dunkle vorn
jederseits geteilt ist in einen schmalen schwarzen Vorderrandsaum
und einen breiteren aber kürzeren, durch eine Bucht davon ge-
trennten Zipfel. — 33 9—101%, 32 11'%—13'/, (davon eins
Rufino) 22 des Vorstadiums 71/;—8!/, und zwei jung 2 von 5 !/,
—6!/, mm (mit undeutl. 12. Tergit) sammelte ich im Nadelwalde
bei Tatra-Höhlenhain. 16. var. calcivaga m.
G. Seiten des Brustschilds vorn ganz dunkel, hinten mit großem
hellen rundlichen Außenfleck. Analschild mit einer dunkeln Zeichnung
wie bei caleivaga (F), oder einem abgerundet quer viereckigen Mittel-
fleck mit schmalen vorderen Seitenstreifen. Analschildmediangebiet
nur hinten in 1/,—2/, der Länge dreieckig aufgehellt.
1. Helle Medianflecke oval und hinten manchmal etwas ver-
breitert bei den Erwachsenen, halb so groß bis fast so groß wie
jeder der flankierenden dunkeln Flecke. Bei den Epimorphose-
Formen ist der helle Medianstreifen schmal, hinten nicht erweitert,
viel schmäler als jeder der flankierenden Flecke. Analschild-
zeichnung wie bei calcivaga. Dunkle Flecke der Reihen I und
II sind bei den Jugendlichen getrennt, bei den Erwachsenen mehr
oder weniger vorn verbunden. Die hellen Flecke III sind bei den
Jugendlichen am größten, bei den Erwachsenen ebenso wie II von
verschiedener Größe und Farbe. Helle Flecke II des Brustschilds
groß, klein oder fehlend, heller Medianstreifen zu ?/; der Länge
deutlich oder undeutlich oder nur hinten deutlich oder fast ganz
verwischt. — g' 12—13, 2 14—15 mm Ig., zwei junge J' 8!/, mm.
— Im Nadelwalde bei Tatra-Höhlenhain nicht selten.
17. var. abietivora m.
2. Die hellen Mediandlecke IV sind namentlich am 4.—8. Tergit
groß und dreieckig, deutlich größer als jeder der flankierenden
dunklen Flecke. Seiten des Analschild breit hell, auch der Hinter-
rand ist hell, das Dunkle im Mediangebiet hinten dreieckig hell
eingebuchtet. Die dunkeln Flecke der Reihen I und II sind ge-
trennt oder höchstens teilweise vorn schwach verbunden. — 1 d'
11!/,, ein g' des Vorstadiums von 7?2/; mm, die hellen Flecke des
Letzteren blaß, des Ersteren teilweise orangefarben. Tatra-Höhlen-
hain, im Nadelwald. 18. var. triangulifera m.
3. wie abietivora aber der Analschild mit einem hinten ab-
gerundeten viereckigen, schwarzen Vorderfleck, welcher weder
128 Karl W. Verhoeff:
seitwärts noch hinten in Zipfel ausgezogen ist, nur am Vorderrand
jederseits ein schmaler dunkler Saum. Die großen hellen Seitenflecke
hängen hinten ziemlich breit zusammen und greifen auch zwischen
den Mittelfleck und seine seitlichen Vorderrandsäume. (Vergl. var.
analis). — 1-+2 Brustschildfurchen. Höhlenhain 1 g' 10mm Lg.
19. var. conjungens m.
H. Seiten des Brustschilds vorn ganz dunkel, hinten mit großem,
hellen rundlichen Außenfleck. Analschild im Mediangebiet von
hinten her auf 1/,—*/, der Länge hell. Die dunkle Zeichnung zieht
mit kräftigen ungeteilten Außenarmen nicht ganz bis zum Seiten-
rand. Helle Medianflecke IV länglich, kleiner oder höchstens so
groß wie einer der flankierenden dunkeln Flecke.
1. Am Brustschild sind die hellen Flecke II klein und trüb,
im Verhältnis zu III unbedeutend. Helle Medianlinie des Brust-
schilds erloschen. Dunkle Flecke I und II der Mittelsegmente vorn
deutlich verbunden, helle F. II nicht oder nur wenig größer als
III, helle F. III größer und auffallender als IV’. — Kremnitz in
einem Corylus-Buschwald unter Laub, 4 9‘ von 9!/,—11'!/, mm Lg.,
1—2 durchlaufenden und 1—2 abgekürzten Furchen am Brustschild.
Analschild kräftig ausgebuchtet. 20. var. corylivora m.
2. Am Brustschild sind die hellen Flecke Il groß und deutlich
größer als Ill. Helle Medianlinie in ®/, der Brustschildlänge sehr
deutlich. Dunkle Flecke der Reihen I und II getrennt, helle II
deutlich größer als III. Helle Flecke III und IV durchschnittlich
gleich groß. — Von mir in Bosnien aufgefunden, wahrscheinlich am
Trebevic. 21. var. bosniensis ın.
J. Seiten des Brustschilds vorn ganz dunkel, hinten mit großem
hellen rundlichen Außenfleck. Analschild im Mediangebiet größten-
teils, nämlich in 3/,—*/, der Länge hell, das Helle schmal aber
hinten dreieckig erweitert. Die dunkle Zeichnung des Analschild
schließt sich an die von emeri an: Sie ist seitlich wieder in zwei
Aste geteilt, [welche aber nicht wie bei caleivaga an Breite und Länge
verschieden sind], sondern der vordere steht hinter dem Vorderrand,
während der hintere ebenfalls nach außen zieht und sich dann
entweder mit dem vorderen verbindet oder im Bogen nach hinten
biest und die dunkle Sichel (ganz wie bei eimeri) bildet. (Die
dunkeln Bogen sind also viel länger als die in die hellen Flecke
einspringenden Zipfel von calcivaga und anfänglich nicht nach hinten,
sondern nach außen gerichtet).
1. Die hellen Flecke II des Brustschilds sind doppelt so groß
als III. Die helle Mediane IV ist vorn am Körper viel schmäler
als hinten, am Brustschild und 4., 5. Tergit sehr schwach. Dunkle
Flecke der Reihen III auffallend breit, helle III schräg, länglich,
‘schmal, hinten nicht breiter als vorn. Dunkle Flecke II und III
also genähert und etwas verbunden. dunkle I und II getrennt oder
Über Diplopoden. 129
doch nur teilweise schwach verbunden, Analschild jederseits nur
mit einem großen hellen Fleck. Brustschild mit 1 + 3 Furchen. —
12 13!/; mm lg. sammelte ich bei Sarajewo in Bosnien,
22. var. medioatrata m.
2. Die hellen Flecke II und III des Brustschilds sind un-
gefähr gleich groß. Die helle Mediane ist am Brustschild, 4. und
5. Tergit fein aber deutlich, im Ganzen ebenfalls hinten am Körper
deutlich breiter als vorn. Helle Flecke III ziemlich breit, länglich,
die einzelnen hinten nicht breiter als vorn. Die dunkeln Flecke I
und II sind vorn deutlich verbunden, II und III getrennt oder
nur schwach verbunden. Analschild jederseits mit hellem Fleck,
welcher durch den dunkeln Zipfel der Sichelzeichnung mehr
oder weniger eingeschnürt wird. —— Brustschild mit einer durch-
laufenden und 2— 3 abgekürzten Brustschildfurchen. 121/,—15 mm
Lg. Mecsekgeb. Mittelungarns. 23. var. pannonica m.
3. Die hellen Flecken II und III des Brustschilds sind un-
gefähr gleich groß. Helle Medianflecke IV mäßig breit, dem
Rücken entlang ungefähr gleich breit bleibend. Helle Flecke der
Reihen Ill dreieckig, hinten viel breiter als vorn. Dunkle Flecke
der Reihen II und III getrennt, I und II getrennt oder schwach
verbunden, II schmal und sehr schräg gestellt. Analschild mit zwei
hellen Flecken jederseits, einem schmalen vorderen und großen
hinteren. Helle Fleckenreihen bräunlichgelb. —
In einem Feldgebüsch unter feuchtem Holz unweit Rabenstein
im bairischen Wald. 24. var. rabensteinensis m.
# *
+
I,K. 1. Brustschildseiten breit aufgehellt, Mediane des Brust-
schilds und der Mittelsegmente mit sehr schmalem, hellen Streifen.
Sonst wie die var. marcomannia (siehe dort), auch hinsichtlich der
recht kleinen hellen Brustschildflecke II und der recht großen III
mit ihr übereinkommend. Vereinzelt unter den typischen Individuen.
2. Brustschildseiten vorn verdunkelt und nur hinten mit recht
großem, hellen Außenfleck. Mittelsegmente mit sehr schmalem,
hellen Medianstreifen. Sonst wie bei var. marcomannia (siehe dort).
Vereinzelt unter den typischen Individuen.
[Stücke wie dieses unter I, K2 sind von hexasticha genuina
zu unterscheiden dadurch, daß entweder am Analschild nicht 2 +2
helle Flecke vorkommen, sondern jederseits nur einer (auch die
hellen Brustschildflecke II klein sind) oder in den Außenteilen des
Brustschilds vorn kein heller Fleck oder Streifen vorkommt.]
Formae sexseriatae:
K. Seiten des Brustschilds breit und bis zur abgerundeten Vor-
derecke oder in deren Nähe ausgedehnt hell, das Helle aber nach
vorn schräg schmaler werdend, hinten höchstens an der Hinterecke
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. I, H.2. 9
130 Karl W. Verhoeff:
von einem schmalen, braunen Bogen umgeben. In keinem Falle
ist das helle Seitengebiet durch dunkele Querstreifen in 2 Flecken
geteilt, wie beiM. (In Fällen, wo man zweifelhaft sein könnte,
ob eine (lomeris zu dieser oder der folgenden Gruppe gehört,
weil dunkles Pigment in der Vorderhälfte der Brustschildseiten
bemerkbar wird, ist ein Tier dann hierhin zu stellen, wenn die
hellen Außenflecke des Brustschildes nach vorn bis über das
Gebiet der Furchenlinien greifen, man vergl. aber I, K).
Gl. hexasticha marcomannia n. subsp. r.
L. Seiten des Brustschilds vorn vorwiegend dunkel und ent-
weder nur hinten mit dem hellen Außenfleck, welcher nach vorn
nicht über das Gebiet der Furchenlinien ausgedehnt ist und ganz
von dunklem Pigment umgeben, oder es findet sich außerdem vorn
nur ein schmaler bis mäßig breiter heller Querfleck entweder
dicht hinter dem Vorderrande (Randfurche) oder etwas weiter zurück,
aber immer durch breites schwarzes Gebiet vom hinteren hellen
Fleck getrennt.
M. Seiten des Brustschilds hell, durch einen nach außen gegen
den Einschnitt ziehenden und dort sich verschmälernden oder ver-
breiternden Ausläufer des dunkeln Sichelfleckes in einen queren
vorderen und einen rundlichen hinteren Fleck zerlegt, wobei
häufig noch ein feiner dunkler Randzug vor dem queren Vorderfleck
zu verfolgen ist. Die großen Vorderflecke reichen nach innen (und
oben) fast doppelt so weit wie die hinteren Außenflecke und sind
in jedem Falle entschieden breiter als der dunkle gegen den Rand
ziehende Querstreifen. OÖ.
N. Seiten des Brustschilds ganz dunkel, ungefleckt oder
höchstens mit der Spur eines Fleckes.
1. Brustschild schwarz, nur aussen am Vorderrand dicht hinter
der Randfurche jederseits ein trüber, querer Wisch. Von den hellen
Flecken der mittleren Segmente sind nur in den Reihen I trübe
kleine Fleckchen zu sehen, II fehlen vollständig, III bis auf schwache
helle Punktfleckchen an den hinteren Segmenten. Analschild mit
2 deutlichen rundlichen, gelben Flecken. 1 durchlaufende, 2 ab-
gekürzte Furchen. — 12 von 13 mm (mit Eiern) sammelte ich an
einem Berge bei Kronstadt in Siebenbürgen.
25. aberr. obscura Haase.
[Entstanden durch Melanierung der var. szeklerana].
2. Brustschild schwarz, ganz ohne Spur von Flecken. An den
mittleren Segmenten fehlen die Flecken III, die Reihen II kommen
als schwache schräge Wische zum Ausdruck, I sind meist erloschen,
teilweise noch schwach angedeutet. Analschild jederseits mit kleinem
Außenfleck. — Tatra Höhlenhain 1 2 von 16!/, mm.
[Entstanden durch Melanierung der var. quadrimaculata Latz.]
26. aberr. aterrima m.
Über Diplopoden. 131
O0. 1. Collum ungefleckt ausgenommen abbreviata. Der nach
außen ziehende Ausläufer des dunkeln Sichelfleck gegen den Rand
allmählig verschmälert oder abgekürzt. Ein deutlicher dunkler
feiner Streifen zieht längs der Randfurche.
a) Brustschild größtenteils hell. Dunkel sind der Sichelfleck,
ein schmaler von demselben nach innen ausgehender Querstreif, ein
breiter trapezischer Medianfleck (ohne mittlere Aufhellung) und ein
schmaler Strich, welcher die hellen Felder I und Ill trennt. Hell-
braun bis dunkelbraun marmorierte Felder liegen zwischen Median-
fleck und Sichelflecken. Je dunkler die Stücke sind, desto mehr
sind die dunkeln Zeichnungen verbunden. Die dunkle pilzförmige
Zeichnung des Analschilds erreicht vorn die Seitenränder nicht und
läßt jederseits einen großen, hellen, zweiteiligen Fleck übrig. Sind
die dunkeln Seitenzipfel bis an den Rand ausgedehnt, so gibt es
2 + 2 helle Analschildflecke. An den mittleren Segmenten sind
dunkel breite trapezische Mittelflecke und schmale schräge höchstens
vorn verbundene FleckeI und II. Die drei hellen Fleckenreihen
sind breit und stehen in dieser hellen Grundfarbe gelbe Flecken-
reihen. Brustschild mit 1 durchlaufenden und 2 abgekürzten Furchen-
linien. — Von meiner Frau und mir wurden diese und die drei
folgenden Formen in den Nadelwaldungen bei Tatra-Höhlenhain
gesammelt, besonders nach einem heftigen Regen, welcher die
Tierchen hervorlockte, sodaß sie an Moos, Humus und den Stämmen
der Edeltannen umherliefen. Meiner Frau, welche mich bei meiner
Sammeltätigkeit mehrfach unterstützte, ist diese charakteristische
Karpathenform in Dankbarkeit gewidmet. — Erwachsene sind 10
—14!/,; mm lg. Mehrere Stücke des Vorstadiums und Unreife mit
unvollständig entwickeltem 12. Tergit sind den Erwachsenen ähnlich,
aber noch etwas heller. 2 Rufinos, 11, 12 bei denen das dunkle
Pigment rötlichbraun erscheint, fand ich unter Fagus-Laub.
27. var. theresiae m.
b) dunkler als theressae: Am Brustschild sind die hellen Flecke
II und III nicht oder nur wenig größer als der sie trennende dunkle
Streifen, (während bei theresiae die dreieckigen Flecke II und II
groß sind und nur durch einen schmalen dunkeln Streifen getrennt
werden.) Diese hellen Flecke II stehen in der Mitte zwischen I
und III oder III genähert. Auch an den Mittelsegmenten sind die
hellen Flecke weniger ausgedehnt, nämlich durchschnittlich
sind II und III gleich groß und nicht größer als die zwischen ihnen
liegenden dunkeln Flecke ll, (bei theresiae sind die Trennungsflecke
zwischen den hellen F. II und III viel kleiner als diese.) Während
bei th. die dunklen Flecke II von der Rückenmittelbinde deutlich
vollkommen getrennt sind, berühren dieselben hier die Mittelbinde
mehr oder weniger deutlich, weshalb auch die hellen Flecke III
schmäler sind als dort, bisweilen sogar schwach ausgebildet. —
Weniger häufig als theresiae, aber mit dieser bei Tatra-Höhlenhain
an denselben Plätzen. 32 131/,—16!/;, mm, 7 11!/,—13'/, mm
Länge. 28. aberr. vittathorax m.
9*
132 Karl W. Verhoeff:
c) wie aberr. vittuthorax aber die hellen Flecke II des Brust-
schild mehr oder weniger erloschen, die vorderen hellen Seiten-
flecke desselben bisweilen etwas schmäler als bei der Grundform.!)
Helle Flecke II der Mittelsegmente undeutlich, trüb bis fast er-
loschen. Analschild jederseits nur mit einem dreieckigen hellen
Fleck. — Höhlenhain 42 von 12'!/2 bis 151/, mm.
29. aberr. vittascuti m. _
d) wie »ittathorax aber von dieser und überhaupt den
andern theresiae-Formen dadurch unterschieden, daß der Sichelfleck
mit seinem Ausläufer nicht bis zum Seitenrandeinschnitt zieht,
sondern eine ziemlich bedeutende Strecke davon entfernt plötzlich
aufhört. Dem entsprechend findet sich auch am Analschild vorn
jederseits der hintere schwarze Zipfel nicht bis zum Rande aus-
gedehnt, sondern stark abgekürzt, sodaß die großen hellen Anal-
schildflecke nicht in zwei jederseits zerlegt sind, sondern das Dunkle
springt innen nur ein wenig in dieselben hinein. Helle Flecke II
an Brustschild und Mittelsegmenten sehr deutlich. Collum braun,
hinten mit gelblicher, in der Mitte unterbrochener Querbinde. —
Oberhalb Tatra—Höhlenhain im Nadelwalde bei 950 m Höhe 1 2
von 14!/, mm mit 0 + 2 + 3 Brustschildfurchen.
30. var. abbreviata m.
(Auch bei var. theresiae und vittathoraw ist an den Brustschild-
seiten der schwarze Sichelfleck außen bei einzelnen Individuen etwas
abgekürzt. Dieselben unterscheiden sich aber von abbreviata durch
die schwarzen, nicht verkürzten Analschildseitenzipfel, die geringere
Furchenzahl und das ganz dunkle Collum).
2. Collum hinten jederseits mit deutlichem hellen Fleck. Brust-
schild von den gelben Zeichnungen abgesehen braunschwarz. Die
schwarze Sichel verschmälert sich nicht allmählich gegen den Seiten-
rand (wie bei theresiae und Verwandten), sondern bleibt anfangs
gleichbreit und verbreitert sich dann noch etwas vor dem
Seiteneinschnitte und über dem schmal aufgehellten Rande, neben
dem sie mit schmalem dunkeln Streifen noch eine kurze Strecke
nach hinten und vorn verläuft. Längs der Randfurche des Brust-
schild zieht kein deutlicher feiner dunkler Streifen.
a) Am Brustschild sind die hellen Flecke II fast ebenso groß
wie Ill, die großen hellen äußeren Vorderflecke innen und außen
allmählig verschmälert. An den Mittelsegmenten die hellen Flecke II
recht groß, oval, größer als die länglichen hinten etwas breiteren
hellen F. III, auch größer als I, welche rings braun umsäumt sind.
Analschild jederseits mit 2 hellen Flecken, kleinen dreieckigen am
Vorderrand und großen rundlichen, welche den Hinterrand berühren.
— Ein 2 von 13!/; m erbeutete ich in einem Eichwalde nächst
Honigberg bei Kronstadt (Siebenbürgen) unter Laub.
3l. var. quercivora m.
!) Solche Stücke führen über zu hexasticha var. Mniszechii.
Über Diplopoden. 133
b) Helle Flecke II des Brustschild fehlen, III dreieckig.
Collum hinten breit gelb gezeichnet, das Gelbe nur in der
Mitte durch einen dunkeln Fortsatz unterbrochen, der fast bis zum
Hinterrande reicht. Helle Querflecke vorn an den Brustschildseiten
etwas größer als bei guwercivora, außerdem innen und außen durch
das Dunkle plötzlich abgestuft, während der helle Fleck von querci-
vora innen und außen sich allmäblig verschmälert. Abgesehen von dem
breiten Mittelfleck ist der ganze Vorderrand schmal aufgehellt. Auch
an den Mittelsegmenten sind die hellen Flecke III dreieckig und-
recht groß, hinten besonders breit, größer als II. (Bei szeklerana
sind die hellen F. III viel kleiner, schmal, hinten nicht dreieckig
verbreitert und vorn durch das Dunkle eingeschnürt). Die breiten
hellen Seitenlappen nur mit schmalen, außen umgebogenen braunen
Querstreifen. Die schwarzen Zeichnungen sind auf dem gelben
Grunde schärfer abgesetzt als bei qu. Analschild mit deutlicher
heller, schmaler zusammenhängender Vorderrandbinde und hinten
jederseits mit großem dreieckigen, breit an den Rand stoßenden
Fleck. — 12 von 9 mm erbeutete ich in einem Laubwalde bei
Schäßburg in Siebenbürgen. 32. var. schässburgensis m.
P. 1. Am Brustschild sind die hellen Flecke III groß und
dreieckig, II fehlen oder sind nur klein (seltener ziemlich groß), die
dunkeln Flecke der Reihen I und II sind vorn mehr oder weniger
verbunden, die hellen III groß und nach hinten erweitert. Anal-
schild mit pilzförmiger schwarzer Zeichnung und jederseits einem
hellen, breit an den Seitenrand stoßenden Fleck. Analschild des
g' kräftig ausgebuchtet. — Durch Mittel- und Süddeutschland
verbreitet und von mir gesammelt an der Öberelbe bei Außig,
im bairischen Wald bei Rabenstein, Buchenau und Ludwigsthal,
an der Weser bei Wilhelmshöhe. Im Berliner zoolog. Museum
befinden sich 2 9, 22 von Gotha, 1‘ von Arnstadt in Thüringen.
Im Freien beobachtete ich ein Paar in Copula unter morschem
Holz, dessen @ von 10!/, mm hierhin gehört, zur aberr. graniticola
dagegen das 2 von 8!/, mm. 33. var. marcomannıa m.
2. Am Brustschild sind die hellen Flecke II verschwunden,
III klein. An den mittleren Segmenten ist die dunkle Zeichnung
ebenfalls stärker ausgedehnt, daher die hellen Flecken II und III
vom Dunkeln umgeben sind, III wie vorher, aber kleiner. Die
hellen rundlichen Flecke des Analschild sind vom Rande getrennt.
Auch am Brustschild sind außen die hellen Flecke weniger aus-
gedehnt, reichen aber nach vorn doch noch über die abgekürzten
Nebenfurchen bis mindestens an die durchlaufende Furche. — 2
von 8'/;, mm bei Rabenstein im bairischen Wald unter feuchtem,
morschen Holz. 34. aberr. graniticola m.
Q. EG; 1. Seiten des vorwiegend schwarzen Brustschildes vorn
außen mit schmalem bis mäßig breitem gelben bis orangenem
Querfleck, welcher unmittelbar hinter der Randfurche steht und
134 Karl W. Verhoeff:
von dem hinteren hellen Außenfleck, durch ein sehr breites
schwarzes Gebiet getrennt wird, welches jedenfalls entschieden
breiter ist als das davorstehende helle, außerdem reichen an den
Brustschildseiten die hellen Vorderflecke viel weiter nach innen
als die hinteren.
a) Die hellen Flecke der Reihen II sind deutlich, fehlen aber
am Brustschild (selten Spuren vorhanden). Helle Reihen I und III
sehr deutlich, Dunkle Flecke der Reihen I und II hinten und vorn
so verbunden, daß sie die hellen Flecken II vollkommen um-
schließen. Die länglichen hellen Flecke III sind nach vorn ver-
schmälert und hängen hier auf schmaler Stelle mit den verdeckten
hellen Feldern zusammen. Die hellen Flecke hinter dem Brust-
schildvorderrand reichen nach innen verschmälert ganz oder beinahe
bis zur Rückenhöhe. Sie sind ebenso groß oder größer wie die
hinteren Außenflecke und hängen mit dem schmalen Vorderrand-
streifen zusammen. Analschild jederseits mit hellem schmalen
Vorderrandstreifen und weiter hinten einem ovalen bis rundlichen
gelben Fleck. Vor demselben kein Fleck oder höchstens schwache
Andeutung. Eine durchlaufende, 2 abgekürzte Brustschildfurchen.
In der gelblichbraunen Grundfarbe treten namentlich bei den
kleineren Individuen 2—3 Reihen gelber bis gelblichweißer Flecken
auf. Die größten Stücke sind dunkler und führen über zur aberr.
quadristiata. — Collum entweder ganz dunkel und nur der Hinter-
rand schmal hell oder vor demselben 2 kleine helle Fleckchen.
An niederen Bergen in der Umgebung von Kronstadt in Sieben-
burgen fand ich diese Form in Steinbrüchen und Buschwäldern
häufig. Das Berliner Museum erhielt ebenfalls von dort zahlreiche
Stücke durch den siebenbürgischen Sammler Eduard Lehmann. —
@ 11—15, d' 9!1/, bis 11 mm Ig. 35. var. szeklerana m.
b) Vordere Brustschildflecke wie bei szeklerana, nur rötlicher,
ebenso fehlen wie dort die hellen Brustschildflecke II. Die hellen
Collumflecke sind deutlicher. Analschild mit großen länglichen,
vorn spitz ausgezogenen und dort in ein kleineres an den
Vorderrand stoßendes Fleckchen ‚übergehenden, hellen Makeln.
Vorderrand jederseits mit sehr schmalem, hellen Querstreifen. Die
großen hellen Flecke stoßen deutlich an den Hinterrand und teilen
das Dunkle in drei Abschnitte, einen breiten hinten erweiterten mitt-
leren und zwei länglich viereckige seitliche. An den Mittelsegmenten
sind die hellen Flecke II viel trüber als I und Ill. Die Flecke III
sind groß, schräg und grellgelb, also bedeutend mehr hervor-
tretend als II. (Bei szeklerana sind entweder die hellen Flecke II
ebenso gefärbt wie III und bisweilen größer als diese, oder wenn II
dunkler sind als III erscheinen letztere schmäler als bei burzenlandica
und nicht auffallend grell gefärbt.) Brustschildfurchen 0O+1+2
oder 0 + 2 + 1. Analschild des g' stark ausgebuchtet. — 5 d!
von 111/,—13!/, mm Lg. sammelte ich am Raupenberge bei Kron-
stadt in Siebenbürgen. 37. var. burzenlandica m.
Über Diplopoden. 135
c) wie szeklerana aber die hellen Fleckenreihen II ganz oder
größtenteils erloschen. Die übrigen Flecke sind trüb gelblich.
Nur 12 von mir bei Kronstadt gefunden, während E. Haase solche
Stücke für Schlesien angibt. (Dieselben sind aber wahrscheinlich
durch Melanierung einer andern Varietät entstanden.)
36. aberr. quadristiata Haase.
d) wie var. szeklerana, aber die vorderen hellen Flecke des
Brustschild entschieden kleiner als dort nämlich kleiner als die
hinteren hellen Außenflecke, bisweilen undeutlich. Außerdem reichen
die hellen Vorderflecke schon deshalb nicht so weit nach oben,
weil sie durch einen schmalen dunkeln Streifen vom feinen hellen
Vorderrandsaum getrennt sind, (bei szeklerana hängen Vorder-
randsaum und heller Vorderfleck zusammen.) (Von Mniszechii sind
diese Tiere schon dadurch leicht unterscheidbar, daß die hellen
Vorderflecke nicht gerade vor dem Hinterflecke stehen, sondern viel
weiter nach innen und oben verschoben sind.) Die hellen Flecke II
des Brustschild sind nicht nur ganz deutlich, sondern vor ihnen
steht meistens auch noch ein zweiter, kleinerer heller Fleck. Am
Analschild jederseits nur ein heller Fleck, indem die vorderen
hellen Streifen fehlen. — In Größe und allgemeiner Erscheinung
ähnelt diese Form der var. szeklerana ebenso wie in ihrer Vorliebe
für offenes und ziemlich trockenes Gelände. — In Südungarn nicht
selten. Zahlreiche Stücke erbeutete ich namentlich in den Spalten
der gewaltigen Lößwände, welche bei Semlin dem Donaugestade
entlang ziehen. Auch in Kroatien bei Brod.
38. var. hexasticha (genuina).!)
[)] 2. Die Seiten des vorwiegend schwarzen Brustschildes nur
mit hellem hinteren Außenfleck, vordere Flecke fehlen (vergl.
aber N. 42 und N. 43). Helle Flecke II des Brustschild (oft aller
Segmente) fehlen, wenn vorhanden, besitzt der Analschild 2+2 helle
Flecke.
a) Die hellen Flecke der Reihen Il sind vorhanden (wenn auch
trüber als die sehr deutlichen gelben bis orangenen Flecke I
und III), bisweilen wenig deutlich, am Brustschild fehlend manch-
mal vorhanden. Brustschildflecke III meist recht deutlich und
dreieckig. Analschild jederseits mit zwei hellen Flecken, einem
kleineren vorderen und einem größeren rundlichen hinteren, welche
bisweilen mit einander verbunden sind. — Tatra Höhlenhain 7 2
121/,—15, 5 g' 12—14!/, mm 1lg.; Oberschlesien bei Großstrehlitz
zwischen Kalktrümmern 1 2 11'!/;, ein g' des Vorstadiums von 8 mm
Lg. (Letzteres war 16. VI. frisch gehäutet). Bei 19! 12 beob-
!) Die Wahl einer typischen hexasticha var. mußte mir überlassen
werden, da sich natürlich nicht feststellen läßt, welche Varietät Brandt vor-
gelegen hat. Ich wählte eine Form der sexseriatae, weil Latzel als seine
genuina eine solche angenommen hat,
136 Karl W. Verhoeff:
achtete ich eine feine, schwache helle Rückenmedianlinie, aber
nur im Bereich der Mittelsegmente).
39. var. quadrimaculata Latzel.
b) Die hellen Flecke der Reihen II sind an allen Segmenten
vollständig erloschen. Hinten am Brustschild stehen 2 Paar helle
Flecke, deren innere klein und äußere I ziemlich groß sind.
An den Mittelsegmenten Reihen III mit deutlichen hellen Flecken.
«) An allen mittleren Segmenten stehen zwei Paar heller,
länglicher, Streifen bildender Flecken (I und III). Helle Analschild-
flecke mehr oder weniger an den Rand stoßend.
Nach Haase in Schlesien. Ich fand 1 g' von 11 mm bei Tatra-
Höhlenhain im Nadelwald, 1 9’ von 9 mm (ohne durchlaufende und
mit 3 abgekürzten Furchen) unter trockenem Pteris-Wedeln im
Buschwald bei Jablanica (Nord-Herzegowina).
40. var. ambigua Haase.
8) Brustschildflecke III als kleiner Strich oder fast fehlend.
An allen mittleren Segmenten stehen zwei Paar heller Flecke
(I und IIN), welche viel kleiner sind als bei quadrimaculata und
ambigua, daher auch keine Streifen bilden. Flecke des Analschildes
nicht an den Rand stoßend, rundlich. — 1 S' von 13 mm fand ich
bei Kremnitz (2 durchlaufende und eine abgekürzte Brustschild-
furche), ein anderes (mit 1 durchl. und 2 abgekürzten Furchen) bei
Tatra Höhlenhain. Letzteres zeigt schwache Spuren der hellen
Flecke II (Melanistische Form der guadrimaculata).
41. aberr. pseudoambigua m.
(Es ist auffallend, daß bei pseudoambigua mit seinen kleineren
Flecken Reste der Reihen II vorkommen können, während bei
ambigua trotz der recht großen hellen Flecken I und III die
Reihen II vollkommen fehlen. Ich schließe daraus, daß pseudo-
ambigua eine melanistische Form der quadrimaculataist, daher
als Abberration zu bezeichnen, während wir es in ambigua
vielleicht mit einer besonderen Rasse zu tun haben. Das können
aber erst Untersuchungen an zahlreicheren Stücken entscheiden.)
c) Helle Flecke der Reihen II an allen Segmenten vollständig
erloschen. Helle Flecke III fehlen am Brustschild, an den
Mittelsegmenten sind sie schmal und schräg, am 4. bis 7. Tergit
schwach, an den folgenden deutlicher. Helle F. I am Brustschild so-
wohl als an den Mittelsegmenten klein aber deutlich, rötlichgelb.
Analschild jederseits mit einem länglichen Fleck, beim g' hinten
tief ausgebuchtet. Der schmale Brustschildvorderrand jederseits
vom Collum ockergelb. — Brustschildfurchen 2 + 1. Am Raupen-
berg bei Kronstadt fand ich nur 1 9‘ von 13!/, mm,
42. var. saxonicorum m.
d) Helle Flecke der Reihen II vollständig erloschen. Helle
Flecke I am Brustschild klein und trüb, an den folgenden
Segmenten undeutlich. III klein bis teilweise fehlend, dunkelrötlich
am Brustschild klein oder fehlend. Eine durchlaufende und 2 ab-
Über Diplopoden. IaQ
gekürzte Brustschildfurchen. — Der schmale Brustschildvorderrand
jederseits vom Collum weißlichgelb. Analschild jederseits mit
2 trübrötlichgelben Flecken, kleinen vorderen und größeren hinteren.
Ein 2 von 16!/, mm besitze ich aus dem Nadelwalde bei Tatra-
Höhlenhain 1 9’ 13 mm, ein @ von 17mm fand ich bei Deös in
Nordsiebenbürgen, Laubwald. 43. aberr. eremita m.
U 3. Die Seiten des vorwiegend schwarzen Brustschildes, welches
hinten drei Paar helle Flecke zeigt, haben dunkel umringte
Außenflecken, vor welchen, durch ein nur mäßig breites dunkles
Band getrennt, ein heller Querfleck steht, welcher sich aber
nicht unmittelbar hinter der Randfurche befindet, sondern von
dieser durch einen mäßig breiten dunkeln Streifen getrennt ist.
Der Querfleck steht also genau vor dem hinteren Außenfleck und
reicht auch nach innen nicht oder nur wenig weiter als
dieser. Außen ist der Querfleck ebenfalls dunkel gesäumt und bei
den dunkeln Aberrationen schwächer als bei var. mnaszechii.
a) Mittlere Segmente mit drei Paar Reihen heller in Reihen I
und III gelber bis ziegelroter Flecken. Die dunkeln Flecke I und
II mindestens vorn deutlich verbunden. Analschild mit 2 + 2
bisweilen verbundenen hellen Flecken, kleineren vorn und größeren
hinten, innen. Helle Flecke III kräftig ausgebildet. — 4 g' 12!/,
bis 13 und 32 von 13—14 mm, ein g' des Vorstadium von 10 mm
sammelten wir ebenfalls im Nadelwalde von Tatra-Höhlenhain.
44. var. mniszechii Nowicki et mihi.
[Nowickis Originalbeschreibung (1870) ist so ungenau, dass
sie auf mehrere Karpathenformen der hexasticha angewandt werden
kann. Ich mußte daher für die genauere Definition eine Auswahl
treffen.]
b) ebenso aber weiter verdunkelt, sodaß die hellen Flecke
der Reiben III trüb, klein und undeutlich sind, die der Reihen II
sind an allen Segmenten kaum noch sichtbar. Überhaupt sind alle
Flecke trübgelb, nicht grell wie bei mniszechii. Bei Höhlenhain
mit der Vorigen 2 @ von 14!/,—16 mm mit einer durchlaufenden
und 3—4 abgekürzten B. Furchen (zu mniszechii gehörig).
45. aberr. barlangligetana m.
c) wie barlangligetana, die Flecke der Reihen II zwar trüb
aber groß, quer oval, viel größer als die kleinen und schmalen
Flecke III, auch am Brustschild II viel größer als die trüben
kleinen Strichfleckchen III. Analschild mit größeren, dreieckigen
hellen Außenflecken und kleinen rundlichen innen hinten. Brust-
schildfurchen 2 + 3.
Tatra—Höhlenhain 12 von 13 mm im Nadelwalde.
aberr. mediomelas m.
d) wie Mniszechü, aber die dunkeln Flecke der Reihen I und
II nicht oder nur unvollständig verbunden. Helle Flecke II
groß und deutlich. Analschild jederseits nur mit einem groben,
dreieckigen, hellen Seitenfleck. Dazwischen ein sehr breites,
138 Karl W. Verhoeff:
parallelseitiges dunkles Feld. Eine durchlaufende, 2 abgekürzte B.
Furchen. — In Höhlenhain fand ich nur ein @ von 13 mm Lg.
(Vergl. 19. var. conjungens). 46. var. analıis m.
e) wie analis aber die hellen Flecke der Reihen III klein und
teilweise erloschen (1 + 3 B. Furchen). In Höhlenhain sammelte
ich 2g' von 111/;—12 mm Lg. (zu analis gehörig).
47. aberr. obscurata m.
U) 4. Brustschild hinten mit drei Paar großen, graugelben bis
ockergelben Flecken, darunter recht großen Außenflecken. Die
Vorderhälfte der Seitengebiete ist breit und im Zusammenhang
mit dem Sichelfleck verdunkelt. Analschild jederseits nur mit
einem hellen Fleck.
a) Brustschild vorn jederseits mit braunem marmorierten Feld.
Die dunkle Vorderhälfte des Brustschild innen ohne hellen Zipfel,
aber davor ein schmaler bis fast zur Rückenhöhe ziehender ocker-
gelber Randstreifen. Mittlere Segmente mit drei Reihen großer
ockergelber Flecken, welche die dunkeln Flecke I und II vollkommen
getrennt halten (1 +3B. an — Ein 2 von 15 mm fand
ich in SW. Siebenbürgen im Wald bei der Tatarczy-Höhle, ein J'
von 9 mm bei Herkulesbad. 48. var. silvivaga m.
b) Brustschild größtenteils hell (gelbbraun), schwärzlich sind
ein viereckiger Mittelfleck, hinten jederseits ein schräger Streifen
(zwischen hell II und III), ein diese drei Flecke verbindender
Querwisch mit Strichen nach außen und vorn und der Sichelfleck,
welcher nach vorn außen so erweitert ist, daß er die Vorder-
hälfte des Seitengebietes einnimmt, innen vor ihm aber ein
heller Zipfel steht. Mittelsegmente wie bei silvivaga. — Nord-
herzegowina, bei Jablanica sammelte ich unter dürren Pteris-Wedeln
im Buschwald 19' 9mm und 42 10—13 mm (1 + 2 B. Furchen).
40. var. jablanicensis m.
c) wie jablanicensis, die dunkeln Reihen I und II sind ganz
getrennt oder nur vorn schmal verbunden. Der Brustschild ist
verdunkelt, daher die Vorderhälfte entweder ganz braunschwarz
und die hellen Zipfel verschwunden oder sie sind nur noch durch
helle im dunkeln Pigment stehende Fleckchen angedeutet. — Mit
dem Vorigen zusammen, aber häufiger.
(zu jablanicensis:) 50. var. scutoatrata m.
U) 5. Körper vorwiegend kohlschwarz. Brustschild schwarz,
in der Vorderhälfte ganz schwarz, nur seitlich mit schmalem, gelb-
lichweißen Vorderrandsaum. Hinten 3 Paar helle Flecke, III klein
und schmal, II etwas größer, schräg, I groß, oval, außen von braun-
schwarzen Bogen umgeben. Mittelsegmente mit drei Paar
regelmäßigen Reihen gelblicher Flecken, rings vom schwarzen
Pigment umgeben; I quer dreieckig, innen breiter, II schräg oval
bis dreieckig III schmal, länglich, kleiner als I und II. Analschild
schwarz, jederseits nur mit einem runden gelblichen Fleck, um seine
Über Diplopoden. 139
eigene Breite vom Hinterrande entfernt. Brustschildfurchen 0O+1+3
(und Spur einer 4. abgekürzten). Wenige Stücke fand ich im Oktober
im Miljacka-Thale bei Sarajevo. g' von 12 mm mit deutlich aus-
gebuchteten Analschild. 51. var. vallicola m.
(Vergl. auch N. 42 und 43, welche seitlich am Brustschild-
vorderrand aufgehellt sind.).
* J *
Um die Rassen der hezasticha leichter übersichtlich zu machen,
sei noch ein kurzer Schlüssel derselben ohne Berücksichtigung der
Varietäten gegeben. Nach der vorstehenden ausführlichen Tabelle
brauche ich natürlich keine weitere Erklärung der Zeichnungsver-
hältnisse zu geben:
Rassen der Glomeris hexasticha:
A A. Reihe IV ist deutlich ausgebildet. Analschildmediane
meistens teilweise hell. B.
/\ Reihe IV fehlt vollständig. Analschildmediane vollkommen
dunkel. L. M.
— B. Brustschildseitengebiete auch in der Vorderhälfte hell, gegen
den Einschnitt am Seitenrande zieht kein dunkler Streifen. D, E
— C. Brustschildseitengebiete in der Vorderhälfte entweder ganz
dunkel, oder nur mit einem kleinen hellen Flecken, welcher von
dem größeren hinteren sowohl als auch vom Vorderrande durch
einen dunkeln Streifen vollkommen getrennt ist, oder mit einem queren
schwarzen gegen den Einschnitt am Seitenrande ziehenden Streifen
bei im Übrigen ganz hellen Seitengebiet.
# D. Die Medianflecke IV sind entweder alle groß und breit
oder wenigstens an einigen der mittleren Segmente. Analschild im
mittleren und hinteren Drittel des Mediangebietes in nach hinten
dreieckig erweiterter Weise hell, daher die dunkle Zeichnung des-
selben hinten nicht verbreitert, die vorderen dunkeln Seitenzipfel
dicht hinter dem Vorderrande und nicht geteilt.
1. Gl. hexasticha bavarica n. subsp. (schreckensteinensis ım.).
* E. Die Medianflecke IV sind am Brustschild und den mittleren
Segmenten deutlich ausgebildet aber überall länglich schmal.
Analschild im Mediangebiet dunkel, die dunkle Zeichnung am
Hinterrande noch etwas verbreitert.
2. Gl. hewasticha boleti n. subsp.
© F. Die dunkeln Sichelflecke mit Ausläufer zum seitlichen
Einschnitt an den Brustschildseiten ziehend, diese sonst ganz hell
und durch den dunkeln Streifen in zwei große Flecke abgesetzt.
Analschild hell, jederseits mit einer sichel- bis kranzförmigen
dunkeln Zeichnung, also das "ganze Mediangebiet hell, vorn und
hinten erweitert. 3. Gl. hexasticha eimeri mihi.
140 Karl W. Verhoeff:
© G. Brustschild-Seitengebiete entweder vorn ganz dunkel und
nur hinten mit großem hellen rundlichen Außenfleck oder vorn
außerdem noch mit einem kleinen hellen Fleck, welcher nach innen
nicht oder kaum weiter reicht als der hintere und rings dunkel
umsäumt ist. Analschild-Mediangebiet mehr oder weniger aufgehellt,
wenigstens aber im hinteren Drittel, vorn das Helle nicht er-
weitert. HB.
>» H. Die dunkle pilzförmige Zeichnung des Analschild zieht mit
kräftigen, ungeteilten Außenarmen nicht ganz bis zum Seitenrand.
4, Gl. hexasticha bosniensis n. subsp.
&» I. Die dunkle Zeichnung des Analschild ist vorn jederseits
geteilt in einen schmalen Vorderrandsaum und einen durch eine
helle Bucht davon getrennten, kurzen Lappen.
5. @l. hexasticha caleivaga n. subsp.
&» K. Die dunkle Zeichnung des Analschild ist vorn jederseits
geteilt in einen Vorderrandsaum und einen längeren hinteren
Streifen, welcher sich entweder außen mit dem vorderen verbindet
oder im Bogen nach hinten zieht und eine dunkle Sichel im Hellen
bildet, wie bei eimer:.
6. Gl. hexasticha rabensteinensis n. subsp.
— L. Seiten des Brustschild mit zwei großen hellen Flecken,
welche durch einen dunkeln, gegen den Einschnitt am Seiten-
rande ziehenden Streifen von einander getrennt werden. Der
vordere Fleck reicht nach innen viel weiter, meist doppelt so weit
als der hintere.
1. Der dunkle Querstreifen der Brustschildseite wird nach außen
stark abgeschwächt und hört bisweilen ganz auf. Im letzteren
Falle ist das Collum gefleckt, sonst ungefleckt.
7. Gl. hexasticha theresiae n. subsp.
2. Der dunkle Querstreifen wird nach außen verstärkt.
Collum mit 2 großen hellen, hinteren Flecken.
8. Gl. hexasticha quereivora n. subsp.
= M. Seiten des Brustschild vorn entweder ganz dunkel oder nur
mit kleinen hellen Fleckchen, wenn aber vorn ganz oder vorwiegend
hell, dann zieht gegen den Einschnitt am Seitenrande kein dunkler
Querstreifen.
— N. Seiten des Brustschild mit einem mehr oder weniger
weit (immer aber noch etwas über die Gegend des Seiteneinschnittes)
nach vorn hinreichenden hellen Gebiet, jedenfalls ohne dunkeln
Querstreifen gegen den Randeinschnitt und obne von Dunkel um-
ringten Vorderfleck. 9. @l. hexasticha marcomannia n. subsp.
— 0. Seiten des Brustschild entweder in der Vorderhälfte ganz
verdunkelt, oder wenn die Vorderhälfte teilweise hell ist, doch mit
einem dunkeln, gegen den Seitenrandeinschnitt ziehenden Quer-
streifen. 10. @l. hexasticha genuwina m.
* =
Über Diplopoden. 141
Die außerordentlichen Schwierigkeiten, welche sich bei einer
möglichst natürlichen Gruppierung nächst verwandter Formen heraus-
stellen, können kaum bei irgend einer andern näher gekannten Diplo-
poden-Art so groß sein wie bei Glomeris hexasticha. Der vor-
handenen Mängel bin ich mir bei meiner zusammenfassenden Dar-
stellung vollkommen bewußt gewesen, ich glaube sie aber trotzdem
gegenüber dem status quo ante als einen Fortschritt bezeichnen zu
dürfen. Anbei will ich auch ein Schema der verwandtschaftlichen
Beziehungen der Hauptformen geben, wobei sich herausstellt, daß
die Rassen bavarica, boleti und marcomannia zu einander in einem
näheren verwandtschaftlichen Verhältnis stehen als zu den übrigen
(und umgekehrt), indem diese drei mehr oder weniger breit auf-
gehellte Brustschildseitengebiete zeigen und zugleich eines dunkeln
gegen den Seitenrandeinschnitt ziehenden Querstreifens entbehren,
während derselbe allen andern Rassen zukommt, wobei er natürlich
unter den Formen mit ganz verdunkelter Seitenrandvorderhälfte mit
dieser verschmolzen ist.
Jedenfalls habe ich den Eindruck gewonnen, daß bei der außer-
ordentlichen Variabilität der @l. hexasticha zwei Merkmalpaare be-
sonders wichtig sind, nämlich
1. Das Fehlen oder Vorhandensein eines schwarzen Streifens,
welcher als Fortsetzung des Sichelfleckes von diesem quer nach
außen genau auf den Einschnitt am Seitenrande zieht und
2. Das Fehlen oder Vorhandensein einer hellen Fleckenreihe IV
in der Rückenmediane.
Die Rassen, welche ich bei hexasticha unterscheide sind nicht
so scharf von einander getrennt, wie die weiter unten bei connexa
aufgestellten. Während diese vielleicht später als eigene Arten
aufgeführt werden, gilt das für die Rassen von hexasticha nicht, da
sie einander entschieden näher stehen und zwischen einigen auch
bereits mehr oder weniger deutliche Übergänge nachgewiesen
werden konnten, so z. B. von theresiae aberr. vittascuti zu hewasticha
var. mniszechü. Die Rassen eimeri und rabensteinensis stehen ein-
ander ebenfalls nahe und werden mit der Zeit wahrscheinlich voll-
kommene Übergänge gefunden werden. Bei der Auffassung der
Rassen darf natürlich das Verhalten der Individuen in quantitativer
Hinsicht nicht außer Acht gelassen werden, d.h. wir brauchen zwei
Rassen, deren Merkmale die große Mehrzahl der Individuen deutlich
unterscheidet nicht deshalb aufzugeben, weil einzelne Individuen
einen Übergang darstellen, um so weniger, wenn innerhalb der
Rasse sich wieder Varietäten unterscheiden lassen. Die Rassen
der hexasticha sind durch geographische und teilweise auch bio-
logische Verhältnisse so ausgeprägt, daß sie unser Interesse ebenso
gut in Anspruch nehmen dürfen wie schärfer abgegrenzte Formen.
Man muß aber auch mit der Möglichkeit rechnen, daß für die
eine oder andere der zunächst allein durch Zeichnung unter-
schiedenen Formen später vielleicht noch ein morphologisches
142 Karl W. Verhoeff:
Merkmal aufgefunden wird. Wer auf systematischem Gebiete kein
Neuling ist, weiß, daß gerade bei schwierigen Gruppen die Ent-
wickelung unserer Kenntnisse von den systematisch belangvollen
Merkmalen bisweilen einen langen Weg durchmacht, wobei oft das
was der Eine zu Tage fördert, dem Andern Anstoß zu einem
weiteren Befund wird.
Septemseriatae Sexseriatae
aa
BE: 3
B523
a bavarica — ——— boleti — —— marcomannia
Eh Er
o D&D o 5
FEsn
& B ı
"oe
= er .. (formosa)
Be \ rabensteinensıs
Ir& I eimeri quercivora — theresiae — hewasticha
F2E EN 3
g8 7 corylivora
DE :
5 ® calcivaga
-
In der Gruppe der septemseriatae ist die folgende Varietät ein-
zureihen unter 6, I, a:
Breit helle Brustschildseiten nach vorn allmählig verschmälert,
also das Dunkle langsam verbreitert. Die dunkeln Flecke III der
Mittelsegmente sind entweder dreieckig und dabei vorn entschieden
breiter als hinten, oder sie sind abgekürzt und erreichen den Hinter-
rand überhaupt nicht (jüngere Stücke), sondern nehmen nur die
vorderen ?/; der Segmente ein. Jedenfalls konvergieren sie deut-
lich nach vorn, sodaß also dreieckige helle Medianflecke vorhanden
sind, welche hinten mit den hellen Flecken der Reihen III zusammen-
hängen können. Dunkle Flecke III von II stets deutlich getrennt.
Helle Flecke III dreieckig, hinten viel breiter als vorn. Dunkle
Flecke I und II deutlich von einander abgesetzt, aber vorn deutlich
verbunden, II schräg, ziemlich breit, größer als I. — Brustschild-
seiten breit aufgehellt, beim g' am Seitenrande schwach und schmal
gebräunt. Brustschild mit schmaler heller Mediane, helle Flecke III
dreieckig, II kleiner, schräg, bisweilen etwas verwischt. Anal-
segment stets mit breiten, hellen an den Rand stoßenden Flecken,
Mediane meist deutlich und hinten verbreitert aufgehellt, bisweilen
aber vorn verdunkelt. Hinter dem Vorderrande steht im Dunkeln
meistens noch ein schmaler, heller Querfleck. Helle Zeichnungen
gelblichgrau, ohne grellere Flecken darin. Seitenlappen breit hell,
mit schmalen, braunen Querstreifen. Die Tibiallappen der Gonopoden,
(welche sonst gerade vorstehen), sind etwas zurückgekrümmt. Anal-
schild des 8 kräftig ausgebuchtet. Furchen 0O+-1-+35. — Ein d'
Über Diplopoden. 143
von 7?/;,mm Lg. und fünf noch etwas kleinere Pseudomaturi (32)
sammelte ich in 1800 m Höhe am Kreuzjoch bei Brennerbad an
der Grenze des Gneiß- und Kalk-Gebietes unter dem spärlichen
Laube der Bergerlen. Gl. hexasticha bavarica var. almimontium m.
* *
*
Verzeichnis der Rassen, Varietäten und Aberrationen der
(Glomeris hexasticha:
I. @l. hexasticha bavarica (1. Gruppe) (süddeutsch - karpathisch-
pannonische Rasse).
var. bavarica Oberbaiern.
var. montium westl. Mittelungarn.
var. pseudolateralis westl. Mittelungarn.
var. septemseriata Oberungarn.
var. hungarica westl. Mittelungarn.
var. montivaga westl. Mittelungarn.
var. aproximata westl. Mittelungarn.
var. carpinicola Oberungarn.
. var. alnimontium Brenner.
10. var. lateralis Oberungarn.
II. Gl. hexasticha bavarica (2. Gruppe) !).
11. var. schreckensteinensis Deutschböhmen.
12. var. liptauensis Liptauergebirge.
13. var. kremnitzensis Oberungarn.
14. var. boleti bairisch-böhmischer Wald.
III. Gl. hexasticha boleti.
IV. Gl. hexasticha eimeri (ungarische Rasse).
15. var. eimeri Mecsekgeb. und Banat. |
16. var. circofera Mecsekgeb. j)
V. Gl. hexasticha rabensteinensis.
17. var. medioatrata Bosnien.
18. var. pannonica westl. Mittelungarn. |
19. var. rabensteinensis bairisch. Wald |
VI. Gl. hexasticha caleivaga (Tatra-Rasse).
20. var. caleivaga Tatra-Höhlenhain.
21. var. abietivora Tatra-Höhlenhain.
22. var. triangulifera Tatra-Höhlenhain,
23. var. conjungens Tatra-Höhlenhain].
VII. Gl. hexasticha bosmiensis.
24. var. corylivora Oberungarn.
25. var. bosniensis Bosnien.
VIII. Gl. hexasticha marcomannia (deutsche Rasse).
26. var. marcomannia PBaiern, Deutschböhmen, Thüringen,
Hessen.
27. aberr. graniticola Baiern.
FIN
!) Wenn man diese Gruppe von der 1. abtrennen will und als besondere
Rasse behandeln, schlage ich den Namen hexasticha schreckensteinensis vor.
144 Karl W. Verhoeff:
IX. Gl. hexasticha theresiae. }
28. var. theresiae Tatra-Höhlenhain.
29. aberr. vittathorax Tatra-Höhlenhain.
30. var. abbreviata Tatra-Höhlenhain. Rassen der
31. aberr. vittascuti Tatra-Höhlenhain. Karpathen.
X. G@l. hexasticha quercivora Siebenbürgen.
32. var. quercivora Siebenbürgen.
33. var. schässburgensis Siebenbürgen.
XI. @l. hexasticha genuina.
34. var. hexasticha Südungarn, Nordbosnien.
35. var. szeklerana Siebenbürgen.
36. var. burzenlandica Siebenbürgen.
37. aberr. quadristriata Siebenbürgen.
38. aberr. obscura Siebenbürgen.
39. var. quadrimaculata Tatra und Oberschlesien.
40. aberr. pseudoambigua Tatra-Höhlenhain.
41. aberr. aterrima Tatra-Höhlenhain.
[42. var. ambigua Tatra, Schlesien, Herzegowina.]
43. aberr. eremita Tatra-Höhlenhain.
44. var. saxonicorum Kronstadt.
45. var. mniszechii Tatra-Höhlenhain.
46. aberr. barlangligetana Tatra-Höhlenhain.
47. aberr. mediomelas Tatra-Höhlenhain.
48. var. analis Tatra-Höhlenhain.
49. aberr. obscurata Tatra-Höhlenhain.
50. var. silvivaga Banat, Siebenbürgen.
51. var. jablanicensis N. Herzegowina.
52. var. scutoatrata N. Herzegowina.
53. var. vallicola Sarajevo.
'OSSEY OUOSLIEDUN- YOSTYITO.LIOFSO
+ +
+
GI. hexasticha var. irregularis Verh. IV. Aufsatz der „Beiträge
z. Kenntnis paläarkt. „Myr.“ Archiv f. Naturg. 1896 Bd.I H.3
S.196. Das einzige 2 von 17!/, mm Lg. stammt aus dem Sarnthal
bei Bozen: Brustschildfurchen 0 + 4, stufenweise verkürzt. —
„Grundfarbe gelblichbraun. Außer vielen, schwarzen, unregel-
mäßigen Sprenkelfleckchen findet sich jederseits der Rückenmitte,
ein Längsband schmaler, unregelmäßig begrenzter, schwarzer Längs-
flecke. Außerhalb dieser ein etwas breiteres Längsband gelbbrauner
Flecke, außen von diesen wieder ein unregelmäßiges Längsband
schwarzer Flecke. Im Gelbbraunen stehen noch weiter außen
Häufchen schwarzer Spritzflecke, doch kommt keine regelmäßige
Längsfleckenbinde zu stande. — Die gewöhnliche äußerste der 3
jederseits bei hexasticha sonst vorhandenen schwarzen Flecken-
längsbinden ist also teilweise (hinten) verschwunden, teilweise (vorn)
in Spritzfleckchen aufgelöst. Auch außerhalb der äußeren Binde
(I), die hier also verwischt ist, steht vor dem Seitenrande an den
Über Diplopoden. 145
6 auf dem Brustschild folgenden Dorsalplatten noch ein Häufchen
von schwarzen Spritzfleckchen. Auch der Analschild ist unregel-
mäßig schwarz bespritzt, besitzt aber doch die 2 großen, gelbbraunen,
runden Flecke.“
Ich habe diese Form z. Z. nicht vorliegen und kann ihre ver-
wandtschaftliche Stellung auch erst nach Erlangung weiterer Beleg-
stücke genauer feststellen.
In seinem Tafelwerke „Die Myriapoden“ Halle 1863 hat
C.L. Koch auf Tafel LVI Abbildungen der Glomeris hexasticha ge-
geben, von denen Fig. 114 zu den F'. sepiemseriatae, Fig. 113 zu den
F. sexserialae gehört, während das in Fig. 115 dargestellte Tier hin-
sichtlich seiner Zugehörigkeit zu connexa oder hexasticha zweifelhaft
ist. Nach Koch ist hexasticha „um Regensburg sehr gemein“ und
tritt in sehr verschiedener Zeichnung auf. Nach seinen Angaben
und den Abbildungen läßt sich jedoch kein sicherer Schluß ziehen,
welche Varietäten bei Regensburg vorkommen. Die Abb. 114 läßt
sich am ehesten auf var. calcivaga beziehen, während eine genauere
Deutung bei der Abb. 113 ausgeschlossen ist. Zu berücksichtigen
bleibt aber ferner, daß Kochs Abbildungen die Zeichnungen so
scharf darstellen, wie es in der Natur meistens nicht vorkommt.
Ich selbst habe bisher in Baiern folgende hexasticha-Formen
festgestellt:
1. hexasticha bavarica var. bavarica,
2. 3 boleti var. boleti,
3. A rabensteinensis var. rabensteinensis,
4 A marcomannia var. marcomannia und aberr.
graniticola, während mir die sechs andern Rassen dort bisher nicht
vorgekommen sind.
In dem Tafelwerke A. Berleses, Acari, Miriapodi e Scorpioni
italiani enthält Fasc. LXII N.3 und 4 Darstellungen der Glomeris
hexasticha nach italienischen Stücken gesammelt bei Belluno, welche
einen abweichenden Furchenverlauf aufweisen, wie eine seitliche
Darstellung des Brustschildes in Abb. 2 erkennen läßt, indem hinter
der durchlaufenden Furche 6—7 abgekürzte angegeben werden,
wobei man freilich nicht wissen kann, ob mit der durchlaufenden
nicht etwa die Randfurche gemeint ist, welche gewöhnlich nicht
mitgezählt wird. Auch heißt es striis omnibus interruptis. Das Jg
wird als „segmento postremo sinuato, impresso“ geschildert. Es
handelt sich um vorherrschend helle und zwar ockergelbe Tiere
mit drei Paar dunkeln Fleckenstreifen (III am breitesten), also breit
aufgehelltem Mediangebiet. Brustschild vorn jederseits breit
schwärzlich marmoriert, bei der einen Form (62,3) mit heller
Seitenpartie und gebogenem dunkeln Streifen gegen den Seiten-
einschnitt, durchlaufender ockergelber Medianlinie und ockergelben
großen Flecken III, bei der andern (62,4) ohne diese hellen Seiten-
bezirke, indem die dunkle Marmorierung ausgedehnter ist. Bei der
Ersteren finden sich zerstreute dunkle Spritzfleckchen im Gebiet der
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.2. . 10
146 Karl W. Verhoeff:
hellen Bänder H (I) und IV, während der Letzteren diese Spritz-
fleckchen fehlen.
Als Glomeris bellunensis Berl. et mihi verdienen diese Tiere
jedenfalls besonders unterschieden zu werden, wobei ich aber ohne
genauere eigene Untersuchung derselben nicht entscheiden kann, ob
sie als Rasse zu hexasticha gezogen werden können oder aber eine
eigene Art vorstellen. (Vergl. auch weiter unten!).
III. Glomeris intermedia Latzel, nebst Rassen, Varietäten
und Aberrationen.
A. Helle mediane Rückenbinde IV ist vorhanden: 2—3 durch-
laufende Brustschildfurchen.
@Gl. intermedia trisulcata Roth.
a) Am Brustschild sind die dreieckigen Flecke III nach vorn
nicht fortgesetzt [selten mit einem sehr schmalen Ausläufer],
sondern durch braune Marmorierung begrenzt. Die schwarzen
Flecke III und II sind vorn ganz oder beinahe zu einem
Haken 4 verbunden. Helle Flecke I nach vorn nicht über den
Einschnitt und die Furchen ausgedehnt, vielmehr begrenzt durch
einen dunkeln sie vorn umfassenden Zipfel, soweit sie nicht über-
haupt undeutlich sind.
An den Mittelsesmenten sind die dunkeln Flecke der Reihen II
und III mehr oder weniger getrennt.
1. Grundfarbe graugelb mit braunen bis schwarzen Zeich-
nungen. Collum dunkelbraun, oft mit verwaschenen helleren Stellen.
Brustschild braunschwarz, vorn jederseits ein Feld mit heller
und dunkler Marmorierung, Mediane ohne Aufhellung oder mit
mehr oder weniger deutlichem, nach vorn schwächer werdenden
hellen Streifen, welcher zwischen zwei dunkeln Streifen gelegen ist,
die sich nach vorn ebenfalls verschmälern aber viel kräftiger sind
als der helle Streifen. Brustschild hinten mit 3 Paar deutlichen
hellen Flecken, I rundlich, außen von braunem, schmalem Bogen
umgeben, meist recht deutlich, aber kleiner als bei beatensis und
Pyrenaeorum und mehr oder weniger trüb. II quer dreieckig bis
rhombisch, am kleinsten, III dreieckig, hinten verbreitert, nach vorn
meist ungefähr bis zur Mitte reichend. Vorderrand des Brust-
schildes gelblichweiß. Mittelsegmente graugelb bis ockergelb, mit
drei Paar schwarzen Fleckenreihen, in der Mediane eine Längsreihe
heller Flecke, welche am 4. und 5. Tergit groß und dreieckig
sind, an den folgenden länglich und nach hinten allmählig schmäler
werden, bei einigen Stücken bis zum 9. Tergit breit und viereckig.
Dunkle Flecke III ziemlich breit, am 4. und 5. Tergit mehr als an
den folgenden convergierend, dunkle Flecke II schräg stehend, un-
gefähr so stark wie III, dunkle I kleiner als II und III. Dunkle
F. I und II vorn und bisweilen auch hinten durch einen schmalen
Über Diplopoden. 147
Querstreif verbunden. Helle Flecke III groß und dreieckig,
hinten verbreitert, meist vorn schmal, bisweilen auch vorn ziem-
lich breit. Von den dunkeln F. I zieht schräg nach außen
ein brauner Streifen über die im Übrigen breit hellen Seitenlappen.
Analschild mit pilzförmiger schwarzer Zeichnung, deren Seitenarme
bis zum Seitenrande und deren Hinterfortsatz bis zum Hinterrande
zieht. In der Mediane ein schmaler, abgekürzter heller Streifen.
Die hellen Flecke stoßen entweder breit an den Rand, oder sind
dort braun gesäumt. Brustschildfurchen 1+2+3 oder 1+3+3.
— 9 92/,—14 mm I1g., 9’ 91/,—10, Junge 6!/;—9 mm. Ich verdanke
etwa 15 Stück dieser Form Herrn Prof. Ribaut, welcher sie bei
St. Beat in den Pyrenäen sammelte. var. ribauti m.
2. wie vorher, aber dunkler. Die drei Fleckenpaare am Brust-
schild sind klein und trüb oder verwischt. An den Mittelsegmenten
sind die hellen Flecke III verschwunden oder sehr trüb und
schwach, alle helle Zeichnung ist sehr trüb, helle Flecke in der
Mediane am 4. und 5. Tergit oval, weiter nach hinten schmal.
Dunkle Flecke II und II verbunden. Helle Flecke I fehlen oder
sind deutlich, aber klein und trüb, helle II stets deutlich aber trüb.
Analschild schwarz mit 2 trüben Flecken oder fast ungefleckt er-
scheinen Brustschildfurchen 1 + (2—)3 + 2—4. Zehn Stücke J2
von 10-14!/, mm Lg. erhielt ich ebenfalls aus St. Beat in den
Pyrenäen durch Herrn Prof. Ribaut. var. gallicorum m.
3. Wie var. ribauti, aber entschieden heller; Außenflecke I des
Brustschild groß, rundlich und heller als bei rihaut‘. Grundfarbe
hellgraugelb mit dunkelbraunen Zeichnungen. Brustschild mit
besonders deutlicher brauner Marmorierung. Helle Flecke III
der Mittelsegmente sehr groß, auch vorn breit und die dunklen
Fl. II und III weit trennend, dunkle Fl. I und H nur vorn schwach
verbunden, I verhältlich schwach und ebenso wie Il schmäler als
bei ribauti. Breite helle Seitenlappen mit schmalem braunen Quer-
streifen. Hinterränder der Segmente mit nur schmalem, hell
bräunlichen Saum. Ein g' von 71/, mm, jung d' von 5 mm, zwei ?
von 91, —11!/; mm Lg. mit 1+2-+2-—3 Brustschildfurchen,
gleichfalls durch Prof. Ribaut aus St. Beat in den Central-Pyrenäen
erhalten. var. beatensis m.
4. Zeichnung wie bei var. beatensis, aber die hellen Fl. III
des Brustschild mit einem deutlichen Ausläufer bis zum Vorder-
rand erweitert, derselbe ist aber viel schmäler als bei var. trzsul-
cata und die Außenflecke I sind wie bei beatensis. Hinterränder
der Segmente mit etwas breiterem braunschwarzen bis schwarzen
Saum. Die dunkle Zeichnung ist sehr scharf abgesetzt, näm-
lich braunschwarz bis schwarz auf weißgelbem Grunde. Die
dunkeln Flecke der Reihen II sind kräftiger als bei beatensis und
mit I sowohl vorn als auch hinten verbunden. Ein g' von 8!/, mm
sammelte Prof. Ribaut bei St. Beat. var. pyrenaeorum m.
5. Einfarbig schwarz und nur mit sehr schwachen An-
deutungen der verschwundenen Zeichnung oder dunkel braunschwarz
10*
148 Karl W. Verhoeff:
und mit schwachen Andeutungen der Reihen III und IV, nämlich
sehr kleinen und trüben Fleckchen, die Reihen II und I immer
vollständig fehlend. Brustschild schwarz, ungefleckt, am Vorder-
rand jederseits mit gelblichweißem Querstreif. Brustschildfurchen
1+2—3+2— 4. Drei Männchen von 8!/;—11 mm Leg. fanden
sich bei St. Beat unter den übrigen Formen.
aberr. tenebrarum m.
(Auch hier ist, wie bei verschiedenen andern Glomeris-Arten
das männliche Geschlecht an den verdunkelten Formen besonders
stark beteiligt.)
6. Helle Fleckenreihen II vollkommen erloschen, (im Gegen-
satz zu gallicorum, wo gerade diese Reihen II der Verdunkelung
am wenigsten anheimfallen,) I sehr deutlich und ausgedehnt, III
trüb aber deutlich, schmal länglich. Zwischen den hellen Flecken-
reihen III ein breites, schwarzes Längsband, indem von IV
nur vorn noch schwache Reste erhalten sind. Analschild mit deut-
lichen, hellen Flecken. Brustschild mit kleinen, trüb graugelblichen
Flecken I und III. St. Beat ein Jg’ von 12 mm Lg. mit 1+3+3
Brustschildfurchen. var. diversa m.
b) Am Brustschild sind die großen dreieckigen FleckeIIl nach vorn
zu einer graugelben breiten Längsbinde vergrößert, welche
bis zum Vorderrande durchzieht, daher auch die schwarzen Flecke II
vom schwarzen Medianfleck vollkommen und breit getrennt sind.
Helle Außenflecke I nach vorn bis zur Vorderecke erweitert. An
den Mittelsegmenten sind die dunkeln Flecke II und III auch vorn
breit getrennt.
Nach einem 2 von 8'/;, mm aus der Schweiz mit 1+3-+1
Furchen!) mache ich folgende Angaben:
Die hellen Flecke der Reihe IV sind an allen Mittelsegmenten
vorhanden und zwar als große viereckige am 4.—6. Tergit, als
schmale längliche an den weiter folgenden. Brustschild ohne hellen
Medianfleck aber im Übrigen mit sehr charakteristischer Zeichnung:
Seitengebiete breit hell, das Helle nach vorn innen dreieckig ver-
schmälert aber immer noch recht breit und hinter dem Vorderrand
mit hellem Streifen bis zur Mitte ziehend. Mediangebiet mit großem
dreieckigem grauschwarzen Fleck, der nach vorn zugespitzt ist und
das vorderste Viertel frei läßt. Die dunkeln Flecke I und II des
Brustschilds hängen mit einem davorliegenden braun marmorierten
Gebiet so zusammen, daß es als eine breite braune, zuerst nach
innen und dann vorn nach außen gerichtete Längsbinde erscheint.
Die hellen Flecke III sind groß und dreieckig und nach vorn bis
zum Vorderrand erweitert, sodaß jederseits des dunkeln Median-
dreiecks eine breite helle Längsbinde sich findet, welche in der
Mitte etwas eingeschnürt ist und vorn in der Mediane mit der der
!) Diese Formel für Brustschildfurchen ist (als einfach) vorzugeschlagen
und zwar kommen links die Vorfurchen, in der Mitte die durchlaufenden, rechts
die dahinter befindlichen abgekürzten.
Über Diplopoden. 149
andern Seite zusammenhängt. Helle Flecken II ziemlich klein.
Mittelsegmente mit 3 Paar dunkeln Fleckenreihen, III am breitesten,
I am schmälsten, I und II vorn nicht oder nur schwach verbunden.
Analschild mit dunkler pilzförmiger Zeichnung und großen, breit an
den Rand stoßenden hellen Flecken. 2—3 durchlaufende Brustschild-
furchen. var. trisulcata m.
[Individuen mit 2 + 2 hellen Analschildflecken hat Faes!) als
var. quadrimaculata beschrieben.]
B. Helle mediane Rückenbinde IV völlig fehlend. 2 durch-
laufende Brustschildfurchen. Gl. intermedia subsp. genwina m.
a) 2 9!/,;, mm. g' 9-—-9!1/, mm. Nach den von mir im Kottenforst bei
Bonn unter Laub gesammelten Tieren gebe ich folgende Beschreibung:
Die dunkle, unpaare Rückenbinde III ist braunschwarz und besteht
aus großen, dreieckigen, vorn verschmälerten Flecken. Dunkle
Flecke II und III mit schmalem Saum hinten zusammenhängend,
trotzdem die hellen Flecken III groß, schräg, stumpfwinkligdreieckig.
Dunkle Flecke II und I schräg, I kleiner als II, beide durch schmale
Querzüge um so mehr verbunden, je dunkler überhaupt und je
größer die betr. Stücke sind. Brustschild mit großem, braun-
schwarzen dreieckigen Medianfleck, dessen vordere Spitze fast den
Vorderrand erreicht. Hinter dem ganzen Vorderrand ein schmaler,
heller, außen etwas breiterer Querstreifen. Die 3 Paar heller Flecke
sind durch dunkle Schrägflecken I und II getrennt. Dunkle F. I
als brauner Sichelfleck den Außenfleck um so mehr umfassend, je
größer die Stücke sind. Marmorierte Felder sehr deutlich aus
hellen und dunkeln Gitterwerk zusammengesetzt. Helle Flecke III
groß und dreieckig, nach vorn nicht ungewöhnlich ausgedehnt. Die
Sichelflecke sind in der Vorderhälfte der Seitengebiete so ausgedehnt,
daß sie immer den größten Teil desselben einnehmen. Die hellen
Außenflecke sind entweder ringartig vom Dunkeln umrahmt, oder
dehnen sich noch etwas über den Einschnitt aus, bis auf den
Lappen unterhalb desselben. Die Begrenzung des Braunen gegen
das Helle ist nicht besonders seharf. Der bei allen untersuchten
Stücken gleich gefärbte Analschild ist etwas anders gezeichnet
als bei hexasticha: Das Dunkle nimmt den ganzen Vorderrand
ein, ist ebenfalls von pilzförmiger Gestalt, deren Stiel (ohne helle
Mediane), hinten fast gleich breit ist. Jederseits ein fast halbkreis-
förmiger, großer heller Fleck. Rückengrundfarbe graugelb ’)
mit braunen bis braunschwarzen Zeichnungen.
var. intermedia m.
!) Der Name ist aber bei hexasticha schon vergeben! (durch Latzel)
2) Diese graugelbe Farbe ist nicht etwa eine verblichene, sondern
charakteristisch auch für die lebenden Tiere, von denen ich diesen Winter
mehrere monatelang beobachten konnte. Dem welken Falllaub der Eichen,
Buchen u. s. w., von dem diese Tierchen zehren, sind sie durch ihr Farbenkleid
vortrefflich angepaßt.
150 Karl W. Verhoeff:
In meinem „Beitrag zur mitteleuropäischen Diplopodenfauna*
Berlin 1891 beschrieb ich auf S. 162 die „var.* pallida und truns-
versosulecata. Letztere ist als männliche aberr. aufzuführen, während
erstere als „var.“ einzuziehen ist, weil sie sich auf Rufinos bezieht,
die bei allen Arten und Varietäten vereinzelt vorkommen können,
was mir erst die Erfahrungen langer Jahre lehren konnten. Der
Grundzug der Zeichnung der „pallida* ist der gleiche wie bei
genuina. Wichtiger sind die folgenden Formen:
b) Wie genuina, aber im Allgemeinen entschieden dunkler, die
hellen Flecke der Reihen III kleiner und schmäler, indem die
dunkeln Flecke II und III stärker verbunden sind. Am Brust-
schild fehlen die hellen Außenflecke mehr oder weniger vollständig.
Analschild wie bei genuina, nur die hellen Flecke etwas kleiner,
der Rand bei den Männchen ebenfalls vollkommen zugerundet. —
3 g'9!/,-10 mm, ein Vorstadium g' von 7!/, mm fand ich ebenfalls
im Kottenforst bei Bonn unter Laub. Bei einem 4. g' von 10!/, mm
sind die hellen Flecke I und II sehr wenig auffallend, weil sie
fast erloschen. 12 von 12!/;, mm von der Wolkenburg im Sieben-
gebirge (1. X.) besitzt drei Paar ziemlich große Fleckenreihen,
welche aber so trüb sind, daß das Tier oberflächlich betrachtet,
fast einfarbig erscheint.) Von den genannten Stücken läuft bei
einem g' die hintere durchlaufende Furche nicht vollständig durch,
während die übrigen sich typisch verhalten. var. bonnensis m.
c) Die hellen Flecke sind verschwunden, nur am Analschild
2 helle Flecke ganz deutlich.
aberr. biguttata Verh. a. a. O. 1891, S. 161.
d) Auch die Analschildflecke sind verwischt. aberr. mephisto m.
(= „var.“ tenebrosa Verh. ebendort. Der Name ist schon ver-
geben bei Gl. connexa.)
e) Eine besonders auffallende Varietät ist die folgende Form,
welche nicht eine einfache Melanierungsabstufung darstellt, sondern
uns ein merkwürdig verschiedenes Verhalten der inneren
und äußeren Rückengebiete vorführt, indem die ersteren stark
verdunkelt sind, die letzteren dagegen nicht.
Die hellen Flecke der Reihen Ill sind vollkommen verschwunden,
daher ein sehr breites, braunes bis schwarzes Längsband in der
Mitte über den Rücken zieht, entstanden durch Verschmelzung der
dunkeln Reihen II und III. Die hellen Flecke II dagegen sind
nicht nur vorhanden, sondern haben sogar eine bedeutende
Breite bewahrt, sodaß das breite dunkle Mittelband scharf vom
Hellen absticht. Schräge dunkle Flecke I trennen die hellen
Flecken I und II. Analschild wie bei intermedia genuina, nur das
Dunkle etwas ausgedehnter. Brustschild innen mit sehr großem
dunkeln Mitteldreieck, vergrößert durch Verschmelzung mit den
!) Eine Verdunkelung durch Vertrübung der hellen Flecken ist nicht
gleichbedeutend mit der Verdrängung derselben durch schwarzes Pigment. Die
Veranlassung solcher Vertrübung ist unbekannt, wahrscheinlich sind solche
Individuen krankhaft.
Über Diplopoden. 151
Flecken II, indem die hellen F. III entweder fehlen oder klein sind.
Marmorierte Felder ziemlich hell, die Seitengebiete vorn viel dunkler,
Außenflecke (hinten) mehr oder weniger undeutlich. 2 durchlaufende
Furchen. — 2d' 7!/,—-8 mm 12 12mm (gleichzeitig Rufina), er-
beutete ich ebenfalls im Kottenforst bei Bonn.
var. palliofera m.
IV. Über Glomeris guttata Risso und Gl. connexa C. Koch,
nebst Rassen und Varietäten.
Risso hat seine (rlomeris guttata 1826 aufgestellt und (ebenso
wie später Brandt) so kurz beschrieben, daß wir nur sagen können,
es handelt sich um mediterrane Formen mit vier Reihen großer
greller Flecke. Da ich selbst bei Florenz derartige Tiere gesammelt
habe und dieselben anfänglich als Angehörige der connexa betrachtete,
(vergl. auch 1902, Arch. f. Nat. meinen 1. Aufsatz über Diplopoden
aus Tirol, Italien und Öypern), so möge hier auf einige Merkmale
verwiesen werden, deren Unterscheidung mich veranlaßt guttata
neuerdings artlich von connexa zu trennen. An den Mittel-
segmenten treten bei connexa stets dunkle Streifen auf den
Seitenlappen auf und zwar entweder ganz quer verlaufend oder
schräg in der Weise, daß sie von vorn innen nach hinten außen
gerichtet sind. Diese Schrägstreifen lassen einen hellen schmalen
oder breiten Rand frei, biegen häufig am Hinterrande um und
bilden dann einen Haken, der am Hinterrande selbst als dunklerer
Saum wieder nach innen ziehen kann. Durch Ausdehnung des
dunkeln Hakens kann das von ihm umgebene helle Gebiet mehr
und mehr eingeengt werden zu immer kleineren Flecken der Reihe.
Bei guttata besitzen die Seitenlappen keine dunkeln Quer- oder
Schrägstreifen vielmehr große helle Flecke, welche von dunkelm
Rande vorn, außen und hinten umsäumt werden.
guttata Risso.
Seitenlappen der Mittelseg-
mente mit großen grellen Flecken
und dunkelm Saum, ohne dunkeln
Quer- oder Schrägstreifen. Anal-
schild mit sehr großen hellen
Flecken, welche median nur durch
sehr schmalen, dunkeln Streifen
getrennt sind. Dunkle Seiten-
zipfel nach außen allmählich ver-
schmälert, daher keine dreieckige
dunkle Außenflecke, helle F. fast
den ganzen Rand einnehmend.
Brustschildfurchen 0 + 2 +1.
Große Form, über 14 mm Lg.
conneca ©. Koch.
Seitenlappen entweder dun-
kel mit hellem Saum oder hell
mit querem oder schrägen dunkeln
Streifen, der zu einem Haken ver-
größert sein kann. Analschild
entweder dunkel mit hellen, vom
Rande ganz getrennten Flecken,
oder bei großen an den Rand
stoßenden hellen Flecken außen
noch mit großen dreieckigen
dunkeln Flecken.
Brustschildfurchen verschieden-
artig, meist zahlreicher als bei
guttata, wenn aber geringer an
Zahl (rhenana), dann ist der
Körper klein, unter 12 mm,
152 Karl W. Verhoeff:
Für die Rassen, Varietäten und Aberrationen der @!.
connexa gebe ich die folgende Übersicht, wobei nur zu bemerken
ist, daß ich als connexa genwina keine Form mit Sicherheit be-
zeichnen konnte, weil sich das in Fig. 85 von ©. Koch (die Myria-
poden, koloriertes Tafelwerk, Halle 1863) dargestellte Tier, welches
nach der Beschreibung auf S. 95 und 96 in „Oberbaiern, Gegend
von München und weiter hinauf, auch bei Erlangen“ vorkommen
soll, mit Sicherheit auf keine der weiterhin unterschiedenen Formen
beziehen läßt, doch ist es wahrscheinlich, daß er ein Stück der
var. fagivora vorliegen hatte, welche ich selbst ebenfalls in Ober-
baiern sammelte. Entweder ist also die Darstellung Fig. 85 in den
Farben zu grell gehalten (teilweise auch ungenau), oder es gibt in
Oberbaiern noch eine mir unbekannte connexa-Form, welche C. Koch
zufällig zeichnete.
A. Die hellen Außenflecke I des Brustschildes sind nicht scharf
umgrenzt, quer aber etwas unregelmäßig gestaltet, hinten schmal
dunkel gesäumt. Brustschildfurchen 0 + 1 + 2. Brustschildseiten
vorn nicht aufgehellt. Dunkle Zeichnungen braun bis grauschwarz.
Auf den Seitenlappen der Mittelsegmente ziehen schräg nach außen
breite, aber etwas verwischt erscheinende grauschwarze Streifen,
welche einen nur ziemlich breiten hellen Rand freilassen, der das
Ende dieser dunkeln Binde im Bogen umgibt. Die schrägen Streifen
sind so breit, daß die hellen Außenflecke I vom hellen Rande breit
getrennt sind. Körper höchstens 12 mm Ig.
I. Gl. connexa perplexa Latz.!)
(Vielleicht identisch mit der mangelhaft beschriebenen connexa
ligurica Latz. welcher 2 ebenfalls zu kurz beschriebene „subvar.“
xanthopyge und nycthemera Latz. beigestellt sind.)
!) Ich habe anfänglich an der Berechtigung der perplexa gezweifelt und
hatte dazu allen Grund, weil aus Latzels Diagnose die eigentlich differentialen
Merkmale, der connexa (alpina) gegenüber nicht gebührend hervorgehoben sind.
Erst die in Rheinpreußen gefundenen Tiere, welche mir die Überzeugung gaben,
daß nur diese mit Latzels perplexa gemeint sein konnte, brachten mir die
Möglichkeit, die wichtigsten Merkmale schärfer hervorzuheben. — Die dunkelsten
Stücke der perplexa (aberr. rhenanorum) nähern sich bedeutsam der G! marginata,
zumal hier auch hinsichlich der Brustschildfurchen Übereinstimmung herrscht.
Man würde also marginata als eine Rasse (oder gar Varietät) der connexa per-
pleca ansehen können, wenn nicht die Jugendformen verschieden
wären, bei perplexa gefleckt, aber bei marginata einfarbig, wenigstens gilt das
für meine bisherigen Befunde. Bemerkenswert ist ferner, daß die Verbreitung
von marginata und perpleca eine sehr ähnliche ist; auch habe ich in Rhein-
land und Nassau wiederholt beide Formen an denselben Plätzen gefunden
und auch aus den Pyrenäen durch Prof. Ribaut beide gesammelt erhalten.
Trotzdem muß andererseits betont werden, daß ich marginata an manchen
Plätzen zahlreich beobachtete, ohne irgend eine perplexa darunter zu finden und
daß die dunkelsten perpleca immer wenigstens schwache Spuren einer Flecken-
zeichnung aufweisen. Ich denke bei späterer Gelegenheit auf diese Frage zurück-
kommen zu Können,
Über Diplopoden. 153
In der Umgegend von Bonn in Laubwäldern unter Laub und
an Bergabhängen unter Steinen, auf beiden Talseiten, ferner bei
Stromberg und in Nassau bei Braunfels. (Die „(Glomeris perplexa“
ist von der Unterelbe bei Hamburg angegeben).
1. Die hellen Flecke der inneren Reihen sind groß und auch
am Brustschild deutlich ausgebildet. var. rhenana m.
2. Die hellen Flecke der inneren Reihen sind klein und un-
deutlich, am Brustschild verschwunden. aberr. rhenanorum m.
(zerstreut hier und da unter der Grundform vorkommend).
B. Die hellen Außenflecke I des Brustschildes sind nicht scharf
umgrenzt, an den Rändern etwas unregelmäßig, bisweilen gesprenkelt.
Brustschildfurchen 0—1+1-+-2—5. Dunkle Zeichnungen braun bis
braunschwarz. Brustschildseiten vorn nicht aufgehellt. Auf den
Seitenlappen der Mittelsegmente ziehen schräge, deutliche, (nicht
verwischt erscheinende) dunkle Streifen und auch am Hinterrand
können dunkle Querstreifen auftreten, beide außen verbunden und
einen umgebogenen Haken darstellend, welcher stets einen breiten,
hellen Seitenrand außen freiläßt. Körper von über 12 mm Lg.
II, Gl. connexa fagivora n. subsp.
1. Große helle Flecke des Analschild, welche bis zum Vorder-
rand reichen, trennen die dunkle Zeichnung desselben in drei
Teile, einen mittleren (welcher selbst in der Mitte wieder quer zer-
schnürt sein kann) und zwei große, seitliche Dreiecke.
a. Der dunkle Medianfleck des Analschilds besteht aus zwei
hinter einander gelegenen Dreiecken, welche sich mit der Spitze
berühren oder auch getrennt sind. Statt des vorderen Dreiecks
kann auch nur ein rundlicher oder ovaler Fleck vorkommen.
Brustschildfurchen 1+1-+2—3. var. fagivora m.
In Oberbaiern bei Partenkirchen nicht selten unter Buchenlaub
und an morschen Hölzern (über 20 Stück). 12 von 12 mm
sammelte ich im Heuscheuergebirge Schlesiens. Es ist etwas
dunkler und besitzt 14+1-+-4 Furchen.
b. Der dunkle Medianfleck des Analschilds stellt eine einfache,
längliche, gleich breite Binde dar.
Brustschildfurchken 0 —1-+1-+3—4. Erwachsene 12—17 mm
lg. Bei Arko sammelten wir diese Form im Lorbeerwalde; bei
Bozen fand ich ein 2 des Vorstadiums (10!/,;,mm) im Laubwald.
var. lauricola m.
2. Die dunkle Medianbinde des Analschilds ist hinten so ver-
breitert, daß die ursprünglich getrennten drei dunklen Flecke ver-
einigt sind und zwei schräge, längliche helle Flecke um-
schließen, welche mit ihrer Vorderspitze ganz oder beinahe den
Vorderrand erreichen. Collum ohne helle Flecke. Brustschild-
furchen 0—1+1-4—5.
a) Jederseits mit 2 Reihen kräftiger heller Flecken. Körper-
länge 13—17!/, mm. Altvatergebirge an der Löwenkoppe und Gold-
154 Karl W. Verhoeff:
koppe, im Heuscheuergebirge am Stern, bei Glatz in einem Berg-
wald, Nachod im Tannenwald. (Bei allen diesen einem zusammen-
hängenden geograph. Gebiet angehörenden Vorkommnissen: trat die
charakteristische Zeichnung deutlich hervor). var. sılesiaca m.
b. Die äußeren hellen Fleckenreihen fehlen, die inneren sind
deutlich, wenn auch klein, am Brustschild noch ziemlich groß.
Analschildflecken klein und unregelmäßig gesprenkelt. Sonst wie
bei silessaca, auch die Seitenlappen breit aufgehellt. — 1 2 12!/,mm.
Von der Löwenkoppe. aberr. fagivaga m.
c. Die hellen Fleckenreihen sind bis auf einige trübe Fleckchen
erloschen, auch am Brustschild fehlen sie fast ganz. Trotzdem
hebt sich vom übrigen dunkelbraunen Brustschild deutlich der breite
schwarze Medianfleck ab, wie bei den helleren Stücken dieser Rasse.
Analschild ganz schwarz bis auf schwache Fleckenspuren. Seiten-
lappen der Medialsegmente auch bei dieser dunkelsten Form breit
aufgehellt. — 1 9‘ 14!/, mm unter Fagus-Laub an der Löwenkoppe.
aberr. melas m.
C. Die hellen Außenflecke I des Brustschildes, welche eine
quer-ovale Gestalt zeigen, sind vom dunkeln Pigment scharf ab-
gegrenzt (ausgenommen die am stärksten melanistischen Formen),
hinten und außen von einem mehr oder weniger vollständigen
dunklen Randbogen umgeben. Dunkle Zeichnungen braunschwarz
oder meistens tiefschwarz. Die Außengebiete des Brustschilds
vorn nicht aufgehellt. Brustschildfurchen 1—-3+(1)—2 + 2—.
Meist finden sich zwei durchlaufende Furchen, ist aber nur eine
ausgebildet, dann reicht jedenfalls eine der folgenden abgekürzten
weit nach oben. Auf den Seitenlappen der Mittelsegmente finden
sich zwei dunkle Streifen, einer am Hinterrande und der andere
schräg von vorn innen nach hinten außen ziehend, vor jenem außen
oft im Bogen in ihn übergehend. Diese dunklen Streifen lassen
nur einen schmalen hellen Außenrand übrig. Bei helleren
Formen pflegt der vordere Streifen kräftiger zu sein, bei dunkleren
können beide breit sein. Die beiden dunkelen Streifen umschließen
die hellen Flecke I, während vor dem vorderen Streifen sich noch
ein heller Nebenfleck befindet, welcher umsomehr verdrängt wird,
je dunkler die betr. Form ist. III. Gl. connexa alpina mihi.
1. Helle Fleckenreihen von weißlicher bis gelblicher Farbe,
Collum meistens mit 2 hellen vor dem Hinterrande stehenden
Fleckchen, dieselben fehlen den dunkleren Formen nicht selten.
Die meist rundlichen bis ovalen hellen Analschildflecke sind durch
schwarzes Pigment vom Hinterrande fast immer deutlich, meist
sehr deutlich getrennt. Brustschild am Vorderrande schmal weißlich,
hinter der Randfurche dunkel oder höchstens sehr schmal ebenfalls
weißlich. Flecke der inneren Reihen fehlend bis sehr deutlich,
nicht aber breit quadratisch.
a. Helle Flecke I des Brustschilds stets groß, deutlich und
scharf ausgeprägt, außen von dunkelem Bogen umgrenzt. Collum-
Über Diplopoden. | 155
flecke rund bis dreieckig, sehr selten fehlend. Analschildflecke
groß und meistens rundlich, deutlich vom Rande getrennt, selten
denselben hinten berührend. Innere Brustschildflecke stets mehr
oder weniger groß. Seitenlappen mit großen hellen, meist weniger
umdunkelten Flecken. Innere Flecke der Mittelsegmente größer
als bei den folgenden Formen, bald mehr rundlich, bald mehr
länglich, meist vorn durch einen Zipfel mit den verdeckten hellen
Gebieten zusammenhängend, wenn nicht, dann sind sie häufig vorn
zugespitzt und hinten verbreitert; nicht aber breit quadratisch. In
der Tatra die häufigste (Grlomeris- Form. Ich habe an 300 Stück
verglichen, welche ich gesammelt sowohl im Kalk- als auch Granit-
gebiet. Ferner kenne ich das Tier aus Südwest-Siebenbürgen, aus
dem Streesno-Engpaß der Fatra in Oberungarn und der Umgebung
Partenkirchens in Oberbaiern. Von den im bairisch-böhmischen
Walde gesammelten Stücken bilden einige den Übergang zur var.
thuringiaca. Außerdem sind die Tiere des Böhmerwald durch ge-
ringere Größe, 9—12 mm, auffallend; die Tiere der sonstigen Fund-
orte stimmen vollkommen überein. var. alpina Latz. et mihi.
b. Wie vorher, aber die Flecke der 4 Reihen kleiner, vorn
vom Dunklen völlig gegen die verdeckten hellen Streifen abgegrenzt,
hinten nicht dreieckig verbreitert, manchmal nur punktartig oder auch
teilweise erloschen. Collum bisweilen ungefleckt. Mindestens sind
aber die 4 Flecke des Brustschilds deutlich. Analschildflecke
groß und rundlich bis ziemlich klein. Das schwarze Pigment ist
noch vollkommener ausgebreitet, die Seitenlappen der Mittelsegmente
mit deutlichen hellen Fleckchen, welche aber stets ganz vom dunklen
Pigment umflossen sind. — Kalk- und Granittatra, ebenfalls sehr
häufig, aber weniger gemein als alpina.
var. carpathica Latz. et mihi.
c. Wie vorher, aber die hellen Flecken in den Reihen teil-
weise fehlend (seltener alle), indem von den inneren, namentlich
am Brustschild, meist nur eine punktartige Andeutung zu finden ist,
während die äußeren typisch quer-oval sind. Die vorhandenen Flecke
der inneren Reihen der Mittelsegmente pflegen punktartig klein zu sein.
Flecke der Seitenlappen trüb, ganz vom Dunklen umflossen. Grund-
farbe kohlschwarz. Analschildflecke klein, nicht so breit wie der
Raum zwischen ihnen und dem Hinterrand. — In der Tatra, aber
weniger häufig als carpathica. aberr. nyctos mihi.
[Vergl. auch die var. atrata Haase aus Schlesien.].
d) Schwache Außenflecke am Brustschild vorhanden, am
Analschild mit punktartigen Fleckenandeutungen oder ganz schwarz.
Im Übrigen vollkommen glänzend kohlschwarzer Rücken ohne
Flecke. — Tatra (und Schlesien). Seitenlappen schwarz oder mit
sehr schwachen Fleckenandeutungen.
aberr. tenebrosa Latz.!) (= atra Haase).
156 Karl W. Verhoeff:
e) Außenflecke am Brustschild fehlen vollkommen. Rücken
überhaupt rein schwarz, nur auf den Seitenlappen können schwache
Flecke vorkommen. — Furchen 1+1+4—1%211mm.
Tatra-Höhlenhain. aberr. haasei m.
f) Wie var. carpathica, aber Collum mit 2 Flecken, seltener
ohne. Die inneren Brustschildflecke fehlen vollständig und die der
2—3 folgenden Tergite sind kleiner als dort. Analschildflecke
recht klein, rundlich. Außenflecke des Brustschild sehr klein und
mehr oder weniger verwischt. — Ich sammelte nur bei Tatra-
Höhlenhain 32 von 9!1/,—14!/, mm. Brustschildfurchen 142 +3.
var abieticola m.
Wie var. alpina, aber die hellen Außenflecke des Brust-
schild außen (unten) auf breiter Strecke ohne den dunkeln Rand-
bogen. — Annenthal bei Eisenach, var. thuringiaca m.
h) Collum mit 2 rundlichen Fleckchen. Brustschild mit kleinen
aber deutlichen Innenflecken, Außenflecke fehlen oder es sind
doch nur Andeutungen derselben als schwache kleine Wische zu
erkennen. Kleine aber deutliche Flecke der inneren Reihen an fast
allen Mittelsegmenten, Außenlappen sehr dunkel, teils ganz ohne
Flecke, teils mit-trüben Wischen. Analsegment mit zwei kleinen
ovalen Flecken, von allen Rändern weit entfernt. Furchen 1 +2
+2. Ein dJ' von 8mm Lg. bei Höhlenhain unter Corylus-Laub.
aberr. corylicomes m.
(Also, erhalten wir nach den Außenflecken des Brustschild
folgende Übersicht: Außenflecke groß und deutlich: alpina, carpa-
thica, nycthos und thuringiaca. Außenflecke klein oder mehr
verwischt: tenebrosa, corylicomes und abieticola. Außenflecke fehlen:
haasei.)
2. Fleckenreihen deutlich und von hellgelber Farbe, Collum
ohne helle Fleckchen. Flecke der inneren Reihen oval bis drei-
eckig.
a) Analschild mit ovalen bis dreieckigen Flecken, welche, vom
Vorderrande breit entfernt sind, ziemlich breit an den Hinterrand
ı) Von var. alpina hat F es 1902 a.a.0.S.64 eine var. helvetica abge-
trennt mit Rücksicht auf die inneren hellen Flecke, welche an den Mittel-
segmenten in je 2 hinter einander liegende getrennt sein können. Von diesen
2 Flecken liegt aber beim gestreckten Tiere der vordere verdeckt und sind
diese Einschnürungen überhaupt sehr variabel. Sie kommen auch anderwärts,
z. B. bei den Karpathen-Tieren der alpina vor und man beobachtet, dass die
offen liegenden Flecke mit den verdeckten durch einen schmalen hellen Streifen
zusammenhängen. Auf diese Unterschiede allein vermag ich keine var. zu be-
gründen, der Name helvetica ist außerdem schon bei Gl. ornata vergeben worden;
einen neuen zu schaffen halte ich solange für zwecklos, als nicht irgend ein
anderes Merkmal für jene Tiere aus der Schweiz nachgewiesen ist. Vielleicht
sind sie außerdem mit var. alpina identisch.
Über Diplopoden. 157
stoßen oder nur durch einen schmalen braunen Saum davon ge-
trennt sind. Der schwarze Streifen zwischen ihnen hinten stark
verbreitert. (Bei Erwachsenen und Vorstadium.) Brustschild
hinter dem hellen schmalen Vorderrand meist mit sehr schmalem,
gelblichen Streifen. Seitenlappen des 4.—9. Tergit mit dreieckigen
hellen Flecken wie bei alpina, auch die hellen Flecke in den
Reihen so groß wie bei var. alpina. Seitenlappen des 10.—12. Tergit
vorwiegend hell. — Siebenbürgen, am Krähenstein unter Buchen-
laub, 2 und Unreife. Furchen 1-2 + 1-2 + (5) 4—5.
var. krähensteinensis m.
b) Analschild mit halbmondförmigen hellen Flecken, zwischen
denen ein ungefähr gleichbreiter, dunkler Streifen; den Hinterrand
erreichen sie kaum. Seitenlappen des 4.—9. Tergit mit gestreckten,
queren hellen Flecken, Seitenlappen des 10.—12. Tergit ganz
dunkel oder doch vorwiegend. Die hellen Außenflecke der Mittel-
segmente sind hinten und vorn gleichmäßig dunkel gesäumt, (bei
krähensteinensis vorn breit hinten schmal gesäumt.) Brustschild-
furcken 1+2+4—5. 2 d' von 71/,—8 mm aus Vale Vinului.
var. walachica m.
3. Wie var. abeeticola, aber Collum ungefleckt, Analschildflecke
größer, schmal länglich, und fast an den Hinterrand stoßend.
Brustschildfurchken 1+1+4(5). — 22 von 121/,—13 mm aus
Vale Vinului in Nordsiebenbürgen. var. vinuluensis m.
4. Wie var. alpına aber das dunkle Pigment braunschwarz und
die Flecke der inneren Reihen groß quadratisch. Analschild-
flecke auffallend groß, vorn mit dreieckigem Zipfel den Vorderrand
erreichend, hinten an den Hinterrand stoßend, sodaß das Dunkle in
drei Teile zerfällt. Collum mit dreieckigen hellen Flecken. Brust-
schildfurchken 1-1+3. — Tatra-Höblenhain in einem Erlen-
wäldchen ein g’ von 9 mm Lg. var. quadratigera m.
(Hellste alpina-Form, deren Zeichnung am meisten der der
älteren Larven ähnelt.)
D. Die hellen Außenflecke I des Brustschildes, welche eine
quer-ovale Gestalt zeigen, sind meist von dunkelm Pigment scharf
umgrenzt, seltener ist ihre Absetzung verwischt (aberr... Dunkle
Zeichnungen braunschwarz bis schwarz. Die Vorderhälfte der
Außengebiete des Brustschild ist gelbbraun aufgehellt und nur
durch einen nach außen verschmälerten Ausläufer des dunkeln
Sichelfleckes vom hinteren gelblichen Außenfleck getrennt. Die
gelbbraunen Vordergebiete sind nach innen allmählich verschmälert.
Brustschildfurchken 0—1+1-+2-—3 (1) — Collum ungefleckt.
Seitenlappen der Mittelsegmente mit zwei dunkeln Querstreifen,
welche außen im Bogen in einander übergehen und nur einen
schmalen, hellen Außenrand übriglassen. Die inneren Reihen II
bestehen aus meist großen, dreieckigen Flecken. — 2 10—13, d'
61,—8 mm Lg. Siebenbürgen bei Kronstadt und am Krähenstein
im Buchenwald. Nordsiebenbürgen im Vale Vinului.
IV. @l. connexa sceutolimbata n. subsp.
158 Karl W. Verhoefft:
(Eine aberr. mit undeutlich abgegrenzten und kleineren Außen-
flecken des Brustschild stimmt im Ubrigen mit der Grundform
überein. 2 2 von 10 mm Lg.)
V. Glomeris formosa Latz. und Verh. nebst Rassen
und Varietäten.
(= Gl. hexasticha var. formosa Latz.)
Latzel beschreibt dieses Tier auf S. 113 seiner Myriapoden der
österr. ungar. Mon. 1884, 2. Bd. wie folgt: „Als Grundfarbe der
Oberseite waltet ein angenehmes helles Braungelb vor; darauf ge-
wahrt man neben der Mittellinie des Rückens verlaufend zwei
Reihen von dunkelbraunen Längsflecken, während in den Seiten je
eine Längsreihe von kleineren gelben Flecken auftritt. Halsschild
und Hinterkopf stark aufgehellt. Fühler und Beine dunkel“. (Durch
Prof. Kotula und stud. v. Karlinski) „auf der hohen Tatra ge-
sammelt.“ „Diese Varietät entfernt sich am meisten von der
typischen Gl. hexasticha und könnte beinahe als selbständige Art
(@l. formosa) aufgestellt werden.“
In den Belaer Kalkalpen habe ich diese in der Tat sehr auf-
fallende (lomeris, gemeinsam mit meiner Frau in ziemlich großer
Anzahl gesammelt und konnten dabei nicht nur mehrere Varietäten,
sondern vor Allem auch zwei Rassen festgestellt werden, zwischen
denen eine Varietät einen Uebergang andeute. Meiner Frau,
welche mich zuerst auf einen Vertreter dieser Art, an einem vom
Regen durchnäßten Moospolster wandernd, aufmerksam machte, ist
auch diese neue Rasse in Dankbarkeit gewidmet.
Mit hexasticha stimmt /ormosa überein in der starken Aus-
buchtung des männlichen Analschildes, in Gestalt und Größe und
meist auch in der Beschaffenheit der Brustschildfurchen. Die
männlichen Gonopoden und Nebengonopoden beider Arten stimmen
ebenfalls überein bis auf kleine Unterschiede, welche trotzdem
nach meinen bisherigen Beobachtungen konstant sind und weiter
unten erwähnt werden. (Vergl. auch Abb. 3, 4 und 24.) Einen
auffallenden Unterschied aber muß ich hinsichtlich der Zeich-
nung sowohl als auch der Entwickelung und Verdunkelung
derselben feststellen, wobei ich mich bei hexasticha besonders an
die hellsten Varietäten halte, weil diese der /ormosa am nächsten
stehen.
Während bei Aexasticha die dunkeln Flecke der Reihen Il
selbst bei den hellsten Formen sich als wirkliche breite Flecke
darstellen, fehlen dieselben bei formosa entweder vollständig oder
sind nur an einem Teil der Segmente angedeutet, oder sie er-
scheinen (und das sind die Fälle ihrer stärksten Ausbildung) an
Über Diplopoden. 159
allen Segmenten als schmale, linienartige Schrägstreifen, welche
sich unter der Lupe als aus Spritzfleckchen zusammengesetzt er-
kennen lassen.
Während bei hexasticha die Verdunkelung durch eine immer
stärkere Ausdehnung der dunkeln Zeichnungselemente bewirkt wird,
sodaß die dunkelgefleckten Formen mit hellem Grunde allmählich
überführen zu hellgefleckten mit dunklem Grunde, kann man bei
formosa zwar auch eine mäßige Ausdehnung der dunkeln Flecke
feststellen, welche am Analschild am auffallendsten ist, aber ebenso
auffallend ist die Verdunkelung des hellen Grundes von Graugelb
zu Gelb, zu Gelbbraun und schließlich Hellbraun, wobei die dunkeln
Fleckchen der drei Reihenpaare zwar auch eine Vergrößerung er-
fahren können, ohne sich aber an den Mittelsegmenten so auszu-
dehnen, daß irgendwo eine Verbindung dieser dunkeln Flecke ein-
tritt, wie sie bei hewasticha so häufig vorkommt. An den Unreifen,
welche ich von formosa gefunden habe, sind die dunkeln Flecke
sehr schwach, viel schwächer als bei den Jungen der hewasticha,
Gruppe septemseriatae, welche schon kräftige Flecke III besitzen,
während bei den Jungen der Gruppe sexseriatae entweder breite
unpaare dunkle Medianflecke bemerkt werden, ohne hellen Median-
streifen, oder nur mit einer sehr feinen hellen Linie. Die Unter-
scheidung der hewasticha Gruppe sexseriatae von formosa ist ja
überhaupt sehr einfach, während der Gruppe septemseriatae gegen-
über noch ein weiterer Unterschied genannt werden kann. Die
dunkeln Flecke der Reihen III verlaufen bei /ormosa stets parallel,
während sie bei hexasticha (septemseriatae) entweder an allen oder
doch an einigen Mittelsegmenten nach vorn konvergieren, daher
auch häufig einen dunklen Haken bilden: /\
Unterarten der Glomeris formosa:
a) Die dunkeln Flecke der Reihen III sind sehr groß und
bilden entweder eine breite, schwarze, unpaare Rückenmittel-
binde oder sie sind in der Mediane durch einen schmalen hellen
Streifen getrennt, wobei aber jeder der paramedianen Flecken viel
(mehrmals) breiter ist als der helle Medianstreifen. Brustschild-
furcken O0+1—2--1—2. Gl. formosa mirzelae n. subsp.
b) Die dunkeln Fiecke der Reihen III sind auch in den Fällen
ihrer stärksten Ausbildung weit getrennt, sodaß jeder von ihnen
deutlich schmäler ist als das helle breite Mediangebiet. Brustschild-
furcken O+1+1—2. Gl. formosa (genuina) subsp.
A. Gl. formosa (genuina).
1. Collum und Kopfmitte gelb bis braun. Immer mit braunem
bis braunschwarzem Hintersaum der Segmente, sonst sehr variabel,
auch im Rahmen dieser eigentlichen Varietät formosa: Lg. des
9 81/,—15 mm, des g’ 9—13 mm, die hellsten Stücke be-
sitzen am DBrustschild keine dunkeln Außenflecke, überhaupt
160 Karl W. Verhoeff:
nur die inneren III als schmale braune, auf die hintere
Hälfte des Brustschild beschränkte Längsstreifen.. Marmorierte
Felder sehr hell, schwach hellbraun marmoriert, manchmal nur
Spuren davon. Mittelsegmente mit schmalen, braunen Längs-
streifen III, während II und I fehlen. Die braunen Hinterränder
biegen außen im Bogen nach vorn herum (Seitenlappen). Anal-
schild hell, paramedian mit gebogenen, außen konkaven, braunen
Streifen, welche den Vorderrand nicht, wohl aber den Hinterrand
erreichen. Außen jederseits ein gebogener aus Spritzflecken be-
stehender Streifen, frei im Hellen stehend.
Von diesen hellsten Stücken (abgesehen von der var, calcemi-
grans) kommt man durch unmerkliche Übergänge zu dunkleren.
Ganz allmählich treten dunkle, aus verwachsenen Sprenkeln be-
stehende, schmale Streifenfleckchen I und II auf. Am Brust-
schild finden sich außen lose Sprenkel, welche zuerst einen kurzen
Bogen und in andern Fällen einen bis zum Außenrande reichenden
sichelartigen dunklen Halbkreisstreifen bilden. Die Flecke II, zu-
nächst ebenfalls als lose Sprenkel angedeutet, bilden bei andern
Individuen eine schräg nach innen gerichtete Linie, welche mit den
Flecken III zusammen Haken bildet:
An den Mittelsegmenten treten ebenfalls zunächst unregel-
mäßige einzelne lose Sprenkelfleckchen in den Reihen I und II auf,
welche in andern Fällen mehr und mehr zu Streifen werden.
I bilden Längstreifen, welche bisweilen nach innen vorn einen
Querwisch entsenden, II laufen schräg nach innen, sind meist nur
an einem Teil der Mittelsegmente vorhanden und auch
dann immer nur als schmale aus Sprenkeln zusammengesetzte
Streifen erkennbar. I und II bilden nie kompakte dunkle Flecke.
Die Streifchen I kommen häufiger vor als II und vor Allem findet
man sie bisweilen an allen Segmenten. In den Fällen ihrer stärk-
sten Ausbildung sind die Streifen II ebenfalls ganz oder beinahe
mit III zu einem Haken verbunden: [\. Eine Verstärkung kommt
nur bei den Reihen III vor, indem dieselben breiter und dunkler
werden, aber sie bleiben selbst bei den dunkelsten Individuen
breit durch die helle Mediane getrennt, so breit, daß diese
viel breiter ist als einer der paramedianen Flecke. Analschildflecke
durch Verstärkung sich mehr der pilzförmigen Gestalt nähernd; es
ist stets (auch bei den dunkleren Stücken) die ganze Mediane in
nach hinten verbreiterter Weise und gleichfalls der ganze Vorder-
rand breit aufgehellt, während jederseits der Längs- und Querfleck
zu einen gebogenen Haken sich verbinden: IC Dessen Seitenzipfel
erreichen den Seitenrand nicht, sind selten ihm genähert, meist aber
weit davon entfernt.
Helle Grundfarben gelb bis graugelb oder fuchsig. Tatra-
Höbhlenhain, Nadelwald im Juni nicht selten, 36 2, 13 Q\, 4 Unreife.
var. formosa m.
2. Tiere im Allgemeinen auffallend dunkler, Kopf und Collum
braunschwarz, marmorierte Felder am Brustschild dunkelbraun.
Über Diplopoden. 161
Helle Grundfarbe gelbbraun, (also dunkler wie bei /ormosa). Anal-
schild verdunkelt, die dunkeln Zeichnungen in der Mitte an den
Vorderrand stoßend, die Seitenzipfel ganz oder beinahe an den
Seitenrand, dieser gebräunt. Helle Analschildmediane schmäler als bei
formosa, bisweilen ganz verdunkelt. Hinterand der andern Segmente
schwarz gesäumt. Tatra-Höhlenhain, Nadelwald mit der vorigen
var. 12 121), 3 11—11!/,; mm Lg. Furchen O0+1 +2.
var. zipsiana m.
3. Wie var. formosa, aber die Flecke II, welche weit ge-
trennt sind, groß und tiefschwarz, während I und II bis auf
vereinzelte Spritzpunkte fehlen. Hinterrandsäume schwarz, Anal-
segment wie bei var. formosa, aber der Hinterrand deutlich ge-
bräunt. Brustschildfurchen O+1-+2. 1g 12mm Lg. im Nadel-
walde bei Tatra- Höhlenhain. var. 2ipsiorum m.
4. Wie var. /ormosa, aber noch fleckenärmer als deren hellste
Stücke. Flecken I und II an Brustschild und Mittelsegmenten voll-
kommen fehlend, III schwach, hellbraun, weit getrennt, an den
hinteren Segmenten teilweise fehlend. Hinterrandsäume schmal
braun. Farbe graugelb, einschließlich Kopf und Collum. Furchen
0+1+2. 12 von 12!/), mm im Nadelwald bei Tatra-Höhlen-
hain. var. calcemigrans m.
B. G@l. formosa mirzelae n. subsp.
1. Grundfarbe ocker- bis fuchsiggelb, Rücken mit breiter
schwarzer, in der Hinterhälfte des Brustschild beginnender Längs-
binde, welche am 6.—8. Tergit am breitesten ist. Kein heller
Medianstreifen. Eine feine dunkle Medianlinie zieht am Brustschild
bis zum Vorderrande, hinter diesem, welcher hell ist, ein feiner
dunkler Saum. Die Hinterränder der Segmente sind nicht ver-
dunkelt. Dunkle Fleckenreihen I und II vollkommen fehlend.
Auf der ockergelben Grundfarbe sind gelbe Fleckenreihen I und
teilweise auch III sichtbar. Kopf ganz dunkel. Collum vorn dunkel,
hinten hell, das Dunkle in der Mitte in das Helle vorspringend.
Analschild mit pilzförmiger dunkler Figur, welche am Hinterrand
dreieckig verbreitert ist, vorn jederseits gegabelt in einen feinen
Ast, (welcher am Vorderrande hinzieht aber das äußere Viertel
freiläßt) und einen kürzeren gebogenen Lappen. Analschild des
tief ausgebuchtet. Die Flecke der Rückenmittelbinde sind hinten
nicht verbreitert. Brustschild ohne Sichelflecke und ohne
marmorierte Felder. Brustschildfurchen 0+2+1. Z1llmm lg.
Tatra-Höhlenhain im Nadelwald. var. mirzelae m.
2. Brustschild mit deutlichen braunschwarzen Sichelflecken
und marmorierten Feldern.
@ Die dunkle Rückenmittelbinde besteht aus sehr breiten,
hinten verbreiterten, trapezischen schwarzen Flecken, breiter als
bei mörzelae. (Beim Vorstadium sind die Flecke ebenfalls breit,
aber hinten nicht verbreitert.) Flecke der Reihen I deutlich,
länglich, vorn nach innen mit spitzem Wisch mehr oder weniger
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.2. al
162 Karl W. Verhoeff:
ausgedehnt, Flecke II mehr oder weniger unvollständig, höchstens
als schmale, braune Schrägstriche ausgebildet. Analsegment mit
dunkler Mediane, pilzförmige Zeichnung in der Mitte schmäler,
hinten verbreitert, vorn jederseits mit zwei Zipfeln, einem schmalen
am Vorderrande, einem kurzen dahinter. Am Brustschild sind die
dunkeln Flecke II undeutlich oder fehlen, daher steht ein breiter
heller Querwisch zwischen Medianfleck und Sichelflecken. Brust-
schildfurchen O+1-+2. 12 von 12 mm mit 10 Ocellen jeder-
seits. (1 g' des Vorstadiums von 7!/,;, mm mit einem noch nicht
ausgebuchteten, in der Mitte abgestutzten Analschild.) Tatra-Höhlen-
hain. var. dorsovitta m.
ß. Wie vorher, marmorierte Felder wenig bemerkbar, aber
dunkle Flecke II des Brustschild deutlich, kaum von III abgesetzt,
vorn mit einem dunkeln kräftigen Querwisch verbunden, welcher
gegen die Sichel zieht. Am Analsegment ist die dunkle Zeichnung
in der Mitte und hinten sehr breit, vorn verschmälert, daher
auch ohne vordere Seitenzipfel. Furchen O--2 +2. Der Anal-
schild des 11'!/;, mm lg. J' ist stark ausgebuchtet und davor etwas
eingedrückt. — Tatra-Höhlenhain. var. nemorivaga m.
3. Wie var. dorsovitta, aber das breite schwarze Rückenband
mit einem schmalen, hellen, deutlichen Medianstreifen an Brust-
schild und Mittelsegmenten. Dunkle Flecke I vorhanden aber
schwach, II fehlend oder nur teilweise in kleinen Spritzfleckchen
angedeutet. Brustschild mit deutlichen Sichelflecken. Analschild
wie bei var. dorsovitta, nur das Dunkle hinten hell ausgebuchtet.
Furchen O+1-+ 2. Bei Tatra-Höhlenhain im Nadelwalde fand ich
ein @ von 13 mm, ein @ des Vorstadiums von 7!/, mm.
var. dorsodivesa m.
*
*
Wenn Glomeris formosa auch als selbstständige Art aufgefaßt
werden muß, läßt sich gleichwohl nicht verkennen, daß ihre Zeich-
nungsverhältnisse allgemein betrachtet eine interessante
Vorstufe zu den hellsten, also phylogenetisch ursprüng-
lichsten Formen der Glomeris hexasticha darstellen,
namentlich wenn wir diejenigen formosa ins Auge fassen, bei welchen
die Flecke der Reihen I und II ebenfalls ziemlich ausgeprägt sind.
Von hier bis zur Zeichnung der hexasticha eimeri ist in der Tat
kein weiter Schritt, denn es bedarf nur einer Vergrößerung der
schmalen dunkeln Streifehen zu deutlichen, breiteren, dunkeln
Flecken. Wir können uns auch die Vorläufer der hexasticha als
formosa-artig gezeichnet vorstellen. Die von mir tatsächlich be-
schriebenen jormosa-Formen allerdings deuten, wenn wir wieder
die helleren als die primären und die dunkleren als die sekundären
betrachten, bei ihrem Vergleich untereinander zwar einerseits auch
hin auf die allmählige Ausbildung dunkler gereihter Fleckchen, aber
andererseits macht diese Richtung bei einer gewissen Grenze Halt
Über Diplopoden. 163
und dann treten andere Erscheinungen auf, entweder
alleinige Vergrößerung der dunkeln Flecke III oder Verdunkelung
der hellen Grundfarbe.
Glomeris formosa ist mit Sicherheit und unter zuverlässigen
Angaben bisher außerhalb des Tatra-Gebietes noch nicht beobachtet
worden. Dabei muß ich noch als besonders auffällig betonen, daß
mir kein einziges Stück im Bereich der Granit-Tatra vorgekommen
ist, während die typische var. formosa in den Belaer Kalkalpen an
einzelnen Stellen nicht selten ist.
T. Timotheew hat 1897 (Charkow) in seiner „Liste des
Myriapodes des environs de Charkow“ auf 8.7 (N. 14) eine „@rlo-
meris formosa Latzel“ als dort vorkommend verzeichnet, aber ohne
jede nähere Angabe über Vorkommen und Aussehen. Dieser Autor
ist überhaupt nicht zuverlässig genug und scheint ihm die neuere
Litteratur größtenteils unbekannt zu sein. Auf eine briefliche An-
frage hin habe ich keine Antwort erhalten. Die Möglichkeit des
Vorkommens der formosa in Südrußland will ich nicht ohne Weiteres
in Abrede stellen, aber die Notiz Timotheews beweist mir vor-
läufig noch gar nichts, zumal er sich in der Litteratur ja auch nur
auf die sehr kurzen Angaben Latzels beziehen konnte.
VI. Glomeris tirolensis Latz. (= marginata Berl.)
Im Herbste 1903 (19. und 20. September) habe ich diese Art
in Anzahl in Südtirol erbeutet und zwar im Bereiche des Garda-
seees, teilweise in der Ponaleschlucht, teilweise in einem Lorbeer-
eichenwalde des Sarcatales, in beiden Fällen unter Kalksteinen im
dunkeln Humus. An beiden Plätzen wurden von meiner Frau und
mir zum ersten Male Jugendformen dieses (rlomeriden aufgefunden,
welche sämtlich durch ihren Pigmentmangel sich auszeichnen und
daher auf den ersten Blick den Eindruck einer T’yphloglomeris her-
vorrufen. Die jüngeren Unreifen waren im Leben vollkommen
weiß, im Alkohol sind sie grauweiß. Aber auch die älteren Stadien
stechen durch gelblichweiße Farbe auffallend von den Erwachsenen
ab, unter welchen die 22 vorwiegend braun, die J’d' mehr dunkel-
braun gefärbt sind.
Brustschildfurchen: 0 (selten 1) +1-+0—1 (selten 2). Bis-
weilen findet man auch hinter der deutlichen abgekürzten Furche
noch zwei undeutliche, sehr feine. Collum mit 2 Querfurchen und
einer Randfurche davor. Entwickelte 92 181/,—221/,;, mm, ent-
wickelte gg! 15'!/,—17 mm. Sowohl bei den Geschlechtsreifen als
auch den noch weiter zu besprechenden epimorphotischen Stufen
beobachtete ich 6—7 Ocellen. Eine ganz weiße Larve mit 3+3
Tergiten besitzt 4 Ocellen jederseits, 5 eine Larve mit 3 + 9 Ter-
giten.
11*
164 Karl W. Verhoeff:
Hinsichtlich derjenigen Merkmale der Gl. tirolensis, welche
Veranlassung gaben zur Aufstellung einer besonderen Untergattung,
verweise ich auf die Abschnitte welche vergleichend-morphologische
Dinge betreffen.
VMH. Über die Rassen und Varietäten der Glomeris conspersa
s. lat.
Im XIV. Aufsatz meiner „Beiträge zur Kenntnis paläarktischer
Myriapoden“ Archiv f. Nat. 1900, Bd. I, H. 3 habe ich mich bereits
näher mit Glomeris conspersa beschäftigt und teils die Varietäten,
teils verwandte Rassen behandelt. Im 1. Aufsatz „über Diplopoden*
daselbst 1902, Bd. I, H.3 habe ich auf die undalata C.K. hin-
gewiesen und deren Varietäten diagnostiziert. Auberdem habe ich
mich dort gegen eine zu weite Artenfassung ausgesprochen, worin
mich neuere Untersuchungen und namentlich das noch eingehendere
Studium der Zeichnungsverhältnisse bestärkt haben. Der Nachweis
wirklicher Übergänge wird um so schwieriger, je genauer man
die Einzelheiten der Zeichnungsverhältnisse beachtet und namentlich
auch je mehr man die Eigentümlichkeiten der unreifen (epimorpho-
tischen) Formen kennen lernt. Ferner werden sich wirkliche Über-
gänge um so exakter nachweisen lassen, je gründlicher wir die
Varietäten kennen lernen und nur durch Vergleich sowohl
der Varietäten untereinander als auch der Entwickelungs-
formen untereinander, können wir eine Einsicht in die
Entwickelungsrichtungen erlangen.
Eine unabhängige Entwickelungsgleichheit ist bei Zeich-
nungsverhältnissen ebenso gut ins Auge zu fassen wie bei gestalt-
lichen Merkmalen. Wir können z. B. fast gleichmäßig dunkle
Glomeris vor uns haben, wie etwa (rl. marginata und eine fast
ganz gleich gefärbte melanistische connexa und eine sehr ähnliche
dunkle conspersa und doch findet durchaus kein phylogene-
tischer Übergang zwischen diesen Formen statt, denn
marginata entwickelt sich aus gleichmäßig weißlichen Jungen und
geht durch gelbliche Formen und bei diffuser allmähliger Ver-
dunkelung in den Reifezustand über, während jene connexa aus
Formen mit hellen Fleckenreihen sich entweder direkt ent-
wickelt hat oder phylogenetisch damit zusammenhängt und jene
conspersa (also z. B. var. vosseleri) hat ihr dunkles Pigment durch
Verschmelzung von zerstreuten unregelmäßig angeordneten
dunkeln Sprenkelfleckchen erhalten. Also sind auf drei ver-
schiedenen Wegen höchst ähnlich gefärbte Tiere ent-
standen. Diesen Tieren selbst kann man ihre Zugehörigkeit zu
verschiedenen Arten entweder nur am Verlauf der Brust-
schildfurchen oder kleinen Gonopoden-Differenzen ansehen, oder,
wenn hierin Übereinstimmung herrscht, nur an kleinen Flecken,
welche Überreste von hellen Zeichnungselementen vorführen, oder
Über Diplopoden. 165
wie z. B. bei conspersa var. vosselerü an dem hellen Seitenstrich
hinter dem Brustschild-Vorderrand. Dadurch geht aber deutlich
hervor, daß unter Umständen kleine Zeichnungselemente
recht wichtig sein können. Welche Zeichnungselemente ver-
wandtschaftlich besonders wichtig sind, kann nur durch zahlreiche
Vergleiche festgestellt werden. Soviel meine ich durch meine
Untersuchungen schon dargelegt zu haben, daß der genauen Fest-
stellung wirklicher Übergänge eine gründliche Varietäten-
kenntnis vorangehen muß und daß wir in die überaus reiche
Gliederung der Zeichnungen der Glomeris nur dann eine volle und
klare Einsicht bekommen, wenn wir nicht nur die Arten, sondern
auch Rassen, Varietäten und Aberrationen so weit wie möglich
diagnosticieren. Bei @lomeris haben die Varietäten zum großen Teil
aber auch ein geographisches Interesse, indem sie zur Charak-
terisierung bestimmter Provinzen oder Distrikte beitragen können.
Wie weit die Varietäten von natürlichen Verhältnissen abhängig sind,
kann erst die Zukunft lehren. Da es aber nicht nur geographisch
getrennte, sondern auch neben einander lebende Varietäten an den-
selben Plätzen gibt, so kann wenigstens das schon festgestellt werden,
daß die Varietäten nicht alle lediglich durch den Einfluß des Klimas
hervorgerufen worden sind. Ein Einfluß der größeren Sommerhitze
kann bei conspersa genuina immerhin darin erkannt werden, daß
die südlicheren Varietäten durchschnittlich grellere Farben zeigen
als die nördlicheren, aber diese grelleren Farben betreffen ja
schließlich nicht die wesentlichsten Merkmale dieser Varietäten,
z. B. beim Vergleich von var. marmorata mit var. Klugi, sondern
es ist vor Allem auch die Anordnung der Pigmente eine ver-
schiedene.
Zwischen den Rassen, welche ich jetzt unter conspersa s. lat.
zusammenfasse, sind nur teilweise Übergänge gefunden und auch
diese Übergänge sind nur unvollständig. Ich habe diese Rassen
aber vereinigt, weil sie einander mehr oder weniger stark ge-
nähert sind und man ja auch in Zukunft von der Entdeckung
neuer Formen noch weiteren Zusammenschluß erwarten darf. Die
Gl. romana Verh. würde ich neuerdings wieder von conspersa art-
lich getrennt haben, wenn mir nicht durch die Gl. albanensis m. eine
neue Form bekannt geworden wäre, welche eine hübsche ver-
mittelnde Stellung einnimmt zwischen undulata und romana.
Von den fünf im Folgenden aufgeführten Rassen ist conspersa genuina
die variabelste und zugleich am weitesten verbreitete.
Glomeris conspersa s. lat.: Brustschild mit 0 --1 durchlaufenden
Furche, vor und hinter dem Vorderrande mindestens seitwärts
mit breiter, gelblichweißer, gelber, orangeroter bis roter Quer-
binde Am Rücken stehen entweder auf hellem Grunde unregel-
mäßig zerstreute dunklere Spritzfleckchen, oder durch Verschmelzung
derselben sind dunkle Tiere mit hellen Sprenkeln geworden. Es
können sich die dunkeln Sprenkeln so vereinigen, daß mehr oder
weniger deutliche helle Flecke in Reihen auftreten und ein breites
166 Karl W. Verhoeff:
schwarzes Mittelband gebildet wird, andererseits können ziemlich
gleichmäßig dunkle Tiere entstehen, welche nur die helle Querbinde
vorn an den Brustschildseiten aufweisen. Analschild hinten in beiden
Geschlechtern vollkommen abgerundet, in der Fläche ohne Höcker.
Die Tiere mit zerstreuter dunkler Sprenkelung und vor-
herrschendem hellen Grunde besitzen entweder eine mediane Längs-
reihe schwarzer Flecke, welche entweder breiter sind und dann
quadratisch oder schmäler und dann hinten zugespitzt, oder es
kommt eine mediane Längsreihe heller Flecke vor und jederseits
derselben schwarze Flecke oder Streifen.
Die Rassen dieser conspersa s. lat. unterscheiden sich folgender-
maaßen:
A. Körper mit zerstreuten dunkeln Sprenkelfleckchen auf
hellem Grunde und einer medianen Längsreihe schwarzer Flecke,
welche länglich oder meist dreieckig sind, jedenfalls hinten zu-
gespitzt, auf den hinteren Tergiten (9.—12.) weniger deutlich oder
bisweilen auch fehlend. Wenn die Sprenkelfleckchen verschmelzen,
kann der Rücken mehr oder weniger grauschwarz bis schwarz
erscheinen und die mittlere Fleckenreihe undeutlich werden oder
ganz mit der übrigen dunkeln Zeichnung verschmelzen. 0—1 Brust-
schildfurche durchlaufend. 1. @l. conspersa genuina m.
B. Wie genuina, aber die Flecke der medianen schwarzen
Reihe sind verbreitert, sodaß sie alle oder wenigstens z. T. quadra-
tisch erscheinen. Keine durchlaufende Brustschildfurche.
2. @l. conspersa undulata C.K. und Verh.
C. Wie genuina, aber in der Mediane eine Reihe heller Flecke
oder ein heller Streifen und jederseits eine Reihe schwarzer Flecke
oder schwarzer Streifen. Keine durchlaufende Brustschildfurche.
3. Gl. conspersa albanensis n. subsp.
D. Das dunkle Pigment hat stark zugenommen und ist größten-
teils verschmolzen, aber an einigen Stellen ist die helle Grundfarbe
vollkommen erhalten geblieben und zwar kommt sie zum Ausdruck
jederseits in zwei Reihen heller Flecke, welche auch am Brustschild
auftreten. An diesem befinden sich vor dem Hinterrande deutlich
umgrenzte helle Außenflecke. Die schwarzen großen Mittel-
flecke sind vorn schmal, hinten sehr breit. Grundfarbe dunkler
als bei romana, das Gebiet zwischen den inneren und äußeren hellen
Flecken der Mittelsegmente ist breiter als die dunkeln Medianflecke.
Die äußeren hellen Flecke sind deutlich von Schwarz umgeben.
Keine durchlaufende Brustschildfurche.
4. Gl. conspersa quadrifasciata 0. K. et mihi.
E. Wie quadrifasciata, aber am Brustschild sind die Außen-
flecke nicht scharf. ausgeprägt, manchmal fehlend, höchstens als
unregelmäßig begrenzte Wische erkennbar. Die schwarzen Gebiete
zwischen den inneren und äußeren hellen Fleckenreihen sind bei
der Grundform kaum so breit wie die dreieckigen schwarzen Median-
Uber Diplopoden. 167
flecke, übrigens deutlich erkennbar als aus zusammengeflossenen
Sprenkelfleckchen bestehend. Außere helle Flecke entweder sehr
groß und vom Vorder- bis Hinterrande reichend oder mehr ver-
wischt. Eine durchlaufende Brustschildfurche vorhanden.
5. Gl. conspersa romana Verh.
Die Verbreitung dieser Rassen ist nach den bisherigen Kennt-
nissen etwa folgende:
1. conspersa genuwina: Schweiz, Süddeutschland, Frankreich,
Ober- und Mittelitalien, Tirol, Südösterreich, westliches Ungarn,
Bosnien, Herzegowina.
. conspersa undulata: Süddeutschland und Tirol.
. conspersa albanensis: Nord- und Mittelitalien.
. conspersa quadrifasciata: Tirol.
. conspersa romana: Italien.
De EN VE 0)
E +
*
Schlüssel für die Varietäten der conspersa genuina:
/\ a) Brustschild mit einer durchlaufenden Furche.
1. Sehr dicht schwarz gesprenkelt, die Sprenkel größtenteils
zerstreut, ein Teil aber jederseits zu 2 undeutlichen Reihen von
Flecken verschmolzen. Analschild mit 3 schwarzen Flecken. (Brust-
schildzeichnung wie?) 1. var. genuensis Latz. (Genua).
2. Mäßig dicht gesprenkelt, die Sprenkel sind zerstreut und
bilden keine Fleckenreihen. Grundfarbe orangerot. Die Flecke der
medianen Reihe sind dreieckig, hinten spitz, an allen 9 Mittel-
segmenten deutlich, Brustschild mit schwarzen Querbinden, welche
von einem schwarzen Medianfleck deutlich getrennt sind. Analschild
vorn mit schwarzem Querfleck, der in der Mediane kaum bis zur
Mitte reicht. Collum vorn dunkel, hinten rotgelb.
2. var. irrorata C. K. (Kärnthen) [vergl. auch var. porphyrea C.K.].
/\ aa) Brustschild ohne durchlaufende, aber mit 2—4 seltener
anoder 6 abgekürzten Furchen. .,... 1. u al bat
b) Dunkle Sprenkelung sehr spärlich, am 8.—10. Tergit nur
vereinzelte Sprenkelpunkte, am 11. und 12. überhaupt keine.
Schwarzer Fleck des Analschild klein, rundlich, auf die Mitte des
vordersten Drittel beschränkt, ohne Seitenzipfel, ohne oder nur mit
kleinen getrennten Seitenfleckchen, der schwarze kräftige Median-
fleck des Brustschild ist vollkommen getrennt von den seitlichen
Querbinden. — Grundfarbe orangegelb bis orangerot, Sprenkelung
tiefschwarz, aber sehr spärlich, in den breiten hellen Seitengebieten
des Brustschild ganz fehlend. Medianflecke der Mittelsegmente wie
bei var. trebevicensis. 8.— 10. Tergit (außer dem Mittelfleck) nur
mit ganz wenigen Sprenkeln, Brustschild mit 3 oder 3—4 abge-
kürzten Furchen. g' 14!/,, j. d 11 mm lg. Nord-Herzegowina,
Prenj-Gebirge im unteren Fagus-Walde. 3. var. prenjana mihi,
168 Karl W. Verhoeff:
bb) Dunkle Sprenkelung reichlicher, oft so stark, daß die Tiere
vorwiegend schwarz erscheinen. Fleck des Analschild größer, mit
Seitenzipfeln oder der ganze Analschild dunkler . Dirk
+ c) Die dunkle Sprenkelung hat so zugenommen und ist so zu-
sammengeflossen, daß der Rücken größtenteils grauschwarz bis
schwarz erscheint. |
1. Die Flecke der Medianreihe sind mit der dunkeln Sprenke-
lung verschmolzen aber doch noch erkennbar abgesetzt, auch am
Brustschild. Im dunkeln Pigment sind nicht nur an den Seiten-
lappen sondern auch in der Mitte noch Reste der hellen Grund-
farbe zu erkennen, welche als helle Spritzfleckchen erscheinen.
Brustschildvorderrand seitlich graugelb. Collum braun mit hellerem
Hinterrand. Analschild größtenteils dunkel, hinten nur wenig auf-
gehellt. An den Mittelsegmenten bleiben die hellen Seitenlappen
von Sprenkelung frei. Abgekürzte Brustschildfurchen 2—3, 3, 3—4
und 4. dJ' 121/,—14, 2 13—17!/, mm lg. 26. Sept. sammelte ich
mit meiner Frau diese var. und die marmorata zusammen, teils
unter Moos teils unter Laub im Buchenwalde (Fagus) bei Etterz-
hausen im Nabtale in größerer Anzahl, sodaß die Annahme, diese
Form käme nur vereinzelt zwischen marmorata vor und könne
daher als Aberration gelten, wenigstens nicht für alle Gegenden
gültig ist. 4. var. grisea Verh.
2. Rücken kohlschwarz, die Flecke der Medianreihe nicht
mehr abgesetzt, auf der Mitte der Tergite keine helle Spritzfleck-
chen mehr erkennbar, nur an den Seiten treten noch Spuren von
Sprenkelung auf. Brustschild hinter dem Vorderrande seitlich breit
graugelb. 5. var. vosseleri Verh. (Württemberg).
3. Wie var. grisea, aber die Reste der hellen Zeichnung mehr
ins Dunkelrötliche gehend. DBrustschildvorderrand seitlich breit
orangerot bis dunkelrot. 6. aberr. excellens Latz. (Südtirol).
4. Färbung sehr an die der grisea erinnernd, Rücken vor-
wiegend schwarz, also die dichte Sprenkelung so verschmolzen, daß
eine zerstreute ockergelbe Sprenkelung entstanden ist. Die
dunkle Sprenkelung ist (im Gegensatz zu marmorata und grisea) bis
an den Rand der Seitenlappen der Mittelsegmente ausgedehnt.
Brustschild reichlich gesprenkelt, ockergelbe Lücken übrig lassend,
doch bildet die ganze Vorderhälfte eine geschlossene breite
schwarze Querbinde, welche in der Mitte vom Medianfleck
keine Spur erkennen läßt und in der Mitte bis zum Vorderrande
reicht, seitwärts die ockergelbe Querbinde. Die Seitengebiete und
das Feld vor den Hinterecken reichlich dunkel gesprenkelt. Am 4.
— 8. Tergit sind die schwarzen dreieckigen Medianflecke deutlich
erkennbar aber wenig auffallend. Analschild in der Vorderhälfte
schwarz, in der Hinterhälfte reichlich dicht marmoriert gesprenkelt.
Collum ockergelb in der Mitte und am Hinterrande braun ge-
sprenkelt.. Brustschild mit 0 +5 Furchen, deren vorderste der
Rückenhöhe nicht mehr fern ist. Ein @ von 18!/, mm sammelte ich
in der Fiumara-Schlucht Kroatiens. 7. var. fiumarana mihi.
Über Diplopoden. 169
+ cc) Die dunkle Sprenkelung ist mehr oder weniger reichlich
verteilt, aber die helle Grundfarbe bleibt vorherrschend oder
doch wenigstens ebenso stark vertreten wie die dunkle . . . d.
©» d) Außer den zerstreuten Sprenkeln findet sich jederseits eine
Reihe unregelmäßiger schwarzer Flecke und bisweilen auch noch
weiter außen an den Seitenlappen eine Reihe mehr strichartiger
Flecke.
1. Grundfarbe ockergelb, Brustschild mit scharf ausgeprägtem
schwarzen Medianfleck. Analschild mit dreieckigem schwarzen
Fleck, dessen Spitze bis zur Mitte reicht. Jederseits nur eine
(innere) Reihe schwarzer Flecke.
8. var. nobilis C.K. (= luganensis Verh.)
(Südschweiz und Italien).
(Ich untersuchte ein @ von 18 mm Lg., aus dem Albanergebirge:
Grundfarbe ockergelb, Brustschildfurchen 0O+3—4. Schwarze Median-
flecke ungefähr so wie C. L. Koch sie in seiner Abb. 49 angibt,
scharf ausgeprägt und an allen 9 Mittelsegmenten vorhanden, am
4.—10. Tergit bis fast zum Hinterrande reichend, am 12. recht
kleine Flecke länglich dreieckig, hinten spitz.)
2. Grundfarbe orangegelb bis gelbrot. Medianfleck des Brust-
schild meist mit der schwarzen Querbinde verschmolzen, seltener
etwas davon abgesetzt. Der dreieckige schwarze Fleck des Anal-
schild reicht fast bis zum Hinterrande. Außer der inneren Reihe
schwarzer Flecke meist auch noch eine äußere Reihe von Längs-
strichen. 9. var. pentasticha Latz. (= coceinea Latz.)
(Südtirol).
«>» dd) Außer den zerstreuten Sprenkeln bilden verschmolzene
dunkle Flecke an den Mittelsegmenten vorn deutliche schwarze
Querstreifen. Grundfarbe ockergelb. Brustschild mit abgesetztem
Medianfleck zwischen schwarzen Sprenkelmassen welche jederseits
zu einer Querbinde verschmolzen sind aber vor dem Hinterrande
einen ockergelben Querstrich freilassen, welcher unregelmäßig gegen
das Schwarze begrenzt ist. Analsegment mit dreieckigem schwarzen
Fleck, welcher nicht über die Mitte nach hinten reicht. Collum
ockergelb, dunkel gesprenkelt.
10. var. conspersa genuina C. Koch (Abb. 124) aus den Südalpen.
(Ich habe 1900 a. a. 0. im XIV. Aufsatze S. 406 eine rhein-
preußische conspersa-Form als genwina aufgeführt, mich aber neuer-
dings überzeugt, daß dies nicht angängig ist, da Kochs bezeichnete
conspersa sich mit diesen Tieren, welche weiterhin als var. germanica
aufgeführt werden, nicht in Einklang bringen läßt.)
:» ddd) Sprenkelfleckchen zerstreut, an den Mittelsegmenten
weder Längsreihen von Flecken noch Querstreifen bildend . . ®
e) Mittelsegmente an den Seiten mit queren schwefelgelben
Streifen, welche der Ausdruck eines tiefliegenden Pigmentes sind.
Sonst wie var. klugei, nur die Grundfarbe mehr rotbraun. 171,,—
20 mm Ieg. ll. var. flavostriata Verh. (Südtiro]).
170 Karl W. Verhoeff:
ee) Mittelsegmente ohne seitliche gelbe Querstreifen . . £
f) Am 4.—8.Tergit sind die grauschwärzlichen Medianflecke
kaum erkennbar und mit benachbarten Sprenkeln zu einer ver-
schwommenen grauschwarzen, breiteren Mittelbinde vereinigt welche
aber in ihrem Bereich noch dunkelgelbe Fleckchen freiläßt. 9. Ter-
git mit kleinem grauschwarzen Medianfleck, 10.—12. in der Mediane
ockergelb. In den Seitengebieten der Mittelsegmente herrscht un-
regelmäßige Marmorierung von grauschwärzlicher und ockergelber
Farbe, wobei nach außen mehr das Grauschwarz, innen mehr das
Ockergelbe vorherrscht, doch steht in diesem Ockergelben eine
Reihe von etwas schrägen, unregelmäßigen, dunkeln Längsflecken,
welche aus zusammengedrängten Sprenkeln bestehen, am 4.—9.
Tergit. Collum ockergelb, in der Mitte größtenteils verwaschen
braun. Grundfarbe überhaupt ockergelb mit grauschwärzlichen
Zeichnungen. DBrustschild mit ockergelber Vorderrandbinde, welche
bis unter den Einschnitt am Seitenrande reicht, mittleres Drittel am
Vorderrand dunkel. Brustschild sonst größtenteils grau-
schwarz durch Verschmelzung der dunkeln Sprenkel, welche vor
dem Hinterrande nur seitwärts der Mediane kleine ockergelbe
unregelmäßige Fleckchen übrig lassen. Vor den Hinterecken ocker-
gelb und dunkel marmoriert; dunkler Medianfleck nicht erkennbar,
Analschild in der kleineren Vorderhälfte quer grauschwarz, hinten
das Dunkle nicht vorspringend, in der größeren Hinterhälfte ver-
schwommen marmoriert.
Der Rücken läßt also zwischen der reichlichen, sehr unregel-
mäßigen Sprenkelung noch reichlich ockergelbe Grundfarbe hervor-
treten und zwar jederseits in zwei ganz unregelmäßigen
Fleckenreihen. Brustschildfurchen 0 + 4. Ein 2 von 20!/, mm
aus dem Albanergebirge verdanke ich Herrn Lepidopterologen
Stichel. 12. var. brölemanni mihi
(Diese Form steht der var. bitaeniata Bröl. nahe, sie zeigt aber
auch einen bemerkenswerten Anklang an conspersa quadırfasciata
und kann als ein Vorläufer dieser Rasse betrachtet werden, da man
bei stärkerer Ausprägung der hellen Flecke und stärkerer Zu-
sammenballung des schwarzen Pigmentes auf diese quadrifasciata
geführt werden muß.)
ff) Am 4.—8, Tergit sind die schwarzen Medianflecke deutlich
und scharf ausgeprägt . g.
g) Grundfarbe selbbraun, mit braunen bis dunkelrot-
braunen Sprenkeln bespritzt. Anal- und Brustschild ebenfalls mit
braunen bis dunkelrotbraunen Flecken auf gelbbraunem Grunde.
Letzteres mit deutlich abgesetztem Medianfleck, Flecke der Median-
reihe braun. Brustschildvorderrand seitlich breit strohgelb bis
gelblichweiß. (Manchmal ist die Sprenkelung so schwach, dab
solche Tiere größtenteils gelbbraun einfarbig erscheinen.)
13. var. germanica mihi (Siebengebirge Rheinpreußens).
= conspersa genuina Verh. im XIV. Aufsatz meiner
„Beiträge*].
Über Diplopoden. . 171
gg) Hellgrau bis graugelb mit braunschwarzer Marmorierung,
am Brustschild mit Ausnahme der seitlichen graugelben Vorder-
randbinden ziemlich gleichmäßig zerstreut marmoriert, so-
daß also weder eine abgesetzte Querbinde in der Mitte
noch eine helle vor dem Hinterrande bemerkt wird. Mediane
Reihe bestehend aus schwarzen, dreieckigen hinten zugespitzten
Flecken. Am Brustschild ist der Medianfleck länglich und erreicht
den Hinterrand nicht, an den Mittelsegmenten reichen sie fast bis
zum Hinterrande, am 11., 12. Tergit sind sie klein oder fehlen.
Das Analschild ist größtenteils gesprenkelt und in seiner Mitte kann
sich ein dreieckiger fast bis zum Hinterrande reichender Fleck mehr
oder weniger abgesetzt zeigen, hinten jederseits eine helle Stelle.
Seitenlappen der Mittelsegmente hell und frei von Sprenkeln. Ich
habe diese var. außer in Rheinpreußen auch in Baiern erbeutet und
u. A. häufig bei Etterzhausen (vergl. var. grisea) z.T. genau an
demselben Platze (vor der Höhle) wo C. L. Koch seine Beleg-
stücke sammelte. Ein g' von 11!/, mm besitzt das Berliner Museum
aus 800 m vom Rachel. 14. var. marmorata 0. K.
(Bei Etterzhausen sammelten wir auch 2 2 von 16-17 mm
Lg., welche den vollkommensten Übergang bilden zwischen
marmorata und grisea.)
ggg) Grundfarbe ockergelb, rotgelb bis rot. Rücken mit zer-
streuten schwarzen Sprenkeln von verschieden reichlicher An-
ordnung. Am Brustschild sind zahlreiche schwarze Sprenkel zu
einer deutlichen schwarzen Querbinde verschmolzen, welche in
der Mitte durch den Medianfleck unterbrochen sein kann oder mit
diesem verschmolzen. Hinter der schwarzen Querbinde steht vor
dem Hinterrande eine helle Querbinde (ockergelb bis rot),
welche mehr oder weniger deutliche Sprenkelpunkte enthalten kann.
Brustschildvorderrand seitlich mit ockergelber bis orangeroter Quer-
BEI er en 2 a a ln hal dan Dr AL ae a dp
h) Die schwarze Zeichnung des Analschildes ist nach hinten
dreieckig erweitert und reicht die Spitze des Dreiecks bis fast
zum Hinterrande, während jederseits das Schwarze meist in einen
schmalen Vorderrandstreifen ausläuft.
l. Grundfarbe orangerot, die schwarzen Sprenkelfleckchen
mäßig zahlreich. Schwarze Flecke der Medianbinde länglich-drei-
eckig, hinten spitz, am 4.—8. Tergit bis fast zum Hinterrande
reichend, an den folgenden viel schmäler und kürzer, am 11. recht
klein, am 12. fehlend. Brustschild mit breiter, heller Quer-
binde vor dem Hinterrande, welche fast so breit oder ebenso breit
ist wie die schwarze davor stehende Querbinde, in welcher der
schwarze Medianfleck meist deutlich eingeschmolzen ist (und dann
‚hinten als kurzer, ein Stück vom Hinterrande entfernt bleibender
Zipfel vorragt), während bei jüngeren Individuen, deren Brustschild-
Querbinden teilweise von hellen Stellen durchbrechen sind daher
mehr marmoriert erscheinen, sich der schwarze Medianfleck mehr
172 Karl W. Verhoeff:
abhebt, ohne aber auch dann vollkommen abgegrenzt zu sein.!)
Vorderrandseiten breit rötlichgelb, noch breiter aber sind die orange-
gelben Seitengebiete, welche sich nach hinten erweitern und in die
hintere Querbinde übergeben. In diesen hellen Seiten- und Hinter-
gebieten des Brustschild stehen schwarze zerstreute Spritzfleckchen,
welche jederseits vor dem Hinterrande in der Mitte sich häufen
und das Helle verdrängen können. Jedenfalls bleibt aber das Gebiet
vor den Hinterecken und ein Feld jederseits der Mediane breit
orangegelb. Collum braun hinten breit im Bogen gelb bis orange-
rot. Analschild außerhalb des schwarzen dreieckigen Fleckes im
hellen Gebiete mit spärlichen Spritzfleckchen. Brustschildfurchen
0+2—3, 0+3, 0+3—4, 0+4. — In Südtirol ist diese var. häufig
und von mir in zahlreichen Stücken gesammelt worden. Neuer-
dings habe ich sie zu verzeichnen von der Umgebung der Loppio-
seeen (21. Sept. 03) unter Steinen 5 d' (14—15) 42 15—17 mm.
Ein 2 aus der Ponalschlucht zeigt eine mehr braungelbe Grundfarbe.
Bei Riva (17. Sept.) sammelte ich ein 2 von 13!/, mm ein j.2 des
Vorstadiums mit unvollständigem 12. Tergit von 10 mm, eine Larve
mit 15 Beinpaaren und 3 + 9 Tergiten 6 mm.
15. var. klugiw C. Koch (= porphyrea auf S. 406 im
XIV. Aufsatz meiner „Beitr. Kenntn. pal. Myr.“ 1900).
2. Grundfarbe dunkelrot (seltener bräunlich orange), die Spritz-
fleckchen viel zahlreicher und besonders am Brustschild so ausge-
dehnt, daß der orangerote Seitenstreifen am Vorderrande zwar bis
unter den Seiteneinschnitt reicht, die Gebiete vor den Hinter-
ecken aber mehr oder weniger verdunkelt sind. Die helle Binde
vor dem Hinterrande kommt nicht mehr deutlich zum Ausdruck,
da in ihr zahlreiche Spritzfleckchen stehen. Collum braun, hinten
im Bogen breit gelbbraun. Die hellen Teile des Analschild sind
dentlich zerstreut gesprenkelt. Brustschildfurchen 0+1—2, 0-+2,
0+3und0--3—4. 21. Sept. ein 2 von 17!/,;, mm am Loppiosee
unter Steinen, 2? 2 2 Z' bei Gardone am Gardasee.
16. var. loppiana mihi.
hh) Die schwarze Zeichnung des Analschildes verläuft entweder
vollkommen quer, ohne in der Mitte nach hinten vorzuragen, oder
wenn dies geschieht, ist der Vorsprung abgerundet und reicht nach
hinten nicht über die Mitte hinaus. . Re ©
i) Die Flecke der schwarzen Medianreihe sind kürzer und
reichen am 5.—7. Tergit höchstens bis zur Hälfte nach hinten, am
8.—9. sind sie klein, am 10.—12. Tergit fehlen dieselben, am 4.—
8. Tergit sind sind sie vorn breit. Stimmt meist mit @llyrica über-
ein, aber der Medianfleck des Brustschild ist mit der schwarzen
Querbinde verschmolzen. Brustschildfurcken 0+3— 4 2d
von 121/,—13 mm erbeutete ich im unteren Buchenwalde des
1) C. L. Koch giebt bei seiner Gl. Klugii: den Mittelfleck scharf abgesetzt
an, hatte aber vielleicht ein unreifes Individuum vorliegen, vielleicht auch eine
Mittelform zwischen meinen Varietäten Kluyiw und ilyrica.
Über Diplopoden. 173
Prenj-Gebirges der Nord-Herzegowina.. Auch am Trebevic bei
Sarajevo nicht selten. 17. var. trebevicensis Verh. 1900.
ii) Die Flecke der schwarzen Medianreihe reichen am 4.—7.
Tergit bis zu ?/; der Länge derselben nach hinten, am 8. und 9.
bis zur halben Länge, am 10.—12. fehlen sie oder es findet sich
nur ein kleines Fleckchen vorn am 10. und 11. Färbung größten-
teils wie bei kluge, auch die Sprenkelung mäßig stark wie dort,
Analschild wie bei kochi. Grundfarbe ockergelb bis orange-
gelb, Sprenkelung nur mäßig reichlich. Medianflecke am 4.—7.
Tergit gleichseitig-dreieckig, Medianfleck des Brustschild stets deut-
lich vonden seitlichenschwarzen Binden mindestens abgesetzt, meist
sogar davon getrennt. Collum ockergelb in der Mitte mehr oder
weniger bräunlich, bisweilen ganz hell. Brustschildfurchen 0 + 3,
0+3-—4 und 0+4. Fiumara-Schlucht 2 von 17 mm, bei Triest
im April, ein von 13!/,, 2. d' Pseudomaturus 11!/;—11!/,, 1.
Antecedens 8 mm, 1j.210 mmLg. Ein 2 von Agram, 18 mm Ig.
stimmt mit den Tieren des Küstenlandes überein, nur sind die
Sprenkelzeichnungen mehr grauschwarz.
18. var. ilyrica!) mihi.
ii) Die Flecke der schwarzen Medianreihe reichen am 4.—8.
Tergit fast bis zum Hinterrande, am 9. und 10. bis zu !/, oder
2/; der Länge der Tergite, am 11. und 12. sind sie vorhanden aber
klein.
1. Grundfarbe ockergelb. Collum orangegelb, in der Mitte
braun. Brustschild mit breiter schwarzer, mit dem Mittelfleck
vollkommen verschmolzener Querbinde. Seitenteile und Binde
vor dem Hinterrand breit hell wie bei Alugi, jederseits die letztere _
durch einen schrägen, aus Sprenkeln bestehenden Wisch unter-
brochen, vor den Hinterecken bleibt aber ein breites helles Feld.
Sprenkelung der Mittelsegmente kräftiger als bei zllyrica und
kluge, Seitenlappen frei davon. Am Analsegment erstreckt sich
vorn das Schwarze breit in die Quere und springt in der Mitte nur
sehr wenig vor, hinten ist es breit quer ockergelb gezeichnet, fast
ohne Sprenkeln. Furchen 0+2 (4). Am DBerghang oberhalb
Triest, 2 20:!/, mm. 19. var. kochi?) mihi.
2. Grundfarbe ockergelb. Collum ockergelb und in der Mitte
etwas verdunkelt. Brustschild jederseits mit marmorierter schwarzer
Querbinde, welche von einem kräftigen Mittelfleck getrennt ist.
!) Diese var. hätte ich gern als porphyrea C. K. aufgefaßt, zumal Kochs
Tiere ebenfalls aus Istrien stammen. Diese porpkyrea unterscheidet sich aber
von ilyrica durch 1. rotgelbe Grundfarbe, 2. deutliche schwarze Medianflecke
des 10.—12. Tergit, 3. durch den hinten im Hellen reichlich gesprenkelten Anal-
schild dessen schwarze Zeichnung bis zur Mitte vorspringt, 4. sind die Median-
flecke des Brustschild verschieden.
?) Benannt zu Ehren des Forstrat C. L. Koch, des Verf.s des Tafelwerkes
„Die Myriapoden‘ Halle 1863.
174 Karl W. Verhoeff:
Das breite helle Gebiet vor Seiten- und Hinterrand mit zerstreuten
aber kräftigen schwarzen Spritzflecken, Seitenlappen nicht ge-
sprenkelt. Analschild vorn quer gestreckt schwarz, nach hinten
das Schwarze nicht vorspringend, das helle hintere Gebiet mit
zerstreuten schwarzen Punkten. Furchen 0+3. Bei Agram
ein @ von 16!/, mm Leg. 20. var. croatica mihi.
3. Grundfarbe ziegelrot. Collum ziegelrot und in der Mitte
etwas verdunkelt. Brustschild jederseits mit marmorierter schwarzer
Querbinde, welche von dem in Sprenkeln zerfaserten Mittelfleck
deutlich getrennt ist. Der vordere schwarze Fleck des Analschild
springt bis zur Mitte abgerundet vor. Sonst wie var. croatica.
Brustschildfurchen 5—6 von denen die 2. beinahe durchläuft. —
Nach Koch in den Südalpen, namentlich „aus der Gegend von
Idrien“. 21. var. porphyrea C.K.
* *
*
Schlüssel für die Varietäten der conspersa albanensis.
a) Mittelsegmente in der Mediane entweder mit einem hellen
Längsstreifen oder mit einer Reihe etwas unregelmäßiger heller
Flecke, jederseits eine Längsreihe entweder von schmalen schwarzen
Streifen oder von breiteren rechteckigen schwarzen Flecken.
1. Collum braun vor dem Hinterrand und an den Seitenecken
gelb. Brustschild größtenteils schwarz und schwarzbraun,
die breite Querbinde vor und hinter den seitlichen Strecken des
Vorderrandes zitronengelb. Im mittleren Drittel des Vorder-
randes sind die Querbinden entweder getrennt oder hängen, wenn
auch schmal zusammen. An den Seiten reichen sie bis unter den
Einschnitt. Spuren einer Marmorierung können vor dem Hinter-
rande namentlich in der Mitte jederseits auftreten, auch Spuren
eines schmalen hellen Medianstreifens, aber von deutlichen hellen
Flecken ist nichts zu sehen. Spuren von zwei hellen Fleckchen
jederseits der Mediane finden sich in den inneren Vierteln vor dem
Hinterrand, in den äußeren auch nicht einmal Spuren von Flecken.
An den Mittelsegmenten steht eine Reihe kleiner etwas unregel-
mäßiger heller Medianflecke ‘und jederseits eine Reihe breiter läng-
lich rechteckiger schwarzer Flecke, welche am 4. Tergit nach vorn
konvergieren, an den folgenden mehr parallel laufen. Außerhalb
der schwarzen Flecke finden sich rundliche bis längliche gelbe
Flecke, welche ziemlich deutlich abgegrenzt sind. Außen von
diesen gelben Flecken stehen wieder ungefähr ebenso große
schwarze Flecke, welche aus Sprenkeln zusammengeflossen sind.
Die weiter außen gelegenen Gebiete sind braunschwarz und ocker-
gelb bis gelbbraun marmoriert und zwar so, daß jederseits zwei
unregelmäßige helle Fleckchen im dunkeln Pigment stehen. Ocker-
gelbe Seitenlappen mit braunem Schrägstrich oder Bogen. — Man
findet also jederseits der hellen Medianflecke zwei Reihen schwar-
Über Diplopoden. 175
zer und eine Reihe gelber Flecke, weiter außen marmorierte
Gebiete. Analschild schwarz mit 2+ 2 hellen Flecken, größeren weitvon
einander getrennten vor dem Hinterrand, kleineren in den Seiten-
zipfeln. In den hellen Flecken stehen einige dunkle Sprenkelpunkte. —
Brustschildfurchen O-+-3 oder 0-4, deren vorderste weit herauf-
reicht. 22 von 18!/, und 20 mm Lg. verdanke ich Herrn Stichel,
welcher sie im Albanergebirge sammelte. var. albanensis m.
2. Grundfarbe gelbbraun. Brustschild mit hellem Median-
streifen, jederseits desselben ein schwarzer Längsstreifen, welcher
vom Hinterrande bis fast zum Vorderrande zieht. Eine eigentliche
schwarze Querbinde fehlt, statt dessen finden sich Sprenkelfleckchen,
welche stellenweise zusammengedrängt sind und zwar ein ge-
bogener scharf ausgeprägter schwarzer Streifen hinter den seit-
lichen Vorderrandbinden, ein dunkler Längswisch jederseits vor dem
Hinterrande eine Strecke von der Mediane entfernt, außerdem ein
unregelmäßiger stark gekrümmter und außen offener Bogen von
Sprenkelfleckchen zwischen dem gebogenen Streifen und dem
Hinterrande. Zu Seiten der paramedianen schwarzen Streifen jeder-
seits eine Reihe ockergelber nicht scharf begrenzter Flecke. Auch
an den Mittelsegmenten steht ein schwarzer schmaler Längs-
streifen jederseits der hellen Medianlinie. Die Sprenkeln ballen
sich zusammen außen zu einem Wisch innen von den Seitenlappen,
innen zu 1—2 Haufen von Spritzpunkten. Analsegment jederseits
mit großem dreieckigen Feld ockergelb bis an den Hinterrand,
vorn mit schwarzem rundlichen Fleck, der sich nach hinten mit 2
schmalen schwarzen Streifen, welche durch einen schmalen hellen
Streifen getrennt sind, bis ganz oder fast zum Hinterrande aus-
dehnt. Einige Spritzfleckchen stehen in den dreieckigen Seitenzipfeln.
Brustschildfurchen O+3 oder 0O+4. Ein 2 von 15'/,, J- d' von
10 mm Lg. verdanke ich meinem Freunde Dr. K. Dormeyer,
welcher diese Form im Gardaseegebiet sammelte, (wahrscheinlich
bei Gardone). var. dormeyeri m.
b) Mittelsegmente größtenteils schwarz, in der Mediane mit
breiter schwarzer Längsbinde, ohne helle Medianflecke, jederseits
eine Reihe schmaler dunkelroter Flecke, weiter nach außen hier
und da unregelmäßig kleine, dunkel gelbrote Flecken als Überreste
der hellen Grundfarbe. sSeitenlappen vorn ockergelb, hinten mit
kleinen Fleckchen dunkel umsäumt. Brustschild schwarz, die
vorderen Binden grell orangegelb, in der Mitte am Vorderrand
schmäler durchlaufend.. Von Marmorierung sind nur noch sehr
schwache Spuren zu sehen, jederseits der Mediane eine Andeutung
kleiner heller Fleckchen. Analschild wie bei albanensis, aber die
hinteren Flecke mehr orangegelb, die vorderen fast erloschen.
Collum braun mit orangegelben Seitenzipfeln und Streifen vor dem
Hinterrande. Brustschildfurchen 044. Ein 2 von 19 mm sammelte
Herr Stichel ebenfalls im Albanergebirge. Diese Form ist teil-
176 Karl W. Verhoeff:
weise greller gezeichnet als var. albanensis, größtenteils aber
entstanden durch weitere Melanierung derselben.
var. stöcheli m.
c) Im allgemeinen der var. dormeyeri recht ähnlich, aber der
helle Medianstreifen und der paramediane schwarze Streifen sind
nicht deutlich, statt derselben, welche höchstens hier und da
andeutungsweise zu erkennen sind, finden sich an den meisten
Tergiten eine unregelmäßige Sprenkelanhäufung, welche in
ihrer Gesamtheit dadurch absticht, daß sich jederseits von ihr eine
Längsreihe ockergelber, ziemlich großer Flecke befindet, inner-
halb derer nur spärlich Spritzpunkte stehen, während sich in den
weiter nach außen gelegenen Tergitdritteln zahlreichere und größere
Spritzflecke befinden, meist von einander getrennt. Am Brust-
schild sind die paramedianen schwarzen Längsstreifen sowohl
unter einander als auch mit einer kräftigen schwarzen
Querbinde verschmolzen. Hinten steht neben ihnen jeder-
seits ein dreieckiger ockergelber Fleck, in welchem sich einige
Spritzpunkte befinden. Zwischen dem Hinterrande und der schwar-
zen Querbinde stehen die Spritzfleckchen an zwei Stellen so gedrängt,
daß sie zwischen sich einen kleinen unregelmäßigen ockergelben
Fleck freilassen. Seitengebiete ockergelb mit einigen dunkeln
Spritzfleckchen. Collum braun mit einigen Aufhellungen. Anal-
segment wie bei var. dormeyeri, aber der helle Medianstreifen
größtenteils verschwunden und im Hellen kräftigere Spritzflecke.
Das Schwarze erreicht mit seinem mittleren Fortsatz den Hinter-
rand. --- Das Tier besitzt also an den Mittelsegmenten eine ziem-
lich breite, aber schwarz und hell marmorierte Rücken-
mittelbinde und führt dadurch teilweise über zu (I. conspersa
undulata, stellt aber zugleich eine weitere Verdunkelung der var.
dormeyeri vor. Brustschildfurchen 0 +4. Ein g' von fast 10 mm
Lg. verdanke ich ebenfalls meinem Freunde Dormeyer, welcher
es im Gardaseegebiet auffand. var. commiscens m.
* ”
*
Gl. conspersa albanensis steht undulata am nächsten, bildet aber
eine Mittelform zwischen undulata und romana. Namentlich die
var. sticheli hat sich mit ihren breiten schwarzen Medianflecken der
romana genähert, ohne aber einen wirklichen Übergang zu bilden,
da, von der durchlaufenden Brustschildfurche abgesehen, der Anal-
schild eine andere Zeichnung besitzt und die breiten dreieckigen
schwarzen Mittelflecke der var. romana also einer im Übrigen
helleren Form schon zukommen, d. h. bei romana sind helle Median-
flecke auch bei den hellsten Formen nicht bekannt, während sie
den helleren Formen der Rasse albanensis, also var. albanensis zu-
kommen.
Gl. conspersa undulata C. K. zeigt von allen conspersa-Rassen
die auffallendsten Beziehungen zu den übrigen Rassen, denn
Über Diplopoden. 1
var. pseudoconspersa nähert sich conspersa genuina,
var. roetigeni nähert sich conspersa albanensis,
var. fischeri und
var. undulata
var. undulata nähert sich auch cunspersa romana.
nähern sich consp. quadrifasciata
Hinsichtlich der undulata-Varietäten gebe ich folgende
Notizen:
a) Ohne seitliche schwarze Fleckenreihen.
1. Gleichmäßig grauschwarz gesprenkelt. Brustschild mit
großem länglichen schwarzen Medianfleck, welcher von den aus
zusammengeflossenen Sprenkeln bestehenden Seitengebieten vorn
deutlich abgesetzt, hinten durch einen hellen Fleck vollkommen ge-
trennt ist. Diese hellen Flecke sind ebenso wie andere auben
stehende gegen die Sprenkel nicht scharf abgesetzt. Flecke der
Medianreihe der Mittelsegmente breit viereckig. Jederseits stehen
auch an diesen 2 Reihen undeutlich begrenzter heller Flecke, die
inneren neben der schwarzen Binde nur mit wenigen Sprenkeln und
deutlich abgesetzt, die äußeren weniger von der Sprenkelung ge-
schieden und überhaupt nur am 4.—9. Tergit erkennbar. Anal-
segment gesprenkelt, in der Mitte vorn mit schwarzem Fleck, der
mit länglich dreieckigem Zipfel bis fast zum Hinterrande reicht.
var. pseudoconspersa Verh. 1901.
2. Wie vorher, aber die Sprenkelung braunschwarz und die
hellen Fleckenreihen deutlich ausgeprägt; am Brustschild 4 helle
deutliche Flecke. var. jischeri Verh. 1901.
b) Mit seitlichen schwarzen unregelmäßigen Fleckenreihen.
1. Brustschild mit großem schwarzen Medianfleck, jederseits
desselben ein ockergelber durchziehender Längsfleck, vor dem
Hinterrande ein großes schwarzes. nach innen verbreitertes Feld.
var. undulata ©. K.
2. Brustschild mit breiter schwarzer mit dem Medianfleck ver-
schmolzener Querbinde. Seiten breit orangerot und übergehend in
eine ebensolche in der Mitte unterbrochene Querbinde vor dem
Hinterrand. In dieser spärliche Sprenkelfleckchen.
var. roettgeni Verh. 1902.
* *
*
Die von C. Koch in Abh. 98 seines Tafelwerkes angeführte
Gl. quadrifasciata aus „wahrscheinlich Süddeutschland“ ist ohne
Frage eine mit tridentina Latz. nahe verwandte Form. Koch ver-
gleicht die quwadrifaseiata mit seiner quadripunctata (von Brandt
1833 vergeben) und meint, es könnten sich vielleicht Übergänge zu
dieser finden. Die von ihm in Abh. 136 und 137 dargestellten und
als quadripunctata bezeichneten Tiere sind aber höchst fraglicher
Natur, zumal sie ohne Vaterlandsangabe beschrieben wurden.
Außerdem sind die beiden Abbildungen recht verschiedenartig, beide
zeigen Tiere mit jederseits drei Fleckenreihen, bei 136 helle auf
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. I. H.2. 1%
178 Karl W. Verhoeff:
dunkelem Grunde, bei 137 dunkle schmale Bogen auf rötlichem
Grunde. Mir scheinen diese Tiere viel eher in den Bereich der
hexasticha zu gehören.
= *
*
Gl. conspersa undulata var. roettgeni Verh. ähnelt nicht wenig
den Variationen ÄAlugii und pentasticha, unterscheidet sich von diesen
aber durch Folgendes:
1. Die sehr breiten Flecke der Mittelbinde, welche
am 4. und 5. Tergit so breit wie lang sind und zwar quadratisch.
2. Die Binde vor dem Brustschildhinterrand, welche
kaum halb so breit ist wie die schwarze Querbinde, (übrigens mit
dem vor den Hinterecken sehr breiten, orangeroten Seitengebiet
zusammenhängend,) in der Mitte durch einen schwarzen, viereckigen,
an den Hinterrand stoßenden Fleck getrennt.
3. Bestehen die seitlichen Fleckenreihen zwar ebenfalls aus
unregelmäßigen Flecken, aber diese sind entschieden größer.
4. Ist auch am Analschild das Schwarze größer und springt
vor in drei spitze und breite Zipfel, welche alle von den Rändern
etwas entfernt bleiben, die Seitenzipfel sind breiter als bei jenen.
VIII. Mitteilungen betreffend einige andere Glomeris- Arten.
(rlomeris (Xestoglomeris) dorsosanguine n. sp. g' 10—10!/,,
2 13—14'!/, mm lg. Ocellen 9-12 jederseits. Beine auffallend
schwarz. Kopf schwarz. Collum rot, vorn und in der Mitte
schwärzlich. Brustschild mit einer breiten schwarzen, besonders
in der Vorderhälfte ausgedehnten, in der Mitte nicht unterbrochenen
Querbinde, im Übrigen rot, sodaß also vor dem Hinterrand und
an den Seiten eine breite rote Binde steht. Das Rot ist hinter
dem Vorderrande nur seitlich breit, nach innen allmählig ver-
schmälert und hört in der Mitte ganz auf. Mittelsegmente mit
regelmäßigen Querbinden und zwar die größeren Hinterhälften der
Tergite rot, die kleineren Vorderhälften schwarz, seitwärts bis zum
Rande ausgedehnt. Am Analschild ist ebenfalls die kleinere Vorder-
hälfte quer schwarz, (das Schwarze am Hinterrand nicht oder nur
wenig vorspringend) die größere Hinterhälfte rot. Analschild in
beiden Geschlechtern vollkommen abgerundet oder beim g' doch
höchstens eine schwache Andeutung einer Ausbuchtung. 17.—19.
Beinpaar des S' ebenfalls schwarz pigmentiert. 17. Beinpaar wie
bei Euglomeris, am Tarsusende nur mit borstenartigem Gebilde.
Syncoxit des 18. Beinpaares in der Mediane verwachsen, die Borsten
stehen auf dreieckigen Lappen und zwischen ihnen befindet sich
ein tiefer Winkel von etwa 60%. (ronopoden wie bei Euglomeris,
das Syncoxit mit kräftigem Mittellappen, welcher von den Fortsätzen
überragt wird. Die Fortsätze sind in ziemlich lange grade äußere
und kleinere gebogene innere Spitzen ausgezogen, innen mit einer
Über Diplopoden. 179
Gruppe (5—6) langen gebogenen, gegen den Mittellappen gerichteten
Tastborsten besetzt, am Grunde von abgerundeten Kissen deutlich
abgesetzt. Femur innen deutlich angeschwollen, aber ohne eigent-
lichen Fortsatz. Femoral- und Tibiallappen mit kräftigem hakig
umgebogenen Fortsatz. Tarsus stark gekrümmt. Borstenträger am
Präfemur und Femur kräftig entwickelt, an der Tibia schwach.
An allen untersuchten Stücken (8) war keine Spur von Brust-
schildfurchen zu sehen, abgesehen von der in typischer Weise
verlaufenden Randfurche. Am Collum fehlt stets die hintere Quer-
furche, während die vordere fein ist und bisweilen in der Mitte
erloschen. Die Vorderrandfurche des Collum ist ebenfalls deutlich.
2 86 2 dieser in mehrfacher Hinsicht so auffallenden und in der
Färbung sehr an cingulata C. K. erinnernden Art verdanke ich
meinem Freunde Dr. K. Dormeyer, welcher dieselben in Südtirol
auffand. (Leider ist der nähere Fundort nicht vollkommen sicher
gestellt, wahrscheinlich aber ist es die Umgegend von Riva am
Gardasee.)
& *
E
Glomeris annulata Brandt ist zunächst verwandt mit Zrans-
alpina C.K. und zwar besonders der cingulata C.K., welche als
Rasse der traunsalpina beigestellt werden kann. Durch den Kollegen
H. W. Brölemann erhielt ich ein Stück der Gl. annulata aus Süd-
frankreich, welches dem von C.L. Koch in Abb. 1 seines Tafel-
werkes dargestellten Tiere entspricht, auch hinsichtlich des Fundortes.
a) Rücken mit breiten zitronengelben Querbinden hinten an
den Tergiten und in derselben Ausdehnung wie bei dorsosunguine,
die schwarzen Querbinden erreichen aber die Seiten nicht, sondern
lassen die Seitenlappen gelb. Brustschild mit drei durchlaufenden
und einer ebenfalls weit heraufreichenden abgekürzten Furche. Das
Schwarze am Analschild quer ausgedehnt und in der Mitte kaum
vorspringend. Gl. annulata (genuina) Bra. und C.K.
(Südfrankreich)
b) Rücken mit ziemlich breiten roten bis rostroten Querbinden.
Brustschild mit 2—3 abgekürzten und 1—2 durchlaufenden Furchen.
Das Schwarze aın Analschild springt nach hinten dreieckig vor.
Gl. annulata cingulata C. K. (österreichisches Küstenland).
c) Rücken entweder mit schmalen rötlichen Hinterrandsäumen
oder mit breiteren nach vorn jederseits zweimal mehr oder weniger
fleckenartig vorgezogenen rötlichen Binden. Bisweilen sind an den
vorderen Segmenten bestimmt abgegrenzte Flecke von den hinteren
Binden losgelöst. Immer springt die schwarze Querbinde des Brust-
schild nach außen dreieckig vor, sodaß der helle Seitenteil des
Brustschild jederseits nach vorn und namentlich hinten dreieckig er-
weitert ist. Brustschild mit 3—6 abgekürzten aber keiner durch-
laufenden Furche. Das Schwarze am Analschild erstreckt sich
entweder quer oder springt nach hinten dreieckig vor.
Gl. annulata transalpina C. K. (Schweiz und Tirol).
12*
180, ° Karl W. Verhoeff:
(Über die vier Varietäten iransalpina C.K., intercedens Latz.,
oblongoguttata und spinalemontis Verh. vergl. meinen 1. (21.) Aufsatz
über Diplopoden 1902 im Archiv f. Naturg.)
Glomeris pustulata Latr.
Latzel hat in seinem Myriapodenhandbuch von „Alpen Kärn-
thens“ eine GI. pustulata var, norica beschrieben, welche am Anal-
schild ausgezeichnet ist durch „ein sehr deutliches, glänzendes
Höckerchen in beiden Geschlechtern.“ Vollkommen gleiche Tiere
erbeutete ich 1898 in den Laubwäldern bei Herkulesbad, was mich
zu dem Schlusse führt, daß wir es bei pustulata mit zwei Rassen
zu tun haben, einer westlichen mit einfachem Analschild und einer
östlichen, deren Analschild einen Höcker führt. Dieses Merkmal,
dessen Fehlen oder Vorhandensein, ich bisher in sehr konstanter
Weise und ohne Andeutung von Übergängen beobachtet habe, ist
so auffallend, daß die höckerführenden Tiere nicht als einfache
Varietät betrachtet werden können, sondern den Wert einer Rasse
haben:
A. Analschild in beiden Geschlechtern mit einem deutlichen,
glänzenden Höckerchen vor dem Hinterrande. Brustschild mit 0—
1+1-—2+1-—2 Furchen, doch sind meistens 2 durchlaufende
Furchen vorhanden. 10.—12. Tergit immer, das 9. meistens ohne
Flecke, 6.—8. meist mit 2 großen quer-ovalen Flecken, seltener das
8. mit kleinen, am 4., 5. fehlen die Flecke, oder sie sind sehr klein,
oder sie sind am 5. klein und am 4. undeutlich. — Herkulesbad
g' 9—10, 2 11—131/, mm Lg.
(Es ist zu vermuten, daß diese Form auch in Kärnthen nicht
nur auf den Alpen vorkommt, sondern wie im Banat auch in den
Talwaldungen.) Gl. pustulata norica Latzel 1884.
B. Analschild in beiden Geschlechtern ohne Höckerchen.
Brustschild nur mit einer durchlaufenden Furche.
Gl. pustulata genuina mihi.
1. Die Flecke der inneren Reihen sind alle sehr klein, punkt-
artig. var. microstemma Bra. 1841
(Algier, Deutschland?)
2. Alle Flecke sind sehr trübe, klein und teilweise erloschen,
am deutlichsten noch am Analschild.
var. pseudomarginata Verh. 1896 (Südtiro]).
3. Am 4.—9. Tergit finden sich große deutliche gelbe Flecke,
welche am 4. und 9. nicht selten mehr oder weniger verkleinert
sind. 10.—12. Tergit vollkommen schwarz, auch bei den Unreifen.
var. genuina Latz.
4. Ebenso aber die Flecke gelbrot bis rot.
[var. rufoguttata 0. K.]
5. Ebenso, aber außerdem 2 gelbe bis gelbrote Flecke am
10. Tergit („Süddeutschland“).
var. proximata C. K. (= subterranea C.K.).
Über Diplopoden. 181
6. Das 10. Tergit mit großen, das 11. und 12. mit kleinen
Flecken.
var. concinna!) 0. K. (= var. continua Verh. 1896)
(Salö am Gardasee).
(Als var. heterosticta Bra. könnten Tiere bezeichnet werden,
bei denen nur dem 4. und 5. Tergit die Flecke fehlen. Es ist mir
aber zweifelhaft, ob Brandt nicht das 10.—12. Tergit unberück-
sichtigt gelassen hat und dann würden es Tiere der var. genuina
sein, bei denen dieses 4. und 5. Tergit einfarbig geworden sind.
Gerade die Flecke dieser beiden Tergite sind besonders variabel.)
Aus C. L. Kochs Tafelwerk „die Myriapoden“ 1863 mögen
noch diejenigen Formen von (rlomeris besprochen werden, welche
oben noch nicht erwähnt wurden:
Glomeris stellifera C. Koch (Abb. 2) aus Spanien besitzt 0 +
2 + 2 Brustschildfurchen und auf schwarzem Grunde jederseits 2
sehr regelmäßige Reihen quer-ovaler blutroter Flecke, auch an dem
im Übrigen schwarzen Brustschild stehen hinten 2-+ 2 Flecke.
Collum schwarz. Analschild mit zwei großen, quer-ovalen roten
Flecken, welche in der Mitte durch Schwarz schmal so getrennt
sind, daß ein vorderes und ein hinteres schwarzes Dreieck sich mit
ihren Spitzen in der Mediane berühren.
Glom. aurita C. K. (Abb. 3) besitzt nach ihm ebenfalls 0 + 2
+ 2 Brustschildfurchen.
Von (Glom. pulchra C.K. (Abb. 24) gibt er eine nicht weiter
bezeichnete „var.“ in Abb. 25. Bei der var. ist das Collum ganz
schwarz und die Flecke am 6.—8. Tergit sind nicht nach vorne
vorgewölbt und hinten an den Rand angeschlossen sondern quer
oval, vom Hinterrand etwas abgerückt. — Dalmatien.
Gl. coneinna C.K. aus „Süddeutschland vermutlich“ ist offen-
bar mit pustulata Latr. identisch. Die inneren Fleckenreihen zeigen
am 4.7. Tergit gelbrote, am 8.—12. graubraune, an Brust- und
Analschild wieder gelbrote Flecken. Brustschildfurchen 1+1-+ 2.
(Grlom. limbata C. K. (Abb. 60) vom „Balkan“ besitzt 5 Brust-
schildfurchen, von denen 2 durchlaufen, die 3. fast durchlaufend.
Rücken größtenteils schwarz, Collum dunkelbraun, Brustschild mit
breit gelbgrauen Seiten und schmalem ebensolchen Vorderrand-
streifen. Tergite mit schmalem weißlichen Hinterrand, die Seiten-
lappen der Mittelsegmente gelbbraun, Analsegment schwarz, das
Schwarze mit dreieckigem Zipfel den Hinterrand erreichend, jeder-
seits mit gelbbraunem Fleck am Rande. Ich nenne dieses Tier
Gl. baleanica C.K. et mihi. (@I. limbata — marginata Vill.)
1) Kochs conecinna zeigt allerdings nicht wie meine continua alle Flecke
gelb, sondern am 8.—12. Tergit graubraun und im Übrigen gelbrote, aber diese
Farbenabstufungen sind sehr variabel, sodaß ich die beiden Varietäten identi-
fiziere,
182 Karl W. Verhoeff:
Glom. ovatoguttata C.K. (Abb. 61) mit der unrichtigen Be-
zeichnung „Berlin“ ist eine fragliche var. der connexa. Die inneren
Reihen quer ovaler schwefelgelber Flecke weit getrennt von grau-
braunen Seitenlappen. Furchen 2 +1.
Gl. rufoguttata C.K. (Abb. 71) von „vermutlich Vorarlberg“
ist eine geringe Abweichung von pustulata (Abb. 72) (nach Tieren
von „Erlangen“). Es ist schwer verständlich wie Koch hier eine
besondere Art hat aufstellen können, da dieselbe Skulptur und
Zeichnung vorliegt und nur die roten Flecke etwas mehr oval quer
gezogen sind. Auf einen derartigen Unterschied kann aber nicht
einmal eine var. begründet werden.
@l. maculata C. K. (Abb. 96) ist unhaltbar, weil gegründet auf
ein einziges, defektes Stück, dessen Kopf, Collum nnd Brustschild
fehlen. Es handelt sich um ein Tier vom Comersee, welches 4 Reihen
runder schwarzer Flecke auf ziegelrotem Grunde erkennen läßt.
Weitere etwas abweichende Stücke der Gl. pustulata Latr. hat
Koch beschrieben als Gl. proximata C.K. (Abb. 109 und 110)
subterranea (112) alle drei von der typischen pustulata unterschieden
durch den Besitz von zwei gelben bis rotgelben Flecken am
10. Tergit. Derartige Tiere (aus Süddeutschland) sollen also als
pustulata var. proximata C.K. bezeichnet werden. [Siehe oben].
Gl. zonata G.K. aus der Südschweiz mit drei abgekürzten
Brustschildfurchen ist schwarz mit schmal rötlichen Tergiträndern,
rötlichen Flecken außen am Brustschild und kleineren am Anal-
schild.
Gl. hispanica C. K. (Abb. 138) mit typischen Collum und 1 +1
Furchen am Brustschild steht @l. pulchra am nächsten und besitzt
am Brust- und Analschild ungefähr dieselbe Zeichnung wie
diese. Die Hinterränder besitzen einen schmalen weißlichen Rand
und das 10.—12. Tergit sind ungefleckt, ebenso das 4., am 5. stehen
2 innere gelbe Fleckchen. Dem 6.—8. Tergit kommen 2 + 2
hinter einander stehende, rundliche bis halbkreisförmige gelbe
Flecke zu, zwei innen am Hinterrand, 2 davor teilweise verdeckt.
Am 9. Tergit finden sich nur die beiden vorderen Flecke.
* *
E3
Aus A. Berleses Tafelwerk Acari, Miriapodi e Scorpioni italiani
erwähne ich die:
Glomeris distichella Berl. (Fasc. XXXI N. 4) aus Randazzo in
Sizilien. Collum „bistriatum“, Brustschild „striis 2—3 obsoletis“.
Der grauschwärzliche Rücken besitzt 2 innere Reihen langgestreckter
durch ein breites dunkles Mittelfeld getrennter ockergelber Flecke,
welche am Brustschild streifenartig bis zum Vorderrand durch-
laufen. Am Brustschild befinden sich außen scharf umgrenzte
rundliche, ockergelbe Flecke, jederseits ein graues marmoriertes
Feld, am Vorderrand nur ein schmaler heller Streifen. An den
Über Diplopoden. 183
Mittelsegmenten sind die Außenlappen aufgehellt. Der dunkle Anal-
schild jederseits mit großem halbkreisförmigen ockergelben Fleck.
Gonopoden vom Zuglomeris-Typus, doch sind einige Einzelheiten
wie z. B. die Beschaffenheit des femoralen Borstenträgers aus der
Abb. 6 nicht deutlich ersichtlich. Ocellen 6—7. Lg. bis 20 mm.
Gl. „connexa“ (Fasc. LXIV N. 9 und 10). Die drei dargestellten
Tiere, alle von verschiedener Zeichnung, gehören sämtlich nicht
zu connexa, bedürfen aber weiterer Aufklärung. Das in N, 9 dar-
gestellte Tier besitzt 1 + 2 Brustschildfurchen, die in Abb. 5 ge-
zeichneten Gonopoden gehören offenbar einem Pseudomaturus an.
Ocellen 8. Die Zeichnung ist recht charakteristisch, aber sehr ab-
weichend von den beiden auf Taf. 64, 10 dargestellten, fast ein-
farbigen Tieren. Es findet sich ein schwarzes medianes Längsband,
welches an den mittleren Segmenten am breitesten ist und vorn aus
dreieckigen, hinten und in der Mitte aus trapezischen Flecken
besteht. Jederseits finden sich zwei dunkle Längsbänder, ein
inneres sehr breites, welches auch über den Brustschild zieht, und
ein äußeres, welches aus schrägen, viel schmäleren Flecken besteht.
Helle Grundfarbe ockergelb. Analschild mit schmaler hinten
etwas verbreiterter dunkler Mittelbinde und ebensolchen dreieckigen
Seitenflecken. Brustschild in der Mediane hinten mit schwarzem drei-
eckigen Fleck, welcher mit schmalem Ausläufer bis zum Vorder-
rande zieht. Daneben jederseits ein großes ockergelbes Feld. Ein
ockergelber Außenfleck ist sehr groß und wird vorn breit, hinten
und außen schmal dunkel umgrenzt. Collum größtenteils dunkel.
Ich will dieses Tier bezeichnen als
Gl. berlesei mihi, doch bleiben dabei die Varietäten der Tafel
64, 10 unberücksichtigt, von denen überhaupt höchstens die in
Abb. 1 dargestellte ockergelbe Form mit berlesei in irgend einen
Zusammenhang gebracht werden könnte. Der Analschild des J' ist
abgerundet. Größe bis 17 mm. Diese Tiere sind nach Berlese
häufig „in tota Etruria“.
@l. aurita C. K. kommt nach Berlese außer am Üomer See
auch noch vor „in agro Romana“, welche letztere Angabe aber
vielleicht auf einer Verwechselung mit romana var. pseudoaurita
Verh. beruht.
@l.pusilla Berl. (Fasc. LXII N.8) vom Mont Cenis ist nur 4—5 mm
lg. bei vollkommen entwickelten Gonopoden übrigens vom Eu-
glomeris-Typus. Diese Tiere sind connexa perpleca jedenfalls nahe
verwandt und ungefähr von derselben Färbung, doch ist ein Feld
hinter den Brustschildvorderecken graugelb. Brustschild mit 3—
4 Streifen, von denen der erste anscheinend durchläuft. „Margines
segmentorum omnium testaceoflavidi.“
Die von Berlese in Fasc. LXII N. 3 dargestellte angebliche
„Gl. hexasticha“, welche ich bereits oben als @l. bellunensis m. be-
zeichnet habe, ist also u. A. ausgezeichnet durch 5—7 Brustschild-
furchen, von denen keine durchläuft. Auf ockergelbem Grunde
184 Karl W. Verhoeff:
stehen jederseits 3 schwarze Fleckenreihen. In der Mediane be-
findet sich eine ziemlich breite helle Längsbinde, welche schmäler
auch am Anal- und Brustschild durchläuft. Diese Mittelbinde so-
wohl wie die hellen Binden zwischen den schwarzen Flecken der
Reihen I und II sind reichlich mit Spritzfleckchen gesprenkelt.
Die Gonopoden zeigen den Zuglomeris-Typus, doch ist über die
genauere Beschaffenheit der Syncoxitfortsätze nichts Sicheres zu
ermitteln.
* *
*
Auf verschiedene ältere und unbrauchbare (lomeris- Be-
schreibungen mehrerer Forscher will ich hier nicht weiter eingehen,
erwähnen will ich aber die Arten welche J. Friedr. Brandt in
seinem „Recueil de Memoires relatifs & l’ordre des Insectes Myria-
podes“ Petersburg und Leipzig 1841 S. 142—151 aufgeführt hat.
l. Glomeris klugii Bra. beschränkt sich nach ihm „jusqu’iei &
la Syrie“, sodaß es als ziemlich sicher gelten kann, daß diese
klugii mit C. Kochs gleichlautender Form nichts zu tun hat.
Solange sich aber über dieses Tier Brandts nichts Sicheres sagen
läßt, erscheint es überflüssig den oben gebrauchten Namen zu
ändern.
...2. @l. limbata Latr. 1804 u. Lam. = marginata Vill. 1789.
Über den verwandtschaftlichen Zusammenhang mancher heller und
dunkler gezeichneten (rlomeris ist sich Brandt nicht klar gewesen,
da er seiner limbata z. B. als „var. c“ und „subvar. «“ „subvar. 8*
Formen untergeordnet hat ((rlomeris marmorata und nobilis C. K.),
welche nicht in näherer Beziehung zu marginata stehen. Übrigens
sind die Beschreibungen dieser Varietäten so ungenau, daß ein
Wiedererkennen selbst bei den weitesten Konzessionen unmöglich
ist. So heißt es z.B. bei „subvar. a Dorsum flavo marmoratum,
cingulis dorsalibus margine posteriore plus minusve auguste pallide
flavis.“
3. Gl. annulata Bra. giebt er für Südfrankreich und Italien an.
4. Gl. transalpina. Was Brandt als „transalpina Koch“
angiebt ist, wie seine Beschreibung zeigt, nicht diese Art sondern
pulchra C. K. Auch die Vaterlandsangabe Dalmatien beweist
uns das.
5. Gl. pustulata Latr. Hier benennt Brandt vier Varietäten,
von denen aber die 4. „var. marmorata“ mit pustulata nichts zu
tun hat. Die 1. var. vulgaris ist die genwina Latzels. Die 2. var.
microstemma Bra. (welche Latzel nicht angeführt hat) verdient
weitere Beachtung. Er sagt von ihr: „Punctis primi cinguli
mediis et reliquorum cingulorum minimis“. Sie soll in Algier häufig
sein, sehr selten aber in Deutschland (Siehe oben).
Die 4. var. heterosiicta Bra. dagegen ist nicht genügend klar,
er unterscheidet „subvar. «. Puncta in cingulo primo et ultimo
tantum obvia. 8. Puncta in cingulo secundo et tertio tantum defi-
Über Diplopoden. 185
cientia. y. Puncta in secundo et tertio cingulo et tribus penultimis
deficientia*. „Subvar. «@“ ist ohne näheren Ausweis über sonstige
Merkmale nicht mit Bestimmtheit als zu pwstulata gehörig anzu-
erkennen, es kann sich auch um dunkle Stücke der connexa oder
intermedia gehandelt haben.
6. Gl. awchasia Bra. aus Awhasin (nach Prof. Nordmann in
Odessa) unterscheidet sich von pwstulata dadurch, daß am Brust-
schild noch ein 5. Medianfleck zu finden ist und ein 3. medianer
auf den Mittelsegmenten. Der Analschild besitzt statt zweier Flecke
einen dreieckigen Fleck.
71. Gl. guttata Risso = quadripunctata Bra. Daß er, wie seine
Angabe dieser Art für die Karpathenländer und Südfrankreich
zeigt, gutiata und connex«a nicht unterschieden hat, ist für damals
nicht auffallend.
8. @l. tetrasticha Bra. Die zwei hellen Fleckchen des Collum,
welche er dieser Art zuspricht, verweisen auf connexa, wie ja auch
Latzel diese Art der connexa als fragliches Synonym beistellt.
Sicher ist diese Deutung aber nicht.
9. Gl. hexasticha Bra.
10. @I. lepida Eichwald, ein Tier, welches er als mit Ahewa-
sticha nahe verwandt bezeichnet, ohne das näher zu erklären.
*
Eine Glomeris alluaudi Brölemann hat der Autor 1900 in den
Memoires de la societe zoologique de France beschrieben in einem
Aufsatze über Myriapoden von den kanarischen Inseln. Die kleine
Form misst nur 4 x 2!/;, mm und nähert sich auch durch die fein
behaarte Oberfläche @Glomeridella minima, besitzt aber 13 Tergite.
Leider ist das 9’ unbekannt und über das Hyposchismalfeld hat der
Autor keine Angaben gemacht. Collum mit den gewöhnlichen
Querfurchen, Brustschildfurchen 2 + 1. Diese Art repräsentirt
zweifellos eine besondere Untergattung, welche als Subgen.
Trirhoglonteris m. hervorgehoben zu werden verdient, ausge-
zeichnet durch behaarten Rücken und auffallend geringe Größe. Die
Männchen können natürlich erst eine vollständigere Klärung über
die verwandtschaftliche Stellung bringen.
Die @I. piecola Attems, welche der Autor 1899 in seiner Arbeit
„Neues über paläarktische Myriopoden“ Jena, zoolog. Jahrbücher
aus Lenkoran im Kaukasus beschrieben hat, mißt auch nur 5 X
3 mm besitzt aber einen für die meisten @lomeris charakteristischen
ganz glatten Rücken und gehört nach ihren sonstigen Merkmalen
zu Euglomeris.
1900 hat C. Attems im Archiv f. Naturgesch. in seinem Auf-
satze „Über die Färbung von Glomeris“ u. s. w. meine bereits be-
sprochene „(@l. europaea“ angenommen und unter seiner „subspecies
striata“ Formen als Varietäten zusammengefasst, welche in keinem
186 Karl W. Verhoeff:
näheren verwandtschaftlichen Verhältnis zu einander stehen und
z.T. wenigstens, selbst wieder Varietätenreihen darstellen. Ausserdem
erwähnt er die norica gar nicht und giebt einen auffallenden
Widerspruch dadurch, dass er ornata C.K. als selbständige Art an-
erkennt, die durch ein höchst ähnliches Analschildhöckerchen
charakterisierte, der pustulata zugehörige norica aber mit pustulata
zusammen als eine Varietät aufführt. Daher ist diese Attemssche
Formenauffassung unhaltbar. Glomeris var. faitens Att. 1900 =
pseudoaurita Verh. 1902. Diese Form gehört als var. zu conspersa
romana Verh. Attems var. punica und mohamedanica bedürfen
weiterer Aufklärung.
1903 veröffentlichte Attems in seinen „Beiträgen zur Myrio-
podenkunde“ Zoolog. Jahrbücher Abschnitt V über neue paläarkt.
Myr. u. A. eine @/. prominens Att., welche mit connexa nahe ver-
wandt ist, aber ausgezeichnet durch die Färbung der inneren hellen
Fleckenreihen und den Mittellappen des Syncoxit der Gonopoden,
welcher „ungewöhnlich lang ist und ein wenig die Seitenzipfel
überragt.“ Vorkommen: Tusnad in 8. O. Siebenbürgen.
Schliesslich verweise ich noch auf zwei von H. W. Bröle-
mann beschriebene (lomeris-Formen: Gl. occultocolorata var. gallica
aus den Seealpen in „La Feuille d. j. Naturalistes* N. 377, 1902.
Brustschild mit 0 + 2 — 3 Furchen, von denen nur eine kräftiger
ist. 4.—-6. Tergit mit gelbem stark nach vorn gerücktem inneren
Fleckenpaar.
Eine Gl. ornata var. cularonensis beschrieb Brölemann von
(rrenoble in einem Aufsatz „Myriapodes du Bourg d’Oisans et de la
Meye“ Grenoble 1899. Sie ist aber identisch mit der var. helvetica
Verh. 1894, welche ich beschrieb in „Beiträge zur Diplopoden-
Fauna der Schweiz“ Berlin. entom. Zeitschr. S. 281—296, 1 Tafel.
Brölemanns Angaben sind aber trotzdem wertvoll, weil sie an
der Hand zahlreicher Objekte vorgenommen wurden, auch weist er
hin auf die geringere Zahl der abgekürzten Furchen, sodaß diese
Form, deren Farbenvarietäten noch eines genaueren Studiums harren,
als besondere Rasse betrachtet zu werden verdient. Wir erhalten
dann folgende Übersicht:
A. Brustschild und Mittelsegmente mit einer medianen hellen
Längsbinde oder Fleckenreihe. Brustschildfurchen 24+4—5 (seltener
nur eine durchlaufend).
(Gl. ornata genuina m. (Kärnthen, Krain und Küstenland).
B. Brustschild und Mittelsegmente ohne mediane helle Flecke,
vielmehr ist das Medianfeld schwarz. Brustschildfurchen 24-1 oder
2+0 oder 2 +2 oder 3-+1.
Gl. ornata helvetica Verh. (= cularonensis Bröl.)
(Schweiz und Westalpen).
Die Erscheinung, daß eine Art in Formen mit und ohne helle
Fleckenreihe IV geteilt ist, zeigt also bei (lomeris eine auffallende
Über Diplopoden. 187
Verbreitung, ich nenne namentlich die Arten hewasticha, intermedia,
ornata, formosa und conspersa. Aus sehr ähnlichen Grundlagen
entwickelten sich gleiche oder sehr ähnliche Parallel-Er-
scheinungen.
* *+
En
(rlomeris pyrenarca Latzel.
Nach Stücken aus St. Beat in den Central-Pyrenäen, gesammelt
von Prof. H. Ribaut, gebe ich die folgende Beschreibung: Collum
mit 2 Querfurchen. Brustschild ohne durchlaufende aber mit 1—2
abgekürzten Furchen, 2 21-—-231/,, d' 16—17!/, mm lg. Larve von
8 mm und 0 + 2 Furchen bei 3 + 9 Tergiten.
Bei dieser Larve ist die Grundfarbe braun, Aussenflecke (es
sind mehr marmorirte Querwische als eigentliche Flecke) als graue
Querwische ausgebildet, welche auf die Vorderhälfte der Tergite
beschränkt sind. Seitenlappen der Mittelsegmente graugelb, Innen-
flecke gross und gelblichweiß, vorn jeder kleiner als die braun-
schwarzen Flecke der Medianbinde, am 4. und 3. Mittelsegment
erreichen sie deren Größe. Die Innenflecke sind am Brustschild
am kleinsten, an den Mittelsegmenten nach hinten verbreitert. Am
Brustschild fehlen die Außenflecke, _verwischte quere marmorirte
Felder stehen mehr nach vorn. Außere Drittel vorn am Brust-
schild breit und bis über die Furchen nach hinten ausgedehnt
graugelb. Analschild jederseits mit verschwommenem länglichen
hellen Wisch.
Erwachsene größtenteils ebenso gezeichnet, Grundfarbe matt
chokoladenbraun, helle Flecke trüb gelblichweiß, entschieden kleiner
als bei der Larve, die dunklen Medianflecke braun, viel breiter als
die hellen Innenflecke, welche an den beiden Tergiten vor dem
Analschild fehlen. Hier und da enthalten die hellen Flecke einige
braune Spritzpunkte. Die Außenflecke sind marmorirte gesprenkelte
helle Querfelder. Die äußeren Drittel vorn am Brustschild breit,
gelblich und lebhaft abstechend von der übrigen braunen Brust-
schildfarbe. Innenflecke meist deutlich durch braune Streifen vom
Hinterrand getrennt Analschild des g' deutlich ausgebuchtet,
vor dem Endrand 5 durch Fältchen getrennte Längsrinnen,
deren 3 mittlere stärker sind als die beiden äußersten. Sie nehmen
das hinterste Drittel des Analschilds ein, welches senkrecht abfällt,
sodaß das Analschild von der Seite stumpfwinkelig erscheint.
Analschild des 2 hinten schwach ausgebuchtet, ebenfalls mit dem
Enddrittel etwas abfallend, vor dem Endrand nur mit einem, breiten,
flachen Längseindruck, begrenzt durch schwache Fältchen.
Gl. rugrfera n. sp.
Durch H. W. Brölemann erhielt ich, ebenfalls aus den
Pyrenäen (und zwar wahrscheinlich aus dem östlichen Gebiet
derselben), einige (flomeris, welche mit pyrenaica zusammen die
188 Karl W. Verhoeff:
Untergatt. Loboglomeris m. bilden. Brölemann bezeichnete dieses
‚Tier als pyrenaica und ich selbst habe es anfangs auch dafür ge-
halten, bis mir der Vergleich mit der echten pyrenaica zeigte, daß
es sch um zwei recht abweichende Arten handelte 2 151/,,
d' 17 mm Ig. Collum mit 2 durchlaufenden Furchen. Brustschild-
furchen O+ 1 + 1— Rücken hellgraugelb bis fuchsgelb, nur der
Kopf größtenteils braun. Einschnitt an den Brustschildseiten (wie
bei pyrenaica) sehr deutlich, Tergite mit einer blassen, von der
Grundfarbe wenig abstechenden, hellgraubraunen oder blaß-
grauen, zerstreuten Sprenkelung, welche am Brustschild sehr
schwach, am Analschild am stärksten ist. Analschild im Allgemeinen
wie bei pyrenaicı«, aber beim @ in der Mitte etwas abgestutzt, vor
dem Rande in der Mitte mit schwachem Eindruck, beim d' tiefer
(als bei pyrenaica) nämlich stumpfwinkelig dreieckig ausgebuchtet,
hinten steil abfallend, mit 5 Rinnen, deren 3 mittlere breiter und
2 äußerste schwächer sind wie bei pyr. Am 19. Beinpaar des g'
das Syncoxit mit sehr tiefer Ausbuchtung, jederseits ein starker
beborsteter Fortsatz, Präfemur innen mit Fortsatzecke. 18. Bein-
paar des J' mit eingliedrigem Tarsus, kräftiger Endkralle aber
ohne Sehne und Krallenmuskel.
Hinsichtlich der G@onopoden unterscheiden sich die beiden Arten
folgendermaaßen:
rugifera:
Tibia und Tarsus dunkel pigmen-
tiert. Femoralglied außen schräg
abgestutzt, am Ende außen kaum
vorragend. Oben am Endrand des
Femur ein dreieckiges, innen
breites Feld, welches von Längs-
riefen freibleibt und von einem
großen Lappenfortsatz abgesetzt
ist.
pyrenavca:
Tibia und Tarsus nicht pig-
mentirt Femur außen mit ab-
gerundetem Höcker nach end-
wärts stark vorragend, oben am
Endrand nur mit schmalem,
innen kaum verbreitertem von
Längsriefen frei bleibendem Feld
und kleinerem Lappenfortsatz.
Bei beiden Arten ist das Femurfeld durch Querfurche von dem
gerieften Teil abgesetzt. Im Übrigen vergl. man hinsichtlich der
Gonopoden den Abschnitt C Ill über die Untergattungen.
IX. Über Rhopalomeris und die Glomeriden-Gruppen.
Rhopalomeris n. g.
Im Allgemeinen (rlomeris ähnlich, aber durch Folgendes unter-
schieden: Das 6. Antennenglied ist außerordentlich vergrößert, bei-
nahe so lang wie das 3.—5. Glied zusammen. Es ist stark Keulen-
förmig, zugleich oben stark eingebogen und unten gewölbt, am
Endrand ungefähr ®/, so breit als lang. Hier am Ende befindet
sich in einer sehr langen, nämlich die Breite ungefähr um das
Über Diplopoden. 189
Vierfache übertreffenden Gelenkgrube, das 7. Antennenglied, das
dementsprechend ebenfalls stark in die Länge gezerrt ist, übrigens
nur äußerst kurz und besetzt, (statt der 4 bei den allermeisten
Diplopoden vorkommenden,) mit zahlreichen, spitzkugelförmigen
Sinnesstiften, welche in der Fläche ziemlich unregelmäßig zerstreut
stehen, jeder eingefügt in einen rundlichen Hautbezirk.
Am 18. Beinpaar des J' sind die Hüften vollkommen getrennt,
stoßen aber in der Mediane an einander. Das zur Vorderhälfte
des Brustschild gehörige, unterhalb des Seitenrand - Einschnittes
befindliche Hyposchismalgebiet, (welches bei G@lomeris eine beträcht-
liche Strecke von der Hinterecke entfernt bleibt) erreicht die
Hinterecke, sodaß sein Hinterende in gleicher Linie mit dem
Brustschildhinterrande verläuft. (Von unten gesehen ist aber der
Spalt zwischen den Tergiträndern des Brustschild bei (rlomeris
viel tiefer.)
An sonstigen Merkmalen, welche Rhopalomeris teils von andern
Glomeriden teils von einigen (slomeris unterscheiden, hebe ich
Folgendes hervor:
Mentum ungeteilt, Rumpf mit 13 (3 + 10) Tergiten, welche
glatt sind wie bei (rlomeris. Collum mit Randfurche und 2 quer
durchlaufenden. 8 Ocellen jederseits deutlich. Bogen der Schläfen-
organe nur halb so groß wie die Antennengruben. 17. Beinpaar
des g' klein, wie bei Zuglomeris, mit eingliedrigem Tarsus und ohne
Krallenmuskeln. 18. Beinpaar ziemlich groß, Telopodite viel größer
als die des 17., im Übrigen wie bei (rlomeris. An den Gonopoden
finden sich lange griffelförmige mit starken Borsten bewehrte
Borstenträger des Präfemur und Femur wie bei Zuglomeris, aber
ein kräftiger innerer Femoralfortsatz wie bei Onychoglomeris, zugleich
aber auch in hornartige gebogene häutige Fortsätze ausgezogene
Femoral- und Tibiallappen. Der Tarsus ist auffallend nach hinten
gekrümmt, mit der gewöhnlichen Krallenborste. Mittlerer Syncoxit-
lappen stark, mehr als halbkreisförmig, über die flankierenden Fortsätze
hinausragend. Letztere etwas beborstet, am Ende mit feiner nach
innen gebogener Spitze. Die Telopodite sind hinten durch einen
halbkreisförmigen Syncoxitlappen getrennt, vordere Syncoxitplatte
mit Naht.
Typische Art: Rhopalomeris bicolor (Wood) 1865. Die Stücke
des Berliner zoologischen Museums (N. 922 und 2181) gesammelt
von Weber, stammen von der „Insel Salanga“ (orientalische Region)
der Halbinsel Malacca benachbart.
Hinsichtlich der Art bicolor gebe ich noch folgende Notizen:
Körper fast 1 cm breit, durchschnittlich 19 mm lg. Rücken
größtenteils schwarz. Mittelsegmente mit (11/,—1?/; mm) breiten
gelblichweißen Seitengebieten, welche durch einen hellen Hinter-
randsaum verbunden werden. Seiten des Brustschild sehr breit
gelblichweiß, das Helle vorn noch beträchtlich erweitert. Anal-
segment vorn schwarz, hinten und seitwärts breit weißlich, der
Hinterrand beim 3! sehr schwach ausgebuchtet.
190 Karl W. Verhoeff:
Brustschild mit 2 Randfurchen, dahinter fünf durchlaufende,
zwischen ihnen 3 und hinter ihnen 2 abgestürzte Furchenlinien,
also im Ganzen 10. Seitenlappen der Mittelsegmente mit mehreren
Furchen. In den schwarzen Bezirken der Tergite befindet sich
jederseits ein queres, braun marmoriertes Feld.
= *
+
Die „(@lomeris“ Licolor Wood, 1865 beschrieben in den Proc.
Acad. Natur. Sci. Philadelphia S. 172 habe ich im Berliner Museum
unter diesem Namen vorgefunden, anscheinend bestimmt von F,
Karsch. Augenblicklich liegt mir die Wood’sche Beschreibung
nicht vor, aber Pocock sagt von ihr auf S. 291 des „Journal of the
Linnean Society“, Vol. XXI London 1889 in seinen „Myriopoda of
the Mergui Archipelago“, daß die von Hongkong durch Wood
angegebene bicolor beschrieben sei „so inadequate that iam unable .
to say wheter or not it is identical with* Gl. carnıfex Poc. — Um
nun keinen unnötigen Namen zu schaffen, habe ich den Wood’schen
oben angenommen. Pocock hat zu seiner (rlomeris carnifex eine
Abbildung der Gonopoden gegeben, welche nicht besonders deutlich
ist. Was an derselben zu sehen ist, stimmt mit bzcolor mihi über-
ein, nur der Syncoxitmittellappen ragt nicht über die Seitenfort-
sätze hinweg, ein Unterschied der sich nicht ohne Weiteres auf
einen Pseudomaturus beziehen läßt. Lbrigens wäre es merkwürdig,
wenn Pocock die höchst auffallenden Antennen entgangen sein
sollten. Die Möglichkeit muß aber in Betracht kommen, da carnifex
eine dem bicolor sowohl sehr ähnliche Zeichnung besitzt, als auch
„seven to ten lateral striae“ und ein 18. Beinpaar, welches nament-
lich auch hinsichtlich der ‘getrennten Hüften mit dem von bzcolor
ganz übereinstimmt. Ob die Femoralglieder einen Fortsatz besitzen,
ist nicht zu sagen, weil Pococks Abb. 7 nicht so beschaffen ist,
daß man Femorallappen und Femoralfortsatz unterscheiden könnte.
Ich vermute also, dab (rlomeris carnifex Poc. eine verkannte Rhopa-
lomeris ist und mit becolor nahe verwandt.
In Annals and Magazine of Natural History 6. Ser. 1889, be-
schreibt Pocock S. 474 eine (rlomeris concolor von Borneo mit
wenigen Zeilen und sagt dab sie carnıfex in der Zahl der Streifen
ähnlich sei, aber „differs from all the species of the genus in being
coloured troughout of a uniform testaceous tint“. Es liegt auf der
Hand, daß es sich hier um eine albinistische Aberration von
carnifex handelt, vorausgesetzt, daß wirklich keine andern Unter-
schiede vorhanden sind, was nicht so vollkommen sicher ist, da
es sich um Tiere verschiedener Länder handelt, Pocock aber
nicht einmal durchlaufende, abgekürzte und randständige Furchen
unterscheidet.
In den zoolog. Ergebnissen einer Reise in Niederländisch-Ost-
indien von Dr. Max Weber, Leiden 1894 beschreibt Pocock in den
Über Diplopoden. 191
„Diplopoda from the Malay Archipelago“ S. 323 und 324 eine
(Glomeris albicornis und @l. infuscata beide auf 10!/;, mm Lg. an-
gegeben. Zur letzteren Art gab er auf Taf. XIX drei recht
schematisch aussehende Abbildungen, aus denen hervorgeht, daß
infuscata und Rhopalomeris auf keinen Fall in einer näheren Ver-
wandtschaft stehen, denn das 18. Beinpaar besitzt ein Syncoxit
und dem 19. fehlen die Borstenträger vollständig, Borsten sind auch
nicht angegeben. Dem Femur fehlt der Fortsatz, aber ein schmaler
Lappen kommt ihm und der Tibia zu. Vom Brustschild heißt es
„marked laterally with from nine to twelfe striae, most of which
cross the summit of the plate“. Diese große Streifenzahl, (welche
auch bei albicornis vorkommt,) spricht, ebenso wie die Zeichnung,
dafür daß infuscata keine eigentliche Glomeris ist und ich vermute,
daß auch bei ihr noch Merkmale festzustellen sind, welche einen
Platz außerhalb der Gattung Glomeris in meinem Sinne anweisen.
Sollte sie aber hinsichtlich der Antennen und des Hyposchismal-
gebietes mit (lomeris übereinstimmen, dann würde sie sich von den
unten erörterten Subgenera Euglomeris und Onychoglomeris deutlich
unterscheiden durch
il. zahlreichere (A—6) durchlaufende Streifen am Brustschild,
2. den Mangel der Borstenträger an Präfemur und Femur der
Gonopoden.
Somit könnte (zlomeris infuscata Poc. vielleicht der Untergatt.
Haploglomeris zugestellt werden.') In der Verlängerung des Hypo-
schismalfeldes am Brustschildseitenrande bis zur Hinterecke und in
gleicher Richtung mit dem Hinterrande stimmt Rhopalomeris überein
mit (rlomeridella, Typhloglomeris und Gervaisia, am meisten aber
mit (rlomeridella, weil bei 7'yphloglomeris und (Gervaisia der seitliche
Einschnitt weniger deutlich ist. Jedenfalls ist diese verschiedene
Beschaffenheit des Brustschild-Seitenrandes bisher nicht gebührend
beachtet werden und hinsichtlich seines Wertes zu generischer
Unterscheidung überhaupt nicht erkannt.
(Grlomeridella führt also teilweise zu ZRhopalomeris über,
größtenteils aber nicht und jedenfalls ist die merkwürdige Be-
schaffenheit der Antennen so auffallend, daß eine besondere Unter-
familie begründet zu werden verdient, nämlich Subfam. Rhopalo-
merinae m. vorläufig mit den Merkmalen der Gatt. Rhopalomeris,
besonders aber ausgezeichnet dadurch, dab
1) C. Attems hat 1897 in den Abhandlungen der senckenbergischen nat.
Ges., Bd. XXIII, H.III, S.480 in einem Aufsatze über „Myriopoden“ von
Celebes eine Glomeris kirropeza beschrieben, von der ihm nur Weibchen vor-
lagen. Er vergleicht sie hinsichtlich der Farbe mit marginata, gibt an „Brust-
schildseiten mit 6—8 feinen Strichen, von denen mehrere durchlaufen“ und 10
Ocellen bei nur 9 mm Lg. Über die Beschaffenheit der Antennen schweigt er
ebenso wie über die Seitenlappen des Brustschildes.
192 Karl W. Verhoeff:
1. das 6. Antennenglied stark keulenförmig gestaltet ist, oben
eingedrückt und
2. das 7. Antennenglied mehrmals breiter als lang, mit zahl-
reichen (über 30) Sinneszapfen besetzt. (Gezählt habe ich bis 36
oder 37.)
*+ *
*
Die Gruppen der (lomeroidea sind noch wenig in ihrem
gegenseitigen Verhältnis geklärt und der Umstand, daß O. F. Cook
und F. Silvestri auf Gervaisia und (slomeridella gleich besondere
Familien (!) aufgebaut haben, hat die Klärung nicht vergrößert.
Wenn man in einer Familie, wie bei den (Grlomeriden, noch keine
Unterfamilien unterschieden hat, ist es doch höchst unzweckmäßig
auf beinahe jede Gattung eine besondere Familie aufzustellen. Die
Systematik soll uns doch eine gleichmäßig abgestufte Ver-
teilung der Formen vorführen und brauchen wir ohne zwingende
Gründe die systematische Kategorien-Abstufung nicht künstlich un-
klar zu machen. Auf die Gattungen folgt bei weiterem Kreise zu-
nächst die Unterfamilie und diese dürfen wir erst dann übergehen,
wenn sehr bedeutende Bau-Unterschiede uns weiterführen.
OÖ. F. Cook hat in „Brandtia a series of occasional papers on
Diplopoda“ New York 1896, N. X „An American Glomeroid* 8. 45
eine Uebersicht der (rlomeroideu nach Familien gegeben, gleichzeitig
auf eine neue Onomeris underwoodi eine Familie Onomerididae auf-
gestellt. Neuerdings beschrieb F. Silvestri einen höchst inter-
essanten (rlomeriden aus Oberitalien als Doderia genuensis‘) und
hat auch auf diesen eine Familie aufgestellt. Ebenso gut könnte
ich natürlich auf T'yphloglomeris, T'yphloglomeridae und auf Rhopa-
lomeris Rhopalomeridae aufbauen und schließlich hätten wir als
Glomeridae nur noch (slomeris. Ich weiß nicht welchen Wert ein
ein derartiges Verfahren haben soll! Die wissenschaftliche Aufgabe
besteht jedenfalls in etwas Anderem, nämlich im vergleichenden
Studium der Organisation der Formen und einer gleichmäßigen
systematischen Abstufung derselben nach der Organisation. Gegen
die „(rervaisiidae" und „(rlomeridellidae“ habe ich schon früher
protestiert. Der Unterschied von (rlomeridella betr. das Fehlen des
13. Rumpfsegmentes kann doch keine Familie begründen, nachdem
wir ähnliche Unterschiede in verschiedenen andern Familien bei
nahe verwandten Gattungen längst kennen gelernt haben ( Polydes-
miden, Craspedosomiden). Neuerdings hat nun H. W. Brölemann?)
von den Kanaren eine vorläufig allerdings nur im weiblichen
Geschlecht bekannte (rlomeris Alluaudi von nur 4 mm Lg. be-
schrieben, welche aber jedenfalls „se rapproche des (rlomeridella s. 8.
par sa surface ponctuee et pubescente, s’ en distingue par le nombre
des segments“. Die geringe Größe nähert dieses Tier ebenfalls
1) Aunali del Museocivico di Genova, 1904
2) M&moires de la societ& zoolog. de France, 1900.
Den NE ET rn en
Über Diplopoden. 193
(rlomeridella. Auf diese Gattung würde ich nicht einmal eine
Unterfamilie aufstellen, (geschweige denn eine Familie), weil sie
tatsächlich mit Glomeris sehr nahe verwandt ist. Was nun die
„Gervaisüidae“ betrifft, so ist auf das Merkmal des „mentum entire“
oder „mentum divided“ wahrlich kein großer Nachdruck zu
legen, denn es handelt sich hier doch nicht um einen wichtigen
Organisationsunterschied, sondern lediglich um das Fehlen oder Vor-
handensein einer Teilungsfurche. Das Vorkommen von Querrippen
und jenen eigentümlichen Cutikularfortsätzen bei (Gervazsia ist freilich
viel bedeutsamer, aber m. E. genügt zur Hervorhebung einer solchen
Gruppe vollkommen eine Unterfamilie, solange keine weiteren
Organisationsunterschiede aufgefunden sind. Auf einen
bedeutsamen Punkt möchte ich allerdings gleich hinweisen, nämlich
den MangelderWehrsaftabsonderung bei Gervaisia, also dem
entsprechend Verkümmerung der Rückendrüsen. Dieses negativeMerk-
mal ist eine Anpassung an die Lebensweise dieser kleinen Tier-
chen vorwiegend im Humus und entspricht außerdem ihrer geringen
Größe, bei welcher Sekrettropfen größeren Feinden gegenüber keine
Wirkung mehr haben würden. Weil es ein negatives Merkmal ist kann
es mich also ebenfalls nicht bestärken in der Auffassung der Gervai-
sien als einer besonderen „Familie“. Die geschilderte Beschaffen-
heit der /thopalomeris-Antennen ist eine den übrigen (Glomeriden
gegenüber so eigentümliche Organisation, daß man dies jedenfalls
eher zu einer Familienbegründung benutzen könnte als jene Merk-
male. Önomeris besitzt allerdings einige recht eigentümliche Merk-
male, sodaß diese nordamerikanische Form vielleicht von den
Glomeriden getrennt zu werden verdient. Ich kann mir aber vor-
läufig von derselben keine ausreichende Vorstellung bilden.
Doderia Silv. dagegen ist eine offenkundige allerdings recht eigen-
artige (rlomeride, welche als Unterfamilie auch von mir anerkannt
wird. Durch die Antennen „articulo sexto obconico ceteris
valde crassiore, articulo septimo brevissimo“ zeigt Doderia eine
Beziehung zu Rhopalomeris, aber es heißt in Silvestris Diag-
nose weiter „articullum octavum obtegente, conis apicalibus
sensoriis quatuor“. In verschiedenen anderen Merkmalen, nament-
lich auch dem Besitz von Längskielen der Tergite, Mangel der
Augen und Größe weicht Doderia von Rh. bedeutend ab. Somit
unterscheide ich folgende (rlomeriden-Unterfamilien, welche ich hier
aber nur ganz kurz andeute:
A. Antennen mit sehr großer Keule und am Ende zahl-
reichen Sinnesstiften
1. Subfam. Rhopalomerinae mihi.
B. Antennen am Ende mit den gewöhnlichen vier Sinnes-
stiften ; a ta re Bei,
C. Tergite mit Längskielen.
2. Subfam. Doderünae Silv.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.2. 13
194 Karl W. Verhoeff:
D. Tergite mit Querkielen.
3. Subfam. Gervaisünae.
E. Tergite weder mit Quer- noch mit Längskielen.
4. Subfam. Glomerinae m.
(Hierhin (Glomeris, (lomeridella und Typhloglomeris.)
Onomeridae als besondere Familie sind weiterhin zu prüfen.
pP
B. Die Hemianamorphose der Glomeriden (Häutungen).
Sowohl in meiner Bearbeitung der Chilopoda in „Bronns
Klassen und Ordnungen des Tierreiches* als auch in der Arbeit
„über die Entwicklungsstufen der Steinläufer, Lithobriden und
Beiträge zur Kenntnis der Ohölopoden“ zoolog. Jahrbücher 1905,
Suppl. VIII Festschrift für K. Möbius, habe ich die als Hemi-
anamorphose bezeichnete Entwicklungsweise der Anamorpha
und Scutigeriden begründet und ihr die echte Anamorphose der
Diplopoden gegenübergestellt. In der Arbeit über die Steinläufer
machte ich S. 205 bei Bestimmung der echten Anamorphose
bereits eine kleine Einschränkung mit Rücksicht auf das von mir
in N.6 und N. 11 der vorn aufgeführten Aufsätze erklärte Vor-
stadium (Status antecedens), welches bei den (zlomeriden (wahr-
scheinlich aber allen Opisthandria) vorkommt.
Neuere Untersuchungen haben bei diesen Diplopoden ein ähnliches
Ergebnis gehabt, wie ich es hinsichtlich der Chilopoda- Anamorpha
dargelegt habe, d. h. ich konnte noch zwei weitere bisher
unbekannt gebliebene, epimorphotische Entwickelungs-
stufen der (rlomeriden nachweisen, welche sich zwischen
den vollkommen entwickelten Tieren und dem geschilderten Vor-
stadium befinden. Damit wird aber der Charakter der Glomerziden-
Entwicklung derartig geändert, daß auch hier von einer eigentlichen
Anamorphose nicht mehr die Rede sein kann. Sonach habe ich
auch für eine Diplopoden-Gruppe das Vorkommen einer
Hemianamorphose, bestehend aus einer Reihe von anamor-
photischen und darauf folgenden drei epimorphotischen
Stufen festgestellt.
R. Latzel hat für G@lomeris drei Larvenstufen mit 11, 13 und
15 Beinpaaren nachgewiesen, jüngere Tiere sind uns durch vom
Rath!) bekannt gemacht worden. Genauere und daher wert-
volle Beobachtungen verdanken wir neuerdings C. Hennings?),
welcher in seinen „Bemerkungen über Glomeris marginata Villers*
!) „Ueber die Fortpflanzung der Diplopoden“ und „Zur Biologie der Diplo-
poden‘“ Ber. nat. Ges. Freiburg i. B. 1890 und 91.
?) Zur Biologie der Myriopoden II. Biolog. Centralblatt. Bd. XXV N.7,
April 1904.
Über Diplododen. 195
zehn Entwickelungsstufen unterscheidet. Aus deren Letztem (mit
15 Beınpaaren) geht nach H. „das Tier in den geschlechtsreifen
Zustand über“, was freilich schon mit Rücksicht auf das damals schon
bekannte Vorstadium nicht zutreffend ist. Hennings Darlegung der
jüngsten Entwickelungsstufen schließe ich mich in der Hauptsache
an, sodaß also im Ganzen fünf Larvenstufen, mit 3, 8, 11, 13 und
15 Beinpaaren zu unterscheiden sind Vor dem 1. Larvenstadium
will Hennings noch 5 Stufen festsetzen, doch scheint es mir als
wenn hier drei genügen könnten und zwar a) älterer Embryo mit
„drei gegliederten Beinpaaren und außerdem zwei Paar vom Körper
zwar wohl abgesetzter, aber ungegliederter Fußstummel“, b) älterer
Embryo mit drei Paar Fußstummeln, c) älterer Embryo mit vier
Paar Fußstummeln. Außerdem können diese älteren Abschnitte des
Embryonallebens den Stufen der freilebenden oder doch wenigstens
von außen Nahrung aufnehmenden Stufen nicht parallel gesetzt
werden, da anscheinend ersteren diejenigen abgrenzenden Er-
scheinungen fehlen, welche für Letztere bestimmend sind, nämlich
die Häutungen. Man könnte bei diesen drei von Hennings be-
schriebenen Formen besser von Unterstufen sprechen, wie ich
sie neuerdings auch bei Chilopoden dargelegt habe.
Allen Larvenstadien gemeinsam ist ihre Fähigkeit durch
eine bevorstehende Häutung eine höhere Zahl von Segmenten, Bein-
paaren und Ocellen zu erwerben weshalb wir sie auch als Stufen
der anamorphotischen Periode zusammenfassen können. Aus
dem letzten Larvenstadium entwickelt sich das Vorstadium, die
erste Stufe der epimorphotischen Periode, innerhalb welcher
die Weibchen 17 und die Männchen 19 Beinpaare aufweisen. Die
epimorphotischen Stufen zeigen auffallende Größenunterschiede.
Aber auch bemerkenswerte Farbenunterschiede können vorkommen,
doch verhalten sich in dieser Hinsicht die Arten verschieden, sodaß
nichts Allgemeines gesagt werden kann. Besondere morphologische
Charaktere für die epimorphotischen Stufen liefern uns die Männchen,
(bei entsprechender Untersuchung der Vulven vielleicht auch die
Weibchen), welche bekanntlich auch allein mit im Dienste der Fort-
pflanzung stehenden Gonopoden versehen sind. Hinsichtlich der
weiblichen Entwickelungsformen muß man sich dann an die sonstigen
Merkmale der zugehörigen Männchen halten.
Der Status antecedens ist 1899 im IX. Aufsatz meiner
„Beiträge zur Kenntnis paläarktischer Myr.“ Archiv f. Nat. sowohl
für Typhloglomeris als auch Gervaisia nachgewiesen worden. Jetzt
wo ich bei @lomeris drei epimorphotische Stufen festgestellt habe,
erhebt sich natürlich die Frage, ob diese bei jenen beiden Gattungen
auch vorkommen und in derselben Weise zu charakterisieren sind
wie bei Glomeris. A. a. O. S. 224 schrieb ich:
„In der größeren Entwickelung der Hüftauszeichnungen, d. h.
der Anhanggebilde des Syncoxit, sind also bei Gervaisia die reifen
13*
196 Karl W. Verhoeff:
Männchen dem Schaltmännchen!) gegenüber ebenso charakterisiert
wie bei 7'yphloglomeris“. Besonders betont habe ich das Fehlen
der Lamina coxalis (mittlerer Syncoxit-Lappen) der Gonopoden des
Vorstadiums. Dieses Merkmal gilt aber vollkommen auch für
Glomeris, ebenso die geraden oder doch höchstens ganz wenig
eingekrümmten Tarsalglieder der Gonopoden.
Die in Abb. 10 des genannten IX. Aufsatzes dargestellten
Syncoxitfortsätze von Typhloglomeris coeca Verh. zeigen, daß die-
selben einem Status antecedens angehören, welcher dem von
Grlomeris entspricht, ob aber Maturus von T'yphoglomeris dem
Maturus senior (wie ich ihn weiterhin darlege) von (zrlomeris
entspricht, bleibt unentschieden, solange es nicht sichergestellt ist,
ob bei 7yphloglomeris ebenfalls drei epimorphotische Stufen vor-
kommen. Im Übrigen aber entsprechen sich Staius antecedens von
Glomeris und T'yphloglomeris auch in sofern als in ihm die Aus-
zeichnungen des männlichen Analschildes (also bei T'ypAloglomeris
Fortsätze und bei manchen Glomeris, z. B. multistriata, hexasticha
und formosa die Auszeichnungen) noch fehlen. Im V. Teile meiner
„Diplopoden aus Bosnien, Herzegowina und Dalmatien“ Archiv f.
Nat. 1898, Taf. VII habe ich in Abb. 7 einen unreifen Gervaisia-
Gonopod abgebildet. Die schwachen Syncoxitfortsätze sprechen
ebenso wie das nahezu gerade Tarsusglied tür den Status antecedens,
die Lappenfortsätze des Femur und der Tibia aber sind schon
ziemlich gross. Gleichwohl ist der Unterschied der Abbildungen
7und 8a.a.0. so groß, daß ich 7 für dem Vorstadium, 8 dem
Maturus zugehörig betrachten muß.
Status antecedenls ist also bei @lomeris, T’'yphloglomeris und
Gervatisia gemeinsam ausgezeichnet durch das Fehlen des
mittleren Syncoxitlappen und die beinahe gestreckten
Tarsalglieder der Gonopoden. Dazu kommt noch, daß bei
(lomeris die Tibial- und Femoral-Lappen derselben dem
Status antecedens, wie anbei die Abb. 12 und 16 zeigen, noch
vollständig fehlen, jedenfalls nicht nach innen vorragen. In
Abb. 12 sind nur ganz schwache, abgerundete Vorragungen bei x
und x1 zu erkennen. Auf den derartig charakterisierten Status
antecedens, bei welchem auch die etwaigen Analschild-Aus-
zeichnungen noch fehlen, folgen also bei (Glomeris noch zwei
Stufen, ehe das wirkliche Reifestadium erreicht wird. Bei
(Glomeris pulchra und tirolensis habe ich diese Stufen genauer
verfolgt und mache für tirolensis folgende Grössenangaben, welche
zunächst für die Männchen gelten, beim Weibchen durchgehends
erhöht werden müssen:
Status antecedens Körperlänge 9—10 mm.
Pseudomaturus " 11—12 mm.
Maturus junior “ 13—15!/, mm.
Maturus senior nn 151/,—17 mm.
1) Diese Bezeichnung habe ich bekanntlich später für Glomeriden geändert.
Über Diplopoden. 197
Mit den Bezeichnungen der drei letzten Stufen habe ich mich
an die bei Lithobiiden eingeführten Namen angeschlossen.
Der Status Pseudomaturus ist vorläufig nur für (lomeris
sicher feststellbar. Maturus junior und senior unterscheiden sich
durch Größe und Pigmentierung, stimmen dagegen überein in der
Beschaffenheit der Gonopoden. Pseudomaturus nimmt hinsichtlich
der Gonopoden eine Mittelstellung ein zwischen Antecedens
(Abb. 12 und 16) mit unentwickeltem Femoral- und Tibiallappen
einerseits und Maturus junior (und senior) andererseits, wo diese
Lappen vollkommen ausgebildet sind (Abb. 1, 2, 17 und 26). Hin-
sichtlich des Tarsus zeigt Pseudomaturus entweder schon die
Krümmung wie bei den Erwachsenen, (so bei tirolensis, Abb. 20),
oder es handelt sich ebenfalls um eine Mittelstellung, (so bei connexa
alpina Abb. 25), indem der Tarsus stärker gebogen ist als bei
Antecedens, schwächer aber als bei Maturus (Abb. 26). Hinsichtlich
der Syncoxitfortsätze schließt sich Pseudomaturus ebenfalls an Ma-
turus an, indem dieselben ganz oder fast ganz mit denen dieses
übereinstimmen, nur der Syncoxitmittellappen muß noch etwas
stärker emporgewölbt werden. Bei entwickelten (@lomeris sind die
Tibial- und Femorallappen der Gonopoden stark ausgebildet, Abb. 1
til und fel, indem sie weit nach innen vorragen und einander mehr
oder weniger stark genähert sind, bisweilen (Abb. 26) auch ein
Stück über einander weggreifen. Bei den meisten (rlomeris (Eu-
glomeris) sind die Femorallappen am Ende noch besonders aus-
gezeichnet, indem hier ein besonderer Zipfel (x Abb. 26) abgesetzt
ist und mehr oder weniger fingerartig nach innen vorragt. Dieser
Zipfel kommt ebenfalls nur bei Maturus senior und junior vor,
bei Pseudomaturus (Abb. 25) fehlt er oder ist höchstens schwach
angedeutet. Auch bleiben hier Femoral- und Tibiallappen deutlich
auseinander gestellt, während sie bei den Maturi übereinander
greifen. Bei (rlomeris tirolensis besitzt das Femurglied eine be-
deutende Erweiterung nach innen (Abb. 17 fpr.), welche auf den
Femorallappen in sofern von Einfluß ist, als derselbe eine verhältlich
geringe Ausbildung erfährt und jenen Zipfel der Euglomeris über-
haupt nicht besitzt. Trotzdem unterscheiden sich auch hier die
Gonopoden des Pseudomaturus (Abb. 20) deutlich von denen des
Maturus junior (Abb. 17), indem bei Letzteren die beiden Lappen
deutlich vorragen, während bei Ersterem der tibiale Lappen nur
vorragt, der femorale überhaupt nicht deutlich sichtbar ist.
Maturus senior unterscheidet sich bei tzrolensis, wie oben schon
beschrieben wurde, von allen vorhergehenden Stufen durch die
Pigmentirung, mithin sind bei dieser Form Maturus senior und junior
sehr leicht zu unterscheiden. Bei Gl. pulchra fand ich bei den epi-
morphotischen ‚Stufen die hellen Zeichnungen gelb und das: dunkle
Pigment mehr grauschwarz, während es bei Maturus senior tief
schwarz ist und die hellen Zeichnungen orangegelb. Die Gonopoden,
welche morphologisch bei Maturus senior und junior ganz oder fast
ganz übereinstimmen, pflegen bei denjenigen Arten, bei welchen sie
198 Karl W. Verhoeff:
überhaupt dunkel gefärbt sind, bei M. junior entweder gar nicht
oder nur schwach pigmentiert zu sein, während sie bei Maturus
senior stärker verdunkelt sind. Aber vor Allem ist die allgemeine
Chitinisierung der Gonopoden von M. junior entschieden schwächer
als die von M. senior, sodaß auch bei Arten mit wenig pigmentierten
Gonopoden z. B. connexa alpina die Gonopoden des M. senior ent-
schieden dunkler erscheinen. Die gestaltlichen Unterschiede können
darin bestehen, daß bei Maturus senior die Gonopodenendhälften noch
stärker gekrümmt sind als bei M. junior, (so bei Gl. formosa).
Dies kann an einer noch etwas stärkeren Krümmung des Tarsus
liegen, aber auch daran, daß die Maturus senior lediglich eine etwas
andere Haltung der Gonopoden aufweisen, indem die den Tarsus
und die Tibia bedienenden Muskeln (Abb. 20) stärker contrahiert
werden. Dadurch verringert sich gleichzeitig der Abstand von
Tibial- und Femorallappen. Bei Arten mit kräftig ausgebuchtetem
männlichen Analschild ist dieses Merkmal beiden Maturus - Stufen
gemeinsam, doch sah ich den Eindruck vor der Ausbuchtung nur
bei Maturus senior.
Nach C. Hennings Mitteilungen über den letzten Abschnitt
der Embryonalentwicklung von (Glomeris fehlt in dieser Diplopoden-
Gruppe ein eigentlicher Fötalabschnitt, wie wir ihn von ver-
schiedenen anderen Tausendfüßlern, namentlich Juliden kennen!).
Überhaupt verlassen die G@lomeris das Ei in einem verhältlich weit
gediehenen Zustand, eine Erscheinung, welche mit der eigentüm-
lichen Brutpflege in Zusammenhang steht und zwar dem Umstande,
daß jedes Ei von einer besonderen Erdkapsel umschlossen wird,
welche nach Hennings Beobachtung „die zum erstenmal von außen
aufgenommene Nahrung gewährt.“ Wir haben also bei den Glo-
meriden zu unterscheiden fünf anamorphotische Larvenstufen und
drei epimorphotische Entwicklungsstadien. Hinsichtlich der Zählung
der Rückentergite erinnere ich daran, daß der Brustschild als
Syntergit des 2. und 3. Rumpfdoppelsegmentes anzusehen ist, wes-
halb ich die Tergite mit 3+x zähle.
1. Larvenstadium mit 3 Beinpaaren und 3-5 Tergiten,
2. N n n n 3 n
3. 5 on aA) ai REEL.
4. n n„ 13 n n 0-18 n
5. n N 15 N N 3+9 n
Das letzte noch fehlende Tergit, welches also zwischen dem
11. und 12. des 5. Larvenstadiums eingeschoben wird, erscheint erst
sehr allmählig während der epimorphotischen ‘Periode. Bei Status
antecedens ist es eine sehr schmale Bogenspange, welche in der
Mitte versteckt zu sein pflegt.unter dem vorhergehenden Tergit, an
!) Man vergl. z. B. Newports schöne Untersuchungen in „Philosophical
Transactions“ 1841 „On the Organs of Reproduction and the Development of
the Myriapoda,“
Über Diplopoden. 199
den Seiten dagegen als ein schmales Dreieck zum Vorschein
kommt (Abb. 14). Bei Pseudomaturus wird dieses Tergit auch in der
Mitte von außen sichtbar und bei den Maturi noch größer. Die
ginenehohschen Stufen können kurz folgendermaßen charakterisiert
werden:
1. Status antecedens (Vorstufe): Größer als die 5. Larve, mit
ausgebildetem aber gewöhnlich nur seitwärts sichtbarem, sehr
schmalem 12. Tergit. An den Gonopoden des g' fehlen die Lappen
des Femoral- und Tibialgliedes noch vollständig oder sind jedenfalls
im Verhältnis zu denen der Entwickelten sehr schwach, Mittellappen
des Syncoxit stets fehlend, Tarsus gerade oder nur wenig gebogen.
II. Status Pseudomaturus (Mittelstufe): Größer als antecedens, das
12. Tergit stärker und auch in der Mitte deutlich sichtbar. An den
Gonopoden sind die Lappen des Femoral- und Tibialgliedes vorhanden,
aber entweder noch viel mehr von einander entfernt als bei den
Entwickelten oder ragen überhaupt nur teilweise vor. Kommt den
betr. Formen am Femorallappen ein besonderer Zipfel zu, so fehlt
derselben noch, Mittellappen des Syncoxit deutlich ausgebildet.
Tarsus entweder so stark gebogen wie bei den Entwickelten oder
entschieden weniger. Gonopoden nicht pigmentiert, ihre Chitini-
sierung erst gering.
III. Maturus junior (Vorreife): Größer als pseudomaturus, das
12. Tergit wohl entwickelt. Lappen des Femoral- und Tibialgliedes
vollkommen entwickelt, der des Femorale häufig mit besonderem
Zipfel. Mittellappen des Syncoxit noch stärker emporragend, Tarsus
stark gebogen. Gonopoden nicht oder nur wenig pigmentiert, Chiti-
nisierung noch nicht beendet.
IV. Maturus senior (Reife): Größer als M. junior, sonst sehr
ähnlich, allgemeine Pigmentierung kräftiger, auch an den Gonopoden
wenn sie daselbst vorkommt; deren Chitinisierung ist beendet und
daher recht kräftig!), stärker als bei Vorigem.
+ *
+
A. Berlese hat in seinem bekannten Tafelwerk Acari, Miria-
podi e Scorpioni italiani 1892 im Fasc. LXII N. 1 für Glomeris
marmoratus Ü.K. Abb. 4 Gonopoden gezeichnet, welche, wenn sie
wirklich ein erwachsenes g' beträfen, eine ganz andere Art vor-
stellen würden, aber Berlese hat eben kein entwickeltes g' benutzt,
sondern Status Pseudomaturus. Ebenso unrichtig sind die LXU
No. 10 Abb. 5 für Gl. multistriata C. K. gezeichneten Gonopoden,
indem sie einem unreifen Stück angehören und auch für dieses nicht
ganz zutreffend sind.
!) Ich hätte gerne, wie bei den Lithobiiden, auch Sexualdrüsen und Sexual-
zellen der epimorphotischen Stufen einer Untersuchung unterzogen, mußte aber
mit Rücksicht auf andere Arbeiten, welche wegen meines bevorstehenden Weg-
ganges von Berlin drängen, vorläufig darauf verzichten.
200 Karl W. Verhoeff:
Abermals, jedoch unter neuen Gesichtspunkten erhebt sich die
Frage, ob sich geschlechtsreife (rlomeris noch häuten können.
C. Hennings schreibt a. a. O. S. 255: „Bekanntlich wird nicht nur
der Übergang von einem Stadium zum folgenden durch eine Häutung
vermittelt, Sondern auch die erwachsenen Tiere häuten sich in be-
stimmten Zwischenräumen .... Als die Zeit der Häutung galten
bisher die Sommermonate, d.h. also die Wochen nach der Kopulation
oder Eiablage; ich fand aber nun im Dezember vorigen und Januar
d. J. nicht eben selten in meinen Terrarien Tiere, die in Häutung
begriffen waren resp. diese soeben beendet hatten, ohne daß Ko-
pulation oder Eiablage vorangegangen wären.“
Es liegt nach den Mitteilungen über die epimorphotischen
Stufen auf der Hand, daß die Häutungen der angeblich „erwachsenen
Tiere“ eben solche Entwickelungsstufen betroffen haben. Indessen
ist die Frage m. E. auch hiermit noch nicht ganz beantwortet, denn
es ist nicht ausgeschlossen, daß auch Individuen, welche wirklich
das Stadium Maturus senior erreicht haben, doch noch eine oder
gar mehrere Häutungen durchmachen, wenigstens könnte das für
einzelne Variationen oder Aberrationen gelten, welche wie z. B. die zu
hexasticha var. quadrimaculata Latz. gehörige aberr. aterrima m. oder
die zu var. mniszechüit Now. gehörige aberr. barlangligetana m. sich
durch auffallende Größe von der Grundform unterscheiden. Meine
Ansicht geht also dahin, daß bei den (rlomeriden nach Erreichung
der wirklichen Geschlechtsreife mit Maturus senior gewöhnlich keine
Häutung mehr stattfindet, daß aber bei einzelnen Formen, wie
z. B. aberr. aterrima und überhaupt bei melanistischen Abänderungen
mit auffallenden Größendimensionen entweder die wirklich er-
wachsenen sich noch weiter häuten oder aber diese Formen noch
1—2epimorphotische Stufen mehr durchmachen als gewöhnlich.
Im letzteren Falle würde eine Erscheinung vorliegen, welche der
Forma elongata des Tachypodoiulus albipes vergleichbar wäre.
C. Vergleichend-morphologische Mitteilungen.
I. Zur Kenntnis der Gliederung und Muskulatur der Beine
und Gonopoden.
Bei (rlomeriden treffen wir vier auffallend verschieden gebaute
Formen von Beinen, von denen die hauptsächlichste die der ge-
wöhnlichen Laufbeine darstellt, während die drei andern nur dem
männlichen Geschlecht zukommen und als 1. Gonopoden, 2. vordere,
3. hintere Nebengonopoden unterschieden werden sollen. Will man
der mangelnden Homologie halber die Kopulationsfüße der G@lome-
riden besonders bezeichnen, so wäre der Name Telepoden an-
wendbar. Die vorderen Nebengonopoden [Neben-Telopoden] sind
das 17., die hinteren das 18. und die Gonopoden das 19. umgewandelte
Beinpaar der Männchen. Diesen drei Beinpaaren gemeinsam fehlen die
Über Diplopoden. 201
Krallenmuskeln und deren Sehnen, während die Kralle selbst meist
als kleiner gekrümmter Dorn oder kurze kräftige Borste erhalten
geblieben ist, seltener als deutliche Kralle (ZLoboglomeris). Während
an den Nebengonopoden die verkümmerten Krallen die ty-
pische Stelle innegehalten haben (Abb. 8 und 9), sind sie an den
Gonopoden (vergl. Abb. 1, 2, 12, 16, 17, 20, 25, 26) stets mehr oder
weniger deutlich nach oben herumgerückt, weil sie bei der zangen-
artigen Betätigung der Gonopoden sonst hinderlich sein würden.
Während das Fehlen der Krallenmuskeln bei Gonopoden und hinteren
Nebengonopoden keine Ausnahme erfährt, konnte ich für die vorderen
Nebengonopoden und zwar an der Hand sämtlicher epimorphotischer
Stufen neuerdings für (rlomeris tirolensis eine sehr bemerkenswerte
Abweichung feststellen. Schon R. Latzel schildert auf S. 97 seines
Handbuches die betr. Gebilde in folgender Weise: „das 17. Bein-
paar des Männchens ist nur unbedeutend kleiner als die übrigen
Beine und weicht auch in der Form von diesen kaum ab, während
das 18, Beinpaar sehr klein und 5 gliedrig ist.“ Die Größe dieses
17. Beinpaares und Zweigliedrigkeit seines Tarsus ist Latzel also
nicht entgangen; den wichtigsten Umstand aber erwähnt er nicht.
Dieses 17. Beinpaar (Abb. 21) besitzt nämlich typische, große End-
krallen und zu denselben zieht eine starke Sehne, welche von zwei
Krallenmuskeln km und kml bedient wird, entsprechend dem Ver-
halten der typischen Laufbeine. Obwohl ich diese beiden Krallen-
muskeln, welche aus der Tibia und dem 1. Tarsale kommen, bereits
zweimal (für @lomeris und T'yphloglomeris) beschrieben habe und
zwar in No. 2 und 12 der vorn aufgeführten Aufsätze, gibt F. Sil-
vestri in Abb. 331 seiner schätzenswerten aber leider auch fehler-
reichen Diplopoden-„Anatome“ (Acari Miriapodi, Scorpiones, Vol. 1.
Portici 1903) für Glomeris connexa nur einen Krallenmuskel an. Im
Folgenden werden wir diese und andere abweichende Charaktere
der Glomeris tirolensis auch systematisch zum Ausdruck bringen.
Daß die in meinen Arbeiten über Tracheaten-Beine betonte
Unterscheidung von direkten und Brückenmuskeln (vergl. vorn
den Aufsatz N. 12), auch bei Betrachtung der morphologisch ver-
schiedenen Beine der Glomeriden von Wichtigkeit ist, erkennt man an
den Brückenmuskeln b 1 und b3, welche in übereinstimmender
Weise (einmal Coxa und Präfemur, sodann Femur und Tibia durch-
ziehend) an Laufbeinen, Gonopoden, vorderen und hinteren
Nebengonopoden (Abb. &, 11, 12, 16, 17, 20, 21) angetroffen
werden!).. Trotz grosser funktioneller und gestaltlicher Unter-
schiede herrscht also dieselbe oder sehr ähnliche Muskel-
verteilung. Glomeris montivaga Faes schließt sich nahe an
tirolensis an, aber das 17. Beinpaar zeigte sich leider bei
1) Die vergleichend-morphologische [und unter Umständen auch
systematische] Bedeutung derartiger Gliedmaßen-Muskeln wurde bisher offen-
bar nur von denjenigen angezweifelt, welche auf diesem Gebiete über keine
eingehenden Erfahrungen verfügen!
202 Karl W. Verhoeff:
beiden Stücken des Berliner Museums, welche ich untersucht
habe, defekt. Das Femorale reicht bis zum Außenrand der Hüfte,
angelegt nach außen, aber die folgenden Glieder sind abgebrochen.
Bei allen andern daraufhin untersuchten @lomeriden fand ich das
17. Beinpaar des J' stark verkleinert, den Tarsus eingliedrig, die
Kralle abgeschwächt [am stärksten noch bei Zoboglomeris], ohne
Krallensehne und Muskeln.
Hinsichtlich der Gonopoden verdienen die von mir als
Femoral- und Tibiallappen bezeichneten Gebilde noch eine besondere
Erwähnung (Abb. 1 und 2). Es handelt sich hier nicht um eigent-
liche Fortsätze dieser Glieder sondern um Fortsätze oder Aus-
stülpungen der Zwischenhäute, einmal zwischen Femur und
Tibia (fel), sodann zwischen Tibia und Tarsus (til). Man erkennt
das leicht sowohl an der Weichheit dieser Fortsätze, als auch dem
Umstande, daß sie sich tatsächlich an die Zwischenhautstreifen an-
schließen. Außerdem beweist es die Struktur. Während nämlich
die Wandung der Glieder selbst von zahlreichen Porenkanälen
durchsetzt wird (Abb. 6 5), fehlen dieselben an den Zwischen-
häuten und ihren Fortsätzen vollständig und findet man statt
dessen eine sehr feine Struktur, welche bald mehr wellenartig («)
bald mehr wärzchenartig (y) erscheint. Letzteres bemerkte ich be-
sonders an der Haut zwischen Präfemur und Femur. Der große
Femoralfortsatz (fpr. Abb. 17 und 20) an den Gonopoden von Üiro-
lensıs (und montivaga) ist an seinen Porenkanälen leicht als Glied-
erweiterung zu erkennen und darf mit dem Femorallappen fel nicht
verwechselt werden. Die Kleinheit des Letzteren bei tirolensis ist
natürlich die Folge des Femoralfortsatzes.
Auf die Nomenklatur der Beinglieder brauche ich hier nicht
weiter einzugehen, nachdem ich in dem unter N. 12 genannten Auf-
satze und in andern [in Nova Acta der kais. Akademie in Halle 1903
und Archiv f. Nat. 1904 veröffentlichten] Arbeiten mich eingehend
über diesen Gegenstand ausgesprochen habe.
II. Hüften und Sternite.
Das Verhältnis von Hüften, Sterniten und Pleuralgebilden
bietet bei Opisthogoneaten zahlreiche Schwierigkeiten, während die
entsprechenden Verhältnisse bei Diplopoden, wenigstens an den
Segmenten mit gewöhnlichen Laufbeinen, viel einfacher liegen.
Schwierigkeiten mannigfacher Art können freilich auch hier ent-
stehen, wenn es sich um Segmente mit metamorphisierten Anhängen
handelt.
Jedenfalls ist die Natur der Hüften an den Laufbeinen der
Diplopoden so scharf ausgeprägt und so leicht zu erkennen, dab
es einigermaßen rätselhaft erscheint, wie F. Silvestri diese Basal-
glieder der Diplopoden-Beine in seiner genannten Arbeit „Classis
Diplopoda. Vol. I. Anatome“ 1903 als „Subcoxa“ erklären kann
Über Diplopoden, 203
(z.B. S. 110 und 126). Diese Subcoxa, welche von R. Heymons
1899 in „Beiträge zur Morphologie und Entwicklungsgeschichte der
Rhynchoten“ (Nova Acta, Halle, kais. deutsche Akademie) zuerst
aufgestellt wurde, ist schen mehrfach irrtümlich angewandt worden.
In anderen Fällen haben die betr. Autoren aber wenigstens die
Grundeigentümlichkeit der Subcoxa als flächenhaften Gebildes
berücksichtigt, während Silvestri diese Bezeichnung fälschlich auf
ein Gebilde anwendet, welches hohlkörperartig und zwar meistens
mehr oder weniger cylindrisch beschaffen ist. Obwohl außerdem
bisher noch Niemand im Ernst an der Hüftnatur der Grundglieder
der Diplopoden-Beine gezweifelt hat, gibt Silvestri für seinen
Gebrauch dennoch keine Begründung. Wichtige Charaktere der
Diplopoden-Hüften liegen ferner darin, daß sie gelenkig im Sternit
sitzen und ventromedian von den Stigmen, beides Eigentüm-
lichkeiten, welche absolut nicht auf die mit Subcoxa bezeichneten
Gebilde der Aexapoden passen. Als Subcoxa sind überhaupt
pleural gelegene Sklerite bezeichnet worden, was doch ebenfalls
für die Diplopoden-Beingrundglieder nicht gilt. Da gerade die
Klarstellung von Coxa und Sternit für die vergleichende Mor-
phologie von größter Wichtigkeit ist, kann es nicht gebilligt werden,
daß an diesen Begriffen in willkürlicher Weise gerüttelt wird. Das
ist aber um so schlimmer, wenn es in einem Buche geschieht,
welches als ein italienisches Handbuch gelten will und dann die
unrichtige Bezeichnung nicht einmal gleichmäßig durchführt. So
hat Silvestri in seiner Abb. 171 als a, d.h. „subcoxa“ das 2. Bein-
glied von Glomeris bezeichnet, während in Abb. 217 (und 218) das
1. Beinglied als „subcoxa“ figuriert. Außerdem ist in Abb. 218
das Beingrundglied einigermaßen richtig angedeutet, während es in
Abb. 171 mit einem Sternitstück verwachsen gezeichnet ist. In
Abb. 170 werden von Glomeris connexa Hüften und Sternitstücke
gemeinsam ganz ausdrücklich mit „A A lamine pedigere“ d. h. Sternit
bezeichnet, sodaß sich also in demselben Buch neben einander
zwei verschiedene Auffassungen finden, beide unrichtig!
In dem Aufsatze N. 2 habe ich bereits 1895 einen besonderen
Nachdruck darauf gelegt, das Verhältnis der Hüften und Sternite
der Glomeriden klar hervortreten zu lassen und habe dort auch
bereits geschrieben, daß die Stigmen nahe der Außenecke der
Hüften, aber im Bereich der Sternite liegen, welche letzteren, in
von anderen Diplopoden abweichender Weise, in zwei getrennte
Teile auseinander gedrängt sind. Silvestri teilte seinen Lesern, statt
meine betr. Mitteilungen sich anzusehen, einfach mit (S. 8),
daß „quasi tutte le osservazioni del Verhoeff intorno all’ anatomia
dei Diplopodi siano poco esatte e molto spesso affatto erronee“!).
1) Es ist wohl selten in einer derartig sensationellen Weise gegen einen
wissenschaftlichen Fachgenossen Stimmung gemacht worden! Zu Gunsten
Silvestris möchte ich aber immerhin geltend machen, daß er als Italiener die
deutschen Arbeiten oft nicht genügend verstanden und dann eilig überflogen hat,
204 Karl W. Verhoeftf:
In Silvestris Abb. 170 und 171 tritt weder das Verhältnis von
Sternit und Coxa richtig hervor, noch kann man sich über die Lage
der Stigmen eine klare Vorstellung machen. — Eine weitere Be-
ziehung von Coxa und Sternit der (@lomeriden betreffend ihre ge-
lenkige Verbindung (vergl. anbei Abb. 18 und 22), ist bisher un-
bekannt geblieben. Die Glomeriden-Hüften erscheinen, in Anpassung
an das Kugelvermögen des Körpers, in der Richtung von vorn nach
hinten stark zusammengedrückt, also als abgeplattete Cylinder, an
welchen man grundwärts einen vorderen und einen hinteren Rand
unterscheiden kann (Abb. 18 r und r 1), die im Vergleich zu den
Hüften mehr nach außen gelegenen Sternithälften sind annähernd
dreieckig und bilden mit den Hüften je zwei Gelenkstellen, deren
eine (g Abb. 18 und 22) sich außen am Hüftgrunde, deren andere
sich am basalen Hüftvorderrande r 1 nahezu in der Mitte befindet.
(g 1). Der Rand bildet ein Zäpfchen und außen davon ein Grübchen,
in welches eine Spitze der Sternithälfte greift, - welche verstärkt
wird durch eine Leiste der mit ihr verwachsenen Tracheentasche.
Über die Tracheentaschen und ihre Muskeln habe ich mich bereits
in N. 2, 1894 ausgesprochen. Hier möchte ich, im Anschluß an
das über das 17. Beinpaar der Männchen von Glomeris tirolensis
Gesagte, feststellen, daß diese Form, ebenfalls abweichend von
den übrigen (Glomeris neben dem 17. Beinpaar Stigmen und
Tracheentaschen (nebst Tracheen) besitzt, daß aber die Tracheen-
taschen nicht die Größe der typischen Tracheentaschen erreichen.
Ferner vermißte ich an ihnen den nach außen ziehenden Tracheenast,
während eine kräftige Muskulatur das proximale Gebiet der Tasche
besetzt hält. In diesem Bereich zeigt die Wandung keine Spiral-
verdickung, sondern unregelmäßige mäandrische Verdickungslinien.
Unter den Muskeln erwähne ich den, welcher direkt zum hinteren
Grundrande r der Hüfte zieht und den Brückenmuskel bmt, welcher
als Extensor des Telopodit dient.
Das von mir als Trochanter der Diplopoden bezeichnete Glied
(vergl. vorn, N. 12) fehlt den (rlomeriden. Die eigentümlichen Ge-
lenkknöpfe aber, welche vorn und hinten zwischen Coxa und
Telopodit sowohl als auch Präfemur und Femur vorkommen, sind
auch bei (@lomeriden gut ausgeprägt.
Es könnte sich die Frage erheben, ob nicht die von mir als
Sternithälften aufgefaßten Teile „Subcoxa“ sein könnten.: Das ist
aber ausgeschlossen, weil diese Teile, in Übereinstimmung mit
anderen Diplopoden die Stigmen und Tracheentaschen
tragen und weil sonst ja auch gar keine Sternite vorhanden wären.
In meiner Arbeit „über die Entwicklungsstufen der Steinläufer,
Lithoböiden“ habe ich dargelegt, daß die Subeoxa von Heymons
nur einen Teil des als Protopleurium zusammengefaßten Pleural-
gebietes darstellt. Als Pleuralgebiet haben wir aber bei Glomeriden
das Gebiet zwischen Sternithälften und Tergitspangen aufzufassen,
welches bekanntlich größtenteils von einheitlichen Pleuriten (P.
Abb. 18) erfüllt wird, die durch Muskeln mit den beiden Nachbarn
Über Diplopoden. 205
verbunden sind. F. Silvestri hat diese Pleurite a. a. O. als „Para-
tergite* aufgeführt, ohne sich das was Heymons mit Paratergit
bezeichnet hat, näher anzusehen, denn die wirklichen Paratergite
sind Ausgestaltungen der Tergite, welche oberhalb des Pleural-
gebietes liegen, bei (rlomeriden aber überhaupt nicht vorkommen.
Eher könnte von Paratergiten bei denjenigen Diplopoden gesprochen
werden, welche wie Polydesmus und Atractosoma, flügelartige Seiten-
teile besitzen. Indessen sind die Segmente der Opisthogoneata und
Progoneata von so abweichender Beschaffenheit, daß es von vorn-
herein noch nicht zu sagen ist, ob überhaupt bei Diplopoden Ge-
bilde vorkommen, welche man mit den Paratergiten der Hexapoden
und Chilopoden homologisieren kann. Als sicher aber hat zu gelten,
daß von einer „Subcoxa“ bei den Opisthandria jedenfalls nicht die
Rede sein kann.
Das Bestreben zu homologisieren ist innerhalb natürlicher
Gruppen erwünscht und berechtigt, es kann aber in bedenklicher
Weise ausarten, wenn die Grenzen natürlicher Gruppen auf den
Schwingen der Phantasie überflogen und Homologisirungen dann
der Natur aufgezwungen werden, wie es so oft bei denjenigen
geschieht, welche den Begriff „Arthropoda“ als „natürliche
Einheit“ um keinen Preis fallen lassen wollen, obwohl er längst
erledigt ist. E
Das 17. Beinpaar der Männchen vermittelt den Übergang von
den gewöhnlichen Laufbeinen zum 18. Beinpaar, indem es sich Letz-
terem meist in der Kleinheit und dem Mangel der Kralle und
deren Muskeln anschließt, aber im typischen Verhalten der Hüften
den Laufbeinen, ebenso im Vorkommen eines 2. Tarsale, einer Kralle
und deren Muskeln bei einzelnen Formen. Die Hüften des 17.
Beinpaares sind also stets vollkommen getrennt, während am 18.
stets ein deutliches Syncoxit zu beobachten ist (Abb. 8). Die
Hälften des Syncoxit können durch eine Bucht oder einen Winkel
von einander abgesetzt werden, bisweilen kommt auch eine mehr
oder weniger unvollständige Mediannaht vor. Die Bucht des
Syncoxit am 18. Beinpaar ist von höchst verschiedenartiger Gestalt,
systematisch aber wenig verwertbar, weil sie selbst bei ein und
derselben Varietät bedeutende individuelle Verschiedenheiten zeigt,
wie ich z. B. für hexasticha var. szeklerana m. in Abb.7 a, b, c
angegeben habe. In c ist die mediane Verwachsung durch eine
tiefe Einbuchtung und zwei unregelmäßige Knöpfchen daneben an-
gedeutet. Wichtiger ist die Beschaffenheit des äußeren Abfalles
der die Tastborste tragenden Coxalhöcker, indem diese äußere
Partie meist einfach gerade oder abgedacht verläuft, während sie
bei Gl. formosa etwas verbreitert ist (Abb. 4 und 8) und bei Maturus
senior ein kleines Zahneckchen besitzt (Abb. 3).
Die Verwachsung des Syncoxit der Gonopoden ist stets eine
vollständige, findet ihren Ausdruck aber, von den paarigen Gebilden
abgesehen, bei Status antecedens durch den Mangel des Mittellappens
und bisweilen auch eine Mediannaht, wie in Abb. 12 ersichtlich,
206 Karl W. Verhoeff:
während bei den Erwachsenen (Abb. 1) zwar keine eigentliche
Naht wohl aber eine tiefe mediane Rinne zu bemerken ist, neben
welcher sich Muskelleisten befinden. Trotz des großen Unter-
schiedes zwischen 18. und 19. Beinpaar in Funktion, Gestaltung
und Größe besteht doch eine bemerkenswerte Ähnlichkeit des
Syncoxit auch darin, daß oben im Körperinnern die seitlichen
Teile des Syncoxit stark emporragen, mit Rücksicht auf die das
Telopodit bedienenden Muskeln, während die Mitte tief eingesattelt
ist zur Aufnahme. des zugehörigen Bauchmarkganglions. (Vergl.
Abb. 1, 8, 12, 16 und 20.) Die Syncoxitfortsätze zeigen bei
Formen deren Gonopoden sonst übereinstimmen bisweilen kleine
aber bemerkenswerte Unterschiede, welche sich besonders beziehen
auf ein Endläppchen und ein Nebenspitzchen desselben. Bei
Gl. pulchra (Abb. 15 und connexa alpina (Abb. 23) fand ich das
Nebenspitzchen stets stark entwickelt, während ich bei allen auf
ihre Gonopoden hin untersuchten hexasticha-Formen ein schlankes
Endläppchen (Abb. 19) und ein kleines Nebenspitzchen beobachtet
habe. Bei @1. formosa (Abb. 24) dagegen fehlt das Spitzchen oder
ist höchstens schwach angedeutet.
Die Verbindung der Gonopoden mit dem Rumpf ist recht
eigentümlich und zeigt sich die Vorder- und Hinterfläche mit Rücksicht
auf Syncoxit und Präfemur sehr verschieden beschaffen. Das Syncoxit
ist nämlich nur in seinen endwärtigen Teilen (hinter der Linie xx der
Abb. 1) hohlkörperartig, weiter grundwärts dagegen flächenhaft und
zwar nur an der Vorderseite. Es hängt dies zusammen mit der
allgemeinen Lage der Gonopoden und ihrer Haltung bei der Copula.
Von hinten und oben werden sie nämlich durch den Analschild
geschützt und indem sie vorgestreckt werden richten sie sich nach
hinten herüber unter stark schräger Neigung, sodaß die Vorderseite
der Unterfläche genähert wird. Bei der aktiven Haltung der Gono-
poden ist also ihre vordere Wurzel viel mehr offengelegt als
ihre hintere und dem entspricht das über das Syncoxit Gesagte.
Die große Syncoxitplatte besitzt in der Mediane und besonders am
obersten (innersten) Teile derselben Leisten für Muskeln, während
eine rippenartige Leiste sich mehr außen befindet (y Abb. 1)
und mit ihrem Ende den vorderem Gelenkknopf zwischen Coxa und
Telopodit verstärkt. Eine andere, ebenfalls rippenartige Leiste
befindet sich vorn am Grunde des Präfemur. Die besondere
Stärke des vorderen Coxotelopoditgelenkes findet ihre Er-
klärung in dem vollständigen Fehlen der hinteren ent-
sprechenden Gelenke und das Fehlen dieser erklärt sich wieder aus
dem geschilderten Bau des Syncoxit. Mit Rücksicht auf die Gelenke
zwischen Coxa und Telopodit hat die Bewegung iin einer Richtung
parallel der Sagittalebene und zwar drehend von vorn nach
hinten (und umgekehrt), gestützt durch die einheitliche
feste Syncoxitplatte, derartig die Bewegung von außen
nach innen überwogen, daß die hinteren Ooxo-Telopodit-
gelenke unter der Voraussetzung einer Verstärkung der
Über Diplopoden. 207
vorderen überflüssig geworden sind. Wie geschildert fehlt
auch tatsächlich die hintere Wand des Syncoxit im basalen Teile,
während das Präfemur hinten ebenfalls nicht den Abschluß eines
normalen Cylindergliedes zeigt, sondern die Grundhälfte der Hinter-
wandung verloren hat. Die Leibeshöhle steht daher mit dem
Telopodit nicht wie gewöhnlich durch Vermittelung der Hüften in
Verbindung sondern mündet bereits in das Präfemur, daher
denn die kräftigen Tracheen, welche die Gonopoden versorgen
teils in das Syncoxit teils in das Präfemur einmünden. Die Gono-
poden erscheinen also im Ganzen genommen von hinten nach vorne
am Grunde schräg abgeschnitten. Vom Rande der hinteren Ver-
kürzung wird die Verbindung mit dem Analschild durch das teil-
weise häutige Analfeld dargestellt. Auf das Syncoxit folgen be-
kanntlich hinten keine Gliedmaßen mehr, daher werden die Gono-
poden durch die Verbindung basaler Muskeln mit den vorher-
gehenden Beinen ebenfalls nach hinten herübergezogen.
III. Die Untergattungen von Glomeris.
A Analschild hinten, namentlich beim g' stark abschüssig und
mit 3—5 beim g' starken, beim 2 viel schwächeren, flachen Rinnen.
Gonopoden mit sehr großem Femoralglied, welches außen stark
und innen ebenfalls deutlich lappenartig erweitert ist. Die obere
(hintere) Femurfläche mit zahlreichen, gedrängten Längsfurchen,
welche in der Mitte am stärksten sind. Präfemur und Femur mit
mit großem, borstentragenden Griffel. Mittellappen des Syncoxit
tief halbkreisföormig ausgebuchtet, dahinter und zwischen den
Telopoditen ein auffallend weites, ausgehöhltes Feld, welches
nach hinten, ohne tiefe Faltentasche in die präanalen Wülste
übergeht. Dieselben zeigen beim g' einen auffallend erhobenen
Mediankiel und jederseits ein plattes, wulstiges, erhobenes Kissen.
17. Beinpaar des J' wie bei Euglomeris, aber Krallen deutlicher.
Collum und Brustschild wie bei Eiuglomer:s.
1. Untergatt. Loboglomeris m.
(Typische Arten @/, pyrenaica Latz. und rugifera n.sp.).
//A Analschild hinten ohne Rinnen. Gonopoden am Femur
nicht gleichzeitig außen und innen erweitert, die obere Fläche
ohne Längsfurchen. Syncoxit hinten steil abfallend, durch tiefe,
faltenartige Tasche vom präanalen Feld scharf getrennt ..... .
A,B,(,D.
A. Femoralglied der Gonopoden mit sehr großem Innenfort-
satz. Borstenträger an Präfemur und Femur entweder nur als sehr
kleines Zäpfchen entwickelt oder ganz fehlend. 17. Beinpaar der
Männchen etwas kleiner als die benachbarten Laufbeine, mit zwei-
gliedrigem Tarsus, typischen Krallen und Krallenmuskeln, neben
208 Karl W. Verhoeff:
den Hüften mit Stigmen und Tracheentaschen. Brustschildfurchen
vorhanden. 2. Untergatt. Onychoglomeris mihi.
(Typische Arten Gl. tirolensis Latz. und montivaga Faes.)
B. Femoralglied der Gonopoden ohne Innenfortsatz. Borsten-
träger an Präfemur und Femur nur als kleines Zäpfchen entwickelt.
17. Beinpaar der Männchen viel kleiner als die vorhergehenden
Laufbeine, mit eingliedrigem Tarsus, schwachen Krallen und ohne
Krallenmuskeln, neben den Hüften ohne Stigmen und ohne Stigmen-
taschen. Brustschildfurchen vorhanden.
3. Untergatt. Haploglomeris m.
(Typische Arten (@/l. multistriata C. K. und occultocolorata Verh.)
C. Wie Haploglomeris, aber die Borstenträger der Gonopoden
am Femur und besonders Präfemur als große, fingerförmige Griffel
entwickelt. Collum außer der Vorderrandfurche mit zwei Querfurchen,
deren hintere in der Mitte nicht selten unterbrochen ist. Brust-
schild, außer der Randfurche, mit Furchen von verschiedener Länge
und Zahl. Seitenrandeinschnitt stark, der unter ihm befindliche
Lappen (Hyposchismafeld) ist groß und ragt (von außen gesehen)
weit nach unten vor. 4. Untergatt. Euglomeris m.
(Hierhin (Gl. hexasticha Bra. connexa C.K. und überhaupt die
große Mehrzahl der bekannten Arten.)
D. Wie /uglomeris, aber Collum außer der Vorderrandfurche
mit nur einer Querfurche, welche in der Mitte erloschen sein kann.
Brustschild außer der Randfurche ganz ohne Furchen. Seitenrand-
einschnitt schwächer, der unter ihm befindliche Lappen ist klein
und ragt nach unten weniger vor, sodaß die Seitenrandlinie vor
und hinter dem Einschnitt einen gleichmäßig geschwungen Bogen
bildet. 5. Untergatt. Xestoglomeris m.
(Typische Art GI. dorsosanguine n. sp.)
(Vergl. auch oben die 6. Untergatt. T’röchoglomeris m.)
Anmerkung: In Müllers Archiv für Anatomie und Physio-
logie veröffentlichte 1837 J. F. Brandt „Beiträge zur Kenntnis des
inneren Baues von Glomeris marginata“, 8. 320—327, dazu eine
Tafel. Brandt schildert u. A. die dorsalen und pleuralen Rumpf-
muskeln und weist ganz richtig darauf hin, daß die Streckung
des Tieres durch die Kontraktion der dorsalen, geraden und
schrägen Muskeln erfolge. Er sagt: „Durch ihre Kontraktion
werden die Gürtel einander genähert, durch ihre Expansion von
einander entfernt.“ Als Verbindung zwischen Pleuriten und Tergit-
seiten beschrieb er drei Muskeln, welche „Antagonisten“ der dor-
salen schrägen Längsmuskeln sein sollen. Teilweise sind sie das
auch, aber gleichzeitig und vor Allem wirken diese Seitenmuskeln
als Emporzieher der ventralen Körperabschnitte. Letztere, also
namentlich die Sternithälften und Hüften sowie die Tracheentaschen
hat Brandt nicht näher studiert, daher ist ihm der Vorgang des
Zusammenkugelns der (Glomeris nur nach der negativen Seite,
Über Diplopoden. 209
dem Entrollen, klar geworden, während ihm die positive Seite,
das Zusammenrollen der Erklärung nach unbekannt blieb,
denn die zum Zusammenrollen führenden Muskeln sind in
erster Linie diejenigen, welche als Longitudinalmuskeln zwischen
den Tracheentaschen und als Schrägmuskeln zwischen Tracheen-
taschen und Pleuriten ausgespannt sind.
(Vergl. meinen oben angeführten Aufsatz N. 2.)
D. Zur Biologie der Glomeriden.
I. Ernährungsweise, Aufenthaltsorte und Sommerschlaf.
Über die Ernährungsweise der Diplopoden und speziell der
Glomeriden ist bisher erst sehr wenig bekannt gemacht worden.
Man wußte nur im Allgemeinen, daß sich Glomeriden von welken
Blättern und andern vegetabilischen Stoffen nähren, aber genauere
Untersuchungen sind mir nicht bekannt geworden. Erst ganz kürz-
lich hat C. Hennings!) in seinen „Bemerkungen über Glomerüs
marginata Villers“ sich dahin ausgesprochen, daß „(lomeris, wenigstens
die von (ihm) gehaltenen Deister-Exemplare nur von trockenen
Buchenblättern lebten und jede andere Nahrung verschmähten.*
Ich vermute, daß Hennings mehr das Welke als das Trockene
der Buchenblätter hat betonen wollen, denn ob sie vollkommen
ausgetrocknetes Falllaub nehmen würden, wenn ihnen mäßig feuchtes
zur Verfügung steht, will ich dahingestellt sein lassen. Wichtiger
ist es zu betonen, daß ich (rslomeris marginata am Rhein an sehr
verschiedenen Plätzen beobachtet habe, an denen ihnen Buchenlaub
überhaupt nicht zur Verfügung steht. In einem Birkenwäldchen
auf dem Venusberge bei Bonn habe ich diese Art mehrere Jahre
wiederholt zahlreich angetroffen und fand sie unter dichten Lagen
von welken Betula-Blättern (und Fruchtkörpern), welche ihnen
offenkundig zur Nahrung dienten. Auch unter Eichenlaub ist marg-
nata anzutreffen, überhaupt dürfte sie das Laub unserer meisten
Waldbäume zu ihrer Ernährung gebrauchen. Laub verlangt sie
allerdings und wenn man sie an Plätzen treffen sollte, wo ihr dies
nicht zur Verfügung steht, dann wird sie dort nur durch irgend
welche Zufälligkeiten hingekommen sein. (flomeris marginata ist
Wald-Laubtier. Dies gilt aber durchaus nicht für alle andern
Glomeriden-Arten vielmehr ist die Ernährungsweise eine recht
verschiedene, aber verschieden im Zusammenhang mit den
Aufenthaltsorten der einzelnen Formen. Das rechte Ver-
ständnis für die Verschiedenheit der Ernährung gewinnt man also
am besten bei Untersuchung des Darminhaltes von Tieren, welche
man in freier Natur selbst gesammelt und beobachtet hat. Wenn
auch der Fund eines Tieres an gewissen eigenartigen Plätzen, z. B.
1) Biologisches Centralblatt, April 1904 Leipzig.
Arch. f. Naturgesch. 72.Juhrg. 1906. Bd.I. H.2, 14
210 Karl W. Verhoeff:
im Humus, auch schon darauf hinweist, daß das. betr. Tier sich
von Humus nährt, so ist doch erst die mikroskopische Prüfung des
Darmes geeignet uns vollkommene Klarheit zu geben. Ich habe
nach dieser Richtung keine Spezialarbeit liefern wollen, aber an
der Hand einiger interessanter Fälle, für deren Auswahl mir meine
Beobachtungen in freier Natur maaßgebend waren, glaube ich doch
zeigen zu können, daß die Ernährungsweise eine recht verschiedene
ist und im Zusammenhang steht mit der natürlichen jeweiligen
Umgebung:
1. (Glomeris connexa alpina aus der Kalk-Tatra, gefunden im
Nadelwald: Hauptnahrung Moose. Im Enddarm fand ich eine
große Menge Blatt- und Stengelstückchen, teils bräunlich, teils hell-
grün gefärbt, teils aus prosenchymatischen, teils aus parenchym-
atischen Zellen zusammengesetzt, dazwischen Coniferenpollen und
Körperchen, welche Sporen zu sein scheinen. Sandkörnchen bei-
nahe fehlend, nur hier und da mal ein ganz vereinzeltes. —
Nach Regen habe ich tatsächlich diese Form mehrfach von Moos-
polstern gesammelt.
2. GI. formosa von demselben Walde, aber durchschnittlich
nach Regen mehr an Stämmen laufend, teils lebenden Nadelhölzern,
teils an abgestorbenen morschen Stucken: Keine Moosblättchen,
statt dessen aber einige verzweigte Zellstränge, welche offenbar
jungen Moospflänzchen angehören, hauptsächlich aber braune
Klümpchen, an denen hier und da Zellen pflanzlichen Gewebes
zu erkennen sind, außerdem zahlreiche aus kugeligen an einander
gereihten Zellen bestehende und teilweise verzweigte Pilzfäden
(Schimmelpilze), sowie Coniferenpollen und Sporen. Sandkörnchen
beinahe fehlend, nur hier und da mal ein einzelnes.
3. (@Hl. pustulata aus dem Eggental bei Bozen. Lebt dort in
großer Menge und wandert ganz frei an den steilen Porphyrwänden,
namentlich an Stellen, welche durch rieselndes Wasser feucht ge-
halten sind. Im Übrigen lebt das Tier in der Nachbarschaft auch
unter Steinen oder in Felsspalten. |
Im Enddarm fand ich teils Überreste von Phanerogamen-
Blättern, an denen selbst die Spaltöffnungen noch sehr deutlich
waren, teils sehr langgestreckte sklerenchymatische Fasern. Da-
zwischen zahlreiche Sandkörnchen der verschiedensten Größe.
Im Mitteldarm fanden sich dieselben Dinge, außerdem Pollenkörner
und die Sandkörnchen in einer geradezu erstaunlichen Masse
von sehr verschiedener Größe und herab bis zu den winzigsten
punktartigen Körnchen (b, 275 f. Vergrö.), außerdem nicht wenige
Pilzsporen und eigentümliche rötliche, rundliche Gebilde ver-
schiedener Größe (Parasiten?), welche im Enddarm nur sehr spärlich
vertreten sind. Zahlreiche rundliche und ebenfalls rötliche Sporen
finden sich teils isoliert, teils in den größeren Mutterzellen.
4. Gl. pulchra von waldlosen, nur mit Gestrüpp hier und da
bestandenen Plätzen der peträischen, karstigen Herzegowina, wo
Sommerhitze und lang anhaltende Dürre einen mit entsprechenden
En
Über Diplopoden. 211
Schutzmitteln versehenen Pflanzenwuchs hervorgerufen haben. Dem
entspricht durchaus der Inhalt des Enddarmes, welcher bräunliche
bis grünliche Stückchen von Phanerogamen-Blattparenchym ent-
hält und dazwischen eine große Menge von sternartigen Haar-
gebilden, wie sie besonders von Malvaceen bekannt sind. Sie
haben ungefähr das Aussehen eines winzigen Schlangensternes und
sind in 3—15 Strahlenspitzen geteilt. Sandkörnchen fehlen fast
vollständig, ein Zeichen, daß diese Haargebilde weich und leicht
verdaulich sind.
5. @l.tirolensis, lebt in Südtirol in Buschwäldchen unter Kalk-
blöcken oder in dem zwischen denselben liegenden Humus. Nährt
sich von Wurzelteilchen. Enddarm dicht vollgepfropft von feinen,
z. T. noch verzweigten Wurzelfäserchen, dazwischen zahlreiche braune
Stückchen von mir nicht sicher bekannten Pflanzenteilen, offenbar
welken Laubblättern. Sandkörnchen in mäßiger Anzahl vorhanden,
von recht verschiedener Größe, aber eine Masse sehr winziger
Krümchen wie bei pustulata ist nicht zu finden. Von Pilzen, Moos
oder Grasteilen nichts zu sehen.
6. Gl. herzegowinensis. In Eichenbuschwäldchen der Herzego-
wina unter allerlei Pflanzenabfällen und in der Erde. Der Inhalt
des Enddarmes ähnelt am meisten dem von (rl. tirolensis, indem sich,
freilich in viel geringerer Zahl, Wurzelfäserchen vorfinden. Die
Hauptmasse bilden braune Klümpchen und verzweigtes Blattfaser-
werk, z. T. auch Stückchen von feinen Blattrippchen von denen
Leitungsbahnen (mit Spiralverdickungen) und Parenchym sehr deut-
lich erkennbar sind. Sternförmige Haare nur sehr vereinzelt. Sand-
körnchen ziemlich spärlich, z. T. in kantigen Würfeln.
7. Rhopalomeris bicolor. Enddarm überaus reich an Sand-
körnchen, welche z. T. bedeutend größer sind als bei allen bisher
von mir untersuchten (rlomeris. Braune Klümpchen untermischt
mit Stückchen von Pflanzenteilchen, teils Stücke von Gefäßsträngen,
teils solche von parenchymatischem Gewebe. (Außerdem hier und
da kleine Stückchen von Wurzelfäserchen.) Die Stücke des Pflanzen-
gewebes scheinen fleischigen Gewächsen entnommen zu sein und
ausschließlich Stengelteilen.
8. Gervaisia costata multiclavigera aus Bosnien, meist im Humus
lebend. Von zwei untersuchten Individuen besaß das eine keine
Nahrungsteilchen im Darme, nur im Mitteldarm eine aus zahllosen
Körnchen bestehende, graugelbliche Masse, Bei dem andern Stück
enthält der Enddarm braune Krümchen und spärliche Sandkörnchen,
was auf Rückstände von verschlucktem Humus hinweist. Deutliche
Pflanzenzellen habe ich nicht bemerkt.
* *
*
Es ist somit über die Ernährungsweise der Grlomeriden fest-
gestellt, daß sie sowohl von lebenden als auch toten Pflanzen-
teilen sich nähren können und daß nicht nur ober- und unterirdische
14*
212 Karl W, Verhoeff:
Teile in Betracht kommen, sondern auch Crypto- und Phanerogamen,
Daß (rlomeris connexa alpina frische, lebende Moosteilchen verzehrt,
geht aus der frischen Färbung der verzehrten Teilchen mit Sicherheit
hervor. Junge Moospflänzchen, zarte Pilzfäden und feine Pflanzen-
haare werden natürlich auch nur lebend abgeweidet werden. Das-
selbe ist für zarte Würzelchen wahrscheinlich, da dieselben sonst
keinen ausreichenden Nahrungsstoff bieten würden. Bei Blättern
und Stengelteilen der Phanerogamen ist es nach dem Darminhalt
in Alkohol konservierter Tiere nicht immer ohne Weiteres zu ent-
scheiden, ob frische oder welke Pflanzenteile verzehrt worden sind.
Besonders interessant scheint mir die auffallende Verschiedenheit
der einzelnen Arten hinsichtlich der Menge des auf-
genommenen Sandes.
Wir können hier drei Gruppen unterscheiden:
a) Formen ohne Darmsand: N. l, 2, 4und 8. Die Nahrung
ist zart, leicht verdaulich und bedarf keiner mechanischen Zerreibune:
(Die seltenen vorhandenen Sandkörnchen sind nur zufällig mit auf-
genommen.)
b) Formen mit spärlichem Darmsand: N.5 und 6. Die
härtere Nahrung erfordert die Zuhülfenahme kleiner Gesteinkrümchen
zur mechanischen Zerreibung.
c) Formen mit reichlichem Darmsand, zum Zermalen der
harten Pflanzenfasern. Bei N. 3 haben die größten Sandkörnchen
einen Durchmesser von etwa 40 u. Von diesen herab kann man
aber kleinere finden bis zu lu. DBei N. 7 dagegen sind zahlreiche
Körner schon mit unbewaffnetem Auge zu erkennen, zwar sind
auch hier alle Abstufungen der Feinheit kleinerer Körnchen zu ver-
zeichnen, aber die großen sind _verhältlich zahlreicher und von
einem Durchmesser bis zu 240 u etwa.
Sowohl bei (lomeris pustulata als auch Rhopalomeris bicolor
fand ich die sehr kleinen Körnchen im Mitteldarm vor dem ein-
geschnürten Gebiet, in welches die Malpighischen Gefäße einmünden,
relativ zahlreicher als im Hinterdarm. Sandkörnchen kommen bei
Formen mit reichlichem Darmsand im ganzen Darmtraktus in
Menge vor, wenigstens bei (rl. pustulata habe ich alle Darm-
abteilungen genau daraufhin untersucht. Im Mitteldarm dieser Art
habe ich auch Stückchen von lebend angebissenen Pflanzenteilen
aufgefunden, was sowohl an der grünen Farbe als auch dem Inhalt
der noch nicht verdauten Zellen zu erkennen war. Das Vorhanden-
sein ziemlich zahlreicher Pollenkörner weist ebenfalls darauf hin,
daß pustulata Kräuter besteigt und nachts vielleicht auch bisweilen
Staubbeutel von Blüten heimsucht. In geringem Maaße fand ich bei
ihr auch Überreste von Teilen welker Fallblätter. Die ganz über-
wiegende Masse der verdauten oder in Verdauung begriffenen
Pflanzenstückchen in Hinter- und Mitteldarm besteht aus länglichen
Teilen mit langgestreckten Fasern, welche ich als Bestandteile lebend
verzehrter Grasteile ansehe, Grasstengel und Halmteilchen. In
der vordersten Darmabteilung sind nur wenig Nahrungskörper
Über Diplopoden. 213
zu finden, aber desto mehr Parasiten, vor allem zwei Gregarinen
der Gattungen Stenophora und Actinocephalus, letztere besonders
zahlreich. Es läßt sich leicht begreifen, daß diese Schmarotzer
diejenigen Darmabteilungen meiden, in welchen sie durch Nahrungs-
stücke und Sandkörner besonders starken Störungen ausgesetzt sind.
Der Enddarm der Glomeriden macht bekanntlich eine sehr
große Schleife, sodaß man einen vorderen und hinteren Enddarm
unterscheiden muß. Man kann diesen ganzen langen Enddarm-
abschnitt, mit Ausnahme eines kurzen hinteren Stückes dicht an-
gefüllt finden von verdauten Grasfaserstückchen.!)
Wir sehen also, daß der Darminhalt der Glomeriden ebenso
mannigfaltig ist wie die Aufenthaltsorte dieser Tiere und daß
beiderlei Erscheinungen in engster Beziehung stehen. Im All-
gemeinen kann man sagen, daß je offener eine (rlomeris-Art
lebt, um so mehr sie auf das Verzehren härterer Pflanzen-
teile angewiesen ist und um so mehr auch das Bedürfnis vor-
liegt dureh Verschlucken von Sandkörnchen die Verdauung dieser
harten Gebilde zu erleichtern. Als äußerste Gegensätze haben wir
in dieser Hinsicht bei (Glomeris kennen gelernt connexa alpina,
welche im Schatten feuchter Wälder hausend, nur nach Regen aus
ihren Schlupfwinkeln hervorkommt und überall die zartesten pflanz-
lichen Gebilde abweidet, daher der Sandkörnchen nicht bedarf und
pustulata, welche steinige und felsige Hänge und Schluchten liebt,
das Tageslicht nicht meidet, sondern bisweilen selbst im direkten
Sonnenschein umherwandert. Sie muss sich an hartfaserige
Pflanzenteile halten und ihren Darmtraktus zu einer Sand-
büchse umgestalten.
Mit Aufenthaltsort und Ernährung hängt auch eine Erscheinung
zusammen, welche für viele andere Myriapoden ebenfalls gelten
kann und welche ich als Sommerschlaf bezeichnen will. A.a. 0.
sagt 0. Hennings S. 252: „Einige Wochen nach der im Frühjahr
stattfindenden Begattung beginnen die Weibchen mit der Eiablage,
ich habe jedoch bei der marginata niemals beobachtet, daß, wie
vom Rath sagt, sie sich dabei tief in die Erde verkriechen und die
Eier an besonders geschützte Stellen ablegen. Wenn jener so
zuverlässige Autor dies angiebt, so möchte ich es entweder für eine
besondere Eigentümlichkeit der von ihm untersuchten @l. conspersa
halten oder aber darauf zurückführen, daß die Tiere sich infolge
zu großer Trockenheit der oberflächlichen Erdschichten in tiefere
Schichten zurückzogen, nicht aber der Eiablage wegen, bei welcher
ihnen darüberliegende Erdmassen eher störend als förderlich wären.
In meinen Terrarien sowohl wie im Freien sah ich stets die eier-
!) In Müllers Archiv 1837 unterscheidet J. F. Brandt a. a. O. (Fig. 2)
drei Abschnitte des Enddarms, nämlich 1. vorn hinter der Einmündungsstelle
der Malpighischen Gefässe einen kurzen Bogen als Dünndarm, dann 2. das
grosse Hauptstück, welches zuerst nach vorn gerichtet ist, umbiegt und dann
nach hinten verläuft als Diekdarm und 3. einen kurzen engeren Mastdarm.
214 Karl W. Verhoeff:
legenden Weibchen an der Erdoberfläche unter der lockeren Blätter-
schicht.“ Dem gegenüber muß ich mit Rücksicht auf die ver-
schiedenen Existenzverhältnisse unter denen ich (Grlomeriden beob-
achtet habe, betonen, daß sowohl vom Rath als auch Hennings
Recht hat und daß es darauf ankommt, wie die betreffende Art
oder auch Rasse lebt. Indessen ist es doch nicht zu bezweifeln,
daß Arten welche wie pulchra und herzegowinensis ihre Eier vor
der Trocknis schützen müssen, schon deshalb tiefer gelegene
Orte zur Eiablage aufsuchen müssen. Es mag richtig sein, daß
„Höhlenbau“ wie Hennings meint „bei Glomeris niemals zur Be-
obachtung gelangt ist“, bisher nämlich. Tatsächlich aber legen
sich viele (lomeris unter Moos oder zwischen Steinen u. a. in der
Erde rundliche Kämmerchen an, welche ihre Form offenbar
durch Hin- u. Herwälzen der Tiere erhalten haben. Derartige Fälle
habe ich in drei verschiedenen Ländern feststellen können, nämlich
in der Herzegowina für (Glomeris herzegowinensis Verh., bei Florenz
im September für Gl.romana Verh. und Mitte Juni d.J. in Oberschlesien
für GI. hexasticha var. quadrimaculata Latz. Die beiden ersten
Fälle betrafen Tiere welche in regelrechten, geglätteten Kammern
unter Moos lagen, [in Kammern wie ich sie auch bei Julöden häufig
feststellen konnte, besonders auch in der Gefangenschaft], während
ich im letztem Falle die Kämmerchen nicht direkt beobachtet habe,
aber feststellen konnte, daß sich die Tiere in trockener Erde
zwischen Kalksteinen eingeschlossen befanden. (An gleichen Stellen
derselben Gegend habe ich unter denselben Verhältnissen übrigens
Brachyiulus direkt in Kämmerchen gesehen). Alle diese Fälle
betrafen Tiere welche entweder die trockene Sommerzeit schon
hinter sich hatten oder in einer Trockenperiode direkt begriffen
waren, weshalb ich es für gerechtfertigt halte von einem Sommer-
schlaf zu sprechen. Die trockene und den Tieren mit Aus-
trocknis drohende Zeit wird in einem die Transspiration herab-
setzenden geschützten Kämmerchen überstanden, welches den noch
nicht vollkommen Ausgereiften zugleich als Schutz für eine zu voll-
ziehende Häutung dient. Mitte Juni fand ich auch in Oberschlesien
am genannten Platze eine frisch gehäutete, noch ganz weiche
Glomeris hewasticha.
O. vom Rath schreibt in seinem Aufsatze „Ueber die Fort-
pflanzung der Diplopoden“ Freiburg 1890 S. 26 daß er „eine große
Anzahl ausgewachsener sich häutender Tiere, Männchen und
Weibchen, hauptsächlich zu der Zeit nach der Begattung und Ei-
ablage, besonders im Juli und August habe „beobachten können“,
Diese Angabe enthält aber einen offenkundigen Fehlschluß, denn
in dem Behälter, dessen Tiere (zum Teil!) eine Fortpflanzung voll-
zogen, befanden sich wie schon durch die „große Zahl“ angedeutet
wird, zweifellos eine Reihe von epimorphotischen Entwickelungs-
formen (welche vom Rath nicht kannte) und diese traten in
Häutung ein. Von Beobachtungen in Terrarien darf man bekanntlich
nicht immer ohne Weiteres auf ein gleiches Verhalten in der freien
Über Diplopoden. 215
Natur schließen. Daher wird es ganz von der Beschaffenheit des
Terrariums abhängen, namentlich von der in demselben herrschenden
Feuchtigkeit, ob ein Sommerschlaf auch in der Gefangenschaft durch-
gemacht wird oder nicht. Ich habe den Eindruck gewonnen, daß
in den mediterranen Gebieten der Sommerschlaf Regel
ist, während er sich in Mitteleuropa je nach den Ver-
hältnissen einstellt oder nicht.
In Nord- und Mitteleuropa findet aber bei allen Myriapoden
eine Winterruhe statt, hervorgerufen durch den Frost. Die
Tiere mit Sommerschlaf können in Mitteleuropa also zwei Ruhe-
pausen durchmachen und das gilt z. B. auch für die von Hennings
besprochene (Gl. marginata, welche im Winter sich in die Erde
arbeitet, aber bei Hitze im Sommer ebenfalls verschwindet, wie ich
in einem schon genannten Birkenwalde bei Bonn mehrfach fest-
gestellt habe, was aber um so zuverlässiger beobachtet werden
konnte, als, wie vom Rath und Hennings übereinstimmend ver-
sichern, diese Tiere „jahrelang an demselben eng begrenzten Platze
angesiedelt bleiben“.
II. Die Kopulation.
Fabre, Latzel und vom Rath haben uns hauptsächlich über
die Begattung und die für dieselbe in Betracht kommenden Organe
der Glomeris aufgeklärt. Der Vorgang ist aber immer noch nicht
vollkommen aufgehell. Zwar betont vom Rath a. a. O. S. 22,
daß „auch bei (Glomeris die Kopulationsfüße, nachdem sie aus der
Geschlechtsöffnung am 2. Beinpaare Sperma erhalten haben, in. die
Vulven des Weibchens eingeführt werden“, aber nirgends finde ich
eine Angabe darüber, welcher Teil der @onopoden das Sperma
aufnimmt und überträgt. Bei den mannigfaltigen Einrichtungen bei
anderen Diplopoden-Gruppen, wo uns Rinnen, Kanäle, Gruben oder
Säckchen zur Spermaaufnahme bekannt geworden sind, muß es
doch auffallen, daß für die Gonopoden der Glomeriden noch nichts
Aehnliches nachgewiesen worden ist! Ich verweise deshalb auf das
was oben über die Unterschiede der Gonopoden der epimorphotischen
Stufen gesagt worden ist und stelle fest, daß die oben beschriebenen
Femoral- und Tibiallappen, welche Ausstülpungen der betr.
Beinglieder-Zwischenhäute sind, eine Mulde schützend umgeben,
welche als zeitweiser Aufenthaltsplatz des Spermas allein in Betracht
kommen kann. Vom Grunde der Gonopoden her wird das Sperma
durch die Syncoxitfortsätze sowohl als auch die Borstenträger
gegen diese Mulden gedrängt, von endwärts her durch die
fingerartigen, eingekrümmten Endglieder. Jetzt wird es auch ver-
ständlich, weshalb das Vorhandensein gerade dieser häutigen
Gonopodenlappen den vollkommen geschlechtsreifen Zustand charak-
terisiert. Tiere, denen diese Bildungen fehlen oder bei denen sie noch
‘unvollständig sind, können eine Kopulation nicht vollziehen,
216 Karl W. Verhoeff:
Eine merkwürdige, irrige Anschauung findet sich hinsichtlich
der Kopula selbst durch vom Rath!) vertreten, indem er angiebt,
daß „die mächtig vorgestülpten Kopulationsfüße in (!) die Vulven
des Weibchens eingeführt“ wurden. (In dem Aufsatze „Zur Biologie
der Diplopoden“ Freiburg 1891, S. 15 steht ausdrücklich dieselbe
Behauptung!) Die Gonopoden gerade der (Glomeriden sind von
solcher Mächtigkeit, daß eine Einführung derselben in die Vulven
eine physische Unmöglichkeit vorstellt. Sie dienen vielmehr als
Überträger, Halt- und Reizorgan zugleich, es sind wie schon ihre
Gestalt ohne Weiteres anzeigt Zangen, welche in ähnlicher, wenn
auch anderer Weise ja sehr vielen Tracheaten zukommen, bestimmt
nicht nur die Vulven sondern auch die dieselben stützenden Hüften
des 2. Beinpaares und andere benachbarte Körperteile zu um-
fassen. Hierbei werden natürlich die Innenflächen der Gonopoden
gegen die Vulven gerichtet, wobei die Tibial- und Femorallappen
wahrscheinlich in die Vulven eindringen, (genau ist das kaum fest-
stellbar) aber keineswegs die Gonopoden selbst.
In der freien Natur habe ich die Kopulation ebenso wie vom
Rath nur „in ganz seltenen Fällen“ beobachtet, so namentlich
Anfang Juni d. J. (bei Tatra-Höhlenhain, wo ich dreimal und zwar
nach Regen kopulirende Tiere an Edeltannenstämmen frei sitzend
beobachtete. (Gl. connexa alpina). Hennings sagt von marginata,
daß die Kopulatien „stets auch in den Terrarien, unter der Blätter-
schicht vor sich geht“. Was die Richtung der kopulirenden Tiere
betrifft, so hat vom Rath zwei verschiedene Stellungen beschrieben
und eine derselben (in seiner Abb. 9) auch ganz hübsch abgebildet.
Diese welche für Gl. conspersa beschrieben wird, besteht darin, daß
die sich begattenden Tiere mit den Bauchflächen gegen einander
gerichtet sind und die Köpfe nach verschiedenen Richtungen. „In
seltenen Fällen“ beobachtete vom Rath für conspersa eine andere
Kopula wobei „das Männchen mit seinem Vorderkörper und
1) 1880 hat sich F.Ka ı sch in einem Aufsatz „Zur Formenlehre der pentagonen
Myriopoden“ Archiv f. Nat. S. 23—25 ebenfalls über Glomeriden-Kopulation
ausgesprochen, wobei ich aber auf seine Mitteilungen über Sphaerotheriiden,
welche er hauptsächlich behandelt hat, nicht eingehen will. Er hat jedenfalls
Recht, daß „bei den Glomeriden von einem Eindringen in die weiblichen
Organe nicht die Rede sein kann“, doch meint er dabei nicht die Gonopoden,
sondern die Aequivalente der Vulven. Die Bedeutung der Gonopoden ist ihm
unbekannt, d.h. er hält sie im Anschluß an Beobachtungen Humberts für
„Kneipzangen“, welche lediglich zum Festhalten dienen sollen. Daher bringt
er auch die Glomeriden S.25 in einen nach dieser Richtung nicht berechtigten
Gegensatz zu den übrigen Diplopoden, wie überhaupt seine Vorstellungen von
der Kopula der Diplopoden sehr wunderbarer Natur sind. Ein physiologisch
prinzipieller Unterschied in der Kopulation zwischen G@lomeriden und andern
Diplopoden besteht nicht, trotzdem daß nach Bau und Lage der Gonopoden
ebenso wie mit Rücksicht auf die Haltung der kopulierenden Tiere, den meisten
übrigen Diplopoden gegenüber ein wesentlicher Unterschied besteht.
Über Diplopoden. 217
obendrein mit dem größten Teil des Hinterleibes über dem Kopfe
und Rücken des Weibchens ruht, während die Kopulationsfüße in (!)
die Vulven eingeführt sind.*
Merkwürdigerweise habe ich bei (rl. connexa alpina eine dritte
Art der Copulation feststellen können, welche für umherlaufende
Tiere die einfachste zu sein scheint. Beide Geschlechter befinden
sich in z. T. natürlicher Lage, d. h. stehend auf der Mehrzahl
ihrer Laufbeine, das Männchen gerade vor dem Weibchen.
Letzteres mit erhobenem Vorderkörper, Ersteres umgekehrt mit ge-
senktem und gegen die Unterlage gedrücktem Kopf. Das Hinter-
ende und der Analschild des 3' sind etwas nach oben gebogen und
schieben sich unter den Kopf und Brustschild des 2 in der Weise,
daß die Gonopoden die Vulven zu umklammern vermögen. — Diese
Copulationsweise ist um so wichtiger als sie sicher nicht nur für
connexa alpina gilt, sondern vor Allem bei jenen Grlomeris erwartet
werden kann, deren Männchen (wie bei hexasticha und formosa)
einen ausgebuchteten Analschild besitzen, d. h. eine Eigen-
tümlichkeit, deren Bedeutung bisher noch nicht erklärt worden ist.
Nehmen wir nun für diese Arten dieselbe Copula an, welche ich
bei alpina beobachtet habe und bei /ormosa habe ich in einem
Falle wenigstens den Versuch zu einer Copula in gleicher Weise
beobachten können, dann erklärt sich die Analschildausbuchtung ganz
einfach als eine Einrichtung, welche den Gonopoden die
Annäherung an die Vulven erleichtert, zumal ja der Anal-
schild von unten her gegen das Vorderende des 2 gerichtet ist.
Bei den beiden von vom Rath geschilderten Arten der Copulation
dagegen ist eine Analschildausbuchtung zwecklos, weil keine ent-
gegenstehenden Teile vorhanden sind.
III. Horizontale und vertikale Verbreitung.
Im ersten Abschnitt finden sich zahlreiche spezielle Angaben
über das Vorkommen der betr. Glomeris-Formen. Hier sollen mehr
die allgemeinen für die Lebensverhältnisse dieser Tiere wichtigen
Verbreitungsverhältnisse ins Auge gefaßt und einige Unterschiede
betont werden, welche gegenüber den Vorbereitungsweisen anderer
Myriapoden-Gruppen, namentlich der Ascospermophora und Juliden
bemerkt werden und in ihrer allgemeinen Gültigkeit noch nicht
hervorgehoben worden sind.
A. Die horizontale Verbreitung bespreche ich nur kurz:
Die Glomeriden verlangen im Allgemeinen Gegenden mit
anstoßendem Gestein, die gesteinlose Ebene wird von ihnen
gemieden: Als Ausnahmen hiervon sind mir bisher nur drei Formen
bekannt geworden, nämlich Glomeris marginata und perplexa in der
norddeutschen Tiefebene und @I. hexasticha var. hexasticha in Süd-
ungarn. Aber auch diese drei Formen verlangen schweren Lehm-
boden und halten sich dann entweder im Walde oder doch wenigstens
218 Karl W. Verhoeff:
in der Nähe von Bäumen oder Gebüschen. Sind keine Bäume vor-
handen, dann finden sich entweder Schatten spendende Lehmwände
oder Flußläufe oder Beides. In den ausgedehnten Ebenen mit
Sandboden wie wir sie in Nordostdeutschland und Ungarn an-
treffen, habe ich trotz häufigen Nachsuchens niemals eine Glomeride
zu Gesicht bekommen. Der Angabe von Hennings, daß Gl. mar-
ginata „in der Mark Brandenburg verhältnismäßig selten“ sei, kann
ich nicht vollkommen zustimmen, da nach meinen Erfahrungen
in den wenigstens von mir untersuchten Teilen Brandenburgs
überhaupt keine (rlomeriden vorkommen. Nach einer münd-
lichen Besprechung mit ©. Hennings erklärt sich seine Angabe
durch eine Mitteilung von Heymons, welcher Glomeris in
Brandenburg gefunden haben will.!) Für Gegenden der nord-
deutschen Tiefebene mit Lehmboden ist Gl. marginata nach-
gewiesen z. B. aus der Umgegend Hamburgs und von Schleswig-
Holstein. Thimotheews Angaben über das Vorkommen von Gl,
hexasticha, formosa und conspersa bei Charkow bedarf hinsichtlich
der Beschaffenheit der betr. Fundplätze der Aufklärung, da über.
Vorkommen garnichts gesagt ist. M. Grentzenberg?) sagt, daß
„Glomeris von Menge bei Danzig vergebens gesucht“ sei, dab er
aber die Glomeris marginata aufführt, welche nach Zaddach in
Ostpreußen bei Pr. Eylau „vorzukommen scheint“. A. Protz hat
in derselben Zeitschrift 1896 in einem Exkursionsbericht aus
Westpreußen sogar „(rlomeris connexa Koch“ angegeben aus der
Tucheler Heide von „Sartowitz, Hölle.“ Auch hier bedarf es näherer
Aufklärung sowohl über das Tier selbst als auch die Beschaffen-
heit des Fundplatzes. Es kann sich nämlich sowohl um @!. connexa
fagivora als auch GI. connexa alpina handeln, wahrscheinlicher ist
freilich das Vorkommen der ersteren Form. Aber auch @/. connexa
perplexa Latz. kommt in Betracht, zumal diese Rasse durch Latzel?)
von der Unterelbe nachgewiesen wurde als „mit marginata an den-
selben Lokalitäten“ hausend.
Wir sehen somit, daß die Mehrzahl der in den Gebirgen von
Süd- und Mitteldeutschland vorkommenden Glomeriden der nord-
deutschen Tiefebene vollkommen fehlen und daß diese an aen
meisten Plätzen überhaupt keine Glomeriden beherbergt.
Von Skandinavien kennt man nur noch Glomeris marginata.
Aus Nordafrika sind mehrere (rlomeriden bekannt, während die
äthiopische Region derselben zu entbehren scheint.
!) Nach einer späteren brieflichen Benachrichtigung durch Hennings hat
Heymons @lomeris bei Reinsberg i. Mark gefunden, ob auf Lehmboden, bleibt
dahingestellt.
?) Schriften der naturforschenden Gesellsch. Danzig, Bd. IX. 1895.
3) Myriopoden aus der Umgebung Hamburgs. Jahrb. d. hamburg. wiss,
Anstalten XII. 1895.
Über Diplopoden. 319
Die Hauptmasse der Glomeriden Europas bewohnt den
Süden des mittleren und den Norden des südlichen
Europas. In den südlichen Mittelmeergebieten nimmt die Zahl der
Glomeriden wieder beträchtlich ab, daher ich denn z. B. in Griechen-
land zwar auf Korfu noch Gervaisien, aber im übrigen überhaupt
keine Glomeriden zu Gesicht bekommen habe.!). C. Attems er-
wähnt neuerdings von Kreta?) ebenfalls keinen (rlomeriden.
Dass unsere Thiere in Nordamerika vorkommen, und in Asien
bis auf die indomalayischen Inseln verbreitet sind, wurde schon
oben erwähnt, im übrigen aber liegt das riesige Gebiet Innerasiens
als eine dunkle Gegend vor uns, aus welcher aber noch sehr viel
des Interessanten zu erwarten ist. Aus den Enden Europas in
west-östlicher Richtung, Portugal und Spanien einerseits und Kau-
kasus andererseits, sind (Grlomer:s-Arten bekannt geworden.
B. Die vertikale Verbreitung ist im Vorigen mit Rücksicht
auf Deutschland bereits teilweise besprochen worden. In Mittel-
europa nehmen in der Richtung von Norden nach Süden die (rlo-
meriden an Zahl zu bis etwa in die Gebirgswälder von 500—1200 m
und zwar sowohl an Individuen als auch Formen. Von da an
aber nimmt ihre Zahl nach oben wieder allmählich ab. Mit Rück-
sicht auf die höheren Gebiete der Hochgebirge, namentlich die Ge-
filde oberhalb der Baumgrenze zeigen die (rlomeriden ein von
den Ascospermophora und Juliden auffallend ab-
weichendes Verhalten. Während diese beiden Gruppen nämlich
mit zahlreichen Formen gerade oberhalb der Baumgrenzen
vertreten sind, Formen, welche die Hochregionen entweder aus-
schließlich bewohnen oder doch mit besonderer Vorliebe, meiden
die (lomeriden im Gegenteil die Zonen oberhalb der
Baumgrenze, indem sie dort entweder vollständig fehlen, oder
nur spärlich vorkommen, oder wenn nicht selten, doch jedenfalls
spärlicher als in den Gebirgswäldern. Vor allem aber ist zu be-
tonen, daß man bis jetzt nur eine Glomeriden-Art ausschließ-
lich aus dem Hochgebiet oberhalb der Baumgrenzen kennt,
nämlich Glomeris montivaga Faes°?), welche der Autor selbst entdeckt
hat und auf S. 69—72 beschrieben. Er sagt: „Elle se trouyait en
quantite sous les pierres, dans les hauts päturages situes derriere
V’hospice et vivrait la en compagnie de la Gl. transalpina. Le sol
etait recouvert de Rhododendrons. C’etait le 8 aoüt et a cette
epoque on la rencontrait in copula.“
Außerdem sind als hochalpin einige Varietäten bekannt ge-
macht worden, nämlich Gl. conspersa undulata var. Roettgeni Verh.
1) Vergl. in den Zool. Jahrbüchern 1900 den XII. Aufsatz meiner „Beiträge
zur Kenntniß paläarkt. Myriop.“
2) Sitz Ber. kais. Akad. Wiss. Wien, Bd. CXI. 1902.
3) Myriopodes du Valais. Dissertation. Genf, 1902.
220 Karl W. Verhoeff:
und Gl. transalpina var, spinalemontis Verh. beide oberhalb der
Baumgrenze von Mt. Spinale. Diese sind aber nur in einzelnen
Stücken aufgefunden und daher ist es fraglich, ob sie nicht eben-
sogut in tiefer gelegenen Waldgebieten zu finden sind. Die oben
beschriebene hexasticha bavarica var. alnimontium m. ist oberhalb
der Baumgrenze in Bergerlengebüschen von mir gesammelt worden.
Wenn nun auch zahlreiche Gebirgsstöcke hinsichtlich der Diplo-
poden noch ganz unerforscht sind, so wird an der bisher festgelegten
Regel, daß die Bergwälder das Hauptquartier der Glo-
meriden darstellen, wenig zu ändern sein.
In diesem Sommer (Mai— Juni) sammelte ich mit meiner Frau
in den Wäldern bei Tatra-Höhlenhain mehrere hundert Stück
(rlomeriden, aber wir haben an der Faixblösse, oberhalb der Baum-
grenze sowohl wie zwischen den Latschen nicht ein einziges
Stück zu Gesicht bekommen. In der Granit-Tatra nahm @/. connexa
alpina von der Zone der bei Schmecks und Csorbersee befindlichen
Nadelwälder an nach oben allmählig an Individuenzahl ab, die
meisten fand ich in den tiefsten Wäldern, nämlich bei Schmecks.
Nun ist die Tatra als ein besonders rauhes Gebirge bekannt,
dessen zerrissene Hochthäler von furchtbaren und kalten Stürmen
heimgesucht werden. Aber in den siebenbürgischen Alpen,
wo ich Höhen besucht habe, welche nicht ganz so exponiert liegen,
kann ich doch im wesentlichen hinsichtlich der @lomeriden nur das-
selbe berichten, wie von der Tatra, denn am hohen Cindrell, am
Bucsecs, am Krähenstein, am Schuler und auf dem Kuhhorn,
wo ich doch überall Angehörige anderer Myriapoden-Gruppen habe
auffinden können, sind mir keine (rlomeriden vorgekommen, obwohl
ich ihrer zahlreiche in vielen tiefer gelegenen Gebirgswäldern er-
beutet habe.
Die Alpen sind dem Aufstieg der Glomeriden günstiger
als die Karpathen, weil die viel bedeutenderen Erhebungen aus-
gedehnte Hochgebiete schützend überdachen und überhaupt die
Ausdehnung begrünter Hochgebiete oberhalb der Baumgrenze eine
viel bedeutendere ist.
Die schweizerischen Myriapodenforscher, namentlieh H. Rothen-
bühler und H. Faes, haben uns zahlreiche Angaben gemacht
betreffend die vertikale Verbreitung der (rlomeris. Obwohl in
quantitativer Hinsicht genauere Aufklärung erwünscht wäre, ist
doch auch aus den Angaben dieser Forscher bereits deutlich
ersichtlich, daß die schweizerischen (@rlomeris die mittleren Höhen
von 700—1500 m bevorzugen. In seinem ersten „Beitrag zur
Kenntnis der Myriopodenfauna der Schweiz* Genf 1899 sagt
H. Rothenbühler von @l. conspersa: „In den Wäldern der
schweizerischen Hochebene, sowie auf den Hügeln des Alpen-
vorlandes ist sie die gemeinste Glomeris. Mit Vorliebe ein Be-
wohner der feuchten Laubschichten des Waldbodens, geht sie jedoch
Über Diplopoden. 23
auch über die Baumgrenze hinauf. Im Berner Oberland habe ich
sie noch in 2000 m Höhe auf sonnigen Alpenweiden unter Steinen
und in Gesellschaft von (@/. ornata häufig gesammelt.“ Faes giebt
conspersa an bis zu 1800 m, meistens auf 1000—1500 m. Für
Gl. intermedia („hexasticha“) gilt Aehnliches, nach Faes geht auch
diese Art bis zu 2000 m. Gl. connexa verfolgte Rothenbühler
in tieferen Gebieten, Faes sammelte sie von den Tälern des Wallis
bis zu 2600 m Höhe. Er sagt daß sie bei „Bella Tolla sur St. Luc.,
&tait encore frequente sous les pierres & 2600 m d’altitude“. Von
dort verzeichnet er auch @!. transalpina (2700 m). Es sind dies
offenbar die bedeutendsten Erhebungen, bis zu welchen (rlomeriden
überhaupt beobachtet worden sind. Gerade in diesen Gebieten des
Wallis kommt bekanntlich die schützende Nachbarschaft bedeutendster
Hochgebirgshäupter für günstige Verhältnisse an ungewöhnlich
hohen Punkten in Betracht. Gl. marginata ist nicht über 1300 m
Höhe beobachtet worden und doch kommt sie allein in Skandi-
navien vor! Für die verhältlich geringe Ausdehnung der Glomeriden
nach den oberen Gebirgslagen kann ihr Kugelvermögen in
Betracht kommen, denn es ist unmittelbar einleuchtend, daß dieses als
Schutzmittel an so steilen Bergwänden wie wir sie z. B. in der
Tatra vielfach beobachten, sehr bedenkliche Folgen haben kann,
indem rollende Tiere wenn nicht getötet, so doch jedenfalls unter
Umständen in bedeutende Tiefen hinabbefördert werden. Häufiges
Rollen bei geringer aktiver Fortbewegung muß aber notwendig einen
hemmenden Einfluß haben auf die Verbreitung dieser Tiere nach
oben. Es kommen aber noch andere Umstände in Betracht. Ich
habe oben nachgewiesen, daß manche (Glomeris bei feuchtem Wetter
die Stämme lebender und toter Bäume nach zarten pflanzlichen
Gebilden absuchen. Diese finden sie selbstverständlich oberhalb
der Baumgrenze nicht oder wenigstens nicht in derselben Weise
und Menge und die durch den Waldesschatten bedingten zarten
Moose sind gleichfalls verschwunden oder können, wenn noch ent-
sprechende da sind, nicht mehr so geschützt vor Winden abgenagt
werden. Tiere, welche wie (rl. pustulata an Felsen wandern und
Feuchtigkeit nebst Wärme verlangen, finden je weiter nach oben
um so seltener beides zugleich und sind außerdem durch das
Kugelvermögen ganz besonders am Empordringen gehindert. Am
ehesten könnten es in den Hochgebieten diejenigen Formen aus-
halten, welche an ein Leben zwischen Steinen und zugleich im
Humus gewöhnt sind, wie @l. tirolensis z. B., da sie durch die
Stürme am wenigsten belästigt werden und Humus auf den
Hochmatten zahlreicher Gebirgsstöcke genug vorhanden ist. Tat-
sächlich wurde diese in der Tiefe, nicht weit vom Gardasee ver-
breitete Art, durch K.Roettgen aus über 2000 m Höhe auch vom
Mt. Spinale mitgebracht.
222 Karl W. Verhoeff:
Beim Vergleiche der (Glomeriden-Verbreitung in den
Karpathen einerseits und den Alpen andererseits sind wir
mithin auf einen sehr bemerkenswerten Unterschied gestoßen, der
sich etwa so ausdrücken läßt, daß die (Glomeriden in den Alpen
um durchschnittlich 400—1000 m höher aufsteigen als in den
Karpathen, ein Umstand, für welchen ich eine Erklärung finde
einerseits in der bedeutenderen Erhebung der Alpenmassen,
andererseits in den ungünstigeren klimatischen Verhältnissen der
Karpathen, hervorgerufen durch die Nachbarschaft der großen
russischen Tiefebene und ihr kontinentales Klima.
Verzeichnis der in dieser Arbeit beschriebenen oder
namhaft gemachten Glomeris-Formen.
Die Zahlen verweisen auf die Seiten, auf denen die betreffende Form
besonders namhaft gemacht wurde. Die besser bekannten Arten und Rassen
sind mit einem Kreuz 7 versehen.
abieticola Verh. 156.
abietivora Verh. 127.
abbreviata Verh. 132.
talbanensis Verh. 166, 175.
Talbicornis Poc. 191.
Talluaudi Bröl. 185.
alnimontium Verh. 143.
Talpina Latz. 155.
ambigua Haase 136.
analis Verh. 138.
Tannulata Bra. 179.
approximata Verh. 124.
aterrima Verh. 130.
atra Haase 155.
atrata Haase 155.
Tfaurita C. Koch 181.
?awchasia Bra. 185.
rbalkanica C.K. u. Verh. 181.
barlangligetana Verh. 137.
Tbavarica Verh. 122.
beatensis Verh. 147.
Tbellunensis Verh. 146, 183.
"rberlesei Verh. 183.
bicolor (Wood) 189.
biguttata Verh. 150.
Tboleti Verh. 124.
bonnensis Verh. 150.
bosniensis Verh. 128.
brölemanni Verh. 170.
burzenlandica Verh. 134.
calcemigrans Vern. 161.
calcivaga Verh. 127.
Tcarnifex Poc. 190.
carpathica Latz. 155.
carpinicola Verh. 122.
Teingulata C. K. 179.
circofera Verh. 126.
coccinea Latz. 169.
commiscens Verh. 176.
coneinna OÖ. K. 181.
Tconcolor Poc. 190.
conjungens Verh. 128.
Tconnexa C. K. 151.
rconspersa ©. K. 165, 169.
(continua Verh.) 181.
corylicomes Verh. 156.
corylivora Verh. 128.
croatica Verh. 174.
Über Diplopoden. 223
rdistichella Berl. 182. ?lepida Eichw. 185.
diversa Verh. 148. ligurica Latz. 152.
divisa Haase 116. (limbata C. K.) 181.
dormeyeri Verh. 175. liptauensis Verh. 125.
dorsodivisa Verh. 162. loppiana Verh. 172.
Ttdorsosanguine Verh. 178, 208. (luganensis Verh. 169.
dorsovitta Verh. 162. lunatoguttata Costa vergl. XI. 05 im
feimeri Verh. 126. Zoo]. Anz.
eremita Verh. 137. (maculata C.K.) 182.
feuropaea Verh. 116, 185, marcomannia Verh. 133.
excellens Latz. 168. Tmarginata Vill. 152, 184, 208.
fagivaga Verh. 154. marmorata C.K. 171.
fagivora Verh. 153. medioatrata Verh. 129.
fischeri Verh. 177. mediomelas Verh. 137.
fiumarana Verh. 168. melas Verh. 154.
flavostriata Verh. 169. mephisto Verh. 150.
formosa Latz. 158. microstemma Bra. 180.
” Verh. 159, 160. Tmirzelae Verh. 159, 161.
gallica Bröl. 186. mniszechiüt Now. 137.
gallicorum Verh. 147. mohamedanica Att. 186.
genuensis Latz. 167. montium Verh. 122.
germanica Verh. 170. imontivaga Faes 208.
graniticola Verh. 133. *[montivaga Verh.] 123.
Tguttata Risso 151. Tmultistriata ©. K. 117, 208.
haasei Verh. 156. nemorivaga Verh. 162.
(helvetica Faes) 156. nobilis C. K. 169.
1. Verh. 186. norica Latz. 180.
(heterosticta Bra.) 181. nycthemera Latz. 152.
Thexasticha Bra. 139, nyctos Verh. 155.
en Verh. 135. oblongoguttata Verh. 180.
Thispanica C.K. 182. obscura Haase 130.
hungarica Verh. 123 obscurata Verh. 138.
jablanicensis Verh. 138. Toceultocolorata Verh. 186, 208.
ülyrica Verh. 173. Tornata C.K. 117.
Tinfuscata Poc. 191. ?ovatoguttata C. K. 182.
inlercedens Latz. 180. (pallida Verh.) 150.
Tintermedia Latz. 118, 146. palliofera Verh. 151.
n Verh. 149. pannonica Verh. 129.
irregularis Verh. 144. pentasticha Latz. 169.
irrorata C. K. 167. Tperplexa Latz. 152.
Tkirropeza Att. 191. piecola Att. 185.
klug C.K. 172. porphyrea ©. K. 174.
n „bra.184. prenjana Verh, 167.
kochi Verh. 173. Tprominens Att. 186.
krähensteinensis Verh. 157. proximata ©. K. 180.
kremnitzensis Verh. 125. pseudoambigua Verh. 136.
lateralis Verh. 125. pseudoaurita Verh. 186.
lauricola Verh. 153. pseudoconspersa Verh. 177.
2234 Karl W. Verhoeff:
En
pseudolateralis Verh. 123.
pseudomarginata Verh. 180.
tpulchra C.K. 181.
punica Att. 186.
tpusilla Berl. (117), 183.
rpustulata Latreille 180, 184.
"rpyrenaica Latz. 187, 207.
pyrenaeorum Verh. 147.
quadratigera Verh. 157.
Tquadrifasciata ©. K. 166.
quadrimaculata Latz. 136.
(quadripunctata Bra.) 185.
quadristriata Haase 135.
rquercivora Verh. 132.
“rrabensteinensis Verh. 129,
rhenana Verh. 153.
rhenanorum Verh. 153.
ribauti Verh. 147.
fromana Verh. 167.
röttgeni Verh. 177.
rufoguttata C. K. 180.
frugifera Verh. 187, 207.
saxonicorum Verh. 136.
schässburgensis Verh. 133.
schreckensteinensis Verh. 125.
scutoatrata Verh. 138.
scutolimbata Verh. 157.
septemseriata Verh. 123.
silesiaca Verh 154.
silvivaga Verh. 138.
* montivaga Verh. ändere ich wegen des bereits vergebenen Namens um
in attemsi m.
Tspinalemontis Verh. 180.
stellifera C. K. 181.
sticheli Verh. 176.
[striata Att.) 116, 185
|subterranea C.K.) 180.
szeklerana Verh. 134.
tenebrarum Verh. 148.
tenebrosa Latz. 155.
(tetrasticha Bra.) 185.
Ttheresiae Verh. 131.
thuringiaca Verh. 156.
tirolensis Latz. 163.
Ttransalpina C©.K. 179.
transversosulcata Verh. 156
trebevicensis Verh. 173.
triangulifera Verh. 127.
Ttrisulcata Roth. 146.
a Verh. 149.
Tundulata C. K. 166, 177.
vallicola Verh. 139.
vinuluensis Verh. 158.
vittascuti Verh. 132.
vittathorax Verh. 131.
vosseleri Verh. 168.
walachica Verh. 157.
zanthopyge Latz. 152.
zipsiana Verh. 161.
zipsiorum Verh. 161
zonata C.K. 182.
Über Diplopoden. 225
Erklärung der Abbildungen.
Tafel XIH.
Abb. 1—6 Glomeris formosa Latzel.
Gonopod und Syneoxit von vorn gesehen.
Endhälfte eines Gonopod von hinten gesehen.
Syneoxitwinkel eines Maturus senior, 18. Beinpaar.
Syncoxitwinkel eines Maturus junior, 18. B.
Endkralle eines 16. Beines des J'.
Struktur einiger Teilchen der Gonopoden, « vom Tibiallappen, 3 von
der Femurwandung, y von der Haut zwischen Präfemur und Femur.
Abb. 7 GI. hexasticha var. szeklerana Verh.
a, b, ce sind Syneoxitwinkel vom 18. Beinpaar verschiedener Männchen.
Abb. 8 und 9 Gl. formosa Latz.
8. Ein 18. männliches Bein und Syncoxit von Maturus junior.
9. Borstenähnliche Endkralle dieses Beines.
Abb. 10 dieselbe vom 17. Beinpaar des & der Gl. hexasticha var. szeklerana Verh.
Abb. 11 Gl. hexasticha corylivora Verh. var. corylivora. 17. Bein eines Maturus
senior.
Abb. 12—15 @!. pulchra C.K.
12. Gonopod und Syncoxit des Status antecedens.
13. Hypodermiszellen des Femur.
14. Rumpf eines & des Vorstadiums von der Seite gesehen, das 12. Rumpf-
segment noch wenig sichtbar.
15. Zweispitziges Ende eines Coxalfortsatzes der Gonopoden des Qi.
a ze
Tafel XIV.
Abb. 16—18 Glomeris tirolensis Latz.
16. Ein Gonopod und Syncoxit des Status antecedens.
17. Endhälfte eines Gonopod des Maturus junior, von hinten gesehen.
18. Hälfte vom 17. Beinpaar des Maturus junior & nebst zugehöriger
Sternithälfte, Tracheentasche und Stück eines Pleurit von innen ge-
sehen. trtm = Muskel zwischen Tracheentasche und Coxa, bmt
zwischen Tracheentasche und Telopodit. r,r, = grundständige Hüft-
ränder.
Abb. 19 GI. hexasticha theresiae Verh. (bei einer Reihe anderer hexasticha-Formen
ebenso). Zwei verschiedene Endspitzen der Coxalfortsätze des Gono-
poden-Syncoxit.
Abb. 20—22 @l. tirolensis Latz.
20. Pseudomaturus, Ansicht von vorn auf Gonopod und Syneoxit. y eine
schwache Rinnenbildung.
21. Status antecedens. 17. Bein eines & km, km, Krallenmuskeln.
22. Hälfte vom 17. Beinpaar des Maturus senior nebst anstoßender Sternit-
hälfte.
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. I. H.2. 15
226 Karl W. Verhoeff.
Abb. 23 @I. connexa alpina Latz. Endspitze eines Gonopoden-Syncoxitfortsatzes
Abb. 24 GI. formosa Latz. ebenso.
Abb. 25 und 26 GI. connexa alpina Latz.
25. Gonopod-Endhälfte des Pseudomaturus, von vorn gesehen.
26. Dieselbe, des Maturus junior.
Abkürzungen.
sco = Syncoxit, pr. = Fortsätze desselben,
scol = mittlerer Syncoxitlappen, prf= Präfemur,
fe = Femur. u= Tibia,
ta = Tarsus, u= Ungulum, Kralle,
til = Tibiallappen, fel = Femorallappen,
b, und b,= Brückenmuskeln, V= Sternit,
P=Plewrit, trt = Tracheentasche,
st = Stigma, fpr = Femurfortsatzlappen
gg ‚= Gelenkstellen zwischen Sternit und Coxa.
g,— Gelenkknopf zwischen Coxa und Telopodit,
tr, tr, = Tracheen.
Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
mit Berücksichtigung
der übrigen Musteliden-Taenien.
Von
J. Thienemann.
Hierzu Tafel XV.
Für unsere kleinsten Raubsäugetiere, die Musteliden, ist eine
bestimmte Gruppe von Taenien als Schmarotzer charakteristisch.
Die Verzeichnisse führen fünf Arten an, von denen nur die eine,
die bekannte Taenia crassicollis Rud., sich für gewöhnlich bei
unsern Katzen, den wilden sowohl, wie den domestizierten, findet
und für die Musteliden sicher nur ein gelegentlicher Parasit ist.
Die übrigen vier Arten sind folgende: 1. Taenia intermedia Rud.,
2. Taenia tenwcollis Rud., 3. Taenia brevicollis Rud., 4. Taenia
conocephala Dies. Diese Arten sind bis jetzt wenig bekannt, und so
mag zunächst das, was sich über sie in der Literatur findet, in
chronologischer Reihenfolge kurz zusammengestellt werden.
Goeze (1782) bemerkt am Schlusse des Abschnittes, der von
der fünften Untergattung des Kettenbandwurmes in Ratten und
Mäusen, Taenia pusilla, handelt, daß er in einem braunen Wiesel
der kleinsten Art einen sehr zarten Bandwurm von 1 Zoll Länge
und !/, Linie Breite gefunden habe, von dem er aber nicht ent-
' scheiden könne, zu welcher Gattung er gehöre. Ferner tut dieser
Autor unter dem zackengliedrigen Bandwurme, Taenia serrata,
kleiner, in den Gedärmen einiger Iltisse und Marder angetroffenen
Bandwürmer Erwähnung, die in Ansehung des Kopfes und der
zackigen Glieder große Ahnlichkeit mit den aus Katzen und Hunden
stammenden Arten zeigten. Bestimmte Namen werden nicht auf-
gestellt.
Batsch (1786) weist in seiner Naturgeschichte der Bandwurm-
gattung auf die Goeze’schen Funde hin, ohne etwas Originales an-
zuführen.
Dasselbe gilt von Schrank (1788), der, wie ja der Titel seines
Werkes sagt, nur ein Verzeichnis der damals bekannt gewordenen
Eingeweidewürmer bringt.
Arch. f. Naturgesch. 72, Jahrg. 1906. Bd.1I. H.3. 15*
228 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
Gmelin (1788—93) stellt eine Taenia mustelae auf, die in den
Gedärmen von Mustela vulgaris, M. martes und M. putorius vorkommt.
Seine Angaben basieren aber ausschließlich auf Goeze. Da nun
mehrere Arten in Musteliden vorkommen und nicht zu entscheiden
ist, welche von diesen der Autor meint, so ist der von Gmelin
und später von Zeder (1803) gebrauchte Name Taenia bezw. Ha-
Iysis mustelae ganz fallen zu lassen. Dasselbe gilt von den Zeder-
schen Bezeichnungen Halysis putorii und Halysis martıs. Original-
beschreibungen liegen nicht vor, nur die Wirtstiere werden an-
gegeben.
Auch Rudolphi fußt in der Entozoorum Hist. nat. (1809)
mit seiner „Taenia Putori“ und „Taenia Mustelae vulgaris“ noch
ganz auf den Goeze’schen Angaben. Er hebt hervor, daß der von
diesem Autor in dem kleinen Wiesel gefundene Wurm jedenfalls
nur ein Teil einer Tänie gewesen sei. Dagegen wird 1809 von
Rudolphi bereits die Taenia intermedia aus Mustela martes auf-
gestellt und beschrieben. In der Synopsis (1819) folgt dann die
Aufstellung von Zaenia brevicollis aus Mustela erminea und Taenia
tenuicollis aus Mustela putorius und M. vulgaris.
Die Beschreibungen, die Rudolphi gibt, sind entsprechend den
damaligen mangelhaften Hilfsmitteln derart, dab sie uns zum
Wiedererkennen der Arten nur wenig Anhaltspunkte geben. Die
Angaben beziehen sich fast nur auf die Form der Proglottiden,
deren verschiedene Gestaltung innerhalb der Strobila hervorgehoben
wird. Außerdem ist zu bemerken, daß Rudolphi sowohl Taenia
tenukcollis als auch brevicollis zu den unbewaffneten Bandwürmern
zählt, was sich später als irrig erwiesen hat.
In der Folgezeit sind es Dujardin, Leuckart und Küchen-
meister, die etwas Neues und für die Erweiterung der Kenntnis
der uns beschäftigenden Tänien Wertvolles liefern. Dujardin gibt
in seiner Histoire naturelle des helminthes (1845) eine etwas aus-
führliche Beschreibung von 7. tenwicollis und bildet auch deren
Haken ab, die allerdings nach Küchenmeister (1856) nicht richtig
getroffen sein sollen. Bei der Beschreibung von 7". intermedia und
brewcollis lehnt er sich ganz an Rudolphi an. .
Drei Jahre später beschreibt Blanchard (1848) eine Tänie
aus einem Marder als Taeni« de la Fowine (Taenia foinae Blanch.)
Der Autor hat drei Exemplare untersucht und glaubt gegen die
übrigen bis dahin aus den Musteliden bekannten Bandwurmarten
Unterschiede gefunden zu haben. Weder die wenig eingehende
Beschreibung, noch auch die direkte Unrichtigkeiten aufweisende
Abbildung des Kopfes geben uns eine genaue Vorstellung von dem
Tiere, dessen Artberechtigung vorläufig unentschieden bleiben muss.
Es ist zu bemerken, dass Diesing diese von Blanchard beschrie-
bene Tänie in seiner Arbeit „über eine naturgemäße Verteilung
der Cephalocotyleen“ (1854) als Taenia conocephala aufführt. Nach
den jetzt geltenden Prioritätsregeln muß sie aber den obigen ersten
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 229
Namen behalten und also Taenia foinae Blanch. heißen, voraus-
gesetzt, daß dieser Name nicht überhaupt als synomyn zu einer
der Rudolphi’schen Arten in Wegfall kommen wird.
Es folgen nun die Arbeiten von Küchenmeister und
Leuckart, die, wie schon oben erwähnt, einige neue Gesichts-
punkte eröffnen. Küchenmeister giebt in seinem Parasitenwerke
(1855) die Abbildungen eines großen und eines kleinen Haken von
Taenia intermedia. Ebenso weist Leuckart in dem bahnbrechen-
den Werke „die Blasenbandwürmer und ihre Entwickelung“ (1856)
auf die eigenartige Hakenform bei dieser Tänienart hin, giebt auch
genaue Maße und Zeichnungen, ohne aber eine reife Proglottis
beobachtet zu haben.
In diese Zeit fällt auch die Entdeckung des sogen. ‚Uysticereus
innominatus hypudaei“, der von Küchenmeister in der Leber von
Mäusen gefunden und vergeblich an Katzen verfüttert worden ist.
Als zugehörige Tänie erkennt dann Leuckart aus der Gleich-
artigkeit der Haken die Taenia tenuicollis Rud. und beschreibt diese
Art auch, so weit es ihm möglich war, in seinem oben genannten
Werke (1856). Dabei mußte er sich freilich sehr an Dujardin
anlehnen, da ihm nur ein Kopf und ein Cysticercus vorlagen.
Sehr bald darauf fand Küchenmeister (1858) den „Cysticercus
innominatus hypudaei‘“ auch in der Leber von Maulwürfen (Talpa
europaea,) die ja gleichfalls namentlich von Wieseln verfolgt und
gefressen werden. Der Autor weist darauf hin, daß der hakenlose
„ÜOysticereus talpae‘“ der älteren Autoren mit unserm vorliegenden
Cystercus identisch sei und nicht, wie Leuckart meint, zu seiner
Taenia polyacantha des Fuchses gehöre. Leuckart stimmt dem
nach weiter angestellten Versuchen später selbst bei (1857 u. 1859).
Aus späterer Zeit wäre vielleicht nur noch zu erwähnen, daß
Weinland (1861) in seiner Systematik der Gattung Taenia, die
sich auf die Beschaffenheit der Eischale gründet, Tuenia intermedia
zu den Bandwürmern mit harter Eischale, den Sclerolepidota,
rechnet.
Kurz zusammenfassend ist also zu bemerken, daß T. tenwicollis
verhältnismäßig am besten bekannt ist, daß wir von T. intermedia
außer der Bewaffnung des Kopfes recht wenig wissen, und daß die
Nachrichten über 7. brevicollis und T. foinae Blanch. (= T. conoce-
phala Dies.) ganz und gar unzureichend sind.
Durch das Entgegenkommen meines hochverehrten Lehrers,
des Herrn Prof.Dr.Braun, der die noch vorhandenen Rudolphi’schen
Typen aus dem Berliner Zoologischen Museum kommen ließ und
mir zur Verfügung stellte, bin ich in den Stand gesetzt, die Tänien
der Musteliden mit den jetzigen besseren Hilfsmitteln, nachdem die
Objekte in Glycerin-Alkohol aufgehellt waren, einer Nachprüfung
und Nachuntersuchung zu unterziehen, soweit dies das alte und
nur einfach in Alkohol konservierte Material zuliess.
Es mag die Beschreibung folgen: Das erste Sammlungs-
glas trägt folgende Etikette: „No. 1996 Taenia tenwicollis Rud,
230 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud,
(Mustela vulgaris.) Coll. Rud. Bremser Sammler.“ Es sind drei
Würmer darin enthalten, zwei vollständige mit Scolex und ein
unvollständiger ohne Scolex. Beim ersten Ezemplare ist die Zahl
der Proglottiden ca. 113, Totallänge 120 mm,!) Länge des Kopfes
0,3 mm, Breite des Kopfes 0,333 mm, Länge des Rostellum 0,066 mm,
Breite des Rostellum 0,133 mm, Durchmesser der Saugnäpfe 0,1 mm,
Länge des Halses 1,914 mm, Breite des Halses 0,233 mm, "Länge
einer mittelreifen Proslottis 1,556 mm, Breite einer mittelreifen
Proglottis 1,155 mm, Länge einer reifen Proglottis 4,0 mm, Breite
einer reifen Proglottis 2,0 mm.
Die Proglottiden weisen schon ziemlich zeitig, d. h. innerhalb
der Strobila ziemlich weit vorn Spuren der eintretenden Geschlechts-
reife auf. Die ersten Verästelungen des Uterus bemerke ich in
der Gegend der 70. Proglottis, oder ca. 33 mm vom Scolex entfernt,
also noch im ersten Drittel des ganzen Wurmes.
Genitalpori unregelmäßig alternierend. Der Cirrus ist an
manchen Proglottiden, besonders an den reifen, bis 0,666 mm
herausgestreckt.: Die sehr erhaben gestaltete Genitalpapille liegt
fast genau in der Mitte des Proglottisrandes, zuweilen ein klein
wenig nach hinten gerückt.
Der Uterus weist einen Medianstamm und Seitenäste auf, deren
ich in den letzten Proglottiden jederseits 1”—18 zähle. Kalk-
körperchen ungemein zahlreich. Keimstöcke, Dotterstöcke, Schalen-
drüse auch Vagina sind in manchen Proglottiden noch zu erkennen.
Das zweite Exemplar, an dem ich ca. 139 Proglottiden
zähle, zeigt folgende Masse: Totallänge 147 mm, Länge des Kopfes
0,3 mm, Breite des Kopfes 0,4 mm, Länge des Rostellum 0,066 mm,
Breite des Rostellun 0,133 mm, Durchmesser der Saugnäpfe
0,133 mm, Länge des Halses 2,210 mm, Breite des Halses 0,266 mm,
Länge einer mittelreifen Proglottis 1,386 mm, Breite einer mittel-
reifen Proglottis 1,782 mm, Länge einer reifen Proglottis 4,0 mm,
Breite einer reifen Proglottis 1,5 mm.
Die ersten Uterusverästelungen zeigen sich in der Gegend der
74. Proglottis, oder ca. 30 mm vom Scolex entfernt, also noch im
ersten Viertel der ganzen Strobila.
In den reifen Proglottiden beiderseitig 17—18 Uterusveräste-
lungen. Die letzte Proglottis steril. Die “Haken sind sowohl bei
diesem, als auch beim ersten Exemplare leider verloren gegangen.
Vom dritten Exemplare fehlen, wie schon oben bemerkt,
Kopf und Hals, so daß sich weniger Untersuchungen anstellen
lassen. Länge einer mittelreifen Proglottis 1,419 mm, Breite einer
mittelreifen Proglottis 1,419 mm, Länge einer reifen Proglottis
3,0 mm, Breite einer reifen Proglottis 2,0 mm. An Uterusveräste-
lungen zähle ich je nur 12—14.
t) Die folgenden Maße können, zieht man die Contraktionsverhältnisse und
die Schrumpfung bei der Conservierung in Betracht, naturgemäss nur relative
Werthe angeben. J. Th.
u ee
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 231
Die Genitalporen alternieren bei allen drei Exemplaren ganz
unregelmäßig. Zuweilen liegen sechs hintereinander auf derselben
Seite, dann springen sie auf die andere über, wechseln eine Strecke
hindurch einzeln ganz regelmässig ab, um dann wieder zur grössten
Unregelmäßigkeit überzugehen.
Das zweite Sammlungsglas ist folgendermassen etikettiert:
„No. 1997 Taenia tenuwicollis Rud. (Mustela putorius) Coll. Rud.
Bremser Sammler“. Sieben Exemplare sind darin enthalten
darunter fünf mit Scoleces, an denen aber auch sämtliche Haken
leider verloren gegangen sind. Auch hier sind die Kalkkörperchen
ungemein zahlreich und finden sich, außer bei einem Exemplare,
das den Hals davon frei zeigt, schon unmittelbar hinter dem Kopfe.
Länge des einen Wurmes 137 mm, Durchmesser der Saugnäpfe, an
einem Exemplare gemessen, das diese Teile recht deutlich zeigte,
0,104 mm. An einem Wurme liegen einmal neun Genitalporen
hintereinander auf ein und derselben Seite der Strobila. Das ist
die grösste derartig angeordnete Zahl, die ich gefunden habe. Im
übrigen sind die Verhältnisse genau dieselben, wie bei den obigen
unter No. 1996 gesammelten Exemplaren.
Alle bis auf das dritte unvollständige Exemplar des ersten
Sammlungsglases, dessen Artzugehörigkeit unbestimmt bleiben muß,
gehören sicher zu ein und derselben Species.
Da sich die Originalbeschreibung in der Synopsis auf Stücke
bezieht, die Bremser im Wiesel und Iltis gefunden und an Ru-
dolphi geschickt hat, so dürfen wir die im ersten und zweiten
Glase enthaltenen Würmer als die Typen ansehen.
Drittes Glas: „No. 2026 Taenia intermedia Bud. (Mustela
foina) Coll. Rud. Treutler Sammler.“ Es ist ein, verhältnismäßig
gut erhaltener Wurm vorhanden (Fig. 8). Anzahl der Proglottiden
ca. 131, Totallänge 96 mm, Breite des Kopfes über die Saugnäpfe
gemessen 0,8 mm, Breite des Rostellnm 0,566 mm, Durchmesser der
Saugnäpfe 0,2 mm, Breite des Halses 0,7 mm, Länge einer mittel-
reifen Proglottis 1,287 mm, Breite einer mittelreifen Proelottis
2,244 mm, Länge einer reifen Proglottis 3,0 mm, Breite einer reifen
Proglottis 2,16 mm, Rostellum kurz und dick. Die vorderen, auf
den Hals folgenden Proglottiden sind sehr kurz und daher viel
breiter wie lang. Einige Maße mögen das verdeutlichen. Länge
einer etwa 8 mm von der Scolexspitze entfernt gelegenen Proglottis
0,266 mm, Breite 0,933 mm, 15 mm von der Scolexspitze entfernt,
Länge 0,533 mm, Breite 0,966 mm. Da sich diese Proglottiden
nach ihrem vorderen Ende zu sehr verschmälern, so ist der Ru-
dolphi’sche Ausdruck „keilförmig“ sehr gerechtfertigt. Auch die
geschlechtsreifen Proglottiden sind immer noch viel breiter wie lang
(Maße s. o.), so daß die mehr quadratische Form erst in der Gegend
der reifen Proglottiden erreicht wird. Die ersten Uterusverästelungen
zeigen sich in der Gegend der 98. Proglottis, oder ca 43 mm vom
Kopfende entfernt, also etwas weiter hinten wie bei 7. tenwcollıs.
232 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
Wenn Rudolphi in bezug auf T. intermedia von „eaput
diseretum“ und Dujardin in Anlehnung daran von „töte distincte“
sprechen, so kann ich dem auf Grund der mikroskopischen Unter-
suchung des vorliegenden Exemplares nicht beistimmen, da der
‚halbkugelig gewölbte Kopf ohne merklichen Absatz in den Hals
übergeht, so daß sich die Länge dieser beiden Teile nicht genau
messen läßt, weil man nicht weiß, wo man die Skala ansetzen soll.
Genitalpori unregelmässig alternierend. Daß einmal, wie bei
T. tenwicollis, sechs bis neun Poren hintereinander auf ein und der-
selben Seite lagen, konnte nicht beobachtet werden.
Die Genitalpapille zeigt nach Lage und Form zwei bemerkens-
werthe Unterschiede von T'. tenwicollis. Sie liegt erstens nicht in
der Mitte des Proglottisrandes, sondern ist nach vorn, etwa ins
erste Drittel, gerückt. Zur Verdeutlichung mögen einige an ver-
schiedenen Proglottiden genommene Maße angegeben werden:
Abstand von der Mitte der Genitalpapille
nach dem Vorderrande nach dem Hinterrande
der Proglottis:
0,990 mm 1,815 mm
0,9 n 1,815 „
N 1,049.
0,766 „ 1,650
Ferner ragt die Papille nicht soweit hervor, wie bei Taenia
tenwicollis; sie ist viel flacher. Die Anzahl der Uterusverästelungen
ist etwas schwierig zu zählen. Trotzdem glaube ich nach mehr-
fachen Untersuchungen, daß die Zahlen zehn bis zwölf jederseits
das Richtige treffen werden. Reife ausgebildete Eier sind in den
Schläuchen nicht vorhanden.
Von den übrigen Genitalien ist nicht viel zu erkennen, da die
zahlreich vorhandenen Kalkkörperchen die Aussicht sehr versperren.
An manchen Proglottiden bemerke ich die Keimstöcke als rundliche
Flecke, ebenso die Dotterstöcke. Am Vorderrande solcher Pro-
glottiden zeigt sich der Uterus schon baumartig verzweigt.
Von besonderem Interesse ist es, daß sich an dem vorliegenden
Präparate noch einige Haken erhalten haben, die ich daher messen
und abbilden kann (Fig. 9 und 11). Alle Verhältnisse stimmen
mit den Leuckart’schen Angaben (1856) überein, auf die ich daher
verweisen darf. Besonders fallen die langen Wurzelfortsätze und
die starke Krümmung der Sichel auf. Die Maße eines groben
Hakens sind folgende: Entfernung vom Ende des Zahnfortsatzes
nach der Sichelspitze 0,0832 (0,083) mm,!) — nach dem Ende des
Wurzelfortsatzes 0,104 mm — nach dem gegenüberliegenden Zahn-
rücken rechtwinklig gemessen 0,062 (wenigstens 0,042) mm. Ent-
1) Die in Klammern beigesetzten Zahlen sind die von Leuckart ange-
gebenen Werte. J. Th, '
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 233
fernung von der Sichelspitze nach dem Ende des Wurzelfortsatzes
0,145 (0,14) mm.
Zum Schluß mögen noch die Maße von zwölf verschiedenen
Kalkkörperchen folgen, die sowohl in Bezug auf Größe als auch
Form unter einander sehr abweichend sind, oval oder mehr rund,
zuweilen auch unregelmäbig gestaltet:
0,013 x 0,005 mm
0,010 x 0,005 „
0.013 0,0107
0,015 x 0,010 „
0, 010X0:009,
OHR 0,017* ,
HOLT OHLO: 5
0,013 x 0,013 „
0,014 x 0,006 „
0,010 x 0,006 „
11. 0,008 x 0,005 „
12. 0,014 x 0,010 „
0,008 bis 0,014 : 0,005 bis 0,013 mm.
Viertes Sammlungsglas: „No. 2025 Taenia intermedia Rud.
(Mustela martes) Coll. Rud.“ In diesem Glase befinden sich nur
sieben bis acht zur Untersuchung vollkommen ungeeignete, ge-
schwärzte und geschrumpfte Bruchstücke eines Bandwurmes. Scolex
nicht vorhanden.
Aus einer reifen, angebrochenen Proglottis treten zahlreiche
Eier zu Tage, von denen ich mehrere messe. Der Durchmesser
beträgt 0,0228 bis 0,0273 mm.
Da sich die Beschreibung in der Ent. hist. nat. auf Exemplare
bezieht, die Rudolphi in Maustela martes im November in Berlin
selbst gefunden hat, so sind die in vorliegendem Glase enthaltenen
Stücke als die Typen anzusehen. Den Treutler’schen Wurm aus
Mustela foina im vorigen Glase erwähnt Rudolphi nicht.
m
SP IETFTRIIT
Fünftes Sammlungsglas: „No. 1995. Taenia brevieollis
Rud. (Mustela erminea) Coll. Rud. Gaede G.“
Zwei Würmer sind darin gesammelt, dabei ein Scolex mit Hals
und einem Stück Gliederkette. Die Beschreibung in der Synopsis
stützt sich auf ein von Gaede in Mustela erminea gefundenes Stück.
So haben wir in dem vorliegenden vollständigen Exemplare jeden-
falls den Typus vor uns. Die Präparate sind sehr geschrumpft
und gebräunt, so daß sie sich zur Untersuchung nicht besonders
eignen, zumal auch die Haken leider verloren gegangen sind.
Schon bei oberflächlicher Besichtigung gewinnt man den Ein-
druck, daß die vorliegenden Würmer der T'aenia intermedia fern
stehen, dagegen der Taenia tenwicollis nahe verwandt sind, so dab
die Vermutung Dujardin’s, Taenia brevicollis müsse mit Taenia
intermedia vereinigt werden, nicht gerechtfertigt erscheint.
234 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
Ich gebe zunächst erst wieder die Maße von dem einen vor-
liegenden vollständigen Exemplare von Taenia brevicollis: Totallänge
69 mm, Länge des Kopfes 0,266 mm, Breite des Kopfes 0,4 mm,
Breite des Rostellum 0,1 mm, Breite des Halses 0,366 mm, Länge
einer mittelreifen Proglottis 1,221 mm, Breite einer mittelreifen
Proglottis 1,815 mm, Länge einer reifen Proglottis 2,013 mm, Breite
einer reifen Proglottis 2,013 mm. Die Länge des Rostellum ist
schwer zu messen, da es sehr stumpf ist und sich nur wenig her-
vorhebt, Ich messe ca. 0,033 mm. Die Saugnäpfe sind nicht zu
erkennen.
Der Kopf hat dieselbe kugelige Form wie der von Taenia
tenwicollis und zeigt sich auch gegen den Hals hin abgesetzt. Wenn
übrigens Leuckart von Taenia tenwicollis bemerkt, daß der Kopf
ohne Abgrenzung gegen das vordere Körperende sei, so kann ich
den Grund dafür nur darin finden, daß mir ausschließlich konser-
vierte Exemplare vorgelegen haben, bei denen ja Schrumpfung und
Contraktion immer in Betracht zu ziehen sind. Ich habe bei
Taenia tenuwicollis hinter dem Kopfe stets einen deutlichen Einschnitt
gesehen.
Auch in Bezug auf Lage und Form der Genitalpapille stimmen
die untersuchten Exemplare von Taenia brevicollis ganz mit Taenia
tenuicollis überein.
Die Papillen liegen abwechselnd alternierend auch hier fast
genau in der Mitte des Proglottisrandes und sind nur zuweilen
etwas nach vorn gerückt. Sie zeigen sich stark erhaben, „nach
Art einer Röhre hervorgezogen“, wie Rudolphi sagt. Die aus
den Genitalporen heraushängenden „Bänder“, welche dieser Autor
beschreibt und die ich jetzt noch beobachte, sind natürlich die Cirri.
Sie ragen bis 0,453 mm hervor.
Die Anzahl der Uterusverästelungen in den reifen Proglottiden
(Fig. 7) ist nicht leicht zu zählen. Trotzdem glaube ich nach
meinen Untersuchungen, daß die Zahlen dreizehn bis fünfzehn der
Wahrheit entsprechen, also etwas weniger, wie bei Tuenia tenuwicollis.
Bemerkt soll noch werden, daß Rudolphi der Zaenia brevicollis
die ovaria dendritica, also den verästelten Uterus fälschlich abspricht.
So ist auf Grund des untersuchten Rudolphi’schen Materials
kurz zusammenfassend zu sagen, daß Taenia intermedia und Taenia .
tenuicollis zwei gute Arten sind, die sich besonders durch die Form
und Bewaffnung des Kopfes, sowie durch Gestalt und Lage der
Genitalpapille sofort von einander unterscheiden lassen. Für Taenia
brevicollis aber hat sich bis auf eine etwas geringere Zahl von
Uterusverästelungen kein bemerkenswerter Unterschied gegen Taenia
tenuicollis herausgestellt, so daß die Vermutung nahe liegt, daß
beide Arten in eine zu vereinigen sind. Trotzdem wage ich es
nicht auf Grund des unzureichenden und zur Untersuchung wenig
tauglichen Materials die T'aenia brevicollis einzuziehen, zumal mir
der betreffende Cysticercus zur Untersuchung fehlt. Weiteren
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 235
Forschungen muß es vorbehalten bleiben, das gegenseitige Verhält-
nis dieser beiden Tänienformen definitiv klarzustellen.
In jüngster Zeit hat nun Prof. Dr. M. Braun (1905) durch
einen angestellten Fütterungsversuch einen Beitrag zur Kenntnis
der Taenia tenuicollis Rud. geliefert. Der genannte Autor bekam
im Winter 1904 ein Hermelin (Putorius ermineus [L.])) aus der
Gegend von Tuchel (Westpreußen) und zwei Wiesel (.Putordus vulgaris
Briss.) aus der Umgebung Königsbergs (Pr.) eingeliefort. Zwei von
diesen Tieren, ein Wiesel und das Hermelin, waren mit Tänien
behaftet, das Hermelin mit einem, das Wiesel mit zwei Exemplaren,
und so wurden am 21. November 1904 reife Proglotliden von der
aus dem Hermelin stammenden Tüaenia tenwicollis Rud. an drei
weibe Mäuse verfüttert, die nach und nach am 10. Januar, 28. Fe-
bruar und 24. März 1905 zur Untersuchung gelangten. Alle drei
Tiere zeigten sich inficiert, und das ganze aus dem Versuche
gewonnene Material, nicht nur die Tänien selbst, sondern auch die
Cysticerken stellte mir Herr Prof. Dr. Braun freundlichst zur Ver-
fügung, so daß ich in der Lage bin, die Taenia tenwcollis in allen
ihren Teilen mit der zugehörigen Finne genauer zu beschreiben.
Wenden wir uns zunächst den drei vorliegenden Tänien selbst zu.
Das aus dem Hermelin stammende Exemplar aus Tuchel,
Westpreußen, vom 20. November 1904 weist äußerlich betrachtet
folgende Verhältnisse auf: Genitalpori unregelmäßig alternierend,
fast in der Mitte des Proglottisrandes befindlich, größte Zahl der
hintereinander auf ein und derselben Seite liegenden vier, öfter drei.
Genitalpapille weit hervorragend. Länge und Breite einer mittel-
reifen Proglottis (Fig. 2) ca. 15 mm. Länge einer reifen Proglottis
(Fig. 6) ca. 4 mm, Breite ca. 2 mm. Anzahl der Uterusverästelungen
zu beiden Seiten des Medianstammes in den reifen Gliedern je sieb-
zehn bis neunzehn. Letzte Proglottis steril. Die Hinterränder
der Glieder stehen sägezahnartig an den Seiten der Strobila hervor.
Die beiden im Wiesel gefundenen Exemplare aus Königsberg
(Pr.) vom 4. November 1904 zeigen dieselben Merkmale, wie das
eben beschriebene Stück. Da sie vollständig mit Scolex erhalten
sind, kann ich genauere Angaben bringen: Das erste Exemplar hat
eine Totallänge von 143 mm, Länge des Kopfes (Fig. 1) 0,2 mm,
Breite des Kopfes 0,3 mm, Länge des Rostellum 0,033 mm, "Breite
des Rostellum 0,066 mm, Durchmesser der Saugnäpfe 0,1 mm,
Breite des Halses 0,2 mm, Genitalpapille, ebenfalls fast in der Mitte
des Proglottisrandes liegend, weit hervorragend, unregelmäßig
alternierend. Haken sind nicht vorhanden.
Zweites Exemplar: Totallänge 254 mm, Zahl der Proglottiden
etwa 170, Breite des Kopfes 0,233 mm, Breite des Rostellum
0,066 mm, Durchmesser der Saugnäpfe 0,066 mm, Breite des Halses
0,2 mm, Länge einer reifen Proglottis ca. 4 mm, "Breite einer reifen
Proglottis ca. 2mm. Sonst alle Verhältnisse wie beim ersten
Exemplare. Haken auch bei diesem Stücke nicht vorhanden.
236 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuieollis Rud.
So zeigen sich also in den eben gebrachten Beschreibungen
keine bemerkenswerten Unterschiede gegen das oben untersuchte
Rudolphi’sche Material, soweit es Taenia tenuicollis und auch
Taenia brevicollis betrifft. Auch mit den Beschreibungen von
Dujardin und Leuckart stimmen meine Befunde überein. Daß
in Bezug auf die Maße einzelner Körperteile einige Differenzen auf-
treten, kann, wie oben schon bemerkt wurde, nicht besonders ins
Gewicht fallen, da ja das Messen von zoologischen Präparaten
überhaupt ein wunder Punkt ist, bei dem man immer mit Schwan-
kungen und relativen Werten rechnen muß. Zu der einen Ab-
weichung von den Leuckart’schen Angaben, die Abgrenzung des
Kopfes gegen den Hals hin betreffend, habe ich mich bereits oben
geäußert.
Es mag nun die Beschreibung des anatomischen Baues von
mittelreifen Proglottiden der uns beschäftigenden Tänienart folgen.
In Bezug auf das eingeschlagene Untersuchungsverfahren sei
bemerkt, daß die betreffenden Glieder, welche dem aus dem oben
genannten Hermelin vom 20. November 1904 stammenden Wurme
entnommen waren, zunächst mit Pierokarmin gefärbt, in Paraffin
eingebettet und dann auf dem Mikrotom in verschiedene Schnitt-
serien, Flächen-, Sagittal- und Querschnitte, zerlegt wurden. Wenn
nötig erhielten die gewonnenen Präparate noch eine Nachfärbung.
Auch Totalpräparate von gefärbten geschlechtsreifen Proglottiden
wurden angefertigt, nachdem durch Anwendung von Essigsäure die
Kalkkörperchen aufgelöst waren, um die inneren Organe mehr frei-
zulegen.
Die Kalkkörperchen finden sich in dem Parenchym der
Rindenschicht zahlreich eingebettet, fehlen aber auch innerhalb der
Markschicht nicht, sind allerdings da viel seltener. Ihre Form
schwankt zwischen oval und rundlich. Einige Maße mögen Form
und Größe näher bestimmen, und zwar halte ich mich nur an solche
Gebilde, die bereits vollständig verkalkt sind, also keine Farbe
angenommen haben.
0,0175 x 0,0125 mm
0,0175 x 0,0125 „
D.0737X0.0123. 7,
0,0200 x 0,0150 „
0,0200 x 0,0175 ,„
0,0225 x 0,0125 „
0,0150 x 0,0075 „
0,0175:% 0,0175,
0,0150 x 0,0125 „
10. 0,0150 x 0,0150 „
0,0150—0,0225 : 0,0075—0,0175 mm.
Die Muskulatur ist schwach entwickelt. Ihre Anordnung
ist dieselbe, wie sie von anderen Cystotänien beschrieben wird.
Die innere Längsmuskelschicht verläuft in Bündeln, die aber, wie
HH Hr
Fa
.
nit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien, 237
man auf Flächenschnitten sehen kann, Anastomosen aufweisen. Die
Bündel bilden im Gegensatz z. B. von Taenia crassicollis, bei der
fast die ganze Rindenschicht von Längsmuskeln durchzogen wird,
nur eine Lage, die den Transversalmuskeln dicht anliegt und von der
allerdings typisch vorhandenen, aber sehr schwach entwickelten äußeren
Längsmuskelschicht durch eine freie Parenchymschicht getrennt ist.
Die innere Längsmuskelschicht besitzt auf einem in der Höhe
der Keimstöcke geführten Querschnitte eine Mächtigkeit von ca.
0,0275 mm. Die Stärke der einzelnen Bündel ist verschieden, 0,0175
bis 0,0275 mm im Durchmesser.
Eine Eigentümlichkeit der Quermuskulatur bei den Cystotänien
soll hier erwähnt werden, auf die M. Lühe im Zool. Anzeiger 1896
No. 505 hinweist. Während die Längsmuskeln ohne Absatz von
einer Proglottis in die andere verlaufen, zeigen die Transversal-
muskeln an der Verbindungsstelle von zwei Gliedern eine deutliche
Unterbrechung. Diese segmentale Anordnung ist auch bei Taeni«
tenwicollis auf Sagittalschnitten deutlich erkennbar. Der Querdurch-
messer der Transversalmuskelschicht beträgt etwa 0,0125 mm,
Die von den Transversalmuskeln eingeschlossene Markschicht
ist 0,1375 mm stark, die Rindenschicht ca. 0,1250 mm. Dorso-
ventralmuskeln sind besonders in der Markschicht zu bemerken.
Die den Fasern ansitzenden Myoblasten sind von länglich runder,
meist spindelförmiger Gestalt. Ihr Längsdurchmesser ca. 0,0125 mm,
Querdurchmesser 0,0050 mm.
In mittelreifen Proglottiden, in denen der Uterus als einfacher
Schlauch mit nur angedeuteten seitlichen Ausbuchtungen verläuft,
finden sich beiderseits zwei Wassergefäße, ein weites ventrales
und ein schwaches dorsales. Diese weisen in Bezug auf ihre Lage
einige bemerkenswerthe Eigentümlichkeiten auf. Das größere ven-
trale, das einen Durchmesser von 0,0300 mm besitzt, verläuft
0,1875 mm vom Rande des Gliedes entfernt. Auffallend ist seine
ausgesprochene ventrale Lage. Es schließt sich dicht an die ven-
trale Transversalmuskelschicht an, während es von der dorsalen
Schicht durch einen deutlichen Parenchymstreifen von 0,0425 mm
Stärke getrennt wird. Vergleiche ich damit entsprechende Quer-
schnitte von T'aenia crassicollis Rud., die mir zur Verfügung stehen,
so stellt sich heraus, daß bei diesem Bandwurme das ventrale
Wassergefäß gleich weit von den beiden Muskelschichten entfernt
verläuft. Andrerseits zeigt sich wieder eine Übereinstimmung mit
Taenia crassicollis darin, daß auch bei Taenia tenwicollis die
Geschlechtsgänge, Vagina und Vas deferens, ventral von den beiden
Wassergefäßen liegen.
Der Durchmesser des dorsalen Wassergefäßes, welches vom
ventralen 0,0375 mm entfernt liegt, beträgt 0,0050 mm. Ausgezeich-
net ist dieses Gefäß nicht nur durch seine Dickwandigkeit, sondern
auch durch seinen geschlängelten Verlauf. Auf Querschnitten von
Proglottiden ist dieses Gefäß zuweilen auf einer Strecke von
0,0550 mm längs getroffen. Allerdings ist bei diesen Beobachtungen
338 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
auch die Contraktion mit in Betracht zu ziehen. An dem Hinter-
rande jedes Gliedes befindet sich eine die ventralen Gefäße ver-
bindende Querkommissur. Wo sie das Längsgefäß trifft, ist dieses
letztere stark aufgetrieben. Auch den Klappenapparat konnte ich
feststellen, der sich auf Schnitten als ein feines Band darstellt, das
in einer Länge von 0,0750 mm in das Lumen der Gefäße hineinragt.
In Bezug auf die Reduktion des dorsalen Gefäßes im Hinter-
ende der Strobila ist zu bemerken, daß dieses Organ in reifen
Gliedern mit voll entwickeltem Uterus nicht mehr nachgewiesen
werden konnte.
Der Sagittaldurchmesser des oval geformten seitlichen Nerven-
stranges beträgt 0,0225 mm.
Es folgt nun die Beschreibung des männlichen Geschlechts-
apparates. Da Anzahl, Lage und Größe der Hodenbläschen
ein wichtiges Kriterium für die Bestimmung der einzelnen Tänien-
arten bilden, so soll zunächst auf diesen Punkt eingegangen werden.
In mittelreifen Proglottiden, in denen der Uterus eben anfängt
Nebenäste zu treiben, zähle ich in dem von den seitlichen Wasser-
gefäßen begrenzten dorsalen Felde der Markschicht ca. 114 Hoden-
bläschen. Ihre Verteilung über die Gliedfläche ist nicht ganz
gleichmäßig. Die meisten liegen nach dem Vorderrande zu und
auf der dem Genitalporus gegenüberliegenden Hälfte. In der Nähe
der Vagina und des Vas deferens finden sie sich spärlicher, rücken
aber ziemlich dicht an diese Geschlechtsgänge heran. Auch in un-
mittelbarster Nähe der Keimstöcke läßt ihre Anzahl nach, manche
liegen aber diesen Organen dicht an und ganz vereinzelte schieben
sich zu den Seiten der Keimstöcke bis an das Vorderende des
Dotterstockes heran. In dem dorsal über den Keimstöcken gelegenen
Mittelfelde sind keine Hodenbläschen anzutreffen; sie beginnen erst
über den seitlichen Ausläufern. Wie auf Querschnitten zu sehen
ist, liegen die Bläschen in zwei nicht gleichmäßigen Schichten,
wobei sich die ventral gelegene, viel weniger besetzte, öfter in die
obere einschiebt.
Die Form der Hodenbläschen ist rundlich bis oval, manche
zeigen durch gegenseitige Pressung auch eine ei- und birnenförmige
Gestalt. Größe und Form mögen die nachfolgende Maße verdeut-
lichen:
1. 0,0675 x 0,0500 mm
2. 0,0625 X 0,0525 „
3. 0,0575 x 0,0400 „
4..:0,0550.% 0,0400);
5.. 0.0530. xX:0.030 77
6. 0,0500 x 0,0425 „
1.,:0,0575, X20,0200 3%
8. 0,0425 X 0,0375
9. 0,0525 X 0,0875 „
0. 0,0500 x 0,0475
1. 0,0600 x 0,0450
0,0425 —0,0675 : 0,0375—0,0525 mm.
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 239
Jedes Hodenbläschen entsendet einen feinen Ausführungsgang.
Diese zarten Gänge, die Vasa efferentia, die nach manchen
Autoren nicht einmal eine eigene Hüllmembran besitzen, sondern
nur von ausfließendem Sperma selbst geschaffene Durchbohrungen
des Parenchyms darstellen sollen, sind nur dann zu sehen, wenn
sie mit Samenflüssigkeit prall angefüllt sind. Nach Sommer (1874)
soll nun dieser Zustand bei Taenia mediocanellata (Küchenmeister)
und Taenia soliwm (Linne) besonders in den reiferen Proglottiden,
in denen die Enden der Uterusäste bereits die seitlichen Exkretions-
kanäleberühren, eintreten. Unter meinen Präparatentretenmirdagegen
die Vasa efferentia in Flächenschnitten von Gliedern entgegen, die
den Uterus noch als einfach verlaufenden Schlauch besitzen. Das
Bild ist folgendes: Aus dem in höchster Samenentwicklung stehen-
den Bläschen tritt das Gefäß entweder in gerader Richtung, oder
einen leichten Bogen an der Bläschenwandung entlang beschreibend,
heraus. Es verbindet sich fortlaufend mit anderen Gefäßen, so daß
das bekannte baumartige Gebilde entsteht. Alle Gefäße laufen,
namentlich aus dem Vorderende der Proglottis kommend, radiär
nach der Mitte des Gliedrandes zu. Hier liegt parallel zum Uterus
gerichtet die Hauptsammelröhre, die einen Durchmesser von
0,0100 mm besitzt. Ein darin einmündender Nebenast ist dagegen
an der Vereinigungsstelle nur 0,0050 mm weit. Die Zufuhrröhren
haben teils geraden, teils etwas gewundenen Verlauf. An den
Hauptsammelgefäßen ist eine Wandung deutlich zu erkennen.
Sämtliche Gefäße stellen sich matt rosa gefärbt dar.
An die Vereinigungsstelle der Vasa efferentia schließt sich das
Vas deferens an. Dieses Organ weist in Bezug auf seine Lage
und Beschaffenheit einige für die vorliegende Art recht charakte-
ristische Merkmale auf. Für gewöhnlich ist bei den Tänien die
gegenseitige Lage von Vagina und Vas deferens derart, daß beide
Gänge vom Porus genitalis aus dicht hintereinander, teilweise sogar
nebeneinander fast bis an den Uterusmedianstamm heranlaufen, von wo
dann die Vagina ihren Bogen nach hinten zu beschreibt. So bildet
z.B. OÖ. Deffke (1891) die Verhältnisse bei Taenia marginata,
serrata und coenurus ab, und dasselbe Bild zeigt sich mir bei Ver-
gleichung von Flächenschnitten von Taenia crassicollis.
Bei Taenia tenuicollis dagegen hat das Vas deferens eine aus-
gesprochene Richtung nach dem vorderen Gliedrande zu. Schon
der Cirrusbeutel steht nicht rechtwinklig zum Seitenrande der Pro-
glottis, sondern ist mit seiner sonst geraden Längsachse nach vorn
zu gerichtet. So entsteht zwischen Vagina und Vas deferens ein
Winkel, dessen Scheitel der Porus genitalis bildet, und dessen beide
Schenkel, Vagina und Vas deferens, ziemlich weit, am Uterus-
medianstamme 0,2646 mm, auseinander liegen.
In Bezug auf seine Schlängelung zeichnet sich der männliche
Geschlechtsgang dadurch aus, daß die Schlingen nicht so dicht an-
einander liegen, wie etwa bei Taenia crassicollis. Außerdem ist
3240 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
der ganze Verlauf kein gleichmäßiger, indem neben den Schlänge-
lungen des Ganges selbst auch noch Bogen im Verlauf des Vas
deferens beschrieben werden. So kommt es, dab auf Flächen-
schnitten durch Taenia crassicollis-Glieder das Vas deferens als
geschlossenes rübenförmiges Gebilde daliegt, während bei Taenia
tenwicollis sich die einzelnen Schnittpunkte des Ganges ganz un-
regelmäßig und in erheblichen Abständen von einander darstellen.
Zu bemerken ist noch, daß auf einem Totalpräparate die Ur-
sprungsstelle des Vas deferens noch jenseits der Uterusmedianlinie
liegt, während doch sonst dieser Gang höchstens bis an diese Linie
heranreicht (Fig. 2). Durchmesser des Vas deferens außerhalb des
Cirrusbeutels 0,0100 mm.
Wir verfolgen nun den männlichen Geschlechtsgang weiter in
den Cirrusbeutel hinein. Da über die Benennung der innerhalb
dieses Organes gelegenen Teile des männlichen Geschlechtsweges
Abweichungen vorkommen, so sind einige erklärende Bemerkungen
abzugeben. Bei vielen Cestoden liegen die Verhältnisse folgender-
maßen; Nachdem das Vas deferens in den Cirrusbeutel eingetreten
ist, zeigt es eine plötzliche mehr oder weniger scharf abgegrenzte
starke Auftreibung; die Vesicula seminalis. Daran schließt sich ein
dünnwandiger Kanal an, den ich nach dem Vorgange von Lühe
(1900) Ductus ejaculatorius nenne. Der Kanal erhält dann plötz-
lich eine dicke Wandung, die eine Fortsetzung oder Einstülpung
der äußeren Körpercuticula darstellt. Nur diesen vorstülpbaren
Teil nenne ich Cirrus. Die vorliegende Taenia tenuicollis zeigt nun
in Bezug auf diese Organe folgenden Zustand, und zwar sind die
Beobachtungen an ziemlich reifen Proglottiden angestellt, die, mit
Blochmann’scher Lösung nachgefärbt, ein besonders deutliches Bild
gaben. Eine Vesicula seminalis ist nicht vorhanden. Das Vas
deferens weist an der betreffenden Stelle, also gleich nach Eintritt
in den Cirrusbeutel, starke Windungen auf, deren Durchmesser
0,0150 mm beträgt. Auf den getrofienen Querschnitten zeigt sich
das Lumen stark mit Sperma angefüllt. Diese gewundene Partie,
die man als Ductus ejaculatorius bezeichnen kann, funktioniert also
physiologisch als Vesicula seminalis. Daran schließt sich nun der
umstülpbare Cirrus an, ausgezeichnet, wie schon erwähnt, durch
seine starke Cuticula und ferner durch seinen mehr geraden Verlauf.
Die Cuticula trägt auf der dem Lumen zugekehrten Seite einen dichten
Stäbchenbesatz, dessen einzelne Spitzen nach dem Porus genitalis zu
gerichtet sind. Querdurchmesser des Cirrus, der an geschlechts-
reifen Gliedern öfters ausgestülpt ist und über die Körperwandung
herausragt, 0,0350 mm. Dujardin (l. c.) giebt dafür 0,032 mm an.
Der Cirrusbeutel selbst beginnt ca. 0,3234 mm vom Glied-
rande entfernt. Seine Gestalt ist walzenförmig mit abgerundeten,
gleich weiten Enden. Die ihn umgebende Muskelschicht hat eine
Stärke von 0,0075 mm. Es lassen sich daran nicht deutlich von
einander sich abhebende Schichten erkennen, sondern die ganze
Umhüllung stellt eine von in einander gefilzten Muskelfasern gebildete
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 241
Lage dar. Der Längsdurchmesser des Beutels beträgt in einer
reifen Proglottis mit voll entwickeltem Uterus 0,2500 mm, Quer-
durchmesser 0,1050 mm. Da die Größe des Cirrusbeutels innerhalb
der Strobila nicht konstant bleibt, so gebe ich seine Maße auch
aus einer geschlechtsreifen Proglottis mit vollentwickelten männlichen
und weiblichen Geschlechtsdrüsen, aber der Seitenäste noch ent-
behrendem Uterus: Längsdurchmesser 0,1500 mm, Querdurchmesser
0,1125 mm. Eine um die äußere Wandung des Cirrusbeutels sich
herumlesende, eine Epithelschicht vortäuschende Myoblastenlage,
wie sie OÖ. Deffke (I. c.) für Taenia serrata beschreibt und abbildet,
ist nicht vorhanden. An den Enden des Cirrusbeutels sitzen als
Re- bezw. Protraktoren verhältnismäßig kräftige Muskelfasern an,
die in die Transversalmuskelschicht verlaufen.
Das innerhalb des Cirrusbeutels befindliche, weitmaschige, mit
Muskelfasern durchsetzte Parenchym weist keine Besonderheiten auf.
Wir gehen nun zur Beschreibung der weiblichen Ge-
schlechtsorgane über. Der Eingang zur Vagina liegt innerhalb
des Sinus genitalis hinter der Einmündungsstelle des Cirrus. Dann
verläuft der weibliche Gang, am Vorderende wie gewöhnlich eine
kleine Anschwellung zeigend, hinter dem Cirrusbeutel entlang, in-
dem er zwischen diesem Organe und sich immer einen deutlichen
Zwischenraum von etwa 0,0200 mm läßt. Den Bogen nach dem
Hinterrande des Gliedes zu beginnt die Vagina nicht erst in der
Nähe des Uterusmedianstammes, sondern schon in der Höhe des
proximalen Endes des Cirrusbeutels. Wie der männliche Geschlechts-
gang nach der obigen Beschreibung eine ausgesprochene Richtung
nach dem vorderen Gliedrande zu zeigt, so strebt die Vagina schon
von ihrem Anfangsteile an dem Hinterrande der Proglottis zu. In
reifen Gliedern tritt diese Eigentümlichkeit ganz besonders stark zu
Tage. So liegen die genau quer getroffenen Lumina von Vagina
und Vas deferens auf Sagittalschnitten durch Glieder von Taenia
crassicollis ganz dicht neben einander, und dasselbe Bild bleibt in
der Serie bis fast zum Uterusmedianstamm hin, während auf den-
selben Schnitten durch Taenia tenuicollis sich die beiden Gänge
sofort von einander entfernen, und die Vagina ihrer Biegung nach
hinten wegen sehr bald längs getroffen wird. Diese gegenseitige
Lage von Vagina und Vas deferens, die ein sich Decken der beiden
Geschlechtsgänge auf Flächenschnitten ausschließt, ist ein bemer-
kenswertes Charakteristikum der vorliegenden Art (Fig. 2).
Der Verlauf der Vagina ist geschlängelt. Ein besonders scharfer
Bogen wird noch beschrieben, ehe sie in ihren letzten Abschnitt,
das Receptaculum seminis übergeht. Dieses Organ ist von birnen-
förmiger Gestalt, mit dem spitzen Ende nach hinten zu gelegen.
Die Maße, die sich aber je nach der Füllung ändern können, sind
etwa folgende: Längsdurchmesser 0,0850 mm bis 0,1025 mm,
breiteste Stelle 0,0500 bis 0,0650 mm. In reifen Proglottiden trug
das Receptaculum seminis eine mehr rundliche Form.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd,I. H.3. 16
242 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
Die Gestalt des Keimstockes ist im allgemeinen dieselbe, wie
bei anderen Cystotaenien. Um nun die Abweichungen, die in Bezug
auf Größe und Form der beiden Ovarialflügel vorkommen und für
Bestimmung der einzelnen Arten von Wichtigkeit sind, verständlich
zu machen, scheint es geraten, zum Vergleich die betreffenden Ver-
hältnisse heranzuziehen, wie sie bei einigen der bekanntesten
Tänien liegen. Bei Taenia saginata sind Längs- und Querdurch-
messer der einzelnen Flügel ungefähr gleich, so daß für diese Or-
gane eine fast kreisförmige Gestalt herauskommt, während bei
Taenia solium der Querdurchmesser immer länger ist als der Längs-
durchmesser. Die ovale Form, die dadurch für die beiden Keim-
stockhälften entsteht, ist für diese Bandwurmart charakteristisch,
Bei Taenia tenuicollis sind nun, ähnlich wie bei Taenia saginata, die
beiden Durchmesser ungefähr gleich lang, ein wenig zu Gunsten des
Längsdurchmessers. Ferner ist es eine bekannte Tatsache, daß bei
den Cystotaenien der von der Vagina umfaßte Flügel immer etwas
schwächer ist, als der gegenüberliegende. Für die uns beschäfti-
gende Art zeigt sich nun als bemerkenswertes Charakteristikum,
daß der Größenunterschied zwischen den beiden Hälften ganz mini-
mal ist (Fig. 2).
Die einzelnen Ovarialschläuche liegen ziemlich eng zusammen,
viel enger wie z. B. bei Taenia crassicollis, so daß zwischen ihnen
nur schmale Parenchymstreifen freigelassen werden. So zeigen sich
die beiden Keimstockhälften von Taenia tenwicollis als fächerförmige
Gebilde, die an ihrer Peripherie nicht viel Einbuchtungen tragen.
Wie man auf Querschnitten sieht, liegt der Keimstock als Platte
der ventralen Transversalmuskelschicht dicht an und reicht mit
seinen letzten Ausläufern fast bis an die dorsale Schicht. An die
seitlichen Zweige drängen sich Hodenbläschen heran, was ich
erwähne, weil O. Deffke für T'aenia marginata als Charakteristikum
einen freien Parenchymstreifen erwähnt, der stets zwischen den
Rändern der Ovarialflügel und den Hodenbläschen liegt.
Der Durchmesser einer Keimstockhälfte, auf Querschnitten in
dorsoventraler Richtung an der breitesten Stelle gemessen, beträgt
0,1225 mm.
Auch der wie gewöhnlich gelegene Dotterstock läßt einige
specifische Merkmale erkennen, zumal wenn man andere Tänien
zum Vergleich heranzieht. Es kommt in Betracht die Form und
Struktur des Organes selbst, sein Lageverhältnis zu den lateralen
Enden der beiden Ovarialflügel und die dorsoventrale Ausdehnung
innerhalb der Markschicht. Wenn für den Dotterstock von Taenia
saginata ebenso von Tuenia coenurus u. a. von der Fläche gesehen
eine Dreiecksform charakteristisch ist, oder, anders ausgedrückt,
eine nach vorn zu gerichtete Auftreibung der mittleren Partie, so
fällt diese bei Taenia tenuwicollis fort. Hier zeigt sich der Dotter-
stock mehr walzenförmig mit ‚abgerundeten, ein wenig sich ver-
Jüngenden Seitenteilen und entspricht so der Form, aber nicht der
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-T'aenien. 243
Struktur nach noch am ehesten dem entsprechenden Organe bei
Taenia marginata.. Auch darin, dab bei Taenmia tenuwicollis die
beiden Enden des Dotterstockes immer von den Seitenrändern der
Ovarialflügel überragt werden, läßt sich eine Übereinstimmung mit
der genannten Hundebandwurmart finden. Ganz verschieden ist aber
die Struktur der Organe. In Totalpräparaten von Taenia marginata,
die mir zum Vergleich vorliegen, zeigt sich der Dotterstock als
weitmaschiges Netzwerk, an dem die Drüsenschläuche weit ausein-
anderliegen; ebenso erkennt man auf Sagittalschnitten von Taenia
crassicollis recht deutlich die durchbrochene Struktur des Dotter-
stockes, indem sich die Schnitte durch die Schläuche als ganz un-
regelmäßig liegende Punkte präsentieren.
Ganz anders bei Taenia tenuicollis. Da stellen die Sagittal-
schnitte durch den Dotterstock rundliche, zuweilen vollständig runde,
geschlossene Gebilde dar. Die Drüsenschläuche liegen dicht an
einander. Es findet also hier zwischen Taenia crassicollis und
Taenia tenuicollis dasselbe Verhältnis in Bezug auf die Stuktur des
Dotterstockes statt, wie es oben für die Ovarien erwähnt wurde.
Führen wir den Vergleich noch weiter, um uns schließlich
noch die Ausdehnung des uns beschäftigenden Organes innerhalb
der Markschicht klar zu machen, worüber Querschnitte am besten
Aufschluß geben. Da zeigt sich der Dotterstock von Taenia
tenuicollis schlauch- oder walzenförmig, an den Enden abgerundet
und ein wenig sich verjüngend. Ausbuchtungen lassen sich erst
bei stärkerer Vergrößerung erkennen. Er liegt der ventralen Mus-
kelschicht platt an, während die Dorsalseite mehr gewölbt erscheint
und, was sehr charakteristisch ist, mit ihrem äußersten Ende bis
an die dorsale Ringmuskelschicht heranreicht. Der größte dorso-
ventrale Durchmesser beträgt 0,1150 mm. So wird also fast die
ganze Markschicht ausgefüllt. |
Auf Querschnitten durch Tuenia crassicollis tritt uns dagegen
ein ganz anderes Bild vor Augen. Der locker gefügte Dotterstock
zeigt sich oft in gewundener Bandform, tiefe Ausbuchtungen sind
immer vorhanden. Die Lage ist auch hier ventralwärts, zuweilen
mit den Ausläufern die Muskelschicht erreichend. Nach der dor-
salen Seite hin wird aber immer ein breiter Parenchymstreifen
innerhalb der Markschicht frei gelassen.
An die seitlichen Vorderränder des Dotterstockes von Taenia
tenuicollis schieben sich ganz vereinzelt Hodenbläschen heran.
Wenn Dujardin (l.c.) die Eier von Taenia tenuwicollis fast
kugelrund nennt, so ist dabei doch hervorzuheben, daß immer eine
Neigung zur ovalen Gestaltung vorhanden ist, wie die folgenden
Maße zeigen. Das kleinste untersuchte Ei.mißt 0,020 x 0,024 mm,
das größte 0,023 x 0,023 mm. Größe und Gestalt der Eier (Fig. 3)
werden also durch folgende Formel ausgedrückt: 0,020 — 0,023 : 0,024
—0,028 mm. Dicke der Schale: 0,0015 mm. Dujardin giebt
16*
244 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
folgende Maße an: Durchmesser 0,023—0,025 mm!). Dicke der
Schale: 0,0015 mm. So findet also Übereinstimmung statt.
Es bleibt nun noch die Beschreibung des zu Taenia tenwicollis
zugehörigen Cysticercus übrig. Der Fütterungsversuch wurde,
wie bereits oben erwähnt, am 21. November 1904 an drei weißen
Mäusen vorgenommen, deren Unter suchung nacheinander am 10. Ja-
nuar, 28. Februar und 24. März 1905 erfolgte. Der Umstand, daß
die Versuchstiere aus der Gefangenschaft stammten und sich ferner
alle drei gleichmäßig ungemein stark inficiert zeigten, läßt darüber
keinen Zweifel aufkommen, daß die Finnen wirklich von den ver-
fütterten Oncosphären herrühren, so daß wir also den „Üysticercus
innominatus hypudaeı“‘ vor uns haben.
Am 10. Januar 1905, also nach 50 Tagen, hatten die meisten
der Cysticercusblasen, die übrigens ausschließlich in der Leber
saßen, ihre normale Größe erreicht, denn in den späteren Stadien
konnte eine merkliche Größenzunahme nicht mehr beobachtet
werden. Sie stellen sich als runde Bläschen dar mit einem Durch-
messer von 2—2,5 mm. Ihre Zahl ist sehr groß. An manchen
Stellen zeigt sich (ie Leber ganz von ihnen durchsetzt, so daß die
einzelnen Kapseln dicht an einander stoßen. Öffnet man ein Bläs-
chen, so kann man den Kopfzapfen schon mit unbewaffnetem Auge
als kleinen weißen Buckel erkennen, und zwar finde ich auf diesem
ersten Stadium in jedem untersuchten Bläschen einen Scolex mit
Hakenkranz, während später eine Rückbildung dieser Organe vor
sich geht, so daß ich in dem Materiale vom 24. März unter etwa 10
untersuchten Cysticercusblasen nur zwei mit Kopfzapfen antreffe.
Was die Haken anbelangt, so stehen sie am 10. Januar in
den einzelnen Blasen noch auf einem verschiedenen Stande der
Entwickelung. M. Braun (1905) beschreibt aus diesem Stadium
nur Hakentuten, während ich auch schon mehrfach vollständig ent-
wickelte Hakenkränze mit geschlossenen Wurzeln gefunden habe.
Zwischen den Haken vom 28. Februar (99 Tage nach der Fütte-
rung) und 24. März (123 Tage nach der Fütterung) ist, wie mehr-
fache Messungen zeigen, kein Unterschied zu konstatieren.
Wenn man auf gefärbten Schnitten die Windungen vergleicht,
die das Zwischenstück, oder der sogenannte „Wurmleib“ innerhalb
des Receptaculum bei Oysticercus cellulosae und „Cyst. innom. hypu-
daei* beschreibt, so stellen sich stark in die Augen fallende Unter-
schiede heraus. Bei der Schweinefinne ist das Zwischenstück sehr
stark spiralfederartig gewunden, während bei dem zu Taenia
tenuicollis gehörigen Cysticercus die Einstülpung einfach verläuft,
um unten einen Knick oder Bogen zu beschreiben, an dessen Ende
t) Bei Leuckart (1856), wo die von Dujardin gefundenen Maße wieder-
holt werden, steht fälschlich 0,035. Auf derselben Seite 70 findet sich bei Be-
schreibung der Haken von Taenia tenuicollis noch ein störender Druckfehler.
Der Abstand der Zahnspitze von der Sichelspitze wird mit 0,11 angegeben. Es
muß natürlich 0,011 heilen.
mit Berücksichtigung der übrigen Musteliden-Taenien. 245
der Scolex ansitzt. Wenn es auch dahingestellt bleiben muß, ob
bei noch älteren Stadien die Windungen auch bei der uns beschäf-
tigenden Finne nicht noch komplicierter werden, so daß das
genannte Merkmal seinen specifischen Charakter verliert, so möchte
ich die angestellte Beobachtung doch nicht unerwähnt lassen.
Da an allen mir vorliegenden ausgebildeten Exemplaren von
Taenia tenuicollis die Haken verloren gegangen sind, so muß ich
sie nach den aus den Cysticerken entnommenen Kopfzapfen
beschreiben. Ich wähle dazu das letzte Stadium vom 24. März
1905. Über die Untersuchungsmethode sei erwähnt, daß ich die
aus den Blasen ausgelösten Kopfzapfen auf dem Objektträger unter
Glycerin-Alkohol zerzupft und dann unter etwas Pressung mit
einem Deckgläschen bedeckt habe. In günstigen Fällen lag dann
der kleine Hakenkranz zur Untersuchung recht deutlich vor Augen.
In seiner Umgebung befanden sich stets ungemein viel Kalkkörper-
chen, und zwar um so mehr, je weiter man sich vom Rostellum
nach hinten zu entfernte.
Da die Haken bereits von Dujardin und Leuckart beschrieben
worden sind, so kann ich mich kurz fassen, zumal bis auf eine Ab-
weichung meine Untersuchungen mit denen der genannten Forscher
übereinstimmen. Um die Differenz gleich vorn weg zu nehmen,
sei erwähnt, daß Leuckart (1856) bei den ihm vorliegenden Prä-
paraten keine Form- und Größenverschiedenheiten an den Ilaken
beobachten konnte. Solche sind aber doch vorhanden, wenn auch
die Unterschiede, wie die unten folgenden Maße zeigen werden,
recht subtil und minimal genannt werden müssen.
Es ist ein doppelter Hakenkranz von der gewöhnlichen Anord-
nung vorhanden, an dem die beiden Häkchenreihen übereinander
stehen. Das Charakteristikum für die Haken von Taenia tenwicollis,
das allein vielleicht schon genügen würde die Art zu bestimmen,
ist der deutliche Einschnitt, der sich zwischen dem hinteren Wurzel-
fortsatze und der Sichel auf dem Zahnrücken befindet. Dieser Ein-
schnitt ist nun an den kleinen Haken (Fig. 5) ganz besonders aus-
geprägt. Ferner zeichnen sich diese letzteren vor den großen
Haken noch durch eine mehr gekrümmte Sichel und einen etwas
schlankeren hinteren Wurzelfortsatz aus. Mich erinnern diese
Haken ihrer Form nach etwas an einen großen eisernen Schrauben-
schlüssel. Der hintere Wurzelfortsatz wäre der Griff, und die
zwischen der stark gekrümmten Sichel und dem gedrungenen vor-
deren Zahnfortsatze gelegene, ziemlich enge Ausbuchtung wäre die
Angriffsstelle für die Schraubenmutter. Ich zähle an mehreren
Präparaten stets 50 Haken, während Dujardin deren 52 ver-
zeichnet.
Es fehlt nun noch die Angabe der Maße, wobei ich die von
Dujardin gefundenen Werte in Klammern beisetze. Als Ausgangs-
punkt für die Messung nehme ich zunächst die Spitze des vorderen
Zahnfortsatzes. Von da an beträgt die Entfernung nach der Sichel-
246 J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuieollis Rud,
spitze für die großen Haken (Fig. 4) 0,00630, für die kleinen
0,00504 (0,011) — nach dem Ende des hinteren Wurzelfortsatzes für
die großen Haken 0,01134, für die kleinen 0,01071 (0,017) — nach
dem gegenüberliegenden Zahnrücken (rechtwinklig gemessen) für die
großen Haken 0,00630, für die kleinen 0,00630 mm. Die ganze Länge
der großen Haken beträgt 0,01638, der kleinen 0,01386 (0,02) mm.
Wenn ich übrigens bei schwächerer Vergrößerung messe, erreiche
ich mit den von Dujardin angegebenen Zahlen fast vollständige
Übereinstimmung.
Von: den Hakenabbildungen, die dieser Forscher (]. c.) bringt,
entspricht der isoliert gezeichnete Haken am wenigsten den wahren
Verhältnissen. Das gegenseitige Verhältnis zwischen Wurzelfortsatz
und Sichel, die beide gleich lang angegeben sind, ist nicht richtig.
Der Wurzelfortsatz ist etwas länger als die Sichel; ferner ist die
letztere zu wenig gekrümmt gezeichnet. Das Charakteristikum der
vorliegenden Haken aber, der Einschnitt auf dem Zahnrücken, ist
sowohl bei Dujardin als auch bei Leuckart deutlich angegeben.
Die untersuchte Taenia tenuwicollis Rud. gehört also zu den
Cystotaenien im Sinne Leuckarts und zur Gattung 7aenia nach
der neueren Auffassung, deren Typus Taemia solium ist.
Literatur.
1782. Goeze J. A. E. Versuch einer Naturgeschichte der Ein-
geweidewürmer thierischer Körper p. 336 und 350. Blanken-
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würmer in Tänien in: Wiener medizinische Wochenschrift
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Berlin 1857.
Küchenmeister. Über Leptus autumnalis. Amtlicher Ber.
üb. d. 32. Vers. deutscher Naturforscher und Arzte in Wien
[1856] p. 254. Wien 1858.
Leuckart R. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
in der Naturgeschichte der niederen Tiere während des
Jahres 1858 in: Archiv für Naturgeschichte von Troschel
XXV, II p. 172. Berlin 1859.
Weinland D. F. Beschreibung zweier neuer Taenioiden
aus dem Menschen; Notiz über die Bandwürmer der Indianer
und Neger; Beschreibung einer Monstrosität von Taenia
solium L. und Versuch einer Systematik der Taenien über-
haupt. — Novorum Actorum Acad. Caes. Leop.-Carol T.
XXVII Jena 1861. (Auch separat Jena 1861.)
Sommer Ferd. Über den Bau und die Entwickelung der
Geschlechtsorgane von T’aenia mediocanellata (Küchenmeister)
und Taenia solium (Linne) in: Zeitschrift für wissenschaft-
liche Zoologie Bd. XXIV p. 499 ff. Taf. XLIIT—XLVI.
Leipzig 1874.
1886. Leuckart R. Die Parasiten des Menschen und die
von ihnen herrührenden Krankheiten I. Aufl. Leipzig und
Heidelberg 1879—1886,
Schmidt Ferd. Beiträge zur Kenntnis der Entwickelung
der Geschlechtsorgane einiger Cestoden in: Zeitschrift für
wissenschaftliche Zoologie Bd. XLVI p. 155ff. Taf. XVI
u. XVII. Leipzig 1888.
248
1891.
J. Thienemann: Untersuchungen über Taenia tenuicollis Rud.
Deffke O0. Die Entozoen des Hundes in: Archiv für
wissensch. u. prakt. Thierheilkunde Bd. XVII Heft 1 u. 2.
1891... Bar, I 18
1894—1900. Braun M. Vermes, IV.Bd. Abt.I b. Cestodes von
1896.
1900.
1905.
Fig. 1.
Fig. 10.
Fig. 11.
Bronn’s Klassen und Ordnungen des Thier-Reichs. Leipzig
1894 — 1900.
Lühe M. Zur Kenntnis der Muskulatur des Tänienkörpers
in: Zoologischer Anzeiger No. 505. 1896.
Derselbe. Untersuchungen über die Bothriocephaliden mit
marginalen Genitalöffnungen, in: Zeitschrift für wissenschaft-
liche Zoologie Bd. LXVIII Taf. IV—VIH. Leipzig 1900.
Braun M. Notiz zur Entwickelung der Taenia tenuicollis
Rud. in: Centralblatt für Bakteriologie, Parasitenkunde und
Infektionskrankheiten XXXIX. Bd. I. Abt. Orig. - Heft 1.
Jena 1905.
Erklärung der Abbildungen auf Tafel XV.
Kopt von Taenia tenwicollis Rud. Die Abbildung stützt sich auf eins
von den beiden in Putorius vulgaris Briss. gefundenen Exemplaren
vom 4. November 1904. Fundort: Königsberg i. Pr. Vergr. ca. 150:1.
Geschlechtsreife Proglottis von Taenia tenuicollis Rud. Entnommen
dem aus Putorius ermineus stammenden Wurme vom 20. November
1904. Fundort: Tuchel, Westpreußen. Vergr. 30:1.
Ei von Zaenia tenuicollis Rud. Herkunft wie bei Fig.2. Vergr. ca.
840:1.
Großer Haken von Taenia tenuwicollis Rud. Entnommen einem durch
den beschriebenen Fütterungsversuch gewonnenen Cysticercus vom
24. März 1905. Vergr. ca. 1130:1.
Kleiner Haken von Taenia tenuicollis Rud. Herkunft ebenso wie bei
fig. 4. Vergr. ca 1130:1.
Reife Proglottis von Taenia tenuicollis Rud. Herkunft ebenso wie bei
Fig. 2., Veror. 19:1.
Reife Proglottis von Taenia brevicollis Rud. Rudolphi’scher Typus
aus Sammlungsglas No. 5. Vergr. 15:1.
Taenia intermedia Rud. Die Abbildung stützt sich auf den aus der
Rudolphi’schen Sammlung stammenden, im dritten GlJase befindlichen
Wurm. Nat. Gr.
Kopf von Taenia intermedia Rud. Herkunft wie bei Fig. 8. Vergr.
150:1.
Reife Proglottis von Taenia intermedia Rud. Herkunft wie bei Fig. 8.
Vergr. 15:1.
Haken von Taenia intermedia Rud. Herkunft wie bei Fig. 8. Vergr.
420: 1.
Nematoden
des zoologischen Museums in Königsberg.
Von
Dr. v. Linstow.
Hierzu Tafel XVI—-XVNUI.
Physaloptera inermis n. sp.
Fig. 1.
Aus Seiurus Prevosti. Ventrie.
Cuticula in breiten, unregelmäßigen Abständen quergeringelt,
am Kopfende stark verdickt, Körper vorn mit becherförmiger Ein-
ziehung; Mundöffnung ohne Zähne, Lippen und Papillen.
Der Körper des Männchens ist lockenförmig eingerollt; seine
Länge beträgt 21,5 mm, die Breite 1,26 mm, der Osophagus nimmt
l/,g, das Schwanzende mit breiter Bursa !/,, der Gesamtlänge ein;
die 2,7 mm lange Bursa trägt gewellte Längslinien; die Spicula
sind 2,37 mm lang; neben der Kloakenöffnung stehen jederseits 4
langgestielte Papillen, postanale finden sich jederseits ebenfalls 4,
das breite Schwanzende ist abgerundet.
Das bis 51 mm lange und 1,62 mm breite Weibchen hat auch
ein breit abgerundetes Schwanzende von !/j, Körperlänge, der
Ösophagus von !/g;; die Vulva teilt die Körperlänge von vorn nach
hinten im Verhältnis von 11:17; die dickschaligen Eier sind
0,047 mm lang und 0,026 mm breit.
Physaloptera Sciuri Parona aus Sciurus melanogaster ist von
dieser Art specifisch verschieden.
Physaloptera rotundata n. sp.
Fig. 2.
Aus Otis houbara. Intest.
Beide Körperenden sind abgerundet; Cuticula in breiten Ab-
ständen quergeringelt; Kopfende Mit 2 großen Lippen, die jederseits
eine prominente Papille tragen.
Das Männchen ‚hat eine Länge von 15,6 mm und eine Breite
von 1,1 mm; der Ösophagus ist !/s6, das Schwanzende !/,, der
250 Dr. v. Linstow: Nematoden
ganzen Tierlänge groß; die Spicula sind sehr ungleich; das rechte
ist 0,51, das linke 2,17 mm lang, beide sind am Ende abgerundet;
die schmale Bursa trägt in der Mitte gewellte Längslinien; jeder-
seits stehen 4 langgestielte, präanale Papillen, postanale 2, hinten
am Schwanzende 2 ungestielte und vor ihnen 1 unpaare. a
Das Weibchen ist 20,3 mm lang und 1,5 mm breit; der Öso-
phagus misst!/,, das kegelförmig verjüngteSchwanzende!/,,der ganzen
Länge; die Vulva teilt den Körper im Verhältnis von 6:15; die
diekschaligen Eier enthalten einen entwickelten Embryo und haben
eine Länge von 0,039 mm bei einer Breite von 0,026 mm.
Physaloptera bulbosa n. sp.
Fig. 3.
Aus Pavo spieifer. Ventric.
Das Kopfende ist abgrundet, die Mundöffnung ist von 6 vorn
gerade abgeschnittenen Lippen umgeben; der Ösophagus ist lang,
er mißt beim Männchen !/,, beim Weibchen !/, der ganzen Länge;
das Schwanzende ist rund, die Cuticula glatt, der Nervenring liegt
0,55 mm vom Kopfende.
Das Männchen erreicht eine Länge von 18,4 mm und eine
Breite von 0,40 mm; das rechte Spiculum ist 0,88 mm, das linke
2,17 mm lang, beide sind am Ende abgerundet; das Schwanzende
nimmt !/,, der Gesammtlänge ein; die Bursa ist eiförmig und trägt
quere Wellenlinien; neben der Kloakenöffnung stehen jederseits 5
Papillen, die 1. und 2., 4. und 5. sind gestielt, die 3. steht ventral;
ganz hinten am Schwanzende stehen jederseits noch 5 in einer
Reihe.
Das Weibchen wird 27,8 mm lang und 0,51 mm breit, der
Anus steht fast terminal, das Schwanzende ist !/,,;ı der Gesamtlänge
groß; die Vulva ist weit nach hinten gerückt, sie teilt den Körper
im Verhältnis von 45:2; die dickschaligen Eier sind 0,044 mm
lang und 0,026 mm breit.
Heterakis caudata n. sp.
Fig. 4.
Aus Lampronessa sponsa. Coecum.
Am Kopfende stehen 3 halbkugelförmige Lippen und die Mund-
öffnung führt in ein 0,065 mm langes Vestibulum; der Ösophagus
macht beim Männchen !/g;, beim Weibchen '!/, der ganzen Länge
aus und schwillt hinten allmählig zu einem Bulbus an; die Cuticula
ist glatt.
Das 7,8 mm lange und 0,29 mm breite Männchen hat ein
Schwanzende von !/,, Körperlänge, das hinten mit einem griffel-
förmigen Fortsatz endigt; der Saugnapf ist 0,18 mm gross, die
des zoologıschen Museums in Königsberg. 95 1
Spieula sind beide 0,44 mm lang; neben dem Saugnapf stehen jeder-
seits 2 langgestielte Papillen, hinten 4 fingerförmige und 4 postanale,
die beiden hintersten neben einander; die Bursa ist breit.
Das Weibchen, welches 11,6 mm lang und 0,29 mm breit ist,
hat ein langzugespitztes Schwanzende von !/,, Körperlänge; die
Vulva liegt hinter der Mitte und teilt den Körper im Ver-
hältnis von 19:14; die Eier sind 0,070 mm lang und 0,044 mm
breit.
Heterakis eircumyallata n. sp.
Fig. 5.
Aus Cygnus atratus. Coecum.
Kopfende mit 3 halbkugelförmigen Lippen; der Osophagus,
welcher beim Männchen !/,,, beim Weibchen !/,, der Gesamtlänge
groß ist, endigt hinten mit einem kleinen Bulbus; der darauf fol-
gende Darm ist anfangs breiter; die Cuticula ist quergeringelt.
Das Männchen ist 13,1 mm lang und 0,41 mm breit; das Schwanz-
ende hat hinten einen griffelförmigen Fortsatz und nimmt !/,, der
ganzen Länge ein; beide Spicula sind 0,48 mm lang; neben dem
0,19 mm großen Saugnapf stehen jederseits 2 langgestielte Papillen,
präanale, fingerförmige weiter hinten 4 und postanale 4, die 3
hinteren dicht gedrängt neben einander; der Saugnapf ist von einem
mächtigen Cuticularwall umgeben.
Das Weibchen hat eine Länge von 14,8 mm bei einer Breite
von 0,40 mm; der zugespitzte Schwanz nimmt !/,, der ganzen
Länge ein, die Vulva liegt etwas hinter der Mitte und teilt die
Länge im Verhältnis von 4:3; die Eier haben eine Länge von
0,062 mm und eine Breite von 0,044 mm.
Heterakis hamulus n. sp.
Fig. 6.
Aus Pavo spicifer. Coecum.
Kopfende mit 3 wenig prominenten Lippen; der kurze Oso-
phagus endigt mit einem Bulbus und ist beim Männchen !/,, beim
Weibchen !/;, der Gesamtlänge groß; das Schwanzende ist bei
beiden Geschlechtern fein zugespitzt, Cuticula sehr fein quer-
geringelt.
Das Männchen, welches 7,5 mm lang und 0,41 mm breit ist, hat
zwei sehr verschiedene Spicula; das rechte ist dünn, 0,37 mm lang
und am Ende hakenförmig gebogen; das linke ist gerade, 0,352 mm
lang und von einem breiten Chitinmantel umgeben, aus dem nur
die Spitze hervorsieht; der Saugnapf misst 0,071 mm; jederseits
stehen neben ihm 2 gestielte Papillen, dahinter neben der Kloaken-
öffnung 5, von denen die hinterste ventral gerichtet ist, weiter
hinten 3; das Schwanzende misst !/,, der Gesamtlänge.
252 Dr. v. Linstow: Nematoden
Das 7,6 mm lange und 0,46 mm breite Weibchen hat einen
Schwanz von 1/, Körperlänge; die Vulva liegt genau in der Körper-
mitte und die Eier sind 0,057 mm lang und 0,042 mm breit.
Heterakis isolonche n. sp.
Fig. 7.
Aus Thaumalea Amherstiae. Coecum.
Kopfende mit 3 halbkugelförmigen Lippen, jede mit 2 kleinen
Papillen; Osophagus, beim Männchen !/gs, beim Weibchen 1/34 der
Gesamtlänge messend, hinten mit einem Bulbus, der darauf folgende
Anfang des Darms ist viel breiter und kugelförmig verdickt; Schwanz-
ende lang und fein zugespitzt; Cuticula glatt.
Männchen 7,38 mm lang und 0,48 mm breit; die Spicula messen
beide 1,41 mm und haben außen breite Flügel; Saugnapf hinten
mit einer kleinen kreisförmigen Vertiefung, neben ihm jederseits
2 langgestielte Papillen, neben der Kloakenöffnung jederseits 6, 2
davon mehr ventral, postanale jederseits 4; das Schwanzende mißt
1/); der ganzen Länge.
Das Weibchen hat eine Länge von 9,3 mm und eine Breite
von 0,47 mm; der Schwanz ist !/„; der Gesamtlänge groß; die
Vulva teilt den Körper von vorn nach hinten im Verhältnis von
22:25; hinter ihr stehen 2—3 Papillen in einer Reihe; die Eier
sind 0,073 mm lang und 0,044 mın breit.
Die Anordnung der Papillen ist ähnlich wie bei Heterakis
vesicularis Fröl., aber hier sind die Spicula ungleich; das rechte
mißt 1,18 mm und ist am Ende hakenförmig gekrümmt, das linke
ist gerade und 0,63 mm lang.
Heterakis rima n. sp.
Fig. 8.
Aus Otis haubara. Coecum.
Cuticula in großen Abständen quergeringelt; Mundöffnung von
6 Papillen umgeben, in den Seitenlinien je eine grössere und rechts
und links eine kleinere; ein tiefer Mundbecher führt in den uso-
phagus, dessen Mündung von 6 Knötchen umgeben ist, von denen
jedes einen kegelförmigen Zahn trägt; der Ösophagus mißt beim
Männchen !/;3, beim Weibchen !/, der ganzen Länge und endigt
mit einem kleinen Bulbus; die Cuticula zeigt am Kopfende eine
starke Verbreiterung, die hinten allmählich verschwindet.
Das 8,2 mm lange und 0,40 mm breite Männchen hat einen
Schwanz von !/;, Körperlänge; vor der Kloakenmündung liegt ein
dreischenkliger Stützapparat; das rechte Spiculum ist 0,84, das
linke 0,70 mm lang; der Saugnapf ist schlitzförmig und weit nach
vorn gerückt; neben ihm steht jederseits eine Papille; pränale
finden sich hinten jederseits noch 3 und postanale 5.
des zoologischen Museums in Königsberg. 253
Das Weibchen ist 9,3 mm lang und 0,43 mm breit, das lang
zugespitzte Schwanzende mißt Ye, der Gesamtlänge, die Vulva teilt
den Körper im Verhältnis von 51:53 und liegt also vor der
Körpermitte; Eier waren noch nicht entwickelt.
Spiroptera aörophila n. sp.
Fig. 9.
Aus Phoenicopterus roseus. Trachea.
Es sind nur Männchen vorhanden; die Länge erreicht 19,3 mm,
die Breite vorn 0,39 mm, nach hinten wird der Körper beträchtlich
schmaler und hat hier nur einen Querdurchmesser von 0,16 mm;
das Kopfende ist abgerundet und ohne Auszeichnung. Die Mund-
öffnung ist kreisförmig; der Ösophagus ist anfangs 0,062 mm breit
und schwillt bald auf eine Beite von 0,15 mm an; die Cuticula ist
von ringförmig verlaufenden Wülsten umgeben, wodurch die Kon-
touren sägeförmig erscheinen; das Schwanzende ist fast zu einem
Kreise gekrümmt und das Hinterleibsende ist breit abgerundet; die
Kloakenöffnung steht fast terminal; die Spicula sind kurz, gebogen
und am Ende meißelförmig zugespitzt, der rechte ist 0,15, der
linke 0,13 mm lang; präanale Papillen fehlen, postanale stehen
jederseits 2.
Cucullanus nigrescens n. sp.
Fig. 10—11.
Aus Rana hexadactyla. Intest.
Ein 0,088 mm langer Mundbecher führt in den Ösophagus, der
beim Männchen !/,, beim Weibchen '/,, der ganzen Länge ein-
nimmt; er besteht aus einem vorderen, muskulösen und einem
hinteren, drüsigen Abschnitt, deren Längen sich wie 5:4 verhalten.
Die beiden Kopfschalen sind gelb und tragen je 9 Längsleisten;
das Schwanzende ist abgerundet, die Cuticula sehr fein quer-
geringelt; der Darm ist kohlschwarz pigmentiert,
Das Männchen ist 82 mm lang und 0,31 mm breit; der
Schwanz mißt !/;, der Körperlänge; das Spieulum ist 0,5l mm
lang und trägt kurz vor dem Ende einen fadenförmigen Anhang;
jederseits stehen 3 prä- und 3 postanale, langgestielte Papillen.
Das 19,7 mm lange und 0,53 mm breite Weibchen ist vivipar;
der Schwanz mißt !/,;, der ganzen Länge, die Vulva teilt den
Körper von vorn nach hinten im Verhältnis von 13: 16.
Cueullanus viviparus n. sp.
Fig. 12-13.
Aus Damonia Revesii und Cinosternon. Intest.
Die beiden Kopfschalen sind braun und vorn wellig begrenzt;
jede trägt 5 Längsleisten; der usophagus ist gebildet wie bei
254 Dr. v. Linstow: Nematoden
der vorigen Art, und die Längen der beiden Abteilungen verhalten
sich wie 18:25; auch hier ist der Darm schwarz pigmentiert; die
relative Länge des Ösophagus zum ganzen Körper beträgt beim
Männchen !/gs, beim Weibchen !/,..
Das Männchen ist 9,0 mm lang und 0,29 mm breit; das kegel-
förmige Schwanzende ist !/,,; der ganzen Länge groß; ventral
steht eine rundliche Auftreibung der Cuticula; das Spiculum ist
stabförmig und 0,48 mm lang; jederseits stehen 6 prä- und 2 post-
anale Papillen und neben der Kloakenöffnung ein Wulst mit
3 Knötchen.
Das 13,8 mm lange und 0,57 mm breite Weibchen ist ventral
hinter der Vulva verdünnt; das Schwanzende nimmt !/,, der ganzen
. Länge ein; es wird nach hinten langsam dünner und endigt hinten
abgerundet; der Uterus ist mit schlanken Embryonen prall gefüllt;
die Vulva liegt in der Mitte des Körpers.
Strongylus reetus n. sp..
Fig. 14.
Aus Dolichotis patagonica. Ventric.
Der Körper ist gerade gestreckt; das Kopfende ist gegen die
Längsachse rechtwinklig abgeschnitten und trägt 4 wenig promi-
nente Papillen; der Körper ist nach vorn und hinten stark ver-
dünnt; der Osophagus, welcher beim Männchen wie beim Weibchen
Y/5 der Gesamtlänge groß ist, verdickt sich etwas nach dem
Ende zu; die Cuticula zeigt feine Querringel und etwa 50 aus
glänzenden Pünktchen gebildete Längslinien.
Das Männchen, welches 17,3 mm lang und 0,53 mm breit ist,
hat 2,72 mm lange, gerade Spicula und einen doppelten, gelben,
hinten spitzen Stützapparat; die Bursa wird jederseits von 5 Rippen
gestützt; die 1. ist kurz und nach vorn gerichtet, die 2. bis 5. sind
lang und liegen parallel; die unpaare Mittelrippe ist hinten ge-
teilt und die beiden größeren Äste tragen eine Papille.
Das Weibchen ist 18,0 mm lang und 0,45 mm breit, das
hinten abgerundete Schwanzende mißt !/s; der Körperlänge, die
Vulva teilt den Körper von vorn nach hinten im Verhältnis ‘von
12:7 und die Eier sind 0,044 mm lang und 0,026 mm breit.
Oxyuris eirrata n. sp.
Fig. 15.
Aus Iguana tuberculata. Intest. crass.
Kopfende gerade abgestutzt, Cuticula quergeringelt, Schwanz-
ende beim Männchen abgerundet, beim Weibchen zugespitzt; der
Ösophagus, welcher beim Männchen !/39, beim Weibchen !/, der
der ganzen Länge einnimmt, besteht aus einem vorderen, dickeren
und einem hinteren, dünneren, schwarz pigmentirten Abschnitt,
des zoologischen Museums in Königsberg. 255
deren Längen sich verhalten wie 11:11 oder 11 : 12; der Anfang
des Darms ist erheblich breiter als der Osophagus; der Porus ex-
cretorius ist weit nach hinten gerückt, er liegt an der Grenze
zwischen Ösophagus und Darm, mitunter noch etwas hinter der-
selben; am Kopfende stehen 2 Lippen, jede mit einer Papille.
Das Männchen ist 5,66 mm lang und 0,53 mm breit; das gerade
Spiculum ist 2,2 mm lang; das Schwanzende nimmt '/;, der ganzen
Tierlänge ein und trägt dorsal eine fingerförmige Verlängerung,
ventral aber 5 rundliche Vorsprünge, am meisten ventral gelegen
2 breite, neben einander liegende, jede mit einer Papille, dorsal
von ihnen jederseits einen fingerförmigen, am Ende mit einem kleinen
Knötchen; getrennt werden sie durch einen mittleren, etwas längeren,
der aus einer Manchette hervorsieht; das Vas deferens mündet in
eine vorn kolbenförmig: verdickte, 0,97 mm lange Samenblase. s
Das Weibchen erreicht eine Länge von 6,2 mm bei einer Breite
von 0,79 mm, der Schwanz ist !/;, der ganzen Länge groß; die
Vulva mit prominenten Rändern liegt an der Grenze zwischen
3. u. 4. Viertel des Körpers, die Vagina verläuft nach vorn; die
Geschlechtsorgane liegen etwa im 3. Viertel des Leibes; die Eier
sind 0,098 mm lang und 0,066 mm breit.
Ascaris megatyphlon Rud. = Ozolaimus megatyphlon Duj. =
Oxyuris megatyphlon Schneider aus Iguana tuberculata ist auch
eine Oxyuris mit langem Spiculum; nach der Beschreibung von
Dujardin und der Abbildung von Schneider fehlen hier aber am
männlichen Schwanzende die auffallenden Fortsätze; die Abtheilungen
des Osophagus verhalten sich wie 2: 3 und das Spiculum ist nur
1,25 mm lang.
Nematoxys unguiculatus n. sp.
Fig. 16.
Aus Bufo viridis. Korfu. Intest. crass.
Kopfende abgerundet, ohne Lippen, Zähne und Papillen; Cuti-
cula fein quergeringelt; der dünne wsophagus nimmt beim
Männchen !/,s, beim Weibchen !/,; der ganzen Länge ein, das
hinterste Fünftel ist zu einem Bulbus erweitert, das Schwanzende
ist bei beiden Geschlechtern fein zugespitzt; der Porus excretorius
liegt an der Grenze zwischen dem 3. und 4. Viertel des Ösophagus.
Bei dem 4,3 mm langen und 0,21 mm breiten Männchen ist das
Schwanzende, das !/,, der ganzen Länge einnimmt, hakenförmig
gekrümmt; die beiden schwach gekrümmten Spicula sind 0,22 mm
lang; jederseits stehen 3 kegelförmige, präanale Papillen; der Hoden
lässt die vorderen */,, des Körpers frei.
Das Weibchen ist 5,2 mm lang und 0,55 mm breit, der Schwanz
nimmt !/ı3 der Gesamtlänge ein; die Eier sind 0,091 mm lang
und 0,052 mm breit; die Vulva teilt den Körper von vorn nach
hinten im Verhältnis von 3 : 2 und vor ihr befindet sich eine An-
schwellung.
256 Dr. v. Linstow: Nematoden
Oxysoma contortum n. Sp.
Fig. 17.
Aus Bufo vulgaris, Korfu. Intest. crass.
Das abgerundete Kopfende ist ohne Papillen, Cuticula fein
quergeringelt, der schmale Osophagus nimmt beim Männchen und
Weibchen !/, der Gesamtlänge ein, das hinterste Siebentel ist zu
einem Bulbus angeschwollen; der Porus excretorius liegt an seinem
hintersten Drittel.
Das Männchen, welches 5,4 mm lang und 0,30 mm breit ist,
erscheint in der Mitte kreisförmig eingerollt; die sehr langen
Spicula messen 1,98 mm und sind weit aus der Kloake heraus-
geschoben; das kegelförmige Schwanzende nimmt !/,, der ganzen
Länge ein; jederseits stehen 12 prä- und 6 postanale Papillen; die
örsteren reichen bis 1,14 mm vom Schwanzende nach vorn, die
letzteren stehen am äussersten Schwanzende, und zwar jederseits
3 ventral, 1 lateral und 2 dorsal; die präanalen sind vorn durch
weite Abstände geschieden; ein Stützapparat ist 0,1l mm lang.
Das Weibchen ist 5,9 mm lang und 0,35 mm breit; die Vulva
liegt hinter der Mitte und trennt den Körper im Verhältnis von
3:2; der fein zugespitzte Schwanz ist !/;, der Körperlänge gross
und die Eier messen 0,070 und 0,039 mm in Länge und Breite.
Angiostomum rotundatum n. sp.
Aus Bufo viridis. Korfu. Pulmon.
Länge 6,0 mm, Breite 0,31 mm; Cuticula sehr dick, vorn und hinten
0,018 mm mächtig, mit tiefen, ringförmigen Einziehungen; Kopf-
und Schwanzende abgerundet; Cuticula am Kopfende oft blasig auf-
getrieben; der Osophagus mißt nur 1/,, der ganzen Länge und ist
in seiner hinteren Hälfte verdickt; der Darm ist schwarz; die Vulva
liegt etwas vor der Mitte und teilt den Körper im Verhältnis von
4:5; die Vagina verläuft nach hinten. Die Eier sind 0,97 mm
lang und 0,057 mm breit und enthalten einen entwickelten Embryo,
der schwarz pigmentiert ist; Schwanzende !/,,; der Gesamtlänge.
Die Geschlechtsorgane lassen vorn und hinten etwa !/, des
Körpers frei,
Angiostomum nigrovenosum Rud. und A. rubrovenosum Schneid.
haben ein spitzes Schwanzende.
Filaria granulosa n. sp.
Fig. 18.
Aus Felis pardus. Sub cute.
Beide Körperenden sind abgerundet und das Kopfende ist ohne
Papillen, ‚Zähne und Lippen; Cuticula quergeringelt, mit Längs-
leisten; Ösophagus beim Männchen '!/,,, beim Weibchen !/,, der
Gesamtlänge grob.
des zoologischen Museums in Königsberg. 357
Männchen 50 mm lang und 0,35 mm breit, das Schwanzende mißt
1/.1, der ganzen Länge und ist in mehreren Windungen locken-
förmig aufgerollt; am Schwanzende stehen jederseits 4 prä- und
2 postanale Papillen, die granulierte Stiele haben und von vorn
nach hinten an Größe abnehmen; rechtes Spiculum 0,052, linkes
0,13 mm lang, beide am Ende abgerundet.
Weibchen 135 mm lang und 0,48 mm breit, Schwanzende ge-
rundet, 1/98 der Gesamtlänge groß; die Vulva liest ganz vorn und
teilt den Körper im Verhältnis von 1: 84; Eier 0,052 mm lang
und 0,039 mm breit, Eischalen membranös, der Embryo ist im Uterus
bereits entwickelt.
Triehocephalus infundibulum n. sp.
Fig. 19,
Aus Hystrix eristata Intest.
Die Körpercontouren am dünnen Vorderkörper sind durch Quer-
ringelung der Cuticula sägeförmig; die Seitenbänder nehmen ?/, des
Querdurchmessers ein.
Das Männchen hat eine Länge von 44,6 mm und eine Breite
von 0,79 mm am Hinterkörper; die Länge des dünnen Vorderkörpers
verhält sich zu der des Hinterkörpers wie 7:6; das Spiculum ist
schmal, nimmt nach hinten langsam an Breite ab und endigt spitz;
es ist 1,94 mm lang und 0,026 mm breit. Die Scheide zeigt an der
Basis Querfalten und ist dicht mit glänzenden kleinen Kegeln besetzt,
die überall gleich gross sind, nach hinten gerichtet sind und überall
gleich dicht stehen; hinten ist die Scheide trichterförmig erweitert;
der Körper ist hinten zweilappig.
Das Weibchen ist 52,1 mm lang und hinten 1,03 mm breit;
Vorder- und Hinterkörper verhalten sich in der Länge wie 10 : 6;
die Eier sind 0,062 mm lang und 0,025 mm breit.
Wenn angegeben wird, dab Trichocephalus affınis Rud., der in
Ovis aries, Capra hircus, Cervus capreolus und Bos taurus lebt,
auch in Hystrix cristata vorkommen soll, so ist das wenig wahr-
scheinlich; bei Trichocephalus affinis verhält sich die Länge des
dünnen Vorder- zu der des Hinterkörpers beim Männchen wie 2 : 1
und beim Weibchen wie 7 : 3; das Spiculum ist 6,75 mm lang und
0,038 mm breit. Die Scheide desselben ist überall zylindrisch und
mit Stacheln besetzt, die vorn grösser und weitläuftiger gestellt
sind als hinten; die Eier sind 0,070 mm lang und 0,032 mm breit.
Chordodes undulatus n. sp.
Fig. 20.
Aus Mantis sp. Cav. abdom. Sydney.
Es ist nur ein Weibchen vorhanden, das 185 mm lang und
0,90 mu breit ist; die Farbe ist schwärzlich braun; Oberfläche der
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.3. 17
258 Dr, v. Linstow.
Cuticula gekörnelt, Kopfende dünner als das abgerundete Schwanz-
ende, mit hellbrauner Calotte. Cuticula mit 2 Sorten von Areolen,
die beide länglich rund sind; der grössere Querdurchmesser steht
senkrecht zur Längsachse des Körpers; die Contouren der Areolen
sind wellig; die grösseren sind dunkel, durchschnittlich 0,0234 mm
lang und 0,0136 mm breit; sie stehen bald allein, bald in Gruppen
und haben in der Mitte eine helle, länglich runde Vertiefung, mit-
unter auch eine fingerförmige Verlängerung; die hellen, kleineren
sind etwa 0,0134 mm lang und 0,0104 mm breit.
Chordodes Silvestri Camer. aus Borneo, Ch. timorensis Camer.
aus Timor und Ch. Festae Camer. aus Equador sind verwandte
Arten.
Erklärung der Abbildungen.
Fig. 1-10, 12, 14—19 sind männliche Hinterleibsenden.
Fig. 1. Physaloptera inermis.
» 2. Physaloptera rotundata.
» 3. Physaloptera bulbosa.
„ 4. Heterakis caudata.
‚„ 5. Heterakis eireumvallata.
„ 6. Heterakis hamulus.
» ”. Heterakis isolonche.
„8. Heterakis rima.
» 9. Spiroptera a@rophila.
10-11. Cucullanus nigrescens. 11. Kopfende.
„ 12-13. Cueullanus viviparus. 13. Kopfende.
„ 14. Strongylus reetus.
„ 15. Oxyuris cirrata.
„ 16. Nematoxys unguiculatus.
„ 17. Oxysoma ceontortum.
„ 18. Filaria granulosa.
„ 19. Trichocephalus infundibulum.
» 20. Chordodes undulatus, Cuticula.
Pectinatella magnifica (Leidy) bei Berlin.
Von
Dr. W. Weltner.
Hierzu drei Figuren im Text.
Das Vorkommen dieser in Nordamerika einheimischen Bryozoe
wurde außerhalb der Vereinigten Staaten bisher von Kraepelin 1883
in der Bille bei Hamburg, von Ziegeler 1902 in der Havel bei
Spandau und von Zimmer 1905 in der Oder bei Breslau nach-
gewiesen. In der Bille ist sie noch vor 2 Jahren beobachtet und
kommt auch wohl noch heute dort vor (nach gütiger Mitteilung
von Prof. Kraepelin). Sie gehört in Europa einstweilen zu den
Seltenheiten und verdient schon deshalb Interesse. Ich habe in den
letzten Jahren ihrem Vorkommen bei Berlin besondere Auf-
merksamkeit zugewandt und nehme Veranlassung, das mir be-
kannte zusammen zu fassen, wobei ich bemerke, daß sich die
Angaben über die von Herrn Dr. Ziegeler gesammelten Exemplare
auf das im Zoologischen Museum und Institut in Berlin nieder-
geleste Material gründen. Es sei hier bemerkt, dab die Entdeckung
der Pectinatella bei Berlin durch Dr. Ziegeler in der Litteratur
bisher keine Erwähnung gefunden hat.
Das erste in seiner Art ein Unikum gebliebene Exemplar wurde
Anfangs August 02 von dem genannten Herrn in der Havel im
Norden von Spandau aufgefunden: ein birnförmiger Stock von
10'/, cm Länge und 5 cm größte Dicke, welches sich um das Ende
eines dünnen Weidenzweiges angesiedelt hat. Es wird im zoolog.
Institut aufbewahrt; alle übrigen Exemplare befinden sich im zool.
Museum und wurden an der genannten Lokalität an Floßholz ge-
funden. Sie sind von halbkugeliger Gestalt oder von der Form
eines Halbovals (Mus. berol. 744); das größte Stück mißt an der
Basis 15'!/;, cm Länge und 11cm Breite und erreicht eine Höhe
von 8 cm.
Gleichfalls im Anfang August 02 sammelte ich an Floßholz in der
Havel bei der Insel „Kleiner Wall“ im N. von Spandau (s. die Karte
p- 261) und wie ich vermute, an derselben Stelle wie vorher Dr. Ziegler
— von dessen Fund „bei Spandau“ ich gehört hatte — eine Anzahl
17*
260 Dr. W. Weitner:
Pectinatellen, unter denen auch einige Kolonien waren, die noch
keine dicke Gallerte entwickelt hatten, sondern als dünne, kleine
und grössere Krusten die Borke überzogen (Mus. berol. 745 um 746).
Die von uns gesammelten größeren und mit Gallerte versehenen
Stücke tragen sämtlich Statoblasten, während die kleineren bis
| cm Durchmesser erreichenden Stöcke solche noch nicht zeigen.
Am 9. Aug. 05 teilte Herr Dr. Ziegeler dem berliner zoolog.
Institut mit, daß sich Pectinatella wieder in der Havel sefunden habe.
Im Juli dieses Jahres suchte ich die Verbreitung der Pectina-
tella in der Havel zwischen Spandau und nördlich dieser Stadt
bis nach Konradshöhe und ihr etwaiges Vordringen in den Tegeler
See festzustellen, den ich seit 1884 alljährlich in verschiedenen
Monaten zu faunistischen Zwecken aufgesucht habe. Ich umfuhr
im Juli 06 den ganzen See und besuchte die Ufer der 7 im See
gelegenen Inseln, nirgends habe ich Pectinatella hier gefunden.
Dagegen kam sie nicht weit von seiner Einmündung in die Havel
in einer Bucht bei den Rustwiesen (gegenüber Jörsfelde) an altem
Floßholz vor, welches zum Zwecke der Entharzung schon einige
Jahre an dieser Stelle liegt, während das Holz, welches erst in
diesem Jahre in die genannte Bucht geflößt und noch frisch ist,
noch Ende Juli keine Pectinatellen, überhaupt keine tierischen
Ansiedelungen zeigte, an denen das alte Holz sehr reich ist. Die
von mir am 3. Juli hier gesammelten Pectinatellen - Exemplare
bildeten nur kleine, krustige, ganz flache Stöcke und auch an dem
früheren Fundorte, dem Floßholz beim Kl. Wall, erbeutete ich nur
solche. Am 15. Juli 06 dagegen fanden sich an beiden Lokalitäten
auch klumpige, gallertreiche Stücke von Wallnußgröße und diese
hatten bereits Statoblasten (meist junge, ohne Dornen) und ent-
sandten lags darauf zahlreiche, birnförmige, sehr verschieden große
Larven, deren dickerer heller Teil bei ungestört vorwärts schwimmen-
den Individuen nach vorne gerichtet ist. Die Länge der größten
Larven betrug 1'!/, mm, ihre Dicke 1!/, mm. Kraepelin (1887 p. 85
4137) beobachtete freie Larven erst um Mitte August und glaubt
nicht, daß die aus ihnen entwickelten Pectinatellen in demselben
Jahre zur Statoblastenbildung gelangen, sondern in unseren Breiten
zu Grunde gehen, wenn sie "nicht etwa in der Tiefe der Gewässer
den Winter überdauern, was Kr. aber für unwahrscheinlich hält u.
ich ebenfalls. Ich möchte aber glauben, daß die Kolonien, welche
aus diesjährigen Larven entstanden sind, doch noch im Herbste
Statoblasten bilden können. Die Pectinatellen mögen sich hierin
verhalten wie Euspongilla lacustris, bei der die im Sommer aus
Larven entstandenen kleinen Schwämme im Herbste je nach dem
Alter einen Durchmesser von 1 mm bis zu flachen Krusten von
mehreren cm Durchmesser erreichen, von denen auch die kleinsten
unter Bildung oft nur einer einzigen Gemmulae im Herbste ab-
sterben, womit nicht gesagt sein soll, daß nicht auch andere
Individuen des Schwammes ohne Gemmulabildung zu Grunde gehen
können.
261
Peetinatella magnifica (Leidy) bei Berlin.
|
Der Tegeler See und die Havel von Spandau bis Heiligensee. Die Fundstellen
von Peetinatella magnifica sind durch e gekennzeichnet.
262 Dr. W. Weltne::
Am 24. Juli fand ich neben krustenförmigen Exemplaren auch
oO
einen größeren mit Gallerte versehenen Stock, der so lose an der
Borke hing, dab er beim Ablösen abfiel. 'Noch an demselben
Tage sandte er im Aquarium Larven und freischwimmende mit
Dornen versehene Statoblasten aus (letztere auch bei Stöcken der
Bille Ende Juli von Kraepelin p. 86 konstatiert). Beistehend
Pectinatella magnifica nach dem Leben. Derselbe Stock in Alkohol.
Vergr. fast 2: 5 Marie Ranisch delin. Vergr. fast 2:1.
gebe ich dieses Exemplar in fast doppelter Größe wieder, weil
bisher keine genügende Abbildung eines Pectinatellenstockes nach
dem Leben existiert und die einzige von Oka publizierte Figur
die japanische P. gelatinosa betrifft. Meine Abbildung stellt
einen Stock von 10 Kolonien dar, von denen man deutlich 6
erkennt. Jede Kolonie ist annähernd halbkugelig und zeigt im
Inneren die von Kraepelin p. 135 geschilderte und von Oka ab-
gebildete Höhle, deren Seitenwände aus den Tuben mit ihren aus-
sestreckten Poly piden gebildet wird. Bei zwei der Kolonien blickt
man von oben in die Höhle, an deren Grunde man am lebenden
Objekt dicht nebeneinander stehende kurze Höcker sieht, welche
Tuben mit Polypiden darstellen und mit einer weißen Spitze — die
von Kraepelin p. 135 geschilderten Haufen kleiner Fetttröpfehen — ge-
krönt sind. Dab sich auch an den Enden der Lophophorarme geringe
Mengen dieser weißen Masse finden, hat bereits Kraepelin bemerkt.
Tötet man einen solchen Stock in Alkohol oder Formalin ab,
ohne zuvor die Tiere zu betäuben, so ziehen sich alle Kolonien
derart zusammen, daß man ein Zerrbild des Lebenden erhält: einen
Cormus mit rosettenartig gestalteten Kolonien, bei denen auch von
den Höhlen nichts zu sehen ist.
Während ich, um die Einwirkung des Alkohols an dem Stücke
zu sehen, den oben abgebildeten Stock in schwachen Alkohol ab-
tötete, wurden noch ein Dutzend Larven und 3 mit Dornen ver-
sehene Statoblasten geboren, deren jeder eine dicke Gallerthülle
besaß, mit der er am Boden des Gefäßes kleben blieb, eine Vor-
richtung, die wohl auch in der Natur das Anheften an fremde
Pectinatella magnifica (Leidy) bei Berlin. 263
Gegenstände erleichtert und die ich auch an im August entwickelten
Statoblasten angetroffen habe.
Noch eine andere Beobachtung, sei mitgeteilt. An einem krusten-
förmigen, mit dünner Gallerte versehenen Stock, der auf Dreissensia
saß, bildete sich im Aquarium ein Fortsatz mit Polypiden, der immer
größer wurde und sich am vierten Tage von dem Muttercormus
ablöste und nun als kleiner flacher Kuchen, an dessen Rande
c. 20 Polypide standen, auf dem Boden des Glases fortlebte. Es kann
sich also eine Pectinatella auch durch Abschnürung kleiner Kolonien
fortpflanzen wie bei Cristatella u. Lophopus (s. Wesenberg-Lund!),
Trotzdem es mir nicht zweifelhaft ist, daß die mit großen Haken
versehenen Statoblasten der Pectinatella auch eine Besiedelung
anderer Gegestände als blos Floßholz ermöglichen wird, so ist es
mir doch bisher nicht geglückt, diese Bryozoe an abgestorbenen
Rohrstengeln oder an in die Havel eingerammten alten Schutzpfählen
oder an dem Balkenwerk der zahlreichen Dampferbrücken bis in
Tiefen zu 2 m nachzuweisen.
Zusammen mit den Pectinatellen finden sich am Floßholz in
der Havel bei den Rustwiesen in kolossaler Häufigkeit Süsswasser-
schwämme und zwar alle die häufigen Arten Deutschlands (Euspon-
gilla lacustris, Spongilla fragilis, Ephydatia fluviatilis, mülleri und
Trochospongilla horrida), ferner Plumatella polymorpha, Dreissen-
sien und hier und da braune Hydren, deren Artbestimmung ich
einstweilen absichtlich unterlassen habe. Von Pflanzen lebt zwischen
dem Floßholz Lemna polyrhiza und die hübsche Salvinia natans.
Auf dem Floßholz haben sich verschiedene Phanerogamen besonders
Cieuta virosa, Lycopus u. Bidens angesiedelt.
Über die Art und Weise wie Pectinatella magnifica in die Havel
gelangt sein kann, habe ich folgende Vorstellung. Sie ist von
Amerika nach Europa verschleppt, wo sie zuerst bei Hamburg ge-
funden wurde. Vielleicht ist sie von hier durch die Elbe in die
Havel gelangt entweder durch Kähne oder durch Floßholz (?) oder
durch Vögel. Eher glaube ich, daß sie von Osten her durch Floß-
holz eingeschleppt ist (das Holz soll von Russland kommen), und
wenn dies zutrifft, wird sie auch in der Spree und in den Kanälen
zu finden sein. Im Tegeler See fehlt sie, trotzdem von der Havel
aus altes Floßholz bis an das Dorf Tegel geflößt wird und es im
See an geeigneten Stellen zur Ansiedelung nicht mangelt. In der
Havel ist Pectinatella wohl weiter verbreitet als wir wissen und
wird in Deutschland solange als Seltenheit gelten, bis man ihrem
Vorkommen mehr Aufmerksamkeit geschenkt haben wird. In dieser
Beziehung erinnere ich an Cordylophora lacustris, die z. T. durch
Zufall, z. T. durch planmäßige Nachforschung auch im süßen Wasser
des Binnenlandes gefunden worden ist, in Deutschland sind mir
folgende einwandsfreie Funde im Süßwasser bekannt geworden:
1) Biologiske Studier over Ferskvandsbryozoer. Videnskab. Meddel. naturhist.
Forening Kjöhenhavn for Aaret 189. p. XXVII. Kjöbenhavn 1396
264 Dr. W. Weltner.
Oberwarnow bei Rostock (Will 1885, zitiert nach Zernecke Zool.
Garten 36, 1895. — Pauly 1900).
Iserdyk, einem Havelarm bei Fürstenberg i. Mecklenburg-Strelitz
(Weltner 1894, Stücke im Berl. Museum).
Gewässer bei Rüdersdorf im O. von Berlin (Riehm 1878 u. 80,
Weltner 1892, Stücke im Berl. Museum).
Müggelsee bei Berlin (Krause. Ein von mir 1893 gesammelter Stein
mit Cordylophora befindet sich im Berl. Museum),
Saale bei Halle (Riehm 1892).
Elbe bei Magdeburg (von Dr. W. Koch 1895 an einem im Hafen
treibenden Holzstück gefunden u. mir freundlichst überlassen.
Im Berl. Museum).
Hamburger Wasserleitung (Kraepelin 1886).
Es ist mir bisher trotz mehrfacher Bemühungen nicht geglückt,
Pectinatella magnifica noch in anderen Gewässern bei Berlin und
anderweitig in der Mark Brandenburg und in verschiedenen Seen
Mecklenburgs u. Pommerns aufzufinden, in denen andere Bryozoen
oft zahlreich vorkommen.
Litteratur über Pectinatella.
Die ältere Litteratur findet man bei Kraepelin, K. Die Deutschen
Siüßwasser-Bryozoen. Eine Monographie. Abhandl. Gebiete Natur-
wiss. Bd. 10, Festschrift, Hamburg 1887 und bei Davenport, Ch. B.
Report on the Fresh-Water Bryozoa of the United States. Proc.
U. S. Nat. Museum 27 p. 211 Pl. VI Washington 1904, der sämtliche
amerikanischen Fundorte anführt. Siehe ferner:
1891. Oka, A. Observations of Fresh-water Polyzoa (Pectinatella
gelatinosa n. sp.). Journ. Coll. of Se., Imper. Univers. Japan
4 ».89 Pl. 17—20. Tokyo.
1897. Ward, H.B. Statoblasts („winter eggs“) of Pectinatella. Amer.
. monthly Micr. Journ. 18 p. 232. Washington. (Die Stato-
blasten sind keine parthenogenetischen Eier sondern Knospen).
1899. Odell, W.S. Notes on Fresh-Water Polyzoa. The Ottawa
Naturalist 13 p. 107. Ottawa. (Pectinat. magn. bei Ottawa).
1900. Davenport, Ch.B. On the Variation of the Statoblasts of
Pectinatella magnifica from Lake Michigan, at Chicago.
Americ. Natural. 34 p. 959. 9 Fig. Boston.
1900. Davenport, Ch. B. Variation studies on Pectinatella magni-
fica. Science N. S. 1] p. 253. New York. (Bezieht sich
auf die Statoblasten).
1901. Pearson, K. Statoblasts of Pectinatella magnifica. Bio-
metrika 1 p. 128. Cambridge. (Variation der Statoblasten).
1901. Ulmer, G. Die Süsswasser-Bryozoen Deutschlands. Aus der
Heimat 14 p. 33, 12 Fig. Stuttgart. (Kein neuer Fundort).
1905. Zimmer, C. Pectinella magnifica (Leidy) in der Oder. Zool.
Anz. 29 p. 427.
Untersuchungen über den feineren Bau
von Alcyonidium mytili.
Von
Samuel Silbermann
aus Breslau.
Hierzu zwei Tafeln.
Im Gegensatz zu den chilostomen Bryozoen, die in den letzten
Decennien mehrfach untersucht worden sind, finden wir über cteno-
stome Formen nur verhältnismäßig spärliche Angaben i in der neuesten
Literatur. Zwar haben einige Forscher auch ihr Augenmerk auf
Ctenostomata gelenkt, wie es Ehlers getan hat und ech Nitsche,
aber da liegen” die reichlichen Untersuchungen mehr als drei Jahr-
zehnte zurück und geben uns bezüglich der feinsten histologischen
Details nur wenig Aufschluss. Auch die vor wenigen Jahren von
Calvet publizierten „Contributions & l’histoire naturelle des Bryo-
zoaires ectoproctes marins#, die sich mit vergleichend entwicklungs-
geschichtlichen und histologischen Studien beschäftigen und eingehend
die chilostomen Formen berücksichtigen, enthalten nur w eniges
über Ütenostomata.
So erschien eine genauere Untersuchung der letzteren wünschens-
wert, und ich folgte gern der Anregung des Herrn Prof. Dr. Seeliger,
dieselbe vorzunehmen.
An dieser Stelle möchte ich einer angenehmen Pflicht genügen
und Herrn Prof. Dr. Seeliger, meinem hochverehrten Lehrer, für die
Überlassung des Materials A ie für die wohlwollende Unterstützung
mit Rat und Tat meinen tiefgefühlten Dank aussprechen.
Ebenso bin ich Herrn Prof. Dr. Will für das meiner Arbeit
entgegengebrachte Interesse sehr verbunden.
Aleyonidium mytili, welches den Gegenstand vorliegender
Untersuchung bildet, ist erst um die Mitte des vorigen Jahrhunderts
zum ersten Male beobachtet w orden, nachdem schon eine stattliche
Zahl ektoprokter Bryozoen bekannt war.
Den älteren Forschern, die sich mit dem Studium der Bryozoen
beschäftigten, war Alcyonidium mytili noch fremd, und doch hatten
266 Samuel Silbermann: Untersuchungen
sie schon andere Species dieser Gattung, die heute noch unser
Interesse in Anspruch nehmen, aufgedeckt und beschrieben. Ich
erinnere nur an Linne (1), der schon Aleyonidium gelatinosum be-
obachtet und unter dem al Aleyonium gelatinosum beschrieben hat.
Das Verdienst, das genus Alcyonidium geschaffen zu haben,
gebührt Lamouroux (2), doch ist ihm unsere Spezies noch fremd,
ebenso wie Van Beneder (5), der 1844 eine Anzahl von Arten,
die bisher zu Alceyoniaium gerechnet wurden, von dieser Gattung
loslöst und dem von Farre benannten genus Zalodactylus einverleibt,
weil „le genre Aleyon comprenait un grand nombre d’especes diffi-
ciles ä classer, et ces polypes y ötaient ranges avec d’autres animaux
d’une organisation plus simple.“
Erst Dalyell (6) beobachtet im Jahre 1847 das Tier, nennt es
Aleyonidium mytili und bestimmt in wenigen Worten die Form und
Gestalt seiner Kolonien.
Genauer charakterisiert sie Smitt (7), wenn er sagt:
„Colonia in cerustae formam e centro in circulum vel irregulariter
expansa, gelatirosa et hyalina est iuvenis, postea vero saepissime
argillosa fit. Zooeciis clausis superficiem externam laevem praebet
colonia.“
In dieser Diagnose vermissen wir allerdings ein wertvolles
Kennzeichen, nämlich die Form der Zooecien, die bereits Hincks
durch die Benennung Aleyonidium hexagonum hervorgehoben hat.
Letzterer Autor weist ferner auf das Hassallsche (4) Sarcochitum
polyoum hin und hält die Möglichkeit für vorhanden, dab es sich
nur um ein Synonym von Aleyonidium mytili handelt. Ich kann
dem nicht beipflichten, die vielen Papillen und Erhebungen, die
Sarcochitum polyoum besitzt und die unserm Tier fehlen, lassen die
Auffassung einer Identität beider Formen nicht zu. Immerhin
spricht die Ausbreitung der Kolonie wie die Zahl der Tentakel
dieser Art und auch von Üyeloum papillosum, das ebenfalls von
Hassall benannt ist und der qu. Species sehr nahe steht, für eine
enge Verwandtschaft mit Aleyonidium mytili.
Das Material, das meinen Untersuchungen zu Grunde liegt,
entstammt der ungefähr in der Mitte zwischen der Insel
Moen und dem Darser Ort, aus einer Tiefe von fast 25 m. In
geringeren Tiefen kommt Aleyonidium mytili gar nicht vor oder
doch nur sehr selten und unterscheidet sich darin von Membranipora,
welche schon unfern des Strandes, wenige Meter tief, aufzufinden ist.
Das Substrat, welches die Tierstöcke von Alcı yonidium mytilı
überziehen, ist oft der zu den Braunalgen gehörige Fucus serratus,
häufiger jedoch sind es Laminarien, auf’ welchen sich auch Aseidien
(Styelopsis grossularia) festsetzen.
Neben den dünnen Überzügen auf Algen untersuchte ich auch
Kolonien auf Mytilus edulis und bediente mich dabei verschiedener
Methoden.
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 267
Wollte ich ein Tier lebend untersuchen, so war es notwendig,
dasselbe zu isolieren. Zu diesem Zweck wählte ich mir eine
möglichst kleine Kolonie von den im Aquarium gezüchteten Stöcken,
schabte sie vorsichtig mit Hilfe eines feinen "Skalpells von ihrer
Unterlage ab und untersuchte die isolierten Tiere unter dem
Mikroskop.
Zum größten Teil jedoch konservierte ich das Material und
verwendete Osmiumsäure, Osmiumsäure und Sublimat zu gleichen
Volumensteilen und besonders Sublimat-Essigsäure in einem Ver-
hältnis von 100:2. Nur mit Sublimat zu fixiren erwies sich nicht
als empfehlenswert. Es mussten vielmehr auch Säuren angewendet
werden, um die den Kolonien meist aufsitzenden kalkigen Fremd-
körper zu vernichten. In der Konservierungsflüssiekeit beließ ich
die von dem Substrat abgelösten Stöcke 6—8 Stunden, wusch sie
mit Wasser aus, führte sie in die verschiedenen Alkohole über,
darauf in Jod-Alkohol und färbte sie schließlich. Für Totalpräparate
wandte ich meist Alaun-Karmin an, Orange G. nur dort, wo es sich
darum bandelte, Muskulatur zur Anschauung zu bringen. Alaun-
Karmin leistete mir auch bei Schnittpräpar aten gute Dienste, wenn
ich mich auch hier im allgemeinen zur Differenzierung von Kern
und Plasma der Kombination von Delafieldschem Haematoxy lin’und
Orange G. bediente.
Ich wählte für Schnitte mit Vorliebe die nächst dem Rande
gelegenen Zooecien aus, da ich bei den mehr zentralen häufig
Dissoeiation w ahrnehmen konnte, die möglicherweise darauf zurück-
zuführen ist, dab die Fixierungsflüssigkeit nicht in der erforderlichen
Weise eingedrungen ist.
Die Dicke der Schnittserien betrug meist 5 «, stärkere Schnitte
fertigte ich nur dort an, wo es mir weniger auf histologische Einzel-
heiten als auf die Anordnung der Elemente ankam, so bei der
Muskulatur.
Um ausgestreckte Individuen zu erhalten, ist es notwendig,
besondere Methoden anzuwenden: Tiere zu isolieren oder ganze
Kolonien vor der Konservierung in narkotische oder anästhetische
Flüssigkeit zu legen. Ich versuchte es mit einer ganz schwachen
Chloralhydratlösnng, die ich allmählich bis auf 5 y ,‚ brachte, mit
Cocain und auch mit der von Cori (27) empfohlenen und von
Stiasny (32) bei Pedicellina mit viel Erfolg angewendeten Mischung
von 1 "Teil Methylalkohol, einem bis mehreren Luna Chloroform
und 9 Teilen physiologischer Kochsalzlösung. Aber keines dieser
Mittel bewährte sich als durchaus zuverlässig, und ich mußte es
schließlich dem Zufall überlassen, Tiere in ausgestrecktem Zustande
zu erhalten.
Endlich fertigte ich auch Macerations- und Isolationspräparate
an, um die ektodermalen Elemente der Tentakel, in welchen ich
Sinneszellen vermutete urd auch nachwies, isoliert zu Gesicht zu
bekommen. Zu dem Behuf isolierte ich Tiere und fixirte sie auf
dem Objektträger unter dem Deckgläschen mit der zugleich als
268 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Farbstoff dienenden Osmiumsäure, die ja ein Specificum für nervöse
Elemente ist. Darauf suchte ich sie mit Hilfe einer Flüssigkeit, die
aus physiologischen Kochsalzlösung und 2%,, Formol conc. zusammen-
gesetzt war, zu macerieren. Ich beließ sie darin 24—48 Stunden,
um sie daraufhin in Glycerin oder Formol einzuschließen. Zuerst
bevorzugte ich als Einschlußmittel Glycerin, was ja von jeher für
Flimmern empfohlen wird, aber bald sah ich, dab eine verdünnte
Formollösung die Flimmern viel deutlicher zur Anschauung brachte.
War das Präparat nun soweit hergestellt, so suchte ich durch
Klopfen auf das Deckgläschen die Elemente zu isolieren und hatte
auch damit Erfolg.
Das Aussehen der Kolonien ist wechselnd und scheint von der
Jahreszeit abzuhängen, die ja auch für die Entwicklung des Tieres
von ganz besonderem Einfluß ist.
Bei dem mir besonders im Sommer reichlich zugeflossenem
Material, welches die Tiere in der Blüte der Entwicklung zeigt, ist
mir der irrisierende oder perlmutterartige Glasglanz aufgefallen, die
die Kolonie von ihrer Unterlage hervorstechen lieb.
Mit Fortschreiten des Sommers aber und Beginn des Herbstes,
wenn die Polypide degenerieren und die Geschlechtsorgane sich
bilden und reifen, schwindet der bunte Farbenton, und die Kolonie
erhält sich nur einen gewissen, hellfarbigen Glanz. Mitunter ver-
ändert sich die Farbe, und der Stock nimmt ein gelbes oder gelb-
braunes Aussehen an. Auch braunrote Stöcke kommen vor, wie
Van Beneden (5) bei /alodactyle velu beobachtet hat:
„Quelques fois on voit des polypiers entiers d’une teinte rougeätre
assez prononc‘e produite par de petits points arrondis de cette
couleur.*
Diese häufig auftretenden Variationen in der Färbung sind von
dem Stadium der Embryonalentwicklung und der Menge des Dotters
abhäneig.
Was die Größe der Kolonien anbetrifft, so schwankt diese.
Es gibt fast zu jeder Jahreszeit kleine Kolonien, die kaum Steck-
nadelkopfgröße überschreiten und ihr Entstehen einer eben fest-
gesetzten Larve verdanken, größere, die schon viele Knospen und
vollentwickelte Tiere aufweisen, und endlich Tierstöcke, deren
Durchmesser sogar 8 cm messen kann. In den großen Kolonien
fällt besonders die mittlere Region ins Auge, in der reichlich Embryonen
und Dotterkörperchen vorhanden sind, die die Mitte des Stockes gelb
erscheinen lassen,
Hinsichtlich der Stockform lassen sich nur unbedeutende
Differenzen wahrnehmen.
Sobald das Tier beginnt sich durch Knospung zu vermehren,
können wir schon in den ersten Anfängen der Entwicklung
konstatieren, daß das Tier das Bestreben hat, eine kreisrunde
Kolonie zu bilden. Dieselbe Form wird auch weiterhin in den
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 269
ältesten Tierstöcken beibehalten und so muß sie als charakteristisch
für Aleyonidium mytili ge\ten, wenn dessen Entfaltung vollkommen
unabhängig nach allen Seiten hin erfolgen kann.
Abweichungen der Ausbreitungsweise kommen nur da vor, wo
ein besonderes Hindernis vorliegt. So büßen Kolonien, die am
Rande einer Laminarie gelegen sind, ihre kreisförmige Form ein
und werden eckig. Dasselbe gilt für die Mytilus edulis überziehenden
Stöcke. Hier ist ihnen ein verhältnismäßig kleiner Raum geboten,
auf dem sie sich weiter fortpflanzen können. Zu Beginn sind zwar
auch hier die Kolonien rund, doch gelangen sie im Verlauf ihrer
Entwicklung an den Rand ihrer Muschelschale, so wird ihr Wachs-
tum gestört, die ursprüngliche Form wird beeinflußt, und sie er-
halten ein mehr oder minder unregelmäßiges Aussehen.
Wenn man von diesen, fast pathologischen, aber doch immer-
hin sehr häufigen Fällen absieht, so ist die Ausbreitung der Kolonien
unserer Tiere als kreisrnnd aufzufassen.
Innerhalb der Kolonien sind die Individuen verteilt. Sie ordnen
sich stets regelmäßig an. Im Centrum, wo die Knospung begonnen
hat, sind die ältesten gelegen. Diese vermehren sich nach außen
in radiärer Richtung, so daß an der Peripherie die Jüngsten Tiere
liegen.
Von dieser strahligen Anordnung machen scheinbar ältere
Kolonien auf Mytilus Ausnahmen. Hier ist ihrer Knospung nach
außen ein rasches Ziel gesetzt, das dazu führt, daß sich die
Individuen umso stärker innerhalb der Kolonie vermehren. Da-
durch erscheint der radiäre Bau, wenn auch nicht ganz verdeckt,
so doch weniger deutlich.
Bei mikroskopischer Betrachtung sieht man, daß sich jedes Tier
aus zweierlei ungleichen Teilen zusammensetzt, dem Oystid und dem
Polypid, die ehedem von Allman, Nitsche und Reichert als
gesonderte Individuen aufgefaßt wurden, von denen das eine sich
nur auf ungeschlechtlichem Wege fortpflanzen, das andere aber mit
Hilfe von Geschlechtsorganen Larven erzeugen soll, bis endlich die
entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen ihre Zusammengehörig-
keit dargetan und erwiesen haben, daß es sich nur um verschiedene
Organe eines und desselben Individuums handelt.
l. Die Leibeswand.
Die äußere Leibeswand von Alcyonidium mytili ist wie ge-
wöhnlich bei ctenostomen Bryozoen unverkalkt, ziemlich glatt und
zeigt nichts von den besonderen Strukturen, die viele andere Formen
auszeichnen. Es fehlen Stacheln und Poren, die viele Species
charakterisieren. Ich erinnere an die verschiedenen Arten von
Membranipora, an die Flustren, an Mucronella und an andere
kalkige Stöcke, deren Oberfläche verschiedenartig strukturiert
erscheint.
270 | Samuel Silbermann: Untersuchungen
Die äußere Form der Zooecien von Aleyonidium mytili ist nicht
konstant. Wenn sie auch in der Regel sechsseitig prismatisch ist,
so. sind doch auch mannigfache Abweichungen zu konstatieren,
welche durch benachbarte knospende Tiere hervorgerufen werden
(Fig. 2).
Von den das Zooecium zusammensetzenden Wänden bilden die
größte Fläche die Ober- und Unterwand, an deren langen Seiten
sich die Seitenwände erheben, die kleinste Fläche dagegen haben
Vorder- und Hinterwand.
Die Oberwand ist gewölbt und weist ein den anderen Wänden
entsprechenden Bau auf. Sie besteht (Fig. 5) aus einer Cuticula,
die Nitsche (8) Ektocyste nennt und einer epithelialen Endocyste,
die die Matrix der ersteren ist. Die Zellen in der Endocyste sind
flach und nur bei starken Vergrößerungen wahrzunehmen. Die
Kerne heben sich scharf von dem sie umgebenden Protoplasma ab.
Zellgrenzen sind zuweilen auch ohne Anwendung von Silber-
imprägnation sichtbar. Was das Epithel der anderen Wände be-
trifft, so ist es auch da Plattenepithel, jedoch noch weniger hoch
als auf der Oberwand. Auf dieser beträgt die Höhe des Epithels
durchschnittlich 3,6 uw, auf der Unterseite dagegen etwa 2,4 u,
während das Epithel auf den Seitenwänden der benachbarten Zooecien
nicht mehr als 1,2 w mißbt.
Ähnlich verhalten sich die Maße für die Cuticula, die von jeder
der Wandungen abgeschieden wird. Die Cutieula der Oberwand ist
am dicksten, sie mibt fast 4,8 u, die der Unterseite hingegen nur
2,9 u, während die cuticularen Schichten an den Berührungsstellen
zweier benachbarten Zooecien wesentlich niedriger sind, frühzeitig
schon zusammenfließen und als einheitliches Septum erscheinen, das
meist nur 2,9 u dick ist.
Die Maße, wie ich sie eben gegeben habe, entstammen jungen
Zooecien in der Blüte der Entwicklung. In älteren Zooecien hin-
gegen sind die euticularen Bildungen wesentlich niedriger. Wenn
sie auch hier variieren, so erreichen sie doch oft genug kaum die
halbe Höhe der entsprechenden Wandungen in jungen Zooecien.
Ebenso erscheint das Epithel weit niedriger, es ist unregelmäßig
geformt und führt zu Veränderungen, die ich im Kapitel über
Degeneration und Geschlechtsbildung am Schluß meiner Arbeit aus-
führlich besprechen werde.
Während bei den phylactolaemen Bryozoen in der Endocyste
Muskelschichten gelegen sind, die besonders bei Plumateila und
Aleyonella hoch entwickelt und inQuer- und Längsmuskeln differenziert
sind, entbehrt die Leibeswand von Aleyonidium jeglicher muskulöser
Elemente.
In dem vorderen Teil der Oberwand des Zooceiums liegt die
Austrittsöffnung des Polypids, die nach den Beobachtungen
Calvets (29) bei ctenostomen Bryozoen in der Regel viereckig ist.
Ich habe sie jedoch bei Aleyonidium (Fig. 2) meist rund oder oval
eesehen, allerdings waren bei mir die Tiere in der Mehrzahl der
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 271
Fälle sehr stark retrahiert und infolge Mangels eines kalkigen
Skeletts die Wände des Zooeciums einander genähert. Vielleicht
wurde dadurch die Mündung kreisähnlich geformt.
Hinter derselben liegt bei den Chilostomen der halbmondförmige
Deckel, der aus einer Verdickung der chitinösen Oberwand hervor-
geht und beim eingezogenen Polypid die Mündung verschließt. Bei
meiner Art, überhaupt bei allen Ütenostomata fehlt ein solches
Gebilde und stellt ein wichtiges, negatives Merkmal der Gruppe dar.
ll. Die Tentakelscheide.
Die Tentakelscheide im weiteren Sinne ist zweischichtig, sie
besteht aus zwei flachen, ziemlich fest mit einander verbundenen
Epithelien. Das äußere Epithel, das im kontrahierten Zustand
direkt die Tentakeln umhüllt, entsteht als Fortsetzung des ekto-
dermalen Hautepithels, das innere Epithel rechne ich dem Mesenchym
zu: nur dieses grenzt direkt an die Leibeshöhlenflüssigkeit.
Im kontrabierten Zustand ist die Tentakelscheide schlauchförmig
gestaltet (Figg. 2, 3, 4), sie bildet eine Scheide um die Tentakel
und gewährt ihnen Schutz und ist nur von dem in sie mündenden
After durchbrochen (Figg. 3 u. 4).
Bei ausgestrecktem Polypid (Fig. 1) jedoch wird die Tentakel-
scheide umgestülpt und umgiebt nicht mehr die Tentakel, die frei
hervortreten, sondern den Oesophagus und einen Teil des Darmes.
Uber die histologische Struktur der Tentakelscheide kann ich
den bisherigen Anschauungen nicht viel hinzufügen. Sie besteht
(Figeg. 6 u. 7) aus einer überaus flachen Zellage, in der in regel-
mäbiger Entfernung von einander Kerne ohne nachweisbare Zell-
grenzen eingestreut sind, welche mit den Kernen der die Tentakel-
scheide umgebenden flachen mesodermalen Lage alternieren. Der
Tentakelscheide angelagert finden sich faserige Stränge, die ich
allerdings weniger deutlich gesehen habe als Freese (21) bei
Membranipora pilosa und Nitsche (7) bei Flustra membranacea.
Letzterer glaubt sie als Quer- und a ansprechen
zu können und schildert die Längsmuskelfasern als helle, scharf
konturierte Fasern, welche, an der Basis der Tentakel ihren Ursprung
nehmend, regelmäßig über den ganzen Umfang der Tentakelscheide
verteilt sind und in die später von mir zu beschreibenden Parieto-
vaginalmuskeln übergehen sollen.
Eine überaus kräftige Muskulatur habe ich dagegen im
Diaphragma wahrnehmen können. Dasselbe verdankt sein Entstehen
einer Faltenbildung der Tentakelscheide an der Übergangsstelle der
Leibeswand in diese. Es erscheint als kurzer, abgestumpfter Kegel,
der an der Spitze offen ist, wenn das Polypid ausgestreckt ist
(Fig. 1), im zurückgezogenen Zustand des Tieres dageeen sehen
oO
wir das Diaphragma von der Fläche in Gestalt einer Scheibe (Fig. 2).
272 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Das Diaphragma weist außerordentlich deutlich Quer- und Längs-
muskelfasern auf. Wie Schnitte und T'otalpräparate lehren, die
nicht selten stark hervortretende Kerne erkennen lassen, handelt es
sich um eine selbständige, mesenchymatöse Muskulatur. Die Quer-
muskeln bilden einen Sphinkter, der die Öffnung bis auf ein Minimum
verschließen kann, der sie aber auch infolge Contraktion soweit
gestalten kann, wie es die sich ausstülpende Tentakelkrone erfordert.
Il. Die Tentakelkrone.
1. Allgemeines, Beschaffenheit der Teentakelkrone.
Das Aussehen der Tentakelkrone, die die Gesamtheit der
Tentakeln ausmacht, ist abhängig von der Lage zur Tentakelscheide.
Umseiebt die Tentakelscheide die Tentakeln, wie es normaler Weise
geschieht, wenn das Tier sich eingezogen hat, so erscheinen diese,
von der Fläche gesehen, als längliche cylindrische Gebilde von
geringer Breite, eng aneinander gereiht, wie ich es in den Figg. 2,
3 u. 4 etwas schematisiert dargestellt habe. Verlassen aber die
Tentakel die sie umgebende Hülle und treten sie an die freie
Oberfläche, so ändert sich ganz wesentlich das Bild der Tentakel-
krone, wie Fig. 1 zeigt. Die Tentakel, die vordem eingezwängt in
der Scheide lagen, greifen jetzt, wo das Tier ausgestreckt ist, mit
ihren Spitzen w eit um sich und verleihen der Tentakelkrone ein
trichterförmiges Aussehen. In einem solchen Falle wechselt oft der
Abstand der "Tentakelspitzen von einander, aber der Unterschied ist
nie ein so bedeutender, dab die Krone ein wesentlich anderes Aus-
sehen anzunehmen vermöchte, so daß wir ohne Bedenken Fig. 1
als typisch für das ausgestreckte Tier ansehen können.
Die Zahl der hier vorhandenen Tentakel ist eine relativ hohe,
wir haben es mit 16 Tentakeln zu tun. Doch ist die Zahl 16 für
Aleyonidium mytili keineswegs feststehend, sie ist vielmehr be-
trächtlichen Schwankungen unterworfen, und zwar nicht nur in
verschiedenen Stöcken, sondern sogar in ein- und demselben Stock
bei verschiedenen Individuen. Ich fand Stöcke, in denen nur
16 Tentakel vorhanden sind, aber auch solche mit mehr Tentakeln.
Die Figg. 6 u. 7, die demselben Stock entnommen sind und Quer-
schnitte durch Tentakel darstellen, liefern einen deutlichen Beweis
für die Verschiedenheit der Zahl. In dem ersten Falle haben wir
20, in dem anderen aber nur 18 Tentakel. Ich möchte hier auf
einen Irrtum von seiten Calvets (29) hinweisen, der bei der Dar-
stellung der Anatomie von Aleyonidıum cellarioides meint:
„Par le nombre de ses tentacules, cette espece se distingue de
toutes les autres, olı on n’a jamais sional6 plus de dix-huit tentacules,
sauf del’ Aleyonidium polyo:ım, Hassall, qui prossede vingt tentacules.‘
Wie ich aber oben erwähnt habe, besitzt auch Aleyonidium
mytili, wenn nicht immer, so doch oft genug 20 Tentakel.
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 273
Hierbei sehe ich allerdings von Kolonien auf Mytilus ab, deren
Polypide in der Regel 14—15 Tentakel besitzen. Uebrigens ist
diese Differenz die einzige im gesamten Bau, welche zwischen den
Stöken auf Laminarien und denen auf Mytilus besteht.
Hinsichtlich ihrer Größe stehen die Tentakel in gewisser Be-
ziehung zu ihrem Zooecium, wie Calvet wohl mit Recht meint.
Hat man es mit einem Zooeeium zu tun, das viel mehr lang als
breit ist, so findet man auch die Tentakel relativ lang und oft mehr
als die Hälfte der Länge des Zooeciums einnehmend. Das hat
Calvet, wenn auch nicht immer, so doch bei der überwiegenden
Mehrzahl der von ihm untersuchten Formen nachgewiesen und
auch ich habe dasselbe bei Jlcyonidium mytili angetroffen. Die Tentakel
erreichen hier, wie ein Blick auf das ausgestreckte Tier in Fig. 1
lehrt, fast die Länge des ganzen übrigen Polypids, und dement-
sprechend ist das Zooecium (Fig. 2) ansehnlich lang, aber schmal.
Der Umfang eines Tentakels varürt außerordentlich, wenn
Calvet auch anzunehmen geneigt ist, daß er in der Regel im um-
gekehrten Verhältnis zur Zahl der Tentakel steht. So fand er bei
den Ctenostomata Bowerbankia pustulosa, Amalthia lendigera u. a.
die 'Tentakel nur spärlich, dafür aber außerordentlich dick. Aetea
anguina und Eucrates Lafontii weisen zwar zahlreiche, aber ver-
hältnismäßig nur dünne Tentakel auf. Meine Ergebnisse sind in
dieser Hinsicht nicht so positiv ausgefallen, und ich habe nicht nur
auf die Stärke der Tentakel in Beziehung zu ihrer Zahl mein
Augenmerk gerichtet, sondern auch auf die verschiedenen Regionen
eines und desselben Tentakels, und suchte festzustellen, ob sich da
constant Verschiedenheiten in der Dicke nachweisen lassen. Es
ist mir aber keineswegs gelungen, zu einem immer gültigen Ergebnis
zu kommen. Ich fand vielmehr in Kolonien mit ausnahmslos zahl-
reichen Tentakeln solche von ziemlich schlanker Gestalt (Fig. 8b)
und andere wieder (Fig. d), deren Ectoderm, das ja die Dicke eines
Tentakels bedingt, relativ sehr umfangreich ist. Der Unterschied
fällt umsomehr ins Gewicht, als beide Querschnitte derselben Region
der Tentakel, dem oberen Ende, entnommen sind.
Was Anordnung und Stellung der Tentakel anbetrifft, so
möchte ich auf die Figg. 6 u. 7 verweisen. In dem einen Falle
habe ich die Tentakel an ihrer Spitze samt dem Rectum quer
getroffen, in dem anderen ungefähr die Mitte der Tentakel. Ohne
auf ihre Zahl Rücksicht zu nehmen, will ich ihre Lagerung be-
sprechen. In Fig. 6, die die Mitte der Tentakel darstellt, sehen
wir diese, von der Tentakelscheide umgeben, regelmäßig an der
Peripherie angeordnet. Die Spitzen der Tentakel sind sämtlich
nach dem Centrum gerichtet, welches bei Färbungen mit Alaun-
Karmin hell und durchsichtig erscheint, so daß man geneigt wäre
anzunehmen, der centrale Raum wäre frei von jedweden Substanzen.
Bedient man sich aber Doppelfärbungen und wendet z. B. Haema-
toxylin und Orange G. an, wie ich es des öfteren getan habe, so
erhält man ein ganz anderes Bild. Die Stellen, die ehedem hell
Arch, f. Naturgesch. 72 Jahrg. 1906. Bd.I. H.3. 18
274 Samuel Silbermann: Untersuchungen
und transparent waren, erscheinen nunmehr trübe und wenig durch-
sichtig, zugleich gelblich gefärbt. Stränge ziehen von der Spitze
eines Tentakels zum anderen, teils isoliert, teils sich mit anderen
kreuzend und verschmelzend, und hie und da sind sie von winzigen,
stärker lichtbrechenden Partikelchen durchsetzt. Es sind gleichsam
faserige Brücken, die von einem Tentakel zum anderen führen.
Die Deutung dieses Bildes dürfte nicht allzu schwer sein. Entweder
handelt es sich um eine organische, flüssige Substanz, die koagulirt
ist oder aber wir haben es mit einer Verschmelzung jener Wimpern
zu tun, die beim lebenden Tier so deutlich zu konstatieren sind,
zwischen welche sich Nahrungskörperchen eingelagert haben.
Letztere Annahme scheint mir die richtige zu sein.
Der eben beschriebene centrale Raum ist an der Basis der
eingezogenen Tentakel vorhanden und erstreckt sich etwa bis zur
halben Höhe der Tentakel. Je höher hinauf wir kommen, desto
mehr ändert sich das Aussehen eines Querschnittes, und wir erhalten
endlich an der Spitze ein Bild, wie es die Fig. 7 wiedergiebt. Hier
sind die Tentakel kleiner, rundlicher geworden und haben ihre
regelmäßige Lage eingebüßt. Die Spitze ist bald seitlich, bald
oben, bald unten gelegen, und der vordere freie Teil ist jetzt mit
Tentakeln erfüllt. Aus dieser Lagerung können wir ohne Bedenken
den Schluß ziehen, daß den Tentakeln wenigstens in ihren End-
teilen eine gewisse Bewegungsfähigkeit eigen ist, mit deren Hilfe
sie sich schlängeln und knicken, die ihnen gestattet sich so zu
lagern.
Die Form der Tentakel ist in den Figg. Sa—d ersichtlich. In
Fig. Ssa—c sind Querschnitte, die der Basis und der Mitte der Ten-
takel entnommen sind, in Fig. $d ist dagegen ein Querschnitt durch
die Spitze eines Tentakels abgebildet. Sogleich fällt die Ungleichheit
der äußeren Form auf. Drei von den 'entakeln haben dreieckige
Gestalt, einer hingegen ist rundlich und zwar der, welcher der
Spitze des Tentakels angehört.
Nachdem ich die grob anatomischen Verhältnisse der Tentakel
kurz skizziert habe, möchte ich mich nunmehr eingehend der
Histologie zuwenden. Zuvor jedoch möchte ich noch darauf hin-
weisen, daß wir es keineswegs mit festen, massiven Körpern zu
tun haben, sondern daß es sich vielmehr um hohle Gebilde handelt.
Die Tentakel setzen sich aus drei Schichten zusammen: dem
äußeren ektodermalen Epithel, dem inneren mesodermalen Epithel
und der zwischen beiden gelegenen, nur selten deutlich zu sehenden
„membrane anhiste“.
2. Das Ektoderm der Tentakel.
Die Fig. 9 zeigt einen optischen Längsschnitt, der der mittleren
Partie eines Tentakels entnommen ist. Die verschiedene Beschaffen-
heit der beiden äußeren Lagen fällt auf den ersten Blick auf. Auf
der einen Seite ist das Ektoderm mehr als doppelt so hoch als auf
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 2375
der anderen. Hier treten hohe cylindrische Zellen auf, grob
granuliert, mit deutlich ovalem Kern, dort flache in die Länge aus-
gebreitete Zellen, die ebenfalls einen ovalen Kern erkennen lassen,
aber nur schwach färbbares Protoplasma aufweisen und hell
erscheinen. Diese stellen die äußere Seite der Tentakel dar, jene
die innere.
Außen ist das Ektoderm mit Wimpern besetzt (Fig. 9). Auf
der inneren Seite sind sie reichlich vorhanden, auf der äußeren
dagegen nur spärlich. Ein besonderes Verhalten zeigt mitunter die
Spitze des Tentakels (Fig. 10). Sie ist nicht gleichmäßig bewimpert,
sondern zeigt auch flimmerfreie Zonen, so daß die vorhandenen
Flimmern als Büschel erscheinen. In jedem Falle sind zerstreut
stärkere Härchen wahrzunehmen, auf die ich später zurückkomme.
Hier dürfte es am Platze sein, noch einiges über die Verteilung
der Flimmern bei anderen Formen zu erfahren.
Bei Bowerbankia pustulosa und verschiedenen anderen Ütenos-
tomen sind wie bei meiner Art 2 Reihen Cilien vorhanden in der
Verteilung, wie ich sie oben angegeben habe. Einige chilostome
Formen dagegen wie Dugula Sabatieri weisen nur eine mit Cilien
versehene Zone auf, und zwar ist in diesem Falle der innere Rand
mit Flimmern besetzt, wie Calvets Untersuchungen lehren.
Zwischen den Flimmern fielen mir rundliche oder ovale Gebilde
mit stark lichtbrechendem Inhalt auf. Sie beschränkten sich nicht
auf bestimmte Regionen, sondern traten ganz unregelmäßig auf, oft
in reichlicher Menge. Constant konnte ich sie nur an der Spitze
der Tentakel wahrnehmen, wo sie gewöhnlich in der Zweizahl an-
zutreffen waren. Uber ihren Ursprung und ihren Zweck etwas
Bestimmtes aussagen zu wollen, dürfte schwierig sein. Zuerst
dachte ich an Excrete von Drüsenzellen, nach welchen ich, wenn
auch vergeblich fahndete, dann hielt ich es nicht für ausgeschlossen,
dab es Gewebspartien seien, Zellentrümmer oder ausgetretene Kerne.
Von beiden Annahmen aber bin ich recht bald abgekommen. Wären
die Körper von Drüsenzellen secernirt worden, dann müßten die
Se- resp. Excrete immer an bestimmten Punkten auftreten, was
jedoch nicht der Fall ist. Handelte es sich aber um Gewebstrümmer,
dann läge ein pathologischer Fall vor und ein solcher dürfte nicht
immer und immer wieder vorkommen. Auf Grund dieser Erwä-
gungen bin ich zu der Auffassung gelangt, daß es sich um
Degenerationsprodukte handelt, und zwar fettiger Art, weil sie bei
Behandlung mit Osmiumsäure besonders stark hervortreten.
Auf Querschnitten durch Tentakel, die in Fig. 8a—d abgebildet
sind, ist ersichtlich, daß das Ektoderm keine ganz constante Zahl
von Zellreihen im Durchschnitt aufweist, wenn auch häufig neun
zu zählen sind. Die äußere Seite der Tentakel, welche hier im
Schnitt als Basis eines gleichschenkligen Dreiecks erscheint,
enthält immer drei Zellen, im denen je ein deutlich runder oder
ovaler Kern mit Kernkörperchen gelegen ist. Das Plasma der
Zellen ist recht fein gekörnt und erscheint nur hell gefärbt. Grenzen
15*
276 Samuel Silbermann: Untersuchungen
zwischen denselben sind meist nicht wahrzunehmen, nur in Fig. 8d
sind solche mit Sicherheit zu constatieren und lassen die recht
beträchtliche Größe der Zellen erkennen. An den Schenkeln dieses
Dreiecks finden wir oft Zellen von ungefähr derselben Größe, jedoch
gröber granuliert und dadurch stärker lichtbrechend (Fig. 8a).
Noch dunkler als diese sind die Zellen, die die eigentliche Spitze
ausfüllen. Wie wir vorhin beim lebenden Tier, als auch in Formol
eingeschlossenen Präparaten gesehen haben, ist diese Seite des
ektodermalen Epithels reichlich mit Flimmern versehen, und hier
liegen auch, wie ich später zeigen werde, Sinneszellen. Die Zellen
sind hier besonders in die Augen springend. Ihre Kerne sind von
ovaler Gestalt, ganz grob granuliert, so daß die darin enthaltenen
Kernkörperchen nur schwer zu sehen sind. Mitunter sah ich auch
Kerne in Kernteilung begriffen. Des öfteren sind mir im Ektoderm
bläschenförmige Gebilde aufgefallen, die sich bei Färbangen mit
Haematoxylin und Orange G. gelb färbten, die ich nur für nicht
näher zu bestimmende Umwandlungsprodukte des Plasma halten
kann.
Wie ich schon oben hingewiesen habe, liegen zwischen den
indifferenten Zeilen des Ektoderms zerstreut Sinneszellen. Da mir
über diese und über die zwischen den Flimmern gelegenen „Sinnes-
härchen“ Totalpräparate und Schnitte nur ungenügenden Aufschluß
gaben, nahm ich zu Klopfpräparaten meine Zuflucht, und meine
Versuche waren von Erfolg gekrönt. Es gelang mir die Sinnes-
härchen als die äußeren Fortsätze von Sinneszellen nachzuweisen.
Bevor ich zu diesen übergehe, muß ich zum Verständnis einige
Worte den dazwischen liegenden Ektodermzellen und Flimmern
widmen. Fig. 12a stellt eine hohe, cylindrische Zelle dar, deren
Innentheil sich kuppelförmig vorwölbt. Sie ist recht stark färbbar,
namentlich der Innenteil, und nur der periphere Abschnitt bleibt
heller. Der Kern ist in der Mitte gelegen, deutlich oval, mit
dunklem Inhalt und zeigt ein Kernkörperchen. Und außen liegen
die Cilien in einer ziemlich schmalen, strukturlosen Membran, einer
Cuticula, die Calvet in seinen sonst ausführlichen Darstellungen
ganz zu übersehen scheint. Sie durchsetzen die Outicula in kleinen
Abständen von einander und lassen diese dadurch gestreift er-
scheinen. Außerhalb der Cuticula sind die Flimmern gleichmäßig
dünn, innerhalb derselben aber an ihrer Anheftungsstelle erscheinen
sie petschaftförmig verdickt.
Dem Ektoderm der anderen Tentakelfläche, auf der die Zellen
wesentlich niedriger sind, gehören die beiden in Fig. 12b abgebil-
deten Zellen an. Durch eine etwas schräg zur Oberfläche ver-
laufende Grenze sind sie von einander getrennt. Sie sind lang und
schmal, fein granuliert und enthalten einen ovalen Kern, der kleiner
ist als der Kern der Zelle a, mit deutlichem Kernkörperchen. Ihr
Inhalt ist bedeutend heller als der der zuerst beschriebenen Zelle,
ein Unterschied, der noch deutlicher auf den vorhin studierten
Querschnitten hervorgetreten ist. Über die in beiden Zellen vor-
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 277
kommenden runden Körper brauche ich nicht mehr zu sprechen.
Ich habe sie schon oben behandelt, es sind Degenerationsprodukte
des Tieres.
Im Anschluß an diese indifferenten Deckzellen möchte ich nun-
mehr die bisher der Lösung harrende Frage nach der Existenz
von Sinneszellen erörtern.
Daß Sinneszellen bei den ektoprokten Bryozoen vorhanden
sind, daran zweifelte man kaum, man vermutete sie aber allenthalben
nur und hielt die zwischen den Flimmern gelegenen stärkeren
Härchen für ihre Fortsätze, ohne aber dafür den faktischen Beweis
erbringen zu können. So hat Ehlers (13) schon vor drei Decennien
borstenartige Gebilde von den Flimmern zwar unterscheiden, aber
über den Ursprung der „Sinneshärchen“ nichts ermitteln können.
Auch Nitsche (8) berichtet, sie bei einigen Formen wie
Membranipora pilosa und Alcyonella fungosa deutlich gesehen zu
haben, ohne sie aber deuten zu können, und Kraepelin (19) meint:
„Es ist wohl zweifellos, daß höhere Sinnesorgane durchaus fehlen,
und daß nur das Tastvermögen, vermittelt durch die früher be-
schriebenen steifen Tentakelborsten, auf einer verhältnismäßig hohen
Stufe der Entwicklung steht“.
In neuerer Zeit haben Freese (21) und Schulz (30), mit der
Histologie der chilostomen Formen beschäftigt, sich auch nur ver-
geblich bemüht, in diesem Punkte Klarheit zu schaffen.
Dasselbe gilt von Calvet, der in seinem umfangreichen Werke
„Bryozaires“ von steifen, borstenartigen Gebilden spricht und sie
„soies tactiles* nennt. Mit dieser Bezeichnung sagt Calvet nicht
mehr als seine Vorgänger, auch er vermutet eben nur Sinneszellen.
Nach mannigfachen Versuchen ist es mir gelungen sie tat-
sächlich nachzuweisen und die Fig. 13 giebt Aufschluß über meine
Ergebnisse. In Fig. 13a sehen wir zwei normal gebaute Ektoderm-
zellen. Der einen derselben liegt ganz peripher eine Zelle von
spindelförmiger Gestalt an. Am mittleren Teil ist die Zelle am
dicksten und an dieser Stelle enthält sie auch den Kern. Nach
beiden Seiten hin verschmälert sie sich wieder und zieht sich in
zwei Fortsätze aus. Der eine, der centrale, steigt in gerader
Richtung bis zum inneren Rande der Ektodermzelle, der andere,
der periphere, dagegen überschreitet den äußeren Rand ganz be-
trächtlich und wird, zwischen den Flimmern eingelagert, zum
„borstenartigen Gebilde“. Das Plasma der Zelle ist besonders um
den Kern herum gröber granuliert ebenso wie die äußerste Partie
der Ektodermzelle, die der periphere Fortsatz durchbricht.
Von ähnlicher Beschaffenheit wie die eben besprochene Zelle
ist die in Fig. 13b abgebildete, nur ist sie etwas schmäler, dafür
aber ein wenig mehr in die Länge gezogen. Sie liegt nicht peripher,
sondern in der Grenzwand zwischen zwei Zellen, also interstitiell.
Der äußere Fortsatz ist länger als auf a und der innere, d.h
centrale, zieht nicht in gerader Richtung, sondern, mit der Zelle
einen stumpfen Winkel bildend, quer über die eine Ektodermzelle
278 Samuel Silbermann: Untersuchungen
hinweg. Dieser außerhalb der Zelle gelegene Teil läge in natura
im Mesoderm, und ich glaube ihn da auch gesehen zu haben
(Fig. 9).
Fig. 13c zeigt drei spindelförmige Zellen, die in einer anderen
optischen Ebene liegen als die beiden benachbarten Ektodermzellen.
Der einen von diesen sind zwei solcher Zellen mit Fortsätzen auf-
gelagert, der anderen nur eine, und diese Zelle ist fast stäbchen-
förmig.
Diese drei Bilder genügen, glaube ich, um zu erweisen, daß
es sich hier um nichts anderes als um Sinneszellen handeln könne.
Wir haben vor uns typische Zellen, spindelförmig gestaltet und im
Plasma einen Kern, der :n Gegensatz zu den relativ großen Deck-
Ektodermzellen klein ist. Die Zellen sind, wie wir gesehen haben,
bipolar. Der periphere, starre Haarfortsatz ist ansehnlich dick, und
ich glaube annehmen zu können, dab er aus der Vereinigung
mehrerer ursprünglich getrennter Sinneshaare entstanden ist, wenn
ich auch den Nachweis hierfür nicht habe erbringen können. Der
centrale Fortsatz ließ sich bei meiner Methode nicht weit verfolgen,
auch konnte ich nicht feststellen, ob die Fortsätze der Sinneszellen
untereinander anastomosiren und mit den Ausläufern des später zu
beschreibenden Gehirnganglions in Verbindung stehen. Doch glaube
ich es mit Sicherheit annehmen zu können. Ich habe oft isolierte
Tiere, noch lebend, mit ausgestreckten Tentakeln studiert, zuweilen
setzte ich ganz allmählich von der Seite einige Tropfen einer
anaesthesierenden oder fixierenden Substanz hinzu und nahm an,
daß die nicht mit der Flüssigkeit in Berührung kommenden Ten-
takel ausgestreckt bleiben würden. Aber meine Vermutung, der
Reiz würde lokalisiert bleiben, bestätigte sich nicht, da sich sämt-
liche Tentakel sogleich contrahierten, obwohl eine gewisse Zeit ver-
strichen sein mub, bis die Flüssigkeit zur gegenüberliegenden Seite
gelangt ist. Und nicht allein bei der Imbibition konnte ich die Tat-
sache feststellen, sondern schon bei Einwirkung eines noch
geringeren Reizes, bei bloßem Druck auf einen Tentakel reagierten
sämtliche Tentakel.e Diese Versuche dürften zur Stütze meiner
Annahme dienen, daß sämtliche Tentakel durch die Fortsätze der
Sinneszellen und Ausläufer des Ganglions in Verbindung stehen und
erklären die Reaktion sämtlicher Tentakel bei Irritation eines
einzigen auf dem Wege des Reflexes. Solch ein komplizierter Zu-
sammenhang, wie ich mir ihn hier denke, ist ja schon bei den auf
einer relativ niedrigen Stufe stehenden Hydroiden nachgewiesen
worden, wo sich die Nervenfasern, die Ausläufer der Ganglienzellen,
unter einander und mit den entsprechenden Fortsätzen der Sinnes-
zellen vereinigen und ein Nervennetz bilden.
Wenn ich noch einige äußere Verhältnisse besprechen dürfte,
so verweise ich nochmals auf Fig. 13a, b, c, welche zeigen, daß die
Form, die Lage und die Zahl der Sinneszellen variiren können.
Ob bestimmte Stellen des Tentakels durch das Vorhandensein von
Sinneszellen ausgezeichnet sind, konnte ich nicht mit Sicherheit
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 2379
eruieren, und das liest in der Natur der Sache, da in einem Klopf-
präparat, das — fast möchte ich sagen — das Bild einer Rumpel-
kammer darstellt, alles drunter und drüber, außer Reih und Glied
zu liegen kommt. Eine Figur aber habe ich noch im Auge, Fig. 10,
die doch einigen Aufschluß giebt. Hier ist der Tentakel ein wenig
contrahiert und die schmalen Zellen sind etwas in die Länge ge-
zogen, doch das ist weniger von Belang als der Umstand, daß
einige Zellen deutlich starke Borsten nach außen entsenden, und
zwar entspricht einer Zelle immer nur eine Borste. Mit Sicherheit
sind sie als Fortsätze von Sinneszellen anzusehen und gerade hier,
wo sie nicht durch Flimmern behindert werden, werden sie leicht
die Reize der Außenwelt aufnehmen und auf diese Weise dem Tier
die Möglichkeit geben, sich über das umgebende Medium orientieren
zu können.
Der Basis des Ektoderms angelagert ist eine helle Zone (Fig. 9),
membrane anhiste, wie sie Calvet nennt. Sie ist struktur- und
kernlos und nur selten auch auf Querschnitten (Fig. 8d) zu sehen,
so eng schließt sich das nun folgende Mesoderm der ektodermalen
Schicht an.
3. Das Mesoderm und die Muskulatur der Tentakel.
Das Mesoderm ist äusserst flach (Fig. 9) und nur da, wo die
Kerne liegen, wird es breiter. Die Kerne sind länglich oval, ent-
halten ein Kernkörperchen und sind stärker granuliert als die
Kerne des äußeren, schwächer aber als die des inneren Ektoderms.
An beiden Seiten ist das Mesoderm so ziemlich gleich stark, nach
der Spitze, so schien es mir mitunter, verdickt und verbreitert es
sich. In dem Präparat ist noch die Struktur der tiefer gelegenen
Elemente zu erkennen. Lange, mesodermale Fasern ziehen in ver-
schiedenen Richtungen und werden hier und da von schlanken
ovalen Mesodermzellen unterbrochen. Auch eigentümliche kurze
Fasern konnte ich beobachten, Fasern, welche in mehr oder minder
stumpfem Winkel in das Ektoderm treten. Sie haben genetisch mit
dem Mesoderm nichts zu tun, und ich möchte sie für Fortsätze der
vorhin beschriebenen Sinneszellen halten, welche ich im Ektoderm
nachgewiesen habe.
Wie auf Querschnitten ersichtlich ist (Figg. 8sa—d) umschließt
das mesodermale Epithel einen Hohlraum, der sein Entstehen einer
Ausstülpung der Leibeshöhle verdankt und der sich in den die
Mundöffnung umgebenden Ringkanal fortsetzt.
In den Figg. 8b und d erscheint das Mesoderm außerordentlich
transparent. Kerne treten nur wenige vereinzelt auf. An den
Stellen aber, wo sie auftreten, verbreitert sich das Mesoderm buckel-
förmig und erscheint bedeutend stärker als dort, wo Kerne nicht
vorhanden sind,
280 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Die viel umstrittene Frage nach der Existenz von Muskelfasern
in den Tentakeln veranlaßte auch mich, mich eingehender damit zu
beschäftigen. Bevor ich die Ergebnisse meiner Untersuchungen
mitteile, möchte ich kurz die Literatur berücksichtigen.
Die Ansichten, welche in dieser Hinsicht von den Forschern
vertreten werden, sind vielfach controvers. Während bei den ento-
prokten Formen schon seit Decennien das Vorhandensein von
muskulösen Elementen in den Tentakeln eine bekannte Tatsache ist,
ist man hinsichtlich dieses Punktes bei den Ektoprokten noch heute
nicht im klaren. Von Süßwasser-Ektoprokten haben Nitsche (8)
und Kraepelin (19) Alcyonella untersucht. Nitsche hat auf Quer-
schnitten der Tentakeln an der ovalen Seite einzelne stark licht-
brechende Punkte zwischen den beiden Epithelien gesehen, die er
für Muskelquerschnitte in Anspruch nehmen möchte. Kraepelin
dagegen vermag nur an der Basis der Tentakelkrone und an den
Armen des Lophophors Muskelelemente nachzuweisen, wagt aber
nicht zu entscheiden, „inwieweit sich diese Muskularis am Auf-
bau der Tentakel beteiligt.“
Gänzlich geleugnet wird die Existenz von Muskelfasern von
Ehlers (13), der schon vor Jahren die ctenostome Bryozoe Hypo-
phorella expansa untersucht hat und das Fehlen von Muskel-
elementen in den Tentakeln aus dem Fehlen von Muskeln in
der Körperwandung ableitet. Es ist interessant zu erfahren, dab
Ehlers eine ganz andere Auffassung über die Tentakel der ekto-
prokten Formen hat als die Mehrzahl der übrigen Autoren. Während
diese nämlich die Tentakel der ektoprokten und entoprokten Bryozoen
für ganz homologe Bildungen halten, meint Ehlers, daß die Tentakel
der ektoprokten Formen, die schon eine andere Lagebeziehung zu
Mund und After aufweisen wie die der entoprokten, diesen auch
nicht zu homologosieren seien. Während die letzteren muskulös
und stark beweglich seien, sind die ersteren, meint er, starr und
unbeweglich. Es handelt sich nach seiner Ansicht überhaupt nicht
um homologe Gebilde, sondern um verschiedene Organe. Die
Tentakel der Entoprokten stellen die ursprüngliche Form dar, die
der Ektoprokten dagegen hätten sich erst später im Laufe der
Phylogenie nach Rückbildung der ersteren an anderer Stelle ent-
wickelt.
Zu entgegengesetztem Ergebnis wie Ehlers kommen Freese
und Schulz. Sie haben deutlich auf Querschnitten von Tentakeln,
dem inneren Epithel dicht anliegend, kleine runde Körper gesehen,
welche zweifellos Querschnitte von Längsmuskelfasern sind. Freese
fand die Muskelelemente bei Membranipora pilosa, Schulz bei
Membranipora membranacea. Erstere Art hat auch Calvet unter-
sucht, jedoch keinen so deutlichen Befund wahrnehmen können.
Mitunter sah er allerdings auf Querschnitten im Mesoderm ein oder
zwei kleine dunkle Pünktchen, möchte sie aber nicht für Quer-
schnitte von „fibres musculaires“ halten, sondern höchstens für Ge-
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 281
bilde, welche einem noch nicht vollständig differenzierten System
von Fibrillen angehören.
Mir ist es von vornherein klar gewesen, dab eine gewisse
Bewegungsfähigkeit den Tentakeln nicht abzusprechen ist. Davon
wurde ich durch die Betrachtung des lebenden Tieres, durch Total-
präparate und endlich durch Quer- und Längsschnitte überzeugt.
Zuerst versuchte ich es mit Totalpräparaten von Kolonien und
isolierten Tieren. In diesen Fällen waren die Spitzen der Tentakel,
auf die es mir vor der Hand ankam, nicht immer gestreckt, sondern
mehr oder minder gerollt, mitunter sogar um das Rectum herum
gelagert, während die übrigen Abschnitte derselben in gerader
Richtung ohne Biegung und Knickung verliefen. Aus dieser
Lagerung konnte ich schon den Schlnß ziehen, daß die Spitzen der
Tentakel muskulöse Elemente besitzen. Daß aber auch die anderen
Teile muskulös sind, lehren die mikroskopischen Untersuchungen
am lebenden Tier. War das Tier unverletzt, so ließ sich in dieser
Hinsicht mancherlei Interessantes feststellen. Zuerst bewegen sich
die Tentakel, wenn das Tier in Seewasser eingeschlossen ist, über-
aus rasch, später verlangsamt sich ihre Bewegung. Ein Tentakel
bewegt sich seitlich, ein anderer dreht sich um seine eigene Achse,
so dab eine Spiralform entsteht, oder windet sich mit seinem Nachbar
zu einem Knäuel oder aber verharrt ganz in der Ruhelage. Es
entsteht ein durchaus unsymmetrisches Bild, und das lehrt uns, daß
die Tentakel unabhängig von einander, jeder für sich seinen
Funktionen obliegen kann und vor allem, daß nicht nur die Spitzen,
sondern auch die übrigen Abschnitte der Tentakel die Fähigkeit be-
sitzen, sich zu bewegen. Nun wäre freilich zu bedenken, daß eine
gewisse Bewegungsfähigkeit auch ohne besondere Muskelelemente
möglich wäre. Das noch nicht spezifisch differenzierte Protoplasma
ist allein schon imstande, dem Individuum die Möglichkeit der
Lokomotion zu verleihen, wie wir es mannigfach bei niedersten
Tieren sehen. Aber die Bewegungen, die durch das Plasma be-
dingt werden, unterscheiden sich doch wesentlich von denen, die
durch Muskeln veranlaßt werden, die sich durch Intensität und
Schnelligkeit auszeichnen, die bei meinem untersuchten Tier zum
Ausdruck kamen. So glaube ich berechtigt zu sein, annehmen zu
können, daß die Tentakel muskulöse Elemente besitzen und stütze
meine Annahme durch Quer- und Längsschnitte. Zuerst weise ich
auf die vorhin erläuterten Figg. 8a, b, d hin. Das Mesoderm zeigt
in kurzen Abständen Verdickungen in Form von kleinen Punkten,
die hinsichtlich ihrer Größe resp. Dicke variieren, ebenso wie ihre
Entfernung von einander eine stets wechselnde ist. Sie möchte ich
für Querschnitte von Längsmuskelfasern ansehen, wie es auch ein
Teil der vorhin genannten Autoren getan hat. In Fig. Se, die in
dieser Beziehung instruktiver ist, als die vorigen Figuren, hat sich
das Mesoderm vom Ektoderm abgehoben, so daß wir die vorhin
betrachteten Punkte nunmehr von der Fläche sehen. Sie ‘erscheinen
als fein gekörnelte Stäbchen und ziehen, wenigstens drei davon, in
282 Samuel Silbermann: Untersuchungen
paralleler Richtung. Noch besser läßt sich die fibrilläre Struktur
auf Längsschnitten erweisen. In Fig. 11a ziehen die Stränge meist
in paralleler Richtung zu einander, bogen- oder wellenförmig. Ihre
Größe schwankt. Die peripher gelegenen sind am kürzesten, während
die Stränge nach der Mitte zu an Länge beträchtlich zunehmen.
Sie liegen isoliert, berühren sich nicht, sondern verlaufen in ziemlich
weiten Abständen von einander. Eine feine Körnelung ist ihnen
allen gemeinsam und an gewissen Stellen wird sie gröber, so daß
das Licht doppelt gebrochen zu werden scheint, doch habe ich eine
Untersuchung der gekörnten Fasern im polarisierten Licht nicht
ausgeführt. Daß es sich hier um Primitivbündel handelt, ist, wenn
auch nicht ganz sicher, so doch höchst wahrscheinlich. Jedenfalls
sehen wir in einigen Fällen eine Auflösung in feinste Fibrillen.
In Fig. 11b liegen die Verhältnisse ähnlich. Auch da können
wir Querstreifung an den Fasern wahrnehmen. Und hier tritt noch
ein Moment auf, das besonderes Interesse beansprucht, da hier,
zwischen die Fibrillen eingesprengt, sehr deutlich ein Muskelzellen-
kern zu sehen ist. Er ist von ovaler Gestalt und enthält ein Kern-
körperchen. Um ihn herum ist eine Verbreiterung des Protoplasmas
wahrzunehmen, welche nach den distalen Seiten wieder abnimmt.
Zweifellos haben wir es mit einem Rest von Zellen zu tun, welche
die Muskulatur gebildet haben.
Bei der überwiegenden Mehrzahl der marinen und auch Süß-
wasser-Bryozoen ist ein den Ösophagus umgebender Hohlraum
nachgewiesen worden, ein Ringkanal, den ich schon oben angedeutet
habe, in den die Lumina der Tentakel münden,
Nitsche (8) hat seine Existenz für Flustra, v. Nordmann
für Cellularia, Freese (21) und Schulz (30) für Membranipora,
Calvet (29) für Bugula festgestellt, umsomehr muß es Wunder
nehmen, wenn Ehlers sein Vorhandensein für alle darauf geprüften
Bryozoen: Hypophorella, Vesicularia, Halodactylus, Lepralia in Ab-
rede stellt. Auch Kohlwey (16) hat bei Halodactylus diaphanus
ein Ringgefäß, mit welchem der hohle Teil der Tentakel kommunizieren
soll, nicht nachweisen können.
Bei Alcyonidium mytili ist ein solches sicherlich vorhanden,
wie es sich aus den Figg. 14 u. 36 ergibt, wenn sich auch eine
Verbindung mit der allgemeinen Leibeshöhle nicht nachweisen ließ.
Es wird von dem mesodermalen Epithel ausgekleidet, das auch die
Lumina der Tentakel umgibt, das äußerst flach ist und nur dort,
wo die Kerne liegen, etwas verbreitert erscheint. Peripher an der
aboralen Seite verschmilzt der Ringkanal mit dem Epithel der
Tentakelscheide, die seine äußere Begrenzung bildet.
Hinsichtlich der physiologischen Funktion des Ringkanales
möchte ich mich der Ansicht Salenskys (12) anschließen, welcher
den Ringkanal und die Lumina der Tentakel als ein Gefäßsystem auf-
faßt. In diesem Falle müßte die Tentakelkrone als Respirationsorgan
anzusprechen sein, sowie die Tentakelscheide, die infolge ihrer dünnen
pithellage Eleichter das sauerstoffreiche Meereswasser diffundieren läßt.
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 283
IV. Das Gehirnganglion.
Das Gehirnganglion, das das zentrale Nervensystem darstellt,
ist dem Ringkanal benachbart und liegt auf dessen analer Seite.
Es ist von außerordentlicher Kleinheit und bei Halodactylus diaphanus
noch garnicht beobachtet worden, wie Kohlwey (16) sagt: „UÜber-
haupt ist bei diesem Tier noch nichts entdeckt worden, was als
Nervensystem hätte gedeutet werden können.“
Bei Aleyonidium mytili ist das Ganglion von ziemlich runder
oder ovaler Gestalt, wie die bei Ol-Immersion entworfene Figur 15
zeigt. Umgeben ist es von einer Mesenchymhülle, die bei Ganglien
so sehr verbreitet vorkommt, die hie und da spindelförmige Kerne
mit Kernkörperchen aufweist.
Das Ganglion besteht aus einer inneren Punktsubstanz und
einer äußeren Rindenschicht. In letzterer liegen die Ganglienzellen,
streng peripher, nur selten ist eine Zelle dem Zentrum genähert.
Ihre Form ist rund oder oval und wechselnd in der Größe. Ein
großer, fast bläschenförmiger Kern zeichnet sie aus, der ein Kern-
körperchen besitzt. Von diesem ziehen feine Lininstränge, in denen
Chromosome eingebettet sind, zur Peripherie. Der Inhalt des Kernes
erscheint hell und hebt sich scharf gegen das dunkler gefärbte
Protoplasma der Zelle ab. Dasselbe setzt sich in Ausläufer fort,
und man kann auch hier uni-, bi-, tri-, und multipolare Ganglien-
zellen unterscheiden, wenn sich auch die Fortsätze nur auf kurze
Strecken verfolgen lassen.
Was die Größe der Zellen anbetrifft, so ist bei einer Zelle der
Längs- und Querdurchmesser gleich groß, er mißt etwa 3,6 w. Bei
den übrigen ist der Längsdurchmesser wesentlich größer als der
Querdurchmesser. Jener schwankt zwischen 2,4—3,6 u, während
der Querdurchmesser meist nur die Hälfte hiervon beträgt. Ebenso
varrüert die Größe der Kerne, von denen ich einen mit einem
Längsdurchmesser von 2,2 «#, die Mehrzahl jedoch etwas weniger
messend gesehen habe,
Durch Kreuzung der Fasern entsteht die innere Substanz, die
homogen gekörnelt erscheint. Nur an einzelnen Stellen, an denen
es sich um stärkere Fasern oder um eine reichere Ansammlung
derselben handelt, sehen wir gröbere und dunklere Körnchen und
Färbungen.
Von peripheren, vom Hirn entspringenden Nerven habe ich nur
einen beobachtet, welcher lateral aus dem Ganglion entspringt
(Fig. 15) und sich zu einer feinen Faser verjüngt. An der ihm
gegenüberliegenden Stelle ist ein Lückenraum zwischen zwei
Ganglienzellen zu beobachten, an dem die Punktsubstanz bis an
die Peripherie reicht, den Nerv selbst jedoch habe ich bier nicht
wahrnehmen können.
Näheres habe ich auch bei Betrachtung des lebenden Tieres
284 Samuel Silbermann: Untersuchungen
ebensowenig eruieren können, wie Nitsche, Ehlers und Calvet
bei anderen marinen Formen.
Zu interessanten Resultaten dagegen sind die sich mit den
ektoprokten Süßwasser-Formen und mit den Entoprokten be-
schäftigenden Autoren gekommen. Da ihre Ergebnisse prinzipiell
nicht von einander abweichen, will ich nur Harmers (18) gedenken,
der Z.oxosoma untersucht hat.
Harmer beschreibt das Ganglion, ve schon vor ihm von
Nitsche, Schmidt und Salensky zwar gesehen, aber falsch ge-
deutet worden ist — es wurde für einen Teil des Fortpflanzungs-
apparates gehalten — als ein nierenförmiges Organ, das aus einem
Mittelstück und zwei kugligen Gebilden besteht. In letzteren sieht
er deutlich ausgeprägte Ganglienzellen, während der mittlere Teil
derselben entbehrt und sich aus einer faserigen Substanz zusammen-
setzt. Vom Ganglion ziehen periphere Nerven, die Harmer beim
lebenden, außerordentlich transparenten Tier auf weite Strecken hat
verfolgen können. Besonders tritt ein Paar Nerven hervor, das sich
durch seine gangliösen Anschwellungen und seine feinsten Ausläufer,
durch ein Büschel von Haaren, auszeichnet: „The most conspicuous
part of the peripheral nervous system is formed by a pair of tactile
prominences on the posterior wall of the calyx, and by the strong
ganglionated nerves connected with these organs.“
Ebenso treten andere Nerven vom Ganglion aus und verlaufen
unter Bildung gangliöser Anschwellungen in der Richtung der Ten-
takel. Bevor sie die Basis derselben erreichen, spalten sie sich in
mehrere Äste, von denen einer stets einen Tentakel versorgt. Hier
verzweigen sie sich wieder und entsenden Seitenäste, die in steifen
Borsten enden, die ich für homolog und analog den von mir be-
schrieben Fortsätzen der Sinneszellen bei Alcyonidium mytili halte.
In entgegengesetzter Richtung wie die eben genannten Nerven
hat Harmer nur einen Strang wahrnehmen können, der den Stiel
zu versorgen scheint, es ist ihm aber nicht gelungen, die Innervation
des Osophagus und Magens infolge ihrer geringen Transparenz zu
eruieren, wenn er auch annehmen kann, daß „the elongated cells
of the epistome and oral end of the oesophagus have doubtless a
sensory function, being probably endowed with the faculty of taste
or smell.“
V. Der Digestionstraktus.
Der Digestionstraktus besteht aus drei gesonderten Abschnitten,
aus dem Ösophagus, dem Magen und dem Rectum. Den Eingang
in den Osophagus hat man wohl gemeiniglich als Mund bezeichnet,
am Magen unterscheidet man die Cardia, den eigentlichen Magen
mit dem Blindsack und den Pylorusteil, der in den Enddarm führt.
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 285
a) Allgemeines.
Die Lagerung der einzelnen Teile des Darmkanals ist nicht
immer eine ganz gleichmäßige, sondern hängt von dem jeweiligen
Kontraktionszustand der Muskelgruppen ab, die auch für die Lage
der Tentakel von bestimmendem Einfluß sind. Wie dieser Prozeß
vor sich geht, will ich jetzt nicht berühren, ich werde es später bei
der Funktion der Muskeln näher ausführen, nunmehr werde ich nur
die verschiedenen Möglichkeiten der Lageveränderungen andeuten.
Ist die Tentakelkrone eingestülpt und liegt sie innerhalb des
Zooeciums, von der Tentakelscheide umhüllt, wie es die Figg. 2—4
veranschaulichen, so ist der Ösophagus in der Symmetrieebene
der Tentakelkrone gelegen und bildet die genaue Fortsetzung
derselben.
Der Cardialteil hingegen biegt schlingenförmig ab, steigt, in
paralleler Richtung zur Tentakelkrone (Fig. 3), bis zum Magen auf,
der sich in den Blindsack krümmt und unter Bildung einer Ein-
schnürung in dem Rectum endet, das wieder in der Symmetrieebene
der Tentakelkrone zu liegen kommt.
Ein solches Bild bieten die Mehrzahl der Polypide. Oft genug
aber sehen wir Abweichungen und Fälle, die wesentlich anders
liegen. Ich weise nur auf Fig. 4 hin, wo ein Übergangsstadium zu
einer anderen Lagerung zu beobachten ist. Während in Fig. 3 sich
der Cardialteil in einer gewissen Entfernung von der Tentakelkrone
erhebt, sehen wir ihn hier mit seinem inneren Abschnitt die äußersten
Tentakel bedecken. Bei weiteren Betrachtungen fallen Tiere auf,
die sich nicht nur mit ihrem Cardialteil, sondern fast mit dem
ganzen Darmkanal über die Tentakel lagern, wie es Fig. 2 darstellt.
Weniger häufig ist die folgende Kontraktionsform zu beobachten:
Auf der einen Seite außerhalb der Trentakel liegt der Anfangsteil
des Cardialteiles. Dieser wendet sich kreuzartig den Tentakeln zu
und bedeckt sie mit seinem mittleren Abschnitt, während der in den
eigentlichen Magen übergehende Endteil desselben sowie das Rectum
sich außerhalb der Tentakelkrone auf der anderen Seite befinden.
Es wird dadurch eine S-Form gebildet, die nur in ihrem mittleren
Teil den Tentakeln aufgelagert ist.
So sehen wir, daß die Lageveränderungen des Darmkanales
recht mannigfache sein können und können schon daraus auf eine
recht ansehnlich entwickelte Muskulatur schließen. Dieselbe kann
nicht nur den Darmkanal in seiner Gesamtheit verschieden gestalten,
sondern bedingt auch viele Variationen in der Form seiner Ab-
schnitte, wenn auch zugegeben werden muß, daß nicht alle Ver-
schiedenheiten, welche zu Tage treten, durch muskulöse Kraft
hervorgebracht sind, sondern auf anatomische Mannigfaltigkeiten
zurückzuführen sind.
Der Oesophagus ist meist rund (Fig. 4), weniger oft in die
Länge gezogen (Fig. 3) und weist einen verdickten vorderen Rand
auf, der die Mundöffnung umschließt. Um ein vielfaches an Länge
286 Samuel Silbermann: Untersuchungen
wird er vom Cardialteil übertroffen, der gewöhnlich glatt verläuft
und nur hie und da (Fig. 3) Einschnürungen zeigt. Anders verhält
es sich mit dem Blindsack, der sehr verschieden geformt sein kann.
Ich will nur einige Modifikationen herausgreifen, auf die sich viele
andere Bildungen zurückführen lassen.
Die häufigste Form ist die in Fig. 4 abgebildete. Der Blind-
sack, der von rundlicher Gestalt ist, ist zur Cardia in einem Winkel
von etwa 30° gerichtet und reicht bis zum oberen Drittel dieses
Abschnittes.. Die Größe des Winkels jedoch zwischen Blindsack
und Magen ist keineswegs konstant. Sie kann zunehmen, sie kann
sich aber auch verringern, wenn, wie es gelegentlich geschieht, der
Blindsack nicht scharf vom Cardialteil abgesetzt ist, sondern ganz
in diesen einbezogen erscheint.
Eigenartig gebaut erscheint der Blindsack des vorhin beschrie-
benen S-förmig geschlungenen Darmkanales. Er geht nicht in
gerader Richtung, wie wir ihn sonst antreffen, sondern bildet eine
Schlangenlinie und läßt den Winkel zwischen Cardialteil und Blind-
sack abgerundet erscheinen.
Fig. 3 endlich zeigt ein Tier, dessen Magen in der Breiten-
Dimension eine mächtige Ausdehnung erfahren hat. Sein Blind-
sack ist so gut wie garnicht ausgebildet und setzt sich nur durch
eine oberflächliche Einschnürung wenig scharf vom Magen ab.
Ich habe bisher einen Punkt außer acht gelassen, den ich
noch kurz streifen möchte, er betrifft auch die Lagerung des Blind-
sackes.
In den eben geschilderten Fällen ist derselbe peripher gelegen. In
einer Kolonie aber, die auf Mytilus edulis festsitzt, in der die
Polypide schon zu degenerieren beginnen, habe ich eine Abweichung
von der Norm gefunden. Ich habe unter normal gebauten Poly-
piden zwei nebeneinander gelegene beobachtet, welche ein ab-
weichendes Verhalten zeigten. Hier war der Blindsack nicht wie
sonst gelagert, sondern bei gleicher Ursprungsstelle um 90° gedreht.
Ich suchte noch nach weiteren solchen Fällen, ohne daß es mir
gelungen, wäre sie ausfindig zu machen, und ich trage daher kein
Bedenken jene als Abnormitäten hinzustellen.
Vom Blindsack resp. Magen gelangen wir in den Pylorus.
Derselbe giebt sich durch eine Einschnürung des Magens kund
und ist mehr oder minder verengt. Ihm folgt das Rectum, dessen Aus-
sehen von dem jeweiligen Inhalt desselben abhängt. Ist der End-
darm leer, so erscheint er relativ lang und schmal und weist ein
verhältnismäßig breites Epithel auf (Fig. 3). Haben wir es aber
mit einem prall mit Faeces angefüllten Rectum (Fig. 4) zu tun, so
ist seine Form eine ganz andere, indem sich das Rectum aufbläht
und das Epithel ganz flach werden läßt. Wenn auch hier schon
der Unterschied klar zu Tage tritt, so werden später auf Quer-
schnitten die Gegensätze noch deutlicher.
Bevor ich zur Histologie übergehe, will ich einen Blick auf ein
ausgestülptes Tier werfen.
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 287
Fig. 1 zeigt ein solches, das seine Tentakel ausgestülpt hat
und ein wesentlich anderes Bild darbietet als im retrahierten Zu-
stand. Die Veränderungen, die die Tentakelkrone und andere
Organe betreffen, will ich hier nicht berühren, ich habe sie schon
oben behandelt, hier interessiert uns nur der Darmtraktus. An
demselben kann man nicht mehr wie vorhin den kurzen Oesophagus
einerseits und den langen übrigen Darmkanal anderseits unter-
scheiden, sondern der ganze Verdauungstraktus hat sich gestreckt
und ist dem aus dem Zooecium ausgetretenen Oesophagus fast in
dessen Symmetrieachse gefolgt.
b) Histologie.
Wie schon Nitsche für Flustra festgestellt hat, setzt sich der
Darmkanal aus drei Schichten zusammen: einer mesodermalen,
äußeren Epithellage, dem Darmfaserblatt, einer mittleren Lamelle,
die der „membrane anhiste“ der Tentakel entspricht, jedoch in-
constant im Vorkommen ist, und einer inneren Epithelschicht, dem
Entoderm.
Die äußerste Epithelschicht ist zart und fein und überzieht als
dünnwandige Membran den ganzen Darmtraktus (Figg. 16 u. 17).
Sie entspricht dem Peritoneum der höheren Tiere. In ihr liegen
Zellen, deren Grenzen bei Flächenansicht zu sehen sind. Die Kerne
sind von spindelförmiger Gestalt, dunkel gefärbt und enthalten
immer deutlich das Kernkörperchen.
Die mittlere Schicht ist strukturlos und wird häufig überhaupt
nicht abgeschieden.
An ihrer Statt sehen wir in der Region des Oesophagus
(Fig. 14) eine überaus zarte Muskelschicht, die zwischen Mesoderm
und Entoderm eingelagert ist. Die Fibrillen präsentieren sich uns
als stark lichtbrechende Plättchen von rechtwinkliger Gestalt. Ihre
Größe und ihr Abstand von einander variiert nur wenig, und ihre
Form scheint auf eine Ringmuskulatur schließen zu lassen. Fig. 14a
aber, die einen Teil des oesophagealen Epithels, dessen Darmfaser-
blatt sich abgelöst hat, bei starker Vergrößerung vergegenwärtigt,
belehrt uns eines anderen. Es zeigt sich, daß die Fibrillen nicht
von gleicher Länge sind, sondern erheblich von einander differieren.
Auf eine verhältnismäßig lange Fibrille folgen solche von kurzem
Durchmesser und diesen wieder eine längere Fibrille, so daß meine
Vermutung, daß es Ringmuskeln seien, wenig für sich hat. Ich
glaube vielmehr es mit schräg verlaufenden Muskeln zu tun zu
haben, zumal ich analoge Muskeln auf Totalpräparaten besonders
deutlich am ausgestreckten Tier gesehen habe. Fig. 1 zeigt, dab
die Muskeln spindelförmig gestaltet sind. Sie verlaufen teils in
gerader Richtung, teils sind sie gekrümmt und gewellt. Ihre
spitzen Enden scheinen in einander überzugehen und zum Teil zu
anastomisieren.
288 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Es lag nahe, diese Muskulatur als eine epitheliale, vom Ento-
derm abgeschiedene aufzufassen. Schnitte aber, auf denen sich die
Muskulatur vom Entoderm abgehoben hat, sprechen deutlich da-
gegen, da hierdurch ein Lückenraum zwischen beiden Lsgen ent-
steht, der nicht möglich wäre, wenn die Fibrillen vom Entoderm
abstammten. Auch Totalpräparate (Fig. 1) sind in dieser Hinsicht
überzeugend. Sie lassen in den Muskeln deutlich Kerne hervor-
treten und erweisen so den selbständigen, mesenchymatösen Charakter
derselben.
Diesem verhältnismäßig starken Muskelgeflecht entsprechend
zeigen die von mir beobachteten lebenden Tiere sehr vehemente
Bewegungserscheinungen. Wie der Cardialteil so verändert auch
der Oesophagus in einemfort seine Gestalt. Bald ist er stark aus-
gedehnt, bald kontrahiert und eingeschnürt.
Was das Entoderm anlangt, so bietet es die mächtigste Schicht
im ganzen Darmtraktus dar und zeigt in den einzelnen Abschnitten
die meisten Differenzen, welche durch verschiedene Funktionen
bedingt sind.
Der Eingang in den Oesophagus, der von den Autoren als
Mund bezeichnet wird, ist durch hohes Cylinderepithel ausgezeichnet
(Fig. 14). Dasselbe geht in das innere mit Wimpern versehene
Ektoderm der Tentakel über und weist dessen charakteristische
Beschaffenheit auf. Wie jenes ist auch das Mundepithel grob
granuliert, von dunkler Farbe und mit stark tingierten Kernen ver-
sehen. Auch besitzt es Flimmern, die durch ihre Bewegung von
den Tentakeln ergriffene Nahrung in den Oesophagus befördern.
Dieser ist schon wesentlich anders gebaut, der Gegensatz tritt
scharf in dem Längsschnitt Fig. 14 hervor. Die Zellen sind
cylindrisch, aber höher als die Mundepithelzellen und tragen keine
Flimmern. Ihr Inhalt ist fein granuliert, fast wasserhell und ebenso
der Inhalt der Kerne, die ein deutliches Kernkörperchen enthalten.
Auf Querschnitten (Fig. 16) zeigt es sich, daß das Lumen des
Oesophagus nur klein ist und dreikantige Form besitzt, die an den
Schlund der Nematoden erinnert. Das Protoplasma ist hell und
durchsichtig und erscheint nur dort, wo die Kerne liegen, etwas
dunkler gefärbt. Dieselben sind meist peripher gelegen, zuweilen
nähern sie sich unter Bildung eines stumpfen Winkels dem Lumen
des Oesophagus. Einige Zellen sind an der dem Lumen zugekehrten
Seite hervorgewölbt, so daß der Epithelrand gekerbt erscheint.
Die Zellwände sind scharf begrenzt und verschmelzen nur dort mit
einander, wo Vakuolen vorhanden sind und von einer Zelle in die
andere übertreten.
Auf Flächenschnitten dieses Organs zeigt das Epithel, wie in
Fig. 17 dargestellt ist, polygonale Zellen, durch scharf markierte
Grenzen von einander getrennt. Die Kerne heben sich nicht sehr
deutlich von dem Protoplasma, in das sie eingebettet sind, ab und
liegen teils central, teils peripher. Ähnliche Bilder bieten die
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 289
übrigen Teile des Darmes bei Flächenansicht, auch dort erscheinen
die Zellen in polygonalen Umrissen.
Der Cardialteil, dessen Querschnitt ich in Fig. 18 wiedergegeben
habe, ist durch Längsleisten charakterisiert, die in das Innere des
Magens vorspringen. So erhält das Lumen eine mehr oder minder
sternförmige Gestalt.
Das Plasma der Zellen, die deutlich abgegrenzt sind, ist hell
und enthält peripher die dunkel gefärbten Kerne. Das Lumen
weist verschieden gestaltige Coagulationen auf, die früher für Zell-
partikelchen gehalten worden sind, die von dem dem Lumen zu-
gewandten Rande der Zellen abgesplittert und in das Innere ein-
gedrungen sein sollen. Es ist aber sicher, daß es sich um Sekrete
handelt, die von den reich vakuolisierten Zellen ausgeschieden sind.
Ich werde Gelegenheit nehmen, bei Beschreibung des Blindsackes
noch näher darauf einzugehen.
In Fig. 18 fällt ein strangförmiger Fortsatz auf, der aus zwei
dicht aneinander gepreßten Blättern besteht und eine Verbindung
zwischen Cardialteil und Ektoderm darstellt. Das Gebilde ist eines
der Bändchen, welche den Darmtraktus an die Wandung der Leibes-
höhle befestigen, die wir als Mesenterien auffassen können. Am
Darm geht das Band direkt über in die äußere mesodermale Be-
kleidung, die den gesamten Verdauungstraktus überzieht.
Ich wende mich nun dem Blindsack zu.
Über das Vorhandensein von Drüsenzellen in demselben wird
von der Mehrzahl der Autoren mit nur wenigen Worten Erwähnung
getan, ich möchte daher auf die Einzelheiten in der Struktur näher
eingehen und verweise daher auf Fig. 19, in welcher der sekretorische
Charakter deutlich zu Tage tritt.
Die Zellen, deren Form cylinderförmig ist, ragen mit ihrem
inneren Teil in das Lumen hinein. Ihre Kerne sind stark gefärbt
und heben sich scharf von dem Protoplasma der Zellen ab. Die
Grenzen zwischen den Zellen sind nur an der Peripherie deutlich,
nach dem Lumen zu sind sie verschwommen oder schwinden ganz.
Wo sie vorhanden sind, verlaufen sie nicht immer in gerader
Richtung und gestreckt, wie wir es sonst bei Epithelien zu sehen
gewohnt sind, sondern ziehen unregelmäßig in Wellen- und Zick-
zacklinien.
Das Aussehen der Zellen ist wechselnd und hängt von ihrem
jeweiligen Funktionszustand ab. In der Mehrzahl treten hellere
Zellen auf, in denen Körnchen nur vereinzelt vorkommen, da-
zwischen aber hie und da dunklere Zellen mit reicherer Körnchen-
verteilung. In letzterem Fall dürfte es sich um eine reiche Auf-
speicherung der Exkretkörner handeln.
Die Körner sind nicht konstant in ihrer Größe, sie schwanken
etwa zwischen 0,0004—0,001 mm. In Färbungen mit Haematoxylin
und Orange G. nehmen sie eine tiefblaue Färbung an, ohne dab
es möglich wäre irgend eine Struktur in ihnen zu erkennen.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.3. 19
290 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Neben diesen Drüsenzellen, die ein körniges Sekret ausscheiden,
finden wir auch solche, die flüssige Substanzen secernieren. Wir
sehen Vakuolen, die einen dem Kern benachbart, die anderen die
Mitte der Zellen einnehmend, andere wieder, die nahe daran sind,
ihre Sekretionen in die Darmhöhlung zu ergießen.
Der Inhalt der Vakuolen ist kein konstanter. Meist enthalten
sie nur eine Flüssigkeit, die geronnen ist, mitunter aber sind sie
mit stärker lichtbrechenden Körpern erfüllt. Gewöhnlich treten sie
in der Einzahl auf d.h. in einer Zelle ist immer nur eine Vakuole
enthalten, die in einem Falle etwa 0,005 mm mißt (Fig. 21d).
Seltener sind mehrere Vakuolen sichtbar, die bei größerem Wachs-
tum sich vereinigen und verschmelzen, so daß eine große Vakuole
daraus wird, wie ich sie in Fig. 20 dargestellt habe. Ihr Längs-
durchmesser beträgt 0,009 mm, der Querdurchmesser 0,007 mm.
In Fig. 19 sind Zellen vorhanden, die beide Stadien zeigen: die
allmähliche Vereinigung und schließlich die Verschmelzung der
Vakuolen. Im ersten Falle sehen wir eine mit zwei Querwänden
versehene Vakuole, die zweifellos aus der Vereinigung ehemals
selbständiger Vakuolen hervorgegangen ist. Im Weiterverlauf der
Entwicklung wären auch die Querleisten eingeschmolzen, und die
Vakuole hätte eine Gestalt angenommen, die etwa der in Fig. 20
abgebildeten entspräche. Hier ist im Protoplasma eingebettet, von
runden Kernen umgeben, eine große rundliche Vakuole gelegen.
Oberhalb derselben liegen auf einer gewölbten Protoplasmaleiste
zwei abgeplattete Kerne mit Kernkörperchen. Innerhalb der Vakuole
sind anscheinend geronnene Massen, die besonders stark bei Fär-
bungen mit Orange G. hervortreten. Uber das Entstehen dieser
großen Vakuole kann kaum Zweifel bestehen. Sicherlich handelt
es sich um ursprünglich zwei durch eine Grenze von einander ge-
schiedene Zellen. In jeder derselben wandelt sich ein Teil des
Protoplasma zu Sekret um und bildet eine Vakuole. Die Sekret-
bildung schreitet nun immer weiter fort und zieht größere und
größere Partieen in ihren Bereich, so daß die Zellwandung nach-
giebt und schließlich platzen muß. So kommt es zur Vereinigung
der beiden Vakuolen, die die Kerne und den Rest des nicht um-
gewandelten Protoplasma gegen die Basis der Zelle drücken, wobei
die früher längsovalen oder runden Kerne abgeplattet werden, wie
es in Fig. 20 ersichtlich ist.
Zur Orientierung anderer Entwicklungsphasen an den Drüsen-
zellen habe ich einige Zellen isoliert in den Fig. 2la—e bei starker
Vergrößerung dargestellt.
Die Zellen sind alle fast gleich groß, nur Zelle b übertrifft die
anderen an Länge. Sie sind von cylinderförmiger Gestalt, ihr
basaler Abschnitt, der scharfe Ecken aufweist, ist breiter als der
centrale, der in die Darmhöhlung hineinragt.
In Fig. a ist das Körnchensekret nur in so minimalen Mengen
vorhanden, daß man meinen könnte, es handle sich um stärker
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 291
tingiertes Protoplasma, in b dagegen sind Körnchen reichlich an-
gesammelt und stellen anscheinend ein höheres Stadium dar.
Hand in Hand mit den verschiedenen Entwicklungsphasen der
Zellen geht die Veränderung der Kerne vor sich. In a ist das
Chromatingerüst des Kernes fein und zart, so daß deutlich das
Kernkörperchen zu erkennen ist, in b dagegen erscheint der Kern
ın Form grober Borken, und dadurch wird das Kernkörperchen
fast unsichtbar. Auch in Fig. c bietet der Kern ein dem augen-
blicklichen Funktionszustand der Zelle entsprechendes Bild dar.
Hier weist die Drüsenzelle kein Körnchensekret auf, sondern
scheidet flüssige Substanz aus und befindet sich im Anfangsstadium
der Bildung: die eben erst entstandene Vakuole liegt in dichter
Nachbarschaft des Kernes. Dieser büßt seine ursprünglich runde
Form ein und nimmt amoeboide Gestalt an, zugleich hat sich das
Chromatin länglich gestreckt. Solch Umwandlung eines Kernes aus
der runden Form in die amoeboide im Anschluß an Sekretbildung
ist typisch und bei anderen Tiergruppen schon beobachtet worden.
In einer jüngst publizierten Arbeit (33) weist Zarnik bei
Untersuchung der Leber des Amphioxus auf Kernveränderungen
hin. In der Leber unterscheidet er Nähr- und Drüsenzellen.
Letztere zeigen verschieden gebaute Kerne. Bei reger Sekretions-
tätigkeit weisen die Kerne einen sehr deutlichen Nucleolus auf, bei
Zellen dagegen, die nur wenig Sekret enthalten, zeigt der Kern ein
dichtes Chromatinnetz. Daraus glaubt auch Zarnick den Schluß
ziehen zu können, daß „zwischen den genannten Kernformen und
der Funktionsphase der Zellen ein Abhängigkeitsverhältnis besteht.“
In Fig. d u. e sind noch weitere Stadien abgebildet. Fig. d enthält
in ihrer Vakuole flüssiges Sekret und darin einen Ballen von vier
kugligen Körnchen, die Fällungsprodukte der Flüssigkeit darstellen,
Fig. e endlich zeigt das Endstadium einer Drüsenzelle. Die Vakuole,
die sich scharf gegen das nicht umgewandelte Protoplasma abgrenzt,
entleert gerade ihren Inhalt. Welcher Art derselbe ist, läßt sich
auch bei Anwendung von Doppelfärbungen nicht immer mit Sicher-
heit entscheiden. In einigen Fällen scheint er mir dünnflüssig, in
anderen wieder dickflüssig zu sein, es kann sich um seröse Flüssig-
keit, es kann sich aber auch um mucinhaltige Substanzen handeln.
Schließlich möchte ich noch eine Frage aufwerfen, welche die
Entstehung der Drüsenzellen betrifft. Es fragt sich, ob die Drüsen-
zellen, die ein flüssiges Sekret ausscheiden, selbständig entstehen
wie die Körnchenzellen oder erst im Anschluß an die Körnchen-
bildung und ein höheres Stadium der Körnchenzellen darstellen.
Letztere Ansicht ist vielfach vertreten und durch Beobachtungen
gestützt worden. In meinem Falle aber glaube ich annehmen zu
müssen, daß keinerlei Abhängigkeitsverhältnis zwischen den beiden
Zellarten besteht und daß sie selbständig aus vorher indifferenten
Zellen ihren Ursprung nehmen, da es mir nicht ein einziges Mal
gelungen ist, ein Übergangsstadium zwischen Körnchenzellen und
Zellen mit flüssigem Sekret wahrzunehmen.
19*
2923 Samuel Silbermann: Untersuchungen
So kommt dem Blindsack eine hohe physiologische Bedeutung
für das Tier zu. Er hat Substanzen auszuscheiden, die es ver-
mögen, die aufgenommenen Nahrungsstoffe chemisch umzuformen,
und für die Assimilation geeignet zu machen. Diejenigen Stoffe,
die dem Tier unverdaulich sind, entsendet es nach dem nun zu be-
schreibenden Pylorus und von hier durch das Rectum nach außen.
Bei Betrachtung des Pylorus am lebenden Tier ist es mir
aufgefallen, daß dieser unter den Darmabschnitten die geringsten
Bewegungen zeigt, und gerade hier wäre eine intensive Muskulatur
am Platze, um den vorhandenen Mageninhalt ins Rectum zu pressen.
Ich sah vielmehr an der Übergangsstelle in den Enddarm zu beiden
Seiten im Innern des Pylorus starke Flimmern, und diese schlugen
in einemfort kräftig hin und her. Es ist zweifellos, daß sie allein
schon imstande sind, die vorhandenen Nahrungsreste nach außen zu
befördern, auch wenn der Pylorus sich nur passiv verhalten und
keinerlei Hilfe gewähren sollte.
Querschnitte durch den Pylorus ergeben dieselben Details wie
solche durch das Rectum, dem ich mich jetzt zuwende.
In Fig. 7 ist ein Rectum dargestellt, das seinen Inhalt bereits
entleert hat, Fig. 22 dagegen zeigt einen mit Faeces angefüllten
Enddarm. Im ersten Falle haben wir es mit einem englumigen
Gebilde, mit hohen zylindrischen Zellen zu tun, die scharf begrenzt
sind und ovale dunkle Kerne enthalten. Das Protoplasma der Zellen
ist stark tingierbar und besitzt keine Vakuolen.
Ist aber der Enddarm durch Inhalt blasenartig ausgedehnt
(Fig. 22), so zeigen die ihn zusammensetzenden Elemente ein anderes
Verhalten. Sie sind nicht mehr cylindrisch wie im entleerten Zu-
stand, sondern mehr oder minder abgeflacht. Die Zellen sind un-
regelmäßig verteilt, bald sind eine ganze Reihe von Zellen dicht
nebeneinander gelegen, bald nur wenige, bald ist über eine ganze
Strecke nur eine Zelle sichtbar. Zellgrenzen sind undeutlich oder
gar nicht zu sehen, und die Kerne sind rund.
Um sich ein genaueres Bild von der Form des Rectum zu
machen, verweise ich auf den in Fig. 23 abgebildeten Längsschnitt.
Aus demselben ersieht man, daß das Rectum flaschenförmige Gestalt
besitzt und in einen kürzeren oberen und verhältnismäßig langen
unteren Abschnitt zerfällt.
Gegenüber den spärlichen, plasmaarmen Zellen an der Spitze,
welche Plattenzellen sind und keine Grenzen aufweisen, nehmen die
nun folgenden Zellen rasch an Höhe zu und vermehren sich gleich-
zeitig, was sich aus der Zahl der Zellkerne ergiebt.
Das Plasma zeigt sich besonders um die Kerne der scharf be-
grenzten Zellen des unteren Abschnittes verdichtet, was sich mit
starken Systemen erkennen läßt. Daher erscheint es um diese
herum dunkler, an anderen Stellen dagegen ist es hell, so dab es
beinahe den Eindruck macht, vakuolisiert zu sein.
Umgeben wird auch das Rectum vom mesodermalen Blatt, das
in dem Längsschnitt an einer Stelle zwei nebeneinander gelegene,
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 293
kuppelförmig gestaltete Zellen mit Kernen aufweist, während sonst
nur vereinzelte, spindelförmige Kerne zu beobachten sind.
Die Mündung des Rectums in die Tentakelscheide ist dadurch
gekennzeichnet, daß das mesodermale Epithel des Enddarmes in das
Mesoderm der Tentakelscheide übergeht (Fig. 7), während der Darm
in das ektodermale Epithel der Scheide durchbricht.
c) Der Darminhalt.
Wie Ehlers bei Hypophorella expansa, so konnte auch ich
bei Aleyonidium mytili vielfach Algen im Darm beobachten, welche
auf eine pflanzliche Nahrungsaufnahme schließen lassen. Dieselbe
kann aber auch aus organischem Detritus bestehen, wenigstens
glaubt es Kräpelin bei Süßwasser-Bryozoen annehmen zu müssen.
„Ersteres“, sagt er, „läßt sich mit Leichtigkeit an jedem Magen-
inhalt konstatieren, der geradezu vom Algensammler verwertet
werden könnte, um die Flora eines bestimmten Gebietes mit leichter
Mühe festzustellen; letzteres schließe ich aus dem Vorkommen der
Fredericellen in den Tiefen der Schweizer Seen, wie in der Ham-
burger Wasserleitung, wo doch jedenfalls vorwiegend, wenn nicht
ausschließlich nur abgestorbene organische Nahrung zu Gebote
steht.“
Ob auch Infusorien verzehrt werden, hat Kräpelin nicht er-
mitteln können, dagegen Leidy bei Urnatella, und Korotneff hat
bei marinen Bryozoen Gregarinen beschrieben.
Letztere habe auch ich bei Alcyonidium gesehen und in Fig. 24
abgebildet, die einen Teil der Wandung des Cardialteils vorstellt.
Schon bei oberflächlicher Betrachtung sieht man, daß die dem
Zentrum genäherten rundlichen Gebilde tierische Zellen sind. Daß
wir es aber mit Zellen von Protozoen zu tun haben, dürfte
schwieriger zu erweisen sein, wenn auch Feinberg, ein Berliner
Arzt, in jedem Falle die sichere Diagnose nach dem Bau des
Kernes zu treffen glaubt. Handelt es sich um einen Kern, in dem
Plastin und Nuclein gesondert auftritt, so gehört der Kern nach
Feinberg einer höheren tierischen Form an, ist dagegen Plastin
und Nuclein zu einer einheitlichen Masse verschmolzen, so kann
man mit Sicherheit annehmen, daß der Kern der eines Protozoon
ist. Es ist nicht zu leugnen, daß, wenn auch nicht immer, so in
den meisten Fällen die von jenem angegebenen Merkmale zutreffen.
Auch in meinen Zellen lassen sich Plastin und Nuclein im Kern
nicht auseinander halten, sie sind zu einer einzigen Masse verbacken
und lassen schon aus diesem Grunde auf einen Protozoon schließen.
In dem Protoplasma beider Zellen sind deutlich zwei Schichten
zu unterscheiden. Die eine ist zentral gelegen, nimmt den größten
Teil der Zelle ein und ist dunkel gefärbt, sie ist das Entosark.
Peripher liegt das hellere Ektosark, das nur eine schmale Zone
darstellt. Außen wird die Zelle von einer Cuticula umgeben, die
die für Gregarinen charakteristische Längsstreifung aufweist, In der
294 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Regel ist die Form der Gregarinen zwar länglich gestreckt, aber in
ihrer Jugend sind sie kuglig gestaltet, und gerade die junge
Gregarine ist ja Zellparasit und gleicht auf diesem Stadium einer
Coccidie. Erst nachdem sie die Zelle verlassen hat, erlangt sie die
definitive Gestalt.
Fernerhin möchte ich auf einen Befund von Kohlwey im
Rectum von Halodactylus diaphanus hinweisen. Kohlwey fand oft
darin einen harten und spröden konkrementähnlichen Körper, von
' dem er sagt: „Er verändert sich in Kali nicht, selbst wenn er da-
mit gekocht wird. In Essigsäure löst er sich ohne Gasentwicklung.
Der konkrementähnliche Körper besteht nicht aus Harnsäure.“
Ein eigentümliches Verhalten einzelner Darmabschnitte, das
durch die Figg. 22 u. 25 illustriert wird, bedarf noch einiger Worte.
Fig. 22 stellt das Rectum mit der teilweis umgebenden Tentakel-
scheide dar, Fig. 25 einen Teil des Magens. Im ersten Falle sind
im Lumen mehrere Gebilde anzutreffen, die ohne Zweifel als Zellen
anzusprechen sind. Sie weichen in ihrer Form nicht wesentlich
von einander ab, sie sind cylinderförmig oder konisch gebaut und
lassen an ihren schmalen Seiten einen horizontalen und einen
gegenüberliegenden konvexen Rand erkennen, unterscheiden sich
aber auffallend in ihrer Größe. Die isoliert stehende Zelle ist klein,
die beiden folgenden Zellen dagegen weisen eine beträchtliche Größe
auf, und ihnen tolgen zwei schmale, nicht sonderlich hohe Zellen,
welche miteinander in Zusammenhang stehen, sich eng berühren
und ebenso wie die vorhergehenden Zellen mit Kernen versehen
sind, die nicht mehr die eigentümliche Struktur der Kerne wahr-
nehmen lassen.
Es drängt sich uns die Frage auf: Woher kommen diese Zellen,
was haben sie für eine Bedeutung für das Tier?
Erstere Frage glaube ich mit Sicherheit beantworten zu können,
letztere dagegen wird etwas schwieriger zu lösen sein, wenn ich
auch da versuchen werde, eine Erklärung zu finden.
Was den Ursprung der Zellen anbetrifft, so halte ich es für so
gut wie ausgeschlossen, daß dieselben von einem fremden Organismus
herrühren. Sie sind in ihrer Form fast konstant, aber nicht in
ihrer Größe, und gerade diese Differenz läßt mich vermuten, daß
die Zellen dem entodermalen Epithel des Rectum selbst entstammen,
das ja auch verschieden hohe Zellen mit nach dem Lumen gewölbtem
Rande aufweist.
Ein solches Auswandern von Zellen ist schon verschiedentlich
beobachtet worden, und ich habe in Fig. 25 ein Stadium dargestellt,
auf welchem die Zellen nahe daran sind, sich aus dem Verband der
übrigen Epithelzellen abzutrennen.
Ein hoher mit zwei Kernen versehener Zapfen leitet den
Abschnürungsprozeß ein. Er ist wahrscheinlich aus zwei Zellen,
die sich bald wieder regeneriert haben, entstanden. An den Kernen
läßt sich noch keine Veränderung wahrnehmen. Nur bei einer
gewissen Einstellung habe ich im oberen dem Lumen zugewandten
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 295
Kerne die Chromosome in zwei Parallelreihen angeordnet gesehen,
ich wage aber nicht, dies unbedingt als den Beginn einer mitotischen
Kernteilung anzusehen, welche im Darmlumen ihren weiteren Ver-
lauf durchmachen möchte.
Es liegt nahe, das Austreten der eben geschilderten Zellen für
einen pathologischen Vorgang anzusehen, der jeder physiologischen
Basis entbehrt. Die Konstanz der auswandernden Zellen aber läßt
den Gedanken aufsteigen, daß diesen doch eine bestimmte Funktion
zukommt, zumal ein für das Leben der tierischen Organismen von
höchster Bedeutung erscheinendes Exkretionssystem, wie ich später
darlegen werde, bislang bei keinem marinen Bryozoon erwiesen
worden ist,
Ich glaube also zu der Annahme berechtigt zu sein, daß die
Zellen des Darmes teilweise exkretorische Tätigkeit besitzen, daß sie
in sich unbrauchbare Stoffe aufzuspeichern vermögen, die sie durch
ihr Austreten aus dem Zellverband nach außen befördern. In dieser
Auffassung werde ich durch Beobachtungen Zarniks bestärkt, die
diesen zu denselben Ergebnissen geführt haben.
Zarnik hat sich eingehend mit den Verdauungsorganen des
Amphioxus beschäftigt und auffallende Vorgänge in der Leber be-
obachten können. Er hat Zellen vornehmlich aus der Leber aus-
treten sehen und aus denjenigen Bezirken des Darmes, deren Zellen
funktionell den Leberzellen nahe stehen. Auf manchen Schnitten ist
die Auswanderung der Zellen eine so ungeheure, daß das Leberepithel
streckenweise ganz der Zellen entbehrt und wie zerfetzt erscheint.
Die auswandernden Zellen machen im Lumen mannigfache
Veränderungen durch, und es wäre außerordentlich schwierig, die
entstehenden, verschiedenartigsten Gebilde einwandsfrei von den
Leberzellen abzuleiten, wenn keine Übergangsstufen vorhanden
wären. Im einfachsten Falle büßt die Leberzelle ihren Kern ein
und rundet sich ab. Bald lockert sich das Plasma, und Körnchen
und Schollen treten hervor, wenn auch noch die Zellstruktur deutlich
erscheint. Doch auch diese schwindet, wie die Abbildungen
Zarniks ergeben, und läßt mannigfache Zerfallsprodukte entstehen,
die unregelmäßige Bildungen und Formen aufweisen.
Von hoher Bedeutung scheint dem Verfasser der Umstand zu
sein, daß solche Vorgänge beim Amphioxus nur in jugendlichen
Individuen bei einer Körperlänge von 10-20 mm während ihres
Wachstums auftreten, später aber nicht. Später entwickelt sich die
bisher embryonale Keimdrüse, wird reif und übernimmt zugleich
bekanntermaßen neben den Nierenkanälchen exkretorische Funktion.
Eine unentwickelte Keimdrüse hingegen kann, wie Zarnik annimmt,
nicht derartig funktionieren, und es liegt daher nahe, in der Wachs-
tumsperiode des Amphioxus die Leber als Exkretionsorgan anzu-
sprechen, haben doch auch die Versuche G. Schneiders gelehrt,
dab nach Injektionen von Indigokarmin oder karminsaurem
Ammoniak der Farbstoff in der Leber zur Ausscheidung kommt,
daß also diesem Organ auch die Funktionen einer Niere zukommen,
296 Samuel Silbermann: Untersuchnngen
VI. Die Leibeshöhle und ihre Organe.
Bereits in den vorigen Abschnitten habe ich mesodermale
Elemente berücksichtigt. Ich habe von dem den gesamten Ver-
dauungstraktus umgebenden Darmfaserblatt gesprochen; ich habe
das innere Epithel der Tentakel behandelt, das dem Mesoderm
seinen Ursprung verdankt.
Nunmehr möchte ich mich mit anderen Gebilden beschäftigen,
welche ebenfalls mesodermale Abkömmlinge sind, so vor allem mit
der Muskulatur, die in der Leibeshöhle gelegen ist.
Was die Leibeshöhle selbst anbetrifft, so besteht ihr Inhalt
zum größten Teil aus Seewasser und enthält nur minimale Spuren
von Eiweißsubstanzen. Ich habe das am besten aus mit Haematoxylin
und Urange G. gefärbten Schnitten entnehmen können. Während
sich der Raum zwischen den Tentakeln stark gelb färbt, bleibt die
Leibeshöhle hell und durchsichtig und erscheint nur selten von
Gerinnseln erfüllt und weniger transparent.
Hartmann (ll) kommt bei Halodactylus diaphanus wit Hilfe
des Geschmackssinnes zu demselben Schluß: „Die aus angeschnittenen
Bryozoenstöckchen gewonnene Flüssigkeit schmeckt salzig und
hinterläßt nach ihrer Verdunstung einzelne, sowie aggregierte,
tesserale Krystalle, welche denen des Seesalzes vollkommen identisch
erscheinen.“
Geformte Elemente in der Leibeshöhle hat letzterer Autor
ebensowenig finden können, wie ich auf Schnitten von Aleyonidium,
im Gegensatz zu Schulze, der bei der in der Ostsee häufigen
Membranipora membranacea freie Mesenchymzellen reichlich in der
Leibeshöhle hat beobachten können. Nach der Abbildung (dort
Fig. 26a) sind die Zellen wie die darin enthaltenen Kerne körnchen-
reich, stark färbbar und können ihre Gestalt verändern. Bald sind
sie rund, bald strecken sie ihre Fortsätze aus und zeigen amöboiden
Charakter.
Was man in der Leibeshöhle von Alcyonidium mytili sieht,
sind nur dislocierte Ektodermzellen, an die sich Fasern ansetzen,
und sie können mitunter Bindegewebszellen vortäuschen.
Innerhalb der Leibeshöhle liegen reichlich Muskeln verteilt.
Ihre Anordnung zeigt im wesentlichen das Bild, das Nitsche,
Ehlers und Calvet für andere Formen beschrieben haben. Ich
werde sie gleich den früheren Autoren in einzelne Gruppen teilen
und zwischen Mm. parietales, Mm. parieto-vaginales, Mm. parieto-
diaphragmatici und M. retractor unterscheiden.
Alle Muskeln haben das gemeinsame Merkmal, daß sie sich an
der ektodermalen Wand inserieren, so auch die Mm. parietales,
(Fig. 2), welche zwischen der Oberwand, der Unterwand und
den Seitenwänden gelegen sind und durch ihre Contraction, wie
Nitsche angiebt, den Innenraum des Zooeciums verengern. Hier-
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 297
durch wird ein Druck auf die Leibesflüssigkeit ausgeübt und das
Tier zur Ausstülpung gebracht.
Die Muskeln bestehen aus einer reichlichen, doch nicht
konstanten Zahl von Bündeln, die sich nur aus wenigen Fasern
zusammensetzen. Meist verlaufen sie unregelmäßig. Ein Bündel
scheint eine horizontale Richtung einzuschlagen, ein anderes läuft
gerade entgegengesetzt und wieder ein anderes ist gebogen oder
gewellt, aber immer tragen die Fasern einen deutlichen, stärker
färbbaren Kern, den Ehlers nur bei jugendlichen Individuen von
Hypophorella expansa gesehen hat. Im Vergleich mit den übrigen
Muskeln scheinen die Parietal-Fasern etwas schmäler zu sein und
den Farbstoff — ich wandte Orange G. an — weniger intensiv
aufzunehmen.
Die Parietovaginalmuskeln (Fig. 2) stellen zwei Muskel-
bündel dar, welche einesteils vorn an der Tentakelscheide, andern-
teils mit verbreiterten Enden an den Seitenwänden des Zooeciums
entspringen. „Wenn sie sich kontrahieren, so ziehen sie öfters die
Tentakelscheide nach beiden Seiten in zwei kleine ohrartige Blind-
säcke aus.“ (Nitsche). Dehnen sich die Parietovaginalmuskeln,
wie es beim ausgestreckten Tier (Fig. 1) geschieht, so zeigt es sich,
daß sie aus einer stattlichen Anzahl von Fasern bestehen, welche
lose nebeneinander herlaufen.
Auf diesem Bild erscheint auch einer der nun zu beschreibenden
Mm. parietodiaphragmatici stark in die Länge gezogen,
während der andere Muskel derselben Seite vom Darm überdeckt
wird. Ich verweise daher auf Fig. 2, wo die Anordnung klarer zu
Tage tritt.
Die Mm. parietodiaphragmatici werden von zwei Paar Bündeln
gebildet, von denen das eine vorn, das andere seitlich gelegen ist,
Das letztere Paar wird von den Mm. parietovaginales gekreuzt.
Wie die anderen Muskeln inserieren auch sie mit dem einen Ende
am ektodermalen Hauptepithel, mit dem anderen dagegen sind sie
an das Diaphragma befestigt. An den Insertionsstellen sind die
Bündel, die an Umfang jene Parietovaginalmuskeln weit übertreffen,
noch verbreitert. Betreffs ihrer Funktion möchte ich bemerken,
daß ihnen die Aufgabe obliegt, das Diaphragma je nach Bedarf zu
verengern oder zu erweitern.
Die höchste physiologische Bedeutung hat zweifellos der
M. retractor zu erfüllen, der der größte Muskel ist, den das Tier
besitzt.
Er besteht, wenn ich auf die Querschnitte durch ein stark
retrahiertes Tier in Fig. 26a u. b verweisen darf, aus einer Menge
dünner Fasern, die infolge des Kontraktionszustandes zum Teil
auch im Längsschnitt getroffen sind. In a wird der Oesophagus
kreisförmig von den Muskeln umschlossen, Fig. b dagegen, die uns
die Fasern- ihrer Insertion genähert zeigt, soll die Bilateralität des
Retractor erweisen. Der Ursprung der Fasern (Figg. 1 u. 2), der
kegelförmig verbreitert erscheint, liegt in der Hinterwand des
298 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Zooeciums, nur einige wenige inserieren sich auch am hinteren Teil
der Seitenwände, wie das ausgestreckte Tier lehrt. Sie laufen frei
nebeneinander durch die Leibeshöhle und setzen sich in der Mehr-
zahl an den Oesophagus fest, einige Fasern dagegen inserieren sich
stets auch am Cardialteil des Magens.
Die Dehnungsfähigkeit des Retractor ist am besten aus Fig. 1
ersichtlich, er weist eine fast vierfache Länge von dem ent-
sprechenden Muskel im eingestülpten Tier auf. Contrahiert er sich,
so vermag er mit großer Kraft das Polypid in das Zooecium zurück-
zuziehen.
Öfters beobachtete ich Fasern, die, zusammengeschnurrt, dem
Retractor benachbart, sich an der Tentakelscheide und am Blind-
sack zu inserieren schienen, und glaubte sie für eine Art elastischer
Bänder ansprechen zu müssen. Aber bald ergab es sich, daß eine
Insertionsstelle der Muskelfaser abgerissen war und daß dadurch
die Dislocierung des Verlaufes eingetreten war.
Hinsichtlich der Histologie ist es mir oft gelungen quer ge-
streifte Muskeln wahrzunehmen, wenn auch Hartmann die Existenz
von Querstreifung an Bryozoenmuskeln überhaupt bestreitet und
sie dort, wo sie nachgewiesen worden ist, auf Runzelung der kon-
trahierten Fasern zurückführt.
Entgegen den negativen Resultaten dieses Autors erwähne ich
die Ergebnisse Ladewigs (28), der bei den Schließ- und Offnungs-
muskeln des Unterkiefers einer Avicularie von BDugula typische
Querstreifung festgestellt hat und ebenso Ehlers, der bei der
Untersuchung einer sehr lebensfrischen Hypophorella folgendes
wahrnimmt: „Das Tier hatte die Tentakelkrone völlig entfaltet, der
Retractor war scharf gespannt, aber alle seine Fasern völlig glatt;
nun folgte eine ruckförmige Bewegung, die Tentakelkrone spreizt
sich stärker, und wie mit einem Schlage zeigten die einzelnen
Muskelfasern sehr deutlich das Bild der Querstreifung in der Weise,
dab über die ganze Breite der Fasern gleich grosse dunkle und
helle Bänder alternierend verliefen“.
Die Querstreifung der Muskulatur bei Alcyonidium mytili ist
in Fig. 27a u. b ersichtlich. In a ist ein Längsschnitt einer Faser
des Retractor abgebildet, in b ist eine Faser quer getroffen. Fig. a
zeigt deutlich die sarcoplasmatische und fibrilläre Substanz, erstere
mit dem ovalen Kern und Kernkörperchen, letztere mit der typischen
Querstreifung, die die stärker lichtbrechenden Streifen scharf gegen
die helleren abgesetzt erscheinen läßt, Fig. b endlich läßt die
die contractile Substanz in wechselnder Zahl zusammensetzenden Fi-
brillen klar zu Tage treten,
Was die Insertionen anbetrifit, so muß betont werden, daß
die Muskeln nicht oberflächlich dem Ektoderm anliegen, sondern
dasselbe durchsetzen und bis zur Cuticula reichen können, wie es
in Fig. 5 ersichtlich ist. Die mit dem einen, verbreiterten Ende in
das ektodermale Hautepithel übergehende Faser löst sich in fünf
Fibrillen auf, die scharf konturiert erscheinen, die beiden oberen
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 299
und unteren Fibrillen dringen durch die Ektodermzellen hindurch
und lassen den Kern derselben, wo sie ihn berühren, undeutlich zu
Tage treten, die in der Mitte gelegene Fibrille dagegen ruht in
einem Zwischenraum, der einer Zelle entbehrt, der durch die Fibrille
selbst hervorgebracht zu sein scheint. Ich glaube das daraus
schließen zu können, daß die benachbarte Zelle in ihrer Form ver-
ändert ist und daß die Ektodermzellen in der Regel lückenlos auf-
einander folgen. Es ist interessant, daß schon bei Larven ähnliche
Verhältnisse in der Muskulatur obwalten, wie Herr Prof. Seeliger
nachgewiesen hat.
An dieser Stelle möchte ich noch der vor kurzem erschienenen
Abhandlung Harmers (31) gedenken. Harmer bestimmt eine
Anzahl bisher unbekannter chilostomer Bryozoen und fixiert in
Kürze ihre hervortretendsten Merkmale. Unter diesen erwähnt er
auch einen zur Atmung dienenden „compensation-sac“, der sicher-
lich bei Aleyonidium mytili und bei der überwiegenden Mehrzahl
der Bryozoen nicht existiert, und beschäftigt sich eingehender mit
der Muskulatur, die mit der von mir geschilderten völlig überein-
stimmt.
Mit dem Exkretionsapparat der Bryozoen hat sich eingehend
Schulze (30) beschäftigt und daraufhin en- und ektoprokte Formen
untersucht und neuerdings auch Stiasny (32). Beide schildern
das Exkretionsorgan von Pedicellina als ein Gebilde, das aus einem
unpaaren Ausführungsgang und aus zwei blind beginnenden Ka-
nälchen besteht, deren Lumina Schulz als intercelluläre Räume
auffaßt, Stiasny aber für durchbohrte Zellen hält.
Bei Besprechung des entsprechenden Organs der Ektoprokten
trennt Schulze die Phylactolaemata oder Süßwasserbryozoen von
den Gymnolaemata. Von ersteren hat er Plumatella und Cristatella
untersucht und kommt hinsichtlich Plumatellas zu denselben Er-
gebnissen wie Braem (24); er stellt fest, daß es sich um kein
selbständiges Exkretionssystem handelt, sondern um ein Organ,
daß eine bloße Verbindung der analen Tentakeln mit der Leibes-
höhle darstellt. Ähnlich verhält es sicb mit der von Oka (23)
beschriebenen Pectinatella gelatinosa, während Cristatellus Exkretions-
organ insofern eine höhere Stufe darstellt, als es neben den Gabel-
kanälen und dem unpaaren Teil von Plumatella und Pectinatella noch
einen blasenförmig gestalteten Abschnitt besitzt, der exkretorisch wirkt.
Bei den gymnolaemen Bryozoen hingegen ist es bislang keinem
Forscher gelungen, ein Exkretionsorgan nachzuweisen. Und wenn
Claus (17) in seinem Lehrbuch das von Farre (3) bei Aleyonidium
gelatinosum gesehene Gebilde für ein Wassergefäßkanal zu halten
und den Schleifenkanälen der Gliederwürmer zu analogisieren
geneigt ist, so muß dem entgegen gehalten werden, dab Farre
selbst es nur selten gesehen und daher für kein lebenswichtiges
Organ angesprochen hat, wie aus seinen Worten hervorgeht:
300 Samuel Silbermann: Untersuchungen
„A very singular organ (Figg. 16, 17, 18b) was frequently
observed consisting of a little flaskshaped body situated between
the base of two of the arms, and attached to the tentacular ring
by a short peduncle. The cavity in its interior is lined with cilia
which vibrate downwards towards the outer, and upwards towards
the inner side; it has an arrow neck and a wide mouth, around
which a row of delicate cilia are constantly playing. No flow of
fluids could ever be detected through it, nor did the use of carmine
assist in showing with what parts the cavity in its interior might
communicate. From the circumstance that it is more frequently
absent than present, it cannot be an organ of vital importance to
the animal: and it is too intimately blended with the sides of the
tentacula and too constant in its position to be regarded as a
parasite. Does it indicate a difference of sex?“
Auch meine Versuche an Alcyonidium mytili haben nur negative
Resultate gezeitigt. Ich färbte lebende Stöcke mit Indigokarmin,
Bismarkbraun und Ammoniakkarmin, ohne daß eine der Lösungen
von dem Tier aufgenommen wurde.
Ebensowenig gelang es Schulz bei Membranipora membranacea
ein Organ aufzufinden, das einer Niere analog wäre. Nur be-
obachtete er, daß die in der Leibeshöhle sich frei bewegenden
Mesenchymzellen für den Farbstoff sich nicht unzugänglich zeigten,
und schließt daraus, daß diesen Zellen eine gewisse exkretorische
Bedeutung zukommt.
Harmer (25) endlich hat bei Flustra papyrea wahrgenommen,
dab sich Indigokarmin in Form von Pigmentkörnchen im Darm-
kanal ablagert.
Dieser Befund würde meinen theoretischen Erwägungen ent-
sprechen, die ich oben darzulegen versucht habe, die mich dazu
führten, dem Darmkanal von Alcyonidium mytili exkretorische
Funktionen zuzusprechen.
Ein spezifisches Exkretionsorgan aber besitzt das von mir
untersuchte Tier sicherlich nicht, überhaupt scheint die Mehrzahl
der marinen ektoprokten Formen eines solchen zu ermangeln, worauf
auch der neueste Bryozoenforscher L. Calvet hinweist: „Il n’ai
constat& dans aucune des especes que j’ai etudiees, l’existence d’une
organisation quelconque, & fonction indeterminde, ä laquelle aurait
pu ötre attribuse la fonction excrötrice. Il semble m&me que tous
les Bryozaires marins soient prives d’appareil excreteur.“
Degeneration und Bildung der Geschlechtsprodukte.
Zwar hat schon Römer (34) eingehend die Degeneration des
Polypids von Alcyonidium mytili studiert und beschrieben, doch hat
er mit nur wenigen Worten der damit in Zusammenhang stehenden
Geschlechtszellbildung gedacht. So scheint es mir angebracht zu
sein, über die erste Anlage des weiblichen Geschlechtsorganes und
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 301
über dessen weitere Entwicklung zu berichten und im Anschluß
daran die stufenweise Rückbildung des Polypids zu erweisen.
Was den Ursprung des Ovariums anbetrifft, so erwähne ich,
daß von älteren Autoren Joliet (14) die Eier der ektoprokten
Bryozoen aus dem Polypid entstehen läßt und daß Nitsche ihren
Ursprung im Ektoderm sieht. Letztere Ansicht wird von den meisten
neueren Forschern vertreten, und auch ich pflichte ihr bei, mich
auf Fig. 28 stützend, welche eine ektodermale Einstülpung darstellt.
Die Figur zeigt nicht den ersten Beginn der Geschlechtsbildung,
der in einer hohlen, röhrenförmigen Einstülpung besteht — den
habe ich nicht beobachtet — sondern sie zeigt schon ein etwas
höheres Stadium. Die Einstülpung erscheint bereits solid und
innerhalb derselben beginnt schon eine Differenzirung der Zellen.
Das Ektoderm erweist sich, mit den ektodermalen Elementen
eines nicht geschlechtsreifen Zooeciums verglichen, ganz verändert.
Während sich in einem solchen die Ektodermzellen durch konstante
Form und Größe und durch scharfe Zellgrenzen auszeichnen (Fig. 5),
bietet uns das Ektoderm in Fig. 28 ein wesentlich anderes Bild.
Die Zellen erscheinen bedeutend zahlreicher und sind nicht begrenzt,
ihre Kerne sind weniger regelmäßig geformt, bald sind sie rund,
bald oval, bald mächtig in die Länge gezogen, und hie und da
fallen uns im Ektoderm verschieden gestaltete Vakuolen auf.
An der Einstülpung, die ich nunmehr betrachte, haben wir
einen inneren Teil, der die künftigen Ei- und Follikelzellen birgt,
von dem äußeren zu unterscheiden, der zur Hülle des Ovariums wird.
Die Hülle erscheint in den ersten Anfängen ihrer Bildung
rundlich, ohne jede Faltung und Buchtung. Späterhin biegt und
knickt sie sich ein und wird faltig, wie in Fig. 28 ersichtlich ist,
wo einige wenige Falten schon tiefer in das Innere der Einstülpung
hineinragen.
Im Innern sind schon verschiedene Stadien der Entwicklung
kenntlich. Peripher liegen Kerne, welche gleich den Ektoderm-
kernen dunkel gefärbt, chromatinreich sind und ein meist excentrisch
gelegenes Kernkörperchen enthalten. Ihnen benachbart bemerkt
man zwei bedeutend ‚größere Gebilde, die zweifellos als Eizellen
(Ovocyten) gedeutet werden müssen. Sie enthalten ein körniges
Protoplasma, das sich gegen das hell gefärbte Keimbläschen scharf
abhebt. In demselben sieht man deutlich das Liningerüst und darin
die Chromosome sowie auf dem nächst folgenden, hier nicht ab-
gebildeten Schnitt einen großen, rundlichen Keimfleck, der sich im
Gegensatz zu dem Keimbläschen intensiv färbt. Zwischen den Ei-
zellen liegen einige helle, runde Kerne, mit einer punktförmigen
Wandverdickung versehen, die nur als degenerirte Zellen an-
zusprechen sind. Was aus allen übrigen, am Rand gelegenen Zellen
wird, läßt sich vorerst nicht sagen. Wahrscheinlich wird die eine
oder die andere der größeren basalen Zellen sich weiterhin noch
zu einer Geschlechtszelle verwandeln. Jedenfalls aber geht ein
großer Teil der Zellen in der Bildung des Follikels auf, wie wir es
302 Samuel Silbermann: Untersuchungen
auch in Fig. 23 sehen können. Vier Kerne treten da deutlich
hervor, sie sind in einem engen Protoplasmastrang eingebettet und
ziehen in centripetaler Richtung zur länglich ovalen Eizelle, um
dieselbe als Follikelzellen zu umgeben.
Auf höheren Stadien bilden sich die Follikelzellen immer mehr
aus, und auch andere Veränderungen innerhalb der Einstülpung
gehen vor sich, und schließlich erhält auch der äußere gefaltete
Rand charakteristische Form und Beschaffenheit, wie das T'otalbild
in Fig. 29 zeigt.
Der Eierstock hat hier fast konische Gestalt. An seinem
spitzen oberen Ende liegen kleine mit Kernen versehene Zellen, die
im Durchschnitt durch polygonale Umrisse von einander getrennt
erscheinen. Die Zellen pressen und flachen sich gegen einander ab
und erscheinen dadurch unregelmäßig geformt. Je weiter wir uns
zur Basis bewegen, desto mehr tritt die Differenzirung der Zellen
zu Eizellen hervor, und an der Basis selbst sind schon fertig ge-
bildete Ovocytenzellen zu erkennen. Sie besitzen eine runde bis
ovale Gestalt und enthalten excentrisch das helle Keimbläschen mit
dunkel gefärbtem Keimfleck, um welchen herum das Plasma besonders
angehäuft zu sein scheint. Die Anlage des Follikels hat hier schon
weitere Fortschritte gemacht, wenn auch die Eier noch nicht in
ihrem ganzen Umfang von Follikelzellen umgeben sind. Diese
enthalten, wie bei starken Vergrößerungen wahrzunehmen ist,
deutlich ovale Kerne mit Kernkörperchen.
Der äußere ektodermale Rand, von dem ich bei der ersten
Anlage des Geschlechtsorganes gesprochen habe, hat sich zu einer
ansehnlichen, epithelialen Hülle entwickelt, die besonders stark
hervortritt. Die Zellen darin sind nicht scharf begrenzt, besitzen
aber deutliche chromatinreiche, ovale Kerne.
Während der Eierstock unpaar auftritt, sehen wir in Fig. 29
zu beiden Seiten des Ektoderms also paarig Anhäufungen kleiner
bläschenförmiger, mit Kernen versehener Gebilde, die zweifellos als
Hoden zu deuten sind. Ihr Auftreten im Verein mit weiblichen
Geschlechtsprodukten erweist immerhin die gelegentlich auftretende
Zwittrigkeit von Aleyonidium mytili, wenn man auch nicht gerade
häufig hermaphrodite Individuen zu Gesicht bekommt. Theoretisch
liegt es nahe, daraus auf eine Selbstbefruchtung zu schließen, wie
es Calvet getan hat. Bei Aleyonidium mytili aber ist ein solcher
Akt der Zeugung im höchsten Grade unwahrscheinlich, da nie zu
einer Zeit in einem Individuum reife Eier und reife Spermatozoen
anzutreffen sind. Es scheint sich in den wenigen Fällen, wo
zwittrige Formen vorkommen, um Protogynie zu handeln, indem
im Gegensatz zu schon befruchtungsfähigen Eiern die Hoden noch
in den ersten Anfängen der Bildung begriffen sind. Wie sich
weiterhin die Hoden entwickeln und Spermatozoen aus sich hervor-
gehen lassen, habe ich nicht verfolgt, ich verweise da auf die
Arbeit von Korotneff (20), der an der besonders dazu geeigneten
Aleyonella fungosa Untersuchungen in dieser Hinsicht anstellte.
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 303
Was das Polypid (Fig. 29) anbetrifft, so zeigt es nicht mehr
die normale Beschaffenheit, sondern beginnt der Rückbildung anheim-
zufallen, welche durch das Aufstreben des Ovariums bedingt zu
sein scheint. Von den Tentakeln, die ehedem klar und deutlich
zu Tage getreten sind, ist nichts mehr zu sehen, sie sind sämtlich
zerfallen und eingeschmolzen, und nur die sie umkleidende Tentakel-
scheide ist noch kenntlich, wenn sie auch nicht mehr die histo-
logischen Einzelzeiten unverändert erkennen läßt. Auch der Ver-
dauungskanal verrät durch seine schwache Färbbarkeit, daß er in
Rückbildung eingetreten ist, während das mesodermale Darmfaser-
blatt sich vorerst unverändert erweist und keinerlei Spuren be-
ginnenden Verfalles zeigt.
Einen weiteren Fortschritt der Degeneration versuche ich durch
Fig. 30 zu veranschaulichen. Die Geschlechtsprodukte haben sich
stärker entwickelt, sind bis zur Mitte des Zooeciums gerückt und
haben auf das Polypid anscheinend einen solchen Druck ausgeübt,
daß dieses bereits den größten Teil seines Darmes eingebüßt hat.
Und doch ist es noch möglich, einige Abschnitte desselben zu er-
kennen und zu deuten. So glaube ich in jenem rundlichen Körper
den veränderten Blindsack, in dem birnförmigen Gebilde das Rectum
wiederzuerkennen und in dem rechts davon gelegenen Abschnitt die
Reste des Cardialteiles sehen zu müssen. Was jedoch die am
meisten außen gelegene, längliche Bildung vorstellt, entzieht sich
meiner Kenntnis, vielleicht ist sie die zusammengeschrumpfte
Tentakelscheide.
Auffallend ist es, daß bisher die Muskeln dem Verfall wider-
standen haben und gleichwie das Darmfaserblatt sogar noch histo-
logische Details unverändert aufweisen.
Doch währt dieser Zustand nicht allzu lange. Bald schwinden
die letzten sichtbaren Elemente, und wir erhalten den braunen Körper,
der von Römer näher untersucht worden ist. Darnach ist dieses
Gebilde ziemlich kompliziert zusammengesetzt. Es besteht aus einer
äußeren mesenchymatösen Hülle mit deutlichen Kernen und einer
inneren Substanz, die nicht selten scharf begrenzte Zellen und darin
Kerne aufweist, die an die ehemaligen Entodermzellen erinnern.
Was die physiologische Funktion des braunen Körpers anbetrifft,
glaubt Römer, daß dieser als Nährmaterial bei der Regeneration
des Polypids dient, indem in Zooecien, in denen sich ein neues
Polypid bildet, der braune Körper verschwindet.
Wenn ich oben darauf hinwies, daß die Degeneration durch
die Bildung der Geschlechtsprodukte bedingt zu sein scheint, so
liegt es mir doch fern, sie allein als ursächliches Moment hinzustellen,
da auch Polypide degenerieren, in deren Zooecien keine Spur von
Ei oder Hoden sichtbar ist, so daß ich Ehlers beipflichten muß,
wenn er sagt: „Welche Vorgänge es sind, durch welche die Histo-
lyse herbeigeführt wird, ist noch aufzuklären... ,... daß eine
ungenügende Ernährung den Vorgang der Histolyse herbeiführt, ist
nach den Angaben Korotneffs wahrscheinlich; sollte etwa auch die
304 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Entwicklung der Eier im Innern des mütterlichen Körpers das
Gleiche veranlassen ?*
Wenn ich nunmehr zur Fig. 30 zurückkehre und den EBierstock
betrachte, so erscheint mir dieser im Vergleich zu Fig. 29 schon
völlig ausgebildet. Sämtliche in ihm enthaltene Zellen sind Ovocyten-
Eizellen, die ein helles Keimbläschen und einen dunkel tingirten
Keimfleck besitzen und von einer Follikelmembran umgeben sind.
Die kleinen Zellen, die in Fig. 29 durch unregelmäßige Grenzen
von einander getrennt waren, sind hier größtenteils geschwunden,
sie scheinen als Nährmaterial aufgebraucht zu sein. Die vorhin
beschriebene Epithelhülle ist nicht mehr straff gespannt, sondern
erscheint gefaltet und gebuchtet und dadurch ausgezeichnet, daß
sich an sie ziemlich starke Muskelstränge inserieren. Ob diese alle
dem M. retractor entstammen, dürfte zweifelhaft sein, wenn sie sich
auch wie der Retractor mit verbreiterten Enden an dem ektodermalen
Hautepithel ansetzen.
Die weiteren Vorgänge, die den Eierstock betreffen, sowie die
Befruchtung und die Embryonen habe ich im einzelnen nicht beob-
achtet, ich möchte daher nur einige wesentliche Punkte heraus-
greifen.
Fig. 31 stellt eine ektodermale Ausstülpung dar, an der sich
zwei Abschnitte unterscheiden lassen, ein sackförmiger Teil, der drei
Embryonen in sich birgt, und ein flaschenförmiger Kanal, durch
welchen die Embryonen nach außen gelangen müssen.
Bei oberflächlicher Betrachtung aber scheint es ausgeschlossen,
daß dieser enge Kanal für den Durchtritt der Larven genügend
Raum bietet, und erst bei stärkerer Vergrößerung läßt sich erkennen
(Fig. 32), daß der Kanal äußerst dehnbar ist. Er besitzt halb eir-
culär verlaufende Fibrillen von ansehnlicher Breite und Länge, die
in geringer Entfernung von einander fast parallel angeordnet sind
und dem Kanal muskulöse Kraft verleihen.
Die Zellen des Kanales sind kubisch, enthalten einen ovalen
Kern mit Kernkörperchen und erscheinen bedeutend höher als die
Zellen der tief gefalteten und gebuchteten die Embryonen ein-
schließenden Hülle.
Durch Muskelstränge ist die Einstülpung an die ektodermale
Wandung befestigt. Einige Fasern inserieren am Kanal, einige an
der Hülle. Besonders die letzteren sind schön ausgeprägt und in
Fig. 33 wiedergegeben. Die Hülle ist gerade an der Stelle, an der
ich sie abgebildet habe, zu einem spitzen Winkel ausgezogen, an
dessen Scheitel drei Fasern inserieren. Von diesen sind zwei nur
auf eine kurze Strecke zu verfolgen, während die dritte Faser bis
zum Ektoderm reicht. Das Sarkoplasma, das die fibrilläre Substanz
gebildet hat, ist dunkel gefärbt und enthält einen scharf hervor-
tretenden, ovalen Kern.
Was endlich den in Fig. 31 nicht weit vom Ektoderm gelegenen,
im Querschnitt runden Körper anlangt, so stellt dieser die letzten
Reste eines degenerierten Polypids dar.
über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 305
Hand in Hand mit den eben beschriebenen Veränderungen
ünd mit der Bildung der Geschlechtsprodukte gehen andere Um-
wandlungen des Ektoderms und der Leibeshöhle vor sich.
Das Ektoderm läßt Gebilde aus sich hervorgehen, die wir
vordem nie haben wahrnehmen können. So sehen wir in Fig. 34
a—c kleine runde Körper in der Leibeshöhle, die alle ihren Ursprung
dem Ektoderm verdanken.
In Fig. 34a ist das Anfangsstadium der Bildung kenntlich. Es
liegen im Ektoderm mehrere runde Körper, von denen der größte,
oberhalb eines Kernes gelegene den inneren Rand des Ektoderms,
von dem er nur durch eine schmale Protoplasmaleiste getrennt ist,
ein wenig aufgetrieben hat. In b ist der Körper wesentlich größer
geworden und mit ihm die Auftreibung des Ektoderms, dem er eng
anliegt, in c dagegen liegt er schon in der Leibeshöhle, außerhalb
seiner Bildungsstätte.
Mit der Zunahme der Größe der Körper scheint auch ihre Färb-
barkeit sich zu steigern. Während sie sich in ihrem Anfangs-
stadium mit Alaun-Karmin nur schwach färben lassen und auch
bei Doppelfärbungen mit Haematoxylin und Orange G. nur hell
gelb erscheinen, nehmen die größeren und größten Körper den
Farbstoff sehr begierig auf.
Mitunter treten mit diesen Körpern auch Kerne aus (Fig. 35),
die an der Basis oder nach der Leibeshöhle zu gelegen sein können
und von jenen durch eine dünne protoplasmatische Lage ge-
schieden sind.
An diesen mit Kernen versehenen Gebilden konnte ich nie
eine Struktur wahrnehmen, wohl aber mitunter an denjenigen,
welche einen Kern entbehren. Fig. 34c zeigt einen solchen Körper,
der sich grob gekörnelt erweist, und es erscheint die Annahme
nicht unberechtigt, daß sich der Kern umgewandelt und Chromidien
gebildet habe.
Was die Körper für eine Bedeutung haben, habe ich nicht
eruieren können und will nur die Vermutung aussprechen, daß sie
als Nahrung dienen.
In den Figg. 32 u. 35 erkennt man fernerhin, daß sich auch
gesonderte Kerne mit Protoplasmasträngen aus dem ektodermalen
Verband abschnüren, und man kann hiervon mannigfache Stufen der
Entwicklung beobachten. Ich will nur auf das Endstadium hin-
weisen, auf die Mesodermzellen mit den typisch amoeboiden Fort-
sätzen, welche in der Leibeshöhle von Geschlechtsindividuen ver-
hältnismäßig zahlreich vorhanden sind.
Die Leibeshöhle zeichnet sich außerdem noch dadurch aus,
daß sie mit einem Coagulum erfüllt ist, was erklärlich ist, wenn
man daran denkt, daß eine Verdünnung durch Meereswasser, wie
sie durch den Ein- und Ausstülpungsprozess von Polypiden bedingt
wird, hier nicht mehr möglich ist.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.I. H.3. 20
306 Samuel Silbermann: Untersuchungen
Am Schluß meiner Arbeit möchte ich noch eines Organes ge-
denken, das nur bei einigen Arten beobachtet worden ist und von
den Autoren als Intertentakularorgan angesprochen wird.
Farre war der erste, der es beschrieben und, wie ich schon
oben gezeigt habe „flaskshaped body“ benannt hat, ohne dieses
Organ deuten zu können.
Hincks hat es bei Membranipora membranacea und sogar bei
Aleyonidium mytili gesehen und darin einen Ausführungsapparat
für den Samen vermutet ebenso wie Van Beneden, der ihm noch
Funktionen eines Oviduktes zuspricht.
Ehlers hingegen hat das Gebilde in Lage und Form völlig
übereinstimmend bei allen Individuen eines Lepralia-Stockes an-
getroffen und sich davon überzeugt, daß es Parasiten seien.
Was mich anbetrifft, so habe ich es sehr selten gesehen. In
den wenigen Fällen, wo es vorhanden war (Fig. 36) gleicht es dem
von Prouho (26) für Aleyonidium albidum als „conduit general“
bezeichneten Kanal. Es liegt unfern der Tentakelscheide und setzt
sich aus einer einschichtigen Zellage zusammen, in der deutlich
ovale Kerne gelegen sind.
Zuerst schien mir das Gebilde ein abgebrochener oder rück-
gebildeter Tentakel zu sein, da von einem funktionierenden Eileiter
bei Aleyonidium mytili, wo die Eier innerhalb der Leibeshöhle be-
fruchtet werden, nicht die Rede sein kann. Ich will es dahin-
gestellt sein lassen, worum es sich hier handelt, vielleicht haben
wir es mit einem rudimentären Organ zu tun, welches im Schwinden
begriffen ist, welches bei dem nah verwandten Alcyonidium albidum
sich noch vollkommen funktionsfähig erhalten hat.
Rostock, Mai 1906.
10.
11.
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13.
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ve ana m yo we
über den feineren Bau von Alcyonidium mytili. 307
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über den feineren Bau von Aleyonidium mytili. 309
Erklärung der Abbildungen.
az = austretende Zelle
aek =äußeres Ektoderm
bl = Blindsack
ea —= Cardia
eu = Cutikula
cy = Cystid
d = Diaphragma
ek = Ektoderm
ekh = ektodermale Hülle
em = Embryo
fo = Follikel
g = Ganglion
gk = Geschlechtskanal
gr = Gregarine
gz = Ganglienzelle
h= Hoden
iek = inneres Ektoderm
io = Intertentakularorgan (?)
k=Kern
lb = Leibeswand
mes = Mesenterium
ms = Mesoderm
mz —= Mesodermzelle
mf= Muskelfaser
mfi = Muskelfibrille
mp = Musculus parietalis
mpd = Musecul. parieto diaphragmaticus
mpv = Musculus parietovaginalis
mr = Musculus retractor
moe = Mundöffnung
n = Nerv
oe = Ösophagus
p= Polypid
ps = Punktsubstanz
r= Rectum
rk = Ringkanal
rkp= runder Körper
s = Sinneszelle
ss = sarkoplasmatische Substanz
ts = Tentakelscheide
Fig.1. Alcyonidium mytili; ein Tier mit ausgestreckter Tentakelkrone Seibert
Obj. I Ok. 2.
Fig. 2. Dasselbe mit eingestülpter Tentakelkrone Seibert Obj. I Ok.2.
Fig.
Fig.
a Polypide von Alcyonidium mytili Seibert Obj. I Ok. 2,
Fig.5. Querschnitt durch das Ektoderm Zeiss !/,, Öl. Imm. Ok. 3,
Fig. 6. Querschnitt durch die Tentakelkrone an ihrem basalen Abschnitt. Seibert
Obj. V Ok.2.
Fig.7. Querschnitt durch die Tentakelkrone an ihrer Spitze und durch das
Rectum Seibert Obj. V Ok. 2.
Fig. 8. a—c einzelne Tentakel unterhalb der Spitze im Querschnitt Zeiss !/,, Öl
Imm. Ok 3.
d. ein Tentakel an der Spitze im Querschnitt Zeiss. Y/,, Öl Imm. Ok. 3.
Fig. 9. Optischer Längsschnitt durch die mittlere Region eines Tentakels,
Zeiss !/,, Öl Imm. Ok. 2.
Fig. 10. Flächenbild eines Tentakels an der Spitze. Zeiss !/,, Öl Ok. 2.
Fig. 11a u. b. Muskelfasern eines Tentakels. Längsschnitt !/,, Ol Ok. 4.
Fig. 12a u. b. Isolierte Ektodermzellen eines Tentakels, Klopfpräparat. Zeiss
1/,, Öl Ok 4.
Fig. 13 a—c. Sinneszellen im Ektoderm der Tentakel. Klopfpräparat. !/,, Öl
Ok. 4,
310
Samuel Silbermann.
Fig. 14. Oesophagus-Epithel. Längsschnitt. Seibert Obj. V Ok. 2.
a) Muskulatur des Oesophagus. Längsschnitt. Zeiss !/;, Ol Ok. 1.
Fig.
Fig
Fig. 36.
.18.
.19.
. 20.
"a4,
. 22.
‚23.
. 24.
25.
Querschnitt durch das Ganglion. Zeiss !/;, Öl Ok. 3.
Oesophagus. Querschnitt. Seib. Obj. V Ok. 2,
Oesophagus. Flächenansicht. Seib. Obj. VI Ok. 2.
Cardialteil. Quersch. Seib. Obj. V Ok. 2.
Blindsack. Quersch. Seib. Obj. V Ok. 2.
Eine Vakuole desselben. Zeiss !/,, Öl Ok. 3.
Isolierte Zellen des Blindsackes. Zeiss !/,, Öl Ok. 3.
Rectum mit ausgetretenen Zellen. Seibert Obj. IV Ok. 2.
Längsschnitt durch das Rectum. Seib. Obj. V Ok. 2.
Teil der Wandung des Cardialteils mit Parasiten. Zeiss !/,, Ol Ok. 2.
Teil der Wandung eines Cardialteils mit austretenden Zellen. Zeiss
1); Öl Ok. 2.
.26a u. b. Querschnitte durch den Muse. retractor eines stark retrahierten
. 27.
a) Längsschnitt
b) Querschnitt
. 28.
.29.
. 30.
. 32.
Fig. 33.
31.
Tieres. Seib. Obj. II Ok. 2.
Muskelfasern.
' Zeiss Y/,, Öl Ok. 3.
Querschnitt durch die erste Anlage des Eierstockes. Zeiss !/,, Öl Ok. 2.
Totalbild eines in Degeneration begriffenen Tieres; Eierstock noch
nicht reif. Seibert Obj. II Ok. 2.
Totalbild eines fast ganz degenerierten Tieres; Eierstock reif. Seibert
Obj. II Ok. 2.
Querschnitt durch ein drei Embryonen enthaltendes Zooecium. Seibert
Obj. I Ok.1.
Ein Teil seiner Leibeswand. Zeiss !/,, Öl Ok. 2,
Muskelfasern, welche die die Embryonen umschließende Hülle mit der
Leibeswand verbinden. Zeiss !/,, Öl Ok.1.
.34 a—c. Verschiedene Stadien der aus dem Ektoderm austretenden runden
. 3.
Körper. Zeiss !/;, Öl OR. 2.
Aus dem Ektoderm austretende mit Kernen versehene Körper. Cuticula
fehlt. Zeiss !/,, Öl Ok. 2.
Längsschnitt durch das Intertentakularorgan (?) Zeiss !/,, Öl Ok. 2.
Fang und Konservierung der relikten Krebse.
Von
Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner.
Hierzu Tafel XXI und XXL.
(Beiträge zur Fauna des Madüsees in Pommern. Von
Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner. Fünfte Mitteilung.)
Einleitung.
Aus der Erkenntnis, daß die Fauna eines größeren Binnen-
gewässers in eine litorale, pelagische und Tiefenfauna zerfalle, er-
gaben sich für den Hydrobiologen die drei Methoden des Sammelns.
Zum Fange der im freien Wasser schwebenden Organismen wurden
das Planktonnetz und die Planktonpumpe in Anwendung gebracht,
zur Erbeutung der Tiere des Ufergeländes ein Netz an einem Stock
(Handnetz) und der Kratzer, die Dredge schließlich und der Eimer
(Forel) zum Fang der Schlammbewohner der größeren Seetiefen.
Da in den letzten Jahrzehnten sich das Hauptinteresse der
Hydrobiologie auf das Plankton richtete, und die Organismen der
Tiefe geringere Beachtung fanden, so sind mannigfache Plankton-
netze konstruiert und beschrieben worden; die Planktonpumpe hat
durch Volk bedeutende Verbesserungen erfahren!); für den Fang
der Tiefenbewohner aber hat man mit wenig Ausnahmen die marine
Dredge in der alten Form benutzt.
Sofern die Dredge nur die Bestimmung hat, solche Tiere zu
erbeuten, welche auf dem Seeboden festsitzen oder in dessen
Schlamme leben, erfüllt sie ohne Weiteres ihren Zweck; sobald es
sich aber um Organismen handelt, welche schnell auf dem Grunde
der Gewässer dahinschwimmen und im Vergleich zu dem Plankton
oder zu den im Schlamm der Tiefe und in der litoralen Region
lebenden Tieren selten sind wie z. B. Palaemon, Mysis und Gammara-
canthus, dann ist die gewöhnliche Dredge als zuverlässiges Fang-
gerät für diese Tiere nicht mehr ausreichend.
Ob bereits bei dem ersten Auffinden der Relikten besonders
konstruierte Fangapparate in Anwendung gebracht worden sind,
1) Volk, R. Hamburgische ElIb- Untersuchung VII. Mitteilungen
Naturh. Museum XXIII (2. Beiheft zum Jahrbuch der Hamburg. Wissensch,
Anstalten XXIII) Hamburg 1906.
312 Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner:
darüber fehlt uns jede nähere Kunde. Weder in den Arbeiten von
Martens!), Loven?), Sars?), Smith‘), Stimpson5), Hoy®),
Kellicott”) und Nordgqvist®) noch in den später erschienenen Ab-
handlungen über diese Tiere findet sich eine Notiz darüber. Der
Erste, von welchem wir wissen, daß er sich eines besonderen Netzes
zur Erbeutung der Relikten bediente, ist Widegren (siehe G. O. Sars
1867 p.81). Die von ihm angewandte Dredge aber, die er Drague
& patins nannte, hat er leider nicht beschrieben. Ihm folgte Nordgqvist
(1884) ebenfalls mit einem Schlittennetz und 1901 Samter?), welcher
ein besonderes Netz für den Fang der Relikten konstruierte in der
Erkenntnis, daß die Beweglichkeit und das nicht gerade übermäßig
zahlreiche Auftreten von Mysis ein nicht zu engmaschiges und
ı) Martens, Ed. von. Ueber einige Fische und Crustaceen der süssen
Gewässer Italiens. Arch. Naturg. 23 Berlin 1857. Martens sammelte in Alba-
nerse und in den Gräben bei Padua Palaemon lacustris Mart. Ueber den Fang
derselben im Albanerse gibt er nichts näheres an; in den Gräben erhielt er
ihn mit den weitmaschigen Netzen der Fischer, in grösseren Mengen aber erst
mit einem kleinen Schmetterlingskäscher (p. 158).
2) Loven, S.L. Ueber einige im Wetter- und Wenersee gefundenen
Crustaceen. Deutsche Übersetz. in Zeitschr. für die gesammten Naturw. 19
‚Berlin 1862,
3) Sars, G. O. Histoire naturelle des Crustac&es d’eau douce de Norvege
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Smith, S. J. Food of Fresh Water Fishes. Das. p. 708.
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Americ. Naturalist 4 p. 403. Salem 1871.
6%) Hoy, P. R. Deep-Water Fauna of Lake Michigan. Ann. Mag. N.H.
(4) XI p. 319. (Auszug aus Trans. Wisconsin Acad. Sc. 1870—72 p. 98). 1873.
?) Kellieott, D. S. The discovery of a species of marine Crustacea in
the Waters of Lake Erie. Buffalo Microscopical Club (Ref. Journ. Roy. Micer.
Soc. II. 1. 1879). f
8) Nordgvist, ©. Om förekomsten of Ishafscrustaceer uti mellersta
Finlands sjöar. Meddel. Soc. Fauna et Flora fennica. 11. 1884.
Nordgvist, O. Die pelagische und Tiefsee-Fauna der grösseren finnischen
Seen. Zool. Anz. 10. 1887.
?) Samter, M. Mysis reliects und Pallasiella quadrisp, in deutschen
Binnenseen, Zool, Anz. 24. 1901,
Fang und Konservierung der relikten Krebse. 313
möglichst umfangreiches Netz bedingte, das schnell über den See-
boden fortgleiten müsse. Ebensowenig wie Sars haben nun auch
Nordgvist und Samter nähere Angaben über die von ihnen be-
nutzten Netze gemacht. Nach mündlicher Mitteilung von G. Schneider
bestand das Netz von Nordgvist aus zwei ovalen Bügeln, die
durch ein doppeltes, viereckiges Rahmenwerk verbunden waren.
An dem letzteren und zwar in einem gewissen Abstande von der
unteren Fläche der beiden Bügel war der Netzsack befestigt. Da
dieses Netz infolge der Bügel nicht in den Schlamm einsinken
konnte, und in dasselbe daher kein Schlamm gelangte, so erklärt
es sich, daß Nordgvist Pontoporeia nicht gefangen hat, während
ihm Mysis und Gammaracanthus ins Netz gegangen sind.
Da nun den Relikten ein besonderes Interesse zukommt, und
weil ihre Erbeutung mit Schwierigkeiten verbunden ist, wie die
geringe Kenntnis ihrer Verbreitung beweist, so ist es wohl am
Platze, über den Fang dieser Tiere näheres zu berichten.
Das Netz und seine Handhabung.
Was den Fang der freischwimmenden Relikten betrifft, so
können wir selbst nur über die von uns angewandte Methode des
Fanges von Mysis Mitteilung machen, da Palaemon und Gamma-
racanthus in den deutschen Gewässern von uns nicht gefunden
worden sind und wohl auch hier nicht vorkommen; es ist indessen
kaum zweifelhaft, daß unsere Methode auch für diese beiden Krebse
Anwendung finden kann.
Wie wir in den Betrachtungen über die Biologie von Mysis
relicta mitgeteilt haben!), lebt dieses Tier im Sommer in der Tiefe
unserer Seen, in den Wintermonaten vorzugsweise am Scharberge
und auf dem Vorlande. Am Seeboden findet es sich teils auf ihm
sitzend, teils auf ihm laufend, oder indem es sich von ihm empor-
schnellt, ein Stück darüber hinschwimnmend, Daraus ergibt sich,
daß man Mysis gelegentlich auch mit dem pelagischen Netze fangen
kann, wie unser erster Fund derselben im Madüsee beweist.?) Da
man Mysis am Seegrunde in der Regel nicht in allzu großen Mengen
fängt, so wird man darauf bedacht sein müssen, eine größere Fläche
des Bodens in kurzer Zeit abzufischen. Um diesen Zweck zu er-
reichen, haben wir drei Sorten von Netzen verwandt, dreieckige,
rechteckige und solche, die die Gestalt eines Kreisabschnittes haben.
Von diesen Netzen hat sich das rechteckige am besten für den
Fang auf dem Vorlande (also nur für die Winter- und Frühjahrszeit)
bewährt, während für die Erbeutung in der Tiefe das dreieckige
Netz vor jenem den Vorzug verdient und zwar aus dem Grunde, weil
man die Stellung eines rechteckigen Netzes wohl im flachen Wasser
1) Zool. Anz. 27. 1904.
?) Zool. Anz. 23. 1900.
314 Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner:
beobachten und regulieren kann, weniger sicher aber in der Tiefe. Die
dritte Form, das bogenförmige Netz mit gerader Grundfläche eignet
sich sowohl für das Vorland, den Scharberg als für das tiefe Wasser,
wir haben es nur gelegentlich verwandt, und können daher kein
endgültiges Urteil über seine Zweckmäßigkeit abgeben.
Im folgenden sollen unsere Tiefennetze und ihre Handhabung
geschildert werden.
Wir haben zwei Formen von dreieckigen Dredgen benutzt,
eine mit langer Grundschiene und kürzeren Seitenteilen und eine
andere gleichseitige. Der Netzbeutel war bei beiden aus gleichem Stoff.
Bei dem ungleichseitigen Netze hatte die Längsschiene des
eisernen Rahmes 80 cm Länge, die gleichen Schenkel waren je
50 cm lang. Die Seiten der gleichschenkligen Dredge hatten
50 cm Länge. Das Gewicht unserer Netze betrug eingerechnet den
Netzbeutel bei dem mit ungleichseitigen Rahmen 3,5 Kilo, bei dem
mit gleichen Schenkeln 2,4 Kilo. Die Rahmen beider Netze waren
zusammenklappbar. Größere und schwerere Netze sind im Hand-
betriebe auf einem Fischerkahn nicht gut anwendbar, da das in der
Tiefe über den Seegrund dahinstreichende Netz sich gelegentlich,
wenn es gegen ansteigenden Boden gezogen wird, vollständig mit
Schlamm und Seegrund füllt, und das Aufholen alsdann ohne Motor
nicht möglich ist. Schon bei unseren leichten Netzen ist es nicht
ganz unbedenklich, solch mit Seegrund erfülltes und mit Not über
50 bis 100 m emporgezogenes Netz am Bordrande auf seinen Inhalt
zu durchmustern oder in den Kahn zu heben.
Die Schienen unserer Dredgen waren zur Befestigung des Netz-
beutels in Abständen von 3 cm durchbohrt. Der Beutel war an
seinem freien Rande von starker Leinewand eingefaßt, welche durch
Schnüre eng an die Schienen angebunden wurde.
Was nun den Stoff des Netzes selbst betrifft, so mußte statt
der üblichen Fangnetze der gewöhnlichen Dredgen ein feinerer
Stoff Anwendung finden, veranlaßt sowohl durch die Größe der Mysis
als wie durch ihre Schwimmkraft. Der infolge eines engeren
Maschenwerkes an der Netzöffnung verursachte Druck mußte den
bereits im Netz befindlichen Tieren das Entweichen nach vorn
verhindern. Ausserdem ist aber zu berücksichtigen, daß für den
Fang selbst das Netz nicht zu engmaschig ist, denn in diesem
würde der Druck vor der großen Öeffnung sehr bald durch Ver-
stopfen der engen Maschen so stark werden, daß die für Druck-
differenzen sehr empfindliche Mysis schnell vor dem herankommenden
Netze sich durch Flucht in Sicherheit bringen würde, In eng-
maschigen oder wenig durchlässigen Netzen, mit welchen wir Versuche
angestellt haben, sind stets weniger Tiere gefangen worden, und es
kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Empfindlichkeit der Mysis
gegen Druckdifferenzen im Wasser die Ursache hierfür ist. Um
nun einerseits die Tiere in das Netz zu bekommen, und die ge-
fangenen in dem Netze festzuhalten, war es nötig, eine gutfiltrierende
Seidengaze zu nehmen, welche sich nicht so schnell verstopft, und
ausserdem das Netz möglichst lang und spitzwinklig zumachen. Denn
Fang und Konservierung der relikten Krebse. 315
mit zunehmender Länge des Netzes und Kleinheit des Winkels steigt
in dem hinteren Teile desselben der Wasserdruck, während er an
der Spitze vorn geringer ist. Mit einer seidenen Gaze von 1 mm
Maschenweite (Griesgaze No. 24, bezogen von Landwehr & Co.,
Berlin) und einer Netzlänge von 70 cm bei der gleichseitigen
Dredge und mit einer Maschenweite von 1,3 mm (Griesgaze No. 20)
und 120 cm bei der ungleichseitigen haben wir die besten Resultate
erzielt. Besonders günstig wurde die Filtrationsfähigkeit dieser
Gaze empfunden, wenn das Netz sich mit Grund gefüllt hatte und
noch über die Hälfte angefüllt mit Schlamm empor kam. In Kürze
gelang es alsdann, wenn ein Ueberbordheben des Netzes infolge
schlechten Wetters schwierig war, das am Boot befestigte im Wasser
hängende Netz durch Hin- und Herbewegen, durch Filtration, von
dem Seegrunde zu befreien, und ein. klares zoologisches Material
vom Boden des Sees zu gewinnen. Über die Methode des Fischens
werden wir noch im Einzelnen Angaben machen; diese Art der
Gewinnung des Materials sei bereits hier erwähnt. Bei den biolo-
gischen Untersuchungen fand sie nur dann Anwendung, wenn allein
der Nachweis der Relikten an bestimmten Stellen und Tiefen in
Frage kam, denn naturgemäß lassen sich die Tiere bei dieser Methode
nicht völlig intakt erhalten und sind für feinere Untersuchungen
daher entwertet.
Da die Art des Fischens es mit sich brachte, dass auch Schlamm
und Seegrund von dem Netze aufgenommen wurde, und demzufolge
bisweilen beträchtliche Lasten durch weite Wasserstrecken empor-
gezogen werden mußten, so war darauf Bedacht genommen,
die Zugwirkung dieser Last nicht auf das Seidennetz wirken zu
lassen. Es wurde zu diesem Zweck außerhalb des eigentlichen
Fang- und Filtriernetzes noch ein zweites um ein geringes kleineres
Netz als Zug- oder Tragnetz aus kräftigem und weitmaschigem
Hanf angebracht, eine Vorsichtsmaßregel, die sich besonders dann
noch bewährte, wenn wir mit unserer Dredge im flachen Wasser
fischten, in welchem das Netz Schädigungen durch Steine und ins
Wasser geratene Baumzweige ausgesetzt ist.
Die Schwere des Netzes, die Größe und Maschenweite des aus
Seidengaze gefertigten Beutels sind also im Zusammenhang mit der
ERLERNEN ausschlaggebend, um Mysis mit Erfolg zu
angen.
Für die Methodik des Fangens selbst ergibt sich aus der Ver-
breitung der Mysis am Seeboden der Wunsch, das Netz während
des Fischens möglichst dauernd mit dem Seegrunde in Berührung
zu bringen. Wenn es sich um flaches Wasser handelt, ist diese
Aufgabe schnell gelöst, da man meist bis auf zwei Meter in
jedem See zu jeder Jahreszeit das große, helle Netz sieht und
seine Stellung und seinen Gang am Boden vom Kahn aus ver-
folgen kann. Anders aber ist es, wenn es sich um große Tiefen
handelt. Es zeigt sich dann als zweckmäßig, das 3,5 resp. 2,4 Kilo
wiegende Netz noch mit Gewichten an der Längsseite zu beschweren
und dann langsam bei stehendem Kahne zu Grund zu lassen,
316 Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner:
Wir erlangen hierdurch die Gewißheit, daß das Netz auch in der
Tat noch vor dem Anziehen den Boden berührt hat. Würde nun-
mehr der Kahn in Bewegung gesetzt werden, so würde mit
steigender Fahrtdauer das durch seine Schwerkraft am Boden
gehaltene Netz infolge des stetig wachsenden Druckes, den
die Ruderschläge auf die Leine und das Netz selbst ausüben, vom
Boden gehoben werden, sobald die durch die Ruderschläge hervor-
gerufene Hubkraft die Schwerkraft des Netzes übersteigt. Je größer
die Schwere des Netzes, eine desto größere Kraft, eine desto größere
Zahl von Ruderschlägen ist erforderlich, das Netz vom Boden zu
heben, eine desto längere Zeit wird verstreichen, ehe diese Kraft
in Aktion treten kann. Hieraus ergibt sich, das wir für eine
rationelle Befischung des Seegrundes einen gewissen Überschuß an
Leine nachlassen müssen, wenn das Netz bereits den Boden er-
reicht hat. War also bei stillstehendem Kahne das Netz auf den
Grund hinuntergelassen, so wurde das Boot in Bewegung gesetzt,
und gleichzeitig soviel Leine abgerollt, als sich der Kahn vorwärts
bewegte. Hörte man mit dem Abrollen der Leine auf, was meist
geschah, wenn die Länge der abgelassenen Leine das zwei- bis
dreifache der Durchschnittstiefe der zu befischenden Strecke erreicht
hatte, so befand sich die Leine sofort nach wenigen Ruderschlägen
in der nötigen Spannung, während das Netz an der Abfahrtsstelle
über dem Boden dahinzustreichen begann. Nunmehr kommt es
darauf an, in möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit und gleicher
Fahrtrichtung ungefähr zwei Minuten ununterbrochen zu fahren.
In dieser Zeit hat sich das Netz nicht wesentlich vom Boden er-
hoben, vorausgesetzt daß die Schwere des Netzes und die Fahrt-
geschwindigkeit in entsprechendem Verhältnis zu einander stehen.
Nach etwa zwei Minuten unterbrachen wir das Rudern auf einen
Moment und holten einige Meter der Leine langsam auf. Hierdurch
ändert sich der Winkel, unter dem wir das Netz ziehen, d.h. das
Netz sinkt wieder zu Boden; durch das Aufholen der Leine aber
wirkt ununterbrochen vorn gegen die Oeffnung des Netzes der
Druck der durchströmenden Wassermasse. Würden wir verabsäumen,
bei stehendem Kahne etwas von der Leine aufzuholen, dann würden
wir einen Teil der eben gefangenen Beute aus den vorderen Teilen
unseres Netzes wieder verlieren. Fahren wir dann nach der kurzen
Fahrtunterbrechung mit gespannter Leine wiederum etwa die gleiche
Strecke, dann wird das Netz bei dem erneuten Anfahren von neuem
durch die Aufnahme von Seegrund beschwert und bleibt wiederum
eine Strecke am Boden. Es hat sich gezeigt, daß man auf eine
ergiebige Ausbeute rechnen kann, wenn man in der angegebenen
Art fischt, und je nachdem es die Tiefenverhältnisse gestatten, etwa
2 bis 4 mal die Fahrt für das Aufholen resp. Senken des Netzes
unterbricht. Beginnt der Seeboden zu steigen, so muß man früher
mit dem Aufholen der Leine beginnen oder schon während der
Fahrt dieselbe ununterbrochen einziehen. Dasselbe gilt natürlich
für das endgültige Heraufziehen des Netzes, da dieses bei still-
Fang und Konservierung der relikten Krebse, 317
stehendem Kahn schneller sinkt, als wir es zu heben vermögen.
Nur da, wo sich Verschiedenheiten in den Tiefen unserer Kenntnis
entziehen, kommt das Netz trotz gebrauchter Vorsicht vollgefüllt
empor. In der Regel aber wird es nur mit geringen Teilen des
Seegrundes heraufgezogen. Gewiß hatte es vom Grunde mehr
Material gefaßt und emporgeholt; der schwarze, graue, braune,
gelbe Saum, der das heraufkommende Netz gleich einem dichten
Schleier umgibt, zeigt uns an, daß bei dem Aufziehen bereits ein
großer Teil des Seegrundes das Netz durch Filtration wieder ver-
lassen hat. Aus den geringen Mengen, welche aus demselben noch
zurückgeblieben sind, wenn es richtig gehandhabt worden ist, ergibt
sich aber soviel, daß es, während es am Boden die Funktion des
Fischens auszuführen hatte, in seinem weitaus größten Teile mit
Wasser gefüllt war und daher in genügender Weise seinen Zweck
als Fangapparat erfüllen konnte. Die Tatsache schließlich, daß das
Netz Teile des schlammigen Bodens mit aufnimmt, ist für das Festhalten
der in dem Netze gefangenen Tiere günstig, da es das Entweichen
erschwert.
Das mit Sand, Grand, Lehm, Ton, Pflanzendetritus, Schnecken-,
Muschelschalen und Tieren des Seegrundes gefüllte Netz wird in
einem Eimer oder einer Schüssel mit Wasser abgespült, die
freischwimmenden Tiere isoliert oder konserviert, der Rest mit
Schlamm und Seegrund durch Drahtsiebe verschiedener Durch-
läßigkeit (2 und 1 mm Maschenweite) unter Wasser einige Male
sorgfältig filtriert. Bei dieser Filtration kommen selbst bei geringen
Filtrationsmengen noch zahlreiche Tiere zum Vorschein, und es
steigt die Zahl der Beutetiere bei steigender Filtrationsmenge ganz
bedeutend, ein Beweis sowohl dafür, daß die Mehrzahl der Tiere
auf dem Seeboden sitzt als auch dafür, daß der im Netz befindliche
Schlamm und Seegrund ein gutes Mittel ist, die gefangenen Tiere
festzuhalten.
Für den Fang von Pontoporeia empfiehlt es sich besonders,
den mit dem Netz emporgehobenen Seegrund möglichst sorgfältig
durchzusieben, da in ihm der weitaus größte Teil des Fanges der
Pontoporeien enthalten ist.
Auf eine reiche Ausbeute von Pallasiella andererseits können
wir meist dann rechnen, wenn wir unser Netz durch die Büsche
von Elodea und Potamogeton oder durch die Charawiesen schnell
hindurchstreichen lassen.
Die speziell für den Fang der Relikten von uns angewandten
Netze kommen gleichzeitig auch dann in Frage, wenn wir die auf
dem Boden oder im Schlamm lebenden Bewohner der Tiefenregion
eines Sees erbeuten wollen. Meist haben wir im Madüsee mit
diesen Netzen außer Mysis, Pallasiella und Pontoporeia noch Pisidien,
Dreissensien, daneben Mückenlarven, Nematoden, Plagiostoma lemani,
Dendrocoelum (cf. lacteum) und gelegentlich Spongillen erbeutet.
Wenn wir das dreieckige Netz in die Tiefe lassen, dann hängt
es von uns ab, mehr oder weniger von dem Schlamm und dem
318 Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner:
Seegrunde aufzunehmen, und in Rücksicht auf die Weite und Tiefe
unseres Netzes ist die Menge der in und auf dem Grunde lebendeh
Tiere zusammen mit dem Pflanzendetritus, den Dreissensien, Schnecken-
schalen, schlammigen Gehäusen von Mücken, kleineren zähen
Schlammballen und dem Seeerz (dieses nur an einer Stelle des
Madüsees!) eine äußerst beträchtliche.
Das rechteckige Netz ist einfacher konstruiert als die
dreieckigen Dredgen. Der Rahmen ist nicht zusammenklappbar
und aus einem einzigen, runden, dicken Eisenstabe gefertigt. Die
lange Seite hat 65 cm, die kurze 18 cm Länge. Der 107 cm lange
Sack besteht aus Erbstüll, dessen Maschen sechseckig sind und
2 mm Durchmesser haben, da dieses Netz nur für den Fang größerer
Mysis, Pallasiellen und Pontoporeien berechnet war. Trotzdem
verfingen sich auch kleinere Tiere in den Maschen. Das Gewicht
des ganzen Netzes beträgt des leichteren Transportes wegen nur
1,30 Kilo und wird beim Gebrauch an den Enden einer Längsseite
mit zwei Gewichten beschwert, andernfalls muß man diese Seite
bei der Konstruktion des Netzes durch eine schwere Schiene
ersetzen.
Während wir sagen können, daß die von uns angewandten
Netze in ihrer richtigen Handhabung fast stets Erfolg haben, so
gilt dieses für die auch von uns verwandten Reusen und Schwabber
nicht. Erwähnt jedoch sei, daß Goriaeff?) mit versenkten und
mit Köder versehenen Netzkörben im Baikalsee in Tiefen von 100 m
in wenigen Stunden mit Erfolg Planarien und Amphipoden gefangen
hat, doch bietet diese Methode für eine Tiefe von 40 m bis 60 m,
wie sie in der Regel für die tieferen Seen Norddeutschlands in Frage
kommt, keinen besonderen Vorteil.
Wenden wir uns nun zu den marinen Dredgen, welche ähnlichen
Zwecken wie den unserigen dienen und mit diesen dasselbe Prinzip
gemeinsam haben oder zu den Grundschleppnetzen, den Brutnetzen,
Scherbrutnetzen und Eiernetzen, wie sie bei der Hochseescherei°) und
von der Internationalen Meeresforschung‘) angewandt werden, mit
denen auch das Mysismaterial für die Untersuchungen von Apstein°)
1) Weltner, W. Dieses Archiv 71. Jahrg. p. 284 1905.
2) Siehe Korotneff, A. Faunistische Studien am Baikalsee. Biol. Centralbl.
21 p. 306.
3) Beschreibung der wichtigsten deutschen Seefischerei-Fanggeräte in der
Nord- und Ostsee. 5. Aufl. Berlin 1906. — Siehe ferner die Handbücher der
Fischerei.
*) Die Beteiligung Deutschlands an der Internationalen Meeresforschung.
1. und 2. Bericht von Dr. W. Herwig, Berlin 1905. — 3. Bericht (von dem-
selben), Berlin 1906.
5) Apstein, ©. Lebensgeschichte der Mysis mixta Lillj. in der Ostsee.
Wissensch. Meeresuntersuch., herausg. von der Kommission zur Untersuchung
der deutschen Meere in Kiel und der Biolog. Anstalt auf Helgoland. Neue
Folge. Abtlg. Kiel. Kiel 1906.
Fang und Konservieruug der relikten Krebse. 319
gefangen wurde, dann haben wir hervorzuheben, daß diese Geräte
zu umfangreich oder zu weitmaschig oder zu schwer sind und zum
größten Teile Dampfbetrieb voraussetzen. Leider aber arbeitet der
Biologe auf dem Süßwasser nicht mit den gleichen Hilfsmitteln wie
auf dem Meere. Dort ist er auf seine eigene Kraft angewiesen,
was meist begrenzte Ziele und meist auch das Fehlen eines plan-
mäßig fortschreitenden Arbeitens in der Gewässerkunde zur Folge
hat. Für ihn müssen die Netze vor allem handlich sein; deshalb
kommen zunächst für den Reliktenfang auch nur solche in Frage.
Unter günstigeren Verhältnissen wäre gewiß auch dasjenige
Netz zu empfehlen, welches auf unseren größeren Seeen für den
Fischfang gebraucht wird, nämlich die „Klippe“. Beim Aufholen
derselben, welche aus einem Sack besteht, der sich in zwei lange
Flügel fortsetzt und von zwei Kähnen durch Winden emporgehoben
wird, kommen mit den Fischen solche Mengen von Mysis mit an
die Wasseroberfläche, wie man sie nur ganz vereinzelt einmal im
Winter in einem großen Schwarm vereinigt auf dem Vorlande über
den Grund dahinstreichen sieht, so daß man deutlich den Eindruck
kleiner ziehender Krabben gewinnt. Würden wir eine Klippe mit
kleinerer Maschenweite benutzen, so würden wir in einem Zuge
ungeheure Massen von Mysis erhalten und beim Sammeln viel Zeit
gewinnen.
Wenn es sich etwa nur darum handelte, den Schlamm der
Tiefe emporzuheben, dann könnten freilich auch andere Apparate
Anwendung finden. Von uns wurden jedoch nur die oben be-
schriebenen Dredgen benutzt, schon aus dem Grunde, weil wir mit
ihnen größere Quantitäten vom Seeboden aufnehmen konnten,
während die gewöhnlichen Dredgen infolge ihrer Schwere und
Kleinheit sofort einsinken und nur einen beschränkten Teil fassen
können.
Zum Fange der in größeren Tiefen des Genfer Sees lebenden
Organismen hat Forel (Le Leman. Tome troisieme Lausanne 1901)
la drague mötallique (Eimer zum Schlammheben) und la drague
& flet (Dredge, aus einer Harke mit Griff, Bügel und Netz be-
stehend) verwandt. Der erstere Apparat kommt für den Fang von
Relikten nicht in Betracht.
Forel befestigt seine Dredge an das Lot, welches 2 bis 8 Kilo-
gramm wiegt, sodaß dieses am Boden des Sees hingezogen wird,
und die Dredge hinter ihm nachschleift.
Die Harke und der Kratzer (Schraper).
Zum Fange der Pallasiella am Scharberge und auf dem Vor-
lande ist außerdem noch die Harke und der Kratzer zu empfehlen.
Der von uns in Anwendung gebrachte Kratzer besteht aus einer
25 cm langen und 3 cm breiten, vorne zugeschärften Schiene und
320 Dr. M. Samter und Dr. W. Weltner:
einem Bügel mit Hülse, die 2!/; cm Durchmesser hat und seitlich
eine Schraube trägt, welche in die Stange eingebohrt wird. Der
Sack ist kurz und besteht aus Kongreßstoff von 1 mm Maschen-
weite. Das Gewicht dieses Instrumentes beträgt 0,65 Kilo. Streifen
wir damit in 1 bis 5 Meter Tiefe den Boden ab, so erhalten wir
außer den kleineren Organismen alles, was auf und im Schlamm
lebt. Besonders an Stellen mit Pflanzenwuchs hat sich dieses leicht
zu handhabende Instrument zum Nachweis von Pallasiella und
Gammarus bewährt. Da es an einer Stange befestigt ist, so kann
man mit ihm jede Bewegung am Grunde ausführen, und darin liegt
der Vorteil des Kratzers vor der Dredge.
Die Harke wurde ausschließlich da gebraucht, wo der Pflanzen-
wuchs so üppig war, daß die Anwendung der Dredge und des
Kratzers zwecklos wurden. Von den dichten Chara-, Elodea- und
Potamogetonwäldern wurden alsdann mit der Harke größere Massen
losgerissen, und diese für die spätere Untersuchung in große Eimer
voll Wasser getan.
Endlich haben wir auch die Untersuchung des Verdauungs-
tractus von Fischen nicht außer Acht gelassen, um Aufschlüsse über
das Vorhandensein der Relikten in den betreffenden Seen zu ge-
winnen. Wir benutzten dazu besonders frisch gefangene Maränen.
Die Untersuchung dieser Fische aus dem Madüsee lehrte uns je-
doch, daß diese Methode nicht zuverlässig ist. In einigen Fällen
war der Schlund und der Magen der 1'!/, bis 3 Kilo schweren
Maränen mit Pallasiellen und Pontoporeien vollgestopft, in anderen
Fällen fand sich auch nicht ein einziger Amphipode darin, und
nicht einmal gelang es, eine Mysis zu finden. Letzteres ist be-
merkenswert. Es ist bekannt, daß Mysiden von Fischen gefressen
werden. Thompson!) sah denMagen von Coregonus pollan vom Lough
Neagh mit Mysis erfüllt; Smith?) giebt an, daß °/,, des Magen-
inhaltes vom White-fish (Coregonus albus) aus dem Lake Superior
aus Mysis relicta bestand, bei anderen White-fishes fand Smith nur
Spuren von Mysis und Pontoporeien, und in anderen Fällen ver-
mißte er diese ganz. Schneider und Levander?°) geben an, daß
) Thompson, Natural History of Irland 1856.
2) Smith, S. I. Food of Fresh-Water Fishes. Report U, S. Commission
Fish and Eisheries for 1872—73. Washington 1874.
®) Schneider u. Levander, Jchthyologische Beiträge. Acta Soc. Fauna
Flora Fennica XX. Helsingfors 1890.
Siehe ferner G. Schneider, Beobachtungen über die Bestandteile der Fisch-
nahrung einiger wichtiger Fischarten, Fisheritidskrift för Finland 9 — deutsch
in Fischerei-Zeitung 3, 1900. — G. Schneider, Jchthyologische Beiträge II.
Acta Soc. Fauna Flora Fennica 22, Helsingfors 1901—02. — Schiemenz bei
Apstein, Lebensgeschichte der Mysis mixta Lillj. in der Ostsee 1. c. 1906.
Jenkins, O. Altersbestimmung durch Otolithen bei den Clupeiden. Wissensch.
Meeresunters., herausg. von der Kommission zur Untersuchung der deutschen
Meere in Kiel und der Biolog. Anstalt in Helgoland. Neue Folge, 6. Abtlg.
Kiel, p. 109.
Fang und Konservierung der relikten Krebse. 321
im September an der Küste Finnlands gefangene Dorsche zahllose
Exemplare der in der Tiefe lebenden Mysis relieta im Magen ent-
hielten, bei verschiedenen Fischen fanden sie jedoch keine Mysiden,
während andere Fische, die mit jenen lebten, solche gefressen
hatten.
Die Konservierung.
Wenn es nicht in der Absicht liegt, histiologische und embryo-
logische Untersuchungen auszuführen, so genügt die Fixierung
und Konservierung der Tiere mit Alkohol und mit Formol. Am
vorteilhaftesten hat sich das Formol (1 Teil des käuflichen Forma-
lin von Schering mit 10 Teilen Wasser verdünnt) für alle drei Re-
likten erwiesen. Die Tiere bleiben in dieser Flüssigkeit geschmeidig;
man kann zur genaueren Untersuchung einzelne Gliedmaßen -ab-
trennen, ohne daß dabei andere abbrechen, während sich bei den
in Alkohol konservierten Tieren bei dieser Manipulation leicht auch
andere Gliedmaßen, vor allem die Beine, mit ablösen. Sehr empfind-
lich ist in dieser Hinsicht Mysis, bei der nur zu leicht die schlanken
Thorakalbeine abbrechen. Die Farben der Tiere bleiben mit Aus-
nahme schwarzer Flecke (bei Pallasiella) in Formol ebenso wenig
erhalten wie in Alkohol. Ein besonderer Vorteil der Konservierung
in Formol bei Mysis ist, daß die meisten Exemplare viel besser
ausgestreckt bleiben als in Alkohol, in dem die Mehrzahl der Tiere
mit mehr oder weniger stark an den Bauch herangezogenem Ab-
domen absterben. In einem solchen Contractionszustande ist die
genauere Bestimmung der Länge dieser Tiere unmöglich, sodaß sie
jedesmal erst wieder gerade gestreckt werden müssen, vorausgesetzt,
daß dieses ihr Härtungszustand noch zuläßt. Die Art der Contrac-
tion der in Alkohol konservierten Mysis ist nach den Geschlechtern
verschieden. Bei den 2 ist das Abdomen hinter dem Thorax fast
stets mehr oder weniger umgebogen, oft ist es ganz an die
Brust geschlagen oder steht in verschiedenem Winkel von dieser
ab, seltener finden sich ganz ausgestreckte Exemplare, aber auch
bei diesen ist das Abdomen in dem vorderen dickeren Teile etwas
gekrümmt.
Auch bei den im Alkohol getöteten J' sind ganz ausgestreckte
Exemplare selten; meist ist das Abdomen gebogen oder mehr
oder weniger dicht an die Brust herangezogen. Fast stets zeigt
es bei den S' eine Einbiegung an der Stelle, an der die langen
Pleopoden stehen. Auch wenn das Abdomen nach hinten ge-
streckt ist, bemerkt man außer dieser Einbiegung noch eine nach
oben gerichtete Krümmung des dickeren vorderen Teiles, die, wie
erwähnt, auch den 2 zukommt. Zum Schluß sei noch bemerkt,
daß sich bei ganz jungen nur einigen mm langen Tieren in Formol
das Abdomen brüchiger zeigt als in Alkohol.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1006. Bd.I. B.3. Pal
322 Dr. M. Samter uud Dr. W. Weltner.
Tafelerklärung.
Tafel XXI.
Es sind die für den Fang der relikten Krebse von uns benutzten Gerät-
schaften dargestellt. Diese sind nach Photographien in Lichtdruck reproduziert.
Fig. 1. Das dreieckige, zusammenklappbare Netz mit ungleichen Seiten; eine
Schiene ist 80 cm lang, jede der beiden anderen hat 50 cm Länge.
Das Netz ist 120 cm lang (p. 314). 91/,>< verkleinert.
Fig. 2. Das dreieckige, zusammenklappbare Netz mit gleich langen Seiten,
jede Seite ist 50 cm lang. Länge des Netzsackes 70 cm: (p. 314).
91/, x verkleinert.
Fig. 3. Das rechteckige Netz, lange Seite 65 em, kurze 18 cm lang. Der
Netzbeutel hat eine Länge von 107 cm (p.318). 11< verkleinert.
Fig. 4. Der Kratzer (Schraper). Die Länge der kratzenden Schiene beträgt
25 cm, ihre Breite 3 cm (p. 319).
Tafel XXII,
Alkohol- u. Formolkonservierung bei Mysis relicta Loven.
Die sechs Individuen der linken Hälfte sind in 93°/, Alkohol fixiert und
konserviert. Die sechs Individuen der rechten Hälfte in 4°, Formalin (1 Thl.
Formalin von Schering + 10 Thl. ag. dest.).
Die oberen drei Individuen der linken und rechten Hälfte sind 9, die
drei unteren g'.
Die Krümmnngen in Alkohol sind stärker als in Formalin.
Zwischen den zur Darstellung gebrachten Krümmungen finden sich alle
Übergänge sowohl bei dem Alkohol- wie bei dem Formolmaterial.
ARCHIV
NATURGESCHICHTE,
GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
WERSERTEHSONGZE.H.TROSCHEL,
E. VON MARTENS UND F. HILGENDORF.
HERAUSGEGEBEN
VON
Prof. Dr. W. WELTNER,
KUSTOS AM KÖNIGL. Z00L0G. MUSEUM ZU BERLIN.
ZWEIUNDSIEBZIGSTER JAHRGANG.
I. BAND. 1. Heft.
(Jahresberichte.)
Berlin 1906.
NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG
R. STRICKER,
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Inhaltsverzeichniss.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. Von Dr. Franz
Werner.
Arbeiten welche Reptilia und Amphibia zugleich behandeln.
Litteratur, Zoologisehe Gärten, Anatomie . . . „2. 22.2.0...
Biiholagsischesn, ua 2. 20 Sa Bank ze Be et
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Cotyplosauria, Pariosauria, Incertae sedis . -. .. 2...» 02.0...
Amphibia.
Anatomie, Physiologie, Entwicklung, Biologie . . . .».. 2.2.2...
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II. Reptilia und Amphibia für 1904. Von Dr. Fritz Nieden.
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten . . 2»... 2.2...
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III. Beptilia und Amphibia für 1905. Von Dr. Fritz Nieden.
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IV. Pisces für 1902. Von Prof. Dr. K. Eckstein.
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Übersicht nach dem Stoff‘. 1a Em nen Be, . 2 rn 63
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IV. Pisces für 1903. Von Prof. Dr. K. Eckstein.
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten .... . ec. 1
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Faunistäle 1% 1 ua. „ERRE AaNE Sur. IE EHE 5 79
Systermatisches Verzeichnis der Novar . .. ....... „waseie 73
Übersicht der im Bericht genannten Arten . 2... 2 2. 2 un cl 83
Inibaltsverzeichnis . 2. ,- .» iu. emmlsıd + no el) Sl een. eu 112
IV. Pisces für 1904. Von Prof. Dr. K. Eckstein.
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten... ... 2.2... 1
Übersicht nach dem Stoff... ne. 2. su tan ee 8l
Hapnuspike re ae es er ae ee EN Tel Se >
Systematisches Verzeichnis der Nova. .» 22... „2... u. nen 87
Übersicht der im Bericht genannten Arten . ..... 2m ce... ve. 100
Inkaltsyerzeichm. 0 Veranstal ea Se 134
IV. Pisces für 1905. Von Prof. Dr. K. Eckstein.
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten . ..... 2... 1
Übersicht nachdem. Stoff. „urn eat er ee 853
Faunistaik,, +... Sue en lalues age) her ca. hs ala ame eher en ar re Fe re 24
Systematik. "Übersicht 'der. Nova‘ . ... . .... 0... u nn. 96
Übersicht der im Bericht genannten Artn . . „oe... .m..n 104
Inhaltsverzeichnist......% un su en ae ae een le ER 136
III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Von
Dr. Franz Werner
in Wien.
(Inhaltsverzeichnis am Schlusse des Berichts.)
Reptilia.
Auch die Arbeiten, welche Reptilien und Amphibien behandeln,
sind hier referiert.
Litteratur. Den Bericht über Wirbeltiere im ‚Zoologischen
Jahresbericht für 1903“, herausgegeben von der Zoologischen Station
in Neapel, redigiert von Paul Mayer, Berlin, R. Friedländer & Sohn,
1903, 254 pgg. lieferten wie bisher M. vn Davidoff,C.Emery
und E. Schoebel sowie L. Neumayer. Bericht in Sharp’s
Zoological Record für 1903, London 8 °, Bd. 40 des „Record of Zoological
Litterature“ (Reptilia and Batrachia, p. 1—38) erstattete ebenfalls
wie in den früheren Jahren @. A. Boulenger.
Gill, T. The first edition of Holbrook’s’ North American Herpe-
tology. Science (2) XVII, pp. 910—912.
Poche, F. Einige notwendige Änderungen in der herpetologischen
Nomenclatur. Zool. Anz. XXVI, pp. 698—703.
Zoologiscehe Gärten. Knottnerus-Meyer, Th. Der Zoo-
logische Garten zu Frankfurt am Main. Auf S. 146—147 sind die
damals daselbst vertretenen Reptilien und Batrachier verzeichnet.
Anatomie. Rabl, €. Über einige Probleme der Morphologie
Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 154—1%0, figg., 2 Taf.
Die Stellung des Vorderarms der Schildkröten (mit dem Oberarm
einen nach hinten offenen Winkel bildend) ist primitiv und die Chelo-
niden sind die primitivsten Schildkröten (vergl. auch die Bemerkungen
über die ringförmige Gestalt des Plastrons bei dieser Familie, wie sie
als Embryonalcharakter bei Emys und anderen Schildkröten vor-
kommt). Weiter wird die Umformung des Carpus und Tarsus bei den
Reptilien behandelt, die sich von den Urodelen durch den Besitz
von 5 Basalia und des Pisiforme unterscheiden und von denen Hatteria
ein doppeltes Centrale hat; bei den Eidechsen ist das Intermedium
rudimentär, bei den Krokodilen mit dem Radiale verschmolzen, dagegen
Arch, f, Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IIT.) 1
2 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
das Centrale mit dem Basale 1; unter den Schildkröten sınd auch in
dieser Beziehung die Cheloniden dem Grundtypus am nächsten. Der
Schildkrötenschädel wird in seinen zygocrotaphen Formen von dem
stegocrotaphen Schädel der Cheloniden abgeleitet und zwar durch
Ausdehnung des auch bei diesem vorkommenden ÖOcecipitalausschnittes
bis gegen die Orbita, während die entsprechenden Formen bei Säuge-
tieren auf Fontanellenbildung zurückzuführen sind, aber auch hier
von einem stegocrotaphen Typus. Ausf. Referat in Jahresb. Zool.
Stat. Neapel f. 1903 p. 97.
Broom, R. On the Mammalian and Reptilian vomerine bones.
P. Linn. Soc. N. S. Wales XXVII, pp. 548—560, Taf. XXIV—XXVI.
Der Vomer der Eidechsen ist homolog dem hantelförmigen
Knochen von Ornithorhynchus und hat nichts mit dem Vomer zu
thun. Verf. bezeichnet ihn als Praevomer; er ist nicht wie derjenige
der Säuger unpaar, sondern paarig und entsteht in Zusammenhang
mit den Nasenkapseln.. Das Parasphenoid der Amphibien und
Reptilien ist homolog dem Vomer der Säugethiere; dagegen entspricht
bei Theriodonten, Anomodonten und wahrscheinlich auch den Schild-
kröten der Vomer dem der Säugetiere.
Parsons, F. 6. On the meaning of some of the epiphyses of the
pelvis. Journ. Anat. Physiol. London, Vol. 37. p. 315—323, 9 figg.
Epipubium und Hyperischium (bei Sphenodon u. Alligator) der
Reptilien und Marsupialier sind homolog.
Schafier, J. Über Knorpel und knorpelähnliche Bildungen an den
Zehen von Amphibien und Reptilien. Centralbl. Physiol. 16. Bd.
p. 734— 736.
Vergleich der hochdifferenzierten Einrichtungen der Zehe von
Agama mit dem plumpen Bau derjenigen von Salamandra, welche
Verschiedenheit auch in den Bewegungen beider Tiere hervortritt.
Banchi, A. Contributo alla morfologia della Articulatio genu.
2. Rettili. Monit. Zool. Ital. Anno 14, p. 132—142, 235—247, Taf. V—VI;
Knochen, Bänder und Muskeln des Kniegelenkes bei Reptilien
(Lacerta, Platydactylus, Gongylus, Testudo, Emys).
Pardi, F. La morfologia comparata dei muscoli psoas minor,
ilio-psoas e quadratus Jlumborum. Mem. Soc. Toscana XIX, pp. 146
—238, Taf. VII.
Fürst, €. WM. Der Musculus popliteus und seine Sehne. Über ihre
Entwicklung und über einige damit zusammenhängende Bildungen.
K. Fysiogr. Sällsk. Handl. Lund, 14. Bd. p. 134 pagg* 93 figg. 9 Taf.
Beschreibung des M. popliteus und seiner Sehne bei Urodelen
(Salamandra), Schildkröten, Eidechsen (Varanus, Uromastix) und
Krokodilen (Alligator). Er ist schon bei Urodelen zu erkennen, besteht
bei Salamandra aus zwei Lamellen; diese Spaltung in eine Pars interossea
u. poplitea ist bei den Schildkröten noch deutlicher. Hierzu kommt
bei den Eidechsen noch eine Teilung in einen distalen u. proximalen
Abschnitt. Bei Varanus ist eine Längsspaltung des Muskels zu beob-
achten.
II. Reptilia und Amphibia für 1903. 3
Me Murrich, J. P. The phylogeny of the fore arm flexors. Amer.
Journ. Anat. Vol. 2. p. 117—209, 13 figg.
Derselbe. The phylogeny of the palmar musculatur. TIbid.
p. 463—500, 11 figg.
Phylogenetische Entstehung der langen Flexoren des Vorder-
arms (1); vergleichende Anatomie der Palmarmuskeln (2). Ref. in
Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 134.
Göppert, E. Die Bedeutung der Zunge für den sekundären Gaumen
und den Ductus nasopharyngeus. Beobachtungen an Reptilien und
Vögeln. Morphol. Jahrb. XXXI. pp. 311—359, figg., Taf. XII u. XV.
Auszug in den Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 75—81, figg.
Der Gaumen der Säuger läßt sich nicht von den bei den Lacertiliern
vorkommenden Verhältnissen ableiten, jedoch kann man sagen, daß
die Ontogenese des sekundären Gaumens im Wesentlichen eine Re-
capitulation der Phylogenese vorstellt. Bei den Lacertiliern stimmt
Boden und Dach der Mundhöhle sehr überein; hier bildet auch die
Zunge den Boden des Sulcus nasopharyngeus und schließt ihn zu
einem Kanal ab, der vorne die inneren Nasenöffnungen aufnimmt
und die Verbindung mit dem Larynx herstellt; auch bei solchen
Reptilien, wo ein sekundärer Gaumen schon vorhanden ist, tritt derselbe
in ähnlicherWeise in Beziehungen zum Boden der Mundhöhle, namentlich
zur Zunge, indem hier Einrichtungen bestehen, die den Kehlkopf
dicht an die hintere Öffnung der sekundären Nasenhöhlen bringen.
Am primitivsten in Bezug auf Zunge und Gaumenanfänge ist Sphenodon.
Bei Varanus treten Längsfalten an jeder Seite der langen schmalen
Zunge auf.
Smith, @. E. On the morphology of the cerebral commissures in
the Vertebrata, with special reference to an aberrant commissure
found in the forebrain of certain Reptiles. Tr. Linn. Soc. London (2)
VIII, pp. 485—500, figg.
Verf. beschreibt die bei Sphenodon zwischen der dorsalen und
ventralen Commissur verlaufende €. fornieis Dendy’s, die sonst
nur bei Eidechsen und vielleicht einigen Schlangen vorkommt, als
C. aberrans; Homologie mit dem Psalterium der Säuger. Auch bei
Amphibien dürfte ein solches Commissurenbündel bestehen, hat aber
hier einen anderen Verlauf.
Baschi, A. Sulla vie di connessione del cervelletto. Ricerche
anatomo-comparative e sperimentale. Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze
Vol. 2 p. 426—517 6 figg., Taf. 36—47.
Über die Bahnen, welche das Kleinhirn bei verschiedenen Wirbel-
tierklassen mit anderen centralen Bezirken in Verbindung setzen;
außer der Litteratur sind eigene Untersuchungen des Verf.’s an
(Tinca), Bufo, Emys u. Lacerta zu Grunde gelegt. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 172. |
Voelizkow, A. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Reptilien.
V. Epiphyse und Paraphyse bei Krokodilen und Schildkröten. Abh.
Senckenb. Ges. XXVII, pp. 165—177, taf. XXVI u. XXVI.
1*
4 III. Reptilia und Amphibia für 1903,
Bei C’rocodilus legt sich keine Epiphyse an; das am Vorderende des
Stirndaches auftretende Bläschen gehört dem Vorderhirn an, ist also
eine Paraphyse. Bei Caiman sind die Verhältnisse ähnlich. Bei
Cheloniern ist sowohl Epiphyse als Paraphyse vorhanden. Beschreibung
des unpaaren unter der Hypophyse gelegenen Divertikels des
Schlundes bei Embryonen von Crocodilus und C'helone, der Gaumen-
tasche bei Didelphys (Selenka) vergleichbar. Ausf. Ref. in
Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 175.
Jaekel, ©. Über die Epiphyse u. Hypophyse. SB. Ges. naturf.
Berlin 1903, pp. 27—58, figg. |
Lage der Epiphyse und Hypophyse bei den Tetrapoden; beide
Organe bei allen Wirbeltiergruppen weiter verbreitet und größer
angelegt. Daran anschließend Erörterungen über die Phylogenie dieser
Bildungen und ihre Beziehungen zum Urmund.
Gross, J. Über die Sehnervenkreuzung bei den Reptilien. Zool.
Jahrb. Anat. XVII, pp. 763—788, Taf. XXXV u. XXXVI.
Im Chiasma der Reptilien findet totale Faserkreuzung statt.
Verf. unterscheidet 4 Arten der Kreuzung, die einfachste ist bei den
Lacertiliern (Anguis u. Platydactylus), die zweite bei den Schlangen,
die dritte bei den Schildkröten, die vierte beim Alligator. Ref. im
Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 195.
Harrison, H. The Homology of the Lagena throughout Verte-
brates. Anat. Anz. 23. Bd. p. 627—634, 2 figg.
Die Lagena der Fische und Amphibien ist mit der der höheren
Wirbeltiere, wie sich durch Untersuchungen an Rana und Lacerta
ergeben hat, identisch (gegen Alexander).
Chalande, J. Sur le sens de la direction chez les Reptiles et les
Batraciens. Bull. Soc. hist. nat. Toulouse XXXVI, pp. 73—75.
Misch, 3. Das Binnennetz der spinalen Ganglienzellen bei ver-
schiedenen Wirbeltieren. Internat. Monatsschr. Anat. Physiol. 20. Bd.
p. 329—414, 13 figg. 3 Taf.
Binnennetze der spinalen Ganglienzellen bei Rana, nicht aber
bei Pelobates, Salamandra und Triton; ebenso bei Emys, Testudo,
Tropidonotus, nicht aber bei Lacerta.
Woltf, M. Über die Continuität des perifibrillären Neuroplasmas.
(Hyaloplasma Leydig-Nansen). Vorl. Mitt. Anat. Anz. Bd. 23, p. 20
—27, 6 figg.
Bestätigung der Angaben von Held über Neurosomen, granuläre
Gebilde in den motorischen Endplatten von Rana und Tropidonotus,
sowie in den Ranvier’schen Schnürringen der Zungennerven von
Rana. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 149.
Perroneito, A. Etudes ulterieures sur la terminaison des nerfs
dans les muscles & fibres striees. Arch. Ital. Biol. Tome 38. p. 393
—412, 2 Taf.
Feines peripheres Fibrillengeflechte in den motorischen Endplatten
der Reptilien. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 181.
Saint-Remy, 6. u. Prenant, A. Recherche sur le developpement
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 5
des derives branchiaux chez les Sauriens et les Ophidiens. Arch. Biol.
XX, pp. 145—209, Taf. I—VI.
Entwicklung der Kiemenspaltenderivate bei Anguis, Lacerta,
Gongylus, Coluber und Tropidonotus. Ref. in Jahresb. Zool. Stat.
Neapel f. 1903 p. 215.
Beguin, F. L’intestin et la digestion chez les Reptiles. Arch.
Sei. Nat. (4) XV, pp. 443—445.
Greil, A. Beiträge zur vergleichenden Anatomie und Ent-
wicklungsgeschichte des Herzens und des Truncus arteriosus der
Wirbeltiere. Morphol. Jahrb. XXXI, pp. 123—310, figg., Taf. VI—XI.
Entwicklung des Canalis auricularis, Ventrikels, Bulbus cordis
u. Truncus arteriosus vornehmlich bei Zacerta agılıs; vergleichsweise
wurde auch Z. muralis, Anguis und Tropidonotus natrix ferner Taren-
tola, Varanus, C'hamaeleon basiliscus, Alligator lucius u. a. Reptilien
untersucht. Die Saurier, Ophidier und Chelonier haben temporär,
die Crocodilier constant getrennte Ventrikelabteilungen. Bei Varaniden
und Cheloniern ist der Ventrikel außen durch eine dem Sulcus inter-
ventricularis der höheren Wirbeltiere entsprechende Furche geteilt.
Auch Lage und Bedeutung des Foramen Panizzae der Crocodilier
wird eingehend erörtert. Ausf. Ref. der umfangreichen Arbeit in
Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 224.
Jolly, 3. Influence de la chaleur sur la regeneration du sang et
sur la division des globules sanguins chez le Triton et le Lezard. ©. R.
Soc. Biol. Paris Tome 55 p. 1411—1412.
In den Erythrocythen des Herzblutes von Triton palmatus, die
3 Tage lang bei 28° gehalten wurden, fanden sich zahlreichere Mitosen
als bei solehen, die gewöhnlicher Temperatur ausgesetzt waren, dasselbe
fand Verf. auch bei Lacerta viridis u. agılis.
Vialleton, L. Lymphatiques valvules et ganglions Iymphatiques
Bibl. Anat. Paris Tome 12. p. 19—31.
Die Amphibien haben ein ventrales und peripheres Lymph-
gefäßsystem. Zwischen die ersteren, welche durch die großen Lymph-
reservoirs gebildet werden und die letzteren, welche sehr feine Capillaren
vorstellen, sind größere Gefäße eingeschaltet. Anstatt des retroperi-
tonealen Lymphsackes finden sich bei Reptilien entweder Gefäße,
die (wie die Aorta bei Schildkröten) ein Blutgefäß umschließen oder
an ihrer Stelle Gefäßnetze (Alligator). Der bei den Vögeln u. Säuge-
tieren bestehende Unterschied zwischen Lymphcapillaren (ohne
Klappen) und Gefäßen mit Klappen fehlt bei den niederen Vertebraten.
Pinto, €. Sullo Sviluppo della milza nei Vertebrati. Anat. Anz.
24. Bd. p. 201—203.
Entwicklung der Milz u.a. bei Bufo u. Lacerta.
Soulie, A. H. Re£cherches sur le developpement des capsules
surrenales chez les Vertebres superieurs.. Journ. Anat. Phys. Paris
39. annee p. 197—293, 390—425, 492—533, 634—662, Taf. 2—5.
Bau bezw. Entwieklung der Nebenniere, auch bei Reptilien und
Batrachiern. Sie sind phylogenetisch sehr alte, nicht rudimentäre
Organe von großer Bedeutung als Drüsen mit innerer Sekretion,
6 II. Reptilia und Amphibia für 1903.
Schauinsland, H. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte und
Anatomie der Wirbeltiere. I—III. Zoologica XVI, 168 pp., 56 Taf.
Eingehende Beschreibung der Entwicklung u. Anatomie von
Sphenodon und Chamaeleon (Ausf. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel
f. 1903 p. 115).
Ballowitz, E.E Die Abfurchung von Paraspermiumzellen um
Paraspermiumkerne und das Auftreten von Paraspermiumzellen in den
polyspermen Keimscheiben der meroblastischen Wirbeltiereier. Anat.
Anz. XXIII, pp. 281—284.
Weber, A. Remarques a propos de la segmentation du mesoderme
chez les Amniotes. Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 19—22.
Brouha. Sur le mode de creusement de l’allantoide chez certains
Reptiles. ©. R. Ass. Anat. 5. Sess. p. 199—203, 2 figg.
Primitivstreifen bei Zacerta muralis; Entstehung der Allantois-
höhle aus epithelialen Canälen, auch bei Troptdonotus. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 82.
Pondrelli, Margherita. Sul callo embrionale dei Sauropsidi. Anat.
Anz. XXIV, pp. 165—168, figg.
Bei Testudo entwickelt sich die Eischwiele wie bei den Vögeln
und hat auch den gleichen Bau. Bei T. u. Crocodilus ist das Epitrichium
wie bei den Vögeln unter der Eischwiele stark verdickt, was Verf. auf
das von den Epitrichialzellen in großer Menge abgeschiedene Kera-
tohyalin zurückführt.
Ditmars, R. L. Observations on the development of Reptiles with
notes on feeding Reptiles in captivity. Rep. New York Zool. Soc.
f. 1902, pp. 145—153, fig.
Brimley, © 8. Notes on the reproduction of certain Reptiles.
Amer. Natural. XXXVII, pp. 261—266.
Form, Größe und Zahl der Eier bei verschiedenen nordameri-
kanischen Reptilien, weitere Angaben über Zeit des Ausschlüpfens
der Jungen und deren Größe; die Beobachtungen erstrecken sich
auf Zamenis constrictor, Heterodon platyrhinus, Ophibolus getulus,
Coluber quadrivittatus, guttatus u. obsoletus, Ophrbolus doliatus triangulus,
C'yclophis aestivus und Carphophis amoenus unter den Schlangen, von
Eidechsen sind Sceloporus undulatus, CUnemidophorus sexlineatus,
Leiolepisma laterale und schließlich von Schildkröten verschiedene
Cinosternum u. Ohrysemys-Arten behandelt. Als lebendiggebärend
erwiesen sich Natrix leberis (13 Junge in einem Wurf), Virginia elegans
(5), Liodytes alleni (6 Junge).
Ethologisches. Werner, F. Aus meinen Terrarien. Natur
u. Haus XII. p. 132.
Bemerkungen über Thamnodynastes nattereri, Rhadinaea merremii,
verschiedene Eidechsen, Schlangen und Schildkröten in Gefangen-
schaft. Ausführliche Mitteilung über die Nahrung verschiedener
Boiden, sowie Zusammenstellung der Nahrung einer großen Anzahl
von Colubriden- Arten; Schilderung des Zusammenlebens und der
Ernährungsweise der Eidechsen u. Schlangen in den Terrarien des
Verf.’s.
III. Reptilia und Ampbibia für 1903. 7
Werner, F. (Briefliche Mitteilungen). Zool. Garten XLIV. 1903
p. 27.
Kampf von Eunectes notaeus mit einem jungen Crocodilus palustris,
das nur mit Mühe aus den Umschlingungen der Schlange befreit werden
konnte; eine Woche später nahm dieselbe Schlange mehrere Weiß-
fische an, die äußerst fest umschlungen wurden.
Krefit, P. Das Absterben von Reptilien u. Amphibien infolge
von Altersschwäche. Bl. f. Aq. u. Terr. Kunde XIV. 1903 p. 340—341.
Wird für Salamandra maculosa, Testudo graeca u. Triton alpestris
als Todesursache angenommen.
Berg, 3. Briefliche Mitteilung. (Zool. Garten XLIV. 1903 p. 194.
Über weitere lebend in Europa angekommene Cachryx defensor,
Geburt von Tihqua scincoides in Gefangenschaft, Bemerkungen über
Macroscinceus und Chalcides bedriagae.
Barbier, H. Notes d’Erpetologie. Bull. Soc. Elbeuf XXI, pp. 50
—72, Taf.
Werner, F. Mensch und Kriechtier in den Mittelmeerländern.
Zool. Garten XLIV. 1903. p. 1—6.
Verf. teilt seine Erfahrungen über das Verhältnis des Menschen
zu den Kriechtieren in Dalmatien, Griechenland, Kleinasien, Agypten
und Algerien mit; so über das Reptilienfängerdorf Bokanjaec bei Zara,
die Furcht der Einwohner der Insel Brazza vor Eidechsen und Schlangen,
das weitverbreitete Märchen von den kühemelkenden Nattern, den
begreiflichen Abscheu der Bevölkerung in vielen Teilen Griechenlands
und Kleinasiens vor den Exkremente mit Begierde verzehrenden
Landschildkröten, die Schonung der Kriechtiere bei den klein-
asiatischen Türken, Reptilienfang und -Handel in Ägypten und Algerien.
Physiologisches. Kiunzinger, €. B. Über Melanismus
bei Tieren im Allgemeinen und bei unseren einheimischen insbesondere
Jahresh. Ver. Württemb. LIX, pp. 267—297.
Verfasser stellt die Fälle von Melanismus bei Reptilien und
Amphibien aus der Litteratur u. eigenen Beobachtungen zusammen,
bringt aber kaum neues über den Gegenstand. Melanismus wird für
Rana temporana von Ried bei Schussenried und namentlich von Kloster
Reichenbach (Oberseite tiefschwarz, durch Zusammenfließen von
Flecken; dazwischen helle Linien; Bauchseiten mit schön orangeroten
Flecken — var. Reichenbachensis n.) nachgewiesen. Für die württem-
bergische Localfauna bringt die Arbeit manches Bemerkenswerte.
Langlois, 3. L. u. Pellegrin, J. A propos de la r&gulation thermique
des Reptiles. ©. R. Soc. Biol. LV, pp. 875 u. 876.
Launoy, L. Contribution a l’etude des phenomenes nucleaires de
la seeretion (cellules & venin — cellules & enzyme). Ann. Se. Nat. (8)
Tome 18 p. 1—224, 4 figg., Taf. 1—2.
Über die feineren Vorgänge bei der Bildung von Giften und
Enzymen, wobei die Parotis von Vipera, Zamenis u. Tropidonotus,
die Giftdrüsen von Triton, die Pepsindrüsen des Magens von Vipera,
sowie bei Lacerta, Anguis u. Triton, die serösen Speicheldrüsen von
8 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Zamenis u. Tropidonotus in Betracht gezogen werden. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 197.
Systematik. Mocquard, F. Notes herpetologiques. Bull.
Mus. Paris 1903, pp. 209—221.
Steindachner, F. Über einige neue Reptilien- und Fischarten des
Hofmuseums in Wien. SB. Ak. Wien CXII, pp. 15—21.
Werner, F. Neue Reptilien und Batrachier aus dem naturhisto-
historischen Museum in Brüssel. Zool. Anz. XXVI, pp. 246—253.
Faunistik.
Recente Formen.
' Schuster, L. Im Dachauer Moos. Zool. Garten XLIV. Auf p. 377
werden Vipera berus, Blindschleiche und Eidechsen als häufig an-
gegeben.
S. auch Klunzinger, C.B,, p.7.
Europa. Laver, H. Reptiles and Batrachians. Victoria History
of Counties. Kent, I, pp. 230 u. 231.
Sim, 6. The Vertebrate Fauna of „Dee“. Aberdeen, 1903, 8°,
295 pp., figg.
Leighton, G. R. The Life-history of British Lizards and their local
distribution in the British Isles. Edinburgh and London, 1903, 8°.
XII + 214 pp., figg.
Eine gute Beschreibung der britischen Eidechsen (Lacerta agilıs,
viridis, vivipara u. muralis, sowie Anguis), der Anatomie der Eidechsen,
mit Abschnitten über die Brüchigkiet des Schwanzes, die Farben-
variation und die Reduction der Gliedmaßen bei diesen Reptilien.
Im zweiten Teile wird die Verbreitung der Eidechsen auf den Britischen
Inseln behandelt. Das Buch bietet mehr als eine bloße Fauna des
Gebietes und bringt in seinem ersten Teile sehr viele allgemeiner inter-
essante Erörterungen und Abbildungen. Die Abbildungen der Eidechsen
nach photographischen Naturaufnahmen sind gut. Das $ von L. agilis
ist aber in Wirklichkeit eine ZL. vivipara und als L. muralis ist eine
serpa, die auf den Kanal-Inseln wohl kaum vorkommt, dargestellt,
Ref. in Zool. Centralbl. XI. 1904 p. 496.
Forel, E. A. Le Leman. Monographie limnologique. Vol. III,
1. livraison. Lausanne, 1902, 8 vo, 411 pp., figg.
Cecconi, 6. Vertebrati della foresta Vallombrosa. Arch. zool.
ital. I, pp. 339— 344.
Kovatscheif, W. T. Beiträge zur Kenntnis der Reptilien und
Amphibienfauna Bulgariens. Verh. Ges. Wien LIII, pp. 171—173.
Verf. bringt Angaben über das Vorkommen der bis jetzt aus
Bulgarien bekannten Reptilien und Batrachier. Er verzeichnet Emys
orbicularis L. aus ganz Bulgarien, Testudo graeca L. von Rustschuk,
Sophia, Philippopel, Tatar-Pazardjik, Hemidactylus turcicus L. von
Philippopel, Anguis fragilis von Eski-Djumae u. Tat.-Paz., Ophi-
saurus apus Pall. von Varna u. Sosopol, Lacerta viridis Laur. typica
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 9
von Tat. Paz. und die var. maior Blngr. als häufig im Rustschuker
Kreise, L. muralis Laur. aus dem Rustschuker Kreise und von Tat.-
Paz., L. taurica Pall. von Rustschuk, Ablepharus pannonicus Fitz.
von Rustschuk, Tropidonotus natrix L. vom Rustschuker Kreise,
Eski-Djumae, Tat.-Paz. var. bilineata von Nikopol, T. tessellatus von
Rustschuk u. Eski-Dj., Coronella austriaca von Rustschuk, Coluber
sauromates Pall. von Rustschuk, Tutrakan, Nikopol, Zamenis dahli
Fitz. von Sosopol, Z. caspius Jvan von Rustschuk, Vipera ammodytes
L. vom Rustschuker u. Burgaser Kreise, Tirnowa, Nikopol, Eski-Dj.
—- Hierzu kämen noch @ymnodactyles kotschyi Stehn. u. Lacerta prati-
cola Everm., die dem Ref. seither aus Rustschuk zugekommen sind.
Die vom Ref. bereits 1899 aus Bulgarien genannten Arten u. Fundorte
sind hier nicht wieder erwähnt. — Von Batrachiern werden als in
Bulgarien vorkommend aufgeführt: Rana esculenta L., R. agilis Thomas
(Rustschuk), R. temporaria L. (Tat.-Paz.), Bufo vulgaris L. (Tat.-Paz.;
Burgaser Kreis), B. viridis Laur. (Rustschuk), Hyla arborea L. (Rust-
schuk, Tat.-Paz.), Bombinator igneus Laur. (Rustschuk, Tat.-Paz.),
Molge cristata Laur. (Rustschuk, Sistow, Tat.-Paz.), Salamandra
maculosa Laur. (Tat.-Paz., Weg von Ferdinand zum Petrochan).
Gugler, W. Herpetologische Skizzen aus Südistrien, Dalmatien,
Montenegro und der Herzegowina. Bl. f. Aq. u. Terr. Kunde XIV.
1903 p. 132—134, 143—146, 2 figg.
Verf. nennt aus der Umgebung von Pola Zamenis gemonensis
typica u. var. carbonaria, Vipera ammodytes, Lacerta viridis, L. muralis
var. maculiventris, L. serpa (Scoglio S. Cattarına, Val Bandon bei
Fassana, Scoglio Fenera bei Promontore); von Lussin Zacerta Iittoralis
var. olivacea, Coluber quatuorlineatus u. leopardinus (dieser neu für
die Insel) von Clissa bei Spalato Lacerta oxycephala, von Lissa L. lito-
ralıs var. lissana, von Lesina L. httoralis var. olivacea, von Curzola
L. oxycephala, ebenso von Lissa und vom Omblatal bei Gravosa);
von letzterem Fundorte auch Zamenis gemonensis und dahli. Von
Montenegro wird eine dunkle Form der Z. oxycephala nebst L. muralis
fusca, bittoralis, sowie Zamenis dahlii (neu für Montenegro), von der
Baba planina in der Herzegowina L. mosorensis (gute Abbildg. p. 133)
u. muralis fusca (Beschreibung), Vipera ursinii Bp. (gute Abbildg.
p. 145) genannt.
Scherer, J. Im Karstgebirge. Natur und Haus XII. p. 85—93.
In dieser Schilderung einer Reise nach der Herzegowina und Mon-
tenegro sind auch die dort beobachteten Reptilien behandelt und die
charakteristischen Karsteidechsen Lacerta mosorensis, oxycephala,
littoralis (mit var. olivacea) auf p. 88 abgebildet, obwohl letztere zu groß.
Holtz, M. Das Reptilienleben Griechenlands. Natur und Haus XV.
p. 241—243.
Kurze Schilderung der Reptilienfauna der Peloponnes in Bezug
auf das Vorkommen.
Tiesler, W. Die Reptilien und Batrachier der russischen Ostsee-
provinzen. Zool. Garten XLIV, pp. 256—258.
10 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Emys orbicularis soll in den russischen Ostseeprovinzen jetzt
ausgestorben sein; von Eidechsen ist Lacerta vivipara die am meisten
charakteristische und an geeigneten Plätzen fast überall vorkommende
Art, während L. agilis in großen Distrikten fehlt; massenhaft wurde
L. vivipara bei Libau gefunden. Anguis ist bis Nord-Esthland ver-
breitet und wird wohl viel verfolgt. Von den drei Schlangen des Gebietes
sind Tropidonotus natrix und Vipera berus ın allen drei Gouvernements
nicht selten, dagegen kommt Coronella austriaca nur vereinzelt in Kur-
land und in Livland links von der Düna vor. Von Fröschen kommt
R. esculenta, ridibunda, arvalis und temporaria (ridibunda hat stellen-
weise den Wasserfrosch fast verdrängt), alle drei europäischen Bufo-
Arten, besonders häufig B. calamita, ferner Pelobates fuscus, Bom-
binator igneus (dieser in Kurland), schließlich von Molehm Molge eristata
und vulgaris vor. Hyla und Salamandra fehlte in den baltischen
Provinzen.
Silantiev, A. Materialien zu der Herpetologie des Schwarzen
Meer-Gouvernements (Russisch). Annuaire Mus. St. Petersb. VIII,
pp: 30—39.
Vf. nennt aus dem Schwarzen Meer-Gouvernement von Batrachiern
Rana esculenta L., macrocnemis Blngr. (ausf. Beschr.), Bufo vulgaris
Laur. u. viridis Laur., Hyla arborea L., Pelodytes caucasicus Blngr.,
Molge cristata Laur. var. Karelini Strauch; von Reptilien Zmys orbi-
cularis L., Testudo ibera Pall., Tropidonotus natrix L., tessellatus Laur.,
Coluber longissimus Laur., Vipera renardi Christ., Ophisaurus apus
Pall., Anguis fragilis L. var. colchica Dem., Lacerta viridıs Laur., prati-
cola Eversm., muralis Laur.
Asien. Werner, F. Die Reptilien u. Amphibien von Klein-
asien. SB. Ak. Wien CXI, pp. 1057—1121, 3 Taf.
Eine bis zum Zeitpunkt des Erscheinens ziemlich vollständige
Zusammenstellung der Reptilien- und Batrachierfauna zum Teil auf
Grund eigener Sammlungen des Verf.’s; die Zahl der Arten hat sich
nach späteren Mitteilungen des Verf.’s als nicht erheblich größer heraus-
gestellt. Die Halbinsel wird in 4 oder 5 faunistische Gebiete gegliedert,
von denen das nördliche oder pontische Gebiet, vom bithynischen
Olymp bis zum Kaukasus reichend, durch Zacerta viridis typica, Anguwis
fragilis, Coluber hohenackeri, Salamandra caucasica und Rana agilis
charakterisiert ist, das westliche oder mediterrane Gebiet mit Mabwa
septentaeniata, Eryz jaculus und Coelopeltis monspessulana, das syrische
Gebiet, die Gebirgszüge an der Südküste, sowie die Inseln Rhodos und
Kos umfassend, mit Zacerta danfordi und laevis (auf dem Festland auch
Latastia cappadocica Wern. — Ref.), Mabuia vittata, Blanus aporus, Contia
decemlineata, Coluber tauricus, Zamenis gemonensis var. asiana, SO-
wie Vipera lebetina var. bornmülleri, das centrale Steppengebiet
mit Lacerta anatolica und parva, Agama ruderata, sowie schließlich
das Iykische Bergland mit Salamandra Luschani, Molge crocata, Blanus
bedriagae und Ophiomorus punctatissimus. Nach Osten zu wird die
herpetologische Fauna Kleinasiens kaum wesentlich reicher. Auffallend
ist, die Armut Kleinasiens an Giftschlangen; es war nur eine Art (Vrpera
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 11
lebetina L.) bekannt, zu der später freilich die südliche Var. meridionalis
Blngr. von V. ammodytes L. aus dem nördlichsten Kleinasien hinzukam.
Von den Reptilien des Gebietes sind drei Arten von Schildkröten
(Olemmys caspica Gmel., Emys orbieularis L., Testudo ibera Pall.),
zwei Geckonen, zwei Agamiden, zwei Anguiden, drei Amphisbaeniden
(davon zwei, Blanus bedriagae und aporus für Kleinasien eigentümlich),
neun Lacertiden (davon L. parva, anatolica und danfordi, sowie die als
Lacerta beschriebene Latastia cappadocica endemisch), vier Scinciden,
also 22 Eidechsen, ferner Uhamaeleon vulgarıs und 17 Schlangen
(Typhlops vermicularis Merr. und Eryz jaculus L., ferner 2 Tropidonotus,
4 Zamenis, 4 Coluber (davon CO. tauricus Wern. endemisch), 2 Contia,
Tarbophis fallax und Calopeltis monspessulana, sowie Vipera lebetina.
Unter den Batrachiern sind 7 Schwanzlurche (Salamandra maculosa
und die beiden Arten mit Schwanzwurzelhöcker des J, 8. luschani
u. caucasica, ferner Molge eristata vittata, vulgarıs u. crocata) und
8 Froschlurche (Rana macrocnemis, camerani, agilıs [diese neu für
Kleinasien u. die europäische Türkei] ridibunda, Bufo vulgaris u. viridis,
Hyla arborea und Pelobates syriacus). Am Schlusse wird eine Über-
sicht der geographischen Verbreitung (mit Tabelle) gegeben. Ref. in
Zool. Centralbl. XI. p. 156.
Werner, F. Über Reptilien und Batrachier aus West - Asien
(Anatolien und Persien). Zool. Jahrb. Syst. XIX, pp. 329—345,
Taf. XXIII u. XXIV.
Die Arbeit enthält die Beschreibung der herpetologischen Aus-
beute von Prof. Vosselerin Südwest-Kleinasien und auf der Insel
Kos, sowie von Bornmüller in Nord-Persien. Von ersterem
Material wäre Lacerta parva Blngr. von Afıun Karahissar, L. anatolica
Wern. vom Originalfundort Köktsche Kissik (Maßangaben sämtlicher
bekannter Exemplare), L. cappadocica Wern. (Beschreibung), Z.
danfordi Gthr. von Adalıa-Buldur, Zremias velox Pall. aus den Bergen
westlich von Buldur, Chamaeleon vulgaris Daud., Eryx jaculus L.
und Tarbophis fallax Fleischm. von Milet, ferner Rana macrocnemis
Blngr. von Köktsche Kissik und Molge crocata Str. von den Bergen
westlich von Buldur zu nennen. Von der Insel Kos sind nunmehr
2 Arten von Schildkröten, 6 Eidechsen, 5 Schlangen, sowie 3 Ba-
trachier bekannt. Angeschlossen ist eine Tabelle, welche die Verbreitung
der Arten von Kos auf den übrigen kleinasiatischen Inseln und eine
weitere, welche die Verbreitung der übrigen 15 Inselarten zeigt. In. var.
(s. Colubridae aglyphae). Von den persischen Arten möge nur die von
Nerion im Elbursgebirge, 3000 m hoch gefangene Agama caucasica
Hichw., Lacerta viridis var. strigata Eichw. von Enseli am Caspi-See,
Lacerta depressa Cam. von Asadbar im Elburs (2500 m) und vom Lur-
thal (Demawend) erwähnt werden. Die neue Art Zamenis bornmülleri
—= Contia collaris, wie bei der Korrektur noch bemerkt werden konnte.
— Anhangsweise wurde auch noch eine kleine Colleetion von Reptilien
aus Adana im cilieischen Taurus behandelt, aus der 3 Arten für Klein-
asien neu sind, nämlich Chaleides ocellatus Forsk, Eumeces schneideri
Daud. und Contia coronella Jan. Aus Ciliecien noch nicht bekannt
waren: Eryx jaculus L., Tropidonotus natrix L. var. bilineata Jan,
1162 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Coelopeltis monspessulana Herm., Vipera lebetina L. var. mauritanica
Guich. — Ref. ın Zool. Centralbl. XI. p. 499.
Nikolski, A. Über drei neue Arten von Reptilien gesammelt von
Herrn N. Zarudny in Ost-Persien im Jahre 1901. Annuaire Mus.
St. Petersb. VIII, pp. 95—58. (Russisch).
Boulenger, 6. A. Reptiles. In: H. O. Forbes, Natural History
of Sokotra and Abd-el-Kuri (Liverpool, 1903, 8°). p. 75—%, figg.,
Taf. VIII—X1.
Über die Reptilienfauna von Sokotra liegen bereits frühere An-
gaben vor, daJ.B.BalfourundRiebeckaufder Insel gesammelt
und über die Ausbeute des erstgenannten Forschers Blanford und
Günther, über die von Riebeck aber Peters berichtete.
Durch H.O. Forbes und Ogilvie-Grant ist nun nicht nur
diese Insel neuerdings, sondern auch die kleine, zwischen Sokotra
und dem Cap Guardafui gelegene Insel Aba-el-Kuri zum erstenmal
durchforscht worden; auf dieser Insel wurden außer Seeschildkröten
nur drei Arten von Eidechsen, ausschließlich Geckoniden, nämlich
Pristurus rupestris Blanf., Hemidactylus oxyrhinus Blngr. (Taf. X. fig. 2)
und H. forbesi Blngr. (Taf. III, fig. 2) diese beiden letzteren endemische
Formen der Insel gefunden (s. aber auch unten Steindachner).
Von Sokotra sind sechs Arten, sowie eine Gattung neu entdeckt
und schon 1899 beschrieben worden. Trotz der Nähe von Somaliland
und Arabien hat die dazwischen gelegene Insel nur sehr wenige Arten
mit diesen beiden Gebieten gemeinsam und die meisten Arten, sowie
drei von 13 Gattungen sind endemisch; auch fehlen viele an beiden
benachbarten Küsten häufige Arten, wie Pristurus crucifer, flavi-
punctatus, Acanthodactylus boskianus, Chalcides ocellatus, Zamenis
rhodorhachis ete.; alle diese Tatsachen beweisen, daß Sokotra schon
seit sehr langer Zeit isoliert gewesen sein muß. Batrachier fehlen auf
der Insel vollständig. Die einzelnen Arten von Sokotra sind ausführlich
beschrieben und z. T. auch abgebildet. Es sind die folgenden: Pristurus
insignis Blanf. (endem.), rupestris Blanf., Phyllodactylus riebecki
Peters (endemisch; Abbildg. Taf. VIII), Pryllodactylus trachyrhinus
Blngr. (endem., Abb. Taf. IX, fig. 1), Hemidactylus homoeolepis Blanf.,
pumilio Bingr. (für pumilus Blngr. nec Hall.; Taf. X fig. 1), granti
Bingr. (Taf. X fig. 3), alle drei endemisch; 7. tureicus L., (neu für
Sokotra) H. flaviwiridis Rüpp. Varanus scheint früher auf der Insel
gelebt zu haben, ist aber jetzt jedenfalls ausgerottet. Die Amphis-
baenidengattung Pachycalamus mit P. brevis Gthr.' ist endemisch.
Die Lacertiden sind durch Zremias guttulata Licht. (balfouri Blanf.,)
die Seineciden durch Mabuia socotrana Peters (endem.), Parachalcides
socotranus Blngr. (endem. Gattung; von Steindachner als Hakaria
simonyi beschrieben; Abbildg. Taf. XI. fig. 1), die Chamaeleons durch
Chamaeleon monachus Gray (endem.) vertreten. Von Schlangen sind
die meisten: Typhlops socotranus Bingr., Glauconia filiformis Bingr.
(Abbildg. Taf. XI fig. 2), @. macrura Blngr. (für @. longicauda Bilngr.
nec Peters; Abbildg. Taf. XI fig. 3), Zamenis socotrae Gthr., Drypophis
vivaxz Gthr. (endem. Gattung) nur von Sokotra bekannt; nur Zchis
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 13
coloratus Gthr. lebt auch in Palästina, Ägypten und Arabien. Das
Vorkommen von See- und Riesenlandschildkröten, sowie von Kroko-
dilen (diese letzteren jedenfalls ausgestorben) wird von H.O. Forbes,
der zahlreiche ethologische Notizen beigegeben hat, diskutiert.
Steindachner, F. Batrachier und Reptilien aus Südarabien und
Sokotra. S. B. Ak. Wien CXII, p. 7—14.
Das Material wurde teils von Prof. Oskar Simony während der
südarabischen Expedition der Kaiserl. Akademie der Wissenschaften
in Wien, teils von Frau Dr. W. Hein gesammelt. Von den 38 ver-
zeichneten Arten entfallen 23 auf die südarabische Küste. Es werden
folgende Arten genannt: Stenodactylus (Ceramodactylus) doriae Blanf.
von Gischin (Hein), St. (C.) pulcher Anders. und Pristurus collaris
Stdchr. ebendaher, letzterer auch an verschiedenen anderen Punkten
. von Südarabien von Simony gesammelt, P. crucifer Val. von Aden,
Ptyodactylus hasselguisti Donnd. von verschiedenen Punkten von Süd-
arabien, Hemidactylus turcicus L. von Gischin, 4. yerburii Anders.
u. Agama sinaita Heyd. ebendaher, letzterer auch von verschiedenen
Stellen der südarabischen Küste, Uromastix (Aporoscelis) benti Anders.,
Acanthodactylus boskianus Daud. ebenfalls von mehreren Orten Arabiens,
A. cantoris Gthr. u. Eremias guttulata Licht. (Gischin), Mabwia brevi-
collis Wiegm. von “Azzan, Scineus hemprichii Wiegm. von Aden, Sc.
muscatensis Mun. von Gischin, C'halcides ocellatus Forsk. von Gischin
u. a. O., O'hamaeleon calcarıfer Potus von “Azzan (auf Tamarix-Ge-
büschen), Zamenis rhodorhachis Jan, Psammophis schokari Forsk.,
von Gischin, letztere Art auch von anderen Fundorten, Cerastes cornutus
Hasselg. u. Echis carinatus Schn., von Batrachiern Rana eyanophlyetis
Schn. von ‘Azzan und Bufo viridis Laur. var. arabica von verschiedenen
Orten. — Die Arten von Sokotra sind dieselben wie sie Boulenger
verzeichnet; von Abd-el-Kuri werden genannt Pristurus rupestris,
Hemidactylus oxyrhinus, H. homoeolepis, Eremias guttulata, Mabuwia
socotrana, von der Insel Hakarı Eremias gquttulata, Mabuwia socotrana,
Parachalcides socotranus, Typhlops socotranus, Glaucomia filiformas,
Zamenis socotrae.
Willey, A. Contribution to the Fauna of Ceylon. Spolia Zeylon
I, pp. 1—13, figg.
Butler, A. L. A list of the Batrachians known to inhabit the
Malay Peninsula, with some remarks on their habits, distribution,
a. c. J. Bombay Soc. XV, pp. 193—205.
Boulenger, @. A. Report on the Batrachians and Reptiles. In
Annandale u. Robinson, Fascie. Malay. Zool. I, pp. 131—176, figg.
Taf. V—X.
Die beiden Forscher, die das in vorstehender Arbeit beschriebene
Material zusammengebracht haben (Annandaleu. Robinson)
haben nicht nur dadurch zur weiteren Kenntnis der herpeto-
logischen Fauna der malayischen Halbinsel beigetragen, daß sie neu
Arten entdeckten (s. Ranidae, Testudinidae, Scincidae, Colubridae
opisthoglyphae) und einige (Mabuia siamensis, Lygosoma quadrivittatum,
Dibamus novae-guwineae) neu für die malayischen Halbinsel nach-
14 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
weisen, sondern auch der Färbung der gesammelten Tiere im Leben,
sowie der Biologie besondere Aufmerksamkeit schenkten und die An-
gaben Flower’s in vieler Beziehung ergänzen konnten. Von den
zahlreichen Arten, über die mehr weniger ausführliche Bemerkungen
vorliegen, mögen nur erwähnt werden: Rhacophorus nigropalmatus
Blngr. (abgeb. Taf. VI. fig. 1), Megalophrys montana Kuhl var. aceras n.
(Taf. V, fig. 1, — Bemerkungen über die merkwürdigen Larven);
Ixalus larutensis Blngr. (Taf. V, fig. 3—4), Batagur baska Gray, C'y-
clemys platynota Gray, Testudo elongata Blyth., Tomistoma, Croco-
dilus porosus, Gonatodes affinis Stol., Gehyra butleri Blngr., Draco
punctatus Blngr. (Taf. X, fig. 1) jformosus Bingr., Gonyocephalus
borneensis Schleg., herveyi Gray, Liolepis bellii Gray (Jugendform
abgeb. Taf. X fig. 2), Lygosoma praesigne Blngr., Lycodon laoensis
Gthr., Calamaria pavimentata DB., Thalassophis annandalii Laidlaw,
Naia bungarus Schleg. (Bißfall beschrieben), Amblycephalus moellen-
dorffii Bttgr., schließlich Anecistrodon rhostoma Bore (Verbreitung wie
Damonia subtrijuga: Siam, Malayische Halbinsel, Java; Biß nach
Aussage der Eingeborenen nicht gefährlich). — Angeschlossen ist ein
vollständiges Verzeichnis der Reptilien und Batrachier der malayischen
Halbinsel, das mit 60 Batrachiern, (3 Apoda darunter), 23 Schild-
kröten, (3 Seeschildkröten) 3 Krokodilen, 71 Eidechsen und
129 Schlangen (darunter 22 Hydrophiinen) gegen das Verzeichnis
Flower’s von 1896 einen Zuwachs von 16 Batrachiern und
37 Reptilien aufweist. Ref. in Zoolog. Centralbl. X. 1903 p. 943.
Brown, A. E. A list of the Reptiles and Batrachians in the Harrison-
Hiller Collection from Sumatra. P. Ac. Philad. LIV, pp. 693—695.
Von den gesammelten 23 Reptilien sind nur wenige Arten von
Interesse, wie etwa Zaocys carinatus; bei Draco volans L., Varanus
salvator Laur., Tropidonotus trianguligerus Boie, Calamaria leuco-
cephalus DB., Psammodynastes pulverulentus Boie, und Chrysopelea
ornata Shaw finden sich Notizen, meist über die Färbung. Von den
6 Batrachiern wird Callula baleata Müll. neu für Sumatra angeführt;
ferner finden sich Bemerkungen über Bufo asper und M. nasuta Schleg.
(als montana Kuhl).
Brown, A. E. A collection of Reptiles and Batrachians from Borneo
and the Loo-Choo Islands. Proc. Acad. Philadelphia Bd. LIV. 1902.
Von den Borneo-Arten, die aus dem Westen und Nordwesten der
Insel stammen und denen genauere Fundortsangaben beigegeben sind,
wäre hervorzuheben: Bellia borneensis Gray, Üyclemys platynota
Gray, C. dhor Gray, Geoemyda spinosa Gray, Gonatodes kendalli Gray,
Japalura nigrilabris Peters, Varanus heteropholis Blngr., Mabuwia
rudıs Blngr., Lygosoma vittatum Edel., nitens Ptıs., Tropidophorus
brookii Gray, Hypsirhina doriae Peters; von Batrachiern ist Rana
everetti Blngr., glandulosa Blngr. und Calophrynus pleurostigma Gthr.
zu nennen. Bei vielen Arten finden sich kurze Beschreibungen. Die
Bestimmung einer Rhacophorus als maculatus wäre zu bezweifeln. Von
den Liu-Kiu-Arten mögen nur: Lygosoma pellopleurum Hall., Dinodon
semicarinatus Cope, Rhacophorus viridis Hall. und Molge pyrrhogastra
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 15
ensicauda Hall. genannt werden. Eine n. sp. (siehe Ber. f. 1902 p. 16,
Geckonidae).
Volz, W. Lacertilia von Palembang (Sumatra). Zool. Jahrb. Syst.
XIX, pp. 421—430.
Die verzeichneten Arten sind zwar zum größten Teile schon aus
Sumatra bekannt, doch werden außer genauen Fundortsangaben auch
Beschreibungen und namentlich bemerkenswerte Schilderungen der
Lebensweise gegeben, namentlich von Hemidactylus garnoti D. B.,
Gecko stentor Cant., verticillatus Laur. und monarchus Schleg., von
Draco volans L., cornutus Gthr. (dieser erst aus Borneo bekannt),
melanopogon Blngr. und haematopogon Boie, von Calotes cristatellus
Kuhl, Varanus salvator Laur. rudicollis Gray, Tachydromus sexlineatus
Daud. und Mabwa rudis Blngr. — Ref. in Zool. Centralbl. XI. 1904
. 156.
1 Werner, F. Über Reptilien u. Batrachier aus Guatemala und
China in der zoologischen Staats-Sammlung in München nebst einem
Anhang über seltene Formen aus anderen Gebieten. Abh. Bayer. Ak.
XXII, II, pp. 343—348, figg., Taf.
Das von Haberer gesammelte Material an Reptilien und
Batrachiern umfaßt zwei Arten von Schildkröten, 2 von Eidechsen und
14 Schlangen; von ihnen ist Tachydromus septentrionalis Gthr. vom
Ningpo-Gebirge, Eremias argus Ptrs. von Tsingtau und Kiautschou,
Tropidonotus percarinatus Blngr. vom Ningpo-Gebirge, Dinodon rufo-
zonatus Cant. (mit 19 Schuppenreihen) vom Ningpo-Gebirge, Zamenis
spinalıs Ptrs. von Tsingtau, Coluber rufodorsatus Cant. vom Ningpo-
Gebirge und von Hankou, C. dione Pall. von Tsingtau u. Peking,
C. climatophorus Boie von Tsingtau u. Hankou (Fundort wird von
Stejneger ebenso wie der von (. conspicillatus bei Hankou
bezweifelt, da diese beiden Arten bisher nur in Japan gefunden wurden),
C. phyllophis Blngr. vom Ningpo-Gebirge, C. quadrivirgatus Boie von
Hankou, Zaocys dhumnades Cant. vom Ningpo-Gebirge, Ancistrodon
blomhoffii Boie von beiden letzgenannten Fundorten zu erwähnen,
von den 8 Batrachiern namentlich Rana japonica Blngr. (Shanghai),
Bufo vulgaris Laur. (Tsingtau, Hankou, Shanghai und raddıi Strauch
(Tsingtau) sowie Bombinator orientalis Blngr. von Tsingtau. — Daran
schließt sich eine Übersicht der bisher aus dem eigentlichen China
bekannten Reptilien und Batrachier (p. 359—371) mit eine Übersichts-
tabelle der Verbreitung der Gattungen (p. 371—376), einer Tabelle,
welche die Zahl der Arten in den 18 Provinzen zeigt, eine Verbreitungs-
tabelle der Arten (p. 373—377) über diese Provinzen, schließlich
allgemeine Betrachtungen geographischer Natur.
Wall, F. A prodromus of the Snakes hitherto recorded from China,
Japan, and the Loo Choo Islands, with some notes. P. Z. 1903, 1,
pp: 84—102.
Eine Übersicht sämtlicher aus China, Japan und den Liu-Kiu-
Inseln bekannter Schlangen, z. T. nach der Litteratur, dem in drei
Museen in China (Hongkong, Shanghai und Zikawei bei Shanghai)
aufbewahrten Material und den von Verf. selbst gesammelten
Arten. Aus China kennt Verf. 2 Arten von Typhlopiden (7. bra-
16 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
minus vom Peak auf der Insel Hongkong), 2 Boiden (P. reti-
culatus von Hongkong u. dem Yangtse-Fal, P. molurus (ist P.
bivittatus Schleg. — Ref.) von Hongkong) 85 Colubriden, 2 Ambly-
cephaliden und 5 Viperiden. Von den Colubriden werden genannt: Acro-
chordus, Polyodontophis collarıs und Tropidonotus piscator von Hongkong
diese Art, annularis u. tigrinus vom Yangtse-Tal, T'. stolatus vom Festland
gegenüber Hongkong, T. percarinatus Blngr. vom Yangtse-Tal (Be-
schreibung), Opisthotropis andersonii von Hongkong (Beschreibung),
Achalinus rufescens von Hongkong (Beschr.), spinalis vom Yangtse-Tal
u. von Mt. Fuji, Japan (Beschr.). — Verf. ist mit Recht der Ansicht,
daß von dieser Art A. braconnieri nicht specifisch getrennt werden kann;
Lycodon subeinctus von Hongkong, Dinodon rufozonatus von Shanghai,
Yangtse-Tal, Japan, Ishigaki -Insel (Liu-Kiu-Gruppe) (Beschr., Be-
merkungen über Verhalten frischgefangener Exemplare), Zaocyo dhum-
nades(Shanghai u. ganzes Yangtse-Tal; Freileben beschrieben); Zamenis
korros vom Festland gegenüber Hongkong ünd vom Yangtse-Tal;
Z. mucosus von Stonecutters Island ım Hafen von Hongkong und
drei vom Festland gegenüber der Stadt; auch vom Yangtse-Tal;
Z. spinalis, sehr häufig im Yangtse-Tal (auch von Huangtsun, N. China
— wurde beim Verschlingen eines Gecko subpalmatus betroffen; Be-
schreibung des Ex.), Coluber mandarinus vom Yangtse-Tal; C. rufo-
dorsatus von Shanghai u. Yangtse-Tal; C. dione (häufigim Yangtse-Tal,
u. bei Ching-wang-tao, N. China; im Magen eines Ex. vier junge
Vögel, eines noch in der Schale gefunden; Beschreibung der nord-
chinesischen Ex.), (©. taeniurus von Shanghai, Yangtse-Tal; (Be-
schreibung), ©. phyllophis ( Yangtse-Tal; bis 8° 1“ lang; Shanghai),
C. radiatus von Hongkong; im Magen vier Junge eines Säugers, wohl
einer Ratte) gefunden; Dendrophis pietus von Hongkong; Simotes
violaceus von Hongkong u. Festland gegenüber H., (Vorkommen;
Beschr.); 8. chinensis ( Yangtse-Tal, Kiangyin am Yangtse; Beschr.);
Ablabes major ( Yangtse-Tal, Hongkong; Beschr.); A. doriae ( Yangtse-
Tal; neu für China); Calamaria pavimentata vom Riu Kıu Archipel,
pfefferi Stejn., C. sepentrionalis vom Yangtse-Tal, Aypsirhina plumbea
von Hongkong u. Festland gegenüber; (Beschr.), Homalopsis buccata
von Hongkong, Dipsodomorphus kraepelini von Formosa (Beschr.),
multimaculatus Hongkong u. Festland gegenüber; häufig; Chryso-
pelea ornata von Hongkong u. d. Yangtse-Tal; Hydrus platurus Hong-
kong, Formosa, Shanghai u. Japan oder Liu-Kiu-Küste; Beschr.;
Distira orientalis Stejn. = subeinceta; D. ceyanocincta von Hongkong
u. Shanghai; Enhydris hardwickii von Manila u. Bangkok (Beschr.);
Platurus laticaudatus von Formosa u. Liu-Kiu; (Sch. £.), P. colubrinus
von Penang; Bungarus fasciatus var. multicineta von Hongkong und
dem Festland gegenüber; B. candidus von Shanghai u. dem Yangtse-
Tal; Hongkong, Hainan (Beschr.); Naxa tripudians von Shanghai u. d.
Yangtse- Tal, Hongkong, Hainan (Beschr.), N. bungarus, v. Hongkong
u. Shanghai. — Amblycephalus moellendorffii ist häufig auf Honkong;
(Beschr.). — Ancistrodon acutus wird von Szechuen u. von Tu-Yuen,
Chowlory u. Kiente angegeben; von den Chinesen sehr gefürchtet;
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 17
Beschr.; A. blomhoffi häufig im Yangtse-Tal u. Shanghai; gefangen-
gehaltene Junge vibrierten, wenn erregt, mit dem Schwanze; Lachesis
gramineus häufig in Hongkong; Shanghai, Yangtse-Tal; wird wegen
ihres Lieblingsaufenthaltes in Hongkong und Assam Bambus-
Schlange genannt. — Von den 33 japanischen Liu - Kiu - Schlangen
bringt Verf. z. T. die japanischen Namen und die Schuppenformel,
wenn ihm Exemplare selbst untergekommen sind; bei Coluber clima-
cophorus u. quadrivirgatus Bemerkungen über die Lebensweise. Lachesis
mucrosquamatus ist wohl irrtümlich in die Liste aufgenommen.
Scherer, J. Aus der Reptilienwelt Japans. Natur und Haus XII.
p. 293—297, figg.
Beschreibung einiger häufigerer Reptilien und Batrachier von
Japan, wie Trionyz chinensis (= sinensis; Abbildg.), Olemmys japonica
(Abbildg.), Tachydromus tachydromoides u. Eumeces marginatus
(beide abgeb.), Tropidonotus tigrinus, Coluber quadrivirgaius u. conspi-
eillatus, Dinodon japonicus (abgeb.) schließlich Triton pyrrhogaster
(abgeb.) Bufo vulgarıs, Hyla arborea, Rana japonica, R. var. chinensis
(womit jedenfalls esculenta subsp. chinensis Osb. gemeint ist),
schließlich R. rugosa (abgeb.).
Australien. Boulenger, @. A. Descriptions of new Reptiles
from British New Guinea. P. Z. S. 1903, IL, pp. 125—129, Taf. XII
u. XII.
Perkins, R. €. 8. Reptilia. Fauna Hawaiiensis I, pt. IV, pp. 365
— 368.
Afrika. Lortet, L. u. Gaillard, €. La faune momifiee de l’an-
cienne Egypte. Reptiles. Arch. Mus. Lyon VIII, pp. 181—184, figg.
In mumificiertem Zustande wurde von Reptilien nur Crocodilus
niloticus, Naia haie, sowie im Kropf von Raubvögelmumien Ma-
bwia multifasciata gefunden.
Mayet, V. Catalogue raisonn& des Reptiles et Batraciens de la
Tunisie. Exploration Scientifique de la Tunisie. Paris 1903, 8. 32 pp.
Günther, A. Reptiles from Rio de Oro, Western Sahara. Nov.
Zool. X, pp. 298 u. 299, fig.
Außer der bisher erst durch das Original-Exemplar bekannten
Geckonia chazaliae Mocgq., einer echten, an Phrynosoma erinnernden
Wüsteneidechse, ist Stenodactylus sihenodactylus Licht., Tropiocolotes
tripolitanus Ptrs., Varanus griseus Daud., Acanthodactylus scutellatus
aureus n. subsp., Macroprotodon cucullatus Geoffr. Psammophis schokari
Forsk, und Coelopeltis monspessulana Herm. in der von Riggen-
bach im Gebiete des Rio del Oro (zwischen Senegal u. Marokko)
zusammengebrachten Collection vertreten, die mehr Interesse verdient,
als ihr der Bearbeiter anscheinend entgegenbrachte.
Bocage, 3. V. Borbaza Del. Contribution & la faune des quatre
iles du Golf de Guinee. J. Sci Liob. (2) VII, pp. 25—59.
Von Fernao do Po nennt Verf. Crocodılus cataphractus Cuv.,
Hemidactylus fasciatus Gray und brookii Gray, Agama planiceps Ptrs.,
Varanus niloticus L., Mabuia raddoni Gray, Lygosoma fernandi Burt.,
Scelotes poensis Boc., C'hamaeleon oweni Gray und cristatus Stutchb.,
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906, Bd. II. H.1. (III.) 2
18 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Typhlops punctatus Leach, Python Sebae Gmel., Calabaria Reinhardtii
Schleg., Mizodon fuliginordes Gthr., Tropidonotus ferox Gthr., Bo-
throphthalmus lineatus Peters, Boodon olivaceus A. Dum., Lycophidium
capense Smith, Hormonotus modestus DB., Simocephalus poensis Smith,
Philothamnus semivariegatus Smith, Hapsidophrys smaragdinus Schleg.,
Iineatus Fisch., Grayia smythii Leach, Xenurophis caesar Gthr., Dipsa-
domorphus pulverulentus Fisch., Dipsadoboa unicolor Gthr., Dryophis
kirtlandüi Hall., Microsoma collare Peters, Dendraspis neglectus Bocage,
Causus rhombeatus Licht. und Bitis nasicornis Shaw. Außer diesen
32 Reptilien, zu denen freilich in der letzten Zeit durch Fea noch
eine weitere Anzahl gefunden wurden, sind noch 10 Batrachier (Herpele
squalostoma Stutchb., Rana crassipes Buchh. u. Peters, R. newtoni
Bocage, Phrynobatrachus plicatus Gthr., Arthroleptis variabilis Mtsch.,
Tympanoceros newtoni Boc., Rappia ocellata Gthr., Hylambates rufus
Rehw., Bufo funereus Boe., B. tuberosus Gthr.) von dieser Insel an-
geführt. Von der Prinzeninsel sind nur 10 Reptilien (Chelone mydas L.,
Hemidactylus greeffii Boc., H. bocagii Blingr., Lygodactylus thomensis
Ptrs., Mabuia maculilabris Gray, Lygosoma africanum Gray, Feyhnia
polylepis Boc., Typhlops elegans Ptrs., Boodon lineatus DB., Hapsi-
dophrys smaragdina Schleg.) sowie zwei Batrachier bekannt (Rappia
concolor Hall. und Hylambates palmatus Ptrs.). Auf Annobom leben
nach dem Verf. Hemidactylus newtoni B.-Ferreira, Lygodactylus
thomensis Ptrs., Mabuia ozorvi Boc., Lygosoma africanum Gray und
Philothamnus Girardi Boc. Schließlich werden von S. Thome genannt
11 Reptilien, nämlich Sternothaerus derbianus Gray, Hemidactylus
mabuia Mor. und greeffii Boc., Lygodactylus thomensis Ptrs., Mabuia
maculllabris Gray, Lygosoma africanum Gray, Typhlops newtoni Boc.
Boodon lineatus DB., Phrlothamnus thomensis Boc., Naia melanoleuca
Hall. und Dendraspis viridis Hall. (von diesen kommt: Hemidactylus
mabwa auch, Lygodactylus thomensis nur, Mabuwia macuhlabris,
Typhlops und Boodon auch auf dem Eiland Rolas vor. Die fünf Ba-
trachier- Arten der Insel sind Dermophis thomensis Boc., Rana
newtoniw Boc., Rappia thomensis Boc., Rappia molleri Bedr. und
Arthroleptis calcaratus Ptrs. (auch auf Rolas).
Boulenger, 6. A. On a collection of Batrachians and Reptiles
from the interior of Cape Colony. Ann. Nat. Hist. XII (7) pp. 215—217,
taf. XVI u. XVII.
Die von Seimund und Grant bei Deelfontein im Richmond-Distrikt,
inmitten eines wüsten und wasserarmen Gebietes gesammelten Reptilien
und Batrachier gehören zu folgenden Arten: Xenopus laevis Daud.,
Rana angolensis Boc. und delalandii DB., Testudo tentoria Bell, Homopus
areolatus Thunbg., Pelomedusa galeata Schoepff, 13 Arten von Eidechsen,
die der gewöhnlichen Cap-Fauna angehören, sowie drei Arten von
Schlangen (T’rimerorhinus rhombeatus, Psammophis notostictus und
Aspidelaps lubricus, alle ebenfalls typische Cap-Tiere); außerdem ist
eine Batrachier- und eine Schildkrötenart neu (s. Bufonidae, Testu-
dinidae).
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 19
Tornier, &. Drei neue Reptilien aus Ost-Afrika. Zool. Jahrb.
Syst. XIX, pp. 173—178.
Jourdran, E. Les Ophidiens de Madagascar. Paris, 1903, 4 to,
63 pp., 30 Taf.
Amerika. Hurter, J. Second contribution to the Herpetology
of Missouri. Tr. Ac. St. Louis XIII, pp. 77—86.
Brown, A. E. Texas Reptiles and their faunal relations. P. Ac.
Philad. LV, pp. 543—558.
Verf. verzeichnet 48 Arten von Reptilien aus Pecos, Texas und
beschreibt einige davon mehr weniger ausführlich, so Cinosternum
flavescens, Crotaphytus collaris u. wislizeni, Holbrookia maculata u.
texana, Uta stansburiana u. ornata, Sceloporus spinosus clarkii, Onemi-
dophorus sexlineatus sexlineatus u. perplexzus, C. grahamii, tessellatus
u. gularıs, Eutaenia proxima u. eques, Tropidonotus sipedon transversus,
Zamenis flagellum flagellum, Coluber subocularıs A. Brown, Pityophis
catenifer sayi, Arizona elegans, Contra episcopa episcopa, Diadophis
amabilis, Ophibolus getulus sayi, O. alternus, Tantılla nigriceps. An
dieses Verzeichnis schließt sich eine Erörterung über die Beziehungen
der texanischen Reptilienfauna zu der der Nachbargebiete; die
116 Arten von Reptilien gehören teils der Sonorischen Region an und
gehen wenig oder gar nicht östlich über den 96 ° hinaus (50 der Chi-
chuahua-, 10 der centralen, 13 der texanischen Subregion angehörig),
7 Chichuahua- u. Central-Arten finden sich noch östlich vom 96°,
24 austroriparische Arten, die bis Texas sich verbreiten, aber nicht
westlich vom 98° vorkommen, 5 austroriparische Arten, die westlich
vom 98° in Texas vorkommen, schließlich 3 neotropische Arten
(Drymobrius margaritiferus, Erythrolamprus imperialis, Sibon septen-
trionalıs).
Stone, W. A Collection of Reptiles and Batrachians from Arkansas,
Indian Territory and Western Texas. P. Ac. Philad. LV, pp. 538
—542.
Die Reptilien- u. Batrachier - Ausbeute von H. A. Pilsbry im
Ozark-Gebirge (S. W. Missouri und S. Arkansas), sowie im Indianer-
Territorium und Texas umfaßt 9 Arten von Batrachiern und 25 von
Reptilien, die mit genaueren Fundortsangaben und kurzen Notizen
(Ventralen- u. Subcaudalenzahlen bei den Schlangen) verzeichnet
werden. Von den Batrachiern mögen nur Typhlomolge vom Original-
fundorte und Ayla arenicolor (Del Rio, Texas), von Reptilien Terra-
pena major (Devils river, Texas) und iriunguis (Limestone Gap, J.T.);
(ausf. Beschr.), Kinosternon flavescens (S. Antonio, Texas), Sceloporus
couchiw (Devil’s river, Texas), Natrix sipedon transversa von Devil’s
river und Honda, Texas, Diadophis arnyi von Missouri, Arkansas u.
dem Indianer - Territorium, Carphophiops vermis, Virginia elegans u.
Tantilla gracilis genannt werden.
Stone, W. u. Rehn, 3. A. &. On the terrestrialVertebrates of portions
of Southern New Mexico and Western Texas. P. Ac. Philad. LV,
pp: 16—34.
9%
.
20 ‘III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Von den 16 Arten gehören Sceloporus torguatus poinsetti, ? Se.
consobrinus, Anota modesta, Phrynosoma cornutum, Holbrookia texana,
Salvadora grahamiae, Crotalus adamanteus atrox, Ü. confluentus (= pul-
verulentus Cope) der Region des ersten Plateaus von Texas (unt.
Sonorische) an, dagegen Onemidophorus tessellatus, ? gularis, Sceloporus
clarküi, Orotaphytus collarıs baileyi, ©. wislizenii, Uta stansburyana und
Pityophis sayi bellona der westlichen Wüstenregion. Auf p. 32 wird der
Geburtsakt bei Phrynosoma douglasi hernandesi beschrieben. Außerdem
werden noch aus Pecos, Texas (Coll. Brown) neun Reptilien ver-
zeichnet, von denen Rhinochilus lecontiei, Heterodon nasicus, Zamenis
taenvatus ornatus u. Glauconia duleis nicht in Brown's Verzeichnis
enthalten sind.
Verrill. A. E. The Bermuda Islands. New Haven, Conn., 1902,
8°, 548 pp., figg.
Heller, E. Papers from the Hopkins Stanford Galapagos Expedition
1898—1899. XIV. Reptiles. P. Washington Ac. V, pp. 39—98.
Werner, F. Über Reptilien u. Batrachier aus Guatemala etc.
(s. Seite 15).
Die von Prof. Sapperin Guatemala gesammelten Arten werden
verzeichnet und bei vielen von ihnen mehr weniger ausführliche Be-
schreibungen gegeben, so bei Sceleporus formosus Wiegm., Polyo-
dontophis annulatus DB., Streptophorus diadematus Hall. var. labiosa
Bocourt, Leptophis occidentalis Gthr., modestus Gthr., Coronella micro-
pholis Cope, Atractus quadrivirgatus Jan, Stenorhina degenhardti
Berth., Lachesis atrox L. und nummifer Peters, schließlich bei Spelerpes
variegatus Gray. Von den 8 Eidechsen wird eine var. (s. Scincidae),
von den 30 Schlangen eine Gattung, drei Arten und zwei Varietäten
(s. Colubridae aglyphae, proteroglyphae und opisthoglyphae), von den
8 Batrachiern (6 Anuren, 2 Urodelen) eine Art (s. Salamandrıdae)
als neu beschrieben.
Boulenger, &. A. On some Batrachians and Reptiles from Vene-
zuela.. Ann. Nat. Hist. (7) XI. pp. 481—484.
Unter den von Briceno bei Merida gesammelten Reptilien und
Batrachiern befinden sich mehrere neue Arten (s. Cystignathidae,
Ranidae, Iguanidae, Colubridae eglyphae). Die übrigen sind Hyla
crepitans Wied, Leptodactylus caliginosus Gir., Phyllobates trinitatis
Garm., Gonatodes albogularis var. fuscus Hall., Polychus marmoratus
L., Onemidophorus lemniscatus Daud., Mabuia agılis Raddi, Hel-
minthophis peiersii Bingr., Glauconia macrolepis Ptrs., Drymobius
boddaerti Sentz. und Pethalognathus nebulaius L.
Boulenger, &. A. List of the Batrachians and Reptiles collected
by M. A. Robert at Chapada, Matto Grossa, and presented by Mrs.
Percy Sladen to the British Museum. P. Z. 8. 1903 II, pp. 69 u. 70, fig.
Obwohl die obige Liste eine bloße Namenliste ist (nur eine n. sp.,
[s. Iguanidae] beschrieben), so sind doch einige Arten, wie Eupemphix
nattereri Stdchr., Hyla senicula Cope, Paladicola signifer Gir., Cera-
'ophrys cristiceps F. Müll., Hylodes gollmeri Ptrs. unter den 9 Ba-
trachiern, LZiocephalus caducus Cope, Tropielurus spinulosus Cope,
Hoplocereus spinosus Fitz. unter den 10 Reptilien erwähnenswert.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 21
Fossile Formen.
Boulenger, 6. A. On Reptilian Remains from the Trias of Elgin.
Phil. Trans. CXCVI, B., pp. 175—189, figg., Taf. XI—XV. Auszug in
P. R. S. LXXI, pp. 55—58, figg.
Sauvage, H. E. Note sur les Reptiles de l’&tage Rhetien des
environs d’Autun. Bull. Soc. Autun XVI, pp. 309—318.
Hausse, R. Ein Massengrab von Sauriern im Unter-Rotliegenden
des Döhlener Kohlenbeckens. Jahrb. Berg- und Hüttenwesen Sachsen
1902, pp. 25—50, 3 Taf.
Koch, A. Tarnocz im Komitat Nograd, als neuer reicher Fundort
fossiler Haifischzähne.. Földtanı Közl. XXXII, pp. 139—164,
Bat. Eu. 11.
De Stefano, 6. Nuovi Rettili degli stratı a fosfato della Tunisia.
Boll. Soc. geol. Ital. XXII, pp. 51—80, Taf. IV.
Douglass, E. New Vertebrates from the Montana Tertiary. Ann.
Carnegie Mus. II, pp. 145—199, figg.
Hay, 0. P. On some recent literature bearing on the Laramie
Formation. Amer. Geol. XXXI, pp. 115—120.
Sternberg, €. H. The Permian life of Texas. Tr. Kansas Ac. XVIII,
pp. Y4—98.
Squamata.
Lacertilia.
Broom, R. On the development of the pterygo-quadrate arch
in the Lacertilia. Journ. Anat. Phys. London Vol. 37 p. 107—111,
6 figg.
Bei Embryonen von Zonurus, Eremias und Mabuia wurde eine
knorplige Verbindung zwischen Quadratum und Epipterygoid ge-
funden; dıe Vorfahren der Eidechsen haben sonach ein fixiertes Qua-
dratum wie Sphenodon besessen, daher dieses Merkmal für die Olassi-
fication keinen großen Wert hat.
Versluys, 3. Entwicklung der Columella auris bei den Lacertiliern.
Ein Beitrag zur Kenntnis der schallleitenden Apparate und des Zungen-
beinbogens bei den Sauropsiden. Zool. Jahrb. Anat. XVII, pp. 107
—188, Taf. VII—X1.
Versluys, 3. Bouw en ontwickeling van de Columella auris.
Tijdschr. Nederland. Dierk. Ver. (2) VIIL, pp. XXXI vw. XXXIH.
Beschreibung der Columella auris, ihre Entwicklung und die
Anatomie der Ohrgegend bei Zacerta und Geckoniden (Hemidactylus,
Platydactylus, Gecko). Ausf. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903
p. 121.
Beecker, A. Vergleichende Stilistik der Nasenregion bei den
Sauriern, Vögel und Säugetieren. Morphol. Jahrb. XXXI, pp. 565
—619, Taf. XXII—XXTV.
Abschnitte der Nasenregion (Bezeichnungen nach Fleisch-
mann), und Lage des Jacobson’schen Organs bei den Sauriern.
Bradley, ©. €. The muscles of mastication and the movements
22 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
of the skull in Lacertilia. Zool. Jahrb. Anat. XVIII, pp. 475—488,
Taf. XLIV.
Kaumuskeln bei Zacerta, Agama, Gecko, Pseudopus und namentlich
Varanus; Bewegungen der Kiefer beim Kauen. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 136.
Lucien, W. Note preliminaire sur les premieres phases de la
formation des corps jaunes chez certains Reptiles. ©. R. Soc. Biol.
LV,.Pp: 1116, a. 1117.
Bei Anguis und Seps geschieht die Bildung der Corpora lutea wie
bei den Säugern.
Tofohr, ©. Gabelschwänzige Eidechsen. Bl. f. Aq. u. Terr. Kunde
XIV. 1903 p. 319—320.
Gabelschwänze werden beobachtet bei Platydactylus mauritanicus
(Abbildg. nach Photogr.), Gongylus ocellatus, Acanthodactylus, Lacerta
viridıs u. muralis, Physignathus lesueuri.
Pritchett, Annie, E. Some experiments in feeding Lizards with
protectively colored Insects. Biol. Bull. V, pp. 271—287.
Boulenger, &. A. Descriptions of new Lizard in the Collection of
the British Museum. Ann. Nat. Hist. XII. (7) pp. 429—435.
Lucas, A. H. S. u. Frost, €. Description of two new Australian
Lizards, Varanus spenceri and Diplodactylus bilineatus.. P. Soc.
Victoria (2) XV, pp. 145—147.
Boulenger, 6. A. Descriptions of two new Lizards discovered
by Mr. E. Degen in his Journey to Abyssinia. Ann. Nat. Hist. (7)
XI. pp. 54 u. 55.
Geckonidae.
Tandler, J. Beiträge zur Anatomie der Geckopfote. Zeitschr.
wiss. Zool. LXXV, pp. 308—326, Taf. XXIII u. XXIV.
Peter, 3. Ein neuer Gecko von den canarischen Inseln. Bl. f. Ag.
u. Terr. Kunde XIV. 1903 p. 67. (Abbildg. von Tarentola delalandıi
nach Photogr.).
Tofohr, ©. Der Dünnfinger. Bl. f. Ag. u. Terr. Kunde, XIV.
1903 p. 226, figg.
Gute Beschreibung der Lebensweise von Stenodactylus petrii in
Gefangenschaft; gute Abbildg. nach Photogr.
Tofohr, ©. Der Fächerfinger-Gecko. Bl. f. Aq. u. Terr. Kunde
XIV. 1903. p. 305—308.
Lebensweise von Piyodactylus lobatus in Gefangenschaft; gute
Abbildg. nach Photogr. |
Alsophylax persicus, sp. n., Nikelski, Annuaire Mus. St. Petersb. VIII,
p. 95, O. Persien.
Phyllodactylus riebeckii, Ptrs., Taf. VIII, und trachyrhinus, Blgr., Taf. IX,
fig. 1, abgebildet von Boulenger, Nat. Hist. Sokotra; P. albogutiatus, Sp. n.,
Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 482, Venezuela; P. gilberti, sp. n., Heller,
P. Washington Ac. V, p. 61, Wenman Inseln, Galapagos.
Diplodactylus bilineatus, sp. n., Lucas u. Frost, P. R. Soc. Victoria (2) XV,
p. 146, West-Australien.
II. Reptilia und Amphibia für 1903. 23
Hemidactylus newtoni, B. Ferreira.. Bemerkungen von Barboza du Bocage,
J. Sci. Lisb. (2) VII, p. 58; H. forbesii, Taf. IX, fig. 2, oxyrhinus, Taf. X, fig. 2,
und granti, Taf. X, fig. 3, abgebildet von Boulenger, Nat. Hist. Sokotra; Z. pu-
milio, n.n. für H. pumilus, Blgr. nec Hallow., Nat. Hist. Sokotra, p. Sl; abgebildet
Taf. X, fig. 1; H. ophiolepis sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 54,
Abessinien.
Gehyra yunnanensis, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 429,
Yunnan.
Geckonia chazaliae, Mocq. Bemerkungen von Günther, Nov. Zool. X, p. 298.
Stejneger, L. Description of a new species of Gecko from Cocos
Island. P. Soc. Washington XVI, pp. 3 u. 4.
Sphaerodactylus pacificus, sp. n., Stejneger, P. Soc. Washington XVI, p. 3,
Cocos Insel, Westküste von Costa Rica.
Uroplatidae.
Rothschild, W. Note on Uroplates fimbriatus lichenius, subsp. nov.
Nov. Zool. X,-p. 490, Taf. III u. IV.
Diese lebhaft gezeichnete Eidechse wurde dem Verf. lebend zu-
gesandt und es konnte an ihr beobachtet werden, daß sie ihre Haut-
säume in ähnlicher Weise als Haftapparat benutzte, wie andere Geckos
ihre Zehenmembranen. Ebenso erwies sich der Schwanz als Greif-
schwanz, an dem sich das Tier an Zweigen frei aufhängen konnte.
Das Auge ist äußerst lebhaft gefärbt (Taf. IV).
Urophates fimbriatus lichenius, subsp. n., Rothschild, Nov. Zool. X, p. 490,
Taf. III u. IV, Madagascar.
Pygopodidae.
Lialis jicari, sp. n., Boulenger, Ann. Hist. (7) XII, p. 430, Britisch-Neu
Guinea.
Agamidae.
Barbour, T. A new species of Flying Lizard from Sarawak, Borneo.
P. Soc. Washington XVI, pp. 59 u. 60.
Draco punctatus, Blgr., neubeschrieben und abgebildet von Boulenger,
in Annandale und Robinson, Fascic. Malay. Zool. I, p. 151, Taf. X, fig. I; D. gracilis
sp. n., T. Barbour, P. Soc. Washington XVI, p. 59, Sarawak.
Ceratophora stoddartii, Gray, abgebildet nach dem Leben von Willey, Spolia
Zeylan. I, p. 11, fie.
Hydrosaurus, Kaup nee Wagler, wird für Lophura Gray nec Fleming vor-
geschlagen von Poche, Zool. Anz. XXVI, p. 698.
Tofohr, ©. Die Wüstenagame im Terrarium. Bl. f. Aq. u. Terr.
kunde XIV. 1903 p. 51—53.
Lebensweise in Gefangenschaft; Abbildg. nach Photogr.
FLiolepis bellii, Gray. Jugendstadium abgebildet von Bouienger, in Annandale
u. Robinson, Fascic. Malay. Zool. I, Taf. X, fig. 2.
24 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Iguanidae.
Carlton, T. €. The color changes in the skin of the socalled Florida
Chameleon, Anolis carolinensis Cuv. P. Amer. Ac. XXXIX, pp. 259
— 276, Taf.
Krefft, P. Echsenjagd mit dem Feuergewehr. Bl. f. Aq. u. Terr.
kunde XIV. 1903 p. 73—16, 7—%.
Jagd auf Otenosaura acanthura, Basiliscus vittatus und Iguana
tuberculata, Abbildung von Ctenosaura, sowie von Basilhscus $ u. 9.
Stejneger, L. A new species of large Iguana from the Bahama
Islands. P. Soc. Washington XVI, pp. 129—132.
Edwards, €. L. A note on Phrynosoma. Science (2) XVII, pp. 826
u. 827.
Anolis jacare, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 482, Venezuela.
Norops sladeniae, sp. n., Boulenger, P. Z. S. 1903, II, p. 69, fig., Matto Grosso,
Brasilien.
Tropidurus grayi magnus, subsp. n. Heller, P. Washington Ac. V, p. 74,
Narboro Insel, Galapagos.
Cyclura rileyi, sp. n., Stejneger, P. Soc. Wasliington XVI, p. 130, Bahamas.
Conolophus pallidus, sp. n., Heller, P. Washington Ac. V, p. 87, Barrington
Insel, Galapagos.
I Crotaphytus fasciolatus, n. n. für C. fasciatus, Moeq. nec Hallow., Moecquard,
Bull. Mus. Paris 1903, p. 209.
Sceloporus formosus, Wgm. Bemerkung von Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII,
II, p. 344.
Phrynosoma cornutum, Harl., ist eierlegend, €. L. Edwards, Science (2)
XVII, p. 826. P. douglasi hernandesi; Geburtsact beschrieben von Stone und
Rehn, P. Ac. Philad. LV. p. 32,
Anguidae.
Gerrhonotus coeruleus, Wgm. Über die Art und Weise der Häutung, Annie
E. Pritchett, Biol. Bull. V, p. 286.
Weber, A. Remarques & propos de la segmentation du mösoderme
chez les Amniotes. Verh. Anat. Ges. 17. Vers. p. 19—22.
Örtliche Beziehungen einiger Organe namentlich der Pancreas-
Anlage zu den Mesodermsomiten während des embryonalen Wachstums
u.a. auch bei Anguis.
Weber, A. L’origine des glandes annexes de l’intestin moyen
chez les Vertebres. Arch. anat. mier. V, pp. 485—727, Taf. XVII
—XXVH.
Entstehung von Leber und Pancreas u.a. auch bei Angus.
Nicolas, A. Recherches sur l’embryologie des Reptiles. III. Nou-
velles observations relatives & la fecondation chez l’Orvet (Anguis
fragilis). ©. R. Soc. Biol. LV, pp. 1058—1060.
Bei vier im Befruchtungsstadium stehenden Keimscheiben von
Anguis fragilis wurden stets ein weiblicher Vorkern und 1—5 Para-
spermien (Ballo witz) gefunden. Es scheint, daß nicht alle Spermien
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 25
zu gleicher Zeit in das Ei eindringen, obwohl freilich alle Paraspermien
denselben Entwicklungsgrad zeigten. — Ref. ı. Zool.Centralbl. XI. p.229.
Nicolas, A. La segmentation de l’oeuf chez l’Orvet (Anguis fragilis).
Bibliog. anat. XII, pp. 305 u. 306.
Loyez, Marie. Sur la formation du premier fuseau de maturation
chez l’Orvet (Anguis fragilis L.). C. R. Ass. Anat. 5. Sess. p. 78—80,
2 figg.
Di Nucleolen bleiben während des der Reifung unmittelbar
vorhergehenden Wachstums des Eies bei Anguis fragilis im Keim-
bläschen erhalten. Die Chromosomen der Richtungsspindel gehen
aus einem Knäuel von Chromosomen hervor, die das ganze Chromatin
des K. enthalten. — Ref. in Zool. Centralbl. XI. p. 229.
Gerhardt, K. Ophisaurus ulmensis, n. sp., aus dem Untermiocän
von Ulm a. D. Jahresb. Ver. Württemb. LIX, pp. 67—171, figg.
Ophisaurus ulmensis, sp.n. (foss.), Gerhardt, Jahresh. Ver. Württemb.
LIX, p. 67, fieg., Unteres Miocän von Ulm a. der Donau.
Helodermatidae.
Helodermoides tuberculatus, g.n., sp. n. (foss.), für Schädelreste aus dem
Oligocän des White River, Montana, welcher eine Ähnlichkeit mit Heloderma
zeigt; E. Douglas, Ann. Carnegie Mus. II. p. 145—199, figg.
Varanidae.
Lönnberg, E. On the adaptations to a molluscivorons diet in
Varanus niloticus. Arkiv. Zool. I, pp. 65—83.
Bei Varanus niloticus aus Kamerun stellte Verf. fest, daß sich diese
Art dort vorwiegend von Landschnecken (Achatinen) ernährt und im
Zusammenhang mit dieser Ernährungsweise, wobei vor dem Ver-
schlingen der Schnecken die Schalen zertrümmert und größtenteils
abgelöst werden, das Gebiß und der Schädel wesentliche Veränderungen
erfahren, in dem die großen seitlichen Zähne im Ober- u. Unterkiefer
abgerundete Kronen besitzen und infolge der Verstärkung des Gebisses
auch die Schädelknochen stärker geworden sind, sodaß ein derartiger
Varanus-Schädel dreimal so schwer und beträchtlich höher als ein
normaler (von V. salvator) ist, was namentlich auf Rechnung der
bedeutenden Verstärkung der Kieferknochen zu setzen ist, indem bei
einem Schädel von V. salvator von 134 mm Länge der Unterkiefer 5,
bei nzloticus von 136 mm Länge aber I1 mm hoch ist. Auch bei anderen
Knochen, die mitdem Kieferapparat in keiner näheren Beziehung stehen,
wie bei dem Nasalfortsatz des Praemaxillare ist dieselbe Erscheinung zu
bemerken. Ferner ist auch der Zwischenraum zwischen den Pterygoiden
bei V. salvator mehr als doppelt so breit wie bei dem Kameruner nzlotieus,
was Verf. wohl mit Recht darauf zurückführt, daß ersterer seine Beute,
die aus größeren Tieren besteht, ungeteilt verschlingt, wobei die größere
Ausdehnung des Rachenraumes von Vorteil ist, während bei nzloticus
die Verengerung der Spalte zwischen den Pterygoiden einen Schutz
26 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
gegen die Beschädigung der Gehirnkapsel durch scharfe Schalen-
stücke bildet. Die Stellung der Molaren mit dem größten Durchmesser
ihrer elliptischen Basis schief zur Längsachse des Kiefers ermöglicht es,
daß die Zähne bei gleicher Größe dichter stehen können als bei einem
anderen Querschnitt und daher Zahnlücken sich nicht so fühlbar
machen. Beim jungen V.niloticus verhält sich Gebiß u. Schädel wie
bei V. salvator. Weitere Unterschiede von V. salvator bestehen in der
Verkürzung des Diekdarms, in der Gestalt des Unterkiefers, des Parietale
und in der Richtung der Basipterygoidfortsätze des Basisphenoides.
Ref. in Zool. Centralbl. X. 1903 p. 827.
Varanus spenceri, sp. n., Lucas u. Frost, P. R. Soc. Vietoria (2) XV, p. 145,
Central-Australien.
Textdae.
“adow, MH, Evolution of the colour-pattern and orthogenetic
varıation in certain Mexican species of Lizards, with adaptation to
their surroundings. P. R. Soc. London LXXII, pp. 109—125, figg.,
Taf. III—V.
Variation der Schuppen, Schenkeldrüsen und der Zeichnung bei
Onemidophorus und Ameiva undulata; die Variationen dieser einzelnen
Gebilde stehen ın keinem Zusammenhang miteinander. In Bezug
auf die Färbung kann Verf. die Reihenfolge nach Eimer bestätigen
und geht für Onemidophorus von einer sechsstreifigen Grundform aus.
Unemidophorus sexlineatus L. beschr. u. abgeb. v. J. Peter, Bl. f. Aq. u. Terr.
kunde XIV. 1903, p. 205, 208.
Anadia bitaeniata, sp. n., Boulenger, Ann. Hist. (7) XII, p. 430, Venezuela.
Euspondylus brevifrontalis, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 431,
Venezuela.
Backia lineata, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7)5. XII, p. 432, Venezuela.
s
Amphisbaenidae.
Peracca, M. &. Descrizione di una nuova specie del genere Mono-
peltis Smith, del Congo. Boll. Mus. Torino XVII, No. 448, 3 pp., fig.
hapelie ee und Dboveei, spp. nn., Mocquard, Bull. Mus. Par
1903, pp. 210 u. 211, französ. Kongo; M. giganteus, sp. n., Peracca, Boll.
Mus. Turin XVIII, No. 448, Kongo.
Lacertidae.
Favare, %. Intorno dı musecoli dorsalı dei Lacertidi. Monit. Zool.
ital. XIV. pp. 283—33, figg.
Peter, K. Bemerkungen zur Entwicklung der Eidechse. Anat.
Anz. XXIV, pp. 156— 164, figg.
Bei Zacerta liegt die Primitivplatte i in gleichalterigen Keimscheiben
bald innerhalb des Embryonalschildes, bald hinter ihm; sie entsteht
hauptsächlich aus dem Ectoderm und ist von dem darunterliegenden
einschichtigen Ectoderm getrennt. Hervorgehoben wird ferner das
II. Reptilia und Amphibia für 1903, IR
stete Vorhandensein der 5. Schlundspalte bei den untersuchten
Embryonen und die Homologie der suprapericardialen Körper mit einer
Schlundspalte.
Peter, K. Mitteilungen zur Entwicklungsgeschichte der Eidechse.
IV u. V. Die Extremitätenscheitelleiste der Ammioten und die Anlage
der Mitteldarmdrüsen. Arch. mikr. Anat. LXI, pp. 509—536, figg.,
Taf. XXV.-
Die Embryonen von Lacerta haben eine Epithelverdickung am
Scheitel der Extremitätenanlage die am Vorderbeine früher auftritt
als am Hinterbein, sich faltenförmig erhebt aber dann rückbildet.
Verf. vergleicht das Gebilde der Falte an der embryonalen Selachier-
flosse.
Bei Zacerta entsteht das Pancreas aus einer distalen und einer proxi-
malen dorsalen und einer ventralen Anlage. Die beiden ersteren gehen
vom Duetus panereaticus dorsalis aus, die letztere entsteht links
zwischen dem D. hepato-entericus und eysticus, während die rechte
Anlage zugrunde geht. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 207.
Meyer, J. A. Experimentell erzeugte Rückbildungserscheinungen
an Eifollikeln von Lacerta agilis. Anat. Hefte, Arb. XXII, pp. 576
—600, figg., Taf. XXXVII—XXXIX. Ref. i. Zool. Centralbl. XI. p. 297.
Fur, 3. Sur le ligne primitive dans l’embryogenie de Lacerta
ocellata Daud. Anat. Anz. XXIII, pp. 193—199, figg.
Bei Lacerta ocellata findet constant die Bildung eines ver-
längerten Primitivstreifen statt, eine Urmundplatte kann dagegen
auch fehlen. Ersterer entsteht im hinteren Teil des Embryonalschildes
und zwar gleichzeitig in seiner ganzen Länge. Die Form des Prostomas
ist sehr variabel.
Tur, J. Sur un cas de diplogenese tres jeune dans le blastoderme
de Lacerta ocellata Daud. Bibl. Anat. Paris Tome 12 p. 83—88, 2 figg.
Doppelbildung am Ei von Lacerta ocellata (Hinterrand des Blasto-
derms mit Anlage zweier nahezu paralleler Primitivstreifen). Ref. ın
Jahresb. Zool. Station Neapel f. 1903 p. 72.
Zang, R. Die Stimme der deutschen Lacerten. Zool. Anz. XXV1,
pp- 421 u. 422, fig.
Verf. beobachtete beim $ von Lacerta viridis, agilis und muralis
ein Zischen, bezw. Fauchen und ebenso beim trächtigen @ von L. agılıs
einen knurrenden Ton, der an das verhaltene Knurren eines Hundes
erinnerte. Bei einem Alkohol-Exemplar eines trächtigen $ derselben
Art wurde eine sehr deutliche Öffnung des Kehlkopfes von 0,8 mm
Durchmesser vor, gefunden, während bei den übrigen untersuchten
Exemplaren kaum eine Spur davon erkennbar war.
Letaeq, A. Decouverte du Lezard des Souches (Lacerta stirpium
Daud.) sur la butte Chaumont, pres d’Alencon. Bull. Soc. Rouen
XXXVII, pp. 47 u. 48.
Werner, F. Lacerta viridis var. maior. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde
XIV. 1903 p. 176—179, 2 fige.
Beschreibung, Unterscheidungsmerkmale von den übrigen
28 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Varietäten, Vorkommen, Lebensweise im Freien; Abbildg. von 9 u.
Jungen nach der Photogr.
Olivier, E. Une ponte extraordinaire de Lacerta vivipara. Bull.
Soc. zool. France XXVIII, pp. 180 u. 181.
Mehely, L. v. Adatok a delibläti homokpuszta &s a lokva hegyseg
faunäjähoz. (Beiträge zur Fauna der Sandsteppe von Deliblät und
des Lokva-Gebirges. Allatani Közlemenyek. Bd. II. Budapest 1903,
p. 93—105.
Ergebnisse einer Sammelexkursion in die Sandsteppe von Deliblät.
Es wird nachgewiesen, daß Lacerta taurica Pall. in allen Sandsteppen
Ungarns vorkommt und für sie charakteristisch ist. Verf. meint,
daß sie von Rumänien über Serbien und von da nach Ungarn, durch
die Sandsteppe von Deliblät und das Donau-Theißbecken bis Budapest
vorgedrungen sei, weil sie an der unteren Donau von Bazias bis
Orsova nicht vorkomme. L. praticola Eversm. ist im ganzen Gebirge
längs der Donau, von Herkulesbad bis Zlatieza verbreitet und eine
charakteristische Art dieses Gebirges.
0. Tofohr. Mauereidechsen. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde XIV. 1903
. 2—6.
ö Schilderung der bekanntesten Formen der L. muralis im weitesten
Sinne, gute Abbildung von L. muralis fusca und v. brueggemanni
(nach Photogr.) und weniger gute von L. serpa var. coerulea.
Scherer, J. Die Echsenfauna Süd-Italiens. Bl. f. Aq. u. Terr.
kunde XIV. 1903 p. 241—243, 262—264, 276—277, 288—289.
Beschreibung der süditalienischen Lacerta-Formen der Serpa-
Gruppe wobei die Färbung in erster Linie in Betracht gezogen ist.
L. sicula Bp. wird als besondere Art neben Z. serpa betrachtet.
Kammerer, Paul. Über die Lebensweise der Spitzkopfeidechse.
(Lacerta oxycephala Dum. Bibr.). Bl. f. Aq.u. Terr.kunde XIV. 1903
p- 162—164, 231—232, 249—251.
In Bezug auf das Freileben sind vorwiegend andere Angaben
benutzt. Auch einige Fundortsangaben für Algiroides nigropunctatus
sind in dem Aufsatz enthalten.
Peracea, WM. G. Descrizione di una nuova specie del genere Lacerta
L., dı Sardegna. Boll. Mus. Torino XVII, No. 485, 3 pp., figg.
Mehely, L. ven. Lacerta mosorensis Kolomb. Allattani Kozle-
menyek. II, pp. 212—220, figg.
Lacerta viridis, Laur. Synopsis der vier Unterarten und Beschreibung klein-
asiatischer Exemplare. Werner, SB. Ak. Wien CXT, p. 1068; var. strigata, Eichw.
persische Exemplare beschrieben; id. Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 341; L. parva,
Blgr., neubeschrieben und abgebildet, id. SB. Ak. Wien OXT, p. 1080, Taf. Iu. II;
L. serpa, Raf. Exemplar von den Prinzeninseln im Marmarameer, abgebildet S.B.
Ak. Wien, Taf. I, fig. 5; Ex. aus Süditalien abgeb. bei Scherer, Bl. f. Ag. u.
Terr.kunde XIV. 1903 p. 241; var. reticulata Schreiber abgeb. p. 243; var. elegans
Eimer abgeb. p.263, 276, var. sicula Bp. p.277, 289. L. depressa, Cam.
(nach Boulenger nicht diese Art, sondern chalybaea Eichw.) neu be-
schrieben und abgebildet von Werner, SB. Ak. Wien, p. 1086, Taf. III,
figg.9 und 10, und Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 341; L. anatolica, Wern.,
neubeschrieben und abgebildet SB. Ak. p. 1083, Taf. III, fig. 11, und p. 331,
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 29
Taf. XXIII; L. cappadocica, Wern. (nach Mehely neues Genus Apathya,
nach Boulenger eine Latastia) und danfordi, Gthr., Bemerkungen und Ab-
bildung; id. Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 332 und 333, Taf. XXIV; L. agilis,
L. Über ihr Vorkommen bei Aleneon, Normandie, Letaeq, Bull. Soc. Rouen
XXXVIL, p. 47; L. vivipara, Jacq. Bemerkungen von H. Barbier, Bull. Soc.
Elbeuf XXI, p. 50, Taf. —; über eine außergewöhnliche Zahl von Jungen,
E. Olivier, Bull. Soc. zool. France XXVIII, p. 180; L. mosorensis Kolomb., neu-
beschrieben von Mehely, Allak. Kozl. II, p. 212, fig.; (ist L. horvathi Mehely)
L. sardoa, sp. n., Peracca, Boll. Mus. Torino XVIII, No. 458, fig., Sardinien.
Fruchileichtonp.8, Gugler, Scherer, Holtzp.9.
L atastia degeni, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 55, Küste von
Somaliland.
Acanthodactylus seutellatus aureus, subsp. n., Günther, Nov. Zool. X, p. 298,
Rio de Oro, W. Sahara.
Scincidae.
Guillet, © Note on the blue-tailed Lizard. Ottawa Natural,
XVI, p. 239.
Williams, 3. B. A further note on the blue-tailed Lizard. Ottawa
Natural. XVII, p. 60.
Monticelli, F. &. Sul fatto della presenza del Gongylus ocellatus
Wagl., nell’ ex R. Bosco di Portici. Boll. Soc. Napoli XVI, p. 305.
Mabuia septemtaeniata, Reuss, var. fellowsii, Gray. Bemerkung von Werner,
SB. Ak. Wien CXI, p. 1092; M. ozorii, Bocage, Bemerkung von Barboza du
Bocage, J. Sci Lisb. (2) VII, p. 59; M. polytropis, sp. n., Boulenger, Ann. Nat,
Hist. (7) XII, p. 433, Gabun u. Kamerun.
Lygosoma assatum, Cope, var. n., brevis, Werner, Abh. Bayer. Ak. XXIL, II,
p. 345, Coban, Guatemala; L. milnense, p. 125, Taf. XII, fig. 1, granulatum,
p-. 126, Taf. XII, fig. 2, pulchrum, p. 127, Taf. XII, fig. 3, und pratti, p. 128,
Taf. XIII, fig. 1, spp. nn., Boulenger, P. Z. S. 1903, IT, Britisch Neu Guinea;
L. louisiadense, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 433, Rossel Insel,
Louisiaden Archipel; L. miodactylum, sp. »., Boulenger, m Annandale u. Robinson,
Faseic. Malay. Zool. I, p. 159, Taf. X, fig. 3, Semangko Pass, Malay. Halbinsel;
L. blochmanni, p. 173, Kivu-Ses und Zhomasi p. 175, Kikuyu, Britisch Ost-Afrika,
spp. an., Tornier, Zool. Jahrb. Syst. XIX; L. (Rhodona) macropisthopus, SP. n.,
Werner, Zool. Anz. XXVI, p. 246, Queensland; L. (Liolepisma) pseudotropis,
sp. n., Zool. Anz. XXVI, p. 247, Neu Süd Wales.
Eumeces fasciatus, L. Angeführt von Ontario, Canada von €. Guillet, Ottawa
Natural. XVI, p. 239, und 3. B. Williams, Ottawa Natural. XVI, p. 60; E. longi-
rostris, Cope. Bemerkungen von Verrill, Bermuda Islands, p. 285, fig.
Chaleides ocellatus, Forsk. Angeführt von Portici bei Neapel von Monticelli,
Boll. Soc. Napoli XVI, p. 305.
Parachaleides socotranus, Blgr., abgebildet von Boulenger, Nat. Hist. Sokotra,
Taf. XI, fig. 1.
Anelytropidae.
Typhlosaurus cregoi, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 434,
Transvaal.
30 III, Reptilia und Amphibia für 1903.
Rhiptoglossa.
Monk, 3. L. Remarks on some East-African Chameleons. Zoologist
(4) VII, pp. 321—327, Taf. V,
Barbour, T. Two new species of Chamaeleon. Proc. Soc. Wa-
shington XVI. pp. 61 u. 62.
Chamaeleon parsonii, Cuv. Sekundäre Geschlechtsunterschiede sind vorhand.;
Mocquard, Bull. Mus. Paris 1903, p. 215; C. jacksoni, Blgr., var. n. vauerescecae,
Tornier, Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 176, Kikuyu, Brit. Ost Afrika; ©. angusti-
coronatus, p. 61, Zanzibar, und macrorhinus, p. 62, Madagascar, spp. nn., T. Barbour
P. Soc. Washington XVI.
Pythonomorpha.
Yakovlew, N. Reste eines Mosasauriers aus der oberen Kreide
von Nord-Rußland (Russischer Text und französ. Resume). Bull.
Com. geol. St. Petersb. XX, 1901, pp. 507—520, figg. Taf. V.
Dollosaurus, g. n. ( ?) für Clidastes (?) lutugini, sp. n., Yakovlew, Bull. Com.
'Geol. St. Peters. XX, 1901, p. 518, Taf. X, Obere Kreide, N. Rußland.
Dolichosauria.
Nopesa, F. Über die Varanusartigen Lacerten Istriens. Beitr.
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Dollo,L. Les ansätres des Mosasauriens. Bull. Sei. France Belgique
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Regaud, €. u. Policard, A. Recherches sur la structure du rein
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le segment preterminal du tube urinifere de quelques Ophidiens. C. R.
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dans le rein des Reptiles. ©. R. Soc. Biol. LV, pp. 973—974.
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Tribondeau, — Recherches anatomiques et histologique sur le
rein des Ophidiens. Pr.-verb. Sos. Bordeaux LXVIII, pp. CXVIII
—CLX, Taf. I—-IIl, and pp. CC—CCH.
Tribondeau, —. Recherches physiologiques sur la secretion urinaire
chez les Ophidiens. Pr.-verb. Soc. Bordeaux LVIIL, pp. CCIII—CCVN.
Das Endstück der „Canalieuli uriniferi““ produziert bei Schlangen
Wasser und Schleim und ist von Bedeutung bei der Bildung harnsaurer
Salze und der Abscheidung von indigoschwefelsaurem Natrium.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 3]
Tribondeau, — u. Bongrand. Localisation de la secretion du sulfo-
indigotate de soude dans les tubes intermediares du rein le Serpents.
C. R. Soc. Biol. Paris Tome 55, p. 102—104.
Bei den Schlangen ist die Ausscheidung des Indigos eine echte
Secretion.
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Gegen das Gift von Vipera ist weder Troptdonotus noch Vipera
selbst ganz immun.
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and Viperine Snak venoms. P. R. Soc. London LXXII, pp. 419—423.
Lamb, &. On the action of the venoms of the Cobra (Naia trıpudıans)
and of the Daboia (Daboıia russellii) on the red blood corpuscles and
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Lamb, &. Some observations on the poison of the Banded Krait
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phudae. P. R Soc.. London LXXI, pp. 481—496, and LXXII, pp. 305
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Johnson, R. H. Axiıal bifurcation in Snakes. Tr. Wisconsin Ac.
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Boulenger, 6. A. Descriptions of new Snakes in the Colleetion
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Typhlopidae.
Muhse, E. F. The eyes of the blind Vertebrates of North America.
VI. The eyes of Typhlops lumbricalis (Linnaeus), a Blind Snake from
Cuba. Biol. Bull. V, pp. 261—270, figg.
Das Auge liegt tiefer als bei anderen Schlangen, besitzt alle
wesentlichen Teile, doch zum Teil stark ruduziert. Hardersche Drüse
und Conjunctivalsack sehr groß. Ref. in Zool. Centralbl. XI. p. 500.
Typhlops, Schn. Synopsis der amerikanischen Arten, Werner, Zool. Anz.
XXVI, p. 248; T. psittacus, sp. n., Werner, Zool. Anz. XXVI, p. 248; Mexico.
Helminthophis canellei, sp. n., Moequard, Bull. Mus. Paris 1903, p. 212,
Isthmus von Panama.
Glauconidae.
Glauconia filiformis, Blgr., abgebildet von Boulenger, Nat. Hist. Sokotra,
Taf. XI, fig. 2; @. macrura, sp. n., für @. longicauda, Blgr. nec Ptrs. Nat. Hist.
Sokotra, p. 89; abgebildet, Taf. XT, fig. 3.
32 IH. Reptilia und Amphibia für 1903.
Bordae.
Kiritzeseu, €. Sur la presence d’Eryx jaculus en Roumanie.
Bull. Soc. Bukarest XI, pp. 620—626.
Python spilotes, Lacep. Bemerkung von Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII,
II, p. 381.
Epicrates wieningeri, sp. n., Steindachner, Anz. Ak. Wiss. XL, p. 17, und
SB. Ak. Wien CXII, p. 15; Altos, Paraguay.
Eryx jaculus, L., beschrieben aus Rumänien von Kiritzeseu, Bull. Soc.
Bucarest XI, p. 620.
Uropeltidae.
Rhinophis punctatus, Müll. Bemerkung von Willey, Spolia Zeylan. I, p. 88,
figg.
Colubridae.
Willey, A. Some rare Snakes of Ceylon. Spolia Zeylon. I, pp. 81
—89, figg.
Aglyphae.
Polyodontophis annulatus, D. u. B. Bemerkung von Werner, Abh. Bayer.
Ak. XXII, II, p. 345. r
Renaut, J. Le’pancreas de deux Ophidiens. Arch. anat. mier.
VI, pp. 16—42, Taf. I—1Il.
Feinerer Bau des Pancreas bei Zamenis und Tropidonotus. Ref.
in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 208.
Tonkoff, W. Über die Entwicklung der Milz bei Tropidonotus
natrix. Anat. Anz. XXIII, pp. 214—216.
Erste Anlage aus dem Mesenchym wie auch Pinto (s. oben)
feststellte; der innige Zusammenhang zwischen Pancreas und Milz
ist ein sekundärer.
Werner, F. Nordamerikanische Wassernattern. Natur u. Haus
XI. p. 3—5, fig.
Kurze Beschreibung der nordamerikanischen Tropidonotus-Arten,
die bisher lebend in Deutschland importiert wurden. Die Abbildung
von T. ordinatus var. sirtalis ist nicht, wie angegeben, eine Zeichnung,
sondern ein Photogramm.
Brown, A. E. The variations of Eutaenia in the Pacific Subregion
P. Ac. Philad. LV, pp. 286—297.
Verf. gibt eine genaue Beschreibung der Eutaenia-Arten der
pacifischen Subregion, ihrer Synonymie und ihrerVerbreitung, nämlich
der E. elegans B. u. G. mit den subsp. elegans, vagrans und biscutata,
der E. sirtalis L. mit subsp. parietalis, pickeringı und leptocephala
und der E. hammondi Kenn.
Clark, MH. L. The Short-mouthed Snake (Eutaenia brachystoma
Cope) in Southern Michigan. P. Soc. Washington XVI, pp. 88—87.
Dionne, €. E. La question de Couleuvres. Natural. Canad. XXX,
pp- 65—70.
III Reptilia und Ampbhibia für 1903. 33
Rey, E. La question des Couleuvres. Natural. Canad. XXX,
pp. 145 u. 146.
Clark, H. L. The Water Snakes of Southern Michigan. Amer.
Natural. XXXVII, pp. 1—23.
Eine vollständige Naturgeschichte der drei in der Umgebung
von Ölivet, Michigan vorkommenden Wassernattern, Natriz leberis,
N. fasciata sipedon und N. f. erythrogaster. Verf. behandelt sowohl
die Lebensweise im Freien, Nahrung, Geruch der Moschusdrüsen
(verschieden bei den zwei fasciata-Formen), Vorkommen, Verschiedenheit
nach Alter und Geschlecht, Unterschiede von Sipedon und erythro-
gaster, schließlich die systematische Stellung der letzteren, die er als
wohl definierte Art betrachtet. Verf. wirft zum Schlusse noch eine
Anzahl von Fragen auf, die von „field zoologists‘“ mit einigem Eifer
und Verständnis gewiß gelöst werden können.
Lewandowsky, H. Etwas über Tropidonotus tesselatus var.
flavescens. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde XIV. 1903 p. 272 fig.
Lebensweise u. Fortpflanzung in Gefangenschaft; gute Abbildg.
nach Photogr.
Tropidonotus, Kuhl. Über die Arten von Eutaenia des westlichen Nord-
amerika, A. E. Brown, P. Ac. Philad. LV, p. 286; E. brachystoma, Cope. Be-
merkung von H. L. Clark, P. Soc. Washington, XVI, p. 83; T. ordinatus, L. Über
die Art und Weise der Fortpflanzung, €. E. Dionne, Natural. Canad. XXX,
p- 65, und €. Rey, t.c. p. 145; T. tessellatus, Laur., var. n., vosseleri, Werner,
Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 336, Taf. XXIV, figg. 15 u. 16, Kleinasien; T. per-
carinatus, Blgr. Bemerkungen von Wall, P. Z. S. 1903, I, 87, und von Werner,
Abh. Bayer. Ak. XXII, II, p. 354; T. habereri, sp. n., Abh. Bayer. Ak., Taf. —,
fig. 1, Ningpo-Gebirge (nach Boulenger = T. annularis, Hall.); T. obalskii,
sp. n., Mocquard, Bull. Mus. Paris 1903, p. 212, Black Lake, Canada (nach Bou-
lenger wahrscheinlich ein abnormes Exemplar von T. sirtalis, L.).
Tretanorrkinus iaeniatus, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 350,
N. W. Eeuador.
Opisthotropis andersonii, Blgr. Bemerkung von Wall, P. Z. S. 1903, I, p. 87;
O. lateralis, sp. n., Bouienger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 356, Tonkin.
Streptophorus diadematus, Hall., var. labiosa, Boe. Bemerkung von Werner,
Abh. Bayer. Ak. XXII, II, p. 345.
Grobbenia, n.». für Simocephalus Gthr. nec Schödl. Poche, Zool. Anz.
XXVI p. 69.
Mehelya u.n. für Grobbenia Poche nee Holdhaus (siki, Rov. Lapok X
p- 198.
Dinodon rufozonatus Cant. Bemerkungen von Wall, P. Z. S. 1903 I p. 89.
Achalinus spinalis Ptrs., rufescens Blgr., und braconnieri, Sauv. Bemerkungen
von Wall, P. Z. S. 1903, I, p. 88.
Zaocys dhumnades, Cant. Bemerkung über die Lebensweise: Wall, P. Z.
8. 1903, TI, p. 90.
Werner, F. Die kaspische Pfeilnatter. Bl. £. Aq. u. Terr.kunde
XIV. 1903 p. 20—22.
Beschreibung, Vorkommen, gute Abbildg. nach Photogr. Die
Arch. £ Naturgesch. 72, Jahıg. 1906. Bd. II. H.1. (III.) 3
34 II. Reptilia und Amphibia für 1903.
Ansicht, asianus sei ein Jugendstadium von caspius, ist aber nicht
haltbar.
Zamenis spinalis, Ptrs. Bemerkung von Wall, P. Z. S. 1903, p. 91; Z. gemo-
nensis, Laur. Über ein bei Brüssel gefangenes Exemplar: Werner, Zool. Anz.
XXVI, p. 250; Z. bornmällerorum, sp. n. = Contia collaris, Men., Werner, Zool.
Jahrb. Syst. XIX, p. 343, Taf. XXIV, fig. 17, N. Persien.
Drymobius boddaerti, var. n. modesta, Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, I,
p. 346, Coban, Guatemala.
Phrynonax faucherü, sp. n., Moequard, Bull. Mus. Paris 1903, p. 213,
Holländisch Guyana.
Spilotes microlepis, sp. n., Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II, p. 346,
Guatemala.
Leptophis oceidentalis, Gthr. und modestus, Gthr. Bemerkungen von Werner,
Abh. Bayer. Ak. XXI, II, p. 347; L. argentinus, sp. n., Abh. Bayer. Ak. XXII,
II, p. 384, Rosario, Argentinien.
Willey, A. Dendrophis bifrenalis Boulenger. Spolia Zeylan. I,
PPA16 u. 117.
Dendrophis caudolineatus, Gthr. und bifrenalis Blgr. Bemerkungen von
Willey, Spolia Zeylan. I, p. 86, fig., und p. 116.
Sarauw, 6 F. u. On Danmarks sjaeldne Slanger. Vid. Medd.
1903, pp. 142.
Coluber, L. Synopsis der chinesischen Arten: Werner, Abh. Bayer. Ak.
XXII, II, p. 355; ©. dione, Pall., und taeniurus, Cope, Bemerkungen von Wall,
P. Z. S. 1903, I, pp. 92 u. 93; (©. longissimus, Laur. Über dänische Exemplare,
Sarauw, Vid. Medd. 1903, p. 15; C. leopardinus, Bp., varr. nn. schwoeder:i u.
elsneri, Werner, SB. Ak. Wien CXI, p. 1098.
Liophis bipraeocularis, sp. a., Beulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 351,
Anden von Columbien.
Stejneger, L. A new Hognose Snake from Florida. P. Soc. Wa-
shington XVI, pp. 123 u. 124.
Heterodon browni, sp. n., Stejneger, P. Soc. Washington XVI, p. 123, Florida.
Coronella austriaca, Laur. Über dänische Exemplare, Sarauw, Vid. Medd.
1903, p. 8; C. micropholis, Cope, var. n. arcifera, Werner, Zool. Anz. XXVI, p. 250,
Mexico.
Simotes longicauda, sp. n., Bouienger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 351, Tonkin.
Prosymna sundevalli, Smith, var. n. bivittata, Werner, Abh. Bayer. Ak.
XXIL, I, p. 381, Deutsch Süd West Afrika.
Nikolski, A. Contia transcaspica, n. sp. Annuaire Mus. St. Petersb.
VIITL, pp.. 11—13 (russisch).
Contia collaris, var. n. macrospilate, Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II,
p- 381, Russisch-Armenien; (©. transcaspica, sp. n., Nikelski, Annuaire Mus. St.
Petersb. VIII, p. 11, Transcaspien; ©. bicolor, sp. n., Nikolski, Annuaire Mus.
St. Petersb. VIII p. 96, Transcaspien und O. Persien.
Poecilopholis, g.n., für P. cameronensis, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist.
(7) XIL, p. 352, Kamerun.
Atractus erythromelas, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 483,
Venezuela.
Ogmophis arenarum, sp. n. (foss.), E. Douglass, Ann. Carnegie Mus. II, p. 171,
Oligocän des White River, Montana.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 35
Opisthoglyphae.
Green, E. E. Notes on the habits of the Green Whip-Snake
(Dryophis mycterizans Daud.) in captivity. Spolia Zeylan. I, pp. 36
u. 3(, fies. and p. 75.
Drieberg, €. Food of tne Whip-Snake. Spolia Zeylan. I, p. 75.
Tarbophis vivax Fleischm., abgebildet, mit Bemerkungen von H. Barbier,
Bull. Soc. Elbeuf XXI, p. 64, Taf. —.
Dipsadomorphus barnesii, Gthr. Bemerkung von Willey, Spolia Zeylan. I,
p- 81, fig.; D. pallidus, sp. n., Boulenger, in Annandale u. Robinson, Fascio, Malay.
Zool. I, p. 164, fig., Salor, Malay. Halbinsel.
Oxyrrhopus doliatus, D. u. B. var. n. viperina, Werner, Zool. Anz. XXVI,
p. 250, Brasilien.
Mimometopon, g.n., verwandt T’hamodynastes und sehr ähnlich Fleisch-
mannia, Bttgr., für M. sapperi, sp. n., Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II, p. 349,
Taf. —, figg.,3 u. 4, Guatemala. (Vielleicht ist Fleischmannia eine aglyphe Form
von M., wie ähnlich es bei Erythrolamprus aesculapii beobachtet wurde).
Rhinodryas, g.n., für R. koenigi, sp. n., Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II,
p- 384, fig., Rosaria, Argentinien (nach Boulenger — Philodryas baroni, Berg.).
Psammophis trinasalis, Werner. Bemerkung von Werner, Abh. Bayer. Ak.
XXI, II, p. 381 (= P. furcatus Ptrs.).
Mimophis mahfalensis, Grand., var.n. albiceps, Jourdean, Ophid. Madag.
p. 51, Taf. XIV, Madagascar.
Dryophis myeterizans, Daud. Über die Lebensweise, E. E. Green, Spolia
Zeylan. I, p. 36, fig. u. p. 75; €. Drieberg, Spolia Zeylan. I, p. 75; D. pulverulentus,
D. u. B. Bemerkung von Willey, Spolia Zeylan. I, p. 84, fig.
Erythrolamprus longicaudus, sp. n., Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II,
p- 348, Guatemala (vielleicht —= Rhadinaea decorata Gthr.).
Homalocranium alticola, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 353,
Anden von Columbien.
Stenorhina degenhardti, Berth. Bemerkungen von Werner, Abh. Bayer.
Ak. XXII, II, p. 349.
Apostolepis pymi, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p.353, Brasilien.
Miodon christyi, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 354, Uganda.
Proteroglyphae.
Boulenger, &. A. Description of a new Sea-Snake from Rangoon.
J. Bombay Soc. 1903, p. 719, Taf.
Distira orientalis, Stejn. = D. subeincta, ray, Wall, P. Z. S. 1903, I, p. 95;
D. hendersoni, sp. n., Boulenger, J. Bombay Soc. 1903, p. 719, Taf. —, Küste
von Rangoon.
Thalassophis annandalii, Laidlaw. Bemerkung von Boulenger, in Annandale
u. Robinson, Fascie. Malay. Zool. I, p. 166.
Emydocephalus ijimae, Stejn. = Aipysurus annulatus, Krefft. Wall, P. Z.
8: 1903, I, p. 95.
Platurus muelleri, Blgr. = P. laticaudatus, L. Wall, P. Z. S. 1903, I, p. 96.
Craddock, W. H. Food of the Hamadryad or King Cobra. J.
Bombay Soc. XV, p. 143.
3*+
36 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Beddard, F. E. A Little-Known Peculiarity of the Hamadryad
Snake. Nature, Vol. 68, p. 497.
Bei Naia bungarus steht die Trachea mit 30—40 Luftsäcken in
Verbindung.
Schnee. Angebliche Abrichtung von Brillenschlangen. Zool.
Garten XLIV. 1903. p. 234.
Verf. beanstandet mit Recht eine Angabe, welche ein von indischen
Schlangenbeschwörern mit Brillenschlangen ausgeführtes Kunststück
aus der Abrichtung dieser letzteren erklären will.
Pseudelaps muelleri, var. n. lineaticollis, Werner, Zool. Anz. XXVI, p. 251,
Neu Guinea.
Toxicocalamus lengissimus, Blgr., abgebildet von Boulenger, P. Z. S. 1903,
II, Taf. XIII, fig. 2; 7. stanleyanus, sp. n., P. Z. S. 1903, p. 128, Taf. XIII, fig. 3,
Brit. Neu Guinea.
Naia tripudians, Merr. Bemerkung über chinesische Exemplare, Wall,
P. Z. S. 1903, I, p. 97; N. anchietae, Bocage.. Bemerkung und Abbildung des
Kopfes von Werner, Abh. Bayer. Ak. XXI, II, p. 382; N. bungarus, Schleg.
Wurde beim Verzehren von N. tripudians beobachtet, W. H. Craddeck, J. Bombay
Soc. XV, p. 143.
Callopkis trimaculatus, Daud. Bemerkung von Willey, Spolia Zeylan. I,
p- 84, fig.
Elaps dumerilü, Jan. Bemerkung von Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II,
p. 382; E. fulvius, var. n. sapperi, id. t.c. p. 350, Guatemala; E. alienus und
aequicinctus, spp. nn. id. Zool. Anz. XXVI, p. 249, Venezuela oder Ecuador.
Amblycephalidae.
Amblycephalus moellendorffii, Bttgr. Bemerkung von Wall, P. Z. S. 1903,
T, Per.
Leptognathus intermedia, sp. n., Steindachner, S. B. Ak. Wien CXII, p. 16,
Paraguay.
Viperidae.
Ballowitz, EB. Die Entwickelungsgeschichte der Kreuzotter.
(Pelias berus Merr.) 1. Teil. Jena 1903, 295 pagg. 50 figg. 10 Taf.
Behandelt eingehend die ersten Entwicklungsstadien (Furchung,
Blastula und Gastrula, Mesoblastbildung, Entstehung der Chorda
und des Medullarrohres u. s. w.). Ausf. Ref. in Jahresb. Zool, Stat.
Neapel f. 1903 p. 80.
Brüning, €. Wie ich Kreuzottern fing. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde
XIV. 1903 p. 338—340.
- Rollinat, R. Moeurs et reproduction de la Vipere aspie. Bull.
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Launoy. Sur quelques phenomenes nucl&aires de la seeretion.
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Passive und active Vorgänge bei der Tätigkeit des Kernes der
Giftdrüse von Vipera aspis; zu den ersteren ist die Volum-Vergrößerung
und Örtveränderung in der Zelle zu rechnen, zu den letzteren gehören
II. Reptilia und Amphibia für 1903, 37
die Vorgänge, durch welche der Kern an der Secretion der Zelle sich
beteiligt. In der Tätigkeit differenziert sich außer dem in der Ruhe
vorhandenen Chromatin eine zweite Art.
Boulenger, ©. A. On the geographical variations of the Sand-
Viper, Vipera ammodytes. P. Z. 8. 1903, I, pp. 185 u. 186, figg.
Mosse, A. H. Number of eggs of Vipera russellii. J. Bombay Soc.
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Kaschtschenko, N. Th. Über die Wechselbeziehungen zwischen
der gemeinen Otter (Pelias berus L.) und Renards Otter (Pel. renardi
Christoph. (Istestija der ostsibirischen Sektion der Kais. russ. geogr.
Ges. Bd. XXXIII. 1902 p. 1—12 (russisch).
Die Kreuzotter scheint mit Ausnahme des höchsten Nordens im
ganzen russischen Reiche vorzukommen. Nach Nikolsky soll
sie in Turkestan fehlen, weil hier V. renardi vorkommt, doch fand der
Verf. im südlichen Teil des Tomsker Gouvernements beide Arten.
V. renardi ist von den Wolsasteppen (Sarepta) bis zu den Westerenzen
des Altai (Smeinogorsk) verbreitet, doch ist letzteres noch nicht ganz
sicher, dagegen wurde sie vom Verf. im Central-Altai, selten dagegen
nördlich vom Altai gefunden. In Ostsibirien wurden Exemplare ge-
funden, die äußerlich der V. renardi glichen, in den morphologischen
Merkmalen aber echte Kreuzottern waren. Verf. hält beide Arten
für wohl verschieden, da er beide nebeneinander in typischen Exem-
plaren im geschlossenen Uimon-Tale (C. Altai) fand. Ref. in Zool.
Centralbl. X p. 572.
Vipera renardi, Christ. Bemerkung von Silantiew, Annuaire Mus. St. Petersb.
VL, p. 37; V. aspis, L. Über ihre Lebensweise in Frankreich, R, Rollinat, Bull.
Soc. Acclim. XLIX, p. 361; V. ammodytes, L. Von der typischen Form trennt
Boulenger, P. Z. S. 1903, I, p. 185, figg., eine var. meridionalis ab; V. russellii,
Shaw. Über die Zahl der Eier, A. H. Mosse, J. Bombay Soc. XV, p. 134.
Ancistrodon acutus, Gthr. und blomhoffi, Boie. Bemerkungen von Wall,
P. Z. 8. 1903, I, p. 98.
Lachesis lanceolatus, Lacep., atrox, L., und nummifer, Ptrs. Bemerkungen
von Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II, pp. 350 u. 351; Z. peruvianus, sp. n.,
Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 354, S. O. Peru.
Brown, A. E. Note on Crotalus scutulatus Kenn. P. Ac. Philad.
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Crotalus scutulatus, Kenn. Bemerkung von A. E. Brown, P. Ac. Philad.
LV, p. 625.
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Mag. (IV) X, p. 94, und Centrbl. Mineral. 1903, p. 54.
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Bull. Amer. Mus. XIX, p. 685, figg., Taf. LIX.
Claosaurus annectens, Marsh. Über das vollständige Skelett, Beecher, Tr.
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1II. Reptilia und Amphibia für 1903. 39
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Haplocanthus (non Ag.) g.n. (Morosaurid.), Hateher, P. Soc. Washington
XVL, p. 1; Name geändert in Haplocanthosaurus, Hateher, t. c. p. 100; H. priscus,
sp. n., id. ibid. und Mem. Carnegie Mus. II, p. 6, Taf. I—-VI, und A. utterbacki,
sp. n. id. t. c. p. 27, figg., Jura von Colorado.
Astrodon johnstoni, Leidy (Pleurocoelus namus, Marsh... Bemerkung von
Hatcher, Ann. Carnegie Mus. II, p. 9, figg.
Cardiodon, hat die Priorität vor Cetiosaurus, Owen. Lucy P. Bush, Amer.
J. Sci. XVI, p. 96.
Brachiosaurus, altithorax, g. n., Sp. n. über Reste eines riesigen sauropoden
Dinosaururiers aus dem Jura von Colorado, Riggs, Amer. J. Sci. (4) XV, p. 299, figg
Dryptoswurus incrassatus, Cope. Unterkiefer beschrieben und abgebildet
von L. M. Lambe, Ottana Natural. XVII, pp. 133, Taf. I—II.
Compsognathus longipes, Wagn. F. Nopesa, N. Jahresb. Min. XVI (Beil.)
p- 476, Taf. XVII, hat das Typ-Exemplar neuerdings untersucht.
Ornitholestes, g. n. (Compsognathid.), Osborn, Bull. Amer. Mus. XIX, p. 459;
O. hermanni, sp.’n., id. ibid., figg.; Oberer Jura von Wyoming.
Creosaurus atrox, Marsh. Beschreibung und Abbildungen des Schädels,
®sborn, Bull. Amer. Mus. XIX, p. 697, figg.
Megalosaurus dunkeri, Koken (?), angeführt aus dem Wealden von Ber-
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40 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
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S. perrini, p. 89, Taf. V—VII, osmonti p. 93, Taf. VIII—XI, alexandrae, p. 96,
Taf. XII—XIIJ, careyi, p. 98, Taf. XVI, figg. 3 u. 4, und altispinus, p. 99, Taf. XIV
fig. 5, und Taf. XV, spp. nn. Merriam, t. c. Trias von Californien.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 41
C'ymbospondylus, Leidy. Bemerkungen von Merriam, t.c. p. 104.
Leptocheirus, g. n. für L. zitteli, sp. n., Merriam, t. c. p. 253, Taf. XXI—XXII
Trias von Kalifornien.
Toretocnemus, g. n. für T. californicus, sp. n. Merriam, t. c. p. 258, Taf. XXIV,
Trias von Californien.
Chelonia.
Fraas, E. Thalassemys marina, E. Fraas, aus dem oberen weißen
Jura von Schwaitheim nebst Bemerkungen über die Stammesgeschichte
der Schildkröten. Mt. Nat. Kab. Stuttgart 1903, pp. 72—104, Taf. I
—III, and Jahresh. Ver. Wurttemb. LIX, pp. 72—104, Taf. I—IH.
Verf. hält die unbekannten Stammformen der Chelonier, welche
srabende, in der Erde iebende Formen waren, mit den Anomodonten
verwandt. Die drei großen Gruppen Cryptodira, Pleurodira und wohl
auch Trionychidae, differenzierten sich schon in der Trias; die jetzt
ausschließlich süßwasserbewohnenden Pleurodira, seit dem Keuper
ein perfecter Typus, waren meist terrestrisch, im oberen Jura auch
einige marine Gattungen, dagegen sind die Cryptodiren ein mehr
plastischer Typus; aus süßwasserbewohnenden Formen sind die
Thalassemyden durch Anpassung an die marine Lebensweise, aus
diesen entweder direkt oder aus analogen Reihen die Cheloniden und
deren extremer Zweig, die Dermochelyden entstanden.
Dollo, L. Sur l’&volution des Cheloniens marins (Considerations
bionomiques et phylogenigques). Bull. Ac. Belgique 1903, pp. 801—850.
Siebenrock, E. Schildkröten von Madagaskar und Aldabra, ge-
sammelt von Prof. Dr. A. Voeltzkow. Abh. Senckenb. Ges. RR VI
pp. 241—259, Taf. XXXIII—XXXV.
Von den sieben madagassischen Schildkrötenarten, die sechs
Gattungen angehören, sind zwei Gattungen und Arten (Acinizys
planicauda und Pyzis arachnoides) auf Madagascar beschränkt und
dasselbe gilt für die beiden Testudo-Arten; außerdem ist die sonst
südamerikanische Gattung Podocnemis durch eine endemische Art auf
Madagaskar vertreten; gemeinsam mit dem afrikanischen Festlande
sind nur zwei Pelomedusiden (Stemotharus nigricans Donnd. u. Pelomedusa
galeata Schpft). Cinizys belliana Gray, die vonBoettger für Mada-
gascar angeführt wird, kommt nach Voeltzkow auf der Insel
nicht vor, “ebenso fehlt die in Syrien und in ganz Afrıka, wo immer
auch Orocodilus nileticus vorkommt, mit diesem vergesellschaftete
Trionyx triunguis aut Madagascar vollständig und wurde nicht einmal
fossil gefunden, während Crocodilus häufig ist. — Die einzelnen Arten
werden ausführlich beschrieben und Aemizı ys auf Taf. XXXIlI und
XXXIV auch farbie abzebildet; bei Testudo radiata und yniphora
(diese auch Taf. XXXV abgeb.) wird die Stı 'shlenzeichnung des Panzers
von einer gemeinsamen Stammform abgeleitet und auch die nahe
Verwandtschaft beider Arten nachgewiesen, Bei Sternothaerus bespricht
Verf. den Verschlußmodus der Schale im Vergleich mit dem bei anderen
Klappschildkröten, sowie bei Testudo und erbringt weiteres Beweis-
material für die Artverschiedenheit von St. sinuatus von nigricans.
49 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Podocnemis madag. wird als Übergangsform zwischen Podocnemis
Wagl. und Peltocephalus DB. betrachtet und es werden die anatomischen
Charaktere eingehender behandelt. — Ref. in Zool. Centralbl. X.
1903 p. 945.
Siebenrock, F. Schildkröten des östlichen Hinterindien. Anz.
Ak. Wiss. XL, pp. 106—108, and 8. B. Ak. Wien CXII, pp. 333—8352,
2 Taf.
Behandelt die Schildkröten-Ausbeute Fruhstorfer’s aus Annam,
Cochinchina, Siam und Tonkin, also in Bezug auf Schildkröten wenig
erforschten Ländern. Aus Annam werden Ocadia sinensis Gray,
Olemmys beali Gray var. quadriocellata n., Cyclemus dhor Gray,
O. annamensis n.sp., Trionyz sinensis Wieem. und Pelochelys cantoris
Gray, von Cochinchina Damonia subtrijuga Schlee. u. Müll., C’yelemys
amboinensis Daud., Notochelys platynota Gray und Testudo elongata
Blyth., von Siam Damonia subtrijuga u. Trionyz cartilagineus Bodd.,
endlich von Tonkin Pyzidea mouhoti Gray, Testudo elongata Blyth. und
Trionyz cartilagineus genannt.
Von diesen Arten ıst Ocadia neu für Annam, ebenso die in nur
zwei Exemplaren aus China bekannt gewesene Clemmys beali; für
Oyclemys platynota wird der Gray’sche Name Notochelys, für O. mou-
hoti der ebenfalls schon von Gray aufgestellte Name Pyxidea restituiert,
da beide sich in wesentlichen Charakteren von C'yclemys unterscheiden.
— Ref. in Zool. Centralbl. X 1903, p. 876.
Siebenroek, F. Über zwei seltene und eine neue Schildkröte des
Berliner Museums. Anz. Ak. Wiss. XL, pp. 185 u. 186, and 8. B. Ak.
Wien CXII, pp. 439—445, 1 Taf.
Lörenthey, E. Zwei neue Schildkrötenarten aus dem Eocän von
Kolozsvär. Földtanı Közl. XXXIII pp. 249—266, Taf.V u. VI.
Reinach, A. ven. Vorläufige Mitteilung über neue Schildkröten
aus dem ägyptischen Tertiär. Zool. Anz. XXVI, pp. 459—463.
Reinach, A. von. Schildkrötenreste aus dem ägyptischen Tertiär.
Abh. Senckenb. Ges. XXIX, pp. 1—64, Taf. I-XVII.
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appartenente all’ Eocene francese. Boll. Soc. geol. Ital. XXI, 1902,
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de Reims. Bull. Soc. geol. France (4) III, pp. 189 u. 190.
Gaudry, A. Observations sur la note de la Portis. Bull. Soc. geol.
France (4) III, pp. 190 u. 191.
Trionyx senckenbergianus, sp. n. (foss.), Reinach, Zool. Anz. XXVI, p. 462,
und Abh. Senckenb. Ges. XXIX, p. 53, Taf. XVII, figg. 2, 5, 6, Miocän von
Egypten; T. pliocaenicus, sp. n. (foss.), id. ibid. pp. 462, 55, Taf. XVII, figg. 1, 2,
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 43
4, 7, Pliocän von Egypten; T. elavatomarginatus, sp. n. (foss.), Lörenthey, Földtani
Közl. XXXIII, p. 252, Taf. V u. VI, Eocän von Klausenburg, Ungarn.
Odontochelone, De Stefano (foss.). Bemerkungen von Pertis, Bull. Soc. geol.
France (4) III, p. 189, und Identification mit Trionyx durch Gaudry, t. c. p. 190;
ebenso Bemerkung von De Stefano, Boll. Soc. geol. Ital. XXII, p. 363.
Castresia, g.n., verwandt mit Trionyz für C. munieri, sp. n. (foss.), De
Stefano, Boll. Soc. geol. Ital. XXI, p. 393, Taf. XVI, Oberes Eocän, bei Chartres,
Frankreich.
Waite, E. R. A fresh-water Turtle (Pelochelys cantoris Gray)
from New Guinea. Rec. Austral. Mus. V, pp. 50—52, fig.
Pelochelys antoris, Gray. Über ein Exemplar von Neu Guinea, Waite, Rec.
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Seherer, J. Sternothaerus sinuatus. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde XIV.
1903 p. 335—337.
Andrews, €. W. On some Pleurodiran Chelonians from the Eccene
of the Fayum, Egypt. Ann. Nat. Hist. (7) XI, pp. 115—122, Taf.VIl
ir VErt.
Krefft, P. Schlangenhalsschildkröten. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde
XIV. 1903 p. 171—174. — Die australische Schlangenhalsschildkröte
p. 187—189 fig., 206—208. — Die argentinische Schlangenhalsschild-
kröte p. 218—220, fisg., 228—230. — Brasilianische Schlangenhals-
schildkröten p. 247—249, 257—259, figg.
Eingehende und vorzügliche Schilderung von Chelodina longi-
collis, Hydromedusa tectifera, Hydraspis hilarii und Platemys spixi,
mit sehr guten Abbildungen.
Chelodina longicollis Shaw abgeb. bei Krefft, Bl. f. Terr. u. Aq.kunde XIV.
1903 p. 189.
Hydromedusa tectifera Cope abgeb. ibid. Heft 13, Taf. — und (Ex. mit ab-
normen Carapax) p. 219.
Hydraspis hilarii DB. abgeb. ibid. p. 249.
Platemys spixii DB. abgeb. ibid. p. 257.
Pelomedusa progaleata, sp. n. (foss.), Reinach, Abh. Senckenb. Ges. XXIX,
p- 45, Taf. XII, figg. 1—3, und Taf. XV, fig. 2, Pliocän von Egypten.
Sternothaerus, Bell: Revision der Arten von Siebenrock, Zool. Anz. XXVI,
p: 191; $. sinuatus, Smith: Über die Variationen, Mocquard, Bull. Mus. Paris
1903, p.217; Lebensweise in Gefangenschaft; Abbildung: Scherer, Bl. f. Aq. u. Teır.
kunde XIV. p. 335; $S. dewitzianus, sp. a. (foss.) Reinach, Zool. Anz. XXVI,
p- 461, und Abh. Senckenb. Ges. XXIX, p. 48, Taf. XV u. XVI, Pliocän von
Egypten.
Podocnemis aniiqua und jayumensis, spp. un. (foss.), Andrews, Ann. Nat.
Hist. (7) XI, pp. 120—121 Taf. VII, figg. 2, Eocän von Egypten; P. stromeri
und blanckenhorni, ssp. nn. (foss.), Reinach, Zool. Anz. XXVI, p. 460, und Abh.
Senckenb. Ges. XIX, pp. 5 u. 50, Taf. I—IX, Eocän von Egypten.
44 III Reptilia und Amphibia für 1903.
Stereogenys cromeri, Andr. (foss.). Über den Panzer, Andrews, Ann. Nat.
Hist. (7) XI, p. 119, Taf. VII, fig. I, 8. kibyca, sp. n. id. ibid. p. 115, Taf.VII,
Eocän von Egypten; S. podocnemoides, sp. n., Reinach, tt. cc. pp. 461 u. 35, Taf. X
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Cryptodira.
Bloch, L. Tropidemys langiı Rütimeyer. Denkschr. zur Eröffnung
von Museum und Saalbau der Stadt Solothurn (Solothurn, 1902),
pp. 246—251, 1 Taf.
Tropidemys langii, Rütim. (foss.). Beschreibung eines neu entdeckten
Exemplars von L. Bloch, Denk. Mus. Solothurn 1902, p. 246, Taf. —.
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p- 72, figg., Taf. I—III und Jahresh. Ver. Württemb. LIX, p. 72, Taf. I—III,
Oberer Oolit von Schnaitheim, Württemberg.
Hay, ©. P. Description of a new genus and species of Tortoise
from the Jurassic of Colorado. Ann. Carnegie Mus. II, pp. 201—203,
Taf. III.
Probaöna, g. n., nahe verwandt mit Baöna, Cope, für P. sculpta, sp. a. (foss.),
0. P. Hay, Ann. Carnegie Maus. II, p. 201, Taf. III, Jura von Colorado.
Gafsachelys, g.n., den Chelydridae zugerechnet, für @. phosphatica, sp. n.
(foss.), De Stefano, Boll. Soc. geol. Ital. XXII, p. 74, Unt. Eoeän, Tunis.
Hay, ©. P. Two new species of fossil Turtles from Oregon. Bull.
geol. Univ. Calif. III, pp. 237—241, figg.
Clemmys nigricans, Gray, ist in diese Gattung, nicht zu Damonia Gray zu
stellen, Siebenrock, Anz. Kk. Wiss. XL, p. 185, und S. B. Ak. Wien CXIl, p. 439;
©. bealii, Gray, var. n. quadriocellata, Siebenrock, Ann. Ak. Wiss. XL, p. 107,
und S. B. Ak. Wien CXII, p. 336, Taf. —, Annam; CO. hesperia und sazea, spp. nn.
(foss.), ©. P. Hay, Bull. geol. Univ. Calif. III, pp. 238 u. 241, figg., Pliocän, Oregon.
Cyelemys annamensis, sp. n., Siebenrock, Anz. Ak. Wiss. XL, p. 108, und
SB. Ak. Wien CXII, p. 341, Taf. —, Annam; C. annandalii, sp. n., Boulenger
in Annandale u. Robinso, Faseic. Malay. I. p. 142, Taf. VII u. VIII, Kampong
Jalor, Malay Peninsula.
Über die Restituition der mit Cyclemys verwandten Gray’schen Gattungen
Notochelys und Pyzidea Siebenrock, Anz. Ak. Wiss. XL, p. 107, und SB. Ak.
Wien CXII, p. 338.
Krefft, P. Damonia hamiltoni, eine seltene Sumpfschildkröte.
Natur u. Haus XII. p. 227—228, fig.
Damonia hamiltonii Gray, beschr. und abgeb. von Krefft, Natur u. Haus
XI. p. 227—228, fig.
Schmitz, H. Das Vorkommen der Europäischen Sumpfschildkröte
(Emys orbicularis L.) im unteren Maasgebiete. Tijdschr. Nederland.
Dierk.Ver. (2) VIII, pp. 104—110. (Ref. in Zool. Centralbl. XIII. p. 524.)
Denarie, EM. Sur quelques animaux de la Savoie disparus ou
en voie de disparition. Bull. Soc. Savoie (2) VIIL, pp. 17—44.
Banchi, A. La minuta struttura della midolla spinale dei Chelonii
(Emys europaea). Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze Vol. 2. p. 291—807,
Taf. 28—31.
II. Reptilia und Amphibia für 1903. 45
Zellen und Fascien des Rückenmarks von Emys. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 173.
Emys orbieularis, L. Über Vorkommen im Unteren Maas-Gebiet (Holland und
Preußen) H, Schmitz, Tijdschr. Nederland Dierk. Ver. (2) VIII, p. 104. — Über
ihr Vorkommen in Savoyen, Denarie, Bull. Soc. Savoie (2) VIII, p. 38.
De Stefano, G. Piychogaster Miocenici della Francia conservati
nel Museo di Storia Naturale di Parigi. Palaeontogr. ital. IX, pp. 61
—94, Taf. XII—XV.
Ptychogaster, Pomel (foss.). Über die im Pariser Museum aufbewahrten
Reste, De Siefane, Palaeontogr. ital. IX, p. 61, Taf. XNII—XV; P. heteroclitus
und Zestudinoides, spp. nn., id. ibid. pp. 74 u. 79, Taf. XIV u. XV, Unteres Mioeän,
Saint-Gerand-le-Tuy, Frankreich.
Sinclair, W. 3. A new Tortoise from the auriferous gravels of
California. Bull. geol. Univ. Calıf. III, pp. 243—248, figg.
Stylemys calaverensis, sp. n. (foss.), W. 3. Sincair, Bull. geol. Univ. Calif.
III, p. 243, figg., Sierra Nevada, Californien.
Homopus nogueyi, Lataste, ist eine Cinixys, Bell. Siebenrock, Anz. Ak. Wiss.
XL, p. 185, und S. B. Ak. Wien CXII, p. 442.
Acinixzys planicauda, Grand., beschrieben und abgebildet von Siebenrock,
Abh. Senckenb. Ges. XXVII, p. 244, Taf. XXIII u. XXIV.
Siebenrock, F. Bemerkungen zu Herrn. Dr. P. Schacht’s Ab-
handlung, „Beiträge zur Kenntnis der auf den Seychellen lebenden
Elephanten-Schildkröten“. Zool. Anz. XXVI, pp. 366-368.
Beck, R. H. In the home of the Giant Tortoise. Rep. New York
Zool. Soc. for 1902, pp. 160—174, figg.
Rothschild, W. Description of a new species of gigantic Land
Tortoise from Indefatigable Island. Nov. Zool. X, p. 119.
Schnee. Riesenschildkröten auf einer polynesischen Insel. Zool.
Garten XLIV. 1903 p. 129.
Verf. berichtet über einen Besuch Becke’s auf Christmas Island
im Pacific im Jahre 1872, woselbst dieser mächtige Landschildkröten
ähnlich wie die auf den Galapagos vorkommenden antraf. Verf. macht
den Versuch, das Vorkommen dieser Schildkröten auf dem 60 Breite-
grade von den Galapagos entfernten Christmas-Atoll zu erklären,
indem er annimmt, daß sie eingeschleppt seien.
Schnee. Zoologische Gärten in Australien. II. — Zool. Garten
XLIV. 1903 p. 241.
Paarung einer Riesenlandschildkröten-Art im Zoologischen Garten
in Melbourne (p. 245—247).
Graine, ©. La Testude mauritanica en Asturias. Bol. Soc. espan.
III, pp. 148 u. i49.
Andrews, ©. W. u. Beadnell, H. 3. L. A preliminary notice of a
Land Tortoise from the Upper Eocene of the Fayum, Egypt. Survey
Department, Public. Works Ministry, Cairo, 1903, 11 pp., figg.
Trivondeau. Sur V’histochemie des enclaves contenues dans les
cellules des tubes contournes du rein, chez la Tortue greeque. EUR.
Soc. Biol. Paris Tome 55 p. 1128—1130.
46 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Die gewundenen Kanälchen bilden bei Testudo graeca die Haupt-
masse der Niere und enthalten in ihrem Plasma ‚grains urinaires“,
sowie Lipoid- u. Lecithinbläschen.
Favaro, &. Sopra lo sviluppo dei muscoli ventrali del tronco nei
Cheloni. Monit. Zool. ıtal. XIV, pp. 102—110, figg.
Entwicklung der ventralen Rumpfmuskulatur bei Testudo. Ref.
in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 130.
Bertelli, D. Lo sviloppo del diaframma nella Testudo graeca.
Nota presentiva. Monit. Zool. ıtal. XIV, pp. 5 u. 6.
Ponderelli, Margherita.
Eizahn bei Testudo s. Seite 6.
Testudo, L. Bemerkungen über die Arbeit von Schacht (s. Ber. f. 1902 p. 00)
über die Anatomie einer Seychellen-Schildkröte Seychelles, Siebenrock, Zool.
Anz. XXVI, p. 366. — Über Lebensweise der Galapagos -Riesenschildkröten,
R. H. Beck, Rep. New York Zool. Soe. 1902, p. 160, figg.; T. ibera, Pall. (mauri-
tanica, D. u. B.). Über ihr Vorkommen in Asturien, 6raine, Bol. Soc. espan. III,
p. 148; T. ymiphora, Vaill., beschrieben und abgebildet von Siebenrock, Abh.
Senckenb. Ges. XXVII, p. 249, Taf. XXXV; T. pseudemys sp. n., Boulenger,
in Annandale u. Robinson, Fascie. Malag. Zool. I, p. 144, fie., Taf. IX, Burma und
Malay. Halbinsel; 7”. porteri, sp. n., Rothsehild, Nov. Zool. X, p. 119, Insel Indefati-
gable, Galapagos-Archipel; 7. tornieri, sp. n., Siebenrock, Anz. Ak.Wiss. XL, p. 185,
und SB. Ak. Wien CXII, p. 443, Taf. —, Victoria Nyanza; T. seimundi, sp. n.,
Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 216, Taf. XVII, Inneres der Cap-Kolonie;
T. ammon, sp. a. (foss.), Andrews u. Beadnell, Survey Dept., Publie Works
Ministry, Cairo, 1903, figg. Oberes Eocän von Egypten.
Thalassochelys phosphatica, sp. n. (foss.), De Stefano, Boll. Soc. geol. Ital.
XXI, p. 68, Taf. IV, figg. 3 u. 4, Unteres Eocän, Tunis.
De Stefano, &. L’Euclastes douvillei dell’ Eocene inferiore dell’
Africa settentrionale, Reggio Calabria, 1902, 4°, 1 Taf.
Euclastes dowvillei, sp. a. (foss.), De Stefano, L’Euclastes douvillei, 1902,
4to,1Taf., Unteres Eocän, Tunis; E. (?) kochi, sp. n. (foss.), Lörenthey, Földtani
Kozl., XXXIII, p. 264, Taf. V, fig. 2, Eocän von Klausenburg, Ungarn.
Dollo, L. Eochelone brabantica, Tortue marine nouvelle du
Bruxellien (Eoc&ne moyen) de la Belgique. Bull. Ac. Belgique 19035,
pp. 792—801. — Ref. in Zool. Centralbl. X. 1903 p. 944.
Voeltzkow, A. VI. Gesichtsbildung und Entwicklung der äußeren
Körperform bei Chelone imbricata, Schweigg. Abh. Senckenb. Ges.
XXVI. pp. 181—190, Taf. XXVII v. XXIX.
Wieland, @. R. Notes on the Marine Turtle Archelon. I. On the
structure of the carapace. Amer. J. Sci. (4) XV, pp. 211—216, fig.
Archelon ischyros, Wiel. (foss.). Über den Bau des Panzers, Wieland, Amer.
J. Sci.o(4) XV, p. 211 figg.
Piesiosauria.
Williston, S. W. North American Plesiosaurs. Part I. Field Mus.
igg., Taf. I-XXIX.
Verzeichnis der nordamerikanischen Plesiosaurier mit ausführlichen
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 47
Beschreibungen von Dolichorhynchops osborni Willist., Cimoliosaurus
snowi Willist. u. Polycotylus latipennis Cope.
Willisten, Ss. W. On the structure of the Plesiosaurian skull.
Science (2) XVII, p. 980.
In dieser Arbeit wird auch eine Definition der Familie Phiosauridae
gegeben.
Sauvage, H. RE. Sur la presence du genre Polyptychodon dans les
sables verts de la Meuse. Bull. Soc. Autun XVI, pp. 321—323.
Vaillant, 2. De la disposition des &cailles chez le Mesosaurus
tenuidens. P. Gervais. CE. R. Ac. Sci. CXXXVI pp. 1286 u. 1287.
Plesiosaurus costatus, Ow. und bibractensis, Sauv. Bemerkungen von Sauvage,
Bull. Soc. Autun XVI, pp. 310 u. 311.
Polyptychodon interruptus, Ow. Bemerkung von Sauvage, t.c. p. 321.
Pliosaurus (?) phosphatieus, sp. n., De Stefano, Boll. Soc. geol. Ital. XXII,
p- 66, Unteres Eoeän von Tunis.
Brachauchenius, g. n. (Pliosaurid.) für B. lucasi sp. a., Willisten, Field Mus.
Geol. II, p. 57, Taf. XXIV u. XXV, Kreide von Kansas.
Trinacomerum anonymum, sp. n., Willisten, t. c. p. 66, Taf. XX VIII, Kreide
von Kansas.
Thecodontia.
Ornithosuchus woodwardi, E. T. Newton. Über Reste erwachsener Exemplare,
Bouienger, t. c. p. 182, figg., Taf. XIV u. XV.
Breom, R. On a new Reptile (Proterosuchus fergusi) from the
Karroo Beds of Tarkastad, South Africa. Ann. 8. African Mus. IV.
pp. 159—163, Taf. XIX.
Proterosuchus, g. n., anscheinend verwandt mit Ornithosuchus, für P. fergusi,
sp. n., Broom, Ann. S. African. Mus. IV, p. 159, Taf. XIX, Trias von Tarkastad,
S. Afrika.
Aectiosaurus gaudryi, Sauv. Bemerkungen von Sauvage, Bull. Soc. Autun
XVI, p. 316.
Rileya bristolensis, g.n., sp. n. für 2 Wirbel und 1 Oberarm aus der Trias
von Bristol, F. v. Huene, Pal. Abh. (2) VI, p. 62, figg.
Pelycosauria.
Case, 2. €. The osteology of Embolophorus dollovianus Cope,
with an attempted restoration. J. Geol. XT, pp. 1-28, figg.
Case, E. €. The structure and relationships of the American
Pelycosauria. Amer. Natural. XXXVII, pp. 85—102, figg.
Ver. leitet die Pelycosauria von rhynehocephalen ähnlichen Stamm-
formen ab, die den Ausgangbilden für eine amerikanische Reihe von
Gattungen mit Persistenz beider, wenn auch schwach bleibender und das
reduzierte Quadratum ungenügend stützender Schläfenbogen und eine
afrikanische Reihe, deren Endglieder in höchstem Grade säugetier-
ähnlich sind, wie @omphognathus und Tritylodon, und die, wenn sie
auch nicht direkt zu den Säugetieren führt, doch die Entstehung des
Unterkiefergelenks derselben erklären.
48 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Rhynchocephalia.
Über Entwicklung von Sphenodon s. Schauinsland (p. 6).
Über das Gehirn von Sphenodon s. Smith (p.3).
Hyperodapedon gordoni, Huxley (foss.). Über den Gaumen, Boulenger, Phil.
Frans. CXCYT, B>prTzoseng., Tat. XE
Stenometopon, g. a., nahe Hyperodapedon, für S. taylori, sb. n., (foss.), Bou-
ienger, t. c. p. 178, figg., Taf. XII u. XIII, Trias, Lossiemouth, bei Elgin.
Ansmodentia.
Broom, R. On the structure of the shoulder girdle in Lystrosaurus.
Ann. S. African Mus. IV pp. 139—141, fige.
Broom, R. On the remains of Lystrosaurus in the Albany Museum.
Albany Mus. I. pp. 3—8, Taf. I, fie. 3.
Broom, R. On the evidence of a new species of Titanosuchus
(T. cloetei). Ann. S. African Mus. IV. pp. 142 u. 143.
Broom, R. On the presence of a pair oi distinct prevomers in
Titanosuchus. Ann. S. African Mus. IV pp. 144—146.
Broom, R. On some new primitive Theriodonts in the South
African Museum. Ann. 8. African Mus. IV, pp. 147—158, Taf. XVII
W AyTl, 2
Für die primitiven Formen wird die Ordnung T’herocephalia
errichtet.
Broem, R. On the Classification of the Theriodonts and their
allies. Rep. S. African Ass. 1903, pp. 286—294.
Die Procolophonia u. Pelycosauria gehören nicht zu den Theromoren
sondern stehen den Rhynchocephalen näher.
Broom, R. On an almost perfect skull of a new primitive Theriodont
(Lycosuchus vanderrieti). Tr. S. African Soc. XIV, pp. 197—205,
Tart ul:
Broom, R. On the axis, atlas, and proatlas in the higher Therio-
donts. P. Z. S. 1903, I, pp. 177—180, Tat. XVIII. (Bei Gomphognathus
u. Trirhachodon).
Broom, R. On the development of the palate in the primitive
Theriodonts. Geol. Mag. (IV) X, pp. 343—345, fig.
Lystrosaurus, Cope. Über Reste von der Trias von $. Afrika, Breom, Rec.
Albany Mus. I, p. 3, Taf. I, fig. 3. — Über den Schultergürtel, Broom, Ann. $.
Afrik. Mus. IV p. 139, fig.
Titanosuchus, Ow. Über das Vorkommen eines Praevomers (s. auch
Broom p. 2) Broom, t.c. p.144; T. cloetei, sp. n. id. ibid. p. 142, Trias,
Gamka River, S. Afrika.
Scylacosaurus sclateri, g. n., Sp. n., für einen primitiven Theriodonten-Schädel
aus der Trias von Colesberg S. Afrika, Broom, Geolog. Mag. (IV) X, p. 340, fig.,
und Ann. S. Afrikan. Mus. IV, p. 147, Taf. XVII.
Ictidosuchus angusticeps, &. D., SP. n., für einen anderen primitivon Therio-
donten-Schädel aus der Trias von Beaufort-West, S. Afrika, Bresm, Ann. S.
Afrikan. Mus. IV, p. 151, Taf. XVII, fig. 4.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 49
Scymmosaurus ferox, g.n. Sp. n. verwandt mit den vorigen, für eine unvoll-
ständig erhaltene Schnauze von unbekannter Herkunft, Broom, t.c. p. 152,
Taf. XVIII, figg. 6—9.
Lycosuchus vanderrieti, g.3., SP. R., für einen primitiven Theriodonten aus
der Trias oder dem Perm von S. Afrika, Broom, Tr. S. Afrikan. Phil. Soc. XIV,
p. 197, Taf. Iu. II; L. mackayi, sp. n., Broom, Ann. S. Afrikan. Mus. IV, p. 154,
Taf. XVIII, fig. 10, Trias von East London, 8. Afrika.
Cotylesauria.
Case (s. S. 47) charakterisiert die Familie der Diadectidae. J. Geol.
XI. p. 400.
Broom, R. On the remains of Procolophon in the Albany Museum.
Rec. Albany Mus. X pp. 8—24, Taf. I, figg. 4—#.
Procolophon trigoniceps, Ow. Über verschiedene Teile des Skelettes, Broom,
Rec. Albany Mus. I, p. 9, Taf. ], figg. 4—6.
Pariosauria.
Broom, R. On an almost perfect skeleton of Pareiasaurus serridens
Owen. Ann. 8. African Mus. IV, pp. 123—138, Taf. XV u. XVI.
Pariosaurus serridens, Ow. Über ein nahezu vollständiges Skelett, Broom,
Ann. Mus. IV, p. 123, Taf. XV u. XVI.
Incertae sedis.
Dyrosaurus phosphaticus, Thomas (foss.). Bemerkungen von De Stefano,
Boll. Soc. geol. Ital. XXII, p. 54, Taf. IV, figg. 1 u. 2.
Paliguana whitei, g. n., SP. Rn. über einen Schädel aus der Trias von $. Afrika,
zu den Iguaniden gestellt, Broom, Albany Mus. I, p. 1, Taf. I, figg. 1 u. 2.
Amphibia.
Anatomie, Physiologie, Entwieklungs, Biologie.
Maggi, L. Intorno ai prefirontali degli Ittiopsidi. Rend. Ist.
Lombardo (2) XXXVI, pp. 903—918.
Allis, BE, P. On certain Features of the Cranial anatomy of Bdello-
stoma dombeyi. Anat. Anz. 23. Bd. p. 259—281,. 321, 337, fig.
ae das Skelett von Bdellostoma mit dem von Amia, Necturus
u. Rana.
Rubaschkin, W. Zur Morphologie des Gehirns der Amphibien.
Arch. mikr. Anat. LXII, pp. 207—243, Taf. XII, XIII.
Feinerer Bau des Gehirns bei Rara und Salamandra (Bulbus
olfactorius, Hemisphären, Zwischen- u. Kleinhirn). Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 155.
Cameron, 3. On the origin of the pineal body as an ancestral
strueture, deduced from the study of the development in Amphibia.
Anat. Anz. XXIII, pp. 394 u. 395.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (III.) 4
50 IH. Reptilia und Amphibia für 1903.
Bei Rana, Bufo und Triton legt sich die Epiphyse in Form zweier
symmetrischer Auswüchse des Vorderhirndaches an; deren rechter
früh mit der linken verschmilzt.
‘Staderini, R. J lobi laterali dell’ ipofisi negliı amfıbi. Nota pre-
ventiva. Monit. Zool. ital. XIV, p. 70.
Aus dem mittleren Teile des in ein plattes Rohr auswachsenden
anfangs einheitlichen, später drei Lappen bildenden Divertikels der
dorsalen Pharynxwand entsteht unter Reduction des Lumens der
drüsige Hypophysenkörper, die Seitenlappen verlängern sich, durch-
brechen mit ihren verdickten Enden die Pia mater und verschmelzen,
den Zusammenhang mit dem Mutterboden verlierend, mit dem Hirn.
Wintrebert, P. Sur la regeneration chez les Amphibiens des
membres post£rieurs et de la queue, en l’absence du systeme nerveux.
C. R. Ac. Sci. OXXXVIIJ, pp. 761—763.
Wie sich aus Versuchen an Larven von Siredon und Rana, denen
zur Zeit, wenn sich die Zehen der Hinterfüße eben anlegen, die be-
treffenden Nerven durchschnitten wurden, ergiebt, ist eine Innervation
für die Entwicklung der Extremitäten im Embryo der Amphibien
nicht notwendig.
Wintrebert, P. Influence du syst&me nerveux sur l’ontogen&se des
membres. ©. R. Ac. Sci. Paris Tome 137 p. 131—122.
Bei Resection des dorsolumbalen und sacralen Teiles des Rücken-
markes von Alytes- u. Siredon-Larven und Amputation eines Stückes
der Extremität oder des Schwanzes vollzieht sich die Regeneration
durchaus normal, doch bleibt die Extremität klein und atrophiert,
wie überhaupt Organe ohne Innervation.
Gianelli, L. Sulle prime fası di sviluppo del pancreas neglı Anfıbii
anuri (Rana esculenta). Monit. Zool. ital. XIV, pp. 33—46, figg.
Frühere Anlage des Pancreas von Rana; während bei Triton
drei Ausführungsgänge, für jede Anlage einer, gebildet werden, entbehrt
bei Rana die dorsale von Anfang an eines solchen und von den ventralen
persistiert nur der rechte.
Königstein, H. Die Funktion der Muskulatur in der Amphibien-
lunge. I. Anatomischer Theil. Arch. Ges. Physiol. XCIV, pp. 616
—624, Taf. III.
Bau der Lungen beiden Amphibien mit besonderer Berücksichtigung
der Muskulatur. Untersucht wurde speziell Cryptobranchus, Salamandra,
Triton und Rana. Alle Lungensepten sind primär und begrenzen
primäre Alveolen, das sind solche, deren Boden von der Lungenwand
gebildet wird und deren Lumen gegen den centralen Hohlraum ge-
richtet ist, der zur Aufbewahrung und Leitung der Luft dient und aus
dem durch die Contraction des Muskelnetzes bei geschlossenes Aditus
laryngis die Luft in die peripheren Alveolen gedrängt wird.
Königstein. Zur Morphologie u. Physiologie des Gefäßsystems
am Respirationstract. Anat. Hefte. 1. Abt. 22. Bd. p. 307—375, 2 figg.
Taf. 13—16.
Aus dem Bereiche des Gefäßsystem der Amphibien wäre der
Nachweis des Vorkommens einer Arteria coronaria cordis bei Meno-
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 51
poma, der Ausdehnung der A. psilmonalis auf den Darmkanal bei den
lungenatmenden Urodelus hervorzuheben. Bei Rana tritt eine
Bronchialarterie auf.
Brachet, A. Recherches sur l’origine de l’appareil vasculaire
sanguin chez les Amphibiens.. Arch. Biol. XIX, pp. 653—698,
Taf. XIX u. XX.
Entstehung des Endothels der Blutgefäße und des Herzens, sowie
der roten Blutkörperchen aus dem Mesoblast durch Delamination
des Ventralteiles des Gastrulaendoblasts.
Grell, A. Über die Entwickelung des Truncus arteriosus der
Anammia. Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 91—105, figg.
Prenant, A. Sur la morphologie des cellules epitheliales ciliees
qui recouvrent le peritoine hepatique des Amphibiens.. C. R. Soc.
Biol. LV, pp. 1044—1046.
Inseln von Flimmerzellen auf dem Peritoneum der Leber von
Amphibien, namentlich Trüon.
Nusbaum, M. Die Kernformen bei der Spermatogenese der Ba-
trachier. Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 86—90.
Die bei der Spermatogenese von Rana fusca, Triton cristatus und
alpestris auftretende polymorphe Kernform gehört gelegentlich in die
Reihe der bei der Mitose auftretenden Veränderungen hinein. Mitose
und Amitose können unter geeigneten Bedingungen miteinander
abwechseln, sind also nicht Ausgangs- und Endpunkt einer Ent-
wicklungsreihe.
Lebrun, H. Les Anoures. 5. Memoire. Les cineses sexuelles des
Anoures. La Cellule, Tome 19, 1902 p. 311—402, 6 Taf.
Über das Keimbläschen und die Richtungskörper der Anuren,
wobei auch die Verhältnisse bei den Urodelen wieder in Betracht
gezogen sind. Es wurden Rana temporaria, Bufo vulgaris, Bombinator
igneus, Salamandra maculosa, Triton eristatus, alpestris und taeniatus
untersucht. Ausf. Referat in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 77.
Dubuisson. Degenerescence normale des ovules non pondus.
C. R. Ac. Sc. Paris Tome 136 p. 1690—1691.
Bei Triton und Rana tritt bei der normalen Degeneration der
nicht abgelegten Eier eine Hypertrophie der Follikelzellen ein, die in
das Ei eindringen und die Dotterkörper verlieren.
Brüning, €. Liebesleben der Lurche. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde
XIV. 1903 p. 85—86, 103—104.
Rubin, R. Versuche über die Beziehung des Nervensystems zur
Regeneration bei Amphibien. Arch. Entwickmech. XVI, pp. 21—75,
figg., Taf. 1.
Nach Entfernung des Gehirnes bei Larven von Rana fusca und
Amputation eines Teiles des Schwanzes erfolgt die Regeneration
ganz wie bei normalen Larven, woraus ersichtlich ist, daß das Gehirn
und wahrscheinlich das ganze Centralnervensystem in jüngeren Stadien
keinerlei Einfluß auf die Regenerationsvorgänge im übrigen Larven-
körper ausüben. Bei Siredon zeigte sich nach Durchschneidung sämt-
lieher Nerven der linken vorderen Extremität in der Achselhöhle und
4*
52 III. Reptilia und Amphibia für 1903,
darauffolgender Amputation beider Vorderextremitäten in gleicher
Höhe, das die Regeneration auf beiden Seiten zu gleicher Zeit beginnt
und mit gleicher Geschwindigkeit fortschreitet, dagegen sich an der
linken von 8.—10. Tage an allmählich verzögert und am 12.—
14. Tage völlig stillsteht. Erst gegen den Schluß der Reg. der
rechten Extr. begann die der linken wieder, was Verf. auf Inner-
vation durch Collateralen zurückführt. — Ref. in Jahresber. Zool.
Stat. Neapel f. 1903 p. 68.
Kiritzeseu, © Contributions & la faune des Batraciens de Rou-
manie. Bull. Soc. Bucarest, XII, pp. 243—265.
Dieses ist die erste zusammenfassende Arbeit über die Batrachier-
fauna von Rumänien. Verf. nennt Rana ridibunda Pall. als aus-
schließlich esculenta-Form des Landes, so daß die Grenzlinie gegen
die typische Form nicht, wie Boulenger meint, durch die Donau,
sondern durch die Karpathen gebildet wird; ferner R. temporaria L.
und agılıs Thomas (R. arvalis Nilss. fehlt), Bufo vulgaris Laur., variabilis
Merr. (viridis Laur.), Pelobates fuscus Laur. (die von Boulenger
angegebene Südgrenze in Rumänien ist ganz künstlich, die Grenze
dürfte hier durch die Donau gebildet sein, wenn die Art auf der
Balkanhalbinsel sonst nicht vorkommt), Bombinator igneus Laur.
und pachypus Bp. (in der Walachei scheint die Grenze zwischen Ebene
und Hügelland auch diejenige der beiden Bombinator-Arten zu sein),
Hyla arborea L. — Von Schwanzlurchen sind Salamandra maculosa
Laur., Triton vulgaris L. eristatus Laur. (mit einer var. n. dobrogicus),
alpestris Laur. und montandoni Blngr. angeführt. Die Arbeit ist durch
genaue Fundorts- und Maßangaben für die einzelnen Arten ausge-
gezeichnet.
Ecaudata.
Boulenger, 6. A. Descriptions of three new Batrachians from
Tonkin. Ann. Nat. Hist. (7) XII. pp. 186—188.
Außer drei neuen Arten (s. Bufonidae, Ranidae) wurden von
Fruhstorfer aus den Man-Son-Bergen in Tonkin, (3000—4000')
die folgenden seltenen Batrachier gefunden: Leptobrachium carıinense
Blngr., L. pelodytoides Bingr., Hyla simplex Bttgr., Rana quentheri
Blngr., graminea Blngr., nigrovittata Blyth., ricketti Blngr., Oxy-
glossus martensi Peters, Rhacophorus verrucosus Blngr.
Andersson, L. & Neue Batrachier aus Kamerun, von den Herren
Dr. Y. Sjöstedt und Dr. R. Jungner gesammelt (Vorläufige Mit-
teilung). Verh. Ges. Wien LIII, pp. 141—146.
Boulenger, &. A. Batraciens de la Guinee Espagnole. Mem. Soc.
espan. I, pp. 61—94, Taf. V.
Boulenger, G. A. Descriptions of new Batrachians in the Collection
of the British Museum. Ann. Nat. Hist. XI. (7) pp. 552—557.
Isenschmid, M. Über eine von Dr. Walther Volz in Sumatra
gemachte Sammlung von Batrachiern. Mitt. naturf. Ges. Bern
1903, 32 pp., 5 Tai. — Außer einer größerer Anzahl wohlbekannter
Arten sind auch einige seltenere, sei Rhacophorus nigropalmatus Bingr.
Phrynella pulchra Blngr., Nectes sumatranus Wern. (= N. subasper
IH. Reptilia und Amphibia für 1903. 53
Tsch.) beschrieben, sowie eine neue Bufo-Art (B. studeri) die aber mit
Calophrynus pleurostigma identisch ist, mehr weniger ausführlich
beschrieben. Eine Neubearbeitung desselben Materials hat- Van
Kampen (Amphibien von Palemburg [Sumatra]. Zool. Jahrb.
Syst. XXII. 6. 1905 p. 701 —16, Taf. 26) vorgenommen. Bei
Rhacophorus nigropalmatus ergab sich aus der Untersuchung von
von Embryonen, daß sie infolge größeren Dotterreichtums länger als bei
Rana esculenta im unfreien Zustand leben und daher in höher ent-
wickeltem Zustand zur freien, selbständig sich ernährenden Larve
sich entwickeln können; äußere Kiemen kommen zu keiner Zeit zur
Ausbildung. Ref. in Zool. Centralbl. XI. 1904 p. 57.
Gianelli, L. Contributo allo studio della origine filogenetica delle
ghiandole del Brunner. Monit. Zool. Stat. Anno 14, p. 33—46, 8 figg.
Schlauchförmige Drüsen in der Pars pylorica des Magens von
Rana und Bufo, die ein phylogenetisches Anfangsstadium der Brunner-
schen Drüsen der Säugetiere vorstellen. Ref. in Jahresb. Zool. Stat.
Neapel f. 1903 p. 200.
Grynfeltt, E. Sur la capsule surrenale des Amphibiens. ©. R. Sci.
CXXXVII, pp. 77—79.
Bei Rana, aber bei keiner anderen untersuchten Anurengattung
finden sich in der Nebenniere die von Stilling beschriebenen ‚‚Sommer-
zellen‘ zu jeder Jahreszeit.
France, H. R. Nestbauende Frösche. Natur u. Haus XI. p. 117
—118, fig. (Nestbau von Ayla faber und Rhacophorus schlegelii nach
Goeldi, bezw. Ikeda).
Ariola, V. La pseudogamia osmotica nei Batraci. Nota. 2. —
Arch. Entwicklungsmech. Bd. 16, p. 723—729, 4 figg.
An unbefruchteten Eiern von Rana esculenta und Hyla arborea, die
in gewöhnlichem Wasser belassen werden, zeigten sich einige Stunden
nach der Ablage Furchungsbewegungen, die über die ersten Stadien
nicht hinausgelansten und bei manchen Eiern auf den Dotter sich
beschränkten. Verf. findet keinen prinzipiellen Unterschied im Verhalten
dieser Eier von solehen, bei welchen durch den osmotischen Druck
von MgCl,- und Na Cl-Lösungen oder die Temperatur und andere
Factoren das Phänomen beschleunigt, und dadurch ein Einfluß auf die
Bestimmung der Teilung vorgetäuscht wird.
Bohn, 6. Sur la locomotion des larves d’Amphibiens. ©. R. Soc.
Biol. LV, pp. 639—641.
Die eben ausgeschlüpften Larven von Rana und Bufo bewegen
sich nur mit Hilfe der Cilien vorwärts und es dienen die Muskel-
kontraktionen nur zur Steuerung. Einwirkung von Kochsalzlösungen
und Radiumstrahlen auf die Cilien (beschleunigend). Ein Einfluß des
Nervensystems auf die Bewegung der Cilien ist nicht nachweisbar.
Bohn, G. Influence des rayons de radıum sur les Animaux en
voie des croissance. C. R. Acad. Sc. Paris Tome 136 p. 1012—1013.
Embryonen und Larven von Bufo und Rana, die 3—6 Stunden
den Einwirkungen von Radiumstrahlen ausgesetzt wurden, blieben im
Wachstum beeinträchtigt.
54 III. Reptilia und Amphibia für 1903,
Ranidae.
Rhode, E. Untersuchungen über den Bau der Zelle. 2. Über
eigenartige aus der Zelle wandernde ‚„Sphären“ u. ‚„Centrosomen““,
ihre Entstehung u. ihr Zerfall. Zeitschr. wiss. Zool. 75. Bd. p. 147—220,
Taf. XVII—XIX.
Sphären in den Ganglienzellen von Rana. Ref. in Jahresb. Zool.
Stat. Neapel f. 1903, p. 147.
Motta-Cocco, A. u. Lombardo, 6. Contributo allo Studio delle
granulazioni fucsinofile e della struttura della cellula dei gangli spinalı.
Anat. Anz. 23. Bd. p. 635—640.
Bau der Spinalganglienzellen, auch bei Rana.
Barbieri, N. A. Les ganglions nerveux des racines posterieures
appartennent au systeme du grand sympathique. C. R. Ac. Se. Paris
Tome 136, p. 564—565.
Physiolog. Nachweis der Zugehörigkeit der Spinalganglienzellen
zum Sympathicus bei Rana.
Braeunig, K. Über Degenerationsvorgänge im motorischen
Teleneuron nach Durchschneidung der hinteren Rückenmarkwurzeln.
Arch. Anat. Physiol. Phys. Abt. p. 480—486, 2 figg.
Bei (Canis u.) Rana übt der Ausfall der psychomotorischen Bahnen
keinen wesentlichen Einfluß auf die Vorderhornzellen aus, während
sich nach Durchschneidung der sensiblen Rückenmarkswurzeln schon
bald erhebliche Veränderungen ergeben.
Boycott, A. E. On the number of rodes of Ranvier in different
stages of the growth of nerve fibres in the Frog. Journ. Phys. Cam-
bridge Vol. 30 p. 370—380, 2 figg.
Verf. fand beim Wachstum des Nervus ischiadicus von Rana
die durchschnittliche Entfernung zwischen zwei Ranvier’schen Ein-
schnürungen im selben Verhältnis zunehmen wie die Gesamtlänge des
Nerv, die Zahl der Internodien daher ziemlich gleichbleibend.
Dunn, E. H. On the number and on the relation between diameter
and distribution of the nerve fibres innervatory the leg of the Frog,
Rana virescens brachycephala Cope. Journ. Comp. Neur. Granville,
Vol. 12. p. 297328, 2 fie.
Zahl der Nervenfasern und Beziehung zwischen Durchmesser und
Verteilung in den Hinterextremitäten von Rana virescens. Ref. ın
Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 181.
Rebizzi, R. Non esiste una commessura periferica inter-retinica.
Studio d’istologia sperimentale. Riv. Pat. Nerv. Ment. Firenze Vol. 8
p- 60—67, fig.
Ungekreuzte Fasern im Chiasma von Rana; dagegen fehlen
direkte Commissurenfasern zwischen den beiden Retinae.
Harrison, R. 6. Experimentelle Untersuchungen über die Ent-
wicklung der Sinnesorgane der Seitenlinie bei den Amphibien. Arch.
mikr. Anat. LXII, pp. 35—149, figg., Taf. II—V.
Howard, A. D. On the structure of the onter segments of the
rods in the retina of Vertebrates. Amer. Natural. Vol. 37 p. 541—550.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 55
Vorhandensein eines axialen Kernes in den Stäbchenaußengliedern
der Retina von Rana.
Ceecherelli, &. Sulle piastre motrici e sulle fibrille ultra terminali
nei muscoli della lingna dı Rana esculenta. Prima nota. Arch. Ital.
Anat. Embr. Firenze Vol. 2. p. 80—86, Taf. V.
Motorische Nervenenden in der Zunge von Rana. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 181.
Harrison, R. @. Experimentelle Untersuchungen über die Ent-
wicklung der Sinnesorgane der Seitenlinie bei den Amphibien.
Weitere Transplantationsversuche mit Rana sylvatica und
palustris; dadurch daß erstere dunkel, letztere hell ist, läßt sich
die normale Entwicklung der Seitenlinie an einem und demselben
lebenden Embryo verfolgen, da man die typisch pigmentierte Anlage
aus dem Sylvatica-Kopfteil in den aufgepfropften hellen Schwanzteil
hineinwachsen sieht. Ausf. Ref. über die interessanten Ergebnisse des
Verf.’s in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 187.
Münch, K. Über Nucleinspiralen im Kern der glatten Muskeln.
Arch. mikr. Anat. 62. Bd. p. 41—54, Taf. IV.
Quer- oder Schrägstreifung von Kernen in den glatten Muskel-
zellen bei Rana.
Marcelin, R. H. Histogenese de l’epithelium intestinal chez la
Grenouille (Rana esculenta). Rev. Suisse Zool. XI, pp. 369—392,
Taf. XII.
Entwicklung des Darmkanals bei Rana. Zuerst steigt die Länge
im Verhältnis zur Körperlänge bis auf 9:1 und sinkt dann wieder
bis zum Ausgangswerte (3: 1). Die Cilien der Epithelzellen verschwinden
nach Maßgabe der Entwicklung der Darmmuskulatur von hinten
nach vorn.
Babak, E. Über den Einfluß der Nahrung auf die Länge des Darm-
kanals. Biol. Centralbl. 23. Bd. p. 477—483, 519—528, 2 figg.
Bei Larven von Rana ist der Darmkanal bei ausschließlicher
Fleischkost fast um die Hälfte kürzer, aber mindestens zweimal so
weit wie bei Pflanzen- oder gemischter Kost.
Arnold, J. Weitere Mitteilungen über vitale und supravitale
Granulafärbung. Anat. Anz. 24. Bd. p. 1—6.
Granulafärbung des Epithels der Harnblase, sowie in der Zunge
von Rana.
Ruzicka, VI. Beiträge zur Kenntnis des Baues der roten Blut-
körperchen. Journ. Anat. Anz. 23. Bd. p. 298—314, 18 figg.
Zusammensetzung der Erythrocyten bei Rana aus einem vegetativen
u. einem funktionellen Teil.
Neumann, E. Haematologische Studien. Arch. Path. Anat.
174. Bd. p. 41—78.
Die Leucocyten im Blute von Rana bilden eine continuierliche
Entwicklungsreihe mit den Lymphocyten und polymorphkernigen
Zellen als Endprodukte.
Wigert, V. u. Ekberg, H. Über binnenzellige Kanälchenbildungen
56 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
gewisser Epithelzellen der Froschnieren. Anat. Anz. XXII, pp. 364
— 368, fıgg.
Kanälchen in den Zellen der Nierenkanälchen von Rana. Sie
werden als eine Art Sekretcapillaren bezeichnet.
Wigert, V. u. Ekberg, H. Studien über das Epithel gewisser Teile
der Nierenkanäle von Rana esculenta. Arch. mikr. Anat. LXII, pp. 740
— 744, Taf. XXX.
Bonnamour, 8. und Policard, A. Sur la graisse de la capsule surre-
nale de la Grenoville. C. R. Soc. Biol. Paris Tome 55 p. 471—473.
Vorhandensein eines fettähnlichen Körpers in den Rindenzellen
der Nebenniere von Rana.
Bonnamour, S. und Policard, A. Note histologique sur la capsule
surrenale de la Grenoville. Note preliminaire. ©. R. Ass. Anat. 5. Sess.
p. 102—104.
Vier Arten von Zellen in der Nebenniere von Rana.
Tretjaksff, BD. Langgestreckte Kerne im Samenblasenepithel
des Grasfrosches. Internat. Monatsschr. Anat. Physiol. 20. Bd. p. 415
—428, Taf. XII.
Epi thel der Samenblase bei Rana; Bau, Vorgänge bei der Sekretion,
Beziehung zwischen Kerninhalt u. Plasma u. s. w.
Morgan, T. HB. u. Boring, Alice M. The relation of the first plane
of cleavage and the grey crescent to the median plane of the embryo
of the Frog. Arch. Entwiekmech. XVI, pp. 680—690, Taf. XXII.
Beziehungen der ersten Furche zum grauen Felde un ıd zur Median-
ebene des Embryos bei Rana palusiris. Wenn die erste Teilungsebene
mit der Medianebene des grauen Feldes zusammenfällt, so ist dr auch
mit der Medianebene des Embryos der Fall; steht sie aber rechtwinklig
darauf, so fällt die Medianebene des Embryos gewöhnlich mit einer
der beiden zusammen. In 50% der Fälle fällt die erste Teilungsebene
mit der Medianebene des grauen Feldes zusammen. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel Ef. 1903 p. 59.
Brachet, A. Sur les relations qui existent chez la Grenouille entre
le plan de la penetration du PA dans l’oeuf, le SE plan
de division, et le plan de symmetrie de la gastrula. C.R. Ass. Anat.
5. Sess. P. 111-114.
In 40 % aller Fälle fällt die erste Furche des Eies von Rana tem-
porarıa mit der Symmetrieebene zusammen, in 20 %, bildet sie mit der
Symmetrieebene einen Winkel von 10 °, in 10—13 0 einen von 10—45 %,
und in 8-10 % einen Winkel von 45—90°. Ref. in Jahresb. Zool.
Stat. Neapel f. 1903, p. 59.
RHoszkowski, M. Über den Anteil der Schwerkraft an der Ent-
wicklung des Froscheies, mit besonderer Berücksichtigung der jüngsten
Experimente Kathariners. Verh. Anat. Ges. 17. Vers. p. 2734, 7 figg.
Verf. hat die von Kathariner angestellten Versuche, die
Wirkung der Schwerkraft durch Herumwirbelnlassen des Eis von
Rana fusca ; im Wasser durch einen Luftstrom aufzuheben, wiederholt
und die Entwicklung ganz anormal gefunden; die Wirkung der Schwer-
kraft ist hier nicht aufgehoben, sondern durch die Centrifugalkraft
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 57
ersetzt. Gegen Roux wendet Verf. die Unzulänglichkeit von dessen
Methoden ein und beharrt dabei, daß die Medianebene nicht durch
die Copulationsrichtung, sondern durch die Schwerkraft bestimmt ist.
Roux, W. Über die Ursachen der Bestimmung der Hauptrichtungen
des Embryos im Froschei. Anat. Anz. XXIII, pp. 65—91, 113—150,
161—180, füge.
Ausfi. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 55.
Keibel, F. Bemerkung zu Wilhelm Roux’s Aufsatz: „Über die
Ursachen der Bestimmung der Hauptrichtungen des Embryo im
Froschei“. Anat. Anz. XXIII, p. 224.
Morgan, T. H. The relation between normal and abnormal develop-
ment of the embryo of the Frog, as determined by the effect of Lithium
Chloride in solution. Arch. Entwiekmech. XVI, pp. 691—712, Taf.
ARE u: XIV.
Wirkung von 0,4-0,6 %igen Lithiumchloridlösungen auf Bier
von Rana im Zwei- bis Vierzellenstadium. Die Lithiumsalze üben nicht
nur eine physikalische, sondern auch eine chemische Wirkung aus.
Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 59.
Keysselitz, — Die paradoxe Drehung der Froschgastrulae bei
Plattencompression. Internat. Monatsschr. Anat. Physiol. 20. Bd.,
p. 319—329, 6 fige.
Durch mittelstarke Compression von Eiern der Rana fusca gelang
es dem Verf., Embryonen zu erzielen, die auf dem Rücken liegen.
‚Ref. im Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 60.
Harrison, B. 6. On the diiferentiation of muscular tissue when
removed from the influence of the nervous system. Amer. Journ.
Anat. Vol. 2. Proc. p. 4—5.
Wenn man bei Embryonen von Rana sylvatica und palustris in
der Gegend des 2. oder 3. Segmentes ein Stück der Ganglienleiste
und des Rückenmarkes ausschneidet, so entwickeln sich die quer-
gestreiften Muskeln des Rumpfes ganz normal, doch sind die Muskel-
fasern äußerst stark vacuolisiert, wohl infolge von Functionslosigkeit.
Bei Embryonen, die in 0,02—0,03 %igen Lösungen von Chloroform-
Aceton zur Eintwieklung gebracht wurden und welche wie die vor-
erwähnten ganz bewegungslos blieben, verbielten sich die Muskeln
ebenfalls normal.
Parker, 6. H. The skin and the eyes as receptive organs in the
reactions of Frogs to lieht. Amer. Journ. Physiol. Vol. 10, p. 28—36.
Bei Licht von 1-—-20480 Meterkerzen Stärke ist Rana pepiens
positiv phototropisch, auch bei Bedeckung der Haut oder Blendung
des Tieres. Das Centralnervensystem löst nicht den Phototropis aus,
wohl aber Augen und Haut.
Forelle, Eilen. The response of the Frog to light. Amer. Journ.
Physiol. Vol. 9 p. 466—488.
Reaktion von Rana virescens und clamata auf Lichtreiz und zwar
bei verschiedener Temperatur und auch bei verschiedenen mono-
chromatischem Licht. Positiv phototaktisch sind beide Arten bei
16—21° C, negativ bei 10°; im Wasser von 10° ist die Schwimm-
58 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
richtung stets nach abwärts. Bei Grün und Blau, Rot und Blau be-
wegen sie sich gegen Blau, bei Rot und Grün gegen grün, bei Rot und
und Gelb gegen Gelb; bei Einfall von verschiedenfarbigem Licht von
zwei Seiten bewegten sich die Tiere niemals gegen Roth, sondern gegen
die andere Farbe, ebenso bei Einfall von weißem Licht auf einer und
roten oder blauen auf der anderen wurde meist die blaue Umgebung
vorgezogen.
Blanchard, R. Observations sur fa faune des eaux chaudes. C.R.
Soc. Biol. LV, pp. 947—950, 1069 u. 1070.
Giard, A. A propos des observations de M. R. Blanchard sur la
faune des eaux chaudes. ©. R. Soc. Biol. LV, pp. 1003 u. 1004.
Boulenger, &. A. On a new Frog from Burma and Sıam. Ann.
Nat. Hist. XII (7) p. 219.
Fraas, E. Rana danubina, H. v. Mayer, var. rara O. Fraas, aus
dem Obermioeän von Steinheim. Mt. Nat.-Kab. Stuttgart 1903 and
Jahrg. Ver. Wurttemb. LIX, pp. 105—110, fig.
Rana esculenta, L. Vorkommen in heißen Quellen, R. Bianchard, C. R. Soc.
Biol. LV, pp. 949, 1070: Giard, t. c. p. 1004; R. macrocnemis, Blgr. von Werner,
Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 337, und SB. Ak. Wien CXI, p. 1105; R. japonica
Bigr., Bemerkungen v. Werner, Abh. Bayer. Ak. XXII, II, p.358; var. n. ornati-
ventris, id. ibid. p. 383, Japan; R. fusca, Rösel, var. n. reichenbachensis, Klün-
zinger, Jahresh. Ver. Württemb. LIX, p. 279, Württemberg; R. nasica p. 187,
Tonkin, mortenseni, p. 219, Burma und Siam, budgetti, p. 555, Gambia, und swin-
“ hoana, p. 556, Formosa, spp. nn., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII; R. danubina,
H. v. Mey. var. rara, O. Fraas (foss.). Bemerkung von E. Fraas, Mt. Nat.-Kab.
Stuttgart 1903, p. 105, fig., und Jahresh. Ver. Württemb. LIX, p. 105, fig.
Phrynobatrachus auritus, Blgr. = P. plicatus Gthr., Boulenger, Mem. Soc.
espan. I, p. 62.
Arthroleptis leucomystax, sp. n., Boulenger, t. c. p. 62, Taf. V, figg. 1 u. 2,
Gabun (gehört zu Cardioglossa Bingr.).
Diobates platycephalus, Blgr. = Gampsosteonyx batesii, Blgr., Boulenger,
b..0.P..68.
Tympanoceros newtoni, Bocage. Bemerkung von Barboza du Bocage, J. Sci.
Lisb. (2) VII, p. 45.
Leptodactylodon, g.n., für L. ovatus, sp. m., Andersson, Verv. Ges. Wien
LIII, p. 14, Kamerun.
Rhacophorus nigropalmatus, Blgr., abgebildet von Boulenger, in Annandale u.
Rebinson, Fascic. Malay. Zool. I, Taf. VI, fig. 1; R. robinsonit, sp. n., Boulenger,
op. eit. p. 136, Taf. V, fig. 2, Bukit Besar, Malay. Halbinsel; R. corticalis, sp. n.,
Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 188, Tonkin.
Chiromantis lepus, sp. an. Andersson, Verh. Ges. Wien LIII, p. 142, Kamerun.
Leptomantis, Peters, hat die Priorität vor Izalus D. u. B. nec Ogilby,
Poche, Zool. Anz. XXVI, p. 700.
Ixalus larutensis, Blgr. neubeschrieben und abgebildet von Boulenger,
Fascic. Malay. Zool. I, p. 139, Taf. V, figg. 3 und 4; I. horridus, sp. n., id. ibid.
Taf. VI, fig. 2, Bukit Besar, Malay. Halbinsel.
Megelixalus immaculatus, sp. n., Boulenger, Mem. Soc. espan. I, p. 63,
Taf. V, fig. 3, Gabun.
II. Reptilia und Amphibia für 1903. 59
Hylambates cassinoides, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 556,
Gambia.
Engystomatidae.
Atelopus oxyrhynchus, p. 554, Venezuela, und erythropus, p.555, S. O. Peru,
spp. nn. Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XL.
Didynamipus, g.n. für sjöstedti, sp. n., Andersson, Verh. Ges. Wien LIIT,
p. 143 Kamerun.
Breviceps mossambicus, var. n. occidentalis, Werner, Abh. Bayer. Ak. ISÖRE
II, p. 383, Deutsch S. W. Afrika.
Dyscophidae.
Plethodontohyla angulifera, sp. n., Werner, Zool. Anz. XXVI, p. 251, Hab.?
Oystignathidae.
Hiylodes briceni, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XI, p. 481, Venezuela;
H. beatae, p. 552, Orizaba, Mexico, granulosus, p. 553, 8. O. Peru, und platy-
dactylus, p. 554, S. O. Peru, spp. nn. id. op. eit. X. ;
Thoropa, Cope, ist zu setzen anstatt Borborocoetes Bell nec Schönherr,
Poche, Zool. Anz. XXVI, p. 761.
Bufonidae.
Kine,H.D. The formation of the notochord in the Amphibia.
Biol. Bull. Woods Holl, Vol. 4. p. 287—300, 12 figg.
Bei Bufo lentiginosus entsteht die Chorda dorsalis ihrem ganzen
Umfange nach aus dem Mesoderm. Dazu kommt im hinteren Teil des
Embryos in der Mitte der dorsalen Urdarmwand noch einschichtiges
Chorda-Entoderm. Die Entwicklung der Chorda ist bei Rana palustrıs
fast ebenso wie bei Bufo. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p.80.
Livini, F. La doccia ipobranchiale negli embrioni di Anfıbi anuri
(Bufo vulgaris). Monit. Zool. ital. XIV, pp. 6—19, Taf. I u. I.
Livini, F. La doccia ipobranchiale nei Vertebrati. Anfıbi anuri.
Lo Sperimentale Firenze Anno 57 p. 355—356.
Cerruti, A. Contribuzioni per lo studio dell’ Organo di Bidder
nei Bufonidi. I. Di una speciale penetrazione di ovuli adıiacenti nel
Bufo vulgaris Laur7 Rend. Acc. Napoli (3) IX, p. 163.
Eindringen eines jüngeren Eies in ein älteres im Bidder’schen
Organ von Bufo vulgaris; wird als Degenerationserscheinung auf-
gefaßt, weil immer jüngere Eier in ältere, weniger resistente eindringen
und weil die Bidder’schen Organe, in denen diese Erscheinung be-
obachtet wurden, selbst als degeneriert erkennbar waren. Ref. ın
Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 48.
Policard, A. Notes histologiques sur l’organe de Bidder de Bufo
vulgaris. ©. R. Ass. Franc. XXXI, II, pp. 746—751, fisg.
Anceel, P. u. Bouin, M. Sur les corps adipeux chez Bufo vulgaris.
C. R. Ass. Anat. 5. Sess. p. 86—91, 4 figg.
60 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Der Fettkörper von Dufo ist ein Teil der Genitalanlage, der sich
nicht zur Genitaldrüse umwandelt.
Phisalix, ©. Correlations fonetionnelles entre les glandes & venin
et l’ovaire chez le Crapaud commun. ©. R. Ac. Sci. CXXXVII, pp. 1082
— 1084, and ©. R. Soc. Biol. LV, 1645 u. 1646.
Bei Bufo liefern die Hautdrüsen zur Laichzeit nur beim & Secret,
beim 2 dagegen Material für das Ovarıum, „pour l’elaboration des
oeufs.“
King, Helen D. The effects of heat on the development of the
Toad’s egg. Biol. Bull. V, pp. 218—231, figg.
Wirkung erhöhter Temperatur auf Eier von Bufo lentiginosus;
noch unsegmentierte Eier vertragen 32—33 ° C. bei !/;—1 Stunde
Einwirkung ganz gut, dagegen 34° auf kurze Zeit nicht; in jungen
Furchungsstadien sind sie etwas widerstandsfähiger und ältere Blastulae
können ganz kurze Zeit (l/, Stunde) sogar 37—38 °C. aushalten. Die
Ergebnisse sind mit denen von O. Hertwig übereinstimmend.
Zang, R. Die gemeine Erdkröte im Terrarium. Bl. f. Ag. u. Terr.
kunde XIV. 1903 p. 157—160.
Lebensweise eines 6 Jahre im Terrarium gehaltenen Exemplares;
sute Abbildg. nach Photogr.
Bufo viridis var. persica, Nik., wird von Rikeiski als besondere Art betrachtet,
Annuaire Mus. St. Petersb. VIII, p. 97; B. decorsei, sp. n., Mocquard, Bull. Mus.
Paris 1903, p. 214, Franz. Congo (nach Beulenger = B. buchneri Ptrs.); B. longi-
cristatus, Borneo, und nasicus (Hab. ?) spp. nn., Werner, Zocl. Anz. XXVI, p. 252;
B. granti, sp. n., Boulenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 215, Taf. XVI, Inneres
der Cap-Colonie; B. fissipes, sp. n., id. ibid. p. 552, 8. O. Peru.
Stenoglossa, g. n. Zunge vorn frei wie bei Rhinophrynus, für $. fulva,
sp. n., Andersson, Verh. Ges. Wien LIII, p. 144, Kamerun.
Werneria, n. n. für Stenoglossa, Anderss. nec Chaudoir, Poche, Zool. Anz.
XXVI, p. 701.
Ophryophrıne, g.a., die Bufoniden mit den Pelobatiden verbindend, Bou-
lenger, Ann. Nat. Hist. (7) XII, p. 186; O. microstoma, sp. n., id. ibid. p. 187,
Tonkin.
Hylidae.
Liebscher, A. Hyla versicolor. Bl. f. Aq. u. Terr.kunde XIV.
1903 p. 36—37.
Lebensweise in Gefangenschaft; gute Abbildung nach Photogr.
Hyla misera, p. 252, Venezuela und dolloi, p. 253, Brasilien, sp. nn., Werner,
Zool. Anz. XXVI; H. versicolor Lec. Abbildg. u. Bemerkungen über Lebensweise
in Gefangenschaft. Liebscher, Bl. f. Aq. u. Terr.kunde XIV 1903 p. 36.
Agalychnris, Cope. Synopsis der Arten von Werner, Abh. Bayer. Ak. XXI,
II, p. 352.
Pelobatidae.
Letacg, A. Note sur la d&couverte du Pelodyte ponctu& dans le
departement de l’Orne. Bull. Soc. Rouen XXXVIII, pp. 311 u. 312.
III. Reptilia und Ampnibia für 1903. 61
Pelodytes punctatus, Daud. Angeführt von Departement Orne, Frankreich
von Letaeg, Bull. Soc. Rouen XXXVIIIp. 311; P. caucasicus, Blgr. Bemerkungen
von Silantiew, Annuaire Mus. St. Petersb. VIII, p. 35.
Pelobates syriacus, Bttg. Bemerkung über die Larve, Werner, SB. Ak.
Wien CXI, p. 1109.
Megalophrys montana, Kuhl, var. n. aceras, Boulenger, in Annandale u.
Robinson, Fascic. Malay. Zool. I, p. 131, Taf. V, fig. 1, Jalor, Malay. Halbinsel.
Discoglossidae.
Ballowitz, E. Die merkwürdigen, 2!/, Millimeter langen Spermien
des Batrachiers Discoglossus pietus Otth. Arch. mikr. Anat. LXII,
pp. 343—364, Taf. XVI.
Ausführliche Beschreibung dieser Spermien, deren Kopf 1,14
—1,17 mm, deren Geißel 1,08—1,1lmm mißt, während das Ver-
bindungsstück nur 0,0018—0,0027 mm lang ist; die Dicke des Sp.
beträgt nur 0,0012 mm. Alle Teile des Sp. sind spiralig gewunden.
Goggio, E. Sull abbozzo e sul primo sviluppo del pulmone nel
Discoglossus pietus. Mem. Soc. Toseana XIX. pp. 209—267, Taf. X
m, xt
Hemiphractidae.
Boulenger, 6. A. Exhibition of a specimen of Ceratohyla bubalus.
Espada, carrying eggs on its back. P. Z. S. 1903, II. pp. 115 u. 116, fig.
Ein von Ockenden in Peru gesammeltes Q von Üeraiohyla
bubalus trug 9 große runde Eier von 1lO mm Durchmesser auf dem
Rücken, jedes bereits einen kleinen Frosch enthaltend, der mit der
Bauchseite dem Rücken des Muttertieres zugewendet ist und durch
zwei Stränge, welche jederseits von der Kehle ausgehen und Blut-
gefäße enthalten, mit der als allantoisartiges Atmungsorgan fungirenden
Eihaut verbunden ist. Die Art der Brutpflege erinnert sehr an die von
Nototrema eornutum Bingr., aber es sind die Eier blos am Rücken
befestigt und hinterlassen sechseckige Eindrücke auf der Rückenhaut,
die so dünn ist, daß die Dornfortsätze der Rückenwirbel Eindrücke
in den Dotter der darüberliegenden Eier machen. — Ref. in Zool.
Centralbl. XI. 1904 p. 55.
Dactylethridae.
Knauer, F. Krallenfrösche. Natur u. Haus X]. p. 356, figg.
(schlechte Abbildung von Xenopus mueller:).
Scherer, J. Der Spornfrosch (Xenopus muelleri). Bl. f. Aq. u.
Terr.kunde XIV. p. 61—62.
Lebensweise in Gefangenschaft.
Caudata.
Van Pee —. Über die Entwicklung der Extremitäten bei Amphıi-
uma and Necturus. Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 83—86.
62 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Bei Amphiuma ist das stabilste Element das Radiale, das niemals
geteilt oder mit einem der benachbarten Elemente verschmolzen ist;
die zweizehige Form leitet sich von der dreizehigen durch Atrophie ab.
Bei Necturus erscheint das Extremitätenskelett in einer einheitlichen
axialen Anlage und differenziert sich vom proximalen Ende aus, die
beiden ersten Finger treten gleichzeitig auf, ebenso der 3. u. 4.
Fano, L. Sull’ origine, lo sviluppo e la funzione delle ghiandole
eutanee degli Anfibi. Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze, Vol. 2, p. 405
—425, Taf. 35.
Fano, L. Sulle glandole cutanee degli Anfibi. Monit. Zool. Ital.
Anno 13 Suppl. p. 61—62.
Entwicklung der Hautdrüsen von Triton und Amblystoma, die
rein epidermoidale, aus den tieferen Epidermisschichten hervorgehende
Gebilde sind. Bei A. fungieren die Drüsen schon vor der Metamorphose,
obwohl ein Ausführungsgang noch fehlt; dies Secret durchbricht
mechanisch die Cutis, (da hier im verlängerten Larvenstadium diese
über die Drüse hinwegzieht, und erst nach der Metamorphose der Aus-
führungsgang sich bildet) und tritt durch die Intercellularspalten der
Epidermis nach außen.
Rossi, U. Sullo sviluppo della ipofisi e su primitiv) rapporti della
Corda dorsale e dell’intestino. — Parte 2. — Anfıbi urodeli. Arch. Ital.
Anat. Embr. Firenze, Vol. 2, p. 122—132, Taf. IX—X.
Bei Siredon und Salamandra wächst die Hypophysenanlage als
solide Zellmasse von einem spornartigen Vorsprung aus zwischen Hirn
und Darm vor und nimmt allmählich eine keulenförmige Gestalt an.
Ref. ın Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 170.
Drüner, L. Über die Muskulatur des Visceralskelettes bei Urodalen.
Anat. Anz. XXIII, pp. 545—571, figg., and Verh. Anat. Ges. 1903,
pp. 142—144. x
Ausführliche Beschreibung der Kiemenbogenmuskulatur und
ihrer Innervation (Triton, Salamandra, Siredon). Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 135, 179.
Ross Mary 3. The origin and development of the gastrie glands
cf Desmognathus, Amblystoma and Pig. Biol. Bull. Woods Holl Vol. 4.
p. 66—95, 32 figg.
Entwicklung der Magendrüsen bei Desmognathus u. Amblıystoma
(u. Sus). Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1906 p. 201.
Johnston, 3. B. The origin of the heart endothelium in Amphibia.
Biol. Bull. V, pp. 28—34, figg.
Verf. hat wie Brachet bei einem Salamander die entodermale
Abstammung des Herzendothels nachweisen können. Ref. für
Brachetund Johnston in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903
p. 222—223.
Levi, ©. Osservazioni sulla differenziazone delle uova negli Anfıbi.
Monit. Zool. Ital. Anno 13 Suppl. p. 18—20.
Eireifung bei Salamandrina, Geotriton und Triton. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 48.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 63
Montgomery, Th. H. The heterotypie maturation mitosis in
Amphibia and its general significance. Biol. Bull. Woods Holl. Vol. 4.
p. 259—268, 8 figg.
Allgemeine Bedeutung der heterotypischen Reifungsteilung bei
den Spermatocyten von Plethodon und Desmognathus.
Janssens, F. A. u. Dumez, R. L’element nucl&inien pendant les
cineses de maturation des spermatocytes chez Batrachoseps attenuatus
et Plethodon einereus. Cellule XX, pp. 421—460, 5 Taf.
Bei Batrachoceps attenuatus und Plethodon cinereus wurden in den
Spermatocyten 1. Ordnung (Auxocyten) anstatt 12 Chromosomen, wie
Eisen angiebt, deren 24, die nicht frei an den Kernpolen enden, sondern
mit einander in Verbindung stehen, indem sie unter einem spitzen Winkel
umbiegen. Nach der ersten Längsteilung findet man 48 in Paaren
angeordnete und umeinander gewundene Chromosomen vor. Sobald
die Tochterchromosomen zum Pol wandern, beginnt die zweite Längs-
teilung. Ref. im Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 51.
Brüning, €. Zur Fortpflanzung der Salamander. Natur u. Haus
XII. p. 216—218, figg.
Eigene Erfahrungen des Verf. über Paarung und Fortpflanzung
des Axolotls u. deutscher Schwanzluche.
De Stefano, &. Sui Batraci Urodeli delle fosforiti del Querey.
Boll. Soc. geol. Ital. XXII, pp. 40—50, Taf. III.
Lebrun, H. Les Anoures. 6° M&moire. Les Cinöses sexuelles chez
Diemyctylus torosus. La Cellule, Tome 20 p. S. 99, 3 Taf.
Erscheinungen bei der Eireifung. Ausf. Ref. in Jahresb. Zool.
Station Neapel f. 1903 p. 77.
Janson, —. Eßbare Amphibien. Natur u. Haus XII. p. 137—138.
(Amblystoma mexicanum und Necturus maculatus).
Salamandridae.
Spemann, H. Entwickelungsphysiologische Studien am Triton-Eıi.
III. Arch. Entwickmech. XVI, pp. 551—631, figg., Taf. XVII—XXI.
Wirkung medianer Einschnürung des Eis von Triton taeniatus
im 2-Zellen-, im Blastula-Stadium und in späteren Stadien, speziell
mit der Duplicitas anterior in verschiedenem Grade. Es wurden
Diprosopus triophthalmus, Dicephalus tetrotus, D. tetrabrachius u. a.
erzielt, die eine ausführliche Beschreibung und Erklärung erfahren.
Ausf. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 58.
Tonkoff, W. Über den Einfluß von Kochsalzlösungen auf die
erste Entwicklung des Tritoneies. Arch. mikr. Anat. LXII, pp. 129
—137, Taf. VI.
Bei Eiern von Triton taeniatus, die in Kochsalzlösungen von ver-
schiedener Concentration sich entwickelten, ergab sich, das schwache
Lösungen zwar die Entwicklung hemmten, die Furchung dagegen
nicht wesentlich alterierten. Stärkere Lösungen verursachten schärfere
Unterschiede in der Größe der Zellen an beiden Eihälften und einen
unregelmäßigen Verlauf der Gastrulation, bei Lösungen von 0,8—0,9
64 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
fand keine Gastrulation mehr statt, bei 1% bleibt die Entwicklung
in den ersten Stadien stehen.
Wolff, &. Entwicklungsphysiologische Studien. II. Zur Analyse
der Entwicklungspotenzen des Irisepithels bei Triton. Arch. mikr.
Anat. LXIII, pp. 1—9, Taf.l. .
Bei Triton erfolst nach Verletzung des Irisrandes der regenative
Ersatz nicht von der Wundstelle, sondern von der Iriswurzel aus, wobei
eine wesentliche Entpigmentierung nicht eintritt, wohl aber wenn auch
die Linse entfernt wird, in welchem Falle die Iris am peripheren Rande
die Linse und sich selbst regeneriert.
Weismann, A. Versuche über Regeneration bei Tritonen. Anat.
Anz. XXII, pp. 425—431, fieg.
Bileiter, Samenleiter und Lunge werden bei Triton cristatus nicht
regeneriert, was dafür spricht, daß das Vermögen der Regeneration
auf Anpassung an Verletzbarkeit des betreffenden Teiles beruht und
daß Organe, die im Naturzustand gar nicht oder nur selten Merl En
ausgesetzt sind, auch auf Regeneration nicht eingerichtet sein können.
seliy, 3. Origine u des paranuclei des globules sanguins du
Triton. C. R. Ass. Anat. 5. Sess. p. 115—119.
Im Blute von Triton Be sich nach langem Hungern und
darauffolgender Mästung Erythrocyten mit einem Paranucleus neben
dem Kern. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. in Neapel f. 1903 p. 63.
Zelly, 3. Influence du froid sur la duree de la division cellulaire.
©. R. Soc. Biol. Paris Tome 55 p. 195—196.
Verlangsamiung der Mitose der roten Blutkörperchen von Triton
durch niedere Temperatur. Bei gewöhnlicher Zimmertemperatur
dauert die Durchsehnürung der Zelle 10—15, bei 7—10° 30—50 Minuten,
als Minimum der Temperatur, bei welcher Teilung überhaupt noch
vor sich geht, dürfte die T. von 2 ° zu betrachten sein.
Perez, €. Sur la resorption phagocytaire des ovules par les cellules
follieulaires, sous influence du jeune chez le Triton. ©. R. Soc. Biol.
LV, pp. 716—718, figg
Resorption von Eiern bei M olge marmorata nach längerem Hungern.
Die ursprünglich abgeplatteten Follikelzellen werden kubisch und
füllen sich am inneren Ende mit Dotter. Vor dem gänzlichen Ver-
schwinden des Eies bildet es einen kleinen Haufen fetthaltiger Zellen
von bindegewebiger Natur.
Greil, A. Beiträge zur vergleichenden Anatomie und Entwicklungs-
geschichte des Herzens u. des Truncus asteriosus der Wirbeltiere.
Morph. Jahrb. XXXI. p. 123—310, fieg. Taf. VI—XI.
Entwicklung des Truncus arteriosus u. a. auch bei Salamandra
aira.
Meves, F. Zur Struktur der roten Blutkörperchen bei Amphibien
u. Säugetieren. Anat. Anz. XXIII, pp. 212 u. 213.
Auffindung des Randreifens an den Erythrocyten von Salamandra.
Reinke, Tr. Die Regeneration der Linse und ihr Verhältnis zum
Zweckbesriff. SB. Nat. Ges. Rostock 1902 p. 1—7.
IH. Reptilia und Amphibia für 1903. 65
Die Regeneration der Linse von Salamandra ist bei ungestörtem
Verlaufe von der Schwerkraft unabhängig; es wird auch bei Rückenlage
des Tieres eine normale Linse vom oberen Irisrande gebildet.
Feistmantel, ©. Über einen Befund von Eiern im Hoden von
Salamandra maculosa. Ein Beitrag zur Lehre vom Hermaphroditismus
bei Amphibien. 8. B. Ver. Lotos (2) XXII, 1902, pp. 5—26, Taf. I.
Rabl, H. Die Entwicklung des Müller’schen Ganges bei Salamandra
maculosa. Verh. Anat. Ges. 1903, pp. 135—139.
Knoblauch, A. Beiträge zur Kenntnis der Fauna der Umgebung
von Frankfurt a. M. Über das Vorkommen des Feuersalamanders,
Salamandra maculoss Laur., im Frankfurter Stadtwalde. Ber.
Senekenberg. Ges. 1903, pp. 113116.
Rossi, &. Ricerche sui miotomi e sui nervi della testa posteriore
della Salamandrina perspicillata. Monit. Zool. ital. XIV, pp. 210—216,
Taf. VI.
Scheinbare Lageveränderung der Muskelsegmente bei Embryonen
von Salamandrina, "nicht auf Verschiebung der Myotome nach vorn,
sondern auf Längenreduktion der anderen, das eraniale Ende des
Eimbryos bildenden Teile beruhend. Von den vier an der Bildung
des Kopfes teilnehmenden Myotomen ist eines sekundär dazu heran-
gezogen wordeu, die übrigen primär.
Levi, &. Sullo sviluppo del pronephros nella Salamandrina perspi-
cillata. Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze Vol. 2 p. 97’—121, Taf. 6—8.
Entwicklung der Vorniere bei Salamandrina (spätere Stadien)
u. feinerer Bau des Organs bei einem ausgebildeten Tier. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 234.
Bau der Lunge bei Trion und Salamandra. Ref. in Jahresb.
Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 218.
Wolterstorff, W. Zur Synonymie der Gattung Triton, Laur.
(non L.). Zool. Anz. XXVI. pp. 276—277 und Bl. £. Ag. u. Terr.kunde
XIV. 1903 p. 323—324.
Verf. tritt für die Beibehaltung des Namens Triton Laur. ein, da
Triton L. vollständig unkenntlich ist.
Woltersterfi, W. Über die Eiablage uw. Entwiekelung von Triton
(Pleurodeles) waltlii u. Triton (Euproctus) ruscont. Zool. Anz. XXVI.
pp. 277—280 und Bl. E Aq. u. Terr.kunde XIV. 1903 p. 174—176.
Die Anzahl der von ersterer Art abgelegten Eier ist eine sehr
große (gegen tausend) und die Eier selbst sind sehr klein (Durchm.
13/, mm), das Ausschlüpfen erfolgte nach 5—6 Tagen, bei kühler
Witterung nach 14 Tagen; bei der letzteren Art sind die Eier groß
(21/, mm Durchm. ) und wenig zahlreich (es wurden nur 13 gefunden);
die Entwicklung geht viel langsamer vor sich. Verf. ist nach diesem
und anderen Beobachtungen nicht der Ansicht, daß beide Arten nahe
verwandt sind, wie Bedriaga annimmt.
Wolterstorff, W. Zur Frage der Bastardnatur des Triton blası.
Biol. Centrbl. XXIII, pp. 726—728.
Wolterstorif, W. Über Triton blasii de !’Isle und den experimen-
Arch. f. Naturgesch. 72, Jahrg. 1906. Bd. II. H.]. (III) 5
66 II. Reptilia und Amphibia für 1903.
tellen Nachweis seiner Bastardnatur. Zool. Jahrb. Syst. XIX, pp. 647
—661.
Phisalix Mme. Origine des glandes venimeuses de la Salamandre
terrestre. Arch. zool. exp. Notes (4) I, pp. CXXV—CXXXVIJ, fieg.
Verf. hält die Hautdrüsen von Salamandra für aus dem Mesoderm
hervorgegangene Gebilde (gegen Ancel) und die Beziehungen zum
Ektoderm, sowie die Bildung des Ausführungsganges für sekundär.
Knoblauch, A. Unsere einheimischen Schwanzlurchen in der
Gefangenschaft und ihre Entwicklung. Zool. Garten XLIV, pp. 386
—404.
Vorkommen von Schwanzlurchen in der Umgebung von Frankfurt
a. M.; Feinde, Lebensweise, Fortpflanzung und Entwicklung, Nahrung
der Jungen, Veränderungen während der Metamorphose. Der Vortrag
giebt eine gute Übersicht über die Biologie der einheimischen Schwanz-
lurche (Salamandra maculosa, Molge cristata, alpestris, vulgaris) (s. auch
Natur u. Haus XII. p. 345—349, 368—368).
Salamandra maculosa Laur. Über das Vorkommen bei Frankfurt a. M.,
Knoblauch, Ber. Senckenberg. Ges. 1903 p. 113; 8. Zuschant, Stdr. Bemerkung
von Werner, SB. Ak. Wien CXI, p. 1102.
Molge, Merr. Über den Gebrauch des Namens Triton, Laur. nec L. Welter-
storff, Anz. XXVI, p. 176, und Poche, t. cc. p. 701; M. blasii de Isle, Nachweis
des Bastardcharakters Weolterstorff, Biol. Centrbl., XXIIL p. 726 und Zool.
Anz. XXVI, p. 697, und Zool. Jahrb. Syst. XIX, p. 647; M.vittata, Gray, über
lebende Exemplare, Werner, SB. Ak. Wien CXI, p. 1103; M. crocata, Cope. Be-
merkungen v. Werner, Zool. Jahrb. Syst. XIX, p.338; M. rusconii, Gene, und
waltlii, Mich.; Über die Eierablage, Wolsterstorff, Zool. Anz. XXVI, p. 277.
Megalotriton fülholi, Zitt. (foss.) Wirbel abgebildet von De Stefane, Bull.
Soc. geol. Ital. XXII. Taf. III, figg. 1—5; M. portisi, n. id. ibid. p. 44; Taf. III,
figg. 6—8, Phosphorite von Quercy.
Heteroclitoriton, g. n., für H. zitteli, sp. n. (foss.), De Stefano, t. c. p. 44, Taf. III,
figg. 9 u. 10. Phosphorite von Quercy.
Powers, 3. HB. The causes of acceleration and retardation in the
metamorphosis of Amblystoma tigrinum: a preliminary report. Amer.
Natural. XXXVIL, pp. 385—410.
Bei Amblystoma tigrinum steht der Eintritt der Metamorphose
nicht in Abhängigkeit von der etwa infolge Austrocknens eines Sumpfes
eingetretenen Luftatmung, kann auch nicht durch besonders günstige
Bedingungen für das Leben im Wasser aufgehalten werden. Nur die
Veränderung in der Ernährung bietet eine, auch experimentell leicht
kontrollierbare Ursache. Verf. fand, daß die Larven in der Regel über-
ernährt sind und daß sie, solange sie Nahrung in genügender Menge
vorfinden, nicht zur Metamorphose schreiten. Erst bei Nahrungs-
mangel ernährten sie sich auf Kosten ihres eigenen Gewebes, zuerst
des Fettes, dann der Kiemen und des Rückenhautsaumes; mit der
Resorption der Kiemen tritt die Metamorphose in ihr erstes Stadium.
Sie tritt aber auch dann ein, wenn die Bedingungen für das Leben
auf dem Lande nicht gegeben sind, dagegen im Wasser alles für sie
zum Leben nötige reichlich vorhanden ist.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 67
Schuberg, A. Über Zellverbindungen. 1. Teil. Zeitschr. Wiss.
Zool. 74. Bd. p. 155—325, Taf. 9—15.
Über Verbindungen von Epithel- und Bindegewebszellen, sowie
der letzteren untereinander in der Haut von Siredon pisciformis, sowie
die Histologie des Coriums. Ausf. Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel
1.1903 p. 61.
Gadow, H. The Mexican Axolotl. Nature LXVII, pp. 330—332.
Amblystoma tigrinum, Green. Bemerkungen über das Vorkommen und
Lebensweise des Axolotls in Mexico, Gadoew, Nature LXVII, p. 330.
Ritter, W. E. Further notes on the habits of Autodax lugubris.
Amer. Natural. XXXVII, pp. 883—886.
Verf. bringt neue interessante Mitteilungen über die Lebensweise
dieses Molches. Er wurde zahlreich (etwa 100 Exemplare) in Spalten
und Höhlungen von Quercus agrieola gefunden, teilweise bis 30 Fuß
über dem Erdboden. Die größten Höhlungen enthielten bis 12 Exem-
plare, häufiger wurden nur 2, gelegentlich nur ein einziges gefunden.
Wo die Anzahl eine größere war, wurden neben zahlreicheren
Exemplaren von minimaler und unter einander gleicher Größe stets
eine kleine Menge, meist nur zwei, von Maximalgröße gefunden; häufig
auch einige von intermediären Dimensionen. Verf. nimmt an, daß die
ganz kleinen häufig, wenn nicht immer die Jungen der ganz großen,
zum selben Wurf gehörig und einjährig sind und daß sie demnach
höchst wahrscheinlich niemals ihre Höhle verlassen haben. Die Spalten
der Höhlen sind oft sehr eng und erlauben erwachsenen Tieren eben
den Aus- u. Eintritt. Die Eierhaufen, von denen 12 gefunden wurden,
enthielten 12—18 Eier, jedes Ei mit seinem Stielchen 2 cm lang; sie
waren an einer überhängenden Oberfläche so aufgebaut, daß sich der
alte Salamander nach Art anderer Urodelen herauswinden konnte.
Nur selten wurde mehr als ein Eierbündel in einer Höhle gefunden.
Anscheinend üben beide Geschlechter diese Brutpflege aus, sie scheinen
auch die Brut zu verteidigen und mit ihren großen Zähnen wirklich
beißen zu können, wie Beobachtungen ergaben.
Reed, Margaret A. Regeneration of a whole Foot from the Cut
End of a Leg containing only the Tibia. Arch. Entwicklungsmech.
17. Bd. p. 150—154, 3 figg.
Nach Entfernung der Fibula bei Spelerpes ruber und Durch-
schneidung des Beines im distalen Teile der Tibia wurde ein ganzes
Bein mit 5 Zehen und das distale Ende der Fibula regeneriert; dieses
wird ausschließl. aus dem Material gebildet, welches am abgeschnittenen
Ende der Tibia hervorsptoßt.
Eigenmann, €. H. u. Kennedy, €. Variation Notes. Biol. Bull.
IV, pp. 227—229, figg.
Houehton, H. S. Muscular and skeletal elements in Spelerpes
longicaudus. Ohio Natural III, pp. 379—393, figg.
Schädel- und Kiemenskelett-Larve von Spelerpes longicaudus;
der Schädel ist von dem des erwachsenen Tieres stark verschieden;
das Hyoid besteht nur aus dem Keratohyale, das Urohyale fehlt dem
verwandelten Tiere. Die den Augapfel schützende Kapsel wird von den
5*
68 II. Reptilia und Amphibia für 1903.
den Trabeculae, nicht vom Quadratum gebildet. Im Kiemenskelett
fehlt eine Basibranchialplatte, das Urohyale ist groß, von eigentümlich
spatelförmiger Gestalt, die Keratohyalia artikuliren nicht mit dem
Quadratum; es iehlen freie Branehialia. Außerdem wurden auch die
Kopf- und Kiemenmuskulatur (diese denen des erwachsenen Crypto-
branchus sehr ähnlich), Körpermuskeln (Longissimus dorsi, Bectus
abdominis), Augenmuskeln (Spuren zweier Recti) unter sucht. Ref.
in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1903 p. 135.
Spelerpes maculicaudus, Cope.. Bemerkung von Bigenmann u. Kennedy,
Biol. Bull. IV, p. 227, fig.; S. variegatus, Gray. Bemerkung von Werner, Abh.
Bayer. Ak. XXIL II, p. 352; S. dofleini, sp. n., id. ibid., Guatemala.
Stejneger, L. Rediscovery of one of Hol brooks Salamanders.
P. U. S. Mus. XXV], pp. 557—558.
Desmognathus quadrimaculata, Holbr. Bemerkung von Stejneger, P. U. S.
Mus. XXVI, p. 557.
Amphiumidae.
Beddard, F. Normally Unequal Growth as a Possible Cause of
Death Nature. Vol. 68 p. 497.
Bei Megalobairachus japomicus wachsen die Herzklappen nicht
m selben Verhältnis wie das Herz, was schließlich zu Störungen und
zum Tode führt. Verf. schließt daran allgemein Betrachtungen über
die derartige ungleichmäßige Wachstumserscheinungen als mögliche
Ursache des Todes.
Lauber, H. Anatomische Untersuchung ges u von Crypto-
branchus japonieus. Anat. Hefte, Arb. XX, pp. 1—18, fisg., Taf. Tu. IL
Ishikawa, €. Über den Riesensslamander Japans. Ref. in Zool.
Garten XLIV. p. 269.
Breili, 3. F. Zur Fortpflanzung des japanischen Riesensalamanders.
Natur u. Haus XII. p. 149.
Reismann, A. Fang eines Riesensalamanders. Bl. f. Agq. u. Terr.
kunde XIV. 1903 p. 308.
Fang von Megalobatrachus in einer Höhle bei Kamakura nächst
Yokohama.
Morgan, T. U. Regeneration of the leg of Amphiuma means.
Biol. Bull. V, pp. 293—296, fig.
Nach Amputation eines Vorder- und Hinterbeines an den entgegen-
gesetzten Seiten bei Amphiuma und zwar in der Höhe des Humerus
und Femur bildete sich an der Amputationsstelle innerhalb einiger
Wochen ein Stumpf neuen Gewebes, der noch einige Wochen lang
weiterwuchs. Die Regeneration erwies sich als sehr unvollkommen,
wie sich bei Untersuchung der dicht am Körper abgeschnittenen
Gliedmaßen herausstellte. Die nunmehr übrigbleibenden Stummel
regenerierten nicht. Bei Abtragung der übrigen beiden Gliedmaßen
ergab sich dasselbe Resultat. Es wurde bei der Regeneration stets
etwas Neues, von der alten Organisation Ver schiedenes geliefert. Die
Annahme, daß der Grad der Vollkommenheit der Regeneration von der
Nützlichkeit des Organs für das Individuum abhängt, ist nicht haltbar.
III. Reptilia und Amphibia für 1903. 69
Saint-Hilaire, €. Über den Bau des Darmepithels bei Amphiuma.
Anat. Anz. XXII, pp. 489—493, figg. Ref. in Jahresb. Zool.
Stat. Neapel f. 1903 p. 202.
Wilder, H. H. The skeletal system of Necturus maculatus Ra-
finesque. Mem. Boston Soc. V, pp. 387—439, figg., Taf. LXII—LXVII.
Bei Necturus maculatus ist die Zahl der Wirbel in der Regel 45
oder 46, der Sacralwirbel ist meist der 19.; die hauptsächlichen Wirbel-
formen (Atlas, Wirbel mit dem 1. Haemalbogen [meist der 23.], Schwanz-
wirbel) werden mit dem als typisch betrachteten 16. verglichen, ebenso
Sternum, Rippen, Extremitäten und ihre Gürtel beschrieben; das
Sternum ist rein knorplig, rudimentär, ebenso Carpus und Tarsus
knorplig. Ausführlich sind die einzelnen Teile des Schädels beschrieben.
Ref. in Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1905 p. 111.
Drzewina, A. Sur le tissu lymphoide du rein du Proteus anguineus
Laur. C. R. Soc. Biol. LV, pp. 1091 u. 1092.
Das Iymphoide Gewebe der Proteusniere enthält kleine, plasma-
arme Lymphocyten, ferner plasmareiche L. und polynucleäre Leuco-
cyten, Macrophagen u. acidophile Leucocyten, alle in den Maschen
eines Bindegewebes eingeschlossen. Die Niere des ?. wird als gleich-
zeitig Iymphopoetisch und exeretorisch bezeichnet.
Stegocephalia.
Jaekel, ©. Üker Ceraterpeton, Diceratosaurus und Diplocaulus.
N. Jahrb. Min. 1903, I, pp. 109—134, figg., Taf. II—V.
Yakovlew, N. Neue Funde von Trias-Sauriern auf Spitzbergen.
Verh. Russ. Miner. Ges. (2) XL, pp. 180—202, figg., Taf. III.
Beasley, H. €. Some lithographs of footprints, u. c. from Storeton,
issued by the Liverpool Natural History Society. P. Liverp. geol.
Soc. IX, p. 284—287.
Matthew, 6. F. New Genera of Batrachian footprints of the
Carboniferous System in Eastern Canada. Canad. Rec. IX, pp. 99—111,
figg.
Broom, R. On a new Stegocephalian (Batrachosuchus browni)
from the Karroo Beds of Aliwal North, 8. Africa. Geol. Mag. (IV), X
pp. 499—501, figg.
Case, E. €. New or little-known- Vertebrates from the Permian
of Texas. J. Geol. XI, pp. 394—462, figg.
Eryops, Cope. Über den Schultergürtel, E. €. Case, J. Geol. XI, p. 394, figg.
Zatrachys crucifer, sp. n., Case, t. c. p. 399, Perm von Texas.
Batrachosuchus browni, g. n. sp. n. für einen Schädel aus den Karoo-Schichten
von S. Afrika, Broom, Geol. Mag. (IV) X, p. 499 figg.
Ceraterpeton galvani, Huxley. Bemerkungen von Jaekel, N. Jahrb. Min.
1903, I, p. 109, figg.
Diceratosaurus, g.n. für Ceraterpeton punctolineatum, Cope, Jaekel, t. c.
p- 112, Taf. II—V.
Diplocaulus, Cope. Schädel beschrieben und abgebildet von Jaekel, t. c.
p- 126, figg.
10016)
70 III. Reptilia und Amphibia für 1903.
Ekbainacanthus, g.n., Sp. n., den Gastrolepidoti Zittels, zugerechnet
für
Reste aus der Trias von Spitzbergen, Yakowlew, Verh. Russ. Miner. Ges. (2)
XL, p. 180, Taf. II.
Matthew, @. F. New Genera of Batrachian Footprints of
the
Carboniferous System in Eastern Canada. Canad. Rec. IX. p. 99
—111, figg.
Asperipes, g.n., p. 99; A. avipes, sp. n., p. 101, fig. 3.
Cursipes, g.n. p. 102; C. dawsoni, sp. n., p. 103, fig. 4.
Barillopus, g. n. p. 103; B. unguifer, sp. n. p. 104, fig. 5.
Ornithoides, g. a., p. 104, für Hylopus (?) trifidus, Daws., fig. 6.
Baropezia, g.n., p. 105, für Sauropus sydneyensis, Daws., fig. 1.
Megapezia, g.n., p: 107; M. pincoi, sp. n., p. 108, fig. 2.
Pseudobradypus, 8. ®., p. 109, für Sauropus unguifer, Daws.
Pabst,W. Die fossilen Tierfährten aus dem Rotliegenden Thüringens
im Herzogl. Museum zu Gotha. Gotha 1903, 8°, 23 pp., figg.
Inhaltsübersicht.
Reptilia.
Litteratur. — Zoologische Gärten. — Anatomie, Skelett, Nervensystem
u. Sinnesorgane, Blutgefäßsystem, Genitalapparat, Regeneration.
Ethologisches; Physiologisches; Systematik . . .. 2... 2...
Baunistakt Ra semrasssyre.as ee ee, Aberule ee.
Einzelne Abteilungen.
Squamata (Lacertilia, Rhiptoglossa, Pythonomorpha, Dolichosauria,
Dphidia) 4 ichs = ers is Var ker re
Ornithosauria 0. 2.0.2 wre. 0000 ne Be re
Orthopoda,! Dinssauris ;{l. er. se arena) de, mn HE se
Emydosauria,, Ichthyosaurial,...s". su % ni etaleıe Sr
Chelonia 2" son un ve kan een ee ee 2
Theepdontia,. Pelyessauria, .. 4... win} ale „o woßle vo re
Rhynchocephalia, Anomodontia. » „2... . una eine
Cotylosauria, Pariosauria ) „apa il eniatın wie net » 0
Amphibia.
Anatomie, Physiologie, Entwicklung, Biologie . . .. 2. 2... 2...
Einzelne Abteilungen.
Bcaudata ..,. + ‚el orange la oh ee En Eee
Seite
III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Von
Dr. Fritz Nieden (Berlin).
(Inhaltsverzeichnis befindet sich am Schlusse des Berichts).
Verzeichnis der Veröffentlichungen.
(Die mit * bezeichneten Arbeiten waren dem Referenten nicht zugänglich;
mit f bezeichnete Arbeiten haben palaeontologischen Inhalt.)
*Abbott, €. €. One explanation of reported showers of Toads.
P. Americ. Phil. Soc., XLIII, pp. 163 u. 164.
Verf. erklärt das, auf sog. ‚‚Krötenregen‘ zurückgeführte, auffällige
Erscheinen von Scaphiopus solitarius in großer Individuenzahl nach
starken Regengüssen aus der Lebensweise dieser Tiere, die ihre unter
Wasser. gesetzten und dadurch für sie unbewohnbar gewordenen
Schlammpfützen verlassen müssen und daher in großen Scharen
neue Wohnorte aufsuchen.
Abelous, 3. E. (1). Sur l’origine musculaire des troubles consecutifs
ä la destruction des glandes surrenales. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 951
u. 952.
Verf. bringt neue Bestätigungen vor, daß die beim Frosch nach
Entfernung der Nebennieren auftretenden Lähmungserscheinungen
auf die Wirkung eines durch Muskeltätigkeit erzeugten Giftstoffes
zurückzuführen sind.
— (2). Les Troubles de pıgmentation de la grenouille ä la suite de la
destruction des glandes surrenales. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 952 u. 953.
Entfernung der Nebennieren zieht Verdunkelung der Haut
nach sich.
Aleock, A. Descriptions of and reflections upon a new species of
Apodous Amphibian from India. Ann. Nat. Hist. 7. XIV, pp. 267
— 273, pl. VII.
Verf. beschreibt eine neue Art aus Indien aus der Gattung Herpele,
deren bis jetzt aus Südamerika, Westafrika und Indien nachgewiesene
Verbreitung er durch frühere Landverbindungen der drei genannten
Gegenden zu erklären sucht.
Alonzo, 6. Ricerche sullo sviluppo della coda e degli arti nel
Gongylus ocellatus. Atti Acc. Gioen. (4) XVI, 1903, No. 5, 48 pp.
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (III.) 1
2 1II. Reptilia und Amphibia für 1904.
Verf. stellte bei @. oc. eine Tendenz zu immer schwächer werdender
Ausbildung des Schwanzes und der Gliedmaßen und damit eine all-
mähliche Annäherung zu schlangenartigem Habitus fest.
Andersson, L. 6. List of Reptiles and Batrachians collected by
the Swedish Zoologieal Expedition to Egypt, the Sudan and the
Sinaitic Peninsula. Results Swedish Zoological Expedit. Egypte and
White Nile. 1901, I. 12 pp., figg. Fu. ®.
40 Arten werden aufgeführt, darunter eine neue Varietät eines
Batrachiers. (Phrynobatrachus).
Andres, Ad. (1). Ein herpetologischer Ausflug in Ägypten. Bl.
Aquarienkunde, Magdeburg, Bd. 15, pp. 247—248. F.
Verf. sammelte 10 verschiedene Reptilien-Arten in der Umgegend
Ramlehs bei Alexandrien.
— (2). Etwas über das Trinken des Chamaeleons. Bl. Aquarien-
kunde, Magdeburg, Bd. 15, p. 348.
Andrews, €. W. Note on the gigantic land Tortoise (Testudo ammon
Andrews) from the Upper Eocene of Egypt. Geol. Mag. (V) 1, pp. 527
Z25uhepERVIER FF UP®.
Annandale, N. (1). Additions to the collection of Oriental snakes
inthe Indian Museum. J. Asiat. Soc. Bengal. LXXIH, pp. 208—212,
pl.IX. F.
Aufzählung von 26 seit 1891 neu in das „Indian Museum“ ein-
gekommenen Schlangenarten.
— (2). Contributions to Oriental Herpetology I. — The Lizards
of the Andamans, with the description of a new Gecko and a note on
the reproduced Tail in Ptychozoon homalocephalum. J. Asiat. Soc.
Bengal, Suppl. 1904, pp. 12—22. Fu. 8.
19 Arten werden aufgeführt, darunter eine neue.
Baas, K. H. Zur Frage nach dem Sauerstoffbedürfnis des Frosch-
nerven. Arch. f. ges. Physiol. Bd. 103, pp. 27681.
Verf. bestätigt die von Bayer festgestellte Notwendigkeit des
Sauerstoffes für die Tätigkeit markhaltiger Nerven durch Versuche
am N. ischiadieus des Frosches.
Balli, A. L’occhio parietale dei sauri Lacertiliani e altri organi
della volta talamencefalica.. Int. Monatsschr. Anat. XXI, pp. 31
—84, figg.
Verf. untersuchte Epiphyse, Parietalauge, Paraphyse, Commissura
posterior und superior, Epiphysenpolster und Velum chorioideum
bei Lacerta viridis und pieccola.
Ballowitz, E. (1). Entwicklungsgeschichte der Kreuzotter (Pelias
berus Merr.) I. Entwicklung vom Auftreten der ersten Furche bis zum
Schlusse des Amnios. Jena 1903, 4 to, 295 pp., figg., 10 pls.
(2). Die merkwürdigen, 2!/, mm langen Spermien des Batrachiers
Discoglossus pietus Otth. Arch. mikr. Anatomie Bd. 63, pp. 343—364,
pl NE
Banchi, A. Sviluppo degli arti abdominali del Bufo vulgaris
nnestati in sede anomala. Monitor. Zool. ital. XV, pp. 396—399, figg.
II. Reptilia und Amphibia für 1904. >
Behandelt die Weiterentwicklung von Hintergliedmaßen einer
Bufolarven ach Einpflanzung in die Schulterregion einer anderen
Larve.
*Barbier, H. (1). Les Reptiles du Musee d’Elbeuf. Bull. Soc.
Elbeuf XXI, pp. 41—63.
*_— (2). Notes d’Erpetologie. Le repas de la Couleuvre & collier
et de la Couleuvre lisse. Feuille Naturalist. XXXIV, pp. 55—60,
figg. 8.
s Barbieri, €. Ricerche sullo sviluppo del midollo spinale negli
Anfibi. Archiv. zool. ital. II, pp. 79—105, figg., pls. V u. VI.
Untersuchte die Entwicklung des Rückenmarkes bei Bufo vulgaris
und Molge eristata, wobei Unterscheide zwischen beiden Formen fest-
gestellt werden konnten.
Barbour, T. (1). Batrachia and Reptilia from the Bahamas.
Bull. Mus. Harvard XLVI, pp. 83—61. Fu. 8.
3 Batrachier- und 13 Reptilienarten werden aufgeführt, darunter
eine neue Art.
— (2). A new Batrachian from Sarawak, Borneo. P. Soc.
Washington XVII, p.5l. Fu. 8.
Barboza du Bocage, J. V. Contribution & la faune des Quatre Iles
du Golfe de Guinee. J. Se. Lisb. (2) VII, pp. 65—96. F.
11 Arten von Reptilien und 5 Amphibienarten werden aufgeführt.
Bataillon, E. (1). Nouveaux essais de parthenogenese experimentale
chez les vert&bres inferieurs (Rana fusca et Petromyzon planeri). Arch.
f. Entwicklungsmechanik XVIII, pp. 1—56, figg., pls. I—IV.
Verf. konnte bei Einwirkung von Salz- und Zuckerlösungen auf
Eier von Rana fusca parthenogenetische Entwicklung bis zu unvoll-
ständigen Blastulastadien erzielen.
— (2). La segmentation parthenogenesique des oeufs immatures
de Bufo dans l’eau ordinaire. €. R. Soc. Biol. LVI, pp. 749—751.
Verf. konnte der Leibeshöhle von Bufo entnommene Eier durch
Eintauchen in Wasser zu teilweiser Entwicklung bringen.
Bates, G. A. The histology of the digestive tract of Amblystoma
punctatum. Tufts Coll. Stud. Nr. 8, pp. 411—435, pls. III u. IV.
TBeasley, H. €. Report on footprints from the Trias. Part I.
Rep. Br. Ass. 1903, pp. 219—230, figg., pls. V-VIII. F.
Ausführliche Beschreibung der im Keuper Großbritanniens
gefundenen Fußabdrücke von Cheirotherien.
Beddard, F. E. (1). Contributions to the Anatomy of the Lacertilıa.
— 1. On the Venous system in certain Lizards. P. Z. S. I. 1904, pp. 436
—450, figg. 8.
Verf. untersuchte /guana tuberculata, Tiliqua scincoides und Varanus
griseus, bei denen er beträchtliche spezifische Unterschiede fand.
— (2). Contributions to the Anatomy of the Lacertilia. — 2. On
some Points in the Structure of Tupinambis. P. Z. S. 1904 1, pp. 465
—470, figg. 8.
Verf. vergleicht verschiedene Punkte des Gefäßsystems dieser
Art mit dem von Iguana und Tiliqua.
1%
4 III. Reptilia und Amphibia für 1904,
— (3). Contributions to our knowledge of the circulatory system
in the Ophidia. P. Z. S. 1904, I, pp. 331—370, figg. 8.
Verf. untersuchte Zamenis mucosus, Z. flagelliformis, Z. gemonensis,
Coluber catenifer, ©. melanoleucus, Tropidonotus fasciatus, Coronella
getula, Ophiophirus bungarus, Nava tripudians, Python spilotes und
Lachesis gramineus, bei denen er große spezifische Verschiedenheiten
im Bau des Gefäßsystems fand.
— (4). Contributions to the Anatomy of the Lacertilia. — 3. On
some Points in the Vascular System of C’hamaeleon and other Lizards.
P. Z. S. 1904, II, pp. 6—22, figg.
Untersuchte das Gefäßsystem von Chamaeleon vulgaris, Pygopus
lepidopus, Phelsuma madagascareniensis und Tarentola annularis.
— (5). Exhibition of a specimen of the Lizard C'hlamydosaurus
kingü. P. Z. 8. 1904, II, pp. 82—83. 8.
— (6). Notes upon the Anatomy of certain Snakes of the Family
Boidae. P. Z. S. 1904, II, pp. 107—121, figg. 8.
Verf. bestätigt an der Hand des Gefäßsystems die Richtigkeit
der systematisch niederen Stellung der Boidae und weist Unterschiede
im Gefäßsystem nach zwischen Boinae und Pythorinae und zwischen
drei #ryx-Arten.
— (9%). Note on apparently Abnormal Position of the „Brephos“
with in the Body of a Skink. (C'halcides lineatus). P. Z. S. 1904, II,
pp. 145—147, fig.
Beschreibt einen Fall, wo zwei junge Tiere mit Resten der Em-
bryonalhüllen in der Leibeshöhle der Mutter gefunden wurden.
— (8). Contributions to the knowledge of the Visceral Anatomy of
the Pelagic Serpents Hydrus platyurus and, Platyurus colubrinus.
P. Z. S. 1904 II, pp. 147—154, figg.
Betrifft die Lage der Eingeweide zu einander und den gröberen
Bau der Lunge.
— (9). On the Presence of a Parasternum in the Lacertilian
Genus Tiliqua, and on the poststernal Ribs in that Genus. P. Z. S.
1904, II, pp. 154—157, figg.
— (10). Preliminary Note on certain points in the anatomy of
Ery& and other Boidae, partly indicative basal position among the
ophidia. Ann. Nat. Hist. (7) XIII, pp. 233—236. 8.
Verf. führt verschiedene primitive, bisher wenig beachtete Merk-
male hauptsächlich im Gefäßsystem von Eryxz, Python und Boa an,
die für die niedere Stellung der Riesenschlangen unter den Ophidiern
sprechen.
— (Mi). ,Abdominal ribs“ in Lacertilia. Nature LXX. p. 6.
(Vorl. Mitteil.). Verf. fand echte „Abdominal-Rippen“ bei Tiliqua
scincoides.
T*Becher, €. E. The reconstruction of a Cretaceous Dinosaur,
Olaosaurus annectens. Marsh. Tr. Connect. Ac. XI, 1903 pp. 311—323,
pls. XLI-XLV. 8.
Beguin, F. (1). L’intestin pendant le jeüne et l’intestin pendant
II. Reptilia und Amphibia für 1904. 5
la digestion. Etudes faites sur le Crapaud des jones et le Lezard des
murailles. Arch. anat. mier. VI, pp. 385—454, pls. XIII—XVI.
Ein Vergleich der histologischen Struktur der Darmwand bei gut
ernährten und bei hungernden Exemplaren von Bufo calamita und
Lacerta stirpium.
— (2). La muqueuse oesophagienne et ses glandes chez les
Reptiles. Anat. Anz. XXIV, pp. 337—356, fıgg.
Verfasser beschreibt Drüsen in der Schleimhaut des Oesophagus
bei Uromastix acanthinurus und Testudo graeca, bei letzterer mit indi-
viduellen Abweichungen. Bei Alligator konnte er im Gegensatz zu
Eisler keine Drüsen ım Oesophagus feststellen.
*Bernardi, 3. (1). L’albinismo nei Rettili (Natrix torquata). Boll.
Naturalista XXIV, pp. 12 u. 13.
Albinismus bei Tropidonotus natrix.
*_ (2). I Rettili egli Anfibi del Livornese. Boll. Naturalista
XXIV, pp. 14—16. F.
*— (3). Il Tropidonotus natriz nel Livornese. Boll. Naturalista
XXIV, pp. 1—73. 8.
*tBigot u. Brasil, L. Description de la Faune des Sables jurassiques
superieurs du Calvados.. Mem. Soc. Normandie XXI, pp. 85—108,
pls. I—IV. F.
Billet, A. (1). A propos de l’hemogrögarine du crapaud de l’Afrique
du Nord. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 482—484, fig.
Bemerkungen über eine in Bufo mauritanicus lebende Haemo-
gregarine.
— (2). Sur une hemogregarine karyolysante de la couleuvre
viperine. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 484 u. 485, fig.
Eine kernzerstörende Haemogregarine (Karyolisus viperini) im
Blut von Tropidonotus viperinus.
— (3). A propos de l’hemogregarine de l’&myde l&preuse (Emys
leprosa Schw.) de l’Afrique du nord. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 601
—603, fig.
Bemerkungen über eine in Zimys leprosa lebende Haemogregarine.
— (4). Sur l’hemogregarine du lezard ocelle d’Algerie. ©. R. Soc.
Biol. LVI, pp. 741—743, fig.
Haemogregarina curvirostris, eine im Blut von Zacerta ocellata
lebende Haemogregarine.
— (5). Sur le Trypanosoma inopinatum de la Grenouille verte
d’Algerie et sa relation possible avec les Drepanidium. C. R. Soc.
Biol. VII, pp. 161—165, fig.
Verf. glaubt aus dem von ihm beobachteten gleichzeitigen Vor-
kommen von Trypanosoma inopinatum und von Drepanidium Labbe
im Blute eines Frosches darauf schließen zu dürfen, daß es sich bei
diesen Formen um Entwicklungsstadien eines einzigen Parasiten
handle.
Blanchard, R. Note complementaire sur une anomalie de la cara-
pace chez la Cistude d’Europe. Bull. Soc. zool. France XXIX, p. 161.
6 III. Reptilia und Amphitbia für 1904.
Betr. das völlige Verschwinden einer vom Verf. im Bull. de la
Soc. Zool. France XVIII, 1893, p. 120 beschriebenen Anomalie im
Carapax von Emys orbieularis während des Wachstums des Tieres.
*Bode, Ed. Die zoologische Merkwürdigkeit Axolotl. Natur u.
Glaube, Leutkirch, Bd. 7, 1904 pp. 365—368.
Bohn, 6. (1). De la lumiere, de P’alıment et de la chlorophylle,
comme facteurs modificateurs du developpement des Amphibiens.
C. R. Ac. Sc. CXXVIIH. pp. 1244 u. 1245.
Werden Eier oder Larven vor dem 5. Tage nach dem Ausschlüpfen
der Sonnenstrahlung ausgesetzt, so erreichen sie bei genügender
Nahrung eine bedeutendere Größe als gewöhnlich; die Wirkung der
Sonnenstrahlen nach dem 5. Tage nach dem Ausschlüpfen äußert sich
zunächst in verstärktem, dann in fast oder völlig eingestelltem Wachs-
tum. Bei Nahrungsmangel führt beschleunigtes Wachstum zum Tode
der Larven. — Vermehrte oder verminderte Nahrungszufuhr verzögert
oder beschleunigt die Metamorphose. Unter dem Schutze vor den
Sonnenstrahlen durch an dem Ei angesiedelte, einzellige grüne Algen
und unter dem Einfluß des von ihnen abgeschiedenen Sauerstoffs
entwickeln sich die Kiemen wenig, das Auskriechen erfolgt spät (manch-
mal erst nach beendeter Metamorphose) das Wachstum ist stark ver-
langsamt, Pigment entwickelt sich wenig.
— (2). Influence de l’insolation des oeufs d’Amphibiens sur
l’evolution de l’embryon. CC. R. Soc. Biol. LVI, pp. 663 u. 664.
— (3). Influence des variations de l’eclairement sur les premiers
stades larvaires des Amphibiens. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 767 u. 768.
Beleuchtung jüngerer Embryonen von Rana temporaria fördert,
Beleuchtung älterer Embryonen benachteiligt das Wachstum.
— (4). Intervention des influences passees dans les mouvements
actuels d’un unimal. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 789—791.
Embryonen von Rana temporaria und Bufo vulgaris suchen um
so eher das Licht, je dunkler die Eier gehalten worden sind, umgekehrt:
aus stark beleuchteten Eiern ausgeschlüpfte Embryonen halten sich
länger im Dunklen auf.
— (5). Intervention des influences passees dans la resistance
a l’inanition d’un animal. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 791 u. 792.
Embryonen von Rana und Bufo aus belichteten Eiern sterben
rascher an Entkräftung als solche aus im Dunkel gehaltenen Eiern,
ur machen bei Nahrungsmangel frühzeitig die Metamorphose
durch.
*TBolton, H. The Palaeontology of the Lancashire Coal Measures.
Tr. Manchester Geol. Soc. XXVIII, pp. 378—420, 578—650 u. 668
—689. F.
*Bottazzi, F. u. Ganfini, €. Ricerche istologiche sull atrio del
cuore di Emys europaea. Boll. Accad. Med. Genova, Anno 19, Nr. 3,4 pp.
Beteiligung von glatten und quergestreiften Muskelfasern am
Bau der Wand der Herzvorhöfe (nach Jahresber. zool. St. Neapel).
TBoulenger, 6. A. (I). On a remarkable Ichthyosaurian right
anterior paddle. P. Z. S. 1904, I, pp. 424—426, fig. 8.
III. Reptilia und Ampnibia für 1904. 7
T— (2). On the Characters and Affinities of the Triassic Reptile
Telerpeton elginense. P. Z. S. 1904 I, pp. 470—480, fig., pls. XXX
—XXXL.
— (3). Description of a new Tree-frog of the genus Ayla, from
British Guiana, carrying eggs on the back. P. Z. S. 1904, II, p. 106,
L.V..8:
Ä — (4). Description of a new genus of Frogs of the Family Dys-
cophidae and List of the genera and species of that Family. Ann. Nat.
Hist. (7) pp. 42—44, pl. II. 8.
Enthält die Beschreibung einer neuen Dyscophiden-Gattung
und -Art aus Borneo, Colpoglossus Brooksii; und eine Bestimmungs-
tabelle für die Gattungen der Dyscophiden nebst Aufzählung aller
bekannten Arten.
— (5). Descriptions of new Frogs and Snakes from Yunnan.
Ann. Nat. Hist. (7) XIII, p. 130—134. Fu. 8.
— (6). Descriptions of two new genera of Frogs of the family
Ranidae from Cameroon. Ann. Nat. Hist. (7) XIII. pp. 261 u. 262.
FuS.
— (%). Descriptions of three new Snakes. Ann. Nat. Hist. (7)
XIII, pp. 450—452. Fu. 8.
— (8). Descriptions of two new Elapine Snakes from the Congo.
Ann. Nat. Hist. (7) XIV, pp. 14 u. 15. Fu. 8.
— (9). Note on Hinulia pardalis of Macleay. Ann. Nat. Hist.
(2), ZIV, p- 80. >8.
— (10). On the Sand-Viper of Roumania (Vipera ammodyltes var.
montandoni n. var. Ann. Nat. Hist. (7) XIV, pp. 134 u. 135. Fu. ®.
— (N). Description of a new Lizard from Western Australia.
Ann. Nat. Hist. (7) XIV, pp. 414 u. 415, pl. XI. Fu. 8.
— (12). On the Lacerta depressa of Camerano. P. Z. 8. 1904 II,
pp- 332—339, pl. XXII. 8.
*— (13). Descriptions of three new Frogs from Southern India
and Ceylon. J. Bombay Soc. XV, pp. 430 u. 431, pl. Fu. 8.
— (14). Description of a Frog from Ceylon, hitherto confounded
with Rana limnocharis. Spolia Zeylan. II, pp. 73 u. 74. 8.
— (15). Description of a new Snake. Spolia Zeylan. II, pp. 95
= .96, pl.
— (16). Reptilia and Batrachia im Zoological Record d. Zoolog.
Soc. London 1904, XLI, 40 pp.
Brachet, A. Recherches experimentales sur l’oeuf de Rana fusca.
Arch. Biol. XXI, pp. 103—160, pl. IV.
Verf. beobachtete die Entwicklung von Eiern mit teilweise durch
Anstechen zerstörten Blastomeren und behandelt die Frage nach der
Lage der Symmetrieebene des Eies zu der des Embryos und überhaupt
die Verteilung des Eimaterials in den Blastomeren.
Branca, A. (1). Le revötement £pithelial du fourreau chez les
Colubrides. Arch. zool. exper. Notes (4) II, pp. XXXVII—XLV, figg.
Verf. beschreibt die Zellelemente der Zungenscheide von Tropv-
donotus natrix, wobei besonders die bald in Einzahl, bald zu mehreren
8 IH. Reptilia und Amphibia für 1904.
in der verschiedensten Form in den Malpighischen und oberflächlichen
Zellschichten auftretenden ‚corpuscules siderophiles“ Beachtung
verdienen.
— (2). Les premiers stades de la formation du spermatozoide
chez kn Arch. zool. exp. Notes (4) II, pp. CV—CXIII, figg.
(Vorl. Mitteilung).
Kurze Beschreibung der von den Spermatiden des Axolotls bei
ihrer Umwandlung in die Spermatozoiden durchlaufenen Stadien.
— (3). Le testicule chez !’Axolotl en captivite. C.R. Soc. Biol.
LVI, pp. 243—245.
Verf. beschreibt Degenerationserscheinungen im Hoden gefangen
gehaltener Axolotl, dessen Funktion mit der Bildung von Sperma-
togonien abschließt.
— (4). Cellules interstitielles et spermatogenese. C. R. Soc. Biol.
LVI, pp. 350 u. 351. 8.
— (5). Transformation de la spermatide en spermatozoide chez
V’Axolotl. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 704—706. 8.
— (6). Formations cytoplasmiques du revötement epithelial
du fourreau de la langue, chez Tropidonotus natrix. C. R. Soc. Biol.
LVI, pp. 639 u. 640.
Bemerkungen über die „corpuscules siderophiles“ im Epithel der
Zungenscheide von Tropidonotus natrıx.
Branson, E. B. Snakes of Kansas. Kansas Univ. Sci. Bull. II,
pp. 353—430, figg. Fu. 8.
40 Arten werden aufgeführt, keine neue.
Brauer, A. Beiträge zur Kenntnis der Entwicklung und Anatomie
der Gymnophionen. IV. Zool. Jahrb., Suppl. VII, pp. 381—408,
figg., pls. XXI u. XXII.
Verf. konnte bei Ha ypogeophis alternans und rostratus für das
Ganglion maxillo-mandibulare des Trigeminus seine Entstehung
ausschließlich aus der Ganglienleiste und zwar aus ihrem dorsalen Teil
nachweisen, während ihr ventraler Teil an der Bildung des Mandibular-
bogens einen Hauptanteil nimmt. Dagegen entwickelt sich das Ganglion
ophthalmicum des Trigeminus ausschließlich aus der Epidermis.
Braun —. Über Seeschlangen. Schr. Ges. Königsb. XLV 1904
Ber. pp. 68—71.
Verf. behandelt im Anschluß an eine Besprechung der im Meere
lebenden Schildkröten und der echten Seeschlangen (H ydrophiidae)
die Berichte über das Auftreten der „großen Seeschlange“ und erörtert
die verschiedenen Erklärungsversuche und ihre Wahrscheinlichkeit.
Braus, H. (1). Einige Ergebnisse der Transplantation von Organ-
anlagen bei Bombinatorlarven. Verh. Anat. Ges. 1904 pp. 53—69.
Die eben hervortretende Knospe einer vorderen Extremität
wurde verpflanzt an die Schwanzwurzel dicht hinter die hintere Ex-
tremität einer gleichweit entwickelten Larve. In dem eingepflanzten
„Prüfungsblastem“ entwickeln sich autogenetisch unabhängig von
den Rumpfmetameren Blut und Blutbahnen, Skelettsystem, von
Muskeln der vorderen Extremität alle außer den „Thoraxmuskeln“
II. Reptilia und Amphibia für 1894. 9
Fürbringers, schließlich noch periphere Nerven bis zu einem gewissen
Grade, unabhängig vom Zentralnervensystem.
— (2). Demonstration überzähliger Extremitäten an einer
lebenden in Metamorphose befindlichen Unkenlarve. Münchener
Med. Wochenschrift 1904, Nr. 36, 2 pp.
Verf. bestreitet die Richtigkeit der His’schen Lehre vom Aus-
wachsen der Achseneylinder eines Nervs von einer zentralen Stelle
aus auf Grund von Beobachtungen an Unkenlarven, bei denen nach
Verpflanzung einer vorderen Extremität neben die hintere eine Ver-
bindung der Nerven der verpflanzten Extremität mit denen des Haupt-
tieres durch einen außerordentlich dünnen Plexus zustande kam,
wobei die Nerven der verpflanzten Extremität in vollstem Maße ihre
Funktionen ausüben.
Bretscher, K. Die Neotenie bei den Amphibien. Naturw. Wochen-
schrift Jena, 19, pp. 513—517.
Verf. stellt die bisher bekannt gewordenen Fälle von Neotenie
d.h. ‚von Stehenbleiben von Tieren auf einem frühen Entwicklungs-
stadium, auf dem sie geschlechtsreif werden“, zusammen und zwar
von Axolotl, Triton alpestris, eristatus u. taeniatus, Salamandra atra
u. maculosa, Rana, Alytes und Pelobates fuscus.
Brimiley, €. S. The Box Tortoises of Southeastern North America.
J. E. Mitchell Soc. XX, No. 1,8 pp. Fu. 8.
TBroili, F. (1). Permische Stegocephalen und Reptilien aus Texas.
Palaeontogr. LI, pp. 1—121, figg., pls. I-XIH. Fu. 8.
Ausführlich beschrieben werden Reste von 7 verschiedenen Stego-
cephalen, darunter 4 neue Arten und 2 neue Gattungen, und Reste
von 10 Reptilien, darunter 2 neue Arten aus 2 neuen Gattungen. An-
geschlossen sind je eine Übersicht über sämtliche aus dem Perm von
Texas bekannt gewordenen Amphibien und Reptilien.
+— (2). Pelycosaurierreste von Texas. Zeitschr. Deutsch. geol.
Ges. LVI, Aufs. pp. 268—272, fig., pls. XVII.
Verf. beschreibt Schädelreste einer der Gattung Dimetrodon sehr
nahe stehenden Form.
— (3). Stammreptilien. Anat. Anz. XXV pp. 577—587, figg.
Verf. nimmt als ‚„Stammreptilien““ die Cotylosaurier und Patero-
sauridae (mit der einzigen Gattung Lysorophus) an, von denen erstere
Übergangsformen zwischen Stegocephalen und Reptilien, letztere
wahrscheinlich solche zwischen Fischen und Reptilien darstellen.
— (4). Zur Fortpflanzung des japanischen Riesensalamanders.
Natur u. Haus Jahrg. 12, p. 149. 8.
+Broom, R. (1). On the Structure of the Theriodont Mandible,
and on its Mode of Artieulation with the Skull. P. Z. S. 1904. I, pp. 490
—498, fig., pl. XXXV.
Ein Vergleich zwischen der Gelenkverbindung des Unterkiefers
mit dem Schädel bei Theriodonten und Säugetieren; das Quadratum
der Reptilien soll dem Meniscus im Kiefergelenk der Säuger ent-
sprechen.
10 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
— (2). On the classification of the Theriodonts and their
allies. Rep. S. Afric. Ass., I. pp. 286—294. 8.
*7— (3). On two new Therocephalian Reptiles (Glanosuchus
macrops and Pristerognathus baint). Tr. S. African Soc. XV, pp. 85
—88, pl.VI 8
*7— (4). The origin of the Mammalian Carpus and Tarsus. Tr.
S. African Soc. XV, pp. 89—96, pl. VII.
*7— (5). Observations on the structure of Mesosaurus. Tr. 8.
African Soc. XV, pp. 103—112, pl. IX. 8.
T— (6). On two new Endothiodont genera (Prodicynodon and
Opisthoctenodon). Rec. Albany Mus. I, pp. 69—73, pl. IV. 8.
T— (9%). On a new species of Oudenodon (O. trigoniceps). Rec.
uam Mus. I, pp. 73—75. 8.
— (8). On some points in the anatomy of the Anomodont skull.
Rec. Albany Mus. I, pp. 75—82. 8.
— (9). On the Theriodonts in the Albany Museum. Rec. Albany
Mus. I, pp. 82—87.
Beschreibung von neuen Schädeln bezw. Schädelbruchstücken
des Albany Museums.
T— (10). Note on the manus of Procolophon. Rec. Albany Mus.
HS. 8
Enthält Berichtigungen zu p. 19 der Arbeit des Verfassers: „On
the remains of Procolophon in the Albany Museum “in Rec. Albany
Museum. Part 1, Vol.1.
T— (Il). Notes on two Reptilian tarsi in the Albany Museum.
Rec. Albany Mus. I, pp. 177 u. 178. 8.
T— (12). On a new South African Labyrinthodont (C'ycloto-
saurus Albertyni. Rec. Albany Mus. I, pp. 178—180. 8.
T— (13). On a new species of Oudenodon (0. megalorhinus). Rec.
Albany Mus. I, pp. 180 u. 181. 8.
T— (14). Notice of a new fossil Reptile (Scapanodon duplessisi)
from the Lower Karroo beds of Prince Albert, Cape Colony. Rec.
Albany Mus. I, pp. 182 u. 183. Fu. 8.
— (15). Notice of a new Endothiodont genus (Chelyoposaurus).
Rec. Albany Mus. I, p. 184. 8.
*— (16). On the occurrence of an Opisthocoelian Dinosaur (Algoa-
saurus Bauri) in the Cretaceous beds of South Africa. Geol. Mag.
(V) I, pp. 445—447 fig. Fu. 8.
T— (1%). On a new Crocodilian genus (Notochampsa) from the
Upper Stormberg beds of South Africa. Geol. Mag. (V) I, pp. 582
—584, fig. Fu. 8.
Brown, A. E. (1). Note on Crotalus scutulatus Kenn. P. Ar. Phila-
delph. LV, pp. 625. 8.
— (2). Post-glacial Nearctic centres of dispersal for Reptiles.
P. Ac. Philad. LVI, pp. 464—474. F.
Verf. behandelt die Ausbreitung der amerikanischen Reptilien
seit der Eiszeit.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 11
Brown, B. Stomachstones and food of Plesiosaurs. Science (2)
XX, pp. 184 u. 185. 8.
Mittelst verschluckter Steine, die häufig noch in der Magengegend
von Plesiosaurusresten gefunden werden, an Stelle der fehlenden
Mahlzähne sollen nach den neuesten Forschungen des Verf. diese Tiere
ihre hauptsächlich aus hartschaligen wirbellosen Tieren bestehende
Nahrung zerrieben haben.
*Browne, F. B. Emys orbicularis, the European Pond Tortoise.
Tr. Norfolk Soc. VII, pp. 754 u. 755. 8.
Behandelt nach Zool. Record die versuchte Wiedereinführung
dieser Art in Norfolk.
Brüning, €. Zur Fortpflanzung der Salamander. Natur u. Haus
Jahrg. 12, pp. 216—218, figg. 8.
Bemerkungen zur Fortpflanzung verschiedener Urodelen.
Buffa, P. Ricerche sulla muscolatura cutanea dei Serpenti e con-
sıiderazioni sulla Jocomozione di questi anımalı. Attı Accad. Sc. Padova
Cl. Se. N. (3) Ann. 1 pp. 145—228, figg., 4 Taf.
Beschreibung der Hautmuskeln von 23 Schlangenarten, nach
deren Verschiedenheiten infolge verschiedener Größe und Anordnung
der Schuppen die untersuchten Arten in durch folgende Gattungen
charakterisierte Typen eingeteilt werden: Typhlops, Hydrus, Pero-
podon, Ilysia, Coluber.
Bussy, L. P. de. Eerste ontwikkelingsstadien van Megalobatrachus
masxımus Schlegel. Tijdschr. Nederland. Dierk. Ver. (2) VIII, pp. 267
— 378, figg., pls. XI-XX. 8.
Beschreibt Eiablage und Eifurchung beim Riesensalamander.
*Butler, A. L. A List of the Batrachians known to ınhabit the
Malay Peninsula, with some remarks on their habits, distribution ete.
J. Bombay Soc. XV, pp. 387—402. Fu. 8.
Byrnes, Esther F. (1). On the skeleton of regenerated anterior
limbs in the Frog. Biol. Bull. VII, pp. 166—169, figg.
Die Skelettelemente in regenerierten Vorderextremitäten des
Frosches zeigen eine Tendenz zur Ausbildung von nicht allen Fingern,
von weniger Gliedern in einzelnen Fingern und zu einer geringeren
Verknöcherung in der Carpalregion.
— (2). Regeneration of the anterior limbs in the tadpoles of
Frogs. . Arch. Entwickmech. XVIII, pp. 171—177, figg., pl. X.
Verf. konnte Regenerationsfähigkeit für abgeschnittene Vorder-
gliedmaßen bei Froschlarven feststellen, und zwar war die Regeneration
um so vollkommener, je weniger weit die abgeschnittene Extremität
schon ausgebildet gewesen war, und umgekehrt; dagegen varıierte die
Regenerationsfähigkeit ohne Rücksicht auf den Entwicklungsgrad
der Larven und auf äußere Bedingungen.
*Camerano, L. (1). Ricerche intorno alla variazione del Bufo
viridis Saur., del Bufo mauritanicus Schlegel, e del Bufo reqularis
Reuss. Mem. Ace. Torino (2) LIV PP- 183280. S.
— (2). Ricerche intorno alla variazione del Phyllodactylus europaeus
Gene. Boll. Mus. Torino XIX, No. 471, 28 pp.
12 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Behandelt die Variabilität von Phyllodactylus europaeus auf
Grund von Untersuchungen an Material von Sardinien und von der
Insel Tinetto.
Cameron, J. (1). On the presence and significance of the superior
commissure throughout the Vertebrata. J. Anat. Physiol. norm.
path. (2) XVIII, pp. 275—292, pls. XXV u. XXVI.
Verf. untersuchte die Entwicklung der Commissura superior
von Amphibien bei Fröschen, Kröten und Molchen, von Reptilien bei
Eidechsen und bespricht auch die von anderen Forschern an anderen
Reptilien gewonnenen Resultate.
— (2). On the origin of the epiphysis in Amphibia as a bilateral
structure. Rep. Br. Ass. 1903, pp. 689 u. 690.
Verf. betont den bilateralen Bau der Epiphysis der Amphibien.
*Cargiulo, A. Contributo all’istologia del tessuto di sostegno
nelle glandole. Riv. Ital. XXIV, pp. 5—12.
Verf. vergleicht die Amphibienniere mit der der Fische (N. Zool.
Record).
Carlson, A. J. Beiträge zur Physiologie des Nervensystems der
Schlangen. Arch. ges. Phys. Bd. 101, pp. 23—51, figg., Taf. 2.
Verf. kommt nach Untersuchungen von Püuophis catenıfer,
Thamnophis yparietalis u. elegans, Bascanion constrictor vestustum,
Diadophis amabilis und Lampropeltis boylii zu folgenden Resultaten:
1. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des zentrifugalen Erregungs-
vorganges im Rückenmark beträgt im Mittel 16m pro Sekunde.
2. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Erregung im Hypoglossus
beträgt 10,5 m pro Sekunde. 3. Das Gehirn kann noch mindestens
2!/, Stunden nach Abtrennung vom Rückenmark einige, wahrscheinlich
bewußte, Funktionen ausüben.
Carpi, U. Über die feinere Innervation des sog. praeocularen
Meniskus der Ophidien. Anat. Anz. XXV. pp. 225—230 fıgg.
Verf. fand als Endigungen der feinsten Nervenfäserechen 2—5 w
große eiförmige Körperchen, die traubenartig an sich vereinigenden
Fäserchen sitzen und sich intensiv nach der Golgi’schen Methode,
leicht mit Methylenblau, färben. Die Nervenendigungen gleichen sehr
den von Retzius in der Kopfhaut von Lacerta agilis gefundenen.
Untersucht wurden Tropid. natrix, Tr. tessellatus und Zamenis viridı-
flavus.
*tCase, E. €. (f). The Vertebrates from the Permian Bone Bed
of Vermilion County Illinois. Contr. Walker Mus. I. 1901, pp. 1—29,
pls. I-V. F.
*t— (2). The osteology of the skull of the Pelycosaurian genus
Dimetrodon. J. Geol. XII, pp. 304-311, figg. 8.
*— (3). On the structure of the fore foot of Dimetrodon. J.
Geol. XII, pp. 312—315, figg. 8.
T— (4). Systematic Palaeontology. Miocene Reptilia. Maryland
Geol. Surv. 1904, pp. 62—70, pls. XXVI—-XXVlU. Fu. 8
Enthält Beschreibungen von 2 Trionyx-, 3 Chelone- und 4 Theca-
campsaarten, keine neue Art darunter.
III. Reptilia und Ampbibia für 1904. 13
t— (5). Aremarkably preserved specimen of a Pelycosaur collected
during the last summer in Texas. Science (2) XIX, p. 253. 8.
Casella, D. Le cours de l’inanition absolue chez le @ongylus ocellatus
place dans un milieu satur& d’humidite. Arch. ital. Biol. XLII pp. 273
—288.
Verf. berichtet über Versuche mit G@ongylus-Exemplaren, die bei
völligem Nahrungsmangel in vollkommen mit Feuchtigkeit gesättigter
Luft gehalten wurden, ohne daß sich ein sichtbarer Einfluß der ver-
änderten atmosphaerischen Verhältnisse im Vergleich mit den beı
normalen Verhältnissen erhaltenen Resultaten bemerkbar machte.
wobei aber das Geschlecht der untersuchten Tiere sehr zu berück-
sichtigen ist. Die Lebensdauer zeigt keine individuellen Schwankungen.
Der Prozentsatz des totalen und der des stündlichen Gewichtsverlustes
entsprechen stets einander, letzterer nimmt in den ersten drei
Fünfteln der Lebensdauer allmählich ab, aber in den beiden letzten
Fünfteln wieder zu.
Ceccherelli, &. Sulle ‚„‚terminazioni nervose e paniere‘ del Giaco-
mini, nei muscoli dorsali degli Anfıbı anuri adulti. Anat. Anzeiger
XXIV, pp. 428—435, figg.
Verf. weist die zuerst von Giacomini bei niederen Wirbeltieren
aufgefundenen „‚korbartigen Nervenendisungen“ an den Dorsal-
muskeln von Bombinator igneus, Rana esculenta und Bufo viridıs
nach. Neuromuscularspindeln und Ciaccio’s Endplatten fehlen, wo
„korbartige Nervenendigungen“ auftreten.
*Cepede, €. Les serpents des Alpes. Grenoble (Annuaire Soc.
Touristes Dauphine) 1903 8°, 39 pp., figg. F.
Cerruti, A. Contribuzioni per lo studio dell’organo dı Bidder nei
Bufonidi. II. Presenza di spermii nell’organo. Boll. Soc. Napoli XVII,
pp. 181—184, figg.
Verf. beschreibt das Vorkommen von Spermatozoen im Bidder’schen
Organ von Bufo vulgaris.
*Chiarini, P._ Cambiamenti morfologiei che si verificano nella
retina dei Vertebrati per azıone della luce e dell’oseuritä. Parte 1.
La retina dei Pesci e degli Anfıbi. Bull. Accad. Med. Roma Ann. 30
pp. 75—110, 1 pl.
Untersuchungen der Veränderungen in der Retina von Rana
durch Licht und Dunkelheit, die sich in Verminderung bezw. Ver-
mehrung des Pigments, Wanderungen desselben und Verkürzung
bezw. Verlängernug der Stäbcheninnenglieder äussern. (Nach Jahresber.
Zool. Stat. Neapel).
Christiani, M. De la greffe thyreoidienne chez les poissons et les
amphibiens. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 227—229.
Berichtet über Verpflanzung der Thyreoidea in den dorsalen
Lymphsack bei Rana, Bufo und Salamandıra.
*Glark, H. L. (1). Notes on the Reptiles and Batrachians of Eaton
county. Rep. Michigan Ac. IV, pp. 192—194. F.
*— (2). Notes on Michigan Snakes. Rep. Michigan Ac. V, pp. 172
—174. Fu.8.
14 nu Reptilia und Amphibia für 1904.
*— (3). A Michigan biological survey. Rep. Michig. Acad. VI,
. 194.
h Coe, W.R. u. Kunkel, B.W. The reproductive organs of the limbless
Lizard Anniella. Amer. Natural. XXXVIII, pp. 487—490, figg.
Beschreibung der Genitalorgane von Anniella. Von den Oviducten
ist nur der rechte functionsfähig ausgebildet, die Ovarien sind beiderseits
vollkommen entwickelt.
Cohn, L. Die Schenkeldrüsen des COnemidophorus lemmiscatus
Daud. Zool. Anzeig. XXVII, pp. 158—192, figg.
Form der Drüsen und Beziehungen zwischen Schenkelpore und
Schuppe weichen von den Befunden bei anderen Eidechsen ab. Neue
Drüsenzellen bilden sich nur am blinden Ende der Drüsenschläuche.
Couvreur, E. Etude de la respiration des Cheloniens marins.
Ann. Soc. Linn. Lyon I, pp. 63—66, figg.
Kurze Schilderung der Atmungsbewegungen einer marinen
Schildkröte an der Hand von graphischen Kurven.
Crevatin, F. Über die Nervenverbreitung im Augenlidapparate
der Ophidien. Anat. Anz. XXIV, pp. 539—542, figge.
Cr. beschreibt kurz das feine Nervengeflecht mit vielen anastomo-
sierenden Zweigen in der präokularen Schuppe von Tropidonotus
natrix, Tropid. tessellatus und Vipera ammodytes.
€Csiki, EB. Über einige Gattungsnamen. Zool. Anzeiger XXVII,
pp. 266—267. 8.
TCushmann, 3. A. An new foot-print from the Connecticut Valley.
Amer. Geol. XXXIIL, pp. 154—156, pl. VI. 8.
Davis, W. T. Hyla andersoni and Rana virgatipes at Lakenurst,
New Jersey. Amer. Natural. XXXVIII, p. 873. Fu. 8.
*Bepoli, &. Studi sul genere Rane L. Saggio di applicazione
del metodo quantitativo. Riv. ital. Sci. Nat. XXIV, pp. 38—44,
68—74, 151—155.
*De Stefano. G. I Sauri del Querey appartenenti alla collezione
Rossignol. Atti Mus. Milano XLII, pp. 382—417, pls. IX u. X.
Fu. 8.
*Pitmars, R. L. (1). Observations on Lacertilians.. Rep. New
York zool. Soc. 1903, pp. 146—160, figg. 8.
*— (2). The big Serpents. Bull. New York Zool. Soc. 1904,
pp- 157—163, figg.
Bemerkungen über Riesenschlangen in Gefangenschaft (n. Zool.
Record).
TDollo, L. (1). Les Mosasauriens de la Belgique. Mem. Soc. Belge
Geol. XVII, pp. 207”—216, pl. VI. F.
Übersicht über die aus Belgien bekannt gewordenen Mosasaurier-
reste; unter den aufgeführten neun Arten werden zwei neue beschrieben.
T— (2). L’Origine des Mosasauriens. Mem. Soc. Belge Geol.
XVII, pp. 217—222.
Behandelt die Frage nach der systematischen Stellung der Lacer-
tilier, Dolichosaurier und Mosasaurier zueinander.
II. Reptilia und Amphibia für 1904. 15
*Donaldson, H. H. On a law determining the number of medullated
nerve fibers innervating the thigh, shank and foot of the Frog. — Rana
virescens. Journ. Comp. Neur. Granville, Vol. 13 1903, pp. 223—257,
figg.
ai Betrifft die numerische Gesetzmäßigkeit in der Verteilung mark-
haltiger Nervenfasern in der hinteren Extremität von Rana in Be-
ziehung zum Muskelgewicht und zur Hautoberfläche. (N. Zool. Jahrber.
Neapel).
*Douglas-Ogilby, 3. Australian Crocodiles. P. Soc. Queens-
land XVII, pp. 201—213. Fu. 8.
Doyon u. Chenu. Localisation de l’iode chez la Tortue d’Afrique.
C. R. Soc. Biol. LVII, pp. 94 u. 95.
Verf. untersuchte den Jodgehalt in Thyreoidea, Parathyreoidea,
Carapax und Plastron und Eiern.
Drüner, L. Studien zur Anatomie der Zungenbein-, Kiemen-
bogen- und Kehlkopfmuskulatur der Urodelen. 11. Teil. Zool. Jahrb.,
Anatomie XIX, pp. 361—690, figg., pls. XIV—XXV.
Untersuchte Salamandra, Triton, Amblystoma, Menopoma, Cr ypto-
branchus, Amphiuma, Ranodon, Ellipsoglossa, Siren, Proteus und
Menobranchus.
Dubreuil, & Modifications structurales et disparition des fibres
elastigues au cours de Yinflammation experimentale du me&sent£ere
de la Grenouille. Bibl. Anat. Paris Tome 13, pp. 133—148, figg.
Verf. beschreibt den Bau der elastischen Fasern im Mesenterium
des Frosches und die einzelnen Stadien ihres Zerfalles infolge von
künstlich durch Einwirkung der Luft hervorgerufener Entzündung,
wobei die elastischen Fasern schließlich vollständig verschwinden,
Dubuissen, H. Sur la resorption du vitellus dans le developpement
des Viperes. Ü. R. Soc. Biol. LVII, pp. 286—288, 437 u. 438.
Beschreibt die histologischen Veränderungen des Dotters bei
seiner Resorption im Vipernei.
Ducloux, M. L. Sur une hemogregarine d ’Emys leprosa. C. R.
Soc. Biol. LVI, pp. 564 u. 565.
Haemogregarina bagensis im Blut von Emys leprosa.
TEastman, €. R. A recent palaeontological induction. Science (2)
XX, pp. 465 u. 466.
Verf. weist die von Brown (s. diesen) geäußerte Ansicht über die
Bedeutung der Magensteine bei Plesiosaurus als zu wenig sichergestellt
zurück.
TEaton, G. F. Characters of Pteranodon (second paper). Amer.
J. Sci. (4), pp. 318—320, pls. XIX u. XX. 8.
Elliot, R. H. A contribution to the study of the action of Indian
Cobra poison. Abstraet. P. R. Soc. London LXXIII, pp. 183—190.
Bericht von Prof. Thom. R. Fraser über die von Elliot mit Cobra-
gift an Herzen von Fröschen und Säugern angestellten Versuche, um
die Art der direkten Einwirkung dieses Giftes auf das Herz festzustellen,
die je nach der Art des Experimentes durch das Blutgefäß- oder Nerven-
system erfolgt.
16 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Elliot, R. H., Sillar, W. €. u. Carmichael, @. S. On the action of the
venom of Bungarus coeruleus (the common Krait). Phil. Trans. B.
CXCVL, pp. 327—345.
*Elpatiebski, V. P. Amphibia and Reptilia of the shores and Islands
of the Sea of Aral. Scientific results of the Aral Expedition. Imp.
Russ. Geogr. Soc. Tashkent 1903 (Russischer Text) 30 pp., 2 pls. F.
Emerson, B. K. u. Loomis, F. B. On Stegomus longipes, a new
Reptile from the Triassice Sandstones of the Connecticut Valley. Amer.
J. Sc. (4) XVII, pp. 377—380, pl. XXIIL. 8.
Einriques, Paolo. Über pigmentierte Wanderzellen des Frosches.
Anat. Anz. XXIV, pp. 542—544.
Verf. begründet nochmals seine Ansicht, gegenüber Angriffen
Oppels, daß die (im Arch. Ital. Anat. Embr. Vol. 1, pp. 347—361)
von ihm beschriebenen pigmentierten Wanderzellen aus dem Duo-
denum von Rana esculenta mit der Fortschaffung von Pigmentkörnern
aus zerstörten Blutkörperchen, wahrscheinlich aus solchen der Milz,
beschäftigte Leucocyten seien.
Esterly, €. ©. The structure and regeneration of the poison
glands of Plethodon. Univ. Calıf. publ. Zool. I, pp. 227—268, pls. XX
— XXI.
Verf. behandelt Bau, Funktion und Neubildung der Giftdrüsen
am Schwanz von Plethodon oregonensis.
TEtheridge, R. jun. A second Sauropterygian converted into
opal from the upper Cretaceous of White Cliffs, New South Wales,
with indieations of Ichthyopterygians in the same locality. Ree.
Austral. Mus. V, pp. 306—316, pls. XLII—XLV. 8.
Evans, @ H. Notes on Burinese Reptiles.. J. Bombay Soc. XVI,
pp. 169—171. Fu. 8.
Eyeleshymer, A. €. (4). Bilateral symmetry in the egg of Necturus.
Anat. Anz. XXV, pp. 231—240, figg.
Verf. sucht Beziehungen festzustellen zwischen den Furchungs-
stadien des Eies und der Medianebene des sich daraus entwickelnden
Embryos. Der sehr wechselnde Verlauf der Furchungsebenen und ihre
Beeinflussung durch die Verschiebung der einzelnen Teilstücke bei
fortschreitender Zellteilung schließen eine solche Beziehung aus.
Genau angeben läßt sich die Lage der Medianebene des zukünftigen
Tieres erst, wenn zu dem zuerst auftretenden Gebiet lebhafterer Zell-
teilung, das das Kopfende des Embryos bezeichnet, noch ein zweites
solches Gebiet hinzutritt, dessen Lage der des Schwanzendes des
Embryos entspricht. Die Verbindungslinie der beiden Gebiete fällt
mit der Medianebene des Tieres zusammen.
— (2). The cytoplasmie and nuclear Changes in the striated
muscle cell of Necturus. Amer. Journ. Anat. III, 1904 pp. 285—310,
pls. I—IV.
Verf. stellt in einer ausführlichen Darstellung der Histogenese der
quergestreiften Muskulatur von Necturus die Beteiligung von Kern und
Plasma an der Differenzierung der Fibrillen fest.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 17
*Fenton, L. L. The Russell’s Viper. J. Bombay Soc. XVI, pp. 173
u. 174. 8.
*Ferguson, H. S. A list of Travancore Batrachians. J. Bombay
Soe. XV, pp. 499—509, 3 pls. Fu. 8.
Filatow, D. P._ Zur Entwickelungsgeschichte des Exeretions-
systemes der Amphibien. Anat. Anz. XXV, pp. 33—47, figg.
Der im ausgebildeten Zustande einen kompliziert gebauten blinden
Sack, aber kein Gefäßknäuel, darstellende Glomus des Pronephros
entsteht aus einer gemeinsamen Anlage mit der Aortenwurzel, und
zwar durch Ausstülpung ihres äußeren Teiles in den Körperhohlraum.
Die schon gleichzeitig mit dem Pronephros funktionierenden Meso-
nephrostrichter (durch Wanderung von Karminkörnchen nach-
gewiesen) entstehen aus einer die Somiten mit der Seitenplatte verbin-
denden Zellgruppe, die sich bei Anuren vor ihrer Wanderung zum
Vornierengang vom Peritonaeum loslöst, bei Urodelen erst nachher.
Zuletzt tritt der Trichter in Kommunikation mit der Caudalvene und
der Peritonealhöhle.
TFournier, G. De£couverte d’un ossement de tortue dans une
grotte de la region de la Meuse. Bull. Soc. geol. Belgique XXXIJ, p. 77. 8.
Betrifft einen Fund von Emys orbicularis.
Franee, H.R. (1). Nestbauende Frösche. Natur u. Haus Jahrg. 12,
pp. 116—118, fig.
Bemerkungen über den Nestbau von Hyla faber und Rhacophorus
Schlegelr.
— (2). Eine zweibeinige, neue Ringelechse. Natur u. Haus
Jahrg. 12, p. 200, fig.
Bemerkungen über Memichirotes tridactylus.
Fraser, Sir T. R. u. Elliot, R. H. Contribution to the study of the
action of sea snake venoms. Part I. Venoms of Enhydrina valakadien
and Enhydris curtus. Phil. Trans. B. CXCVII, pp. 249—279. 8.
{Fritsch, A. Über einen neben O'yelophthalmus gefundenen Stego-
cephalenrest, Cordylordes carbonarius Fr. Paläozoische Arachniden
(Prague 1904 4to), pp. 79 u. 80, figg. 8.
Funaoka, E. Über die Zuckungsform verschiedener Frosch-
muskeln. Verhandl. Ges. Würzburg (2) XXXVII, pp. 1—11, figg.,
pl. 1.
F. vergleicht die Zuckungskurven der Mm. gastrocnemius, gracilis,
semimembranosus, peroneus, semitendinosus, sartorius und biceps
untereinander.
Fürbringer, M.. Zur Frage der Abstammung der Säugetiere.
Festschr. Haeckel, pp. 573—604.
Die Arbeit gibt eine kritische Übersicht über alle Anschauungen
und Hypothesen, wie sie von zahlreichen Autoren teils zu Gunsten
einer Abstammung der Säugetiere von den Amphibien näher stehenden
Vorfahren, teils für eine Ableitung von reptilienartigen Ahnen aus-
gesprochen worden sind, wobei auf Grund der palaeontologischen, onto-
genetischen und vergleichend-anatomischen Forschungsergebnisse
betreffend Rumpfskelett, Hinterhaupteondylen, Temporalregion,
Arch.f Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.11. H.1. (III) 2
18 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Quadratum, Mandibula und Kiefergelenk eine Entscheidung der Frage
für jeden der genannten Vergleichspunkte versucht wird.
Fürst, €. M. Der Musculus popliteus und seine Sehne. Acta Univ.
Lund. XXXIX, 1903, II, No. 1, 134 pp., figg., 9 pls.
Von Amphibien und Reptilien wurden untersucht Salamandra
maculosa, Testudo pardalis, Emys lutaria, Plestiodon Aldrovandi,
Chamaeleo vulgaris, Varanus Gouldii, Uromastix spinipes und Alligator
MASSISSIPIENSIS.
*Gadow, H. Reptilia and Amphibia of Cambridgeshire. In J. E.
Man. u. A. E. Shiply, Handbook to the Natural History of Cambridge-
shire, Cambridge 1904, pp. 100—107. F.
Gaupp, E. (f). Bemerkung über die Innervation des M. rectus
medialis oculi bei den Anuren. Anat. Anz. XXIV, pp. 296 u. 297.
Verf. stellt gegenüber einem Irrtum bei Cornings (Morphol. Jahrb.
Bd. 29, H. 1, 1900 (1902) richtig, daß der Ast des N. oculomotorius
für den M. rectus medialis ventral vom M. rectus inferior verläuft.
— (2). A. Ecker’s u. R. Wiedersheim’s Anatomie des Frosches.
2. Aufl., 3. Abt., 1. Hälfte, Lehre von den Eingeweiden, 2. Hälfte, Lehre
vom Integument und den Sinnesorganen. Braunschweig, 961 pp.,
240 figg.
*George, €. P. A Cobra feeding on eggs. J. Bombay Soc. XVI,
p. 174. 8.
Geyer, H. (1). Auf der Suche nach Triton blasır. Natur u. Haus.
Jahrg. 12, pp. 124 u. 125. 8.
Berichtet über Auffindung von Triton blasit in freier Natur in der
Prairie de Chinon in Westfrankreich.
— (2). Triton montandoni. Natur u. Haus Jahrg. 12, pp. 353
—35. 8.
*Ghidini, A. Revisione delle specie di Batraci sinora incontrata
nel Cantone Ticino. Boll. Soc. ticinense I, pp. 32—40. Fu. 8.
Giannelli, L. (1). Contributo allo studio dell’ occhio parietale
nei Rettili (‚Seps chalcides). Monit. Zool. ital. XV, pp. 187—197.
Untersuchte die Entwicklung des Parietalauges von Seps chalcides.
— (2). Contributo allo studio comparativo delle formazione del
tetto del cervello intermedio in base a ricerche praticate sul loro
sviluppo in embrioni di Rettili (Seps chaleides) e di Mammiferi (Sus
scrofa domesticus e Lepus cuniculus). Nota preventiva. Monit. Zool.
ital. XV, pp. 325—332.
Untersuchte die am Dach des Zwischenhirnes zur Ausbildung
kommenden Gebilde an der Hand von Längs- und Querschnittserien
bei Seps chalceides unter Vergleichung der Befunde mit denen bei Sus
und Lepus.
*— (3). Di un nuovo fascio commissurale trovato nel diencephalon
di embrioni dı Seps chalcides. Atti Accad. Ferrara Anno 78 pp. 83
—95, figg.
— (4). Sullo sviluppo della cavitä epato-enterica negli Anfıbi.
Arch. ital. Anat. Embr. Firenze, Vol. 3, pp. 165—198, figg., Taf. VI
—V’m.
1II. Reptilia und Amphibia für 1904. 19
Beschreibt die Entwicklung der Cavitas hepato-enterica bei Triton
u. Rana.
Goggio, E. Studi sperimentali sopra larve di Anfibi anuri. Atti
Soc. Toscana XX, pp. 186—223, pls. VII u. VII.
Verf. macht vorläufige Mitteilungen über seine Beobachtungen
über Weiterentwicklung von in 2 Stücke geschnittenen Larven von
Bufo vulgaris.
*Gordon, W. J. Our country’s Animals and how to know them.
Guide to Mammals, Reptiles, Amphibians of Great Britain. London,
1904, 8°, 160 pp., 33 pls. F.
Greil, — Über die sechsten Schlundtaschen der Amphibien und
deren Beziehungen zu den suprapericardialen (postbranchialen) Körpern
Verh. Anat. Ges. 1904 pp. 136 u. 137, figg.
Verf. schlägt für die bisher als „postbranchialer Körper“ be-
zeichneten, in enger Beziehung zu einer sechsten, nicht nach außen
durchbreehenden, Schlundtasche stehenden Gebilde die Bezeichnung
„ultimobranchialer Körper“ vor. Sie sind nur den postbranchialen
Körpern der Reptilien direkt, denen der übrigen Vertebraten nur serial
homolog.
Grynfeltt, E. Notes histologiques sur la capsule surrenale des
Amphibiens. J. Anat. u. Physiol. XL, pp. 180—220, pl. V.
Untersuchte den histologischen Bau der Nebenniere bei Rana,
Bufo, Hyla und Triton. — ‚Sommerzellen“ fand Verf. bei Rana
das ganze Jahr hindurch.
Guieysse, A. Quelques considerations sur la regression de la
queue chez les t&tards de Bufo vulgaris. Bull. Soc. Philom. (9) VI,
pp. 189—191.
Verf. beobachtete vollständige Rückbildung des Schwanzes bei
Kaulquappen von Bufo vulgaris mit allen seinen Organen im Anschluß
an, zuerst allein auftretende, Rückbildung der Muskelfasern des
Schwanzes.
Gurwitschh A. Zerstörbarkeit und Restitutionsfähigkeit des
Protoplasmas des Amphibieneies.. Verh. Anat. Ges. 1904, pp. 146
—152, figg.
Verf. schließt aus der unmittelbar nach starkem Zentrifugieren
von Amphibieneiern beobachteten schichtenweisen Anordnung von
Enchylemma, diehtem, amorphem Plasma und Dotterplättchen auf
flüssige Beschaffenheit des Eiplasmas, zumal sich keine Spuren eines
zerstörten, netzigen Fadenwerkes zeigen. Erst nachträglich nimmt
das Protoplasma wieder eine feinwabige Struktur an, die Verf. nicht
für eine Grundlage der vitalen Eigenschaften der Zelle, sondern für
das Erzeugnis einer unbekannten ultramikroskopischen Beschaffenheit
der Zelle ansieht.
TG@winnell, W. F. On a small Plesiosaurus-skeleton from the
White Lias of Westbury-on-Severn. Quart. J. Geol. Soc. LX, p. 359.
und Geol. Magas. (V) 1, p.428. Fu. 8.
Hall, R. W. The development of the mesonephros and the Müllerian
ducts in Amphibia. Bull. Mus. Harvard XLV, pp. 31—125, figg., 8 pls.
9%
[
20 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Untersucht wurden Amblystoma, Rana sylvatica und H yla versicolor.
Hamecher, H. jr. Über die Lage des kopfbildenden Teils und der
Wachstumszone für Rumpf und Schwanz (Fr. Kopsch) zum
Blastoporusrande bei Rana fusca. Int. Monatsschr. Anat. XXI, pp. 85
—125, figg., pls. II u. III.
Verf. bestätigt nach Untersuchungen an einem an der Stelle der
späteren Blastoporuslippe operierten Embryo und an einer nach
O. Schultze’s Methode durch Kompression erzeugten Doppelbildung
die von Fr. Kopsch vertretene Ansicht von der bestimmten Lage
embryobildender Teile im Froschei in Bezug auf den Urmund.
Harrison, R. ©. (1). An experimental study of the relation of the
nervous system to the developing musculature in the embryo of the
Frog. Amer. J. Anat. III, pp. 197—220, figg.
‘Verf. konnte an Embryonen von Rana sylvatica, virescens und
palustris eine vom Nervensystem völlig unabhängige Entwicklung
der Muskulatur beobachten, dadurch daß er entweder durch Entfernung
eines großen Teiles des Rückenmarks oder durch mittelst Chloroform-
Aceton hervorgerufene Bewegungslosigkeit der Tiere jeglichen Einfluß
des Nervensystems ausschaltete.
— (2). Experimentelle Untersuchungen über die Entwicklung
der Sinnesorgane der Seitenlinie bei den Amphibien. Arch. mikr.
Anat. Bd. 63, pp. 35—149, figg., pl. III—V.
Verf. eibt eine Darstellung 1. der Entwicklung der Sinnesorgane
der Seitenlinie der Amphibien auf Grund von Untersuchungen ihrer
normalen Entstehung bei Rana sylvatica, palustris, virescens und bei
Amblystoma, und 2. von Transplantationsversuchen an Embryonen
von Rana palustris und sylvatıca, nach denen die Entwicklung der
Sinnesorgane der Seitenlinie eine Selbstdifferenzierung ihrer Anlage
ist, die auf der ihr durch ihre unmittelbare Umgebung als Weg des ge-
ringsten Widerstandes vorgezeichneten Bahn vom Kopf caudalwärts
vorwächst.
*Harvie-Brown, J. A. u. Maecpherson, H. A. A Vertebrate Fauna
of Scotland, Northwest Highlands and Skye. Edinburgh 1904 8 vo,
378 pp. F.
Hatcher, J. B. Influence of Man on the Distribution of Reptiles
and Mammals in Patagonia and Fuegia. Amer. Naturalist XXXVII,
p. 324. F.
Betrifft die Verbreitung von Eidechsen südlich des Rio Santa Cruz.
Hay, ©. P. (1). On two species of Turtles from the Judith River
Beds of Montana. Ann. Carnegie Mus. III, pp. 178—182, figg. Fu. 8.
*t— (2). On the existing genera of Trionychidae. P. Amer.
Phil. Soc. XLII, pp. 268— 274. 8.
T— (3). On some fossil Turtles belonging to the Marsh Collection
in Yale University Museum. Amer. J. Se. (4) XVIII, pp. 261—275,
figg., pls. XI—XVI 8.
T— (4). On the finding of skulls of Trionychidae in the ne
deposits of Wyoming. Seience (2) XIX, p. 254. Fu. 8.
II. Reptilia und Amphibia für 1904, zal
Henri, V. u. Stodel, @. Röle des hemispheres cerebraux dans la
disparition des troubles resultants de la destruction du labyrinthe chez
les Grenouilles. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 232 u. 233.
Bei Fröschen mit auf einer Seite zerstörtem Labyrinth, die wieder
eine normale Haltung angenommen hatten, ruft Abtragung der Groß-
hirnhemisphaeren wieder die zuerst vorhanden gewesenen Störungen
in der Gleichgewichtsstellung hervor.
Henshaw, S. Fauna of New England. Occ. Pap. Soc. nat. Hist.
Boston Bd. VII, 23 pp. Fu. ®.
38 Reptilien und 27 Amphibien werden aufgeführt, keine
neue Art. | F
Herrera, A. L. Correspondence. Amer. Natural. XXXVIII,p. 88.
Betrifft die Abhängigkeit der Metamorphose von Amblystoma
tigrinum von guter Ernährung.
Hertwig, ©. (f). Über eine Methode, Froscheier zu Beginn ihrer
Entwickelung im Raume so zu orientieren, daß sich die Richtung
ihrer Teilebenen und ihr Kopf nnd Schwanzende bestimmen läßt.
Festschr. Häckel, pp. 17—50, figg., pl. III.
Verf. setzte Eier verschiedener Ranaarten einer Pressung zwischen
unter einem Winkel von 45 ° aufgestellten Objektträgern aus und konnte
feststellen, daß die erste Teilungsebene parallel mit dem Längsrand
der Objektträger läuft; die zweite Teilungsebene verläuft senkrecht
zur ersten, aber nach dem oberen Rand der Eischeibe verschoben,
sodaß 4 ungleich große Blastomeren entstehen; der Urmund tritt ın
normalen Fällen an der der Grundplatte zugekehrten Eifläche am
höchsten Punkt des Dotterfeldes auf; vor seiner vorderen Lippe bildet
sich später die Hirnplatte des Embryos aus, dessen Rückengegend
die untere Fläche des Eies einnimmt bis zur Schwanzanlage in der
Gegend der hinteren Urmundlippe.
— (2). Weitere Versuche über den Einfluß der Centrifugalkraft
auf die Entwicklung tierischer Eier. Arch. mikrosp. Anat. Bd. 63,
pp- 643—657, figg., pl. 30.
Verf. konnte durch Centrifugierversuche eine vollständige Umkehr
des Furchungsmodus an Eiern von Rana esculenta erzielen, derart,
daß die großen Furchungszellen pigmentiert sind und am ursprünglich
anımalen Pol liegen, während die pigmentfreien kleinen Zellen sich in
der ursprünglich vegetativen Hälfte befinden.
— (3). Über Beziehungen des tierischen Eies zu dem aus ihm
sich entwickelnden Embryo. 8. B. Akad. Wiss. Berlin 1904, pp. 647
—652.
Verf. beschreibt mehrere von ihm angestellte Experimente mit
Froscheiern, deren Entwicklung unter anormalen Verhältnissen
weder mit dem His’schen ‚Prinzip der organbildenden Keimbezirke“
noch mit der Pflüger’schen Lehre von der Isotropie des Eies in Ein-
klang zu bringen ist (s. Hertwig 1 u. 2).
Hill, M. D. Respiration in Frogs. Nature LXIX, p. 489.
Verf. glaubt nach Beobachtungen an einem völlig untergetauchten
22 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Frosch auf eine Beteiligung der Mundhöhle an der Atmung unter
bestimmten Verhältnissen schließen zu dürfen.
Hilton, W. A. Segmentation of the ovum of Desmognathus fusca.
Amer. Natural. XXXVIII, pp. 498—500, figg.
Beschreibung der ersten ganz nach holoblastischem Furchungs-
typus verlaufenden Eifurchungen, die später durch eine Verwischung
der Zellgrenzen scheinbar einen meroblastischen Typus vortäuschen.
+Hörnes, —. Über Koprolithen und Enterolithen. Biol. Centralbl.
XXIV, pp. 566—576.
Verf. hält mit Neumayr die Koprolithen nicht für Fäces, sondern
für den fossilisierten Darmkanal selber und, unterscheidet hetero-
polare und amphipolare Koprolithen, für die er, als Gegensatz zu den
wirklichen fossilen Faeces = Koprolithen, die Bezeichnung Entero-
lithen vorschlägt.
Aus dem Vorkommen von Enterolithen bei Ichthyosauriern wird
unter anderem auf deren nahe Verwandtschaft mit Stegocephalen
geschlossen.
Howe, R. H. Spelerpes porphyriticus in New Hampshire. Pr.
biol. Soc. Washington, Vol. 17, p. 102. Fu. 8.
Hoyer, M. H. Über die Lymphherzen der Frösche. Bull. Ac.
Cracovie 1904, pp. 228—237, figg.
Verf. untersuchte die hinteren Lymphherzen von Rana esculenta,
deren 4 jederseits vorhanden sind; der Zutritt der Lymphe aus den
Lymphsäcken und ihr Abfluß aus den Herzen in die Vena ischiadica
(oder V. transversa) wird durch Klappen reguliert. Auch zwischen
den Lymphsäcken konnte Verfasser Klappen nachweisen.
THuene, F.von. Dystrophaeus viaemalae Cope in neuer Beleuchtung.
N. Jahrb. Min. Beil. XIX, pp. 319—333, pls. XIV’—XVI.
Verf. hält den nur in einzelnen Knochenresten erhalten gebliebenen
Dystrophaeus aus dem Jura von Pointed Canyon, S. O.-Utah, Nord-
amerika für eine zwischen den Theropoden und Sauropoden ver-
mittelnde Form.
Hutton, F. W. Index Faunae Novae Zealandiae. London 1904,
8vo, 372 pp. F.
Als einheimische Arten werden aufgeführt von Reptilien: Gehyra
oceanica, Naultinus grayi, elegans und rudis, Hoplodactylus maculatus,
pacificus und granulatus, Lygosoma grande, moco, dendyi, lineo-ocellatum,
smithii, aeneum und ornatum, und Sphenodon punctatus; von Am-
phibien nur Liopelma hochstetteri; vereinzelt gefunden wurden: Platurus
colubrinus, Hydrus platurus und Dermochelys coriacea. Von Australien
her eingewandert ist Ayla aurea.
Hyde, Ida H. Differences in electrical potential in developing
eggs. Amer. J. Physiol. XII, pp. 241—275.
Verf. konnte an reifenden Eiern von Chrysemys picta Schwankungen
des elektrischen Potentials in deutlicher Beziehung zu den Kernteilungs-
stadien feststellen.
Ihering, H. v. Chelonia of Rio Jurua. Rev, Mus. San Paulo 6,
pp. 453—454. F.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 23
5 Arten werden aufgeführt, keine neue.
Isenschmid, M. Über eine von Dr. Walther Volz in Sumatra
gemachte Sammlung von Batrachiern. Mt. Ges. Bern 1903, pp. 68
—95, pls. I-VI, Fu. 8.
Die Arbeit führt 13 Arten auf, darunter eine neue Bufoart;
außerdem werden Mitteilungen über Anatomie und Entwicklung von
Rhacophorus nigropalmatus gemacht.
*Ishikawa, €. Beiträge zur Kenntnis des Riesensalamanders
(Megalobatrachus maximus Schleg.). P. Tokyo Mus. I, pp. 19—37,
pls. VII—XI. 8.
TJaekel, ©. (1). Eine neue Darstellung von I/chthyosaurus. Zeitschr.
Deutsch. geol. Ges. LVI, Verh. pp. 26—34, fig.
Verf. bespricht eine von ihm ausgeführte Rekonstruktion von
Ichthyosaurus quadriscıssus aus dem oberen Lias von Württemberg.
— (2). Über die Bildung der ersten Halswirbel und die Wirbel-
bildung im allgemeinen. Zeitschr. Deutsch. geol. Ges. LVI, Protok.
pp. 109—119, figg.
Verf. führt verschiedene Modifikationen im Bau der Wirbel ver-
schiedener Vertebraten, besonders der Halswirbel, auf den temno-
spondylen Stegocephalentypus zurück.
7— (3). Über den Schädelbau der Dieynodonten. SB. Ges.
naturf. Fr. 1904, pp. 172—188, figg.
Verf. untersuchte einen Schädel von Udenodon pusillus n. sp.
aus der unteren Karoo-Formation des ehem. ÖOrange-Freistaates.
Wegen eines rudimentären Zahnes der linken Maxille hält er die
Zahnlosigkeit dieser, nach seiner Ansicht einen primitiven Seitensproß
des Säugetierstammes darstellenden, Form für die Folge der Rück-
bildung des Gebisses, nicht für ursprünglich.
TJakowlew, N. (I). Nachtrag zu meiner Abhandlung ‚Neue
Funde von Trias-Sauriern auf Spitzbergen“ und Bemerkungen zu
der von Prof. Koken verfaßten Rezension dieser Abhandlung. Verh.
Russ. Min. Ges. (2) XLI, pp. 165—169, fig. 8.
Verf. hält seine Angaben über einzelne Skelettteile seiner Gattung
Ekbainacanthus gegenüber der von Koken geübten Kritik aufrecht.
1— (2). Über Plesiosaurus-Reste aus der Wolga-Stufe an der
Lena in Sibirien. Verh. Russ. Min. Ges. (2) XLI, pp. 13—16, fig.,
pl.I. Fu 8.
TJanensch, —. Über eine fossile Schlange aus dem Eocän des
Monte Bolca. Zeitschr. Deutsch. geol. Ges. LVI, Protok. pp. 54—56.
u. Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1904, pp. 133—135.
Betr. Archaeophis proavus Massalongo.
Janson, —. Essbare Amphibien. Natur u. Haus Jahrg. 12,
pp- 137 u. 138.
Betr. Amblystoma mexicanum und Menobranchus lateralis.
Janssens, F. A. Das chromatische Element während der Ent-
wicklung des Ovocyts des Triton. Anat. Anz. XXIV, pp. 648—651.
J. berichtet vorläufig über das Verhalten des Chromatins bei der
24 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Entwicklung der Ovocyten von Triton unter Angabe technischer
Winke zur Vermeidung von Irrtümern.
Jenkinson, 3. W. (1). Observations on the maturation and fertili-
sation of the egg of the Axolotl. Quart. J. Mier. Sci. XLVIII, pp. 407
—482, pls. XXIX—XXXIL.
Ausführliche Beschreibung der Reifungs- und Befruchtungs-
vorgänge im Ei von Siredon.
— (2). The effect of solutions of salt and other substances of the
development of the Frog. Rep. Br. Ass. 1903, pp. 693 u. 694.
Beschreibt die auf die Entwicklung von Froscheiern hemmend ein-
wirkende Wirkung von Chlornatrium, Rohrzucker, Traubenzucker,
Harnstoff, Chlorkalıum und Chlorlithium.
*Jukes-Browne, A. S. The Cretaceous Rocks of Britain. III.
The Upper Chalk of England. Mem. geol. Surv. U. K. 1904.
Kammerer, P. (1). Beitrag zur Erkenntnis der Verwandtschafts-
‘verhältnisse von Salamandra atra und maculosa. Arch. Entwickelmech.
XVII, pp. 165—264.
Verf. vermutet auf Grund experimenteller und statistischer Unter-
suchungen, daß Salamandra maculata und 8. atra von einer gemein-
samen Stammform abstammen, oder daß die in höheren Regionen
lebende S. atra sich direkt unter dem Einfluß klimatischer Faktoren
aus S. maculosa entwickelt habe. — Besonderes Interesse verdienen
die Fortpflanzungsverhältnisse der beiden Arten. S. maculosa setzt
zahlreiche kiementragende Junge ins Wasser ab, während S. atra nur
zwei auf Kosten der übrigen, ursprünglich in gleicher Zahl wie bei
S. maculosa entwickelten, Keime ernährte Junge in vollkommen aus-
gebildetem Zustand zur Welt bringt, eine Folge des Wassermangels
in ihrem Verbreitungsgebiet. Verf. konnte nun bei seinen Versuchen
sowohl Exemplare von S. maculosa durch Wasserentziehung dazu
bringen, vollkommen entwickelte Junge abzusetzen, als auch gelang
es ihm, durch Operation aus dem Uterus der Mutter entnommene
Embryonen von $. atra in Wasser aufzuziehen, wobei Kiemen, Flossen-
saum, äußeres Integument und Farbe dem Wasserleben entsprechend
sich veränderten.
— (2). Eine Blindschleiche als Schlangenfresserin. Zool. Gart.
XLV, pp. 352 u. 353.
Verf. beobachtete, wie ein großes Männchen von Anguis fragilis
var. eryx eine junge Ringelnatter im Terrarium verzehrte.
(3). Verletzter Laubfrosch (Hyla arborea). Zool. Garten XLV,
pp. 353 u. 354.
Verf. beobachtete bei einem Laubfrosch, dem der linke Unter-
schenkel unterhalb des Knies abgequetscht war, eine mit einer Streckung
des verletzten Gliedes bis auf ?/, seiner natürlichen Länge verbundene
regenerative Wundheilung.
Kathariner, L. Zur Faunistik der Westschweiz. Zool. Anz. XXVII,
pp. 421—423. F.
Erwähnt das Vorkommen von 4 Eidechsen, 3 Schlangen und
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 25
13 Amphibien im Kanton Freiburg (Schweiz), mit 2 Ausnahmen in
nächster Umgebung der Stadt.
Keith, A. Respiration in Frogs.. Nature LXIX, pp. 511 u. 512.
Verf. weist die von Hill (s. d.) vermutete Beteiligung der Mund-
höhle an der Atmung zurück und schreibt den beobachteten Be-
wegungen des Pharynx indirekten, beschleunigenden Einfluß auf
die Zirkulation des Blutes in der Lunge zu.
Kerbert, €. Zur Fortpflanzung von Megalobatrachus maximus
Schlegel (Oryptobranchus japonicus v. d. Hoeven). Zool. Anz. XXVII,
pp- 305—320, figg.
Verf. beobachtete Eiablage und Brutpflege des Männchens und
beschreibt kurz die jüngsten Larvenstadien von 30 mm Länge.
*Kingsbury, B. F. Columella auris und nervus facıalis in the
Urodela. Journ. Comp. Neur. Granville Vol. 13, pp. 313—344, figg.
Verf. weist nach Untersuchungen an Necturus, Spelerpes, Des-
mognathus, Amphiuma auf die primaere Verbindung der Columella
mit dem Squamosum hin (eine etwaige Verbindung mit dem Qua-
dratum ist stets sekundär) und bespricht die Beziehungen des N.
facialis zum Stilus columellaris (n. Jahresber. zool. Station Neapel).
Kingsley, J. S. u. Thyng, F. W. The Hypophysis in Amblystoma.
Tufts Coll. Stud. Nr. 8, pp. 363—378, figg.
Verff. untersuchten die Entwicklung der Hypophyse bei Ambly-
stoma, für die sie eine Entstehung aus einer paarigen Anlage, ohne
irgend eine Beteiligung des Entoderms, nachweisen.
Klingelhöffer, W. Die Pflege der Süßwasserschildkröten. Bl. f.
Aquarienkunde, Jahrg. 15, pp. 324—328, 343—346, fig.
Klunzinger, €. B. Über die Samenträger der Tritonen und ihre
Beziehungen zum Kloakenwulst, nach C. Zeller’s hinterlassenen
Schriften. Verh. Deutsch. Zool. Ges. 1904, pp. 36—46, figg.
Verf. beschreibt die Kloakendrüsenhöhle, als deren Abguß der
bei den einzelnen Tritonarten mehr oder weniger verschiedene Samen-
träger sich darstellt, ferner die accessorischen Drüsen und die Vorgänge
beim Absetzen der Samenträger durch das Männchen und ihre Auf-
nahme durch das Weibchen.
Knoblauch, A. (fl). Die Art der Fortpflanzung des Alpen- und
des Feuersalamanders und das Anpassungsvermögen der beiden Sala-
manderarten an äußere Lebensbedingungen. Zool. Garten XLV,
pp. 329—336, 361—368.
Verf. bespricht die Arbeit Kammerers: „Beitrag zur Erkenntnis
der Verwandtschaftsverhältnisse von Salamandra atra und maculosa“
im Arch. Entwicklmech. XVII, pp. 1—102, deren Resultate er durch
eigene Versuche bestätigen kann (s. o. Kammerer [1]).
— (2). Feuersalamander und Molche in der Gefangenschaft.
Natur u. Haus, Jahrg. 12, pp. 345—349 und 364—368.
Enthält Bemerkungen über die Biologie dieser Tiere.
Koch, A. A beocsini czemetmärgäböl kikerült teknösmarad-
vanyok leiräsa.. Ann. Mus. Hung. II, pp. 21—25, pls. VII w. VIM.
(Ungarisch u. Deutsch). 8.
26 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Beschreibung einer neuen Schildkrötenart aus den Beocsiner
Cementmergeln der Pannonischen Stufe (Pliocän). (Eingefügt in
eine Arbeit über fossile Fische von demselben Fundort).
Koiransky, Eug. Über eigentümliche Gebilde in den Leberzellen
der Amphibien. Anat. Anz. XXV, p. 435—456, figg.
Verf. fand in den Leberzellen von Salamander, Triton und Frosch
sehr mannigfach gestaltete, mit Kernfarbstoffen sich lebhaft färbende
Gebilde, vielfach in Berührung mit dem Kern. Sie betrachtet sie als
ein vom Kern geliefertes Rohprodukt für die Gallenerzeugung, das
sich vom Kern auf Protoplasmasträngen unter Mithilfe kinetischer
Potenzen der Leberzelle zur Gallenkapillare bewegt, in deren Nähe
körniger Zerfall, chemische Veränderung und Verflüssigung der chromo-
philen Gebilde eintritt. (Vergl. „‚Ergastoplasma‘‘ Garnier’s!)
Kolmer, W. Über ein Strukturelement der Stäbchen und Zapfen
der Froschretina. Anat. Anz. XXV, pp. 102—104, fie.
Verfn. fand in jedem Stäbchen oder Zapfen eine stets excentrisch
gelagerte auffallend starke Fibrille, die sich durch die ganze Länge
derselben hindurch verfolgen ließ und mit keiner der bisher be-
schriebenen Strukturen übereinstimmt, sie soll vielleicht eine spezifische
Umhüllung eines leitenden Elementes sein ?
Kolombatovie, 6. Contribuzioni alla Fauna dei Vertebrati della
Dalmazıa. Glasnik Naravosl. druzt. XV, pp. 182—200. F.
Enthält auf S. 191 u. 192 Fundortangaben für zahlreiche Reptilien
und Amphibien von dalmatinischen Inseln.
Kowalski, Jos. Reconstruction du noyau et formation des chro-
mosomes dans les cineses somatiques de la larve de Salamandtre.
Cellule Tome 21, pp. 347—379, 2 pls.
Verf. beschreibt die Pro- und Telophasen der Mitose in den Epithel-
zellen der Kiemenfäden von Salamandra.
Krefit, P. (1). Herpetologische Reiseergebnisse in Hinterindien.
Zool. Garten XLV, pp. 169—178, 201—207, 241—248. F.
Betr. Beobachtungen über Callula pulchra, Calotes cristatellus,
Gecko monarchus, Draco volans, Bufo melanostictus, Rana erythraea,
Rhacophorus leucomystax.
— (2). Damonia hamaltoni, eine seltene Sumpfschildkröte. Natur
u. Haus, Jahrg. 12, pp. 227 u. 228, fig. 8.
— (3). Ein neu eingeführter Gecko (Phelsuma madagascariense).
Bl. Aquarienkunde Magdeburg Bd. 15, pp. 88—90, 101—103, figg. 8.
— (4). Eine Exkursion in Südchina. Bl. Aquarienkunde.
Bd. 15, pp. 195—197, 209—212, 232—233, figg. F.
Verf. sammelte auf Hongkong: Rana boulengeri (im Hochzeits-
kleid!), Hemidactylus bowringi, Rana limnocharis, R. güntheri und
Callula pulchra.
— (5). Eine seltene indische Sumpfschildkröte. Bl. Aquarien-
kunde, Bd. 15, pp. 258—260. 8.
Betrifft Hardiella thurgi Gray.
— (6). Der Königslaubfrosch; Bl. Aquarienkunde, Bd. 15,
pp: 321—324, fig.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 237
Betr. Hyla regilla Baird. u. Gir.
— (3). Herpetologische Reiseerinnerungen aus Chile. Natur
u. Haus, Bd. 13, pp. 1—-5, 20—22, fiıgg. F.
Enthält Bemerkungen über Liolaemus cyanogaster u. chilensis,
Tachymenis peruviana, Paludicola bibroni, Borborocoetes taemiatus,
Leptodactylus kreffti u. Bufo spinulosus.
— (8). Die hinterindische Schöneidechse. Bl. f. Aquarienkunde,
Jahrg. 15, pp. 148 u. 149, fig.
Biologische Bemerkungen über Calotes eristatellus.
*Kunitzky, J. Die Entstehung und Entwicklung der Cuticular-
härchen auf den Pfoten von Platydactylus mauritanicus. Trudui
St. Peterb. Obsheh. XXXIV, 2, pp. 1—19, pl. [Russischer Text,
deutsche Zusammenfassung].
Nach Ref. in Zool. Jahresber. Stat. z. Neapel 1904 sind die Borsten
umgewandelte Härchen, mit welch letzteren sie in Entstehungsweise
und in ihrer Bedeutung als Hülfsmittel beim Abstoßen der alten
Epidermis übereinstimmen.
Kunstler, J. Notice sur les h&maties de la Grenouille. ©. R. Ass.
Anat., 6. Sess., pp. 1—2.
Bemerkungen zum Bau der roten Blutkörperchen.
Kyes, Pr. (1). Cobragift und Antitoxin. Berl. klin. Wochenschrift,
Bd. 41, pp. 494—497.
Verf. bringt weitere Belege für die Anschauung daß „Cobragift
und Leecithin im Lecithid zum wirksamen Produkt vereinigt sind“ und
„stellt zugleich durch Leeithidimmunisierung die Toxinnatur der
Lecithidverbindung sicher.
— (2). Leeithin und Schlangengifte. Hoppe-Seylers Zs. physiol.
Chemie Straßburg, Bd. 41, pp. 273—277.
Verf. stellte vergleichende Untersuchungen an über die Menge
des Giftes von Bothrops lanceolatus, Trimeresurus anamalensıs, Crotalus,
Trimeres. Rinkinarus, Krait, Bungarus fasciatus, Naja Haye, Daboia,
Naja tripudians, die ohne Lecithinzusatz fähig ist, Blut-
körperchen von Cavia-, Menschen-, Kaninchen-, Ochsen- bezw.
Hammelblut aufzulösen.
Laignel-Lavastine, —. Notes sur les cellules nerveuses du plexus
solaire de la Grenouille verte. Bull. Soc. Anat. Paris pp. 608—609. 8.
Lamb, 6. Specificity of antivenomous sera (second communication).
Sci. Mem. India (2) Nr. 10, 25 pp.
Verf. untersuchte die antitoxische Wirkung eines mit dem Gift von
Nava tripudians und von Hoplocephalus curtus gewonnenen Serums von
Pferdeblut gegen das Gift von Naia bungarus, Bungarus coeruleus,
B. fasciatus, Enhydrina valakadien, Vipera Russellü, Echrs carınata,
Trimeresurus gramineus, Crotalus adamanteus sowohl bei lebenden
Kaninchen, wie auf die roten Blutkörperchen und das Blutplasma
von Hunden.
+Lambe, L. M. (1). On the squamoso-parietal crest of the horned
dinosaur Centrosaurus apertus and Monoclonius canadensis from the
28 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Cretaceous of Alberta. Tr. R. Soc. Canada X, Sect. IV, pp. 3—10,
plsEu. IE8
—T (2). Progress of Vertebrate Palaeontology in Canada. Tr.
R. Soc. Canada X, Sect. IV, pp. 13—56.
Bericht über die Neuentdeckungen in der Palaeontologie Canadas
im Jahre 1903.
T— (3). On Dryptosaurus incrassatus (Cope) from the Edmonton
Series of the North-west Territory. Contr. Canad. Pal. III, (4 to)
pt. III, 27 pp., figg., 8 pls. 8.
*7— (4). The grasping power of the manus of Ornithomimus
altus. Ottawa Natural. XVIII, pp. 33—36, 2 pls. 8.
*7— (5). On the squamoso-parietal crest of two species of Horned
Dinosaurs from the Cretaceous of Alberta. Ottawa Natural. XVIII,
pp. 81—86, 2 pls.
*Leighton, 6. (1). Colour variation in Vipera berus (the Common
Adder), a) its Extent, b) its Sıgnificance and Explanation. P. Phys.
Soc. Edinb. XV, pp. 130—140, pl. III.
Behandelt die individuellen Färbungsunterschiede bei Vipera
berus. (Nach Jahresb. zool. Station Neapel).
— (2). Morphological variations in Vipera berus. Size and scaling.
Pr. Phys. Soc. Edinburgh XVI, pp. 1—9.
Verf. sucht an der Kreuzotter als Beispiel nachzuweisen, wie wenig
Größe und Beschuppung es bei ihrer, für den vorliegenden Fall in
Tabellen angegebenen, großen Variation verdienen, als artbestimmende
Merkmale so ausschließlich, wie es bis jetzt geschieht, verwendet zu
werden.
— (3). Some recent observations on British Reptiles. Rep.
Br. Ass. 1903, p. 694. Fu. 8.
Enthält Bemerkungen über Schwimmvermögen der Kreuzotter
und üble Folgen ihres Bisses, sowie Bemerkungen über die Verbreitung
von Coronella austriaca und Lacerta agılıs.
Lewis, W. H. Experimental studies on the development of the
eye ın Amphibia. I. On the origin of the lens in Rana palustris. Amer.
J. Anat. III, pp. 505—536, fıgg.
Verf. konnte durch Experimente an Rana palustris feststellen:
l. Eine Linse bildet sich nur bei Berührung des Augenbechers mit
der Haut. 2. Der Augenbecher kann auch auf Hautstücke von einer
anderen Körperstelle, sogar von einer anderen Froschart (R. sylvatıca),
einen zur Linsenbildung führenden Reiz ausüben. 3. Verschiedene
- Stellen des Augenbechers können die Linsenentwicklung auslösen.
Leydhecker, E. Über das Vorkommen der Smaragdeidechse.
Natur u. Haus, Bd. 12, p. 349. F.
Verf. hebt das Vorkommen von Lacerta viridis im südlichen
Elsaß hervor.
Lidth de Jeude, T. W. van. Reptiles and Batrachians from Surinam.
Notes Leyden Mus. XXV, pp. 83—94, pl. VII. Fu. 8.
59 Arten werden aufgeführt, darunter 5 neue Arten.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 29
Loeb, L. u. Strong, R. WM. On regeneration in the pigmented skin
of the Frog, and on the character of the chromatophores. Amer. J.
Anat. III, pp. 275—283.
Verff. studierten die Regenerationserscheinungen in der Frosch-
haut nach Entfernung eines Stückes schwarzer Schenkelhaut, wobei
sie eine Regeneration der Chromatophoren der Epidermis als solcher,
keine Einwanderung derselben aus der Cutis, beobachteten.
Loisel, &. (8). Substances toxiques extraites des oeufs de Tortue
et de Poule. C. R. Ac. Sc. OXXXIX, pp. 325 u. 326. (Gleichlautend
in C. R. Soc. Biol. LVII pp. 133—135).
Aus dem Deutoplasma von Eiern der Testudo pusilla ausgezogene
Giftstoffe riefen starke Vergiftungserscheinungen bei Kaninchen
hervor, die nach wiederholten Einspritzungen den Tod herbeiführten.
— (2%). Les characteres sexuels secondaires et le fonetionnement
des testicules chez la Grenouille. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 446—448.
Verf. konnte keine direkte Einwirkung des Hodens zur Zeit der
Geschlechtsreife auf das Erscheinen der dunklen Pigmentierung an
der Daumenschwiele fesstellen, betrachtet überhaupt die Genital-
drüsen als den Körper durch Ausscheidung von Pigmenten von schäd-
lichen Stoffen reinigende Organe.
— (3). Les poisons des glandes genitales. II. Recherches sur
les ovaires de Grenouilles vertes. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 504—507.
Betr. tödliche Wirkung von aus dem Ovarıum von Rana aus-
gezogenen Giftstoffen auf (avia, Mus und Rana esculenta und temporaria.
— (4). Les poisons des glandes genitales. III. Recherches com-
paratives sur les toxalbumines contenues dans divers tissus de Gre-
nouille. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 883—886.
Verf. gewann aus Ovarien, Muskeln, Nieren und Hoden von
Rana esculenta und fusca Giftstoffe, die in Kaninchen injiziert den
Tod herbeiführten, ein Leberextrakt äußerte fast gar keine derartige
Wirkung.
TLoomis, F. B. Two new River Reptiles from the Titanothere
Beds. Amer. J. Sc. (4) XVIII, pp. 427—432. figg. 8.
Lucas, F. A. (1). A new Batrachian and a new Reptile from the
Trias of Arizona. P. U. S. Mus. XXVII, pp. 193—195, pls. III u. IV.
Fu.
T— (2). A new Plesiosaur. Smithson. Colleet. XLV, p. 96, pl.
XXVI. 8.
T— (3). The Dinosaur Trachodon annectens. Smithson. Coll.
XLV, pp. 317—320, figg., pls. LXXII u. LXXIU. 8.
TLuli, R. S. (). Fossil footprints of the Jura-Trias of North-
Amerika. Mem. Boston Soc. V, pp. 461—557, figg., pl. LXXL.
Fu. 8.
108 Arten werden aufgeführt, darunter 2 neue Arten und 5 neue
Gattungsnamen.
T— (2). Note on the probable footprints of Stegomus longipes.
Amer. J. Sc. (4) XXVII, pp. 381 u. 382, fie. 8.
30 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
*Lydekker, R. Vertebrate Palaeontology of Cambridgeshire. In
J. E. Marr u. A. E. Shipley, Handbook to the Natural History of
Cambridgeshire. Cambridge, 1904 pp. 5l—70. F.
*Rfanicastri, N. La rigenerazione di parte laterali delle code di
larve di Anuri. Boll. Naturalista XXIV, pp. 1 u. 2.
Marikovsky, 6. A mergek es a versavö. Termes. Kozl. Magyar Tars.
1904, pp. 524—534.
Bringt einen Überblick über unsere heutige Kenntnis der Reptilien-
und Amphibiengifte. (Nach Zool. Record).
Marktanner-Turneretscher, 6 Beitrag zur Kenntnis der Ver-
breitung der Giftschlangen in Steiermark. Mt. Ver. Steiermark XL,
pp. 133—42, figg., pl. Fu. 8.
Verf. berichtet über das Ergebnis einer vom steiermärkischen
Landtage ausgeschriebenen Prämiierung aller aus Steiermark ein-
gelieferten Giftschlangen (in Betracht kommen Vipera berus und
V. ammodytes) und giebt im Anschluß hieran populär gehaltene Be-
schreibungen aller in Steiermark vorkommenden Schlangenarten.
Mathieu, H. Reactions du coeur de la Grenouille sous V’influence
de la chaleur. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 733—735.
Reactionen des Herzens auf seine Erwärmung im Ganzen und in
einzelnen Teilen.
Matthew, & RP. (f). On attempt to classıfy Palaeozoic Batrachıan
footprints. Tr. R. Soc. Canada (2) IX, IV Sect. 1903, pp. 109—121,
fig. Fu. 8
— (%). New Species and a new Genus of Batrachian Footprints
of the Carboniferous System in Eastern Canada. Tr. R. Soc. Canada (2)
X, Sect. IV. 1904, pp. 77—121, figg. Fu. 8.
Me Gregor, 3. H. The relationsships of the Phytosauria. Science
(2) XIX, pp. 254 u. 255. 8.
Me Gregor, R. Notes on Hawaiian Reptiles from the Island of
Mani. P. U. S. Mus. XXVIII, pp. 115—118. Fu. 8.
4 Arten werden aufgeführt, keine neue.
Mehely, L. v. (1). Investigations an Paraguayan Batrachians.
Ann. Mus. Hungar. II, pp. 207—232, pl. XIII. Fu. 8.
Beschreibt 21 Arten, für 2 von ihnen werden neue Gattungen
aufgestellt.
— (%). Eine neue Zacerta aus Ungarn. Ann. Mus. Hungar. II,
pp: 362— 377, fig. Fu. 8
— (3). Über das Entstehen überzähliger Gliedmaßen. Math.
Naturw. Ber. Ungarn XX, pp. 239—259, figg.
Verf. beschreibt einen Pelobates fuscus aus der Nähe von Budapest,
bei dem durch einen Bruch der linken Hälfte des Schultergürtels die
ursprüngliche linke Vorderextremität dorsalwärts verschoben worden
war und wo sich unter dieser eine normale linke Vorderextremität
und eine rechte Vorderextremität — diese um 180% gedreht — neu
gebildet hatten; alle 3 Extremitäten besaßen ihr vollständiges Skelett
einschließlich der zugehörigen Teile des Schultergürtels.
II. Reptilia und Amphibia für 1904. 31
*— (4). Egy üj gyikfaj) Mayarovszägon. Allatt. Kozl. Magyar
Tars. III, pp. 193—210, pl. V.
*— (5). A Mecsekhegyseg &s a Kapela herpetologiai viszonysi.
Allatt. Kozl. Magyar Tars. III, pp. 241—289, figg. Fu. 8.
Betrifft die herpetologischen Verhältnisse des Mecsekgebirges und
der Kapela (nach Intern. Catal. Scient. Literat., Zoology 1904).
Mereier, L. (1). Sur la presence d’un exoplasme dans les cellules
epitheliales de la queue du tötard de Rana temporaria (Note preliminaire).
C. R. Soc. Biol. LVII, pp. 660—662.
Verf. weist nach, daß ein, dem von Renaut beim Neunauge be-
schriebenen analoges, Exoplasma auch im Schwanz der Kaulquappen
von Rana zur Zeit des Durchbrechens der Hintergliedmaßen vor-
handen ist, wo es das erste Stadium der von Bataillon beschriebenen
„boyaux chromatiques“ darstellt.
— (2%). Quelques reactions microchimiques des corps figures du
rein de Grenouille. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 824 u. 825.
Färbung von Körnchen der Froschniere mit Neutralrot, Soudan
III und Osmiumsäure.
*TMerriam, 3. €. (1)... A new marine Reptile from the Triassic
of California. Bull. geol. Univ. Calıf. III, pp. 419—421, fig. Fu. 8.
T— (2). A new group of marine Reptiles from the Upper Triassie
of California. Science (2) XIX, p. 218. 8.
Kurze Charakteristik der Thalattosauria.
Meves, F. (1). Weitere Beobachtungen über den feineren Bau
des Randreifens in den roten Blutkörperchen des Salamanders.
Verh. Anat. Ges. 1904, pp. 37—40.
Bei Zusatz von Kochsalzlösung mit 30 Tropfen Salpetersäure
auf 100 ccm konnte Verf. im Randreifen aus Mitochondrien zusammen-
gesetzte Querscheiben nachweisen.
— (2). Die Hünefeld-Hensenschen Bilder der roten Blutkör-
perchen der Amphibien. Anat. Anz. XXIV, pp. 465—476, figg.
Verf. giebt eine neue Erklärung der bei Behandlung von roten
Blutkörperchen mit Zuckerlösung oder bei Wasserzusatz entstehenden
Hünefeld-Hensenschen Bilder, die er auf Aufsaugung der haemo-
globinhaltigen Substanz des Blutkörperchens durch den aufquellenden
Kern zurückführt unter gleichzeitiger Bildung einer, durch den Rand-
reifen gespannten, Niederschlagsmembran an der Oberfläche des
Blutkörperchens.
— (3). Zur Wirkung von Säure auf die roten Blutkörperchen
der Amphibien. Anat. Anz. XXV, pp. 240—245.
Bei Einwirkung einer 7—10 proc. Essigsäure zeigt sich bei den
Blutkörperchen des Frosches eine Zunahme des Blutkörperchens in
Länge, Breite und Dicke, während bei denjenigen des Salamanders
nur eine Zunahme der Dicke erfolgt, unter gleichzeitigem Erblassen
bei Eintritt des Zelltodes.
— (4). Über das Auftreten von Deformationen des Randreifens
bei den roten Blutkörperchen des Salamanders. Anat. Anz. XXV,
pp: 465—472, figg.
32 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Bei stark kontrahierten Blutkörperchen erscheint der Randreifen
als eine mehr oder weniger vorspringende, stark gefaltete, helle Leiste
an der Peripherie der kontrahierten Zellmasse. Bei der Rückkehr
derselben zur gewöhnlichen, elliptischen Gestalt des Blutkörperchens
können vorher entstandene Schleifen des Randreifens erhalten bleiben.
Verletzungen des Randreifens wurden besonders häufig bei Einwirkung
einer 3 proc. Kochsalzlösung beobachtet.
Michailovskij, M. „Sur l’herpetologie de la province Trans-
caspienne“. Ann. Mus. St. Petersb. IX, pp. 39—44. (Russischer Text). F.
20 Arten werden aufgeführt, keine neue.
*Miller, ©. A. A Viperine Snake, wich is oviparous. J. Bombay
Soc. XV, pp. 729 u. 730. 8.
Beobachtung über Eiablage bei Zachesis monticola. (Nach Zool.
Record).
*Mocquard, F. (1). Batraciens, Reptiles. In A. Pavie, Mission
Pavie Indochine III, pp. 471—494, pl. XXIII. Fu. 8.
— (2). Description de queiques Reptiles et d’un Batracien
nouveaux de la collection du Museum. Bull. Mus. Paris 1904, pp. 301
—509. 8.
Morgan, T. H. (1). The dispensibility of the constant action of
gravity and of a centrifugal force in the development of the Toad’s egg.
Anat. Anz. XXV, pp. 94—96.
Verf. erzielte bei vollständigem Ausschluß von Schwerkraft und
Centrifugalkraft aus Kröteneiern vollkommen normale und rascher
als unter normalen Bedingungen entwickelte Embryonen, während
Froscheier zu Grunde gingen.
— (2). The relation between normal and abnormal development
of the embryo of the Frog (Ill), as determined by some abnormal
forms of development. Arch. Entwickmech. XVIII, pp. 507—534,
pls. XXXI u. XXXIL
Verf. bespricht verschiedene, teils auf natürlichem Wege, teils
dureh künstliche Eingriffe entstandene Abnormitäten in der Eifurchung
von Rana palustris: 1. Unregelmäßige Furchungen gaben doch normale
Embryonen, ein Teil der Fälle dürfte auf Polyspermie zurückzuführen
sein. — 2. Die Medianebene des Froschembryos scheint durch die
Symmetrieebene des Protoplasmas im Voraus bestimmt zu sein; bei
Ausschaltung der Schwerkraft scheinen andere Faktoren auf die Lage
der Medianebene bestimmend einzuwirken. 3. Beschreibung von
Halbembryonen,die durch Zerstörung einer der beiden ersten Blastomeren
erhalten wurden. — 4. Zwergeier liefern Zwergembryonen mit kleineren
Zellen als bei normalen Embryonen. — 5. Extreme Formen von Spina
bifida zeigen Teilung der Medullarplatte bis nahe an ihr vorderes Ende.
Morgan, T. H. u. Toreile, E. The relation between normal and
abnormal development (IV), as determined by Roux’s experiment
of injuring the first formed blastomeres of the Frog’s egg. Arch. Ent-
wickmech. XVIII, pp. 535—554, pl. XXX.
Die Verf. konnten nach Zerstörung einer der beiden ersten oder
zweier von den 4 ersten Blastomeren von Rana palustris nachweisen,
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 2.8,
daß die in der verletzten Hälfte auftretenden oberflächlichen Zellen
von Kern und Protoplasma der verletzten Hälfte selber gebildet werden,
nicht von der unverletzten Hälfte her einwandern.
Morgera, A. Contributo allo studio di alcunı organı dell’apparecchio
genitale maschile nelle specie nostrane del genere Lacerta. Nota preli-
minare. Boll. Soc. Napoli XVII, pp. 221—224, fig.
Verf. fand bei Lacerta viridis u. muralis nur einen Ductus efferens
zwischen Hoden und Epididymis.
*Morse, M. Batrachians and Reptiles ol Ohio. Pap. Ohio Ac. IV,
pp- 3—144, figg., pl.1. Fu. 8.
Müller-Mainz, Lor. Über einige neueingeführte Arten der Gattung
Lacerta L. Bl. Aquarienkunde Bd. 15, pp. 355—359, 374—378, fig.
Enthält morphologische, systematische und biologische Be-
merkungen über Lacerta bedriagae.
Munson, 3. P. Researches on the oogenesis of the Tortoise, Olemmys
marmorata. Amer. J. Anat. III, pp. 311—347, 7 pls. 8.
Muthmann, E. Über die erste Aniage der Schilddrüse und deren
Lagebeziehung zur ersten Anlage des Herzens bei Amphibien, ins-
besondere bei Triton alpestris. Anat. Hefte Arb. XXVI, pp. 1—48, figg.
Verf. weist für die Thyreoidea ihre Entstehung aus dem Entoderm
der Mundbucht und für das Herz seine Entstehung von der Splanchno-
pleura her nach. Die ursprünglich paarig angeordneten Zellen der
Herzanlage vereinigen sich später zu einem unpaaren Strang, ın den
ein einheitliches unpaares Lumen auftritt; in der Gabelung des Bulbus
arteriosus liegt in bestimmten Stadien die Thyreoidea.
Netolitzky, Fr. Untersuchungen über den giftigen Bestandteil
des Alpensalamanders Salamandra atra. Arch. exper. Path. Bd. 5l,
pp- 118—129.
Verf. beschreibt das von ihm ‚„Samandatrin“ genannte Gift von
Salamandra atra, ein durch seine Löslichkeit ın Ather von den
Alkoloiden der Salamandra maculosa unterschiedenes Alkaloid. Er
untersuchte ferner seine Wirkung auf Tiere der verschiedensten Gruppen,
wovon bisher nach den Beobachtungen an Kaltblütern nur eine
motorische Wirkung auf das Zentralnervensystem mit Sicherheit
festgestellt werden konnte.
Neumann, T. Giftschlangen und Schlangengift. Ber. Senckenb.
Ges., 1904 pp. 72*—76.*
Das Schlangengift enthält einen peptonartigen Bestandteil, der
ausschließlich lähmend auf das ganze Nervensystem wirkt und einen
globulinartigen Bestandteil, der die Blutgefäßwände durchlässig für
das Blut macht und dessen Gerinnung verhindert.
TNeumayer, L. Die Koprolithen des Perms von Texas. Palaeontogr.
LI, pp. 121—128, pl. XIV.
Verf. unterscheidet 2 Typen von Koprolithen: einen amphi-
polaren Typus, der der Gattung Diplocaulus zugeschrieben wird, mit
in gleicher Distanz von einem Pol zum andern durchziehenden spiraligen
Eindrücken, und einen heteropolaren Typus, angeblich von
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IIT.) 3
34 II. Reptilia und Amphibia für 1904.
Eryops herrührend, mit an einem Pol zusammengedrängten Spiral-
windungen.
Neumayer, V. L. Die intraperitoneale Cholerainfektion bei Sala-
mandra maculosa. Bin Beitrag zur Kenntnis der Phagocytose und
Immunitätsreaktion. SB. Ak. Wiss. Wien CXIII, 3 Abt., pp. 309
— 832, 3 pls.
Versuche mit Kulturen von Vibrionen der Cholera asiatica an
immunisierten und nicht immunisierten Salamandern.
Nicolas, A. Recherches sur l’embryologie des Reptiles. IV. La
segmentation chez l’Orvet. (Anguis fragilis). Arch. Biol. XX, pp. 611
—658, pls. XVII—XIX.
Behandelt die Furchungsstadien des Blindschleicheneies.
Nieolle, Ch. (1). Sur une hömogregarine du Crapaud. ©. R. Soc.
Biol. LVI, pp. 330—332.
Betrifft Aaemogregarina tunisiensis, eine ın Bufo mauritanicus
lebende Haemogregarine.
— (2). Sur une hemogregarine karyolysante de Gongylus ocellatus.
C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 608 u. 609.
Betrifft Haemogregarina Sergentium, aus dem Blute von Gongylus
ocellatus.
— (3). Sur une hemogregarine de Lacerta ocellata. C. R. Soc.
Biol. LVI, pp. 912—914.
Beschreibung von Haemogregarina biretorta aus dem Blut von
Lacerta ocellata.
Noe, F. Sur quelques proprietes physiologiques des differents
venins de Serpents. Ann. Inst. Pasteur XVIII, pp. 387—406.
Verf. vergleicht untereinander in Bezug auf ihre verschiedene
hämolytische, coagulierende und proteolytische Wirkung auf Pferde-
blut und auf ihre neurotoxische Wirkung auf Mäuse das Gift von
Naia tripudians, N. nigricollis, Bungarus coeruleus, Hoplocephalus
variegatus, Pelias berus, Vipera Russell, Ancistrodon piscivorus,
A. contortrix, Trimeresurus Rinkinanus, Lachesis lanceolatus u. L.
Neuwnedii.
TNopesa, F. jun. Dinosaurierreste aus Siebenbürgen. III. (Weitere
Schädelreste von Mochlodon.) Denk. Ak. Wien LXXIV, pp. 229—263,
fisg., 2 ps. Fu.
T&sborn, H. F. (f). Manus, Sacrum and Caudals of Sauropoda.
Bull. Amer. Mus. XX, pp. 181—190, figg. 8.
Behandelt Skelettreste von Morosaurus, Diplodocus und Bronto-
saurus.
— (2). Teleorhinus Browni a Teleosaur in the Fort Benton. Bull.
Amer. Mus. XX, pp. 239 u. 240. 8.
— (3). Reclassification of the Reptilia. Amer. Natural. XXXVIL,
pp. 9—115, fig. 8.
— (4). On the position of the bones of the forearm in the Opistho-
coelia or Sauropoda. Science (2) XIX, pp. 255 u. 256. 8.
x @®verton, E. Neununddreißig Thesen über die Wasserökonomie
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 35
der Amphibien und die osmotischen Eigenschaften der Amphibienhaut.
Verh. Ges. Würzburg (2) XXXVI, pp. 277—295.
Verf. stellte Beobachtungen an einheimischen Amphibien, haupt-
sächlich Fröschen an über die Durchlässigkeit der Haut für Wasser
und zwar konnte er eine solche nach beiden Richtungen hin feststellen.
Parker, 6. H. u. Starratt, S. A. The effect of heat on the color
changes in the skin of Anolis carolinensis. P. Amer. Ac. XL, pp. 457
—466. 8.
Untersuchung über den Einfluß von Wärme und Licht in ver-
schiedenen Abstufungen auf die Färbung von Anolis. Bei niederen
und hohen Temperaturen beeinflußt die Wärme unabhängig von der
Beleuchtung die Färbung, bei mittleren Temperaturen wirken beide
Faktoren zusammen, im Licht werden die Tiere braun, im Dunkeln
grün.
Patroni, €. A proposito della Salamandrina perspieillata (Savi).
Annuar. Mus. Univ. Napoli (2) I, No. 14,4 pp. 8.
Verbreitung von Salamandrina perspieillata in Italien.
*Pavesi, P. Esquisse d’une Faune Valdötaine. Attı Mus. Milano
XLIII, pp. 191—260. F.
*Pellegrin, 3. (£). Capture d’une Tortue Luth dans la Gironde.
La Nature XXXI, pp. 321 u. 322.
Betrifft den Fang einer Dermochelys corvacea.
* _— (2). Comment se nourrissent les pythons. La Nature, Jahrg. 32
Sem. 1, pp. 295—299, fig. 8.
*Pensa, A. Ancora a proposito dı una particolarita dı struttura
del timo ed osservazioni sullo sviluppo del timo negli Anfibi anuri.
Boll. Soc. Med. Chir. Pavia, pp. 65—79, pl.
Peracca, Mi. @. (1). Nouvelles especes d’Ophidiens d’Asie et d’Ame-
rique, faisant partie de la collection du Museum d’histoire naturelle
de Geneve. Rev. Suisse Zool. XII, pp. 663—668. Fu. 8.
— (2). Viaggio del Dr. A. Borelli nel Matto Grosso brasiliano
e nel Paraguay, 1899. IX. Rettili ed Amfibii. Boll. Mus. Torino XIX,
Nr. 460, 15 pp., figg. Fu. 8.
Sechzig Arten werden aufgeführt, darunter drei neue Arten.
— (3). Viaggio del Dr. Enrico Festa nell’ Ecuador e regioni vicine.
Rettili ed Amfibu. Boll. Mus. Torino XIX, No. 465, 41 pp. Fu. 8.
96 Arten werden aufgeführt, darunter 11 neue Arten.
— (4). Rettili ed Anfıbi dell’ Eritrea, raccoltı dal Dott. Achille
Tellini nel 1903. Boll. Mus. Torino XIX, Nr. 467,6 pp. Fu. 8.
27 Arten werden aufgeführt, darunter eine neue Art.
Perez, Ch. Resorption phagocytaire des spermatozoides chez
les Tritons. ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 783 u. 784.
Verf. beobachtete Resorption von Spermatozoiden durch Follikel-
zellen in einem Hodenabschnitt von gefangen gehaltenen Molge vulgarıs.
Peter, K. (1). Normentafel zur Entwickelungsgeschichte der
Zauneidechse (Lacerta agılis) Jena, 1904, 4 to, 165 pp., figg., 4 pls.
— (2). Einiges über die Gastrulation der Eidechse. Sechste
g*
36 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Mitteilung zur Entwickelungsgeschichte der Eidechse. Arch. mikr.
Anat. LXII, pp. 659—700, figg., pls. XXXI v. XXXL.
Bespricht eine Serie von Öberflächenbildern des Embryonal-
schildes, seine Entwicklung sowie die des Urdarmes und der Chorda.
— (3). Bemerkungen zur Entwickelung der Eidechse. Anat.
Anz. XXIV, pp. 156—164, fige.
Verf. stellt von bisher zweifelhaften Punkten fest: 1. Die Lage
der Primitivplatte zum Embryonalschild varuert. 2. Die Gestalt
des Primitivknotens scheint bei nahe verwandten Arten (Lac. agilıs
u. ocellata) zu variieren. 3. Die Primitivplatte wird in der Hauptsache
vom Ektoderm gebildet, vom Entoderm beteiligen sich einzelne Zellen.
4. Es legen sich regelmäßig 5 Paar Schlundtaschen an; ein Homologon
der letzten ist der supraperikardiale Körper.
Pettit, A. Remarques anatomiques sur le foie de l’ Alligator lucius
Cuv. Bull. Mus. Paris 1904, pp. 66—68, fig. und €. R. Soc. Biol. LVI,
pp. 298—300, fig.
Bemerkungen zum histologischen Bau der Leber.
Pettit, A. u. Geay, F. Sur la glande cloacale du Caiman (Jaca-
retinga sclerops Schneid.). ©. R. Soc. Biol. LVI, pp. 1087—1089. 8.
Phisalix, €. (I). Rechershes sur les causes de ’ımmunite naturelle
des viperes et des couleuvres. ©. R. Ac. Sci. CXXXVILL pp. 1459
—1461; €. R. Soc. Biol. LVI, pp. 976—978, und Bull. Mus. Paris
1904, pp. 380—382.
Die natürliche Immunität der Vipern und Nattern gegen ihr
eigenes Gift beruht auf der Anwesenheit eines freien Antitoxins in
ihrem Blut.
— (2). Sur un nouveau caractere distinetif entre le venin des
Viperides et celui des Cobrides. Bull. Mus. Paris 1904, pp. 491—493
und C©. R. Soc. Biol. LVII, pp. 486—488.
Vipernblut und Blut der Cobra besitzen keine antitoxisch gegen
das Gift der anderen Art wirkende Substanzen.
— (3). Influence des radiations du radium sur la toxieite du
venin de vipere. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 327 u. 328.
Radiumstrahlen schwächen die Wirkung von Viperngift, bei
genügender Dauer der Einwirkung bis zur völligen Unwirksamkeit, ab.
Pillay,R. S.N. Notes on the structure of the Teeth of some Poisonous
Snakes found in Travancore. Ann. Nat. Hist. (7) XIII, pp. 238 u. 239.
FU:28,
Verf. beobachtete mit Furchen versehene hintere Maxillarzähne
bei Naia bungarus, N. tripudians, Bungarus coeruleus, ebenso gefurchte
Gaumenzähne bei Hemibungarus nigrescens.
Poche, F. (1). Richtigstellung eines Gattungsnamens unter den
Colubriden. Zool. Anz. XXVIH, pp. 37 u. 38. 8.
— (2). Zur Nomenclatur der Salamandrinen. Zool. ‚Ann. ]J,
p. 50. 8.
Poll, H. Die Anlage der Zwischenniere bei der europäischen
Sumpfschildkröte (Emys europaea). Int. Monatsschr. Anat. XXI,
pp- 195—291, figg., pl. V.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 37
Verf. faßt auf Grund vergleichend-embryologischer Untersuchungen
das Interrenalorgan der niederen Wirbeltiere und die Rinde oder ds
(lipoide) Gewebe der Nebenniere nebst den accessorischen
aus „Rindensubstanz“ aufgebauten Körperchen höherer Wirbeltiere
IE Zwischennierensystem zusammen, das „als ein Organ sui generis
unabhängig von anderen Organen namentlich von allen Teilen des
Urgenitalapparates entsteht.“
Pondrelli, Marg. Sul callo embrionale dei Sauropside. Anat.
Anz. XXIV, pp. 165—168, figg.
Bestätigt für die Eischwiele der Krokodile die Befunde Sluiter’s.
Die der Schildkröten stimmt im allgemeinen in Bau und Entwicklung
mit der der Vögel überein.
Porchet, —. Sur l’influence du sulfate de cuivre pour le deve-
loppement de l’ouef de Grenouille. Arch. Sei. Nat. (4) XVILI, pp. 205
u. 206.
Vorl. Mitteilung über anregende Wirkung stark verdünnter
Lösungen von Kupfervitriol auf die Entwicklung von Froscheiern.
*Prentiss, €. W. The nervous structures in palate of the Frog:
the peripheral networks and the nature of their cells and fibers. Journ.
Comp. Neur. Granville, Vol. 14, pp. 93—117, figg.
Eingehende Untersuchungen der Innervation des Gaumens von
Rana. (Nach Jahresber. zool. Stat. Neapel).
Rabl, H. (1). Über die Vorniere und die Bildung des Müller’schen
Ganges bei Salamandra maculosa. I. Arch. mikrosk. Anat. LXIV,
pp- 258—359, figg., pl. XVI-XXIl.
Verf. weist eine selbständige Entstehung des Müller’schen Ganges,
ohne Beziehungen zum Wolff’schen Gang, nach, sodaß sich die Ver-
hältniısse bei Urodelen auf die von Selachiern bekannten zurück-
führen lassen.
— (2). Über die Entwicklung des Tubentrichters und seiner
Beziehungen zum Bauchfell bei Salamandra maculosa. Arch. mikr.
Anat. LXIV, pp. 665—693, pls. XXXVII—XL.
Verf. weist die Homologie des Tubenligamentes mit der dorsalen
Zwerchfellanlage der Säuger nach.
— (3). Über den Bau und die Funktion der Vorniere bei den
Larven der urodelen zul Centrbl. Physiolog. Bd. 17. pp. 710
— 112.
Reese, A. M. The sexual elements of the Giant Salamander,
Cryptobranchus alleghaniensis. Biol. Bull. VI, pp. 220—223, figg. 8.
Reiche, Gust. (1). Die Verbreitung der Krokodile über den Erdball.
Mit einer Bestimmungstabelle. Bl. Aquarienkunde Bd. 15, pp. 57—59,
72—74. F.
Verf. gibt die genaue Verbreitung von 22 heute unterschiedenen
Arten an, zu deren Bestimmung eine Tabelle angeschlossen ist.
— (2). Kennzeichen und geographische Verbreitung der euro-
päischen Schlangen. Bl. Aquarienkunde Bd. 15, pp. 217219, 233
—236, 250254, 267—268, figg.
38 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Enthält Beschreibungen mit Abbildungen aller europaeischen
Schlangen nebst einer Bestimmungstabelle.
Reinhardt, A. Die Hypochorda bei Salamandra maculosa. Morphol.
Jahrb. XXXII, pp. 195—231, pls. V u. VI.
Verf. beschreibt die Entstehung der Hypochorda aus dem Ento-
derm, ihre Gliederung in Kopf-, Rumpf- und Schwanzabschnitt und
den schließlichen völligen Untergang dieses Organs. ohne daß ein
Nachweis seiner morphologischen und phylogenetischen Bedeutung
möglich wäre.
Remlinger, P. La Tortue terrestre est refractaire a la rage. C. R.
Soc. Biol. LVII, pp. 572—573.
Verf. konstatierte Unempfänglichkeit von Testudo graeca für das
Gift der Hundstollwut.
*Reynolds, S. H. Vertebrata, with notes on the position of the
[Rhaetie South Wales] Bone-bed. Quart. J. Geol. Soc. LX, pp. 208
—210. F.
TRiggs, E. S. Dinosaur footprints from Arizona. Amer. J. Sci.
(4) XVII, pp. 423 u. 424, fig. Fu. 8.
*Rogers, L. The physiological action and antidotes of Colubrine
and Viperine Snake venoms. Phil. Trans. B. CXCVII, pp. 123—191.
Rosen, N. Über die Kaumuskeln der Schlangen und ihre Bedeutung
bei der Entleerung der Giftdrüse. Zool. Anz. XXVIII, pp. 1—7, figg.
Die 1. Portion des M. masseter tritt mit der Giftdrüse in Ver-
bindung, deren Entleerung hauptsächlich durch Kontraktion dieser
Muskelportion bewirkt wird. — Verf. gibt ferner verschiedene Be-
richtigungen zu Hoffmann’s Bearbeitung dieser Muskeln in Bronn’s
Kl. u. ©. d. Tierreichs.
*Rosenbeck, H. (1). Welche Schutzmittel haben unsere Amphibien
gegen ihre Feinde? Natur u. Glaube Bd.7, pp. 474—477.
— (2). Zur Entwicklungsgeschichte des Feuersalamanders, Natur
u. Offenbarung, Bd. 50, pp. 362—364.
Populär gehaltene Bemerkungen über die Biologie der Salamander-
larven und ihre Aufzucht im Terrarium.
*Rossi, Gilb. Sopra una via efferente encefalo-spinale nell’? Emys
europaea. Arch. Fis. Firenze Vol. 1. pp. 332—336, pl. 7 u. 8.
Verf. weist mit Marchi’s Methode im Vorderstrang des Rücken-
marks eine thalamo-spinale Bahn nach. (Nach Jahresber. zool. Stat.
Neapel).
Rössler, E. Popis reptilija i amfibija hrvatske faune, koji su
prispjeli „narod nom zooloskom muzeju‘ u Zagrebu do konca godine
1900. Glasnik Naravosl. druzt XV, pp. 222—224. F.
Verzeichnis der Reptilien und Amphibien der kroatischen Fauna,
welche bis zum Schluß des Jahres 1900 in das zoologische National-
museum in Zagreb (Agram) eingesandt wurden.
Roux, 3. Reptilien und Amphibien aus Celebes. Verh. Ges. Basel
XV, pp. 425—433, pl. VI. Fu. 8.
Führt 29 Arten auf, darunter eine neue Species von Rhacophorus.
IH. Reptilia und Amphibia für 1904. 39
Ruthven, A. 6. (1). Butler’s Garter Snake. Biol. Bull. VII, pp. 289
—299, figg. 8.
*—_ 8). Notes on the molluscs, reptiles and amphibians of Onto-
nagon county, Michigan. Rep. Mich. Ac. Sc. Bd. 6, pp. 188—192. F.
Saint-Remy, G. u. Prenant, A. Recherches sur le developpement
des derives branchiaux chez les Sauriens et les Ophidiens. Arch. Biolog.
XX, pp. 145—216, pls. IV.
Verf. studierte die Entwicklung der Thymus, der Branchialdrüsen
oder Epithelkörperchen und der postbranchialen Drüsen bei Anguis
fragilis, Gongylus ocellatus, Lacerta viridis und L. agilis, Coluber
aesculapii und Tropidonotus natrix.
Sampson, Lilien, V. A contribution to the embryology of Hylodes
martinviensis. Amer. J. Anat. III, pp. 473—504, figg., 2 pls. 8.
Sangiorgi, D. Appunti zoologici sull’ isola di Cephalonia. Atti
Soc. Modena (4), pp. 69—98. F.
*Santesson, €. G. On the poison of snakes and antidotes to the
same. Nord. Tidskr. Stockholm, 1904 pp. 52—66.
Schaper, A. (1). Über einige Fälle atypischer Linsenentwicklung
unter abnormen Bedingungen. Anat. Anz. XXIV, pp. 305—326, fieg.
Beobachtungen an Rana esculenta-Embryonen, nach Entfernung
von Rückenmark und dorsalen Gehirnpartieen. Bei den noch 5 Tage
lebenden Tieren war außer in einem Falle keine Abschnürung der
Linsenanlage vom Ektoderm erfolgt, sondern diese hatte sich innerhalb
des Epithels zu einem Lentoid entwickelt, das sehr große Ähnlichkeit
mit Hautsinnesknospen von Amphibien u. Fischen zeigte, von denen
aus als Grundlage Verf. die Linse als phylogenetisch durch Verwandlung
entstanden annimmt. In einem Falle hatte sich neben der nicht ab-
geschnürten ursprünglichen Linsenanlage von derselben Stelle des
Ektoderms aus eine zweite, auf die sekundäre Augenblase zuwuchernde,
Linsenanlage gebildet.
— (2). Experimentelle Untersuchungen über den Einfluß der
Radiumstrahlen und der Radiumemanation auf embryonale und
regenerative Entwicklungsvorgänge. Anat. Anz. XXV, pp. 298—314
u. 326—337, figg.
Verf. konnte einen deutlichen hemmenden Einfluß der Radium-
strahlen auf Zellteilung, embryonale Differenzierung und embryonales
Wachstum, sowie auf Regenerationsprozesse feststellen, wobei wahr-
scheinlich der Zerfall der reichlicher vorhandenen Dottermassen
besonders nachteilig wirkt. Radiumemanation führte den Tod der
ihr ausgesetzten Froschlarven herbei.
Scherer, 303. (t). Lacerta var. lissana forma melisellensis B. und
ihre Stammform Lacerta litoralis var. lissana W. Bl. Aquarienkunde,
Bd. 15, pp. 193—195, 1 pl. 8
— (2). Aus der Reptilien- und Amphibienfauna Japans. Natur
u. Haus Bd. 12, pp. 293—297, figg. F.
Bringt biologische Bemerkungen über Trionyx chinensis, Clemmys
japonica, Tachydromus tachydromoides, Eumeces marginatus, Tropr-
donotus tigrinus, Coluber quadrivirgatus, Col. conspieillatus, Dinodon
40 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
japonicus, Triton pyrrhogaster, verschiedene Hyla -und Ranaarten
besonders Rana rugosa.
— (3). Das Leistenkrokodil (C’rocodilus porosus Schneid.) Bl.
Aquarienkunde, Jahrg. 15, pp. 129—131, fig. 8.
Schmidt, W. E.. Über Metriorhynchus Jaekeli nov. sp. Zeitschr.
Deutsch. Geol. Ges. LVI, Protok. pp. 97—108, figg., pl. XIu. XD. 8.
Schnee (1). Schildkröten aus unseren westafrikanischen Kolonien.
Natur u. Haus Bd. 13, pp. 33—34, 1 pl. figg.
* Enthält Bemerkungen über Homopus areolatus, Cinixys erosa und
homeana und Sternothaerus spec.
— (2). Der gespornte Krallenfrosch (Xenopus calcaratus Buchh.
u. Ptrs.). Eine Erinnerung aus Kamerun. Natur u. Haus Bd. 13,
pp- 65—67, figg.
Verf. beschreibt von ıhm selbst in Kamerun gesammelte Larven
und ihre Metamorphose.
— (3). Eine Schildkrötenfarm. Natur u. Haus Bd. 13, pp. 82
—8.
Beschreibung einer Zuchtanstalt für die als ‚‚Terrapins“ bekannten
eßbaren Sumpfschildkröten ın der Chesapeake-Bai bei Baltimore.
Schoenichen, Walth. Die Brutpflege bei den Amphibien und be-
sonders bei dem japanischen Riesensalamander (Megalobatrachus
mazimus). Prometheus, Berlin, Bd. 16, pp. 37—40, 52—54, figg.
Verf. gibt eine durch zahlreiche Illustrationen näher erläuterte Über-
sicht über alle bisher bekannt gewordenen Fälle von Brutpflege bei
Amphibien, die am häufigsten von Anurenarten, vereinzelt auch von
Urodelen und Gymnophionen ausgeübt wird. Besonders ausführlich
wird die neuerdings von Kerbert beobachtete Brutpflege von Megalo-
batrachus maximus beschrieben. (Siehe auch Kerbert.) _
Schuster, W. (1). Unsere Nattern. Zool. Garten. XLV, pp. 279
—281.
Betr. Beobachtungen an gefangen gehaltenen Tropidonotus
tessellatus, Tr. natrix, Coronella austriaca, Coluber longissimus.
— (2). Verletzter Laubfrosch (Ayla arborea). Zoolog. Garten.
XLV, p. 287.
Verf. sah einen in freier Natur gefundenen Laubfrosch, der, ver-
mutlich durch einen Sensen- oder Sıchelhieb, die Zehen des linken
Hinterfußes verloren hatte.
TSeeley, H. 6. (1). Footprints of small fossil Reptiles from the
Karroo Rocks of Cape Colony. Ann. Nat. Hist. (7) XIV, pp. 287—289,
fig. F.u. 8.
Verf. glaubt die beschriebenen Fußabdrücke zu Procolophon ziehen
zu dürfen.
T— (2). On a new Type of Reptilian Tooth (Ptychocynodon)
from the Upper Karroo Beds near Burghersdorp, Cape Colony. Ann.
Nat. Hist. (7) XIV, pp. 290—293, figg. F. u. 8.
T— (3). Ona Pneumatic Type of Vertebra from the Lower Karroo
Rocks of Cape Colony (Tamboeria Maraisi). Ann. Nat. Hist. (7) XIV,
pp: 336—344, fiıgg. F. u. 8.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 41
Sergent, Edm. u. Etienne. Sur une h&mogregarine, parasite de
Testudo mauritanica. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 130 u. 131.
Beschreibung der in Tesiudo mauritanica schmarotzenden Haemo-
gregarina mauritanica.
Sewertzeif, A. N. Die Entwickelung der pentadaktylen Extremität
der Wirbeltiere. Anat. Anz. XXV, pp. 472—494, figg.
Vorläufiger Bericht über Entwicklung des Skelettes, der Muskulatur
und des Plexus brachialis der Extremitäten hauptsächlich bei Asca-
labotes fascicularis unter Vergleichung mit Seps chalcides, Calotes ja-
vanicus, Mabouja multifase., Emys europaea, Pelobates fuscus, Siredon
und Triton.
Siebenrock, F. (1). Schildkröten von Brasilien. Denk. Ak. Wien
LXXVI, pp. 1—28, pls. I— 3 (Auszug Anz. Ak. Wiss. 1904, pp. 54
—97).. Fu. 8.
— (2). Über partielle Ener scheee bei der Bildung
einer Rückenschale von Testudo tornieri Siebenr. S. B. Ak. Wien CXIII,
pp: 29—34, figg. (Auszug, Anz. Ak. Wiss. 1904, pp. 34 u. 35). 8.
Der Rückenpanzer weist infolge von Hemmungserscheinungen
bei der Verknöcherung 4 Paar mittlere und 5 Paar seitliche Fontanellen
auf.
— (3). Die südafrikanischen Testudo-Arten der @eometrica-Gruppe
s. 1. 8.B. Ak. Wien, CXIII, pp. 307—323, pls. I—-V. (Auszug, Anz.
Ak. Wiss. 1904, pp. 230—232). F. u. 8.
Verf. gibt eine Bestimmungstabelle für die Gruppe sowie aus-
führliche Beschreibungen mehrerer seltener Arten: T. boettgert, verrauzit
smithri, trimeni, tentoria, fiskir.
— (4). Eine neue Testudo-Art der Geometrica-Gruppe aus Süd-
afrıka. Anz. Ak. Wiss. 1904, pp. 194 u. 195. F. u. 8.
— (5). Zur Systematik der Schildkrötengattung Orlitia Gray.
Zool. Anz. XXVII, pp. 580—582. 8.
Sieglbauer, F. Zur Anatomie der Urodelenextremität. Arch. Anat.
1904, pp. 335—404, pl. XXL.
Verf. stellt bei Siredon, Necturus, Salamandra maculosa, Triton
cristatus und Tr. taeniatus auf Grund der Muskulatur und ihrer Inner-
vation fest, daß der radiale Rand der vorderen Extremität dem tibialen
Rand der hinteren Extremität entspricht.
Smith, H.M. Notes on the breedings habits of the yellow-bellied
Terrapin. Smithson. Collect. XLV, pp. 252 u. 253.
Bemerkungen zur Fortpflanzung von Pseudemys rugosa.
Snyder, €. D. Locomotion in Batrachoseps with severed nerve-cord.
Biol. Bull. VII, pp. 280—288.
Verf. konnte noch nach Verletzung des Rückenmarks an ver-
schiedenen Stellen Schreitbewegungen der Hintergliedmaßen bei
Batrachoseps beobachten, die durch Dehnungs-, Reibungs- oder Be-
rührungsreize in der Haut oder den Muskeln ausgelöst werden.
Sokolowsky, A. Die Variation der Schuppenbildung des Kopfes
Si Seincus offieinalis Gray. Biol. Centralbl. XXIV, pp. 754—761,
ıgg. 8.
42 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
S. fand eine deutliche Neigung zur Verwachsung der oberen
Kopfschilder, die er auf die wühlende Lebensweise dieses Tieres zurück-
führt.
Sommer, A. und @. Wetzel. Die Entwicklung des Ovarialeies und
des Embryos, chemisch untersucht mit Berücksichtigung der gleich-
zeitigen morphologischen Veränderungen. I. Die chemischen Ver-
änderungen des ÖOvarialeies der Ringelnatter bis zur Reife. Arch.
Anat. Phys., Phys. Abt., pp. 389—409, figg.
Enthält Angaben über den in den einzelnen Reifungsstadien des
Ringelnattereies in ihm vorhandenen absoluten u. relativen Gehalt
an Wasser, Asche, Fett, Eisen und Phosphor.
Soprana, F. Du rythme respiratoire chez les grenouilles vagoto-
misees. Arch. ital. Biol. XLII, pp. 139—150, figg.
Durchschneidung des Vagus oberhalb der Abzweigung des n.
Laryngeus superior ruft Störungen der Atmung hervor, an der die
Frösche um so rascher zu Grunde gehen, je höherer Temperatur sie
ausgesetzt sind.
Spemann, H. Über experimentell erzeugte Doppelbildung mit
cyelopischem Defect. Zool. Jahrb. Suppl. VII, pp. 4293—470, figg.,
pls. XXIII u. XXIV.
Verf. stellt zunächst fest, daß bei schräger Schnürung eines
Tritonenkeimes auf derjenigen Hälfte desselben sich ein Kopf mit
cyclopischem Defekt bildet, von der die Medianebene des virtuellen
Embryos abgewendet ist, woran er Erklärungsversuche anschließt.
*Sperry, W. L. Variation in the common gartersnake (Thamnophrs
sirtalis). Rep. Michigan Ac. 75
Staderini, R. L’occhio parietale di alcuni Rettili e la sua funziona-
lita. Monit. Zool. ıtal. XV, pp. 341—343.
Verf. äußert sich gegen Giannelli in der Frage der Funktions-
fähigkeit des Parietalauges bei Seps chalcides (s. Gianelli [1]).
Stebbins, 3. H. jun. Upon the occurrence of Haemosporidia in the
blood of Rana catesbiana, with an account of their probable life history.
Trans. Amer. Microse. Soc., Bd. 25, pp. 55—62. 2 pls.
Beschreibung von Haemogregarina catesbianae aus dem Blut von
Rana catesbiana in den verschiedenen Stadien ihres Lebenslaufes.
Sterzi, A. J. I gruppi cellulari perifisici nella midolla spinale dei
Rettili. Attı Soc. Toskana XX, pp. 243—275, pls. IX u. X.
Verf. beschreibt die peripheren Zellgruppen des Rückenmarks
(auch als Hoffmannsche Kerne bekannt) bei Ophidiern (Boa, Zamenis,
Tropidonotus, Pelias), Sauriern (Seps, Platydactylus, Stellio, Varanus,
COhamaeleon) und Cheloniern (Oistudo, Testudo, Thalassochelys). Die
hauptsächlich motorischen Zellen liegen streng segmental zwischen
den Spinalnervenwurzeln.
Steineger, L. (1). The Herpetology of Porto Rico. Rep. U. S. Mus.
1902, pp. 549— 724, fieg, 1 pl. F.u. 8.
Aufgeführt werden 7 Amphibien, darunter 2 neue Arten und 32
Reptilien, darunter 7 neue Arten.
II. Reptilia und Amphibia für 1904. 43
— (2). A new species of Lizard from the Riukiu Archipelago,
Japan. Smiths. Collect. XLVII, pp. 294 u. 295. 8.
— (3). A new Lizard from the Rio Grande Valley, Texas. P. Soc.
Washington XVII, pp. 17—20. F.u. 8.
— (4). Amphibia versus Batrachia. Science (2) XX, pp. 924
u. 925.
Verf. wünscht auf Grund neuester Forschungen die Bezeichnung
„Amphibia‘“ für die betr. Wirbeltierklasse an Stelle des nur eine der
hierhergehörigen Ordnungen bezeichnenden Namens „Batrachia“
angewandt zu sehen. \
Suchard, E. Sur le reseau d’origine des vaisseaux lymphatiques
du poumon de la Grenouille. ©. R. Ass. Anat. 6. Sess. 1904, pp. 144
u. 145.
Vorläufige Mitteilung über den Ursprung der Lymphgefäße der
Froschlunge.
Tagliani, 6. Per la regenerazione delle cellule nervose dorsali
(Hinterzellen) nel midollo spinale caudale di Triton eristatus. Monit.
Zool. ital. XV, pp. 345—350, fig.
Stellt die Befunde von La Pegna über die ‚„‚Hinterzellen“ im Rücken-
mark von Triton cristatus richtig.
Tarchetti, €. Beitrag zum Studium der Regeneration der Haut-
drüsen bei Triton eristatus. Beitr. Path. Anat. 35. Bd., pp. 215—232,
pl. VII.
Beschreibt die aufeinanderfolgenden Stadien in der histologischen
Differenzierung der Hautdrüsen an regenerierten Tritonschwänzen.
Tiberti, N. Über die Sekretionserscheinungen in den Nebennieren
der Amphibien. Beitr. path. Anat. 36. Bd., pp. 161—183, pl. VIII.
Verf. konnte nach Injektion von auf die Drüsensekretion an-
regend wirkenden Stoffen (wie Pilokarpin, Nikotin) und von toxischen
Produkten des Stoffwechsels (wie Xanthin, Lemin, Taurocholsäure)
unter die Bauchhaut von Rana temporaria und Bufo vulgaris eine
Vermehrung der Metaplasmakörnchen in den Rindenzellen der Neben-
nieren feststellen, in manchen Fällen auch eine größere Menge solcher
Körnchen im venösen Sinus infolge von gesteigerter sekretorischer
Tätigkeit der Rindenzellen.
*Tirant, &. Liste des Tortues de l’Indo-Chine. Int. Pavie, Mission
Pavie Indo-Chine III, pp. 493 u. 494. F. u. 8.
Todd, Anne H. Results of infuries to the blastopore region of
the Frog’s embryo. Arch. Entwickmech. XVIII, pp. 489—506, figg.,
pls. XXIX u. XXX.
Untersuchungen an Eiern von Rana palustris, hauptsächlich den
Schluß des Blastoporus und hiermit zusammenhängende Erscheinungen
betreffend.
Tofohr, ©. (1). Das Chamaeleon im Terrarium. Bl. Aquarien-
kunde, Bd. 15, pp. 24—25, 39-—40, fig.
Verf. gibt biologische Mitteilungen nebst Ratschlägen für die
Fütterung dieser, den Terrarienbesitzern von ihm sehr empfohlenen,
interessanten Tiere.
44 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
— (2%). Der Scheibenfinger. Bl. f. Aquarienkunde, Jahrg. 15,
pp- 135 u. 136, fig. 8.
Tölg, F. Beiträge zur Kenntnis drüsenartiger Epidermoidal-
organe der Eidechsen. Arb. Zool. Inst. Wien XV, pp. 119—154, pls.
IXx—X1
Verf. untersuchte bei Zacerta agilis, muralis, serpa, viridis, viridis
var. maior Blgr., Acanthodactylus pardalis Licht., Lriolaemus pietus
D.B., Blanus cinereus Vard., Tachydromus tachydromoides Schleg.,
Agama inermis, Ag. stellio, Varanus griseus die als Femoral-, Anal-,
Praeanal- bezw. Inguinalorgane beschriebenen Bildungen.
Tornier, &. (1). Entstehung und Bedeutung der Farbkleidmuster
der Eidechsen und Schlangen. S. B. Ak. Berlin, 1904, pp. 1203—1214,
figg.
Verf. unterscheidet Furchenmuster bei Tieren mit geringerer
Körperbewegung und Faltenmuster bei Tieren mit stärkerer Körper-
bewegung; bei letzteren sind Hautstellen, die bei Bewegungen in Falten
gelegt werden, hell gefärbt, während dem Körper dauernd anliegende
Hautpartien dunkel bleiben.
— (2). Bau und Betätigung der Kopflappen- und Halsluftsäcke
bei Chamaeleonen. Ein Beitrag zur Biotechnik. Zool. Jahrb. Anat.
XXI, pp. 140, pls. I u. II.
Verf. konnte durch seine, hauptsächlich an Chamaeleon gracilis
angestellten, Untersuchungen und Versuche feststellen, daß die Hals-
luftsäcke und Kopflappen nicht durch Muskeln aufgerichtet werden,
sondern dadurch, daß von der Lunge aus Luft in sie hineingeblasen
wird, in den Halsluftsack von der Luftröhre selbst aus, in die Kopf-
lappen durch die Tubae Eustachı.
— (3). Über das Auffinden von Tropidonotus tessellatus (Laur.)
in Mitteldeutschland. 8. B. Ges. naturf. Berlin 1904, pp. 197 u. 198.
F.u. 8.
— (4). Entstehen der Farbkleidmuster und Körperform der
Schildkröten. 8. B. Ges. naturf. Berlin 1904, pp. 297—307.
Helle Partieen bilden sich, wo infolge ungleichen Wachstums von
Schildern und Körper Spannungen in der Haut auftreten, wodurch die
Ausbildung von Chromatophoren gehemmt wird. — Die Schildkröten-
form leitet Verf. aus der als Schreckgestalt angenommenen aufge-
blasenen Körperform eidechsenartiger Vorfahren ab, wobei die Ver-
hornungen als Folge der Spannungen in der Haut und der Reibung
an Wasser und Boden gedeutet werden.
— (5). Experimentelle Ergebnisse über angeborene Bauchwasser-
sucht, Spina bifida, Wasserkopfbildung, 3—6 Hintergliedmaßen, Ver-
erbung von Pathologischem, Pseudoschwimmhäute usw. 8. B. Ges.
naturf. Berlin, 1904, pp. 164—168.
Vorl. Mitteilung über Experimente der genannten Art am Axolotl
und Pelobates fuseus.
*Toth, Z. Adatok a voröshasu unka (Bombinator igneus Laur.)
ovetokjanak alaktanı ismeretehez. Allatt. Kozl. Magyar. Tars. III,
pp. 89—98 u. 117, pls. I—IL.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 45
Tribendeau, —. Sur les enclaves contenues dans les cellules des
tubes contournes du rein chez la tortue, &tudiees comparativement
en &t& et en hiver. C. R. Soc. Biol. LVI, pp. 266—268.
Verf. beschreibt drei Arten von Einschlüssen in den Zellen der
„tubuli contorti‘“ der Nieren von Testudo mauritanica, die er im Winter
zahlreicher bezw. größer fand als im Sommer.
Ulmer, 6. Zur Fauna des Eppendorfer Moores bei Hamburg.
Verh. Ver. Hamburg (3) XI, pp. 1—24. F.
Unger, L. Untersuchungen über die Morphologie und Faserung
des Reptiliengehirns. I. Bericht: Das Vorderhirn des Gecko. 8. B.
Akad. Wien. CXIIL, 3. Abt. pp. 141—160, 2 pl. 8.
Vaillant, L. (1). La livree neotesique de la Tortue sillonnee (Tesiudo
calcarata Schneider). Bull. Mus. Paris 1904, pp. 186 u. 187, figg. 8.
Betrifft das Jugendkleid von Testudo calcarata.
— (2). Le grand Serpent de mer observ@ de nouveau dans la
Baie d’Along. Bull. Mus. Paris. 1904, pp. 217 u. 218.
Auftreten der „großen Seeschlange‘“ in Hinterindien. Aus den
Beobachtungen französischer Marineoffiziere glaubt Verf. auf ein
„mosasaurusartiges“ Wesen schließen zu dürfen.
— (3). Quelques Reptiles, Batraciens et Poissons du Haut-
Tonquin. Bull. Mus. Paris 1904, pp. 297—301. F.
Führt 9 Arten auf, keine neue.
— (4). Sur l’habitat singulier d’un Batracien anoure (Megalizalus
leptosomus Peters) de l’Afrique tropicale ouest. Bull. Mus. Paris 1904,
pp. 436—438. 8.
Nach brieflicher Mitteilung an den Verf. fand Dr. Macland eine
größere Anzahl von Fröschen der genannten Art in einem durch ein,
vielleicht von Menschenhand erzeugtes, Loch nach außen offenen Inter-
nodium emer Bambusptlanze vor. Eine Erklärung für dieses Verhalten
der Tiere vermag Verf. nicht zu geben.
Van P£e, P. Les membres chez Amphiuma. Anat. Anz. XXIV,
pp- 476482, figg. 8.
Verf. schließt aus der großen Variabilität in der Zahl der Zehen
und der Anordnung der Knochenelemente in Carpus und Tarsus von
Amphiuma means und tridactylum auf regressive Vorgänge in den zur
Lokomotion ohnehin fast untauglichen Extremitäten.
Vasiljev, 3. Zumeces scutatus ‚in der transkaspischen Provinz‘
(Russischer Text). Annuaire Mus. St. Petersb. IX, pp. XIII—XV.
S.u.R. {
*Yeith, ©. A kolzkäs siklo (Tropidonotus tessellatus Laur.) eleteböl.
Allatt. Kozl. Magyar Tars. III, pp. 229, 230 u. 239. 8.
Enthält biologische Bemerkungen über Tr. tessellatus: (n. Intern
Catol. Scient. Liter., Zoology 1904).
Verrill, A. E. (£). Additions to the Fauna of the Bermudas from the
Yale Expedition of 1901, with Notes on other species. Tr. Connect. Ac.
XI, 1903, pp. 15—62. F. u. 8.
*— (2). The Bermuda Islands. Tr. Connect. Ac. XI, 1903, pp. 413
— 956; figg. F.
46 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Versluys, 3. jun. Über Kaumuskeln bei Lacertiliern. Anat. Anz.
XXIV, pp. 641—644.
Verfasser gibt auf Grund eigener früherer Untersuchungen Be-
richtigungen zur Nomenklatur einiger Kaumuskeln von Lacertiliern
in einer Arbeit von Ch. Bradley: Muscles of mestication and movements
of the shull in Lacertilia in Zool. Jahrb. Anat. u. Ontog. Bd. 18, 1903.
Vinassa de Regny, P. E. Fossili ed impronte del Montenegro.
Boll. Soc. geol. Ital. XXIII, pp. 307—322, pl. IX. F.
Von Reptilien wird eine neue Art eines Fussabdrucks aufgeführt.
Vintschgau, M. v. Wirkung der Wärme auf das Froschherz nach
Anlegung linearer Quer- und Längsquetschungen. (Vorläufige Mit-
teilung). Arch. f. ges. Physiol. Bd. 102, pp. 185—195.
Verf. beschreibt die mannigfachen Veränderungen in der Tätigkeit
einzelner physiologisch abgetrennter Herzabschnitte bei Erwärmung
des ganzen Herzens.
Volz, W. Schlangen von Palembang (Sumatra). Zool. Jahrb.,
Syst. XX, pp. 491—508. F. u. 8.
Führt 29 Arten auf, darunter 3 für Sumatra neue Arten.
*Wall, F. (1). Cannıbalism in Snakes. J. Bombay Soc. XV, pp. 524
u. 925. 8.
— (2). Occurrence of a rare Sea Snake (Distira gillespiae) on the
Malabar coast. J. Bomb. Soc. XV, pp. 723—726, fig. F. u. 8.
Wandoliek, B. Eine bucklige Testudo graeca L. Zool. Jahrb.
Syst. XX, pp. 151—166, figg.
Verf. beobachtete an einer sehr monströsen Testudo graeca fast
gänzliches Verschwinden der Nähte im Carapax, sowie Faltung und
Verlängerung der Rückenwirbel, verbunden mit geringer Verknöcherung,
Zerrung und Verbiegung der ireien Rippen.
Walther, 3. Die Fauna der Solenhofener Plattenkalke. Bio-
nomisch betrachtet. Festschr. Haeckel, pp. 133—214, figg., pl. VIII. F.
Verf. gibt eine Übersicht über alle bisher aus den Solenhofer
Plattenkalken bekannt gewordenen Fossilien, bespricht ihre Verteilung
auf Land und Meer (Süßwasserfauna fehlt!), die erhaltenen Fußspuren,
von denen einzelne auf Archaeopteryx und verschiedene Flugsaurier
zurückgeführt werden und erörtert schließlich die geologische Ent-
stehung der Plattenkalke und die mit ıhrer Bildungsweise zusammen-
hängende, so überraschend feine Erhaltungsmöglichkeit der in ihnen
eingeschlossenen Fossilien.
Wendelstadt, —. Experimentelle Studien über Regenerations-
vorgänge am Knochen und Knorpel. Arch. mier. Anat. LXIII,
pp- 766—795, pls. XXXVIH— XL.
Bei Tritonen erfolgt Regeneration amputierter Extremitäten-
knochen vom Periost und den die Markhöhle auskleidenden Zellen
aus; beim Axolotl werden amputierte Gliedmaßenknorpel von
den stehengebliebenen Knorpelzellen unmittelbar neugebildet.
Werner, F. (1). Reptilien und Batrachier. Ergebnisse der Ham-
burger Magalhaensischen Sammelreise, 21 pgg. 1 pl. F. u. 8.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 47
Aufgeführt werden 14 Lacertilier, darunter 2 neue Arten, 2 Ophidier
und 12 Batrachier, darunter 1 neue Art.
— (2). Zur Kenntnis der Lacerta danfordi Gthr. und der oxy-
cephalen Eidechsen ‚überhaupt. Zool. Anz. XXVII, pp. 254—259. 8.
Behandelt die Unterschiede zwischen Lacerta danfordi Gthr.,
Lacerta graeca und den ihnen am nächsten verwandten Formen.
— (3). Beschreibung neuer Reptilien aus den Gattungen Acantho-
saura, Calotes, Gastropholis und Typhlops. Zool. Anz. XXVII, p. 461
—464. 8.
— (4). Beiträge zur Biologie der Reptilien und Batrachier. Biol.
Centralbl. XXIV, pp. 332—34, fıgg.
Verf. berichtet 1. über große Verschiedenheit in der Beschuppung
einer alten Epicrates angulifer und ihrer beiden Jungen. 2. Über Vor-
boten des natürlichen Todes bei Reptilien und Amphibien: Anderung
der Lebensweise; Aufhellung der Färbung bei Formen mit Farbwechsel ;
oroße Unruhe bei Schlangen. 3. Über Vegetarianismus bei Reptilien.
Dieser kommt am häufigsten, ausschließlich wohl niemals, bei größeren
Formen vor, niemals bei Krokodilen und Schlangen. 4. Über Variabilität
bei Reptilien, besonders bei Zamenis gemonensis und Lacerta muralıs.
— (5). Aus meinen Terrarien. Natur u. Haus. Jahrg. 12. pp. 132
—136.
Verf. berichtet über die von ihm 1903 lebend gehaltenen Amphibien
und Reptilien und teilt seine Erfahrungen über Ernährung und Zu-
sammenleben verschiedener Formen mit. |
— (6). Die Warane. Bl. Aquarienkunde Bd. 15, pp. 84—87,
99—101, fig. 8.
— (1). Leguane in Gefangenschaft. Bl. Aquarienkunde, Bd. 15,
pp: 339—349, figeg.
Enthält biologische Bemerkungen über /quana tuberculata, Cieno-
saura und Metopocereus cornutus.
— (8). Eine Jagd auf Spitzkopfottern bei Wien. Bl. f. Aquarien-
kunde, Jahrg. 15, pp. 161—162. F.
Behandelt das Vorkommen von Vipera ursinii sowie von Lacerta
vivipara und Tropidonotus natriz var. persa bei Grammat-Neusiedl
in der Nähe Wiens.
Wetzell, &. Zentrifugierversuch an unbefruchteten Eiern von Rana
fusca. Arch. mikr. Anat. Bd. 13, pp. 636—642, fıgg.
Verf. konnte an zentrifugierten unbefruchteten Froscheiern ‚keine
Verschiebung oder Umkehrung in der Lokalisation der gestaltbildenden
Herde‘ feststellen.
*TWickes, W. H. The Rhaetic Bone Beds. P. Bristol Soc. (2)
X, pp. 213—227.
Wieland, 6. R. (1). Structure of the Upper Cretaceous Turtles
of New Jersey. Adocus, Osteopygis and Propleura. Amer. J. Sei. (4)
XVII, pp. 112—132, figg., pls. I-IX. F.u. 8.
— (2). Structure of the Upper Cretaceous Turtles of New Jersey:
Lytoloma. Am. J. Sei. (4) XVIII, pp. 183—196, figg., pls. V-VIL.
F.u.S8.
48 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Wilder, H. H. The early development of Desmognathus fusca. Amer.
Natural. XXXVIII, pp. 117—125, figg. 8.
Die Furchung beginnt holoblastisch, später zeigt das Ei große
aber nur scheinbare Ähnlichkeit mit meroblastischen Eiern.
Willey, A. Dendrophis bifrenalis Boulenger. Spolia Zeylan. I,
pp. 116 u. 117. F.u. 8.
Bemerkungen über individuelle Variation dieser Art sowie Be-
merkungen über die Verbreitung anderer Schlangen auf ÜCeylon.
Williston, S. W. (1). The temporal arches of the Reptilia. Biol.
Bull. VII, pp. 175—192, figg.
Bemerkungen zur Phylogenie der Reptilien unter bee
Berücksichtigung des Schläfenbogens und seiner verschiedenartigen
Zusammenstellung aus verschiedenen Knochenelementen.
*— (2). The relationsships and habits of the Mosasaurus. J.
Geol. XII, pp. 3—51. 8.
*— (3). Notice of some new Reptiles from the Upper Trias of
Wyoming. J. Geol. XII, pp. 688—697, fiıgg. F. u. 8.
T— (4). The fingers of Pterodactylus. Geol. Magas. (V) 1, pp. 59
u. 60. 8.
T— (5). The stomach stones of the Plesiosaurs. Science (2) XX,
. 565.
4 Verf. bestätigt die von Brown (s. diesen) geäußerte Ansicht über
die Bedeutung der Magensteine bei Plesiosaurus.
*Wilson, 3. @. The relation of the motor endings on the muscle
of the Frog to neighbouring structures. Journ. comp. Neur. Physiol.
Granville, vol. 30, pp. 370380, figg.
Untersuchungen über die motorischen Nervenendigsungen in der
Muskulatur des Frosches (n. Zool. Jahrber. Stat. Neapel).
Winslow, 6. M. Three cases of abnormality in Urodeles. Tufts
Colleg. Stud. No. 8, pp. 387—410, pls. I u. Il.
Betrifft 1. eine gegabelte Zehenspitze bei Amöblystoma punctatum,
2. einen doppelten Schwanz beı Plethodon glutinosus, 3. ein Amblystoma
punctatum mit doppeltem rechten Hinterbein.
Wintrebert, P. (1). Sur la valeur comparee des tissus de la queue
au point de vue de la regeneration chez les larves d’Anoures et sur
l’absence possible de cette r&egeneration. Ü. R. Ac. Sci. XXXIX, pp. 432
—434.
Nach Untersuchungen an Alyteslarven ist Regeneration des
Schwanzes nur möglich bei Erhaltung seines Stützgewebes.
— (2). Sur la position des centres nerveux reflexes de la queue
chez les larves d’Anoures. I. Etude experimentale. C. R. Soc. Biol.
LVI, pp. 581 u. 582.
Die reflektorischen Nervenzentren für den Schwanz liegen nach
Untersuchungen an Alyteslarven zwischen dem 10. und 12. Spinal-
nervenpaar.
— (3). Sur la limite des zones periphöriques d’innervation
reflexe des centres nerveux dans la queue des Urodeles. C. R. Soc.
Biol. LVI, pp. 582—584. 8.
II. Reptilia und Amphibia für 1904. 49
— (4). Sur la regeneration des membres posterieurs chez l’Axolotl
adulte apres ablation de la moelle lombo-sacree. C. R. Soc. Biol.
LVI, pp. 725 u. 726. 8.
Verf. konnte auch nach Entfernung eines Teiles des Rückenmarks
am erwachsenen Axolot! nach Amputation der ursprünglichen Ex-
tremität das Hervorwashsen. einer neuen Gliedmaße beobachten,
eine Möglichkeit, die Rubin und Goldstein bestritten hatten.
— (3). Sur Pexistence d’une irritabilite excito-motrice primitive,
ind&pendente des nerveuses chez les embryos cilies de Batraciens. C.
R. Soc. Biol. LVII, pp. 645—647.
Verf. beobachtete an operierten sehr jungen Embryonen von
Rana esculenta und Siredon pisciformis vorübergehend eine von den
Nervenbahnen und dem Zentralorgan unabhängige Reizbarkeit.
Wolff, ©. Entwicklungsphysiologische Studien Ill. Zur Analyse
der Entwieklungspotenzen des Irisepithels bei Triton. Arch. mikr.
Anat. Bd. 63, 1904, pp. 1—9. pl. I.
Verf. beobachtete nach Irıdotomie bei Triton taeniatus und eristatus
Regeneration der Iris von ihrer Wurzel aus, nicht durch Zellwucherung
von den Wundrändern aus.
Wolterstorif, W. (1). Über Triton blasii de l’Isle und den ex-
perimentellen Nachweis seiner Bastardnatur. Zool. Jahrb., Syst. XIX.,
pp: 647—661.
Verf. konnte typische Exemplare von Triton blasii durch Kreuzung
von Triton ceristatus subsp. carnifex Q und Triton marmoratus 3 erzielen.
— (2). Beiträge zur Fauna der Tucheler Heide. Schr. Ges. Danzig
(2) XI, Heft 1 u. 2, pp. 140—240, pl. 1. F.u. 8.
Die Arbeit enthält eine genaue Beschreibung aller Sammelstellen,
mit Aufführung aller daselbst beobachteten oder gesammelten Arten,
die außerdem in systematisch geordneter Reihenfolge besprochen
werden.
— (3). Über das Vorkommen des Triton palmatus Schneid. bei
Harburg. Zool. Anz. XXVIII, pp. 59—63. F. u. 8.
Behandelt die Verbreitung von Triton palmatus im allgemeinen
unter besonderer Hervorhebung seines natürlichen Vorkommens bei
Harburg.
— (4). Triton blasii de l’Isle, ein Kreuzungsprodukt zwischen
Triton marmoratus und Triton ceristatus. Zool. Anz. XXVIII, pp. 82
—8&6. 8.
Verf. konnte durch Kreuzung von Triton eristatus subsp. typrica
und subsp. carnifex mit Triton marmoratus in beiden Richtungen
typische Exemplare von Triton blasii erzielen.
Woodland, W. Note on an Abnormal Condition of the Bladder in
ne Frog (Rana temporaria). Zool. Anz. XXVIII, pp. 404 u. 405,
ıg. 8.
Verf. beobachtete einen mißgebildeten linken Harnblasenlappen,
bestehend aus einer engen Röhre mit kuglig angeschwollenem Ende,
das im medianen ventralen LymphsinusaußerhalbderKörper-
muskulatur lag. Ein in ihm eingeschlossenes Polystomum
Arch. f. Naturgeseh. 72. Jahrg. 1906. Bd. IL. H.1. (III) 4
50 III. Reptilia und Ampbhibia für 1904.
integerrimum war dicker als der röhrenförmige Abschnitt des Blasen-
lappens.
TWoodward, A. 8. (li). On Two New Labyrinthodont Skulls
of the Genera Capitosaurus and Aphaneramna. P.Z.S. 1904, II, pp. 170
—176, fig., pl. XIu. XI. 8.
T— (2). On some Dinosaurian bones from South Brazil. Rep.
Br. Ass. 1903, p. 663. F. und 8.
*7— (3). Notes from footprints from the Keuper of South
Staffordshire. J. Northampton Soc. XII, pp. 22—24, fieg. F.
Woodward, H.: The Presidents Address: The evolution of verte-
brate animals in Time. J. Ak. Mier. Soc. 1904, pp. 137—164.
Gibt auf Seite 141-149 eine Übersicht über die Phylogenie der
Amphibien und Reptilien mit kurzen Beschreibungen der für die
einzelnen Perioden in der Phylogenie charakteristischen Formen.
Yung, E. De l’influence du regime alimentaire sur la longueurs
de l’intestin chez les larves du Rana esculenta. ©. R. Ac. Scı. OXXXIX,
pp: 749— 751.
Mit Pflanzennahrung ernährte Froschlarven haben einen längeren
Darm als mit Fleischnahrung ernährte Larven, bei beiden verkürzt
sich der Darm mit Beginn der Metamorphose.
Zang, R. (1). Faunistische und biologische Bemerkungen zu einigen
deutschen Reptilien und Amphibien. Zool. Anz. XXVII, pp. 701
—/04. Fu. 8.
— (2). Zur horizontalen und vertikalen Verbreitung einiger
Reptilien und Amphibien in Deutschland und der Schweiz. Zool. Anz.
XXVII, pp. 249—251. F.
Betrifft Lacerta viridis, L. vivipara, Anguis fragilis var. maculata,
Coluber Aesculapiü, Rana muta, Bufo vulgaris, Triton ae Tr. para-
doxus.
Übersicht nach dem Stoff.
Anatomie.
Anatomie des Gesamtkörpers oder einzelner Körperteile.
Entwicklung von Gliedmaßen und Schwanz bei Gongylus ocellatus: Alonze.
— Situs viscerum bei Hydrus platyurus und Platyurus colubrinus. Beddard (8).
— Anatomische Merkmale der Boidae als Zeichen ihrer niederen systematischen
Stellung: Beddard (10). — Anatomie des Frosches III. Lehre von Eingeweiden,
Integument und Sinnesorganen: Gaupp (2). — Hypochorda bei Salamandra:
Reinhardt. — Anatomie der Urodelenextremität: Sieglbauer.
Haut und Hautgebilde.
Schenkeldrüsen von Onemidophorus lemniscatus: Cohn. — Giftdrüsen am
Schwanz von Plethodon: Esterly. — Cuticularhärchen auf den Pfoten von Platy-
dactylus mauritanicus: Kunitzky. — Exoplasma ir den Epithelzellen des Kaul-
quappenschwanzes bei Rana: Mereier (1). — Bau und Funktion der Moschus-
drüse beim Caiman: Pettit u. Geay. — Eischwiele der Sauropsiden: Pondrelli. —
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 51
Differenzierung der Hautdrüsen an regenerierten Tritonschwänzen: Tarchetti.
— Drüsenartige Epidermoidalorgane bei Eidechsen. Tölg. — Farbkleidmuster
bei Eidechsen und Schlangen: Tornier (1). — Kopflappen und Halsluftsäcke bei
Chamaeleonen: Tornier (2). — Entstehen der Farbkleidmuster der Haut und der
Körperform bei Schildkröten: Tornier (4).
Skelett und Schädel.
Skelett: Parasternum und poststernale Rippen bei Tiliqua: Beddard (9).
— Echte Abdominalrippen bei Tiliqua. Beddard (11). — Handskelett von Proco-
lophon: Broom (19). — Fußskelett von dieynodonten oder therocephalen Reptilien
aus der Trias Südafrikas: Broom (fl). — Skelettelemente in der regencrierten
Vorderextremität des Frosches: Byrnes (1). — Bau des Vorderfußes von Dime-
trodon: Case (3). — Wirbelbildung im allgemeinen und Bildung der ersten Hals-
wirbel: Jaekel (2). — Skelettreste von sauropoden Dinosauriern: Osborn (1). —
Lage der Knochen im Vorderarm der Sauropoden zueinander: ®sborn (4). —
Homologie der Finger der Pterodactylen: Wiliston (4).
Schädel: Bau des Unterkiefers und seine Articulation am Schädel bei
Theriodonten, im Vergleich zu den Säugetieren: Broom (f). — Schädel von Ano-
modontiern: Broom (8). — Schädel von Theriodonten im Albany Museum:
Broom (9). — Schädelknochen von Dimetrodon: Case (2). — Schädel von Dieyno-
donten: Jaekel (3). — Columella auris und Nerv. facialis bei Urodelen: Kingsbury.
— Zahnbau bei Giftschlangen Travancores: Pillay. — Bau des Schläfenbogens
der Reptilien: Williston (1). — Schädel von Capitosaurus und Aphaneramna:
Woodward, A. 8. (1). «
Muskulatur.
Hautmuskeln von Schlangen: Bufia. — Zungenbein-, Kiemenbogen und
Kehlkopfmuskulatur von Urodelen: Drüner. — Histogenese der quergestreiften
Muskulatur von Necturus: Eyeleshymer (2). — Musculus popliteus und seine
Sehne: Fürst. — Kaumuskein der Schlangen und ihre Beziehungen zur Giftdrüse:
Rosen. — Über Kaumuskeln bei Lacertiliern: Versluys.
Nervensysiem.
Entwicklung des Rückenmarks bei Amphibien: Barbieri. — Entwicklung des
Ganglion ophthalmieum und maxillo-mandibulare des Trigeminus bei Gymno-
phionen: Brauer. — Commissura superior bei Amphibien und Reptilien: Cameron
(1). — Feinere Innervation des praeocularen Meniskus bei Ophidiern: Carpi. —
„Korbartige‘‘ Nervenendigungen an den Dorsalmuskeln von Anuren: Cecche-
relli. — Nervenverbreitung im Augenlidapparat von Ophidiern: €revatin. —
Markhaltige Nervenfasern in der hinteren Extremität von Rana: BDonaldson.
— Innervation des M. recetus medialis oculi bei Anuren: Gaupp (1). — Bau des
Zwischenhirns bei Seps chaleides: Gianelli. (2) u. (3). — Columella auris und
Nervus facialis bei Urodelen: Kingsbury. — Entwicklung der Hypophyse bei
Amblystoma: Kingsiey u. Thyng. — Nervenzellen im „‚plexus solaire‘“ des Frosches:
Laignel-Lavastine. — Innervation des Gaumens bei Rana: Prentiss. — Nerven-
bahn im Rückenmark von Emys: Rossi. — Periphere Zellgruppen des Rücken-
marks bei Reptilien: Sterzi. — „Hinterzellen‘ im Rückenmark von Triton eristatus:
4*
52 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Tagliani. — Vorderhirn des Gecko: Unger. — Motorische Nervenendigungen in
der Froschmuskulatur: Wilson.
Sinnesorgane.
Parietalauge und andere Organe des Zwischenhirndaches bei Lacerta: Balli.
— Bilateraler Bau der Epiphysis bei Amphibien: Cameron (2). — Entwicklung
des Parietalauges bei Seps chaleides: Giannelli (1). — Entwicklung der Sinnes-
organe der Seitenlinie bei Amphibien: Harrison (2). — Strukturelement der
Froschretina: Kolmer. — Parietalauge und seine Funktionsfähigkeit bei Reptilien:
Staderini. — Reflectorische Nervencentren für den Schwanz von Anurenlarven:
Wintrebert (2). — Abgrenzung der peripheren Nerven der refleetorischen Nerven-
centren im Urodelenschwanz gegeneinander: Wintrebert (3).
Darmsystem u. Anhangsorgane.
Histologie des Darmkanals von Amblystoma: Bates. — Drüsen in der Oeso-
phagus - Schleimhaut der Reptilien: Beguin (%2). — Histologischer Bau der
Zungenscheide bei T’ropidonotus natrix: Branca (1) u. (6). — Struktur der elastischen
Fasern im Mesenterium des Frosches und ihr Zerfall bei Entzündung: Dubreuil.
— Entwicklung der Cavitas hepato-enterica bei Triton und Rana: Giannelli (4).
— Über die sechsten Schlundtaschen der Amphibien und ihre Beziehungen zu
den postbranchialen Körpern: Greil. — Über Koprolithen und Enterolithen:
Hoernes. — Eigentümliche Gebilde in den Leberzellen von Amphibien: Koiransky.
— Entwicklung der Thyreoidea und ihre Beziehung zur Herzanlage bei Am-
phibien, besonders Triton alpestris: Muthmann. — Koprolithen von hetero-
polarem und amphipolarem Typus: Neumayer, Lk. — Histologie der Leber von
Alligator: Pettit. — Entwicklung der Thymus und anderer Kiemenspaltenderivate
bei Sauriern und Schlangen: Saint-Remy u. Prenant.
Respirationsorgane.
Bau der Lunge bei Hydrus platyurus und Platyurus colubrinus: Beddard (8).
— Verhalten der Chromosomen bei Mitosen in den Kiemenfäden der Salamander-
larven: Kowalski. — Ursprung der Lymphgefäße in der Froschlunge. Suchard.
Blutgefäßsysiem und Blut.
Venensystem bei Eidechsen: Beddard (1). — Gefäßsystem von T’upinambis:
Beddard (2). — Blutgefäßsystem der Ophidier: Beddard (3). — Gefäßsystem von
Chamaeleon und anderen Eidechsen: Beäddard (4). — Gefäßsystem der Boidae:
Beddard (6). — Muskulatur der Herzvorhofwände bei Emys: Bottazzi u. Ganfini.
— Pigmentierte Wanderzellen des Frosches: Enriques. — Lymphherzen bei
Fröschen: Hoyer. — Rote Blutkörperchen von Rana: Kunstler. — Feinerer Bau
des Randreifens der roten Blutkörperchen des Salamanders: Meves (1). — Die
Hünefeldt-Hensenschen Bilder der roten Blutkörperchen der Amphibien: Meves (2)
— Wirkung von Säure auf rote Blutkörperchen von Amphibien: Meves (3). —
Deformationen des Randreifens der roten Blutkörperchen beim Salamander. Meves
(4). — Ursprung der Lymphgefäße in der Froschlunge: Suchard.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 53
Urogenitalsystem.
Niere u. Nebenniere: Vergleich zwischen der Amphibien- und der
Fisch-Niere: Cargiule. — Entwicklung der Exkretionsorgane bei Amphibien.
Filatow. — Histologie der Nebenniere der Amphibien: &rynfeltt. — Entwicklung
von Mesonephros und Müller’schen Gängen bei Amphibien: Hail. — Anlage der
Zwischenniere bei Emys: Poll. — Vorniere und Bildung des Müller’schen Ganges
bei Salamandra: Rabl (1). — Bau und Function der Vorniere bei Amphibien:
Rabl (3). — Einschlüsse in den Zellen der ‚tubuli eontorti‘“ der Nieren von
Testudo mauritanica: Tribondeau.
Genitalorgane und Genitalzellen: Spermien von Disco-
glossus pietus: Ballowitz. — Histologie des Hodens bei Amblystoma: Branea (4).
— Spermatozoen im Bidderschen Organ bei Bufo vulgaris: Cerruti. — Genital-
organe bei Anniella: Coen u. Kunkel. — Entwicklung des Müllerschen Ganges
bei Amphibien: Hall. — Ductus efferens im Hoden von Zacerta: Morgera. — Re-
sorption von Spermatozoiden durch Follikelzellen bei Molge vulgaris: Perez. —
Bildung des Müller’schen Ganges bei Salamandra: Rabl (1). — Entwicklung
des Tubentrichters bei Salamandra: Rabl (2).
Entwicklung, Variation,RegenerationuwMißbildungen.
Fortpflanzung u. @ntogenie.
(Arbeiten über die Entwicklung einzelner Organe sind o ben bei dem betr.
Organsystem aufgeführt.)
Entwicklungsgeschichte der Kreuzotter bis zum Schlusse des Amnios:
Ballowitz (1). — Umwandlung der Spermatiden in Spermatozoiden bei Ambly-
stoma: Branca (2) und (5). — Fortpflanzung von Megalobatrachus mazximus:
Breili (4). — Bemerkungen über die Fortpflanzung verschiedener Urodelen:
Brüning. — Erste Entwicklungsstadien von Megalobatrachus maximus: de Bussy.
— Lagebeziehungen embryobildender Teile im Froschei zum Urmund: Hamecher.
— Beziehungen zwischen dem Nervensystem und der sich entwickelnden
Muskulatur beim Froschembryo: Harrison. — Eifurchung bei Desmognathus:
Hilton und Wilder. — Verhalten des Chromatins bei der Entwicklung der Ovocyten
von Triton: Janssens. — Eireifung und Befruchtung bei Amblystoma: Jenkinson
(2). — Fortpflanzung von Megalobatrachus maximus: Kerbert. — Samenträger
der Tritonen: Klunzinger. — Eierlegende Viper: Miller. — Oogenese von Olemmys
marmorata: Munson. — Eifurchung bei Anguis fragilis. Nicolas. — Entwicklung
der Eidechse: Peter (1—3). — Sexualelemente von Oryptobranchus alleghaniensis:
Reese. — Entwicklung von Hylodes martiniensis: Sampson. — Entwicklung
der pentadactylen Extremität bei verschiedenen Reptilien und Amphibien:
Sewertzofi. — Fortpflanzung von Pseudemys rugosa. Smith.
Phylogenie.
„Stammreptilien‘‘: Broili (3). — Entwicklung des Carpus und Tarsus der
Säugetiere: Broom (4). — Abstammung der Säugetiere: Fürbringer. — Phylogenie
der Reptilien, unter besonderer Berücksichtigung des Schläfenbogens: Williston (9).
— Phylogenie der Reptilien und Amphibien: Woodward, H.
54 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
j Variation, Regeneration, Mißhildungen,
Entwicklung von Embryonen in der Leibeshöhle des Muttertieres bei C’hal-
cides lineatus: Beddard (%). — Albinismus bei Troptidonotus natrix: Bernard (1).
— Ancmalie im Carapax von Emys orbicularis: Bianchard. — Degenerations-
erscheinungen im Hoden gefangen gehaltener Amblystoma: Branea (3). — Über-
zählige Extremitäten bei Unkenlarven: Braus (2). — Skelettelemente in der
regenerierten Vorderextremität des Frosches: Byrnes (1). — Regeneration der
Vorderbeine bei Kaulquappen: Byrnes (2%). — Rückbildnug des Schwanzes bei
Kaulquappen von Bufo vulgaris: Guieysse. — Regenerative Wundheilung am
Unterschenkel eines verletzten Laubfrosches: Kammerer (3). — Variabilität ın
Größe, Beschuppung und Färbung bei Vipera berus: Leighton (F) u. (2). — Re-
generationserscheinungen an der Froschhaut: Loeb u. Strong. — Regeneration
des Schwanzes bei Anurenlarven: Manicastri. — Entstehen überzähliger Glied-
maßen bei Pelobates fuscus: Mehely (3). — Abnorme Formen der Eientwicklung
bei Rana palustris: Morgan (2). — Variation in Zahl und Ausbildung der Zehen
bei Amphiuma: van Pee. — Fehlen von Zehen am linken Hinterfuß eines Laub-
frosches: Schuster (%). — Partielle Hemmunugserschemungen am Carapax von
Testudo tornieri: Siebenrock (2). — Variation in der Bildung der Kopfschuppen
bei Seincus offieinalis: Sokelowsky. — Variation bei Thamnophis sirtalis: Sperry.
— Monstrosität bei Testudo graeca: Wandelleek. — Regeneration von Knochen
und Knorpel bei Triton und Amblystoma: Wendelstadt. — 3 Abnormitäten bei
Amphibien: Winslow. — Regeneration des Schwanzes bei Alyteslarven: Win-
trebert (1). — Regeneration einer Extremität nach teilweiser Entfernung des
Rückenmarks bei Amblystoma: Wintrebert (4). — Regeneration der Iris nach
Iridotomie bei Triton: Wolif. — Mißbildung der Harnblase bei Rana temporaria:
Woodland.
Experimentelle Untersuchungen.
Weiterentwicklung verpflanzter Gliedmaßen bei Larven von Bufo vulgaris:
Banchi. — Künstliche Parthenogenese bei Rara fusca: Bataillen (1). — Partheno-
genetische Entwicklung von Bufoeiern infolge von Eintauchen in Wasser:
Bataillon (2). — Experimentelle Untersuchungen an den Eiern von Rana fusca:
Brachet. — Ergebnisse der Transplantation von Organanlagen bei Bombinator-
larven: Braus (1). — Verpflanzung der Thyreoidea bei Amphibien: Ehristiani.
— Bilaterale Symmetrie im Ei von Necturus: Eyeleshymer (2). — Weiter-
entwicklung von Teilstücken von Anurenlarven: Geggio. — Orientierung von
Froscheiern im Raume zur Bestimmung der Lage der Teilebenen, des Kopf- und
Schwanzendes: Hertwig (1). — Einfluß der Centrifugalkraft auf die Eientwicklung
bei Rana: Hertwig (2). — Beziehungen zwischen Froschei und daraus sich ent-
wickelndem Organismus: Hertwig (3). — Hemmende Einwirkung verschiedener
Lösungen auf die Entwicklung von Froscheiern: Jenkinson (2). — Abhängigkeit
der Linsenentwicklung beim Frosch von der Berührung des Augenbechers mit
der Haut: Lewis. — Entwicklung von Kröteneiern unter vollständigem Aus-
schluß von Schwerkraft und Centrifugalkraft: Rforgan (1). — Abnorme Formen
der Eientwicklung bei Rana palustris: Morgan (2). — Entwicklung von Frosch-
eiern nach Zerstörung der ersten Blastomeren: Morgan u. Torelle. — Atypische
Linsenentwicklung. unter abnormen Bedingungen: Sehaper (£). — Einfluß ven
Radiumstrahlenemanation auf embryonale und regenerative Entwicklungs-
II. Reptilia und Amphibia für 1904. 55
vorgänge: Sehaper (2). — Experimentell erzeugte Doppelbildung mit eyelopischem
Defect bei Triton: Spemann. — Experimentelle Ergebnisse über angeborene
Bauchwassersucht, Spina bifida, Wasserkopfbildung, 3—6 Hintergliedmaßen,
Vererbung von Pathologischem, Pseudoschwimmhäute, ete.: Tornier (5). —
Zentrifugierversuche an unbefruchteten Rans-Eiern: Wetzel. — Regeneration
einer Extremität nach teilweiser Entfernung des Rückenmarks bei Amblystoma:
Winirebert (4). — Regeneration der Iris nach Iridotomie bei Triton: Welit.
Physiologie, Gift, Parasiten w Biologie.
Physiologie.
Lähmende Wirkung eines durch Muskeltätigkeit erzeugten Giftes nach
Entfernung der Nebennieren beim Frosch: Abeleus (1). — Verdunkelung der Haut
des Frosches nach Entfernung der Nebennieren: Abelous (2). — Sauerstoff-
bedürfnis des Froschnerven: Baas. — Histologische Struktur des Darmes bei
gut ernährten und bei hungernden Exemplaren von Bufo und Lacerte: Beguin (1).
— Physiologie des Nervensystems der Schlangen: Carison. — Hungerversuche
mit Gongylus ocellatus in mit Feuchtigkeit gesättigter Luft: Casella. — Ver-
änderungen in dsr Retina von Rana dureh Licht und Dunkelheit: Chiarini. —
Atmungsbewegungen einer marinen Schildkröte: €Couvreur. — Jodgehalt in
Organen von Tesiudo: Doyon u. Chenu. — Resorption des Dotters im Vipsrnei:
Dubuisson, — Zuckungsform verschiedener Froschmuskeln: Funaoka. — Zerstör-
barkeit und Restitutionsfähigkeit des Eiplasmas bei Amphibien: Gurwiisch. —
Einfluß der Großhirnhemisphären des Frosches auf das Gleichgewicht des Körpers
nach Zerstörung des Labyrinthes auf einer Seite: Henri u. Stoedel. — Atmung
bei Fröschen: Hill und Keith, — Schwankungen des elektrischen Potentials in
in Entwicklung begriffenen Schildkröteneiern: Hyde. — Beziehungen zwischen
Funktion des Hodens und sekundären Geschlechtscharakteren bei Rana: Loisel (2).
— Einfluß derWärme auf die Bewegungen des Froschherzens: Mathieu. — Chemische
Reaktionen von Granulationen in der Froschniere: Mereier (%). — Anregende
Wirkung von Kupfervitriollösungen auf die Entwicklung von Froscheiern: Porchet.
— Unempfänglichkeit von Testudo für Hundstollwutgift: Remlinger. — Schreit-
bewegungen bei verletztem Rückenmark bei Batrachoseps: Suyder. — Chemische
Veränderungen bei der Entwicklung im Ovarialei von Tropidonotus: Sommer
u. Wetzel. — Atmung bei Fröschen nach Durchschneidung des Vagus: Soprana.
— Sekretionserscheinungen in den Nebennieren von Amphibien: Tiberti. —
Wirkung von Wärme auf das Froschherz nach Anlegung linearer Längs- und
Querquetschungen: v. Vintschgau. — Vom Nervensystem unabhängige Reiz-
barkeit von Amphibienembryonen: Wintrebert (5).
Giit und Gifiwirkung.
Einwirkung von Cobragift auf das Herz von Fröschen und Säugern: Elliot.
— Wirkung des Giftes von Bungarus coeruleus: Elliot, Silar u. Carmichael. — Über
das Gift von Enhydrina valakadien und Enhydrus curtus: Fraser u. Eiliet. — Cobra-
gift und Antitoxin: Kyes (1). — Wirkung von Schlangengiften mit und ohne
Leeithin: Kyes (2). — Wirkung antitoxischer Sera von Naia und Hoplocephalus
gegen das Gift verschiedener Schlangen: Lamb. — Giftstoffe im Ei von Testudo
56 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
pusilla: Loisel (1). — Giftstoffe aus dem Ovarium von Rana: Loisel (3). — Gift-
stoffe aus verschiedenen Geweben des Froschkörpers: Loisel (4). — Überblick
über unsere heutige Kerntnis der Reptilien-. und Amphibiengifte: Marikovsky.
— Bestandteile des Schlangengifts: Naumann. — Gift von Salamandra atra:
Netolitzky. — Physiologische Verschiedenheit des Giftes verschiedener Schlangen-
arten: Noe. — Ursachen der natürlichen Immunität der Vipern und Nattern
gegen ihr Gift: Phisalix (1). — Chemischer Unterschied des Giftes von Vipern und
von der Cobra: Phisalix (2). — Schwächung des Viperngiftes durch Radium-
strahlen: Phisalix (3). — Physiologische Wirkung des Vipern- und Natterngiftes
und Gegenmittel gegen dieselben: Rogers. — Schlangengift und Gegenmittel:
Santessen.
Parasiten.
Haemogregarine in Bufo mauritanica: Billet (1) und Nicolle (1). — Haemo-
gregarine in Tropidonotus viperinus: Billet (2). — Haemogregarine in Emys
leprosa: Billet (3) und Ducloux. — Haemogregarinen in Lacerta ocellata: Biliet (4)
und Nicolle (3). — Entwicklungsstadien eines Trypanosoma in Rana: Billet (5).
— Haemogregarine in Gongylus ocellatus: Nicolle (2). — Haemogregarine in Teestudo
mauritanica: Sergent. — Haemogregarine in Rana catesbiana: Stebbins.
Biologie.
Bemerkungen über die Lebensweise von Scaphiopus solitarius: Abbott. —
Über das Trinken der Chamaeleons: Andres. — Über die Ernährung der Ringel-
natter und glatten Natter: Barbier (2). — Einfluß von Licht, Ernährung und
Chlorophyll auf die Entwicklung von Amphibien: Behn (1). — Einfluß des auf
Froscheier einwirkenden Sonnenlichts auf die Größe der ausschlüpfenden Em-
bryonen: Bohn(2).— Einfluß von verschieden starker Beleuchtung auf Froschlarven:
Bohn (3). — Beeinflussung der Vorliebe für Licht oder Dunkelheit bei Anuren-
larven durch Verdunkelung und Belichtung der Eier: Bohn (4). — Einfluß der
Belichtung von Rana- und Bufoeiern auf die Widerstandsfähigkeit der aus-
schlüpfenden Larven gegen Entkräftung aus Nahrungsmangel: Bohn (5). —
Neotenie bei Amphibien: Bretscher. — „‚Magensteine‘ bei Plesiosaurus: Brown, B.,
Eastman u. Williston. — Über die Lebensweise einiger Amphibien der malayischen
Halbinsel: Butler. — Über die Lebensweise von Lacertiliern in Gefangenschaft:
Ditmars (1). — Über Riesenschlangen in Gefangenschaft: Ditmars (%). — Nestbau
bei Fröschen: Franee. — Metamorphose von Amblystoma abhängig von guter
Ernährung: Herrera. — Über Megalobatrachus: Ishikawa. — Eßbare Amphibien:
Janson. — Schlangenfressende Blindschleiche: Kammerer (%). — Pflege der
Süßwasserschildkröten: Klingelhöffer. — Fortpflanzung und Anpassung an
äußere Lebensbedingungen bei Salamandra maculosa u. atra: Knoblauch (1). —
Biologie von Feuersalamander und Molchen in der Gefangenschaft: Knoblauch (2).
— Biologische Bemerkungen über verschiedene Reptilien und Amphibien:
Krefft (2, 3) u. (5—8). — Über Vipera berus: Leighten (3). — Cholerainfection bei
Salamandra: Neumayer, V. L. — Wasserökonomie der Amphibien und osmotische
Eigenschaften ihrer Haut: ®verten. — Einfluß von Wärme auf die Färbung von
Anolis: Parker u. Starratt. — Ernährung der Pythonen: Pellegrin (%). — Schutz-
mittel der Amphibien gegen Feinde.: Rosenbeck (1). — Biologische Bemerkungen
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 57
zur Entwicklungsgeschichte des Feuersalamanders: Rosenbeck (2). — Über
Crocodilus porosus: Seherer (3). — Brutpflege bei Amphibien: Schoenichen. —
Beobachtungen an gefangen gehaltenen deutschen Nattern: Schuster (1). —
Biologische Mitteilungen über im Terrarium gehaltene Chamaeleone: Tofohr (1).
— Über Hemidactylus verrucosus: Toiohr (2). — Über Megalixalus leptosomus:
Vaillant (4). — Über Tropidonotus tessellatus: Veith, — Cannibalismus bei
Schlangen: Wall. — Biologische Bemerkungen über verschiedene Reptilien und
Amphibien: Werner (4—7). — Kreuzung von Triton marmoratus u. Tr. eristatus
liefert Tr. blasii: Woltersdorfi (f) u. (4). — Einfluß der Nahrung auf die Länge
des Darmes bei Froschlarven: Yung. — Biologische Bemerkungen über einige
deutsche Reptilien und Amphibien: Zang (1).
Nomenklatur.
Über einige Gattungsnamen: €siki. — Richtigstellung eines Gattungsnamens
unter den Colubriden: Peche (1). — Zur Nomenelatur der Salamandrinen:
Poche (2). — Amphibia versus Batrachia: Steineger (4).
Faunistik.
A. Recente Formen.
Mehrere Weltteile.
Verbreitung der Krokodile auf dem Erdball: Reiche (1).
Europa.
Verbreitung aller europäischen Schlangenarten: Reiche (2).
Deutschland: Vorkommen von Lacerta viridis im Elsaß: Leydhecker. — Vor-
kommen von Tropidonotus tessellatus bei Gera in Thüringen: Tornier (3).
— Fauna des Eppendorfer Moores bei Hamburg: Ulmer. — Beiträge zur
Fauna der Tucheler Heide (Westpreußen): Welterstorff (2). — Vorkommen
von Triton palmaius bei Harburg: Weltersterfi (3). — Verbreitung einiger
Reptilien und Amphibien in Südwestdeutschland: Zang (1). — Horizontale
und vertikale Verbreitung einiger Reptilien und Amphibien in Deutschland
und der Schweiz: Zang (2).
Frankreieh: *Schlangen aus den Alpen der Dauphine: Cepede. — Vorkommen
von Dermochelys coriaces in der Gironde: Pellegrin.
Griecheniand: Reptilien und Amphibien von Cephalonia: Sangiorgi.
Großbritannien: *Reptilien und Amphibien von Cambridgeshire: Gadow. —
*Einheimische Reptilien und Amphibien Großbr.: Gordon. — Reptilien
und Amphibien von Schottland, Nordwest-Hochland und der Insel Skye:
Harvie-Brown u. Maepherson. — Bemerkungen über einige Reptilien Groß-
britanniens: Leighten (3).
Italien : *Reptilien und Amphibien aus der Umgegend Livornos: Bernardi (2) u. (3).
— Verbreitung von Salamandrina perspicillata in Italien: Patroni. — *Reptilien
und Amphibien des Aosta-Tales: Pavesi.
®esterreich- Ungarn : Fundorte für verschiedene Reptilien und Amphibien auf den
Dalmatinischen Inseln: Kolombatovie. — Verbreitung der Giftschlangen
58 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
in Steiermark nebst Angaben von Fundorten für die anderen dort vor-
kommenden Schlangenarten: Marktanner-Turnereischer. — Neue Eidechse
aus Ungarn: Mehely (2). — Herpetologie des Mecsekgebirges mit der Kapela
in Kroatien: Mehely (5). — Reptilien und Amphibien der kroatischen Fauna
im zoologischen Nationalmuseum zu Zagreb: Rößler. — Vorkommen von
Vipera ursinü, Lacerta vivipara und Tropidonotus natrix var. persa bei
Wien: Werner (8).
Rumänien: Neue Varietät von Vipera ammodytes: Boulenger (10).
Schweiz: Amphibien des Cantons Tessin: &hidini. — Reptilien und Amphibien
des Kantons Freiburg: Kathariner.
Asien.
Andamanen: Eidechsen dieser Inselgruppe: Annandale (2).
Ceylon: Neuer Frosch und Schlange von dort: Boulenger (14) u. (15). — Ver-
breitung einiger dort einheimischer Schlangen: Willey.
China: Zwei neue Frösche und fünf neue Schlangen aus Junnan: Boulenger (5).
— Herpetologische Ergebnisse einer Excursion nach Südchina (Hongkong):
Kreift (4). — Neue Schlange aus China: Peracca (1).
Hinterindien: *Amphibien von der malayischen Halbinsel: Butler. — Reptilien
von Birma: Evans. — Herpetologische Reiseergebnisse aus Hinterindien:
Kreift (1). — Reptilien und Amphibien aus Indochina: Mesquard (}). —
*Chelonier von Indochina: Tirant. — Reptilien und Amphibien von Tonkin:
Vaillant (2).
Indien: Eine neue Apodenart und ihr Zusammenhang mit den nächstverwandten
Arten: Aleock. — Drei neue Frösche von Südindien: Boulenger (12). — Liste
der Amphibien von Travancore: Ferguson. — Noue Schlange aus Ostindien:
Peracca (1). — Auftreten einer seltenen Seeschlange an der Malabarküste:
Wall (2).
Japan: Biologische Bemerkungen über dort einheimische Reptilien und Am-
phibien. Scherer (2). — Riukiu-Archipel, Japan: Neue Eidechse: Stejneger (2).
Malayischer Archipel: Neuer Batrachier von Sarawak, Borneo: Barbeur (2).
— Batrachiersammlung aus Sumatra von Dr. Volz: Isenschmid. — Reptilien
und Amphibien von Celebes: Roux. — Schlangen von Palembang auf Sumatra:
Volz.
Russisch-Central- Asien: Reptilien und Amphibien vom Aralsee: Elpatiebski.
— Reptilienfauna der Transkaspischen Provinz: Wichailevsky. — Vor-
kommen von Eumeces scutatus in der Transkaspischen Provinz: Vasiljev.
Südostasien : 26 seit 1891 im „Indian Museum‘ neu aufgestellte Schlangen Süd-
ostasiens: Annandale (1).
Afrika.
Aegypten: Herpetologische Jagdergebnisse aus der Umgegend von Alexandrien:
Andres (8). — Reptilien und Amphibien von Aegypten und vom weißen
Nil: Anderssen.
Erythrea: Eine Sammlung von Reptilien und Amphibien: Peracca (4).
Insein im Golf von Guinea: Liste der dort vorkommenden Reptilien und Am-
phibien: Barboza du Bocage.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 59
Kamerun: Zwei neue Frösche von dort: Boulenger (6). — Neue Schlange von
dort: Boulenger (%).
Kongostaat: Zwei neue Schlangen von dort: Boulenger (8).
Südafrika : Testudo-Arten der Geometrica-Gruppe: Siebenrock (3). — Neue Testudo-
Art von dort: $Siebenreck (4).
Westafrika: Schildkröten aus deutschen Kolonien Westafrikas: Schnee (1).
Amerika.
Nordamerika.
Ausbreitung der Reptilien seit der Eiszeit: Brown, A. E. (2). — Schildkröten
aus dem Südosten Nordamerikas: Brimiley.
Vereinigte Staaten v. N.: Schlangen von Kansas: Branson. — *Reptilien und
Amphibien von „Eaton county‘“, Michigan: Clark (1). — Bemerkungen über
Schlangen von Michigan: Clark (2). — Vorkommen von Ayla andersoni und
Rana virgetipes in New Jersey: Davis. — Reptilien und Amphibien von Neu-
England: Henshaw. — Vorkommen von Spelerpes porphyriticus in New
Hampshire: Howe. — *Reptilien und Amphibien von Ohio: Morse. —
*Reptilien und Amphibien von „‚Ontonagen eounty‘“, Michigan: Ruthven (2).
— Neue Eidechse von Texas: Steineger (3).
Westindien.
Bahamas: Reptilien und Batrachier von dort: Barbour (1).
Bermudas: *Reptilien von dort: Verrill (1).
Porto-Rico: Verzeichnis der dort vorkommenden Reptilien und Amphibien:
Steineger (1).
Südamerika.
Argentinien: Neue Schlange von dort: Peracca (1).
Brasilien: Chelonier von Rio Jurua: v. Ihering. — Eine Sammlung Reptilien
und Amphibien von Matto Grosso und Paraguay. Peracea (%). — Schild-
kröten aus Brasilien: Siebenreck (1).
Britisch Guayana: Neue Hyla-Art von dort: Boulenger (3).
Chile : Herpetologische Bemerkungen: Krefft (6). — Reptilien und Amphibien von
der Hamburger Magalhaensischen Sammelreise: Werner (1).
Ecuador: Eine Sammlung Reptilien und Amphibien von dort: Peracca (3).
Paraguay: Batrachier von dort: Meheiy (1).
Patagonien: Verbreitung von Eidechsen südlich des Rio Santa Cruz: Hatcher.
Peru: Neue Schlange aus den Anden Perus: Boulenger (7).
Surinam: Eine Sammlung Reptilien und Batrachier von dort: van Lith de Jeude.
Australien u. Polynesien.
Australien: *Krokodile Australiens: Douglas- Ogilby.
Britisch-Neuguinea: Neue Schlange von dort: Boulenger (7).
Hawaii: Reptilien von der Insel Maui: Me Gregor, R.
Neuseeland: Verzeichnis der dort lebenden Reptilien und Amphibien: Hutton.
Westaustralien: Neue Eidechse von dort: Beulenger (11).
60 III, Reptilia und Amphibia für 1904.
B. Fossile Faunen.
Europa.
Belgien: Übersicht über die von dort bekannt gewordenen Mosasaurier: Dollo (1).
Deutschland: Die Fauna der Solenhofener Plattenkalke, bionomisch betrachtet:
Walther.
Frankreich : *Fauna der oberen jurassischen Sande von Calvados: Bigot u. Brazil.
— *Lacertilierreste aus dem Miocaen von Quercy: de Stefano.
Großbritannien: Fußabdrücke von Cheirotherien aus dem Keuper Groß-
britanniens: Beasley. — Amphibienreste aus den Kohlenflözen von Lanca-
shire: Bolten. — Plesiosaurusreste aus dem weißen Lias Großbritanniens:
Grinnell. — Liste der Reptilien aus dem oberen Kalk der Kreideformation
Großbritanniens: Jukes-Browne. — *Reste von Reptilien und Amphibien aus
dem Rhät von Süd-Wales: Reynolds. — *Fossile Reptilien von Cambridge-
shire: Lydekker. — Fußspuren aus dem Keuper von Süd-Staffordshire:
Woodward, A. 8. (3).
Italien: Fossile Schlange aus dem Eocaen des Monte Bolca: Janensch.
Oesterreich-Ungarn : Dinosaurierreste aus Siebenbürgen: Nopesa.
Asien.
Sibirien: Plesiosaurusreste von der Lena aus der Wolgastufe: Jakowlew (2).
Afrika.
Aegypten: Landschildkröte aus dem oberen Eocaen: Andrews.
Südafrika: Neuer Saurier aus der Trias: Broom (14). — Neuer Dinosaurier aus
der Kreide: Broom (16). — Neue Krokodile aus der unteren Juraformation:
Broom (17). — Reste von Reptilien aus der Karrooformation des Kaplandes:
Seeley (1—3).
Amerika.
Fußabdrücke aus Trias und Jura Nordamerikas: Eull (1). — Übersicht über
die erhaltenen Fußspuren palaeozoischer Batrachier aus den Vereinigt. Staaten
und Canada: Matthew (1).
Canada : Neuentdeckungen in der Palaeontologie: Lambe (2). — Neue Batrachier-
Fußspuren aus dem Carbon Ostcanadas: Matthew (2).
Vereinigte Staaten: Stegocephalen und Reptilien aus dem Perm von Texas:
Broili (1). — Reptilien aus dem Perm von Illinois: Case (1). — Reptilien
aus den miocaenen Ablagerungen von Maryland: Case (4). — Schildkröten
aus den Judith-River Beds Montanas: Hay (1). — Schädelreste von
Trionychiden aus dem Eocaen Wyomings: Hay (4). — Reptilien und Ba-
trachier aus der Trias Arizonas: Lucas (1). — Neue marine Reptilien aus der
Trias Californiens: Merriam (1) u. (2). — Koprolithen des Perms von Texas:
Neumayer, L. — Fußabdrücke von Dinosauriern aus Arizona: Riggs. —
Chelonier aus der Kreide New Jerseys: Wieland (1) u. (2). — *Neue Reptilien
aus der Trias Wyomings: Willisten (3).
Brasilien: Knochenreste eines Dinosauriers: Woodward, A. 8. (2).
IH. Reptilia und Amphibia für 1904. 61
Systematik.
Reptilia und Amphibia.
Unterschiede in der Struktur der Darmwand bei gut genährten und bei
hungernden Reptilien und Amphibien: Beguin (1).
Übersicht über die 1901 erschienene Literatur im Zoological Record d. Zool.
Soc. London: Boulenger (16).
Untersuchungen über die Commissura superior des Gehirns bei Reptilien
und Amphibien: Cameron (1).
Bedeutung der Reptilien und Amphibien als Vorfahren der Säugetiere:
Fürbringer.
Untersuchungen des Musculus popliteus und seiner Sehne bei Reptilien und
Amphibien: Fürst.
Untersuchungen über Koprolithen und Enterolithen von Reptilien und
Amphibien: Hoernes.
Vergleich verschiedener Wirbeltypen von Reptilien und Amphibien unter-
einander und mit denen anderer Vertebraten: Jaekel (2).
Überblick über unsere heutige Kenntnis der Reptilien und Amphibiengifte:
Merikowsky.
Beiträge zur Biologie der Reptilien und Batrachier: Werner (4).
Phylogenie der Reptilien und Amphibien: Woodward, H.
Reptilia.
*Reptilien des Museums zu Elbeuf: Barbier (1).
Drüsen in der Oesophagusschleimhaut bei Reptilien: Beguin (?).
Stammformen der heute lebenden Reptilien: Broili (3).
Bemerkungen über Carpus und Tarsus niedrig stehender Reptilien: Broom (4).
Neues System der fossilen und recenten Reptilien nach Osborn (3).
Klasse Reptilia.
Unterklasse: Synapsida Unterklasse: Diapsida
Ordnung: Cotylosauria Superordnung: Diaptosauria
Superordnung: Anomodontia Ordnung: Procolophonia
Ordnung: Theriodontia Mn Protosauria
Unterordnung: Therocephalia a Proganosauria
e4 Cynodontia a Gnathodontia
Ordnung: Dieynodontia t; Pelycosauria
“4 Placodontia Ordnung: Choristodera
v Sauropterygia ” Rhynchocephalia
Unterordnung: Simosauria 5, Parasuchia
” Plesiosauria Unterordnung: Adtosauria
Ordnung: Testudinata 45 Phytosauria
Unterordnung: Pleurodira Ordnung: Ichthyosauria
x Cryptodira Croeodilia
” Trionychia Unterordnung: Mesosuchia
= Eusuchia
4, Thalattosuchia
III. Reptilia und Amphibia für 1904,
(or)
[IS
Superordnung: Dinosauria
Ordnung: Theropoda
Unterordnung: Megalosauria
% Symphypoda
Ordnung: Opistocoelia
> Orthopoda
Superordnung: Squamata
| Ordnung: Lacertilia
< es Mosasauria
| n Ophidia
Er Pterosauria
Untersuchungen über das Parietalauge der Reptilien und seine Funktions-
fähigkeit: Staderini.
Untersuchungen über periphere Zellgruppen des Rückenmarks bei Reptilien:
Sterzi.
Betrachtung der Reptilien der Solenhofer Plattenkalke nach bionomischen
Gesichtspunkten: Walther.
Der Bau des Schläfenbogens bei den Reptilien und seine Bedeutung für ihre
Phylogenie: Williston (1).
Squamata.
Entwicklung verschiedener Kiemenspaltenderivate bei Eidechsen und
Schlangen: Saint-Remy u. Prenant.
Entstehen und Bedeutung der Farbkleidmuster der Haut bei Eidechsen und
Schlangen.: Tornier (1).
Lacertilia.
Untersuchungen über das Gefäßsystem verschiedener Eidechsen: Beddard
(1) u. (4).
Untersuchungen des Musculus popliteus und seiner Sehne bei verschiedenen
Lacertiliern: Fürst.
Drüsenartige Epidermoidalorgane bei Eidechsen: Tölg.
Über Kaumuskeln bei Lacertiliern: Versluys.
Geckonidae.
Gonatodes andersonii n.sp. von den ÄAndamanen: Annandale (2). — @. Booniü
n. sp. aus Surinam: van Lith de Jeude.
Gymnodactylus russovi Strauch. beschrieben von: Elpatiebski.
Hemidactylus verrucosus: Biologische Bemerkungen: Tofohr (2).
Phelsuma madagascariense: Mitteilungen über Bau, Färbung, Biologie: Kreiit (3).
Phyllodactylus europaeus: Variation: ©amerano (2). — Vorderhirn und seine
Faserung beim Gecko: Unger. — Ph. paviei n. sp. aus Cochinchina:
Moequard (H). [= Ph. siamensis Blgr. (n. Zool. Reec.)].
Platydactylus mauritanicus: Entwicklung der Cuticularhäkchen auf den Pfoten:
Kunitzky. — Entwicklung der Extremität: Sewertzoff.
Ptychozoon homalocephalum: Regeneration des Schwanzes: Annandale (2).
Sphaerodactylus flavicaudus n. sp. von den Bahamas: Barbour (1).
Sph. grandisquamis n. sp. aus Porto Rico: Sieineger (1).
III. Reptilia und Ampnibia für 1904. 63
Eublepharidae.
Eublepharis macularius. Über ein Exemplar aus Transkaspien: Michailovsky.
Agamidae.
Acanthosaura fruhstorferi n. sp. aus Tonkin: Werner (3).
rAgama galliae: Bemerkung darüber. de Steiane.
Amphibolurus Websteri n. sp. aus Westaustralien: Boulenger (11).
Calotes eristatellus: Biologische Bemerkungen: Krefft (8). — (©. brevipes n. sp. aus
Tonkin: Werner (3).
Chlamydosaurus kingüi: Besitzt keine Femoralporen: Beddard (5).
Draco volans: Bemerkungen über frei lebende Exemplare: Krefft (1).
Uromastix acanthinurus: Drüsen in der Ösophagusschleimhaut: Beguin (2).
s
Iguanidae.
Beobachtungen an Leguanen in der Gefangenschaft: Werner (?).
Anolis carolinensis: Beeinflussung der Farbe durch Wärme: Packer u. Starratt.
— 4. Festae n.sp. aus Ecuador: Peraecea (3). — A. monensis, evermanni
P
u. poncensis nn. spp. aus Porto Rico: Steineger (1). — A. principalis: Vor-
kommen auf Bermuda: Verrill (1).
Liolaemus: Übersicht über die aus Chile bekannten Arten: Werner (1). — L. lati-
vittatus u. L. (Saccodeira) proximus nn. spp. aus Chile: Werner (1).
T*/guana europaea Filhol: Beschreibung und Abbildung verschiedener Knochen:
de Stefano.
*Sceloporus undulatus: Beschreibung von Eiern und Embryonen: Ditmars (I). —
Se. merriami n. sp. aus Texas: Steineger (3).
Angurdae.
Anguis fragilis, var. eryx: verzehrt eine Ringelnatter: Kammerer (2). — 4. fra-
gilis: Beschreibung der Furchungsstadien des Eies: Nieolas.
TDiploglossus caduccensis Filhol: Bemerkungen und Abbildung der Mandibeln:
de Stefano.
Ophisaurus gracilis: Bemerkungen über die Lebensweise: Evans. — O0. ventralis:
Bemerkung über die Eier: Ditmars (1).
tPlacosaurus? rugosus Gerv.: Bemerkung darüber: de Stefano.
TPropseudopus cayluxi n. sp. aus dem Miocaen von Quercey, Frankreich: de Stefano.
Anniellidae.
Anniella: Genitalorgane: Coe u. Kunkel,
Helodermatidae.
Heloderma suspectum: Beschreibung und Abbildung der Eier: Ditmars (1).
Varanidae.
fPalaeovaranus cayluxi Filhol: Bemerkung darüber: de Stefane. — TP. filholi
n. sp. aus dem Miocän von Quercy, Frankreich: de Stefano.
Varanus: Biologische Mitteilungen über verschiedene Arten: Werner (6).
64 II. Reptilia und Amphibia für 1904.
Teiidae.
Alopoglossus Festae n. sp. aus Ecuador: Peracca (3).
Arthrosaura Versteegii n. sp. aus Surinam: van Lith de Jeude.
Cnemidophorus lemniscatus. Schenkeldrüsen: Cohn. — Un. sexlineatus: Abbildung
von Eiern und Embryonen: Ditmars (1).
Prionodactylus Kockii n. sp. aus Surinam: van Lith de Jeude.
Proctoporus simoterus: Bemerkungen darüber: Peraeca (3).
Tupinambis: Gefäßsystem: Beddard (2).
Amphisbaenidae.
Amphisbaena Haugi n. sp. aus Gabun: Moequard (2). — A. bakeri n. sp. aus Porto
Rico: Steineger (}).
Hemichirotes tridactylus: Bemerkungen über die Lebensweise: France (2).
Lepidosternon laticeps u. Carcanı nn. spp. aus Matto Grossso, Brasilien: Peracca (2)
Lacertidae.
Eremias velox Pall. u. arguta Pall.: beschrieben und abgebildet: Elpatiebski.
Gastropholis prasina n. sp. aus Deutsch-Ostafrika: Werner (3).
Lacerta: Über das Parietalauge und andere Gebilde des Zwischenhirndachs:
Balli. — Über den Ductus efferens des Hodens. Morgera. — Über Abschnitte
aus der Entwicklung: Peter (2) u. (3). — L. agilis: Ihre Verbreitung in Eng-
land: Leighton (3). — Normentafeln zur Entwicklung: Peter (1). — L. bedri-
agae: Morphologische, systematische und biologische Bemerkungen: Müller-
Mainz. — L. danfordi u. L. graeca: Genaue Charakteristik: Werner (2). —
L. depressa: fünf Varietäten werden unterschieden: Boulenger (1%). — L. Hor-
vathii n. sp. aus Südwestungarn: Mehely (2). — jL. lamandini: Bemerkung
darüber: de Stefano. — L. ocellata: Beschreibungen von in ihrem Blut lebenden
Haemogregarinen: Biliet (4) und Niceile (3). — Oxycephale Eidechsen:
Bemerkungen darüber: Werner (2). — L. stirpium: Histologische Struktur
des Darmes bei gut ernährten und bei hungernden Tieren: Beguin (fl). —
L. var. lissana forma melisellensis: Bemerkungen über die Färbung:
Scherer (1). — L. viridis: Vorkommen im südlichen Elsaß: Leydhecker. —
L. viridis var. intermedia n. var. aus Südwestungarn: Mehely (5).
tPseudolacerta n. g. tür Lacerta mucronata Filhol aus dem Miocän von Querey,
Frankreich: de Stefane.
Tachydromus dorsalis u. sp. vom Riukiu-Archipel, Japan: Steineger. (2).
Scincidae.
Ablepharus boutonii poecilophurus Wiegm.: Bemerkung darüber: Me Gregor, R.
Chalcides lineatus: Embryonen in der Leibeshöhle der Mutter: Beddard (?).
Eumeces quinquelineatus: legt Eier ab: Pitmars (1). — £. scutatus: Vorkommen
in der Transkaspischen Provinz: Michailevsky und Vasiljev.
Gongylus ocellatus: Entwicklung von Gliedmaßen und Schwanz: Alonzo. —
Hungerversuche in mit Feuchtigkeit gesättigter Luft: Casella. — Beschreibung
einer in seinem Blut lebenden Haemogregarine: Nicolle (2).
Lygosoma: Hinulia pardalis Macleay 1877 = Lygosoma elegantulum Peters u.
Doria 1878, daher als Lygosoma pardalis (Macleay) aufzuführen: Boulenger (?).
1Il. Reptilia und Amphibia für 1904. 65
9)
tPlestiodon caduriensis: Beschreibung und Abbildung von Knochen: de Stefano.
1Protrachysaurus n. 8.,f. P. gaudryin.sp. aus dem Miocaen von Querey, Frankreich:
de Stefano.
Seincus offieinalis: Variation der Kopfschuppen: Sokolowsky.
Seps chalcides: Entwicklung des Parietalauges: Giannelli (1). — Bau des Zwischen-
hirndaches: Giannelli (2). — Commissur im Zwischenhirn: Giannelli (3). —
Entwicklung der Extremität: Sewertzoff.
Tiliqua: Parasternum und poststernale Rippen: Beddard (9) u. (11).
Incertae Sedis.
tThaumastosaurus n. g. f. Th. bottii n. sp. aus dem Miocaen von Quercy, Frankreich:
de Stefano.
Rhiptoglossa.
Chamaeleon: Über den Musculus popliteus und seine Sehne: Fürst. — Über Bau
und Betätigung von Kopflappen und Halsluftsäcken: Tornier (2). — Biolo-
gische Mitteilungen über sein Leben im Terrarium: Tofohr (1). — Ch. vulgaris:
Gefäßsystem: Beddard (4). — Ch. vulgaris u. basiliscus: Über die Art des
Trinkens: Andres (2).
jPalaeochamaeleo n.g. f. P. europaeus n.sp. aus dem Miocaen von Quercy,
Frankreich: de Stefano.
Pythonomorpha.
*Hainosaurus lonzeensis n.sp. aus Belgien: Dollo (1).
1Mosasaurus lonzeensis n.sp. aus Belgien: Bello (1). — Phylogenetische Ab-
leitung der Mosasaurier und Übersicht über die bekannt gewordenen Formen:
Dolio (1) u. (2). — Auf ein mosasaurierartiges Tier wird eine Beobachtung
der „großen Seeschlange‘“ zurückgeführt: Vaillant (2). — Bemerkungen über
systematische Stellung und Lebensweise der Mosasaurier: Willisten (3).
Ophidia.
Untersuchungen über das Blutgefäßsystem der Ophidier: Beddard (3).
Bemerkungen über echte Seeschlangen und die „große Seeschlange‘‘: Braun.
Untersuchungen über die Hautmuskeln der Ophidier: Buffa.
Physiologie des Nervensystems der Schlangen: Carlson.
Über die feinere Innervation des praeocularen Meniskus der Ophidier: Carpi.
Über Nervenverbreitung im Augeniidapparat von Ophidiern: Crevatin.
Untersuchungen über die Wirkung des Giftes einiger Seeschlangen: Fraser
u. Elliot.
Über die Wirkung des Schlangengiftes mit und ohne Leeithin; Kyes (2).
Untersuchungen über die Wirkung antitoxischer Sera von Naia und Hoplo-
cephalus gegen verschiedene andere Schlangengifte. Lamb.
Angabe von Fundorten für die einzelnen in Steiermark einheimischen
Schlangenarten: Marktanner-Turneretscher.
Über Bestandteile und Wirkung des Schlangengiftes: Neumann.
Physiologische Verschiedenheit des Giftes verschiedener Schlangenarten:
Noe.
Arch. f, Naturgesch. 72, Jahrg. 1906. Bd.II. H.1. (ILI.)
or
66 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Über die Ursachen der natürlichen Immunität von Vipern und Nattern
gegen ihr eigenes Gift: Phisalix (1).
Übsr den Zahnbau verschiedener Giftschlangen Travancores: Pillay.
Beschreibung aller europäischen Schlangenarten nebst Bestimmungstabelle:
Reiche (2).
Untersuchungen über die Wirkung des Vipern- und Natterngiftes und Gegen-
mittel gegen dieselben: Rogers.
Über die Kaumuskeln der Ophidier und ihre Beziehungen zur Giftdrüse:
Rosen.
Über Schlangengift und Gegenmittel: Santesson.
Beobachtungen von Cannibalismus bei Schlangen: Wall (1).
Typhlopidae.
Typhlops rostellatus n. sp. aus Portorico: Steineger (1). — T. kleebergi n. sp. aus
Deutsch-Ostafrika: Werner (3).
Boidae.
Bestätigung der niederen systematischen Stellung der Boidae an der Hand
ihres Blutgefäßsystems und Nachweis von Unterschieden in demselben zwischen
verschiedenen Arten: Beddard (6).
Anatomische Merkmale bei den Boidae als Zeichen ihrer niederen syste-
matischen Stellung: Beddard (10).
Bemerkungen über Riesenschlangen in Gefangenschaft: Ditmars (2).
Über die Ernährungsart der Pythonen: Pellegrin (2).
Ungualia curta Garm. — Ungualia pardalis Gundl.: Barbour (1).
Palaeophiidae.
jArchaeophis proavwus Massalongo: Bemerkungen darüber: Janenseh.
Colubridae.
Histologischer Bau der Zungenscheide bei den Nattern: Branca (1) u. (6).
Ursachen der natürlichen Immunität der Nattern gegen ihr eigenes Gift:
Phisalix (1).
Biologische Beobachtungen an einheimischen Nattern in der Gefangenschaft:
Schuster (1).
Acantophis pyrrhus: Bemerkung bei: Boulenger (10).
Alsophis vudii Cope: Bemerkung darüber: Barbour (1).
Apistocalamus Pratii n. sp. aus Britisch Neu Guinea: Boulenger (%).
Aposiolepis Borellii n. sp. aus Matto Grosso, Brasilien: Peracca (2).
Aspidura drummondhayi n. sp. aus Ceylon: Boulenger (15).
Atractus vertebralis n. sp. aus Efulen, Südkamerun: Boulenger (%). — A. Micheli
n.sp. aus Französisch Guayana: Mocquard (2).
Boulengerina Christyi n.sp. vom Congo: Boulenger (8).
Bungarus coeruleus: Wirkung des Giftes: Elliot, Sillar u. Carmichael.
Cantoria violacea: Nachgewiesen für Sumatra: Velz.
Contia angusticeps Blgr.: abgebildet von: Annandale (1). — C. walteri Bttg.:
Bemerkung darüber bei: Michailovsky.
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IH. Reptilia und Amphibia für 1904. 67
Coronella austriaca: Ernährungsart: Barbier (2%). — Verbreitung in England:
Leishton (3).
Dendrophis bifrenalis: Bemerkungen über individuelle Variation: Willey.
Dipsadomorphus trigonatus Schneid. n.var. melanocephalus von der persisch-belud-
schistanischen Grenze: Annandale (#). — D. jaspideus: Nachgewiesen für
Sumatra: Volz.
Distira gillespiae: Vorkommen an der Malabarküste: Wall (2).
Elapechis Duttoni n.sp. vom Congo: Boulenger (8).
Enhydrina valakadien und Enhydrus eurtus: Über ihr Gift: Fraser u. Elliot.
Euiaenia butleri: Charakteristik, Lebensweise, Verbreitung: Ruthven (1).
Hydraethiops laevis, n. sp. aus Efulen, Südkamerun: Boulenger (%).
Hydrus platyurus: Situs viscerum und Bau der Lunge: Beddard (8).
Hypsirhina multilineeta n. sp. aus Cochinchina: Moequard (1).
Lamprophis Rogeri n. sp. aus Abyssinien: Meequard (2).
Leimadophis stahli n. sp. aus Porto Rico: Steineger (1).
Liopholidophis n. gen. für Tropidonotus lateralis und andere Arten aus Madagaskar:
Mocquard (2). — L. Grandidieri n. sp. aus Madagaskar: Mocquard (?).
Liparophis n. g. für Liparophis Bedoti n. sp. aus China: Peracca (1).
Mehelya —= Siebenrockia Poche (s. d.!). @siki.
Naia: Wirkung ihres Giftes: Elliot. — N. tripudians: Ernährt sich von Eiern:
George. — Cobragift und Antitoxin: Kyes (f). — Über den Unterschied
zwischen Cobra- und Viperngift: Phisalix (2).
Oxyrhopus bicolor n. sp. aus Argentinien: Peracca (1).
Perilizus n.n. = Paralixus Csiki nee Desbr. = Microcleonus Desbr. nec Faust:
Osiki.
Platyurus colubrinus: Situs viscerum und Bau der Lunge: Beddard (8).
Polyodontophis grahami n.sp. aus Yunnan: Boulenger (5).
Pseudoxenodon sinensis n.sp.: aus Yunnan: Boulenger (5).
Pseudoxyrhopus dubius n. sp. aus Madagaskar: Moequard (2).
Siebenrockia n.n. für Grobbenia Poche (= Simocephalus Gthr.) Poche (1). —
S. — Mehelya Csiki 1903: Csiki.
Stoliezkaia khasiensis: Bemerkungen darüber mit Abbildungen: Annandaie (}).
Tachymenis peruviana: Über Farbenvarietäten: Werner (1).
Thamnophis sirtalis: Variation: Sperry.
Trachischium laeve n. sp. aus „Ostindien“. Peracea (}).
Tropidonotus natrix: Ernährungsart: Barbier (2). — Albinismus: Bernardi (1).
— Bemerkungen über Exemplare von Livorno: Bernardi (3). — Chemische
Veränderungen im Ovarialei: Sommer u. Weizei. — Tr. quatrilineatus,
octofmeatus u. pleurotaenia nn, spp. aus Yunnan: Beulenger (5). — Tr.
tessellatus: gefunden bei Gera in Thüringen: Tornier (3). — Biologische
Bemerkungen: Veith. — Tr. viperinus: Über eine in ihrem Blut lebende
Haemogregarine: Billet (2). — 7. vittatus L.: Nachgewiesen für Sumatra:
Volz.
Viperidae.
Über den Unterschied zwischen Vipern- und Cobragift: Phisalix (2). — Über
die Schwächung der Wirkung des Viperngiftes durch Radiumstrahlen: Phisalix (3).
Resorption des Dotters bei der Entwicklung des Viperneies: Dubuisson.
5*
68 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Crotalus scutulatus: Bemerkungen zur Systematik und Verbreitung: Brown,
A. E. (1).
Lachesis monticola: Legt Eier ab: Miller.
Vipera ammodytes, var. montandoni n. var. aus Rumänien: Boulenger (10). —
V. berus: Entwicklung bis zum Schlusse des Amnions: Ballowitz (1). —
Variation in der Färbung: Leighton (1). — Variation in Größe und Be-
schuppung: Leighton (2). — Biologische Bemerkungen: Leighton (3). —
V. berus L. var. bosniensis Boettg.: Bemerkung bei Mehely (5). — V. russellü:
Bemerkungen über ein ungewöhnlich großes Exemplar: Fenton (n. Zool.
Record). — V. ursinii: Vorkommen bei Wien: Werner (8).
Ornithosauria.
tBemerkungen zur Homologie der Finger auf Grund ihrer Gliederzahl bei
Pterodactyliern: Williston (4).
iPteranodon longiceps: Beschreibung weiterer Skeletteile: Eaton.
Orthopoda.
TClaosaurus annectens: Reconstruction: Beecher.
tEubrontes platypus n. n. f. Amblonyx giganteus Hitcheock: Lull (1).
tTrachodon annectens: Bemerkungen über die Skelettreste: Lucas (3).
tMochlodon: Schädelreste aus der Kreide Siebenbürgens: Nopesa.
Dinosauria.
tBeschreibung einzelner Skelettreste von verschiedenen sauropoden Dino-
sauriern (Morosaurus, Diplodocus u. Brontosaurus): Osborn (1).
Bemerkungen über die Lage der Knochen des Vorderarmes der Sauro-
poden zueinander: Osborn (4).
{Fußabdrücke von Dinosauriern aus Arizona: Riggs.
tKnochenreste eines Euskelesaurus nahestehenden Dinosauriers aus der
Trias Südbrasiliens: Woodward, A. S. (2).
rAlgoasaurus Bauri n.sp. aus der Kreide Südafrikas: Broom (16).
tAnchisauripus n.n. f. Brontozoum Hitcheock. — 4. hitchcocki n. sp. aus dem
Mesozoicum Nordamerikas: Lull (1).
tCentrosaurus apertus: Beschreibung eines Schädelbruchstückes: Lambe (1).
1Dystrophaeus viaemalae Cope: Vermittelt zwischen Theropoden und Sauropoden.
von Huene.
}Dryptosaurus incrassatus: Reste von Schädeln und anderen Skelettteilen aus
der Kreide Nordwestcanadas: Lambe (3).
}Monoclonius canadensis: Beschreibung eines Schädelbruchstückes: Lambe (1).
— Bemerkungen über den Schädel: Lambe (5).
TOrnithomimus altus: Bemerkungen über den Bau der Hand: Lambe (4).
jOtouphepus magnificus n. sp. Fußabdruck eines Dinosauriers aus der Trias von
Massachusetts: Cushmann.
1Stenonyx n. n. f. Leptonyx Hitcheock. — St. lateralis aus dem Mesozoicum Nord-
amerikas: Lull (1).
- III, Reptilia und Amphibia für 1904. 69
Emydosauria.
Bemerkungen über Lebensweise und Verbreitung von australischen Kro-
kodilen: Douglas- Ogilby.
Bemerkungen über die Eischwiele bei Krokodilen: Pondrelli.
Aufführung sämtlicher bekannter Arten von Krokodilen nebst Verbreitungs-
augabe und Bestimmungstabelle: Reiche (1).
Alligator: Besitzt keine Drüsen in der Oesophagus-Schleimhaut: Beguin (2). —
Untersuchungen über den Musculus popliteus und seine Sehne: Fürst. —
A. lucius: Bemerkungen zur Histologie der Leber: Pettit.
Crocodilus porosus: Morphologische und biologische Bemerkungen: Scherer (3).
— tOr. prenasalis n. sp. aus dem Miocaen Nordamerikas: Loomis.
Jacaretinga sclerops: Bau und Funktion der Moschusdrüse: Pettit u. Geay.
}Metriorhynchus Jaekeli n.sp. aus dem Oxfordton von Falton Huntingdon Co.:
Schmidt, W. E.
tNotochampsa n. 2. f. N. Istedana u. N. longipes nn. spp. aus dem unteren Jura
Südafrikas: Broom (1%).
+Teleorhinus Brouwmi n. sp. aus der Kreide von Montana: Osborn (2).
+Thecochampsa Cope: Beschreibung verschiedener Knochenreste: Case (4).
Ichthyosauria.
tIchthyosaurus: Reste von Wirbeln aus der oberen Kreide von Neu Süd Wales:
Etheridge. — Ichth. extremus n. sp. aus dem Lias Englands: Boulenger (1).
— Ichth. quadriscissus: Rekonstruktion durch: Jaekel (1).
tMerriamia n.n. für Zeptochirus Merriam: Boulenger (1).
Chelonia.
Über Atmungsbewegungen bei einer marinen Schildkröte: Couvreur.
Untersuchung des Musculus popliteus und seiner Sehne bei T'estudo und
Emys: Fürst.
Bemerkungen zur Systematik der Trionychidae: Hay (2).
Pflege der Süßwasserschildkröten in Gefangenschaft: Klingelhöffer.
Über die Eischwiele bei Cheloniern: Pondrelli.
Chelonier aus deutschen Kolonien Westafrikas: Schnee (1).
Künstliche Aufzucht eßbarer Sumpfschildkröten in Nordamerika: Schnee (3).
Entstehen der Farbkleidmuster und Körperform bei Cheloniern: Tornier (4).
rAdocus punctatus aus der Kreide New Jerseys: Wieland (1).
tAspideretes n. g. f. Trionyx gangeticus Cuv. und andere Arten: Hay (2). — 4.
bucheri n.sp. aus Wyoming: Hay (3).
tAspidonectes tritor n.sp. Trionychidenschädel aus dem Eocaen Wyomings:
Hay (4).
+ Baöna callosa n. sp. aus den Judith River Beds Montanas: Hay (1).— TB. marshi
u. cephalica nn. spp. aus Wyoming: Hay (3).
}Baptemys wyomingensis Leidy: beschrieben und abgebildet: Hay (3).
Cimosternum integrum = var. von (©. scorpioides: Siebenrock (1).
Cistudo: Beschreibung von 6 Arten dieser Gattung aus dem südöstlichen Nord-
amerika: Brimiley.
70 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
tChrysemys inornata n. sp. aus dem Miocaen Nordamerikas: Loomis.
— Chr. pieta: Schwankungen des elektrischen Potentials bei sich entwickelnden
Eiern: Hyde. — Chr. wyomingensis Leidy: beschrieben und abgebildet:
Hay (3).
COlemmys marmorata: Oogenese: Munson.
Damonia hamiltoni: Bemerkungen über Aussehen und Lebensweise: Krefit (2).
Dermochelys coriacea: Fang eines Exemplars in der Gironde in Frankreich: Pellegrin.
Emys europaea: Muskulatur der Wand der Herzvorhöhle: Bottazzi u. Ganfini.
— Anlage der Zwischenniere: Poll. — Nervenbahn im Rückenmark: Rossi.
— Entwicklung der Extremität: Sewertzofi. — E. leprosa: Über eine in ihr
lebende Haemogregarine: Billet (3) und Ducloux, — E. orbicularis: Ver-
schwinden einer Anomalie im Carapax beim Wachstum des Tieres: Blanchard.
— Versuchte Wiedereinführung in Norfolk: Browne, F. B. — gefunden im
Pleistocaen Belgiens: Fournier.
Hadrianus majusculus n. sp. aus Nordamerika: Hay (3).
Hardella thurgi: Morphologische und biologische Bemerkungen: Krefft (5).
Hydraspis rufipes: neu beschrieben von Siebenrock (1).
Lytoloma angusta: Beschreibung der Skelettreste aus der Kreide: Wieland (2).
Mesoclemmys n. gen. für Hydraspis gibba: Siebenrock (1).
Nicoria punctularia Daud.: wieder beschrieben durch Siebenrock (1).
Orlitia: Bemerkungen zur Systematik der Gattung: Siebenrock (5). — O. bornensis
Gray: Erwachsene Tiere dieser Art sind als Brockeia baileyi Bartl. beschrieben
worden: Siebenrock (5).
Osteopygis Gibbi n. sp. aus der Kreide New Jerseys: Wieland (1).
Pangshura cochinchinensis n.sp. aus Cochinchina: Tirant.
Platemys radiolata. Beschreibung eines erwachsenen Weibchens: Siebenrock (1).
Podocenemis unifilis: neu beschrieben: Siebenrock (1).
iPropleura borealis a.sp. aus der Kreide New Jerseys: Wieland (1).
Pseudemys rugosa: Fortpflanzung: Smith.
Rhinemys: Bemerkungen über Gattungscharaktere und Beschreibung brasilia-
nischer Arten: Siebenrock (1).
Testudo: Jodgehalt in verschiedenen Organen: Doyon u. Chenu. — TT. ammon:
Bemerkungen über Anatomie und Systematik: Andrews. — T. boettgeri n. Sp.
aus Groß-Namaland in Südwestafrika: Siebenrock (4). — T. brontops March:
beschrieben und abgebildet: Hay (3). — T. calcarata: Rückenzeichnung
eines jungen Exemplars: Vaillant (1). — Arten der südafrikanischen 7. geo-
metrica-Gruppe: Siebenrock (3). — T. fisküi, smithii und verreauxi: wieder-
beschrieben mit Abbildungen: Siebenrock (3). — T. graeca: Drüsen in der
Oesophagus-Schleimhaut. Beguin (2). — Unempfänglich für das Gift der
Hundstollwut: Remlinger. — T. mauritanica: Beschreibung einer in ihr
schmarotzenden Haemogregarine: Sergent. — Zelleinschlüsse in den tubuli
contorti der Nieren: Tribondeau. — Monströses Exemplar: Wandolleck. —
— T. pusilla: Giftstoffe im Ei: Leisel (1). — TT. syrmiensis n. sp. aus dem
Pliocaen Kroatiens: Koch. — T. tabulata Walb.: wiederbeschrieben durch:
Siebenrock (1). — 7. tornieri: Auftreten von Fontanellen im Carapax infolge
unvollständiger Verknöcherung: Siebenrock (2).
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 71
Plesiosauria.
tPlesiosaurus: „Bedeutung der Magensteine‘: Brown, B., Eastman u. Williston.
— Reste aus dem weißen Lias Großbritanniens: @winnell. — Reste aus der
Wolgastufe Sibiriens: Jakowlew.
TBrachanchenius lucasi: Bemerkungen über die Skelettreste: Lucas (2).
TCimoliosaurus maccoyi n.sp. aus der oberen Kreide von Neu Süd-Wales: Etheridge.
TMesosauria: Bemerkungen über ihren Bau: Broom (5). — Mesosaurus tenuidens
Gerv.? Bemerkung darüber: Broom (5).
Thecodontia.
tPalaeorhinus n.g. f. P. bransoni n.sp. aus der oberen Trias von Woyming:
Williston (3).
7Stegomus longipes n.sp. aus der Trias Conneeticuts: Emerson u. Loomis. —
Wahrscheinliche Fußspuren dieses Tieres (= Batrachopus gracilis Lull.)
Lull (2).
Pelycosauria.
tPelycosaurier ? aff. Dimetrodon aus Texas: Broili (2). — Pelycosaurus: Gut
erhaltene Skelettreste aus Texas: Case (5).
7.Dimetrodon: Bau des Schädels und Vorderfußes: Case (2) u. (3). — Schädelreste
einer nahestehenden Form: Breili (2).
Embolophorus dollovianus Cope: Bemerkung über das Becken: Broili (1).
tLysorophus tricarinatus Cope: beschrieben und abgebildet: Broili (1).
Thalattosauria.
1 Thalattosauria: neue Gruppe mariner Reptilien aus der oberen Trias Californiens:
Merriam (2). — TThalattosaurus n.g. f. Th. alexandrae n. sp. aus der Trias
Californiens: Merriam (1).
Rhynehocephalia.
jRhynchosaurus Ow.: Beschreibung und Abbildung von Fußabdrücken: Wood-
ward, A. 8. (3).
iBatrachopus dispar n.sp.: Fußabdruck aus dem Mesozoicum Nordamerikas:
Lull (1).
Anomodontia.
iDer Bau des Unterkiefers und seine gelenkige Verbindung mit dem Schädel
bei Theriodonten: Broom (1).
TClassification der T'heriodontia und mit ihnen verwandter Formen: Broom (2).
tBemerkungen zur Anatomie des Schädels der Anomodontia: Broom (8).
iÜber Theriodonten-Schädel im Albany-Museum: Broom (9).
tFußskelette von Dicynodonten oder Theriocephalen: Broom (11).
tChelyoposaurus n. g.f. Ch. Williamsi n. sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (15).
Oynognathus platyceps Seeley: Bemerkung darüber; Broom (9),
72 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
tGlanosuchus n. g. f. Gl. macrops n.sp.: Schädelreste aus der Trias Südafrikas:
Broom (3).
tGomphognathus kannemeyeri Seeley: Bemerkung darüber: Broom (9).
tOpisthoctenodon n. g. f. Op. agilis n.sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (6).
+Pristerognathus baini n. sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (3).
+ Prodicynodon n. g.f. Prod. pearstonensis n.sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (6).
+ Ptychocynodon pentangulatus n.sp.: Zahn aus der Karroo-Formation des Kap-
landes: Seeley (2).
+Scapanodon n. g. f. Sc. duplessisi n. sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (14).
+Tamboeria Maraisi n. sp. aus den unteren Karroofelsen des Kaplandes: Seeley (3).
+Trirhachodon kannemeyeri Seeley: Bemerkung darüber: Broom (9).
+Udenodon megalorhinus n. sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (13). — U. pusillus
n.sp. Schädel aus der unteren Karroo-Formation des Orange-Freistaates:
Jaekel (3). — U. trigoniceps n.sp. aus der Trias Südafrikas: Broom (%).
Cotylosauria.
+Cotylosauria: Übergangsformen zwischen Stegocephalen und Reptilien: Broili (3).
tLabidosaurus hamatus Cope: beschrieben und abgebildet: Broili (1).
tPariotichus? isolomus Cope: Bemerkung über den Schädel: Broili (1).
+ Placerias n. gen. f. Pl. hesternus n. sp. aus der Trias Arizonas: Lucas (I).
+Procolophon: Berichtigungen zum Handskelett: Broom (10). — Fußabdrücke
aus der Karroo-Formation des Kaplandes: Seeley (1).
tSaurosternum griesbachi Ow.: Bemerkung über die hintere Extremität: Broom (11).
+ Telerpeton elginense: Seine charakteristischen Merkmale und seine systematische
Stellung: Boulenger (2).
Pariosauria.
tSeymouria n. gen. f. S. Baylorensis n. sp. aus dem Perm von Texas: Broili (1).
Incertae sedis.
+ Brachybrachium n. g. f. B. brevipes n. sp. aus der oberen Trias von Wyoming:
williston (3).
+Cyrtura n. gen. f. ©. temnospondyla n. sp.: Schwanzwirbel aus dem oberen Jura
von Solenhofen: Jaekel (2).
+Dolibrachium n.g. f. D. gracile n.sp. aus der oberen Trias von Wyoming:
Willisten (3).
tEubrachyosaurus n. g. f. E. brownei n.sp. aus der oberen Trias von Wyoming:
Williston (3).
+Sustenodactylus nom. nov. f. Stenodactylus Hitcheock: Fußabdruck aus dem
Mesozoicum Nordamerikas: Lull (1).
+Tarsoplectrus nem. nov. f. Plectropterna Hitcheock: Fußabdrücke aus dem Meso-
zoicum Nordamerikas: Lull (}).
Varanosaurus n. gen.f. Varan. acutirostris n.sp. aus dem Perm von Texas: Broili (1).
Amphibia.
Untersuchungen über die Entwicklung des Rückenmarks bei Amphibien;
Barbieri.
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 713
Einfluß von Licht, Ernährung und Chlorophyll auf die Entwicklung der
Amphibien: Bohn (1).
Neotenie bei Amphibien: Bretcher.
Über den bilateralen Bau der Epiphyse bei Amphibien: Cameron (2).
Vergleich der Amphibienniere mit der der Fische: Cargiule.
Über Verpflanzung der Thyreoidea bei Amphibien: EChristiani.
Entwicklung der Exkretionsorgane bei Amphibien: Filatow.
Entwicklung der Cavitas hepatoenterica bei Amphibien: Gianelli (4).
Über die sechsten Schlundtaschen der Amphibien und ihre Beziehungen
zu den postbranchialen Körpern: Greil.
Histologie der Nebenniere bei Amphibien: Grynieltt.
Zerstörbarkeit und Restitutionsfähigkeit des Eiplasmas bei Amphibien:
Gurwitsch.
Entwicklung des Mesonephros und der Müller’schen Gänge bei Amphibien:
Hall.
Entwicklung der Sinnesorgane der Seitenlinie der Amphibien: Harrison.
Eßbare Amphibien: Jansen.
Über eigentümliche Gebilde in den Leberzellen der Amphibien: Koiransky.
Untersuchungen über die roten Blutkörperchen der Amphibien: Meves (2)
u. (3).
Entwicklung der Thyreoidea bei Amphibien und ihre Beziehung zur Herz-
anlage: Muthmann.
Über die Wasserökonomie der Amphibien und die osmotischen Eigenschaften
ihrer Haut: @verton.
Schutzmittel der Amphibien gegen Feinde: Rosenbeck (1).
Brutpflege der Amphibien: Schoenichen.
Befürwortung der Bezeichnung Amphibia als der älteren vor Batrachia:
Steineger (4).
Sekretionserscheinungen in den Nebennieren der Amphibien: Tiberti.
Vom Nervensystem unabhängige Reizbarkeit sehr junger Embryonen:
Wintrebert (5).
Ecaudata.
Verdunkelung der Haut nach Entfernung der Nebennieren: Abelous (2).
Sauerstoffbedürfnis der Nerven von Rana: Baas.
Rana: Entwicklungsstadien eines Trypanosoma im Blut algerischer Exemplare
von Rana: Billet (5).
Einfluß des auf Eier oder Larven von Rana einwirkenden Sonnenlichts auf
Größe und Lebensgewohnheiten der Larven: Bohn (?—5).
Bemerkungen über Regenerationserscheinungen in den Vorderbeinen von
Froschlarven: Byrnes (1 u. 2).
„Korbartige Nervenendigungen“ in den Dorsalmuskeln von Anuren: Cecche-
relli.
Veränderungen in der Retina von Rana durch Licht und Dunkelheit: Chiarini.
Über markhaltige Nervenfasern in der hinteren Extremität von Rana:
Donaldson.
Die Struktur der elastischen Fasern im Mesenterium von Rana und ihr
Zerfall bei Entzündung: Dubreuil.
74 1II. Reptilia und Amphibia für 1904.
Über pigmentierte Wanderzellen bei Rana: Enriques.
Nestbau bei Fröschen: Franee (1).
Zuckungsformen verschiedener Frosch-Muskeln: Funaoka.
Innervation des M. rectus medialis oculi bei Anuren: Gaupp (1).
Anatomie des Frosches (Eingeweide, Integument, Sinnesorgane): Gaupp (2).
Weiterentwicklungen von Teilstücken durchschnittener Anurenlarven:
Gozgip. 5
Über die Beziehungen zwischen dem Nervensystem und der sich ent-
wickelnden Muskulatur beim Froschembryo: Harrison.
Einfluß der Großhirnhemisphären von Rana auf das Gleichgewicht des
Körpers nach Zerstörung des Labyrinthes auf einer Seite: Henri u. Stodel.
Über Beziehungen zwischen dem Ei und dem daraus sich entwickelnden
Organismus bei Rana: Hertwig (1) u. (3).
Einfluß der Centrifugalkraft auf die Eientwicklung bei Rana: Hertwig (2).
Bemerkungen über die Atmung bei Fröschen: Hill und Keith.
Über die Lymphherzen bei Fröschen: Hoyer.
Hemmende Einwirkung verschiedener Lösungen auf die Eientwicklung bei
Rana: $enkinson (2).
Über ein Strukturelement der Froschretina: Kolmer.
Über rote Blutkörperchen von Rana: Kunstler.
Nervenzellen im „Plexus solaire‘“ von Rana: Laignes-LavastIne.
Regenerationserscheinungen an der Froschhaut: Loeb u. Strong.
Beziehungen zwischen Funktion des Hodens und sekundären Geschlechts-
charakteren bei Rana: Loisel (2).
Über Giftstoffe aus dem Ovarium und anderen Geweben des Körpers von
Rana: Loisel (3) u. (4).
Regeneration des Schwanzes bei Anuren-Larven: Manicastri.
kana: Einfluß der Wärme auf die Bewegungen des Froschherzens: Mathieu.
Chemische Reaktionen von Granulationen in der Niere von Rana: Mercier (2).
Über anormale Entwicklung von Froscheiern: Morgan (2) und Morgan u.
Torelle.
Die Entwicklung der Thyreoidea und ihre Beziehung zur Herzanlage:
Muthmann.
Anregende Wirkung von Kupfervitriollösungen auf die Eientwicklung bei
Rana: Porchet.
Innervation des Froschgaumens: Prentiss.
Fälle von atypischer Linsenentwicklung bei Rana: Schaper (1).
Über Atmung von Fröschen nach Durchschneidung des Vagus. Soprana.
Ursprung der Lymphgefäße in der Frosch-Lunge: Suchard.
Über experimentelle Eingriffe in der Blastoporusregion von Frosch-
embryonen: Todd.
Wirkung von Wärme auf das Froschherz nach Anlegung linearer Quer- und
Längsquetschungen: v. Vintschgau.
Über motorische Nervenendigungen in der Muskulatur von Rana: Wilson.
Über Regeneration am Schwanz von Anurenlarven: Wintrebert (1).
Über reflektorische Nervencentren im Schwanz von Anurenlarven:
Wintrebert (2).
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 75
Phaneroglossa.
Ranidae.
Bulua n. g. f. B. ventrimarmorata n, sp. aus Kamerun: Boulenger (6) (= Lepto-
dactylodon ovatus And. Verh. k. k. zool. botan. Ges. Wien, 1903).
Ixalus halyi: n. sp. aus Ceylon: Boulenger (13).
Megalixalus leptosomus Peters: Bemerkungen über die Lebensweise: Vaillant (4).
Nyetibates n. g. £. N. corrugatus n. sp. aus Kamerun: Boulenger (6).
Phrynobatrachus natalensis var. gracilis, n. var. u. Ph. perpalmatus vom weißen
Nil: Andersson. — Ph. Tellinii n. sp. aus Erythrea: Peracca (4).
Prostherapis Festae n. sp. aus Ecuador: Peracea (3).
Rana: Bemerkungen über Variationen bei europäischen Arten: Depoli. — R.
arvalis, var. nigromeculata n. var.: Wolterstorif (2). — R. aurantiaca n. sp.
aus Travancore: Boulenger (12). — R. breviceps, limnocharis u. hexadactyla:
Beschreibung und Abbildung der Kaulquappen: Fergusen. — R. catesbiana:
Haemogregarina catesbianae in ihrem Blut: Stebbins. — R. esculenta var.
lessonae Camer.: abgebildet bei Wolterstorff (2). — R. esculenta: Einfluß
der Nahrung auf die Länge des Darmes: Yung. — R. fusca: Künstlich
hervorgerufene Parthenogenese: Bataillen (1). — Experimentelle Unter-
suchungen am Ei: Brachet. — Lagebeziehungen embryobildender Teile
des Froscheies zum Urmund: Hameeher. — Zentrifugierversuche an un-
befruchteten Eiern: Wetzel. — R. graeca u. R. latastii: aus Tessin aufgeführt
von: “hedini. — R. Greenii n. sp. von Ceylon: Boulenger (14). — R. palustris:
Abhängigkeit der Linsenentwicklung von der Berührung des Augenbechers
mit der Haut: Lewis. — R. pleuraden n.sp. aus Yunnan: Boulenger (5).
— R. temporaria: Exoplasma im Epithel des Kaulquappenschwanzes: Mereier
(1). — Mißbildung der Harnblase: Woodland. — R. virgatipes: Vorkommen
in New Jersey U. S. A.: Davis.
Rhacophorus Georgii n. sp. aus Celebes: Reux. — Rh. maculatus u. malabaricus:
Beschreibung von Laich und Kaulquappen: Ferguson. — Rh. nigropalmatus:
Anatomie und Entwicklung: Isenschmid. — Rh. pleurotaenia n. sp. aus Ceylon:
Boulenger (13). — Rh. Schlegeli: Nestbau: France (1).
Enngystomatidae.
Atelopus Festae, A. bufoniformis u. A. Boulengeri nn. spp. aus Ecuador: Peracea (3).
— A. flavescens D. u. B.: Bemerkung darüber: van Lith de Jeude. —
A. elegans, pulcher und ignescens: Bemerkungen darüber: Peraeca (3).
Cacopus systoma Schn.: Beschreibung und Abbildung der Kaulquappe: Ferguson.
Callula obscura: Beschreibung und Abbildung der Kaulquappe: Ferguson. —
C. pulchra Gray: Bemerkungen über Fortpflanzung: Butler. — C. verrucosa
n.sp. aus Yunnan: Beulenger (5).
Calophrynus pleurostigma Tsch. wiederbeschrieben und abgebildet als Bufo
studeri n. sp. von Isenschmid.
Chiasmocleis n. g. für Engystoma albopunctatum Boettg. aus Paraguay: Mehely (1).
— Ch. albopunctata (Boettg.) wiederbeschrieben: Mehely (1).
Gtenophryne n. 8. f. Ot. Geayi n. sp. aus Kolumbien: Mocquard (2).
Dermatonotus n. g. für Engystoma mülleri Boettg.: M&heiy (1). — Dermatonotus
mülleri (Boettg.) wiederbeschrieben: Mehely (1).
76 II. Reptilia und Amphibia für 1904.
Engystoma aequatoriale n. sp. aus Ecuador: Peracca (3).
Microhyla rubra Jerd.: Kaulquappe beschrieben und abgebildet: Ferguson.
Phrynella pulchra Blgr.: wiederbeschrieben und abgebildet von Isenschmid.
Dyscophidae.
Bestimmungstabelle für die Gattungen der Dyscophiden: Boulenger (4).
Colpoglossus n. g. f. Ü. Brooksiti n. sp. aus Borneo: Boulenger (4).
CO ystignalhidae.
Eleutherodactylus Richmondi u. unicolor nn. spp. aus Porto Rico: Steineger (1).
Hylodes buckleyi Blgr., conspicillatus Gthr., curtipes Blgr., platydactylus Blgr.,
subsigillatus Blgr., unistrigatus Gthr., vertebralis Blgr. und whymperi Blgr.:
Bemerkungen darüber: Peracca (3). — H. Festae u. H. macrocephalus nn. Spp.
aus Ecuador: Peracca (3). — H. grandoculis n.sp. aus Surinam: van Lith
de Jeude. — H. martinicensis: Entwicklung: Sampson.
Leptodactylus Krefftii n. sp. aus Chile: Werner (1). — L. mystacinus Burm. u.
mystaceus Spix: wiederbeschrieben mit Abbildungen von: Mehely (1).
Lithodytes Fitz. (mit Typus A ylodes lineatus) bildet eine eigene Gattung: Peracca
(3). — L. discodactylus Blgr. u. pulcher Blgr.: Bemerkungen darüber:
Peracca (3).
Paludicola Festae n. sp. aus Ecuador: Peracca (3). — P. signifera Gir. u. fusco-
maculata Stdr.: wiederbeschrieben von: Mehely (1).
Bufonidae.
Bufo: Parthenogenetische Entwicklung der Eier nach Eintauchen in Wasser:
Bataillon (2). — Spermatozoen im Bidderschen Organ: Cerruti. — Ent-
wicklung der Eier zu normalen Tieren bei vollständigem Ausschluß von Schwer-
kraft und Centrifugalkraft: Morgan (1). — B. calamita: Histologische Struktur
des Darmes bei gut ernährten und hungernden Tieren: Beguin (f). — B. granu-
losus Spise.: wiederbeschrieben von: Mehely (1). — B. mauritanicus: Über
eine in ihr lebende Haemogregarine: Billet (1) und Nicolle (1). — B. studeri
n.sp. aus Sumatra: Isenschmid. — B. vulgaris: Weiterentwicklung ver-
pflanzter Gliedmaßen bei Larven: Banchi. — Ausbildung des Schwanzes
bei Kaulquappen: Guieysse. — B. viridis, mauritanicus und regularis:
Individualle Variationen: Camerano. — Eupemphix nattereri Stdr.: wieder-
beschrieben mit Abbildungen von: Mehely (1). —
Nectes obscurus n. sp. aus Borneo: Barbour (2). — N. subasper Tsch.: Bemerkungen
über Farbe und Lebensweise: Butler.
H ylidae.
Hyla andersoni: Vorkommen in New Jersey, U.S.A.: Davis. — H. arborea:
Regenerative Wundheilung an einem abgequetschten Unterschenkel:
Kammerer (3). — Bemerkungen über ein verstümmeltes Tier: Schuster (2).
— H. evansi: n. sp. aus Britisch Guyana, trägt die Eier auf dem Rücken mit:
Boulenger (3). — H. faber: Nestbau: France (1). — H. Festae n.sp. aus
Ecuador: Peracca (3). — H. mazxima Laur.: Bemerkung darüber: Peracca (3).
— H.nasica Cope, phrynoderma Blgr. und spegazzinii Blgr.: wieder beschrieben
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 77
von: Mehely (1). — H. regilla: morphologische und biologische Bemerkungen:
Krefft (6).
Hylella Aninitsi n. sp. aus Paraguay: Mehely (1). — H.Cappellei n.sp. aus Surinam:
van Lith de Jeude.
Phyllomedusa hypochondrialis Daud.: wiederbeschrieben von: Möhely (1).
Pelobatidae.
Megalophrys longipes Blgr.: Bemerkungen über Farbe und Lebensweise: Butler.
Pelobates fuscus: aus Tessin aufgeführt von: @hidini. — Bemerkungen über über-
zählige Gliedmaßen: Mehely (3).
Scaphiopus solitarius Holbr.: Bemerkungen über die Lebensweise: Abbott.
Discoglossidae.
Alytes: Regeneration des Schwanzes bei Larven: Wintrebert (1).
Bombinator: Ergebnisse der Transplantation von Organanlagen bei Larven:
Braus (1). — Überzählige Extremitäten bei Larven: Braus (2). — B. igneus
Laur. und pachypus Bp.: Bemerkungen über Hybride dieser beiden Arten:
Mehely (5).
Discoglossus pictus: Beschreibung der Spermien: Ballowitz (2).
Aglossa.
Dactylethridae.
Xenopus calcaratus: Bemerkungen über die Larven: Schnee (2).
Caudata.
Die Fortpflanzung verschiedener Urodelen: Brüning. — Zungenbein-, Kiemen-
bogen- und Kehlkopfmuskulatur der Urodelen: Drüner.
Columella auris und Nervus facialis bei Urodelen: Kingsbury.
Biologie von Feuersalamander und Molchen in der Gefangenschaft: Knob-
lauch (2).
Verhalten der Chromosomen des Salamanders bei Mitosen in den Kiemen-
fäden: Kowalski.
Bemerkungen über den Bau der Blutkörperchen des Salamanders: Meves
(1) u. (4).
Bau und Funktion der Vorniere bei Urodelenlarven: Rabl (3).
Anatomie der Urodelen-Extremitäten: Sieglbauer.
Bemerkungen über drei bei Urodelen beobachtete Abnormitäten: Winslow.
Abgrenzung der peripheren Nerven der reflektorischen Nervenzentren gegen-
einander im Schwanz der Urodelen: Wintrebert (3).
Amphiuma: Variation in Zahl und Ausbildung der Zehen: Van P£e.
Batrachoseps: Führt Schreitbewegungen bei verletztem Rückenmark aus: Snyder.
Oryptobranchus alleghaniensis: Sexualelemente: Reese.
Desmognathus fusca: Eifurchung: Hilton und Wilder.
Megalobatrachus mazimus: Fortpflanzung: Broili (4) u. Herbert. — Erste Ent-
wicklungsstadien: de Bussy. — Bemerkung üder Verbreitung in Japan,
Lebensweise und Entwicklung: Ishikawa.
8 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Molge: Verhalten des Chromatins bei der Entwicklung der Ovocyten: Janssens.
— Über die Samenträger der Tritonen: Kiunzinger. — Resorption von
Spermatozoiden durch Follikelzellen: Perez. — Regeneration der Iris nach
Iridotomie: Welif. — M. alpestris: Entwicklung der Thyreoidea und ihre Be-
ziehung zur Herzanlage: Muthmann. — Triton blasii: Auffindung in freier
Natur in Westfrankreich: Geyer (1). — Nachweis seiner Herkunft als
Kreuzungsprodukt von Triton eristatus und Tr. marmoratus: Wolterstorit (1)
u. (4). — M. cristata var. karelinii Strauch: Bemerkungen darüber: Mehely (5).
— M. cristata: Über Hinterzellen im Rückenmark: Tagliani. — Differenzierung
der Hautdrüsen an, regenerierten Schwänzen: Tarchetti. — M. montandoni:
Bemerkungen über Aussehen, Fortpflanzung usw.: Geyer (2). — M. palmatus
gefunden bei Harburg: Welterstorif (3). — M. vulgaris: Bemerkung über
Variation: Mehely (5). — M. vulgaris, subsp. kapelana n,. subsp. aus S. W.-
Ungarn: Mehely (5). [= meridionalis Bigr. (n. Zool. Reec.)].
Necturus: Bilaterale Symmetrie im Ei: Byeleshymer (1). — Histogenese der quer-
gestreiften Muskulatur. Eyeleshymer (2).
Plethodon oregonensis: Giftdrüsen am Schwanz: Esterly.
Salamandra atra: Bestandteile des Giftes: Netoliizky. — 8. atra u. maculosa: Über
die Verwandschaftsverhältnisse: Kammerer (1). — Über ihre Fortpflanzung
und Anpassung an äußere Lebensbedingungen: Knoblauch (1). — S. maculosa:
Über den Museul. popliteus und seine Sehne: Fürst. — Über Cholerainfektion
bei $. mac.: Neumayer. — Über die Vorniere und die Bildung des Müllerschen
Ganges: Rabl (1). — Entwicklung des Tubentrichters und seine Beziehung
zum Bauchfell: Rabl (2). — Über die Hypochorda von S. m.: Reinhardt.
— Biologische Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte: Resenbeck (2). —
Salamandrina perspieillata: Verbreitung in Italien: Patroni.
Siredon: Eireifung und Befruchtung: Jenkinson (1). — Siredon als älterer Name
der Bezeichnung Amblystoma vorzuziehen: Poehe (2). — Histologie des
Darmkanals von Amblystoma: Bates. — Populär gehaltene Bemerkungen über
den Axolotl: Bode. — Untersuchungen über die männlichen Geschlechts-
organe und Geschlechtszellen von Amblysioma: Branea (?—5). — Abhäneig-
keit der Metamorphose des Axolotis von guter Ernährung: Herrera. — Ent-
wicklung der Hypophyse: Kingsley u. Thyng. — Regeneration einer Extremität
nach teilweiser Entfernung des Rückenmarks: Wintrebert (4).
Apoda.
Entwickelung des Ganglion ophthalmieum und Ganglion maxillo-mandibulare
des Trigeminus bei Apoden: Brauer.
Herpele Fuller n. sp. aus Indien: Alcock.
Siphonops annulatus Mik.: Bemerkung darüber: Peracea (2).
Stiegocephala.
iFußabdrücke von Chirotherien aus dem Keuper Großbritanniens: Beasley.
iFußspuren palaeozoischer Batrachier aus Canada und den U. St. A.:
Matthew (1) u. (2).
TAphaneramna n. g. f. A. rostratum n. sp. aus der Trias Spitzbergens: Wood-
ward, A. 8. (1).
III. Reptilia und Amphibia für 1904. 79
tAspidosaurus n. gen. f. Asp. chiton n. sp. aus dem Perm von Texas: Breili (i).
iCapiütosaurus stantonensis n.sp. aus der Trias von Staffordshire: Woodward,
A.S. (1).
iCardiocephalus n. gen. f. Card. Sternbergi n.sp. aus dem Perm von Texas:
Broili (1).
tCordyloides n. g. f. C. carbonarius n. sp.: Wirbelreste aus dem Carbon Böhmens:
Fritsch.
TC yelotosaurus Albertyni n.sp. aus der oberen Trias Südafrikas: Broom (12).
jDiplocaulus Copei u. D. pusillus nn. spp. aus dem Perm von Texas: Broili (1).
— D. besitzt Koprolithen von amphipolarem Typus: Neumayer (2).
TEkbainacanthus: Bemerkungen zu einzelnen Skelettstücken: Jacowlew.
+Eryops: Besitzt Koprolithen von heteropolarem Typus: Neumayer (2).
TEubrontes platypus n. n. f. Amblonyx giganteus Hitchcock: Eull (1).
Metoposaurus Fraasi n. sp. aus der Trias Arizonas: Lucas (1).
TTrimerorhachis insignis Cope: Beschreibung mit Abbildungen: Breoili (1).
Incertae Sedis.
jAsperipes avipes u. Asp. flexilis nn.spp. Fußspuren von Batrachiern aus dem
Carbon Ostkanadas: Matthew (2).
TBarillopus arctus u. B. confusus nn. spp. Batrachierfußspuren aus dem Carbon
Ostkanadas: Matthew (2).
tBaropezia abscissa n.sp. Batrachierfußspur aus dem Carbon Ostkanadas:
Matthew (2).
tCursipes Dawsoni u. levis nn. spp.: Batrachierfußspuren aus dem Carbon Ost-
kanadas: Matthew (2).
tDromilopus n. g. für Dr. quadrifidus n. sp.: Batrachierfußspur aus dem Carbon
Ostkanadas; Matthew (2).
TDromopus veloxe n.sp. Fußabdruck eines Batrachiers aus dem Carbon ÖOst-
kanadas: Matthew (2).
jIchnytes Baldaceii n.f. aus dem Miocaen von Duleigno, Montenegro: Vinassa
de Regny.
TMegapezia Pineoi n.sp.: Batrachierfußspur aus dem Carbon Ostkanadas:
Matthew (2).
1Nanopus obtusus u. N. quadratus nn. spp. Batrachierfußspuren aus dem Carbon
Östkanadas: Matthew (2).
TOrnithoides (?) Adamsi n.sp. Batrachierfußspur aus dem Carbon Ostkanadas:
Matthew (2).
s0 III. Reptilia und Amphibia für 1904.
Inhaltsverzeichnis.
Seite
Verzeichnis der Veröffenthehmmgen . . . »--. » ao. 0. . ers: 1
Übersicht nach dem Bote Sen... . 00 nun ee 50
Anatomie . eu ec age, ve 50
Entwicklung, Variation, Regeneration und Mißbildungen ...... 53
Physiologie, Gift, Parasiten und Biologie . .». . 2-0...» 55
Nomenklatur ee ee 57
DEE ee Bee 0: 57
TVecemteSHormen ee Lee et Le Ton Te 57
EN A 57
ASIEHTFIRTETKEN. 0 Ay ee ea euer a, ae e ee 58
Amerska, Australien und Polynesien. . . . : 2... 0 „ es weee 59
HKosslexRaunen"e 2 0 ee ee ee Re 60
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Dquamatayf. 70 rerlsurchlieite oe ale a et tn ereh = Le a 62
Lacertilia. 2... 000 0 ee Rech len Fon Ser 62
Rıhiptoglossa ‚.: ‚ern, ‚Auysstmiie yier eig aelnsslen une. Se re 65
Pythonomorpha. . -.. . “= u. era ern pidieit Se 65
Opkidiaie ste vun ges sm he Ken» ee u Da 65
Ornithosauria... 0 ee nn Velen oe 68
Orthonoda ı.. te alers nal. (a4 i0- anlen elen: ‚Se See 68
Dinosauria .. 20 een are 10 mia Kelle arg ah u 2 68
Emydosauria, «io Aueniele see we an ati ehe Sr „ne 69
Ichthyosauris. ..- "2... u... solmaglergr ou] Se 69
Chelonia, u Cuaen.2t see ra la eh ER 26. 69
PIEHOSaUNIa" ae ne ea a re re ae. lag 5 De Fe 7
Thecodontia ... Scham cin a ae fer vo: Sin vor ya!
Pelycosaunma wi Ama N Ce Pe u 6 7ı
Thalathosaumia, 2 0. vun ey erga ie, 2er Er za!
Rhynebocephala. .. .. » 2. nun en nun ce 71
AnOMOodontia, an aa ee ee es ende nen ee: je ee 7ı
Cotylosauria’ „> 280 nn nal oft grrjün ih 12
PATISOSAUTIS Kaufe a ne ers edene =2- er sat Su denen Ko ee KA 72
Incertae.Sedis... ne 1er 8 u, erler eente 8.0 Aerzte). ker Aeer 72
Amplkibiesn >eslaeanee Men re el ar na: 02a ee 72
Bcaudatbası va Pa Turn ne En ee 73
Phaneroplösss rss nf ee en 75
Aglossa RA ne Eee res ER er,
Cuadatar ee ee 77
0 RE ee - 78
Biepgsephala .'. .... 0. u. u A Ile Ban 78
Imeerbaer Sedis . U. 2000 ee ee Se a 79
Inhaltsverzeiehnis?, 2. 0 00. 00 ne ee EL 0 c s0
III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Von
Dr. Fritz Nieden (Berlin).
(Inhaltsverzeichnis befindet sich am Schlusse des Berichts).
Verzeichnis der Veröffentlichungen.
(Die mit * bezeichneten Arbeiten waren dem Referenten nicht zugänglich;
mit f bezeichnete Arbeiten haben palaeontologischen Inhalt.)
TAbelsdorif, G. Notiz über die Pigmentierung des Sehnerven
bei Tieren. Arch. Augenheilk. 53, pp. 185 u. 186.
Bei Alligator zeigen nur die dem Glaskörper zunächst liegenden
Bündel des Sehnervenkopfes Pigmentierung. [n. Biblioth. zoolog.]
Allen, B. M. The embryonie development of the rete-cords and
sex-cords of Chrysemys. Amer. J. Anat. V, pp. 79—94, figg., 1pl.
Abstract in Science XXI, p. 850.
Anderson, 3. P. Notes and observations. Jowa Nat. I, pp. 60
168.
Betrifft eine abnorme Kaulquappe von Bufo lentiginosus. [n. Intern.
Cat. Scient. Lit., Zoology 1905].
Andersson, L. G. Batrachians from Cameroon collected by Dr.
J. Sjöstedt in the years 1890—1892. Arkiv Zool., II, Nr. 20, 29 pp.,
Ep. Burs.
24 Arten werden aufgeführt, darunter 3 neue, in Verh. k. k. zool.
botan. Ges. Wien 1903 schon kurz beschriebene Arten.
Andrews, €. W. Notes on some new crocodilia from the Eocene
of Egypt. Geol. Mag. Bd. 2, pp. 481—484. Fu. S.
4 neue Arten werden beschrieben.
Anglas, J. Observations sur les metamorphoses internes des Ba-
traciens anoures. C. R. Ass. Franc. 1904, pp. 855—866, session 33.
Verf. beschreibt die histologischen Umwandlungen, welche sich
in dem sich rückbildenden Schwanze von Anurenlarven bei ihrer
Metamorphose zum ausgebildeten Tier abspielen.
Annandale, N. (#). Contributions to Oriental Herpetology. II.
Notes on the Oriental Lizards in the Indian Museum, with a list of the
recorded from British India and Ceylon. Part. 1. J. P. Asiat. Soc.
Bengal I., pp. 81—93, pls. Iu. II. Fu. 8.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (Ill.) 1
2 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Bemerkungen über 32 Arten, darunter 3 neue Arten. Angeschlossen
ein Verzeichnis aller aus Indien, Birma und Ceylon beschriebenen
Arten.
— (2). Notes on some Oriental Geckos in the Indian Museum,
Caleutta, with Descriptions of new Forms. Ann. Nat. Hist. (7) XV,
pp: 26—32. 8.
10 Formen werden besprochen, darunter 2 neue Arten und eine
neue Varietät, angeschlossen ist eine Bemerkung über Rhacophorus
nigropalmatus.
— (3). On abnormal Ranid larvae from North-Eastern India.
P. Z. S. 1905 I, pp. 58—61, pl. VI.
Betrifft zwei Kaulquappen, deren Art und Herkunft sich nicht
mehr sicher bestimmen ließ, bei denen die Hintergliedmaßen fehlten,
während die Vordergliedmaßen bei dem einen Exemplar frei hervor-
traten, bei dem andern unter der Haut sichtbar waren. Bei dem ersteren,
besser erhaltenen, Exemplar ließ sich auch eine Entwicklung des
Beckens feststellen.
Argaud, R. Sur la structure des arteres chez les reptiles et en
particulier, sur le mode de transition du type elastique au type mus-
culaire. Bibliogr. anatom. XIV, pp. 243—246, figg.
Verf. untersuchte Vipera aspis, T estudo mauritanica, Iguana
tuberculata, Uromastix acanthinurus, Lacerta viridis, Gongylus ocellatus,
C'hamaeleo vulgaris u. Varanus arenarius in Bezug auf die Verteilung
des ‚elastischen‘ und des ‚„‚muskulösen“ Typus der Tunica media bei
den wichtigsten Arterien.
Arnold, J. Über Bau und Sekretion der Drüsen der Froschhaut,
zugleich ein Beitrag zur Plasmosomen-Granulalehre. Arch mikr.
Anat. LXV, pp. 649-665, pl. XXX.
Verf. untersuchte mittelst verschiedener Fi ixierungs- und Färbungs-
methoden die Vorgänge bei der Sekretbildung in den Schleim- und.
Körnerdrüsen der Froschhaut und konnte feststellen, daß die Sekret-
bildung in einer Umwandlung der Plasmosomen des Cytoplasmas
in die Sekretgranula besteht.
* Arnold-Bemrose, H. H. u. Newton, E. T. On an ossiferous eavern
of pleistocene age at Hoe-grange quarry, Longceliffe, near Brassington
(Derbyshire). Quart. J. Geol. Soc. LXI, pp. 43—62, pls. V—-VII.
Gefunden wurden Reste von Rana temporaria und Bufo vulgaris
neben Vögeln und Säugetieren.
Assheton, R. ve growth centres in vertebrate embryoes. Anat.
Anz. XXVIi, pp. 125
Verf. unterscheidet ein die rn. auf ihren ersten Stadien
beherrschendes „protogenetisches“ Zentrum, das den zweiblättrigen
Embryo mit seiner inneren Höhle hervorgehen läßt, und ein hierauf
im Umkreis des Blastoporus entstehendes „‚deuterogenetisches“
Wachstumszentrums. Letzteres sucht einen eylindrischen Organismus
hervorzubringen; infolge von Wachstumsbeschränkungen in seinen
ventralen und lateralen Partieen wächst aber nur die äußerste dorsale
Partie”weiter; der Blastoporus wird zum Anus. Über die Grenze
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 2:
zwischen den beiden Wachstumszentren suchte Verf. sich durch Ex-
perimente an Rana-Larven Gewißheit zu verschaffen und konnte er
feststellen, daß alle hinter dem 1. Mesoblastsomiten gelegenen Partieen
des Embryo aus dem „deuterogenetischen“ Zentrum hervorgehen;
das Vorderhirn gehört jedenfalls, wahrscheinlich auch das Hinterhirn
zum Bereich des protogenetischen Zentrums. Auch in der phyloge-
genetischen Entwicklung treten wahrscheinlich diese beiden Wachstums-
zentren nacheinander in Wirksamkeit.
Babäk, E. (1). Über die morphogenetische Reaktion des Darm-
kanals der Froschlarve auf Muskelproteine verschiedener Tierklassen.
Beitr. Chem. Phys. VII, pp. 323—330.
Verf. fütterte von mehreren, sonst unter gleichen Bedingungen
gehaltenen Gruppen von Rana temporaria-Larven je eine mit Frosch-,
Fisch-, Pferde-, Muschel- und Krebstleisch, sowie mit Proteinsubstanz
aus Pflanzen, wobei er für jede Gruppe ein bestimmtes Verhältnis
zwischen Körperlänge und Darmlänge feststellen konnte, das von
1 :8,3 bei Pflanzennahrung abnahm über die Zwischenstadien der
mit Krebsfleisch (1:7,6) und Wirbeltierfleisch (1: 6,6) ernährten
Larven bis zu 1 :5,9 bei mit Muschelileisch gefütterten Larven.
— (2). Über die a des zentralen Nervensystems zu den
Gestaltungsvorgängen der Metamorphose des Frosches. Arch. ges.
Physiol. CIX, pp. 78—82.
Verf. stellte durch Experimente an Larven von Rana esculenta
und iemporaria fest, daß Entfernung des Gehirns bis zur Medulla
oblongata einige Tage vor dem Durchbrechen der Vorderextremitäten
eine stark hemmende Wirkung auf die Rückbildung von Schwanz
und Kiemen ausübt.
Bade, E. Amphibien- und Reptilienfang bei Alexandrien. Bl. £.
Aquarienkunde Bd. 16, p. 204, fis. F.
Bemerkungen über den Fang von Agama stellio, Mabwia vittata,
kana mascareniensis und Geckonen.
*Russischer Text! Baikov, N. A. Die Reptilien und Amphibien
der Mandschurei. Prir. i ochota, Moskva, Bd. 33, 10. Beilage, pp. I
—5. FR.
Bailey, V. Biological survey of Texas. Life zones, with
characteristic species of mammals, birds, reptiles and plants. Reptiles
with notes on distribution habits and economie importance. Dept.
Agric. Div. Biol. Surv. N. Amer. Fauna Bd. 25, Washington, 225 pp.,
fieg., pl. F.
Verf. gibt 1. Verzeichnisse der für die einzelnen in Texas in Be-
tracht kommenden tiergeographischen Regionen (Untere Austral-
zone: Austroriparische Region im Osten, untere Sonorische Region
im Westen und obere Sonorische Region) charakteristischen Reptilien-
arten. 2. Eine Übersicht über die 63 in Texas gesammelten Arten von
Eidechsen und Schlangen im United States National Museum nebst
genauen Angaben der “Fundorte für jede Art. Die Verbreitung von
Crotalus horridus und atrox wird noch an der Hand einer Karte erläutert.
1%
4 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
TBallerstedt, W. Über Saurierfährten der Wealdenformation
Bückeburgs. Nat. Wochenschr. 20, pp. 481—485, figg. F.
Beschreibung von vier-, drei- und einer zweizehigen Saurier-
fährten.
Ballowitz, B. (1). Die Spermien des Batrachiers Pelodytes punc-
tatus Bonap. Anat. Anz. XXVII, pp. 542—547, fieg.
An den Spermien lassen sich ein Kopf und eine Geissel, aber kein
eigentliches ‚„Verbindungsstück“ unterscheiden. Der Kopf ist in
mehreren Spiralwindungen gebogen; die Geissel bseteht aus 2 durch
eine färbbare Zwischenmembran verbundenen Fäden.
— (2). Die Gastrulation bei der Blindschleiche (Anguis fragilis L.)
Teill. Die Gastrulationserscheinungen.. Zs. wiss. Zool. 83, pp. 707
— 1732, pl. XXVIII—XXXVL.
Beschreibung von Flächenbildern der Gastrulationsvorgänge.
Banchi, A. Sviluppo degli artı pelvici del „‚Bufo vulgaris“ innestati
in sede anomala. Arch. ital. anat. embriol. IV, pp. 671—693, figg.,
pl. LXVII—LXX.
In die Schultergürtelresion verpflanzte Anlagen der Hinter-
gliedmaßen von Bufo bringen normale Hintergliedmaßen hervor.
*Bannermann, W. B. (f). On the distribution of the varieties of
Cobra (Nava tripudians) in India. J. Bombay Soc. XVI, pp.638—643,
with maps. F.
*— (2). Note on the breeding of the Krait (Bungarus coeruleus).
J. Bomb. Soc. XVI, pp. 743 u. 744.
*Barbier, A. (1). L’audition des Serpents. Feuille Natural. XXXV,
*— (2). Synonymy of Coluber formosus Wied. Feuille Natural.
XXXV, p. 62.
*— (3). Les Cheloniens du musee d’histoire naturelle d’Elbeuf.
Bull. Soc. Elbeuf XXIII, pp. 69—102.
*— (4). Le repas de la couleuvre & collier et de la couleuvre lesse.
Bull. Soc. Elbeuf XXIII pp. 57—68, 2 figg.
*— (5). Reponse & la question de M. le Dr. Bougon relative & la
finesse de l’ouie chez les serpents. Feuille Natural. Bd. 35, pp. 62
u. 69.
*— (6). Sur la faune erpetologique des environs de Pacy-sur-
Eure. Feuille jeunes natural. Bd. 35, pp. 189—194. F.
Barbieri, €. (1). Ricerche intorno al differenziamento istologico
del cervello negli anfibi anuri. Att. Mus. Milano XLIV, pp. 48—70.
Untersuchungen über die histologischen Diiferenzierungen im
(Gehirn von Bufo vulgaris und Rana fusca im Verlauf der ontogenetischen
Entwicklung.
— (2%). Nota sulla struttura e funzione del cervello nei vertebrati
inferiori. Att. Mus. Milano XLIV, pp. 86—96.
Verf. bespricht die Verteilung der zwei im Gehirn niederer Wirbel-
tiere vorkommenden Typen von Zellen, der ‚cellule cariocromica“
und der ‚„cellule somatocromiche‘, ferner vergleicht er die Struktur
des Anuren- und des Urodelengehirns, von denen das letztere eine
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 5
niedrigere Entwicklungsstufe darstellt. Schließlich behandelt er noch
die verschiedenen Ansichten der Autoren über den Sitz psychischer
Fähigkeiten bei niederen Wirbeltieren.
Barbour, T. The Vertebrata of Gorgona Island, Colombia. V. Rep-
tilia and Amphibia. Bull. Mus. Harvard. XLVI, pp. 98—102. Fu. 8.
13 Arten werden aufgeführt, darunter £ neue Arten und eine
neue Unterart.
Barboza du Bocage, 3. V. Contribution a la faune des quatre isles
du Golfe de Guinee. J.sci. math. Lisboa Ser. 2, Bd. 1, Nr. 26, pp. 65
—9. F.
11 Reptilienarten und 5 Amphibienarten werden aufgeführt,
keine neue Art darunter.
Bardeleben, K. v. Die Homologie des Unterkiefers in der Wirbel-
tierreihe. Anat. Anzeiger XXVII, Ergänzungsheft, pp. 16 u. 17.
Verf. vertritt in einer vorläufigen Mitteilung die, von verschiedenen
Autoren in der anschließenden Diskussion bestrittene, Ansicht, daß
der Unterkiefer der Säugetiere dem der Reptilien und niederen Wirbel-
tiere homolog sei.
Bataillon, E. (1). La resistence & la chaleur des e&bauches et des
produits sexuels de Rana fusca. Arch. zool. exp. Notes (4) III, 1905,
pp- COXU—CCRV.
Die Widerstandsfähigkeit des Eies gegen Erwärmung nimmt
mit Tortschreitender Embryonalentwicklung zu und erreicht ihren
Höhepunkt beim Schluß des Urmundes. Unbefruchtete Eier sind
widerstandsfähiger als befruchtete Eier. Dem Receptaculum seminis
entnommene Spermien sind widerstandsfähiger als dem Uterus ent-
stammende Eier.
— (2). Remarques sur un recent travail de M. Brachet: Recherches
experimentales sur l’oeuf de Rana fusca. Arch. zool. experim. Notes
(4) III. 1905, COXXXVI u. COXXXVI.
— (3). Nouvelles etudes sur P’equilibre physique des oeufs d’Am-
phibien au cours de la maturation. Arch. zool. exp. Notes (4) III. 1905,
pp. COXXTII—CCRXV.
Neue Versuche an unreifen befruchteten Eiern aus Uterus und
Bauchhöhle von Rana fusca und Bufo vulgaris und die nach Behandlung
mit destilliertem Wasser, Zuckerlösung usw. auftretende partheno-
genetische Entwicklung bestärken die Richtigkeit der früheren An-
schauungen d. Verf. und sprechen gegen eine spezifisch chemische
Wirkung der teratogenen Agentien.
Bath, W. (£). Über das Vorkommen von Geschmacksorganen
in der Mundhöhle von Crocodilus niloticus Laur. Zool. Anz. XXIX,
pp. 352 u. 353.
Vorl. Mitteilung über die nicht wesentlich von der allgemeinen
Form abweichenden Geschmacksknospen in der Schleimhaut der
oberen Schlundgegend. ,
— (2). Über Kaulquappen in den Fangblasen von Utrieularıa
vulgaris. Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1905, pp. 153—155, figg.
6 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Bauer, A. Recherches sur quelques-unes des conditions qui
reglent la regeneration des membres amputes chez le Tötard de Gre-
nouille.. J. Anat. Physiol. XLI, pp. 288—299, figg.
Verf. bestätigt die Angaben früherer Autoren, daß: 1. junge
Kaulquappen leichter regenerieren als ältere; 2. je näher dem distalen
Ende der Gliedmaßen die Amputationsstelle sich befindet, um so
rascher und vollständiger erfolgt die Regeneration; 3. auf wieder-
holte Amputation ein und derselben Gliedmaßen kann wiederholte
Regeneration erfolgen. — Im April ausgeschlüpite Kaulquappen
besitzen eine stärkere und länger andauernde Regenerationsfähigkeit
als im Juli ausgeschlüpfte Tiere.
TBeasley, H. €. Investigations of Fauna and Flora of the
Trias of the British Isles. I. Report on footprints from the Trias,
Part II. Report Br. Ass. 1904, pp. 275—282, pls. III—V, figg. Fu. $.
Enthält Beschreibung von sechs verschiedenen Fußabdrücken
vom „Rhynchosauroid“-Typus, von zweien vom „Chelonoid“-Typus
und von zwei Abdrücken von noch unsicherer Stellung.
Beddard, F. E. (1). The rudimentary hind-limbs of the Boine
Snakes. Nature LXXII, p. 630. 8.
Die rudimentären Hinterbeine der Borden können als Merkmale
zur Geschlechtsbestimmung verwandt werden, da bei männlichen
Exemplaren die Klauen an diesen Fußstummeln größer sind als bei
weiblichen Tieren.
— (2). A contribution to the anatomy of the Frilled Lizard
(Chlamydosaurus Kingi) and some other Agamidae. P. Z. S. 1905 I,
pp. 9—22, fisg. 8.
Enthält Bemerkungen über Lungen, Leber, Mesenterien des
Coeloms, Muskelfasern in den Mesenterien, über den Schädel mit dem
Hyoid, Wirbelsäule und Rippen.
— (3). Some notes on the cranial osteology of the Mastigure
Lizard Uromastix. P. Z. S. 1905 I, pp. 1—9, figg. 8.
Enthält Bemerkungen über den Schädelbau von Uromastix im
Vergleich zu dem anderer Reptilien.
— (4). A contribution to the knowledge of the encephalic arterial
system in Sauropsida. P. Z. 8. 1905, II, pp. 59—70, figg.
Untersucht wurden Varanus exanthematicus, Iguana tuberculata,
Tropidurus hispidus, Eumeces algeriensis, @errhosaurus flavigularis,
Tupinambis nigropunctatus, Python molurus und Testudo vicina.
— (5). Some additions to the knowledge of the anatomy, prinei-
pally of the vascular system of Hatteria, Crocodilus and certain La-
certilia. P. Z. S. 1905, II, pp. 461—489, figg. 8.
Enthält Bemerkungen über Arterien- undVenensystem von Hatteria,
über einige Venen bei Orocodilus acutus und über das Gefäßsystem
von Ophisaurus.
— (6). Some notes upon the anatomy of the yellow-throated
lizard Gerrhosaurus flavigularis. P. Z. 8. 1905, IL, pp. 256—267,
figg. 8.
III. Reptilia und Ampbibia für 1905. 7
Behandelt das Jugal-Ligament (Vergleich mit Z/guana, Eumeces,
P’rysignathus u. Hatteria), die Peritonealialten, das Coelom, und das
Arterien- und Venensystem.
— (7). On two points in the anatomy of the Lacertilian brain.
P. Z. S. 1905, II, pp. 267—270, figg.
Betrifft das Cerebellum von Varanus exanthematicus, das sich im
Verhältnis zu dem Kleinhirn anderer Lacertilier durch seine Größe
auszeichnet, und die Überlagerung der Corpora bigemina durch die
Cerebral-Hemisphaeren bei Tropidurus hispidus.
Benda, © Zur vergleichenden Spermiogenese der Amnioten.
Anat. Anzeiger XXVII, Ergänzungsheft, pp. 98—110.
Verf. vergleicht die Spermiogenese bei verschiedenen Gruppen
der Säuger und Sauropsiden und hebt besonders die nahen Beziehungen
zwischen der Spermiogenese der Monotremen und der der Reptilien,
speziell von Hatteria, hervor.
TBenecke, E. W. Die Versteinerungen der Eisenerzformation
von Deutsch-Lothringen und Luxemburg. Reptilia. Abh. geol. Karte
Elsass. 1905, pp. 426—442, pl. LVIll u. LIX. Fu. 8.
Enthält Beschreibung und Abbildungen von Wirbeln von Zchthyo-
saurus u. Plesiosaurus, von letzterem auch von einem Humerus.
Bergmann, Alb. jun. Über die Giftigkeit von Hyla versicolor.
Bl. Aquarienkunde, Bd. 16, pp. 129 u. 130.
Hyla arborea geht, wenn mit Hyla versicolor zusammengehalten,
bald augenschemlich an Vergiftung ein.
Bertarelli, E. Einige Untersuchungen über die Tuberkulose der
Reptilien. Centrbl. Bakter. (Orig.) XXXVIII, pp. 403—412, pl. u. figg.
Verf. beobachtete nach Injektion von menschlichem Tuberkulose-
Sputum in Varanus varius leichte tuberkulöse Veränderungen in der
Umgebung der Injektionsstelle und in den serösen Häuten des Ab-
domens. An dem Bazillus konnte er Abschwächung seiner späteren
Wirkung auf Cavia, eine in einer Änderung seiner Gestalt sich äußernde
Anpassung an den Kaltblüterorganismus und Herabsetzung seiner
weiteren Lebensfähiskeit feststellen. — Außerdem wird ein Fall von
natürlicher Tuberkulose bei Macroscincus Coctaei beschrieben.
Bertelli, D. Ricerche di anatomia comparata e di embriologia
sull’ apparecchio respiratorio dei vertebrati. Atti Ac. Padova XXI,
pp. 85 u. 86 u. Arch. ital. anat. embriol. IV, pp. 593—633, 776—844,
pl. LXXIX—LXXXIM.
Verf. untersuchte die Homologien zwischen Vögeln, Reptilien
und Amphibien bezüglich des Diaphragmas, des interstitiellen Lungen-
gewebes und der Pleura auf Grund von eigenen Untersuchungen an
Testudo, Thalassochelys, Emys u. Lacerta.
Bilger, €. Hyla versicolor giftig? Bl. Aquarienkunde, Bd. 16,
pp- 167 u. 168.
Verf. bejaht die Frage auf Grund von Beobachtungen, daß Hyla
arborea in demselben Käfig augenscheinlich infolge von Vergiftung
bald verendete.
8 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Blake, 3. F. A monograph of the fauna of the Cornbrash. Reptilia.
Pal. Soc. Mon. pp. 22—27.
Bies, 2.3. (1). The Budgett memorial (II). Noteson the deve-
lopment of Phyllomedusa hypochondrialis (Daud.). Rep. Brit. Ass.
1904, pp. 605 u. 606.
Hebt verschiedene Unterschiede in der Entwicklung dieser Art
von derjenigen anderer Anuren hervor.
— (2). The life history of Xenopus laevis Daud. Trans. R. Soc.
Edinburgh 41, pp. 789—821, figg., 4 pls.
Beschreibung: 1. der Paarung mit den dabei auftretenden Ver-
änderungen im Aussehen der Tiere (zugleich mit Angaben, unter
welchen Lebensbedingungen dieTiere in der Gefangenschaft zur Paarung
zu bringen sind); 2. der Eiablage und der mit jeder einzelnen Eiablage
verbundenen Befruchtung; 3. der Eihüllen; 4. ausführliche Schilderung
der Eientwicklung, des Ausschlüpfens der Larven, der Weiter-
entwicklung derselben, wobei das frühe Erscheinen der pectoralen
Lymphherzen bemerkenswert ist; 5. Beschreibung der Veränderungen
an der Kaulquappe, die gleichzeitig mit der Nahrungsaufnahme mit
der Lungenatmung beginnt, unter besonderer Berücksichtigung
der Tentakel, Färbung und des Durchbruches der Vorderbeine und
6. kurze Schilderung der Metamorphose der Larve.
Blohm, W. Die Jagd auf Kreuzottern. Nerthus, Altona, Bd. T,
pp: 256—259.
Beschreibung einer ungefährlichen Methode zum Fang lebender
Tiere.
Bolau, H. Der Riesensalamander. Bl. Aquarienkunde, Bd. 16,
pp. 421—426, figg.
Morphologische und biologische Bemerkungen.
Boettger, ©. Reptilien aus dem Staate Parana. Zool. Anz. XXIX,
pp. 373—375. Fu. 8.
Aufgeführt werden 22 Arten, darunter eine neue Art.
*Botazzi, Filippo e Torretta, A. Azione dell „Adrenalina‘“ sulla
muscolatura longitudinale dell’esofago di Bufo vulgaris. Arch. fisiol. I,
pp. 325— 331, figg.
*Bougon, —. Nos reptiles. Naturaliste XXVII, pp. 36 u. 37.
Boulenger, &. A. (1). Reptilia and Batrachia. Zoologie. Record.
f. 1903, 40 pp.
— (2). Descriptions of new Snakes in the collection of the British
Museum. Ann. Nat. Hist. (7) XV, pp. 453—456. 8.
— (3). Descriptions of new West African Frogs of the genera
Petropedetes and Bulua. Ann. Nat. Hist. (7) XV, pp. 281—283. Fu. 8.
— (4). On some Batrachians and Reptiles from Thibet. Ann.
Nat. Hist. (7) XV, pp. 378—379. Fu. 8.
4 Arten werden aufgeführt, darunter eine neue Geckonenart.
— (5). Remarks on Mr. N. Rosen’s list of the snakes in the Zoological
Museums of Lund and Malmö. Ann. Nat, Hist, (7) XV, pp. 283
u. 284, 8,
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 1)
— (6). Description of a new Batrachian of the genus Bombinator
from Yunnan. Ann. Nat. Hist. (7) XV, pp. 188 u. 189, pl. XIII,
fisg. Fu.S8.
_ — (9). Deseriptions of a new snake of the genus Atractaspis from
Mount Kenya, British East Africa. Ann. Nat. Hist. (7) XV, p. 190.
F us,
— (8). Description of a new snake from Venezuela. Ann. Nat.
Bist» (7) &V,.p-56l: F.u..8.
*— (9). Descriptions of two new snakes from Upper Burma.
J. Bombay Soc. XVI, pp. 235 u. 236, 1 pl. Fu. 8.
*— (10). Descriptions of a new frog of the genus I/zalus from
Selangor. J. Federated States Mus. I, p. 39, pl. IV. Fu. 8.
— (#1). Reptiles de la Guinee espagnole. Mem. Soc. Espan. 1,
pp. 183—186. Fu. 8.
24 Arten werden aufgeführt, keine neue darunter.
— (12). An account of the reptiles and batrachians collected
by F.W. Riggenbach in the Atlas of Morocco. Nov. Zool. XII, pp. 73
—77, pls. Iu. II, Fu. 8.
14 Reptilien und 1 Batrachier werden aufgeführt; ausführlicher
behandelt werden Lacerta muralis u. ocellata.
— (#3). Descriptions of new Reptiles discovered in Mexico by
Dr. H. Gadow F. R. S. P. Z. S. 1905, II, pp. 245—248, pls. VI u. VII.
a SE
— (14). Exhibition of and remarks upon a melanistie specimen
of the wall Lizard. P. Z. S. 1905, II, p. 324. 8.
— (15). On a collection of Batrachians and Reptiles made in
South Africa by Mr. E. H. B. Grant and presented to the British
Museum by Mr. C. D. Rudd. P. Z. S. 1905, II, pp. 248—255. Fu. S.
12 Amphibien und 40 Reptilien werden aufgeführt; keine neue
Art darunter.
— (16). Descriptions of three new snakes discovered in South
Arabia by Mr. G. W. Bury. Ann. Nat. Hist. (7) XVI, pp. 178—180.
Fu.S.
— (1%). On the habitat of Rana blanfordi. Ann. Nat. Hist. (7)
XV], p. 640. 8.
Verf. gibt als Heimat der seiner Beschreibung dieser Art im Cat.
Batr. Sal. 1882 zu Grunde liegenden 2 Exemplare Darjeeling in Indien
an, was bisher strittig war.
— (18). On remarkable specimens of Rana esculenta from South
Western Persia. Ann. Nat. Hist. (7) XVI, p. 552. Fu. S.
Beschreibung einer neuen Varietät, var. susana.
— (19). A list of the batrachians and reptiles colleeted by Dr.
W. J. Ansorge in Angola with deseriptions of new species. Ann. Nat.
Hist. (7) XVI, pp. 105—115, pl. IV. Fu. 8.
18 Amphibienarten werden aufgeführt, darunter 3 neue Arten,
und 44 Reptilienarten, darunter eine neue Ophidierart.
— (20). Descriptions of new tailless batrachians in the colleetion
of the British Museum. Ann. Nat. Hist. (7) XVI, pp. 180—184. 8.
10 Ill. Reptilia und Amphibia für 1905.
— (21). A contribution to our knowledge of the varieties of
the Wall Lizard (Zacerta muralis) in Western Europa and North Afrika.
Tr. Zool. Soc. London XVII, pp. 351—430, pls. XXII—XXIX, figg.
Fuss.
Eingehende Beschreibung mit zahlreichen Abbildungen von .
17 verschiedenen Varietäten von Lacerta muralis aus Zentraleuropa
und dem westlichen Mittelmeergebiet.
(22). On a new Variety of the Wall Lizard (Larerta muralis
var. breviceps). Annuar. Mus. Univ. Napoli (2) I, 29, 2pp. 8.
*Brace, E. M. A preliminary note on the snake’s tongue. Science
N.:S. 21.0. 271,
Brachet, A. Gastrulation et formation de l’embryon chez les
chordes. Anat. Anz. XXVII, pp. 212—221 u. 239—246, figg.
Verf. na bei der Gastrulation der Amphibien zwei
Phasen: 1. die eigentliche Gastrulation, welche die Sonderung des
Keims in zwei Keimblätter und die Bildung des Urmundes umfaßt;
2. eine zweite Phase, die mit dem Schluß der Blastoporuslippen be-
ginnt und die daraus hervorgehende Bildung der Dorsalorgane um-
faßt. — An einem vom Vierzellenstadium an bei 25 0 C. aufgezogenen
Embryo von Rana fusca mit Spina bifida weist Verf. die Richtigkeit
seiner Anschauung nach.
T*Branson, E. B. Structure and relationships of American Laby-
rinthodontidae. J. Geol. Bd. 13, pp. 568—610.
*Brauner, A. (1). Vorläufige Mitteilung über die Kriechtiere und
Lurche der Krym, des Kubangebietes, des Wolhynischen und War-
schauer Gouvernements. Zapiski Novoross. Obsheh. XXVIIH, pp. I
—14. (Russisch u. deutsch). F.
*— (2). Dritte vorläufige Mitteilungen über Reptilien und Am-
phibien der Suwalik, Minsk, Podolsk, Tschernigow, Cherson, Ekaterinos-
law Gouvernements, Bessarabiens und des Dniepr-Kreises des Tau-
rischen Gouvernements. Zapiski Novoross. Obsheh. XXVIIL, pp. 201
— 217. (Russisch u. deutsch). F.
Braus, H. Über den Entbindungsmechanismus beim äußerlichen
Hervortreten der Vorderbeine der Unke und über künstliche Abrachie.
(Mit Demonstrationen). Münch. mediz. Wochenschr. Bd. 52, pp. 1749
—1751.
Verf. beobachtete Vorbereitungen zur Durchbrechung der Oper-
cularwand und sogar eine kleine Öffnung auch bei solchen Unken-
larven, denen eine Vorderextremität fehlte, ferner beobachtete Verf.
nach Exeision der vorderen 6 Hiedmaßenknospe aus dem bereits ge-
schlossenen Kiemensack keine Regeneration der Vorderextremität,
weil, wie Verf. annimmt, mit der auf diesem Stadium nicht mehr
vorhandenen 6. Schlundtasche und deren Zubehör der Anstoß zur
Regeneration fehlt.
*Brelm, Alir. Allatok viläga VII. Csuszömä szök es keteltück
Ismereteink mai szin vonalähoz &s a hazai oiszonyolkhoz alkalmazta
Bälint Sandor. [Tierleben VII. Kriechtiere und Lurche, dem heutigen
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 11
Stande der Wissenschaft und den ungarischen Verhältnissen angepaßt
von Sandor Bälint]. Budapest 1905, XII + 841 pp., 16 Taf. u. 178 figg.
*Brimley, €. 8. (1). Notes on the scutellation of the red King
Snake, Ophibolus doliatus oceineus Schlegel. J. E. Mitchell Soc. XXI,
pp. 145—148. 8.
Bemerkungen über die Beschuppung.
— (2). Notes on the food and feeding habits of some American
reptiles. J. E. Mitchell Soc. XXI, pp. 149—155.
Bemerkungen über die Art der Nahrungsaufnahme, die Menge
und Art der Nahrung selbst bei verschiedenen Schlangen, Eidechsen
und Schildkröten.
*_ (3). Further notes on the reproduction of reptiles. J. E.
Mitchell Soe. XX. (1) 1904, pp. 139 u. 140.
*_ (4). A case of snake bite. J. E. Mitchell Soc. XX. (1) 1904,
pp- 137 u. 138.
Betrifft Ancıstrodon piscworus.
fBroili, F. Beobachtungen an Cochleosaurus bohemicus Fritsch.
Palaeontogr. LII, pp. 1—16, pls. Iu. II. 8.
Beschreibung bisher unbearbeiteten Materials von 5 Exemplaren
dieser Form.
Broom, R. (1). On some points in the anatomy of the Theriodont
Reptile Diademodon. P. Zool. Soc. London 1905, I, pp. 96—102, pl. X.
Beschreibung von Unterkiefer, ilium, ischium, os pubis, femur
und Lendenwirbel von Diademodon mastacus Seeley.
t— (2). On the structure and affinities of the Endothiodont
reptiles. Tr. S. African Soc. XV, pp. 259—281, pls. XII—XIV. 8.
8 Arten werden beschrieben und abgebildet, darunter eine neue.
7— (3). On the use of the term Anomodontia. Rec. Albany Mus. I,
pp- 266—269. 8.
Verf. will den Namen Anomodontia zur Bezeichnung einer Ordnung
von säugetierartigen Reptilien angewandt sehen, die zusammen mit
den Ordnungen der Therocephalia, Dinocephalia und Oynodontia
die Superordnung der Therapsida im Phylum der Synapsida bildet.
7— (4). Notice of some new fossil reptiles from the Karroo Beds
of 8. Africa. Rec. Albany Mus. I, pp. 331—337. Fu. 8.
5 neue Arten und 3 neue Gattungen werden beschrieben.
7— (5). Notes on the localities of some type specimens of the
Karroo Fossil reptiles. Rec. Albany Mus. I, pp. 275—278. F.
Betr. Procolophon trigoniceps, Diceynodon testudiceps, Platy-
podosaurus robustus, Nythosaurus larvatus und Anthodon serrarius.
— (6). Preliminary notice of some new fossil Reptiles colleeted
by Mr. Alfred Brown at Alival North, $. Africa. Rec. Albany Mus. I,
pp- 269—275. Fu. 8.
6 neue Arten aus 4 neuen Gattungen werden beschrieben.
+— (2). On the affinities of the primitive reptile Procolophon.
P. Z. S. 1905 I, pp. 212—218. 8.
Bemerkungen über die systematische Stellung von Procolophon,
den Verf. von einem permischen Diapsiden-Typus herleiten möchte.
12 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Brown, A. E. (1). The identity of Cutaenia atrata Kenn. P. Ac.
Philad. LVII, pp. 692 u. 69. 8.
— (2). The utility prineiple in relation to specific characters.
P. Ac. Philad. LVII, pp. 206—209.
Verf. legt an Beispielen aus der Systematik der Schlangen dar,
daß bei diesen das „Nützlichkeitsprinzip“ ım Sinne von Wallace
zur Unterscheidung sowohl von Gattungen als auch von Arten nieht
die geringste Verwendung finden kann.
Brown, B. The osteology of Champsosaurus Cope. Mem. Amer.
Mus. nat. Hist. IX, 1, pp. 1—26, pls. I-V. 8.
Definition der die Gattungen Champsosaurus u. Simaedosaurus
umfassenden Familie der Choristodera, Entdeckungsgeschichte der
beiden genannten Gattungen und Beschreibung zweier neuer Ohampso-
saurusspecies.
Bruner. Bisher unbekanntes Vorkommen verschiedener Reptilien
und Amphibien bei Passau. Bl. f. Aquarienkunde Ba. 16, pp. 449
u. 450. (Vereinsber. ‚„Isis“‘-München). F.
Betr. das Vorkommen von Lacerta viridis, L. agilis var. erythronota,
Rana agılıs u. Salamandra maculosa bei Passau.
Bruno, A. Sulle shiandole cutanee della Rana esculenta. Boll.
Soc. Napoli XVIII, pp. 215—233, pl. 11.
Verf. beschreibt Bau und Entwicklung von vier Arten von Drüsen
ın der Daumenhaut des männlichen Frosches, von denen die mit
cylindrisch-prismatischem Epithel ausgestatteten „Daumendrüsen“
ausschließlich am Daumen des Männchens vorkommen.
Buifa, P. Ricerche sulla muscolatura eutanea dei Serpenti. Attı
Ac. ven.-trent. Padova n. s. I, H. 2, pp. 145—228, fig. 1, pl. I-IV.
Untersucht wurden Typhlops, Ilysia, Python (2 sp.), Boa, Eryz,
Coronella, Oxybelis, Rhadinaea, Tropidonotus (3 sp.), Zamenis (2 sp.),
Coelopeltis, Elaps, Naia, Platurus, Hydrus, Crotalus und Vipera (3 sp.).
Bürger, ©. Die Brutpflege von Rhinoderma darwinii. Zs. wiss.
Zoolog. Bd. 82, pp. 230—251, pl. XVI—XVIM.
Bemerkungen über Vorkommen, Aussehen, Lebensweise, Brut-
zeit, Eiablage, Brutpflege im Kehlsack des Männchens, besonders auch
eingehende Beschreibung des Kehlsackes selber auf seinen verschiedenen
Entwicklungsstadien.
Burne, R. H. Notes on the muscular and visceral anatomy of the
a. turtle (Dermochelys coriacea). P. Z. S. 1905, I, pp. 291—524,
ig. 8.
Beschreibung der Muskulatur, des Auges, Darmkanals mit der
Leber, der Mesenterien, der Respirationsorgane, des Blutgefäßsystems
und des Herzens, sowie der Fortpflanzungsorgane.
Bussy, L. P. de. Die ersten Entwicklungsstadien des Megalo-
batrachus maximus. Zool. Anzeiger XXVIIH, pp. 523—536, figg. 8.
*Butler, A. L. The eggs and embryos of Schlegel’s Gavial (Tomi-
stoma schlegelvi S. Müller). J. Federated St. Mus. I, pp. l1u.2. 8.
Cameren, 3. The development of the retina in Amphibia: an em-
bryological and ceytological study. J. Anat. Physiol. norm. path.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 13
XXXIX (n.s.) XIX, pp. 135—151, 332—348, 471-488, pls. XXXI
u. XXXIIL, XL—XLIL, LI u. LI.
Camus, L. u. Gouiden, 3. Nouveaux appareils pour l’e&tude du
coeur isole. — C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 496—499, fig.
Verf. beschreibt Verbesserungen an einem Apparat zur Ver-
anschaulichung der Blutzirkulation im Schildkrötenherz.
Carlson, A. 3. Die Ganglienzellen des Bulbus arteriosus und der
Kammerspitze beim Salamander (Neeturus maculatus). Arch. ges.
Physiol. CIX, pp. 51—62, figg.
Verf. bestätigt das schon von Bethe und Dogiel beobachtete,
von anderen Autoren, namentlich Engelmann bestrittene, Vorkommen
von Ganglien im Bulbus arteriosus und im Ventrikel des Herzens
von Amphibien für Necturus maculatus.
TCase, E. €. (£). Bathygnathus borealis Leidy and the Permian
of Prince Edward’s Island. Science XXII, pp. 52 u.53. 8.
T— (2). The morphology of the skull of the Pelycosaurian genus
Dimetrodon. Trans. Amer. Phil. Soc. Philadelphia, n.s. Bd. 21, pp. 5
—29, figg., pl. I-VI. 8.
Beschreibung und Abbildung von 4 Schädeln von Dimetrodon,
die auf 3 Spezies: incisivus, dollovianus u. gigas verteilt worden sind.
*T— (3). The osteology of the Diadectidae und their relation
to the Chelydosauria. J. Geol. Bd. 13, pp. 126—159.
Cerruti, A. Contribuzioni per lo studio dell’ organo di Bidder nei
Bufonidi. Atti Acc. Napoli XII Nr. 1, pp. 1—8, pl: 1.
Verf. beobachtete an Eizellen im Bidderschen Organ bei Bufo
vulgaris das Eindringen des Kernes einzelner Eier in benachbarte
Eizellen, auch gleichzeitigen Übertritt je des Kernes eines
Eies in ein benachbartes Ei bei bis zu 6 benachbarten Zellen. Als
Ursache dieser Erscheinungen glaubt Verf. einen zerstörenden Ein-
fluß der Eier aufeinander annehmen zu müssen.
*Chaignon, H. de (1). Notes zoologiques. Bull. Soc. hist. nat.
Autun, Bd. 18, pp. 150—157, fige. F.
Betrifft Reptilien von Sardinien und Tunis. Eidechsen mit
doppeltem Schwanze. [n. Biblioth. zoolog. ]
— (2). Note sur le Phyllodactyle d’Europe. Bull. Soc. hist.
nat. Autun, Bd. 18, pp. 268—270.
*— (3). Contributions & P’histoire naturelle de la Tunisie. Bull.
Soc. Autun XVII, 1904, pp. 1—166. FR.
*Chaine, 3. Le depresseur de la mächoire inferieure, son &tude
comparative chez les vertebres, sa signification morphologique. Bull.
Sei. France Belgique XXXIX, pp. 1—56, pls. Iu. II, figg.
*TChanel, Em. Le crocoailien fossile du Musee de Bourg, Steneo-
saurus burgensis chanuti. Bull. Soc. Nat. Ain, Ann. 10, pp. 17—38. —
Note complementaire pp. 42—44.
*Russischer Text! Cirjev, 8.3. Photogramme der elektrometrischen
Kurven für die Kontraktion der Muskeln und des Herzens. Kiev.
1905, 15 pp., 3 Taf.
14 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Cor, W. R. u. Kunkel, B. W. The female urogenital organs of the
limbless Lizard Anniella.. Anat. Anzeig. XXVI, pp. 219—222, figg.
Beschreibung der Urogenitalorgane, bei denen hervorzuheben ist,
daß zwar beide Ovarien functionierend je ein Ei liefern, daß aber beide
Eier nur in dem rechten, allein funktionsfähig ausgebildeten Oviduct
zur Reife gelangen — Anniella ist ovo-vivipar — während der linke
Oviduct bis auf seinen distalen Abschnitt, der augenscheinlich noch
sekretorische Funktion besitzt, rückgebildet ist.
Coggi, A. Le ampolle di Lorenzini nei Gimnofioni. Monitor. Zool.
ital. XVI, pp. 49—56.
Verf. beschreibt den Bau der von Sarasin als „Nebenohren“
bezeichneten Organe bei Gymnophionen, die er für homolog mit den
Lorenzinischen Ampullen der Selachier erklärt, ein weiterer Beweis
für die Verwandtschaft der letzteren mit den Gymnophionen.
Cohn, L. (1). Schlangen aus Sumatra. Zool. Anzeiger XXIX,
pp. 5340—548. F.
Aufgeführt werden 31 Arten, keine neuen darunter; für manche
Arten werden Abweichungen in der Beschuppung von Typus-Exem-
plaren vermerkt.
— (2). Der Tentakelapparat von Dactylethra calcarata. Zeitschr.
f. wiss. Zoolog. LXXVIII, pp. 620—644, pl. XXIII, fig.
Verf. weist einen Zusammenhang nach zwischen dem an der
Tentakelspitze nach außen mündenden Tentakelhohlraum und der
Nasenhöhle, wie er in sehr ähnlicher Weise bei Coecilien besteht;
für den Tentakelapparat beider Formen nimmt Verf. daher auch eine
Entwicklung von gemeinsamer Basis aus an, ebenso glaubt er den
Tentakelapparat von D. wie den, wenigstens einiger Coecilien, z. B.
Siphonops, als Spritzapparat zum Ausspritzen eines zur Verteidigung
oder zum Angriff dienenden Giftes auffassen zu können.
Coker, R.E. (1). Gadows hypothesis of „or-hogenetic varıation“
in Chelonia. Johns Hopkins Univ. Circ. 1905, Nr. 5, pp. 9—24, figg.
Verf. bestreitet auf Grund von Unter ealen! an Malaclemmı Ys
centrata, Thalassochelys sp., Chelone mydas und Eretmochelys imbricata
das allgemeine Vorkommen der von Gadow für alle Chelonier an-
genommenen „orthogenetischen Variation“, d. h. einer Tendenz
des Tieres, die Zahl der Schilder des Carapax mit zunehmendem Alter
zu reduzieren.
— (2%). Orthogenetic variation? Science XXII, pp. 873—875.
Verf. hält seine alte Ansicht Gadow gegenüber aufrecht. (s. Cokerl).
— (3). Diversityin the scutes and bony plates of Chelonia.
Science N. S. 21, pp. 384—385.
*Coward, T. A. Palmated newt (Molge palmata) in Western Carnar-
vonshire and Bardsey Island. Zoologist 1905, p. 316. F.
Crevatin, F. I nervi della cornea dei rettili. Mem. Ace. Bologna VI
1904, pp. 139—148, pls. Tu. II.
Verf. untersuchte Platydactylus mauritanicus, Uromastixz spinipes,
Agama, Lacerta muralis u. viridis, Acanthodactylus vulgaris, Varanus
arenarius, Angus fragilis, Gongylus ocellatus, Seps chalcides, Ophi-
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 15
saurus, Ohamaeleo vulgaris, Tropidonotus natriz, Vipera ammodyltes,
Trionyx ferox, Sternothaerus nigricans, Aromochelys odorata, Cino-
sternon clausum, Damonia revesii, Clemmys geographica, Emys orbieularis,
Testudo graeca, Alligator lucius und Crocodilus miloticus.
Davis, W. T. Further notice of Ayla andersoni and Rana virgatipes
in New Jersey. Amer. Naturalist 1905 XXXIX, pp. 795 u. 796. Fu. 8.
Biologische Bemerkungen über diese in New Jersey nicht so
seltenen Arten, wie bisher angenommen wurde.
van Denburgh, J. The reptiles and amphibians of the islands
of the Pacific coast of North America from the Farallons to Cape San
Lucas und the Revilla Gigedos. Proc. Cal. Ac. Sci., Zool., San Fran-
cisco, Ser. 3, Bd. 4, pp. 1—40, pl. II—VIH.
30 Arten werden aufgeführt, darunter 5 neue Arten.
*Mepoli, &. Studii sul genere „Rana” L. Saggio dı applicazione
del metodo quantitativo (Fortsetzung). Riv. Ital. Sci. Nat. XXV,
pp. 42—44, 66—72, 87—91.
*Derjugin, K. €. (1). Zamötka o jashcheritzakh ı zon&jakh iz
Zakaspijsko] Oblastı. Protok. St. Petersb. Obsheh. XXXVI.
(Russisch). F.
*— (2). Ötchotjo oborudovanıu Murmanskoj biologiches koi
Stantsii ı lötnia raboty na nej v 1904 g. Protok. St. Petersb. Obshech.
XXXVI. (Russisch).
Bericht über die Ausrüstung der biologischen Station Murman
und ihrer Leistungen im Sommer 1904 (nach Zool. Rec. 1905).
*Deyrolle, E. (1). Le Discoglosse peint. Naturaliste XXVII,
p-. 266. 8.
* — (2). La tortue A ecailles de Madagaskar. Naturaliste XXVII,
Dieck. Rana fusca im Winter m Brunst. ‚Bl. f. Aquarienkunde
Bd. 16, p. 232.
Beobachtungen in den Bergen Asturiens in meterhohem Schnee.
Ditmars, R. L. (#). The reptiles of the vieinity of New York
City. Amer. Mus. Journal V, pp. 93—140, figg. F.
Aufoeführt werden i4 Schlangen, 2 Eidechsen und 12 Schild-
kröten.
*— (2). Observations on the mental capacity and habits of poi-
sonous serpents. Rep. New York Zool. Soc. IX, pp. 177—196, figg.
u. pls.
*— (3). A new species of rattlesnake. Rep. New York Zool. Soc.
IX, pp. 199 u. 200. 8.
*— (4). An unusual variation of C’rotalus lucifer. Rep. New York
Zool. Soc. IX, pp. 200 u. 201. 8.
— (5). The Batrachians of the vicinity of New York City. Amer-
Mus. Journ. V, pp. 61—206.
!4 Urodelenarten und 12 Anurenarten werden aufgeführt.
Dogiel, 3. Die Form und der Bau der roten Blutkörperchen des
Frosches. Zs. wiss. Zool. Bd. 82, pp. 171—181, pl. XI.
16 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
Untersuchungen über den Einfluß von 1. destilliertem Wasser,
2. Chlornatrium, 3. colloidalem Silber, 4. salpetersaurem Silber,
5. Cyanquecksilber und 6. von erhöhter Temperatur auf die roten
Blutkörperchen des Frosches.
TDollo, L. (1). Un nouvel opercule tympanique de Plioplatecarpus,
Mosasaurien plongeur. Bull. Soc. Belg. Geol. XIX, pp. 125—131,
PIE
Beschreibung und Abbildung des schalleitenden Apparates
von Plioplatecarpus, einer durch Verkalkung des Trommelfelles an
Tauchen in größere Tiefe nach Art der Wale angepaßten Mosasaurier-
Form.
T— (2). Les Dinosauriens adaptes a la vie quadrupede se-
condaire. Bul. Soc. Geol. Bruxelles Bd. 19, pp. 440—448.
Verf. schließt aus der Anwesenheit eines rudimentären Postpubis
bei Triceratops und eines Postpubis mit geänderter Funktion bei Stego-
saurus darauf, daß diese beiden „quadrupeden“ Formen von „Pre-
dentariens bipedes“ abstammen, welch letzteren wie allen auf zwei
Extremitäten sich fortbewegenden Formen allein ein Postpubis eigen-
tümlich ist. Die Fortbewegung auf 4 Extremitäten bei T'riceratops
und Stegosaurus ist also eine erst von ihnen wieder erworbene bio-
logische Anpassung.
Dörtiel, J. Die Kröten in Hamburgs Umgebung. Wochenschr.
Aquarienkunde, Bd. 2, pp. 141—143 u. 155 u.156. F.
Populär gehaltene Bemerkungen über die Lebensweise der Kröten
im allgemeinen und Beschreibung von Bufo vulgaris, calamita, variabılis,
Pelobates fuscus, Alytes obstetricans, Bombinator igneus und pachypus;
letztere 3 nicht in der unmittelbaren Umgebung Hamburgs vor-
kommend.
*Drowne, Fr. P. The Reptiles and Batrachians of Rhode Island,
Providence. R.I. Monogr. Roger Williams Park Mus. No. 15. 1905,
p. 24. F.
Drzewina, A. Contribution & l’etude du tissu Iymphoide des
Ichthyopsides. Arch. Zool. exper. (4) III, pp. 145—323, figg., pl. VII.
Untersucht wurden das Iymphoide Gewebe in Niere, Darmkanal,
Leber und Pankreas von Proteus angquineus, Siredon pisciformis,
Salamandra und Bufo, sowie einer großen Zahl von Fischen.
Dubuisson, — (1). Formation du vitellus dans l’oeuf des Tortues
et des Batraciens. C. R. Soc. Biol. LIX, p. 427.
Betrifft die Verteilung des Dotters in verschiedenen Entwicklungs-
stadien des Schildkröten- und Amphibieneies.
— (2). Degenerescence des ovules chez les Reptiles.. C. R. Soc.
Biol. LIX, pp. 473 u. 474.
Verf. beschreibt einige histologische Veränderungen im Follikel-
epithel von degenerierende Eier enthaltenden Ovarien von Lacerta
viridis, Anguis fragilis und Testudo.
— (3). Sur les debuts de la degenerescence dans les ovules de
Batraciens. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 531 u. 532.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 7
Verf. beschreibt die ersten bemerkbaren histologischen Ver-
änderungen bei beginnender Degeneration der Eier von Rana und
Triton.
Duesberg, —. Contribution a l’etude des phenomönes histologiques
de la me&tamorphose chez les Amphibiens anoures. Arch. Biol. XXI,
pp. 163—228, pls. X u. XI.
Verf. beschreibt ausführlich die histologischen Vorgänge im
Epithel, Muskelgewebe mit seinen Kernen, im Nervensystem, in der
Chorda dorsalis und im Bindegewebe des Froschlarven-Schwanzes
bei dessen Rückbildung während der Metamorphose. Mit Ausnahme
des Epithels werden von keinem der gen. Organe Elemente weiterhin
im Körper des Tieres verwandt; von den Elementen des Larvendarmes
gehen die Basalzellen in das Epithel des Darmes des umgewandelten
Tieres über, während die Zellen der höheren Schicht des Darmepithels
degenerieren; gleichzeitig erfährt der ganze Mitteldarm der Larve
eine starke Verkürzung und Verdünnung.
Dug®s, A. Description d’un Ophidien nouveau du Mexique (Morenoa
orizabensis g. et sp. nn.). P. Z. S. 1905, II, pp. 517 u. 518, fig. Fu. 8.
Durham, Fl. M. On tracings from the auricle, ventriele and sinus
of the frog’s heart. Proc. Phys. Soc., Dez. 16.th. 1905, pp. XXIV
—XXVIIJ, figg.; insert. J. Phys. XXXIU.
Beschreibung eines Apparates zur gleichzeitigen Aufzeichnung
von Bewegungskurven der Herz-Aurikel, des -Ventrikels und des
-Sinus vom Frosch.
Elliot, R. H. A contribution to the study of the action of the
Indian-cobra venom. Phil. Trans. CXCVII, pp. 361—406, fig.
Verf. untersuchte unter verschiedenen Versuchsbedingungen die
Wirkung des Cobragiftes auf Frösche und Säugetiere unter besonderer
Berücksichtigung der Wirkung auf das Herz und den Blutkreislauf.
*Emerson, E. T. General anatomy of Typhlomolge rathbuni. Pap.
Boston Soc. XXXII, pp. 43—76, pls. 8.
Beschreibt hauptsächlich Skelett und Muskulatur dieses Tieres,
das in seiner ganzen Bildung einer Larve von Spelerpes entspricht.
(Nach Zool. Jahresber. Neapel 1905).
*Emerson, H. u. Norris, €. Red-Leg, an infectious disease of
Frogs. J. exp. Med. Baltimore VII, pp. 32—58.
Escherich, K. Die Reptilien von Elsass-Lothringen. Mitt. Philom.
Ges. Els. Lothr. Bd. II. Jahrg. 13, pp. 196—208, figg.
Populär gehaltene Bemerkungen über Morphologie und Biologie
der elsaß-lothringischen Reptilien nebst einer Artenübersicht, um-
fassend: Emys lutaria, Lacerta agilis, vivipara, muralis u. viridis,
Anguis fragilis, Tropidonotus natrix, Coronella laevis u. Vipera aspıs.
*Evans, G. H. Breeding of the banded Krait (Bungarus fasciatus)
im Burma. J. Bombay Soc. XVI, pp. 519 u. 520. Fu. 8.
*Rvermann, B. W. Report on inquiry respecting food fishes and
the fishing grounds. Rep. Bureau Fish. Washington 1904 [1905],
pp: 81—20. [Betrifft Schildkröten].
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd.IL H.1. (III.) 2
18 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
*Fano, G. Sopra un contributo del Sig. Elias Rosenzweig alla
conoscenza della oscillazioni del tono atriale nel’ Emys europaea.
Arch. fisiol. I, pp. 247 u. 248.
Fantham, H. B. On hermaphroditism and vestigial structures
in the reproductive organs of Testudo graeca. Ann. Nat. Hist. (7)
XVI, pp. 120—126, pl. VI. 8.
In einem Fall besaß ein männliches Tier wohl entwickelte Oviducte,
bei einem zweiten Exemplar waren diese nicht so stark entwickelt.
Ferreira, 3. Beth. Reptiles e amphibios de Angola da regiäo
ac Norte do Quanza. J.scı. math. Lisboa, Ser. 2, Bd. 1, No. 26,
pp- 111—117. Fu. 8.
Aufgeführt werden 14 Amphibienarten, darunter je eine neue Art
und Varietät und 20 Reptilienarten, darunter eine neue Art.
Filatow, D. P. Entwicklungsgeschichte des Exkretionssystems
bei den Amphibien. Bull. Soc. Moscou XVIII, pp. 266—334, pl. VII.
Untersucht wurden Rana arvalis u. esculenta und Bufo. Die Arbeit
behandelt hauptsächlich die Entwicklung des Mesonephros; für den
Pronephros werden nur Beobachtungen angeführt, die neu sind oder
zur Entscheidung bisher strittiger Fragen beitragen. — Nach Ansicht
des Verf. sind die Kanälchen des Pro- und Mesonephros nicht homo-
dyname Gebilde.
*Fisher, A. ©. Marked differences between the skin of the male
and that of the female frog. [Auszug.] Proc. Assoc. Amer. Anat.
18th. Session, p. XIV; inserted in Amer. J. Anat. IV.
Fleischmann, A. Das Kopfskelet der Amnioten. Morphogenetische
Studien. Morphol. Jahrb. XXXII, pp. 1u. 2.
Vorbemerkung zur Arbeit von O. Hofmann: Das Munddach
der Saurier (s. Hofmann).
Flurschütz. Pflege der Chamaeleone. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
p. 39. (Vereinsber. ‚„Salvinia“-Hamburg.)
*Forrest, H. E. Reptiles and Amphibia [record of specimens
seen or killed]. Rec.-Caradoc-Club 1904, XIV, p. 37.
Fowler, H. W. The sphagnum frog of New Jersey-Rana virgatipes
Cope. P. Ac. Philadelphia LVII, pp. 662—664, pl. XL. Fu. 8.
Morphologische und: biologische Bemerkungen.
Fraas, E. Reptilien und Säugetiere in ihren Anpassungs-
erscheinungen an das marine Leben. Jahresh. Ver. Württemb. LXT,
pp. 347—386, fig.
Verf. unterscheidet bei den an das Leben im Meer angepaßten
Reptilien zwei Typen: 1. den Typus der Anpassung nach dem Prinzip
der Ruderbewegung: ausschließlich bei Formen aus der
Gruppe der Synapsida Osborn vertreten: Chelonidae, Plesiosauria,
Placodontia unter den Anomodontia; 2. den Typus der Anpassung
nach dem Prinzip der Schrauben bewesung, ausschließlich
bei Formen aus der Gruppe der Diapsida Osborn vertreten:
Ichthyosauria, Hyperodapedon und Pleurosaurus unter den Diapto-
sauria, T’halattosuchia unter den Crocodilia, die Pythonomorpha unter
den Squamata und die 7ydrini unter den Ophidiern..
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 19
*Frederieg, L. Note sur la concentration moleculaire des tissus
solides de quelques animaux d’eau douce. Arch. int. Physiol. II, pp. 127
—130. (Batrachier S. 130).
*Friedländer, A. Persistenz des Wolffschen Ganges beim Leguan.
Königsberg, 24 pp. pl.
TFritsch, A. Synopsis der Saurier der böhmischen Kreideformation.
Sitzb. Böhm. Ges. Wiss. Prag, 1905 No. 8, pp. 1—7, figg. Fu. 8.
Vorl. Mitteilung über die bekannt gewordenen Reste von 11 Arten.
(S. auch die nächste Arbeit von Fritsch u. Bayer).
TFritsch, A. u. Bayer, F. Neue Fische und Reptilien aus der
böhmischen Kreideformation. Prag, 1905, 34 pp., fisg., I pls. Fu. 8.
12 Arten werden aufgeführt, darunter 7 neue Arten.
Froriep, — Die occipitalen Urwirbel der Amnioten im Vergleich
mit denen der Selachier. Anat. Anzeig. XXVII, Ergänzungsheft,
pp. 111—120, figg.
Verf. ist durch Untersuchungen an Acanthias, Torpedo, Lacerta,
Anguis, Gallus, Ovis und Bos zu der Überzeugung gekommen, daß
die drei übrig bleibenden Oceipitalsomiten von den zahlreichen bei
Selachiern angelegten Oceipitalsomiten homolog seien mit den drei bei
Amnioten sich allein noch anlegenden oceipitalen Urwirbeln.
Fuente, J. M. de la. Datos para la fauna de la provincia de Ciudad
Real. Bol. Soc. esp. IV, pp. 381—3%. F.
Aufgeführt werden: Pelonectes Boscai, Vipera Latastei und Gon-
gylus ocellatus.
Gadow, H. (1). Orthogenetic variation. Science XXII, pp. 637
—640.
Verf. verteidigt seine Hypothese der „orthogenetischen Variation“.
— (2). The distribution of Mexican amphibians and reptiles.
P. Z. S. 1905, II, pp. 191—245, fisg. F.
Verf. gibt eine Übersicht über die Verbreitung der einzelnen aus
Mexiko bekannt gewordenen Reptilien und Amphibien innerhalb
des Landes, sowohl nach Fundorten, als auch — wenigstens für den
allein genauer bekannten südlichen Teil des Landes — nach
klimatischen Regionen betrachtet. Angeschlossen werden daran
Bemerkungen über die geologische Entstehung Mexikos und die spätere
Einwanderung seiner heutigen Bewohner von Norden und Süden her.
Gaupp, E. Die Nichthomologie des Unterkiefers in der Wirbeltier-
reihe. Anat. Anzeig. XXVIII, Ergänzungsheft, pp. 125—140, figg.
Verf. vertritt im Gegensatz zu von Bardeleben die Ansicht von
der Nichthomologie des Unterkiefers der Säuger und der übrigen Wirbel-
tiere und begründet seine Ansicht durch Hinweise auf das topographische
Verhalten von bestimmten Nerven und Muskeln zu den in Frage
kommenden Skelettelementen. Weiterhin gibt Verf. eine Hypothese,
wie man sich die Entstehung und Funktionsmöglichkeit des zweiten,
vor dem ursprünglichen Kiefergelenk der Reptilien entstandenen
sekundären Gelenks erklären kann, das, später allein funktionierend,
dem Kiefergelenk der Säuger homolog ist.
2*
20 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Gemelli, F. A. (1). Contribution a l’etude de la structure des plaques
motrices chez les reptiles. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 309—311.
Verf. untersuchte den feinsten histologischen Bau der motorischen
Nervenendplatten bei Lacerta viridis und agelis. Eine genauere
Deutung seiner Befunde hat sich Verf. vorbehalten bis nach Unter-
suchung derselben Verhältnisse bei anderen Wirbeltieren.
*— (2). Sur la structure des plaques motrices chez les Reptiles.
Le Nevraxe Louvain VII, pp. 107—115, figg.
Gerhartz, H. (f). Anatomie und Physiologie der samenableitenden
Wege der Batrachier. Arch. mikr. Anat. LXV, pp. 666—698, figg.,
pls. XXXI—XXXIV.
Untersucht wurden Rana fusca und esculenta, sowie Triton eristatus
u. alpestris.
— (2). Rudimentärer Hermaphroditismus bei Rana esculenta.
Arch. mikrosk. Anat. LXV, pp. 699—703, pl. XXXIV, fieg. 35—88.
Äußerte sich in einer starken Entwieklung der beiden Müllerschen
Gänge bei einem männlichen Grasfrosch. Eier ließen sich im Hoden
nicht nachweisen.
Geyer, H. (1). Die Knoblauchskröte (Pelobates fuscus). Natur
u. Schule 4, 1905, pp. 417 u. 418, figg.
Populär gehaltene Bemerkungen.
(2). "Der Schlammteufel. (Cryptobranchus alleghaniensis).
Natur. u. Haus 13, pp. 356—358, fig.
Bemerkungen über Morphologie und Biologie.
Gianelli, L. Ancora sull’ occhio parietale dei Rettili. Monit. Zool.
ital. XVI, pp. 4-9.
Verteidigt auch weiterhin gegenüber Staderini seine Ansicht,
daß auch bei Gongylus der Nerv des Parietalauges zu Grunde geht.
*Giard, A. Le Triton marbre existe-t-ıl dans le Nord de la France ?
Feuille Natural. XXXV, p. 129. F.
*Giardina, A. Richerche sperimentali sui girini di Anuri. Monit.
Zool. Ital. Ann. XVI, pp. 205—212.
Wiederholung der Verwachsungsversuche Borns, die in verschiedener
Weise variiert werden. Bemerkungen über primäre und sekundäre
Regulationen. [N. Jahresber. Zool. Stat. Neapel 1905].
*Gillot, X. Grenouille & trois pattes. Bull. Soc. Autun XVII,
1904, pp. 100 u. 101, pl.
T6ilmore, €. W. (1). The osteology of Baptanodon (Marsh). Mem.
Carnegie Mus. II, p. 77—129, figg., pl. VI—XN. 8.
Beschreibung der bekannt gewordenen Skelettreste von Baptanodon
und kurze Schilderung der drei beschriebenen Arten, woran sich
Bemerkungen über die Unterschiede zwischen Baptanodon. und dem
nahe verwandten Ophthalmosaurus anschließen, sowie eine kurze
Besebralbung der beiden bekannten Arten der letzteren Gattung.
(2). The mounted skeleton of Triceratops prorsus. P. U. S.
Mus. XxIX, pp. 433—435, pls. Iu. II. 8.
*Gleadow, F. An appeal for Lizards. J. Bombay Soc. XVI,
pp. 723—726.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 21
Godlewsky, E. Der Einfluß des Zentralnervensystems auf die
Regeneration bei Tritonen. C. R. Zool. Congr. Berne, pp. 235—238,
figg. und C. R. Ac. Sc. Cracovie, XLIV, pp. 483—495 (Polnisch).
Verf. stellt fest: 1. Der Einfluß des Zentralnervensystems ist
unumgänglich notwendige Bedingung zum normalen Verlauf der Re-
generation. 2. Die Spinalganglien können die formative Wirkung
der Rückenmarkszentren nicht vertreten. 3. Kontinuitätstrennung
im Rückenmark hat keinen Einfluß auf den normalen Verlauf der
Regenerationsvorgänge. 4. Das Vorhandensein des Zentralnerven-
systems bedingt die Aktivierung der prospektiven Potenzen der durch
den operativen Eingriff zur Realisierung ihrer regenerativen Tätigkeit
angeregten Elemente. 5. Ein formativer Einfluß des Zentralnerven-
systems auf die Ausgestaltung der Organe aus indifferentem
Proliferationsgewebe ist als wahrscheinlich anzunehmen.
Goebel, ©. (1). Contribution & l’e&tude de l’agglutination par le
venin de cobra. €. R. Soc. Biol. LVIII, pp. 420—422.
Versuche über Agglutination, ihre Anregung und Verhinderung,
von roten Blutkörperchen des Hammels in Cobragift.
— (2). Contribution & l’e&tude de l’hemolyse par le venin de cobra.
C. R. Soc. Biol. LVIII, pp. 422—423.
Bemerkungen über das Verhalten von Erythrocyten des Hammels
in Cobragift unter wechselnden chemischen Verhältnissen.
Göppert, E. Bemerkungen zu: A. Fleischmann. Das Kopfskelett
der Amnioten. Morphogenetische Studien. 2. Fortsetzung. Morphol.
Jahrbücher XXXIII, pp. 532—534.
Verf. verwahrt sich gegen die falsche Auslegung seiner Ansichten
und Bemerkungen über die erste Entstehung des sekundären Gaumens,
wie ihm eine solche aus der Arbeit von O. Hofmann (über das Mund-
dach der Saurier, s. unten S. 000) bekannt geworden ist.
Goggie, E. (1). Intorno alle prime fasi di sviluppo del pancreas nel
Discoglossus pietus. Atti Soc. Toscana XXI, pp. 33—48, pl. II.
Behandelt die Entwicklung des Pankreas von Discoglossus pietus
bis zur Verschmelzung der dorsalen und ventralen Anlagen.
— (2). Sulla diversa misura secondo la quale nei Rettili adulti
i due archi dell aorta concorrono alla formazione dell aorta abdominale.
Attı Soc. Toscana XXI, pp. 30—32, pl. I.
Kurze Beschreibung von vier verschiedenen Typen der Ver-
einigung der Aortenbögen zur Aorta bei Alligator sclerops, Thalasso-
chelys caretta, Testudo radiata u. Python molurus.
Gotch, F. Photo-elecetrie changes in the frog’s eyeball caused
by different regions of the spectrum. Preliminary communication.
Proc. Phys. Soe. March 18th. 1905, pp. XLIII—XLVI, inserted in
J. Physiol. XXXI.
Gotch, F. u. Simpson, S. The electrical changes due to secretory
effects in the frog’s tongue as determined by capillary electrometer
records. Pr. Phys. Soc. May 20th. 1905, pp. LII—LVI, inserted in
J. Physiol. XXXI.
22 IH. Reptilia und Amphibia für 1905.
Graino, €. Datos para la fauna de la provincia de Oviedo. Bol.
Soc. esp. V, pp. 269—272. F.
Bemerkungen über die Häufigkeit von Triton marmoratus, Sala-
mandra maculosa, Bufo vulgaris, Bufo calamita, Hyla arborea, Rana
'esculenta, Tropidonotus viperinus u. natrix, Anguwis fragilis, Lacerta
muralis u. viridis u. Testudo mauritanica.
Green, E. E. (1). Curious behavior of a snake in captivity. Spolia
Zeylan. III, p. 157.
Bemerkungen über plötzlich erwachte Angriffslust einer Coluber
helena.
— (2). On the nesting of the snake Bungarus ceylonicus. Spol.
Zeylan. III, p. 158.
Bemerkungen über Eier und Junge.
TGregory, W. K. The weight of the Brontosaurus. Science XXII,
.572. 8
2 Das Gewicht eines lebenden Brontosaurus wird auf etwa 38 Tonnen
berechnet.
Greil, A. (1). Über die Genese der Mundhöhlenschleimhaut der
Urodelen. Anat. Anz. XXVII, Ergänzungsheft, pp. 25>—31, figg.
Verf. konstatiert, daß die Schmelzbildung bei allen Zähnen der
Amphibien, auch bei den in das Gebiet des Entoderms vorgeschobenen
Zähnen, vom Ektoderm ihren Ausgang nimmt.
— (2). Über die Bildung des Mundes bei Triton alpestris. Anat.
Anz., XXVII, Ergänzungsheft, pp. 31—37.
Verf. beschreibt die von der ersten Berührung des Ektoderms
und Entoderms im Bereich der Mundhöhle an stattfindenden Ver-
änderungen in Ausdehnung und Umriß dieser Berührungszone bis
zum Durchbruch der Mundöffnung und zu dem des Vorderdarmes
in den Mitteldarm.
— (3). Über die Anlage der Lungen, sowie der ultimobranchialen
(postbranchialen, supraperikardialen) Körper bei anuren Amphibien.
Anat. Hefte Arb. XXIX, pp. 445—506, pls. XLVI—L.
Verf. stellt auf Grund von Untersuchungen an Bombinator igneus
Rana temporaria u. esculenta, Bufo vulgaris u. variabils und Hyla
arborea fest, daß die Lungenanlagen sich ohne jede Beziehung zu den
sechsten Schlundtaschen, räumlich und zeitlich getrennt von ihnen,
anlegen. Die Anlagen der sechsten Schlundtaschen bilden sich bei
Bombinator völlig zurück, bei den anderen Formen entwickeln sich
aus ihren ventralen Abschnitten die ultimobranchialen s.postbranchialen
s. supraperikardialen Körper.
Guieysse, A. Etude de la regression de la queue chez les tötards
des amphibiens anoures. Arch. anat. mier. VII (1904), pp. 369—428,
pls. XIV u. XV, figg.
Vrf. unterscheidet, gestützt auf Untersuchungen an Rana esculenta,
temporaria und Bufo vulgaris, bei der Regression des Schwanzes während
der Metamorphose 1. aktive Vorgänge, nämlich Verdichtung des
Bindegewebes und Umwandlung der Muskelfasern in faseriges Binde-
gewebe, sowie 2., von den aktiven Vorgängen hervorgerufene, passive
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 233
Phänomene: Verkürzung der Haut, der Chorda und des Nervensystems.
Die histologischen Veränderungen bei jedem einzelnen der genannten
Vorgänge werden eingehend beschrieben; die Tätigkeit von Leukocyten
kommt nach des Verf. Ansicht sehr wenig dabei in Betracht
Hackenberg, H. jun. (1). Einiges aus dem Leben unserer Amphibien,
insbesondere der Geburtshelferkröte. Nerthus, Altona, Bd. 7, pp. 164
—167 u. 180—182.
Biologische Bemerkungen namentlich über die Larven von Alytes.
— (2). Des Frühlings Erwachen in der Amphibienwelt. Nerthus,
Altona, Bd. 7, pp. 232—234, 237—240 u. 255—256.
Biologische Bemerkungen, besonders über das Laichgeschäft von
einheimischen Arten von Rana, Bufo, Alytes u. Triton.
Hagenbeck, 3. (1). Python from Borneo. Spolio Zeylan. Il, pp. 197
—198. 8.
Bemerkungen über Eiablage und Ausbrütung der Eier bei einem
Python.
*_ (2). Size and breeding of snakes. J. Bombay Soc. XVI,
pl. 505 (aus Spolia Zeylan.).
Hager, P. K. Die Kiefermuskeln der Schlangen und ihre Be-
ziehungen zu den Speicheldrüsen. Zool. Jahrb., Anat. XXII, pp. 173
— 224, pls. X— XIV.
Verf. untersuchte 1. den Verlauf der Kiefermuskulatur unter
Feststellung bezw. Berichtigung der für homologe Muskeln von ver-
schiedenen Autoren gebrauchten Bezeichnungen und 2. die Funktion
der Kiefermuskulatur mit Rücksicht auf den Beiß- und Schlingakt
und die Entleerung der Giftdrüse bei folgenden Arten: Tropidonotus
natrix, viperinus u. piscator, Zamenis atrovirens, Tarbophis vivaz,
Dryophis prasinus, Dipsas colubrina, Psammophis sibilans, Scytale
coronata, Oxyropus tergeminus, Hypsirhina enhydris, Homalopsis
buccata, Cerberus rhynchops, Elaps corallinus, Notechis scutatus, Naja
tripudians u. haje, Pelamis bicolor, Platunes colubrinus, Enhydris
hardwickei, Pelias berus, Cerastes cornutus, Causus rhombeatus 1.
Bothrops lanceolatus.
*Hall, T. S. A Lizard mimicking a poisonous snake. Vietorian
Natural. 1905, XXII, p. 74.
Hammer, 3. A. Ist die Thymusdrüse beim Frosch ein lebens-
wichtiges Organ? Arch. ges. Physiol. CV, pp. 337—350.
Verf. kommt durch Experimente an zahlreichen Exemplaren
von Rana temporaria, denen ein- oder beiderseitig die Thymus heraus-
geschnitten wurde, zu dem, den Ergebnissen von Abelous und Billard
sänzlich widersprechenden, Resultat, daß die Thymus beim Frosch
ebensowenig wie bei Säugern ein lebenswichtiges Organ sei.
Hardesty, Irv. On the numbers and relations of the ganglıon
cells and medullated nerve fibers in the spinal nerves of frogs of different
ages. Journ. compar. Neurol. Psychol. 15, pp. 17—56.
Untersucht wurden der 5., 6. und 9. Spinalnerv von Exemplaren
von Rana virescens im Gewicht von 7—63,4 gr.
24 ; III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Hartmann, —. Alytes obstetricans. Natur u. Haus, Jahrg. 13.
pp- 309—310, fig.
Verf. macht biologische Mitteilungen über diese Art, besonders
über ihre Lebensweise in der Gefangenschaft.
Hatcher, 3. B. (1). Vertebrate fauna of the Judithriver beds.
Bull. U. S. Geol. Surv. 1905, No. 257, pp. 67—103. F.
Beschrieben werden Reste von 9 Amphibienarten und 59 Reptilien-
arten, keine neue Art darunter.
T— (2). Two new Ceratopsia from the Laramie of Converse
County, Wyoming. Amer. J. Sei. (4) XX, pp. 413—420, pls. XII
U,XHR).Ho.,8
T— (3). Osteology of Haplocanthosaurus, with description of a
new species, and remarks on the probable habits of the Sauropoda
and the age and origin of the Atlantosaurus Beds. Mem. Carneg. Mus. II,
pp. 1—76, fig., pl. I-VI 8.
Beschreibung der Skelettreste des Typexemplars von Hapl. priscus
(Wirbel, Rippen, Becken u. Femur), ferner Beschreibung einer neuen
Art auf Grund von erhaltenen Wirbeln, Rippen, Scapula und Coracoid;
daran schließen sich Bemerkungen über die systematische Stellung
von Hapl., die mutmaßlichen Lebensgewohnheiten der Sauropoden
und über Alter und Entstehung der Atlantosaurus-Beds. Zum Schluß
sind noch einige Bemerkungen über Skelettelemente von Diplodocus
angefüst.
Hay, ©. P. (1). _ On the group of fossil turtles known as the
Amphichelydia; with remarks on the origin and relationsships of the
suborders, superfamilies and families of Testudines. Bull. Amer. Mus.
XXI, pp. 137—175, figg. pl.V. 8.
Morphologische und systematische Bemerkungen über die Amphi-
chelydia nebst Bemerkungen über die Phylogenie der Chelonier.
— (2). A revision of the species of the family of fossil turtles
called Tozxochelyidae, with descriptions of two new species of Toxo-
chelys and a new species of Porthochelys. Bull. Amer. Mus. XXI, pp. 177
—185, figg. 8.
Beschreibung von 5 Arten von Toxochelys, darunter 2 neuen,
einer Oynocercus-Art und 2 Porthochelys-Arten, darunter 1 neue.
T— (3). On the skull of a new trionychid Conchochelys admirabilıs
from the Puerco Beds of New Mexiko. Bull. Amer. Mus. XXI, pp. 335
— 338, figg. Fu. 8.
— (4). Turtles of the Bridger Basin [Auszug]. Science XXI,
p. 992.
*Hay, W. P. A revision of Malaclemmys, a genus of turtles. Bull.
Bureau Fish. Washington XXIV, pp. 1—20, pls. I-XII. 8.
*Henshaw, S. Fauna of«New England. 1. List of the Reptilia.
2. List of the Batrachia. Pap. Boston Soc. VII, 26pp. F.
Hesser, €. Über die Entwicklung der Reptilienlungen. Anat.
Hefte Arb. XXIX, pp. 215—310, 4 figg., pls. XIX—XXIX.
Verf. bestätigt nach Untersuchungen an Anguis, Onemidophorus,
Lacerta, Tarentola, Chrysemys, Emys, Chelone, Testudo und Croco-
III. Reptilia und Amphibia für 1905, 25
dilus die zuerst von Fanny Moser, (Arch. mikrosp. Anatom. Bd. 60) aus-
gesprochene Ansicht, daß die Entwicklung der Reptilienlunge aus den
primitiven Lungensäcken zu ihrer vollen Komplikation nach dem Prin-
zip der Sprossenbildung erfolst, d. h., durch zentrifugal vom Stamm-
bronchus auswachsende Blasen oder Zapfen, die im Anfang stets
monopodial, später auch dichotomisch angelegt werden.
Heymann, & Neue Distomen aus Cheloniern. Zool. Jahrb.,
Syst. XXII, pp. 81—100, figg., pl. VI.
Beschrieben werden: 1. Aus dem Dünndarm von Dermatemys
mavii Gray: Patagium brachydelphium n. gen. n. sp. in geschlechts-
reifem Zustande und je eine nicht geschlechtsreife Telorchis- und
Distomum-Art. 2. aus dem Dünndarm von Kachuga tectum (Gray):
Distomum apolaimum n.sp. in geschlechtsreifem Zustande und eine
nicht geschlechtsreife Distomumart.
*Hines, €. S. The influence of the nerve on the regeneration of
the les of Diemycetylus. Biol. Bull. X, pp. 44—47.
Durchschneidung des Extremitätennervs scheint nur bei völliger
Verschiebung des zentralen Nervenstumpfes aus seiner normalen Lage
ein Unterbleiben der Regeneration herbeizuführen, die bei einfacher
Nervendurchschneidung normal verläuft. [N. Jahresber. Zool. Stat.
Neapel].
Höber, Rud. Über den Einfluß neutraler Alkalisalze auf die
Erregbarkeit und Färbbarkeit der peripheren Nervenfasern vom
Frosch. (Vorläufige Mitteilung). Centralbl. Physiol. 19, pp. 390—392.
Verf. weist durch Behandlung von Nn. ischiadiei von Rana mit
Natrium-, Lithium-, Ammonium- und Kalıumsalzen nach, daß Erregbar-
keit, Färbbarkeit und Kolloidkonsistenz zusammenhängen.
Hofmann, ©. Das Munddach der Saurier. Morphol. Jahrb. XXXIII,
pp- 3—38, pl. I, figg.
Gestützt auf Untersuchungen an Calotes jubata, Teju sp., Pseudopus
Pallasii, Tiligua gigas, Eumeces algeriensis und besonders an Mabuia
multifasciata und Platydactylus guttatus kommt Verf. zu Resultaten,
die denen früherer Autoren durchaus widersprechen, nämlich 1. die
am Munddach der Saurier an beiden Seiten des Vomerpolsters liegenden
langen Spalten sind die wahren Choanen des Nasenschlauches. 2. Die
Gaumenrinne ist ein Teil des Nasenschlauches selbst. 3. Die von Busch
eingeführten Begriffe „Nasengaumenspalte‘“, ‚innere Vorhöhle des
Nasenganges“ und die ‚innere Choane‘‘ Borns’s müssen aufgegeben
werden. 4. Die sog. Gaumenfortsätze oder Gaumenblätter sind keine
seitlichen Falten, sondern Abschnitte der soliden Munddecke. 5. Die
Choanen gehen bei allen Sauriern direkt in die Mundhöhle. 6. Die
Homologie des sog. Ductus nasopharyngeus der Scinciden mit dem
gleichnamigen Kanal der Säugetiere ist nicht nachgewiesen.
Hollack, 3. Die Häufigkeit der Trematoden bei Rana esculenta
Lin. Centralbl. Bakter. XXXVIII, pp. 199 u. 200.
{Holland, W. (1). The osteology of Diplodocus Marsh. With
special reference to the restoration of the skeleton of the Diplodocus
carnegiei Hatcher, presented by Mr. Andrew Carnegie to the British
26 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Museum, May 12, 1905. Mem. Carnegie Mus. II, pp. 225—264, figg.,
pls. XXIUI—XXX. 8.
T— (2). A new crocodile from the Jurassic of Wyoming. Ann.
Carnegie Mus. III, pp. 431—434, fisg. Fu. 8.
Honigmann, H. Über Salamandra atra Laur. in Ungarn. Zool. Anz.
XXIX, pp. 495 u. 496. Fu. 8.
Verf. führt eine in Vergessenheit geratene Arbeit von Jurinac
über die Fauna des kroatischen Karstes und seiner Höhlen an, die
die älteste Angabe über das Vorkommen von Salamandra atra in
Ungarn enthält.
THooley, R. W. A new Tortoise from the Lower Headon Beds
a Hordwell, Nicoria headonensis n.sp. Geol. Mag. 1905, pp. 66—68,
ig. 8.
*Horväth, 6. A tevesztö szenek szerepe az ällatvilägban. Die
Bedeutung der beirrenden Farben in der Natur. Allatt. Kozl. Magyar
Tars. IV, pp. 165—170.
Hoyer, H. Badania nad ukla den limfatyeznym Kijanek. Czese 1.
— Untersuchungen über das Lymphgefäßsystem der Froschlarven. I.
Bull. Ac. Cracovie 1905, pp. 417—430, figg. und Anat. Anz. XXVII,
Ergänzungsheft, pp. 50—62, figg.
Untersucht wurden Larven von Rana temporaria u. esculenta,
Bufo viridis, Hyla arborea und Pelobates fuscus.
Hoyle, W. E. An account of an appearance of the sea-serpent.
Mem. Manchester Soc. XLIX, pp. XXI u. XXIL
Ein Herr Tripp will in Timeru auf Neuseeland die ‚„Seeschlange“
beobachtet haben, während Hoyle die von ihm gesehenen Erscheinungen
auf einen Cetaceen zurückführt.
Huber, 6. Monographische Studien im Gebiete der Montiggler
Seen (Südtirol) mit besonderer Berücksichtigung ihrer Biologie. Arch.
Hydrobiol. I. 1905, pp. 1—81 u. 123—210, pl. u. figg. F.
Aus der litoralen Region der gen. Seen werden aufgeführt: Tropr-
donotus natrix, Lacerta viridis, agilis u. muralis, Rana esculenta und
temporaria, Bufo vulgaris, Bombinator pachypus u. igneus, H yla arborea
u. Salamandra maculosa.
fHuene, F.v. (1). Pelycosaurier im deutschen Muschelkalk. N.
Jahrb. Min. XX Beil., pp. 321—353, pls. V—VII, figg.
Beschreibung der bisher gefundenen Knochenreste und Ver-
gleich der Gattung mit anderen Reptilien.
— (2). Trias-Dinosaurier Europas. Mon. D. Geol. Ges. LVII,
pp. 345—349. Fu. 8.
26 Arten, darunter 13 neue Arten werden aufgeführt und vor-
läufige Mitteilungen über die Art der erhaltenen Reste gemacht.
Hunter, A. On the preeipitins of snake antivenoms and snake
antisera. J. Physiol. XXXIII, pp. 239—250.
Untersuchungen an Cobra und Daboia Russell.
Ihering, H. v. O rio Juruä. Chelonios. Revist. Mus. Paulista VI,
pp. 453—455. F.
5 Arten werden aufgeführt, keine neue Art.
IH. Reptilia und Amphibia für 1905. 97
*[jshikawa, Ch. Hanzaki no gastrulation. Dobuts Zs. Tokyo
Bd. 17, pp. 140—143, pl.
Gastrulationserscheinungen bei Megalobatrachus maximus. [Nach
Intern. Catal. Seient. Literat., Zoology 1905].
Verein „Isis“ München. Coluber longissimus in Bayern. Bl.
f. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 331 u. 472. F.
TJaekel, 0. (1). Bedeutung der Wirbelstacheln der Naosauriden.
Mon. Deutsch. geol. Ges. 1905, pp. 192—195, figg.
Verf. hält die Wirbelstacheln für eine Schutzwaffe des Tieres,
etwa wie die Stacheln des Stachelschweins.
+— (2). Über ein neues Reptil aus dem Buntsandstein der Eifel.
Zeitschr. Deutsch. geol. Ges. LVI, pp. 90—94, fig. Fu. 8.
t— (3). Über den Schädelbau der Nothosauriden. S.B. Ges.
naturf. Freunde Berlin, 1905, pp. 60—84, figg.
Beschreibung und Abbildung zweier Schädel von Simosaurus
Gaillardoti als Beispiel eines Nothosauridenschädels, im Anschluß
an die Frage nach der Bedeutung des Schädels, insbesondere der Joch-
bogenverhältnisse, für die phylogenetischen Beziehungen zwischen
den einzelnen Reptilientypen.
— (4). Über die primäre Gliederung des Unterkiefers. 8. B.
Ges. naturf. Berlin 1905, pp. 134—147, figg.
Verf. vertritt die Ansicht, daß der Unterkiefer der Säugetiere
dem der übrigen Vertebraten in allen Stücken homolog sei, daß also
auch das Kiefergelenk der Säuger dem der übrigen Vertebraten ent-
spreche. Die Gehörknöchelchen der Säuger seien aus appendiculären
Stücken des Visceralskelettes hervorgegangen.
Janssens, F. A. Spermatogenese dans les batraciens. III. Evolution
des auxocytes mäles du Batrachoseps attenuatus. Cellule, Bd. 22,
pp: 380—425, 7 pl.
Untersuchungen über die Reifung der Auxocyten oder Spermato-
eyten 1. Ordnung.
Jenkinson, 3. W. (1). On the fertilisation of the egg of the Axolotl.
Rep. Br. Ass. 1904, p. 600.
Nur eine Zusammenfassung der Resultate dieser Arbeit, betreff.
Veränderungen am Spermatozoon nach dem Eindringen in das Ei.
— (2%). The influence of salt and other solutions on the development
of the frog. [Report of the Committee, consisting of Prof. W. F. R. Wel-
don (Chairman), M. J. W. Jenkinson (Secretary), and Prof. S. J. Hick-
son]. Rep. Brit. Ass. 1904, pp. 288—291.
Bericht über den Einfluß von 1. Kalium-, Litbium-, Ammonium-,
Caleium-, Magnesium-, Barium- und Strontium -Chlorid; 2. von
Bromiden derselben Elemente und von Natrium; 3. von Jod-
Natrium, -Kalium, -Lithium und -Ammonium; 4. von Natrium-,
Lithium-, Ammonium- und Magnesium - Sulfat; 5. von Natrium-,
Lithium-, Ammonium-, Kalium-, Magnesium-, Strontium u. Caleium-
Nitrat; 6. von Rohrzucker und Dextrose und von Harnstoff
auf die Entwicklung von Froscheiern: Nur bei Harnstoff und Natrium-
28 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
sulphat geht die Entwicklung ungestört weiter; bei allen anderen
Lösungen sterben die Eier schließlich ab.
Jeude, W. L. de. Zoological results of the Dutch scientific-
expedition to Central Borneo. The Reptiles. Part. I. Lizards. Notes
Leyden Mus. XXV, pp. 187—202. Fu. 8.
37 Arten werden aufgeführt, darunter 7 neue Arten.
Johnston, 3. B. The radix mesencephalica trigemini. The ganglion
isthmi. Anat. Anz. XXVII, pp. 364—379, figg.
Untersucht wurde neben verschiedenen Fischen Necturus.
*7 Johnston, R. M. Observations regarding the recent discovery
by G. Thureau F. G. S., of a fossil reptile in the Mersey Coal Measures
at Railton. P. Soc. Tasmanıa 1900—1901, pp. 9 u. 10.
Jones, W. €. Notes on the development of the sympathetie nervous
system in the common toad. Journ. compar. Neurol. Psychol. 15.
pp. 113—131, figg.
Entwicklung des Sympathicussystems bei der Kröte.
Jossifov, G. Sur le syst&me Iymphatique du tötard, de la grenouille
et du lezard. Mem. Ac. St. Petersburg, (8) XV, 1904, pp. 1—20.
(Russischer Titel und Text!)
Kammerer, P. (1). Über die Abhängigkeit des Regenerations-
- vermögens der Amphibienlarven von Alter, Entwicklungsstadium
und spezifischer Größe. Experimentelle Studie. Arch. Entwicklmech.
XIX, pp. 148—180, pl. VII.
Verf. konnte durch Untersuchungen an Larven von Rana septen-
trionalis, esculenta u. temporaria, Bufo viridis, Pelobates fuscus, Bom-
binator pachypus und Triton eristatus u. alpestris feststellen: 1. Die
Hinterextremitäten regenerieren meist so lange, als Ober- u. Unter-
schenkel noch einen stumpfen Winkel einschließen; bei Bombinator
und Pelobates erlischt die Regenerationsfähigkeit erst bei Eintritt
der Metamorphose. — 2. Regeneration der Schwanzspitze erfolgt nur,
solange als die Vorderbeine noch nicht erschienen (Ausnahmen bei
starker Verlangsamung der Entwicklung nach Erscheinen der Vorder-
beine). 3. Urodelenlarven regenerieren sämtliche regenerationsfähige
Körperteile rascher als ausgebildete Tiere. 4. Neotenische Anurenlarven
regenerieren den Ruderschwanz eben so gut wie normale Larven
desselben Entwicklungsstadiums; Hinterbeine werden dagegen von
ihnen nicht mehr regeneriert. 5. Neotenische Urodelenlarven regenerieren
so langsam wie ausgebildete Tiere. 6. Die Regenerationsfähigkeit
ist von der Größe einer Spezies unabhängig. 7. Bei noch unvollendeter
Regeneration oder Wundheilung nach einseitiger Amputation einer
Gliedmaße erscheint die Extremität des zweiten Paares auf der Ver-
letzungsseite zuerst, bei beendeter Regeneration oder Wundheilung
auf der entgegengesetzten Seite. 8. Verletzungen irgendwelcher Art
beschleunigen die Regeneration bei Anuren, verzögern sie bei Urodelen.
9. Im Wasser regeneriert ein und dasselbe Exemplar rascher als auf
dem Lande. 10. Ferner wurden beobachtet Stigmotaxis, negative
Rheotaxis, positive Thermotaxis und Heliotaxis bis 20—25°C. Tem-
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 29
peratur, weiter aufwärts negative Thermotaxis und Heliotaxis, ferner
bei Pelobates Angst- oder Schmerzlaute.
— (2). Sumpfschildkröten der Gattung Chrysemys. Bl. f. Aquarien-
kunde. Bd. 16 pp. 101—103, fig.
Bemerkungen über Biologie und Pflege.
— (3). Die angebliche Ausnahme von der Regenerationsfähigkeit
bei den Amphibien. Zentralbl. Physiol. 19, pp. 684—687.
Verf. teilt auf Grund eigener Versuche und Beobachtungen mit,
daß Regeneration auch bei den 3 Amphibienformen stattfindet, denen
bisher die Fähigkeit dazu abgesprochen wurde, nämlich Triton mar-
moratus, Proteus anguineus und Salamandrina perspicillata. Die
Beobachtungen bestätigen zugleich die Behauptung des Verf., daß die
Regenerationsfähigkeit im umgekehrten Verhältnis zur Differenzierungs-
höhe steht.
Kampen, P. N.v. Amphibien von Palembang (Sumatra). Zool.
Jahrb., Syst. XXII, pp. 701—715, pl. XXVI. Fu. 8.
Aufgeführt werden 19 Arten, darunter eine neue Art aus einer
neuen Dyscophidengattung. — Die Samml. ist schon einmal von Isen-
schmid bestimmt worden, demgegenüber van Kampen vielfach zu
anderen Bestimmungen gekommen ist.
*Karaväev, Vi. Zoologicheskija Izslödovanija Materiala söbrannayo
vo vremja prebyvänıja na östrov& Jäv6, Zimöju 1898—1899 göda.
Zapiski Kiev. Obsheh. XIX, pp. 1—17, pls. Iu. II. (Zoologische
Untersuchungen von Material, gesammelt bei einem Aufenthalt in
Java im Winter 1898—99). F.
*Russischer Text! Kazanskij, P. Über die /chthyosaurus-Knochen
aus dem Sysranschen Kreis des Gouv. Simbirks-Kazan. Trd. Obse.
Jest. Bd. 37, 3, pp. 1—29, 31—33 (deutsche Zusammenfassung pp. 29
u. 30), 2 pl.
Kerbert, €. Über die Eier und Larven von Megalobatrachus maximus
Schl. €. R. intern. Congr. Berne, pp. 289—294.
Bemerkungen über Eiablage, Brutpflege des Männchens, Ent-
wicklungsdauer und die jüngsten Larvenstadien.
King, H. D. (1). The formation of the first polar spindle in the
egg of Bufo lentiginosus. Biol. Bull. IX, pp. 73—89, pl. 1.
Behandelt die Entstehung der ersten Richtungsspindel.
— (2%). Experimental studies on the eye of the embryo. Arch.
Entwicklungsmech. XIX, pp. 85—107, pl. VI.
Experimente über die Umwandlung der Augenblase zum Augen-
becher und über Linsenentwicklung. Bemerkenswert sind die Beob-
achtungen: 1. Über Selbstdifferenzierung des augenbildenden Gewebes
des Vorderhirns, insofern es sich ohne Zusammenhang mit dem übrigen
Gehirn und ohne Vorhandensein einer Linse zu einem mehr oder
weniger normalen Augenbecher entwickeln kann. 2. Über Linsen-
entwicklung ohne Berührung von Augenbecher und Ektoderm. 3. Über
Selbstdifferenzierung eines linsenbildenden Gewebes aus dem Ektoderm
ohne Anwesenheit eines Augenbechers auf der betr. Körperseite. 4. Über
30 III. Reptilia und Ampbhibia für 1905.
Beginn einer Linsenentwicklung vom oberen Rande des Augenbechers
aus, wie bei der Linsenregeneration bei Triton.
Kingsbury, B. F. The rank of Necturus among tailed Batrachia.
Biol. Bull. VIII, pp. 67—74.
Verf. betrachtet Necturus als eine dauernd — wie der Axolotl —
auf dem Larvenstadium stehen bleibende Form.
Kingsley, 3. S. The bones of the reptilian lower jaw. Amer. Natural.
1905 XXXIX, pp. 59—64.
Verf. erörtert die Homologie der den Unterkiefer zusammen-
setzenden Knochen bei Eidechsen, Mosasauriern, Cheloniern (Emydura
u. Chelydra), Sphenodon und Alligator.
v. Kittlitz. Alytes obstetricans bei Mainz. Bl. f. Aquarienkunde
Bd. 16, p. 200. (Vereinsber. „Cyperus“-Mainz). F.
Klein, W. Neue Distomen aus Rana hexadactyla. Zool. Jahrb.,
Syst. XXII, pp. 59—80, pl. V.
Beschrieben werden als Parasiten von Rana hexadactyla: 1. aus
der Lunge Pneumonoeces capyristes n.sp.; 2. aus der Mundhöhle
Halipegus longispina n.sp.; 3. aus dem Darm Pleurogenes sphaericus
n.sp. und Ganeo glottoides n. gen. et n. Sp.
Klingelhöffer, W. (1). Pflege der Süßwasserschildkröten. Bl. f.
Aquarienkunde Bd. 16, pp. 116—118, figg.
— (2). Das Geschlechtsleben der Reptilien. Wochenschr. Aquarien-
kunde, Bd. 2, pp. 283—285, 303—306, figg.
Bemerkungen über die Paarung verschiedener Reptilien, namentlich
Lacerta, Chamaeleon, Tropidonotus, Vipera berus und Emys orbieularıs.
Klunzinger, €. B. Zur Verschleppung, bezw. Einbürgerung von
Lacerten. Zool. Anz. XXVIII, p. 694. F.
Verf. nennt in Erwiderung auf eine Bemerkung von L. Müller-
Mainz (s. diesen 1) als Beispiel von Einbürgerung einer Lacertaart
nach absichtlicher Aussetzung das Vorkommen von Lacerta muralis
bei Stuttgart und Tübingen.
Knauer, Fr. (1). Lacerta horvathi Mehely, eine neue europäische
Eidechse. Bl. Aquarienk. Bd. 16, pp. 33—36, figg. 8.
*— (2). Das Leben unserer einheimischen Lurche und Kriech-
tiere im Kreislauf eines Jahres. Dresden (H. Schultze) 1905, 208 pp.,
m. Taf.
— (3). Die sechs europäischen Vipernarten. Nerthus, Altona,
Bd. 7, pp. 250 u. 251, fieg.
Unterscheidungsmerkmale von Vipera aspis, ursiniü, Renardi,
berus, latastei u. ammodytes.
Knoblauch, A. (1). Die Liebesspiele der Molche und Salamander.
Bl. Aquarienk. Bd. 16, pp. 361—364, 373—375, 383—385, 395—397,
figg.
— (2). Der kaukasische Feuersalamander Salamandra caucasica.
Ber. Senckenberg. Ges. 1905, pp. 89—110, figg., 1 pl. Fu. 8.
Ausführliche Beschreibung nebst Angabe des Wenigen, was bisher
über die Lebensweise dieser Art bekannt geworden ist, hauptsächlich
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 31
auf Grund von Beobachtungen an lebenden Exemplaren im Sencken-
berg-Museum in Frankfurt a. Main.
TKoken, E. Neue Plesiosaurierreste aus dem norddeutschen
Wealden. Centralbl. Min. Stuttgart 1905, pp. 681—693, figg. Fu. 8.
*Kormos, T. Egyptomi bekalärväk. Allatt. Kozl. Magyar Tars.
IV, pp. 100—103, fieg. F. R
Betrifft Batrachierlarven aus Ägypten.
Kowatscheff, W. T. Beiträge zur Kenntnis der Amphibien- und
Reptilienfauna Bulgariens. Verh. Ges. Wien 1905, pp. 31 u. 32. F.
Aufgeführt werden — vielfach unter Zufügung des einheimischen
Namens — Gymnodactylus kotschyi Steind., Anguis fragilis, Lacerta
viridis, muralis und vivipara, Ablephanes pannonicus, Tropidonotus
natriz, typicus u. var. bilineata, Tr. tessellatus, Coronella austriaca,
Coluber aesculapü, C. quattuorlineatus var. sauromates, Zamenis ge-
monensis var. caspius, Vipera ammodytes u. Vipera berus var. prester,
Bufo vulgaris, Hyla arborea, Molge cristatus, Salamandra maculosa.
*Kozevnikov, G. A. u. Sabandev, L.L. Zusätze zu den Verzeichnissen
der Tiere des Gouv. Moskau. Nr.5. Moskva. Duevn. zool. ot ob$£.
Bub. jest., Bd.3, H. 6, 1905, pp. 6u.7. 'E.
Krefit, P. (1). Damonia hamiltoni Gray. Bl. f. Aquarienkunde,
Bd. 16, pp. 213 u. 214, fig.
Bemerkungen über Pflege derselben.
— (2). Der karolinische Laubfrosch. Bl. Aquarienkunde Bd. 16,
pp. 301—303, fig.
Morphologische und biologische Bemerkungen über Hyla caro-
Iinensıs.
— (3). DBatrachier- und Reptilienleben in Japan. Zool. Gart.
Bd. 46, pp. 144—153, 161—173. F.
Enthält Bemerkungen über Ayla arborea var. japonica, Molge
pyrrhogastra, Rana rugosa, Rana japonica, Eumeces marginatus, Tachy-
dromus tachydromoides, Rana buergeri und R. limnocharis.
— (4). Krokodile im Zirkus. Bl. f. Aquarienkunde, Bd. 16,
Pp- 37 u. 38, fig.
— (3). Scheltopusik frißt Eidechsen. Bl. f. Aquarienkunde
Data. 351.
— (6). Mühlenbergs Sumpfschildkröte. Bl. f. Aquarienkunde,
Bd. 16, pp. 247 u. 248, fig.
Bemerkungen über Olemmys mühlenbergi.
— (9%). Der syrische Stachelfinger. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
pp: 273—274, fig.
Biologische und morphologische Bemerkungen über Acantho-
dactylus syriacus.
Kreyenberg, M. Zoologische Streifzüge in Mittelchina. Wochen-
schr. Aquarienkunde II, pp. 213—215. F.
Verf. sammelte bei Kiukiang am Yangtse: Ablabes major, Rana
boulengeri, Tachydromus septentrionalis, Tropidonotus tigrinus und
Ancistrodon Blomhoffi.
32 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Kronecker, H. u. Spalitta, F. Reflexwirkung des Vagusganglion
bei Seeschildkröten. Sb. Ak. Berlin 1905, pp. 613—615.
Betr. Untersuchungen an Thalassochelys corticata.
Lamb, 6. (1). Some observations on the poison of the banded
Krait (Bungarus fasciatus). Sci. Mem. India (n. s.) No. 7, 1904, 32 pp.
Vergleich zwischen der Wirkung des Giftes von Bungarus fasciatus
mit der Wirkung des Giftes der Cobra und von Hoplocephalus curtus.
— (2). The specificity of antivenomous sera with special reference
to a serum prepared with the venom of Daboia russellii. Sci. Mem.
India (n. s.) No. 16, 1905, 18 pp.
Experimente über die neutralisierende Wirkung eines mit Cobra-
gift und besonders mit Gift von Daboia russellii gewonnenen Serums
auf das Gift von Naia bungarus, Bungarus coeruleus u. fasciatus, En-
hydrina valakadıen, Echis carınata, Trimeresurus gramineus, Crotalus
adamanteus und Hoplocephalus curtus.
— (3). Snake-venoms in relation to haemolysis. Sci. Mem.
India (n.s.) No. 17, 1905, 15 pp.
Experimente über die hämolytische Wirkung des Giftes von Naia
tripudians u. bungarus, Bungarus coeruleus u. fasciatus, Hoplocephalus
curtus, Enhydrina valakadıen, Daboia Russellii, Echis carınata, Tri-
meresurus gramineus und Örotalus adamanteus auf das Blut verschiedener
Säugetiere.
Lamb, 6. u. Hunter, W. K. On the action of venoms of different
species of poisonous snakes on the nervous system. Lancet 1905 II,
pp: 883—885.
Bemerkungen über die Wirkung des Giftes von Daboia Russelli
und Vergleich mit der Wirkung des Giftes von Cobra und Bungarus
fasciatus.
TLambe, L.M. (1). The progress of vertebrate palaeontology in
Canada. Tr. R. Soc. Canada X, 4, pp. 13—56. Fu. 8.
Gibt eine Übersicht über alle bisher aus Canada bekannt ge-
wordenen fossilen Amphibien und Reptilien, nach ihrem geologischen
Alter und nach ihrer systematischen Stellung geordnet.
T— (2). On the squamoso-parietal crest of the horned Dinosaur
Üentrosaurus apertus and Monoclonius canadensis from the Cretaceous
of Alberta. Tr. R. Soc. Canada, X, 4, pp. 3—12, figg., pls. Iu. II. 8.
Lankes (f). Necturus maculatus in Deutschland eingebürgert.
Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16, p. 272. (Vereinsber, „Isis“-München).
Eingebürgert im Baiersoinsee bei Ganting in Oberbayern.
— (2). Rana arvalıs im Kreise Schwaben und Neuburg, Bayern.
Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 359 u. 360 (Vereinsber. „Isis‘-
München). F.
Latorre, A. €. Descriptiones des especies nuevas des Vertebrados
recogidas por F. W. Riggenbach en Rio de Oro. Bol. Soc. espan. IV,
pp. 259—262. Fu. 8.
Bemerkungen zur Morphologie von Acanthodactylus scutellatus
aureus Günther.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 33
Laveran, A. (1). Contribution & l’&tude des grandes hemogregarines
des grenouilles. €. R. Soc. Biol. LIX, pp. 172—175, fig.
Verf. beschreibt zwei neue Haemogregarinen, H. Theileri aus
Rana angolensis und H. Neireti aus einer Rana-sp. von Madagascar
und gibt eine Übersicht über Nomenklatur und Verbreitung der acht
bisher aus Rana bekannt gewordenen Haemogregarinenarten.
— (2). Sur une hemogregarine de Varanus nilotieus. C. R. Soc.
Biol. LIX, pp. 175 u. 176.
Haemogregarina varani n.sp. aus Varanus nilotieus.
— (3). Sur une hemamibe nouvelle de Testudo pardalis. C. R.
Soc. Biol. LIX, pp. 175—178, fig.
Haemamoeba testudinis n.sp. aus Testudo pardalıs.
Lehrs. Zucht von Lacerta dugesi. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
p. 92. (Vereinsber. „Isis“-München).
Levi, 6. Lesioni sperimentali sull’ abbozzo urogenitale di larve
di Anfıbi e loro effetti sull’ origine delle cellule sessuale. Arch. Entwick.-
mech. XIX, pp. 295—317, pls. XV u. XVI, figg.
Verletzung der Urogenitalanlage bei Bwufo-Larven veranlaßte
Regeneration des Wolffschen Ganges, der Urniere und stets auch der
Genitalanlage, letztere war nicht immer paarig, sondern die Keimzellen
waren auch längs der dorsalen Wand der Peritonealhöhle verstreut.
Über die Herkunft der Keimzellen in den regenerierten Genital-
anlagen konnte Verf. keine näheren Resultate erzielen, da ihre Ab-
stammung von möglicherweise der Zerstörung entgangenen Keim-
zellen nicht ausgeschlossen war.
*Lewis, W. H. (1). Experimental studies on the development
of the eye in amphibia. II. On the Cornea. J. exp. Zool. II, pp. 431
—446, 2 pls.
Beobachtungen über Bildung einer Cornea im Auge von Amblystoma
nach Entfernung des Augenbechers und der Linse unter verschiedenen
Versuchsvariationen. — Der Cornea fehlt Praedeterminierung und
Selbstdifferenzierung. [Nach Jahresber. Zool. Stat. Neapel 1905].
*— (2). Experiments on amphibian embryos. Bull. Johns. Hopkin
Hosp. XVI, p. 238.
Lindholm, W. A. (1). Beschreibung einer neuen Schlangenart.
(Dipsadophidium Weileri gen. et sp.n.) Jahrb. nass. Ver. LVIII,
pp. 183—187. 8.
— (2). Über einige Eidechsen und Schlangen aus Deutsch-
Neuguinea. Jahrb. nass. Ver. LVIII, pp. 227—240. Fu. 8.
Beschrieben werden drei Eidechsenarten, darunter eine neue
Spezies aus einer neuen Gattung und fünf Schlangenarten mit einer
neuen Species.
Loeb, €. Some cellular changes in the primary optic vesicles
of Necturus. Journ. compar. Neurol. Psych. 15, pp. 459—466, pl. V.
Beschreibung von histologischen Veränderungen während der
ersten Entwicklungsstadien der Augenblasen.
Loeser, W. A study of the functions of different parts of the
frog’s brain. Journ. comparat. Neurol. Psychol. 15, 355—373.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (III) 3
34 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
Verf. zerstörte oder entfernte auf einer und beiden Seiten Teile
des Froschhirns (Großhirnhemisphaeren, Thalamus und Lobus opticus,
Cerebellum, Teile der Medulla oblongata und diese selbst mit dem
ganzen Gehirn) und sucht aus den beobachteten Störungen in Be-
wegungen, Gesicht- und Tastsinn, Atmungs-, Herz-, Schluck- und
anderen Reflexen auf die Bedeutung der zerstörten Hirnpartien für
die normale Ausführung der betr. Bewegung, Sinnesäußerung oder
Reflexerscheinungen schliessen.
*Loisel, 6. (1). Revue annuelle d’Embryologie. Rev. gen. Sc.
XVI, pp. 376—392, figg.
— (2). Sterilite et alopecie chez des Cobayes soumis anterieurement
& V’influence d’extraits ovarıens de Grenouille. C. R. Ac. Sci. 1905,
CXL (11), pp. 738—741.
Verf. beobachtete nach Einimpfung von Extract aus dem Frosch-
ovarium in Meerschweinchen stark verminderte Fortpflanzungsfähigkeit
bei denselben und geringere Lebensfähigkeit bei den schließlich ge-
worfenen Jungen.
— (3). Toxieite du liquide seminal de cobaye, de chien et de
tortue. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 509511.
Verf. beobachtete vergiftende Wirkung eines aus dem Samen von
Testudo mauritanica gewonnenen Stoffes auf Kaninchen.
— (4). Toxicite des oeufs de Poule et de Tortue. ©. R. Soc. Biol.
LIX, pp. 403 u. 404.
Verf. beobachtete vergiftende Wirkung von aus Schildkröten-
eiern ausgezogenem Stoff auf Kaninchen.
*— (5). Characteres sexuels secondaires chez la tortue mauresque.
Bull. ass. france. avanc. sci. 1905, p. 336.
Löns, H. (1). Angstgeschrei von Fröschen und Kröten. Zool. Gart.
Bd. 46, p. 220.
— (2). Grasfrosch und Stichling. Zool. Gart. Bd. 46, p. 156.
Rana temporaria verzehrte einen Stichling unter Nachhülfe mit
den Vorderfüßen beim Hinunterschlingen.
Löns, Rud. Ein kletternder Grasfrosch (Rana temporaria). Zool.
Gart. Bd. 46, p. 156.
Loyez, M. Recherches sur le developpement ovarien des oeufs
meroblastiques & vitellus nutritif abondant. Arch. anat. mier. VIII,
pp: 69—237, pls. III—VI, figg. (Einleitung und erster Teil: Reptilien).
Verf. untersuchte Zacerta muralis, stirpium, vivipara und viridis,
Platydactylus muralis, Anguis fragilis, Tropidonotus natrix u. viperinus,
Vipera aspis, Testudo graeca u. radiata, Cistudo europaea und Croco-
dilus niloticus auf folgende Punkte hin: 1. Bildung und Umwandlung
der Oocyten bis zur Follikelbildung, 2. Bau des Follikelepithels. 3. Ver-
änderungen des Keimbläschens, 4. Bildung des Dotters, 5. Ver-
kümmerung von Eizellen.
TLull, R.S. Restoration of the horned Dinosaur Diceratops. Amer.
J. Sci. (4) XX, pp. 420—422, pl. XIII. 8.
*TLydekker, R. Some fossil Reptiles. Knowledge 1905, p. 304.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 35
Martin, €. J. Observations upon fibrin-ferments in the venoms
of snakes and the time-relations of their action. J. Phys. XXXII,
pp. 207—215, fig.
Untersuchungen am Gift von Notechis scutatus, Pseudechis por-
phyriacus, Echis carinatus und Vipera russelhi.
*Martin, E. A. A new British tortoise. Knowledge II, 1905, p. 86.
F.
*+Matthew, 6. F. (1). On batrachian and other footprints from
the coal measures of Joggins, N. S. Bull. Soc. N. Brunswick XXI, pp. 103
—108, pl. HH. Fu. 8.
*t— (2). Note in reference to Batrachian footprints. Bull. Soc.
N. Brunswick XXI, p. 102.
*_ (3). Note on the genus Aylopus of Dawson. Bull. Soc. N.
Brunswick XXI, pp. 247—252, fieg. 8.
T— (4). New species and a new genus of batrachian footprints
of the carboniferous system in Eastern Canada. Tr. R. Soc. Canada,
X. (4), pp. 77—110, pls. I-VI. Fu. 8.
Matthew, W. D. The mounted skeleton of Brontosaurus. Amer.
Mus. J. V, pp. 63—70, fisg.
Bemerkungen über das Skelett eines im „American Museum of
Natural History‘ aufgestellten Brontosaurus.
*Maxwell, S. S. The effect of salt-solutions on ciliary activity.
Amer. Journ. Phys. 13, pp. 154—170. [Flimmerepithel aus dem Öso-
phagus von Rana].
Me Gregor, R. €. Notes on Hawaiian reptiles from the Island of
Maui. P. U. S. Mus. XXVIII, pp. 115—118. F.
Vier Arten werden besprochen: Hemidactylus Garnotii Dum. u. Bibr.
Peropus mutilatus (Wiegm.), Emoia cyanura (Lesson) und Ablepharus
Bontonii poecilopleurus (Wiegm.).
Meek, S.E. A annotated list of a collection of reptiles from Southern
California and Northern Lower California. Field Mus., Zool. VII,
pp. 1—19, pls. I-IH. Fu. 8
44 Arten werden aufgeführt, darunter eine neue Crotalus-Art.
*Mehely, L.v. (1). Adatok az ällati szeroezet formälö eröinek
ismeretehez. Allat. Kozl. Maygar. Tars., pp. 171—185, figg. —
Beiträge zur Kenntnis der formativen Kräfte des tierischen
Organismus [nach Zool. Record. 1905].
— (2). Die herpetologischen Verhältnisse des Mecsekgebirges
und der Kapela. Ann. Mus. Hungar. III, pp. 256—316, fieg. Fu. 8.
Enthält Bemerkungen über die Verbreitung von Bombinator
igneus und pachypus und über die Bastarde dieser beiden Arten;
ferner Angaben über das Vorkommen von Rana fusca, arvalis u. agils,
Hyla arborea, Rana esculenta var. ridibunda, Bufo vulgaris u. viridis,
Salamandra maculosa und der — für Ungarn neuen — Sala-
mandra atra; ebenfalls neu für Ungarn ist Molge cristata Laur.
subsp. Karelini Strauch; ganz neu beschrieben wird Molge vulgaris L.
subsp. Kapelana n. subsp. mit Angabe der Unterschiede von der Stamm-
art und der subsp. meridionalis Blgr.; aufgeführt wird noch Molge
3*
36 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
alpestris, woran sich Bemerkungen über den Einfluß der Umgebung
auf das Leben und den Organismus der Molche anschließen. — Von
Reptilien werden erwähnt die (im Band II, Ann. Mus. Hung. be-
schriebene) neu aufgefundene Lacerta Horväthi, deren Schuppen-
merkmale richtiggestellt werden, — im Anschluß daran bekräftigt
Verf. seine frühere Vermutung, daß Lacerta sardoa Peracca identisch
sei mit Lac. Bedriagae Cam. — ferner Anguis fragilis, Lacerta agilis,
vivipara u. L. viridis in forma typica u. var. intermedia n. var.; von
Schlangen werden aufgeführt Coluber longissimus, Coronella austriaca
u. Vipera berus var. bosniensis Bttg., letztere neu für Ungarn.
Schließlich behandelt Verf. noch de sympathische Färbung
der Eidechsen und Schlangen, die immer nur bei Tagtieren mit lang-
samer Bewegungsweise auftritt.
*Russischer Text! Meissener, V. Handbuch für die praktischen
Arbeiten in der Zoologie der Wirbeltiere. Lief. I. Der Frosch. Zap.
Univ. Kazani, Bd. 72 Suppl., 72 pp., 35 figg.
*Menger, R. Original observations with photographie illustrations
on reptiles and insects of Texas. Bull. Sci. Soc. San Antonio,
Texas, Bd. 1, pp. 11—31, pls. F.
Merriam, 3. €. (1). A new group of marine reptiles from the
Triassic of California. C. R. internat. Congress Berne, pp. 247 u. 248.
Fu.S8.
*— (2). A primitive ichthyosaurian limb from the middle
triassic of Nevada. Univ. Calıf. publ. Geol. IV, pp. 33—38, pl. V. F.
T— (3). The types of limb structure in the Triassic Ichthyosauria.
Amer. J. Sci. XIX, pp. 23—30, figg.
Beim Extremitätenskelett der triassischen Ichthyosaurier werden
4 Typen unterschieden (vertreten durch Meixosaurus, Merriamia,
Shastasaurus und Delphinosaurus), bei jurassischen Formen werden
der Typus von Baptanodon, der der Ichthyosauriv longipinnati und der
I. latipinnati unterschieden.
T— (4). The oceurrence of Ichthyosaurlike remains in the Upper
Cretaceous of Wyoming. Science XXII, pp. 640 u. 641. Fu. 8.
Meves, F. (1). Über die Wirkung von Ammoniakdämpfen auf die
roten Blutkörperchen von Amphibien. Anat. Anz. XXVII, pp. 177
— 186, figg.
Verf. beobachtete bei Einwirkung von Ammoniakdämpfen von
verschieden starken Lösungen auf Blutkörperchen von Salamander
und Frosch zuerst eine Torsion des Randreifens unter Trennung der
Zellsubstanz in zwei Partieen; diese quellen weiterhin bis zur Kugelform
auf, verschmelzen miteinander und geben gleich darauf unter starker
Aufquellung des Kerns ihr Hämoglobin ab.
— (2). Über die Wirkung gefärbter Jodsäure auf die roten Blut-
körperchen der Amphibien. Anat. Anz. XXVI, pp. 97—103, figg.
Verf. berichtet über die von ihm angestellten Nachprüfungen
der von Lavdowsky beobachteten Erscheinungen am Blutkörperchen
von Rana nach Zusatz von mit Neuviktoriagrün und Methylviolett
gefärbter Jodsäure; die Anwesenheit einer Membran, wie sie Lav.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 37
annimmt, bestreitet Verf. ; hinsichtlich der übrigen von L. beschriebenen
Erscheinungen stimmt Verf. ihm im allgemeinen bei und erzielte die-
selben Resultate bei den Blutkörperchen von Salamandra.
— (3). Kritische Bemerkungen über den Bau der roten Blut-
körperehen der Amphibien. Anat. Anz. XXVI, pp. 529—549.
Verf. gibt eine Literaturzusammenstellung nebst daran ange-
schlossenen kritischen Bemerkungen auf Grundlage seiner eigenen
Untersuchungen bezüglich Fadenstruktur, granulärer Einschlüsse,
(chromatoide Kügelchen), Zonenbau und Anwesenheit einer Membran
bei roten Blutkörperchen von Amphibien.
— (4). Über ein weiteres Strukturverhältnis des Randreifens in
den roten Blutkörperchen des Salamanders. Mittl. Ver. Schlesw.-
Holst. Arzte, N. F., Bd. 12, 1904, pp. 129—131.
Verf. beobachtete eine Zusammensetzung des Randreifens aus
Querscheiben, an deren Aufbau vom Verf. als Mitochondrien gedeutete
Elemente beteilist sind.
Michow, Alf. Musikalisches Empfindungsvermögen eines Ochsen-
frosches. Bl. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 163 u. 164.
*Millard, W. S. Food of snakes in captivity. J. Bombay Soc.
XVI, p. 758.
*Miller, W. 3. (1). The mesentery in amphibia and reptilia [Aus-
zug] Proc. Assoc. Amer. Anat. 18th. Session, pp. XIX u. XX; ins. in
Amer. J. Anat. IV.
— (2%). The blood and lIymph vessels of the lung of Necturus
maculatus. Amer. J. Anat. IV, pp. 445—452, figg., pls. Iu. II.
Minke, — Zonurus giganteus frißt Eidechsen. Bl. f. Aquarien-
kunde Bd. 16, p. 390.
W’Kendrick, 3. &. u. Colguhoun, W. On the action of radiıum
bromide on the eleetromotive phenomena of the eyeball of the frog.
P. R. Soc. Edinb. XXV, pp. 835—842.
Von Radiumbromid ausgehende Strahlen wirken auf die electro-
motiven Phänomene der lebenden Froschretina ähnlich wie gewöhnliches
Licht, aber beträchtlich schwächer; der Hauptanteil dieser Wirkung
fällt den 8-Strahlen zu. Die Froschretina empfindet noch eine durch
andere Körper hindurchgehende Radiumemanation, die dem mensch-
liehen Auge unbemerkbar bleibt, ebenso reagiert sie auf das schwache
Licht von durch Radium zur Fluorescenz gebrachten Mineralien
und Flüssigkeiten.
Mocquard, F. (f). Sur une collection de reptiles recueillie dans le
Haut-Tonkin, par M. l. docteur Louis Vaillant, Bull. Soc. Philom.
VII, pp. 317—322, figg. Fu. 8.
— (2). Diagnoses de quelques especes nouvelles de Reptiles.
Bull. Mus. Paris. XI, pp. 76—79. 8.
Beschreibung von Ophisaurus Ludoviei, Coluber Vaillanti, Typhlops
acutirostris, Calamelaps Mironi, Naja Morgani nn. spp. und @errhonotus
Deppii var. Digueti n. var.
— (3). Note preliminaire sur une collection de reptiles et de
38 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Batraciens offerte au Museum p. M. Maurice de Rothschild. Bull.
Mus. Paris XI, pp. 285—288. 8.
6 neue Arten werden aufgeführt, eine aus einer neuen Gattung.
— (4). Description de deux nouvelles especes de Reptiles. Bull.
Mus. Paris XI, pp. 288—2%. 8.
*— (5). Faune erpetologique du Congo frangais. Rev. colonn.
Paris 1905, pp. 477—485, 544—564, 603—614, 668—674. F.
Mölier, W. Zur Kenntnis der Entwickelung der Gehörknöchelchen
bei der Kreuzotter und der Ringelnatter nebst Bemerkungen zur
Neurologie dieser Schlangen. Arch. mikr. Anat. LXV, pp. 439—497,
pls. XXV u. XXVI. 8.
Verf. stellte fest, daß die Columella bei Tropidonotus natriz u.
Vipera berus sich als einheitliches Gebilde aus dem Blastem heraus-
differenziert, das sich um die häutige Labyrinthkapsel herum ent-
wickelt. Einen Zusammenhang mit den Knochenelementen des Hyoid-
bogens hat Verf. nicht feststellen können. — Im Anschluß an diese
Untersuchungen berichtet Verf. über seine Beobachtungen hinsichtlich
des Verhaltens der Nerven in der Nähe des Labyrinths.
Morgan, T. H. (1). The relation between normal and abnormal
development of the embryo of the frog. V. As determined by the
removal of the upper blastomeres of the frogs egg. Arch. Entwick.-
mech. XIX, pp. 58—78, pls. IV u. V.
Bei Zerstörung der zwei vorderen oberen Blastomeren des Acht-
zellen-Stadiums treten Defekte im Vorderende des Embryos auf,
bei Entfernung der beiden hinteren oberen Blastomeren entwickelt
sich gewöhnlich das Vorderende des Embryos, doch lassen sich in diesem
Falle keine so bestimmten Resultate erzielen. Bei Entfernung aller
vier oberen Blastomeren sterben die meisten Eier; überlebende bringen
es bis zur Bildung eines kreisförmigen Blastoporusrandes. — Bei der
Deutung der Resultate müssen möglicherweise durch die Operation
eingetretene Schädigungen der übrigbleibenden Eiteile mit berück-
sichtigt werden; doch sprechen die Resultate im Ganzen dafür, daß
wenigstens ein Teil des für die Bildung von Kopf und Seiten des Em-
bryos benötigten Materials in den oberen Blastomeren des Achtzellen-
stadiums enthalten ist.
— (2%). VI. As determined by incomplete injury to one of the
first two blastomeres. Arch. Entwickmech. XIX, pp. 318—347, pls.
XVII u. XVIII, Sigg.
Unvollständige Verletzung einer der ersten Blastomeren des
Froscheies veranlaßt je nach der Ausdehnung des von der Zerstörung
betroffenen Blastomerenteils die Bildung von Embryonen mit Defekt
auf einer Seite, von mehr als halben Embryonen und von Halbem-
bryonen. Die von Hertwig erzielten Embryonenformen führt Verf.
auf andere Ursachen zurück. (Unvollständige Verletzung der operierten
Blastomere, oder Rotation des Inhalts der unverletzten Blastomere
nach der Operation, oder mangelhafte Einziehung des Dotterteils
in den Blastoporus oder mangelhafter Transport von Material vom
Eischeitel nach der Aquatorialgegend während der Furchung). Die
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 39
von Roux angenommene Bildung der fehlenden Embryohälfte, nach
der Bildung eines Halbembryos, von der unverletzten Hälfte aus durch
„Postgeneration‘“ hält Verf. für unwahrscheinlich.
— (3). VII. As determined by injury to the top of the egg in the
two and four-cells stages. Arch. Entwickmech. XIX, pp. 566—570,
pls. XIX u. XX.
Nach Entfernung des Materials von der Eispitze kommen die
dorsalen Partien des Embryo nicht zur Ausbildung, jedoch beginnt
infolge Erhaltung der Region der Blastoporuslippe der Invaginations-
rozeß.
ji — (4). VIII. As determined by injuries caused by a low tempera-
ture. Arch. Entwickmech. XIX, pp. 570—580, pls. XXI u. XXI,
figg.
; Mehrere Wochen bei einer Temperatur von 1°C. gehaltene Eier
von Rana palustris entwickeln sich nach Rückbringung in Zimmer-
temperatur abnorm. Die untere Eihälfte wird gewöhnlich verletzt,
während aus dem unverletzten Teilen sich die Partien des Embryo ent-
wickeln, die auch beim vollständigen Embryo daraus hervorgehen
würden. Es können Ring- und Halbembryonen entstehen.
— (5). IX. As determined by insufficient a&ration. Arch. Ent-
wickmech. XIX, pp. 581—587, figg.
Ungenügende Durchlüftung der in Entwicklung begriffenen
Froscheier schädigt den Dotter, so daß er aus Mangel an Einwärts-
bewegung das Herabwachsen des Materials vom Eiäquator stört.
Je nach der Art der Dotterschädigung erscheinen verschiedene Embryo-
typen.
— (6). X. A re-examination of the early stages of normal deve-
lopment from the point of view of the results of abnormal development.
Arch. Entwickmech. XIX, pp. 588—614, figg.
Beim Wiederdurchprüfen der frühen normalen Entwicklungs-
stadien des Froscheies konnte Verf. eine Abwärtsbewegung des embryo-
bildenden Materials feststellen, während die oberflächlichen Dotter-
zellen unter dem Einfluß von Gestaltsveränderungen der Zellen am
Scheitel der Blastoporuseinstülpung nach oben unter die Blastoporus-
lippen rücken.
*— (%). Die Entwicklung des Froscheies. Eine Einleitung in
die experimentelle Embryologie. Nach der zweiten englischen Ausgabe
übersetzt von B. Solger, 1904.
Kritik von Roux, W., Arch. Entwickmech. XIX, pp. 133 u. 134.
Morgera, A. La relazıone tra il testicolo ed il deferente de aleuni
Rettili. Boll. Soc. Napoli XVII, pp. 114—128; pl. 1.
Verf. untersuchte bei verschiedenen Reptilien die Verbindung
zwischen Hoden und Epididymis, die bei Zacerta von einem Kanal,
bei Zamenis und Elaphis von mehreren Kanälen gebildet wird,
welche mit den Tubuli reeti und dem Rete Halleri der Säugetiere
als homolog zu betrachten sind.
Mulertt, H. Amerikanische Froschfarmen. Bl. f. Aquarienkunde
Bd. 16, pp. 81—83, fig.
40 [IT. Reptilia und Amphibia für 1905.
Biologische Bemerkungen über die dem Menschen als Nahrungs-
mittel dienende Rana catesbriana.
Müller (Ver. ‚Isis“-München) (1). Vipera aspis im südlichen
Schwarzwald. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16, p. 490. F.
— (2). Vipera berus im seichten Wasser gefunden. Bl. f. Aquarien-
kunde, Bd. 16, p. 60.
Müller-Mainz, L. (1). Ein neuer Fundort der Lacerta serpa Raf.
Zool. Anz. XXVIII, pp. 502—504. Fu. 8.
Vorkommen dieser Art auf den Balearen.
— (2). Gene’s Mauereidechse (Zacerta muralis subsp. genei Cara).
Bl. Aquarienkunde. Bd. 16, pp. 113—115, 121—124, 134—136, 144
—146, figg.
Bemerkungen über Nomenklatur, Körperbau, Färbung, Variation
und Lebensweise.
— (3). Der westafrikanische Steppenwaran (Varanus exanthe-
maticus Bose.). Bl. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 266—268, 274—276,
l pl.
Bemerkungen über Morphologie und Lebensweise dieser Art
nebst Bemerkungen über die Systematik der Warane überhaupt.
— (4). Eine Exkursion auf Corfu. Nerthus, Altona, Bd. 7, pp. 77
—81, 102—104, 112—114. F.
Biologische Bemerkungen über Ayla arborea, Lacerta vonica,
Rana esculenta var. ridibunda, Triton vulgaris var. meridionalıs,
Algiroides nigropunctatus; erwähnt werden ferner Emys orbicularis,
Trop. natrix var. persa und Coelopeltis monspessulana.
Musshoff, H. Etwas von der Krötenechse (Phrynosoma cornutum).
Bl. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 441 u. 442, fig.
Bemerkungen über Pflege in Gefangenschaft.
*Needham, J. 6. The summer food of the bullfrog (Rana catesbiana
Shaw.) at Saranac-Inn. [With systematic notes on Hemerobirdae].
N.York. State Edue.-Dept. Mus. Bull. Albany, No. 86, pp. 9—17, pl.
Nehrling, H. Amerikanische Giftschlangen. Natur u. Haus, Jahrg-
gang 13, pp. 134—139.
Verf. bringt biologische Bemerkungen über folgende Giftschlangen
Nordamerikas und bespricht besonders ihre Verbreitung, Aufenthalts-
orte, Nahrung, Bissigkeit und bekannt gewordene Fälle von tötlicher
Wirkung ihres Bisses: Zlaps fulvius, Agkıstrodon contortrix u. pisci-
vorus, Sisturus miliarius u. catenatus, Crotalus horridus, atrox und
adamanteus.
Neumann, ©. Über nordost-afrikanische und arabische Kriech-
tiere. Zool. Jahrb., Syst. XXII, pp. 389—404. F.
Morphologische und biologische Bemerkungen sowie Fundorts-
angaben betreff. die von Tornier (s. Tornier 3) beschriebenen Chelonier
und Lacertilier aus den gen. Gegenden.
Newton, E. T. Investigation of the Fauna and Flora of the
Trias of the British Isles. II. Notes on the Triassie Fossils (exeluding
Rhaetic) in the museum of the Geological Survey at Jermyn Street,
London. Rep. Brit. Ass. 1904, pp. 282—285. F.
III. Reptilia und Ampbibia für 1905. 41
Enthält auf Seite 284 u. 285 eine Aufzählung der in dem betreff.
Museum vorhandenen Exemplare fossiler Amphibien und Reptilien.
Nikolsky, A. Herpetologia rossica. Mem. Ac. St. Petersb. (8)
XVII, pp. 1—517, pls. Tu. II. Fu. 8.
(Russischer Text! Beschreibungen neuer Arten auch lateinisch.)
Aufgeführt werden 161 Arten, darunter werden 4 neue Arten und eine
neue Varietät beschrieben.
*Noguchi, H. (1). A study of the protective action of snake venom
upon blood corpuscles.. J. exp. Med. Baltimore VII, pp. 191—222.
— (2). The action of snake venom upon cold-blooded animals.
Publ. Carnegie Inst. Nr. 12, 16 pp.
Vrf. untersuchte die Wirkung des Giftes von Cobra, der Mokassin-
und der Klapperschlange auf Schlangen (O'yclophis vernalis), Schild-
kröten (Chelopus quttatus, Chrysemys picta, Chelydra serpentina),
Frösche (Rana catesbiana) zahlreiche Fische und Wirbellosen. Die
stärkste Wirkung übte Cobragift, die schwächste Crotalusgift aus.
*Nomura, H. Hakoni-sanshouwo Saishuki. Dobuts. Z. Tokyo
Bd. 17, pp. 226—228.
Betr. das Sammeln von Onychodactylus [n. Intern. Cat. Scient.
Liter., Zoology].
TNopsca, F. (1). Remarks on the supposed clavicle of the Sauro-
podous Dinosaur Diplodocus. P. Z. S. 1905, II, pp. 289—294, figg. 8.
Verf. hält den als Clavicula gedeuteten asymmetrischen Knochen,
der bei einigen Diplodocusskeletten gefunden wurde, für einen Penis-
knochen.
T— (2). Notes on British dinosaurs. Geol. Magaz. (5) Bd. 2,
pp- 203—208, 241—250, 289—293, figg., pl. XII u. XV. Fu. 8
Enthält Bemerkungen über neuere Untersuchungen der Knochen-
reste von Hypsilophodon, Polacanthus und Streptospondylus.
Norris, H. W. The so-called dorso-trachealis branch of the seventh
cranial nerve in Amphiuma. Anat. Anz. XXVII, pp. 271 u. 272.
Verf. stellt für einen Zweig des siebenten Cranialnerven bei Am-
phruma nach Durchtritt durch den Musc. digastrieus Beziehungen
zur dorsalen Reihe von Sinnesorganen der Seitenlinie fest, wofür sich
keine Homologie bei anderen Amphibien findet.
*Notestein, F. N. The Ophidia of Michigan with an analytical key.
Tth. ann. Rep. Michigan Acad. Se., pp. 111—125, fieg. F.
Nußbaum, M. Die Lappenbildung des Hodens einheimischer
Urodelen. Zool. Anz. XXIX, pp. 175 u. 176.
Vorl. Mitteilung darüber, daß die Zahl der Hodenlappen bei Uro-
delen mit dem Alter des Tieres zunimmt, während die Art der Aus-
bildung der, verschiedenen Entwicklungsstadien entsprechenden,
Abteilungen in jedem einzelnen Lappen von der Jahreszeit abhängig ist.
©’Connell, 3. H. Joung Crocodilians in Captivity. Trans. Liverpool.
biol. Soc. 19, pp. 165—178, pls. Iu. II.
Morphologische und biologische Bemerkungen über Crocodilus,
Caiman u. Alligator.
43 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
T0. H. F. Skull and skeleton of the Sauropodous dinosaurs,
Morosaurus and Brontosaurus. Science XXII, pp. 374—376, 8.
Oeder, R. (1). Die Zahnleiste der Kröte. Zool. Anzeiger XXIX,
pp- 536—538.
Vorl. Mitteilung darüber, daß Verf. bei Bufo noch die Anlage
der Zahnleiste im Oberkiefer feststellen konnte, während Zähne nicht
mehr angelegt werden.
—- (2). Die Intermaxillardrüse der Kröte. Zool. Anz. XXIX,
pp: 538 u. 539.
Vorl. Mitteilung über Entwicklung und Bau der Intermaxillar-
drüse von Bufo.
*Ogilby, 3. D. Catalogue of the emydosaurian and testudinian
reptiles of New Guinea. P. Soc. Queensland XIX, pp. 1-31. Fu. 8.
*Glbrich. Das Milchtrinken der Schlangen. Auch eine „Tier-
fabel“. Kosmos Bd. 2; pp. 278—280.
*Ollis, W. The palmated newt near Hastings. Zoologist 1905,
p. 316.
*Onelli. Foseta des vermis en los cräneos de indios, mamiferos
y saurianos. Rev. Jard. Zool. Buenos Aires ser. 2, Bd. 1, pp. 378
— 382.
*Osborn, H. F. (1). Tyrannosaurus and other Cretaceous carni-
vorous Dinosaurs. Bull. Amer. Mus. XXI, pp. 259—265, figg. 8.
Enthält Bemerkungen über die Nomenklatur carnivorer Dino-
saurier und Beschreibung neuer oder nur wenig bekannter Funde.
*7— (2). The present problems of Palaeontology. Pop. Sci.
Month. LXVI, pp. 226—242.
*t— (3). Western explorations for fossil Vertebrates. Pop. Sci.
Month. LXVII, pp. 561—568. Mit Abbildungen.
— (4). The classification of Reptilia. Summary by Bigelow.
Ann. N. York. Ac. XVI, pp. 302—303. 8.
. Zusammenstellung der nacheinander eingeführten wiechtigeren
Änderungen in der Systematik der Reptilien.
Osborn, Williston, Me Gregor u. Hay. Discussion on phylogeny
and classification of reptilia (American Palaeontological Society),
Science XXI, pp. 294—2%. 8.
Diskussion über die systematisch richtige Stellung von Ichthyo-
sauria, Sauropterygia und Testudinata im „System der Doppelgruppen“
Osborns. (Vergl. Jahresber. 1904, S. 34 u. 61).
Otte. Molche 3 m unter der Erde gefunden. Bl. f. Aquarienkunde
Bd. 16, p. 272. (Vereinsber. „Daphnia“-Halle).
TPabst, W. Beiträge zur Kenntnis der Tierfährten in dem
Rotliegenden „Deutschlands“. Zeitschr. Deutsch. Geol. Ges. LVII,
pp. 1—14, pls. 1—IV, pp. 361—379, pls. XV—XVIl F.
Beschreibung der Tierfährten des brachydactylen und des dolicho-
dactylen Typus aus Böhmen, Schlesien und Mähren.
Pardi, F. (1). Intorno alla cosidette cellule vasoformative e alla
origine intracellulare degli eritrociti. Ricerche sul mesenterio degli
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 43
Anfibi Urodeli. Monit. Zool. ital. XXI, pp. 219—220 und Att. Soc
Toscana XXI, pp. 168—179, pl. V.
Verf. glaubt nach seinen Untersuchungen an Triton die Herkunft
der Erythrocyten aus dem Kreislauf nachgewiesen zu haben, ent-
gegen der Annahme von ihrer intracellularen Entstehung.
Pensa, A. Osservazioni sulla struttura del Timo. Anat. Anz.
XXVIL, pp. 529—541, figg.
Peracca, M. 6. (1). Note di erpetologia italica. Boll. Mus. Torino
XX, No. 485, 4pp. F.
Enthält Bemerkungen über die Verbreitung von Gymnodactylus
kotskyi Stndeh., C'halcides ocellatus Forsk. var. tiligugu Bler., Coluber
leopardinus Bonp., Rana graeca Boul. und Molge italica Peracca.
— (2). Nuove osservazioni intorno alla Zacerta sardoa Peracca
della Sardegna. Boll. Mus. Torino XX, No. 519, 9 pp., pl. 8.
Verf. stellt die charakteristischen Merkmale von Lacerta sardoa
Per. und L. Bedriagae Cam. einander gegenüber, um nachzuweisen,
daß es sich bei diesen beiden Formen um verschiedene Arten handelt,
was Mehely wiederholt bezweifelt hatte.
Pettit, Aug. u. Gray, Fr. Sur la glande cloacale du Caiman (Jaca-
retinga sclerops Schneid.). Bull. Mus. Paris, XI, pp. 112—113. 8.
Phisalix, €. (1). Influence de l’&manation du radıum sur la toxicite
des venins. Bull. Mus. Paris XI, pp. 117—118.
Cobragift verliert ebenso wie Viperngift unter dem Einfluß von
Radiumstrahlen seine vergiftende Wirkung, dagegen werden Kröten-
und Salamandergift nicht im geringsten beeinflußt.
— (2). Sur la presence du venin dans les oeufs de Vipere. Bull.
Mus. Paris XI, pp. 335—337 u. ©. R. Ac. Sci. CXL, pp. 1719—1721
und C. R. Soc. Biol. LIX pp. 15—17.
Verf. konnte die wirksamen Bestandteile des Giftes von Vipera
aspis schon in den Eiern dieser Art nachweisen.
Pitzorno, M. (1). Ricerche di morfologia comparata sopra le arterie
succlavia el ascellare (Chelonia). Atti. Soc. Toscana (Mem.) XXI.
pp- 217—230, pl. VII, fies.
Vergleichend anatomische Bemerkungen über die Arteria sub-
clavia und axillaris bei T’halassochelys caretta, Emys orbicularis, Testudo
graeca und nemoralis.
Prenant, A. (1). Notes eytologiques. Les cellules ciliees et les
cellules muqueuses dans l’epithelium oesophagien du Triton. Arch.
anat. mier. VII. (1904), pp. 429—482, pls. XVI—XVIII, und €. R.
Soc. Biol. LVIII, pp. 328—330.
Verf. beschreibt die histologische Struktur der Epithelzellen im
Ösophagus von Triton alpestris u. punctatus, wo Schleimzellen und
Wimperzellen nebst allen Übergangsformen von einer zur anderen vor-
kommen; dazu gesellen sich im Pharynx noch ‚‚cellules recouvrantes“,
vielleicht auch eine der Übergangsformen.
— (2). Notes ceytologiques: sur la morphologie des cellules &pi-
theliales ciliees qui recouvrent le peritoine des Amphibiens. Arch.
anat. mier. VII, pp. 473—482, pl. XVI.
44 1II. Reptilia und Amphibia für 1905.
Beschreibung der Struktur und Verteilung von Wimperzellen
im Leber-Peritoneum von weiblichen Exemplaren. von Triton und
anderen Amphibien.
— (3). Formes intermediaires entre les cellules eiliees et les
cellules muqueuses dans l’&pithelium oesophagien du Triton. C. R.
Soc. Biol. LVIII, pp. 330—332.
Profe, K. Mißbildung der Zehen (Polydaktylie) bei einem Kamm-
molch (Molge cristata Laur.). Zool. Gart. Bd. 46, p. 52.
An einem rechten Hinterfuß fanden sich anstelle der ersten inneren
Zehe vier, in zwei Paaren angeordnete Zehen mit den dazugehörigen
Phalangen und Metatarsen.
Quigstad, J. Lappiske Navne paa Krybdyr og Padder. Nyt.
Mag. Naturv. XLII, pp. 371 u. 372.
Gibt die lappländische Bezeichnung an für Lacerta vivipara, Vipera
berus und Rana temporaria.
Ramön y Cajal, P. EI encefalo de los Batracios I. Mem. Soc.
Espan. III (1905), pp. 165—188, pls. 13—19.
Reed, M. The formation of the interior cells in the segmentation
of the frog’s eeg. Bull. Biol. VIII, pp. 189—192, figg.
Die auf frühen Furchungsstadien des Froscheies im Innern liegenden
Zellen sind nicht durch Delamination parallel der Oberfläche abgespalten
worden, sondern durch den normalen Furchungsverlauf, wahrscheinlich
bei schiefem Auftreffen einer Furchungsspalte auf eine Zelle, ent-
standen.
Reese, A. M. (1). The eye of Oryptobranchus. Biol. Bull. IX,
pp: 22—26, fig. 8.
Kurze Bemerkungen über den gröberen Bau des Auges und seine
Anpassungen an die Lebensweise des Tieres.
*— (2). The Enteron and Integument of Oryptobranchus alle-
gheniensis. Trans. americ. mierose. Soc. 26, pp. 109—120, pls.
Regaud, €. u. Favre, WM. Recherches sur les fuseaux neuromuseu-
laires des ophidiens. Bibliogr. anat. XIV, pp. 298—310, figg.
Verf. beschreibt seine Befunde bezüglich der Histologie der Neuro-
muskelspindeln in verschiedenen Muskeln von Zamenis viridiflavus,
Vipera aspis, Tropidonotus viperinus u. natrix.
Reitz, A. (1). Der Feuersalamander (Salamandra maculosa Laur.).
Bl. Aquarienkunde, Bd. 16, pp. 406 u. 407.
Biologische Bemerkungen darüber.
— (2). Eine zweiköpfige Feuersalamanderlarve. Bl. Aquarien-
kunde, Bd. 16, pp. 410 u. 411, fig.
— (3). Einheimische Kröten. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
pp- 224—226, 237—239.
Bemerkungen über Nützlichkeit, Aussehen und Lebensweise von
Pelobates fuscus, Alytes obstetricans, Bombinator pachypus u. igneus,
Bufo vulgaris, calamita u. viridis.
Remlinger, P. La tortue terrestre est refractaire a la rage. C. R.
Soc. Biol. LVIII, pp. 26 u. 27.
III. Reptilia und Ampbhibia für 1905. 45
Retzius, &. Zur Kenntnis der Nervenendigungen in den Papillen
der Zunge der Amphibien. Biol. Untersuch. XII, pp. 61—64, pl. VII.
Beschreibung und Abbildung freier knopfförmiger Nerven-
endigungen in den Papillen der Zunge u. des Gaumens von Spelerpes
fuscus, Salamandra maculosa, Pleurodeles Waltlü, Triton cristatus,
punctatus, torosus u. pyrrhogaster, Siredon pisciformis, Proteus anguineus,
Rana esculenta, Bufo vulgaris u. varıabilis, Bombinator igneus, Hyla
arborea und Alytes obstetricans.
Rhodius, R. u. Straub, W. Studien über die Muskarinwirkung
am Froschherzen, bei erhaltenem Kreislauf, bes. über die Natur des
Tetanus des Herzens im Muskarinzustand und die der negativ ino-
tropen Wirkung auf die Herzmuskelerregung. Arch. ges. Phys. CX,
pp. 492—512, figg., pl. HI u. IV.
TRiggs, E. S. (1). Structure and relationsships of opisthocoelian
Dinosaurs. I. Brachiosauridae. Field. Mus. Geol. II, 6, 1904, pp. 229
— 247, pls. LXXI—LXXV. 8.
Beschreibung der Dorsalwirbel, des Sacrums, der Caudalwirbel,
der Rippen und Beinknochen nebst Bemerkungen über die systematische
Stellung und Lebensweise von Brachrosaurus.
T— (2). The carapace and plastron of Basilemys sinuosus a new
fossil tortoise from the Laramie Beds of Montana. Field Columb.
Mus. Chicago Publ. 110, geol. Ser. 2, pp. 249—256, pls. XXVI u. XXVII
S.
Riedel. Bemerkungen über Clemmys caspica und Rana esculenta;
(im Verein „Wasserstern“, Augsburg). Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
p. 392.
Clemmys caspica frißt gern Piscidin; Rana esculenta sucht wieder-
holt dasselbe stark von der Sonne beschienene, etwa 10 Meter
von ihrem sonnenlosen Behälter entfernte Wasser auf.
*Robinson, H. €. (1). Further additions to the batrachian fauna
of the Malay peninsula with a list of the species at present known
to occur therein. J. Federated S. Mus. I, pp. 19—24. F.
*— (2). List of a small collection of mammals, birds and ba-
trachians from Gunong Angsi, Negri Sembilan. J. Federated States
Mus. I, pp. 25—30. F.
Rollinat, R. (1). Observations sur la tendance vers l’ovoviviparite
chez quelques sauriens et ophidiens de la France centrale. Mem. Soc.
zool. France. XVII, pp. 30—41.
Verf. beobachtete bei den für gewöhnlich oviparen Arten Lacerta
stirpvum, Tropidonotus natrix u. Tr. viperinus mehr oder weniger
starke Neigung zur Ovoviviparität. Ferner schließt Verf. aus dem
Grade der Verkümmerung des zum Öffnen der Eischale dienenden
Eizahns bei Vipera aspis, Anguis fragilis, Coronella laevis und Lacerta
vivipara auf das relative Alter der bei diesen Arten normalerweise
auftretenden Ovoviviparität.
*— (2). Observations sur la nourriture des reptiles du departement
de l’Indre. Reptiles utiles. Reptiles nuisibles. Bull. soc. nat. acclimat.
Paris, Bd. 51, pp. 226—229.
46 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Romeister, T. H. A case of abnormal venous system in Necturus
maculatus. Amer. Natural. 1905 XXXIX, pp. 391—3%6, figg.
Die rechte Vena hepatica ersetzt den die Leber durchsetzenden
Teil der Vena cava posterior, deren distal von der Leber gelegener
Abschnitt sich durch die hypertrophierte rechte Vena cardinalis
posterior zum Sinus venosus fortsetzt, während das „Mittelstück“
der Vena cava posterior vollständig fehlt und die linke Vena cardinalis
posterior sehr verkümmert ist.
*Rope, 6. T. Variety of the common toad. Zoologist 1905, p. 315. 8.
*Rosei, G. Sopra una via efferente encefalo-spinale nel’ Emys
europaea. Arch. fisiol. I, pp. 332—8336, 2 pls.
Rosen, N. (1). List of the snakes in the Zoological Museums of
Lund and Malmö, with descriptions of new species and a new genus.
Ann. Nat. Hist. (7) XV, pp. 168—181; figg., pls. XIu. XI. 8.
Unter 142 aufgeführten Arten werden 6 neue Arten — eine aus
einer neuen Gattung — und eine neue Varietät beschrieben.
— (2). Reply to Mr. G. A. Boulenger. Ann. Nat. Hist. (7) XV],
pp. 126—129. 8.
Betrifft die von Boulenger [s. d. (5)] ausgesprochenen Zweifel
an der richtigen Bestimmung einiger Schlangen von seiten des Verf.
[s. Rosen (1)].
— (3). List of the lizards in the Zoological Museum of Lund,
with descriptions of new species. Ann. Nat. Hist. (7) XVI, pp. 129
—142, figg., pl. VI—IX. 8.
93 Arten werden aufgeführt, darunter 5 neue Arten (eine irr-
tümlich) und eine neue Varietät.
Roux, 3. La famille des Ranidae. Zool. Anzeiger XXVIII, pp. 777
—1855. 8.
Übersicht und Bestimmungstabelle der bis heute bekannt ge-
wordenen Gattungen aus der Familie der Ranidae nebst Literatur-
angaben, betr. die Originalbeschreibung bezw. Synonymie der seit
dem Erscheinen von Boulengers Cat. Batr. Sal. 1882 neu beschriebenen
Gattungen.
Rubaschkin, W. Über doppelte und polymorphe Kerne in Triton-
Blastomeren. Arch. mikr. Anat. LXVI, pp. 485—500, pl. XXXIV.
Bei der großen Mehrzahl der untersuchten Tritonblastomeren
ließ sich keine Gonomerie der Kerne beobachten, nur vereinzelt wurden
Doppelkerne von annähernd identischer Größe im Ruhestadium
gefunden. — Polymorphe oder ‚„mehrblasige‘“ Kerne treten dagegen
in unbegrenzter Variabilität auf.
TSacco, F. (1). Les etages et les faunes du bassin tertiaire du
Piemont. Bull. Soc. g&ol. ser. 4, Bd. 5, pp. 893—916, pl. XXX u. XXX.
F.
Fünf Chelonierarten werden unter den Fossilien aufgezählt.
—f (2). Les formations ophitiföres du Cretace. Bull. Soc. Belge
Geol. XIX, pp. 247—265, pl. VII.
Von Reptilien werden aufgeführt: Capelliniosuchus mutinensis
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 47
und Ichthyosaurus campylodon aus dem „Flysch ophitifere‘“ Ober-
Italiens.
Sasaki, €. Einige Bemerkungen über den Riesensalamander
(Cryptobranchus japonicus von der Hoeven). [Aus: Veröff. Univ.
Tokio] Bl. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 103 u. 104.
Bemerkungen über Heimat, Lebensweise, verschiedene äußere
Merkmale und Fortpflanzung des Tieres.
Sauerbeck, E.E Eine Gehirnmißbildung bei Hatteria punctata
(Sphenodon punctatus). Kritische Monographie als Beitrag zu einer
rationellen Teratologie des Gehirns. Acta Ac. German. LXXXV,
pp- 1—116, pls. Iu. II, figg.
Bei der beschriebenen Gehirnmißbildung handelt es sich um eine
hernienartige Verlagerung des Gehirns auf die Dorsalseite des Kopfes
außerhalb des Schädels, wobei der Kopf selber durch Emporkrümmung
des Oberkiefers, Verlängerung des Unterkiefers und Fehlen der Augen
mißgebildet ist. — Am Gehirn sind von Abweichungen vom Normalen
in erster Linie eine eigenartige Verlagerung aller Bestandteile seiner
Dorsalwand, teils nach hinten, teils nach vorn zu erwähnen, ferner das
Fehlen der Epiphyse und der Decke des 3. Ventrikels, unvollkommene
Ausbildung der Sehnervenkreuzung und Fehlen der nervösen Augen-
blasen und damit auch das Fehlen der von diesen in ihrer Entwicklung
abhängigen Linse. Augenmuskeln mit Muskelnerven sind dagegen
einzeln nachweisbar. — Geruchs- und Gehörorgan sind nicht abnorm
verändert, am Schädel ist nur die Zusammendrängung der ÖOrbital-
region abnorm. — Verf. erörtert eingehend ältere, ähnliche Fälle
bei Wirbeltieren überhaupt und die Versuche zu ihrer Erklärung;
den vorliegenden Fall glaubt er auf den Andrang der unteren Amnion-
falte gegen den Vorderkopf und Abknickung des Kopfes am vorderen
Chordaende zurückführen zu können, wobei zugleich einzelne Kopf-
bezirke infolge von Hemmung in den benachbarten Regionen eine
übermäßige Ausdehnung erhielten.
Schaper, A. A short remark upon W. H. Lewis’ experimental
studies on the development of the eye of the Amphibia. Biol. Bull.
IX, pp. 245—248.
Verf. betont wegen eines Mißverständnisses in der gen. Arbeit
von Lewis, daß er die Linse nur phylogenetisch, nicht ontogenetisch
von einem primitiven Hautsinnesorgan ableiten wolle.
Scherer, Jos. (1). Das amerikanische Krokodil (Crocodilus amer:-
canus Laur.) in Freiheit und Gefangenschaft. Nerthus Altona, Bd. 7,
pp. 125—128, pl.1.
Morphologische und biologische Bemerkungen.
— (2). Zoologische Reiseskizzen aus Oran. Natur u. Haus, Bd. 13,
pp. 177—180, 196—200, 212—216, figg. F.
Biologische Bemerkungen über verschiedene Reptilien und Am-
phibien Nordafrikas, besonders Lacerta perspieillata und ocellata.
Schmalhausen, 3. 3. Die Entwickelung der Lungen bei Tropi-
donotus natrix. Anat. Anz. XXVII, pp. 511-520, figg.
48 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Behandelt die morphologische Entwicklung und histologische
Differenzierung der Lunge — unter besonderer Berücksichtigung
der Verschiedenheiten in diesen Punkten zwischen der wohlentwickelten
rechten und der kleinbleibenden linken Lunge.
Schmidt, H. Zur Anatomie und Physiologie der Geckopfote.
Jena. Zeitschr. XXXIX (n. s. XXXII), pp. 551—580, pl. XXI, figg.
Verf. beschreibt die Anordnung und Entwicklung der Härchen
auf den Läppchen der Unterseite der Geckopfote und zwar nehmen
die Härchen ihren ersten Ursprung aus modifizierten Zellverbindungen.
Eine unterhalb der Zehenphalange befindliche Blutkammer oder ein
System von solchen, bildet einen Schwellapparat, der bei Ausübung
der Haftfunktion mit Blut gefüllt, eine vollkommene Anpassung
der Endflächen der Borsten auf ihre Unterlage bewirkt. Der Luft-
druck spielt bei der Haftfähigkeit keine Rolle; Verf. glaubt dagegen,
daß die Wirkung elektrischer Kräfte dabei in Frage kommt.
Schnee (1). Das Wachstum der Suppenschildkröte (Chelone
mydas L.). Zool. Gart. Bd. 46, pp. 221—222.
Sichere Nachrichten liegen nicht vor.
*— (2). Japans Kriechtiere. Natur u. Kultur, München Bd. 2,
pp. 526—530. F.
*— (3). Junge Sumpfschildkröten. Aus der Natur, Stuttgart
Bd. 1, pp. 495—502.
— (4). Saugwürmer im Maule einer Ringelnatter. Bl. Aquarien-
kunde Bd. 16, p. 329.
— (5). Besuchen Süßwasserschildkröten das Meer? Bl. Aquarien-
kunde Bd. 16, pp. 417 u. 418, pp. 440 u. 469 u. 470.
Verf. bejaht die Frage; in gleichem Sinne äußern sich Werner
und von Tomasini an d. oben angeg. Orten.
— (6). Über argentinische Schildkröten. Natur u. Haus, Bd. 14,
pp. 43—45.
Morphologische und biologische Bemerkungen über Hydraspis
hiların u. Hydromedusa tectifera.
— (%). Einiges über Krokodile, was ich von ihnen sah und hörte.
Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16, pp. I—4, 14—16, 21 u. 22, figg.
Biologische Bemerkungen über verschiedene Krokodilarten.
— (8). Fischende Schildkröte. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
Betr. Emys europaea.
— (9). Von mir selbst gesammelte und importierte Schildkröten.
Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 453—456, 467—468, 474—475,
481—484, figg.
Schneider, K. €. Histologische Mitteilungen. II. Sehzellen von
Rana. Arb. Inst. Wien. XVI, pp. 87—98, pl. 1.
Bemerkungen über den histologischen Bau der Stäbchenzellen,
der grünen Stäbchenzellen und der Zapfenzellen der Froschretina.
TSchroeder, H. Datheosaurus macrurus noV. gen. n. sp. aus dem
Rotliegenden von Neurode. Jahresber. geol. Landesanst. Berlin,
Bd. 25 (1904), pp. 282—294, pl. XII u. XII. 8.
IH. Reptilia und Amphibia für 1905. 49
*Schubert, €. The mounted skeleton of Triceratops prorsus in the
U. S. Nationalmuseum. Amer. J. Sc. (4) XX, pp. 458—459, pl. XV.
Sehultze, ©. (1). Beiträge zur Histogenese des Nervensystems.
I. Über die multizelluläre Entstehung der peripheren sensiblen Nerven-
faser und das Vorhandensein eines allgemeinen Endnetzes sensibler
Neuroblasten bei Amphibienlarven. Arch. mikr. Anat. LXVI, pp. 41
—110, pls. III—VI, fieg.
Durch Untersuchungen an Larven von Salamandra maculosa,
Triton taeniatus u. crıstatus, Rana fusca u. esculenta und Pelobates
fuscus kommt Verf. zu dem Ergebnis, daß die embryonale, marklose
sensible Nervenfaser kein einziger Zellfortsatz sei, sondern ein Syney-
tium das aus typischen Neuroblasten durch kontinuierliche Erhaltung
interzellulärer Verbindungen nach vorausgegangener mitotischer Kern-
teilung entsteht. Von den Neuroblasten aus erfolgt auch die Mark-
bildung, nicht von den nach Verf. gar nicht existierenden Schwannschen
Zellen. Weiterhin weist Verf. nach, daß ein kontinuierliches integu-
mentales Netz von nervenbildenden Zellen besteht, wie es schon von
anderen Autoren für Wirbellose und Wirbeltiere nachgewiesen wurde.
Die Neuronentheorie in ihrer heutigen Fassung läßt sich mit den
Resultaten der vorl. Arbeit nicht vereinbaren.
— (2). Über die Frage nach dem Einfluß des Lichtes auf die
Entwicklung und Pigmentierung der Amphibieneier und Amphibien-
larven. S. B. Ak. Berlin 1905, pp. 917—928, figg.
Verf. ließ kurzwellige Lichtstrahlen (durch Passierenlassen des
Tageslichtes durch Lösungen von 3% Kupferoxydammoniak und 8%
Kaliumbichromat erhalten) auf Larven und Eier von Rana esculenta,
Triton taeniatus und Salamandra maculata und erwachsene Triton
cristatus einwirken, konnte aber keine Einwirkungen des kurzwelligen
Lichts auf die Entwicklung der betr. Tiere beobachten. Ebensowenig
konnte Verf. eine Einwirkung verschiedenfarbigen Lichts auf die
Pigmentierung feststellen. Auch machte sich kein Einfluß von absoluter
Dunkelheit auf die Entwicklungsdauer der Eier und deren Pigmen-
tierung bemerkbar, dagegen bleiben im Dunkeln gehaltene Larven
von Salamandra gleichmäßig dunkel gegenüber im kurzwelligen und
weißen Licht gehaltenen Larven, die, ursprünglich von gleicher Farbe
wie die ersteren, schon nach 24 Stunden eine immer mehr zunehmende
Hellfärbung aufwiesen.
— (3). Über partiell albinotische und mikrophthalmische Larven
von Salamandra maculata nebst einigen Angaben über die Fortpflanzung
dieses Tieres. Zs. wiss. Zool. Bd. 82, pp. 412—493, pl. XXVIL.
Verf. teilt einige Beobachtungen hinsichtlich der Fortpflanzung
von Salamandra maculata mit. (Nur einmalige Befruchtung im Früh-
jahr, stärkere Produktion des rechten Ovarıums als des linken) und
beschreibt eine albinotische Larve dieser Art, die zusammen mit einer
großen Zahl nicht lebensfähiger, unvollkommen oder gar nicht ent-
wickelter Formen und einer Anzahl lebender monströser Larven,
die teilweise ein- oder beiderseitigen Mikrophthalmus aufwiesen, einem
Muttertier entstammten. Die anomale Entwicklung dürfte auf gegen-
Aroh. f, Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (III.) 4
50 III. Reptilia und Amphibia für 19054
seitige Schädigung der in so abnorm hoher Zahl ee
Larven zurückzuführen sein.
Schulze, E. Fauna Hercynica. EN ru “Zeitschr. Naturwiss.
LXXVII, pp. 199—230. F.
= Für 5 Urodelenarten und 12'Anurenarten werden sämtliche bekannt
gewordenen Fundorte zwischen 51° u. 52° 30° nördlicher Breite,
für das Gebiet zwischen Weser und Elbe aufgeführt.
: : Sehuster, W. (1). Geburtshelferkröte bei Mainz - Gonsenheim.
Zool. Gart. Bd. 46, p.3l4. F.
*— (2). Neues von der gelblichen Natter (Coluber aesculapii
Sturm.). Nerthus, Altona Bd. 6, pp. 130—132.
Scott, 3. The influence of Cobra-venom on the proteid metabolism.
P. R. Soc. London, LXXVI B, pp. 166—178.
Verf. stellte durch Untersuchungen an mit Cobragift infizierten
Hunden fest, daß das Gift nur in sehr geringem Maße den Stoffwechsel
bezüglich der Eiweißkörper beeinflußt.
TSeeley, H. 6. (1). On the primitive reptile Procolophon. P. Z. 8.
1905, I, pp. 218—230, figg. 8.
T— (2). On footprints of small fossil reptiles from the Upper
Karroo rocks of Cape Colony. Rep. Br. Ass. 1904, pp. 549—550. Fu. 8.
Beschreibt 3 Fußabdrücke von noch unbestimmter Stellung,
die ersten derartigen Funde aus der Karroo-Formation.
Sergent, E. u. E. Hematozoaires de Rana esculenta en Algerie.
C. R. Soc. Biol. LVIII, pp. 670—672, fig. 8.
Bemerkungen über die Zahl der in algerischen Exemplaren von
Rana esculenta gefundenen Blutparasiten und speziell über Haemo-
gregarina magna und über Trypanosoma rotatorium var. nana, n. var.
Sergi, S. Sur l’activit@ musculaire volontaire chez la Testudo
graeca. Arch. ital. Biol. XLIV, pp. 30—38, pl. u. fig.
Verf. bespricht graphische Aufzeichnungen der Tonusschwankungen
beim Mm. semimembranosus von Testudo graeca.
Shelford, R. A new lizard and a new frog von Borneo. Ann.
Nat. Hist. (7) XV, pp. 208—210. F u. 8.
Siebenrock, F. (1). Schildkröten von Madagaskar und Aldabra.
(Gesammelt von Prof. Voeltzkow. Abh. Senckenb. Ges. XXVII; pp. 239
—260, pls. XXXIU—XXXV. Fu. 8.
Beschreibung von Pyxis arachnoides Bell., Acinixzys planicauda
Grand. (m. Abbild.), Testudo radiata Shaw, T. yniphora Vaill. (m
Abbild.), u. 7. daudinii D. B., Sternothaerus nigricans (Donnd.), Pelo-
medusa galeata Schoepff, Podocnemis madagascariensis Grand.
— (2). Chelonologische Notizen. Zool. Anz. XXVIII, pp. 460
—468, figg. 8.
— (3). Schildkröten in Penther, A. u. Zederbauer, E.: Ergebnisse
einer naturwissenschaftlichen Reise zum Erdschias-Dagh (Kleinasien).
Wien. Ann. Nat. Hist. Hofmus. Bd. 20. pp. 309 u. 310. F.
Aufgeführt werden EZmys orbicularis Linne u. Testudo ibera Pall.
— (4). Die Brillenkaimane von Brasilien. Denkschr. Akad,
Wiss. Wien. 76, pp. 29—39, figg.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 51
Bemerkungen über Morphologie, geographische Verbreitung und
Fortpflanzung von Caiman sclerops, latirostris u. niger.
*Siebertz, €. Nahrungsaufnahme und Ernährung der Riesen-
schlangen. Natur u. Kultur, München Bd. 2, pp. 674—676.
Simroth, H. Neue Gesichtspunkte zur Beurteilung niederer Wirbel-
tiere. Verh. Deutsch. zool. Ges. 1905, pp. 51—67, 2 Karten.
Verf. behandelt die Verbreitung der Urodelen neben derjenigen
von Ganoiden und Selachiern — mit Beziehung auf die von ihm zuerst
zur Erklärung der tiergeographischen Erscheinungen angewandte,
von Reibisch aufgestellte, Pendulationstheorie. Die Landsalamander
sollen nach Verf. Ansicht die ältesten Urodelen sein, aus denen sich
später zuerst die beiden Gruppen von je zwei Tritonarten: Triton
vulgaris-heweticus u. Trit. cristatus-marmoratus, entwickelten, die
Arten jeder Gruppe aus einem gemeinsamen Vorfahren; die jüngste
entstandene Form ist Triton alpestris. — Die Entwicklung von im
Wasser lebenden Urodelen aus Landbewohnern faßt Verf. als eine
Tendenz zur Neotenie auf, die eine Folge ist von der eben durch die
Pendulationstheorie bedingten Verschiebung von landbewohnenden
Formen in wärmere Gegenden mit kürzerer Regenzeit u. trockenen
Sommern. Das Endresultat dieser Tendenz zur Neotenie stellen Formen
wie Siredon und schließlich die Perennibranchiaten vor.
*Russischer Teyt. Sinieyn, D. F. Beiträge zur Naturgeschichte
der Trematoden. Die Distomeen der Fische und Frösche aus der
Umgegend Warschaus. Varsava 1905, 207 pp., figg., 6 pl.
Smallwood, W. M. Adrenal tumors in the kidney of the frog.
Anat. Anz. XXVI, pp. 652—658, figg.
Sprenger, €. Schlangengeschichten aus Süditalien. Natur u. Haus,
Jahrg. 13, pp. 249—251, 263—265, 295—297, 312—314. F.
Verf. macht biologische Mitteilungen über Coluber Aeskulapii,
Elaphis quaterradiatus, Zamenis viridiflavus, Rhinechys scalarıs, Tropr-
donotus natrix, viperrinus und tessellatus, Vipera aspis u. ammodytes.
TStache, 6. Sontiochelys, ein neuer Typus von Lurchschildkröten
(Pleurodira) aus der Fischschieferzone der unteren Karstkreide des
er Santo bei Görz. Verh. geol. Reichsanstalt 1905, pp. 285—292,
igg. 8.
Staderini, R. J. (1). Saurii e il loro occhio parietale. Monit. Zool.
ital. XVI, pp. 61—64.
Verf. hält gegenüber Giannelli an seiner Ansicht fest, daß bei
vielen Sauriern der zum Parietalauge führende Nerv nicht atrophiere.
— (2). Sopra l’esistenza dei lobi laterali dell’ ipofisi e sopra alcune
particolaritä anatomiche della regione ipofisaria nel Gongylus ocellatus
adulto. Arch. ital anat. embriol. IV, pp. 427—433, pl. LIX.
Verf. gibt an, daß bei Gongylus die „partes oder lobi laterales‘“
der Hypophyse zeitlebens deutlich erhalten bleiben, ferner beschreibt
er das Auftreten zweier Muskelfaserbündel in unmittelbarer Verbindung
mit der Hypophyse innerhalb der Sella turcica.
TStappenbeck, R. Über Stephanospondylus n.g. und Phanero-
4*
592 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
saurus H.v. Meyer. Zeitschr. Deutsch. geol. Ges. LVII, pp. 380
—437, pl. XIX, figg. 8.
*Steele-Elliott, J. The natter jack toad (Bufo calamita) in Bedford-
shire. Zoologist 1905, p. 315. F.
Stefani-Perez, T. de. Note su alcuni Batraci della Sicilia. Natural.
Enthält Bemerkungen 1. über die Biologie von Kaulquappen
von Discoglossus pietus, 2. über Farbvarietäten von Hyla arborea,
von welchen neben der forma typica, der var. Savignyi Boul. und var.
meridionalis Boul. noch eine var. incompleta n. var. unterschieden wird.
3. über abnorm gefärbte Exemplare von Bufo vulgaris.
TStefano, G. de (1). Appunti sui Batraci e sui Rettili del Quercy
appartenenti alla collezione Rossignol. III. Coccodrilli, Serpenti,
Tartarughe. Boll. Soc. geol. Ital. XXIV, pp. 17—67, pls. III—V.
14 Arten werden ausführlich beschrieben und abgebildet, darunter
3 neue Arten.
T— (2). Sul genere Propseudopus Hilgendorf. Riv. ital. Pal. XI,
pp. 30—33. 8.
TStefano, 3. de. Les Ocadies fossiles. Atti Mus. Milano XLIV,
pp. 37—47. 8.
Bemerkungen über fossile Formen der Cheloniergattung Orkadia.
Steindachner, F. Eidechsen, Schlangen, Batrachier in Penther, A.
u. Zederbauer, E.: Ergebnisse einer naturwissenschaftlichen Reise
zum Erdschias-Dagh (Kleinasien) Wien, Ann. Nat. Hist. Hofmus.,
Bd. 20, pp. 307”—309. F.
Aufgeführt werden G@ymnodactylus kotschyi Steind., Agama stellio
Bler. u. ruderata Oliv., Lacerta viridıs Laur. var. strigata Eichw., depressa
Bedr., L. parva Bedr. u. L.cappadocia, Ophiops elegans Menetr., Mabuia
villata Boulgr., Typhlops vermicularıs Merr., Tropidonotus'natrix L.,
kana esculenta L. var. ridibunda, Rana camerani Bler., Bufo viridis
Laur. u. Ayla arborea Cuv. var. savignyi Aud.
Stejneger, L. (1). A new species of lizard from the Riukiu Archi-
pelago, Japan. Smithson. Collect. quart. XLVII (2), pp. 294 u. 295.
Fu.S.
— (2). A snake new to the district of Columbia. P. Soc. Washington
XVII, pp. 73u.74. Fu.S.
Betrifft Cemophora coceinea (Blumenbach).
— (3). Three new frogs and one new gecko from the Philippine
Islands. P. U. S. Mus. XXVIIL, pp. 343—348. Fu. 8.
— (4). The geographical distribution of the bell toads. Science
XXII, p. 502. 8.
— (5). Generic names of soft-shelled turtles. Science XXI, pp. 228
US220 8:
Aspidonectes ist synonym zu der älteren Bezeichnung Amyda,
nicht umgekehrt, wie Hay es in Proc. Amer. Philos. Soc. XLII pp. 268
— 274 hingestellt hat.
— (6). Blunders in the scientific records. Science XXI, p. 472.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 53
Je eine angeblich auf den Philippinen gesammelte Schlange und
Kröte erwiesen sich bei genauer Untersuchung als typische Formen
aus der Fauna von Portorico.
— (7). Description of a new toad from Cuba. P. U. S. Mus. XXVII,
pp- 765—767, figg. Fu. 8.
Sterzi, 6. Intorno alla struttura dell’ ipofisi nei vertebrati. Atti
Acad. ven. trent. Padova, n. s. I. pp. 70—141, figg.
Untersucht wurden Salamandra maculosa, Rana esculenta u.
fusca, Bufo vulgaris, Lacerta viridıs, Varanus arenarius, Scincus offi-
cinalis, Testudo graeca, Emys lutaria u. Alligator mississippiensis und
die Befunde an diesen Formen mit den Resultaten älterer Autoren
verglichen.
Stromsten, F. A. A contribution to the anatomy and deve-
lopment of the venous system of Chelonia. Amer. J. Anat. IV, pp. 453
—485, figg.
Untersucht wurden Chelydra serpentina, Kinosternon pennsyl-
vanicum, Aromochelys odoratus, Chrysemys pieta, Clemmys insculpta
u. guttatus, Terrapene carolına.
Suchard, E. Des vaisseaux sanguins et lymphatiques du poumon
de la grenouille. Arch. anat. mier. VII (1904), pp. 239—256, pls. IX
—XIJ, figg.
Verf. bringt auf Grund von Untersuchungen an Rana esculenta
und temporaria Mitteilungen über den Ursprung der Venen in der Lunge
und über die Beziehungen zwischen den Lymph- und Blutgefäßen
in der Lunge.
Süßbach, $S. Über gestaltende Einflüsse bei der Entwicklung des
Darmkanals der Amphibien, Sauropsiden und Säugetiere. Verh. Ges.
deutsch. Naturf. 1905, pp. 258—261.
Verf. führt die verschieden große Länge des Darmrohres und seiner
einzelnen Abschnitte bei verschiedenen Tiergruppen zurück auf den
Einfluß des zu verschiedenen Zeiten einsetzenden in Dauer und In-
tensität wechselnden Drucks der embryonalen Leber zusammen
mit dem Widerstande der Bauchhöhlenwandungen und der übrigen
Bauchhöhlenorgane auf den embryonalen Darm, und ferner auf den
Einfluß der Intensität des Drucks des sich postembryonal bei der
Nahrungsaufnahme erweiternden Magens auf den Mitteldarm, zu-
sammen mit dem Widerstand der entsprechenden Körperhöhlen-
wandungen und -organe.
Symes, W. L. The electromotive state of the frog’s ventricle
under exeitation of the cardiac nerves. Proc. Phys. Soc., June 17th.
1905, insert. J. Phys. XXXII.
*Szamoylenko, E. Muskulatur, Innervation und Mechanismus der
un bei Spelerpes fuscus. Dissert. Freiburg 1904, 26 pp.,
iSg.
Tagliani, 6. Le fibre del Mauthner nel midollo spinale de Verte-
brati inferiori (anamni). Arch. zoolog. ital. II, pp. 385—437, pls. XXIII.
Mauthnersche Fasern fehlen den Anuren, sind aber bei den meisten
54 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Urodelen gefunden worden (fehlen Salamandra maculosa), auch bei
Larven von Ichthyophis glutinosa.
TThevenin, A. Sur la decouverte d’amphibiens dans le terrain
houiller de Commentry. C. R. Ac. Sci. CXLI (26), pp. 1268 u. 1269.
Fu. 8.
Beschreibt eine neue Amphibienart aus dem oberen Stephanien
von Commentry in Frankreich, Protriton Fayoli, von dem auch einzelne
Entwicklungsstadien entdeckt wurden.
T*Thompson, B. The junction beds of the upper Lias and inferior
oolite in Northamptonshire. J. Northampt. Soc. XIII, pp. 55—66. F.
*Tilmans, H. The sea-serpent. Natural. Canad. XXXII, pp. 98
—101 u. 105—110.
*Tofohr, ©. (1). Der Scheltopusik im Terrarium. Wochenschr.
Aquarienkunde Bd. 1, pp. 8u. 9.
— (2). Coluber quadrivirgatus frißt Frösche. Bl. Aquarienkunde
Bd. 16, p. 178.
*— (3). Mein Teju. Wochenschr. Aquarienkunde Bd. 2, pp. 120
—122.
— (4). Doppelschwänzige Eidechsen. Bl. Aquarienkunde Bd. 16,
pp. 233—235, figg.
Besprechung und Abbildung von Doppelschwänzen bei C'halceides
sepoides, Lacerta serpa u. L. muralis subsp. fusca var. brüggemann.
— (5). Lacerta viridis var. gadovii. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16,
p- 156, fig.
Bemerkungen über Pflege.
— (6). Perleidechsen. Bl. f. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 505—507,
515—515, figg.
Biologische Bemerkungen darüber.
— (9). Verteidigungswaffe des Scheltopusik. Bl. f. Aquarien-
kunde Bd. 16, p. 252.
— (8). Ein kleines Warmhaus für Wüstenreptilien und seine
Bewohner. Bl. f, Aquarienkunde Bd. 16, pp. 364—366, 376—377,
385— 388, figg.
Bemerkungen über die Pflege von Agama inermis, Scincus offi-
cinalis, Uromastix acanthinurus, Acanthodactylus, Stenodactylus Petrii
und Chalcides sepoides.
*— (9). Der Leguan im Terrarium. Wochenschr. Aquarienk.
Bd. 1, pp. 183 u. 184.
Tomasini, Otto Ritter von (1). Skizzen aus dem Leben der Lacerta
muralis-Gruppe. Bl. Aquarienkunde Bd. 16, pp. 206—209, 215—217,
221—223, 235—237.
Bemerkungen über Verbreitung und Lebensweise, besonders
von Lacerta serpa u. htoralis.
— (2). Aus dem Leben der Clemmys caspica. Bl. f. Aquarien-
kunde Bd. 16, pp. 468—470, fig.
Bemerkungen über Verbreitung und Lebensweise.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 55
*Russischer Text. Tonkov, V. Über die Entwicklung von Doppel-
bildungen aus dem normalen Ei. Tr. Soc. nat. St. Petersburg Bd. 35,
H. 2, pp. 149 (deutsche Zusammenfassung pp. 50—64) 2 pl.
Beschreibung von 10 nach der Methode von O. Schulze gewonnenen
Doppelembryonen von Triton. [Nach Jahresber. Zool. Stat. Neapel
1906].
Ira 6. (1). Pseudophryne vivipara n.sp., ein lebendig ge-
bärender Frosch. S.B. Ak. Berlin 1905, pp. 855—858. 8.
Beschreibung des erwachsenen Tieres und der im Oviduct vor-
gefundenen fast erwachsenen Larven, die keinen Ruderschwanz, da-
gegen schon hervorgesproßte Gliedmaßen und Kopf und Mund von
definitiver Form besitzen; andererseits befinden sich in der Leibes-
höhle der Larven noch große unverbrauchte Dottermassen.
— (2). An Knoblauchskröten experimentell entstandene über-
zählige Hintergliedmaßen. Arch. Entwickmech. XX. pp. 76—124,
figg.
> Verf. erzielte durch gleichmäßiges Durchschneiden beider Becken-
anlagen von Pelobates-Larven mit einem einzigen Scheerenschnitt
Tiere mit 3—6 Hinterbeinen. Diese Ergebnisse sind darauf zurück-
zuführen, daß von dem unteren größeren Teil der durchschnittenen
Beckenanlage der abgeschnittene Darmbeinflügel regeneriert wurde,
und daß dieses regenerierte ‚„Stammbecken‘“ das normalerweise vor-
handene Gliedmaßenpaar entwickelte. Jede der abgeschnittenen
beiden Darmbeinspitzen regenerierte außerdem je ein vollständiges
„Stiefbecken““ mit je zwei Gliedmaßen, sodaß eben im günstigsten
Falle 6 Hintergliedmaßen ausgebildet wurden. Infolge von Abdrängung
der „‚Stiefbecken“ aus ihrer normalen Stellung durch das auswachsende
Stammbecken werden die überzähligen Gliedmaßen häufig in bis um
180 verdrehte Lage gebracht; außerdem werden sie häufig durch
Verwachsung miteinander oder mit den echten Gliedmaßen sowie durch
schädigende Einwirkung des Larvenschwanzes in ihrer Gestalt miß-
gebildet.
— (3). Schildkröten und Eidechsen aus Nord-Ost-Afrika und
Arabien. Zool. Jahrb., Syst. XXII, pp. 365—388. Fu. 8.
Die Arbeit enthält eine Liste der von Carlo von Erlanger und
Oscar Neumann in dem gen. Gebiet gesammelten Schildkröten und
Eidechsen, welche 2 Chelonierarten und 34 Eidechsenarten umfaßt,
darunter 4 von letzteren als neu beschriebene Arten.
*— (4). Wie lebt das Chamaeleon? Aus d. Natur, Stuttgart,
Bd. 1, pp. 15—19, 1 pl.
Populär gehaltene biologische Bemerkungen.
Trinei, 6. Osservazioni sui folliculi ovarici dei Rettili e di altri
Vertebrati, con speciale riguardo alla struttura e funzione della granu-
losa. Arch. ital. anat. embriol., IV, pp. 1-44, pl. Iu. II.
Verf. untersuchte Entwicklung und Bau der Follikel im Ovarium
von Spelerpes fuscus, Triton cristatus, Salamandra maculosa und per-
spicillata, Rana esculenta, Bombinator igneus, Bufo vulgaris, Coronella
laevis, Tropidonotus natrix; Vipera aspis, Agama colonorum, Anguis
56 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
fragilis, Seps chalcides, Lacerta viridis, agihs, muralis, Amewa sp.
und Varanus niloticus unter Vergleich mit den Verhältnissen bei anderen
Vertebraten.
Tur, 3. (1). Etudes sur la correlation embryonnaire. Bull. Soc.
Philom. VII, pp. 101—131, fig.
Verf. gelangt auf Grund seiner Beobachtungen an Sauropsiden-
embryonen zu dem Schlusse, daß zwischen der zentralen und der peri-
pheren Region eines Embryos keine mehr oder weniger engen Beziehungen
bestehen, daß die beiden Regionen vielmehr ziemlich unabhängig
voneinander sich entwickeln.
*— (2). Stuchaj rannjago dbojnogo Urodstva u Lacerta ocellata
Daud. Trudui Obsheh. Varshov. XIV, 8pp. (Russisch).
Ein Fall von früher doppelter Monstrosität bei Lacerta etc. [Nach
Zoolog. Record, 1905].
*— (3). Otchot o zagranichnoj Pojezdk& v 1902 godu. Trudui
Obshch. Varshav. XIV, 40 pp. (Russisch).
Bericht über eine Reise im Auslande 1902 [nach Zoolog. Rec.
1905].
*— (4). Utwory gastrulacyjne w rozwoju jaszezurki perlislej
(Lacerta ocellata Daud.) Wszech$wiat Warszawa Bd. 24, pp. 526
u. 527.
V. La regeneration chez le tetard. Note. Rev. Scient. (5) III, pp. 729
u. 730.
Referat über eine Arbeit von Esther Byrnes über Regeneration
an den Vordergliedmaßen von Kaulquappen im Arch. f. Entwickmech.
vol. 18, np. 1r1.
Vaillant, L. (1). Remarques sur le developpement d’une jeune
tortue Charbonniere (Testudo carbonaria Spix), observee a la menagerie
des reptiles du Museum d’Histoire naturelle. Bull. Mus. Paris XI,
1905, pp. 139—141. 8.
Bemerkungen über die Gewichtszunahme bei einer gefangen ge-
haltenen Schildkröte und über mangelhafte Verknöcherung des Carapax
desselben Tieres vielleicht infolge von ungenügender Ernährung.
— (2). Variations observees sur le cräne chez le Testudo radiata
Schaw, et chez le Jacaretinga sclerops Schneider. Bull. Mus. Paris XI,
1905, pp. 219—223, figg. 8.
Verf. führt individuelle Unterschiede in Einzelheiten des Schädel-
baues bei den beiden genannten Arten an, Unterschiede, die bei allzu
starker Betonung der osteologischen Charaktere als Artenunterschiede
leicht zu Irrtümern führen können, namentlich wenn keine Übergangs-
formen zwischen den Extremen vorliegen.
Valenti, 6. Sopra la evaginazione entodermica preorale delle
larve dell’ Amblystoma. Rend. Acc. Bologna VIII, p. 57 u. 58 und Mem.
Ac. Bologna Ser. VI, 1904, pp. 57—60, pl.
Verf. beschreibt eine zeitweise vorhandene präorale Ausbuchtung
des Entoderms, die in Beziehungen zur ektodermalen Hypophysen-
einbuchtung treten soll.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 57
Verson, $S. Sur la graisse dans la muqueuse gastrique. Arch.
ital. Biol. XLV, pp. 14—20.
Verf. bestätigt das Vorkommen von Fett in der Magenschleimhaut
von Emys europaea, Tropidonotus natrix, Coluber flavescens, Lacerta
muralis, Rana esculenta, Hyla arborea und Triton cristatus und bespricht
die verschiedenen über die Herkunft dieser Fettmassen geäußerten
Ansichten.
Vintschgau, M. v. Wirkung der Wärme auf das Froschherz nach
Anlegung linearer Längs- und Querquetschungen. Arch. ges. Phys.
CX, pp. 255—336.
Voeltzkow, — (1). Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der
Reptilien. VI. Gesichtsbildung und Entwicklung der äußeren Körper-
form bei Chelone imbricata Schweigg. Abh. Senckenb. Ges. XXVII,
pp. 179—190, pls. XXVIII u. XXIX.
— (2). Epiphyse und Paraphyse bei Krokodilen und Schild-
kröten. Abhandl. Senckenb. Ges. XXVII, pp. 163—177, pl. XXVI
u. XXVI.
Verf. beschreibt die Entwicklung der Paraphyse bei Crocodilus
madagascarvensis unter Vergleichung mit den Verhältnissen bei Casman
niger, und die Entwicklung der Epiphyse und Paraphyse bei C'helone
imbricata. — Angeschlossen werden noch einige Bemerkungen über das
Auftreten der Gaumentasche bei den gen. Arten.
Waele, H. D. Notes sur l’embryologie de l’oeil des Urodeles. Int.
Monatsschr. Anat. Bd. 22, pp. 196—208, pl.
Behandelt die Versorgung des Auges mit Blut während ver-
schiedener Entwicklungsstadien bei Triton und Amblystoma.
Waite, E. R. (1). The osteology of the New Guinea turtle (Caretto-
chelys insculpta Ramsay). Rec. Austral. Mus. VI, pp. 110—118,
pls. XXIV—XXVIIJ, figg. 8.
Beschreibung von Kopf, 4 Cervicalwirbeln, Carapax und Plastron.
— (2). An addition to the Lacertilian fauna of the Solomon
Islands. Rec. Austral. Mus. VI, pp. 13—16, fig. Fu. 8.
Bemerkungen über @ymnodactylus louisiadensis de Vis.
— (3). Climbing habits of an Australian snake. Rec. Austral.
Mus. VI, p.38. 8.
Betr. Hoplocephalus stephensüi Krefft.
*Wall, F. (1). Notes on snakes collected in Cannaumore from
5th. November 1903 to 5th. August 1904. J. Bombay Soc. XVI,
pp. 292—317. F.
*— (2). Description of a new snake from Burma, Oligodon Me Dou-
galli. J. Bombay Soc. XVI, pp. 251 u. 252, figg. Fu. 8.
*— (3). The breeding of Russell’s viper (Vipera russellü). J.
Bombay Soc. XVI, p. 374. 8.
2a (4). Double-headed snakes. J. Bombay Soc. XVI, pp. 386
u. 752.
*— (5). Notes on some Bangalore snakes. J. Bombay Soc.
XVI, pp. 389—394. 8.
58 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
*— (6). A popular treatise on the common Indian snakes. J. Bom-
bay Soc. XVI, pp. 533—554, pl. u. figg. (wird fortgesetzt). F.
— (%). Notes on snakes collected at Hakgalla, Ceylon. Spolia
Zeylan. III, pp. 144—147. Fu. 8.
6 Arten werden besprochen: Aspidura trachyprocta (ausführl.
Bemerk.), Tropidonotus stolatus, Zamenis mucosus, Naia tripudians,
Ancistrodon hyprale (ausführl. Bemerk.) u. Vipera russelli.
— (8). Notes on a collection of snakes from Japan and the Loo
Choo Islands. P. Z. S. 1905, II. pp. 511—517, figg. F.
23 Arten werden aufgeführt, keine neue Art darunter; 7 Arten
sind aus Japan, 16 von den Loo Choo-Inseln.
*Wallace, W. S. Snakes of Rocklandeounty, New York. Rep.
N. York Mus. 1902, LVI, pp. 135—145. F.
Waller, A. D. Demonstration of photo-electrical effects on the
Frog’s Eyeball before and after tetanisation. Proc. Phys. Soc., June
17th. 1905, pp. LXVI, inserted in J. Phys. XXXI.
Walsh, —. A rare Saurian. Tr. N. Zealand Inst. XXX VII, pp. 351
u. 352.
Bemerkungen über eine noch nicht genauer bekannt gewordene
lebende Eidechse vom Waoku-Plateau in Neu-Seeland.
*tWard, 3. Palaeontology of the Pottery Coalfield. Mem. geol.
Surv. U. K., Pt. III, pp. 285—357, tables.
Warren, J. Te development of the paraphysis and the pineal
region in Necturus maculatus. Amer. J. Anat. V, pp. 1—27, figg.
Weidenreich, F. (1). Studien über das Blut und die blutbildenden
und -zerstörenden Organe. III. Über den Bau der Amphibienerythro-
eyten. Arch. Mikr. Anat. LXVI, pp. 270—298, pl. XVII, figg.
Verf. bestreitet auf Grund seiner eigenen Nachuntersuchungen
die Richtigkeit der von Mewes in den letzten Jahren über die Erythro-
cyten der Amphibien veröffentlichten Befunde, insbesondere hält
Verf. die Nachweisbarkeit einer Membran der Erythrocyten aufrecht,
bestreitet dagegen entschieden das Vorhandensein des von Meves
beschriebenen Randreifens, an dessen Stelle er nur einen, durch
bestimmte Säuren fixierbaren, Randfalz als vorhanden annımmt.
— (2). Einige Bemerkungen über die roten Blutkörperchen.
Anat. Anz. XXVII, pp. 583—596.
Betr. die Gestalt der Blutkörperchen von Säugetieren, das Be-
stehen einer Membran an denselben und die Existenz des Randreifens
in den Blutkörperchen der Amphibien, den Verf. als neben der
vorgebildeten Membran bestehend anerkennt.
Werber, J. Regeneration der Kiefer bei der Eidechse Lacerta
agilis. Arch. Entwickmech. XIX, pp. 248—258, figg. 8.
Ausgeschnittene Knochenstücke am Ober- und Unterkiefer
wurden regeneriert und durch Knorpelgewebe ersetzt, über welchem
anstelle der typischen Beschuppung kleine Granulaschuppen auf-
traten.
Werner, F. (1). Einige für Kleinasien neue Reptilien. Zool. Anz.
XXIX, pp. 411—413. Fu. 8.
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 59
Eine neue Varietät einer Natter wird mit aufgeführt.
— (2). Herpetologie für 1895. Arch. Naturg. Bd. 63, II, H.1,
— (3). Die Eidechsen Dalmatiens. Bl. Aquarienkunde Bd. 16,
pp. 64—66, 73 u. 74, figg.
Verf. besprieht die Verbreitung verschiedener Lacertaarten in
Dalmatien, besonders von L. serpa u. fiumana.
*Whittaker, €. €. (1). Variation in the blue racer. 7th. ann. Rep.
Michigan Acad. Sc., pp. 100-102.
*_ (2). The status of Zutaenia brachystoma. Tth. ann. Rep.
Michigan Acad. Se., pp. 88—92. 8.
Wieland, 6. U. (1). Structure of the Upper cretaceous turtles
of New Jersey: Agomphus. Amer. J. Sei. (4) XX, pp. 430—444,
fig. Fu. 8.
T— (2). A new Niobrara Tozxochelys. Amer. J. Sci. (4), XX,
pp. 325—343, pl. X, figg. 8.
Williston, S. W. (1). A new armed Dinosaur from the upper
eretaceous of Wyoming. Science XXII, pp. 503 u. 504. 8.
7*— (2). The Hallopus-, Baptanodon- und Atlantosaurus beds
of Marsh. J. Geol. Bd. 13, pp. 338—350.
Wintrebert, P. (1). Nouvelles recherches sur sensibilite primitive
des Batraciens. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 58 u. 59.
Verf. bestätigt an der Hand von Experimenten an Siredon pisci-
formis und Rana temporaria seine früheren Mitteilungen über eine
vom Nervensystem unabhängige Reizbarkeit der Larven dieser Tiere
auf frühen Entwicklungsstadien.
— (2). Sur l’etablissement des fonctions nerveuses chez les
Urodeles. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 168 u. 169.
Experimente am Schwanz von jungen Siredonlarven bezüglich
Reizbarkeit.
— (3). Sur le developpement de la moelle caudale chez les larves
d’Anoures. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 170—172.
Verf. konnte an Rana temporaria-Larven feststellen, daß nur
im proximalen Drittel des Schwanzes ein Rückenmark und Reflex-
zentren vorhanden sind.
— (4). Sur la metamorphose de Salamandra maculosa dans les
regions privees du syst&me nerveux medullaire. ©. R. Soc. Biol. LIX,
. pp. 407 u. 408.
Bei Salamanderlarven, aus denen ein Stück Rückenmark an der
Schwanzwurzel herausgeschnitten ist, treten die charakteristischen
Begleiterscheinungen der Metamorphose ebenso deutlich auf, wie bei
normalen Exemplaren.
— (5). Sur Pordre d’apparition des orteils et le premier developpe-
= des membres chez les Anoures. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 576
Bei Anuren erscheint zuerst der 4., dann der 5. Finger an beiden
Extremitätenpaaren.
60 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
— (6). Sur la regression de la queue en l’absence des centres
medullaires chez Rana viridis. C. R. Soc. Biol. LIX, pp. 578—580.
Entfernung des Rückenmarks an der Schwanzwurzel beeinflußt
in keiner Weise den Verlauf der Metamorphose und der Rückbildung
des Schwanzes.
— (7). Essai de seriation en stades successifs des derniers temps
de la vie larvaire chez les Anoures, d’apres les caract£res morphologiques
des membres posterieurs. ©. R. Soc. Biol. LIX, pp. 690—692.
Verf. beschreibt 6 durch verschieden weit vorgeschrittene Ent-
wicklung der Hintergliedmaßen gekennzeichnete Stadien in der Ent-
wicklung von Rana viridis, die bei Untersuchungen über den Einfluß
irgendwelcher Faktoren auf die Entwicklung als Anhaltspunkte für
das Alter eines Tieres dienen können.
— (8). Sur le developpement de la contractilite musculaire dans
les myotomes encore depourvus de liaison nerveuse reflexe. ©. R. Soc.
Biol. LIX, pp. 60 u. 61.
Verf. weist durch Versuche an Siredon psiciformis das Bestehen
einer „differenciation musculaire‘‘ in Myotomen ohne reflektorische
Nervenverbindung nach.
— (9). Sur le developpement des larves d’Anoures apres oblation
nerveuse totale. C. R. Soc. Biol. LVIII, pp. 1023—1025.
Vollständige Entfernung des Zentralnervensystems bei Larven
von Rana viridis und temporaria bewirkte nur eine geringe Verzögerung
in der Weiterentwicklung.
— (10). Sur lVindependance de la metamorphose vis-a-vis du
systeme nerveux chez les batraciens. ©. R. Ac. Sci. CXLI (26), pp. 1262
— 1264.
Verf. beobachtete auch nach Entfernung eines Stückes Rücken-
mark vollständig normalen Verlauf der Metamorphose bei Salamandra
maculosa und normale Rückbildung des Schwanzes bei Alytes obstetri-
cans und Rana viridıs.
Wolff, M. Über die fibrillären Strukturen in der Leber des Frosches.
Anat. Anz. XXVI, pp. 135—144. figg.
Die Richtigkeit der von Allesra veröffentlichten Beobachtungen
bezüglich der von ihm in der Leber der Katze entdeckten nervösen
Endapparate wird vom Verf. auf Grund einer eigenen Arbeit über die
Nervenendigungen in der Leber des Frosches, deren Einzelheiten Verf.
hier auseinandersetzt, entschieden bestritten.
Wolterstorif, W. (1). Triton blasii und die Mendelschen Regeln.
C. R. internat. congress Berne, pp. 255—258. 8.
Verf. gelang es, durch Kreuzung sowohl von Triton marmoratus &
und Tr. eristatus subsp. typica 9 als auch von Triton cristatus $ und
Tr. marmoratus Q Exemplare von Triton Blasii zu erzielen, hinsichtlich
deren Färbung die Mendelschen Regeln im allgemeinen zutreffen.
Zur Beurteilung von Einzelheiten sind die Verhältnisse noch zu ver-
wickelt; auch sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.
— (2). Zwergformen der paläarktischen Urodelen. C. R. internat.
Congr. Berne, pp. 258—264. 8.
IIl. Reptilia und Amphibia für 1905, 61
Verf. beschreibt Zwergformen von Triton palmatus als forma
Sequeirai aus der Umgegend von Porto in Portugal, von Triton marmo-
ratus von Cadix und Algeciras in Südspanien, von Triton italicus von
Lecce, von Triton vittatus als forma excubitor von Nashr el Khebir
und Trabulor im Antilibanon und von Pleurodeles Poireti von Böne
in Algier.
— (4). Zur Biologie der Rana temporaria L. Zool. Anz. XXVIII,
pp. 536—538. 8.
Betr. eine Beobachtung von Dieck, der zahlreiche Exemplare
von R. temp. auf meterhohem Schnee in Asturien in Copula beobachtete.
Ähnliche Beobachtungen werden angeführt nach Brehm, v. Bedriaga
u. Boulenger.
— (5). Über Triton vulgaris L. subspec. graeca n. subsp. Zool. Anz.
XXIX, pp. 137—139 u. 256. u. Wochenschr. Aquarienkunde Braun-
schweig II, pp. 307 u. 308. 8.
Bemerkungen über die Unterschiede dieser subsp. von subsp.
typica u. meridionalis und über ihre Verbreitung, soweit sie bis jetzt
bekannt ist.
— (6). Zur Aufzucht von Molchen. Wochenschr. f. Aquarien-
kunde, Braunschweig, II, pp. 88—89 u. 210—211.
Bemerkungen zur Biologie besonders der Larven.
— (%). Herpetologisches aus Nordwestdeutschland. Wochen-
schr. Aquarienkunde II, pp. 374—375, 384—385, u. 393—394. F.
7 Reptilien und 16 Amphibien werden aufgeführt, besonders
wird die Fauna des Teufelstales im Harz und ihre Veränderungen im
Laufe der Jahre eingehend besprochen.
Woodland, —. On a new mode of persistence of the posterior
cardinal vein in the frog (Rana temporaria): with a suggestion as to
the phylogenetie origin of the post-caval vein. Zool. Anz. XXVIII,
pp. 737— 147, figg.
Betr. eine Anormalität im Venensystem der Nierenregion von
Rana temporaria; im Anschluß daran bespricht Verf. die phylogenetische
Entstehung der Vena cava posterior.
TWoodward, A. S. (1). Investigation of the Fauna and Flora of
the British Isles. III. List of British Triassie fossils in British Museum
Rep. Br. Ass. 1904, pp. 285—288. F.
Führt Reste von 8 fossilen Reptilien- und 2 Labyrinthodonten-
arten auf.
*— (2). On some abdominalribs of Hyperodapedon from the
Keupersandstone of Hollington. Rep. North. Staffordsh. Club. XXXIX,
pp. 115—117, 1 pl. 8.
*— (3). Note on some portions of Mosasaurian jaws obtained
by Mr. G. E. Dibley from the middle chalk of Cuxton, Kent. P. Geol.
Ass. XIX, pp. 185—187, fig.
*f— (4). Permo-carboniferous plants and Vertebrates from
Kashmir. II. Fishes and Labyrinthodonts. Pal. Ind. n.s. II, 1905,
pp. 10—13. Fu. 8.
62 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
T— (5). On parts of the skeleton of Cetiosaurus leedsi, a Sauro-
podous Dinosaur from the Oxford clay of Peterborough. P. Z. S. 1905,
I, pp. 232—243, figg. 8.
Beschreibung der Rücken-, Kreuz- und Schwanzwirbel, Vorder-
und Hinterextremität.
Yerkes, R. M. (1). The sense of hearing in frogs. Journ. compar.
Neurol. Psych. 15, pp. 279—304, figg.
Untersucht wurden in erster Linie Rana clamitans; daneben
auch R. pipiens u. catesbiana. 1. Frösche reagieren in freier Natur
auf Schallreize, doch nur insofern, als die Schallreize andere Reize be-
einflussen, dagegen keine Bewegungserscheinungen unmittelbar hervor-
rufen. 2. Experimentelle Schallreize beeinflussen Reaktionen auf gleich-
zeitig oder kurz vorher gegebene Licht- oder Berührungsreize, rufen
aber aus sich allein keine Bewegungserscheinungen hervor. 3. Frösche
reagieren auf Schallreize sowohl wenn das Trommelfell sich in freier
Luft befindet, als auch wenn es halb oder ganz (bis zu 4 cm) unterge-
taucht ist; bei halb eingetauchtem Trommelfell ist die Reaktion am
stärksten. 4. Töne zwischen 50 und 10000 Schwingungen pro Se-
kunde wirken auf Frösche. 5. Schallreize wirken auch noch nach
Zerstörung von Trommelfell und Columella, aber nicht mehr nach
Durchschneidung des achten Gehirnnerven. 6. Die Empfindlichkeit
für Schallreize nimmt im Winter bei beiden Geschlechtern, namentlich
aber beim Männchen, ab.
*— (2). The color-pattern of Nanemys guttata Schneider (a preli-
minary report). Science N. S. 21, p. 386.
* Young, L. €. H. Size of snakes. J. Bombay Soc. XVI, p. 504.
Yung, E. (1). De Vinfluence de l’alimentation sur la longeur de
V’intestin. Experiences sur les larves de Rana esculenta. C. R. inter-
national congress Berne, pp. 297—313.
Bei ausschließlich mit pflanzlicher Nahrung ernährten Larven
steht die Darmlänge zur Körperlänge in demselben Verhältnis wie
bei mit gemischter, den natürlichen Verhältnissen entsprechender,
Nahrung aufgezogenen Larven; dagegen besitzen ausschließlich mit
Fleisch gefütterte Larven von gleicher Größe unter denselben Be-
dingungen einen viel kürzeren Darm. Der Längenunterschied nimmt
zu bis zum Hervorbrechen der Hintergliedmaßen und geht dann im
Verlauf der Metamorphose langsam wieder zurück; am Schluß der
Metamorphose besitzen die aus mit pflanzlicher Nahrung aufgezogenen
Larven hervorgehenden Frösche einen ebenso langen, gegen den Larven-
darm stark verkürzten Darm, wie die aus mit tierischer Nahrung ge-
fütterten Larven entstandenen Frösche. — Die Verkürzung des Darmes
während der Metamorphose hängt mit der während dieser Zeit ganz
oder fast ganz unterdrückten Nahrungsaufnahme zusammen, wie
- andererseits bei vermehrter Nahrungszufuhr die Darmlänge zunimmt.
— (2). De la cause des variations de la longeur de l’intestin chez
les larves de Rana esculenta. C. R. Ac. Sci. 1905, CXL, (13) pp. 878
u. 879.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 63
Verf. führt die Verkürzung des Darmes von Froschlarven bei der
Metamorphose wenigstens teilweise auf die unterbrochene Zufuhr
von Nahrung zurück.
— (3). On a collection of giant larvae of Rana esculenta from
neighbourhood of Geneva. Arch. Sei. Nat. XX, pp. 595—597.
Bemerkungen über das Verhältnis zwischen Darmlänge und Körper-
länge bei ungewöhnlich großen Exemplaren von Rana esculenta-Larven.
Zeliony, 6 P. Pathologisch-histologische Veränderungen der
quergestreiften Muskeln an der Injektionsstelle des Schlangengiftes.
Arch. f. path. Anat. Bd. 179, pp. 36—60, pl. III.
Verf. untersuchte die Wirkung verschiedener Schlangengifte
auf die Muskulatur von Kaninchen an der Injektionsstelle, wobei er
als einziges für die Wirkung des Schlangengiftes im Gegensatz zu
anderen Giften charakteristisches Merkmal den Austritt von Ery-
throcyten aus den Gefäßen per diapedesin feststellen konnte.
Zeller, E. v. Untersuchungen über die Samenträger und den
Kloakenwulst der Tritonen. Zeitschr. wiss. Zool. LXXIX, pp. 172
— 221, pls. XI u. XII. (Nach dem Tode des Verfassers herausgegeben
von Klunzinger, C. B. und Jacob, E.).
Besprochen in Jahrgang 1904 d. Jahrber. bei einer unter gleichem
Titel veröffentlichten vorläufigen Mitteilung.
Zschokke, Fr. Übersicht über das Vorkommen und die Verteilung
der Fische, Amphibien, Reptilien und Säugetiere in der Schweiz.
Basel, 1905, 72 pp. F.
Auf pp. 32—46 werden von Amphibien 19 Arten und von Reptilien
14 Arten aufgeführt, woran kurze Bemerkungen angeknüpft werden
über die Beziehungen zwischen vertikaler und horizontaler Verbreitung
der einzelnen Arten und Klima und Lebensbedingungen des von ihnen
bewohnten oder besonders bevorzugten Gebietes.
(Anonym). Ist der Frosch in der Teichwirtschaft nützlich
oder schädlich? Fischereizeitung, Neudamm, Bd. 8, pp. 609, 669
—672, 713—176.
5 Autoren erklären den Frosch für harmlos, 4 dagegen für schädlich
für die Fischbrut.
*Anonym). Giftschlangen in der Schweiz. Schweiz. Blätt.
Gesundheitspflege 20, pp. 193—196. F.
(Anonym). The presentation of a reproduetion of Diplodocus
carnegiei to the trustees of the British Museum. Ann. Carnegie Mus. III,
pp. 443—452, pls. XVII u. XVII.
Berieht über die feierliche Übergabe der Reproduktion des Diplo-
docusskelettes an das Britische Museum.
(Anonym). Revised list of casts, models, photographs and
restorations of fossil vertebrates. Bull. Amer. Mus., pp. 1—52 (am Ende
von Bd. XX).
Verzeichnis von den Abgüssen, Photographien und Restaurationen
von amerikanischen Fossilien des American Museum of Natural
History, die an andere Museen usw. ausgetauscht werden können.
64 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Übersicht nach dem Stoff.
Anatomie.
Anatomie des Gesamtkörpers oder einzelner Körperteile und vergleichende
Anatomie einzelner Körperteile oder Organe.
Homologie bezw. Nicht-Homologie des Unterkiefers in der Wirbeltierreihe:
v. Bardeleben, Kingsley und Gaupp. — Anatomie von Chlamydosaurus und
anderen Agamen: Beddard (%?). — Anatomie von Gerrhosaurus flavigularis: Bed-
dard (6). — Vergleichend-anatomische und -embryologische Untersuchungen
über Diaphragma und Pleura bei Sauropsiden und Amphibien: Bertelli. —
Anatomie der Muskulatur und der Eingeweide von Dermochelys coriacea: Burne.
— Tentakelapparat von Dactylethra calcarata: Cohn (2). — Anatomie von T'’yphlo-
molge rathbuni: Emerson. — Homologie der Oceipitalsomiten bei Amnioten und
Selachiern: Froriep. — Munddach der Saurier: Hofmann und Göppert. — Primaere
Gliederung des Unterkiefers der Vertebraten: Jaekel (4). — Anatomie und Physio-
logie der Geckopfote: Schmidt.
Haut und Hautgebilde.
Bau und Funktion der Hautdrüsen des Frosches: Arnold. — Beschuppung
von Ophibolus doliatus: Brimley (1). — Hautdrüsen bei Rana: Bruno. — Haut-
muskulatur der Schlangen: Buffa. — Lorenzinische Ampullen bei Gymnophionen:
'oggi. — Sexualunterschiede in der Haut des Frosches: Fischer. — Moschusdrüse
des Kaimans: Pettit u. Geay. — Haut von Oryptobranchus alleghaniensis: Reese (2).
— Farbmuster bei Nanemys guttata: Werkes (2).
Skelett und Schädel.
Skelett: TOsteologie der Diadectidae: Case (3). — .TOsteologie von
Baptanodon: Gilmore (1). — fSkelett von Triceratops: Gilmore (2%) und Schuckert.
— TOsteologie von Haplocanthosaurus: Hatcher (3). — Bemerkungen über das
Skelett von Diplodocus mit Bezug auf das im Britischen Museum in London auf-
gestellte Exemplar: Holland (1). — TBedeutung der Wirbelstacheln der Nao-
sauriden: Jaekel (1). — 7Skelett von Drontosaurus: W. D. Matthew u. ©. H. F.
— {Typen des Extremitätenskeletts von Ichthyosauriern: Merriam (3). — tDie
sog. „Clavieula‘““ von Diplodocus ein Penisknochen: Nopsca (1). — TSkelettreste
von Brachiosaurus: Riggs (1). — Osteologie von Carettochelys insculpta: Waite (1).
— 7Abdominalrippen von Hyperodapedon: Woodward (2).
Schädel: Homologie des Unterkiefers in der Wirbeltierreihe: v. Barde-
leben. — Schädelbau bei Uromastix: Beddard (3). — Nichthomologie des Unter-
kiefers bei Reptilien und Säugern: Gaupp. — 7Schädelbau der Nothosauriden:
Jaekel (3). — Primäre Gliederung des Unterkiefers der Vertebraten: Jaekel (4).
— Homologie der Knochen des Unterkiefers bei verschiedenen Reptilien: Kings-
ley. — Entwicklung des Gehörknöchelchens bei Tropidonotus natrix und Vipera
berus: Möller. — jSchädel von Morosaurus: ©. H. F. — Vermisgrube in Schädeln
von Sauriern: Onelli.
Muskulatur.
Hautmuskulatur der Schlangen: Buffa. — Untersuchungen über den Muse.
depressor mandibulae: Chaine. — Kiefermuskeln der Schlangen und ihre Be-
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 65
ziehungen zu den Speicheldrüsen: Hager. — Neuromuskelspindeln in der Musku-
latur von Schlangen: Regaud u. Favre.
Nervensystem.
Pigmentierung des Sehnerven bei Alligator: Abelsdorff. — Histologische
Differenzierungen im Gehirn von Anuren: Barbieri (1). — Struktur und Funktion
des Gehirns von Amphibien: Barbieri (2). — Bemerkungen über das Gehirn von
Varanus und Tropidurus: Beddard (7). — Histologischer Bau der Nervenend-
platten bei Reptilien: Gemelli(1) u. (2). — Zahlenverhältnis zwischen den Ganglien-
zellen und den markhaltigen Nervenfasern in Spinalnerven des Frosches: Hardesty.
— Bemerkungen über die radix mesencephalica trigemini bei niederen Wirbel-
tieren: J. B. Johnston. — Entwicklung des Sympathicussystems bei der Kröte:
Jones. — Verlauf der Nerven in der Labyrinthregion von Tropidonotus natrix
u. Vipera berus: Möller. — Verlauf eines Astes des siebenten Cranialnerven bei
Amphiuma: Norris. — Gehirn der Batrachier: Ramon y Cajal. — Gehirnmiß-
bildung bei Hatteria punctata: Sauerbeek. — Multicelluläre Entstehung der peri-
pheren sensiblen Nervenfaser und Ausbildung eines allgemeinen Endnetzes
sensibler Neuroblasten bei Amphibienlarven: Schultze (1). — Bemerkungen
über die Hypophyse bei Gongylus: Staderini (2). — Struktur der Hypophyse bei
Amphibien und Reptilien: Sterzi. — Mauthnersche Fasern im Rückenmark
verschiedener Urodelen: Tagliani. — Entwicklung von Epiphyse und Paraphyse
bei Krokodilen und Cheloniern: Voeltzkow (2). — Entwicklung der Paraphyse
und der Pinealregion bei Necturus maculatus: Warren. — Entwicklung des Rücken-
marks im Schwanz von Anurenlarven: Wintrebert (3).
Sinnesorgane.
Geschmacksorgane bei Crocodilus niloticus: Bath (1). — Entwicklung der
Retina bei Amphibien: Cameron. — Lorenzinische Ampullen bei Gymnophionen:
Coggi. — Nerven der Cornea bei Reptilien: Crevatin. — Über das Parietalauge
bei Reptilien: Giannelli. — Histologische Veränderungen während der ersten
Entwicklungsstadien der Augenblasen von Necturus: Loeb. — Auge von Crypto-
branchus: Reese (1). — Bemerkung zur Histologie der Froschretina: Schneider.
— Über das Parietalauge bei Sauriern: Staderini (1). — Blutversorgung des in
Entwicklung begriffenen Auges der Urodelen: Waele.
Darmsystem und Anhangsorgane.
Bemerkungen über die Schlangenzunge: Brace. — Entwicklung des Pan-
creas bei Discoglossus pictus: Goggio (1). — Genese der Mundhöhlenschleimhaut
bei Urodelen: Greil (1). — Bildung des Mundes bei Triton alpestris: Greil (2).
— Das Munddach der Saurier: Hofmann und @öppert. — Flimmerepithel aus dem
Ösophagus von Rana: Maxwell. — Zahnleiste bei Bufo: ®eder (1). — Inter-
maxillardrüse bei Bufo: @eder (2). — Zellstruktur im Ösophagusepithel von
Triton: Prenant (1). — Wimperzellen im Leber-Peritoneum von weiblichen
Exemplaren verschiedener Amphibien: Prenant (2). — Darmkanal von Crypto-
branchus allegheniensis: Reese (2). — Nervenendigungen in Papillen der Zunge
bei Amphibien: Retzius. — Schleuderzunge von Spelerpes fuscus: Szamoylenko.
— Uber das Vorkommen von Fett in der Magenschleimhaut verschiedener Rep-
Arch. f Naturzesch. 72 Jahrg. 1906. Bd. \I. FH, 1, (III.) 5
66 IH. Reptilia und Amphibia für 1905.
tilien und Amphibien: Verson. — Fibrilläre Strukturen in der Leber des Frosches:
Wolff.
Respirationsorgane.
Anlage der Lungen und ultimobranchialen Körper bei Anuren: Greil (3).
— Entwicklung der Reptilienlungen: Hesser. — Blut- und Lymphgefäße der
Lunge von Necturus maculatus: Miller (?). — Entwicklung der Lungen bei Tropi-
donotus natrix: Schmalhausen.
Blut- und Lymphgefäßsystem.
Histologische Strukturunterschiede in den Arterien verschiedener Reptilien:
Argaud. — Blutgefäße des Gehirns bei verschiedenen Reptilien (Sauriern, Ophidiern
und Cheloniern): Beddard (4). — Bemerkungen über das Blutgefäßsystem von
Hatteria, Crocodilus und Ophisaurus: Beddard (5). — Ganglienzellen im Bulbus
arteriosus und Ventrikel des Herzens von Necturus: Carlson. — Lymphoides
Gewebe der Amphibien: Drzewina. — Verschiedene Typen der Vereinigung der
Aortenbögen zur Aorta bei Reptilien: Goggio (?). — Lymphgefäßsystem der
Froschlarven: Hoyer. — Bau der Erythrocyten von Amphibien: Meves (1—4).
— Lymphsystem von Frosch, Kröte und Eidechse: Jossifov. — Blut- und Lymph-
gefäße der Jungen von Necturus maculatus: Miller (2). — Entstehung von
Erythrocyten bei Triton: Pardi. — Untersuchungen über die Arteria subelavia
und axillaris bei Cheloniern: Pitzerne. — Anormale Verhältnisse im Venensystem
von Necturus: Romeister. — Bau und Entwicklung des Venensystems bei Che-
loniern: Stromsten. — Blut- und Lymphgefäße in der Froschlunge: Suehard.
— Blutversorgung des in Entwicklung begriffenen Auges der Urodelen: Waele.
— Bemerkungen über rote Blutkörperchen bei Amphibien: Weidenreich (1) u. (2).
Urogenitalsystem.
Bemerkungen über die Entwicklung der ‚rete-cords‘““ und ‚sex-cords‘“ bei
Chrysemys: Allen. — Urogenitalorgane des Weibchens von Anniella: Coe u. Kunkel.
— Histologische Veränderungen im Follikelepithel der Ovarien verschiedener
Reptilien beim Degenerieren der Eizellen: Dubuisson (2). — Entwicklung des
Exkretionssystems bei Amphibien: Filatow. — Persistenz des Wolffschen Ganges
beim Leguan: Friedländer. — Anatomie und Physiologie der samenableitenden
Wege der Batrachier: Gerhartz (1). — Verbindung zwischen Hoden und Epidi-
dymis bei Eidechsen und Schlangen: Morgera. — Lappenbildung im Hoden von
Urodelen: Nußbaum. — Bau und Entwicklung der Follikel im Ovarium ver-
schiedener Amphibien und Reptilien: Trinei. — Samenträger und Kloaken-
wulst der Tritonen: v. Zeller.
Fortpflanzung, Entwicklung, Regeneration und
Variation.
Sexualcharactere, Geschlechtsleben und Fortpilanzung.
Fortpflanzung verschiedener Bungarusarten: Bannermann (2), Evans und
Green (2). — Fußstummeln der Boidae ein sekundärer Geschlechtscharakter:
Beddard (1). — Fortpflanzung von Reptilien: Brimley (3). — Brutpflege von
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 67
Rhinoderma darwinii: Bürger. — Hermaphroditismus bei Testudo graeca: Fan-
tham. — Sexualunterschiede in der Haut des Frosches: Fisher. — Rudimentärer
Hermaphroditismus bei Rana esculenta: Gerhartz (2). — Eiablage und Ausbrütung
der Eier bei einem Python von Borneo: Hagenbeck (1). — Necturus eine dauernd
auf dem Larvenstadium stehen bleibende Form: Kingsbury. — Geschlechtsleben
der Reptilien: Klingelhöffer (2). — Liebesspiele bei Molchen und Salamandern;
Knoblauch (1). — Sekundäre Sexualcharaktere bei T’estudo mauritanica: Loisel (5).
— Ovoviviparität bei Sauriern und Schlangen Frankreichs: Rollinat (1). — Be-
merkungen über die Fortpflanzung von Salamandra maculosa: Schultze (3).
— Neuer viviparer Frosch, Pseudophryne vivipara, aus Deutschostafrika: Tornier
(1). — Fortpflanzung von Vipera russellii: Wall (3). — Künstliche Erzeugung
von Triton Blasii und die Gültigkeit der Mendel’schen Regeln: Wolterstorif (1).
Bau und Entwicklung der Genitalzellen.
Spermien von Pelodytes punctatus: Ballowitz (1). — Widerstandsfähigkeit
der Geschlechtsprodukte von Rana gegen erhöhte Temperatur: Bataillon (1). —
Spermiogenese der Reptilien im Vergleich zu der der Säugetiere: Benda. —
Degenerationserscheinungen an Eizellen des Bidder’schen Organs bei Bufo:
Cerruti. — Verteilung des Dotters im Schildkröten- und Amphibienei: Dubuisson
(1). — Histologische Differenzierungen im Follikelepithel der Ovarien verschiedener
Reptilien beim Degenerieren der Eizellen: Dubuisson (2). — Beginn der
Degeneration von Eiern bei Rana und Triton: Dubuisson (3). — Entwicklung
der Spermatocyten 1. Ordnung bei Batrachoseps: Janssens. — Ovarialentwicklung
der Eier verschiedener Reptilien: Loyez. — Umwandlungen des Spermas von
Axolotl nach dem Eindringen in das Ei: Jenkinson (1). — Entstehung der ersten
Richtungsspindel im Ei von Bufo lentiginosus: King (1).
Entwicklung des Eies bis zur Bildung des Embryos.
(Arbeiten über die Entwicklung einzelner Organe sind oben bei dem betr,
Organsystem aufgeführt).
Wachstuinszentren in der Entwicklung der Vertebraten: Assheton. —
Gastrulation von Anguis fragilis: Ballowitz (2). — Bemerkungen zur Entwicklung
von Phyllomedusa hypochondrialis: Bles (1). — Gastrulation und Embryobildung
bei Amphibien: Brachet. — Erste Entwicklungsstadien von Megalobatrachus
mazimus: de Bussy. — Eier und Embryonen von Tomistoma schlegeliv: Butler.
— Gastrulationserscheinungen bei Megalobatrachus: Ishikawa. — Eier und Larven
von Megalobatrachus maximus: Kerbert. — Bildung der Zellen im Innern des
Froscheies auf frühen Furchungsstadien: Reed. — Wachstumsbeziehungen
zwischen einzelnen Regionen bei Sauropsidenembryonen: Tur (1). — Praeorale
Ausbuchtung des Entoderms bei Amblystomalarven: Valenti. — Gesichtsbildung
und Entwicklung der äußeren Körperform bei Chelona imbricata: Voeltzkow (1).
— Reihenfolge der Entwicklung der Finger bei Anuren: Wintrebert (5). —
„Differenciation musculaire“ in Myotomen ohne reflektorische Nervenverbindung
bei Siredon pisciformis: Wintrebert (8).
5F
68 IH. Reptilia und Amphibia für 1905.
Metamorphose.
Einfluß des zentralen Nervensystems auf die Gestaltungsvorgänge der
Metamorphose beim Frosch: Babäk (?). — Histologische Umwandlungen bei
der Anuren-Metamorphose: Anglas und Duesberg. — Regression des Schwanzes
bei der Metamorphose von Anurenlarven: Guieysse. — Metamorphose bei Am-
phibienlarven nach Entfernung eines Stücks Rückenmark: Wintrebert (4, 6 und
10). — Bestimmung des Alters von Ranalarven nach der Entwicklung der Hinter-
gliedmaßen: Wintrebert (7). ’
3 Regeneration.
Regeneration von abgeschnittenen Gliedmaßen bei Kaulquappen vom
Frosch: Brauer. — Künstliche Abrachie bei Unken: Braus. — Einfluß des Zentral-
nervensystems auf die Regeneration bei Tritonen: Godlewsky. — Einfluß des
Nervensystems auf die Regeneration des Beines bei Diemyctylus: Hines. — Ab-
hängigkeit des Regenerationsvermögens der Amphibienlarven von Alter, Ent-
wiceklungsstadium und spezifischer Größe: Kammerer (1). — Regeneration bei
Triton marmoratus, FProteus anguineus und Salamandrina perspieillata:
Kammerer (3). — Regeneration der Genitalanlagen bei Amphibienlarven: Levi.
— Regeneration der Kiefer bei Lacerta: Werber.
= Variation.
Bemerkungen über eine melanistische Lacerta muralis: Boulenger (14). —
Varietäten von Lacerta muralis in Zentraleuropa und dem westlichen Mittelmeer-
gebiet: Boulenger (21). — Bemerkungen zu Gadows ‚‚orthogenetischer Variation‘
bei Cheloniern: Coker (1) u. (2). — Verschiedenheit in Schildern und Knochen-
platten bei Cheloniern: Coker (3). — Ungewöhnliche Variation bei COrotalus
lucifer. Ditmars (4). — Variation bei Bufo vulgaris: Rope. — Albinotische Larven
von Salamandra maculosa: Schultze (3). — Individuelle Variation im Schädelbau
von Testudo und Jacaretinga: Vaillant (2).
Mißbildungen.
Abnorme Kaulquappe von Bufo lentiginosus: Anderson. — Abnormitäten
bei Raniden-Larven: Annandale (3). — Eidechsen mit doppeltem Schwanz:
de Chaignon (1). — Frosch mit drei Beinen: Gillet. — Polydaktylie bei Molge
eristata: Proi6e. — Zweiköpfige Feuersalamanderlarve: Reitz (2). — Mikroph-
thalmische Larven von Salamandra maculosa: Schultze (3). — Doppelschwänzige
Eidechsen: Tofohr (4). — Doppelte Monstrosität bei Zacerta: Tur (2). — Doppel-
köpfige Schlangen: Wall (4).
Experimentelle Arbeiten.
Verpflanzung der Anlagen der Hintergliedmaßen von Bufo in die Schulter-
region und ihre normale Weiterentwicklung: Banchi. — Erzeugung von Ent-
wicklungsanomalien bei Rana und Bufo: Bataillon (2? u. 3). — Veränderungen
in Form und Bau der roten Blutkörperchen des Frosches unter der Einwirkung
von verschiedenen Agentien und von erhöhter Temperatur: Dogiel. — Experimente
an Anurenlarven: Giardina. — Einfluß von Salz und verschiedenen anderen
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 69
Lösungen auf die Entwicklung von Froscheiern: Jenkinson (2). — Experimentelle
Untersuchungen am Auge von Embryonen von Rana palustris: King (2).
Experimentelle Untersuchungen über die Entwicklung der Augen bei Amphibien:
Lewis (1). — Experimentelle Untersuchungen an Amphibienembryonen: Lewis (2).
— Experimentelle Untersuchungen an Froschembryonen: Morgan (1—6). — Ent-
wicklung des Froscheies (Einführung in die experimentelle Embryologie): Morgan
(7) (deutsche Übersetzung). — Einfluß des Lichts auf Entwicklung und Pigmen-
tierung von Amphibieneiern und -larven: Sehultze (2). — Doppelbildungen bei
Tritonembryonen : Tonkov. — Experimentell erzeugte überzählige Hinter-
gliedmaßen bei Pelobates: Tornier (2). — Entwicklung von Froschlarven nach
vollständiger Entfernung des Zentralnervensystems: Wintrebert (9).
Phylogenie.
Bemerkungen zur Phylogenie der Chelonier: ©. P. Hay (1). — Verbreitung
und Phylogenie der lebenden Urodelen als Ausdruck einer Tendenz zur Neotenie:
Simroth.
Physiologie, Gift, Parasiten, Biologie.
Physiologie.
Einfluß der Nahrung auf die Länge des Darms bei Froschlarven; Bab6k (1)
und Yung (1 u. 2). — Gehör der Schlangen: Barbier (1) und (5). — Wirkung von
Adrenalin auf die Längsmuskulatur des Ösophagus von Bufo vulgaris: Botazzi
u. Torretta. — Untersuchungen der Blutzirkulation im Schildkrötenherz: Camus
u. Goulden. — Photogramme der elektromotorischen Kurven für die Kontraktion
der Herzmuskeln: Cirjev. — fSchalleitender Apparat bei Plioplatecarpus: Dollo
(1). — Gleichzeitige Aufzeichnung von Bewegungskurven der Aurikel, des Ven-
trikels und Sinus des Froschherzens: Durham. — Über Schwankungen des Tonus
im Vorhof des Herzens bei Emys europaea: Fano. — Photoelektrische Ver-
änderungen im Frosch-Augapfel unter dem Einfluß von verschiedenen Regionen
des Spektrums: Gotch. — Elektrische Schwankungen infolge von sekretorischer
Tätigkeit in der Froschzunge: Gotch u. Simpson. — Thymus kein lebenswichtiges
Organ für den Frosch: Hammer. — Einfluß von neutralen Alkalisalzen auf Färb-
barkeit und Erregbarkeit von peripheren Nerven des Frosches: Höber. — Reflex-
wirkung des Vagusganglions bei Seeschildkröten: Kronecker u. Spalitta.
Funktion von verschiedenen Teilen des Froschhirns: Loeser. Wirkung von
Radiumstrahlen auf die eleetromotiven Phänomene in der Froschretina: M’Ken-
driek u. Colquhon. Wirkung von Muskarin auf das Froschherz: Rhodius u.
Straub. — Cerebrospinal-Verbindungen bei Emys europaea: Rosei. — Anatomie
und Physiologie der Geckopfote: Schmidt. — Tonusschwankungen im Muse.
semimembranosus von Testudo graeca: Sergi. — Elektrische Schwankungen
im Froschherzen bei Reizung der Herznerven: Symes. — Wirkung von Wärme
auf das Froschherz nach Anlegung linearer Längs- und Querquetschungen:
v. Vintschgau. Photoelektrische Schwankungen im Froschaugapfel vor und
nach der Erzeugung von Starrkrampf: Waller. Reizbarkeit von Batrachier-
larven auf frühen Entwicklungsstadien: Wintrebert (1). — Nervenfunktion im
Schwanz von Siredonlarven: Wintrebert (2). Gehörvermögen des Frosches:
70 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
Werkes (1). — Verhältnis zwischen Darmlänge und Körperlänge bei ungewöhn-
lich großen Larven von Rana esculenta: Yung (3).
Gift.
Giftigkeit von Hyla versicolor: Bergmann und Bilger. — Wirkung von Cobra-
gift auf Herz und Blutkreislauf von Fröschen und Säugetieren: Elliot. — Agglu-
tinierung von Erythrocyten des Hammels in Cobragift: Goebel (1) u. (2). —
Precipitine in Schlangengift: Hunter. — Bemerkung über das Gift von Bungarus
jasciatus: Lamb (1). — Neutralisierende Wirkung eines mit Gift von Daboia
russellii gewonnenen Serums auf das Gift verschiedener Schlangenarten: Lamb (2).
— Hämolytische Wirkung verschiedener Schlangengifte auf Säugetierblut:
Lamb (3). — Vergleich der Wirkungen des Giftes von Cobra, Bungarus fasciatus
und Daboia Russellii auf das Nervensystem: Lamb u. Hunter. — Schädlicher
Einfluß eines Extrakts aus dem Froschovarium auf die Fortpflanzungsfähigkeit
von Cavia: Loisel (2). — Giftige Wirkung des Schildkrötenspermas und -eies:
Loisel (4). — Fibrinfermente im Gift verschiedener Schlangen und ihre Wirkungs-
zeit: €. J. Martin. — Wirkung von Schlangengift auf Blutkörperchen: Noguchi (1).
Wirkung von Schlangengift auf Kaltblüter: Noguchi (2). — Einfluß von Radium-
strahlen auf Vipern-, Cobra-, Kröten- und Salamandergift: Phisalix (1). Gift
in den Eiern von Vipera aspis: Phisalix (2). — Wirkung von Cobragift auf den
Stoffwechsel von Hunden bezüglich der Eiweißkörper: Scott. — Wirkung von
Schlangengift auf quergestreifte Muskulatur von Kaninchen an der Injektions-
stelle: Zeliony.
Parasiten.
Distomeen aus Cheloniern: Heymann. — Häufigkeit von Trematoden in
Rana esculenta: Hollack. — Distomeen aus Rana hexadactyla: Klein. — Haemo-
gregarinen aus Ranaarten: Laveran (I). — Neue Haemogregarine aus Varanus.
niloticus: Laveran (2). — Neue Haemamoebe aus Testudo pardalis: Laveran (3).
— Distomeen im Maule einer Ringelnatter: Schnee (4). — Blutparasiten in Rana
esculenta aus Algier: Sergent.
Biologie.
Nahrung der Ringelnatter und glatten Natter: Barbier (4). — Widerstands-
fähigkeit gegen erhöhte Temperatur bei Geschlechtsprodukten und Embryonal-
anlagen von Rana: Bataillon (1). — Kaulquappen fangen sich in Fangblasen von
Utricularia: Bath (2). — Lebenslauf von Xenopus laevis: Bles (2). — Fang von
lebenden Kreuzottern: Blohm. — Morphologische und biologische Bemerkungen
über Oryptobranchusarten: Bolau, Geyer (2) und Sasaki. — Art der Nahrung und
Nahrungsaufnahme bei Schlangen, Eidechsen und Schildkröten: Brimley (2).
— Ausrüstung der biologischen Station Murman und ihre Leistungen im Jahre
1904: Derjugin (2). — Rana fusca im Winter in Brunst: Dieck. — Beobachtungen
über geistige Fähigkeiten und Gewohnheiten von Giftschlangen: Ditmars (2).
— Biologische Bemerkungen über Chamaeleone: Flurschütz und Tornier (4).
-— Morphologische und biologische Bemerkungen über Rana virgatipes: Fowler.
— Anpassung an marines Leben bei Reptilien: Fraas. — Populär gehaltene Be-
merkungen über Pelobates fuscus: Geyer (1). — Bemerkungen über Größe und
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 71
Fortpflanzung von Schlangen: Hagenbeck (2). — Biologische Bemerkungen über
einheimische Amphibienarten: Hackenberg (1) u. (2) und Hartmann. — Eidechse
eine Schlange nachahmend: Hall. — Leben der einheimischen Lurche und Kriech-
tiere im Kreislauf eines Jahres: Knauer (2). — Morphologische und biologische
Bemerkungen über Salamandra caucasica: Knoblauch (2). — Biologische Be-
merkungen über verschiedene Schildkröten: Kammerer (2) (Chrysemys), Klingel-
höffer (Süßwasserschildkröten), Krefft (2?) (Damonia) u. (6) (Clemmys mühlen-
bergi), Schnee (3) (Sumpfschildkröten), (5) (Süßwasserschildkröten im Meer),
(6) (argentinische Schildkr.) u. (8) (Emys) und v. Tomasini (2) (Olemmys caspica).
— Morphologische und biologische Bemerkungen über Ayla carolinensis: Krefft
(3). — Biologische Bemerkungen über Krokodile: Krefft (4), O’Connell, Scherer (1)
(Croc. americanus), Schnee (%) und Siebenrock (4) (Caimanarten Brasiliens).
— Biologische Bemerkungen über den Scheltopusik: Krefft (5) und Tofohr (%).
— Biologische und morphologische Bemerkungen über Acantodactylus: Krefft (%)
— Einbürgerung von Necturus maculatus in Deutschland: Lankes (1). — Zucht
von Lac. dugesi: Lehrs. — Angstgeschrei von Fröschen und Kröten: H. Löns (1).
— Biologische Bemerkungen über Rana temporaria: H. Löns (?), R. Löns und
Needham. — Originalbeobachtungen an Reptilien von Texas: Menger. — Bio-
logische Bemerkungen über Rana catesbiana: Michov und Mulertt. — Ernährung
von Schlangen in Gefangenschaft: Millard. — Zonurus giganteus frißt Eidechsen:
Minke. — Pflege von Phrynosoma cornutum in Gefangenschaft: Musshoff. — Vipera
berus in seichtem Wasser: Müller (2). — Biologische und morphologische Be-
merkungen über Varanus exanthematicus: Müller-Mainz (3). Milchtrinken
der Schlangen: Olbrieh. — Molche 3 m unter der Erde gefunden: Otto. — Bio-
logische Bemerkungen über einheimische Kröten: Reitz (3). — Biologische Be-
merkungen über Clemmys caspica und Rana esculenta: Riedel. — Nützliche und
schädliche Reptilien hinsichtlich ihrer Nahrung: Rollinat (?). — Biologische
Bemerkungen über Reptilien und Amphibien Nordafrikas: Scherer (%). — Nahrungs-
aufnahme und Ernährung der Riesenschlangen: Siebertz. Biologische Be-
merkungen über Schlangen Süditaliens: Sprenger. — Biologische Bemerkungen
über verschiedene Reptilien: Tofohr (2) (Coluber quadrivirgatus), (3) (Teju),
(5) (Lacerta viridis var. gadovii), (6) (Lac. ocellata), (8) (verschiedene Wüsten-
reptilien), und (9) Leguan im Terrarium) und von Tomasini (1) (Lacerta muralis-
Gruppe). — Biologische Bemerkungen über Testudo carbonaria: Vaillant (1). —
Bemerkungen über Hoplocephalus stephensii Krefft: Waite (3). — Biologische Be-
merkungen über Rana temporaria: Wolterstorff (4). — Größe der Schlangen:
Young.
Verschiedenes.
Tuberkulose bei Reptilien: Bertarelli. — Gewicht des lebenden Brontosaurus:
Gregory. — Bedeutung der beirrenden Farben in der Natur: Horväth. — Angebliche
Beobachtung der „großen Seeschlange‘‘: Hoyle. — Beiträge zur Kenntnis der
formativen Kräfte des tierischen Organismus: von M&hely (1). — Festigkeit von
Testudo graeca gegen die Hundstollwut: Remlinger. — Bemerkungen über die
Seeschlange: Tilmans.
Nomenklatur.
Synonymie von Coluber formosus: Barbier (2). — Verwendung der Be-
zeichnung Anomodontia: Brown (3). — Bemerkungen über die Synonymie von
79 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
Eutaenia: A. E. Brown (1). — Nomenklatur von Zacerta muralis subsp. genei Cara:
Müller-Mainz (2). — Lappländische Bezeichnungen für verschiedene Reptilien
und Amphibien: Quigstad. — Zur Nomenclatur von Genusnamen bei Tri-
onychiden: Stejneger (5).
Faunistik.
A. Recente Formen.
Europa.
Balkanhalbinsel: Reptilien- und Amphibienfauna Bulgariens: Kowatscheff.
— Reptilien und Amphibien von Korfu: Müller- Mainz (4).
Deutschland : Seltene Reptilien und Amphibien aus der Nähe von Passau:
Bruner. — Kröten aus Hamburgs Umgebung: Dörffel. — Reptilien Elsaß-Lo-
thringens: Escherich. — Vorkommen von Coluber longissimus in Bayern: Verein
Isis, München. — Alytes obstetricans bei Mainz: v. Kittlitz und Schuster (1). —
Lacerta muralis bei Stuttgart und Tübingen: Kiunzinger. — Rana arvalis im
Kreise Schwaben und Neuburg, Bayern: Lankes (2). — Vipera aspis im südlichen
Schwarzwald: Müller (1). — Batrachier der „Fauna Hereynica‘‘: Schulze. —
Reptilien und Amphibien Nordwestdeutschlands: Woeolterstorff (?).
Frankreich: Herpetologie der Umgegend von Pacy-sur-Eure: Barbier (6).
— Vorkommen von Triton marmoratus in Nordfrankreich: Giard.
Großbritannien: Molge palmata in Carnarvonshire und Bardsey Island:
Coward. — Neue britische Schildkröte: E. A. Martin. — Bufo calamita in Bedford-
shire: Steele-Elliott.
Iberische Halbinsel: Bemerkungen zur Fauna der Provinz Ciudad Real:
de la Fuente. — Bemerkungen zur Fauna der Provinz Oviedo: 6Graino. —
Lacerta serpa auf den Balearen: Müller-Mainz (1).
Italien: Reptilien von Sardinien und Tunis: de Chaignon (1). — Bemerkungen
über die Verbreitung einiger Reptilien und Amphibien in Italien: Peracca (1).
— Biologische Mitteilungen über Schlangen Süditaliens: Sprenger. — Bemerkungen
über Batrachier von Sizilien: de Stefani-Perez.
Österreich-Ungarn: Salamandra atra in Ungarn: Honigmann. — Reptilien
und Amphibien aus der Umgegend der Montiggler Seen Südtirols: Huber. —
Herpetologie des Mecsekgebirges und der Kapela in Ungarn: von Mehely (2).
— Eidechsen Dalmatiens: Werner (3).
Rußland: Reptilien und Amphibien der Krym, des Kubangebietes, des
Wolhynischen und Warschauer Gouvernements: Brauner (1). — Reptilien und
Amphibien der Gouvernements Suwalik, Minsk, Podolsk, Tschernigow, Cherson,
Ekaterinoslaw, von Bessarabien und des Dnjeprkreises des Taurischen Gou-
vernements: Brauner (2). — Zusätze zum Verzeichnis der Tiere des Gouvernements
Moskau: Kozevnikov u. Sabaneev. — Herpetologia rossica: Nikolsky.
Schweiz: Reptilien und Amphibien der Schweiz: Zschokke. — Giftschlangen
der Schweiz: Schweiz. Blätter f. Gesundheitspflege 20, pp. 193—196. (Anonym).
Skandinavien: Lappländische Bezeichnungen für verschiedene Reptilien
und Amphibien: Quigstad.
Asien.
Arabien: Neue Schlangen aus Südäarabien: Boulenger (16).
China: Reptilien und Amphibien der Mandschurei: Baikov (russischer
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 73
Text). — Batrachier und Reptilien aus Tibet. Boulenger (4). — Neuer Batrachier
(Bombinator) von Yunnan: Boulenger (6). — Reptilien und Amphibien von
Kiukiang am Yangtse in China: Kreyenberg.
Britisch - Indien mit Ceylon: Eidechsen von British Indien und Ceylon.
Annandale (1). — Bemerkungen über orientalische Geckonen des ‚Indian Museum”
Annandale (2). — Verbreitung von Varietäten von Naia tripudians in Indien:
Bannermann (1). — Schlangen von Cannanmore: Wall (1). — Populäre Abhandlung
über indische Schlangen: Wall (6). — Bemerkungen über Schlangen von Ceylon:
Wall (7).
Hinter -Indien: Neue Schlangen von Ober-Burma: Boulenger (9). —
Neuer Frosch (Ixalus) von Selangor: Boulenger (10). — Reptilien von Ober-
Tonkin: Moequard (1). — Amphibienfauna der Malayischen Halbinsel: Robinson
(1). — Amphibien von Negri Sembilan: Robinson (2). — Neue Schlange von
Burma: Wall (2).
Japan: Batrachier- und Reptilienleben in Japan: Krefft (3). — Japans
Kriechtiere: Schnee (2). — Neue Eidechse vom Riukiu-Archipel: Stejneger (1).
— Schlangen von Japan und den Loo Choo-Inseln: Wall (8).
Malayischer Archipel: Schlangen von Sumatra: Cohn (1). — Amphibien
von Palembang (Sumatra): van Kampen. — Untersuchungen an zoologischem
Material aus Java: Karavaev. — Eidechsen aus Central-Borneo: van Lith de Jeude.
— Neue Anuren und neuer Gecko von den Philippinen: Stejneger (3).
Persien: Neue Varietät von Rana esculenta aus Südwest - Persien: Bou-
lenger (18).
Russisch- Asien: Eidechsen und Schlangen aus der Transkaspischen Provinz:
Derjugin (1).
Vorderasien : Schildkröten vom Erdschias-Dagh (Kleinasien): Siebenrock (3).
— Eidechsen, Schlangen und Batrachier vom Erdschias-Dagh (Kleinasien):
Steindachner. — Neue Reptilien für Kleinasien: Werner (1).
Afrika.
Ägypten: Amphibien und Reptilien aus der Umgegend von Alexandrien:
Bade. — Batrachierlarven aus Ägypten: Kormos.
Angola: Reptilien und Amphibien von dort: Boulenger (19) und Ferreira.
Guinea: Reptilien und Amphibien der Inseln des Golfs von Guinea: Bar-
boza du Bocage. — Reptilien von Spanisch-Guinea: Boulenger (11). — Reptilien
von Rio de Oro: Latorre.
Kamerun: Batrachier von dort: Andersson und Boulenger (3).
Kongostaat: Herpetologie des Kongogebietes: Moecquard (5).
Madagaskar: Schildkröten von Madagaskar und Aldabra: Siebenrock (1).
Nord - Afrika: Reptilien und Batrachier aus dem Atlas von Marokko:
Boulenger (12). — Reptilien und Amphibien von Tunis: de Chaignon (1) u. (3).
— Reptilien und Amphibien aus Oran: Scherer (2).
Ostafrika : Neue Schlange (Atractaspis) aus Britisch-Ostafrika: Boulenger (?).
— Chelonier und Lacertilier aus Nordostafrika und Arabien: Neumann und
Tornier (3). TE:
Südafrika: Reptilien ar en kibıar. von Südafrika: Boulenger (15).
74 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Amerika.
Nord- Amerika: Britisch-Nordamerika: Reptilien und Amphibien von Neu-
England: Henshaw.
Mexiko: Neue Reptilien von dort: Boulenger (13). — Neue Schlange aus
Mexiko: Duges. — Reptilien- und Amphibienfauna Mexikos: Gadow (2).
Vereinigte Staaten: Reptilien und Amphibien von den Inseln der pacifischen
Küste: van Denburgh. — Giftschlangen der Verein. Staaten: Nehrling. Für
Columbia neue Schlange: Stejneger (2). — Reptilien von Südkalifornien und dem
nördlichen Niederkalifornien: Meek. — Schlangen von Michigan: Notestein.
— Hyla andersoni und Rana virgatipes in New Yersey: Davis. — Reptilien und
Batrachier aus der Umgegend New Yorks: Ditmars (1) u. (2). — Reptilien
und Amphibien von Rhode Island, Providence: Drowne. — Schlangen von
Rockland County: Wallace. — Schlangen und Eidechsen von Texas: Bailey.
— Originalbeobachtungen an Reptilien von Texas: Menger.
Antillen: Neue Kröte von Kuba: Stejneger (7).
Süd- Amerika: Brasilien: Reptilien aus Parana: Boettger. — Chelonier
vom Rio Juruä: von Ihering.
Kolumbien: Reptilien und Amphibien von Gorgona Island: Barbour.
Venezuela: Neue Schlange (Leptognathus) von dort: Boulenger (8).
Australien und Polynesien.
Hawaii: Reptilien von der Insel Maui: R. €. Me Gregor.
Neu-Guinea: Katalog der dortigen Emydosaurier und Testudinaten: Ogilby.
— Eidechsen und Schlangen von Deutsch-Neuguinea: Lindholm (2).
Neu-Seeland: Seltene Eidechse von dort: Walsh.
Salomonen : Bemerkungen zur dortigen Eidechsenfauna: Waite (2).
B. Fossile Formen.
Europa.
Reptilienfauna des Cornbrash: Blake.
Trias-Dinosaurier Europas: von Huene (2).
Deutschland : Saurierfährten aus der Wealdenformation Bückeburgs: Baller-
stedt. — Versteinerungen der Eisenerzformation Deutsch-Lothringens und Luxem-
burgs: Benecke. — Pelycosaurier im deutschen Muschelkalk: von Huene (1).
— Neues Reptil aus dem Buntsandstein der Eifel: Jaekel (2). — Plesiosaurier-
reste aus dem norddeutschen Wealden: Koken.
Österreich-Ungarn : Reptilien aus der böhmischen Kreide: Fritsch u. Bayer.
— Batrachierfährten aus dem Rotliegenden Böhmens, Mährens und Schlesiens:
Pabst. — Neuer Cheloniertypus aus der unteren Karstkreide von Görz: Stache.
Frankreich : Krokodile, Schlangen und Schildkröten der Sammlung Rossignol
von Quercey: @. de Stefano (1). — Amphibien aus dem oberen Stephanien von
Commentry: Thevenin.
Großbritannien: Reste von Amphibien aus einer pleistocaenen Höhle in
Derbyshire: Arnold Bemrose u. Newton. — Fußabdrücke von Amphibien aus der
Trias Großbritanniens: Beasley. — Fossilien aus der Trias Großbritanniens
(ausgenommen schottische) im Museum der Geological Survey in London: Newton.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 75
— Bemerkungen über britische Dinosaurier: Nopsea (2). — Reptilien der Schichten
zwischen oberem Lias und unterem Oolith: Thompson. — Reste von fossilen
Reptilien und Amphibien aus der Trias Großbritanniens im Britischen Museum:
Woodward (1). — Mosasaurierkiefer aus dem mittleren Kalk von Cuxton, Kent:
Woodward (3).
Italien: Fauna des Tertiärbeckens von Piemont: Saeco (1).
Rußland: Ichthyosaurus-Reste aus dem Gouvernement Simbirks: Ka-
zanskij.
Asien.
Labyrinthodontier aus dem Carbon-Perm Kashmirs: Woodward (4).
Afrika.
Ägypten: Krokodile aus dem Eocän Ägyptens: Andrews.
Südafrika: Neue Reptilien aus den Karroo-Beds: Brown (4). — Fundorts-
angaben für Typexemplare von fossilen Reptilien aus der Karrooformation:
Broom (5). — Neue Reptilien aus der oberen Trias Südafrikas: Broom (6). — Fuß-
abdrücke von Reptilien aus der oberen Karrooformation der Kapkolonie: Seeley (2).
Amerika.
Chelonier der Bridger Basins in Nordamerika: 0. P. Hay (4).
Britisch-Nordamerika: Übersicht über die bisher aus Kanada bekannt
gewordenen fossilen Reptilien und Amphibien: Lambe. — Batrachierfußspuren
von Joggins N. S.: Matthew (1). — Neue Fußabdrücke von Batrachiern aus dem
Carbon Ostkanadas: Matthew (4).
Vereinigte Staaten: Neue marine Reptilien aus der Trias Kaliforniens:
Merriam (1). — Amphibien und Reptilien der Judithriverbeds der oberen Kreide
Montanas: Hatcher. — Fossile Schildkröte aus den Puerco-Beds von Neu-Mexiko:
0. P. Hay (3). — Ichthyosaurierreste aus der mittleren Trias von Nevada:
Merriam (2). — Schildkröten aus der oberen Kreide von New Jersey: Wieland (1).
— Neue Ceratopsia aus den Laramieschichten von Wyoming: Hatcher (2). — Neues
Krokodil aus dem Jura von Wyoming: Holland (2). — Ichthyosaurusähnliche
Knochenreste aus der oberen Kreide von Wyoming: Merriam (4). — Dinosaurier
aus der oberen Kreide von Wyoming: Williston (1).
Systematik.
Reptilia und Amphibia.
Vergleichend-anatomische und embryologische Untersuchungen über Dia-
phragma und Pleura bei Sauropsiden und Amphibien: Bertelli.
Das Mesenterium bei Reptilien und Amphibien: Miller.
Lappländische Bezeichnungen für verschiedene Reptilien und Amphibien:
Quigstad.
Struktur der Hypophyse bei Amphibien und Reptilien: Sterzi.
Gestaltende Einflüsse auf die Entwicklung des Darmkanals bei Amphibien,
Sauropsiden und Säugern: Süßbach.
76 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Bau und Entwicklung der Follikel im Ovarium verschiedener Amphibien
und Reptilien: Trinci.
Reptilia.
Histologische Strukturunterschiede in den Arterien bei verschiedenen
Reptilien: Argaud.
Blutgefäße des Gehirns bei verschiedenen Reptilien (Sauriern, Ophidiern
und Cheloniern): Beddard (4).
Spermiogenese der Reptilien im Vergleich zu der der Säugetiere: Benda.
Über die Fortpflanzung von Reptilien: Brimley (3).
Nerven der Cornea bei Reptilien: Crevatin.
Anpassung an marines Leben bei Reptilien: Fraas.
Histologie der Nervenendplatten bei Reptilien: G@emelli (1) u. (2).
Bemerkungen über das Parietalauge bei Reptilien: Giannelli.
Verschiedene Typen der Vereinigung der Aortenbögen zur Aorta bei Reptilien:
Goggie (?).
Über die Entwicklung der Reptilienlungen: Hesser.
Geschlechtsleben der Reptilien: Klingelhöffer (2).
Systematik der Reptilien: Osborn (4) und ®@sborn, Williston, Me Gregor
und Hay.
Ovarialentwicklung der Eier von verschiedenen Reptilienarten: Loyer.
Bemerkungen über die Pflege verschiedner Wüstenreptilien: Tofehr (8).
Squamata.
Sympathische Färbung bei Eidechsen und Schlangen: von M£hely (2) (pp. 309
— 314).
Verbindung zwischen Hoden und Epididymis bei Eidechsen und Schlangen:
Morgera.
Ovoviviparität bei Sauriern und Schlangen Frankreichs: Rollinat (1).
Lacertilia.
Bemerkungen über den Bau des Gehirns bei zwei Lacertiliern (Varanus
u. Tropidurus): Beddard (7).
Munddach der Saurier: Hofmann und Göppert.
Vermisgrube in Schädeln von Sauriern: Onelli.
Über das Parietalauge bei Sauriern: Staderini.
Seltene Eidechse auf Neuseeland: Walsh.
Geckonidae.
Anatomie und Physiologie der Geckopfote: Schmidt.
Acanthodactylus scutellatus aureus: Bemerkungen über Exemplare von Rio
de Oro: Latorre. — Acanth. syriacus: Bemerkungen darüber: Krefft (%).
Alsophylax tibetanus n. sp. aus Tibet: Boulenger (4).
Gonatodes andersonii: abgebildet: Annandale (1). — @. affinis u. marmoratus:
Bemerkungen darüber: Annandale (2).
IH. Reptilia und Amphibia für 1905. 77
Gymnodactylus consobrinoides n. sp. aus Tavoy (Indien): Annandale (1). — @. lou-
isiadensis de Vis: Bemerkungen über ein Exemplar von den Salomonen:
Waite (2).
Hemidactylus nigriventris n. sp. aus Central-Borneo: v. Lith de Jeude. — H. sub-
triedroides n. sp. aus Ober-Burma: Annandale (2).
Lepidodactylus planicaudus n.sp. von den Philippinen: Stejneger (3).
Phyllodactylus: Bemerkungen darüber: de Chaignon (2). — Ph. burmanicus
n.sp. aus Tavoy: Annandale (2).
Ptychozoon homalocephalum var. lionotum n. var. aus Pegu: Annandale (2).
Tarentola annularis Geoffr. subsp. quadraticauda n.subsp. aus Somaliland:
Tornier (3) u. Neumann. — Tar. tuberculata n.sp. aus Algier: Rosen (3).
Pygopodidae.
Alopecosaurus n. gen. f. Al. cuneirostris n. sp. aus Deutschneuguinea: beschrieben
in forma typica und var. inornata: Lindholm (2).
Delma lineata n. sp. aus Victoria (Australien): Rosen (3).
Agamidae.
Agama cristata n.sp. aus Französisch-Sudan: Moequardt (4). — Ag. neumanni
n.sp. aus Arabien: Tornier (3).
Amphibolurus Holsti n. sp. aus Westaustralien, nach eigener Korrektur des Verf.
= Amph. Websteri Boulgr.: Rosen (3).
Calotes aberrans n. sp. aus Java: Rosen (3). — Cal. Yunnanensis n. sp. aus Yunnan:
Annandale (1).
Chlamydosaurus kingi: Bemerkungen über die Anatomie: Beddard (2).
Japalura Andersoniana n.sp. aus Indien: Annandale (1).
Phrynocephalus rossikowi: abgebildet: Nikolsky.
Uromastix: Bemerkungen über den Schädel: Beddard (3).
Iguanidae.
Anolis Gadovii u. liogaster nn. spp. aus Mexiko: Boulenger (13). — An. gorgonae
n. sp. von Gorgona Island, Kolumbien: Barbour.
Enyalioides insulae n.sp. von Gorgona Island, Kolumbien: Barbour.
Iguana: Persistenz des Wolffschen Ganges: Friedländer. — Der Leguan im Ter-
rarıum: Tofohr (9). \
Phrynosoma cornutum: Plfege in Gefangenschaft: Musshoff.
Sceloporus becki n.sp. von der San Miguel-Insel (Pacif. Küste v. Nordam.):
van Denburgh. — Scel. Gadoviae n. sp. aus Mexiko: Boulenger (13).
Uma notata Baird: beschrieben und abgebildet: Meek.
Uta martinensis n. sp. von der San Martin Insel u. U. stellata n. sp. von der San Be-
nito-Insel (Pacif. Küste v. Nordam.): van Denburgh.
Zonuridae.
Zonurus giganteus: Frißt Eidechsen: Mink.
Anguidae.
Anguis fragilis: Gastrulationserscheinungen: Ballowitz (2).
Gerrhonotus Deppii var. Digueti n. var. aus Mexiko: Mocquard (2). — G@errh.
78 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
scincicauda Skilton: beschrieben und abgebildet: van Denburgh. — @. scineic.
ignavus n. subsp. von der San Martin-Insel (Paeif. Küste von Nordam.):
van Denburgh.
Ophisaurus: Bemerkungen über das Blutgefäßsystem: Beddard (5). — Biologische
Bemerkungen: Krefft (5) und Tofohr (1) u. (%). — Ophis. Büttikoferi n. sp.
aus Central-Borneo: v. Lith de Jeude. — Oph. Ludoviei n.sp. aus Tonkin
Moequard (1) u. (2).
Propseudopus Hilgendorf: Bemerkungen über die Gattung: 6. de Stefano (2).
Anniellidae.
Anniella: Urogenitalorgane des Weibchens: Coe u. Kunkel.
Varanidae.
Varanus: Bemerkungen zur Systematik: Müller- Mainz (3).
Varanus exanthematicus: Morphologische und biologische Bemerkungen: Müller-
Mainz (3). — V. indicus Daud. u. V. prasinus Schleg.: beschrieben aus
Deutsch-Neuguinea: Lindholm (2). — V. niloticus: In ihm lebende Haemo-
gregarine: Laveran (2).
Xantusidae.
Xantusia riversiana Cope: beschrieben und abgebildet: van Denburgh.
Lacertidae.
Doppelschwänzige Eidechsen: Tofohr (4) und de Chaignon (1).
Eremias neumanni n.sp. aus Somaliland u. Zr. siebenrocki n.sp. aus Arabien:
Tornier (3). — Er. sextaeniatus ist als var. sextaeniata von Er. spekii auf-
zuführen: Tornier (3). — Er. transcaspica n. sp. aus Transkaspien: Nikolsky.
Lacerta: Lymphsystem der Eidechse: Jossifov. — Lacerta-Arten Dalmatiens:
Werner (3). — L. agilis var. erythronota: Vorkommen bei Passau: Bruner.
— L. agilis: Regeneration der Kiefer: Werber. — L. dugesi: Zucht derselben:
Lehrs. — L. horvathi Mehely: beschrieben und abgebildet: Knauer (1). —
L. horvathi Mehely: Berichtigung der Schuppenmerkmale: v. Mehely (2).
— L.muralis: Bemerkungen über ein melanistisches Exemplar: Boulenger (14).
— Beschreibung und Abbildung von 17 Varietäten aus Zentraleuropa und
dem westlichen Mittelmeergebiet: Boulenger (21). — var. breviceps n. var.
aus Italien: Boulenger (22). — Einbürgerung bei Stuttgart und Tübingen:
Klunzinger. — subsp. genei Cara: Bemerkungen über Nomenklatur, Körper-
bau, Färbung, Variation und Lebensweise: Müller-Mainz (2). — Biologische
Bemerkungen über Formen aus der L. muralis-Gruppe: von Tomasini (1).
— L. ocellata: Biologische Bemerkungen: Tofohr (6) u. Tur (4). — Doppelte
Monstrosität: Tur (2). — Lacerta sardoa Peracca: Vergleich mit L. Bedriagae
Camer.: v. Möhely (2) und Peraceca (2). — L. serpa: Vorkommen auf den
Balearen: Müller-Mainz (1). — L. viridis: Vorkommen bei Passau: Bruner.
— var. intermedia n. var. aus Ungarn: v. Mehely (2). — var. gadovii: Pflege
derselben: Tofohr (5).
Scapteira bilkewitschi u. transcaspica nn. spp. aus Transkaspien: Nikolsky.
Takydromus dorsalis n.sp. vom Riukiu-Archipel (Japan): Stejneger (1).
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 79
Gerrhosauridae.
Gerrhosaurus flavigularis: Bemerkungen über die Anatomie: Beddard (6).
Scincidae.
Ablepharus kucenkoi: abgebildet: Nikolsky.
Gongylus ocellatus: Bemerkungen über die Hypophyse: Staderini (2).
Lygosoma Büttikoferi, Nieuwenhuisii und Hallieri nn. spp. aus Zentral-Borneo:
v. Lith de Jeude. — L. (Hinulia) taeniolatum White, var. maculata n. var.
aus Westaustralien: Rosen (3). — Lyg. (Keneuxia) Vyneri n.sp. aus Sara-
wak (Borneo): Shelford.
Mabuia albilabris Hallow.: nicht identisch mit M. raddenii: Boulenger (11). —
M. Rothschildi n.sp. aus Abessinien: Mocquard (3).
Paracontias Rothschildi n.sp. aus Madagaskar: Mocquard (3).
Tropidophorus iniquus u. micropus nn. spp. aus Zentral-Borneo: v. Lith de Jeude.
Incertae Sedis.
tEBifelosaurus n. gen. f. E. triadicus n. sp. aus dem Buntsandstein der Eifel:
Jaekel (2).
Rhiptoglossa.
Chamaeleon: Pflege derselben: Flurschütz. — Bemerkungen über die Lebens-
weise: Tornier (4).
Pythonomorpha.
Mosasaurierkiefer aus d. mittleren Kalk v. Cuxton, Kent: Woodward (3).
tPlioplatecarpus: Beschreibung und Abbildung des schalleitenden Apparates:
Dollo (1).
Ophidia.
Das Gehör der Schlangen: Barbier (1) u. (5). — Bemerkungen über die
Schlangenzunge: Brace.e — Untersuchungen über die Hautmuskulatur der
Schlangen: Buffa. — Biologische Bemerkungen über Giftschlangen Nordamerikas:
Nehrling. — Neuromuskelspindeln in der Muskulatur von Schlangen: Regaud
u. Favre. — Doppelköpfige Schlangen: Walk (4). — Populäre Abhandlung über
indische Schlangen: Wall (6). — Bemerkungen über Schlangen von Ceylon:
Wall (7).
T yphlopidae. j
Typhlops acutirostris n.sp. aus Abessinien: Mocquard (2). — T. bocagei n.sp.
aus Angola: Ferreira.. — T. Grandidieri n. sp. aus Madagaskar: Moequard (3).
Tortricidae.
} Plesiotortrix Edwardsi de Roch.: von Quercy beschrieben und abgebildet: @. de
Stefano (1).
1Scytalophis Lafonti Filhol.: von Quercy beschrieben und abgebildet: @. de Ste-
fano (1).
Glauconidae.
Glauconia Burii n.sp. aus Südarabien: Boulenger (16).
80 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Bordae.
Fußstummeln der Boidae ein sekundärer Geschlechtscharakter: Beddard (1).
— Nahrungsaufnahme und Ernährung der Riesenschlangen: Siebertz.
Enygrus carinatus (Schneid.): beschrieben aus Deutsch-Neuguinea: Lindholm (2).
tPaleryx Cayluxi n.sp. von Quercy: 6. de Stefano (1). — P. rkombifer Ow.,
P. filholi de Rochb. u. P. neglectus de Rochbr.: aus Quercy beschrieben
und abgebildet: @. de Stefano (1).
Trachyboa gularis Ptrs. var. multimaculata n. var. aus Ecuador: Bosen (1).
Colubridae.
Acanthophis (Shaw), beschrieben aus Deutschneuguinea: Lindholm (2).
Anisodon n. gen. f. A. Lilljeborgi n. sp. aus Java: Rosen (1) u. (2) und Boulenger (5).
Anisodontes nom. nov. f. Anisodon Lilleborgi Rosen: Rosen (2).
Atractus ventrimaculatus n.sp. aus Venezuela: Boulenger (2).
Bungarus ceylonicus: Bemerkungen über Eier und Junge: Green (2). — B. coeruleus.
Bemerkungen über die Fortpflanzung: Bannermann (2). — B. fasciatus:
Fortpflanzung: Evans. — Bemerkungen über das Gift: Lamb (1).
Calamaria Gimlettii n.sp. von der malayischen Halbinsel: Boulenger (2).
Calamelaps Mironi n. sp. aus Natal: Moequard (2).
Cemophora coccinea (Blumenbach): neu für Columbia (Unit. Stat. Nordam.):
Stejneger (2).
Chrysopelea ornata: Bemerkung über die Wirbel: Boulenger (5).
Coluber fasciatus n. sp. aus Ecuador: Rosen (1) u. (2) und Boulenger (5). — ©. for-
mosus: Synonymie: Barbier (2). — (©. helena: plötzlich erwace Angriffs-
lust: Green (1). — (©. longissimus: Vorkommen in Bayern: Verein Isis,
München. — Bemerkungen darüber: Schuster (2). — Ü. quadrivirgatus:
frißt Frösche: Tofohr (2). — €. Vaillanti n.sp. aus Tonkin: Moequard (1)
u. (2).
Contia transcaspica n. sp. aus Transkaspien: Nikolsky.
Coronella: Nahrung der glatten Natter: Barbier (4).
Dendrelaphis caudolineatus Gray: neu für Java: Rosen (1).
Dendrophis calligaster Gthr.: beschrieben aus Deutschneuguinea: Lindholm (2).
Denisonia fasciata n.sp. aus Westaustralien: Rosen (1).
Dipsadomorphus irregularis (Stew.): beschrieben aus Deutsch-Neuguinea: Lind-
holm (2).
Dipsadophidium n. gen. f. D. Weileri n.sp. aus Kamerun: Lindholm (1).
Distira longissima n. sp. unbekannter Herkunft im Museum zu Lund: Rosen (1).
Drymobius Boddaertii var. Rappii Gthr. als Coluber fasciatus wiederbeschrieben
von Rosen: Boulenger (5).
tElaphis antiquus de Rochebr.: von Querey beschrieben und abgebildet: @. de Ste-
fano (1). — E. Boulei n. sp. von Quercy: 6. de Stefano (1).
Elaps princeps n. sp. aus Bolivien: Boulenger (2).
Enhydris hardwickii Gray: abgebildet: Rosen (1).
Epicrates inornatus: soll auf den Philippinen gesammelt worden sein: Stejneger (6).
Bteirodipsas colubrina Schlegel: beschrieben: Rosen (1).
Eutaenia brachystoma = Eut. butleri Whittaker (2) [n. Bibl. zoolog.]. — Eut.
elegans (Kenn.) synonym m. Eut. atrata Kenn. und Eut. infernalis vidua
Cope: A. E. Brown (1).
III. Reptilia und Amphibia für 1908. 81
Helicops angulatus L., modestus Gthr. u. leopardinus Schleg.: besitzen keine Hypapo-
physen: Rosen (1).
Hoplocephalus stephensii Krefft: steigt auf Bäume: Waite (3).
Leptodira Guilleri n.sp. aus Mexiko: Boulenger (13).
Leptophis occidentalis insularis n. subsp. von Gorgona Island, Kolumbien: Barbour.
Lioheterodon Geayi n.sp. aus Fihenena (Madagaskar): Mocquard (4).
Liophis oligolepis n. sp. aus Brasilien: Boulenger (2).
Morenoa n. gen. f. M. orizabensis n.sp. aus Mexiko: Dug&s.
Naja Morgani n.sp. aus Persien: Mocquard (2). — N. tripudians: a
von Varietäten in Indien: Bannermann (1).
Nothopsis affinis n. sp. aus Ecuador: Boulenger (2).
Oligodon herberti: n.sp. aus Ober-Burma: Boulenger (1). — Olig. Me Dougalli
n. sp. von Burma: Wall (2). — Olig. melanocephalus Jan. var. septentrionalis
n. var. aus Kleinasien: Werner (1).
Ophibolus doliatus occineus Schleg.: Bemerkungen über die Beschuppung: Brimley
(1).
Oxyrrhopus haasi n.sp. aus Parana (Brasilien): Boettger.
Phrydops n. gen. f. Phr. melas n.sp. aus Costa Rica: Boulenger (2).
Psammodynastes pulverulentus wieder beschrieben als Anisodon Lilljeborgi von
Rosen: Boulenger (5).
Psammophis Ansorgii n.sp. aus Angola: Boulenger (19).
Pylmophis gracilis de Rochebr.: von Quercy beschrieben und abgebildet: 6. de Ste-
fano (1).
Rhadinaea Steinbachi n. sp. aus Bolivien: Boulenger (2).
Stegonotus diehli n.sp. aus Deutsch-Neuguinea: Lindholm (2).
Tachyophis nitidus de Rochebr.: von Quercy beschrieben und abgebildet: 6.
de Stefano (1).
Thrasops Rothschildi n.sp. aus Britisch-Ostafrika: Mocquard (3).
Tretanorhinus intermedius n.sp. aus Centralamerika: Rosen (1).
Tropidonotus natrix: Nahrung: Barbier (4). — Entwicklung des Gehörknöchelchens
und Verlauf der Nerven in der Labyrinthregion: Möller. — Entwicklung der
Lungen: Schmalhausen. — Saugwürmer am Maule eines Tieres: Schnee (4).
Zamenis variabilis n.sp. aus Südarabien: Boulenger (16).
Amblycephalidae.
Amblycephalus hamptoni n.sp., aus Ober-Burma: Boulenger (9).
Dipsas infrenalis n. sp. unbekannter Herkunft im Museum zu Lund: Rosen (1).
Leptognathus latifrontalis n.sp. aus Venezuela: Boulenger (8).
Viperidae.
Unterscheidungsmerkmale der sechs europäischen Arten von Vipera:
Knauer (3).
Ancistrodon piscivorus: Folgen eines Bisses: Brimley (4).
Atractaspis Andersonii n. sp. aus Südarabien: Boulenger (16). — Atr. postocularis
n. sp. aus Britisch Ostafrika: Boulenger (7).
Crotalus helleri n. sp. aus Niederkalifornien: Meek. — Or. lucifer: Ungewöhnliche
Variation: Ditmars (4). — Cr. pulvis n. sp. aus der Umgegend von Managua:
Ditmars (3).
Arch, f. Naturgeseh. 72. Jahrg. 1906. Bd. IL H.1. (III.) 6
82 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Vipera aspis: Vorkommen im südlichen Schwarzwald: Müller (1). — Gift in den
Eiern: Phisalix (2). — V. berus: Entwicklung des Gehörknöchelchens und
Verlauf der Nerven in der Labyrinthregion: Möller. — In seichtem Wasser
gefunden: Müller (2). — V. russellii: Fortpflanzung: Wall (3).
Ichthyosauria.
tIchthyosaurii: Typen des Extremitätenskeletts: Merriam (3).
tBaptanodon: Beschreibung der Skelettreste: Gilmore (1).
tCymbospondylus petrinus Leidy: Extremitätenfund in Nevada: Merriam.
tIchthyosaurus: Beschreibung und Abbildung von Wirbeln aus der Eisenerz-
formation Luxemburgs: Benecke. — Knochenreste einer Ichth. nahestehenden
Form aus der oberen Kreide von Wyoming: Merriam (4).
Chelonia.
Chelonier des Museums von Elbeuf: Barbier (3). — Untersuchung der Blut-
zirkulation im Schildkrötenherz: Camus u. Goulden. — „Orthogenetische
Variation‘‘ bei Cheloniern: Coker (1) u. (2). — Verschiedenheit von Schildern
und Knochenplatten bei Cheloniern: Coker (3). — Verteilung des Dotters im
Schildkrötenei: Dubuisson (1). — Bemerkungen über die Phylogenie der Chelonier:
0. P. Hay (1). — Distomen aus Cheloniern (Dermatemys u. Kachuga): Heymann.
— Pflege der Süßwasserschildkröten: Klingelhöffer (1). — Reflexwirkung des
Vagusganglions bei Seeschildkröten: Kronecker u. Spalitta. — Katalog der
Testudinaten von Neuguinea: Ogilby. — Bemerkungen über junge Sumpf-
schildkröten: Schnee (3). — Süßwasserschildkröten besuchen das Meer: Schnee (5).
— Sammlung und Import von Schildkröten: Schnee (9). — Bau und Entwicklung
des Venensystems bei Cheloniern: Stromsten. — Entwicklung von Epiphyse
und Paraphyse bei Cheloniern: Voeltzkow (2).
Acinixys: abgebildet: Siebenrock (1).
Ampbhichelydia: morphologische und systematische Bemerkungen: ©. P. Hay (1).
Agomphus: Charakteristik der Gattung: Wieland (1). — Ag. masculinus u. tardus
nn. spp. aus der oberen Kreide von New Jersey: Wieland (1).
Amyda als älterer Name für das Genus Aspidonectes zu verwenden: Stejneger (6).
Anapholidemys n. nom. f. Chelonides: 0. P. Hay (1).
Baöna: Schädel beschrieben und abgebildet: 0. P. Hay (4).
Basilemys sinuosus n.sp.: Carapax und Plastron aus den Laramie Beds von
Montana: Riggs (2).
Carettochelys insculpta: Osteologie: Waite (1).
Ohelodina longicollis Shaw u. Oh. oblonga Gray: Bemerkungen darüber: Bieben-
rock (2).
Chelone imbricata: Gesichtsbildung und Entwicklung der äußeren Körperform:
Voeltzkow (1). — Chel. mydas: Wachstum: Schnee (1). — Chel.? regularis
n. sp. aus der Kreide Böhmens: Fritsch u. Bayer.
Chrysemys: Entwicklung der ‚‚rete-cords‘‘ und „sex-cords‘‘ des Urogenitalsystems:
Allen. — Biologie und Pflege: Kammerer (2).
Olemmys caspica: Biologische Bemerkung: Riedel und v. Tomasini (2). — (Cl.
möühlenbergi: Bemerkung darüber: Krefft (6).
III. Reptilia und Ampnibia für 1905. 83
Conchochelys n. gen. f. C. admirabilis n. sp. aus den Puerco-Beds von an
0. P. Hay (3).
Cyclanorbis oligotylus Siebenr. u. ©. senegalensis D. B.: Bemerkungen darüber:
Siebenrock (2).
Damonia hamiltoni: Pflege derselben: Krefft (1).
Dermatemys maavii Gray: Bemerkungen darüber: Siebenrock (2).
Dermochelys coriacea: Anatomie der Muskulatur und der Eingeweide: Burne.
Devisia n.g. f. Dev. mythodes n.sp. von Neu-Guinea oder Queensland: Ogilby.
Emys europaea: Tonusschwankungen im Herzvorhof: Fano. — Cerebrospinal-
verbindungen: Rosei. — Em. europ.: fischend: Schnee (8).
Hydraspis hilarii: Morphologische und biologische Bemerkungen: Schnee (6).
Hydromedusa tectifera: Morphologische und biologische Bemerkungen: Schnee (6).
Limnochelone micrura Wern. = Dermatemys maavii Gray = Siebenrock (2).
Malaclemmys: Bemerkungen über die Gattung: W. P. Hay. — M. macrospilota
n. sp. aus Florida: W. P. Hay.
Mesoclemmys gibba Schw.: Bemerkungen darüber: Siebenrock (2).
Nanemys guttata: Farbmuster: Yerkes (2).
Nicoria headonensis n.sp. aus Hampshire in England: Hooley.
fOcadia: Bemerkungen über fossile Formen der Gattung: J. de Stefano. —
O. sp.: von Quercy beschrieben und abgebildet: @. de Stefano (1).
Porthochelys browni n.sp. aus Süd-Dakota: 0. P. Hay (2).
fPtychogaster sp.: von Quercy beschrieben und abgebildet: @. de Stefano (1).
1Sontiochelys n. gen. f. S. cretacea aus der unteren Karstkreide von Görz: Stache.
Sternothaerus gabonensis Dum. u. St. niger Dum. B.: Bemerkungen darüber:
Siebenrock (2).
Testudo carbonaria Spix: Biologische Bemerkungen darüber: Vaillant (I. —
T. graeca: Hermaphroditismus: Fantham. — Immun gegen die Hunds-
tollwut: Remlinger. — Tonusschwankungen beim Musculus ssmimembranosus
Sergi. — T. mauritanica: sekundäre Sexualcharaktere: Loisel (5). — T. par-
dalis: in ihr lebende Haemamoebe: Laveran (3). — T.radiata: Variationen
im Schädelbau: Vaillant (2).
TToxochelys bauri n.sp. aus der Kreide von Kansas: Wieland (2). — T. procax
n. sp. aus der Kreide von Kansas u. T. stenoporus n. sp. (= T. serrifer Cope
nach Case) aus Nordamerika: 0. P. Hay (2).
Trionychidae: Über Gattungsnamen derselben: Stejneger (5).
Dinosauria.
Fortbewegung der Dinosaurier auf vier Beinen eine sekundäre Anpassung:
Dollo (2). !
TAlbertosaurus n. g. f. A. sarcophagus n. sp. aus Alberta in Kanada: Osborn (1).
tBrachiosaurus: Beschreibung der erhaltenen Skelettreste: Riggs (1).
tBrontosaurus: berechnetes Gewicht eines lebenden Tieres: Gregory. — Be-
merkungen über ein aufgestelltes Skelett im American Museum of Natural
History: W. D. Matthew und ©. H. F.
fCentrosaurus apertus: Beschreibung u. Abbildung von Schädelresten: Lambe (2).
tCetiosaurus leedsi: Skelettreste aus dem Oxfordton von Peterborough: Wood-
ward, A. 8. (5).
6*
84 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
1Diceratops n. g. f. D. hatcheri n. sp. aus Wyoming: Hatcher (2). — D. hatcheri:
Restaurierter Kopf: Lull.
+.Diplodocus: Bemerkungen über Skeletteile: Hatcher (3) (im Anhang pp. 72—75).
— Bemerkungen über das Skelett mit Bezug auf das im Britischen Museum
in London aufgestellte Exemplar von Diplodocus carnegii: Holland (1). —
— Sog. „Clavieula““ von Dipl. ein Penisknochen: Nopsca (1).
+. Dynamosaurus n.g. f. D.imperiosus n.sp. aus der Kreide von Wyoming: Osborn (1).
tGresslyosaurus Plieningeri u. robustus nn. spp. aus der Trias Württembergs:
v. Huene (2).
}Haplocanthosaurus: Beschreibung des Skeletts und Bemerkungen über syste-
matische Stellung: Hatcher (3). — Hapl. Utierbacki n.sp. aus Colorado:
Hatcher (3).
1Hypsilophodon: Beschreibung und Abbildung: Nopsca (2).
tMonoclonius canadensis: Beschreibung und Abbildung von Schädelresten:
Lambe (2).
t1Morosaurus: Bemerkungen über den Schädel: 0. H. F.
tPachysaurus n. gen. f. P.magnus u. ajax nn. spp. aus der Trias Württembergs:
v. Huene (2).
1Plateosaurus ornatus, Reinigeri, Quenstedti u. Erlenbergiensis nn. spp. aus der
Triss Württembergs: v. Huene (2).
TPolacanthus: Beschreibung und Abbildung: Nopsca (2).
tSellosaurus n. gen. f. S.gracilis n. sp. aus der Trias von Stuttgart: v. Huene (2).
TStegopelta landerensis n. sp. aus der oberen Kreide von Wyoming: Willisten (1).
tStreptospondylus: Beschreibung und Abbildung: Nopsca (2).
TThecodontosaurus Hermannianus, latespinatus, primus u. antiquus nn. Spp. aus
der Trias Württembergs: v. Huene (2).
1Triceratops brevicornus n. sp. aus den Laramie-Schichten von Wyoming: Hatcher
(2). — T. prorsus: Aufgestelltes Skelett: @ilmore (2). — Skelett im U. St.
Nationalmuseum: Schuchart. j
1T yrannosaurus n. gen. f. T.rex n.sp. aus den Laramieschichten von Montana:
Osborn (1).
TZanclodon subcylindrodon n. sp. aus der Trias Württembergs: v. Huene (2).
Emydosauria.
Morphologische und biologische Bemerkungen über Crocodilus, Caiman
und Alligator: 0’ Connell. — Biologische Bemerkungen über verschiedene Krokodil-
arten: Schnee (%). — Entwicklung von Epiphyse und Paraphyse bei Krokodilen:
Voeltzkow (2).
Alligator: Pigmentierung des Sehnerven: Abelsdorff. — fAll. Gaudryi n. sp. von
Quercy: 6. de Stefano.(1).
Caiman: Morphologische, faunistische und biologische Bemerkungen über
brasilianische Arten: Siebenrock (4).
Crocodilus acutus: Bemerkungen über das Blutgefäßsystem: Beddard (5).
Cr. americanus: Morphologische und biologische Bemerkungen: Scherer (1).
fC. articeps u. megarhinus nn. spp. aus dem Eocän Ägyptens: Andrews.
— Cr. nilotieus: Geschmacksorgane: Bath (1).
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 85
tDiplocynodon gracilis de Rochebr.: von Quercy beschrieben und abgebildet:
6. de Stefano (1).
tErythrosuchus n. gen. f. E. ea n.sp. aus den Karroo-Beds Südafrikas:
Broom (4).
iGoniopholis ? gilmorei n.sp. aus dem Jura von Wyoming: Holland (2).
Jacaretinga sclerops Schneid.: Über den Bau der Moschusdrüse: Pettit u. Geay.
— Variationen im Schädelbau: Vaillant (2).
Steneosaurus burgensis chanuti: Bemerkungen darüber: Chanel.
1 Tomistoma gavialoides u. kerunense nn. spp. aus dem Eocaen Ägyptens: Andrews.
— Tom. schlegelii: Eier und Embryonen: Butler.
Plesiosauria.
tCrimoliosaurus Lissaensis n. sp. aus der Kreide Böhmens: Fritsch u. Bayer.
tNothosauridae: Schädelbau: Jaekel (3).
}Plesiosaurus sp.: Beschreibung und Abbildung von Wirbeln und Beschreibung
eines Humerus aus der Eisenerzformation Luxemburgs: Benecke. — Ples.
Degenhardti Kok., limnophilus Kok. u. valdensis Lyd.: aus dem norddeutschen
Wealden beschrieben und abgebildet: Koken. — Pl. Kanzleri n. sp. aus dem
norddeutschen Wealden: Koken.
Pelycosauria.
Pelycosaurierreste aus dem deutschen Muschelkalk: v. Huene.
TAnomosaurus Strunzi n.sp. aus dem Hauptmuschelkalk von Bayreuth: v. Huene.
tBathygnathus borealis: Bemerkungen über seine systematische Stellung und sein
Alter: Case (1).
t.Dimetroden: Beschreibung und Abbildung des Schädels von D. incisivus, dollo-
vianus u. gigas: Case (2).
Thalattosauria.
1Thalattosauria n. gen. f. Th. Alexandrae n. sp. aus der Trias von Kalifornien:
Merriam.
Rhynchocephalia.
tChampsosaurus laramiensis u. ambulator nn. spp. aus den Laramie-Schichten
Montanas: B. Brown.
1Datheosaurus n.gen. f. D.macrurus n. sp. aus dem Rotliegenden Niederschlesiens:
Schroeder.
Hatteria: Bemerkungen über das Blutgefäßsystem: Beddard (5). — Gehirnmiß-
bildung bei Hatt. punctata: Sauerbeck.
1Howesia n. gen. f. H.Browni n. sp. aus der oberen Trias Südafrikas: Broom (6).
1Hyperodapedon: Abdominalrippen aus dem Keuper von Hollington: Wood-
ward (2).
tNaosauridae: Bedeutung der Wirbelstacheln: Jaekel (1).
86 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Diaptosauria.
tPelosuchus n. gen. f. P. priscus n. sp. aus den Karroo-Beds Südafrikas: Broom (4).
Pterosauria.
tOrnithocheirus Hlavadi n, sp. aus der Kreide Böhmens: Fritsch u. Bayer.
Anomodontia.
Verwendung der Bezeichnung Anomodontia: Broom (3).
tArchaeosuchus n. gen. f. Ar. Cairncrossi n. sp. aus den Karroo-Beds Südafrikas:
Broom (4).
tChelyoposaurus williamsi Broom: Beschreibung und Abbildung: Broom (2).
tCryptocynodon simus Seeley: Beschreibung und Abbildung: Broom (2).
1Diademodon mastacus Seeley: Beschreibung von Knochenresten: Broom (1).
t1Dicynodon Jouberti n. sp. aus den Karroo-Beds Südafrikas: Broom (4).
tEndothiodon bathystoma Owen: Beschreibung und Abbildung: Broom (2).
tEsoterodon uniseries (Owen): Beschreibung und Abbildung: Broom (2).
1Melinodon n. gen. f. M. simus n. sp. aus der oberen Trias Südafrikas: Broom (6).
tOpisthoctenodon agilis Broom: Beschreibung und Abbildung: Broom (2). — ©.
brachyops n. sp. aus Südafrika: Broom (2).
tPristerodon Mackayi Huxley: Beschreibung: Broom (2).
tProdicynodon pearstonensis Broom: Beschreibung und Abbildung: Broom (2).
1Sesamodon n. gen. f. S.Browni n.sp. aus der oberen Trias Südafrikas: Broom (6).
TTrirhachodon minor n.sp. aus der oberen Trias Südafrikas: Broom (6).
Cotylosauria.
tOsteologie der Diadectidae und ihre Beziehungen zu den Chelydosauriern:
Case (3).
tPhanerosaurus: Bemerkungen über die systematische Stellung der Gattung:
Stappenbeck.
tProcolophon: Bemerkungen über die systematische Stellung: Broom (%) und
Seeley (1). — Pr. Boini n. sp. aus den Karroo-Beds Südafrikas: Broom (4).
tStephanospondylus n.n.f. Phanerosaurus pugnax Gein. u. Deichm.: Beschreibung
und Abbildung: Stappenbeck.
tThelegnathus n. gen. f. Th. Browni u. parvus nn.spp. aus der oberen Trias Süd-
afrikas: Broom (6).
Incertae Sedis.
+Albisaurus scutifer n.n.f. Iguanodon sp. Fritsch aus der Kreide Böhmens: Fritsch
u. Bayer.
THunosaurus n. gen. f. H.Fasseli n. sp. aus der Kreide Böhmens: Fritsch u. Bayer.
tIserosaurus n. gen. f. I.litoralis n. sp. aus der Kreide Böhmens: Fritsch u. Bayer.
1Procerosaurus n.n. f. Iguanodon ? exogirarum Fritsch: Fritsch u. Bayer.
II. Reptilia und Amphibia für 1905. 87
Amphibia.
Struktur und Funktion des Gehirns bei Amphibien: Barbier (2). — Gastru-
lation und Embryobildung bei Amphibien: Brachet. — Entwicklung der Retina
bei Amphibien: Cameron. — Lymphoides Gewebe der Amphibien: Drzewina.
— Verteilung des Dotters im Amphibienei: Dubuisson (1). — Entwicklung des
Exkretionssystems bei Amphibien: Filatow. — Molecular-Konzentration von
Geweben bei Süßwasser-Amphibien: Fredericq. Anatomie und Physiologie
der samenableitenden Wege der Batrachier: Gerhartz (1). — Abhängigkeit des
Regenerationsvermögens der Amphibienlarven von Alter, Entwicklungsstadien
und spezifischer Größe: Kammerer (1). — Regeneration der Genitalanlage bei
Amphibienlarven: Levi. — Experimentaluntersuchungen über die Bildung der
Cornea bei Amphibien: Lewis (1). — Experimente an Amphibienembryonen:
Lewis (2). — Untersuchungen an Erythrocyten von Amphibien: Meves (?—4).
— Histologische Bemerkungen über die Thymus der Amphibien: Pensa. —
Wimperzellen im Leber-Peritoneum von weiblichen Exemplaren verschiedener
Amphibien: Prenant (2). — Gehirn der Batrachier: Ramon y Cajal. — Nerven-
endigung in Papillen der Zunge bei Amphibien: Retzius. Multizelluläre Ent-
stehung der peripheren sensiblen Nervenfaser und Bestehen eines allgemeinen
Endnetzes sensibler Neuroblasten bei Amphibienlarven: Schultze (1). — Ein-
fluß des Lichts auf Entwicklung und Pigmentierung von Amphibieneiern und
-larven: Sehultze (2). — Mauthnersche Fasern im Rückenmark von Amphibien:
Tagliani. — Bemerkungen über rote Blutkörperchen der Amphibien: Weidenreich
(1) u. (2). — Reizbarkeit von Batrachierlarven auf frühen Entwicklungsstadien:
Wintrebert (1). — Normaler Verlauf der Metamorphose bei Amphibien auch nach
Entfernung eines Stückes Rückenmark: Wintrebert (10).
Ecaudata.
Histologische Umwandlungen im Schwanze von Anurenlarven während
seiner Rückbildung im Laufe der Metamorphose: Anglas u. Guieysse. — Bau
und Funktion der Hautdrüsen des Frosches: Arnold. — Einfluß der Nahrung
auf die Länge des Darmes bei Froschlarven: Babäk (1). — Einfluß des zentralen
Nervensystems auf die Gestaltungsvorgänge der Metamorphose des Frosches:
Babäk (2). — Histologische Differenzierungen im Gehirn von Anuren: Barbieri (1).
— Bemerkungen über die Erzeugung von Entwicklungsanomalien bei Rana u.
Bufo: Bataillon (2) u. (3). — Abhängigkeit der Regenerationsfähigkeit bei Kaul-
quappen von verschiedenen Bedingungen: Bauer. — Form und Bau der Ery-
throeyten des Frosches unter der Einwirkung verschiedener chemischer Agentien
und von erhöhter Temperatur: Dogiel. — Histologische Veränderungen im Schwanz
und Darmepithel bei der Metamorphose des Frosches: Duesberg. — Über eine
infektiöse Krankheit bei Fröschen: Emerson u. Norris. — Sexualunterschiede
in der Haut des Frosches: Fisher. — Frosch mit drei Beinen: Gillot. — Photo-
elektrische Veränderungen im Frosch - Augapfel unter dem Einfluß von ver-
schiedenen Regionen des Spektrums: @oteh. — Elektrische Schwankungen
infolge sekretorischer Tätigkeit in der Froschzunge: Goteh u. Simpson. — An-
lage der Lungen und ultimobranchialen Körper bei Anuren: Greil (3). — Lymph-
88 II. Reptilia und Amphibia für 1905.
gefäßsystem der Froschlarven: Hoyer. — Einfluß von Salz und verschiedenen
anderen Lösungen auf die Entwicklung von Froscheiern: Jenkinson (3). — Lymph-
system von Frosch und Kröte: Jossifov. — Experimentelle Untersuchungen
am Auge von Embryonen von Rana palustris: King. — Batrachierlarven aus
Ägypten: Kormos. — Bedeutung bestimmter Partieen des Froschhirns für be-
stimmte Bewegungen, Sinnesäußerungen und Reflexerscheinungen: Loeser. —
Angstgeschrei von Fröschen und Kröten: H. Löns (1). — Der Frosch: Handbuch
für praktische Arbeiten in der Zoologie der Wirbeltiere: Meissner (russisch!).
— Experimentelle Untersuchungen über die Entwicklung des Froscheies: Mor-
gan (1—7). — Bildung der Zellen im Innern des Froscheies auf frühen Furchungs-
stadien: Reed. — Distomen der Frösche aus der Umgegend Warschaus: Sini-
eyn (russisch!). — Bemerkungen zur Histologie der Froschretina: Schneider.
— Adrenal-Tumoren in der Froschniere: Smallwood. — Blut- und Lymphgefäße
der Froschlunge: Suchard. — Elektrische Schwankungen im Froschherzen bei
Reizung der Herznerven: $Symes. — Entwicklung des Rückenmarks im Schwanz
von Anurenlarven: Wintrebert (3). — Reihenfolge in der Entwicklung der Finger
bei Anuren: Wintrebert (5). — Unveränderte Rückbildung des Schwanzes von
Rana-Larven nach Entfernung eines Stückes Rückenmark: Wintrebert (6). —
Bestimmung des Alters von Rana-Larven nach dem Entwicklungsgrad der Hinter-
gliedmaßen: Wintrebert (%). — Entwicklung von Anurenlarven nach vollständiger
Entfernung des Zentralnervensystems: Wintrebert (9). — Fibrilläre Strukturen
in der Leber des Frosches: Wolff. — Nützlichkeit oder Schädlichkeit des Frosches
in Fischteichen: Fischereizeitung, Neudamm, Bd. 8 (anonym).
Aglossidae.
Dactylethra calcarata: Tentakelapparat: Cohn (2).
Xenopus laevis: Lebenslauf vom Ei bis zur Metamorphose: Bles (2).
Phaneroglossidae.
Ranidae.
Abnormitäten bei Raniden-Larven: Annandale (3).
Bestimmungstabelle und Literaturangaben für die bis heute bekannt ge-
wordenen Ranidengattungen: Roux.
Arthroleptis Seimundi n. sp. aus Fernando Poo: Boulenger (20). — Arthr. variabilis,
macrodactylus u. calcaratus: Bemerkungen darüber: Andersson. — Arthr.
xenochirus u. parvulus nn. spp. aus Angola: Boulenger (19).
Bulua albiventris n.sp. aus Süd-Kamerun: Boulenger (3).
Chiromantis lepus: Beschreibung und Abbildung: Andersson.
Cornufer worcesteri n.sp. von den Philippinen: Stejneger (3).
H ylambates bocagei var. leucopunctata n. var. aus Angola: Ferreira.. — Hyl. rufus
Reich. u. Aubryi A. Dum.: Bemerkungen. darüber: Andersson.
Ixalus castanomerus n.sp. aus Selangor: Boulenger (10).
Leptodactylodon ovatus And.: Beschreibung und Abbildung: Andersson.
Petropedetes natator n. sp. aus Sierra Leone: Boulenger (3). — P. palmipes n. sp.
aus Süd-Kamerun: Boulenger (3).
Di. Reptilia und Amphibia für 1905. 89
Philantus woodi n. sp. von den Philippinen: Stejneger (3).
Phrynobatrachus plicatus Gthr.: identisch mit Phr. auritus Boul.: Andersson.
Prostheraspis femoralis n. sp. von Gorgona Island, Columbien: Barbour.
Rana: Untersuchungen nach der quantitativen Methode an der Gattung Rana:
Depoli. — Bis heute aus Rana bekannt gewordene Gregarinenarten: Laveran
(1). — Gehörvermögen von Rana: Yerkes (1). — Rana aequiplicata Werner
[= R.longirostris Pet., d. Ref.] u. R. albilabris Hallow: Bemerkungen darüber:
Andersson. — R. agılis: Vorkommen bei Passau: Bruner. — R. Ansorgii
n.sp. aus Angola: Boulenger (19). — R. arvalis: Vorkommen im Kreise
Schwaben und Neuburg (Bayern): Lankes (?). — R. Blanfordii: Angaben
über ihre Heimat: Boulenger (17). — R. catesbiana: Biologische Bemerkungen:
Michov, Mulertt und Needham. — R, esculenta var. susana n. var. aus Süd-
west-Persien: Boulenger (18). — R. esculenta: Hautdrüsen: Bruno. — rudi-
mentärer Hermaphroditismus: G@erhartz. — Parasiten: Hollack und Sergent.
— Orientierungssinn: Riedel. — Variation der Darmlänge bei den Larven
und ihre Beeinflussung durch die Ernährung: Yung (1) u. (2). — Ungewöhn-
lich große Larven: Yung (3). — R. fusca: Widerstandsfähigkeit der Ge-
schlechtsprodukte und Embryonalanlagen gegen erhöhte Temperatur:
Bataillon (1). — Im Winter in Brunst: Dieck. — R. hexadactyla: Distomen
aus Lunge, Mundhöhle und Darm: Klein. — AR. mearnsi n.sp. von den
Philippinen: Stejneger (3). — R. sariba n. sp. aus Sarawak (Borneo): Shel-
ford. — R. temporaria: Biologische Bemerkungen: H. Löns (2) und R. Löns.
— Bemerkungen über die Fortpflanzung: Wolterstorff (4). — Anomalie
im Venensystem: Woodland. — R. virgatipes: Vorkommen in New Jersey:
Davis. — Morphologische und biologische Bemerkungen: Fowler.
Rappia nobrei n.sp. aus Angola: Ferreira.
Rothschildia n. gen. f. R. kounhiensis n. sp. aus Abyssinien: Mocquard (4).
Engystomatidae.
Atelopus gracilis n. sp. von Gorgona Island, Kolumbien: Barbour. — A. tumi-
frons n. sp. aus Pernambuco: Boulenger (20).
Didynamipus sjöstedti And.: Beschreibung und Abbildung: Andersson.
Rhinoderma darwinii: Brutpflege: Bürger.
Dyscophidae.
Dyscophina n. gen. f. D. volzi n. sp. von Palembang auf Sumatra: van Kampen.
Bufonidae.
Biologische Bemerkungen über einheimische Kröten: Reitz (3).
Bombina: Geographische Verbreitung: Stejneger (4).
Bufo: Degenerationserscheinungen an Eizellen des Bidderschen Organs: Cerruti.
— Entwicklung des Sympathicus - Systems: Jones. — Untersuchungen
über die Zahnleiste der Kröte: Oeder (1). — Untersuchungen über die Inter-
maxillardrüse der Kröte: Oeder (2).
Bufo calamita: Vorkommen in Bedfordshire: Steele-Elliott. — B. lentiginosus:
abnorme Kaulquappen: Andersson. — Entstehung der ersten Richtungs-
90 III. Reptilia und Amphibia für 1905.
spindel im Ei: King (1). — B. longinosus n.sp. von Cuba: Stejneger (7).
— B. panaganus, angeblich von den Philippinen, ist identisch mit Bufo
lemur von Porto Rico: - Stejneger (6). — DB. superciliaris: Bemerkungen
darüber: Andersson. — B. vulgaris: Verpflanzung von Anlagen der Hinter-
gliedmaßen in die Schulterregion: Banchi. — Färbungsanomalien: de Stefani-
Perez. — Variation: Rope.
Pseudophryne vivipara: n.sp. vivipar, aus Deutschostafrika: Tornier (1).
Pelobatidae.
Pelobates fuscus: populär gehaltene Bemerkungen darüber: Geyer (1). — Ex-
perimentell erzeugte überzählige Hintergliedmaßen: Tornier (2).
Pelodytes punctatus: Spermien: Ballowitz (1).
Oystignathidae.
Oocormus n. gen. f. O. microps n. sp. aus Brasilien: Boulenger (20).
Hyylidae.
Hyla andersoni: Vorkommen in New Jersey: Davis. — H. arborea var. incompleta
n. var. aus Sizilien: de Stefani-Perez. — H. carolinensis: Morphologische und
biologische Bemerkungen: Krefft (2). — H. graminea n.sp. aus Britisch-
Neuguinea, H. platydactyla n.sp. aus Venezuela und H. steinbachi n. sp.
aus Bolivien: Boulenger (20). — H. versicolor: Giftigkeit: Bergmann und
Bilger.
Phyllomedusa hypochondrialis: Bemerkungen zur Entwicklung: Bles (1).
Discoglossidae.
Bombinator: Vorgänge beim äußeren Hervortreten der Vorderbeine der Unke
und künstliche Abrachie derselben: Braus. — B. maximus n. sp. aus Yunnan:
Boulenger (6).
Discoglossus pictus: Bemerkungen darüber: Deyrolle (1) und de Stefani-Perez.
— Entwicklung des Pankreas: Goggie (1).
Alytes obstetricans: Biologische Bemerkungen: Hackenberg (I) und Hartmann.
— Vorkommen bei Mainz: v. Kittlitz und Schuster (1).
Caudata.
Einfluß des Zentralnervensystems auf die Regeneration bei Tritonen: God-
lewsky.
Genese der Mundhöhlenschleimhaut bei Urodelen: Greil (1). — Liebes-
spiele der Molche und Salamander: Knoblauch (1). — Lappenbildung im Hoden
von Urodelen: Nußbaum. — Entstehung der Erythrocyten bei Triton: Pardi.
— Doppelte und polymorphe Kerne in Tritonblastomeren: Rubaschkin. —
Verbreitung und Phylogenie der lebenden Urodelen als Folgen einer Tendenz
zur Neotenie: Simroth. — Blutversorgung des in Entwicklung begriffenen Auges
der Urodelen: Waele.
Autodax lugubris farallonensis n. subsp. von der Farallon-Insel (Pacif. Küste
v. Nordam.): van Denburgh.
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 91
Amphiuma: Verlauf eines Astes des siebenten Cranialnerven: Norris.
Batrachoseps attenuatus: Entwicklung der Spermatocyten 1. Ordnung: Janssens.
— B. pacificus Cope: Beschrieben und abgebildet: van Denburgh.
Oryptobranchus: Bau des Auges: Reese (1). — Or. alleghaniensis: Morphologische
und biologische Bemerkungen: Geyer (%?). — Haut und Darmkanal: Reese (2).
— (Cr. japonicus: Morphologische und biologische Bemerkungen: Bolau
und Sasaki.
Diemyctylus: Regeneration eines Beines nach Durchschneidung des zugehörigen
Nerven: Hines.
Megalobatrachus: Gastrulationserscheinungen: Ishikawa. — Meg. maximus:
Erste Entwicklungsstadien: de Bussy. — Eier und Larven: Kerbert. — (S.
auch Oryptobranchus.)
Molge: Molche 3 m unter der Erde gefunden: @tto. — Zellstruktur im Ösophagus-
epithel: Prenant (1) u. (3). — Doppelbildungen bei Embryonen: Tonkov.
— Biologische Bemerkungen: Wolterstorff (6). — Samenträger und Kloaken-
wulst der Tritonen: v. Zeller. — M. alpestris: Bildung des Mundes: Greil (2).
— M. Blasii: Künstliche Erzeugung und Beziehung zu den Mendelschen
Regeln: Wolterstorff (1). — M. cristata: Polydaktylie: Profe. — M. crist.
subsp. Karelinii: Vorkommen in Ungarn: von Mehely (2). — M. ialicus:
Zwergform von Lecce: Wolterstorff (2). — M. marmorata: Vorkommen in
Nordfrankreich: Giard. — Regeneration bei M. marmor.: Kammerer (3).
— Zwergform von Cadix: Wolterstorff (2). — M. palmata: in Carnarvonshire
und Bardsey-Island: Coward. — M. palm. forma Sequeirai: Zwergform von
Porto in Portugal: Wolterstorff (2). — M. Poireti: Zwergform von Böne in
Algier: Wolterstorff (2). — M.vitata form. excubitor: Zwergform vom Anti-
libanon: Wolterstorff (2). — M. vulgaris L. subsp. Kapelana n. subsp. aus
Ungarn: von Möhely (2). — M. vulg. subsp. graeca n. subsp.: Unterschiede
und Verbreitung: Wolterstorff (5).
Onychodactylus: Biologische Bemerkungen: Nomura.
Necturus: eine dauernd auf dem Larvenstadium stehen bleibende Form: Kings-
bury. — Histologische Veränderungen während der ersten Entwicklungs-
stadien der Augenblasen: Loeb. — N. maculatus: Ganglienzellen im Bulbus
arteriosus und Herzventrikel: Carlson. — Eingebürgert in Deutschland:
Lankes (1). — Blut- und Lymphgefäße der Lunge: Miller (2). — Anormale
Verhältnisse im Venensystem: Romeister. — Entwicklung der Pinealregion
und der Paraphyse: Warren. —
Proteus anguineus: Regeneration: Kammerer (3).
Salamandra atra: Vorkommen in Ungarn: Honigmann und von Mehely (2). —
S. caucasica: Beschreibung und Angaben über Lebensweise: Knoblauch (2).
— 8. maculosa: Vorkommen bei Passau: Bruner. — Biologische Bemerkungen:
Reitz (1). — Zweiköpfige Larve: Reitz (2). — Bemerkungen über Fort-
pflanzung, albinotische und mikrophthalmische Larven: Schultze (3). —
— Metamorphose der Larven nach Entfernung eines Stückes Rücken-
mark: Wintrebert (4).
Salamandrella keyserlingi Dyb. var. tridactyla n. var. aus Transkaspien: Nikolsky.
92 IH. Reptilia und Amphibia für 1905.
Siredon: Umwandlungen des Spermatozoon nach dem Eindringen in das Ei:
Jenkinson (1). — Praeorale Ausbuchtung des Entoderms bei Amblystoma-
Larven: Valentr. — Nervenfunktion im Schwanz von Siredonlarven:
Wintrebert (2).
Spelerpes fuscus: Muskulatur, Innervation und Mechanismus der Schleuderzunge:
Szamoylenko.
Typhlomolge rathbuni: Anatomie: Emerson.
Apoda.
Lorenzinische Ampullen bei Gymnophionen: Coggi.
Stegocephala.
tBau und Verwandschaftsbeziehungen von amerikanischen Labyrintho-
dontidae: Branson.
tArchegosaurus orecatus n. sp. aus Kashmir: Woodward (4).
tCochleosaurus bohemicus Fritsch: Beschreibung u. Abbildung von Knochen-
resten: Broili.
tProtriton Fayoli n.sp. aus dem oberen Stephanien von Commentry in Frank-
reich: Thevenin.
tTheranopus menaughti n. sp. aus Joggins: Matthew (1).
Incertae Sedis.
tBemerkungen über Batrachier-Fußspuren: Matthew (1) u. (2).
tAsperipes avipes u. flexilis nn. spp. v. Fußabdrücken aus dem Carbon Ostkanadas:
Matthew (4). — Asp. caudifer: Beschrieben und abgebildet: Matthew (4).
tBarillopus arctus u. confusus nn. spp. von Fußabdrücken aus dem Carbon Ost-
kanadas: Matthew (4).
tBaropezia sydnensis: Beschrieben und abgebildet: Matthew (4). — B. abscissa
n. sp. eines Fußabdruckes aus dem Carbon Ostkanadas: Matthew (4).
tBaropus unguifer: n.sp. von Joggins N. S.: Matthew (1).
tCursipes Dawsoni n. sp. eines Fußabdrucks aus dem Carbon Ostkanadas:
Matthew (4).
+.Dromillopus n. g. f. Dr. quadrifidus n. sp. eines Fußabdrucks aus dem Carbon
Ostkanadas: Matthew (4).
t.Dromopus celer n. sp. von Joggins N.S.: Matthew (1). — Dr. velox n. sp. eines
Fußabdrucks aus dem Carbon Ostkanadas: Matthew (4).
tHylopus: Bemerkungen über die Gattung: Matthew (3). — Hyl. Logani: Be-
schrieben und abgebildet: Matthew (4). — Hyl. [??] minor Dawson: Be-
merkungen darüber: Matthew (4).
1.Megapezia pineoi n. sp. eines Fußabdrucks aus dem Carbon Ostkanadas: Mat-
thew (4).
tNanopus obtusus u. quadratus nn. spp. von Fußabdrücken aus dem Carbon Ost-
kanadas: Matthew (4).
III. Reptilia und Amphibia für 1905. 93
tOrnithoides trifidus: Beschrieben und abgebildet: Matthew (4). — O. ?Adamsi
n. sp. eines Fußabdruckes aus dem Carbon Ostkanadas: Matthew (4).
+Pseudobradypus: Bemerkungen darüber: Matthew (4).
tSauropus unguifer: Bemerkungen darüber: Matthew (4).
Inhaltsverzeichnis.
Seite
Verzeichnis der Veröffentlichungen . . .» 2-2 22.0... 00.» 1
BeeknaktnnchidemiuStokfs. =, male. Brei 64
NEE RR ET en el bes >oinin: ne tele ee eis’ 64
Entwicklung, Metamorphose, Regeneration, Variation, Mißbildungen,
experimentelle Arbeiten, Phylogenie . ». » 2.2.22... .. 66
Physiologie, Gift, Parasiten, Biologie . . . » - 2 e0 0... 69
Wasschisdenes, Nomenklatur... u.a. See en 71
NHILDERLEE | a 2 RR RE RE 72
Zee ROTmor le et RE Shen elanret, Aueh nalen. ee en 72
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94
III. Reptilia und Amphibia für 1905.
Seite
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Pterosaunia’; 4% zer cable le erleleh E e. .0.116 oe 86
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Cotylosauria 200% one m een 000 a ee 86
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Stepocephala 23. 2 nk iaäneeahluepepefilie zei nee oL 92
Incertaet SediBr ers ee een ae ae er 92
IV. Pisces für 1902.
Von
Prof. Dr. K. Eckstein.
(Inhaltsverzeichnis siehe am Schlusse des Berichtes.)
I. Verzeichnis der Veröfientlichungen mit Referaten.
Ailalo, F. &., Bickerdyke, J., Maxwell, Sir H. u. Pyeraft, W. P.
Fishes. Living Animals of the World 2, p. 609—669, col. Taf. u. Photogr.
Albert, F. La introduccıon de los Salmones. Mem. Soc. Chili 12,
p. 1—54, fig.
Die Möglichkeit der Salmonideneinbürgerung in Chile wird er-
örtert.
Alcock, A. A Naturalist in Indian Seas. Or, four years with the
Royal Indian Marine Survey Ship ‚„Investigator“‘, London, 1902, 8°,
24 + 328 pag., fig.
Teil 1. Cap. V. Orissa-Küste. Lautäußerungen bei Fischen:
Therapon theraps, Pristipoma guaraka, Sciaena; Geschlechts-
dimorphismus: Arnoglossus macrolophus, Brachypleura xanthosticta,
Rhomboidichthys azureus. Ernährung der Jungen durch ein milch-
artiges Sekret bei Trygon bleekeri und Myliobatis nieuhofiü. Zwei
Lanzettfische an der Orissa-Küste: Dolichorhynchus n. g. Verwertung
der Fische. — Cap. VI. Fauna von Flotsam: Farbwechsel bei Balistes
maculatus. Monacanthus scriptus; Carcharias dussumieri mit zwei
lebensfähigen Embryonen. Periophthalmus und Boleophthalmus:
Bewegung an Land, Augen. — Cap. VII. Andaman-Inseln: Epinephelus
hexagonatus, Pterois volitans. — Cap. VIII. Ganjamküste: Plotosus
arab, giftig. Bembrops caudımacula (Synonyme), Coromandelküste
bei 128 Faden ; Minous inermis, bei 45—150 Faden von Polypen (Stalyetis
minoi) besetzt. — Cap. IX. Bai von Bengalen u. Adamansee: Lampro-
grammus niger, ein in der Seitenlinie leuchtender Tiefseefisch, 405
—561 Faden. Coco-Inseln: Bathygadus longifilis und Porcellanaster
coeruleus; Pristipoma, Therapon, Dules. — Cap. X. Adaman-See:
Lophius piscatorıus. — Cap. XII. Betrapar Atoll: Muraena pseudo-
thyrsoidea; Aucutta: Mugil (?) bleekeri; Dules taeniura. — Cap. XIII.
See von Minnikoy: Nasus tuberosus, N. unicornis. — Cap. XIV. Kistna-
Delta: Trygon walga, Pteroplataea mierura, Embryonen, Milch. Dicero-
Arch. f. Naturgesch. 72, Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 1
2 IV. Pisces für 1902.
batis, Ceratoptera, Rhina squatina. — Teil 2. Die Tiefseefauna der
indischen Region. Fische: Centroscyllium ornatum 285—690 Faden;
Macrurus investigatoris 197—490 Faden, sehr gemein; Onirodes
glomerosus, mit unter der Haut liegenden Augen; Benthobatis morisbyi,
ein elektrischer blinder Rochen; ganz blind ist Tauredophidium hextii,
Bengalen, 1310 Faden; phosphorescierend sind Leptoderma affınis,
Kistmaküste und Glyptophydium macropus, Bengalen, 250 Faden;
die Phosphoreszens ist vom Willen abhängig: Halosaurus nigerrimus,
Diplophos corythaeolum, Adaman-See. — Bathypterois guentheri,
561 Faden; Dibranchus nasutus, 400 Faden. Photostomias atrox
leuchtet unter Einfluß des Nervensystems; Aulastomorpha phosphorops,
der Kopf ist passiv leuchtend. Odontostomus atratus, 500—800 Faden.
Raubfische der Tieisee: Malacosteus sp., 650 Faden; Chauliodus
pammelas, 1370 Faden, Bezahnung; Astronesthes sp., 280 Faden.
Seltene Fische: Saccogaster maculata, 193—276 Faden, vivipar. Halı-
morhirurgus centriscoides, 143 Faden, Scopelarchus guentheri, 947
Faden. Zahlreiche Abbildungen. Systematische, morphologische,
biologische Notizen.
Allen, B. WM. Some Öbservations upon the Eye of Bdellostoma
Stouti. Science N. 8. Vol. 15. No. 377 p. 467—468.
Allen, E. 3. u. Todd, R. A. The Fauna of the Exe Estuary. Journal
of the Marine Biological Association of the United kingdom (2) 6,
p: 299 —335.
Arnold, 3. (1). Über die Fischnahrung in den Binnengewässern.
Verh. V. Int. Zool. Coner., p. 553—566, fig.
Konstante Planktonkonsumenten: Osmerus eperlanus var. spi-
rinchus, Coregonus albula, Alburnus lucidus. Temporäre Plankton-
konsumenten: Abramis brama, Idus melanotus, Perca fluvıatilis,
Leuciscus rutilus. Die Fische der Uferregion: Acerina cernua, Cobitis
taenia, Cottus gobio, Lota vulgaris.
— (2). Beobachtungen über die Ernährung der Wildfische in
einigen Gewässern der Waldai-Höhen. Aus der Nikolsk. Fischzucht-
anstalt No. 6. p. 59—70 (russisch).
Alexander, A. B. Notes on the Boats, Apparatus and Fishing
Methods employed by the Natives of the South Sea Islands, and
Results of Fishing trials by the Albatross. Report of the United States
Commission of Fish and Fisheries XXVI. p. 741—829.
Fischerei der Südsee-Insulaner.
Bade, E. Die mitteleuropäischen Süßwasserfische. Vol. 2. Berlin,
1902, 8°, 176 pag., 32 Taf.
Synopsis folgender Arten: Cobitis fossilis L., C. barbatula L.,
©. taenia L., Silurus glanis L., Esox lueius L., Umbra krameri Fitz.,
Coresonus albula, C. lavaretus L., C. maraena Bloch, C. fera Jurine,
C. wartmanni Bl., C. steindachneri Nüssl., ©. sulzeri Nüssl.; C. marco-
phthalmus Nüssl., ©. hiemalis Jur., C. oxychynchus L., Thymallus
vulgaris Niels., Ösmerus eperlanus L., Salmo hucho L., S. salvelinus L.,
5. salar L., S. trutta L., S. lacustris L., S. fario L., Alosa vulgaris Trosch.,
A. finta Cuv., Anguilla vulgaris Flem., Acipenser sturio L., A. ruthenus
IV. Pisces für 1902. 3
L., Acipenser huso L., A. glaber Heck., A. stellatus Pall., A. güldenstädtu
Brand, A. schypa Güldenst., Petromyzon fluviatilis L., P. planeri Bl.,
P. marinus L. Tabelle über Größe, Gewicht, Mindestmaß. Laichzeit-
tabelle. Schonzeiten. Eingeführte nordamerikanische Wirtschafts-
fische: Pomotis hexacanthus Jord.; Ambloplites rupestris Gill., Enne-
acanthus simulans Kay, Mesogonistius chaetodon Gill., Lepomis auritus
Gill., Eupomotis aureus Jord., Micropterus salmoides Jord., M. dolomieu
Lacep.; Amiurus nebulosus Rafın.; Salmo fontinalıs Mitch.; S. irideus
W. Gibb.; Amia calva L. Die wichtigsten Parasiten der Süßwasserfische.
Barrett-Hamilton, 6. E. H. Investigations upon the life-history of
Salmon, and their bearing on the phenomena of nuptial and sexual
ornamentation and development in the Animal Kingdom generally.
Annals and Magazine of Natural History (7) 9, p. 106—120.
Die Veränderungen der Haut des Lachses während der Laich-
periode sind krankhaft und durch den veränderten Stoffwechsel
bedingt.
Barton, 3. K. Notes on the digestive tract of Salmon and Sea
Trout kelts from River Tweed, January to May 1901. Annual Report
of the Fishery Board for Scotland 20, Pt. 2, p. 101—110, 3 Taf.
— (2). The Digestive tract in Kelts. The Journal of the Anatomy
Physiology normal and pathological (2) 16, p. 142—146, Taf.8 u. 9.
Lachs, Seeforelle. Darmkanal.
Beack, H. The Paddle Fish (Polyodon spathula). Bull. Wiscons.
Nat. Hist. Soc. Vol. 2. No. 1. p. 85—86.
Bean, B. A. (1). A rare „Whale Shark“. Science (2) 15, p. 353.
Rhinodon typicus Smith. Florida. Historische Angaben.
— (2). The conger eel. Science (2) 15 p. 715.
Anguilla conger ist gemein in den Gewässern von New York.
Der Leptocephalus wird nur selten gefunden.
Bean, T. H. (1). The Fishes of Long Island, with notes upon their
distribution, common names, habits, and rate of growth. Annual Report
Forest, Fish, and Game Commission State of New York, 1901 (1902)
478 pgg.
— (2). Food and Game Fishes of New York. Seventh Report
of the Forest, Fish and Game Commission of the State of New York.
1902. p. 251—460.
Beschreibung, Synonyma, Verbreitung in den Flußgebieten,
Abbildung, z. T. auf Tafeln, Lebensweise. Wirtschaftliche Bedeutung,
Fangzeiten von 149 Arten des Staates New York: Petromyzon marinus
L.; Raja erinacea Mitchill; R. ocellata Mitchill; R. eglanteria Bose. ;
R. laevis Mitchill.; Polyodon spathula Walbaum; Acipenser sturio
Linn.; A. rubieundus Le Sueur; A. brevirostrum Le Sueur; Ietalurus
punctatus Rafinesque; Ameiurus lacustris Walbaum; A. nataliıs Le
Sueur; A. vulgaris Thompson; A. catus Linn.; A. nebulosus Le Sueur;
A. nebulosus marmoratus Holbrook; A. melas Rafinesque; Noturus
flavus Rafinesque; Carpiodes thompsoni Agassiz; Catostomus cato-
stomus Forster; C. commersonii Lacepede; C. nigricans Le Sueur;
Erimyzon sucetta Lacepede; E. sucetta oblongus Mitchill; Minytrema
1*
4 IV. Pisces für 1902.
melanops Rafinesque; Moxostoma anisurum Rafinesque; M. aureolum
Le Sueure; Semotilus bullaris Rafinesque; S. atromaculatus Mitchell;
Tinca tinca Linn.; Hybopsis storerianus Kirtland; H. kentuckiensis
Rafinesque; Eroglossum maxillingna Le Sueur; Carassius auratus Linn. ;
Cyprinus carpio Linn.; Anguilla chrysypa Rafinesque; Leptocephalus
conger Linn.; Hiodon tergisus Le Sueur; H. alosoides Rafinesque;
Dorosoma repedianum Le Sueur; Clupea harengus Linn.; Pomolobus
chrysochloris Rafinesque; P. mediocris Mitchill; P. pseudoharengus
Wilson; P. cyanonoton Storer; Alosa sapidissima Wilson; Brevoortia
tyrannus Latrobe; Stolephorus brownii Gmelin; St. mitchilli Cuv. et
Val.; Coregonus quadrilateralis Richardson; C. clupeiformis Mitchill;
Angyrosomus osmeriformis H. M. Smith; A. artedi Le Sueur; A. hoyi
Gill; A. prognathus H.M. Smith; A. tullibee Richardson ; Oncorhynchus
tchawytscha Walbaum; Salmo salar Linn.; S. sebago Girard (ein-
geführt); S. henshawi Gillu. Jordan (eingeführt); S. gairdneri Richardson
(eingeführt); S. fario Linn. (eingeführt); S. farıoXxfontinalis; 8. trutta
levenensis Walker (eingeführt); S. irideus Gibbous (eingeführt); S. le-
manus Cuvier (eingeführt); Cristinomer.namaycush Walbaum; Salve-
linus fontinalis Mitchill; S. alpinus Linn. (eingeführt); S. aureolus Bean
(eingeführt); Osmerus mordax Mitchill; Lucius americanus Gmelin;
L. vermiculatus Le Sueur; S. reticulatus Le Sueur; L. lucius Linn. ;
L. masquinongy Mitchill; L. immaculatus Garrad; L. ohiensis Kirt-
land; Menidia notata Mitchill; Mugil cephalus Linn.; M. curema
Cuv. u. Val.; Scomber scombrus Linn.; S. colias Gmelin; Thynnus
thynnus Linn.; Sarda sarda Bloch; Scomberomorus maculatus Mitchill;
Sc. regalis Bloch; Sc. cavalla Cuv.; Xiphias gladius Linn.; Caranx
hippos Linn.; C. erysos Mitchill; Trachinotus carolinus Linn.; Poma-
tomus saltatrix Linn.; Rachycentron canadus Linn.; Rhombus paru
Linn. ; Rh. triacanthusPeck ; Pomoxis annularis Rafinesque; P.sparoides;
Lacepede; Ambloplites rupestris Rafinesque; Apomotis eyanellus
Rafinesque; Lepomis auritus Linn.; L. pallidus‘ Mitchill; Eupomis
gibbosus Linn. ; Mieropterus dolomieu Lacepede; M. salmoides Lacepede;
Stizostedion vitreum Mitchill; St. canadense Smith; St. canadense
griseum de Kay; Perca flavescens Mitchell; Roccus chrysops Ra-
finesque; R. lineatus Bloch; Morone americana Gmelin; Centropristes
striatus Linn.; Lobotes surinamensis Bloch; Neomoenis blackfordi
Goode u. Bean; Orthopristis chrysopterus Linn. ; Stenotomus chrysops
Linn.; Lagodon rhomboides Linn.; Archosargus probatocephalus
Walbaum; Cynoscion regalis Bloch u. Schneider; C. nebulosus Cuv. u.
Val.; Bairdiella chrysura Lacep&de: Sciaenops ocellatus Linn.; Leisto-
mus xanthurus DLac&pede; Micropogon undulatus Linn.; Mentieirrhus
saxatilis Bloch u. Schneider: Pogonias eromis Linn.; Aplodinotus
grunniens Rafinesque; Tautogolabrus adspersus Walbaum; Tautoga
onitis Linn. Chaetodipterts faber Broussonet; Sebastes marinus Linn.;
Merlucius bilinearis Mitchill; Pollachius virens Linn.; Microgadus
tomcod Walbaum; Gadus morrhua Linn.; Melanogrammus aegli-
finus Linn.; Lota maculosa Le Sueur; Urophrycis tenuis Mitchill;
Europhyeis chuss Walbaum; Brosme brosme Müller; Hippoglossus
IV. Pisces für 1902. 5
hippoglossus Linn.; Hippoglossoides platessoides Fabricus; Para-
lichthys dentatus Linn. ; ; P. lethostigmus Jordan u. Gilbert; P. oblongus
Mitchill; Limanda ferruginea Storer; Pseudopleuronectes americanus
Walbaum. Dieser 7. Bericht enthält ferner Angaben über Fischfang,
bes. Schellfisch‘ang und Fischerbrütung.
Beard, 3. (1). The Germ-Cells of Pristiurus. Anatomischer Anzeiger
21. p. 50—61.
Pristiurus, Continuität der Keimzellen. Normale und anormale
Lage derselben.
— (2). The numeral Law of the Germ-Cells. Anatomischer An-
zeiger Bd. 21. p. 189—200.
Die Mittelzahl der Keimzellen ist für Pristurus 128, für Petromyzon
planeri ist sie 32, allgemeine Formel für die Zahl der Keimzellen. Ein
Teil derselben erreicht die definitive Lage in der Keimdrüse, die anderen
degenerieren.
— (3). The Germ-cells. Part 1, Raia batis. Zool. Jahrb. Abt.
Morph. 16, p. 615— 702, Taf. 43 u. 44.
Die Keimzellen sind anzusehen als einzellige Organismen, welche
einen Teil ihres Lebens in einem vielzelligen unfruchtbaren Stock
(dem Embryo oder einem Metazoon) hinbringen, welcher durch eine
von ihnen gebildet wird zu einer bestimmten Zeit ihres Lebenskreis-
laufes.
— (4). The origin and histogenesis of the Thymus in Raia batıs.
Zool. Jahrb. Abt. Morphologie Bd. 17 (1903) ausgegeben am 10. Nov.
1902, p. 403—480, Fig. Taf. 5—10.
Entwicklungsgeschichte der Thymus; Morphologie der Leucocyten,
Ursprung der ersten Leucocyten, Bildung derselben aus Epithelzellen.
Thymus als Bildungsstätte der Leucoeysten; sie allein genügt
bei allen Vertebraten als Quelle der Leucocyten und aller lymphoiden
Bildungen.
Beckwith, €. 3. The early History of the Lateral Line and Auditory
Anlages of Amia. Science N. S. Vol. 15. No. 380 p. 575.
Berliner, K. Die Entwicklung des Geruchsorgans der Selachier.
Arch. mikr. Anat. 60, p. 386—406, fig. Taf. 20.
Anlage des Geruchsorgans aus dem Ektoderm, das sich in eine
Sinnesschicht und eine Deckschicht spaltet. Es besteht kein Zusammen-
hang mit dem Neuroporus. Wachstum des Organes.
Bird, M. €. H. A Question of Coloration. The Zoologist (4) 6, p. 150
W151.
"." . Boeke, 3. (1). Über das Homologon des Infundibularorganes bei
Amphioxus lanceolatus. Anat. Anz. 21. p. 411—414, 3 Figg
Ein bei 1,5—4,8 cm Jangen Amphioxus beobachtetes eigentüm-
liches Organ (Kupffersches Organ) wird beschrieben. Aus seiner Lage
wird auf eine Homologie mit dem Infundibularorgan der höheren
Vertebraten geschlossen.
— (2). Over de infundibulairstreek in de hersenholte van Am-
phioxus lanceolatus. Verslagen en Medeelingen der k. Akadamie van
6 IV. Pisces für 1902.
Wetenschappen, Afd. Natuurkunde. Amsterdam Deel 10 p. 856
—859. 3 Figg.
Vgl. Boeke (I).
— (3). On the ln region of the brain of Amphioxus
lanceolatus. Proceedings of the Royal Akademy of Sciences. Amster-
dam 4, p. 695—698, fig.
Vgl. Boeke (1,2).
— (4). Over de ontwikkeling van het entoderm, de blaas van
Kupffer, het mesoderm von den kopen het infundibulum bij de Murae-
noiden. Verslagen en Mededeelingen der k. Akademie van Weten-
schappen. Afd. Natuurkunde. Amsterdam. Deel 10. p. 468—474.
Die Kupffersche Blase entsteht bei Muränoiden aus den ober-
flächlichen Zellen des Blastoderm am Hinterende des Embryonal-
schildes.
— (5). Über die ersten Entwicklungsstadien des Chorda dorsalis.
Ein Beitrag zur Centrosomenlehre: Petrus Camper Leiden. Deel 1,
p- 968—586 7 Figg. Tab. 24.
Muränoidenembryonen wurden untersucht.
— (6). On the structure of the light-percepting cells in the spinal
cord, on the neurofibrillae in the ganglion cells, and on the innervation
of the striped muscles in Amphioxus lanceolatus. Proceedings of the
Academy of Sciences Amsterdam 5, p. 350—358, Taf.
Boettger, Das Maul als Bruttasche bei manchen Fischen. Der
Zoologische Garten. 43. p. 96—100.
Nach ‚Field‘ London, Vol. 99, No. 2558 p. 33 werden die wichtigsten
Forschungsergebnisse zusammengestellt. Behandelt werden: Rhodeus
amarus, Hygrogonus, Macropus, Osphromenus, Trichogaster, Amiurus,
Gymnarchus, Heterotis, Aspredo, Solenostoma, Tropheus, Tilapia
nilotica, T. magdalenae, T. strigigena, Centronotus gunellus, Cyclopterus
lumpus, Doras, Callichthys. — Arius sagor, Arius commersoni,
A. fascarıus, A. boakei, Malopterus electricus, Geophagus, Acara,
Chaetobranchus, Heplochillus tanganicanus, Chromis paterfamilias,
C. philander, Paratilapia sacra, Tropheus moorei, Ectodus longianalıs,
Apogon, Osteogeniosus, Galeichthys, Tropheus, Ectodus.
Borsieri, Clementina. Sulla specie europee del genere Atherina.
Zool. Anz. 25, p. 597—600.
A. rissoi C.u.V.
Bottazzi, F. (1). Untersuchungen über das viscerale Nerven-
system der Selachier. Zeitschrift für Biologie (2) 25. p. 372—443.
13 Figg.
Innervation des Herzens sowie des Ösophagus, Magens und Darmes.
Physiologie.
— (2). Contribution a la connaissance-de la coagulation du sang
de quelques animaux marins et des moyens pour l’empöcher. Archives
italiennes de Biologie 37. p. 49—63.
Seyllium stellare, Trigon violacea, Torpedo marmorata, T. ocellata.
Pepton, durch die Pfortader (Leber) in das Blut der Elasmobranchier
gebracht und zwar im Verhältnis von 0,05—0,8 g pro 1 kg Körpergewicht
IV. Pisces für 1902. 7
des Fisches reagiert, wie bei anderen Wirbeltieren: Das dem lebenden
Tier etwa 15 Minuten bis 2 Stunden nach der Injektion entnommene
Blut hält sich unbegrenzte Zeit flüssig. — Versuche bei Knochen-
fischen (Serranus gigas) hatten nicht das gewünschte Ergebnis.
Boulenger, 6. A. (1). Pisces. In Report on the Collections of
Natural History made in the Antarctic Regions during the Voyage
of the ‚Southern Cross“. London, 1902, 8°, p. 174—189, Taf. 11
—18.
Nototheniidae: Trematomus n. g. newnesi n. sp., Tr. borchgrevinki
n.sp., Tr. hansoni n.sp.; bernacchii n.sp.; Notothenia: Synopsis
der Arten. N. nicolai n.sp.; N. cobecki n.sp.; Gymnodraco n.g.
acusticeps n. sp.; Parachaenichthys n. g. (Chaetonichthys) georgianus
Fischer; Pleurogramma n.g. antareticum n. sp.
— (2%). Additions A la Faune ichthyologique du Bassin du Cogo.
Annales du Musee du Congo Zoologie 2, p. 19—57, Taf. 7—16.
Tetrodon miurus n.sp.; Mastacembelus goro n.sp., Ubanghi; Pel-
matoehromis taeniatus.n.sp. (non Boulenger 1900). Anabas: Synopsis der
Arten des Congo: A. pellegrini n. sp.; A. oxyrhynchus n. sp.; Clarias
platycephalus n. sp.; Cl. ampplexicauda n.sp.; Parailia longifilis n.sp.;
Bagrus orientalis n.sp.; B. ubangensis n. sp.; Chrysichthys ornatus
n. sp.; Auchenoglanis Gthr. (Synopsis der Arten); A. ubangensis n. sp.;
A. puctatus n.sp.; A. pulcher n. sp.; Anoplepturus Pfeff. (Synopsis
der Arten); A. angustifrons n. sp.; A. brevis n. sp.; Leptoglanis n. g.
xenognathus n. sp.; Synodontis multimaculatus n. sp., S. longirostris
n. sp.; $. smithi nn. sp. ; Euchilichthys royauxi n. sp. ; Paraphractura n. g.
tenuicauda n.sp.; Trachyglanis minutus n.sp.; Beonoglanis n.g.
tenuis n. sp.; Labeo greenii n. sp.; L. parvus n. sp.; Barbus: Synopsis
B. miolepis n.sp.; B. caudovittatus n.sp.; B. humeralis n.sp.; (Barilius)
longirostris n. sp.; B. fasciolatus n. sp.; Nannochorax (Synopsis) brevis
n.sp.; N. taenia n. sp.; Microthrissa n. g. (nahe Odaxothrissa) royauxi
n. sp.; Marcusenius weeksii n. sp.; M. tumifrons n. sp.; Gnathonemus
ibis n. sp.; Polypterus ornatipinnis n. sp.
— (3). List of the cold-blooded Vertebrates hitherto recorded
from the Uganda Protectorate. In Sir H. Johnston, Uganda Protectorate
(London, 1902, 8°), 1, p. 445—449. a
Polypterus senegalus Cuv.; Protopterus aethiopieus Heck.;
Gnathonemus longirostris Hilgend.; Mormyrus kannume Forsk.;
Hydrocyon forskalii Cuv.; Alestes baremose Joann.; A. nurse Rüpp.;
Distichodus niloticus Linn. ; Citharinus geoffroyi Cuv.; Labeo forskalıi
Rüpp.; L. vietorianus Blgr., L. rueppelli Pfeff.; Discognathus johnstoni
Bler.; Barbus eduardianus Blgr.; B. fergusonii Bler.; B. pagenstecheri
Fisch.; B. bynni Forsk.; B. titraspilus Pfeff.; B. altus Pfeff.; B. palu-
dinosus Pfeff.; B. trimaculatus Ptrs.; Neobola bottegi Vincig.; Clarius
lazera C. u. V., C. moorii Blgr.; Schilbe dispila Gtnr.; S. emini Hilgend.;
Auchenoglanis biscutatus Geoffr.; Synodontis zambezensis Ptrs.;
S. atro-fischeri Hilgend.; S. eiternii Vineig.; Mochoeus nilotieus Joann. ;
Malopterurus eleetrieus Gm.; Haplochilus atripinnis Pfeff.; Fundulus
taeniopysus Hilgend.; Ophiocephalus obscurus Gtnr.; Anabas pathersu
8 IV. Pisces für 1902,
Gtnr.; Latis nilotieus Linn.; Paratilapia longirostris Hilgend.; P. cavi-
frons Hilgend. ; P. retrodens Hilgend.; P. serranus Pfeff. ; Tilapia nilotica
Linn.; T. zilii Gerv.; T. nuchisguammulata Hilgend.; Pterochromis
andersoni Bler.
— (4). Fishes. Vietoria History of the Counties of England:
Hertfordshire, 1, p. 189 u. 190.
Perca fluviatilis Linn.; Acerina cernua Linn.; Cottus gobio Linn.;
Gastrosteus aculeatus Linn.; Gastrosteus pungitius Linn.; Esox lueius
Linn.; Cyprinus carpio Linn.; Barbus vulgaris Flem.; Gobio fluviatılis
Flem.; Leuciscus cephalus Linn. ; L. erythrophthalmus Linn. ; L. rutilus
Linn.; L. dobula Linn. (L. vulgaris Day); L. phoxinus Linn.; Tinca
vulgaris Cuv.; Abramis brama Linn. ; A. blicca Linn. ; Alburnus lucidus
Heck u. Kner.; Nemachilus barbatula Linn.; Salmo salar Linn. ; Salmo
trutta Linn.; Thymallus vexillifer Linn. ; Anguilla vulgaris Turt. ; Petro-
myzon fluviatilis Linn.
— (5). Fishes. Victoria history of the Counties of England.
Surrey, 1, p. 198 u. 199.
Perca fluviatilis Linn.; Accrina cernua Linn. (A. vulgaris Day);
Cottus gobio Linn.; Pleuronectes flesus Linn.; Gastrosteus aculeatus
Linn.; G. pungitius Linn.; Esox lucius Linn.; Cyprinus carpio Linn. ;
C. carassius Linn.; Barbus vulgaris Flemm.; Gobio fluviatilis Flem.;
Leuciscus erythrophthalmus Linn.; L. rutilus Linn. ; L. cephalus Linn. ;
L. dobula Linn.; (L. vulgaris Day); L. phoxinus Linn.; Tinca vulgaris
Cuv.; Abramis brama Linn.; Alburnus lucidus Heck. u. Kner.; Ne-
machilus barbatula Linn.; Salmo salar Linn.; Salmo trutta Linn.;
Clupea harengus Linn. ; Cl. alosa Linn. ; Cl. finta Cuv.; Anguilla vulgaris
Turt.; Petromyzon fluviatilis Linn.; P. branchialis Linn.
— (6). Fishes. Vietoria history of the counties of England.
Northamptonshire, 1, p. 108 u. 109.
Perca fluviatilis Linn.; Acerina cernua Linn.; Lota vulgaris Cuv.;
Pleuronectes flesus, Linn.; Gastrosteus aculeatus Linn.; G. pungitius
Linn.; Esox lucius Linn.; Cyprinus carpio Linn.; C. carassius Linn.;
Barbus vulgaris Cuv.; Gobio fluviatilis Flem.; Leuciscus erythroph-
thalmus Sinn.; L. rutilus Linn.; L. cephalus Linn.; L. dobula Linn. ;
L. phoxinus Linn.; Tinca vulgaris Cuv.; Abramis brama Linn.;
A. blieca Linn.; Alburnus lucidus Heck. u. Kner.; Nemachilus
barbatulus Linn.; Cobitis taenıa Linn.; Salmo salar Linn.; S. trutta
Linn.; Osmerus eperlanus Linn.; Anguilla vulgaris Turt.; Acipenser
sturio Linn.; Petromyzon marinus Linn.; P. fluviatilis Linn.
— (9). Descriptions of two new Fishes discovered by Dr. W. J.
Ansorge in Southern Nigeria. Proceedings of the Zoological Society of
London 1901, 2, p. 623 u. 624, Taf. 37.
Fundulus gularis n. sp., Phractura ansorgii n. sp.
— (7a). Second Account of the Fishes collected by Dr. W. J. An-
sorge in the Niger Delta. Proceedings of the Zoological Society of
London 1902. 2. p. 324—330. 2 Tafeln.
Polypterus labradii Stdr. — Assay; P. endlicheri Heck. — Alro;
P. senegalus Cuv. — Assay, Abo; Protopterus annectens Owen. Mor-
IV. Pisces für 1902. )
myrops deliciosus Leach — Agberi, Assay; Protocephalus simus Sauv.
— Agberi; P. ansorgi n. sp. — Agberi; Marcusenius brachyhistius Gill.
— Agberi; Gnathonemus eyprinoides L. — Agberi; G. petersii Gthr.
— Oguta; Mormyrus macrophthalmus Gthr. — Agberi; Hyperopsinus
bebe Lacep. — Abo; Gymnarchus nilotieus Cuv. — Oguta; Xeno-
mystus nigri Gthr. — Oguta; Pellonula vorax Gthr. — Agberi; Hydro-
eyon forskalii Cuv. — Assay; Alestes nurse Rüpp. — Agberi; A. macro-
lepidotus Cuv. — Agberi; Micralestes acutidens Ptrs. — Agberi; Nann-
aethiops unitaeniatus Gthr. — Abo; Distichodus brevipinnis Gthr.
— Agberi; D. rostratus Gthr. — Abo, Agberi; D. engycephalus Gthr.
— Asberi, Abo; Citharidium ansorgii Blgr. — Abo; €. geoffroyi Cuv.
— Agberi; Labeo selti C. u. V. — Agberi, Abo; L. senegalensis C. u. V.
— Abo; Barbus nigeriensis n. sp. — Agberi; Barilius niloticus Joannis
— Niger; Clarias lazera C. u. V. — Agberi, Abo; Gymnallabes typus
Gthr. — Ossomari; Heterobranchus senegalensis C. u. V. — Agberi;
Eutropius niloticus Rüpp. — Ossomari; Schilbe senegalensis C. u. V.
— Abo; Parailia congica Blgr. — Abo; Chrysichthys buettikoferi
Stdr. — Assay, Clarotes laticeps Rüpp. — Oguta, Abo;— Aucheno-
glanis oceidentalis C. u. V. — Agberi, Assay, Oguta, Abo; Synodontis
gambesiensis Gthr. — Assay; $. robbianus J. A. Smith — Oguta,
Abo, Ossomari; S. melanopterus n. sp. — Oguta; Synodontis mem-
branaceus Geoffr. — Assay, Abo; Phractura ansorgii Blgr. — Agberi;
Haplochilus spilauchen A. Dum. — Degama; Fundulus gularis Blgrs
— Agberi; Polynemus quadrifilis L. — Munamhor; Lates niloticus L.;
— Agberi; Pelmatochromis pelegrini n. sp. — Ossomari; Tilapıa nilotica
L. — Abo; T. galilaea Hasselq. — Agberi; Abo; Citharichthys spiloterus
Gthr. — Degama; Cynoglossus senegalensis Kaup. — Degama; Gobius
nigri Gthr. — Degama; G. schlegelii Gthr. — Agberi, Degama; G. gui-
neensis Peters — Agberi, Assay, Abo.; G. oeneofuscus var. guineensis
Peters; Mastacembelus loenbergii Blgr. — Agberi, Abo, Oguta, Gre-
ganı.
— (8). On some characters distinguishing the young of various
species of Polypterus. Das. 1902, 1, p. 121—125, Taf. 10 uw. 11.
Man kennt jetzt 10 Arten: Polypterus bichir Geoffr. — Nil;
P. lapradii Str. Senegal, Gambia, Niger; P. congicus Blgr. Congo;
Tanganyıka; P. endlicheri Heck, Nil, Niger; P. delhezi Blgr. Congo;
P. ormatipinnis Bler. Congo; P. weeksii Bler. Congo; P. senegalus Cuv.
Nil, Rudolfsee, Senegal, Gambia, Niger; P. palmas Ayr. Westafrika
von Liberia bis Congo; P. retropinnis Vaill. Congo. Beschreibung und
Abbildung der Jugendformen von P. lapradii Str., P. conchicus Blegr.;
P. endlicheri Heck.; P. weeksi Blgr.; P. senegalus Cuv.; P. palmas
Ayres.
— (9). ° Contributions to the Ichthyology of the Congo. I. On
some new Fishes from the French Congo. Das. 1902. p. 234—237, Taf. 22
—24.
Pelmatochromis polyodon Boulenger — P. taeniatus Blgr.; Chilo-
chromis n. g. (nahe Petrochromis) duponti n. sp.; Allabenchelys n. g.
longicauda n. sp.; Clarialabes melas Blgr.; Labeo lukulae n. sp. Ferner
10 IV. Pisces für 1902.
Labeo falcifer Blgr., L. marcostomus Blgr.; L greenii Blgr.; L. nasus
Blgr.; L. parvus Blegr.
— (10). Contributions to the Ichthyology of the Congo. 2. On a
collection of Fishes from the Lindi River. Das. 1902. p. 265—271,
pls. 283—30.
Mormyridae: Mormyrops deliciosus Leach; Petrocephalus simus
Sauv.; Marcusenius pulverulentus Bler., Stomatorhinus humilior Bler.;
Myomyrus macrodon Blgr., Gnathonemus moorii Gthr.; G. elephas
Bler.; G. rhynchophorus Bler., Hydrocyon lineatus Blgr.; Brycon-
aethiops mierostoma Gthr. var. boulengeri Pellegr.; Alestes grandi-
squamis, Blgr.; Micralestes humilis Blegr.; M. altus Bler.; M. stormsii
n. sp.; Distochodus fasciolatus Bler.; D. sexfasciatus Blgr.; Nanno-
charax fasciatus Gthr.; N. elongatus Blgr.; N. taenıa Blgr.; Labeo
greeni Blgr.; L. parvus Bler.; Barbus kessleri Stdr.; B. humeralis
Blgr.; Barilius ubagensis Pellegr. = B. fasciolatus Blgr.; Chelaethiops
elongatus Bler. ; Clarias angolensis Str. ; Cl. bythipogon Sauv. ; Eutropius
congolensis Leach.; Auchenoglanis punktatus n. sp.; A. pulcher n. sp.,
Amphilius Gthr. 1864 — Anoplepterus Pfeff. brevis n. sp., Synodontis
greshoffi Schilth.; S. pleurops Blgr.; S. decorus Blgr.; Euchilichthys
royauxi Blgr.; Phractura lindica n. sp.; P. bovei Perugia; P. ansorgi
Blgr.; P. scaphyrhynchura Vaill.; Haplochilus singa Blgr.; Anabas
maculatus Thomin.; Hemichromis fasciatus Peters; Tilapıa stormsi
n. sp.; Pristigaster dolloi n. sp.
— (11). A list of the Fishes, Batrachians and Reptiles collected
by Mr. J. Folliott Darling in Mashonaland, with descriptions of new
species. Das. 1902, 2, p. 13—18, pls. 2—4.
Labeo darlingi n. sp.; Barbus rhodesianus n. sp.; B. trimaculatus
Peters; Charias gariepinus Smith.
— (12). On the Fishes collected by Mr. S. L. Hinde ın the Kenya
District, East Africa, with descriptions of four new species. Das. 1902.
2, p. 221—224, Taf. 16 u. 17.
Chiloglanis brevibarbis n.sp.; Barbus tanensis Gthr.; Barbus
hindii n. sp.; B. (Capoeta) perplexicans n. sp.; B. (Labeobarbus) labiatus
n. sp.; Labeo forskalii Rüpp.; L. (Tylognathus) montanus Gthr.; An-
guilla bengalensis Gray. Von dieser Art ist Angulıla labiata Ptrs. nicht
zu trennen.
— (13). Descriptions of two new Fishes of the genus Loricaria
from northwestern Ecuador. Annals and Magazıne of Natural History
(7) 9, p. 69—71.
Loricaria frenata n. sp. St. Javier, Salidero, Rio Durango; L. ju-
bata n. sp. St. Javier, Rio Durango.
— (14). Descriptions of two new Cyprinid Fishes from Morocco.
Das. p. 124 u. 125.
Capoeta waldoi n. sp.; C. atlantica n.sp. Aus einem salzhaltigen
Wasserlauf des Atlas-Gebirges.
— (15). Description of a new Characinid Fish discovered by
Dr. W. J. Ansorge in Southern Nigeria. Das. p. 144 u. 145, pl. 3.
IV. Pisces für 1902, 11
Citharidium n.g. (zwischen Citharinus und Xenocharax) ansorgii
n. sp. Ogutasee.
— (16). Notes on the Classification of Teleostean Fishes. 2. On
the Berycidae. Das. p. 197—204.
Beryeidae. Gephyroberyx n. g. (für Trachichthys) darwini Johnson,
Beryeidae: Beryx decadactylus, Polymixia japonica, Aphredoderus
sayanus, Caulolepis subulidens, Trachichthys mediterraneus, Tr. pacı-
ficus, Myripristis murdjan, Holocentrum rubrum, H. diadema, H. viola-
ceum, H. sammara; Monocentris japonicus; Pempheris otaitensis,
P. molucca, Bathyclupea hoskynii; Synopsis der Genera: Beryx Cuv.;
Polymixia Lowe; Aphredoderus Le Sueur; Melamphaes Gthr.; Plec-
tromus Gill; Scopelogadus Vaill.; Anoplogaster Gthr.; Caulolepis Gill;
Trachichthys Shaw.; Paratrachichthys Waite; Gephyroberyx Bler.;
Myripristis Cuv.; Holocentrum Art.
— (1%). Descriptions of new Fishes and Reptiles discovered by
Dr. F. Sılvestri in South America. Das. p. 284—288.
Bunocephalus doriae n.sp.; Paraguay u. Parana; Leporinus
silvestrii n. sp. Rio coxipo, Matto Grosso; Parodon gestri n.sp.;
ebendaher; Curimatus nigrotaenia Blgr. desgl.
— (18). Description of a new Barbus from Natal. Das. p. 288
u. 289.
Barbus bowkeri n. sp.
— (19). Description of a new Deep-sea Gadid Fish from South
Africa. Das. p. 335 u. 336, fig.
Tripterophycis n. g. gilchristri n. sp., 250 Faden.
— (20). List of the Fishes, Batrachians and Reptiles collected
by the late Mr. P. O. Simons in the Provinces of Mendoxa and Cor-
dova, Argentina. Das. p. 336—339.
Trichomycterus borellii Blgr. Palmira; Tr. burmeisteri Berg Pal-
mira; Jenynsia pygogramma n.sp. Cordova, Percichthys trucha
Palmira.
— (21). Description of a new South-African Galeid Selachian.
Das. (7) 10, p. 51 u. 52, Taf. 4.
Scylliogaleus n.g. quecketti n. sp. Natal.
— (22). Further remarks on the Carboniferous Ganoid, Benedenius
deneensis, Traquair. Das. p. 52 u. 53.
Benedenius deneensis Traq.; ein zweites Exemplar wurde gefunden.
Systematisch gehört die Art nach den Schuppen zu Eurynotus, nach der
Bezahnung zu Mesolepis.
— (23). Diagnoses of new Cichlid Fishes discovered by Mr. J.
E. S. Moore in Lake Nyassa. Das. p. 69—71.
Paratilapia nototaenia n.sp.; Cyrtocara n.g. (bei Paratilapia)
moorii n.sp.; Hemitilapia n.g. (nahe Tilapia) oxyrhynchus n. sp.
Pterochromis nyassae n. sp.
— (24). Description of a new Cyprinodontid Fish from Eastern
Peru. Das. p. 153 u. 254.
Örestias tirapatae n. sp.
12 IV. Pisces für 1902.
FL — (25). List of the Fishes collected by Mr. W.L. S. Loat at Gondo-
koro. Das. p-. 260—264.
Paratilapia wingati n. sp. Uganda. Es wurden ferner gesammelt:
Polypterus bichir Geoffr.; P. endlideri Heck.; P. senegalus Cuv.;
Marcusenius isidori ©. u. V.; Gnathonemus cyprinoides L. ; Hyperopisus
bebe Lacep.; Mormyrus hasselquistii ©. u. V., Hydrocyon forskalii Cuv.;
H. lineatus Blkr.; Alestes dentex Hasselq.; A. baremose Joannis;
A. nurse Rüpp.; A. macrolepidatus ©. u. V.; Micralestes acutidens Ptrs.,
Distichodus brevipinnis Gthr.; Nannocharax niloticus Joannis; Citha-
rinus latus M.u.T.; Labeo coubie Rüpp.; Barbus perince Rüpp.;
B. comptacanthus Blkr.: Barılıus niloticus Joannis, B.loati Bler.;
Cheloetiops bibie Joannis; Clarias lazera C.u.V.; Schilbe mystus
C. u. V.; Clarotes laticeps Rüpp. ; Chrysichthys auratus Geoffr. ; Aucheno«
glanis biseutatus Geoffr.; A. oceidentalis C. u. V.; Synodontis
schall Bl. Schn.; S. frontosus Vaill.; S. batensoda Rüpp.; Mochocus
niloticus Joannis; Hemichromis bimaculatus Gill.; Tilapıa nilotica L.;
T. galilaea Hasselg.; T. zillii Gerv.; Tetrodon fahaka Hasselg.
— (26). Notes on the Classification of Teleostean Fishes. 3. On
the systematic position of the genus Lampris, and on the limits and
contents of the Suborder Catosteomi. Das. p. 147—152, fig.
Die Unterordnung zerfällt in: I. Gelenichthyes: Lamprididae.
II. Hemibranchii: Gastrosteidae, Aulorhynchidae, Protosyngnathidae,
Aulostomatidae, Fistulariidae, Centriscidae, Amphisilidae. III. Lopho-
branchii: Solenostomidae, Syngnathidae. IV. Hypostomides: Pegasidae.
Die tertiäre Familie Protosyngnathidae wird für Pr. sumatrensis
aufgestellt.
— (2%). Notes on the Classification of Teleostean Fishes. 4. On
the Systematik position of the Pleuronectidae. Das. p. 295—304,fig.
Pleuronectidae und Zeidae werden auf Amphistium zurückgeführt.
Die Familie der Amphistiidae bildet mit den Pleuronectidae u. Zeidae
die TE Zeorhombi unter den Acanthopterygii.
— (28). On the genus Ateleopus of Schlegel. Das. p. 402 u. 403. fig.
Die Familie der Podatelidae wird characterisiert, sie steht den
Bleniidae näher als den Gadidae und Macruridae. Podateles n. n.
— Ateleopus Schleg. nec D. u. B. Der Name Ateleopus ist bereits an
ein südamerikanisches Batrachiergenus vergeben.
(23). Descriptions of new Fishes from the collestion made by
Mr. E. Degen in Abyssinia. Das. p. 421—439.
Clarias tsanensis n. sp.; Cl. vineiguerrae n.sp.; Nemachilus
abyssinicus n.sp.; Barbus, Synopsis der mit B. bynni Rüpp. verwandten
Arten. B. gregorii n. sp.; B. mieroterolepis n. sp.; B. macronema n. sp.;
B. ruepelli n. sp.; B. harringtoni n.sp.; B. jarsinus n. sp.; B. plagio-
stomus n. sp., B. platystomus n. Sp.; B. kassamensis n. sp.; B. brevi-
barbis n. sp.; B. leptosoma n. sp.; B. oreas n. sp. Bi} duchesnüi n. sp.;
B. mento n. sp.; B. hursensis n. sp.; B. degeni n. sp.; B. pleurogramma
n.sp.; B. humilis n.sp.; B. trispilopleura n.sp.; B. holubi Stdr.;
B. surkis Rüpp.; B. intermedius Rüpp.; B. fergussonü Blgr.; B. e
eduardianus Bler.; B. breyeri M. Weber; B. gorguarı Rüpp.; B. bynni
IV. Pisces für 1902. 13
Forsk.; B. ganamensis Vineig.; B. altianalis Blgr.; B. marequenis
A. Smith; B. gregorii Blgr.; B. affinis Rüpp.; B. nedgia Rüpp.; B.
labiatus Blgr.; B. tanensis Gthr.; B. hindii Blgr.; B. oxyrhynchus
Pfeff.; B. perplexicans Bler.
— (30). The explanation of a remarkable case of geographical
distribution among Fishes. Nature 66, p. 84.
— (31). On some deep-sea Fishes collected by Mr. F. W. Townsend
in the Sea of Oman. The Journal of the Bombay Natural history
Society 14, p. 372—374, pl. 00.
Abdruck nach 1901. “
— (32). Les Poissons du Bassin du Congo. Nature 1902. p. 339
u. 340.
Referat. Vgl. Bericht 1901.
Brauer, A. (1). Über den Bau der Augen einiger Tiefseefische.
Verh. Deutsch. zool. Ges. 12. p. 42—57, fig.
Die Eigentümlichkeiten der „‚Telescopaugen“ (Chun) von Odonto-
stomiden: Dissoma anale, A. Br., O. hyalinus Cocco; Sternoptychiden:
Ichthyococeus ovatus Bon. ; Alepocephaliden: Bathytroctes proroscopus
n. sp., ferner Dolichopteryx, die Larve von Stylophthalmus paradoxus
A. Br.; Maurolieus lucetius Garm. werden geschildert: das Teleskop-
auge ist röhrenförmig, die vordere Öffnung, Pupille, ist schräg abge-
schnitten, weit; die Iris fehlt oder ist rückgebildet, die große Linse
ist von starker Cornea bedeckt. Die Retina zerfällt in Haupt- und
Nebenretina.. Bau und Funktion derselben. — Pomatomus, Ent-
stehungsgeschichte und Ableitung des Teleskopauges aus dem gewöhn-
lichen Seitenauge: Gigantura winteria, Opisthoproctus, Argyropelecus,
Ichthyococeus, Odontostomus hyalinus, Dissomama; der verschiedene
Grad der Anpassung an die Verhältnisse der Tiefsee macht sich in dem
Verhalten der einzelnen Teile des Auges geltend.
— (2). Diagnosen von neuen Tiefseefischen, welche von der
Valdivia-Expedition gesammelt sind. Zoologischer Anzeiger 25. p. 277
—298. ;
Dolopichthys niger n. sp. Indischer Ozean, 2000—2500 m; Melano-
cetus krechi n. sp. Zanzibar 2500 m; M. vorax n. sp. Golf von Guinea,
2492 m; M. pelagiecus n. sp. Chagos-Inseln, 2500 m; Aceratias n.g.
macrohinus n.g. Atlantischer und Indischer Ozean, 1900—2200 m;
A. indicus n. sp.; A. mollis n. sp. ebenda; Gigantactis n. g. vanhoeffeni
n. sp. Indischer Ozean, 1900—2500 m; Coelophrys n. g. brevicaudatus
n.sp. Sumatra 1024 m; Dissomma n.g. anale n. sp. 4000 m; Macro-
pharynx n.g. longieaudatus n.sp.; Cyelothone livida n. sp. Atlant.
Ozean; C. obseure n.g. Atlant. u. Indischer Ozean; C. pallida n. sp.
ebendaher; Triplophos n.g. elongatus n.sp.; Bathylychnus n.g.
eyaneus n. sp. Ceylon; Macrostomias n. g. longibarbatus n. sp. Guinea;
Melanostomias melanops n. sp. Sumatra; M. valdiviae n. sp. Sumatra;
Athronestes indieus n. sp.; A. splendidus n. sp. Indischer Ozean, 2000
— 3000 m. Bathytroctes longifilis n. sp.; Stylophthalmus n.g. para-
doxus n. sp.
14 IV. Pisces für 1902.
Briot, A. (1). Sur l’action du venin de la Vive (Trachinus draco).
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de la Societe@ de Biologie
Paris 54, p. 1169—1171,
Die Methode zur Gewinnung des Giftes wird beschrieben. Neben
intramusculären Einspritzungen bei Meerschweinchen und Kaninchen
werden auch intravenöse Injektionen ausgeführt. Die Giftwirkung wird
beschrieben. Das Fischgift, zumal des Trachinus draco, unterscheidet
sich von Schlangengift sowohl durch lokale wie durch allgemeine Er-
scheinungen, wenn es in die Blutgefäße gebracht wird. Diese Unter-
scheidung wird bekräftigt durch die Unwirksamkeit des Calmetteschen
Antiserums, welches so außerordentlich wirksam ist gegen Schlangengift.
— (2). Action hemolytique du venin de Vive. Das. p. 1197
—1198.
Briot stellte Parallelversuche mit Trachinus draco-Gift an, ent-
sprechend den Calmetteschen Versuchen mit Schlangengift. Das Fisch-
gift zerstört die roten Blutköperchen langsamer als das Schlangengift.
Auch bezüglich der Einwirkung höherer Temperaturen wurde gleiches
Verhalten festgestellt. Auf die Coagulation des Blutes hat das Gift
keinen Einfluß.
Broman, 3. Ueber Bau und Entwicklung von physiologisch
vorkommenden atypischen Spermien. Anatomische Hefte 1. Abt.
Bd. 18. p. 507—547. Taf. 42—52.
Mustelus. Riesen- und Zwergspermien.
Brown, 3. Fish and Fishing off the Down Coast. The Irish Na-
turalist. XI. p. 21—22.
Brusina, N. S. Nase jesetre. Rad Ingoslavenske Akademye
Zagreb 149, p. 1—69, pl. 1.
Die europöischen Arten der Gattung Acipenser.
Budgett, 3. S. On the structure of the larval Polypterus. Transact.
of the Zoological Society of London. Vol. 16, p. 315—340, Taf. 33
— 35. Rep. Brit. Ass. 1901. p. 693.
Skelet und Urogenitalorgan der Larve von Polypterus senegalus;
Schlüsse auf die Abstammung derselben von sehr indifferenten Formen.
Bühler, A. Rückbildung der Eifollikel bei Wirbeltieren. 1. Fische.
Morphol. Jahrb. 30, p. 377—452, fig., pls. 6 u. 7.
Petromyzon, Myxine. Die Degeneration des geplatzten
Eifollikels ist gleichmäßig ohne Bildung eines neuen Gewebes (Corpus
luteum). Nur in der Theca treten große Bindegewebszellen auf. Diese
selbst geht in das Bindegewebe der oberen Ovarialplatte über, während
das Epithel verschwindet. Die Rückbildungnicht geplatzter Follikel
geht in der Weise vor sich, daß der flüssige Teil des zerfallenen Inhalts
des Eies durch die Eihaut diffundiert, worauf Epithelzellen in das Ei
dringen, den Dotter aufnehmen und die Leucocythen der Theca und
der Gefäße unterstützen, Die Follikelhüllen werden atrophisch. Das
Epithel verschwindet, die Theka wird wieder Stroma ovari.
Bund, 3. W. W. The Migration of the Salmon as affected by the
changed condition of the River Severn. Verh. V. Int. Zool. Congr.,
p. 986—989.
IV. Pisces für 1902. 15
Durch die künstlichen Veränderungen des Wasserlaufes sind die
Wanderungen von „Salmon“ stark beeinflußt und die Zeiten derselben
verschoben worden. Die Zahl der Fische ist zurückgegangen. Ursachen
dieser Erscheinung.
Burckhardt, R. Recherches sur le cerveau des Selaciens,
specialement sur celui de l’Isistius brasiliensis. Comptes Rendus 85. Sess.
Soc. Helv. Sc. N. p. 161.
Vorläufige Mitteilung.
Buxbaum, L. Der Wanderzug der Mainfische im Frühling 1902.
Allgemeine Fischerei-Zeitung p. 283—284.
Angaben über dieselben Arten wie 1901.
Byrne, L. W. (1). On Lepidogaster stictopteryx. Proceedings of
the Zoological Society of London 1902, 1, p. 102.
Lepidogaster stietopteryx Holt u. Byrne (1898) = L. mierocephalus
Brook (1888) = ?L. bimaculatus & Guitel (1890).
— (2). Notes on the Young of Blennius galerita L. Journal of
the Marine Biological Association of the United Kingdom (2) 6, p. 385
— 386.
— (3). On the number and arrangement of the Bony plates of
the young John Dory. Biometrika a journal for the Statistical study
of biological Problems, 2, p. 115—120, pl. 1.
Zeus faber L. Knochenplatten der Jungfische. Symmetrische
(23,6 %) und unsymmetrische Anordnung (76,4 %,) derselben; ihre Zahl
schwankt zwischen 29, dorsal beiderseits 7, ventral links 7, rechts 8
und 40, dorsal links 10, rechts 11, ventral links 9, rechts 10 oder auch
dorsal links 9, rechts 11, ventral beiderseits 10 Platten. Die häufigste
Anordnung ist dorsal rechts und links 8, ventral rechts und links 9,
Calderwood, W. EL. A contribution to the life-history of the Salmon,
as observed by means of marking adult fish. Report of the Fishery
Board for Scotland 20, Pt. 2, p. 55—100.
Campbell, J. M. Probeagle Shark (Lamna cornubica) in Clyde
Waters. Ann. Scott. Nat. Hist. Jan. p. 55.
Cateis, E. H. Recherches sur l’histologie et l’anatomie miecro-
scopique de l’enc&phale chez les Poissons. Bulletin Scientifiqgue de la
France et de la Belgique 36, p. 1—166, pls. 1—10.
Histologie des Gehirns.
Cavalie, M. Sur les terminaisons nerveuses motrices et sensitives
dans les muscles stries, chez la Torpille (Torpedo marmorata). Comptes
rendus hebdomadaires des Seances de la Societe de Biologie 65, p. 1279
u. 1280.
Methodik und Technik der Untersuchung. Die Angaben Polou-
mordwinofis werden bestätigt. Die Muskelfibrille behält bei sensitiver
Innervation ihre Querstreifung, die Stellen, an welchen motorische
Nerven herantreten, sind glatt. Die besondere Art der Nervenendigung
wırd als ‚Terminaison en ombelle‘‘ bezeichnet.
Cobb, 3. N. Commercial Fisheries of the Hawaiıan Islands. Report
of the United States Commission of Fish and Fisheries XXVII p. 383
—499.
16 IV. Pisces für 1902.
Fischfang und Fischhandel auf Hawaiı.
Cockerell, T. D. A. A point in Nomenclature Science (2) 16. p. 745
— 746.
Vorschlag zur Regelung der Nomenklatur, wenn alte und junge
Fische derselben Art in Frage kommen. „Die Beschreibung, welche
sich auf den alten Fisch bezieht, muß mit dem Namen gehen.“ Es
werden verschiedene Fälle erörtert. (Gegen Jordan und Fowler.)
Stephanolepis broeki = Monacanthus broeki, Bleeker. Pseudomona-
canthus oblongus = Monacanthus oblongus Schlegel (part) = M. mo-
destus Günther.
Coggi, A. Sviluppo degli organi di senso laterale delle ampolle di
Lorenzini e loro nervi rispettivi in Torpedo. Archivio Zoologico 1, p. 59
—107, Taf. 3 u. 4.
Entwicklung der Seitenlinie, der Lorenzschen Ampulle u. ihrer
Nerven.
Cole, F. 3. (1). The Morphology of the Pleuronectidae. Nature.
Vol. 65. p, 585.
Gegen Cunningham.
Cole, F. 3. u. 3. Johnstone. Pleuronectes. Liverpool Marine Biology
Committee Memoirs No. 8 London 1901. 252 Seiten. 5 Figg. 11 Tafeln.
Referat Science (2) XV. p. 465—466.
Eine Monographie der Heterosomata. Asymmetrie des Kopfes
und der Kopfnerven.
Colleti, R. Meddelelser om Norges Fiske in Aarene 1884—1901 (3 die
Hoved-Supplement til „Norges Fiske“), 1. Forhandlinger i Videnskabs
Selskabet ı Christiania 1902, No. 1, 121 p.
Conte, A. u. Vaney, €. Sur la distribution geographique de quel-
ques formes marines et leur adaptation aux eaux douces. Comptes
Rendus hebd. des seances de la Societe Biologie 54, p. 47 u. 48.
Anpassung mariner Fische an das Süßwasser. Blennius alpestris.
Coutiere, H. M. Sur la non-existence d’un appareil a venin chez
la Murene Helene. Das. p. 787 u. 788.
Das Vorhandensein eines Giftapparates wird in Abrede gestellt.
Couvreur, E. Sur le mecanisme respiratoire de la Tornille. Das.
p. 1252 u. 1253.
Torpedo. Das Atemwasser tritt durch Kiemenspalten, Mund und
Spritzloch ein und allein unter einen gewissen Druck durch die Kiemen-
spalten aus.
Cunningham, 3. T. (1). The Rasa ;y of Pleuronectidae. Nature.
Vol. 65, p. 510-511.
Notiz gegen Cole u. Johnstone.
. (2). Habits of Gar-fish and Mackerel. Nature. Vol. 65. p. 586.
Belone vulgaris Flem. Biologie. Die schnabelförmige Spitze des
Unterkiefers ist ein Tastorgan, mit dessen Hilfe der Fisch seine Beute
im Sand (Ammodytes) auispürt.
Dahl, K. Orret og unglaks samt lovgivningens forhold til dem.
Christiania. 1902, 8 vo, 52 p., 3 pls.
IV. Pisces für 1902. 17
Biologie von Salmo salar; S. trutta in Norwegen, Unterscheidungs-
merkmale der Jugendstadien.
De Allessandri, @. Note d’Ittiologia fossile. Attı Museo Milano 41,
p. 443—462, Taf. 12.
Labrodon multidens Munst. Zähne. Umbrina pecchiolii Lawley;
Lemna obliqua Ag.; L. vincenti Winkel.
Dean, B. (1). Historical evidence as to the origin of the paired
limbs of the Vertebrates. The American Naturalist. Vol. 36, p. 767
— 776, Fig.
Aids war ein schwimmender Fisch wie aus der Form seiner
Rücken- und Schwanzflosse zu schließen ist. Die Brustflosse ragte
hinten nicht lappenförmig vor. Die Ergebnisse der Palaeontologie
sprechen für die Seitenfaltentheorie.
— (2). Biometrical evidence in the problem of the paired limbs
of the Vertebrates. The American Naturalist Vol. 36. p. 837—847,
Fig.
Heterodontus japonieus. Die Bauchflosse behält während der
ganzen Entwicklung ıhre Lage. Die Brustflosse wandert nach hinten.
— (3). Reminiscence of Holoblastic Cleavage in the Egg of the
Shark, Heterodontus (Cestracion) japonicus Macleay. Annotationes
Zoologieae Japonenses Tokio. Vol. 4. 1901. p. 35—41. Taf. 1.
Das Ei, dem von Lepidosteus oder Amia ähnlich, besitzt im Stadium
der Keimscheibe eine Furche vom animalen zum vegetativen Pol.
— (4). The preservation of muscle-fibres in Sharks of the Cleve-
land Shale. The American Geologist 30, p. 273—278, Taf. 9.
Die Querstreifung der Muskulatur des fossilen Cladoselache fyleri ist
deutlicher als die des rezenten Heterodontus. Die Muskeln der fossilen
Haie. Möglichkeit der Versteinerung durch Zuführung von gelöstem
phosphorsaurem Kalk von außen in die Gewebe.
Dendy, A. On a pair of ciliated grooves in the brain of the Ammo-
coete, apparently serving to promote the circulation of the fluid in
brain-cavity. Proceedings of the Royal Society London 69, p. 485
—494, fig., and Zool. Anz. 25, p. 511—519, fig.
Geotria australis und ebenso Ammocoetes besitzen am Mittel-
hirndach ein paar Gruben mit hohem Wimperepithel. Dieses hält die
der Gehirnsubstanz Sauerstoff und Nahrung zuführende Flüssigkeit
in Cireulation.
Dendy, A. u. Olliver, Margaret F. On the New Zealand Lamprey.
Transactions and Proceedings of the New Zealand Institute 34, p. 147
—149.
Während die Arten des nordischen Genus Petromyzon
nur die eine Metamorphose vom Ammocoetes zum Petromyzon be-
stehen, durchlaufen die Arten der südlichen Erdhälfte zwei wohl-
unterschiedene Metamorphosen vom Ammocoetes zum Velasiastadium
und von diesem zum erwachsenen Geotria.
Derjugin, K. W. Ueber einige Stadien in der Entwicklung von
Lophius piscatorius (Acanthopterygii Fam. Pedieulati). Trav. Soc.
Natural. Petersbourg. Vol. 32. IV. p. 32—45. 8 Abb. 1 Taf.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (VL) 2
e
18 IV. Pisces für 1902, .
Behandelt werden Aorta, Carotiden, Endocard, Vorniere, Harn-
blase, Darm, Extremitäten, Gehirn, Nerven.
Deseö, B. von. Ueber die künstlichen und natürlichen Ursachen
der Veränderungen der Fischfauna und der Verminderung der Fische
im Hernädflusse Ober-Ungarns. Verhandlungen des V. Internationalen
Zoologen-Congresses Berlin p. 567—578.
Salmo fario L., Silurus glanis L., Cyprinus carpio L., Lota vulgaris
= communis Cuv., Esox lucius L., Anguilla fluviatilis Agass., Squalius
dobula Heck., Barbus fluviatilis Agass., B. petenyii Heck., Chondro-
stoma nasus var. hernadensis Jeiteles. Alburnus lucidus Laube, Thy-
mallus vexillifer Agass., Carassius vulgaris Nils., Petromyzon planeri Bl.
Künstliche Ursachen der Faunaveränderungen: 1. Die Nahrungs-
verminderung der Fische. 2. Die Nahrungs- und Wasservergiftung
durch die giftigen Ausgüsse der Kanalzweige, hauptsächlich durch
Karbolverbindungen. 3. Die beständige Störung der Fische während
der Laichzeit. 4. Die Dynamit-, Kalkflaschen- und Stechapfelfischerei,
die schonungslose Netz- und Schleppnetzfischerei. Natürliche Ur-
sachen: 1. Die außerordentlichen Überschwemmungen. 2. Der jahre-
lang dauernde Wassermangel in der Hernad. 3. Die dauernde Wasser-
abführung aus dem Mühlgraben. 4. Die Vergiftung gewisser Strecken
der Hernad durch Eisen- und Quecksilbergrubenwasser. 5. Die zahl-
reichen Fischottern.
Destinez, P. Ctenacanthus tenuistriatus Ag., dans le Calcaire
carbonifere de Vise. Bulletin de la Societe geologique Belgique 29,
p. 108—110.
Mitteilung, daß ein Ctenacanthus tenuistriatus Ag. gefunden
wurde. Abgesehen von Orodus finden sich die drei anderen Genera
Ütenacanthus, Oracanthus und Psammodus zusammen bei Vise.
Diamare, V. Sulla costituzione dei gangli simpatici neglı Elasmo-
branchi e sulla morfologica dei nidi cellulari del simpatico in generale.
Anat. Anz. Bd. 20 p. 418—429.
Diessner, B. Die künstlerische Zucht der Forelle. Neumann.
Neudamm, 209 S. 8°.
Dohrn, A. Studien zur Urgeschichte des Wirbeltierkörpers.
22. Weitere Beiträge zur Beurteilung der Occipitalregion und der
Ganglienleiste der Selachier. Mitteilungen Zool. Station Neapel Bd. 15,
p. 555—654 Taf. 24—30.
Torpedo ocellata. Es besteht kein Gegensatz zwischen Kopf-
und Rumpfganglionleiste. Das Dach des Medullarrohres entsteht
aus dem Ectoderm.
Duges, A. Gambusıa infans Woolman. Memorıas de la Sociedad
Cientifica „Antonio Alzate“ 17, p. 121—123, Taf. 5.
Eastman, ©. R. (1). Some Carboniferous Cestraciont and Acantho-
dian Sharks. Bulletin of the Museum of comparat. Zoologie of Harvard
College 39, p. 55—99, fig., pls. 1—7.
Edestus und Verwandte. Acanthodes marshi n. sp.; A. beecheri
n. sp.; Ctenacanthus longinodosus n. sp.; Ct. lucasi n. sp.; Ct. venustus
n. sp.; Ct. decussatus n. sp.; Ct. solidus n. sp.
IV, Pisces für 1902. 19
— (2). Notice of interesting new forms of Carboniferous Fish
remains. The American Naturalist 36, p. 849—854.
Campodus corrugatus Newb. u. Worth.; Erismacanthus formosus
n. Sp.
ja (3). The Carboniferous Fish-fanua of Mazon Creek, Illinois.
The Journal of Geology 10, p. 535—5141, fig.
Elonichthys perpeunatus n. sp.; Coelacanthus exiguus n. sp.
— (4). On Campyloprion a new form of Edestus like dentition.
The Geologieal Magazine (4) 9, p. 148—152, fig., Taf. 8.
Campyloprion n. g. annectans n. sp.
— (5). On the genus Peripristis St. John. The geological Magazine
p. 388—391, fig.
Für Peripristis St. John wird eine neue Familie Peripristidae vor-
geschlagen.
Edgeworth, F. H. The development of the head muscles in Scyllium
canicula. Journal of the Anatomy and Physiologie normal and patho-
logical (2) 17, p. 73—86, Taf. 4—10.
Die Muskelplatten der Kiemensegmente und die entsprechenden
Teile der Hyoid- und Mandibular-Muskelplatten entsprechen den
Rumpfmyotomen.
Eckstein, K. Die Fischereikarte der Provinz Brandenburg und das
Vorkommen des Zander, Perca lucioperca L., in der Mark. Mitteilungen
des Fischerei-Vereins für die Provinz Brandenburg p. 147—172. 1 Karte.
Es werden 704 brandenburgische Gewässer, in denen der Zander
vorkommt, benannt und in der Karte verzeichnet.
Eigenmann, €. H. (f). Description of a new Oceanic Fish found
off Southern New England. Bulletin United States Fish Commission 21,
p- 35 u. 36, fig.
Psenes edwardsii n. sp.
— (2). The egg and development of the Conger Eel. Das. p. 37
—44, fig.
Pelagische Eier wurden untersucht; Beschreibung im Einzelnen,
Embryo, Larven. Organisation, Bezahnung. Leptocephalus brevi-
rostris gehört zu Anguilla vulgaris; L. stenops (in part.) morrissii,
punctatus zu Conger vulgaris; L. haeckeli, yarzeli, bibroni, gegen-
bauri, köllikeri, stenops (in part.) zu Congromuraena mystax, L. taenia,
inomatus, diaphanus zu C. balearica; L. kefersteini zu Ophichthys sp.;
L. longirostris und Hyoprorus messanensis zu Nettastoma melanuruni,
L. oxyrhynchus zu Saurenchelys cancrivora.
— (3). Investigations into the history of the young Squeteague.
Das. p. 46—51, fig.
Cynoscion regalıs Bl. Sch. Aufenthalt und Lebensweise der jungen
Tiere. Nahrung. Veränderungen in der äußeren Gestalt und Zeichnung,
der Stellung der Augen.
— (4). The Solution of the Eel Question. Transactions of the
American Microscopical Society 24, p. 5—18, Tafel.
Anguilla u. Conger. Fortpflanzung und Metamorphose.
I
20 IV. Pisces für 1902.
Eigenmann, €. H. u. Cl. Kennedy. The Leptocephalus of the
American Eel. Bulletin of the United States Fish Commission 21,
p. 81—92, Fig. £
Synopsis der Arten: Leptocephalus grassii n.sp.; = Anguilla
chrysypa; L. diptychus E. u. K., L. amphioxus n. sp.; L. latus n. sp.;
L. caudomaculatus n. sp.; L. gillii n. sp. ; L. morrisüi Scop. = L. conger,
L.humilis Strömann; L.rex n. sp.; L. strömanni n. sp.; L. mucronata
n. sp.; L. discus n. sp.; L. gilberti n. sp.
Evans, W. Yarrell’s Blenny (Carelophus ascanii) on the Beach
of Portobello.. Ann. Scott. Nat. Hist. 1902. p. 55.
Evermann, B. W. (1). Description of a new spezies of Shad (Alosa
chiensis), with notes on other food-fishes of the Ohio River. Report
of the United States Commission of Fish and Fisheries XXVII. p. 273
—288, Fig.
Alosa chiensis n.sp.; A. alabamae Jord. u. Ev.; A. sapidissima
Wils. — Polyodon spathula Walb., Acipenser rubicundus Le Sueur,
Scaphirhynchus platorhynchus Raf., Ictalurus furcatus Le Sueur,
I. anguilla Ev. u. Kend., I. puctatus Raf., Ameiurus nebulosus Le Sueur,
Leptops olivaris Raf., Ictobius bubalus Raf., Carpiodes carpio Raf.,
C. velifer Raf., Cycleptus elongatus Le Sueur, Catostomus commersoniü
Lacep., Moxostoma aureolum Le Sueur, Cyprinus carpio L., Anguilla
chrysypa Raf., Hiodon alosoides Raf., Dorosoma cepedianum Le Sueur,
Stizostedion vitreum Mitch., Aplodinotus grunniens Raf.
— (2). List of species of Fishes known to occur in the Great Lakes
and their connecting waters. Bulletin of the United States Fish-
Commission 21, p. 95 u. 96.
Es werden 152 Species und Subspezies aufgezählt, darunter 27,
welche dem Gebiet der großen Seen eigentümlich sind.
Evermann, B. W. u. Goidsborough, E. L. (i). Notes on the Fishes
and Mollusks of Lake Chautauqua, New York. Report of the United
States Commission of Fish and Fisheries XXVII, p. 169—175.
Polyodon spatula Walb.; Lepidosteus osseus L., L. platostomus
Raf., Amia calba L., Ameiurus nebulosus Le Sueur, A. melas Raf.,
Schilbeodes miurus Jord., Catostomus commersonii Lacep., Ü. nigricans
Le Sueur, Moxostome aureolum Le Sueur, Cyprinus carpio L., Campo-
stoma anomalum Raf., Pimephales notatus Raf., Semotilus atrom-
maculatus Mitch., Notropis hudsonius De Witt Clinton, N. whippliüi
Gir., N. cornutus Mitch, Rhinichythys atronasus Mitch., Salvelinus
fontinalis Mitch., Lucius ohiensis Kirtland, Labidesthes sicculus Cope,
Ambloplites rupestris Raf., Lepomis pallidus Mitch, Eupomotis
gibbosus L., Micropterus dolomieu -Lacep., M. salmoi des Lacep.,
Perca flavescens Mitch., Percina caprodes Raf., Etheostoma coeruleum
Storer, E. flabellare Raf., Cottus ietalops Raf.
— (2). A report on Fishes collected in Mexico and Central America,
with notes and descriptions of five new species. Bulletin of the United
States Fish Commission 21, p. 137—159, Fig.
Batrachoides goldmanı n. sp. Tabasco, Mexico; Cichlasoma teapae
n.sp.; Conorhynchus nelsoni n.sp.; Notropis santa mariae n.sp.;
IV. Pisces für 1902. 2
N. lermae n. sp.; Rhinobatus lentiginosus Garman; Lepisosteus tropicus
(Gill), Felichthys marinus (Mitch.); Galeiehthys felis (Linn.); Conor-
hynchus nelsoni n. sp.; Rhamdia wagneri (Gthr.); Pantosteus plebeius
(B. u. G.); Campostoma ornatum Girard; Leucisceus nigrescens (Gir.);
N. frigidus (Girard); Agosia chrysogaster Girard; Symbranchus marmo-
ratus Bloch; Dorosoma cepedianum exile (Jord. u. Gilb.); Sardinella hu-
meralis (Cuv. u. Val.); Fundulus grandis Baird u. Girard; Girardi-
nichthys innominatus Blecker; Cyprinodon eximius Girard; Belonesox
belizanus Kner; Anableps dovii Gill; Poecilia butleri Jord.; Mollienisia
latipinna Le Sueur; Tylosurus notatus (Poey); T. timucu (Walb.);
Hemiramphus brasiliensis (Linn.); Chirostoma humboldtianum (Cuv.
u. Val.); Ch. promelas Jord. u. Snyd.; Ch. lucius Blgr.; Ch. bartoni
Jord. u. Everm.; Eslopsarum jordani (Woolman); Caranx hippos
(Linn.); ©. chrysos (Mitch.); Trachinotus glaucus (Bloch); Centropomus
mexicanus Bocourt.; Petrometopon cruentatus (Lac&p.); Lutianus
griseus (Linn.); Haemulon parra (Desmarest); Pomadasis ramosus
(Poey); Orthopristis chrysopterus (Linn); Xystaema cinereum (Walb.);
Gerres mexieanus Steind.; Mentocirrhus littoralis (Holbrook); Aplo-
dinotus grunniens Raf.; Petenia splendida Gthr.; Cichlasoma taepae
n.sp.; C. parma (Gthr.); C. melanurus (Gthr.); Heros affinis Gthr.;
H. eyanoguttatus (Baird u. Girard); H. urophthalmus Gthr. ; Spheroides
marmoratus (Ranzanı); S. testudineus (Linn.); Philipnus dormitor
(Lacep.); Domitator maculatus (Bloch.); Batrachoides goldmani n. sp.
Evermann, B. W. u. Kendall, W. €. (1). Notes on the Fishes of
Lake Ontario. Report of the United States Commission of Fish and
Fisheries XXVII, p. 209—216.
Acipenser rubieundus Le Sueur; Lepidosteus osseus (Linn.);
Amia calva Linn.; Ictalurus punetatus (Raf.); Ameiurus nebulosus
(Le Sueur); A. melas (Raf.); Noturus flavus (Raf.); Schilbeodes gyrinus
(Mitch.); S. miurus (Jord.); Catostomus catostomus (Forster); ©. com-
mersoni (Lacep.); Erimyzon sucetta oblongus (Mitch.); Moxostoma
anısurum (Raf.); M. aureolum (Le Sueur); Campostoma anomalum
(Raf.); Chrosomus erythrogaster Raf.; Hybognathus nuchale Agass. ;
Pimephales promelas Raf.; P. notatus (Raf.); Semotilus corporalis
(Mitch); S. atromaculatus (Mitch.); Leueiscus margarita (Cope); Abramis
erysoleucus (Mitch.); Notropis cayuga Meek; N. heterodon (Cope);
N. blennius (Girard); N. hudsonius (Clinton); N. whippli (Girard);
N. cornutus (Mitch); N. atherinoides Raf.; N. rubifrons (Cope); Rhinich-
thys atronasus (Mitch.); Hybopsis storerianus (Kirtl.); H. kentuckiensis
(Raf.); Exoglossum maxillingua (Le Sueur); Anguilla chrysypa (Raf.);
Pomolobus pseudoharengus (Wils.); Alosa sapidissima (Wils.): Core-
gonus clupeiformis (Mitch.); Argyrosomus artedi (Le Sueur); A. pro-
gnathus (H.M. Smith); Salmo salar Linn.; Cristivomer namaycush
(Walb.); Umbra limi (Kirtl.); Lucius vermiculatus (Le Sueur); L. reti-
culatus (Le Sueur); L. lucius (Linn.); Fundulus diaphanus (Le Sueur);
Eucalia inconstans (Kirtl.); Gasterosteus hispinosus Walb.; Percopsis
guttatus Agass.; Labidesthes siceulus (Cope); Pomoxis sparoides
(Lacep.); Ambloplites rupestris (Raf.); Lepomis pallidus (Mitch.);
29 IV. Pisces für 1902.
Eupombotis gibbosus (Linn.); Mieropterus dolomieu Lac£p. ; M. salmoides
(Laeep.); Stizostedion vitreum (Mitch.); St. canadense (Smith); Perca
flavescens (Mitch.); Pereina caprodes zebra (Raf.); Hadropterus aspro
(Cope u. Jord.); Diplesion blennioides (Raf.); Boleosoma nigrum
olmstedi (Storer.); Etheostoma coeruleum Storer; E. flabellare Raf.;
Boleichthys fusiformis (Girard); Roccus chrysops (Raf.); Aplodinotus
grunniens Raf.; Cottus ietalops (Raf.); Triglopsis thompsoni Girard;;
Lota maculosa (Le Sueur).
— (2). An annotated list of the Fishes known to occur in Lake
Champlain and its tributary waters. Das. p. 217—225.
Ichthyomyzon concolor (Kirtl.), Acipenser rubicundus Le Sueur,
Lepidosteus osseus (Linn.); Amia calva (Linn.); Ameiurus lacustris
(Walb.); A. vulgaris (Thomps.); A. nebulosus (Le Sueur); Carpiodes
thompsoni Agass.; Catostomus catostomus (Forster); C. commersoni
(Lacep.); Moxostoma aureolum (Le Sueur); Pimephales notatus (Raf.);
Semotilus corporalis (Mitch.); S. atromaculatus (Mitch.); Abramis
erysoleucas (Mitch.); Notropis blennius (Girard); N. hudsonius (Clin-
ton); N. whipplii (Girard); N. cornutus (Mitch.); N. atherinoides Raf.;
N. rubifrons (Cope); Rhinichthys cataractae (Cuv. u. Val.); R. atronasus
(Mitch.); Conesius plumbeus (Agass.); Exoglossum maxillingua (Le
Sueur); Anguilla chrysypa Raf.; Hiodon tergisus Le Sueur; Coregonus
quadrilateralis Richards; ©. clupeiformis (Mitch.); ©. labradorieus
(Richards.); Argyrosomus artedı (Le Sueur); Salmo salar Linn.; S. se-
bago Girard; Salvelinus fontinalis (Mitch.); Cristivomer namaycush
(Walb.); Osmerus mordax (Mitch.); Umbra limi (Kirtl.); Esox lucius
Linn.; E. masquinongy Mitch.; Eucalia inconstans (Kirtl.); Percopsis
guttatus Agass.; Ambloplites rupestris (Raf.); Expomotis gibbosus
(Linn.); Micropterus dolomieu Lacep.; M. salmoides (Lacep.); Stizo-
stedion vitreum (Mitch.); St. canadense (Smith); Perca flavescens
(Mitch.); Pereina caprodes (Raf.); Cottogaster copelandi (Jord.);
Boleosoma nigrum olmstedi (Storer); Aplodinotus grunniens (Raf.);
Lota maculosa (Le Sueur); Uranidea gracilis (Heck.).
— (3). An annotated list of the Fishes known to occur in the
St. Lawrence River. Das. p. 227—240.
Ichthyomyzon concolor (Kirtl.), Acipenser sturio Linn.; A. rubi-
cundus Le Sueur.; A. brevirostris Le Sueur.; Lepidosteus osseus
(Linn.); Amia cealva Linn.; Ameiurus lacustris (Walb.); A. nebulosus
(Le Sueur.); Carpiodes- thompsoni Agass.; Catostomus catostomus
(Forster); ©. commersonii (Lacep.); Erimyzon sucetta oblongus (Mitch.);
Moxostoma anisurum (Raf.); M. aureolum (Le Sueur.); Chrosomus
erythrogaster Raf.; Pimephales notatus (Raf.); Semotilus corporalis
(Mitch.); S. atromaculatus (Mitch.); Abramis chrysoleucas (Mitch.);
Notropis blennius (Girard), N. hudsonius (Clinton); N. whipplii (Girard);
N. cornutus (Mitch.); N. atherinoides Raf.); N. rubifrons (Cope);
Rhinichthys cataractae (Cuv. u. Val.); R. atronasus (Mitch.); Conesius
plumbeus (Agass.); Exoglossum maxillingua (Le Sueur); Anguilla
chrysypa Raf.; Hiodon tergisus Le Sueur; Clupea harengus Linn.;
Pomolobus pseudoharengus (Wils.); Alosa sapidissima (Wils.); Core-
IV. Pisces für 1902, 23
gonus quadrilateralis Richards. ; C. labradoricus Richards. ; Argyrosomus
artedi (Le Sueur); Salmo salar Linn.; S. ouananiche Me Carthy; Cristi-
vomer namaycush (Walb.); Salvelinus fontidalis (Mitch.); S. marstoni
Garman; Osmerus mordax (Mitch.); Umbra limi (Kirtl.); Esox reti-
culatus (Le Sueur); E.lucius Linn.; E. masquinongy Mitch.; Fundulus
diaphanus (Le Sueur); Eucalia inconstans (Kirtl.); Percopsis guttatus
Agass.; Scomber scombrus Linn. ; Pomoxis sparoides (Lacep.); Amblo-
plites rupestris (Raf.); Eupomotis gibbosus (Linn.); Mieropterus
dolomieu Lacep.; M. salmoides (Lace&p.); Stizostedion vitreum (Mitch.);
St. canadense (Smith); Perca flavescens (Mitch.); Pereina caprodes
(Raf.); Cottogaster cheneyi Everm. u. Kend.; Boleosoma nigrum
olmstedi (Storer); Etheostoma boreale (Jord.); E. flabellare Raf.;
Roceus lineatus (Bloch.); Cyclopterus lumpus Linn.; Cottus ietalops
(Raf.); Uranidea gracilis (Heck.); Mierogadus tomcod Walb.); Lota
maculosa (Le Sueur); Pseudopleuronectes americanus (Walb.).
Evermann, B. W. u. Marsh, M. €. The Fishes of Porto Rico.
Bulletin of the United States Fish Commission 20, p. 51—350, Fig.,
Taf. 1—49.
Halientichthys smithi n. sp.; Emblemaria pandionis n. sp.; Scor-
paena albifimbria n.sp.; S. bergii n. sp.; Pontinus beanorum n.sp.;
Citharichthys arenaceus n.sp.; Mycteroperca bowersi n.sp.; Neo-
maenis megalophthalmus n. sp.; Apogon sellicauda n. sp.; Lycodontis
albimentis n. sp. ; Stolephorus lyolepis n. sp.; Branchiostoma carıbaeum
Sundevall; Asymmetron lucayanum Andrews, Ginglymostoma cirratum
(Gmelin); Carcharhinus faleiformis (Bibron); ©. limbatus (Müller
u. Henle); Sphyraena zygaena (Linn.); Pristis pectinatus Latham.;
Dasyatis hastata (De Kay); D. say (Le Sueur.); Aetobatus narinari
(Euph.); Anguilla chrysypa Raf.; Leptocephalus conger (Linn.);
Muraenesox savanna (Cuv.); Aphthalmichthys carıbbeus Gill. u. Smith;
Chilorhinus suensoni Lütken; Sphagebranchus ophioneusn. sp. Everm.
u. Marsh; Myrichthys oculatus (Kaup); Ophiethus gomesii (Castelnan);
Lycodontis moringa (Cuv.); L. funebris (Ranz.); L. albimentis n. sp. ;
Everm. u. Marsh; L. jordani Everm. u. Marsh; Echidna catenata
(Bloch); Tarpon atlantıcus (Cuv. u. Val.); Elops saurus Linn.; Albula
vulpes (Linn.); Jenkinsia lamprotaenıa (Gosse); J. stolifera (Jord.
u. Gilb.); Clupanodon pseudohispanicus (Poey); Sardinella macroph-
thalma (Ranz.); S. humeralis (Cuv. u. Val.); Opisthonema oglınum
(Le Sueur); Ilisha bleekeriana (Poey); Stolephorus perfasciatus (Poey);
St. cubanus (Poey); St. brownii (Gmelin); St. choerostomus (Goode);
St. Iyolepis n. sp. Everm. u. Marsh; St. garmanı Everm. u. Marsh;
St. gilberti Everm. u. Marsh.; St. productus (Poey); Trachinocephalus
myops (Forster); Synodus intermedius (Agass.); S. foetens (Linn.);
Chlorophthalmus chalybeius (Goode); Fundulus fonticola Cuv. u. Val.;
Poeeilia vivipara (Bloch u. Schn.); Tylosurus timucu (Walb.); T. ardeola
(Cuv. u. Val.); T. raphidoma (Ranz.); Hyporhamphus unifasciatus
(Ranz.); Hemirhamphus brasiliensis (Linn.); Parexocoetus mesogaster
(Bloch); Cypsilurus bahiensis (Ranz.); Aulostomus maculatus Val.;
Fistularia tabacaria (Linn.); Siphostoma machayi Swain u. Meek.;
24 IV. Pisces für 1902.
8. floridae (Jord. u. Gilb.); S. elucens (Poey); S. jonesi (Gthr.); Cory-
throichthys cayorum Everm. u. Kend.; Hippocampus punctulatus
Guich. ; Atherina stipes (Müller u. Troschel); A. laticeps Poey; A. araea
Jord. u. Gilb.; Mugil brasiliensis (Agass.); M. curema Cuv. u. Val.;
M. trichodon Poey; Agonostomus monticola (Bancroft); Sphyraena
barracuda (Walb.); S. guachancho (Cuv. u. Val.); S. pieudilla Poey;
Polydactylus virginieus (Linn.); Holocentrus ascensions (Osbeck);
H. vexillarius Poey; Upeneus maculatus (Bloch); U. parvus Poey;
U. martinieus Cuv. u. Val.; Auxis thazard (Lacep.); Scomberomorus
maculatus (Mitch.); 8. regalis (Bloch); S. cavalla (Cuv. u. Val.);
Trichiurus lepturus Linn.; Oligoplites saurus (Bloch u. Schn.); Seriola
falcata Cuv. u. Val.; Decapterus punctatus (Agass.); Trachyrops
crumenophthalmus (Bloch); Caranx ruber (Bloch); C. bartholomaei
(Cuv. u. Val.); C. hippos (Linn.); C. erysos (Mitch).; C. latus Agass.;
Vomer gabonensis Guich.; Selene vomer (Linn.); Chloroscombrus
chrysurus (Linn.); Trachinotus glaucus (Bloch); T. falcatus (Linn.);
T. carolinus (Linn.); Peprilus paru (Linn.); Apogon sellicauda n. sp.;
Everm. u. Marsh; Apogonichthys alutus (Jord. u.Gilb.); Centropomus
undeeimalis (Bloch); ©. parallelus Poey; Petrometopon cruentatus
(Lac&p.); Bodianus ruber (Bloch u. Schn.); B. punctatus (Linn.);
Epinephelus adscensionis (Osbeck); E. striatus (Bloch); E. guttatus
(Linn.); E. morio (Cuv. u. Val.); Alphestes chloropterus (Cuv. u. Val.);
Mycteroperca bonaci (Poey); M. bowersi n.sp.; Everm. u. Marsh;
Diplectrum radiale (Quoy u. Gaimard); Prionodes baldwini Everm.
u. Marsh; Dules dispilurus (Gthr); Rypticus saponaceus (Bloch u.
Schn.); R. coriaceus (Cope); R. bistrispinus (Mitch.); Lobotes suri-
namensis (Bloch); Priacanthus arenatus (Cuv. u. Val.); P. ruentatus
(Lae&p.); Neomaenis cyanopterus (Cuv. u. Val.); N. griseus (Linn.);
N. jocu (Bloch u. Schn.); N. apodus (Walb.); N. aya (Bloch); N. vivanus
(Cuv. u. Val.); N. analıs (Cuv. u. Val.); N. megalophthalmus n. sp.
Everm. u. Marsh; N. synagris (Linn.); N. mahogoni (Cuv. u. Val.);
Oeyurus chrysorus (Bloch); Rhomboplites aurorubens (Cuv. u. Val.);
Etelis oculatus (Cuv. u. Val.); Haemulon album Cuv. u. Val.; H. macro-
stomum Gthr.; H. bonariense Cuv. u. Val.; H. parra (Demarest);
H. carbonarium Poey; H. sciurus (Shaw); H. plumieri (Lac£p.); H. flavo-
lineatum (Desmarest); Bathystoma rimator (Jord. u. Swain); B. stri-
atum (Linn.); Anisotremus surinamensis (Bloch); A. virginieus (Linn.);
Conodon nobilis (Linn.); Brachydenterus corvinaeformis (Steind.);
Pomadasis productus (Poey); P. crocro (Cuv.u. Val.); P. ramosus
(Poey); Calamus calamus (Cuv. u. Val.); ©. kendalli Everm. u. Marsh;
C. bajonado (Bloch u. Schn.); C. arcetifrons Goode u. Bean; Archosargus
unimaculatus (Bloch); Eucinostomus spendogula Poey; E. harengulus
Goode u. Bean; E. gula (Cuv. u. Val.); Ulaema lefroyi (Goode); Xy-
staema cinereum (Walb.); Gerres rhombeus Cuv. u. Val.; G. olistho-
stomus Goode u. Bean; G. brasilianus Cuv. u. Val.; G. plumieri Cuv.
u. Val.; Kyphosus ineisor (Cuv. u. Val.); K. sectatrix (Linn.); Cynoscion
jamaicensis (Vail. u. Bocourt); Larimus breviceps Cuv. u. Val.: Odonto-
scion dentex (Cuv. u. Val.); Corvula sanctae-luciae Jord.; C. batabana
IV. Pisces für 1902, 25
(Poey); Bairdiella ronchus (Cuv. u.Val.); Ophioscion adustus (Agass.);
Micropogon furnieri (Desmarest); Umbrina coroides Cuv. u. Val.;
Menticirrhus martinicensis (Cuv. u. Val.); Eques acuminatus (Bloch
u. Schn.); Eupomacentrus fuscus (Cuv. u. Val.); E. analis (Poey);
E. leucostictus (Müller u. Troschel); Abudefduf saxatilis (Linn.);
Lachnolaimus maximus (Walb.); Iridio bivittatus (Bloch); J. kirschii
Jord. u. Everm.; Doratonotus megalepis Gthr.; D. decoris Everm.
u. Marsh; Sparisoma xystrodon (Jord. u. Swain.); S. hoplomystax
(Cope); 8. niphobles Jord. u. Boll.; S. aurofrenatum (Cuv. u. Val.);
S. abildgaardı (Bloch); S. chrysopterum (Bloch u. Schn.); S. lorito
Jord. u. Swain.; S. viride (Bonnaterre); S. flavescens (Bloch u. Schn.);
S. rubripinne (Cuv. u. Val.); S. brachiale (Poey) Scarus vetula Bloch
u. Schn.; S. croicensis (Bloch); C. coeruleus (Bloch); Pseudoscarus
guacamaia (Cuv.); Chaetodipterus faber (Broussonet); Chaetodon
striatus Linn.;. €. capistratus Linn.; C. bricei H.M. Smith; Poma-
canthus arcuatus (Finn.); Holacanthus tricolor (Bloch); Angelichthys
eiliarıs (Linn.); Teuthis coeruleus (Bloch u. Schn.); T. hepatus Linn.;
T. bahianus (Castelnau); Balistes vetula Linn.; Cantherines pullus
(Ranz.); Monacanthus ciliatus (Mitch); M. hispidus (Linn.); Alutera
scripta (Osbeck); Lactophrys triqueter (Linn.); L. trigonus (Linn.);
L. bieaudalis (Linn.); L. tricornis (Linn.); Lagocephalus laevigatus
(Linn.); Spheroides spengleri (Bloch); S. marmoratus (Ranz.); S. testu-
dineus (Linn.); Canthigaster rostratus (Bloch); Diodon hystrix Linn. ;
D. holacanthus Linn.; Chilomycterus antennatus (Cuv.); Scorpaena
brasiliensis Cuv. u. Val.; S. albifimbria n. sp. Everm. u. Marsh; S. bergii
n. sp. Everm. u. Marsh; S. plumieri Bloch; S. grandicornis Cuv. u. Val.;
Pontinus beanorum n.sp. Everm. u. Marsh; P. macrolepis Goode
u. Bean; Prionotus punctatus (Bloch); Peristedion gracile Goode
u. Bean; Cephalacanthus volitans (Linn.); Philypnus dormitor (Lacep.),
Dormitator maculatus (Bloch); Guavina guavina (Cuv.u. Val.);
Eleotris pisonis (Gmelin); Sieydium cagnitae Everm. u. Marsh; S. plu-
mieri (Bloch); Gobius soporator Cuv.u. Val.; G. lyrieus Girard;
G. bayamonensis Everm. u. Marsh; G. oceanicus Pallas; Awaous
taiasıca (Lichtenst.); Bollmannia boqueronensis Everm. u. Marsh;
Microgobius meeki Everm. u. Marsh; Gobioides broussonetii Lacep.;
Echeneis nauerates Linn.; Caulolatilus cyanops Poey; Dactyloscopus
tridigitatus Gill; Gobiesox tudes Richards; Gillias jordani Everm.
u. Marsh; Malacoctenus eulebrae Everm. u. Marsh; M. moorei Everm.
u. Marsh; M. puertoricensis Everm. u. Marsh; M. delalandi (Cuv. u. Val.);
Labrisomus nuchipinnis (Ancy u. Gaimard); Auchenopterus albicaudus
Everm. u. Marsh; A. fajardo Everm. u. Marsh; A. rubescens Everm.
u. Marsh; A. cingulatus Everm. u. Marsh; A. fasciatus (Steind.);
Auchenistius stahli Everm. u. Marsh; Coralliozetus cardonae Everm.
u. Marsh; Emblemaria pandionis n.sp.; Everm. u. Marsh; Fierasfer
bermudensis (Jones); Platophrys ocellatus (Agass.); P. lutanus (Linn.);
Syacium mierurum Ranz. ; Citharichthys unieomis Goode; C. spilopterus
Gthr.; ©. arenaceus n. sp. Everm. u. Marsh; Etropus crossotus Jord.
u. Gilbr.); Achirus inseriptus Gosse; A. lineatus (Linn.); Symphurus
26 IV. Pisces für 1902.
plagusia Bloch u. Schn.; Pterophryne gibba (Mitch.); Antennarius
inops Poey; A. scaber (Cuv.); A. nuttingii Garman; Chaunax pietus
Lowe; Ogcocephalus vespertilio (Linn.); Halieutichthys aculeatus
(Mitch); Hi. smithii n. sp. Everm. u. Marsh.
Fatio, V. A propos du Coregonus macrophthalmus de Nüsslin.
Archives des Sciences physiques et Naturelles (4) 14, p. 433—441.
Fatio nimmt Stellung zu der Frage, ob Nüsslins Coregonus macro-
phthalmus Artberechtigung habe und verneint dieselbe.
Faussek, V. Beiträge zur Histologie der Kiemen bei Fischen und
Amphibien. Arch. mikr. Anat. 60, p. 157174, Tat!
Perca, Petromyzon; Untersuchungen i im Anschluß an die Arbeit
von Bietrix 1895. Das Blut der Fische fließt in den Kiemen in inter-
cellulären Räumen des Bindegewebes.
Favaro, 6. (1). Cenni anatomo-embriologiei intorno al Musculus
retractor arcuum branchialium dorsalis nei Teleostei. Monit. Z. Ital.
Anno 13. p. 119—124.
Er ist ein Teil des hypaxonischen Segments des großen Seiten-
muskels; er kann fehlen.
— (2). Ricerche sulla morfologia e sullo sviluppo dei muscoli
gracili del dorso (musculi supracarinales) dei Teleostei. Arch. Ital.
Anat. Embr. Firenze. Vol. 1. p. 448—490. Taf. 30—32.
Zusammensetzung aus drei Bündeln, verschiedene Entwicklung
derselben. Ihre Zusammensetzung aus verschiedenen Muskelfasern;
Verlauf und Insertion der Bündel; Teilung in Myomere. Bei einigen
Arten tritt ein 4. Bündel auf.
Fritsch, 6. Färbung und Zeichnung bei elektrischen Fischen.
Verh. V. Int. Zool. Congr., p. 643—647.
Schutzfärbung, Prunkfarben. Sarcoide und adenoide elektrische
Organe. Torpedineen besitzen Zeichnungen mit auffallenden An-
lockungsfarben, wie auch solche, die den Charakter einer Schutz-
färbung tragen. Jugendfarbe von Torpedo marmorata, T. marmorata
var. annulata Fritsch, Narcine brasiliensis. Die Augenfleckenzeichnung
des Torpedo ocellata bleibt das ganze Leben über erhalten. Verschieden-
heit in Zahl und Anordnung der Augenflecken; aus derselben wird
gefolgert, daß dieselben ein Merkmal sind, welches der Vernichtung
geweiht ist. — Sympathische Färbung und Z eichnung mit aggressivem
Charakter. Torpedo marmorata var. limbata Fritsch, T. m. var. albo-
guttata Fritsch, T. m. var. nigroguttata Fritsch, T. m. marmorata
Fritschh Narcine brasiliensis, Anpassung an den Meeresgrund.
T. panthera Ehrb., T. sinus persici Rüpp. — Auf beschränktem Gebiet
eine bemerkenswerte Umwandlung der Arten, inniger Zusammenhang
zwischen Lebensweise und Formg gestaltung. Die auffallende Anlockungs-
färbung und Zeichnung macht einer sympathischen Färbung Platz.
Fritsch, A. u. Bayer, ®, Nove Ryby Ceskeho utvarn Kredovöho.
Ceska Akademie Praze, 4to, 2, 18 p., 3 Taf.
Hoplopteryx brevis n. sp. fossil; Tachynectes Rn n. sp. Ioss. ;
Elopopsis smith-woodwardi n. sp. foss.; Parelops n.g. prazakii n. sp.
foss.; Ösmeroides viranensis Fritsch; Pe ferox Leidy,
IV. Pisces für 1902. 97
Skelet; Schizospondylus n.g. dubius n.sp.; Ischyodus bohemicus
n. sp. foss.
Braaei A. Zur Entwicklungsgeschichte des Wirbeltierkopfes.
Verh. Anatom. Ges. 16. Vers. p. 34—46. 5 Figg.
Embryonen von Torpedo werden untersucht.
Fuhrmann, M. ©. Sur les Myxosporidies des Coregones du lac de
Neuchatel. Archives des Sciences physiques et naturelles (4) 14 p. 172
—173.
Kurze Inhaltsangabe der genannten Arbeit. Der Parasit ist Henne-
guy a Kolesnikovi Gurley = Myxobolus bicaudatus Zschokke. Krank-
heitserscheinungen.
Fulton, 3. W. Report on the trawling experiments of the „Gar-
land“, and on the Fishery statistics relating thereto. Annual Report
of the Fishery Board for Scotland 20; 3, p. 17—172.
— (2). Rate of growth of Sea Fishes. Annual Report of the
Fisheries Board for Scotland 20, 3. p. 326—439, Taf. 14—21.
— (3). Ichthyological Notes. Das. p. 539—541.
Gantini, €. Struttura a sviluppo delle cellule interstizialı del
testiculo. Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze Vol. 1. p. 233—294, T. 15
—18.
Interstitielle Zellen des Hodens bei Mugil u. höheren Tieren.
Gaskell, W. H. The origin of Vertebrates, deduced from the study
of Ammocoetes. Part 10. On the origin of the auditory organ; the
meaning of the 8th Cranial nerve; together with a consideration of
the origin of the cranial nerves as a whole, in accordance with the
principles laid down in Part 1. Journal of the Anatomie and Physiology
normal and pathological (2) 16, p. 164—208. fig.
Ableitung des Gehörorgans der Vertebraten von einem Sıinnes-
anhang skorpionartiger Ahnen. Bei Ammocoetes geht ein Anhang
des der Leber von Limulus entsprechenden Gewebes in die Gehör-
kapsel. Zusammenfassung über Kopfnerven.
Genthe vgl. Johnston (3).
Giakomini, E. (1). Contributo alla conoscenza delle capsule surrenali
nei Cielostomi. Sulle capsule surrenali dei Petromizonti. Monitore
Zoologico italiano 13, p. 143—162, pls. 2 u. 3.
Petromyzon marinus, P. planeri, Ammocoetes besitzen zwei Serien
von Organen mit innerer Sekretion, welche dem Intervall bezw. dem
Suprarenale der Selachier und der Corticalsubstanz bezw. Medullar-
substanz der Nebenniere höherer Vertebraten entsprechen. Auch bei
Anguilla, Esox, Cyprinus, Tinca, Leuciscus und Barbus treten in der
Nebenniere beide Substanzen auf.
— (2). Sulla esistenza della sostanza midollare nelle capsule
surrenali dei Teleostei. Das. p. 183—189.
Medullarsubstanz in der Suprarenalkapsel.
Gilchrist, 3. D. F. (1). Catalogue of Fishes recorded from South
Africa. Cape Town, 1902, 8vo, 179 p.
— (2). South African Fishes. Marine Investigationes S. Africa 2,
p- 101—113, Taf. 6—10.
28 IV. Pisces für 1902.
Paraliparis australis n. sp.; Choridactylodes n. g. (nahe Chorio-
dactylus) natalensis n. sp.; Paralichthides n.g. (nahe Paralichthys)
algoensis n. sp.; Solea (Pegusa) capensis n. sp.; Melanosoma n. g. (nahe
Melanonus Gthr.) acutecaudatum n.sp.; Branchiostoma capense
n. Sp.
— (3). History of the local names of Cape Fish. Transactions
of the South African Society Philosophical Society 11, p. 207—232.
Verfasser erörtert die Herkunft der Lokalnamen südafrikanischer
Fische: sie sind 1. entlehnt von solchen Fischen, die südafrıkanischen
mehr oder minder ähnlich sind, 2. gegeben in Erinnerung an Personen,
Tiere oder Dinge, 3. bezeichnend für besondere Eigentümlichkeiten
Farbe usw., 4. gegeben nach dem Aufenthaltsort, Vaterland. Ver-
zeichnis der Lokalbezeichnungen für 93 Arten.
Gill, T. The Wale-Shark (Rhinodon typicus) as an American Fish.
Science (2) 15, p. 824—826.
Bibliographie über Rhinodon typicus als Bewohner des atlantischen
und auch des pacifischen Oceans an der amerikanischen Küste. Rhino-
don typieus; Rh. pentalineatus Kish.; die amerikanischen Exemplare
werden mit den alten Namen Rhineodon als R. punctatus von der
typischen Form unterschieden.
Goeppert, E. Die Entwicklung des Mundes und der Mundhöhle
mit Drüsen und Zunge; die Entwicklung der Schwimmblase, der
Lunge und des Kehlkopfes bei den Wirbeltieren in Hertwig Handbuch
der Entw. Wirbeltiere Jena II. 1. p. 1—108. Fig. 1—82.
Goodrich, E. S. On the Structure of the excretory organs of
Amphioxus. Part I. Quarterly Journal of Mieroscopical Science (2) 45,
p. 493—501, fig., Taf. 27.
Der Exceretionskanal steht nicht direkt mit dem Coelom, sondern
mit dem Atrium in Verbindung. Die segmentale Anordnung, die
Funktion und die histologischen Befunde am Exkretionskanal des
Amphioxus sind in den wesentlichen Punkten identisch mit den Ne-
phridien bei Phyllodoce paretti.
Gordon, W. 3. Our Country’s Fishes and how to know them. Lon-
don, 1902, 8vo, 152 p., fig., 32 Tafeln.
Green, E. H. u. Tower, R. W. The Organic constituents of the
Scales of fish. Bulletin of the United States Fish-Commission 21.
S. 97—102.
Ichthylepidin in den Schuppen der meisten Knochenfische, so-
wie bei Acipenser sturio. Es fehlt bei Lepidosteus osseus, ferner bei
Mola mola, Spheroides maculatus, überhaupt bei allen Elasmobranchier.
Die Haut von Mustelus canis, Carcharıas littoralis, C. obscurus, Raja
erinacea besitzt nur Collogen als organische Basis, kein Ichthyolepidin.
Verhältnis beider Substanzen. Ausnutzung des Collogen als Gelatine.
Greene, €. W. Contributions to the physiology of the California
Hagfish, Polistotrema stouti. 2. The absence of regulative nerves for
the systemie heart. The American Journal of Physiologie 6, p. 318
—324.
en
er
IV. Pisces für 1902. 29
Durch Stimulation 1. des Nervus vagus, 2. des Hirns, 3. des
Rückenmarks wird festgestellt, daß Nerven zur Regulierung der
Herztätigkeit bei Polistotrema stouti fehlen. Die Herzmuskulatur
arbeitet automatisch.
Gregory, E. H. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Knochen-
fische. Anatom. Hefte. 1. Abt. Bd. 20. p. 151—229. 11 Fig. Taf. 7—15.
Gliederung des Kopfmesoderms. Entstehung des Endocard.
Hypophysis.
Greynfelät (1). Le corps suprar&naux chez quelques Squales leurs
rapports avec le systeme arterial. Note preliminaire. C. R. Ass. Anat.
4. Sess. p. 31—34.
Es a hen enge Beziehungen zwischen der Lage der Supra-
renalkörper der Selachier (Acanthias, Scyllium) zu den Intercostal-
arterien.
— (2). Vaseularisation des corps surrenaux chez les Scyllium.
Comptes Rendus hebdomadaires des seances de I’ Academie des Sciences.
134, p. 362—364.
Scyllium canıicula, S. catulus. Die Gefäße im Innern des ‚‚corps
suprarenaux“ wurden mit gefärbter Gelatine oder mit Silbernitrat
injiziert und auf diese Weise ihr Verlauf genauer festgestellt. (Kurzer
vorläufiger Bericht.)
— (3). Distribution des corps suprarenaux des Plagiostomes.
Das. 135, p. 330—332.
Die Suprarenalkörper der Plagiostomen sind im allgem. metamer.
Ein Vergleich ihrer Zahl mit jener der Segmente, die sie einnehmen,
ergibt aber eine große Verschiedenheit. Die Beziehungen der c. s. zu
den Arterien konnten gleichzeitig geklärt werden. Bei den Squalidae
sind sie typisch metamer, ihre Zahl und Lage wird aber bestimmt
durch die segmentalen Arterien. Bei Acanthias vulgaris, A. blainvillei
Mustelus laevis, M. vulgaris, Galeus canıis, Squatina angelus, Hexanchus
griseus, Echinorhinus spinosus sind fast ebensoviel c. s. als Segmente
Die Verhältnisse bei Scyllium catulus, Sc. canicula, Centrina vulpecula.
Bei Raja clavata, R. marginata, R. mosaica, R. puctata liegen ähnlich wie
bei Torpedo marmorata. Bei Myliobetis aquila und besonders bei
Trigon pastinaca ist die Abweichung in der Zahl sehr groß (20 : 64).
Alles spricht für die Ansicht Chevrels und gegen Pettit.
— (4). Structure des corps suprarenaux des Plagiostomes. Das.
p. 373—374.
Sie bestehen bei den Plagiostomen aus einer epithelialen Masse,
welche von einer dünnen Kapsel umgeben und von kapillaren Blut-
gefäßen, sowie terminalen Nervenfasern durchzogen ist. Dieselbe
besteht aus epithelialen Zellen, für welche der Name „cellules chro-
maffines““ gewählt wird an Stelle der Kohnschen Bezeichnung ‚‚chro-
maffine & Sympathieuszellen”. Die Gestalt, sowie das Cytoplasma dieser
Zellen mit seinen Granulationen, Vakuolen und Kernen wird be-
schrieben.
— (5). Sur le corps interrenal des Plagiostomes. Das. p. 439
—441.
30 IV. Pisces für 1902,
Nach Untersuchungen nicht nur an Raja mosaica, R. punctata,
R. marginata, R. clavata, sondern auch an Trygon und Torpedo ist
die Anlage paarig; weniger deutlich paarig ist sie bei den Squalidae.
Einzelheiten über die Struktur dieses Organs bei Centrina vulpecula,
Myliobatis aquila, Zygaena malleus.
Günther, A. (1). lIchthyology. Encyclopaedia Britannica 29,
p. 394—400, fig.
Bericht über die Fortschritte in der Kenntnis der Fische während
der letzten 20 Jahre.
— (2). Third Notice of new species of Fishes from Morocco.
Novitates Zoologicae 9, p. 446—448, Taf. 22 u. 23.
Pterocapoeta n. g. maroccana n. sp., Barbus reinii Gthr.; B. roth-
schildi Gthr.; B. riggenbachi n. sp., gefunden im Oum Erbiah (Moorbey
River).
Guitel, F. Sur le rein des Lepadogaster bimaculatus Fleming
et microcephalus Brook. Bull. Soc. Med. Ouest Rennes p. 164—178.
5 Figg.
Gurley, R. R. The habits of Fishes. Amer. Journal of Psychology
13, p. 408—425.
Hagmann, G. Weiterer Bericht zu Acanthiacus hystrix aus dem
unteren Amazonas. Zool. Anz. 25, p. 414—421, fig.
Acanthias hystrix Spix, Chaetostomus spinosus Casteln.; beide
Fische sind ohne Zuhilfenahme von Originalen nach der bisherigen
Literatur nicht zu unterscheiden, wenn denselben die Schwänze ab-
geschnitten werden. Diagnose nach den Eigentümlichkeiten des
Kopfes.
Hamilton, A. Notice of an Eletric Ray new to the Fauna of New
Zealand, belonging to the genus Astrape. Transactions of and Procee-
dings of the New Zealand Institute. 34, p. 224—226, Taf. 10—12.
Astrape aysoni n. sp. vielleicht = Astrape capensis.
Harvie-Brown, J. A. Notes on Salmonidae. The Annals of Scottish
Natural History 1902, p. 14—21.
Hay, 0. P. (1). Bibliography and Catalogue of the Fossil Verte-
brata of North America. Bulletin of the United States Geological
Survay. No. 179, 868 p.
Percesoces und Haplomi bilden zusammen die Gruppe Mesichthyes.
Die Phthinobranchüi n. ord. umfassen Hemibranchüi u. Lophobranchii.
— (2). The Chronological Distribution of the Elasmobranchs.
Transactions of the American philosophical Society (2) 20, 1901, p. 63
Im Anschluß an seine Arbeit von 1899 (Science Vol. X p. 683)
gibt Verf. unter Berücksichtigung der neueren Forschungen eine Über-
sicht der Elasmobranchier in den verschiedenen Formationen vom
Devon bis zum Pliocen.
— (3). Description of a new species of Cladodus (C. formosus)
from the Devonian of Colorado. The American Geologist 30, p. 373
u. 374, fig.
Cladodus formosus n. sp.
IV. Pisces für 1902. 31
Hector, 3. (1). Notes on New Zealand Fishes. Transactions and
Proceedings of the New Zealand Institute 34, p. 239—241, Taf. 14 u. 15.
Chimaera monstrosa n. var. australis; Auchenopterus aysoni n. sp.;
Callorhynchus antarcticus.
— (2). Remarks on New Zealand Fishes, and on a collection
of drawnings of native Fish by the late F. E. Clarke. Das. $. 563
u. 564.
Hering, Pilchard, Solea u. Flunder, Makrelen.
Helbing, H. Beiträge zur Anatomie und Systematik der Lämar-
giden. Anatomischer Anzeiger 21, p. 658—668.
Laemargus borealis, L. rostratus; Seymnuslichia, Centrina salviana,
Spinax niger, Acanthıas vulgaris, Pristiophornis japonicus. — Schuppen
der Laemargusarten, Veränderungen derselben im Bereich der Leucht-
organe. ,‚Die Leuchtorgane des Erwachsenen sind als Rudiment
eines in der Jugend reicheren Leuchtapparates aufzufassen“. Mikro-
skopische Struktur der Leuchtorgane. Zähne. — Skelet: bei Laemargus
rostratus stimmt die Zahl der Muskelsegmente mit jener der Wirbel-
segmente nicht überein. Dorsalflossen: Laemargus rostratus wiederholt
im Laufe individueller Entwicklung, besonders im Bereich des unpaaren
Flossenskelets, spinacide Verhältnisse, welche sich beim ausgewachsenen
Tier in nur sehr spärlichem Grad erhalten haben, Die zweite Dorsalıs
von L. borealis besitzt einen deutlichen Knorpelhaken des 1. Basale,
welcher ebenfalls als ein Erbstück spinacider Formen betrachtet wird.
Auch Seymnus lichia hat noch nicht die letzten Spuren spinacider
Abkunft verloren. Der Subcaudalstrang bei den genannten Arten.
Die Rippen. Systematische Schlüsse.
Hennicke, €. Eine eigentümliche Augen-Erkrankung bei Gold-
fischen. Zoologischer Garten 43, p. 325.
Vergrößerung des Bulbus.
Herdman, W. A. Report for 1901 on the Lacashire Sea-Fisheries
Laboratory at Liverpool and the Sea-Fish Hatchery at Piel. 1902.
Bericht Nature 1902. p. 373.
Herdman, W. A. u. Dawson, R. A. (1). Fishes and Fisheries of
the Irish Sea. London, 1902, 4to, 98 p.
— (2). Lancashire Sea-Fisheries Memoir No. 2. Fish and Fisheries
of Irish Sea. 98 pagg. Liverpool. Preis 5s.
Heynemann, B. A. Die Nahrung einiger Fischarten in verschiedenem
Alter (Russisch). Aus der Nikolsk. Fischzuchtanstalt No. 6. p. 39—59.
Hilgendori, F. Neue Chromiden-Art aus Deutsch-Südwestafrika.
S. B. Ges. naturf. Berlin 1902, p. 141—143.
Paratilapia luebberti n. sp.
Hoek, P. P. €. Der Lachs im oberen Moselgebiet. Zeitschrift für
Fischerei IX. p. 111—118.
Nahrung der jungen Lachse. Laichen.
Hofer, B. Die Krankheiten unserer Fische. Allgemeine Fischerei-
Zeitung p. 6—9; 11—26, 61-64, 87—88, 220-222, 262—263, 354
— 356, 449—452,
32 IV. Pisces für 1902.
Tierische Parasiten; Sporozoen, Furunculose, Fleckenkrankheit,
Krankheiten des Darmes, der Kiemen, mechanische und chemische
Verletzungen.
— (2). Unterscheidung von Meerforelle und Lachs. Allgemeine
Fischerei-Zeitung. 397, 398. Abb.
Der Kiemendeckel der jungen Meerforelle läuft nach hinten in
eine stumpfe Spitze aus, der Kiemendeckel des Lachses hat an derselben
Stelle eine flache Einbuchtung. Der Oberkiefer reicht bei der Meer-
forelle über das Auge hinaus, beim Lachs nur bis zum Hinterrande
des Auges.
Hoffbauer, — Über den Einfluß des Wasservolumens auf das
Wachstum der Fische. Allgemeine Fischereizeitung 27. No. 6. p. 103
—104.
Howes, 6. B. The morphological Method and Progress. Nature
66, p. 522—530.
Verfasser kommentiert die Fortschritte in der Morphologie. Vor-
schläge neuer Bezeichnungen bezügl. der Flossen.
Huot, A. Recherches sur les Poissons Lophobranches. Annales
des Sciences Naturelles (8) Tome 14, p. 197—288, 13 Figg. Taf. 21—26.
Die Hautschilder der Lophobranchier sind zellenlos und nicht
verkalkt, sie bestehen aus Fasern. Systematische Stellung der L.;
Wirbel u. Hyoid-Mandibularapparat. Außere Gestalt des Gehirns,
Sympathicus, Sinnesorgane, Seitenorgane, Hautsinnesorgan, Riech-,
Schmeck-, Hörwerkzeuge, Augen, Darmkanal, Mündung d. Ductus chole-
dochus und des Pancreasganges sind von einander getrennt. Anatomie
des Pankreas. Schwimmblase mit von verdickter Wand und drüsen-
reichem mit Gefäßen durchzogenem Epithel. Kiemen. Thyreoidea ist
paarig. Morphologie und Entwicklung der Thymus, Speicheldrüse,
Schwimmblase, des Gefäßsystems; Niere ohne Glomeruli, Nebenniere.
Hutton, €. F. W. (1). On the occurence of Alepisaurus ferox on the
coast of New Zealand. Transactions and Proceedings of the new
Zealand Institute. 34, p. 197.
Alepisaurus ferox Lowe — Plagodus ferox Gthr. Drei Exemplare
von der Ostküste von Wellington.
— (2). On a marine Galaxias from the Auckland Islands. Das.
p. 198—199.
Galaxias bollansı n.sp. wurde dem Schnabel eines Merganser
australis entnommen. Die Art steht G. fasciatus nahe; H. glaubt
nicht, daß die neue Art die Jugendform der letzteren sei. Auch geht
G. fasciatus nicht zum Laichen in die See; nur G. attenuatus wandert
in das Meer und die Jungen steigen in die Flüsse hinauf.
Jaekel, ©. (1). Über Coceosteus und die Beurteilung der Placo-
dermen. Sitz.-Berichte Ges. naturf. Berlin. 1902, p. 103—115, Taf.
— (2). Zusammensetzung des Schultergürtels. Verh. V. Int. Zool.
Congr., p. 610—612, fig.
Acanthodes, Dipnoer, Ganoiden, Acipenser.
— (3). Über jurassische Zähne und Eier von Chimaeriden. Neues
IV, Pisces für 1902. 33
Jahrbuch f. Mineral. Geologie, Palaeont. Bd. 14. 1901. Beilageband
p- 540—564. 3 Figg. 4 Tafeln.
Ischyodus aalensis Quenst. Mandibular-- und Gaumenzähne,
Die Zähne von Ganodus colei (Buckl.) Ag., Chimaera oweni Ag.,
Ganodus bucklandi Egerton und G. sp. A. S. Woodward passen als
Oberkieferzähne zu Ganodus dentatus Egerton, G. curvidens Egerton
und Chimaera neglecta Egerton als Unterkieferzähne; sie stammen
aus der gleichen Oolithenschicht von Stonesfield. Kritische Betrachtung
der Gattung Ischyodus (I. aalensis, regulosus Egert. u. incisus Newt.).
— Stacheln der Rückenflosse von Chimaeriden: Aleodus.n. g. (Ischyodus
ferrugineus Ries. — Eier: Chimaera monstrosa, Callorhynchus ant-
arcticus, O. indicus. Die Eier aus dem unteren Dogger von Württem-
berg zeigen uneingeschränkte Übereinstimmung mit jenen des lebenden
Callorhynchus antareticus. Descendenztheoretische Schlußfolgerungen.
Jaquet, M. (1). Etude du squelette c&phalique d’une ‚Carpe
dauphin”. Bulletin de la Societe des Sciences Bucarest-Roumanee 10,
p. 544—557, Taf. 1 u. 2.
Karpfen mit mißgebildetem Kopfskelet.
— (2). Recherches sur l’anatomie el P’histologie du Sılurus glanis.
Systeme digestif. Das. p. 558—568, pl. 3.
Silurus glanis Verdauungskanal.
Jenkins, 3. T. Altersbestimmung durch Otolithen bei den Clu-
peiden. Wiss. Meeresuntersuch. (2) 6, Kiel, p. 8I—121, fig., 1 pl.
Clupea harengus und zwar Herbst- und Frühjahrsform, aus der
westlichen Ostsee, sowie aus dem fast süßen Wasser des Wendebyer
Noor; Cl. sprattus, Cl. alosa u. finta, Cl. pilchardus, Engraulis encrasi-
cholus. Bestimmungstabelle der Clupeiden. Methodik, Untersuchung
der Otholithen. Geschlechtsbestimmung, Verhältnis der Geschlechter;
Gewicht der Geschlechtsorgane. Eizahl, Laichzeiten. Wachstum;
Länge der Fische. Bei den Clupeiden kann man das Alter des Fisches
nach den Otolithen sicher bestimmen, da die morphologischen Unter-
schiede für die einzelnen Arten konstant sind. Es ist möglich an-
nähernd richtige Angaben zu machen über Länge und Gewicht, das
Fische in verschiedenem Alter erreichen. Die Eizahl variiert nach dem
Alter. In der Wendebyer Bucht kann die Umwandlung der Meeres-
form in die Süßwasserform beobachtet werden. Die Veränderungen
erstrecken sich auf die Weichheit des Fleiches, Verringerung der Größe,
des Gewichtes und der Eizahl.
Jensen, A. S. Ichthyologiske Studier. Videnskabelige Meddelelser
fra den naturhist. Forening i Kjobenhavn für 1901, p. 191—215.
Lycodes vahlii Rhdt., L. similis n. sp., L. endipleurostietus n. sp.,
L. mierocephalus n.sp., L. atlantieus n.sp., L. platyrhinus n.sp.,
L. celatus n. sp.; L. spitzbergensis n. sp.; L. agnostus n. sp.; L. ingol-
fianus n. sp.; L. flagellicauda n. sp.; L. ophidium n. sp.; Cottunculus
subspinosus n. sp.
Johnston, 3. B. (1). The homology of the Selachian ampullae.
A an on Allis’ recent paper on Mustelus laevis. Anat.Anz. 21, p. 308
—313.
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. I. H. 1. (IV.) 3
34 IV. Pisces für 1902,
Es wird die Frage erörtet, ob die Nervensäckchen der Ganoiden
und die Ampullen der Selachier den Endknospen der Seitenorgane
und Sinnesgruben der Teleostier homolog sind.
— (2). The Brain of Petromyzon Journ. Comp. Neur. Granville.
Vol. 12. p. 1—86. Taf. 1—8.
Eingehende Beschreibung des Gehirns von Petromyzon. Pineal-
auge.
— (3). Das Gehirn und die Cranialnerven der Anamnier. Deutsche
Übersetzung von Dr. K. W. Genthe. Anatomische Hefte 2. Abt. Bd. 11.
p. 973—1112. 8 Figg.
Ein kritisches Referat: A. Die Funktionsglieder des Nervensystems,
B. Das Nervensystem des Amphioxus, ©. Cyclostomen, Fische und
Amphibien: 1. Körperregion, 2. Übergang vom Körper zum Kopf,
3. Region der typischen Hirnnerven, a) Somatisch sensibles Glied,
b) somatisch motorisches Glied, c) splanchnisch-sensibles Glied,
d) splanchnisch-motorisches Glied, 4. das Cerebellum, 5. das Hinter-
hirn, 6. das Mittelhirn, 7. das Zwischenhirn, a) der Epithalamus,
b) der Thalamus, c) der Hypothalamus, d) die Bahnen des Zwischen-
hirns, e) Übersicht über das Zwischenhirn, 8. Das Vorderhirn. Schluß-
bemerkungen.
Jordan, D. S. (1). The Salmon and Trout of Japan. Annotationes
zoologicae Japonenses 4, p. 69—75.
— (2). The colors of Fishes. The American Naturalist Vol. 36,
p. 803—808.
Sitz des Pigments, Metallschimmer wird nicht durch Pigment,
sondern durch Reflexion erzeugt. Jordan unterscheidet Grundfarbe
und Zierfarben. Schutzfarben und Schutzzeichnung. Färbung der
Tiefseefische. Verschiedene Färbung bei Männchen und Weibchen.
Hochzeitskleid. Erkennungsfarben (Punkte, Ringe, an Körper und
Flosse), an welchen sich die Arten erkennen. Stärke der Färbung.
Korallenrifffische (Chaetodon, Pomacentrus, Jules gaimardi). Variation
der Zeichnung (Hypoplectrus unicolor, West-Indien u. Tetradon se-
tosus).
— (3). The History of Ichthyology. Science (2) 16, p. 241—258.
Umriß der Geschichte der Ichthyologie.
— (4). A point in Nomenclature. Science (2) 16. p. 870.
Antwort auf Cockerells Bemerkung und Begründung, warum
der Schlegelsche Name für die kleinere Spezies Monacanthus oblongus
beibehalten wurde.
— (5). The Oarfish, Regalecus, on the Coast of Southern Calı-
fornia. Am. Naturalist, Vol. 36. No. 421. p. 65—66.
Jordan, D. S. u. Evermann, B. W. (f). American Food and Game
Fishes. A popular account of all the species found in America North
of the Equator, with keys for ready identification, life histories, and
methods of capture. London und New York 1902, 8vo, 50 + 573 Seiten,
Figuren; kolorierten Tafeln und Photographien.
IV. Pisces für 1902. 35
— (2). Preliminary report on an investigation of the Fishes and
Fisheries of the Hawaiian Islands. Report of the United States Com-
mission f. 1901 of Fish and Fisheries XXVII 1901, p: 353—380.
Die fischereilichen Verhältnisse von Hawaii.
— (3). Notes on a collection of Fishes from the Island of Formosa.
Proceedings of the United States Museum 25, p. 315—368, fig.
Brotula formosae n.sp.; Salarias namiyei n.sp.; Bleekeria mit-
sukurü n.sp.; Liachirus nitidus Gthr.; Cynoglossus diplasios n. sp.;
Chaerops nyctemblema n.sp.; Hemipteronotus verrens n.sp.; Acan-
thurus olivaceus Sol.; Dentex hypselosomus Blkr.; Nemipterus matsu-
barae n.sp.; Plectorhynchus ocyurus n.sp.; Sillago oeolus n.sp.;
Acanthocepola mesoprion Blkr.; Glaucosoma burgeri Rich., Mesoprion
sparus Schleg., Pemphris nycterentes n.sp.; Opiocephalus tardianus
n. sp.; Channa formosana n. sp.; Apolectus niger Bl.; Anguilla remifera
n.sp.; Gymnothorax pescadoris n. sp.; Clarias fuscus Lac£p.; Silurus
asotus L.; Zacco n. g. (= Opsarüchthys) pachycephalus Gthr.; Z. evo-
lans n. sp.; Acheilognathus mesembrinum n. sp.; Chiloscyllium indicum
Gm.; Dasyatis akajei Schleg.
Jordan, D. S. u. Fowler, H. W. (1). A review of the Oplegnathoid
Fishes of Japan. Proceedings of the United States Museum 25, p. 57
—18.
Oplegnathus fasciatus Schlegel; ©. punctatus Schlegel; Be-
schreibung, Synonyme. Das betr. Heft erschien 1902. Der Band trägt
die Jahreszahl 1903.
— (2). A review of the Trigger-fishes, File-fishes and Trunk-
fishes of Japan. Das. p. 251—286, fig.
Fam. Triacanthidae: Triacanthodes anomalus Schlegel; Tria-
canthus brevirostris Schlegel; Fam. Balistidae: Pachygnathus capi-
stratum Schaw.; P. conspieillum Bloch u. Schneider; Pseudobalistes
flavimarginatus Rüppl.; Balistapus undulatus Park; B. aculeatus Linn. ;
Canthidermis rotundatus Proce. Fam. Monacanthidae: Monacanthus
chinensis Osbeck; Stephanolepis cirrhifer Schlegel; St. japonicus
Tilesius; St. oblongus Schlegel; Pseudomonacanthus modestus Günther;
Rudarius ercodes n.sp.; Brachaluteres ulvarum n.sp.; Paraluteres
prionurus Bleeker; Alutera monoceros Osbeck; Osbeckia scripta Os-
beck; Pseudaluteres nasicornis Schlegel; Ostracion gibbosum L.;
O. immaculatum Schlegel; ©. diaphanum Bloch u. Schneid.; O. cor-
nutum L.; Aracana aculeata Houttuyn.
— (3). A review of the Cling-fishes (Gobiesocidae) of the waters
of Japan. Das. p. 413—415, fig.
Aspasma n. g. minima Döderl.; A. ciconiae n. sp.
— (4). A review of the Chaetodontidae and related families of
Fishes found in the waters of Japan. Das. p. 513—563, fig.
Zeidae: Zenopsis nebulosa Schlegel; Zeus japonicus Cuv. u. Val.;
Cyttopsis itea n.sp. Antigonidae: Antigonia steindachneri n.sp.;
A. rubescens Gthr.; Platacidae: Platax teira Forsk.; Chaetodontidae;
Chaetodon setifer Bloch.; Ch. vagabundus L.; Ch. modestus Schlegel;
3*+
36 IV. Pisces für 1902.
Ch. collaris Bl.; Ch. nippon Doederl.; Ch. daedalma n. sp.; Coradion
desmotes n.sp.; Micrognathus strigatus Cuv.u. Val.; Heniochus
macrolepidotus L.; Holocanthus septentrionalis Schlegel; H. tibicen
Cuv. u. Val.; H. ronin n.sp.; Fam. Zanclidae: Zanclus canescens L.
Acanthuridae: Teutis triostegus L.; T. argentatus Quoy u. Gaim.;
T. bipunctatus Gthr.; Zebrasoma flavescens Bennet; Xesurus scalprum
Cuv. u. Val.; Acanthurus unicormnis Forsk.; Tiganidae: Siganus fus-
cescens Houtt.; S. vingatus Cuv. u. Val.
— (5). Notes on little known Japanese Fishes, with description of
a new spezies of Aboma. Das. p. 573—576, fig.
Anguilla japonica Schlegel; Leptocephalus nystromi Jord. u. Snyd.;
Synagrops japonica Doederl.; Spheroides ocellatus Osbeck; Eumyeterias
rivulatus Schlegel; Odontobutis obseurus Schlegel; Ctenogobius similis
Gill.; Aboma Snyderi n. sp.; Chaenogobius macrognathos Bleeker;
Chasmichthys misakius Jordan u. Snyder; Tridentiger obscurus Schleg. ;
Tr. bucco Jord. u. Snyder; Tr. bifasciatus Steindachner.
— (6). A review of the Ophidioid Fishes of Japan. Das. p. 743
—166, fig.
Congrogadidae: Hierichthys n. g.; H. eneryptes n. sp.; Zoaceidae:
Zoarces elongatus Kner.; Lycenchelys poecilimon n.sp.; Bothrocara
zesta n. sp.; Carapidas: Carapus kagoshimanus Steindachner u. Döderl.
Öphidüdae: Otophidium asiro n. sp. Brotulidae: Brotula multibarbata
Schlegel; Myxocephalus japonicus Stdchr. u. Döderl.; Porogadus
guentheri n. sp.; Pteroidonus quinquarius Günther, Sirembo imberbis
Schlegel; Bassogigas grandis Günther; Watasea sivicola Jord. u. Snyd.;
Hoplobrotula armata Schlegel.
— (%). A review of the Berycoid Fishes of Japan. Das. 26, p. 1
—21, fig.
Berycidae: Beryx decadactylus Cuv. u. Val.; B. splendens Lowe;
Trachichthudae: Gephyroberyx japonicus Doederl.; Hoplostethus
mediterraneus Üuv. u. Val.; Paratrachichthys prosthemius n. Sp.;
Holocentrus spinosissimus Schleg .; H. ittodai n.sp.; H. alboruber
Laceped. Polymixia japonica Steindachner; Monocentris japonicus
Houttuyn.
Jordan, D. 8. u. Sindo, M. (1). A review of the Japanese species
of Surf-fishes or Embiotocidae. Das. 24, p. 353—359, fig.
Subordo: Holconoti, Fam. Embiotocidae: Neoditrema ransonneti
Stdr.; Ditrema temmincki Bleeker.
— (2). A review of the Pediculate Fishes of Anglers of Japan.
Das. 24, p. 361—381, fig.
Lophudae: Lophiomus setigerus Vahl.; L. litulon Jordan. Anten-
narlidae: Pterophryne histrio L.; P. ranına Tilesius; Antennarius
tridens Schlegel; A. scriptissimus Jordan n. sp.; A. sanguifluus Jordan
n.sp.; A. nox Jordan n.sp.; Chaunax fimbriatus Hilgendorf; Ogco-
cephalidae: Malthopsis tiarella Jordan n. sp.; Halieutaea stellata Vahl.
Jordan, D. 8. u. Snyder, 3. ®. (1). A review of the Discobolous
Fishes of Japan. Das. 24, p. 343—351, fig.
IV. Pisces für 1902. 37
Cyelopteridae: Lethotremus awae n. sp.; Cyclopterichthys ventri-
cosus Pall.; Liparididae: Liparis agassızi; Crystallias n. g. (zu Liparis
Jord. u. Snyd.); ©. matsushimae n. sp.; Neoliparis mucosus.
— (2). A review of the Trachinoid Fishes and their supposed
allies found in the waters of Japan. Das. 24, p. 461—497, fig.
Trachinoidea: Notothenildae: Parapercis pulchella Schleg. ;
P. ommatura n. sp.; P. hexophthalma Ehrenbg.; Neopercis sexfasciata
Schlegel; N. multifasciata Doederl.; N. aurantiaca Doederl.; Lepto-
scopidae: Bembrops caudimacula Steindachner; Pteropsaron evolans
n.sp.; P. verecundum n. sp.; Uranoscopidae: Uranoscopus oligolepis
Bleeker; U. japonicus Houttuyn, U. bicinetus Schlegel; Ichthyscopus
lebeck Schneider; Gnathagnus elongatus Schlegel; Ariscopus n.g.
iburius n.sp. Champsodontidae: Champsodon vorax Gthr.; Tricho-
dontidae: Trichodon trichodon Tilesius; Arctoscopus japonicus Stein-
dachner; Sillaginidae: Sillago sihama Forsk.; S. japonica Schlegel;
$. parvisgquamis Gill. Latilidae: Latilus japonicus Houttuyn.
Perciformes: Pseudochromidae: Cichlops ceyelophthalma Müll.
u. Troschel; Opistognathidae: Gnathypops hopkinsi n.sp.; G. ever-
manni n. sp.; Stalix n. g. histrio n. sp. a
— (3). A review of the Salmonid Fishes of Japan. Das. p. 567
—593, fig.
Salmonidae: Oncorynchus masou Brevoort; O. keta Walbaum;
OÖ. kisutch Walbaum; O. nerka Walbaum; Salmo perryi Brevoort; 8.
Hucho blackistoni Hile.; H. kundscha Pallas; H. pluvius Hilgendorf;
H. malma Walbaum; Plecoglossus atlivelis Schleg.; Argentinidae:
Argentina kagoshimae n.sp.; Mesopus olidus Pall.; M. japonicus
Brevoort; Osmerus dentex Steindachner; Salangidae: Salanx microdon
Bleeker; S. arıakensis Kishinouye.
— (4). A review of the Labroid Fishes and related forms found
in the waters of Japan. Das. p. 595—662, fig.
Pomacentridae: Amphisprion frenatus Brevoort; A. polymnus L.;
Chromis notatus Schlegel; Pomacentrus coelestris J.u. S.; P. viola-
scens Bleeker; tripunetatus Cuv. u. Val.; Chrysiptera melas Kuhl
u. Van Hasselt; Ch. bonang Bleeker; Glyphisodon saxatıilis L.; G. cu-
racao Bloch; G. sordidus Forskal.; Labridae: Chaerops azurio n. sp.;
Ch. anchorago; Bloch; Lepidaplois axillaris Bennett; L. perditio Quoy
u. Gairm.; Verreo n. g. oxycephalus Bleeker; Semicossyphus reticulatus
Cuv. u. Val.; Duymaeria flagellifera Cuv. u. Val.; Pseudolabrus ja-
ponicus Houttuyn; Ps. gracilis Steindachner; Anampses geographicus
Cuv. u. Val.; Stethojulis trigiventer Bennet; $. psacas n. sp.; S. terina
n. sp.; 8. trossula n. sp.; Hemigymnus melapterus Bloch; H. fasciatus
Thunberg; Güntheria trimaculata Quoy u. Gairmard; Halichoeres
poecilopterus Schlegel; H. bleekeri Steind. n. Doederlein; H. treme-
bundus n.sp.; Coris aygula Lac&p.; Julis formosa Bennet; Cheilio
inermis Forskal.; Thalassoma eupido Schlegel; Th. lutescens Solander;
Th. dorsale Quoi u. Gaimard; Gomphoxus tricolor Quoi u. Gaimard;
G. varius Lace&p.; Cirrhilabrus temmincki Bleeker; Cheilinus oxyr-
rhynehus Bleeker; Iniistius dea Schlegel; Scaridae : Calotomus japonieus
38 IV. Pisces für 1902.
Cuv. u. Valenciennes; Scarus globiceps Cuv. u. Valenciennes; 8. ovi-
frons Schlegel.
— (5). Deseriptions of two new species of Squaloid Sharks from
Japan. Das. 25, p. 79—81, fig.
Etmopterus lucifer n.sp.; Deania n.g. (nahe Centrophorus)
eglantina n. sp.
— (6). A review of the Blennoid Fishes of Japan. Das. 25, p. 441
—504, fig.
Blennidae: Trypterygium etheostoma n. sp.; T. bapturum n. sp.;
Zacalles n. g. (nahe Lepisoma) bryope n. sp.; Blennius yatabei n. sp.;
Petroscirtes elatus n. sp.; Aspidontus elegans Stdr.; A. trossulus n. sp.;
A. dasson n.sp.; A. japonicus Bleeker; Salarıas ceramensis Bleeker;
Scartichthys enosimae n.sp.; S. stellifer n.sp.; Azuma n.g. (nahe
Bryostemma); A. emmnion n.sp.; Bryostemma decoratum n. sp.;
B. polyactocephalum Pallas; otohime n. sp.; B. saitone n. sp.;
B. tarsodes n. sp.; Bryolophus n. g. (nahe Bryostemma) lysimus
n. sp.; Enedrias nebulosus Schleg.; Pholis pietus Kner.; P. dolicho-
gaster Pallas; P. taczanowskii Steindachner; P. fasciatus Bloch
u. Schneider; Günnellops rosea Pallas; Alectrias benjamini n.sp.;
Eulophias tanneri Smith; Neozoarces steindachneri n. sp.; i
pulcher Steindachner; Zoarchias (nahe Neozoarces) veneficus
n. sp.; Dicetyosoma burgeriı Van der Hoeven; Opistocentrus
ocellatus Tilesius; O0. zonope n. sp.; Abryois azumae n.sp.;
Pholidapus dybowskü Stdr.; P. grebnitzkii Bean u. Bean; Ernogrammus
hexagrammus Schleg.; E. ennegrammus Kner.; E. epallax n.sp.;
Ozorthe dietyogrammus Herz; Stichaeopsis nana Kner. u. Steindachner;
Stichaeus nozawae n.sp.; Dinogunellus grigorjewi Herz.; Lumpenus
fowleri n. sp.; L. anguillaris Pallas; Anarhicas sp. ?
— (%). On certain species of Fishes confused with Bryostemma
polyactocephalum. Das. 25, p. 613—618, fig.
Bryostemma tarsodes n.sp. Alaska; B. decoratum n.sp. Point
Örchard, Wash.; Bryolophus n.g. lysimus n. sp. Unalaska.
Jordan, D. S. u. Starks, E. €. A review of the Hemibranchiate
Fishes of Japan. Das. 26, p. 57—73, fig.
Hemibranchii, Gasterosteidae: Gasterosteus cataphractus Pallas;
Pygosteus steindachneri n.sp.; P. undecimalis Jordan u. Starks:
Aulorhynchidae: Aulichthys japonicus Brevoort; Aulostomidae;
Aulostomus valentini Bleeker; Fistulariidae: Fistularia depressa Günth. ;
F. petimba Lacep. ; Macrorhamphosidae: Macrorhamposus sagifuen.sp.;
M. japonıcus Günther; Centriscidae; Aeoliscus n. g. (für Amphisile)
strigatus Günther.
Joseph, H. Beiträge zur Flimmerzellen- und Centrosomenfrage.
Arbeiten Zoolog. Institut Wien. Bd. 14. p. 1—-80. 3 Fig. 3 Tafeln.
Amphioxus, Epithel des Peribranchialrohres. Ammocoetes, Tor-
pedo, Magenepithel. Die eingeißeligen Zellen sind Zentralgeißelzellen,
d.h. ihr Geißelfaden steht in Verbindung mit dem Centrosom. Viele
Drüsenzellen besitzen einen homologen Fadenapparat.
IV. Pisces für 1902. 39
Katurie, N. M. Lampris luna Linn. Rad Ingoslavenske Akademije
Zagreb. 149, p. 89—92.
Kendall, W. €. Notes on the Silversides of the genus Menidia
of the East Coast of the United States, with descriptions of two new
Subspecies. Report of the United States Commission of Fish and
Fisheries f. 1901, p. 241—267, fig.
Die amerikanischen ‚‚Silversides“ aus der Familie Atherinidae
umfassen Atherina, Kirtlandia, Menidia. Vorkommen, Biologie, Fort-
pflanzung, Nahrung, Magenuntersuchungen. Synopsis der Gattung
Menidia: M. peninsulae Goode u. Bean, M. p. atrimentis n. subsp.,
M. audens Hay, M. beryllina Cope, M. b. cerea n. subsp., M. menidia L.,
M. notata Mitch.; M. dentex Goode u. Bean.
Kerr, 3. &. (I). The Genito-urinary Organs of Dipnoan Fishes.
Proceedings of the Philosophical Society Cambridge. Vol. 11, p. 329
—339.
Der Wolffsche Gang von Lepidosiren entsteht aus dem Mesoblast.
Bau der Vorniere; Ersatz derselben durch die Urniere währnd der
Metamorphose.
— (2). The Development of Lepidosiren paradoxa. Part 3.
Development of the skin and its Derivatives. Quarterly Journ. Mier.
Sei. (2). 46, p. 417—459, 3 Fig., Taf. 25—28.
Fortsätze gewisser Epidermiszellen bilden mit jenen der Mesenchym-
zellen einen Plexus. Hautdrüsen und Haftorgane entstehen als solide
Wucherungen der hinteren Epidermis, deren oberflächliche Schicht
degeneriert und verschwindet. Die Chromatophoren entstehen meso-
dermal. Beim Farbwechsel treten Pseudopodien in Tätigkeit, doch
wandert auch das Pigment. Hörorgane. Sehwerkzeuge. Es kommt
nicht zur Bildung eines echten Stomadaeum als Einbuchtung des
Ektoderms. Das Epithel der Mundhöhle nimmt aus der äußeren
Schicht der vorderen Darmanlage seinen Ursprung. Die Zahnplatte
weicht von jener des Ceratodus ab. Die Zahnsteine folgen dem Placoid-
typus.
— (3). On the male genito-urinary Organs of the Lepidosiren
and Protopterus. Proc. Zool. Soc. für 1901, Vol. 2, p. 484—498, fig.,
49—54, Taf. 27 u. 28. — Auch: Proceedings of the Cambridge Society
XI, p. 329—333.
Der lange Hoden zerfällt in eine vordere formative und eine hintere
ausführende Abteilung, letztere ist mit dem Mesonephros verbunden;
durch welches das Sperma nach außen geleitet wird. Unterschiede
zwischen den genannten Arten. Die Wolffschen Gänge münden in die
Kloake, welche einen Urogenitalsinus darstellt. Vergleich mit Lepido-
steus und Acipenser.
Kershaw, 3. A. Note on a rare Victorian Shark. The Vietorian
Naturalist 19, p. 62—66, 2 pls.
Selache maxima Gunn.
Kolombatorie, 6. Contribuzioni alla fauna dei Vertebrati della
Dalmatia. Glasnik hrvatskoga Naravoslovnoga druztva (Societas
historico naturalis) 13, p. 22—37, Taf.
40 IV. Pisces für 1902.
Lophotes cepedianus Giorn.; Trachinus araneus Cuv.; Echeneis
naucrates L. ; Epinephelus caninus Val. ; Centrolophus pompilus €. u. V.;
C. coreyrensis n. sp.; Paraphoxinus pstrossii Stdr.
Kolster, R. Studien über das zentrale Nervensystem. 2. Zur
Kenntnis der Nervenzellen von Petromyzon fluviatilis. Acta Societatis
pro Fauna et flora Fennica 29, No. 2, 93 p., 6 Taf.
Koltzoff, N. K. Entwicklungsgeschichte des Kopfes von Petro-
myzon planeri. Ein Beitrag zur Lehre über Metamerie des Wirbeltier-
kopfes. Bulletin de la Societe des imperiale des Naturalists de Moscou.
T. 15. p. 259—589. Tafel 1—7.
Kopsch, Fr. (1). Art, Ort und Zeit der Entstehung des Dotter-
sackentoblasts bei verschiedenen Knochenfischarten. Internation.
Monatsschrift für Anatomie u. Physiol. Bd. 20. p. 101—124. 15 Figg.
Dottersackentoblast bei Crenilabrus pavo. Bei Knochenfischen
entsteht derselbe im allgemeinen durch Verschmelzung von Blasto-
meren die ein Syneytium und dann ein Plasmodium bilden. Als Art
der Entstehung sind nachgewiesen a) der Rand der Keimscheibe
(Belone, Gobius, Cristiceps, Crenilabrus, Otenolabrus, Serranus, Labrax),
b) Rand und Unterfläche der Keimscheibe (Trutta), zeitlich fällt die
Entstehung zwischen die 9. und 11. Teilung.
— (2). Über die künstliche Befruchtung der Eier von Cristiceps
argentatus. Sitz.-B. Ges. naturf. Freunde Berlin 1902, p. 33—36.
Cristiceps argentatus Risso.
Krause, A. K. The anatomy of the Drumming organ in some
Marine Fishes. Science N. S. Vol. 15. No. 388 p. 577.
Kupzis, J). Die Naphthafischgifte und ihr Einfluß auf Fische,
andere Tiere und Bakterien, Zeitschrift für Fischerei p. 144—167.
Naphthasäuren, welche das Hauptgift darstellen, bewirken
chronische Vergiftung.
Kyle, H. M. On the action of the Spurge (Euphorbia hiberna L.)
on Salmonoid Fishes. Proceedings of the Royal Society of London 70,
p. 48—66.
Euphorbia hiberna in kleine Stücke zerschnitten und ins Wasser
gebracht erzeugt eine Emulsion, die abwärts fließt und für alle Fische
totbringend ist. Beschreibung der Pflanze, ihre chemische Zusammen-
setzung. Wirkung des Extraktes.
Laguesse, E. Sur la structure du pancreas chez le Galeus canis.
Bibilographie anatomique 10, p. 260—272, fig.
Lamb, A. B. The dovelopment of the eye muscles in Acanthias.
Tufts College Studies No. 7., p. 275—292, fig.
Die Entstehung der Augenmuskeln aus dem Praemandibular-,
Mandibular- und Hyoidsomit wird eingehend geschildert.
Lambe, L. M. New Genera and Species from the Belly River
Series (Mid-Oretaceous). Contributions to Canadian Palaeontology 3,
p. 25—81, Taf. 1—21.
Acipenser albertensis n.sp.; Diphyodus n.g. longirostris n. sp.
Legros, R. Contribution a l’&tude de l’appareil vasculaire de ’Am-
IV. Pisces für 1902. 41
phioxus. Cireulation des parois du corps. Mitteilung. Zool. Station
Neapel 15, p. 487—554, Taf. 20—23.
Das Gefäßsystem des Amphioxus. Die Innervation einzelner Ge-
füäße. Es sind keine Anhaltspunkte gefunden, welche die offene Kom-
munikation des Gefäßsystems mit dem Cölom beweisen könnten.
Leonhardt, E. Der gemeine Flußaal (Anquilla vulgaris Flem.).
Ein Beitrag zur Kenntnis seiner Naturgeschichte, sowie seiner wirt-
schaftlichen Bedeutung. Stuttgart 1902. 8%. 56 Seiten.
Leriche, M. Les Poissons pal&eocenes de la Belgique. Memoires du
Musee royal d’kist. nat. de Belgique 2, p. 1—48, Taf. 1—3.
Leydig, F. Bemerkungen zu den „Leuchtorganen“ der Selachier.
Anatomischer Anzeiger 22, p. 297”—301.
Salmo, Leucaspius, Anguilla, Selachier. Die Leuchtorgane der
Selachier zeigen große Ähnlichkeit mit den Becherorganen der Te-
leostier.
Lillie, R. Striped Wrase (Labrus mixtus) off Caitness Coast.
Ann. Scott. Nat. Hist. p. 55.
Lochner, v. Die Coregonen-Laichsaison im bayerischen Teil des
Bodensees im Winter 1901. Allgemeine Fischerei Zeitung. 29. No. 7.
p. 122—123.
Lönnberg, E. (1). Pisces, Fische. Bronn, Olassen u. Ordnungen.
Bd.6. Abt.1. 2—8. Lieferung. p. 49—160. Fig. 1-10, Taf. 1—6.
— (2). Undersökningar rörande Skeldervikens och Angrän-
sande Kattegat-Omrädes Djurlif. Meddel. Landbrucksstyrelsen 1902,
No. 2, 81p.
Lowe, E.E. Fox-shark or Thrasher (Alopecias vulpes) in the English
Channel. Nature. 66. p. 272.
Ein Fuchshai am Eddystone Leuchtturm gefangen.
Lubosch, W. (1). Über die Nucleolarsubstanz des reifenden Triton-
eies nebst Betrachtungen über das Wesen der Eireifung. Jenaische
Zeitschrift für Naturwissenschaft Bd. 37, p. 217—296, Taf. 12—16.
Das unreife Ei von Petromyzon planeri wird p. 269 beschrieben.
— (%). Einige Mitteilungen über Vorkommen, Fang und Zucht
der Neunaugen. Zeitschrift für Fischerei IX. p. 130—143.
Die bekannten Arten ihre Verbreitung. Fossilien; Physiologisches.
Vorkommen in deutschen Gewässern, Wandern, Fang, Laichen.
Metamorphose der Neunaugen; dieselben in der Gefangenschaft.
Mareeau, E. Note sur la structure du coeur chez les Vertebres
inferieurs. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de la Societe
de Biologie 54, p. 981—984.
Die den chloroformierten Tieren entnommenen Herzen wurden
zuerst mit physiologischer Salzlösung behandelt, dann injiziert und in
der gewöhnlichen Weise gefärbt und geschnitten. Die an Karpfen,
Schleien, Barben, Gründling u. a. gemachten Beobachtungen werden
in Kürze mitgeteilt.
Mariani, E. Si alcune Ittiodorutili della Creta Lombarda. Atti
Museo Milano 41, p. 437—441, fig.
42 IV. Pisces für 1902,
Mazza, E. La Lebias calarıtana Bon. Segmentazione dell’ nova
e stadı successivi di sviluppo. Atti della Societä Ligustica 13, p. 181
— 224, Taf. 9—11.
Entwicklung von Lebias calaritana, bis zur Entwicklung der Augen
und Gehörblasen. Atherina, Gasterosteus; Entwicklung der Knochen-
fische und übrigen niederen Vertebraten.
Me Inthosh, W. €. (1). Notes from the Gatty Marine Laboratory,
St. Andrews. No.22. Annals and Magazine of natural history (7)
9, p. 291—308.
Beispiele für anormale Färbung bei Pleuronectiden; welche sämt-
lich auf beiden Seiten gefärbt waren. Rhombus maximus, Pleuronectes
flesus, P. limanda, P. platessa.
— (3). Notes from the Gatty Marine Laboratory No. 23. Annals
and Magarine of natural history (7) p. 252—255.
1. Ein weiteres Beispiel für abnormale Färbung bei Schollen (weiße
Flecken). 2. Regalescus glesne, Ascanius im Museum. 3. Über Haie usw.
ın Netzen bei St. Andrews gefangen.
— (3). On British Fisheries Investigations and the international
Scheme. Report of the British Association for the advancement of
the Science 1902. p. 638—641.
Betrachtungen über die Britischen Fischerei-Forschungen und die
internationale Methode.
Meek, 8. E. (1). A contribution to the Ichthyology of Mexico.
Field Columbian Museum Publications Zoological Series 3, p. 63—128,
Taf. 14—31.
Gobius parvus n. sp.; G. elaytonüi n. sp.; Cichlasoma eigenmanni
n.sp.; Lepomis oceidentalis n.sp.; Chirostoma attenuatum n.sp.;
Ch. labareae n. sp.; Ch. patzcuaro n. sp.; Ch. zirahuen n. sp.; Melaniris
n.g. (nahe Chirostoma) balsanus n.sp.; Fundulus oaxacae n.sp.;
Zoogoneticus n. g. (für Poecilia) quitzeoensis B. A. Bean; Z. diazin. sp.;
Z. miniatus n. sp.; Skiffia n. g. (nahe Charcodon) lermae n. sp.;
S. variegata n. sp.; Geodea luitpoldii Stdehr.; Heterandria lutzi n. sp.;
Xiphophorus jalapae n. sp.; Chapalichthys n. g. (Characodon) encaustus
Jord. u. Snyder; Rhamdia oaxacae n. sp. ; Catostomus sonorensis.n. Sp.;
C. conchos n.sp.; Algansea rubescens n.sp.; Gila minacea n.sp.;
Aztecula mexicana n. sp.; Evarra tlahuacensis n. sp.; Notropis robustus
n. sp.; N. santarosaliae n. sp.
— (2). Notes on a collection of cold-blooded Vertebrates from
Ontario. Das. p. 131—140.
Ameiurus nebulosus Le Sueur, A. melas Rafinesque, Catostomus
commersoni Lacepede; Hybognathus nuchale Agassiız; Chrosomus
erythrogaster Rafinesque; Pimephales promelas Rafinesque; P. notatus
Rafınesque, Abramis erysoleucas Mitchell, Notropisheterodeon Cope;
N. caynga Meek; N. muskoka Meek; N. hudsonius De Witt-Clinton;
Nicornutus Mitchell; N. atherinoides Rafinesque; Semotilus atro-
maculatus Mitchell, Leueiscus neogaeus Cope; Rhinichthys atronasus
Mitehill; R. cataractae C. u. V.; Coregonus quadrilateralis Rich.,
C. clupeoformis Mitchill, Salvelinus fontinalis Mitchill, Salmo irideus
IV. Pisces für 1902. 43
Gibbons, Lucius lucius L.; Umbra limi Kirtland; Fundulus diaphanus
menona Jord. u. Copeland, Eucalia inconstans Kirtland; Pygosteus
pungitus L., Percopsis guttatus Agassiz; Ambloplites rupestris Raf.;
Eupomotis gibbosus L.; Micropterus dolomieu Lacepede; Perca fla-
vescens Mitchill; Stizostedion vitreum Mitchill; Percina caprodes
Rafinesque; Beleosoma nigrum Rafınesque; Etheostoma boreale Jordan,
Cottus ictalops Rafinesque; Uranidea franklini Agassiz; Lota maculosa
Le Seur.
Meinertz, 3. Beiträge zur vergleichenden Morphologie der farb-
losen Blutzellen. Archiv f. pathol. Anatomie Bd. 168. p. 353—398.
Tat. 11.
Leueiscus, Perca, Tinca, Carassius, Anguilla, Oyprinus, Petromyzon.
Granula in farblosen Blutzellen.
Mencl, E. Einige Bemerkungen zur Histologie des elektrischen
Lappens bei Torpedo marmorata. Archiv f. mikrosk. Anat. 60,
p. 181—189, fig. Taf. 10.
Zwischen den Ganglienzellen des Lobus electricus bestehen in der
Jugend mehr, im Alter weniger Anastomosen. Die durch Plasma-
brücken verbundenen Zellen sınd ein spätes Stadium der Zellteilung.
Chromolyse, verursacht durch Leucocyten. Zwischen Blutcapillaren
und Ganglienzellen besteht nur Kontakt.
Menmuir, W. H. The Teeth of Fishes contrasted with those of
other orders. Transactions of the Edinburgh Field Naturalists a. Micr.
Society 4, p. 272—277.
Mocquard, F. Quelques essais de pisciculture en eau douce. Bull.
Soc. Centr. Aguicult. et Peche 1902, 19 p.
Moore, 3. E. S. The Tanganyika Problem. An account of the
researches undertaken concerning the existence of marine animals in
Central Africa. London, 1902, 8vo, 23 + 371 p., fig.
Polypterus congicus Blgr.; Protopterus aethiopicus Heck.
Morgan, T. H. Further experiments on the regeneration of the
tail of Fishes. Arch. Entwiekmech. 14, p. 539—561, fig.
Carassius auriantiacus, Fundulus; Stenopus chrysops. Die Re-
generation des unter verschiedenen Verhältnissen abgeschnittenen
Schwanzes der genannten Fische wird zum Gegenstande der Unter-
suchung gemacht.
Moroif, T. Über die Entwicklung der Kiemen bei Knochenfischen.
Arch. mikr. Anat. 60, p. 428—459, Taf. 21 u. 22.
Trutta fario. Die Ausbildung der Blutgefäße, die Entwicklung der
sekundären Kiemenblätter, Entwicklung des nutritiven Gefäßsystems,
Knorpel des Kiemenbogens. Die Knochenfische besitzen "ecto-
dermale Kiemen; bei den Selachiern liegen die Verhältnisse ebenso.
Unterschiede der Kiemenentwicklung in beiden Gruppen. Kiemen der
Dipneusten.
Moser, 3. F. Alaska Salmon Investigations in 1900 u. 1901. Bull.
of the United States Fish-Commission 21. p. 173—398.
Fischerei-Verhältnisse.
44 IV. Pisces für 1902.
Musseleck, G. Fischsterben in der Urft (Eifel). Allgemeine Fischerei
Zeitung 320—321.
Nachtrieb, H. F. The lateral line system of Polyodon spathula.
Science N. 8. Vol. 15. No. 380 p. 581—582.
Neuville, H. L’intestin valvulaire de la Chimere monostrueuse
(Chinaera monstrosa L.). Bull. Soc. Philom. Paris (9) T. 3. p. 59—64.
4 Figg.
Die Form der Spiralklappe in den einzelnen Darmabschnitten
wird erörtert. Vergleiche mit Haien. In der Anordnung der Gefäße
erinnert Chimaera an die Cyclostomen.
Nikeiski, A. M. Über eine neue Fischspezies vom Altai (Russisch).
Öreoleuciscus ignatowi n.sp. Annuaire Mus. St. Petersb. 7, p. 188
— 1%.
Odon de Buen, D. EI Chauliodus sloanı. Boletin de la Sociedad
espanola de Historia natural 2, p. 104 u. 105.
Chauliodus sloani Schn.
Orlandi, S. Sopra un caso di ermaphroditismo nel Mugil chelo Cuv.
Attı della Societa Ligustica 13, p. 3—6, fig.
Die Geschlechtsorgane eines hermaphroditen Individiums werden
beschrieben.
Paton, D.N. Certain objections to the proposed Scheme international
investigations of the North Sea. Report of the British Association for
the advancement of the Science 1902, p. 641—642.
Verf. macht einige Einwürfe gegen die geplante Methode der
internationalen Erforschung der Nordsee.
Patten, W. (1). On the origin of Vertebrates. With special reference
to the structure of the Ostracoderms. Verh. V. Intern. Zoolog. Congreß
p. 180—192, 6 Figg.
Cephalaspis, Pterichthys, Pteraspis, Tremataspis bilden die zugleich
mit den Arthropoden und Vertebraten verwandten Peltacephala.
Arthropoden und Vertebraten bilden das Phylum der Syncephalata.
Kopf der Ostracophori verglichen mit Limulus und Trilobiten. Phylo-
genese des Auges.
— (2). On the structure and classification of the Tremataspidae.
The American Naturalist Tom 36, p. 379—393, Fig.
Bau und Systematik der Tremataspidae. Systematik wie Patten
(1). Es wird eine neue Klasse aufgestellt zwischen Vertebraten und
Arthropoden und Peltacephalata n. cl. genannt. Derselben werden
zugeteilt Formen wie Pterichthys, Cephalaspis, Pteraspis, Tremat-
taspis u. a.
Patterson, A. Ichthyological Notes from Great Yarmouth. The
Zoologist (4) Vol. 6. p. 73.
Paul, D. M. On the pelvie fins in the postlarval and young
stages of Onus mustela (The Five-bearded Bockling). Annals and
Magazine of Natural History (7) 10, p. 132—137, pl. 5.
Die Flossen der jungen Onus mustela werden beschrieben und die
Veränderung nachgewiesen, welche sie in morphologischer und
funktioneller Hinsicht durchlaufen,
IV. Pisces für 1902. 45
Pearcey, F. €. Notes on the marine deposits of the Firth of Forth
and their relation to its animal life. Transactions of the Natural History
Society of Glasgow (2) 6, p. 217— 251.
Pellegrin, 3. (1). Sur une Raie cornue gigantesque pech&e a Oran.
Bulletin du Museum d’histoire naturelle Paris 1901, p. 327 u. 328.
Dierobatis giorna Lacep.
— (2), Poissons nouveaux ou rares du Congo frangais. Bulletin
du Museum d’Histoire naturelle Paris 1901 p. 328—332.
Ailia oceidentalis n.sp.; Labeo cyclorhynehus Blgr. variegata
n. var.; Barbus brazzai n.sp.; Alestes tholloni n. sp.; Gnathonemus
fuscus n. Sp.
— (3). Cichlides du Bresil rapportes par M. Jobert. Das. 1902,
p. 181—184.
Cichla ocellaris Bl. Schn.
— (4). Cichlide nouveau de la Guyane frangaise. Das. p. 417
u. 418.
Acara geayi n.sp.
— (3). Cichlide nouveau du Congo frangais. Das. p. 419—420.
Paratilapıa dorsalis n. sp.
— (6). Presentation de quelques cas de devinations rachidiennes
chez les Poissons. Bulletin de la Societ& zoologique France 27, p. 215
— 219, fig.
Teilung des Rückgrates.
— (%). Les poissons & gibbosite frontale. Bull. Soc. Philom.
Paris (9) T.3. p. 81—9i. 5 Fig.
Petersen, €. &. 3. (t). The Biology of the Cod in the Danish Seas.
Rep. Dan. Biol. Stat. to board of Agric. 11, p. 3—24.
Gadidae.
— (2). On other Codfishes in our seas. Rep. Dan. Biol. Stat.
to board of Agric. p. 25—28.
Philippi, R. A. Descripcion de cino nuevas especies chileans del
ordre de los Plagiostomos. An. Univ. Chile 109. 15 p., 1 Taf.
Carcharias aethiops n. sp.; Alopecias longimana n. sp.; Notidanus
medinae n.sp.; N. Wolniezkyi n.sp.; Raja magellanica n. sp.
Pickles, H. A List of the Mammals, Reptiles, Amphibians and
Fishes in the Parish of Halıfax. Halifax Natural 7, p. 95 u. 96.
Piper, H. Die Entwicklung von Magen, Duodenum, Schwimmblase,
Leber, Pankreas und Milz bei Amia calva. Arch. Anat., Suppl. 1902,
p. 1—78, pls. 1—4.
Beschreibung des Ektodermtraktus zu Beginn der ersten Anlage
der Leber. Diese beginnt als dorsal ausgebuchtete Falte des
Entoderms. Die cranio-caudal fortschreitende Darmnaht und ihre Be-
ziehungen zur Leberanlage. Das Pancreas entsteht aus drei Anlagen,
die Schwimmblase wird in Form einer dorsalwärts ausgestülpten langen
Epithelfalte der dorsalen Ösophagus- und Magenwand angelegt. Die
Milz erscheint zuerst als verdichteter und eigentümlich differenzierter
Mesenchyımherd in der Wand der Vena subintestinalis. Verschiebungen
46 IV. Pisces für 1902.
von Magen, Leber und Duodenum und Drehung des letzteren um seine
Axe.
— (2). Die Entwicklung von Leber, Pankreas, Schwimmblase
und Milz bei Amia calva. Anatomischer Anzeiger, XXI]. Ergänzungs-
heft 1902. p. 18—25. — Vgl. auch Piper (4).
— (3). Die Entwicklung von Leber, Pankreas und Milz bei den
Vertebraten. Historisch-kritische Studie. Dissertation. Freiburg ı. B.
1902.
— (4). Die Entwicklung von Leber, Pankreas, Schwimmblase
und Milz bei Amia calva. Verh. d. Anat. Ges. 1902, p. 18—25.
Plate, L. Studien über Cycelostomen. 1. Systematische Revision
der Petromyzonten der südlichen Halbkugel. Zool. Jahrb. Suppl. 5,
p. 651—673, pl. 19.
Von den 7 Gattungen Geotria, Mordacia, Exomegas, Velasia,
Caragola, Neomordacia, Yarra sind nur die drei ersten haltbar.
Kritische Betrachtung nach Habitus und Bezahnung. Diagnosen der
Gattungen Geotria Gray (1851), Mordacia Gray (1851), Exomegas Gills
(1883): Mordacia mordax Richardson, M. lapicida Gray, M. acutidens
Phil.; Geotria chilensis Gray, Metamorphose dieser Art, Jugend-
stadium = Macrophthalmia chilensis Plate; G. australis Gray, G. steno-
stomus Ogillby.
— (2). Über Cyelostomen der südlichen Halbkugel. Verh. V. Int.
Zool. Congr. p. 551 u. 552.
Geotria, Mordacia, Examegas, Velasia, Caragola, Neomordacia,
Yarra. Nur die drei letzten sind als Gattungen haltbar. Merkmale
derselben: Kehlsack, Maxillarzähne. Metamorphose von Geotria
chilensis mit folgenden Stadien: 1. Ammocoetes-Larve, 2. erstes,
3. zweites Verwandlungsstadium, %$. Macrophthalamia-Stadim.
Piehn, M. (1). Die Schuppensträubung der Weißfische, verursacht
durch das Krebspestbakterium. Allgemeine Fischerei-Zeitung p. 40
—44.
Leuciscus; Krankheitserscheinung.
— (2). Bösartiger Kropf (Adeno-Carecinom der Thyreoidea) bei
Salmoniden. Das. p. 117—118.
Sitz der Krankheit ist die Thyreoidea.
Poche, F. (1). Über das Vorkommen von Anoplopterus platychir
(Gthr.) in Westafrika. Zool. Anz. 25, p. 121 u. 122.
— (2%). Richtigstellung eines Gattungsnamens unter den Siluriden.
Das. p. 211.
Amphilus platychir Günther = Anoplopterus uranoscopus
Pfeffer — Chimarrhoglanis Vaillant.
Policard, A. Constitution lympho-myeloide du stroma conjonctif
du testicule des jeunes Rajides. Comptes Rendus hebdomadaires
de Seances de l’Academie des Sciences 134, p. 297—299.
Vor der Geschlechtsreife besteht das Stroma des Hodens bei Raja
clavata aus Iymphoidem Gewebe, in welchem Leucocyten gebildet
werden.
IV: Pisces für 1902. 47
Prenant, A. Notes eytologiques. 6. Formations particulieres dans
le tissu conjonctif interstitiel du muscle vesical du Brochet. Archiv.
Anat. Mier. Paris Tom. 5. p. 191—199. Taf. 9.
Stoffwechselprodukte. Esox lucius.
Priem, F. (1). Sur les Poissons de l’Eocene inferieur des environs
de Reims. Bulletin de la Societe geologique de France (4) 1, p. 477
—504, pls. 10 u. 11.
Phyllodus gaudryi n. sp.; Nummoplates vailantı n. sp.; N. pauci-
dens n. sp.; Arius? lemoinei n. sp.; Amia robusta n. sp. foss.; Squatina
gaudryi n. sp.
— (2). Sur les Pyenodontes tertiaires du departement de l’Ande.
Das. 2, p. 44—49, fig.
Pyenodus munieri n. sp. foss.; P. savini n. sp. foss.
Prymak, T. Beiträge zur Kenntnis des feineren Baues und der
Involution der Thymusdrüse bei den Teleostiern. Anat. Anz. 21, p. 164
— 177. dig.
Gobius, Carassius, Corvina, Stromateus. Die Iymphoiden Teile
entstammen dem Epithel der Thymus; die Entwicklung derselben
beginnt spät. Anfangs auftretende Hohlräume verschwinden. Die
histologischen Elemente sind: Adenoides Gewebe, Leucoceyten, Ery-
throcyten, concentrische Körperchen, bindegewebige Trabekeln, große
einfache Zellen mit konzentrischer Plasmastreifung, polygonale Zellen
mitgroßem Kern, Zellen mitzahlreichen stark liehtbrechenden Körnchen,
Schleimbecherzellen. Die Thymus liegt frei; die Schleimhaut der
Kiemenhöhle geht direkt in die lockere Bindesubstanz des Thymus
über.
Ravenel, W. de ©. (1). The Pan-American Exposition-Report of
the Representative of the United States Fish Commission. Report of
the United States Commission of Fish and Fisheries XXVII p. 291
— 351.
Ausstellungsbericht.
— (2). The Propagation and Distribution of Food-Fishes. Report
of the N. S. Commission of Fish and Fisheries XXVII p. 21—110.
Fischzucht. Die Tätigkeit der einzelnen Stationen. Ergebnisse
der Salmoniden-Erbrütung und Aufzucht.
Reese, A. 4. Structure and development of the thyroid gland in
Petromyzon. Proceedings of the Academy of Natural Seiences Phila-
delphia 1902, p. 85—112, Taf. 4—7.
Petromyzon, Anlage und Entwicklung der Thyreoideas und ihre
Beziehungen zur Speicheldrüse des erwachsenen Tieres.
Regan, €. T. (t). Revision of the Fishes of the Family Stromateidae.
Annals and Magazine at Natural History (7) 10, p. 115—131, 194— 207.
. Synopsis der Arten, Synonyma. Cubiceps capensis Smith; C. gra-
eilis Lowe; C. pauciradiatus Gthr.; C. brevimanus Klunz.; Psenes
pellueidus Lütk.; P. eyanophrys Cuv. u. Val.; P. maculatus Lütk.;
P. arafurensis Gthr.; P. whiteleggii Waite; P. indicus Day; T. regulus
Poey; Seriolella porosa Guichen.; $. bilineata Hutt.; 8. brama Gthr.;
S. violacea Guichen; 8. velaini Sauv.; Psenopsis anomala Schleg.;
48 1V. Pisces für 1902.
P. ceyanea Ale.; Centrolophus brittanicus Gthr.; C. niger Gmelin;
C. maoricus Ogilb.; Lirus medusophagus Coc.; L. maculatus Gthr.;
L. ovalis Cuv. u. Val.; L. peruanus Stdr.; L. Valenciennesi Mor.;
L. rotundicauda Costa; L. japonicus Stdr.; L. paucidens Gthr.; L. perci-
formis Mitch.; L. porosus Rich.; Stromateus fiatola Linn.; S. micro-
chirus Cuv. u. Val.; S. maculatus Cuv. u. Val.; Peprilus paru; P. palo-
meta —; P. medius —; P. sımillimus —; P. triacanthus —; Stromateo-
ides sienensis Euphras.; $. cinereus Bloch.
— (2). On the systematic position of Luvarus imperialis Rafinesque
Das. p. 278—281.
Die Luvaridae stehen den Acanthuridae sehr nahe.
— (3). On the Classification of the Fishes of the Suborder Plecto-
gnathi; with Notes and Descriptions of new Species from Specimens
in the British Museum Collection. Proceedings of the Zoological Society
of London. II. p. 284—304. Taf. 24 u. 25.
1. Teil: Subordo Plectognathi:
Division I.: Sclorodermi.
Fam. Triacanthidae:
Genera: Triacanthus Cuv.; Triacanthodes Bleeker; Halıimo-
chirurgus Alcock.
Fam. Triadontidae:
Genus Triodon.
Fam. Balistidae:
Genera: Balistes Linn.; Monacanthus Cuv.; Paraluterus
Bleeker; Pseudaluterus Bleeker; Pseudomonacanthus
Bleeker; Alutera Cuv.; Psilocephalus Swainson.
Fam. Ostracontidae:
Genera: Aracana Gray; Ostracion Linn.; Lactophrys
Swainson.
Division II: Gymnodontes.
Fam. Tetrodontidae.
Genera: Tetrodon Linn.; Ephippion Bibr.; Tropidichthys
Bleeker; Chonerinus Bleeker; Xenopterus Hollard.
Fam. Diontontidae.
Genera: Diodon Linn.; Lyosphaera Evermann u. Kendall.
Fam. Molidae.
Genera: Mola Cuv.; Ranzanıa Nardo.
Definitionen der genannten Familien u. Gattung.
2. Teil: Morphologisch-systematische Bemerkungen über Balistes
naufragium Jordan u. Starks.; B. castaneus Richardson; Tetrodon
inermis Schlegel; T. hypselogenion Bleeker; T. ocellatus Linn.; T. bi-
maculatus Richardson; T. pleurosticus Günther; T. fluviatilis Ham.
Buch; T. pustulatus Muray. Folgende neue Arten werden aufgestellt
und z. T. abgebildet: Tetrodon Borneensis n.sp.; T. maccellandi
n.sp.; = T. fasciatus Me Clell.; T. brevipinnis n.sp. = Tetrodon
hypselogenion Day.; T. pleurogramma u.sp. = T. hypselogenion
(part) Günther; Pseudomonacanthus degeni n. sp.; P. multimaculatus
n. sp.; P. punetulatus n. sp.
IV. Pisces für 1902. 49
Regaud, Cl. u. A. Policard (1). Notes histologiques sur la seeretion
rönale. 2. Le segment cilie du tube urnifere de la lamproie. Comptes
rendus de la Societe Biologique Paris. T. 53. p. 1186—1188.
Die Sekretion der Niere. Das von den Zellen ausgeschiedene Sekret
ist chemisch verschieden von dem im Lumen secernierten. Rajaclavata,
Petromyzon.
— (2). Etude sur le tube urinifere de la Lamproie. Comptes
Rendus Association Anat. 4. Sess. p. 245—261. 11 Figg.
Die Harnkanälchen bestehen bei Petromyzon aus 1. einem kurzen
mit Flimmerepithel versehenen Anfangsstück, 2. einem langen ge-
wundenen Mittelstück mit Bürstenbesatz, 3. einem langen gewundenen
Endstück ohne Bürste. Feinerer Bau derselben.
— (3). Notes histologiques sur la secretion renale. 2. Le segment
cilie du tube urinifere de la Lamproie. Comptes Rendus des Seances
de la Societe de Biologie Paris 54. p. 91—93.
Der bewimperte Kanal ist äußerlich ceylindrisch, zeigt infolge
ungleichmäßig starker Entwicklung des Epithels ein enges im Schnitt
spaltförmiges Lumen. Die hohen Epitheltellen tragen die Cilien.
Bewegungsart derselben. Die polygonalen Zellen besitzen ein be-
sonderes Cilienfeld. Funktion der Cilien.
— (4). Notes histologiques sur le secretion renale. 3. Le segment
& bordure en brosse du tube urinifere de la Lamproie. Das. p. 129
—131.
Die Wimperzellen werden beschrieben mit ihren Kernen und
Protoplasmaeinschlüssen. Zerfall und Regeneration der Zellen.
— (5). Notes histologiques sur la secretion renale. 4. Les diverti-
cules glandulaires du tube contourne de la Lamproie. Das. p. 554
—555.
Der bewimperte Kanal trägt in seiner ganzen Länge eine Reihe
blind geschlossener Divertikel.
Reibisch, J. Über den Einfluß der Temperatur auf die Ent-
wicklung von Fisch-Eiern. Wiss. Meeresuntersuch. (2) 6, Kiel, p. 213
—231. Taf. 6.
Bei verschiedenen Temperaturen ist die Inkubationsdauer ver-
schieden. Niedere Temperaturen bedingen eine Erhöhung der Inku-
bationsdauer. Der der Pflanzenphänologie übernommene Begriff
der „Schwelle“ wird verwendet und für die einzelnen Fischarten ein
Schwellenwert bestimmt, von dem ausgerechnet die Tagesgrade eine
gewisse Konstanz zeigen.
Der Schwellenwert ist bei Pleuronectes platessa — 2,40 C.,
Pl. flesus — 1,60 C., Gadus morrhua —3,40 C.
Renaut, 3. Histologie et cytologie des cellules osseuses. Deve-
loppement et caracteres generaux des fibres osseuses. Compt. Rendus
Assoeiation Anat. 4. Sess. p. 216—228. 5 Abb.
Die Knochenzellen der Opereularknochen von Alburnus werden
untersucht. Chemische Unterschiede in der Zusammensetzung der
tieferen älteren und der oberflächlicheren jüngeren Zellen. Entstehung
der Fibrillen der Knochensubstanz.
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 4
50 IV. Pisces für 1902,
Retzius, 6. Über einen Spiralfaserapparat am Kopfe der Spermien
der Selachier. Retzius Biologische Untersuchungen (2) 10, p. 61—64,
at y1S.
Acanthias. Spermien mit resistenter Spiralfaser um den Kopf;
ohne Hals. Der Schwanz besteht aus zwei Fäden.
Rodier, E. Sur la coagulation du sang des Poissons. Travaux
de la Station Zoologique de Arcachon 1900—1901, p. 129—132. —
Vergl. auch Bottazi, Archives italiennes de Biologie 36, p. 60—63.
Rohen, 3. V. Beiträge zur Anatomie und Histologie der Psammo-
steiden. Sitz. Berichte d. Böhmisch. Ges. der Wissenschaften 1901,
No. 16, 31. fig., 2 pls.
Ganosteus n.g. tuberculatus n.sp.; G. stellatus n. sp.
Romano, A. (1). Per la istogenesi dei centri nervosi elettrici.
Ricerche e considerazioni preliminari. Anat. Anz. 20, p. 513—535.
Histogenese der elektrischen Nervenzentren. Torpedo, Raja.
— (2). A proposito di una nuova sostanza nel nucleo delle cellule
nervose elettriche. Anat. Anzeiger 20. p. 513—535.
Torpedo. Das Perichromatin in den Ganglienzellen des Lobus
electricus steht mit der Funktion der Zellen in Zusammenhang.
Rossi, U. Sopra i lobi laterali della ıpofisı. Parte la. — Pesci
(Selaci). Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze. Vol. 1, p. 362—391. Taf. 21
—25.
Die Embryonalanlage der Hypophyse besteht schon früh aus
drei Teilen, deren Hohlräume mit einander in Verbindung stehen. Die
seitlichen Hohlräume werden zu blinden cylindrischen Divertikeln,
die mit der Carotis interna in engem Kontakt stehen. Sie stellen ihr
Wachstum ein und schwinden. Auch der mittlere Hypophysensack
macht eine ähnliche Entwicklung durch.
Roule, L. (1). Sur les Poissons du genre Chondrostome dans les
eaux douces de la France. Comptes Rendus hebdomadaires de Seances
de l’Academie des Sciences 135, p. 980—982.
Chondrostoma nasus L.; scheint aus Deutschland eingewandert
zu sein. Sie hat sich aus dem Rheingebiet in das der Seine, Rhone
und Loire verbreitet. Davon zu unterscheiden ist die heimische Ch. genei
Bonap. aus der Garonne und Rhone, welche als var. rhodanensis Blanch.
schon bekannt ist.
— (2). Les Poissons du littoral de la Corse; comparaison de cette
faune avec celles des autres localites du bassin occidental de la Medi-
terranee. Comptes Rendus de l’Association de France 30, p. 683
u. 684.
— (3). La faune des Poissons actuellement connus qui habitent
les cötes de la Corse. Memoires de la Societe zoologique de France 15,
p. 169—194.
— (4). Atherina riqueti sp., nouvelle esp&ce d’Atherine vivant
dans les eaux douces. Zool. Anz., 25, p. 262—267, fig.
Diagnose der neuen Art und Vergleich mit den anderen Vertretern
der Gattung Atherina in Westeuropa. Über den Ursprung der Süß-
wasser bewohnenden Arten dieser Gattung.
IV. Pisces für 1902. 51
— (5). L’hermaphroditisme normal des Poissons. Comptes
Rendus Acad. Sc. Paris. 135. p. 1355—1357.
Bei Scardinius erythrophthalmus wurden in einem Fang von
170 Stück keine Zwitter gefunden. Betrachtung über die Möglichkeit
des normalen Hermaphroditismus bei Fischen.
Ruge, E. Die Entwicklunsgeschichte des Skeletts der vorderen
Extremität von Spinax niger. Morphol. Jahrb. 30, p. 1—27, fig.,
Taf. 1.
Die Anlage des Extremitätenskelets erscheint im Mesenchym der
Extremitätenleiste. Der ventrale Fortsatz des knorpelig angelegten
Schultergürtels erscheint zuerst. Die Gelenke entstehen aus Vorknorpel.
Archipterygiumtheorie.
S. Das Fischsterben im Neckar. Allgemeine Fischerei-Zeitung
p. 303—305, 372—373.
Teeröl und Karbolsäure waren in den Fluß gelangt.
Sabrazes, 3. u. Muratet, L. Le sang de ’Hippocampe. La phago-
eytose chez ce Poisson. Travaux Station. Zoologique Arcachon 1900
— 1901, p. 74—80, fig.
Im Blute sind vorhanden: 1. Mononucleäre Zellen mit amöboider
Bewegung und phagocytären Eigenschaften, 2. Erythrocyten und
3. Lymphocyten. — Leucocyten mit Granulationen fehlen.
Sage, D. Townsend, €. H., Smith, H. M. u. Harris, W. €. Salmon
and Trout. New York, 1902, 8vo, 10 + 117 p., fig.
Saint-Paul, G. de. Sur la faune ichthyologique du bassin de
l’Adoue. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de l’Academie
des Sciences 134, p. 851—853.
Perca fluviatilis L.; Cottus gobio L., Gobio fluviatilis Val., Cobitis
barbatula L., Tinca vulgaris Cuv., Cyprinus carpio L.; Scardinius
erythrophthalmus Heck. u. Kner.; Squalius cephalus Bonap.; S. bear-
nensis Blanch.; S. burdigalensis Cuv. u. Val.; S. cephalus-; Phoxinus
laevis Agas.; Trutta fario Sieb.; Esox lucius L.; Barbus fluviatilis L.;
Abramis brama Val.; Salmo irideus Günth.; die Fischfauna des Adour
verglichen mit jener der Garonne.
Salinas, E. Supra alcuni Miliobatidi fossili della Sicilia. Giornale
di Scienze naturali Societä di Palermo 23, p. 62—78, 2 Taf.
Myliobatis gemmellaroi n.sp.; M. eretensis n.sp.; M. siculus
n. sp.; Ptychodus carapetiae n. sp.; Pt. catulloi n. sp. foss.
Saunders, 3. Notes on the Fish of the Upper Sea. Transactions
of the Hertfordshire natural history Society 11, p. 119 u. 120.
Sauvage, H. E. (1). Recherches sur les Vertebres du Kimmeridgien
superieur de Fumel (Lot-et-Garonne). Memoires de la Soci&t& geologique
de France 9, No. 25, 32 p., 5 pls.
Hypsocormus scombesi n. sp. foss. ; Caturus woodwardi n. sp. foss. ;
Mesodon combesi n. sp. foss.; M. lingua n. sp. foss.; M. fourtani n. sp.
foss.; Gyrodus oltis n. sp. foss.; G. montmejai n. sp. foss.
— (2%). Les Poissons et les Reptiles du Jurassique superieur du
Boulonnais au Musee du Havre. Bull. Soc. geol. de Normandie 21,
p. 15—26.
4*
52 IV. Pisces für 1902,
Schacherl, WM. Zur Rückenmarksanatomie der Plagiostomen
(Myliobatis). Arb. Neur. Inst. Wien. Heft 8. p. 405—417.
Das Rückenmark von Myliobatis aquila unterscheidet sich von
den beschriebenen Fischrückenmarken. Durch massenhafte Entwicklung
von reticulärer Substanz kommt es zu einer Zersplitterung der grauen
Substanz in fünf Massen, in den kaudalen Partien sind sie jedoch wieder
vereinigt. Die Wandungen der Gefäße sind mächtig entwickelt.
Schaper, A. Über kontraktile Fibrillen in den glatten Muskelfasern
des Mesenteriums der Urodelen. Anatomischer Anzeiger. Bd. 22.
p. 65—82. 6 Figg. Tafel 3 u. 4.
Glatte Muskeln im Mesenterium von Acanthias.
Scharff, R. (1). The long-finned Tunny (Thynnus germo Lascep.)
an addition to the Irish Fauna. The Irish Natural. 11, p. 105.
— (2). Probeagle Shark (Lamna cornubica) from Dublin Bay.
The Irish Naturalist. 11. p. 24.
Schiemenz, P. (1). Bericht über die Fischerei-Expedition des
Deutschen Seefischerei-Vereins in die Ostsee. 1901. Abh. Deutsch.
Seefisch. Ver. 7, p. 163—284.
Untersuchungen über die Zusammensetzung des Fanges, sowie
über die Gewichts-, Längen- und Geschlechtsverhältnisse der ge-
fangenen Fische und deren Mageninhalt: Pleuronectes flesus L., Pl. pla-
tessa L., P. limanda L.; Rhombus maximus L., Gadus morrhua
Günth.; Clupea harengus L., Cl.sprattus L., Cottus scorpius L., Cyelo-
pterus lumpus L.; ferner Bemerkungen über Gasterosteus aculeatus
L., G. pungitius L., Stichaeus islandiecus Cuv. u. Val.; Zoarces vivi-
parus L.; Ammodytes lanceolatus Lessauv. — Aal.
— (2). Die Zoologie im Dienste der Fischerei. Verhandl. des
V. Internationalen Zoologenkongresses Berlin p. 579—584.
Es ist nötig, die Beziehungen festzustellen, welche zwischen dem
Planktontieren und den Fischen bestehen. Ursachen für das Zurück-
gehen und Verschwinden gewisser Fische in einzelnen Gewässern.
Schnee ... . „ Farbenwechsel des Saugfisches (Echeneis). Zoolog.
Garten 43. Jahrgang p. 267—268.
Echeneis änderte seine Farben von Braun in Oelgrün, dann in
Weiß, als er sich aus dem Wasser schnellte. Später war er hell und
dunkel gestreift, dann weißlich grün.
Schmitt, F. Über die Gastrulation der Doppelbildungen der Forelle,
mit besonderer Berücksichtigung der Konkrescenztheorie. Verhandl.
der Deutschen Zoologischen Gesellschaft 12, p. 64—83, 7 Fig. und
Sıtzungsberichte Physik. Medic. Ges. Würzburg p. 30—31.
Die Keimscheiben, die zu Doppelbildungen führen, sind normal
Die Einstülpung beginnt an zwei Stellen. Die Embryonen liegen an
dem ursprünglich vegetativen Pol des Eies. Treffen die Keimblätter
beider Embryonen zusammen, so bilden sich die Innenseiten lang-
samer und schwächer aus.
Schreiner, K. E. Einige Ergebnisse über den Bau und die Ent-
wicklung der Oeccipitalregion von Amia und Lepidosteus. Zeitschr.
f. wissensch. Zoologie, Bd. 72, p. 467—524, 20 Figg., Tafel 28 u. 29.
IV. Pisces für 1902. 53
Myotome und Nervenwurzeln. Verschmelzung von Wirbelkörpern
mit dem Basioccipitale.
Schubert, R. F. Die Fischotolithen der österr.-ungar. Tertiäre.
1. Die Seiaeniden. Jahrb.geol. Reichsanst. 51, p. 301—315, fig. Taf. 10.
Otholithus (Umbrina) subeirrhosus, plenus; ©. (Corvina?) eirrho-
soides; O. (Sciaena) kokeni, levis telleri, excissus, compactus, corii,
gracilis, subsimilis, subgemma, gemmoides, depressus, fuchsi, kittli,
dubius.
Segre, Rosetta. NRicerche intorno alla variazione della Tinca
vulgaris. Boll. ettino dei Musci di Zoologia ed Anatomia Comparata
di Torino. Vol. 17, No. 429, 42 Seiten.
Sendler, A. Gewitter und Fischsterben. Allgemeine Fischerei-
Zeitung p. 435 —436.
Forellen, die im Bruthause sıch in einem Becken befanden, waren,
ohne daß sie der Blitz getroffen hatte, tot.
Seligo, A. Die Fischgewässer der Provinz Westpreußen. Danzig
1938. 8°.
Es werden u. a. die in den einzelnen Gewässern vorkommenden
Fischarten aufgezählt.
Sewertzoff, A. N. Zur Entwicklungsgeschichte des Üeratodus
forsteri. Anatomischer Anzeiger 21, p. 593—608, 5 Abb.
Vorläufige Mitteilung über die Entwicklung des Schädels, Gehirns
und peripheren Nervensystems. Der Schädel von Ceratodus hat bei
seiner Entwicklung eine größere Ähnlichkeit mit dem der Amphibien,
speziell der Urodelen, als mit irgend einer anderen Tiergruppe auf-
zuweisen. Daneben hat er aber eigenartige Merkmale (z. B. metamere
Gliederung der Oceipitalresion), welche bei Amphibien nicht vor-
kommen. Die Amphibienähnlichkeit verschwindet aber im Laufe der
individuellen Entwicklung. Der Verlauf der Nerven von Ceratodus
ist im Allgemeinen derselbe wie bei Protopterus.
Sim, 6. (1). Occurrence of Centrophorus ringens in British Waters.
The Annals of Scottish Natural History 1902, p. 13.
Centrophorus ringens Bocage u. Capello, Hebriden.
— (2). Raia radula of Couch, Thomson and Yarrell a good species?
Das. p. 220—224, pls. 4 u. 5.
Raja eircularis Couch und R. radula Thoms. Diagnosen.
— (3). Black Fish Centrolophus niger in the North Sea off
Aberdeen. Ann. Scott. Nat. Hist. p. 121—122.
— (4). Spanish Bream (Pagellus bogaraveo) on the Kincardine
Coast. Dass. April 124.
Smith, H. M. (1). Description of a new species of Blenny from
en Bulletin of the United States Fish Commission 21, p. 93
u. 94, fig.
Eulophias n.g. tanneri n. sp. (nahe Cebedichthys).
— (2). Notes on five food-fishes of Lake Buhi, Luzon, Philippine
Islands. Das. p. 167—171, fig.
Gobius sternbergi n. sp.; Ophio cephalus striatus Bl.; Hemi-
rhamphus cotnog n. sp.
54 IV. Pisces für 1902.
— (3). Notes on the Tagging of four thousand adult Cod at Woods
Hole, Massuchusetts. Report of the United States Commission of
Fish and Fisheries XXVII p. 19.
Aussetzen von 1000 gezeichneten Schellfischen, deren Wanderung
und Wiederfang.
— (4). Inquiry cespecting Food-Fishes and the Fishing-Grounds.
Report of U. S. Commission of Fish and Fisheries XXVII p. 111
—140.
Fluß- und Seefische von Maine; physikalische und biologische
Untersuchung des Maxinkuckeesees, Indiana; biologische Untersuchung
der großen Seen. Naturgeschichte des „California Salmon“. Nahrung
des Karpfen, des Katzenhai und des ‚„Buffalo-Fish“; westvirginische
Ströme; Fische u. Fischereien auf Hawaii, Fischkrankheiten, Literatur,
engen.
— (5). Description of a new Species of Blenny from Japan.
Bulletin of the United States Fish Commission 21. p. 93—94.
Eulophias n.g. tanneri n. sp.
— (6). Notes on five Food-fishes of Lake Buhi, Luzon, Philippine
Islands. Das. p. 167—171.
Mistichthys luzonensis H.M. Smith. Beschreibung. Länge
1,25 cm. Gobius sternbergi n. sp. 20—27 mm lang: Hemirhamphus
cotnog n.sp. 106 mm lang; Anabas scandens Daldorf, Ophiocephalus
striatus Bloch. 70—90 mm lang. Diese Fische werden verspeist.
— (7). The French Sardine Industrie. Das. p. 1—26.
— (8). The smallest known Vertebrate. Science (2) 15, p. 30
u. 3l.
Mistichthys n. g. (nahe Gobius) luzonensis n. sp.
— (9). Das kleinste bekannte Wirbeltier. Allgemeine Fischerei-
Zeitung p. 224—226.
Mistichthys luzonensis. Referat der amerikanischen Arbeit.
Sobotta, J. Über die Entwicklung des Blutes, des Herzens und
der großen Gefäßstämme der Salmoniden nebst Mitteilungen über die
Ausbildung der Herzform. Anatomische Hefte 1. Abt. Bd. 19. p. 579
—688. Taf. 23—32.
Das Gefäß- und Herzendothel entsteht aus dem Selerotom, zu-
erst die sich paarig anlegenden Aorta und Cardialvene. Das Blut ent-
steht aus den medianen Enden der Seitenplatten, die Blutkörperchen
aus ursprünglich paaren, bald verschmelzenden Strängen, die zwischen
Chorda und Darm liegen. Nur bei Teleostier treten diese Blutstränge
auf. Endocard und Pericard sind mesodermal. Blutzellen und Gefäße
der Teleostier entstehen intra-embryonal (primärer Zustand). Äußere
Form des Herzens, Histologie der Endothelien des Herzens und der
Gefäße.
Soiger, B. Über die „intracellulären Fäden‘ der Ganglienzellen
des elektrischen Lappens von Torpedo. Morphol. Jahrb. 31, p. 104
—115, pl. 5.
Die homogenen oder körnigen Fäden der Ganglienzellen sind mit
IV. Pisces für 1902. 55
den intracellulären Lücken und pericellulären Räumen in Zusammen-
hang zu bringen.
Southwell, T. (1). On a hermaphrodite example of the Herring
(Clupea harengus). Annals and Magazine of Natural History (7) 9,
p. 195 u. 196.
Beschreibung des Zwitters; äußere Erscheinung. Geschlechts-
organe.
re (2). The Saw-fisch (Pristis antiquorum) in Britsh Waters. The
Zoologist (4) 6, p. 114.
Starks, E. €. The relationship and Osteology of the Caproid
Fishes of Antigoniidae. Proceedings of the United States Museum 25,
p- 565—572, fig. (Erscheint 1902 als Heft und im Bd. 25 erst 1903.)
Antigonia rubescens Schleg.; Hemibranchi.
Steindachner, F. (1). Fische aus dem Stillen Ocean. Ergebnisse
einer Reise nach dem Pacific (Schauinsland, 1896—97). Denk. Ak.
Wien 70, p. 483—521, 6 Tafeln.
Die Fische der Sandwichsinseln: Percis schauinslandi n.sp.
Honolulu; Trigla kumoides n.sp. Neuseeland; Pterois barberi n. sp;
Pseudolabrus cossyphoides n.sp.; Novacula (Inistius) nigra n.sp.;
Coris multicolor Rüpp.; C. argenteostriata n.sp.; C. schauinslandi
n. sp.; Heliastes ovalis n. sp. ; Acanthurus hypselopterus Blkr. ; Mulloides
pflügeri n.sp.; Haplodactylus schauinslandi n.sp.; Hemirhamphus
pacificus ni sp. ; Scopelus (Myctophum) novae seelandiae n. sp.; Muraena
laysana n.sp. Kuhlia melo Blgr.; Priacanthus hamrur C. V.; Apogon
frenatus Val.; A. maculiferus Garr.; Aprion virescens ©. V.; Mulloides
erythrinus Klunz.; M. auriflamma Klunz.; Parupeneus cyclostomus
Steind.; P. pleurostigma Blkr.; P. dispilurus Day.; P. trifasciatus Gthr.;
Upeneoides taeniopterus Day; Sphaerodon grandoculis Klunz. ; Chaeto-
don auriga Forsk., C. fremblii Benn.; C. quadrimaculatus Gray, C. lu-
nula C. V.; C. lineolatus C. V., C. miliaris G. G., Chelmo longirostris
C.V., Zanelus comutus ©. V.; Pimelopterus fuscus (©. V., Cirrhites
arcatus C. V., C. forsteri Gthr.; C. maculatus Lac.; ©. cinctus Gthr.;
Chilodactylus vittatus Garr.; Scorpaena gipposa Bl.; Schn.; Holo-
centrum argenteum Q. G.; H. diadema Lac. ; Myripristis murdjan C. V.;
M. lima Gthr.; Polynemus sexfilis ©. V.; Acanthurus dussumieri C. V.;
A. flavescens Benn.; A. olivaceus Bl. Schn.; A. lineolatus Gthr.;
A. triostegus Bl., Schn.; A. achilles Shaw.; A. bipunctatus Gthr.;
A. hyselopterus Blkr.; A. strigosus Benn.; Naseus unicornis Gthr.;
N. lituratus €. V.; Caraux speciosus Lac.; C. ignobilis Klunz.; C. af-
finis Rüpp.; C. ferdau Klunz.; ©. crumenophthalmus Lae.; Decapterus
sanctae helenae Steind.; Chorinemus moadetta C. V.; C. sanctipetri
Klunz.; Echeneis remora L.; Malacanthus hoedtii Blkr.; Antennarius
commersonii Gthr.; Dactylopterus orientalis C.V.; Salarias edentulus
Gthr.; Sphyraena agam Rüpp. ; Mugil dobula Gthr. ; Aulostoma chinense
Schleg.; Glyphidodon saxatılis Rüpp.; G. melas C. V.; Dascyllus tri-
maculatus ©. V.; Harpe bilunulata Steind.; Chilinus radiatus Blkr.;
Ch. bimaeulatus C. V.; Stethojulis albovittata Gthr.; Novacula vani-
eolensis Gthr.; (Iniistius) pavo Gthr.; N. (I.) tetrazona Bilkr.;
56 IV. Pisces für 1902.
Julis duperrei ©. V.; J. umbrostigma Rüpp.; J. purpureus Klunz.;
J. rüppelli Klunz.; J. obscura Gthr.; Gonophosus tricolor Q. G.;
G. varıus Lac.; Chilis inermis Blkr.; Coris multicolor Gthr.; C. pul-
cherima Gthr.; Pseudoscarus troschelii Blkr.; P. collana Rüpp. (= ba-
taviensis Blkr.); P. sumbavensis Blkr.; Callyodon genistriatus C. V.;
C. spinidens Blkr.; Platophrys pavo Blkr.; P. pantherinus Blkr.; Belone
annulata C. V.; B. platura Rüpp.; Exocoetus brachypterus Richds.;
E. bahiensis Ranz.; E. neglectus Blkr.; Synodus varius Blkr.; Albula
glossodonta Klunz.; Elops saurus L.; Chanos chanos Klunz.; Conger
marginatus Val.; Muraena flavimarginata Gthr.; Balıistes vidua Gthr.;
B. aculeatus L.; B. rectangulus Gthr.; B. leuniva Gthr.; B. ringens L.;
B. aureolus Gthr.; Monacanthus spilosoma Benn.; M. pardalis Rüpp.;
Östracion punctatus Lac.; O. diaphanus Bl. Schn.; Tetrodon margari-
tatus Rüpp.; T. caudofasciatus Gthr.; Diodon maculatus Lac. var.
sexmaculatus Cuv.; Carcharias (Priodon) gangeticus M. u. H.; C. me-
lanopterus G. G.; Galeus vulgaris Flem.; Sceyllium chilense Guich.;
Aetobatis narınarı M. H.; Bdellostoma eırrhatum Gthr.
— (2). Wissenschaftliche Ergebnisse der südarabischen Expedition
in den Jahren 1898 bis 1899. Fische von Südarabien und Socotra.
Anzeiger Ak. Wiss. Wien, mathematisch-naturwiss. Klasse 39, p. 316
— 318.
Salarıas simonyi n.sp.; Pseudoscarus arabicus n.sp.; Gerres
socotranus n.sp.; Sciaena heinii n.sp.; Beanea n.g. (ähnlich Myri-
pristis) trivittata n. sp.
— (3). Über zwei neue Fischarten aus dem Rothen Meere.
Das. p. 336—338.
Cynoglossus pottii n. sp.; Beanea n.g. trivittata n. sp.
Steinhard, ©. Über Placoidschuppen in der Mund- und Rachen-
höhle der Plagiostomen. Archiv f. Naturgeschichte 69. p. 146,
Mars 9!
Echte Schleimhautschuppen treten auf bei Heptanchus, Car-
charias, Mustelus, Pristiurus, Acanthias, Centrophorus, Scyllium, Ga-
leorhinus, ferner bei Pristis Rhynchobatis und Raja. Rudimentär sind sie
bei Squatina. Sie fehlen bei Torpedo und Trygon. Die Schuppen bei
Heptanchus gleichen wohl am meisten jener der hypothetischen Ur-
form. Die Schuppen der Squaliden haben dachziegelartig gezeichneten
Schmelz. — Chimaera hat ım Munde keine Hartgebilde.
Stephan, P. (1). Sur quelques points relatifs a l’evolution de la
vesicule germinative des Teleosteens. Archives d’Anatomie micro-
scopique T.5. p. 22—37, Taf. 2.
Die Umbildung des Keimbläschens bei Serranus, Sargus, Smaris,
Nuclein und Paranuclein in demselben Nucleolus mit der Fähigkeit
sich zu mischen und zu sondern.
— (2). A propos de l’hermaphrodisme de certains Poissons. Compt.
Rendus de l’Association frangaise pour l’avancement des Sciences
Paris 30, p. 554—570, fig.
Die hermaphroditen Geschlechtsdrüsen, die in ihnen enthaltenen
Geschlechtsprodukte, das Auftreten des Hermaphroditismus und das
IV. Pisces für 1902. 57
Vorwiegen des einen oder des anderen Geschlechtes bei den herma-
phroditen Individuen werden für zahlreiche Fälle bei Sargus annulatus
beschrieben und Schlußfolgerungen gezogen.
— (3). Sur le developpement de la cellule de Sertoli chez les
Selaciens.. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de la Societe
Biologique Paris 54, p. 773—775.
Seyllium. Spermatogonien und Follikelzellen haben denselben
Ursprung.
— (4). L’evolution de la cellule de Sertoli des Selaciens apres
la spermatogenese. Das. p. 775 u. 776.
Genitalorgane von Sargus annulatus und Smaris vulgaris. Vel.
Stephan (3).
— (5). Remarques sur la constitution de la vesicule germinative
Teleosteens. Compte Rendu de la 30. Session Association Frangaise
pour l’Avancement des Sciences 1904 p. 145—146.
Es werden sowohl plasmatische, wie auch chromatische Nu-
cleolen bei Serranus im Keimbläschen beobachtet.
— (%). Sur la signification des cellules seminales contenues dans
les especes interstitiels du testicule. Comptes Rendus hebdomadaires
des Seances de la Societe de Biologie de Paris. 54. p. 1326—1328.
— (8). Sur quelques adaptations fonctionelles des cellules geni-
tales des Poissons osseux. Bibliographie anatomique Paris. 10, p. 121
—127.
l. Sargus annulatus, S. rondelleti, Smaris vulgaris: Besondere
interstitielle Zellen der Hoden und des Ovarıums von polyedrischer
Form und Körnchen enthaltend mit sekretorischen Eigenschaften,
dienen der inneren Ernährung des ganzen Organs. Sie entstammen
gewissen Sexualzellen.
Entsprechen den Sertoli’schen Zellen der Hoden liefern die analogen
Zellen der Ovarien Sekrete, die mit den Geschlechtsprodukten entleert
werden.
2. Secernierende Epithelzellen finden sich bei Serranus cabrilla.
Studnicka, F. (1). Über Stachelzellen und sternförmige Zellen
in Epithelien. Sitzungsber. Böhmischen Gesellsch. Wissensch. Prag.
Math. Naturw. Cl. No. 42. 9 pag. 2 Taf.
Epithelgewebe mit Sternzellen finden sich in der lateralen Wand
des Geruchsorgans von Lebias, in der Epidermis am Vorderkopf von
Carassius. — Die Intercellularverbindungen der Sternzellen in der
Mundhöhle von Chimaera entsprechen nicht den feinen Intercellular-
brücken der Stachelzellen, sondern einer größeren Anzahl von solchen.
— (2). Die Analogien der Protoplasmafaserungen der Epithel-
und Chordazellen mit Bindegewebefasern. Sitzungsber. Das. No. 48.
I pag. 1 Taf.
In Folge bestimmter Spannungen sind im Gewebe (Exo-
plasma) vorhanden und haben diesem eine größere Zugfestigkeit
gegeben.
58 IV. Pisces ftir 1902.
— (3). Über das Epithel der Mundhöhle von Chimacera mon-
strosa, mit besonderer Berücksichtigung der Lymphbahnen desselben.
Bibliographie anatomique 11, p. 217—233, fig.
Die Decke der Mundhöhle und die Lippen besitzen im dicken
Epithel senkrechte gradlinige Kanälchen, ohne eigene Wandung.
Sie werden für Lymphbahnen gehalten.
Supino, F. Ricerche sul eranio dei Teleostei. 2. Macrurus. 3. Ru-
vettus. 4. Pomatomus, Hoplostethus. Ricerche fatte nel Laboratordo
di anatomia. Roma 9, pls. 5, 6, 12.
Ruvettus pretiosus; Pomatomus telescopium Schädel; Hoplo-
stethus mediterraneus; Macrurus tetrarhynchus.
Surbeck, &. Die Verwendung unserer einheimischen Fische in der
Arzneikunst des 16.—18. Jahrhunderts. Zeitschrift für Fischerei IX.
p. 124—130. R
Karpfen, Schleie, Hecht, Asche, Quappe, Aal, Forelle, Barbe,
Bartgrundel.
Swaen, A. u. A. Brachet. De la formation des feuillets dans le
bourgeon terminal et dans la queue des embryons de Poissons tele-
osteens. Comptes Rendus Ass. Anat. 4. Sess. p. 139—157. 28. Figg.
Trutta, Leueiscus, Exocoetus. Bildung der Keimblätter.
Swinnerton, H. H. A contribution to the morphology of the
Teleostean head skeleton, based upon a study of the developing skull
of the Three-spined Stickleback (Gasterosteus aculeatus). Quarterly
Journal of Microscopical Science (2) Vol. 45, p. 503—593, 5 Figg.,
Taf. 28—31.
Der knorpelige Schädel zerfällt in drei Abschnitte. Dorsale, ventrale
und laterale Fontanellen. Weitere Verbindung zwischen Gehörkapsel
und Schädelhöhle. Unterkiefer (1 Paar Knorpelspangen) war am
Quadratum befestigt, das mit dem Ethmoid, den Trabekeln und der
Grehörkapsel verbunden war. Fünf vierteilige Kiemenbogen. Ohne
beweglichen Oberkiefer. Kophobranchii und Hemibranchi bilden die
Thoracostei, mit welchen die Scomberesoces durch die Gasterostei
verbunden sind. Zanclidae und Acronuridae stehen in der Nähe der
Plectognathi.
Taylor, W. Greenland Skark. (Laemargus microcephalus). Ann.
Scott. Nat. Hist. 1902. p. 123.
Thilo, ©. (1). Die Umbildungen am Knochengerüste der Schollen.
Zool. Anz. 25, p. 305—320, fig.
Vergleich zwischen Zeus faber und den Plattfischen. Die jungen
Schollen werden aus „pelagischen““ zu Bodenformen. Möglichkeit
der Fische, sich am Boden aufzuhalten. Verschwinden der Schwimm-
blase. Unterschiede zwischen Schollen und Schellfischen: Zahl der
Bauchwirbel, Träger der Afterflosse, Träger der Bauchflosse. Das
Urohyale. Zeus ist eine Übergangsform, die sowohl aufrecht als auf
der Seite schwimmen kann. Warum schwimmen die Schollen auf der
Seite? Kräfte, welche das Wandern des Auges bedingen.
— (2%). Die Vorfahren der Schollen. Biolog. Centralbl. Bd. 22.
p. 717—128, Figg.
IV. Pisces für 1902. 59
Autoreferat. Vgl. Bericht für 1901.
Thomson, 3. S. (1). The Scales of Fishes as an Index of Age. Report
of the British Association for the advancement of the Science 1902.
. 642.
ö Kurze Notiz über die Altersbestimmung der Fische nach den Ring-
bildungen in den Schuppen.
— (2). The periodie growth of scales in Gadidae and Pleuro-
nectidae as an Index ofage. Journal of the Marine Biological Association
of the United kingdom Plymouth, (2) 6, p. 373—375, pl. 5.
Notiz darüber in Nature 66. p. 8.
Es ist möglich, das Alter der Fische aus den ‚„Jahresringen“
der Schuppen zu bestimmen.
Tower, R. W. (1). The Gas in the Swim-Bladder of Fishes. Bulletin
of the United states Fish-Commission 21. p. 125—129.
Chemische Zusammensetzung des Gases in der Schwimmblase.
Geschichtliche Übersicht. Malapterurus, Trigla Iyra, Misgurnus,
Clarias, Sparus argentatus, S. dentex, Lopholatilus chamaeleonticeps.
— (2). Biliary caleuli in the Sequeteague. Das. p. 131—136.
Gallensteine bei Cynoscion regalis. Chemische Analyse derselben.
Townsend, €. H. (1). Report of the Division of Statisties and
Methods of the Fisheries. Report of U. S. Commission of Fish and
Fisheries XXVII. p. 141—166.
Statistik über die Fischerei der Vereinigten Staaten.
— (2). Statisties of the Fisheries of the Mississippi River and
Tributaries. Das. p. 659—740.
Fischereistatistik.
Traquair, R.H. (1). Additional note on Drepanaspis gemündenensis
Schlüter. The Geologieal Magazine (4) 9, p. 289—291, fig.
Weitere Schilderung der „sensory-plate“. Vgl. Bericht für 1900:
The Geol. Mag. (4) 8. p. 153—159.
— (2). On a Seottish speeimen ef the Blackfish (Centrolophus
niger Gmelin). Annals of the Scottish Natural History 1902, p. 10—13,
pi.
Centrolophus niger Gm.
Turner-Turner, J. The Giant Fish of Floride. London, 1902,
8vo, 206 p., photogr. Taf.
Vaillant, L. (£). Sur la presence du tissu osseux chez certains
Poissons des terrains paleozoiques de Canyon City (Colorado). Comptes
Rendus hebdomadaires des Seances de !’Acad&mie des Sciences 134,
p- 1321 u. 1322.
Knochenschuppen silurischer Fische.
— (2). Sur le genre nouveau Gyrinocheilus, de la famille des
Cyprinidae. Das. p. 702—-704 und Notes Leyden Museum 24. p. 107.
Gyrinocheilus pustulosusn. sp. von den Homalopterinae abgetrennt.
Kiemen. Der Deckel läßt das Wasser oben und unten austreten.
Lippen mit zahlreichen Papillen; Darm sehr lang.
— (3). Sur la faune ichthyologique des eaux douces de Borneo.
60 IV. Pisces für 1902.
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de l’Academie des
Sciences 135 p. 977—980.
— (4). Resultats zoologiques de l’expedition scientifique Neder-
landaise au Borneo central. Notes Leyden Museum 24, p. 1—166,
fig., pls. 1u. 2.
Im Anschluß an die Tabelle von 1893 werden zahlreiche Arten
aufgezählt, die neuen Spezies taxinomisch und anatomisch bearbeitet.
Die nova sind: Tetraodon pinguis n. sp.; Microphis ignoratus n. sp.;
Wallago miostoma n. sp.; W. nebulosus.n. sp. ; Pseudolais.n. g.; P. tetra-
nema n.sp.; Liocassis moeschü Bler.; L. mahakamensis n. sp. ; L. macro-
pterus n.sp.; Akysis major Boul.: A. armatus n.sp.; Acrochordon-
ichthys pachyderma n. sp.; Glyptosternum nieuwenhiusi n. sp.;
Breitensteinia insignis Stdr.; Sosia n.g. chamaeleon n.sp.; Disco-
gnathus borneensis n. sp.; Barbus anchisporus n. sp.; Rasbora suma-
trana Blkr.; Hynnichthys polylepis Blkr.; Homaloptera orthogoniata
n. sp.; Parahomaloptera n. g. obscura n. sp.; Nemachilus obesus n. sp.;
N. enepipterus n.sp.; Äsperioptus megalomycter n.sp.; Acantho-
phthalmus anguillaris n.sp.; Lepidocephalichthys pallens n.sp.
Vaillant, L. u. Pellegrin, 3. Cichlides nouveaux de l’Amerique
Centrale. Bulletin du Museum Paris 1902, p. 84—88.
Guatemala. Nectroplus bocourti n.sp.; Heros heterodontus
n. sp.; H. spinosissimus n. sp.; H. mento n. sp.
Veratti, E. 1. Sur la fine structure des fibres museculaires striees.
Resume de l’auteur. Arch. Ital. Biol. Tome 37. p. 449—454. 4 Abb.
Struktur der Muskelfasern in der Rückenflosse von Hippocampus.
Vialieton, L. (1). Sur le developpement des muscles rouges chez
quelques Tel&osteens. Comptes Rendus Association Anatomique. 4. Sess.
p. 47—53. 2 Figg.
Die Rumpfmuskulatur der ältesten Truttaembryonen ist zwei-
schichtig, Innenschicht dicker als die äußere Struktur dieser Schichten.
Nach dem Verschwinden des Dottersackes treten wesentliche Ver-
änderungen ein.
— (2). Caracteres lymphatiques de certaines veines chez quelques
Squales. Comptes Rendus Soc. Biol. Paris. T. 54. p. 249 —251.
Einige Venen (z. B. der Nieren) der Selachier, bes. bei Scyllium
haben den Bau von Lymphgefäßen, mit veränderlicher Weite, dünner
Wand und ohne Muscularis. Sie stehen mit Iymphoiden (phago-
cytären) Organen in Verbindung.
— (3). Les Iymphatiques du tube digestif de la Torpille (Torpedo
marmorata Risso). Archive d’anatomie microscopique 5, p. 379—456,
Tat. 13.u. 14.
Im Bauchmesenterium verlaufen die bedeutendsten Teile des
Lymphgefäßsystems unter Anastomose und Plexusbildung, welche
sich auch auf dem ganzen Darm ausbreiten und unabhängig von den
Blutgefäßen sind, auch nicht mit ihnen in Verbindung stehen, dagegen
mit dem Lymphplexus im Mesenterium kommunizieren.
Vignon, P. Recherches de cytologie generale sur les &pitheliums.
L’appereil parietal, protecteur ou monteur. Le role de la coordination
IV. Pisces für 1902, 61
biologique. Archiv. Zool. Exper. Bd. 9. p. 371—715. 6 Abb. Taf. 15
—2.
Amphioxus, Cirren und Epithel.
Waite, E. R. (1). Studies in Australian Sharks. No.2. Records
of the Australian Museum Sidney Bd. 4, p. 175—178, fig.
Galeus antareticus Günther. Embryonen mit Dottersack.
— (2). Notes on Fishes from Western Australia. No.2. Records
of the Australian Museum 4. p. 179—194, fig., Taf. 27—31.
Pseudolabrus ruber Cast.; Thalassoma ancitense Gthr.; Coris
auricularis C. u. V.; Sillago bassensis C. u. V.; Cichlops lineatus Cast. ;
Hypoplectrodes armatus Cast.; Apogon rueppelli Gthr.; Hypnarce
n.n. für Hypnos A. Dum. nec Hübner; Velasio Gray ist ein Jugend-
stadıum von Geofria; Velasio stenostomus Ogilby.
— (3). New Records or recurrences of rare Fishes from Eastern
Australia. Das. p. 263—273, pls. 41—43.
Valenciennia longipinnis Benn.; Harpe vulpina Richards. ; Tetra-
gonurus cuvieri Risso; Prototroctes maraena Gthr.; Selache maxima
Gunn.
— (4). Skeleton of Luvarus imperialis Rafinesque. Das. p. 292
— 297, fig.; Taf. 45 u. 46. |
Skelet und systematische Verwandtschaft.
Warren, E. On the teeth of Petromyzon and Myxine. Quarterly
Journal of Microscopical Sciences 45, p. 631—636, Tafel 34.
Myxine glutinosa, Petromyzon marinus. Die Zahnpulpa ist epi-
thelialer Natur. Entstehung des Hornzahnes durch Verhornung
großer Oberflächenzellen. Die Hornzähne sind Hartgebilde der Haut,
welche den Detinzähnen vorausgingen.
Weber, M. Siboga Expeditie. — Introduction et description de
V’Expedition. Leiden, 1902, 4to, 159 p., fig.
Histiopterus orientalis C.u. V. Schwimmkraft. Photoblepharon
n.g. (für Sparus) palpebratus Bodd.
Wellburn, E. D. (1). On the Fish Fauna of the Penleside lime-
stones. Proceedings of the Yorksh. geological Society (2) 14, p. 465
—473.
Marsdenius n. g. (Diplacanthidae) summiti n. sp.; M. acuta n. sp.
— (2). On the genus Coelacanthus as found in the Yorkshire
Coal Measures, with a restoration of the Fish. Breceedings of the
Yorkshire geological Society p. 474482, fig.
Coelacanthus kindi n. sp.
Wilcox, W. A. (). Notes on the Fisheries of the pacific coast in
1899. Report of the United States Commission of Fish and Fisheries
XXVII p. 503—657.
Fischereiverhältnisse. Statistik.
— (2). The Fisheries and Fish. Trade of Porto Rico. Bulletin
of the United States Fish Commission XX. Teil 1. p. 27—48.
Fischereiverhältnisse.
Willey, A. Amphioxus. Eneyclopaedia PBritannica 25, p. 384
—387, fig.
62 IV. Pisees für 1902.
Allgemeine Schilderung der Organisation an der Hand der Literatur.
Williams, S. R. Canges accompanying the migration of the eye
and observations on the tractus opticus and teetum opticum in Pseudo-
pleuronectes americanus. Bull. Mus. Harvard 40, p. 1-57, pls. 1—5.
Pseudopleuronectes americanus, Pleuronectes, Bothus. Ver-
änderungen des Auges bei der Wanderung. Traktus opticus und Tectum
opticum. Rasche Resorption des Supraorbitalknorpels, Wachstum
des Gesichtsknorpels; drei Viertel der ganzen Wanderung wird binnen
drei Tagen vollführt. Der Nervus und Lobeus olfactorius der Augen-
seite ist größer als jener der anderen Seite.
Williamson, H. €. A comparison between the Cod (Gadus collarias
Linn.), the Saithe (G. virens Linn.), and the Lythe (G. pollachius Linn.)
in respect to certain external and osteological characters. Rep. Fish.
Board Scotland 20, Pt. 3, p. 228—287, pls. 4—11.
Morphologie und Osteologie.
Wittich, &. Neue Fische aus den mitteloligocänen Meeressanden
des Mainzer Beckens. Notizbl. Ver. geol. Landesanst. Darmstadt (4)
21, p. 19—29, pl. 3.
Chrysophrys schoppiü n. sp.; Pagrus lepsii n. sp.
Woods, Fr. A. Origin and Migration of the germ-cells in Acanthias.
Amer. Journ. Anat. 3. p. 307—320. 14 Figg.
Die Geschlechtszellen liegen schon im Entoderm oder im Dotter,
bevor sich das Mesoderm gebildet hat. Sie wandern in die Region der
Geschlechtsdrüsen. Sie entstehen nicht aus den Geweben der Eltern,
sondern diese sind nur die Träger der Geschlechtszellen.
Wocdward, A. S. (1). The Fossil Fishes of the English Chalk.
1. Palaeontogr. Soc. 1902, p. 1—56, fig., pls. 1—13.
Berycopsis major n.sp.; Hoplopteryx simus n. sp.; Homonotus
rotundus n.sp.; Trachichthyoides n.g. (nahe Trachichthys) ornatus
n. sp.; Sardinoides illustrans n. sp.
— (2). Notes on some Upper Devonian Fish-Remains discovered
by Prof. A. G. Nathorst in East Greenland. Bihang til K. Svenska
Vetenskaps Akademiens Handlingar 26, 4, No. 10, 1901, 10p., 1 pl
Holoptychius nobilissimus Ag.; Asterolepis incisa n. sp.
— (3). On Atherstonia australis and Ctenolates avus two new
species of fossil Fishes from New South Wales. Record of the Geological
Survey N. 8. Wales 7, pt. 2, p. 89—91, pl. 24.
Ctenolatus avus n.sp.; Atherstonia australis n. sp.
— (4). Preliminary Note on a Carboniferous Fish Fauna from
Victoria, Australia. The Geological Magazine (4) 9, p. 471—473.
In Britannien ist eine bestimmte Folge der Fische aus dem Devon
und der Kohlenformation nachgewiesen und damiteine Überein-
stimmung mit den Verhältnissen auf dem Festland. Rytidaspis murray,
Pteraspis mansfieldensis, Cheirolepis, Glyptolepis, Gyracanthus, Sa-
genodus, Elonichthys.
— (5). On a cornu of Cephalaspis carteri from the Lower Devonian
of Looe. Transactions of the geological Society of Cornwall 12, p. 431
—433.
IV. Pisces für 1902. 63
Cephalaspis carteri Me Coy.
— (6). On a Amioid Fish (Megalurus Mawsoni n. sp.) from the
Cretaceous of Bahia, Brazil. Annals and Magazine of natural History
(7) 9. p. 87—89. 1 Tafel.
Megalurus Mawsoni n. sp.
Yabe, H. Notes on some Sharks’ teeth from the Mesozoie for-
mation of Japan. Journal of the Geological Society Tokyo 9, p. 1—6,
fig.
; Zacharias, 0. Über die natürliche Nahrung einiger Süßwasser-
nische. Forschungsberichte Biolog. Station Plön IV p. 62—69.
Zeynek, Rich. v. Über den blauen Farbstoff aus den Flossen
des Crenilabrus pavo. Zeitschr. f. Physik. Chemie Bd. 36. p. 568—574.
Ziegler, H. E. Lehrbuch der vergleichenden Entwicklungsgeschichte
der niederen Wirbeitiere, in systematischer Reihenfolge und mit
Berücksichtigung der experimentellen Embryologie bearbeitet. Jena,
1902, 8vo, 12 + 366 p., fig., 1 Tafel.
Zietz, A.H.C. List of the edible Fish of the Lower Murray.
Transactions of the Royal Society South Australia 26, p. 265—267.
Zittel, K. A. von. Text-book of Paleontology. Translated and
edited by 0. R. Eastman. Vol.2. London u. New York, 1902, 8vo,
8-+283 p., fig.
Zograf, N. von. Einiges über die systematische Stellung und die
Lebensweise des Comephorus baikalensis Pall. Verh. V. Int. Zool. Congr.
p. 592—595.
Comephorus bewohnt die tiefste Stelle des Baikalsees (700 m).
Merkmale des Tiefseefisches; nur Weibchen sind bekannt. Ovarien.
Vivipar. Gebärzeit von Ende August bis Anfang November. Stellung
im System. Comephorus ist ein wahrer der Tiefsee angepaßter Cottide.
Zolotnitsky, N. (1). Les moeurs du Girardinus decemmaculatus,
Poisson vivipare. Archiv Zool. Experim. (3). T. 9. Notes p. 65—71. Fig.
Die verlängerten Abdominalflossen bilden zusammengelegt ein
Kopulationsorgan. Dasselbe entsteht postembryonal in 3—5 Monat.
Parthenogenesis bei Weibchen.
— (2). Les Poissons distinguent-ils les couleurs? Physiologiste
Russe Moscou. Vol. 4. p. 277—280.
II. Übersicht nach dem Stoff.
Entwicklung.
Beard (1—4): Keimzellen, Raja, Pristiurus, Petromyzon. — Boeke (14):
Kupffersche Blase, Amphioxus. — (5): Muraenoiden. — Berliner: Riech-
werkzeuge, Selachier. — Broman: Spermien, Mustelus. — Bühler: Eifollikel,
Degeneration, Petromyzon, Myxine. — Budgett (1): Polypterus. — Dean (1):
Cestracion. — Derjugin: Lophius. — Dohrn: Torpedo, Nerven, Hirn. — Edge-
worth: Kopfmuskeln, Acanthias. — WEyeleshymer: Histogenese, Muskeln,
Petromyzon, Squalius, Amia. — Goeppert. — Gregory: Kopf, Mesoderm, Trutta,
Salmo, Esox. — Joseph: Histogenese, Peribranchialrohr, Amphioxus., —
64 IV. Pisces für 1902.
Huot: Lophobranchii. — Kolster: Petromyzon, Nervenzellen. — Koltzow :
Kopf, Petromyzon. — Kopsch (1): Dottersackentoblast. — (2) Künstl. Befruch-
tung, Cristiceps. — Lamb: Augenmuskeln, Acanthias. — Lubosch: Ei, Petro-
myzon. — Mazza: Lebias, Gasterosteus. — Meinertz: Histogenese, farblose
Blutzellen. — Morgan: Regeneration. — Nordquist: Befruchtung, Cottus. —
Regaud: Knochen. — Reibisch: Eier. — Retzius: Spermien, Acanthias. —
Ruge: Skelet, Spinax. — Sabrazes u. Muratet: Histogenese, Blut, Hippocampus.
— Severtzoff: Ceratodus. — Sehmitt: Keimscheibe, Doppelbildung, Trutta. —
Stephan (1): Keimbläschen, Serranus, Sargus, Smaris. — (3, 4): Spermato-
gonien, Seyllium. — (%): Hoden. — $Swaen u. Bracht: Keimblätter, Trutta, Leu-
eiscus, Exocoetus. — Vialleton (1): Muskeln, Trutta. — Waite: Dottersack, Galeus.
— Zolotnitzky: Kopulationsorgan, Girardus. b
Anatomie, Histologie und Morphologie.
Bryne: Haut, Zeus. — Catois: Gehirn. — Dean (1): Brustflosse, Cladodus.
— (2): Flossen, Heterodontus. — (4): Muskelfibrillen. — Dohrn: Oceipital-
region, Torpedo. — Froriep: Torpedo. — Galasso: Gaumenschleimhaut. —
Giacomini (2): Suprarenalkapsel, Teleostei. — Howes: Flossen. — Jaquet (1):
Mißbildung, Kopf, Karpfen. — (2): Verdauungskanal. — Helbing: Laemargus,
Anatomie. — Koltzoff: Petromyzon planeri. — Meintosh: Färbung, Pleuro-
nectes. — Menel: Elektrische Loben, Torpedo. — Pelegrin (1): Dicerobatis. —
(6): Teilung der Wirbelsäule. — Renaud: Knochen. — Rohen: Psamosteidae.
— Schreiner: Amia, Lepidosteus. — Sabrazes u. Muratet: Blut, Hippocampus.
— Segre: Tinca. — Sobotia: Gefäße, Salmoniden. — Starks: Hemibranchii,
Osteologie. — Stephan (8): Genitalzellen, Epithelzellen, Sargus, Serranus. —
Williamson : Gadus.
Phylogenie.
Boulenger (27): Amphistiidae, Pleuronectidae. — Budgett: Polypterus. —
Gaskell: Ammocoetes. — Jaeckel (4): Chimaera. — Koltzoff: Petromyzon. —
Platten (1): Cephalaspis, Pterichthys. — Swinnerton: Elasmobranchii u. Teleo-
stomi. — Thilo (2): Scholle.
Haut.
Alcock : Farbwechsel. — Briot: Gift, Trachinus. — Byrne (3): Hautknochen,
Zeus faber. — Eigenmann u. Kennedey: Leptocephalus, Zeichnung. — Jen-
kins: Schuppen, Clupea. — Kerr: Lepidosiren. — Vaillant (1): Schuppen. —
Vignon : Epithel.
Muskeln, Bänder, Gelenke.
Cavaliö: Nervenendigung im Muskel. — Dean (4): Hai, Hetero-
dontus, Chladoselache. — Edgeworih: Kopfmuskeln, Scyllium. — Favaro (1,2):
Seitenmuskel. — Lamb: Acanthias, Augenmuskeln. — Shaper: Acanthias (Nec-
turus). — Veratti: Hippocampus.
Skelet.
Budgett (1): Polypterus. — Boulenger (2): Euchilichthys. — Paul: Flossen.
— Ruge: Spinax. — Sehreiner : ÖOceipitalregion, Amia, Lepidosteus. — Severt-
IV. Pisces für 1902, 65
zoff: Schädel, Visceralskelet, Ceratodus. — Starks: Antigonia. — Supino: Ma-
erourus. — Swinnerten: Schädel. — Waite: (4) Luvarus.
Nervensystem.
Allgemeines, Gehirn, Rückenmark.
Cavali6: Nervenendigung, Torpedo. — Boeke (1,3): Hirn und Rücken-
mark, Infundibulum, Kupffersches Organ. — Burckhard: Selachii. — Greene:
Bdellostoma. — Huot. — Johnston (2): Epiphyse, Petromyzon. — (3): Cra-
nialnerven. — Kolster: Petromyzon. — Menel: Torpedo. — Romano: Torpedo,
Raja. — Ressi: Hypophyse. — Schacherl: Plagiostomi. — Solger: Torpedo.
Periphere Nerven, Sympathieus.
Bottazzi: Viscerale Nerven, Selachii. — Coggi: Seitenorgan, Torpedo. —
Diamare: Elasmobranchii. — Kerr (4): Lepidosiren. — Lagros: Amphioxus.
Sehwerkzeuge.
Alcock, Huott, Kerr (4), Patten (#). — Williams: Nervus opticus, Pleuro-
nectidae. — Cunningham (1): Wanderung. — Eigemann (5): Amblyopsis.
Hörwerkzeuge.
Gaskell: Ammocoetes. — Hyet: Lophobranchii. — Kerr (2): Lepidosiren.
— Krause: Seefische.
Riechwerkzeuge.
Berliner: Entwicklung, Selachier. — Jenkins: Otholithen.
Schmeck werkzeuge.
Huot: Lophobranchier.
Hautsinnesorgane.
Beckwith: Amia. — Coggi: Torpedo. — Huott: Lophobranchier. — Leydig :
Anguilla, Leucaspius, Salmo. — Nachtrieb: Polyodon.
Leuchtorgane.
Leydig: Selachier. — Weber: Photoblepharon, Heterophthalmus.
Elekirisches ®rgan.
Menel: Histologie, Torpedo. — Romano: Elektrische Nervenzentren,
Histogenese, Torpedo, Raja. — Solger: Ganglienzellen.
Darmkanal.
Barton: Darm, Salmoniden. — Goeppert. — Huot (2): Gyrinocheilus. —
Jaquet (2): Silurus, Anatomie, Histologie. — Laguesse : Pancreas, Galeus. —
Neuville: Chimaera.. — Piper: Darmdrüsen, Amia. — Vaillant (2): Gyrino-
cheilus.
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (1V.)
a
66 IV. Pisces für 1902.
Mund, Pharynx, Kiemenspalten.
Aleock: Bezahnung. — Beard (3): Thymus. — Couvreur: Torpedo. —
De Alessandri: Zähne, Lauma. — Huot. — Kerr (2): Lepidosiren. — Leriche
(3): Pyenodus, Gyrodus. — Moroif: Kiemen, Knochenfische. — Prymak: Thy-
mus. — Reese: Schilddrüse, Petromyzon. — Steinhard. — Studnicka: Mund-
epithel, Chimaera, — Vaillant (2). — Warren: Zähne, Petromyzon, Myxine.
Pneumatische Anhänge des Darmes.
Goeppert, Huot, Piper.
Gefäßsystem und Leibeshöhle.
Derjugin: Lophius. — Gregory: Endocard. — Huot: Lophobranchii. —
Legros: Amphioxus. — Marceau: Herz. — Piper: Amia. — Sobotta: Salmo-
nidae. — Vialleton: Lymphsystem, Torpedo.
Harn- und Geschlechtsorgane.
Budgett (1): Polypterus. — Bühler: Ovarium, Petromyzon, Myxine. —
Ganfini: Mugil. — Giacomini (1,2): Suprarenalkörper, Petromyzon, Ammo-
coetes. — Goodrich: Amphioxus. — Greynfelit (1—5): Niere, Selachier. —
Guitel: Niere, Lepadogaster. — Kerr: Lepidosiren, Protopterus. — Huott. —
Grlandi: Hermaphroditismus, Mugil. — Policard: Hoden, Raja. — Prenant:
Harnblase. — Regaud u. Policard (1,2): Niere. — Roule: Hermaphroditismus.
— Southwell: Hermaphroditismus, Clupea. — Stephan (4): Hermaphroditismus,
Smaris, Sargus. — (3,4): Hoden. Entwicklung. — (5): Geschlechtsorgane, Sargus.
— Woods, Zolotnitsky (1): Kopulationsorgan, Girardus.
Stoffwechsel, Physiologie.
Aleock : Giftig, Ernährung der Jungen. — Briet (1,2): Fischgift, Trachinus.
— Bottazi: Elasmobranchier, Blut, Pepton. — Couvreur: Respiration, Torpedo.
— Fulton (2): Wachstum. — €Coutiere: Gift, Muraena. — Galasso: Gift, Mu-
raena. — Greene: Herz. Polistotrema. — Me Intesh : Abnorme Färbung, Pleuro-
nectes. — Prenant: Harnblase, Esox. — Zeynek: Farbstoff, Crenilabrus.
Sekundäre Geschlechtscharaktere.
Barret u. Hamilton: Salmoniden, Hochzeitskleid.
Judendformen.
Aleock : Ernährung. — Beulenger (8): Polypterus. — Brauer (3): Stylo-
phthalmus, Larven. — Bahl: Salmo. — Dendy u. Oliver: Petromyzon. —
Eigenmann u. Kennedy: Leptocephalus. — Waite (2): Velasia.
System.
Boulenger (27): Pleuronectiden. — Eastman: Peripristis. — Hay: Peresoces,
Haplomi. — Melbing: Laemargus. — Huet: Lophobranchii. — Regan (3):
IV. Pisces für 1902. 67
Plectognathi. — Plate: Petromyzon. — Swinnerten: Zanclidae, Acronuridae.
— Waite (4): Luvarus.
Lebensweise.
Aleock: Lautäußerungen. — Arnold (1, 2): Nahrung. — Bird: Farbwechsel.
— Böttger: Brutpflege. — Bund: Wanderung. — Colderwoeä: Salmo salar. —
Cunningham (2): Belone vulgaris. — Gurley: Temperatur, Laichen. — Harvie-
Brown: Salmo salar. — Heynemann. — Hoffivpauer: Wachstum. — Jenkins:
Clupea. — Kendall: Menidia. — Kupzis: Vergiftung. — Petersen: Gadidae.
— Reibisch: Temperatureinfluß. — Smith (2): Ophiocephalus. — Weber:
Histiopterus, Schwimmkraft. — Zacharias: Nahrung. — Zilotnitsky (1): Gi-
rardus, vivipar.
Fischerei, Fischzucht.
Albert: Salmoniden, Einbürgerung. — Brown. — Sage: Sport. — Town-
send, Schmitt u. Harrie: Sport. — Calderwood: Zeichnen der Salmoniden. —
Jenkins: Altersbestimmung.
Geschichte.
Günther :
il. Faunistik.
Antarktische Meere.
Boulenger (1, 6, 8).
Arktische Meere.
Jensen.
Europa.
Mitteleuropa: Bade: Süßwasserfische.
Atlantischer Ozean: Brauer (B).
Deutschland: Eckstein.
Großbritannien: Gordon. — Dunse. — Traguair (3). — Firtn of Forth:
Pearcey. — Halifax: Piekles. — Hebriden: Sim (1). — Hertfordshire: Boulenger (?).
— Irische See: Herdman u. Dawsen. — Lea: Saunders. — Northamptonshire:
Boulenger (7). — Schottland: Fulton, Calderwood. — Surrey: Boulenger (6).
Frankreich: Adour: $t. Paul. — Salon: Mocquard.
Belgien: Destinez.
Portugal: Vieira.
Spanien: Mittelmeer: Oden de Buen.
Norwegen: Collet, Dahl.
Schweden: Lönnberg (2).
Ostsee: Schiemenz.
Ungarn: v. Deseö.
Dalmatien: Kolembatovie.
Adria: Katurie.
Kroatien: Medie.
Italien: Catania: Tuttolomondo.
Korsika: Roule.
68 IV. Pisces für 1902.
Asien.
Arabien: Steindachner.
Borneo: Vaillant (3).
Chagosinseln: Brauer (3).
Formosa: Jordan u. Evermann (3).
Japan: Jordan u. Fowler (2,5, 6), Jordan u. Sindo (f,%), Jordan u. Sny-
der (1,3, 4, 6), Jordan u. Starks.
Indischer Ozean: Alcock 1902, Brauer (3).
Oman: Boulenger (31).
Philippinen: $mith (2).
Socotra: Steindachner (}).
Sumatra: Brauer (3).
Stiller Ozean: Steindachner (1).
Afrika.
Abessynien: Boulenger (29).
Congo: Boulenger (2, 9, 10, 32), Pellegrin (5).
Französisch Congo: Pelegrin (2).
Golfvon Guinea: Brauer (3).
Kenya: Boulenger (12).
Marokko: Günther (2).
Mashonaland: Boulenger (ll).
Nyassa-See: Boulenger (23).
Otavi: Hilgendorf.
Südafrika: Gilchrist (1,2, 3).
Tanganyka-See: Moore.
Uganda: Boulenger (3).
Weißer Nil: Boulenger (25).
Zanzibar: Brauer (3).
Amerika.
3ordan u. Evermann (l).
Brasilien: Pelegrin.
Chautauqua-See, New York: Evermann u. Goldsboroueh (1).
Chili: Philippi, Albert.
Florida: Turner-Turner, Bean (}).
Große Seen: Evermann (2).
Long Island: Bean (1).
Mexiko: Meek (l). — Evermann u. Goldsberough (2).
Ohio: Evermann.
Ontario: Evermann u. Kendall (l).
Porto Rico: Evermann u. Marsh.
Severn-Strom: Bund.
Zentralamerika, Guatemala: Vailland u. Pelegrin.
Australien und Polynesien.
Australien: Waite (1, 3).
Lower Murray: Zieiz.
IV. Pisces fur 1902. 69
Neu Seeland: Hector (1,2).
Stiller Ozean: Steindachner (I).
Palaeontologie.
Zittel, Eastmann, Alessandrie.
Belgien, Eocän: Leriche.
Belly River Series, Kreide: Bambe.
Boulognesur mer, Jura: Sauvage (2).
England, Kalk: Woodward (1).
Fumel (Lot-et-Garonne) Kimeridge: Sauvage (1).
Illinois, Kreide : Eastmann (3).
Mazon Creek, Kohle: Eastmann (3).
Mainzer Becken, Oligozen: Wittich.
Neu-Seeland: Hamilton.
Nord-Amerika: Hay(l).
Nordfrankreich, Kreide: Leriche (5).
Pariser Becken, Kreide, Eocen: Leriche (2).
Reims, Eocen: Priem (l).
Rußland: Devon: Rehon.
Sicilien: Salinas.
St. Louis, Kohle: Eastmann (2).
Vietoria (Australien), Kohle: Woodward (4).
Yorkshire, Kohle: Weliburn (2).
IV. Systematik: Übersicht der Nova.
Teleostei.
Plectognathi.
Rudarius n. g. erodes n. sp. Jordan u. Fowler (2).
Brachaluteres ulvarum n. sp. Jordan u. Fowler (2).
Tetrodon pinguis n. sp. Vaillant (4). — T. miurus n. sp. Boulenger (2).
Pediculati.
Lophiomus litulon n. sp. Jordan u. Sindo (1).
Dolopicehthys niger n. sp. Brauer (2).
Acerathias n. g. macrorhinus n. sp. Brauer (2). — indicus n. sp. Brauer (2). —
mollis n.sp. Brauer (2).
Gigantactis n. g. vanhoeffeni n. sp. Brauer (2).
Coelophrys n. g. brevicaudata n. sp. Brauer (2).
Antennarius seriptissimus n. sp. Jordan u. Sindo (2). — sanguifluus n. sp. Jordan
u. Sindo (2). — noxn. sp. Jordan u. Sindo (2).
Malthopsis tiarella n. sp. Jordan u. Sindo (2).
Halientichthys smithü n. sp. Evermann u. Marsh.
Opisthomi.
Mastacembelus goro n. sp. Boulenger (2).
70 IV. Pisces für 1902.
Acanthopterygii.
Ophidiidae.
Otophidium asiro n. sp. Jordan u. Fowler (2).
Podatelidae.
Podateles n.n. = Ateleopus Schleg. Boulezger (29).
Congrogadidae.
Hierichthys n. g. eneryptes n.sp. Jordan u. Fowler (6).
Zoarcidae.
Lycenchelys poecilimon n. sp. $erdan u. Fowler (6).
Bothrocara zesta n.sp. Jordan u Fowler (6).
Lycodes similis n.sp. Jensen, eudipleurostietus n. sp. Jensen, microcephalus
n.sp. Jensen, atlanticus n.. sp. Jensen, platyrhinus n. sp. Jensen, celatus
n.sp. $ensen, spitzbergensis n. sp. Jensen, agnostus n.sp. Jensen, ingol-
fianus n. sp. Jensen, flagellicauda n. sp. Jensen, ophidium n. sp. Jensen.
Brotula formosae n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Porogadus guentheri n. sp. Jordan u. Fowler (6).
Batrachidae.
Batrachoides goldmani n. sp. Evermann u. Goldsborough (2).
Blenniidae.
Tripterygium etheostoma n. sp. Jordan u. Snyder (6), bapturum n.sp. Jordan
u. Snyder (6).
Zacalles n. g. (nahe bei Lepisoma) bryope n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Blennius yatabei n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Emblemaria pandionis n.sp. Evermann u. Marsh (6).
Petroscirtes elatus n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Aspidontus trossulus n.sp. Jordan u. Snyder (6), dasson n.sp. Sordan u.
Snyder (6).
Scartichthys enosimae n.sp. Jordan u. Snyder (6), stellifer n.sp. Jordan u.
Snyder (6).
Salarias namiyein.sp. Jordan u. Evermann (5), simonyin.sp. Steindachner (2).
Eulophias n. g. tanneri n. sp. Smith (1).
Auchenopterus aysoni n. sp. Heecter (1).
Azuma n.g. emmnion n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Bryostemma otohime n. sp. Jordan u. Snyder (6), saitone n. sp. Jordan u. Sny-
der (6), tarsodes n. sp. Jordan u. Snyder (6), ? decoratum n.sp. Jordan
u. Snyder (6). ?
Bryolophus n. g. lysimus n. sp. Jordan u. Snyder ?? (6).
Alectrias benjamini n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Neozoarces steidnachneri n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Zoarchias n. g. veneficus n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Opisthocentrus zonope n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Abryois n. g. azumae n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Ernogrammus epallax n. sp. Jordan u. Snyder (6).
IV. Pisces für 1902. zal
Stichaeus nozawae n,sp. Jordan u. Snyder (6).
Lumpenus fowleri n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Gobiesocidae.
Aspasma n. g. (= Lepadogaster) minimus Döderl. Jordan u. Fowler (3), ciconiae
n.sp. Jordan u. Fowler (3).
Uranoscopidae.
Ariscopus n. g. iburius n.sp. Jordan u. Snyder (2).
Notothenüdae.
Trematomus n.g. Boulenger (1), newnesi n. sp. Boulenger (#), borchgrevinki
n.sp. Boulenger (1), hansoni n.sp. Boulenger (1), bernachii n.sp. Bou-
lenger (1).
Notothenia nicolai n.sp. Boulenger (1), colbecki n.sp. Boulenger (1).
Gymnodraco n.g. acuticeps n. sp. Boulenger (1).
Parachaenichthys n.g. (= Chaenichthys) georgianus Fischer, Boulenger (1).
Leptoscopidae.
Pereis schauinslandi n. sp. Steindachner (1).
Parapercis ommatura n. sp. Jordan u. Snyder (2).
Bleckeria mitsukurii n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Pteropsaron n. g. evolans n. sp. Jordan u. Snyder (2), verecundum n. sp. Jordan
u. Snyder (2).
Pleuragramma n. g. antareticum n. sp. Boulenger (1).
Triglidae.
Trigla kumoides n. sp. Steindachner (1).
Cyclopteridae.
Lethotremus arvae n.sp. Jordan u. Snyder (1).
Crystallias n. g. matsushimae n. sp. Jordan u. Snyder (1).
Paraliparis australis n. sp. Gilehrist (2).
Cottidae.
Cottunculus subspinosus n. sp. Jensen.
Scorpaenidae.
Scorpaena albifimbria n.sp. Evermann u. Marsh, bergii n.sp. Evermann
u. Marsh.
Pontinus beanorum n.sp. Evermann u. Marsh.
Choridaetylodes n. g. natalensis n. sp. 6Gilchrist (2).
Pterois barberi n. sp. Steindachner (1).
Gobiidae.
Gobius parvus n.sp. Meek (1). claytoni n.sp. Meek (1), sternbergi n. sp.
Smith (2).
Mistichthys n. g. luzonensis n. sp. Smith (3).
Aboma snyderi n.sp. Jordan u. Fowler (3).
72 IV. Pisces für 1902.
Pleuronectidae.
Paralichthodes n. g. (Paralichthys) algoensis n. sp. Gilchrist (2).
Citharichthys arenaceus n. sp. Evermann u. Marsh.
Solea (Pegusa) capensis n. sp. Gilchrist (2).
Cynoglossus diplosios n. sp. Jordan u. Evermann (3), pottiin. sp. Steindachner (3)
Zeidae.
Cyttopsis itea n.sp. Jordan u. Fowler (4).
Scaridae.
Pseudoscarus arabicus n. sp. Steindachner (2).
Labridae.
Pseudolabrus cossyphoides n. sp. Steindachner (1).
Phyllodus gaudryi n. sp. (foss.) Priem.
Nummoplates vaillanti n. sp. (foss.) Priem, paucidens n.sp. (foss.) Priem.
Chaerops nyctemblema n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Verreo n. g. (Cossyphus) oxycephalus Blkr. Jordan u. Snyder (4).
Hemipteronotus verrens n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Stethojulis psacas n. sp. Jordan u. Snyder (4), terina n. sp. Jordan u. Snyder (4),
trossula n. sp. Jordan u. Snyder (4).
Halichoerus tremebundus n. sp. Jordan u. Snyder (4).
Novacula (Iniistius) nigra n. sp. Steindachner (1).
Coris argenteostriata n. sp. Steindachner (I). schauinslandi n. sp. Stein-
dachner (tl).
Pomacentridae.
Heliastes ovalis n. sp. Steindachner (1).
Cichlidae.
Nectroplus bocourti n. sp. Vaillant u. Pellegrin.
Heros heterodontus n. sp. Vaillant u. Pelegrin, spinosissimus n. sp. Vaillant
und Pelegrin, mento n.sp. Vaillant u. Pelegrin.
Cichlasoma teapae n. sp., Evermann u. Goldsborough (2), eigenmanni n. sp.
Meek (1).
Acara geayin.sp. Pellegrin (4).
Paratilapia luebberti n. sp. Hilgendorf, dorsalis n. sp. Pellegrin (5), nototaenia
n.sp. Boulenger (23), wingatii n.sp. Boulenger (25).
Cyrtocara n. g. moorii n. sp. Boulenger (23).
Pelmatochromis taeniatus n. sp. Bouienger (2), pelegrini n. sp. Boulenger (7a).
Pseudoplesiops squamiceps n. sp. Boulenger (10).
Tilapia stormsi n. sp. Boulenger (10).
Hemitilapia n. g. oxyrhynchus n. sp. Boulenger (23).
Petrochromis n. g. nyassae n. sp. Boulenger (23).
Chilochromis n. g. duponti n. sp. Boulenger (9).
Chaetodontidae.
Chaetodon daedalma n. sp. Jordan u. Fowler (4).
Coradion desmotes n. sp. Jordan u. Fowler (4).
Holacanthus ronin n. sp. Jordan u. Fowler (4).
IV. Pisces für 1902.
Caproidae.
Antigonia steindachneri n. sp. Jordan u. Fowler (4).
Mullidae.
Mulloides pflügeri n. sp. Steindachner (1).
Sparidae.
Nemipterus matsubarae n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Chrysophrys schoppii n. sp. (foss.) Wittich.
Pagrus lepsii n. sp. (foss.) Wittich.
Pristipomatidae.
Pleetorhynchus ocyurus n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Haplodactylidae.
Haplodactylus schauinslandi n. sp. Steindachner (1).
Gerridae.
Gerres socotranus n. sp. Steindachner (2).
Sciaenidae.
Sciaena heinii n.sp. Steindachner (2).
Sillaginidae.
Sillago aeolus n.sp. Jerdan u. Evermann (3).
Pseudochromididae.
Gnathypops hopkinsi n.sp. Jordan u. Snyder (2), evermanni n. sp.
u. Snyder (2).
Stalix n. g. histrio n. sp. Jordan u. Snyder (2).
Anomalopidae.
Photoblepharon n. g. (Sparus) palpebratus Bodd. Weber.
Serranidae.
Ctenolates avus n. sp. (foss.) Weodward (3).
Myeteroperca bowersi n.sp. Evermann u. Marsh.
Neomaenis megalophthalmus n. sp. Evermann u. Marsh.
Apogon sellicauda n.sp. Evermann u. Marsh.
Centrarchidae.
Lepomis oceidentalis n.sp. Meek (1).
Pempheridae.
Pempheris nycterentes n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Berycidae.
Berycopsis major n. sp. (foss.) Woodward (1).
73
Jordan
Hoplopterix simus n. sp. (foss.) Woodward (1), brevis n.sp. (foss.) Fritsch u.
Bayer.
74 IV. Pisces für 1902.
Homonotus rotundus n. sp. (foss.) Woodward (1).
Gephyroberyx n. g. Johnson Boulenger (16).
Trachichthyoides n. g. (Trachichthys) ornatus n. sp. Woodward (1).
Paratrachichthys prosthemius n. sp. Jordan u. Fowler (%).
Holocentrus ittodai n. sp. Jordan u. Fowler (7).
Beanae n.g. (Myripristis) trivittata n. sp. Steindachner (2).
Anacanthini.
Gadidae.
Melanonosoma n. g. nahe (Melanonus Gthr.) acutecaudatum n. sp. Gilchrist (2).
Tripterophyeis n. g. gilchristi n. sp. Boulenger (19).
Anabantidae.
Anabas pelegrini n. sp., oxyrhynchus n. sp. Boulenger (2).
Ophiocephalidae.
Ophiocephalus tadianus n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Channa formosana n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Stromateidae.
Psenes edwardsii n. sp. Eigenmann (1).
Centrolophus corcyrensis n. sp. Kolombatovic.
Atherinidae.
Atherina riqueti n. sp. Roule (3).
Menidia peninsulae atrimentis n. subsp. Kendall, beryllina cereas n. subsp.
Kendall.
Chirostoma attenuatum n.sp. Meek (1), labareae n.sp. Meek (1), patzcuaro
n.sp. Meek (1), zirahuen n. sp. Meek (1).
Melaniris n. g. (Chirostoma) balsanus n. sp. Meek (1).
Scombresocidae.
Hemirhaphus cotnog n. sp. Smith (2). pacificus n. sp. Steindachner (1).
Catosteomi.
Pygnosteus undecimalis n. sp. Jordan u. Starks.
Macrorhamphosus sagifue n. sp. Jordan u. Starks.
Aeoliscus n. g. (Amphisile) strigata Jordan u. Starks.
Mierophis ignoratus n. sp. Vaillant (4).
Haplomi.
Cyprinodontidae.
Fundulus oaxacae n. sp. Meek (1), gularis n. sp. Boulenger (?).
Zoogoneticus n.g. Meek (1). diazi n.sp. Meek (I), miniatus n.sp. Meek (1).
Chapalichthys n. g. encaustus Jordan u. Snyder, Meek (1).
Skiffia n. g. (Characodon) lermae n.sp. Meek (I), variegata n.sp. Meek (l).
Heterandria lutzi n. sp. Meck (1).
Xiphophorus jalapae n. sp. Meek (1).
IV. Pisces für 1902. 75
Orestias tirapatae n. sp. Boulenger (24).
Jenynsia pygogramma n.sp. Boulenger (24).
Scopelidae.
Scopelus (Myctophum) novaeseelandiae n. sp. Steindachner (1).
Dissomma n. g. anale n. sp. Brauer (3).
Sardinioides illustrans n. sp. (foss.) Woodward (1).
Tachynectes vinarensis n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
Galaxiidae.
Galaxias bollansi n. sp. Hutton (2).
Apodes.
Anguilla remifera n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Leptocephalus grassii n. sp., rexn. sp., amphioxus n. sp., caudomaculatus n. sp.,
latus n. sp. gillii n. sp. strommani n. sp., mucronatus n.sp., discus n. sp.,
gilberti n.sp. Eigenmann u. Kennedy.
Muraena laysana n.sp. Steindachner (1).
Lycodontis albimentis n. sp. Evermann u. Marsh.
Gymnothorax pescadoris n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Macropharynx n»g. longicaudatus n. sp. Brauer (3).
Ostariophysi.
Aspredinidae.
Bunocephalus doriae n. sp. Boulenger (1%).
Loricariidae.
Loricaria frenata n.sp. Boulenger (13), jubata n.sp. Boulenger (13).
Physostomi.
Siluridae.
Clarias platycephalus n. sp. Beulenger (2), amplexicauda n. sp. Boulenger (2).
Synodontis melanopterus n. sp. Boulenger (7a).
Allabenchelys n. g. longicauda n. sp. Boulenger (9).
Wallago miostoma n. sp. Vaillant (4). — nebulosus n. sp. Vaillant (4).
Ailia occidentalis n. sp. Pellegrin (?).
Parailia longifilis n. sp. Boulenger (2).
Pseudolais n. g. (Lais) tetranema n. sp. Vaillant (4).
Liocassis mahakamensis n.sp. Vaillant (4), macropterus n.sp. Vaillant (4).
Akysis armatus n. sp. Vaillant (4).
Acrochordonichthys pachyderma n. sp. Vaillant (4).
Bagrus orientalis n. sp. Boulenger (2), ubangensis n. sp. Boulenger (2).
Chrysichthys ornatus n. sp. Boulenger (2).
Rhamdia oaxacae n.sp. Meek (1).
Auchenoglanis ubangensis n. sp. Boulenger (2), punctatus n. sp. Boulenger (2),
pulcher n. sp. Boulenger (2).
76 IV. Pisces für 1902.
Anoplopterus Pfeff. (= Amphilius Gthr.) angustifrons n.sp. Boulenger (2),
brevis n.sp. Boulenger (2).
Leptoglanis n. g. xenognathus n. sp. Boulenger (2).
Conorhynchus nelsoni n. sp. Evermann u. Geldsborough (2).
Arius? lemoinei n. sp. (foss.) Priem (1).
Glyptosternum nieuwenhinsi n. sp. Vaillant (4).
Sosia n. g. (nahe Breitensteinia) chamaeleon) n. sp. Vaillant (4).
Synodontis multimaculatus n. sp. Boulenger (2), longirostris n. sp. Boulenger (?),
smiti n. sp. Boulenger (2).
Chiloglanis brevibarbis n. sp. Boulenger (12).
Euchilichthys royauxi n. sp. Boulenger (2).
Phractura ansorgii n. sp. Boulenger (%), lindica n. sp. Boulenger (10).
Paraphractura n. g. tenuicauda n. sp. Boulenger (2). i
Trachyglanis n.g. minutus n. sp. Boulenger (2).
Belonoglanis n.g. tenuis n. sp. Boulenger (2).
Cyprinidae.
Catostomus sonorensis n. sp. Meek (1), conchos n. sp. Meek (1).
Labeo greenii n.sp. Boulenger (2), parvus n.sp. Boulenger (2), lukulae n. sp.
Boulenger (9). darlingi n. sp. Boulenger (11).
Discognathus borneensis n. sp. Vaillant (4).
Capoeta waldoi n. sp. Boulenger (14), atlantica n. sp. Boulenger (14).
Pterocapoeta n. g. (Capoeta) maroccana Günther (2).
Barbus riggenbachi n. sp. Günther (2), brazzai n.sp. Pellegrin (?), miolepis
n. sp. Boulenger (2), caudovittatus n. sp. Boulenger (2), humeralis n. sp.
Boulenger (2), hindiin. sp. Boulenger (2), perplexicansn. sp. Boulenger (12),
labiatus n.sp. Boulenger (12), rhodesianus n. sp., Boulenger (11). —
bowkeri n. sp. Boulenger (18), gregorii n.sp. Boulenger (29), microtero-
lepis n.sp. Boulenger (29), macronema n.sp. Boulenger (29), rueppelli
Boulenger (29), harringtonin. sp. Boulenger (29), jarsinus n. Boulenger (29),
nigeriensis n. sp. Boulenger (9a). plagiostomus n. sp. Boulenger (29), platy-
stomus n.sp. Boulenger (29), kassamensis n. sp. Boulenger (29), brevi-
barbis n. sp. Boulenger (29), leptosoma n. sp. Boulenger (29), oreas n. sp.
Boulenger (29), duchesnin. sp. Boulenger (29), menton. sp. Boulenger (29),
hurensis n. sp. Boulenger (29), degeni n. sp. Boulenger (29), pleurogramma
n. sp. Boulenger (29), humilis n. sp. Boulenger (29), trispilopleura n. sp.
Boulenger (%9). — anchisporus n. sp. Vaillant (4).
Oreoleuciscus ignatowi n. sp. Nikolski,
Alganesa rubescens n. sp. Meek (I).
Gila minacea n.sp. Meek (1).
Aztecula mexicana n.sp. Meek (1).
Notropis santamariae n. sp. Evermann u. Goldsborough (2), lermoe n. sp. Ever-
mann u. Goldsborough (2). — robustus n. sp. Meek (1), santarosaliae n. sp.
Meek (1).
Evarra alahuacensis n. sp. Meek (1).
Acheilognathus mesembrinum n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Barilius longirostris n. sp. Boulenger (2), fasciolatus n. sp. Beulenger (2).
IV. Pisces für 1902. virf
Zaeco n.g. (= Opsariichthys) pachycephalus Gthr. Jordan u. Evermann (3),
evolans n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Homaloptera orthogoniata n. sp. Vaillant (4).
Parhomaloptera n. g. obscura n. sp. Vaillant (4).
Gyrinocheilus n.g. pustulosus n. sp. Vaillant (2).
Nemachilus obesus n. sp. Vaillant (4), euepipterus n. sp. Vaillant (4), abyssiniceus
n. sp. Boulenger (29).
Aperioptus megalomycter n.sp. Vaillant (4),
Acanthophthalmus anguillaris n. sp. Vaillant (4).
Lepidocephalichthys pallens n. sp. Vaillant (4).
Characinidae.
Alestes tholloni n. sp. Pellegrin (2).
Micralestes stormsi n. sp. Boulenger (10).
Loporinus silvestrii n. sp. Boulenger (1%).
Parodon gestri n. sp. Beulenger (1%).
Nannocharax brevis n. sp. Boulenger (2), taenia n.sp. Boulenger (2).
Citharidium n. g. ansorgii n. sp. Bouienger (15).
Curimatus nigrotaenia n. sp. Beulenger (18).
Malacopterygii.
Stromatiidae.
Cyelothone livida n. sp. Brauer (2), obscura n.sp. Brauer (2), pallida n. sp.
Brauer (2).
Triplophos n. g. elongatus n. sp. Brauer (2).
Astronesthes boulengeri n. sp. Gilchrist, indieus n. sp. Brauer (2), splendidus
n. sp. Brauer (3).
Bathylychnus n.g. cyaneus n. sp. Brauer (2).
Macrostomias n. g. longibarbatus n. sp. Brauer (2), melanops n.sp. Brauer
(2), valdiviae n.sp. Brauer (2).
Winteria n.g. telescopa n. sp. Brauer (l).
Alepocephalidae.
Bathytroctes longifilis n. sp. Brauer (2).
Dolichopteryx n. g. (für Aulostoma) longipes Vaill. Brauer (1), anascopa n. sp.
Brauer (l).
Salmonidae.
Argentina kagoshimae n. sp. Jordan u. Snyder (3).
Clupeidae.
Stolephorus lyolepis n. sp. Evermann u. Marsh.
Alosa ohiensis n. sp. Evermann (i).
Microthrissa n. g. royauxi n. sp. Boulenger (2), tunifrons n. sp. Boulenger (2).
Pristigaster dolloi n. sp. Boulenger (10).
Mormyridae.
Marcusenius weeksii n. sp. Boulenger (2), tunifrons n. sp. Boulenger (2).
Gnathonemus ibis n. sp. Beulenger (2), fuscusn. sp. Pellegrin (2).
78 IV. Pisces für 1902.
Elopidae.
Elopopsis smith-woodwardi n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
Parelops prazakii n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
Incertae sedis.
Stylophthalmus n. g. paradoxus n. sp. Brauer (2).
Gigantura n.g. chuni n. sp. Brauer (1).
Ganoidei.
Holostei.
Amia robusta n.sp. (foss.) Priem.
Hypsocormus combesi n. sp. (foss.) Sauvage (3).
Caturus woodwardi n. sp. (foss.) Sauvage (1).
Pyenodus munieri n. sp. (foss.) Priem (2), savini.n.sp. (foss.) Priem (2).
Mesodon combesi n. sp. (foss.) Sauvage (l), lingua n.sp. (foss.) Sauvage (1),
fourtani n. sp. (foss.) Sauvage (l).
Gyrodus oltis n. sp. (foss.) Sauvage (1), montmejai n.sp. (foss.) Sauvage (1).
Elonichthys perpennatus n. sp. (foss.) Eastmann (3).
Schizospondylus dubius n. sp. Fritsch u. Bayer.
Megalurus mawsoni n. sp. Woodward (16).
Chondtrostei.
Acipenser albertensis n. sp. (foss.) Lambe.
Incertae sedis.
Atherstonia australis n. sp. (foss.) Woodward (3).
Diphyodus n. g. longirostris n.sp. Lambe.
Crossopterygii.
Polypterus ornatipinnis n. sp. Boulenger (8).
Coelacanthus hindi n. sp. (foss.) Wellburn, exiguus n. sp. Eastmann (3).
OÖstracophori.
Asterolepis incisa n. sp. Woodward (2).
Holocephali.
Chimaera monstrosa n. var. australis Heetor (1).
Ischyodus bohemieus n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
Plagiostomi.
Carcharias aethiops n. sp. Philippi.
Alopeeias longimana n.sp. Philippi.
Seylliogaleus n. g. queketti n.sp. Boulenger (21).
Campyloprion n. g. annectans n. sp. (foss.) Eastmann (4).
Notidamus medinae n. sp. Philippi, wolniezkyi n. sp. Philippi.
Etmopterus lucifer n. sp. Jordan u. Snyder (5).
Deania eglantina n. sp. Jordan u. Snyder (5).
IV. Pisces für 1902. 79
Squatina gaudryi n. sp. (foss.) Priem.
Peripristidae n. f. Eastmann (5).
Astrape aysoni n.sp. Hamilton.
Hypnarce n.n. für Hypnos. Waite (2).
Raia magellanica n. sp. Philippi.
Myliobatis gemmellaroi n. sp. (foss.) Salinas, erctensis n.sp. (foss.) Salinas,
siculus n. sp. (foss.) Salinas.
Ptychodus carapetiae n. sp. (foss.) Salinas, catulloi nn. sp. (foss.) Salinas.
Acanthodii.
Acanthodes marshi n. sp. Eastmann (1), beecheri n.sp. Eastman (1).
Marsdenius n.g. (Diplacanthidae) summiti n.sp. Wellburn (I), acuta n.sp.
Wellburn (1).
Ichthyotomii.
Cladodus formosus n. sp. Hay (3).
Ganosteus tuberculatus n. sp. Rohon, stellatus n. sp. Rohon.
Ctenacanthus longinodosus n.sp. Eastmann (I), lucasi n.sp. Eastmann (1),
venustus n.sp. Eastmann (1), decussatus n.sp. BEastmann (1), solidus
n.sp. BEastmann (1).
Coelodus latus n. sp. Leriche (2).
Gyracanthus falsiformis n. sp. Traquair (3).
Erismacanthus formosus n. sp. Eastmann (2).
Leptocardii.
Branchiostoma capense n. sp. Gilchrist (2).
V. Verzeichnis der im Bericht genannten Arten.
Atoma snyderi n.sp. Jordan u. Fowler (5).
Abramis blicca L. Boulenger (4,6), — brama L. Arnold, Boulenger (4, 5, 6),
de St. Paul, — crysoleucas Mitch. Evermann u. Kendall (1,3), Meek (2).
Abryois azumae n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Abudefduf saxatilis L. Evermann u. Marsh.
Acanthias Greynfeitt (1), Lamb, Retzius, Schaper, Steinhard, Woods. — blain-
villei Greynfeltt (3) — hystrix Spix Hagmann — vulgaris Greynfeltt.
Acanthocepola mesoprion Blkr. Jordan u. Evermann (3).
Acanthodes Jaeckel (%?), — beecheri n. sp. Eastmann (1), — marshi n. sp. East-
mann (1).
Acanthophthalmus anguillaris n.sp. Vaillant (4).
Acanthurus achilles Schaw. Steindachner (1), — bipunctatus Gthr. Steindachner
(1), — dussumieri C. V. Steindachner (1), — flavescens Benn. Steindachner (1),
— hypselopterus Blkr. Steindachner (1), — lineolatus Gthr. Steindachner (1),
— olivaceus Steindachner (1), — Jordan u. Evermann (3), Jordan u. Fowler
(4), — strigosus Benn. Steindachner (1), — triostegus Bl. Schn. Steindaehner (1),
— unicornis Forst. Jordan u. Fowler (4).
80 IV. Pisces für 1902,
Acanthicus hystrix Hagmann.
Acara Boetiger, — geayı n.sp. Pellegrin (4).
Acerina cernua L. Boulenger (5, 4, 6).
Aceratias indicus n.sp. Brauer (3), — macrorhinus n. sp. Brauer (3), — mollis
n. sp. Brauer (3).
Acheilognathus mesembrinum n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Achirus inscriptus Gosse Evermann u. Marsh, — lineatus L. Evermann u. Marsh.
Acipenser albertensis n. sp. Lambe, — brevirostris Bean (1), Evermann u. Kendall
(3), Le Sueur, — glaber Heck Bade, — güldenstädtii Brand Bade, — huso L.
Bade, — rubicundus Le Sueur Bean (1), Evermann (1), Evermann u. Kendall
(1,2, 3), — ruthenus L. Bade, — schypa Güldenst. Bade, — stenorhynchus Nik.
Ehrenbaum, — siurio L. Bade, Bean (}), Boulenger (6), Evermann u. Ken-
dall (3).
Acrochordonichthys pachyderma n.sp. Vaillant (4).
Acromuridae Swinerton.
Aeoliscus strigata Gthr. Jordan u. Starks.
Aetobatis narinari Euphr. Steindachner (1).
Agonostomus monticola Bancroft Evermann u. Marsh.
Agosia chrysogaster Girard Evermann u. Goldsborough (2).
Ailia occidentalis n. sp. Pellegrin (2).
Akysis armatus n. sp. Vaillant (4), — major Boul. Vaillant (4).
Albula glossondonta Klunz. Steindachner (1), — vulpes L. Evermann u. Marsh.
Alburnus Benant, — lucidus Heck u. Kner. Arnold, Boulenger (4, 5, 6), v. Deseö,
Laube.
Alectrius benjamini n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Alepidosaurus ferox Lowe Brauer, Hutton (1).
Alepocephalus agassizi Goode u. Bean Brauer.
Alestes baremose Joann. (Boulenger (3, 25), — nurse Rüpp. Agberi u. Boulenger (%),
— Boulenger (3, 25), — dentex Hasselg. Boulenger (?5), — macrolepidotus
Cuv. Agberi u. Bouienger (7, 25), — thalloni n. sp. Pellegrin (2).
Algansea rubescens n. sp. Meek (1).
Allabenchelys n. g. longicauda n. sp. Boulenger (9).
Alopecias longimana n. sp. Philippi, — vulpes Lowe.
Alosa alabama Jord. u. Ev., Evermann (1), — finta Cuv. Bade, — ohiensis n. sp.
Evermann (E), — sapidissima Wils. Bean (1), Evermann (1), — vulgaris
Trosch. Bade.
Alphestes chloropterus (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh.
Alutera monoceros Osbeck Jordan u. Fowler (2), — scripta (Osbeck) Evermann
u. Marsh.
Ambloplites rupestris Rafinesque Bade, Bean (fi), Evermann u. Goläborough (1),
Evermann u. Kendall (1, 2, 3), Meek (2),
Amblyopsis Eigenmann (5).
Amia calva L. Beckwith, Evermann u. Goldborough (1), Evermann u. Ken-
dall (1, 2, 3), Piper, — robusta n. sp. (foss.) Priem.
Ameiurus lacustris Walbaum Bean (I), Evermann u. Kendall (2,3), — melas
Rafinesque Bean (1), Evermann u. Kendall (1), Evermann u. Goldboreugh (1),
Meek (2), — natalis Le Sueur Bean (1), — nebulosus Rafin. Bade, — nebu-
losus Le Sueur Bean (l), Evermann (}), Evermann u. Goldborough (1),
IV. Pistes für 1902. s1
Evermann u. Kendall (1, 2, 3), Meek (2). — nebulosus marmoratus Holbrook
Bean (1), — vulgaris Thompson Bean (l), Evermann u. Kendall (2).
Amiurus Boettger; siehe auch Amerurus.
Ammocoetes Dendy, Dendy u. ®lliver, Gaskell, Giakomini (1), Joseph.
Ammodytes lanceolatus Lessauv. Schiemenz (1).
Amphilius Gthr. Boulenger (10), — platychir Günther Poche.
Amphiozus Goodrich (1, 2%), Johnston (4), Joseph, Legros, Vignen, Willey. —
lanceolatus Bocke (1, 2, 3, 5).
Amphiprion frenatus Brevoort Jordan u. Snyder (4), — polymnus L. Jordan
u. Snyder (4).
Ampkisie strigatus Günther Jordan u. Starks.
Amphisilidae Boulenger (26).
Amphistinum Boulenger (27).
Anabas maculatus Thomin Boulenger (10), — oxyrkynchus n. sp. Boulenger (2),
— pathersii Gtnr. Boulenger (3), — pellegrini n. sp. Boulenger (2).
Anableps dovii Gill. Evermann u. Goldsborough (2).
Anempses geographicus Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (4).
Anarrhichas latifrons Steenstr., — sp.? Jordan u. Snyder (6).
Angelichthys eiliaris (Linn.) Evermann u. Marsh.
Anguilla Bigenmann (4), Giakomini (1), Leydig, Meinertz, — bengalensis Gray
Boulenger (12), — conger Bean (2), — chrysypa Rafinesque Bean (1), Ever-
mann (1), Evermann u. Kendall (I, 2, 3), Evermann u. Marsh, — fluviatilis
Agass. v. Descö, Leonhardt, — japonica Schlegel Jordan u. Fowler (5), —
labiata Ptrs. Boulenger (1%), — remifera n. sp. Jordan u. Evermann (3), —
vulgaris Flem. Bade, Boulenger.
Anisotremus surinamensis (Bloch) Evermann u. Marsh, — virginicus (Linn.)
Evermann u. Marsh.
Anoplogaster Gthr. Boulenger (16).
Anoplopterus Pfeff. Pogge, Boulenger (2, 19), — angustifrons n. sp. Boulenger (2),
— brevis n. sp. Boulenger (2). — platychir Gthr. Poche (1), — uranoscopus
Pfeffer Poche.
Antennarius commersonii Gthr. Steindachner (1), — histrio L. Jordan u. Sindo (2),
— inops Poey. Evermann u. Marsh, — nox n. sp. Jordan u. Sindo (2), — nu-
tiingii Garman Evermann u. Marslı, — raninus Til. Jordan u.$indo (2),
— sanguifluus n.sp. Jordan u. Sindo (2), — scaber (Cuv.) Evermann u.
Marsh, — scriptissimus n. sp. Jordan u. Sindo (2), — tridens Schleg. Jordan
u. Sindo (2).
Antigoniidae Starks.
Antigonia rubescens Gthr. Jordan u. Fowler (4), — rubescens Schleg. Starks, —
steindachneri n. sp. Jordan u. Fowler (4),
Aphredoderus sayanus Boulenger (16).
Aphthalmichthys caribbeus Gillu. Smith Evermann u. Marsh.
Aperioptus megalomycter n. sp. Vaillant (4).
Aplodinotus grunniens Raf. Bean (1). Evermann (1), Evermann u. Goldborough (2),
Evermann u. Kendall (1, 2).
Apogon Boettger, — frenatus Val. Steindachner (1), — maculiferus Garr. Stein-
dachner (1), — rueppelli Gthr. Waite (2), — sellicauda n. sp. Evermann u.
Marsh.
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd.1I. H. 1. (IV.) 6
FG
2) IV. Pisces für 1902.
Apogonichthys alutus (Jord. u. Gilb.) Evermann u. Marsh.
Apolectus niger Bl. Jordan u. Evermann (3).
Apomotis cyanellus Raf. Bean (1).
Aprion virescens C. V. Steindachner (l).
Aracana Gray Regan (3), aculeata Houthuyn Jordan u. Fowler (2).
Archosargus probatocephalus Walbaum Bean (1), — unimaculatus (Bloch) Ever-
mann u. Marsh.
Arctoscopus japonicus Steindachner Jerdan u. Snyder (2).
Argentinidae 3ordan u. Snyder (3).
Argentina kagoshimae n.sp. Jordan u. Snyder (3).
Argyropelecus Brauer.
Argyrosomus artedi Le Suer Bean (il), Evermann u. Kendall (1,2,3), — hoyi
Gill Bean (1), — osmeriformis H. M. Smith Bean (1), — prognathus H.M.
Smith Bean (l), Evermann u. Kendall, — Zullibee Richardson Bean (1).
Ariscopus n. g. iburius n. sp. Jordan u. Snyder (2).
Arius boakei Boetiger, — commersoni Boettger, — fascarius Boettger, — lemoinei
n. sp. (foss.) Priem (1), — sagor Boettger.
Arnoglossus macrolophus Aleoek.
Aspasma n. g. Jordan u. Fowler (3), — cicontiae n. sp. Jordan u. Fowler (3).
Asperioptus megalomyceter n. sp, Vaillant (4).
Aspidontus dasson n. sp. Jordan u. Snyder (6), — elegans Stdr. Jordan u. Snyder (6).
Aspredo Boettger, — japonicus Blecker Jordan u. Snyder (6), — trossulus n. sp.
Jordan u. Snyder (6).
Asterolepis incisa n. sp. Woodward (2).
Astrape aysoni n. sp. und capensis Hamilton.
Astronesthes sp. Alcock, — boulengeri n. sp. Gilchrist, — splendidus n. sp. Brauer
(3).
Asymmetron lucayanum Andrews Evermann u. Marsch.
Ateleopus Boulenger (28).
Atherina Borsieri, Kendall, Mazza, Roule (4), — araea Jord. u. Gilb. Evermann
u. Marsh, — cernua Arnold, — laticeps Poey Evermann u. Marsh, — riqueti
n. sp. Roule (3), — rissoi C. u. V. Borsieri — stipes (Müller u. Troschel)
Evermann u. Marsh.
Atherstonia australis n. sp. (foss.) Wosdward (3).
Auchenistius stahli Evermann u. Marsh.
Auchenoglanis Gthr. Boulenger (2), — biscutatus Geoffr. Boulenger (3, 25),
— occidentalis C.u.V. Bonienger (4,25), — pulcher n.sp. Boulenger (2),
— punctatus n. sp. Boulenger (2), — ubangensis n. sp. Beulenger (2).
Auchenopterus albicaudus Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — aysoni n. sp.
Hector (1), — cingulatus Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — fajardo
Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — Jasciatus (Steind.) Evermann
u. Marsh, — rubescens Everm, u. Marsh Evermann u. Marsh.
Aulastomorpha phosphorops Alcock.
Aulichthys japonicus Brevoort Jordan u. Starks.
Aulorhynchidae Boulenger (26), Jordan u. Starks.
Aulostoma chinense Schleg. Steindachner (4), — longipes Vaill. Brauer (1).
Aulostomatidae Beulenger (26).
Aulostomidae Sordan u. Starks.
IV. Pisces für 1902. 83
Aulostomus maculatus Val. Evermann u. Marslı, — valentini Bleeker Jordan
u. Starks.
Auxis thazard (Lacep.) Evermann u. Marsh.
Awaous taiasica (Lichtenst.) Evermann u. Marsh.
Aztecula mexicana n.sp. Meek (1).
Azuma n.g. emmnion n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Bagrus orientalis n. sp. und ubangensis n. sp. Boulenger (2).
Bairdiella chrysura Lacepede Bean (1), — ronchus (Cuv.u. Val.) Evermann
u. Marsh.
Balistapus aculeatus Linn. Jordan u. Fowler (2), — undulatus Park. Jordan u.
Fowler (2).
Balistes Linn. Regan (3), Jordan u. Fowler (2), — aculeatus L. Steindachner (1),
— aureolus Gihr. Steindaehner (1), — buniva Gthr. Steindachner (1), —
castaneus Richardson Regan (3), — maculatus Alcock, — naufragium Jordan
u. Starks Regan (3), — rectangulus Gthr. und ringens L. Steindachner (1),
— vetula Linn. Evermann u. Marsh, — vidua Gthr. Steindachner (1).
Barbus Beulenger (2, 29), Giakomini (1), — affinis Rüpp. Boulenger (29), — alti-
analis Blgr.Boulenger (29), — altus Pfeff. Boulenger (3), — breyeri M. Weber
Boulenger (29), — bynni Forsk. Boulenger (3, 29), — comptacanthus Blkr.
Boulenger (25), — eduardianus Bler. Bonlenger (3, 39), — fergusonii Bler.
Boulenger (3, 29), — fluviatilis L. de St. Paul, v. Deseö, — ganamensis Vincig.
Boulenger (29), — gorguari Rüpp. Boulenger (29), — gregorii Blgr. Boulenger
(29), hindii Blgr. Boulenger (29), — holubi Stdr. Boulenger (29), — humeralis
Blgr. Boulenger (29), — intermedius Büpp. Boulenger (29), — kessleri Stdr.
Boulenger (10), — Cuv. Bouienger (2), — anchisporus n.sp. Vaillant (4),
— bowkeri n. sp. Boulenger (18), — brazzai n. sp. Pellegrin (2), — brevibarbis
n. sp. Boulenger (29), — bynni Rüpp. Boulenger (29), — caudovittatus n. SP.
Boulenger (2), — degeni n. sp. Boulenger (29), — duchesnii n. sp. Boulenger
(29), — gregorii n. sp. Boulenger (29), — harringtoni n. sp. Boulenger (29),
— hindü n.sp. Boulenger (12), — humeralis n. sp. Boulenger (2),— humilis
n. sp. Boulenger (29), — hurensis n. sp. Boulenger (29), — jarsinus n. Sp.
Boulenger (29), — kassamensis n. sp. Boulenger (29), — labiatus n. sp. Bou-
ienger (12, 29), — leptosoma n.sp. Boulenger (29), — macronema n.Sp.
Boulenger (29), — marequenis A. Smith Boulenger (29), — nedgia Rüpp.
Boulenger (29), — mento n. sp. Boulenger (29), — microterolepis n. sp. Bou-
lenger (29), — miolepis n. sp. Boulenger (29), — oreas n. sp. Boulenger (29),
— oxyrhynchus Pfeff. Boulenger (29), — paludinosus n. sp. Boulenger (29),
— pagenstecheri Fisch. Boulenger (3), — perplexicans n. sp. Boulenger (12),
— perplexicans Bler. Boulenger (29), — petenyii Heck. v. Deseö, — perince
Rüpp. Boulenger (25), — plagiostomus n. sp. Bouienger (29), — platystomus
n. sp. Boulenger (29), — pleurogramma n. sp. Boulenger (29), — reinit n. sp.
Günther (2), — rhodesianus n. sp. Boulenger (Hk), — riggenbachi n. Sp.
Günther (2), — rothschildi Gthr. Günther (2), — rueppelli n. sp. Boulenger (29),
— surkis Büpp. Boulenger (29), — tanensis Gthr. Boulenger (12, 29), —
titraspilus Pfeff. Boulenger (3), — trimaculatus Peters Boulenger (3, 11)
— trispilopleura n. sp. Boulenger (29), — vulgaris Flem. Boulenger (4, 5, 6).
6*+
54 IV. Pisces für 1902.
Barilius longirostris n. sp. Boulenger (2), — fasciolatus n.sp. Boulenger (2), —
loati Blgr. Boulenger (25), — niloticus Joannis Boulenger (%, 25), — uban-
gensis Pellegr. Boulenger (10).
Bathyclupea hoskynii Boulenger (16).
Bassogigas grandis Günther Jordan u. Fowler (6).
Bathygadus longifilis Aleock..
Bathylychnus cyaneus n.sp. Brauer (3).
Bathypterois quentheri Alcock.
Bathystoma rimator (Jord. u. Swain) Evermann u. Marsh, — siriatum (Linn.)
Evermann u. Marsh.
Bathytroctes longifilis n. sp. Brauer (3).
Batrachoides goldmani n.sp. Evermann u. Geldborough (2).
Bdellostoma cirrhatum Gthr. Steindachner (1), — (Polisiotrema) stouti Allen,
Greene.
Beanae trivittata n. sp. Steindachner (2).
Beleosoma nigrum Rafinesque Meek (2).
Belone Kopsch (ft). — annulata C. V. Steindachner (1), — platura Rüpp. Stein-
dachner (1), — vulgaris Flem. Cunningham (2).
Belonesox belizanus Kner. Evermann u. Goldsborough (2).
Belonoglanis tenuis n. sp. Boulenger (2).
Bembrops caudimacula Aleock, Jordan u. Snyder (2), Aleock. Steindachner.
Benedenius deneensis Traqg. Boulenger (22).
Benthobathis morisbyi Alcock.
Berycidae Bouleuger (16), Jordan u. Fewler (1).
Berycopsis major n. sp. (foss.) Weodward (1).
Beryx decadactylus Boulenger (16), Jordan u. Fowler (7). — splendens Lowe Jordan
u. Fowler (%).
Bleekeria mitsukurii n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Blenniidae Boulenger (28), Jordan u. Snyder (6).
Blennius alpestris Conte u. Vaney, — galerita L. Byrne (2), — yatabei n. sp. Jordan
u. Snyder (6).
Bliecopsis erythrophthalmoides Jäckel Luther.
Bodianus punctatus (Linn.) Evermann u. Marsh, — ruber (Bloch u. Schn.) Ever-
mann u. Marsh.
Boleichthys fusiformis (Girard) Evermann u. Kendall (1).
Boleophthalmus Alcock.
Boleosoma nigrum olmstedi (Stiorer) Evermann u. Kendall (1,2, 3).
Bollmannia boqueronensis Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh.
Bothrocara zesta n. sp. Jordan u. Fowier (6).
Bothus Williams.
Brachaluteres ulvarım ».sp. Jordan u. Fowler (2).
Brachydenterus corvinaeformis (Steind.) Evermann u. Marsh.
Brachypleura xanthosticta Alcock.
Branchiostoma capense n.sp. Gilchrist (%), — caribaeum Sundevall Evermann
u. Marsh.
Breitensteinia insignis Stdr. Vaillant (4).
Brevoortia tyrannus Latrobe Bean (1).
Brosme brosme Müller Bean (1).
IV."Pisces für 1902. s5
Brotula formosae n.sp. Jordan u. Evermann (3), — multibarbata Schlegel Jor-
dan u. Fowler (6).
Bryconaethions microstoma Gthr. var. boulengeri Pellegr. Beulenger (10).
Brydophus n.g. lysimus n.sp. Jordan u. Snyder (6), — decoratum n. sp. Jor-
dan u. Snyder (6).
Bryostemma otohime n.sp. Jerdan u. Snyder (6), — polyactocephalum Pallas
Jordan u. Snyder (6, %). — saitone n.sp. Jordan u. Snyder (6), — larsodes
n. sp. Jerdan u. Snyder (6), —
Bunocephalus doriae n. sp. Boulenger (1%).
Calamus arctifrons Goode u. Bean Evermann u. Marsh, — bajonado (Bloch
u. Schn.) Evermann u. Marsh, — calamus (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh,
— kendalli Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh.
California Salmon Smith (2).
Callichthys. Boettger.
Callorhynchus antarcticus Hector (1), Jaeckel (3), — indicus Jaeckel (3).
Callyodon genistriatus C. V. Steindachner (I). — spinidens Bikr. Steindachner
(i).
Colostomus japonicus C.V. Jordan u. Snyder (4).
Campodus orrugatus Newb. u. Worth Eastmann (2), — orrugatus Newb. u. Worth.
Eastman (2).
Campostoma anomalum Raf. Evermann u. Goldsborough (1), Evermann u. Kendall
(1), — ornatum Girard Evermann u. Goldsborough (2).
Campyloprion annectans n.sp. (foss.) Bastmann (4).
Cantherines pullus (Ranz.) Evermann u. Marsh.
Canthigaster rostratus (Bloch) Evermann u. Marsh,
Capoeta atlantica n. sp. Boulenger (14), — C©. waldoi n. sp. Boulenger (14).
Caragola Plate.
Carapidae Jordan u. Fowler (6).
Carapus kagoshimanus Steindachner u. Doederlein Jordan u. Fowler (6).
Caranz affinis Rüpp. Steindachner (1), — bartholomaei (Cuv. u. Val.) Evermann
u. Marsh, — crumenophthalmus Lac. Steindachner (1), — erysos Mitchill
Bean (1), Evermann u. Goidsberough (2), Evermann u. Marsh, — ferdau
Klunz. Steindachner (1), — hippos Linn. Bean (1), Evermann u. Goldsborough
(2), Evermann u. Marsch, — ignobilis Klunz. Steindachner (1), — latus
Agass. Evermann u. Marsh, — ruber (Bloch) Evermann u. Marsh, — speciosus
Lac. Steindachner (1).
Carassius Meinertz, Prymak, Studnicka (1), — auratus Linn. Bean (I). — auri-
antliacus Morgan, — vulgaris Nils. v. Deseö.
Carcharias Steinhard, — aethiops n. sp. Philippi, — dussumieri Aleock, — (Prino-
don) gangeticus M. u. H. Steindachner (1).
Carcharhinus faleiformis (Bibron) Evermann u. Marsh, — limbatus (Müller u.
Henle) Evermann u. Marsh, — melanopterus G. G. Steindachner (1).
Carelophus ascanii, Evans.
Carpiodes carpio Raf. Evermann (1), — thompsoni Agassiz Bean (1), Evermann
u. Kendall (2, 3), — velifer Raf. Evermann (1).
Catosteomi Boulenger (26).
Öatostomus catostomus Forster Bean (1), Evermann u. Kendall (1, 2, 3), — commer-
sonii Lac&pede Bean (fl), Evermann (fl), Evermann u. Goldsborough (1),
s6 IV. Pisces für 1902.
Evermann u. Kendall (1), Week (2), Evermann u. Kendall (2, 3), — conchos
n. sp. Meek (1), — nigricans Le Sueur Evermann u. Goldsberough (1), Bean (1),
— sonorensis n. sp. Meek (1).
Caturus woodwardi u. sp. (foss.) Sauvage (1).
Caulolepis Gill. Boulenger (16), — subulidens Boulenger (16).
Cebedichthys Smith.
Centrina salviana Helbing, — vulpecula Greynfeltt (3, 5).
Centriscidae Boulenger (26), Jordan u. Starks.
Centrolophus brittanicus Gthr. Regan (1), — corcyrensis n.sp. Kolombatov:e,
— maoricus Ogilb. Regan (I), — niger Gmelin Sim (3), Regan (1), Tra-
quair (2), — pompilus C. u. V. Kolombatovie.
Centronotus gunellus Boettger.
Centrophorus Steinhard. — ringens Bocage u. Capello Sim (f).
Centropomus mezxicanus Bocourt Evermann u. Geldsborough (2), — undecimalis
(Bloch) Evermann u. Marsk, — parallelus Poey Evermann u. Marsh.
Centropristes siriatus Linn. Bean (1).
Centroseyllium ornatum Alcock,
Cephalacanthus volitans (Linn.) Evermann u. Marsh.
Cephalaspis Patten (1, %), — carterı Me Coy Woodward (5).
Ceratodus Kerr (3), — forsteri Sewertzoff.
Ceratoptera Alcock.
Chaenichthys georgianus Fischer Boulenger (1).
Chaenogobius macrognatiııs Bleeker Jordan u. Fowler (5).
Chaerops anchorago Bl. Jordan u. Snyder (4), — nyctemblema n. sp. Jordan u. Ever-
mann (3).
Chaetobranchus Boetiger.
Cheetodipterus faber Broussonet Bean (1), Evermann u. Marsh.
Chaetodontidae Jerdan u. Fowler ($).
Chaetodon Jordan (2). — auriga Forsk. Steindachner (I), — bricei Smith
Evermann u. Marsh, — capistratus Linn. Evermann u. Marsh, — collaris
Bl. Jordan u. Fowler (4). — daedalma n. sp. Jordan u. Fowler (4), — fremblit
Benn. Steindachner (E), — lineolatus C. V. Steindachner (1), — lunula C.V.
Steindachner (I), — miliaris G. G. Steindachner (1), — modestus Schlegel
Jordan u. Fowler (4), — nippon Doederl. Jordan u. Fowler ($), — quadri-
maculatus Gray Steindachner (1), — setifer Bloch 3erdan u. Fowler (4), —
striatus L. Evermann u. Marsh, — vagabundus L. Jordan u. Fowler (4).
Chaetostomus spinosus Casteln. Hagmann.
Chenna formosana n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Champsodon vorax Gthr. Jordan u. Snyder (2).
Chanos chanos Klunz. Steinaachner (1).
Chantidermis rotundatus Proce. Jordan u. Fowler (2).
Chapalichthys g. n. Jord. u. Snyder Meek (1).
Characodon encaustus Jord. u. Snyder Meek (1).
Charias gariepinus Smith Boulenger (11).
Chasmichthys misakius Jord. u. Snyder Jordan u. Fowler (5).
Ohauliodus pammelas Alesck, — sloani Schn. @don de Buen.
Chaulolatilus cynops Poey Evermann u. Marsh.
Chaunax piclus Lowe Evermann u. Marsh, — fümbriatus Hilgend. Jordan u. Sindo.
IV. Pisces für 1902, S7
Cheilinus oxyrhynchus Blecker Jordan u. Snyder (4).
Cheilio inermis Forskal. Jordan u. Snyder (4).
Cheirolepis Woodward (4).
Chelaethiops elongatus Blgr. Boulenger (16), — bibie Joannis Boulenger (25).
Chelmo longirostris C. V. Steindachner (1).
Chilio inermis Blkr. Steindachner (1).
Ohilimus bimaculatus C. V. Steindachner (1), — radiatus Blkr. Steindachner (1).
Chilochromis g.n. duponti n. sp. Boulenger (9).
Chilodactylus vittatus Garr. Steindachner (1).
Chiloglanis brevibarbis n. sp. Boulenger (12).
Chilomyeterus antennatus (Cav.) Evermann u. Marsh.
Chilorhinus suensonii Lütken Evermann u. Marsh.
Chiloscyllium indieum Gm. Jordan u. Evermann (3).
Chimaera Jaeckel (3), Steinhard, Studnicka (1), Jaeckel (3), Neuville, Studnicka
(3), — monstrosa n. var. australis Heetor (1), — neglecta Egerton Jaeckel (3),
— owenii Ag. Jaeckel (5).
Chimarrhoglanis Vaillant Poche.
Chirostome attenuatum n.sp. Meek (1), — bartoni Jord. u. Everm. Evermann
u. Goldsbereugh (2), — humboldtianum (C. V.) Evermann u. Geldsborough (2),
— labareae n.sp. Meek (1), — luci«s Blgr. Evermann u. Goldshorough (2),
— patzcuaro n. sp. Meek (1), — promelas Jord. u. Snyd. Evermann u. Gelds-
borough (2), — zirahuen n. sp. Meek (1).
Chlorophthalmus chalybeius (Goode) Evermann u. Marsh.
Chloroscombrus chrysurus (Linn.) Evermann u. Marsh.
Chondrostoma genei Bp. Roule (k), — genei var. rhodanensis Blanch Roule (1), —
nasus L. BRoule (1), — nasus var. hernadensis Jeiteles v. Descö.
Chonerinus Bleeker Regan (3).
Choridactylodes n. g. natalensis n. sp. Gilchrist (2).
Chorinemus moadelta C. V. Steindachner (3), — sancti petri Klunz. Steindachner (1).
Chromis Hilgendorf, — notatus Schlegel Jordan u. Snyder (4), — paterfamilias
Boettger, — philander Boeettger.
Chrosomus erythrogaster Raf. Evermann u. Kendall (1), Meek (2).
Chrysichthys auratus Geoffr. Beulenger (25), — ornatus n.sp. Boulenger (2),
— buettikoferi Stdr.-Assory. Boulenger (7).
Chrysiptera bonang Bleeker Jordan u. Snyder (4), — melas Kuhl u. Van Hasselt.
Jordan u. Snyder (4).
Ohrysophrys schoppiüi n. sp. (foss.) Wittich.
Cichla ocellaris Bl. Schn. Pellegrin (3).
Cichlasoma eigenmanni n. sp. Meek (1), — melanurus (Gthr.) Evermann u. Golds-
borough (2), — parma (Gthr.) Evermann u. Goldsborough (?), — teapae
n.sp. Evermann u. Goldsborough (2).
Oichlops cyclophthalma Müll. u. Troschel Jordan u. Snyder (%), — lineatus Cast.
Waite (2).
Ciclostomi Giakemini (1).
Cirrhilabrus temmincki Bleeker Jordan u. Snyder (4).
Cirrhites arcatus C. V. Steindachner (1), — cinctus Gth. Steindachner (I) —
forsteri Gthr. Steindachner (1), — maculats Lac. Steindachner (1).
8 Di Pisces für 1902.
Citharichthys arenaceus n. sp. Evermann u. Marsh, — spiloterus Gthr. Boulenger (%),
— Evermann u. Marsh, — unicornis Goode Evermann u. Marsh.
Citharidium ansorgii Blgr. Boulenger (%, 15), — geoffroy Cuv. Boulenger (%).
Cütharinus geoffroyi Cuv. Boulenger (3), — latus M. u. T. Boulenger (25).
Cladodus Dean (1). — formosus n. sp. Hay (3).
Cladoselache fyleri Dean (4).
Clarialabes melas Blgr. Boulenger (9).
Clarias Tower (1). — amplexzicauda n. sp. Boulenger (?), — angolensis Str.
Boulenger (10), — bythipogon Sauv. Boulenger (16), — fuscus Lacep. Jordan
u. Evermann (3), — lazera C.u. V. Boulenger (3, 7,25), — moorü Blegr.
Boulenger (3), — platycephalus n. sp. Boulenger (?), — Zisanensis L. Bou-
lenger (29), — vinciguguerrae Boulenger (29).
Clarotes laticeps Rüpp. Oguta, Abo, Boulenger (7, 25).
Clupanodon pseudohispanicus (Poey) Evermann u. Marsh.
Olupea alosa Finn. Boulenger (5), Jenkins, — finta Cuv. Beulenger (5), Jenkins,
— harengus Linn. Bean (1), Boulenger (5), Evermann u. Kendall (3), Jenkins,
Schiemenz, Southwell, (#), — pilchardus Jenkins, — sprattus L. Jenkins,
Schiemenz.
Cobitis barbatula L. Bade, de Saint-Paul, — fossilis L. Bade, — taenia L. Arnold,
Boulenger (6), Bade,
Coccosteus decipiens Jaeckel (1, 2).
Coelacanthus exiguus n. sp. Bastman (3), — hindi n. sp. (foss.) Bastman (3), Well-
burn (2).
Coelodus latus n. sp. Leriche (2).
Coelophrys n. g. brevicaudata n. sp. Brauer (2).
Comephorus baikalensis Pall. v. Zograf.
Conesius plumbeus (Agass.) Evermann u. Kendali (2, 3).
Conger Eigenmann (4), — marginatus Val. Steindachner (1).
Congrogadidae Jordan u. Fowler (6).
Conodon nobilis (Linn.) Evermann u. Marsh.
Conorhynchus nelsoni n. sp. Evermann u. Goldsborough (2).
Coradion desmotes n. sp. Jordan u. Fowler (4).
Coralliozetus cardonae Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh.
Coregonus Fuhrmann, v. Kochner, — albula Arnold, Bade, — clupeiformis Mitch.
Bean (1), Evermann u. Kendall (1, 2), Meek (2), — fera Jurine Bade, — hie-
malis Jur. Bade, — labradoricus (Richards) Evermann u. Kendall (2, 3), —
lavaretus L. Bade, — lauretiae Bean, — macrophthalmus Nüssl. Bade, Fatio,
— maraena L. Bade, — oxyrhynchus L. Bade, — quadrilateralis Richard-
son Bean (1), Meek (2), Evermann u. Hendall (2, 3), — steindachneri Nüssl.
Bade, sulzeri Nüssl. Bade, — wartmanni Bl. Bade.
Coris argenteostriata n.sp. Sfeindachner (f), — auricularis C.u.V. Waite (2),
— aygula Lacepede Jerdan u. Snyder (4). — multicolor Gthr. Steindachner (1),
— pulcherima Gthr. Steindachner (E), — schauinslandi n. sp. Steindachner (1).
Cossyphus oxycephalus Blkr. Jordan u. Snyder (4), — perditio Q. u. H. Jordan
u. Snyder (4).
Corvina Prymak.
Corvula batabana (Poey.) Evermann u. Marsh, — sanctae-luciae Jord. Evermann
u. Marsh.
{V. Pisces für 1902. 89
Corythroichthys cayorum Everm. u. Kend. Evermann u. Marsh.
Cottidae v. Zograt.
Cottogaster cheneyi Everm. u. Kend. Evermann u. Kendall (3), — copelandi (Jord.)
Evermann u. Kendall (2).
Cottunculus subspinosus n. sp. Jensen, — forvus Goode Ehrenbaum.
Cottus gobio Linn. Arnold, Boulenger (4, 5), de Saint-Paul, — jaok (C. u. V.)
Ehrendbaum, — ictalops (Raf.) Evermann u. Kendall (1,3), Evermann u.
Goldsborough (1), Meek (2), — quadricornis L. Nerdquist, — scorpius L.
Nordquist, Schiemenz.
Crenilabrus pavo Kopsch (1), Zeynek.
Cristiceps argentatus Risso Kopseh (1, 2).
Cristivomer namaycush Walbaum Bean (1), Evermann u. Kendall (1,2, 3).
Crystallias n. g. matsushimae n. sp. Jordan u. Snyder (1).
Ctenacanthus decussatus n.sp. Eastman (1), — lucasi n.sp. Eastman (I), —
longinodosus n. sp. Eastman (1), — solidus n.sp. Eastman (I), — venustus
n. sp. Eastman (k). — tenuistriatus Ag. Destinez.
Ctenolabrus Kopseh (1).
Ütenogobius similis Gill. Jordan u. Fowler (5).
Cienolates avus n. sp. (foss.) Woodward (3).
Oubiceps brevimanus Klunz. Regan (1), — capensis Smith Regan (I), — gracilis
Lowe Regan (I), — pauciradiatus Gthr. Regan (}).
Curimatus nwigrotaenia n.sp. Bouienger (17). — nebulosus Cuv. u. Val. Bean (1).
Uyelopterichthys ventricosus Pall. Jordan u. Snyder (1).
Üyeleptus elongatus Le Sueur Evermann (}).
Üyclopteridae Jordan u. Snyder (1).
Üyelopterus lumpus L. Boettger, Evermann u. Kendall (3), Schiemenz.
Cyelostoma Jehnston (4), Neuville, Plate.
Cyclothone livida n. sp. Brauer (3), — obscura n. sp. Brauer (3), — pallide n. sp.
Brauer (3).
Oynoglossus diplasios n. sp. Jordan u. Evermann (3), — poltiüi n. sp. Steindachner
(3), — senegalensis Kaup. Boulenger (?).
ÜO'ynoscion jameicensis (Vail. u. Bocourt.) Evermann u. Marsh, — regalis Tower (2).
Oynoscion regalis Bloch. u. Schneider Bean (I), Eigenmann (3).
Uyprinidae Jaguet (1), Vaillant (2).
Uyprinus Giakomini (#), Jaquet (1), MHeinertz, — carossius Linn. Boulenger (5, 6),
— carpio Linn. Bean (1), Boulenger (4, 5, 6), Evermann u. Goldsborough (1),
v. Dese6, Evermann (1), de Saint-Paul.
Uyprinodon eximius Girard Evermann u. Goldsboreugh (2).
Cypsilurus bahiensis (Ranz.) Evermann u. Marsh.
Uyrtocana n.g. moorii n.sp. Beulenger (23).
Oyitopsis itea n.sp. Jordan u. Fowler (4).
Daetylopterus orientalis C. V. Steindachner (1).
Daciyloscopus tridigitatus Gill. Evermann u. Marsh.
Dascyllus trimaculatus C. V. Steindachner (1).
Dasyatis akajei Schleg. Jordan u. Evermann (3), — hastatı De Kay Evermann
u. Marsh, — say Le Sueur Evermann u. Marsh.
Deania eglantina n.sp. Jordan u. Snyder (5).
90 IV. Pisces für 1902.
Decapterus punetatus (Agass.) Evermann u. Marsh. — sanctae helenae Steind.
Steindachner (1).
Dentex hypselosomus Blkr. Jordan u. Evermann (3).
Dibranchus nasutus Alcock.
Dicerobatis Aleock. — giorna Lacep. Pellegrin (1).
Dictyosoma burgeri van der Hoeven Jordan u. Snyder (6).
Dinogunellus grigorjewi Herz Jordan u. Snyder (6).
Diodon L. Regan (3), — holacanthus L. Evermann u. Marsh, — hystrix L. Ever-
mann u. Marsh, — maculatus Lac. var. sexmaculatus Cuv. Steindachner (1).
Diphyodus longirostris n. sp. Lambe.
Diplectrum radiale (Quoy u. Gaimard) Evermann u. Marsh.
Diplesion blennioides (Raf.) Evermann u. Kendall (1).
Diplophus corythaeolum Aleock.
Dipneustes Moroft.
Dipnoi Jaeckel (2).
Discognathus borneensis n.sp. Vaillant (4). — johnstoni Blegr. Boulenger (3).
Dissoma n. g. anale n. sp. Brauer (3), — anale A. Br. Brauer.
Distichodus brevipinnis Gthr. Boulenger (7, 25), — engycepkalus Gthr. Bowulenger
(7), — fesciolatus Bler. Boulenger (10), — niloticus Linn. Beulenger (3),
— rostratus Gthr. Beulenger (7), — sexfasciatus Blgr. Boulenger (10).
Diütrema temmincki Blkr. Jordan u. Sindo (1).
Dolichopteryx anascopa n. sp. Brauer (1).
Dolichorhymchus n.g. Alcock.
Dolopichthys niger n. sp. Brauer (2).
“ Doras Boettger.
Doratonotus decoris Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — megalepis Gthr.
Evermann u. Marsh.
Dormitator maculatus (Bloch.) Evermann u. Goldsborough (2), Evermann u. Marsh.
Dorosoma cepedianum Le Sucur Bean (1), — Evermann (1), — cepedianum ezxile
(Jord. u. Gilb.) Evermann u. Geldsberough (2).
Drepanaspis gemundenensis Schlüter Traquair (1).
Dules dispilurus (Gthr.) Bvermann u. Marsh, — taeniura Alcock.
Dasymaeria flagellifera Cuv. u. Val. 3ordan u. Snyder (4).
Echeneis Schnee, — naucrates L. Kolembatovie, Evermann u. Marsh, — remora L.
Steindachner (1).
Echidna catenata (Bloch.) Evermann u. Marsh,
Echinorhinus spinosus Greynfeltt (3).
Ectodus longianalis Boettger.
Edestus Bastman (1, 4).
Elasmobranchii Diamare, Hay (2).
Eleotris pisonis (Gmelin) Evermann u. Marsh.
Elonichthys Woodward (4). — perpennatus n. sp. (foss.) Basiman (3).
Elopopsis smith-woodwardi n. sp. Fritsch u. Bayer.
Elops saurus L. Evermann u. Marsh, Steindachner (1).
Embiotocidae Jordan u. Sinde (1).
Emblemaria pandionis n.sp. Evermann u. Marsh.
Enchelyopus viviparus (L.) Ehrenbaum.
Enedrias nebulosus Schleg. Jordan u. Snyder (6).
IV. Pisces für 1902. 91
Engraulis encrasicholus Jenkins.
Entropius miloticus Rüpp. Ossomari Boulenger (?).
Ephippion Bibr. Regan (3).
Epinephelus adscensionis (Osbeck) Evermann u. Marsh, — caninus Val. Kelom-
batovie, — hexagonatus Aleock, —
— gutiatus (Linn.) Evermann u. Marsh, — morio (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh,
— striatus (Bloch.) Evermann u. Marsh.
Eques acuminatus (Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh.
Erimyzon sucetta Lacepede Bean (#), — sucetta oblongus Mitchill Bean (1), Ever-
mann u. Kendall (1, 2).
Erismacanthus formosus n.sp. Bastman (2).
Ernogrammus eneagrammus Kner. Jordan u. Snyder (6), — epaliax n. sp. Jordan
u. Snyder (6), — hexagrammus Schleg. 3ordan u. Snyder (6).
Eroglossum mazillingva Le Sueur Bean (1).
Esox lucius L. Bade, Boulenger (4, 5, 6), v. Descö, de St.-Paul, Evermann u. Ken-
dali (2, 3), Prenant, — masquinongy Mitch. Evermann u. Kendall (2, 3),
— reliceulatus Le Sueur Evermann u. Kendall (3).
Estopsarum jordani (Woolman) Evermann u. Geldsborough (2).
Etheostoma boreale (Jord.) Evermann u. Kendall (3), Meek (2), — coeruleum
torer Evermann u. Kendall (I), Evermann u. Goldsborough (£), — flabellare
Raf. BEvermann u. &oldsboroush (I), Evermann Hendall (1, 3).
Etelis oculatus (Cuv. u, Val.) Evermann u. Marsh.
Etmopterus lucifer n.sp. Jerdan u. Snyder (3),
Eiropus crossotus Jord. u. Gilb. Evermann u. Marsh.
Eucalia inconstans Kirtland Meek (2), Evermann u. Kendali (1,2, 3).
Euchrlichthys royauzi Bigr. Boulenger (2, 10).
Eucinostomus harengulus Goode u. Bean Evermann u. Marsh, — gula Cuv. u. Val.
Evermann u. Marsh, — speudogula Poey. Evermann u. Marsh.
Eulophias n.g. tanneri n.sp. Smith (), Jordan u. Snyder (2).
Euneacanthus simulans Kay Bade.
Eumycterias rivulatus Schlegel Jordan u. Fewler (5).
Euphorbia hiberna L. Kyle.
Eupomacentrus analis (Poey) Evermann u. Marsh, — fuscus (Cuv. u. Val.) Ever-
mann u. Marsh, — leucostictus (Müller u. Troschel) Evermann u. Marsh.
Eupomis gibbosus Linn. Bean (}).
Eupomotis aureus Jord. Bade, — gibbosus L. Meek (2), Evermann u. Kendall
(1,2, 3), Evermann u. Geldsberough (1).
Europhyeis chuss Walbaum Bean (l).
Eurynotus Boulenger (22).
Eutropius congolensis Leach. Boulenger (10).
Evarra tahuacensis n.sp. Meck (1).
Exocoetus Swaen u. Brachet, — bahiensis Ranz. Steindachner (t), — brachy-
pterus Richards Steindachner (1).— neglectus Blkr. Steindachner (1).
Exoglossum mazillingua (Le Sueur) Evermann u. Kendall (E, 3).
Exomegas Gill. Plate.
Felichthys marinus Mitch. Evermann u. Goldboreugh (2).
Fierasfer bermudensis Jones Evermann u. Marsh.
Fistulariidae Boulenger (26), Jordan u. Starks.
99 IV. Pisces für 1902.
[0
Fistularia depressa Günther Jordan u. Starks, — petimba Lacepede Jordan u.
Starks, — fabacaria L. Evermann u. Marsh.
Fundulus Morgan, — diaphanus Le Sueur Evermann u. Kendali (1, 3), — dia-
phanus menona Jord. u. Copeland Week (2%), — fonticola Cuv. u. Val. Ever-
mann u. Marsh, — grandis Baird u. Girard Evermann u. Goldsborough (2),
— gularis Bler. Boulenger (%), — oaxacae n.sp. Meek (f), — faeniopygus
Hilgend. Boulenger (3).
Gadidae Boulenger (28), Petersen, Thomson.
Gadus callarias L. Williamson, — morrhua Günth. Schiemenz, — morrhua L.
Bean (1), Williamson, — pollachius L. Williamson, — virens L. Williamson,
Galazxias attenuatus Hutton (2), — bollansi n. sp. Huiton (2), — fasciatus Hutton (2),
— Galeichthys Boetiger, — felis (Linn.) Evermann u. &oeldsborough (2).
Galeus antarcticus Günther Waite (1), — canis Greynfeltt (3), Laguesse, — vul-
garis Flem. Steindachner (1).
Gallorhinus Steinhard.
Gambusia infans Woolman Duges.
Ganoider Jaekel (2), Johnston (3).
Ganodus aucklandi Egerton Jaekel (3), — colei (Buckl.) Ag. Jaekel (3), — cur-
videns Egerton Jaekel (3), — dentatus Egerton Jaekel (3), — sp. Woodward
Jaekel (3).
Ganosteus stellatus n. sp. Rohon, — luberculatus n. sp. Rohon.
Gastrosteidae Boulenger (25), Jordan u. Starks, Swinnerten.
Gasterosteus Mazza, — aculeatus Linn. Boulenger (4, 5, 6), Swinnerton, Schiemenz,
— bispinosus Walb. Evermann u. Kendall (1), — cataphraetus Pallas
Jordan u. Starks, — pungitius Linn. Boulenger (4, 5, 6), Schiemenz.
Geophagus Boeitger.
Geotria Gray Plate, — australis Gray Plate, — chilensis Gray Plate, — steno-
stomus Ogilby Piate.
Gephyroberyx Bigr. Boulenger (16), — japonicus Doederl. Jordan u. Fowier (?).
Gerres brasilianus Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh, — mexicanus Steind. Ever-
mann u. Goldsborough (2), — olistostomus Goode u. Bean Evermann u. Marsh,
— plumieri Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh, — rhombeus Cuv. u. Val. Ever-
mann u. Marsh, — socoftranus n. sp. Steindachner (2),
Gigantactis vanhoeffeni n. sp. Brauer (3).
Gigantura chuni n.sp. Brauer (1).
Gila minacae n. sp. Meek (1).
Gillias jordani Evermannu. Marsh Evermann u. Marsh.
Ginglymostoma cirratum (Gmelin) Evermann u. Marsh.
Girardinus decemmaculatus Zoletnitsky (1).
Girardinichthys innominatus Bleeker Evermann u. Goldsborough (2).
Glaucosoma burgeri Rich. 3ordan u. Evermann (3).
Glyphidodon curacao Bloch. Jerdan u. Snyder (4), — melas ©. V. Steindachner (1),
— saxatilis Rüpp. Steindacehner (1).
Glyphisodon saxatilis L. Jordan u. Snyder (4). — sordidus Forskel. Jordan u.
Snyder (4).
Glyptolepis Woodward (4).
Glyptophydium macropus Alcoek.
Glypiosternum nieuwenhiusi n. sp. Yaillant (4),
IV. Pisces für 1902. 93
Gnathagnus elongatus Schlegel Jerdan u. Snyder (2).
Gnathonemus cyprinoides L. Boulenger (7, 25), — elephas Blgr. Boulenger (10),
— fuscus n.sp. Pellegrin (2), — ibis n.sp. Boulenger (2), — longirostris
Hilgend. Boulenger (3), — mooriü Gthr. Boulenger (10), — petersii Gthr.
Boulenger (%), — rhynchophorus Blgr. Boulenger (10).
Gnathypops hopkinsi n.sp. Jordan u. Snyder (2), — evermanni n.sp. Jordan
u. Snyder (2).
Gobiesocidae Jordan u. Fowler (3).
Gobiesox tudes Richards Evermann u. Marsh.
Gobioides broussonnetii Lacep. Evermann u. Marsh.
Gobio fluviatilis Flem. Boulenger (4, 5, 6), — de Saint-Paul.
Gobius Kopsch (k), Prymak, — baymonensis Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh,
— claytorii n.sp. Meek (L), — guineensis Peters Beulenger (7), — Iyricus
Girard Evermann u. Marsh, — nigri Gthr. Degama Boulenger (7), —
oceanicus Pallas Evermann u. Marsh, — oeneofuscus var. guineensis Peters
Boulenger (%), — parvus n.sp. Meek (1), — schlegelii Gthr. Boulenger (7),
— soporator Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh, — siernbergi n. sp. Smith (2),
Gomphosus varius Lac&pede Jordan u. Snyder (4), — fricolor Quoi u. Gaimard
Jordan u. Snyder (4), — Steindachner (1), — varius Lac. Steindachner (}).
Goodea luitpoldii Stdr. Meek (1).
Gotria australis Dendy.
Guavina guavina (Cuv.u. Val.) Evermann u. Marsh.
Gunnellops rosea Pallas Jordan u. Snyder (6).
Güntheria trimaculata Quoy u. Gaimard Jordan u. Snyder (4).
Gymnallabes typus Gthr. Boulenger (7).
Gymnmarchus Boettger, — niloticus Cuv. Boulenger (7).
Gymnocanthus galeatus Bean.
Gymnodontes Regan (3).
Gymnodraco acuticeps n. sp. Boulenger (5).
Gymnothorax pescadoris n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Gyracanthus Woeodward (4), — falsiformis n. sp. Traquair (3).
Gyrinocheilus pustulosus n. sp. Vaillant (2).
Gyrodus larteti Sauv. (foss.) Beriche (3), — monimejai n. sp. (foss.) Sauvage (1),
— oltis n. sp. (foss.) Sauvage (1).
Haemulon album ©. V. Evermann u. Marsh, — bonariense C. V. Evermann u. Marsh,
— carbonarium Poey. Evermann u. Marsh, — flaviolineatum (Desmarest)
Evermann u. Marsh, — macrostomum Gthr. Evermann u. Marsh, — parra
(Desmarest) Evermann u. Geldsborough (2), Evermann u. Marsh, — plumieri
Lacep. Evermann u. Marsh, — sciurus Shaw Evermann u. Marsh.
Hadropterus aspro (Cope u. Jord.) Evermann u. Kendall (t).
Halichoeres bleekeri Steind. u. Doederlein Jordan u. Snyder (4), — poecilopterus
Schlegel Jordan u. Snyder (4). — tremebundus n.sp. Jordan u. Snyder (4).
Halientaea stellata Vahl. Jordan u. Sindo (2).
Halieutichthys aculeatus (Mitch.) Evermann u. Marsh, — smithii n. sp. Evermann
u. Marsh.
Halimochirurgus Aleock Regan (3), — centriscoides Aleoeck.
Halosaurus nigerrimus Aleock.
94 IV. Pisces für 1902.
Haplochilus atripinnis Pfeff. Boulenger (3), — singa Blgr. Boulenger (10), — spi-
lauchen A. Dum. Boulenger (7), — langanicanus Boetiger.
Haplodactylus schauinslandi n. sp, Steindachner (1).
Haplomi Hay (1).
Harpe bilunulata Steind. Steindachner (4), — vulpina Richards Waite (3).
Hemibranchii Boulenger (26), Hay (i), Jordan u. Starks, Sitarks, Swinnerten.
Hemichromis bimaculatus Gill Beulenger (25). — fasciatus Peters Beulenger (10).
Hemigymmnus fasciatus Thunberg Jordan u. Snyder (4), — melapterus Bloch Jordan
u. Snyder (4).
Hemipteronotus verrens n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Hemirhamphus brasilienstis L. Evermann u. Marsh, Evermann u. Goldsborough (2),
— cotrog a, sp. Smith (2), — pacifieus n. sp. Sieindachner.
Hemitilapia oxyrhynchus n. sp. Boulenger (23).
Heniochus macrolepidotus L. Jordan u. Fowler (4).
Heliastes ovalis n. sp. Steindachner (1).
Heptanchus #teinhard.
Heros affinis Gthr. Evermann u. Goldsborough (2), — cyanogutlatus (Baird
u. Girard) Evermann u. Goldsbsrough (2), — heterodontus n. sp. Vaillant
u. Pellegrin, — mento n.sp. Vaillant u. Pellegrin, — spinosissimus BR. Sp.
Vaillant u. Pellegrin, — urophthalmus Gthr. Evermann u. &oldsberougk (2).
Heterandria lutzi n. sp. Meek (1).
Heterobranchus senegalensis C. u. V. Boulenger (7).
Heterodontus Dean ($), — japonicus Dean (2).
Heterophthalmus Weber.
Heterosomata Tele.
Heterotis Boeitger.
Hexanchus griseus Greynielit (3).
Hierichthys eneryptes n. sp. Jordan u. Fowler (6).
Hiodon alosoides Rafinesque Bean (1), Evermann (E), — Zergisus Le Sueur Bean (1),
Evermann u. Kendali (2, 3), Evermann u. Kendall (3).
Hippocampus Sabrazes u. Muratei, Veratti, — punctulatus Guichi Evermann
u. Marsh.
Hippoglossoides platessoides Fabrieius Bean (1).
Hippoglossus hippoglossus Bean (1).
Histiopterus orientalis C. u. V. Weber.
Holacanthus ronin n. sp. Jordan u. Fowler (4), — septentrionalis Schlegel Jordan
u. Fowier (4), — fbicen Cuv. u. Val. Jordan u. Fowler (4), — tricolor Bloch
Evermann u. Marsh,
Holocentrum Boulenger (16), — argenteum Q.G. Steindachner (1), — diadema
Boulenger (£6), Steindachner (1), — rubrum Boulenger (16), — tiolaceum
Bouienger (16), — sammara Bouienger (16).
Holocentrus alboruber Lacep. Jordan u. Fowler (4), — ascensions (Osbeck.) Ever-
mann u. Marsh, — itiodei n. sp. Jordan u. Fowler (7), — spinosissimus Schleg.
Jordan u. Fowler (7), — verillarius Poey. Evermann u. Marsh.
Holoptychius nobilissimus Ag. Weedward (12).
Homaloptrinae Vaillant (%).
Homaploptera orthogoniata n. sp. Vaillant (4).
Homonotus rotundus n. sp. (foss.) Weodward (1).
IV. Pisces für 1902, 95
Hoplobrotula armata Schlegel Jordan u. Fowler (6).
Hoplopteryx brevis n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer, — simus n. sp. (foss.)
Woodward (1),
Holoptychius nobilissimus Ag. Woordward (2).
Hoplostethus Supino, — mediterraneus Cuv. u. Val. Supine, Jordan u. Fowler (7).
Hucho blackistoni Hilg. Jordan u. Suyder (3), — kundscha Pallas Jordan u. Snyder
(3), — malma Walbaum Jordan u. Snyder (3), — pluvius Hilgendorf Jordan
u. Snyder (3).
Hybognathus nuchale Agassiz Meek (2), Evermann u. Kendali (2).
Hybopsis keniuckiensis Rafinesque Bean (1), Evermann u. Kendall (1), — stor-
crianus Kirtland Bean (!), Evermaun u. Kendall (1).
Hydrocyon forskalii Cuv. Boulenger (3, 7, 25), — lineatus Blkr. Boulenger (10, 25),
— lineatus Blgr. Boulenger (10).
Hygrogonus Boeitger.
Hyperopisus bebe Lacep. Bonienger (%, 25).
Hypoplectrodes armatus Cast. Waite (2), — unicolor Jordan (3).
Hypnarce Waite (2).
Hypnos A. Dum. nec Hübner Waite (2).
Hypnorhamphus unifaseiatus (Ranz.) Evermann u. Marsh.
Hypostomides Boulenger (26).
Hypsocormus combesi n.sp. Sauvage (3).
Ichthyococcus ovatus Bon. Brauer.
Ichthyomyzon concolor (Kirtl.) Evermann u. Kendall (2, 3).
Ichthyscopus lebeck Schneider 3ordan u. Snyder (2).
Ietalurus anguilla Ev. u. Kend. Evermann (}). — furcatus Le Sueur Evermann (Il),
— punctatus Rafinesque Bean (l), Evermann (l), Evermann u. Kendall (1),
Ictiobus bubalus Raf. Evermann (1).
Idus melanotus Arnold.
Jenkinsia lamprotaenia (Gosse) Evermann u. Marsh, — stolifera (Jord. u. Gilb.)
Evermann u. Marsh.
Jenynsia pygogramma ». sp. Bouienger (24).
Ilisha bleekeriana (Poey) Evermann u. Marsh.
Iniistius dea Schlegel Jordan u. Snyder (4).
Iridio bivittatus (Bloch) Evermann u. Marsh, — kirschii Jord. u. Everm. Ever-
mann u. Marsh.
Ischyodus aalensis Quenst. Jackel (3), — bohemicus n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
incisus Newt. Jaekel (3), — rugulosus Egert. Jaekel (3).
Julis duperrei C. V. Steindachner (f), — formosa Bennet. Jordan u. Snyder (4),
— gaimardi Jerdan (3), — obscura Gthr. Steindachner (I), — purpureus
Klunz. Steindachuer (I), — rüppellii Klunz. Steindachner (1), — umbrostigma
Rüpp. Steindachner (1).
Kirtlandia Kendali.
Kuhlia melo Bigr. Steindachner (1).
Kyphosus incisor (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — seciatrix (Linn.) Evermann
u. Marsh.
Labeo coubie Rüpp. Boulenger (25), — cyclorhynchus Bler. n. var, variegata Pellegrin
(2), — darlingi n. sp. Boulenger (14), — falcifer Blgr. Boulenger (9), — forskalii
Rüpp. Boulenger (3, 12), — greenü n.sp. Bouienger (2, 9, 10), — lukulae
96 LV MPisces fur 1302
n.sp. Boulenger (9), — macrostomus Bler. Boulenger (9), — (Tylognathus)
montanus Gthr. Boulenger (1%), — nasus Bler. Boulenger (9), — parvus Bler.
Boulenger (2, 9, 16), — rueppelli Pfeff. Boulenger (3).
Labes selti C.u. V. Boulenger (7), — senegalensis C.u. V. Boulenger (7), —
victorianus Bier. Boulenger (3).
Labidesthes siceulus Cope Evermann u. Goldsboreugh (1).
Labrax Kopseh (1).
Labridae 3ordan u. Snyder (4).
Labrisomus nuchipinnis (Quey. u. Gaimard) Evermann u. Marsh.
Labrodon multidens Munst. De Alessandri.
Labrus miztus Lillie.
Lachnolaimus mazximus (Walb.) Evermann u. Marsh.
Lactopkhrys Swainson Regan (3), — bicaudalis L. Evermann u. Marsh, — tri-
cornis L. Evermann u. Marsh, — Zrigonus L. Evermann u. Marsh, — iri-
queter (Linn.) Evermann u. Marsh.
Lagocephalus laevigatus (Linn.) Evermann u. Marsh.
Lagodon rhomboides Linn. Bean (1).
Laemargus Wayler, — borealis MHelbing, — rostratus Helbing.
Lamna cornubica, Campbell. Scharfi, — obliqua Ag. (foss.) De Alessandri, —
vincenti Winkl. (foss.) Be Alessandri, Leriche (2).
Lamprididae Boulenger (26).
Lampris luna L. Katurie.
Lamprogrammus niger Aleock.
Larimus breviceps Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh.
Latis niloticus Linn. Boulenger (3%).
Latilidae 3ordan u. Snyder (2).
Latilus japonicus Houttuyn Jordan u. Snyder (2).
Lebias Studnicka (1), — calaritana Mazza.
Lemna obliqua Eg. De Alessandri, — vincenti Winkl. De Alessandri.
Leistomus zanthurus Lac. Bean (1).
Lepadogaster bimaculatus Fleming Gwitel, — microcephalus Brook Byrne (1),
Guitel, — minimus Döder!. Jordan u. Fowler (3), — sirictopteryx Holt u. Byrne
Lepidaplois azillaris Bennett. Jordan u. Snyder (4), — culatus Cuv. u. Val. Jordan
u. Snyder (4).
Lepidocephalichthys pallens n. sp. Vaillant (4).
Lepidogaster bimaculatus Guitel Byrae (1), — microcephalus Brook Byrne (1),
— stictopteryx Byrne (1).
Lepidosiren paradoxa Kert (3, &).
Lepidosteus Dean (3), Kerr (3), Schreiner, — osseus L. Evermann u. Geldsborough
(1), Evermann u. Kendall (1, 2, 3), — platostomus Raf. Evermann u. Gelds-
borough (1), — tropieus (Gill.) Evermann u. Goldsborough (2).
Lepisoma bryope n. sp. Jordan u. Snyder (6). s
Leploderma affinis Alcock.
Lepomis auritus Gill Bade, Bean (#). — occidentalis n. sp. Meek (1), — pallidus
Mitch. Evermann u. Goidsborough (1), Evermann u. Mendall (1), Bean (1).
Leporinus silvestrii n. sp. Boulenger (17).
Leptocardii Lönnberg (1).
IV. Pisces für 1902. - 97
Leptocephalus amphioxus n. sp. Eigenmann u. Kennedy, — bibroni Eigenmann (2),
— bDrevirostris Bigenmann (2), — caudomaculatus n. sp. Eigenmann u.
Kennedy, — conger, Eigenmann u. Kennedy, — diaphanus Eigenmann (2),
— diptychus E. u. K. Eigenmann u. Kennedy, — discus n. sp. Eigenmann u.
Kennedy, — gegenbauri Eigenmann (2), — gilliin. sp. Bigenmann u. Kennedy,
— grassii n. sp. Rigenmann u. Kennedy, — güberti n.sp. Eigenmann u.
Kennedy. — haekeli Eigenmann (2), — humilis Ström. Eigenmann u.
Kennedy, — inomatus Eigenmann (2%), — kefersteini Eigenmann (2), —
köllekeri Eigenmann (2), — latus n. sp. Eigenmann u. Kennedy, — longi-
rostris Eigenmann (2), — morrissii Scop. Eigenmann (2), Eigenmann u.
Kennedy, — mucroneia n.sp. Eigenmann u. Kennedy, oxyrhynchus Eigen-
mann (2), — punclatus Eigenmann (2), — rex n.sp. Eigenmann u. Kennedy,
— stenops Eigenmann (2), — strömanni n.sp. Eigenmann u. Kennedy, —
taenia Eigenmann (2), — yarzeli Eigenmann (2).
Leptoglanis zenognathus n. sp. Boulenger (2).
Leptops olivaris Raf. Evermann (I).
Leptoscopidae Jordan u. Snyder (2).
Lethoiromus arvae n. sp. Jordan u. Snyder (1).
Leucaspius Leydig.
Leuciscus Giakemini (1), Meinertz, Swaen u. Brachet, — cephalus Linn. Boulenger
(4, 5, 6), — dobula Linn. Boulenger (4, 6), — erythrophthalmus Linn. Bou-
lenger (4, 5, 6), — marginata (Cope) Evermann u. Kendall (1), — nigrescens
(Girard) Evermann u. Goldsborough (2), — neogaeus Cope Meck (2), —
phoxinus Linn. Boulenger (4, 5,6), — rutilus Arnold, Boulenger (4, 5, 6).
Liachirus nitidus Gthr. Jordan u. Evermann (3).
Limanda ferruginea Storer Bean (I).
Limulus Patten (1).
Liocassis mahakamensis n.sp. Vaillant (4), — macropterus n.sp. Vaillant (1),
— moeschii Blgr. Vaillant (4), — moeschii Blgr. Vaillant (4).
Liparis agassizii Jordan u. Snyder (8), — japonicus Stdr. Regan (il).
Lirus maculatus Gthr. Regan (1), — medusophagus Cos. Regan (l), — ovalis
Cuv. u. Val. Regan (1), — paucidens Gthr. Regan (1), — peruanus Stdr.
Regan (8), — perciformis Mitch. Regan (1), — porosus Rich. Regan (I), —
rotundicauda Costa Regan (1), — valenciennesi Mor. Regan (1).
Lobotes surinamensis Bloch. Bean (1), Evermann u. Marsh.
Lophiomus litulon Jord. Jordan u. Sinde (12), — setigerus Vahl. Jordan u. Sindo (2).
Lophius piscatorius L. Alcock.
Lophobranchii Boulenger (26), Hay (1), Huof, Swinnerten.
Lopholatilus chamaeleonticeps Tower (1).
Lophotes cepedianus Giorn. Kolombatovie.
Lota communis Cuv. v. Deseö, — maculosa Le Sueur Bean (i), Meek (2), Evermann
u. Kendall (1,2,3), — vulgaris Cuv. Arnold, Boulenger (6), Ehrenbaum.
Loricaria frenata u. sp. Boulenger (13), — jubata n. sp. Boulenger (13).
Lucius americanus Gmelin Bean (1), — immaculatus Garrad Bean (1), — lucius
L. Bean (1), Evermann u. Kendall (1), Meek (2), — masquinongy Mitchill
Bean (1), — ohiensis Kirtland Bean (fl), Evermann u. Goldsberough (1), —
reticulatus Le Sueur Bean (I), Evermann u. Hendall (1), — vermiculatus
Le Seur Bean (1), Evermann u. Kendall (1).
Arch. f, Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. I. H.1. (IV.)
I
98 IV. Pisces für 1902.
Lumpenus fabrieii (C. u. V.) Jordan u. Snyder (6), — fowleri n.sp. Jordan u.
sd Snyder (6).
Lutianus griseus (Linn.) Evermann u. Goldsborough (2).
Livaridae Began (2).
Luvarus imperialis Waite (4), Regan (2).
Lycenchelys poeeilimon n. sp. Jordan u. Fowler (6).
Lycodes agnostus n. sp. Jensen, — allanticus n. sp. Jensen, — celatus n. sp. Jensen,
eudipleurostictus n. sp. Jensen, — flagellicauda n. sp. Jensen. — ingolfianus
n. sp. Jensen, — microcephalus n.sp. Jensen, — ophidium n. sp. Jensen, —
platyrhinus n.sp. Jensen, — similis n.sp. Jensen, — spilzbergensis n. sp. Jensen.
Lyodontis albimentis n.sp. Evermann u. Marsh, — funebris (Ranz.) Evermann
u. Marsh, — jordani Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — moringa (Cuv.)
Evermann u. Marsh.
Lyosphaera Everm. u. Kendall Regan (3).
Macropharynx n. g. longicaudatus n. sp. Brauer (2).
Macrophthalmia chilensis Plate Plate.
Macropus Boettger.
Macrorhamphosus sagifue n. sp. Jordan u. Starks, — japonicus Günther Jordan
u. Siarks.
Macrostomias n. g. longibarbatus n. sp. Brauer (2).
Macruridae Boulenger (28).
Macrurus Supino, — investigatoris Aleock, — tetrarhynchus Supine.
Malacanthus hoedtii Blkr. Steindachner (1).
Moalacoctenus delalandi (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — culebrae Everm. u.
Marsh Evermann u. Marsh, — moorei Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh,
— pwertoricensis Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh.
Malacosteus malapterurus Tower (8), — sp. Alcock.
Malopterus electricus Gm. Boettger, Boulenger (3).
Malithopsis tiarella n. sp. Jordan u. Sindo (2).
Marcusenius brachyhistius Gill. Boulenger (9%), — isidori C. u. V. Bou-
lenger (25), — pulverulentus Blgr. Boulenger (16), — tumifrons n. sp. Bou-
lenger (2), — weeksii n. sp. Boulenger (2).
Marsdenius n.g. (Diplacanthidae) acuta n.sp. Wellburn (1), — summiti n. sp.
Wellburn (1).
Mastacembelus goro n. sp. Boulenger (2), — loenbergi Blgr. Boulenger (?).
Maurolicus lucetius Garm. Brauer.
Megalurus mawsoni n. sp. Woodward (6).
Melamphaes Gthr. Boulenger (16), — balsanus n. sp. Meek (1).
Melanocetus krechi Brauer (3), — pelagicus Brauer (3), — vorax Brauer (3).
Melanogrammus aeglifinus Linn. Bean (t),
Melanonus Gthr. Gilchrist (2).
Melanosoma acutecaudatum n. sp. Gilchrist (2).
Melanostomias melanops n. sp. Brauer (3), — valdivise n. sp. Brauer (3).
Menidia Kendall. — beryllina Cope Kendall, — beryllina cerea n. subsp. Kendall,
— .caudens Hay Kendall, — dentex Goode u. Bean, — menidia L. Kendall,
— notata Mitchill Bean (1), Kendall, — peninsulae Goode u. Bean Kendall,
— peninsulae atrimentis n. subsp. Kendall.
Menticirrhus littoralis (Holbrook) Evermann u. Goldsborough (2), — martini-
IV. Pisces für 1902. 99
censis (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — saxatilis Bloch u. Schneider
Bean (1).
Merlucius bilinearis Mitchill Bean (1).
Mesichthys Hay (1).
Mesodon combesi n. sp. (foss.) Sauvage (1), — fourtani n. sp. (foss.) Sauvage (1),
— lingua n. sp. (foss.) Sauvage (1).
Mesogonistius chaetodon Gill. Bade.
Mesolepis Boulenger (22).
Mesoprion sparus Schleg. Jordan u. Evermann (3).
Mesopus japonicus Brevoort Jordan u. Snyder (3), — olidus Pall. Jordan u.
Snyder (3).
Micralestes acutidens Ptrs. Boulenger (25), — altus Blgr. Boulenger (10), —
humilis Blgr. Boulenger (10), — siormsi n. sp. Boulenger (10).
Micropterus dolomiew Lac&p. Bade, Bean (1), Evermann u. Goldsborough (2),
Evermann u. Kendall, Meek (2), — salmoides Jord. Bade, Bean (1), Evermann
u. Goldsborough (1), Evermann u. Kendall (1, 2, 3).
Mierothrissa n. g. royauzi n. sp. Boulenger (2), — M. tumifrons n. sp. Boulenger (1).
Microgadus tomcod Walbaum Bean, Evermana u. Kendall (3).
Miecrogobius meeki Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh.
Micrognathus strigatus Cuv. u. Val. Jordan u. Fowler (4).
Microphis ignoratus n.sp. Vaillant (4).
Micropogon furnieri (Desmarest) Evermann u. Marsh, — undulatus Linn. Bean (1).
Mistichthys n. g. luzonensis n. sp. Smith (3).
Miliobetis aquila Greynfeltt (3).
Minous inermis Alcock.
Minytrema melanops Raf. Bean (1).
Misgurnus Tower (}).
Mochocus niloticus Joann. Boulenger (3, 25).
Mola Cuv. Regan (3).
Molliensia latipinna Le Sueur Evermann u. Goldsborougsh (2).
Monacantus Cuv. Regan (3), — brocki Blkr. Cockerell, — ciliatus (Mitch.) Ever-
mann u. Marsh, — chinensis Osbeck Jerdan u. Fowler (2), — hispidus (Linn.)
Evermann u. Marsh, — japonicus Til. Jordan u. Fowler (2), — modestus
Günth. Cockereli, — oblongus Schleg. Cockerell, Jordan (4), Jordan u. Fowler
(2) — pardalis Rüpp. Steindachner (1), — scripltus Aleock, — spilosoma Benn.
Steindachner (1).
Monocentris japonicus Houtt. Boulenger (16), Jordan u. Fowler (7).
Mordacia Plate, — acutidens Phil. Plate, — lapicida Gray Plate, — mordaz
Richardson Plate.
Mordalia Gray Plate.
Morone americana Gmelin Bean (1).
Mormyridae Boulenger (10).
Mormyrus hasselquistii C. u. V. Boulenger (25), — kannume Forsk. Boulenger (3),
— macrophthalmus Gthr. Boulenger (%).
Mormyrops deliciosus Leach. Boulenger (?, 10).
Moxostoma anisurum Rafinesque Bean (1), — Evermann u. Kendall (1,3), —
aureolum Le Sueur Bean (1), Evermann (1), Evermann u. Geidsborough (1),
Evermann u. Kendall (1, 2).
7*
100 IV. Pisces für 1902.
Mugil Ganfini, — curema Cuv. u. Val. Bean (1), — ( ?)bleekeri Aleoek, — brasiliensis
(Agass.) Evermann u. Marsh, — cephalus Linn. Bean (I), — chelo Cuv. Or-
landi, — curema Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh, — dobula Gthr. Stein-
dachner (1), — frichodon Poey Evermann u. Marsh.
Mulloides auriflamma Klunz. Steindachner (1), — erythrinus Klunz. Steindachner
(1), — pflügeri n. sp. Steindachner (1).
Muraena flavimarginata Gthr. Steindachner (1), helena Coutiere, Galasso, —
laysana n. sp. Sfeindachner (1), — pseudothyrsoidea Alcock.
Muraenoidae Boeke (4, 5).
Muraenox savanna (Cuv.) Evermann u. Marsh.
Mustelus Broman, Steinhard, — laevis Greynfeltt (3), — vulgaris Greynfeltt (3).
Mycteroperca bonaci (Poey.) Evermann u. Marsh, — bowersi n.sp. Evermann
u. Marsh.
Myctophum novaeseelandiae n.sp. Steindachner.
Myliobatis aquila Greynfeltt (5), Schacherl, — erciensis n. sp. (foss.) Salinas, —
gemmellaroi n. sp. (foss.) Salinas, — nieuhofii Aleoek, — siculus n. sp. (foss.)
Salinas.
Myomyrus macrodon Blgr. Boulenger (10).
Myrichthys oculatus (Kaup). Evermann u. Marsh.
M yripristis japonicus C. u. V. Jordan u. Fowler (%), — lima Gthr. Steindachner (1),
— murdjan C. V. Boulenger (16), Steindachner (1).
Myzine Bühler, Warren, — glutinosa L. Warren.
Myzocephalus japonicus Stdehr. u. Doederl. $ordan u. Fowler (6).
Nannochorax brevis n. sp. Boulenger (2), — elongatus Blgr. Boulenger (19), — fas-
ciatus Gthr. Boulenger (10), — niloticus Joannis Boulenger (25), — taenia
Blgr. Bouienger (2, 10).
Nannaethiops unitaeniatus Gthr. Boulenger (7).
Narcine brasiliensis Fritsch.
Nasus lituratus C. V. Steindachner (1), — Zuberosus Alcock, — unicornis Gthr.
Alcock, Steindachner (8).
Nectroplus bocourti n. sp. Vaillant u. Pellegrin.
Nemachilus abyssinicus n. sp. Boulenger (29), — barbatula Linn. Bouienger (4, 5, 6),
— enepipterus n. sp. Vaillant (4), — obesus n. sp. Vaillant (4).
Nemipterus matsubarae n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Neobola bottegi Vineig. Boulenger (3).
Neoditrema ransonneti Stdr. Jordan u. Sindo (1).
Neoliparis mucosus Jordan u. Snyder (1).
Neomaenis apodus (Walb. Evermann u. Marsh, — analis (Cuv. u. Val.) Evermann
u. Marsh, — aya (Bloch) Evermann u. Marsh, — blackfordi Goode u. Bean
Bean (}), — cyanopterus (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — griseus (Linn.)
Evermann u. Marsh, — jocu (Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh, — mahogoni
Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — megelophthalmus n. sp. Evermann u.
Marsh, — synagris (Linn.) Evermann u. Marsh, — vivanus (Cuv. u. Val.)
Evermann u. Marsh.
Neomordacia Plate.
Neopereis aurantiaca Doederl. Jordan u. Snyder (2), — multifasciat« Doederl.
Jordan u. Snyder (2), — sexfasciata Schlegel Jordan u. Snyder (2).
Neormordacia Plate.
IV. Pisces für 1902. 101
Neozoarces pulcher Steindachner Jordan u. Snyder (6), — steindachneri n.sp.
- Jordan u. Snyder (6).
Notidanus medinae n. sp. Philippi, — wolniczki n. sp. Philippi.
Notothenia Boulenger (1), — colbecki n. sp. Boulenger (1), — nicolai n. sp. Bou-
lenger (l).
Nototheniidae Jordan u. Suyder (2).
Notropis atherinoides Raf. Evermann u. Kendall (1,2, 3), Meek (2), — blennius
Girard Evermann u. Kendall (1,2, 3), — cayuga Meek Evermann u. Kendall (1),
Meek (2), — cornutus (Mitch.) Evermann u. Kendall (1,2, 3), Evermann
u. Goldsboreugh (1), Meek (2), — heterodon (Cope) Evermann u. Kendall (1),
Meek (2), — hudsonius (Clinton) Evermann u. Goldsberough (1), Meek (2),
— frigidus (Girard) Evermannu. Goldsboreugh (2), — lermoe n. sp. Evermann
u. Goldsborough (2), — muskoka Meek Meek (2), — robustus n. sp. Meek (1),
— rubifrons (Cope) Evermann u. Kendall (1, 2, 3), — santarosaliae n. sp.
Meek (1), Evermann u. Goeldsborougsh (2), — whipplü Gir. Evermann u.
Goldsborough (1), Evermann u. Kendall (1, 2, 3).
Notwrus flavus Rafinesque Bean (l), Evermann u. Kendall (1).
Novacula (Inüstius) nigra n. sp. Steindachner (1), — pavo Gthr. Steindachner (1)
— tetrozona Blkr. Steindachner (I), — vanicolensis Gthr. Steindachner (1).
Nummoplates pauciders n. sp. (foss.) Priem, — vaillanti n. sp. (foss.) Priem.
Ocyurus chrysurus (Bloch) Evermann u. Marsh.
Odontaspis macrotus Ag. (foss.) Leriche (2).
Odontobutis obscurus Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Odontostomus atratus Aleock, — hyalinus Brauer.
Odontoscion dentex (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh.
Ogcocephalidae Jordan u. Sinde (2).
Ogcocephalus vespertilio (Linn.) Evermann u. Marsh.
Oligoplites saurus (Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh.
Oncorhynchus tshawytscha Walbaum Bean (1), — keta Walbaum Jordan u. Snyder
(3), — kisutch Walbaum Jordan u. Snyder (3), — masou Brevoort Jordan u.
Snyder (3), — nerka Walbaum Jordan u. Eayure (3).
Onirodes glomerosus Alcock.
Onus mustela Paul.
Ophictus gomesii (Castelnan) Evermann u. Marsh.
Ophidiidae Jordan u. Fowler (6).
Ophiocephalus obscurus Gthr. Boulenger (3), — striatus Bl. Smith (?), — tadianus
n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Ophioscion adustus (Agass.) Evermann u. Marsh.
Opistocentrus ocellatus Tilesius Jordan u. Snyder (6), — zonope n.sp. Jordan
u. Snyder (6).
Opisthognathidae Jordan u. Snyder (2).
Oplegnathus fasciatus Schlegel Jordan u. Fowler (1), — punctatus Schlegel Jordan
u. Fowler (1).
Opisthonema oglinum (Le Sueur) Evermann u. Marsh,
Opisthoproctus Brauer.
Opsartichthys pachycephalus Gthr. Jordan u. Evermann (3).
Oracanthus Destinez.
Oreoleueiscus ignatowi n. sp. Nikolski.
Orestias tirapatae n. sp. Boulenger (24).
102 IV. Pisces für 1902.
Orodus Destinez.
Orthopristis chrysopterus Bean (1), Evermann u. Goldsborough (2).
Osbeckia scripta Osbeck Jordan u. Fowler (2).
Osmeroides viranensis Fritsch (foss.) Fritsch u. Bayer.
Osmerus dentex Steind. Jerdan u. Snyder (3), — eperlanus L. Bade, Boulenger
(6), — eperlanus var. spirinchus Arnold, — mordax Mitchill Bean (1), Ever-
mann u. Kendall (2, 3).
Osphromenus Boettger.
Osteogeniosus Boettger.
Ostracodermata Patten (1).
Ostracontidae Regan (3).
Ostracophori Patten (1).
Ostracion Regan (3), — cornutum L. Jordan u. Fowler (2), — diaphanum Bloch.
u. Schneider Jordan u. Fowler (2), — gibbosum L. Jordan u. Fowler (2),
— immaculatum Schlegel Jordan u. Fowler (1). — punctatus Lac. Stein-
dachner (1).
Otholithus (?) cirrhosoides Schubert, — compactus Schubert, — corii Schubert, —
cirrhosoides, Schubert, — depressus Schubert, — dubius Schubert, — excissus
Schubert, — fuchsi Schubert, — gemmoides Schubert, — gracilis Schubert,
— kittli Schubert, — kokeni Schubert, — levis Schubert, — plenus Schubert,
— subgemma Sehubert, — subeirrhosus Schubert, — subsimilis Schubert,
— telleri Schubert.
Otophidium asiro n.sp. Jordan u. Fowler (2).
zorthe dictyogrammus Herz. Jordan u. Snyder (6).
Pachygnathus capistratum Schaw. Jordan u. Fowler (2), — conspicillum Bloch.
u. Schneider, Jordan u. Fowler (2).
Pagellus Sim (4).
Pagrus lepsii n. sp. (foss.) Wittich.
Pantodon buchholzi Ptrs. Popta.
Pantosteus plebeius (Baird u. Girard) Evermann u. Soldsborough (2).
Paramaloptera n. g. obscura n. sp. Vaillant (4).
Parailia congica Blgr. Abo Boulenger (7), — longifilis n.sp. Boulenger (2).
Paraliparis australis n. sp. Gilchrist (2).
Paraluteres priomurus Bleeker Jordan u. Fowler (2).
(Paralichthodes) algoensis n. sp. Gilehrist (2).
Paralichthys dentatus Linn. Bean (1), — lethostigmus Jordan u. Gilbert Bean (1),
— oblongus Mitchill Bean (1).
Paraluteres Bleeker Regan (3).
Parapercis ommatura n.sp. Jordan u. Snyder (6), — pulchella Schlegel Jordan
u. Snyder (2), hexophthalma Ehrenbg. Jordan u. Snyder (2).
Paraphoxinus pstrossii Stdr. Kolombatovie.
Paraphractura tenuicauda n. sp. Boulenger (2).
Paratilapia dorsalis n.sp. Pellegrin (5), — cavifrons Hilgend. Boulenger (3), —
longirostris Hilgend. Beulenger (3), — luebberti n.sp. Hilgendorf, — noto-
taenia n. sp. Boulenger (23), — retrodeus Hilgend. Boulenger (3), — sacra
Boettger, — serranus Pfeff. Boulenger (3), — wingatii n. sp. Boulenger (25).
Paratrachichthys Waite Boulenger (16), — prosthemius n. sp. Jordan u. Fowler (%).
Parelops prazakii n. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
Parexocoetus mesogaster (Bloch) Evermann u. Marsh.
IV. Pisces für 1902. 103
Parodon gestri n. sp. Beulenger (1%).
Parupeneus cyclostomus Steind. Steindachner (1), — dispilurus Day. Steindachner
(1), — pleurostigma Blkr. Steindachner (k), — trifasciatus Gthr. Stein-
dachner (1).
Pegasidae Boulenger (26).
Pellomula vorax Gthr. Agberi Boulenger (%).
Pelmatochromis polyodon (= P. multidens Pellegr.-Rec.) Boulenger (9), — taeniatus
n. sp. Boulenger (2).
Peltacephala Patten (1).
Pempheris nycterentes n. sp. Jordan u. Evermann (3).
Pelmatochromis polyodon Boulenger = P. taeniatus Blgr. Boulenger (9).
Pempheris otaitensis Boulenger (16), — molucca Boulenger (16).
Perca Faussek, Meinertz, — flavescens Mitchill Bean (1), Evermann u. Golds-
borough (1), Evermann u. Kendall (1, 2, 3), Meek (2), — fluviatilis L. Arnold,
Boulenger (4, 5, 6), de Saint-Paul.
Peprilus medius Regan (1), — palometa Regan (1), — paru L. Evermann u. Marsh,
Regan (1), simillimus Regan (1), — triacanthus Regan (1).
Percesoces Hay (1).
Pereichthys trucha Palmira Boulenger (20).
Perciformes Jordan u. Snyder (2).
Percina caprodes Rafinesque Meek (2), Evermann u. Goldsborough (1), Ever-
mann u. Kendall (1, 2, 3).
Percis schauinslandi n. sp. Steindachner (1).
Percopsis guttatus Agassiz Meek (2), Evermann u. Kendail (1,2, 3).
Periophthalmus Alcock.
Peripristis St. John Eastman (5).
Peristedion gracile Goode u. Bean Evermann u. Marsh.
Petenia splendida Gthr. Evermann u. Goldsberough (2).
Petrocephalus simus Sauv. Boulenger (10).
Petrochromis nyassae n. sp. Boulenger (23) ?, — andersoni Blgr. Boulenger (3).
Petrometopon eruentatus (Lac.) Evermann u. Marsh, Evermann u. Goldsborough (2).
Petromyzon Bühler, Dendy u. Oliver, Faussek, Giakomini (1), Johnston (2, 3),
Meinertz, Reese, Regand u. Policard (1, 2), Warren, — branchialis Linn.
Boulenger (5), — fluviatilis L. Bade, Boulenger (4, 5, 6), Kölster, — marinus
L. Bade, Bean (1), Boulenger (6), Giakomini (1), Warren, — »laneri Bl.
Bade, Beard (1), v. Descö, Giakomini (1), Koltzoff, Lubosch (1).
Petroscirtes elatus n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Philypnus dormitor (Lacep.) Evermann u. Goldsborough (2), Evermann u.
Marsh.
Pholidapus dybowskii Stdr. Jordan u. Snyder (6), — grebnitzkii Bean u. Bean
Jordan u. Snyder (6), — dolichogaster Pallas Jordan u. Snyder (6).
Pholis fasciatus Bl. u. Schneid. Jerdan u. Snyder (6), — pictus Kner. Jordan
u. Snyder (6), — Zaczanowskii Steindachner Jordan u. Snyder (6).
Photoblepharon n. g. palpebratus Weber.
Photostomias atrox Alcock.
Phoxinus laevis Agas. de Saint-Paul.
Phractura Blgr. Boulenger (10), — ansorgüü Blgr. Boulenger (7), — bovei
Boulenger (10), — lindica n. sp. Boulenger (10). scaphyrhynchura Vaill.
Boulenger (10).
104 IV. Pisces für 1902.
Phitinobranchii Hay (il).
Phyllodoce paretti Goodrich (2).
Phyllodus gaudryi n. sp. (foss.) Priem.
Pimelodus gaudryi Leriche (foss.) Leriche (4), — sadleri Heck (foss.) Leriche (4).
Pimelopterus fuscus C. V. Steindachner (}).
Pimephales notatus Rafinesque Meek (2), Evermann u. Goldsborough (2), Ever-
mann u. Kendall (1, 2,3), — promelas Rafinesque Meek (2), Evermann u.
Hendall (1).
Placodermata Jaekel (2).
Placodes Beard (3).
Plagiostomata Greynfeltt (3, 4), Schaecherl, Steinhard.
Plagodus ferox Gthr. Hutton (1).
Platophrys lutanus (Linn.) Evermann u. Marsh, — ocellatus (Agass.) Evermann
u. Marsh, — pantherinus Blkr. Steindachner (1), — pavo Blkr. Steindachner (1).
Platysomathichthys hippoglossoides (Walb.) Ehrenbaum.
Plecoglossus ailivelis Schleg. Jordan u. Snyder (3).
Plectognathi Regan (3), Swinnerton.
Plectorhynchus ocyurus n.sp. Jordan u. Evermann (3).
Plectromus Gill. Boulenger (16).
Pleurogramma antarcticum n. sp. Boulenger (1).
Pleuronectes Williams, — flesus L. Reibisch, Me Entosh, Schiemenz, —
limanda L. Me Entosh, Schiemenz, — platessa L. Me Intosh, Beibisch.
Schiemenz.
Pleuronectidae Boulenger (27), Cole, Cunningham (I), Thomson, Williams.
Plotosus arab Alcock.
Podatelidae Boulenger (28).
Poecilia butleri Jord. Evermann u. Goldsborough (2), — quiützeoensis B. A. Bean
Meek (1), — vivipara (Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh.
Pogonias Linn. Bean (1).
Polistotrema stouti Greene.
Pollachius virens L. Bean (1).
Polyodon, spathula Walbaum Beack, Bean (1), Evermann (1).
Polydactylus virginicus (L.) Evermann u. Marsh.
Polymizia Lowe Boulenger (16), — japonica Steindachner Boulenger (16), Jordan
u. Fowler (7).
Polynemus quadrifilis L. Munamhor Boulenger (%), — sexfilis C. V. Stein-
dachner (1). -
Polyodon spathula Walb. Evermann u. Goldsborough, Nachtrieb (1).
Polypterus Geoffr. Boulenger (8), — bichir Geoffr. Boulenger (8, 25), — congicus
Blgr. Boulenger (8), Moore, — delhezi Blgr. Boulenger (8), — endlicheri Heck.
Boulenger (%, 8, 25), — lapradii Str. Boulenger (7, 8), — ornatipinnis Blgr.
Boulenger (8), — palmas Ayr. Boulenger (8), — reiropinnis Vaill. Boulenger (8),
— senegalus Cuv. Budgett (1), Boulenger (3, %, 8, 25), — weeksii Blgr. Bou-
ienger (8).
Pomacentrus Jordan (3), Jordan u. Snyder (4), — arcuatus (Linn.) Evermann
u. Marsh, — coelestris J. u. S. Jordan u. Snyder (4), — tripunctatus Cuv. u. Val.
Jordan u. Snyder (4), — violascens Bleeker Jordan u. Snyder (4).
IV. Pisces für 1902. 105
Pomadasis erocro (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — productus (Poey) Ever-
mann u. Marsh, — ramosus (Poey.) Evermann u. Goldsberough (?), Evermann
u. Marsh.
Pomatomus Brauer, Supino, — satatrix L. Bean (1), — telescopium Schadel
Supino.
Pomolobus chrysochloris Rafinesque Bean (1), — cyanonoton Storer Bean (1), —
mediocris Mitchill Bean (1), — pseudoharengus Wilson Bean (1), Evermann
u. Kendall (1, 3),
Pomotis hexacanthus Jord. Bade.
Pomoxis annularis Rafinesque Bean (1), — sparoides Lacep. Bean (1), Evermann
u. Kendall (1, 3).
Pontinus beanorum n.sp. Evermann u. Marsh, — macrolepis Goode u. Bean
Evermann u. Marsh,
Porcelanaster coeruleus Alecock.
Porogadus guentheri n.sp. Jordan u. Fowler (6).
Priacanthus arenatus (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — ruentatus (Lacep.)
Evermann u. Marsh, — hamrur C. V. Steindachner (1).
Prionodes baldwini Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh.
Prionotus punctatus (Bloch) Evermann u. Marsh.
Pristigaster dolloi na, sp. Boulenger (10).
Pristiophorus japonicus Helbing.
Pristipoma guaruka Aleock.
Pristis Steinhard, — antiquorum Southwell (8, %), — peetinatus Latham. Ever-
mann u. Marsh.
Pristiurus Bean (1), Steinhard, — melanostomus Beard (1, 2).
Protocephalus simus Sauv. Boulenger (%).
Protopterus Kerr (3), Sewertzefi, — aethiopicus Heck Boulenger (3), Moore, —
— annectens Owen Boulenger (%).
Protosphyraena ferox Leidy (foss.) Fritsch u. Bayer.
Protosyngnathus sumatrensis Bouienger (26).
Prototroctes maraena Gthr. Waite (3).
Psammodus Destinez.
Psammosteidae Rohon.
Psenes edwardsii n. sp. Bigenmann (1), — pellucidus Lütk. Regan (fl), — cyano-
phrys Cuv. u. Val. Regan (1), — maculatus Lütk. Regan (k), — arafurensis
Gthr. Regan (1), — whiteleggii Waite Regan (8), — indicus Day. Regan (1),
— regulus Poey. Regan (ii).
Psenopsis anomala Schleg. Regan (1), — cyanea Alc. Regan (1).
Pseudaluteres Bleeker Regan (3), — nasicoris Schlegel Jordan u. Fewler (2).
Pseudobalisies flavimarginatus Büppel Jordan u. Fowier (?).
Pseudocarus collana Rüpp. (= bataviensisBlkr.) Steindachner (1), — sumba-
vensis Blkr. Steindachner (1), — troschelii Blkr. Steindachner (1).
Pseudochromidae Jordan u. Snyder (2).
Pseudolabrus cossyphoides n. sp. Steindachner (1), — gracilis Steindachner Jordan
u. Snyder (4), — japoricus Houttuyn Jordan u. Snyder (4), — ruber Cast.
Waite (2).
Pseudolais tetranema n. sp. Vaillant (4).
106 IV. Pisces für 1902.
Pseudomonacanthus Bleeker Regan (3), Jordan u. Fowler (2), — modestus Günth.
3ordan u. Fowler (2), — oblongus Cockerell.
Pseudoplesiops squamiceps n. sp. Boulenger (10).
Pseudopleuronectes americanus Walbaum Bean (1), Evermann u. Kendall (3),
Williams.
Pseudoscarus arabicus n.sp. Steindachner (2). — guacamaia (Cuv.) Evermann
u. Marsh,
Psilocephalus Swainson Regan (3).
Pteraspis Patten (1, %), — mansfieldensis Woodward (4).
Pterichthys Patten (1, 2).
Pterocapoeta maroccana Güniher (2).
Pteroidonus quwinquarius Günther Jordan u. Fowler (6).
Pterois barberi n. sp. Steindachner (1), — volitans Aleock.
Pterophryne gibba (Mitch.) Evermann u. Marsh, — histrio E. Jordan u. Sindo (2),
— ranina Tilesius Jordan u. Sindo (2).
Pieroplataea micrura Aleock.
Pteropsaron n.g. evolans n.sp. Jordan u. Snyder (2), — P. verecundum n. sp.
Jordan u. Snyder (2).
Ptychodus decurrens var. multiplicatus Leriche (3) ?, — carapetiae n. sp. (foss.)
Salinas, — catulloı n. sp. (foss.) Salinas.
Pyenodus munieri n. sp. (foss.) Priem (2), — savini n. sp. (foss.) Priem (2), —
scrobiculatus Reuss (foss.) Leriche.
Pygnosteus undecimalis n.sp. Jordan u. Starks.
Pygosteus pungitus L. Meek (2), — undecimalis Jordan u. Starks Jordan u. Starks.
Raja Steinhard, Romano (1), — batis L. Beard (2, 3), Greynielti (3, 5), Policard,
Regaud u. Policard (f), — circularis Cunch. Sim (2), — eglanteria Bose.
Bean (I), — erinacea Mitchill Bean (I), — lZaevis Mitch. Bean (I), —
magellanica n. sp. Philippi, — marginata Greynieltt (3,5), — mosaica
Greynieltt (3, 5), — ocellata Mitchill Bean (1), — punctata &reynieltt (3, 5),
— radula Thoms. Sim (2).
Ranzania Nardo Regan (3).
Rasbora sumatrana Blkr. Vaillant (4).
Regalecus Jordan (5).
Rhamdia oaxacae n. sp. Meck (I), — wagneri (Gthr.) Evermann u. Golds-
borough (2).
Rhachycentron canadus Linn. Bean (l).
Rhina squatina Alcock.
Rhineodon punctatus Gill.
Rhinichthys atronasus Mitch. Evermann u. &oldsborough (3), Evermann u. Ken-
dall (1).
Rhinobatus lentiginosus Garman Evermann u. Goldsborough (2).
Rhinodon pentalineatus Kish. Gill, — punctatus Gill, — typicus Smith Bean (1),
Gill,
Rhinichihys atronasus Mitchill Meek (2), Evermann u. Kendall (2, 3), — cataractae
C. u. V. Meek (2), Evermann u. Kendall (2, 5).
Rhodeus amarus Beettger.
IV. Pisces für 1902. 107
Rhomboidichthys azureus Aleock.
Rhomboplites aurorubens Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh.
Rhombus maximus Me Intesh, Schiemenz, — paru L. Bean (1), — triacanthus
Peck. Bean (1).
Rhynchobatis Steinhard.
Roccus chrysops Rafinesque Bean (l), Evermann u. Kendall (1), — lineatus
Bloch. Bean (l), Evermann u. Kendall (3).
Rudarius erodes n. sp. Jordan u. Fowler (2).
Ruvettus pretiosus Supino.
Rypticus bistrispinus Mitch. Evermann u. Marsh, — coriaceus Cope Evermann
u. Marsh, — saponaceus Bloch u. Schn. Evermann u. Marsh,
Rytidaspis murrayi Woodward (4).
Saccogaster maculata Alcock.
Sagenodus Woodward (4).
Salangidae Jordan u. Snyder (3).
Salanz ariakensis Kishinouye Jordan u. Snyder (3), — microdon Bleeker Jordan
u. Snyder (3).
Salarias ceramensis Bleeker Jordan u. Snyder (6), — edentulus Gthr. Steindachner
(1), — namiyei n. sp. Jordan u. Evermann (3), — simonyi n. sp. Stein-
dachner (2).
Salmonidae Albert, Barton, Bund, Calderwoed, Dahl, Harrie-Brown, Jordan,
Jordan u. Snyder (3), Kyle, Leydig, Ravenel, Sage, Sebotta, Townsend, —
blackistoni Hilg. Jerdan u. Snyder (3), — fario L. Bade, Bean (tk), v. Descö,
Schmitt, — fontinalis Mitch. Bade, — fario u. fontinalis Bean (1), — gairdneri
Richardson Bean (1), — henschawi Gill u. Jordan Bean (1), — hucho L. Bade,
— irideus Gibb. Bade, Bean (I), de Saint-Paul, Meek (2), — lacustris L.
Bade, — lemanus Cuvier Bean (1), — ouananiche Me Carthy Evermann u. Ken-
dall (3), — perryi Brevoort Jordan u. Snyder (3), — salar L. Bade Barton,
Barrett-Hamilton, Bean (1), Boulenger (4, 5, 6), Evermann u. Kendalil (1, 2, 3),
— salar Sund var. nobilis Smitt, — salar Sund var. trutt« Flem. Ehrenbaum,
— salvelinus L. Bade, — sebago Giard Bean (1), Evermann u. Kendall (2),
— trutta L. Bade, Boulengsr (4, 5, 6), Dahl, Schmitt, — trutta levenensis Walker
Bean (!), — umbla L. var. alpinus L.
Salvelinus alpinus Linn. Bean (1), — aureolus Bean Bean (t), — fontinalis Mitch.
Bean (1), Evermann u. Goldsborough (1), Evermann u. Kendall (2, 3), Meek (2),
— marstoni Garman Evermann u. Kendall (3).
Sarda sarda Bloch Bean (1).
Sardinella macrophthalma (Ranz.) Evermann u. Marsh, — humeralis (Cuv. u. Val.)
Evermann u. Marsh, Evermann u. Goldskorough (2).
Sardinioides illustrans n. sp. (foss.) Woodward (}).
Sargus annulatus Stephan (1,2, 4, 8).
Scardinius erythropkthalmus Heck u. Kner. de Saint-Paul, Rouie (3),
Scaphirhynchus platorhynchus Raf. Evermann (1).
Scaridae Jordan u. Snyder (4).
Scartichthys enosimae n.sp. Jordan u. Snyder (6), — stellifer n.sp. Jordan u.
Snyder (6).
108 IV. Pisces für 1902.
Scarus coeruleus (Bloch) Evermann u. Marsh, — croicensis (Bloch) Evermann
u. Marsh, — globiceps Cuv. u. Valenciennes Jordan u. Snyder (4), — ovifrons
Schlegel Jordan u. Snyder (4), — vetula Bloch u. Schn. Evermann u. Marsh.
Schilbe dispila Gthr. Bouienger (3), — emini Hilgend. Boulenger (3), — mystus
C. u. V. Boulenger (25), — senegalensis C. u. V. Abo Boulenger (7).
Schilbeodes gyrinus (Mitch.) Evermann u. Kendall (l), — miurus Jord. Evermann
u. Kendall (), Evermann u. Geldsborough (1).
Schizospondylus dubius n. sp. Fritsch u. Bayer.
Sciaena Alcock, — depressus Sehubert, — dubius Schubert, — excissus Schubert,
— fuchsi Sehubert, — gemmoides Schubert, — gracilis Schubert, — heinii n. sp.
Steindachner (2%), — kitili Schubert, — kokeni Sehubert, — levis Schubert, —
telleri Schubert, — subgemma Schubert, — subsimilis Schubert, — corti
Schubert, — compactus Schubert.
Sciaenidae Schubert.
Sciaenops ocellatus L. Bean (1).
Selerodermi Regan (3).
Scomber colias Gmelin Bean (1), — scombrus L. Bean (I), Evermann u. Kendall (3).
Scomberomorus maculaius Mitchill Bean (1), Evermann u. Marsh, — cavalla Cuv.
Bean (1), Evermann u. Marsh, — regalis Bloch Bean (1), Evermann u. Marsh.
Scomberesox Swinnerton.
Scopelarchus guentheri Alcock.
Scopelogadus Vaill. Boulenger (16).
Scopelus novaeseelandiae n.sp. Steindachner (1), — sphengodes Lütk. Fowier.
Scorpaena albifimbria n.sp. Evermann u. Marsli, — Dbergii n.sp. Evermann
u. Marsh, — brasilensis Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh, — gibbosa Bl.
Schn. Steindachner (LE), — grandicornis Chv. u. Val. Evermann u. Marsh,
— plumieri Bloch Evermann u. Marsh.
Scylliogaleus n. g. queketti n. sp. Boulenger (21).
Scyllvum Steinhard, Stephan (3), Vialleton (2), — ceanicula Edgeworth, Greynfeltt
(1,2, 3), — catulus Greynieltt (2, 3), — chilense Guich. Steindachner (1),
— stellare Bottazzi.
Scymnus lichia Helbing.
Sebastes marinus L. Bean (1).
Selache maxima Gunn. Kershaw, Waite (5).
Selachii Burckhardt, Berliner, Bottazzi, Dohrn, Giakomini (}), Greynfeltt (1),
Johnston (1), Leydig, Retzius, Siephan (3, 4).
Selenichthyes Boulenger (26).
Selene vomer (L.) Evermann u. Marsh.
Semotilus atromaculatus Mitchill Bean (1), Evermann u. Goidsborongh (E), Ever-
mann u. Kendall (1, 3), — Meek (2), — bullaris Rafinesque Bean (1), — cor-
poralis (Mitch.) Evermann u. Kendall (1, 2, 3).
Semicossyphus reticulatus C. u. V. Jordan u. Snyder (4).
Seriolella bilineata Hutt. Regan (1), — brama Gthr. Rogan (1).
Seriola falcata Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh.
Seriolella porosa Guichen Regan (E), — velaini Sauv. Regan (1), — violaces Guichen
Regan (tk).
IV. Pisces für 1902. 109
Serranus Stephan (1, 6, 8), Kopsch (1), — gigas Bottazzi.
Serrivomer beani Gillu. Ryder Ekrenbaum,
Siceydium cagnitae Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — plumieri (Bloch)
Evermann u. Marsh.
Siganidae Jordan u. Fowler (4).
Siganus fuscescens Houtt. Jordan u. Fowler (4), — virgatus Cuv. u. Val. Jerdan
u. Fowler (4).
Sillaginidae Jordan u. Snyder (2).
Sillago bassensis C.u. V. Waite (2), — aeolus n.sp. Jordan u. Evermann (3),
— japonica Schlegel Jordan u. Snyder (?), — parvisquamıs Gill. Jordan
u. Snyder (2), — sihama Forsk. Jordan u. Snyder (2).
Siluridae Poche.
Süurus asotus L. Jordan u. Evermann (3), — glanis L. Bade, v. Deseö, Jaquet (2).
Siphostoma floridae (Jord. u. Gilb.) Evermann u. Marsh, — elucens (Poey) Ever-
mann u. Marsh, — jonesi (Gthr.) Evermann u. Marsh, — mackayi Swain u.
Meek Evermann u. Marsh.
Sirembo imberbis Schlegel Jordan u. Fowler (6).
Skiffia lerma n.sp. Meek (I), — variegata n.sp. Meek (1).
Smaris vulgaris Stephan (4, 8).
Solenostomidae Boulenger (26).
Solea (Pegusa) capensis n. sp. Gilchrist (2).
Solenostoma Beettger.
Sosia chamaeleon n. sp. Vaillant (4), — abildgaardi (Bloch) Evermann u. Marsh,
— aurofrenatum (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — Dranchiale (Poey)
Evermann u. Marsh, — chrysopterum (Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh,
— flavescens (Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh, — hoplomystax (Cope)
Evermann u. Marsh.
Sparisoma lorito Jord. u. Swain. Evermaan u. Marsh, — niphobles Jord. u. Boll.
Evermann u. Marsh, — rubripinne (Cuv. u. Var.) Evermann u. Marsh, —
viride (Bonnaterre) Evermann u. Marsh, — zystrodon (Jord. u. Swain)
Evermann u. Marsh.
Sparus argentatus Tewer (1), — dentex Tower (1), — palpebratus Bodd. Weber.
Siphaerodon grandoculis Klunz. Steindaehner (1).
Spheroides marmoratus (Ranzani) Evermann u. Goldsborough (2), Evermann
u. Marsh, — ocellaitus Osb. Jordan u. Fowler, — testudineus L. Evermann
u. Goldsborough (2), Evermann u. Marsh, — spengleri (Bloch) Evermann
u. Marsh.
Sphyraena agam Büpp. Steindachner (1), — barracuda (Walb.) Evermann u.
Marsh, — guachanche (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh, — pieudilla Boey.
Evermann u. Marsh.
Sphyrna zygaera (Linn.) Evermann u. Marsh.
Spinax niger Heibing. Ruge.
Squalidae Greynfeltt (3, 5).
Squalus bearnensis Blanch. de Saint-Paul, — burdigaensis Cuv. u. Val. de Saint-
Paul, — cephaeus de Saint-Paul.
Squalius cephalus Bonap. de Saint-Paul, — dobula Heck. v. Deseö.
110 IV. Pisces für 1902.
Squatina Steinhard, — angelus Greynfeltt (3), — gaudryi n.sp. (foss.) Priem.
Stalix n. g. histrio n. sp. Jordan u. Snyder (2).
Stenodus chrysops Morgan.
Stenotomus chrysops L. Bean (1).
Stephanolepis brocki Bleeker Cockerell. — cirrhifer Schlegel Jordan u. Fowier (2),
— japonicus Tilesius Jordan u. Fowler (2), — oblongus Schlegel Jordan
u. Fowler (2).
Sternoptichidae Brauer.
Stethojulis alboviitata Gthr. Steindachner (1), — psacas n. sp. Jordan u. Snyder (4),
— terinan. sp. Jordan u. Snyder (4), — trigiventer Bennet. Jordan u. Snyder (4),
— trossula n. sp. Jerdan u. Snyder (4).
Stichaeopsis nana Kner. u. Steind. Jerdan u. Snyder (6).
Stichaeus islandicus ©. V. Schiemenz (1), — nozawae n.sp. Jordan u. Snyder (6).
Stizosiedion canadense Simth Bean (1), Evermann u. Kendail (1, 2, 3), — canadense
griseum De Kay Bean (!).
Stizossedion vitreum Mitch. Bean (1), Evermann (1), Week (2), Evermann u.
Kendail (1,2, 3).
Stolephorus brownii Gmelin Bean (1), Evermann u. Marsh, — choerostomus Goode
Evermann u. Marsh, — cubanus Poey. Evermann u. Marsh, — garmani
Everm. u. Marsh Evermann u. Marsh, — gilberti Everm. u. Marsh Evermann
u. Marsh, — Iyolepis n.sp. Evermann u. Marsh, — mitchilli Cuv. u. Val.
Bean (1), — perfasciatus Poey. Everman u. Marsh, — productus Poey Ever-
mann u. Marsh.
Stomatorhinus humilior Bler. Boulenger (10).
Stromateoides sienensis Euphras Regan (1), — cinereus Bioch Regan (1).
Stromateidae Regan (1).
Stromaleus Prymak, — fiatola L. Regan (1), — maculatu Cuv. u. Val. Regan (1),
— microchirus Cuv. u. Val. Regan (l).
Stylophthalmus paradoxus Br. Brauer (3).
Syacium mierurum Ranz. Evermann u. Marsh.
Symphurus plagusia Bloch. u. Schn. Evermann u. Marsh.
Synagrops japonica Doederl. Jordan u. Fowler (5), —
Symbranchus marmoratus Bloch. Evermann u. 6Goldsberough (2).
Syncephalata Patten (1).
Syngnathidae Boulenger (26).
Synodontis afro-fischeri Hilgend. Boulenger (3), — batensoda Rüpp. Boulenger (25),
— citernii Vincig. Boulenger (3), — decorus Blgr. Boulenger (19), — gam-
besiensis Gthr. Assay Bouienger (7), — greshoffi Schildh. Boulenger (10),
— longirostris n. sp. Boulenger (?), — frontosus Vaill. Boulenger (25), —
membranaceus Geoffr. Assay, Abo Boulenger (%), — multimacul atus n. Sp.
Boulenger (2), — pleurops Blgr. Boulenger (10), — robbianus J. A. Smith,
Oguta, Abo, Ossmari Boulenger (7), — schall Bl. Schn. Beulenger (25), —
smiti n. sp. Boulenger (2), — zambezensis Ptrs. Beulenger (3).
Synodus intermedius (Agass.) Evermann u. Marsh, — foetens (Linn.) Evermann
u. Marsh, — varinus Blkr. Steindachner (1),
Tachynectes vinarensis u. sp. (foss.) Fritsch u. Bayer.
IV. Pisces für 1902, Kr
Tauredophidium hextii Alcock.
Tarpon atlanticus (Cuv. u. Val.) Evermann u. Marsh.
Tautoga onitis Linn. Bean (1).
Tautogolabrus adspersus Walbaum Bean (1).
Teleostei Favaro (1,2), Giakomini (2), Johnston (I), Leydig, Prymak, Sobotta,
Stephan (1, 6), Supino, Swinnerton, Swaen u. Brachet, Vielloton (1).
Tentis argentatus Quoy u. Gaim. Jordan u. Fowler (4), — bahianus (Castelman)
Evermann u. Marsh, bipunctatus Gthr. Jordan u. Fowler (4), — coeruleus
(Bloch u. Schn.) Evermann u. Marsh, — hepatus Linn. Evermannu. Marsh,
— triostegus L. Jerdan u. Fowler (4).
Tetragonurus cwvieri Risso Waite (3).
Tetrodon bimaculatus Richardson Regan (3), — caudofasciatus Gthr. Steindachner
(1), — fahaka Hasselg. Boulenger (25), — fasciatus Me Clell. Regan (3), —
flwviatilis Ham. Buch. Regan (3), — hypselogenion Bleeker Regan (3), —
hypselogenion Day. Regan (3), — hypselogenion (part) Günther Regan (3),
— inermis Schlegel Regan (3), — marginatus Rüpp. Steindachner (1) —
miurus n. sp. Boulenger (2), — ocellatus Linn. Regan (3), — pinguis n. Sp.
Vaillant (4), — pleurosticus Günther Regan (3), — pustulatus Muray Regan (3),
— setosus Jordan (3).
Thalassoma ancitense Gthr. Waite (2), — cupido Schlegel Jordan u. Snyder (4),
— dorsale Quoi u. Gaimard Jordan u. Snyder (4), — lutescens Solander Jordan
u. Snyder (4), —
Therapon theraps Aleock.
Thymallus vexillifer Agass. v. Descö, Boulenger (4), — vulgaris Nils. Bade.
Thynnus germo Lacep. Scharf, — thynnus Linn. Bean (1), Beard (3).
Thynnichthys polylepis Blkr. Yaillant (4).
Tilapia galilaea Hasselg. Boulenger (7, 25), magdolenae Boettger, — nilotica
Beeitger, Bouienger (3, 7, 25), — nuchisquamulata Hilgend. Boulenger (3),
— stormsi n. sp. Beulenger (18), — strigigena Boettger, — zillii Gerv. Bou-
lenger (3, 25).
Tinca Meinertz, Giakomini (1), — tinca L. Bean (1), — vulgaris Cuv. Boulenger
(4, 5, 6), de Saint-Paul, Segre.
Torpedo marmorata Bettazzi, Fritsch, Coggi, Couvreur, Froriep, Greyn-
feltt (5), Romano (1, 2), Joseph, Solger, Steinhard, Cavalie, Fritsch, Greyn-
feltt (3), Leydig, Menel, Vialleton (3), — var. alboguitata Fritsch, — var.
annulata Writsch, — var. limbata Fritsch, — var. marmorata Fritsch, —
var. nigrogutiata Fritsch, — ocellata Bettazzi, Dohrn, Fritsch, — panthera
Ehrb. Fritsch, — sinus persici Rüpp. Fritsch.
Trachichtidae Jordan u. Fowler (7).
Trachichthyoides ornatus Woodward (1).
Trachichthys darwini Johnson Boulenger (16), — mediterraneus Beulenger (16),
— pacificus Boulenger (16).
Trachinocephalus myops (Forster) Evermann u. Marsh.
Trachinoidea Jordan u. Snyder (2).
Trachinotus carolinus L. Bean (1), Evermann u. Marsh, — falcatus (L.) Evermann
u. Marsh, — glaucus (Bloch) Evermann u. Goldsberough (2), Evermann u.
Marsh.
112 ‚IV. Pisces für 1902.
Trachinus araneus Cuv. Kolombatoevie, — draco Briot (1, 2).
Trachurops erumenophthalmus (Bloch) Evermann u. Marsh,
Trachyglanis minutus n. sp. Boulenger (2).
Tremataspis Patten (1, 2).
Trematomus bernacchii n. sp. Boulenger (1), — borchgrevinki n. sp. Boulenger (1),
— hansori n. sp. Boulenger (1), — newnesi n. sp. Boulenger (1).
Triacanihidae Jordan u. Fowler (2), Regan (3).
Triacanthodes Bleeker Regan (3), — anomalus Schlegel Jordan u. Fowler (2).
Triacanthus Cuv. Regan (3), — brevirostris Schlegel Jordan u. Fowler (2).
Tridentiger bijasciatus Steind. Jordan u. Fowler (5), — bucco Jord. u. Snyder
$ordan u. Fowler (5), — obscurus Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Trichiurus lepturus L. Evermann u. Marsh.
Trichodon trichodon Tilesius Jordan u. Snyder (2).
Trichogaster Boeittger.
Triehomycterus borellii Blgr. Palmirs Boulenger (20), — burmeisteri Berg
Boulenger (20).
Trigla kumoides n. sp. Steindachner (1).
Triglopsis thompsoni Girard Evermann u. Kendall (1).
Trigon violacea Bottazzi, — pastinaca Greynfeltt (3), — elongatus Brauer (3),
Gilehrist ( ).
Tripterophyeis n. g. güchristi n. sp. Boulenger (39).
ripterygium bapturum n,sp. Jordan u. Snyder (6), — etheostoma n. sp. Jerdan
u. Snyder (6).
Triodon Regan (3).
Tropheus moorei Boettger.
Tropidichthys Bleeker Regan (3).
Trutta Swaen u. Brachet, Kopsch (1), Townsend, Vialleton (1), — fario Sieb.
de Saint-Paul, Moroif.
Trygon Greynfeitt (5), Steinhard, — bleekeri Aleock, — walga Aleock.
Tylosurus tardeola Cuv. u. Val. Evermann u. Marsh, — notatus Poey Evermann
u. Geldsborough (2), — raphidoma Ranz. Evermann u. Marsh, — timueu
Walb. Evermann u. Goldsberough (2). Evermann u. Marsh.
Ulaema lefroyi (Goode) Evermann u. Marsh.
Umbra krameri Fitz. Bade. — limi (Kirtl.) Evermann u. Kendall (1, 2, 3), Meek (2).
Umbrina coroides C. V. Evermann u. Marsh. — pecchiolii Lawley De Alessandri.
— plenus Schubert.
Upenoides taeniopterus Day. Steindachner (f).
Upeneus maculatus (Bloch) Evermann u. Marsh, — martinicus C. V. Evermann
u. Marsh, — parvus Poey Evermann u. Marsh.
Uranidea franklini Agassiz Meek (2). — gracilis (Heck) Evermann u.
Kendall (1, 2).
Uranoscopidae Jordan u. Snyder (2).
Uranoscopus bieinctus Schlegel Jordan u. Smyder (2), — japonicus Houttuyn
Jordan u. Snyder (2), — oligolepis Bleeker Jordan u. Snyder (2).
Uronectes parri Ross. Ehrenbaum.
Urophyeis tenuis Mitchill Bean (1).
IV. Pisces für 1902. 113
Volenciennia longipinnis Benn. Waite (3).
Velasia Dendy u. Margaret, Olivier, Plate, — stenosiomus Ogilby Waite (2).
Verreo oxycephalus Blkr. Jordan u. Snyder (4).
Vomer gabonensis Guich. Evermann u. Marsh.
Wallago nebulosus n. sp. YWaillant (4), — miostoma n. sp. Vaillant (4).
Watasea silvicola Jord. u. Sn. Jordan u. Fowler (6).
Winteria telescopa n. sp. Brauer (1).
Xenomystus nigri Gthr. Boulenger (%).
Xenopterus Hollard Regan (3).
Xesurus scalprum Cuv. u. Val. Jordan u. Fowler (4).
Xystaema cinereum (Walb.) Evermann u. Goldsborough (2).
Xiphias gladius L. Bean (1).
Xiphophorus jalapae n.sp. Meek (1).
Xystaema cinereum (Walb.) Evermann u. Marsh.
Yarra Plate.
Zacalles bryope Jordan u. Snyder (6).
Zacco n. g. evolans n.sp. Jordan u. Evermann (3), — pachycephalus Jordan u.
Evermann (3).
Zanclus canescens L. Jordan u. Fowler (4), — cornutus C. V. Steindachner (1).
Zanclidae Jordan u. Fowler (4), Swinnerion.
Zebrasoma flavescens Bennet Jordan u. Fowler (4).
Zenopsis nebulosa Schlegel Jordan u. Fowler (4).
Zeorhombi Boulenger (27).
Zeidae Boulenger (%%), Jordan u. Fowler (4).
Zeus faber L. Byrne (2,3), Thilo (2), — japonicus C. V. Jordan u. Fowler (4).
Zoareidae Jordan u. Fowier (6).
Zoarces elongatus Kner. Jordan u. Fowler (6), — viviparus L. Sehiemenz (1).
Zoarchias n. g. veneficus n. sp. Jordan u. Snyder (6).
Zoogoneticus diazi n.sp. Meek (I), — miniatus n.sp. Meek (1).
Zygaena malleus Greynieltt (5).
Arch, f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1302, 24.11. H.1 (IV. 8
114
IV. Pisces für 1902.
Inhaltsverzeichnis.
I. Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten . . .» 2...»
188
III.
IV.
Übersicht nach dem Stoff.
Entwicklung: a, a ar. Me Nr ee 2
Anatomie, Histologie und Morphologie, Phylogenie, Hant, Muskeln,
Bänder, ‘Gelenke. ‚Skelet . 2.0... „ao a 2 De 2
Nervensystem, Sinneswerkzeuge, Leuchtorgane, Elektrisches Organ,
Darmkanal; SR: 2, #12 720805. 6 Verrelaenne W6 ME: 2Y
Mund, Darmkanal, Pneumatische Anhänge des Darmes, Gefäßsystem und
Leibeshöhle, Harn- und Geschlechtsorgane, Stoffwechsel, Physio-
logie, sekundäre Geschlechtscharaktere, Jugendformen, System
Lebensweise, Fischerei, Fischzucht, Geschichte . . . . .». 2. 2.2...
Faunistik.
Antarktische Meere, Arktische Meere, rn en. 5 > >
Asien, Afrika, Amerika, Australien, Polynesien . . ». .» 2x2...
Palaeontologie,, ., “x... 00% varan van ge ii Yinı- je er
Systematik, Übersicht der Nova. . .....%.:. 2,00. 100 era
Teleostei, Plectognathi, Pedieulati, Opisthomi . . 2». 2.2.2...
Acanthopterygü, Ophidiidae, Potadelidae, Congrogadidae, Zoarcidae,
Batrachidae, Blennudae © . oo un 00. ku mı ara
Gobiesocidae, Uranoscopidae, Nototheniidae, Leptoscopidae, Triglidae,
Cyclopteridae, Cottidae, Scorpaenidae, Gobiidae .. ......-
Pleuronectidae, Zeidae, Labridae, Pomacentridae, Cichlidae, Chaeto-
dontidae %,; .._u....°,% euren 1 „fen ee er: Ar
Caproidae, Mullidae, Sparidae, Pristipomatidae, Haplodactylidae,
Gerridae, Sciaenidae, Sillaginidae, Pseudochromidae, Pempheridae,
Beryeidae. . u. 0 nn 20000 8 we ee
Anacanthini, Gadidae, Anabatidae, Ophiocephalidae, Stromateidae,
Atherinidae, Scombresocidae, Catosteomi, Haplomi, Cyprinodontidae
Scopelidae, Galaxiidae, Apodes, Ostariophysi, Aspredinidae, Loricariidae
Physostomi,. Sıluridae ... = = „ua are» 2 sun. eh a ee
Gyprinidae won ame a en ee tee A
Characinidae, Malacopterygii, Stromatiidae, Alepocephalidae, Salmonidae,
Olupeidae, Mormyridae.. ... =. u 0 00a. er Me
Elopidae, Ganoidei, Holostei, Chondrostei, Crossopterygü, Ostracophori,
Holocephali, Plagiostomi. . . . . su.. eu eu mE Ve
Acanthodii, Ichthyotomü, Leptocardü. . . 2» 2.2.2... ar Re
V. Verzeichnis der im Bericht genannten Arten...» ve... 0%
I —
IV. Pisces für 1903.
Von
Prof. Dr. K. Eckstein.
(Inhaltsverzeichnis siehe am Schlusse des Berichtes.)
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten.
Agassiz, A. The coral Reefs of the Maldives. Memoirs of the
Museum of Comparat. Zoologie at Harvard College 29. p. 1—168.
Die beobachteten fliegenden Fische erheben sich nur wenig über
das Wasser. Durch die Bewegung des Schwanzes oder des Schwanzes
und der Flossen, welche das Wasser regelmäßig berühren, entstehen
auf demselben ringförmige Wellensysteme.
Albert, Federico. La introduccion de los Salmones. Actes Soc.
scient. Chili. T. 12. 1902. p. 6—48. 21 lam. — Salmo.
Alexander, G. Zur Entwicklungsgeschichte und Anatomie des
inneren Gehörorganes der Monotremen. Centralbl. für Phys. Bd. 17.
p. 495—496. — Vgl. v. Harrison, Arch. Mikr. Anat. Bd. 63 p. 35—149.
Mehrfach wird auf die Fische Bezug genommen.
Allis, E. P. (1). The skull, and the cranial and first spinal muscles
and nerves in Scomber scomber. Journal of Morphology 18, p. 1—328,
Taf. 1—12. — Scomber scombrus L.
— (2). On certain features of the lateral canals and cranıial bones
of Polyodon folium. Zoologische Jahrbücher Abt. f. Morph. u. Ontog.
17. p. 659—678, 2 Fig., Taf. 28.
Die Seitenkanäle von Polyodon folium werden beschrieben u.
ihre Beziehung zu den Knochen erörtert, unter Berücksichtigung der
Verhältnisse bei Acipenser, Amia, Muraeniden, Clarias, Coccosteus
u. einiger Reptilien.
— (3). The lateral sensory system in the Muraenidae. Monthly
Internat. Journal of Anat. a. Physiol. = Internat. Monatsschrift für
Anat. u. Phys. 20, p. 127—170, Taf. 6—8.
ÖOphichthys, Myrus, Muraena, Conger; die Kanäle der Seiten-
linie und ihr Verlauf.
— (4). On certain features of the eranıal anatomy of Bdellostoma
dombeyi. Anatom. Anzeiger 23, p. 259—281, 321—337. 1 Fig.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.IL H.1. (IV.) |
I IV. Pisces für 1903.
Die Kopfnerven von Bdellostoma dombeyi werden beschrieben
und mit jenen von Petromyzon verglichen.
Audige, 3. Sur quelques particularites observees dans les tubes
reneaux du Barbeau (Barbus fluviatilis Agass.). Comptes Rendus
Acade&mie des Sciences Paris T. 136, p. 1473—1474.
In den gewundenen Nierenkanälchen werden kleine Zellen mit
großen Kernen durch basische Teerfarben gefärbt, welche identisch
sind mit ähnlichen Zellen in den Lymphräumen der Niere. Ähnlichkeit
dieser Zelle mit weißen Blutkörperchen.
Ballowitz, EE Die Abfurchung von Paraspermiumzellen um
Paraspermiumkerne und das Auftreten von Paraspermiumfurchen
in den polyspermen Keimscheiben der meroblastischen Wirbeltier-
eier. Anatomischer Anzeiger 23. p. 281—284.
Torpedo, Pristiurus, Scyllium.
Banchi, A. Sulle vie di connessione del cervelletto. Ricerche
anatomo-comparative sperimentali. Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze.
Vol. 2. p. 426—517. 6 Fig. Taf. 36—47.
Tinca. Die Verbindungsbahnen des Kleinhirn mit anderen Teilen
des Gehirns.
Barrett-Hamilton, 6. E. H. Observations on the Flight of Flying-
fish. Annals a. Mag. of Natural History (7.) 11, p. 389—393.
Exocoetus sp. macht mit den Brustflossen beim Fliegen keine
aktiven Bewegungen. Vergleiche mit Hemirhamphus, Hemiexocoetus,
Belonemiesox.
Bassett-Smith, P. W. Snake bites and poisonous Fishes. The
Journal of the Bombay natural history Society 15. p. 112—130.
Bataillon, E. La segmentation parthenogenetique experimentale
chez les oeufs de Petromyzon planeri. Comptes Rendus hebdomadaires
des Seances de ’Acad£mie des Sciences. Paris. T. 137. p. 79 u. 80.
Die Kontraktion des Eies von Petromyzon planeri nach der Be-
fruchtung entspricht dem Verhalten des unbefruchteten Eies, das
24—48 Stunden in 6% Kochsalzlösung liegt. In 5% Lösung bilden
sie binnen 72 Stunden keine Membran, in 6 % Zuckerlösung übertragen
entwickeln sie sich zur Blastula. Und umgekehrt entwickeln sich Eier,
die sich in Zuckerlösung nicht entwickelt haben, später in Salzlösung.
Noch nach sieben Tagen konnten Eier, die in solehen Lösungen lagen,
künstlich befruchtet werden. Die Blastomeren der parthenogenetischen
Morulae enthielten Kerne.
Bayer, Fr. Neue Fische der Kreideformation Böhmens. Verhandl.
geolog. Reichsanstalt Wien 1903. p. 269—275. 4 Fig.
Ischyodus, Hoplopteryx, Serranus, Elopopsis, Tachynectes,
Parelops n. g., Schizospondylus n.g., im ganzen 7 nn. spp.
Bean, B. A. (1). Notice ofa olleetuibn of Fishes made by H. H.Brim-
ley in Cane River and Bollings Creek, North Carolina, with a deseription
of a new species of Notropis (N. brimleyi). Proceedings of the United
States National Museum 26, p. 913 u. 914.
Notorpes brimleyi n.sp. Ferner wurden gefangen: Notropis arge
Cope, Rhinichthys cataractae (Cuvier u. Valenciennes), Hyleopsis
IV. Pisces für 1903. 3
kentuckiensis (Rafinesque), Campostoma anomalum (Lacepede), Cato-
stomus nigricans Le Sueur, Cottus ietalops Rafinesque.
— (2). Notice of a small collection of Fishes including a rare Eel,
recently received from H. Maxwell Lefroy, Bridgetown, Barbados,
West Indies. Proceedings of the United States National Museum 26,
p- 963 u. 964, Fig.
Ahlia egmontis Jord., ein seltenes Fischchen, seither nur bekannt
von Egmont Key, Florida; Echidna catenata, Chaetodon striatus,
Ch. ocellatus, Pomecanthus zonipectus (jung), Lactophrys triqueter.
Bean, T. H. Report on the Fishes of Great South Bay, Long Island,
Collected in the Summer of 1901. 55th Ann. Report New York State
Museum p. 109—128.
Belloc, E. Circulation des poissons migrateurs. La Nature. Ann.
31. Sem. 2. p. 197—199. 1 Fig.
Bellotti, €. Di un nuovo Pteraclide Giapponese. Atti Museo
Milano 42, p. 136—139, Taf. 7. — Pteraclis macropus n. sp.
Benda, €. Die Mitochondria des Nierenepithels. Verhandl. Anatom.
Gesellsch. 17. Vers. p. 123—127.
Selachier: Torpedo. Die Zellen besitzen keine deutliche Stäbchen-
struktur. — Die borstentragenden Zellen der postglomerulären Ab-
schnitte zeigen in einem schmalen basalen Streifen eine parallele
Faserung, welche an die Basalfilamente in Drüsenzellen erinnern.
Sie sind eytoplastischer Natur, aber mit dichtgestellten Fadenkörnern.
An den ausführenden Kanälchen ist der ganze Zelleib von feinen
elegant geschwungenen Fäden durchsetzt, die aus sehr kleinen gleich-
mäßigen Körnchen zusammengesetzt sind.
Berg, L. Über die Systematik der Cottiden des Baikalsees.
(Russisch). Annuaire du Musee zoologiques de !’Acad. imper. St. Peters-
bourg, 8, p. 99—114.
Cottus nikolskii Berg; ©. kuznetzovi n.sp. Batrachocottus n. g.
(Cottus) baicalensis Dyb., Baicalocottus n. g. (Cottus grewingki Dyb.,
B. (Cottus) comephoroides Berg (= Cottocomephorus Pellegr.).
Blanchard, R. Observations sur la faune des eaux chaudes. Comptes
Rendus hebdomadaires de la Societe de Biologie 55, p. 947—950,
1069 u. 1070.
In einem Bache bei Hamonam Meskhoutine in Algier entspringen
zahlreiche warme Quellen. An Orten mit Temperaturen von 39° erscheint
Mullus barbatus, aber ohne sich aufzuhalten. Bei 31° sind Fische
zahlreich; der Aal soll auch dort vorkommen, wurde von Bl. aber
nicht beobachtet.
Bizzozero, E. Sulla rigenerazione dell’ epitelio intestinale nei Pesci.
‚Atti Accad. Sc. Torino Bd. 38. p. 966—978. 1 Taf.
b#} Die Regeneration des Darmepithels geht von bestimmten Herden
aus und zwar von den tiefsten Stellen der Faltentäler, den Fornices;
hier finden sich Mitosen. Die plasmatischen Zylinderzellen des Epithels,
in dem becherförmige Schleimzellen eingelagert sind, besitzen in den
Fornices gestrecktere Gestalt; ferner treten dort kleine Zellen mit
1*F
4 IV. Pisces für 1903.
Schleimtröpfehen und Spindelzellen auf. Letztere enthalten nahe
ihrem peripheren Ende Granula.
Blochmann, F. Können die Fische hören? Jahreshefte Ver.
vaterländ. Naturkunde Württemberg 59. p. 304—314.
Bluntschli, H. Eisenhämatoxylin- und Biondipräparate der Leber
von Ceratodus forsteri und Acipenser ruthenus. Verhandlungen
anatom. Gesellschaft. 17. Vers. p. 198—199, 1 Fig.
Boeke, 3. (f). Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Teleostier.
1. Die Gastrulation und Keimblätterbildung bei den Muraenoiden.
Petrus Camper Nederlandsche Bijdragen tot de Anatomie Deel 2,
p. 135— 210, 18 Abb., Taf. 2, 3.
Die Entwicklung der äußeren Körperform sowie die Gastrulation
und die Bildung der Keimblätter gestaltet sich dem Prinzip nach bei
allen untersuchten Arten durchaus ähnlich; zu welchen Muraenoiden-
arten die untersuchten Eier gehören, wurde nicht festgestellt. Aus-
führlich behandelt werden die Struktur des Periblastes, die Bildung
und Bedeutung der im Anfang der Gastrulation auftretenden Prostomal-
verdickung, die Umwachsung des Dotters, Bildung der Kupffer’schen
Blase, und der Schluß des Blastoporus. Zusammenfassung über die
Auffassung der Teleostier-Gastrulation: Sie schließt sich eng an jene
der meroblastischen Eier der Gymnophionen an; er wird beherrscht
durch die „massive Entwicklung‘ Henneguys.
— (2). On the development of the myocard in Teleosts. Proceeding
of the Royal Academie of Amsterdam 6, p. 218—225, 1 Tafel.
Die Entwicklung des Myocard der Knochenfische.
— (3). On the early development of the Weever Fishes (Trachinus
vipera and Trachinus draco). Tijdschrift der Nederlandsche Dier-
kundige Vereenigung (2) 8, p. 148—157, Taf. 7.
Das Ei von Trachinus vipera ist kenntlich an der großen Menge
gelben und schwarzen Pigmentes auf dem Embryo und Dottersack,
sowie an den zahlreichen Öltropfen auf gelbem oder grünlichgelbem
Grund. Für spätere Stadien ist das schwarze Pigment eine gute Diagnose.
Es folgen Einzelheiten über die Zahl der Öltropfen und die Veränderung
der Färbung während der fortschreitenden Entwicklung und die Kenn-
zeichen des jungen dem Ei entschlüpften Fisches. Das Ei von Trachinus
draco besitzt nur einen Öltropfen; das Ei ist etwas kleiner als das der
erstgenannten Art. Es folgen die Ergebnisse der Größenmessungen in
verschiedenen Stadien der Entwicklung. Beschreibung der Eikapsel,
sie scheint aus 2 Schichten zu bestehen. Die Außenmembran ist
punktiert. Es folgen einzelne Angaben über die Entwicklung der Eier
und das Benehmen der eben entschlüpften Jungen. Als Unter-
scheidungsmerkmale der Eier und Larven von anderen pelagischen
Formen werden nochmals die Pigmentierung, Färbung und die Öl-
tropfen hervorgehoben.
— (4). Lichteellen in het ruggemerg van Amphioxus lanceolatus.
Tijdschrift Nederland. DierkundigeVereenigung (2) Deel8,Versl.p. XVII.
Vorläufige Mitteilung zu 5.
‚IV. Pisces für 1903. 5
— (5). Over den bouw der Lichtcellen, de neurofibrillen der
gangliencellen en de innervatie der dwarsgestreepte spieren bij Am-
phioxus lanceolatus. Versl. Akad. Amsterdam (3) Deel 11, p. 405
— 412 Tat.
Die ursprüngliche Anordnung der Becheraugen im Rückenmark
der pelagischen Larve von Amphioxus zeigt eine Gruppe im Kopf,
eine andere im Schwanz. Die Anordnung ändert mit dem Alter (vgl.
Hesse 1898). Der Pigmentbecher kann auch zweizellig sein. In der
Sehzelle liegt ein dem Glaskörper der Hirudineen analoges Organ. Die
Neurofibrillen der Augenzelle bilden ein Netz um den Kern und ein
zweites um den Glaskörper. In den Ganglienzellen des Rückenmarks
verhalten sich die Neurofibrillen verschieden, meist kommt es zu
einfacher oder doppelter Netzbildung. Der nervöse Endapparat in
den Muskelplatten besteht aus feinsten Fibrillen, welche den Myo-
fibrillen parallel laufen.
Bolivar, 3. Sobre la clasıfıcacıon del Roseti. Anales de la Sociedad
Espanola de historia natural 3, p. 239.
Aphia pellucida Nardo (?), Balearen.
Borchert, M. Zur Kenntnis des Centralnervensystems von Torpedo.
1. Mitteilung. Denkschriften Medizin. Naturw. Gesellschaft Jena,
Bd. 10. p. 1—59. Taf. 1—10.
Normale völlig entwickelte Gehirne werden auf Frontalschnitten
untersucht.
Borsieri, Clementina. Contribuzione alla conoscenza delle specie
Europee del genere Atherina. Annali di Agricoltura, Rome, 1902,
92 p., Taf. 6—10.
Boulenger, 6. A. (1). Second account of the Fishes collected by
Dr. W. J. Ansorge in the Niger Delta. Proceedings of the Zoolog.
Society of London 1902, 2, p. 324—330, Taf. 28 u. 29 (erschien
April 1903).
Frischwasserfische aus Süd-Nigeria; im ganzen sind 89 Arten
bekannt.
Polypteridae: Polypterces lapradii Stdr., Assay, P. endlicheri
Heck, Abo, P. senegalus Cuv. Assay, Abo.
Lepidosirendae: Protopterus annectens Owen.
Mormyridae: Mormyrops deliciosus Leach. Agberi, Assay, Petro-
cephalus simus Sauv. Agberi, P. ansorgii n. sp. Agberi; Marcusenius
brachyhisticus Gill. Agberi, Gnathonemus cyprinoides L. Agberi,
G. petersii Gthr. Oguta, Mormyrus macrophthalmus Gthr. Agberi,
Hyperopisus bebe Lacep. Abo, Gymnarchus niloticus Cuv. Oguta.
Notopteridae: Xenomystus nigri Gthr. Agberi.
Oluperdae: Pellonula vorax Gthr. Agberi.
Oharacinidae: Hydrocyon forskalii Cuv. Assay, Alestes nurse
Rüpp. Agberi, A. macrolepidotus Cuv. Agberi, Micralestes acutidens
Ptrs. Agberi, Nannaethiops unitaeniatus Gthr. Abo, Distichodus
brevipinnis Gthr. Agberi, D. rostratus Gthr. Agberi, Abo, D. engy-
cephalus Gthr. ebenda, Citharidium ansorgiüi Blgr. Abo, Ü. geoffroyi
Cuv. Agberi.
6 IV. Pisces für 1903.
Cyprinidae: Labeo selti ©. u. V. Agberi, Abo, L. senegalensis C.
u. V. Abo, Barbus nigeriensis n. sp. 48mm Agberi. Schnauze kürzer,
Auge größer u. weiter nach vorn gerückt als bei B. camptacanthus
Blkr., Barilius niloticus Joannis Upper Niger.
Stluridae: Clarias lazera C. u. V. Agberi, Abo, Gymnallabes typus
Gthr. Ossomari, Heterobranchus senegalensis C. u. V. Agberi. Eu-
tropius niloticus Rüpp. Ossomari, Schilbe senegalensis ©. u. V. Abo,
Parailia congica Blgr. Abo. Chrysichthys buettikoferi Stdr. Assay.,
Clarotes laticeps Rüpp. Oguta, Abo, Anchenoglanis occidentalis C. u. V.
Agberi, Assay, Oguta, Abo., Synodontis gambiensis Gthr. Assay.
S. robbianus J. A. Smith Oguta, Abo, Ossomari, $. melanopterus
n. sp. Oguta 110 mm, S. membranaceus Geoffr. Assay, Abo. Phractura
ansorgi Bler. Agberi.
Cyprinodontidae: Haplochilus spilauchen A. Dum. Degama.
Fundulus gularis Blgr. Agberi.
Polynemidae: Polynemus quadrifilis L. Munanhor.
Serranidae: Lates niloticus Agberi.
Cichlidae: Pelmatochromis pellegrini n. sp. 135 mm. Sapella Osso-
mari, Tilapia nilotica L. Abo, T. galilaea Hasselq., Agberi, Abo.
Pleuronectidae: Citharichthys spilopterus Gthr. Degama., Cyno-
glossus senegalensis Kaup. Degama.
Gobvidae: Gobius nigri Gthr. Degama, G. schlegelii Gthr. Agberi,
Degama, G. guineensis Peters Agberi, Assay, Abo., G. oeneofuscus
var. guineensis Peters. Kamerunfluß, Kondo, Ogowe, Benito Gaboon.
Mastacembelidae: Mastacembelus loenbergii Blgr. Agberi, Abo,
Osguta, Gregani 190 mm.
— (2). Sur les affinites du genre Oreosoma. Comptes Rendus
hebdomadaires des Seances de l’Acad&mie des Sciences 137, p. 523—525.
ÖOreosoma atlanticum C. u. V. Die Gattung wird der Familie der
Zeidae zugeteilt, welche folgende 6 Genera enthält: Grammicolepis,
ÖOreosoma. Cyttus, Cyttopsis, Zenion, Zeus.
— (3). On the Fishes collected by Mr. G. L. Bates in Southern
Cameroon, Proceedings of the Zoolog. Society of London 1903, 1,
p. 21—29, Taf. 1—5.
Süßwass2rfische: Pantodon buchholzi, ein fliegender Süßwasser-
fisch. Cameru, Nige rCongo, Ubangi. — Die folgenden wurden ge,
fangen teils im Kribifluß, 15 Meilen von der See, teils in Campo
1500—2000 Fuß hoch, andere sind von Mvilefluß eimem Nebenfluß
des Campo. Mormyridae: Petrocephalus simus Sauv., Isichthys henryi
Gill, Marcusenius sphecodes Sauv., M. brachyhistius Gill.; Chara-
cinidae: Bryconaethiops microstoma Gthr., Alestes longipinnis Gthr.,
A. intermedius n.sp. 85 mm Kribi, steht zwischen longipinnis Gthr.
und tholloni Pellegr.; A. opisthotaenia n.sp. 130 mm Kribi, Mvile
nahe verwandt mit A. fuchsii Blgr. und kingsleyae Gthr., A. macro-
lepidotus Cuv., Distichodus notospilus Gthr., Xenocharax spilurus
Gthr. ; Cyprinidae: Labeo annectens n. sp. 120 mm Efulen, nahe L. parvus
Blgr. verbindet Labeo mit Tylognathus und zeigt, daß diese Gattung
nicht zu halten ist. Barbus progenys n.sp. 180 mm Kribi verwandt
IV. Pisces für 1903. 7
mit B. bowkeri Blgr. von Natal, B. taeniurus n.sp. 120 mm Kribi,
Efulen, zwischen B. camptacanthus Blkr. u. B. potamogalis Cope,
B. batesii n.sp. 235 mm, Kribi, der erste westafrikanische Vertreter
der B. bynni-Gruppe, nahe B. tanensis vom Tunafluß. B. kessleri
Stdr., B. guirali Thomin. Barilius ubangensis Pellegr., B. kingsleyae
Bler. Siluridae: Clarias liberiensis Stdr., Chrysobagrus longipinnis
Blgr., Auchenoglanis ballayı Sauv., Amphilius longirostris Bier.
(= Anoplopterus longirostris Bouleng.) 77 mm Efulen; Synodontis
obesus Blgr.; Microsynodontis n.g. M. batesii n. sp. 100 mm Mvile;
Oyprinodontidae: Haplochilus (Epiplatys, Poecilia, Haplochilus,
Lyeociprinus) sexfasciatus Gill., H. elegans Bler.; Ophiocephelidae:
Ophiocephalus obseurus Gthr.; Anabatidae: Anabas maculatus Thomin,
A. »pleurostigma n.sp. 170mm Kribi; Cichlidae: Pelmatochromis
batesii Blgr. Benito Fluß; P. subocellatus Gthr., Tilapia lata Gthr.;
Mastacembelidae: Mastacembelus loennbergü Bler., M. sclateri n. sp.
225 mm Mvile, unterscheidet sich durch besondere Eigentümlichkeiten
am Kopf, Zahl der Flossenstacheln u. a. von M. marchii Sauv.,
M. eryptacanthus Gthr., M. liberiensis Blgr., M. loennbergi Bler.,
M. congicus Blgr., Amphilius longirostris Gthr. — Abbildungen.
— (4). Description of a new Fish of the Gobild genus Rhia-
cichthys from British New Guinea. Proceedings of the Zool. Society
of London 1903, 2, p. 124 u. 125, Taf. 11.
Rhiacichthys novae-guinese n. sp. 225 mm Dinawa, Neu Guinea
4000 Fuß Meereshöhe, der Typus der Gattung R. aspro €. u.V., lebt
in Bantam, Celebes und Luzon, R. sinensis Blkr. („Dubiae exacti-
tudinis“!) in China.
— (5). Descriptions of six new Perciform Fishes from the Coast
of Natal. Annals the South African Museum 3, p. 68—67, Taf. 2—7.
Dentex lineopunctatus n.sp., Pagrus nigripinnis n.sp., Epine-
phelus grammatophorus n. sp., E. albomarginatus n. sp., E. andersoni
n. sp., Dinoperea queketti n. sp.
— (6). Descriptions of two new deep-sea Fishes from 8. Africa.
Marine investigations in South Africa 2, p. 167—169, Taf. 11 u. 12.
Tripterophyeis gilchristi Bler., Notacanthus annectens n.sp.
— (9). Descriptions of four new species of Barbus discovered by
Mr. A. Blayney Percival in East Africa. Annals and Magazin of Natural
History (7) 11, p. 52—54, Taf. 5
Barbus pereivali n.sp. 55 ran Nairobifluß Kilimanjaro, B. Iu-
miensis n. sp. 70 mm, Lumifluß Kilimanjaro, B. lineomaculatus n. sp.,
67 mm ebendaher, B. a a n. sp. 40 mm Nairobifluß.
— (8). Description of a new Fish of the genus Arges from Vene-
zuela.. Annals and Magazine of Natural History (7) ii p- 601 u. 602.
Arges orientalis n.sp. Länge SO mm Albirregas- und Millafluß
Venezuela 3500 m Meereshöhe. Reiht sich ein zwischen A. w hymperi
Bler. u. A. taczanowsküi Det: Diagnosen der Arten: prenadilla, ©. u. V.,
longifilis Stdr., sabalo C. en whymperi Bler., orientalis Blgr.,
taczanowskü Bler., a Stdr., festae Bler.
8 IV. Pisces für 1903.
— (9). Descriptions of two new Fishes discovered by Major
C. Delme Radcliffe in the Victoria Nyanza. Annals and Magazine
of Natural History (7) 12, p. 218 u. 219.
Mastacembelus victoriae n. sp., Barbus radchffii n. sp.
— (10). List of the African species of the Cyprinid genus
Labeo, with a key to their identification. Annals and Magazine of
natural History (7) 12, p. 3995—362.
Labeo falcipinnis n. n. für L. faleifer Blgr. nec C.u.V., L. kirkii
n. sp. Synopsis d. Arten: Labeo niloticus Forsk., L. horie Heck, L. sene-
galensis C. u. V., L. steindachneri Pfeff., L. altivelis Ptrs., L. rosae
Stdr., L. mesops Gthr., L. lineatus Blgr., L. velifer Blgr., L. longi-
pinnis Blgr., L. coubie Rüpp., L. congoro Peters, L. gregorii Gthr.,
L. darlingi Blgr., L. vietorianus Bler., L. eyelorhynchus Bler., L. falei-
pinnis Blgr., L. kirkii Blgr., L. forskalii Rüpp., L. eylindricus Peters,
L. macrostoma Blgr., L. nasus Blgr., L. greenii Blgr., L. brachypoma
Gthr., L. annectens Bler., L. leckulae Blgr., L. parvus Blgr., L. bar-
batus Blgr., L. capensis Smith, L. umbratus Smith.
— (11). Description of a new Silurid Fish of the genus Clarias
from British Central Africa. Annals and Magazine of natural History
(7) 12, p. 362 u. 369.
Clarias carsonii n. sp. Länge 1500 mm. Fwambo.
— (12). Descriptions of new freshwater Fishes from Southern
Cameroon. Annals and Magazine of natural History (7) 12, p. 435—441.
Pelmatochromis longirostris n.sp. 115mm Kribi; Haplochilus
cameronensis n.sp. 55mm Kribi und Jafluß; Fundulus loenbergii
n.sp. 50 mm Kribi; Clarias pachynema n. sp. 175—255 mm Jafluß;
Allabenchelys brevior n.sp. 750 mm ebendaher; Phractura longi-
cauda n.sp. 77mm Kribi; Barbus jae n. sp. 283mm Jafluß; Alestes
batesii n. sp. 245 mm Kribifluß; Petersius major n. sp. 82 mm Jafluß
mit P. caudalis Blgr. nahe verwandt; Nannocharax intermedius n. sp.
63 mm Kribi; die Art steht zwischen N. niloticus Joan. u. N. fasciatus
Gthr.
— (13). Diagnoses of four new species of Barbus from the Nile.
Annals and Magazine of natural History (7) 12, p. 532 u. 533.
Barbus neglectus n. sp., B. miolepis n.sp., B. anema n.sp., B.
stigmatopygus n. sp.
— (14). Description of a new West-African Fish of the genus
Alestes. Annals and Magazine of natural History (7) 12, p. 594 u. 595.
Alestes brevis n. sp. Lagos, Goldküste. Vielleicht gehört Stein-
dachners A. macrolepidotus von Liberia (Notes Leyd. Mus. XVI.
1894 p. 63) zu derselben Art. Diagnosen für A. macrolepidotus C. u. V.,
A. grandisquamis Blgr., A. brevis Bler., A. batesüi Bler.
— (15). List of freshwater Fishes. In Annandale u. Ro-
binson, Fascic. Malay. Zool. 2, p. 303.
— (16). Exhibition on a hybrid Newt. between Molge marmorata
g and M. cristata 9. Proceedings of the zoological Society of London
1903, Vol. II. p. 337.
Hinweis auf Woltersdorf. Zool. Anz. 21. Sept. 1903.
IV. Pisces für 1903. 9
— (1%). Report on the Fishes collected by Mr. Oscar Neumann
and Baron Carlo von Erlanger in Gallaland and Southern Ethiopia.
Proceedings of the zoological Society of London 1903 vol. II p. 328
—334.
Mormyridae: Mormyrus kannume Forsk.; Characinidae: Hydro-
eyon forskalii Cuv., Alestes affinis Gthr., A. macrolepidotus Cuv.;
Micralestes acutidens Peters; Cyprinidae: Labeo neumanni n.sp.,
L. eylindricus Peters; Discognathus makiensis n. sp.. D. blanfordu
Blgr., D. quadrimaculatus Rüpp. (Diagnosen der bekannten Arten:
D. dembeensis Rüpp., D. johnstoni Blgr, D. vinciguerrae
Blgr., D. blanfordii Blgr., D. makiensis Blgr., D. quadrimaculatus
Rüpp.); Barbus erlangeri n. sp., B. paludinosus Peters, Barilius nilotieus
Joannis, B. loati Bler., Neobola bottegi Vincig. Stluridae: Clarias
robecchii Vineig. Chiloglanis modjensis n. sp. (Diagnosen der bekannten
Arten: C. deckenii Peters, C. modjensis Blgr., C. niloticus Blgr., ©. brevi-
barbis Blgr.). O'yprinodontidae: Haplochilus antinorii Vincig. ; Cichlidae:
Tilapia nilotica L.
Brinkmann, A. Histologie, Histogenese und Bedeutung der
Mucosa uteri einiger viviparer Haie u. Rochen. Mitteilungen Zoolog.
Station Neapel Bd. 16. p. 365—408. Taf. 12—14.
Squatina, Heptanchus, Mustelus laevis, M. vulgaris, Acanthias,
Centrophorus, Scymnus, Torpedo marmorata, T. ocellata, Trygon;
Myliobatis. ‚Die histologischen Einzelheiten bei den Veranstaltungen
der Säugetiere und viviparen Selachiern (Tr. violacea, M. aquila)
um den Embryonen Nahrung zuzuführen sind in allem Wesentlichen
dieselben.‘
Briot, A. Difference d’action venimeuse des Epines dorsales et des
epines operculaires de la Vive. Comptes Rendus hebdomadaires de la
Societe de Biologie 55, p. 623 u. 624.
Trachinus. Die Opercularstacheln enthalten viel, die Rücken-
stacheln wenig oder kein Gift.
Bristol, €. L. On the Color patterns of certain Bermuda Fishes.
Amer. Soc. Zool. Science. N.S. 17. p. 492.
Im allgemeinen sind die Fische lebhaft gefärbt. Die Zeichnung
variiert von einfachen zu komplizierten Mustern, die Fähigkeit des
Farbwechsels geht sehr weit. Warnfärbung. Schutzfärbung.
Brown, A. W. Some observations on the young scales of the Cod,
Haddock and Whiting before shedding. Proceedings of the Royal
Society of Edinburgh 24, p. 437 u. 438.
Gadus morrhua, G. aeglefinus, G. merlangus wechselten nach dem
Laichen ihr Schuppenkleid; nur Fische, die wegen zu hohen Alters
nicht mehr laichen, ermangeln der Ersatzschuppen unter den stark
abgenutzten alten Schuppen. Die konzentrischen Ringe der Schuppen
sind keine Jahresringe. Junge Tiere besitzten viele derselben.
Brown, F. B. Report on the eggs and larvae of Teleostean Fishes
observed at Plymouth in the spring of 1902. Journal of the Marine
ae Association of the United Kingdom (2) 6, p. 598—625,
pl. 3.
10 IV. Pisces für 1903.
Hybride Seefische.
Brown, V. ©. H. The immunity of Fundulus eggs and embryos
to electrical stimmulation. The American Journal of Physiology 9,
. 111—115.
5 Fundulus heteroclytus. Die befruchteten Eier entwickeln sich
in destilliertem Wasser ebenso wie in Seewasser. Die Tatsache, daß
sie gegen elektrische Einwirkung ebenso immun sind, wie gegen o8s-
motischen Wechsel des Mediums, ist eine physiologische Bestätigung
der Theorie von der osmotischen Natur der Elektrolyse. Die Eihäute
sind ebenso passierbar für Jonen wie vielleicht auch für neutrale
Teilchen. Die elektrische Reizung beruht auf Polarisation beim Ein-
und Austritt des Stromes. Der Strom einer einzigen elektrischen Zelle
genügt den alten Fisch zu reizen, während er auf den jungen Fisch ohne
Wirkung ist. Der Widerstand elektrischer und gewisser anderer Fische
kann erklärt werden durch die Durchlässigkeit ihrer Zellwände für die
Jonen. Die Kathionen wirken verflüssigend auf den Eiinhalt. Die
galvanischen Reaktionen sind von dem Nervensystem abhängig.
Brüning, €. (1). Die Gattung Poecilia. Natur und Haus 11. p. 364
— 366. — Lebensweise.
— (2). Totstellen eines Fisches. Natur und Haus 11, p. 188
—189.
— (3). Fischwaffen. Natur und Haus 12, p. 23—25, 6 Figg.
Bryce, ©. H. The dividing Cells of the Embryo of Lepidosiren.
Journal of Anatomy u. Physiology. London 38, p. LXX.
Buddgett, 3. Ss. Note on the spiracles of Polypterus. Proceedings
of the Zoological Society of London 1903, 1, p. 10 u. 11.
Polypterus senegalus kommt an die Oberfläche und schluckt
Luft mit dem Maul, in die Tiefe tauchend entläßt er Luft unter den
Opercula. Beim Fressen werden die Spritzlöcher wiederholt rasch
geöffnet und geschlossen, aber nicht ganz. Ihre Bewegung ist unabhängig
von der Freßbewegung. Die Spritzlöcher liegen unmittelbar über der
Glottis, zu deren Funktion sie in Beziehung zu stehen scheinen. Sie
nehmen Luft durch den Mund in die Schwimmblase auf und entlassen
überflüssige Luft aus derselben.
Buxbaum, L. Blinde Fische. Allgem. Fischereizeitung 28, p. 63.
Nachschrift von Hofer, ebenda p. 63.
Bei Hochwasser wurden im Main Fische mit getrübter Hornhaut
gefangen. Ursache: Eisengehalt der zugeführten Abwässer.
Camerano, L. Osservazioni intorno al Gadus saida, Lepechin,
della Baia di Teplitz. Osservazioni Scientifiche eseguite durante la
spedizione polare di 8. A. R. Luigi Amedeo di Savoia, 1899—1900
(Milan, 1903), p. 609—620. Biologie.
Carruccio, A. Sui caratteri morfologiei che distinguono un Siluro
proteropodo del genere Rhinelepis, e cenno sulle forme prineipali della
Fam. Siluridae di recente introdotte nel Museo. Bolletino della Societä
zoologica Italiana (2) 4, p. 76—84, 159—163.
Allgemeine Bemerkungen über die Hauptgruppen der Siluriden.
IV. Pisces für 1903. 11
Catois, E. H. Recherches sur l’histologie et l’anatomie micro-
scopique de l’enc£phale chez les poissons. Bulletin scientifique de la
France et de la Belgique. T. 36, p. 1—166, Taf. 1—10.
Selachu, Teleostei. Nervenzellen, Nervenfasern, Ependym,
Neuroglia, Bindegewebe des Gehirns.
Cavalie, M. La vesicule biliaire et sa circulation aterielle chez
quelques Poissons de mer (Torpedo galvani, Sceyllium catulus, Galeus
canis). Comptes Rendus hebdomadaires de la Societe de Biologie 55,
p. 1386—1388.
Die Gallenblase empfängt ihr Blut von der rechten Leberarterie.
Clark, A. H. On the name of the common American Eel. Pro-
ceedings of the Biological Society of Washington 16, p. 52.
Anguilla bostoniensis Le Sueu = A. chrisypa Raf.
Clarke, J. M. a. Rud. Ruedemann. Catalogue of the type specimens
of Palaezoie Fossils in New York State Museum. Bulletin of the New
York State Museum 65, Pal. 8, 847 p.
Machaeracanthus sulcatus, Dinichthys halmodeus, D. lincolni,
D. newberryi, Palaeoniscus devonicus, Pristacanthus vetustus, Bothrio-
lepis leidyi, B. minor, Holoptychus halli, Onchus rectus.
Claypole, E. W. The Devonian Era in the Ohio Basın. The America
Geologist 32, p. 312—322, 335— 332.
Cockerell, T. D. Three Fishes new to the Fauna of New Mexico.
Proceedings of the Biological Society of Washington 16, p. 49.
Etheostoma lepidum B. u. G., Notropis mierostomus Gir., Tetra-
gonopterus argentatus B. u. G.
Cohn, L. Über die Bruttasche von Syngnathus typhle. Anatom.
Anzeiger 24, p. 192—199, fig.
Ihr Epithel ist eine Fortsetzung des Epithels der Körperwand,
aber ohne Schleimzellen. Verdiekungen derselben finden sich nächst
den wulstigen Lippen der Öffnung der Bruttasche. In dieser lagern die
Eier dreireihig. Sie werden durch Epithelfortsätze gehalten, welche
in die Poren der Zona radiata eindringen. Daher kann die von den
Epithelzellen ausgeschiedene Nährflüssigkeit in den perivitellinen
Raum des Eies eindringen. Eine zweite Nahrungsquelle sind Epithel-
einsenkungen (Drüsen), welche von der Zona radiata überdeckt werden.
Collett, R. (1). Meddelelser om Norges Fiske i Aarene 1884—1901
(3die Hoved-Supplement til ‚Norges Fiske‘“). 2. Forhandlinger ı
Videnskabs-Selskabet i Christiania 1903, No. 9, 175 p.
Lycodes vahlii Reinh., L. rossii Malmgr., L. esmarküi Coll., L. sarsii
Coll., Gadus morrhua L., G. vireus L., G. aeglefinus L., G. pollachius,
G. minutus L., G. merlangus L., G. esmarkii Nilss., G. pontasson
Risso, G. argenteus (Guich.), Merlucius merlucius (L.), Lota lota (L.),
Phyeis blennioides (Brünn.), Molva molva (L.), M. dipterygia (Penn.),
Gaidropsarus cimbrius (L.), G. mustela (L.), G. septemtrionalis (Coll.),
G. argenteolus (Mont.), Raniceps raninus (L.), Brosme brosme (Acan.),
Ammodytes tobianus L., A. lanceolatus Lesauv., A. cicerelus Raf.,
Macrurus rupestris (Müll.), M. berglax Lacep., Hippoglossus hippo-
glossus (L.), H. platessoides (Fabr.), Bothus rhombus (L.), B. maximus
12 IV. Pisces für 1903.
(L.), Lepidorhombus whiff-jagonis (Walb.), Scophthalmus norvegicus
(Günth.), Zeugopterus punctatus (Bloch), Arnoglossus laterana (Walb.),
Pleuronectes platessa L., Pl. limanda L., Pl. flesus L., Cynicoglossus
microcephalus (Don.), Glyptocephalus cynoglossus (L.), Solea solea L.,
S. lutea (Risso), Argyropelecus olfersii (Cuv.), A. aculeatus Cuv. Val.,
A. hemigymnus Cocco; Maurolicus mülleri (Gmel.), Myetophum
glaciale (Rheinh.), M. elongatum (Costa), Sudis kroeyeri Ltk., Salmo
salar L., S. eriox L., S. alpınus L., Coregonus lavaretus L. [C. 1. lava-
retus L., ©. 1. wartmanni (Bloch), €. ]. oxyrhynchus L.], C. albula L.,
Thymallus thymallus L., Osmerus eperlanus L., Mallotus villosus Müll.,
Argentina sphyraena L., A. silus (Asien), Esox lucius L., Scombresox
saurus Walb., Exocoetus volitans L., Jede Art wird monographisch
behandelt: Diagnosen, Vorkommen, Verbreitung, Fortpflanzung, Eier,
Jugendstadien, Nahrung der Jungen, Färbung, Variationen derselben.
Wanderung u. dgl.
— (2). Om tre for Norges Fauna nye Fiske. Archiv for Mathe-
matik og Naturvidenskab Christiania 25, No. 2, 26 p.
Lyeodes rossii Malmgr. (L. lutkenüi Coll.), Raja fyllae Ltk., R. hyper-
borea Coll. Synonyma, Fangstelle, Geschichtliches, Diagnosen.
Coomäraswämy, A. K. List of Fish teeth from the Bagshot Sands
(London Basin). Proceeding of the Geologists’ Association 18, p. 83
u. 84.
Cooper, €. FT. u. R. €. Punnet. Cephalochorda. Fauna and Geo-
graphie of the Maldive and Laccadive Archipelagos Vol. I, Part. IV,
p. 347—361, Fig. 76—89, Taf. 18.
Branchiostomum pelagicum Gthr. wird beschrieben. Asymmetron
lucayanım (Andrews), Heteropleuron maldivense n.sp. werden in
morphologischer und anatomischer Beziehung mit Amphioxus lanceo-
latus verglichen. Die Riechgrube und Nephridien fehlen. Pelagische
Larven mit Riechgruben. Die Metamerenorgane nach Zahl und Ver-
teilung. Verbreitung und Lebensweise von Asymmetron luc. und Hetero-
pleuron m. Im Indischen Ozean wurden gefunden Amphioxus belcheri
Gray, Asymmetron ]. und Heteropleuron einghalense Kirkaldy, H. mal-
divense n.sp., Dolichorhynchus indieus Willey, Branchiostomum
pelagieum Günther.
Coulon, L. Les Poissons fossiles du Musee d’histoire naturelle
d’Elbeuf, avec notes speciales sur les especes de la Seine-inferieure.
Bulletin de la Societe d’etude des sciences naturelles d’Elbeuf 21,
p. 99—162, 2 pls.
Crevecoeur, F. F. A new species of Fish. Transactions of the
Kansas Academy of Sciences 18, p. 177 u. 178. — Etheostoma arcus-
celestis n. sp.
Cullen, E. K. A morphological study of the blood of certain Fishes
and Birds, with special reference to the leucocytes of Birds. Bull.
J. Hopkins Hosp. Baltimore, Vol. 14, p. 352—356. — Scyllium, Raja.
Czermak, N. Das Uentrosoma im Befruchtungsmomente bei den
Salmoniden. Anatomischer Anzeiger, 22, p. 393—400. 5 Figg.
IV. Pisces für 1903. 13
Die Salmonideneier besitzen ein weibliches Centrosom. Der
weibliche Vorkern mit seinem Centrosom wandert zu dem einen Pol
der männlichen Zentralspindel. Bei der Berührung der beiden Vor-
kerne legt sich die weibliche Sphäre dem einen Pol der männlichen
Vorkernspindel an, so daß nur dieser Pol — also nur eine der beiden
ersten Blastomeren — eine vollständige Befruchtung erleidet. Mito-
centra entstehen in der Sphaerensubstanz des! tätigen Poles; der
Bildungsdotter schickt mitochondriale Doppelfäden in den Kern,
welche in die sich bildenden Chromosomen übergehen. Die Centro-
somen liefern die Mitocentra.
De Alessandri, &. Nota d’ittiologia fossile. Atti della Societä
italiana di Science naturali e del Museo civico di storia naturale in
Milano 41, p. 443—462, pl. 12.
Labrodon multidens Münst. (foss.) Zähne, Umbrina sp., Lamna
obliqua Ag., L. vincenti Winkl.
Dean, B. (1). An outline of the development of a Chimaeroid.
Biologieäl Bulletin published by the Marine Biological Laboratory,
Woods Hall 4, p. 270—286, 19 Abb. 4;
Bei der Kopulation führt C’himaera colliei die beiden Pterygo-
podien in die weibliche Öffnung. Der Hohlraum des Eies enthält
einen kanalförmigen Anhang für den späteren Schwanz des Embryos.
Durch die zahlreichen Kanälchen der Schale zirkuliert das Wasser.
Die Befruchtung ist mit Polyspermie verbunden. Erst nach mehr-
fach eingetretener Kernteilung erscheint die erste Furche. Die Dotter-
kerne zerstreuen sich weit, auftretende spaltenartige Vakuolen führen
zur Bildung von kernhaltigen Dottersegmenten, welche durch fort-
gesetzte Teilung in eine milchige Masse zerfallen, die vermittelst des
Darmes und der äußeren Kiemen aufgenommen und von dem Embryo
verbraucht wird. Im Verlauf der Gastrulation entsteht der Blastoporus
als sekundäre Öffnung des Urdarmes. Ältere Embryonen besitzen ein
auffallend knopfartig vorspringendes Vorderhirnbläschen, einen langen
Schwanz und zeigen im Spiraculum rote Blutknäuel. Das Palato-
Quadratum verschmilzt spät mit dem Schädel. Vielfach wird die
Entwicklung der Haie zum Vergleich herangezogen.
— (2). Albinism, partial and polychromism in Hay-fishes. The
American Naturalist 37, p. 295 u. 296, fig.
Völliger oder teilweiser Albinismus. von Myxine circifrons Garman,
Homea stouti, H. burgeri, H. polytrema.
— (3). The eggs of the Eastern Atlantic Hag-fish, Myxine limosa
Gir. — Science (2) 17, p. 433.
Die im Jahre 1900 in den Mem. N. Y. Acad. Scı. Vol. II p. 31—43
beschriebenen und als solche von Myxine glutinosa bestimmten
Selachier-Eier von Newfoundland unterscheiden sich wesentlich von
den als solche von Jensen (ebenda, p. 35) beschriebenen Eiern. Die
amerikanischen Eier werden als Myxine limosa Girard und diese nicht
als Varietät der M. glutinosa, sondern als gute Spezies angesehen.
— (4). Additional specimens of the Japanese Shark, Mitsukurina,
Gir. — Science (2) 17, p. 630 u. 631.
14 IV. Pisces für 1903.
Der im Jahre 1898 als Mitsukurina owstoni Jordan bei Japan
erbeutete Tiefseehai ist ein rezenter Vertreter der Gattung Scaphano-
rhynchus aus der Kreide. Seine Länge von 12 Fuß und sein Gewicht
von 4—500 Pfund stellt diesen Hai in die Zahl der größten Tiefseetiere.
— (5). Obituary notice of a Lung-Fish. Popular Science Monthly
1903, p. 33—39, fig. — Protopterus annectens Ow.
De Lesseux, €. Pisciculture du Laverat dans le lac d’Aignebelette
(Savoie). La Nature. Ann. 31. Sem. 1. p. 234. 1 Fig.
Coregonus lavaretus.
Delfin, F. T. (1). Los Congrios de Chile. Revista chilena de Historia
natural 7, p. 154—192, pl. 13.
Genypterus chilensis Guichen, G. blacodes Bl. Schn. Beschreibung,
Biologie, Fang an der Küste Chiles.
— (2). Adicion al Catalogo de los Peces de Chile, con descripcion
de una nueva especie. Revista chilena de Historia natural 7, p. 220
— 225, fig. — Seriola foncki n. sp.
— (3). Contribution a la ictiolojia chilena. Revista chilen. de
historia natural 7, p. 268—273, fig. — Merluccius gayi, Guich.
Delheid, E. Quelques mots sur un Sirenien de l’argile de Boom
et un Scomberid® du möme terrain. Bulletin des seances de la Societe
Royal malacoligique de Belgique 37, p. 25—28.
Pelamys robusta Van Ben. (foss.).
D’Evant, T. (1). L’epitelio sensitivo dei raggi digitali delle Trygle.
Morfologia ed istologia. Giorn. Ass. Med. Natural. Napoli Anno 13,
p. 1—29, 1 Taf.
Trigla.. Das Epithel der Brustflossenstrahlen ist fünfschichtig:
1. Die Basalmembran ist dick; — 2. das Cylinderepithel ist stellen-
weise zweischichtig und enthält vereinzelte Spindelzellen. Die dicke
3. Schicht ist aus kleinkernigen Zellen gebildet, deren Ausläufer ein
Netz bilden; sie besitzt Iymphoide Zellen von birn- oder spindel-
förmiger Gestalt, deren peripheren Ausläufer in hohlen keulen-
förmigen (Sinnes-)Organen oder in fächerförmigen Zellgruppen (Sinnes-
organe) enden. Die letzteren gehören der 4. Schicht an, welche aus
cylindrischen oder conischen Zellen besteht. Die 5. äußerste Schicht
besteht aus dünnen kernlosen Lamellen. |
— (2). Appendici dactiloidi delle Tryglae. Osservazione ana-
tomiche e morfogentiche. — Atti Accad. Med. Chir. Napoli Anno 57.
No. 2, 50 Seiten, 3 Tafeln.
Trigla. Je zwei der ursprünglichen Skeletelemente der Brust-
flosse verschmelzen und bilden einen der fingerförmigen Anhänge
der Brustflosse. Ihre Muskeln, Nerven und Gefäße. Sie befinden sich
"noch jetzt in progressiver Entwicklung.
Dogiel, A. S. Das peripherische Nervensystem des Amphioxus
(Branchiostoma lanceolatum). Anatomische Hefte, 1. Abt., 21, p. 145
—214, fig., Taf. 12—19.
Die ventralen und dorsalen Nerven, deren Verlauf und Verzweigung
im allgemeinen, im besonderen gewisse den Spinalganglien analoge
Gebilde, ferner Hautnerven, periphere Nervenzellen, die Sinneszellen
IV. Pisces für 1903. 15
der Tentakel, welche knospenartig in die Epithelpapillen eingelagert
sind, die Flimmergruben sowie die motorischen Nervenendigungen sind
Gegenstand der Abhandlung.
.... Deutscher Seefischerei - Almanach für 1903. Heraus-
gegeben vom Deutschen Seefischerei-Verein, Hannover u. Leipzig 1903.
Dollo, L. Le Pteraspis dans l’Ardenne. Comptes Rendus heb-
domadaires des Seances de l’Acadömie des Sciences 136, p. 699 — 701.
Das Museum zu Brüssel erwarb neuerdings Pteraspis-Reste aus
den Ardennen: Pteraspis dunensis. Erörterung der Frage, ob die
Ostracodermen agnath oder gnathostom sind.
Dominikus, A. Einiges über elektrische Fische. Natur u. Haus,
I. No. 9. p. 130—133.
Douglas Ogiby, J. Studies in the Ichthyology of Queensland.
Proceedings of the Royal Society of Queensland 18, p. 7—27.
Scorpaenidae: Centropogon Gthr.; Notesthes n. g. (Centropogon)
robustus Gthr., Liocranium n.g. praepositum n.sp. — Serranidae:
Hypoplectrodes armatus (Casteln.) Waite = Epinephelus leai D. Og.
Driesch, H. Über die Größe und Zahl der Somiten bei Kleinlarven
des Amphioxus. Archiv für Entwicklungsmechanik 17, p. 50—53,
2 Abb.
Die Somite sind in demselben Maße kleiner wie alle Organe der
Kleinlarven; an Zahl sind sie bei gleich langer Entwicklungszeit etwas
geringer.
Ducceschi, V. Una legge ded movimento animal. Zeitschrift
Allg. Phys. 2. Bd. p. 482—501.
Die Häufigkeit der rhytmischen Bewegung der Flossen von See-
fischen ist um so größere, je kleiner das Organ ist.
Duge, —. Heringseier im Magen der Schellfische. Mitteilungen
des Deutschen Seefischerei-Vereins 19, p. 460.
Bastman, €. R. (1). Shark’s teeth and Cetacean bones from the
Red Clay of the Tropical Pacific. Memoirs of the Museum of Compa-
rative Zoology at Harvard College 26, p. 179—189, 5 fig., 1 Taf.
Zähne von Oxyrhina crassa Ag., Lamna, Carcharodon, Megalodon,
Carcharias und Hemipristis werden beschrieben und abgebildet. Nur
die Schmelzkappen sind erhalten.
— (2). Carboniferous Fishes from the Central Western States.
Bulletin of the Museum of Comparative Zoologie of Harvard College 39,
p- 163—226, fig., 5 Tafeln.
l. Die Fauna der oberen Kohlenformation von Kansas und Ne-
braska: Dieselbe zeigt vielfach enge Beziehungen zur Chester Fisch-
fauna von Kentucky, Illinois und Missouri. Elasmobranchii: Pleura-
canthus (Diplodus) compressus Newberry; Cladodontidae: Cladodus
occidentalis Leidy, Cl. knightianus (Cope), Phoebodus knightianus n. sp.,
Petalodontidae: Janassa maxima n.sp., J. unguieula n.sp., Fissodus
inaequalis St. John a. Woodw., F. dentatus n. sp., Petalodus allegha-
niensis Leidy, P. (Chomatodus) arcuatus (St. John), Ctenoptychius
oceidentalis (St. John a. Worthen); Peripristidae: Peripristis semi-
circularis (Newb. a. Worth.); Cochliodontidae: Platyceystrodus occi-
16 IV. Pisces für 1903.
dentalis (St. John), Deltodus angularis (New. a. Wort.), Sandalodus
carbonarius (New. a. Wort.), Streblodus angustus n.sp., Helodus
rugosus (New. a. Wort.), Physonemus asper n. nom. für Xystracanthus
arcuatus Leidy; Cestracionidae: Orodus intermedius n. sp., Campodus
variabilis (New. a. Wort.), Ctenacanthus amblyxiphias Cope. Dipnoi:
Sagenodus copeanus Will.; Crossopterygii: Megalichthys macropomus
Cope.
2. Die Fischfauna der Kohle von Mazon Creek, Illinois:
Elasmobranchii: Pleuracanthus compressus Newb., P. latus Newb,.,
P. lucasi Hay., Acanthodes belcheri Eastm.,, A. marshi Eastm.,
Campodus scitulus (St. J. a. Wort.). Dipnoi: Otenodus sp. Sage-
nodus cristatus Eastm., S. foliatus Cope, S. lacovianus Cope,
S. oceidentalis (Newb. a. W.), S. quadratus Newb., S. quincuncinatus
(Newb. a. W.), S. textilis Hay.; C’rossopterygii: Rhizodopsis mazonius
Hay, Coelacanthus exiguus Eastm. C. robustus Newb. Actinopterygir:
Eurylepis sp., Rhadinichthys gracilis, Elamichthys disjunetus Eastm.,
E. hypsilepis Hay, E. peltigerus Newb., E. perpennatus Eastm., Platy-
somus circularis Newb. a. W., P. lacovianus Cope, Cheirodus orbicularis
(Newb. a. W.).
3. Fossile Fische vom Mississippi. Zlasmobranchi: Phoe-
bodus densneptuni n.sp., Sandalodus laevissimus Newb. a. Wort.,
S. complanatus (Newb. a. W.), Deltodus spatulatus Newb. a. Wort.,
D. occidentalis (Leidy), D. costatus (Newb. u. Wort.), D. contortus
(St. J. u. W.), Poecilodus rugosus New. u. Wort., P. tribulis (St. J. u. W.)
Chomatodus inconstans St. J. a. W., Helodus incisus n. sp., Physo-
nemus hamus-piscatorius n.sp., Ph. pandatus n.sp., Ph. arcuatus
M’Cor., Ph. gemmatus (New. a. W.), Ph. stellatus (New. a. W.), Eris-
macanthus formosus Eastm., Stethacanthus altonensis (St. J. a. W.),
S. productus Newberry, St. depressus (St. J. a. W.), St. erecetus n. sp.,
Homacanthus delicatulus n. sp., H. acinaciformis n. sp., Ctenacanthus.
— (3). A peculiar modification amongst Permian Dipnoans.
The American Naturalist. 37, p. 493—495, 2 fig.
3 Species: Sagenodus dialophus, S. periprion, S. porrectus sind
aus Texas beschrieben: Sagenodus pertenuis n. sp. ist ausgezeichnet
durch Zähne mit schmalen hohen Kämmen, die nicht zum Zermalmen,
sondern zum Abbeißen tauglich waren.
— (4). Oarlike Appendages in Tremataspis. Correspondence
(respecting paper by Patten). The American Naturalist 37, p. 572
—917, 2 Figg.
Eastman wendet sich gegen Patten (2). — Tremataspis hat keine
Kopfanhänge. Pterichthys.
— (5). On the Nature of Edestus and related Forms. Mark.
Annivers. p. 279—289. 1 Taf.
Eaton, G. F. Notes on the collection of Triassic Fishes at Yale.
The American Journal of Science (4) 15, p. 259—268, Taf. 5 u. 6.
Semionotus sp., 8. fultus Agass., S. micropterus Newberry,
S. marshi W. C. Redfield, S. tenniceps Agass., S. ovatus W. C. Red-
field, Catopterus sp.
IV. Pisces für 1903. 17
Eckstein, Karl (1). Fischerei und Fischzucht, Sammlung Göschen,
Leipzig. 1902. (143 p.).
— (2). Die Fischereiverhältnisse der Provinz Brandenburg
zu Anfang des 20. Jahrunderts, nebst Fischereikarte. I. Teil Fest-
schrift Fischerei-Ver. f. d. Prov. Brandenburg zur Feier des 25jährig.
Best. p. 143—224.
Geschichtliches, Hydrographie. Fischereiwirtschaft. Fischerei-
schutz. Literatur. Geographische Verbreitung. Karte der märkischen
Fischgewässer in 8 Blättern.
Eigenmann, €. H. (1). The egg and development of the Conger Eel.
Proceedings U. S. Fish Commission. Vol. 21. p. 37—44, 15 Abb.
Leptocephalus conger. Der Dottersack der eben ausgeschlüpften
Embryonen besitzt einen bis zum After reichenden Fortsatz. Nachdem
er seine Gestalt verändert und schmäler geworden, teilt er sich; der
vordere Abschnitt wird zur Pericardialhöhle. Die Zahl der Segmente
wird auf 65—71l angegeben. Es folgen Angaben über die fleckige
Färbung der Larve, die unpaare Flosse, in welcher nur an der Schwanz-
spitze Strahlen vorhanden waren, den Darmkanal (Fangzähne, Leber,
After).
— (2). New genera of South American freshwater Fishes, and
new names for old genera. Smithson Miscellaneous Collection. 45,
p. 144—148.
Markiana n. g. (Tetragonopterus) nigripinnis Perug. Moenkhausia
n.g. (Tetragonopterus) xinguensis Stdr. Orthophanes n. g. (Brycon)
labiatus Stdr. Bryconodon n. g. (Brycon) Orthotaenia. Holoshesthes
n.g. (Chirodon) pequira Stdr. Holoprion n.g. (Chirodon) agassizii
Stdr. Stichonodon n.n. (Luetkenia) Stdr. nec Claus.
Acestrorhynchus n. n. (Xiphorhynchus) Ag. nec Swains., Acestro-
rhamphus n. g. (Hydrocyon) hepsetus Cuv., Boulengerella n. g. (Xipho-
stoma) lateristriga Blgr., Gilbertella n.g. (Anacyrtus) alatus Stdr.,
Evermannella n g. (Cynopotamus) biserialis Garm., Acnodon (Myleus)
oligacanthus M. u. T., Mylecollops n. subg. (Metynnis) goeldii Eigenm.,
Piaractus n.g. (Myetes) brachypomus Cuv., Orthomyleus n. subg.
(Myletes) ellipticus Gthr., Colossoma n.g. (Myletes) oculus Cope,
Mylossoma (Myletes) albiscopus Cope, Anisistia n. g. (Anodus) notatus
Schomb., Lahiliella n. subg. (Anastomus) nasutus Kner.
— (3). The Eyes of the Blind Vertebrates of the North America.
V. The history of the Eye of the Blind Fish Amblyopsis from its
Appearance to its Disintegration in Old Age. Mark Annivers. p. 167
— 204. 4 Taf.
Eigenmann, €. H. u. €. H. Kennedy (1). The Leptocephalus of
the American Eel and other American Leptocephali. Proceedings
of the U. S. Fish Commission, Vol. 21. p. 81—92. 14 Abb. 7
Leptocephalus grassii des Anguilla chrysypa. Leptocephalus
diptychus mit durchsichtigem Körper und auf beiden Seiten alter-
nierenden dunklen Flecken (vgl. Bericht für 1901 p. 14). F]
Leptocephalus amphioxus, L. latus, L. gilii, L. stroemanıi, L. conger
Arch f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.II. H.1. (IV.) )
18 IV. Pisces für 1903.
(morrisii Scopoli), L. mucronatus, L. discus, L. humilis Stroemann,
L. gilberti.
— (2). On a collection of Fishes from Paraguay, with a synopsis
of the American genera of Cichlids. Proceedings of the Academy of
Natural Sciences of Philadelphia 1903, p. 497—537.
Eine Synopsis der Genera und Subgenera der Cichlidae. Angaben
über Fundorte, einheimische Namen. Diagnosen. Biotoecus n.n. für
Saraca, Potramotrygon hystrix Müller u. Henle, Bunocephalus rugosus
n.sp., Rhamdia quelen (Quoi u. Gaimard), Pimelodus ornata Kner,
P. albicans (Cuv. u. Val.), P. clarias (Bloch), P. valenciennis (Kröyer),
Iherinichthys labrosus (Kröyer), Hemiserubim platyrhynchos (Cuv.
u. Val.), Pseudoplatystoma coruscans (Agassiız), P. lima (Bloch u.
Schneider), Doras costatus Linn., D. maculatus Val., D. nebulosus
n. sp., Oxydoras knerii (Bleeker), Auchenipterus nigripinnis Boulenger;
Trachycorystes striatulus Steind., Loricaria rostrata Spix, L. labialıs
Boulenger, L. stübelli Steindachner, L. lata E. u. E., L. lamia Günther,
Hypoptopomus thoracatum Günther, Plecostomus commersoni Val.,
P. boulengeri n. sp.; Cochliodon cochliodon (Kner.), Pterygophlichthys
anisitsi n. sp., P. juvenis n.sp., Ancistrus eirrhosus dubius Eigenm.
u. Eigenm. Callichthys callichthys haemaphractus (Hensel), Haplo-
sternum pectoralis Boulenger, H. littorale (Hancock), Corydoras
microps n.sp., C. aurofrenatus n.sp., Hoplias malabaricus (Bloch),
Hoplerythrinus unitaeniatus n. sp., Psectogaster curviventris n.sp.,
Curimatella alburnus australe var. nov., Curimatus gillii n. sp., C. nasus
Steindachner, C. elegans paraguayensis var.nov., C. bimaculatus
Steindachner, C. gilberti Quoy and Gaimard, Anodus latior (Spix),
Prochilodus scrofa Steindachner, Hemiodus orthonops n. sp., Parodon
tortuosus Eigenmann u. Norris, P. affinis Steindachner, Annostomus
fasciatus (Agassiz), Leporinus hypselonotus Günther, L. conirostris
Steindachner, Odontostilbe paraguayensis n. sp., O. trementinae n. sp.,
Cheirodon interruptus (Jenyns), Ch. annae n.sp., Ch. insignis Stein-
dachner, Aphyocarax dentatus n.sp., A. alburnus, A. anisitsi n. sp.,
Hemigrammus melasopterus n. sp., H. lutkeni Boulenger, H. kennedyi
n.sp., Eigenmann, Poecilurichthys scabripinnis (Jenyns), P. multi-
radıatus Steind., P. abramis Jenyns, P. maculatus lacustris Lütken,
P. dichrourus Kner., P. agassizii Steindachner, P. moenkhausii n. sp.,
Tetragonopterus orbicularis Cuv. and Val., T. chalceus Agassiz, Brycon
hilarlii Cuv. and Val., Chaleinus angulatus eurtus Garman, Gastero-
pelecus stellatus Kner, Characinus gibbosus (Linn.), Ch. squamosus
n. sp., Roeboides prognathus Boulenger, R. mierolepis (Reinh.), Sal-
minus brevidens (Cuvier), Acestrorhynchus n.g. (für Xiphorhynchus
Agass.) falcatus (Bloch), Acestrorhamphus n.g. für Hydrocyon Cuv.)
hepsetus (Cuv.), Cynodon vulpinus Spix, Serrasalmo humeralis Cuv.
and Val., S. spilopleura Kner, Metynnis mola n.sp., Myleus tiete
Eigenmann u. Norris, Mylossoma albiscopus (Cope), Colossoma brachy-
pomus (Cuv.), Symbranchus marmoratus Bloch., Sternarchus albifrons
L., Hypopomus brevirostris Steindachner, Eigenmannia virescens
(Val.), Giton fasciatus (Pallas), Fundulus (?) paraguayensis n.sp.,
IV. Pisces für 1903. 19
Tylosurus amazonicus (Steind.), Plagioscion ternetzi Boulenger,
Pachyurus bonariensis Steindachner, Aequidens tetramerus Heckel,
A. paraguayensis n.sp., Mesonauta festivus (Heckel), Crenicichla
lepidota Heckel, Cr. saxatilis (Linn.), Geophagus duodecimspinosum
Boulenger, Geophagus pappaterra Heckel, Biotodoma n.n. für Mesops
trifasciatus n. sp., Achirus jenynsii Günther.
— (3). Variation Notes. Biological Bulletin published of the
Marine Biological Laboratory Wood Holl 4, p. 227—229, fig.
Pygidium rivulatum C. u. V. Ein anormales Exemplar mit ge-
gabelten Bartfäden. Xiphorhamphus jenynsii Gthr.
Eismond, J. Über das Verhalten des Periblastes beim Wachstum
der abgefurchten Scylliumkeime. Verhandl. Anatomisch. Gesellschaft,
17. Versammlung, 1903, p. 106-112, 4 Abb.
Scyllium catulus.. Das Dach der Keimhöhle wird von einem
Syncytium gebildet, welches mit der Keimscheibe und dem Periblast
in Verbindung steht und erst spät in Zellen zerfällt. Aus dem Periblast
entstehende Zellen erfüllen nach und nach die Keimhöhle. Dem Peri-
blast entstammen wie bei Raja clavata auch die im Ectoderm ge-
lagerten Protoplasmamassen mit freien Kernen und Zellen mit mi-
totischer Vermehrung.
Engmann, P. Chromis multicolor ein neuer Chanchito. Natur
u. Haus, 11, 1903, p. 321—323. — Lebensweise u. Fortpflanzung.
Eycleshymer, A. €. The early development of Lepidosteus osseus.
Decenn. Publ. Univ. Chicago, Vol. 10, p. 261—275, Taf. 17, 18.
Die Furchung des Eies von Lepidosteus wird beschrieben. Vgl.
Bericht für 1899.
Faceiola, L. Idea succincta dell’ organizzazione dei Leptocefali.
Monitore Zoologico italiano 14, p. 185—198.
Anatomie und Histologie der Leptocephaliden. Nach der Meta-
morphose sind die Tiere kleiner als vor derselben. Zur Ernährung
während der Verwandlung wird Intercellularsubstanz verbraucht.
Phylogenetische Betrachtungen. — Conger balearicus — Leptocephalus
taenia. 5
Fließbach, ©. Das Laichgeschäft von Chromis multicolor. Natur
u. Haus 11, p. 323—324.
Forel, F. A. Le Leman. Monographie limnologique. Vol. III.
1. livraison. Lausanne, 1902, 8 vo, 411 p. fig.
Die Fische werden in der ersten Lieferung zunächst p. 55—79
behandelt. 1. Acanthopteri: Perca fluviatilis L. Vulgärname, Aufent-
haltsorte, Lebensweise, Nahrung, Fortpflanzung, Fang, Verwendung,
(Angaben hierüber auch bei allen anderen Arten). Krankheiten:
„Iyphus des Perches“. Eupomotis (Lepomis) gibbosus L. aus Amerika
eingeführt 1898. Cottus gobio L. ein Flußfisch, der im See heimisch
geworden ist. Malacopterychier: Lota vulgaris Cuv., Cyprinus carpio L.
Maximallänge 79 cm, Gewicht bis 9 u. 15kg. Varietäten: Cyprinus
rex cyprinorum Bloch, C. nudus Bloch, C. elatus Bonap., C. regina
Bonap., C. hungaricus Heckel u. Knar. Angeblich fossile Reste aus
der neolithischen Zeit, Carassius auratus L. verwildert, selten;
I%*
20 IV. Pisces für 1903,
Tinea vulgaris L. T. vulgaris var. aurata Bl., Gobio fluviatilis
Cuv. früher häufig, verschwindet; Spirlinus bipunctatus Bloch
an der Mündung der Zuflüsse. Alburnus lucidus (Heckel). Wie
die Schwäne (Cygnus) den Ueckelei fangen. Scardinius ery-
throphthalmus L. bis 1 kg schwer. Leueiscus rutilus bis 1 kg
schwer. Squalius cephalus L., Phocinus laevis Ag. Acantho-
psidae: Cobitis barbatula L.; Salmonidae: Große Variabilität der
Salmoniden. Zwei Typen (nach Fatio) werden charakterisiert:
l. dispersus (CO. wartmanni, annectus, exiguus), 2. balleus (Ballen
Name für Coregonen in der Deutschen Schweiz: C. asperi, C. schinzi,
C. acronius, C. hiemalis): C. fera Jurine, C. hyemalis wird merklich
ssltener, C. albus, C. generosus Pet., Thymallus vulgaris Nilss., Salve-
linus umbla L., Salmo salar L. 1852 zum erstenmal eingesetzt.
Kreuzung zwischen Lachs u. Salmo lacustris gefangen 1882. Salmo
lacustris L. Varietäten. Wanderungen. Esocidae: Esox lucinus L.
Länge bis 1,3 m Gewicht bis 16 kg. Muraenidae: Anguilla vulgaris
Flem. selten. — In dem Abschnitt über die „genese des societes la-
custres“ wird die Frage der Einbürgerung und Zuwanderung von Lota
vulgaris und Anguilla vulgaris im besonderen, und der Ursprung der
Fischfauna im allgemeinen p. 326—357 ausführlich behandelt.
Fowler, H. W. (1). Descriptions of several Fishes from Zanzibar
Island, two of which are new. Proceednigs of the Academie of Sciences
of Philadelphia 55, p. 161—176.
Platacidae: Platax vespertilio (Bloch), Balistidae: Balistapus
aculeatus (Linn.). ZTetraodontidae: Tetraodon aerostaticus (Jenyns),
T. immaculatus (Schneider); Scorpaenidae: Pterois lunulata Schlegel,
Cephalacanthidae: Cephalacanthus spinarella (Linn.); Blennüidae,
Aspidonotvs tractus n. sp., Antennarvidae: Antennarius argus n.sp.,
A. tuberosus Cuv., Litteratur über die Fauna von Zanzibar. Graviceps
n. g. (Pteroscrites) elegans Str.
— (2). Life colors of Poecilia limantouri, and description of a
new Heros from Mexico. Proceedings of the Academie of Sciences of
Philadelphia 55, p. 320—823.
Heros teporatus n. sp. Poecilia limantouri Jord. u. Snyd. Färbung.
— (3). Description of a new Gurnard from Florida, with notes
on the colors of some other Florida Fishes. Proceedings of the Academie
of Sciences of Philadelphia 55, p. 328—336.
Die Fische, welche von Dade an der Biscaya-Bai stammen, werden
bezüglich ihrer Färbung eingehend geschildert: Carangidae: Selene
vomer (Linn.). Nameidae: Nameus gronowii (Gmelin), Serranidae:
Diplectrum formosum (Linn.). Lutianidae: Neomaenis apodus
(Forster), Ocyurus chrysurus (Bloch); Zaemulidae: Haemulon sciurus
(Shaw.), H. plumierii (Lacepede); Sparidae: Calamus bajonado
(Schneider), Lagodon rhomboides (Linn.); @erridae: Eucirostomus
harengulus Goode u. Bean, Xystaema cinereum (Walbaum); Za-
bridae: Iridio bivittatus (Bloch.); Tetraodontidae: Cheilichthys testu-
dineus (Linn.); Triglidae: Merulinus salmonitolor n.sp., Prionotus
evolans (Linn.); Zcheneidae: Echeneis alba-cauda Mitchill.
IV. Pisces für 1903. 21
— (4). Notes on a few Fishes from the Mosquito Coast of Nica-
ragua. Proceedings of the Academie of Sciences of Philadelphia 55,
p. 346—350.
Von Waunta Haulover an der Mosquitoküste des Atlantischen
Oceans wurden folgende Arten beschrieben: Siluridae: Felichthys
marinus (Mitchill); Zaemulidae: Conodon plumieri (Bloch.); Oichlidae:
Heros europhthalmus Günther; Teiraodontidae: Cheilichthys testu-
dineus (Linn.); Soleidae: Biastoma lineata (Linn.).
— (5). Descriptions of new little known, and typical Atherinidae.
Proceedings of the Academie of Sciences of Philadelphia 55. p. 727
— 742, Taf. 41—44.
Das Material befindet sich in den Sammlungen der Academy of
Natural Sciences in Philadelphia. Atherinidae: Unterfamilie Athe-
rininae: Atherina Lin., 1. Subgenus Atherina (Typus: Atherina hepsetus
Linn.). 2. Subgenus Atherinomurus nov. subgen. (Typus: Atherina
laticeps Poey). Atherina lacustris Bonaparte; A. sardinella n. sp.,
Ischnomembras n. g. gabunensis n. sp. (= Typus). Phoxargyrea n. gen.
(Typus die neue Art) Phyxargyrea dayi n.sp. Basilichthys Girard
regia (Humbold a. Valenciennes). Thyrina (Jordan u. Culver) guate-
malensis (Günther). Unterfamilie Atherinopsiinae, Protistius semotilus
Cope, Gasteropterus archaeus Cope, Atherinopsis californiensis Giard.,
A. magdalenae n. sp.
— (6). New and little known Mugilidae and Sphyraenidae.
Proceedings of the Academie of Sciences of Philadelphia 55, p. 743
— 752, fig., Taf. 45 u. 46.
Das Material befindet sich in der Sammlung der Akademie in
Philadelphia.
Musgilidae: Mugil brasiliensis Spix, M. cephalus Linn., M. kelaartii
Gthr., M. curema Valene., M. incilis Hancock.
Liza: Subgenus Liza Jord. u. Swain (Typus: Mugil ramada Risso)
Liza cascasia (Hamilton), L. alosoides n. sp. L. caldwelli (Fowler).
Subgenus nov. Oedalechilus (Typus: Mugil labeo Cuvier): Unterlippe
dick. Agonostomus manticola (Griffith), Joturus pichardi Poey.
Sphyraenidae: Agrioposphyraena n.subgen. (Typus: Esox barra-
cuda Walbaum). Sphyraena snodgrassi Jenkins, Sp. barracuda (Wal-
baum), Subgenus Sphyraena Schneider: Sph. ensis Jordan and Gilbert,
Sph. pieudilla Poey., Sph. borealis de Kay., Sph. tome n. sp.
— (%). Description of a new Lantern Fish. Proceedings of the
Academie of Sciences of Philadelphia 55, p. 754 u. 755.
Myetophidae: Centrobranchus n.g. choerocephalus n. sp. (nahe
Rhinoscopelus) Sandwichinseln.
— (8). The oceurrence of three interesting Fishes on the New Jersey
Coast. Science (2) 17, p. 594 u. 595.
Cephalacanthus volitans L., Manta manatia (Schneider) = M. bi-
rostris, gefangen am 1. Sept. 02. Thunnis thynnus (Lin.), 4. Nov. 1898,
8 Fuß lang, wog 700 Pfund. Cephalacanthus volitans (Lin.), gefangen
ll. Oktober 1902. Nomenklatur „Walbaum is non binominal“.
22 IV. Pisces für 1903,
Fuhrmann, ©. L’Omble Chevalier des zones profondes. Archiv
des Sciences phys. et Naturelles (4) 15, p. 332 u. 333.
Salmo salvelinus L. n. var. profundus. Genfer See.
Fulton, T. W. (1). Investigations on the abundance, distribution
and migrations of the Food Fishes. Annual Report of the Fishery
Board for Scotland 21, 3, p. 15—108, Taf. 1.
— (2). The distribution, growth, and food of the Angler (Lophius
piscatorius). Annual Report of the Fishery Board for Scotland, 21, 3,
p. 186—217.
— (3). Ichthyological Notes. Annual Report of the Fishery Board
for Scotland, 21, 3, p. 228—231.
Fürbringer, K. Beiträge zur Kenntnis des Visceralskelets der
Selachier. Morphologisch. Jahrbuch 31, p. 360—445, Taf. 16—18. —
Nachtrag, p. 620—622.
Das Skelet der Visceralbögen der Chondropterygier (Notidanidae,
Chlamydoselachidae, Spinacidae, Cestraciontidae, Chimeridae) und die
„Extraseptalia‘“ der Batoidei werden behandelt. Genannt werden im
besonderen: Heptanchus, Hexanchus, Chlamydoselechus, Centro-
phorus, Spinax, Acanthias, Scymnus, Laemargus, Echinorhinus,
Centrina, Cestracion, Chimaera, Callorhynchus. Die vorderen Labial-
knorpel der Haie sind stärker reduziert als die hinteren, bei Myliobatis
aquila sind sie mit einander verbunden, bei Torpediniden mit einander
verwachsen. Die Labialknorpel sind von den Organen eines ehemaligen
mit Cirren versehenen Mundes abzuleiten. Der Spritzlochknorpel wird
als Kiemenstrahl gedeutet.
Fürbringer, M. Notiz über oberflächliche Knorpelelemente im
Kiemenskelet der Rochen (Extraseptalia). Morpholog. Jahrbuch 31,
p. 623627, fie.
Bei Torpedo, Raja, Trygon, Myliobatis, Rhynchobatus, Cephalop-
ptera liegen im Bereich der äußeren Kiemensepten Stäbe oder Platten
aus hyalinem Knorpel.
Gaglio, 6. (1). Experiences sur !’anesthesie du labyrinthe de l’oreille
chez les chiens de mer (,,Scyllium catulus“). Archives italiennes de
Biologie 38. 1902 (Fasc. 3 erschienen März 1903) p. 381—322.
Kokaineinspritzung in das Labyrinth und ihre Folgen. Das
Labyrinth regelt reflektorisch die Spannung der Muskeln, bei Fischen
ist es seine einzige Funktion, da dieselben des Gehörs entbehren.
Garman, S. Some Fishes from Australasia. Bulletin of the Museum
of comparative Zoologie of Harvard College 39, p. 229—241, 1 Taf.
Alutera armata n. sp., Blennius canescens n. sp., Salarias sertatus
n. sp., 8. fasciatus Bl., Petroscirtes obliquus n. sp., Scorpaena erinacea
n. sp., Gobius atrielypeus n. sp., G. waitii n. sp., Gobioides totoyensis
n. sp., Gobiodon atrangulatus n. sp., Caranx parasiticus n. sp., C. regu-
laris n. sp., Epinephelus merra Bloch, Apogon nubilus n. sp., A. crassipes
n.sp., Pterois zebra 0. V., Synanceia verrucosa Bl. Schn., Pereis
tetracanthus La C., Periophthalmus schlosseri Pall., P. koelreuteri
Pall., Dascyllus aruanus Linn., Glyphidodon uniocellatus Q@. G.,
Hemirhamphus laticeps Günt., Zenarchopterus maculosus n.sp., Gymno-
IV. Pisces für 1903. 23
thorax nebulosus Ahl., G. pietus Ahl., Syngnathus conspicillatus Jen.,
Ichthyocampus sp., Balistes aculeatus Linn.
Garnier, Jules. Anguille geante a la Nouvelle-Caledonie. Rev.
scient. (4) 19. p. 700.
Garstang, W. u. Brown, F. B. Motella fusca. A new British record.
Journal of the Marine Biological Assocition of the United Kingdom
(2) 6, p. 626 u. 627.
Motella fusca Risso.
Gaskell, W. H. The origin of Vertebrates, deduced from the study
of Ammocoetes. 11. The origin of the Vertebrate body cavity and
excretory organs; the meaning of the somites of the trunk and of the
ductless glands. The Journal of Anatomy and Physiology normal
and pathological (2) 17, p. 168—219. fig.
Ammocoetes.
Gaupp, E. Zur Entwickelung der Schädelknochen bei den Tele-
ostiern. Verhandlungen d. Anatomischen Gesellschaft 1903, p. 113
—123, fig. ;
Die Entwickelung der Kopfknochen von Salmo salar und Salmo
fario nach Untersuchungen von W. Schleip. Ein Teil der außerhalb
des Primondialkraniums entstehenden Beleg- oder Deckknochen
tritt in nähere Beziehungen zu diesem, ein anderer Teil derselben aber
in solche zum Knorpelschädel. Eine perichondrale Knochenlamelle
die dem Knorpel aufliegt, ist der Anfang aller primordialen oder Ersatz-
knochen, welche an Stelle eines Teiles des primordialen Skelets treten;
ihre Entstehung ist meistens auf bindegewebige Praeformation zurück-
zuführen.
Gemmill, J. F. A contribution to the study of double monstrosities
in Fishes. Proceedings of the Zoological Society of London 1903,
2, p. 4—23, Taf. 1—4.
Doppel - Embryonen von Trutta werden untersucht. Die
Gastrulation geht von zwei Zentren aus, ihre ursprüngliche Lage
von einander ist bestimmend für den Grad der Verdoppelung. Primäre
Verschmelzungen sind charakterisiert durch die Verschmelzung der
axialen Organe. Sekundäre Verschmelzungen zeigen Umformung
und Adaptierung der verbundenen Teile. In der Kopfregion ver-
schmelzen die Darmkanäle früher als die beiden Chorden. Die mehr
oder minder axiale Lage der Organe ist ausschlaggebend für den Grad
der Verwachsung. Erfolgt die Verschmelzung an der Ventralseite,
dann bleiben die lateralen Organe einfach. Es folgen Angaben über
das Verhalten der zugehörigen Nerven bei Verschmelzung der Muskeln.
Meist verhalten sich beide Embryonen symmetrisch zu einander.
Giard, A. (1). Notes ethologiques sur le Hareng des cotes du
Boulonnais. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de la Societe
de Biologie 55, p. 573—575.
Clupea harengus L. Der Hering erscheint gewöhnlich Mitte
Oktober; in manchen Jahren findet er sich im Januar an der Küste
von Boulonnais ein, wo das Winterplankton reicher ist als das Sommer-
plankton. Diese Heringe haben abgelaicht. Die Ergebnisse der Magen-
24 IV. Pisces für*1903. * &
untersuchungen werden mitgeteilt. Beide Gruppen von Herings-
schwärmen werden von derselben Rasse gebildet.
' — (2). A propos observations de M. R. Blanchard sur la faune
des eaux chaudes. Comptes Rendus hebdomadaires des S&ances de la
Societe de Biologie, 55, p. 1003 u. 1004.
Der von Blanchard (s. d.) in den warmen Wassern von Hammam
Meskhoutine beobachtete Fisch ist nicht Mullus barbatus, sondern
wahrscheinlich Mugil chelo oder M. capito.
— (3). A propos du Barbus callensis Guichenot. Comptes rendus
hebdomadaires des S&ances de la Societe de Biologie 55, p. 1144—1147.
Die Barben des Hammam-Meskhoutine und ihre Synonymie.
Sie sind den europäischen Arten sehr ähnlich. Barbus callensis
Guichenot.
Gilchrist, J. D. (1). Development of South African Fishes. Marine
investigations in South Africa 2, p. 181—201, 4 Taf. — Vergl. auch
Rep. South African Ass. 1905, p. 310.
53 Abbildung und Beschreibung der Eier von südafrikanischen
Knochenfischen.
— (2). Deseriptions of new South African Fishes. Marine in-
vestigations in South Africa 2, p. 203—211.
Melanocetus rotundatus n.sp. Kap, 600 Faden tief. Selacho-
phidium n.g. (nahe Catoetyx) guentheri n.sp., Kap, 250 Faden.
Aphorista variegata n. sp., 310 Faden. Apogon queketti n. sp., Natal-
küste. Trachichthodes n. g. spinosus n. sp., Kap der guten Hoffnung.
Plectromus macrophthalmus n.sp., ebenda. Laemonemodes n.g.
(nahe Laemonema) compressicauda n.sp.
— (3). The development of some South African Fishes. Report
of the South African Association for advencement of Science 1903,
p-. 310 u. 311.
Gill, T. (1). On the relations of the Fishes of the family Tara en
or Opahs. Proceedings of the United States National Museum 26,
p. 915—924, 1 fig.
Nach Boulenger bilden die „Opahs“ nicht nur eine Familie:
Lamprididae, sondern auch eine besondere Gruppe, die Selenichthyes
der neuen Unterordnung Catosteomi, welche auch die Hemibranchii
und Lophobranchii umfaßt. Auf Grund osteologischer Untersuchungen
stellt Gill die Lampriden zu den Scombroiden und faßt sie als Lampri-
doidea zusammen. Lampris ist selten bei Aberdeen (Juni-September).
Etymologie des Wortes Opah: „Origin unknown‘.
— (2). On some neglected genera of Fishes. Proceedings of the
United States National Museum 26, p. 959—962.
Gill macht auf die Klassıfıkation der Fische aufmerksam, welche
Linck unter dem Titel ‚Versuch einer Einteilung der Fische nach den
Zähnen“ im Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturge-
geschichte, Gotha 1781—1799, veröffentlicht hat und weist darauf hin,
daß Linck folgende neue Genera aufgestellt hat, lange vor den Autoren,
welche später dieselben Namen benutzten, nämlich: Mustelus, Pristis,
IV. Pisces für 1903. 25
Rhinobatos, Callichthys, Cobitis, Alosa, Thymallus, Mola, Soarus,
Barbatula; von diesen sind Mustelus, Pristis u. Mola gut charakterisiert.
— (3). On some Fish genera of the first edition of Cuviers Regne
Animal and Okens names. Proceedings of the United States national
Museum, 26, p. 965—967.
„Um den Namen Lucioperca für ‚pike-perches‘ zu erhalten‘,
studiert Gill die von Cuvier und Oken benutzte Nomenklatur.
— (4). Note on the Fish genera named Macrodon. Proceedings
of the United States National Museum 26, p. 1015 u. 1016.
Eine Gattung der Sciaenidae nennt Cuvier 1817: Ancylodon.
Schinz, Das Tierreich 1822, ersetzt Ancylodon durch Macrodon, weil
Ancylodon an eine Walart vergeben. — Den Namen Macrodon benutzt
Joh. Müller 1842 für eine Gattung der Erythrinidae. Dieser muß
ersetzt werden durch Hoplias.
— (5). The Fishes of the African family Kneriidae. Science (2)
18, p. 338 u. 339.
Kneria angolensis Stdr. 1866 wurde von Steindachner den Gobitiden
angereiht, von Günther (1868) mit Kneria speküi Gthr. zu einer Familie
Kneriidae vereint. Cromeria nilotica Blgr. wurde von Boulenger 1901
zu den Galaxidae gestellt. Swinnerton vereinigt 1903 Cromeria mit
Kneria zu der Unterfamilie Kneridae.
— (6). A little-known Devil-fish. Science (2) 18, p. 473.
Boulenger beschrieb 1897 den Ceratobatis robertsii Boul. von
Jamaica, R. Hill 1862, ebendaher den Cephaloptera massenoidea Hill.
Aufklärung über beide Arten ist notwendig.
— (9%). The use of the name Torpedo for the Electric Catfish.
Proceedings of the United States national Museum 26, p. 697 u. 698.
Torpedo athenaeus = Malapterurus electricus nach Heckel.
— (8). A new name (Hoplias) for the Genus Macrodon of Müller.
Proceedings of the Biolog. Soc. Washington, Vol. 6, p. 50.
Non Schinz.
— (9). Walbaum and Binomalism. Science N.S. 17, p. 744
— 146.
Nomenclatur gegen Fowler.
— (10). The hosts of Argulids and their nomenclature. Science
DS. .17..P.,93.
Die Angaben einer Arbeit Wilsons werden riehtig gestellt. Unter
anderem wird darauf hingewiesen, daß Argulus salmini nicht auf Salmo,
sondern auf Salmino schmarotzt, daß A. chromotis und Chonopeltis
inermis nicht auf Chromis, sondern auf Heros bezw. Tilapia leben usw.
Goodrich, E. 8. On a Structure and Development of the Excretory
Apparatus of Amphioxus. Rep. 72. Meeting of British Association
for the Adv. of Science Belfast p. 260.
Gorjanovic- Kramberger, K. Palaeichthyologische Beiträge. Mit-
teilungen d. Ungarisch. geologischen Anstalt 14, p. 1—21, fig., Taf. 1—4.
Caranx bockhi Kramb., Chrysophrys intermedius n.sp., Lates
croaticus n. sp., Enchodus longipinnatus n. sp., Clupea hungarica n. sp.,
Caelodus gasperinii n. sp.
26 IV. Pisces für 1903.
Gosselet, J. Decouverte de Poissons dans le terrain devonique
du Pas de-Calais. Comptes Rendus hebdomadaires de l’Seances
de ’Academie des Sciences, 136, p. 540.
Pteraspis oder eine verwandte Gattung.
Gregory, E. H. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Knochen-
fische. Anatomische Hefte, I. Arbeiten aus anatom. Instituten 20,
p. 151—230, fig., Taf. 7—15.
Trutta fario, Salmo alsatieus, S. salar, Esox. Die Untersuchungen
erstrecken sich auf die Entwicklungsvorgänge des Kopfmesoderms,
die Entwicklung des Herzens, die Entwickelung der Hypophyse. Die
verschiedenen Forschungsergebnisse über die Entwicklung des Kopf-
mesoderms werden kritisch betrachtet, die Existenz des praeoralen
Darmes, sowie die Ableitung des medianen Zwischenstranges von
diesem Darmabschnitt sind bei Knochenfischen schwer festzustellen.
In der Kopfregion gehen bei den untersuchten Knochenfischen Meso-
derm und Entoderm ohne sicher festzustellende Grenze in einander
über und bilden das ‚laterale Mesentoderm‘‘, dieses liefert das Endo-
kard, indem durch die auswachsenden Kiementaschen und das sich
vergrößernde Pericard die Verbindung mit dem Kopfmesoderm einer-
seits gelöst wird ; andererseits kommt es durch den ventralenDarmschluß
zu einer Trennung vom Entoderm, so daß schließlich in dem Bereiche
der drei vordersten Kiementaschen ein paariger Zellkörper isoliert
gelegen ist, aus dem in der Folge sich das Herz entwickelt. — Der
Hirnanfang entsteht abgesehen von dem cerebralen Abschnitt aus einem
entodermalen und einem exodermalen Teil. Ersterer tritt zuerst auf
und ist unpaar, letzterer erscheint später und zwar als dorsale, paarige
und hohle Ausstülpung einer doppelblätterigen Exodermtasche.
Beide Abschnitte bewahren bis unmittelbar vor dem Durchbruch
des Mundes ihre Selbständigkeit. Von da ab beginnen beide Abschnitte
in Form und Aussehen der Zellen einander zu gleichen. Die beiden
Komponenten verschmelzen schließlich zu einem einheitlichen Gebilde,
das schließlich in die definitive Form des Hirnanhanges übergeht.
Greil, A. (1). Über die Entwickelung des Truncus arteriosus
der Anamnier. Verhandlungen der Anatomischen Gesellschaft, 17. Ver-
sammlung 1903, p. 9I—105, Fig.
Hexanchus griseus, Acanthias vulgaris, Protopterus annectens.
Die Opereculararterien und die ersten Kiemenarterien sind aus dem
Truncus entstanden, als dessen seitliche Äste sie aufzufassen sind.
Griffini, A. Ittiologia Italiana. Descrizione dei Pesci di mare e
d’acqua dolce. Milan, 1903, 12mo, 487 pp., fig.
Grynieltt, E. (I). Sur la presence de granulations specifiques
dans les cellules chromaffines de Rohn. Comptes Rendus Ass. Anat.
5. Sess. p. 134—142, 3 Abb.
In den chromaffinen Zellen der Suprarenalkörper der Selachier
werden Körner — ein Plasmaprodukt der Zellen — von charakteristischen
Farbreaktionen nachgewiesen.
— (2). Sur les corps suprarenaux des Plagiostomes. Comptes
IV. Pisces für 1903. 27
Rendus de l’Association Frangaise pour l’Avancement des Sciences 31,
1, p. 236.
4 Die Suprarenalorgane sind eng an die metameren Arteriengebunden.
In den epithelialen Zellen werden gefärbte Granulationen beobachtet,
welche unter Bildung von Vakuolen verschwinden. Diese Erscheinung
läßt die Organe als Drüsen erkennen.
— (3). Recherches anatomiques et histologiques sur les organes
surrenaux des Plagiostomes. Bulletin scientifique de la France et de la
Belgique 38, p. 1—136, fig., pls. 1—7.
Guitel, F. Sur la variation du rein dans le genre Lepadogaster.
Archives de Zoologie experimentale. Notes (4) 1, p. 99—100.
Lepadogaster wildenowii besitzt die Kanälchen des Pronephros
und jene des Mesonephros, daneben drei Systeme gewundener
Kanälchen. L. gouanii, L. bimaculatus haben keine Glomeruli des
Mesonephros; L. candollii, L. mierocephalus sind ohne Kanälchen
und Glomeruli. Bei L. gouanii sind die Knäuel des Mesonephros bei &
und ® verschieden; L. bimaculatus & zeigt entsprechend der
periodischen Entwicklung der Geschlechtsdrüsen Verschiedenheiten.
Günther, A. Last account of Fishes collected by Mr. R. B. N.
Walker, €. M. Z. S., on the Gold Coast. Proceedings of the Zoological
Society of London 1902, 2, p. 330—339, fig, Taf. 30—33.
Tilapia lata Gthr., T. ogowensis Gthr., zahlreiche Varietäten,
Chromis discolor n. sp., Busum-chi-See, 100—125 mm, Chr. busumanus
n.sp., ebenda, 135 mm, Chr. multifasciatus n. sp., ebenda, 143 mm,
Clarias kingsleyae n. sp., 230 mm, Odumasi, Infoan; Cl. laeviceps Gill,
Heterobranchus isopterus Blkr., Nyankoma u.. Infoan, Enteropius
mentalis Bouleng. (= E. congensis Gthr.) Offim, Chrysichthys walkeri
Gthr., Offim., Chr. lagoensis Gthr., Nyankoma, Amphilius platychoi
Gthr., Atesu, Jugendform; Notoglandium n. g. walkeri n. sp., 122 mm,
Ibbifluß; Synodontis robbianus J. A. Smith, Offim, Jugendstadien;
Malapterurus electricus L., jung, Offim, Barbus camptacanthus Bleek,
Infoan, Atesu, B. trispilus Bleek, Infoan, Akropon, Ingosu, Labeo
walkeri n. sp., nahe verwandt mit L. brachypoma, 205 mm, Nyankoma,
Haplochilus spilauchen Dum., Offim., H. infra-fasciatus Gthr., Atesu;
A. longipinnis Gthr. (= Alestes chaperi Sauvage), A. macrolepidotus
C. V., Offim., Enon; Petersius occidentalis Gthr., Akropon, Infoan;
Hydrocyon lineatus Schleg., Offim., Enon, Sarcodaces odoe Bl., Enon,
Nyancoma, Nannocharax fasciatus Gthr., Akropon, Mormyrus ussheri
Gthr., Offim., Amphilius platychir Gthr.
Haack, H. Der amerikanische Zwergwels (Amiurus nebulosus).
Allgemeine Fischerei-Zeitung 28, p. 81—84.
Erfahrungen über die Einbürgerung und Zucht desselben.
Haack, W. Über Mundhöhlendrüsen bei Petromyzonten. Zeit-
schrift für wissensch. Zoologie 75, p. 112—146, Taf. 15 u. 16.
Die Munddrüse von Petromyzon planeri u. P. fluviatilis besitzt
eine Einschnürung; Mündung der Drüse dorsal vom 2. Hauptzahn des
Gaumens. Petromyzon marinus. Verlauf des Drüsenganges bei den
genannten Arten. Die quergestreifte Drüsenmuskulatur fehlt noch
28 IV. Pisces für 1903.
bei den Larven. Histologie der Drüse. Ein Analogon derselben fehlt
bei Myxine; das Sekret der Munddrüse und jenes der Kiemendarm-
drüsen verdauen Eiweis. Acanthias und Raja: Drüsen an den Ko-
pulationsorganen.
Hay, ©. P. (1). On certain genera and species of North American
Cretaceous Actinopterous Fishes. Bulletin of the American Museum
of Natural History 19, p. 1-95, fig. Taf. 1—5.
Protosphyraenidae: Protosphyraena nitida (Cope), P. perniosa
(Cope), P. tenuis Soomis, P. dimidiata (Cope), P. segquax n.sp., P. zi-
phioides (Cope), P. gladius (Cope), Plethodidae: Anogmius flavirostris
(Cope), A. aratus (Cope), A. altus (Loomis), A. evolutus Cope, Elopidae:
Spaniodon simus Cope; JIchthyodectidae: Saurocephalus phebotomus
Cope, 8. geodeanus (Cope), Ichthyodectes anaides Cope, I. multi-
dentatus Cope, Gillieus Hay; Pachyrhizodontidae: Pachyrhizodus
caninus Cope, P. leptopsis Cope, Oricardinus sheareri Cope, O. tortus
Cope; Enchodontidae: Enchodus ferox Leidy, E. petrosus Cope, E. do-
lichus Cope, E. tetraecus Cope, E. gladiolus Cope, E. saevus n. Sp.,
Stratodus oxypogon Cope, Emponepaholica Cope, Dercetidae: Tri-
aenaspis virgulatus Cope, Leptotrachelus longipinnis Cope;
Myctophidae: Leptosomus nasutulus Cope, L. lineatus Cope, L. per-
crassus Cope, Sardinius? imbellis n. sp., Rhinellus tenuirostris (Cope).
Östeologie der genannten Arten. — Leptotrachelus longipinnis Cope.
Abbildung.
— (2). On a collection of Upper Cretaceous Fishes from Mount
Lebanon, Syria, with descriptions of four new genera and nineteen
new species. Bulletin of the American Museum, 19, p. 395—452, fig.
Taf. 24—37.
Die Fischfaunen von Sahel Alma, Hakel und Hajula werden ver-
glichen; die beiden letzten sind einander sehr ähnlich, die von Sahel
Ama ist bedeutend jünger. Lannidae: Otodus sulcatus Gemitz; Pristı-
dae: Selerorhynehus solomonis n. sp., S. hiram n. sp., S. sentusn. sp.;
Rhinobatidae: Rhinobatus eretes n. sp.; Rajidae: Raja whitfieldi n. sp.;
Belonorhynchinae (?): Stenoprotome n. g. hamata n. sp.; Pyeno-
dontidae: Coceodus lindstroemi Davis, C. insignis n.sp., Zlopidae:
Holocolepis attenuatus (Davis), /chthyodectidae: Kubiodectes n. g.
libanieus (Piet. a. Humb.): Otenothrissidae: Ctenothrissa signifer n. sp.,
Dercetidae: Leptotrachelus serpentinus n. sp.; Enchodontidae: Enchodus
marchesettil (Kramberger); Myetophrdae: Osmeroides pontivagus.n. Sp.,
O. ornatus n. sp., Acrognathus dodgei n. sp., Nematonotus longispinus
(Davis), Microcoelia dayi n. sp., Rhinellus delicatus n. sp.: @ono-
rhynchidae: Charitesomus hakelensis (Davis); Anguillidae: Urenchelys
germans n. sp.; Anguillavidae n. farn.: Anguillavus n. g. quadripinnis
n. sp., A. bathshebae n. sp., Encheliidaen. fam., Enchelion n. &. montium
n.sp.; DBerycidae: Pyenosterinx levispinosus n.sp., Corangtdae:
Aipichtys tormosus n. sp.
— (3). Some remarks on the fossil Fishes of Mount Lebanon,
Syria. The American Naturalist, 37, p. 685—69.
IV. Pisces für 1903. 239
Geschichtliche und literarische Übersicht über die am Libanon
gefundenen fossilen Fische: Notidanus, Otodus sulcatus, Sclero-
rhynchos atavus, S. sentus, S. solomonis, S. hiram, Rhinobatus eretes,
Raja whitfieldi, Coccodus insignis, Stenoprotome hamata, Ichthyo-
deetes libanieus, Ctenothrissa signifer, Diplomystus brevissimus,
Leptotrachelus serpentinus, Triaenaspis virgulatus, Osmeroides ornatus,
O. levesiensis, ©. monasteri, Nematonotus longispinus, Urenchelys
hakelensis, Anguillarus bathshebae, A. quadripinnis, Enchelion monitum
Pyenosterinx levispinosus. Ein Referat über die vorhergehende Arbeit,
nebst allgemeinen Bemerkungen.
— (4). The Snout Fishes of Kansas. Ann. N.Y. Academy of
Sciences 15. p. 15.
Protosphyraena.
Heincke a. Ehrenbaum. Table for the determination of pelagic
Fish eggs. Translated by J. Johnstone. Transactions of the Liverpool
biological Society 17, p. 181—186. Vergl. diesen Bericht für 1900.
Heintz, K. Der Angelsport im Süßwasser. München u. Berlin,
R. Oldenbourg. 452 pag., 7 Taf., 285 Fig. M. 15,—.
Helbing, H. Über den Darm einiger Selachier. Anatomischer
Anzeiger 22, p. 400—407, fig.
Laemargus rostratus, Scymnus lichia, Pristiophorus japonicus,
Spinax niger, Echinorhinus spinosus: Der Zwischendarm zwischen
Pylorus und Anfang der Spiralklappe ist klappenlos. Dieser Zwischen-
darm fehlt bei Pristis perrotteti; Cestracion galeatus u. C. philippi.
Bei Laemargus sind zwei Coeca vorhanden, die bei L. rostratus u.
L. borealis Verschiedenheiten hinsichtlich ihrer Verwachsung mit
dem Magen und der Pars pylorica zeigen. Der Zwischendarm bei
Scymnus gleicht einer Bursa entiana. Pristiophorus zeigt Ähnlich-
keiten mit Spinax. Der hintere Abschnitt des zweiteiligen Magens
von Pristis ist sackartig erweitert, seine Schleimhautfalten unterscheiden
sich von jenen des vorderen Abschnittes. Üestracion galeatus hat
einen einfachen Magen mit glatter Schleimhaut und einen Blindsack,
dagegen ist der Pylorus mit Schleimhautfalten versehen. Seine
Muskeln sind einseitig entwickelt. Cetsracion philippi entbehrt des
Magenblindsackes, sein Pylorus ist gleichmäßig muskulös.
Heller, E. u. Snodgrass, R. E. Papers from the Hopkins Stanford
Galapagos Expedition, 1898—1899. 15. New Fishes. Proceedings
of the Washington Academy of Sciences 5, p. 189—229, Taf. 2—20.
Antennarius tagus n.sp. (—). Petrotyx n. g. (nahe Catoetyx)
hopkinsi n.sp. (—). Eutyx n.g. (nahe Grammonus) diagrammus
n.sp. (—). Arbaciosa truncata n. sp. (Gobiesocidae). Pontinus stri-
gatus n.sp., Gobius rhizophora n.sp., G. gilberti n.sp., Cotylopus
cocoensis n.sp., Elotris tubularis n. sp., Scarus noyesi n. sp., Poma-
centrus redemptus n.sp., P. arcifrons n.sp., Nelixosus n.g. (nahe
Pomacentrus) albimarleus n.sp., Azurina eupalama n.sp., Sciaena
perissa n.sp., Corvula eurymesops n.sp., Malacoctenus zonogaster
n. sp., Lepisoma jenkinsi n. sp., Apogon atrodorsatus n. sp., Galeagra
30 1V. Pisces für 1903,
n. g. panimelas n. sp., Evolantia n. g. (Exocoetus) mieropterus C. u. V.,
Eucheliophis jordani n. sp.
Helly, K. Hämolymphdrüsen. Anatom. Hefte, 2. Abt., Bd. 12,
p. 207—232.
Die Kopfniere der Fische ist ohne Lymphsinus und daher nicht
mit einer Haemolymphdrüse zu vergleichen.
Henshall, J. A. Bass, Pike, Perch, and others. London and New
York, 1903, 8vo, 19 + 410 p. fig. Er
Herrick, €. H. (1). A note on the signifiance of the size of nerve
fibers in Fishes. Bulletin of the Scientific Laboratories of University
12, 1902, p. 33—38.
— (2). On the morphological and physiological classification of
the cutaneous sense organs of Fishes. The American Naturalist 37,
p. 313—318.
Die Hautsinnesorgane der Fische werden nach ihren morpho-
logischen und physiologischen Eigenschaften gruppiert und unter-
schieden als:
l. Organe des general cutaneous system (Tastfunktion).
2. acustico-lateral system.
a) Canal organs (fast bei allen Fischen).
b) Pitorgans (die meisten Ganoidfische und Teleostier, sowie
Elasmobranchier).
c) Small pitorgans (nur bei Siluridae).
d) Ampullae (allein bei Elasmobranchiern, Funktion unbekannt).
e) Vesicles of Savi (Torpedo).
f) Cristae acusticae (in den halbzirkelförmigen Kanälen aller
Vertebraten).
g) Maculae acusticae (ein Saceulus u. Utrieulus aller Vertebraten).
h) Papilla acustica basilaris (Corti’sches Organ nur bei höheren
Vertebraten).
3. communis system (Tastorgane).
a) Tast buds (in dem Mund).
b) Terminal buds (am Unterkinn, auf Bartfäden).
Hilgendorf, F. (1). Pseudocheilinus hexataenia Blkr. mit mon-
ströser Verdoppelung der Linse. Sitzungsberichte d. Ges. Naturf.
Freunde Berlin p. 3—5.
Die Doppelbildung tritt ganz gleichmäßig an beiden Augen auf,
ist aber kein Artmerkmal, da andere Exemplare derselben Art einfache
Linsen besitzen. Andeutungen von Augenverdoppelung findet sich
bei Anableps anableps = A. tetrophthalmus.
— (2). Süßwasserfisch aus der Nähe von Alexandria, Paratilapia
multicolor. Sitzungsberichte Gesellschaft naturforschender Freunde
Berlin 1903, p. 429—432.
Aus dem Süßwasserzuflüssen des Marcotis Sees. Diagnosen.
Paratilapia multicolor Schöll = Chromis multicolor Schöll.
Hilgendorf, F. u. Pappenheim, P. Über die Fischfauna des Rukwa
Sees. Sitzungsberichte Gesellschaft naturforschender Freunde,
Berlin 1903, p. 259—271.
i
IV. Pisces für 1903. 31
T. lapia nilotica rukwaensis n. subsp., T. fuelleborni n. sp. (?).
Clarias mossambicus Ptrs., Schilbe mystus (L.). Synodontis zambe-
zensis rukwaensis n. subsp. S. fuelleborni n. sp., Labeo victorianus
fuelleborni n. subsp. Barbus jacksoni Gthr., B. vinciguerraii Pfeff.
B. innocus Pfeff. Barilius moorü Blgr.; Haplochilus atripinna Pfeff.
Hinkelmann, U. Der Abstieg der jungen Heringe aus dem Kaiser-
Wilhelmskanal in die Ostsee. 2. Abtb. Mitteilungen d. Deutsch. See-
fischerei Ver. 18. Bd. 1902. No. 12, p. 606—608.
— (2). The organ and Sense of Taste in Fishes. Bulletin U. St.
Fish Commission 1902, p. 237—272, 2 Fig., auch in Bulletin scient.
labor. Dension Univ. 12, p. 39—96, 3 Fig.
Hoek, P. P. €. The Literature of the ten principal Food Fishes
of the North Sea, in the form of compendious Monographs. Publi-
cations de Circonstance. Conseil Intern. permanent pour l’Exploration
de la Mer. No. 3, 107 p., 10 Taf.
Hofer, B. (1). Über die Wirkung der Abwässer von Stärkefabriken
in Fischwässern. Allgem. Fischerei-Zeitung 28. No. 1. p. 3—6.
— (2). Die Kurzsichtigkeit der Fische. Allg. Fischerei-Zeitung.
28. No. 1. p. 6—7.
— (3). Über die Drehkrankheit der Regenbogenforelle. Allgem.
Fischerei-Zeitung. 28. No. 1. p. 7—8.
Ursache ist eine Sporozoe: Myxobolus cerebralis n. sp.
— (4). Über ein Mittel zur Heilung der Costienkrankheit der
Fische. Allgem. Fischerei-Ztg. 28. p. 141—142.
Costia necatrix, ein Flagellat, wird durch Kochsalzbäder bekämpft.
Holder, €. F. Big Game Fishes of the United States. London
and New York, 1903. 8vo, 14 + 435 p. fig.
Holmgren, E. Über die sog. „intracellulären Fäden“ der Nerven-
zellen von Lophius piscatorius. Anatomischer Anzeiger 23, p. 37-49, fig.
Die binnenzelligen Fäden, welche H. früher bei Torpedo und
Lophius als gleich angesehen hatte (1902), sind verschieden; die ersteren
sind krystalloide Gebilde in den Trophospongienkanälchen, letztere
verlaufen in den kernführenden intracellulären „Kapselfortsätzen“.
Als mechanisch hineingezogene Nervenfasern werden sie nicht mehr
angesehen.
Holt, E. W. L. u. Byrne, L. W. (1). The British and Irish Gobies.
Annual Report of the Fishery Board for Ireland for 1901. Part. 2,
p- 37—66, fig., Taf. 1 u. 2.
— (2). On a young stage of the White Sole Pleuronectes (Glypto-
cephalus) cynoglossus. Annual Report of the Fishery Board for Ire-
land for 1901. II. p. 67—69, Taf. 3.
— (3). On the British and Irish species of the Family Stroma-
teidae. Annual Report of the Fishery Board for Ireland for 1901 II.
p- 70—76, pls. 4 u. 5.
Lirus medusophagus Cocco, L. perciformis Mitch., Centrolophus
niger Gm.
Horst, R. On a case of Commensalism of a Fish (Amphiprion
intermedius Schleg.) and a large Sea-Anemone (Discosoma, spec.).
32 IV. Pisces für 1903.
Notes from the Leyden Museum 23, 1901. IV. ausgegeben Mai 1903
p. 180—182.
Amphiprion intermedius lebt zwischen den Tentakeln der See-
Anemone. — Premnas biaculeatus (Malacopterygiü) reibt die Tentakel
der Actinia crassicornis mit seinen Brustflossen. Amphiprion tunicatus
u. A. clarkii finden bei großen Anemonen zwischen den Tentakeln
Schutz vor ihren Verfolgern (größere Fische), sie fressen aber auch
ihr die Beute weg und verzehren die unverdaut ausgestoßenen Speise-
reste. Zwei oder mehrere Individuen von Amphiprion percula wohnen
in der Leibeshöhle der großen Discosoma (Stoichactis) kenti. Disco-
soma haddoni lebt zusammen mit Amphiprion bieinetus. Der Fisch
mit seiner prächtigen Farbe spielt die Rolle der Lockspeise für andere
Fische, die der Anemone zur Beute fallen, die Fische bringen durch
ihre Bewegung auch frisches Wasser zur Anemone.
Huard, V. A. (l). Le Saumon au lac Saint-Jean. Natural Canad.
Vol. 27, p. 140—142.
— (2). La question du Saumon au lac Saint-Jean. Natural.
Canad. Vol. 27. p. 145—149 u. Vol. 30, p. 19—21.
— (3). Comment certains Poissons survivent au dessechement
despieces d’eau ou ils habitent. Natural. canad. 30, p. 100—103.
Hyde, ida, H. Localisation of the respiratory centre in the Skate.
The American Journal of Physiology 10, p. 236—258, fig.
Raja, Experimente an den respiratorischen Nervencentren. Raja
zeigt in dem Typus seines respiratorischen Centrums eine Mittel-
stellung zwischen der einfachen segmentalen Anwendung der Neu-
ronen, welche die respiratorischen Bewegungen veranlassen, und den
modifizierten Centren der höheren Vertebraten. Die respiratorischen
Bewegungen bei Raja sind segmentale Vorgänge. Das Centrum
liest in bestimmten sensorischen und motorischen Teilen der Medulla.
Die sensorischen Zellen umfassen die Neuronen des 7., 9. und 10. Cranial-
nervs und liegen in dem lobus vagi. Jedes Ganglion beeinflußt die
Tätigkeit der respiratorischen Muskeln, mit welchen es in Verbindung
steht, und ist im Stande Impulse zu veranlassen, welche gemeinsame
rhythmische Atembewegungen auslösen. Die Medulla ist zweiteilig,
jede Hälfte kann die rhythmische Atembewegung erhalten. Die Ganglien
und dem entsprechend die ganze Atemtätigkeit kann in 2 oder 3 Ab-
schnitte geteilt werden, von welchen jeder Teil einige Zeit seinen
besonderen Rhythmus hat, oder alle Teile können in derselben Phase
der Bewegung sein. Eine Verletzung der Medulla stört für kürzere
oder längere Zeit die Atembewegung ganz oder teilweise.
Jaeger, A. Die Physiologie und Morphologie der Schwimmblase
der Fische. Archiv f. d. gesamte Physiologie 94, p. 65—138, fig. pl. 1.
Bei plötzlichem Höhenwechsel wird das Volumen der Schwimm-
blase durch Muskeln geregelt. Für die endgiltige Einstellung der
Schwimmblase auf ein bestimmtes Niveau sorgen besondere Organe.
Die Luft entstammt dem Blut; die Vorgänge, wie die Luft in der Gas-
drüse ausgeschieden wird, werden geschildert. Sie sind verschieden
bei Meeresfischen (Sciaena) und Süßwasserfischen (Lucioperea). Die
IV. Pisces für 1903, 33
Sauerstoffdrüse ist bei Flachwasserfischen (Cypriniden) sehr schwach
entwickelt. Überflüssiger Sauerstoff wird durch den Ductus pneu-
maticus oder durch ein ovalesOrgan an der dorsalen Wand der Schwimm-
blase entfernt. Beschreibung und Funktion dieses Organs.
— (2). Die Schwimmblase der Fische. Allgem. Fischerei-Zeitung
28. p. 113—116, 134—138.
Jaekel, ©. (1). Über die Organisation und systematische Stellung
der Asterolepiden. Zeitschrift d. deutschen Geologischen Gesellschaft
55. Bd. Mai-Protokoll p. 6—26. 8 Abb.
Asterolepis = Pterichthys. Vergleich des Kopfschildes und
Rumpfpanzers mit den entsprechenden Stücken von Coccosteus und
der Stegocephalen. Die Asterolepiden gehören in die Gruppe der
Temnauchenia. Die Sätze (‚Vorurteile‘) daß 1. größere dermale
Skeletstücke aus vielen kleineren hervorgegangen sein müssen, 2. daß
dem knöchernen Zustande des Skelets eine knorpelige Ausbildung
vorausgegangen sei, werden bekämpft, 3. ein scharfer Unterschied
zwischen inneren und dermalen Skeletgebilden bei jüngeren Placo-
dermen ist nicht durchführbar, 4. das Vorwiegen der aufsteigenden
Tendenzen in Entwicklungsreihen ist durchaus nicht erwiesen, und
absteigende zu Degeneration führende Reihen sind ebenso zahlreich.
Die Placodermen sind echte Fische.
— (2). Über Tremataspis und Pattens Ableitung der Wirbeltiere
von Arthropoden. Zeitschr. Deutsche Geol. Ges. Bd.55. Juli-
Protokoll, p. 12—21. 5 Abb.
Die Öffnungen und Gruben im Kopfschild von Tremataspis
werden gegen Rohon (1901. 02) und Patten (1) abweichend gedeutet.
Tremataspis ist ein echter Fisch, welcher nahe verwandt ist mit
Cephalaspis und Cyathaspıs.
— (3). Über die Epiphyse und Hypophyse. Sitzungs-Berichte
d. Gesellschaft naturforschender Freunde Berlin 1903, p. 27—28,
11 Fig.
Die Epiphyse mündet bei fossilen Fischen in den Frontalia. Die
Hypophyse ist nach vorn verschoben. Die Beziehungen derselben
zum Urmund der Vertebraten werden erörtert. Die Epiphyse ist ein
Rest von Nerven und Blutgefäßen, die ursprünglich den äußeren Teil
des Urmundes, die Epidyse (= Schädelloch), versorgten. Die Hypo-
dyse (= Hypophysentasche) und der Hypophysengang stellen den
inneren Teil des Urmundes dar. Derselbe ist auf den Bau und die
Stellung der Schädelkapsel und des Gehirns von Einfluß. Vergleich
mit Arthropoden und Tunicaten.
— (4). Über Rhamphodus, nov. gen., einen neuen devonischen
Holocephalen von Wildungen. Sitzungsberichte d. Gesellschaft natur-
forschender Freunde Berlin 1903, p. 383—393. fig.
Pachyosteusn. g. bulla n. sp. Ein besonderer Typus der Bezahnung
die als „lepodont‘“ bezeichnet wird, ist hier aufgestellt.
Johansen, A. €. Beretning om Undersögelser verdrorende Fiskeri-
forholdene under Skonnerten „Diana’s“ Togt til Islands Syd-or Ostkyst
Arch. f. Naturgesch 72. Jahrg. 1906. Bd IL H.1. (IV.) 3
34. IV. Pisces für 1903.
i Aarene 1898—1900. Saertryk af Fiskeri-Beretningen 1901—1902.
Kopenhagen, 1903. 4to, 46 pp.
Johnstone, 3. (1). Report on the marine Fishes. In Annandale
a. Robinson, Fascic. Malay. Zool. 2, p. 293—302, pl. 14.
Periophthalmus phya n. sp. (= P. schlosseri).
Jordan, D. S. Supplementary note on Bleekeria mitsukurii and
on certain Japanese Fishes. Proceedings United States National
Museum 26, p. 693—69%6, fig. pl. 30.
Embolichtys n. g. (Bleekeria) mitsukurii Jord. u. Everm. (Lepto-
scopidae); Chiasmichthys n.n. (für Saccostoma Sauv. = Chasmias
Jord. u. Snyd.) gulosus (Guichenot) Zen n. g. (für Cytopsis) itea Jord.
u. Fowl., Heniochus diphreustes n. sp. Teuthis dussumieri (Cuvier u.
Valenciennes).
Jordan, D. S. u. Fowler, H. W. (1). A review of the Dragonets
(Callionymidae) and related Fishes of the Waters of Japan. Pro-
ceedings of the United States National Museum 25, p. 939—959, fig.
Fam. Draconettidae: Draconetta xenica n. sp. Surug-Bai.
Fam. Callionymidae: Calliurichthys n. g. (für Callionymus partim)
japonicus Nagasakiı, Wakanoura Houtt., C. variegatus (Schlegel),
Nagasaki, 0. doryssus n.sp. Nagasaki, Wakanoura, Callionymus
altivelis Schlegel, C. lunatus Schl., ©. valenciennese Schlegel, C. flagris
n.sp. Aamori, Matsushima Bay, Tokyo, Kobe, Tsuruga, C. calliste
n.sp. Misaki, ©. hyguenii Bleeker, Nagasaki, C. beniteguri Jordan
u. Snyder, C. virginis n.sp. Misaki, Hakodate, Otaro, Tokyo u.a.
— (2). A review of the Elasmobranchiate Fishes of Japan. Pro-
ceedings of the United States national Museum 26, p. 593—674, fig.,
Taf. 26 u. 27.
Bestimmungstabellen der Familien, Beschreibung, Lebensweise,
Jugendformen der Arten.
U.Kl. Selachii: Ord. Notidani: Heptanchias deani Jordan
u. Starks, Chlamydoselachus anguineus Garm. Ord. Asterospondyli:
Heterodontus japonicus (Dumeril), Halaeurus burgeri Müll. u. Henle,
Cephaloseyllium umbratile n. sp., Chiloseyllium indiecum Gmel., Orecto-
lobus barbatus (Gmelin), Mustelus manazo Bleeker, Triakis seyllium
Müller u. Henle, Galeus japonicus (Müller u. Henle), Galeocerdo
tigrinus Müller u. Henle, Prionace glauca (L.), Carcharias ja-
ponicus (Schlegel), Scoliodon laticaudus (Müller u. Henle), 8.
acutus (Rüppel), S. walbeehmi (Bleeker), Sphryna zygaena (L.),
Alopias vulpes (Gmelin); Mitsukurina owstoni Jordan, Isuropsis
glauca (Müller u. Henle), Lamna cornubica (Gmelin), Carcharodon
carcharias (L.), Cetorinus maximus (Gunner), Rhincodon typicus
Smith. ° Ord. Tectospondyli: Squalus mitsukurü n.sp., Lepidorhinus
foliaceus (Günther), Deania eglantina Jordan u. Snyder, Zameus n. g.
squamulosus Gthr., Etmopterus lucifer Jordan u. Snyder, Centroseyllium
ritteri n.sp., Dalatias licha (Bonnaterre), Somniosus microcephalus
Bloch u. Schneider, Pristiophorus japonieus Günther, Squatina japonica
Bleeker. Ord. Batoidei: Rhina ancylostoma Bloch u. Schneider,
Rhynchobatus dijddensis (Forskal), Rhinobatus schlegeli Müller u. Henle,
IV. Pisces für 1903. 35
Rh. polyophthalmus Bleeker, Discobatus sinensis (Bloch u. Schneider),
Raja isotrachys Günther, R. fusca Garman, R. meerdervoorti Bleeker,
R. kenojei Müll. u. Henle, R. tengu n.sp., Astrape japonica Schlegel,
Urolophus fuseus Garman, Dasyatis kuhlii (Müller u. Henle), Dasyatis
akajei (Müller u. Henle), D. zugei (Müller u. Henle), D. gerrardi
(Gray), Pteroplatea japonica Schlegel, Myliobatis tobijei Bleeker,
M. nieuhofi (Bloch u. Schneider), Mobula japonica (Müller u. Henle).
— U. Kl. Holocephali: Ord. Chimaeroidei: Rhinochimaera pacifica
(Mitsukuri); Chimaera phantasma Jordan u. Snyder.
— (3). A review of the Cepolidae, or Bandfishes of Japan. Pro-
ceedings of the United States National Museum 26, p. 699—702, fig.
Japanische Cepoliden sind: Cepola schlegeli Bleeker, Acantho-
cepola krusensterni (Schlegel), A. limbata (Cuvier u. Valenciennes),
wahrscheinlich = A. mesoprion.
— (4). A review of the Cobitidae, or Loaches, of the rivers of
Japan. Proceedings of the United States National Museum 26, p. 765
— 774, fig.
Fam. Cobitidae: Misgurnus polynemus Bleeker, M. anguillicaudatus
(Canton), Elxis nikkonis Jordan u. Fowler, Orthrias oreas Jordan u.
Fowler, Cobitis taenia L., Hymenophysa curta (Schlegel).
Gattungscharaktere, Vorkommen, Beschreibung der Arten, Varie-
täten.
— (5). A review of the Cyprinoid Fishes of Japan. Proceedings
of the United States National Museum 26, p. 811—862, fig.
Cyprinidae: Pseudoperilampus typus Bleeker, Paracheilognathus
rhombea (Schlegel), Acheilognathus limbata (Schlegel), A. lanceolata
(Schlegel), A. eyanostigma Jordan u. Fowler, Gnathopogon elongatus
(Schlegel), G. gracilis (Schlegel), Hemibarbus (Schlegel), Leucogobio
güntheri Ishikawa, L. jordani Ishikawa, L. mayedae Jordan u. Snyder,
L. biwae Jordan u. Snyder; Pseudogobio esocinus (Schlegel), Sarco-
cheilichthys variegatus (Schlegel), Abbottina psegma Jordan u. Fowler,
Zezera hilgendorfi (Ishikawa), Biwia zezera (Ishikawa), Pseudorasbora
parva (Schlegel), Otakia rasborina Jordan u. Snyder, Tribolodon
punctatus Sauvage, Leuciscus japonicus (Sauvage), L. coerulescens
(Sauvage), L. phalacrocorax Jordan u. Fowler, L. hakuensis Günther,
L. taczanowskii Steindachner, L. jouyi Jordan u. Snyder, Phoxinus
steindachneri Sauvage. Zacco platypus (Schlegel), Z. temmincki
(Schlegel), Z. sieboldi (Schlegel), Opsarlichthys uncirostris (Schlegel),
Ischikauia steenackeri (Sauvage), Carassius auratus (L.), Cyprinus
carpio L.
— (6). A review of the Siluroid Fishes of Catfishes of Japan.
Proceedings of the United States National Museum 26, p. 897—911,
fig.
Ordnung Nematognathi: Plotosus anguillaris (Lacepede), Trachy-
surus maculatus (Thunberg), Parasilurus asotus (L.), Fluvidraco n. g.
ransonnetii (Steindachner), Fl. nudiceps (Sauvage), Pseudobagrus
aurantiacus (Schlegel), Leiocassis longirostris Günther, Liobagrus
reini Hilgendorf.
3*+
36 IV. Pisces für 1903.
Jordan, D. S. u. Starks, E. €. (1). A review of the Synentognathous
Fishes of Japan. Proceedings of the United States National Museum
26, p. 525—544, fig.
Die Unterordnung Synentognathi wird monographisch behandelt.
Familie Belonidae: Tylosurus schismatorhynchus Bleeker, T. giganteus
(Schlegel), T. coromandelicus (Van Hasselt), anastomella (C. u. Val.).
Fam. Hyporhamphidae: Hyporhamphus sajori (Schlegel), H. kurumeus
Jord. n. sp., H. japonieus (Brevoort). Fam. Scombresocidae: Colabias
saira Brevoort. Fam. Exocoetidae: Exonautes brachycephalus (Gthr.),
Cypsilurus ago (Schlegel), ©. poecilopterus (Cuv. u. Val.), C. hirundo
(Steindachner).
— (2). Description of a new species of Sculpin from Japan.
Proceedings of the United States National Museum 26, p. 689 u. 690, fig.
Cottunculus brephocephalus n. sp. (Cyelopteridae). Unterscheidet
sich von C. mierops und C. thompsoni durch den Mangel der Stacheln
am Kopfe.
t%. — (3). A review of the Fishes of Japan belonging to the Family
of Hexagrammidae. Proceedings of the United States National Museum
26, p. 1003—1013, fig.
Analytische Tabelle der Hexagrammidae; sie zerfallen in Agrammus
u. Hexagrammos. — Agrammus agrammus (Schlegel). Hexagrammos
otakii Jordan u. Starks, H. aburaco n. sp., H. octogrammus (Pallas),
H. lagocephalus (Pallas).
Kerr, 6. The early development of muscles and motor nerves in
Lepidosiren. Report of the British Association for advencement of
Science 1902, p. 655—657. (London 1903).
Die Entwicklung der Myotome erinnert vielfach an die bei
Amphioxus und Petromyzon beobachteten Verhältnisse. Die Muskel-
fibrillen verlaufen anfangs ganz gerade in den Zellen an der dorsalen
und ventralen Seite, sie bilden also in jeder Zelle zwei Stränge, später
entstehen weitere Fasern, welche die beiden Fibrillen an einem Ende
verbinden, so daß sich eine hufeisenförmig gekrümmte Fibrille bildet.
Neuromyoepitheliale Zellen.
— (2). Table for the determination of N. European pelagie
Fish-Eggs. Transactions Liverp. biol. Soc. XVII. p. 181—186.
Eine Übersetzung von Heincke u. Ehrenbaum. Bestimmungs-
tabelle pelagischer Fischeier. Vgl. diesen Bericht für 1900.
Klunzinger, €. B. (1). Gangfisch und Blaufelchen. Jahreshefte
d. Vereins f. vaterländische Naturkunde Württemberg, 59, p. 255
—266, pls. 9 u. 10.
Streitschrift gegen Nüßlin. Kl. erkennt die Artberechtigung des
Gangfisches als Coregonus macrophthalmus nicht an. Kl. hält den
Gangfisch für eine biologische, morphologisch aber schwankende
Art, deren Hauptmerkmal das Kleinerbleiben ist, also für eine Zwerg-
rasse.
— (2). Über Melanismus bei Tieren im allgemeinen und bei unseren
einheimischen insbesondere. Jahreshefte des Vereins für Vaterländ.
Naturkunde in Württemberg 59, p. 267—297.
IV. Pisces für 1903. 37
Farbwechsel bei Fischen, ‚„chromatische Funktion“ bei Gobius
fluviatilis Bonelli, Phoxinus laevis; schwarze Exemplare bei Aal,
Karpfen, Karausche, Schlei, Bachforelle; partieller Albinismus bei der
„Nase“, sowie dem Goldfisch.
Koch, A. Tarnocz in Komitat Nögräd als neuer reicher Fundort
fossiler Haifischzähne. Földtani Közlöny (Mitteilungen d. Ungar.
geologischen Landesanstalt) 33, p. 139—164, Taf. 1 u. 2.
Lamna tarnocziensis n.sp., Oxyrhina neogradensis n. sp., Noti-
danus paucidens n. sp., N. diffusidens n. sp., ferner Zähne von Noti-
danus, Galeocerdo, Carcharias, Aprionodon, Scoliodon, Odontaspis;
Wirbel von Haien, Schlundzähne eines Labriden.
Kyle, H. M. (1). Notes and Memoranda. Journ. mar. bıol.
Association N. S. 6., p. 617—625, 1 Taf.
Trigla Mißbildung, Hippoglosus vulgaris oder Pleuronectes syno-
glossus im Moray Firth, Zeugopterus puctatus Schuppen, Phyeis
blennoides Eier, Echinorhinus spinosus Verteilung; Kreuzungen.
— (2). The Reproduction of the Flat-Fishes. Journ. mar. biol.
Association N. 8. 6, p. 490—498.
Pleuronectes.
Korotneif, A. A. Rapport sur les resultats d’une expedition
au lac Baikal. Revue internationale Peche, Piscieulture 5, p. 4—9.
Faunistik, besonders Fische.
Krüger, A. Über die Verbreitung junger Schollen an der deutschen
Ostseeküste im Sommer und Herbst 1903. Mitt. des Deutschen See-
fischerei-Vereins 19, p. 449.
Kutschin. — Aus der Fischzuchtanstalt Nikolsk. St. Petersburg
No. 7, p. 42—49 (russisch).
Beobachtungen über das Leben des Stint (Osmerus) im Ilmensee.
Laaser, P. Die Zahnleiste und die ersten Zahnanlagen der Selachier.
Jenaische Zeitschrift f. Naturwiss. Bd. 37, p. 551—578, 13 Figg.,
Taf. 28.
Acanthias, Mustelus, Spinax. Die Zahnleiste entsteht bei 3—4 cm
langen Embryonen als Verdiekung des Epithels und des darunter ge-
lagerten Mesenchyms und zwar zuerst ım Öberkiefer bei Mustelus,
zuerst im Unterkiefer bei Spinax und Acanthias. Die Zahnanlage
entsteht am Übergang der Zahnleiste zum äußersten Zahnepithel.
Die Mundschleimhaut bildet als einspringende Falte die innere Mund-
falte. Von Hartgebilden tritt zuerst Dentin auf.
Laguesse, E. (1). Sur P’histogenese de la fibre collagene et de la
substance fondamentale dans la capsule de la rate chez les Selachiens.
Archives d’anatomie microscopique, Paris, 6, p. 99—169, fig., Taf. 5.
Scyllium canicula, Torpedo, Acanthias. Die Milzkapsel besteht
aus zwei Schichten von Bindegewebsfasern. Die oberflächlichen
Fasern gehören der Serosa an. Entstehung derselben in einer dünnen
Haut, die von Bindegewebszellen ausgeschieden wird. Die tiefen
Fasern bilden einen Korb. Entstehung derselben in den oberflächlichen
Trabekeln; anfangs bestehen sie aus Zellen, die später Streifen einer
praecollagen, amorphen Substanz bilden. In diesen entstehen Fibrillen.
38 IV. Pisces für 1903.
Die Bindegewebsfibrillen entwickeln sich daher in einer Grundsubstanz,
die nicht allein zelliger Abkunft ist, in die vielmehr auch Zellen mit
ihren Fortsätzen eingehen. Die Grundsubstanz wird als ein Bestandteil
der Zellen selbst, als ein Exoplasma angesehen und die Bindegewebs-
fibrillen entstehen in der äußersten Schicht des Zellleibes.
— (2).” Sur la structure de la capsule de la rate chez l’Acanthias.
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de la Societ& de Biologie
55, p. 1107 u. 1108.
Acanthias. Die Milzkapsel ist zweischichtig; sie besteht aus:
1. einer Serosa mit Endothel, Membrana vitrea u. starkem Binde-
gewebe, 2. einer inneren Schicht aus weniger starkem Bindegewebe.
Lahille, F. Nota sobre un genere nuevo de Escombrido. Anal.
Mus. nac. Buenos Aires (3) 2, p. 375—376.
Chenogaster n. g. holmbergi n. sp.
Lamiec, 3. Excursion dans la region des lacs d’Auvergne.
Coexistence des Isoetes et des Truites dans les lacs pyreneens. Bull.
Soc. hist. nat. Toulouse. T. 36. p. 19—21.
Lane, H. H. The ovarian structures of the viviparous blind
Fishes, Lucifuga and Stygicola. Biological Bulletin published of the
marine Biological Laboratory, Wood Holl 6, p. 38—54, fig.
Das Ovarıum der genannten viviparen Tiefseefische ist bilateral;
seine Entwicklung und sein Bau, sowie seine Veränderung bei der
Entwicklung der Embryonen werden geschildert. Der Oviduct ist
einfach und mündet in den Porus genitalis. Die Wanderung des nicht-
trächtigen Ovariums, sowie jene trächtiger Ovarien vor und nach der
Geburt wird untersucht, wobei große Verschiedenheiten festgestellt
werden. Die Blutgefäße des Ovariums sind stark entwickelt.
Laver, H. Fishes. Vietorian History of the Counties of England.
Essex 1, p. 220—229.
121 Species aus Essex nebst geographischen und biologischen
Mitteilungen. — Acanthopterygii: Perca fluviatilis L., Acerina cernua L.
nur im Leafluß, Morone labrax, Süß- und Seewasser, Labrus maculatus,
Crenilabrus melops Linn., Cottus gobio L., C. groenlandicus Cuv. u. Val.,
Cottus scorpius L., ©. bubalis Euphr., ©. quadricornis L., Trigla gur-
nardus L., T. cuculus L., T. hirundo L., T. lyra L., Agonus cataphractus
L., Cyelopterus lumpus L., Liparis vulgaris Flem., L. montagui Donon,
Lepadogaster bimaculatus Penn., Gobius minutus Gmel., G. ruthen-
sparri Euphr., Aphia pellucida Nardo, Zeus faber L., Scomber scombrus
L., Oreynus thynnus L., Centrolophus pompilus L., Xiphias gladius L.,
Trachinus draco L., T. vipera L., Callionymus lyra L., Lophius pis-
catorius L., Anarrhichas lupus L., Blennius gattorugine Bloch, Centro-
notus grunellus L., Zoarces viviparus L. —Anacanthini: Gadus morrhua,
G.macrocephalus, G.aeglefinus, G.hiscus, G.minutus, G.merlangus, G.pol-
lachius, Merluccius vulgaris L., Molva vulgaris Flem., Motella mustela L.
M. trieirrata L., Raniceps raninus L., Hippoglossus vulgaris Flem.,
H. limandoides Bloch, Rhombus maximus L., R. laevis L., Zeugopterus
unimaculatus Risso, Z. punetatus Bloch, Arnoglossus laterna Walb.,
Pleuronectes platessa L., P. microcephalus Don., Pl. cynoglossus L.,
IV. Pisces für 1903, 39
P. limanda L., P. flesus L., in Süß- und Seewasser, Solea vulgaris
Quensel, S.lascaris Risso, S. lutea Risso. — Plectognathi: Ortha-
goriscus mola L., O. truncatus Retz. — Peresoces: Mugil capito Cuv.,
M. chelo Cuv., beide im Süß- wie im Seewasser, Atherina presbyter
Jenyns, Ammodytes lanceolatus Le Sauv., A. tobianus L., Belone
vulgaris Flem., Gasterosteus aculeatus L. u. G. pungitius L., in Süß-
u. Salzwasser, G. spinachia L. — Lophobranchii: Siphonostoma typhle
L., Syngnathus acus L., Nerophis ophidion L., N. aequorius L.,
Nophidion L., Hippocampus antiquorum Leach. — Haplomi: Esox
lucius L. — Ostariophysi: Cyprinus carpio L., C. carassius L., C. au-
ratus L., Barbus vulgaris Flem., Gobio fluviatilis Flem., Leueiscus
rutilus L., L. erythrophthalmus L., L. dobula L., L. cephalus L.,
L. phoxinus L., Tinca vulgaris Cuv., Abramis brama L., A. blicea
Bloch, Alburnus lucidus Heckel, Nemachilus barbatulus L. — Mala-
copterygii: Salmo salar L., S. trutta L., S. fario L., Thymallus vexilifer
L., Osmerus eperlanus L., in See- und Süßwasser, Üoregonus oxy-
rhynchus, in See- und Süßwasser, Engraulis encrasicholus L., Clupea
harengus L., Cl. pilchardus L., Cl. sprattus L., Cl. alosa, in See- und
Süßwasser, Ol. finta Cuv., in See- und Süßwasser, — Apodes: Anguilla
vulgaris Turton, in See- und Süßwasser, Conger vulgaris Cuv. —
Ganovdei: Acipenser sturio L. — Chondropterygii: Galeus vulgaris
Flem., Lamna cornubica Gmel., Acanthias vulgaris Risso, Rhina
squatina L., Raja batis L., R. clavata L., R. alba Lacep., Trygon
pastinaca L. — Cyclostomata: Petromyzon marinus L., im See- und
Süßwasser, P. fluviatilis L., P. branchialis L.
Leriche, M. (1). Les Poissons du Paleocene belge. Comptes Rendus
hebdomadaires des Seances de l’Academie des Sciences 136, p. 103
—105, u. 527.
Es werden 3 Faunen festgestellt. Die älteste entspricht jener
des Lithothamnenkalkes des Pariser Beckens mit den tertiären Odon-
taspis macrota und Lamna vincenti, die zweite ist dieselbe wie jene
der Heersien- und Landenien - Stufe mit Acanthias orpientis,
A. minor, Squatina prima, Notidanus loozi, Seyllium vincenti, Gingly-
mostoma trilobata, Odontaspis macrota, O. rutoti, OÖ. cuspidata,
Elasmodes, Lepidosteus, Arius danicus, Osmeroides belgicus, Cyceloides
inscisus, Smerdis (?) heerdensis. Die dritte enthält Amia u. Lepidosteus.
— (2). Le Pteraspis de Lievin (Pas de Calais), Pteraspis crouchi
Lankester. Annales de la Societe geologique du Nord 32, p. 161—175,
fig., Taf. 5 u. 6.
Drei Pteraspis: a) jener Gosselets aus den Gedinnien - Schichten
(Minen von Lievin), b) jener Forirs von Ombret (Belgien), c) der von
St. Hubert im belgischen Luxemburg werden beschrieben und auf
eine Art Pteraspis crouchi Lank. zurückgeführt.
— (3). Note preliminaire sur une faune d’Ostracodermes re-
cemment decouverte & Pernes (Pas de Calais). Annales de la Societe
geologique du Nord 32., p. 190 u. 191.
Cephalaspis, Pteraspis ecrouchi Lank., Cyataspis.
Legros, R. Recherches sur l’appareil branchial des Vertebres.
40 IV. Pisces für 1903.
Premiere note preliminaire. L’evolution des arcs aortiques des Tele-
osteens. Comptes Rendus Ass. Anat. 5. Sess. p. 170—178. Abb.
Die Entstehung der Pseudobranchialgefäße bei Salmo aus der
A. hyomandibularis. Cyprinoiden besitzen eine rudimentäre Pseudo-
branchialarterie. Es ist eine primäre und eine sekundäre Pseudo-
branchialarterie zu unterscheiden, ebenso eine primäre Arteria bran-
chialis inferior u. eine sekundäre A. b. superior. Letztere wird Kiemen-
arterie, erstere verschwindet. Eine Ausnahme machen Esox, Belone,
Exocoetus.
— (4). Rectification de nomenclature. Rev. Crit. Paleozool. 7,
p. 129.
Coelodus priemi n.n. für ©. latus Leriche nec Kramberger.
Lo Blanco, S. La pesche abissali eseguite da F. A. Krupp col
Yacht Puritan nelle adiacenze di Capri ed in altre localit& del Medi-
terraneo. Mitteilung. Zool. Station Neapel 16, p. 109—279, Taf. 7—9.
Locy, W. A. A new cranıal Nerve ın Selachians. Mark Annivers.
Vol. p. 39—55. 2 Taf.
Die Nerven stehen im Zusammenhang mit den Geruchsorganen.
Leydig. Bemerkungen zu den „Leuchtorganen‘“ der Selachier.
Anatomischer Anzeiger 22, p. 297—301.
Die Organe finden sich bei Selachiern und Teleostiern, beschrieben
sind sie von Spinax niger, Laemargus, Isistius brasiliensis, Paracentro-
scyllium ornatum, wo sie bald in Linien, bald in Haufen angeordnet
sind; bei Knochenfischen werden sie hin und wieder neben der Seiten-
linie angetroffen, beim Aal an der Schnauze. Bei Leucaspinus delineatus
liegen sie in der Epidermis. Es folgt die nähere Beschreibung der
Organe, die nach der Körpergegend verschieden groß sind. Linsen-
zellen, Leuchtzellen, sowie Schleim- und Pallısadenzellen werden
unterschieden. Den Schluß bildet eine Betrachtung über die Frage,
als was man diese Organe deuten soll.
Loewe, F. Über Neu- und Rückbildung im Ovarium vom Mai-
fisch (Clupea alosa Cuv.). Archiv f. mikroskop. Anatomie 63, p. 313
— 342, Taf. 13—15.
In einem unweit Bonn angelegten Schonrevier schienen die Fische
unvollständig oder gar nicht zu laichen. Die beim Abfischen des
Schonreviers gefangenen Fische wurden untersucht, ebenso im Rhein
aufsteigende Fische. Die Fische laichen sämtliche Eier in verschiedenen
Etappen ab, nur ein kleiner Teil wird resorbiert. Diese Erscheinung
wird auf ungünstige Lebensbedingungen zurückgeführt.
Lohmann, H. Untersuchungen über die Tier- und Pflanzenwelt,
sowie über die Bodensedimente des Nordatlantischen Ozeans zwischen
dem 38. u. 50.°n. Br. Sitz.-Ber. Akad. Berlin, p. 560—583. Taf. 1.
Die Struktur des Knorpels von Orthagoriscus mola wird durch
einige Angaben gekennzeichnet.
Lönnberg, E. (2). Bronn’s Klassen und Ordnungen des Tierreichs.
6.1. Pisces, Lief. 9—12, p. 161—208, Taf. 7—9. — Leptocardii.
— (2). Ona collection of Fishes from the Cameroon, containining
new species. Annals and Magazine of Natural History (7) 12, p. 37—46.
IV. Pisces für 1903. 41
Die Fische stammen aus dem Ganye (Sunyi) Fluß und dem
Elephantensee bei Albrechtshöhe. Isichthys henryi Gill, Marcusenius
brachyhistius Gill, Alestes nurse Rüppell, Nannaethiops unitaeniatus
Gthr., Clarias bythipogon Sauvage, Auchenoglanis guttatus (Lönn-
berg), Malopterurus electricus (Gmelin), Haplochilus infrafasciatus
Gthr., Ophiocephalus obseurus Günther, Eleotris büttikoferi Stein-
dachner, Pelmatochromis boulengeri n. sp., Tilapıa lata var. n.
camerunensis, Tilapia microcephala Blkr., T. (Gephyrochromis) linnelli
n. Sp.
Lortet, L. u. Gaillard, €. La faune momifiee de l’ancienne Egypte.
Poissons. Archives du Museum d’hist. nat. de Lyon 8, p. 185—190, fig.
Lates niloticus als Mumien. Chemische Analyse. Morphologie.
Von dem ebenfalls göttlich verehrten Oxyrrhynchus sind Mumien
bis jetzt nicht bekannt.
Luboseh, —. Über die Geschlechtsdifferenzierung bei Ammocoetes.
Verhandlungen d. Anatomischen Gesellschaft 1903, p. 66—74, fig.
Geschlechtszellen und Follikelepithelien entstehen aus dem
Peritonealepithel. Während des 1. Jahres sind die Keimdrüsen in-
different. Die künftigen Eizellen zeigen von da ab große Nucleolen.
Junges Hodengewebe findet sich in Keimdrüsen, welche als Zwitter-
drüsen gedeutet werden, in welchen die Eier nach der Metamorphose
zurückgebildet werden. Ammocoetes als ontogenetische Recapitulation
der Petromyzonten weist auf alte Zwitterzustände der Vorfahren hin.
Lydell, D. The Habits and Culture of the Black Bass. Bulletin
U. S. Fish Commission 1902, p. 39—44. 1 Taf.
Micropterus.
Maggi, L. Intorno ai prefontali degli Ittiopsidi e Sauropsidi.
Reale istituto Lombardo delle Scienze e Lettere, Rendicondi (2) 36,
p- 903—918.
Marenghi, 6. Alcune particolarıta di struttura e di innervazione
della eute dell’Ammocoetes branchialis. Memorie del Reale Istituto
Lombardo 19, p. 195—203, 1 Taf. und Zeitschrift f. wissensch. Zoologie
75, p. 421—429, Taf. 29.
Ammocoetes. Die Zellen der oberflächlichen Epidermisschichten
besitzen ein endocelluläres Netz, das nach Golgis Methode untersucht
wird. Aus dem Bau desselben werden Funktionen gefolgert. In der
Haut finden sich Sinneszellen, daneben frei endende feine Nerven-
fäden und solche, die unter der Cuticula ein Netz bilden; von diesem
gehen dann die Endfasern aus.
Mariani, E. Sı aleune ittiodoruliti della creta lombarda. Attı
Museo Milano 41, p. 437—441, fig.
Ein Ichthyodorulit aus dem Kalk Oberitaliens.
Meek, A. (1). A contribution to our knowledge of the growth of
the Plaice. Report Northumberland Sea Fisheries Commission 1903,
p- 40 u. 41, pl.
Pleuronectes platessa L. Beziehungen zwischen Länge, Breite
und Gewicht.
42 IV. Pisces für 1903.
— (2). On the egg of a species of Goby. Report Northumber-
land Sea Fisheries Commission 1903 p. 49, 1 Taf.
Gobius friesii Coll. (?).
Ein Haufen Eier, mit dem Netzwerk des einen Eipoles befestigt
in einer leeren Schale von Mya truncata wurden aus einer Tiefe von
25 Faden gedredget. Länge des Eies: 2,07 mm, Breite 0,486 mm.
— (3). lIchthyologieal Notes. Report Northumberland Sea
Fisheries Commission 1903 p. 58—60.
Auszug aus: Transactions of the Natural History Society of
Northumberland, Durham and Newcastle-upon-Tyne. N.S. Vol. I.
Part 1. Vorkommen, Häufigkeit.
Mullus barbatus L., Cantharus lineatus Fleming, Trigla hirundo L.,
Lumpenus lampretiformis Wall., Motella mustela L., M. cimbria L.,
Pleuronectes cynoglossus L., Solea variegata Donov, Lepidorhombus
megastoma Donow, Clupea alosa L., Orthagoriscus mola L., Galeus
vulgaris Flem., Raja fullonica L., R. maculata Montag., R. circularis
Conch., R. clavata L., R. radiata Donov, Trygon pastinaca L.
Meek, S. E. Distribution of the freshwater Fishes of Mexico. The
American Naturalist 37, p. 771—784, fig.
Die geographische Verbreitung der Flußfische Mexicos wird unter
Namhaftmachung vieler systematischer Gruppen und Arten geschildert.
Melnikoff, W. S. Beobachtungen über das Leben und die Ver-
mehrung des getüpften Gurami und des gebänderten Fadenfisches
im Aquarium. Natur u. Haus. 11. p. 169—172; 184—186.
Labyrinthici.
Menel, E. (1). Ein Fall von beiderseitiger Augenlinsenausbildung
während der Abwesenheit von Augenblasen. Archiv für Entwicklungs-
mechanik. 16, ‘p. 323—339, Taf. 14.
Ein junger Anadidymus von Salmo salar wird untersucht; der
eine Kopf ist augenlos, doch sind die Linsen fast vollkommen ent-
wickelt. Ausschließlich bei Wirbeltieren treten Hirnaugen mit epi-
dermalen Linsen auf. Die Epidermis eines Segments bildet die Linse;
sie entsteht auch, wenn die Bildung der Augenblase unterbleibt. Vergl.
hierzu auch Mencl (2).
— (2). Ist die Augenlinse eine Thigmomorphose oder nicht?
Anatomischer Anzeiger, Bd. 24, p. 169—173, 15 Fig.
Verteidigt seine Ansicht gegen Spemann, der ebenda Bd. 23,
p. 457—464 Versuche über die Linsenbildung defekter Augenblasen
an Rana gemacht hat.
— (3). Kurze Bemerkungen über die Solgerschen intracellulären
Fibrillen in den Nervenzellen von Seyllium. Sitz. Berichte Böhmisch.
Gesellsch. d. Wissensch. Math. Natw. Classe 1903, No. 37, 5 pag., 1 Taf.
Meyer, H. Beitrag zur Lachsfangstatistik im Emsgebiet im
Jahre 1902. Allgem. Fischerei-Zeitung 28. p. 159—160.
Michailovsky, M. On the Fish-fauna of Kolgujev. (Russisch.)
Annuaire Museum St. Petersbourg 8, p. 56—60.
Moenkhaus, W. J. (1). Description of a new species of Darter from
IV. Pisces für 1903. 43
Tippecanoe Lake. Bull. Ind. Univ. 1, p. 18—21, and Proceedings
of the Indiana Academy of Science 1902, p. 112—115.
Hadropterus evermanni n. sp.
— (2). On the Individuality of the Maternal and Paternal Chromo-
somes in the Development of the Hybrid between Fundulus hetero-
clitus and Menidia notata. Science N. 8. Vol. 17. p. 487—488.
Die Chromosomen beider Arten sind morphologisch verschieden.
In den Zellen der Hybriden behalten sie eine Zeitlang ihre Verschieden-
heit bei. |
Moser, Fanny. Beitrag zur vergleichenden Entwicklungsgeschichte
der Schwimmblase. Anatomischer Anzeiger 23, p. 609—611.
Bezüglich der Entwicklung der Schwimmblase werden drei Gruppen
unterschieden: 1. Gruppe: Schwimmblase sanduhrförmig eingeschnürt,
dorsal vom Darm in der Medianlinie gelegen, mit engem Ductus
pneumaticus, der in die caudale Abteilung der Blase mündet: Rhodeus
u. Karpfen. Die Schwimmblase wird nicht dorsal sondern rechts
vom Darm angelegt; da der Darm nach links verschoben ist, liegen sie
doch in der Mitte. — 2. Gruppe: Schwimmblase ein langer schmaler
Sack, etwas links vom Darm, neben diesem gelegen, und mit weiter
Öffnung etwas links in diesen einmündend: Bachforelle, Huchen,
Salm. Die erste Anlage ist dorsal, jedoch nicht in der Medianlinie,
sondern rechts von ihr. Darm und Schwimmblase liegen übereinander,
später rückt der Darm von rechts nach links in die Medianlinie, d. h.
unter die Chorda; Schwimmblase und Ductus pneumaticus rücken
auf seine linke Seite, also etwas über und neben ihn. — 3. Gruppe:
Schwimmblase ein weiter Sack, dorsal vom Darm gelegen, ohne Ductus
pneumaticus: Stichling. — Seitlich liegt die Schwimmblase bei Ery-
thrinen, ventral bei Polypterus. Die dorsale Lunge von Ceratodus
wird ventral angelegt.
Murray, W. Statistical evidence regarding the Influence of Arti-
ficial Progagation upon the Salmon of the American Rivers.
Communicated by Dr. D. Noel Paton. Proceedings of the Royal Society
of Edinburgh 24, p. 469—485.
Schutz der Laichfische, Regelung der Fangmethoden, die Brut-
aussetzung von Salmoniden in den Flüssen Fraser, Sacramento Co-
lumbia an der pazifischen Küste und in den Flüssen Saguenay, Gaspe,
Grand River, Cascapedia, Ristigouche, Miramichi und Penobscot
an der atlantischen Küste. Ergebnisse.
Murie, 3. Report on the sea fisheries and fishing industries of the
Thames estuary. 1. Kent and Essex Sea Fisheries Committee. London,
1903, 8vo, 250 p., fig., 1 pl.
Mulon, P. Reaction de Vulpian niveau des corps surrenaux des
Plagiostomes. Comptes Rendus. Societe Biolog. Paris 54, p. 1156.
Neal, H. V. The Development of the Ventral Nerves in Selachi.
I. Spinal Ventral Nerves. Mark. Annivers. Vol. p. 291—313, 3 Tat.
Neidert, L. u. Leiber, A. Über Bau und Entwicklung der weiblichen
Geschlechtsorgane des Amphioxus lanceolatus. Zoologische Jahr-
bücher Abt. Anatomie 18, p. 187—226, fig., Taf. 15—19.
44 IV. Pisces für 1903.
Branchiostoma lanceolatum. Amphioxus: Gefäße. Formbildung
und Reifung der weiblichen Gonade: Allgemeine Formverhältnisse,
Entwicklung und Reifung des Ovariums, Entwicklung der Eier. Die
Narben. Blutversorgung der Ovarien.
Neumayer, L. Die Entwicklung des Darmkanals von Ceratodus
forsteri. Verhandlungen Anatom. Gesellsch. 1903, p. 139—142.
Aus dem temporären, ventralen Darmlumen, das sich neben
dem bleibenden dorsalen bildet, entsteht die Leber und die ventrale
Pankreasanlage.. Während das ventrale im Dotter gelegene Darm-
lumen noch vorhanden ist, dreht sich der dorsale Darm in seinem End-
abschnitt in einer Spiraltour von 180° und nimmt gleichzeitig
epithelialen Bau an. Der Dotter wird von nun ab intensiv resorbiert,
er wird vom dorsalen Darmlumen herausgehöhlt und die Höhle wird
zugleich mit epithelialen Zellen ausgekleidet. Die Epithelbildung
des Darmes schreitet nach vorn weiter. Die Spiraltouren des Darms
nehmen an Zahl zu. Der ventrale Darm ist inzwischen verschwunden.
Die dem Darm von außen zugeführte Nahrung wirkt auf die Weiter-
entwicklung, der Darm wächst. Die Wandungen der Darmspirale
legen sich aneinander, die freien Ränder verwachsen. — Die Weiter-
entwicklung besteht in einer fortschreitenden Rollung. Vergleich
mit den entsprechenden Verhältnissen bei Amphibien; Schluß-
folgerungen aus der Betrachtung von Koprolithen.
Nicolas, A. Recherches sur le developpement du pancreas, du foie
et de la rate chez le Sterlet (Acipenser ruthenus). Comptes Rendus
de l’Association des Anatomistes 5. Session. 1903. p. 14—16.
Vorläufige Mitteilung über die Entwicklung des Pankreas der
Leber und der Milz des Sterlet.
Niedzwiedzki, 3. Cephalaspis powriei i asper Ray Lank. Kosmos
polski 28, p. 564 u. 565.
Funde in Podolien.
Nikolski, A. On three new species of Fishes from Central Asia.
(Russisch). Annuaire du Musee zoologique de l’Academie St. Petersb.
8, p. 9094.
Schizothorax kozlovi n.sp., Ptychobarbus kaznakovi n. sp.,
Nemachilus fedtschenkoae n. sp.
Ninni, E. Sopra alcuni ‚„Pesci monstruosi‘“ raccolti nelle valli
del Veneto esturio. Bolletino de la Societä zoologica Italiana (2) 4,
p. 117—121, fig.
Marone labrax, Mugil chelo, M.capito, Anguilla vulgaris. Monstrosa.
Nusbaum, 3. (1). Zur Kenntnis der Heteromophose bei der Re-
generation der älteren Forellenembryonen (Salmo irideus). Ana-
tomischer Anzeiger 22, p. 358—363, fig.
Salmo irideus. Eben dem Ei entschlüpfte Embryonen wurden
am Schwanzende und zwar im Bereich der Schwanzflosse oder in der
Höhe der Rückenflosse durchschnitten und sodann die Regenerations-
erscheinungen beobachtet. Die Intensität des Regenerationsprozesses
ist mehr oder weniger umgekehrt proportional der Größe des abge-
schnittenen Körperteils. Der Grad der Heteromorphose ist mehr oder
IV. Pisces für 1903. 45
weniger proportional der Größe des verloren gegangenen Körper-
abschnittes.. Die Heteromorphose ist eine funktionelle Anpassung
und zwar eine atavistische, eine praeformative oder eine imitatorische.
— (2). Zur Morphologie des Saccus paravertebralis und einiger
anderen Lymphräume, zugleich ein Beitrag zur Kenntnis der Pleuro-
peritonealhäute bei den Knochenfischen. Anatomischer Anzeiger 23,
p. 339— 351, 5 figg.
Bei den mit Weberschen Knöchelchen versehenen Teleostiern
findet sich längs der ersten 4 Wirbel die Fossa auditoria. Die
Kommunikationen dieses Lymphraumes mit anderen Räumen des
Kopfes (Schädelhöhle, Saccus Iymphaticus vesicae u.a.) wird be-
schrieben für Cyprinus carpio, Leuciscus rutilus, L. phoxinus, Rhodeus
amarus, Carassius sp. Dann folgt eine histologische Betrachtung der
Schwimmblasenwand bei den genannten Arten und bei Cobitis fossilis,
Nemachilus. Bezüglich größerer Iymphatischer Stämme werden die
Angaben von Sappey (1880) bestätigt.
Nüßlin, ©. (1). Artberechtigung des Gangfisches. Zoologischer
Anzeiger 27, p. 156—161.
Coregonus macrophthalmus Nüßl. Diagnose. Verteidigung
gegen Klunzinger.
— (2). Die Schweizer Coregonenspecies. Zoologischer Anzeiger
26, p. 396—406, fig.
Verteidigung gegen Fatio’s: ‚„Deux mots a propos du Coregonus
macrophthalmus de Nüßlin‘ in Bulletin Suisse de Peche et Pisciculture.
No. 12. Dec. 1902 und gegen Klunzinger: Geschichtliches über die
Erforschung der nordalpinen Coregonen seit Siebold. Gegenüber-
stellung der Diagnosen Fatios und Nüßlins: Coregonus lacustris,
C. wartmanni Bloch, C. macrophthalmus Nüßl., C. coeruleus Fatio,
C. nueßlini Fatio.
Otaki, K., Fujita, T. u. Higurashi, T. Japanische Fische. Vol.1,
No. 1, 8vo, text, 4to pls, Tokyo, 1903.
Seriola quinqueradiata Temm. u. Schleg., Latilus sinensis Lacep.,
Lateolabrax japonicus C. u. V.
Owsjannikow, Ph. Das Rückenmark und das verlängerte Mark
des Neunauges. Memoires de l’Acad&mie des Sciences P&tersbourg
(8.) Vol. 14. No. 4. 32 Zeiten. 1 Taf.
Die Nervenzellen sind entweder große oder kleine multipolare
oder bipolare. Ihre Verteilung und Lage in den einzelnen Schichten
wird erörtert. Im verlängerten Mark lagern die kleinen Zellen in
Gruppen. Die Fortsätze aller Nervenzellen stehen durch feine Ver-
zweigungen unter Netz- oder Geflechtsbildungen in Verbindung.
Als anormale Bestandteile der Nervenzellen wurden feine Kanälchen
in denselben gefunden.
Parker, 6. H. (1). The optic chiasma in Teleosts and its bearing
on the asymmetry of the Heterosomata (Platfishes). Bulletin of the
Museum of comparative Zoology of the Harvard College 40, p. 221
—242, 1 Taf.
46 IV. Pisces für 1903.
Fundulus majalis (Walbaum), Menidia notata (Mitchill), Rhombus
triacanthus (Peek), Pomatomus saltatrix (Lin.), Stenotomus chrysops
(Lin.), Tautogolabrus adspersus (Walbaum), Tautoga onitis (Lin.),
Prionotus carolinus (Lin.), Gadus morrhua (Lin.), Melanogrammus
aeglefinus (Lin... Bei jeder der 10 symmetrischen Arten war das
Chiasma insofern dimorph, als bald der rechte, bald der linke Nervus
opticus dorsal war und zwar unter 1000 Fällen war 514 mal der rechte,
486 mal der linke dorsal. Diese Verhältnisse sind unabhängig von dem
Geschlecht. Bei den Soleiden ist das Chiasma ebenfalls dimorph,
bei Pleuronectiden ist es monomorph für jede Art, bei dextralen Arten
ist der linke Nerv dorsal bei sinistralen Arten ist der rechte Nerv
dorsal. Bei allen Pleuronectiden, welche sich nur einseitig wenden,
ist ein Zusammenhang der dorsalen Nerven mit dem wandernden
Auge nachweisbar. Die jungen Pleuronectiden haben vor ihrer Meta-
morphose ein momomorphes Chiasma. Die Soleiden sind degenerierte
Nachkommen primitiver Plattfische, von welchen auch die Pleuro-
nectiden stammen. Die monomorphistischen Verhältnisse des Chiasmas
bei Pleuronectiden können als Erwerbung durch natürliche Auslese
gedeutet werden. Diese Fische bieten ein Beispiel der discontinuierlichen
Variation.
— (2). The sense of hearing in Fishes. The American Naturalist
37, p. 185—204, 2 Abb. — Science N. S. 17 p. 243.
Das Labyrinth der Fische ist Gleichgewichtsorgan. Die Seiten-
linienorgane empfinden leichte Bewegungen des Wassers, der Hautsinn
nimmt Strombewegungen und die Wellen der Oberfläche wahr. Fun-
dulus hört, andere Fische, z. B. Mustelus aber nicht. Carassıus, Salmo,
Chilomyeterus schoepfi, Fundulus heteroclitus.
— (3). Hearing and Allied Senses in Fishes. Bulletin U. S. Fish
Comm. 1902, p. 45—64, 1 Taf. 1903).
Paton, N. (1). October Salmon in the Sea. Proceeding of the
Royal Society of Edinburgh 24, p. 486495, Taf. 24 u. 25.
Verf. untersucht die Lebensgeschichte von Salmo salar L. und
kommt zu dem Schluß: 1. Bei späten Zügen herrschen die männlichen
Fische vor. Für Flüsse, deren Brut von diesen späten Zügen abhängig
ist, liegt hierin eine Gefahr. 2. Die Reife der Ovarien ist kein be-
stimmender Faktor für den Aufstieg, da bei aufsteigenden Fischen
Övarien in allen Entwicklungsstadien gefunden wurden. 3. Die Reife
erfolgt in der See ebenso wie in den Flüssen. 4. Wie das Gewicht der
Hoden, schwankt auch die Ausbildung des Hakens am Kiefer in weiten
Grenzen. 5. Die Fische, welche im Oktober aufsteigen, sind mager.
— (2). Observations on the Amount of dissolved Oxygen in
Water required by young Salmonidae. Proceedings of the Royal
Society of Edinburgh 24, p. 145—150.
Die Versuche zeigen, daß ein Sinken der Menge des im Wasser
absorbierten Sauerstoffes auf ein Drittel der normalen Menge, 2 ccm
je 11, verhängnisvoll und gefährlich ist für junge Salmoniden. Wenn
die Oberfläche des luftfreien Wassers mit der O haltigen Atmosphäre
in Verbindung steht, können die Fische leben, wenn sie sich fortwährend
IV. Pisces für 1903. 47
an der Oberfläche halten. Einzelne Individuen halten im Wasser
mit minimalem Sauerstoffgehalt länger aus.
Patten, W. (1). On the structure and classification of the Trema-
taspidae. M&moires de l’Academie imperiale des Sciences de St. P£ters-
bourg (8), Tome 13, No. 5, 33 Seiten, 2 Taf.
Behandelt werden die Organe der Seitenlinie, Riechgruben,
Seitenaugen, Mittelauge, segmentale Sinnesorgane, Postorbitalloch,
Oralplatten, Vorderrand des Dorsalschildes, Anhänge, Entapophysen,
Trabeculae. Beziehungen zwischen Tremataspiden und Arthropoden.
Für Pterichthys, Cephalaspis, Pteraspis, Tremataspis wird eine neue
Klasse: Peltocephalata n. cl. vorgeschlagen und charakterisiert. Für
Arthropoda und Vertebrata wird ein neuer Stamm Syncephalata n.ph. .
vorgeschlagen.
— (2). On the appendages of Tremataspis. The American Na-
turalist, Vol. 37, p. 223—242, 9 Figg.
Am vorderen ventralen Rand des Kopfes trug Tremataspis ein
Paar Anhänge, welche zum Schwimmen dienten. Ähnlich verhalten
sich Bothriolepis und Pterichthys, ebenso vielleicht auch Pteraspis
und Cyathaspıs.
— (3). On the structure of the Pteraspidae and Cephalaspidae.
The American Naturalist, Vol. 37, p-. 827—865.
— (4). The Structure of the Ostracoderms. Science N. 8. Vol. 17.
p. 488—489.
Die bei Cephalaspis, Tremataspis und Bothriolepis gefundenen
Merkmale, die in 11 Sätzen zusammengefaßt werden, befestigen die
Ansicht des Autors, daß die Ostracodermen von den echten Fischen
zu trennen sind.
Pellegrin, 3. (1). Description de Chilides nouveaux de la colleetion
du Museum. Bulletin du Museum d’histoire naturelle Paris 1903,
p. 120—125.
Heros (Ciehlasoma) labridens n. sp., Mexico. Geophagus camo-
piensis n.sp., Franz. Guiana, Crenieichla geayi n.sp., Venezuela,
Cr. vaillanti n.sp., Guiana, (. multispinosa n.sp., Franz. Guiana,
Pterophyllum altum n.sp., Orinoco, Tilapia crassa n.sp., französ.
Congo, T. boulengeri n.p., franz. Congo, T. giardi n. sp., Zambesi.
— (2%). Cichlid& nouveau de l’Oubanghi appartenant au genre
Lamprologus. Bulletin Museum d’histoire naturelle Paris 1903, p. 220
u. 221. — Lamprologus moequardi n. sp.
— (3). Poissons recoltes dans l’Ouell& par la Mission du Bourg de
Bozas. Bulletin Museum d’hist. nat. Paris 1903, p. 326—328.
Alestes fuchsii Bler. n. var., taeniata, Mormyrops bozai n.sp.
Pellegrin, 3. u. Glaize, E. P. Un cas d’intoxication par le Barbeau
au moment du frai. Bulletin de la Soei&t& zoologique de France 28,
p. 143—145, fig.
In Frankreich sind zwei Arten (Barbus fluviatilis Ag. und B. meri-
dionalis Risso) heimisch. Die Vergiftungserscheinungen werden als
„Ichyosisme‘“‘ dem „Botulisme‘‘ gegenübergestellt. Die Krankheits-
erscheinungen werden für einen besonderen Fall ausführlich angegeben.
48 IV. Pisces für 1903.
Perrier, E. Trait& de Zoologie. Fascicule 6, Poissons. Paris, 1903,
8vo, p. 2357—2726, fig.
Pickard-Cambridge, F. (#). On the occurrence of Gobius capito C.
and V., in Cornwall. Annals and Magazine of Natural History (7),
12, p. 584—592, Taf. 30.
G. paganellus L., G. niger L., G. capito C.u.V. Synonymik,
Beschreibung, Messungen, Geschlechtsunterschiede.
— (2). The Giant Goby (Gobius capito C. u. V.). The Zoologist
(4) VII. p. 429. 1 Taf.
Pinto, €. Sullo sviluppo della milza nei Vertebrati. Anat. Anz.
24, p. 201—203.
Pristiurus. Die Milz entwickelt sich aus dem Mesenchym und
Coelomepithel.
Piper, H. Berichtigung zu meinem Aufsatz: Die Entwicklung
von Magen, Duodenum, Schwimmblase, Leber, Pankreas und Milz
bei Amia calva. Archiv für Anatomie und Entwicklungsgeschichte
1903, p. 27 u. 28, fig. — Amia calva.
Plehn, Marianne. Die Rothseuche der karpfenartigen Fische.
Allgem. Fischerei-Zeitung 28, p. 198—201.
Poll, H. Die Anlage der Zwischenniere bei den Haifischen. Archiv
für mikroskopische Anatomie 62, p. 138—174, fig., Taf. 8.
Scyllium stellare, Spinax niger. Das Interrenalorgan entsteht
aus dem Coelomepithel an der Gekröswurzel. Die segmentale Ver-
bindung der Zwischenniere u. der Vorniere hat nur eine topographische
Begründung. Vom hinteren Ende der Keimleiste bis zur Kloake
wird die Anlage zur bleibenden Zwischenniere, während der vordere
Abschnitt verschwindet. Bei Spinax bleibt die Verbindung mit der
Urniere längere Zeit erhalten als bei Scyllium.
Popta, €. M. L. (1). Jets over onzen gewonen Aal (Anguilla vul-
gariıs). Album der Natur 1903, p. 89—102, 129—145. — Anguilla
vulgaris Turt.
— (2). Acanthophthalmus shelfordi n.sp. Notes from the
Leyden Museum 23, 1901. IV ausgegeben Mai 1903, p. 231—233, fig.
Die Verfasserin beschreibt Acanthophthalmus shelfordii n. sp.
56 mm lang, aus dem Sarawakfluß bei Kuchiig.
— (3). Pterois miles Benn., Pt. volitans L., adulte, de la Baie
de Sabang. Notes from the Leyden Museum 24, p. 169—173.
Pterois (Macrochyrus Swainson) miles Benn. = P. muricata
C.u.V. = P. (Pseudomonopterus Blkr.) volitans Popta. Nach Klun-
ziger ist Pt. volitans die Jugendform von Pt. miles.
Portier, P. Sur la temperature du Thynnus alalonga. Bulletin de
la Societe Zoologique de France 28, p. 79—81.
Regnard hat im Jahre 1891 festgestellt, daß die Süßwasser-
fische fast genau (bis !/;,0C.) dieselbe Temperatur haben wie das sie
umgebende Wasser, Davy hat beobachtet, daß die Körpertemperatur
der Seefische wesentlich von jener der Umgebung abweichen kann.
Verfasser machte Versuche mit Thynnus alalonga im Gewicht von
2—8 kg Körpergewicht, indem er die Temperatur des Rücken-
TV. Pisces für 1903. 49
muskels feststellte, welche bis 9,2 ° jene des Seewassers, dem die Fische
eben entnommen waren, überstieg. In der Mitte des Muskels ist stets
die Temperatur höher als an der Oberfläche. Wärmequelle ist der
Muskel.
Priem, F. Sur les Poissons fossiles des phosphates d’Algerie et
de Tunisie. Bulletin de la Societe geologique de France (4) 3, p. 393
—406, fig., Taf. 13.
Haifischzähne: Otodus obliquus Ag., Odontaspis cuspi-
data Ag., O. elegans Ag., Carcharodon auriculatus Blainv., Lamna
macrota Ag.; L. verticalis Ag., [L. vincenti Winkler], L. (Odontaspis ?)
erassidens Ag., [L. denticulata Ag.], Oxyrhina desori? Ag., Galeocerdo
latidens Ag., G. minor Ag., Carcharias sp. Myliobatidae: Myliobatis
dixoni Ag., M. striatus Bucklard, M. pentori Woodw., M. thomasi Sauv.,
M. Oweni Ag., M.acutus Ag. Actobatis prosti n. sp., Coelorhynchustsp.
Teleostomi: Pyenodus pellei n. sp., Sargus sp.
Quantz, H. Störfischerei und Störzucht im Gebiet der deutschen
Nordseeküste. Mitteilungen deutsch. Seefischerei-Vereins 19, p. ur
— 204. 2 Figg. — Acipenser sturio.
= Quix, F. H."Experimenten over de Functie van het Labyrinth bi
Haaien. Tijdschrift der Nederlandsche Dierkundige Vereeniging}(2) 8,
p. 395 —61.
Acanthias vulgaris Retz. Anatomie u. Physiologie des Labyrinth-
organs. Hydrostatische Hypothese von Goltz, hydrodynamische
Hypothese von Mach-Breuer. Otolithen-Hypothese. Pathologie.
Experimente an Acanthias vulgaris, Galeus canıs, Scyllium canicula,
verschiedenster Art und die als Folge auftretenden Störungen.
Raspail, X. Enquete sur les mesures & prendre pour faciliter
le passage aux poissons migrateurs. Rev. scient. (4) 19, p. 366—369.
Regan, €. T. (1). On the Fishes from the Maldive Islands. In
J. S. Gardiner, Faun. Mald. and Laccad. Archip. 1, p. 272—281.
Innerhalb der Lagunen wurden gefangen: Acanthopterygii: Apogon
(6 Arten), Anthias cooperi n.sp., Epinephelus, Upenoides, Cirrhi-
tichthys, Cocotropus, Minous, Pelor, Amblyapistus, Pterois, Naseus,
Percis, Champsodon, Percophis, Antennarius, Pegasus (je 1 Art),
Platycephalus (4), Gobius (4), Periophthalmus (1), Callionymus (3),
Petroseirtes und Clinus (je 1 Art). Acanthopterygii: Pharyngognathr:
Pomacentrus, Amphiprion, Dascyllus, Labroides, Julis, Cheilinus
(je 1 Art). Anacanthini: Rhomboidichthys (4), Brachypleura, Cyno-
glossus, Samaris (2), Saurus (1), Saurida (2 Arten). Lophobranchü:
Syngnathus, Ichthyocampus, Solenostoma, Solea (je 1), Balistes,
Östracion (je 1), Monacanthus (4), Tetrodon (2 Arten). In Süßwasser-
teichen wurden gefangen: Acanthopterygii: Gerres maldivensis n. sp.,
Gobius, Mugil (je 1 Art). Physostomi: Barbus und Chanos (je 1 Art).
— (2). A revision of the Fishes of the genus Triacanthus. Pro-
ceedings of the Royal Society London 1903, 1, p. 180—185.
Synopsis und Bestimmungstabelle der Arten. Triacanthus stri-
gilifer Cantor (= longirostris Hollard 1854) Arabien, Indien, Ost-
indische Inseln, Tr. blochi Blecker (= biaculeatus part. Gthr. 1870)
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. U. H.1. (IV.) 4
50 IV. Pisces für 1903.
Ostindische Inseln, China, Tr. biaculeatus Bloch (= augustifrons
Hollard 1854) Ostindische Inseln, Australien, China, Tr. oxycephalus
Bleeker (= biaculeatus part. Gthr. 1870) Ostindische Inseln, Tr. brevi-
rostris Schlegel (= biaculeatus Bleeker = rhodopterus Bleeker =
russellii Bleeker 1870) Ostindien, Seen von China u. Japan, Tr. indicus
n.sp. 220 mm Indische Küste von Kurrachee bis Penang, Ceylon,
Andaman-Inseln, Tr. nienhofi Bleeker (= brachysoma Bleeker 1853
—? Balistes lupes Gronow 1854) Ostindische Inseln.
— (3). On the classification of the Fishes of the Suborder Plecto-
gnathi; with notes and descriptions of new species from 'specimens in
the British Museum Collection. Proceedings of the Zoological Society
London 1902, 2, p. 284—303, fig., Taf. 24 u. 25.
Die Plectognathi zerfallen in 1. Sclerodermi (Triacanthidae, Trio-
dontidae, Balistidae und Ostracontidae). 2. Gymnodontes (Tetra-
dontidae, Diodontidae, Molidae). Balistes castaneus Rich., B. nau-
fragium Jord. u. Starks, Pseudomonacanthus punctulatus n. sp. Tahiti,
Ps. maculatus n.sp. Tahiti, P. degeni n. sp. Melbourne, Tetrodon
inermis Schl., T. ocellatus L., T. bimaeulatus Rich., pleurosticus Gthr.,
T. fluviatilis Hamb. Buch., T. pustulatus Murr., T. pleurogramma
n. sp. Australien, T. brevipinnis n. sp. Indischer Ozean, T. maecclellandi
n.sp., China, T. borneensis n. sp. Borneo.
— (4). Ona collection of Fishes made by Dr. Goeldi at Rio Janeiro.
Proceedings of the Royal Society London 1903, 2, p. 59—68, Taf. 7 u. 8.
Genypterus brasiliensis n. sp. Rio Janeiro, Peristedion altipinnis
n. sp. (Triglidae), Scombroides Lacep. (Chorinemus C. u. V.), Scombro-
morus cavalla C. u. V., Se. immaeculatus C. u. V.
Rajidae: Raja cyclophora n. sp, & 410 mm, 9 480 mm;
Muraenidae: Muraena helena Linn., M. insularum wird von M. helena
nicht zu trennen sein. Antherinidae: Antherinichthys brasiliensis
Quoy u. Gaim; A. brasiliensis Günther wird als A. salleı n. sp. Mexiko
abgetrennt. Serranidae: Serranus flaviventris Cuv. u. Val. Syn. =
S. dispilurus Günther = $. subligarius Cuv. u. Val.; $. auriga Cuv.
u. Val. ist davon verschieden. Pristipomatidae: Diagramma cavifrons
Cuv. u. Val., Mylacrodon n.g. goeldi n.sp., Gerridae (hierzu gehören
die Genera: Gazza Rüppel u. Liognathus Lac&p, Equula Cuv.), Gerres
brevimanus Günther, G. plumieri Cuv. u. Val., G. mexicanus Stein-
dachner, G. lineatus Humboldt, G. axillaris Günther, G. patao Poey.
Triglidae: Prionotus beanii Goode, P. altipinnis n. sp.; Carangidae;
Scombridae: Scombromorus regalis Bloch = S. maculatus Mitchill;
Se. cavalla Cuv. u. Val. = Cylium immaculatum Cuv. u. Val.;
S. immaculatus Cuv.u. Val. Ophidiüdae: Genypterus brasiliensis
n. sp., 440 mm; Pleuronectidae: Solea fonsecensis Günther; Lophidae:
Lophius piscatorius Linn.
— (5). Description des Poissons nouveaux faisant partie de la
collection du Muse d’histoire, naturelle de Geneve. Revue Suisse
de Zoologie 11, p. 413—418, Taf. 13 u. 14.
Balistes mauritianus n.sp., Eleotris pectoralis n.sp., Heros
octofasciatus n. sp. Mexico, Bedotia n. g. (zu Atherina) madagas-
IV. Pisces für 1903. 51
cariensis n. sp., Doryichthys multiannulatus n.sp., Muraena grandi-
maculis n.sp, Gymnomuraena brevicauda n. sp.
— (6). Notes on the genus Synaptura Cantor, with desciptions
of two new species. Annals and Magazine of Natural History (7) 11,
p. 56—58, Taf. 6.
Synaptura smithii n. sp., 120 mm Binnensee, Japan, S. callizona
n.sp., Länge 130 mm Arafura-See.
— (7). A revision of the Fishes of the Family Lophiidae. Annals
and Magazine of Natural History (7) 11, p. 277—285.
Lophius vaillanti n.sp. Azoren, Cap Verde. Chirolophius n. g.
(für Lophius) naressii Gthr. Ch. moseleyi n. sp. Neu Guinea; Ch. murray
n.sp. Admiralitätsinseln. Die Lophiidae zerfallen in drei Genera:
Chirolophius n. g., Lophiomus Gill, Lophius Linn. Zu Chirolophinus
gehört außer den beiden genannten nn.spp. Ch. naresii Günther.
Ferner werden hinzuzurechnen sein Lophius gracilimanus, L. mutilus
und L. lugubris Alcock u. Lophiomus spilurus Garman. — Mit
Lophiomus setigerus Wahl. ist zu vereinigen Lophius upsicephalus
A. Smith. Die Gattung Lophius umfaßt: L. piscatorius Linn., L. litulon
Jordan, L. budegassa Spinola u. L.vaillanti n. sp., vielleicht auch noch
L. vomerinus Cuv. u. Val.
— (8). On the skeleton and systematic position of Luvarus
imperialis. Annals and Magazine of Natural History (7) 11, p. 372
— 374.
Luvarus imperialis Raf. Schädelknochen, verglichen mit jenen
von Thunnus. ;
— (9). On the systematie position and classification of the Gadoid
or Anacanthine Fishes. Annals and Magazine of Natural History (7)
11, p. 459—466, fig.
Bathygadus n. g. melanobranchus Vaill., Gadomus n. g. longifilis
Goode u. Pean. Die Acanthini werden eingeteilt: 1. Fam. Macruridae.
l. Unterfamilie: Bathygadinae. Genera: Melanonus, Lyconus, Gadomus
n.g., Bathygadus n. g., Melanobranchus, Trachyrhynchus. 2. Unter-
familie: Macrurinae. Genera: Hymenocephalus, Malacocephalus,
Macrurus, Coryphaenoides etc. 3. Unterfamilie: Macruroninae: Genera:
Macruronus, Steindachneria. 2. Fam. Gadidae. Genera: Merluccius,
Gadus, Halargyreus, Lotella, Phyeis, Physiculus, Haloporphyrus,
Lota, Molva, Onos, Bregmaceros, Brosmius, Raniceps ete. 3. Fam.
Muraenolepididae. Genus: Muraenolepis.
— (10). Description of a new Fish of the genus Chaetostomus
from Venezuela. Annals and Magazine of natural History (7) 11, p. 599.
Chaetostomus anomalus n. sp. 160 mm Venezuela, Merida, 1500
— 83500 m Meereshöhe. Fettflosse rudimentär oder fehlend. Anzu-
reihen an Ch. mierops Günther.
— (11). Description of a new Fish of the genus Genypterus,
with notes on the allied species. Annals and Magazine of Natural
History (7) 11, p. 599 u. 600.
Genypterus microstomus n. sp. Tasmanien, Neu-Seeland, 370 mm.
G. australis Casteln., G. tigerinus Klunz. sind synonym. G. blacodes
4x
52 IV. Pisces für 1903.
Forst.; G. capensis Smith, G. chilensis Guichenot; G. maculatus
Tschudi gehört nicht zu G. blacodes, sondern ist eine gute Art.
— (12). On a collection of Fishes from the Azores. Annals and
Magazine of Natural History (7) 12, p. 344—348.
Lichia Cuv. Onus granti n. sp., Macristium n. g. (zu Bathysaurus
Gthr.) chavesi n.sp. Raia maderensis Lowe, Clupea maderensis Lowe,
Muraena helena L., M. augusti Kaup., M. unicolor Delaroche, Conger
vulgaris Cuv., Argyropelecus olfersii Cuv., Sternoptyx diaphana
Hermann, Hippocampus guttulatus, Belone cornidii, Centrolophus
niger Gmel.; Macrurus coelorhynchus Risso, Uraleptus maraldi Risso,
Phyeis mediterraneus Delaroche, Beryx decadactylus Cuv. u. Val.,
Hoplostethus mediterraneus Cuv. u. Val., Zeus faber L., Serranus
atricauda Günth., Box vulgaris Cuv. u. Val., Sargus rondeletii Cuv.
u. Val., Pagellus owenii Günth.; P. centrodontus Delaroche, Smaris
insidiator Cuv.u. Val., Capros aper Lac. Sebastes dactylopterus
Delaroche, S. kuhlii Bowd.; Trigla pini Bl., Labrus mixtus L. Centro-
labrus trutta Lowe, Julis pavo Hasselqu., Novacula cultrata Cuv. u.Val.,
Coris julis L., C. giofredi Risso, Scarus cretensis L., Caranx dentex
Bl. Schn., ©. trachurus L., Trachynotus glaucus L., Scomber colias L.,
Lepidopus caudatus Euphrasen, Brama raii Bl., Gobius maderensis
Cuv. u. Val., Echeneis lineata Menzies, E. brachyptera Lowe, Blennius
sanguinolentus Pall., B. gattorugine Bl., Bl. ocellaris L., Tetrodon
spengleri Bl.
— (13); On the genus Lichia of Cuvier. Annals and Magazine
of Natural History (7) 12, p. 348—350.
Campogramma n.g. (für Lichia) vadıgo Risso, Trachinotus polo-
meta = T. glaucus L.
— (14). Description of new South-American Fishes in the Collection
of the British Museum. Annals and Magazine of Natural History (7)
12, p. 621—630.
Chasmodes maculipinna n. sp. Gobius (Awaous) guentheri n. sp.,
Acara sapayensis n.sp. Ecuador. Corvina cerawfordi n. sp., Centro-
pomus atridorsalis n.sp. Belone fluviatilis n. sp., Haplochilus peruanus
n.sp., Ophichthys (Pisodontophis) brevimanus n.sp., Pimelodus
(Pimelodella) taeniophorus n.sp., P. griseus n.sp., Trichomyecterus
vittatus n.sp., T. retropinnis n.sp., T. meridiae n.sp., Piabucina
astrigata n.sp., P. pleurotaenia n.sp., Pristigaster (Opisthopterus)
effulgens n. sp.
Reighard, 3. (1). An Experimental Study of the Spawning Behaviar
of Lampreta wilderi. Science N. 8. 17. p. 529.
Referat über Gage’s Arbeit (Wilder Quarter Century). Nicht
jeder Fisch hat sein besonderes Nest. Standort der letzteren. Wie
sich die Geschlechter erkennen. Unterschiede von Männchen und
Weibchen.
— (2). The Function of the Pearl Organs of the Cyprinidae.
Science N. 8. 17, p. 531.
Campostoma anomalum, Rhinichthys atronasus, Semotilus atro-
maculatus. Dornen, welche beim Nestbau, im Kampf, zum Festhalten
1V, Pisces für 1903. 53
der Weibchen benutzt werden. Letzteres geschieht bei den benannten
Arten in verschiedener Weise.
— (3). The natural History of Amia calva L. Mark Annivers.
p. 57—109. 1 Taf. Fig.
Sekundäre Geschlechtscharaktere, Lebensweise, Nestbau, Larven.
Rennie, J.(1). On the Occurrence ofa „Principal Islet“ inthe pancreas
of Teleostei. Journal de ’Anatomie et de la Physiologie normales et
pathologiques, Vol. 37 (2) 17, p. 375—378, fig.
Eine besondere, epitheliale ‚‚Zelleninsel“ im Pankreas der Knochen-
fische hat eine für einzelne Fischgattungen konstante Lage entweder
an der Basis oder Seite der Gallenblase, oder ventral bei der Milz an der
Arteria mesenterica und wahrscheinlich auch gleiche Funktion. Zeus,
Lophius, Cyclopterus, Pholis, Zoarces, Anarrhichas, Chirolephis, Hippo-
glossus, Pleuronectes, Syngnathus, Nerophis, Siphonostoma.
— (2). Presidents Adress. Transactions of the Royal Society,
South Australia 27, p. 319—329. Fischerei in Australien.
Roß, €. Trout Acclimatization in Griqua-Land East. Agric.
Journal Cape Good Hope Vol. 22, p. 300—301. — Salmo.
Roule, L. (1). Sur les Poissons de la famille des Atherinides de
l’Europe oceidentale et sur la filiation de leurs especes. Comptes
Rendus hebdomadaires des Seances de l’Acad. des Sciences 136, p. 824
—826.
Atherina boyeri u. A. presbyter ©. V. sind besondere Arten, nicht
letztere eine Jugendform der ersteren, wie Steindachner annimmt,
wohl aber ist A. boyeri als Zwergform von A. presbyter anzusehen.
Alle europäische Atherina-Arten lassen sich auf A. hepestusL., die Art
des Mittelmeeres und A. presbyter ©. V. mit ozeanischem Ursprung
zurückführen.
— (2). Sur l’evolution subie par les Poissons du genre Atherina
dans les eaux douces et saumatres du midi de la France. Comptes
Rendus hebdomadaires des Seances de ’Acad&mie des Sciences 137,
p- 1276 u. 1277.
Atherina lacustris ©. Bp. lebt im Brakmasser und A. riqueti L. R.
im Süßwasser Südfrankreichs. Die letztere kommt allein in dem
Canal du Midi vor; von Agde bis Toulouse, wo das Kanalwasser unter
dem Einfluß des Meeres steht, verschwindet sie. Mutmaßungen über
die Entstehung beider Arten.
— (8). La station de Piscieulture et d’Hydrobiologie de l’Universite
de Toulouse. Association Frangaise pour ’Avancement des Sciences,
32. Sess. Angers. 1903, erschien 1904. p. 789—790.
Beschreibung der Station.
Roule, L. u. Cardaillae de Saint-Paul, 6. de. Les Chevaines et les
Vaudoises du Bassin de l’Adour. Compt. Rendus de l’Association
Frangaise pour ’Avancement des Sciences 31, 2, p. 731—733.
Die ‚Chevaines“ und die ‚Vandoises“ des Adourflusses sind
Varietäten von Squalius cephalus L. und Squalius leueiscus L. Die
morphologischen Verschiedenheiten werden angegeben.
54 IV. Pisces für 1903.
Rowntree, W.S. On some points in the visceral anatomy of the
Characinidae with an enquiry into the relations of the duetus pneu-
maticus in the Physostomy generally. Transactions of the Linnean
Society London (2) 9, p. 47—81, Taf. 3—4.
Die Lage des Ductus pneumaticus ist rechts oder links vom Darm
bei Characiniden. Unsymmetrisch zur Schwimmblase liegt er bei
Notopterus und Petrocephalus. Die Schwimmblase der Characiniden
besitzt Längssepten, woraus auf eine gekammerte Schwimmblase
ihrer Verfahren geschlossen wird. Der Magen besitzt stets Appendices
pylorici, häufig einen Blindsack. Cardia, Pylorus und Darm ist bei
Carnivoren und Herbivoren, sowie Schlammfressern verschieden aus-
gebildet: Die Spiralklappe fehlt. Die Leber ist dreilappig, rechts liegt
die Gallenblase.. Die Ovarien sind geschlossene Säcke ohne Kom-
munikation mit der Leibeshöhle. Zwei Typen werden unterschieden.
Rutter, €. (1). Notes on Fishes from Streams and Lakes of North-
eastern California not tributary to the Sacramento Bassin. Bulletin
U. 8. Fish Commission 1902, p. 143—148, 2 Fig.
— (2). Natural History of the Quinnat Salmon. A Report of
Investigations in the Sacramento River 1896-—-1901. Bulletin U. 8.
Fish Commission 1902, p. 65—141, 19 Taf., 11 Fig. — Oncorhynchus.
Sabatier, A. (1). Sur les mains scapulaires et pelviennes des Poissons.
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de l’Academie des Sciences
137, p. 893 —896.
Die hinteren Gliedmaßen der Knochenfische werden auf eine basale
Knochenmasse zurückgeführt, die von den Ossa interspinalia stammt.
Bei der vorderen Extremität liefert das Os interspinale sowohl den
Schultergürtel mit kurzem Humerus, wie auch ein Os radiocubitale,
Ös pisiforme und 5 Metacarpalknochen.
— (2). Sur les mains scapulaires et pelviennes chez les Possions
chondropterygiens, ebenda p. 1216—1219.
Ähnliche Verhältnisse bezüglich der Entstehung und Gliederung
der Extremitäten finden sich wie bei den Knochenfischen auch bei
den Haien und Rochen. ‚Gürtelknochenhände.‘
Sargent, P. E. The Structure, Development and Function of the
Torus longitudinalis of the Teleost Brain. Science (2), Vol. 17, p. 253
— 254.
Der Torus longitudinalis der Knochenfische entspricht dem
vorderen Teil des Lobus opticus der übrigen Wirbeltiere. Er entsteht
im Mesencephalon in Form eines median gelegenen longitudinalen
paarigen Wulstes, in welchen radiäre Ependymfasern mit verhältnis-
mäßig kleinen, in der Regel bipolaren, selten 3 Fasern entsendenden
Ganglienzellen verlaufen. Der Torus longitudinalis ist das Nerven-
zentrum zur Aufnahme optischer Impulse, welche rasche Reflexe
hervorrufen.
— (2%). The Torus longitudinalis of the Teleost Brain: its Onto-
genie, Morphologie, Phylogenie and Function. Mark Annivers. 1903,
p. 399—415. 1 Taf.
IV. Pisces für 1903. 55
Sauvage, H. E. (1). Noticia sobre los Peces de la Caliza litogräfica
de la Provincia de Lerida (Cataluna). Memorias de la Real Academia
de Ciencias de Barcelona (3) 4, No. 35, 32 p., 4 Taf.
Aethalion vidali n.sp., A. gigas n.sp., Vidalia n.g. catalunica
n. sp., Megalurus woodwardi n. sp., Caturus terraconensis n. sp., Pro-
pterus vidali n. sp., Lepidotus ilergetis n. sp., Undina leridae n. sp.
Schauinsland, H. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte und
Anatomie der Wirbeltiere. 1—3. Zoologica 16, Heft 39. 168 Seiten,
56 Tafeln.
Entwickelung des Schädels bei Sphenodon, Callorhynchus ant-
arcticus.
Seharff, R. The Pilot Fish in Irish waters. The Irish Naturalist
12, p. 206. — Naucrates ductor L., Küste von Kerry.
Schiemenz, P. Das Aussticken der Fische im Winter durch die
Abwässer der Zucker- und Stärkefabriken. Zeitschr. f. Fischerei 11,
p. 26—72, 5 Skizzen.
Schmidt, P. J. Über die geographische Verbreitung der Fische
in den östlichen Meeren. Comptes Rendus Congres International Peche,
St. Petersburg, 1903.
Schnee, — (Il). Die Haie des Syndeyer Hafens. Zoologischer
Garten 44, p. 17—20.
Carcharodon rondeletii, Länge 13 m, Odontaspis, Galeocerdo,
Zygaena malleus werden dem Menschen gefährlich; Crossorhinus,
Cestracion galeatus, ©. philippi sind ungefährlich.
— (2). Fliegende Fische und ihr Fang. Zoologischer Garten 44
p. 3—95.
Exocoetus, Lebensgewohnheiten, Fang. Das Fleisch ist schmack-
haft.
Schneider, 6. (1). Ein Beitrag zur Physiologie der Niere niederer
Wirbeltiere. Skand. Arch. Phys. Leipzig, Bd. 14, p. 383—3839.
Petromyzon fluviatilis, Zoarces viriparus, Cottus quadricornis.
Nachweis der in die Leibeshöhle oder Muskulatur injizierten Farbstoffe
im Iymphoiden Gewebe der Niere.
— (2). Über die Urgeschlechtszellen der Knochenfische.
Correspondenzblatt Naturforsch. Vereins Riga, 46. Heft, p. 4—9.
Die Urgenitalzellen bei Zoarces viviparus entstehen im somatischen
Mesoderm, verteilen sich, werden vom Mesoderm umwachsen: Bei
Phoxinus laevis bleiben die männlichen Geschlechtszellen bis Ende des
l. Jahres unverändert und bilden dann Spermatogonien, Zellnester.
Vor dem Auftreten reifer Spermien entsteht der Hohlraum des Hodens.
Die Weibchen werden erst im 3. Jahre reif. 15 mm lange Weibchen
zeigen Morula ähnliche Zellnester, Homologa der Pflügerschen Schläuche;
das Follikelepithel der Eizellen entsteht aus besonderen Mesoderm-
zellen. Die Nucleolen der Oogonien entstehen nicht durch Teilung
der ursprünglichen Kernkörperchen.
— (3). Über einen Fall von Hermaphroditismus bei Lota vulgaris.
Meddel. Soc. Fauna Flora Fennica, Heft 29, p. 103—105, Abb.
56 IV. Pisces für 1903.
Die linke Genitaldrüse ist vorn reifer Hoden, geht dann in ein
Ovarıum mit nicht ganz reifen Eiern über, worauf wieder ein Hoden
folgt. Die rechte Drüse ist nur vorn Ovarium, zum weitaus größten
Teil Hoden.
Schoeller, €. H. Ein neuer Chromis. Blätter der Aquarien- u.
Terrarienfreunde 14, p. 185—187, fig., and 203—226.
Chromis multicolor n.sp. Vgl. Hilgendorf (2).
Schöndorff, A. Über den Farbenwechsel bei Forellen. Ein Beitrag
zur Pigmentfrage. Archiv für Naturgeschichte 69, 1, p. 399—425,
pl. 22.
Der Farbwechsel wird durch Wanderung der Chromatophoren
ausgeführt, mit gleichzeitiger Kontraktion und Expansion haupt-
sächlich veranlaßt durch Lichtwirkung. Einfluß verschiedenfarbigen
Lichtes. Die Forelle hat zweierlei Pigmente, Melanine und Lipochrome,
erstere bilden Stäbchen und liegen intracellulär, letztere sind amorph
und liegen extracellulär. Die Melaninstrahlen stellen Ausläufer der
Pigmentzellen dar, sie verschwinden, dadurch, daß die Ausläufer der
Pigmentzellen sich zurückziehen. Auch in der Epidermis liegen Pigment-
körper. Das Pigment entsteht in der Cutis. Melanine sind Säuren
und Alkalien gegenüber wenig widerstandsfähig. Von Alkohol, Äther,
Chloroform und Xylol werden sie nicht angegriffen. Die Lipochrome
werden von Alkohol und Ather vernichtet, sind aber gegen Alkalien
und Säuren widerstandsfähig.
Schreiner, €. u. Miranda Ribeiro, A. de. A colleccao de Peixes
do Museu nacional do Rio de Janeiro. Archivos do Museu nacional
de Janeiro 12, p. 1—41.
Spheroides adspersus n.sp., Sternopygus limbatus n.sp., Sar-
dinella piquitinge n. sp. (Piquitinga Marggrav), S. pernambucana n. sp.,
Girardinus zonatus n. sp.
Schroot, W. Mollienisia latipinna, ein neu eingeführter lebendig
gebärender Zahnkarpfen. Natur u. Haus 11, p. 193—195. 4 Figg.
Schücking, A. Zur Physiologie der Befruchtung. Centralbl. für
Physiologie XXVII, p. 625—628. Vgl. Bericht für 1904.
Schulze, F. E. Über einen bei Warnemünde gestrandeten unge-
wöhnlich großen Thunfisch. Sitzungsberichte Gesellsch. natur-
forschender Freunde Berlin 1903, p. 432—435.
Thunnus thynnus. Die Seitenlinie besitzt eine charakteristische
Ausbiegung nach oben. Neben den medianen Flossen liegen derbe
talergroße Hautschuppen, die üdrigen cycloiden Schuppen sind kleiner
und zarter. Beschreibung der Wirbelkörper, welche zwar beweglich,
aber infolge eigenartiger Ausbildung der Processus articularis anterior
untrennbar untereinander verbunden sind.
Scott, A. (i). The Fish Hatchery at Piel. Transactions of the Liver-
pool biol. Soc. Vol. 16. p. 109—396. 11 Taf., 5 Fig. (1901—1903).
Pleuronectes.
— (2). Trawlers and the Artifieial Fertilization of Fish Ova.
Report Lancashire See-Fisch Lab. 1902, p. 17—20 und Transactions
of the Liverpool biol. Society, Vol. 17, p. 103—106.
IV. Pisces für 1903. 57
Scott, T. Some further observations on the food of Fishes, with
a note on the food observed in the stomach of a common Porpoise.
Annual Report of the Fishery Board for Seotland 21, 3, p. 218—227.
Semon, R. Im australischen Busch und an den Küsten des Korallen-
meeres. Leipzig, 1903, 8vo, 565 p., fig.
Neoceratodus forsteri Krefft, Biologie.
Siedlecki, M. (1). Sur la resistance des Epinoches aux changements
de la pression osmotique du milieu ambiant. Comptes Rendus hebdo-
madaires des Seances de l’Acad&mie des Sciences 137, p. 469—471.
Gasterosteus aculeatus verträgt beträchtliche Veränderungen
des osmotischen Druckes. Zuckerlösungen, Lösungen von verschiedener
Gehalt an C1Na, Na, SO,, Mg SO, werden auf ihre giftige Wirkung
untersucht. CaSalze sind Gegengifte gegen Kalıum.
— (2). L’action des solutions des sels-alcalins et alcalins-terreux
sur les Epinoches. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de
l’Acad&mie des Sciences 137, p. 525—527.
Vgl. Siedlecki (1). Die Tatsache, daß Kalisalze unschädlich werden
können infolge der bloßen Anwesenheit von Caleiumsalzen in derselben
Lösung hat insoforn große Bedeutung für den Stichling als dieser oft
in Wassern lebt, in denen Kalisalze als Zersetzungsprodukte organischer
Substanzen sich leicht finden können. Die Stichlinge widerstehen der
Giftigkeit der Kalisalze, weil immer auch die Calciumsalze in diesem
Schmutzwasser (‚‚marais‘‘) vorkommen.
Sim, 6. The Vertebrate Fauna of ‚Dee‘. Aberdeen, 1903, 8vo,
295 p., fig.
Sollas, W. J. u. J. B. J. Sollas. An account of the Devonian Fish
Palaeospondylus gunni Traquair. Philosophical Transactions of the
Royal Society of London 196, p. 267—294, Taf. 16 u. 17.
Nach Schliffen wurden Modelle gefertigt. Mit der vorn und hinten
offenen Schädelkapsel ist die Gehörkapsel verbunden. Am Kopfskelet
werden dorsale und ventrale Rostralia, die durch einen Querbalken
(Ampyx) verbunden sind, unterschieden. Am Vorderteil des Kopf-
skelets wurden Nasenkapseln erkannt. Rippen und Extremitäten
fehlen. Palaeospondylus ist keine Larve, er paßt in keine Klasse der
jetzt lebenden Wirbeltiere.
Southwell, Thom. Oceurrence of Box vulgaris on the Norfolk Coast.
The Zoologist (4), Vol.7, Jan. p. 31.
Sprenger, W. (1). Der Zander im Aquarium. 1 Abb. Natur u.
Haus, 11, 1903, p. 129—130.
— (2). Lepomis megalotis und Lepomis auritus. Natur und Haus
11, p. 296—297, 1 Taf.
Srdinko, D. V. Beiträge zur Kenntnis der Nebenniere der Knochen-
fische: Über Bau und Entwicklung der Stannius’chen Körperchen
der Lophobranchier. Archiv für mikroskopische Anatomie 62, p. 773
—802, fig., Taf. 32.
Syngnathus, Siphonostomum, Hippocampus. Zwei Stannius’sche
Körper am Ende der Leibeshöhle entsprechen der Rinde der Neben-
niere der Säuger. Größe und Lage wechselt mit dem Alter der Tiere.
58 IV. Pisces für 1903.
Die Entwicklung fällt in die Zeit, da die Embryonen von 4 bezw. 7” mm
auf 5 bezw. 9 mm heranwachsen. Sie entstehen an der Splanchnopleura
unabhängig vom Wolff’schen Gang, zu dem sie ventral oder dorsal
liegen.
1 Starks, E. Ch. (1). The relationship and osteology of the caproid
Fishes or Antigoniidae. Proceedings U. S. National Museum Vol. 25,
p. 569—572. 3 Figg.
Die osteologischen Charaktere der Antigoniidae (Caproidae),
untersucht an der japanischen Antigonia rubescens (Schlegel), weisen
auf die Verwandtschaft mit Chaetodon hin, nämlich: Die auffallende
Ähnlichkeit im Bau des Craniums, des Supraoceipitalkammes, das ein-
fache ungegabelte Posttemporale, die nicht perforierten Praefrontalia,
das Zusammentreffen des Alisphenoides und dementsprechend die
Teilung der hinteren Schädelöffnung bei Antigonia, Chaetodon und
Holacanthus), das vergrößerte erste Interhaemale.
— (2). The shoulder girdle and characteristic osteology of the
Hemibranchiate Fishes. Proceedings of the United States National
Museum, Vol. 25, p. 619—634, 6 Figg.
Studien über den Schultergürtel an: Gasterossterdae: Gasterosteus
cataphractus Pall., Eucalia, Apeltes, Pygosteus. Aulorhynchidae:
Aulorhynchus flavidus Gill, Aulichthys japonicus. Aulostomidae:
Aulostoma valentini Lacep. Fistulariidae: Fistularia petimba Lacep.
Macrorhamphosidae: Macrorhamphosus sagifue Jord. u.Starks. Centris-
cidae: Centriscus, Aeoliscus strigatus Gthr., ferner Belonidae: Tylo-
surus fodiator, T. marinus, Hemiramphidae: Hyporhamphus uni-
fasciatus, Scomberesocidae: Cololabis saıra, Exocoetidae: Cypselurus
californicus, C. agoo.
Steindachner, F. (1). Fische aus Südarabien und Sokotra. Denk-
schriften Akademie Wien 71, p. 123—168, 2 taf.
Salarias simonyi Stdr., Gobius arabicus Gm., Solea heincin. sp. (?),
Pseudoscarus arabicus Stdr., Pseudoscarus eques n. sp. (?), Chaetodon
trifasciatus M.P. var. arabica, Parupeneus notospilus Klunz. =
P. pleurotaenia Playf. u. Gthr. = P. dispilurus Playf. u. Gthr. Chry-
sophrys berda forsk., Pagellus affinis Blgr., Box lineatus Blgr., Poma-
dasys dussumieri C©. u. V., Gerres soccotranus Stdr., Sciaena heinii
Stdr., Sc. peruana n.sp., Epinephelus rivulatus C. u. V. Priacanthus
arenatus C. u. V., Ambassis gymnocephalus Lacep., Exocoetus soco-
tranus n. sp.
— (2). Über einige neue Reptilien und Fischarten des Hofmuseum
in Wien. Sitzungsberichte Academie, Wien 112, p. 15—21, 1 Taf.
Chaetodon eques n.sp., 16cm, Nias. Plesiopsaltivelis n. sp.,
10 em, Küste Yucatans. Gymnocharacinus n. g. bergii n. sp., schuppen-
los, 7,5cm, aus einem Bache des südlichen Argentiniens, der nach
kurzem Laufe in der Ebene verschwindet.
— (3). Die Fische der Sammlung Plate (Nachtrag). Zoologische
Jahrbücher Suppl. 6, p. 201—214.
Acanthistius pietus (Tsch. Blgr.), Polyprion prognathus (Forst.)
Gthr., Anisostremus scapularis (Tsch.) J.et Fesl., Umbrina reedi
IV. Pisces für 1903. 59
Gthr., Seiaena peruana n.sp., Isopisthus analıs (Jenyns); Isacia
conceptionis (C. V.) J. et Fesl., Chilodactylus monodactylus (Carm.)
Gthr., Chironemus bicornis Steind., Menticirrhus ophiocephalus
Jenyns), Sebastodes oculatus (C. V.), 8. chilensis Steind., Agriopus
peruvianus Gthr., Seriola peruana Steind., Stromateus maculatus
C.V., Trachurus pieturatus (Bowd.) J. et Everm., Pinguipes chilensis
(Molina), Notothenia tesselata Richds. , N. coriiceps Richds., N. macro-
cephala Gthr., N. longipes Steind., Clinus labrisomus Philippi Steind.,
Atherinopsis regius (Humb.) Steind., Mugil cephalus L., Gobiesox
(Sicyases) sanguineus M. Tr., Chromis = Heliases erusma C.V.,
Lotella phyeis (Schl.) Gthr., Paralichthys adspasus (Steind.) J. et
Everm., P. fernandezianus n.sp., P. hilgendorfii n. sp., Exocoetus
lineatus Valene., Ophichthys pacifiei Gthr., Muraena porphyrea
(Guich.) Gthr., Raja chilensis Steind., R. magellanica n.sp., R. sp.
Scyllium sp.
Steinhard, 0. Über Placoidschuppen in der Mund- u. Rachen-
höhle der Plagiostomen. Archiv für Naturgeschichte 69, 1, p. 1—43,
ar n. 2)
Heptanchus cinereus, Mustelus vulgaris, Carcharias glaucus,
Pristiurus sp., Centrophorus sp., Scyllium canicula L., Sc. bürgeri,
Galeorhinus japonicus (Müll. u. Henle)?, Spinax niger, Squatina
vulgaris Risso. Die Rochen tragen z. T. Schleimhautschuppen, z. T.
sind dieselben rückgebildet. Die Rochen haben sich, abgesehen von
anderen Kennzeichen, nach den Schuppenverhältnissen der Mund-
und Rachenhöhle zu urteilen, aus sehr primitiven Squalidenformen
entwickelt. Dieser Übergang wird vermittelt durch die Gattung
Pristis und vielleicht auch durch die Gattung Rhynchobatis. Eine dach-
ziegelartige Zeichnung des Schmelzes ist bei den Haut- und Schleimhaut-
schuppen der untersuchten Arten nicht wahrzunehmen. Die Schuppen
der Schleimhaut bei den primitiven Rajıden (Pristis, Rhynchobatus)
sind höher differenziert als die der Haut.
Stephan, P. (1). Recherches sur quelques points de la spermio-
genese des Selaciens. Archives d’anatomie microscopique 6, p. 43
—60, Taf. 3.
Scyllium eanicula, Se. catulus. Auftreten des Akrosom als helle
Kugel im Idiozom. Entstehung der „Kopfmanschette‘“ zwischen
Akrosom und Kern. Ein sich stark färbender spindelförmiger Körper
liefert vielleicht den Spiralfaden und wird als Derivat des Mitochondrien-
körpers aufgefaßt.
— (2). L’evolution des corpuscules centraux dans la spermato-
genese de Chimaera monstrosa. Comptes Rendus hebdomadaires
des Seances de la Societe de Biologie 55, p. 265—267, fig.
Die Spermatogenese bei Chimaera verläuft wie jene bei Scyllium.
Abweichend ist dieMetamorphose der Centralkörper in d. Spermatiden,
von welchen der distale zu einem Becher wird, ın dessen Grund eine
Geißel sitzt, später verschwindet er ganz. Der proximale bildet einen
zum Kern verlaufenden Stab.
60 IV. Pisces für 1903.
Stromer, E. Haifischzähne aus dem unteren Mokathan bei Wasta
in Egypten. Neues Jahrbuch f. Mineralogie, Geologie u. Palaeont.
1903, 1, p. 29—40, Taf. 1.
Oxyrhina desorii Ag., Odontaspis verticalis Ag., O. cf. elegans
Ag., Lamna macrota Ag., Galeocerdo latidens Ag., Aprionodon frequens
Dames, Ginglymostoma blanckenhorni n.sp., Amblypristis cheops
Dames. Die Unvollständigkeit des Materials gestattet keine sichere
Systematik.
Studnicka, F. K. (1). Histologische und histogenetische Unter-
suchungen über das Knorpel-, Vorknorpel- und Chordagewebe. Ana-
tomische Hefte, I. Abteilung 21, p. 279—525; 12 fig. Taf. 35 —44.
Die Entstehung des Knorpelgewebes der Brust- und Rückenflosse,
sowie des Kopfskelets bei Lophius, Torpedo, Pristiurus, Spinax. Im
Mesenchym bildet sich ein Gewebe, das aus dicht gelagerten, durch
Scheidewände getrennten Zellen besteht; dieselben besitzen an der
freien Oberfläche eine Membran. Aus den Scheidewänden entsteht die
prochondrale Substanz mit eingelagerten prochondralen Zellen. Dieser
„Vorknorpel‘“ geht in protochondrale Grundsubstanz über, welche
sich schließlich in die definitive Grundsubstanz verwandelt. Bei den
Selachiern entsteht der Knorpel aus faserigem Bindegewebe, das auf
Plasmafortsätze der Mesenchymzellen zurückgeführt wird. Bleibender
Vorknorpel findet sich bei Knochenfischen und Cyelostomen. Seine
collagenen Fasern werden aus kleinen Intercalarzellen und aus großen
Zellen gebildet. Das periaxiale Gewebe in der Schwanzflosse von Petro-
myzon. Das Chordagewebe. Intercellularverbindungen. Isolierte
Knorpelzellen.
— (2). Beiträge zur Kenntnis der Ganglienzellen. 3. Über endo-
celluläre und pericelluläre Blutcapillaren der großen Ganglienzellen
von Lophius. Sitz. Berichte Böhm. Ges. Wiss. Prag, No. 41, 12 8.,
Fig. 1 Taf.
Lophius. Die großen Ganglienzellen des verlängerten Markes
besitzen pericelluläre und intracelluläre Blutkapillaren, letztere dienen
der Ernährung der Zelle und sind unabhängig von den Neuroglia,
deren Einwachsen mit einem regressiven Prozeß in Verbindung steht.
— (3). Über Stachelzellen und sternförmige Zellen in Epithelien.
ne ber, böhm. Ges. f. Wiss. math.-nat. Cl. 1902, No. 42, 9 pag.,
2 Taf.
— (4). Die Analogien der Protoplasmafaserungen der Epithel-
und Chordazellen mit Bindegewebsfasern. Sitzungsber. böhm. Ges.
f. Wiss. math.-nat. Cl. 1902, No. 48, 9 pag., 1 Taf.
Sumner, Fr. B. A Study of early Fish development. Experimental
and Morphological. Archiv für Entwicklungsmechanik Bd. 17. p. 92
—149, 35 Figg., T. 8—12.
Sumner studiert die Wachstumserscheinungen bei Exocoetus
Salvelinus, Batrachus u. Fundulus nach Verletzung der Keime durch
Einführung feiner Glasnadeln oder vermittelst eines Elektrocauter.
Supino, F. Ricerche sul cranio dei Teleostei. 4. Pomatomus, Hoplo-
stethus. Ricerche Lab. Anat. Roma, Vol. 9, p. 217—232, Taf. 12.
IV. Pisces für 1903. 61
Das Kopfskelet von Hoplosthetus mediterraneus, Pomatomus
telescopus wird beschrieben.
Swinnerton, H. H. The osteology of Cromeria nilotica and Galaxias
attenuatus. Zoologische Jahrbücher, Abt. Anatom. u. Ontogenie 18,
. 58—10.
. Morphologie der beiden Arten. Einzelheiten über das Kopfskelet
von Cromeria nilotica Blgr. und Galaxias. Galaxias hat kein Meso-
coracoid im Gegensatz zu Cromeria. Cromeria ist systematisch mit
den Galaxidae nicht zu vereinigen, sondern bildet einen besonderen
Zweig der Malacopterygier.
Tattersall, W. M. (1). Report on the Cephalochorda collected by
Professor Herdman at Ceylon in 1902. Herdman Suppl. Rep. Ceylon
Pearl Oyster Fisheries, London Part I, No.6, p. 209—226, 1 Taf.
Die von Herdman in Ceylon gesammelten Branchiostoma und
Asymmetron werden beschrieben.
— (2). Notes on the Classification and geographical Distribution
of the Cephalochorda. Transactions Liverpool Biol. Society 17, p. 269
— 302.
Thilo, ©. Die Entstehung der Schwimmblase. Biologisches
Centralblatt, Bd. 23, p. 528—540. — Correspbl. Naturf. Rıga 46.
p-. 86—89.
Versuche und Beobachtungen an Tetrodon maculatum, Cyprinus
blieca, Cyelopterus lumpus, Leuciscus dobbula. Die Luft wird aus der
Atmosphäre geholt, verschluckt und durch die Luftwege in die Blase
befördert.
Tims, H. W. On the structure of the scales in the Cod. Report
of the British Association for the advencement of science 1902, p. 660
u. 661.
Die Schuppen von Gadus virens, G. morrhuae, G. pollarchus
u. G. leucus werden untersucht; sie besitzen auf der Oberfläche kleine
„scalelets‘‘ —= Schüppchen; bei jungen Fischen trägt jedes Schüppchen
einen Dorn, ähnlich den Plakoidschuppen, welche ihnen ihre Ringe
verleihen. Sie bestehen aus dachziegelartig gelagerten Blättchen.
Die Schuppe zeigt nach Behandlung mit Essigsäure eine dreifache
; ihre Oberfläche ist von einer zarten Epidermis über-
eckt.
Titcomb, 3. W. Report on the Propagation and Distribution of
Food-Fishes. Report U. S. Fish Commission 1902, p. 22—110. Fig.
Todd, R. A. Notes on the Invertebrate Fauna and Fish-food of
the Bays between the Start and Exmouth. Journal marin biol.. Asso-
ciation. N. S. 6, p. 541—561.
Tosh, 3. R. (1). On the common whiting of Moreton Bay (Sillago
bassensis). Proceedings of the Royal Society of Queensland 17, p. 175
—184, Taf. 8—14. — Sillago bassensis C. u. V.
— (2). Marine Biologist’s Report. Notes on the habits, develop-
ment etc. of the common food Fishes of Moreton Bay. Brisbane,
1903, 4to, 8 p., 12 Taf.
Traquair, R. H. (1). On the distribution of fossil Fish-remains
in the Carboniferous rocks of the Edinburgh Distriet. Vor-
62 IV. Pisces für 1903.
getragen 1. Juli 1901. Separat erschienen 16. Oct. 03. Transactions
of the Royal Society Edinburgh 40 (1905), p. 687—707, 2 Taf.
Aufzählung der in den einzelnen Schichten der Kohlenformation
Schottlands gefundenen Fische.
— (2). The Lower Devonian Fishes of Gemünden. Vorgetragen
16. 3. 1903. Separat erschienen 31. Oct. 03. Transactions of the Royal
Society of Edinburgh 40, 1905, p. 723—739, fig., 7 Taf.
Ord.: Heterostraci: Drepanaspis gemündenensis Schlüter. Ord.:
Arthrodira: Coccosteus angustus Traquair, Phlyctenaspis germanica
n.sp. Incertae sedis: Gemündina n.g. stürtzi n. sp., Hunsrückia n. g.
problematica n. sp.
— (3). On the fossil Fishes of the Lower Devonian roofing-slate
of Gemünden in Germany. Report of the British Association for the
advencement of Science 1902, p. 610.
Im Devon des Hunsrück wurden bei Gemünden gefunden: Dre-
panaspis gemündenensis Schlüter, Gemündina stürtzi Schl. ; Coccosteus
angustus Traqu., welcher damit zuerst in Europa nachgewiesen wurde;
Phlyctoenaspis germanica Traq.
Tuliberg, T. Das Labyrinth der Fische, ein Organ zur Empfindung
der Wasserbewegungen. Bih. Svenska Akad. Handl. Bd. 28. Afd. 4,
No. 15. 25 Seiten.
Carassius, Gobius, Cyprinus. Das Labyrinth nimmt Bewegungen
des Wassers wahr und zwar die Strömungen durch die Cristae acusticae
der Ampullen, Wellenschläge durch die Maculae acusticae des Utriculus,
Sacculus und der Lagena. Vielleicht ist das Labyrinth auch fähig
Töne zu vernehmen. Das Zentralorgan soll im Kleinhirn liegen.
Vaillant, L. (1). Sur un exemplaire type du Plotosus nigricans
Cuvier et Valenciennes, et remarques taxinomiques sur le groupe des
Plotosina. Bulletin Museum Paris 1903, p. 117—120.
— (2). Incubation bucco-branchiale observee sur un Cheilodiptere
de la Martinique. Bulletin Museum Paris 1903, p. 207—209.
Cheilodipterus affiınis. Eier 0,5 mm Durchmesser. Brutpflege.
— (3). Remarques sur la composition chimique de l’Anguille,
a differents &tats de son d&veloppement. Comptes Rendus hebdomadaires
des Seances de la Societe de Biologie 55, p. 749 u. 750.
Die unter den Namen Civelles oder Piballes an der französischen
Küste gefangenen Glasaale sind als Speise sehr beliebt, während sie,
sobald sie dunkel werden, als Montee ungenießbar sind. ‚Civelles“,
‚„Montee‘“ und ‚Anguilles poulettes“ werden einer chemischen Analyse
unterzogen mit dem Ergebnis, daß der Fettgehalt bei der
Montee bedeutend geringer ist; die Civelles besitzen große
Mengen fettreichen Dotters, derselbe schwindet im Montestadium
und das Fett kann erst im Laufe der Zeit durch Nahrungsaufnahme
ersetzt werden. Der Dottervorrat macht daher die Civelles genießbar.
Vaillant, L. u. Pellegrin, J. Note sur quelques Tetragonopteres
de I’ Amerique Centrale appartenant ä la Collection du Museum. Bulletin
Museum Paris 1903, p. 323—326.
1V. Pisces für 1903, 63
Tetragonopterus cobanensis Bocourt, T. nitidus Boc., T. fulgens
Boc., T. finitimus B., T. belizianus Boc.
Vialleton, L. Etude sur le coeur des Lamproies.. Petromyzon
marinus L., P. planeri Bloch, Ammocoetes branchialis L. avec quelques
remarques sur l’anatomie comparee du coeur des Cyclostomes. Archives
d’Anatomie microscopique 6, p. 2833—384; 4 fig., Taf. 11 u. 12.
Vorhof und Herzkammer liegen seitlich neben einander, ersterer
rechts. Befestigung derselben bei Ammocoetes an der Körperwand
bei Petromyzon an das Pericard. Elastische Wülste im Bulbus arteriosus
des Petromyzon ersetzen die Klappen des Ventrikels bei Ammocoetes.
Der Sinus venosus ist bei Myxinoiden weniger entwickelt als bei Petro-
myzon. Der linke Ductus Cuvieri der Larven verschwindet zeitig.
Veränderungen der Leber und Kopfniere während der Metamorphose.
Dorsal von der Leber besteht bei Ammocoetes und Myxinoiden eine
Verbindung zwischen Pericard u. Peritonealhöhle.
Volz, W. Fische von Sumatra. Zool. Jahrb. Syst. 19, p. 347
—420, Taf. 25 u. 26. Diagnosen in Zoologischer Anzeiger 26, p. 553
—559.
Trypauchenopsis n.g. (nahe Amblyopus u. Trypauchen) inter-
medius n.sp., Ambassis boulengeri n.sp., Amblyopus sumatranus
n.sp., Ophiocephalus studeri n.sp., Bagarius lica n. sp., Macrones
bleekeri n. sp., Rasbora elegans n. sp., R. caudimaculata n. sp., Coilia
polyfilis n. sp.
Waite, E. R. (1). Notes on the Zoology of Paanopa or Ocean
Island and Naura or Pleasant Island, Gilbert Group. The Fishes.
Records of the Australian Museum 5, p. 2 u. 3.
— (2). Additions to the Fish-Fauna of Lord Howe Island. No. 3.
Records of the Australian Museum 5, p. 20—45, Taf. 3—5.
Brachaluteres baueri Rich., Cocotropus altipinnis n.sp., Zeus
scopus n. sp., Machaerope latispinis Ogilby; Pseudolabrus luculentus
Rich., Coris pieta Bl. Schn.(?).
— (3). New records of recurrences of rare Fishes from Eastern
Australia. No.2. Records of the Australian Museum 5, p. 56—61,
pl. 6.
Chaetodon howensis n.sp., Histiopterus: Synopsis der Arten,
Prosoplismus n.g. (Histiopterus) recurvirostris Rich., Ophichthys
versicolor Rich.
— (4). A matter of nomenclature. Annals and Magazine of
Natural History (7), 12, p. 288.
Pentacropsis n.g. = Prosoplismus Waite 1903. Histiopterus
recurvirostris Rich. benannte Waite (vgl. Waite [3]) Prosoplismus r.;
Steindachner u. Döderlein (Beiträge zur Kenntnis der Fische Japans
1883) bezeichneten denselben als Pentaceropsis recurvirostris; letzterer
Name hat die Priorität. Verfasser wendet sich dagegen, daß Histiopterus
labiosus Günther mit der genannten Art in der neuen Gattung vereinigt
werde.
Wallace, W. Observations on ovarian ova and follicles in certain
64 IV. Pisces für 1903.
Teleostean and Elasmobranch Fishes. Quarterly Journal of Micro-
scopical Science 47, p. 161—213, Taf. 15—17.
Die Ovarialeier und Follikel bei Teleostiern (Zoarces, Pleuronectes
platessa, Pl. limanda, Syngnathus, Zeus, Salmo) und Selachiern
(Spinax, Chimaera) werden untersucht. Aus den ersten Teilungs-
produkten einzelner Epithelzellen gehen Oogonien bezw. Follikel-
zellen hervor. Die entstehende Eizelle durchläuft ein amöboides
Stadium, in welchem sie die benachbarten Zellen resorbiert. Die
Zellen des das Ei umgebenden Follikels secernieren eine von der Lymphe
stammende Nährflüssigkeit. Die bei der Entstehung von Ei und Follikel
nicht resorbierten Zellen gehen zu Grunde. Der Dotterkern liegt anfangs
dem Keimbläschen auf, wird später zu einer peripher gelagerten Hohl-
kugel mit spongiöser Struktur und zerfällt schließlich in kleineKörnchen.
In der peripheren Zone junger Eier sind Plasmafibrillen dicht an-
einander radial gelagert. Die ursprünglich perivitelline Zone wird zur
Zona radiata (Balfour), welche bei reifen Eiern verschwindet. Die
definitive Zona radiata ist Produkt der 3. Membran, die selbst ein
Produkt des Eiplasmas ist. Die Resorption der Eier in nicht geplatzten
Follikeln geschieht durch die Zellen des Follikelepithels. Die geplatzten
Follikel collabieren, ihre freien Ränder biegen nach innen um und
verwachsen mit ihren Thecen. Später degenerieren die Follikelzellen.
Corpora lutea bei Spinax.
Weber, A. L’origine des glandes annexes de l’intestin moyen chez
les Vertebres. Archives d’Anatomie microscopique 5, p. 485—1727,
pls. 17—27.
Bei der umfangreichen historischen Darstellung des 1. Abschnittes
werden auch die Pisces eingehend berücksichtigt.
Wellburn, E.D. On some new species of fossil Fishes from the
Millstona Grit Rocks, with an amended list of Genera. Proceedings
Yorkshire geologieal and polytechnic Society (2) 15, p. 70—78.
Eleonichthys obliquus n. sp., Rhadinichthys elegans n. sp., Coela-
canthus summiti n. sp.
Wieben, J. D. Über die Verkrümmung der Wirbelsäule bei Fischen.
Allgem. Fischerei-Ztg. 28, p. 55—56. Nachschrift vonH ofer, ebenda,
p. 57, 1 Fig.
Wiedersheim, R. Über den Kehlkopf der Ganoiden und Dipnoer.
Anatomischer Anzeiger 22, p. 522—535, fig.
Der Ductus pneumaticus von Protopterus annectens, Polypterus
bichir, Lepidosteus osseus, . Amia calwa, Acipenser platyrhynchus,
Skaphirhynchus cataphractus wird untersucht. Im Bereich der Glottis
der Dipnoi findet sich ein Muskelapparat, der als Erweiterer und
Verengerer funktioniert. Derselbe läßt sich auf einen Musculus dorso-
u. hyo-pharyngeus der geschwänzten Amphibien zurückführen, auch
bezüglich der Innervation (Vagus) liegen die Verhältnisse ähnlich.
Stützende Gewebselemente im Bereich der Glottis fehlen bei Polypterus,
sie sind dagegen bei Protopterus nachweisbar, die in die faserige Grund-
masse eingestreuten Knorpelkapseln gleichen fast den hyalinen Ary-
knorpeln. In der breiten fibrösen Raphe des Constrietors bezw. des
IV. Pisces für 1903. 65
Dilatators von Polypterus ist das Homologon des zungenförmigen
Faserknorpels von Protopterus zu erklicken. Beide Bildungen sind
Produkte des Muskelzuges, welcher unter Ausschluß branchialer
Skeletelemente als das wichtigste Kausalmoment für die Genese
eines laryngealen Stützapparates zu betrachten ist. Der dorsal liegende
Kehlkopf von Lepidosteus und Amia ist bezüglich der Anordnung
der Muskeln und der Innervation das Spiegelbild der V>rhältnisse
bei Protopterus u. Polypterus, in beiden Fällen wird der primitive
Constrietor pharyngis zu einem wohl ausgebildeten Dilatator glottidis.
In beiden Fällen entstehen Muskelkomplexe, welche nicht anatomisch,
aber physiologisch den Vor- und Rückziehern des Hyo-Laryngeal-
skelettes früherer Tierformen zu vergleichen ist. Man hat bei den Wirbel-
tieren ein Larynx ventralis und einen L. dorsalis zu unterscheiden.
Der Larynx dorsalis schließt die Schwimmblase, d. h. die Lunge bei
Lepidosteus und Amia.
Wild, G. Einige Mitteilungen über Fische und Fischerei in Heil-
bronn. Jahreshefte des vaterländ. Vereins für Naturkunde Württem-
berg 59, p. 304—314.
Zander (Lucioperca sandra), Lachs (Truta Salmo), Maifisch (Alosa
vulgaris), Neunauge (Petromyzon marinus, P. planeri), Perca fluviatilis,
Schwarzbarsch, Forellenbarschh Sonnenbarsch, Flußfischerei in
Württemberg.
Willey, A. (1). Constitution of the Fauna of Ceylon, Spolia Zey-
lanica 1, p. 1—13, fig.
— (2). The Mahseer and the Mussel in Ceylon. Spolia zeylanica 1,
p. 19—22, fig.
Woodward, A. S. (1). The Fossil Fishes of the English Chalk.
Part 2. Annual Report of the Palaeontographical Society Monographs,
p- 57—%6, fig., Taf. 14—20.
Enchodus lewesiensis (Mantell), E. pulchellus Woodw., Dercetis
latiscutatus n.sp.,, D. maximus n.sp., Leptotrachelus elongatus
(Agassız), Euchelurus anglicus Woodw., Ctenothrissa radians (Agass.),
Ct. mierocephala (Agass.), Aulolepis typus Agass., Scyllaemus anglicus
(Dixon), Chirocentrus dorab Forsk.; Ichthyodectes minor.
— (2). On a new species of Acrolepis obtained by Mr. Molyneux
from the Sengwe Coalfield. Quarterly Journal Geologieal Society
59, p. 285 u. 286, Taf. 20. — Acrolepis molyneuxi n. sp.
— (3). Note on a fossil Eel from the Scandinavian Chalk. Annals
and Magazine of Natural History (7) 12, p. 254 u. 255.
Das im Museum zu Lund bewahrte Stück ist kein Dercetis, sondern
ein Aal. Urenchelys (Dercetis) imhamnensis Davis.
— (4). On the Carboniferous Ichthyodorulite Listracanthus.
The Geologieal Magazine (4) 10, p. 486—488, fig. — Listracanthus
wardi n. sp.
— (5). On a Carboniferous Acanthodian Fish, Gyracanthides.
Geol. Mag. N. S. (4) 10, p. 512—513.
— (6). Preliminary Note on a Carboniferous Fish Fauna from
Arch. £. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. IT. H.1. (1Y.) 5
66 IV. Pisces für 1903.
Victoria Australia. Rep. 72. Meet. Brit. Ass. Adv. Se. Belfast, p. 615
—616.
Zander, E. Studien über das Kiemenfilter bei Süßwasserfischen.
Zeitschrift f. wissenschaftl. Zoologie 75, p. 233—257, fig.
Die Kiemenreusen, Siebfortsätze, sind zapfenartige Wucherungen
der Rachenschleimhaut am Eingang der Schlundtaschen, ohne innige
Beziehung zum Skeletsystem. Wenig entwickelt sind sie bei den
stark bezahnten Raubfischen (Esox, Lota, Acanthopteri). Die Fried-
fische der litoralen Zone (Cypriniden) besitzen ein stark entwickeltes
Filter, dessen Siebfortsätze an beiden Kanten der Kiemenbogen
stehen; bei pelagischen Fischen stehen an der vorderen Kante längere
Fortsätze, welche die Kiemenspalten durch ein Gitterwerk sperren.
Das kontraktile Gaumenorgan der Öypriniden wird beschrieben.
Zenneck, J. Reagieren die Fische auf Töne? Archiv f. d. gesamte
Physiologie 95, p. 346—356, fig.
Es sollte festgestellt werden, ob Fische auf Tonschwingungen
reagieren, deren Schwingungszahl und Dämpfung in demjenigen Gebiet
liegt, innerhalb dessen Luftschwingungen vom menschlichen Ohr als
Töne perzipiert werden. Das Ergebnis lautet, daß Flußfische: Leuciscus
rutilus, L. dobula, Alburnus lucidus, unter geeigneten Umständen
eine Reaktion auf die Tonschwingungen einer Glocke zeigen.
... . Zur Einbürgerung des Bachsaiblings in württembergischen
Schwarzwaldbächen. Allgem. Fischereizeitung, 27, No. 23, p. 441.
II. Übersicht nach dem Stoff.
Entwicklung.
Augen, Salmo: Menel (1, 2). — Befruchtung, Salmoniden: Czermak,
— Cephalochorda: Cooper u. Punneti. — Chromosomen, Kreuzung: Moenk-
haus (2). — Darmepithel, Regeneration: Bizozere.. — Darm, Amia: Piper.
Ceratodus: Neumayer. — Ei: Gilchrist (1). Petromyzon: Batailion. — Hai:
Dean (1—3). — Conger: Eigenmann. — Lepidosteus: Eyeleshymer. — Tra-
chinus: Boeke (3). — Synaptus: Cohn. — Entwicklung: Tosh (2). — Ex-
tremitäten, Knochenfische: Sabatier (1). — Exceretionsorgane: Goodrieh. —
Geschlechtsorgane, Amphioxus: Neidert u. Leiber. — Geschlechtstellen, Ammo-
coetes: Lubock. — Gastrulation, Muraenidae: Boeke (1). — Gehirn, Knochen-
fische: Sargent. — Herz, Anamnia: Greil (1). — Heteromorphose bei Re-
generation, Salmo: Nußbaum (1). — Kopfmesoderm, Salmo: Gregory. —
Lymphe, Knochenfische: Nußbaum (2). — Monstrositäten, Doppelembryonen:
Gemmil. — Muskeln, Lepidosiren: Kerr. — Mucosa uteri: Brinkmann. — Milz:
Pinto. — Milzkapsel, Selachier: Laguesse (1,2). — Myocard, Knochenfische:
Boeke (2). — Nerven, Lepidosiren: Kerr, Selachier: Neal. — Nervenzellen,
Lophius: Holmgreen. — Niere, Lepadogaster: Guite. — Haie: Poll. —
Ovarialeier, Teleostier: Wallace. — Pankreas, Acipenser: Nicolas, Rennie.
— Paraspermiumzellen, Torpedo, Pristiurus, Scyllium: Ballowitz, —
Pathologische Entwicklung: Summer. — Rückenmark, Neunauge: Owsjannikow.
— Schädel: Sehauinsland. — Schwimmblase: Thilo. — Skelet: D’Evant (2). —
IV. Pisces für 1903. 67
Somiten, Amphioxus: Driesch. — Spermatogenese, Selachier: Stephan (1, 2). —
Suprarenalkörper: Grynfeltt (1,2,3). — Urgeschlechtszellen: Schneider (2). —
Zahnanlage, Selachier: Laaser, Löwe.
Phylogenie.
Facciola, Sollas, Jaeckel (1, 2), Patten (1, 2), Gaskell, Starks (1), Parker (1),
Rowniree, Ayres u. Jackson, Kyle (1).
Morphologie und Histologie. Histogenese.
Knorpel, Orthagoriscus: Lohmann. — Monströs, Marone, Anguilla, Mugil:
Ninni. Trigla: Kyle (1). — Ovarium, Lucifuga: Lane, — Nervenfasern: Herrick.
— Leptocephalus: Faceiola. — Verknöcherung: Studnieka (1). — Ganglien-
zellen: Studnicka (?). — Blut: Cullen. — Tremataspis, Cephalaspis, Pteraspis:
Patten (1,2, 3). — Gehirn, Torpedo: Borchert. — Dimensionen, Pleuronectes:
Meek (1). — Thynnus, Wirbel, Schuppen: Schulze. — Chorda, Epithel: Stud-
nicka. — Nervenzellen, Scyllium: Menel (3). — Torus longitudinalis, Teleostier:
Sargent (2). — Cephalocorda: Cooper.
System, Nomenklatur.
System: Gyll (9), Patten (4). — Cephalocorda: Tattersall (3). —
Nomenklatur: Waite (4). — Alestes: Boulenger (14). — Anacanthini: Re-
gan (9). — Lichia: Regan (13). — Aphia: Bolivar. — Asterolepis: Jaekel (1). —
Gobius: Piekard. — Barbus: Giard (3), Patten (1). — Coregonus: Nüßlin (1, 2),
Klunzinger (1). — Cottidae: Berg, Carrueio. — Coelodes: Leriche (4), Swinnerton.
— Lampridae: Gill (1). — Lucioperca: Gill (3, 4,5, 6). — Luvarus: Regan (8).
— Lophiidae: Regan (%). — Paratilapia: Hilgendorf. — Plectognathi: Regan (3).
— Ramphodes: Jaekel (4). — Selachier: Gill (2). — Torpedo: &ill (7). —
Triacanthus: Regan (3).
Haut.
Gadus, Schuppenwechsel: Brown, A. W., Cohn. — Sinneszellen, Ammo-
coetes: Marenghi, Briot, Schöndorff. — Albinismus, Hai: Dean (2), D’Evant. —
Färbung: Fowler (3). — Stachelzellen, Epithel: Studnicka (2). — Schuppen,
Struktur: Tims. — Zeugopterus: Kyle (1). — Melanismus: Klunzinger (2).
Skelet.
Allgemeines.
Jaeckel (1,2). Lohmann, Schaffer, Studnieka, — Antigonia: Starks (1).
Schädel, Visceralskelet.
Luvarus: Regan (8), Dean (1), Sollas, Allis (4). — Entwicklung, Sphenodon,
Callorhynchus: Schauinsland. — Teleostei: Supino. — Cromeria, Galaxias:
Swinnerton, Gaupp, Fürbringer, K., Fürbringer, M.
Zähne.
Laaser.
68 IV. Pisces für 1903.
Gliedmaßen.
Knochenfische, Entwicklung: Sabatier (1). (2). — Schultergürtel: Starks (2).
Muskeln, Bänder, Gelenke.
Allis (1, 4), Eyeleshymer, Kerr.
Nervensystem. Allgemeines.
Myocord, Knochenfische: Boeke (2, 4), Holmgreen, Studnieka. — Nerven-
fasern: Herrick.
Gehirn und Rückenmark.
Schauinsland. — Hirn, Lobus opticus, Knochenfische: Sargent. — Raja,
respiratorische Nervenzentren: Hyde, Smith. — Torpedo: Borchert, Catois. —
Rückenmark, Neunauge: Owsjannikow, Banschi. — Chiasma optie., Knochen-
fische: Parker (1). — Cranialnerv: Loey. — Epiphyse, Hypophyse, Hirn:
Saekel (3).
Periphere Nerven.
Schauinsland, D’Evant, Dogiel, Allis (4), Marenghi.
Sehwerkzeuge.
Auge monströs, Pseudocheilinus: Hilgendori (1). — Becheraugen: Am-
phioxus: Boeke. — Augen: Mencl, Addario, Parker. — Blindfische: Eigen-
mann (1).
Hörwerkzeuge.
Alexander, Harrison, Parker (2). — Labyrinth: Tullberg, Gaglio. — Schall-
empfindung: Zenneck. — Labyrinth: Quix.
Hautsinnesorgane.
Allis (2, 3), Herrick. — Ammocoetes: Marenghi. — Tastorgane: Herrick (2).
Riechwerkzeuge.
Cephalocorda: Cooper.
Darmkanal.
Charax: Rowntree, Helbig, Bizzozero, Rennie. — Pankreas, Acipenser:
Nicolas. — Entwicklung, Ceratodus: Neumayer. — Drüsen: Weber. — Amia,
Darm: Piper.
Leuchtorgane.
Selachier: Leydig.
Elektrische Organe.
Dominikus.
IV. Pisces für 1903. 69
Mund, Pharynx, Kiemenspalten.
Mundhöhlendrüsen, Petromyzoa: Haak, W. — Kiemenfilter: Zander,
Budgett. — Kiemengefäße: Legros.. — Mundhöhle, Schuppen, Plagiostomen:
Steinhard. — Zähne: Eastimann (1).
Pneumatische Anhänge des Darmes.
Wiedersheim. — Schwimmblase: Jäger, Entstehung: Thile.. — Ent-
wicklung: Moser, Charax: Rowntree. — Ductus pneumaticus, Ganoiden:
Wiedersheim.
Lymphorgane, Milz, Gefäße und Leibeshöhle.
Cullen, D’Evant (1). — Herz, Petromyzon: Vialleton. — Kiemengefäße:
Legros, Studnicka, Cavalie. — Lymphe, Entwicklung, Knochenfische: Nuß-
baum (2), Helly. — Milz, Entwicklung: Pinto. — Milzkapsel, Selachier: Laguesse
(1,2).
Harn- und Geschlechtsorgane.
Helly. — Ovarium: Loewe. — Niere: Poll, Schneider (I), Benda, Guitel,
Gaskell. — Ovarialeier, Teleostei: Wallace. — Hermaphroditismus, Lota:
Schneider, Andige, Grynfeltt. — Salmo, Reife: Paton (1). — Nebenniere, Lopho-
branchii: Srdinko, Haack. — Entwicklung, Ammocoetes: Lubosch. — Entwicklung,
Amphioxus: Neidert u. Leiber. — Urogenitalzellen: Schneider (3), Brinkmann,
Rowntree. — Ovarium, Lucifuga: Lane. — Nephridien, Cephalocorda: Cooper.
— Exeretionsorgane, Amphioxus: Goodrich. — Secundäre Geschlechtscharaktere,
Amia: Reighard (3).
Physiologie.
Elektrischer Strom, Fundulus: Brown, V. H. — Atmung, Polypterus: Bud-
gett. — Flossenbewegung: Dueceschi. — Wachstum, Plattfische: Meek (1). —
Färbung, Poecilia: Bristol, Fowler (2). — Ganglienzellen: Studnicka (2%). — Thyn-
nus, Größe: Schulze. — Aal, Fleisch: Vaillant (3). — Schallempfindung: Zenneck.
— Kiemenfilter: Zander. — Körpertemperatur, Thynnus: Portier. — Labyrinth,
Acanthias: Quix, Blochmann, Parker. — Sauerstoffbedürfnis, Salmo: Paton (2).
— Giftigkeit, Barbe: Pellegrin u. Glaize. — Trachinus: Briot. — Warmwasser-
fische: Blanchard. — Niere: Schneider (1). — Osmotischer Druck: $iedlecki (1).
— Wirkung von Salzen im Wasser: Siedlecki (2). — Kurzsichtigkeit: Hofer (2).
Jugendformen.
Pleuroneetes: Holt. — Pterois: Popta. — Jugendstadien: Brown, F. B. —
Färbung: Fowler (3), Gilchrist (3). — Aal: Eigenmann u. Kenedy. — Cephalo-
corda: Cooper.
Lebensweise.
Cooper, Tosch, Semon, Meek (2). — Neoceratodus: Semon. — Exocoetus:
Barret-Hamilton. — Gadus: Camerano. — Chimaera, Copulation: Dean (1).
— Brutpflege, Cheilodipterus: Vaillant (3). — Salmo, Wanderung: Paton (1),
Raspail. — Warmwasserfische: Blanchard,. — Fliegende Fische: Agassiz, Schnee
70 IV. Pisces für 1903.
(2). — Kiemenfilter: Zander. — Schallempfindung: Zenneck. — Hai: Schnee
(1). — Hering: Wanderung: Belloc, Hinkelmann. — Ernährung u. Nahrung:
Seott. — Schellfisch: Duge. — Genypterus: Delfin (1). — Lophius: Fulton
(1, 2, 3). — Hering: Giard (1). — Kommensalismus: Horst. — Peoicilia:
Brüning (1). — Totstellen: Brüning (?).. — Waffen: Brüning (3). Aus-
trocknen: Huard (3). — Stint: Kutschin. — Schwarzbarsch: Lydell.
Geschlechtsprodukte.
Gobius, Ei: Meek (2). — Seefische, Eier: Johnstone (2), Heinke u. Ehren-
baum. — Eier, Cheilodipterus: Vaillant (2). — Ovarialeier, Teleostier: Wallace.
— Salmo salar, Reife: Paton (1). — Haie, Eier: Dean (3). — Süßwasserfische:
Wild.
Brutpflege.
Cheilodipterus: Vaillant (2). — Lampreta: Reighard (1).
Pathologie.
Albinismus, Hai: Dean (2). — Augen: Bnxbaum, Menel. — Abwasser:
Buxbaum, Hofer (1). — Auge, Anableps, Pseudocheilinus: Hilgendorf (1). —
Blinde Fische: Buxbaum. — Kurzsichtigkeit: Hofer (2). — Doppelembryonen:
Gemmil, Sumner. — Pygidium: Eigenmann u. Kenedy (3). — Ersticken:
Schiemenz. — Drehkrankheit, Regenbogenforelle: Hofer (3). — Costien-
krankheit, Heilung: Hofer (4). — Rotseuche, Karpfen: Plehn. — Wirbelsäule:
Wieben. — Wirte der Argulus-Arten: Gill (10).
Fischzucht und Fischerei.
Huard (1, 2). — Kent, Essex: Murie. — Nordsee, Speisefische: Hoek. —
Genypterus: Delfiin, Holder, Johansen. — Toulouse: Roule (3). — Amiurus:
Haack, W. — Wirtschaftsfische: Fulton (1), Hoek, Murie. — Angelsport, Süßwasser:
Heintz. — Bachsaibling, Einbürgerung: Anonymus. — Fischerei, Fischzucht:
Eckstein (1, 2). — Fischfang: Scott, A. — Fliegende Fische: Schnee (2). —
Forelle, Einführung, Chile: Albert. — Lachsfang: Mayer. — Stör: Quantz. — Zucht,
Lepomis: Sprenger. — Gurami: Melnikoff. — Mollienisia: Schroot. — Aquarium,
Zander: Sprenger. — Zwergwels: Haack, H. — Australien: Rennie (2. —
Forelle, Einbürgerung: Ross, Rutter (2). — Künstliche Befruchtung: Seott (2).
Fossilia.
Vgl. Palaeontologie.
IH. Faunistik.
Europa.
Adour-Fluß: Roule u. Cardaillac.
Arktische Gewässer: Schmidt.
Azoren; Regan (12).
IV. Pisces für 1903. 71
Britannien: Holt u. Byrne.
Californien: Rutter (1).
Capri: Lo Blanco.
Cornwall: Pickard.
Dee: Sim.
Essex: Laver.
Frankreich: Roule (2).
Genfer See: Forel, Fuhrmann.
Großbritannien: Holt u. Byrne.
Irland: Holt u. Byrne.
Island: Johansn
Italien: Meer- und Süßwasser: Griffini.
Kolgujevinsel: Michailevsky.
Mittelmeer: Capri: Lo Blanco.
Norfolk: Southwell.
Normandy: Coulon.
Nordsee: Hoek.
Northumberland: Meek (1-3).
Norwegen: (ollet (1, 2).
Ostsee: Krüger.
Pas de Calais: Leriche (3).
Pyrenaeen: Lamic.
Rußland: Michailovsky.
Schottland: Fulton (I—3), Sim.
Schweiz: Genfer See: Forel.
Thames-Bucht: Murie.
Westeuropa: Roule (1).
Württemberg: Wild.
Asien.
Baikal-See, Cottiden: Berg, Korotneff.
Ceylon: Tattersall (1, 2), Willey (1, 2).
Japan: ®taki, Fujita n. Higurashi, Jordan, Jordan u. Fowler (I—6),
Jordan u. Starks (13).
Malayische Inseln: Johnstone, Boulenger (15).
Maldiva-Inseln: Regan (Il).
Neu-Guinea: Boulenger (4).
Sokotra: Steindachner (1).
Südarabien: Steindachner (1).
Sumatra: Volz.
Afrika.
Afrika: Boulenger (10, 11).
Äthiopien: Boulenger (1%).
Alexandrien: Hilgendorf (2).
Algier: Blanchard, Giard (2).
Britisch-Central-Afrika: Boulenger (11).
Britisch-Guinea: Boulenger (4).
72
IV. Pisces für 1903.
Kongo: Pellegrin (2).
Gallaland: Boulenger (17).
Goldküste: Günther.
Kamerun: Boulenger (3), Lönnberg (2).
Kilimanjaro: Boulenger (%).
Natal: Boulenger (5).
Nigerdelta: Boulenger (1).
Nil: Boulenger (13).
Ostafrika: Boulenger (%).
Rukwa-See: Hilgendorf u. Pappenheim.
Südafrika: Boulenger (6), Gilchrist (2, 3).
Viktoria-Nyansa: Boulenger (9).
Westafrika: Boulenger (14).
Zanzibar: Fowler (1).
Amerika.
Amerika: Eigenmann u. Kennedy (1).
Argentinien: Steindachner (2).
Barbados: Bean (2).
Brasilien: Regan (4).
Chile: Delfin (1,2, 3), Steindachner (3).
Galapagos-Inseln: Heller und Snodgrass.
Florida: Fowler (3).
Long Island: Bean, T. H.
Nordamerika: Henshall.
Nord-Carolina: Bean (Il):
Nicaragua: Fowler (4).
Mexico: Fowler (I), Meek.
New Jerseyküste: Fowler (8).
Neu-Mexiko: Cockerell.
Paraguay: Eigenmann u. Kennedy (2).
Peru: Steindachner (3).
Rio de Janeiro: Regan (4)
Südamerika: Eigenmann (2), Regan (14).
Tippeeanoe-See: Moenkhaus.
Venezuela: Boulenger (8), Regan (10).
Australien. Polynesien.
Australien: Garman.
Gilbert-Inseln: Waite (1).
Lord Howe-Inseln: Waite (2).
Moreton-Bai: Tosh (1).
Neu-Süd-Wales: Schnee (Il).
Ostaustralien: Waite (3).
Südwestaustralien: Garman.
Sidney: Schnee (l).
Queensland: Douglas, Ogilby, Tosh (1, 2).
IV. Pisces für 1903. 73
Palaeontologie.
Ägypten: Eocen: Stormer.
Algier: Priem.
Ardennen, Pteraspis: Dollo.
Australien: Kohle: Woodward (6).
Belgien, Eocen: Leriche (1).
Böhmen: Kreide: Bayer.
Boom, Ton: Delheid.
Catalonien, Jura, Schiefer: Sauvage.
Centralafrika: Silur: Boulenger (11).
Edinburg, Kohle: Traquair (1).
England: Kalk: Woodward (1).
Gemünden, Devon: Traquair (2).
Hunsrück, Devon: Traquair (3).
Libanon: Kreide: Hay (2, 3).
London, Eocen: Coomaraswamy.
Millstone, Sandstein: Wellburn.
Nordamerika, Kohle: Eastmann (2); Kreide: Hay (1), Trias: Eaton.
Oberitalien: Kalk: Mariani.
Ohio: Claypole, Dean (4).
Pas de Calais, Devon: Gosselet, Leriche (2).
Podolien: Niedzwiedski.
Seine: Coulon.
Sengwe, Kohle: Woodward (2).
Skandinavien, Kalk: Woodward (3).
Tarnocz, Hai: Koch.
Tunis, Eocen: Priem.
Ungarn, Tertiär: Gorjanovie, Kramberger. — Eocen: Koch.
West-Staaten: Nordamerika: Eastman (1—4).
Wildungen, Devon: Jaekel (4).
Yale, Trias: Eaton.
Yorkshire, Kohle: Wellburn.
Aal: Woodward (3). — Asterolepiden: Systematik: Jäckel (1). — Devon,
Palaeospondylus: Sollas. — Dipnoer aus dem Perm: Eastmann (3). — Fossile
Fische im Museum New York: Clarke u. Ruedemann. — Kohle: Traquair (1).
— Labrodon, Umbrina, Lambra: De Alessandri. — Listracanthus, Kohle:
Woodward (4). — Palaeospondylus gunni, Modelle: Sollas. — Raja: Eastmann.
— Tremataspis, Pteraspis, Cephalaspis: Patten (1, 2, 3). — Trias, Yale:
Easton. — Mumien: Lortet.
Systematische Übersicht der Nova.
Teleostei.
Plectognathi.
Triacanthus indicus n. sp. Regan (3).
Pseudomonacanthus punctulatus n. sp. Regan (3), multimaculatus n. sp. Regan
(3), degeni n. sp. Regan (3).
74 IV. Pisces für 1903.
'Alutera armata n. sp. German.
Tetrodon pleurogramma n.sp. Regan (3), brevipinnis n. sp. Regan (3), mac-
clellandi n. sp. Regan (3), borneensis n. sp. Regan (3).
Spheroides adspersus n. sp. Schreiner u. Ribeiro.
x
Pediculati.
Lophius vaillanti n. sp. Regan (7).
Chirolophius n. g. naresii Gthr. Regan (7), moseleyi n. sp. Regan (7), murrayi
n. sp. Regan (%).
Melanocetus rotundatus n. sp. Gilchrist (2).
Antennarius argus n. sp. Fowler (1), tagus n. sp. Heller u. Snodgrass.
Allector n. g. (Ceratius) cheloniae n. sp. Heller u. Snodgrass.
Opisthomi.
Mastacembehus sclateri n. sp. Boulenger (3), vietoriae n. sp. Boulenger (9).
Acanthopterygii.
Ophidiidae.
Genypterus microstomus n. sp. Regan (11), brasiliensis n. sp. Regan (4).
Zoarcidae.
Selachophidium n.g. guentheri n. sp. Gilchrist (2).
Petrotyx n.g. hopkinsi n. sp. Heller u. Snodgrass.
Eutyx n.g. diagrammus n. sp. Heller u. Snodgrass.
Blenniidae.
Blennius canescens n. sp. Garman.
Salarias sertatus n. sp. Garman.
Petroscirtes obliquus n. sp. Garman.
Aspidonotus tractus n. sp. Fowler (1).
Graviceps n. g. elegans Stdr. Fowler (1).
Chasmodes maculipinna n. sp. Regan (14).
Trypauchenopsis n. g. intermedius n. sp. Volz.
Gobiesocidae.
Arbaciosa truncata n.sp. Heller u. Snodgrass.
Callionymidae.
Callionymus flagris n. sp. Jordan u. Fowler (1), calliste n. sp. Jordan u. Fowler (1),
virgis n.sp. Jordan u. Fowler (1).
Calliurichthys n. g. japonicus Houtt. Jordan u. Fowler (1), doryssus n. sp. Jordan
u. Fowler (1).
Draconettidae.
Draconetta n.g. xenica n. sp. Jordan u. Fowler (1).
Leptoscopidae.
Embolichthys n. g. mitsukurii Jord. u. Everm. Jordan.
IV.. Pisces für 1903. 75
Triglidae.
Merulinus salmonicolor n. sp. Fowler (3).
Peristedion altipinnis n. sp. Regan (4).
Cyclopteridae.
Cottunculus brephocephalus n. sp. Jordan u. Starks (2).
Cottidae.
Cottus kurnetzovi n. sp. Berg.
Batrachocottus n.g. baicalensis Dyb. Berg.
Comephoridae.
Baicalocottus n. g. grewingki Dyb. Berg.
Hexagrammus aburaco n. sp. Jordan u. Starks (3).
Scorpaenidae.
Scorpaena erinacea n. sp. Garman.
Pontinus strigatus n. sp. Heller u. Snodgrass.
Cocotropus altipinnis n. sp. Waite (2).
Notesthes n. g. (Centrogopon) robustus Gthr. Douglas.
Liocranium n.g. praepositum n. sp. Douglas.
Gobiidae.
Gobius rhizophora n. sp. Heller u. Snodgrass, gilberti n. sp. Heller u. Snodgrass.
— G. atrielypeus n.sp. Garman, waiti n.sp. Garman. — G. (Awaous)
guentheri n. sp. Regan (1, 4).
Chiasmichthys n.n. (für Saccostoma = Chasmias) gulosus Guichenot Jordan.
Gobioides totoyensis n. sp. Garman.
Gobiodon atrangulatus n. sp. Garman.
Cotylopus cocoensis n. sp. Heller u. Snodgrass.
Periophthalmus phya n. sp. Johnstone (1).
Eleotris tubularis n. sp. Heller u. Snodgrass. — E. pectoralis n. sp. Regan (5).
Rhiacichthys novae-guineae n. sp. Boulenger (4).
Amblyopus sumatranus n. sp. Volz.
Pleuronectidae.
Paralichthys fernandezianus n.sp. Steindachner (3), hilgendorfi n. sp. Stein-
dachner (3).
Solea heinii n. sp.(?) Steindachner (1).
Synaptura smithii n. sp. Regan (6), callizona n. sp. Regan (6).
Aphoristia variegata n. sp. Gilchrist (2).
Zeidae.
Zeus scopus n. sp. Waite (2).
Zen n.g. itea Jord. u. Fowl. Jordan.
Bramidae.
Beraclis macropus n. sp. Bellotti.
76 IV. Pisces für 1903.
Carangidae.
Caranx parasiticus n. sp. Garman, regularis n. sp. Garman.
Seriola foncki n. sp. Delfin.
Campogramma n.g. vadigo Risso Regan (13).
Scaridae.
Scarus noyesi n. sp. Heller u. Snodgrass.
Pseudoscarus eques n. sp.(?) Steindachner (1).
Pomacentridae.
Pomacentrus redemptus n. sp. Heller u. Snodgrass, arcifrons n. sp. Heller
u. Snodgrass.
Nelixosus n. g. albimarleus n. sp. Heller u. Snodgrass.
Azurina eupalama n.sp. Heller u. Snodgrass.
Cichlidae.
Lamprologus mocquardi n. sp. Pellegrin (2).
Acara sapayensis n. sp. Regan (14).
Heros teporatus n. sp. Fowler (2). — H. octofasciatus n.sp. Regan (5). —
H. (Cichlasoma) labridens n. sp. Pellegrin (1).
Aequidens paraguayensis n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Biotodoma (Mesops) trifasciatus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Biotoecus n.n. für Saraca. Eigenmann u. Kennedy (2).
Pelmatochromis pellegrini np. sp. Boulenger (1). — P. boulengeri n.sp. Lönn-
berg (?). — P. longirostris n. sp. Boulenger (12).
Geophagus camopiensis n. sp. Pellegrin (1).
Crenieichla geayi n. sp. Pellegrin (I), — vaillanti n.sp. Pellegrin (1), multi-
spinosa Pellegrin (1).
Pterophyllum altum n.sp. Pellegrin (1).
Tilapia lata n. var. camerunensis Lönnberg (2). — T. (Gephyrochromis) linnelleii,
n.sp. Hilgendorf u. Pappenheim, nilotica ruckwaensis n. subsp. Hilgendorf u.
Pappenheim, fuelleborni n. sp.(?) Hilgendorf u. Pappenheim,. — T. crassa
n. sp. Pellegrin (1), boulengeri n. sp. Pellegrin (1), giardi n. sp. Pellegrin (1).
Chromis discolor n.sp. Günther, busumanus n.sp. Günther, multifasciatus
n.sp. Günther. — Chr. multicolor n. sp. Hilgendorf (2), Schoeller.
Chaetodontidae.
Chaetodon trifasciatus var. arabica Stdr. Steindachner (1), eques n. sp. Stein-
dachner (2). — Ch. howensis n. sp. Waite (3).
Heniochus diphreustes n. sp. Jordan,
Scorpididae.
Aipichthys formosus n. sp. Hay (2).
Sparidae.
Dentex lineopunctatus n. sp. Boulenger (5).
Chrysophrys intermedius n. sp. Gorjanovie- Kramberger.
Pagrus nigripinnis n. sp. Boulenger (5).
IV. Pisces für 1903. 27
Pristipomatidae.
Mylacrodon n.g. goeldii n. sp. Regan (4).
Gerridae.
Gerres maldivensis n. sp. Regan (I).
Sciaenidae.
Sciaena perissa n. sp. Heller u. Snodgrass. — S. peruana n. sp. Steindachner (1).
Corvina erawfordi n. sp. Regan (14).
Corvula eurymesops n. sp. Heller u. Snodgrass,
Cirrhitidae.
Malacoctenus zonogaster n. sp. Heller u. Snodgrass.
Lepisoma jenkinsi n. sp. Heller u. Snodgrass.
Seranidae.
Dinoperca queketti n. sp. Boulenger (5).
Epinephelus grammatophorus n. sp. Boulenger (5), albomarginatus n. sp. Bou-
lenger (5), andersoni n. sp. Boulenger (5).
Anthias cooperi n. sp. Regan (14).
Plesiops altivelis n. sp. Steindachner (2).
Centropomus atridorsalis n. sp. Regan (14).
Lates croaticus n. sp. Gordjanowie- Kramberger.
Apogon atrodorsatus n. sp. Heller u. Snodgrass. — A. nubilus n. sp. Garman,
crassiceps n. sp. Garman. — A. queketti n. sp. Gilchrist (2).
Galeagra n.g. pammelas n. sp. Heller u. Snodgrass.
Ambassis boulengeri n. sp. Volz.
Prosoplismus n. g. (Histiopterus) recurvirostris Rich. Waite (3).
Pentaceropsis (n. g.) Stdr. u. Döderl. Waite (4).
Percidae.
Etheostoma arcus-celestis n. sp. Creveeoeur.
Hadropterus evermanni n. sp. Moenkhaus.
Berycidae.
Trachichthodes n. g. spinosus n. sp. Gilchrist (2).
Plectromus macrophthalmus n. sp. Gilchrist (2).
Pyenosterinx levispinosus n. sp. Hay (2).
Anacanthini.
Laemonemodes n.g. (Laemonema) compressicauda n.sp. Gilchrist (2).
Onus granti n. sp. Regan (12).
Melanobranchus n. g. melanobranchus Vaill. Regan (9).
Gadomus n. g. longifilis Goode u. Bean Regan (9).
Percesoces.
Anabantidae.
Anabas pleurostigma n. sp. Boulenger (3).
78 IV. Pisces für 1903.
Ophiocephalidae.
Opbhiocephalus studeri n. sp. Volz.
Sphyraenidae.
Sphyraena tome n. sp. Fowler (6).
Agriosphyraena n. subg. barracuda Walb. Fowler (6).
Mugilidae.
Liza alosoides n. sp. Fowler (6).
Atherinidae.
Atherina sardinella n. sp. Fowler (5).
Atherinomorus subg. n. laticeps Poey. Fowler (5).
Bedotia madagascariensis n. sp. Regan (5).
Ichnomembras n. g. gabunensis n. sp. Fowler (5).
Phoxargyrea n.g. dayi n. sp. Fowler (5).
Atherinopsis magdalenae n. sp. Fowler (5).
Atherinichthys sallei n. sp. Regan (4).
Scomberesocidae.
Belone fluviatilis n. sp. Regan (14).
Hyporhamphus kurumeus n. sp. Jordan u. Starks (I).
Zenarchopterus maculosus n. sp. Garman, S$.
Exocoetus socotranus n. sp.(?) Steindachner (1).
Evolantia n. g. micropterus C. u. V. Heller u. Snodgrass.
Catosteomi.
Doryichthys multiannulatus n. sp. Regan (5).
Heteromi.
Encheliophis jordani n. sp. Heller u. Snodgrass.
Notacanthus annectens n. sp. Boulenger (6).
Dercetis latiscutatus n. sp. Woodward (1), maximus n. sp. Woodward (1).
Leptotrachelus serpentinus n. sp. Hay (2).
Haplomi.
Cyprinodontidae.
Haplochilus cameronensis n. sp. Boulenger (12). — H. peruanus n. sp. Regan (14).
Fundulus loennbergii n. sp. Boulenger (12). — F. (?) paraguayensis n. sp. Eigen-
mann u. Kennedy (2).
Girardinus zonatus n.sp. Sehreiner u. Miranda Ribeiro.
Scopelidae.
Centrobranchus choerocephalus n. sp. Fowler (7).
Macristium n.g. chavesi n. sp. Regan (12).
IV. Pisces für 1903. 79
Enchodus saevus n. sp. Hay (1).
Sardinius? imbellis n.sp. Hay (1).
Enchodontidae.
Enchodus longipinnatus n. sp. Gorjanovic- Kramberger,
Apodes.
Urenchelys germanus n. sp. Hay (2).
Enchelion n. g. montium n. sp. Hay (2).
Ophichthys bleekeri n. sp. Volz. — OÖ. (Pisodontophis) brevimanus n. sp.
Regan (14).
Muraena grandimaculis n. sp. Regan (5).
Gymnomuraena brevicauda n. sp. Regan (5).
Östariophysi.
Asperedinidae.
Bunocephalus rugosus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Loricariidae.
Plecostomus boulengeri n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Chaetostomus anomalus n. sp. Regan (10).
Pterygoplichthys anisitsi n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2), juvenis n. sp. Eigen-
mann u. Kennedy (2).
Arges orientalis n. sp. Boulenger (8).
Siluridae.
Clarias kingsleyae n. sp. Günther. — Cl. carsonii n. sp. Boulenger (11), pachy-
nema n. sp. Boulenger (12).
Allabenchelys brevior n. sp. Boulenger (12).
Bagarius lica n. sp. Volz.
Fluvidraco n. g. (Pseudobagrus) ransonneti Stdr. Jordan u. Fowler (6).
Pimelodus griseus n. sp. Regan (14).
Notoglandium n.g. (Auchenoglanis) walkeri n. sp. Günther.
Marcones bleekeri n. sp. Volz
Corydoras mierops n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2), aurofrenatus n. Sp.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Doras nebulosus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Synodontis zambezensis rukwaensis n. subsp. Hilgendorf u. Pappenheim, fuelle-
bornin. sp. Hilgendorf u. Pappenheim. — S. melanopterusn. sp. Boulenger (1).
Mierosynodontis (Synodontis) batesii n. sp. Boulenger (3).
Phractura longicauda n. sp. Boulenger (12).
Trichomycterus vittatus n. sp. Regan (14), retropinnis n. sp. Regan (14), meridae
n. sp. Regan (14).
Cyprinidae.
Labeo faleipinnis n. n. für Labeo faleifer Blgr. nec C.a. V. Boulenger (10),
kirkii n. sp. Boulenger (10). — L. walkeri n. sp. Günther, brachypoma Gthr.
Günther. — L. annectens n. sp. Boulenger (3). — L. vietorianus fuelleborni
n. subsp. Hilgendori u. Pappenheim,
80 IV. Pisces für 1903.
Schizothorax kozlovi n. sp. Nikolski.
Barbus nigeriensis n. sp. Boulenger (1), progenys n. sp. Boulenger (3), taeniurus
n. sp. Boulenger (3), batesii n. sp. Boulenger (3), pereivali n. sp. Boulenger
(7), lumiensis n.sp. Boulenger (%), lineomaculatus n.sp. Boulenger (?7),
amphigramma n. sp. Boulenger (7), radcliffii n. sp. Boulenger (9), jae n. sp.
Boulenger (12), neglectus n. sp. Boulenger (13), miolepis n. sp. Boulenger
(13), anema n.sp. Boulenger (13), stigmatopygus n.sp. Boulenger (13).
Ptychobarbus kaznakovi n. sp. Nikolski.
Achilognathus eyanostigma n.sp. Jordan u. Fowler (5).
Abbottina n. g. (Gobio) psegma n.sp. Jordan u. Fowler (5).
Biwia n.g. (Pseudogobio) zezera Jordan u. Fowler (5).
Leueiscus phalacrocorax n. sp. Jordan u. Fowler (5).
Notropis mierostomus Gir. ©ockerell. — N. brimleyi n.sp. Bean, B. A. (1).
Rasbora elegans n. sp. Volz, caudimaculata n. sp. Volz.
Zezera n. g. (Sarcochilichthys) hilgendorfi Jordan u. Fowler (5).
Elxis n. g. (Misgurnus) nikkonis n. sp. Jordan u. Fowler (4).
Nemachilus fedtschenkoae n. sp. Rikolski.
Orthrias n. g. oreas n. sp. Jordan u. Fowler (4).
Acanthophthalmus schelfordii n. sp. Popta.
Gymnotidae.
Sternopygus limbatus n. sp. Schreiner u. Miranda Ribeiro.
Characinidae.
Hoplias n.n. für Maerodon J. Müll. nee Schinz Gill (4).
Piabucina astrigata n. sp. Regan (14), pleurotaenia n. sp. Regan (14).
Alestes chaperi Sauv. — Alestes longipinnis Gthr. Günther. — A. fuchsii Blgr.
var. taeniata Pellegrin (3). — A. intermedius n. sp. Boulenger (3), opistho-
taenia n.sp. Boulenger (3), batesii n.sp. Boulenger (12), brevis n.sp.
Boulenger (14).
Ptersius major n. sp. Boulenger (12).
Markiana n. g. nigripinnis Perug. Eigenmann (2).
Moenkhausia n. g. xinguensis Stdr. Eigenmann (2).
Aphyocarax dentatus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2), anisitsi n. sp. Eigenmann
u. Kennedy (2).
Hemigrammus melanopterus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2), kennedyi n. sp.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Poecilurichthys moekhausii n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Orthophanes n.g. labiatus Stdr. Eigenmann (2).
Bryconodon n. g. orthotaenia Stdr. Eigenmann (2).
Chirodon annae n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Holoshesthes n. g. pequira Stdr. Eigenmann (2).
Holopiron n. g. agassizii Stdr. Eigenmann (2).
Stichonodon n.n. = Luetkenia Stdr. nec Claus Eigenmann (2).
Characinus squamosus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Acestrorhynchus n. n. (Xiphorhynchus Ag. nec Swains) Eigenmann (2).
Acestrorhamphus n. g. (Hydrocyon) hepsetus Cuv. Eigenmann (2).
Boulengerella n. g. (Xiphostoma) lateristriga Blgr. Eigenmann (2).
IV. Pisces für 1903. s1
Gilbertella n. g. (Anacyrtus) alatus Stdr. Eigenmann (2).
Evermanella n.g. (Cynopotamus) biserialis Garm. Eigenmann (2).
Odentostilbe paraguayensis n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2), trementinae
n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Psectogaster curviventris n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Aenodon n.g. (Myleus) oligacanthus M. u. T. Eigenmann (2).
Myleocollops n. subg. (Metynnis) goeldii Eigenm. Eigenmann (2).
Piaraetus n. g. (Myletes) brachypomus Cuv. Eigenmann (2).
ÖOrthomyleus n. subg. (Myletes) ellipticus Gthr. Eigenmann (2).
Colossoma n. g. (Myletes) oculus Cope Eigenmann (2).
Mylossoma n.g. (Myletes) albiscopus Cope Eigenmann (2).
Metynnia mola n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Pyrrhulina australe n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Nannocharax intermedius n. sp. Boulenger (12).
Hemiodus orthonops n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Anisistia n. g. (Anodus) notatus Schomb. Eigenmann (2).
Lahiliella n. subg. (Anostomus) nasutus Kner. Eigenmann (2).
Curimatus gillii n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Gymnocharaeinus n. g. bergii n. sp. Steindachner (2).
Malacopterygii.
Salmonidae.
Salmo salvelinus L. n. var. profundus Fuhrmann.
Clupeidae.
Clupea hungarica n. sp. foss. Gorjanovic- Kramberger.
Sardinella piquitinga n. sp. Schreiner u. Miranda Ribeiro. pernambucana n. sp.
Schreiner u. Miranda Ribeiro.
Pristigaster (Opisthopterus) effulgens n. sp. Regan (14).
Coilia polyfilis n. sp. Volz.
Chanos gardineri n. sp. Regan (}).
Saurodontidae.
Eubiodectes n. g. (Chirocentrites) libanicus Piet. u. Humb. Hay (2).
Ctenothrissidae.
Ctenothrissa signifer n. sp. Hay (2).
Mormyridae.
Mormyrops bozai n. sp. Pellegrin (3).
Petrocephalus ansorgü n. sp. Boulenger (1).
Elopidae.
Osmeroides pontivagus n. sp. Hay (2), ornatus n. sp. Hay (2).
Acrognathus dodgei n. sp. Hay (2).
Microcoelia dayi n. sp. Hay (2).
Rhinellus delicatus n. sp. Hay (2).
Arch, f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. UI. H.1. (1V.) 6
RD) IV. Pisces für 1903.
Leptolepididae.
Aethalion vidali n. sp. Sauvage., gigas n. sp. Sauvage.
Vidalia n. g. catalunica n. sp. Sauvage.
Incertae sedis.
Anguillavus n. g. bathshebae n. sp. Hay (2), quadripinnis n. sp. Hay (2).
Ganoidei.
Holostei.
Megalurus woodwardi n. sp. Sauvage.
Protosphyraena sequax n.sp. Hay (1).
Caturus terraconensis n. sp. Sauvage.
Pyenodus pellei n. sp. Priem.
Coccodus insignis n. sp. Hay (2).
Coelodus gasperinii n. sp. Gorjanovic- Kramberger.
Propterus vidali n. sp. Sauvage.
Lepidotus ilergetis n. sp. Sauvage.
Chondrostei.
Stenoprotome n.g. (Belonorhynchia (?) hamata n.sp. Hay (2).
Elonichthys disjunetus n. sp. Eastman (2). — E. obliquus n. sp. Weilburn.
Rhadinichthys elegans n. sp. Wellburn.
Acrolepis molyneuxi n. sp. Woodward (2).
Dipneusti.
Sagenodus cristatus n. sp. Eastman (2), pertenuis n. sp. Eastman (3).
Crossopterygü.
Undina leridae n. sp. Sauvage.
Coelacanthus summiti n. sp. Wellburn.
Arthordira.
Phlyctaenaspis germanica n. sp. Traquair (2).
Plachyosteus n. g. bulla n. sp. Jaekel (4).
Ichthyotomi.
Phoebodus knightianus n. sp. Eastman (2), deus-neptuni n. sp. Eastman (2).
Plagiostomi.
Lamna tarnocziensis n.sp. Koch, A.
Oxyrhina neogradensis n. sp. Koch, A.
Ginglymostoma blanckenhorni n. sp. Stromer.
Cephaloseyllium umbratile n. sp. Jordan u. Fowler (2).
ÖOrodus intermedius n. sp. Eastman (2).
Homacanthus dilicatulus n. sp. Eastman (2), acinaciformis n. sp. Eastman (2).
Streblodus angustus n. sp. Easiman (2).
Physonemus asper n.n. Eastman (2), arcuatus Leidy nee Mc Coy Eastınan (2).
IV. Pisces für 1903. 53
Helodus imeisus n. sp. Eastman (2).
Physonemus hamus - piscatorius n. sp. Bastman (2), pandatus n. sp. East-
man (2).
Erismacanthus barbatus n. sp. Eastman (2).
Stetacanthus erectus n. sp. Eastman (2).
Notidanus paucidens n. sp. Koch, A.
Acanthias n. sp. Jordan u. Fowler (2).
Squalus mitsukurii n. sp. Jordan u. Fowler (2).
Zameus n.g. (Centrophorus) squamulosus Gthr. Jordan u. Fowler (2).
Centroseyllium n. sp. ritteri Jordan u. Fowler (2).
Fissodus dentatus n. sp. Eastman (2).
Janassa maxima n.sp. Eastman (2), unguicula n. sp. Eastman (2).
Sclerorhynehus solomonis n. sp. Hay (2), hiram n.sp. Hay (2), sentus n. sp.
Hay (2).
Rhinobatis eretes n. sp. Hay (2).
Raia magellanica n. sp. Steindachner (3), cyclophora n. sp. Regan (4), tengu
n.sp. Jordan u. Fowler (2), R. whitfieldi n. sp. Hay (2).
Aetobatis prosti n. sp. Priem.
Cycelostomi.
Listracanthus wardi n. sp. Wooedward (4).
Incertae sedis.
Gemundina n.g. sturtzi n. sp. Traquair (2).
Hunsruckia n. g. problematica n. sp. Traquair (2).
Übersicht der im Bericht genannten Arten.
Abottina psegma Jordan u. Fowler Jordan u. Fowler (5).
Abramis blicca Bloch. Laver, — brama L. Laver.
Acanthias Brinkmann, Fürbringer, K., Haack, Laasner, Languesse (1,2), —
minor Leriche, — orpientis Leriche (1), — vulgaris Greil (1), Laver, Quix.
Acanthistius pictus Tsch. Blgr. Steindachner (3).
Acanthocephola krusensterni Schlegel Jordan u. Fowler (3), — limbata Cuvier
u. Valenciennes Jordan u. Fowler (3), — mesoprion Jordan u. Fowler (3).
Acanthodes belcheri Eastm. Eastman (2), — marshi Eastm. Eastman (2).
Acanthophthalmus shelfordii n.sp. Popta (2).
Acanthopsidae Forel.
Acanthopteri Zander.
Acara sapayensis n.sp. Regan (14).
Acerina cernua L. Lawer.
Acestrorhamphus n. g. hepsetus Cuv. Eigenmann (2), Eigenmann u. Kennedy (2).
Acestrorhynchus n.g. falcatus Bloch Eigenmann u. Kennedy (2).
Acheilognathus cyanostigma Jordan u. Fowler Jordan u. Fowler (5), — lanceolata
Schlegel Jordan u. Fowler (5), — limbata Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Achirus jenynsii Günther Eigenmann u. Kennedy (2).
6*
84 IV. Pisces für 1903.
Acipenser Allis (2), — platyrhynchus Wiedersheim, — ruthenus Bluntschli, Nicolas,
— sturio L. Laver, Quantz.
Aecnodon oligacanthus M. u. T. Eigenmann (2).
Aeoliscus strigatus Gthr. Starks (2).
Acrognathus dodgei n. sp. Hay (2).
Acrolepis molyneuxi n, sp. Woodward (2).
Actinopterygii Bastman (2).
Aequidens paraguayensis n. sp. Eigenmann u. Kennedy (%), — letramerus Heckel
Eigenmann u. Kennedy (2).
Aethalion gigas n. sp. Sauvage, — vidali n. sp. Sauvage,
Agonus cataphractus L. Laver.
Agonostomus monticola Griffith Fowler (6).
Agrammus agrammaus Schlegel Jordan u. Starks (3).
Agriopus perwvianus Gthr. Steindachner (3).
Agrioposphyraena n. subg. Fowler (6).
Ahlia egmontis Jord. Bean (2).
Aipichthys formosus n. sp. Hay (2).
Alburnus lucidus Heckel Forel, Laver, Zenneck.
Alestes affinis Gthr. Boulenger (17), — batesii n. sp. Boulenger (12, 14), — brevis
n. sp. Boulenger (84), — chaperi Sauvage Günther, — fuchsiü Blgr. Sauvage
Bouienger (3), — fuchsirt Bigr. a. var. taeniata Pellegrin (2), — grandisguamis
Blgr. Boulenger (14), — intermedius n. sp. Boulenger (3), — kingsleyae Gthr.
Boulenger (3), — longipinnis Gthr. Boulenger (3), Günther, — macrolepidoius
Cuv. Boulenger (1, 3, 14, 17), Günther, — nurse Rüpp. Boulenger (1), Lönn-
berg (2), — opisthotaenia n. sp. Boulenger (3), — tholloni Pellegr. Boulenger (3).
Allabenchelys brevior n. sp. Boulenger (12).
Alopias vulpes Gmelin Jordan u. Fowler (2).
Alosa vulgaris Wild.
Alutera armata n. sp. Garman.
Amblegapistis Regan (1).
Amblyopsis Eigenmann (3).
Ambassis boulengeri n. sp. Volz, — gymnocephalus Lac&p. Steindachner (1).
Amblyopus sumatranus n.sp. Volz.
Amblypristis cheops Dames Stromer.
Amia Allis (?), Zeriche (4), Wiedersheim, — calva Piper, Reighard (3),
Wiedersheim.
Amiurus nebulosus Haack.
Ammocoetes Gaskell, Lubosch, Vialleton, — branchialis Marenghi, Vialleton.
Ammodytes cicerelus Baf. Collett (1), — lanceolatus Lesauv. Collett (1), Lawer, —
tobianus L. Collet (1), Lawer.
Ampbhilius longirostris Gthr. Boulenger (3), — platychir Gthr. Günther.
Amphiprion Began (1). — bicinetus Horst, — clarkii Horst, — intermedius
Schleg. Horst, — percula Horst, — iunicatus Horst.
Amphioxus Cooper u. Punnet, Dogiel, Driesch, Goodrich, Kerr. — belcheri Gray
Cooper. — lanceolatus Boeke (4,5), Neidert u. Leiber.
Anabas maculatus Thomin. Beulenger (3), — pleurostigma n. sp. Boulenger (3).
Anableps anableps Hilgendert (3), tetrophthalmus Hilgenderf (1)
Anacyrtus alatus Stdr. Eigenmann (2)
IV. Pisces für 1903. 85
Anarrhichas Rennie, — lupus L. Laver.
Ancistrus eirrhosus dubius Figenmann u. Kennedy Eigenmann u. Kennedy (2).
Ancylodon Schinz. Gill.
Anguilla Garnier, Hay (2), Vaillant, — bostoniensis Le Sueur Clark, — chrisypa
Raf. Clark, Eigenmann u. Kennedy (1), — vulgaris Truton Blanchard, Forel,
Laver, Popta (1), Ninni. i
Angwllavus n. g. quadripinnis n.sp. Hay (2,3), — bathshebae n.sp. Hay (2, 3).
Anisistia n. g. notatus Schomb. Eigenmann (2).
Anisotremus scapularis Tsch. J. et Fesl. Steindachner (3).
Anodus latior Spix. Eigenmann u. Kennedy (2), — notatus Schomb. Eigenmann (2).
Anogmius altus Loomis Hay (1), — aratus Cope Hay (1), — evolutus Cope Hay (1)
— flavirostris Cope Hay (Il).
Anoplopterus longirostris Blgr. Boulenger (3).
Anostomus fasciatus Agassiz Eigenmann u. Kennedy (2), — nasutus Kner. Eigen-
mann (2).
Antermarius Regan (1), — argus n. sp. Fowler (1), — Zagus n. sp. Heller u. Snod-
grass, — fuberosus Cuv. Fowler (1).
Antherinichthys brasiliensis Quoy u. Gaim. Regan (4), — brasiliensis Günther
Regan (#), — sallei n. sp. Regan (4).
Antherinidae Began (4).
Anthias cooperi n. sp. Regan (1).
Antigonia rubescens Schlegel Starks (1).
Aosa 6ill (2).
Apeltes Starks (2).
Aphia pellucida Nardo (?) Bolivar.
Aphorista variegata ».sp. Gilchrist (2).
Aphyocarax alburnus Eigenmann u. Kennedy (2), — anisitsi n.sp. Eigenmann
u. Kennedy (2), — dentotus n. sp, Figenmann u. Kennedy (2), Lawer.
Apodes Laver.
Apogon atrodorsatus n.sp. Heller u. Snodgrass, — crassipes n.sp. Garman, —
nubilus n.sp. Garman, — queketti n. sp. Gilchrist (2).
Aprionodon frequens Dames Stromer.
Arbaciosa truncata n. sp. Heller u. Snodgrass.
Argentina 'silus Ascen. Collet (1), — sphyraena L. Collet (1).
Arges festae Blgr. Boulenger (8), — longifilis Stdr. Boulenger (8), — orientalis
n. sp. Bouienger (8), — peruanus Stdr. Boulenger (8), — prenadilla C. u. V.
Bouienger (8), — sabalo C. u. V. Bouienger (8), — taczanowskii Blgr. Bou-
ienger (8), — whymperi Blgr. Boulenger (8).
Argyropelecus aculeatus Cuv. u. Val. Colleti (1), — hemigymmus Cocco Collett (1),
— olfersii Cuv. Collett (1), Regan (12).
Arius dawieus Leriche (1).
Arnoglossus laterana Walb. Collett (1), Lawer.
Arthrodira Traquair (2).
Aspidonotus tractus n. sp. Fowler (1).
Asterolepis Jaekel (1).
Asterospondyli Jordan u. Fowler (2).
Astrape japonica Schlegel Jordan u. Fowler (2).
Asymmetron Tattersall (1), — lucayanum Cooper u. Punnet.
86 IV. Pisces für 1903.
Atherina Linn. Borsieri, Fowler (5), Regan (4), — boyeri C. V. Roule (1), — pres-
byter C. V. Roule (1), Lawer, — hepestus L. Fowler (5), Roule (1), — la-
custris C. Bp. Fowler (5), Roule (?), — riqueti L. R. Roule (2), — laticeps
Poey. Fowler (5), — sardinella n. sp. Fowler (5).
Atherinopsis regius (Humb.) Steind. Steindachner (3), — californiensis Giard
Fowler (5), — magdalenae n. sp. Fowler (5).
Atherinomurus nov. subgen. Fowler (5).
Auchenipterus nigripinnis Boulenger Eigenmann u. Kennedy (2).
Auchenoglanis ballayi Sauv. Boulenger (3), — guttatus Lönnberg Lönnberg (2),
— occidentalis C. u. V. Boulenger (1).
Aulostoma valentini Lacep. Starks (2).
Aulichthys japonicus Starks (2).
Aulolepis typus Agass. Woodward (1).
Aulorhynchus flavidus Gill. Starks (2).
Awaous guentheri n.sp. Regan (14).
Azurina eupalama n.sp. Heller u. Snodgrass.
Bagarius lica n.sp. Volz.
Baicalocottus n. g. (Cottus) greewingki Dyb. Berg, — comephoroides Berg Berg.
Balistapus aculeatus Linn. Fowler (1).
Balistes Fowler (1), Regan (1,2), — aculeatus Linn. Garman, — castaneus Rich.
Regan (3), — lupes Gronow Regan (%), — mauritanus n.sp. Regan (4), —
naufragium Jord. u. Starks Regan (3).
Barbatula Gill (2).
Barbus Regan (1), — amphigramma n.sp. Boulenger (7), — anema n.sp.
Boulenger (13), — batesi n. sp. Boulenger (3), — bowkeri Blgr. Boulenger
(3); — bymni Boulenger (3), — callensis Guichenot Giard (3), —
camptacanthus Blkr. Boulenger (1, 3), Günther, — erlangeri n. Sp.
Boulenger (17), — fluviatilis Agass. Audige, Pellegrin u. Glaize, —
guirali Thomin. Boulenger (3), — jacksoni Gthr. Hilgendorf u. Pappenheim,
— jae n.sp. Boulenger (12), — innocus Pfeff. Hilgendorf u. Pappenheim,
— kessleri Stdr. Boulenger (3), — lineomaculatus n. sp. Boulenger (%), —
lumiensis n. sp. Boulenger (%), — meridionalis Risso Pellegrin u. Gleize, —
miolepis n. sp. Boulenger (13), — radcliffii n. sp. Boulenger (9), — neglectus
n. sp. Boulenger (13), — nigeriensis n. sp. Agberi Boulenger (1), — paludinosus
Peters Boulenger (1%), — percivali n. sp. Boulenger (7), — potamoglanis Cope
Boulenger (3), — progenys n. sp. Boulenger (3), — stigmatotygus n. sp. Bou-
lenger (13), — faeniurus n. sp. Boulenger (3), — tanensis Boulenger (3), —
trispilus Bleek. Günther, — vinciguerraii Pfaef. Hilgendorf u. Pappenheim,
— vulgaris Flem. Laver.
Barilvus kingsleyae Blgr. Boulenger (3), — moorii Blgr. Hilgendorf u. Pappenheim,
— loati Blgr. Boulenger (1%), — niloticus Joannis Boulenger (1, 17), —
ubangensis Pellegr. Boulenger (3).
Basilichthys regia Humbold u. Valenciennes Fowler (5).
Bathygadus n. g. melanobranchus Vaill. Regan (9).
Bathysaurus Gthr. Regan (12).
Batoidei Jordan u. Fowler (2).
Batrachocottus n. g. (Cottus) baicalensis Gyb. Berg. Batrachus Sumner.
IV. Pisces für 1903. 87
Bdellostoma dombeyi Allis (4).
Bedotia n. g. madagascariensis n. sp. Regan (4).
Belone Barrett-Hamilton, Jordan u. Starks (1), Legros, Starks (2), — cornidi
Regan (12), — fluviatilis n. sp. Regan (14), — vulgaris Flem. Laver.
Belonorhynchidae Hay (2).
Berycidae Hay (2).
Beryx decadactylus Cuv. u. Val. Regan (12).
Biastoma lineata Linn. Fowler (4).
Biotodoma n.n. trifasciatus n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Biotoecus n.n. Eigenmann u. Kennedy (2).
Biwia zezera Ishikawa Jordan u. Fowler (5).
Blennius Fowler (1), — canescens n.sp. Garman, — gattorugine Bloch. Laver,
Regan (#2). — sanguinolentus Pall. Regan (12).
Bleekeria mitsukurii Jord. u. Everm. Jordan. — ocellaris L. Regan (12).
Bothriolepis Patten (2, 4), — leidyi Clarke, — minor Clarke.
Bothus maximus L. Collett (1), — rhombus L. Collett (1).
Boulengerella n. g. lateristriga Blgr. Eigenmann (2).
Box lineatus Bgr. Steindachner (1), — vulgaris Cuv. u. Val. Regan (12), South-
well.
Brachaluteres baueri Rich. Waite (2).
Brachiostoma Tattersall. — lanceolatum Neidert u. Leiber.
Brama raüi Bl. Regan (12).
Brachypleura Regan (1).
Branchiostomum pelagieum Gthr. Cooper, Cooper u. Punnet.
Bregmaceros Regan (9).
Brosme brosme Ascan. Collett (1).
Brosmius Regan (9).
Brycon hiarlii Cuv. u. Val. Eigenmann u. Kennedy (2), — labiatus Stdr. Eigen-
mann (2), — orthotaenia Eigenmann (2).
Bryconaethiops mierostoma Gthr. Boulenger (3).
Bryconodon n. g. orthotaenia Eigenmann (2).
Bunocephalus rugosus n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Calamus bajonado Schneider Fowler (3).
Callichthys Gil (2), — callichthys haemaphractus Hensel Eigenmann u. Kennedy (2).
Callionymus Regan (1), — altivelis Schlegel Jordan u. Fowler (1), — beniteguri
Jordan u. Snyder Jordan u. Fowler (1), — calliste n. sp. Jordan u. Fowler (1),
— doryssus n. sp. Jordan u. Fowler(1), — flagris n. sp. Jordan u. Fowier (1),
— hyguenii Bleeker Jordan u. Fowler (1), — lunatus Schl. Jordan u. Fowler
(1), — Iyra L. Lawer, — valenciennese Schlegel Jordan u. Fowler (1), —
variegatus Schlegel Jordan u. Fowler (H), — virginis n. sp. Jordan u.
Fowler (1).
Calliurichthys n. g. japonicus Houtt. Jordan u. Fowler (1).
Callorhynchus Fürbringer, K., — antarcticus Schauinsland.
Campodus variabilis New. u. Wort. Eastman (2), — scitulus St. J. u. W. East-
man (2).
Campogramma n.g. vadıgo Risso Regan (13).
Campostoma anomalum Lacepede Bean (1), Reighard (2).
Cantharus lineatus Fleming Meek (3).
88 IV. Pisces für 1903.
Carangidae Hay (2%), Fowler (3), Regan (4).
Caranz bockhi Kramb. &orjanowie- Kramberger, — dentex Bl. Schn. Regan (12),
— parasiticus n.sp. Garman, — regularis n.sp. Garman, — trachurus L.
Regan (12).
Carassius Tuliberg, Parker (2), Nusbaum (2), — auratus L. Forel, Jordan u. Fowler
(5).
Carcharias sp. Priem, Eastman (1), — glaucus Steinhard, — japonicus
Schlegel Jordan u. Fowler (2).
Carcharodon Bastman (I), — auriculatus Blainv. Priem, — carcharias L.
Jordan u. Fowler (2), — rondeletii Schnee (1).
Catopterus sp. Eaton.
Catosteomus Gill (1), — nigricans Le Sueur Bean (1).
Caturus terraconensis n. sp. Rowntree.
Caproidae Starks (1).
Caprios aper Lac. Regan (12).
Celorhynchus sp. Priem.
Centrina Fürbringer, K.
Centriscus Starks (2).
Centrobranchus n. g. choerocephalus n. sp. Fowler (7).
Centrolabrus trutta Lowe Regan (12).
Centrolophus niger Gm. Holt u. Byrne (3), Regan (12), — pompilus L. Lawer.
Centronotus grunellus L. Lawer.
Centropogon Gthr. Douglas Ogilby.
Centropomus atridorsalis n. sp. Regan (14).
Centrophorus Brinkmann, Fürbringer, K. sp. Steinhard.
Centroseyllium ritteri n.sp. Jordan u. Fowler (2).
Cephalacanthus spinarella Linn. Fowler (1), — volitans L. Fowler (8).
Cephalaspis Jaekel (2%), Leriche (3), Patten (1,3, 4).
Cephalochorda Tattersall (2).
Cephaloptera Fürbringer, M., — massenoidea Hill Gill (6).
Cephaloscyllium umbratile n.sp. Jordan u. Fowler (2).
Cepola schlegeli Bleeker Jordan u. Fowler (3).
Ceratobatis robertsii Boul. Gill (6).
Ceratodus forsteri Bluntschli, Neumayer.
Cestracion Eastman (2), Fürbringer, K., — galeatus Helbing, Schnee (1), —
philippi Helbing, Schnee (1).
Cetorinus maximus Gunner Jordan u. Fowler (2).
Chaetodon Starks (1), — eques n. sp. Steindachner (2), — howensis n. sp. Waite (3),
— ocellatus Bean (2), — striatus Bean (2). — trifasciatus M. P. var. arabica
Steindachner (1).
Chaetostomus anomalus n. sp. Regan (10). — microps Günther Regan (10).
Chaleinus angulatus curtus Garman Eigenmann u. Kennedy (2).
Champsodon Regan (1).
Chanos gardineri n.sp. Regan (1).
Characinidae Boulenger (1, 3, 1%), Rowntree.
Characinus gibbosus Linn. Eigenmann u. Kennedy (2), — squamosus n. sp. Eigen-
mann u. Kennedy (2).
IV. Pisces für 1903. 89
Charitosomus hakelensis Davis Hay (2).
Chasmias Jord. u. Snyd. Jordan.
Chasmodes maculipinna n.sp. Regan (14).
Cheilichthys testudineus Linn. Fowler (3, 4).
Cheilinus Regan (1).
Cheilodipterus affinis Vaillant (2).
Cheirodon annae n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2), — insignis Steindachner
Eigenmann u. Kennedy (2), — interruptus Jenyns. Eigenmann u. Kennedy (2).
Cheirodus orbicularis Newb. a. W. Eastman (2).
Chenogaster holmbergi Lahille.
Chiasmichthys n.n. gulosus Guichenot Jordan.
Chilodactylus monodactylus Carm. Gthr. Steindachner (3).
Chiloglanis brevibarbis Blgr. Boulenger (17), — deckenii Peters Boulenger (17),
— niloticus Blgr. Boulenger (1%), — modjensis Blgr. Boulenger (17).
Chilomycterus schoepfi Parker (2).
Chiloseyllium indicum Gmel. Jordan u. Fowler (2).
Chimaera Fürbringer, K., Wallace, — colliei Dean (1), — monstrosa Stephan (2),
— phantasma Jordan u. Snyder Jordan u. Snyder (2).
Chimaeroidei Jordan u. Fowler (2).
Chirocentrus dorab Forsk. Woodward (1).
Chirodon agassizii Stdr. Eigenmann (2), — pequwira Stdr. Eigenmann (2).
Chirolephis Rennie.
Chirolophius n.g. uresii Günther Regan (7), — moseleyi n.sp. Regan (7), —
murrayi n.sp. Regan (7), — naressii Gthr. Regan (7).
Chironemus bicornis Steind. Steindachner (3).
Chlamydoselachus Fürbringer, K., — anguineus Garm. Jordan u. Fowler (2).
Chlamidoselachidae Fürbringer, K.
Chomatodus arcuatus St. John Hastman (2%). — inconstans St. J. a. W.
Eastman (2).
Chondropterigiae Fürbringer, K., Lawer.
Chorinemus C. u. V. Regan (4).
Chromis Fließbach, Gill (10), — busumanus n.sp. Günther. — crusma C. V.
Steindachner (3), — discolor n. sp. Günther, — multicolor Schöll. Engmann,
Hilgendorf (2), — multifasciatus n.sp. Günther, — multicolor n.sp. Schoeller.
Chrysichthys buettikoferi Stdr. Assay. Boulenger (1), — walkeri Gthr. Günther,
— lagoensis Gthr. Günther.
Chrysophrys berda Forsk. Steindachner (1), — intermedius n. sp. Gojanovic-
Kramberger.
Cichlasoma labridens n. sp. Pellegrin (1).
Cichlidae Boulenger (1, 3, 1%), Eigenmann u. Kennedy (2), Fowler (4)
Cirrhichtys Regan (1).
Citharidium ansorgüi Blgr. Boulenger (1), — geoffroyi Cuv. Boulenger (1).
Citharichthys spilopterus Gthr. Boulenger (1).
Oladodontidae Eastman (2).
Oladodus occidentalis Leidy Eastman (2), — knightianus Cope Eastman (2).
Clarias Allis (2), — bythipogon Sauvage Lönnberg (2), — carsonü n.sp. Bou-
lenger (11), — kingsleyae n.sp. Günther, — lazera C. u. V. Boulenger (1),
90 IV. Pisces für 1903.
— dliberiensis Stdr. Boulenger (3), — mossambicus Ptrs. Hilgendorf u.
Pappenheim, — pachynema n. sp. Boulenger (1%). — robecchii Vincig.
Boulenger (1%).
Chrysobagrus longipinnis Blgr. Boulenger (3).
Clarotes laticeps Rüpp. Boulenger (1).
Olinus labrisomus philippi Steind. Regan (1), Steindachner (3).
Clupea Boulenger (1), — alosa Cuv. Loewe, Meek (3), — Lawer, — finta Cuv.
Lawer, — harengus L. Giard (1), Lawer, — pilchardus L. Lawer, — sprattus L.
Lawer, — hungarica n.sp. Gorjanovic- Kramberger, — maderensis Lowe
Regan (12).
Cobitis Gill (2), Jordan u. Fowler (4), — annectus Forel, — barbatula L. Forel,
— exiguus Forel, — fossilis -Nußbaum (2), — taenia L. Jordan u. Fowler (4),
— wartmanni Forel.
Coccodus insignis n. sp. Hay (2, 3), — lindstroemi Davis Hay (2).
Coccosteus Allis (2), Jaekel (1), — angustus Traqg. Traquair (2, 3).
Cochliodon Eastman (2), — cochliodon Kner. Eigenmann u. Kennedy (2).
Cocotropus Regan (1), altipinnis n. sp. Waite (2).
Coelacanthus exiguus Eastm. BEastman (2), — robustus Newb. Eastman (%2), —
summiti n. sp. Wellburn.
Coelodus gasperinii n.sp. Gorjanovic- Kramberger.
Coilia polyfilis n.sp. Volz.
Colabias saira Brevoort. Jordan u. Starks (1), Starks (2).
Colossoma brachypomus Cuv. Eigenmann u. Kennedy (2), — oculus Cope Eigen-
mann (2).
Colylopus cocoensis n.sp. Heller u. Snodgrass.
Comeria Gill (5).
Conger Allis (3), — balearicus Faceiola, — vulgaris Cuv. Lawer, Regan (12).
Conodon plumieri Bloch. Fowler (4).
Cottunculus brephocephalus n.sp. Jordan u. Starks (2), — microps Jordan u.
Starks (2), — thompsoni Jordan u. Starks (2).
Cottus bubalis Euphr. Lawer, — gobio L. Forel, Berg, — groenlandicus Cuv. u. Val.
Lawer, — ictalops Rafinesque Bean (1), — kuznetzovi n. sp. Berg, — nikolskii
Berg Berg, — quadricornis L. Lawer, Schneider (1), — scorpius L. Laver.
Coregonus Forel, — acronius Forel, — albula L. Collett (1), — albus Forel, —
asperi Forel, — coeruleus Fatio Nüßlin (2), — fera Jurine Forel, — generosus
Pet. Forel, — hiemalis Forel, — lacustris Nüßlin (2), — lavaretus L. Collett (1),
De Lesseux, — macrophthalmus Klunzinger (1), Nüsslin (1, 2%), — nuesslini
Fatio Nüßlin (2), — oxyrhynchus L. Collett (1), Lawer, — schinzi Forel, —
wartmanni Bloch Collett (1), Nüßlin (2).
Coris julis L. Regan (12), — giofredi Risso Regan (12), — picta Bl. Schn.( ?)
Waite (2).
Corvina crawfordi n. sp. Regan (14).
Corvula eurymesops n. sp. Heller u. Snodgrass.
Corynus unitaeniatus n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Coryphaenoides Regan (9).
Cottocomephorus Pellgr. Berg.
Crenieichla geayi n. sp. Pellegrin (1), — lepidota Heckel Eigenmann u. Kennedy (2),
IV. Pisces für 1903. 91
— multispinosa n. sp. Pellegrin (1), — saxatılis Linn. Eigenmann u. Kennedy(2)
— vaillanti n. sp. Pellegrin (1).
Orenilabrus melops Linn. Lawer.
Cromeria nilotica Blgr. Gill (5), Swinnerton.
Crossopterygii Eastman (2).
Crossorhinus Sehnee (1).
Ctenacanthus amblyziphias Cope Eastman (2).
Ctenodus sp. Eastman (?).
Otenothrissa microcephala Agass. Woodward (1), — radıans Agass. Woodward (1),
— signifer n. sp. Hay (2, 3).
Otenoptychius occidentalis St. John u. Worthen. Eastman (2).
Curimatella alburnus australe var. nov. Eigenmann u. Kennedy (2).
Curimatus bimaculatus Steindachner Eigenmann u. Kennedy (2), — elegans para-
guayensis var. nov. Eigenmann u. Kennedy (2%), — gilberti Quoy and Gaimard
Eigenmann u. Kennedy (2), — gillii n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2), —
nasus Steindachner Eigenmann u. Kennedy (2).
Cyathaspis Jaekel (2), Leriche (3), Patten (2).
Cybium immaculatum Cuv. u. Val. Regan (4).
Cycloides inscisus Leriche (1).
Cyclostomata Lawer, Studnicka (1).
C'yclopterus Jordan u. Starks (2), Rennie, — /umpus L. Lawer, Thilo.
Cynodon vulpinus Spix. Eigenmann u. Kennedy (2).
O'ynicoglossus microcephalus Don. Collett (1).
Cynoglossus Regan (1), — senegalensis Kamp. Degama Boulenger (1).
Cynopotamus biserialis Garm. Eigenmann (2).
Cyttopsis Boulenger (2%), — itea Jord. u. Fowl. Jordan.
Cyttus Boulenger (2).
ÖOyprinidae Boulenger (1, 3, 1%), Jaeger, Jordan u. Fowler (5), Zander.
Cyprynodontidae Boulenger (1, 3, 17).
Cyprinus Legros, — Tuliberg, — auratus L. Lawer, — blicca Thilo, — carassius L.
Lawer, — carpio L. Forel, Jordan u. Fowler (5), Lawer, Nußbaum (2), —
elatus Bonap. Forel, — hungaricus Heckel u. Kner. Forel, — nudus Bloch.
Forel, — regina Bonap. Ferel, — rex cyprinorum Bloch. Forel.
Cypselurus californicus Starks (2), — agoo Starks (%), — poecilopterus
Cuv. u. Val. Jordan u. Starks (1), — hirundo Steindachner Jordan u. Starks (1).
Dalatias licha Bonnaterre Jordan u. Fowler (2).
Dascyllus aruanus Linn. Regan (1), &arman.
Dasyatis akajei Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2), — gerrardi Gray Jordan
u. Fowler (2), — kahlii Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2), — zugei Müller
Henle Jordan u. Fowler (2).
Deania eglantina Jordan u. Snyder Jordan u. Fowler (2).
Deltodus angularis New. a. Wort. Eastmann (2), — spatulatus Newb. a. Wort.
Eastman (2), — occidentalis Leidy Eastman (2), — costatus Newb. a. Wort.
Eastman (2), — contortus S. J. u. W. Eastman (2).
Dentex lineopunctatus n. sp. Boulenger (5).
Dercetis Hay (1, 2), — latisculatus n. sp. Woodward (1), — limhamnensis Davis
Woodward (3), — mazimus n. sp. Woodward (1).
92 IV. Pisces für 1903.
Diagramma calvifrons Cuv. u. Val. Regan (4).
Dinichthys halmodeus Clarke, — lincolni Clarke, — newherryi Clarke.
Dinoperca queketti n. sp. Boulenger (5).
Diodontidae Regan (2).
Diplectrum formosum Linn. Fowler (3).
Diplomystus brevissimus Hay (3).
Dipnoi Eastman (%), Wiedersheim.
Discobatus sinensis Bloch u. Schneider Jordan u. Fowler (2).
Discognathus blanfordii Blgr. Boulenger (1%), — dembeensis Rüpp. Boulenger (17),
— johnstonii Blgr. Boulenger (1%), — makiensis n. sp. Boulenger (17), —
quadrimaculatus Rüpp. Boulenger (1%), — vinciguerrae Blgr. Boulenger (17).
Distichodus brevipinnis Gthr. Boulenger (1), — engycephalus Gthr. Boulenger (1),
— notospilus Gshr. Boulenger (3), — rostratus Gthr. Boulenger (1).
Dolichorhynchus indicus Willey Cooper.
Doras costatus Linn. Eigenmann u. Kennedy (2), — maculatus Val. Eigenmann
u. Kennedy (2), — nebulosus n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Doryichthys multiannulatus n. sp. Regan (4).
Draconetta xzenica n. sp. Jordan u. Fowler (1).
Drenaspis gemündenensis Schlüter Traquair (2, 3).
Echeneis alba-cauda Mitchell Fowler (3), — brachyptera Lowe Regan (12), —
lineata Menzies Regan (12).
Echinorhinus spinosus Kyle (1).
Echidna catenata Bean (2).
Echinorhinus Fürbringer, K, — spinosus Helbing.
Edestus Eastman (5).
Eigenmannia virescens Val. Eigenmann u. Kennedy (2).
Elasmobranchii Bastman (2), Herrick.
Elasmodus Leriche (1).
Eleonichthys obliquus n. sp. Wellburn.
Eleotris büttikoferi Steindachner Lönnberg (2%), — pectoralis n.sp. Began (4),
— tubularis n. sp. Heller u. Snodgrass.
Elixis nikkonis Jordan u. Fowler Jerdan u. Fowler (4).
Elomichthys disjunctus Eastm. Bastman (2), — hypsilepis Hay. Bastman (2),
— peltigerus Newb. Eastman (2), — perpennatus Eastm. Eastman (2).
Elopidae Hay (1,2).
Elopopsis Bayer. R
Embolichthys n. g. mitsukurii Jord. u. Everm. Jordan.
Enchelion n.g. montium n.sp. Hay (2, 3).
Encheliophis jordani n.sp. Heller u. Snodgrass.
Encheliidae n. fam. Hay (2).
Enchelurus anglicus Woodw. Woodward (1).
Enchodontidae Hay (1, 2).
Enchodus lewesiensis Mantell. Woodward (1), — longipinnatus n. sp. Gorjanovic-
Kramberger, — marchesettii Kramberger Hay (2), — pulchellus Woodw.
Woodward (t), — ferox Leidy Hay (1), — petrosus Cope Hay (1), — dolichus
Cope Hay (1), — tetraecus Cope Hay (1), — gladiolus Cope Hay (1), — saevus
n. sp. Hay (1).
Engraulis encrasicholus L. Laver.
IV. Pisces für 1903. 95
Epinephelus grammatophorus n. sp. Boulenger (5), — albomarginatus n. sp. Bou-
lenger (5), — andersoni n. sp. Boulenger (5), — leai D. Og. Douglas Ogilby,
— merra Bloch Garman, — rivulatus C. u. V. Steindaehner (1), — Regan (}).
Equula Regan (4).
Erismacanthus formosus Eastm. Eastman (2).
Erythrinidae Gill (4), Moser.
Etheostoma arcus-celestis n. sp. Crevecoeur, — lepidum B.u. G. Cockerell.
Etmopterus lucifer Jordan u. Snyder Jordan u. Fowler (2).
Esox Forel, Gregori, Legros, Zander, — barracauda Walbaum Fowler (6), — lucius
L. Laver, Collett (1), Forel.
Eucalia Starks (2).
Eubiodectes n. g. libanicus Pict. a. Humb. Hay (2).
Eueinostomus harengulus Goode u. Bean Fowler (3).
Eupomotis gibbosus L. Forel.
Eurylepis sp. Eastman (2).
Euteropius mentalis Bouleng. Günther, — congensis Gthr. Günther, — niloticus
Rüpp. Boulenger (k).
Eutyx (nahe Grammonus) diagrammus n.sp. Heller u. Snodgrass.
Evermannella n. g. biserialis Garm. Eigenmann (2).
Evolantia u. g. micropterus C. u. V. Heller u. Snodgrass.
Exoecoelus Barreit-Hamilten, Jordan u. Starks (1), Eegros, Schnee (2), Starks (2).
— Jineatus Valenc. Steindachner (3), — micropterus Heller u. Smodgrass,
— salvelinus Sumner, — socotranus a. sp. Steindachner (1), — volitans L.
©oileit (1).
Exonanies brachycephalus Gthr. Jordan u. Starks (1).
Felichthys marinus Mitchill Fowler (4).
Fissodus inaequalis St. John u. Woodw. Eastman (2), — dentatus n.sp. East-
man (2).
Fistularia petimba Lacep Starks (2).
Fistulariidae Starks (2).
Fluvidraco n.g. ransonnettii Steindachner Jordan u. Fowier (6), — nudiceps
Sauvage Jordan u. Fowler (6).
Fundulus Parker (2), Sumner, — gularis Blgr. Boulenger (i), — heterochytus
Brown, — heieroclitus Parker (2), — loenbergii n. sp. Boulenger (12),
— majalis Walbaum Parker (1), — (?) paraguayensis n.sp. Eigenmann
u. Kennedy (2).
Gadomus n. g. longifilis Goode u. Bean KRegan (9).
Gadus Regan (9), — aeglefinus Brown, Collett (1), Duge, Lawer, — argenteus Guich.
Collett (1), — esmarkiüt Nilos. Colleti (1), — leucus Tims, — luscus Lawer,
— macrocephalus Lawer, — merlangus Brown, Coliett (1), Lawer, — minutus L.
Colleti (1), Lawer, — morrhua Brown, Collett (1), Lawer, Parker (1), Tims,
— pollachius &ollett (1), Lawer, — pollarchus Tims, — poutassou Risso Collett
(1), — saida Camerano, — virens L. Collett (1), Tims.
Gaidroptarus cimbrius L. Collett (1), — mustela L. Collett (E), — septemtrionalis
Coll. Collett (1), — argenteolus Mont. Collett (1).
Galaxidae Gill (5), Swinnerton.
Galaxias attenuatus Swinnerton.
Galeagra n.g. pammelas n. sp. Heiler u. Snodgrass.
94 IV. Pisces für 1903.
Galeocerdo Schnee (1), — latidens Ag. Stromer, Priem, — minor Ag. Priem, —
itriginus Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2).
Galeorhinus japonicus Müll. u. Henle ? Steinhard.
Galeus canis Cavalie, Quix, — japonicus Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2),
— vulgaris Flem. Meek (3), Lawer.
Ganoidae Herrick, Lawer, Wiedersheim.
Gasterosteidae Starks (2).
Gasterosteus aculeatus Siedlecki (1), Lawer, — pungitius L. Lawer, — spinachia L.
Lawer, — cataphractus Pall. Starks (2).
Gasteropelecus stellatus Kner. Eigenmann u. Kennedy (2).
Gasteropterus archaeus Cope Fowler (5).
Gazza Regan (4).
Gemündina n.g. stürtzi n. sp. Traquair (2, 3).
Genypterus australis Casteln. Regan (11), — blacodes Bl. Schn. Delfin (1), Regan
(11), — brasiliensis n. sp. Regan (4), — capensis Smith Regan (11), — chilensis
Guichen. Delfin (1), Regan (11), — maculatus Tschudi Regan (11), — miecro-
stomus n. sp. Regan (11), — tigerinus Klunz. Regan (11).
Geophagus camopiensis n.sp. Pellegrin (1), — duodecimspinosum Boulenger
Eigenmann u. Kennedy (2), — pappaterra Heckel Eigenmann u. Kennedy (2).
@Gephyrochromis linelli n. sp. Lönnberg (2).
Gerres Fowler (3), Regan (4), — azillaris Günther Regan (4), — brevimanus
Günther Regan (4), — lineatus Humboldt Regan (4), — maldivensis n. Sp.
Regan (1), — mexicanus Steindachner Regan (4), — patao Poey Regan (4),
— plumieri Cuv. u. Val. Regan (4), — soccotramus Stdr. Steindachner (1).
Gübertella n.g. alatus Stdr. Eigenmann (2).
Güinglymostoma blankenhorni n.sp. Stromer, — trilobata Leriche (1).
Girardinus zonatus n, sp. Schreiner u. Miranda Ribeiro.
Giton fasciatus Pallas Eigenmann u. Kennedy (2).
rlottis Wiedersheim.
ılyphidodon uniocellatus Q. G. Garman.
Glyptocephalus eynoglossus L. Collett (1), Holt u. Byrne (2).
Gnathonemus cyprinoides L. Boulenger (1), — petersii Gthr. Boulenger (1).
Gnathopogon elongatus Schlegel Jordan u. Fowler (5), — gracilis Schlegel Jordan
u. Fowler (5).
Gobiesox sanguineus M. Tr. Steindachner (3).
Gobio fluviatilis L. Forel, Lawer.
Gobioides totoyensis n. sp. Garman.
robiodon atrangulatus n.sp. Garman.
Gobius Boulenger (1), Tulilberg, — arabicus Gm. Steindaehner (1), — atrielypeus
n. sp. Garman, — capito C. u. V. Pickard-Cambridge (2), — fluviatilis
Bonelli Klunzinger (2), — friesii Coll. (?) Meek (2), — gülberti n. sp.
Heller u. Snodgrass, — qguentheri n.sp. Regan (14), — guineensis Peters
Boulenger (1), — maderensis Cuv. u. Val. Regan (12), — minutus Gmel.
Lawer, — nigri Gthr. Boulenger (1), — niger L. Pickard-Cambridge, —
oeneotuscus var. gwineensis Peters Boulenger (1), — paganellus L. Piekard-
Cambridge. — rhizophora n. sp. Heller u. Snodgrass. — ruthensparri Euphr.
Lawer, — schlegelii Gthr. Boulenger (I), — waitii n. sp. Garman, —
Regan (1).
IV. Pisces für 1903. 95
Gonorhynchidae Hay (2).
Grammicolepis Boulenger (2).
Graviceps n. g. elegans Stdr. Fowler.
Gurami Melnikoff.
Gymnallabes typus Gthr. Boulenger (1).
Gymnarchus niloticus Cuv. Boulenger (1).
Gymnocharacinus n.g. bergii n.sp. Steindachner (2).
Gymnodontes Regan (2).
Gymnomuraena brevicauda n. sp. Regan (4).
Gymnothorax nebulosus Ahl. Garman, — pictus Ahl. Garman.
G'yracanthides Woodward (3).
Hadropterus evermanni n. sp. Moenkhaus.
Haemulidae Rowier (3, 4).
Haemulon seiurus Shaw. Fowler (3), — plumierii Lac&pede Fowler (3).
Halaeurus burgeri Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2).
Halargyreus Regan (9).
Haloporphyrus Began (9).
Haplochilus antinorii Vineig. Boulenger (1%), — atripinna Pfeff. Hilgendori
u. Pappenheim, — cameronensis n. sp. Boulenger (1%), — elegans Blgr. Bou-
ienger (3), — infrafasciatus Gthr. Lönnberg (2), — peruanus n. sp. Regan (14),
— sexfasciatus Gill. Boulenger (3), — spilauchen A. Dum. Boulenger (1),
Günther, — infrafasciatus Gthr. Günther.
Haplomi Lawer.
Haplosternum pectoralis Boulenger Eigenmann u. Kennedy (2), — littorale Han-
cock Eigenmann u. Kennedy (2).
Heliases erusma C. V. Steindachner (3).
Helodus incisus n. sp. Eastman (2), — rugosus New. a. Wort. BEasiman (2).
Hemibarbus barbus Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Hemibranchi Gill (8).
Hemiexocoetus Barrett-Hamilton.
Hemigrammus melasopterus n.sp. Figenmann u. Kennedy (2), — lutkeni Bou-
lenger Eigenmann u. Kennedy (2), — kennedyi Eigenmann n. sp. Eigenmann
u. Kennedy (2).
Hemiodus orthonops n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Hemipristis Bastman (1).
Hemirhamphus Barreti-Hamilton, Starks (2), — laticeps Günth. Garman.
Hemiserubim platyrhynchos Cuv. u. Val. Eigenmann u. Kennedy (2).
Heniochus diphreustes n. sp. Jordan.
Heptanchus Brinkmann, Fürbringer, K., — cinereus Steinhard.
Heptranchias deani Jordan u. Starks Jordan u. Fowler (2).
Heros labridens n. sp. Pellegrin (1), — octofasciatus n. sp. Regan (4), — teporatus
n. sp. Fowler (2), — urophthalmus Günther Fowler (4), — 6ill (10).
Heterobranchus isopterus Blkr. &ünther, — senegalensis C. u. V. Boulenger (1).
Heterodontus japonicus Dumeril Jordan u. Fowler (2).
Heteropleuron cinghalense Kir. Cooper, — maldivense Cooper u. Punnet.
Heterostraci Traquair (2).
Hexagrammus aburaco n. sp. Jordan u. Starks (3), — oclogrammus Pallas Jordan
96 IV. Pisces für 1903.
u. Starks (3), — otakii Jordan u. Starks Jordan u. Starks (3), — lagocephalus
Pallas Jordan u. Starks (3).
Hexanchus Rürbringer, K., — griseus Greil (1).
Hippocampus Srdinko, — antiquorum Leach. Lawer, — guttulatus Began (12).
Hippoglossus Rennie, — hippoglossus L. Collett (1), — limandoides Bloch. Lawer,
— platessoides Fabr. Colleit (1), — vulgaris Flem. Kyle (1), Lawer.
Histiopterus Waite (3), — labiosus Günther Waite (4), — recurvirostris Rich.
Waite (3, 4).
Holacanthus Starks (1).
Holeolepis attenuatus Davis Hay (2).
Holocephali Jordan u. Fowler (2).
Holoptychius halli Clarke.
Holoprion n. g. agassizii Stdr. Eigenmann (2).
Holoshesthes n. g. pequira Stdr. Eigenmann (2).
Homacanthus delicatulus n. sp. Bastman (2), — acinaciformis n.sp. Eastman (2).
Homea burgeri Dean (2), — polytrema Dean (1), — stouti Dean (2).
Hoplias Gill (4).
Hoplopteryx Bayer.
Hoplostethus mediterraneus Cuv. u. Val. Regan (12), — Supino.
Hunsrückia n.g. problematica n.sp. Traquair (2).
Hybopsis kentuckiensis Rafinesque Bean (1).
Hydrocyon forskalii Cuv. Assay Boulenger (1), — hepsetus Cuv. Eigenmann (2),
Eigenmann u. Kennedy (2), — lineatus Schleg. Günther.
Hymenocephalus Regan (9).
Hymenophysa curta Schlegel Jordan u. Fowler (4).
Hyperopisus bebe Lacep. Boulenger (1).
Hypoplectrodes armatus (Castelm.) Waite Douglas Ogilby.
Hypopomus brevirostris Stdr. Eigenmann u. Kennedy (2), — thoracatum Günther
Eigenmann u. Kennedy (2).
Hyporhamphus sajori Schlegel Jordan u. Starks (1), — kurumeus n. sp. Jordan
u. Starks (1), — japonicus Brevoort Jordan u. Starks (1), — unifasciatus
Starks (2).
Janassa maxima n.sp. Bastman (2), — unguicula n. sp. Eastman (2).
Ichthyocampus sp. Garman, Regan (1).
Ichthyodectes anaides Cope Hay (1, 2%), — multidentatus Cope Gillicus Hay (1), —
libanicus Hay (3), — minor Woodward (1).
Ichthyodorulites Mariani.
Iherinichthys labrosus Kröger Bigenmann u. Kennedy (2).
Joturus pichardi Poey Fowler (6).
Iridio bivittatus Bloch. Fowler (3).
Isacia conceptionis ©. V. J. et Fesl. Steindachner (3).
Ischikania steenackeri Sauvage Jordan u. Fowler (5).
Ischiodus Bayer.
Ischnomembras n. g. gabunensis n. sp. Fowler (5).
Isichthys henryi Gill. Boulenger (3), Lönnberg (2).
Isistius brasiliensis Leydig.
Isopisthus analis Jenyns Steindachner (3).
Isuropsis glauca Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2).
IV. Pisces für 1903. 97
Julis pavo Hasselqu. Regan (1, 12).
Kneria Gill (5), — angolensis Stdr. Gill (5), — spekiüi Gthr. Gill (5).
Labeo Boulenger (3), — annectens n. sp. Boulenger (3, 10), — altivelis Ptrs. Bou-
lenger (10), — barbatus Blgr. Boulenger (10), — brachypoma Gthr. Bou-
lenger (10), Günther, — capensis Smith Boulenger (10), — coubie Rüpp.
Boulenger (10), — congoro Peters Boulenger (10), — cylindricus Peters
Boulenger (10, 1%), — cyclorhynchus Blgr. Boulenger (10), — darlinge Blegr.
Boulenger (10), — falcifer Blgr. Boulenger (10), — falcipinnis Bler. Bou-
lenger (10), — forskalii Rüpp. Boulenger (10), — gregorii Gthr. Boulenger (10),
— grenii Blgr. Boulenger (10), — horie Heck. Boulenger (10), — kirkii Bier.
Boulenger (10), — lineatus Blgr. Boulenger (10), — longipinnis Blgr. Bou-
lenger (10), — lukulae Blgr. Boulenger (10), — macrostoma Blgr. Boulenger
(10), — mesops Gthr. Boulenger (16), — nasus Blgr. Boulenger (10), — neu-
manni n.sp. Boulenger (1%), — niloticus Forsk. Boulenger (10), — parvus
Blgr. Boulenger (3, 10), — rosae Stdr. Boulenger (10), — selti C.u.V.
Boulenger (1), — senegalensis C. u. V. Boulenger (1, 10), — steindachneri
Pfeff. Bouienger (10), — umbratus Smith Boulenger (10), — velifer Blegr.
Boulenger (10), — victorianus Blgr. Boulenger (10), — victorianus fuelleborni
n. subsp. Hilgendorf u. Pappenheim, — walkeri n. sp. Günther.
Labirynthici Melnikoff.
Labridae Fowler (3).
Labroides Regan (1).
Labrus maculatus Lawer, — miztus L. Regan (12).
Labrodon multidens Münst. De Alessandri.
Lactophrys triqueter Bean (2).
Laemargus Fürbringer, K., Leydig, — borealis Helbing, — rostratus Helbing.
Laemonemodes n. g. (nahe Laemonema) conpressicauda n. sp. Gilehrist (2).
Lagodon rhomboides Linn. Fowler (3).
Lahilliella n. subg. nasutus Kner. Eigenmann (2).
Lamna cornubica Gmelin Jordan u. Fowler (2), Lawer, — crassidens Ag. Priem,
— denticulata Ag. Priem, — macrota Ag. Priem, Stromer, — tarnocziensis
n.sp. Koch, — verticalis Ag. Priem, — vincenti Winkler Priem, Leriche,
Eastman (1), Hay (2).
Lampreta wilderi Reighard (1).
Lampris Gil (1).
Lamprologus mocquardi n. sp. Pellegrin (2).
Lateolabrax japonicus C.u.V. Higurashi.
Lates croaticus n. sp, Gorjanovie - Kramberger, — niloticus Boulenger (1),
Loret u. Gaillard.
Latilus sinensis Lac&p. Higurashi.
Leiocassis longirostris Günther Jordan u. Fowler (6).
Lepadogaster bimaculatus Penn. Guitel, Lawer, — candollii Guitel, — gouanii
Guitel, — microcephalus Guitel, — wildenowii Guitel.
Lepidopus caudatus Euphrasen. Regan (12).
Jepidorhinus foliaceus Günther Jordan u. Fowler (2).
Lepidorhombus megastoma Donov. Meek (3), — whiff-jagonis Walb. Collett (1).
Arch. f, Naturgesch, 72. Jahre. 1906, Bd, II. T.1. (1Y.) 7
98 IV. Pisces für 1903.
Lepidosiren Bryce, Kerr.
Lepidosirendae Boulenger (1).
Lepisoma jenkinsi n. sp. Heller u. Snodgrass.
Lepidosteus Leriche (1), — osseus Eyeleshymer, Wiedersheim.
Lepidotus ilergetis n. sp. Sauvage.
Lepomis auritus Sprenger, — gibbosus L. Forel, — megalotis Sprenger.
Leporinus conirostris Steindachner Eigenmann u. Kennedy (2), — hypselonotus
Günther Eigenmann u. Kennedy (2).
Leptocardii Lönnberg (1).
Leptocephalus amphioxus Eigenmann u. Kennedy (1), — conger (morrisüi Scopoli)
Eigenmann u. Kennedy (1), — diptychus Eigenmann u. Kennedy (1), — discus
Eigenmann u. Kennedy (1), — gili: Eigenmann u. Kennedy (1), — güberti
Eigenmann u. Kennedy (1), — grassii Eigenmann u. Kennedy (1), — humilis
Stroemann Eigenmann u. Kennedy (I), — latus Eigenmann u. Kennedy (I),
— mucronatus Eigenmann u. Kennedy (1), Eigenmann (I), — sitroemannii
Eigenmann u. Kennedy (1), — taenia Faeciola.
Leptoscopidae Jordan.
Leptosomus nasutulus Cope Hay (1), — lineatus Cope Hay (1), — percrassus Cope
Hay (1).
Leptotrachelus elongatus Agassiz Woodward (1), — longipinnis Cope Hay (l),
— serpentinus n. sp. Hay (2, 3).
Leucaspius delineatus Leydig.
Leuciscus cephalus L. Lawer, — coerulescens Sauvage Jordan u. Fowler (5), —
dobula L. Lawer, Thilo, Zenneck, — erythrophthalmus L. Lawer, — hakuensis
Günther Jordan u. Fowler (5), — japonicus Sauvage Jordan u. Fowler (5),
— jonyi Jordan u. Snyder Jordan u. Fowler (5), — phalacrocorax Jordan
u. Fowler Jordan u. Fowler (5), — phoxinus L. Lawer, Nußbaum (2), — rutilus
Forel, Lawer, Nußbaum (2), Zenneck, — taczanowskii Steindachner Jordan
u. Fowler (5).
Leucogobio biwae Jordan u. Snyder Jordan u. Fowler (5), — güntheri Ishikawa
Jordan u. Fowler (5), — jordani Ishikawa Jordan u. Fowler (5), — mayedae
Jordan u. Snyder Jordan u. Fowler (5).
Lichia Cuv. Regan (12, 13).
Liobagrus reini Hilgendorf Jordan u. Fowler (6).
Liocranium n. g. praepositum n. sp. Douglas Ogilby.
Liognathus Lacep. Regan (4).
Liparis montagni Donon Lawer, — vulgaris Flem. Lawer.
Lirus medusophagus Cocco. Holt u. Byrne (3), — perciformis Mitch. Holt u. Byrne (3)
Listracanthus wardi n.sp. Woodward (4). I
Liza alosoides n. sp. Fowler (6), — caldwelli Fowler Fowler (6), — cascasia Ha-
milton Fowler (6).
Lomna obliqua Ag. De Alessandri, — vincenti Winkl. De Alessandri.
Lophius piscatorius Fulton (2), Holmgren, Lawer, Regan (4, 7), — vaillanti n. sp.
Regan (%), — vomerinus Cuv. u. Val. Regan (%), — upsicephalus A. Smith
Regan (7), Holmgren, Regan (4,7), Rennie, Studnicka (1,2), — budegassa
Spinola Regan (7), — gracilimanus Regan (%), — litubon Jordan Regan (%),
— lugubris Alcock Regan (7%), — mutilus Regan (%).
Lophobranchii Gill (1), Lawer.
IV. Pisces für 1903. 99
Lophiomus Gill Regan (%), — spiülurus Garman, Regan (7), — setigerus Wahl.
Regan (%).
Loricaria labialis Boulenger Eigenmann u. Kennedy (2), — lamia Günther Eigen-
mann u. Kennedy (2), — lata E. u. E. Eigenmann u. Kennedy (2), — rostrata
Spix. Eigenmann u. Kennedy (2), — stübelli Steindachner Eigenmann u.
Kennedy (2).
Lota Regan (9), Zander, — lota L. Collett (1), — vulgaris Cav. Forel, Schneider (3).
Lotella Regan (9), — phyeis Schl. Gthr. Steindachner (3).
Lutianidae. Fowler (3).
Lucioperca ill (3), Jaeger, — sandra Wild.
Lumpenus lampetriformis Wall. Meek (3).
Lwvarus imperialis Raf. Regan (8).
Lycodes esmarkii Coll. Collett (1), — lutkenii Coll. Cellett (?), — rossii Malmgr.
Colleit (1, 2), — sarsii Coll. Collett (1), — vahlii Reinh. Collett (1),
Lyconus Regan (9).
Machaeracanthus sulcatus @larke.
Machaerope latispinis Ogilby Waite (2).
Maeristium n. g. chavesi n. sp. Began (12).
Macrochyrus miles Swainson Popia (3).
Macrodon Gill (4).
Macrones bleekeri n. sp. Volz.
Macrorhamphosus sagifue Jord. u. Starks Starks (2).
Macruronus Began (9).
Maecrurus Regan (9), — coelorhyrchus Risso Regan (12), — berglax Lac£p. Collet (14)
— rupestris Müll. Collett (1).
Malacocephalus Regan (9).
Malacoctenus zonogaster n. sp. Heller u. Snodgrass.
Malapterurus electricws L. Gill (7), Günther, Lönnberg (2).
Malacopterychii Forel, Lawer, Swinnerton.
Mallotus villosus Müll. Colleit (1).
Manta birostris Fowler (8), — manatia Schneider Fowier (8).
Macrusenius brachyhisticus Gill Boulenger (1, 3), Lönnberg (2). — sphecodes
Sauv. Boulenger (3).
Markiana n. g. nigripinnis Perug. Eigenmann (2).
Mastacembelus Boulenger (1, 3), — congicus Blgr. Boulenger (3), — eryptacanthus
Gthr. Boulenger (3), — liberiensis Blgr. Boulenger (3), — loennbergü Blgr.
Boulenger (1, 3), — marchii Sauv. Boulenger (3), — sclateri n. sp. Boulenger
(3), Gregani, — victorige n. sp. Boulenger (9).
Maurolicus mülleri Gmel. Collett (1).
Megalichthys macropomus Cope Bastman (2).
Megalodon Eastmann (2).
Megalurus woodmardi n. sp. Rowntree.
Melanobranchus Regan (9).
Melanocoetus rotundatus n. sp. Gilchrist (2).
Melanogrammus aeglefinus Lin. Parker (1).
Melanonus Regan (9).
/Ienidia notata Mitchill Hoenkhaus (2), Parker (1).
Mentieirrhus ophiocephalus Jenyns. Steindachner (3).
100 IV. Pisces für 1903.
Merlucius Regan (9), — gayi Guich. Defin (3), — merlucius L. Collett (1), — vul-
garis L. Lawer.
Merulinus salmonicolor n. sp. Fowler (3).
Mesonauta festivus Heckel Eigenmann u. Kennedy (2).
Mesops. Eigenmann u. Kennedy (2).
Metynnis goeldii Eigenm. Eigenmann (2), — mola n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Micralestes acutidens Peters Boulenger (1, 1%).
Microcoelia dayi n. sp. Hay (2).
Micropterus Lydell.
Microsynodontis n. g. batesii n. sp. Boulenger (3).
Minous Regan (1).
Misgurnus polynemus Bleeker Jordan u. Fowler (4), — anguillicaudatus Cantor.
Jordan u. Fowler (4).
Mitsukurina owstoni Jordan Dean (4), Jordan u. Fowler (2).
Mobula japonica Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2).
Moenkhausia n. g. xinguensis Stdr. Eigenmann (2).
Molidae Regan (2).
Mollienisia latipinna Schroot.
Mola 6ill (2).
Molge cristata Boulenger (16), — marmorata Boulenger (16).
Molva Regen (9), — dipterygia Penn. Collett (1), — molva L. Coilett (1), — vulgaris
Flem. Lawer.
Morone labrax Lawer, Ninni.
Mormyrops bozai n. sp. Pellgrin (2), — deliciosus Leach. Boulenger (1).
Mormyrus Boulenger (1, 3, 1%), — kannume Zorsk. Boulenger (1), — macro-
phthalmus Gthr. Boulenger (1), — ussheri Gthr. Günther.
Motella cimbria L. Meek (3), — fusca Risso Garstang u. Brown, — mustela L.
Lawer, Meek (3), — tricirrata L. Lawer.
Mugilidae Fowler (6).
Mugil Regan (1), — brasiliensis Spix. Fowler (6), — capito Cuv. Giard (2), Lawer,
Ninni, — cephalus Linn. Fowier (6), Steindachner (3), — chelo Cuv. Giard (2),
Lawer, Ninni, — curema Valenc. Fowler (6), — incilis Hancock Fowler (6),
— keloartii Gthr. Fowler (6), — labeo Cuvier Fowler (6), — namada
Risso Fowler (6).
Mullus barbatus L. Blanchard, Giard (2, 3), Meek (3).
Muraenidae Allis (2, 3), Forel, Regan (4).
Muraenoidae Boeke (1).
Muraena Alüs (3), — augusti Kaup. Regan (1,2) — grandimaculis n. sp. Regan (4),
— helena Linn. Regan (4, 1%), — insularum Regan (4), — porphyrea Guich.
Gthr. Steindachner (3), — unicolor Delaroche Regan (12).
Muraenolepis Regan (9).
Mustelus 6ill (2), Laaser, Parker (2), — laevis Brinkmann, — manazo Bleeker
Jordan u. Fowler (2), — vulgaris Brinkmann, Steinhard.
M yctophidae Fowler (%), Hay (1,2). ;
M yctophum elongatum Costa Collett (1), — glaciale Reinh. Collett (1).
M ylacrodon n. g. goeldi n. sp. Regan (4).
IV. Pisces für 1903. 101
Mylecollops n. subg. goeldii Eigenm. Eigenmann (2).
Myletes albiscopus Cope Eigenmann (2), — brachypomus Cuv. . Eigenmann (?),
— ellipticus Gthr. Eigenmann (2), — oculus Cope Eigenmann (2).
Myleus oligacanthus M. u. T. Eigenmann (2), — tiete Eigenmann a. Norris Eigen-
mann u. Kennedy (1).
M yliobatis Brinkmann, Fürbringer, M., Priem, — acutus Ag. Priem, — oweni Ag.
Priem, — aquila Brinkmann, Fürbringer, K, — dixoni Ag. Priem, — nieuhofi
Bloch u. Schneider Jordan u. Fowler (2), — pentoni Woodw. Priem, — striatus
Bucklard Priem, — thomasi Sauv. Priem, — tobijei Bleeker Jordan u. Fowler
(2).
Mylossoma albiscopus Cope Eigenmann (2), Eigenmann u. Kennedy (?).
Myrus Allis (3).
Myxine Haack, Vialleton, — circifrons Garman Dean (2), — glutinosa Dean (3),
— limosa Gir. Dean (3).
Nannaethiops unitaeniatus Gthr. Boulenger (1), Lönnberg (2).
Nannocharax fasciatus Gthr. Boulenger (1%), — intermedius n. sp. Boulenger (12),
— niloticus Joan. Boulenger (12).
Naseus Began (1).
Naucrates ductor L. Scharff.
Nelixosus n.g. albimarleus n, sp. Heller u. Snodgrass.
Nemachilus Nusbaum (2%), — barbatulus L. Lawer, — fedtschenkoae n. sp. Nikolski.
Nematognathi Jordan u. Fowler (6).
Nematonotus longispinus Davis Hay (%, 3).
Neobola botteyi Vincig. Boulenger (17).
Neoceratodus forsteri Krefft Semon.
Neomaenis apodus Forster Fowler (3).
Nerophis Rennie, — aequoreus L. Laver, — ophidion Laver.
Nomeus gronowii Gmelin Fowler (3).
Notacanthus amnectens n. sp. Boulenger (6).
Notesthes n. g. (Centropogon) robustus Gthr. Douglas Ogilby.
Notidanus Fürbringer, K., Hay (3), Jordan u. Fowler (2), — loozi Leriche (1),
— paucidens n.sp. Koch.
Notoglandium n.g. walkeri n.sp. Günther.
Notopterus Boulenger (1), Rowntree.
Notothenia coriiceps Richds. Steindachner (3), — longipes Steind. Steindachner (3),
— macrocephala Gthr. Steindachner (3), — tesselata Richds. Steindachner (3).
Notropis arge Cope Bean (1), — brimleyi n.sp. Bean (1), — microstomum Gir.
Cockerell.
Novacula cultrata Cuv. u. Val. Regan (12).
Ocyurus chrysurus Bloch. Fowler (3).
Odontaspis crassidens Ad. Priem, — cuspidata Ag. Leriche (1), Priem, Schnee (I),
— elegans Ag. Priem, Stromer, — macrota Leriche (1), — rutoti Leriche (1), —
verticalis Ag. Stromer.
Odontostilbe paraguayensis n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2), — trementinae n. sp.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Oedalechilus n. subg. Fowler (6).
Onchus rectus Clarke.
Oncorhynchus Rutter (2).
102 IV. Pisces für 1908.
Onus granti n.sp. Regan (12).
Opkichthys Allis (3), — brevimanus n.sp. Regan (84), — pacifici Gthr. Stein-
daehner (3), — versicolor Rich. Waite (3).
Ophidiidae Regan (4).
Ophiocephalus studeri n. sp. Wolz, — obscurus Gthr. Boulenger (3), Lönnberg (2).
Opisthopterus effulgens n.sp. Began (14).
Opsariichthys uncirostris Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Orcynus thynnus L. Laver.
Oreosoma atlanticum C. u. V. Boulenger (2).
Orectolobus barbatus Gmelin Jordan u. Fowler (2).
Oricardinus sheareri Cope Hay (8), — tortus Cope Hay (1).
Orodus intermedius n.sp. Bastman (2).
Orthagoriscus mola L. Laver, Lohmann, Meek (3), — truncatus Retz. Laver.
Orthophanes n.g. labiatus Stdr. Eigenmann (2).
Orthomyleus n. subg. ellipticus Gthr. Eigenmann (2).
Orthrias oreas Jordan u. Fowler Jordan u. Fewler (4).
Osmeroides belgicus Leriche (1), — levesiensis Hay (3), — monasteri Hay (3),
— pontivagus n.sp. Hay (2), — ornatus n.sp. Hay (2, 3).
Osmerus eperlanus L. Collett (), Kutschin, Laver.
Ostracodermen Dollo, Leriche (3).
Ostracion Began (1).
Ostracontidae Regan (2).
Ostariophysi Laver.
Otakia rasborina Jordan u. Snyder 3ordan u. Fowler (3).
Otodus obliquus Ag. Priem, — sulcatus Geinitz Hay (2), Hay (3).
Ozxydoras knerii Bleeker Eigenmann u. Kennedy (2).
Ozxyrhina crassa Ag. Eastman (l), desori? Ag. Priem, Stromer, — neogradensis
n. sp. Koch.
Pachyosteus n. g. bulla n. sp. Jaekel (4).
Pachyrhizodus caninus Cope Hay (1), — leptopsis Cope Hay (l).
Pachyurus bonariensis Steind. Eigenmann u. Kennedy (2).
Pagellus owenii Günther Regan (12), — cenirodontus Delaroche Regan (412), —
affinis Blgr. Steindachner (}).
Pagrus nigripinnis n. sp. Boulenger (5).
Palaeoniscus devonicus Clarke.
Palaeospondylus Sollas, W. J. u. Sollas, 3. B. 3.
Pantodon buchholzi Boulenger (3).
Paracentroscyllium ornatum Leydig.
Paracheilognathus rhomber Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Parailia congica Bler. Boulenger (1).
Paralichthys adspasus Steind. J. et Everm. Steindaehner (3), — fernandezianus
n. sp. Steindachner (3), — hilgendorfii n. sp. Steindachner (3).
Parasilurus asotus L. Jordan u. Fowler (6).
Paratilapia multicolor Schöll. Hilgendorf (2).
Parelops n. g. Bayer.
Parodon tortuosus Eigenmann u. Norris Bigenmann u. Kennedy (2), — affinis
Steindachner Eigenmann u. Kennedy (2).
IV. Pisces für 1903. 103
Parupeneus notospilus Klunz. Steindachner (1), — pleurotaenia Playf. u. Gthr.
Steindachner (1), — dispilurus Playf.h. Gthr. Steindachner (1).
Pegasus BRegan (1).
Pelamys robusta Van Ben. Delheid.
Pellonula vorax Gthr. Boulenger (1).
Pelor Regan (1).
Pelmatochromis batesii Blgr. Boulenger (3), — boulengeri n.sp. Lönnberg (2),
— longirostris n.sp. Boulenger (12), — pellegrini n.sp. Boulenger (1), —
subocellatus Gthr. Boulenger (3).
Peltocephalata n. el. Patten (1).
Pentaceropsis recurvirostris Stdr. u. Döderl. Waite (4).
Perca fluviatilis L. Laver, Forel, Wild.
Percis Regan (1), — tetracanthus L. C. Garman.
Percophis Regan (1).
Peresoces Laver.
Periophthalmus phya n.sp. Johnstone (1), — schlosseri Johnstone (1), Garman,
— koelreuteri Pall. Garman, Regan (1).
Peripristis semicircularis Newb. a. Worth. Eastman (2).
Peristedion altipinnis n. sp. Regan (4).
Petalodontidae Eastman (2).
Petalodus alleghaniensis Leidy Eastman (%), — arcuatus St. John Bastman (2),
— caudalis Blgr. Boulenger (1%), — major n. sp. Boulenger (12), — occidentalis
Gthr. Günther.
Petrocephalus Rowntree, — ansorgii n.sp. Boulenger (1), — simus Sauv.
Boulenger (1, 3).
Petromyzon Kerr, Lubosch, Studnicka (1), Vialleton, — branchialis Laver, —
fluviatilis Haack, Laver, Schneider (1), — marinus L. Haack, Laver, Vialleton,
Wild, — planeri Bloch. Bataillon, Haack, Vialleton, Wild.
Petroscirtes (Regan (1), — obliquus n. sp. Garman.
Petrotyx hopkinsi n. sp. Heller u. Snodgrass.
Piabucina astrigata n. sp. Regan (14), — pleurotaenia n. sp. Regan (14).
Piaractus n. g. brachypomus Cuv. Eigenmann (2).
Pimeledella griseus n. sp. Regan (14), — taeniophorus n. sp. Regan (14).
Pimelodus albicans Cuv.u. Val. Eigenmann u. Kennedy (2), — clarias Bloch.
Eigenmann u. Kennedy (2), — ornata Kner. Eigenmann u. Kennedy (2),
— taeniophorus n.sp. Regan (14), — valenciennis Kröyer Eigenmann u.
Kennedy (2).
Pinguipes chilensis Molina Steindachner (3).
Pisodontophis brevimanus n.sp. Regan (14).
Piquitinga Schreiner u. Miranda Ribeiro.
Phlyctaenaspis germanica n. sp. Traquair (2, 3).
Phoebodus dens-neptuni n.sp. Eastman (2), — knightianus n.sp. Eastman (2).
Pholis Bennie.
Phoxargyrea n.g. dayi n.sp. Fowler (5).
Phoxinus laevis Ag. Forel, — Klunzinger (2), Schneider (2), — steindachneri
Sauvage Jordan u. Fowler (5).
Phractura ansorgü Blgr. Boulenger (1), — longicauda n. sp. Boulenger (12).
104 IV. Pisces für 1903.
Phyeis Regan (9), — blennioides Brünn Collett (1), Kyle (1), — mediterraneus
Delaroche Regan (12).
Pyenosterinx levispinosus n. sp. Hay (2).
Pycnodontidae Hay (2).
Pyenodus pellei n. sp. Priem.
Pygosteus Starks (2).
Physiculus Regan (9).
Physonemus arcuatus M’Cor. Eastman (2%), — asper n. n. Eastman (2), — gemmatus
New. and W. Eastman (2). — hamus-piscatorius n. sp. Eastman (2), — pan-
datus n. sp. Eastman (2), — stellatus New. a. W. Eastman (2).
Placodermen Jaekel (1).
Plagioscion ternetzi Boulenger Eigenmann u. Kennedy (2).
Plagiostoma Mulon, Grynfeldt (2, 3), Steinhard.
Platax vespertilio Bloch. Fowler (1).
Platycephalus (Regan (1).
Platyrystrodus occidentalis St. John Eastman (2).
Platysomus circularis Newb. a. W. Eastman (2), — lacovianus Cope Eastman (2).
Plecostomus commersoni Val. Eigenmann u. Kennedy (2), — boulengeri n. sp.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Plectognathi Laver, Regan (3).
Plectromus macrophthalmus n. sp. Gilchrist (2).
Plesiops altivelis n. sp. Steindachner (2).
Plethodidae Hay (1).
Pleuracanthus compressus Newb. Eastman (2%), — latus Newb. Eastman (?), —
lucasi Hay Eastman (2).
Pleuronectes Boulenger (1), Krüger, Kyle (3), Parker (1), Rennie, Scott (1, 2),
— cynoglossus Helt u. Byrne (2), Kyle (1), Laver, Meek (3), — flesus L.
Collett (1), Laver, — limanda L. Collett (1), Laver, Wallace, — microcepholus
Don. Laver, Regan (4), — platessa L. Collett (1), Laver, Meek (1), Wallace.
Plotosus anguillaris Lac&pede Jordan u. Fowler (6), — nigricans Cuv. u. Val.
Vaillant (1).
Poeeilia limantouri Jord. u. Snyd. Brüning (1), Fowler (2).
Poecilodus rugosus New. u. Wort. Eastman (2), — tribulis S.J.u.W. East-
man (2).
Poecilurichthys scabripinnis Jenyns Eigenmann u. Kennedy (2), — multiradiatus
Steind. Eigenmann u. Kennedy (2), — abramis Jenyns. Eigenmann u. Ken-
nedy (2), — maculatus lacustris Lütken Eigenmann u. Kennedy (2), —
dichrourus Kner. Eigenmann u. Kennedy (2), — agassizii Steindachner Eigen-
mann u. Kennedy (2), — moenkhausii n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Polynemus quadrifilis L. Boulenger (1).
Polyodon folium Allis (2).
Polyprion prognathus Forst. Gthr. Steindachner (3).
Polypterus Boulenger (1), Moser, Wiedersheim, — bichir Wiedersheim, — lapradii
Stdr., Boulenger (1), — endlicheri Heck., Boulenger (1), — senegalus Cuv.
Boulenger (1), Budgett.
Pomacanthus zonipectus Bean (2).
Pomacentrus Regan (1), — redemptus n.sp. Heller u. Snodgrass, — arcifrons
n. sp. Heller u. Snodgrass,
IV. Pisces für 1903. 105
Pomadasys dussumieri C. u. V. Steindachner (1).
Pomatomus Supine, — saltatrix Lin. Parker (1), — telescopus Supino.
Pontinus strigatus n. sp. Heller u. Snodgrass.
Potramotrygon hystrix Müller u. Henle Eigenmann u. Kennedy (2).
Priacanthus arenatus C. u. V. Steindachner (1).
Prionace glauca L. Jordan u. Fowler (2).
Prionotus altipinnis n. sp. Regan (4), — beanii Goode Regan (4), — carolinus Lin.
Parker (1), — evolans Linn. Fowler (3).
Pristacanthus vetustus Clarke.
Pristigaster effulgens n. sp. Regan (14).
Pristiophorus japonicus Günther Helbing, Jordan u. Fowler (2).
Pristipomatidae Regan (4).
Pristis Gill (2), Hay (2), Steinhard, — perrotteti Helbing.
Pristiurus Ballowitz, Pinto, Steinhard, Studnicka (1).
Prochilodus scrofa Steindachner Eigenmann u. Kennedy (2).
Propterus vidali n, sp. Rowntree.
Prosoplismus n. g. recurvirostris Rich. Waite (3, 4).
Protistius semotilus Cope Fowler (5).
Protosphyraena Hay (4).
Protopterus annectens Owen Boulenger (1), Dean (5), Greil (1), Wiedersheim,
— gladius Cope Hay (1), — nitida Cope Hay (1), — sequax n.sp. Hay (1),
— ziphioides Cope Hay (1).
Pseudogaster curviventris n. sp. Eigenmann u. Kennedy (2).
Pseudobagrus aurantiacus Schlegel Jordan u. Fowler (6).
Pseudocheilinus hexataenia Blkr. Hilgendorf (1).
Pseudogobio esocinus Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Pseudolabrus luculentus Rich. Waite (2).
Pseudomonacanthus punctulatus n. sp. Regan (3), — maculatus n. sp. Regan (3),
— degeni n. sp. Regan (3).
Pseudomonopterus volitans Blkr. Popta (3).
Pseudoperilampus typus Bleeker Jordan u. Fowler (5).
Pseudoplatystoma coruscans Agassiz Eigenmann u. Kennedy (2), — lima Bloch
u. Schneider Eigenmann u. Kennedy (2).
Pseudorasbora parva Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Pseudoscarus arabicus Str. Steindachner (I), — eques n. sp. (?) Steindachner (1).
Pteraclis macropus n. sp. Bellotti.
Pteraspis Gosselet, Leriche (2), Patten (1, 2,3), — crouchi L. Leriche (2, 3), —
dunensis Dollo.
Pterichthys Eastman (4), Jaekel (1), Patten (1, 2).
Pterois lunulata Schlegel Fowler (1), — miles Benn. Popta (3), — muricata C. u. V.
Popta (3), — volitans L. Popta (3), — zebra C. V. Garman, — Regan (1).
Pteroscrites elegans Str. Fowler (1).
Pterophyllum altum n. sp. Pellegrin (1).
Pteroplatea japonica Schlegel Jordan u. Fowler (2).
Pterygophlichthys anisitsi n.sp. Eigenmann u. Kennedy (2), — jJuvenis n. sp.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Ptychobarbus kaznakovi n. sp. Nikolski.
Pycnosterinz levispinosus Hay (3).
106 IV. Pisces für 1903.
Pygidium rivulatum C. u. V. Eigenmann u. Kennedy (3).
Quos Regan (9).
Raja €Cullen, Fürbringer, K., Haack, Hay (2), Regan (4), Hyde, — alba Lac£p. Laver,
— batis L. Laver, — clavata L. Laver, Meek (3), — chilensis Steind. Steindachner
(3), — eircularis Conch. Meek (3), — cyclophora n. sp. Regan (4), — fullonica L.
Meek (3), — fusca Garman Jordan u. Fowler (2), — fyllae Ltk. Collett (2), —
hyperborea Coll. Collett (2), — isotrachys Günther Jordan u. Fowler (2), —
kenojei Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2), — maculata Montag Meek (3), —
maderensis Lowe Regan (12), — magellanica n. sp. Steindachner (3), — meerder-
voorti Bleeker Jordan u. Fowler (2), — radiata Donov. Meek (3), Steindachner
(3), — tengu n. sp. Jordan u. Fowier (2), — whitfieldi n. sp. Hay (2, 3).
Raniceps Regan (9), — raninus L. Collett (1), Laver.
Rasbora elegans n. sp. Volz, — caudimaculata n. sp. Volz.
Rhadinichthys elegans n. sp. Wellburn, — gracilis Eastman (2).
Rhamdia quelen Quoi u. Gaimard, Eigenmann u. Kennedy (2).
Rhamphodus n.g. Jaekel (4).
Rhiacichthys novae-guineae n. sp. Boulenger (4), — aspro C. u. V. Boulenger (4),
— sinensis Blkr. Boulenger (4).
Rhina ancylostoma Bloch u. Schneider Jordan u. Fowler (2), — squatina L. Laver.
Rhinchobatus Steinhard, — djiddensis Forskal. Jordan u. Fowler (2).
Rhinellus delicatus n. sp. Hay (2), — tenuirostris Cope Hay (1).
Rhineodon typicus Smith Jordan u. Fowler (2).
Rhinichihys atronasus BReighard (2), — cataractae Cuvier u. Valencieens Bean (1).
Rhinobatus Gill (2), Hay (2), — eretes n. sp. Hay (2, 3), — schlegeli Müller u. Henle
Jordan u. Fowler (2), — polyophthalmus Bleeker Jordan u. Fowler (2).
Rhinochimaera pacifica Mitsukuri Jordan u. Fowler (2).
Rhinoscopelus Fowler (7).
Rhizodopsis mazonius Hay Eastman (2).
Rhodeus Moser, — amarus Nusbaum (2).
Rhomboidichthys grandisquamis Schleg. Regan (1), — poecilurus Blkr. Regan (1).
Rhombus mazximus L. Laver, — laevis L. Laver, — triacanthus Peek. Parker (Il).
Rhynchobatus Fürbringer, M., Steinhard.
Roeboides prognathus Boulenger Eigenmann u. Kennedy (2), — microlepis Beinh.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Ruvettus Supino, — pretiosus Supino.
Saccostoma Cauv. Jordan.
Saccus Iymphaticus Nusbaum (2%), — vesicae Nusbaum (2), — paravertebralis
Nusbaum (2).
Sagenodus cristatus Eastm. Bastman (2), — foliatus Cope Eastman (%), — laco-
vianus Cope Eastman (2), — occidentalis Newb. a. W. Eastman (2), — qua-
dratus Newb. Eastman (2), — quincuncinatus Newb. a. W. Eastman (2),
— textilis Hay Eastman (2), — copeanus Will. Eastman (2), — dialophus
Eastman (3), — periprion Eastman (3), — porrectus Eastman (3), — pertenuis
n. sp. Eastman (3).
Salarias sertatus n. sp. Garman, — fasciatus Bl. Garman, — simonyi Stdr. Stein-
dachner (1).
Salminus brevidens Cuvier Gill (10), Eigenmann u. Kennedy (2).
Salmo Albert, Federico, Czermak, Forel, Legros, Murray, Parker (2), Paton (2),
IV. Pisces für 1903. 107
Wallace, Wild, — alpinus L. Collett (ft), — alsaticus Gregori, — eriox L.
Collett (1), — fario Gaupp, Laver, — irideus Nusbaum (1), — lacustris L.
Forel, — salar L. Collett (1), Forel, @aupp, Gregori, Huard (1, 2), Laver, Menel
(1), Paton (1), — trutta L. Laver, — salvelinus n. var. profundus Fuhrmann.
Salvelinus umbla L. Forel.
Samaris (Regan (1).
Saurus Regan (1).
Sandalodus carbonarıus Newb. a. Wort. Hastman (2), — laevissimus Newb.
a. Wort. Eastman (2), — complanatus Newb. a. Wort. Eastman (2).
Saraca Bigenmann u. Kennedy (2).
Sarcocheilichthys variegatus Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Sarcodaces odoe Bl. Günther.
Sardinius? imbellis n.sp. Hay (1).
Sardinella piquitinge n. sp. Schreiner u. Miranda Ribeiro, — pernambucena n. sp.
Schreiner u. Miranda Ribeira.
Sargus sp. Priem, — rondeletii Cuv. u. Val. Regan (12).
Saurocephalus phebotomus Cope Hay (k), — goodeanus Cope Hay (1).
Sauropsidi Maggi.
Scaphanorhynchus Dean (4).
Scardinius erythrophthalmus L. Forel.
Scarus cretensis L. Regan (1%), — noyesi n. sp. Heller u. Snodgrass.
Schilbe mystus L. Hilgendorf u. Pappenheim, — senegalensis C.u.V.. Abo
Boulenger (1).
Schizospondylus n. g. Bayer.
Schizothorax kozlovi n. sp. Nikolski,
Sciaena Gill (4), Jaeger, — heinii Stdr. Steindachner (F), — perissa n. sp. Heller
u. Snodgrass, — peruana n. sp. Steindachner (1, 3).
Sclerodermi Regan (2).
Sclerorhynchus atavus Hay (3), — hiram n. sp. Hay (2, 3), — sentus n. sp. Hay (2, 3),
— solomis n. sp. Hay (2, 3).
Scoliodon acutus Rüppel Jordan u. Fowler (2), — laticaudus Müller u. Henle
Jordan u. Fowler (2), — walbeehmi Bleeker Jordan u. Fowler (2).
Scomber Regan (4), — colias L. Regan (12), — scomberus L. Allis (1), Laver.
Scombresox Jordan u. Starks (1), Starks (2), — saurus Walb. Collett (1).
Scombroidae Gill (1).
Scombroides Lacep. Regan (4).
Scombromorus cavalla C. u. V. Regan (4), — immaculatus C. u. V. Regan (4), —
maculatus Mitchill Regan (4), — regalis Bloch. Regan (4).
Scophthalmus norvegieus Günth. Collett (1).
Scorpaena Douglas Ogilby, Fowler (1), — erinacea n.sp. Garman.
Scyllaemus anglicus Dixon Woeodward (}).
Scyllium Ballowitz, Cullen, Menel (3). Stephan (2), — burgeri Steinhard, — canıcula
Languesse (1), Steinhard, Quix, Stephan (1), — catulus Cavalie, Eismond, Gaglio,
Stephan (8), — stellare Poll, — vincenti Leriche (1), — sp. Steindachner (3).
Scymnus Brinkmann, Fürbringer, K., — lichia Helbing.
Sebastes dactylopterus Delaroche Regan (12), — kuhlii Bowd. Regan (12).
Sebastodes chilensis Steind. Steindaehner (3), — oculatus C. V. Steindachner (3).
Selachii Benda, Brinkmann, Catois, Dean (3), Fürbringer, K., Grynfeltt (1),
108 IV. Pisces für 1903.
Helbing, Jordan u. Fowler (2), Laasner, Laguesse (1), Leydig, Locy, Neal,
Studnicka (1), Wallace.
Selachophidium n. g. guentheri n. sp. Gilchrist (2).
Selene vomer Linn. Fowler (3).
Selenichthyes Gill (1).
Seminotus fultus Agass. Eaton, — marshi W.C. Redfield Eaton, — micropterus
Newberry Eaton, — ovatus W. C. Redfield Eaton, — tenuiceps Agass. Eaton. —
sp. Eaton.
Semotilus atromaculatus Reighard (2).
Serranus Bayer, Boulenger (1), Fowler (3), Regan (4), — atricauda Günth. Regan
(12), — auriga Cuv. u. Val. Regan (4), — dispilurus Günther Regan (4),
— flaviventris Cuv. u. Val Regan (4), — subligarius Cuv. u. Val. Regan (4).
Seriola foncki n.sp. Delfin (2), — peruana Steind. Steindachner (3), — quin-
queradiata Temm. u. Schleg. Higurashi.
Serasalmo humeralis Cuv. u. Val. Eigenmann u. Kennedy (2), — spilopleura Kner.
Eigenmann u. Kennedy (2).
Sicyases sanguineus M. Tr. Steindachner (3).
Sillago brassensis C. u. V. Tosh (1).
Siluridae Boulenger (1, 3, 1%), Caruccio, Fowler (4), Herrick.
Siphonostoma Rennie, — typhle L. Laver, Srdinko.
Skaphirhynchus cataphractus Wiedersheim.
Smaris insidiator Cuv. u. Val. Regan (12), — maculatus Gthr. Regan (1), — cri-
status Gray Regan (1).
Smerdis (?) heerdensis Leriche (1).
Soarus Gill (2).
Solea Fowler (4), Parker (1), Regan (I), — fonsecensis Günther Regan (4), —
heinii n. sp. (?) Steindachner (I), — lascaris Risso Laver, — lutea
Collet (1), Laver, — solea L. Collett (1), — variegata Donov. Meek (3), —
vulgaris Quensel. Laver.
Solenostoma paradoxum Pall. Regan (1).
Somniosus microcephalus Bloch u. Schneider Jordan u. Fowler (2).
Spaniodon simus Cope Hay (1).
Sparidae Fowler (3).
Sphenodon Schauinsland.
Spheroides adspersus n.sp. Schreiner u. Miranda Ribeiro.
Sphyraena Fowler (6), — barracuda Walbaum Fowler (6), — borealis De Kay
Fowler (6), — ensis Jord. u. Gilbert Fowler (6), — picudilla Poey. Fowler (6),
— snodgrassi Jenkins Fowler (6), — tome n. sp. Fowler (6).
Sphryna zygaena L. Jordan u. Fowler (2).
Spinax Fürbringer, K., Laasner, Wallace, — niger Helbing, Leydig, Poll, Stein-
hard, Studnicka (1).
Spirlinus bipunctatus Bloch. Forel.
Squalius cephalus L. Forel, Roule u. Cardaillac de Saint-Paul.
Squalus mitsukurii n.sp. Jordan u. Fowler (2).
Squatina Brinkmann, — japonicus Bleeker Jordan u. Fowler (2), — prima
Leriche (1), — vulgaris Risso Steinhard.
Stegocephalus Jaekel (1).
Steindachneria Regan (9).
Stenoprotome hamata Hay (2, 3).
IV. Pisces für 1903. 109
Stenotomus chrysops Lin. Parker (1).
Sternarchus albifrons L. Eigenmann u. Kennedy (2).
Sternoptyx diaphana Herman Regan (12).
Sternopygus limbatus n. sp. Schreiner u. Miranda Ribeiro.
Stethacanthus altonensis St. J.a. W. Eastman (?), — productus Newberry East-
man (2), — depressus St. J. a. W. Easiman (2), — erectus n. sp. Eastman (2).
Stichonodon n.n. (Luetkenia) Stdr. nec Claus Eigenmann (2).
Stratodus oxypogon Cope Hay (1).
Streblodus angustus n. sp. Eastman (2).
Stromateus Holt u. Byrne (3). — maculatus C. V. Steindachner (3).
Sudis kroeyeri Ltk. Collett (1).
Symbranchus marmoratus Bloch. Eigenmann u. Kennedy (2).
Synanceia verrucosa Bl. Sch. Garman.
Synaptura smithii n. sp. Regan (6), — callizona n. sp. Regan (6).
Synentognathi Jordan u. Starks (1).
Syngnathus Regan (1), Rennie, Srdinko, Wallace, — acus L. Laver, — con-
spicillatus Jen. Garman, — typhle Cohn.
Synodontis fuelleborni n.sp. Hilgendorf u. Pappenheim, — gambiensis Gthr.
Boulenger (1), — melanopterus n. sp. Boulenger (1), — membranaceus
Geoffr. Boulenger (I), — obesus Blgr. Boulenger (3), — robbianus J.A.
Smith Günther, — zambezensis zukwaensis n. subsp. Boulenger (1), Hil-
gendorf u. Pappenheim.
Tachynectes Bayer.
Tautoga onitis Lin. Parker (1).
Tautolabrus adspersus Walbaum Parker (1).
Tectosplondyli 3ordan u. Fowler (2).
Teleostei Boeke (1, 2), Brown, Catois, Gaupp, Herrick, Legros, Leydig, Nusbaum (2),
Rennie, Supino, Wallace.
Teleostomi Priem.
Temnauchenia Jaekel (1).
Tetragonopterus argentatus B. u. G. Cockerell, — belizianus Boc. Vaillant u.
Pellegrin, — chalceus Agassiz Bigenmann u. Kennedy (2), — cobanensis
Bocourt Vaillant u. Pellegrin, — finitimus B. Vaillant u. Pellegrin, — fulgens
Boc. Vaillant u. Pellegrin, — nitidus Boc. Vaillant u. Peilegrin, — orbiceularis
Cuv. u. Val. Eigenmann u. Kennedy (2), — nigripinnis Perug. Eigenmann (2),
— zinguensis Stdr. Eigenmann (2),
Tetraodon Fowler (1, 2, 3), — aerostaticus Jenyns. Fowler (1), — immaculatus
Schneider Fowler (1).
Tetrodon spengleri Bl. Regan (12), — bimaculatus Rich. Regan (3), — borneensis
n. sp. Regan (3), — brevipinnis n. sp. Regan (3), — fluviatilis Hamb. Buch.
Regan (3), — inermis Schl. Regan (3), — maculatum Thilo, — macclellandi
n. sp. Regan (3), — ocellatus L. Regan (3), — pleurogramma n. sp. Regan (3).
— pleurosticus Gthr. Regan (3), — pustulatus Murr. Regan (3), — Regan (1, ?).
Teuthis dussumieri Cuvier u. Valenciennes Jordan.
Thunnis thynnis Linn. Fowler (8).
Thunnus Regan (8), — thynnus Schulze.
Thymallus Gill (2), — thymallus L. Collett (1), — vexilifer L. Laver, — vulgaris
Nilss. Forel,
110 IV. Pisces für 1903.
Thynnus alalonga Portier.
Thyrina guatemalensis Günther Fowler (5).
Tinca Banchi, — vulgaris L. Forel, Laver, — vulgaris var. aurata Bloch. Forel.
Tilapia Gill (10), — boulengeri n. sp. Pellegrin (1), — crassa n. sp. Pellegrin (1),
— fuelleborni n.sp. (?) Hilgendorf u. Pappenheim, — galilaea Hasselqg. Bou-
lenger (1), — giardi n. sp. Pellegrin (1), — laia Gthr. Boulenger (3), Günther,
— lata n. var. camerunensis Lönnberg (2), — linelli n. sp. Lönnberg (2), —
microcephala Blkr. Lönnberg (2), — nilotica L. Boulenger (1, 1%), — nilotica
rukwaensis n. subsp. Hilgendorf u. Pappenheim, — ogowensis Gthr. Günther.
Torpedo Ballowitz, Benda, Borchert, Fürbringer, K., Fürbringer, M., Herrick,
Holmgren, Languesse (1), Studnicka (1), — Athenaeus Gill (7), — galvanı
Calvalit, — marmorata Brinkmann, — ocellata Brinkmann. «
Trachichthodes n.g. spinosus n. sp. Gilchrist (2).
Trachinotus glaucus L. Regan (12).
Trachinus Briot, — draco L. Boeke (3), Laver, — vipera L. Boeke (3), Laver.
Trachurus picturatus Bowd. J. et Everm. Steindachner (3).
Trachycorystes striatulus Steind. Eigenmann u. Kennedy (2).
Trachyrhynchus Regan (9).
Trachysurus maculatus Thunberg Jordan u. Fowler (6).
Tremataspis Eastman (4), Jaekel (2), Patten (1,2, 4).
Triacanthus Regan (1,2), — angustifrons Hollard. Regan (2), — biaculeatus
Bleeker Regan (2), — blochi Bleeker Regan (2), — brachysoma Bleeker
Regan (2%), — brevirostris Schlegel Regan (2), — indicus n. sp. Regan (%), —
longirostris Hollard Regan (2), — nieuhofi Bleeker Regan (2), — oxy-
cephalus Bleeker Regan (2), — rhodopterus Bleeker Regan (2), — russellii
Bleeker Regan (2), — strigifer Cantor Regan (2).
Triaenaspis virgulatus Cope Hay (1, 3).
Triakis scyllium Müller u. Henle Jordan u. Fowler (2).
Tribolodon punctatus Sauvage Jordan u. Fowler (5).
Trichomyceterus meridiae n. sp. Regan (14), — viltatus n.sp. Regan (14), —
retropinnis n. sp. Regan (14).
Trigla D’Evant (1, 2), Fowler (3), Regan (4), — cuculus L. Laver, — gurnardus L.
Laver, — hirundo L. Meek (3), — pini Bl. Regan (12).
Triodontidae Regan (2).
Tripterophycis güchristi Blgr. Boulenger (6).
Trutta Gemmill Ross, Wild, — fario Gregori.
Trygla hirundo L. Laver, — Iyra L. Eaver.
Trygon Brinkmann, Fürbringer, M., — pastinaca L. Laver, — violacea Brinkmann.
Trypauchen Volz.
Trypauchenopsis n. g. intermedius n. sp. Volz.
Tylognathus Boulenger (3).
Tylosurus amazonicus Steindachner Eigenmann u. Kennedy (2), — anasiomella
C. u. Val. Jordan u. Starks (1), — coromandelicus Van Hasselt Jordan u.
Starks (1), — fodiator Starks (2), — giganteus Schlegel Jordan u. Starks (1),
marinus Starks (2), — schismatorhynchus Bleeker Jordan u. Starks (1).
Umbrina sp. De Alessandri, — reedi Gthr. Steindachner (3).
Undina leridae n. sp. Sauvage.
Upenoides Regan (1).
IV. Pisces für 1903. 111
Uraleptus maraldi Risso Regan (12).
Urenchelys germanus n.sp. Hay (2), — limhamnensis Davis Woodward (3), —
hakelensis Hay (3).
Urolophus fuscus Garman Jordan u. Fowler (2).
Vidalia n.g. catalunica n. sp. Rowntree.
Xenocharax spilurus Gthr. Boulenger (3).
Xenomystus nigri Gthr. Agberi Boulenger (1).
Xiphorhamphus jenynsii Gthr. Eigenmann u. Kennedy (3).
Xiphorhynchus falcatus Agass. Eigenmann u. Kennedy (2), — AXüphorhynchus
Ag. nec Swains Eigenmann (2).
Xiphostoma lateristriga Blgr. Eigenmann (2).
Xystracanthus arcuatus Leidy Eastman (2).
Xystaema cinerum Walbaum Fowler (3).
Xiphias gladius L. Laver.
Zacco platypus Schlegel Jordan u. Fowler (5), — temminki Schlegel Jordan u.
Fowler (5), — sieboldi Schlegel Jordan u. Fowler (5).
Zameus n.g. squamulosus Gthr. Jordan u. Fowler (2).
Zeidae Boulenger (2).
Zen n. g. üea Jord. u. Fowl. Jordan.
Zenarchopterus maculosus n. sp. Garman.
Zenion Bouledger (2).
Zeus Boulenger (2), Rennie, Wallace, — faber L. Laver, EBegan (12), — scopus
* n.sp. Waite (2).
Zeugopterus unimaculatus Risso Laver, — punctatus Bloch Kyle, Laver, —
Collett (1).
Zezera hilgendorfi Ishikawa Jordan u. Fowler (5).
Zoarces Rennie, Wallace, — viviparus L. Laver, — Schaeider (1,2).
Zygaena malleus Schnee (1).
112
T.
Il.
111.
IV.
IV. Pisces für 1903.
Inhaltsverzeichnis.
Seite
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten . . . ...... 1
Übersicht: nach dem Stoff „AM, ua U 66
Entwicklung ERENTO a NER 66
Phylogenie, Morphologie, Histologie, Histogenese, System, Nomenklatur,
Haut, Skelet, Schädel, Visceralskelet . . . 2. 2 2 2 2 2 2 2.02. 67
Gliedmaßen, Muskeln, Bänder, Gelenke, Nervensystem, Gehirn, Rücken-
mark, Sinnesorgane, Leuchtorgane, elektrische Organe, Darmkanal 68
Mund, Kiemenspalten, Pharynx, Pneumatische Anhänge des Darmes,
Lymphorgane, Milz, Gefäße, Leibeshöhle, Harn- u. Geschlechts-
organe, Physiologie, Jugendformen, Lebensweise . ....... 69
Geschlechtsprodukte, Brutpflege, Pathologie, Fischerei, Fischzucht,
Rossilis. 2. Shan RE RER REHR E 70
Baunistik : 20.2.7 win EEE NER TERN. En 70
Europa, Asıen,' Afrika . 20 ....00. 000. SA OBERE 71
Amerika, Australien . . 2 2 mtr Sue 10 EEE 72
Palssontologier .„., 2". AR Te 73
Systematische Übersieht 2.2... 2. Wr 73
Plectognathi, Pediculati, Opisthomi, Acanthopterygiü, Ophidiidae, Zoar-
cidae, Blenniidae, Gobiesocidae, Callionymidae, Draconettidae,
Toptsakopidaer Prima. 27: AR EEE 74
Triglidae, Cyelopteridae, Cottidae, Cormephoridae, Scorpaenidae, Go-
biidae, Pleuronectidae, Zeidae, Bramidae . . . . 2.22 2 2... 75
Carangidae, Scaridae, Pomacentridae, Cichlidae, Chaetodontidae, Scorpi-
didae,;"Sparidae'. Wr WR Ra ir 76
Pristipomatidae, Gerridae, Sciaenidae, Cirrhitidae, Seranidae, Perceidae
Berycidae, Anacanthini, Peresoces, Anabantidae . . ...... 77
Ophiocephalidae, Sphyraenidae, Mugilidae, Atherinidae, Scomberesocidae,
Catosteomi, Heteromi, Haplomi, Cyprinodontidae, Scopelidae
Enchodontidae, Apodes, Ostariophysi, Asperedinidae, Loricariidae, Si-
lüridae) Cyprmidas 1.0.2 Ga men 0 ee ne el a re 79
Gymnotidas, Charaemidae "I. I Eee 80
Salmonidae, Clupeidae, Saurodontidae, Ctenothrissidae, Mormyridae,
Blopidae: ma nt. N ee sl
Leptocephalidae, Incertae sedis, Ganoidei, Holostei, Chondrostei, Dip-
neusti, Crossopterygü, Arthrodira, Ichthyotomi, Plagiostomi . . . 82
Oyelostomi, Tncertae Bed I IR De 83
V. Übersicht der im Bericht genannten Arten . . 2. 22222000. 83
IV. Pisces für 1904.
Von
Prof. Dr. K. Eckstein.
(Inhaltsverzeichnis siehe am Schlusse des Berichtes.)
I. Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten.
Albert de Monaco. Sur la 5me campagne scientifique de la Prin-
cesse Alice II. Comptes rendus hebdomadaires des Seances de l’Acad&mie
des Sciences, Paris 138, p. 1398—1400.
Bei der 1 Monat dauernden Forschungsreise der ‚„‚Prinzeß Alice II“
wurden Bathypterois dubius, Alepocephalus rostratus, Lota (Lepto-
derma) macrurus aus 1804 m Tiefe, sowie Centrophorus, Centroseymnus,
Echinorhinus spinosus, Pristinurus melanostomus, Aphanopus carbo
erbeutet.
Alexander, A. B. Report on Statistics and Methods of the Fisheries.
Rep. Comm. Fish. Washington p. 121—162.
Aflalo, F. @. British Salt-water Fishes. Woburn Library of Natural
History. London 1904. 8vo. 328 pgg. 12 Taf.
Antipa, @. Die Clupeinen des westlichen Teiles des Schwarzen
Meeres und der Donaumündungen. Anzeiger der k. k. Akademie der
Wissenschaften, math. Naturw. Classe Wien 1904, p. 299—303. Vor-
läufiger Bericht.
An den Küsten des westlichen Teils des schwarzen Meeres laichen
6 Heringsarten. Clupea pontica Eichw., C. delicatula Nordm., €. eultri-
ventris Nordm. waren bekannt, neu beschrieben werden: Alosa nord-
manni n.sp., Olupea sulinae n. sp. ein Sprott u. Sardına dobrogica
n. sp. — Alosa pontica Eichw. wird in folgende neue Varietäten unter-
schieden: nn. varr. nigrescens,- danubii, russac Ant.; Diagnosen der
Genera: Clupea, Alosa, Sardinia, Sardinella nach Kiemendeckel,
Augenlider und Oberkiefer.
Arens. Über die Färbung der Forellen und die Farbe ihres Fleisches.
Allgem. Fischerei-Zeitung Jahrg. 29. p. 288—289.
Ariola, V. Pesci nuovi o rari per il Golfo di Genova. Annali del
Museo civico di storia naturale di Genova (3) 1, p. 153—168.
Pteroplatea altavela Lin., Raja undulata Lacep., Torpedo nobiliana
Bonap., Anguilla vulgaris var. kieneri Kaup., Nemichthys sp., Micro-
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 1
2 IV. Pisces für 1904,
stoma rotundatum Risso, Paralepis hyalina C. u. V., Hypsirhynchus
hepaticus Face., Eretmophorus kleinenbergi Gigl., Malacocephalus
laevis Günth., Julis pavo (Hasselq.), Callanthias peloritanus (Cocco),
Beryx decadactylus Cuv. et Val., Pimelepterus bosci Lac&p., Lampris
luna (Lin.), Callionymus phaeton Günth., Regalescus gladius Walb.,
Lophotes cepedianus Giorna.
Arnold, Paul. Trichogaster lalius Day. Natur und Haus, Jahrg. 12.
p. 183—185, 1 Taf.
Audige, J . (1). Note sur la structure de la partie ant£rieure du rein
de quelques poissons. Bull. Soc. Hist. nat. Toulouse T. 37. p. 31—33.
— (2). Sur la structure de la vessie urinaire de Barbus fluviatilis
Agassiz. Comptes Rendus de l’Association des Anatomistes 6. Sess.
p. 186—188.
Barbus, Squalius, Chondrostoma, Scardinius. Lage, Gestalt und
Bau der Harnblase. Ihre Blutgefäße. Der feinere Bau ihrer Wand.
Auerbach, M. Die Dotterumwachsung und Embryonalanlage von
Gangfisch und Äsche im Vergleich zu denselben Vorgängen bei der
Forelle. Karlsruhe. 28 pgg. 1 Taf.
: Coregonus, Thymallus. Verfasser tritt für Nüsslin ein.
| Ballowitz, E. (1). Über den Bau des Geruchsorgans der Cyeclo-
stomata. Sitzungsber. Akad. Wissensch. Berlin 1904, p. 671—676.
Petromyzon fluviatilis. Das unpaare Geruchsorgan besteht aus
dem Zuleitungsrohr, dem Riechsack und dem Nasengaumengang.
Morphologie und Histologie derselben.
— (2). Die Riechzellen des Flußneunauges (Petromyzon fluviatilis
L.). Archiv für mikroskopische Anatomie 64, p. 78—95, Taf. 6.
Die Riechzellen sind morphologisch scharf von den Stützzellen
getrennt. Sie liegen durch Stützzellen von einander geschieden, be-
sitzen einen Konus, von dem der Nervenfortsatz ausgeht. Das freie
Ende der Riechzelle ist knopfartig verdicht und trägt Cilien.
— (3). Über die Spermien des Flußneunauges (Petromyzon
fluviatilis L.) und ihre merkwürdige Kopfborste. Archiv für mikro-
skopische Anatomie 64. p. 96—120, T.7.
Der Kopf der Spermien ist polymorph, meist stäbchenförmig,
seltener kugelig. Eine elastische, sehr feine ‚Kopfborste“, die als
Spirale den Kopf durchzieht, steht mit der Geißel in Verbindung.
Banchi, Art. Morfologia delle arteriae coronariae cordis. Archivo
Italiano Anatomia e di Embriologica Firenze Vol. 3. p. 87—164.
38 Figg.
Die Herzarterien der Fische kommen bei den einzelnen Arten
mehr oder weniger direkt aus dem Branchialbogen hervor. Ein direkter
Vergleich mit den Verhältnissen, die bei höheren Wirbeltieren herrschen,
ist nicht möglich.
Bataillon, E. (1). Nouveaux essais de parthenogenese experimentale
chez les Vertebres inferieurs (Rana fusca et Petromyzon planeri).
Archiv für Entwicklungsmechanik 18. p. 1—56, fig. Taf. 1—4.
Die in Anwendung gebrachten Salz- und Zuckerlösungen bewirken
Plasmakonzentrationen und führen zur Entstehung unregelmäßiger
IV. Pisces für 1904. 3
Blastulae, mit welchen die Entwicklung endet. Die Furchung ist total.
Die Mitosen sind teils regelmäßig (Gleichgewichtsmitose), teils un-
regelmäßig (ohne Gleichgewicht). Auch normale Teilung kann vor-
kommen. Die Kinesen der ersten Furchungsstadien weisen Ana-
chronismen auf. Der Kern erleidet pro- und metamorphische Vor-
gänge.
Baudouin, M. M. Le Lercaeenicus sprattae, parasite de la Sardine
en Vendee. Comptes rendus hebdomadaires des Seances de l’Academie
des Sciences 139. p. 998 —1000.
Die Parasiten von Clupea pilchardus und Clupea sprattus aus der
Gruppe der Copepoden (Peroderma cylindricum, Lernaeascus, Lernae-
enicus monillaris Edw.).
Bean, B. A. A new Pelican Fish from the Pacific. Smithsonian
miscellaneous Collections 45. Quarterly issue; Washington 1,
p. 254, fig.
Gastrostomus pacificus n. sp. Der erste Pelikanfisch des pazifischen
Ozeans aus 2000—3000 Faden Tiefe, zwischen Guam und Midway.
Unterschiede von G. bairdü Gill.
Beard, 3. (1). A Morphological Continuity of Germ-Cells as the
Basis of Heredity and Variation. Rev. Neurol. Psychiatry Edinburgh
Vol. 2. p. 1-34, 114—142, 185—217, 2 Taf., 5 fig. Keimzellen der
Elasmobranchier.
— (2). The germ cells. Part I. Raia batis. Journal of Anatomy
and Physiol. London. Vol. 38. p. 82—102, 205—232, 341—359, Taf. 4, 5.
Die Keimzellen treten bei Raja batis am Ende der Furchungs-
stadien außerhalb des Embryos auf, sie sind farblos, glasig, kriechen
nach Art der Amöben; ihre Kerne sind einfach, hantelförmig oder
doppelt. Die Megasphären sind die Vorstadien der Keimzellen. Letztere
finden sich in den verschiedensten Stellen des Embryos, aber nie in
der Chorda, im Schwanze, in Neurepithelien und ın der Thymus.
Später hört die Wanderung der Keimzellen auf. Die Keimzellen im
Darmkanal degenerieren. Nester von Keimzellen liefern die Dermoid-
cysten. Die Degeneration geschieht durch Chromatolyse oder beginnt
mit pluripolaren Mitosen. Die in den Geschlechtsdrüsen sich an-
sammelnden Geschlechtszellen stellen Primitiveier dar. Das Blastoderm,
das erste Furchungsprodukt, ist die Anlage eines asexuellen Individuums,
Phorozoon, aus ihm wandern die Keimzellen in den Embryo. Ein
embryonales Keimepithel im Sinne Waldeyers gibt es nicht.
Belotti, €. Sopra una forma ibrida di Ciprinide esistente nei laghi
di Varano e Monate. Atti della Societä ital. di scienze nat. e del Museo
Milano 43, p. 1—6, Taf. 1.
Leuciscus erythrophthalmus L. X L. aula Bp.; Leueciscus erythro-
phthalmus L. X L. muticellus Bp.
Benham, W. B. An apparently new species of Regalecus (R. par-
keri). Transactions and Proceedings of the New Zealand Institute 36,
p. 198—200, Taf. 9.
Regalecus parkeri n. sp., Neu-Seeland.
1*
4 IV. Pisces für 1904.
Berg, L. S. Zur Systematik der Acipenseriden. Zool. Anz. 27,
p. 665—667.
Die Familie der Acipenseriden wird folgendermaßen eingeteilt:
1. Huso n. g.: huso L., H. dauricus Georgi. 2. Acipenser L., A. ruthenus
L., A. glaber Fitz. u. Heck., A. stellatus Pall., A. güldenstaedti Brandt,
A. sturio L., A. naccari Bonap., A. stenorhynchus Nicolsky, A. baeri
Brandt, A.sinensis Gray, A. micadoi Hilgend., A. kikuchü Jord.
u. Snyd., A. transmontanus Rich., A. medirostris Ayres, A. rubicundus
Le Sueur, A. brevirostris Le Sueur. 3. Scaphirhynchus Heckel: S. platy-
rhynchus Raffın. 4. Pseudoscaphirhynchus Nicosky: Ps. kaufmanni
Bogdanov, Ps. hermanni Kessl., Ps. fedtschenkoi Kessl. Diagnosen der
vier Gattungen, geographische Verbreitung der Arten.
Bernstein, J. u. Tschermak, A. Über das thermische Verhalten
des elektrischen Organs von Torpedo. Sitzungsberichte Akademie d.
Wissensch. Berlin 1904. p. 301—312, fig.
Torpedo. Das elektrische Organ der Fische ist eine endotherme
Kette und zwar eine Konzentrationskette. Bemerkungen über die
Entstehung der tierischen Elektrizität.
Bigelow, H. B. The sense of hearing in the Goldfish, Carassius
auratus L. The American Naturalist 38, p. 275—284.
Carassius vernimmt Töne vermittelst des Sackes, welcher dem
Sacculus und der Lagena der höheren Vertebraten entspricht.
Biget, A. u. Brasil, L. Description de la Faune de Sables jurassiques
superieur du Calvados. Memoires de la Societe Linneenne de Nor-
mandie. 21. p. 85—108, Taf. 1—4.
Bing, R. u. Burckhardt, R. Das Zentralnervensystem von Ceratodus
forsteri. Anatomischer Anzeiger 25, p. 588—599, fig.
Kurze Zusammenfassung der Forschungsergebnisse: Morphologie
des Gehirns, Ursprung der Hirnnerven. Angiologie. Histologie. Ver-
gleich des Ceratodusgehirns mit jenem des Protopterus. Primitive
Eigenschaften des Dipnoer-Gehirns.
Bizzozero, E. Sur la regeneration de l’epithelium intestinal chez
les Poissons. Archives italiennes de Biologie. Turin 41, p. 233—245.
Versuche über Regeneration des Darmepithels bei Barbus plebejus
(Val.), B. caninus (Cuv. et Val.), Cottus gobio (L.); Alburnus alborella
(De Filippi), Squalius cavedanus (Bonap.); Scyllium canicula (Linn.),
Torpedo marmorata (Risso).
Bluntschli, H. Der feinere Bau der Leber von Ceratodus forsteri,
zugleich ein Beitrag zur vergleichenden Histologie der Fischleber.
In: Semon, Zool. Forschungen 1, p. 333—375, fig., Taf. 35.
Die Leber von Neoceratodus forsteri verglichen mit den Ver-
hältnissen bei Acipenser, Anguilla und Barbus.
Böhi, U. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Leibeshöhle
und der Genitalanlage bei den Salmoniden. Morphol. Jahrb. 32,
p. 505—586, fig., Taf. 13.
Salmo salar, Salmo fario. Die Leibeshöhle bildet sich als Spalte
zwischen Somatopleura u. Splanchnopleura. Zeitangaben über das
Auftreten der Genitalzellen, der Genitalleiste und -Falte.
IV. Pisces für 1904. 5
Boehm, Gustav. Beiträge zur vergleichenden Histologie des Pan-
kreas. Dissertation. Rostock. 72 pgg. 2 Taf.
Esox.
Boeke, 3. (1). Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Teleostier.
II. Die Segmentierung des Kopfmesoderms, die Genese der Kopf-
höhlen des Mesektoderm der Ganglienleisten und die Entwicklung der
Hypophyse bei den Muraenoiden. Petrus Camper 2. p. 439—511, 25 Fig.
Taf. 8—10.
Das vordere Somitenpaar, welches bei der Kopfhöhlenbildung
unbeteiligt ist, liefert die Augenmuskeln. 1. Die Segmentierung des
Kopfmesoderms und die Genese der Kopfhöhlen. Durch Untersuchungen
an Muraena wird der Nachweis erbracht, daß auch bei Teleostiern der
Ausbildung der Kopfhöhlen eine, wenn auch nicht auf den Schnitt-
serien erkennbare, Segmentierung des Kopfmesoderms vorausgegangen
ist, welche das Mesoderm des Vorderkopfes, d. h. der Region, wo die
Kopfhöhlen sich zeigen, in mit Rumpfsomiten vergleichbare Abschnitte
zerlegte. — 2. Die Entwicklung des Herzens und die erste Entwicklung
des Blutkreislaufes: Die Anlage des Herzens, des Endocards und
des Pericards ist auf das Mesoderm zurückzuführen. — 3. Die Chorda
und das Mittelstück der Kopfhöhlen: Es besteht eine vollkommene
Continuität zwischen Chorda und Sclerotomeommissur und eine voll-
kommene Unabhängigkeit beider Gebilde von dem Entoderm. Die
Sclerotomeommissur geht nur aus der dorsalen Chordaplatte hervor.
Das vordere Ende der Hirnachse ist im vorderen Neuroporus oberhalb
des Recessus opticus, da wo das Gehirn am längsten mit dem Ektoderm
in Verbindung bleibt, zu suchen. Das Infundibulum ist eine ventrale
Bildung. — 4. Die Beteiligung des Ektoderms der Ganglienleiste am
Aufbau des Kopfmesoderms: Es läßt sich nachweisen, daß ein großer
Teil der Nervenleisten des Kopfes sich in Mesenchym (Mesectoderm)
umwandelt; daß bestimmte Abschnitte der Nervenleisten die Kopf-
nerven und Ganglien aus sich hervorgehen lassen; daß sich das ober-
flächliche Eetoderm wesentlich an dem Aufbau der Kopfganglien
beteiligt.
— (2). Over de ontwikkeling van het myocard bij Teleostei.
Versl. Akad. Amsterdam (3) 12. Deel. p. 374—381. 1 Taf.
Muraena, Myofibrillen im Myocard.
Bolton, H, The Palaeontology of the Lancashire Coal Measures.
Transactions of the Manchester Geological and Mining Society 28,
p- 378—420, 578—650 u. 668—689.
Borcea, 3. (1). Sur la glande nidamentaire de l’oviducte des
Elasmobranches.. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de
Academie des Sciences. 138, p. 99—101.
Die Eileiterdrüse der Elasmobranchier zerfällt in 2 Teile, von
denen der eine Eiweiß, der untere das Horn der Schale liefert. Histologie
der beiden Teile. Die chemische Beschaffenheit des ausgeschiedenen
Eiweißes ist bei Raja und Scyllium verschieden.
— (2). Des diffrences de structure histologique et de secretion
entre le rein anterieur et le rein posterieur chez les Elasmobranches
0) IV. Pisces für 1904.
mäles. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances de l’Academie des
Sciences 138. p. 1342 u. 1343.
Verschiedenheit der Struktur und Sekretion des vorderen und
hinteren Nierenabschnittes der männlichen Plagiostomen.
— (3). Sur le developpement du rein et de la glande de Leydig
chez les Elasmobranches. Comptes Rendus hebdomadaires des Seances
de l’Acad&mie des Sciences Paris 139, p. 747—749.
Die Entwicklung der Niere und der Leydigschen Drüse werden an
Embryonen untersucht. Mustelus, Acanthias, Squatina, Galeus
bilden bezüglich der Nierenentwicklung eine primitive, die Rajiden eine
höhere Gruppe.
— (4). Sur un cas de conformation anormale de l’oviducte droit
chez une Petite Roussette, Seyllium canicula 9. Bulletin Societe
zoologique de France 29, p. 138—140.
In der Leibeshöhle eines Scyllium canicula wurden vier nur Ei-
weis enthaltende Eier gefunden. Ovarıum und Eileiter waren normal
entwickelt, der Uterus bildete einen massiven Strang ohne Höhlung.
— (5). Sur les entonnoirs segmentaires du Centrina risso salviani d.
Bulletin de la Societ& scientifique et medicale de I’Ouest France 13,
p. 108—110. Travaux Universite Rennes 3, 1904, p. 168 u. 179.
Centrina salvianı; Samenleiter.
— (6). Quelques observations sur une Epinoche, Gasterosteus
aculeatus (Variete leiurus ©. et V.), provenant d’une riviere se deversant
au fond de la Baie Aber, pres du Laboratoire de Roscoff. Bulletin
de la Societ& zoologique de France 29. p. 140 u. 141.
Die Mitteilung Möbius’ (Archiv f. mier. Anatomie XXV. [1885]
p. 554—562), daß bei Spinachia vulgaris das Epithel der Nieren-
kanäle Veränderungen zeigt, welche in Beziehung stehen zur Bildung
‚ des Schleimes, mit dem das Nestmaterial verklebt wird — wird für
Gasterosteus aculeatus bestätigt. — Möglichkeit Gasterosteus aculeatus
var. trachurus lebend zu erhalten durch tägliches Umsetzen aus Salz-
wasser in Süßwasser. Süßwasserstichlinge aus dem Binnenland sterben
im Seewasser nach drei Tagen. Gobius minutus.
— (7). Quelques considerations sur l’appareil urinaire des Elas-
mobranches. Bull. Soc. Zool. France 29. p. 143—148. 2 Figg.
Harnapparat von Squatina angulus, Acanthias vulgaris, Galeus
canıs, Mustelus vulgaris, Scyllium catulus, Sc. canicula, Pristiurus
melanostomus, Carcharias glaucus, Raja batis, clavata, mosaica,
radula. Die Niere des Weibchens hat bei allen Arten dieselbe Struktur.
Die Niere der Männchen zeigt im hinteren Abschnitt denselben Bau,
wie jene der Weibchen, der vordere Abschnitt, die Leydigsche Drüse,
secerniert keinen Harn, sondern eine Flüssigkeit zur Ernährung der
Spermien. Der Leydigsche (Wolffsche) Kanal ist Spermiduct, in dem
die Spermien ausreifen.
Borchert, Max. Über Markscheidenfärbung bei niederen Wirbel-
tieren. Arch. Anat. Physiol. physiol. Abt. 1904. p. 572—55.
Mit Osmiumsäure:; Selachiergehirn.
IV. Pisces für 1904. 7
Borne, Max von dem. Taschenbuch der Angelfischerei. 4. Autı.
neu bearbeitet u. ergänzt von Horst Brehm. Berlin, Paul Parey. 8°.
377 pp. Fig. geb. M. 4,50.
Borsieri, Clementina (1). Contributione alla conoscenza della
fauna ittiologica della Colonia Eritrea. Annali del Museo civico di Storia
di Genova (3) 1. p. 187—220.
Epinephelus hemistietus (Rüpp.), E. summana (Forsk.), E. stoli-
czkae Day., Apogon aureus (Lacep.), Apogon bifasciatus Rüpp.,
A. auritus Cuv. Val., Cheilodipterus lineatus (Forsk.).), Lutjanus
lioglossus Blkr., L. fulviflamma (Forsk.), Anthias squamipinnis Ptrs.,
Therapon theraps Cuv. Val., Therapon jarbua (Forsk.), Caesio coeru-
laureus Lacep., Scolopsis ghanam (Forsk.), Lethrinus variegatus
Cuv. Val., Sebastes rubropunctatus (Cuv. Val.), Scorpaena aurita Rüpp.,
Trichiurus haumela (Forsk.), Chaetodon larvatus Cuv. Val., Hola-
canthus asfur (Forsk.), Holocentrum sammara (Forsk.), Holocentrum
rubrum (Forsk.), Teuthis sigane (Forsk.)?, Caranx fulvoguttatus
(Forsk.), Caranx erumenophthalmus (Bloch), Psenes sp.?, Echeneis
naucrates Linn., Naucrates ductor (Linn.), Pseudochromis olivaceus
Rüpp., Antennarius marmoratus (Less.), Gobiodon rivulatus Rüpp.,
Gobius coeruleopunctatus Rüpp., G. echinocephalus Rüpp., G. nebulo-
punctatus Cuv. Val., G. albopunctatus Cuv. Val., G. ornatus Rüpp.,
Eleotris prasinus Klunz., E. cyanostigma Blkr., E. periophthalmus
Blkr., Apocryptes petersii Klunz., Salarias quadricornis Ouv. Val,,
S. kirkii Günth., $. unicolor Rüpp., S. fuscus Rüpp., Blennius hypenetes
Klunz., Petroseirtes ancylodon Rüpp., P. kallosoma Blkr., P. mitratus
Rüpp., P. vinciguerrae n. sp., Atherina pinguis Lacep., Glyphinodon
coelestinus Cuv. Val., Pomacentrus eyanostigma Rüpp., P. trilineatus
Cuv. Val., Dascyllus marginatus (Rüpp.), D. cyanurus Rüpp., D.aru-
anus Cuv. Val., Platyglossus scapularis (Benn.), Cheilinus trilobatus
Lacep., Pseudoscarus ghoban (Forsk.), P. niger (Rüpp.), Cheilinus
radiatus (Bloch), Rhomboidichthys pantherinus (Rüpp.), Hemi-
rhamphus gamberur Rüpp., Belone robustus Günth., Clupea quadri-
maculata Rüpp., Spatelloides gracilis (Schleg.), Cyprinodon dispar
(Rüpp.), Muraena nebulosa Ahl., M. geometrica Rüpp., Ophichthys
arenicola Klunz., Syngnathus flavofasciatus Rüpp., Monacanthus sp. ?,
Östracion eubicus Linn., Tetrodon stellatus (Blkr.).
— (2). Materiali per una fauna dell’ Arcipelago Toscano. Isola
del Giglio. I. Sulla presenza nell’ Isola del Giglio del Gobius knerii
Steind., e sulla sua identit& col Gobius steindachnerii Kolomb. Annali
del Museo civico di Storia di Genova (3) 1, p. 7—13.
Gobius steindachnerii Kolomb. = G. kneri Stdr.
Boulenger, 6. A. (1). Teleostei (Systematic Part.). Cambridge
Natural History 7, p. 539—727, fig.
Synopsis der Unterordnungen und Familien. Vergl. auch Bou-
lenger (5).
— (2). Report on the Fishes collected by Mr. Oscar Neumann
and Baron Carlo von Erlanger in Gallaland and Southern Ethiopia.
8 IV. Pisces für 1904.
Proceedings of the Zoological Society London 1903, II. p. 328—334,
Tafel 29—31.
Mormyrus kannume Forsk., Hydrocion forskalii Cuv.; Alestes
affinis Gthr., A. macrolepidotus Cuv., Micralestes acutidens Cuv.,
Labeo neumanni.n. sp., L. eylindricus Peters, Synopsis der afrikanischen
Arten dembeensis Rupp., johnstonii Blgr., vineiguerrae Blgr., blanfordi
n.sp., quadrimaculatus Rüpp. Dicognathus makiensis n. sp.; Barbus
erlangeri n. sp., B. paludinosus Pet., Barilius niloticus Joannis, B. loati
Blgr., Neobola bottegi Vincig., Clarias robecchi Vincig., Chiloglanis
modjensis n. sp., ©. deckenii Peters, Ch. niloticus Blgr., C. brevibarbis
Blgr., Haplochilus antinorii Vincig., Tilapia nilotica L.
— (3). Descriptions of tree new Fishes discovered by the late
Mr. J. S. Budgett in the Niger. Proceedings of the Zooleniee Society
London 1904, 1, p. 197—199, Taf. 7 u. 8.
Synodontis resupinatus n. sp.; 260 mm, Barteln verzweigt, Bauch
dunkler als der Rücken. Marcusenius budgetti n. sp; 190 mm. Gnatho-
nemus gilli n. sp., 245 mm, steht zwischen G. cyprinoides L., mento
Blgr., monteiri Gthr. einerseits und G. ussheri Gthr., greshoffi Schilth.
bezüglich der Stellung der Analflosse.
— (4). On the type specimen of a West African Fish, Clarias
laeviceps Gill. Proceedings of the Zoological Society London 1904. 1.
p. 200 u. 201.
Clarias laeviceps Gill, Diagnose nach dem Typus der N. S. Nat.
Museum.
— (5). A synopsis of the Suborders and Families of Teleostean
Fishes. Annals and Magazine of Natural History (7) 13, p. 161—190.
— Auch Deutsch v. F. Hilgendorf, Arch. Naturg. 1904, 1. p. 197—228.
Boulenger untersuchte vornehmlich die Skelete einer neuen
Klassifikation der Teleostier, deren wichtigster Charakter im Gegen-
satz zu den Ganoidei Holostei im Vorhandensein eines verknöcherten
Supraoccipitale erblickt wird. Die Einteilung ist folgende:
1. Unterordnung: Malacopterygii mit 21 Familien: Pholi-
dophoridae (foss.), Archaeomaenidae (foss.), Oligopleuridae (foss.),
Leptolepididae (foss.), Elopidae, Albulidae, Mormyridae, Hyodontidae,
Notopteridae, Osteoglossidae, Pantodontidae, Ctenothrissidae (foss.),
Practolaemidae, Saurodontidae (foss.), Chirocentridae, Clupeidae,
Salmonidae, Alepocephalidae, Stomiatidae, Gonorhynchidae, Cro-
merlidae.
2. Unterordnung: Ostariophysi mit 6 Familien: Chara-
cinidae, Gymnotidae, Cyprinidae, Siluridae, Loricariidae, Aspredinidae.
3. Unterordnung: Symbranchii mit 2 Familien: Sym-
branchidae, Amphipnoidae.
4. Unterordnung: Apodes mit 5 Familien: Anguillidae, Ne-
michthyidae, Synaphobranchidae, Saccopharyngidae, Muraenidae.
5. Unterordnung: Haplomi mit 14 Familien: Galaxiidae,
Haplochitonidae, Enchodontidae (foss.), Esocidae, Dalliidae, Scopelidae,
Alepidosauridae, Cetomimidae, Chirothrieidae (foss.), Kneriidae,
Cyprinodontidae, Amblyopsidae, Stephanoberycidae, Percopsidae.
IV. Pisces für 1904. 9
6. Unterordnung: Hetero m i mit 5 Familien: Dercetidae (foss.),
Halosauridae, Lipogenyidae, Notacanthidae, Fierasferidae.
7. Unterordnung: Catosteomi mit 11 Familien: 1. Gruppe
Selenichthyes: Lamprididae; 2. Gruppe Hemibranchii:
Gasterosteidae, Aulorhynchidae, Protosyngnathidae (foss.), Aulo-
stomatidae, Fistulariidae, Centriscidae, Amphisilidae; 3. Gruppe
Lophobranchii: Solenostomidae, Syngnathidae; 4. Gruppe
Hypostomides: Pegasidae.
8. Unterordnung: Peresoces mit 12 Familien: Scombresocidae,
Ammodytidae, Atherinidae, Mugilidae, Polynemidae, Chiasmodontidae,
Sphyraenidae, Tetragonuridae, Stromateidae, Icosteidae, Ophio-
cephalidae, Anabantidae.
9. Unterordnung: Anacanthini mit 3 Familien: Macruridae,
Gadidae, Muraenolepididae.
10. Unterordnung: Acanthopterygii: 1. Abteilung
Perciformes mit 36 Familien: Berycidae, Monocentridae, Pem-
pheridae, Serranidae, Pseudochromididae, Cepolidae, Hoplognathidae,
Sillaginidae, Sciaenidae, Scorpididae, Caproidae, Centrarchidae,
Cyphosidae, Lobotidae, Taxotidae, Nandidae, Percidae, Acro-
pomatidae, Gerridae, Lactariidae, Trichodontidae, Pristipomatidae,
Sparidae, Mullidae, Latriidae, Haplodactylidae, Chaetodontidae, Dre-
panidae, Ophiromenidae, Acanthuridae, Theutididae, Embiotocidae,
Cichlidae, Pomacentridae, Labridae, Scaridae. — 2. Abteilung Scom-
briformes mit 9 Familien: Carangidae, Rhachicentridae, Scom-
bridae, Trichiuridae, Histiophoridae, Xiphiidae, Luvaridae, Cory-
phaenidae, Bramidae. — 3. Abteilung Zeorhomb i mit 3 Familien:
Zeidae, Amphidistiidae (foss.), Pleuronectidae. — 4. Abteilung Kurti-
formes mit 1 Familie: Kurtidae. — 5. Abteilung Gobiiformes
mit 1 Familie: Gobiidae. — 6. Abteilung: Discocephali mit
1 Familie: Echenoididae. — 7. Abteilung Scleroparei mit 11
Familien: Scorpaenidae, Hexagrammidae, Comephoridae, Rhampho-
cottidae, Cottidae, Cyclopteridae, Platycephalidae, Hoplichthyidae,
Agonidae, Triglidae, Dactylopteridae. — 8. Abteilung Jugulares
mit 15 Familien: Trachinidae, Percophiidae, Leptoscopidae, Noto-
theniidae, Uranoscopidae, Trichonotidae, Callionymidae, Gobieso-
cidae, Blennidae, Batrachidae, Pholididae, Zoareidae, Congrogadidae,
Ophidiidae, Podatelidae. — 9. Abteilung mit 2 Familien: Trachypteridae,
Lophotidae.
11. Unterordnung: O pisthhom imit 1 Familie: Mastacembelidae.
12. Unterordnung: Pediculati mit 5 Familien: Lophiodiidae,
Ceratiidae, Antennariidae, Gigantactinidae, Malthidae.
13. Unterordnung: Pleetognathi: 1. Abteilung Sclero-
dermi mit 4 Familien: Triacanthidae, Triodontidae, Balistidae,
Östraciontidae. — 2. Abteilung Gymnodontes mit 3 Familien:
Tetrodontidae, Diodontidae, Molidae.
— (6). Description of a new Barbus from Cameroon. Annals and
Magazine of Natural History (7.) 13. p. 237 u. 238.
Barbus mieronema n. sp. Länge 340 mm. Kribifluß.
10 IV. Pisces für 1904.
— (9). Diagnoses of three new spezies of Barbus from Lake
Vietoria.. Annals and Magazine of Natural History (7.) 13. p. 449
u. 450.
Barbus mieronema n.sp.; B. nummifer n.sp.; B. macropristis
n.sp.; B. doggetti n. sp.
— (8). Descriptions of new West African freswater Fishes. Annals
and Magazine of Natural History (7.) 14. p. 16—20.
Haplochilus macrurus n. sp., Amphilius atesuensis n. sp.; Chilo-
glanis cameronensis n.sp., ©. batesii n.sp.; Barbus ansorgii n. sp.,
B. walkeri n. sp.; Progatopus n. g. (Cyprinodontidae) nototaenia n. sp.
— (9). On a new Cyprinodontid Fish from Egypt. Annals and
Magazine of natural History (7.) 14. p. 135 u. 136.
Haplochilus schoelleri n.sp. Diagnosen und analytische Tabelle
zur Bestimmung der 5 bekannten Arten: Haplochilus schoelleri Blegr.,
H. loati Blgr., H. marni Stdr., H. bifasciatus Stdr., H. antinorii Vincig.
— (10). Description of a new Fish of the Genus Alestes from
Natal. Annals and Magazine of Natural History (7.) 14. p. 155.
Alestes natalensis n. sp.
— (11). Barbus eutaenia and B. holotaenia, new names for Barbus
kessleri Günther nec Steindachner. Annals and Magazine of Natural
History (7.) 14. p. 218.
Barbus caudimaculata Gthr. = B. kessleri Stdr; B. eutaenia
n.n. — B. kessleri Gthr. von Angola. B. holotaenia n. n. = B. kessleri
Gthr. von Ogowe-Congo.
Bounbiol, 3. P. Reögime respiratoire des Poissons marins vivant
en captivite. Compte-Rendu Association frangaise pour l’avancement
des Sciences 32, p. 813—815.
Die Ursachen, warum die Fische in den Aquarien leiden, werden
erörtert; vor allem ist der wechselne, stets abnehmende Luftgehalt
nachteilig. Man gebe dem Tier die Möglichke‘t seine vegetativen
Funktionen regelmäßig auszuüben und erhalte die Zusammensetzung des
Mediums konstant.
Boveri, T. (1). Über die phylogenetische Bedeutung der Seh-
organe des Amphioxus. Zool. Jahrb., Suppl. 7, p. 409—428, fig.
Die Pigmentflecken am Zentralkanal des Rückenmarks von Am-
phioxus sind die Grundlagen für das Craniotenauge. Vergleich der
Sehzellen des Amphioxus mit den Stäbchen- und Zapfenzellen der
Cranioten.
— (2). Bemerkungen über den Bau der Nierenkanälchen des
Amphioxus. Anat. Anz. 25, p. 599—604, fig.
Die Fadenzellen in der medialen Wand des subchordalen Coeloms,
welche in die Nierenkanälchen eindringen, gleichen den Röhrenzellen
oder Solenocyten in den Nephridien der Anneliden. Die Seitenröhren
haben offene Mündung. Die Solenocytenzellen sind modifiziertes
Peritonealepithel.
Brauer, A. (1). Die Gattung Myctophum. Zoologischer Anzeiger
28, p. 377—404, fig.
IV. Pisces für 1904. 11
Die Leuchtorgane werden zur systematischen Einteilung benutzt
(nach dem Vorgange Lütkens 1892). Myetophum, Nyetophus, Lam-
panyetus sind die 3 unterschiedenen Untergattungen. Bestimmungs-
tabellen. Diagnosen der von der Valdivia-Expedition gesammelten
Arten: Myetophum valdiviae n. sp. Atlant. u. Indisch. Ozean,
M. splendidum n.sp. ebenda, M. luetkeni n.sp. Indischer Ozean;
M. microps n. sp. ebenda, M. elucens n. sp. ebenda, M.'fulgens n. sp.
Indischer Ozean; M. procerum n.sp. Agulhas-Bank, M. nigrescens
n.sp. indischer Ozean, M. macropterum n.sp. Indischer Ozean.
— (2). Über die Leuchtorgane der Knochenfische. Verhandlungen
Deutsche zoologische Gesellschaft. 14. Versammlung p. 16—34. 15 Figg.
Untersucht wurden 24 Gattungen: Dolopichthys, Gigantactıs,
Chaunax, Halicmetus, Stomias, Dactylostomias, Melanostomias, Chau-
liodus, Malacosteus, Idiacanthus, Astronesthes, Bathylynchus, Sterno-
ptyx, Argyropelecus, Polyopnus, Photichthys, Maurolicus, Ichthyo-
coccus, Diplophos, Gonostoma, Cyclothone, Myetophum, Neo-
scopelus, welche in die Familien Ceratiiden, Onchocephaliden,
Stomatiden, Stermoptychiden, Gonostomiden, Myctophiden gehören.
Die Tentakelorgane der Ceratiden u. Onchocephaliden sind um-
gewandelte Strahlen der Rückenflosse mit Tastfäden, Tastpapillen
und -Drüsen, welche nach außen münden. — Bei gewissen Stomatiden
finden sich an der Schwanzflosse (Idiacanthus), an der Bauchflosse
(Dactylostomias) oder am Kiemendeckel (Bathylynchus) Organe
mit geschlossenen Drüsen. Eine dritte Gruppe sind geschlossene
kugelige oder ellipsoide Säcke ventral hinter dem Auge liegend (Malaco-
steus), die mit Reflektor und Pigmenthülle umgeben und mit Muskeln
versehen sind. Cutis und Epidermis über dem Organ sind durchsichtig.
Die 4. Gruppe der Leuchtorgane umfaßt sehr verschiedenartige Gebilde,
sie liegen in der Cutis, ev. unter den Schuppen, besitzen Pigment-
mantel, Kapsel mit Binnenkörper und mannigfache Drüsenzellen.
Verschiedene Typen bei Gonostoma, Malacosteus, Cyclothone. Die
Organe liegen mit Ausnahme von Sternoptyx, Angyropelecus, Poly-
ipnus getrennt. Bei Stomatiden kommen auch in der Epidermis Leucht-
organe vor. Orbitale Organe senden ihr Licht in die vorderen Augen-
kammern; sie fehlen nur den Myctophiden. Auch Doppelorgane treten
auf, welche das Licht in das Auge und nach außen entsenden. Bio-
logische Bedeutung: Verschiedenartigkeit der Leistung:Anlockungs-,
Abschreckungsmittel, Erleuchtung der Umgebung, Zeichnung des
eigenen Körpers zum Erkennen der Artgenossen und Geschlechter.
— (3). Auge von Sternoptyx und Myctophiden. Verhandlungen d.
Deutsch. zoologischen Gesellschaft 14. Versammlung. p. 241.
Sternoptyx mit Teilung des Opticus außerhalb der Corioidea und
doppeltem Eintritt in die Retina (2 papillae nervi optici). Das Stratum
pigmenti retinae der Myctophiden verliert das in der Jugend vor-
handene Pigment. Ausbildung eines Tapetum lucidum.
Braus, H. Tatsächliches aus der Entwicklung des Extremitäten-
skelettes bei den niedersten Formen. Zugleich ein Beitrag zur Ent-
wicklungsgeschichte des Skelettes der Pinnae und der Visceralbogen.
119 IV. Pisees für 1904.
Festschr. Haeckel, Denkschr. Med. Naturw. Ges. Jena 11. p. 377
—436, 13 fig., Taf. 13 u. 14.
Spinax, Heptanchus, Centrophorus. Die frühen Stadien der An-
lage des Beckens stimmen mit jenen des Schultergürtels überein.
Die Entwicklung des Skelets der unpaaren Flossen zeigt keine den
paarigen Flossen analogen Verhältnisse. Unterschiede in der Anlage
der Radien der Pinnae und jener der Pterygia. Die Kiemenbogen
werden durch viscerale, die Radien der Pterygia durch spinale Mus-
kulatur bewegt. Die Bildung des Schultergürtels ist unabhängig von
bestimmten Myotomen. Die Transplanation einer Brustflossenanlage
in die Nähe des Beckengürtels glückte.
Bridge, T. W. and &. A. Boulenger. Fishes. Cambridge nat. Hist.
Vol. 7. p. 139—727, 350 fig. (Vgl. auch: Theo. Gill. Science N. S. Vol. 21.
p- 653—661.)
Allgemeines und ‚non Teleostei‘.
Briot, A. (1). Sur l’existence d’une kinase dans le venin de la Vive
(Trachinus draco). Comptes-Rendus hebdomadaires des Seances
et Memoires de la Societ& de Biologie 56, p. 1113 u. 1114.
Das Gift des Trachinus draco ist imstande, inaktiven Pankreassaft
in die tätige Form umzusetzen. In dem Gift des Trachinus gibt es eine
Kinase, ebenso wie in dem Gift der Schlangen, nur ist sie weniger
stark.
— (2). La Rascasse a-t-elle un venin? Comptes-Rendus hebdo-
madaires des Seances et m&moires de la Societ@ de Biologie 57. p. 666
u. 667.
Durch Versuche wurde festgestellt, daß die Stacheln der das Mittel-
meer bewohnenden Arten der Gattung Scorpaena nicht giftig sind.
Broili, F. Über Diacranodus texensis Cope (= Didymodus?
compressus Cope). Neues Jahrbuch f. Mineralogie, Geol. u. Palae-
ontologie) Beilage-Band 19, p. 467—484, Taf. 24 u. 25.
Kopfskelet, Visceralskelet (Kieferbogen, Zungenbeinbogen), Zähne.
Diagnose der Gattung Diacranodus. Diacranodus texensis Cope
stellt gegenüber dem europäischen Pleuracanthus das entsprechende
Element in den permischen Ablagerungen von Texas dar.
Broman, 3. Die Entwicklungsgeschichte der Bursa omentalis
und ähnliche Receßbildungen bei Wirbeltieren. Wiesbaden. 611 pgg.
650 Figg. 20 Taf.
Ceratodus, Salmo, Esox, Lota, Platessa, Lepidosteus, Scyllium,
Raja, Scymnus, Spinax, Torpedo, Acanthias, Petromyzon, Bdello-
stoma, Amphioxus. Von den 130 Leitsätzen lauten die auf Fische
bezüglichen wie folgt: Die Leber der Cycelostomen wird durch 2 offene
Rezesse vom Darmkanal isoliert, für das Pankreas war kein eigener
Rezeß nachzuweisen. Die Selachier haben als Embryonen einen taschen-
förmigen Recessus mesenterico-entericus zur Trennung des Pankreas
und der Milz vom Darmkanal; bei allen erleiden die Mesenterien
sekundäre Veränderungen. Lepidosteus hat 2 dorsale Leberligamente.
Die Embryonen von Salmo zeigen einen Rezessus mesent., der bei er-
wachsenen Tieren nicht mehr zu erkennen ist. Ceratodus hat als Em-
IV. Pisces für 1904. 13
bryo einen Recessus hepato - mesent, der Leber und Plica mesogastrica
später auch Lunge und Pankreas vom Darmkanal trennt.
Brüning, €. Rhinichthys atronasus. Natur und Haus Jahrg. 12.
p. 164—166, 1 fig.
v. Buchwald, 6. Regesten aus den Fischerei-Urkunden der Mark
Brandenburg 1150—1710. Berlin 1903.
Buxbaum, L. Die Wanderung der Mainfische im Frühjahr 1904.
Allgem. Fischerei-Ztg. Jahrg. 29. p. 223—224.
Bykowski, L. u. Nusbaum, J. Beiträge zur Morphologie des para-
sitischen Knochenfisches Fierasfer Cuv. Bulletin international de l’Aca-
dömie des Sciences Cracovie 1904, p. 409—424, Taf. 11.
I. Die Schwimmblase mit besonderer Berücksichtigung der Gas-
drüse bei Fierasfer acus Kaup., F. dentatus Cuv. Die Wand der Blase
besteht aus vier Schichten, welche beschrieben werden. Das wichtigste
Organ der Schwimmblase ist der „rote Körper“, mit welchem die
„Gasdrüse‘ (Jäger) eng zusammenhängt. An zwei Stellen der Schwimm-
blasenwand befinden sich Wundernetze der Blutgefäße (Histologie
derselben). Nach innen vom vorderen Wundernetz bildet das mehr-
schiehtige Epithel die Gasdrüse oder den Epithelkörper. In demselben
verlaufen die Blutgefäße zwischen den Epithelzellen und dringen mit
einem blinden sackförmig erweiterten Ende in sie ein. Das umgebende
Plasma zeigt Körnchenstreifung. Veränderungen der tätigen Zellen
des Epithelorgans. Entstehung der Gasbläschen im Plasma. der
Drüsenzellen. Diese geben den gasförmigen Inhalt der Schwimm-
blase ab. Die Schwimmblase erhält auch Gas aus den Hohlräumen
zwischen den Zellen. Die Hohlräume entstehen aus Blutkapillaren.
Struktur und Funktion der am vorderen Ende der Schwimmblase
entspringenden, spiralig gedrehten Muskeln. Sie spielen eine ähnliche
Rolle wie die Weberschen Gehörknöchelchen vieler Knochenfische.
Calderwood, W. L. The Bull Trout of the Tay and of Tweed.
Proceedings of the Royal Society of Edinburgh. 25 1 1905 (erschien
separat 1904), p. 27—38. Tat.
„Salmon bull trout‘“‘“ Parnell aus dem Tay ist verschieden von
Salmo eriox und von Salmo trutta, vielleicht = Salmo_ salar.
Messungen an 11 9. Parasiten; „bull trout“ des Tweed ist tat-
sächlich eine trout = Salmo eriox Yarell. Messungen an 6 9.
Cameron, 3. On the presence and significance of the Superior
Commissure troughout the Vertebrata. Journal de l’Anatomie et de la
Physiologie normales et pathologiques (2) 18, p. 275—292, Taf. 25
u. 26.
Die obere Commissur der Teleostier besteht größtenteils aus
Fasern, welche zwischen den Ganglia habenulae der gegenüberliegenden
Seite hindurchgehen, während einige von ihnen zu den Epiphysen-
elementen in Beziehung treten. Abweichend von der Ansicht Hills
(1894).
Carazzi, D. (1). Sulla eircolazione arteriosa cardiaca ed esofagea
dello Sceyllium catulus (= stellare): Nota preliminare. Monitore
Zoologico italiano 15, p. 147 u. 148. Zu Carazzi (3).
14 IV. Pisces für 1904.
— (2). Sulla Selache maxima. Zool. Anz. 28, p. 161—165, fig.
'i Angaben über die in den letzten Jahren gefangenen Exemplare,
das letzte bei Sardinien. Größenangabe, Morphologie und Anatomie.
Parasiten wurden nicht gefunden. Die von Pavesi aufgestellte Regel
über die Metamorphose der Schnauze wird nicht anerkannt. Der bei
alten und jungen vorkommende Haken ist in seiner Größe verschieden.
Die Augenstellung ist immer dieselbe.
— (3). Sulla circulazione cardiaca ed esofagea dello Scyllium
catulus. Internationale Monatsschrift für Anatomie u. Physiologie 21.
p. 1—18, fig. 1, Taf. 1.
Scyllium catulus = stellare. 1. Arteria coronaria. 2. A. epigastrica,
epicoracoidea u. coracoidea, 3. Arteria pericardialis, cardio-cardiaca,
4. A. oesophagi superioris.
Cargiulo, A. Contributo all’ Istologia del tessuto di sostegno
nelle glandole. Rivista italiana di Scienze Naturali 24, p. 5—12.
Beiträge zur Histologie der Leber und Niere der Fische.
Carlos de Braganca. Resultados duo investigacöes scientificas
a bordo do Yacht ‚Amelia‘. Ichthyologica. II. Lisbon, 1904. 1 to.
107 p. 2 Tafeln.
ÖOdontaspis nasutus n. sp.; Etmopterus spinax L. ; E. pusillus Lowe.
Carlson, A. J. The rate of the nervous impulse in the
spinal cord and in the vagus and the hypoglossal nerves of the Cali-
fornian Hagfısh (Bdellostoma dombeyi). The American Journal of
Physiologie 10, p. 401—418.
Die Schnelligkeit der Reizleitung in den genannten Nerven.
Carlton, F. €. The color changes of some Fishes. Science (2) 19,
p. 245.
Fundulus heteroclitus. Beziehungen zwischen Farbwechsel und
nervösen Einflüssen.
... Catalogue des Poissons du Nord de l’Europe, avec les
noms vulgaires dont on se sert dans les langues de cette region. Conseil
permanent international pour l’exploration de la mer. Publications
des circonstance No. 12. Kopenhagen 1904.
375 Arten in systematischer Ordnung mit lateinischen, deutschen,
englischen, dänischen, finnischen, flämischen, französischen,
holländischen, norwegischen, russischen, schwedischen Namen.
Cavali&, M. (1). La vesicule biliaire et sa eirculation arterielle
chez Torpedo galvani, chez Galeus canis et chez Seyllium catulus.
Travaux Laboratoires d’Arcachon. Univ. Bordeaux. Societe scientifique
et station zoologique 7. p. 23—28. fig.
Die Gallenblase und ihre arteriellen Gefäße.
— (2). Les chromoblastes du tegument externe dorsal de Torpedo
galvani. Comptes Rendus hebdomadaires des seances et memoirs
de la Societe de Biologie. Paris. T. 56. p. 46—47.
Die Chromoblasten der dorsalen äußeren Haut, ihre Lage, Gestalt,
Fortsätze, Granulationen. Das Verhältnis der Chromoblasten zu
sezernierenden Epidermiszellen, welche von ihnen umlagert werden.
IV. Pisces für 1904. 15
— (3). Les ramifications nerveuses dans l’organe electrique de
la Torpille (Torpedo galvani). Bibliographie anatomique. Paris 13.
p. 214—220, 5 Fig.
Torpedo; in der unteren Schicht der elektrischen Platten ver-
laufen in der sekundären Nervenscheide oder in der Grundsubstanz
Fibrillen, welche sich verästeln. Sie folgen an Nervengabelungen teils
dem einen, teils dem anderen Nervenfaserzug oder sie gabeln sich selbst.
Anastomosen wurden nicht gesehen.
— (4). Recherches sur les ramifications nerveuses dans les James
de l’organe electrique de Torpedo galvani. Comptes Rendus hebdo-
madaires des seances et m&moirs de la Societe de Biologie. Paris.
T. 56. p. 653—654.
Es werden zwei Schichten von Nervenfasern, dazwischen eine Lage
von Gefäßen erkannt. Einzelheiten über den Bau der Nervenfasern, ihre
Scheide, Endigungen, Verzweigungen.
Chapman, F. u. Pritchard, 6. B. Fossil Fish Remains from the
Tertiaries of Australia. Part I. Proceedings of the Royal Society of
Victoria (2) 17, p. 267—297, Taf. 11 u. 12.
Galeocerdo clavisi n. n. für Notidanus marginali Dav. part.
(foss.); Cestracion cainozicus n.sp.; Asteracanthus cocaenicus Tate
(foss.); Notidanus jenningsi n.sp. (foss.); Acanthias geelongensis
n. sp. (foss.).
Chiarini, Piero. Cambiamenti morfologici che si verificano nella
retina dei Vertebrati per azione della luce e dell’ oseuritä. Parte 1.
La retina dei Pesci e degli Anfibi. Bull. Accad. Med. Roma. Anno 30.
p. 75—110.
Leueiseus. Licht bedingt die Kontraktion und Wanderung der
Pigmentzellen, sowie die Verringerung des Pigmentes. Dunkelheit
fördert die Vermehrung des Pigmentes. Weitergehende Form-
veränderungen der Pigmentzellen.
Choffat, Paul. Le Cretacique dans l’Arrabida et dans la contree
d’Ericeira. Comm. Serv. geol. Portugal T. 6. p. 1-55.
Coelodus anomalus n. sp. by F. Priem p. 52—53, 1 fig.
Ciaceio, Carm. Sui caratteri citologiei e mierochimiei delle cellule
cromaffini. Anatom. Anzeiger. 24. p. 244—253. 11 Figg.
Chromaffine Zellen der Suprarenalkörper der Elasmobranchier.
Clieny, A. (I). Sur l’ethologie du Hareng. Comptes-Rendus
hebdomadaires des seances et M&moires de la Societe de Biologie 57,
p. 347 u. 348.
Clupea harengus L. Anschließend an Heincke, Moreau und Giard
wird das Verhältnis ‚in dem die Heringsschwärme des Kanals, der
mittleren und nörlichen Nordsee, der Bank von Flandern und Boulogne
zu einander stehen, erörtert.
— (2). Contribution & l’Etude biologique du Hareng, Bulletin de la
marine Marchande Juni 1904.
Die Heringe des Kanals gehören derselben Rasse an, wie jene der
Herbstschwärme der Nordsee.
16 IV. Pisces für 1904.
Cobb, John N. The Commercial Fisheries of the Inferior Lakes
and Rivers of New York and Vermont. Report U. S. Fish Commission.
1903. p. 225—246.
Colb. Über die Vorzüge des „Fränkischen und Aischgründer“
Karpfens, sowie über die Karpfenvermittelungseinrichtungen in ı Bayern.
Allgem. Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29. p. 88—92.
Collenette, A. Note on Luvarus imperialis, a very rare Fish. Report
and Transactions Guernsey Society of Natural Science 1903, p. 235
— 237.
Luvarus imperialis Raf.
Collett, R. Diagnoses of four hitherto undescribed Fishes from the
Depths South of the Faroe Islands. Forhandlinger ı Videnskabs-
Selskabet i Christiania 1904, No. 9, 7 p
Holargyreus affınis n. sp.; Chimaera (Bathyalopex) mirabilis n. sp.;
Pristiurus marinus n. sp.; Etmopterus princeps n. sp.
Cooper, €. F. Cephalochorda. Systematic and anatomical account.
In J. S. Gardiner, Fauna Maldiv. and Laccad. Archip. 1903. 1. p. 347
—360, fig. Taf. 18.
Branchiostoma pelagicum Gthr. ; Asymmetron lucayanumAndrews;
Heteropleuron maldivense n. sp.
Couffon, ©. Etude critique sur les Faluns du Haguineau. Bulletin
de la Societe d’Etudes scientifiques d’Angers 33, p. 35 —85.
'revatin, Francesco. Contributo alla conoscenza del rene de’
pesci. Della diversa maniera di cellule dei canalicoli renali. Rend.
Sess. R. Accad. Sc. Ist. Bologna. Vol. 8. N. S. p. 54—55.
Culbertson, G. A note on the breeding habits of the Common or
Withe Sucker. Proceedings of the Indiana Academy of Science. 1903,
p- 65 u. 66.
Catostomus commersonii Lacep. Fortpflanzung.
Daguin, A. Repertoire alphabetique des noms vulgaires et locaux
des poissons d’eau douce de France. Naturaliste 26, p. 185—187,
206, 217 u. 218, 230 u. 231, 242 u. 243, 254 u. 255, 267 u. 268, 280.
Dannevig, H. 6. (1). On the first successful experiment with
importationfof European sea Fishes to Australian waters. Rep. Fisher.
N. S. W. for 1902, 2, p. 5—17 (1903).
Pleuronectes platessa L.
— (2). On the reproduction of sea Fishes. The result of preli-
minary investigations in New South Wales waters. Report of the
Fishery of New South Wales for 1902. 2. p. 21—25.
— (3). The Sea Mullet, Mugil dobula Günther. Report of the
Fishery of New South Wales for 1902. 2. p. 26—33, Taf. 3
Mugil dobula Gthr. Biologie.
Dawson, J. The mechanism of feeding and ee in the Lam-
prey. Science (2) 19, p. 218 u. 219.
Petromyzon, Freß- und Atembewegungen.
Dean, B. (1). Notes on Japanese Myxinoides. A new Genus
Paramyxine and a new Species Homea okinoseana. Reference also to
IV. Pisces für 1904. 17
their eggs. Journal of the College of Science Tokyo 19, No. 2, 23 p.
Fig. 1 Tafel.
Myxiniden Japans. Classe: Marsipobranchiü, Subel. Hyperotreta.
Ord. Myxinia: Homea (= Bdellostoma) stouti Lockington, H. poly-
trema Gir., H. okinoseana n.sp., H. cirrhata Sch., H. burgeri Gir.;
Paramyxine n. g. atamı n. sp., Myxine australis Jen., M. glutinosa L.,
M. limosa Gir., M. garmanı Jord. u. Snyd., M. circifrons Garm.
— (2%). Notes on Chimaera. Two Japanese species, ©. phantasma
Jordan u. Snyder and C. mitsukurii n. s., and their egg cases. Journal
of the College of Science, Tokyo 19, No. 3, 9p., 1pl.
Chimaera phantasma Jord. u. Snyder; Ch. mitsukurii n. sp. Mor-
phologie, Lebensgewohnheiten, Eikapsel.
— (3). Notes on the Long-snouted Chimaeroid of Japan, Rhino-
chimaera (Harriotta) pacifica (Garman) Mitsukuri. Journal of the
College of Science, Tokyo 19. No. 4. 20 p., fig., 2 Taf. H
. Rhinochimaera (Harriotta) pacifica. Morphologie. Außere Er-
scheinung, Haut, Skelet, Viscera, Eikapsel.
— (4). Evolution in a determinate line, as illustrated by the
egg-cases of Chimaeroid Fishes. Biological Bulletin, published by the
Marine Biological Laboratory, Woods Holl, Mass. 7, p. 105—112.
Chimaera colliei. Anpassung der Eischale an die Bedürfnisse des
Embryo bezüglich: 1. der Größe (Dotterverbrauch), 2. ihrer Abteilungen
auf Kopf, Rumpf und Schwanz, die sie schon im Oviduct erhält, 3. ihrer
äußeren Gestalt (Kiel und Fortsätze bedingen ihre Lage in der Strömung
Bedeutung für die Atmung). Die Lage des Embryo ist konstant. 4. der
Porenkanäle (welche die Wasserzirkulation steigern), 5. des Oper-
culums (welches das Ausschlüpfen erleichtert), 6. der Substanz der
Schale. Die Schalen der 4 bekannten Arten zeigen konstante Unter-
schiede.
— (5). L’oeuf de Chimaera colliei et l’adaptation de sa capsule.
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances et m&moires de la Societe
de Biologie 57, p. 14 u. 15.
Chimaera colliei. Das Ei zeigt eine frappante Anpassung an die
Gestalt und die Bedürfnisse des jungen Fisches im Augenblick des
Ausschlüpfens. Die Eischale ist von vornherein nicht der Form des
eigentlichen Eies, sondern jener des zukünfitigen Embryo angepaßt,
später ändert sie vielfach ihre Eigenschaften. Diese bekannten Tat-
sachen werden als Beispiel der orthogenetischen Entwicklung an-
gesehen.
— (6). The Egg-cases of Chimaeroid Fishes. The American
Naturalist 38, p. 486 u. 487.
Vorläufige Mitteilung über die Form der Eischale, welche der
Gestalt und den Bedürfnissen des später ausschlüpfenden Fisches
angepaßt ist.
— (%). In the matter of the Permian Fish Menaspis. The American
Geologist 34, p. 49—53, Taf. 2.
— (8). In the matter of Menaspis. Science (2) 19, p. 253.
Menaspis Ewald. Vergleich mit Myriacanthus und Squaloraja.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.TI. H.1. (1V.) 2
Le
18 IV. Pisces für 1904.
— (9). Still another Memoir on Palaeospondylus. Science (2)
19. p. 425 u. 426.
Palaeospondylus ist eine Larve. Vgl. Sollas, J.u. W. Bericht
für 1903.
— (10). The early Development of Sharks from a Comparative
Standpoint. Record of the Meetings Jan. 02—Dec. 02. Annals of the
New York Academy of Sciences. XV. 1904. p. 45.
Cestracion japonicus, Chimaera.
— (11). Fish and their relation to Paludestrina jenkinsi. Journ.
of Conch. Vol. 11. p. 15.
v. Debschitz. Kurze Anleitung zur Fischzucht in Teichen. 4. Aufl.
Neudamm 1904.
Ernährung der Teichfische, Akklimatisation ausländischer Fisch-
arten. Feinde der Teichfische. Technik der Teichwirtschaft.
Deineka, D. Zur Frage über den Bau der Schwimmblase. Zeit-
schr. Wiss. Zool. 78, p. 149—164, fig. Taf. 8 u. 9.
Die hydrostatische Bedeutung der Schwimmblase, die Zusammen-
setzung des Gases derselben. Der Bau der Schwimmblase und ihrer
Blutdrüsenzellen. Die Nerven der Schwimmblase.
Dekhuyzen, M. €. (1). Ergebnisse von osmotischen Studien,
namentlich bei Knochenfischen, an der Biologischen Station des Ber-
genser Museums während eines Aufenthaltes vom 23. Juli bis 27. Aug.
1904. Bergens Museum Aarbog 1904 Heft 2. No.8,5 p.
Das Blutserum der Myxine ist als ungefähr isotomisch mit dem
umgebenden Meerwasser zu betrachten. Unterschiede vom Blut
des Petromyzon fluviatilis. Das Blutserum der Myxine enthält Ei-
weiß. In den roten Blutkörperchen sind Hämoglobingranulationen
in regelmäßigen radiären Reihen angeordnet. Die Zellen selbst haben
die Eigenschaften der roten Blutkörper der Ichthyopsiden und Sau-
ropsiden: es sind „Ellipsocyten“. Die weißen Blutkörper besitzen je
einen polymorphen und polymeren Kern; die Thrombocyten sind
wenig vulnerabel; sie sind glattwandige Spindeln, die beim Absterben
eine ausgesprochene Neigung zur Agglutination haben. Der Gefrier-
punkt des Blutserums und des Harnes wurde bestimmt für Anarrhiches
lupus L., Labrus bergylta Ascan., L. mixtus L., Gadus morrhua L.,
G. merlangus L., G. virens L., Molva vulgarus Flem., M. byrkelange
(Walb.), Motella trieirrata Bloch, Hippoglossus vulgaris Flem., Pleuro-
nectes microcephalus Donovan, Cyprinus carpio L., Salmo trutta L.,
Anguilla vulgaris Flem., Conger vulgaris Cuv. Labrus hat blaues Blut-
serum. Evertebrata sind halisotonisch, Haifische sind metisotonisch,
Teleostier sind ideotonisch. Wahrscheinlich besitzen letztere eine
Regulierungseinrichtung für ihren osmotischen Druck. Dieses Organ
ist nichtdie Niere. Es muß ein Organ geben, das bei den Teleostiern
Wasser aus dem Seewasser resorbiert und neben den Nieren ein anderes
Organ das Salze ausscheidet. Es ist aus physiologischen Gründen nicht
recht denkbar, daß die Teleostier die Ideotonie im Meere haben erwerben
können. Abstammung der Teleostier aus Ganoiden.
IV. Pisces für 1904. 19
— (2). Over den osmotischen druk in bloed en urine van visschen.
Versl. wis. nat. Afd. Acad. Wet. Amsterdam D. 13. p. 418—430. —
On the Osmotic Pressure of the Blood and Urine of Fishes. Proc. Sect.
Se. Acad. Wet. Amsterdam. Vol. 7. p. 537—549.
Delfin, F. T. Contribution a la ietiologica Chilena. Revista chilena
de historia natural. Valparaiso 8, p. 11—13, fig.
Trigla pieta Gthr. (guttata Philippi 1896).
Destinez, P. Faune et flore des psammites du Condroz (Famennien).
Annales de la Societe geologique de Belgique 31, Memoires p. 249
—257.
Oberdevon von Condroz, Tal des Ourthe. Asterolepis asmusii? Ag.,
Botriolepis canadensis Whiteaves, Ctenacanthus sp., Ctenodus (Dip-
terus) flabelliformis Newb., ©. marginalis Agz., C. murchisoni Pander,
C. nelsoni Newb., C. radiatus Newb., Cricodus agassizi M’Lohest,
Dendroelus biarti Lohest, D. traquairi Lohest, D. sigmoides, pars
Agz. et Pand., Dinichthys terreli Newb., D. tuberculatus Newb., Gly-
ptolaemus kinnairdi Huxley, G. benedeni M’Lohest, G. multistriatus M.
Lohest, G. radians M. Lohest, Helodus sp., Holoptychius dewalquei M.
Lohest, H. flemingii Agassiz, H. giganteus Ag., H. inflexus M. Lohest,
H. nobilissimus pars? Agz., Lamnodus minor ? M. Lohest., Palaedaphus
insignis De Kon. et Van Ben., Pentagonolepis Konincki M. Lohest,
Phyllolepis corneti M. Lohest., P. undulatus M. Lohest.
D’Evant, T. (1). Rudimentäre Amnionbildungen der Selachier.
Anatomischer Anzeiger 24, p. 490—422.
Es ist unrichtig, heutzutage noch zu glauben, daß alle Selachier
als „„Anamnia“ zu betrachten sind, da bei Pristiurus u. Scyllium
deutliche Spuren der Existenz eines vorübergehenden und unvoll-
kommenen Amnion sich leicht beweisen lassen.
— (2). La formazione amniotica rudimentale dei Selaci. Con-
tributo alla morfologica e filogeni a dell’ amnios. Atti Accad. Med.
Chir. Napoli 63 pgg. 4 Taf.
Pristiurus. Der -Keimwall des Embryo ist von einem Graben um-
geben, welcher Ähnlichkeit mit der Schwanzfalte des Amnions der
höheren Vertebraten besitzt. Phylogenese des Amnions.
Dewitz, J. Bemerkungen zu Herrn E. P. Allis’s Arbeit: ‚The skull
and the cranial and first spinal museles and nerves in Scomber scomber“.
Anatomischer Anzeiger 24, p. 408—410.
Richtigstellende Notizen zu der genannten Arbeit Allis’. Über die
Herkunft des Materials und die Konservierung. Kochen des Knorpels
usw.
Diamare, V. u. A. Kuliabko. Zur Frage nach der physiologischen
Bedeutung der Langerhansschen Inseln im Pankreas. Vorläufige
Mitteilung. Centralblatt für Physiologie Bd. 18. p. 432—435.
Die Pankreaszellen von Lophius piscatorius sezernieren im Gegen-
satz zu den Inselzellen ein amylolytisches Ferment. Die Inselzellen
bei Scorpaena seropha scheinen die Fähigkeit zu besitzen, Trauben-
zucker zu invertieren.
9*
20 IV. Pisces für 1904.
Dohrn, A. Studien zur Urgeschichte des Wirbeltierkörpers. 23. Die
Mandibularhöhle der Selachier. 24. Die Prämandibularhöhle. Mit-
teilungen zool. Station Neapel 17, p. 1—294, Taf. 1—16.
Die Mandibularhöhle der Selachier und ihre räumliche Ent-
wicklung, der Einfluß der Hirn- und Kopflunge auf dieselbe werden
nach den Befunden bei Torpedo marmorata geschildert. Vergleich
mit den Verhältnissen bei Torpedo ocellata, Scyllium canicula, Se. ca-
tulus, Pristiurus, Mustelus laevis, M. vulgaris, Acanthias, Galeus,
Heptanchus, Scymnus, Raja batis, R. radiata, R. asterias. Die Prä-
mandibularhöhle und die Beteiligung der Myotomen, sowie der Seiten-
platten an ihrem Zustandekommen. Die Zwischenplatte bei Acanthias
entspricht dem Myotomteil, das übrige ist Visceralmuskulatur. Die
meisten Squaliden (nicht Torpedo) besitzen eine Platt’sche Kopfhöhle.
Kopfmesoderm; Rectus externus; Oculomotorius; Nerven. Die Prä-
mandibularzellmasse besteht aus dorsalem und ventralem Mesoderm,
sowie aus Chorda u. Darmentodermzellen.
Dollo, L. Expedition Antarctique Belge. Resultats du Voyage du
S. Y. Belgica. Zoologie. Poissons. Antwerpen, 1904, 4 to, 240 p. fig.,
12 Tafeln.
Notothenidae, Synopsis der Genera; Beschreibung u. Abbildg.
von: Cryodraco antarcticus Dollo; Gerlachea australis Dollo; Raco-
vitzaia glacialis Dollo; Macruridae, Synopsis der Genera. Nematonurus
lecointei Dollo. Galaxiidae, geographische Verbreitung. Copeichthys
n.n. für Diplomystus Cope nec Blkr.; Raja arctowskii n. sp.
Drevermann, F. Über Pteraspis dunensis F. Roehn sp. Zeitschr.
deutsch. geol. Ges. Bd. 56. p. 275—289, 3 Taf.
Im Unterdevon des rheinischen Schiefergebirges wurde eine
Platte gefunden, welche das Rostrum, die mediane dorsale Platte
mit dem ansitzenden langen Rückenstachel und die ventrale Median-
platte, sowie Fragmente der Schuppenbekleidung des Schwanzes.
Drzewina, Anna (1). Sur la non-specificite des cellules granuleuses
du rein de l’Acipenser sturio L. (Note preliminaire). p. 957—959.
Comptes-Rendus hebdomadaires des Seances et m&moires de la Societe
de Biologie 56. p. 959—959.
Acipenser sturio L. Im Iymphoiden Abschnitt der Niere finden
sich Lymphocyten mit rundem Kern u. schmalem Plasma. Ferner
große mononucleäre Zellen mit zentralem Kern und wohlentwickeltem
Plasma (Dasselbe ist acidophil) und endlich Zellen mit sehr variabelem
Kern.
— (2). O tkance limfatycznej w nerce niekörych ryb (Sur le tissu
lymphoide du rein de certains Poissons). Kosmos polski. 29. p. 504
—520.
Lymphgewebe der Niere.
— (3). Sur l’organe lymphoide de l’oesophage des Selaciens
(Note preliminaire). Comptes-Rendus hebdomadaires des Seances
et memoires de la Societe de Biologie 56, p. 639—639.
Das Leydigsche Organ bei Raja clavata Rond., Mustelus vulgaris
IV. Pisces für 1904, 21
Müll. u. Henl., Sceyllium catulus Cuv., Squatina angelus Riss. Galeus
canis Rond. und Trygon pastinaca Müll. u. Henl. wird beschrieben.
Dunker, &. Die Fische der malayischen Halbinsel. Mitteilungen
a. d. naturhistor. Museum Hamburg 21, p. 133—207, fig., 2 Tafeln.
Beiheft zum Jahrbuch d. Hamb. wiss. Anstalten.
Osphromenus malayanus n. sp.; Hemirhamphus fluviatilis Blkr.,
Afterflosse des Männchens. Dorichthys boaja Blkr.; D. fluviatilis
n.sp.; Pseudobagrus ornatus n.sp.; Crossochilus pseudobagroides
n.sp.; Barbus maculatus €. u. V.; B. halei n. sp.; B. soroides n. sp.;
B. pahangensis n.sp.; B. lineatus n.sp.; Rasbora vulgaris n.sp.;
R. maculata n.sp.; R. dorsiocellata n. sp.; R. heteromorpha n. sp.;
Pseudolaubuca (?) elupeoides n. sp.; Nemachilus selangoricus n. sp.
Eastman, €. R. (1). On the nature of Edestus and related forms.
Mark Annivers. Vol. New York p. 279—289, Taf. 21.
Edestus, im Vergleich zu Campodus, Campyloprion und Helico-
prion. Die Zähne entsprechen dem symphysalen Abschnitt der man-
dibularen Bezahnung cestracionter Haie. Die lateralen Teile des
Gebisses sind unbekannt.
— (2). Description of Bolca Fishes. Bulletin of the Museum
of comparative Zoology at Harvard College in Cambridge 46, p. 1—36,
fie., 2 Tafeln.
Geschichtliche Einleitung. Fischfauna des Monte Bolca, etwa
200 Arten. Diodon erinaceus Ag. (Gymnotondidae). Histionotophorus
n. n. für Histiocephalus Zigno (Lophiidae) nec Diesing; H. bassani,
Zigno (foss.); Caranx primaevus n. sp. (foss.); Symphodus szajnochae,
Zigno (Labüldae); Pygaeus agassizii n. sp. (Chaetodontidae); Holosteus
esocinus Ag. eine Scopelide ; Monopterus gigas Volta (foss.) eine Albulide;
Carcharias (Scoliodon) ceuvieri Ag. Platyrhina gigantea (Blv.), Trygon
muricatus (Volta), Urolophus crassicaudatus (Blv.);
— (3). Systematic Palaeontology. Miocene Pisces. Maryland
Geological Survey 1904, p. 71—93, Taf. 23—33.
Carcharias collata n. sp. (foss.); ©. incidens n. sp. (foss.); Galeo-
cerdo triqueter n.sp. (foss.); Squatina oceidentalis n.sp. (foss.);
Myliobatis fragens n. sp. (foss.).
— (4). Asterolepid Appendages. The American Journal of
Science. (4) 18, p. 141—144.
Phylogenie der Teleostier.
— (5). On Upper Devonian Fish remains from Colorado. The
American Journal of Science (4.) 18. p. 253—260, fig.
Bothriolepis coloradensis n.sp., B. major Ag., B. canadensis.
Holoptychius giganteus Ag., H. tuberculatus Newb.
— (6). On the dentition of Rhynchodus and other fossil Fishes.
The American Naturalist 38, p. 295—299, fig.
Zahnbildung bei Ischyrhiza antiqua Leidy (foss.) = Onchosaurus
radicalis Gerv.; Rhynchodus pertenius n.sp.; Rh. major.
— (7). Marginal and ridge scales in Cephalaspis and Drepa-
naspis. Science (2) 19, p. 703 u. 704.
Gegen Patten (2): Tremataspis, Cephalaspis, Drepanaspis.
22 IV. Pisces für 1904.
— (8). Jordan on fossil Labroid and Chaetodont Fishes. Science
(2) 20, p. 245 u. 246.
Pygaeus Ag. (foss.) wird zu den Acronuridae gestellt und als neue
Familie die Pydacidae abgezweigt.
— (9). The earliest mention of fossil Fishes. Science (2) 20. p. 648
u. 649.
Compilatorische Tätigkeit der antiken Schriftsteller. Xenophanes.
— (10). A recent palaeontological induction Science (2) Vol. 20.
p. 465—466.
Gegen Brown.
Eberts, E. Die Fischzucht in den preußischen Staatsforsten.
Als Manuskript gedruckt für die Ausstellung der Preußischen Staats-
forstverwaltung zu St. Louis. Berlin 1904.
Fischereigesetze, Fischereinutzung in Staatsforsten.
Ehrenbaum, E. Eier und Larven von Fischen der deutschen
Bucht. III. Fische mit festsitzenden Eiern. Wiss. Meeresuntersuch.
6, Helgoland, p. 127—200, fig., Taf. 3—16.
Ausrüstung der Tiere zur Eiablage und Befruchtung; Vorgang
derselben; Laichplätze, Brutpflege, Nestbau. Ausführliche Beschreibung,
Größe der Eier, Ölkugeln, Oberhaut, Protuberanzen, Farbe, Schimmer,
Form der abgelegten Eiklumpen, Incubationsdauer, Entwicklungs-
vorgänge, Ausschlüpfen. Beschreibung der Larve. Allmähliche Aus-
gestaltung derselben. Blutzirkulation, Dottersackresorption. Auf-
enthalt der Brut nach Ort und Zeit. Cottus scorpius L., ©. bubalis
Euphr., Agonus cataphractus L., Cyclogaster liparis L., C. montagni
Donov., Cyclopterus lumpusL., Pholis gunnellus L., Chirolophis galerita
Walb., Gasterosteus spinachia L., G. aculeatus L., Rhamphistoma
belone L., Ammodytes tobianus L., A. lanceolatus Lesauv., Clupea
harengus L.
Ehrenbaum, E. u. Strodtmann, 8. Eier und Jugendformen der
Östseefische. I. Bericht. Wissenschaftl. Meeresunters. 6. Helgoland.
p. 57—126. fig.
Fanggeräte, Untersuchungsmethoden. Übersicht über die Fänge,
Tabelle. — Verbreitung, Laichverhältnisse, Eigrößen von: Motella
cimbria L., Pleuronectes platessa L., Pl. sp., Pl. fesus L., Pl. limanda L.,
Gadus morrhua, Clupea sprattus L., Trigla gurardus L. — Larven aus
fest sitzenden Eiern. — Das spezifische Gewicht der Eier; Einfluß des
Salzgehalts auf die horizontale und vertikale Verbreitung der Eier,
Einfluß des Salzgehaltes auf die Größe, sowie auf die Entwicklung der
Eier, Wirkung der Strömung auf die Verbreitung der Eier. — Larven
und Jugendformen, frühere Untersuchungen, Schwierigkeiten, Ver-
hältnis planktonischer Eier zur Menge der Larven, erste Bodenstadien
der Scholle und einiger anderer Fische. Das Kattegat enthält nicht die
Mittelpunkte für die Verbreitung zweier Schollenrassen, sondern die
Berührungspunkte. Die Zentren liegen einerseits in der Ostsee, anderer-
seits in Skagerrak oder in der Nordsee. Die Scholle durchläuft in der
Ostsee ihren ganzen Entwicklungsgang, eine Einwanderung aus anderen
Meeren ist nicht notwendig, um ihren Bestand zu sichern. Die westliche
IV. Pisces für 1904. 23
Ostsee mit dem südlichen Kattegat im ist Jahre 1903 ein Mittelpunkt
für das Laichen der Scholle gewesen. Das Vorkommen oder Fehlen des
ersten Bodenstadiums ist für das Laichen oder Nichtlaichen an be-
stimmten Stellen nicht beweisend. Ein indigener Schollenbestand ist
für die Ostsee erwiesen; zur Erhaltung desselben erscheint eine Ein-
wanderung aus dem Kattegat nicht notwendig.
Eigenmann, €. H. (1). The eyes of the Blind Vertebrates of North
America. V. The history of the eye of the Blind Fish Amblyopsis from
its appearance to its disintegration in old age. Mark Anniv. Vol. p. 167
—204, pls. 12—15.
— (2). The fresh-water Fishes of Western Cuba. Bull. U. 8.
Fish Comm. for 1902, p. 211—236, Taf. 19—21 (1903).
Lueifuga subterraneus Pocy; Stygicola dentatus Bey; Heros tetra-
canthus C. u. V.; H. tetracanthus terralbasi n. subsp.; H. t. griseus
n. subsp., H. t. cinetus n. subsp.; H. nigricans n. sp.; Eucinostomus
meeki n. sp.; Fundulus cubensis n. sp.; Glaridichthys falcatus n. sp.;
C. torralbasi n. sp.; Girardinus garmani n. sp.; Toxus n. g. (nahe Glari-
dichthys und Girardinus) riddlei n. sp.; Heterandria cubensis n. sp.
— (3). On a Leptocephalus of a Conger Eel. Science (2) 19, p. 629
u. 630, fig.
Conger vulgaris Cuv. Beschreibung der Larve, Leptocephalus,
gefangen 31. 7. 02 bei No Mans Land.
Evans, H. M. A new Cestraciont spine from the Lower Triassic
of Idaho. Bulletin of the Departement of Geologie University of Cali-
fornia 3, p. 397—402, pl. 47.
Cosmacanthus elegans n. sp.
Evermann, Barton W. Report of the Division of Statistics and
Methods of the Fisheries. Report U. S. Fish Commiss. 1903. p. 101
—122.
Eycleshymer, A. €. (1). Bilateral Symmetry in the Egg of Necturus.
Anatomischer Anzeiger 25. Bd. p. 230—240. 47 Figg.
Necturus. Die Symmetrieebene des sich furchenden Eies fällt
nicht mit den ersten Furchen zusammen. Die Richtung der künftigen
Symmetrieebene wird zuerst durch das Erscheinen eines 2. Ortes
(der 1. ist der anımale Pol) angedeutet, an dem die Furchung rascher
vor sich geht; dieser Ort entspricht der späteren Stelle des Urmundes.
Eine Gerade vom animalen Pol bis zu dieser Stelle fällt mit der Sym-
metrieebene zusammen.
— (2). The cytoplasmic and nuclear changes in the striated
Bun cell of Necturus. Amer. Journ. Anat. Vol. 3. p. 285—310.
4 Taf.
Necturus. Die Myoblasten, die im Mesenchym entstehen, sind
anfangs durch Plasmabrücken verbunden; sie vermehren sich nicht durch
Teilung, sondern entstehen neu an der Peripherie des Myotoms, sie
wachsen durch Differenzierung neuer Fibrillen. Ihre Bildung in der
Zelle bedingt eine Verschiebung des Kernes zur Peripherie u. chemische
Veränderung desselben. Anhäufung von Chromatin. Die Fibrillen
24 IV. Pisces für 1904.
haben keine Beziehung zum Plasmanetz. Entstehung und Natur des
Sarkolemas.
Fasciolo, Alba. Due casi di deformazione nel Labrax lupus. Atti
de la Societa Ligustica di Scienze naturali e geografiche 15, p. 92
—99, Taf. 3.
Morone labrax L. Mißbildung.
Favaro, Gius. Sopra l’origine filogenetica della tela subeutanea.
Atti Accad. Padova Vol. 20. p. 131—138.
Eine Tela subeutanea fehlt bei Amphioxus, während sie bei Petro-
myzonten erst spät auftritt.
Ferrer y Hernandez, 3. Materiales para la fauna ictiologica de las
Baleares. Boletin de la Sociedad espanola de Historia natural 3,
1903, p. 89—98.
Ferreira, A. R. Memoria sobre o Peixe Pirä Urucu. Archivos do
Museu Nacional do Rio de Janeiro 12, 1903, p. 155—158.
Arapaima gigas Cuv. (spanisch, lateinische Diagnose).
Filippo Trois, E. Nota sopra un’ esconplare di Epinephelus
alexandrinus preso nell’ Adriatico.. Atti del Reale Istituto Veneto
di Scienze Lettere ed Arti. VII. 63. p. 93—95.
Epinephelus alexandrinus C. u. V.
Flower, 8. S. Zoological Gardens, Giza, near Cairo. Report for
the year 1903. Cairo 1904. 8vo. 48 p.
Fowler, H. W. (1). Descriptions of new, little known, and typical
Atherinidae. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of
Philadelphia 55, p. 727—742, pls. 41—44.
Atherina lacustris Bp.; A. sardinella n. sp.; Atherinomorus n. subg.
(Atherina) laticeps Poey; Ischnomembras n. g. (nahe Atherina) gabu-
nensis n. sp.; Phoxargyrea n. g. (nahe Menida) dayi n. sp.; Basilichthys
regia Humb. u. Val.; Thyrina guatemalensis Gthr.; Protistius semo-
tilus Cope; Gasteropterus archaeus Cope; Atherinopsis californiensis
Gir.; A. magdalenae n. sp.
— (2). New and little known Mugilidae and Sphyraenidae.
Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia 55
p. 743—752, Taf. 45 u. 46. i
Sphyraena picudilla Poey; $. ensis J. u. G.; S. borealis De Kay;
S. tome n.sp.; Agriosphyraena n. subg. für (Sphyraena) snodgrassi
Jenk.; A. barracuda Walb.; Mugil brasiliensis Spix; M. kelaartii Gthr.;
M. cephalus L.; M. curema C. u. V.; M. incilis Hancock; Liza caldwelli
Fowl., L. alosoides n. sp.; Oedalechilus n. subg. (Agonostoma) monti-
cola Griff.
— (8). Description of a new Lantern Fish. Proceedings of the
Academy of Natural Sciences of Philadelphia 55. p. 754 u. 755.
Centrobranchus n. g. (Rhinoscopelus Lütk.) coruscans Fowl.
— (4). Note on Characinidae. Proceedings of the Academy
of Natural Sciences of Philadelphia 56, p. 119.
Eucynopotamus n. n. für Evermannella Eigenm. nec Fowler.
— (5). New little known and typical Berycoid Fishes. Proceedings
IV, Pisces für 1904. 35
of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia 56, p. 222—238,
6 fig.
Be Arten der Akademie zu Philadelphia: Holocenthridae: Myri-
pristis murdjan Forsk., M. jacobus Cuv., M. berndti Jord. u. Everm.,
M. chryseres Jord. u. Everm., M. argyromus Jord. u. Everm.; Holo-
trachyslima Val.; Holocentrus siceifer Cope, H. gladispinis n. sp.,
H. gracilispinis n. sp., H. polynesiae n.sp., H. thorntonensis n. sp.,
H. adscensionis Osb., H. xantherythrus (Jord. u. Everm.), H. siccifer
(Cope), H. alboruber (Lacep.), H. ensifer Jord. u. Everm.; Sargocentron
n.subg. (für Holocentrum) leo Cuv.; Flammeo chromopterus n. sp.
— (6). Description of a new race of Notropis chalybaeus from
New Jersey. Proceedings of the Academy of natural Sciences of
Philadelphia 56, p. 239 u. 240, Taf. 17.
Notropis chalybaeus abbotti n. subsp.
— (7). Notes on Fishes from Arkansas, Indian Territory and
Texas. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia
56, p. 242—249.
Carpioides grayi Cope; Moxostoma congestum B.u.G. Aus den
Flußgebieten des Whiteriver (Rogers), des Arkansasriver (Hartford Ark.
und Winster Indianer Terr.), des Red river (Limestone Cap), des Neuces
River (Hondo) und des Del Rio sowie des Devil’s River (Rio grande)
werden folgende Arten behandelt: Siluridae: Ictalurus punctatus
(Rafin.); Ameiurus nebulosus (Le Sueur). Catostomidae: Carpiodes
grayi Cope; Catostomus nigricans (Le Sueur); Minytrema melanops
(Raf.); Moxostoma congestum (Bairda a. Girard). Cyprinidae: Campo-
stoma anomalum (Raf.), Chrosomus erythrogaster (Raf.); Pimephales
notatus (Raf.), Notropis blennius (Girard), N. shumardi (Girard),
N. lutrensis (Baird a. Girard), N. proserpina (Girard), Paranotropis
n. subgen. (Typus Photogenis luciodus Cope); Notropis pilsbryi n. sp.;
Subgenus Notropis Raf.: N. socius (Girard), N. notemigonoides Everm.,
Phenacobius scopifer (Cope); Characinidae: Tetragonopterus argentatus
(Baird a. Girard) Poecilidae: Zygonectes notatus Raf.; Gambusia
affınis (Baird a. Girard). Atherinidae: Labidesthes sieculus (Cope).
Centrarchidae: Apomotis eyanellus (Raf.); Lepomis megalotis (Raf.).
Pereidae: Etheostoma whipplii (Girard). Cichlidae: Heros cyano-
guttatus (Baird a. Girard).
— (8). New, rare or little known Scombroids. Proceedings of
the Acad. of natural Sciences of Philadelphia 56, III 1904 p. 757—771.
Beschreibung, Größenangaben, Fundorte von Scomber scombrus L.,
S. kanagurta Rüpp.; Auxis bisus Raf; Pelamys alleterata Raf., P. affıne
Cantor, Germo germon Lacep., G. alatunga Gmelin; Scomberomorus
argyreus n. sp., S. guttatus Schneider, S. reglis Bloch, S. cavalla Cuv.,;
Lemnisoma serpens Cuv.; Istiophorus nigricans Lacep.; Tetrapturus
imperator Schneider; Xiphias gladius L.; Lepidopus caudatus Eupr.;
Trichiurus savala Cuv., T. lepturus L., T. haumela Forsk.
— (9). Description and Figure of Coregonus nelsonii Bean.
Proceedings of the American philosophical Society Philadelphia.
Vol. 43. p. 451—453, 2 Tafeln.
26 IV. Pisces für 1904.
Dieser nur aus Beans Beschreibung und einigen Notizen bekannte
Fisch wird eingehend beschrieben, abgebildet und mit Coregonus
kennicotti Jordan u. Gilbert identifiziert.
Fraas, E. Ceratodus priscus E. Fraas aus dem Hauptbuntsandstein.
Ber. Oberrhein. geol. Ver. 37, p. 30—32, fig.
Ceratodus priscus n. sp.
Fritel, P. H. Poissons fossils des environs de Paris. Naturaliste
26, p. 40—44. fig.
Fröhlich, A. Über den Einfluß der Zerstörung des Labyrinthes
beim Seepferdchen nebst einigen Bemerkungen über das Schwimmen
dieser Tiere. Archiv. f. d. Gesamte Physiologie 106. p. 84—90. Fig.
TR:
Die einseitige Zerstörung des Labyrinthes führt zu Rotationen
des Tieres um die Längsachse und zu Manegebewegungen. Die verticale
Haltung wird nicht beeinflußt; sie ist eine Folge der Lage der Schwimm-
blase.
Froriep, A. Über die Entwieklung der Nervenfaser. Verhandl.
Anatom. Gesellschaft 18. Vers. p. 7—12. u. Anatomischer Anzeiger
Bd. 25. p. 1—$6.
Torpedo. Spinalnervenwurzeln. Schwann’sche Zellen und Glia-
zellen sind ectodermal. dr
Fuhrmann, Otto (1). Einiges über den Star bei Forellen. Allgem.
Fischerei-Zeitung. Jahrg. 29. p. 451—452.
Hervorgerufen durch tierische Parasiten.
— (2). Über eine Krankheit der weiblichen Geschlechtsorgane
des Hechtes. Allgemeine Fischerei-Zeitung. Jahrgang 29. p. 469—471.
Hervorgerufen durch Myxosporidien.
Fulton, T. W. (1). The rate of growth of Fishes. Annual Report
of the Fishery Board for Scotland 22, 3. p. 141—241, Taf. 6—12.
— (2). Ichthyological Notes. Annual Report of the Fishery Board
for Scotland 22. 3. p. 281—287, pl. 18.
Fierasfer dentatus Cuv. Larve; Conger vulgaris Cuv. Larven;
Clupea pilchardus L., Cl. sprattus L. Fruchtbarkeit; Trygon pastinaca L.
— (3). Spawning of the Plaice. Nature 69, p. 535.
Im Moray Firth laichten die ersten Pleuronectes platessa L. im
Dezember, d. h. zeitiger als gewöhnlich.
Fürbringer, K. (1). Beiträge zur Morphologie des Skelettes der
Dipnoer, nebst Bemerkungen über Pleuracanthiden, Holocephalen
und Squaliden. Semon, Zool. Forsch. 1. p. 423-510, fig,. Tafel 37—4l.
Skelet (Nasale, Supraorbitalia) der Dipneusti; Vergleich des-
selben mit jenem der Plagiostomi u. Holocephali. Laterale Sinnes-
organe. Schuppen von Ceratodus. Lepidosiren. Sinneskanäle und
Verknöcherung. Rippen und Haemälbogen, unpaare Flossen der
Squaliden, Pinnae bei Notidanus u. Chlamydoselachus und Achsen-
skelet, Wanderung des Kopfstachels, Wirbelassimilation im Cranium
der Pleuracanthidae; Zerfall der. kontinuierlichen Flosse in Einzel-
pinnae. Lippenknorpel. Kiemenbögen. Dipnoer stehen den Am-
IV. Pisces für 1904. 97
phibien am nächsten, sie sind nicht von Crossopterygiern oder Selachiern
abzuleiten.
— (2). Notiz über einige Beobachtungen am Dipnoerkopf. Ana-
tomischer Anzeiger 24, p. 405—408.
Das Exoceipitale des Ceratodus ist ein Neuralbogen, der in das
Cranium aufgenommen wurde. Auch für die als Supraoceipitale,
Occipitale laterale von den Autoren bezeichneten Knochen wird
die gleiche Entstehung nachgewiesen. Außer diesem einen Neural-
bogen sind weitere 3 Wirbelbögen dem Cranium des Ceratodus
angegliedert. Ein Hyomandibulare ist am Embryo nachgewiesen.
Sinneskanalverknöcherungen sind vorhanden, als solche werden die
Post- und Suborbitalknochen, sowie das „Dentary‘‘ Huxleys gedeutet.
Bemerkungen über Nerven.
Fürst, Carl W. Zur Kenntnis der Histogenese und des Wachstums
der Retina. Lunds. Univ. Arsskr. Bd. 40. Afd.2. (Kongl. fisiogr.
Sällsk. Handl. Bd. 15). No. 1. 45 pp., 3 Taf.
Gale, Albert. The Culture of Freshwater Fishes. Agr. Gaz. N. S.
Wales Vol. 15. p. 72—178.
Garman, S. The Chimaeroids (Chismopnea Raf., 1815; Holocephala
Müll., 1834), especially Rhinochimaera and its alies. Bulletin of the
Museum of comparative Zoology at Harvard College in Cambridge
41, p. 245—272, 15 Tafeln.
Klassification der rezenten Chimaeroiden; äußere Beschreibung
und Anatomie von Chismopnea Raf.: Rhinochimaeridae: Rhino-
chimaera pacifica Mits., Harriotta raleighana Goode u. Bean, Callo-
rhynchus callorhynchus L., ©. milii Borg, C. smythii Benn., C. ca-
pensis Dum., €. tritoris Garm., Chimaeridae: Chimaera monstrosa L.,
Ch. phantasma Jord. u. Snyd., Ch. affinis Capello, Ch. colliei Lay u.
Bennett, Ch. ogilbyi Waite, Ch. mitsukurii Jord. u. Spyder.
Gatti, M. Ricerche sugli organi luminosi dei Pesci. Annalı di
Agricoltura, Roma, 1902, 126 p. 1 pl., 1903.
Gerhardt, P. Fischwege und Fischteiche. Die Arbeiten des In-
genieurs zum Nutzen der Fischerei. Leipzig 1904. 146 pagg., 142 Text-
abbildungen.
Fische und Fischnahrung, Grünweidefische, Kleintierfresser,
Frindfische, Raubfische; Laichzeit. Einteilung der Flüsse in Fisch-
gebiete (der Forelle, Barbe und des Brassen). Wandern der Fische,
Wanderfische ; Fischwege, = Treppen, = Leitern, = Pässe. Fischteiche.
Giacomini, E. (1). Contributo alla conoscenza delle capsule surrenali
dei Cielostomi. Sulle capsule surrenali dei Missinoidi. Rend. Accad.
Bologne 8 pgg.
Eine Medullarsubstanz (= Suprarenalkörper der Selachier) liegt
bei Bdellostoma (sp.?) in Form einzelner oder in Haufen geordneter
Zellen an der Wand verschiedener Gefäße, besonders der Aorta ab-
dominalıs.
— (2). Contributo alla conoscenza delle capsule surrenali dei
Ganoidi e particularmente sull’ esistenza della loro sostenza midollare.
Monitore Zoologico italiano 15, p. 19—32.
28 IV. Pisces für 1904.
Acipenser sturio. Die Rinde der Nebenniere besteht aus zahl-
reichen Körpern, ähnlich den Stannius’schen der Teleostier; diese
Körper sind dem interrenalorgan der Elasmobranchier homolog.
Das chromaffine Gewebe (Mark) entspricht dem Suprarenalkörpern
der Elasmobranchier.
Giard, A. Sur l’&thologie du Hareng des cötes du Boulonnais.
Comptes Rendus hebdomadaires des Seances et memoires de la Societe
de Biologie (IX) 56, p. 1058—1061.
Über die Rassen von Havre, der Dogger-Bank u. aus dem Zuyder-
see und periodische Wanderungen des Herings aus der Nordsee in den
Kanal. Letztere bieten Gewähr, daß der Hering nicht ausgerottet
wird.
Gilbert, €. H. Notes on Fishes from the Pacıfie Coast of North
America. Proceedings of the California Academy of Sciences. Zoology
(3) 3, p. 255°—271, Taf. 25—29.
Auchenopterus mexicanus n.sp. La Paz; Xeneretmus infra-
spinatus n.sp., Cap Flattery, Washington Territorium; Clevelandia
ios J.u.C.; Rathbunella alleni n. sp.; Schedophilus heathii n.sp.;
Nemichthys avocetta J. u. G.; Netrema mazatlana n. sp.
Gilbert, €. H. u. Starks, E. €. The Fishes of Panama Bay. Memoirs
of the California Academy of Sciences 4, p. 1—304, Tafel 1—33.
Guentheridia n. g. (für Tetrodon) formosus Gthr.; Balistes verres
n. sp. Pacifische Küste N. Am.; Batrachoides boulengeri n. sp. ebenda;
Porichthys greenei n.sp. Panama; Hypsoblennius piersoni n. sp.
ebenda; Homesthes caulopus Gilb., Abb.; Cerdale ionthas J. u. G.,
Abb.; Microdesmus retropinnis J.u. G., Abb.; Prionotus ruscarius
n.sp. Pazifische Küste; Microgobius miraflorensis n.sp. Panama;
Evermannia panamensis n. sp. Panama; Gobionellus mierodon Glb.;
Garmannia paradoxa Gthr.; Enypnias seminudus Gthr.; Ancylopsetta
dentritica Gilb.; Hemicaranx zelotes Gilb.; Oligoplites altus Gthr.,
OÖ. refulgens n.sp.; Peprilus snyderi n. sp.; Halichoeres macgregori
n. sp.; Chromis atrilobatus Gilb.; Pomacentrus gilli n.sp.; Xesurus
hopkinsi n. sp.; Chaetodon nigrirostris Gilb.; Sagenichthys mordax
n.sp.; Larimus effulgens n. sp.; Odontoscion xanthops Gilb.; Stellifer
illecebrosus Gilb., S. zestocarus Gilb.; Ophioscion simulus Gilb.,
OÖ. scierus J.u. G.; Polyclenus goodei Gilb.; Paralonchurus petersi
Bocourt; Eques viola Gilb.; Rhegma thaumasium Gilb.; Lutianus
jordani Gilb.; Orthopristis brevipinnis Stdr,; Lobotes paeifieus Gilb.;
Hemirhamphus saltator n.sp.; Fistularia corneta n.sp.; Muraena
clepsydra Gilb. ; Pisodonophis diaspilotus Gilb.; Galeichthyx xenauchen
Gilb., G.eigenmanni n. sp. ; Tachysurus emmelane Gilb., T.steindachneri
n.sp., T.evermanni n. sp.; Anchovia rostralis Gilb. u. Piers., A. spini-
fera C. u. V.; Carcharias velox Gilb., C. cerdale Gilb., C. azureus.n.sp.;
Myliobatis asperrimus Gilb.
Gilchrist, 3. D. F. (1). Descriptions of new South African
Fishes. Marine investigations in South Africa 3, p. 1—16.
Cottunculus macrocephalus n. sp. Cap; Pterois nigripinnis n. sp.
Natal; Platophrys dimorphus n. sp. Natal; Pseudorhombus natalensis
IV. Pisces für 1904. 29
n. sp., P. andersoni n. sp.; Arnoglossus macrolepis n. sp.; Solea turbynei
n. sp., S. fulvomarginata n. sp.; Synaptura melanoptera n. sp., S. ciliata
n.sp.; Aphoristia variegata Gilchr.; Cynoglossus attenuatus n. sp.,
C. brachycephalus n. sp.; Cyttosoma n.g. boops n.sp.; Serranus
kynsnaensis n.sp.; Apagon queketti Gilchr., Histiopterus spinifer
n. sp.; Trachichthodes spinosus Gilchr.; Pleetromus macrophthalmus
Gilchr.; Laemonemodes compressicauda Gilchr.; Lampris immaculata
n.sp.; Scopelus argentatus n. sp.; Chlorophthalmus punctatus n. sp.
— (2). Development of South African Fishes. Part II. Marine
investigations in South Africa 3. p. 131—152, Taf. 5—11.
Melanocetus rotundatus Gilchrist, Abb.; Selachophidium guentheri
Gilehrist, Abb.
— (3). Additional Notes on the Development of South African
Fishes. Rep. South Afric. Ass. Adv. Sc. p. 318—321.
Gill, T. (1). A remarkable genus of Fishes —the Umbras. Smithsonion
Miscellaneous Collections Vol. 45. Quarterly Issue 1, 1903. Ausge-
geben April 1904. Washington. p. 295—305, fig.
Geschichte der Gattung Umbra, 1 europäische, 2 amerikanische
Arten: Umbra umbra Heckel u. Kner. = U. krameri Gthr. Zentral-
u. Südosteuropa; U.limi Gthr. u. U.pygmaea Gthr. Amerika. Diagnosen.
Biologie. Beobachtungen im Aquarium.
— (2). Labraeinus the proper name for the Fish genus Cichlops.
Proceedings of the United States National Museum 28, p. 119.
Cichlops M. u. T. ist zu ersetzen durch Labracinus Schleg.
— (3). Note on the genus Prionurus or Acanthocaulos. Proceedings
of the United States National Museum 28. p. 121.
Nomenklatur.
— (4). On the systematic relations of the Ammoditoid Fishes.
Proceedings of the United States National Museum 28. p. 159 —163.
Embolichthys (Bleekeria Jord. u. Everm. 1902) mitsukurii Jord.
1903. Verwandtschaft mit Hemerocoetes acanthorhynchus, Ammo-
dytes tobianus und Hyperoplus lanceolatus.
— (5). State Ichthyology of Massachusetts. Science (2) 20,
p. 321—338.
Verfasser gibt eine Geschichte der Ichthyologie von Massachusetts.
— (6). Extinet Pediculate and other Fishes. Science (2) 20.
p. 845 u. 846.
Fische aus dem Eoeän des Monte Bolca. Histionotophorus bassani
Zigno, zu Antennariidae; Bradyurus n. g. (Bereidae? für Symphodus)
szajnochae Zigno (foss.).
— (%). Non education of the Young by Parents. Science (2)
Vol. 19. p. 861—862.
Aphya pellucida und Crystallogobius nilssoni: Die alten Fische
fallen alljährlich bald nach dem Laichen zahlreichen Feinden zum
Opfer. Auch alle Oncorhynchusarten sterben bald nach der Eiablage.
Wer lehrt die Jungen ?
— (8). The Encyclopedia Americana on Ichthyology. Science
(2) Vol. 19. p. 675—676.
30 IV. Pisces für 1904.
Richtigstellung.
Gley, E. Recherches sur le sang des Selachiens. Action toxique
du serum de Torpille (Torpedo marmorata). Comptes-Rendus hebdo-
madaires des Seances de l’Acad&mie des Sciences 138, p. 1547—1549,
auch Bull. Mus. Paris 1904, p. 282—284.
Das Blut von Torpedo marmorata ist giftig für Hund, Hase und
Meerschweinchen. Durch Erhitzen verliert es seine Giftigkeit. Die
Möglichkeit der Immunisation ist vorhanden.
Göppert, E. Der Kehlkopf von Protopterus annectens (Owen).
Anatomische Untersuchung. Festschr. Haeckel, p. 115—132, fig., pl. 7.
Die Stützplatte in der Schleimhaut des Vorderdarms besteht aus
Bindegewebe und hat keine Beziehungen zum Kehlkopfknorpel.
Muskulatur am Lungeneingang. Phylogenetische Entwicklung des
Einganges zum Ductus pneumaticus.
Goette, A. Über den Ursprung der Lungen. Zool. Jahrb. Anat. 21,
p. 141—160, 6 Fig.
Die hinteren Darmkiementaschen des Ammocoetes erleiden eine
fortschreitende Rückbildung und werden kiemenlose Blindsäcke des
Vorderdarmes. Die Luftsäcke des Polypterus, der Ausgangspunkt
aller Schwimmblasen, müssen aus Darmkiementaschen hervorgegangen
sein. Bei den Selachiern fehlt aber jede Spur ehemaliger Luftsäcke.
Phylogenetisches.
Goodrich, E. S. On the dermal fin-rays of Fishes, living and extinct.
Quart. Journal Microscop. Sci. (2) 47, p. 465 u. 522, fig., Taf. 35 —41.
Bau und Entwicklung der häutigen Flossenstrahlen: Dermotrichien
lebender und ausgestorbener Fische. 1. Hornstrahlen: Ceratotrichia
bei Selachiern und Holocephalen. 2. Actinotrichia in der Ontogenese
die ersten zarten kleinen Strahlen der Flosse der Teleostier. Sie bleiben
in der Fettflosse, werden aber sonst durch Knochenstrahlen ersetzt.
3. BDefinitive Flossenstrahlen, Knochenstrahlen, Lepidotrichia, ihre
Umwandlung in Stacheln, Ontogenese. Bei Polypterus, Lepidosteus ist
Ähnlichkeit derselben mit den Schuppenkörpern vorhanden. Zahlen-
verhältnis der Lepidotrichia und Endoskeletstrahlen. 4. Campto-
trichia: Die dermalen Strahlen der lebenden Dipnoer.
Gregory, W. K. The relations of the anterior visceral arches to
the chondrocranium. DBiological Bulletin published by the Marine
Biological Laboratory, Woods Holl, Mass. 7, p. 55—66.
Beziehungen des vorderen Visceralbogen zu dem Knorpelschädel
mit besonderer Beziehung zu den Verhältnissen, welche als autostyl,
amphistyl und hyostyl bekannt sind.
Grynfeltt, Ed. Recherches anatomiques et histologiques sur les
organes surrenaux des Plagiostomes. Bull. Sc. France Belge 38. p. 1
—136. 13 Fig. Taf. 1—8.
Die Suprarenal- und Intrarenalkörper der Plagiostomen werden
ausführlich beschrieben: Scyllium, Pristiurus, Alopias, Oxyrhina,
Mustelus, Galeus, Zygaena, Carcharias, Hexanchus, Acanthias, Cen-
trina, Echinorhinchus, Squatina, Torpedo, Raja, Myliobatis, Trygon.
IV. Pisces für 1904. 91
Gueeini, L. Sul contenuto gastro-enterica dei Pesci del Ticino.
R. Inst. Lomb. (2) 37, p. 194—201.
Nahrung der Fische des Tessin, auf Grund von Magenunter-
suchungen zusammengestellt.
Guitel, F. Descriptions comparatives des Lepadogaster bima-
maculatus Pennant et microcephalus Brook. Archives de Zoologie
experimentale et generale (4) 2, p. 357—495, fig., Taf. 15.
Lepadogaster bimaculatus Penn., L. microcephalus Brook; aus-
führliche Monographie der beiden Arten: Flossen, Körpergröße, Wirbel-
zahl, Färbung, beider Geschlechter, Nase, Bezahnung, Geschlechts-
organe, Eiablage, Geschlechtsdimorphismus, Synonymik, Diagnose.
Geographische Verbreitung.
Haak, H. Die Kaiserliche Fischzuchtanstalt bei Hüningen im
Elsaß. Allgem. Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29, p. 401—405, 422—426,
442 —446.
Hamburger, R. Über die paarigen Extremitäten von Squalius,
Trigla, Periophthalmus und Lophius. Revue Suisse de Zoologie.
Geneve. 12, p. 71—148, Taf. 2 u. 3.
Squalius, Trigla, Periophthalmus, Lophius. Der Schultergürtel
besteht bei den genannten Gattungen aus zwei Knochen, nur bei
Periophthalmus aus drei, bei Trigla sind sowohl Scapula wie auch
Coracoid mit der Clavicula starr verbunden. Die Zahl der
Basalia ist verschieden, vier oder zwei, im letzteren Falle sind sie,
lang, Röhrenknochen ähnlich. Die Vorderextremität besteht aus
einer Platte oder aus einer solchen nebst freien Strahlen. Bei Lophius
ist ein Teil der Strahlen opponierbar. Periophthalmus hat weitgehende
Bewegung der Extremität, in Folge zweier Gelenkflächen. Das Becken
ist ohne Verbindung mit dem übrigen Skelet. Die Flossenstrahlen
sitzen den Gelenkflächen direkt auf. Bei Trigla, Periophthalmus
und Lophius sind Becken- und Schultergürtel vereinigt, bei beiden
erstgenannten verschmelzen die Beckenknochen, die Bewegung der
Flossenstrahlen ist beschränkt, bei Lophius bildet das Becken einen
ventral geschlossenen Bogen, der sich mit der Clavicula vereinigt.
Die Extremitätenmuskulatur ist am einfachsten bei Squalius, auf
welche jene der anderen genannten -Arten zurückgeführt werden.
Hanitsch, R. Annual Report on the Raffles Library and Museum
for the year 1903. Singapore, 1904, 4to, 16 p.
Haug, E. Sur la faune des couches & Ceratodus cretacees du
Djoua, pres Timassänine (Sahara). Comptes-Rendus hebdomadaires
des Seances de l’Academie des Sciences 138, p. 1529—1531.
Ceratodus africanus n. sp.
Helbing, H. Beiträge zur Anatomie und Systematik der Lae-
margiden. Verhandlungen der k. Leop. Carol. deutschen Akademie
der Naturforscher 82, p. 335—524, figg., Taf. 8 u. 9.
Die Schwanzflossenfläche im Verhältnis zum Gesamtinhalt der
übrigen Unpaarflossen entspricht der mutmaßlichen Phylogenie der
Reihe Spinax, Acanthias, Seymnus lichia, Laemargus rostratus, L. bo-
32 IV. Piscesffür 1904.
realis. Der Embryo von S. rostratus mit seitlichen Bauchkielen bei
ventraler Abplattung. Die Brustflossen sind hohlkehlenartig, erinnern
an die Saugnäpfe von Cyclopterus. Der Vorderrand der 1. Dorsalis
entspricht der Anlage des Flossenstachels typischer Spinaciden. Bio-
logische Folgerungen. Die Körpergröße charakterisiert L. rostratus
als Endform. Die Placoidschuppen unterliegen Variationen an den
verschiedenen Körperstellen, die Anordnung derselben wird im Gebiet
der Leuchtorganstreifen dorsoventral. Die Leuchtorgane sind Rudiment
eines in der Jugend reich entwickelten Leuchtapparates (entsprechend
der phylogenetischen Reihenfolge). Die Elemente der ersten Zahn-
generation entsprechen Plagoidschuppen. Der Knorpel tritt bei
S. lichia, S. rostratus, S. borealis in drei Degenerationsstufen auf.
Individuelle Variabilität der einzelnen Teile des Knorpelskelets. Art-
unterschiede im Achsenskelet. Gemeinsame Merkmale des unpaaren
Flossenskeletes. Systematik.
Hensen, Vietor. Über das Hören der Fische. (Physiol. Verein
Kiel.) München. med. Wochenschr. Jahrg. 51. p. 42.
Es findet Schallempfindung durch das Labyrinth statt.
Herdmann, W. A. (1). Cephalochordata.. Cambridge Natural
History 7, p. 112—138, fig.
— (2). Spawning of the Plaice. Nature 69, p. 465 u. 488.
Pleuronectes platessa L. Der Zeitpunkt des Laichens fiel in der
Biologischen Station Port Erin auf den 3. März, d. h. eine Woche
früher als im Vorjahre; in der Irischen See wurden die Eier im Februar
gefunden.
Herrich, €. J. The organ and sense of taste in Fishes. Bulletin of
the scientific Laboratories of Deninson University 12, 1903, p. 39 —%6,
und Bull. U. S. Fish Comm. 22, p. 237—272, fig.
Die Sinnesknospen der Haut sind ähnlich den Sinneszellen für
Geschmacksempfindung gebaut.. Sie stehen in keinem Zusammenhang
mit den Organen der Seitenlinie.
Herrmann, W. Die Barbe. Allgem. Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29.
p. 133—135.
Hernandez, J. F. y. Materiales para la fauna ictiologica de las
Baleares. Boletino de la Sociedad espagnola de Historia natural III.
1903. p. 89—98.
Mustelus (3 Species), Torpedo (2), Raja (8), Blennius (8), Callio-
nymus (5), Labrus (2), Cantarus (3), Chrysophrys (2), Pagrus (2),
Pagellus (6), Moena (3), Smaris (4), Acantholabrus (1), Belone (2),
Merlangus (1), Solea (9), Uraleptus (1), Clupeidae (5 Arten).
Herouard, E. Theorie de la Pentasomaea. Bull. Soc. zool. France
T. 29. p. 70—81, 9 figg.
Ursprung der Bilateralsymmetrie bei Echinodermen u. Amphioxus.
Hesse, R. Über den feineren Bau der Stäbchen und Zapfen einiger
Wirbeltiere. Zoolog. Jahrbücher Suppl. 7. p. 471—518. 3 Figg. T. 25.
Chondrostoma nasus Stg., Selachier: Torpedo marmorata, Scyllium
canicula, Chimaera monstrosa, Pristiurus melanostomus, Acanthias
IV. Pisces für 1904. 33
vulgaris, Raja asterias. Das Innenglied der Stäbchen trägt bei Knochen-
fischen am scleralen Ende eine keulenartige ellipsoide Anschwellung.
Diese ist ebenso wie das Innenglied nicht homogen; die durch Färbung
sichtbar gemachte Struktur wird untersucht. Die Befunde werden
gedeutet und durch Kombination weitere Schlüsse gezogen. Ebenso
wird bei der Untersuchung der Zapfen verfahren. Außer Fischen
wurden Amphibien und Reptilien untersucht. Ergebnis: die Stäbchen-
und Zapfenzellen sind in ihrer ganzen Ausdehnung von spiralig nahe der
Oberfläche verlaufenden Fibrillen umzogen. Diese sind Neurofibrillen,
die leitenden Elemente des Nervensystems, die auch hier in den Seh-
zellen der Wirbeltiere vorhanden sind.
Heuscher, 3. Anleitung zur Aufzucht von Forellen-Sömmerlingen.
Zürich 1904.
Hewlett, R. T. The ‚Fish Hypothesis”. and the Transmission
of Leprosy. Nature Vol. 69. p. 395—3%.
Lepra soll durch Fische übertragen werden.
Hilgendorf, F. (1). Ein neuer scylliumartiger Haifisch, Proseyllium
habereri nov. subgen., n. spec. von Formosa. Sitzungsbericht Gesellsch.
naturforschender Freunde Berlin 1904, p. 39—41.
Prosceylium n.g. habereri n.sp. ausgezeichnet durch die vor-
gerückte Stellung der Rückenflosse. Beide Dorsalflossen mit schmalem
ausgezogenem Unterzipfel. 57 cm Gesamtlänge.
— (2) s. Boulenger (5).
Hofer, B. (1). Handbuch der Fischkrankheiten. München 1904.
359 pp. Abb.
Die Krankheiten der einheimischen Fische zerfallen in solche
a) durch Bakterien, b) durch Sporozoen verursachte Erkrankungen.
Die speziellen Krankheiten der Haut und Kiemen, des Darmes und
seiner Anhänge, der Schwimmblase, der Geschlechtsorgane und ihrer
Produkte, der Leibeshöhle, des Herzens, der Blutgefäße und des Blutes,
der Milz, Muskeln, des Nervensystems und der Sinnesorgane, des
Skeletes, Mißbildungen der Embryonen werden behandelt. Abbildungen
der kranken Fische.
— (2). Karpfen mit verschlossener Mundspalte. Allgem. Fischerei-
Zeitg. Jahrg. 29. p. 31. 1 fig.
Hoffbauer. Zur Alters- und Wachstumserkennung der Fische
nach der Schuppe. Allgem. Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29. p. 242—244.
Holt, E. W.L. u. Byrne, L. W. On the Fishes taken by the ‚Oceana‘.
Annals and Magazine of Natural History (7) 14, p. 37—40, fig.
Sternoptychidae: Argyropelagus hemigymnus Cocco, Genostoma
microdon Gthr.; Syngnathidae: Nerophis aequaoreus L.; Macruridae:
Macrurus spec., Pleuronectidae: Hippoglossus vulgaris Flem. Über
die Fangmethoden vgl. The geographical Journal Vol. XIII. 4899.
p. 147.
Hosch, —. Das Sehorgan von Protopterus annectens. Arch. mikr.
Anat. 64, p. 99—110, pl. 6.
Abgesehen von der der Lebensweise vorzüglich angepaßten Horn-
haut stimmt das Auge des Protopterus in allen wesentlichen Punkten
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.Il. H. 1. (IV.) 3
34 IV. Pisces für 1904.
mit dem Sehorgan der ihm zunächst stehenden höheren Wirbeltiere,
der Amphibien, überein.
Hutton, F. W. (1). Index Faunae Novae zealandiae. London,
1904, 8vo. 372 p.
Ein systematisches Verzeichnis der Fische enthält 75 Familien,
dazu die Oyclostomen, mit zwei, die Leptocardier mit 1 Familie, im
ganzen 252 Spezies.
— (2). Description of a new Fish. Transactions and Proceedings
of the New Zealand Institute 36, p. 148—149.
Bovichthys roseo-pictus n. sp.
— (3). On the Occurrence of Centrolophus in New Zealand.
Trans. Proc. New Zealand Inst. Vol. 36. p. 149—150.
Centrolophus genannt ‚‚blackfish‘, heimisch in der Nordatlantis
und im Mittelmeer, wurde 1893 bei New Zealand gefangen, = (. ma-
oricus Douglas Ogilby, ein zweites Exemplar im Februar 1903. Diagnose
und Beschreibung.
Hyde, Ida H. (1). Localization of the respiratory centre in the
Skate. The American Journal Physiology 10, p. 236—258, fig.
Versuche zur Bestimmung des respiratorischen Zentrums bei Raja.
— (2). Differences in electrical potential in developing eggs.
The American Journal of Physiology 12, p. 241—275.
Eier von Fundulus.
Jackson, Cl. M. Zur Histologie und Histogenese des Knochen-
markes. Archiv für Anatom. u. Physiol. Abt. Anat. p. 33—70, 5 Figg.
Taf. 70.8
Die untersuchten Fische sind: Gobio fluviatilis, Carassius vulgaris,
Cobitis barbatula, Idus melanotus, Gasterosteus pungitius und Gold-
karpfen. Bei den Fischen kommt im allgemeinen die einfachste, phylo-
genetisch älteste Form des Knochenmarkes vor, die dem Bindegewebe
sehr nahe verwandt ist. Es hat keine blutbildende Funktion. Die Um-
wandlung des primären faserigen Knochenmarks in Fettmark ist eine
regelmäßige Erscheinung. In späten Stadien enthalten die Markräume
fetthaltiges Fasermark, gelegentlich sind sie auch ganz oder teilweise
ee (schleimigen ?) Flüssigkeit mit spärlichen Fasern und Zellen
erfüllt.
Jaeger, A. (1). Die Schwimmblase der Fische. Bericht der Sencken-
bergischen naturforschenden Gesellschaft 1904, p. 63—72.
Bei plötzlichem Höhenwechsel ändert der Fisch das Volumen
seiner Schwimmblase activ durch Muskeltätigkeit. Die endgültige
Einstellung des Fisches auf ein bestimmtes Niveau, auf dem er verharrt,
übernehmen die Organe der Schwimmblase, d. i. „roter Körper“
und „Oval“. Letzteres ermöglicht bei Fischen mit geschlossener
Schwimmblase den Übertritt des Sauerstoffes in das Blut, bei den
anderen die Ausscheidung von Luft durch den Schwimmblasengang.
Der ‚‚Rote Körper“, die Gasdrüse, drückt den Sauerstoff, der allein
bei einer Vermehrung der Schwimmblasenluft in Betracht kommt,
vom Blute nach dem Binnenraum der Schwimmblase. Die innere
Schwimmblasenauskleidung (Plattenepithel) ist für Sauerstoff undurch-
IV. Pisces für 1904. 35
lässig. Durch diese regulierende Tätigkeit der Schwimmblase wird der
wechselnde Wasserdruck in der Weise paralisiert, daß in allen Wasser-
tiefen das Volumen des Fisches das gleiche und sein spezifisches Ge-
wicht gleich dem der Umgebung, d. h. = 1 ist.
— (2). Die Physiologie der Schwimmblase der Fische. Bio-
logisches Centralblatt 24, p. 129—142.
Die Schwimmblase ist kein Respirationsorgan, sondern sie hat
nur statische Wirkung. Bei Fischen mit aufgerichtetem Rücken hat
die Schwimmblase nicht nur Einfluß auf die aufrechte Lage. Plötze
und Hecht ermöglichen ihre aufrechte Lage nur mit Hilfe der Flossen.
Der Schwerpunkt der Schwimmblase befindet sich wenig vor dem
Schwerpunkt des Körpers. Der Fisch hat in allen Tiefen das spez.
Gewicht = 1. Das Steigen und Sinken wird erleichtert durch das
System der doppelten Schwimmblase bei Cyprinoiden und Characinen
und durch den den vorderen Teil der Schwimmblase kompromierenden
Knochenapparat bei Siluroiden und Ophidiiden. Arbeit des auf-
und absteigenden Fisches. Die Herkunft der Luft — im Gegensatz zu
Thilo — wird durch die Auffindung luftabsondernder Organe erklärt,
welche die Luft aus dem Blute sezernieren. Die Tätigkeit der Schwimm-
blasenorgane wird durch nervösen Einfluß ebenso ausgelöst, wie die
Funktion der Lunge der höheren Tiere. Vgl. Bericht für 1903.
Jaekel, ©. (1). Über die Organisation und systematische Stellung
der Asterolepiden. Zeitschrift Deutsch. geologischen Gesellschaft 55,
Verhandlungen, p. 41—60, fig.
Asterolepis Eichw., Pterichthys (Mill.) Ag., Bothriolepis Traqu.,
Microbrachius Traq. bilden die Asterolepiden. Allgemeine Morphologie
derselben. Dorsales Kopfschild, Rumpfskelet mit je 4 — nicht 2 —
Seitenplatten, die zur Verwachsung neigen; daher kein wesentlicher
Unterschied zwischen dem Rumpfskelet der Asterolepiden und Cocco-
steiden besteht. Die Ruderorgane der Asterolepiden haben ebenfalls
Homologa bei letzteren. Generische Einteilung und phyletische Stellung
der Asterolepiden.
— (2). Über Tremataspis und Pattens Ableitung der Wirbeltiere
von Arthropoden. Zeitschr. Deutsche geologische Gesellschaft 55. Ver-
handlungen p. 84—93, fig.
Kritik der Arbeiten Pattens, dessen Theorie der serialen Beinpaare
bekämpft wird.
— (3). Neue Wirbeltierfunde im Oberdevon von Wildungen.
Zeitschrift Deutschen geol. Gesellschaft 56. Protok. p. 159—167, 2 fig.
Die Fischfauna des Wildunger Devons ist deshalb interessant,
weil sie eine Fülle verschiedener Formen vereint mit einer individuellen
Seltenheit jeder einzelnen; die Mehrzahl der Arten und Gattungen
scheint durch Zwischenformen verbunden zu sein; die Wildunger
Placodermenfauna lernt im Gegensatz zu den älteren mitteldevonischen
das Schwimmen und begann das freie Meer zu erobern und haben sich
dem Leben in der Tiefe angepaßt. Die Wildunger Fische finden sich
in einer einzigen Gesteinslage von 10—15cm Dicke. Die 12 Gattungen
mit etwa 50 Arten sind in dem Devonbecken entstanden und hat sich
3*
36 IV. Pisces für 1904.
durch die Anpassung an das Meerleben mit einer bisher beispiellosen
Schnelligkeit aus einander entwickelt. Die phyloenetische Zersplitterung
muß geradezu explosiv erfolgt sein.
Jenkins, ©. P. Report on collections of Fishes made in the Ha-
wailan Islands, with descriptions of new species. Bull. U. 8. Fish
Comm. 22, p. 417—511, fig.
Diodon nudifrons n. sp.; Tropidichthys oahuensis n. sp.; T. epi-
lamprus n. sp.; Ostracion ohahuensis Jord. u. Everm.; Lactaria
galeodon n.sp., Hawaii; Aspidonotus brunneolus n.sp., Honolulu;
Tripterygium atriceps n. sp.; Salarias cypho n.sp., S. saltans n. sp.,
S. rutilus n.sp.; Caracanthus maculatus Gray; Sebastopsis kelloggi
n. sp.; Sebastapsis corallicola n. sp., S. concorta n. sp., S. galactacma
n.sp.; Dendrochirus chloreus n. sp.; Chlamydes n.g. (nahe Gobius)
laticeps n.sp.; Gobionelllus lonchotus n.sp.; Enypnias oligolepis
n. sp.; Eviota n. g. (nahe Oxymetopon Blkr.) epiphanes n. sp.; Eleotris
sandwichensis Vaill. u. Sauv.; Asteropteryx semipunctatus Rüpp.;
Carangus hippoides n. sp., ©. rhabdotus n. sp., C. politus n. sp.; Seriola
oparna.n. sp.; Decapterus canonoides n. sp.; Scaridea (nahe Scarichthys)
zonarcha n.sp., S. balia n. sp.; Calotomus cyclurus n. sp., C. snyderi
n.sp.; Julis duperreyi Q. u. G.; Chromis elaphrus n. sp.; Acanthurus
incipiens n. sp.; Teuthis leucopareius n. sp., T. guentheri n. sp.; Callı-
canthus metoposophron n.sp.; Pseudupeneus porphyreus n.sp.;
Epinephelus quernus Seale; Seranus brighami Seale gehört zu Apsilus;
Priacanthus meeki n. sp.; Apogon menesemus n. sp.; Fowleria brachy-
grammus n. Sp.; Eteliscus marshi n. sp.; Chilodactylus vittatus n. sp.;
Cirrhitoidea n.g. (nahe Oxycirrhites Bikr.) bimacula n.sp.; Myri-
pristis sealei n.sp.; Cypsilurus sinus C.u.V.; C. atrisignis n.sp.;
Muraena lampra n. sp.; M. kauila n. sp.; Echidna vincta n. sp.,
E. obscura n.sp., E. psalion n. sp.; Gymnothorax leucostietus n. sp.,
G. gracilicauda n.sp., G. thalassopterus n.sp., G. leucacme n. sp.,
G. ercodes n.sp., G. leihala n. sp.; Congrellus bowersi n. sp.; Micro-
donophis macgregori n. sp.; Dasyatis hawaiensis n. sp., D. sciera n. sp.
Jensen, A. S. (1). The North-European and Greenland Lycodinae.
Danske Ingolf-Expedition 3, No. 4; 99 p., fig., 10 Tafeln.
Lycodes pallidus Coll. n. var. squamiventra Island, Faroer, L. reti-
eulatus Reinh. n. var. microcephalus, Grönland; Lycenchelys kolthoffi
n. sp., ebenda. Eine Monographie: Systematik, Biologie, Bestimmungs-
tabellen und spezielle Beschreibung, Körperform, Maße, Kopf, Flossen,
Seitenlinie, Färbung usw. Geschlechtsorgane, Jugendstadien.
Über der 300 Fadenlinie wurden gefangen: Lycodes vahlii Reinh.,
L. esmarkii Coll., L. rossı Malmgr., L. pallidus Coll., L. seminudus
Reinh., L. agnostus Jensen, L. reticulatus Reinh., L. reticulatus Reinh.
var. n. macrocephalus, L. eudipleurostricus Jens., L. seminudus Reinh. ;
Lycenchelys sarsii Coll., L. kolthoffi Jensen. Unter der 300 Fadenlinie
wurden gefangen: Lycodes frigidus Coll., L. esmarkii Coll., L. micro-
cephalus Jens., L. endipleurostictus Jens., L. pallidus Coll., L. platy-
rhinus Jens., L. lütkenü Coll., L. seminudus Reinh.; Lycenchelys
IV. Pisces für 1904. 2 37
muraena Coll., L. ingolfianus Jens.,; Lycodonus flagellicauda Jens.,
L. ophidium Jens.
— (2). The Fishes of East-Greenland. Meddelelser om Gren-
land 29, p. 213—276, Tafel 11—13.
Lycenchelys kolthoffi n. sp.; Artediellus uncinatus Reinh., Abb.
Imms, A. D. Notes on the Gill-rakers of the Spoonbill Sturgeon,
Polyodon spathula. Proceedings of the Zoological Society of London
1904, 2, p. 22—35, Taf. 2.
Die Kiemenreusen von Polyodon sind borstenförmig. Ihre Basis
ist in die Schleimhaut versenkt und durch elastische Fasern am
Kiemenbogen gehalten. Der lange freie Schaft bildet den Hauptteil.
Die Matrix enthält zahlreiche communizierende Hohlräume, ebenso
finden sich im Schaft Kanäle, sowie Blutgefäße und Bindegewebe.
Seine Struktur erinnert an ‚Östeo-dentin“. Die Schleimhaut, welche
die Kiemenbogen bedeckt, überzieht auch die Borsten. Muskelfasern
dienen zur Bewegung, sie verbinden die Borsten mit dem Kiemen-
bogen. Die Nahrung von Polyodon besteht aus mikroskopisch kleinen
Organismen. Die Kiemenborsten bilden einen Apparat, welcher diesen
kleinen Teilchen den Weg in die Kiemenhöhle versperrt.
Johansen, A. €. Contributions to the biology of the Plaice, with
special regard to the Danish Plaice-fishery. Meddelelser fra Kom-
missionen for Havundersoegelser Serie Fiskeri Bd. I. No.2, 69 p.,
12 Taf.
Pleuronectes platessa L. Vorkommen im Kattegat, Skagerak
und östlichen Nordsee. Wachstum. Petersens Methode. Ergebnisse
der Markierungen von 1903 (,Thor“): Einzelheiten über Aus-
setzungen und Fang. Verhältnis von Länge und Gewicht. Intensität
des Fischens. Vergleich der Ergebnisse der Petersenschen und der
Markierungsmethode. Wanderung der Scholle; Einfluß,der Temperatur.
Fischereiliches.
Johnstone, 3. (1). On the Marine Fishes. Suppl. Rep. Ceylon
Pearl Fisheries, No. 15, p. 201—222, 2 Tafeln.
Monacanthus tomentosus L., Abb.; Salarias furcatus n. sp., Golf
von Manaar; Trichonotus setigerus Bl. Schn.; Aplactis aspersa Temm.
u. Schleg.; Psettylis pellucida Alc., P. ocellata Alc.; Cynoglossus,
Naso-pharyngealverbindung; Teuthis oramin, Extremitätengürtel;
Scatophagus argus Gm.; Erythrichthys leucogrammicus Blkr.
— (2). Trawling observations and results. Proceedings and Trans-
actions of the Liverpool biological Society 18, p. 100—112, Taf. 1.
Pleuronectes platessa, Mißbildung.
— (3). Report on the Marine Fishes collected by Professor Herd-
mann, at Ceylon in 1902. Herdman Rep. Pearl Oyster Fish. London.
2. p. 201—222. 2 Fig. 2 Taf.
Teuthis. Von der Basis der Brustflosse zur Wurzel der Analflosse
zieht die bogenförmige Postelavicula. Dieselbe ist von außen wahr-
zunehmen. Scapula und Coracoid deutlich, aber fest untereinander
verbunden. Scapula mit großem, ovalem Fenster. Die Artikulation
der vier Armknöchelchen. Die beiden oberen Strahlen der Brust-
38 IV. Pisces für 1904.
flosse sitzen gelenkig an der Scapula. Fest verbunden in der Mittel-
linie des Körpers gelegen sind die beiden Innominata, deren beide
ersten Strahlen zu einer Lamelle vereinigt sind, der dritte ist frei.
Jordan, D. S. (1). Notes on Fishes collected in the Tortugas
Archipelago. Bull. U. S. Fish Comm. 22, p. 539—544, Taf. 1 u. 2.
Ericteis n.g. (nahe Lepisoma) kalisherae n.sp.; Ütenogobius
tortugae n.sp.; Gnatholepis thompsoni n.sp.; Elactinus n.g. (zu
Gobiosoma) oceanops n. sp.
— (2). - The transplanting of Trout in the streams of the Sierra
Nevada. The American Naturalist 38, p. 885—887.
Salmo irideus, S. irideus var. gilberti u. var. aguabonita, S. rivu-
laris, S. gairdneri, S. clarki, S. henshawi in Strömen; S. henshawi
var. tahöensis, S. aguabonita, S. var. shasta in Seen. Geographische
Verbreitung der kalifornischen Forellen, natürliches Vorkommen,
Einbürgerung in den Flüssen westlich der Sierra Nevada. Salvelinus
fontinalis. Sakramento-Barsch: Archoplites interruptus.
— (3). Loach from Nanaimo. Science (2) 19, p. 634 u. 635.
Orthrias Jord. In der alten Welt von Irland bis Japan häufig,
unbekannt seither in den Gewässern Amerikas, wurde bei San-Fran-
zisko gefangen. Es ist eine neue und seltene Spezies (1 Exemplar),
entweder heimisch bei Vancouver oder lebend aus China eingeführt.
Jordan, D. S. u. B. W. Evermann (1). Description of new Genera
and Species of Fishes from the Hawaian Islands. Bulletin U. St.
Fish-Commission 22. p. 163—208.
57 neue Arten werden beschrieben. Charchariidae:
Carcharias phoreys ü4.sp. Ophichthyidae: Microdonophis
fowlerin.sp. Muraenidae: Muraena kailuae n.sp.; Gymno-
thorax vinolentus n.'sp., G. steindachneri n.sp., G. goldsboroughi
n. sp., G. hilonis n. sp.; Echidna zonophaean.sp. Mycto-phidae:
Rhinoscopelus oceanicus n.sp. Syngnathidae: Hippocampus
fisheri n. sp., H. hilonisn.sp. Atherinidae : Atherina insularum
n.sp. Holocentridae : Myripristis berndti n. sp., M. chryseres
n. sp., M. argyromus n. sp., M. symmetricus n. sp.; Flammeo scythrops
n.sp.; Holocentrus xantherythrus n. sp., H. ensifern.sp. Caran-
gidae: Carangus elacate n.sp. Serranidae: Pikea aurora
n.sp.; Anthias kelloggi n.sp. Apogonidae: Apogonichthys
waikiki n. sp. Fowleria n.g. aurita; _Apogon snyderi n.sp.
Priacanthidae: Priacanthus alalaua n.sp. Lutianidae:
Bowersia n. g. violescens n. sp., B. ulaula n. sp., Etelis evurus n. sp.
Hyphosidae: Sectator azureus n.sp. Mullidae: Mulloides
flammeus n.sp.; Pseudopeneus chrysonemus n.sp.; Upeneus arge
n.sp. Pomacentridae: Glyphisodon sindonis n.sp.; Poma-
centrus jenkinsi n.sp. Labridae: Lepidoplois strophodes n. sp.;
Verriculus sanguineus n. sp.; Pseudocheilinus evanidus n. sp.; Hemi-
pteronotus baldwini n. sp.; Xyrichthys niveilatusn. sp. Scaridae:
Scarus jenkinsi n. sp., Sc. lauia n. sp., 8. barborus n.sp. Teuthi-
didae: Teuthis atrimentatus n.sp. Balistidae: Pachynathus
nycteris n.sp. Tetrodontidae : Lagocephalus oceanicus n. sp.
IV. Pisces für 1904. 39
Ostracidae: Östracion oahuensis n.sp. Scorpaenidae:
Pterois sphex n.sp.; Scorpaenopsis catocala n.sp.; Dendrochirus
hudsonin. sp. Gobiidae : Quisquilius n. g. eugenius n. sp.; Gnatho-
lepis (= Hazeus Jord. u. Snyd.) knighti n. sp.; Gobiopterus fareimen
n. sp., Vitraria n. g. clarescens n. sp. Pteropsaridae: ÖOsurus
n. g. (Parapercis) schauinslandi Stdr. Fierasferidae: Fierasfer
umbratilis n.sp. Pleuronectidae : Engyprosopon hawallensis
n. sp., E. arenicolan.sp. Antennariidae : Antennarius drombus
n. sp.
> (2). Description of a new Genus and two new spezies of Fishes
from the Hawaiian Islands. Bulletin U. S. Fish Commission 22. p. 209
— 210.
Tropidichthy psegma n. sp.; Iracundus n. g. signifer n.sp. Vom
Korallenrift von Honolulu. Die neue Gattung steht zwischen Helı-
colenus und Pontinus in der Fam. der Scorpaenidae.
Jordan, D. S. u. Snyder, 3. ©. (1). On a collection of Fishes made
by Mr. Alan Owston in the deep waters of Japan. Smithsonian Mis-
cellaneous Collections Quarterly Issue Vol. 45. 1, p. 230—240,
Taf. 58—63.
Pristiurus eastmanni n.sp., 345 mm Diagnose. Pseudotriakis
n. sp., 172 cm. Diagnose, Unterschiede von P. mierodon. Mitsukurina
acralis n. sp., owstoni Jord., Isuropsis glauca (Müll. u. Henle); Lepido-
rhinus foliaceus Gthr.; Chimaera purpurascens Gilb.; Plagyodus ferox
(Lowe) = Alepisaurus aesculapius Bean; Gonorhynchus abbreviatus
Schlegel; Promethichthys prometheus (Cuv. u.Val.), Julis musumen.sp.;
Trimegistus n. g.; owstonin.sp. Diagnosen: zum Unterschiede von
Liparis ausgezeichnet durch eine rauhe bedornte Haut. Die Dornen
mit großer runder Basis wie ein Tapeziernagel. (Abbildung). Ateleopus
japonicus Schl.; Trachypterus ishikawae J.u. Sn. = Tr. iijimae
J. u. Sn. juv.
— (2). On the species of White Chimaera from Japan. Proceedings
of the United States Museum 27, p. 223—226, fig.
Chimaera phantasma Jord. u. Snyder; Ch. mitsukurii Dean,
Manuskript.
— (3). Notes on Collections of Fishes from Oahu Island and
Laysan Island, Hawaii, with deseriptions of four new species. Pro-
ceedings of the United States National Museum 27, p. 939—948.
Antennarius laysianus n.sp., Laysan-Insel; Arioma n.g. (nahe
Apogon Jord. u. Snyd.) lurida n.sp.; Brachysomophis henshawi
n. sp.; Alopias vulpes Gmel.; Galeocerdo tigrinus Müll. ; Microdonophis
fowleri Jord. u. Everm.; Brachysomophis henshawi n.sp.; Muraena
kailuae Jord. u. Ev.; Enchelynassa bleekeri Kaup.; Gymnothorax
thalassopterus Jenk., G. steindachneri Jord. u. Everm., G. laysanus
Stdr.; Aulostomus valentini Blkr.; Alectis ciliaris Bloch.; Pikea au-
rora Jord. u. Ev.; Anthias fuscipinnis Jenk.; Thalassoma aneitense
Gthr.; Chaetodon miliaris Quoi u. Gaim., Ch. fremblii Bennett, Ch.
quadrimaculatus Gray; Mierocanthus strigatus Cuv. u. Val.; Teuthis
guttatus Bloch u. Schn.; Zebrasoma flavescens Bennett, Z. veliferum
40 IV. Pisces für 1904.
Bloch; Cantherines sandwichienssis Quoi u. Gaim. ; Stephanolepis spilo-
somus Lay u. Bennett; Tetraodon lacrymatus Quoi u. Gaim.; Ostracion
camurum Jenk.; Lactoria Galeodon L. schlemmeri n. sp.; Scorpaenopsis
catocala Jord. u. Everm.; Cephalacanthus orientalis (Cuv. u. Valenc.);
Remora remora L.; Fierasfer umbratilis Jord. u. Everm.; Brotula
multicirrata Vaill.u. Sauv. (= Br. townsendi Fowler); Platophrys
mancus (Broussonet) (= Rhombus pantherinus Rüpp. = Passer
marchionessarum Valene.), Antennarius laysanius n.sp., A. sandvi-
censis Bennet.
— (4). Description of a new species of Fish (Apogon evermanni)
from the Hawaiian Islands, with notes on other species. Proceedings
of the United States National Museum 28, p. 123—126.
Apogon evermanni n.sp.; Chanos chanos Forskal, Synodus
varius Lacep.; Sarda chilensis Cuv. u. Valenc.; Novaculichthys kallo-
soma Bleeker; Callicanthus metoposophron Jenkins; Ostracion sebae
Bleeker; Tropidichthys psegma Jord. u. Everm.; Cheilodactylus
vittatus Garrett., Iracundus signifer Jord. u. Everm.; Dendrochirus
chloreus Jenkins, D. barberi Steindachn.; Cephalacanthus orientalis
Cuv. u. Val., Antennarius commersoni Lacep.
Jordan, D. S. u. Starks, E. €. (1). A review of the Scorpaenoid
Fishes of Japan. Proceedings of the United States National Museum
27. p. 9 —175, fig., Taf. 1 u .2.
Übersicht der japanischen Scorpaenidae. Sebastolobus macrochir
Gthr.; Sebastodes glaucus Hilgend., S. taczanowskii Steind., S. stein-
dachneri Hilgend., S. inermis Cuv. u. Val., S. joyneri Gthr., S. matsu-
barae Hilgend., S. scythropus Jord. u. Starks, S. fuscescens Houtt.,
S. itinus n. sp., S. guentheri n.sp., S. tokionis n.sp., S. iracundus
n. sp., 8. flammeus n. sp.; Sebastichthys vulpes Stdr. u. Doed., S. ni-
vosus Hilgend., S. trivittatus Hilg., S. oblongus Gthr., S. mitsukurii
Cramer, S. pachycephalus Schleg., S. elegans Stdr. u. Doed.; Neo-
sebastes entaxis n. sp.; Thysanichthys n. g. (nahe Sebastodes) crossotus
n.sp.; Sebasticus.n. g. (für Sebastes) marmoratus C. u. V.; Helicolenus
dactylopterus De la Roche, H. emblemarius n. sp.; Scorpaena izensis
n. sp., S. fimbriata Doed., S. miostoma Gthr., S. onaria Jord. u. Snyd.,;
Scorpaenopsis cirrhosa Thunb., S. vacoshimana Stdr. u. Doed.;
Lythrichthys n. g. (nahe Setarches) eulabes n. sp.; Ebosia n. sp. (für
Pterois) bleekeri Stdr. u. Doederl.; Apistus evolans n. sp., A. venenans
n.sp.; Minous echigonius n. sp., M. adamsi Rich.; Pterois volitans
L., P. lunulata Schleg.; Decterias n.g. (für Minous) pusillus Schleg;
Erosa n.g. (für Synancia) erosa Langsd.; Inimieus n.g. (für Pelor)
japonicus C. u. V., I. aurantiacus Schleg.; Ocosia n. g. (nahe Agriopus)
vespa n.sp.; Erisphex n.g. (für Cocotropus) potti n.sp., E. kago-
shimensis Ish.; Snyderina n.g. yamanokami n. sp.; Paracentropogon
rubripinnis Schleg.; Aploactis aspera Rich.
— (2). A review of the Cottidae or Sculpins found in the waters
of Japan. Proceedings of the United States National Museum 27,
p- 231—355, fig.
IV. Pisces für 1904. 41
Monographische Übersicht der Cottidae Japans. Stlengis n. g.
osensis n. sp.; Schmidtia n. g. (verändert in Schmidtina p. 961) misakıa
n.sp.; Archistes plumarius Jord. u. Gilb.; Artediellus pacificus Gilb.;
Icelus spiniger Gilb.; Stelgistrum stejnegeri Jord. u. Gilb.; Triglops
beani Gilb.,; Prionistius jordani Schmidt; Enophrys elaviger Cuv. u.
Val.; Daruma n.g. sagamia n. sp.; Ricuzenius n. g. pinetorum n. sp.;
Hemilepidotus gilberti n. sp.; Ceratocottus namiyei n.sp., ©. dierans
Pall.; Trachidermus ansatus Rich; Cottus kazika n.sp., C. pollux
Gthr.; Uranidea reinii Hilg., U. dybowskii Hilg.; Rheopresbe n. g.
fujiyamae n.sp.; Myxocephalus edomius n.sp., M. raninus n.sp.,
M. polyacanthocephalus Pall., M. jaok Cuv. u. Val., M. nivosus Herz.,
M. stelleri Til., M. brandti Steind.; Megalocottus platycephalus (Pall.);
Parocottus tentaculatus Kner; Argyrocottus zanderi Hez.; Zesticelus
bathybius Gthr.; Cottunculus brephocephalus n. sp.; Ainocottus n. g.
ensiger n.sp.; Gymnocanthus herzensteini n. sp., G. pistilliger Pall.,
G. intermedius Schlegel; Elaphichthys elongatus Stdr.; Crossias n. g.
allisi n. sp. ; Cottiusculus n. g. (Schmidt) gonez n. sp., ©. schmidti n. sp.;
Aleichthys n.g. (für Centridermichthys) alcicornis Herz.; Furcina
n. g. ishikawae n. sp., F. osimae n. sp.; Ocynectes n. g. mashalis n. sp.;
Pseudoblennius zonostigma n.sp., P. totomius n.sp., P. percoides
Gthr., P. cottoides Rich., P. marmoratus Död.; Bero n. g. (für Centri-
dermichthys) elegans Stdr.; Vellitor n. n. für Podabrus Rich. nec Fisch.
centropomus Rich.; Histiocottus bilobus Cuv. u Val.; Nautiscus n. g.
pribilovius Jord. u. Gilb.; Hemitripterus villosus Pall.; Psychrolutes
paradoxus Gthr.; Ereunias grallator Jord. u. Snyd.; Blepsias draciscus
n. Sp.
— (3). A review of the Japanese Fishes of the Family of Agonidae.
Proceedings of the United States National Museum 27. p. 575—599.
Übersicht, Bestimmungstabelle der japanischen Agoniden: Tilesina
gibbosa Schmidt; Pereis japonica Pall.; Agonomalus proboscidalis
Val, A. jordani Schmidt; Hypsagonus quadricornis Cuv. u. Val.,
Occa dodecaedron Tiles., ©. iburia n. sp.; Brachyopsis rostratus Tiles.,
B. segaliensis Tiles.; Pallasina barbata Stdr., Draciscus sachi Jord.
u. Snyd.; Podothecus tokubire Ishik.; P. accipiter Jord. u. S$t.,
P. sturioides Guich, P. hamlini Jord. u. Gilb., P. gilberti (Collett),
P. thompsoni Jord. u. Gilb., P. veternus Jord. u. Gilb.; Sarritor
frenatus Gilb., S. leptorhynchus Gilb.; Aspidophroroides bartoni
Gilb.; Anoplagonus inermis Gthr.
— (4). Schmidtina, a genus of Japanese Sculpins. Proceedings
of the United States National Museum 27, p. 961.
Schmidtia Jord. u. Starks wird geändert in: Schmidtina (Schm.
misakia Jord.).
— (5). Description of a new Cyprinoid Fish, Hemibarbus joiteni
from the Pei Ho, Tientsin, China. Smithsonian Miscellaneous Collection
Vol. 45. Quaterly Issue 1. 1904, p. 241 u. 242, Taf. 64.
Hemibarbus joiteni n. sp. nahe H. barbus Abbott.
— (6). List of Fishes dredged by the steamer ‚„Albatross,, off
the coast of Japan in the summer of 1900, with descriptions of new
49 IV. Pisces für 1904.
species an a review of the Japanese Macruridae. Bulletin U. 8. Fish
Commission. 22, p. 577—630, fig., 8 Taf.
Lepidotrigla guentheri Hilg., L. mieroptera Gthr., L. abyssalis
n. sp.; Peristedion amiscus n. sp.; Atherestes evermanni n. sp.;
Cleisthenes n.g. (nahe Hippoglossoides) pinetorum n.sp.; Alaeops
n. g. (nahe Poecilopsetta) plinthus n. sp.; Dexistes n. g. (nahe Pseudo-
pleuronectes) rikuzenius n.sp.; Araias n. g. (nahe Pleuronectes)
ariommus n.sp.; Veraegua (nahe Microstomus u. Limanda); achne
n.sp.; Microstomus kitaharae .n.sp.; Engyrosopon ijimae n.sp..
Macruridae: Gadomus colletti n.sp.; Regania n.g. (nahe Gadomus)
nipponica n.sp.; Melanobranchus antrodes n.sp.; Coryphaenoides
awae n.sp., C. garmani n.sp., C. misakius n. sp.; Hymenocephalus
striatissimus n. sp., H. papyraceus n. sp., H. lethonemus n. sp.; Coelo-
rhynchus anatirostris n. sp.; Nezumia n. g. (nahe Macrurus) condylura
n.sp.; Chlorophthalmus albatrossis n. sp.; Chauliodus emelas n.sp.;
Myxine garmani Jord. u. Schn.; Centroseyllium ritteri Jord. u. Fowl.,
Raja tongu Jord. u. Fowl.; Pterothrissus gissu Hilgend.; Xenoder-
michthys nodulosus Gthr.; Aulopus japonicus Schleg.; Neostoma
gracile (Günther). Myxinidae: Myxine garmanı Jord. u. Snyd.;
Squalidae: Centroseyllium ritteri Jord. u. Fowler. Rajidae: Raja
tengu Jord. u. Fowl. Pterothrissidae: Pterothrissus gissu Hilgend.
Alepocephalidae: Xenodermichthys nodulosus Gthr. Aulopidae:
Aulopus japonicus Schlegel; Chlorophthalmus albatrossis n. sp. Chaulio-
dontidae: Chauliodus emmelas n. sp. Gonostomidae: Neostoma gracile
Gthr. Mycetophidae: Neoscopelus alcocki n. sp.; Diaphus neatasei n. sp.
Sternoptychidae: Polyipnus stereope n.sp. Synaphobranchidae:
Synaphobranchus jenkinsi Jord. u. Snyd., 8. affinis Gthr. Lepto-
cephalidae: Congrellus megastomus (Günther). Ophichthyidae:
Sphagebranchus moseri Jord. u. Snyd. Macrorhamphosidae: Macro-
rhamphosus sagifue Jord. u. Starks. Hippocampidae: Hippocampus
sindonis Jord.u.Snyd. Monocentridae: Monocentris japonicus Houttuyn,
Trachichthydae: Hoplostetus mediterraneus Cuv. u. Val. Antigonidae:
Antigonia rubescens (Günther). Labridae: Pseudolabrus japonicus
(Houttuyn). Chaetodontidae: Chaotodon nippon Steindch. u. Döderl.
Tropidichthydae: Tropidichthys rivulatus Schleg. Monocanthidae:
Stephanolepis ceirrhifer (Schlegel). Östraciidae: Aracana aculeata
(Houttuyn). Scorpaenidae: Sebastolobus maerochir (Gthr.). Thysa-
nichthys crossotus Jord. u. Starks, Setarches albescens Stdr. u. Doed.,
Helicolenus dactylopterus Dela Roche, Lythrichthys eulabes Jord.
u. Starks, Sebasticus marmoratus Cuv. u. Val., S. albofasciatus Lac£p.;
Erisphex potti Stdr.; Scorpaena izensis Jord. u. Starks; Ocosia vespa
Jord. u. Starks. Cottidae: Stlengis osensis Jord. u. Starks. Schmidtiana
n.n. misakia Jordan u. Starks; Daruma sagamia Jord. u. Starks;
Ricuzenius pinetorum Jord. u. Starks; Pseudoblennius totomius Jord.
u. Starks.; Hemitripterus villosus (Pallas); Cottiusculus schmidti
Jord. u. Starks; Cottunculus brephocephalus Jord. u. Starks.
Liparidae: Crystallias matsushimae -Jord. u. Snyd. Hoplichthidae:
Hoplichthys langsdorfi Cuv. u. Val. Peristedidae: Peristedion orientale
IV. Pisces für 1904. 43
Schleg., P. amiscus n. sp. Triglidae: Lepidotrigla guntheri Hilgend.,
L. abyssalis n. sp., L. microptera Günth., L. japonica (Blkr.). Gobiidae:
Coryphopterus pflaumi (Blkr.); Suruga fundicola Jord. u. Snyd.;
Chaeturichthys hexaneus (Blkr.).,, Ch. sciistius Jord. u. Snyd.;
Typauchen wakae Jord. u. Snyd. Callionymidae: Callionymus lunatus
Schl., C. flagris Jord. u. Fowl. Dragonettidae: Draconetta xenica
Jord. u. Fowl. Campsodontidae: Campsodon vorax Günth. Ptero-
psaridae: Neopercis sexfasciata (Schleg.); Neopereis aurantiaca (Död.);
Pteropsaron evolans Jord. u. Snyd.; Osopsaron verecundum Jord.
u. Snyd. Blenniidae: Eulophias tanneri Smith. Zoarcidae: Lycenchelys
poecilimon Jord. u. Fowl.; Bothrocara zesta Jord. u. Fowl. Brotulidae
Porogadus guntheri Jord. u. Fowl.; Watasea sivicola Jord. u. Snyd.
Gadidae: Boreogadus saida (Lepechin); Physisculus japonicus Hilg.
Ateleopodidae: Ateleopus japonicus Blkr. Macruridae: Gadomus n. g.
colletti n. sp.; Regania n. g. nipponica n. sp.; Melanobranchus antrodes
n. sp.; Dolloa longifilis Gthr.; Abyssicola macrochir Gthr.; Chalinura
liocephala Gthr.; Coryphaenoides altipinnis Gthr., C. awae n.sp.,
C. marginatus Steind. u. Död., C. garmani n.sp., C. misacius n. sp.;
Hymenocephalus striatissimus n. sp., H. papyraceus n.sp., H. letho-
nemus n.sp.; Macrourus nasutus (Gthr.), M.asper Gthr.; Coelorhynchus
japonicus (Schl.), C. kishinouyei Jord. u. Snyd., C. parallelus Gthr.,
C. anatirostris n. sp., C. tokiensis Stdr. u. Död.; Nezumia condylura
n.sp.; Trachonurus villosus (Gthr.).. Pleuronectidae: Atheresthes
evermanni n.sp.; Cleisthenes n.g., C. pinetorum n.sp.; Xystrias
grigorjewi (Herzenstein), Pleuronichthys cornutus Schleg., Limanda
herzensteini Jord. Snyd.; Alaeops n.g. plinthus n. sp.; Dexistes n. g.
rikuzenius n. sp.; Araias n.g. ariomus n. sp.; Clidoderma asperrimum
(Schl.); Veraequa n.g. achne n.sp.; Microstomus kitaharae n.sp.;
Pseudorhombus pentophthalmus Gthr.; Engyprosopon iijimae n.sp.;
Scaeops grandisquama (Schleg.); Lophius litulon (Jordan); Soleidae:
Usinosita japonica (Temmink u. Schleg.).. Antennariidae: Chaunax
fimbriatus Hilgend.. Ogoocephalidae: Malthopsis tiarella Jordan.
Joseph, H. (1). Über eigentümliche Zellstrukturen im Zentral-
ehe von Amphioxus. Verh. Anat. Ges. 1904, p. 16—26.
6 Figg.
Die Zellen am Vorderende des Markrohrs — dorsale Ganglienplatte
Kupffers — gleichen den Sehzellen Hesses; sie sind pigmentlos, aber
wahrscheinlich empfindlich für Lichteindrücke. — Gegen Boveri.
— (2). Zur Beurteilung gewisser granulärer Einschlüsse des Proto-
plasmas. Verhandlgn. Anatom. Ges. 18. Vers. p. 105—112. 8 Figg.
Amphioxus. In Epidermiszellen werden den Reinke’schen
Krystalloiden ähnliche Stäbchen, sowie runde Granula nachgewiesen.
Ishikawa, €. Notes on some new or little known Fishes of Japan.
I. Proceedings of the departement of Natural History Tokyo Imperial
Museum 1, p. 1—17, Taf. 1—7.
Podotheeus tokubire n. sp. ; Hemitrepterus nipponicus n. sp. ; Tetra-
roge kagoshimensis n. sp.; Crenilabrus steinegeri n. sp.; Cirrhilabrus
lijukiuensis n.sp.; Amphiprion snyderi n.sp.; Heterognathodon
44 IV. Pisces für 1904,
doegerleinii n. sp.; Kuhlia marginata C. u. V.; Stromatioides nozawae
n. sp.; Liobagrus reini Hilg., L. nigricauda n. sp.; Zezera hilgendorfi
Ish.; Leuciscus doroba® n. sp.; Zacco mitsukurri n. sp.
Juday, ©. Fishes of Boulder County, Colorado. The University
of Colorado Studies 2, p. 113—114.
Jukes-Browne, A.3. The Cretaceous Rocks of Great Britain. III. The
Upper Chalk of England. Memoirs of the geological Survey of the
United Kingdom 1904. 566 Seiten.
In dieser geologischen Arbeit werden 145 Fischspezies behandelt
und zwar Elasmobranchi 56, Chimaeroidei 12, Ganoidei 22, Teleostei
77 Arten.
Kamon, K. Über die „Geruchsknospen“. Archiv f. Mikroskop.
Anatomie 64. p. 653—664. Taf. 36.
Verf. macht auf die histologischen Unterschiede der Riech- und
Schmeckknospen bei Esox und Trigla aufmerksam.
Katurie, N.M. Novo nalaziste jesetve atlantske, Acipenser sturio L.
Rad Ingoslavenske Akademije znanosti i umjetnosti (Verhandl. der
südslavischen Akademie für Kunst und Wissenschaft, Zagreb) 154,
154, 1903, p. 1—6.
Acipenser sturio L.
Kellicott, W. E. ° The development of the vascular system of
Ceratodus. Biological Bulletin published by the Marine Biological
Laboratory Woods Holl, Mass. 6, p. 320 u. 321.
Neoceratodus forsteri.
Kemma, A. (I). Les recentes decouvertes de Poissons fossiles
primitifs. Bulletin de la Societe belge de G&ologie. Memoires. 17, p. 339
— 382, fig., und ebenda 18, p. 3—78.
Arthrodira, Ostracophori, Cycliae. Bedeutung der ältesten fossilen
Fische. Vorherrschend sind gepanzerte Arten; die Coelolepidier.
Absonderliche Formen. Zoologische Stellung. Klassifikation. Die
Agnathen: Lebensweise derselben, Entartung. Die Heterostraci:
Pteraspiden. Kiemen von Cyataspis, Rückenschild von Pteraspis.
Coelolepidier: Haut. Thelodus Kiemen. Drepanaspiden, Psammo-
steiden, Verwandtschaft innerhalb der Ordnung der Heterostraci.
Östeostraci: Cephalaspiden, Ateleaspiden. Anaspiden: Birkenia,
Lasanius.
— (2). Les caracteres generaux des Vertebres. Bull. Soc. malac.
Belgique 38, p. 97”—107.
Ursprung der Vertebraten.
Kendall, W. € Notes on some fresh-water Fishes from Maine,
with descriptions of the three new species. Bull. U. S. Fish Comm. 22,
p. 353—368, fig.
Pimephales anuli n.sp.; Leueiscus carletoni n.sp.; Coregonus
stanleyi n. sp.
Kerr, 3. 6. On some points in the early development of motor nerve
trunks and myotomes in Lepidosiren paradoxa (Fitz.). Transactions
of the Royal Society of Edinburgh 41, p. 119—127, 6 Taf.
IV. Pisces für 1904, 45
Die Entstehung der motorischen Nervenfasern aus Ganglienzellen.
Der Nerv ist nicht eine sekundäre Verbindung zwischen dem Rücken-
mark und den motorischen Endorganen.
Kershaw, J. A. A colour variety of the the Common Eel, Anguilla
australis Rich. The Victorian Naturalist 20, p. 140.
Anguilla australis Rich. Gelbsucht.
Kitahara, T. (1). Note on the Leucopsarion petersi Hilg. Anno-
tationes Zoologicae Japonenses. Tokyo. 5. p. 113—115, Taf. 5.
Leucopsarion petersi Hilg. Lebensweise, Eier; Salmonidae:
japanische Arten.
— (2). Preliminary note on the Salmon and Trout of Japan.
Annotationes zoologicae Japonensis Tokyo 5, p. 117—120.
Klunzinger, €. B. Entgegnung auf Nüßleins Ausführungen in
der Gangfisch-Blaufelchen-Frage vom September 1903. Jahresh. Ver.
Württemb. 60, p. 335— 343.
Coregonus macrophthalmus Nüssl.; C. exiguus Klunz. Streit-
schrift gegen Nüßlıin.
Knipowitsch, N. Zoologische Ergebnisse der Russischen Expedition
nach Spitzbergen. Fische. Nachtrag. Annuaire Museum St. Petersburg
8, 1903, p. 144—156.
Koch, A. (1). Die fossilen Fische des Beocsiner Cement-Mergels.
Annales Muscei nationalis Hungarici 2, p. 1—72, Taf. 1—7.
Lates pliocaenus n. sp. (foss.), Ungarn. Gadus pannonicus n. sp.
(foss.); Sphyraenodus hexagonalis n. sp. (foss.).
— (2). Fossile Haifischzähne und Säugetierreste von Felsöester-
gäly, im Komitate Nögräd. Foldtani Közlony. Geologische Mitteilungen.
Zeitschr. d. Ung. Geologisch. Gesellschaft 34, p. 190—203, 260—274,
fig. 1 pl.
Sphyraenodus pietus Ag. (foss.); Zähne der Selachier; Carcharodon
humilis n. sp. (foss.); Lamna macrota Ag. var.n. hungarica (foss.).
— (3). Ergänzung zur Haifischfauna des untermediterranen Sand-
steins. von Tarnöcz. Földtani Közlöny, Geologische Mitteilungen.
Zeitschrift der Ungarisch. geolog. Gesellsch. 34, p. 274.
Notidanus diffusidens n. sp.
— (4). Kleine paläontologische Mitteilungen. Foldtani Közlöny,
Geolog. Mitt. Zeitschr. Ung. geol. Gesellsch. 34, p. 332—335, 365— 368.
Smerdis macrurus Ag., Rumpf und Flossen gut erhalten. Dacittuff
bei Des, Siebenbürgen. Sphyraenodus priscus mitteleocän, Kalk.
Klausenburg, Unterkiefer. Pycnodus sp. Unterolgoecän.
Kolombatovic, 6 Contribuzioni alla fauna die Vertebrati della
Dalmazia. Glasnik Navaroslovnoga druztva. Societas hist.-naturalis
Croatica 15, p. 1—19.
Tripterygium minor Kolomb.; Sebastes maderensis Lowe; Julius
tureica Risso; Motella megalocynodon Kolomb.
Kopsch, Fr. Untersuchungen über Gastrulation und Embryo-
bildung bei den Chordaten. 1. Die morphologische Bedeutung des
Keimhautrandes und die Embryobildung bei der Forelle. Leipzig.
166 Seiten, 18 Figg. 10 Tafeln.
46 IV. Pisces für 1904,
Am Randringe werden vermittelst des elektrischen Stromes
Defekte hervorgerufen und deren Wachstum untersucht.
Korotneff, A. de (1). Resultats d’une Expedition Zoologique au
Lac Baikal pendant l’et& de 1902. Archives de Zoologie experimentale
et generale (4) 2, p. 1—26, fig.
Comephorus baicalensis Dyb., C. dybowskii n. sp.; Cottus nikolski
Thymallus; Coregonus omul.
— (2). Über einen Baikalfisch. Biol. Centrbl. 24, p. 641—644.
Comephorus baicalensis Dyb., Die 4 Kiemenbogen tragen immer
Papillen mit schildförmigen Zähnen, außen lanzettförmige Kiemen-
blätter, die beiderseits mit Kiemenlamellen bedeckt sind. Blutgefäße
dieser Kiemenlamellen. Comephorus besitzt Kiemenlamellen wie die
Knochenfische und gleichzeitig solche wie die Amphibien. Die Zahn-
entwicklung entspricht jener der Ganoiden. Das Zahnzement ver-
wächst mit der Kinnlade; große Zähne verwachsen jedoch nicht mit
dem Kiefer, vielmehr werden sie durch Ligamente gehalten. Zahnemail
scheint zu fehlen.
Krause, R, Gibt es eine ‚‚vitale‘‘ Färbung? Anatomischer Anzeiger
24. Bd. p. 400—403.
An lebenden Geißelzellen im Labyrinth von Petromyzon gelang
es einwandfrei mit Methylenblau die Cilien zu färben, ohne daß das
Schlagen derselben beeinträchtigt wird.
Krotow, B. Fische der permischen Ablagerungen Rußlands.
(Russisch.). Arb. nat. Ges. Kasan. T. 38. No. 3. 40 pp. 2 Taf.
Palaeoniscus 4 nn. spp., Amblypterus 3 nn. spp.
Künstler, J. Note sur les moeurs du Muge de l’e&tang de Mimizan.
Comptes-Rendus hebdomadaires des Seances et Memoires de la Societe
de Biologie. 56, p. 427 u. 428. a
Die Meeräsche — Muge — hat große wirtschaftliche Bedeutung.
Angaben über ihre Wanderungen und ihren Winteraufenthalt.
Lambe, L. M. Progress of Vertebrate Palaeontology in Canada.
Transactions of the Royal Society of Canada 10, 4, p. 13—56.
Allgemeine Betrachtung über das Vorkommen fossiler Fische in
Canada. Systematisches Verzeichnis der in den verschiedenen geo-
logischen Zeitaltern auftretenden Fische.
Lams, H. Contribution a l’etude de la genese du vitellus dans
P’ovule des Teleosteens. Archives d’anatomie mieroscopique 6, p. 633
—652, Taf. 21 u. 22.
Alburnus, Osmerus. Der Balbianische Dotterkern liegt in
den jüngsten Stadien neben dem Keimbläschen. Er wird später von
einem besonderen Cytoplasma umgeben, das sich zum Dotterring aus-
bildet. Nach dessen Verschwinden treten Fettkugeln im Dotter auf,
welche sich in zwei Zonen ordnen. Die ersten Dotterkörner entstehen
an der Oberfläche der äußeren Zone.
Landrieu, Gustave. La question de la Rogue. Compte Rendu
de l’Association frangaise pour l’Avancement des Sciences. Session 32.
II. p. 799—810.
IV. Pisces für 1904. 47
Der Rogen der Sardine, Eigenschaften, Gewinnung, Verschieden-
heiten nach der Provenienz.
Langelaan, 3. W. On the form of the trunk-myotome. Proceedings
of the Royal Academy of Sciences Amsterdam 7, p. 34—40, fig. (Auch
Versl. Ak. Amsterdam).
Petromyzon fluviatilis und Acanthias vulgaris, Rumpf myotome.
Large, T. A list of the native Fishes of Illinois, with keys. Rep.
Fish Comm. Illinois 1900—1902, 30 p., 2 Taf.
Pomotis sparoides Lac&p.; Amiurus melas Raf.
Lauber. Augen vom Schwertfisch (Xiphias gladius). (Wiener
opthalmol. Ges.) Zeitschr. Augenheilk. Bd. 10. p. 84.
Laurie, R. D. The fecundity of the Plaice. Proceedings and Trans-
actions of the Liverpool biological Society 18, p. 153—156.
Pleuronectes platessa, Fruchtbarkeit.
Leonhardt, E.E Die Bastarde der deutschen karpfenähnlichen
Fische. Neudamm, 1904, 8vo., 58 p., fig.
Levadoux, Mich. Sur l’artere coronaire chez les Teleosteens.
Comptes Rendus de l’Association des Anatomistes. 6. Sess. p. 189
— 1%.
Barbus, Cyprinus, Tinca, Gobio, Leuciscus, Squalius, Scardinius,
Chondrostoma, Phoxinus, Abramis, Anguilla. Die Coronar-arterie
entsteht bei jungen Tieren aus der Vereinigung der Epibranchialarterien.
Im Alter veröden alle Aste bis auf den von der zweiten (meist linken)
Epibranchialarterie kommenden.
Lichtenfelt, H. Über die chemische Zusammensetzung einiger
Fischarten, warum und wie sie periodisch wechselt. Archiv für die
gesammte Physiologie des Menschen und der Tiere 103, p. 353—402.
Für die chemische Zusammensetzung wird Wasser, Asche, Stick-
stoff u. Eiweis bestimmt. Vergleich der Analysen nach Jahreszeit
Laichperiode, Lebensalter, Bewegungsart (träge u. lebhafte Fische),
Verbrauch der Nährstoffe pro Tag; Verhältnisse bei Fleisch- und
Pflanzenfressern.
Lo Bianco. S. Pelagische Tiefseefischerei der „Maja“ in der Um-
gebung von Capri. Jena, 1904, 8vo, 91 p., 31 Tafeln.
Leptocephalus brevirostris; auch im Magen von Orthagoriscus
mola L.; Scopelus rissoi Cocco, S. erocodilus Risso; Chauliodus sloanii
Bl. Schn.; Cyclothonemicrodon Gthr. wahrscheinlich die Jugendform
von Gonostoma denudatum. Lepidopus caudatus Euphr.; Fierasfer
acus Brunn.
Loewenthal, N. Beitrag zur Kenntnis der Körnerzellen des Neun-
auges. Anatomischer Anzeiger. Bd. 25. p. 831—94. 12 Figg.
Die in der Epidermis des Neunauges gelagerten Körnerzellen be-
sitzen ein oder zwei (neben einander austretende) Fortsätze. Diese lassen
sich auch im Zellinnern bis zu der den Kern umgebenden granulierten
Zone verfolgen, wo sie sich häufig spindelförmig erweitern oder sich in
fein geschlängelte Fäden auflösen. Kerne mit Amitosen und Ab-
schnürungen.
48 IV. Pisces für 1904.
Lönnberg, E. (1). Bronns Klassen und Ordnungen des Tierreichs.
6. 1. Pisces (Fische). Lief. 13—15, p. 209—240, Taf. 10—12.
— (2). On some Fishes from the lakes of the Cameroon Mountain.
Annals and Magazin of natural History (7) 13, p. 135—139.
Physikalische Beschreibung des vulkanischen Sees: Barombi-
ba-kotta. Tilapia kottae n.sp., T. dubia n. sp., T. macrocephala (Bleeker)
Barombibakotta-See; Barbus linnellii n.sp., Elefantsee; Pelmato-
chromis longirostris Boulenger; Hemichromis fasciatus Peters.
— (3). On the occurrence of Cottus quadricornis in Lake Mälaren
and its variation according the natural conditions. Bulletin of the
Geological Institute of Upsala 6, p. 85—91, fig.
Cottus quadricornis L. aus dem Mälarensee steht in der Mitte
zwischen der degenerierten Reliktenvarietät aus dem Vettern- und
Venernsee, welche als var. relicta Lilljenborg bekannt ist, und den
Exemplaren aus der Ostsee. Beschreibung der Unterschiede. Prae-
opercula.. Nahrung: Amphipoden: Phallasiella quadrispinosa und
Fische: Osmerus. Salzgehalt des Mälarsees.
Long, J. A. The reaction of eyeless (blinded) Fish to ligth. Science
(2) 19, p. 248.
Bei Versuchen an Fundulus majalis und F. heteroclitus wurde
gefunden, daß kein Organ in der Haut oder Seitenlinie auf Lufteindrücke
reagiert.
Lubosch, W. (1). Über den Bau und die Entwicklung des Geruchs-
organs von Petromyzon. Verhandlungen Anatomische Gesellschaft
18. Vers. p. 67—75. 11 Figg.
Larven von 4 cm Länge besitzen zwei dorsal vom Hypophysen-
kanal gelegene, mit Sinnesepithel versehene Säckchen. Zwischen ihnen
bildet sich das Epithel des Hypophysenganges zum Septum aus. Später
entstehen von der Mitte aus neue Falten. Das Anhangsorgan der Nase
beginnt als Ausstülpung der Nasenhöhle; es wird als rudimentäres
Organ angesehen.
— (2). Untersuchungen über die Morphologie des Neunaugeneies.
Jena. Zeitschr. 38, p. 672—724, fig., pl. 23.
Petromyzon planeri, fluviatilis. Der Dotter im Ei bildet sich kurz
vor der Metamorphose. Die Peripherie des Eies wird von vacuolen-
reichem ‚groben‘ Dotter gebildet, ‚‚feiner‘‘ Dotter am animalen Pol
bezeichnet die Anlage des „Deckels“. Durch Eindringen des groben
Dotters in den feinen wird dieser in Inseln zerklüftet. Jener sammelt
sich am animalen Pol unter der Membrana vitellina und bildet das
Polplasma. Die Dotterhaut ist eine Plasmaschicht des Eies. Die Zona
pellucida ist zweischichtig, wahrscheinlich liegt die Mieropyle am ani-
malen Pol, an welchem beide Schichten der Zona pellucida verdünnt
sind. Ältere Eier besitzen tropfenreiche Follikelzellen, d. h. modifizierte
Keimzellen, die als Nährzellen funktionieren, da ihr Produkt wahr-
scheinlich eine Vorstufe des Dotters ist und die Zona passiert. Die
Tropfen verhalten sich bezüglich der Färbetechnik wie Dottervacuolen.
Die Umwandelung des Keimbläschens. — Vergleiche mit Bdellostoma.
IV. Pisces für 1904. 49
Lucas, F. A. The osteology and immediate relations of the Tile-fish,
Lopholatilus chamaeleonticeps. Bull. Bur. Fisher. 24. p. 81—-86, fig.
Lopholatilus chamaeleonticeps Goode.
Luther, A. Abramidopsis buggenhagii Bloch frän Haapavesi.
Meddelanden af Societas pro Fauna et Flora fennica Häft 31. p. 31—32.
Abramidopsis buggenhagii ein Bastard zwischen Abramis brama
u. A. blicca wurde am 22. VIII. gefangen. Ortsangaben.
Lydekker, R. Vertebrate Palaeontology of Cambridgeshire. In
J.E. Marr u. A. Shipley, Handbook to the Natural History of Cambridge-
shire. Cambridge, 1904, p. 51—70.
Lydell, D. The habits and culture of the Black Bass. Bulletin
of the U. S. Fish Commission 22, p. 39—44.
Micropterus dolomiei Lacep. Das Männchen baut allein das Nest
in 4-48 Stunden; Örtlichkeit, Material; Verhalten der Weibchen und
Männchen vor und während der Eiablage. Farbwechsel des Weibchens
vor der Eiablage. Das Männchen bewacht die Eier. Ausschlüpfen der
Jungen; Unterschiede im Verhalten der großmäuligen und der klein-
mäuligen Schwarzbarsche. — Künstliche Befruchtung der Eier. Pflege
und Aufzucht der Jungen.
Lyon, E. P. On Rheotropism. I. Rheotropism in Fishes. The
American Journal of Physiology 12, p. 149—161.
Fundulus. Der Rheotropismus der Fische ist eine compensatorische
Bewegung im bewegten Medium. Optische Reflexe des bewegten Wassers,
nicht die mechanische Wirkung der Strömung, sowie die Berührung
mit festen Gegenständen verursachen die Orientierung des Fisches.
Maxwell, Sir H. British Fresh-water Fishes.. Woburn Library
of Natural History. London, 1904, 8vo. 316 p., fig., 12 Taf.
Marceau, Franeis. Recherches sur la structure et le developpement
compares des fibres cardiaques dans la serie des Vertebres. Annales
des Sciences Naturelle (8) 19. p. 191—365 Taf. 10—19.
Herzmuskelfasern, Fische: Petromyzon planeri, P. fluviatilis,
P. marinus; Scyllium catulus, ; Torpedo marmorata ; Acipenser ruthenus
Hippocampus guttulatus; Anguilla vulgaris; Barbus fluviatilis; Cy-
prinus carpio; Esox lucius; Gobio fluviatilis; Leueiscus rutilus; Thy-
mallus vexillifer; Tinca vulgaris; Trutta fario; Lota vulgaris; Solea
vulgaris; Chrysophrys aurata; Perca fluviatilis; Trigla cuculus.
Maröchal, 3. Über die morphologische Entwicklung der Chromo-
somen im Keimbläschen des Selachiereies. Anatomischer Anzeiger
Bd. 25 p. 383—398. 25 Figg.
Pristiurus, Scyllium. Nach der Teilung der Oogonien tritt der
Kern in ein Ruhestadium. Darauf entstehen die Chromosomen, welche
sich auf der dem Kernpol entgegengesetzten Seite ansammeln und
paarweise zusammenliegen. (Synapsis). Die Knäuelbildung tritt ein,
die Oocyte beginnt zu wachsen. Das Chromosomenknäuel bleibt er-
halten, die Persistenz der Chromosomen wird durch deren achromatisches
Substratum bedingt. Die Reduktion der Chromosomen hängt mit der
Auflösung der Synapsisfäden zusammen.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. 11. H.1. (IV.) 4
50 IV. Pisces für 1904.
Maurer, F. Die Entwicklung des Muskelsystems und der elektrischen
Organe in Hertwig, Handbuch der Entw. der Wirbeltiere. Jena. III.
p. 1—80. F. 1—41.
Me Intosh, W. ©. Note on the egg of the Shanny (Blennius pholis L.)
Report of the British Association for the Advancement of Science
1903, p. 697.
Blennius pholis L. Ein laichreifes Weibchen wurde gefangen;
Beschreibung der frisch gelegten Eier.
Meek, A. (1). The migrations and the growth of Plaice. Report
Northumberland Sea Fisheries Committee 1904, p. 70—80, Fig.
Pleuronectes platessa L. Versuche mit gezeichneten Fischen über
Wanderung und Wachstum. Wanderung und Menge der Fische. Patho-
logische Erscheinungen: abnorme Färbung.
— (2). Faunistik Notes. Report of Scientific Investigations
Northumberland Sea Fisheries Commission 1904. p. 86 u. 87.
Kurze Notizen über den Fang von Zeus faber, Alopias vulpes,
Morone labrax, Trygon pastinaca, Sebastes norvegicus var. viviparus,
Lamna cornubica; Rhina squatina.. Salmo, Thymallus.
— (3). On the Fishes of the North-East Coast. Transactions
Northumberland Society (2) 1, p. 35—88.
Lumpenus lampetriformis Walb.
— (4). Notes on the auditory organ and the orbit of Orthagoriscus
mola. Anatomischer Anzeiger 25, p. 217—219, fig.
Örthagoriscus mola besitzt ein Gehörorgan, das in einer festen
Kapsel gelegen ist. Die innere Membran derselben steht mit der Dura
mater in Verbindung u. besitzt feine fibröse Elemente. Der hintere
Vertical- und der Horizontalkanal besitzen Knorpelstützen zwischen
der äußeren und hinteren Kapselwand. (Teleostiertypus). — Der
N. optieus tritt vor der Anheftestelle des Musculus recti aus, gestützt
durch ein starkes fibröses Band. Nickhaut am äußeren Augenwinkel
stark vorragend.
— (5). The Fresh-water Fishes of Mexico North of the Isthmus of
Tehuantepec. Field Columbian Museum Publication. Zoological Series 5
p. 1—252, fig., Tafel 1—17.
l. Klasse: Marsipobranchii, Ord. Hyperoartii: Lampreta spadicea
Bean. 2. Klasse: Pisces. Synopsis der 227 Arten, welche in die
Ordnungen Rhomboganoidea, Nematognathi, Plectospondyli, Sym-
branchia, Apodes, Isospondyli, Haplomi, Synentognathi, Lopho-
branchii, Acanthopteri gehören. Allgemeine Topographie und Hydro-
graphie von Mexico. Geologie. Verzeichnis der Sammelorte. Die
Flüsse Mexikos und die in jedem einzelnen vorkommenden Fische.
Geographische Verteilung. Sportfische, Speisefische, Fischzucht,
Fischerei. Vulgärnamen. Systematisches Verzeichnis der Fische.
xobius parvus Meek, G. claytoni Meek; Cichlasoma hendricki n. sp.;
C. evermanni n.sp., C. eigenmanni n.sp.; Thorichthys n.g. (nahe
Cichlasoma) ellioti n. sp.; Pomadasys starri n. sp., P. templei n. sp.;
Centrarchus occidentalis Meek; Chirostoma mezquital n. sp.; Sipho-
stoma brevicaudum n.sp.; Cynodonichthys n.g. (nahe Fundulus)
IV. Pisces für 1904. 51
tenuis n. sp.; Characodon multiradiatus n. sp.; Goodea luitpoldii Stdr.,
G. whitei n. sp., G. toweri n. sp.; Skiffia lermae Meek; Platypoecilus
maculatus Gthr., P. variatus n.sp., P. nelsoni n.sp.; Poecilia luti-
punctata n. sp.; Xiphophorus jalapae Meek; Gambusia fasciata n. sp.,
G. bonita n. sp.; Paragambusia n. g. (Gambusia) nicaraguensis Gthr.;
Amiurus mexicanus n. sp., A. australis n. sp.; Rhamdia oaxacae n. sp.;
Galeichthys aquadulce n. sp.; Catostomus sonorensis Meek, Ü. conchos
Meek; Carpioides microstomus n. sp., C. elongatus n. sp., C. labiosus
n. sp.; Notropis nazas n. sp., N. forionensis n. sp.; Paranotropis n. subg.
(Notropis) luciodus Cope, P. pilsbryi n. sp.; Hemigrammus compressus
n.sp.; Dorosoma anale n. sp.
— (6). The Migrations of Inshore Fishes. Report of Northumber-
land Sea Fisheries on the Scientific Investigations Committee 1904
p-. 68—69.
Tabellarische Zusammenstellung der gezeichneten und ausgesetzten
und wiedergefangenen Fische.
— (9). Migrations of the Dale. Report of the Northumberland
Sea Fisheries Comittee 1904 p. 80.
Pleuronectes limanda wandert weiter als Pleuronectes platessa,
aber die Versuche hatten noch kein bestimmtes Ergebnis.
Meyer, H. Lofotfischerei. Schweiz. Wochenschr. Chem. Pharmae.
Jahrg. 42. p. 178—179. — Gadus.
Michailovsky, M. (1). Über zwei wenig bekannte Coregonen vom
ÖOnegasee. (Russisch) Annuaire du Musee zoologique de St. Peters-
burg. 8. 1903, p. 345—3555.
Coregonus albula, Art.; ©. fera var. tscholmugensis Dan.
— (2). Über einen ausnehmend großen Orthagoriscus mola L.
(Russisch.) Annuaire du Musee zoologique de St. Petersbourg. 8. 1905.
p. 46 u. 47.
Minervini, R. Des capsules surrenales. Developpement — structure
— fonetions. Journ. Anat. Phys. Paris. 40. Annde. p. 449—492, 634
—667. T. 11—14.
Torpedo, Pristiurus, Scyllium, Lophius, Scomber, Mugil und deren
Nebennieren nach Bau, Entwicklung und Funktion. Das Interrenal-
organ der Selachier ist dem Suprarenalkörper der übrigen Vertebraten
homolog. Für die Teleostier dagegen gilt dasselbe von den in der Niere
eingeschlossenen Körpern, die schon Stannius beschrieb.
Miranda Ribeiro, A. de. Pescas do „Annie“. A Lavoura, Bol.
Soc. Agric. Rio Janeiro 1904. 53 Seiten.
Liosacus intermedius n.sp.; Lepophidium fluminense n.sp.;
Hypsicometes heterurus n.sp.; Peristedion roseum n.sp.; Pontinus
corallinus n. sp.; Paralichthys triocellatus n. sp.; Gymnarchus zebrinus
n.sp.; Pseudopercis n.g. (nahe Pinguipes) numida n.sp.; Anthias
duplieidentatus n. sp.; Urophycis mystaceus n.sp., U. latus n.sp.;
Raja agassizii Mir. Rib. nn. varr. pieta, meta.
Mitchell, E. @. Oral breathing valves of Teleosts, their modi-
fications and relation totheshape ofthemouth. The American Naturalist
38, p. 153—164, fig. u. p. 405.
4*
52 IV. Pisces für 1904.
Catostomidae, Siluridae, Clupeidae, Percidae, Centrarchidae,
Argentinidae. Schleimhautfalten am Ober- und Unterkiefer der
Teleostier dienen als Atemklappen; ihre Gestalt ist mondsichel- oder
U-förmig. Der Rand ist glatt oder hat Vorsprünge und Kerben. Muskulös
ist die Mitte; hier kann eine Befestigung am Mundhöhlendach statt-
haben. Papillen, Runzeln und Pigmentflecke treten auf.
Moenkhaus, W. T. The development of the hybrids between
Fundulus heteroclitus and Menidia notata, with especial reference to
the behaviour of the maternal and paternal chromatin. The American
Journal of Anatomy 3, p. 29—66, 33 Figg. 4 Taf.
Fundulus heteroclitus und Menidia notata. Die Eier des einen
können durch Sperma des anderen befruchtet werden. Die Entwicklung
verläuft manchmal normal bis zum Schlusse des Blastoporus und
vielleicht der Augenbildung. Meist ist die Gastrulation abnorm, und
der Blastoporus persistiert als Spalt. Bastardeier entwickeln sich
langsamer als die von derselben Art befruchteten. Unterschiede der
Chromosomen der beiden Spezies. Im Bastardei treten sie anfangs
getrennt auf, später mischen sie sich und zwar frühzeitig. Die indi-
viduellen Chromosomen persistieren während der Kernruhe.
Moroff, T. Über die Entwicklung der Kiemen bei Fischen. Archiv
für mikroskop. Anatomie und Entwicklungsgeschichte 64, p. 189—213,
Taf. 11 u. 12.
Die Kiemen der Cyclostomen sind entodermal. Die Spritzloch-
kiemen entwickeln sich bei Acanthias und Trutta wie die eigentlichen
Kiemen aus den Ektoderm. Das Spritzloch wird von außen her ge-
schlossen. Die Ektodermzellen werden vom Mesoderm resorbiert,
nicht aber zur Bildung eines anderen Organes benutzt.
Moser, Fanny. Beiträge zur vergleichenden Entwicklungsgeschichte
der Schwimmblase. Arch. Micer. Anat. 63, p. 532—574, Taf. 22—25.
1. Rhodeus, Cyprinus: Die Schwimmblase liegt sanduhrförmig
eingeschnürt über dem Darm, der lange, enge ductus pneumaticus
mündet dorsal in diesen. 2. Salmo, Trutta: Dieselbe liegt sackuhr-
förmig lang links neben dem Darm und mündet mit weiter Öffnung
links dorsal in diesen. 3. Gasterosteus: Sie ist weit, dorsal gelegen,
ohne Verbindung mit dem Darm. Ontogenetische und phylogenetische
Wanderung der Schwimmblase um den Darm.
Müller, E. Beiträge zur Morphologie des Gefäßsystems. 2. Die
Armarterien der Säugetiere. Anatomische Hefte. 1. Abt. 27. p. 71
— 242. 17 Figg. T. 5—16.
Acanthias, Spinax; pag. 85: Die Gefäße der Brustflosse der Se-
lachier gehen aus segmental angeordneten Gefäßen hervor, indem die
Hauptarterien durch Queranastomosen zwischen den Segmentarterien
entstehen.
Musy, M. Un fossile de la carıiere de Levy. Bull. Soc. Fribourg.
Sc. nat. Vol. 12. p. 47—48. (Pyenodus.)
Neal, H. V. The development of ventral nerves in Selachii. I. Spinal
nerves. Mark Annivers. Vol. New York. p. 291—313, Taf. 22
—24.
IV. Pisces für 1904. 53
Squalus. Bevor die Neuroblasten sich von der Membrana limitans
interna des Markrohres entfernt haben, liefern die zentralen derselben
den Achseneylinder. Das Neurilemma und die bindegewebigen Scheiden
werden sowohl von ausgewanderten Markzellen, wie von hinzu-
tretenden Mesenchymzellen gebildet.
Nehring, A. Über die geographische Verbreitung des Pelecus
cultratus L. in Deutschland. Sitzungsberichte Gesellschaft natur-
forsch. Freunde Berlin 1904, p. 43—45; auch Allgem. Fischerei-
Zeitung 29, p. 250.
Pelecus cultratus ist als ständiger Bewohner nur dem östlichen
Deutschland eigen.
Neumayer, L. (1). Die Entwicklungsgeschichte des Darmkanals von
Lunge, Leber, Milz und Pankreas bei Ceratodus forsteri. In: Semon,
Zool. Forsch. 1, p. 377—422, figg. Taf. 36.
Neoceratodus forsteri besitzt eine dorsale und ventrale Darm-
anlage. Der bleibende Darm ist anfangs eine epithelial begrenzte
Spalte mit einer großen Dotterhöhle; Der Endabschnitt zeigt spiralige
Drehung. Der weitere Verlauf der Entstehung des Spiraldarmes wird
geschildert. Die unpaare mediane Aussackung des Vorderdarmes wird
als Lunge gedeutet; weitere Entwicklung der Lunge. Die Leber nebst
der Gallenblase entsteht aus einer epithelialen Placode des vorderen
Abschnittes der ventralen Darmanlage; die Anlage des Pancreas ist
dreiteilig, indem gleichzeitig dorsale, ventrale und laterale Darm-
sprossungen beteiligt sind. Die Milz entsteht an der linken Seite des
Darmes aus Coelomepithel- und Mesenchymzellen.
— (2). Recherches sur le developpement du foie du pancr£as,
et de la rate chez Ceratodus F. Comptes Rendus de l’Association des
Anatomistes. 6. Sess. p. 73—77. 7 Fig.
An plastisch gehaltenen Figuren wird die Entstehung von Leber,
Pankreas und Milz nach dem derzeitigen Stand des Wissens ge-
schildert.
Newton, E. T. On the oceurrence of Edestus in the Coal-Measures
of Britain. The Quarterly Journal of the Geological Society 60, p. 1—8,
fig., 1 Tafel.
Edestus triserratus n. sp., E. minor; Helicoprion.
Nicolas, A. Recherches sur le development du pancreas, du foie
et de la rate chez le Sterlet (Acipenser ruthenus). Archives de Biologie
20, p. 425—460, Tafel 10—12.
Die Entwicklung von Pankreas, Leber und Milz bei Acipenser
ruthenus. Es sind zwei ventrale und eine dorsale Pankreasanlage
vorhanden; die Entwicklung der beiden ersten entspricht jener bei
Amia calva (nach Piper), die dorsale Anlage steht in Beziehung zur
Entwicklung des Magens und Duodenums. Im Verlaufe der Weiter-
entwicklung verlieren die dorsale und die ventrale rechte Anlage ihren
Zusammenhang mit der Darmwand bezw. mit dem Gallengang; durch
schließlicheVereinigung der drei Anlagen besitzt das Pankreas einen
einzigen exceretorischen Kanal (Wirsung). Kupffer fand bei Acipenser
sturio abweichende Verhältnisse: zwei dorsale Anlagen, eine craniale
54 IV. Pisces für 1904.
und eine caudale, von denen die erste allein als Homologon der dorsalen
Anlage anderer Vertebraten aufzufassen ist. Die beiden ventralen be-
halten fast bis zum Ende der Metamorphose ihre besonderen Aus-
führungsgänge.
Nikolski, A. Neue Fisch-Arten von Ost-Asien. (Russisch.) Annuaire
du Mus&e zoologique de St. Petersbourg 8., 1903, p. 356—363.
Acanthogobio paitchevskü n.sp., A. oxyrhynchus n.sp.; Hemi-
culter varpachovskü n.sp.; Hemicultrella soldatovi n.sp.; Ussuria
n. g. (zu Lepidocephalichthys) leptocephala n. sp.
Nordquist, Ose. Some Observations about the Eel in Finland.
Meddelanden af Societas pro Fauna et Flora Fennica 29, 1904,
. 48—54.
s 134 Aale wurden untersucht, welche an 3 verschiedenen Örtlich-
keiten nämlich 30 u. 23 km von der See und in dieser an der Süd-
küste Finlands gefangen wurden. Länge 31—54 cm, sämtlich 9.
Aale unter diesen Längen wurden bisher in Finland nur vereinzelt
nachgewiesen.
Nüßlin, ©. Gangfisch und Blaufelchen. Jahreshefte Verein vater-
ländische Naturkunde Württemberg. 60, p. 189—197.
Coregonus macrophthalmus Nüssl., C. exiguus Klunz. Streit-
schrift gegen Klunzinger.
Osborn, H. F. The great Cretaceous Fish Portheus molossus Cope.
Bulletin of the American Museum of natural History 20, p. 377—381,
2 fig., Taf. 10.
Portheus molossus Cope (foss.). Länge 4775 mm. Beschreibung
des Skeletes, das fast vollständig erhalten ist.
Otaki, K., Fujita, T. u. Higurashi, T. Fishes of Japan. An account
principally on economic species. Vol.1, No. 1—2. (Text teils englisch,
teils japanisch) 8°, Tafeln in 4°.
Paralichthys olivaceus Temm. u. Schleg.; Scomber colias Gm.;
Trachurus japonicus Temm. u. Schleg.; Scombrops chilodipteroides
Blkr.
Pantanelli, D. (1). Denti di Ptychodus nell’ Appennino modenense.
Atti della Societa Toscana di Scienze Naturali residente in Pisa 14.
Processi verbali. p. 70 u. 71.
Ptychodus Ag. (foss.) Zähne.
— (2). Sugli otoliti fossil. Attı della Societa Toscana di Scienze
Naturali residente in Pisa, 14, Processi verbali, p. 71 u. 72.
Vorläufiger Bericht über die Ergebnisse von Bassolis Studien über
die Ötholithen des geologischen Museums der Universität Modena
(12 000 Exemplare).
Parker, 6. H. (1). Hearing and allied senses in Fishes. Bull. U. 8.
Fish Comm. 22, p. 45—64, pl. 9.
Fundulus heteroclitus reagiert auf die Töne der Stimmgabel bei
128 Schwingungen in der Sekunde durch Bewegung der Brustflossen
und durch schnellere Atembewegungen. Individuen mit durch-
schnittenen achten Nerven reagieren nicht auf die Stimmgabel. Diese
Erscheinung ist nicht auf Nebenerscheinungen als Folge der Operation
IV. Pisces für 1904. 55
zurückzuführen. F. h. besitzt daher einen Gehörsinn. Die Gehörorgane
sind zugleich von großer Bedeutung für die Gleichgewichtslage. Der
normale F. h. geht in die Tiefe und hält sich am Boden, wenn das
Aquarium geräuschlos und sanft bewegt wird. Individuen, deren Seiten-
liniennerven durchschnitten sind, bleiben oben oder kommen an die Ober
fläche. Seitenlinie und Gehörorgane werden durch verschiedene Ein-
flüsse gereizt. Die Schwingungen einer Baßgeige wirken gleichzeitig
auf das Gehör- und das Seitenorgan von Fundulus.
— (2). The function of the lateral line organs of Fishes. The
American Naturalist 38, p. 496 u. 497.
Squalus canicula, Raja batis u. a. Fische wurden nach Durch-
schneiden verschiedener Nerven hinsichtlich ihrer Reaktion auf Tem-
peratur, Salz- und Sauerstoffgehalt, Druck und Wasserbewegung
untersucht.
— (3). Maldive Cephalochordates, with the Description of a
New Species from Florida. Bulletin of the Museum of Comparative
Zoologie Harvard College, Cambridge. Vol. 46. 1904—1906, p. 39—52.
Revision der Klassifikation der Cephalochordata: 3 Genera:
Branchiostoma, Heteropleuron, Asymmetron und ihre Diagnosen.
Die in 3 Atollen erbeuteten Arten werden beschrieben: Branchiostoma
pelagicum Gthr.; Heteropleuron maldivense Coope, H. agassizii n. sp.,
H. parvum n.sp., verglichen mit H. bassanum Gthr., H. hectori
Benham, H. cingalense Kirkaldy, H. cultellum Peters; Asymmetron
orientale n. sp., A. macricaudatum n. sp., verglichen mit A. caudatum
Willey, A. lucayanum Andr.; Bibliographie.
Paton, D. Noel. Observations on the Amount of Dissolved Oxygen
in Water required by young Salmonidae. Proc. R. Soc. Edinburgh.
Vol. 24. p. 145—150.
Patten, W. (1). New facts concerning Bothriolepis. Biological
Bulletin published by the Marine Biological Laboratory Woods Holl,
Mass. 7, p. 113—124, fig.
Bothriolepis; restauriert ohne Segmentalanhänge; membranöse
Krause hinter dem Schild; in dem letzteren ein Kiemenorgan. Die
Mundteile und ihre Beziehung zu jenen der Vertebraten und der Arthro-
poden. Augen, Nasenlöcher, Pinealorgan. Eine Atrialkammer.
— (2). On the structure of Pteraspidae u. Cephalaspidae. The
American Naturalist Vol. 37. p. 827—865. 18 Figg.
Cephalaspis, Cyathaspis, Pteraspis, Pterichthys, Tremataspis,
Thyestis. Segmentale Höcker bei Cy. u. Pt. sind Muskeleindrücke.
Stark gewölbte Augen mit hartem Überzug werden mit Arthropoden-
augen verglichen. Spiracula. Die Brustanhänge sind keine Opereula.
Segmentale Anhänge als Ausgangspunkt der Wirbeltierextremitäten.
Pavesi, P. Esquisse d’une Faune Valdötaine. Atti dela Societa
italiana di scienze naturali e de Museo in Milano 43, p. 191—260.
Pellegrin, 3. (1). Sur les pharyngiens inferieurs chez les Poissons
du genre Orestias. Comptes-Rendus hebdomadaires des Söances de
l’Academie des Seiences. 139. p. 682—684, fig.
56 IV. Pisces für 1904.
Orestias pentlandi €. V., O. tschudii Cast., O. albus C. V., O. luteus
C. V. — Die Anpassung an die verschiedene Art der Ernährung bedingt
den abweichenden Bau der unteren Schlundknochen bei den einzelnen
Arten der Gattung Orestias. Besteht die Nahrung aus kleinen Mollusken
mit harter schwer zu zermalmender Schale, sind die Schlundknochen
klein und tragen konische Zähne; wenig widerstandsfähige animalische
oder vegetabilische Nahrung bedingt breite Schlundknochen mit ge-
rundeten, gekörnelten Zähnen bei gleichzeitig auftretender Tendenz
zur Verschmelzung der beiden unteren Schlundknochen.
— (2). Contribution a l’&tude anatomique, biologique et taxino-
mique des Poissons de la famille des Cichlides. Memoires de la Societe
zoologigue de France 16, p. 41—402, fig., Taf. 4—7.
Chilidae, Monographie, Anatomie, Biologie, Systematik. Ges-
schichtlicher Überblick. Skelet: Kopf, Kiemenbogen, Wirbelsäule,
Flossen, Schuppen: Gleichzeitiges Auftreten von Cycloid und Ütenoid-
Schuppen, sowie Übergänge zwischen beiden sind häufig, selbst inner-
halb derselben Species. Übereinstimmung in der Schuppenzeichnung.
Hautsinnesorgane, Atmungs-, Verdauungsorgane, Zähne und ihre
Beziehung zu der Nahrung; Lappen am 1. Kiemenbogen und ihre
Beziehung zur Brutpflege. Lippen sind oft stark entwickelt. Stirn-
höcker als Diagnose für Alter und Geschlecht. Gewohnheiten, Wider-
standsfähigkeit, Körpergröße, Nutzen, Geographische Verbreitung,
Verwandtschaftsbeziehungen. Systematik. Nova: Cichlasoma spinosissi-
mum Vaill. u. Pellegr. immaculata n. var., Guatemala, C. guentheri
n.n. für Heros oblongus Gthr. nec Casteln; Astatheros n. subgen. für
Heros heterodontus Vaill. u. Pellegrin; Heterotilapia n.g. für Heros
multispinosus Gthr.; Acara geayi Pellegr.; Astronotus ocellatus Ag.
zabra n. var., Santarem, Brasilien; Geophagus camopiensis Pellegr. ;
Lamprologus mocquardi Pellegr. ; Lepidiolamprologus n. g. für Lampro-
logus elongatus Pellegr. ; S$ymphysodon discus Heck. aequafasciata n. var.
Pellegr.; Pterophyllum altum Pellegr.; Pelmatochromis nigrofasciatus
Pellegr. ; Paratilapia dorsalis Pellegr., P. prognathus n. sp.; P. victoriana
n. sp.; Nanochromis n.n. für Pseudoplesiops Blgr. nec Blkr., N. di-
midiatus Pellegr.; Tilapia boulengeri Pellegr., T. crassa Pellegr., T.
bilineata Pellegr.; T. girardi n. sp.; Ophthalmotilapia n. g., für
Tilapia boops Bler.; Boulengerochromis n. g. für Tilapia microlepis
Blgr.; Astatotilapia n. g. für Tilapia desfonteinesi Lac&p.; Astatoreo-
chromis n. g. (zwischen Astatotilapia und Oreochromis) alluaudi n. sp.;
Crenicichla geayi Pellegr., C. vaillanti Pellegr., C. multispinosa Pellegr.,
C. saxatilis n. var. albopunctata, Guiana, C. brasiliensis Bl. fasciata
und marmorata nn. varr., Brasilien; Hoplognathus insignis Kner.
Mesonauta surinamensis Sauv. — Polycentrus schomburgki M. u. T.
— (3). Mission G. de Crequi-Montfort et E. Senechal de la Grange.
Note sur les Poissons des Lacs Titicaca et Poopo. Bulletin de la Societe
zoologique de France 29, p. 90—96.
Von den erbeuteten Fischen sind 2 Arten Welse aus der Gattung
Triehomycterus Valenc. und 6 Arten sind Cyprinodontiden aus der
Gattung Orestias, letztere sind charakteristisch für die hochgelegenen
IV. Pisces für 1904. 57
amerikanischen Seen; sie ermangeln der Bauchflossen und er-
innern an die Gattung Tellia aus dem Atlas. Geschichtliches. Tricho-
myeterus dispar Tschudi, 15—35 em, T. rivulatus Cuv. Val., 4—9 cm,
Poopo-See; Orestias pentlandi C.u. V. 20 cm, O. tschudü Cast, 17
—20 cm, O. agassizii C. u. V., 6—11 cm varr. nn. inornata, typica, sene-
chali, erequüi; ©. neveui n. sp., 150 mm; O.albus C. u. V., O. luteus,
13—16 cm. Alle außer T. rivulatus aus dem Titicacasee.
— (4). Diagnoses preliminaires de Poissons nouveaux du Lac
Victoria, recueillis par M. Alluaud. Bulletin de la Societe zoologique de
France. 29. p. 184—186.
Neobola argentea n.sp., zwischen Barilius sardella Gthr. und
Neobola bottegoi Vinc.; Paratilapia prognatus n. sp. nahe P. vittata
Boul. u. P. sacra Gthr., P. vietoriana n.sp.; Tilapia guiarti n. sp.
Diagnosen. Alle Arten aus der Bai von Kavirondo.
— (5). Characinides nouveaux de Casamance. Bulletin du Museum
d’histoire naturelle. Paris 1904, p. 218—221.
Neoborus quadrilineatus n. sp.; Nannocharax dimidiatus n. sp.
— (6). Cyprinodontides nouveaux du Congo et de l’Oubanghi.
Bulletin du Museum de histoire naturelle Paris 1904 p. 221—223.
Haplochilus chevalieri n. sp., H. decorsei n. sp.
— (%). Poissons du Chari et du Lac Chad, recoltes per la Mission
Chevalier-Decorse. Bulletin du Museum d’histoire Naturelle Paris
1904. p. 309—313.
— (8). Mormyrides nouveaux de la collection du Museum. Bulletin
du Museum d’histoire naturelle Paris 1904, p. 438 —442.
Gnathonemus lambouri n.sp., G. bruyerei n.sp.; Mormyrus
curvifrons n. sp.; Hyperopisus tenuicauda n. sp.
— (9). Poissons recueillis par M. Ch. Gravier a Djibouti et a Obock.
Bulletin du Museum d’histoire naturelle Paris 1904, p. 543—585.
Branchiostoma lanceolatum Pall.
— (10). Note sur les Poissons de la Cöte Chilienne. Bulletin de
la Societe zoologique de France 29. p. 117—121. 1 Fig.
An der chilenischen Küste kommen vor: Galeus dorsalıs Gill.;
Alopecias vulpes Gm.; Rhina squatina L.; Myliobatis calıfornieus
Gill., Ophichthys pacifiei Gthr., Alausa maculata C. u. V., Genypterus
blacodes Forst., Pseudorhombus adspersus Stdr.; Trochocapus darvini
Jenyns; Glyphisodon latifrons Tschudi; Hoplognathus insignis Kner,
Bezahnung, Kiemenapparat; Clinus peruvianus C.u. V., C. philippi
Stdr.; Salarias viridis C. u. V.; Pelamys chilensis C. u. V., Trachurus
trachurus L.; Seriola lalandei C.u.V.; Latilus jugularis C. u. V.,
Pinguipes chilensis Molina, Sicyases sanguineus Müll. u. Trosch.;
Sciaena gilberti Abbott, Se. fasciata Tschudi; Sebastes oculatus C. u. V.;
Doydixodon laevifrons Tschudi; Haplodactylus punctatus C.u. V.;
Isacia conceptionis C. u. V.; Anisotremus scapularis Tschudi; Acan-
thistius pietus Tschudi.
Petersen, €. 6. J. On the larval and postlarval stages of the Long
Rough Dab and the genus Pleuronectes. Meddelelser fra Kommissionen
for Havundersögelser. Serie Fiskeri. Bd. I, No. 1, 12 p., 2 Taf.
58 IV. Pisces für 1904.
Drepanopsetta platessoides Fabr., Jugendstadien; Pleuronectes
microcephalus, Pl. cynoglossus, Pl. platessa, Pl. flesus, Pl. limanda.
Pettis, €. R. Albino Brook Trout. Science (2) 19, p. 867 u. 868.
Salmo fontinalis Mitch. Mehrere Albinos werden beschrieben.
Zwei derselben werden zu Zuchtversuchen verwendet und zwar weibliche
Albino mit männlichem Albino und je ein. & u. 2 Albino mit einem
normalen Fisch des anderen Geschlechts gekreuzt. Die Ergebnisse sind:
Geringe Fruchtbarkeit der Albinos (6 % der Eier befruchtet) im ersten
Falle; 98%, bei der Kreuzung des männlichen Albino mit einem
normalen Weibchen; 62 %, im dritten Fall.
Philippi, E. Ein neuer Fall von Arrhenoidie. S. B. Ges. naturf. Fr.
Berlin 1904, p. 196 u. 197.
Glaridichthys (Girardinus) candimaculatus Hens. Ein Weibchen
zeigt von einem gewissen Zeitpunkt ab an der Analflosse die Geschlechts-
charaktere des Männchen.
Pigeot, P. Poissons du Cretace des environs de Bethel. Bull.
Soc. Hist. nat. Ardennes. T. 11. p. 27—29.
Plehn, Marianne. Über den Krebs bei Salmoniden. Allgem.
Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29. p. 307—308. 2 fig.
Pondrelli, M. Sulla influenza dell’ ambiente nell’ acereseimento
degli Animali. Monit. Z. Ital. Anno 14. p. 330—334. Vorläufige Mit-
teilung.
Salmo, Wachstum.
Popta, €. M. L. (1). Les arcs branchiaux de quelques Muraenidae.
Annales des Sciences Naturelles (8) 19, p. 367—390, fig.
Die Kiemenbogen von Anguilla vulgaris Flemm., A. mauritiana
Benn., A. sidat Blkr., Conger marginatus Val., C. vulgaris Cuv.; Congro-
muraena anago Schleg; Muraenesox talabon Cuv., M. cinereus Forsk.;
Muraenichthys gymnopterus Blkr.; Liuranus semieinetus Benn.;
Öphichthys polyophthalmus Blkr., ©. boro H.B.; Moringua raita-
borna Cant., M. abbreviata Blkr.; Muraena fimbriata Benn., M. un-
dulata Lacep., M. thyrsoidea Rich., M. pieta Ahl., M. flavomarginata
werden beschrieben. Sie sind für die Diagnose verwertbar. Zwei Unter-
familien: Muraenidae platyschistae und M. engyschistae werden unter-
schieden. Analytische Bestimmungstabelle der Arten.
— (2%). Descriptions preliminaires des nouvelles especes de Poissons
recueillies au Born&o central par M. le Dr. A. W. Nieuwenhuis en 1898
et en 1900. Notes Leyden Museum 24. p. 179—202.
Clarias pulcher n. sp.; Macrones howong n. sp., M. bongan n. sp.,
M. kajan n. sp., M. fortis n. sp., Liocassis fuscus n. sp.; Neopangasius
n. g. (nahe Pseudopangasius Blkr.) nieuwenhuisi n. sp.; Acro-
chordonichthys obscurus n. sp., A. buettikoferi n. sp. ; Bagarius nieuwen-
huisii n.sp.; Glyptosternum laak n.sp., Gl. tiong n.sp.; Dangila
koedjem n. sp. ; Östeochilus jentinki n. sp., ©. vittatoides n. sp., ©. kela-
bau n.sp., OÖ. repang n.sp., O. bellus n. sp.; Tylognathus kajanensis
n.sp., T. bo n.sp.; Crossochilus oblongus C. u. V. n. var. nigroloba,
Paracrossochilus (nahe Crossochilus) bicornis n. sp.
IV. Pisces für 1904. 59
Price, 6. €. A further study of the development of the excretory
organs in Bdellostoma stouti. The American Journal of Anatomy 4,
p. 117—138, fig.
Das ganze Excretionssystem entsteht als Pronephros; frühere
irrige Anschauungen des Verfassers werden besprochen.
Priem, F. (1). Sur les Poissons du Bartonien et les Silurides et
Acipenserides de l’Eocene du Bassin de Paris. Bulletin de la Societe
geologique de France (4) 4, p. 42—47, fig.
Arıus bonneti n. sp. aus dem Pariser Becken; Odontaspis elegans
Ag.; Lamna macrota Ag.; Oxyrhina desori Ag.; Carcharodon auri-
culatus Blainv.; Myliobatis striatus, M. latidens; Aetobatis irregularis
Ag.; Chrysophrys, Arius egertoni Dixon, A. dutemplei; Pimelodus
gaudryi; Acipenser sturio L., A. lemoinei, A. toliapieus Ag.
— (2). Sur les Poissons fossiles des terrains tertiaires superieurs
de l’Herault. Bulletin de la Societe geologique de France (4) 4,
p. 285—294, Fig.
Ginglymostoma miqueli n. sp. (foss.); Aetobatis biochei n. sp.
(foss.); Myliobatis gaillardi Thomas; Sphyrna prisca Ag.; Carcharias
(Aprionodon) sp., C. (Prionodon) sp.; Galeus sp.; Chrysophrys eincta
Ag.; Trigonodon oweni Sism. ; Labrodon multidens Munster. Außerdem
wird noch ein vollständiges Verzeichnis der miocenen und pliocenen
Fischfauna gegeben.
Punnett, R. €. (1). Cephalochorda. Note on meristic variation in
the group. In J. S. Gardiner, Fauna and geographie of the Maldive
and Laccadive Archipelagos Vol. I. Part IV, 1903 p. 361—367.
Asymmetron lucayanum; Heteropleuron maldivense; Spinax niger,
Scyllium canicula; Pleuronectes platessa; Clupea harengus; Necturus
maculatus. Die Variationen in den Größenverhältnissen sind bedeutend.
Natürliche Auslese. Tabellen. Zahlen.
— (2). Merism and sex in Spinax niger. Biometrika 3, p. 313—362,
Taf. 1.
Die Männchen zeigen eine größere Tendenz rückschreitender
Ausgleichung als die Weibchen. Es werden beide Geschlechter in gleicher
Zahl geboren, unter den Alten sind die Weibchen in der Überzahl.
Die Variabilität der Männchen ist im Embryonalstadium größer als im
Alter, bei den Weibchen ist dies nicht nachweisbar. Die stärkere Auslese
unter den Männchen stimmt mit der relativen Seltenheit der alten
Exemplare überein. Ein Vergleich der Veränderlichkeit in den ver-
schiedenen Teilen der ‚„‚meristie series‘“ spricht gegen die Hypothese
der vertebralen Intercalation oder Excalation.
Quinton, R. (1). Degre de concentration saline du milieu vital de
’Anguille dans l’eau de mer et dans l’eau douce et apr&s son passage
experimental de la premiere eau dans la seconde. Compt. Rendus
hebdomadaires des S&ances de l’Acadömie des Sciences 139, p. 938
—941, und Comptes Rendus hebdomadaires des Seances et Memoires
de la Societ& de Biologie 57, p. 170—172.
Der Aal besitzt im süßen Wasser einen Salzgehalt, ähnlich dem der
Knochenfische des Süßwassers; im Meere entspricht sein Salzgehalt
60 IV. Pisces für 1904,
jenem der marinen Knochenfische; er ist ein lebendes Beispiel dafür,
daß der Salzgehalt der Süßwasserfische derjenige ihrer marinen Vor-
fahren ist, nur abgeschwächt durch den Einfluß des Süßwassers. Wird
der Aal allmählich oder plötzlich aus Seewasser in süßes Wasser ge-
bracht, vermehrt sich sein Gewicht durch Aufnahme von Wasser. Bei
raschem Wechsel werden Funktionsstörungen einzelner Organe (Atmung)
beobachtet.
— (2). Communication osmotique, chez le Poisson Selacien
marin, entre le milieu vital et le milieu exterieur. Comptes-rendus
hebdomadaires des Seances de l’Acad&mie des Sciences 139. p. 995
—997 und Comptes-rendus hebdomadaires des Seances et memoires
de la Societe de Biologie 57. p. 513 u. 514.
Die marinen Selachier stehen bezüglich des Salzgehaltes in einer
osmotischen Abhängigkeit von ihrer Umgebung. Scyllium canicula;
Mustelus vulgaris; Raja.
Regan, €. (1). A monograph of the Fishes of the Family Lori-
caridae. Transactions of Zoological Society of London 17, p. 191
—350, Tafel 9—21.
Plecostomus festae Blgr.; P. cordowae Gthr.; P. borellii Blgr.;
P. wuchereri Gthr.; P. latirostris n.sp., Matto Grosso; P. garmani
n. sp., Rio del Velhas, Brasilien; P. pellegrini n. sp., Brasilien; Ancistrus
oligospilus Gthr.; A. platycephalus Blgr.; A. setosus Blgr.; A. annectens
n. sp., Ecuador; A. guentheri, Britisch Guiana; Chaetostomus anomalus
Regan; C. microps Gthr.; C. maculatus n.sp., Peru; C. marcapatae
n. sp., Peru; C. brevis n. sp., Ecuador; C. marginatus n. sp., ebenda;
C. thomsiü n.sp., Columbia; Xenocara n.g. (nahe Chaetostomus)
latifrons Gthr.; X. chagresi Eigenm.; X. occeidentalis n. sp., Ecuador;
X. brevipinnis n. sp., Rio Grande do Sul; X. montana n. sp., Bolivia;
Hypoptopoma guentheri Blgr. ; Otocinclus vittatus n. sp., Matto Grosso;
Loricaria jubata Blgr.; L. latirostris Blgr.; L. nigricauda n. sp., Rio Ja-
neiro; L. steindachneri n. sp., Brasilien; L. microlepidogaster n. sp.,
Rio Grande do Sul; L. punctata n. sp., Amazonas; L. macrops n. sp.,
La Plata; L. simillima n.sp., Ecuador; L. laticeps n. sp., Paraguay;
Oxyloricaria frenata Blgr.; O. guentheri n.sp., Oberer Amazonas;
OÖ. robusta n. sp., Paraguay; O. lyra n. sp., Jurua; Farlowella gladiolus
Gthr.; F. gracilis n. sp., Columbia; Arges guentheri Blgr.; A. orientalis
Blgr.; A. brachycephalus Gthr.; A. festae Blgr.; A. homodon n. sp.,
Anden von Columbia; A. boulengeri n. sp., Ecuador; A. eigenmanni
n. sp., Ecuador; A. vaillanti n. sp., ebenda; A. chotae n. sp., Ecuador;
A. marmoratus n.sp., Columbia; A. fissidens n. sp., Ecuador; A. si-
monsii n. sp., Anden von Peru.
— (2). On a collection of Fishes made by Mr. John Graham at
Yunnan Fu. Annals a. Magazine Natural History (7.) 13, p. 190
—194.
Cyprinus carpio L.; Silurus mento n.sp.; Macrones medianalis
n.sp.; Barbus grahami n.sp.; B. yunnanensis n. sp.; Achilognathus
barbatus Gthr.; Barilius polylepis n. sp.; B. hainanensis Blgr.; Mis-
gurnus anguillicaudatus Cantor; Nemachilus pleurotaenia n.sp.;
IV. Pisces für 1904. 61
N. nigromaeculatus n.sp.; Liobagrus nigricauda n.sp.; Monopterus
javanensis; Ophiocephalus argus Cant.
— (3). Descriptions of new or little-known Fishes from Mexico
and British Honduras. Annals and Magazine of Natural History (7)
13. p. 255—259.
Heros (Cichlosoma) octofasciatus Reg., Britisch Honduras;
H. callolepis n. sp., Mexico; Zoogoneticus maculatus n. sp., Mexico;
Characodon geddesi n.sp., Südmexico; Pseudoxiphophorus pauciradiatus
n. sp., Mexico; Clupea (Opisthonema) bulleri n. sp., Mexico; Engraulis
(Stolephorus) argentivittatus n. sp., Mexico.
— (4). Descriptions of Holocentrum osculum Poey, and of a new
Fish of the genus Centropomus. Annals and Magazine of natural History
(7) 13. p. 259— 261.
Centropomus argentatus n. sp., 135 mm, Barbados, British Guiana,
Unterschiede von C. ensiferus Poey, C. mexicanus Bocourt, C. parallelus,
C. eonstantinus Jord. u. Everm., C. undecimalis Bl.; Holocentrum
osculum Poey, 210 mm, St. Thomas, St. Croix nahe verwandt mit
H. sogo Bl. = H. longipinne C. u. V.
— (5). Description of a new Fish of the genus Chaetodon from the
New Hebrides. Annals and Magazine of Natural History (7) 13. p. 276
u. 277, fig.
Chaetodon dixoni n. sp., 85 mm. Nächste Verwandte sind 0. xan-
thurus Blkr. und C. mertensü C.u. V.
— (6). The phylogeny of the Teleostomi. Annals and Magazine
of Natural History (7) XIII. p. 329—349, fig. Taf. 7.
Stammesgeschichte der Teleostomi, zu welchen die Placordermi
(Coccosteidae, Asterolepidae und Cephalaspidae) gerechnet werden;
nur die Heterostraci sind Chondropterygier. Die Chondrostei sind die
Stammgruppe, von welcher Teleostei und Crossopterygii abzweigen;
auf letztere werden Placodermen und Dipneusten zurückgeführt.
Die Holostei sind in die Teleostei eingeschlossen. Flossenskelet von
Psephurus, Polypterus.
— (9). Descriptions of three new marine Fishes from South
Africa. Annals and Magazine of Natural History (7) 14, p. 128—130.
Trigla queketti n.sp., Natal; Scyllium natalense n.sp., Natal;
Petalichthys n. g. capensis n. sp., Port Elizabeth.
— (8). Descriptions of two new Cyprinid Fishes from Junnan Fu.
Annals and Magazine of Natural History (7) 14. p. 416 u. 417.
Oreinus grahami n.sp.; Barilius andersoni n. sp.
— (9). On the affinities of the genus Draconetta, with description
of a new species. Annals and Magazine of Natural History (7) 14.
p- 130 u. 131. =:
Draconetta. Die Gattung ist nahe verwandt mit Harpagifer.
Dieser gehört zu den Nototheniiden, deshalb ist die Familie Draco-
nettidae zu streichen. Draconetta acathopoma n. sp.
Ei Reichard, Adolf. Das Fischereibureau der Vereinigten Staaten
von Nordamerika. Allgem. Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29. p. 21—25.
62 IV. Pisces für 1904.
Die im Interesse der Fischerei in den Vereinigten Staaten ge-
troffenen Maßnahmen werden geschildert. Die Commission of Fish
and Fisheries ist seit 1. VII. 1903 unter dem Namen Bureau of
Fisheries ein Teil des Departement of Commerce and Labor.
Reighard, J. (1). The Natural History of Amia calva Linnaeus.
Mark Anniv. Vol. p. 57—109, fig., Taf. 7.
Amia calva L. Biologie. Zur Fortpflanzungszeit sind Männchen
und Weibchen durch die Farbe verschieden. Die Zahl der ersteren
wiegt an den Brutplätzen vor. Jedes Männchen baut sich (bei Nacht)
ein Nest und bewacht es, erscheint kein Weibchen, dann wird das
Nest verlassen. Die Eiablage geschieht bei Nacht und zwar von einem
Weibchen in mehrere Nester, hier werden sie bewacht. Die Jungen
schlüpfen nach 8 bis 10 Tagen aus, bleiben ebensolange noch im Nest.
Sie sind schwarz, werden von den Männchen geführt; erst bei einer
Länge von 30—40 mm werden sie bunt. Grelles Licht drängt die Larven
nach schattigen Stellen. Oft schnappen sie Luft. Wenn sie 10 cm lang
sind, löst sich der Schwarm auf.
— (2%). Further observations on the breeding habits and on the
function of the pearl organs in several species of Eventognathi. Science
(2) 19, p. 211 u. 212. m
Gewohnheiten beim Laichen von „horned dace, Stone roller und
black-headed dace“, sowie des gemeinen ‚„‚shiner“ u. des „back sucker“.
Die Männchen besitzen zur Fortpflanzungszeit kleine Verdickungen in
der Haut, „pearl organs“. Die Hauptfunktion dieser vergänglichen
Gebilde beim Laichgeschäft ist die, das Weibchen festzuhalten. Die
dornartigen Perlorgane der beiden letztgenannten Arten in der unteren
Hälfte des Schwanzes und an der Analflosse des Männchens. Bei der
Eiablage wird ein Weibchen jederseits von einem Männchen gehalten.
Die Schwanzflossen der drei Fische geraten in zitternde Bewegung,
wodurch die befruchteten Eier mit dem aufgewühlten Sand gemischt
werden.
Remes, M. Strambersky Tithon. V&stnik Cesk& Akademie Prag
8, 1904, p. 201—207, 277—295, 360— 381.
Folgende fossile Fische der Stramberger Schichten werden
genannt:
Sphaerodus gigas, Agass.; Tetraploporella remesi n. sp., Pyc-
nodus complanatus Ag. (?), Sphenodus longidens Ag.; $. planus Ag.;
S. virgai Gemm., Strophodus sp. Remes.
Rennie, J. The epithelial islets of the pancreas in Teleostei. The
Quarterly Journal of Microscopical Science 48, p. 379—405, Taf.,
26—28, and Report of the British Association for the Advencement
of Science 1903, p. 696.
Epitheliale Langerhans’sche Inseln bei 25 Arten von Knochenfischen.
Sie sind verhältnismäßig groß, oft ist nur die Hauptinsel vorhanden.
Alle Inseln sind Blutdrüsen, die zu dem Pankreas in Beziehung getreten
sind und wahrscheinlich nach innen sezernieren.
Retzius, & Die Membrana limitans externa der Netzhaut des
IV. Pisces für 1904. 63
Auges. Biologische Untersuchungen Retzius (2) 11. p. 33—76. Figg.
T. 14—26.
Acanthias, Raja, Coregonus, Salmo, Abramis, Scomber. Die Mem-
brana limitans ist aus den mosaikartig verbundenen Endflächen der
Müllerschen Stützfasern gebildet. Hyaloidea des Glaskörpers. Retina
und Glaskörper.
Reynolds, S. H. Vertebrata, with notes on the position of the
(Rhaetic, South Wales) Bone bed. Quarterly Journal of the Geological
Society, London 60, p. 208—210.
Elasmobranchii: Hybodus cloacinus Quenst., H. minor Ag.,
Acrodus minimus Ag.; Dipnoi: Ceratodus latissimus Ag.; Teleostomi:
Saurichthys acuminatus Ag.; Sargodon tomicus Plien; Gyrolepis
alberti Ag.
Ricei, ©. Ricerche sulle metamorfosi dei Murenoidei. Atti della
Societa dei Naturalisti di Modena (4) 4, p. 11—55.
Eine kurze Geschichte der Erforschung der Aalmetamorphose
seit Kölliker 1853 bis Grassi, Facciola und Carruccio. Aufzählung
der bekannten Muraenidenlarven. Anatomie derselben.
Richardson, R. E. A review of the Sunfishes of the current genera
Apomotis, Lepomis, and Eupomotis, with particular reference to the
species found in Illinois. Bulletin of the Illinois State Laboratory of
Natural History 7, p. 27—35, fig.
Riche, A. Description paleontologique de la zöne & Lioceras con-
cavum du Mont d’Or Lyonnais. Annales de l’Universite de Lyon (2) 1,
No. 14. p. 75—214.
Es wird nur ein Fisch behandelt: Asteracanthus ornatissimus Ag.
(foss.) = Strophodus Ag.
Ridewood, W. G. (1). On the cranial osteology of the Fishes of
the families Elopidae and Albulidae, with remarks on the morphology
of the skull in the Lower Teleostean Fishes generally. Proceedings
of the Zoological Society London 1904, 2, p. 35—81, fig. 8—18.
Elopidae: Elops saurus, Megalops cyprinoides; Albulidae: Albula
conorhynchus; Bathythrissa dorsalis (Pterothrissus gisu). Die Knochen
des Schädels werden besprochen. Die Elopiden stehen nicht so hoch
in der Ausbildung der Schädelknochen wie die Albuliden. Albula steht
durch Klappen des Herzens zu den Ganoiden in Beziehung; die Elo-
piden haben wie Amia eine mediane Jugularplatte. Das Kopfskelet
von Mormyrops deliciosus, Petrocephalus bane, Gymnarchus niloticus,
Notopterus kapirat, Hyodon alosoides, Osteoglossum leichardti, Ara-
paina gigas, Heterotis niloticus, Phractolaemus ansorgii, Chanos sal-
moneus, Chirocentrus dorab, Chatoessus erebi, Clupea finta, Dussu-
mieria acuta, Engraulis enerasicholus, Coilia nasus.
— (2). On the cranial osteology of the Fishes of the Families
Mormyridae, Notopteridae and Hyodontidae. Journal of the Linnean
Society: Zoologie p. 188—217, Taf. 22—25.
Mormyrops deliciosus, Petrocephalus, Marcusenius, Gnathostomus,
Hyperopisus, Gymnarchus; Notopterus, Hyodon alosoides.
Das Kopfskelet wird beschrieben. Mormyriden, Notopteriden
64 IV. Pisces für 1904.
und Hyodontiden, die den Albuliden sehr nahe stehen, bilden eine
besondere Klasse.
Rijnberk, 6. A. van. Beobachtungen über die Pigmentation der
Haut bei Scyllium catulus und canicula und ihre Zuordnung zu der
segmentalen Hautinnervation dieser Tiere. Petrus Camper Jena Deel 3
p. 137—173. 26 Figg.
Die Fleckengruppen und Fleckenformen werden aus der ur-
sprünglichen Querstreifung der Haut abgeleitet und durch interstitielles
Wachstum erklärt, bei welchem die Nerven, welche die Pigmentbildung
regeln, auseinanderrücken.
Rivera, Emilio. Algunas observaciones hechas acerca de la edu-
caciön de que son susceptibles los Peces, y de sioyon ö. no. Boletin de
la Real Sociedad Espanola de Historia Natural T. 4. p. 59—61.
Im Anschluß an einen Artikel in Revue scientifique XX. p. 540:
„Les poissons sont-ils sourds‘‘? werden Versuche angestellt, welche
beweisen, daß die Fische hören.
Romanowsky, 6. Über einen fossilen Fisch Lyrolepis caucasicus
Rom. (Russisch.) Verhandlungen der Russisch. Mineralog. Gesellschaft
(2) 42, p. 1—8, fig. 1 Taf.
Lyrolepis n. g. caucasicus n. sp. (foss.)
Roule, L. (1). La piscifacture. Memoires de l’Acad&mie des Sciences
de Toulouse (10) 3, 1903, p. 390—402.
Eine allgemeine Betrachtung über die Methode und wirtschaftliche
Bedeutung der künstlichen Befruchtung und Aufzucht der Salmoniden.
— (2%). L’acclimation des Poissons exotiques. Memoires de l!’Aca-
demie des Sciences de Toulouse (10) 4, p. 113—122.
1. La Balance e&conomique de l’Acclimatiaton. Über Akklimatisation
im allgemeinen. 2. Les resultats dissemblables de l’acclimatation.
Cyprinus nasus, ©. carpio; Trutta iridea. 3. La Methode & suivre dans
l’acclimatation.
— (3). La station de pisciculture et d’hydrobiologie de l’uni-
versite de Toulouse. Compte Rendu de l’Association frangaise Av. des
Sciences Session 32. T. 2. p. 789—79%0.
Geschichte und Arbeiten der Station.
Roques, E. 6. Repartition des chromoblastes dans le peritoine
de quelques Cyprinides. Comptes Rendus de l’Association des Ana-
tomistes. 6. Sess. p. 169—171.
Die Chromoblasten im Peritoneum der Cypriniden sind artlich
verschieden. Oberflächenfische haben ein reicheres Pigment, als die
in der Tiefe lebenden.
Rump und Lehners. Beitrag zur Lebertranfrage. Schweiz. Wochen-
schr. Chem. Pharmac. Jahrg. 42. p. 160—164.
Gadus.
Rutter, €. (1). Natural history of the Quinnat Salmon. A report
of investigations in the Sacramento River, 1896—1901. Bulletin U.
S. Fish Comm. 22, p. 65—141, Taf. 10—16.
ÖOneorhynchus quinnat Rich.
IV. Pisces für 1904. 65
— (2). Notes on Fishes from streams and lakes of Northeastern
California not tributary to the Sacramento Basin. Bulletin U. St.
Fish Commission 22, p. 145—160, Abb.
Catostomus tahoensis Gill u. Jord.; Pentosteus lahonton n. sp.;
Chasmistes chamberlaini n. sp.; Agosia robusta n. sp.; Rutilus olivaceus
(Cope); Cottus beldingii Eigenmann u. Eigenmann; Salmo irideus Gib-
bons, 8. henshawi Gill u. Jordan; Leuciscus egregius Girard; Coregonus
willlamsoni Girard; Salvelinus frontinalis (Mitchill). Beschreibung,
Maße, Fundorte.
— (3). Notes on Fishes from the Gulf of California, with the
description of a new genus and species. Proceedings of the Californian
Academy of Sciences; Zoologie (3) 3. p. 251—253, Taf. 24.
Emblemaria oculocirrus Jord.; Pyenomma n.g. (nahe Gymno-
leotris) semisquamatus n. sp.
Sabatier, A. (1). Sur les mains des membres et les mains des
ceintures dans la serie des Vertebres. Comptes Rendus de l’Association
Anat. 6. Sess. p. 199—200.
Das Postelaviculare der Teleostier, die Tubereula am Schulter-
blatt und Becken der Chondropterygier werden auf die „„Gürtelknochen-
hände“ bezogen. Acanthias vulgaris; Chimaera monstrosa; Amia calva.
Gegen M. Sabatier.
— (2). Sur les mains scapulaires et pelviennes des Poissons holo-
cphales et chez les Dipneustes. Comptes-Rendus hebdomadaires des
Seances de l’Academie des Sciences 138, p. 249— 252.
Schulter- und Beckengürtel der Holocephali und Dipneusti. Die-
selben besitzen wie die Selachier „Gürtelknochenhände“ (Sägeplatte
Gegenbaurs). Chimaera monstrosa, Lepidosiren, Protopterus, Ceratodus
Sceyllium caniculus, Cestracion philippi.
Samarine, €. A. Die Fische des Gouvernement Perm. (Russisch.)
Bulletin de la Societe Ouralienne d’amateurs des sciences naturelles 24,
p. 47—66.
Sanchez-Comendador, A. Catalech dels peixos observats en
el litoral de Barcelona. Boletino. Inst. catalana Hist. nat. (2) An. 1.
p- 25—32.
Sargent, P. E. (1). The torus longitudinalis of the Teleost brain:
its ontogeny, morphology, pylogeny, and function. Mark Annivers. Vol
New York. p. 399—416, Taf. 2
Bei Ganoiden tritt der er longitudinalis selbständig auf infolge
des raschen Wachstums des Nucleus magnocellularis” (beim er-
wachsenen Tier), wobei sich das Mittelhirndach zu beiden Seiten der
Medianebene abwärts biegt. Ähnliche rein mechanische Vorgänge finden
sich bei den Siluriden.
— (2). The optic reflex apparatus of Vertebratus for short-
circuit transmission of motor reflexes throught Reissner’s fibre; its
morphology, ontogeny, phylogeny, and function. Part I. The Fishlike
Vertebrates. Bulletin of the Museum of Comparativ Zoology at Havard
College in Cambridge 45, p. 129—258, 11 Taf.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (1V.) 5
66 IV. Pisces für 1904.
Der optische Reflexapparat der Fische und dessen Physiologie.
Die Cyclostomen besitzen primitive Einrichtungen, die für die Tätigkeit
der Tiere jedoch von großer Bedeutung sind. Die Verhältnisse sind bei
Petromyzon-Larven ähnlich jenen bei Amia, im Alter schwinden die
Ähnlichkeiten. Die höchste Entwicklung wird bei Selachiern (Raja,
Squalus und Mustelus) erreicht, während bei den Ganoiden (Amia,
Lepidosteus, Polypterus, Acipenser) ein einfacherer Typus gefunden
wurde. Am vielseitigsten ist die Ausgestaltung bei den Teleostiern.
Vertreter von 24 Gattungen werden untersucht.
Schaffer, J. Über das vesikulöse Stützgewebe. Anatomischer
Anzeiger 23. p. 464—479.
Kiemenknorpel des Ammocoetes.
Schleip, Wald. Die Entwicklung der Kopfknochen bei dem Lachs
und der Forelle. Anatomische Hefte. 1. Abt. Bd. 23. p. 331—427.
21 Figg.
Salmo salar, S. farıo. Primordialknochen, Deckknochen; ecto
dermale Scleroblasten. Die einzelnen Knochen und ihre Entstehung.
Einteilung der Knochen in Gebiete. 1. Das Cranium neurale (typische
Deckknochen, Primordialknochen, Knochen mit besonderen
Charakteren), 2. das Cranium viscerale (Knochen des oberen Kiefer-
apparates, des Unterkiefers, des Kieferstiels und des Opercular-
apparates, des Hyalbogens und der Branchialbögen. Bildung der
Östeoblasten. Epithel der Zahnanlage. Perichondrale Knochen lassen
sich nicht von Deckknochen ableiten. Wichtige Faktoren für die Ent-
stehung der Knochen sind die Schleimkanäle, ferner die Zähne, Bänder-
zug, Muskelzug und rein statische Momente.
Schmidt, J. On pelagic post-larval Halibut (Hippoglossus vulgaris
Flem. and H. hippoglossoides Walb.). Meddelelser fra Kommissionen
for Harvundersögelser Fiskeri 1, No.3, 12 p., 1 Fig.
Hippoglossus vulgaris Flem., H. hippoglossoides Walb. Die Zahl
der Flossenstrahlen ist als Diagnose unbrauchbar; die Zahl der Wirbel
ist zu verwerten. Die Unterscheidungsmerkmale postlarvaler H. vulgaris
und anderer Pleuronectiden wurden am Kopf und Augen, sowie im
Pigment der Schwanzflosse und des Kopfes gefunden.
Schmidt, P. (1). Über Liparis (Trimegistus) owstoni Jordan. Annuaire
Museum St. Petersburg 9. p. 17—19. (Russisch.) Auch Proceedings
of the U. St. National Museum 28. p. 189—191.
Die Hautplättchen, welche als Gattungsdiagnose für Trismegistus
von Jordan und Snyder angegeben werden, finden sich auch bei
Liparis fabriciiı Kröger forma leprosa; Unterschiede der Haut-
plättchen bei beiden Arten. Deshalb ist die Gattung Trimegistus
nicht zu halten. Beschreibung, Einzelheiten üher Haut, Flossen,
Größe.
— (2). Pisces marium orientalium imperii rossici. St. Peters-
burg. 1904. 4to. 466 pg. 6 Taf.
Krusensterniella n. g. notabilis n. sp., Lycenchelys brachy-
rhynchus n. sp., L. fasciatus n. sp., Hadropareia n.g. middendorffü
n.sp., Plectobranchus diaphanocarus n. sp., Ozorthe nevelskoi n.'sp.,
IV. Pisces für 1904. 67
Ernogrammus storoshi n. sp., Tilesia n. g. gibbosa n. sp., Agonomalus
jordani n. sp., Podothecus thompsoni, Eumicrotremus pacificus n.sp.,
E. brashnikowi n. sp., Liparis ochotensis n. sp., L. owstoni, Crystallias
matsushimae, Neoliparis grebnitzkii n. sp., Cottiusculus n.g., gonez
n. sp., Cottus amblystomopsis n. sp., Chloea aino n. sp., Hippoglossus
stenolepis n. sp., Hippoclossoides dubius n. sp., H. herzensteini n. sp.,
Acanthopsetta n. g., nadeshnyi n. sp., Limanda schrenki n. sp., Micro-
stomus stelleri n. sp., Leuciscus warpachowski n. sp.
Schneider, Guido (1). Zur Fischkunde in den Ostseeprovinzen.
Korrespondenzblatt des Naturforscher-Vereins Riga 47, p. 65 u. 66.
Estnische Fischnamen. Liparis vulgaris und Stichaeus islandicus
wurden im finnischen Meerbusen bestätigt, ebenso Gobius microps,
Pleuronectes flesus: 14 mm lange Jungfische, woraus geschlossen
wird, daß P. f. auch im finnischen Meerbusen laicht. Gadus morrhua
wird wohl aus dem Westen einwandern.
— (2). Anleitung zum Sammeln von Fischparasiten. Korrespond.-
blatt d. Naturforschervereins Riga 46. 1903. p. 10—18.
— (3). Über einen Fall von Hermaphroditismus bei Gasterosteus
aculeatus. Meddelanden af Societas pro Fauna Flora fennica Häft 30,
p. 7—8.
Die Genitalorgane eines Gasterosteus aculeatus var. trachurus
waren links Ovarıum, rechts sehr voluminös im hinteren Drittel
Ovarium, vorn dagegen Hoden. Der Inhalt der Geschlechtsdrüsen
wird beschrieben. Secundäre männliche Geschlechtscharaktere
fehlten völlig. Die im Magen gefundene Nahrung.
— (4). Über einen Fall von Hermaphroditismus bei Lota vulgaris.
Meddelanden af Societas pro Fauna et Flora Fennica 29, 1904, p. 103
—105.
Hermaphroditische Geschlechtsorgane sind bei Lota vulgaris
nicht selten. Beschreibung und Abbildung eines Zwitterorgans. Die
Möglichkeit der Fruchtbarkeit der männlichen und weiblichen Ge-
schlechtsdrüsen, sowie der Selbstbefruchtung wird erörtert.
Schreiner, K. E. Über das Generationsorgan von Myxine glutinosa
(L.). Biol. Centralbl. 24, p. 9I—104, 121—129 und 162—173.
Das Geschlechtsorgan ist hermaphroditisch, der hintere Teil
ist Testis, der vordere enthält Eier, aber der Hermaphroditismus ist
nicht effektiv, sondern rudimentär. Es treten Exemplare auf, bei
denen der Testisteil nur die distalen 0,7 cm, und solche, deren Testis
die ganze Länge des Geschlechtsstranges einnimmt, andererseits
finden sich alle Übergänge unter den Exemplaren, deren Ovariüm von
einem einzigen Ei repräsentiert, und solche, bei denen der ganze Ge-
schlechtsstrang bis auf die hintersten 0,7 cm von Eiern eingenommen
wird. Mit der Änderung des sicherlich früher freieren Daseins zur
aasfressenden Lebensweise am Boden des Meeres sind die früher paarigen
Organe, welche dotterarme Eier produzierten, zu einem unpaaren
Organ geworden, das dotterreiche Eier liefert. Die Vorväter der
Myxinoiden waren effekt'v hermaphrodit.
5*
68 IV. Pisces für 1904.
Schreiner, A. u. K. E. Die Reifungsteilungen bei den Wirbel-
tieren. Ein Beitrag zur Frage nach der Chromatinreduktion. Anato-
mischer Anzeiger, 24. Bd. p. 561—578. 24 Figg.
Myxine glutinosa, Spinax niger. Die Reifungsteilungen der
männlichen Geschlechtszellen. Die polygonalen Chromosomen der
jungen Spermatocyten entsenden Fäden, die sich während der Synapsis
paarweise zusammenlegen. In der Aquatorialplatte stellen sich die
Paare so ein, daß jede Spalthälfte zu einem Pole wandert. Die eine
der Reifungsteilungen kann auch eine Querteilung sein. Der vordere
Abschnitt des Generationsorgans bei Myxine ist ein Ovarium der
hintere ein Hoden. Das Mesovarium zeigt Taschenbildung, hervor-
gerufen durch die Schwere der Eier.
Schücking, A. Zur Physiologie der Befruchtung. Centralbl. f.
Physiologie XVII, p. 625—628.
Die Wasseraufnahme löst die Entwicklung der Knochenfischeier
aus. Forelle, Saibling. Bei der Befruchtung dringen die Spermien
durch die verschieden gestalteten Poren der Dotterhaut in den peri-
vitellinen Raum und bleiben dann bewegungslos an dem frei-
schwimmenden Dotter liegen, bis sie durch langsame Verschmelzung
des Spermakopfes mit dem Protoplasma in dieses aufgenommen
werden. Nur die Spermie tritt in den Bildungsdotter ein. Die Be-
fruchtung geschieht durch die Poren, nicht durch die Miropyle. Frisch
abgestrichene Eier haben keine Runzeln, aber sie sind abgeplattet
und weniger prall. Die Poren sind nach der Wasseraufnahme nur noch
sehr schwach sichtbar. Sie werden durch Pseudopodien der Dotter-
substanz gefüllt. Die Salmonideneier quellen auch ohne befruchtet
zu sein im Wasser auf. Versuche mit Essigsäure. Saures Wasser macht
die Befruchtung unmöglich. Bewegungslos gewordene Spermien
können frisch gestrichene Eier befruchten, wenn sie anhaltend mit
einem weichen Haarpinsel daraufgestrichen werden.
Schulz, W. A. Überblick über die Geschichte der Auffindung von
Lepidosiren paradoxa Fitz. Verh. k. k. zool. bot. Ges. Wien. Bd. 53
p. 588—591.
Seupin, H. Über Nephrotus chorzoviensis H. v. Meyer. Zeit-
schrift deutsche geologische Gesellschaft 55, p. 465—474, Taf. 21 u. 22.
Außere Form, Zusammenhang zwischen Kopf und Rumpf, Schädel-
knochen, Unterkiefer, Zahnpflaster, Schuppen, Flossen, Wirbelsäule.
Systematische Stellung.
Seale, A. (1). Report of a mission to Guam. Part II. Fishes. Occa-
sional Papers of the Bernice Pauahi Bishop Museum 1, of Polynesian
Ethnology and Natural History. Honolulu 1, (1903?) p. 61—128.
Salarias nigripes n. sp.; Percis cephalopunctatus n. sp.; Synancia
thersites n.sp.; Gobius deltoides n.sp.; Eleotris miniatus n.sp.;
Liognathus obscura n. sp.; Chilinus nigropinnatus n. sp.; Halichoeres
nigropunctatus n.sp.; Thalassoma berendti n.sp.; Novaculichthys
tattoo n. sp.; Julis punctatus n. sp.; Stethojulis fulvoventris n. sp.;
Gomphosus pacificus n. sp.; Zabrasoma agana n. sp.; Monoceros gar-
IV. Pisces für 1904. 69
retti n.sp.; Holacanthus marianus n. sp., H. bishopi n. sp.; Upenus
saffordi n. sp.
— (2). New Hawaiian Fishes. Occasional Papers of the Bernice
Pauahi Bishop Museum of Polynesan Ethnologie and Natural History,
Honolulu 1. No. 4, p. 1—15, fig.
Balistes fuscolineatus n. sp. Honolulu; Scorpaenopsis cocopsis
Jenkins; Epinepheles quernus n. sp.; Serranus brighami n. sp.
— (3). Proceedings United States National Museum 27.
Monacanthus albopunctatus n. sp., Honolulu, M. multimaculatus
Regan.
Segre, Rosetta. Res Italicae. 12. Pesci del Cadore. Bollettino
dei Musei di Zoologia et Anatomia comparata della R. Universitä di
Torino 19, No. 472, 18 p.
Leuciscus erythrophthalmus L. X Leuciscus muticillus Bp.;
Tinca vulgaris Cuv. var.n. cestella.
Seligo, Arth. (1). Aus der Lebensgeschichte des Aals. Schriften
naturforschend. Gesellschaft Danzig. N. F. Bd. 11. No. 1—2. p. 135
—138.
— (2). Kurze Belehrung über die Binnenfischerei in Westpreußen.
Danzig 1904. 103 Seiten.
Übersicht über die westpreußischen Süßwasserfische, 46 Arten.
Beschreibung derselben. Fischzucht, Teichwirtschaft, Gesetze.
— (3). Die Karausche (Carassius vulgaris). Allgem. Fischerei-
.. Jahrg. 29. p. 189—190 u. Mitt. d. Westpreuß. Fischerei-Vereins
Bd. 16.
Sellier, J. Sur le pouvoir amylolytique du sang des Poissons et
des Crustaces. Societe scientique et station zoologique d’Arcachon.
Travaux des Laboratoires 7, p. 29—31. Auch in Compte Rendu
Societ& Biologie Paris 56,.p. 261—263.
Amylotische Eigenschaften des Fischblutes.
Sharp, B. u. Fowler, H. W. The Fishes of Nantucket. Proceedings
of the Academy of Philadelphia 56, p. 504—512.
Es werden verzeichnet unter Angabe der Fangstelle, Größe, Ge-
wicht u.a.: Petromyzonten (1 Art), Galeorhinidae (3), Sphyrnidae,
Alopidae, Lamnidae, Carchariidae, Squalidae (je 1), Rajıdae (2),
Myliobatidae, Acipenseridae, Anguillidae, Elopidae, (je 1), Clupeidae,
Carangidae und Scombridae (je 4), Salmonidae, Syngnathidae, Athe-
rinidae, Belonidae, Trichiuridae, Xiphiidae, Pomatomidae, Centro-
lophidae, Stromatoidae, Percidae, Sparidae, Balistidae, Tetradontidae,
Molidae, Cottidae, Cyclopteridae, Triglidae, Echineidae, Merlucciidae,
Lophiidae (je 1), Poecilidae, Serranidae, Sciaenidae, Labridae (je 2),
Gadidae (3), und Pleuronectidae (5 Arten).
Silvester, €. F. The Blood-vascular System of the Tilefish, Lopho-
latilus chamaeleonticeps. Bull. Bur. Fish. Washington Vol. 24. p. 87
—114. 15 fig.
Unter Beigabe von Übersichtsbildern werden die einzelnen
Arterienstämme nebst ihren Hauptverzweigungen und ebenso das
Venensystem geschildert.
70 IV. Pisces für 190%.
Simioneseu, 3. (1). Vorläufige Mitteilung über eime oligocäne
Fischfauna aus den rumänischen Karpathen. Verhandlungen geolo-
gischen Reichsanstalt 1904, p. 147—149.
Gobius elongatus n.sp., Krambergeria n.g. (nahe Palimphyes
Wettst.) lanceolata n. sp.; Syngnathus cosmovici n.sp.; Clupea sp.,
Meletta crenata Heck., Eomyrus ventralis Ag., Caranx petrodavae
n.sp., Labrax sp., Proantigonia longirostris Kramb., P. caprossoides
Cosm.
— (2). Asupra Cätor-va Pesci fosili din Tertiarul Romanesc.
Publ. Ace. Romana, No. 12, 18 p., 2 Tafeln.
Fischreste im Eocän, Rumänien. Gobius elongatus n. sp. (foss.);
Proantigonia longirostris Kramb. (foss.), P. caprossoides Cosm. (foss.);
Caranx petrodavae n. sp. (foss.); Krambergeria n. g. lanceolata n. sp.;
Syngnathus incompletus Cosm. (foss.); Eomyrus ventralis Ag. (foss. );
Meletta erenata Heck. (foss.)
Skowronnek, Fritz. Die Fischwaid. Handbuch der Fischerei,
Fischzucht und Angelei. Leipzig, Rich. Carl Schmidt u. Co. 8°. 9.
114 pp. 16 Taf. 410 Fig. geb. M. 12,50.
Smith, H. M. (1). Description of a new species of Blind Eel, of the
genus Anguilla. Proceedings of the biological Society of Washington
17, p. 121 u. 122, fig.
neue caeca n.Sp.
— (2). A new Cottoid Fish from Behring Sea. Proceedings of
the biological Society of Washington 17, p. 163 u. 164, fig.
sep ren. g.,nahe Dasycottus u. Malacocottus, aleuticusn. sp.
— (3). Observations on the herring fisheries of England, Scotland
and Holland. Bull. U. St. Fish Commission. Vol. XXII für 1902.
Washington 1904. p. 1—16.
Clupea harengus. Fangmethode, Statistik.
— (4). Zur Naturgeschichte der Regenbogenforelle. Allgem.
Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29. p. 168—170.
Unterschiede zwischen Salmo irideus, S. gairdneri und S. clarkii.
Smith, H. W. A Fish new to Florida waters. Science (2) 19, p. 314.
Macrorhamphosus scolopax L.
Smith, H. W. und Harron, L. 6. Breeding habits of the Yellow
Cat-Fisch. Bulletin U. S. Fish Commission. 22, p. 151—154.
Amiurus nebulosus Less. Im Anschluß an Eycleshymers Arbeit
von 1907 wird die Fortpflanzung geschildert. Nestbau im Aquarium,,.
Stellung des Fisches bei der Arbeit, Benehmen vor dem Laichen. Zahl,
Beschaffenheit und Incubation der Eier. Wachstum der Jungen.
Pflege der Eier und Jungen seitens der Eltern. Äußere Rn
charaktere der Alten.
Snyder, 3. ©. A catalogue of the Shore Fishes collected by the
Steamer Albatross about the Hawaiian Islands in 1902. Bulletin U.
S. Fish Commission 22, p. 513—538, Taf. 1—13.
Stephanolepis pricei n. sp.; Antennarius nexilis n. sp., A. duescus
n. sp.; Collybus n. g. (nahe Taractes) drachme .n. sp.; Carangus cheilio
IV. Pisces für 1904. 71
n.sp.; Carangoides ajax n.sp.; Cirrhilabrus jordani n. sp.; Hemiptero-
notus jenkinsi n. sp.; Pseudojulis cerasina n. sp.; Chaetodon corallicola
n. sp.; Holacanthus fisheri n. sp.; Apogon erythrinus n. sp.; Exonautes
gilberti n. sp.; Gymnothorax nuttingi n. sp., G. berndti n. sp., G. muci-
fer n.sp., G. xanthostomus n. sp., G. waialuwae n. sp.; Uropterygius
leueurus n.sp.; Moringua hawaiiensis n.sp.; Sphagebranchus flavi-
caudus n. sp.; Callechelys luteus n. sp.; Veternio n. g. (nahe Conger)
vertens n. sp.; Carcharias insularum n.sp., C. nesiotus n. sp.
Sollas, W. J. and Igerna B. J. Sollas. An Account of the Devonian
Fish, Palaeospondylus gunni, Traquair. Philosophical Transactions
R. Society London Vol. 196B. p. 267—294, 2 Tat.
Ausführliche Beschreibung der erhaltenen Knochenreste.
Chemische Analyse derselben ausgeführt von Marsh. Vergleiche
mit dem an demselben Orte gefundenen Coccosteus decipiens.
Erörterungen über die Frage ob P. ein Süßwasserfisch oder Meeres-
bewohner gewesen.
Southwell, T. Fauna and Flora of Norfolk. Additions to Part IV,
Fishes (Fifth List). Transactions of the Norfolk and Norwich Naturalists
Society 7, p. 741—743.
Sowinsky, W. Einführung in das Studium der Fauna des Pontus-
Aral-Kaspischen Seenbeckens, als zoo-geographische Provinz (Russisch).
Zapiski Kiev. Obshch. 18, p. 1—216.
Spengel, J. W. Über Schwimmblasen, Lungen und Kiementaschen
der Wirbeltiere. Zool. Jahrb., Suppl. 7, p. 727—749.
Schwimmblase und Lunge stehen zum System der Visceral
taschen in Beziehung.
Starks, E. €. (1). A synopsis of characters of some Fishes belonging
to the Order Haplomi. Biological Bulletin published by the Marine
Biological laboratory Woods Holl, Mass. 7, p. 254—262.
— (2). The osteology of Dallia pectoralis. Zoologische Jahr-
bücher Abteilung f. Systematik 21, p. 249—262, figg.
Auf dem Chondrocranium sind die Knochen weit von einander
entfernt. Condylus einfach. Beschreibung des Kopfknochen, der
Rumpfwirbel, des Schulter- und Beckengürtels. Die Schwimmblase
ist klein, ihr Ausführungsgang weit. Die osteologischen Charaktere
zeigen die Zugehörigkeit von Dallia zur Ordnung der Haplomi.
Diagnose von Dallia pectoralis. Definition der Ordnung: Xenomi.
— (3). The osteology of some Berycoid Fishes. Proceedings of
the United States National Museum 27, p. 601-619, fig.
Hoplosthethus japonicus Hilgend.; Beryx splendens Lowe; Holo-
centrus ascensionis Osbeck; Myripristis occidentalis Gill; Polymixia
japonicus Houtt. Vergleichende Anatomie der Kopfknochen, der
Wirbelsäule, der unpaaren Flossen, sowie des Schulter- und Becken-
gürtels.
Stead, D. G. Contribution to Australian Ichthyologie. Report
of Fishery of New South Wales for 1902, 2, p. 34 u. 35, fig. (1903).
Prototroctes muraena Gthr. Biologie.
72 IV. Pisces für 1904.
Sterzi, Guis. (1). Morfologia e sviluppo della regione infundibolare
e dell’ ipofisi nei Petromizonti. Arch. Ital. Anat. Embr. Firenze. Vol. 3.
p. 212—233, 249—287. 3 Figg. Taf. 9—14.
Petromyzon planeri, fluviatilis, marinus. Das dünnwandige In-
fundibulum hat 3 Fortsätze: Sinus postopticus, Saccus infundibuli,
Sinus sup. inf. Die Hypophyse ist dreilappig, sie ist eine geschlossene
Drüse, deren Sekret wahrscheinlich den Blutkapillaren zufließt, die
in ihrer Umgebung zahlreich und erweitert sind. — Das Infundibulum
ist frühzeitig dreiteilig. Der hintere Abschnitt des mittleren Teiles
wird zum Boden des Saccus infundibuli. Auch der vordere Teil des
Inf. wächst zur Schädelbasis. Es findet kein Durchbruch statt.
Die unter dem Infundibulum gelegene Einstülpung wird zum Nasen-
rachengang.
— (2). Intorno alla struttura dell’ ipofisi nei Vertebrati. Atti
Accad. Sc. Padova Ul. Sc. N. (3) Anno 1. p. 70—141. 9 Figg.
Vergleichende Betrachtung der Hipophyse bei Vertebraten,
Cyclostomen, Pisces.
— (3). Die Blutgefäße des Rückenmarks. Untersuchungen über
die vergleichende Anatomie und Entwicklungsgeschichte. Übersetzt
von E. Kirberger. Anatomische Hefte. 1. Abt. 24. Bd. p. 1-64.
37 Figg. T. 1—4.
Die Gefäßversorgung des Rückenmarks der Cyelostomen ist un-
vollkommen, nämlich mittelst eines Gefäßnetzes mit segmentärem
Charakter, das in der Meninx primitiva liegt. — Die Fische zeigen
bezüglich der Gefäßverteilung gemeinsame Charaktere. Dem Gefäß-
system der Medulla fehlt der segmentäre Charakter, sie bilden 3 Ketten
von Anastomosen, zwei paarige, eine unpaare. Bedeutung der einzelnen
Arterien für die Ernährung des Rückenmarkes. Die Verteilung des
Blutes im Rückenmark hat einen centripetalen Typus; die Venen
haben einen centrifugalen Verlauf. Die Venen der Meninx primitiva.
— Bei allen Elasmobranchiern stammen die Gefäße des Rückenmarkes
von den Rami dorsales art. segmentalium. Die Gefäße treten zuerst
an den lateralen Flächen der Medulla auf; anfangs zeigen sie metamere
Anordnung, so daß Partien, die reichlich mit arteriellem Blut versorgt
werden, abwechseln mit Segmenten, aus denen venöses Blut strömt,
später bilden sich longitudinale Anastomosen, durch welche die Blut-
zirkulation gleichförmiger wird. In das Innere des Markes dringen
die Arterien spät. Beim ausgewachsenen Fisch wird der größte Teil
des arteriellen Blutes venös, nachdem es im Inneren des Markes zirkuliert
hat, während beim Embryo das Gegenteil stattfindet. Petromyzon
marinus, Acanthias vulgaris, Mustelus laevis, Scyllium canıcula,
Torpedo marmorata, T.narce, Raja miraletus, R. clavata, Trygon
pastinaca, Acipenser sturio, Anguilla vulgaris, Congromuraena balearica,
Belone vulgaris, Esox lucius.
Siromer, E. (1). Myliobatiden aus dem Mitteleocän der bayerischen
Alpen. Zeitschrift Deutsche geolog. Gesellsch. 56, p. 249—263, fig.
Taf. 16.
IV. Pisces für 1904. 78
Myliobatis aquila Risso, M. goniopleurus Ag., M. dixoni Ag,,
M. striatus Buckland, M. toliapieus Ag., M. cfr. latidens Smith Woodw.;
Aetobatis giganteus Schafh. sp. Die Myliobatiden vom Kressenberg
und Grunten lassen sich am besten mit den ungefähr gleichaltrigen
Arten in Beziehung bringen. Maßtabelle von Myliobatiszähnen.
— (2). Ein Beitrag zur Kenntnis des Myliobatiden-Gebisses.
Zeitschrift der Deutschen geologischen Gesellschaft 56, Heft IV,
p. 203—207, figg.
Myliobatis bovina Geoffr. St. Hilaire, Beschreibung und Maße.
M. testae Philippi, M. pentoni, M. gigas, Aetobatis narinari Euphras.
— (8). Nemathognathi aus dem Fajum und dem Natronthale in
Ägypten. Neues Jahrbuch Mineralogie 1904, 1, p. 1—7, Taf. 1.
Fajumia n. g. schweinfurthi n. sp. (foss.); Sconopaea n. g. grandis
n. sp. (foss.).
Strong, ©. S. The cranial nerves of Squalus acanthias. Biological
Bulletin published by the Marine Biological Laboratory, Woods Holl,
Mass. 6. p. 314.
Studnicka, F. K. O n£kterjch pseudostrukturäch zaklodni kmoty
v hyalinni chrupavce. Casop. Lekarü Cesk. Roc. 43. p. 113—117,
144—149, 1 Tab., 3 fig. (Über einige Pseudostrukturen der Grund-
substanz im Hyalinknorpel).
Allgemeines. Skleralpnorpel der Teleostier. Schädelknorpel der
Selachier und der Teleostier.
Sund, ©. Die Entwicklung des Geruchsorgans bei Spinax niger.
Biologisches Centrablatt 24, p. 651—659, fig.
Eine unpaare, wohl differenzierte Verdickung des Ektoderm
(Placode), die Anfangs noch Spuren vom Verschluß des Neuroporus
zeigt, ist der Ausgangspunkt für das Geruchsorgan. Die Geruchsgrube
ist anfangs paarig; sie besteht aus ellipsenförmigen Versenkungen
mit zwei Blindsäcken. Die Homologie der vorderen derselben mit
dem Jacobsonschen Organ ist wahrscheinlich. Auswandernde Pla-
codenzellen bilden die erste Anlage des Riechnerven. Abweichungen
von der Auffassung Berliners (vgl. Bericht für 1902).
Supino, F. (1). Morfologia del Cranio dei Teleostei. Fasc. 1. Per-
cidae. 21 p., 4 Taf. Rome 1904, 8vo,
Morphologie des Schädels: Perca, Labrax, Polyprion, Serranus,
Epinephelus, Anthias, Callanthias, Apogon, Pomatomus. Kopfskelet
und Visceralskelet werden beschrieben.
— (2). Morfologia del Cranio dei Teleostei. Fasc. 2. Berycidae.
Rome 1904. 8vo. 17 p. 1 Taf.
Hoplostethus, Holocentrum. Beschrieben werden die Knochen
der Occipitalregion, der Regio otiea und optica rhinica, Basis cranii,
Teetum. Visceralskelet.
— (3). Morfologia del Cranio dei Teleostei Fasc. 3. Trichiuridae.
Rome 1904. 8vo. 12 p. 1 Taf.
Lepidopus, Trichiurus, Oceipitalia, Epioticum, Pteroticum, Pro-
oticum, Sphenoticum, Ali-, Basi- und Parasphenoid, Vomer, Frontalia,
74 IV. Pisces für 1904.
Parietalia, Ethmoidalia, Nasalıa, Periorbitalia, Quadratum, Meta-,
Ento-, Ecetopteryogoid usw. werden beschrieben.
— (4). Contributo allo studio del tessuto osseo dell’ Orthagoriseus.
Atti della Reale Accademia dei Lincei Rendiconti (5) 13, 1, p. 118—121.
Das Knochengewebe besteht aus Lamellen, diese bilden ein Netz,
in dessen Maschen eine amorphe hyaline Substanz liegt.
— (5). I cranio dei Teleostei in rapporto al loro genere di vita.
Atti della Reale Accademi dei Lincei. Rendiconti. Sem. 2, p. 625
—631.
Hoplostethus, Holocentrum, Perca, Pomatomus, Cottus, Trigla,
Peristedion, Scorpaena, Sebastes, Lepidopus, Trichiurus, Macrurus,
Ruvettus. Beziehungen zwischen der Gestalt des Schädels der Knochen-
fische. In der Tiefe lebende Fische sind nicht durch zarte Knochen
und starke Knorpelentwicklung ausgezeichnet. Auch gewisse Hohl-
räume in den Knochen der Tiefseefische sind ihnen nicht ausschließlich
eigen.
— (6). Considerazioni sul cranio dei Teleostei. Monit. Zool. Ital.
Anno 14. p. 313—314.
Vorläufige Mitteilung.
Suworoff, E. Über die Regeneration der Flossen bei den Knochen-
fischen. Trudui St. Petersburg Obshch. 33, 4, p. 1—81, Taf. (Russisch),
Deutsche Zusammenfassung.
Sargus annularis, Cyprinus carpio, Carassius auratus. Alle Flossen
regenerieren sich, die der Flossenbasis am nächsten liegenden Stellen
am raschesten. Histologische Vorgänge sind: Epithelwucherungen,
Ansammlung roter Blutkörper und Bindegewebszellen, Knochenbildung
im Periost der erhaltenen Strahlenreste. Die Gliederung der Strahlen
entsteht durch stellenweise Resorption der kontinuierlich angelegten
Knochenlamelle. Phylogenetische Bedeutung der Beobachtungen.
Swaen, A. u. Brachet, A. Etude sur la formation des feuillets et
des organes dans le bourgeon terminal et dans la queue des embryons
des Poissons teleosteens. Archives de Biologie 20, p. 461—610, Taf. 13
—16.
Trutta, Exocoetus, Leuciseus. Bildung der Keimblätter und der
Organe im Endknoten und Schwanz. Das Entoderm des Endknotens
liefert die Chorda u. z. T. den Darmhypoblast. Die Schwanzanlage
entsteht nach Schluß des Blastoporus am Hinterende des Endknotens.
Vergleich zwischen den beiden Wachstumszentren (Endknoten und
Caudalknoten).. Die Caudallappen entstehen durch Erhebung des
Blastodermrandes, dessen beiderseitige Entodermflächen zur Ver-
schmelzung kommen; der zwischen beiden liegende Spalt entwickelt
sich zur Kupfferschen Blase, welche vorübergehend einen Teil des
Caudaldarmes bildet. Die Analplatte ist eine Modifikation des ventralen
analen Teiles des Blastoporus.
Thilo, ©. Die Entstehung der Schwimmblase. Korrespondenz-
blatt des Naturforscher-Vereins Riga. 47. p. 26—28.
Ergänzungen zu der vorjährigen Mitteilung.
IV. Pisces für 1904. 75
Thomson, 3. S. The periodie growth of scales in Gadidae as an
index of age. Jourmal of the Marine Biological Association of the
United kingdom (2) 7, p. 1—109, Taf. 1—8. Vgl. Allgemeine Fischerei-
Zeitung 29. p. 188—189.
Literarische Übersicht. Schuppengröße, Jahresringe bei Gadus
pollachius, G. minutus, G. merlangus, G. aeglefinus, G. callarıs. Das
Flächenwachstum ist im Sommer größer als im Winter. Bis zum Alter
von 5 Jahren ist an gut ausgebildeten Schuppen die Altersbestimmung
möglich. Die kleinen Schuppen zwischen den größeren bei jungen
Tieren werden von den größeren überwachsen und gehen dann ganz
verloren.
Titcomb, John W. Report on the Propagation and Distribution
of Food Fishes. Report U. S. Fish Commission 1903. p. 29—74.
Tornquist, A. Ein Rhadinichthys aus dem Karbon Südamerikas.
Zeitschrift der deutschen geologischen Gesellschaft Bd. 56. Heft III
p. 346—351. 2 Taf.
Rhadinichthys argentinicus n. sp.
Traquair, R. H. A Monograph of the Fishes of the Old Red Sand-
stone of Britain. Part II, No. 2. The Asterolepidae. Palaeontographical
Society Monographs 1904, p. 91—118, fig., Taf. 19—26.
Mitten im Satz beginnende Fortsetzung der Abhandlung. Vgl.
Part II. No. 1 diesen Bericht für 1903. Pterichthys milleri Agass.,
P. productus Agass.; Microbranchius dieki Traquair; Bothriolepis
major Agassiz.
Trojan, Emanuel. Hautsinnesorgane bei Malthopsis spinulosa.
Sitzungs- Berichte deutsch. nat.-med. Vereinigung Böhmen Lotos
Bd. 52. p. 98—103, 3 fig.
Tscheuke, Walt. Gefleckte und graue Gambusen. Natur und Haus
Jahrg. 12. p. 185—186.
Vaillant, L. (1). Poissons recueillis par M. A. Pavie en Indo-Chine.
Mission Pavie Indo-Chine 1879—1895 3, p. 459—470, Taf. 23.
Pristis pectinatus Latham (Bec) und Hippocampus comes Kaup
aus dem Golf von Siam; Hemirhamphus mocquardianus Thomin aus
Cambodga; aus Hochtonkin die folgenden: Macrones pluriradiatus
Vaill.; Pseudecheneis paviei Vaill.; Acanthorhodeus tonkinensis Vaill. ;
Chanodichthys affinis Vaill.; Belone concila Ham. Buch und Masta-
cembelus armatus Lacep.
— (2). Sur le Mitsukurina owstoni Jordan. Comptes Rendus
des Seances de l’Academie des Sciences. 138, p. 1517 u. 1518.
Mitsukurina owstoni Jord. Skelet, systematische Stellung. Ein
drittes Exemplar von Mitsukurina owstoni, eines Haies aus großen
Tiefen, von 2,50 m Länge wird untersucht. Schädelbildung und Be-
zahnung weisen auf die Verwandtschaft mit Oxyrhina, Lamna und
Odontaspis hin, doch muß M. eine besondere Gattung bleiben; es ist
jedoch nicht der Typus einer bes. Familie, wie Jordan vorschlägt,
sondern gehört mit Günther in die Familie der Lamnidae.
— (3). Sur un Cyprinoide nouveaux de Tunisie, le Leuciscus
76 IV. Pisces für 1904.
(Phoxinellus) chaignoni. Bulletin du Museum d’histoire naturelle
Paris 1904, p. 188—190. Auch Bull. Soc. Autun XVII, p. 150—162. Taf.6.
— (4). Quelques Reptiles, Batraciens et Poissons du Haut Ton-
quin. Bulletin du Museum d’histoire naturelle. Paris 1904. p. 297
—301.
Clarias fuscus Lacep.; Luciocyprinus n.g. (nahe Barbus und
Gobio) langsoni n. sp.
Valle-Pope, E. The Fishes of Cambridgeshire. In J. E. Marr
u. A. E. Shipley, Handbook to the Natural History of Cambridgeshire.
Cambridge, 1904, p. 108—113.
Verrill, A. E. (1). Additions to the Fauna of the Bermudas from
the Yle Expedition of 1901, with notes on other species. Transactions
of the Connecticut Academy of Arts and Sciences 11, 1903, p. 15—62.
— (2). The Bermudas. Transactions of the Connecticut Academy
of Arts and Sciences 11. 1903. p. 413—956, fig.
Vire, A. Sur quelques experiences effectu&es au laboratoire des
Catacombes du Museum d’histoire naturelle. Comptes Rendus hebdo-
madaires des Seances de l’Academie des Sciences 138, p. 706—708.
Wirkung dauernder Dunkelheit auf verschiedene Tiere: Anguilla,
nach einem Aufenthalt von 5 Jahren in völlig dunklem Raume, zeigten
die Augen eine Hyperthrophie bis zum doppelten Umfange. Von 12
Carassius auratuswurden 6 inden Katakomben gehalten, 6 am Tageslicht.
Die Nahrung war die gleiche; nach 2 Jahren, nahmen erstere eine blaß-
rote Farbe an, ihre Körper waren zweimal kleiner als jener der belichteten
und normal gefärbten.
Volz, W. Fische von Sumatra, gesammelt von Herrn G. Schneider.
Revue Suisse de Zoologie Geneve 12, p. 451—493.
Silurichthys schneideri n.sp., $. indragirensis n. sp.; Macrones
bimaculatus n. sp.; Callomystax schmidti n. sp.; Barbus proctozyrson
Blkr.
Vutskits, @. (1). Über neuere Standorte und die geographische
Verbreitung der seltneren Fischarten Ungarns und Kroatiens.
Mathematische und naturwissensch. Berichte aus Ungarn 19, p. 342
u. 343. Auszug aus Potfüzetek a Termeszettudomanyi Köslönyhöz.
(Ergänzungshefte zu den naturw. Mitteilungen Budapest 1901. LXII,
p. 158—162.
Es kommen folgende Fische an neueren Standorten vor: Alburnus
mento (Tisza, Drave, Save, Donau, Lonya), Leucaspius delineatus
(Balaton, Gyöngyösbach, Tapolezabach, Drave), Telestes agassizii
(Drave), Gobio uranoscopus ist häufig, Umbra krameri (außerhalb
Ungarns nur wenig bekannt) im Balaton und bei Buzsäk, sowie in der
Donau bei Zimony; Gobius marmoratus ist im kleinen Balaton häufig,
im großen selten, Clupea alata, welcher nur an europäischen Küsten
vorkommt, ist bei Zimony nachgewiesen. Squalius leuciscus. Barbus
petenyii nicht nur in Karpathengewässern, sondern auch in Zala und
Mura. Phocinellus croaticus und Telestes polylepis im Karst. Fisch-
bastarde: Abramis leuckarti im Balaton. — Squalius anceps, Alburnus
erjaveci.
IV. Pisces für 1904. AG
— (2). A kurta baing (Leucaspius delineatus Heck.). Allatt.
Kozl. Magyar Tars. 2, 1903, p. 169—188, Taf. 15.
Wagner, 6. Notes on Polydon. I. Science (2) 19, p. 554 u. 555.
Polyodon spatula L. besitzt ein Paar kleiner dünner durchsichtiger
Barteln; die Funktionsfähigkeit wird bezweifelt. Die unter der Haut
verlaufende Branchialarterie wird durch ein Band aus kleinen Schuppen
gestützt. Hierin wird ein Schutz gegen die Angriffe der Petromyzonten
erblickt, welche keinen Fisch so sehr befallen wie Polyodon spatula.
Waite, E.R. (1). Synopsis ef the Fishes of New South Wales.
Memoirs of New South Wales Club, No. 2; 59 p.
— (2). Additions to the Fish fauna of Lord Howe Island. No. 4.
Records of the Australian Museum 5, p. 135—186, Taf. 17—24.
Pseudomonacanthus analis n.sp.; Dinematichthys longifilis Ogilby,
Abb.; Tripterygium rufopileum n. sp.; Petroscirtes icelii Ogilby, Abb.;
Diplocrepis costatus Ogilby, Abb.; Lepadochthys n. g. (zu Gobiesox)
frenatus n. sp.; Limnichthys n. g. fasciatus n. sp.; Gobius aeolosoma
Ogilby; Allogobius n.g. (zwischen Gobius und Oxymetopon) viridis
n.sp.; Xenogramma n.g. (nahe Gempylus) carinatum n.sp.; Gly-
phisodon polyacanthus Ogilby; Parma polylepis Gthr.; Haplodactylus
etheridgii Ogilby; Howella brodiei Ogilby; Platystethus cultratum
Gthr.; Schedophilus maculatus Gthr.; Notoscopelus ejectus n. sp.;
Dasyscopelus naufragus n.sp.; Aethophora perspicillata Ogilby;
Goodella hypozona Ogilby = Trachinocephalus myops Forst. ;
Muraenichthys nicholsae n. sp.; Gonorhynchus greyi Rich.
— (3). Catalogue of the Fishes of Lord Howe Island. Records
of the Australian Museum 5, p. 187—230.
— (4). New records of recurrences of rare Fishes from Eastern
Australia. No. 3. Records of the Australian Museum 5, p. 231—244,
Taf. 25 u. 26.
Limnichthys n. g. fasciatus n. sp. ; Schizochirus n. s. insolens n. sp.;
Gnathagnus innotabilis n. sp., Neu Süd Wales; Neopereis binivirgata
n. sp., ebenda; Opisthognathus jacksoniensis Macleay; Trepidostethus
rhothophilus Ogilby.
— (5). A review of the Eleotrids of New South Wales. Records
of the Australian Museum 5, No. 3, p. 277—286, Taf. 34—36.
Carassiops compressus Krefft; C. galii Ogilby; Krefftius adspersus
rn K. australis Krefft, K. coxii Krefft; Philypnodon grandiceps
reift.
— (6). The breeding habits of the Fighting Fish (Betta pugnax
Cantor). Records of the Australian Museum 5, p. 293—295, Taf. 38.
Betta pugnax Cantor.
Wallace, W. Spawning of the Plaice. Nature 69, p. 489.
Pleuronectes platessa. Beobachtungen über das Laichen: Ende
Februar wurden Eier gefunden im Great West Bay und im Kanal, an
der Dogger Bank, Anfang März.
Wallinger, W. A. Fly-Fishing in the Bombay Presidency. Megalops
cyprinoides as a Flytaker. Journ. Bombay nat. Hist. Soc. Vol. 15.
p- 719—720, 1 Taf.
78 IV. Pisces für 1904.
Walter, E. (1). Die Fischerei als Nebenbetrieb des Landwirts und
Forstmannes. Neudamm 1903. 801 Seiten.
Karpfen-, Forellen-, Schleienzucht.
— (2). Die Karpfennutzung in kleinen Teichen. Neudamm 1903.
104 pp. |
Teichwirtschaftliche Praxis.
— (3). Die Schleienzucht. Anweisung zur Zucht und Pflege der
Schleie in Teichen, Tümpeln und Seen. Neudamm 1904.
Tinca vulgaris. Biologie, Verkommen, Pflege, Fang, Aufbewahrung,
Haltung, Zucht.
— (4). Zur Förderung der Kleinteichwirtschaft. Schwerin 1904.
Ein Bericht über die Erfolge der Besetzung von 119 Kleinteichen
mit schnellwüchsigen, zweisömmerigen Karpfen. Wachstum. Biologie.
Walter, J. Die Fauna der Solnhofener Plattenkalke. Bionomisch
betrachtet. Festschrift für Haeckel Denkschrift der mediz. natur-
wissensch. Gesellschaft, Jena. 11. p. 133—214, fig., Taf. 8.
1. Literatur. 2. Fundorte. 3. Meeresfauna der Plattenkalke:
Leptocardii fehlen; Cycelostomi fehlen; Selachii:
Notidanus eximius Wagn. wird 2 m groß; N. intermedius Wag.;
N. serratus Fr.; N. wagneri Ag.; Acrodus falcifer Wagn.; Pa-
laeoseylliium formosum Wagn.; Pristiurus eximius Wagn.; Sphenodus
nitidus Wagn.; Squatina alıfer Münst.; Spathobatis mirabilis Wagn.;
Sp. münsteri Ag.; Asterodermus platypterus Ag., A. titanius v. Meyer.
Ischyodus avita v. Meyer, I. quenstedti Wagn., I. schuebleri Quenst.,
I. suevicus Phil.; Chimaeropsis paradoxa Zitt.; Asteracanthus orna-
tissimus Ag. — Dipnoi fehlen. — Ganoidei: Undina acutidens
Reis.; U. minuts Wagn.; U. penieillata Münst.; Libys polypterus
Münst.; L. superbus Münst.; Coccoderma bavaricum Reis.; C. gigas
Reis.; ©. nudum Reis. ; C. substriolatum Huxley; C. suevicum Quenst.;
Coccolepis bucklandi Ag.; Heterostrophus latus Wagn.; Heterolepi-
dotus sp. ; Lepidotus armatus Wagn., L. decoratus Wagn., L. gigas Ag.;
L. intermedius Wagn.; L. maximus Wagn.; L. notopterus Ag.; L. ob-
longus Ag.; L. pustulosus Wagn.; L. subovatus?; L. unguieulatus Ag.;
Eugnathus macrodon Wagn.; Pleuropholis laevissima Wagn.; Pholido-
phorus dentatus Qu.; Ph. intermedius Münst.; Ph. macrocephalus Ag.;
Ph. latus Ag.; Ph. mieronyx Ag.; Ph. microps Ag.; Ph. ovatus Wagn.;
Ph. tenuiserratus Ag.; Isopholis brevivelis Wagn.; I. latimanus Wagn.;
I. munsteri Ag.; Ophiopsis attenuata Wgn.; O. intermedia Wagn.;
O. munsteri Ag.; O. procera Ag., O. serrata Wagn., Eusemius beatae
Vetter; Propterus Ag.; Notagogus denticulatus Münst., Histionotus
oberndorfi Wagn., Macrosemius insignis Wagn.; M. latiusculus Wagn.;
M. rostratus Wagn. Ferner 8 Rhynchodontidae. Die Amiadae-Ver-
wandte in nordamerikanischen Flüssen sind durch 5 Arten der Miero-
lepidoti, 22 Species der Cyelolepidoti vertreten. Unter diesen Caturus
furcatus Ag. fast alle Exemplare haben Futterfische (Leptolepis) im
Leibe, 8 Species der Familie Halocomorphi. — Die Pyenodontiden
mit 11 Arten. — Teleostei: Leptolepis knorri Ag. zahlreich;
L. macrolepidotus Ag., L. polyspondylus Ag.; L. sprattiformis Ag.
IV. Pisces für 1904, 79
Sie sind meist paarweise geschwommen nud so eingebettet worden;
Thrissops meist mit Leptolepis im Schlund: Th. formosus Ag.; Th. pro-
pterus Wagn.; Th. salmoneus Ag.; Th. subovatus Münst. — Analyse
der Fauna. Entwicklung. Leben und Tod. Todeskampf einiger Fisch-
arten. Die ganze Fläche der Lagune lag nahezu trocken; sie wurde
vorübergehend von einer Wasserschicht überflutet, welche die Meeres-
tiere herbeitrug und sich rasch verlief.
Weigelt, €. L’assainissement et le repeuplent des rivieres Traduction
frangaise de M. le Prof. C. Julin. Bruxelles 1903. Extrait des M&moires
couronnes et autres memoires publies par l’Academie Royale de Belgique
T. 64. 1903.
Werner, F. Die Fische der zoologisch-vergleichend-anatomischen
Sammlung der Wiener Universität. I. Teil. Zoologische Jahr-
bücher Abt. Systematik 21, p. 263—302, fig.
Die Cyclostomen, Chondropterygier, Ganoiden und Dipnoer
werden verzeichnet, zum Teil beschrieben; Bestimmungstabellen;
Trygon schmardae n. sp. Jamaica.
Wickes, W. H. The Rhaetic Bone Beds. Proceedings of the
Bristol Naturalists’ Society (2) 10, p. 213—227.
Wiedersheim, R. (1). Über das Vorkommen eines Kehlkopfes
bei Ganoiden und Dipnoern sowie über die Phylogenie der Lunge.
Zoologische Jahrbücher, Supplement 7, p. 1—66, fig., Taf. 1—6.
Der dorsale Kehlkopf bei Lepidosteus und Amia ist ein Spiegelbild
des ventralen bei Polypterus, Protopterus und den Perennibranchiaten.
Die dorsale Ausstülpung des Darmes führt zur Bildung der Schwimm-
blase oder entsprechender respiratorischer Organe, die ventrale zur
Bildung der Lunge, oder bei Polypterus der Schwimmblase — Gründe,
die gegen eine phylogenetische Umlagerung des Larynx sprechen.
Lage des Einganges zum Kehlkopf.
— (2). Nachträgliche Bemerkungen zu meinem Aufsatz über
den Kehlkopf der Ganoiden und Dipnoer. Anat. Anz. 24. p. 651—652.
Am Orditus laryngis ist kein Knorpel vorhanden. Verfasser er-
kennt vielmehr an, die zirkumskripten, kernreichen, quergeschnittenen
Bündel des von Göppert nachgewiesenen, aus glatter Muskulatur
bestehenden Sphincter laryngis für zersprengte Teile eines kernreichen
Faserknorpels gehalten zu haben.
Willey, A. Leaf-mimiery. Spolia Zeylanica 2, p. 51—55, fig.
Platax vespertilio L. Mimicry mit einem toten Blatt.
Williamson, H. €. On the post-larval and early young stages of
the Witch (Pleuroneetes eynoglossus Linn.). Report of the Fishery
Board of Scotland 22, 3, p. 270—273, Taf. 16.
Williston, Ss. W. The stomach stones of the Plesiosaurus. Science
(2). Vol. 20. p. 565.
Die Steine wurden absichtlich verschluckt.
Woodward, A. 8. (1). On the jaws of Ptychodus from the Chalk.
n Quarterly Journal of Geological Society 60, p. 133—135, fig.,
f. 15
Ptychodus decurrens Ag. (foss.).
80 IV. Pisces für 1904.
— (2). Diplomystus marmorensis n. sp. The Quarterly Journal
of Geological Society 60, p. 284 u. 285.
Diplomystus marmorensis n. sp.; Beschreibung, Abbildung.
— (3). Some recent discoveries concerning the teeth of extinct
Animals. Transactions Odontol. Society 36, p. 185—198, fig.
Zähne fossiler Fische.
— (4). On a Carboniferous Acanthodian Fish, Gyracanthides.
Report of the British Association for the advancement of Science
1903. p. 662 u. 663.
Gyracanthides A. S. Woodw. Kohleformation, Australien. Aus-
bildung der Flossen. Wie bei den Knochenfischen zeigte auch diese
hoch entwickelte Art der niedrig stehenden Acanthoden die nach vorn
verschobenen Brustflossen.
— (5). The President’s Adress: The evolution of Vertebrate
Animal in time. Journal of the Royal Microscopical Society 1904,
p-. 137—164.
Kurze Schilderungder charakteristischen Merkmale von Amphioxus,
Cyclostomen, Ostracodermen und Pisces: p. 138—141.
Zacharias, Otto. Alte Ziele und neue Wege im Fischereiwesen.
Allgem. Fischerei-Zeitg. Jahrg. 29. p. 345—349.
Zarnik, B. (fl). Über die Geschlechtsorgane von Amphioxus.
Zool. Jahrbücher, Abteil. Anatomie 21, p. 253—338, fig., Taf. 17—21.
Die Entwicklung der Geschlechtsorgane bis zum Eintritt der Reife
und ihre Formverhältnisse sowie die Histologie der Narbe, der Keim-
drüsenhüllen, der Keimzellen und ihrer Produkte werden geschildert,
ebenso die Art der Entleerung der Geschlechtsprodukte. Die Keim-
höhle wird als ein Derivat der Muttersomitenhöhle angesehen.
Der caudalwärts von den Gonaden liegende Teil der Cardinalıs
posterior wird als Genitalpfortader bezeichnet. Die Keimdrüse
funktioniert auch als Excretionsorgan. Histologie der Keimdrüsen-
zellen, und der Keimhüllen. Die Keimdrüss platzt nicht, sondern
bekommt zum Entleeren der Geschlechtsprodukte eine Öffnung. Die
epitheliale Hülle des Eies reißt. Vorgänge in der Gonadenwand nach
der Eiablage. Die Gonaden von Amphioxus zeigen bezüglich des
Venensystems dasselbe Verhalten wie die Urniere der Cranioten, vor
allem der Selachier. Das Nierenpfortadersystem der letzteren ist
dem Genitalpfortadersystem der Amphioxus homolog. Die Vorniere
ist das ursprüngliche Excretionsorgan der Chordataahnen. . Die
Dauerniere (Urniere und Nachniere) der Cranioten, das Gono-
nephridium, ist ein Exkretionsorgan, das von den Geschlechtsorganen
der Craniotenahnen seinen Ausgang nahm. Amphioxus ist ein wert-
volles Bindeglied zwischen Vertebraten und segmentalen Wirbel-
losen.
— (2). Über segmentale Venen bei Amphioxus und ihr Verhältnis
zum Ductus Cuvieri. Anatomischer Anzeiger 24, p. 609—630; 7 Fig.
Taf. 2.
Der Ductus Cuvieri des Amphioxus ist eine stark entwickelte
Quervene, und unabhängig von den Cardinalvenen entstanden. Die
IV. Pisces für 1904. 81
Quervenen münden in den Sinus venosus oder dessen Fortsetzung:
die Parietallacunen. Diese liegen zwischen dem parietalen Blatt des
Peritoneums und dem Atrialepithel. Die hintersten Quervenen endigen
blind. Alle werden von einem Nerv begleitet. Die Cardinalvenen sind
das Produkt des Zusammenflusses segmentaler Venen.
II. Übersicht nach dem Stoff.
Ontogenie.
Oogenese, Spermatogenese: Boeke (1); Plagiostomata: Borcea
(1), Gilehrist, Moenkhaus. — Geschlechtszellen: Ballowitz (3), Beard (1, 2),
Lams, Lubosch, Marechal, Schreiner. Eischale, Chimaera: Dean (1). Ei, Fundulus,
Hyde(2. — Früheste Stadien: Bataillon (1). — Furchung, Raja: Beard (1).
— Dotter: Coregonus, Thymallus: Auerbach. — Petromyzon: Luboseh. — Eier
freischwimmend Ostsee: Ehrenbaum u. Strodtmann. — Eier festsitzend: Ehren-
baum. — Histogenese: Myotome, Petromyzon: Langelan, Jackson,
3oseph (2), Kopsch, Krause. — Regeneration: Suworoff.
Organogenie u. Anatomie.
Amphioxus: Herouard. — Asterolepis: Jaekel (1). — Bothriolepis: Patten (1).
— Ceratodus: Neumayer (1, 2). — Chimaera: Dean (3). — Drepanopsetta:
Petersen. — Laemargiden: Helbing. — Nephrotus: Seupin. — Pleuronectes:
Petersen. — Rhinochimaera: Dean (3). — Tremataspis: Jaekel (2). — Flossen-
strahlen: G@oodrich. — Kopfknochen, Forelle: Schleip. — Flossen und Visceral-
bogen, Selachii: Braus. — Geruchsorgan, Petromyzon: Luboseh (1). — Spinax:
Sund. — Geruchs- und Geschmacksorgan, Esox, Trigla: Kamon. — Nerven-
system, Lepidosiren: Kerr. — Auge: Retzius. — Auge, Aal: Vire.. —
Ventrale Nerven, Squalus: Neal. — Bursa omentalis: Broman. — Darm, Ceratodus:
Neumayer. — Zähne, Comephorus: Korotneff. — Langerhans’sche Inseln, Lophius,
Scorpaena: Diamare und Kuliabko. — Kiemen: Moroff. — Visceraltaschen:
Spengel. — Schwimmblase: Moser, Spengel. — Herz, Muskelfasern: Marceau.
— Niere, Leydigsche Drüse, Hai: Borcea (3). — Excretionsorgan, Bdellostoma:
Price. — Ei, Chimaera: Dean (2, 4). — Rhinochimaera: Dean (3).
Phyilogenie.
Kemna (2), Woodward (5). — Chimaeroiden: Garman. — Dipnoer: Fürbringer
(1). — Edestus: Eastman (1). — Bothriolepis: Patten (1). — Palaeospondylus:
Dean (9). — Pteraspiden, Cephalaspiden: Patten (2). — Teleostomi: Eastman (4),
Moser, Regan (6). — Kopfskelet: Ridewood (1, 2).
Morphologie und Histologie.
Gehirn, Selachier, Histologie: Borchert. — Auge histologie: Fürst, Hesse,
Retzius. — Organisation, Bothriolepis: Patten (1). — Darmepithel Regeneration:
Bizzozero, Carazzi (2). — Blutzellen, Myxine: Dekhuyzen. — Cichlidae: Pelle-
grin (2). — Cottidae: Jordan u. Starks (2). — Coregonus: Fowler. — Epithel,
Pankreas, Teleostei: Rennie. — Membrana limitans: Retzius. — Knochengewebe,
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. 1I. H.1. (1V.) 6
82 IV. Pisces für 1904.
Orthagoriscus: Supino (3). — Knorpel: Studnieka. — Ovarium, Drüsen, Elasmo-
branchier: Borcea (1). — Niere, Gewebe: Drzewina (2). — Praemandibularhöhle,
Selachier: Dohrn. — Retina, Histogenese: Fürst. — Riechwerkzeuge, Trigla:
Kamon. — Riechzellen, Petromyzon: Ballowitz (2). — Schwimmblase, Teleostier:
Moser. — Scorpaenidae: Jordan u. Starks (1). — Tela subcutanea, Amphioxus:
Favaro.
System, Nomenclatur, Geschichte.
Pellegrin (8). — Jordan u. Starks (6). — Wiener Sammlung: Werner. —
Acanthocaustus: G@ill (3). — Amnoditiden: Gill (4). — Asterolepis: Jaekel (6). —
Chimaeroiden: Garman, Jordan u. Snyder. — Haplomi: Starks (1). — Labra-
einus: Gill (3). — Laemargiden: Helbing. — Lepidosiren, Geschichte: Schulz.
— Liparis: Sehmidt (2). — Mitsukurina: Vaillant (2). — Mormyridae, Noto-
pteridae, Hyodontidae: Ridewood (2). — Nephrotus: Seupin. — Prionurus:
Gill (3). — Schmidtina: Jordan u. Starks (4). — Teleostei: Boulenger (5).
Haut.
Albino, Salmo fontinalis: Pettis. — Barteln, Schuppen, Polyodon: Wagner.
— Cichlidae: Pellegrin (1). — Chromatophoren, Torpedo: Cavali& (2). — Chromo-
blasten, Torpedo: Cavali& (2). — Epidermiszellen, Amphioxus: Joseph (2). —
Farbwechsel, Fundulus: Carlton. — Fleckenbildung, Scyllium: Rijnberk.. —
Flossenstrahlen: Goodrich. — Gelbsucht, Aal: Kershaw. — Körnerzellen, Petro-
myzon: Löwenthal. — Perlorgane: Reighard (2). — Schuppen, Ceratodus: Für-
bringer, K. (2). — Polyodon: Wagner. — Wachstum: Thomson. — Schuppen-
wachstum, Gadus: Thomson. — Tela subceutanea, Amphioxus: Favaro.
Skelet im allgemeinen.
Berycidae, Wirbelsäule: Starks (3). — Cichlidae: Pellegrin (1). — Chimaeriden:
Garman. — Dallia: Starks (2). — Diacranodus: Broili. — Dipnoer: Fürbringer (1).
— Mitsukurina: Vaillant (2). — Orthagoriscus: Supino (2). — Rhinochimaera:
Dean (3), Garman.
Schädel und Visceralskelet.
Kiemenbögen: Gregory. — Comephorus: Korotneff. — Muraenidae: Popta (1).
— Knorpelschädel: Gregory. — Schädel, Albuliden: Ridewood (1). — Dipnoer:
Fürbringer (2). — Berycidae: Starks (3). — Elopiden: Ridewood (1). — Holo-
centrum, Hoplostethus: Supino (2). — Hyodontiden, Mormyriden, Notopteriden:
Ridewood (2). — Percidae: Supino (1). — Salmo: Schleip. — Selachier: Für-
bringer (1). — Teleostier: Supino (1, 3, 5, 6).
Extremitätengürtel, Gliedmaßen.
Extremitätengürtel: Berycidae: Starks (3). — Centrophorus, Heptanchus,
Spinax: Braus. — Lophius, Periophthalmus, Trigla, Squalius: Ham-
burger. — Dipneusti, Holocephali: Sabatier (1). — Teuthis: Johnstone (1).
— Gürtelknochenhände, Dipneusti: Sebatier (1, 2). — Extremitätenskelet,
Entwicklung, Selachii: Braus. — Flossen: Goodrieh. — Berycidae: Starks (3).
— Teleostomi: Regan (6). — Gliedmaßen, Pteraspiden, Cephalaspiden: Patten (2).
IV. Pisces für 1904. 83
Hautskelet und Zähne.
Stachel, Scorpaena: Briot (2). — Zähne: Cichlidae: Pelegrin. — Comephorus:
Korotneff (2). — Edestus: Eastman (1). — Myliobatis: Stromer. — Rhynchotodus:
Eastman (6). — Salmo: Schleip.
Muskeln, Bänder, Gelenke.
Extremitätenmuskulatur, Lophius, Periophthalmus, Squalius, Trigla:
Hamburger. — Herzmuskelfasern: Marceau. — Myofibrillen: Muraena, Boeke (2).
— Myotome, Petromyzon: Langelaan. — Quergestreifte Muskeln, Necturus:
Eyecleshymer (2).
j Elektrische Organe.
Fibrillen, Nerven, Torpedo: Cavalie (3, 4).
Nervensystem.
Lepidosiren, Entwicklung: Kerr.
Hirn und Rückenmark.
Selache: Carazzi (2). — Selachier: Borchert. — Cranialnerven, Selachier:
Strong. — Hypophyse, Teleostier: Boeke (1). — Vertebrata: Sterzi (2).
— Infundibulum, Petromyzon: Sterzi (1). — Optischer Reflexapparat: Sargent (2).
— Respiratorisches Centrum, Raja: Hyde (1). — Torus longitudinalis, Ganoiden:
Sargent (1).
Periphere, Nerven, Sympathicus.
Kopfnerven, Squalus: Strong. — Spinalnerven, Torpedo: Froriep. —
Ventrale Nerven, Squalus: Neal.
Sehwerkzeuge:
Augen, Xiphias: Lauber. — Nervus opticus, Sternoptyx: Brauer (3). —
Orthagoriscus: Meek (4). — Pigmentflecken, Amphioxus: Boveri, Joseph. —
Pigmentzellen, Lichteinfluß, Leueiscus: Chiarini. — Stratum pigmenti, Mycto-
phiden: Brauer (3). — Membrana limitans, Histologie: Retzius. — Reflex-
apparat: Sargent (2). — Vergrößerung, Anguilla: Vire. — Pteraspiden, Cepha-
laspiden: Patten (2). — Protopterus: Hosch. Sternoptyx, Myctophiden,
Knochenfische: Brauer (1, 2, 3).
Hörwerkzeuge.
Carassius, Gehörsack: Bigelow. — Hippocampus, Labyrinth: Fröhlich.
— Orthagoriscus: Meek (4), Rivera.
Riechwerkzeuge.
Esox, Trigla: Kamon. — Petromyzon: Ballowitz (2), Lubosch (1). — Spinax:
Sund.
Schmeckwerkzeuge.
Herrick.
Hautsinneswerkzeuge.
Hautsinnesknospen: Brauer (1, 2), Gatti, Herriek. — Hautsinnesorgan:
Herrick. — Malthophis: Trojan. — Seitenlinie: Parker (2), Pellegrin (1).
6*
84 IV. Pisces für 1904.
Leuchtorgane.
Brauer (1,2).
Gefäßsystem, Lymphorgane, Milz, Leibeshöhle.
Gefäße, Ceratodus: Kellicott. — Lopholatilus: Silvestre. — Herz, Muraena:
Boeke (1). — Knochenfische: Ridewood (1). — Herz, Muskeln: Marceau. —
Gefäße der Brustflossen, Selachier: Müller. — Gefäße der Kiemen, Comephorus:
Korotneff. — Corona - Arterien: Lepadoux. — Branchialarterie, Polyodon:
Wagner. — Venen, Amphioxus: Zarnick (2). — Kreislauf, Scyllium: Carazzi (1).
— Leydig’sches Organ: Drzwina (3). — Lymphoidorgan: Drzwina (1), —
Acipenser: Drzwina (3). — Milz, Ceratodus: Neumayer (1). Chromoblasten,
Cypriniden: Roques.
Darmkanal.
Epithel, Regeneration: Bizzozero.. — Magensteine, Plesiosaurier: Brown,
Eastman, Williston, Wiekes. — Rhinochimaera: Dean (1). Darmkanal, Ent-
wicklung, Ceratodus: Neumayer (1, %). — Pankreas, Esox: Boehm. — Leber,
Acipenser, Anguilla, Barbus, Ceratodus: Bluntschli. — Leber: Cargiule.. —
Physiologie des Darmes, Scorpaena, Lophius: Diamare u. Kuliabko. — Langer-
hans’sche Inseln, Knochenfische: Diamare u. Kuliabko, Rennie.
Mund, Kiemenspalten.
Barteln, Polyodon: Wagner. — Schleimhautfalten, Teleostier: Mitchell.
— Naseo-pharyngeal-Verbindung, Cynoglossus: Johnstone (1). — Schlund-
knochen, Bezahnung, ÖOrestias: Pellegrin (1). — Kehlkopf, Protopterus:
Göppert. — Kiemenbogen u. Blutgefäße, Comephorus: Korotneff (2). — Mu-
raeniden: Popta. — Kiemenreusen, Polyodon: Imms. — Kiemen, Entwicklung,
Knochenfische, Selachier, Cyclostomen: Moroff. — Visceraltaschen: Gregori,
Spengel.
Pneumatische Anhänge des Darmes.
Kehlkopf, Amia, Lepidosteus: Wiedersheim (1, 2). — Protopterus: Göppert
— Darmkiementaschen, Ammocoetes: Goette. — Schwimmblase, Teleostier:
Moser. — Schwimmblase und Lunge: Spengel. — Schwimmblase: Jäger. —
Wundernetz, Gefäße, Perca,: Deineka.
Harn- und Geschlechtsorgane.
Urniere, Amphioxus: Zarnick (1). — Nierenkanälchen, Amphioxus: Boveri.
— Rhinochimaera: Bean (3). — Niere: Audige, Crevatin. — Leydig’sche Drüse,
Selachier: Borcea (3). — Excretionssystem, Bdellostoma stouti: Priee. — Ge-
schlechtsorgane, Amphioxus: Zarnick. — Harnblase, Lage, Bau, Barbus,
Selachier: Audige. — Harnorgane, Selachier bei $ u. 2: Borcea (7%). — Neben-
nieren: @iaceio. — PBdellostoma: Giacomini (1). Giacomini (2), Grynfeltt,
Minervini. — Generationsorgane, Myxine: Schreiner. — Salmo fario: Bohi. —
Eihüllen-Drüse, Plagiostomen: Borcea (1). — Genitalien, Samenleiter, Centrina:
Borcea (5). — Myxine: Schreiner. — Hermaphroditismus, Gasteosteus: Schneider.
IV. Pisces für 1904. 85
Sekundäre Geschlechtscharactere, Bastarde.
Afterflosse, Hemirhamphus 3: Duncker. — Arrhenoidie, Charidichthys:
Philippi. — Hermaphroditismus, Gasterosteus: Schneider. — Bastarde, Karpfen:
Leonhard. — Abramis: Luther.
Jugendstadien.
Amphioxus: Herouard. — Conger: Eigenmann (3), Fulton (2). — Fierasfer:
Fulton (2), Lo Bianco. — Metamorphose, Muraeniden: Ricei. — Pleuronectes:
Petersen, Williamson. — Jugendformen, Seefische: Ehrenbaum, Ehrenbaum
u. Strodtmann.
Biologie.
Dean (2, 4), Seligo (1, 2, 3). — Ei, Biologie, Chimaera: Dean (4). — Fär-
bung, Forelle: Arens. — Farbwechsel, Fundulus: Carlton. — Freß- und Atem-
bewegung, Petromyzon: Dawson. — Hören: Hensen. — Mimicry, Platax:
Willey. — Fliegende Fische: Wallinger. — Fortpflanzung, Amiurus: Smith u.
Harron. — Catostomus: Culbertson. — Seefische: Dannevig (2). — Junge lernen:
Gill (7%). — Mugil, Biologie: Danewig (3). — Nestbau, Micropterus dolmiei:
Lydell. — Brutpflege, Amia: Reighard (1), Culberten, Waite (6). — Prototroctes
Stead. Teleostei: Supino (3). — Orientierung, Umbra: Lyon. — Pleu-
ronectes, Biologie: Johannsen. — Fruchtbarkeit: Laudiee. — Laichzeit:
Fulton, Herdman. — Wanderung, Wachstum: Meek. — Trichogaster, Biologie
Arnold. — Rhinichthys, Biologie: Brüning. — Wanderung: Buxbaum. — Pleuro-
nectes: Meck (1, 3). — Aal: Seligo (7). — Gambusia: Tseheuke. — Ancorhynchus:
Rutter (1).
Physiologie.
Atmen, Teleostier: Mitchell. — Chemische Zusammensetzung: Lichtenfelt.
— Leber, Plagiostomata: Borcea (1). — Gallenblase, Galeus: Cavalie (1).
Blut, Eigenschaften: Sellier. Galeus: Cavalie. — Giftigkeit: Gley. — Gift,
Scorpaena: Briot (2). — Süß- und Salzwasser, Aal: Quinton. — Gasterosteus:
Borcea (6). — Sauerstoffgehalt des Wassers: Paton. — Orientierungssinn: Lyon.
— Lichteinfluß, Auge, Leuciscus: Chiarini. — Lichtempfindung, Blindfische:
Long. — Gehörsinn: Parker (1). — Tastsinn: Herrick. — Schnelligkeit der
Leitung: Carlson. — Seitenlinie: Parker (2). — Freß- und Atembewegung,
Petromyzon: Dawson. — Bluteirculation, Scylliium: Carazzi. — Alter,
Schuppen: Thomson. — Langerhans’sche Inseln, Scorpaena, Lophius:
Diamare und Kuliabko, Knochenfische: Rennie. — Schwimmblase: Deineka.
— Fortpflanzung, Fruchtbarkeit, Albino, Salmo: Pettis. — Ovarium, Drüsen,
Elasmobranchier: Borcea (1). — Wachstum, Salmo: Pondrelli. — Chemische
Zusammensetzung des Fischkörpers: Lichtenfeld.
Pathologie.
Krankheiten: Hofer (1). — Mund, Karpfen: Hofer (2). — Auge, Star: Fuhr-
mann (1). — Weibliche Geschlechtsorgane: Fuhrmann (2%). — Morone labrax:
Fasciola. — Pleuronectes: Johnstone. — Scyllium, Oviduct: Borcea (4). — Krebs-
krankheit, Salmoniden: Plehn.
86 IV. Pisces für 1904.
” Fischerei.
Alexander, v. d. Borne, v. Buchwald, v. Debschitz, Colb, Everts, Evermann,
Gale, Gerhard, Haak, Hermann, Heuscher, Mayer, Meek (2), Roule, Selle (1),
Titcomb, Walter (1, 2, 3), Weigelt, Zacharias.
&Pleuronectes, Einführung Australien: Dannevig. — Salmo de Ein-
bürgerung, Verbreitung: Jordan (2), Smith. — Altersbestimmung, Schuppen
Hoffbauer, Thomson. Nordamerika: Reichard.. — Tran, Gadus: Rump u.
Lehners. — Sport: Skowronek. — Sardine: Landrien.
IH. Faunistik.
Europa.
Spitzbergen: Knipowitsch. — Großbritannien: Süßwasserfische: Maxwell.
Seefische: Aflale.. Nordostseeküste von England: Meek (3). Northumberland:
Meek (3). Norfolk: Southwell. Cambridgeshire: Boulenger (1), Bridge, Herd-
man (1), Valle-Pope. Irland (Westküste): Holt u. Byrne. Schottland: Calder-
wood. — Frankreich: Daguin. Biscaya-Golf: Tiefseefische: Albert v. Monaco. —
Deutschland: Nehrung, Pelegus: Nehring. — Portugal: Seeküste: Carlos de
Braganca. — Spanien: Barcelona: Sanchez-Comendador. — Balearen: Ferrer
y Hernandez. — Italien: Capri: Lo Bianco. Cadora: Segre. Aosta: Pavesi. Genua-
Golf: Ariola. Adria: Werner. — Österreich-Ungarn: Ungarn: Vutskits. Kroatien:
Vutskits. Dalmatien: Kolombatovic. — Rußland: Baltische Provinzen: Schneider
(1). Perm: Samarine. Finland: Nordquist. Süd-Rußland: Sowinsky.
Australien und Polynesien.
Australien: Dannevig (1). Ost-Australien: Waite (4). Neu-Süd-Wales:
Waite (1,5). Lord Howe-Inseln: Waite (2,3). Hawai, mit Oahu und Laysan:
Jordan u. Snyder (3, 4), Jenkins, Seale (2), Snyder. Guam: Seale (1). Neu Seeland:
Hutton (2).
Asien.
Japan: Otaki, Fujita, u. Higurashi, Jordan u. Snyder (1, 2), Jordan u. Stark
(1,2, 3,6), Ishikawa, Dean (1,2,3). — Junnan: Regan (2). — Manaar-Golf:
Johnstone (1). — Indo-China: Vaillant (1). Tonkin: Vaillant (4). — Malayische
Inseln: Duncker, Hanitsch. — Borneo: Popta (2). — Sumatra: Volz.
Afrika.
Ägypten: Flower, Boulenger (9). — Rotes Meer: Erythraea: Borsieri. Dji-
bouti: Pellegrin (9). Obok: Pellegrin (9). — Gallaland: Boulenger (2). — Äthiopien:
Boulenger. — Victoria-See: Pellegrin (4). — Chad-See u. Sharifluß: Pellegrin (7).
— Niger: Boulenger (3). — Congo, Oubangi: Pellegrin (6). — Südafrika: Gilchrist
(1,2). (3).
Amerika.
Gill. Grönland: Jensen (1, 2). — Massachusetts: Gill (5). — Nantucket:
Sharp u. Fowler. — Maine: Kendall. — Illinois: Large, Richardson. — Colorado:
Juday. — Texas: Fowler (%). — Kalifornia: Nordostkalifornien, Seen, Ströme:
IV. Pisces für 1904. 87
Rutter (2). Golf: Rutter (3). — Bermudas: Verril (1, %). — Cuba: Eigenmann (2).
— Tortugas-Inseln: Jordan (1). — Mexiko: Regan (3). Tehuantepec: Meek (5). —
British Honduras: Regan (3). — Panama: Gilbert u. Starks.. — Südamerika:
Regan (1). — Brasilien: Miranda Ribeiro. — Peru: Pellegrin (3). — Chile: Pelle-
grin (3). — Magelhanstraße: Dollo (1).
Antarktis.
Dollo.
Palaeontologle.
Broili, Chapman, Dean (8, 9), Drevermann, Eastman (6, %), Koch (2). Musy,
Pantanelli, Patten (2), Pigeot u. Brasil, Romanovsky, Samarine, Sollas u. Sollas,
Wickes, Woodward (1).
Belgien: Condroz: Destinez.
Deutschland, Jura, Solenhofen: Walter, J. Devon, Wildungen: Jaekel
(1, 2, 3).
England, Kalk: Jukes-Browne. Kohle: Newton. West-England: Wickes.
Lancashire: Bolton. Cambridgeshire: Lydekker. Süd-Wales: Reynolds.
Frankreich, Eocen, Pariser Becken: Priem (1), Fritel. Jura, Calvados: Bigot
u. Brasil. Miocen, Haguineau u. Maine et Loire: Couffon. Miocen und Pliocen,
Herault: Priem (2).
Italien: Miocen u. Pliocen: Pantanelli (2). Eocen, Monte Bolca: Eastman (2),
Gill (6).
Österreich-Ungarn: Miocen von Felsöcsztergäly: Koch (2). Pliocen von
Szerem: Koch (1).
Schweiz: Alpen: Stromer.
Rumänien: Eocen: Simionescu (2), Oligocen: Simioneseu (1).
Rußland: Perm: Krolow.
Afrika: Sahara, Djoua: Haug.
Amerika: Canada: Lambe. Maryland, Miocen: Eastman (3). Colorado,
Devon: Eastman (5). Südamerika, Karbon: Tornquist.
Australien, Tertiär: Chapman u. Pritchard.
IV. Systematisches Verzeichnis der Nova.
Teleostei.
Plectognathi.
Diodon nudifrons n. sp. Jenkins.
Guentheridia n. g. (Tetrodon) formosus Gthr. Gilbert u. Starks.
Tropidichthys oahuensis n. sp. Jenkins. — T. epilamprus n. sp. Jenkins.
Liosacus intermedius n. sp. Miranda Ribeiro.
Lactaria galeodon n. sp. Jenkins. — L. schlemmeri n. sp. Jordan u. Snyder (3).
Monacanthus albopunctatus n. sp. Seale (3).
Pseudomonacanthus analis n. sp. Waite (2).
Stephanolepis pricei n. sp. Snyder.
Balistes fuscolineatus n. sp. Seale (2). — B. verres n. sp. Gilbert u. Starks.
88 IV. Pisces für 1904.
Pediculati.
Antennarius laysianus n. sp. Jordan u. Snyder (3). — A. nexilis n. sp. Snyder. —
A. duescus n. sp. Snyder.
Histionotophorus n.n. für Histiocephalus. Eastmann (2).
Acanthopterygii.
Trachypteridae.
Trachypterus ishikawae. Jord. u. Snyder (=?ijimae Jord. u. Snyder) Jordan
u. Snyder (1).
Regalecus parkeri n. sp. Benham.
Ophidiidae.
Lepophidium fluminense n. sp. Miranda Ribeiro.
Zoarcidae.
Lycodes pallidus Coll. var.n. squamiventer Jensen. — L. reticulatus Reinh.
var.n. microcephalus Jensen.
Lycenchelys kolthoffi n. sp. Jensen. — L. brachyrhynchus u. L. fasciatus
nn. spp. Schmidt (2).
Batrachidae.
Batrachoides boulengeri n. sp. Gilbert u. Starks.
Porichthys greenei n. sp. Gilbert u. Starks.
Blennidae.
Hypsoblennius piersoni n. sp. Gilbert u. Starks.
Ericteis kalisherae n. sp. Jordan.
Ernogrammus storhosi n. sp. Schmidt (2).
Collybus n. g. drachme n. sp. Snyder.
Aspidonotus brunneolus n. sp. Jenkins.
Auchenopterus mexicanus n. sp. Gilbert.
Tripterygium rufopileum n. sp. Waite (2). — T. atriceps n. sp. Jenkins.
Petroseirtes vineiguerrae n. sp. Clementina Borsieri.
Salarias nigriceps n. sp. Seale (4). — S. cypho n. sp. Jenkins. — S. saltans n. sp.
Jenkins. — S. rutilus n. sp. Jenkins. — S. furcatus n. sp. Johnstone (1).
Gobiesocidae.
Lepadichthys frenatus n. sp. Waite (2).
Triehonotidae.
Limnichthys n.g. fasciatus n. sp. Waite (4).
Schizochirus n. g. insolens n. sp. Waite (4).
Uranoscopidae.
Gnathagnus innotabilis n. sp. Waite (4).
Nototheniidae. ®
Hypsicometes heterurus n. sp. Miranda Ribeiro.
IV. Pisces für 1904. 89
Bovichthys roseo-pictus n. sp. Hutton (2).
Draconetta acanthopoma n. sp. Regan (9).
Leptoscopidae.
Neopereis binivirgata n. sp. Waite (4).
Triglidae.
Trigla queketti n. sp. Regan (7).
Lepidotrigla abyssalis n. sp. Jordan u. Starks (6).
Prionotus ruscarius n. sp. Gilbert u. Starks.
Peristedion amiscus n. sp. Jordan u. Starks (6). — P. roseum n.sp. Miranda
Ribeiro.
Agonidae.
Pereis cephalopunctatus n. sp. Seale (1).
Agonomalus jordani n. sp. Schmidt (2). Jordan u. Starks (3).
Occa iburia n.sp. Jordan u. Starks (3).
Podothecus tokubire n. sp. Ishikawa.
Xeneretmus infraspinatus n. sp. Gilbert.
Tilesia n. g. gibbosa n. sp. Schmidt (2).
Cyclopteridae.
Trimegistus n. g. owstoni n.sp. Jordan u. Snyder (1).
Cottidae.
Stlengis n. g. osensis n. sp. Jordan u. Starks (2).
Schmidtia n. g. misakia n. sp. Jordan u. Starks (4).
Daruma n.g. sagamia n. sp. Jordan u. Starks (2).
Ricucenius pinetorum n.sp. Jordan u. Starks (?).
Hemilepidotus gilberti n. sp. Jordan u. Starks (2).
Ceratocottus namiyei n. sp. Jordan u. Starks (2).
Cottus kasika n. sp. Jordan u. Starks (2). — C. amblystomopsis n. sp.
Schmidt (2).
Rheopreste n. g. fujiyamae n. sp. Jordan u. Starks (2).
Myoxocephalus edomius n. sp. Jordan u. Starks (2). — M. raninus n. sp. Jordan
u. Starks (2).
Ainocottus n. g. ensiger n.sp. Jordan u. Starks (2).
Gymnocanthus herzensteini n. sp. Jordan u. Starks (2).
Crossias n. g. allisi n. sp. Jordan u. Starks (2).
Cottiusculus n.g. gonez n.sp. Schmidt, Jordan u. Starks (2). — C. schmidti
n.sp. Jordan u. Starks (2).
Aleichthys n. g. (Centridermichthys) aleicornis Herz. Jordan u. Starks (2).
Fureina n.g. ishikawae n. sp. Jordan u. Starks (2). — F. osimae n. sp. Jordan
u. Starks (2).
Ocynestes n.g. maschalis n. sp. Jordan u. Starks (2).
Pseudoblennius zonostigma n. sp. Jordan u. Starks (2). — P. totomius n. sp.
Jordan u. Starks (2).
Bero n. g. (Centridermichthys) elegans Stdr. Jordan u. Starks (2).
Vellitor n.n. (Podabrus Rich.) Jordan u. Starks (2).
90 IV, Pisces für 1904.
Blepsias draciscus n. sp. Jordan u. Starks (?).
Theocopterus n.g. aleuticus n. sp. Smith, H. M. (2).
Hemitrepterus nipponicus n. sp. Ishikawa.
Cottunculus macrocephalus n. sp. Gilchrist (1).
Comephoridae.
Comephorus dybowskii n. sp. Korotneff (1).
Scorpaenidae.
Sebastodes itinus n. sp. Jordan u. Starks (1). — S. guentheri n. sp. Jordan u.
Starks (1). — S. tokionis n. sp. Jordan u. Starks (1). — S. iracundus n. sp.
Jordan u. Starks (1). — S. flammeus n. sp. Jordan u. Starks (1).
Neosebastes entaxis n. sp. Jordan u. Starks (1).
Thysanichthys n. g. crossotus n. sp. Jordan u. Starks (1).
Sebasticus n. g. (Sebastes) marmoratus C. u. V. Jordan u. Starks (1).
Sebastopsis keloggi n. sp. Jenkins.
Sebastapistes corallicola n. sp. Jenkins. — S. concorta n. sp. Jenkins. — S. galac-
tacma n. sp. Jenkins.
Helicolenus emblemarius n. sp. Jordan u. Starks (1).
Scorpaena izensis n. sp. Jordan u. Starks (1).
Pontinus corallinus n. sp. Miranda Ribeiro.
Lytrichthys n. g. eulabes n. sp. Jordan u. Starks (1).
Pterois nigripinnis n. sp. Gilchrist (1).
Ebosia n. g. (Pterois) bleekeri Stdr. u. Döderl. Jordan u. Starks (1).
Dendrochirus chloreus n. sp. Jenkins.
Apistus evolans n. sp. Jordan u. Starks (I). — A. venenans n. sp. Jordan u.
Starks (1).
Minous echigonius n. sp. Jordan u. Starks (1).
Decterias (Minous) pusillus Schleg. Jordan u. Starks (1).
Tetraroge kagoshimensis n. sp. Ishikawa.
Synancia thersites n. sp. Seale (1).
Erosa (Synancia) erosa Langsd. Jordan u. Starks (1).
Inimicus n. g. (Pelor) japonicus C. u. V. Jordan u. Starks (1).
Ocosia n.g. vespa n.sp. Jordan u. Starks (1).
Erisphex n. g. (Cocotropus) pottii n. sp. Jordan u. Starks (1).
Cataphracti.
Agonomalus jordani n. sp. Schmidt (2).
Discoboli.
Eumicrotremus pacificus n. sp. Schmidt (2). — E. brashnikowi n. sp.
Schmidt (2).
Gobiidae.
Gobius deltoides n. sp. Seale (1). — G. elongatus n. sp. (foss.) Simionescu (2).
Microgobius miraflorensis n. sp. Gilbert u. Starks.
Evermannia panamensis n. sp. Gilbert u. Starks.
Chlamydes n.g. laticeps n. sp. Jenkins.
Gobionellus lonchotus n. sp. Jenkins,
IV. Pisces für 1904. 91
Ctenogobius tortugae n. sp. Jordan (1).
Gnatholepis thompsoni n. sp. Jordan (I).
Elacantinus n. g. oceanops n. sp. Jordan (Il).
Allogobius n.g. viridis n. sp. Waite (2).
Eviota n.g. epiphanes n. sp. Jenkins.
Eleotris miniatus n. sp. Seale (1).
Pycnomma n.g. semisquamatus n. sp. Rutter (3).
Liparis ochotensis n. sp. Schmidt (%?). — L. owstoni n. sp. Schmidt (2).
Neoliparis grebnitskii n. sp. Schmidt (2).
Pleuronectidae.
Atheresthes evermanni n. sp. Jordan u. Starks (6).
Cleisthenes n. g. pinetorum n.sp. Jordan u. Starks (6).
Alaeops n. g. plinthus n. sp. Jordan u. Starks (6).
Paralichthys triocellatus n. sp. Miranda Ribeiro.
Platophrys dimorphus n. sp. Gilchrist (1).
Pseudorhombus natalensis n. sp. @ilchrist (1). — P. andersoni n. sp. Gilchrist (1).
Arnoglossus macrolepis n. sp. Gilchrist (1).
Dexistes n.g. rikuzenius n. sp. Jordan u. Starks (6).
Araias n. g. ariommus n. sp. Jordan u. Starks (6).
Veraequa n. g. achne n. sp. Jordan u. Starks (6).
Mierostomus kitaharae n. sp. Jordan u. Starks (6).
Engyrosopon ijimae n.sp. Jordan u. Starks (6).
Solea turbynei n. sp. Gilchrist (1). — S. fulvomarginatus n. sp. Gilchrist (1).
Gymnachirus zebrinus n. sp. Mirando Ribeiro.
Synaptura melanoptera n.sp. Gilchrist (1). — S. ciliata n. sp. Gilchrist (1).
Cynoglossus attenuatus n. sp. Gilchrist (1, — C. brachycephalus n. sp.
- Gilchrist (1).
Limauda schrenki n. sp. Schmidt (2).
Hippoglossus stenolepis n. sp. Schmidt (2).
Hippoglossoides dubius n. sp. Schmidt (2. — NH. herzensteinii n. sp.
Schmidt (2).
Zeidae.
Cyttosoma n.g. boops n. sp. Gilchrist (1).
Trichiuridae.
Xenogramma n.g. carinatum n.sp. Waite (2).
Carangidae.
Carangus hippoides n.sp. Jenkins. rhabdotus n.sp. Jenkins, politus n. sp.
Jenkins. — C. cheilio n. sp. Snyder.
Carangoides ajax n. sp. Snyder.
Caranx primaevus n.sp. (foss.) Eastman (2). — C. petrodavae n. sp. (foss.)
Simionescu (1).
Liognathus obscura n. sp. Seale (1).
Oligoplites refulgens n. sp. Gilbert u. Starks.
Decapterus canonoides n. sp. Jenkins.
Seriola sparma n. sp. Jenkins.
Peprilus snyderi n. sp. Gilbert u. Starks.
92 IV. Pisces für 1904.
Scaridae.
Scarus ecypho n. sp. Seale (1).
Pseudoscarus platodoni n. sp. Seale (1).
Scaridea n. g. zonarcha n. sp. Jenkins. — S. balia n. sp. Jenkins.
Labridae.
Crenilabrus steinegeri n. sp. Ishikawa,
Cirrhilabrus Iyukyuensis n. sp. Ishikawa. — C. jordani Snyder.
Chilinus nigropinnatus n. sp. Seale (1).
Halichoeres nigropunctatus n.sp. Seale (1), — H. macgregori n.sp. Gilbert
u. Starks.
Thalassoma berendti n. sp. Seale (1).
Calotomus cyclurus n. sp. Jenkins. — C. snyderi n.sp. Jenkins.
Hemipteronotus jenkinsi n. sp. Snyder.
Novaculichthys tattoo n. sp. Seale (1).
Julis musume n. sp. Jordan u. Snyder (1). — J. punctatus n. sp. Seale (1).
Pseudojulis cerasina n. sp. Snyder.
Stethojulis fulvoventris n. sp. Seale (1).
Gomphosus pacificus n. sp. Seale (1).
Pomacentridae.
Chromis elaphrus n. sp. Jenkins.
Amphiprion snyderi n. sp. Ishikawa.
Pomacentrus gilli n. sp. Gilbert u. Starks.
Chilidae.
Heros tetracanthus terralbasi n. subsp. Eigenmann (1), H. t. griseus n. subsp.
Eigenmann (1), H. t. cinetus n. subsp. Eigenmann (1), callolepis n. sp.
Regan (3).
Cichlasoma hendriki n. sp. Meek (5), evermanni n.sp. Meek (5), mojarra n. sp.
Meek (5). — C. spinosissimum Vail. u. Pellegr. n. var. immaculata Pellegrin (2),
C. guentheri n.n. für Heros oblongus Gthr. Pellegrin (2).
Thorichthys n.g. ellioti nr. sp. Meek (5).
Astatheros n. subg. (Heros) heterodontus Vaill. u. Pellegr. Pellegrin (2).
Heterotilapia n. g. (Heros) multispinosus Gthr. Pellegrin (2).
Astronotus ocellatus Ag. n. var. zebra Pellegrin (2).
Lepidiolamprologus n. g. (Lamprologus) elongatus Blgr. Pellegrin (2).
Symphysodon discus Heck. n. var. aequifasciata Pellegrin (2).
Paratilapia prognathus n. sp. Peilegrin (2). — P. victoriana n. sp. Pellegrin (2).
Nanochromis n.n. (Pseudoplesiops Blgr.) dimidiatus Pellegr. Pellegrin (2).
Tilapia guiarti n. sp. Pellegrin (4). — T. kottae n. sp. Lönnberg (2), dubia n. sp.
Lönnberg (2).
Ophthalmotilapia n.g. (Tilapia) boops Blgr. Pellegrin (2).
Boulengerochromis n. g. (Tilapia) microlepis Blgr. Pellegrin (2).
Astatotilapia n.g. (Tilapia) desfontainesi Lac&p. Pellegrin (2).
Astatoreochromis n.g. alluaudi n. sp. Pellegrin (2).
Crenieichla saxatilis n. var. albopunctata Pellegrin (2). — C. brasiliensis Bl. nn.
varr. fasciata und marmorata Pellegrin (2).
IV. Pisces für 1904. 93
Osphromenidae.
Osphromenus malayanus n. sp. Duncker.
Kernkbari,
Acanthurus incipiens n. sp. Jenkins.
Teuthis leucopareius n. sp. Jenkins. — T. guentheri n. sp. Jenkins.
Xesurus hopkinsi n. sp. Gilbert u. Starks.
Callicanthus metoposophron n. sp. Jenkins.
Zabrasoma agana n.sp. Seale (I).
Monoceros garretti n. sp. Seale (1).
Pygaeus agassizii n. sp. (foss.) Eastman (8).
Chaetodontidae.
Chaetodon dixoni n. sp. Regan (5). — C. corallicola n. sp. Snyder.
Holacanthus fisheri n. sp. Snyder. — H. marianas n. sp. Seale (1), bishopi n. sp.
Seale (1).
Mullidae.
Upeneus saffordi n. sp. Seale (1).
Pseudupeneus porphyreus n. sp. Jenkins.
Sparidae.
Heterognathodon doederleini n. sp. Ishikawa.
Pristipomatidae.
Pomadasys starri n. sp. Meek (5). — P. templei n. sp. Meek (5).
Gerridae.
Eucinostomus meeki n. sp. Eigenmann (2).
Sciaenidae.
Sagenichthys mordax n.sp. Gilbert u. Starks.
Pseudochromididae.
Rathbunella alleni n. sp. Gilbert.
Pseudopereis n. g. numida n. sp. Mirando Ribeiro.
a Serranidae.
Epinephelus quernus n. sp. Seale.
Serranus kynsnaensis n. sp. Gilchrist (1).
Anthias duplicidentatus n. sp. Mirando Ribeiro.
Priacanthus meeki n. sp. Jenkins.
Lates pliocaenus n. sp. (foss.) Koch (1).
Centropomus argentatus n. sp. Regan (4).
Apogon evermanni n. sp. Jordan u. Snyder (4). — A. menesemus n. sp. Jenkins.
— A. erythrinus n. sp. Snyder.
Fowleria brachygrammus n. sp. Jenkins.
Ariomma n.g. (Apogon) lurida n.sp. Jordan u. Snyder (3).
Eteliscus marshi n. sp. Jenkins.
94 IV. Pisces für 1904.
Cirrhitoidea n. g. (Oxyeirrhites Blkr.) bimaculatus n. sp. Jenkins.
Histiopterus spinifer n. sp. Gilchrist (1).
Krambergeria n.g. (Palimphyes) lanceolata n. sp. (foss.) Simioneseu (1).
Berycidae.
Myripistis sealei n.sp. Jenkins.
Holocentrum gladispinis n. sp. Fowler (5), gracilispinis n. sp. Fowler (5), poly-
nesiae n. sp. Fowler (5), thorntonensis n. sp. Fowler (5).
Sargocentron n. subg. (Holocentrum) leo Cuv. Fowler (5).
Flammeo chromopterus n. sp. Fowler (5). ’
Bradyurus n. g. (Beryeidae ?) für Symphodus szajnochae Zigno (foss.) Gill (6).
Anacanthini.
Gadidae.
Gadus pannonicus n. sp. (foss.) Koch (1).
Holargyreus affinis n. sp. Collett.
Urophyeis mystaceus n. sp. Mirando Ribeiro, latus n. sp. Mirando Ribeiro.
Macruridae.
Gadomus colletti n. sp. Jordan u. Starks (6).
Regania n. g. (Gadomus) nipponica n.sp. Jordan u. Starks (6).
Melanobranchus antordes n. sp. Jordan u. Starks (6).
Coryphaenoides awae n. sp. Jordan u. Starks (6). — C. garmani n. sp. Jordan
u. Starks (6), misakius n.sp. Jordan u. Starks (6).
Hymenocephalus striatissimus n. sp. Jordan u. Starks (6), papyraceus n. sp. Jor-
dan u. Starks, lethonemus n. sp. Jordan u. Starks (6).
Coelorhynchus anatirostris n. sp. Jordan u. Starks (6).
Nezumia n.g. (Macrurus) condylura n.sp. Jordan u. Starks (6).
Percesoces.
Stromateidae.
Stomatioides nozawae n. sp. Ishikawa.
Schedophilus heathii n. sp. Gilbert.
Sphyraenidae.
Sphyraena tome n.sp. Heller u. Snodgrass, idiastes n. sp. Heller u. Snodgrass.
Agriosphyraena n. subg. (Sphyraena) snodgrassi Jenk. Fowler (2).
Sphyraenodus hexagonalis n. sp. (foss.) Koch (I).
Mugilidae.
Liza alosoides n. sp. Fowler (2).
Oedalechilus n. subg. (Agonostoma) monticola Griff. Fowler (2).
Atherinidae.
Atherina sardinella n. sp. Fowler (1), evermanni n.sp. Fowler (I).
Atherinomorus n. subg. (Atherina) laticeps Poey. Fowler (1).
Ischnomembras n. g. (Atherina) gabunensis n. sp. Fowler (1).
Phoxargyrea n. g. (Medina) dayi n. sp. Fowler (1).
IV. Pisces für 1904, 95
Atherinopsis magdalenae n. sp. Fowler (1).
Chirostoma mezquital n. sp. Meek (5).
Scombresocidae.
Hemirhamphus saltator n. sp. Gilbert u. Starks.
Cypsilurus atrisignis n. sp. Jenkins.
Exonautes gilberti n. sp. Snyder.
Catosteomi.
Syngnathus cosmovicii n. sp. (foss.) Simoneseu (1).
Siphostoma brevicaudum n.sp. Meek (5).
Dorichthys fluviatilis n. sp. Dunker.
Fistularia corneta n. sp. Gilbert u. Starks.
Lampris immaculata n. sp. Gilehrist (1).
Haplomi.
Cyprinodontidae.
Haplochilus macrurus n.sp. Boulenger (8), schoeleri n.sp. Boulenger (9). —
H. chevalieri n. sp. Pellegrin (6), decorsei n. sp. Pellegrin (6).
Procatopus n. g. (Haplochilus) nototaenia n. sp. Boulenger (8).
Fundulus cubensis n. sp. Eigenmann (2).
Cynodonichthys n. g. (Fundulus) tenuis n. sp. Meek (5).
Glaridichthys falcatus n. sp. Eigenmann (2), torralbasi n. sp. Eigenmann (2).
Girardinus garmani n. sp. Eigenmann (2).
Toxus n.g. riddlei n. sp. Eigenmann (2).
Heterandria cubensis n. sp. Eigenmann (2).
Zoogoneticus maculatus n. sp. Regan (3).
Characodon geddesi n. sp. Regan (3). — C. multiradiatus n. sp. Meek (5).
Goodea whitei n.sp. Meek (5), toweri n.sp. Meek (5).
Platypoecilus variatus n. sp. Meek (5), nelsoni n. sp. Meek (5).
Poecilia latipunctata n. sp. Meek (5).
Pseudoxiphophorus pauciradiatus n. sp. Regan (3).
Orestias agassizii C. u. V. n.n. varr. inornata, typica, senechali, crequii Pelle-
grin (3), neveui n. sp. Pellegrin (3).
Gambusia fasciata n. sp. Meek (5), bonita n. sp. Meek (5).
Paragambusia n.g. (Gambusia) nicaraguensis Gthr. Meek (5).
Alepidosauridae.
Alepidosaurus aesculapius Bean = A. ferox Lowe Jordan u. Snyder (1).
Scopelidae.
Scopelus argenteus n. sp. Gilchrist (1).
Myctophum valdiviae n.sp., splendidum n. sp., luetkeni n. sp., mierops n. sp.,
elucens n.sp., fulgens n.sp., procerum n.sp., nigrescens n.sp., maäcro-
pterum n.sp., sämtlich Brauer (1).
Neoscopelus alcocki n. sp. Jordan u. Starks (6).
Diaphus watasei n. sp. Jordan u. Starks (6).
Notoscopelus ejectus n. sp. Waite (2).
96 IV. Pisces für 1904.
Dasyscopelus naufragus n. sp. Waite (2).
Centrobranchus n. g. (Rhinoscopelus) coruscans Fowl. Fowler (3).
Chlorophthalmus punctatus n. sp. Gilchrist (1). — C. albatrossis n. sp. Jordan
u. Starks (6).
Enchodontidae.
Ischirhiza antiqua Leidy (foss.) = Onchosaurus radicalis Gerv. Eastman (6).
Echidna obscura n. sp. Jenkins, psalion n. sp. Jenkins. — E. vincta n. sp.
Jenkins.
Gymnothorax chalazius n. sp. Waite (i). — G. leucosticus n. sp., gracilicauda
n.sp., thalassopterus n. sp., leucacme n.sp., ercodes n. sp., leihala n. sp.,
sämtlich Jenkins. — G. nuttingi n. sp. Snyder, berndti n. sp. Snyder, mu-
eifer n.sp. Snyder, xanthostomus n. sp. Snyder, waialuwae n. sp. Snyder.
Uropterigius leucurus n. sp. Snyder.
Muraenichthys nicholsae n. sp. Waite (2).
Moringua hawaiensis n. sp. Snyder.
Gastrostomus pacificus n. sp. Bean.
Congrellus bowersi n. sp. Jenkins.
Conger verrens n. sp. Snyder.
Anguilla vulgaris var. kieneri Ariola. — A. caeca n. sp. Smith, H. M. (2).
Sphagebranchus flavicaudus n. sp. Snyder.
Callechelys luteus n. sp. Snyder.
Brachysomophis henshawi n. sp. Jordan u. Snyder (3).
Microdonophis macgregori n. sp. Jenkins.
Ostariophysi.
Loricriidae.
Plecostomus latirostris n. sp. Regan (!), garmani n.sp. Regan (Il), pellegrini
n. sp. Regan (1).
Aneistrus annectens n. sp. Regan (1), guentheri n. sp. Regan (I).
Chaetostomus maculatus n.sp., marcapatae n.sp., brevis n.sp., marginatus
n.sp., thomsoni n.sp., sämtlich Regan (1).
Xenocara n.g. (Chaetostomus) latifrons Gthr., chagresi Eigenm., occidentalis
n.sp., brevipinnis n.sp., montana n.sp., sämtlich Regan (1). k
Otocinclus vittatus n. sp. Regan (I).
Loricaria nigricauda n. sp., steindachneri n. sp., microlepidogaster n. sp.,
punctata n.sp., macrops n.sp., simillima n.sp., laticeps n. sp., sämtlich
Regan (1).
Oxyloricaria guentheri n. sp., robusta n.sp., lyra n. sp. Regan (1).
Farlowella gracilis n. sp. Regan (1).
Arges orientalis n. sp., brachycephalus n.sp., festae n.sp., homodon n.sp.,
boulengeri n. sp., eigenmanni n,sp., vaillanti n.sp., chotae n.sp., mar-
moratus n.sp., fissidens n. sp., simonsii n. sp., sämtlich Regan (1).
Siluridae.
Clarias pulcher n. sp. Popta (2).
Silurus mento n. sp. Regan (2).
Silurichthys schneideri n. sp. Volz, indragirensis n. sp. Volz.
IV. Pisces für 1904. 97
Macrones bimaculatus n. sp. Volz. — M. howong n.sp., bongan n.sp., kajan
n.sp., fortis n. sp. Popta (2). — M. medianalis n. sp. Regan (2).
Pseudobagrus ornatus n. sp. Dunker.
Liocassis fuscus n. sp. Popta (2).
Neopangasius n. g. (Pseudopangasius) nieuwenhuisii n. sp. Popta (2).
Liobagrus nigricauda n. sp. Regan (2).
Fajumia n. g. schweinfurthi n. sp. (foss.) Stromer (2).
Socnopaea n.g. grandis n. sp. (foss.) Stromer (2).
Amiurus australis n. sp., mexicanus n. sp. Meek (5).
Amphilius atesuensis n. sp. Boulenger (8).
Acrochordonichthys obscurus n. sp., buettikoferi n. sp., varius n. sp. Popta (2).
Arius bonetti n. sp. (foss.) Priem (1).
Netrema mazatlana n. sp. Gilbert.
Galeichthys (?) eigenmanni n. sp., aguadulce n. sp. Meek (5).
Tachysurus steindachneri n. sp., evermanni n. sp. Gilbert u. Starks.
Synodontis resupinatus n. sp. Boulenger (3).
Chiloglanis modjensis n. sp. Boulenger (2), cameronensis n.sp., batesii n. sp.
Boulenger (2).
Bagarius nieuwenhuisii n. sp. Popta (2).
Glyptosternum laak n. sp., tiong n. sp. Popta (2).
Callomystax schmidti n. sp. Volz.
Cyprinidae.
Pantosteus lahonton n. sp. Rutter (2).
Carpioides mierostomus n. sp., elongatus n. sp., labiosus n. sp. Meek (5).
Dangila koedjem n.sp., rosea n.sp. Popta (2).
Östeochilus jentinki n.sp., vittatoides n.sp., kelaban n.sp., repang n.sp.,
bellus n. sp., sämtlich Popta (2).
Labeo neumanni n. sp. Boulenger (2). — L. chariensis n. sp. Pellegrin.
Tylognathus kajanensis n. sp., bo n.sp. Popta (2).
Discognathus blanfordi n.sp., makiensis n. sp. Boulenger (2).
Crossochilus oblongus C. u. V. n. var. nigroloba Popta (2). — C. pseudobagroides
n.sp. Duncker.
Paracrossochilus n. g. (Crossochilus) bicornis n. sp. Popta (2).
Barbus halei n. sp., soroides n. sp., pahangensis n. sp., lineatus n. sp., Dunker.
— B. grahami n.sp., yunnanensis n.sp. Regan (2). — B. linenllü n. sp.
Lönnberg (2). — B. erlangeri n. sp. Boulenger (2). — B. micronema n. sp.
Boulenger (6). — B. nummifer n.sp., macropristis n.sp., doggetti n. sp.
Boulenger (7). — B. ansorgii n. sp., walkeri n. sp. Boulenger (8). — B. eu-
taenia n.sp., holotaenia n.n. Boulenger (10).
Lueiocyprinus n. g. lang-soni n. sp. Vaillant (4).
Oreinus grahami n. sp. Regan (8).
Acanthogobio paitschevskii n. sp., oxyrhynchus n. sp. Nikolski.
Hemibarbus joiteni n.sp. Jordan u. Starks.
Pimephales anuli n. sp. Kendall.
Chasmistes chamberlaini n. sp. Rutter (2).
Agosia robusta n. sp. Rutter (2).
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. Il. H.1. (IV.) 7
98 IV. Pisces für 1904.
Notropis chalybaeus abbotti n. subsp. Fowler (6). — N. nazas n. sp. Meek (5),
forionensis n. sp. Meek (5).
Paranotropis n. subsp. (Notropis) luciodus Cope Fowler (%), pilsbryi n. sp. Fowler (%)
Leueiscus dorobae n. sp. Ishikawa. — L. carletoni n. sp. Kendall. — L. (Phoxi-
nellus) chaignoni n. sp. Vaillant (4). — L. warpachowskii n. sp. Schmidt (2).
Tinca vulgaris Cuv. n. var. cestelae Segre.
Rasbora vulgaris n.sp., maculata n.sp., dorsiocellata n.sp., heteromorpha
n. sp. Duncker.
Barilius polylepis n. sp. Regan (2). — B. andersoni n. sp. Regan (8).
Zacco mitsukurii n. sp. Ishikawa.
Neobola argentea n. sp. Pellegrin (4).
Hemiculter varpachovskiü n. sp. Nikolski.
Hemicultrella soldatori n. sp. Nikolski.
Pseudolaubuca (?) clupeoides n. sp. Dunker.
Nemachilus pleurotaenia n. sp., nigromaculatus n. sp. Regan (2). — N. selan-
goricus n. sp. Dunker.
Ussuria n. g. (Lepidocephalichthys) leptocephala n. sp. Nikolski.
Characinidae.
Alestes natalensis n. sp. Boulenger (10).
Hemigrammus compressus n. sp. Meek (5).
Eucynopotamus n.n. Fowler (4).
Neoborus quadrilineatus n. sp. Pellegrin (5).
Nannocharax dimidiatus n. sp. Pellegrin (5).
Malacopterygii.
Stomiatidae.
Chauliodus emmelas n. sp. Jordan u. Starks (6).
Polyipnus stereope n. sp. Jordan u. Starks (6).
Salmonidae.
Coregonus stanleyi n. sp. Nüsslin. — C. albula. Michailovski. — C. fera n. var.
tscholmugensis Dan. Michailovski.
Clupeidae.
Clupea sulinae n. sp. Antipa. — C. (Opisthonema) bulleri n. sp. Regan (3).
Alosa pontica Eichw. nn. varr. nigrescens, danubii, russac Antipa. — nord-
manni n. sp. Antipa.
Sardina dobrogica n. sp. Antipa.
Dorosoma anale n. sp. Meek (5).
Diplomystus marmorensis n. sp. (foss.) Woodward (2).
Copeichthys n. n. = Diplomystus Cope nec Blkr. Dollo.
Engraulis (Stolephorus) argentivittatus n. sp. Regan (3).
Lyrolepis n. g. caucasicus n. sp. (foss.) Romanowsky.
Mormyridae.
Marcusenius budgetti n. sp. Boulenger (3).
IV. Pisces für 1904. 99
Gnathonemus gilli n. sp. Boulenger (3). — G. lambouri n. sp. Pellegrin (8), friteli
n. sp., bruyerei n. sp. Pellegrin (8).
Mormyrus curvifrons n. sp. Pellegrin (8).
Hyperopisus tenuicauda n. sp. Pellegrin (8).
Ganoidei.
Huso n. g. (Acipenser) huso L. Berg.
Dipneusti.
Ceratodus priscus n. sp. (foss.) Fraas. — C. africanus n. sp. (foss.) Haug.
Crossopterygii.
Bothriolepis coloradensis n. sp. Eastman (5).
Holocephali.
Chimaera mitsukurii n. sp. Collett, (Bathyalopex) mirabilis n. sp. Collett.
Rhynchodus pertenius n. sp. Eastman (6).
Plagiestomi.
Carcharias azureus n. sp. Gilbert u. Starks. — C. insularum n. sp., nesiotus n. sp.
Snyder. — C. collata n. sp. (foss.), incidens n. sp. (foss.) Eastman (3).
Galeocerdo davisi n.n., triqueter n. sp. (foss.) Eastman (3).
Carcharodon humilis n. sp. (foss.) Koch (2).
Lamna macrota Ag. n. var. hungarica (foss.) Koch (2).
Odontaspis nasutus n. sp. Carlos de Braganea.
Pseudotriacis acrales n. sp. Jordan u. Snyder (1).
Sceylliium natalense n. sp. Regan (7).
Proseyllium n.g. habereri n. sp. Hilgendorf (1).
Pristiurus murinus n. sp. Collett. — P. eastmani n. sp. Jordan u. Snyder (1).
Ginglymostoma miqueli n. sp. (foss.) Priem (2).
Cestracion cainozicus n. sp. (foss.) Chapman u. Pritchard.
Cosmacanthus elegans n. sp. (foss.) Evans.
Asteracanthus ornatissimus Ag. (foss.) Riche.
Edestus triserratus n. sp. Newton.
Notidanus jenningsi n. sp. (foss.) Chapman u. Pritehard. — N. diffusidens n. sp.
(foss.) Koch (3).
Etmopterus princeps n. sp. Collett.
Acanthias geelongensis n. sp. (foss.) Chapman u. Pritschard.
Squatina occidentalis n. sp. (foss.) Eastman (3).
Trygon schmardae n. sp. Werner.
Raia agassizii nn. varr. picta, meta Miranda Ribeiro. — R. arctowskii n. sp. Dollo.
Myliobatis frangens n. sp. (foss.) Eastman (3).
Aetobatis biochei n. sp. (foss.) Priem (2).
Dasyatis hawaiensis n. sp., sciera n. sp. Jenkins.
x
100 IV. Pisces für 1904.
Cyelostomi.
Homea okinoseana n. sp. Dean (1).
Paramyxine n. g. atami n. sp. Dean (1).
Leptocardii.
Heteropleuron maldivense n. sp. Cooper. — H. agassizii n. sp. Parker (3). —
H. parvum n. sp. Parker (3).
Asymmetron orientale n. sp. Parker (3). — A. macricaudatum n. sp. Parker (3).
V. Übersicht der im Bericht genannten Arten.
Abramidopsis buggenhagii Bloch Luther.
Abramis Levadoux, Retzius, — leuckarti Vutskits (1).
Abyssicola macrochir Gthr. Jordan u. Starks (6).
Acanthias Borcea (3), Broman, Dohrn, Grynfeldt, Helbing, Moroff, Müller, Retzius,
— geelongensis n.sp. Chapman u. Pritehard, — vulgaris Borcea (7), Hesse,
Langelaan, Sabatier (1), Sterzi (3).
Acanthistius pietus Tschudi Pellegriu (10).
Acanthocaulos Gill (3).
Acanthuridae Boulenger (5).
Acanthogobio oxyrhynchus n. sp. Nikolski, — paitchevskii n. sp. Nikolski.
Acantholabrus Hernandez.
Acanthopsetta n. g., nadeshnyi n. sp. Schmidt (2).
Acanthopterygiı Boulenger (5).
Acanthorhodeus ionkinensis Vaill. Vaillant (1).
Acanthurus incipiens n. sp. Jenkins.
Acara geayi Pellegr. Pellegrin (2).
Achilognathus barbaratus Gthr. Regan (2).
Aecipenser Bluntsehli, Sargent (2), Sharp u. Fowler, — baeri Brandt Berg, —
brevirostris Le Sueur Berg, — glaber Fitz. u. Heck. Berg, — güldenstaedti
Brandt Berg, — kikuchii Jord. u. Snyd. Berg, — lemoinei Priem (1), —
medirostris Ayres Berg, — micadoi Hilgend. Berg, — naccari Bonap. Berg,
— rubicundus Le Sueur Berg, — ruthenus L. Berg, Marceau, Nicolas, —
sinensis Gray Berg, — stellatus Pall. Berg, — stenorhynchus Nicolsk. Berg,
— sturio L. Berg, Dizewina, Giacomini (2), Katuric, Priem (1), Sterzi (3),
— toliapicus Ag. Priem (1), — transmontanus Rich. Berg.
Acrochordonichthys obseurus n. sp. Popta (2), — buettikoferi n. sp. Popta (2).
Acrodus faleifer Wagn. Walter, — minimus Ag. Reynolds.
Acronuridae Bastman (8).
Acropomatidae Boulenger (5).
Aethophora perspieillata Og. Waite (2).
Aetobatis biochei n.sp. Priem (2), — giganteus Schafh. Stromer (1), — nari-
nari Euphras. Stromer (2), — irregularis Ag. Priem (1), — sp. Stromer (1).
Agnathidae Kemma (1).
Agonidae Boulenger (5).
Agonomalus jordani n. sp. Schmidt (2), — proboscidalis Val. Jordan u. Starks (3).
Agonus cataphractus L. Ehrenbaum.,
IV. Pisces für 1904. 101
Agosia robusta n.sp. Rutter (2).
Agriosphyraena n. subg. snodgrassi Jenk. Fowler (2), — barracuda Walb. Fowler (2).
Ainocottus n. g. ensiger n. sp. Jordan u. Starks (2).
Alaeops plinthus n.sp. Jordan u. Starks (6).
Alausa maculata C. u. V. Pellegrin (10).
Albula conorhynchus Ridewood (1).
Albulidae Boulenger (5).
Alburnus Lams, — alborella De Filippi Bizzozere, — erjaveci Vutskits (1), —
mento Vutskits (1).
Alcichthys alcicornis Herz. Jordan u. Starks (2).
Alectis ciliaris Bloch Jordan u. Snyder (3).
Alepidosauridae Boulenger (5).
Alepisaurus aesculapius Bean Jordan u. Snyder (1).
Alepocephalidae Boulenger (5).
Alepocephalus rostratus Albert de Monaco.
Alestes affinis Gthr. Boulenger (2), — macrolepidotus Cuv. Boulenger (2), —
natalensis n. sp. Boulenger (10).
Allogobius viridis n. sp. Waite (2).
Alopecias vulpes Gm. Pellegrin (10).
Alopias Grynfeldt, — vulpes Gmel. Meek (2), Jordan u. Snyder (3).
Alopidae Sharp u. Fowler.
Alosa nordmanni n.sp. Antippa. — pontica Eichw. nn. varr. danubii, nigrescens
russac Antippa.
Amblyopsidae Boulenger (5).
Amblyopsis Eigenmann (1).
Amblypterus Krotow.
Ameiurus nebulosus Fowier (7).
Amia Sargent (2), Walter, Wiedersheim (1), — calva Reighard (1), Sabatier (1).
Amiurus australis n. sp. Meek (5), — melas Raf. Large. — mexicanus n, sp. Meek (5),
— nebulosus Less. Smith u. Harron.
Ammocoetes Goette, Schaffer.
Ammoditoidi Gill (4).
Ammodytidae Boulenger (5).
Ammodytes lanceolatus Lesaux Ehrenbaum, — tobianus L. Ehrenbaum, Gill (4).
Ampbhidistiidae Boulenger (5).
Amphilius atesuensis n. sp. Boulenger (8).
Amphiprion snyderi n. sp. Ishikawa.
Amphipnoidae Boulenger (5).
Amphisilidae Boulenger (5).
Amphioxus Boveri (1, 2), Broman, Favaro, Herouard, Joseph (1, 2), Woodward (5),
Zarnik (1, 2).
Anabantidae Boulenger (5).
Anacanthini Boulenger (5).
Anarrhichas lupus L. Dethuyzen (1).
Anaspis Kemma (1).
Anchovia spinifera C. u. V., rostralis Gilb. u. Piers. Gilbert u. Starks.
Ancistrus annectens n. sp., guentheri, oligospilus Gthr., platycephalus Blgr., setosus
Blgr. sämtlich Regan (1).
102 IV. Pisces für 1904.
Ancylopsetta dentritica Gilb. Gilbert u. Starks.
Anguilla Bluntschli, Boulenger (5), Levadoux, Ricei, Sharp u. Fowler, Vire, —
australis KMershaw, — caeca Smith (1), — mauritiana Benn. Popta (1), —
sidat Blkr. Popta (1), — vulgaris Flem. Dekhuyzen (1), Marceau, Nordquist,
Selige (1), Sterzi (3), Popta (1), Quinton (1), — vulgaris var. varkieneri
Kaup Ariola.
Anisotremus scapularis Tschudi Pellegrin (10).
Anoplagonus inermis Gthr. Jordan u. Starks (3).
Antennarviidae Boulenger (5), Gill (6).
Antennarius commersoni Lacep. Jordan u. Snyder (4), — drombus n. sp. Jordan
u. Evermann (f). — duescus n. sp. Snyder, — laysanius n.sp. Jordan u.
Snyder (3), — marmoratus Less. Borsieri (1), — nexilis n.sp. Snyder, —
sandvicensis Bennet Jordan u. Snyder (3).
Anthias Supino (4), — duplicidentatus n. sp. Miranda Ribeiro, — fuscipinnis Jenk.
Jordan u. Snyder (3), — kellogi n. sp. Jordan u. Evermann (1), — squami-
pinnis Ptrs. Borsieri (1).
Antigonia rubescens Gthr. Jordan u. Starks (6).
Aphanopus carbo Albert de Monaco.
Aphoristia variegata Gilchr. Gilehrist (1).
Aphya pellueida Gill (7).
Apistus evolans n. sp. Jordan u. Starks{(1), — venenans n.sp. Jordan u. Starks (1).
Aplactis aspera Temm. Johnstone (1).
Aploactis aspera Rich. Jordan u. Starks (1).
Apoeryptes petersii Klunz. Borsieri (1).
Apodes Boulenger (5).
Apogon Supino (1), — aureus Lac£p. Borsieri (1), — wwritus Cuv. u. Val. Borsieri (1),
— bifasciatus Rupp. Borsieri (1), — evermanni n. sp. Jordan u. Snyder (4),
— erythrinus n. sp. Snyder, — menesemus n. sp. Jenkins, — queketti Gilchr.
Gilchrist (1).
Apogonichthys waikiki n.sp. Jordan u. Evermann (1).
Apomotis Richardson, — cyanellus Fowler (7).
Aprionodon Priem (2).
Argentinidae Mitchell.
Arges boulengeri n,sp., brachycephalus Gthr., chotae n.sp., eigenmanni n.Sp.,
festae Blgr., fissidens n.sp., guentheri Blgr., homodon n.sp., marmoratus
n. sp., orientalis Blgr., simonsii n.sp., vaillanlti n.sp. sämtlich Regan (1).
Aracana aculeata Houtt. Jordan u. Starks (6).
Aravas ariommus n. sp. Jordan u. Starks (6).
Arapaima gigas Cuv. Ferreira, Ridewood (1).
Archaeomaenidae Boulenger (5).
Archistes plumarius Jord. u. Gilb. Jordan u. Starks (2).
Archoplites interruptus Jordan (2).
Argyrocottus zanderi Herz. Jordan u. Starks (2).
Argyropelecus Brauer (2), — hemigymnus Cocco Holt u. Byrne.
Arioma lurida n. sp. Jordan u. Snyder (3).
Arius bonneti n. sp., dutemplei, egertoni Dixon, sämtlich Priem (1).
Arnoglossus macrolepis n. sp. Gilehrist (1).
Artediellus pacificus Gilb. Jordan u. Starks (2), — uneinatus Reinh. Jensen (?).
IV. Plsces für 1904. 103
Aspidonotus brunneolus n. sp. Jenkins.
Aspidophroroides bartoni Gilb. Jordan u. Starks (3).
Aspredinidae Boulenger (5).
Astatheros heterodontus Vaill. u. Pellegrin. Pellegrin (2).
Astatotilapia desfonteinesi Lacep. Pellegrin (2).
Astatoreochromis n. g. alluaudi n. sp. Pellegrin (2).
Asteracanthus cocaenicus Tate. Shapmann u. Pritehard, — ornatissimus Ag.
Riche, Walter.
Asterodermus platypterus Ag. Walter, — titanius v. Meyer Walter.
Asterolepidae Eastman (4), Jaekel (1), Regan (6).
Asterolepis asmusii Ag. Destinez.
Asteropteryx semipunctatus Rüpp. Jenkins.
Astronesthes Brauer (2).
Astronotus ocellatus Ag. zabra n. var., Pellegrin (2).
Asymmetron caudatum Will, macricaudatum n. sp., orientale n.'Ssp. sämtlich Parker
(3), — lucayanum Andr. Cooper, Parker (3), Punnet (1).
Atelaspis Kemma (1).
Ateleopus japonicus Schleg. Jordan u. Snyder (1), Jordan u. Starks (6).
Atherestes evermanni n. sp. Jordan u. Starks (6).
Atherina Boulenger (5), Fowler (1, 7), Sharp u. Fowler, — insularum n. Sp.
Jordan u. Evermann (1), — lacustris Bp. Fowler (1), — pinguis Lacep.
Borsieri (1), — sardinella n. sp. Fowler (1).
Atherinomorus n. subg. laticeps Poey Fowler (1).
Atherinopsis californiensis Gir. Fowler (1), — magdalenae n. sp. Fowler (1).
Auchenopterus mezxicanus n. sp. Giebert.
Aulopus japonicus Schleg. Jordan u. Starks (6).
Aulorhynchidae Boulenger (5).
Aulostomatidae Boulenger (5).
Aulostomus valentini Blkr. Jordan u. Snyder (3).
Auxis bisus Raf. Fowler (8).
Bagarius nieuwenhuisii n. sp. Popta (2).
Balistidae Boulenger (5), Scharp u. Fowler.
Balistes fuscolineatus Seale (%), — verres n. sp. Gilbert u. Starks.
Barbus Bluntschli, Levadoux, — ansorgii n. sp. Boulenger (8), — caninus Cuv.
u. Val. Bizzozero, — caudimaculata Gthr. Beulenger (#1), — doggetti n. sp.
Boulenger (7), — erlangeri n. sp. Boulenger (2), — eutaenia Gthr. Boulenger (11),
— fluviatilis Ag. Audige (2), Marceau, — grahami n.sp. Regan (2), — halei
n. sp. Dunker, — holotaenia n.n. Boulenger (11), — kessleri Gthr. Boulenger
(11), — kessleri Stdr. Boulenger (11), — lineatus n. sp. Dunker, — linnellii
n. sp. Lönnberg (2%), — macropristis n. sp. Boulenger (7), — maculatus C. u. V.
Dunker, — micronema n. sp. Boulenger (6, %), — nummifer n.sp. Boulenger (7),
— pahangensis n. sp. Dunker, — paludinosus Pet. Boulenger (2), — pelenyir
Vutskits (1), — plebejus Val. Bizzozero, — proctozyrson Blkr. Volz, — soroides
n.sp. Dunker, — vulgaris Herrmann, — walkeri n.sp. Boulenger (8), —
yunnanensis n. sp. Regan (2).
Barilius andersoni n. sp. Regan (8), — hainanensis Blgr. Regan (2), — loati Blgr.
Boulenger (2), — niloticus Joan. Boulenger (2), — polylepis n. sp. Regan (2),
— sardella Gthr, Pellegrin (4),
104 IV. Pisces für 1904.
Basilichthys regia Humb. u. Val. Fowler (1).
Bathyalopex mirabilis n. sp. Collett.
Bathylynchus Brauer (2).
Bathypteroides dubius Albert de Monaco.
Bathythrissa dorsalis Ridewood (1).
Batrachidae Boulenger (5).
Batrachoides boulengeri n. sp. Gilbert u. Starks.
Bdellostoma Broman Giacomini (1), Lubosch (2), — dombeyi Carlson, —
stouti Price.
Belone Hernandez, Sharp u. Fowler, — concila Ham. Buch. Vaillant (1), —
robustus Günth. Borsieri (1), — vulgaris Sterzi (3).
Bero elegans Stdr. Jordan u. Starks (2).
Berycidae Boulenger (5).
Beryx decadactylus Cuv. u. Val. Ariola, — splendens Lowe Starks (3).
Betta pugnax Cantor Waite (6).
Birkenia Memma (1).
Blennidae Boulenger (5), Hernandez.
Blennius hypenetes Klunz. Borsieri (1), — pholis L. Me Intosh.
Blepsias draciscus n. sp. Jerdan u. Starks (2).
Boreogadus saida Lepech. Jordan u. Starks (6).
Bothriolepis Traq. Jaekel (1), Patten (1), — canadensis Whit. Destinez, Eastman
(5), — coloradensis n.sp. Eastman (5), — major Ag. Eastman (5), Traquair.
Bothrocara zesta Jord. u. Fowl. Jordan u. Starks (6).
Boulengerochromis n. g. microlepis Blgr. Pellegrin (2).
Bovichthys roseo-pietus n. sp. Hutton (2).
Bowersia n. g., ulaula n. sp., violescens n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Brachyopsis rostratus Tiles., segaliensis Tiles. Jordan u. Starks (3).
Brachysomophis henshawi n. sp. Jordan u. Snyder (3).
Bradyurus n. g. szajnochae Zigno Gill (6).
Bramidae Boulenger (5).
Branchiostoma lanceolatum Pall. Pellegrin (9). — pelagicum Gthr. Cooper, Parker (3).
Brotula multicirrata Vaill. u. Sauv. Jordan u. Snyder (3), — townsendi Fowl. Jordan
u. Snyder (3).
Caesio coerulaurus Lacep. Borsieri (1).
Callanthias Lupino (1), — peloritanus Cocco Ariola.
Callechelys luteus n. sp. Snyder.
Callicanthus metoposophron n. sp. Jenkins, Jordan u. Snyder.
Callionymidae Boulenger (5).
Callionymus Hernandez.
Callionymus lunatus Schl. Jordan u. Starks (6), — flagris Jord. u. Fowl.
Jordan u. Starks (6), — phaeton Gthr. Ariola.
Callomystax schmidti n.sp. Volz.
Callorhynchus callorhynchus L., tritoris Garm., capensis Dum., milii Borg.,
smythii Benn. sämtlich Garman.
Calotomus ceyclurus n. sp. Jenkins, — snyderi n. sp. Jenkins.
Campodus Eastman (1).
Campostoma anomalum Fowler (%).
IV. Pisces für 1904. 105
Campyloprion Eastman (1).
Campsodon vorax Gthr. Jordan u. Starks (6).
Cantarus Hernandez.
Cantherines sandwichiensis Quoi. u. Gaim. Jerdan u. Snyder (3).
Caproidae Boulenger (5).
Caracanthus maculatus Gray Jenkins.
Carangidae Boulenger (5).
Carangoides ajax n.sp. Snyder, — crumenophthalmus Bloch. Borsieri (1).
Caranz fulvoguttatus Forsk. Bersieri (I), — primaevus n.sp. Eastman (2),
— petroclavae n.sp. Simionescu (1, 2).
Crangidae Sharp u. Fowler.
Carangus cheilio n.sp. Snyder, — elacate n.sp. Jordan u. Evermann (I), —
hippordes n. sp., politus n. sp., rhabdotus n. sp. Jenkins.
Carassiops compressus Krefft Waite (5), — galii Og. Waite (5).
Carassius auratus Bigelow, Suworoff, Vire, — vulgaris Jackson, Priem (2), Seligo (3).
Carcharias Grynieltt, Sharp u. Fowler, — azureus n.sp. Gilbert u. Starks, —
cerdale Gilb. Gilbert u. Starks, — collata n. sp. Eastman (3), — envieri Ag.
Eastman (2), — glaucus Borcea (7), — incidens n.sp. Eastman (3), — insularum
n. sp. Snyder, — nesiotus n. sp. Snyder, — phorcys n. sp. Jordan u. Evermann
(1), — velox Gilb. Gilbert u. Starks.
Carcharodon auriculatus Blainv. Priem (1), — humilis n.sp. Koch (2).
Carpiodes grayi Cope Fowler (%), — microstomus n. sp. Meek (5), — elongatus
n. sp. Meek (5), — labiosus n. sp. Meek (5).
Catosteomi Boulenger (5).
Catostomidae Mitchell.
Catostomus nigricans Fowler (%), — commersonii Lacep. Culberton, — conchos
Meek Meek (5), — sonorensis Meek Meek (5), — tahoensis Gill. u. Jord.
Rutter (2).
Caturus furcatus Ag. Walter.
Centrarchidae Boulenger (5), Fowler (7), Mitcheil.
Centrarchus occidentalis Meek Meek (5).
Centrescidae Boulenger (5).
Centridermichthys alcicornis Herz. Jordan u. Starks (2), — elegans Stdr. Jordan
u. Starks (2).
Centrina Grynfeltt, — salviani Borcea (5).
Üentrobranchus n. g. coruscans Fowl. Fowler (3).
Centrolophus Sharp u. Fowler, — maoricus D. Ogilb. Hutton (3).
Centrophorus Braus.
Centropomus argentatus n.sp., constantinus Jord. u. Ev., ensiferus Poey, mexi-
canus Bocourt, parallelus, undecimalis Bl. Regan (4).
Centroscyllium ritteri Jord. u. Fow. Jordan u. Starks (6).
Oentroscymnus Albert de Monaco.
Cephalaspis Bastman (7), Kemma (l), Patten (2), Regan (6).
Cephalacanthus orientalis Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (3, 4).
Cephalochordata Herdmann (1).
Cepolidae Boulenger (5).
Cerdale ionthas J. u. G. Gilbert u. Starks.
Ceratiidae Boulenger (5).
106 IV. Pisces für 1904.
Ceratocoltus dierans n. sp., namiyei n.sp. Jordan u. Starks (2).
Ceratodus Broman, Fürbringer (1, 2), Sabatier (2), — africanus n.sp. Haug, —
forsteri Bing u. Burckhardt, Bluntschli, Neumayer (1, %), — latissimus Ag.
Reynolds, — priscus n. sp. Fraas.
Cestracion cainozicus n.sp. Chapman u. Pritehard, — japonicus Dean (10), —
— philippi Sabatier (2).
Cetomimidae Boulenger (5).
Chaetodon corallicola n. sp. Snyder, — dizoni n. sp. Regan (5), — fremblii Bennet
Jordan u. Snyder (3), — larvatus Cuv. u. Val. Borsieri, — mertensii C.u.\V.
Regan (5), — miliaris Quoi u. Gaim. Jordan u. Snyder (3), nigrirostris Gilb.
Gilbert u. Starks (2), — quadrimaculatus Gray Jordan u. Snyder (3), — zan-
thurus Blkr. Regan (5).
Chaetodontidae Boulenger (5).
Chaetoessus erebi Bidewood (1)
Chaetostomus anomalus n. sp, brevis n.sp., maculatus n. sp., marcapatae n.SP«,
marginalus n. sp., microps Gthr., thomsii n.sp., sämtlich Regan (1).
Chaeturichthys hexaneus Blkr. Jordan u. Starks (6), — sctistius Jord. u. Snyd.
Jordan u. Starks (6).
Chalinura liocephala Gthr. Jordan u. Starks (6).
Chanos chanos Forsk. Jordan u. Snyder (4), — salmoneus Ridewood (1).
Chanodichthys affinis Vaill. Vaillant (1).
Chaotodon nippon Steind. u. Doed. Jordan u. Starks (6).
Characodon geddesi n. sp. Began (3), — multiradiatus n. sp. Meek (5).
Characinidae Boulenger (5), Fowler (4, %).
Chauliodus Brauer (2), — emelas n. sp. Jordan u. Starks (6), — sloani Bl. u. Schn.
Lo Bianco.
Chaunax Brauer (2%), — fimbriatus Hilg. Jordan u. Starks (6).
Chasmistes chamberlaini n. sp. Rutter (2).
Cheilinus radiatus Bloch. Borsieri (1), — trilobatus Lacep. Borsieri (1).
Cheilodactylus vittatus Garrett. Jordan u. Snyder (4).
Cheilodipterus lineatus Forsk. Borsieri (1).
Chrasmodontidae Boulenger (5).
Chilinus nigropinnatus n. sp. Seale (1).
Chiloglanis batesii n.sp., Boulenger (8), — brevibarbis Blgr. Boulenger (2), —
cameronensis n, sp. Boulenger (8), — deckenii Peters Boeulenger (2%), — niloticus
Blgr. Boulenger (%), — modjensis n. sp. Boulenger (2).
Chilodactylus vittatus n. sp. Jenkins.
Chimaera Dean (10), — affinis Capello Garman, — colliei Lay u. Bennett Dean
(4,5), Garman, — mirabilis n.sp. Collett, — mitsukurii n.sp. Dean (2),
Jordan u. Snyder (2%), — mitsukuri Jord. u. Snyd. Garman, — monstrosa L.
Garman, Hesse, Sabatier (1, 2), — ogilbyi Waite Garman, — phantasma
Jord. u. Snyd. Bean (2), Garman, Jordan u. Snyder (2), — purpurascens
Gilb. Jordan u. Snyder (1).
COhimaeroidae Dean (6), Jukes-Browne,
Chimaeropsis paradoxa Zitt. Walter,
Chirostoma mezquital n. sp. Meek (5).
Chirocentridae Boulenger (5).
Chirocentrus dorab Ridewood (1).
IV. Pisces für 1904. 107
Chirolophis galerita Walb. Ehrenbaum.
Chismopnea Raf. Garman.
Chirothrieidae Boulenger (5).
Chrysophrys Priem (1), — cincta Ag. Priem (2).
Cichlasoma eiyenmanni n. sp. Meek (5), — evermanni n. sp. Meek (5), — hendricki
n. sp. Meek (5), — guentheri Pell. Pellegrin (2), — spinosissimum Vaill. u. Pell.
n. var. immaculata Pellegrin (2).
Cichlidae Boulenger (5), Fowler (7).
Cichlops Gill (2).
Cichlosoma octofasciatus Reg. Regan (3).
Cinglymostoma miqueli n. sp. Priem (2).
Cirrhilabrus jordani n. sp. Snyder, — lijukiuensis n. sp. Ishikawa.
Cirrhitoidea bimaculata n.sp. Jenkins.
Clarias fuscus Lac&p. Vaillant (4), — laeviceps Gill Boulenger (4), — pulcher n. sp.
Popta (2), — robeechi Vineig. Boulenger (2).
Cleisthenes pinetorum n.sp. Jordan u. Starks (6).
Olevelandia ios J. u. C. Gilbert.
Clinus peruvianus C. u. V., philippi Stdr. Pellegrin (10).
Clupea Boulenger (5), Hernandez, Mitchell, Simioneseu (1), Sharp u. Fowler,
alata Wutskits (1), — bulleri n.sp. Regan (3), — cultiventris Nordm., deli-
catula Nordm. Antippa, — finta Ridewood (1), — harengus L. Cligny (1, 2),
Ehrenbaum, Punnet (1), Smith (3), — püchardus Baudouin, Fulton (2),
Landrieu, — pontica Eichw. Antippa, — quadrimaculata Rüpp. Borsieri (1),
— sulinae n.sp. Antippa, — sprattus Baudouin, Ehrenbaum u. Strodtmann,
Fulton (2).
Chlamydes laticeps n. sp. Jenkins.
Chlamydoselachus Fürbringer (1).
Chlorophthalmus albatrossis n. sp. Jordan u. Starks (6), — punctatus n. sp. Gil-
christ (1).
Chondropterygier Werner.
Chondrostoma Audige (2), Levadoux, — nasus Stg. Hesse.
Chromis atrilobatus Gilb. Gilbert u. Starks, — elaphrus n. sp. Jenkins.
Ohrysophrys Hernandez, — aurata Marceau.
Chrystallogobius nilssonii Gill (7).
Cobitis barbatula Jackson.
Ooccoderma bavaricum Reis, gigas Reis, nudum Reis, substriolatum Huxley,
suevicum Quenst., sämtlich Walter.
Coceosteidae Regan (6).
Coceosteus decipiens Sollas.
Ooelodus anomalus Choftat.
Coelolepidii Kemma (1).
Coelorhynchus japonicus Schl., kishinouyi Jord. u. Snyd., parallelus Gthr.,
anatirosiris n.Sp., tokiensis Stdr. u. Doed., sämtlich Jordan u. Starks (6).
Coilia nasus Ridewood (1).
Collybus n.g. drachme n. sp. Snyder.
Comephoridae Boulenger (5).
Comephorus baicalensis Dyb. Korotneff (1, 2), — dubowskiin. sp. Korotneff (1).
Conger vulgaris Cuv. Dekhuyzen (1), Eigenmann (3), Fulten (2), Popta (1), —
marginatus Val. Popta (1).
108 IV. Pisces für 1904.
Congrellus bowersi n. sp. 3enkins, — megastomus Gthr. Jordan u. Starks (6).
Congrogadidae Boulenger (5).
Congromuraena anago Schleg. Popta (1), — balearica Sterzi (3).
Copeichthys ».n. Deollo.
Coregonus Retzius, — albula Art. Michailovsky (1), — exiguus Klunz. Nüsslin,
Klunzinger, — fera var. tscholmugensis Dan. Michailovsky (1), — kennicotti
Jordan u. Gilb. Fewler (9), — macrophthalmus Nüssl. Nüsslin, Auerbach,
Kiunzinger, — nelsonii Bean Fowler (9), — omul Korotneff (1), — stanleyv
n.sp. Kendall, — williamsoni Girard Rutter (2).
Coryphaenidae Boulenger (5).
Coryphaenoides altipinnis Gthr., awae n. sp., garmani n. sp., misakius D. SP-s
sämtlich Jordan u. Starks (6).
Coryphopterus pflaumi Blkr. Jordan u. Starks (6).
Cosmacanthus elegans n. sp. Evans.
Cottidae Boulener (5), Sharp u. Fowler.
Cottiusculus R, g., gonez n. sp. Schmidt (2), Jordan u. Starks (2), — schmidti n. sp.
Jordan u. Starks (2, 6).
Cottunculus brephocephalus n. sp. Jordan u. Starks (2, 6), — macrocephalus n. Sp.
Gilchrist (1).
Cottus Supino (5), beldingii Eigenm. u. Eigenmann Rutter (2), — bubalis Euphr.
Ehrenbaum, — gobio L. Bizzozero, — kazika n.sp. Jordan u. Starks (2), —
nikolski Korotneff (1), — pollux Gthr. Jordan u. Starks (2), — quadricornis
Lönnberg (2), — quadricornis var. relicta Lil. Lönnberg (%), — scorpius L.
Ehrenbaum.
Crenicichla brasiliensis Bl. nn. varr. fasciata u. marmorata, C©. multispinosa
Pellegr., saxatilis n. var. albopunctata, Ü©. geayi Pellegr., vaillanti Pellegr.
Pellegrin (2).
Orenilabrus steinegeri n. sp. Eshikawa.
Cricodus agassizi M’Lohest Destinez.
Öromeriidae Boulenger (5).
Crossias n. g. allisi n.sp. Jordan u. Starks (2).
Crossochilus oblongus C.u.V. n. var. nigroloba Popta (2), — pseudobagrordes
n.sp. Dunker.
Chrosomus erythrogaster Fowler (%).
Crossopterygii Würbringer (1).
Crystallias matsushimae Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6), Schmidt (2).
Cyataspis Kemma (1), Patten (2).
Cyclogaster liparis L., lumpus L., montagni Donov. Ehrenbaum.
CUyelostomata Ballowitz (1), Morofi, Sterzi (2), Walter, Werner, Woodward (5).
Cyelothone Brauer (2%), — microdon Gthr. Lo Bianco.
Cyclopteridae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Cyclopterus Helbing.
Cynodonichthys tenuwis n.sp. Meek (5).
Cynoglossus Johnstone (1), — attenuatus n. sp., brachycephalus n. sp. Gilchrist (1).
Cyttosoma n.g. boops n. sp. Gilchrist (1).
Cyphosidae Boulenger (5).
Cyprinidae Boulenger (5), Fowler (%).
C'yprinodon Boulenger (8), — dispar Rüpp. Borsieri (1).
IV. Pisces für 1904. 109
O'yprinodontidae Boulenger (5).
COyprinus carpio Colb, Leonhardt, Levadoux, Moser, Roques, Walter (1, 2, 4),
— carpio L. Dekhuyzen (1), Marceau, Regan (2), Suworofi, Roule (2), —
nasus Roule (2).
Cypsilurus atrisignis n.sp., sinus C.u.V. Jenkins.
C'yrodraco antarcticus Dollo.
Otenacanthus sp. Destinez.
Ctenodus flabelliformis Newb., marginalis Agz., nelsoni Newb., murchisoni
Pander, radiatus Newb. BDestinez.
Ctenogobius tortugae n. sp. Jordan (1).
Ctenophorus Albert de Monaco.
Ctenothrissidae Boulenger (5).
Dactylopteridae Boulenger (5).
Dactylostomias Brauer (2).
Dallia pectoralis Starks (2).
Daliidae Boulenger (5).
Dangila koedjem n. sp. Popta (2).
Daruma n.g. sagamia n.sp. Jordan u. Starks (2, 6).
Dascyllus aruanus Cuv. u. Val., cyanurus Rüpp., marginatus Rüpp. Borsieri (1).
Dasyatis hawaiensis n.Sp., sciera n. sp. Jenkins.
Dasyscopelus naufragus n. sp. Waite (2).
Decapterus canonoides n. sp. Jenkins.
Decterias pusilus Schleg. Jordan u. Starks (1).
Dendrochirus chloreus n.sp. Jenkins, Jordan u. Snyder (4), — barberi Stdr.
Jordan u. Snyder (4), — hudsoni n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Dendroelus biarti Lohest Destinez, — traquairi Lohest Destinez, — sigmoides
Agz. et Pand. Destinez.
Dercetidae Boulenger (5).
Dexistes rikuzenius n. sp. Jordan u. Starks (6).
Diacranodus texensis Broili.
Diaphus neatasei n.sp. Jordan u. Starks (6).
Didymodus compressus Cope Broili.
Dinematichthys longifilis Og. Waite (2).
Dinichthys terreli Newb. Destinez, — tuberculatus Newb. Destinez.
Diodon erinaceus Ag. Bastman (2). — nudifrons n. sp. Jenkins.
Diedontidae Boulenger (5).
Diplocrepis costatus Ag. Waite (2).
Diplomystus Cope nee Blkr. Dollo, — marmorensis n. sp. Woodward (2).
Diplophos Brauer (2).
Dipneustes Fürbringer (1), Sabatier (2).
Dipnoi Bing u. Burekhardt, Goodrich, Walter, Werner, Wiedersheim (1, 2).
Discocephali Boulenger (5).
Discognathus makiensis n. sp. Boulenger (2).
Dolloa longifilis Gthr. Jordan u. Starks (6).
Dolopichthys Brauer (2).
Dorichthys boaja Blkr. Dunker, — fluviatilis n. sp. Dunker.
Dorosoma anale n. sp. Meek (5).
Doydixodon laevifrons Tschudi Pellegrin (10).
110 IV. Pisces für 1904.
Draconetta acathopoma n.sp. Regan (9), — xenica Jord. u. Fowl. Jordan u.
Starks (6).
Draciscus sachi Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (3).
Drepanaspis Eastman (7), Kemma (1).
Drepanidae Boulenger (5).
Drepanopseita platessoides Fabr. Petersen.
Dussumieria acuta Ridewood (1).
Ebosia n. g. bleekeri Stdr. u. Doed. Jordan u. Starks (1).
Echenoididae Boulenger (5).
Echelynassa bleekeri Kaup. Jordan u. Snyder (3).
Echeneis naucratus L. Borsieri (1).
Echidna vincta n. sp. Jenkins, — obscura n. sp. Jenkins, — psalion n. sp. Jenkins,
— zonophaea n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Echineidae Sharp u. Fowler.
Echinorhinus spinosus Albert de Monaco.
Edestus Eastman (1), — minor Newton, — triserratus n. sp. Newton,
Elactinus oceanops n. sp. Jordan (1).
Elaphichthys elongatus Stdr. Jordan u. Starks (2).
Elasmobranchii Borcea (1, 2, 3), Giacomini (2), Jukes-Browne, Sterzi (3).
Eleotris prasinus Klunz. Borsieri (1), — cyanostigma Blkr. Borsieri (1), — perio-
phthalmus Blkr. Borsieri (1), — miniatus n. sp. Geale (1), — sandwichensis
Vail. u. Sauv. Jenkins.
Elopidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Elops saurus Ridewood (1).
Embiotocidae Boulenger (5).
Emblemaria oculocirrus Jordan Rutter (3).
Embolichthys mitsukurii Jord. Gill (4).
Enchodontidae Boulenger (5).
Engraulis argentivittatus n.sp. Regan (3), — encrasicholus Ridewood (1).
Engyprosopon arenicola n.sp. Jordan u. Evermann (1), — hawaiiensis n.sp. Jordan
u. Evermann (1), — öjimae n. sp. Jordan u. Starks (6).
Enophrys claviger Cuv. u. Val. Jordan u. Starks (2).
Enypnias oligolepis n. sp. Jenkins, — seminudus Gthr. Gilbert u. Starks.
Eomyrus ventralis Ag. Simioneseu (1, 2).
Epinephelus Supino (1), — alexandrinus C. u. V. Filippo, — hemisticticus Rüpp.
Borsieri (1), — summana Forsk. Borsieri (1), — stoliczkae Day. Borsieri (1),
— quernus n. sp. Seale (2), Jenkins.
Eques viola Gilb. Gilbert u. Starks.
Eretmophorus kleinenbergi Gigl. Ariola.
Ericteis kalisherae n. sp. Jordan (1).
Erisphex n. g. pottii n. sp. Jordan u. Starks (1), — kagoshimensis Ish. Jordan u.
Starks (1), — potti Stdr. Jordan u. Starks (6).
Ereunias grallator Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (2).
Ernogrammus storoshi n. sp. Schmidt (2).
Erosa n. g. erosa Langsd. Jordan u. Starks (1).
Erythrichthys leucogrammieus Blkr. Johnstone (1).
Esocidae Boulenger (5).
Esox Boehm, Broman, Kamon, — lucius Fuhrmann (2), Marceau, Sterzi (3).
IV. Pisces für 1904. 111
Btelis evurus n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Eteliscus marshi n.sp. Jenkins.
Etheostoma whipplii Fowler (%).
Etmopterus princeps n.s. Collett, — E. pusillus Löwe Carlos de Braganza, —
spinax L. Carlos de Braganza.
Eucynopotamus n.n. Eigenm. nec Fowler Fowler (4).
Eueinostomus meeki n.sp. Eigenmann (2).
Eugnathus macrodon Wagn. Walter.
Eulophias tanneri Smith Jordan u. Starks (6).
Eumicrotremus brashnikowi n.sp. Schmidt (2), — pacificus n.sp. Schmidt (2).
Eupomotis Richardson.
Eusemius beatae Vetter Walter.
Evermannia panamensis n.sp. Gilbert u. Starks.
Eviota ephiphanes n. sp. Jenkins.
Exocoetus Swaen u. Brachet.
Exonautes giberti n. sp. Snyder.
Farlowella gladiolus Gthr. Regan (1), — F. gracilis n. sp. Regan (1).
Fajumia n. g. schweinfurthi n. sp. Stromer (2).
Fierasferidae Boulenger (5), Bykowski u. Nusbaum.
Fierasfer acus Brunn. Lo Bianco, — dentatus Cuv. Fulton (1), — umbratilis
n.sp. Jordan u. Evermann (1), Jordan u. Snyder (3).
Fistulariidae Boulenger (5).
Fistularia corneta n. sp. Gilbert u. Starks.
Flammeo chromopterus n. sp. Fowler (5), — scythrops n. sp. Jordan u. Ever-
mann (1).
Fowleria n. g. aurita Jordan u. Evermann (1), — brachygrammus n. sp. Jenkins.
Fundulus Lyon, — cubensis n. sp. Eigenmann (2), — majalis Long, — heteroclitus
Carlton, Long, Moenkhaus, Parker (1).
Furcina ishikawae n. sp., — osimae n. sp. Jordan u. Starks (2).
Gadidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler, Thomson.
Gadomus colletti n. sp. Jordan u. Starks (6).
Gadus Meyer, Rump u. Lehners, — merlangus L. Dekhuyzen (1), — morrhua L.
Dekhuyzen (1), Ehrenbaum, Schneider (I), — pannonicus n.sp. Koch (1),
— vireus L. Dekhuyzen (1).
Galaxiidae Boulenger (5), Dollo.
Galeichthys aquaducle n. sp. Meek (5), — eigenmanni n. sp. Gilbert u. Starks, —
xenauchen Gilb. Gilbert u. Starks.
Galeocerdo clavisi n.n. Chapman u. Pritehard. — figrinus Müll. Jordan u. Snyder (3),
— triqueder n. sp. Eastman (3).
Galeodon schlemmeri n.sp. Jordan u. Snyder (3).
Galeorhinidae Sharp u. Towler.
Galeus Borcea (3), Dohrn, Grynieltt, Priem (2), — canis Rond. Borcea (7), Ca-
valie (1), Drzewina (3), — dorsalis Gill. Pellegrin (10).
Gambusia affinis Fowler (7), — bonita n. sp. Meek (5), — fasciata n. sp. Meek (5),
— nicaraguensis Gthr. Meek (5).
Ganoidei Giacomini (1), Jukes-Browne, Sargent (1), Werner, Wiedersheim (1, 2).
Garmannia paradoxa Gthr. Gilbert u. Starks.
Gasterosteidae Boulenger (5).
112 IV. Pisces für 1904.
Gasterosteus Möser, — archaeus Cope Fowler (1), — aculeatus L. Borcea (6),
Ehrenbaum, Schneider (3), — aculeatus var. leiurus C. u. V. Borcea (6), —
aculeatus var. trachurus Borcea (6), Schneider (3), — pungitius Jackson,
— spinachia L. Ehrenbaum.
Gastrostomus pacificus n. sp. Bean.
Genostoma microdora Gthr. Holt u. Byrne.
Genypterus blacodes Forst Pellegrin (10).
Geophagus camopiensis Pellegr. Peilegrin (2).
Gerlachea australis Dollo.
Germo alatunga Gmelin Fowler (8), — germon Lacep. Fowler (8).
Gerridae Boulenger (5).
Gigantactinidae Boulenger (5).
Gigantactis Brauer (2).
Girardinus caudimaculatus Hens. Philippi, — garmani n.sp. Eigenmann (2).
Glaridichthys candimaculatus Hens. Philippi, — falcatus n.sp. Eigenmann (2),
— torralbasi n.sp. Eigenmann (2).
Glyphinodon coelestinus Cav. u. Val. Borsieri (1), — latifrons Tschudi Pellegrin (10),
— polyacanthus Og. Waite (2).
Glyphisodon sindonis n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Glyptolaemus kinnairdi Huxley Destinez, — benedeni M’Lohest Destinez, — multi-
striatus M’Lohest Destinez, — rachans Lohest Destinez.
Glyptosternum laak n. sp. Popta (2), — tiong n. sp. Popta (2).
Gnathagnus innotabilis n. sp. Waite (4).
Gnatholepis knighti n. sp. Jordan u. Evermann (1), — thompsoni n. sp. Jordan (1).
Gnathonemus bruyerei n.sp. Pellegrin (8), — cyprinoides L. Boulenger (3), —
gili n.sp. Boulenger (3), — greshoffi Schilth. Boulenger (3), — lambouri
n. sp. Pellegrin (8), — mento Blgr. Boulenger (3), — montieri Gthr. Bou-
lenger (3), — ussheri Gthr. Boulenger (3).
Gnathostomus Ridewood (2).
Gobiesocidae Boulenger (5).
Gobiidae Boulenger (5).
Gobiiformes Boulenger (5).
Gobio Levadoux, — fluviatilis Jackson, Marceau, wranoscopus WVutskits (1).
Gobiodon rivulatus Rüpp. Borsieri (1).
Gobionellus lonchotus n. sp. Jenkins, — microdon Glb. Gilbert u. Starks.
Gobiopterus farcimen n.sp. Jordan u. Evermann (1).
Gobius aeolosoma Og. Waite (2), — albopunctatus Cuv. u. Val. Borsieri (I), —
claytoni Meek Meek (5), — coeruleopunctatus Rüpp. Borsieri (1), — deltoides
n.sp. Seale (1), — echinocephalus Rüpp. Borsieri (1), — elongatus n. sp.
Simioneseu (1,2), — knerii Stdr. Borsieri (2), — marmoratus Vutskits (1),
— microps Schneider (1), — minutus Borcea (6), — nebulopunctatus Cuv.
u. Val. , ornatus Rüpp. Borsieri (1), — parvus Meek Meek (5), — steindachneri
Kolomb. Borsieri (2).
Gomphosus pacificus n. sp. Seale (1).
Gonorhynchidae Boulenger (5).
Gonorhynchus abbreviatus Schleg. Jordan u. Snyder (1), — greyi Rich. Waite (2).
Gonostoma Brauer (2), — denudatum Lo Bianco.
Goodea luitpoldii Stdr., toweri n.sp. Meek (5).
IV. Pisces für 1904. 113
Goodella hypozona Og. Waite (2).
Guentheridea n.g. formosus Gthr. Gilbert u. Starks.
Gymnachirus zebrinus n.sp. Miranda Ribeiro.
Gymnarchus Ridewood (2), — niloticus Ridewood (1).
Gymnocınthus herzensteini n.sp., pestilliger Pali., wntermedius Schlegel Jordan
u. Starks (2).
G'ymnodontes Boulenger (5).
Gymmotidae Boulenger (5).
Gymnothorax berndti n.sp. Snyder, — ercodes n.sp. Jenkins, — goldsboroughi
n.sp. Jordan u. Evermann (1), — gracilicauda n.sp. Jenkins, — hilonis
n.sp. Jordan u. Evermann (}), — laysanus Stdr. Jordan u. Snyder (3), —
leucacme n. sp. Jenkins, — leucostictus n. sp. Jenkins, — leihala n. sp. Jenkins,
— mucifer a. sp., nultingi n.sp. Snyder, — steindachneri n.sp. Jordan u.
Evermann (1), Jordan u. Snyder (3), — thalassopterus n. sp. Jenkins, Jordan
u. Snyder (3), — vinolentus n.sp. Jordan u. Evermann (1), — waialuwae n. SP,
zanthostomus n. sp. Snyder.
Gyracanthides Woodward (4).
Gyrolepis alberti Ag. Reynolds.
Hadropareia n.g. middeldorfii n.sp. Schmidt (2).
Halichoeres macgregori n. sp. Gilbert u. Starks, — nigropunctatus n. sp. Seale (1).
Halicmetus Brauer (2).
Halocomorphi Walter.
Helosauridae Boulenger (5).
Haplochilus antinorii Vineig. Boulenger (2, 9), — bifasciatus Stdr. Bouleuger (9),
— chevalieri n. sp., decorsei n. sp. Pellegrin (6), — loati Blgr., marni Stdr.
Boulenger (9), — macrurus n. sp. Boulenger (8), — schoelleri n. sp. Boulenger
(9).
Haplochitonidae Bouienger (5).
Haplodactylidae Boulenger (5).
Haplodactylus etheridgii Og. Waite (2), — punctatus C. u. V. Pellegrin (10).
Haplomi Boulenger (5). Starks (2).
Harrioita pacifica Garm. Dean (3), — raleighana Goode u. Bean Garman.
Hazeus knighti n. sp. Sordan u. Evermann (1).
Helicolenus dactylopterus De la Roche Jordan u. Starks (1, 6), — emblemarius
n. sp. Jordan u. Starks (1).
Helicoprion Eastman (1), Newton.
Helodus sp. Destinez.
Hemerocoetus acanthorhynchus Gill (4).
Hemibarbus barbus Abbott, — joiteni n. sp. Jordan u. Starks (5).
Hemibranchii Boulenger (5).
Hemicaranz zelotes Gilb. Gilbert u. Starks.
Hemichromis fasciatus Peters Lönnberg (2).
Hemigrammus compressus n. sp. Meek (5).
Hemilepidotus güberti n. sp. Jordan u. Starks (2).
Hemipteronotus baldwini n.sp. Jordan u. Evermann (1), — jenkinsi n. sp. Snyder.
Hemirhamphus flwviatilis Blkr. Dunker, — gamberur Rüpp. Bersieri (I), — moc-
quardianus Thomin Vaillant (1), — saltator n. sp. Gilbert u. Starks.
Hemitrepterus nipponieus n, sp. Eshikawa, — villosus Pall. Jordan u. Starks {2, 6).
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 8
114 IV. Pisces für 1904.
Hemicultrella soldatovi n. sp. Nikolski.
Hemiculter varpachovskii n. sp. Nikolski.
Heptanchus Braus, Dohrn.
Heros callolepis n.sp. Regan (3), — cyanoguttatus Fowler (%), — heterodontus
Vaill. u. Pell., multispinosus Gthr. Peilegrin (%), — nigricans n. sp. Eigen-
mann (2), — oblongus Gthr. Pellegrin (2), — octofasciatus Reg. Regan (3),
— tetracanthus C. u. V., tetracanthus cinctus n. subsp., tetracanthus griseus
n. subsp., Zetracanthus terralbası n.subsp. Eigenmann (2).
Heterandria cubensis n. sp. Eigenmann (2).
Heterognathodon doederleinii n. sp. Ishikawa.
Heterolepidotus sp. Walter.
Heteromi Boulenger (5).
Heteropleuron agassizii n. sp. — bassanum Gthr., cingalense Kirk., cultellum Peters,
hectori Benh., Parker (3), — maldivense n. sp. Cooper, Parker (3), Punnet
(1), — parvum n. sp. Parker (3).
Heterostraci Kemma (1), Regan (6).
Heterostrophus latus Wagn. Walter.
Heterotilapia multispinosus Gthr. Pellegrin (2).
Heterotis niloticus Ridewood (1).
Hexagrammidae Boulenger (5).
Hexanchus Grynfeltt.
Hippocampus Fröhlich, — comes Kaup. Vaillant(1), — fisheri n.sp., hilonis
n.sp. Jordan u. Evermann (1), — guttulatus Marceau, — sindonis Jord. u.
Snyd. Jordan u. Starks (6).
Hippoglossus vulgaris Flem. Dekhuyzen (1), Holt u. Byrne, — stenolepis n. Sp.
Schmidt (2).
Hippoglossoides dubius n. sp., herzenstenii n. sp. Schmidt (2).
Histiocephalus Zigno nec Diesing, bassani Eastman (2).
Histiocottus bilobus Cuv. u. Val. Jordan u. Starks (2).
Histionotophorus n. n. Eastman (2), — bassani Zigno Gill (6).
Histionotus oberndorfi Wagn. Walter.
Histiophoridae Boulenger (5).
Histiopterus spinifer n. sp. Gilchrist (1).
Holacanthus asfur Forsk. Borsieri (1), — bishopi n. sp. Seale (1), — fisheri n. sp.
Snyder, — marianus n. sp. Snyder Seale (1).
Holargyreus affinis n. sp. Collett.
Holocenthridae Fowler (5).
Holocentrum Supino (2, 5), — longipinne C. u. V., osculum Pocy, s030 Bl.
Regan (4).
Holocentrus alboruber Fowler (5), — ascensionis Osb. Fowler (5), — Starks (3),
— ensifer u. sp. Jordan u. Evermann (1), Fowler (5), — gladispinis n. SP.
Fowler (5), — gracilispinis n. sp. Fowler (5), — polynesiae n. sp. Fowler (5),
siccifer Cope, thorntonensis n. sp. Fowler (5), — zantherythrus n. sp. Jordan
u. Evermann (1), — wantherythrus Fowler (5).
Holocephali Fürbringer (1), Goodrich, Sabatier (2).
Holoptychius dewalquei Lohest., flemingii Agassiz Destinez, — giganteus Ag.
Eastman (5), Destinez, — inflexus Lohest., nobilissimus Agz. Destinez,
— tuberculatus Newb. Eastman (5).
IV. Pisces für 1904. 115
Holostei Regan (6).
Holosteus esocinus Ag. Eastman (2).
Homea burgeri Gir., eirrhata Sch., okinoseana n.sp., polytrema Gir., stouti
Lockington, sämtlich Dean (1).
Homesthes caulopus Gilb. Gilbert u. Starks.
Hoplichthyidae Boulenger (5).
Hoplichthys langsdorfi Cuv. u. Val. Jordan u. Starks (6).
Hoplognathidae Boulenger (5).
Hoplognathus insignis Kner. Pellegrin (2, 10).
Hoplostethus Supino (2, 5), — japonicus Hilgend. Starks (3), — mediterraneus
Cuv. u. Val. Jordan u. Starks (6).
Howella brodiei Og. Waite (2).
Hybodus cloacinus Quenst., minor Ag. Reynolds.
Hydrocion forskalii Cuv. Boulenger (2).
H ymenocephalus striatissimus n. sp., papyraceus n. Sp., lethonemus n. sp., sämtlich
Jordan u. Starks (6).
Hyodontidae Boulenger (5).
Hyodon alosoides Ridewood (1, 2).
Hyperopisus Ridewood (2), — tenuwicauda n. sp. Pellegrin (8).
Hyperoplus lanceolatus Gill (4).
Hyperotreta Dean (1).
Hypoptopoma quentheri Blgr. Regan (1).
Hypostomides Boulenger (5).
Hypsagonus quadricornis Cuv. u. Val. Jordan u. Starks (3).
Hyvsicometes heterurus n. sp. Miranda Ribeiro.
Hypsirhynchus hepaticus Face. Ariola.
Hypsoblennius piersoni n. sp. Gilbert u. Starks (1).
Huso dauricus Georgi Berg, — huso Berg.
Icelus spiniger Gilb. Jordan u. Starks (2).
Ichthyococcus Brauer (2).
Tcosteidae Boulenger (5).
Ictalurus punctatus Fowler (%).
Idiacanthus Brauer (2).
Idus melanotus Jackson.
Inimicus n.g. japonicus C.u.V. — aurantiacus Schleg. Jordan u. Starks (1).
Iracundus signifer n.sp. Jordan u. Evermann (2), Jordan u. Snyder (4).
Isacia conceptionis C. u. V. Pellegrin (10).
Ischnomembras n. g. gabunensis n. sp. Fowler (1).
Ischyodus avita v. Meyer, schuebleri Quenst., suevicus Phil., quenstedti Wagn.
Walter.
Ischyrhiza antiqua Leidy Bastman (6).
Isopholis brevivelis Wagn., latimanus Wagn., münsteri Ag. Walter.
Isuropsis glauca Müll. u. Henle Jordan u. Snyder (1).
Istiophorus nigricans Lacep. Fowler (8).
Jugularis Boulenger (5).
Julis duperreyi Q. u. G. Jenkins, — musume n.sp. Jordan u. Snyder (1), — pavo
Hasselq. Ariola, — punctatus n. sp. Seale (1), — furcica Risso Koiombatovie.
gr
116 IV. Pisces für 1904.
Kneriidae Boulenger (5).
Krambergeria lanceolata n. sp. Simioneseu (1, 2).
Krefftius adspersus Cast., australis Krefft., coxti Krefft Waite (5).
Krusensterniella notabilis n. sp. Schmidt (2).
Kuhlia marginata C. u. V. Ishikawa.
Kurtidae Boulenger (5).
Kurtiformes Boulenger 5).
Labeo blanfordi n.sp., ceylindricus Peters, neumanni n.sp., dembeensis Rüpp.,
johnstonii Blgr., quadrimaculatus Rüpp., vinciquerrae Bler. Boulenger (2).
Labidesthes sicculus Fowler (%).
Labracinus Schleg. Gill (2).
Labrax Supino (1), sp. Simioneseu (1), — lupus Faseiola.
Labridae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Labroden multidens Münst. Priem (2).
Labrus Hernandez, — bergylta Ascan., miztus L. Dekhuyzen (1).
Lactariidae Boulenger (5).
Lactaria galeodon n. sp. Jenkins, — schlemmeri n. sp. Jordan u. Snyder (3).
Laemargidae Helbing.
Laemargus borealis, rostratus Helbing.
Laemonemodes compressicauda Gilchr. Gilchrist (1).
Lagocephalus ocearicus n.sp. Jordan u. Evermann (1).
Lamna cornubica Meek (2), Sharp u. Fowler, Vaillant (2), — macrota Ag. Priem (1),
— macrota n. var. hungarica Koch (2).
Lammodus minor Lohest. Destinez.
Lampreia spadicea Bean Meek (5).
Lampris immaculata n. sp. Gilehrist (1), — Zuna L. Ariola.
Lamprididae Boulenger (5).
Lamprologus elongatus Pellegr. mocquardi Pellegr., Pellegrin (2).
Larimus effulgens n. sp. Gilbert u. Starks.
Lasanius Kemma (1).
Lates pliocaenus n. sp. Koch (1).
Latilus jugularis C. u. V. Pellegrin (10).
Latriidae Boulenger (5).
Lemnisomna serpens Cuv. Fowler (8).
Lepadochthys frenatus n. sp. Waite (2).
Lepadogaster bimaculatus Penn. Guitel, — microcephalus Brook Guitel.
Lepidiolamprologus elongatus Pellegr. Pellegrin (2).
Lepidocephalichthys Nikolski.
Lepidoplois strophodes n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Lepidopus caudatus Euphr. Fowler (8), Lo Bianco.
Lepidorhinus foliaceus Gthr. Jordan u. Snyder (1).
Lepidosiren Fürbringer (1), Sabatier (2). — paradoxa Kerr, Schulz.
Lepidosteus Broman, Goodrich, Sargent (2), Wiedersheim (1).
Lepidotrigla guentheri Hilgd., abysalis n.sp., microphora Gthr., japonica Blkr.
Jordan u. Starks (6).
Lepidotus armatus Wagn., decoratus Wagn., gigas Ag., intermedius Wagn.,
maximus Wagn., notopterus Wagn., oblongus Ag., pustulosus Wag., sub-
oratus Wag., unguiculatus Ag. Walter.
IV. Pisces für 1904. 117
Lepomis Richardson, — megalotis Fowler (%).
Lepidopus Supino (3, 5).
Lepophidium fluminense n. sp. Miranda Ribeiro.
Leptocardii Walter.
Leptocephalus Eigenmann (3), — brevirostris Lo Bianco.
Leptoderma macrurus Albert de Monaco.
Leptolepidae Boulenger (5).
Leptolepis macrolepidotus, knorri Ag. polyspondylus Ag., sprattiformis Ag.
Walter.
Leptoscopidae Boulenger (5).
Lethrinus variegatus Cuv. u. Val. Borsieri (1).
Leucaspius delineatus Vatskits (1, 2).
Leueiscus Chiarini, Levadoux, Swaen u. Brachet, — carletoni n. sp. Kendall, —
chaignoni n. sp. Vaillant (3), — dorobae n. sp. Ishikawa, — egregius Girard
Rutter (2), — erythrophthalmus L. x L. aula Bp., erythrophthalmus L.
x L. muticillus Bp. Belotti, Segre — rutilus Marceau, — warpachowskiti
n. sp. Schmidt (2).
Leucopsarion petersii Hilg. Kitahara (1).
Libys polypterus Münst., superbus Münst. Walter.
Limanda herzensteini Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6), — schrenki n. sp.
Schmidt (2).
Limnichthys fasciatus n. sp. Waite (%, 4).
Liobagrus nigricauda n. sp. Regan (2%), — reini Hilg. Ishikawa.
Liocassıs fuscus n. sp. Popta (2).
Liognathus obscura n. sp. Seale (1).
Liosacus intermedius n. sp. Miranda Ribeiro.
Liparis Schmidt (1), — fabricii Kröger forma leprosa Schmidt (k), — ochotensis
n. sp., owstoni Schmidt (2), — vulgaris Schneider (1).
Lipogenyidae Boulenger (5).
Liuranus semicinctus Benn. Popta (1).
Liza alosoides n. sp., caldwelli Fowl. Fowler (2).
Lobotes pacificus Gilb. Gilbert u. Starks.
Lobotidae Boulenger (5).
Lophiidae Sharp u. Fowler.
Lophiodiidae Boulenger (5).
Lophius Hamburger, Minervini. — litulon Jord. Jordan u. Starks (6), — pisca-
torus Diamare u. Kuliabko.
Lophobranchii Boulenger (5).
Lopholatilus chamaeleonticeps Goode Lucas, Silvester.
Lophotes cepidanus Giorna Ariola.
Lophotidae Boulenger (5).
Loricaria jubata Blgr., laticeps n.sp., latirostris Blgr., macrops n.sp., micro-
lepidogaster n. sp., punctata n. sp. nigricauda n. sp., simillima n.Sp.,
steindachneri n.sp., Regan (1).
Loriczriidae Boulenger (5).
Lota Broman, — macrurus Albert de Monaco, — vulgaris Marceau, Schneider (4),
Lucifuga subterraneus Pocy Eigenmann (2).
118 IV. Pisces für 1904,
Luciocyprinus langsoni n. sp. Vaillant (4).
Lumpenus lampetriformis Walb. Meek (3).
Lutjanus lioglossus Blkr. fulviflamma Forsk., Borsieri (1), — jordani Gilb.
Gilbert u. Starks.
Liuwvaridae Boulenger (5).
Luvarus imperialis Raf. Collenette.,
Lycenchelys brachyrhynchus n.sp., fasciatus n.sp. Schmidt (2), — ingolfianus
Jens. Jensen (#), — kolthoffi n. sp. Jensen (1, %), — muraena Coll. Jensen (1),
— poecilimon Jord. u. Fow. Jordan u. Starks (6), — sarsü Coll. Jensen (1).
Lycodes agnostus Jens., — esmarküi Coll., eudipleurosticus Jens., frigidus Coll.,
lütkenii Coll., microcephalus Jens., pallidus Coll., pallidus Coll. n. var.
squamiventra, platyrhinus Jens., reticulatus Reinh., reticulatus n. var.
macrocephalus, reticulatus Reinh. n. var. microcephalus, rossi Malmgr., semi-
nudus Reinh., vahlii Reinh. sämtlich Jensen (1).
Lycodonus flagellicauda Jens., --ophidium Jens. Jensen (1).
Lyrolepis caucasicus n. sp. Romanowsky.
Lythrichthys n. g. eulabes n. sp. Jordan u. Starks (1, 6).
Macrones bimaculatus n. sp. Volz, — bongan n.sp., fortis n.sp., howong n. SP.
kajan n.sp. Popta (2), — medianalis n.sp. Regan (2%), — pluriradiatus
Vaill. Vaillant (1).
Macrorhamphus sagifue J. u. S. Jordan u. Starks (6). scolopax L. Smith, H. W.
Macrosemius insignis Wagn., latiusculus Wagn., rostratus Wagn. Walter.
Macrourus asper Gthr., nasutus Gthr. Jordan u. Starks (6).
Macruridae Boulenger (5), Dollo.
Macrurus Supino (5), Holt u. Byrne.
Malacocephalus laevis Gthr. Ariola.
Malacopterygii Boulenger (5).
Malacosteus Brauer (2).
Malthidae Boulenger (5).
Matlhopsis spinulosa Trojan, — tiarella Jordan Jordan u. Starks (6).
Marcusenius Ridewood (2), — budgetti n. sp. Boulenger (3).
Marsipobranchii Dean (1).
Mastacembelidae Boulenger (5).
Mastacembelus armatus Lacep. Vaillant (1).
Maurolicus Brauer (2).
Megalocottus platycephalus Pall. Jordan u. Starks (2).
Megalops cyprinoides Ridewoed (1), Wallinger.
Melanobrachus anthrodes n. sp. Jordan u. Starks (6).
Melanocetus rotundatus Gilrhe. &ilchrist (2).
Melanostomias Brauer (2).
Meletta crenata Heck. Simionescu (1,2).
Menaspis Dean (7, 8).
Menidia notata Moenkhaus.
Mesonauta surinamensis Saw. Pellegrin (2).
Micralestes acutidens Cuv. Boulenger (2).
Microbranchius Traq. Jaekel (1), — dicki Traq. Traquair.
Microdesmus retropinnis J. u. G. Gilbert u. Starks.
IV. Pisces für 1904. 119
Merlangus Hernandez.
Merlucciidae Sharp u. Fowler.
Microdonophis fowleri n. sp. Jordan u. Evermann (}).
Jordan u. Snyder (3), — macgregori n. sp. Jenkins.
Micrognathus strigatus Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (3).
Microgobius miraflorensis n. sp. Gilbert u. Starks.
Mierolepidoti Walter.
Micropterus dolomiei Lacep. Lydell.
Microstoma rotundatum Risso Ariola.
Microstomus kitaharae n.sp. Jordan u. Starks (6). — stelleri n. sp. Schmidt (2).
Minous adamsi Rich., echigonius n. sp. Jordan u. Starks (1).
Minytrema melanops Fowier (%).
Misgurnus anguillicaudatus Cant. Regan (2).
Mitsukurina acralis n. sp., owstoni Jord. Jordan u. Snyder (1), Vaillant (2).
Moena Hernandez.
Molidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Molva vulgaris Flem., byrkelange Dekhuyzen (1).
Monacanthus albopunctatus n.sp. Seale (3), — multimaculatus Regan Seale (3),
— sp. Borsieri (1), — tomentosus L. Johnstone (1).
Monocentridae Boulenger (5).
Monocentris japonicus Houtt. Jordan u. Starks (6).
Monoceros garreiti n. sp. Seale (1).
Monopterus gigas Volta Eastman (%). — javanensis Regan (2).
Mormyrus kannume Forsk. Boulenger (2).
Moringua raitaborna Cant., abbreviata Blkr. Popta (1), — hawaiiensis n. sp. Snyder.
Mormyridae Boulenger (5).
Mormyrus curvifrons n. sp. Pellegrin (8).
Mormyrops deliciosus Ridewood (1, 2).
Morone labrax L. Fasciola, Meek (2).
Motella cimbria L. Ehrenbaum, — megalocynodon Kolomb. Kolombatovie, —
tricirrata Bloch Dekhuyzen (1).
Mozxostoma congestum B. u. G. Fowler (%).
Mugil Künstler, Minervini, — brasiliensis Spix, cephalus L., curema C. u. V.
Fowler (2), — dobula Gthr. Dannevig (3), — incilis Hancock, kelaartüi Gthr.
Fowler (2).
Mugilidae Boulenger (5), Fowler (2).
Mullidae Boulenger (5).
Mulloides flammeus n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Muraena Boeke (2), — clepsydra Gilb. Gilbert u. Starks, — fimbriata Benn.,
flavomarginata Popta (1), — geometrica Büpp. Borsieri (1).
Myctophum elucens n.sp., fulgens n.sp., luetkeni n.sp., macropterum n. SP»,
microps D. Sp., Nigrescens n. SP., procerum n. sp., splendidum n. sp., valdiviae
n.sp. sämtlich Brauer (1, 2, 3).
M yliobatis G@rynieltt, Sharp u. Fowler, — aquila Risso Stromer (1), — asperrimus
Gilb. Gilbert u. Starks, — bovina Geoffr. St. Hilaire, Stromer (2), — californicus
Gill Pellegrin (10), — dixoni Ag. Stromer (1), — fragens n. sp. Eastman (3),
— gaillardi Thomas Priem (2), — gigas Stromer (2), — goniopleurus Ag.
Stromer (1), — latidens Priem (1), — Stromer (1), — pentoni Stromer (2), —
120 IV. Pisces für 1904, .
striatus Buckland Priem (1), — testae Philippi Stromer (2), — loliapieus
Ag. Stromer (}).
M yriacanthus Dean (8).
Myripristis occidentalis Gill. Starks (3), — argyromus Jord. u. Everm., berndti
Jord. u. Everm. Fowler (5), — berndti n.sp., chryseres n. Sp., argyromus
n. SP., Symmetricusn. sp. Jordan u. Evermann (1), — chryseres Jord. u. Everm.,
jacobus Cuv., murdjan Forsk. Fowler (5), — sealei n. sp. Jenkins.
Myzine Dekhuyzer (1), — australis Jen., circifrons Garm., garmani Jord. u.
Snyd. Dean (I), Jordan u. Starks (6), — glutinosa L. Dean (1), Schreiner,
K. E., Schreiner, A. u. K. E., — limosa Gir. Dean (1).
M yzxinides Dean (1).
Myxocephalus brandti Steind., edomius n. sp., jaok Cuv. u. Val., nivosus Herz.,
polyacanthocephalus Pall.,, raninus n.sp., stelleri Til, sämtlich Jordan
u. Starks (2).
Muraena kailuae n.sp. Jordan u. Evermann (1), Jordan u. Snyder (3), — kauıla
n.sp., lampra n.sp. Jenkins, — nebulosa Ahl. Bersieri (1), pieta Ahl.,
thyrsoidea Rich., undulata Lacep., Popta (1).
Muraenesox talabon Cuv., cinereus Forsk., Popta (1).
Muraenichthys gymnopterus Blkr. Popta (1), — nicholsae n. sp. Waite (2).
Muraenidae Boulenger (5).
Muraenoidae Boeke (1).
Muraenolepididae Boulenger (5).
Mustelus Borcea (3), Grynieltt, Hernandez, Sargent (2), — laevis Dohrn, Sterzi (3),
— vulgaris Borcea (7), Dohrn, Drzewina (3), Quinton (2).
Nannocharax dimidiatus n. sp. Pellegrin (5).
Nandidae Boulenger (5).
Nanochromis dimidiatus Pellegr. Peliegrin (2).
Nauerates ductor L. Borsieri (1).
Nautiscus pribilovius Jord. u. Gilb. Jordan u. Starks (2).
Necturus Eyeleshymer (1, 2), — maculatus Punnet (1).
Nemachilus nigromaculatus n. sp:, pleurotaenia n.sp. Regan (2), — selangoricus
n. sp. Dunker.
Nemathognathi Stromer (3).
Nematonurus leconitei Dollo.
Nemichthyidae Boulenger (5).
Nemichthys avocetta J.u.C. Gilbert, — sp. Ariola.
Neobola argentea n.sp. Peilegrin (4), bottegoi Vinc. Pellegrin (4).
Neoborus quadrilineatus n. sp. Peilegrin (5).
Neoceratodus forsteri Bluntschli, Kellieott, Neumayer (1, 2).
Neopangasius nieuwenhuisii n. sp. Popta (2).
Neoliparis grebnitzkii n, sp. Schmidt (2).
Neopereis aurantiaca Död. Jordan u. Starks (6), — binivirgata n. sp. Waite (4),
— sexfasciata Schleg. Jordan u. Starks (6).
Nerophis aequoreus L. Holt u. Byrne.
Neoscopelus Brauer (2), — alcocki n. sp. Jordan u. Starks (6).
Neostoma gracile Gthr. Jordan u. Starks (6).
Neosebastes enlaxis n. sp. Jordan u. Starks (1).
Nephrotus chorzoviensis Mey. Scupin.
IV. Pisces für 1904. 121
Neirema mazatlana n. sp. Gilbert.
Nezumia condylura n.sp. Jordan u. Starks (6).
Notacanthidae Bonlenger (5).
Notagogus denticulatus Münst. Walter.
Notidanus Fürbringer (8), — diffusidens n. sp. Koch (3), — eximius Wagn. Walter,
— jenningsi n.sp. Chapmann u. Pritehard, — intermedius Wagn. Walter,
— marginali Dav. Chapmann u. Pritehard, — serratus Fr., wagneri Ag.
Walter.
Notopteridae Boulenger (5).
Notopterus kapirat Ridewood (1, ?).
Notoscopelus ejectus n. sp. Waite (2).
Nototheriidae Boulenger (5), Dollo.
Notropis Raf., blennius Fowler (%), — chalybaeus Fowler (6), — chalybaeus abbotti
n. subsp. Fowler (6), — forionensis n.sp. Meek (5), — lutrensis Fowler (%),
— nazas n.sp. Meek (5), — notemigonoides Everm., proserpina, shumardi,
socius, pilsbryi n.sp. Fowler (7).
Novaculichthys kallosoma Bleeker Jordan u. Snyder (4), — tattoo n. sp. Seale (1).
Orca dodecaedron Tiles., tburia n, sp. Jordan u. Starks (3).
Ocosia n. g. vespa n. sp. Jordan u. Starks (1).
Ocynectes mashalis n. sp. Jordan u. Starks (2).
Odontaspis Vaillant (2), — elegans Ag. Priem (1), — nasutus n. sp. Carlos de Bra-
ganza.
Odontoscion zanthops Gilb. Gilbert u. Starks.
Oedalechilus n. sp. manticola Griff. Fowler (2).
Oligoplites altus Gthr., refulgens n. sp. Gilbert u. Starks.
Oligopleuridae Boulenger (5).
Onchosaurus radicalis Gerv. Eastman (6).
Oncorhynchus Gill (%), — quinnat Rich. Rutiter.
Ophichthys arenicola Klunz. Borsieri (1), — boro H. B. Popta (1), — pacifici Gthr.
Pellegrin (10), — polyophthalmus Blkr. Popta (1).
Ophidiidae Boulenger (5).
Ophiocephalus argus Cant. Regan (2).
Ophiopsis atienuata Wagn., intermedia Wagn., münsteri Ag., procera Ag., serrata
Wagen. Walter.
Ophrocephalidae Boulenger (5).
Ophioscion scierus J. u. G., simulus Gilb. Gilbert u. Starks.
Ophiosthomi Boulenger (5).
Ophiostonema bulleri n. sp. Regan (3).
Ophiromenidae Boulenger (5).
Opisthognathus jacksoniensis Macl. Waite (4).
Ophthalmotilapia n. g. boops Blgr. Pellegrin (2).
Orcinus grahami n. sp. Regan (8).
Orestias agassizüi C. u.V. crequii, inornata, senechali, typica nn, varr. Pellegrin (3),
— albus C. V. Peliegrin (4), — albus Pellegrin (3), — luteus C. V. Pellegrin (1,
3), — neveui n. sp. Pellegrin (3), — pentlandi, tchudii Cast. Pellegrin (1).
Orthagoriscus Supine (4), — mola L. Lo Bianco, Meek (4), Michailovsky (1).
Orthropristis brevipinnis Ltdv. Gilbert u. Starks.
Osmerus Lams.
122 IV. Pisces für 1904.
Osopsaron verecundum Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6).
Osphromenus malayanus n. sp. Dunker.
Ostariophysi Boulenger (5).
Osteochilus bellus n. sp., jentinki n.sp., kelabou n.sp., repang n.sp., vittatoides
n. sp. Popta (2).
Osteoglossidae Boulenger (5).
Osteoglossum leichardti Ridewood (1).
Osteostraci Kemma (1).
Ostraciontidae Boulenger (5).
Ostracion camurum Jenk. Jordan u. Snyder (3), — cubisus L. Borsieri (1), —
ohahuensis Jord. u. Everm. Jenkins, — n.sp. Jordan u. Evermann (I),
— sebae Blecker Jordan u. Snyder (4).
Ostracodermen Woodward (5).
Osurus schauinslandi Stdr. Jordan u. Evermann (1).
Otocinclus vittatus n. sp. Regan (1).
Ozxymetopon Blkr. Jenkins.
Oxyloricaria frenata Blgr., guentheri n.sp., Zyra n.sp., robusta n. sp. Regan (1).
Ozxyrhina Grynfeltt, Vaillant (2), — desori Ag. Priem (1).
Ozorthe nevelskoi n. sp. Schmidt (2).
Pachynathus nycteris n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Pagrus Hernandez.
Pagellus Hernandez.
Palaedaphııs insignis De Kon. et Van Ben. Destinez.
Palaeoscyllium formosum Wagm. Walter.
Palaeoniscus Krotow.
Palaeospondylus Dean (9), — gunni Traqu. Sollas.
Pallasia barbata Stdr. Jordan u. Starks (3).
Paludestrina jenkinsi Dean (11).
Pantodontidae Boulenger (5).
Paracentropogon rubripinnis Schleg. Jordan u. Starks (1).
Paracottus tentaculatus Kner. Jordan u. Starks (2).
Paracrossochilus bicornis n. sp. Popta (2).
Paragambusia nicaraguensis Gthr. Meek (5).
Paralepis hyalina C. u. V. Ariola.
Paralichthys triocellatus n.sp. Miranda Ribeiro, — olivaceus Temm. u. Schleg.
Otaki.
Paralonchurus petersi Bocourt Gilbert u. Starks.
Paranotropis pilsbryi n.sp. Meek (5).
Paratilapia dorsalis Pellegr., prognathus n. sp. Pellegrin (2, 4), — sacra Gthr.
Pellegrin (4), — victoriana n. sp. Pellegrin (2, 4), — vittata Boul. Peilegrin (4).
Paramyzxine atami n.sp. Dean (1).
Paranotropis n. subg. Fowler (7), — luciodus Cope Meek (5).
Parapercis schawinslandi Stdr. Jordan u. Evermann (1).
Parma polylepis Gthr. Waite (2).
Passer marchionessarum Valenc. Jordan u. Snyder (3).
Pediculati Boulenger (5).
Pegasidae Boulenger (5).
IV. Pisces für 1904. 123
Pelamys affine Cantor Fowler (8), — alleterata Raf. Fowler (8), — chilensis C. u. V.
Peilegrin (19).
Pelecus cultratus Nehring.
Pelmatochromis longirostris Boul. Lönnberg (2), — nigrofasciatus Pellgr. Pellgrin (2).
Pempheridae Boulenger (5).
Pentagonolepis konincki Lohest Destinez.
Pentasomaea Herouard.
Pentosteus lahonton n. sp. Rutter (2).
Peprilus snyderi n.sp. Gilbert u. Starks.
Perca Supino (1, 5), — fluwiatilis Marceau.
Percidae Boulenger (5), Fowler (%), Mitchell, Sharp u. Fowler.
Perciformes Boulenger (5).
Percis cephalopunctatus n. sp. Seale (1), — japonica Pall. Jordan u. Starks (3).
Percopsidae Boulenger (5).
Percophiidae Boulenger (5).
Peresoces Boulenger (5).
Periophtalmus Hamburger.
Peristedion Supino (5), — amiscus n. sp. Jordan u. Starks (6), — orientale Schley
Jordan u. Starks (6), — roseum n. sp. Miranda Ribeiro.
Petalichthys capensis n.sp. Regan (7).
Petrocephalus Ridewood (2), — bane Ridewood (1).
Petromyzon Broman, Dawson, Favaro, Krause, Loewenthal, Sharp u. Fowler, —
flwviatilis Ballowitz (1, 2, 3), Langelaan, Lubosch (1, 2), Marceau, Sterzi (1),
— marinus Marceau, Sterzi (1, 3), — planeri Bataillon (1), Lubosch (1, 2),
Marceau, Sterzi (1).
Petroscirtes ancylodon Rüpp. Borsieri (1), — icellüi Og. Waite (%2), — kallosoma
Bigr. Borsieri (1), — mitratus Rüpp. Borsieri (1), — vinciguerrae n.Ssp.
Brosieri (1).
Phenacobius scopifer Fowler (%).
Philypnodon grandiceps Krefft Waite (5).
Pholididae Boulenger (5).
Pholidophoridae Boulenger (5).
Pholidophorus dentatus Qu., latus Ag., intermedius Münst., macrocephalus Ag.,
micronyx Ag., microps Ag., ovatus Wagn., tenuiserratus Ag., sämtlich Walter.
Pholis gunnellus L. Ehrenbaum.
Photichthys Brauer (2).
Photogenis luciodus Cope Fowler (%).
Phoxargyrea n.g. dayi n. sp. Fowler (1).
Phoxinellus chaignoni n.sp. Vaillant (3), Vutskits (1).
Phoxinus Levadoux.
Phractolaemus ansorgü Ridewood (1).
Phyllolepis corneti Lohest Destinez, — undulatus Lohest Destinez.
Physisculus japonicus Hilg. Jordan u. Starks (6).
Pikea aurora n.sp. Jordan u. Evermann (1, 3).
Pimelepterus bosci Lacep. Ariola.
Pimelodus gaudryi Priem (1).
Pimephales anuli n. sp. Kendall, — notatus Fowler (7).
Pinguipes chilensis Mol. Pellegrin (10).
124 IV. Pisces für 1904.
Pisodonophis diaspilotus Gilb. Gilbert u. Starks.
Placodermata Jaekel (3).
Plagiostomata Borcea (2).
Plagiostomi Fürbringer (1).
Plagyodus ferox Loewe Jordan u. Snyder (1).
Platax vespertilio L. Willey.
Platessa Broman.
Platophrys dimorphus n.sp. Gilchrist (1), — mancus Broussonet Jordan u.
Snyder (3).
Platycephalidae Boulenger (5).
Platyglossus scapularis Benn. Borsieri (1).
Platypoecilus maculatus Gthr. Meek (5), — variatus n.sp. Meek (5), — nelsonit
n. sp. Meek (5).
Platyrhina gigantea Eastman (2).
Platystethus cultratum Gthr. Waite (2).
Plecostomus borellüi Blgr., cordowae Gthr., festae Blgr., garmani n. sp., latirostris
n. Sp., wuchereri Gthr. sämtlich Regan (1).
Plectobranchus diaphanocarus n. sp. Schmidt (2).
Plectognathi Boulenger (5).
Plectromus macrophthalmus Gilchr. Gilehrist (1).
Pleuracanthus Broili, Fürbringer (1).
Pleuronectes sp. Ehrenbaum, — cynoglossus Linn. Williamson, Petersen, — flesus L.
Ehrenbaum, Petersen, Schneider (1), — limanda L. Ehrenbaum, Meek (%),
Petersen, — microcephalus Donovan BDekhuyzen (1), Petersen, — pla-
tessa L. Dannevig (8), Ehrenbaum, Fulton (3), Herdmann 2), Johansen,
Johnstone (2), Laurie, Meek (1, %), Petersen, Punnet (1), Wallace.
Pleuronectidae Boulenger (5), Schmidt, Sharp u. Fowler.
Pleuronichthys cornutus Schleg. Jordan u. Starks (6).
Pleuropholis laevissima Wagn. Walter.
Podabrus centroppmus Rich. Jordan u. Starks (2).
Podatelidae Boulenger (5).
Podothecus tokubire n. sp. Ishikawa, — tokubire Ishik. Jordan u. Starks (3), —
accipiter Jord. u. St., gilberti Collett, hamilini Jord. u. Gilb., sturioides Guich,
sämtlich Jordan u. Starks (2), — thompsoni Jord. u. Gilb. Jordan u. Starks (2),
Schmidt (2), — veternus Jord. u. Gilb. Jordan u. Starks (3).
Poecilia lutipunctata n. sp. Meek (5).
Poecilidae Fowler (%), Sharp u. Fowler.
Polycentrus schomburgki M. u. T. Pellegrin (2).
Polyclenus goodei Gilb. Gilbert u. Starks.
Polyipnus Brauer (%), — stereope n. sp. Jordan u. Starks (6).
Polymizia japonicus Houtt. Starks (3).
Polynemidae Boulenger (5).
Polyodon spathula L. Imms, Wagner.
Polyprion Supino (1).
Polypterus Goette, &oodrich, Regan (6), Sargent (2), Wiedersheim (1).
Pomacentridae Boulenger (5).
Pomacentrus cyanostigma Rüpp. Borsieri (1), — gilli n.sp. Gilbert u. Starks,
IV. Pisces für 1904. 125
— jenkinsi n.sp. Jordan u. Evermann (1), — P. trilineatus Cuv. u. Val.
Borsieri (1).
Pomadasys starri n. sp., templei n. sp. . ).
Pomatomidae Sharp u. Fowler.
Pomatomus Supino (1, 5).
Pomotis sparoides Lacep. Large.
Pontinus corallinus n. sp. Miranda Ribeiro.
Porichthys greenei n.sp. Gilbert u. Starks.
Porogadus guentheri Jord. u. Fowl. Jordan u. Starks (6).
Portheus molossus Cope Osborn.
Psammosteidae Kemma (1).
Psenes sp. Borsieri (1).
Psephurus Regan (6).
Psettylis pellucida Ale., ocellata Alec. Johnstone (1).
Practolaemidae Boulenger (5).
Priacanthus meeki n.sp. Jenkins.
Prionistius jordani Schmidt Jordan u. Starks (2).
Prionotus ruscarius n. sp. Gilbert u. Starks.
Prionurus Gill (3).
Prionodon Priem (2).
Pristipomatidae Boulenger (5).
Pristis pectinathus Latham Vaillant (1).
Pristiurus D’Evant (1,2), Dohrn, Minervini, Marechal, — marinus Collett,
— melanostomus Albert de Monaco, Hesse, — melanotus Borcea (7), — eximius
Wagn. Walter, — eastmani n.sp. Jordan u. Snyder (1).
Proantigonia caprossoides Cosm., longirostris Kramb. Simioneseu (1, 2).
Progatopus nototenia n. sp. Boulenger (8).
Promethichthys prometheus Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (1).
Propterus Ag. Walter.
Proscyllium habereri n. sp. Hilgendorf.
Protistius semotilus Cope Fowler (1).
Protopterus Bing u. Burckhardt, Sabatier(2), — annectens Göppert, Hosch, Wieders-
heim (1).
Protosyngnathidae Boulenger (5).
Prototroctes muraena Gthr. Stead.
Pseudobagrus ornatus n. sp. Dunker.
Pseudoblennius zonostigma n.sp. Jordan u. Starks (2), — lotomius n. sp. Jordan
u. Starks (2, 6), — percoides Gthr., cottoides Rich., marmoratus Doed.
Jordan u. Starks (2).
Pseudecheneis paviei Vaill. Vaillant (1).
Pseudocheilinus evanıdus n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Pseudochromididae Boulenger (5).
Pseudochromis olivaceus Rüpp. Borsieri (1).
Pseudojulis cerasina n. sp. Snyder.
Pseudolabrus japonicus Houtt. Jordan u. Starks (6).
Pseudolaubuca (?) clupeoides n. sp. Dunker.
Pseudomonacanthus analis n. sp. Waite (2).
126 IV. Pisges für 1904.
Pseudopeneus chrysonemus n. sp. Jordan u. Evermann (1), — porphyreus n. sp.
Jenkins.
Pesudoplesiops dimidiatus Pellegr. Pellegrin (2).
Pseudopercis numida n.sp. Miranda Ribeire.
Pseudorhombus adspersus Stdr. Pellegrin (10), — andersoni n.sp., natalensis
n. sp. Gilchrist (1), — pentophthalmus Gthr. Jordan u. Starks (6).
Pseudoscaphirhynchus kaufmanni Bogdanow, hermanni Kessl., fedtschenkoi
Kessl. Berg.
Pseudoscarus ghoban Forsk., niger Rüpp. Borsieri (1).
Pseudoziphophorus pauciradiatus n. sp. Regan (3).
Pseudotriakis Jordan u. Snyder (1).
Psychrolutes paradoxzus Gthr. Jordan u. Starks (2).
Pteraspis Kemma (1), Patten (2), — dunensis Roehn Drevermann.
Pterichthys Ag. Jaekel (1), Patten (2), — milleri Ag., producutus Ag. Traquair.
Pterois bleekeri Stdr. u. Doed., lunulata Schleg. Jordan u. Starks (1). — nigri-
pinnis n. sp. Gilchrist (1), — sphex n. sp. Jordan u. Evermann (1), — volitans
L. Jordan u. Starks (1).
Pterophyllum altum Pellegr. Pellegrin (2).
Pteroplatea altavela L. Ariola.
Pteropsaron evolans Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6).
Pterothrissus gissu Hilgend. Jordan u. Starks (6), Ridewood (1).
Ptychodus decurrens Ag. Woodward (1).
Pycenodus Koch (4), Musy, — complanatus Ag. Remes.
Pycnodontidae Walter.
Pycnomma n.g. semisquamatus n. sp. Rutter (3).
Pydacidae Eastman (8).
Pygnaeus Ag. Eastman (8). — agassizii n. sp. Eastman (2).
Quisquilius eugenius n. sp. Jordan u. Evermann (Il).
Racovitzaia glactalis Dollo.
Raja Borcea (1,3), Broman, Grynieltt, Hernandez, Hyde, Quinton (2), Retzius,
Sargent (2), Sharp u. Fowler, — agassizii Mir. Rib. nn. varr. picta, meta Miranda
Ribeiro, — arctowskii n. sp. Dollo, — asterias Dohrn, Hesse, — batis Dohrn,
Beard (2), Borcea (%), Parker (2), — clavata Borcea (%), Sterzi (3), Drzewina (3),
— miraletus Sterzi (3), — mosaica, radula Borcea (7), — radiata Dohrn,
— tongu Jord. u. Fowl. Jordan u. Starks (6), — undulata Lacep. Ariola.
Rasbora dorsiocellata n. sp., heteromorpha n.sp., maculata n.sp., vulgaris n. Sp.
sämtlich Dunker.
Rathbunella alleni n. sp. Gilbert.
Regania nipponica n.sp. Jordan u. Starks (6).
Regalecus parkeri n. sp. Benham.
Regalescus gladius Walb. Ariola.
Remora remora L. Jordan u. Snyder (3).
Rhachicentridae Boulenger (5).
Rhadinichthys argentinicus n. sp. Tornquist.
Rhamdia oaxacae n, sp. Meek (5).
Rhamphoeottidae Boulenger (5).
Rhamphistoma belone L. Ehrenbaum.
Rhegma thaumasium Gilb. Gilbert u. Starks.
IV. Pisces für 1904. 127
Rheopresbe n.g. fujiyamae n.sp. Jordan u. Starks (2).
Rhina squatina L. Meek (2), Pellegrin (10).
Rhinichthys astronasus Brüning.
Rhinochimaera pacifica Mitsuk. Dean (3), Garman.
Rhinoscopelus oceanicus n.sp. Jordan u. Evermann (1).
Rhomboidichthys pantherinus Rüpp. Borsieri (1), Jordan u. Snyder (3).
Rhodeus Moser.
Rhynchodontidae Walter.
Rhynchodus major, pertenius n. sp. Eastman (6).
Ricuzenius n. g. pimetorum n.sp. Jordan u. Starks (2).
Ruvettus Supino (5).
Rutilus olivaceus Cope Rutter (2).
Salvelinus frontalis Mitchill Rutter (2).
Sarda chilensis Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (4).
Sardina dobrogica n. sp. Antippa.
Sardinius Audige (2), Levadoux.
Sargocentron n. subg. leo Cuv. Fowler (5).
Sargodon tomicus Pl. Reynolds.
Sargus annularis Suworofi.
Sarritor frenatus Gilb., leptorhynchus Gilb. Jordan u. Starks (3).
Saurodontidae Boulenger (5).
Saurichthys acuminatus Ag. Reynolds.
Scaeops grandisgquama Schleg. Jordan u. Starks (6).
Scaphirhynchus Heckel, platyrhynchus Raffin. Berg.
Scaridae Boulenger (5).
Scaridea balia n.sp., zonarcha n.sp. Jenkins.
Scarus barborus n. sp. jenkinsi n.sp., lawia n.sp., Jordan u. Evermann (1).
Scatophagus argus Gm. Johnstone (1).
Schedophilus heathii n. sp. Gilbert, — maculatus Gthr. Waite (2).
Schizochirus insolens n. sp. Waite (4).
Schmidtia misakia n. sp. Jordan u. Starks (2, 4, 6).
Schmidtina misakia n. sp. Jordan u. Starks (2, 4, 6).
Sciaenidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Sciaena fasciata Tschudi, gilberti Abb. Pellegrin (10).
Sclerobasten Schleip.
Sclerodermi Boulenger (5).
Scleroparei Boulenger (5).
Saccopharyngidae Boulenger (5).
Sagenichthys mordax n. sp. Gilbert u. Starks.
Salarias cypho n.sp. Jenkins, — furcatus n. sp. Johnstone (1), — fuscus Rüpp.,
kirkii Gthr. Borsieri (1), — nigripes n. sp. Seale (1), — quadricornis Cuv. Val.
Borsieri (1), — rutilus n. sp., saltans n. sp. Jenkins, — unicolor Rüpp. Borsieri
(1), — viridis C. u. V. Pellegrin (10).
Salmo Boulenger (5), Broman, Kitahara (1,2), Meek (2), Moser, Paton, Plehn,
Pondrelli, Retzius, Roule, Sharp u. Fowler, — aguabonita var. shasta Jordan (2),
— clarki Jordan (2), Smith (4), — eriox Calderwood, — fario Böhi, Kopsch,
Schleip, — fontinalis Jordan (2), Pettis, — gairdneri Jordan (2), Smith (4),
128 IV. Pisces für 1904,
— henshawi Jordan (2), Rutter (2), — henshawi var. tahöensis Jordan (2),
— irideus Gib. Jordan (2), Rutter (2), Smith (4), — irideus var. agnabonita,
var. gilberti Jordan (2), — trutta Calderwood, Dekhuyzen (1), — salar Böhi,
Calderwood, Schleip, — salvelinus Schücking.
Scolopsis ghanam Forsk. Borsieri (1).
Scomber Minervini, Retzius, Sharp u. Fowler, — colias Gm. Otaki, — kanagurta
Rüpp. Fowler (8), — scomber Dewitz, — scombrus L. Fowler (8).
Scomberomorus argyreus n.sp., cavalla Cuv., guttatus Schneider, reglis Bloch
Fowler (8).
Scombresocidae Boulenger (5).
Scombridae Boulenger (5).
Scombriformes Boulenger (5).
Scombrops chilodipteroides Blkr. Otaki.
Sconopaea u.g. grandis n. sp. Stromer (3).
Scopelidae Boulenger (5).
Scopelus argentatus n. sp. Gilchrist (1), — crocodilus Risso, rissoi Cocco Lo Bianco.
Scorpaena Briot (2), Supino (5), — aurita Rüpp. Borsieri (1), — fimbriata Doed.,
izensis N. Sp., miostoma Gthr., onaria Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (1),
— scropha Diamare u. Kuliabko.
Scorpaenidae Boulenger (5).
Scorpaenopsis catocala n.sp. Jordan u. Evermann (1), Jordan u. Snyder (3), —
cirrhosa Thunb., racoshimana Stdr. u. Doed. Jordan u. Starks (1), —
cocopsis Jenk. Seale (2).
Scorpididae Boulenger (5).
Scyllium Borcea (1), Broman, D’Evant (1), Grynieltt, Minervini, Marechal, —
canicula L. Bizzozero, Borcea (4, 7), Dohrn, Hesse, Punnet (1), Quinton (2),
v. Rijnberk, Sabatier (2), Sterzi (3), — catulus Borcea (7), Carazzi (1, 3),
Cavalie (1), Dohrn, Drzewina (3), Marceau, v. Rijnberk, — nalalense n. sp.
Regan (%), — stellare Carazzi (1, 3).
Scymnus Broman, Dohrn, — lichia Helbing.
Sebastes Supino (5), — maderensis Lowe Kolombatovie, — norvegicus var. vivi-
parus Meek (2), — oculatus C. u. V. Pellegrin (10), — rubropunctatus Cuv.
u. Val. Borsieri (1).
Sebastichthys elegans Stdr. u. Doed. Jordan u. Starks (1), mitsukurii Cramer,
nivosus Hilgend., oblongus Gthr., pachycephalus Schleg., trivittatus Hilgend.,
vulpes Stdr. u. Doed.
Sebasticus marmoratus Cuv. u. Val., albofasciatus Lacep. Jordan u. Starks (6).
Sebastodes steindachneri Hilgend., inermis Cuv. u. Val., joyneri Gthr., matsubarae
Gthr., cythropus Jord. u. Starks, fuscescens Houtt., itinus n. sp., guentheri
n. Sp., tokinois n.sp., iracundus n. sp., flammeus n.sp., glaucus Hilgend.,
taczanowskii Stdr. sämtlich Jordan u. Starks (1).
Sebastolobus macrochir Gthr. Jordan u. Starks (1, 6).
Sebastopsis concorta n. sp., corallicola n. 8p., galactacma n. sp. kellogi n. SP.,
Jenkins.
Sectator azureus n.sp. Jordan u. Evermann (1).
Selache maxima Carazzi (2).
Selachiw Borchert, Fürbringer (1), Gley, Goodrich, Goeite, Hesse, Sargent (2),
Studnicka, Walter, Zarnik (1).
[V. Pisces für 1904. 129
Selachophidium guentheri Gilchr. Gilchrist (2).
Selenichthyes Boulenger (5).
Serranidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Serranus Supino (1), — brighami Seale Jenkins, Seale (2), — kynsnaensis n. sp.
Gilchrist (1).
Servola lalandei C. u. V. Pellegrin (10), — oparna n. sp. Jenkins.
Setarches albescens Stdr. u. Doed. Jordan u. Starks (6).
Sicyases sanguineus Müll. u. Trosch. Pellegrin (20).
Sillayinidae Boulenger (5).
Stilurichthys indragirensis n. sp., schneideri n. sp. Volz.
Siluridae Boulenger (5), Fowler (7%), Mitchell, Sargent (1).
Silurus mento n. sp. Regan (2).
Siphonostoma brevicaudum n. sp. Meck (5).
Skiffia lermae Meek (5).
Smaris Hernandez.
Smerdis macrurus Ag. Koch (4).
Snyderina yamanokami n.sp. Jordan u. Starks (1).
Solea Hernandez, — fulvomarginata n. sp., turbynei n. sp. Gilchrist (L), — vulgaris
Marceau.
Solenostomidae Boulenger (5).
Sparidae Boulenger (3), Sharp u. Fowler.
Spatelloides gracilis Schleg. Borsieri (1).
Spathobatis mirabilis Wagn., münsteri Ag. Walter.
Sphaerodus gigas Ag. Remes.
Sphagebranchus flavicaudus n.sp. Snyder, — moseri Jord. u. Snyd. Jordan u.
Starks (6).
Sphenodus nitidus Wag. Walter, — longidens Ag., planus Ag., virgai Gemm.
Remes. j
Sphyraena borealis De Kay, ensis J. u. G., picudilla Poey, tome n. sp. Fowler (2).
Sphyraenidae Boulenger (5), Fowler (2).
Sphyraenodus hexagonalis n.sp. Koch (1), — pictus Ag. Koch (%), — priscus
Koch (4).
Sphyrna Sharp u. Fowler, — prisca Ag. Priem (2).
Spinax Braus, Breman, Helbing, Müller, — niger Punnet (1, 2), Schreiner A. u.
K. E., Sund.
Spinachia vulgaris Borcea (6).
Squalidae Fürbringer (1).
Squalius Audig& (2), Hamburger, Levadoux, — anceps Vutskits (1), — leuciscus
Vutskits (1), — cavedanus Bonap Bizzozero.
Squaloraja Dean (8).
Squalus Neal, Sargent (2), Sharp u. Fowler, — acanthias Strong, — canicula
Parker (2).
Squatina Borcea (3), Grynfeltt, — alifer Münst. Walter, — angelus Riss.
Borcea (7), Drzewina (3), — occidentalis n. sp. Eastman (3).
Stelgistrum stejnegeri Jord. u. Gilb. Jordan u. Starks (2).
Stellifer illecebrosus Gilb. Gilbert u. Starks, — zestocarus Gilb. Gilbert u. Starks.
Stephanoberycidae Boulenger (5).
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. IL H.1. (IV.) 9
130 IV. Pisces für 1904.
Stephanolepis pricei n. sp. Snyder, — spilosomus Lay u. Bennett Jordan u. Snyder
(3), — eirrhifer Schleg. Jordan u. Starks (6).
Sternoptyx Brauer (2, 3).
Stethojulis fulvoventris n. sp. Seale (1).
Stichaeus islandicus Schneider (1).
Stlengis osensis n.sp. Jordan u. Starks (2, 6).
Stolephorus argentivittatus n.sp. Regan (3).
Stomiatidae Boulenger (5).
Stonias Brauer (2).
Stromatidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Stromatioides nozawae n. sp. Ishikawa.
Strophodus sp. Remes.
Stygicola dentatus Bey Eigenmann (2).
Surugo fundicola Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6).
Symbranchii Boulenger (5).
Symphodus szajnochae, Zigno Eastman (2).
Symphosodon discus Heck. aequafasciata n. var. Pellegrin (2).
Synancia erosa Langsd. Jordan u. -Starks (1), — ihersites n. sp. Seale (1).
Synaphobranchidae Boulenger (5).
Synaphobranchus affinis Gthr. — jenkinsi Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6).
Synaptura melanoptera n. sp. Gilchrist (1), — ciliata n. sp. Gilchrist (1).
Syngnathidae Boulenger (5).
Syngnathus Sharp u. Fowler, — cosmovieii n. sp. Simioneseu (1), — flaveofasciatus
Rüpp. Borsieri (1), — incompletus Cosm. Simionesceu (2).
Synodus varius Lac&p. Jordan u. Snyder (4).
Synodontis resupinatus n. sp. Boulenger (3).
Tachysurus emmelane Gilb. Gilbert u. Starks, — evermanni n. sp. Gilbert u. Starks,
— steindachneri n. sp. Gilbert u. Starks.
Taxotidae Boulenger (5).
Teleostei Boulenger (1), Goodrich, Jukes - Browne, Rennie, Sargent (2), Stud-
nicka, Supino (1).
Teleostomi Regan (6).
Telestes agassizii Vutskits (1), — polylepis Vutskits (1).
. Tetragonopterus argentatus Fowler (7).
Tetragonuridae Boulenger (5).
Tetraroge kagoshimensis n. sp. Ishikawa.
Tetraodon lacrymatus Quoi u. Gaim Jordan u. Snyder (3).
Tetradontidae Sharp u. Fowler.
Tetraploporella remesi n.sp. Remes.
Tetrapturus imperator Schneider Fowler (8).
Tetrodontidae Boulenger (5).
Tetrodon stellatus Blkr. Brosieri (1).
Teuthididae Boulenger (5).
Teuthis Johnstone (1, 3), — atrimentatus n. sp. Jordan u. Evermann (I), — leuco-
pareius n. sp. Jenkins, — guentheri n. sp. Jenkins, — guttatus Bloch u. Schn.
Jordan u. Snyder (3), — sigane Forsk. Borsieri (1).
Thalassoma aneitense Gthr. Jordan u. Snyder (3), — berendti n.sp. Seale (1).
Theocopterus aleuticus n. sp. Smith (2),
IV. Pisces für 1904. 131
Thelodus Kemma (1).
Therapon jarbua Forsk. Borsieri (1), — theraps Cuv. u. Val. Borsieri (1).
Thorichthys ellioti n.sp. Meek (5).
Thrissops formosus Ag., propterus Wagn., salmoneus Ag., subovatus Münst.
sämtlich Walter.
Thyestis Patten (2).
Thymallus Korotnefi, Meek (2), — vexillifer Marceau, — vulgaris Auerbach.
Thyrina guatemalensis Gthr. Fowler (1).
Thysanichthys crossotus n. sp. Jordan u. Starks (1, 6).
Tüapia bilineata Pellegr. Pellegrin (%?), — boops Blgr. Pellegrin (2), — boulengeri
Pellegr. Pellegrin (2), — crassa Pellegr. Pellegrin (2), — desfonteinesi Lacep.
Pellegrin (2), — dubia n.sp. Lönnberg (2), — girardi n.sp. Pellegrin (2),
— guiarti n. sp. Pellegrin (4), — kottae n. sp. Lönnberg (2), — macrocephala
Blkr. Lönnberg (%), — microlepis Blgr. Pellegrin (2), — nilotica L. Bou-
lenger (2), — gibbosa n. sp. Schmidt (2), Jordan u. Starks (3).
Tinca Levadoux, — vulgaris Marceau, Walter (1, 3, 4), — n. var. cestella Segre.
Torpedo Broman, Froriep, Grynieltt, Hernandez, Minervini, Bernstein u. Tscher-
mak, — galvanı Cavalie (2, 3, 4), — marmorata Risso Bizzozero, Dohrn,
Gley, Hesse, Marceau, Sterzi (3), — narce Sterzi (3), — nobiliana Bonap.
Ariola, — ocellata Dohrn.
Toxus n.g. riddlei n.sp. Eigenmann (2).
Trachichthodes spinosus Gilchr. Gilchrist (1).
Trachidermus ansatus Rich. Jordan u. Starks (2).
Trachinidae Boulenger (5).
Trachinocephalus myops Forst. Waite (2).
Trachinus draco Briot (8).
Trachonurus villosus Gthr. Jordan u. Starks (6).
Trachurus japonicus Temm. u. Schleg. Otaki, — trachurus L. Pellegrin (10).
Trachypteridae Boulenger (5).
Trachypterus üijimae J. u. Sn., ishikawae J. u. Sn. Jordan u. Snyder (1).
Tremataspis Jaekel (2%), Eastman (7), Patten (2).
Trepidostethus rhothophilus Og. Waite (4).
Triacanthidae Boulenger (5).
Trichiuridae Boulenger (5).
Trichiurus Sharp u. Fowler, Supino (3, 5), — haumela Forsk. Borsieri (1), Fowler (8),
— lepturus L. Fowler (8), — savala Cuv. Fowler (8).
Trichodontidae Boulenger (5).
Trichogaster lalius Day Arnold.
Trichomycterus dispar Tschudi Pellegrin (3), — rivulus Cuv. u. Val. Pellegrin (3).
Trichonotidae Boulenger (5).
Trichonotus setigerus Bl. Schn. Johnstone (1).
Trigla Hamburger, Kamon, Supino (5), — cuculus Marceau, — gurardus L.
Ehrenbaum, — picta Gthr. Delfin, — queketti n. sp. Regan (7).
Triglidae Boulenger (5), Sharp u. Fowler.
Triglops beani Gilb. Jordan u. Starks (2).
Trigonodon oweni Sism. Priem (2).
Trimegistus Schmidt (1), — owstoni n. sp. Jordan u. Snyder (1).
9%
132 IV. Pisces für 1904.
Tripterygium atriceps n. sp. Jenkins. — minor Kolomb. Kolombatovie, — rufo-
pileum n.sp. Waite (2).
Triodontidae Boulenger (5).
Trochocapus darvini Jenyns Peilegrin (10).
Tropidichthys epilamprus n. sp. Jenkins, — oahuensis n. sp. Jenkins, — psegma
n.sp. Jordan u. Evermann (2), Jordan u. Snyder (4), — rivulatus Schleg.
Jordan u. Starks (6).
Trutta Arens, Moroff, Moser, Swaen u. Brachet, — fario Auerbach, Fuhrmann (1),
Marceau, Schücking, Walter (1), — iridea Roule (2).
Trygon Grynfeltt, — muricatus Bastman (2), — pastinaca Müll. u. Henl.
Drzewina (3), Fulton (2), Meek (2), Sterzi (3), — schmardae n. sp. Werner.
Typauchen wakae Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6).
Tylognathus kajanensis n. sp. Popta (2), — bo n. sp. Popta (2).
Umbra kameri Gthr. Gill (1), Vutskits (1), — limi Gthr. Gill (1), — pygmaea Gthr.
Gill (1), — umbra Heckel u. Kner. Gill (1).
Undina acutidens Reis Walter, — minruta Wagn. Walter, — penicillata Münst.
Walter.
Upeneus arge n.sp. Jordan u. Evermann (1), — saffordi n. sp. Seale (1).
Uraleptus Hernandez.
Uranidea reinii Hilg. Jordan u. Starks (2), — dybowskii Hilg. Jordan u. Starks (2).
Uranoscopidae Boulenger (5).
Urolophus crassicaudatus Eastman (2).
Urophyeis mystaceus n. sp. Miranda Ribeiro, — latus n. sp. Miranda Ribeiro.
Uropterygius leucurus n. sp. Suyder.
Ussuria leptocephala n. sp. Nikolski.
Usinosita japonica Temm. u. Schleg. Jordan u. Starks (6).
Vellitor centropomus Rich. Jordan u. Starks (?).
Veraegua achne n.sp. Jordan u. Starks (6).
Verriculus sanguineus n. sp. Jordan u. Evermann (}).
Veternio n. g. verrens n. sp. Snyder.
Viüraria n.g. clarescens n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Watasea sivicola Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks (6).
Xeneretmus infraspinatus n. sp. Gilbert.
Xenocara brevipinnis n.sp., chagresi Eigenm., latifrons Gthr., montana n. Sp.,
occidentalis n. sp. sämtlich Regan (1).
Xenodermichthys nodulosus Gthr. Jordan u. Starks (6).
Xenogramma carinatum n. sp. Waite (2).
Xenomi Starks (2).
Xesurus hopkinsi n. sp. Silbert u. Starks.
Xiphias Sharp u. Fowler, — gladius Lauber, Fowler (8).
Xiphiidae Boulenger (5).
Xiphophorus jalapae Meek Meek (5).
Xyrichthys niveilatus n. sp. Jordan u. Evermann (1).
Xystrias grigorjewi Herz. Jordan u. Starks (6).
Zabrasoma agana n.sp. Seale (1).
Zaccao mitsukurri n. sp. Ishikawa.
Zebrasoma flavescens Bennett Jordan u. Snyder (3), — veliferum Bloch Jordan
u. Snyder (3).
IV. Pisces für 1904. 133
Zeidae Beulenger (5).
Zeorhombi Boulenger (5).
Zesticelus bathybius Gthr. Jordan u. Starks (2).
Zeus faber Meeck (2).
Zezera hilgendorfi Ish. Ishikawa.
Zaorcidae Beulenger (5).
Zoogoneticus maculatus n.sp. Regan (3).
Zygaena Grynieltt.
Zygonectes natotus Raf. Fowier (%).
(IV.)
134 IV. Pisces für 1904.
T.
IT:
I.
IV.
va
Inhaltsverzeichnis.
Seite
Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten. ........ 1—81
Übersichtnach dem'Stoft 2... 2. FE Er 81—86
Öntogenie, Organogenie, Anatomie, Phylogenie, Morphologie, Histologie 81
System, Nomenclatur, Geschichte, Haut, Skelet, Schädel und Visceral-
skelet, Extremitätengürtel, Gliedmaßen .".%'. . . . (rn 82
Hautskelet, Zähne, Muskeln, Bänder, Gelenke, elektrische Organe,
Nervensystem m. 22 en Se 82
Leuchtorgane, Gefäßsystem, Lymphorgane, Milz, Leibeshöhle, Darm-
kanal, Mund, Kiemenspalten, Pneumatische Anhänge, Harn- und
Gegeileellsorsane ; .. 2 a ee
Geschlechtscharaktere, Easter Jugendstadien, Biologie, Physiologie,
Pathologie. . 2 . 20 En 2 85
BiBeheräi ir. u ee 86
Kaunsebikar 1, SEEN As ir re 86—87
Europa, Australien und Polynesien, Asien, Afrika, Amerika. ... . 86
Antarktis, Palaeontölogie. .. . nr a 2 N A re 87
Systematisches Verzeichnis der'Nova . . . „\.. “2 0 u o orse 87—100
Teleoster, Pleetognathi" 7 ur. 2 ee te 87
Pediculati, Acanthopterygii, Trachypteridae, Ophidiidae, Zoaricidae,
Batrachidae, Blennidae, Gobiesocidae, Trichonotidae, Uranoscopidae,
Notothenudae HP: A ne se ne ee 88
Leptocopidae, Triglidae, Asanidabt Cyclopteridae, Cottidae . ... . 89
Comephoridae, Scorpaenidae, Gobüidae, Pleuronectidae . . ..... 90
Zeidae, Trichiuridae, Carangidae, Scaridae, Labridae ...... Be |)
Pomacentridae, Chilidae, Osphromenidae, Acanthuridae .. ..... 92
Chaetodontidae, Mullidae, Sparidae, Pristipomatidae, Gerridae, Seiae-
nidae, Pseudochromidae, Serranidae, Berycidae. . . ....... 93
Anacanthini, Gadidae, Macruridae, Peresoces, Stromateidae, Sphyrae-
nidae, Mugilidae, Atherinidae, Scombresocidae, Cateostomi . . . . 9
Cyprinodontidae, Alepidosauridae, Scopelidae, Euchodontidae, Ostario-
physi, Toricariidae;, 'Silundae'. .’e.. „u. . 2 000 Se 96
Eyprinidae U BRITEN N RER RS ee 97
Characinidae, Malacopterygii, Stomiatidae, Salmonidae, Clupeidae, Mor-
UL 7 eu. : er.
Gonoidei, Dipneusti, en Holocephali, Plagiostemi . . . . 9
Tepbosardir "2 ns ET ANN, n 100
Übersicht der im Ber icht ebasnien Arten 0: c 100—133
IV. Pisces für 1905.
Von
Prof. Dr. K. Eckstein.
(Inhaltsverzeichnis siehe am Schlusse des Berichtes.)
I. Verzeichnis der Veröffentiichungen mit Referaten.
Abel, ©. Fossile Flugfische. Verhandlungen Deutsche zoologische
Gesellschaft 15, p. 47 u. 48.
Thoracopterus niederristi Bronn (= Pterygopterus apus Kner),
Gigantopterus telleri Abel und Dolichopterus volitans Compter
sind die Typen der Flugfische aus der Triasformation. Ausführlicher
im Jahrbuch der k. k. geolog. Reichsanstalt Wien Bd. 56 (1906).
Aflalo, F. G. The sea-fishing industry of England and Wales.
London, 8vo, 386 p. map and illustr. Referat von H. de Varigny, Revue
Scientifique (5) 4, p. 753—755.
Agassiz, A. Three letters to the Hon. George M. Bowers, U. St.
Fish Commissioner, on the cruise in the Eastern Pacific, of the U. 8.
Fish Commission Steamer, ‚„Albatross“, Lieut. Commander L. M. Gar-
rett U. S. N. Commanding.
Enthält Notizen über gemachte Fänge.
Alcock, A. A large Indian Sea-Perch. Nature 71, p. 415.
Ein Seebarsch, Epinephelus lanceolatus Bloch., bei Diamond
Harbour im Hooshly-Fluß gefangen, mißt 71/, Fuß, er wog 460 Pfund.
Die Schuppen sind so verändert, daß ihre Wachstumslinien schwer zu
verfolgen sind, an einer Schuppe aus der Schultergegend wurden
500 und 600 derselben gezählt; sie zeigten gruppenweise Anordnung.
Der größte bisher bekannte indische Seebarsch, Epinephelus pantherinus
oder E. malabaricus, 1786 gefangen, war 7 Fuß lang und wog über
300 Pfund.
Aleock, A. u. Me Gilchrist, A. €. Fishes. Illustrations of Zoology
ofR.M.S.S. „Investigator‘‘ 1905, Part 8, Taf. 36—38.
Acanthurus armatus, Dinematichthys piger, Dysalotus alcocki,
Odontostomus atratus, Saurenchelys taeniata Alc., Photichthys
hemingi Ale.
Alexander, A. B. (1). Statistics of the fisheries of the New England
States in 1902. Report Bureau Fish. Washington 1905. p. 245—325.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) il
2 IV. Pisces für 1905.
— (2). Statistics of the fisheries of the Great Lakes in 1903.
Report Bureau Fish. Washington 1905 p. 643—731.
Allen, B. M. The eye of Bdellostoma stouti. Anatomischer An-
zeiger 26, p. 208—211. Fig.
Das stark variable Auge ist in Fett eingelagert unter einer durch-
sichtigen Stelle der Haut gelegen. Augenmuskeln fehlen. Opticus
schwach entwickelt. Beschreibung von Sclera, Chorioidea, Cornea;
primitive Augenbecher, Retina.
Allen, W. F. The blood vascular system of the Loricati, the mail-
cheeked fishes.. Proceedings Washington Academie 7, p. 27—157,
Taf. 1—6.
An der Hand der bei Ophiodon elongatus gefundenen Verhältnisse
wird das Blutgefäßsystem beschrieben.
Allis, E. P. jr. The Latero-Sensory Canals and Related Bones
in Fishes. Internationale Monatsschrift f. Anatomie u. Physiologie
21. p. 401—503, 13 Taf., 1 fig.
Es gibt 2 Typen, nach welchen die praedeterminierten Linien
des geringsten Widerstandes, Seitenlinien, in Seitenkanäle übergehen,
nämlich der Typus der Plagiostomen und jener der Teleostier. Ersterer
findet sich bei Selachiern und den Knorpelganoiden, letzterer bei
Teleostiern, Amia, Lepidosteus und Polypterus. Eine Zwischen-
stellung nehmen die Holocephalen ein. Die Beziehungen des Kanal-
systems zu den Knochen.
Alluaud, Ch. Mission scientifigque de Ch. Alluaud en Afrique
orientale. Poissons. 1. Hydrographie et procedes de p&che. Memoires
Societe zoologique de France 17, p. 167—174.
Athi, Rufu und Nil. Fischfang. Methode. Haplochilus. Tilapia.
Apstein, €. Junge Butt (Schollen, Pleuronectes platessa) in der
Ostsee. Wissenschaftliche Meeresuntersuchungen 8, p. 1—25. Fig.
Pleuronectes platessa, P. flesus, Rhombus maximus, Rh. laevis,
Solea vulgaris. Vorkommen nach Jahreszeiten; Wachstumsge-
schwindigkeit. Rechts- und Linksäugigkeit.
Arnold, 3. Zur Biologie der Kaspischen Finte, Clupea caspia
Eichw. Compte-Rendu Congres international de Zoologie Berne,
p. 283—288, Fig.
Die kaspische Finte ist im Stande, auch im offenen Meer zu laichen;;
das Aufsteigen in die Flüsse (Wolga, Emba) ist nicht unbedingt nötig.
Assheten, R. On Growth Centres in Vertebrate Embryos. Ana-
tomischer Anzeiger. 27. p. 125—127, 156—170. 9 Figg.
Das zweite Wachstumszentrum des Vertebratenembryo tritt
später auf; es repräsentiert phylogenetisch eine jüngere Periode.
Blastula des Amphioxus.
Auerbach, M. Die Dotterumwachsung und Embryonalanlage
von Ganefisch und der Asche im Vergleich zu denselben Vorgängen
bei der Forelle. Verhandlungen naturwiss. Vereins Karlsruhe 17,
1904 p. 57—82, Taf. 1—4.
IV. Pisces für 1905. 3
Erörterung des zwischen Klunzinger, Nüßlin und Fatio ent-
standenen Streites über die Artberechtigung des Coregonus macro-
phthalmus Nüßl. Das Prinzip der Entwicklung ist bei den drei ge-
nannten Fischen das gleiche, aber die Anlage des Embryo im Embryonal-
schild erfolgt zu verschiedenen Zeiten der Umwachsung, am frühesten
bei der Forelle, am spätesten beim Gangfisch. Dazwischen steht
Thymallus vulgaris. Zur Zeit des Dotterlochverschlusses ist die Aus-
bildung bei den drei Arten gleich hoch. Die Ursache der Differenzierung
des Embryonalschildes zu verschiedenen Zeiten des Dotterwachstums
scheint mit dem Verhältnisse der Masse der Keimscheibe zu der-
jenigen der Dotterkugel in Zusammenhang zu stehen. An den Eiern
des Gangfisches wie auch an denen der Asche tritt konstant eine von
Vogt zuerst am Ei von Coregonus palaea beschriebene Blase auf, sie
ist nach Nüßlin auch bei den Eiern von C. fera und wartmanni vor-
handen.
Austin, A. A historical sketch of fish eulture. Proceedings New-
port Society 9, p. 85.
Baertling, R. Die Molasse und das Glacialgebiet des Hohenpeissen-
berges und seiner Umgebung. Geognostische Jahreshefte 16, p. 33—62,
fig.
Ephippites peissenbergensis v. Amm. Notidanus primigenius Ag.
Barbieri, €. (1). Sull importanza degli strati granuları profondi
nei lobi olfattori ed ottici dei vertebrati inferiori. Monitore Zoologico
italiano 16, p. 238—240.
DerLobus opticus der Teleostier besitzt zeitig ein stratum granulare.
Er ist Reflex- und Receptionszentrum. Letzteres gilt auch vom Bulbus
olfactorius.
— (2). Note sulla struttura e funzioni del cervello nei Vertebrati
inferiori. Atti Societa Italiana Scienze Naturali Milano Vol. 44. p. 86
— 9%.
Struktur des Gehirns der niederen Vertebraten.
Barbour, T. Notes on Bermudan fishes. Bulletin Museum of
Comparative Zoologie at Harvard College 46, p. 109—134, 4 Tafeln.
Antennarius stellifer n. sp., nahe A. nuttingii Garm. Callionymus
bermudarum n. sp. nahe C. fauciradiatus Gill. Teuthis helioides n. sp.
nahe T. chrysosoma Bleeker. Holocentrus puncticulatus n. sp. (nahe
H. siccifer Cope); Siphostoma dendriticum n. sp. Außerdem wird die
geographische Verbreitung angegeben von Branchiostoma caribbaeum
Sund., Asymmetron lucayanum Andr., Carcharhinus platyodon Pocy,
Anguilla chrisypa Raf., Lycodontis moringa Cuv., L. sanctae-helenae
Günth., Sphagebranchus anguiformis Peters, Albula vulpes L., Sar-
dinella anchovia Cuv. u. Val., S. macrophthalma Ranz., Opisthonema
oglinum Le Sueur, Stolephorus choerostomus Goode, Synodus saurus L.,
Tylosurus rhaphidoma Ranz., T. acus Lacep., Hyporhamphus uni-
fasciatus Ranz., Hemirhamphus brasiliensis L., Exonautes esiliens Müll.,
Fistularia tabacaria L., Siphostoma jonesi Gthr., S. pelagicum Osb.,
8. makayi Swain u. Meek., Hippocampus, Menidia notata Mitch.,
M. menidia L., Mugil brasiliensis Ag., M. curema Cuv.u.Val., Sphyraena
1*
4 IV. Pisces für 1905.
sphyraena L., Holocentrus ascensionis Osbeck, Upenus maculatus
Bloch., Decapterus punctatus Agass., Seriola zonata Mitch., Tra-
churops erumenophthalmus Bloch, Caranx ruber Bloch, ©. hippos
L., C. chrysos Mitch., Nomeus gronovii Gmel., Coryphaena
equisetis L., Apogon binotata Pocy, A. maculata Pocy, Bodianus
fulvus L., Epinephelus striatus Bloch, E. maculosus Pocy, Cuv. u. Val.,
E. morio Cuv. u. Val., Mycteroperca venenosa apua Bloch., Hypo-
plectrus puella Cuv. u. Val., Paranthias furcifer Cuv. u. Val., Neo-
maenis griseus L., N. apodus Walb., N. vivanus Cuv. u. Val., N. hastingsi
Bean, Ocyurus chrysurus Bloch, Haemulon macrostomum Günth.,
H. carbonarium Pocy, H. sciurus Shaw, H. flavolineatum Desmarest,
Orthopristis chrysopterus L., Bathystoma striatum L., B. rimator
Jord. u. Swain, Calamus calamus Cuv.u. Val., Diplodus sargus L.,
Eucinostomus gula Cuv. u. Val., Kyphosus sectatrix L., Abudefduf
saxatilis L., Furcaria cyanea Pocy, Micropathodon chrysurus Cuv.
u.Val., Eupomacentrus leucostictus Müll. u. Frosch., E. fuscus Cuv.
u. Val., Lachnolaimus maximus Walbaum, Iridio radiatus L., I. eyano-
cephalus Bloch, I. garnoti Cuv. u. Val., I. bivittatus Bloch, Chroichthys
nitidissimus Goode, Sparisoma abildgaardi Bloch, S. viride Bonna-
terre, S. carus croicensis Bloch, S. caeruleus Bloch, Chaetodon ocellatus
Bloch, ©. capistratus L., Angelichthys ciliaris L., Teuthis hepatus L.,
T. bahianus Casteln., Balıstes carolınensis Gmelin, B. vetula L.,
Alutera scripta Osb., Spheroides spengleri Bloch, Scorpaena agassizii
Goode u. Bean, Cephalacanthus volitans L., Gobius stigmaturus
Goode u. Bean, G. soporator Cuv. u. Val, Labrisomus nuchipinnis
Quoy u. Gaim., Salariichthys textilis Quoi u. Gaim., Brosmophysis
verrilli Garm., Platophrys lunatus L., Pterophryne gibba Mitch.,
P. ranina Tiles.
Bassani, F. La ittiofauna delle argille marnose plistoceniche di
Taranto e di Nardo (Terra d’Otranto). Atti Accademia Sc. fisiche
e math. Napoli Ser. 2. 12, No. 3, p. 1—59, 3 Taf.
Carcharodon rondeleti M. u. H., Oxyrhina spallanzanıi Bonap.,
Myliobatis aquila L., Syngnathus acus L., Hippocampus antiquorum
Leach., Nyctophus caninianus Cuv.u. Val., N. rafinesquei Üocco,
N. nissoi Cocco, N. sp.?, Maurolicus poweriae Cocco, M. amethystine
punctatus Cocco, M. attenuatus Cocco, Belone acus Risso, Scombresox
rondeliti Cuv. u. Val, Gadus poutassou Risso, Merluceius vulgaris
Flem., Solea lutea Riss., Balistes caprıscus Gm., Heliastes chromis L.,
Dentex sp., Mullus barbatus L., Chrosophrys aurata L., C. caeru-
leosticta Cuv. u. Val., Trachypterus iris Walb., Zeus faber L.,
Scomber scomber L., Lepidopus caudatus Euphr., Trachurus trachurus
L., Seriola dumerili Risso.
Bean, A. B. (l). The history of the whale shark (Rhinodon typicus
Smith). Smithsonian Miscellaneous Collections 48 (quarterly Issue
Vol. 3. Part 2, p. 139—148, Taf. 34—36 u. figg.
Geschichtliches über Rhinodon typicus Smith; zuerst erbeutet
in der Tafelbay 1828. — Rhinodon pentalineatus Kishinouye 1901 von
IV. Pisces für 1905. 5
Japan. Beschreibung beider Fische. Zitate der Autoren. Bean ist mit
Gill der Anischt, daß beide eine Art bilden.
— (2). Notes on an adult gobbin shark (Mitsukurina owstoni)
of Japan. Proceedings United States Museum 28, p. 815—818; figg.
Genaue Maßangaben, Beschreibung und Abbildung eines neuer-
dings gefangenen Exemplares. Die Fischer gewinnen Tran aus der
Leber. Das Fleisch wird als Dung benutzt.
Bean, T. H. (1). Catalogue of the fishes of New York. Report
New York Museum 56. (3), 1902—1904, p. 3—187.
— (2). A Catalogue of the Fishes of Bermuda with Notes on a
Collection made in 1905 for the Field Museum. Field Columbian Mus.
Publ. 108 Zool. Ser. Vol. 7, No. 2, 89 pp., 14 fig.
Es werden 261 Spezies, darunter Rhinogobius mowbrayi n. sp.,
aufgezählt, unter Angaben über Vorkommen und Morphologie; die
Familien sind: Branchiostomidae (2 Arten), Ginglymostomidae (1),
Galeidae (4), Sphyrnidae, Lamnidae, Myliobatidae, Acipenseridae,
Cyprinidae, Angillidae, Leptocephalidae, Myridae, Elopidae, Albu-
lidae, Engraulidae, Poecilidae, Aulostomidae, Fistulariıdae, Macro-
rhamphosidae (je 1), Ophichthyidae und Atherinidae, Musilidae,
Hemirhamphidae (je 3), Muraenidae u. Exocoetidae (je 6), Syngnathidae
(10), Clupeidae, Synodontidae, Esocidae, Sphyraenidae, Holo-
centridae (je 4 Arten): H. meeki Bean wird ausführlicher behandelt
und abgebildet, ebenso Plectrypos retrospinis Guichenot; Mullidae (2),
Scombridae (3), Gempylidae, Xiphiidae (je 1), Carangidae (15), Rachy-
centridae (1), Stromateidae (2), Coryphaenidae, Bramidae, Centro-
lophidae (je 1), Cheilodipteridae (5), Serranidae (21), Lobotidae (1),
Priacanthidae (2), Lutianidae (7), Haemulidae (11), Sparidae (4),
Gerridae (5), Typhosidae und Sciaenidae (je 1), Pomacentridae (8),
Labridae (13 Arten, darunter Iridio meyeri Bean ausführlich), Scaridae
(16 Arten, darunter Cryptotomus crassiceps Bean eingehend), Chaeto-
dontidae (7), Teuthididae (4), Balistidae (3), Monacanthidae (5),
Östraceidae (3), Tetraodontidae, Canthigasteridae (je 1), Diodontidae
(3), Molidae (2), Scorpaenidae (3), Cephalacanthidae u. Callionymidae
(je 1), Gobiidae (4 Arten, darunter die oben genannte n. sp.), Echenei-
didae (2), Malacanthidae (1), Blenniidae (4), Fierasferidae (1), Brotulidae
(2), Regalecidae (1),‘ Pleuronectidae (4) und Antennariidae (8 Arten,
darunter A. verrucosus Bean ausführlicher).
Bell, R. Sharks’ teeth from local Cretaceous formations. Report
Belfast Club, 2, 5, p. 330 u. 331.
Bellet, D. Les sous-produits de la peche maritime. Huiles et
engrais de poissons. Revue Scientifique (5) 4. p. 488—492.
Le marsouin, blackfish = Globiocephalus melas.
Beneden, E. van. (Bericht über eine eingegangene Bearbeitung der
von der Akademie über die Entwicklung des Amphioxus gestellten
Preisfrage). Bulletins de la Classe des Sciences Acad&mie Royal de
Belgique 1905. p. 643—660. Verfasser ist P. Cerfontaine (s. d.).
Berg, L, Ruibui Turkestana. Die Fische von Turkestan. Izvestija
Vost. sibir. (4) 6, 1905, p. 261, 6 Tafeln. (Russisch).
6 IV. Pisces für 1905.
Gasterosteus platygaster, Diplophysa strauchi, D. labiata, Squalius
latus Keys., S. schmidti Herz, Capoeta heratensis Keys., Discognathus
rossicus Nik., Nemacheilus flavus n. sp., N. malapterurus, Diptychus
symnogaster, D. dybowskii, Ptychobarbus oschanini n. sp., Acipenser
nudiventris, Pseudoscaphirhynchus kaufmanni, P. hermanni, P. fed-
schenkoi.
Berthier, V. Le Poisson-Chat. Bulletin Societe Histoire naturelle
Autun No. 18. Proc. Verb. p. 157—162.
Billard, ©. u. Ch. Bruyant (1). Sur le role des algues dans l’epuration
des eaux. Comptes rendus hebdomadaires des Seances et Memoires
de la Societe de Biologie. Paris 58. 1905. p. 302—304.
In nicht erneuertem Wasser konnten Dottersacksalmoniden
leben, weil darin eine Grundalge wuchert.
— (2). Vitalite des alevins de truite dans les cultures d’algues.
Comptes Rendues hebdomadaires des Seances et Memoires de la
Societe de Biologie. Paris 58. 1905. p. 447—448.
Die Beobachtungen zu (1) geben Veranlassung zu weiteren Ver-
suchen, bei welchen die Salmoniden in einem Glase mit reinem Wasser
(50 cbem für ein Fischehen) nach 30 Stunden sterben; unter denselben
‚Bedingungen aber in stark mit den grünen Algen besetztem Wasser
leben sie 10 Tage.
Bing, R. u. Burckhardt, R. Das Centralnervensystem von Ceratodus
forsteri. Zoologische Forschungsreisen in Australien. I. Ceratodus V.
Denkschriften Gesellschaft Jena 4, 1905, p. 513—584, T. 42, fig.
Anatomie und Entwicklung des Gehirns von Ceratodus forsteri
wird beschrieben. Beziehungen des Gehirns zu den umliegenden Teilen.
Ausbildung der Sinnesorgane. Sagittalsitus. Morphologie: Außerer
Aspect des Gehirns. Gehirnhöhlen. Ursprungsverhältnisse der Gehirn-
nerven. Arterien des Gehirns. Histologie: Cerebellum, Mittelhirn,
Vorderhirn, Rhinocephalon, Faserbahnen und Nervenursprünge, Median-
schnitt des Erwachsenen. Die Entwicklung. Systematische Bedeutung.
Gehirn von Ceratodus und jenes von Protopterus. ‚Ein Urteil über
die höhere oder tiefere Stellung erscheint unstatthaft.‘“ Ceratodus
und die übrigen Fische.
Bisselick, J. W. van. Over de innervatie van het rompmyotoom.
Versl. wis. nat. Afd. Acad. Wet. Amsterdam Deel 13, p. 727—130,
1 Taf. Auch: Proc. Sect. Sc. Acad. Wet. Amsterdam Vol. 7. p. 708
— 711, 1 Taf.
Acanthias, Mustelus. Jedes Myotom und das zugehörige inter-
myotome Gewebe wird von einem Spinalnerv versorgt. Die Lage der
Wurzeln und der Verlauf der Fasern werden geschildert. Die größeren
Zweige enthalten Elemente beider Wurzeln.
Blake, J. F. A monograph of the fauna of the Cornbrash. Pisces.
Palaeontolographical Society Monograph Vol. 59, p. 1—100, Taf. 1—9.
Macromesodon n.n. für Mesodon.
Bolau, Hermann (1). Einige Beobachtungen an Stichlingen im
Seewasseraquarium. Zool. Garten Jahrg. 46. p. 48—50.
IV. Pisces für 1905. 7
Gasterosteus aculeatus hält sich im Seewasseraquarium, G. pun-
gitius geht bald ein. Sie werden von einem Höckerkrebs, Hyaas
aranea, und vom Knurrhahn, Trigla gurnardus, gefressen. Schutz
durch die Stacheln.
— (2). Die deutschen Versuche mit gezeichneten Schollen. Mitt.
deutsch. Seefischerei-Ver. Bd. 21. p. 411—421, 6 fig.
Technik des Fangens; Methode der Markierung; Aluminium-
und Hartgummi-Marken. Tabellarische Übersicht der einzelnen
Versuche und Zahlenverhältnis der wiedergefangenen Schollen.
Wanderung und Längenwachstum derselben.
Borcea, 3. (1). Note complömentaire sur la morphologie du rein
des Elasmobranches. Bulletin de la Societ& zoologique de France 29,
p- 209 u. 210.
Bei jungen männlichen Raja u. Trygon fehlen die Malpighischen
Körperchen; bei den primitiven Elasmobranchiern (Squatina, Acanthias,
Galeus, Mustelus) ist der vordere und hintere Teil der Niere gleich
gebaut.
— (2). Sur quelques faits relatifs au developpement du rein des
Elasmobranches. Comptes Rendus hebdom. des Seances de l’Acad&mie
des Sciences Paris. 141, p. 672—674.
Acanthias vulgaris, Raja clavata. Die früheren Angaben über die
Entwicklung der Niere werden erweitert. (Vgl. Bericht für 1904 p. 5).
Entstehung und Aufbau der Nierenkanälchen.
— (3). Recherches sur le syst&me uro-genital des Elasmobranches.
Arch. Zool. exper. (4) T.4. p. 199—484. 2 Taf.
Borchert, M. Über eine bisher unbekannte Gesetzmäßigkeit im
Zentralnervensystem von Torpedo. Anatomischer Anzeiger 26, p. 289
—292, Taf. 7 u. 8, Fig.
Torpedo: Bei Gehirnnerven, die aus deutlich gesonderten frontal
und caudal das Gehirn verlassenden Wurzeln bestehen, treten die
frontalen Wurzeln bei ihrem Austritt aus dem Gehirn an die ventrale
Seite der caudalen Wurzeln. Bei den Lateralnerven des Trigeminus-
Facialis-Acusticus, sowie beim Trigeminus und Facialis tritt die frontale
Wurzel erst an die mediale, dann an die ventrale Seite der caudalen
Wurzel. Für die eng verflochtenen elektrischen Nerven ist das Gesetz
noch nicht nachgewiesen.
Borodine, —. Les Clupeidees de la Mer Caspienne. Compte Rendu
Congres international de Zoologie Berne, p. 264—281, 1 Taf. Fig.
Fangstatistik. Die im Kaspischen Meere vorkommenden Arten.
Clupea caspia Eichw., Cl. kessleri Gr., Cl. caspio-pontica nn. varr.
braschnikowi, soposchnikowi, grimmi, Cl. maeotica Gr., Clupeonella
grimmi Kessl.
Bouin, P. Recherches sur la figure achromatique de la cyto-
dierese. Sur la telophase des gros blastomeres chez les Salmonides.
Archive Zoologie experimentel (4) 3, 1905, notes, p. 92—98. 5 Figg.
Trutta fario.. Während der Teilung der großen Blastomeren ver-
schwinden die Verbindungsfäden der achromatischen Figur. In der
äquatorialen Zone entstehen palissadenförmig aneinandergereihte
8 IV. Pisces für 1905.
kurze, mitten verdickte Fäden, die schließlich am Äquator eine garben-
förmige Figur bilden. Die Verbindungsfäden der kleinen Blastomeren
verschwinden nicht, sondern liefern den Spindelrest und die Zwischen-
körperchen.
Boulenger, G. A. (1). On a British specimen of the Great Sea-Perch
Epinephelus cernioides Capello.. Annals and Magazine of Natural
History (7) 15, p. 592 u. 593.
Epinephelus cerniodes Capello an der Küste von Cornwall.
— (2%). The distribution of African Fresh-water Fishes. Presidential
Address to British Association, Section D, Nature 72, p. 413—421.
976 afrikanische Arten gehören zu 185 Gattungen und 43 Familien,
deren Verteilung auf die afrikanischen Gewässer im einzelnen er-
örtert wird. Einschließlich Madagaskar werden 5 afrikanische Sub-
regionen unterschieden und charakterisiert.
— (3). On a second collection of Fishes made by Mr. 8. L. Hinde
in the Kenya District, East Africa. Proceedings Zoological Society
London 1905. 1, p. 62—64, Taf. 7.
Discognathus hindii n. sp. (nahe D. blanfordii); Barbus thikensis
n.sp. (nahe B. gibbosus Ptrs.), Barbus hindii Blgr., B. perplexicans
Blgr. Amphilius grandis n. sp. die größte Art dieser Gattung. Länge
180 mm. Synopsis der Arten: Amphilius uranoscopus Pfeff., A. grandis
Bler., A. platychir Gthr., A. longirostris Blgr., A. atesuensis Bler.,
A. brevis Blgr., A. angustifrons Blgr.
— (4). A list of the freshwater fishes of Africa. Annals and
Magazine of Natural History (7) 16, p. 36—60.
Systematisches Verzeichnis der Spezies afrikanischer Fische
mit Autoren, Publikationsjahr und geographischer Verbreitung.
— (5). O a small collection of fishes from the Khasai River (Congo).
Annals and Magazine of Natural History (7) 16 p. 640—642.
Polypterus ornatipinnis Bler., Mormyrops attenuatus Bler.,
Gnathonemus elephas Blgr., Alestes liebrechtsii Blgr., A. fuchsii
Bler., Distichodus antonii Schilth., D. fasciolatus Blgr., D. sexfasciatus
Blgr., Clarias lazera C. u. V., Chrysichthys duttoni n. sp., Ancheno-
glanis occidentalis ©. u. V., Synodontis angelicus Schilth., 8. greshoffi
Schilth., Paratilapia toddi n. sp. nahe P. macrocephala Bler., Pelmato-
chromis lateralis Bler.
— (6). On o collection of fishes from Lake Bangwelo. Annals
and Magazin of natural History (7) 16 p. 642—647.
Mastacembelus signatus n. sp., Paratilapia mellandi n. sp., Tilapia
fouloni n. sp., Clarias fouloni n. sp., Cl. mellandi n. sp., Chrysichthys
mahusi n. sp., Synodontis nigromaculatus n. sp., Barbus bangwelensis
n.sp. nahe B. congicus, Gmnathonemus macrolepidotus Peters,
Gn. monteiri Gthr., Hydrocyon lineatus Blkr., Alestes macrophthalmus
Gthr., A. imberi Peters, A. grandisquamis Blgr., Distichodus maculatus
Blgr., Labeo altivelis Peters, Schilbe mystus L., Anchenoglanis
occidentalis C. u. V., Anabas multispinis Peters, Paratilabia robusta
Gthr., Pelmatochromis lateralis Blgr., Tilapia natalensis M. Weber,
Tilapia melanopleura A. Dum., T. sparrmani A. Smith.
IV. Pisces für 1905. 9
— (?). Descriptions of Four new Freshwater Fishes discovered
by Dr. W. J. Ansorge in Angola. Annals and Magazin of Natural
History (7) 15 p. 457—459.
Mastacembelus ansorgii n.sp. 445 mm, Quanzafluß; Alestes
humilis n.sp. nahe A. imberi Ptrs., Länge 70 mm; Gnathonemus
angolensis n. sp., Länge 135 mm; Marcusenius ansorgüi n. sp., Länge
110 mm.
— (8). Description of a new Mormyrid Fish from the White Nile.
Annals and Magazine of natural History (7) 15 p. 457.
Mareusenius harringtoni n. sp., 305 mm.
— (9). A series of fishes from Lake Chad and the Sharı River.
Proceedings Zoological Society London 1905 1, p. 151.
Dem Nil und dem Niger sind folgende Spezies gemeinsam:
Mormyridae: Petrocephalus bane Lacep., Mormyrus caschive
Hasselq. (jubelini C. u. V.), Hyperopisus bebe Lacep., Gymnarchus
niloticus Cuv. Characinidae: Hydrocion brevis Gthr., Alestes
baremose Jaan., A. dentex L., A. nurse Rüpp., Distichodus rostratus
Gthr., D. brevipinnis Gthr., Citharinus citharus Geoffr. Cyprinidae:
Labeo horie Heck. (senegalensis C.u.V.) Siluridae: Clarias
lazera C. u. V., Heterobranchus senegalensis €. u. V., Schilbe mystus
L., Olarotes laticeps Rüpp., Bagrus bayad Forsk., Synodontis clarıas L.,
S. batensoda Rüpp., S. serratus Rüpp. Serranidae: Lates niloticus
Hasselg., Cichlidae: Tilapia nilotica L.L Tetrodontidae:
Tetrodon fahaka Hasselq.
— (10). Another new Barbus from Morocco. Novitates Zoologicae
12, p. 505.
Barbus ksibi n. sp. nahe B. setivimensis. Derselbe wurde zugleich
mit Anguilla vulgaris und Barbus callensis im Wed Ksib erbeutet.
— (11). Description of a new fish of the genus Paratilapia from
the Upper Zambesi. Annals South African Museum 3, p. 301 u. 302,
1 Taf.
Paratilapia carlottae n. sp., Pagrus nigripinnis n. sp.
— (12). Descriptions of six new perciform fishes from the coast
of Natal. Annals South African Museum 3, p. 63—67, Taf. 3—17.
Epinephelus gramanatophorus n.sp., E. albomarginatus n. sp.,
E. andersoni n.sp., Dinoperca queketti n.sp. nahe Hapalogenys
Er aperea) petersi, Dentex lineopunctatus n. sp. nahe D. argyrozana
u: IV
— (13). Poissons de la Guinee espagnole. Memorias de la
Sociedad de historia natural Espanola 1, 1905, p. 187 u. 188.
Bounhiol, 3. P. (k). Recherches experimentales sur la respiration
aquatique. I. La respiration des poissons marins dans ses rapports
avec la captivite et la piscieulture. Bulletin Scientifigue de la France
et de la Belgique 39, p. 227—305, Taf. 5.
— (2). Mesures respiratoires sur les poissons marins Paris. Comptes
Rendus hebdom. des Seances de l’Academie des Sciences Paris 140.
1905. p. 60—62.
10 IV. Pisces für 1905.
Squalus, Syngnathus, Conger, Solea, Abramis, Labrax, Cottus
wurden bezüglich ihrer Respiration untersucht und zwar freilebend in
Wasser mit 6 ccm O und während der Gefangenschaft von 1—3 Monaten
in Wasser mit 4—5 ccm O in 11. Der Respirationsquotient ist in der
Gefangenschaft ein anderer als im Wasser von stets gleichbleibendem
Ö-gehalt (6 cem); ersterer ist nach 2 Monaten derselbe wie nach langer
Gefangenschaft. Es handelt sich dabei um eine Störung der Atmung
nicht um eine Anpassung.
Bowers, @. M. Report of the Commissioner of Fisheries for the
fiscal year ending June 30, 1904. Report Bureau Fish. Washington
1905, p. 1—80.
Brachet, A. Sur l’histogenese et la signification morphologique
des fibres nerveuses peripheriques. Bulletin Societe R. Sciences Med.
Naturelles Bruxelles. 10 pagg.
Spinax. Die ventralen Nervenwurzeln werden als syncytiale
Zellstränge angelegt, welche zu den Myotomen hinwachsen. Im Plasma
der Stränge entstehen Fibrillen. Die Achsencylinder sind pluricellulären
Ursprunges.
Brandicourt, V. Dissemination des plantes par les poissons. Bulletin
Societe Linneenne du Nord de la France 17, p. 139—143.
Brandt, K. Über Dr. Petersens neue Beiträge zur Aalfrage und
seine neue Methode, den Fangertrag an Wanderaalen erheblich zu ver-
mehren. Mitt. deutsch. Seefischerei-Ver. Bd. 21. p. 333—338, 2 fig.
Überblick über die Fortschritte unserer Kenntnis von der Fort-
pflanzung des Aales. Geschlechtlich entvickelte Silber- oder Blank-
aale werden von den noch nicht so weit entwickelten gelben Aalen
untsrschieden. Lebensweise des Leptocephalus brevirostris. Laich-
stellen der europäischen Aale. Beleuchtung des Wassers hält die
Wanderung des Aales auf. Schlußfolgerungen für die Fischerei.
Brauer, A. Die Leuchtorgane der Tiefseefische. Bericht d. Sencken-
bergischen naturforsch. Gesellschaft Frankfurt a.M. 1905 p. 7—9.
Bericht über einen Vortrag, gehalten auf der Jahresfeier der Ge-
sellschaft 28. V. 05. Vgl. Bericht für 1904 p. 10.
Brazil, L. u. Kerville, H. 6. de. Note sur un centrisque becasse
(Centriscus scolopax L.) poisson acanthopterygien pöche dans le
departement du Calvados. Bulletin Societe Rouen 1905, p. 199 u. 200,
Taf. 2.
Breitfuß, L. Die Fischerei an der Murmanpüste. Rapports.
Conseil international pour l’exploration de la mer 3. Anlage J. Anhang
p. 134—136.
Geschichtliches, Alter der Fischerei. Ausübung von Juni bis
Oktober. Gadus callarias L. ferner Gadus aeglefinus L. sowie auch
Gadus virens L., Hippoglossus vulgaris Flem., Platysomatichthys
hippoglossoides Walb., Anarrhichas lupus L., A. minor Müll., A. lati-
frons Steenstr., Sebastes norvegicus Asc., Pleuronectes platessa L.,
Pl. flesus L. Fischerei.
Breuer, 3. Über den Galvanotropismus (Galvanotaxis) der
IV. Pisces für 1905, 11
Fische. Anzeiger Akademie Wissensch. Wien math.-naturwiss. Classe
42. p. 831.
Die quere Durchströmung des Kopfes durch elektrische Ströme
verursacht Bewegungen analog denjenigen, welche von höheren Tieren
im galvanischen Schwindel ausgeführt werden, und die abhängig sind
vom Labyrinth. Wenn der Einfluß des Kopfes ausgeschaltet wird,
tritt durch direkte Reizung des Rückenmarks die tonische Kon-
traktion ein, derart, daß sich das Tier konkav zur Anode krümmt.
Diese tonischen Kontraktionen sind an die Existenz des Rücken-
marks gebunden und entspringen der direkten Erregung der motor-
ischen Ganglien durch den Strom.
— (2). Über den Galvanotropismus (Galvanotaxis) bei Fischen.
Sitzungs-Berichte Akademie Wissenschaften Wien 114. Abt. 3. p. 27
—56.
Ausführlichere Darstellung der in Breuer (1) mitgeteilten Ver-
suche. Theoretische Deutung.
Boveri, Th. Eine Anfrage an Herrn und Frau Dr. Schreiner in
Dröbak. Anatomischer Anzeiger. 27. p. 222—223.
Myxine glutinosa.
Brian, A. Una crociera in Norwegia. Atti Societa Ligustica 16
(1) pP. 3—31.
Briot, A. (1). Sur l’action soi-disant venimeuse de la Rascasse.
Compte Rendu Association Frangaise pour l’avanc. des Sciences avanc.
33, p. 904.
Die an Trachinus angestellten Versuche wurden auf Scorpaena
ausgedehnt und an Fröschen und weißen Ratten ausgeführt. Die
Stacheln enthalten kein Gift.
— (2). Travaux de la station de recherches relatives a la Pöche
martime a Ostende. Fase. 2. Ostende 1905. Revue generale Sciences
16, p. 833 u. 834.
Broman, 3. Über die Entwicklung des Mesenterien, der Leber-
ligamente und der Leberform bei den Lungenfischen. Denkschriften
med. naturwiss. Gesellschaft Jena. 4, 1905, p. 587—640, Taf. 43 und 54
Text-figg. |
Das definitive Coelom entsteht in Form von paarigen Pericardial-
höhlen welche später verschmelzen. Die beiden primitiven Peritoneal-
höhlen kommunizieren ursprünglich weder unter einander noch mit
der Pericardialhöhle. Durch Bildung des Mesocardium dorsale trennt
sich die Herzanlage von der ventralen Vorderdarmwand. Caudal-
wärts ist das Herz ursprünglich mit der Leberanlage breit verbunden,
später isoliert die primitive Pericardialhöhle die Leber und einen
Teil des Darmes von der Körperwand. Ein Ligamentum faleiforme
hepaticis gibt es nie in der Ceratodus-Ontogenie. Mesenterien per-
sistieren zwischen den caudalen paarigen Abteilungen der Pericardial-
höhle. Später vereinigen sich die Pericardial- und die Peritoneal-
höhlen zur Körperhöhle (Pericardiaco-pleuro-peritonealhöhle). Dann
trennt sich die definitive Pericardialhöhle von der definitiven Bauch-
höhle. (Pleuroperitonealhöhle) Der Vorderdarm besitzt ein Mesen-
12 IV. Pisces für 1905.
terium dorsale, ein M. ventrale und 2 Mesenteria lateralia. Letztere
verschwinden; das definitive Mesenterium ventrale ist — im Gegen-
satz zu Salmo salar — eine primäre Bildung; membranartig aus-
gezogen persistiert es. An der rechten Seite des Darmes entsteht
die eranialwärts blind endende Peritonealtasche (Recessus hepato-
mesenterico-entericus); dorsal davon liegt die Plica mesogastrica.
Vom obengenannten Recessus entsteht ein neuer Recessus, der in
eine „Bursa omentalis‘ übergeht. Die Leber wächst in die Plica meso-
gastrica und bildet hier den Lobus venae cavae hepaticis. Gleich-
zeitig entstehen die Vena cava und die Vena cardinalis. Die Arteria
coeliaca ist eine Fortsetzung der rechten Glomerulusarterie.. Die
veranlaßt in der sich vergrößernden Leber eine Furche, Sulcus arteriae
coeliacae. Die späteren dorsalen Leberverbindungen sind das Liga-
mentum hepato-entericum oder Omentum minus und das Leber-
gekröse. Das Ligamentum coronarium hepatis verbindet die Leber
mit dem Septum pericardiaco-peritoneale. Gallenblase. Die embryonale
Ceratodus-Leber hat mehr Ähnlichkeit mit der entwickelten Pro-
topterus-Leber als mit jener des entwickelten Ceratodus. Pori ab-
dominales sind im Stadium 48 noch nicht entwickelt. Dieselben fehlen
auch bei Lepidosiren. Der Querschnitt des caudalen ventralen Me-
senteriums ist dreieckig. Die caudale Darmpartie bei Clupea harengus
und Perca fluviatilis sowie bei Karpfen besitzt ein Mesenterium ventrale;
es fehlt bei Muraena. Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Lungen-
fischen und Amphibien. Mechanische Hilfsmittel bei Ausbildung der
Körperhöhlen sind: Herzbewegung, Vornierensekretion und Darm-
bewegung. Das Coelom hat frühzeitig eine isolierende Funktion für
bewegliche Organe.
Broom, R. On a species of Coelacanthus from the Upper Beaufort
Beds of Aliwal North. Record Albany Museum. Grahamstown. 1905.
p. 338 u. 339.
Coelacanthus africanus n. sp.
Brown, 3. €. Note on Janassa bituminosa Schlot., from the Marl
Slate, Thickley, Durham. Le Naturaliste. Paris p. 220—222, 1 Taf.
Brown, ©. H. The permeability of the membrane of the egg of
Fundulus heteroclitus. The American Journal of Physiology. 14,
p- 354—358.
Fundulus heteroclitus. Die Eischale ist undurchlässig für Salze
und Wasser während der ersten 6—8 Stunden, d.h. Eier, welche in
destilliertes Wasser gebracht werden, verlieren in dieser Zeit nicht ihr
Salz. Die Schale wird am durchlässigsten nach etwa 18—20 Stunden;
sie ist gleich durchlässig für Wasser und Salz.
Brüning, €. (1). Zwei indische Barben. Natur und Haus Jahrg. 13.
p. 129—130, 2 fig.
Barbus tieto Gthr., B. conchonius Gthr. Beschreibung, Unter-
scheidungsmerkmale.
— (2). Die Familie der Kletteifische. Natur und Haus Jahrg. 13.
p. 344—346, 2 fig.
IV, Pisces für 1905. 13
Anabas scandens, A. macrocephalus Gthr., Ctenopoma, Spiro-
branchus.
— (3). Die Familie der Osphromenidae. Natur und Haus Jahrg. 14
p. 52—54, fig. 1
Ophronemus olfax, Biologisches und Anatomisches über Laby-
rinthfische.
Bryce, T. H. The histologie of the blood of the larva of Lepi-
dosiren paradoxa. Part I. Structure of the resting and dividing
corpuscles. Transactions R. Society Edinburgh 41, p. 291—310, 5 Taf.
Part II. Haematogenesis ebenda p. 435—467. 4 Taf.
I. Teil: Methodik. Die Erythrocyten (Cytoplasma, Nucleolus,
Teilungsvorgänge, Auslegung). Die Leucocyten sind: 1. kleine und
2. große mononucleare hyaline, 3. polymorphonucleare Zellen; Eosino-
phile Leucocyten. 2. Teil: Primitive Blutkörperchen und ihre Eigen-
schaften. Erythrocyten, Erythroblast. Eigentliche Leucocyten.
Dieselben sind phylogenetisch die älteren; im Blut der Dipnoer sind
sie sehr zahlreich. Das Eingeweide-Mesenchym als Entstehungsort der
Erythroblasten. — Aus der primitiven Blutzelle entstehen primitive
Erythroblasten und primitive Leucocyten. Aus den Mesenchym-
zellen entstehen solche mononucleaere Zellen, welche zu Erythroblasten
und Erythrocyten werden und andere mononucleaere Zellen, welche
Leucocyten liefern.
Buen, ©. de. La region mediterranee des Baleares. Bulletin de
la Societe zoologique de France 30, p. 98—106.
Amphioxus, Oblata, Labrus, Crenilabrus, Julis, Serranus scriba,
Mullus, Sargus, Pagellus, Scorpaena, Gobius, Bennius, Syngnathus,
Chromis sind nachgewiesen.
Bund, W. Salmon migration. Compte Rendu Congres inter-
national de Zoologie Berne, p. 698—702.
Lachsfangstatistik im Severn. Biologie.
Burekhardt, R. Das Centralnervensystem von Ceratodus forsteri.
Compte-Rendu Congress international de Zoologie Berne, p. 314 u. 315.
Vgl. oben Bing u. Burckhardt.
Bureau, N. Note sur la presence du Beryx decadactyle, Beryx
decadactylus Cuv. et Val. (poisson acanthopterygien), sur les cotes
oc&aniques de France. Bulletin Societ& Ouest France 2, 5, p. 207—209.
Taf.7. .
Busenitz, —. Bericht über die wissenschaftliche Tätigkeit des
westpreußischen Fischereivereins im Jahre 1902. Schriften naturf.
Gesellsch. Danzig 11, p. XXXVI.
Butler, J. D. Codfish. Its place in American history. Transactions
Wisconsin Academy 11, p. 261—273.
Bykowski, L. u. Nussbaum, 3. Dalsze przyczynki do morfologii
ryby pasozytniczej Kostnoszkieletowej Fierasfer Cuv. (Weitere Beiträge
zur Morphologie des parasitischen Knochenfisches Fierasfer Cuv.).
Bulletin Acad&mie Cracovie 1905, p. 169—198, Fig.
Haut und Larvale Anhänge von Fierasfer dentatus, F. acus.
Die Zellen der übereinanderliegenden Hautschichten, die 4 verschiedene
14 IV. Pisces für 1905.
Arten der Drüsenzellen (1. tiefe, geschlossene, sackförmige, 2 kolben-
förmige mit langem Hals, 3. rundliche oberflächlich gelegene mit
großer Öffnung, 4. rundliche oder ovale geschlossene), die Histologie
des Vexillum, die Involution des Caudalfilamentes werden eingehend
geschildert, ebenso die Anordnung der Sinneshügel bei Judendformen
in der Seitenlinie, sowie in Reihen ober- und unterhalb derselben.
Die Sinnesorgane der Hautschichten besitzen drei Arten gut charakteri-
sierter Zellen.
Calderwood, W. L. A specimen of the Salmon in trasition from the
smolt to the grilse stage. Proceedings Royel Society Edinburgh 25,
I. p. 395—400, Taf. 1 u. 2. fig.
Beschreibung eines Lachses im Übergang vom ‚smolt‘“‘ zum
„grilse“, womit verschiedene Alterstadien bezeichnet werden.
Camprell, 3. Mack. Capture of a marked skate. Annals Scott.
Natural History 1905. p. 56.
Camus, L. et E. Gley. Action h&matolytique et toxieite general
du serum d’Anguille pour la marmotte. Comptes Rendus hebdom.
des Seances de l’Academie des Sciences Paris 140 p. 1717—1718.
Die Wirkung des Blutserums des Aales wird an Arctomys mar-
motta untersucht.
Capellini, &. Avanzi di Squalodonte nell’ Arenaria di Grumi dei
Frati presso Schio. Rendiconto Accademia Science Bologna 7, p. 59—62.
Carazzi, D. Sul sistema arterioso dı Selache maxima e di altrıi
Squalid. Anatomischer Anzeiger 26, p. 63—96 u. 124—134, fig.
Acanthias vulgaris, Mustelus vulgaris, Sceyllium catulus, S. canıi-
cula, Squatina vulgaris, Hypobranchialkreislauf, Arteria coronaria,
Körperarterien, Abdominalaorta, Carotisarterien, Üerebralarterien.
Carter, J. T. The evolution of the Vertebrate skull, with special
reference to the development and suspensorium of the jaws. Trans-
actions Odont. Society 42, p. 125—150, text-fig.
Cartolari, EE Di una pneumopatia dei loricati. Nota zoo-pato-
logica. Rivista italiana Scienze Naturali 25, p. 97”—99.
Caullery, M. Les yeux et l’adaptation au milieu chez les anımaux
abyssaux. Revue generale des Sciences. 16, p. 324—340, 14 Fig.
Caullery, M. u. Mesnil, F. Sur des haplosporidies parasites de
poissons marins. Comptes Rendus hebd. Societe de Biologie Paris 58,
p. 640—642.
Auf Motella mustela und Liparis vulgaris, Crenilabrus melops
schmarotzen den Haplosporidien nahe verwandten Arten, welche in
der neuen Gattung Ichthyosporidium vereinigt werden.
Cavalie, M. Sur quelque points de la structure de l’organe electrique
Torpedo galvanı. Comptes Rendus hebd. des Seances d. 1. Societe
de Biologie Paris 58 p. 158—160.
Die mittlere Schicht der elektrischen Platten enthält Fibrillen,
wie sie auch in den Nervenscheiden und in der Grundsubstanz der
ventralen Schicht auftreten.
Cepede, €. (1). Le blageon et la suiffe bouchesse (Squalius agassizü
IV. Pisces für 1905. 15
Heck.) dans les lacs et les cours d’eau de la region Delphino-savoisienne.
Annales de l’Universit@ de Grenoble T. 17 p. 301—306.
Vergleich zwischen „blageon d’Annecy“ Squalius agassizii Heck.
und „Suiffe bouchesse“ der Isere, letzterer ıst Squalius agassizi
n. subsp. savignyi Bonap.
— (%). Myxosporidies des poissons des Alpes francais. Compte
Rendu Association frangaises. 33 Sesion (1904) 1905 p. 905—913.
Barbus fluviatilis Ag., Alburnus lucidus Heck., Leueciseus rutilus L.,
Sardinius erythrophthalmus L., Squalius cephalus L., S. agassizii
Heckel, S. savignyi Bonap., Phoxinus laevis Ag., Cottus gobio L.,
Apro asper L., Cobitis barbatula L., Esox lucius L., Salmo fario L.
werden auf Myxosporidien untersucht, die gefundenen Arten werden
beschrieben.
Cerfontaine, P. Recherches sur le developpement de I’Amphioxus.
Archives de Biologie 22 (1906—1907 Heft 1 u. 2 erschienen 1905)
Heft 2 p. 229—418, Taf. 12—22.
Ovarium und Organogenese des Amphioxus. Ovogenese, Reifung,
Ablage, Befruchtung, bilaterale Symmetrie des befruchteten Eies,
Segmentierung — typische und nicht typische — Gastrulation, Schluß
des Blastoporus, Notochord, Genese des Rückenstranges, jene des
Mesoblast; Coelom. Verhältnis der rechten und linken Seite bei Bildung
der Protosomiten.
Cerruti, A. Sulle „risoluzioni nucleari nella vescicola germinativa
degli ooeciti di aleuni Vertebrati. Anatomischer Anzeiger 26. p. 613
—622. 16 Figg.
Die Auflösung der Nucleolen in den Oocyten von Scyllium,
Pristiurus, Raja wird geschildert. Die entstehenden faserartigen
Gebilde unterliegen einer Longitudinalteilung und zerfallen dann
rasch in Granula, aus welchen sich von neuem Nucleolen bilden können.
Chaignon, H. de. Contributions & V’historie naturelle de la Tunisie.
Bulletin Societ&@ Autun 17, 1904, p. 1—166.
Cheechia-Rispoli, ©. Un nuovo rinvenimento di Lepidocyelina
nell’ eocene della Sicilia. Il Naturalista Siciliano 17, p. 253 u. 254.
Ein neuer Fund von Lepidocyelina im Eocän von Sizilien. Angabe
der früheren Funde. Lepidocyclina selimentina n. sp.
Chiarugi, 6. Della regione parafisaria del telencefalo e di alcuni
ispessimenti del corrispondente ectoderma tegumentale in embrioni
di Torpedo ocellata. Nota preliminare. Monitore Zoologico Italiano
Anno 16. p. 182—186.
Das Vorderhirn der Torpedoembryonen zerfällt in eine Regio
supraneuroporica und eine Regio paraphysaria mit hintereinander-
liegenden Paraphysen. Umwandlung und Verschwinden derselben.
Das Kopfektoderm und sein Bau. Ektodermverdickungen in der
Paraphysengegend werden beschrieben, sie gehören einem besonderen
Sinnesorgan an.
Chiarini, P. Changements morphologiques que l’on observe dans
la retine des Vertebres par l’action de la lumiere et de l’obscurite.
16 IV. Pisces für 1905.
I. partie. La retine des Poissons et des Amphibies (Resume de l’auteur).
Archives Italiennes de Biologie. 42. p. 303—322.
Autoreferat. — Vgl. Bericht für 1904 p. 15.
Ciaccio, €. Sull’ esistenza dı un tessuto mieloide differenziato
negli animali inferiori. Anatomischer Anzeiger 26. p. 222—224.
Die auch bei Fischen (Teleostiern) in der Niere beobachteten
Zellhaufen sind Lymphocyten oder Myelocyten, von denen ein Teil
granuliert ist, ein anderer nicht. Auch Erythrocyten finden sich
daselbst.
Chiarugi, 6. Della regione parafisarıa de telencefalo e di alcuni
ispessimenti del corrispondente ectoderma tegumentale in embrioni
di Torpedo ocellata. Monitore zoologico italiano 16, p. 182—186.
Studien über dieEntwicklung der paraphysar-Gegend beiEmbryonen
von Torpedo ocellata. Es wird eine regio supraneuroporica und eine
regio paraphysaria unterschieden bei Embryonen von 13 mm Länge.
Bei 15—18 mm langen Embryonen ist die encephale Wand dünner
als in der regio supraneuroporica. Es bilden sich 3 Paraphysen. Be-
ziehungen des Hautectoderms zur Paraphysargegend. Die Paraphysen
werden als Rudimente von Hautsinnesorganen gedeutet, welche den
übrigen Hautsinnesorganen der Selachier gegenüber eine Sonderstellung
einnehmen.
Christison, Sanderson. Curious Fishes of the Deep Sea. Scient.
Amer. Vol. 92. p. 188, 6 fig.
Christopher, H. Schmarotzerfische. Natur u. Haus Jahrg. 14
p. 55—57 4 fig.
Fierasfer, Rhodeus amarus, Petromyzon.
Clark, A. H. Habits of the West Indian Whitebait. The American
Naturalist 1905, 39, p. 335—337.
Sieydium plumieri erinnert an Boleosoma nigrum olmsteadi in
seinen Gewohnheiten. Anpassung in der Färbung an die Farbe der
Umgebung, und Ähnlichkeit derselben mit einem ebenda lebenden
Krebs von denselben Gewohnheiten wie der Fisch. Eiablage. Biologie
der jungen Fische. Aufsteigen derselben über die Felsen des Flußes,
in kleinsten Wasserrinnen. Widerstandsfähigkeit der in kleinen
Tümpeln zurückgebliebenen. Zahlreiche Zugvögel (Florida, Charadrius,
Arenaria, Symphenia u.a.) verfolgen sie eifrig; die Fische werden
gefangen und gegessen.
Clarke, T.B. The opal in Shetland. Annals Scott. Natural History
1905, p. 246 u. 247.
Lampris luna.
Clere, W. Courte notice sur mes excursions zoologiques en 1903
et 1904. Bulletin Societe Ouralienne. 25. p. 18.
Cligny, M. A. Variations geographiques des Pleuronectides.
Comptes Rendus hebdomad. des Seances de l’Academie des Sciences
1905, 140, p. 526—529.
Lepidorhombus whiff Walb. aus verschiedenen Meeren stammend
wurde bezüglich ihrer Variabilität verglichen. Die Zunahme der
Flossenstrahlen ist eine fortschreitende Variation. Die Rassen, welche
IV. Pisces für 1905. 17
die wenigsten Flossenstrahlen besitzen, meist die nördlichsten, er-
scheinen als die primitivsten.
Cobb, J. N. (1). The commercial Fisheries of the Hawailan Islands.
Bulletin of the U. St. Fish Commission XXIII for 1903 Part II
Section 3. p. 717—763.
Die Fischereiverhältnisse der hawaiischen Inseln. Fangmethoden.
Statistik.
— (2). The commercial fisheries of the interior Lakes and Rivers
of New York and Vermont U. S. Commission of Fish and Fisheries
XXIX Report of the Commissioner for 1902/03. Washington 1905
p. 225—246.
Beschreibung der Fischgewässer. Fangmethoden. Fische.
Coggi, A. Su lo sviluppo e la morfologia delle ampolle di Lorenzini
e loro nervi. Archivo zoologico Unione zool. italana Napoli, 2, p. 309
—383, Taf. 20—22, Figg.
Torpedo ocellata. Die Entwicklung der Lorenzinischen Ampullen
wird ausführlich beschrieben.
Cohn, L. Über leosteus enigmaticus Lock. Zoologischer Anzeiger
29, p. 522—526.
Icosteus enigmaticus Lockington, ein Tiefseebewohner — Schedo-
philus spinosus Steind. Zu den 7 bekannten Exemplaren beschreibt
Cohn ein achtes von 36,5cm Länge von der Mündung des Columbia
River. lIcosteus gehört mit dem Genus Schedophilus Günther zu
den Coryphaeninen.
Cole, F. 3. (1). The German Carp in the United States. Report
Bureau Fish. Washington 1905, p. 523—642.
Verhalten des nach Amerika eingeführten Karpfens.
— (2). Notes on Myxine. Anatomischer Anzeiger 27, p. 323—326.
Vorläufige Mitteilung. Myxine. Die Gallengänge münden getrennt
in die große Gallenblase. Bei einem Exemplar war der Segmentalgang
(Malpighischer Körper) vorwärts verlängert und mündete als Tube
in die Pronephros. Geschlechtsorgane: Jede alte Myxine ist herma-
phrodit und hat entweder reife Hoden und rudimentäre Ovaricen
. oder umgekehrt. Zähne: Die Anordnung ist eine kammförmige. Die
Verbindungen der Spitzen der Zähne und jene der epidermalen Zahn-
papillen zeigten gewisse Unterschiede. Die beiden ersten Zähne jeder
Reihe sind zweispitzige Einzelzähne. Die Thyreoidea wird hier zum
erstenmal beschrieben. Neben den Blutgefäßen ist ein weites Lagunen-
system vorhanden.
Collett, R. (1). On some Fishes from the sea off the Azores. Zoo-
logischer Anzeiger 28, p. 723—730.
Bereits 1897 gab Collett im Archiv for Math. og Naturvid.
Vol.19 No.7 p.7. Kristiania 1897 eine kurze Beschreibung der bei
den Azoren gefangenen Fische. Hier folgen Nachträge über Eumi-
crotremus spinosus (Müll.), Gaidropsarus guttatus Coll., Onus gut-
tatus Coll., Argyropolecus aculeatus Cuv. Neu beschrieben wird
Lampadena chavesi n.sp. aus der Familie der Myctophidae.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (1V.) ”
u
18 IV. Pisces für 1905.
Lampadena chavesi n. sp. nahe L. speculigera, Fam. Myctophi-
dae. Eumicrotremus spinosus Küll., Fam., Cyclopteridae, Gaidro-
psarus guttatus Coll, Fam. Gadidae, Argyropelecus aculeatus Cuv.
u. Val., Fam. Sternoptychidae.
— (2). Meddelelser on Norges Fiske i Aarene 1884—1901 (3 die
Hoved-Supplement til ,„Norges Fiske“). 3. Forh. Vid. Selsk.
Christiania No.7. 173 pp.
Comes, 8. (1). Sulla funzione glandulare del follicolo e sulla diffe-
renziazione degl’ involucri nell’ uovo di Belone acus Rond. Anatomischer
Anzeiger 26. p. 9—17, 10 fig.
Die Membrana vitellina des reifenden Eies ist doppelschichtig.
Die Bildung des Chorions wird durch Schleimabsonderung des Follikels
eingeleitet. Das Chorion des reifen Eies zeigt zwei radıär gestreifte
Schichten, deren äußere die (Fasern) Haftfäden des Eies liefert. Die
Haftfäden bilden ein beträchtliches Prokorion, sie werden gebildet
aus einer Scheide, die eine strahlige oder körnige Achse umschließt.
— (2). Sulla zona plasmatica perinucleare nell’ oocite di alcuni
Teleostei. Boll. Accad. Gioenia Sc. nat. Catania 86. p. 22—26.
Eier der Teleostier.
Conklin, E. 6. The Early Development of Chordates in the Light
of Embryology of Ascidians. Science (2) 21. p. 264—265.
Die ersten Entwicklungsstadien der Ascidien werden mit jenen
des Amphioxus verglichen.
Couffon, 0. Etude eritique sur les Faluns de Chalonnes. (Gisement
des Pierres-Blanches). Pisces. Bulletin Soci&te Angers 34, p. 212,
213 u. 220.
Coulon, L. Un sejour & Dieppe au point de vue de l’histoire
naturelle. II. Les Vertebres marin. Bulletin Societe Elbeuf 23 (1905)
p. 109—137.
Coupin, Henri. L’elevage de la Sole. La Nature. Annee 33. Semestre
2. p. 204—206, 3 fig.
Technische Vorrichtung zur künstlichen Aufzucht der Flunder.
Cox, U. 0. A revision of the cave fishes of North America. Report
Bureau Fish. Washington 1905, p. 377—393, pls. 1—6.
Crevatin, F. Contributo alla conoscenza del rene de pesci. Della
diversa maniera di cellule dei canalicoli renali. Rendiconto delle
sessioni della Accademia delle Scienze di Bologna N. S. 8, p. 54 u. 55.
Verfasser studiert die Nieren bei Amiurus, Tinca, Carassius, Apo-
motis, Lucius, Anguilla, insbesondere die Zellen der Nierenkanälchen.
Bestätigt Leidigs Angaben. Zwei Arten von Zellen, die miteinander
abwechseln, sind zu unterscheiden: 1. Dünne, konische Zellen mit
ovalem Zellkern, 2. große kubische, aber in der Größe variierende
Zellen. Der Kern derselken wird eingehend studiert.
Cuönot, L. (1). Presentation d’une Sole a deux faces colorees.
Compte Rendu Societe Biologie 58, p. 914—916.
Ein Exemplar von Solea lascarıs Risso, beiderseits gefärbt.
— (2). Sur une Sole & deux faces colorees. Travaux Laborat.
Societe sc. Arcachon 8. p. 82—89, 2 Taf.
IV. Pisces für 1905. 19
Eine auf beiden Seiten mit Pigment versehene Solea.
Cunningham, 3. T. Zones of growth in the skeletal structures
of Gadidae and Pleuronectidae. Report Fishery Board Scotland
for 1904 (1905) III p. 125—140, Taf. 7—)9.
Die Wachstumszonen der Schuppen sind bei Pleuronectes ebenso
wie bei Gadus zur Altersbestimmung geeignet, zumal bei gleichzeitiger
Untersuchung der Otolithen. Der opake Teil der ersten Jahreszone
der Otolithen wird auswärts vom Kern im Sommer gebildet. Schichtung
und Streifung an sonstigen Skeletstücken sind undeutlich und un-
brauchbar.
Daguin, A. Repertoire alphabetique des noms vulgaires et locaux
des poissons d’eau douce de France. Naturaliste 27, p. 27, 28, 40 u. 52.
Dahl, K. A study on trout and young salmon. Nyt Magazin for
Naturvidenskaberne Christiania 42, p. 221—336, Taf. 4—6.
Salmo salar, S. trutta. Wanderung der Jungen. Verfasser ver-
langt Schutz für junge Lachse und Forellen unter 15 cm Länge in
Bächen, in denen beide Arten vorkommen. Bestimmung der Maschen-
weite der Netze; Schonzeiten.
Dantan, L. Notes ichthyologiques. Archives Zoologie experi-
mentale et generale Paris (4) 3, p. 61—77, fig. 1—3.
Rhombus maximus Will, Ammodytes tobianus L. Biologie,
Belone vulgaris Cuv. u. Val. Biologie. Clupea harengus L. 2 Rassen
im Kanal. Cl. pilchardus Wall. Eiablage nach Zeit u. Ort im Kanal.
Dawson, 3. The breathing and feeding mechanism. of the Lam-
preys. Biol. Bull. Marine Biol. Laboratory Woods Holl 9, p. 1—21
u. 9I—111. 14 Fisg.
Mundtrichter, Mundhöhle, Zunge, Pharynx, Wasserkanal, Kiemen,
Nase werden nach Beobachtung an lebenden Exemplaren beschrieben
und die Vorgänge des Atmens und Fressens angehefteter, nicht be-
festigter Tiere beschrieben.
Dean, B. Some embryological evidence as to the position of Chi-
maera. Compte Rendu Congres international de Zoologie Berne p. 294
—297.
Callorhynchus, Chimaera colliei, Rhinochimaera. Große Ver-
schiedenheiten herrschen bei den einzelnen Arten bezüglich der Be-
fruchtung, der Ausbildung der Eikapseln, der Furchung, dem Wachs-
tum des Embryos, der Entwicklung des Blastoderms und der Er-
nährung des Embryos.
Delcheff, 3. Sur la pulsation des sinus veineux chez lV’anguille,
Anguilla fluviatilis. Archives internationales de Physiologie 2, p. 123
—126, 1 Fig.
Nach den Untersuchungen am Aal gibt es keine Gleichzeitigkeit
in der Pulsation der Sinus venosi, vielmehr schlägt der linke Sinus
vor dem rechten.
Diamare, V. Varietä anatomiche dell’ interrenale. Archivo italıan.
Anat. Embriol. 4. p. 366—369, Taf. 51, 52.
Die Interrenalkörper von Raja, Myliobatis, Mustelus, Seyllium,
2%
20 IV. Pisces für 1905.
Galeus sind nach Zahl und Lagerung verschieden. Ihre Funktion ist
die der Nebennieren (Rinde).
Dieulate, L. Les fosses nasales des Vertebres (Morphologie et
Embryologie). Journ. Anat. Phys. Paris 40. Annee 1904 p. 268—298,
414—444. 41. Annee p. 102—112, 300—318, 478—560, 658—678.
52 Figs.
Die Nase der Wirbeltiere, ihr Bau und ihre Entwicklung unter
besonderer Berücksichtigung und nach eigenen morphologischen Beob-
achtungen an Ammocoetes, Selachiern, Teleostiern, Acipenser und
ontogenetischen Untersuchungen an Petromyzon, Pristiurus, Seyllium,
Salmo.
Domen, M. S. Sopra una specie di Orthagoriscus nuova per Üa-
tania, catturata presso l’isola dei Cielopi (Orthagoriscus truncatus
Flem.) Boll. Ace. Gioen. 85, p. 16—19, 1 Fig.
Donaldson, H. H. u. 6. W. Hocke. On the Areas of the axisceylinder
and medullary sheath as seen in cross sections of the spinal nerves of
Vertebrates. Journ. Comp. Neur. Granville Vol. 15. p. 1—16.
Achsenzylinder und Markscheide motorischer und sensibler Nerven
der Wirbeltiere werden untersucht. Maßenverhältnis derselben. Unvoll-
kommene Markscheiden bei manchen Fischen, wodurch eine Verbindung
zwischen dem marklosen Scheiden bei Cyelostomen und Acraniern
und den markhaltigen der höheren Fische gefunden ist.
Donecieux, L. Catalogue descriptif des fossiles nummulitiques
d’Atude et de l’Herault. Poissons. Ann. Univ. Lyon 17, 1905, p. 29
u. 30.
Dreyer, (A.) Nordseefische. Jahrbuch St. Gallen natur. Gesell-
schaft 1904 p. 52—54.
Drzewina, A. Contribution ä l’etude du tissu lymphoide des Ichthy-
opsides. Archives Zool. expe. et gen. (4) 3, p. 145—323, fig. 1—9, Taf. 7.
Das adenoide Gewebe besteht aus einem zelligen Reticulum mit
eingelagerten Leucocyten. Es findet sich in vielen Organen der Ichthy-
opsiden. Die Karyokinese des Lymphocyten und Leucocyten im
adenoiden Gewebe wird durch Hunger oder Aderlaß häufiger, ebenso
durch Entfernen der Milz.
Drzewina, A. u. Pettit, A. Sur des hyperplasies tissulaires,
consecutives & l’ablation de la rate chez les Ichthyopsides. Bulletin
Museum Paris 11, p. 57—59; auch Bulletin international de l’Acad&mie
des Sciences de Cracovie 1905. p. 66—67.
Säugetiere und Vögel besitzen ‚„Iymphatische Ganglien‘“, die
übrigen Wirbeltiere (Ausnahme Krokodile?) nicht. Dafür besitzen
diese „Iymphoide Organe‘‘ am Oesophagus, der Niere u. a., welche
an Anguilla anguilla L. und Scyllium cavicula Cuv. studiert werden.
Duge, T. Beobachtungen über den Bestand der Plattfische auf den
Fischgründen der Nordsee. Mitteilungen deutschen Seefischerei-
Vereins 21. p. 31—36.
Die Fangergebnisse an Plattfischen: Schollen, Zungen, Steinbutt,
Tarbutt, welche der Dampfer ‚Montay‘“‘ an demseiben Grund,
5 Seemeilen nach jeder Richtung an 3—9 Tagen im October der
IV. Pisces für 1905. 21
Jahre 1897—1904 erzielte, werden mitgeteilt und Schlußfolgerungen
gezogen.
Duges, A. (1). Role des nageoires chez les poissons. Bulletin de
la Societe zoologique de France 30, p. 107”—110, auch: Arch. internat.
Physiol. Liege 3, p. 127—129, auch Memorias Sociedad cientifica
„Antonio Alzate‘“‘ Mexico 22 p. 217—220.
— (2). Note on the functions of the fins of fishes. Science (2) 22,
p. 798—800.
Die Versuche wurden in Aquarien mit Exemplaren von Goodea
atripennis angestellt, welchen gewisse Flossen amputiert waren.
Duncker, 6. Über Regeneration des Schwanzendes bei Syngna-
thiden. Archiv für Entwicklungsmechanik 20, p. 30—37, Taf. 1.
Syngnathiden (Siphonostoma, Syngnathus, Dorichthys, Gasteros-
tokeus, Nerophis) sind im Stande den Verlust selbst von größeren
Abschnitten des Schwanzes ohne nennenswerte Störung zu ertragen.
Syngnathiden mit Schwanzflosse (Siphonostoma, Syngnathus,
Dorichthys) besitzen die Fähiskeit, an Stelle des verloren gegangenen
Schwanzabschnittes ein Urostyl und eine Schwanzflosse zu regenerieren
(Heteromorphose). Es regeneriert zuerst eine embryonale Flosse; das
Urostyl tritt gleichzeitio® mit den definitiven Flossenstrahlen auf.
Die regenerierte Schwanzflosse ist häufig hypertrophisch, sie enthält
wesentlich mehr Strahlen als eine ursprüngliche. Vielleicht ist dies
eine Folge der Vergrößerung des einem Rins von größerem Querschnitt
ansitzenden Urostyls. Wahrscheinlich können derartige Regenerationen
mehrfach bei einem und demselben Individuum stattfinden, da sie
noch bei Verlusten bis zu 10 Schwanzringen eintreten. Die Rege-
neration findet sowohl bei Verletzungen innerhalb eines Ringsegsmentes
als auch bei solchen an der Grenze zwischen zwei Ringen statt; die
Richtung der Flossenbasis wird dabei durch den sagitt alen Durch-
messer der durch die Verletzung freigelegten Wirbelfläche bestimmt.
Analogien zur Regeneration des Eidechsenschwanzes. Autotomie
kommt bei Syngnathiden nicht vor.
Eastman, €. R. (1). A brief general account of fossil fishes. Report
geolog. Survey New Jersey 1904 (1905), p. 27—6$.
— (2). The triassic fishes of New Jersey. Report geolog. Survey
New Jersey 1905 p. 67—102.
Semionotus ovatus, S. agassizu, S. fultus, S. micropterus, S. li-
neatus, S. elegans; Catopterus gracilis.
— (3). Peter Artedi. Science (2) 22. p. 378 u. 379.
Nachruf.
— (4). The literature of Edestus. The American Naturalist
1905, 39, p. 405—409.
Edestus heinrichi, Campodus varıiabilis. Literatur.
— (5). Notes on the history of Natural Science: Oppian on
fishing. Subterranean fishes. Roman ichthyology. Science (2) 21.
p. 516 u. 517.
Notiz über Oppians, des Ciliciers, Werk: „‚Halientica“ aus dem
23 IV. Pisces für 1905.
2. Jahrg. n. Chr. — „Halientica“, welche Ovid zugeschrieben werden.
Fossile Fische bei Aristoteles, Theophrastus, Plinius, Strabo.
— (6). Archaeological notes: ichthyological names. Science (2)
22, p. 29.
Parasilurus aristotelis Agass. Vergleich alter von Gessner, Rondelet
u. a. gegebenen Namen und die Identifizierung dieser Fische mit genau
bekannten Formen. Spätere Literatur.
— (%). Les types de poissons fossiles du Monte Bolca au Museum
d’Histoire naturelle de Paris. Memoires Societe geologique France
Pal. 13, p. 1-31. Taf. 1—.
Eastman gibt zunächst eine Definition der Begriffe: „types pri-
maires, t. supplementaires = hypotype“. Die „types primaires“ werden
eingeteilt in „holotypes, cotypes, paratypes und metatypes“. Diese
Typen der Sammlung des Pariser Museums werden kritisch betrachtet
und zwar sind es folgende: Platyrhina gigantea (Blainv.), Trygon
muricatus (Valta), Urolophus crassicaudatus (Blainv.), Carcharias
(Scoliodon) cuvieri (Agass.), Pyenodus apodus (Volta), Palaeobalistum
orbiculatum (Blainv.), Chanoides macropoma (Agass.), C. leptostea
n.sp. (ex Agassız Mss.), Celogaster analis n.sp. (ex Agassız Mss.),
Platina macropterus (Blainv.), P. intermedius n.sp., Monopterus
gizas Volta, Engraulis evolans Agass., Holosteus esocinus Agass.,
Eomyrus latispinus (Agass.), BE. formosissimus n. sp. (ex Agassız Mss.),
E. interspinalis n. sp. (ex Agassız Mss.), Paranguilla tigrina (Agass.),
Anguilla leptoptera Agass., A. branchiostegalis n. sp. (ex Agassız Mss.),
A. brevicula Agass., Leptocephalus medicus Agass., Ophisurus acuti-
caudus Agass., Atherina macrocephala Agass., Rhamphognathus
paralepoides Agass., Rh. sphyraenoides (Agass.), Sphyraena bolgensis
Agass., Fistularia longirostris (Blainv.), Aulostoma bolcense (Blainv.),
Urophen dubia (Blainv.), Rhamphosus rostrum Volta, Pseudo-
synenathus opisthopterus Agass., Calamostoma breviculum Blainv.,
Myripristis homopterynchus Agass., Holocentrum macrocephalum
Blainv., H. pygmaeum Agass., Pristigenys substriatus Blainv.,
Semiophorus velifer (Volta), S. velicans (Blainv.), Platax pinnati-
formis (Blainv.), P. subvespertilio (Blainv.), Pl. papilio (Volta), Vome-
ropsis triurus (Volta), Mene oblongus (Agass.), Seriola prisca Agass.,
S. analis Agass., Carangopsis dorsalis Agass., Ductor vestenae (Volta),
Acanthonemus subaureus (Blainv.), Trachynotus tenuiceps Agass.,
Zanglus brevirostris Agass., Amphistium paradoxum Agass., Thynnus
lanceolatus (Agass.), T. latior (Agass.), T.? bolcensis Agass., T. ? propte-
rygius Agass., Oybium speciosum Agass., Xiphopterus falcatus Volta,
Toxotes antiquus Agass., Lates gracilis Agass., Cyclopoma gigas Agass.,
C. spinosum Agass., C. micracanthum (Agass.), Labrax schizurus
Agass., Apogon spinosus Agass., Dules temnopterus Agass., Enoplosus
pygopterus Agass., Serranus rugosus Heckel, Dentex leptacanthus
Agass., Pelates quindecimalis Agass., Pristipoma furcatum(Agass.), Spar-
nodus vulgaris (Blainv.), 5. elongatus Agass., S. microstomus (Agass.),
Pagellus microdon Agass., Labrax valenciennesi Agass., Odonteus
sparoides Agass., Pygaeus bolcanus (Volta), Ephippus rhombus
IV. Pisces für 1905. 23
(Blainv.), E. asper (Volta), Pomacanthus subarcuatus (Blainv.),
Scatophagus frontalis (Agass.), Acanthurus tenuis Agass., Naseus
rectifrons (Agass.), N. nuchalis Agass., Eocottus veronensis (Volta),
Callipteryx speciosus Agass., C. recticaudus Agass., Pterygocephalus
paradoxus Agass., Blochius longirostris Volta, Lophius brachysomus
Agass., Spinax cuneiformis (Blainv.), Ostracion dubia (Blainv.),
Pegasus volans L.
Edinger, L. Die Deutung des Vorderhirnes bei Petromyzon.
Anatomischer Anzeiger 26, p. 633—635.
Der frontale Tumor ist Bulbus olfactorius, dorsal liest ein Tractus
bulbocorticalis, dessen Fasern sich um die Zellen des hinteren Tumors,
eines echten Lobus olfactorius, verzweigen. Der Ursprung dieses
Traetus striothalamicus ist ein Corpus striatum. Das mächtigste
Bündel des Vorderhirns ıst eine Taenia thalamı, aus dem basal-
caudalen Abschnitt stammend. Der hintere Tumor umfaßt den Lobus
olfactorius den Nucleus taeniae und das Stammganglion. Der ganze
Complex wird Hyposphaerium genannt im Gegensatz zum Epi-
sphaerium der Amphibien.
Ehrenbaum, E. (1). Die Fische der Olga-Expedition. Wiss. Meeres-
untersuch. 7, p. 46—70.
Sebastes marinus L., Centridermichthys uncinatus (Reinh.), C.
hamatus (Kr.), Triglops pingeli Reinh., Cottus scorpius L., Gymno-
canthus ventralis (©. u. V.); Cottunculus mierops Coll., Agonus de-
cagonus Schneid., Lumpenus maculatus Fries, L. medius Reinh.,
Anarrhichas lupus L., A. minor Olafsen, Eumicrotremus spinosus
Müll., Cyclogaster liparis L., C. gelatinosus Pall., Hippoglossus vul-
garis Flem., Drepanopsetta platessoides Fabr., Gadus aeglefinus L.,
G. morrhua L., G. saida Lepechin, Macrurus fabricii Sundevall,
Lycodes rossiı Malmgr., Mallotus villosus O. F. Müll, Raja radiata
Donovan, R. fyllae Lütken, Acanthorinus carcharias (Gumner). —
Nahrung nach dem Mageninhalt bestimmt. Reichtum des Fanges.
— (2). Eier und Larven von Fischen. Nordisches Plankton, 4
1905, p. 1216.
Die Jugendformen aller Fische gehören dem Plankton an, die
Eier sind angeklebt oder planktonisch. Ölkugeln in gewissen Eiern.
Die Masse der Eier sind variabele Größen in bestimmten Grenzen.
Bedeutung der Zahl der Flossenstrahlen und jener der Wirbel.
Pigmentierung. Behandelt werden Labridae (3 Arten), Percidae (6),
Sparidae (4), Mullidae,!| Scombridae, Xiphiidae, Lamprididae, Ba-
trachidae (je 1), Bramidae, Carangidae, Trachinidae, Pediculati,
Scorpaenidae (je 2), Cottidae (7), Triglidae (3), Agonidae (2), Blen-
niidae (7), Cepolidae u. Anarrhichadidae (je 1), Gobiidae (6), Callio-
myidae (2), Cyclopteridae (5), Gobiesocidae (4), Cyttidae u. Athe-
rinidae (je 1), Trachypteridae (2), Mugilidae (sp. ?), Scomberesocidae
(2) und Pleuronectidae (20 Arten).
Eigenmann, €. H. (1). The mailed cat-fishes of South America.
Science (2) 21, p. 792—795.
24 IV. Pisces für 1905.
Kritische Betrachtung über Regan’s Monograph of the Fishes of
the Family Loricariidae 1904 (vgl. Bericht f. 1904 Regan [1]) und
Vergleich einzelner Punkte mit: Eigenmann und Eigenmann, A.
Revision of the South American Nematognathi. 1890.
— (2). The Fishes of Panama. Science (2) 22, p. 18—20.
Der Bau des Panamakanals war Veranlassung die Fischfauna zu
untersuchen. Gilbert u. Starks nehmen eine hier früher vorhandene
Communication beider Oceane an. Eigenmann berichtet über seine
Studien hinsichtlich der Verteilung der Süßwasserfische des tropischen
Amerikas und Patagoniens. 30 Species werden dabei berücksichtigt.
— (3). Divergence and convergence in Fishes. Biol. Bull. Woods
Hole 8, p. 59—66, 4 Figg.
Eigenmann, €. H. u. Ward, D. P. The Gymnotidae. Proceedings
Washington Academy 1905, 7, p. 159—188, Taf. 7—9.
Beschreibung und geographische Verbreitung der Genera und
Arten Giton fasciatus, Ramphichthys marmoratus Cast., Eigen-
mannia virescens. Sternarchella n. g. (Sternarchus) nattereri Stdr.
u. St. sachsi Peters., Sternarchorhamphus n.g. muelleri Stdr., 8.
macrostomus Gthr., S. tamandua Bler.
Etheridge, R. Jr. Description of the mutilated cranium of a large
fish from the lower cretaceous of Queensland. Record Australian
Museum 6, p.5—8, Taf. 1 u. 2.
Icthyodectes marathonensis n. sp.
Evans, W. The Probeagle (Lamna cornubica) in the Firth of
Forth. Annals Scott. Natural. History 1905, p. 56.
Evermann, B. W. (1). Report on inquiry respecting food fishes
and the fishing grounds. Report Bureau Fish. Washington 1905,
p. 81—120.
Oncorhynchus: Laichen, Alaska.
— (2). Report of the division of statistics and methods of the
Fisheries. U. S. Commission of Fish and Fisheries XXIX. Report
of the Commissioner for 1902/03. Washington 1905, p. 101—122.
Fangstatistik. Fangmethoden.
Evermann, B. W. u. Kendall, W. €. An interesting species of fish
from the high Andes of Central Ecuador. Proceedings zoological
Sosiety Washington 18, p. 91—106, Fig.
Cyclopium eyclopum, Arges prenadilla, Arges evermanni Regan.
Exner, 8. und H. Januschke (1). Über die Verschiebung der
Tapetummasse im Chorioidealepithel unter dem Einflusse des Lichtes.
Zentralblatt für Physiologie 19. p. 327—328.
Abramis brama. Im Dunkelauge sind Veränderungen der Pigment-
zellen vor sich gegangen: Verkürzung der Fortsätze, Umlagerung des
Guanin und Tuscein. Die Stäbchen sind freigelegt. — Sie fungieren
wohl in der Dämmerung, die Zapfen am Tage.
— (2). Das Verhalten des Guanintapetums von Abramis brama
gegen Licht und Dunkelheit. Anzeiger Akademie Wissenschaften
Wien math.-naturwissensch. Cl. Jahrg. 42 p. 284—286.
IV. Pisces für 1905. 25
Abramis brama. Die Tapetummasse (Guanin) im Pigmentepithel
der Netzhaut ändert unter dem Einfluß von Licht und Dunkelheit
ihren Platz. Im Lichtauge sind die Zapfen, im Dunkelauge die Stäbchen
die lichtperzipierenden Elemente. Duplizitätstheorie des Stäbchen-
und Zapfenfunction.
Farmer, 3. B. u. 3. E.S. Moore. On the Maiotice Phase (Reduction,
Divisions) in Animals and Plants. Quarterly Journal Mieroscopical
Society (2) 48. p. 489—557, Taf. 34—41.
„Maiotic phase‘ —= ‚‚maiosis“ sind die Reductions-Teilungen bei
Metazoen. Die Spermatogenese bei Selachiern, Scyllium canicula,
S. catulus, Pristiurus, Torpedo, Raja macrorhynchus, R. maculata,
ist dieselbe wie bei Periplaneta und Mus. Vgl. ebenda (2) 38. p. 275
—313. Taf. 13—16.
Fatio, V. (1). Le Haidli du lac de Hallwyl. Archive des Sciences
Phys. et Naturelles, Geneve 20, p. 589 u. 590.
Laichfähige Leuciscus rutilus auf dem Kopfe mit den Zeichen
der Laichreife versehen, ohne Geschlechtsprodukte zu besitzen, waren
nur 130—136 mm lang.
— (2). La Bouviere ‚„Rhodeus amarus‘“ a& Geneve. Archives des
Sciences Phys. et naturelles, Geneves. 20. p. 680—686.
Rhodeus amarus im Genfer See. Die Einschleppung ist durch
eine in ihren Kiemen Eier tragende Anodonta vom Rhein her geschehen.
— (3). Adaptation chez les Poissons. Archives des Sciences Phys.
et naturelles, Geneve 20, p. 590—592.
Die Form des Maules paßt sich rasch der Notwendigkeit an die
Nahrung an bestimmten Orten zu finden: Salmoniden, Rotaugen,
Goldfisch.
— (4). Hybride de Squalius cavedanus et Alburnus alborella du
Lac de Lugano. Boll. Soc. Ticinese, p. 9—14, Taf.
Favaro, 6. (1). Sopra la circolazione caudale nei missinoidi nei
selaci, negli olocefali e nei ganoidi. Nota preventiva. Atti Accademia
Padova 21, p. 135—137.
— (2). Il cuore ed i seni caudali dei Teleostel. Anatomischer
Anzeiger 27, p. 379 u. 380.
Im Schwanz der Knochenfische liegen von dem Ende nach der
Schwanzwurzel hinter einander ein sinus Iymphaticus caudalis, ein
cor (lymphaticum) caudale, ein sinus venosus caudalıs an welche sich
die Caudalvene anschließt. Sie treten gleichzeitig auf bei Tinca,
Trutta; die Lateralgefäße oder der sinus Iymphaticus fehlt bei Belone,
beide bei Anguilla, das Lymphherz bei Cyprinodon, sinus und cor bei
Solea oder sämtliche bei Lophius.
— (3). Contributi all’ angiologia dei Petromizonti. Atiti.
ai scienze Veneto Trentino Istriana N. S. Ann. 2. p. 9—30,
4 fig.
— (4). Note fisiologiche intorno al cuore caudale de Murenoidi
(Tipo Anguilla vulgaris Turt.). Archivio Fisioligia 2. p. 569—580, 2 fig.
Anguilla. Das lymphatische Caudalherz hat eine Kammer und einen
Vorhof, in den am oberen nnd unteren Ende je ein Lymphstamm
26 IV. Pisces für 1905.
mündet. Klappenverschlüsse finden sich an den Lymphgefäßen, an
der Verbindungsöffnung zum Ventrikel und an dessen Mündung in
die Vena caudaliıs. Die Tätigkeit des Lymphherzens wird geschildert.
Favre, 3. W. Sur les fossiles cr&taces dans le district de Slavianos
serbsk du gouvernement d’Ekatherinoslaw. Trudui Kharkov. Univ.
38, 1904, p. 89—172, pls. 1—4.
Fischer, K. W. New Starfisches from Deep Water of California
and Alaska. Bulletin of the Bureau of Fisheries XXIV. p. 291—320.
Washington 1905.
Es werden 1 Genus, 2 Subgenera und 24 Arten neu beschrieben,
nämlich Eremicaster n. subgen., Porcellanaster (Eremicaster) tene-
brarius n.sp., Bathybiaster pectinatus n.sp., Dipsacaster eximius
n. sp., Persephonaster penicillatus n. sp., Benthopecten acanthanotus
n. sp., Dytaster gilberti n. sp., Mimaster swifti n. sp., Odontaster crassus
n. sp., Pseudarchaster alascensis n. sp., P. pusillus n. sp., Tosia lepto-
cerama n.sp., Mediaster tenellus n.sp., Hippasteria heathi n.sp.,
H. californica n. sp., Cryptopetaster n.g., lepidonotus n.sp., Lophaster
furcilliger n. sp., Peribolaster biserialis n. sp., Pteraster jordani n. sp.,
Hymenaster quadrispinosus n. sp., Zoroaster ophiurus n.sp., Myxo-
derman.subg., Zoroaster (Myxoderma) sacculatus n. sp., Z. (M.) ever-
manni n. sp., Brisinga exilis n. sp., Fregella fecunda n. sp.
Fiebiger, J._ Über die Bauchflossen der Gobiil. Anatomischer
Anzeiger 27, p. 140—155, fig.
Das Skelet und die hochentwickelte Muskulatur der Bauchflosse
werden beschrieben und mit der dorsalen und ventralen Muskelschicht
indifferenter Formen verglichen. Die Bauchflosse funktioniert als
Stützorgan, als Haftscheibe und als Schwimmorgan zur Ausführung
ruckweiser Bewegungen. Gobius ophiocephalus, G. jozo, G. capito,
G. cruentatus.
Fletcher, J. On the Tay Sprat Fishery, 1904—1905, 23d ann.
Report Fishery Board Scotland Pt. 3. p. 156—165.
Forbes, S. A. u. R. E. Richardson. On a new shovelnose Sturgeon
from the Mississippi River. Bulletin Illinois Laboratory 7, 1905, p. 37
—44, pls. 4—7.
Parascaphirynchus n. g. albus n. sp.
Forrest, H. E. Fishes (Record of species caught). Record Caradoc
Club 14, 1904, p. 38.
Fowler, H. W. (1). Exoglossum in the Delaware. Science (2) 21,
p. 994.
Exoglossum maxillingua Le Sueur wurde 1904 im Delaware ge-
fangen; im Susquehanna ist derselbe häufig.
— (2). New, rare or little known Scombroids. No. 1. Proceedings
Academy of natural Sciences Philadelphia 56, 1904, p. 757—171.
Taf. 51.
Scomber scombrus L., Se. kanagurta Rüppell, Anxis bisus
(Rafinesque), Pelamys alleterata (Rafinesque), P. affıne (Cantor),
Sarda sarda (Bloch), Germo germon (Lac£p.), Germo alatunga (Gmelin),
Scomberomorus argyreusn. sp. Westafrik. Küste, Se. guttatus(Schneid.)
IV. Pisces für 1905. 27
Se. regalis (Bloch), Sc. (Sierra n. subg.) cavalla Cuv. Lemnisomidae
n.n. fam. für Lemnisoma serpens = Gempylus serpens Cuv., Istio-
phorus nigricans Lacep., Tetrapturus imperator Schneider, Xiphias
gladius L., Lapidopus caudatus (Euphrasen), Trichiurus savala Cuv.,
Tr. lepturus L., Tr. haumela Forsk.
— (3). Some fishes from Borneo. Proceedings Academy natural
Sciences Philadelphia 57, p. 455—523, fig.
Mastacembelus vaillantı n. sp. nahe M. guentheri; Leptosynanceia
greenmanni n. sp. nahe L. asteroblepa; Periophthalmus argentilineatus
Val., Gigantogobius n.g. jordani n. sp., Chaenogobius megacephalus
n.sp., Cynoglossus kapuansensis n.sp., Mugil belanak Bleek., Liza
oligolepis Bleek., Trichidion hilleri n. sp., Labidorhamphus n. subgen.
für Hemirhamphus amblyurus Bleek., Ompok nebulosus Vaill.,
OÖ. jaynei n.sp., Apodoglanis n.g. (nahe Parasilurus Blkr.) furnessi
n. sp., Akysis barameus n. sp., Homaloperoides n. g. (nahe Homaloptera)
wassinkii Bleeker, Cyelocheilichthys megalops n. sp., Osteochilus
kappenii Blkr., O. harrisoni n. sp. (nahe O. kahajanensis F.), Macro-
chirichthys snyderi n. sp. (nahe M. macrochir), Carcharias tephrodes
n.sp. Außerdem werden noch folgende Arten z. T. ausführlich
behandelt: Scoliodon acutus Rüppell, Pristis zysron Blkr., Rhinobatos
thoninianus, Dasybatus brevicauda Swains., Hypolophus sephen Forsk.,
Pteroplatea micrura Schneid., Plotosus canıus Hamilton, Clarias
batrachus L., Cl. leiacanthus Blkr., Chaea bankanensis Blkr., Galeichthys
sondaicus Valenc., Tachysurus argyrophleuron Valenc., Kryptopterus
eryptopterus Blkr., K. limpok Blkr., K. palembangensis Blkr., Micro-
nema phalacronotus Blkr., M. micronema Blkr., Hemibagrus nemurus
Valenc., Hypselobagrus nigriceps Valene., Clyptothorax platypogon
Val., Botia macracanta, Homeloptera orthogoniata Vaill., Gastro-
myzon borneensis Gthr., Dangila cuvieri Valenc., Osteochilus melano-
pleurus Blkr., Gazza borneensis Vaill., Lobocheilos hispidusValen., Labeo-
barbus duronensis Valenc., Puntius schwanenfeldi Blkr., Hampla
macrolepidota Valenc., Leptobarbus hoevenii Blkr., Rasbora duronensis
Blkr., R. leptosoma Blkr., Monopterus albus Zuiew., Sardinella brachy-
soma Blkr., Notopterus borneensis Blkr., Mastacembelus unicolor
Valenc., Tylosurus leiuroides Blkr., Zenarchopterus amblyurus Blkr.,
Z. buffonis Valenc., Parexocoetus mento Valenc., Scomberomorus
guttatus Schn., Trichiurus savala Cuv., Scomberoides toloo Cuv.,
Megalaspis cordyla L., Alepis scitula Fowler, A. atropos Schneid.,
Pampus cinereus Bloch., Leiognathus edentulus Bloch., Ambassis
wolffii Blkr., A. ambassis Lacep., A. gymnocephalus Lac£p., Sciaena
novae hollandiae Stdehr., Trichidion indieus Shaw., Coius quadri-
fasciatas Sevastianoff, Betta pugnax Cantor, Osphronemus goramy
Lacep., Anabas scandens Daldorff, Ophiocephalus baramensis Stdchr.,
O. pleurophthalmus Blkr., O. lucius Cuvier, Toxotes microlepis Gthr.,
Ephippus argus L., Triacanthus oxycephalus Blkr., Tetraodon palem-
bangensis Blkr., Ophiocara porocephala Valen., Butis butis Hamilt.,
Periophthalmodon schlosseri Pall., Glossogobius siurus Hamilton,
238 IV. Pisces für 1905.
Brachiurus panoides Blkr., Eateplasusie marmorata Blkr., Cyno-
glossus borneensis Blkr.
— (4). Notes on some arctic fishes, with a description of a new
Onocottus. Proceedings Academy Natural Sciences Philadelphia 57
p. 362—370, fig.
Onoeottus hexacornis Richardson, O. hexacornis eilberti n. subsp. \
Coregonus nelsonii Bean, C. kennicotti Jord. u. Gilb., Argyrosomus
pusillus Bean, Thymallus signifer Rich., Boreogadus saida Lepechin,
Lota maculosa Le Sueur.
— (5). New, rare or little known Scombroids. No. 2. Proceedings
Acad. natural Sciences of Philadelphia 57. p. 56—88, Fig.
Elagatis bipinnulatus Quoi u. Gaim., Sumatra, Olisoplites saurus
(Schneider), O. saliens (Bloch), Rhaphiolepis n. subg. für Chorinemus
tob Cuv., Trachurus mediterraneus Steindachn., Tr. symmetricus
(Ayres), Trachyrops crumenophthalmus (Bloch), Alepis amblyrhyneus
Cuv., A. melanoptera Swains., Scomberoides moluccensis Gray, S. toloo
Cuv., 8. tol (Cuv.), Elaphotoxon n. subg. für Scomber ruber Bloch,
identisch mit dem Subgenus Caranx Jordan u. Evermann; Vexilli-
caranx n. subg. für Caranx africanus Stdehr., Caranx megalaspis Blkr.,
C. mate Cuv., ©. ruber Bloch., C. hippos L., C. africanus Stdr., ©. chrysos
Mitchill, C. pisquetus Cuv., C. sem Cuv., CO. marginatus Gill, C. latus
Agass., Carangoides malabaricus (Schneider), C. oblongus (Cuv.),
Citula armata Forsk., Scyris alexandrina St.Hilaire, Sc. indica Rüppell,
Alectis erinitus Mitchill, Vomer setapinnis Mitchill, V. spixii Swainson,
Selene vomer L., Naucrates polysarcus n.sp., N. ductor L., Mega-
laspis cordyla L., Decapterus punctatus.
— (6). Deseription and figure of Coregonus nelsonii Bean. Pro-
ceedings American Philosophical Society 43, 1904 p. 451—453, Taf. 8
un.
C. nelsonii Bean. Morphologie, Körpergröße. Verdauungskanal.
— (?). Note on the brosd white fish. Science (2) 21, p. 315.
Coregonus kennicotti Jordan u. Gilbert ist nicht = Coregonus
nelsonii Bean. Vgl. Bericht für 1904: Fowler (9).
Fox-Strangways. €. Carboniferous Limestone fossils from South
Derbyshire. Memoirs Geological Survey England 141, p. 13—21.
Franz, V. Zur Anatomie, Histologie und funktionellen Gestaltung
des Selachierauges. Jenaische Zeitschrift 40 (N. F. 33), p. 697—840,
Fig., Taf. 29.
Untersucht wurden: 1. Tagselachier: Acanthias acanthias L.,
A. blainvilli Risso, Carcharias glaucus L., C. carcharias Risso, Centrina
centrina L., Mustelus laevis Risso, M. mustelus Müll., Galeus galeus L.
2. Nachtselachier: Scyllium canicula L., Lamna cornubica Gm., Selache
maxima L., Squatina squatina L., Torpedo sp., Raja asterias De
la Roche, R. batis L. Tiefenselachier: Laemargus carcharias Müll.,
Spinax spinax L., Chimaera monstrosa L.
Die Augen der genannten Arten werden im 1. Abschnitt aus-
führlich beschrieben; im zweiten folgt eine allgemeine Darstellung
des Selachierauges. Abgesehen von artlichen Unterschieden gibt es
IV. Pisces für 1905. 29
Eigenschaften, die allen Selachieraugen zukommen. Es ist ein Fisch-
auge mit eigenartig gebautem Tapetum lucidum, epithelialer Iris-
muskulatur, ohne mesodermatische Muskulatur, mit einer Zonula
Linnii eigener Art, ohne den für die Fische charakteristischen Processus
faleiformis und ohne Glaskörpergefäße. Zahlreiche weitere Besonder-
heiten werden aufgezählt. Phylogenese. Anpassungserscheinungen
treten an den verschiedenen Teilen des Auges auf und sind optische,
hydrostatische, hydrodynamische, hydrochemische, mechanische.
Auch Rudimentärwerden wird beobachtet.
Frederieqg, L. Note sur la concentration moleculaire des tissus
solides de quelques animaux d’eau douce. Archives internationales
Physiologie 2, p. 127—130.
Cyprinus carpio L., Leuciscus cephalus, Anguilla vulgaris. Große
Variabilität.
Friedrich, Josef. Transportgefäß für Fische und andere Wasser-
tiere. D. R. Pat. Kl]. 45h. No. 173 497. 2 pp., 1 Taf.
Fritsch, A. u. F. Bayer. Neue Fische und Reptilien aus der
böhmischen Kreideformation. Prag 1905, 34 p. 9 Taf. — Referat von
Abel. Verhandlungen geologischen Reichsanstalt Wien 1905, p. 225.
Der erste von Bayer bearbeitete Teil behandelt neue Fische
aus der böhmischen Kreide und ist eine Übertragung der in
tschechischer Sprache erschienenen Abhandlung der Kaiser Franz-
Akademie Prag 1902.
Froriep, —. Die oceipetalen Urwirbel der Amnioten im Vergleich
mit denen der Selachier. Anatomischer Anzeiger 27, Ergänzungs-
heft, p. 111—120, 4 Fie.
Aus der Ontogenese werden Beweise für die Verschiebung der
Kraniovertebralgrenze bei den einzelnen Wirbeltiergruppen gebracht.
Von Selachiern wurden Torpedo und Acanthias untersucht.
Froriep, A. Offene Linsensäckchen bei Selachierembryonen.
Verhandlungen der anatomischen Gesellschaft 19. Versammlung 1905
p. 228.
Allgemein werden bei Pristiurus melanostomus die Linsenbläschen
auf eine solide Ektodermknospe zurückgeführt. Im Gegensatz dazu
entsteht bei Torpediniden das Linsensäckehen durch offene Ein-
stülpung des Ektoderms nach demselben Typus wie bei Reptilien-
embryonen.
Fryer, Charles E. u. A. T. Masterman. Report to the Secretary of
the Board of Agrieulture and Fisheries. Ann. Rep. Proc. Sea Fish.
1903, His Majesty’s Station. Office, 8, 109 pp.
Fürst, ©. M. Zur Kenntnis der Histogenese u. des Wachstums
der Retina. Kongl. Fisiogr. Sällsk. Handl. Lund. (2) 15 (Lunds Univ.
Arsskr. Bd. 40 Afd. 2) (1904) No. 1 45 pgg. 13 Figg. 3 Taf.
In der Entwicklung der Retina werden drei Stadien unterschieden:
l. das Cylinderepithelstadium; in ihm findet die Zellvermehrung statt.
2. Das Differenzierungsstadium, für welches die Zellentbindung und
die Zellverschiebung charakteristisch sind. 3. Das Zuwachsstadium,
30 IV. Pisces für 1905.
in dem sich die Retinazellen verändern, sowie Zapfen und Stäbchen
gebildet werden.
Fuhrmann, ©. (1). Les maladies de nos poissons. Archives des
Sciences Phys. et Naturelles, Geneve 19, S. 205.
Kurze Notiz über Infektionskrankheiten.
— (2). [Scleropages osteoglossum.] Archives des Sciences Phys.
et Naturelles, Geneve. 20. p. 578—579.
Demonstration eines Scleropages osteoglossum formosum von
Sumatra, welcher in der Mundhöhle 12 Junge enthielt.
— (3). [Phreatobius cisternarum]. Archive des Sciences Phys.
et Naturelles, Gen&ve 20. p. 579.
Phreatobius cisternarum Göldi gehört seiner systematischen
Stellung nach zu den Clariiden nicht zu Leptosiden oder Trycho-
myariern wie der Entdecker glaubte. Die Augen sind verkümmert.
Fulton, M. T. La ponte de la Morue en automne dans la mer
du Nord. Revue Scientifique (5) 3, p. 730.
Notizen über das Laichen von Gadus morrhua. Dasselbe findet in den
nordischen Meeren im Herbst statt. Bei den Lofoten werden die Eier
im Februar und Mai gefunden, bei Irland im Februar und Juni, an
der Nordamerikanischen Küste im November und Juni mit Ausnahme
von Massachusetts, wo das Laichen im September bis Mai stattfindet;
es folgen noch weitere Angaben.
Fulton, T. W. (1). On the distribution and seasonal abundance
of flatfishes (Pleuronectidae) in the North Sea. Report North Sea
Fish. Committee 1905, p. 473—618.
— (2). Ichthyological notes. Report Fishery Board Scotland
1905, p. 251—253.
— (3). On the spawning of the cod (Gadus morrhua L.) in autumn
in the North Sea. Publications de circonstance, Conseil permanent
international pour l’exploration de la Mer 8, 1904, p. 1—10, Taf. 1.
Statistische und biologische Angaben über das Laichen von
Gadus morrhua im Herbst in der Nordsee.
— (4). A new mark for fish. Publications de eirconstance. Conseil
permanent international pour l’exploration de la mer. 1904. 9, p. 11—14.
— (5). Trawling Investigations. 23. ann. Report Fishery Board
Scotland Pt. 3. p. 13—64.
— (6). Report on the Operations at the Marine Hatchery, Bay of
Nigg, Aberdeen, in 1904. 23. ann. Report Fishery Board Scotland:
Pt. 3. p. 120—124.
Fusari, R. Contributo ailo studio delle terminazioni nervose nei
muscoli striati di Ammocoetes branchialis. Atti Accademia Torino 40,
p. 1078—1088 u. Archivo Scienze med. Torino 29, p. 413—424.
Ammocoetes. Die Innervation der Muskelkästchen wird be-
schrieben. Die Endapparate sind verschieden gestaltet: Platten-
büschel oder Trauben, deren Fasern sich wieder in derselben Weise
in weitere Endorgane auflösen. Vergleiche mit Myxine.
Gage, H. (1). Glycogen in Animal Tissue. American Journal
Anatomy 4. p. 12—13.
IV, Pisces für 1905. 31
Amphioxus und Ammocoetes.
— (2). Comparision of the habits and mode of life of Amphioxus
and Ammocoetes. Science (2) 21, p. 265 u. 266.
Die Lebensweise beider Tiere wird verglichen, beide leben im
Sande. Ihr Hervorkommen aus demselben ist ein Zeichen von Sauer-
stoffmangel. Sie bleiben Tag und Nacht im Sande, ändern aber zeitweise
ihre Lage. Wenn sie sich einwühlen, ist die Bewegung erst eine
schwimmende, zuletzt eine kriechende. Ammocoetes bewegt sich dabei
langsam, Amphioxus und Asymmetron führen sehr rasche Bewegungen
aus. Ammocoetes geht mit dem Kopf voran, Amphioxus mit Kopf
oder Schwanz. Beide fressen unausgesetzt. Der Wasserstrom wird
von Amphioxus durch Cilienbewegung von Ammocoetes durch Muskel-
kraft ausgeführt. Amphioxus lebt zu Beginn des Larvenlebens frei,
Ammocoetes im Alter. Beide sind wenig empfindlich. Methode sie
zu fangen.
Galbert, M. Le Comte De. Repeuplement des cours d’eau. Pro-
tection des poissons et crustaces. Compte Rendu Association frangaise
pour l’avanc. d. Sciences 33. Session Grenoble 33, p. 755— 760.
Einbürgerungsversuche mit Salmo quinnet, Salmo irideus,
Ameiurus nebulosus.
Garrey, W. E. A sight reflex shown by Sticklebacks. Biological
Bulletin Woods Holl. 8, p. 79—84, 7 Figg.
Gasterosteus reagiert auf Bewegung außerhalb des Wassers in
der Art, daß er in der entgegengesetzten Richtung schwimmt. (Vgl.
Lyon, Bericht für 1904). Ahnliche Beobachtungen an Scomber.
(Reflexbewegungen). Anguilla, Fundulus, Prionotus verhalten sich
anders.
Garstang, W. (1). The President’s Adress: The natural history
of the North Sea. Transactions Norfolk Society 8, p. 5—14.
— (2). General Report on the Fishery investigations. Report
North Sea Fishery Invest. Commitee, No. 2, 1905, p. 1—13.
— (3). Experiments in the transplantation of small plaice to the
Dogger Bank. Rep. North Sea Fish. Commitee 1905 p. 45—67.
— (4). Report on experiments with marked fishes during 1902
— 1903. Report North Sea Fish Commitee p. 13—4#5.
— (5). Report on the trawling investigations, 1902—1903, with
especial reference to the distribution of plaice. Report North Sea
Fish Commitee p. 67—199.
— (6). Vorläufiger Bericht über die Naturgeschichte der Scholle
auf Grund der Untersuchungen der Kommission B in der Zeit bis
zum 30. Juni 1904. Rapports. Conseil internatinoal pour l’exploration
de la Mer 3, Anlage H, p. 1-56.
Versuche mit markierten Schollen, Wanderungen im Sommer,
Wanderungen im Winter, Intensität der Fischerei. Wachstums-
geschwindigkeiten. Umpflanzungsversuche. Die von den Hornriffs-
gründen auf die Doggerbank verpflanzten Schollen zeigten bedeutend
stärkeres Wachstum. Lebensfähigkeit der mit dem Schleppnetz
gefangenen Fische. Schonen von untermaßigen Fischen.
32 IV. Pisces für 1905.
Gautrelet, J. Communication osmotique chez les poissons entre
le milieu interieur et le milieu exterieur (a propos de deux notes de
M. Quinton). Comptes Rendus hebdom. des Seances de l’Academie
des Sciences Paris 140. 1905, p. 108 u. 109.
Unter Bezugnahme auf frühere Versuche (1903) und die Aus-
führungen Quintons (1903) werden die an Wirbellosen, sowie an Gobius
und Conger erzielten Ergebnisse der Versuche zusammengestellt.
Ghigi, A. (1). Ricerche sulla dentatura dei Teleostei. Archivo
zoologico Unione zool. italiana Napoli 2, p. 439—461, Taf. 24, Fig.
Balistes capriscus, Entwicklung der Bezahnung.
— (2). Dimostrazione di preparati sullo sviluppo dei denti del
Balistes capricus. Compte Rendu 6me Congres international de
Zoologie Berne p. 327.
Präparate einiger junger Teleostier werden demonstriert, um
die Verschiedenheit der Zahnentwicklung im Ober- und Unterkiefer
zu zeigen.
Giacomini, E. (1). Contributo alla conoscenza delle capsule surre-
nali dei Cielostomi. Sulle capsule dei Missinoide. Rendi conti delle
sessioni della R. Accademia d. Scienze dell’ Istituto di Bologna N. 8. 8,
p. 135—140. “
Bei Bdellostoma bischoffi Schn. wurden Suprarenalkapseln
gefunden; sie sind Rudimente der Vorniere. Es werden bei Petromyzon-
tiden chromatine und chromaphile Zellen unterschieden. Die Zellen
in der Nähe der Abdominal-Aorta; chromaphile Zellen in der Wand
der Venen, sowie längs der Arterien in Kopf und Schwanz. Die Zellen
sind von verschiedener Gestalt, sie erinnern an Epithelzellen. Zuweilen
ist das Protoplasma so gering, daß man von Kernnestern sprechen kann.
Über die Beziehungen der chromaphilen Zellen zum Nervensystem
sind bis jetzt Angaben unmöglich.
— (2). Contributo alla conoscenza del sistema delle capsule
surrenali dei Teleostei. Sulla costanza midollare (organi soprarenali o
tessuto eromaffine) di Amiurus catus L. Rendi conti delle Sessioni
R. Accadamia Scienze Istituto Bologna N. S. 9. p. 183—189, 1 Taf.
Amiurus catus. Verteilung des chromaffinen Gewebes.
Gilbert, Ch. H. The Deep Sea-Fishes of the Hawailan Islands.
Bulletin United States Fish Commission XXIII für 1903 Part II 1905.
p. 577—112.
Beschreibung der Fischfauna der Hawaischen Inseln. Darunter zahl-
reiche Nova. Catulus spongiceps n. sp., Squalus mitsukurii Jord. u. Sn.,
Etmopterus villosus n. sp., Centroscyllium ruscosum n. sp., Chimaera
purpurescens n.sp., Synaphobranchus brachysomus n.sp., Lepto-
cephalus aequoreus Gilb. u. Cramer., Promyllantor aleocki Gilb. u.
Cramer., Metopomycter dentieulatus n. sp., Stemonidium hypomelas
n.sp., Nematoprora polygonifera n.sp., Bathypterois antennatus
n. Sp.
" Gilbert, €. H. u. Thompson, 3. €. Notes on the fishes of Puget
Sound. Proceedings United States Museum 28, p. 973—987, fig.
IV. Pisces für 1905. 33
Stelgidonotus n. g. (nahe Rastrinus) latifrons n. sp., Malacocottus
kineaidi n.sp. (nahe Zonurus), Entophenus tridentatus &, Abweichungen
in der seitherigen Beschreibung. Catulus brunneus Gilb., Tarandichthys
filamentosus Gilb., Icelinus borealis Gilb., Astrolytes fenestralis Jordan
u. Gilb., Gilbertidia sigolutes Jord. u. Starks, Xeneretmus infra-
spinatus Gilb., Liparis dennyi Jord. u. Starks, Plectobranchus evidens
Gilb., Brosmophyceis marginatus Ayres, Lycodes brevipes Bean,
Lyconectes aleutensis Gilb.
Gilchrist, J. D. F. Additional notes on the development of South
African fishes. Report South Africa Association 2, 1904, p. 318—321.
Gill, Theo (1). Flying fishes and their habits. Annual Report
Smithsonian Institution 1904 (1905), p. 495—515; 4 Tafeln.
l. Exocoetidae: Unter etwa 65 bekannten Arten sind
Cyphelurus xenopterus, €. californicus, ©. callopterus ausschließlich
von der pacifischen und C. gibbifrons, C. cyanopterus von der at-
lantischen Küste Amerikas bekannt. Aufenthalt, Lebensweise, Flug-
bewegung, Einfluß des Windes, Nahrung, Fortpflanzung, Feinde;
Speisefische: Cypselurus speculiger (= Exocoetus volitans), ©. cali-
fornicus, Fischerei. Systematik. 2. Dactylopteridae: Organi-
sation, Schwimmblase, Schultergürtel, Dactylopterus volitans, Lebens-
weise, Farbwechsel, Aufenthalt, Flugbewegung, Nahrung, Eiablage;
Metamorphose: Jugendform = Cephalacanthuss. Empfindlichkeit
gegen Kälte.
— (2). State ichthyology of Massachusetts. Report Bureau Fish.
Washington 1905, p. 163—188.
— (3). An interesting cretaceous chimaeroid egg-case. Science
(2) 22, p. 601 u. 602.
Die Eikapsel einer fossilen Chimaera wird beschrieben und mit
jenen von Harriota und Rhinochimaera verglichen.
— (4). The Sargasso fish not a nest maker. Science (2) 22 p. 841.
Pterophryne histrio soll nach Agassız ein Nest im Sargasso bauen.
Durch die Beobachtungen Gudger’s (2) wird diese seither allgemein
als richtig angenommene Angabe widerlegt. Die in den Nestern ge-
fundenen Eier sind von Pterophryne-Eiern verschieden.
— (5). Note on the habits of an Ophidiid (Cuskeel).f Science (2)
22 p. 342.
Ophidium marginatum lebt im Sande versteckt, in welchem er
sich rückwärts mit dem Schwanz zuerst sehr rasch einwühlt; wahr-
scheinlich ist er bei Nacht munter.
— (6). The tarpon and lady-fish and their relationes. Smithsonian
Miscellaneous Collections 48 1907. Quarterly Issue, 3. p. 31—46,
Taf. 17—20. Veröffentlicht Mai 1905.
Elopidae u. Albulidae. Elops saurus, E. lacerta, Megalops cypri-
noides, M. atlanticus, Tarpon. Unterscheidungsmerkmale dieser
4 recenten Arten. Schädelknochen, Geschichte, Biologie. Albula
conorhynchus, A. vulpes, „‚Lady-fish‘“: Metamorphose des „Lady-fish“
von der gestreckten durchsichtigen Larve zu dem kleineren kompakten
Fischehen im Golf v. Californien. — Pterothrissus gisu ein Tiefseefisch
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 3
34 IV. Pisces für 1905.
japanischer Meere, Unterschiede von Albula.. Desgl. von Istieus.
— (%). The family of cyprinids and the carp asitstype. Smith-
sonian miscellaneus Collections quaterly issue 48. p. 195—217, Taf. 45
—58.
Biologie. Charakteristik der Cypriniden, Einteilung auf Grund
der Zahnbildung nach Heckel in Russegger’s Reisen in Europa ete.“
Verbreitung, domestizierte Arten, Einführung derselben nach Amerika,
Geschlechtsunterschiede. Brutpflege der Männchen bei den ameri-
kanischen Semotilus atromaculatus, Pimephales promelas, Campo-
stoma anomalum, sowie des europäischen Rhodeus amarus. Biologie
des Karpfen. Rudolf Hessel brachte ihn 1877 nach Amerika. Karpfen-
sterben in Frankreich verursacht durch Bufo calamita! Carpio kollarii.
Kreuzung aus Karpfen und Carassius auratus. Trematoden: Disto-
matosis oder Fascioliasis. — Carassius auratus, Tinca tinca, Gobio gobio,
Barbus barbus, Barbus viviparus, Leuciscus cephalus, L. leuciscus,
Rutilus rutilus, Scardinius erythrophthalmus, Phoxinus phoxinus,
Abramis brama, A. (Notemigonus) chrysoleucas. Übertragung der
europäischen Namen auf amerikanische Fische: Carp auf Carpiodes etc.
— (8). On the habits of the great whale shark (Rhineodon typus).
Science (2) 21, p. 790 u. 791.
Rhineodon typus = Rhinodon typieus. Biologie.
— (9). The sculpin and its habits. Smithsonian Miscellaneous
Collections 47. 1905. Quarterly Issue Vol. II, p. 348—359, Fig.
Myoxocephalus scorpio, Bau u. Lebensweise: Außere Merkmale,
Morphologie; Skelet. Schultergürtel: starke Verkrümmung des Hyper-
coracold und Hypocoraroid; Schädel; Vorkommen, Aufenthalt;
Nahrung: Crustaceen; Grunzende Laute hervorgerufen durch Muskel-
tätigkeit: „‚Grumbler, Growler, Sea Cock“. Fortpflanzung; vivipare
Fische. Laichen, Entwicklung, Jugendformen. Angaben nach Ehren-
baum!
— (10). The life-history of the angler. Smithson. Miscell. Collection
47. Quarterly Issue (2) p. 500—516, Taf. 73—75 u. Text-Fig.
Lophius piscatorius ‚the angler‘‘. Systematische Stellung, Pseudo-
branchium, Unterschiede von verwandten Gruppen (Pterophryne
histrio, Lophiomus setigerus, L. piscatorius, Chirolophius naressii).
Der Name ‚angler“‘. Horizontale und verticale Verbreitung. Lebens-
weise. Nahrung, Ei, Entwicklung der Jungen, Metamorphose. Körper-
anhänge. Verwendbarkeit der gefangenen Fische. Verwandte Tiefsee-
fische.
— (11). Note on the genera of Synanceine and pelorine fishes.
Proceedings United States national Museum 28, p. 221—225, Fig.
Kritische Untersuchung der Nomenklatur und Synonymik von
Synanceja Bloch und Schneider 1901, Synanchia, Pelor, Erosa u. a.
Swainson 1839, Synanceia, Erosa, Pelor Jordan u. Starks, Lepto-
synanceia Bleeker. Rhinopias n. g. (für Scorpaena) frondosa Günther.
— (12). Labracinus the proper name for the fish genus Cichlops.
Proceedings United States national Museum 28. p. 119.
Nomencelatur: Labracinus Schlegel = Cichlops Müll. u. Trosch.
IV. Pisces für 1905. 35
— (13). Note on the genus Prionurus or Acanthocaulus. Pro-
ceedings United States national Museum 28. p. 121.
Die Daten, welche Waite (Records Australian Museum 1900 III
p. 206) über „Acanthocaulos gen. nom. nov.“ für Prionurus Lacep. gab,
werden richtig gestellt.
— (14). The life-history of the sea-horses (Hippocampids).
Proceedings United States national Museum 28. p. 805—814.
Hippocampidae. Morphologie und Lebensweise: Nahrung, Fort-
pflanzung, Brutpflege. H. antiquorum, H. hudsonius, H. ingens,
H. ramulosus, H. zosterae, H. aterrimus, H. sindonis, Phyllopteryx
foliatus, Phycodurus eques.
— (15). On the systematic relations of the Ammodytoid fishes.
Proceedings United States national Museum 1905. 28 p. 159—163.
Publiziert am 12. Nov. 1904. Vgl. Bericht für 04.
— (16). On the generic characteristics of Prionotus stearnsii.
Proceedings United States National Museum 28. p. 339—342.
Colotrigla n. sp. (für Prionotus) stearnsii Jord. u. Everm. 1884.
Unterscheidungsmerkmale zwischen Colotrigla stearnsii und Prionotus
carolinus, P. strigatus, P. alatus, Trigla lineata.
— (1%). The scorpaenid fish Neosebastes entaxis, as the type
of a distinet genus. Proceedings United States National Museum 28.
p. 219 u. 220, Fig.
Sebastosemus n. g., entaxis. Erörterungen über die Nomenclatur
Jordan u. Starks’ 1904. Neosebastes scorpaenoides, Sebastodes.
— (18). A new introduction to the study of fishes. Science (2)
21, p. 653—661.
Ausführliches Referat über „The Cambridge natural History
Volume VII. enthaltend: 1. Fishes (exclusive of the Systematic
account of Teleostei) by T. W. Bridge u. 2. Fishes (Systematik Account
of the Teleostei) by G. A. Boulenger.
— (19). A New Anarrhichadoid Fish. Proceedings biological
Society Washington Vol. 18. p. 251—252.
Lycichthys paucidens n. sp.
— (20). Ancient Greek Fish and Other Names. Science (2) 22.
p- 140—141.
Gill ergänzt die Angaben Eastmans (6) durch Mitteilungen über
Cuvier und Valenciennes 1828—1849 und knüpft weitereBemerkungen an.
Gill, Theodore, and Hugh M. Smidt. A New Family of Iugular
Acanthopterygians. Proceedings biological Society Washington 18.
p. 249—250.
Caristiidae n. fam. Caristius n.g. japonicus n. sp.
Goldschmidt, R. (1). Amphioxides Vertreter einer neuen Acranier-
familie. Biologisches Centralblatt 25, p. 235—240.
Familie Amphioxididae fam. nov. Akranier ohne Peribranchial-
raum, links gelegenem schlitzförmigem Mund, Kiemenspalten in der
ventralen Mittellinie, Kiemendarm ın dorsalen, nutritorischen und
ventralen respiratorischen Abschnitt getrennt.
3*
36 IV. Pisces für 1905.
— (2). Amphioxides. Wissenschaftliche Ergebnisse der Deutschen
Tiefsee-Expedition auf dem Dampfer ‚„Valdivia“, 1898—1899. XII.
p. 1—92, Taf. 1—10; 11 Fig.
Der Bau von Amphioxides wird ausführlich geschildet und viele
Übereinstimmungen mit Branchiostoma-Larven gefunden. Am-
phioxides ist das primitivste Wirbeltier und Chordat. Möglichkeit
von ihm Cranioten und Acranier abzuleiten.
Goldsmith ... Recherches sur la psychologie de quelques
Poissons littoraux. Bull. Inst. Gen. Psych. Paris. 5. Ann&e p. 51—66.
7 Figg.
Gobius, Lepadogaster. Erkennen von Objekten, Ortsgedächtnis,
Schutz der eigenen Wohnstätte und der Eier.
Goldschmidt, R. Notiz über Branchiostoma elongatum Sundevall.
Zool. Anz., 29, p. 132—133. Fig.
Beschreibung eines Exemplars aus dem Stockholmer Museum
von der Küste Perus.
Goldstein, K. Untersuchungen über das Vorderhirn und Zwischen-
hirn einiger Knochenfische, nebst einigen Beiträgen über Mittelhirn
und Kleinhirn derselben. Archiv für mikroskopische Anatomie 66,
p. 135—219, Taf. 11—15, fig.
Barbus fluviatilis, Zoarces viviparus, Cyprinus auratus, Chondro-
stoma nasus, Abramis brama, Leuciscus rutilus, Salmo trutta. Mor-
phologische Beschreibung; Ganglien und Faserzüge werden ausführlich
geschildert.
Goodehild, J. 6. The Black Hill of Earlston. History Berwick-
shire Naturalists’ Club 19, p. 51—59, 3 fig.
Gorjanovie-Kramberger siehe Kramberger- Gorjanovie.
Graino, ©. Datos para la fauna de la provincia de Oviedo. Boletin
Sociedad espahola historia natural 5, p. 269—272.
Centriscus scolopax L. Selten.
Gratzianoff, V. Asperina improvisa Ostroum. (Russisch.) Bulletin
Academie Sciences St. Petersbourg (5) 23 p. 35—39.
Green, €. Preliminary note on the size of Salmon eggs in relation
to estimating their number. Annual Report Sea Inland Fish. Ireland
1902—1903, Pt. 2, App. 11 (1905) p. 351 u. 352.
Greene, €. W. Physiological studies of the Chinook Salmon. Bulletin
Bureau Fish 24, p. 429—456.
Gregory, E. H. Die Entwickelung der Kopfhöhlen und des Kopf-
mesoderms bei Ceratodus forsteri. Denkschrift Medic. Naturw. Gesell-
schaft. Jena. 4, 1905, p. 641—660, figg. (Semon, Zoologische Forschungen
1). 23.
Das Kopfmesoderm entsteht als paare Verdiekung der dorsalen
und lateralen Kanten des Urdarmdaches. Vier Segmente des Kopf-
mesoderms entsprechen jenen bei Scyllium und Pristiurus. In den
drei vorderen entstehen Höhlen mit epithelialen Wandungen; ihre
Schicksale werden geschildert.
Greil, A. Über die Genese der Mundhöhlenschleimhaut der Uro-
IV. Pisces für 1905. 37
delen. Verhandlungen Anatomische Gesellschaft 19. Vers. p. 25—37
6 Figg.
Auch Trutta wird p. 30 behandelt.
Grimm, ©. v., Henking, H. u. Trybom, F. Bericht über die
Anstalten zur Vermehrung des Lachses und der Meerforellen in den
Flüssen der Ostsee. Publications de ceirconstance Conseil permanent
international pour l’exploration de la Mer 28, 1905, p. 1—34.
Umfassende statistische Berichte über russische, deutsche, dänische,
schwedische Lachsbrutanstalten.
Grosser, ©. Metamere Bildungen in der Haut der Wirbeltiere.
Zeitschrift wissenschaftl. Zoologie 80. p. 56—79. 8 Fig.
Seyllium u. Pristiurus mit segmentalen vergänglichen Schuppen
am Schwanze der Embryonen (P. Mayer). Die metamere Zeichnung
der Selachier wird auf die Interferenz der Dermatome und die ver-
schiedene Fähigkeit derselben Pigment zu bilden zurückgeführt.
Gudger, E. W. (1). The breeding habits and the segmentation
of the egg of the pipe-fish Siphostoma floridae. Proceedings of U. 8.
national Museum 1905, 29, p. 447—500, Taf. 5—11.
Siphostoma floridae. Eifurchung, Biologie, Laichen. Syngnathus
argyrosticus, $.spirifer, Ichthyocampus carce, Dorichthys boaja,
D. fluviatilis: Aufsteigen derselben in die Flüsse. Aufenthaltsort und
Farbwechsel von Siphostoma floridae. Nachrichten über die Fort-
pflanzung der Lophobranchier. — Siphostoma floridae: Kopulation,
die Fische umschlingen einander S-förmig. Übertragung der Eier.
Wiederholung der Vorgänge. Befruchtung— natürliche und künstliche.
Eifurchung. Periblast.
— (2). A note on the eegs and egg-laying of Pterophryne histrio,
the gulfweed fish. Science (2) 22, p. 841—843.
Pterophryne histrio aus der Sargassa legte im Aquarium Eier,
welche an der Wasseroberfläche schwimmen und von aufquellender
Gallerte umgeben sind. Die Bildung der Keimscheibe beginnt so-
fort nach der Ablage, schon vor der Befruchtung. Öltropfen wurden
nicht beobachtet. Auf Schnitten dagegen waren Vakuolen sichtbar,
die im Leben wohl Öltropfen mögen enthalten haben. Der Dotter
ist homogen.
— (3). A note on the habits of Rissola marginata. Science (2)
22. p. 342 u. 343.
Beobachtungen im Freien und im Aquarium über den Aufenthalt
des Fisches im Sand des Meeres. Seine Nahrung konnte nicht ermittelt
werden.
Guitel, F. (1). Diagnoses des Lepadogaster bimaculatus Pennant
et microcephalus Brook. Compte Rendu Association Frangaise. Session
33, 1904 (1905) p. 774—779.
Unterscheidungsmerkmale von Lepadogaster bimaculatus Penn.
und L. microcephalus Brook. Vorkommen.
— (2%). Sur les reins du Caularchus maeandricus Girard Gobieso-
cıde de la cöte ame£ricaine du Pacifique. Archiv Zoologie exper. (4)
4 p. 1—6.
38 IV. Pisces für 1905.
Die Vorniere zeigt dieselben Verhältnisse wie jene des Lepado-
gaster. Konkremente in Pro- und Mesonephros.
Guyenet, E. Contribution a l’etude anatomique et physiologique
de la vessie natatoire des cyprinides. Comptes Rendus hebd. Societe
de Biologie Paris 58, p. 794 u. 795.
An der Mündung des Ductus pneumaticus in den Ösophagus
befindet sich ein Sphincter mit Längs- und Ringfasern. Die Wand des
Ductus ist in Spiralen eingerollt. Ihre Schleimhaut besitzt ana-
stomosierende Fortsätze.. Das Öffnen des Sphincter geschieht
mechanisch durch Druck der Schwimmblasenluft.
H. P. P. €. Die Literatur der zehn wichtigsten Nutzfische der
Nordsee in monographischer Darstellung. Publications de circon-
stance Conseil permanent international pour l’exploration de la Mer 3,
1903, p. 1—107, Taf. 1—10.
Scomber scomber L., Gadus morrhua L., G. aeglefinus L., G. mer-
langus L., Rhombus maximus L., Pleuronectes platessa L., Pl. limanda
L., Solea vulgaris Quensel, Clupea harengus L., Engraulis encrasi-
cholus L.
Hall, T. Ss. The distribution of the freshwater Eel in Australia
and its means of dispersal. Vietorian Naturalist 1905, 22, p. 80—83.
Haller, B. (1). Über den Ovarialsack der Knochenfische. Ana-
tomischer Anzeiger 27, p. 225—238.
Salmo irideus. Gasterosteus pungidus, Cyprinus carpio, C. auratus,
Barbus fluviatilis, Chondrostoma, Leuciscus, Clupeiden, Muraeniden,
Argentina, Mallotus. Ursprünglich ragt das Ovarıum als bandförmiges
dorsal befestigtes Organ in das Coelom (Argentina, Mallotus). — Es
bildet sich eine laterale Rinne (Salmo). — Jedes Ovarıum bildet einen
lateral befestigten Sack, der sich nach hinten vergrößert (Teleostier
im Gegensatz zu Selachiern). Eileiter und Müllerscher Gang sind ver-
kürzt (in der Reihe Acipenser, Amia, Salmo in fortschreitendem
Grade). Größere Mengen von Eiern werden gebildet; die laterale Rinne
entsteht. Beide Ovarıen verwachsen (Teleostier); bei diesen sind
die Müllerschen Gänge nur noch an der gemeinsamen Mündung vor-
handen. Pori abdominales wurden bei Salmo nicht gefunden, auch
nicht im Embryonalleben.
— (2). Über den Schultergürtel der Teleostier. Archiv mikro-
skopische Anatomie 67. p. 231—266, 2 Taf. 6 fig.
Salmo irideus. Die Scapula entsteht als Teil der Flosse und tritt
später zum Schultergürtel über. Das Cleithrum ist eine epitheliale
Bildung, median bildet es eine bisher nicht beachtete Knochenplatte.
das Cleithroid. Das Postcleithrale entsteht als Spange neben dem
Cleithrum, sein proximales Ende wird zum Supracleithrale.
Haller, P. Notes fauniques. Archive Zoologique experim. (4) 3,
p. 47—52.
Hatcher, 3. B. Vertebrate fauna of the Judith river beds. Bulletin
U. S. Geology Survey 1905, No. 257, p. 67—103.
Hautefeuille, —. Observation d’un cas de tuberculose renale chez
IV. Pisces für 1905. 39
un Carpe. Memoires Societe Linne&enne du Nord de la France 11,
1904, p. 223—230, 3 Taf.
Hawkes, ©. A. M. The presence of a vestigial sixth branchial
arch in the Heterodontidae. Journal de l’Anatomie et de Physiologie
normales et pathologiques 40 (ser. 3, I) 1904 p. 831—84, Fig.
Gyropleurodus francesci und Heterodontus (Cestracion) philippi
mit Andeutungen des 6. Kiemenbogens. Die Heterodonten stehen in
dieser Beziehung zwischen den Notidaniden und Chlamydoselachiden
einerseits und den übrigen Selachiern andererseits.
Heinke, F. Das Vorkommen und die Verbreitung der Eier der
Larven und der verschiedenen Altersstufen der Nutzfische in der
Nordsee. Rapports Conseil permanent international pour l’exploration
de la Mer 3, deutsche Ausgabe, Anlage E. p. 3—4l.
Fanggeräte, Fangmethoden; Fischerei auf planktonische Eier
und Larven, pelagische Jungfische, kleine und kleinste Bodenstadien
der Jungfische, und auch größerer Bodenfische. Methode der Alters-
bestimmung der Fische: „Die Zahl der vollen Lebensjahre, die eine
Scholle hinter sich hat, ist gleich der Zahl der weißen Otolithenringe,
die außer dem Kern vorhanden sind. Altersschichten an Skeletknochen,
Schuppen. Pleuronectes platessa. Die jungen Schollen sind in ihrem
Vorkommen von der Küste nach der offenen See staffelförmig nach
steigender Größe angeordnet. Die große Mehrzahl der gemarkten
Schollen sind in demselben engen Gebiet wieder gefangen, in dem sie
ausgesetzt waren. Sie können sehr schnell von einem Ort zum andern
wandern. Pleuronectes flesus wächst langsamer als die Scholle, laicht
wie jene stets im Salzwasser. Pl. limanda geht im Gegensatz zu den
genannten zeitiger zum Leben am Boden über; wird bei geringer Größe
laichreif. Drepanopsetta platessoides Standfisch der nördlichen Nord-
see. — Gadus morrhua, G. aeglefinus, Unterschiede im Fundort der
Eier. Der Kabeljau ist Standfisch der in allen Entwicklungsstadien
auf demselben Gebiet vorkommt, der Schellfisch dagegen ist Wander-
fisch. Gadus merlangus; sein Lebensbild gleicht dem des Kabeljaues.
Heinke, F. u. H. Bolau. Die in Deutschland gebräuchlichen
Marken zum Zeichnen von Schollen. Wissenschaftliche Meeresunter-
suchungen 7, p. 71—78, figg.
Helbing, H. v. Beiträge zur Anatomie und Systematik der Lae-
margiden. Compte-Rendu Congres international de Zoologie Berne,
p- 329 und ausführlich: Nova Acta Leop. Car. Bd. 82 p. 3355—524,
42 Figg. 1. 8,9.
Embryonen, zum Teil auch erwachsene Exemplare von Lae-
margus rostratus, L. borealis, Scymnus lychia werden untersucht.
Die Laemargusembryonen besitzen Plattbäuche mit Seitenkielen,
ähnlich Centrina. Variation und dorsoventrale Anordnung der Pla-
coidschuppen in der Nähe der Leuchtorgane. Letztere sind im Alter
schwächer entwickelt als in der Jugend. Die Zähne der ersten Reihen
der Embryonen ähneln Placoidschuppen. Die Festigkeit des Knorpels
ist verschieden. Variationen im Skelet. Subcaudalstrang. Darmkanal
40 IV. Pisces für 1905.
von Laemargus, Pristiophorus und Pristis. Stammesgeschichtliche
Folgerungen.
Helly, K. (1). Studien über Langerhans’sche Inseln. Archiv f.
Mikroskopische Anatomie 66. 124—141 p. Taf. 10.
Die Selachier besitzen zwei Arten von Langerhans’schen Zell-
haufen: bei Mustelus und Seyllium liegen die besonders differenzierten
Zellen in der äußeren Schicht des zweireihigen Gangepithels, bei Torpedo
und vielleicht auch Raja treten die Zellen zu den beiden Schichten
hinzu.
— (2). Acidophil gekrönte Becherzellen bei Torpedo marmorata.
Archiv f. mikroskopische Anatomie 66, p. 434—439, Taf. 29.
Torpedo marmorata besitzt im Magen, Darm und Ausführungs-
gang der Pancreas unregelmäßig verteilte Becherzellen, welche nicht
Schleim enthalten, sondern acidophile Körner, die auf einmal aus-
gestoßen werden. Scyllium und Raja besitzen solche Zellen nicht.
Henking, H. Über das periodische Auftreten der wichtigsten Nutz-
fische im Nordseegebiet und Skagerak nach den Fangergebnissen
deutscher Fischdampfer. Rapports Conseil international pour V’ex-
ploration de la Mer 3, Deutsche Ausgabe, Anlage F. p. 3—28.
1. Nördliche Nordsee, 2. südliche Nordsee, 3. Skagerak. Gadus
aeglefinus, G. merlangus, G. morrhua L., Lota molva L., G. virens L.,
G. pollachius L., Merluccius vulgaris Fl., Anarrhichas lupus L., Solea
vulgaris Quenst., Rhombus maximus L., R. laevis Rond., Pleuronectes
platessa L., Pl. cynoglossus L., Pl. mierocephalus Donov., Pl. limanda,
Hippoglossus vulgaris, Lophius piscatorius L., Rochen. Fangergebnisse
nach Gewicht in den Jahren 1902, 1903. Schwankungen in der Menge.
Wanderungen in der horizontalen und vertikalen Richtung.
Henking, H. u. E. Fischer. Übersicht über die Seefischerei Deutsch-
lands in den Gewässern der Ostsee. Conseil permanent international
pour l’exploration de la mer. Publications de circonstance 1905, Heft
13B.
Fischerei auf Aal, Plattfisch, Hering, lachsartige Fische, Schell-
fische, Stör, Barsch, Hecht, Weißfische, Neunaugen, Makrelen, Stichling,
Hornhecht, Aalmutter, Sandaal, Knurrhahn.
Herdman, W. A. (1). Sea-fish hatching and rearing. Proceedings
Liverpool biological Society 19, p. 26—37.
Herdman, W. A., Scott, A. u. Johnstone, J. Report on the in-
vestigations carried on during 1904 in connection with the Lanca-
shire seafisheries laboratory at the University of Liverpool, and the
sea-fish hatchery at Piel, near Barrow. Proceedings Liverpool biological
Society 19 p. 181—304. Anhang von Jenkins, p. 1—50.
Herrick, €. 3. The central gustatory paths in the brains of bony
fishes. The Journal of comparative Neurology and Psychology XV.
1905. p. 375—456.
Die peripheren Geschmacksorgane der Fische und der zentrale
Sitz der Geschmacksempfindung bei Cyprinoiden u. Siluroiden werden
in anatomischer und histologischer Hinsicht einer eingehenden Er-
forschung unterworfen, wobei auf Ameiurus melas, A. nebulosus,
IV. Pisces für 1905. 41
Catastomus commersoni, Cyprinus carpio, Minytrema melanops,
Ictalurus punctatus Bezug genommen wird.
- Heuscher, J. Über Fischereiverhältnisse im Zürichsee, Linth-
und Walensse. Schweiz. Fisch. Zeitg. Jahrg. 13. p. 217—227.
Die hydrographischen und hydrobiologischen Verhältnisse be-
dingen eine in den ursprünglich ein Wasserbecken bildenden, jetzt
getrennten Seen verschiedene Fischfauna. Petromyzon planeri, Anguilla
vulgaris, Esox lucius, Salmo variabilis-lacustris, S. salvelinus, Core-
gonus wartmanni-dolosus, C. maraena, Oypriniden u.a.
Hilgendorf, F. Fische von Deutsch- und Englisch Ostafrika. Zoo-
logische Jahrbücher Abt. f. Systematik, Geographie und Biologie
22, p. 405—420.
Tilapia amphimelas n. sp. nahe T. manyarae; T. manyarae n. sp.
nahe T. macrocentra oder T. magdalenae; T. alcalia n. sp., T. (subgenus
Ctenochromis) sparsidens n. sp. nahe T. nudisquamulata; T. (subgenus
Ctenochromis) nuchisguamulata (Hilgend.), Clarias neumannıi n. sp.,
Cl. lazera C. V., Cl. mierophthalmus Pfeff., Synodontis punctulatus
Gthr., Chiloglanis deckeniüi Ptrs., Pimelodus (Amphilius Gthr.) urano-
scopus Pfeff., Gephyroglanis rotundiceps n. sp., Labeo forskalii Rüpp.,
Barbus vinciguerraii Pfeff., B. zanzibaricus Peters n. var. paucior,
B. kerstenii Ptrs, P. jacksoni Gthr. n. var. mitior; B. lineomaculatus
Bler., B. pagenstecheri J. G. Fisch., Fundulus taeniopygus Hilg.,
F. güntheri Pfeff., F. neumanni n.sp., Mormyrus kannume Forsk.
Hiort, J. u. Petersen, €. 6. J. Kurze Übersicht über die Resultate
der internationalen Fischereiuntersuchungen (besonders norwegischen
und dänischen). Rapports Conseil international pour l’exploration
de la Mer 3, Deutsche Ausgabe. G, p. 1—49.
I. Geographische Verbreitung der Fische. l. Die große
Tiefebene im zentralen Teil des norwegischen Nordmeeres. Fisch-
fauna derselben: Cottunculus microps, C. subspinosus, Careproctus
reinhardti, Paraliparis bathybüi, Rhodichthys regina, Lycodes muraena,
L. flagellicauda, L. frigidus, L. pallidus, L. similis, L. eudipleurosticus,
L. seminudus, Somniosus microcephalus, Raja hyperborea. Scharfe
Grenze. Gegensatz zur Tiefebene des Atlantischen Meeres. Abhang
der Küstenbänke des Nordmeeres gegen die Nordmeertiefe: Molva
molva, Brosmius brosme, Sebastes marinus, Gadus callarias, Hippo-
glossus vulgaris, Anarrhichas minor, A. latifrons, Raja batis, R. lintea,
Gadus aeglefinus, ferner Molva byrkelange, Hippoglossus hippo-
glossoides, Macrurus fabricii, Argentina silus, Somniosus microcephalus.
Flache Küstengebiete mit drei Regionen, die 1. von’60—100 m Tiefe,
mit Pleuronectes cynoglossus, Drepanopsetta platessoides, Zeugopterus
megastoma, Hippoglossus vulgaris, Gadus aeglefinus, G. callarias,
G. virens, G. merlangus; die 2. Region 20—60, die dritte litorale
Region vom Strande bis 20 m. II. Arbeitsmethoden, Geräte. Allgemeine
Resultate. Eier, Larven, Jungfische. Jugendstadien der Dorscharten,
der Gattung Pleuronectes. Verhältnisse der Ostsee; Hering. III. Die
Naturgeschichte des Dorsches; Laichen nach Ort und Zeit, Wachstum
und Wanderung, Verbreitung und Größe, Alter und Tiefe; Fischerei.
42 IV. Pisces für 1905.
Hochstetter, F. Über die Entwicklung der Dottersack-Zirkulation
bei Seyllium stellare. Archiv für mikroskopische Anatomie 66, p. 549
—560, Taf. 37.
Bestätigung früherer Angaben Virchows (Spitz. Ber. Ges. naturf.
Freunde Berlin 1895). Die Dottersackzirkulation bildet sich bei
Scyllium stellare im wesentlichen ähnlich aus wie bei Pristiurus.
Hoek, P. P. €. Einleitende Übersicht über Fischerei und biologische
Untersuchungen. Conseil permanent international pour l’explor. de
la mer. Rapports et proces verbaux. Deutsche Ausgabe. Gesamt-
bericht Juli 1902—Juli 1904. 3. Anhang p. VI-XXI.
Problem der Wanderung der Fische. Hering, Kabeljau als Wander-
fische; Ekman-Petterssonsche Hypothese, Hjort Petersens Unter-
suchungen, Henkings Ansichten, Fultons Entdeckungen, Heinkes
Berieht und Resultate: Schellfisch, Seehecht, Scholle, Knurrhahn,
Rotzungen, Seezunge, Stein- und Glattbutt, Kabeljau, Leng, Kat-
fisch, Köhler und Rochen. Heinkes Versuche mit gemarkten Fischen.
Problem der Überfischung. Statistik: Pleuronectes platessa, Gadus
aeglefinus, Solea vulgaris, Rhombus maximus, R.laevis, Natur-
geschichte der Scholle; Garstangs Bericht, Redekes Aufsatz. Ver-
breitung der Scholle in der Ostsee. Lachs. Aal. Produktion der Meere.
Biologische Untersuchungen.
Hoek, P. P. €. u. Kyle, H. M. Nordsesfischereistatistik. Teil 1.
Die Fischerei der einzelnen Länder. Rapports Conseil international
pour l’exploration de la Mer 3. Anlage I. p. 3. p. 1—140.
Statistische Mitteilungen aus Schweden, Norwegen, Dänemark,
Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, England, Schottland
mit einem Anhang von L. Breitfuß: Die Fischerei an der Murmanküste.
Vgl. Breitfuß.
Holder, Ch. F. (1). An Interesting Shark. Scient. Amer. Vol. 9.
p. 243, 3 fig.
— (2). The Remoras. Scient. Amer. Vol. 93. p. 162—163, 1 fig.
Holt, E. W. L. (1). Substance of reports received from clerks of
Conservators relative to salmon fisheries. Annual Report See Inland
Fish. Ireland 1902—1903. II. App. 1 (1905), p. 363—385.
— (2). Statistical information relating to the Salmon fisheries.
Ebenda p. 359—362.
— (3). Reports on the artificial propagation of Salmonidae
for the seasons 1902—1903 and 1903—1904. Ebenda App. 11 (1905)
p. 346—350.
Holt, E. W. L. u. Byrne, L. W. (1). The British and Irish Gobies
supplement. Ebenda App. 5 (1905), p. 162 u. 163, Taf. 28.
— (2). Note on a specimen of Dentex vulgaris from Dingle. Ebenda
p. 156—161, 27.
— (3). Figures and descriptions of the British and Irish species
of Solea. Ebenda p. 164—175, Taf. 29—34.
Huber, 6. Monographische Studien im Gebiete der Montiggler
Seen (Südtirol) mit besonderer Berücksichtigung ihrer Biologie. Archiv
f. Hydrobiologie u. Planktonkunde. 1, p. 1—81, 1 Taf.
IV. Pisces für 1905. 43
Eine Monographie der Seen bei Montiggl. Wirbeltiere der Ufer-
zone: Esox lucius L., Perca fluviatilis L., Tinca vulgaris Cuv.,
Gardinius erythrophthalmus L., Cyprinus carpio L.
Hubrecht, A. A. W. (1). Die Gastrulation der Wirbeltiere. Ana-
tomischer Anzeiger Bd. 26 p. 353—366. 10 Figg.
Phylogenetisch ist Amphioxus nicht die Zwischenstufe, durch
welche die Entwicklungsbahn hindurchläuft, welche von den Coe-
lenteraten zu den Primaten führt. Die Gastrulation ist ein Vorgang,
bei dem ein Dermatoderm sich einem Hautectoderm gegenüber
differenziert und somit aus der einschichtigen Keimanlage eine zwei-
schichtige hervorgeht.
— (2%). The gastrulation of the Vertebrates. Quarterly Journal
of Miecroscopical Science (2) 49 p. 403—419 7 Figg.
Englische Übersetzung der vorstehenden Arbeit Hubrecht (1).
Hucke, K. Gault in Bartin bei Degord (Hinterpommern). Zeit-
schrift der Deutschen geologischen Gesellschaft 1904 56, Heft IV
p. 165—173.
Zähne und Schuppen von Fischen, ohne Angabe der Spezies.
Hussakof, L. (1). Notes on the Devonian ‚„Placoderm“ Dinichthys
intermedius Newb. Bulletin American Museum N.H. 21, p. 27—36,
5 Figg. Taf.
Phylogenese.
— (2). On the structure of two imperfectly known Dinichthyids.
Newb. Bull. Americ. Museum N.H. 21. p. 409—414. Taf. 15—17.
Dinichthys curtus Newb., D. clarky Clayp.
Jaekel, ©. (1). Über die primäre Gliederung des Unterkiefers.
Sitzungsberichte Gesellschaft naturforschender Freunde Berlin 1905,
p. 134147.
Pleuracanthus, Acanthodes, Lepidotus, Eugnathus.
— (2). Über die Bildung der ersten Halswirbel u. die Wirbel-
bildung im allgemeinen. Zeitschreit der Deutschen Geologischen
Gesellschaft Bd. 56. Monatsberichte p. 109—119.
Sphenodon, Ganoidfische.
Januschke, H. siehe Exner u. Januschke.
Jaquet, M. Description de quelques parties du squelette du Pseudo-
triacis microdon Capello.. Bulletin Museum de Monaco 1905, No. 36,
p. 1—28, Taf. 1—8.
Das Skelet des dritten bekannt gewordenen Exemplares dieses
Tiefseeselachiers wird beschrieben. Länge 2,75 m.
Jenkins, 3. (1). The migration of flat-fish. Knowledge 1905,
p. 151 1 Fig.
— (2). Discussion of official fishery statisties (Lancashire and
Western Sea Fisheries distriet). Proceedings Liverpool biological
Society 19, p. 1—50.
Jensen, A. S. (1). Raja fyllae ı Skagerak. Videnskabelige Med-
delelser Naturhistoriske Forening Kjobenhavn. 1905. p. 227—238.
Raja circularis Couch. = Raja fyllae Lütken. Die an den ver-
schiedenen Stellen nach Geschlecht bestimmten, genau gemessenen
44 IV. Pisces für 1905.
Exemplare zeigen, daß die Formen vom Skagerak in der Jugend
kleine Dornen und im Alter eine sparsamere Entwicklung großer
Dornen in der Rückenmitte haben als die Exemplare von anderen Orten.
Wegen dieser Abweichung von der typischen Raja fyllae werden die
Exemplare vom Skagerak als n. var. lipacantha bezeichnet. Genaue
Messungen und Beschreibung. Geschichtliche Daten.
— (2). On fish-otoliths in bottom-deposits of the sea. 1. Otoliths
of the Gadus-species deposited in the polar deep. Meddelelser fra
Kommissionen for Havundersogelser. Serie Fiskeri. 1, 1905, No. 7,
p. 1—14, fig.
Im ‚Polartief“ wurden viele Fische aber nur verhältnismäßig
wenige Arten (Cottunculus microps Collet, C. subspinosus Jens., Arte-
diellus uncinatus Reinh., Agonus decagonus Bloch u. Schneid., Liparis
fabrieii Kröger, Careproctus reinhardti Kröyer, C. micropus Gthr.,
Paraliparis bathybii Collett, Rhodichthys regina Collet, Lycodes frigidus
Collet, L. esmarküi Collet, L. eudipleurosticus Jens., L. pallidus Coll.,
L. platyrhinus Jens., L. lütkeniv Coll., L. seminulus Reinh., Lycenchelys
muraena Coll., Lycodonus flagellicauda Jens., Onus reinhardti Kröyer,
Hippoglossus hippoglossoides Walb., Somniosus microcephalus Bloch-
Schn., Raja radıata Donovan, R. hyperborea Collet) nachgewiesen.
Von diesen sind die durch Druck hervorgehobenen Arten indigen.
In den aus der Tiefe gehobenen Bodenproben wurden häufig Otolithen
gefunden. Sie wurden als von Gadus callarias L., G. virens L., G. pou-
tassou Riss. und G. saida stammend bestimmt. Von diesen war G. pon-
tassou Riss. bei weitem am häufigsten, es werden physikalische Gründe
gesucht das Aussterben dieses Fisches zu erklären, auch auf die Möglich-
keit einer Vernichtung durch Raubtiere (Balaenoptera, Phocaena)
hingewiesen. Die Otolithen stammten von Gadusarten, welche nicht
in dem Polartief, sondern in höheren Schichten lebten. Für G. saida
ist die Trift über große Tiefen nachgewiesen.
Ihering, R. v. Descriptions of four new Loricariid fishes of the
genus Plecostomus from Brazil. Annals and Magazine of Natural
History (7) 15, p. 558—561.
Plecostomus reganı n. sp. (nahe Pl. alatus Casteln.); Pl. tietensis
n.sp. (nahe vaillanti Stdr.), Pl. paulinus n.sp. (nahe P. latirostris
Regan), P. hermanni n. sp. (nahe Pl. garmani Regan).
Imms, A. D. On the oral and pharyngeal denticles of the Elasmo-
branch fishes. Proceedings Zoological Society London 1905, 1, p. 41
—49, Taf. 3.
Carcharias glaucus Rond., C. laticaudus Müll. u. Henle,
Chlamydoselachus anguineus, Mustelus laevis Rond., Galeus
(Galeorhinus) canis Rond., Sphyrna (Zygaena) malleus Risso, Lamna
(Oxyrhina) cornubica Gmel. und wahrscheinlich Rhinobatus productus
Girard besitzen Zähnchen in gleichmäßiger Verteilung über die ganze
Mundschleimhaut bis zum Ösophagus; bei Acanthias vulgaris Risso,
Raja clavata L., Notidanus (Heptanchus) cinereus Gmelin, Chilo-
scyllium indieum Gmel., Alopecias (nach Popta 1900) vulpes, Rhina
squatina L. und vielleicht bei Heteronotus (Cestracion) philippi Bl.
IV. Pisces für 1905. 45
sind sie nicht an allen Stellen der Mundhöhle vorhanden, während sie
bei Scyllium canicula L., Centrina salvianıi Risso, Echinorhinus spinosus
(nach Popta 1900), Myliobatis aquila L., Torpedo ocellata Rudolphi,
Trygon walga Müll. u. Henle überhaupt und bei Pristiurus melanostomus
(Rafinesque) Blainv. in der ersten Jugend fehlen. Die Mund- und
Pharynxzähnchen sind rudimentäre Organe.
Jobert, €. Sur les mouvements des corpuscules colores (Chromo-
blastes) dans le tegument des Truites. Compte Rendu Association
Frangaise pour l’avancement des Sciences 32. Sess. 1904 1 part. p. 221.
Johansen, A. Remarks on the life-history of the young postlarval
eel (Anguilla vulgaris Turt.). Meddelelser fra Kommissionen for
Harundersögelser Serie Fiskerie I. No. 6. p. 1—9.
Die jungen Aale sind nachts pelagisch, halten sich bei Tage in der
Tiefe auf. Wenn die farblosen Aallarven in die dänischen Gewässer
kommen, hat die Pigmentierung eben begonnen. Mit fortschreitender
Pigmentierung schreitet auch die Metamorphose vorwärts. Die farb-
losen Aale, welche von März—April in die Flüsse aufsteigen, sind
70—72 mm lang, im Juni sind die meisten stark pigmentiert, ihre
Länge geht auf 65—68 mm zurück. Später beginnt das Längenwachstum
wieder, schreitet aber nur langsam vorwärts, so daß die Aale im
nächsten Frühling nur 80 mm lang sind. Junge Aale wurden gefunden
im Magen von Gadus callarias und G. virens.
Johnston, 3. B. (1). The cranial and spinal ganglia and the viscero-
motor roots in Amphioxus. Biol. Bull. Marine Biol. Laboratory
Woods Holl, 9, p. 112—127, 7 figg.
Die von Dogiel gesehenen Zellen sind Kunstprodukte. Die
Retziusschen Angaben über die Zelltypen werden bestätigt. Ausführ-
liche Angaben über den feineren Bau der 4 Arten von Zellen, die mit
den dorsalen Wurzeln in Verbindung treten. Einzelheiten über die
Teilung der dorsalen Wurzel in einen dorsalen und einen ventralen
Ast. Das Nervensystem des Amphioxus ist primitiv, aber charakte-
ristisch für die Vertebraten.
— (2%). The morphology of the Vertebrate head from the view
point of the functional divisions of the nervous sytsem. Journ. Comp.
Neur. Granville 15. p. 175—275 Taf. 1—4.
Kopfmetameren, Petromyzon, Selachier,, Urvertebraten,
Phylogenie.
— (8). The Cranial Nerve Components of Petromyzon. Morpho-
logisches Jahrbuch 34. p. 149—203, Taf. 5. 18 Figg.
Petromyzon, Ammocoetes. Die Cranialnerven und ihre Anordnung
ist im allgemeinen dieselbe wie bei den Fischen. Doch liegen vielfach
einfachere Verhältnisse vor, wie für die einzelnen Nerven ausführlich
dargelest wird. Schmeckwerkzeuge.
— (4). The radix mesencephaliea trigemini. The ganglion isthmi.
Anatomischer Anzeiger 27, p. 346—379, Figg.
Die Radix mesencephalica ist nach ihrem Verlauf zu schließen
sensibel bei Acipenser, Necturus. Das Ganglion isthmi wird als ein
Nucleus visceralis cerebelli gedeutet. Ontogenie der Valvula cerebelli
46 IV. Pisces für 1905.
bei den Ganoiden und Teleostiern. Kontroverse gegen Edinger bezüglich
des Cerebellums.
— (5). Macquarie Harbour Proceedings Soc. Tasmania 1902
(erschien 1903) p. VI.
Pseudochromis rodwayi n. sp.
Johnstone, 3. (1). Experiments in marking plaice. Proceedings
Liverpool biological Society 19. p. 271—277.
— (2). Internal parasites and diseased conditions of fishes. Ebenda
p. 278--300.
— (3). Abnormally scaled flounders. Ebenda p. 301—303.
— (4). British fisheries, their administration and their pro-
blems. Londres, 8vo., 350 pp. Referat von H. de Varigny: Revue
Scientifique (5) 4, p. 753—755.
— (5). Trawling observations and results. Proceedings Liverpool
biological Society 19, p. 216—241.
Joleaud, L. Poissons Elasmobranches. M&moires de ’Acad&emie
de Vaucluse (2) 5, 1905, p. 392—420.
Übersicht über die Entwicklung der Elasmobranchier der
Tertiärperiode. Die tertiären Elasmobranchier im allgemeinen sowie
die in „Le Comtat‘““ gefundenen Gattungen und Arten: Notidanus
primigenius Ag., Scymnorhinus triangulus Probst., Acanthias radicans
Probst., Pristiophorus suevicus Jäkel, Scylliorhinus distans Probst.,
Chiloscyllium fossile Probst., Hemipristis serra Ag., H. klunzingeri
Probst., Galeocerdo aduncus Ag., Galeus affınis Probst, Carcharias
affınis similis Probst., C. ungulatus Münster, ©. (Scoliodon) kraussi
Probst., C. (Aprionodon) stellatus Probst., Sphyrna prisca Ag.
Joneseu, €. N. Les pores abdominaux des Acipenserides. Annales
scientifiques Universite de Jassy 3, p. 167 u. 168.
Durch Injectionen wurde der Abdominalporus nachgewiesen bei
männlichen und weiblichen Acipenser huso, A. güldenstädti, A. stellatus,
A. ruthenus. Derselbe kommuniziert direkt mit der Außenwelt und
nie mit dem Ureter. Er liegt bei Männchen und Weibchen etwas
seitlich hinter dem Anus und vor der Genito-Urinal-Öffnung.
Jordan, D. 8. (1). A guide to the study of fishes. New York: 1905,
vol. 1, pp. 26 + 623, vol. 2, pp. 22 + 599, 427 illustrations. Referat
in: Nature 72, pp. 625—626.
— (2). Note on the Salmon and Trout of Japan. Proceedings
United States Museum 28, p. 365 u. 366. Auch: Annotationes zoo-
logicae Japonenses 5. p. 161 u. 162.
Salmo (Hucho) perryi Brevoort für Hucho blackistoni Hilgend.,
Salmo masou Brevoort für Oncorhynchus yessoensis Hilgend. = Salmo
macrostoma Günther —= $. perryi Jordan u. Snyder. Die japanischen
Salmoniden sind: Oncorhynchus nerka Walbaum, ©. milktschitch
Walbaum, O. keta Walbaum, O. gorbuscha Walbaum, Salmo masou
Brevoort, Hucho perryi Brevoort, Salvelinus malma Walbaum,
S.kundscha Walbaum, Plecoglossus altivelis Schlegel. — Oncorhynchus
tschawytscha Walbaum ist in Japan noch nicht gefunden.
IV, Pisces für 1905. 47
— (3). The Loch Leven trout in California. Science (2) 22,
p. 714 u. 715.
Salmo levinensis verwandelt sich ın Salmo fario, wenn er vom
Leven-See nach Californien versetzt wird. Verfasser glaubt, daß Salmo
trutta L., S. eriox L., S. cambricus, S. albus, S. phinoc, S. brachy-
poma und S. estuarius, S. orcadensis, S. gallivensis, sowie S. levinensis,
S. coecifer und S. ferox, $. nigripinnis, S. stomachicus, auch S. fario,
S. ausonü, S. gaimardi, S. cornubiensis, sämtlich Formen einer und
derselben Spezies sind.
— (4). The method of elimination in fixing generic types in
Zoological nomenclature. Science (2) 22, p. 598—601.
Schwierigkeiten in der Namengebung werden erörtert und an
den Gattungen Clupanodon und Pleuronectes nachgewiesen.
Jordan, D. St. u. Evermann, B. W. The aquatic resources of the
Hawaiian Islands.
I. The Shore Fishes of the Hawaiıan Islands, with a general account
of the Fish Fauna. Bulletin of the U. St. Fish Commission. XXIII.
für 1903. Part I 1905 p. I-XXVIIl u. 1—574, 74 Tafeln, viele Text-
Abb. Karten.
439 einheimische Arten werden behandelt. Ein Anhang berichtet
über die auf den Hawaiischen Inseln gemachten Akklimatisations-
versuche mit Karpfen, Ameiurus, Ophiocephalus und Salmoniden.
Mr Gıtbert, IN 8 Cobb
Jordan, D. S. u. Seale, A. (1). List of fishes collected by Dr. Bash-
ford Dean on the Island of Negros, Philippines. Proceedings of the
United States Museum 28, p. 769—803, fig.
Neben folgenden neuen Arten: Petroscirtes eretes n. sp., Salarias
deani n.sp., S. undecimalis n. sp., Hypleurochilus loxias n. sp., Butis
leucurus n.sp., Prosopodasys gogorzae n.sp., Sebastepistes nivifer
n. sp., Gnatholepis calliurus n. sp., Drombus n. g. (nahe Rhinogobius)
palackyi n. sp., Glossogobius aglestes n. sp., Eleria n. g. (Fam. Cara-
einidae) philippina n. sp., Caranx (Subgenus Citula) deanin.sp., Ha-
lichaeres cymatogrammus n. sp., Stethojulis zatima.n. sp., nahe Kalo-
soma, Pomacentrus delurus n. sp., Foa n. g., (Fam. Apogonichthydae)
fon.sp., Amia gilberti n. sp., Mionurus mydrus n. sp. wurden gesammelt:
Megalops ceyprinoides Brousson., Harengula molluccensis Bleeker,
H. sundaica Blkr., Sardinella sirm Rüpp., S. elupeoides Blkr., Stole-
phorus japonicus Houttuyn, Anchovia commersoniana Lacep., Ano-
dontostoma chacunda Hamilt. Buchanan, Saurida badi Cuv., Murae-
nichthys macropterus Bleeker, Gymnothorax punctato-fasciatus
Bleeker, Gymnothorax pietus Ahl, Uropterygius concolor Rüppell,
Echidna nebulosa Ahl, E. delicatula Kaup., Moringua lumbricoidea
Richardson, M. abbreviata Bleeker, Tylobius giganteus Schleg., Gastero-
tokeus biaculeatus Bloch., Hippocampus kuda Bleeker, Atherina
temmincki Bleeker, Sphyraena jello Cuv. u. Val., Caranx forsteri Cuv.
u. Val., ©. ire Cuv. u. Val., ©. hasselti Cuv. u. Val., Leiognathus splendens
Cuv., L. leueiseus Gthr., Equula insidiator Bloch, Gazza minuta Bloch,
Amia novemfasciata Cuv. u. Val., Priopis gymnocephalus Lacep.,
48 IV. Pisces für 1905.
Epinephelus tauvina Forskal, Cromileptes altivelis Cuv. u. Val.,
Pharopteryx melas Bleeker, Pseudochromis tapeinosomus Bleeker,
Lutianus johni Bloch, L. decussatus Cuv. u. Val., Nemipterus isa-
canthus Bleeker, Terapon jarbua Forskal., Scolopsis ciliata Lacep.,
Lethrinus bonhamensis, Xystaema punctatum Cuv. u. Val.; Silago
sıhama, Pseudopeneus barberinus Bloch, Mulloides auriflamma
Forskal., Upeneus tragula Bloch, Ophicephalus striatus Bloch, Anabas
testudineus Bleeker, Pomacentrus lividus Forster, Abudefduf uni-
maculatus Cuv. u. Val., Choerops schoenleini Ag., Halichoeres bino-
topsis Bleeker, H. miniatus Bleeker, H. poecilus Lay u. Bennett, H.
argus Bennet, Stethojulis phekadopleura Bleeker, S. bandanensis
Bleeker, S. kalosoma Bleeker, Novaculichthys kallosomus Bleeker,
N. macrolepidotus Bloch, Cheilio inermis Forskal, Calotomus molluc-
censis Bleeker, ©. vaigensis Quoi u. Gaimard, Callyodon muricatus Cuv.
u. Val., Ephippus argus Gmelin, Parachaetodon ocellatus Cuv. u. Val.,
Siganus concatenatus Cuv. u. Val., Siganus oramin Bloch u. Schn.,
Triacanthus strigilifer Cantor, Monacanthus chmensis Bloch, M. suro-
thura Van Hasselt, Cantherines macrurus Bloch, Lactoria cornuta L.,
Spheroides lunaris Bloch u. Schneid., Tetraodon immaculatus Bloch
u. Schneid., T. retieularis Bloch u. Schneid., Spheroides ocellatus
Osbeck., Canthigaster compressus Proce, Sebastopsis scabra Ramsey
u. Ogilby., Scorpaenopsis novae-guineae Cuv. u. Val., Platycephalus
insidiator Forskal, Periophthalmus barbarus L., Scartelaos viridis
Buchanan-Hamilton, Valencienna sp., Hypselotris eyprinoides Cuv.
u. Val., Amblygobius bynonensis Richardson, A. sphinx Cuv. u. Val.,
Gobiichthys papuensis Cuv. u. Val., Rhinogobius caninus Cuv. u. Val.,
Zonogobius semidoliatus Cuv. u. Val., Gnatholepis deltoides Seale,
Salarıas endentulus Forster, S. fasciatus Bloch, Scaeops poecilura
Bleeker.
— (2). List of fishes colleected in 1882—1883 by Pierre Louis
Jony at Shanghai and Hong Kong, China. Proceedings of the United
States Museum 29, p. 517—529, fig.
Prosopodasys leurynnis n.sp., Eleotris balia n.sp., Collichthys
fragilis n. sp., Fistularia starksi n. sp., Zezera rathbuni n. sp., Coilia
ectenes n. sp., ferner: Rhodeus ocellatus Kner, Carassius auratus L.,
Misgurnus anguillicaudatus Cantor, Fluvidraco fluvidraco Richardson,
Liocassis longirostris Gthr., Syngnathus schlegeli Kaup., Mugil ce-
phalus L., Lateolabrax japonieus Cuv. u. Val., Diploprion bifasciatus
Kuhl u. Van Hasselt, Priacanthus tayenus Richardson, Lutianus
erythropterus Bloch, L. johnii Bloch, Pseudosciaena polyactis Bleeker,
ÖOphicephalus pekinensis Basilewsky, Amphiprion polymnus L.,
Thalassoma lunare L., Stethojulis interrupta Bleeker, Chaetodon
collaris Bloch, Monacanthus chinensis Bloch, M. japonicus Tilesius,
Spheroides rubripes Schlegel, Bostrychus sinensis Lacep., Mogurnda
obscura Schlegel, Periophthalmus cantonensis Osbeck, Rhinogobius
platycephalus Peters, Acanthogobius ommaturus Richardson, Gobi-
ichthys microlepis Bleeker, Parachaeturichthys polynemus Bleeker,
Arnoglossus tenuis Günther, Pseudorhombus arsius Hamilton
IV. Pisces fur 1905. 49
Buchanan, Cynoglossus arel Bloch u. Schneider, Callionymus olidus
Günther.
Jordan, D. S. u. Snyder, J. ©. (1). Description of a new species
of fish (Apogon evermanni) from the Hawaiian Islands, with notes
on other species. Proceedings of the United States Museum 28, p. 123
—126.
Apogon evermanni, n.sp., Chanos chanos Forskal, Synodus
varıus Lacepede, Sarda chilensis Cuv. u. Val., Novaculichthys kallo-
soma Bleeker, Callicanthus metoprosophron Jenkins, Ostracion sebae
Bleeker, Tropidichthys psegma Jord. u. Everm., Cheilodactylus vittatus
Garrett, Iracundus signifer Jord. u. Ev., Dendrochirus chloreus Jenkins,
D. barberi Steindachn., Cephalacanthus orientalis Cuv. u. Val., Anten-
narius commersoni Lac£p.
— (2). A list of fishes collected in Tahiti by Mr. Henry P. Bowie.
Proceedings of the United States Museum 29. p. 353—357, Fig.
Holocentrus bowiei n. sp. Tortugas., H. sammara Forskal, Myri-
pristis intermedius Günther, Caranx ignobilis Forskal, Kuhlia malo
Cuv. u. Val., K. ruprestris Lacep., Epinephelus merra Bloch, Pseudo-
peneus moana Jord. u. Snyd., Mulloides samoensis Günth., Abudefduf
coelestinus Lacep., Platax orbicularis Forskal, Chaetodon vagabundus
L., Ch. setifer Bloch, Ch. lunula Lac., Ch. trıfasciatus Park., Ch. orna-
tiıssimus Solander, Chaetodon unimaculatus Bloch, Ch. reticulatus
Cuv. u. Val., Ch. ulietensis Cuv. u. Val., Ch. ephippium Cuv. u. Val.,
Ch. trichrous Gthr., Forcipiger longirostris Broussonnet, Holocanthus
permutatus L., Zanclus canescens L., Zebrasoma flavescens rhombeum
Kittlitz, Hepatus lineatus Gmelin, Acanthurus lituratus Forster,
Ctenochaetus striatus Quoi u. Gaimard., Balistapus undulatus Park,
Östracion tuberculatum L., Tetraodon hispidus L., T. ophryas Cope,
Scorpaenopsis cacopsis Jenkins.
Jordan, D. S. u. Starks, E. €. On a collection of fishes made in
Korea, by Pierre Louis Jouy, with descriptions of new species.
Proceedings U. States Museum 28, p. 193—212.
Zoarces gillii n. sp., Parapercis snyderi n. sp., Coryphopterus ber-
nadoui n.sp., Larimichthys n.g. (nahe Larimus) rathbunae n. sp., Elixis
coreanus n.sp., Parapelecus jouyi .n. sp., Coreius n. g. (verwandt mit
Zezera und Robita) catopsis, Longurio n. g. (verwandt mit Pseudo-
globio) athymius n. sp., Fusania n. g. ensarca n. sp., Ochetobius lucens
n. sp. (Cyprinidae), Leuciscus semotilus n. sp., Setipinna gilberti n. sp.
(Engraulidae). Eptatretus burgeri Girard, Harengula zunasi Blkr., En-
graulis japonicus Schleg., Trichosoma hamiltonii Gray, Plectoglossus ali-
velis Schleg., Cyprinus carpio L. u. auratus L., Zacco temmickü Schleg.,
Leuciscus hakuensis Gthr., L. taczonowskii Steindachn., Culter recur-
viceps Richardson, Misgurnus anguillicaudatus Cantor, Cobitis taenıa
L., Aplocheilichthys latipes Schleg., Syngnathus schlegeli Kaup., Au-
lichthys japonicus Brevoort, Pygosteus sinensis Guichenot, Hypo-
rhamphus sajori Schlegel, Mugil cephalus L., Scomberomorus sinensis
Lacep., Trachurus trachurus L., Stromateoides argenteus Euphrasen,
Apogon lineatus Schlegel, Pagrus cardinalis Lacep., Sparus schlegeli
Arch.f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.II. H.1. (IV.) 4
50 IV. Pisces für 1905.
Bleeker, Pomadasis hasta Bloch, Collichthys lucidus Richardson,
Sillago sihama, Forskal, Ditrema temmincki Bleeker, Halichoeres
poecilopterus Schlegel, Spheroides alboplumbeus Richardson, Stephano-
lepis japonicus Tilesius, Ophicephalus argus Günther, Anabas oligo-
lepis Bleeker, Sebastiscus marmoratus Cuv. u. Val., Sebastodes fusces-
cens Houttuyn, Trachidermus ansatus Richardson, Pseudoblennius
percoides Günther, Fureina ishikawae Jord. u. Starks, Paracentro-
pogon rubripinnis Schlegel, Lepidotrigla güntheri Hilgendorf, Boleo-
phthalmus chinensis Osbeck, Periophthalmus cantonensis Osbeck,
Coryphopterus virgatulus Jord. u. Snyd., Chaenogobius macrognathos
Bleeker, Chloea sarchynnis Jord. u. Snyd., Chasmichthys gulosus
Sauvage, Ch. dolichognathus Hilgendorf, Pterogobius elapoides Gthr.,
Acanthogobius flavimanus Schleg., A. hasta Schlegel, A. stigmothinus
Richardson, Tridentiger obscurus Schlegel, T. bifasciatus Steindachner,
Pleuronichthys cornutus Schlegel, Platichthys stellatus Pallas, Kareius
bicoloratus Basilewsky, Callionymus valenciennesi Schlegel, Pholis
tacznowski Steindachner.
Jordan, D. S. u. Thompson, J. €. The fish fauna of the Tortugas
Archipelago. Bullutin Bureau Fisheris Washington 24, p. 231—256.
Execestides n. g. (nahe Kathetostoma Fam. Uranorcopidae) egre-
gius n.sp., Gnathypops aurifrons n.sp. (Fam. Opisthognathidae),
Etelides n.g. (nahe Etelis) aquilionaris n. sp., Holocentrus tortuga
n.sp., Eviota personata n. sp. (Gobildae). Cinglymostoma cirratum
Gmel., Carcharias lama Raf., Sphyrna tiburo L., 8. zygaena L.,
Stoasodon narinari Euphrasen, Manta birostris Walbaum, Tarpon
atlanticus Cuv. u. Val., Elops saurus L., Albula vulpes L., Jenkinsia
stolifera Jord. u. Gilb., Harengula sardina Poey, H. macrophthalma
Ranzani, H. humarelis Cuv. u. Val., Anchovia perfasciata Poey, Synodus
foetens L., Trachinocephalus myops Forst., Ahlia egmontis Jordan,
Myrichthys acuminatus Gronow, Gymnothorax moring Cuv., G. funebris
Ranzani, Tylosurus aphidoma Ranz., Hemirhamphus brasiliensis L.
Hyporhamphus unifasciatus Ranzani, Parexocoetus orbignianus Cuv.
u. Val., Cypselurus furcatus Le Sueur, Aulostomus chinensis L., Fistu-
laria serrata Cuv., Syngnathus elucens Poey, S. makayi Swain u. Meek,
S. brachycephalus Poey, S. scovelli Everm. u. Kend., Corythroichthys
albirostris Heckel, C. cayorum Everm. u. Kend., Hippocampus hud-
sonius De Kay, H. stylifer Jord. u. Gilb., H. punctulatus Guichenot,
Atherina laticeps Poey, Mugil curema Cuv. u. Val., M. cephalus L.,
Querimana gyrans Jord. u. Gilb., Sphyraena barracauda Walb.,
Holocentrus ascensionis Osbeck, H. siccifer Cope, Scomberomorus
maculatus Mitch., S. cavalla Cuv., Oligoplites saurus Bloch. u. Schn.,
Seriola lalandi Cuv. u. Val., S. dumerili Cuv. u. Val., S. fasciata Bloch,
Elagatis bipinnulatus Quoi u. Gaimard, Decarpterus punctatus Ag.,
Caranx hipposL., C. chrysos Mitch., C.latus Ag., C. bartholomaei Cuv.
u. Val., Alectissiliaris Bloch, Selene vomer L., Chloroscombrus chrysurus
L., Trachinotus palometa Regan, Tr. falcatus L., Tr. goodei Jord. u.
Everm., Tr. carolinus L., Gobiomorus gronovii Gmelin, Psenes cyano-
phrys Cuv. u. Val., Coryphaena hippurus L., Pempheris mulleri Poey,
IV. Pisces für 1905. 51
Amia americana Cast., A. sellicauda Ev. u. Marsh., Mionurus puncti-
culatus Poey, Oxylabrax undecimalis Bloch, Cephalopholis fulvus L.,
C. eruentatus Lacep., Epinephelus adscensionis Osbeck., E. maculosus
Cuv. u. Val., E. striatus Bloch, E. morio Cuv. u. Val., Promierops
guttata L., Mycteroperca venosa apua Bloch, Hypoplectrus unicolor
Walb., H. unicolor nigricans Poey, H. gemma Goode u. Bean, Di-
plectrum formosum L., Rypticus saponaceus Bloch u. Schn., Pri-
acanthus cruentatus Lacep., Lutianus griseus L., L. jocu Bloch u.
Schn., L. apodus Bloch u. Schn., L. aya Bloch, L. analis Cuv. u. Val.,
L. synagris L., Ocyurus chrysurus Bloch, Haemulon album Cuv. u.
Val., H. macrostomum Gthr., H. parra Desmarest, H. melanurum L.,
H. sciurus Shaw., H. plumieri Lacep., H. flavolineatum Cuv. u. Val.,
Brachygenys chrysargyreus Gthr., Bathystoma aurolineatum Cuv. u.
Val., B. rimator Jord. u. Swain, B. striatum L., Anisotremus suri-
namensis Bloch, A. virginicus L., Calamus calamus Cuv. u. Val.,
C. bajonado Bloch u. Schn., C. aretifrons Goode u. Bean, Lagodon
rhomboides L., Archosargus probatocephalus Walb., Diplodus hol-
brooki (Bean), Eucinostomus pseudogula Poey, E. harengulus Goode
u. Bean, E. gula Cuv. u. Val., Xistaema cinereum Walb., Kyphosus
incisor Cuv. u. Val., K. sectatrix L., Pseudopeneus martinicus Cuv. u.
Val., P. maculatus Cuv. u. Val., Odontoscion dentex Cuv. u. Val.,
Menticirrhus americanus L., M. littoralis Holb., Eques acuminatus
Cuv. u. Val., E. pulcher Stdcehr., E. lanceolatus Cuv. u. Val., Chromis
insolatus Cuv. u. Val., Pomacentrus fuscus Cuv. u. Val., P. analis
Poey, P. leucostietus Müll. u. Henle, P. planifrons Cuv. u. Val.,
Abudefduf marginatus Bloch, A. taurus Müll. u. Troschel, Micro-
spathodon chrysurus Cuv. u. Val., Lachnolaimus maximus Walb.,
Thalassoma nitidum Gthr., Th. bifasciatum Bloch, Halichoeres bi-
vittatus Bloch, H. radiatus L., H. maculipinna Müller, Doratonotus
megalepis Gthr., Novaculichthys rosipes Jord. u. Gilb., Xyrichthys
psittacus L., Cryptotomus beryllinus Jord. u. Swain, Sparisoma
xystrodon Jord. u. Swain, S. radians Cuv. u. Val., S. hoplomystax
Cope, S. niphobles Jord. u. Bollman, S. distinetum Poey, S. abildgaardi
Bloch, S. viride Bonnaterre, S. flavescens Bloch u. Schn., Callyodon
punctulatus Cuv. u. Val., C. vetula Bloch u. Schn., C. eroicensis Bloch,
C. evermanni Jord., C. coeruleus Bloch, Pseudoscarus gua-
camaia Bloch u. Schn., Chaetodipterus faber L., Chaetodon ocellatus
Bloch, Ch. capistratus L., Pomacanthus arcuatus L., P. paru Bloch,
Holocanthus tricolor Koch, H. ciliaris L., Hepatus coeruleus Bl. u. Schn.,
Hepatus hepatus L., Ballistes carolinensis Gm., B. vetula L., Cantherines
pullus Ranzani, Monacanthus ciliatus Mitch., M. hispidus L., Cerata-
canthus schoepfi Walb., Lactophrys triqueter L., L. bicaudalıs L.,
L. trigonus L., L. tricornis L., Spheroides laevigatus L., S. spengleri
Bloch, 8. testudineus L., Diodon hystrix L., D. holacanthus L., Chilo-
myeterus schoepfi Walb., Scorpaena brasiliensis Cuv. u. Val. S8.
plumieri Cuv. u. Val., S. grandicornis Cuv. u. Val., Hemitripterus
americanus Gmel., Prionotus roseus Jordan, Pr. tribulus Cuv. u. Val.,
Cephalacanthus volitans L., Mapo soporator Cuv. u. Val., Rhino-
4*
52 IV. Pisces für 1905.
gobius glaucofraenum Gill., R. tortugae Jordan, Gnatholepis thompsoni
Jord., Elacantinus oceanops Jordan, Opistognathus macrognathus
Poey, Gnathypopos maxillosa Poey, Gillellus semicinetus Gilb., Lepte-
cheneis naucrates L., Acteis macropus Poey, A. moorei Ev. u. Marsh.,
Lepisoma nuchipinne Quoi u. Gaim., Ericteis kalisherae Jordan,
Auchenopterus fasciatus Stdchr., Blennius favosus Goode u. Bean,
Blennius cristatus L., Fierasfer affinis Gthr., Ogilbia cayorum Everm.
u. Kend., Regalecus glesne Asc., Platophrys ocellatus Swainson,
Pterophryne gibba Mitch. Die genannten stammen aus den Küsten-
gewässern; es werden dann noch weitere 16 Arten aus dem Golfstrom
aufgezählt.
Joseph, H. (1). Einiges über das Nierensystem von Myxine gluti-
nosa. Centralblatt f. Physiologie 18, pp. 788 u. 789. Vorläufige Mit-
teilung.
Feinerer Bau des Intrarenalkörpers (Vorniere). In demselben
liegen „Keimzellenartige Gebilde“. Diese zeigen Teilungsvorgänge,
welche an die Reifungsteilung der männlichen Genitalzellen sehr stark
erinnern (Tetraden).
— (2). Über die Centralkörper der Nierenzelle. Verhandlungen
Anatomische Gesellschaft 19. Vers. 1905. p. 178—187, 16 Figg.
Torpedo. Myxine.
Jossifov , —. Sur les voies principales et les organes de propulsion
de la Iymphe chez certains poissons osseux. Comptes Rendus hebdom.
Societe de Biologie, Paris 58, p. 205—207.
Ansuilla, Conger. Das Volumen eines symmetrische Klappen
führenden Ly mphsinus an der Schädelbasis wird durch das bei der
Atmung stattfindende Öffnen und Schließen des Mundes vergrößert;
die dadurch angesaugte Lymphe wird an die Vena jugularis abgegeben.
Juday, Ch. List of Fishes collected in Boulder county, Colorado,
with description of a new species of Leuciscus. Bulletin Bureau of
Fisheries Washinston XXIV p. 223—227.
Carpiodes velifer Raf., Catostomus griseus, Girard, ©. commersonii
Lacep., Compostoma anomalum Raf., Chrosomus erythrogaster Raf.
(westlichster Fundort), Hybognathus nuchalis Ag. (dunkele Seitenbinde),
Pimephales promelas Raf., Semotilus atromaculatus Mitch., Leuciscus
evermanni n. sp. Beschreibung, Abbildung, Maße, Fundorte, Notropis
cayuga Meek, N. scylla Cope, N. piptolepis Cope, N. lutrensis Baird.
u. Girard, N. cornutus Mitch., Phaenacobius scopifer Cope, Rhinichthys
cataractae dulcis Girard, Hyleopsis kentuckiensis Raf., Couesins dissi-
milis Girard, Fundulus zebrinus Jord. u. Gilb. F. floripinnis Cope,
Pomoxis sparoides Lacep. und Micropterus salmoides Lac£&p., beide
aus dem Culberton See, in welchen beide Arten eingesetzt worden
waren, Apomotis cyanellus Raf., Boleosoma nigrum Raf., Etheo-
stoma iowae (westlichster Fundort). — Salmoniden kommen vor,
wurden aber nicht gefangen.
Ishihara, M. Über die Flossenbewegung des Seepferdehens. Archiv
für die gesamte Physiologie 109. p. 300—306, fig.
IV. Pisces für 1905. 53
Mit Hilfe eines stroboskopischen Apparates wurde die Frequenz
der Flossenbewegungen von Hippocampus guttulatus auf 16 in der
Sekunde bestimmt, Rücken- u. Brustflosse bewegen sich mit gleicher
Vibrationsdauer; beim Hinauf- und Hinabschwimmen beträgt die
Geschwindigkeit 4 cm in 1 Sekunde.
Keibel, Fr. Zur Gastrulationsfrage. Anatomischer Anzeiger,
26. p. 366—368.
Verfasser schließt sich Hubrecht (1) an, indem auch er den
Amphioxus für eine abseits stehende Form ansieht, welche nicht in
die direkte Vorfahrenreihe der Vertebraten gehört.
Kellicott, W. €.(1). The development of the vascular and respira-
tory systems of Ceratodus. Memoits of the New York. Academy 2,
p. 135—249, Taf. 9—13.
Die Entwicklung des Herzens, der Arterien- und Venenstämme,
Schlundtaschen und Lungen.
— (2). The Development of the Vascular System of Ceratodus
Anatomischer Anzeiger 26. p. 200—208. 2 fig. — Berichtigung p. 400.
Vgl. Kellicott (1).
Kerr, 3. 6. The Bugdett memorial. Note on the developmental
material of Polypterus obtained by the late Mr. J. S. Budgett. Report
of the British Association Adv. of Science 1905 (47. Report 1904)
p- 604 u. 609.
Eier und Larven von Polypterus wurden untersucht und über
die Entwicklung derselben kurz berichtet.
Kiaer, H. Om Tromsosundets fiske. En oversigt over deres ud-
bredelse og biologi. Tromso Mus. Aarbog 27, p. 127—162, text-fig.
With summary in English.
Klinkhardt, W. Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Kopf-
ganglien und Sinneslinien der Selachier. Jenaische Zeitschrift für
Naturwissenschaften 40. (N.F. 33), p. 425—486, Taf. 14—16; fiegg.
Spinax niger, Pristiurus melanostomus, Torpedo ocellata. Die
Kopfganglien und Sinneslinien, wohl auch die Lorenzinischen Ampullen
entstehen aus vier verdickten Ektodermfeldern. Die einzelnen Ent-
wicklungsstadien werden beschrieben und daraus gefolgert, daß die
vier Ektodermfelder am Selachierkopf den Kopfsinneslinien und
vermutlich auch den Lorenzinischen Ampullen den Ursprung geben.
Die Kiemenfäden entstehen aus Ektodermverdickungen der Kiemen-
bogen. Die Sinneslinien entstehen am Kopf früher als am Rumpf.
Sämtliche Ganglien, die zum Bereich der Kiemenregion gehören
(Acustico-facialis, Glossopharyngeus, Vagus) gehen im Bereich jedes
Kiemenbogens eine doppelte (laterale und epibranchiale) Verbindung
mit dem Ektoderm ein. Aus den lateralen Verbindungsstellen entsteht
der betr. Teil der Sinneslinien. Später als die Lateralverbindungen
entstehen an der dorso-kaudalen Wand jeder Kiemenspalte die Epi-
branchialverbindungen, welche später verschiedene Nerven liefern.
An den Verbindungsstellen wandern Kerne aus dem Ektoderm in die
Ganglienanlagen. Verhalten des Trigeminus. Histogenese der Nerven.
Sinneslinien bei Torpedo.
54 IV. Pisces für 1905.
Klunzinger, €. B. Schlußwort auf obenstehende ‚‚letzteErwiderung‘“
Professor Nüßlins in dieser Zeitschrift, die Gangfisch-Blaufelchen-
Frage betreffend. Jahreshefte Verein vaterl. Naturkunde Württem-
berg 61, p. 307—309.
Verhältnis der Kopflänge zur Gesamtlänge und jenes der Augen-
größe zur Kopflänge und zur Körperlänge ohne Schwanzflosse.
Kobert, R. Über Giftfische und Fischgifte. Stuttgart, F. Enke,
1905. 8°. 36 pp. 11 Figg. M. 1,—.
Fischgifte d.h. Gifte für den Fischfang.
Kolmer, W. (1). Über das Verhalten der Neurofibrillen an der
Peripherie. Anatomischer Anzeiger. 26. p. 560—569. 8 Figg.
Chondrostoma. Silurus. Verlauf der Neurofibrillen in der Riech-
schleimhaut.
— (2). Zur Kenntnis des Rückenmarks von Ammocoetes. Ana-
tomische Hefte. Arb. 29, p. 163—214, Taf. 10—18.
Der feinere Bau der Fasern wird untersucht. Der Reissnersche
Zentralfaden ist nicht nervös, er scheint ein Sekret der Ependymzellen
zu sein. Verschiedene Formen von Nervenzellen werden unterschieden,
ebenso werden Längsfasern beschrieben, die dieksten derselben sind
die Müllerschen. Das Rückenmark des Ammocoetes steht demjenigen
des Kraniotenstammtypus nahe, es ist modifiziert, aber keine Zwischen-
form zwischen den tieferstehenden Formen des Zentralnervensystems
und dem Rückenmark rezenter Kranioten.
Kolster, R. Über die Embryotrophe, speziell bei Zoarces viviparus
Cuv. Festschrift Palmen No. 4, 46 pp., 5 Taf.
Eipapillen entwickeln sich an der Innenwand des Ovarialschlauches
und treten je zu einem Ei in Beziehung; nach dem Ausschlüpfen der
Embryonen werden sie reduziert. An papillenfreien Stellen des Ovarial-
schlauches finden Neubildungen von Gefäßen während und nach der
Trächtigkeit statt; wenn die Eier sich von den Papillen gelöst haben,
reißt der Ovarialschlauch, in welchen nun Lymphocyten u. Binde-
gewebsfasern eindringen, welch letztere histologisierende Stoffe mit-
führen. Der Embryotrophe werden vom mütterlichen Organismus
zugeführt: Iymphoides Transsudat, Epithelzellen, Glycogen, Fett,
Blutzellen und Bindegewebe.
Körner, P. Können die Fische hören? Beiträge Ohrenheilkunde
Berlin 1905. p. 93—128.
Es scheint, daß manche Fischarten auf im Wasser erzeugte oder
in dasselbe geleitete in rapider Folge wiederholte Schallschwingungen
reagieren. Daß die Fische solch andauernde Schallreize durch das
sogenannte Gehörorgan wahrnehmen, ist trotz mühevoller und scharf-
sinnig angestellter Versucher nicht bewiesen. Vielmehr scheinen (dabei
bald Gefühls-, bald Gesichtseindrücke, die von den Autoren be-
schriebenen Reaktionen veranlaßt zu haben. Unter Wasser erzeugte
einmalige laute knackende Geräusche von verschiedener Stärke
und Höhe hatten bei 25 Fischarten nicht die geringste Reaktion zur
Folge. Die Tatsache, daß die Funktion anderer Sinne der Fische,
wie des Gesichtes und Gefühles sich stets leicht und überzeugend
IV. Pisces für 1905. „55
nachweisen läßt, macht es fast sicher, daß auch das Gehör leicht und
überzeugend nachzuweisen wäre, wenn es die Fische hätten. Da unter
allen Wirbeltieren allein die Fische kein dem Cortischen vergleichbares
Nervenendorgan besitzen und, soweit bekannt, die einzigen Wirbel-
tiere sind, bei denen sich ein Gehörsinn nicht nachweisen läßt, darf
man bei den Wirbeltieren nur dem Nervenendorgan der Gehörschnecke
das Vermögen zuschreiben, Gehöreindrücke zu vermitteln. Daß ein
solches Vermögen auch irgend einem Teile des Vestibularapparates
zukomme, ist eine zur Zeit unbegründete Hypothese.
Korotneff, A. Die Comephoriden des Baicalsees monographisch
bearbeitet. Wissenschaftliche Ergebnisse der Zoologischen Expedition
Baikalsee, Berlin, 2. Lieferung, p. 1—39, Taf. 1—3, 19 Fig. Russisch
mit deutschem Auszuge.
Comephorus dybowski n.sp. Schädel vorwiegend knorpelig,
Reste der fehlenden Bauchflossen sind ein Knorpelstab am Schulter-
gürtel. Anatomie des Gehirns. Polsterartige Sinnesorgane der Seiten-
linie mit zweierlei Sinneshärchen tragenden Zellen. Kopfkanäle mit
Luftblasen. Darmkanal. Nieren. Geschlechtsorgane. Die Fortpflanzung
ist mit dem Tod der Muttertiere verbunden. Der Darm trächtiger
Weibchen atrophiert, sie nähren sich von ihrem Fett.
Kramberger-Gorjanevie, K. Die obertriadische Fischfauna von
Hallein in Salzburg. Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns 18,
p. 196—224, Taf. 17—21, Fig.
Semionotus kapffı Fraas. Die Gattung Colobodus zerfällt in
Colobodus ornatus, C. o. var. obtusus u. C. o. elongatus n. var., Hetero-
lepidotus parvulus n.sp., H. dorsalis Kner., Dapedius sp., Ophiopsis
attenuata Wagner., Spaniolepis n.g. ovalis n.sp., Mesodon hoeferi
n. sp., Pholidophorus latiusculus Ag., Ph. n.sp.? Anhang: Chemische
Analyse der Schuppen von Colobodus.
Krause, R. Die Endigung des Nervus acusticus im Gehörorgan des
Flußneunauges. Sitzungsberichte Akademie d. Wissenschaften Berlin
1905, p. 1015—1032, Figg.
Das feinere Verhalten des Nervenendes zum Protoplasma der
Haarzelle. Technisches. Das Neuroepithel des Gehörorgans. Das
Neuroepithel der Cristae (Beschreibung der Stützzellen).. Die Haar-
zellen und ihr feinerer Bau. Das Neuroepithel der Maculae. (Unter-
schiede von jenen der Cristae). Verhalten des Nervus acusticus (An-
schwellungen der Nervenfasern ohne erkennbare Fibrillen, die letzten
Endigungen). Vergleich der Hörzellen mit Flimmerzellen.
Krüger, A. Untersuchungen über das Pankreas der Knochen-
fische. Wiss. Meeresuntersuch. 8, p. 57—81, Taf. 1 u.2. ı
Histologie u. Physiologie des Pankreas. Dasselbe ist diffus im
Mesenterium am Darm gelagert bei Perca, Cottus, Gobius, Zoarces,
Gasterosteus, Belone, Gadus, Pleuronectes, Salmo, Clupea, Anguilla.
Es stimmt in Bau und Tätigkeit mit dem Pankreas der höheren Wirbel-
tiere überein.
Kulczycki, W. u. 3. Nusbaum. Zur Kenntnis der Drüsenzellen
56 IV. Pisces für 1905.
in der Epidermis der Knochenfische. Bulletin international de l’Academie
des Sciences de Cracovie 1905 p. 785—187.
Aus den vergleichend anatomischen Untersuchungen an Tinca
vulgaris, Cyprinus carpio, Anguilla vulgaris, Ophidium barbatum,
Fierasfer dentatus, Esox lucius, Lucioperca sandra, Amiurus nebulosus,
Belone vulgaris wird der Schluß gezogen, daß in der Oberhaut der
Knochenfische zwei Formen von einzelligen Drüsen zu unterscheiden
sind: 1. Schleimzellen, 2. Seröse Drüsenzellen. Bei manchen Fischen
sind nur die ersten, bei anderen beide Arten vorhanden. Beschreibung
der Zellen. — Ein dritter Drüsentypus wurde bei Jugendformen
von Fierasfer dentatus nachgewiesen. Die Drüsen haben nicht nur
sekretorische Bedeutung, sondern spielen auch die Rolle von Stütz-
elementen.
Kunstler, J. et J. Chaine (1). Le Centriscus scolopax L. dans l’Ocean
Atlantique. Trav. Lab. Soc. sc. Arcachon Ann. 8. p. 126.
— (2). Notice sur la Centrine humantıin. Centrina vulpecula Bel.
Trav. Lab. Soc. se. Arcachon Ann. 8. p. 120—125, 2 fig.
Kyle, H. M. (1). Nordseefischerei. Statistik. Teil 2. Zusammen-
stellung der zur Verfügung stehenden statistischen Angaben und ihre
Bedeutung für die Überfischungsfrage. Rapports. Conseil international
pour l’exploration de la Mer. 3. Anlage K. p. 1—63.
Fang von Pleuronectiden, Schellfisch, Kabeljau, Hering.
— (2). Erster Bericht über das dem Bureau zugegangene Material
betreffs der Mengen von kleinen Schollen, welche in den verschiedenen
Ländern gelandet werden. Rapports. Conseil international pour
l’exploration de la Mer. 4. p. 76—74.
— (3). Kurzer Bericht über die vom Bureau des Central-Aus-
schusses organisierten Experimente mit Netzen. Rapports. Conseil
international pour l’exploration de la Mer 4. p. 84—101.
Lafite-Dupont, J. A. (1). Experimentation sur l’orientation des
poissons Lesions des canaux semi -circulaires de l’oreille interne.
Proc&s verbaux Soc. Linn. Bordeaux 60, p. 58 u. 59.
— (2). Experimentation sur les canaux semi-circulaires de l’oreille
des poissons. Trav. Lab. Soc. sc. Arcachon Ann. 8. p. 103—107.
Verletzungen bewirken Störungen der Gleichgewichtslage und
Reize der motorischen Zentren.
Laube, 6.€. Fischreste aus den Cyprisschiefern des Egerlandes.
Sitzungsberichte deutsch. nat.-med. Vereins Böhmen. Lotos 53. p. 87
—199, 1 Taf.
3 nn. spp. werden in den Gattungen Alburnus, Leuciscus, Chondro-
stoma aufgestellt.
Lavauden, L. Recherches sur la physiologie du Poisson-Chat
(Amiurus nebulosus L. S.). Comptes Rendus hebd. Societe de Biologie
Paris 58, p. 256—258.
Amiurus nebulosus, Physiologie. Er ist gegen freie Luft sehr
widerstandsfähig. Die Colloidprodukte sind, wenn sie seine Kiemen
bedecken, nur von sehr schwachem Einfluß. Die Corrosifprodukte
IV. Pisces für 1905. 57
scheinen seine Haut sehr schwer anzugreifen. Sein Widerstand gegen
toxische Stoffe übertrifft jene anderer Fische.
Laver, — Salmon near Southend. Essex Naturalist 14, p. 72
u. 73.
Leger, L. (1). Coup d’oeil sur la faune ichthyologique des eaux
courantes du Gresivaudan. Compte Rendu Association Frangaise 33,
Session 1904 (1905) p. 760—762.
Die Fischfauna der Isere und ihrer Zuflüsse im Tale von Gresivaudan
zerfällt in: 1. Standfische: Truite, Omble, Apron, Chabot, Suiffe,
Chevaine, Goujon, 2. Fische, die zum Laichen kommen: Barbeau,
Chondrostome, Lamproise, 3. solche, welche in stehendem Wasser
leben und freiwillig oder unfreiwillig in das fließende Wasser gelangen:
Carpe, Rosse, Gardon, Brochet, Perche, Anguille.
— (2). Sur la culture intensive de l’omble-chevalier en espace
limite. Compte Rendu Association Frangaise 33. 1904 (1905) p. 763
u. 764.
Salvelinus umbla L. Zucht in Teichen und kleinen Becken.
— (3). Valeur nutritive des torrents des Alpes et les Consequences
qui en decoulent au point de vue du repeuplement. Annales de l’Uni-
versite de Grenoble 17. 1905. p. 74—80 und Compte Rendu Asso-
ciation frangaise, 33. Session (1904) 1905 p. 780—784.
Die Nährkraft der Gebirgsbäche ist gering. Unter den Feinden
der Saiblinge sind die größeren Artgenossen die gefährlichsten. Regeln
für die Besetzung der Bäche mit Salmoniden.
— (4). Sur les hemoflagelles du Cobitis barbatula L., Annales
de l’Universit& de Grenoble 17. p. 93—97.
Trypanosoma barbatulae n. sp. bei Cobitis fossilis und C. barba-
tula, Tr. varium n. sp. bei C. barbatula.
Leger, L. u. Dodero, —. Action nocive exercee sur les poissons
par certains produits de deversements industriels dans les torrents
du Dauphine. Compte Rendu Association frangaise Session 33 (1904)
1905 p. 765—773 und Annales de l’Universite de Grenoble 17. p. 81—92.
Schädlichkeit der Abwässer aus Holzstofffabriken für Fische.
Lemmon, 3. Deal-fish or Vaagmaer on the Banff Coast. Annals
Scott. Natural History 1905. p. 184.
Lendenfeld, R. v. The radiating organs of the deep sea fishes
collected by the ‚Albatross“. Mem. Mus. Harvard 30, p. 169—207,
Tafel 1—11. Karten. Leuchtorgane.
Leonhardt, E. (1). Mastacembelus pancalus (Buch). Natur u.
Haus 14. p. 4-5. Beschreibung, Abbildung.
— (2). Haplochilus schoelleri Boul. (1904) und die Eibefestigung
von H. latipes. Natur u. Haus 14. p. 28—29.
Diagnose nach Boulenger 1904. Lebensweise. Eiablage, Be-
fruchtung und Befestigung des Eies.
— (3). Die heimischen Süßwasserfische im Aquarium. Natur
u. Haus 14. p. 65—69, 81—85, 3 Fig.
Leriche, M. Note sur les Cottus fossiles et en partieulier sur Cottus
58 IV. Pisces für 1905.
cervicornis, Storms, du Rupelien de la Belgique. Compte Rendu
Association Frangaise 33. Session 1904 (1905) p. 677—679, Taf. 3.
Cottus cervicornis Storms. Praeopereulum, Postfrontale und
Squamosum werden beschrieben.
Linden von, Maria. Die ontogenetische Entwicklung der Zeichnung
beim Aal (Anguilla vulgaris Flem.). Bonn, Friedr. Cohen, 1905, 8°.
8 pp. 1 Taf.
Beziehungen der Färbung zu den Segmenten (Nerven- und Gefäß-
system) Wirkung von Licht etc. auf die Pigmentbildung. _
Linton, Ed. . Parasites of fishes of Beaufort, North Carolina.
Bulletin of the Bureau of fisheries. XXIV. p. 321—428. Taf. 1—34.
59 Fischarten werden in zahlreichen Exemplaren untersucht,
ihr Mageninhalt wird angegeben und die Parasiten werden ver-
zeichnet, welche im Juli und August 1901 und 1902 gefunden wurden.
Voraus geht ein Verzeichnis der Parasiten unter Angabe der Wirte.
Die Tafeln beziehen sich auf Einzelheiten aus der Morphologie der
Parasiten.
Loey, W. A. (1). On a newly recognized Nerve connected with
the Fore-brain of Selachians. Anatomischer Anzeiger 26. p. 33—63,
111—123, 32 fig.
Der bei Squalus gefundene Nervus terminalis findet sich
auch bei 27 weiteren Selachiern. Er hat dorsale oder semi dorsale
Verbindung mit der Hirnwand bei Squalus acanthias, Hexanchus
griseus, Heptanchus cinereus, Centrophorus granulosus, Scymnus
lichia, Squatina angelus, Trygon pastinaca, Myliobatis bovina, Laevi-
raja oxyrhynchus, Raja sp. sp. Ventrale Verbindung besteht bei
Mustelus canis, M. laevis, Galeus canis, Scoliodon terrae novae, Sphyrna
tiburo, Sph. zygaena, Alopias vulpes, Scyllium stellare, Pristiurus
melanostomus, Carcharias littoralis, Lamna sp. Für jede Art wird die
Beschreibung des Nervs gegeben. Embryonalentwicklung des Nervus
terminalis bei Squalius acanthias.
— (2). A foot note to the ancestral history of the vertebrate
brain. Science (2). 22, p. 180—183.
Nervus terminalis bei Chlamydoselachus und mMitsukurina,
Squatina angelus, Squalus acanthias, Mustelus canis.
Lönnberg, E. (1). Pisces. Bronn, Classen u. Ordnungen VI. 1. Abt.
16—20. Lieferung p. 241—304. F. 29—31. Taf. 13—16.
Leptocardier, Cyclostomen.
— (2%). Pelagische von der schwedischen Südpolar-Expedition
1901—1903 erbeutete Fische. Zoologischer Anzeiger 28, p. 762—766.
Bathylagus gracilis n.sp., Melamphaes (Plectrotus) norden-
sköldii n. sp., Myctophum andersoni n.sp., M. parallelum n.sp., M.
arcticum Brauer, M. (Lampanyctus) braueri n. sp. Astronesthes
antarcticus n. sp. nahe A. richardsonii Poey.
Lubosch, W. Die Entwicklung und Metamorphose des Geruchs-
organes von Petromyzon und seine Bedeutung für die vergleichende
Anatomie des Geruchsorganes. Jenaische Zeitschrift für Natur-
wissenschaften 40 (N. F. 33), p. 95—148, Taf. 5 u. 6. Fig.
IV. Pisces für 1905. 59
Zuerst wird die Entwicklung und der Bau des larvalen Geruchs-
organes bis zum Beginn der Metamorphose behandelt. Die Meta-
morphose setzt ein, wenn die Tiere 13—16 cm lang sind; innerhalb
des septalen Epithels tritt ein scharf abgegrenzter Streifen von Riech-
epithel auf: der „Riechsack en miniature“. Sodann differenziert sich
das Epithel des Septum streckenweise zu neuen Riechsäcken, welche
den primitiven Riechsack lateral- und ventralwärts drängen. Unter-
suchungen nach der Plattenmodelliermethode. Das Riechorgan des
Petromyzon ist kein unpaariger durch Falten in einzelne Kammern
verlegter Sack, sondern es besteht aus einer Anzahl neben dem Septum
gelagerter getrennter Säckchen, deren jedes morphologisch einer
Riechplakode entspricht. Das Auftreten des Septums im Riechorgan
des Ammocoetes begrenzt ein ontogenetisches Stadium von phy-
letischem Wert. — Die Riechschleimhaut von Petromyzon setzt sich
zusammen aus besonderen Epithelbezirken, deren jeder als Plakode
entsteht. Die Riechschleimhaut ist die Summe differenter Plakoden,
deren jede ein ancestrales Sinnesorgan repräsentiert.
Lydekker, R. Bubble-nesting fishes. Knowledge 1905, p. 256.
Lyon, E. P. Rheotropism in Fishes. Biological Bulletin Marine
Biol. Laboratory Woods Hole Vol. 8, p. 238 u. 329.
Me Gilchrist, A. €. Natural History notes from the R. J. M. S.
„Investigator“, Capt. T. H. Heming, R. N. (retired), commanding.
— Series 3, No.8. On a new genus of Teleostean fish closely allied
to Chiasmodus. Annals and Magazine of Natural History (7) 15, p. 268
—270.
Dysalotus n.g. (nahe Chiasmodus) alcocki n. sp.
Maison, E. (1). La perche et la sagittaire. Le Cosmos (N.S.) T.53.
p. 48—50, 1 Fig.
Perchaude — perche jaune ist yellow perch. Biologie, Fang.
— (2). L’ombre blanc. Le Cosmos (N. 8.) T.53. p. 458—459, 1 Fig.
„Albus Coregonus‘ aus Amerika importiert ist in den Seen der
Dauphine acclimatisiert.
Marcus, H. Ein Beitrag zur Kenntnis der Blutbildung bei Knochen-
fischen. Archiv mikroskopische Anatomie Bd. 66. p. 333—354, 1 Taf.
Gobius capito. Das ‚„Blutmesoderm‘ der Knochenfische ent-
spricht dem peripheren Mesoderm der Selachier, es liefert Blut, Gefäße,
und Bindegewebe und entspricht der interradiären Zellmasse Öllachers,
dem Venenstrang Felix’s, und dem Blutstrang Sobottas. Die Zellen
des peripheren Mesoderms gelangen in den Embryo, wo sie zu Blut-
zellen werden.
Maröchal, J. Über die morphologische Entwicklung der Chromo-
somen im Teleostierei (mit einem Zusatz über das Ovarialei von Am-
phioxus lanceolatus und Ciona intestinalis). Anatomischer Anzeiger
26, p. 641—652, 27 fig. Verläufige Mitteilung.
Die Teleostier zeigen in jüngeren Eiern dieselben Entwicklungs-
stufen wie die Selachier. Trigla hirundo und Gasterosteus aculeatus
werden in den einzelnen Stadien verglichen. Beobachtungen über das
Wachstum des Eies werden angeschlossen. Amphioxus lanceolatus.
60 IV. Pisces für 1905.
Marion, 6. E. Mandibular and pharyngeal muscles of Acanthias
and Raia. American Naturalist 39, p. 891—924, 15 figg. und Tufts
College Stud. 2. No. 2. p. 1—34.
Acanthias vulgaris, Raja erinacea. Die Lage und Funktion der
Mandibular- und der Pharygealmuskeln wird untersucht. Vier Gruppen
von Muskeln bei Acanthıas werden unterschieden, deren Homologa
bei Raja wieder gefunden werden; die tieferen ventralen Längsmuskeln
des letzteren werden beschrieben.
Marsh, M. €. u. Gorham, F. P. The gas disease in fishes. Report
Bureau Fish. Washington 1905, p. 343—376, Taf. 1—3.
Marshall, W. S. u. Gilbert, N. ©. Notes on the food and parasites
of some fresh-water fishes from the Lakes at Madison, Wis. Report
Bureau Fish. Washington 1905, p. 515—522.
Mathews, A. P. The toxie and anti-toxic action of salts. The
American Journal of Physiology. 12, p. 419—443.
Fundulus heteroclitus. Die physiologische Wirkung zahlreicher
Salze wird erprobt, die Ansichten Loebs (1901, 1902) werden nicht geteilt.
Mauro, di, S. D. Sopra una specie di Orthagoriscus, nuova per
Catania, catturata presso l’isola dei Ciclopi (Orthagoriscus truncatus
Flem.) Boll. Accad. Gioen. Se. nat. Catania 85. p. 16—19, 1 fig.
Me Intosh, W. €. On the Life-History of the Shanny (Blennius
pholis L.). Zeitschrift f. wissenschaftl. Zoologie Bd. 82. p. 368—378.
1 Taf.
Geschlechtsunterschiede. Beschreibung der reifen Ovarien.
Eiablage. Beschreibung der Eier. Äußere Merkmale der Larven, zumal
in älteren Entwicklungsstadien. Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit.
Möglichkeit auch im Süßwasser einige Zeit auszuhalten. Verhältnis
von Männchen zu Weibchen wie 25:8. Nahrung. _
Meek, A. (1). On the migrations and growth of plaice. Trans-
actions Society Northumberland (N. $.) 1, p. 144—154, 1 Taf.
— (2). The White Fisheries of Northumberland. Report Nor-
thumberland Sea Fish. Commission p. 7—86, 6 Taf.
— (3). The Migrations of Inshore Fishes. Report Scientific In-
vestigations Northumberland Sea Fisheries Committee 1904 p. 68—69.
Tabellarische Zusammenstellung der gezeichneten, ausgesetzten
und wieder eingefangenen Fische.
Meck, $. E. (1). A Collection of Fishes from the Isthmus of Tehu-
antepec. Proc. biol. Soc. Washington Vol. 18. p. 243—246. (Cichlasoma
zonatum n. Sp.).
— (2). Two New Species of Fishes from Brazil. Proc. biol. Soc.
Washington Vol. 18 p. 241—242.
Pimelodella, Anisotrema (2 nn. spp.).
Mehely, L. A. Szärmazästan mai älläsa. Allatt. Kozl. Magyar
Tars. 4, p. 1—13.
Über den heutigen Stand der Deszendenzlehre. Fische.
Mendelssohn, M. De l’action du radium sur la torpille (Torpedo
marmorata). Comptes Rendus hebdom. des Seances de l’Academie
des Sciences de Paris 1905, 140, p. 463—466.
IV. Pisces für 1905, 61
Die Einwirkung des Radiums auf das elektrische Organ wird unter-
sucht und geschildert.
Mitsukuri, K. The cultivation of marine and freshwater anımals
in Japan. Bulletin Bureau Fish. Washington 24, p. 257—289, Taf. 1—11,
Fig. und Pop. Sci. Month. 67. p. 382—384. Fig.
Montel, M. R. Trypanosome d’un Poisson de Cochinchine. Comptes
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Neveu-Lemaire, M. Sur les parasites des poissons du genre Orestias.
Bulletin de la Societe Philomatique de Paris Ser. 9. 7, p. 255—259,
Hedruris orestiae Mon. als Schmarotzer in Orestias Mülleri u. O.
OÖ. albus, Ligula simplieissima Rudolphi var. titicacensis n. var in.
Orestias agassizi var. crequii, Echinorhynchus orestiae Neveu-Lemaire
in O. tschudii werden beschrieben.
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fishes, together with notes on the genera Öracanthus, Dactylodus,
Polyrhizodus, Sandalogus, Deltodus. Tr. N. York Ac. 16, p. 282—304.
Ctenodus fleisheri n. sp., C. angustus n.sp., Stenognathus n.g.
(für Dinichthys) corrugatus Terrell (?), Asteroptychius gracilis, Ctena-
canthus gurleyi n. sp., C. depressus n. sp., Oracanthus lineatus n. sp.,
OÖ. vetustus Leidy, O. pugniunculus St. J.u. W., Deltodus grandis
N. u.W., D. complanatus N. u. W., D. spatulatus N. u.W., D. inornatus
n.sp., Psephodus (Helodus) politus n.sp., H. coxamus n. sp., Cla-
dodus splendens n. sp., Cl. mortifer n.sp., Dactylodus latus n. sp.,
D. rectus n. sp., D. princeps N. u.W., Stethacanthus productus n. sp.,
S. compressus n.sp., Sandalodus ellipticus n. sp.
Newman, H. H. On some factores governing the permeability
of the egg membrane by the sperm. Biol. Bull. Marine Biolog.
Laboratory Woods Holl Vol. 9. p. 378—387.
Die Calciumsalze des Seewassers mit positivem Spannungs-
koeffizienten beeinflussen die Eihaut in wenigen Stunden so, daß die
Befruchtung unmözlich ist, weil sie die Colloide der Eihaut gerinnen
machen. Natriumsalze mit negativem Spannungkoeffizienten heben
die Wirkung auf. Na,SO, im Seewasser verlängert die Befruchtungs-
möglichkeit. Caleiumsalze schränken sie ein. Die Oberflächen-
spannungen des Eies und der Spermien sind Hauptfaktoren bei der
Befruchtung.
Newton, E. T. Investigation of fauna and flora of the Trias of the
British Isles. — 2. Notes on the Triassie fossils (exeluding Rhaetic)
62 IV. Pisces für 1905.
in the Museum of the Geological Survey at Jermyn Street, London.
Report British Association Advancement of Science 1905 (47. Meeting
1904 Cambridge) p. 282—285.
Hybodus (Sphenonchus), Acrodus (Hybodus), Keuperinus (Zähne
und Stacheln), Sagenodus, Dipteronotus cyphus, Semionotus.
Nordgaard, ©. Hydrographical and Biological investigations in
Norvegian fiords. DBergens Museum Marine investigations 1905, 2,
p. 3—253.
Nufer, W. Die Fische des Vierwaldstättersees und ıhre Parasiten.
Festschrift 50jähr. Bestehen d. Naturforschenden Gesellschaft Luzern
1905, p. 1—232, Taf. 1—4.
1. Vorkommen, Verbreitung, Lebensweise der Fische des Vier-
waldstättersees: 30 Arten. Nahrung der Fische, Aufenthalt, Laichzeit
und Laichplätze. Biologie der einzelnen Arten. Fischfeinde. Künstliche
Aufzucht und Schonzeiten der Fische. 2. Die Parasiten der Fische des
Vierwaldstättersees: 45 Arten. Aufzählung derselben nach ihren
Wirten. Statistik. Biologie und Morphologie der Parasiten.
Nußbaum, J. (1). Vergleichende Regenerationsstudien. Über die
Regeneration der Polychaeten und Amphiglena mediterranea Leydig
und Nerine cirratulus Delle Ch. Zeitschrift f. wissensch. Zoologie
Bd. 79 p. 222—307, Fig. Taf. 13—16.
Auch Amphioxus hat nur ein geringes Vermögen zur Regeneration;
kein operiertes Exemplar brachte es in vielen Wochen zu einem Wund-
verschluß. Als Ursache wird ungünstige Gewebsstruktur angesehen.
— (2). Beiträge zur Anatomie und Physiologie des sog. Ovals
in der Schwimmblase der Fische. Bulletin international de !’Academie
des Sciences de Cracovie. 1905. p. 778—784, 1 fig.
Der histologische Bau und die Funktion des ‚Oval‘ (Jäger)
wird an Ophidium barbatum Müll., Ophidium broussonetti Müll.,
Lucioperca sandra untersucht und die früheren Angaben Jägers ergänzt.
Ophidium rochii besitzt am hinteren Blasenende ein fingerförmiges
zylindrisches Organ, das auf mechanischem Wege den Gasinhalt der
Schwimmblase reguliert. Die Wirkung wird verstärkt durch eine mit
Muskeln in Verbindung stehende Verknöcherung in der halsartigen
Verlängerung der vorderen Blasenwand.
— (3). siehe Kulezyecki.
Nüsslin, ©. Letzte Erwiderung in dieser Zeitschrift auf Prof.
Dr. Klunzinger’s Ausführungen in der Gangfisch-Blaufelchen-Frage
vom März 1904. Jahreshefte Verein vaterländ. Naturk. Württemberg,
61, p. 302—306, fig.
Die Größe der Augen und der Eier vom Blaufelchen und Gangfisch.
Oliver, €. D. Report on the Salmon hatchery at Lismore. Annual
Report Fish. Ireland 1902—3. Pt.2, App. 11. (1905), p. 353—358,
3 Taf.
Ostroumoff, A. Zur Entwicklungsgeschichte des Sterletts (Aci-
penser ruthenus). Zool. Anz. 29, 515—517.
Die Entwicklung der Kloake, ihr Zusammenhang mit dem Ur-
mund, den Wolffschen Gängen und dem Schwanzdarm wird verfolgt.
IV. Pisces für 1905. 63
Otaki, K., Fujita, T. u. Higurashi, T. Fishes of Japan. An account
prineipally on economic fishes. Vol. 1, No. 3.
Thunnus schlegeli Stein, Sparus schlegeli Bleek., Cyprinus carpio,
Carassıus auratus, Konosirus punctatus, Clupanodon melanostic.
Oxner, M. Über die Kolbenzellen in der Epidermis der Fische;
ihre Form, Verteilung, Entstehung und Bedeutung. Jenaische Zeit-
schrift f. Naturwissensch. 40 (N. F. 33), p. 589—646, Taf. 22—26.
Kolbenzellen in der Epidermis finden sich bei Cyclostomen und bei
Physostomen, die Salmoniden ausgeschlossen. Zweifelhaft sind sie für
Gadiden und marine Acanthopteren. Außer an den Bartfäden können
sie in der ganzen Oberhaut vorkommen; an den Lippen und im Zungen-
und Mundepithel sowie im Pharynx sind sie seltener. Verschiedenheiten
im Vorkommen herrscht bei nahe verwandten Familien. Kopfhaut
und Nacken haben die meisten, Brust- und Schwanzflosse die wenigsten
Kolbenzellen. Individuelle Verschiedenheiten in der Verteilung sind
gering; die Jahreszeiten sind ohne direkten Einfluß, die Perlbildung
schränkt die Zahl der Kolbenzellen ein. Feinerer Bau der Kolbenzellen.
Sie entstehen aus Epidermzellen des Stratum germinativum. Bildungs-
vorgänge. Kolbenzellen mit intra- oder extranucleärer Sekretbildung.
Die Kolbenzellen funktionieren excretorisch sowie als Schutz- und
Stützorgan. Myxine, Amiurus nebulosus, Silurus glanis, Cobitis barba-
tula, Conger vulgaris, Anguilla vulgaris, Leptocephalus, Phoxinus
laevis, Cyprinus carpio, Lota vulgaris Carassius vulgaris, Tinca vulgaris.
Pappenheim, P. (1). Über Augenverlust und Schädel-Verbildung
bei einem Fisch. Sitzungsberichte Ges. Naturforsch. Freunde Berlin,
Berlin 1905, p.7 u. 8.
Glaridichthys caudimaculatus Hensel. Bei einem Exemplar, dem
unmittelbar nach der Geburt das eine Auge von der Mutter aus-
gefressen wurde, zeigt sich nach 11/, Jahr eine an die bei Pleuronectiden
herrschenden Verhältnisse erinnernde eigentümliche unsymmetrische
Verbildung des Schädels besonders in der Schnauzenregion.
— (2). Ein neuer „pseudo“-elektrischer Fisch aus Kamerun,
Mormyrus tapirus. Sitzungsberichte Ges. Naturf. Freunde Berlin
1905. p. 217—219.
Mormyrus tapirus n. sp. nahe M. proboscirostris Blgr.
— (3). Über die Acipenseriden-Gattung Scaphirhynchus. Sitzungs-
berichte Gesellschaft Naturforsch. Freunde Berlin 1905. p. 5—7.
Scaphirhynchus fedtschenkoi Kessl., S. kaufmanni Bogd., S. her-
manni Severtz, S. rossikowi Nikolski sind von Nikolski zur Gattung
Pseudoscaphirhynchus vereinigt worden. Diese Gattung ist ihrer
nicht genügenden Merkmale wegen aufzugeben.
— (4). Zur biologischen Bedeutung der Säge bei den sogenannten
Sägefischen (Pristiophorus M. H. und Pristis Lath.). Sitzungsberichte
Gesellschaft Naturforsch. Freunde Berlin 1905 p. 97—102.
Das Rostrum ist ein Baggerapparat, mit welchem die Tiere in
Schlamm und Schlick wühlen. Die Zähne wirken als Seihapparat.
Parker, 6. H. (1). The function of the lateralline organs in fishes.
Bulletin of the Bureau of Fisheries, Washington 24, p. 185—207.
64 IV. Pisces für 1905.
1. Das Seitenorgan wird nicht erregt durch Licht, Schall, Salz-
gehalt, Sauerstoff-, Kohlensäuregehalt, Fäulnis des Wassers, Druck
oder Bewegung desselben.
2. Es wird erregt durch Schwingungen, mindestens 6 in je 1“.
3. Es ist Orientierungsorgan von gleicher Bedeutung wie die Haut,
aber weniger bedeutend wie Auge und Ohr.
4. Wellen der Oberfläche wirken auf. das Organ der Seitenlinie.
5. Haut, Seitenlinien und Ohr bilden eine natürliche Gruppe und
eine entwicklungsgeschichtlich auf einander folgende Reihe von
Empfindungsorganen.
— (2). The stimulation of the integumentary nerves of fishes
by light. The American Journal of Physiologie 14, p. 413—420.
Ammocoetes ist negativ phototropisch und photodynamisch.
Das Integument ist für Licht empfindlich, die Augen spielen keine
Rolle. Empfindungsorgan sind die freien Enden der Spinalnerven.
Degenerierte lichtempfindliche Endorgane sind vielleicht der Ausgangs-
punkt für die Entwicklung der Receptionsorgane für Temperatur-
einflüsse.
— (3). Maldive Cephalochordates, with the description of a new
species from Florida. Bulletin Museum Harvard 46, 1904, p. 39—52,
Tarl w2.
Asymmetron macricaudatum n.sp., A. orientale n. sp., Hetero-
pleuron parvum n.sp., H. agassizii n.sp. nahe H. bassanum und
H. maldivense.
— (4). The Skin, Lateral Line Organs and Ear as organs of
Equilibration. Science (2) 21. p. 265.
Vorläufige Mitteilung.
Die Gleichgewichtslage wird ermöglicht durch die Tätigkeit der
Augen, Ohren, des Tast- und Muskelsinnes. Sie ist eine Antwort der
Muskeln auf die Tätigkeit der genannten Sinne. Verhalten des Fisches,
wenn eines der Organe außer Funktion gesetzt wird. Das älteste Organ
ist die Haut, das jüngste der Utriculus des Ohres.
Parker, W. A. Remains of fossil fishes found near Rochdale.
Transactions Rochdale Society 8, (1905), p. 25—32, 3 Taf.
Pasquale, M. (1). Su di un Palaeorhynchus ell’ arenaria eocenica di
Ponte Nuovo presso Barberino di Mugello. Atti Accademia Sec. fisiche e
math. Napoli Ser. 2. 12, No. 8, p. 1—7, 1 Taf.
Palaeorhynchus deshayesi Ag., P. glarisianus Blainv.
— (2). Avanzi di Diodon vetus nel miocene inferiore del pro-
montorio di S. Elia presso Cagliarı in Sardegna. Rendiconto Acca-
demia Science fisiche e math. Napoli 44, Ser. 3. Vol. 11. p. 71—79.
Diodon vetus Leidy, Bezahnung, unter Bezugnahme auf die
Slanen Arten der Gattung.
— (3). Revisione dei Selaciani fossili dell’ Italia meridionale.
Rendiconto Accademia Napoli 44. Ser. 3. Vol. 11. No. 2. p. 1—32. 1 Taf.
... Patterson, A. H. Some fish-notes from Great Yarmouth for 1905.
The Zoologist, p. 441—446.
IV. Pisces für 1905. .. 65
Peach, B. N. u. Horne, J. (1). The Canonbit coalfield: its geological
structure and relations to the Carboniferous rocks of the North of
England and Central Scotland. Transactions Royal Society Edin-
burgh 40, p. 835—877, 4 Taf.
Holoptychius nobilissimus, Strepsodus sp., Rhadinichthys macro-
nochiei Traq., Styracopterus fuleratus Traq., Tristychius minor.
— (2). The base-line of the Carboniferous system round Edin-
bureh. Report of the seventy-fourth Meeting of the British Asso-
ciation f. the adv. of sc. Cambridge 1904, London 1905, p. 546 u. 547.
Holoptychius, Dipnoi.
Pearson, K. Note on Mr. Pumnet’s Section on the Inheritance
of Meristic Characters. Biometrica Cambridge, Vol. 3. p. 363—365.
Die statistischen Untersuchungen Punnets sind kein Kriterium
für die Frage der Inter- und Excalation.
Pellegrin, 3. (1). Sur deux poissons du genre Crenicichla de la
collection du museum de Paris. p. 167—169.
Crenieichla johanna Heckel carsevennensis n. var.
— (2). Mission scientifique de Ch. Alluaud en Afrique orientale.
Poissons. Me&emoires de la Societe zoologique de France 1904, 17,
p. 174—185, erschien 1. VIII. 1905.
Die von M. Alluaud gesammelten Fische werden verzeichnet,
Größenangaben, Fundort.
Paratilapia prognatha Pell., P. victoriana Pell., Astatoreochromis
alluaudi Pell., Tilapıa guiarti Pell., Neobola argentea Pell. sind neue
Arten die hier abgebildet, aber im Mem. soc. Zool. 16 (1903) bereits
beschrieben sind. Variabilität der Cichliden im Victoria Nyanza.
Bezahnung bei Paratilapia (Serranus Pfeff.), Stacheln der Analflossen,
meist 3, treten auch in der Vierzahl auf bei Tilapia galilaea Artedi,
T. nuchisquamulata Hilgend. — Protopterus aethiopicus Heck.,
Clarias mossambicus Peters, Cl. mierophthalmus Pfeffer, Amphilus
(dafür Amphilius Günther) leroyi Vaill., Labeo victorianus Bler.,
Barbus marequensis Smith, B. hindei Bler., B. paludinosus Peters,
B. pereivali Bler., B. lumiensis Blgr., B. amphigramma Bler.,
Fundulus taeniopygus Hilgend., Aleste nurse Rüppel, Gnathonemus
macrolepidotus Peters, Tilapia strigigena Pfeff., Oriochromis niger
Gthr., Anabas petherieci Gthr.
— (3). Mission des p&cheriers de la cöte occidentale d’Afrique
dirigee par M. Gruvel. Poissons. Bulletin de la Societe Zoologique de
France 30, p. 135—141.
Die Arten, 66 an der Zahl, werden aufgezählt und nach ihrem
Vorkommen in 7 Gruppen geteilt. Neu beschrieben werden: Platy-
cephalus gruveli n. sp. nahe P. americanus, Synaptura punctatissima
n. var. nigromaculata.
— (4). Catalogue des Mormyrides des collections du Museum
d’histoire naturelle de Paris. Bulletin Museum Paris 11, p. 141—145.
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 5
66 IV. Pisces für. 1905.
— (5). Mission permanente frangaise en Indo-Chine. Poissons
de la Baie d’Along, Tonkin. Bulletin de la Societe zoologique de France
30, p. 82—88.
Die Fauna besteht aus 103 Arten, welche in systematischer Folge
aufgezählt werden. Kurze Bemerkungen über 1. die individuell ver-
schiedene Augenstellung bei Psettodes erumei Bl. Schn. (Pleuronectide).
2. die Brustflossen des jungen Stromateus niger, welche später verloren
gehen. Eine neue Art wird beschrieben: Sillago bouttani n. sp.
nahe S. sihama Forsk.
— (6). La faune ichthyologique du Lac Tschad et du Charıi.
Compte Rendu 6. Congres international de Zoologie Berne p. 608—609.
Die Fauna der genannten Seen setzt sich zusammen aus Lepi-
dosireniden (1), Polypteriden (2), Tetrodontiden (1), Siluridae (7),
Cypriniden (4), Characiniden (7), Mormyriden (9), Cichliden (6), Ana-
bantiden, Ophiocephaliden und Mastacembeliiden (je 1 Art).
— (9%). L/incubation buccale chez le Tilapia galilaea Artedı.
Compte Rendu Congres international de Zoologie Berne, p. 330—332.
Die Brutpflege führt das Weibchen aus, sie erstreckt sich auf die
Jungen bis zum Schwinden des Dottersackes. Während die Eier sich
in der Kiemenhöhle entwickeln, reifen jene im Ovarium zur zweiten
Eiablage heran. Die Zahl der Eier und Embryonen schwankt zwischen
100 und 200.
— (8). Poisson nouveau de Mozambique. Bulletin Museum Paris
11, p. 145 u. 146.
Xenopomichthys n.g. (nahe Tylognathus u. Abrostomus) auri-
culatus n. sp.
— (9). Poissons d’Abyssinie et du Lac Rodolphe (Collection
Maurice de Rothschild). Bulletin Museum Paris 11. p. 290—298.
Capoeta bingeri n.sp. (nahe Barbus = Capoeta plagiostomus Blegr.),
Discognathus rothschildi n. sp. (nahe D. makiensis Blgr. u. D. kindii
Bler.), Barbus ilgi n. sp. (nahe B. intermedius Rüpp.), B. meneliki
n.sp. (nahe B. bynni Forsk.), B. neuvilli n. sp. (nahe B. bynni Forsk.).
— (10). Recherches sur les poissons entrant dans la composition
de la „poutina“ & Nice. Compte Rendu Association Frangaise pour
l’avanc. des Sciences 33. Session, Grenoble 1904 (1905) p. 920—923.
Die als „Poutines bezeichneten Fische sind junge Alosa sardına
Cuv. nebst kleinen Gobiiden, Aphya pellucida, Nardo daneben auch
Scomber scomber, Mugil sp., Smaris vulgaris, Gobius minutus, Scorpaena
poreus, Nerophis ophidion, Lepadogaster sp.
Pensa, A. (1). Studio sullo morfologia e sullo sviluppo della arteria
intercostalis suprema e delle arteriae intercostales. Ricerche Lab.
Anat. Roma Vol. 11 p. 33—142. 38 Figg. Taf. 2.3. Nota preventiva:
Boll. Soc. Med. Chir. Pavia. p. 48—83. 7 Figg.
Vergleichende Anatomie und Entwicklungsgeschichte der Arteria
intercostalis. Die segmentalen Leibeswandarterien von Petromyzon,
Mustelus, Raja, Acipenser, Lota, Esox, Anguilla entspringen als Inter-
costalarterien aus der Aorta unsymmetrisch und in ungleichen Ab-
ständen.
ei u ie bu
WE a un,
IV. Pisces für 1905. 67
— (2). Osservazioni sulla distribuzione dei vasi sanguini e dei
nervi nel pancreas. Intern. Monatsschr. Anat. Phys. 22. p. 90—125.
5 Figg. Taf. 2—17.
Die Nerven und Blutgefäße im Pankreas verschiedener Wirbel-
tiere — auch Petromyzon, Anguilla u. a. — werden beschrieben.
Perez, Ch. Revue annuelle des theses de Zoologie. Revue Scienti-
fique (5) 3, p. 362—567.
Pisces p. 363 u. 364. Referat über Pellegrin: Cichidae, M&m. Soc.
Zool. France XVI. 1904.
Petersen, €. 6. 3. (1). Larval Eels (Leptocephalus brevirostris)
of the Atlantie coasts of Europe. Meddelelser fra Kommissionen for
Havundersögelser. Serie Fiskerie 1, No. 5, 1905, p. 15.
Larven des Aales werden zum ersten mal außerhalb des Mittel-
meeres westlich und nordwestlich von Schottland gefunden; s. o.
Brandt.
— (2). Hoor og under hvilke Forhold kunne Rodspaettens Aeg
unvikle sig til Unger indenfor Skagen? Fisk Beretn. 1905, 12, p. 23
—90.
— (3). Om Smaa hvarrernes (Zeugopterus Slaegtens) Unger.
Fisk Beretn. 1905 12. p. 3—23, Taf. 1.
Jugendformen.
— (4). How to distinguish between mature and inmature plaice
throughout the year. Publications de circonstace Conseil permanent
international pour l’exploration de la Mer, 1, 1903, p. 1—7, 1 Taf.
Unterscheidungsmerkmale junger und alter Pleuronectes platessa.
Die reifen Weibchen besitzen rote Ringe um die roten Flecken.
Petersen, €. ©. 3., Kyle, H. M. u. A. ©. Johansen. Memorandum sur
la valeur de la statistique des Marches de poisson. Rapports Conseil
international pour l’exploration de la mer IV. Anlage D, p. 74—82.
Über den Wert der Marktstatistik als Auskunft über die Verbreitung
der Fische.
Pettit, A. (1). Sur la presence de cellules fusiformes dans le sang
des Ichthyopsides consecutivement a l’ablation de la rate. Bulletin
Museum Paris 10, 1904, p. 526 u. 527; s. auch p. 528.
— (2). Contentif pour poissons (Squalides). Bulletin Museum
Parıs 11, p. 56 u. 57.
Pfeffer, G. Die zoogeographischen Beziehungen Südamerikas,
betrachtet an den Klassen der Reptilien, Amphibien und Fische.
Zoologische Jahrbücher Supplement 8. Festschrift für Möbius, p. 407
—442.
„Überall, wo sichere phylogenetische und paläontologische Grund-
lagen vorhanden sind, erweitert sich der historische Verbreitungskreis
der meisten großen Gattungen und Familien zur Subuniversalität,
so daß die heutige Verbreitung als ein Relikt der historischen Gesamt-
verbreitung erscheint,“ nachgewiesen an den Elopidae, Osteoglossidae,
Clupeidae, Characinidae, Gymnotidae, Cyprinidae, Siluridae, Lori-
cariidae, Aspredinidae, Galaxiidae, Haplochitonidae, Cyprinodontidae,
Nandrinidae, Serranidae, Cichlidae.
5*+
68 IV. Pisces für 1905.
Pighini, 6. Sur l’origine et la formation des cellules nerveuses chez
les embryons de Selaciens. Bibliographie anatomique 14, p. 94—105,
Pristiurus melanostomus, Torpedo ocellata, Scyllium canicula, S.
catulus, Mustelus vulgaris, M. laevis. Das Rückenmark besteht an-
fänglich aus gleichgestalteten, bipolaren, in Ketten vereinigten Zellen,
die senkrecht zur Achse des Rückenmarkes stehen. Sie setzen sich in
extramedulläre Ketten fort. Später treten neue Zellketten hinzu.
Aus Verschmelzungen der Ketten entstehen Kernsyncytien. Dieselben
bilden mit den in den Zellen entstehenden primordialen Fibrillen
die Nervenzellen.
Pinkus, —. Über den zwischen Olfactorius- und Optieusursprung
das Vorderhirn (Zwischenhirn) verlassende Hirnnerven der Dipnoer
und Selachier. Archiv f. Anatomie und Physiologie. Physiolog. Ab-
teilung. 1905. Suppl. p. 447—452.
Protopterus. Der Nervus terminalis tritt am Recessus praeopticus
aus dem Gehirn, schließt sich dem ÖOlfactorıus an und endet in dem
Bindegewebe über dem vorderen Nasenloch. Er ist ein ancestraler Nerv.
Pion-Gaud, P. u. L. Levauden. L’acclimation et l’elevage du poisson-
chat dans les etangs du Bas-Dauphine. Compte Rendu Association
Frangaise pour l’avancement des Sciences 33. Session. Grenoble. 1904
(1905), p. 749—755.
Fortschreitende Abnahme des Fischbestandes der Binnengewässer.
Versuche zur Einbürgerung des Chatfisches aus dem Ohiogebiet,
Ameirus nebulosus Le Sueur.
Pitzorno, M. Ricerche di morfologia comparata sopra le arterie
succlavia ed ascellare. Selaci. Monitore Zoologico italiano 16, p. 94
—103, 3 Figg.
Squatina angelus, Selache maxima, Mustelus vulgaris.
Popta, €. M. L. (1). Suites des deseriptions preliminaires des
nouvelles especes de poissons recueillis par M. le Dr. A. W. Nieuwenhuis
en 1898 et en 1900. Notes Leyden Museum 25, p. 171—187.
Tetrodon hilgendorfii n. sp., T. bergii n. sp., Parophiocephalidae
n. fam., Parophiocephalus n.g. unimaculatus n. sp., Barbus lineatus
n. sp., B. boulengerii n. sp., B. hampal (Cuv. u. Val.) n. var. bifasciata,
B. h. n. var. bimaculata, Nemachilus longipectoralis n. sp., 'Rasbora
vaillanti n.sp, R. volzi n. sp, R. volzi n. var. fasciata;
Rasbora trifasciata n. sp., Luciosoma weberii n. sp., L. pellegrinii n. sp.,
Neogastromyzon n. g. nieuwenhuisii n. sp., Nematobramis steindachneri
n. sp., Homaloptera tate reganii n. sp.
— (2). Über die Entwicklung der Fischfauna von Mittel-Borneo.
Compte Rendu Congres international de Zoologie Berne, p. 559—561.
Echte ‚„Süßwasser-Familien“ kommen in den Flußläufen ver-
schiedener Inseln vor: Siluridae, Cyprinidae, Nandidae, Luciocephalidae,
Mastacembelidae, Ophiocephalidae, Labyrinthici. In Mittelborneo
kommen 40 Genera mit 100 Species vor, von diesen sind 39 speziell
Borneo eigen; unter diesen sind 18 Siluriden, 21 Cypriniden. Die aus-
führliche Arbeit wird in Notes Leyden Museum erscheinen.
IV. Pisces für 1905. 69
Porta, Ant. Ricerche anatomiche sull apparecchio velenifero di
alcuni Pesci. Anatomischer Anzeiger 26. p. 232—247. Taf. 5. 6.
Trygon thalassıa M. Hle., T. brucco Bp., T. violacea Bp., T. pasti-
naca Cuv., Myliobatis aquila Dum., M. bovina Geoffr., Cephaloptera
giorna Cuv., Muraena helena L., Perca fluviatilis L., Uranoscopus
scaber L., Trachinus draco L., T. araneus C.V., T. radiatus C. V.,
T. vipera C. V. werden untersucht. — Trygon, Myliobatis und Cepha-
loptera haben Giftdrüsen in den Kiemen und an der ventralen Seite
des Stachels; bei Muraena liegen Giftdrüsen unter den Zähnen des
Vomer. Perca u. Uranoscopus haben nur Schleimdrüsen, keine Gift-
drüsen. Trachinus: Bestätigung der bekannten Verhältnisse.
Porter, €. E. (1). Galeria de naturalistas de Chile. El naturalista
Delfin. Revist. Chilena 8, p. 133—138.
— (2). Sobre el Orthagoriscus mola obsequiado recientemente al
Museo por el Capitan Fuentes M. Revist. Chilena p. 238 u. 239.
Priem, F. Description de Coelodus anomalus sp. n. Commun.
geol. Portugal 6, p. 52 u. 53,
Coelodus anomalus n. sp.
Punnet, R. €. Merism and sex in Spinax niger. Biometrika Cam-
bridge Vol. 3. p. 313—362 Taf. 1.
Die Variation der Wirbelzahl der ganzen Wirbelsäule und einzelner
Abschnitte, sowie die Stellung der dorsalen Spinae und der Extremitäten-
nerven ist beim Männchen größer als beim Weibchen; auch haben
Spinae und Nerven bei ersterem größere Neigung nach hinten zu
wandern. Durch Intercalation und Excalation von Segmenten sind
diese Verschiebungen nicht zu erklären.
. Quinton, R. (1). Degre de concentration saline du milieu vital de
l’Anguille dans l’eau de mer et dans l’eau douce et apres son passage
experimental de la premiere eau dans la seconde. Travaux Laborat.
Soc. seient. Arcachon. 8. p. 108—111.
— (2). De quelques phenomenes accompagnant chez l’Anguille
le passage experimental de l’eau de mer dans l’eau douce. p. 112—113.
— (3). Communication osmotique chez le poisson selacien marin
entre le milieu vital et la milieu exterieur. Travaux Laborat. Soc.
scient. Arcachon 8. p. 114—116. Vgl. Bericht für 1904 p. 60.
— (4). Absence de communication osmotique chez le poisson
tel&ost&en marin entre le milieu vital et le milieu exterieur. p. 117—119.
Travaux Laborat. Soc. scient. Arcachon 8.
Qvigstad, J. Lavpiske Navne paa Fiske. Nyt Magazin for Natur-
videnskaberne Christiania 42, p. 372—376.
Die lappländischen Namen von 143 Fischarten werden angegeben.
Racovitza, E. @. Observation sur un banc d’Anchois (Engraulis
encrasicholus [L.]). rencontre pres de l’ile Cabrera (Baleares). Bulletin
de la Societe zoologique de France 29. p. 211—218.
Die kleinen Planktontiere, ebenso die Fische bilden ın ıhren
Schwärmen nicht eine kompakte Masse. Der freie Zwischenraum
zwischen den Tieren beträgt etwa das 3—4fache Volumen der letzteren.
Gründe hierfür. Doch wurde ein Schwarm Anchovis beobachtet, in
70 IV. Pisces für 1905.
welchem die Fische dichter standen, so daß fast kein Wasser dazwischen
war. Die Tiere waren auf der Flucht vor Raubfischen.
Raggi, L. L’Aringa e la sua pesca. Riv. ital. Sci. Nat. 25, p. 18—23.
Rand, H.W. The skate as a subject for classes in comparative
anatomy; injection methods. American Naturalist 39, p. 365—379.
Mustelus canis. Technik der Injektion der Blutgefäße.
Rand, H. W. u. Ulrich, 3. L. Posterior connections of the lateral
vein of the Skate. American Naturalist p. 349—364. Fig.
Raja laevis, R. erinacea. Ein der Ilio-haemorrhoidal-Vene, welche
Parker für R. nasuta beschrieb, entsprechendes Gefäß fehlt. Die venösen
Blutgefäße, welche das Rectum umschließen, kommunizieren mit den
Rektalvenen und den Lateralvenen.
Redeke, H. €. Die Verbreitung der Scholle an der holländischen
Küste. Eine vorläufige Mitteilung. Rapports. Conseil international
pour l’exploration de la Mer, 3, Anlage H!, p. 3—10.
Pleuronectes platessa. Die Verbreitung erscheint als eine Funktion
der Größe und ist eine so regelmäßige, daß die Schollen an unserer
Küste so viele Zentimeter lang sind, wie die Tiefe, in der sie gefangen
werden, in Metern beträgt.
Reese, A. M. (1). The eye of Cryptobranchus. Biol. Bull. Marine
Biol. Laboratory Woods Holl 8. p. 139—192. 4 Figg.
Cryptobranchus allegheniensis . Die dicke Knorpelkapsel der Sclera
umgibt mehr als die Hälfte des Auges, Fortsätze der Chorioidea dringen
in sie ein. Muskulatur stark, Bewegung jedoch gering. Chorioidea ohne
Schichtung; kein Ciliarfortsatz. Iris schwarz; Rand der Pupille gezackt.
Retina groß, sechsschichtig. Retina und Linse berühren einander.
Beziehungen zwischen Bau des Auges und Lebensweise.
— (2). The enteron and integument of Cryptobranchus
allegheniensis. Transactions American Microscopial Society 26. p. 190
—120. Taf. 10, 11.
Cryptobranchus: Haut, äußere und mikroskopische Beschaffenheit.
Drüsen der Haut und des Darmkanals.
Regan, €. T. (1). Description of Acara subocularis Cope. Annals
and Magazine of Natural History (7) 15, p. 557 u. 558.
Unterscheidungsmerkmale zwischen Geophagus und Acara; Geo-
phagus thayeri = Acara subocularis.
— (%). A revision of the fishes of the South American Cichlid
genera Acara, Nanancara, Acaropsis and Astronotus. Annals and
Magazine of Natural History (7) 15, p. 329—347.
Nannacara n.g. anomala n.sp. —= Acara punctulata partim
Günth. Astronotus. Acara: Morphologie, Skelet; Synopsis der Arten:
Acara aequinoctialis n. sp., A. zamorensis n. sp., A. guianensis n. sp.,
A. subocularis Cope = Geophagus thayeri, A. vittata Heck, A. tetra-
merus Heck, A.syspilus Cope, A. paraguayensis Eigm. u. Ken.,
A. pulchra Gill., A. caeruleopunctata Kner u. Steind., A. rivulata
Günth., A. geayı Pellegr., A. sapayensis Regan, A. portalegrensis
Hensel, A. dorsigera Heck., A. thayeri Steind., A. flavilabris Cope,
IV. Pisces für 1905. 71
A. frenifera Cope, A. maronii Steind., Acaropsis nassa Heck., Astro-
notus ocellatus Agass.
— (3). On a collection of fishes from the Inland Sea of Japan,
made by Mr. R. Gordon Smith. Annals and Magazin of Natural History
Kp) XV p. 17—26, Taf. 2 u. 3.
Lepidotrigla smithii n.sp., Erisphex achrurus n.sp., Pterois
jordani n. sp., Minous monodactylus Bl. Schn., M. adamsi, M. echigonius
Jord. u. Starks wahrscheinlich = M. monodactylus Bl. Schn., Callio-
nymus ornatipinnis n. sp., C. lunatus Schleg., Tridentiger marmoratus
n.sp., T. genimaculatus n. sp., Luciogobius elongatus n. sp., Gobius
elapoides Günth. schließt Pterogobius dainio Jord. u. Snyd. ein. Cyno-
glossus purpureomaculatus n. sp., ©. brunneus n. sp., Pseudorhombus
ocellifer n. sp., P. dupliciocellatus n. sp., Chaetopterus sieboldii Bleek.
(system. Stellung); Gymnapogon n. g. (nahe Telescopias Jord. u. Snyd.)
japonicus n. sp., Caprodon schlegelii Gthr.; Mierodonophis verschieden
von Ophichthys. Öphichthys intermedius n. sp., Clupea zunasi Bleek.
Zähne. Bellone annulata Cuv. u. Val., Exocoetus solandri Cuv. u. Val.,
Ammodytes alascanus Cope, Sphyraena pinguis Günth., Bregmaceros
macclellandi Thomps., Pagrus unicolor Quoy u. Gaim., Sciaena albi-
flora Richards., Gobius elapoides Gthr.
— (4). A synopsis of the species of the Silurid genera Parexo-
stoma Chimarrichthys, and Exostoma. Annals and Magazin of Natural
History (7) XV. p. 182—185.
Parexostoma n.g. (Exostomum) stoliczkae Day, P. maculatum
n. sp., Exostoma vinciguerrae n. sp., E. andersonii Day, E. berdmorii
Blyth., E. labiatum Mac Clell, Chimarrhichthys davidi Sauv., ©. blythii
Day, C. feae Vincig., C. macropterus Vineig.
— (5). Descriptions of five new Cyprinid from Lhasa, Tibet,
colleeted by Captain H. J. Waller, J. M. S. Annals and Magazine of
natural History (7) XV. p. 185—188.
Nemacheilus tibetanus n.sp., Schizothorax dipogon n.sp., 8.
waltoni n.sp., S. macropogon n.sp., Schizopygopus younghusbandi
n. Sp.
— (6). Deseriptions of two new Cyprinid fishes from Thibets.
Annals and Magazine of Natural History (7) XV. p. 300 u. 301.
Gymnocypris waddellii n. sp., 30 —40 cm lang, Yamdock See in
14800 Fuß Meereshöhe, Nemacheilus Ihasae n. sp., 84 mm lang Lhasa.
— (%). The systematic arrangement of the genus Arges. Annals
and Magazine of Natural History (7) XV. p. 529—534, 1 Fig.
Erörterungen über die Zugehörigkeit der einzelnen Arten zur
Gattung Arges.
— (8). Description of a new fish of the genus Dentex from the
coast of Angola. Annals and Magazine of Natural History (7) XV p. 325.
Dentex cuninghamii n. sp. 220 mm lang.
— (9). A revision of the fishes of the American Cichlid genus
Cichlosoma and of the allied genera. Annals and Magazine of Natural
History (7) 16, p. 60—77, 225—243, 316—340, 433—445.
72 IV. Pisces für 1905.
Nach einer Synopsis der Untergattungen behandelt Regan ebenso
die 66 bekannten Arten, unter diesen folgende Nova: Cichlosoma maculi-
cauda n.sp., C. sexfasciatum n.sp., C. gadovü n.sp., ©. robertsoni
n.sp., C. ornatum n. sp., C. multifasciatum n. sp.
— (10). Note on Hexanchus griseus. Annals and Magazine of
Natural History (7) 16, p. 571 u. 572.
Japanisches Meer, 2100 mm Länge. Beschreibung der Zähne,
der Flossen. Die atlantischen und pacifischen Hexanchus griseus
sind eine einzige Art.
— (11). Descriptions of three new fishes from Japan, colleeted
by Mr. R. Gordon Smith. Annals and Magazine of Natural History
(7) XVI p. 363—365.
Gobius (Ctenogobius) atriceps n.sp., Diagramma aporognathus
n. sp., Achilognathus longipennis n. sp.
— (12). A collection of fishes made by Dr. H. Gadow in Southern
Mexico. Annals and Magazine of Natural History (7) XVI p. 361—363.
Cotylopus punctatus n.sp., Pseudoxiphophorus pauciradiatus
Regan.
— (13). Exhibition of and remarks upon a series of sketches of
fishes of the Rio Negro. Proceedings Zoological Society London 1,
1905. p. 189 u. 190.
Die in Rio Negro von Wallace gesammelten Fische gingen auf der
Reise verloren; nach seinen Aufzeichnungen über Farbe, Schuppen,
Stacheln, Flossen konnten zahlreiche Species bestimmt werden. Diese
werden hier aufgezählt.
— (14). A revision of the fishes of the South American Cichlid
genera Urenacara, Batrachops and Crenicichla. Proceedings zoological
Society London 1905. I. p. 152—168.
Crenacara punctulata, C. maculata, Batrachops ocellatus, B. semi-
fasciatus, B. reticulatus, B. punctulatus n.sp., Crenicichla wallacü
n.sp., C. ornata n.sp., C.strigata, C. lepidota, C. saxatilis, C. lucius,
C. geagi, C. lacustris, C. macrophthalmus, C. vittata, C. acutirostris,
C. multispinosa, C. lugubris, ©. cincta, C. lenticulata, ©. johanna.
— (15). A revision of the fishes of the family Galaxiidae. Pro-
ceedings Zoological Society London 2, p. 363—384, Taf. 10—13.
Galaxias punctifer, G. attenuatus, G. smithiüi n. sp. Falkland, G.
huttoni n. sp. N. Seeland, G. waitii n. sp. N. S. Wales, G. affinis n. sp.,
Tasmania, G. dissimilis n. sp. N. S. Wales, G. zebratus, G. gracillimus,
G. maculatus, G. alpinus, G. platei, G. Iynx, G. brevipinnis, G. alepi-
dotus, G. kokopu, G. occeidentalis, G. weedoni, G. rostratus, G. trutta-
ceus, G. auratus, G. coxii, G. ornatus, G. olidus, G. findlayi, G. schom-
burgkiü; Neochana apoda.
— (16). Description de six poissons nouveaux faisant partie de
la collection du Musee d’Histoire Naturelle de Gen&ve. Revue Suisse
Zool. 13, p. 389—393.
Solea borbonica n. sp., Novacula temporalis n. sp., Sciaena (Bair-
diella) bedotis n. sp., Pereichthys altispinis n. sp., Macrones argenti-
vittatus n. sp., Botia multifasciata n. sp.
IV. Pisces für 1905. 73
— (1%). Description of a new Loricariid fish of the genus Xeno-
cara from Venezuela. Novitates Zoologicae 12, p. 242.
Xenocara rothschildi n. sp. Venezuela, (nahe X. occidentale Reg.,
Ecuador u. chagresi Eigenm., Panama).
— (18). On fishes from the Persian Gulf, the Sea of Oman and
Karachi, collected by Mr. F. W. Townsend. Journal Bombay Society
16, p. 318—333.
Blennius persicus n. sp., Petroscirtes mekranensis n. sp., P. town-
sendi n. sp., Salarias anomalus n. sp., Lepidotrigla omanensis n. sp.,
Pereis smithii n.sp., Platycephalus nigripennis n.sp., P.townsendi n.sp.,
P. maculipinna n.sp., Callionymus persicus n.sp., C. margaretae
n.sp., C. muscatensis n.sp., Apogonichthys nudus n.sp., Apogon
holotaenia n.sp., A. melanotaenia n.sp., A. spilurus n.sp., Cirri-
tichthys calliurus n. sp., Hemirhamphus sindensis n. sp.
Regelsperger, G. Les pöcheries du littoral saharien frangais (Mission
Gruvel). La Nature 34 1. Sem. p. 129—131, 2 fig.
Reis, €. Przyczynek do morfologii Kostek Webera i pecherza
ptawnegosumawatych. Contribution & la morphologie des ossicules
de Weber et de la vessie natatoire chez les Sıluroides nebuloses.
Bulletin internationale de l’Acad&mie des Sciences Kracovie 1905,
p. 220—229. Taf. 6.
Amiurus nebulosus, Schwimmblase; Webersche Knöchelchen und
ihr Lymphraum.
Reis, €. u. Nusbaum, J. Zur Histologie der Gasdrüse in der
Schwimmblase der Knochenfische. Zugleich ein Beitrag zur Tropho-
spongienfrage. Anatomischer Anzeiger 27, p. 129—139, Taf. 7 u. 8.
Macropodus. Die Gasdrüse ist an der ventralen Schwimmblasen-
wand stark entwickelt und liegt als drüsiges Cylinderepithel an deren
dorsalen und lateralen Wand. Tupulöse Ausstülpungen, Ernährung
der Gasdrüsen. Das Gas wird entweder durch Sekretion oder dadurch
gebildet, daß die Drüsen zerfallen unter gleichzeitigem Zerfall von
Blutkörperchen.
Renaut, J. u. Dubreuil, 6. Sur la cloison, ou strie sarcoplasmique
ordonatrice transversale de la substance contractile des muscles stries.
Comptes Rendus hebd. Societe de Biologie Paris 59. p. 189—191. Fig.
Die Bildung der quergestreiften Muskelfasern, zumal jener des
Mundhöhlenbodens, bei Ammocoetes.
Renaut, 3. u. A. Policard. Etude histologique et cytologique
sommaire de l’organe de l’Ammocoetes branchialis, improprement
nomme corps troide. Compte Rendu Association Anat. 7. p.59—68, 2 fig.
Die Thyreoidea des Ammocetes enthält keine Drüsenzellen, sie
ist vielmehr ein motorisches Organ, das auf der inneren Oberfläche
flimmert.
Retterer, Ed. Du tissu osseux des poissons teleosteens. Comptes
Rendus hebdom. Societe de Biologie Paris 59. p. 246—248.
Die Osteoblasten liefern bei der Knochenbildung eine kontinuier-
liche Schicht von Grundsubstanz mit sarfaninophilem homogenem
74 IV. Pisces für 1905.
Protoplasma (Gadus merlangus). Bei Clupea alosa treten Zellkapseln auf
mit stark haematoxylinophilem Plasma.
Retzius, 6. (1). Über den Bau der Haut von Myxine glutinosa
Retzius. Biologische Untersuchungen (2) 12, p. 65—74, Taf. 8 u. 9.
Histologie der Epidermis: 1. Polygonale Zylinderzellen mit Mem-
bran, dazwischen liegen 2. längere, unten bauchig erweiterte Zellen,
darunter 3. sekretorische Zellen. Unter diesen liegen Schichten poly-
gonaler Zellen, deren letzte gegen das Bindegewebe mosaikartig ab-
schließt. Mitosen mit besonderem Anfangstypus. — Blasenzellen
und Fadenzellen (Kölliker). Cutis. Schleimsäcke und Inhalt derselben.
— (2). Zur Kenntnis der Spermien der Leptocardier, Teleostier,
und Ganoiden. Retzius biologische Untersuchungen (2) 12. p. 103—115,
2 Figg. Taf. 19 u. 20.
Die Spermien von Amphioxus, Esox lucius, Cyprinus carassius,
Clupea harengus, Perca fluviatilis, Amia calva, Acipenser,
Lota, Pleuronectes, Zoarces, Gobius werden eingehend untersucht
und genau beschrieben. Auftreten oder Fehlen eines Neben-
kernorgans, eines Endknöpfchens (Zentralkorn), einer Kopfblase,
des Spitzenstückes, des Innenraumes mit Microporus, des Hautsaumes,
Stellung des Schwanzes bieten für die Arten charakteristische Merkmale.
— (3). Zur Kenntnis des Baues der Selachier-Retina. Retzius
biologische Untersuchungen (2) 12 p. 55—61, Taf. 6.
Die von Fürst bei Lachsembryonen in den Sehzellen entdeckten
Diplosomen und Fäden werden auch an den Retinastäbchen bei
Acanthias gefunden, untersucht und beschrieben.
Richard, J. Campagne scientifique du yacht „Princesse Alice“
en 1904. Observation sur la faune bathypelagique ete. Bulletin du
Musee oceanographique de Monaco 1905, No. 41, p. 1—30.
Auf einer Forschungsfahrt an der spanischen, portugisischen
Küste, nach den Kanaren, Azoren und im Mittelmeer wurden erbeutet:
Cetonurus microps n. sp. (Vaillant) neben anderen zahlreichen Fisch-
spezies.
Ridewood, W. 6. (1). On the skull of Gonorhyncus greyi. Annals
and Magazine of Natural History (7) 15, p. 361—372, Fig. u. Taf. 16
Aus dem ausführlich geschilderten Bau des Schädels und des
Kiemenskelets von Gonorhynchus greyi wird der Schluß gezogen,
daß die Gonorhynchiden Malacopterygii sind und trotz mancher
Abweichungen den Salmoniden sehr nahe stehen.
— (2). On the cranial osteology of the Clupeoid Fishes. Procee-
dings Zoological Society 1, p. 448—493, fig.
Chirocentrus; die Schädelbildung ist kein Grund, ihn von den
Clupeiden zu trennen; dasselbe gilt von Chatoessus, Chanos, Erörterung
der systematischen Stellung, die Gattung Chanos ist zur Familie er-
hoben; Engraulidae n. fam., Engraulis und Coilia werden in diese
neue Familie gestellt.
— (3). On the cranial osteology of the fishes of the families Osteo-
glossidae, Pantedontidae and Phractolaemidae. J. Linn. Soc. 29,
p. 252—282, Taf. 30—32.
IV. Pisces für 1905. 75
Beschreibung der Schädel von Chirocentrus, Clupea, Pellona,
Pellonula, Pristigaster, Hyperlophus, Chaetoesus, Dussumiera, Engraulis,
Coilia, Chanos. Schlußfolgerungen für die systematische Stellung der
genannten Arten. Der Schädel der Osteoglossiden (Osteoglossum,
Heterotis, Arapaima) wird untersucht und aus den Ergebnissen
systematisch-phylogenetische Schlüsse gezogen. Arapaima ist primitiv,
Östeoglossum steht ihm nahe. Osteoglossiden und Pantodontiden
sind den Albuliden verwandt. Pantodon buchholzi steht den Albuliden
näher als Phractolaemus ansorgü. Vergleich mit Clupea und Chanos.
Rivera, E. Algunas observaciones hechas acerca de la educacion
de que son susceptibles los peces, y de si oyen o no. Boletin Sociedad
espanola historia natural 4, p. 59—61.
Cyprinus auratus. Aus den angestellten Versuchen wird gefolgert,
daß die Fische Töne unterscheiden können.
Rynberk, 6. v. (1). I disegni cutanei dei vertebrati in rapporto
alla dottrina segmentale. Arch. fisiol. 3, p. 1-55, fig. 1—12.
— (2). Ricerche sulla respirazione dei pesci. Rend. Accad. Lincei
(5) 14, 1905, p. 444—718.
Mechanismus, chemische Vorgänge, Atembewegung, Reflex-
bewegung. r
— (3). Sur quelques phenomenes speciaux de mouvement et
d’inhibition chez le requin (Sceyllium). Archives italiennes de Biologie
43, (11), p. 287—292.
Ein leichter Wundstarrkrampf des Rückenmarkes hat be-
sondere, andauernde rythmische Bewegungen zur Folge, ähnlich
einer mangelhaften Schwimmbewegung. Gleichzeitig tritt eine
merkbar gesteigerte Unempfindlichkeit gegen leichte Reize ein.
— (4). Di alcuni speciali fenomeni motori e d’inibizione nel
pescecane (Scyllium). Nota 2a. Archivio di Farmacologia sperimentale
Scienze alfıni Vol. 4. p. 396—400.
Sacco, F. Les formations ophitiferes du Cretace. Memoires de la
Societe Belge de Geologie 19, p. 247—265, Taf. 8.
Eine reiche fossile Fischfauna wird aufgezählt, besonders Lamna,
Oxyrhina, Carcharodon, Notidanus, Otodus.
Saemundsson, B. Zoologiske Meddelelser fra Island VIII. 3 Fiske
nye for Island. Videnskabelige Meddelelser naturhistoriske Forening
Kjobenhaven 1905 p. 1—5.
Scopelus caninianus Cocco, Palinurichthys perciformis Mitchill,
Mugil chleo Cuv. werden zum ersten Mal für Island nachgewiesen.
Samter, M. u. W. Weltner. Beiträge zur Fauna des Madüsees in
Pommern. Vorwort. Arch. Naturg. 71, 1, p. 135—137.
Literatur über Pisces des Madüsees. Lucioperca sandra ist
in demselben ausgestorben.
Sandman, J. A. Tva för var fauna nya fiskarter. Meddelanden of
Societas pro Fauna et flora fennica Häft 31 p. 58—60.
Motella cimbria L. und Gobius ruthensparri Euphrasen wurden
für Finland nachgewiesen.
76 IV. Pisces für 1905.
Sarasin, F. Exhibit of Protopterus annectens, which had just
left its burrow. Archives des Sciences Phys. et Naturelles, Geneves,
20, p. 594 u. 595.
Sarasin zeigt, wie ein Protopterus annectens seine Erdscholle
verläßt, in welcher er 6 Monate encystiert gelegen hatte.
Sauter, H. Notes from the Owston collection. 1. A new Ateleo-
podid fish from the Sagami Sea. Adnotationes zoologiae Japonensis
5, p. 233—238, text-fig.
Ijimaia n.g. (nahe Ateleopus) dofleini n. sp., Sagamisee.
Sauvage, H. E. (1). Note sur un Hypsocormus du Jurassique
superieur de Boulogne. Annals de la Societe geologique du Nord
34. p.8—9.
Das bei Boulogne gefundene Parasphenoid von Hypsocormus
ähnelt am meisten jenen von H. tenuirostris; es wird als besondere
Art H. beaugrandi Sauvage 1904 angesehen. Die übrigen bekannten
Arten sind: H. insignis Wagn., H.macrodon Wagn., H. combesi Sauv.,
H. leedsi Woodw.
— (2). Note sur un Spirangium du calcaire lithographique de
la province de Lerida (Catalogne). Annales de la Societe geologique
du Nord 34. p. 9—12.
Spirangium (Fayolia und Palaeoxyris), welche anfänglich als
Pflanzen angesehen wurden, sind Eier von Selachiern. Beschreibung
des Sp. von Lerida unter Bezugnahme auf die von Schimper früher
gemachten Angaben; dasselbe steht den Eiern der‘ Holocephalen
näher als jenen der Elasmobranchier.
Saxby, T. E. Sturgeon in the Shetland Seas. Annals Scott. Natural
History 1905, p. 184.
Schaffer, Josef. Über den feineren Bau und die Entwicklung des
Knorpelgewebes und über verwandte Formen der Stützsubstanz.
II. Teil. Zeitschrift wissenschaftl. Zoologie 80. p. 155—258, 3 Taf.
Zahlreiche getrennte Anlagen liefern das Kopfskelet von Myxine.
Es enthält kein larvales Skelet eingeschlossen; auf ein verloren ge-
gangenes Kiemenskelet scheinen verschiedene Knorpelreste hinzu-
weisen. Es werden drei Arten des knorpeligen Stützgewebes unter-
schieden und charakterisiert. Das harte gelbe, das weiche graue und
das blasige.
Schaper, A. u. Curt Cohen. Beiträge zur Analyse des tierischen
Wachstums. 2. Teil. Zellproliferatorische Wachstumszentren und deren
Beziehungen zur Regeneration und Geschwulstbildung. Archiv £.
Entwicklungsmechanik Bd. 19. p. 348—445. 48 Figg.
Acanthias vulgaris, Gehirn und Rückenmark.
Schardt, — u. Dubois, —. Description geologique de la region des
gorges de l’Areuse (Jura neuchätelois). Bulletin Societe Neuchätel 30,
p. 195—352.
Scharff, R. F. (1). Is the minnow a native of Ireland ? Irish Natural
14, p. 225—228.
— (2). Fox-shark in Sheep Haven, Co. Donegal. Irish Naturalist
14, p. 263.
IV. Pisces für 1905. 7%
Silvestri, A. Lepidocyclinae ed altri fossili del territorio d’Anghiari.
Atti Pontifica Accademia Romana dei nuovi. Lincei 58, p. 122—129.
Notidanus sp. ?
Schmidt, J. De Atlantiske Torskeaters (Gadus - slaegtens)
pelagiske Yngel. I. De postlarvale Stadier, en diagnostik Monografi
3 Taf. 16 Fig. The pelagic and fish larval stages of the Atlantic species
of Gadus. Meddelelser fra Kommissionen for Harundersogelser Serie
Fiskerie 1905, 1, No. 4, p. 1—77, Taf. 1—3.
Übersicht, Beschreibung und Bestimmungstabelle der Gadusarten
im postlarvalen Entwicklungsstadium. 1. Hauptgruppe mit Seiten-
streifen: Gadus callarias L., G. virens L., G. polachius L., G. saida
Lepechin; 2. Hauptgruppe ohne Seitenstreifen: Gadus aeglefinus L.,
G. poutassou Risso, G. merlangus L., G. esmarkii Nilss., G. minutus
Müll., G. luseus L. Anhang: Gadiculus argenteus Guichenot.
Schmidt, P. (1). Über die Verbreitung der Fische im nördlichen
Stillen Ozean und die damit zusammenhängenden zoogeographischen
Probleme. Compte Rendu Congres international de Zoologie Berne,
p. 561—572.
Die Ichthyofaunen des nordjapanischen, des ochotskischen und
des Beringsmeeres sind unter einander sehr ähnlich und weichen von
den benachbarten Gewässern sehr stark ab. Sie zeigen einen nordischen
die der benachbarten Gewässer einen viel südlicheren Charakter.
Faunengebiete der Ozeane. Geologische Erklärung.
— (2). On the larval and post-larval stages of the torsk -Brosmius
brosme, Ascan.). Meddelelser fra Kommissionen for Navundersogelser
Serie Fiskerie No. 8, 1905, p. 1—10, 1 Taf.
Jugendstadien. Die Larvenstadien, postlarvale und Jugendstadien
werden beschrieben (Länge der Tiere: 3,95—54 mm). Zahl der Flossen-
strahlen bei Brosmius. Unterscheidungsmerkmale der jungen Brosmius
von Molva und anderen Jungfischen.
(Sehäme, P.) Noch einmal Tetrodon ceuteutia. Natur u. Haus Jhg.
134pr99. ie.
Der aufgeblasene und scheintote Fisch wird abgebildet. Stellung
der Flossen in diesem Zustande. Größe des aufgeblasenen Fisches
—= 5 cm. Abgabe der Luft.
Schnaudigel. Neurofibrillen in den Retinaganglienzellen der Selachier
(Vers. ophthalm. Ges. Heidelberg). Klinische Monatshefte Augen-
heilkunde 43. II. p. 182—184.
Die Ganglienzellen der Netzhaut kommunzieren unter einander
durch Neurofibrillen. Angaben des Verfahrens zum Nachweis der
Neurofibrillen. Die Untersuchungen wurden an Acanthias vulgaris
angestellt.
Sehnee. Ein neuer Fall von Mimikry. Aus der Natur. Jhg. 1 p. 337
—339, 1 Taf.
Ophichthys colubrinus kopiert die Seeschlange Platurus colubrinus.
Schreiner, A. u. K. E. Schreiner (1). Über die Entwicklung der
männlichen Geschlechtszellen von Myxine glutinosa (L.). 1. Ver-
mehrungsperiode, Reifungsperiode und Reifungsteilungen. 2. Die
178 IV. Pisces für 1905.
Centriolen und ihre Vermehrungsweise. Archives de Biologie 21,
p. 183—357, Taf. 5—14.
Ursamenzellen, oberflächlich gelegen und in Follikeln befindliche
Spermatogonien teilen sich mehrfach, wobei 26 Paar Chromosomen
auftreten, eines derselben fällt durch seine Größe auf. Die Veränderungen
der Chromatinfäden führten zur Bildung von Ringen oder polyedrischen
Körpern. Die Bedeutung dieser Vorgänge liegt in der Möglichkeit
der Vereinigung der homologen väterlichen und mütterlichen Chromo-
somen. Die Spermatocyten 2. Ordnung sind von kurzer Dauer. Die
2. Reifungsteilung kann als Reduktions- oder als Aequationsteilung
gedeutet werden. Die Nucleolen in den Spermatogonien sind gleich.
Die Chromosomen nehmen den Nucleolus auf und sondern nach der
Teilung Stoffe ab, welche die Nucleolen der jungen Zelle bilden. Die
Spermatocyten enthalten ‚„Knotenkörper“, Nucleolen und chromatoide
Nucleolen. Die Bildung von Bläschen wird in verschiedenen Stadien
der Reifung beobachtet. Das Bläschen der 3. Reifungsteilung wird in
den Vorderteil des Spermienkopfes einbezogen. Die Masse der Mito-
chondrienkörper wächst während der Reifungsteilungen.
— (2). Über die Entwicklung der männlichen Geschlechtszellen
von Myxine glutinosa (L.). 2. Die Centriolen und ihre Vermehrungs-
weise. Archives de Biologie 21. p. 315—355, 2 Taf. 15 fig. _
An den beiden stäbcehenförmigen Centriolen bilden sich je eine
kleine seitliche Knospe, welche wächst und sich lostrennt. Störungen
der Mitose und der Zellorganisation und deren Ursachen. Die Oocyten
enthalten ebenfalls stäbchenförmige Centriolen, jene der Follikelzellen
des Hodens und der somatischen Zellen sind rund. — Die beschriebenen
Centralkörper entsprechen echten Centriolen der Wirbellosen, nicht
Centrosomen. Vgl. Boveri.
— (3). Antwort an Herrn Professor Dr. Th. Boveri in Würzburg.
Anatomischer Anzeiger Bd. 27. p. 430—432.
Myxine glutinosa.
Schubert, R. J. Die Fischotolithen des österr.-ungar. Tertiärs.
2. Macruriden und Beryciden. Jahrbücher geologische Reichsanstalt,
55, p. 613—638, Taf. 16 u. 17.
Ötolithus (Hoplostethus) praemediterraneus n. sp., O. levis n. sp.,
OÖ. (Berycidarum) tenuis n. sp., O. major n.sp., O. (Macrurus) prae-
trachyrhynchus n. sp., O. gracilis n. sp., OÖ. elongatus n. sp., O. trolli
n.sp., OÖ. angustus n.sp., O. crassus n.sp., O. rotundus n.sp., O.
arthaberi n. sp., O. ellipticus n. sp., O. exeisus n. sp., O. hansfuchsi
n.sp., ©. (Hymenocephalus?) austriacus n.sp., O. labiatus n.sp.
Seott, A. (1). Sea fish hatching at Piel. Proceedings Liverpool
biological Society 19, p. 189—192.
— (2). Port Erin tow-nettings. Proceedings Liverpool biological
Society 19, p. 17 u. 18.
— (3). On the tow-nettings collected in the Irish Sea. Proceedings
Liverpool biological Society 19, p. 196—215.
Seligo, A. Über den Weitsee und andere Seen Westpreußens.
Schriften der Ges. Naturforsch. Danzig 11, p. 92 u. 9.
IV. Pisces für,1905. 79
Der Weitsee wird topographisch geschildert, seine Fischfauna
aufgezählt. Er enthält besonders große Coregonus albula und Trutta
fario (bis 24 Pfund).
Simioneseu, J. Sur quelques poissons fossiles du tertaire roumain.
Annales Scientifiques Universite de Jassy 3, p. 106—122. 2 Taf.
Die Fauna der Berge Gozla und Pietrieica: Clupea sp., Meletta
crenata Heck., Emyrus ventralis Ag., Syngnathus incompletus Cosm.,
Caranx petrodavae n. sp., Scomber sp., Krambergeria n. g. lanceolata
n.sp., Labrax sp., Proantigonia longirostra Kramb., P. caprossoides
Cosm., Gobius elongatus n. sp., (nahe G. teptosomus Kramb. u.
Baschka).
Simroth, H. Neue Gesichtspunkte zur Beurteilung niederer
Wirbeltiere. Verhandlungen Deutsche zoologische Gesellschaft 1905,
p. 51—67.
Die geographische Verbreitung der Ganoidfische und Selachier
wird unter den Gesichtspunkten der Pendulationstheorie erörtert.
Smith, H. M. (1). The drumming of the drum-fishes (Sciaenidae).
Science (2) 22, p. 376—378.
Die Ansichten von Tower, Günther, Jordan, Evermann, Bou-
lenger, Störensen u. anderer über das Trommeln gewisser Fische werden
kritisiert, die Angaben Towers ausführlich in Übereinstimmung mit
Smith’s Ansicht wiedergegeben. Das Trommeln geschieht durch die
Tätigkeit von Muskeln. Dieselben finden sich in beiden Geschlechtern
bei Mioeropogon ; das Männchen allein besitzt dieselben in den Gattungen
Pogonias, Sciaenops, Cynoseion, Leiostomus, Bairdiella; sie fehlen
beiden Geschlechtern der Gattung Menticirrhus; bei letzteren sind die
Ötolithen klein, bei den übrigen Sciaeniden weit größer.
— (2). Report on inquiry respecting food fishes and the fishing
grounds. U. S. Commission of Fish and Fisheries XXIX Report of the
Commissioner for 1902/03 Washington 1905, p. 75—100.
Fischerei.
Smith, W. S. Further evidence of Lough Neagh fishermen as to
the causes of injuries to pollan. Irish Naturalist 14. p. 94 u. 95.
Snyder, J. ©. (1). Notes on the fishes of thea streams flowing into
San Francisco Bay, California. Report Bureau Fishery Washington
p. 327—338, Taf. 1.
— (2). Critical notes on Mylocheilus lateralis and Leuciscus
caurinus. Report Bureau Fishery Washington 1905, p. 340—342.
Snodgrass, R. E. u. Heller, E. Shore fishes of the Revillagigedo,
Clipperton, Cocos, and Galapagos Islands. Proceedings Washington
Academy 1905, 6, p. 333—427.
Östracion clippertonense n.sp., Carcharias galapagensis n. sp.
Spengel, J. W. In Beziehung auf Mund- und Schlundzähne der
Elasmobranchier. Zool. Anz. 29, p. 332 u. 333.
Mustelus laevis. Bei 15 em langen Embryonen sind die vorderen
Zähne des Zungenbeines mit der Spitze nach hinten, die hinteren
mit der Spitze nach vorn gerichtet.
80 IV. Pisces für 1905.
Stainier, X. Stratigraphie du bassin houiller de Liege. 2. Palae-
ontologie animale, poissons. M&moires de la Societe Belge de Geologie
19, p. 1—120.
Im zweiten Teile werden die in den einzelnen Horizonten und
Schichten vorkommenden Fossilien behandelt und die Fische kurz
aufgezählt.
Steuber, N. J. Die Meeraale in den Gewässern von Chile. Mitt.
deutsch. Seefischerei-Ver. Bd. 21. p. 66—7l. Nach einem Vortrag
von F.T. Dolfin. Aus Revista chilena Hist. nat. Ann. 7. 1903.
Genypterus nigricans (= G. chilensis Gthr. = Conger chilensis
Guiden) und G. blacodes (Forster) Gthr. (= Ophidium blacodes =
OÖ. maculatum). Beschreibung; Lebensweise; Eintritt der Laichreife,
Zeit und Ort des Laichens. G. laicht zweimal im Jahr. Über-
wiegende Zahl der Weibchen, welche bis 1!/, Million Eier legen.
Parasiten, Nahrung, Fang.
Sund, ©. Die Entwicklung des Geruchorgans bei Spinax niger.
Ein Beitrag zur Frage von Monorhinie und Amphirhinie. Zoologische
Jahrbücher, Abteilung Anatomie 22, Heft 1. (1905) p. 157—172, Taf. 8,
figg.
Zusammenfassung der Ansichten von Milne Marshall, Beard
(Selachier), Hoffmann (Acanthias), Kupffer (Cyclostomen), Holm
(Torpedo), Berliner (Selachier). Nach Serien-Schnitten von Spinax
niger werden Wachsmodelle gefertigt und die Stadien beschrieben.
Die Teilung des Geruchsorganes in 2 Blindsäcke und die Bedeutung
dieser Erscheinung. Der vordere Blindsack des Geruchsorganes bei
Spinax niger ist vielleicht homolog dem Jacobsonschen Organ der
höheren Wirbeltiere.
Starks, E. €. (1). The osteology of Caularchus maeandricus (Girard).
Biol. Bull. Marine Biol. Laboratory Woods Hole 9, p. 292—303, 2 fig.
Das Skelet von Caularchus maeandrieus und Gobiesox sanguineus
wird eingehend beschrieben.
— (2). Some notes on the myodome of the fish eranium. Science
(2) 21, p. 754 u. 755.
„Myodom“ ist der Augenmuskelkanal der Teleostier; sein Boden
ist die Schädelbasis, sein Dach ein sekundär entstandenes Septum.
Gründe für diese Auffassung. Das Vorhandensein des Kanals ist syste-
matisch nicht verwertbar. Einzelheiten bei Clupea, Bleniiden, Esox.
Stenta, M. Leuchtorgane bei höheren Tieren. Verhandlungen
k. k. Zoologisch-botanisch. Gesellschaft Wien 55, p. 265 u. 266.
Die Leuchtorgane der Tiefseeteleostier werden im Anschluß an
Brauer erläutert. Vgl. Bericht für 1902 p. 13.
Sterzi, G. Sulla regio parietalis dei ciclostomi, dei selacii e degli
olocefali. Anatomischer Anzeiger 27, p. 346—364, and p. 412—416,
text-fig.
Die Regio parietalis der Selachier (Acanthias vulgaris, A. blain-
villii, Mustelus laevis, M. vulgaris, Seyllium stellare, Se. canicula,
Raja clavata, R. asterias, R. macrorhynchus, Torpedo marmorata,
T. ocellata), Holocephalen (Chimaera monstrosa, Callorhynchus antarc-
IV. Pisces für 1905. 81
ticus) und Petromyzonten (Petromyzon marinus, P. fluviatilis, P. planeri
wird beschrieben. In Bezug auf dieselbe steht Acanthias zwischen
Mustelus und Scyllium, Raja, Torpedo, welche einfacher gebaut sind.
Chimaera und Callorhynchus besitzen eine mächtige Paraphyse. Dem
Velum transversum entspricht eine flache Falte der Petromyzonten.
Ihre Parietalorgane sind ziemlich gleichartig entwickelt, die Pineal-
organe sind seitlich verschoben und werden von den Ganglia habenu-
larum versorgt. Das linke Pinealorgan ist atrophisch.
Steuer, A. Über das Kiemenfilter und die Nahrung adriatischer
Fische. Verh. d. Zool.-bot. Gesellsch. Wien 55, p. 275—299; 25 Figg.
Marine Fische besitzen sehr verschiedenartige Filterapparate;
dieselben werden beschrieben; die phylogenetische Gruppierung ist
ebenso wie die biologische schwierig. Anpassungsfähigkeit des
Apparates an veränderte Nahrungs. Pleuronectes passer mit
asymmetrischem Kiemenfilter. Über die Nahrung adriatischer Fische
(Seyllium Alopias, Prionodon, Mustelus, Acanthias, Torpedo, Raja,
Acipenser, Clupea, Alosa, Anguilla, Centriscus, Hippocampus, Belone,
Atherina, Mugil, Gadus, Cepola, Labrax, Dentex, Maena, Box, Oblata,
Pagellus, Scomber, Thynnus, Lepidopus, Zeus, Solea, Pleuronectes,
Gobius, Scorpaena, Trigla, Trachypterus, Lophius, Balistes, Ortha-
goriscus), welche aus Diatomenen, Pflanzen, Spongien, Hydroidpolypen,
Medusen, Würmern, Crustaceen, Mollusken, Bryozoen und
Fischen besteht.
Sterzi s. p. 80.
Stieler, W. Eine neue Barbe. Barbus ticto (H. B.) Natur und Haus
Jahrg. 13. p. 169—171.
Barbus tieto H. B., B. pyrrhopterus M’Cell., B. conchonius.
Verwechselung der Namen.
Stobbs, J. T. The marine beds in the coal-measures of North
Staffordshire. With notes on their palaeontology by W. Hind. Quaterly
Journal of the Geological Society London 61, p. 495—547.
Acanthodes wardi Egert., Coelacanthus elegans Newb., Edestus
triserratus n. sp. (Newton), Elonichthys egertoni Ag., Listracanthus
wardi (Woodward) n.sp., Megalichthys hibberti Ag., M. intermedius
Woodw., Orodus?, Platysomus parvulus Ag., Pleuroplax rankinei Ag..,
Rhizodopsis sauroides Will., Sphenacanthus? (Zähne), Spirorbis sp. ?
Stromer, E. (1). Die Fischreste des mittleren und oberen Eocäns
von Ägypten. Beiträge z. Paläontologie Österreich Ungarns 18, p. 37
—58, 163—192, Tafel 5, 6, 15, 16.
I. Teil Selachier. A. Myliobatiden und Pristiden, Selachier.
Myliobatis fraasi n. sp., M. Pentoni, M. elatus n. sp., M. dixoni Ag.,
M. mokattamensis n. sp., M. toliapieus Ag., M. edwardsi Dixon,
M. striatus Ag., M. latidens Woodw., Aetobatis. Pristidae Ent-
wicklung, (Eopristis) n. subg. reinachi n.sp.; Pristis ingens n. sp.,
P. fajumensis n. sp., Propristis schweinfurthi Dames, Amblypristis
cheops Dames. Die Entwicklung der Pristiden und die Sägen der
Selachier. — B. Squaloidei: Ginglymostoma blanckenhorni Stromer;
Oxyrhina, Alopecias, Odontaspis, Lamna, Otodus, Carcharodon, Hemi-
Arch, f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd.Ul. H.1. (IV.) 6
82 IV. Pisces für 1905.
pristis curvatus Dames, Galeocerdo, Galeus, Alopiopsis, Carcharias.
II. Teil: Teleostomi: A. Ganoidei: Polypterus, Pyenodus.
— (2). Die Zähne der niedersten und der geologisch ältesten
Wirbeltiere. Naturwissenschaftliche Wochenschrift 20, p. 214—216.
Kurze Betrachtung über die Zähne der Fische unter dem Gesichts-
punkt, daß dieselben den Placoidschuppen homologe Hautgebilde
sind (0. Hertwig).
Studnicka, F. K. Über einige Pseudostrukturen der Grund-
substanz des Hyalinknorpels. Archiv mikroskopische Anatomie Bd. 66.
p. 525—548, 1 Taf.
Selachier, Acanthıas, Teleostier.
Sullivan, M. X. The physiology of the digestive tract of Elasmo-
branchs. The American Journal of Physiologie 15, p. 42—45.
Sechzehn Prozent der im Sommer 1904 untersuchten Squalus
enthielten Hummerreste u. zwar: 34,17 % rock-cerabs und 20,1 % Maja.
Der Panzer derselben besteht aus Salzen und Chitin und ist sehr
widerstandsfähig. Die Frage, ob die Elasmobranchier Chitin verdauen,
wurde an Mustelus canis, Carcharias littoralis und Squalus acanthias
zu beantworten versucht, später auf Petronarce occidentalis, Carcha-
rhinus obscurus, Raja erinacea, Lamna cornubica ausgedehnt und die
Reaktionen der Sekrete der Mundhöhle, des Oesophagus, Magens, der
einzelnen Darmabschnitte, des Pankreas und der Rektaldrüsen geprüft.
Chitin wird zerkleinert, die Salze desselben werden ausgezogen, die
fein verteilten festen Bestandteile als Excremente entfernt.
Sumner, F. B.. Experimental studies of adaption and selective
elimination in Fishes. Annals New York Academy of Sciences 16,
p- 359 — 360.
Fundulus. DieWiderstandsfähigkeit der aus Seewasser stammenden
Individuen und jener im Brackwasser lebenden gegen stärkeren Salz-
gehalt wird untersucht.
Sund s. p. 8).
Suomalainen, E. V. Cottus quadricornis löydetty Saimaan vesi-
stöstä. Meddelanden af Societas pro Fauna et Flora fennica Häft 31
p. 64—65. — Cottus quadricornis.
Supino, F. Morfologia del cranio dei Teleostei. Rome 1905. 8vo.
Fasc. 4: Triglidae, 15 p., 2 Taf. Fasc.5. Plectognathi, 16 p., 1 Taf.
Swinnerton, H. H. (1). The changes and variations in the position
of the Pectoral Fin during development. Annals and Magazine of
Natural History (7) 15, p. 319—321, fig. 1—4.
Gasterosteus aculeatus. Während der Entwicklung wandert die
Brustflosse nach hinten. Veränderungen der Coraco-scapular-Platte.
im Zusammenhang mit dem Funktionswechsel der Beckenflosse (An-
sriffs- und Verteidigungsorgan) werden als Ursache angesehen.
— (2). A contribution to the morphology and development _
of the pectoral skeleton of Teleosteans. Quarterly Journal Microscopical
Science (2) Vol. 49, p. 363—383, 3 figg. Taf. 23.
Salmo, Gasterosteus. Die Entwicklung des Brustskelets beider
Gattungen ist gleich. Die Flossendrehung beider Arten ist verschieden,
IV. Pisces für 1905. 83
Salmo besitzt ein Mesacoracoid, Gasterosteus nicht; bei ersterem findet
sich auch ein Processus praecoracoideus. Der Processus postcoracoideus,
bes. bei Gasterosteus stark entwickelt, entspricht dem Metapterygium
der Ganoiden. Das Interclaviculare ist ein selbständiger Hautknochen
entsprechend jenem bei Acipenser; er sollte besser Infracleithrum
genannt werden.
Tagliani, @. Le fibre del Mauthner nel midollo spinale de Vertebrati
inferiori (anamni). Archivo zoologico Unione zool. italiana Napoli 2,
p. 385—438. |
Teleostier, Ganoiden, Holocephalen, Dipnoer, Chimaera.
Mauthnersche Fasern, ihre Struktur und ihr Verlauf.
'Tanaka, S. On two new species of Chimaera. The Journal of the
College of Science, Tokyo 20, Artikel 11 p. 1—14, 2 Taf.
Den acht bekannten Spezies: Chimaera monstrosa L., C. affınis
Capello, ©. colliei Lay u. Bennet, ©. ogilby Waite, C. neglecta Osgilby,
C. phantasma Jord. u. Snyder, C. mitsukurii Dean, C. purpurascens Gilb.
werden 2 neue Arten: Chimaera jordanin. sp., C. owstonin. sp. zwischen
C. phantasma u. C. mitsukuri angereiht. Ausführliche Beschreibung,
Maße. — Bestimmungstabelle der japanischen Arten: phantasma,
jordani, owstoni, mitsukurii und purpurascens.
Tims, H. W. M. The development, structur and morpholosy of
the scales in some Teleostean fish. Quarterly Journal of Microscopical
Science 49, p. 39—69.
Gadus virens, G. callarias, G. minutus, G. aeglefinus, G. merlangus,
G. pollachius. In der äußeren kernreichen Schicht der zweischichtigen
Cutis entsteht aus lokalen Zellhaufen die Schuppe, indem am Grunde
eines sich bildenden Spaltes ein dünner homogener Belag erscheint.
Die Kalkablagerung geschieht in Form kleiner Plättchen mit rück-
wärts gerichteten Stacheln (Placoidschüppchen), an welchen sich andere
anlegen. Mechanische Einflüsse bedingen eine verschiedenartige
Umformung der Schuppenelemente.e Der Hinterrand der heran-
gewachsenden Schuppe liegt zwischen Cutis und Epidermis, jedoch immer
in der Schuppentasche eingeschlossen. Struktur und Morphologie der
Schuppe. Jene der Knochenfische setzt sich aus vielen Individuen
zusammen, die ebensovielen Placoidschuppen der Teleostier homolog
sind. In der Phylogenese entstand aus der Placoid- die Ctenoidschuppe,
aus dieser die Cyeloid- und endlich die Clupeoidschuppe.
Titcomb, 3. W. Report on the propagation and distribution of
food fishes. U. S. Commission of Fishes and Fisheries. XXIX. Report
of the Commissioner for 1902/3. Washington 1905 p. 29—74.
Fortpflanzung und Vorkommen der Speisefische.
Todd, R. A. Report on the food of fishes collected during 1903.
Report North Sea Fish Committee, No. 2, p. 227—289.
Tosh, 3. R. On the internal Parasits of the Tweed Salmon. Annals
and Magazine of Natural History (7) 16, p. 115—119.
Je drei Askariden, Distomen und Echinorhynchus, je 1 Bothrio-
cephalus, Taenia und je 2 Tetrabothrium und Tetrarhynchus werden
als Parasiten des Lachses nachgewiesen. Ausführlich behandelt werden
6*
84 IV. Pisces für 1905.
Bothriocephalus infundibuliformis Rud. und Tetrarhynchus grossus
Rud.
Toula, F. Über einen dem Thunfische verwandten Raubfisch
der Congerienschichten der Wiener Bucht. Pelamycybium (,Sphyrae-
nodus‘“) sinus vindobonensis n. gen. et n.sp. Jahrb. geol. Reichsanst.
55, p. 51—84, Taf. 3, text-fig.
Pelamycybium n.g. (Sphyraenodus) sinus vindobonensis n. sp.
Tracy, Henri €. List of the Fishes of Rhode Island. (Spec. Pap.
No. 21) 36th Ann. Rep. Comm. Inland Fish. Rhode Island p. 38—99,
12 Taf.
Traquair, R. H. (1). Supplementary report on fossil fishes collected
by the Geological Survey of Scotland in the Upper Silurian Rocks
of Scotland. Transactions R. Society Edinburgh 40, p. 879—888,
3 Taf.
Thelodus scoticus, Lasanus problematicus, Atelaspis tessellata.
— (2). The Lower Devonian Fishes of Gemünden. Transactions
R. Society Edinburgh Vol. 40. 1905. p. 723—739, 7 Taf. 3 fig. — Referat
erschien separat Ende Oktober 1903. — Referat von Bashford Dean.
Science (2) Vol. 19. p. 64—65.
Hunsrückia n. g. problematica n. sp., Drepanaspis gemündensis
Schlüter, Coccosteus angustus Traq., Phlyctenaspis germanica Tracq.,
Gemündina stürtzi Trag.
— (3). Supplement to the Lower Devonian Fishes of Gemünden.
Transactions R. Society Edinburgh. Vol. 41 (1906) p. 469—475. 3 Taf.
Separat erschienen Mai 1905.
Drepanaspis gemündensis, Außenskelet. Erwiderung auf die Ein-
würfe Deans, welcher Science, N. S. 19 No. 471 Jan. 8. 1904 die erste
Arbeit Traquairs besprochen hatte.
— (4). Note on the fish remains recently collected by the Geo-
logical Survey of Scotland at Salisbury Crags, Craigmillar, Clubbiedean
reservoir and Torduff reservoir, in the Edinburgh district. Report
of the 74. Meeting of the British Association for the adv. of Science
Cambridge 1904, p. 547.
Holoptychius nobilissimus.
(5). On the fauna of the Upper Old Red Sandstone of the
Moray Firth Area. Report of the 47. Meeting of the British Association
f. the adv. of Science. Cambridge 1904 p. 547
Psammosteus tesselatus, Ps. taylori, Asterolepis maxima, Holo-
ptichius decoratus, H. giganteus, H. nobilissimus, Bothriolepis major,
Phyllolepis concentriea, Glyptopomus minor, Phaneropleuron andersoni.
— (6). Notes on the Lower Carboniferous fishes of Eastern Fife-
shire. Proceedings Phys. Soc. Edinbourgh 16. p. 80—86, Taf. 5.
Coelacanthopsis n. g. curta n. sp., Cladodus unicuspidatus n. sp.,
Eucentrurus n. g. paradoxus n. sp., Sphenacanthus fifensis n. sp.
Trinei, 6. Le radici ed i gangli dei nervi spinali dei Teleostei nelle
loro varie disposizioni. Monitore Zoologico italiano 16, 330—353,
und 386—398. 11 Fig.
IV. Pisces für 1905. 85
Die Wurzeln der Spinalnerven und die Spinalganglien der Teleostier
sind der Gegenstand der Abhandlung. Untersucht werden: Hippo-
campus, Ophisurus, Conger, Anguilla, Clupea, Esox, Salmo, Carassius,
Tinca, Leueiscus, Cyprinus, Amiurus, Ageneiosus, Pimelodus, Ophidium,
Gadus, Motella, Merluccius, Belone, Labrus, Crenilabrus, Serranus,
Dentex, Mullus, Sargus, Oblata, Box, Scorpaena, Trigla, Trachinus,
Uranoscopus, Corvina, Zeus, Blennius, Cepola, Chirostoma in je einer,
Pagellus in 2 Arten.
Trojan, E. The structure of the bud-like organs of Malthopsis
spinulosa Garman. Memoirs Museum Harvard 30, p. 209—213, Fig.
Trois, E. F. La femmina del Coris julis. Atti del Reale Istituto
Veneto 64, 2. Teil p. 197 p. 198.
Coris julis ist & zu Coris giofredi 9.
Tulloch, 3. S. Sturgeon in the Shetland Seas. Annals Scott. Natural
History 1905, p. 120.
Acipenser sturio, Shetland-See.
Tur, J. Ya. Otchet’ o zaghranichnoi poyezdkye v’ 1902 ghodu.
Trudui Obsheh. Varshav. 14, 40 p.
Vaillant, L. (1). Le genre Alabes de Cuvier. Comptes Rendus
l’Academie des Sciences hedom. des Seances de Paris 140, p. 1713
—1715.
Alabes Cuv. = Cheilobranchus Rich. (Blenniidae).
— (2). Description de poissons nouveaux ou imparfaitement,
connus de la colleetion du museum d’histoire naturelle. Le genre Alabes
de Cuvier. Arch. Mus. Paris 7, p. 145—158, and text-fig.
Volz, W. (1). Sur l’oeil de Periophthalmus et Boleophthalmus.
Archive des Sciences Phys. et Naturelles. Geneve 20, p. 579 u. 580.
Bei Ebbe bemerkt man die genannten Fische in großen Mengen
im Schlamm. Sie können außerhalb des Wassers gut sehen. Kurze
Beschreibung der Augen.
— (2). Zur Kenntnis des Auges von Periophthalmus und Boleo-
phthalmus. Zoologische Jahrbücher Anat. 27, p. 331—346, Taf. 19.
Beschreibung der Augen. Dieselben sind ausgestülpt oder zurück-
gezogen. Lider sind vorhanden. Vor der stark gewölbten Cornea
ist ein mit Flüssigkeit erfüllter Hohlraum vorhanden. Physiologie
desselben. ‚Wasserauge“.
— (3). Die Zirkulationsverhältnisse von Monopterus javanensis
Lac. Anatomischer Anzeiger 27, Ergänzungsheft, p. 210—212, 1 Fıs.
Verhandl. Anatom. Ges. 9. Vers. p. 210—212. Vgl.: Volz (4).
Das Blut hat einen „Amphibienkreislauf“.
— (4). L’appareil de respiration et de circulation du Monopterus
javanensis. Archives des Sciences Phys. et Naturelles, Geneve 20,
p- 580 u. 581.
Monopterus javanensis verfällt während der trockenen Zeit in
einen Ruhezustand. In diesem tritt eine Darmatmung in Funktion.
Die Atemluft tritt durch den Mund ein. Diese Atmung wird ebenso wie
bei Amphipnous cuchia durch eine besondere Entwicklung und Aus-
86 IV. Pisces für 1905.
bildung des Arteriensystems ermöglicht. Der Verlauf der Blutgefäße
wird beschrieben. M. hat daher zwei funktionsfähige Atmungsorgane.
Wallace, W. Preliminary investigations on the age and growthrate
of plaice. Report North Sea Fish Committee No. 2 p. 199—227, Figg.
1 Taf.
Waite, E. R. (1). Pseudaphritis urvillii Cuv. u. Val., a fish new
to Western New South Wales. Record Australian Museum 6, p. 38
u. 39.
— (%). Notes on fishes from Western Australia, No. 3, Record
Australian Museum 6. p. 55— 82. Taf. 16.
Chaetodermis macullochi n. sp., Pseudomonacanthus galii n. sp.,
Dipulus n. g. (nahe Aphyonus Gthr.) coecus n. sp., Pataecus
maculatus Gthr., Cynoglossus broadhursti n. sp. nahe C. borneensis
Gthr.; Bramichthys n. g. woodwardi n. sp., Pseudolabrus punetulatus
Gthr., Hypsipops microlepis Gthr., Chaetodon assarius n.sp. nahe
mertensii Cuv. Neatypus n. g. (nahe Atypichthys Gthr.) obliquus
n.sp., Terapon humeralis Ogilby, Synodus sageneus n.sp., Catulus
labiosus n. sp.
— (3). The breeding habits of the paradise fish (Polyacanthus
opereularis L.). Record Australian Museum 6. p. 1—4.
Ward, 3. (1). Palaeontology of the Pottery Coalfield. Mem. geol.
Surv. U. K., Pt. 3, p. 285—357, Taf.
— (2). Additional notes on a section of strata Weston Sprink.
Report North Staffordshire Club, 39, 1904—1905, p. 122—128.
Warren, 3. The development of the paraphysis and the pineal
regions in Necturus maculatus. The American Journal of Anatomie
Vol.5 p. 1-27. Vgl. auch Vol. 4. Proc. p. 9—10.
Aus einem Bläschen am Vorderhirn dicht am Velum transversum
entwickelt sich zur Drüse mit anastomosierenden Gängen die Para-
physe. Die Gefäße derselben werden geschildert. Die Epiphyse ist
mit dem Gehirn durch einen soliden Stiel verbunden. Sie enthält un-
vollständige Septa. Das Velum bildet den Chorioid-Plexus des Dien-
cephalons. Dieser und der Plexus des Vorderhirns umgeben die Para-
physenöffnung.
Warren, R. Great run of herrings in Killala Bay and the May
estuary. Irish Naturalist. 14, p. 70.
Webb, W. M. The ears of fishes. Knowledge 1905, p. 59—61
and 8 text-fig.
Wegner, T. Die Granulatenkreide des westlichen Münsterlandes.
Fauna vertebrata. Zeitschrift der Deutschen geologischen Gesellschaft
57, p. 112—232.
ÖOdontaspis raphiodon Ag., Otodus appendiculatus Ag., Oxyrhina
mantelli Ag., Corax heterodon Reuss, Ptychodus latissimus Ag.,
Koprolithen.
Wellburn, E. D. Fish fauna of the lower Carboniferous rock of
Yorkshire. Proceedings Yorkshire geological Society 15, p. 380—387.
White, H. ©. u. L. Treacher. On the age and relations of the
IV. Pisces für 1905. 837
phosphatie chalk of Taplow. Quarterly Journal of the Geological
Society London 61, p. 461—494.
Fossile Fische werden im allgemeinen erwähnt, einzelne Arten
nicht genannt.
Wijhe, 3. W. v. Über die Entwicklung des Kopfskelets bei
Selachiern. Compte Rendu Congres international de Zoologie Berne,
p. 319—322.
Die Entwicklung des Knorpels — nieht auch des Vorknorpels —
am neuralen Cranıum und Visceralskelet von Acanthias, Heptanchus,
Seyllium, Pristiurus, Torpedo, Raja. Der Vorknorpel des Coracoids
und der Scapula entsprechen den Anlagen bei Vogelembryonen, da sie
als selbständige Stücke auftreten. Gehirnnerven.
Wildakowich, V. Bau und Funktion des Nidamentalorgans von
Sceyllium canicula. Centralbl. Physiologie 18, p. 787 u. 788. (Vor-
läufige Mitteilung) und Zeitschrift f. wissensch. Zoologie 80, p. 1—21.
Lak 1,2.
Das Nidamentalorgan (Schalendrüse, Eileiterdrüse) besteht bei
Seyllium canıcula aus Eiweißdrüse, Schalendrüse, 1 großen tubulösen
Schleimdrüse und kleinen Schleimdrüsen. Die Funktion der einzelnen
Drüsen, welche je zwei reife, gleichzeitig aus dem Ovarıum austretende
Eier mit Eiweis und Schale umgeben, wird geschildert.
Wilder, B. &. On the Brains of Seymnus, Mitsukurina and Chlamydo-
selachus, with Remarks upon Selachian Brains from Standpoints
Morphie, Ontogenic, Taxonomie, Phylogenie and Pedagogie. Science
(2) Vol. 21. p. 812—814.
Chlamydoselachus hat ein primitives Gehirn wie die starke Aus-
bildung des Vorderhirns und der Riechregion zeigt.
Willey, D. The Salmon Fisheries of the Northwest. Scient. Amer.
Vol. 93. p. 462—463, 4 fig.
Wilson, Ch. B. The Fish Parasites of the Genus Argulus found
in the Woods Hole Region. Bulletin of the Bureau of Fisheries 24,
p. 115—131.
Karpfenläuse.
Woldrich, 3. N. Wirbeltierfauna des Pfahlbaues von Donja Dolina
in Bosnien. Wissenschaftl. Mitteilungen aus Bosnien u. d. Herzegowina
9, 1904, p. 156—164.
Schädelfragment, Wirbel und Stachel von einem großen Fisch. sp. ?
Woodward, A. S. (1). Investigation of the fauna and flora of the
Trias of the British Isles. 3. List of British Triassic Fossils in the
British Museum. Report British Association for Adv. of Science 1905
(47. Meeting 1904) p. 285—288.
Acrodus keuperinus, Ceratodus laevissimus, Dietyopyge cartoptera,
D. superstes, Phoebodus brodiei, Semionotus brodiei.
— (2). Permocarboniferous plants and vertebrates from Kashmır.
2. Fishes and Labyrinthodonts. Pal. Ind. (n.s.) 2, 1905, p. 10—13,
Taf u. 10:
Amblypterus kashmirensis n.sp., A. symmetricus n.sp. nahe
A. latus,
88 IV. Pisces für 1905.
Worthington,3.(1). Contribution to our knowledge ofthe Myxinoids.
Amer. Naturalist. 1905, 39, p. 625—663.
Bdellostoma dombeyi; es gibt Exemplare mit 11 und solche mit
12 Kiemenspalten. Bei ungleicher Zahl der Spalten rechts und links fehlt
auch häufig der überzählige Kiemensack. Lebensweise. Verhalten im
Aquarium, Art zu fressen, Tätigkeit der Zahnplatte (Zunge), Eiablage.
Lebensweise der Fische im Freien.
— (2). The descriptive anatomy of the brain and cranial nerves
of Bdellostoma dombeyi. Quarterly Journal of Microscopical Science
(2) 49. p. 137—181. 4 Taf.
Stellung von Bdellostoma im System. Das Cranium und die dura
mater. Der Bau des Gehirns u. seiner 7 Nerven, der Spino-oceipital-
nerven und des 1. Spinalnerven.
Zacharias, 0. Hydrobiologische und fischereiwirtschaftliche
Beobachtungen an einigen Seen der Schweiz und Italiens. Forschber.
Plön 12, p. 169—302.
— (2). Die moderne Hydrobiologie und ihr Verhältnis zur Fisch-
zucht und Fischerei. Arch. Hydrobiol. 1 1905, p. 82—108.
Zarnik, B. Über Zellenauswanderungen in der Leber und im
Mitteldarm vom Amphioxus. Anat. Anz. 27, p. 433—449, figg.
Im Epithel der Leber und des Mitteldarmes werden Amitosen
verfolgt. Regeneration des Leberepithels. Die Excretion in der Keim-
drüse verläuft ähnlich. Diese und die Leber scheinen die Niere in ihren
Funktionen zu unterstützen.
Zschokke, F. Der Lachs und seine Wanderungen. Aus der Natur
1905/06, Jahrg. 1. p. 577—582, 621—625, 3 fig.
— (2). Übersicht über das Vorkommen und die Verteilung der
Fische, Amphibien, Reptilien und Säugetiere in der Schweiz. Basel 1905.
II. Übersicht nach dem Stoff.
Ontogenie, Histogenie, Organogenie.
Oocyten, Nucleolen, Selachier: Cerruti. — Osteoblasten, Gadus, Clupea:
Retterer. — Wachstum: Schaper u. Cohen. — Dotterumwachsung, Salmoniden:
Auerbach. — Blastula, Amphioxus: Assheton. — Craniovertebralgrenze,
Acanthias, Torpedo: Froriep. — Mesenterien, Leber, Lungenfische: Broman. —
Carter. — Blutbildung, Knochenfische: Marcus. — Gefäßsystem Ceratodus:
Kellikott. — Zeichnung, Anguilla: v. Linden. — Linsenbläschen Selachier:
Froriep?. — Kopfmesoderm Ceratodus: Gregory. — Vorderhirn, Torpedo:
Ciarugi. — Reduktionsteilung, Spermatogenese, Selachier: Farmer u. Moore. —
Chromosomen: Mar&chal. — Achromatische Figur, Trutta: Bouin. — Geschlechts-
zellen, Myxine: Boveri, Schreiner u. Schreiner (1,2,3). — Spermien, Lepto-
cardier, Teleostier, Ganoiden: Retzius (2). — Ovarium, Gasterosteus, Salmo,
Cypriniden, Blennius: Me Intosh. — Ei, Teleostei: Comes (1, 2%). — Eikapsel,
Chimaera: Dean, 6ill (3). — ZEientwicklung, Siphonostoma, Pterophryne:
Gudger (1. 2). — Ei, Einwirkung von Salzen auf Befruchtung und Entwicklung:
IV. Pisces für 1905. 89
Newmann. — Membrana 'vitellina, Chorion, Belone: Comes (1). — Dotter-
sackzirkulation, Scyllium: Hochstetter. — Embryotrophe, Zoarces: Kolster. —
Eier und Larven, Pleuronectes: Heincke, Hjort u. Petersen. — Entwicklungs-
stadien, Amphioxus: v. Beneden, Conklin, Cerfontaine, Hubrecht (1,2), Keibel. —
Siphonostoma, Furchung: G@udger (1). — Larven, Blennius: Me Intosh. — Chi-
maera: Dean. — Centrina: Borcea.. — Wundverschluß, Amphioxus: Nuß-
baum (1). — Gehirn, Rückenmark, Wachstumszentren, Regeneration, Acanthias:
Schaper u. Cohen. — Polypterus: Kerr. — Niere, Torpedo: Joseph (1, 2), Cau-
larchus: Guitel (2). — Kopfskelet, Selachier: v. Wijhe. — Quergestreifte Muskel-
faser, Ammocoetes: Renaut u. Dubreuil. — Nervenzellen, Entwicklung, Selachier:
Pighini, Nerven, Spinax: Brachet. — Kopfganglien, Sinneslinien, Selachier:
Klinkhardt. — Nervus terminalis, Selachier: Loey (1,2). — Riechwerkzeuge: Dieu-
late. — Retina, Salmo: Fürst. — Mundhöhlenschleimhaut, Trutta: Greil. —
Kloake, Acipenser: Ostroumoff. — Brustflossen, Gasterosteus: Swinnerton.
Histologie, Anatomie, Morphologie.
Lönnberg (1) — Salmo, Metamorphose: Jordan. — Divergenz, Convergenz:
Eigenmann. — Bdellostoma, Anatomie, Kiemensäcke: Worthington (1). —
Amphioxus, Cranial- und Spinalganglien: Johnston (1—6). — Scyllium, Ganglion
isthmi: Johnston (4). — Selachier, Auge: Franz. — Comephorus: Korotneff. —
Knochen, Clupea, Gadus: Retterer, — Laemargus, Scymnus, Pristiophorus,
Pristis, Anatomie: Helbing. — Myxine: Cole (2). — Knorpel: Schaffer. —
Fierasfer, Haut: Bykowski u. Nußbaum. — Gadus, Schuppen: Tims. — Niere:
Crevatin. — Zahnanlage, Trutta: Greil. — Ammocoetes, quergestreifte Muskelfaser:
Renaut u. Dubreuil. — Torpedo, elektrisches Organ, Histologie: Cavalie. —
Neurofibrillen, Silurus, Chondrostoma: Kolmer. — Achsenzylinder und Mark-
scheide: Donaldson u. Hoke. — Pankreas, Knochenfische: Krüger. — Petromyzon:
Pensa (2). — Mundhöhlenschleimhaut, Trutta: Greil. — Geschlechtsdimorphis-
mus, Coris: Trois. — Jugendstadien, Blennius: Me Intosh. — Epinephelus:
Alcock, Boulengor (1). — Niere, Elasmobranchier: Borcea (1, 2%, 3). — Elopidae,
Albulidae: Gill (6). — Nervus acusticus, Petromyzon: Krause. — Epidermis
Knochenfische: Kulezyeki u. Nußbaum. — Amphioxides: Goldschmidt. —
Becherzellen, Torpedo: Helly (2). — Niere, Caularchus, Lepadogaster: Guitel
(1, 2). — Dornen Raja: Jensen (1). — Kopf Petromyzon, Selachier: John-
ston (2). — Abdominalporus, Acipenser: Jonescu. Ganglienzellen, Retina,
Selachier: Schnaudigel. — Haut, Myxine: Retzius (1). — Scelet, Caularchus,
Czobiesox: Starks (1). — Augenmuskelkanal, Teleostier: Starks (%). — Blut-
gefässe, Mustelus: Rand. — Blut, Lepidosiren: Bryce. Geographische
Variation, Pleuronectes, Cligny. — Gezeichnete Fische: vergl. Abschnitt
Fischerei. — Tiefseefische: Christison.
Phylogenie.
Johnston (1, 2), Simroth. — Amphioxus, Hubrecht. — Dinichthys: Hussakof (1).
— Gonorhynchus: Ridewood. — Necturus: Kingsbury. — Notothenia: Deollo.
— Pleuronectiden, geogr. Variation: @ligny. — Selachier: Helbing. — Teleostier:
Ridewood (2, 3), Swinnerton (2). — Schuppen: Tims. — Descendenzlehre:
Mehely. — Gezecihnete Fische s. Abschnitt Fischerei.
90 IV. Pisces für 1905.
System und Nomenelatur.
Jordan (4), Eastman (5, 6, %), Regan (?). — Arges: Evermann u. Kendall,
Regan (%). — Chaetopterus: Regan (3). — Chimaera: Dean. — Clupeidae:
Ridewood. — Cyclopium: Evermann u. Kendall. — Exostoma: Regan (4). —
Cypriniden: Gill (%). Lambracinus: Gill (2). — Synanchia, Pelor, Erosa: Gil
(11). — Galaxiiden: Regan (15). — Cichlidae: Regan (9). — Phreatobius:
Fuhrmann (3). — Edestias, Campodus: Eastman (4). — Caristiidae: GN u.
Hugh. — Coregonus: Klunzinger, Nüsslin. — Laemargidae: Helbing. — Lorica-
riidae: Eigenmann. — Lappländische Namen: @vigstad. — Französische Namen:
Daguin.
Haut.
Fierasfer, Histologie: Bytkowski u. Nußbaum. — Solea, Pigment: Cuenot.
— Pleuronectes, Schuppen, Alter: Cunningham, — Haut, Metamerie, Scyllium:
Grosser. — Haut, Granula, Torpedo: Helly. — Leuchtorgane, Tiefseefische:
von Lendenfeld, Stenta, Trojan. — Chromoblasten, Salmo: Jobert. — Kolbenzellen:
Oxner. — Drüsenzellen, Epidermis: Kulezycki u. Nußbaum. —Giftapparate,
Trygon, Myliobatis, Perca, Cephaloptera, Trachinus: Porta, — Struktur, Drüsen,
Cryptobranchus: Reese (?). — Myxine: BRetzius. — Schuppen: Gadus: Tims.
Skelet.
Knorpel: Selachier: Helbing. — Myxine: Schaffer.
Knochen: Gadus, Clupea: Retterer.
Skelet: Pseudotriacis: Jaquet. — Comephorus: Korotneff. — Caularchus,
Gobiesox: Starks. (2).
Hautskelet, Zähne: Myxine: Cole (%). — Teleostei: Ghigi (1, 2). —
Trutta: Greil. — Laemargus: Helbing. — Pseudotriaeis: Jaquet. — Selachier:
Imms. — Diodon: Pasquale (2). — Clupea: Regan (3). — Mustelus: Spengel. —
Squaloidei: Stromer.
Achsenskelet: Pseudotriaeis; Jaquet. — Spinax: Pearson, Punnet.
— Caularchus, Gobiesox; Starks (1).
Schädelund Visceralskelet: Kiemenbogen, Heterodontidae:
Hawkes. — Schädel, Pseudotriaeis: Jaquet. — Unterkiefer foss.: Jaekel (1). —
Schädel, Necturus: Kingsbury. — Gonorhynchus: Ridewood (2). — Clupeidae:
Ridewood (3). — Osteoglossidae, Pantodontidae, Phractolaemidae: Ridewood (4).
— Myxine: Schaffer. — Caularchus, Clupea, Blenniidae, Esox, Gobiesox:
Starks (1, 2). — Teleostier Trigla, Plectognathi: Supine. — Selachier: v. Wijhe.
— Augenmuskelkanal, Teleostier: Starks (2). — Cottus foss.: Leriche.
Gliedmaßen: Bauchflosse, Gobius: Fiebiger. — Schultergürtel, Salmo:
Haller (2). — Pseudotriacis: Jaquet. — Caularchus, Gobiesox: Starks (2). —
Gasterosteus, Salmo: Swinnerten.
Muskeln, Bänder, Gelenke.
Rumpfmyotome, Acanthias, Petromyzon: Langlaan. — Mandibular-,
Pharyngealmuskulatur, Acanthias, Raja: Marion. — Quergestreifte Fasern,
Ammocoetes: Renaut u. Dubreuil.
Elektrisches Organ.
Torpedo: Cavalie.
IV. Pisces für 1905. 91
Nervensystem.
Allgemeines: Coggi. — Nervenwurzeln, Spinax: Brachet. — Neuro-
fibrillen, Chondrostoma: Kolmer. — Nervenzellen, Selachier: Pighini.
Hirn- und Rückenmark: Bulbus olfactorius und Lobus opticus,
Teleostier: Barbieri (1, 2). — Gehirn, Ceratodus: Burckhardt, Bing und Burekhardt.
— Torpedo: Borchert, Chiarugi. — Vorderhirn, Petromyzon: Edinger. — Radia
mesencephalica, Valvula cerebelli, Ganglion isthmi, Scyllium, Acipenser, Necturus:
Johnston (1-4). — Gehirn, Teleostier: Herriek. — Rückenmark, Ammocoetes:
Kolmer. — Gehirn, Comephorus: Kerotneff. — Selachier: Bocy (1, 2). — Mauth-
nersche Fasern: Tagliani. — Spinalnerven, Teleostei: Tringi. — Selachier,
Gehirn: Chlamydoselachus, Seymnus: Wilder. — Bdellostoma: Worthingten (2).
Selachier: v. Wijhe. — Kopfganglien, Selachier: Klinkhardt. — Vorderhirn:
Goldstein. — Acanthias, Mustelus: Bisselick.
Parietalregion: Vorderhirn, Kopfektoderm, Torpodo: Chiarugi.
— Epiphyse, Petromyzon: Johnsten (2). — Parietalregion, Selachier, Holocephali,
Petromyzon: Sterzi. — Paraphyse, Pinealregion, Epiphyse, Necturus: Warren.
Periphere Nerven und Sympaticus: Hirnnerven, Torpedo:
Borchert. — Achsenzylinder und Markscheide: Donaldson u. Hoke. — Innervation
der Muskeln, Ammocoetes: Fusari.-— Periphere Nerven, Amphioxides: Gold-
schmidt. — Cranialnerven, Petromyzon: Johnston (1). — Nervus terminalis,
Selachier: Loey (1,2). — Protopterus: Pinkus. — Petromyzon, Anguilla, Pankreas:
Pensa. — Spinalganglien, Spinalnerven, Teleostier: Trinci.
Hautsinneswerkzeuge: Seitenkanalsystem: Allis. — Sinnes-
organe des Kopfektoderm, Torpedo: Chiarugi. — Seitenlinie, Sinneshügel, Fierasfer:
Bykowski u. Nußbaum. — Lorenzinische Ampullen, Torpedo: Coggi. — Leucht-
organe, Selachier: Helbing. — Kopfganglien und Simmeslinie, Spinax, Torpedo:
Klinkhardt. — Leuchtorgane, Tiefseefische: Breuer, von Lendenfeld, Stenta.
Gleichgewichtsorgane: Parker (#). — Lichtempfindlichkeit, Haut, Ammocoetes:
Parker (2).
Riechwerkzeuge: Morphologie und Ontogenie: Dieulate. — Plakoden,
Petromyzon: Bubosch.
Schmeckwerkzeuge: Herrick. — Petromyzon: Johnston (3).
Hörwerkzeuge: Körner. — Nervus acusticus, Endigung: Krause,
Weber.
Sehwerkzeuge: Bdellostoma: Allen. — Retina: Chiarini. — Pigment-
zellen, Abramis: Exner u. Januschke (1,2). — Selachier: Franz. — Retina,
Salmo: Fürst. — Abramis: Januschke u. Exner. — Retina, Selachier: Retzius (3).
— Boleophthalmus, Periophthalmus: Velz (1). — Cryptobranchus: Reese (1).
Darmkanal.
Gallenblase, Myxine: Cole. — Darm, Haie: Helbing. — Becherzellen, Torpedo:
Helly (2). — Langerhanssche Inseln, Selachier: Helly (1). — Elasmobranchier:
Sullivan. — Pankreas, Knochenfische: Krüger. — Pankreas, Petromyzen, Anguilla:
Pensa. — Leber, Amphioxus: Zarnik. — Kloake Acipenser: Ostroumoff.
Mund, Pharynx, Kiemenspalten: Kellicit (1, 2. —
Kiemen, Myxine: Cele. — Mundorgane, Petromyzon, Lampreta: Dawson. —
— Mundhöblenschleimhaut, Trutta: Greil. — Holocephali: Imms. — Zungen-
92 IV. Pisces für 1905.
bein, Myxine: Schaffer. — Kiemenfilter, Seefische: Steuer. — Kiemen, Bdello-
stoma: Worthington (1). Mund- und Pharyngealzähne: s.o.: Skelet.
Thyreoidea: Myxine: Cole. — Ammocoetes: Renaut u. Policard-
Pneumatische Anhänge: Schwimmblase, Fierasfer: Bykowski
u. Nußbaum. — Ductus pneumaticus, Cypriniden: Guyenot. — Webersche
Knöchelchen, Amiurus: Reis. — Gasdrüse: Reis u. Nußbaum. — Oval: Nuß-
baum (2).
Blutgefäße und Leibeshöhle.
Allgemeines. Blut. Blut, Teleostier: Marcus. — Niere, Teleostier:
Ciaccio.
Herz und Blutgefäße: Loricata, Ophiodon: Allen. — Arterien,
Selachier: Carazzi, Pitzorno. — Intercostalarterien, Selachier: Pensa (I). —
Pankreas: Pensa (2). — Venen des Rectum, Raja: Rand u. Ulrich. — Kreis-
lauf, Monopterus: Volz(3). — Sinus venosus, Anguilla: Delcheff.
Lymphdrüsen, Lymphgefäße: lIchthyopsiden: Drzewina u.
Petitt, Drzevin.. — Caudalherz, Anguilla: Favaro (2, 4). — Lymphsinus,
Anguilla, Conger: Jossifow.
Leibeshöhle: Abdominalporus, Acipenser: Jonescu.
Harn- und Geschlechtswerkzeuge.
Allgemeines und Harnorgane: Niere, Myxine: Cole. — Elasmo-
branchii: Borcea (1, 2,3). — Amphioxides: Goldschmidt. — Niere, Konkremente,
Caularchus Guitel (2); — Myxine, Torpedo: Joseph (1, 2). — Kloake, Acipenser:
Ostroumoff. — Niere, Amphioxus: Zarnick. — Zellen: Crevatin. — Zellhaufen:
Ciaccio.
Nebenniere: Selachier: Diamare. — Gewebe, Amiurus, Bdellostoma:
Giacomini (1, 2).
Geschlechtsorgane: Myxine: Cole. — Comephorus: Korotneff.
— Ovarien, Teleostier: Haller (1), Mc Intosh. — Nidamentalorgan, Scyllium:
Wildakowich.
Secundäre Geschlechtscharaktere: Leuciscus: Fatio (1).
Physiologie.
Hirn, Teleostier: Barbieri. — Verdauungskanal, Elasmobranchier: Sullivan.
— Pankreas, Knochenfische: Krüger. — Leber, Amphioxus: Zarnick. — Thy-
reoidea, Ammocoetes: Renaut u. Policard. — Gasdrüse: Reis u. Nußbaum.
Schwimmblase, Fierasfer: Bykowski u. Nußbaum. — Ductus pneumaticus, Cy-
priniden: @uyenot. — Kreislauf, Monopterus: Volz (3). — Lymphsinus, Anguilla,
Conger: Jossifow. — Caudalherz, Anguilla: Favaro. — Keimdrüse, Amphioxus:
Zarnik. — Fundulus, Eischale: Brown, ©. H. — Salzwasser, Fundulus: Mathews.
— Reizreaktion, Gasterosteus, Scomber: @arrey. — Hautsinnesorgane, Reiz
durch Licht: Parker. — Hören: Rivera, Körner. — Augen, Selachier, Funktion:
Franz. — Giftige Fische: Kobert. — Trygon, Myliobatis, Perca, Cephaloptera,
Trachinus, Giftapparate: Briot (1), Porta. — Gedächtnis, Erkennen, Gobius,
Lepadogaster: Goldsmith., — Wachstum, Acanthias: Schaper u. Cohen. —
Glycogen: Gage (1). — Rheotropismus: Lyon. — Nerven: Johnston (2). —
IV. Pisces für 1905. 93
Galvanotropismus: Breuer (1, 2). — Atmung: Bounhiol, Gautrelet. — Sinus
venosus, Anguilla: Deleheif. — Osmose: Gautrelet, Quinton (I—4). — Aal,
Blut: Camus u. Gley. — Reflexbewegungen: Garrey. — Radium: Mendelssohn.
— Amiurus: Lavauden. — Augen: Caullery.
Biologie.
ImAllgemeinen: Ammodytes: Dantoen. — Bdellostoma: Worthington
(1). — Belone, Rhombus, Clupea: Dantan. — Clupea caspia: Arnold. — Cyprinus
carpio: Gill (9). — Rhinodon typicus: Gill (8). — Lophius: &@ill (10). —
Exocoetus: Murie. — Gadus morrhua: Hijort. — Hippocampidae: Gill (4). —
Myoxocephalus: Gill (9). — Notothenia, Anpassung: Dollo. — Rissola marginata:
Gill u. Gudger. — Sieydium: Clark. — Pflanzen: Brandieourt. — Schmarotzer-
fische: Christopher. — Ophidium: Gill (5). — Gasterosteus: Bolau (I). —
Norwegen: Nordgaard. — Blennius: Me Intosh. — Kletterfische: Brüning (2).
— Labyrintfische: Brüning (3). Mimiery: Sehnee.
Nahrungsaufnahme undAtmen: Bdellostoma: Worthingten(1).
Kiemenfilter, Seefische: Steuer. — Petromyzon, Lampreta: Dawson. — Pristio-
phorus, Pristis, Saege: Pappenheim (4). — Algen: Billard u. Bruyant (1, 2). —
Nahrung: Marshall u. Gilbert.
Sinnestätigkeit: Augen, Boleophthalmus, Periophthalmus: Velz
(1, 2). — Carassius: Smith (1). — Gobius: G@oldsmith.
Bewegungserseheinungen: Bauchflossen, Funktion, Gobius:
Fiebiger. — Brustflosse, Gasterosteus: Swinnerton, Dug£s, Ishihara. — Gleich-
gewicht: Parker (4). — Engraulis: Raeowitza. — Fliegende Fische: @ill (1). —
Pleuronectes Wanderung: Bolau (2), Camprell, Fulton (4), Garstang (?—6),
Jenkins (1), Johnstone (1), Meek (1), Heinke u. Bolau, Cligny. — Amphioxus,
Ammocoetes: @age (2). — Exocoetus: Murie.
Laichen: Bdellostoma: Worthington (1). — Blennius: Me Intosh. —
Clupea pilchardus: Dantan. — Comephorus: Korotneff. — Gadus: Fulton (1, 2).
— Oncorhynchus, Alaska: Evermann. — Pleuronectes: Petersen. — Pterophryne:
Gudger (2). — Polypterus: Kerr. — Salmo: Green. — Pterophryne: Gill (4).
— Haplocholus: Leonhardt (2).
Brutpflege: Chimaera, Eikapsel: Dean. — Tilapia: Pellegrin. — Sclero-
pages: Fuhrmann (2). Lydekker.
Jugendstadien: Entwicklung und Wachstum, Blennius: Me Intosh.
— Dactylopterus volitans: Gill (1). — Pleuronectes: Apstein, Wallace. —
Brosmius, Gadus, Hippoglossus: Sehmidt (1—%). — Wanderung der Jungen,
Salmo: Dahl. — Zeugopterus: Petersen (3). — Chimaera, Ei: @ill (2). — Po-
lypterus: Kerr. — Leptocephalus: Petersen (1). — Eier, Larven, Pleuronectes:
Heinke. Raja: Jensen (1). — Salmo salar: Calderwood.
Akklimatisation: Amiurus: Pion-Gaud u. Levauden. — Salmo
quinet: Galbert.
Pathologie: De- und Regeneration, Wundverschluß, Amphioxus:
Nußbaum (1). — Schwanz, Syngnathidae: Duneker. — Darm atrophisch, Come-
phorus: Korotneff. — Pigment, Solea: Cuenot (1, 2%), Johnstone (3). — Para-
siten, Orestias: Neveu-Lemaire, Linton, Johnstone (2), Marshall u. Gilbert. —
94 IV. Pisces für 1905.
Tuberkulose, Karpfen: Hautefeuille. — Abwässer: Leger u. Dodero. — Cartolari.
— Krankheiten: Fuhrmann (1). — Augen: Pappenheim (1). — Trypanosomen:
Montel, — Eingeweide: Mudge.
Fischzucht und Fischerei.
Altersbestimmung, Otolithen, Schuppen, Zucht, Gezeichnete Fische: Afalo,
Agassiz, Alexander (1,2), Austin, Beliet, Barodine, Bowers, Brandi, Briot, Bund,
Cole (1, 2%), Colieit (2), Cox, Coup:n, Dahl. Duge, Garstäns, Gil (2),
H.P.P;€C., Hoek, Hoek u. Kyle, Heuscher, Henking, Henking u. Fischer,
Johnsione (4, 5), Hjort u. Petersen, Hoit (1—3), Jenkins (2), Leger (1—4),
Leger u. Dodere, Peiersen u. Kyie, Rege’sperger, Smith (2).
IH. Faunistik.
Jensen (2). Simroth, Haller, Huber; Hjort u. Petersen. — Versuchsreisen:
Haller, Aleock u. Gilchrist, &ilehrist, Alluaud, Ciere, Ehrenbaum (1), Pellegrin
(2), Richard, Regan (12, 13, 18), Pepta (1).
Arktis, Antarktis.
Dollo, Fowler (4), Lönnberg (2).
Europa.
England: Solea: Holt u. Byrne (3). Firth of Forth: Lamna cornubica:
Evans. Irland: Dingle Bay: Solea, Dentex vulgaris: Holt u. Byrne (2). Kanal:
Lepadogaster: Halliez. Shetland: Acipenser sturio: Tulloch. Lampris luna:
Clarke. Schottland: Salmo levinensis Jordan (4). — Schweiz: Zschokke.
Luzerner See: Nufer. Genfer See: Fauna: Zacharias. Rhodeus: Fatio (2). —
Italien: Comersee: Zacharias. ÖOviedo: Graino. — Deutschland:
Küste: Redeke. Westpreußen: Selige. Madüe-See: Samter u. Weliner. —
Frankreich: Dieppe: Coulon. Gresivaudan: Leger (I), Bureau. —
Balkanhalbinsel: Bosnien: Woldrich. — Skandinavien:
Nordgard. Tromsoe-Sund: Kiaer. — Nordsee: Katalog der Fische:
H(cek)PP€. Hijort u. Peiersen, Dreyer, Fulton, Garstang, Heincke. — Ost-'
see.: Pleuronectes: Apstein, Grimm. — Island: Saemundsson. —
Atlantischer Ozean: Richard. — Mittelmeer: Richard. —
Balearen: Buen. — Srzilien: Catania: Orthagoriscus: Domen. —
Rußland: $Sehmidt. Kaspisches Meer: Clupeiden: Boredine.
Asien,
Along: Pellegrin (5). Borneo: Fowler (3), Popta (2). — China: Jordan
u. Seale (2). — Japan: Salmoniden: Jordan (2), Otaki, Regan (3, 10, 11).
— Karachi: Regan (18). Maldive-Inseln: Cephalochordata: Parker. Me-
kran: Regan (18). Muskat: Regan (18). Oman See: Tiefseefische: Regan (18).
Persischer Meerbusen: Regan (18). Sagami See: Sauter, Tanake. Tibet: Cy-
priniden: Regan (5, 6). Turkestan: Berg.
a
IV. Pisces für 1905. 95
Afrika.
Boulenger (2, 4).: Pellegrin (2). — Abessinien: Pellegrin (9). — Angola:
Boulenger (7). — Bangwelosee: Boulenger (6). — Kongo: Boulenger (5). —
Khasaifluß: Boulenger (5). — Natalküste: Boulenger (12). — Ostafrika: Pelle-
grin (8). — Britisch u. Deutsch Ostafrika: Hilgendorf. — Kenyagebiet: Bou-
lenger (3). — Rio Negro: Regan. — Rudolfsee: Pellegrin (9). — Sharifluß:
Boulenger (9). — Tschadsee: Boulenger (9). — Tunis: Chaignon. — West-
afrika, Küste: Peilegrin (3). — Zambesi: Boulenger (11). — Guinea: Boulenger (13).
Australien und Polynesien.
Australien, Aale: Hall. — Hawaii: Jordan u. Snyder (1). — Neu-Süd-
Wales: Pseudaphritis: Waite (1). — Philippinen: Jordan u. Seale (1). — Tahiti:
Jordan u. Snyder (2). — West-Australien: Waite (2).
Amerika.
Alaska: Oncorhynchus: Everman. — Bermudasinseln : Barbour. —
Brasilien: v. Ihering. — Californien: Salmo levinensis: Jordan (3). — Colo-
rado: Juday. — Cocos-Inseln: Snodgraß- u. Heller. — Delawarefluß: Exo-
glossum: Fowler (1). — Galapagosinseln: Snedgrass u. Heller. — Mexico:
Regan (12). — New York: Bean, T. H. (1). — Nord-Amerika: Cox. — Nord-Carolina:
Linton. — Mississippistrom: Forbes u. Richardson. — Pacifischer Ozean: Schmidt.
— Panama: Eigenmann. — Pugetsund: Gilbert u. Thomson. — Südamerika:
Eigenmann, Pfeifer. — Tortugasinseln: Jordan u. Thompson. — Tropen:
Gymnotidae: Eigenmann u. Ward. — Lönnbere.
Fossile Fische.
Blake. —Canada: Laube, Peach u. Horne. — Kaenozoisch: Tertiär: Elasmo-
branchier: Vaneluse, Joleaud. Selachier: Süditalien: Pasquale. Nummuliten-
fische Aude, Vilespy, Congrus Basani. — Pleistocen: Turando, Nardo: Bassani.
— Oligocen: Hohenspeissenberg: Bärtling. — Eocen: Palaeorhynchus: Italien:
Pasquale. — Mesozoisch: Elasmobranchier: Joleaud. Kalk, Taplow: White u.
Treacher. Kreide: Saeco, Belfast: Bell. Teleostei, Rußland: Favre. Böhmen:
Fritsch u. Bayer. Queensland, Ichthyodectes: Etheridge.e — Gault: Hucke.
Judithfluß: Hateher. — Trias: Salzburg: Kramberger- Gorjanevie. England:
Woodward (I), Newton. Aliwal North: Coelacanthue: Broom. New-Jersey:
Eastman (1, 2). Fliegende Fische: Abel. Longton: Ward. — Palaeozoisch:
Kohle: Hind. Südamerika: Ternquist. Yorkshire: Wellburn. Eifeshire:
Traquair. — Perm. Kashmir: Woodward (2). — Devon. Plakodermen Jaekel (1).
— Sandstein. Goodehild. Schotland: Holoptychius: Traquair (4). Moray
Firth: Traquair (5). Edinburgh: Peach u. Horne (2). — Obersilur. Schotland:
Traquair (1). — Monte Bolka: Eastman (7). Cyprisschiefer, Eger: Laube. —
Palaeozoisch America: Neweerry. — Tertiäir Rumänien: Simioneseu, — Jura,
Boulogne: Sauvage (1); Lerida: Sauvage (2). — Jura Areuse: Schardt u.
Dubois. — Liege: Stainier, Saceo. — Devon: Hussakof (2). — Tertiär Ungarn:
Schubert.
96 IV. Pisces für 1905.
IV. Systematik. Übersicht der Nova.
Teleostei.
Plecetognathi.
Chaetodermis maccullochi n. sp. Waite (2).
Östraeion clippertonense n. sp. Snodgrass u. Heller.
Tetrodon hilgendorffii n. sp. Popta (1). — T. bergii n. sp. Popta (1).
Pseudomonacanthus galii n. sp. Waite (2).
Pediculati.
Antennarius stellifer n. sp. Barbour.
Opisthomi.
Mastacembelidae.
Mastacembelus ansorgii n. sp. Boulenger (%). — M. signathus n. sp. Boulenger (6).
— M. vaillanti n. sp. Fowler (3).
Acanthopterygii.
Podatelidae.
Ijimaia n. g. (nahe Ateleopus) dofleini n. sp. Sauter.
Ophidiidae.
Dipulus n. g. caecus n. sp. Waite (2).
Zoarcidae.
Zoarces gillii n.sp. Jordan u. Starks.
Krusensterniella n. g. notabilis n. sp. Schmidt, P. (3).
Lycenchelys brachyrhyncus n. sp. fasciatus n. sp. Schmidt, P. (3).
Hadropareia n. g. middendorffii n. sp. Schmidt, P. (3).
Blenniidae.
Blennius persicus n. sp. Regan (18).
Plectobranchus diaphanocarus n. sp. Schmidt, P. (3).
Ozorthe nevelskoi n. sp. Sehmidt, P. (3).
Ernogrammus storoshi n. sp. Sehmidt, P. (3).
Petroscirtes mekranensis n. sp. Regan (18). — P. townsendi n. sp. Regan (18). —
— P. eretes n. sp. Jordan u. Seale (1).
Salarias deani n. sp. Jordan u. Seale (1). — S. undecimalisn. sp. Jordan u. Seale (1).
— S. anomalus n. sp. Regan (18).
Hypleurochilus loxias n. sp. Jordan u. Seale (1).
Trachinidae.
Bovichthis roseopietus n. sp. Hutton.
Sillago boutani n. sp. Pellegrin (5). ee *
wi
Uranoscopidae.
Execestides n. g. egregius n. sp. Jordan u. Thompson.
IV. Pisces für 1905. 97
Triglidae.
Lepidotrigla smithii n. sp. Regan (3), — L. omanensis n. sp. Regan (18).
Agonidae.
Pereis smithii n. sp. Regan (18).
Tilesina n. g. gibbosa n. sp. Schmidt, P. (3).
Agonomalus jordani n.sp. Schmidt, P. (3).
Podothecus thompsoni Schmidt, P. (3).
Cyclopteridae.
Eumicrotremus pacificus n.sp. Sehmidt, P. (3). — E. brashnikowi n. sp.
Schmidt, P. (3).
Liparis ochotensis n. sp. Schmidt, P. (3).
Crystallias matsushimae Schmidt, P. (3).
Neoliparis grebnitzkii n. sp. Schmidt, P. (3).
Leptoscopidae.
Parapereis synderi n. sp. Jordan u. Starks.
Cottidae.
Platycephalus gruveli n. sp. Pellegrin. — Pl. nigripennis n, sp. Regan (18). —
Pl. townsendi n. sp. Regan (18). — Pl. maculipinna n. sp. Rogan 18.
Butis leucurus n. sp. Jordan u. Seale (1).
Onocottus hexacornis gilberti n. subsp. Fowler (4).
Stelgidonotus n. g. (Rastrinus) latifrons n. sp. Gilbert u. Thompson.
Cottiuseulus n. g. gonez n. sp. Schmidt, P. (3).
Cottus amblystomopsis n. sp. Schmidt, P. (3). — C. cervicornis Storms Leriche.
Malacottus kincaidi n. sp. Gilbert u. Thompson.
Scorpaenidae.
Erisphex achrurus n. sp. Regan (3).
Pterois jordani n. sp. Regan (3).
Minous echigonius Jordan u. Starks. = M. monodactylus Bl. Schn. Regan (3).
Leptosynanceia greenmani n. sp. Fowler (3).
Rhinopias (Scopaena) frondosa 6ill (11).
Prosopodasys leurynnis n. sp. Jordan u. Seale (1). — P. gogorzae n. sp. Jordan
u. Seale (1).
Sebastosemus n. g. entaxis Gill (17).
Sebastapistes nivifer n. sp. Jordan u. Seale (1).
Gnatholepis calliurus n. sp. Jordan u. Seale (1).
Drombus n.g. palackyi n. sp. Jordan u. Seale (1).
Glossogobius aglestes n. sp. Jordan u. Seale (1).
Coryphopterus bernadoui n. sp. Jordan u. Starks.
Eleotris balia n. sp. Jordan u. Seale (2).
Chloea aino n. sp. Schmidt, P. (3).
Callionymus ornatipinnis n. sp. Regan (3). — C. persicus n. sp. Regan (18). —
C. margaretae n.sp. Regan (18). — C. muscatensis n. sp. Regan (18). —
C. bermudarum n. sp. Barbour.
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 7
98 IV. Pisces für 1905.
Tridentiger marmoratus n. sp. Regan (3). — T. genimaculatus n. sp. Regan (3).
Gigantogobius n. g. jordani n. sp. Fowler (3).
Chaenogobius megacephalus n. sp. Fowler (3).
Luciogobius elongatus n. sp. Regan (3).
Gobius (Ctenogobius) atriceps n. sp. Regan (11).
Cotylopus punctatus n. sp. Regan (12).
Pleuronectidae.
Solea borbonica n. sp. Regan (16).
Hippoglossus stenolepis n. sp. Schmidt, P. (3).
Hippoglossoides dubius n. sp. Schmidt, P. (3). — H. herzensteini n. sp. Sehmidt,
P. (3).
Acanthopsetta n. g. nadeshnyi n. sp. Schmidt, P. (3).
Limanda schrenki n. sp. Schmidt, P. (3).
Microstomus stelleri n. sp. Schmidt, P. (3).
Cynoglossus broadhursti n. sp. Waite (2). — C. kapuasensis n. sp. Fowler (3).
— C. purpureomaculatus n. sp. Regan (3). — C. brunneus n. sp. Regan (3).
Synaptura punctatissima n. var. nigromaculata Pellegrin (3).
Pseudorhombus ocellifer n. sp. Regan (3). — P. dupliciocellatus n. sp. Regan (3).
Scombridae.
Scomberomorus argyreus n. sp. Fowler (2).
Sierra n. subg. für Cybium cavalla Cuvier Fowler (2).
Pelamycybium n. g. (Sphyraenodus) sinus vindobonensis n. sp. Toula.
Carangidae.
Elagatis bipinnulatus Quoy. u. Gaim. Fowler (5).
Rhaphiolepis n. subg. (Chorinemus) tob Cuv. Fowler (5).
Eleria n. g. philippina n. sp. Jordan u. Seale (1).
Caranx (Citula) deani n.sp. Jordan u. Seale (1).
Elaphotoxon n. subg. für Scomber ruber Bloch. Fowler (5).
Vexillicaranx n. subg. für Caranx africanus Stdnr. Fowler (5).
Naucrates polysarcus n. sp. Fowler (5).
Stethojulis zatima n. sp. Jordan u. Seale (1).
Pomacentridae.
Pomacentrus delurus n. sp. Jordan u. Seale (1).
Bramidae.
Bramichthys n. g. woodwardi n. sp. Waite (2).
Labridae.
Pseudolabrus punctulatus Gthr. Waite (2).
Novacula temporalis n. sp. Regan (16).
Halichoeres eymatogrammus n. sp. Jordan u. Seale (1).
Cichlidae.
Cichlosoma maeculicauda n. sp. Regan (9). — C. sexfasciatum n. sp. Regan (9).
— C. gadoviin. sp. Regan (9). — C. robertsoni n. sp. Regan (9). — C. ornatum
n. sp. Regan (9). — C. multifasciatum n. sp. Regan (9).
IV. Pisces für 1905. 99
Parapetenia n. subgen. Cichlosomae Boulenger.
Batrachops punctulatus n. sp. Regan (14).
Creniecichla wallacii n. sp. Regan (14). — C. ornata n. sp. Regan (14). — C. johanna
Heckel carsevennensis n. var. Pellegrin (1).
Paratilapia toddi n. sp. Boulenger (5). — P. mellandi n. sp. Boulenger (5). —
— P. carlottae n. sp. Boulenger (11). — P. vietoriana Pell. Pellegrin.
Nannacara n. g. anomala n. sp. Regan (2).
Acara aequinoctialis n. sp. Regan (2). — A. zamorensis n.sp. Regan (2). —
A. guianensis n. sp. Regan (2). — A. subocularis Cope. = Geophagus thayeri
Stdr. Regan (2).
Tilapia amphimelas n. sp. Hilgendorf. — T. manyarae n.sp. Hilgendorf. —
T. alcalica n. sp. Hilgendorf. — T. (subgen. Ctenochromis) sparsidens n. sp.
Hilgendorf. — T. fouloni n. sp. Boulenger (6).
Teuthididae.
Teuthis helioides n. sp. Barbour.
Chaetodontidae.
Chaetodon assarius n. sp. Waite (?).
Neatypus n. g. obliquus n. sp. Waite (2).
Lemnisomidae n. fam.
Lemnisoma serpens = Gempylus serpens Fowler.
Sparidae.
Pagrus nigripinnis n. sp. Boulenger (11).
Sciaenidae.
Sciaena (Bairdiella) bedotis n. sp. Regan (16).
Larimichthys n. g. rathbunae n. sp. Jordan u. Starks.
Collichthys fragilis n. sp. Jordan u. Seale (2).
Pseudochromididae.
Gnathypops aurifrons n. sp. Jordan u. Thompson,
Pseudochromis rodwayi n. sp. Johnston (5).
Haemulidae.
Diagramma aporognathus n. sp. Regan (11).
Lutianidae.
Etelides n. g. aquilionaris n. sp. Jordan u. Thompson.
Cheilodipteridae.
Apogonichthys nudus n. sp. Regan (18).
Apogon evermanni n. sp. Jordan u. Snyder (1). — A. holotaenia n. sp. Regan (18).
— A. melanotaenia n. sp. Regan (18). — A. spilurus n. sp. Regan (18).
Foa n.g. fo n.sp. Jordan u. Seale (1).
Amia gilberti n.sp. Jordan u. Seale (1).
7x
100 IV. Pisces für 1905.
Serranidae.
Pereichthys altispinis n. sp. Regan (16).
Gymnapogon n. g. japonicus n. sp. Regan (3).
Epinephelus albomarginatus n. sp. Boulenger (12). — E. grammatophorus n. sp.
Boulenger (12). — E. andersoni n. sp. Boulenger (12).
Dinoperca queketti n. sp. Boulenger (12).
Cirritichthys calliurus n. sp. Regan (18).
Percidae.
Minorus mydrus n. sp. Jordan u. Seale (1).
Dentex cuninghamii n. sp. Regan (8). — D. lineopunctatus n. sp. Boulenger (12).
Holocentrus puncticulatus n. sp. Barbour. — H. bowiei n. sp. Jordan u. Snyder (2).
— H. tortugae n. sp. Jordan u. Thompson.
Berycidae.
ÖOtolithus (Hoplostethus) praemediteraneus n. sp. Schubert. — O.levis n. sp.
Schubert. — 0. (Berycidarum) tenuis n.sp. Schuber. — 0. major
n. sp. Schubert.
Melamphaes (Plectromus) nordenskjöldii n. sp. Lönnberg (2).
Anacanthini.
Macruridae.
Centonurus microps n. sp. Vaillant. Richard.
Otolithus (Macrurus) praetrachyrhynchus n.sp. Schubert. — O. (Macrurus)
gracilis n. sp. Schubert. — OÖ. elongatus n. sp. Schubert. — O. trolli n. sp.
Schubert. — OÖ. angustus n. sp. Schubert. — O. crassus n. sp. Schubert. —
OÖ. rotundus n. sp. Schubert. — O. arthaberi n. sp. Schubert. — O. ellipticus
n. sp. Schubert. — O. (Macrurus) excisus n. sp. Schubert. — O. transfuchsi
n. sp. Schubert. — ©. (Hymenocephalus ?) austriacus n. sp. Schubert. —O. la-
biatus n. sp. Schubert.
Percesoces.
Parophiocephalidae n. fam.
Parophiocephalus n. g. unimaculatus n. sp. Popta (1).
Chiasmodontidae.
Dysalotus n. g. alcocki n. sp. Mae Gilchrist.
Polynemidae.
Trichidion hilleri n. sp. Fowler (5).
Scomberesocidae.
Hemirhamphus sindensis n. sp. Regan (18).
Labidorhamphus n.subg. Hemirhamphus amblyurus Bleek. Fowler (3).
Catosteomi.
Siphostoma dendriticum n. sp. Barbour.
Fistularia starksi n. sp. Jordan u. Seale (2).
IV. Pisces für 1905. 101
Haplomi.
Cyprinodontidae.
Fundulus neumanni n. sp. Hilgendorf.
Scopelidae.
Lampadena chauesi n. sp. Collett (1).
Synodus sageneus n. sp. Waite (2).
Mycetophum andersoni n. sp. Lönnberg (2). — M. parallelum n. sp. Lönnberg (2).
— M. (Lampanyctus) braueri n. sp. Lönnberg (?).
Galaxiidae.
Galaxias smithii n. sp. Regan (15). — G. huttoni n. sp. Regan (15). — G. waitii
n.sp. Regan (15). — G.affinis n.sp. Regan (15). — G. dissimilis n. sp.
Regan (15).
Apodes.
Anguilla branchiostegalis n. sp. Eastman (7).
Eomyrus formossissimus n. sp. Eastman (%). — E. interspinalis n. sp. Eastman (7).
Ophichthys intermedius n. sp. Regan (3).
Ostariophysi.
Loricariidae.
Xenocara rothschildi n. sp. Regan (1%).
Plecostomus regani n. sp. v. Ihering. — P. tietensis n. sp. v. Ihering. — P. paulinus
n. sp. v. Ihering. — P. hermanni n. sp. v. Ihering.
Parexostoma n. g. stoliczkae Day. Regan (4). — P. maculatum n. sp. Regan (4).
Exostoma vinciguerrae n. sp. Regan (4).
Amphilius grandis n. sp. Boulenger (3).
Siluridae.
Clarias neumanni n. sp. Hilgendorf. — C. fouloni n. sp. Boulenger (6).
Chrysichthys mahusi n. sp. Boulenger (6).
Synodontis nigromaculatus n. sp. Boulenger (6).
Gephyroglanis rotundiceps n. sp. Hilgendorf.
Macrones argentivittatus n. sp. Regan (16).
Ompok jaynei n. sp. Fowler (3).
Apodoglanis n. g. furnessi n. sp. Fowler (3).
Akysis baramens n. sp. Fowler (3).
Cyprinidae.
Elixis coreanus n. sp. Jordan u. Starks.
Xenopomichthys n.g. auriculatus n. sp. Pellegrin (8).
Capoeta bingeri n. sp. Pellegrin (9).
Discognathus hindii n. sp. Boulenger (3). — D. rothschildi n. sp. Pellegrin.
Barbus lineatus n. sp. Popta (1). — B. boulengerii n. sp. Popta (1). — B. hampal
Cuv. u. Val. bifasciata n. var. Popta (1). — B.h. bimaculata.n. var. Popta (1).
— B.ksibi n.sp. Boulenger (10). — B. ilgi n.sp. Pellegrin (9). — B.
102 IV. Pisces für 1905.
meneliki n. sp. Pellegrin (9). — B. neuvillei n.sp. Pellegrin (9). — B.
thikensis n. sp. Boulenger (3). — B. bangwelensis n. sp. Boulenger (6).
Achilognathus longipennis n. sp. Regan (11).
Nemacheilus flavus n. sp. Berg. — N. longipectoralis n. sp. Popta (1). — N. tibe-
tanus n. sp. Regan (5). — N. Ihasae n. sp. Regan (6).
Schizothorax dipogon n. sp. Regan (5). — Sch. waltoni n.sp. Regan (5). —
Sch. macropogon n. sp. Regan (5).
Schizopygopsis younghusbandi n. sp. Regan (5).
Gymnocypris waddellii n. sp. Regan (6).
Rasbora vaillantii n. sp. Popta (1). — R. volzii n. sp. Popta (1). — R. trifasciata
n. sp. Popta (1).
Parapelecus jouyi n. sp. Jerdan u. Starkes.
Zezera rathbuni n. sp. Jordan u. Seale (2).
Coreius n. g. catopsis Kner. Jordan u. Starks.
Longurio n. g. athymius Jordan u. Starks.
Fusania n.g. ensarca n. sp. Jordan u. Starks.
Ochetobius lucens n. sp. Jordan u. Starks.
Botia multifasciata n. sp. Regan (16).
Ptychobarbus oschanini n. sp. Berg.
Homalopteroides n. g. wassinkii Bleeker Fowler (3).
Cyelocheilichthys megalops n. sp. Fowler (3).
Östeochilus harrisoni n. sp. Fowler (3).
Macrochirichthys snyderi n. sp. Fowler (3).
Leueiscus (Phoxinellus) chaignoni n. sp. Vaillant (3). — L. evermanni n. sp.
Juday. — L. warpachowskii n.sp. Schmidt, P. (3). — L. semotilus n. sp.
Jordan u. Starks.
Luciosoma weberii n. sp. Popta (1). — L. pellegrinii n. sp. Popta (1).
Neogastromyzon n. g. niewenhuisii n. sp. Popta (3).
Nematabramis steindachnerii n. sp. Popta (1).
Homaloptera tate reganii n. sp. Popta (1).
Characinidae.
Alestes humilis n. sp. Boulenger (?).
Gymnotidae.
Sternachella n.g. (Sternarchus) schotti (Steindachner) Eigenmann u. Ward.
Sternarchogiton n. g. (Sternarchus) nattereri Stdr. Eigenmann u. Ward.
Sternarchorhamphus n. g. mulleri Stdr. Eigenmann u. Ward.
Malacopterygii.
Stomiatidae.
Astronesthes antarcticus n. sp. Lönnberg (2).
Clupeidae.
Clupea caspio-pontica n. sp. Borodine.
Engraulidae.
Engraulidae n. fam. Ridewood (3).
IV. Pisces für 1905. 103
Coilia ectenes n. sp. Jordan u. Seale (2).
Setipinna gilberti n. sp. Jordan u. Starks.
Saurodontidae.
Icthyodectes marathonensis n. sp. Etheridge.
Mormyridae.
Mormyrus tapirus n. sp. Pappenheim (2).
Gnathonemus angolensis n. sp. Boulenger (7).
Marcusenius harringtoni n. sp. Boulenger (%). — M. ansorgii n. sp. Boulenger (%).
Albulidae.
Chanoides leptostea n. sp. Eastman (%).
Platinx intermedius n. sp. Eastman (7).
Coelogaster analis n. sp. Eastman (7).
Ganoidei.
Holostei.
Colobodus elongatus n. sp. Kramberger.
Heterolepidotus parvulus n. sp. Kramberger.
Spaniolepis n. g. ovalis n. sp. Kramberger.
Macromesodon n.n. für Mesodon Blake.
Mesodon hoeferi n. sp. Kramberger.
Coelodus anomalus n. sp. Priem.
Chondrostei.
Phadinichthys argentinicus n. sp. Tornquist.
Parascaphirynchus n. g. albus n. sp.. Ferbes u. Richardson.
Amblypterus kashmirensis n. sp. Woodward (2). — A. symmetricus n. sp. Wood-
ward (2).
Dipneusti.
Ctenodus fleisheri n. sp. Newberry. — C. angustus n. sp. Newberry.
Crossopterygii.
Coelacanthus africanus n. sp. Broom.
Coelacanthopsis n. g. curta n. sp. Traqualr (3).
Chondropterygii.
Holocephali.
Ch. owstoni n. sp. Tanaka.
Chimaera jordani n. sp. Tanaka.
Plagiostomi.
Carcharias galapagensis n. sp. Snodgrass u. Heller.
Carcharinus tephrodes n. sp. Fowler (3).
Pristis (Eopristis) n. subg. reinachin. sp. Stremer (k). — P. ingens n. sp. Stromer (1).
— P. fajumensis n. sp. Stromer (1).
104 IV. Pisces für 1905.
Catulus labiosus n. sp. Waite (2).
Myliobatis fraasi n. sp. Stromer (1). — M. elatus n. sp. Stromer (1). — M. mokat-
tamensis n. sp. Stromer (1).
Cladodus unicuspidatus n. sp. Traquair (3).
Eucentrurus n. g. paradoxus n. sp. Traquair (3).
Stenognathus n. g. (Dinichthys) corrugatus Terrell (?) Newberry.
Asteroptychius gracilis n. sp. Newberry.
Ctenacanthus gurleyi n. sp. Newberry. — C. depressus n. sp. Newberry.
Oracanthus lineatus n. sp. Newberry.
Deltodus inornatus n. sp. Newberry.
Psephodus (Helodus) politus n. sp. Newberry.
Helodus coxanus n. sp. Newberry.
Cladodus splendens n. sp. Newberry. — Cl. mortifer n. sp. Newberry.
Dactylodus latus n. sp. Newberry. — D. rectus n. sp. Newberry.
Stethacanthus productus n. sp. Newberry. — St. compressus n. sp. Newberry.
Sandalodus ellipticus n. sp. Newberry.
Sphenacanthus fifensis n. sp. Traquair.
Leptocardii.
Asymmetron macricaudatum n. sp. Parker (3). — A. orientale n. sp. Parker (3).
Heteropleuron parvum n. sp. Parker (3). — H. agassizii n. sp. Parker (3).
Amphioxides valdividae n. sp. Goldschmidt (2). — A. stenurus n.sp. Gold-
schmidt (2).
Amphioxididae n. fam. Goldschmidt (1, 2).
V. Verzeichnis der im Bericht genannten Arten.
Abramis Bounhiol (2), — brama Exner u. Januschke (1, 2), Gill (%), Goldstein,
— chrysoleucas Gill (7).
Abrostomus Pellegrin (8).
Abudefduf coelestinus Lac&p. Jordan u. Snyder (2), — marginatus Bloch Jordan
u. Thompson, — saxatilis L. Barbour. — taurus Müll. u. Trosch. —
unimaculatus Cuv, u. Val. Jordan u. Seale (1).
Aetobatis Stromer (1).
Acanthias Bisselick, Boreea (1), Froriep, Retzius (3), Steuer, Studnicka, Sund,
— acanthias L. Franz, — blainvilli Risso Franz, Sterzi, — radicans Probst
Joleaud, — vulgaris Riss. Borcea (2), Carazzi, Marion, Sterzi, Schaper, Imms.
Acanthocaulus Gill (13), Jaekel, — wardi Egert Stobbs.
Acanthogobius flavimanus Schleg. Jordan u. Starks, — ommaturus Rich. Jordan
u. Seale (2), — hasta Schleg. Jordan u. Starks, — stigmothinus Rich. Jordan
u. Starks.
Acanthonemus subaureus Blainv. Eastman (7).
Acanthonus armatus Alcock u. Gilchrist.
Acanthopteri Oxner.
Acanthorhinus carcharias Gum. Ehrenbaum (1).
Acanthurus lituratus Forst. Jordan u. Snyder (2), — tenuis Agass. Eastman (7).
>. \
IV. Pisces für 1905. 105
Acara aequinoctialis n.sp., caeruleopunctats Kner u. Steind., dorsigera Heck.,
flavilabris Cope, frenifera Cope, gaeyi Pell., guianensis u, sp., maronii Steind.,
paraguayensis Eigm. u. Ken., portalegrensis Hensel, punctulata Gthr., pulchra
Gill., rivulata Gthr., sapayensis sämtlich Regan (2), — subocularis Cope
Regan (1, 2), — syspilus Cope, thayeri Steind., teframerus Heck., vitiata
Heck., zamorensis sämtlich Regan (2).
Acaropsis nassa Heck. Regan (?).
Acipenser Bean (2), Dieulate, Haller (1), fienking u. Fischer, Johnston (4), Pensa (1),
Retzius (2), Steuer, — güldenstädti Joneseu, — huso Joneseu, — nudiventris
Berg, — ruthenus Joneseu, — siurio Tulloch, — ruthenus Ostroumoff, —
stellatus Joneseu.
Achilognathus longipennis n. sp, Regan (11).
Acranii Donaldson u. Hocke, Goldschmidt (1).
Acrodus Newton, — keuperinus Woodward (1).
Acleis macropus Poey, — moorei Ev. u. Marsh Jordan u. Thompson.
Ageneiosus Trinei.
Agonus decagonus Bloch u. Schn. Ehrenbaum (1), Jensen (2).
Ahlia egmontis Jord. Jordan u. Thompson.
Akysis barameus n. sp. Fowler (3).
Alabes Vaillant (1, 2).
Albula Gill (6), — conorhynchus Gill (6), — vulpes L. Barbaur, Gill (6), Jordan
u. Thompson.
Albulidae Bean (2).
Alburnus Laube, — alborella Fatio (4), — lucidus Heck. Cepede (2).
Alectis ciliaris Bloch Jordan u. Thompson, — crinitus Mitchill Fowler (5), —
amblyrhyneus Cuv. Fowler (5), — atropos Schneid. Fowler (3), — melano-
ptera Swains Fowler (5), — scilula Fowler (3).
Alestes baremose Joan. Boulenger (9), — dentex S. Boulenger (9), — fuchivi
Blgr. Boulenger (5), — grandisquamis Blgr. Boulenger (6), — humilis n. sp.
Boulenger (%), — imberi Peters Boulenger (6, 7), — liebrechtsii Blgr.
Boulenger (5), — macrophthalmus Gthr. Boulenger (6), — nurse Rüpp.
Boulenger (9), Pellegrin (2).
Alopecias Stromer (1), — vulpes imms, Steuer.
Alopiopsis Stromer (1).
Alosa Steuer, — sardina Cuv. Pellegrin (10).
Alutera scripta Osb. Barbaur.
Ambassis gymnocephalus Lacep, wolfii Bekr. Fowler (3).
Amblygobius bynonensis Rich., sphinx Cuv. u. Val. Jordan u. Scale (1).
Amblypristis cheops Dames Stromer (1).
Amblypterus kashmirensis n. sp., symmelricus n. sp. Woodward (2).
Ameiurus Crevatin, Jordan u. Evermann, Trinei, — catus L. Giacomini (?%), —
melas Herrick, — nebulosus Le Sueur Galbert, Herrick, Kulezycki u. Nuss-
baum, Lavauden, Oxner, Pion-Gaud u. Levauden, Reis.
Amia Allis, Haller, (1) — americana Cast. Jordan u. Thompson, — calva
Reizius (2), — gilberti n. sp. Jordan u. Seale (1), — novemfasciata Cuv. u.
Val., Jordan u. Seale (1).
Ammocoetes Dieulate, Gage (1, 2), Fusari, Kolmer (2), Parker (2), Renaut u.
Dubreuil, — branchialis Renaut u. Policard.
106 IV. Pisces für 1905.
Ammodytes alascanus Cuv. u. Val. Regan (3), — tobianus L. Dantan.
Amphilius Pellegrin (2), — angustifrons Blgr., atesuensis Blgr., brevis Blgr., grandis
n.sp., longirostris Blgr. Boulenger (3), — leroyi Vaill. Pellegrin (2), —
platychir Gthr. Boulenger (3), — uranoscopus Pfeff. Hilgendorf, Boulenger (3).
Amphioxus Assheton, Beneden, Buen, Ceriontaine, Conklin, Gage (k, 2), Gold-
schmidt (1, 2), Hubrechi (1, 2), Johnston (1), Keibel, Nussbaum (I),
Betzius (%), — Zarnik, — lanceolatus Marechal.
Amphiprion polymnus L. Jordan u. Seale (2).
Ampkistium paradoxum Agass. Eastman (%).
Anabantidae Pellegrin (6).
Anabas macrocephalus Gthr. Brüning (2), — multispinis Peters Boulenger (6),
— oligolepis Blkr. Jordan u. Starks (1), — phtherici Gthr. Pellegrin (%), —
scandens Brüning (2), Fowler (3), — testudineus Blkr. Jordan u. Seale (1).
Anarrhichas lupus L. Breitfuss, Ehrenbaum (2), Henking, — minor Müll. Breitfuss,
Ehrenbaum, Hjort u. Petersen, — latifrons Breitfuss, Hjort u. Petersen.
Anchenoglanis occidentalis C. u. V. Boulenger (6).
Anchovia commersoniana Lacep. Jordan u. Seale (1), — perfasciata Poey Jordan
u. Thompson.
Angelichthys ciliaris L. Barbour.
Anguilla Bean (2%), Brandt, Crevatin, Favaro (3), Favaro (2), Garrey, Henking
u. Fischer, Sossifov, Krüger, Pensa (1, 2), Steuer, Trinei, Quinton (2), —
anguilla L. Drzewina u. Pettit, — branchiostegalis n. sp. (ex Agassiz Mess.)
Eastman (7), — brevieula Agass. Eastman (%), — chrisypa Raff. Barhour,
— fluviatilis Delcheif, — leptoptera Agass. Eastman (%), — vulgaris Flem.
Boulenger (10), Frederieg, Heuscher, Hoek, Johansen, Kulezycki u. Nuss-
baum, v. Linden, Oxner.
Anisotrema Meek 8. E. (2).
Anisotremus surinamensis Bloch — virginicus Jordan u. Thompson,
Anodontostoma chacunda Ham. Jordan u. Seale (1).
Antennarius Bean (%), — commersoni Lacep. Jordan u. Snyder. — nuttingii Garm.
stellifer n. sp. Barbour — verrucosus Bean (?).
Aphya pellucida Nardo Pellegrin (10).
Aphyonus Waite (2).
Aplocheilichthys latipes Schley Jordan u. Starks.
Apodoglanis n. g. furnessi n. sp. Fowler (3).
Apogon binotata Poey Barbour, — evermanni n,sp. Jordan u. Snyder (1), —
holotaenia n.sp. Regan (18), — lineatus Schlegel Jordan u. Starks, — ma-
culata Poey Barbour, — melanotaenia n.sp. Regan (18), — spiüurus n. Sp.
Regan (18). — spinosus Agass. Eastman (7).
Apogonichthys nudus n.sp. Regan (18).
Apomotis Crevatin, — cyanellus Raf. Juday.
Apro asper L. Cepede (2).
Arapaima Ridewood (3).
Archosargus probatocephalus Walb. Jordan u. Thompson.
Argentina Haller (#), — silus Hjort u. Petersen.
Arges Regan (%), — evermanni, prenadilla Evermann u. Kendall.
Argyrosomus pusillus Bean Fowler (4).
Arnoglossus tenuis Gthr. Jordan u. Seale (2).
IV. Pisces für 1905. 107
Artediellus uncinatus Reinh. Jensen (2).
Asperina improvisa Gratzianoff,
Aspredinidae Pieifer.
Astatorechromis allulaudi Pell. Pellegrin (2).
Asterolepis maxima Traquair (5).
Asteroptychius gracılis Newberry.
Astronesthes antarcticus n. sp., richardsonii Poey Lönnberg (2).
Astrolytes fenestralis Jord. u. Gilb. Gilbert.
Astronotus ocellatus Ag. Regan (2).
Asymmetron Gage (2), — lucayanum Andr. Barbour, — macricaudatum n. SP.,
orientale n.sp. Parker (3).
Atelaspis tessellata Traquair (R).
Atherina Bean (2), Steuer, — laticeps Poey Jordan u. Thompson, — macrocephala
Agass. Eastman (7), — iemmincki Blkr. Jordan u. Seale (1).
Atypichthys Gthr. Waite (2).
Auchenoglanis occidentalis C. u. V. Boulenger (5).
Auchenopterus fasciatus Stdchr. $Jordan u. Thompson.
Aulichthys japonicus Brev. Jordan u. Starks (1).
Aulostoma Bean (2), — bolcense Blainv. Eastman (7), — chinensis L. Jordan u.
Thompson.
Anis bisus Rafin. Fowler (2).
Bagrus bagad Forsk. Boulenger (9).
Bairdiella bedotis n. sp. Regan (16), Smith (1).
Balistapus undulatus Park Jerdan u. Snyder (2).
Balistes Bean (2), Steuer, — capriscus Gm. Bassani, Ghigi (f, 2), — carolinensis
Gmel. Barbour, Jordan u. Thompson, — vetula L. Barbour, Jordan u.
Thompson.
Barbus amphigramma Blegr. Pellegrin (2), — bangwelensis n. sp. Boulenger (6), —
barbus Gill (%), — bimaculata n. var. Popta (1), — boulengerii n. sp. Popta (1),
— bynni Pellegrin (9), — callensis Boulenger (18), — congicus Boulenger (6),
— conchinus Stieler, — conchonius Gthr. Brüning (1), — fluviatilis Ag. Cepede
(2), Goldstein, Haller (1), — gibbosus Ptrs. Boulenger (3), — hampal Cuv.
u. Val. n. var. bifasciata Popta (1), — hindii Blgr. Boulenger (3), Pellegrin (2),
— jacksoni Gthr. n. var. mitior Hilgendorf, — ilgi n. sp., intermedius Pelle-
srin (9), — kerstenii Hilgendorf, — ksibsi n. sp. Boulenger (10), — lineatus
n.sp. Popta (1), — lineomaculatus Blgr. Hilgendori, — lumiensis Bler.,
marequensis Smith Pellegrin (2), — meneliki n. sp., neuvilli n. sp. Pellegrin (9),
— pagenstecheri Fisch. Hilgendorf, — paludinosus Peters, percivali Bler.
Pellegrin (2), — perplexicans Blgr. Boulenger (3), — plagiostomus Pellegrin (9),
—— pyrrhopterus M. Cl. Stieler, — setivimensis Boulenger (16), — thikensis
n. sp. Boulenger (3), — licto Gthr. Brüning (1), Stieler, — viviparus Gill (7),
— vinciguerraii Pfeff., zanzibaricus Peters n. var. paucior Hilgendorf.
Bathybiaster pectinatus n. sp. Fischer.
Bathylagus gracilis n. sp. Lönnberg (2).
Bathypterois antennatus n. sp. Gilbert.
Bathystoma aurolineatum Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — striatum 8.
Barbour, Jordan u. Thompson, — rimator Jord. u. Swain Barbour, Jordan
u. Thompson.
108 IV. Pisces für 1905.
Batrachops ocellatus, punctulatus n.sp., reticulatus, semifasciatus sämtlich Regan(14).
Bdellostoma bischoffi Schn. Giacomini (1), — dombeyi Worthington (1, 2).
Belone Favaro (2), Krüger, Steuer, Trinei, — acus Rond. Comes (1), Bassani, —
annulata Cuv. u. Val. Regan (3), — vulgaris Cuv. u. Val. Dantan, Kulezycki
u. Nussbaum.
Benthopecten acanthanotus n. sp. Fischer.
Beryx decadactylus Cav. u. Val. Bureau.
Berycidarum tenius Schubert.
Betta pugnax Cantor Fowler (3).
Blennius Bean (2), Buen, Starks (2), Trinei, — favosus Goode u. Bean Jordan u.
Thompson, — persicus n. sp. Regan (18), — pholis L. Me Intosh.
Blochius longirostris Volta Eastman (%).
Bodianus fulvus L. Barbour.
Boleophthalmus Volz (1, %), — chinensis Osb. Jordan u. Starks.
Boleosoma nigrum Raf. Juday, — nigrum olmsteadi Clark.
Boreogadus saida Lepechin Fowler (4).
Bostrychus sinensis Lacep. Jordan u. Seale (2).
Bothriolepis major Traquair (5).
Botia macracanta Fowler (3), — multifasciata n. sp. Regan (16).
Box Steuer, Trinei.
Brachygenys chrysargyreus Gthr. Jordan u. Thompson.
Brachiurus panoides Blkr. Fowler (3).
Bramidae Bean (2).
Bramichthys woodwardi Waite Waite (2).
Branchiostoma Bean (2), — caribbaeum Sund. Barbour, — elongatum Sundevall.
Goldschmidt.
Bregmaceros macclellandi Thomps. Regan (3).
Brisinga exilis n. sp. Fischer.
Brosmius brosme Hjort u. Petersen, Asc. Schmidt, P. (2).
Brosmophycis marginatus Ayres Gilbert, — verrillii Garm. Barbour.
Brotulidae Bean (2).
Butis butis Hamilt. Fowler (3), — leucurus n. sp. Jordan u. Seale (1).
Calamostoma breviculum Blainv. Eastman (?).
Calamus arctifrons Goode u. Bean, — bajonado Bloch u. Schn., Jordan u. Thompson,
— calamus Cuv. u. Val. Barbour.
Callicanthus metoprosophron Jenk. Jordan u. Snyder.
Callionymus Bean (2), — bermudarum Barbour, — fauciradiatus Gill Barbour,
— lunatus Schleg. Regan (3), — margaretae n. sp., muscatensis n. sp. Regan (18),
— olidus Gthr. Jordan u. Seale (2), — ornatipinnis n.sp. Regan (3), —
persicus n. sp. Regan (18), — valenciennesi Schlegel Jordan u. Starks.
Callipteryx recticaudus Agass. Bastman (%), — speciosus Agass. Bastman (7).
Callorhynchus Dean, — antarcticus Sterzi.
Calotomus molluecensis Blkr., vaigensis Quoi u. Gaim. Jordan u. Seale (1).
Callyodon coeruleus Bloch, croicensis Bloch, evermanni Jordan Jordan u. Thompson,
— muricatus Cuv. u. Val. Jordan u. Seale (1), — punctulatus Cuv. u. Val.,
vetula Bloch u. Schn. Jordan u. Thompson.
Campodus variabılis Bastman (4).
IV. Pisces für 1905. 109
Campostoma anomalum Gill (%).
Cantherines macrurus Bloch Jordan u. Seale (1), — pullus Ranzani Jordan u.
Thompson.
Canthigaster Bean (2), — compressus Proc. Jordan u. Seale (1).
Capoeta bingeri n.sp. Pellegrin (9), — heratensis Keys. Berg, — plagiostomus
Blgr. Pellegrin (9).
Caprodon schlegelii Gthr. Regan (3).
Carangoides malabaricus Schneid., oblongus Cuv. Fowler (5).
Carangopsis dorsalis Agass. Eastman (%).
Carangidae Bean (2).
Caranx Bean (2), Fowler (5), — africanus Stdr. Fowler (5), — bartholomaei Cuv.
u. Val. Jordan u. Thompson, — chrysos Mitch Barbour, Fowler (5), Jordan
u. Thompson, — deani n.sp. Jordan u. Seale (1), — forsteri Cuv. u. Val.
Jordan u. Seale (1), — hippos L. Barbour, Fowler (5), Jordan u. Thompson,
— hasselti Cuv. u. Val. Jordan u. Seale (1), — ignobilis Forsk. Jordan u.
Snyder (2), — ire Cuv. u. Val. Jordan u. Seale (1), — latus Agass. Fowier (5),
Jordan u. Thompson, — marginatus Gill. Fowler (5), — mate Cuv. Fowler (5),
— megalaspis Blkr. Fowler (5), — petrodavae n. sp. Simioneseu, — pisquetus
Cuv. Fowler (5), — ruber Bloch Barbour, Fowler (5), — sem Cuv. Fowler (5).
Carassius Crevatin, Trinei, — auratus Fatio (3), Gill (%), Jordan u. Seale (2),
Otaki, — Car. auratus X Cyprinus carpio Gill (%). —vulgaris Oxner.
Carcharhinus obscurus Sullivan, — platyodon Poey Barbour.
Carcharias Holder (1), Stromer (1), — affinis similis Probst Joleaud, — car-
charias Risso Franz, — cuvieri Agass. Eastman (7), — galapagensis n. Sp.
Snodgrass u. Heller, — glaucus L. Franz, Imms, — kraussi Probst Joleaud,
— lama Raf. Jordan u. Thompson, — laticaudes Müll. u. Henle Imms, —
littoralis Sullivan, — stellatus Probst Joleaud, — tephrodes n. sp. Fowler (3),
— ungulatus Münst. Joleaud.
Carcharodon Sacco, Stromer (1), — rondeleti M. u. H. Bassani.
Careproctus micropus Gthr. reinhardti Kröy Hijört u. Petersen, Jensen (2).
Caristidae Gill u. Smidt.
Caristius japonicus n. sp. Gill u. Smidt.
Carpio kollarii Gill (%).
Carpiodes Gill (7), — velifer Raf. Juday.
Catopterus gracilis Kastman (2).
Catostomus commersoni Herriek, Juday, — griseus Gir. Juday.
Catulus brunneus Gilb. Gilbert, — labiosus Waite Waite (2), — spongiceps n. sp.
Gilbert.
Caularchus macandricus Girard Guitel (2), Starks (1).
Celogaster analis n. sp. Eastman (%).
Centridermichthys hamatus Kr. uncinatus Reinh. Ehrenbaum (1).
Centrina Helbing, — centrina L. Franz, — salviani Riss. Imms.
Centriscus scolopax L. Graino, Kunstler, Steuer.
Centrolophidae Bean (2).
Centroscyllium ruscosum n.sp. Gilbert.
Cephalacanthidae Bean (2), Gill (1).
Cephalacanthus orientalis Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (1), — volitans L. Barbour,
Jordan u. Thompson.
110 IV. Pisces für 1905.
Cephalopholis ceruentatus Lacep. fulvus L. Jordan u. Thompson.
Cephaloptera Porta, — giorna Cuv. Porta.
Cepola Steuer, Trinei.
Ceratacanthus schoepfi Walb. Jordan u. Thompson.
Ceratodus Kellieott (1), — forsteri Bing u. Burckhardt, Burckhardt, Gregory, —
laevissimus Woodward (1).
Cetonurus microps n. sp. Richard.
Cestracion philippi Hawkes, Imms.
Chaea bankanensis Blkr. Fowler (3).
Chaenogobius macrognathos Blkr. Jordan u. Starks, — megacephalus n. sp. Fowler (3).
Chaetodipterus faber L. Jordan u. Thompson.
Chaetodermis macullochi Waite Waite (2).
Chaetodontidae Bean (2).
Chaetodon assa Waite Waite (2), — capistratus L. Barbour, Jordan u. Thompson,
— collaris Bloch Jordan u. Seale (2), — comersonii Cuv. Waite (2), —
ephippium Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder, — lunula Lac. Jordan u. Snyder,
— ocellatus Bloch Barbour, Jerdan u. Thompson, — ornatissimus Soland.,
— reticulatus Cuv. u. Val., setifer Bloch, trichrous Gthr., trifasciatus Park.,
unimaculatus Bloch, ulietensis Cuv. u. Val, vagabundus L. Jordan u.
Snyder (2).
Chaetoesus Ridewood (2, 3).
Chaetopterus sieboldii Bleek. Regan (3).
Chanoides leptostera n. sp., macropoma Agass. Eastman (7).
Chanos Ridewood (2), — chanos Forsk. Jordan u. Snyder (}).
Characinidae Boulenger (9), Pellegrin (6), Pfeifer.
Chasmichthys dolichognathus Hilg. gulosus Sauv. Jordan u. Starks.
Cheilio inermis Forsk. Jordan u. Seale (1).
Cheilobranchus Rich. Vaillant (1, 2).
Cheilodactylus vittatus Garr. Jordan u. Snyder (1).
Cheilodipteridae Bean (2).
Chiasmodus Me. Gilchrist.
Chiloglanis deckenii Pet. Hilgendorf.
Chilomyeterus schoepfi Walb. Jordan u. Thompson.
Chiloseyllium indicum Gmel. Imms, — fossile Probst Joleaud.
Chimaera Dean, Gill (3), Tagliani, Tanaka, — affinis Capello Tanaka, — colliei
Lay u. Bennet Dean, Tanaka, — jordani n. sp. Tanaka, — mitsukurii Dean
Tanaka, — montrosa L. Franz, Sterzi, Tanaka, — neglecta Ogilby, ogülbi
Waite, owstoni n.sp., phantasma Jord. u. Snyder Tanaka, — purpurascens
Gilb. Tanaka, Gilbert.
Chimaerhichthys blythii Day, davidi Sauv., teae Vineig, macropterus Vincig.
Regan (4).
Chirocentrus Ridewood (2, 3).
Chirolophius naressii Gile (10).
Chirostoma Trinci.
Chlamydoselachus Hawkes, Locy (2), Wilder, — anguineus Imms.
Chloea sarchynnis Jord. u. Snyd. Jordan u. Starks.
Chloroscombrus chrysurus L. 3ordan u. Thompson.
Choerops schoenleini Ag. Jordan u. Seale (1).
1 ee ee ee EEE
IV. Pisces für 1905. 111
Chondrostoma Haller (1), Kolmer (1), Laube, — nasus Goldstein.
Chorinemus tob Cuv. Fowler (5).
Chroichthys nitidissimus Goode Barbour.
Chromis Buen. — insolatus Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson.
Chrosomus erythrogaster Raf. Juday.
Chrosophrys aurata L., caeruleostica Cuv. u. Val. Bassani.
Chrysichthys duttoni n. sp. Boulenger (5), — mahnsi n. sp. Boulenger (6).
Cichlidae Boulenger (9), Pellegrin (6), Perez, Pieiier.
Cichlops Müll. u. Trosch. Gill (12).
Cichlosoma gadovii n.sp., maculicauda n.sp., multifasciatum n.sp., ornatum
n. Sp., robertsoni n. sp., sexfasciatum n. sp. Regan (9).
Cinglymostoma cirratum Gm. Jordan u. Thompson.
Cirritichthys calliurus n. sp. Regan (18).
COitharinus citarus Geoffr. Boulenger (9).
Citula armata Forsk. Fowler (5). — deani n. sp. Jordan u. Seale (1).
Cladodus mortifer n. sp., splendens n. sp. Newberry, — unicusptidatus Tr. Traquair (6).
Clarias Fuhrmann (3), Montel, — batrachus L. Fowler (3), — fouloni n. sp. Bou-
lenger (6), — lazera C. u. V. Boulenger (5, 9), Hilgendorf, — leiacanthus Blkr.
Fowler (3), — mellandi n. sp. Boulenger (6), — microphthalmus Pfeff. Hilgen-
dorf, Pellegrin (%?), — mossambicus Peters Pellegrin (2), — neumanni n. sp.
Hilgendorf.
Clarotes laticeps Rüpp. Boulenger (9).
Clupanodon Jordan (4), — melanosticta Otaki.
Clupeidae Bean (2), Henking u. Fischer, Kyle (1), Krüger, Pfeifer, Haller (1).
Clupea sp. Ridewood (3), Simioneseu, Starks (2), Steuer, Trinei, Warren R., —
alosa Retterer, — caspia Eichw. Borodine, — caspio-pontica, n. var. grimmi,
n. var. brachnikowi, n. var. soposchnikowi Borodine, — harengus Broman,
Dantan, HPPC, Retzius (?), — kessleri Gr., maeotica Gr. Borodine, — pil-
chardus Wall. Danton, — zunasi Bleek. Regan (3).
Clupeonella grimmi Kessl. Borodine.
Clyptothorax platypogon Val. Fowler (3).
Cobitis barbatula L. Cepede (2), Leger (4), Oxner, — fossilis Leger (4), — taenia L.
Jordan u. Starks.
Coccosteus angustus Traquair (2).
Ooelacanthus africanus n. sp. Broman, — elegans Newb. Stobbs.
Coelacanthopsis curta Tr. Traquair (6).
Coelodus anomalus n. sp. Priem.
Coilia Ridewood (2, 3), — ectenes n. sp. Jordan u. Seale (2).
Coius quadrifasciatus Sevastianoff Fowler (3).
Collichthys fragilis n.sp. Jordan u. Seale (2), — Zucidus Rich. Jordan u. Starks.
Colobodus ornatus, ornatus var. obtusus, var. elongatus Kramberger-Gorjanoviec.
Colotrigla slearnsii Jord. u. Everm. Gill (16).
Comephorus dubowski n. sp. Korotneff.
Compostoma anomalum Raf. Juday.
Conger Bounhiol (2), Garstang (6), Jossifov, Trinei, — chilensis Guich. Steuber,
— vulgaris Oxner.
Corax heterodon Reuss. Wegner.
112 IV. Pisces für 1905.
Coregonus Auerbach, — albula Seligo, — albus Maison (1), — fera Auerbach,
— kennicotti Jord. u. Gilb. Fowier (4, 6), — maraena Heuscher,— macro-
phthalmus Nüss. Auerbach, Kiunzinger, Nüsslin, — nelsonii Bean Fowler
(4, 6), — palaea, wartmanni Auerbach, — wartmanni-dolosus Heuscher.
Coreius catopsis n.sp. Jordan u. Starks.
Coris giofredi Trois, — Julis Trois.
Corvina Trinei.
Coryphaenidae Bean (2).
Coryphaena equisetis L. Barbour, — hippurus L. Jordan u. Thompson.
Coryphopterus bernadoui n.sp. Jordan u. Starks, — virgatulus Jord. u. Snyd.
Jordan u. Starks.
Cottunceulus microps Coll. Ehrenbaum, Hjort u. Petersen, Jensen (2), — sub-
spinosus Jens. Jensen (2), Hjort u. Petersen.
Cottus Bounbiol (2), Krüger, — cervicornis Storms Leriehe, — Gobio L. Cepede (2),
— quadricornis Suomalainen, — scorpius L. Ehrenbaum (f).
Cotylopus punctatus n. sp. Began (12).
Couesius dissimilis Gir. Juday.
Crenacara maculata, punctulata Regan (14).
Orenicichla acutirostris, geagi, johanna Regan (14), — johanna Heckel carsevennensis
n. var. Pellegrin (1), — cincta, lacustris, lenticulata, lepidota, lucius, lugibris,
macrophthalmus, multispinosa, ornata n. sp., saxatılis, strigata, vittata,
wallacii n.sp. Regan (14).
Crenilabrus Buen, Trinei, — melops Caullery u. Mesnil.
Cromileptes altivelis Cuv. u. Val. Jordan u. Seale (1).
Cryptobranchus allegheniensis Reese (1, 2).
Cryptopetaster n. g. lepidonotus n. sp. Fischer.
Cryptotomus beryllinus Jord. u. Swain. Jordan u. Thompson, — crassiceps Bean (2).
Ctenacanthus depressus n. sp. gurleyi n. sp. Newberry.
Otenochaetes striatus Quoi u. Gaim. Jordan u. Snyder (2).
COtenochromis Hilgendorf.
Cienogobius atriceps Began (Il),
Ctenodus angustatus n. sp., fleisheri n. sp. Newberry.
Ctenopoma Brüning (2).
Culter recurviceps Rich. Jordan u. Starks.
Cybium speciosum Agass. Eastman (7).
Cyelocheilichthys megalops n. sp. Fowler (3).
Cyclogaster liparis L. Ehrenbaum.
Cyclopoma gigas Agass. Eastman (9), — micracanthum Agass. Eastman (7), —
spinosum Agass. Eastman (7).
Cyclostomata Donaldsen u. Hocke, Giacomini (1), Lönnberg (1), Oxner, Sund.
Öyeclopium eyclopum Evermann u. Kendali.
C'ynoglossus arel Bloch u. Schn. Jordan u. Seale (2), — borneensis Blkr. Fowler (3),
Waite (2), — broadhursti Waite Waite (2), — brunneus n. sp. Regan (3), —
kapuansensis n.sp. Fowler (3), — purpureomaculatus n.sp. Regan (3),
— cynoscion Smith (1).
Cyprinidae Bean (2), Boulenger (9), Gill (6), Henking u. Fischer, Heuscher,
Pellesrin (6), Pfeifer, Popta (2).
Uyprinodontidae Favaro (2), Piefier.
IV. Pisces für 1905. 113
Cyprinus Jordan u. Evermann, Trinei, — auratus Goldstein, Haller (1), Jordan
u. Starks, Rivera, — carpio Broman, Frederieqg, Gill (7), Haller (1), Haute-
feuille, Herrick, Otaki, Oxner, Jordan u. Starks, Kulezyeki u. Nussbaum,
— carpio X Carassius auratus Gill (7), — carassius Retzius (2).
Cypselurus californicus, callopterus, gibbifrons, speculiger Gill (R), — cyanopterus
Gill (1), — furcatus Le Sueur Jordan u. Thompson, — xenopterus Gill (1).
Dactylodus latus n. sp., princeps N. u. W., rectus n. sp. Newberry.
Dactylopterus volitans Gil (1).
Dangila cwvieri Valenc. Fowler (3).
Dapedius sp. Kramberger- Gorjanovie.
Dasybatus brevicauda Swains. Fowler (3).
Decapterus punctatus Agass. Barbour, Jordan u. Thompson, Fowler (5).
Deltodus complanatus N. u. W., grandis N. u. W., inornatus n.sp., spatulatus
N. u. W. Newberry.
Dendrochirus barberi Stdchr., chloreus Jenk. Jordan u. Snyder (1).
Dentex sp. Bassani, Trinei, Steuer, — argyrozana C. u. V. Boulenger (12), —
cuninghamii Regan (8), — leptacanthus Agass. Eastman (%), — lineopunctatus
n. sp. Boulenger (12), — vulgaris Holt u. Byrne (2).
Diagramma aporognathus n. sp. Regan (11).
Dietyopyge cartoptera Woodward (1), — superstes Woodward (1).
Dinematichthys piger Aleock, Gilchrist.
Dinichthys Hussakof (1, %), — corrugatus Terr. Newberry.
Dinoperca petersi, queketti n. sp. Boulenger (12).
Diodontidae Bean (2).
Diodon holacanthus L., hystrix L. Jordan u. Thompson, — vetus Leidy Pasquale (2).
Diplectrum formosum L. Jordan u. Thompson.
Diplodus holbrooki Bean Jordan u. Thompson, — sargus L. Barbour.
Diplophysa labiata, strauchi Berg.
Diploprion bifasciatus Kuhl. v. Hass. Jordan u. Seale (2).
Dipnoi Peach u. Horne (2), Tagliani.
Dipsacaster eximius n. sp. Fischer.
Dipteronotus cyphus Newton.
Diptychus dybowskii, gymmogaster Berg.
Dipulus coecus Waite Waite (2).
Discognathus blanfordii Boulenger (3), — hindii n. sp. Boulenger (3), Pellegrin (9),
— makiensis Bler. Pellegrin (9).
Discognathus rossicus Nik. Berg, — rothschildi n. sp. Pellegrin (9).
Distichodos antonii Schilth., fasciolatus Blgr. Boulenger (5), — maculatus Blgr.
Boulenger (6), — rostratus Gthr. Boulenger (9), — sexfasciatus Blgr. Bou-
lenger (5).
Ditrema temmincki Blkr. Jordan u. Starks.
Dolichopterus volitans Compter Abel.
Doratonotus megalepis Gthr. Jordan u. Thompson.
Dorichtys Duncker, — boaja, fluwiatilis Gudger (1).
Drepanaspis gemündensis Schlut. Traquair (2, 3).
Drepanopsetta platessoides Fabr. Ehrenbaum (1), Heinke, Hjort u. Petersen.
Drombus palackyi n.sp. Jordan u. Seale (1).
Ductor restenae Volta Eastman (%).
Arch. f. Naturgesch. 72. Jahrg. 1906. Bd. II. H.1. (IV.) 8
114 IV. Pisces für 1905.
Dules temnopterus Agass. Eastman (7).
Dussumiera Ridewood (3).
Dysalotus alcocki Aleock u. Gilehrist, Me Gilchrist.
Dytaster gilberti n. sp. Fischer.
Echeneididae Bean (2).
Echidna delicatula Kaup, nebulosa Ahl. Jordan u. Seale (1).
Echinorhinus spinosus Imms.
Edestus heinrichi Eastman (%), — triserratus Newton Stobbs.
Eigenmannia virescens Eigenmann u. Ward.
Elacantinus oceanops Jord. Jordan u. Thompson.
Elagatis bipinnulatus Quoi u. Gaim Fowler (8), Jordan u. Thompson.
Elaphotoxeon ruber Bloch Fowler (5).
Elasmobranchii Borcea (1), Joleaud, Sauvage (2), Sullivan.
Eleira philippina n.sp. Jordan u. Seale (1).
Bleotis balia n. sp. Jordan u. Seale (2).
Elixis coreanus n. sp. Jordan u. Starks.
Elonichthys egertoni Ag. Stobbs.
Elopidae Bean (2), Gill (6), Pfeffer.
Elops lacerta saurus Gill (6), Jordan u. Thompson.
Emyrus ventralis Ag. Simioneseu.
Engraulis Bean (2), Ridewood (2, 3), — encrasicholus L. Hoek, Racovitza, —
evolans Agass. Eastman (%), — japonicus Schleg. Jordan u. Starks.
Enoplosus pygopterus Agass. Eastman (7).
Entophenus tridentatus Gilbert u. Thompson.
Eocottus veronensis (Volta) Eastman (7).
Eomyrus formosissimus n.sp. (ex Agassiz Mss.), interspinalis n. sp., latispinus
Agass. Eastman (%).
Eopristis reinachi n. sp. Stromer (1).
Ephippus argus Gmel. Jordan u. Seale (1), Fowler (3), — asper Volta, rhombus
(Blainv.) Eastman (%).
Eptatretus burgeri Gir. Jordan u. Starks.
Epinephelus andersoni n. sp., albomarginatus n. sp. Boulenger (12), — ascensionis
Ösbeck Jordan u. Thompson, — cerniodes Boulenger (1), — gramanatophorus
n.sp. Boulenger (12), — lanceolatus Bloch Alcock, — maculosus Cuv.
u. Val. Barbour, Jordan u. Thompsen, — malabaricus Aleock, — merra
Bloch Jordan u. Snyder (2), — morio Cuv. u. Val. Barbour,
Thompson, — pantherinus Alcock, — striatus Bloch Barbour, Jordan u.
Thompson, — taurina Forsk. Jordan u. Seale (1).
Ephippites peissenbergensis v. Amm. Baertling.
Eques acuminatus Cuv. u. Val., lanceolatus Cuv. u. Val., pulcher Stdehr. Jordan
u. Thompson.
Equula insidiator Bloch Jordan u. Seale (1).
Eremicaster tenebrarius n. sp. Fischer.
Ericteis kalisherae Jord. Jordan u. Thompson.
Erisphex achrurus n.sp. Regan (3).
Erosa Gill (11).
Esocidae Bean (2).
IV. Pisces für 1905. 115
Esox Henking u. Fischer, Pensa (1), Starks (2), Trinei, — lucius L. Ceprede (2),
Heuscher, Huber, Kulezycki u. Nussbaum, Retzius (2).
Etelides aquilionaris n. sp. Jordan u. Thompson.
Etheostoma iowae Juday.
Etmopterus villosus n. sp. Gilbert.
Eucentrurus paradoxus Tr. Traquair (6).
Bucinostomus gula Cuv. u. Val. Barbour, Jordan u. Thompson, — harengulus
Goode u. Bean, pseudogula Poey Jordan u. Thompson.
Eugnathus Jaekel (1).
Eumicrotremus spinosus Küll. Collett (1), Müll. Ehrenbaum (1).
Eupomacentrus fuscus Cuv. u. Val., leucostieus Müll. u. Trosch. Barbour.
Eviota personata n.sp. Jordan u. Thompson.
Execestides egregius n. sp. Jordan u. Thompson.
Exocoetidae Bean (2), Gilbert.
Exocoetus lineatus Murie, — volitans Gill (1), — solandri Cuv. u. Val. Regan (3).
Exoglossum mazillingua Le Sueur Fowler (1).
Exonautes esiliens Müll. Barbour.
Exostoma andersonii Day, berdmorii Blyth., labiatum Mac Clell, vinciguerrae
n.sp. Regan (4).
Fierasfer Bean (2), Christopher, — acus Bykowski u. Nussbaum, — affinis Gthr.
Jordan u. Thompson, — dentatus Cuv. Bykowski u. Nussbaum, Kulezycki
u. Nussbaum. >
Fistularia Bean (2), — longirostris Blainv. Eastman (%), — tabacaria L. Barbour,
— serrata Cuv. Jordan u. Thompson, — starksi n. sp. Jordan u. Seale (2).
Fluvidraco fluvidraco Rich. Jordan u. Seale (2).
Foa fo n. sp. Jordan u. Seale (1).
Forcipiger longirostris Brouss. Jordan u. Snyder (2).
Fregella fecunda n.sp. Fischer.
Fundulus Garrey, Summer, — floripinnis Cope Juday, — guentheri Pfeff. Hilgen-
dorf. — heteroclitus Brown, Mathews, — neumanni n.sp. Hilgendori, —
taeniopygus Hilg. Hilgendorf, Pellegrin (2). — zebrinus Jord. u. Gilb. Juday.
Furcaria cyanea Pocy Barbour.
Furcina ishikawae Jord. u. St. Jordan u. Starks.
Fusania ensarca n.sp. Jordan u. Starks.
Gadiculus argenteus Guich. Schmidt (1).
Gadidae Cunningham, Henking u. Fischer, Oxner.
Gadus Krüger, Kyle (1), Hjort u. Petersen, Steuer, Trinei. — aeglefinus L. Ehren-
baum (1), Breitiuss, Heinke, Henking, Hoeck, 3. Schmidt (1), Hijort
u. Petersen, Tims,, -—- callarias Breitfus, Hijort u. Petersen,
Jensen (2), Tims, — esmarkii Nils. J. Schmidt (1, — luscus L.
3. Schmidt (1), — merlangus L. Heinke, Hoek, Retterer, J. Schmidt (1), Tims,
— minutus Müll. J. Schmidt (1), — morrhua L. Ehrenbaum (1), Fulton (3),
Heinke, Henking, Hoek, — pollachius L. Henking, 3. Schmidt (1), T:ms, —
poutassou Risso Bassani, Jensen (2), 3. Schmidt (1), — saida Lep. Ehren-
baum (1), Jensen (2), 3. Schmidt (1), — virens L. Breitfuss, Henking, Hjort
u. Petersen, Jensen (2), 3. Schmidt (1), Tims, —
Galazias alepidotus, alpinus, affinis n. sp., attenuatus, auratus, brevipinnis, coxü,
dissimilis n. sp., findlayi, gracillimus, buttoni n. sp., kokopu, Iynx, maculatus,
8*+
116 IV. Pisces für 1905.
occidentalis, olidus, ornatus, platei, punctifer, rostratum, schomburgkii,
smithii n. sp., trutlaceus, waitii n. sp., weedoni, zebratus Regan (15).
Galaxiidae Pieifer.
Galeichthys sondaicus Valenc. Fowler (3).
Galeocerdo Stromer (1), — aduncus Ag. Joleaud.
Galeorhinus canis Imms.
Galeus Bean (2), Borcea (1), Diamare, Stromer (1), — affinis Probst Joleaud, —
canis Rond. Imms, — galeus L. Franz.
Ganoidei Allis, Faekel (2), Johnston (4), Simroth, Stromer (1), Tagliani. ;
Gasterosteus Garrey, Henking u. Fischer, Krüger, — aculeatus Bolau (1), Marechal,
Swinnerton (1, 2), — platygaster Berg, — pungidus Haller (1),
Gasterotokeus biaculeatus Bloch Jordan u. Seale (1), Duneker.
Gastromyzon borneensis Gthr. Fowler (3).
Gempylidae Bean (2).
Gempylus serpens Cuv. Fowler (2).
Gemündina stürtzi Traq. Traquair (2).
Genypterus blacodes Gthr. Steuber, — nigricans Phil. Steuber, — chilensis Gthr.
Steuber.
Geophagus thayeri Regan (1, 2).
Gephyroglanis rotundiceps n. sp. Hilgendorf.
Germo alatunga Gmelin, german Lacep. Fowler (2).
Gerridae Bean (2).
Gigantogobius n.g. jordani n.sp. Fowler (3).
Gigantopterus telleriı Abel Abel.
Gilbertidea sigolutes Jord. u. Starks Gilbert u. Thompson.
Gillellus cinctus Gilb. Jordan u. Thompson.
Ginglymostoma blanckenhorni Stromer (1).
Ginglymostomidae Bean (2).
Giton fasciatus Bigenmann u. Ward.
Glaridichthys caudimaculatus Hensel Pappenheim (1).
Globiocephalus melas Bellet.
Glossogobius aglestes n. sp. Jordan u. Seale (1), — giurus Hamilton Fowler (3).
Glyptopomus minor Traquair (5).
Gnatholepis calliurus n.sp. Jordan u. Seale (1), — deltoides Seale Jordan u.
Seale (1), — thompsoni Jord. Jordan u. Thompson.
Gnathonemus angolensis n.sp. Boulenger (%), — elephas macrolepidotus Peters
Boulenger (6), Pellegrin (2), — monteiri Gthr. Boulenger (6).
Gnathypops aurifrons n.sp. Jordan u. Thompson, — mazillosa Poey Jordan u.
Thompson.
Gobii Fiebiger.
Gobiidae Bean (2), Pellegrin (10).
robio gobio Gill (7).
obius Buen, Garstang (6), Goldsmith, Holt u. Byrne (1), Krüger, Marcus,
Retzius (2), Steuer, — atriceps Regan (1), — capito Fiebiger, — cruentatus
Fiebiger, — elapoides Gthr. Regan (3), — elongatus n.sp. Simioneseu, —
7020 Fiebiger, — minutus Pellegrin (10), — ophiocephalus Fiebiger, — ruthen-
sparri Euphr. Sandmann, — soporator Cuv. u. Val. Barbour, — stigmaturus
Goode u. Bean Barbour, — teptosomus Kramb. u. Baschka Simioneseu.
IV. Pisces für 1905. 137
Gobiichthys microlepis Bleeker Jordan u. Seale (%), — papuensis Cuv. u. Val.
Jordan u. Seale.
Gobiomorus gronovii Gmelin Jordan u. Thompson.
Gonorhyncus greyi Ridewood (1).
Goodea atripennis Duges (2).
Gymmapogon japonicus n.sp. Regan (3).
Gymmarchus niloticus Cuv. Boulenger (9).
Gymnocanthus ventralis C. u. V. Ehrenbaum (1).
Gymnocypris waddellii n. sp. Regan (6).
Gymnothorax funebris Renz Jordan u. Thompson, — moring Cuv. Jordan u.
Thompson, — pictus Ahl. Jordan u. Seale (1), — punctato-fasciatus Blkr.
Jordan u. Seale (1).
Gymnotidae Pfeifer.
Gyropleurodus francesci Hawkes.
Hoaemulidae Bean (2).
Haemulon album Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — carbonarium Poey Barbour,
— flavolineatum Cuv. u. Val. Barbour, Jordan u. Thompson, — macro-
stomum Gthr. Barbour, Jordan u. Thompson, — melanurum L., parra Desm.
Jordan u. Thompson, — plumieri Lacep. Jordan u. Thompson, — sciurus
Shaw. Barbour, Jordan u. Thompson.
Halichoeres argus Bennet, — binotopsis Blkr. Jordan u. Seale (1), — bivittatus
Bloch Jordan u. Thompson, — maculipinna Müll. Jordan u. Thompson,
— miniatus Blkr. Jordan u. Seale (1), — poecilus Say u. Ben. Jordan u.
Seale (1), — poecilopterus Schleg. Jordan u. Starks, — radiatus L. Jordan
u. Thompson.
Halichaeres cymatogrammus n.sp. Jordan u. Seale (1).
Hampla macrolepidota Valenc. Fowler (3).
Hapalogensys petersi Boulenger (12).
Haplochilus schoelleri Leonhardt (2).
Haplochitonidae Pfeiier.
Harengula humeralis Cuv. u. Val., macrophthalma Ranz. Jordan u. Thompson, —
molluccensis Blkr. Jordan u. Seale (1), — sardina Poey Jordan u. Thompson,
— sundaica Blkr. Jordan u. Seale (f).
Harengula zunasi Blkr. Jordan u. Starks.
Harriote Gill (3).
Heliastes chromis L. Bassani.
Helodus coxamus n.sp., politus n. sp. Newberry.
Hemibagrus nemurus Valenc. Fowler (3).
Hemipristis curvatus Dames Stromer (1).
Hemirhamphidae Bean (2).
Hemirhamphus amblyurus Bleek. Fowler (3), — brasiliensis L. Barbour, Jordan
u. Thompson, — sindensis n. sp. Regan (18).
Hemitripterus americanus Gmel. Jordan u. Thompson.
Hepatus coeruleus Bloch. u. Schn. hepatus L. Jordan u. Thompson, — lineatus
Gmel. Jordan u. Snyder (2).
Heptanchus cinereus Gmel. Imms.
Heterobranchus senegalensis C. u. V. Boulenger (9).
Heterodontus philippi Hawkes.
118 IV. Pisces für 1905.
Heterolepidotus dorsalis Kner, parvulus n. sp. Kramberger- Gorjanovie.
Heteronotus philippi Bl. Imms.
Heteropleuron agassizü n.sp., bassanım n.sp., maldivense n.sp., parvum n. sp.
Parker (3).
Hexanchus griseus Regan (10).
Hippasteria californica n.sp., heathi n. sp. Fischer.
Hippocampidae Gill (14).
Hippocampus Barbour, Steuer, Trinei, — antiquorum Leach. Bassani, Gill (14),
Ishihara, — aterrimus Gill (14), — hudsonius De Kay Gill (14), Jordan u.
Thompson, — ingens Gill (14), — kuda Blkr. Jordan u. Seale (1), — punctulatus
Guich. Jordan u. Thompson, — ramulosus, sindonis Gill (14), — stylifer Jord.
u. Gilb. Jordan u. Thompson, — zostera Gill (14).
Hippoglossus hippoglossoides Walb. Hjort u. Peters, Jensen (2), — vulgaris Flem.
Breitfuß, Ehrenbaum (1), Henking, Hijort u. Petersen.
Holocanthus eiliaris L., tricolor Koch Jordan u. Thompson, — permutatus L.
Jordan u. Snyder (2).
Holocentridae Bean (2).
Holocentrum macrocephalum Blainv., pygmaeum Agass. Eastman (%).
Holocentrus ascensionis Osbeck Barbour, Jordan u. Thompson, — bowiei n. sp.
Jordan u. Snyder (2), — meeki Bean (2%), — puncticulatus n. sp. Barbour,
— sammara Forsk. Jordan u. Snyder (2), — siccifer Cope Barbour, Jordan
u. Thompson, — tortuga n.sp. Jordan u. Thompson.
Holocephali Sterzi, Sauvage (2), Tagliani.
Holoptichius decoratus, giganteus, nobilissimus Peach u. Horne (1, 2), Traquair
(4, 5).
Holosteus esocinus Agass. Eastman (%).
Homaloptera orthogoniata Vaill. Fowler (3), — late regani n. sp. Popta (1).
Homalopteroides n. g. wassinkii Bleeker Kowier (3).
Hoplostetus Schubert.
Hucho blackistoni Hilgend., perryi Brev. Jordan (2).
Hunsrückia problematica Tr. Traquair (2).
Hybodus Newton.
Hybognathus nuchalis Ag. Juday.
Hydrocion brevis Gthr., lineatus Blgr. Boulenger (6).
Hyleopis kentuckiensis Baf. Juday.
Hymenaster quadrispinosus n. sp. Fischer.
Hymenocephalus austriacus Schubert.
Hyperlophus Ridewood (3).
Hyperopisus bebe Lacep. Boulenger (4).
Hoypleurochilus loxias n. sp. Jordan u. Seale (1).
Hypolophus sephen Forsk. Fowler (3).
Hypoplectrus gemma Goode u. Bean, wunicolor Wall., unicolor nigricans Poey
Jordan u. Thompson, — puella Cuv. u. Val. Barbour.
Hyporhamphus sajori Schleg Jordan u. Starks, — unifasciatus Ranz. Barbour,
Jordan u. Thompson.
Hypselobagrus nigriceps Valenc. Fowler (3).
Hypselotris cyprionides Cuv. u. Val. Jordan u. Seale (1).
Hypsipops microlepis Gthr. Waite (2).
IV. Pisces für 1905. 119
Hypsocormus beaugrandi Sauv., combesi Sauv., insignis Wag., leedsi Woodw.,
macrodon Wag., tenuirostris Sauvage (1).
Icelinus borealis Gilb. &ilbert u. Thompson.
Ichthyocampus earce Gudger (1).
Ichthyodectes marathonensis Etheridge.
Icosteus enigmaticus Lock. Cohn.
Ictalurus punctatus Herrick.
Jenkinsia stolifera Jord. u. Gilb. Jordan u. Thompson
Ijimaia dofleini n. sp. Sauter.
Iracundus signifer Jord. u. Ev. Jordan u. Snyder (1).
Iridio bivittatus Bloch, cyanocephalus Bloch, garnoti Cuv. u. Val. Barbour, —
meyeri Bean (1), — radiatus L. Barbour.
Istieus Gill (6).
Istiophorus nigricans Lac&p. Fowler (2).
Julis Buen.
Kalosoma Jordan u. Seale (1).
Kareius bicoloratus Basilew. Jordan u. Starks (1).
Keuperinus Newton.
Konosirus punctatus Otaki.
Krambergeria lanceolata n.sp. Simionescu.
Kryptopterus cryptopterus Blkr., limpok Blbr. palembangensis Blkr. Fowler (3).
Kuhlia malo Cuv.u. Val., rupestris Lacep. Jordan u. Snyder (2).
Kyphosus incisor Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — sectatrix L. Barbour,
Jordan u. Thompson.
Labeo altivelis Peters Boulenger (6), — barbus duronensis Valenc. Fowler (3),
— forskalii Rüpp. Hilgendorf, — horie Heck. Boulenger (9), — victorianus
Boul. Pellegrin (2).
Labidorhamphus amplyurus Bleek. Fowler (3).
Labracinus Schlegel Gill (12).
Labrax Bounhiol (2), Steuer, — schizurus Agass., valenciennesi Agass. Eastman (7),
— sp. Simioneseu.
Labridae Bean (2).
Labrisomus nuchipinnis Quoy. u. Garm. Barbour.
Labrus Buen, Trinci.
Labyrinthici Popta (2), Brüning (3).
Lachnolaimus mazimus Walb. Barbour, Jordan u. Thompson.
Lactophrys bicaudalis L., tricornis L., trigonus L., triqueter L. Jordan u. Thompson.
Lactoria cornuta L. Jordan u. Seale (1).
Laemargus borealis Helbing, — carcharias Müll. Franz, — rostratus Helbing.
Laemargidae Helbing.
Lagodon rhomboides L. Jordan u. Thompson.
Lamna Stromer (1), — Lamna cornubica Evans, Franz, Imms, Sullivan.
Lamnidae Bean (2).
Lampadena chavesi n. sp., speculigera Collett (9).
Lampanyctus braueri n. sp. Lönnberg (2).
Lampreys Dawson.
Lampris luna Clarke.
120 IV. Pisces für 1905.
Larimichthys rathbunae n. sp. Jordan u. Starks.
Larimus Jordan u. Starks.
Lasanus problematicus Traquair (1).
Lates gracilis Agass. Bastman (%). — niloticus Hasselq. Boulenger (9).
Lateolabrax japonicus Cuv. u. Val. $ordan u. Seale (2).
Leiognathus edentulus Bloch Fowler (3), — leuciscus Gthr., splendens Cuv. Jordan
u. Seale (1).
Leiostomus Smith (1).
Lemnisoma serpens Fowler (2).
Lepadogaster Goldsmith, — bimaculatus Pennant, microcephalus Brook Guitel (1),
— sp. Pellegrin (19).
Lepidocyeclina Cheeehia-Rispoli, Silvestri.
Lepidopus Steuer, — caudatus Euphr. Bassani, Fowler (2).
Lepidorhombus whiff Walb. Cligny.
Lepidosiren Broman, Pellegrin (6), — paradoxa Bryce.
Lepidosteus Allis.
Lepidotrigla guentheri Hilg. Jordan u. Starks (1), — omanensis n. sp. Regan (18),
— smithii n. sp. Regan (3).
Lepisoma nuchipinne Quoi u. Gam. Jordan u. Thompson.
Lepidotus Jaekel (1).
Leptecheneis naucrates L. Jordan u. Thompson.
Leptobarbus hoevenii Blkr. Fowler (3).
Leptocardii Lönnberg (1).
Leptocephalus Bean (2), Oxner. — aequoreus Gilb. u. Cramer Gilbert, — brevi-
rostris Petersen (1), — medicus Agass. Eastman (%).
Leptosidae Fuhrmann (3).
Leptosynanceia Bleeker Gill (11), — asteroblepa, greenmanni n.sp. Fowler (3).
Lethrinus bonhamensis Jordan u. Seale (1).
Leueiscus Haller (1), Laube, Trinei, — caurinus Snyder (2), — cephalus Frederieg,
Gill (7), Fatio (3), — erythrophthalmus — evermanni n. sp. Juday, — hakuensis
Gthr. Jordan u. Starks, — leuciscus Gill (7), — rutilus L. Cepede (2), Fatio (1),
»oldstein, — semotilus n.sp., taczonowskii Stdr. Jordan u. Starks.
Liocassis longirostris Gthr. Jordan u. Seale (2).
Liparis denuyi Jord. u. Starks Gilbert u. Thompson, — vulgaris Caullery u.
Mesnil.
Listracanthus warni Woodw. Stobbs.
Liza oligolepis Bleek. Fowler (3).
Lobocheilos hispidus Valenc. Fowler (3).
Lobotidae Bean (2).
Longurio athymius n.sp. Jordan u. Starks.
Lophaster fureiliger n. sp. Fischer.
Lophiomus piscatorius ,setigerus Gill (10).
Lophius Favaro (2), Steuer, — brachysomus Agass. Eastman (7), — picatorius
Gill (10), Henking.
Lophobranchier Gudger (1).
Loricariidae Eigenmann (1), Pieiier.
Lota Pensa (1), Retzius (2), — maculosa Le Sueur Fowler (4), — molva L. Henking,
— vulgaris Oxner.
IV. Pisces für 1905. 121
Luciocephalidae Popta (2).
Lauciogobius elongatus n. sp. Regan (3).
Lucioperca sandra Kulezycki u. Nußbaum, Nußbaum (2), Samter u. Weltner.
Luciosoma pellegrini n.sp., weberi n. sp. Popta (1).
Lucius Crevatin.
Lumpenus maculatus Fries, medius Reinh. Ehrenbaum (1).
Lutianidae Bean (2).
Lutianus analis Cuv. u. Val., apodus Bloch u. Schn., aya Bloch Jordan u. Thomp-
son, — decussatus Cuv., erythropterus Bloch Jordan u. Seale (%), — griseus L.
Jordan u. Thompson, — johni Bloch. Jordan u. Seale (1, %), — jocu Bloch
u. Schn., synagris L. Jordan u. Thompson.
Lycenchelys muraena Coll. Jensen (2).
Lyeichthys paucidens n. sp. 6ill (19).
Lycodes brevipes Bean Gilbert u. Thompson, — endipleurosticus Jens. Jensen
(2), Hjert u. Petersen, — esmarkii Coll Jensen (2), — flagellicauda Hjort
u. Petersen, — frigidus Hjort u. Petersen, Jensen (2), — lütkenii Coll. Jensen
(2), — muraena Hjert u. Petersen, — pallidus Coll. Jensen (2), Hjort u. Jensen
— platyrrhinus Jens. Jensen (2%), — rossi Malmgr. Ehrenbaum (1), — se-
milunulus Reinh. Jensen (2), — seminundus Hijort u. Petersen, — similis
Hjort u. Petersen.
Lycodontis moringa Cuv. Barbour, — sanctae-helenae Günth. Barbour.
Locydonus flagellicauda Jens. Jensen (2).
Lyeonectes aleutensis Gilb. Gilbert u. Thompson.
Macrochirichthys macrochir Fowler (3), — snyderi n. sp. Fowier (3).
Macromesodon n. n. Blake.
Macrones argentivittatus n. sp. Regan (16).
Macropodus Reis u. Nussbaum.
Macrorhamphosidae Bean (2).
Macrurus fabricii Sund. Ehrenbaum (1), Hijort u. Petersen, — praetrachyrhynchus
Schubert.
Maena Steuer.
Malacanthidae Bean (2).
Malacocottus kincaide n. sp. Gilbert u. Thompson.
Mallotus Haller (1), — villosus O. F. Müll. Ehrenbaum (1).
Malthopsis spinulosa Garm. Trojan.
Manta birostris Wall. Jordan u. Thompson.
Mapo soporator Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson.
Marcusenius ansorgii n.sp. Boulenger (%), — harringtoni n. sp. Boulenger (8).
Mastacembelidae Pellegrin (6), Popta (2).
Mastacembelus ansorgii n. sp. Boulenger (7), — guentheri Fowler (3), — pancalus
Buch. Leonhardt (1), — signatus n. sp. Boulenger (6), — unicolor Valenc.
Fowler (5), — vaillantı n.sp. Fowler (3).
Maurolicus amethystine punctatus Cocco, attenuatus Cocco, poweriae Cocco Bassani.
Mediaster tenellus n. sp. Fischer.
Megalops atlanticus Gill (6), — cyprinoides Gill (6), Brouss. Jordan u. Seale (1).
Megalaspis cordyla L. Fowler (3, 5).
Melamphaes nordensköldii n. sp. Lönnberg (2).
Meletta crenata Heck. Simionescu.
122 IV. Pisces für 1905.
Melopomycter dentieulatus n. sp. Gilbert.
Mene oblongus Agass. Eastman.
Menidia menidia L.; notata Mitch. Barbour.
Menticirrhus Smith (1), — americanus L. Jordan u. Thompson, — Littoralis Holb.
Jordan u. Thompson.
Merlucceius Trinei, — vulgaris Flem. Bassani, Henking.
Mesodon hoeferi n.sp. Kramberger- Gorjanovic.
Microdonophis Regan (3).
Micronema phalacronotus Blkr. Fowler (3).
Micropathodon chrysurus Cuv. u. Val. Barbour, Jordan u. Thompson.
Micropterus salmoides Lacep. Juday.
Mimaster swifti n. sp. Fischer.
Minous adamsi, echigonius Jord. u. Starks, monodactylus Bl. Schn. Regan (3),
Minytrema melanops Herrick.
Miocropogon Smith (1).
Mionurus mydrus n.sp. Jordan u. Seale (1), — puncticulatus Poey Jordan u.
Thompson.
Misgurnus anguillicaudatus Cantor Jordan u. Starks, Jordan u. Seale (2).
Mitsukurina Locy (2), Wilder, — owstoni Bean (2).
Mogurnda obscura Schleg. Jordan u. Seale (2).
Molidae Bean (2).
Molva byrkelange Hjort u. Petersen, — molva Hjort u. Petersen.
Monacanthidae Bean (2).
Monacanthus chinensis Bloch. Jordan u. Seale (1, 2), — ciliatus Mitch. Jordan u.
Thompson, — hispidus L. Jordan u. Thompsen, — surothura van Hass.
Jordan u. Seale (1).
Monopterus albus Zuiw. Fowler (3), — gizas Volta Eastman (7), japonicus Files.
Jordan u. Seale (2), — javanensis Lac. Volz (3).
Moringua abbreviata Blkr. lumbricoidea Rich. Jordan u. Seale (1).
Mormyridae Boulenger (9), Pellegrin (4, 6).
Mormyrops attenuatus Blgr. Boulenger (5).
Mormyrus caschive Hasselg. Boulenger (9), — kannume Forsk. Hilgendorf, —
proboscirostris Blkr., tapirus n.sp. Pappenheim (2).
Motella Trinei, — cimbria L. Sandmann, — mustela Caullery u. Mesnil.
Mugilidae Bean (2).
Mugil Steuer, Pellegrin (10), — belanak Bleek. Fowler (3), — brasiliensis Ag.
Barbour, — curema Cuv. u. Val. Barbour, — cephalus L. Jordan u. Starks,
Jordan u. Seale (2), — chleo Cuv. Saemundsson, — curema Cuv. u. Val.
Jordan u. Thompson.
Mullidae Bean (2).
Mulloides auriflamma Forsk. Jordan u. Seale (1), — samoensis Gthr. Jordan u.
Snyder (2).
Mullus Buen, Trinei, — barbatus L. Bassani.
Muraeidae Bean (2), Broman, Favaro (3), Haller (1), Porta, — helena L. Porta.
Muraenichthys macropterus Blkr. Jordan u. Seale (1).
Mustelus Bisselick, Borcea (1), Diamare, Pensa (1), Steuer, — canis Locy (?),
Rand, Sullivan, — laevis Risso Franz, Imms. Pighini, Spengel, Sterzi,
— mustelus Müll. Franz, — vulgaris Carazzi, Pighini, Pitzorno, Sterzi.
IV. Pisces für 1905. 123
Mycteroperca venenosa apua Bloch Barbour. Jordan u. Thompson.
Myetophidae Collett (1).
Myctophum andersoni n.sp., arcticum Brauer, braueri n.sp., parallelum n. sp.
Lönnberg (2).
M yliobatis Bean (2), Diamare, Porta, — aquila L. Bassani, Porta, — borina Geoffr.
Porta, — dixoni Ag., edwardsi Dixon, elatus fraasi, n. sp., latidens Woodw.,
mokattamensis n. sp., pentoni, striatus Ag., toliapicus Ag. Stromer (1).
Mylocheilus lateralis Snyder (1).
Myrichthys acuminatus Gronow Jordan u. Thompson.
Myridae Bean (2).
Myripristes homopterynchus Agass. Eastman (%), — intermedius Gthr. Jordan u.
Snyder (2).
Myzxine Cole (1), Fusari, Oxner, Schaifer, — glutinosa Boveri, Joseph (1, 2),
Retzius (1), Schreiner u. Schreiner (I, 2, 3).
Myzxinoidae Giacomini (1).
Myozocephalus scorpio Gill (9).
Myzxoderma sacculatus n. sp. Fischer.
Nandidae Popta (2).
Nandrinidae Pfeifer.
Nannacara anomala n.sp. Regan (2).
Naucrates ductor L., polysarcus n. sp. Fowler (5).
Naseus rectifrons Agass. Eastman (7).
Neatypus obliquus Waite Waite (2).
Necturus Johnsten (4), — maculatus Warren, 3.
Nemacheilus malapterus, flavus n.sp. Berg. — Ilhasae n.sp. Regan (6),
longipectoralis n. sp. Popta (1), — tibetanus n. sp. Regan (5).
Nematobramis steindachneri n. sp. Popta (1).
Nematoprora polygonifera n. sp. Gilbert.
Nemipterus isacanthus Blkr. Jordan u. Seale (1).
Neobola argentea Pell. Pellegrin (2).
Neochanna apoda Regan (15).
Neogastromyzon nieuwenhuisii n.sp. Popta (1).
Neomaenis apodus Walb., griseus L., hastingsi Bean, vivanus Cuv. u. Val. Barbour.
Neosebastes entaxis, scorpaenoides Gill (17).
Nerophis Duncker, — ophidion Pellegrin (10).
Nomeus gronovii Gmel. Barbour.
Notemigonus chrysoleucas &ill (7).
Notidanus Hawkes, Saeco, Silvestri, — cinereus Gmel. Imms, — primigenius Ag.
Baertling, Joleaud.
Notopterus borneensis Blkr. Fowler (3).
Notropis cayuga Meek., cornutus Mitch., Zutrensis Baird. u. Gir., piptolepis
Cope, scylla Cope Juday.
Novaculichthys kallosomus Blkr. Jordan u. Snyder (1), Jordan u. Seale (1), —
macrolepidotus Bloch Jordan u. Seale (1), — rosipes Jord. u. Gilb. Jordan
u. Thompson.
Novacula temporalis n. sp. Regan (16).
N yctophus caninianus Cuv. u. Val., nissoi Cocco, rafinesquei Cocco Bassani.
Oblata Buen, Steuer, Trinei.
124 IV. Pisces für 1905.
Ochetobvus lucens n. sp. Jordan u. Starks.
Ocyurus chrysurus Bloch Barbour, Jordan u. Thompson.
Odontaspis Stromer (1), — raphiodon Ag. Wagner.
Odontaster crassus n. sp. Fischer.
Odonteus sparoides Agass. Eastman (7).
Odontoscion dentex Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson.
Odontostomus atratus Aleock u. Gilchrist.
Ogilbia cayorum Everm. u. Kend. Jordan u. Thompson.
Oligoplites saliens Bloch., saurus Schneider Fowier (5), Jordan u. Thompson.
Ompok jaynei n.sp., nebulosus Vaill. Fowler (3).
Onocottus hexacornis Rich., hexacornis giülberti n. subsp. Fowler (4).
Oncorhynchus Evermann (), — gorbuscha Walb., keta Whlb., milktschitch Walb.,
nerka Walb., tschawytscha Walb. yessoensis Hilg. Jordan (2).
Onus reinhardti Kröy. Jensen (2).
Ophichthys Bean (2), — colubrinus Schnee, — intermedius n. sp. Regan (3).
Ophidium Trinei, — barbatum Müll. Kulezyeki u. Nußbaum, Nußbaum (2), — blacodes
Steuber, — broussoneiti Müll. Nußbaum (2), — maculatum Steuber, — mar-
ginatum Gill (5), — rochii Nußbaum (2),
Ophiocara porocephala Valen. Fowler (3).
Ophiocephalidae Popta (2), Peilegrin (6), Jordan u. Evermann.
Ophiocephalus argus Gthr. Jordan u. Starks, — baramensis Stdchr., lucius Cuvier
Fowler (3), — pekinensis Basilew. Jordan u. Seale (2), — pleurophthalmus
Blkr. Fowler (3), — striatus Bloch. Jordan u. Seale (1).
Ophiodon elongatus Allen.
Ophiopsis attenuata Wagn. Kramberger- Gorjanovie.
Ophisurus Trinei, — acuticaudus Agass. Eastman (%).
Ophronemus olfax Brüning (3).
Opistognathus macrognathus Poey Jordan u. Thompson.
Opisthonema oglinum Le Sueur Barbour.
Orestias agassizi var. crequü, albus, müälleri, tschudii Neveu-Lemaire.
Oracanthus lineatus n.sp., pugniunculus St. J. u. W., vetustus Leidy Newberry.
Oriochromus niger Gthr. Pellegrin (2).
Orodus Stobbs.
Orthagoriscus Steuer, — mola Porter (2), — truncatus Flem. Mathews, Domen.
Orthopristis chrysopterus L. Barbour.
Osphronemus goramy Lacep. Fowler (3).
Osteochilus harrisoni n.sp., kakajanensis, kappeni Blkr., melanopleurus Blkr.
Fowler (3).
Osteoglossidae Pfeffer, Ridewood (3).
Östraceidae Bean (2).
Ostracion clippertonense n. sp. Smodgrass u. Heller, — dubia Blainv. Eastman (7),
— sebae Blkr. Jordan u. Snyder (1), — tuberculatum L. Jordan u. Snyder (2).
Otodus Saeco, Stromer (1), — appendiculatus Ag. Wegner.
Otolithus angustus n.sp., arthaberi n.sp., austriacus n.Sp., ellipticus n. SP«,
elongatus n. SP., ezxcisus n. Ssp., gracilis n. sp., hansfuchsi n. sp., labiatus n. Sp.,
levis n.sp., major n.sp., praemediterraneus, praetrachyrhynchus n. SP.
rotundus n. sp. tenuwis, trolli n. sp. Schubert.
Oxylabrax undecimalis Bloch Jordan u. Thompson.
IV. Pisces für 1905. 125
Oxyrhina Saeco, Stromer (1), — cornubica Gmel. Imms, — martelli Ag. Wegner,
— spalanzanii Bonap. Bassani.
Pagellus Buen, Steuer, Trinei, — microdon Agass. Eastman (%).
Pogonias Smith (1).
Pagrus cardinalis Lace&p. Jordan u. Starks (1), — nigripinnis n. sp. Boulenger (11),
— unicolor Quoi u. Gaim. Regan (3).
Palaeobalistum orbiculatum Blainv. Eastman (%).
Palaeorhynchus deshayesi Ag., glarisianus Blainv. Pasquale (1).
Palinurichthys perciformis Mitchill Saemundsson.
Pampus cinereus Bloch. Fowler (3).
Pantedontidae Ridewood (3).
Paracentropogon rubripinnis Schleg. Jordan u. Starks.
Parachaetodon ocellatus Cuv. u. Val. Jordan u. Seale.
Parachaeturichthys polynemus Bleeker Jordan u. Seale (2).
Paraliparis bathybii Coll., Hiort u. Petersen, Jensen (2).
Paranguilla tigrina Agass. Eastman (7).
Paranthias fureifer Cuv. u. Val. Barbour.
Parapelecus jouyi n.sp. Jordan u. Starks.
Parapercis snyderi n.sp. Jordan u. Starks.
Paraplagusia marmorata Blkr. Fowler (3).
Parascaphirhynchus n.g. albus n. sp. Forbes u. Richardson.
Parasilurus Blkr. Fowler (3), — aristotelis Agass. Eastman (6).
Paratilapia Pellegrin (2), — carlottae n. sp. Boulenger (10), — macrocephala Blegr.
Boulenger (5), — mellandi n. sp. Boulenger (6), — prognatha Pell. Pellegrin (2),
— robusta Gthr. Boulenger (6), — toddi n. sp. Boulenger (5). — victoriana
Pell. Pellegrin (2).
Parexocoetus mento Valenc. Fowler (3), — orbignianus Cuv.u. Val. Jordan
u. Thompson.
Parexostoma maculatum n.sp., stoliczkae Day. Regan (4).
Parophiocephalus unimaculatus n. sp. Popta (1).
Pataecus maculatus Gthr. Waite (2).
Pegasus volans L. Eastman (7).
Pelamyeybium sinus vindobonensis T. Toula.
Pelamys affine Cantor, alleterata Rafin. Fowler (2).
Pelates quindecimalis Agass. Eastman (7).
Pellona Ridewood (3).
Pellonula Ridewood (3).
Pelmatochromis lateralis Blgr. Boulenger (5, 6).
Pelor Jord. u. Starks Gill (11).
Pempheris mülleri Poey Jordan u. Thompson.
Perca Krüger, Henking u. Fischer, — fluviatilis Broman, Huber, Retzius (2),
Porta.
Percichthys astispinis n. sp. Regan (16).
Percis smithii n. sp. Regan (18).
Peribolaster biserialis n. sp. Fischer,
Periophthalmodon schlosseri Pall. Fowler (3).
Periophthalmus Volz (1, 2%), — argentilineatus Val. Fowler (3), — barbarus L.
Jordan u. Seale (1), — cantonensis Osb. Jordan u. Starks, Jordan u. Seale (2).
126 IV. Pisces für 1905.
Persephonaster penicillatus n. sp. Fischer.
Petrocephalus bane Lacep. Boulenger (9).
Petromyzon Christopher, Dieulate, Edinger, Favaro (3), Giacomini (1), Henking
u. Fischer, Johnston (2, 3), Lubosch, Pensa (1, 2), — fluviatilis Krause, Sterzi,
— marinus Sterzi, — planeri Sterzi, Heuscher.
Petronarce occidentalis Sullivan.
Petroscirtus eretes n. sp. Jordan u. Seale (1), — mekranensis n.sp. Regan (18),
— townsendi n. sp. Regan (18).
Phaenacobius scopifer Cope Juday.
Phaneropleuron andersoni Traquair (5).
Pharopteryx melas Blkr. Jordan u. Seale (1).
Phlyctenaspis germanica Trag. Traquair (2).
Phoebodus brodiei Woodward (1).
Pholidophorus latiusculus Ag. Kramberger- Gorjanovie.
Pholis tacznowski Stdr. Jordan u. Starks.
Photichthys hemingi Alec. Aleock u. Gilchrist.
Phreatobius cisternarum Göldi Fuhrmann (3).
Phozxinus laevis Ag. Cepede (2), Oxner, — phoxinus Gill (7).
Phractolaemidae Ridewood (3).
Phycodurus eques Gill (14).
Phyllolepis concentrica Traquair (5).
Phyllopteryz foliatus Gili (14).
Physostomi Oxner.
Pimephales promelas Raf. Gill (%), Juday.
Pimelodella Meek 8. E. (2).
Pimelodus Trinei. — uranoscopus Pfeff. Hilgendorf.
Plagiostomata Allis.
Platax orbicularis Forsk. Jordan u. Snyder (2), — papilio Volta, pinnatiformis
Blainv., subvespertilio Blainv. Eastman (%).
Platichthys stellatus Pallas Jordan u. Starks.
Platina intermedius n. sp., macropterus Blainv. Eastman (?7).
Platophris lunatus L. Barbour.
Platophrys ocellatus Swains. Jordan u. Thompson.
Platycephalus americanus, gruveli Pellegrin (3), — maculipinna n. Sp., nigripennis
n. Ssp., fownsendi n. sp. Regan (18), — insidiator Forsk. ‘Jordan u. Seale (1).
Platyrhina gigantea Blainv. Eastman (%).
Platysomus parvulus Eg. Stobbs.
Platysomatichthys hippoglossoides Walb. Breitfuss.
Platysomus parvulus Ag. Stobbs.
Plecoglossus altivelis Schleg. Jordan (2).
Plecostomus garmani n.sp., hermanni n.sp., latirostris Regan, paulinus n. SP.,
regani, tietensis n. Sp., varllanti Stdr. Ihering.
Plectobranchus evidens Gilb. Gilbert u. Thompson.
Plectoglossus alivelis Schleg. Jordan u. Starks.
Plectrotus nordensköldii n. sp. Lönnberg (2).
Plectrypos retrospinis Guichenot Bean (2).
Pleuracanthus Jaekel (1).
IV. Pisces für 1905. 127
Pleuronectes Bean (2), Cligny, Cunningham, Henking u. Fischer, Hjort u. Petersen,
Hock, Johnstone (3), Jordan (4), Krüger, Kyle (1), Retzius (2), Steuer, —
cynoglossus L. Henking, Hjort u. Petersen, — flesus L. Breitiuss, Heinke,
— limanda Heinke, Henking, Hoek, — microcephalus Don. Henking, —
passer Steuer, — platessa Bolau (2), Breitiuss, Garstang (6), Heinke, Henking,
Hoek, Petersen, Redeke, Wallace.
Pleuronichthys cornutus Schleg. Jordan u. Starks.
Pleuroplax rankinei Ag. Stobbs.
Plotosus canius Hamilton Fowler (3).
Poecilidae Bean (2).
Polyacanthus opercularis L. Waite (3).
Polypterus Allis, Kerr, Pellegrin (6), Stromer (1), — ornatipinnis Bler. Bou-
lenger (5).
Pomacanthus arcuatus L., paru Bloch Jordan u. Thompson, — subarcuatus (Blainv.)
Eastman (%).
Pomacentridae Bean (2).
Pomacentrus analis Poey Jordan u. Thompson, — delurus n. sp. Jordan u. Seale (1),
— fuscus Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — lividus Forst Jordan u. Seale (1),
— leucosticus Müll. u. Henle Jordan u. Thompson, — planifrons Cuv. u. Val.
Jordan u. Thompson.
Pomadasis hasta Bloch Jordan u. Starks.
Pomoxis sparoides Lacep. Juday.
Porcellanaster tenebrarius n. sp. Fischer.
Priacanthidae Bean (2).
Priacanthus eruentatus Lace&p. Jordan u. Thompson, — tayenus Rich. Jordan
u. Seale (2).
Prionodon Steuer.
Prionotus Garrey, — alatus Gill (16), — carolinus Gill (16), — roseus Jordan Jordan
u. Thompson, — siearnsiü Jord. u. Everm. Gill (16), — sitrigatus Gill (16),
— tribulus Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson.
Prionurus Lacep. Gill (13).
Priopis gymnocephalus Lacep. Jordan u. Seale (1).
Pristigaster Ridewood (3).
Pristigenys substriatus Blainv. Eastman (%7).
Pristiophorus M. H. Pappenheim (4). — suevicus Jäk. Joleaud.
Pristipoma furcatum Agass. Eastman (%).
Pristis Lath. Pappenheim (4), — fajumensis n. sp., ingens n. sp. Stromer (1), —
zysron Blkr. Fowler (3).
Pristiurus Cerruti, Dieulate, Farmer u. Moore, Grosser, Gregory, — melanostomus
Froriep, Klinkhardt, Phigini, Imms.
Proantigonia caprossoides Cosm. Simieneseu, — longirostra Kramb.
Promicrops guttata L. Jordan u. Thompson.
Promyllantor alcocki Gilb. u. Cramer Gilbert.
Propristis schweinfurthi Dames Stromer (1).
Prosopodasys gogorzae n.sp. Jordan u. Seale (1), — leurynnis n. sp. Jordan u.
Seale (2).
Protopterus Bing u. Burckhardt, Broman, Pineus, — annectens Sarasin, —
aethiopicus Heck. Pellegrin (2).
128 IV. Pisces für 1905.
Psammosteus tesselatus Ps. Traquair (5), — taylori Traquair (5).
Psenes cyanophrys Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson.
Psephodus politus n. sp. Newberry.
Psettodes erumei Bl. Schn. Pellegrin (5).
Pseudaphritis urvillii Cuv. u. Val. Waite (1).
Pseudarchaster alascensis n. sp. Fischer, — pusillus n. sp. Fischer.
Pseudoblennius percoides Gthr. Jordan u. Starks.
Pseudochromis tapeinosomus Blkr. Jordan u. Seale (1), — rodwayı n. sp. John-
ston (5).
Pseudogobio Jordan u. Starks.
Pseudolabrus punctulatus Gthr. Waite (2).
Pseudomonacanthus galii Waite Waite (2).
Pseudopeneus barberinus Bloch Jordan u. Seale (1), — maculatus Cuv. u. Val.,
martinicus Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — moana Jord. u. Snyd. Jordan
u. Snyder (2).
Pseudorhombus arsius Ham. Jordan u. Seale (2), — dupliciocellatus n. sp., ocellifer
n. sp. Regan (3).
Pseudoscaphirhynchus Pappenheim (3), — fedschenkoi Berg, — hermanni, kauf-
manni Berg.
Pseudoscarus guacamaia Bloch u. Sch. Jordan u. Thompson.
Pseudosciaena polyactis Blkr. Jordan u. Seale (2).
Pseudosynjmatus opisthopterus Agass. Bastman (%).
Pseudotriacis microdon Cap. Jaquet.
Pseudoxiphophorus pauciradiatus Regan (12).
Pteraster jordanı n. sp. Fischer.
Pterogobius dainio Jord. u. Snyd. Regan (3), — elapsoides Gthr. Jordan u. Starks.
Pterois jordani n. sp. Regan (3), — ranina Tiles Barbour.
Pterophryne gibba Mitch Barbour, Jordan u. Thompson, — histrio Agassiz
Gill (4, 10), Gudger (2).
Pteroplatea micrura Schneid. Fowler (3).
Pterothrissus gisu Gill (6).
Pterygocephalus paradoxus Agass. Eastman (%).
Pterygopterus apus Kner. Abel.
Ptychobarbus oschanini n. sp. Berg.
Ptychodus latissimus Ag. Wegner.
Puntius schwanenfeldiüi Blkr. Fowler (3).
Pygaeus bolcanus (Volta) Eastman (7).
Pycnodus Stromer (1), — apodus Volta Eastman (7).
Pygosteus sinensis Guich. Jordan u. Starks.
Querimana gyrans Jord. u. Gilb. Jordan u. Thompson.
Rachicentridae Bean (2).
Raja Borcea (1), Cerruti, Diamare, Helly (2), Pensa (1), Steuer, — asterias De la ,
Roche Franz, Sterzi, — batis L. Franz, Hjort u. Petersen, — erinacea Rand
u. Ulrich, — circularis Conch. Jensen (1), — clavata L. Borcea (2), Imms,
Sterzi, — erinacea Marion, Sullivan, — fyllae Lütk. Jensen (1), Lütken, —
fylla var. lipacantha Jensen(1),— hyperborea Coll. Hjort u. Petersen, Jensen(?),
— laevis Rand u. Ulrich, — lintea Hijort u. Petersen, — macrorhynchus
IV. Pisces für 1905. 129
Farmer u. Moore, Sterzi, — maculata Farmer u. Moore, — radiata Donovan
Ehrenbaum (1), Jensen (2), — tongu Jord. u. Fowl. Jordan u. Starks (6).
Ramphichthys marmoratus Cast Eigenmann u. Ward.
Rastrinus latifrons n. sp. Gilbert.
Rasbora duranensis Blkr. leptosoma Blkr. Fowler (3), — vaillanti n.sp. volzii
n. sp. volzii Popta fasciata n. var., trifasciata n.sp. Popta (1).
Regalecidae Bean (2).
Regalecus glesne Asc. Jordan u. Thompson.
Rhadinichthys macronochiei Trag. Peach u. Horne (1).
Rhamphosus rostrum Volta Eastman (%).
Rhamphognathus paralepoides Agass. Eastman (9%), — sphyraenoides Agass.
Eastman (%).
Rhaphiolepis tob. Cuv. Fowler (5).
Rhina squatina L. Imms.
Rhinchochimaera Dean.
Rhinichthys cataractae duleis Gir. Juday.
Rhinobatus produetus Gir. Imms.
Rhinobatos thaninianus Fowler (3).
Rhinochimaera Gill (3).
Rhinodon pentalineatus Kishinouye, typieus Smith Bean (1), Gill (7, 8).
Rhinogobius Jordan u. Seale (1), — glaucofraenum Gill, tortugae Jordan u.
Thompson, — mowbrayi n.sp. Bean (2), — platycephalus Peters Jordan u.
Seale (2).
Rhinopias n.g. frondosa Günther Gill (11).
Rhizodoptis sauroides Will. Stobbs.
Rhodeus amarus Christopher, Fatio (2), Gill (7), — ocellatus Kner. Jordan u.
Seale (2).
Rhodichthys regina Coll. Hjert u. Petersen, Jensen (2).
Rhombus laevis Rond. Henking, Hoek, — maximus Will. Dantan, Henking, Hoek,
HPPC
Rissola marginata Gudger (3).
Robita Jordan u. Starks.
Rutilus rutilus Gill (7).
Rypticus saponaceus Bloch u. Sch. Jordan u. Thompson.
Sagenodus Newton.
Salarias anomalus n.sp. Regan (18), — deani n.sp., endentulus Forst., un-
decimalis n. sp. Jordan u. Seale (1).
Salariichthys textilis Quoy. u. Gaim. Barbour.
Salmonidae Billard (1, 2), Bruyant (2), Dahl, Dieulate, Fatio (3), Green, €., Green,
€. W., Henking u. Fischer, Holt (1,2, 3), Jordan u. Evermann, Krüger,
Laver, Oxner, Ridewood (1), Swinnerton (2), Trinei, Tur, Willey, — albus
ansonii, brachypoma, cambricus, coecifer, cornubiensis, eriox L., estuarius
Jordan (3), —fario L. Cepede (2), Jordan (3), — fasciatus Bloch Jordan u.
Seale (1), — ferox, gaimardi, gallivensis Jordan (3), — irideus Galbert,
Haller (1,2), — kumdscha Walb. Jordan (2), — levinensis Jordan (3), —
macrostoma Gthr., mason Brev. Jordan (2), — nigripinnis, orcadensis Jordan
(3), — perryi Brev. Jordan (2), — phinoc Jordan (3), — quinnet Galbert,
— salar Broman, Bund, Calderwood, Dahl, Grimm, Henking u. Trybom,
Arch. f. Naturgesch, 72. Jahrg. 1906. Bd. II, H.1. (1V.) 8)
130 IV. Pisces für 1905.
Hoek, Olivier, Tosh, — salvelinus Heuscher, — stomachinus Jordan (3), —
trutta Dahl, Goldstein, Jordan (3), — variabilis-lacustris Heuscher.
Salvelinus malma Walb. Jordan (2), — umbla L. Leger (1).
Sarda chilensis Cuv. u. Val. Jordan u. Snyder (1), — sarda Bloch Fowler (2).
Sandalodus ellipticus n. sp. Newberry.
Sardinella brachysoma Blkr. Fowler (3), — clupeoides, sirm Rüpp. Jordan u.
Seale (1), — anchovia Cup. u. Val., macrophthalma Ranz. Barbour.
Sardinius erythrophthalmus L. Cepede (2), Huber.
Sargus Buen, Trinei.
Saurenchelys taeniata Ale. Alcock u. Gilchrist.
Saurida badi Cuv. Jordan u. Seale (1).
Scaeops poecilura Blkr. Jordan u. Seale (1).
Scaphirhynchus fedttschenkoi Kessl., hermanni Bogd., kaufmanni Sev., rossi-
kowi Nik. Pappenheim (3).
Scardinius erythrophthalmus Gill (7).
Scaridae Bean (2).
Scartelaos viridis Buch. Ham. Jordan u. Seale (1).
Scatophagus frontalis (Agass.) Eastman (%).
Schedophilus Günther Cohn.
Schilbe mystus L. Boulenger (6, 9).
Schizothorax dipogon n.Sp., macropogon n.sp., waltoni n.sp., younghusbandi
n.sp. Regan (5).
Sciaenidae Bean (2), Smith (1).
Sciaena albiflora Rich. Regan (3), — bedotis n. sp. Regan (16), — novae hollandiae
Stdehr. Fowler (3).
Sceiaenops Smith (1).
Scoliodon euvieri Agass. Eastman (7), — acutus Rüpp. Fowler (3), — kraussi Probst
Joleaud.
Scolopsis ciliata Lac&p. Jordan u. Seale (1).
Scomber Garrey, Steuer, — kanagurta Rüpp. Fowler (2), — ruber Fowler (5), —
scomber L. Bassani, Fowler (2), Henking u. Fischer, H. P. P. €., Pellegrin (10),
— sp. Simioneseu.
Scomberoides moluccensis Gray, toloo Cuv., tol Cuv. Fowler (5).
Scomberomorus argyreus n. sp. Fowler (2), — cavalla Cuv. Fowler (2), Jordan u.
Thompson, — guttatus Schn. Fowler (2, 3), — maculatus Mitch. Jordan
u. Thompson, — regalis Bloch Fowler (2), — sinensis Lacep. Jordan u.
Starks (1).
Scombresox rodeleti Cuv. u. Val. Bassani.
Scombridae Bean (2).
Scopelus caninianus Cocco Saemundsson.
Scorpaena Bean (2), Buen, Steuer, Trinei, — agassizii Goode u. Bean Barbour,
— brasiliensis Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — frondosa Günther Gill (11),
— grandicornis Cuv. u. Val., plumieri Cuv.u. Val. Jordan u. Thompson,
— porcus Pellegrin (10).
Scorpaenopsis cacopsis Jenkins Jordan u. Snyder (2%), — novae guineae Cuv. u. Val.
Jordan u. Seale (1).
Scylliorhinus distans Probst Joleaud.
IV. Pisces für 1905. 131
Scyllium Cerrutti, Diamare, Dieulate, Gregory, Grosser, v. Rynberk (3, 4), Helly (2),
Steuer, — canicula Carazzi, Drzewina u. Pettit, Farmer u. Moore (1), Franz,
Imms, Mudge, Pighini, Sterzi, Wildakowich, — catulus Carazzi, Farmer
u. Moore (1), Pighini, — stellare Hochstetter, Sterzi.
Scymmnorhinus triangulus Probst Joleaud.
Scymnus Wilder, — !ychia Helbing.
Scyris alexandrina S. Hilaire, — indica Rüpp. Fowler (5).
Sebastes marinus L. Ehrenbaum (1), Hjort u. Petersen, — norvegicus Asc. Breitfuß.
Sebastepistes nivifer n.sp. Jordan u. Seale (1).
Sebasticus marmoratus Cuv. u. Val. Jordan u. Starks.
Sebastodes Gill (1%), — fuscescens Houtt. Jordan u. Starks.
Sebastopsis scabra Rams. u. O. Jordan u. Seale (1).
Sebastosemus n. g. entaxis Gill (17).
Selache maxima L. Franz, Pitzorno.
Selachii Grosser, Haller (1), Hawkes, Helly (1), Johnston (2), Pasquale (3), Pineus,
Quinton (3), Retzius (3), Schnaudigel, Simroth, Sterzi, Stromer (1), Studnicka,
Allis, Chiarugi, Dieulate, Froriep, Wijhe.
Selene vomer L. Fowler (5), Jordan u. Thompson.
Scleropages osteoglossum, formosum Fuhrmann (2).
Semionotus Newton, — agassızir Eastman (%), — brodiei Woodward (1), — elegans
fultus Bastman (2), — kapffi Fraas Kramberger-Gorjanovie, — lineatus,
micropterus, ovatus Eastman (2).
Semiophorus relifer Volta, velicans Blainv. Eastman (7).
Semotilus atromaculatus Gill (%), Juday.
Senegalensis C. u. V. Boulenger (9).
Seriola analıs Agass. Eastman (%), — dumerili Cuv.u. Val. Bassani, Jordan u.
Thompson, — fasciata Bloch, Zalandi Cuv.u. Val. Jordan u. Thompson,
— prisca Agass. Eastman (%), — zonata Mitch. Barbour.
Serranus Bean (2), Boulenger (9), Pfeffer, Trinei, — rugosus Haeckel Eastman (4),
— scriba Buen.
Setipinna gilberti n.sp. Jordan u. Starks.
Sieydium plumieri Clark.
Sierra n. subg. cavalla Cuv. Fowler (2).
Siganus concatenatus Cuv. u. Val., oramin Bloch u. Schn. Jordan u. Seale (1).
Silago bouttani n. sp. Pellegrin (5), — sihama Forsk. Jordan u. Seale (1), Jordan
u. Starks, Pellegrin (5).
Sılurus Boulenger (9), Kolmer (1), Pellegrin (6), Pfeffer, Popta (2), — glanis
Oxner, — clarias Montel.
Siphonostoma Duncker, — dendriticum n.sp. Barbour, — floridae Gudger (1),
— jonesi Gthr., makayi Swain. u. Meek, pelagicum Osb. Barbour.
Smaris vulgaris Pellegrin (10).
Somniosus microcephalus Bloch. Hjort u. Petersen, Jensen (1).
Solea Bounhiol (2), Holt u. Byrne (2), Favaro (2), Steuer, — borbonica n. sp.
Regan (16), — lascaris Risso Cuenot (1), — lutea Riss. Bassani, — vulgaris
Quenst. Henking, Hoek, H. P. P. €.
Spaniolepis ovalis n. sp. Kramberger- Gorjanovie.
Sparidae Bean (?).
9%
132 IV. Pisces für 1905.
Sparisoma abildgaardi Bloch, Jordan u. Thompson, — caeruleus Bloch, carus
croicensis Bloch Barbour, — flavescens Bloch u. Schn. Barbour, Jordan u.
Thompson, — hoplomystax Cope, niphobles Jord. u. Bollman, radians
Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson, — viride Bonnaterre Barbour, Jordan
u. Thompson, — zystrodon Jord. u. Swain Jordan u. Thompson.
Sparnodus elongatus Agass., microstomus Agass., vulgaris (Blainv.) Eastman (7).
Sparus schlegeli Bleek. @taki, Jordan u. Starks.
Sphagebranchus anguiformis Peters Barbour.
Sphenacanthus Stobbs, — fifensis Tr. Traquair (6).
Sphenodon Jaekel (2).
Sphenonchus Newton,
Spheroides alboplumbeus Rich. Jordan u. Starks, —laevigatus L. Jordan u. Thompson
— lunaris Bloch. u. Schn., ocellatus Osb. Jordan u. Seale (I), — rubripes
Schleg. Jordan u. Seale (2), — spengleri Bloch Barbour, Jordan u. Thompson,
— testudineus L. Jordan u. Thompson.
Sphyraena Bean (2), — barracauda Walb. Jordan u. Thompson, — bolgensis Agass.
Eastman (%), — jello Cuv. u. Val. Jordan u. Seale (1), — pinguis Gthr.
Regan (3), sphyraena L. Barbour.
Sphyraenodus Toula.
Sphyrna malleus Riss. Imms, — prisca Ag. Joleaud, — tiburo L., zygaena L.
Jordan u. Thompson.
Spinax Brachet, — cuneiformis Blainv. Eastman (%), — niger Klinkhardt, Punnet,
Sund, — spinax L. Franz.
Spirangium Sauvage (2).
Spirobranchus Brüning (2).
Squalus Locy (1), Pettit (2), — acanthias Locy (2), Sullivan, — agassizii Heck.
Cepede (1, 2), — cavedanus Fatio (4), — cephalus L. Cepede (2), — latus Keys.
Berg, — mitsukurii Jord. u. Snyd. Gilbert, — savignyi Bonap. Cepeöde (2),
— schmidti Herz. Berg, Bounhiol (2).
Squaloidei Stromer (1).
Squatina Borcea (1), — angelus Locy (2), Pitzorno, — squatina L. Franz, — vulgaris
Cavazzi.
Stelgidonotus n. g. latifrons n. sp. Gilbert u. Thompson. -
Stemonidium hypomelas n. sp. Gilbert.
Stenognathus corrugatus Terr. Newberry.
Stephanolepis japonicus Files. Jordan u. Starks.
Sternachella n. g. nattereri Str., sachsi Peters Eigenmann u. Ward.
Sternachorhamphus macrostomus Gthr., mülleri Stdr., tamandua Blgr. Eigen-
mann u. Ward.
Sternarchus nattereri Stdr. Eigenmann u. Ward.
Sternoptychidae Collett (1).
Stelhacantus productus n. sp., compressus n. sp. Newberry.
Stethojulis bandanensis Blkr. Jordan u. Seale (1), — interrupta Blkr. Jordan
u. Seale (2), — kalosoma, phekadopleura Blkr., zatima n.sp. Jordan u.
Seale (1).
Stoasodon narinari Euph. Jordan u. Thompson.
Stolephorus choerostomus Goode Barbour, — japonicus Houtt. Jordan u. Seale (1).
Strepsodus sp. Peach u. Horne (1).
IV. Pisces für 1905. 133
Stromateidae Bean (2).
Stromateoides argenteus Euph. Jordan u. Starks.
Stromateus niger Pellegrin (5).
Styracopterus fulcatus Traq. Peach u. Horne (1).
Synanceja u. Synanceia Gill (11).
Synanchia Jord. u. Starks, Swain. Gill (11).
Synaphobranchus brachysomus n. sp. Gilbert.
Synaptura punctatissima var. nigromaculata Pellegrin (3).
Synodontidae Bean (2).
Syngnathus Bean (2%), Bounhiol (2), Buen, Duncker, — acus L. Bassani, — argy-
rosticus Gudger (1)— brachycephalus Poey, ducens Poey Jordan u. Thompson,
— incompletus Cosm. Simioneseu, — makayi Swain u. Meek Jordan u. Thomp-
son, — schlegeli Kaup Jordan u. Seale (2), Jordan u. Starks, — scovelli Everm.
u. Kend. Jordan u. Thompson, — spirifer Gudger (1).
Synodontis angelicus Schilth. Boulenger (5), — batensoda Rüpp., elarias L. Bou-
lenger (9), — greshoffi Schilth. Boulenger (5), — nigromaculatus n. sp. Bou-
lenger (6), — punctulatus Gthr. Hilgendorf, — serratus Rüpp. Boulenger (9).
Synodus foetens L. Jordan u. Thompson, — sageneus Waite Waite (2), — saurus L.
Barbour, — varius Lacep. Jordan u. Snyder (1).
Tachysurus argyrophleuron Valenc. Fowler (3).
Tarandichthys filamentosus Gilb. Gilbert u. Thompson.
Tarpon Gill (6), — atlanticus Cuv. u. Val. Jordan u. Thompson.
Telescopias Jord. u. Snyd. Regan (3).
Teleostei Allis, Barbieri (1), Ciaccio, Comes (2), Dieulate, Ghigi (1, 2), Giacomini (2),
Gill (18), Haller (1,2), Johnston (4), Marechal, Quinton (4), Starks (2),
Stenta, Stromer (1), Studnicka, Tagliani, Trineci.
Terapon humeralis Og. Waite (%), — jarbua Forsk. Jordan u. Seale (1).
Tetraodontidae Bean (2).
Tetraodon immaculatus Bloch. Jordan u. Seale (1), — palembangensis Blkr.
Fowler (3), — ophryas Cope, hispidus L. Jordan u. Snyder (2), — reticularis
Bloch. u. Schn. Jordan u. Seale (1).
Tetrodontidae Boulenger (9), Pellegrin (6).
Tetrodon bergii n. sp. Popta (1), — cutcutia Schäme, — fahaka Hasselq. Boulenger
(9), — hilgendorfii n. sp. Popta (1).
Tetrapturus imperator Schneid. Fowler (2).
Teuthididae Bean (2).
Teuthis bahianus Casteln., chrysosoma Bleeker, heliodes n. sp., hepatus L.
Barbour.
Thalassoma bifasciatum Bloch Jordan u. Thompson, — lunare L. Jordan u. Seale (2),
— nitidum Gthr. Jordan u. Thompson.
Thelodus scoticus Traquair (1).
Thoracopterus niederristi Bronn Abel.
Thunnus schlegeli Stein Otaki.
Thylosurus acus Lacep., rhaphidoma Ranz. Barbour.
Thymallus signifer Rich. Fowler (4), — vulgaris Auerbach.
Thynnus Steuer, — boleensis Agass., lanecolatus Agass., latior Agass.
(?) propterygius Agass. Eastman (7).
134 IV. Pisces für 1905.
Tiapia alcalia n.sp. Hilgendorf, — amphimelas n.sp. Hilgendorf, — fouloni
n. sp. Boulenger (6), — galilaea Art. Pellegrin (2), — macrocentra Hilgen-
dorf, — magdalenae Hilgendorf, — manyarae n.sp. Hilgendorf, — melano-
pleura A. Dum. Boulenger (6), — natalensis M. Weber Boulenger (6), —
nilotica L. Boulenger (9), — nuchisquamulata Hilg. Hilgendorf, Pellegrin (2%),
— guiarti Pell. Pellegrin (2), — sparrmani A. Smith Boulenger (6), — sparsi-
dens Hilgendorf, — strigigena Pfeff. Pellegrin (2).
Tinca Crevatin, Favaro (2), Trinei, — tinca Gill (7), — vulgaris Cuv. Huber,
Kulezycki u. Nussbaum, Oxner.
Torpedo Borchert, Farmer u. Moore, Franz, Froriep, Joseph (2), Steuer, Sund,
— galvani Cavali6, — marmorata Helly (2), Mendelssohn, Sterzi, — ocellata
Caggi, Chiarugi, Klinkhardt, Pighini, Sterzi.
Tosia leptocerama n. sp. Fischer.
Toxotes antiquus Agass. Eastman (%), — microlepis Gthr. Fowler (3).
Trachidermus ansatus Rich. Jordan u. Starks.
Trachinocephalus myops Forst. Jordan u. Thompson.
Trachinotus carolinus L., goodei Jord. u. Ever., falcatus L., palometa Began
Jordan u. Thompson. — ienuiceps Agass. Eastman (?).
Trachinus Trinei, — araneus C. V., draco L., radiatus C. V., vipera C. V. Porta.
Trachurops erumenophthalmus Block Barbour.
Trachurus mediterraneus Steindachn. Fowler (5), — symmetricus Ayres Fowler (5),
— trachurus L. Bassani, Jordan u. Starks.
Trachypterus Steuer, — iris Walb. Bassani.
Trachyrops crumenophthalmus Bloch Fowler (5).
Triacanthus oxycephalus Blkr. Fowler (3), — strigilifer Cantor Jordan u. Seale (1).
Tridentiger bifasciatus Stdr. Jordan u. Starks, — genimaculatus n. sp. Regan (3),
— marmoratus u. sp. Regan (3), — obscurus Schleg. Jordan u. Starks.
Trichidion hilleri n. sp., indieus Shaw. Fowler (3).
Trichiurus kaumela Forsk., lepturus L., Fowler (2), — savala Cuv. Fowler (2, 3).
Trichosoma hamiltonii Gray Jordan u. Starks.
Trigla Steuer, Supino, Trinei, — hirundo Mar6chal, — lineata Gill (16).
Triglops pingeli Reinh. Ehrenbaum (1).
Tistychius minor Peach u. Horne (1).
Tropidichthys psegma Jord. u. Ev. Jordan u. Snyder (1).
Trutta Favaro (2), Favre, Greil, Grimm, Henking u. Trybom, Jobert, — fario
Boulin, Seligo.
Trygon Borcea (1), Porta, — brucco Bp. Porta (1), — muricatus Valta Eastman (7),
— pastinaca Cuv. Porta (8), — thalassia M Hle. Porta, — violacea Bp. Porta,
— walga Müll. u. Henl. Imms.
Tylobius giganteus Schleg. Jordan u. Seale (1).
Tylognathus Pellegrin (8).
Tylosurus aphidoma Ranz. Jordan u. Thompson, — leiucoides Blkr. Fowler (3).
Typhosidae Bean (2).
Upenus maculatus Bloch. Barbour, — tragula Bloch. Jordan u. Seale (1).
Uranoscopus Trinei, — scaber L. Porta.
Urolophus crassicaudatus Blainv. Eastman (7).
Urophen dubia Blainv. Eastman (%).
Uropterygius concolor Rüpp. Jordan u. Seale (1).
IV. Pisces für 1905. 135
Valencienna sp. Jordan u. Seale (1).
Vomer setapinnis Mitchill Fowler (5). — spixii Swainson Fowler (5).
Vomeropsis triurus Volta Eastman (%).
Xenocara chagreti Eigm., occidentale Reg., rothschildi n. sp. Regan (17).
Xeneretmus infraspinatus Gilb. Gilbert u. Thompson.
Xenopomichthys auriculatus n. sp. Pellegrin (8).
Xiphiidae Bean (2).
Xiphias gladius L. Fowler (2).
Xiphopterus falcatus Volta Eastman (7).
Xyrichthys psittacus L. Jordan u. Thompson.
Xistaema cinereum Walb. Jordan u. Thompson, — punctatum Cuv. u. Val. Jordan
u. Seale (1).
Zacco temminckii Schleg. Jordan u. Starks.
Zanclus canescens L. Jordan u. Snyder (2%). — brevirostris Agass. Eastman (7).
Zebrasoma flavescens rhombeum Kitt. Jordan u. Snyder (2).
Zenarchopterus amblyurus Blkr., buffonis Valenc. Fowler (3).
Zeus Steuer, Trinei, — faber L. Bassani.
Zeugopterus Petersen (1), — megastoma Hjort u. Petersen,
Zezera Jordan u. Starks, — rathbuni n. sp. Jordan u. Seale (2).
Zoarces Henking u. Fischer, Krüger, Retzius (2), — gillii n. sp. Jordan u. Starks,
— viviparus Goldstein, Kolster.
Zonurus Gilbert u. Thompson.
Zoroaster (Myzxoderma) evermanni n.sp. Fischer, Fischer, — ophiurus n. sp. Fischer.
Zygaena malleus Riss. Imms.
136 IV. Pisces für 1905.
Inhaltsverzeichnis.
Seite
I. Verzeichnis der Veröffentlichungen mit Referaten. .. ...... 1—88
II. Übersicht‘ nach dem Steff .... . -....: 0 ie er 88—95
Ontogenie, Histsgenie, Organogenie. .... sumceiare u = fr em 1.88
Histologie, Anatomie, Morphologie, Phylogenie. . . 2. 2.2.2.2... 89
System, Nomenclatur, Haut, Skelet, Muskeln, Bänder, Gelenke,
Blektrische Organ: 7... rm ws ee 90
Nervensystem, „Darmkanal . ... . 4%. =... Wertelnus ke rl
Blutgefäße, Leibeshöhle, Harn- und Geschlechtswerkzeuge, Physiologie 02
Biologie 2 See ae une 00 . 9
Bischzueht;, Eiseherei . .2.. 4. u: car zer Kelten ee 94
11T, „Baunsuk gem u 4.2 2 releases erh ee 94—95
Arktis, Antarktis, Europa, Asien .u.. %: “ame er“ ar 94
Afrika, Australien, Polynesien, Amerika, Fossile Fische. ...... 95
IV. Systematisehes: Verzeichnis: der, Nova... fereh.ne un aan 96—104
Plectognathi, Pedieulati, Mastacembelidae, Podatelidae, Ophidiidae,
Zoaricidae, Blenniidae, Trachinidae, Uranoscopidae . . ...... 96
Triglidae, Agonidae, Cyclopteridae, Leptoscopidae, Cottidae, Scor-
BPaeHidae n, 3 Ara ya, 2 ar Yes naglngntei na > 3. Je 97
Pleuronectidae, Scombridae, Carangidae, Pomacentridae, Bramidae,
Labridae, Cichlidae . . ... . ee sin 10.a we e 98
Teuthidae, Chaetodontidae, Lemnisomidae, Sparidae, Sciaenidae,
Pseudochromididae, Haemulidae, Lutianidae, Cheilodipteridae . . . 9
Serranidae, Percidae, Berycidae, Macruridae, Parophiocephalidae,
Chiasmodontidae, Polynemidae, Scomberesoeidae, Catosteomi . . . 100
Cyprinodontidae, Scopelidae, Galariidae, Apodes, Loricariidae, Siluridae,
Cyprisidae.... % we Bar a Reel aan, 22 Bier re 101
Characinidae, Gymnotidae, Stomiatidae, Clupeidae, Engraulidae . . . 102
Staurodontidae, Mormyridae, Albulidae, Ganoidei, Dipneusti, Crosso-
pterygü, Holocephali, Plagiostomi. . .- - - „u. © ar 103
Leptorardiüi ) ..,. “u u, tan ın SEE. 2 104
V. Übersicht der im Bericht genannten Arten... .. 2.2... 104—135
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L. Baer, Silicispongien von Sansibar, Capstadt und Papeete.
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L. Baer, Silicispongien von Sansibar, Capstadt und Papeete.
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L. Baer, Silicispongien von Sansibar, Capstadt und Papeete.
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Druck von Albert Frisch, Berlin W.35.
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Druck von Albert Frisch, Berlin W.35
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F. Urban, Kalifornische Kalkschwämme.
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Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin W.
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