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HARVARD UNIVERSITY
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LIBRARY
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DEEL 101 1958
TIJDSCHRIFT
VOOR ENTOMOLOGIE
UITGEGEVEN DOOR
DE NEDERLANDSCHE ENTOMOLOGISCHE VEREENIGING
Tijdschrift voor Entomologie, deel 101, 1958
Aflevering 1 verschenen 21 april 1958
N 2 E 10 juli 1958
3-4 > 31 december 1958
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Register
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TIJDSCHRIFT
VOOR ENTOMOLOGIE
UITGEGEVEN DOOR
DE NEDERLANDSCHE ENTOMOLOGISCHE VEREENIGING
Tijdschrift voor Entomologie, deel 101, afl. 1. Gepubliceerd 21.IV.1958
È
BIOTAXONOMISCHE FINZELHEITEN UBER NIEDERLAN-
DISCHE WANZEN (HEMIPTERA, HETEROPTERA)
VON
R. H. COBBEN
Laboratorium für Entomologie, Landwirtschaftliche Hochschule, Wageningen
INHALT
IPA canthosomidae ensure] GINT bid a € a ERE SU
2. Pentatomidae NAT UE. Ir 3 7. Anthocoridae DE NE 4 OVALI DE
3. Lygaeidae A e MEO BANANE O
4. Tingidae . SO A Omur KOMPIEX CN 28
DeReduvidae ho an a ed ar wd
EINLEITUNG
Die Haupttendenz des nachfolgenden Aufsatzes ist die Aufmerksamkeit zu
lenken auf die intraspezifische Variabilität bestimmter Strukturen, die in den
üblichen Bestimmungsarbeiten als wichtige Artmerkmale benutzt werden, oder
die zu Meinungsverschiedenheiten betreffs der taxonomischen Stellung der Trager
dieser Strukturen veranlasst haben. Naturgemäss können wir innerhalb dieses
Rahmens nur Tatsachen anführen und vergleichen. Die gestellten Probleme sollen
jedes einzeln in grösserem biogeographischem Zusammenhange und mit Berück-
sichtigung der Variationsbreite anderer Merkmale und mit Zucht- und Kreu-
zungsversuchen gelöst werden. Zweitens werden nachstehend die praeimaginalen
Formen bestimmter Artgruppen (Tingidae, Deraeocoris, Lygus) gegenseitig und
mit den betreffenden Imagines verglichen. Die meisten erwähnten Arten sind in
den Niederlanden selten, einige sind neu für unsere Fauna, so dass zugleich
faunistische Daten eingefügt wurden. Die angewandte Nomenklatur ist die von
KLOET & HINCKS (1945, Check list of British Insects, Stockport), angepasst an
den seitdem in der Literatur veröffentlichten neueren Einsichten. Gerne will ich
auch hier nochmals den Herren BRAKMAN, GRAVESTEIN und MEURER danken,
die mich mit Material unterstützt haben. Ebenfalls bin ich den Herren Prof. Dr.
H. BoscHMA und Dr. BLÔTE Dank schuldig, die mir die Gelegenheit boten
mehrere Wanzen in der Sammlung des Leidener Museums zu untersuchen. Auch
Herrn Ep. WAGNER (Hamburg), der stets bereit war zweifelhafte Bestimmungen
zu berichtigen, möchte ich danken.
1. ACANTHOSOMIDAE
Elasmucha fieberi Jak.
Eden 31V. 11219555 MIMO OSLO SS RINO Schaarsbergen, 21,V.1.1955, 18;
15.VI.1956, 2 2, auf Betula pendula. Eins derselben, vom letzt genannten
1
N
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Datum wurde auf der Unterseite eines Birkenblattes angetroffen, während es ihr
Gelege bewachte. An der Unterseite eines anderen Blattes am selben Zweige wurde
das Gelege der allgemeinen Elasmucha grisea L. gefunden, ebenfalls mit dem
Muttertier in derselben bewachenden Haltung. Die Brutsorge dieser letzten Art
ist allgemein bekannt; im Jahre 1951 wurde sie auch von der dritten Elasmucha-
Art, nämlich von der auf Vaccinium lebenden E. ferrugata F., von STRAWINSKI
beschrieben. Das obengenannte Gelege von E. fieberi bestand aus 53 goldgelben
glänzenden, das von E. grisea aus 52 rohmweiss glänzenden Eiern. Das Ei von
E. ferrugata ist nach STRAWINSKI (op. cit.) hellgrün. Im Gegensatz zu den Eiern
der Pentatomiden, besitzen die Elasmucha-Eier kaum sichtbare mikropoläre Pro-
cessus, das Aufspringen erfolgt nicht durch das Losdrücken eines glattrandigen,
runden Deckels mit Hilfe eines Oviruptors. Morphologisch sind die Eier wenig
verschieden. Das Ei von E. fieberi unterscheidet sich, abgesehen von der Färbung,
nur in der etwas grösseren Länge von dem E. grisea. Einige Eimasse (Länge/
1,06 1,09 1,10 1,04 1,05 1,04
0,61 0,59 0,61 0,59° 0,60’ 0,60
Auch die ersten Larvestadien von fieberi sind etwas grösser als die von grisea,
aber übrigens sind sie praktisch einander gleich. Leider gelang es uns nicht die
Aufzucht weiter als bis zum dritten Stadium durchzuführen. Das Betragen der
Muttertiere und der jungen Larven war bei beiden Arten dasselbe und stimmte
völlig mit der genauen Beschreibung des Betragens der Elasmucha (= Meadorus)
lateralis Say von FROST & HABER (1944) überein. Das erste Larvenstadium verblieb
auf der Stelle der Eier, wie ein Häufchen dicht an cinander gedrückt und un-
beweglich unter dem Muttertier. Die leeren Eischalen wurden in Pfröpfchen ver-
breitet (durch das 9 ?) auf dem umgekehrten Blatt in einer Petrischale zurück-
gefunden. Beide Arten häuteten sich nach 8 Tagen zum ersten Mal. Sowie die
Larven in diesem Stadium einigermassen ausgefärbt waren, entstand unter dem
Muttertier eine lebhafte Tätigkeit. Sie kamen zum ersten Mal unter der Mutter
heraus zum Vorschein und verbreiteten sich mit aufgeregten Bewegungen über
das Blatt. Nachdem sie eine Zeitlang auf diese Weise über das Blatt hin und
her gelaufen hatten, fing der Auszug an. Es war ein fesselndes Schauspiel,
die etwa 50 Larven im Gänsemarsch wie
Prozessionsraupen an den Zweigen entlang
laufen zu sehen, auf der Suche nach den
noch geschlossenen Birkenkätzchen. Der
Drang, um in Gruppenverband an den
Kätzchen zu saugen, war im dritten Stadium
noch deutlich vorhanden. Die Stiletten sind
im ersten Stadium aussergewöhnlich lang, so
lang sogar, dass sie an der Basis des Ros-
trums in einer grossen Schlinge frei nach
Fig. 1. Elasmucha ferrugata F., sau- aussen treten. Da infolgedessen das Labrum
gend an Heidelbeere mit vollkommen nach vorn gedrückt dun diesRostrum:
entblössten Stiletten (S); R, Rostrum. ; ; : ï
spitze etwas ausserhalb der Hinterleibsspitze
hervorragt, sieht es aus, alsob diese jungen Larven sowohl nach vorne wie nach
hinten zugespitzt sind. Wir haben nicht gesehen daß die Stiletten bei der Nahrungs-
aufnahme über ihre ganze Länge aus dem Rostrum gelichtet werden, wie wir es bei
Breite) von E. fieberi sind: von E. grisea:
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 3
den Imagines von E. ferrugata beobachtet haben. Im Jahre 1953 (S 175—177)
berichteten wir über einige Beobachtungen bezüglich des autonomen Gebrauches
der Stiletten während des Saugens, und des Verschleppens von Früchten durch
verschiedene Wanzen. Es ist keine Ausnahme, dass E. ferrugata, die in den an
Vacciniumreichen Wäldern im N.O. von Wageningen nicht selten ist, die Heidel-
beeren mit vollkommen entblössten Stiletten aussagt. Wir beobachteten ein ©
während 25 Minuten, das unaufhörlich sein Stilettenbündel auf und nieder bohrte,
wobei der Druck auf das Bündel so stark war, dass dieses nach hinten in einer
weiten Schlinge ausgebogen wurde. Das Rostrum wurde dabei nicht im Ruhestand
gegen die Bauchseite des Tieres gedrückt, sondern ruhte an der Innenseite der
Kelchkrone, während es teilweise die bohrenden Stiletten noch stützte (Fig. 1).
Nach etwa 20 Minuten saugen wurde das Stilettenbündel ganz aus der Beere
gezogen und wurde es mit Hilfe der Vorderbeine in das Labium zurückgebracht.
2. PENTATOMIDAE
Rubiconia intermedia WIff.
Ede, 17.VII.1955, 1 Larve letztes Stadium auf Blaubeere; idem 19.IX.1955,
1 ¢,1 2 geschleppt von Blaubeere (Vaccinium myrtillus). Im Gegensatz zu den
ausgedehnten Waldbeständen bei Ede (Prov. Gelderland) und bei St. Odiliënberg
(Prov. Limburg), die inventarisiert wurden, schien das zirka 1 Ha grosse Feldchen
in einem dünnen Kiefernwald, wo wir Rubiconia fingen, ein ausgezeichnetes
Milieu fiir verschiedene mehr oder wenig seltene ericicole Hemipteren zu sein,
wie Elasmucha ferrugata, Centrotus cornutus, Ophiola cornicula und Penthimia
nigra. Der Fund von Rubiconia ist sehr interessant, mit Hinsicht auf das Folgende.
>
Fig. 2. Rubiconia intermedia WIff. Larvenstad. V; 3. Neotiglossa pusilla Gmel. Larvenstad.
V, Kopf und Pronotum; 4. Stollia aenea Scop. Larvenstad. V, Kopf und Pronotum.
4 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
MACGILLAVRY (1929) berichtete den ersten Fang für unser Land aus Vierhouten
(1928) in einer Sendung Preiselbeeren (V. vitis idaea). RECLAIRE (1932, S. 73)
bemerkte hierzu, dass Vaccinium wohl kaum die echte Futterpflanze sein könnte,
da die Art im Ausland von anderen krautigen Gewächsen bekannt ist. Die zweite
Angabe finden wir bei RECLAIRE (1936, S. 245): „3 Exemplare in Loenen (Prov.
Utrecht) in einer Sendung Preiselbeeren erhalten, vermutlich von Apeldoorn”.
Doch glaubte er auch aus diesem Funde noch nicht schliessen zu dürfen, dass
Vaccinium, die Futterpflanze gewesen ist. Unser Fund aber zeigt, dass dies
wohl der Fall gewesen sein dürfte. Die Art lebt bei Ede unzweifelhaft auf V.
myrtillus, wo diese Pflanze eine dicht an einander geschlossene Vegetation bildete
und keine der aus dem Ausland bekannten Kräuter in der Nähe wuchsen. Die
Tiere wurden genau mit einem & und einem .9 verglichen, welche wir bei St.
Querin (Vogesen, VII.1950) auf Galeopsis tetrahit in einem Biotop antrafen,
der gut mit den ausländischen Literaturangaben übereinstimmte. Es wurden keine
bedeutenden Unterschiede gefunden, auch nicht bei Genitaluntersuchung. Unsere
einheimischen Exemplare sind dunkler (drittes Antennenglied ganz schwarz).
Inzwischen gibt auch FORSTER (1955) Vaccinium als Futterpflanze für Rubiconia
in Aselage (Meppen) an. GULDE (1934, S. 134) gibt als Nordgrenze der geogra-
phischen Verbreitung an: Troyes-Moseltal-Hamburg-Ostseeküste-St. Petersburg).
Larve. Das bei Ede gefangene Larvenstadium V (Linge 5,9 mm) wurde mit
CO, betäubt und gezeichnet (Fig. 2). Leider versäumten wir in der grossen Eile,
in der das Zeichnen des lebenden Tieres geschehen musste, die verschiedenen
Masse genau festzustellen. Die allgemeine Körperfarbe ist dunkel bis schwarzbraun
mit Bronzeglanz, mit hellen rahmfarbigen Flecken auf Thorax und Abdomen
(Topografie, siehe Fig. 2). Hinterleib heller mit roten Querstreifen; grosse
schwarze Flecke segmentsweise auf Connexivum und um die Duftdrüsenöffnungen.
Fühlerglied 2, Femora und Tibien hell; Fühlerglied 3 und 4, Tibien apical und
Tarsen dunkelbraun; Unterseite der Femora mit schwarzem Fleck. Körper kugel-
rund gewölbt, fast ganz mit tiefen Grübchen bedeckt; diese fehlen nur auf
einem glänzenden schwarzen, langgereckten ovalen Fleck an der Basis der Flügel-
scheide und auf einem derartigen Fleck an der Innenseite der Flügelscheide.
Diese Larve ist sehr leicht mit der von Neottiglossa pusilla Gmel. zu verwechseln.
Das deutliche imaginale Unterscheidungsmerkmal: Wangen gegen einander an-
liegend oder nicht und infolgedessen das Stirndreieck umschliessend oder nicht,
gilt für die Larven nicht; die Köpfe von Rubiconia und Neottiglossa sind dorsal
nahezu gleich (Fig. 3; die grössere Länge des Kopfes ist eine Folge des Druckes
des Deckgläschens). Auch die dorsale hell-dunkel Verteilung des Kôrpers ist
nicht prinzipiell verschieden; bei unseren Neottiglossa-Tieren ist das dunkele
Muster weniger ausgedehnt, bei einigen Exemplaren sogar beschränkt auf den
Seitenrand und 2 mediane Streifen auf Kopf, Seitenrand des Thorax und Abdo-
men und auf die Duftdrüsenskleriten. Auffallend ist bei der Neottiglossa-Larve
jedoch die dichte Bedeckung mit grossen schwarzen Grübchen. Wie sich auch aus
den Massen der Imagines ergibt, sind die Neottiglossa-Larven deutlich kleiner,
nämlich 4,4—5,2 mm. Andere Larven, die habituell den beiden vorhergehenden
gleichen, sind die von Stollia aenea Scop. und Stollia fabricii Kirk. (= Eusarcoris
melanocephalus F.). Bei beiden letztgenannten Tieren ist der Kopf an der Vorder-
seite gerade abgeschnitten (Wangen ebenso lang wie das Stirndreieck, Fig. 4).
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 5
3. LYGAEIDAE
Drymus picinus Rey., faunae nova species
Diese Art wurde im Jahre 1888 von Rey beschrieben, als Varietät von Drymus
sylvaticus F. WAGNER (1954) trennte sie als gute Art von der vorigen ab. Das
Pronotum von D. picinus ist lang, das von D. sylvaticus kürzer und breiter. Unter-
schiede in den Massen überschneiden sich in Grenzfällen. Die Theca des Penis
soll nur bei D. picinus ein gekrümmtes Anhängsel besitzen. Letztgenannte Art
ist dunkler und lebt an beschatteten Stellen in der Streuschicht von Laubbäumen.
D. sylvaticus ist heller gefärbt und wird im Callunetum auf offenem Gelände
gefunden. Beide Arten sind anscheinend in Mitteleuropa verbreitet. OSSIANNILS-
SON (1954a) untersuchte nach dem Beispiel WAGNER's die Verbreitung des D.
picinus in Schweden und erwähnt die Art aus 3 Provinzen. In unserem Lande ist
picinus genau so verbreitet wie sylvaticus. Die erste Art kommt auf dem Wagenin-
ger Berge zahlreich vor. Bei Ede und Roermond fanden wir sie in grossen Mengen
überwinternd in der Streuschicht von Robinia. Das Pronotum von 25 & wurde
gemessen; das Längen-Breiten-Verhältnis war durchschnittlich 1,48 und die Varia-
tion 1,38—1,65. Dieses Verhältnis ist noch etwas günstiger als bei D. sylvaticus,
wie es von WAGNER angegeben wird. Jedoch ist noch eine genauere Untersuchung
gewünscht um zu beweisen, dass D. picinus wirklich eine konstante Art ist
und nicht eine oekologische Form von D. sylvaticus. Zu diesem Zwecke sollten
Populationen der Grenzbiotope studiert werden. So lange das Rätsel der ausser-
gewohnlich grossen Variabilität einer anderen Lygaeide, Megalonotus chiragra F.,
noch nicht gelöst ist, erscheint Vorsicht bei Artspaltungen geboten.
4. TINGIDAE
Stephanitis rhododendri Horv.
Wageningen, Arboretum, 1956. Die Imagines erschienen in den ersten Wochen
des Juli. Der Grad des Befalls der in einem Komplex beisammen stehenden Rho-
dodendron-Striucher kann wie folgt angegeben werden:
Mässiger bis starker Befall: (bis etwa 40 Exemplare je Blatt): Rhododendron
Van Der Hoop, Rh. Mme. Mason, Rh. Mme. Carvalho, Rh. Parsons Gloriosum,
Rh. Mr R. S. Holford, Rh. America, Rh. Caractacus, Rh. Cunningham’s White,
Rh. Antoon van Welie.
Schwacher Befall: Rh. fastuosum, Rh. cynthia, Rh. everestianum.
Sehr schwacher Befall: Rh. Peter Koster, Rh. Hollandia, Rr. Dr V. H. Rutgers,
Rh. Mme. de Bruin.
Schwacher alter, aber kein neuer Befall: Rh. H. C. Dresselhuys, Rh. John
Walter, Rh. Prof. J. H. Zaayer.
Kein Befall: Rh. Mrs E. C. Sterling, Rh. dauricum, Rh. cantabile (aromatisch),
Rh. spec. Nr. 2532 und 2601 (Unterseite des Blattes filzig).
Stephanitis oberti Kol.
Wageningen, 30.VI.1952 (leg. TIMMER); Heemstede, 19.VII.1953 (leg. J. J.
MEURER); Wageningen, VII.1955, in grosser Zahl im letzten Larvenstadium auf
6 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Rhododendron im Garten des Hauptgebäudes des Landwirtschaftlichen Hoch-
schule. Die Exuvien desselben Larvenstadiums befanden sich wie im Gänsemarsch
angeordnet auf den Hauptnerven, wiederholt in Reihen von 10—15 Stück, mit
dem Kopf nach dem Blattstiel gerichtet. Offenbar gewährt der Hauptnerv den
Tieren, die normalerweise auf der Blattspreite saugen, bessere Stützpunkte für
die Hautung; vielleicht wird der Hautungsprozess ginstig beinflusst, z.B. durch
grössere Wasseraufnahme. Wageningen, VII.1956, kleine Anzahl Larven auf ei-
nem durch andere Sträucher beinahe gänzlich überwucherten Pverzs-Strauch (Ge-
lände der forstlichen Versuchstation). Idem, VII.1956, in verschiedenen Gärten auf
Rhododendron. Bei schwachem Befalle leben die Larven namentlich an den be-
schatteten Blättern, die sich unter der dichten äusseren Lage befinden; ebenso
wie bei der vorigen Art werden nur die einjährigen Blätter befallen. Grebbeberg,
zoologischer Garten, August 1957, auf Rhododendron. Leersum, August 1957,
auf Pieris.
Während St. rhododendri an zahlreichen Orten in unserem Lande gefunden
wird und als schädliche Rhododendron-Netzwanze bekannt ist, waren von St.
oberti bisher nur 2 Fundorte bekannt (Assen, auf Vaccinium und Hoog-Soeren).
Einzelheiten über die Lebensweise der ersten Art in England und Belgien
werden von JOHNSON (1936) resp. VAN DEN BRUEL (1947) mitgeteilt. Letzterer
teilt noch die Meinung früherer Autoren, dass St. rhododendri nicht fliegt und
dass die Verbreitung dieses schädlichen Insekts nahezu ausschliesslich durch
den Transport von infektierten Pflanzen erfolgt. Im Jahre 1940 hat SCHUILING
aber gezeigt, dass die Wanze bei windstillem und warmem Wetter (Temperatur
über 21° C) spontane Flüge auf verhältnismässig grosse Entfernungen ausführen
kann.
Von Herrn MEURER empfingen wir ein Stephanitis-Paar in Kopula, das er in
dieser Stellung fixieren konnte. Er fand beide Tiere in Heemstede 14.VIII.1954
auf Rhododendron, worauf ausser $. oberti auch noch die andere häufigere
rhododendri zahlreich vorkam. MEURER tötete das Stephanitis-Paar wie üblich mit
Essigaether und hatte das Glück, dass die Verbindung beider Tiere nicht los liess
(Fig. 5). Gross war die Überraschung, als sich herausstellte, dass das 4 zu S. oberti
und das 9 zu S. rhododendri gehörte. Obschon früher der taxonomische Status
beider Formen ziemlich oft diskutiert wurde (siehe Review in JOHNSON, 1936, S.
343-344 und SAALAS, 1936, S. 41-42), besteht jetzt kein Zweifel mehr, dass
S. oberti und S. rbododendri verschiedene Arten sind, die bei der Bestimmung keine
Schwierigkeit mehr verursachen. Ausser den bei der Bestimmung benutzten Unter-
schieden wie die Form der Wangen, die Zahl der Reihen der Maschen in der Rand-
zone der Flügeldecken, Behaarung und Muster der schwarzen Zeichnung, zeigen die
Genitalien ebenfalls deutliche und konstante Formunterschiede. Das männliche
Genitalsegment von rhododendri ist länger als breit, mit der grössten Breite in
der Mitte, apikalwärts allmählich schmäler werdend, an der Spitze schmal und
ziemlich tief eingeschnitten (Fig. 6). Bei oberti ist das Segment so lang wie breit,
mit der grössten Breite hinter der Mitte. Hinterrand breit und schwach ausgehohlt.
Die linke und rechte Paramere sind identisch, bei der erstgenannten Art schmäler
als bei der zweiten. Der Penis von rhododendri ist grösser und enthält grössere
innere Chitinstrukturen (Fig. 7). Auch das weibliche Hinterleibsende ist bei
beiden Arten deutlich verschieden (Fig. 8); die Paratergite des achten Segmentes
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 7
1 mm
e ——
Fig. 5. Interspezifische Paarung zwischen Stephanitis oberti Kol. & und S. rhododendri
Horv. ©. Die letzten Hinterleibsegmente in nahezu natürlicher Paarungshaltung. 1.Par,
r.Par, linkes und rechtes Paramerum; Pen, Penis; Ov, Ovipositor; 6. Männliches Genitalseg-
ment ventral; Par, Paramerum; links: S. rhododendri Horv., mitten: S. oberti Kol., rechts:
S. pyrioides Scott.; 7. Penis, links: S. rbododendri Horv. mitten: S. oberti Kol. rechts: S.
pyrioides Scott.; 8. Hinterleibsende ©, ventral, links: S.rhododendri Horv. mitten: S. oberti
Kol. rechts: S. pyrioides Scott.
8 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
sind bei rhododendri median stark nach hinten ausgewachsen und überdecken
einander dem Innenrand entlang.
Offenbar ist die mechanische Barriere nicht genügend gross, um eine inter-
spezifische Paarung unter natürlichen Umständen unmöglich zu machen. SOUTH-
wooD (1953a) berichtet von eine derartigen Paarung in Gefangenschaft zwischen
Nabis rugosus 2 und Nabis ferus &. Aus dem Umstande, dass diese beiden
Tiere nach der Paarung sehr schnell starben, während andere Exemplare beider
Arten noch lang am Leben blieben, leitet SOUTHWOOD ab, dass die interspezifische
Paarung für beide Partner verhängnisvoll gewesen ist. In unseren zahlreichen
Saldiden-Zuchten kamen interspezifische Paarungen wiederholt vor, auch wenn
die & & reichlich Gelegenheit hatten sich mit ihren Artgenossen zu paaren. Da
bestimmte Arten im Freien gleichzeitig durch einander vorkommen, gibt es
genügend Gelegenheit zu Kreuzungen zwischen verschiedenen Arten. Die moder-
nen genetischen Auffassungen über den Artbegriff leugnen nicht, dass fruchtbare
interspezifische Hybriden entstehen können, wenn bestimmte Barrieren wegge-
fallen sind. Eine Literaturübersicht von interspezifischer Hybridisation bei Insekten
gab SAILER (1954), der sich augenblicklich mit gross angelegten Kreuzungs-
versuchen zwischen verschiedenen Ewschistus-Arten (Pentatomidae) beschäftigt.
MULLER (1954, S. 49) zeigte, dass von der Zikade Euscelis plebejus Fall. ver-
schiedene Formen vorkommen, die ihre Entstehung einer verschiedenen Photo-
periode während der prae-imaginalen Entwicklung verdanken. Er züchtete
„Kurze-Tag’-Tiere, von denen das & einen schmalen Penis ohne Anhänge besitzt
und ,,Lange-Tag -Tiere (Penis breit mit langen Anhängseln). Darauf brachte er
3 & der ersten mit 9.9 der zweiten Gruppe zusammen und umgekehrt. Die
Zahl der Nachkommen, die er im letzteren Falle erhielt, betrug nur 15% von
der Zahl, die bei den Kreuzungen der ersten Ordnung erzielt wurden (nach der
Entfernung eines Fehlers dürfte der Prozentsatz vielleicht sogar Null sein).
Zwischen diesen Zeitformen einer und derselben Art, die im Freien natürlich
nicht gleichzeitig vorkommen, wurde auf diese Weise wahrscheinlich gemacht, dass
eine Paarung mechanisch unmöglich ist und dass hier ein „Schloss-Schlüssel-
. Mechanismus” besteht. Beispiele, welche für und wider diesen Mechanismus
sprechen, werden von MÜLLER (op. cit. S. 48) erwähnt.
Unser Beispiel von interspezifischer Paarung bei Stephanitis ist darum so in-
teressant, weil sie unter natürlichen Umständen im Freien stattfand. Oder war
vielleicht der Umstand, dass beide Arten in Heemstede auf derselben Rhodo-
dendron-Pflanze vorkamen, nicht natürlich, sodass die isolierenden Faktoren,
welcher Art diese auch sein mögen, fortgefallen waren? S. oberti scheint nämlich
in Westeuropa autochthon zu sein, die ursprüngliche Nahrungspflanze ist wahr-
scheinlich Vaccinium. S. rhododendri dagegen ist mit Rhododendron von ausser-
halb hier eingeschleppt. In Wageningen (1956) fanden wir auf geschiedenen
Rhododendron-Komplexen entweder die eine oder die andere Art. Beide Arten
erreichten in den ersten Juliwochen das imaginale Stadium. S. rhododendri lebt
nach unseren Fängen auf niedrigen Rhododendron der hybridum-Gruppe an
offenen nicht beschatteten Stellen; sie befallt auch die obersten Blätter, welche
ständig direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Die vaccinicole $. oberti dagegen
scheint mehr ein feuchtes und beschütztes Milieu zu bevorzugen. Sie wurde von
uns ausser auf beschützten Pieris-Sträuchern nur auf kräftigen Rhododendron der
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 9
catawbiense-Gruppe gefunden und zwar an den untersten beschatteten Blättern.
Larven. JOHNSON (1936) beschrieb ausführlich die Larvenstadien von S.
rhododendri und illustrierte seine Beschreibungen mit hübchen Abbildungen. Er
stellte 4 Stadien fest, während für S. pyr Fab. 5 Stadien angenommen werden
(BALACHOWSKY & MESNIL, 1935, S. 279), welche Zahl auch von anderen Tingiden
bekannt ist, u.a. Monostira unicostata Muls. (GOMEZ-MENOR ORTEGA, 1935, S.
386), Tingis ampliata H.-S. und T. cardui L. (Sourwoop & SCUDDER, 1956).
Möglicherweise besteht das dritte Stadium, wovon JOHNSON eine Länge von 1,2—
1,6 mm angibt aus 2 besonderen Stadien. Das letzte Larvenstadium von S. oberti
gleicht sehr stark dem von S. rhododendri, unterscheidet sich aber morphologisch
in folgenden Punkten: das Pronotum trägt median auf der Höhe der Randanhänge
2 lange schràg seitlich in die
Höhe gerichtete schwarze An-
hänge (Fig. 9), die bei rhodo-
dendri völlig oder bis auf eine
kurze Tuberkel nach fehlen.
Der Helm ist besser entwickelt
als bei rhododendri. Abbildung
4 in SAALAS (1936 nach Turr-
GREN) ist hinsichtlich der Form
Fig. 9. S. oberti Kol. Larve Stad. V. Pronotum. des Pronotums und der Länge
der vorderen Kopf-Anhänge
nicht richtig. Das Verhältnis der Fühlerglieder der Larve ist verschieden. Die
Durchschnittslänge der vier Glieder wurde an 5 Exemplaren von jeder Art fest-
gestellt; sie beträgt bei rhododendri: 0,18; 0,13; 1,1; 0,44 und bei oberti resp.
0,18; 0,1; 0,9 und 0,58 mm. Das letzte Glied ist bei oberti also deutlich länger.
Die dunklen Partien auf Thorax und Abdomen sind bei den Larven von oberti
ausgedehnter als bei jenen von rhododendri.
Stephanitis pyrioides Scott.
Diese Art hat sich anscheinend nicht behaupten können. Sie wurde im Jahre
1905 in grossen Mengen in Boskoop auf Azalea angetroffen, die direkt aus Japan
importiert waren (FOKKER, 1905). Seither wurde die Wanze nicht mehr in
unserem Lande beobachtet. GOMEZ-MENOR ORTEGA (1953) erwähnt ihr Vor-
kommen in Tanger und gibt als geographische Verbreitung an: Marruecos, Japan
und China. Nach BALACHOWSKY (1935, S. 27) soll die Art auch in den U.S.A.
importiert sein. S. pyrioides ist am meisten mit oberti verwandt. Als Merkmale
werden angegeben (STICHEL, 1925—1938, S. 110):
1) Mittenlamelle des Pronotums so hoch oder beinahe so hoch wie der davor
liegende Helm. 2) in der Mitte schwarz gefleckt mit 3) zwei unregelmässigen
Reihen von Maschen. 4) Helm mit schwarzer Brücke in der Länge ... S. pyrioides
1) Mittenlamelle deutlich niedriger, 2) ungefleckt mit 3) einer einzigen Reihe
von Maschen; 4) Helm mit heller Brücke in der Länge ............... S. oberti
Ausser Punkt 1 können diese Merkmale bei der Bestimmung Verwirrung verur-
sachen. Wir verglichen 6 Exemplare von S. pyrioides aus der Sammlung FOKKER,
10 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Mus. Leiden, mit einer grossen Anzahl von S. oberti. Die Variation des Maschen-
musters der Mittenlamelle auf dem Pronotum ist ziemlich gross (Fig. 10).
Karakteristisch sind die parallelen, aufrecht stehenden Zellen in der hintersten
Hälfte bei S. oberti. Die Mittenlamelle besitzt bei S. pyrioides ein dunkles Band,
das sich vom Vorderrand über die Rippen und Membran fortsetzt bis an die
Basis. Bei S. oberti ist dieses Band in einzelne beräucherten Fleckchen aufgelöst.
Fig. 10. Mittenlamel des Pronotums. Oben: S. pyrioides Scott. (cat. no. 8, no. 9, no. 2 und
3, coll. FOKKER, Leiden), mitten und unten: S. oberti Kol.
Punkt 4 muss vollständig wegfallen. In dem Zoological Record wird ein Artikel
von TAKEYA (1953) erwähnt, der die morphologische Variabilität von S. pyrioides
behandelt. Leider war es uns nicht möglich diesen Artikel einzusehen.
Aus den Genitalsegmenten ergibt sich deutlich, dass pyrioides ein Zwischen-
stellung zwischen rhododendri und oberti einnimmt, obschon die Verwandtschaft
mit der letzten Art am grössten ist (Fig. 6). Auf denselben Kartonstückchen mit
den Exemplaren von pyrioides aus der Sammlung FOKKER sind einige Larven und
Exuvien befestigt. Diese Larven haben die beiden zentralen Pronotum-Anhängsel
mit oberti gemeinsam. Die Exemplare von FOKKER befinden sich in einem zu
schlechten Erhaltungszustande, um sie mit den Larven-Merkmalen von oberti
vergleichen zu können.
Physatocheila smreczynskii China, faunae nova species
Schaarsbergen, VI.1955 und 1956, in Anzahl auf Sorbus aucuparia. Alle Exem-
plare aus England, die als Ph. gwadrimaculata Wolff bekannt waren, gehören zu
dieser neuen Art, die dort auf alten Apfelbäumen lebt. Die einzigen Fundorte auf
dem Festlande waren bisher Podole in Polen, Linz in Österreich (CHINA, 1952) und
La Coruna in Spanien (GOMEZ-MENOR ORTEGA, 1955). In Polen wurde die Art
auf Prunus padus und Sorbus gefunden. Die von FÖRSTER auf Sorbus angegebene
Ph. quadrimaculata von Aselage (Meppen) gehört zweifelsohne zur neuen Art.
Ph. guadrimaculata dagegen lebt auf Erle und wurde von uns in Mittellimburg
wiederholt in Anzahl mit Larven von Alnus glutinosa geklopft. Von den Fundor-
ten, die RECLAIRE (1932) in seiner ,,Naamlijst' und in den Fortsetzungen angibt,
beziehen die folgenden sich zweifelsohne auf die neue Art, da als Fangpflanze
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 11
Sorbus angegeben wird: Nunspeet, 17.VIII.1932 mit Larven (leg. MACGILLAVRY);
Winterswijk, 16.IX.1941, immature Ex. (leg. RECLAIRE, VAN DER Wier); Mid-
wolde, 18.VII und Driebergen, 4.X.1942 (leg. GRAVESTEIN).
Als Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Arten gibt CHINA (op. cit.) an:
1) die latero-frontalen Kopfdornen (Terminologie nach SOUTHWOOD & SCUDDER,
1956) bei Ph. smreczynskii berühren sich mehr oder weniger an der Innenseite,
bei Ph. guadrimaculata an der Basis deutlich breit geschieden, sich kreuzend vor
der Spitze; 2) der mediane Kopfdorn bei der ersten Art mehr nach vorn ver-
lingert und zugespitzt als bei der zweiten Art; 3) die occipitalen Kopfdornen
viel weniger konvergierend von der Basis bis zum Apex, als bei der zweiten Art;
4) Seitenrand der Hemelytren an der Basis mit zwei Reihen Maschen, drei Reihen
in der Mitte und mit einer einzigen Reihe hinter der Mitte gegenüber der zweiten
Art mit resp. 3, 4 und 2 Reihen.
Das erste und zweite Merkmal ist bei unseren Tieren deutlich und massgebend
(Fig. 11, a—f). Von der Seite ist deutlich sichtbar, dass der mediane Dorn bei
der neuen Art stets anliegt und bei quadrimaculatus stets aufgerichtet ist. Das
IT
Fig. 11. Kopf von Physatocheila smreczynskii China (a, b und c) und P. quadrimaculata
WIff. (d, e und f); a, b, d und e dorsal; c und f lateral.
dritte und vierte Merkmal scheint nicht spezifisch zu sein. Bei allen unseren
Exemplaren der neuen Art besitzt der costale Seitenrand der Vorderflügel unge-
fähr das Maschenmuster, das CHINA für guadrimaculatus angibt und das auch für
unsere Alnus-Tiere Geltung hat.
Larven. Die Larven beider Arten werden sicher deutliche Unterschiede auf-
zeigen, wie dies bei anderen naheverwandten Tingiden der Fall ist (siehe später).
Bei der Abbildung der Larve V von Ph. guadrimaculata (Fig. 12) ist eine Erklä-
rung kaum nötig, wenn man auf die Zahl und die Stellung der dorsalen und
lateralen Dornen achtet. Die Abbildung des letzten Larvenstadiums von gwadri-
maculata bei BUTLER (1923, S. 213) bezieht sich unzweifelhaft auf smrezynski
und weicht in sofern von der der echten guadrimaculata ab, als der zentrale Dorn
auf Segment 5, 6 und 7 fehlt, während die Anordnung und die Länge der Dornen
am Seitenrand des Pronotums eine andere ist. Leider stimmt die Beschreibung, die
BUTLER gibt, nicht mit seiner Abbildung: “abdomen with four strong central,
12 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
backwardly pointing spines”. Wie es auch sei, smreczynskii hat wenigstens einen
zentralen Dorn auf dem Hinterleib weniger als gwadrimaculata.
Physatocheila dumetorum H.-S.
Noord-Beemster, Anfang IX.1953. In Anzahl mit Larven auf alten Birnbiumen.
Die Larve V (Fig. 13) unterscheidet sich in folgenden Punkten von der von Ph.
quadrimaculata.
| Ph. dumetorum | Ph. quadrimaculata
Gesamtlänge | zirka 2 mm | zirka 2,6 mm
Lange Fuhlerglied 3 | 0,6 mm | 0,9 mm
Länge Ti 3 0,6 mm | 0,9 mm
Pronotum Seitenrand mit zahlreichen Seitenrand mit einigen Dor-
Wärzchen, auf denen sich nen. Vorderstes Paar medi-
ein Borstenhaar befindet. aner Dornen nach den Sei-
Vorderstes Paar medianer | ten gerichtet
Dornen nach vorn gerich-
tet
Mesonotum | Seitenrand wie bei dem | Seitenrand wie bei dem
| Pronotum. Mediane Dor- | Pronotum. Mediane Dor-
| nen nach hinten gerichtet nen nach vorn gerichtet
Abdomen | Zentraler nach hinten ge- Zentraler nach hinten ge-
| richteter Dorn auf Segment richteter Dorn auf Segment
| 17205. 6un d88 D Sx 6, 7 und 8
Die abdominalen Duftdrüsenöffnungen zwischen Segment 3—4 und 4—5 sind
als dunkle, unauffällige Gruben sichtbar. Bei beiden Arten sind die Larven mit
kleinen schmutzig-weissen Borstenhaaren besetzt, die sich kelchförmig erweitern
und meistens in 5 Zipfel enden (Fig. 14). Sie wurden von BUTLER (1923, S. 214)
für Ph. dumetorum signaliert. Der Stamm eines jeden Borstenhaares ist weit-
zylindrisch; das zentrale Lumen verzweigt sich nach den Kelchzipfeln. Wahr-
scheinlich wird ein Exudat ausgeschieden, das die Zipfel und den ,,Stempel”
verdickt, sodass die Körperfläche der Larven bei starker Vergrösserung einem
Blumenbeet ähnelt. Auf dem apicalen Teil der Flügelscheiden gehen die Stern-
haare in normale, dicke Borstenhaare über.
Oncochila simplex H.-S.
Rijkel (Mittellimburg), 27.VIII.1955, zwischen dem trockenen Wurzelhals von
Euphorbia gerardiana, je Euphorbia-Staude verschiedene Imagines, ebenfalls 2
Larven im Stadium V; die nassen Stauden waren nicht mit der Wanze besetzt.
Diese Art war bisher nur von Deventer bekannt und wurde seitdem am genannten
Fundort in Rijkel durch GRAVESTEIN, 7.VI.1953, 1 9 zurückgefunden.
Larve, Stadium V (Abb. 15). Gesamtlänge 2,5 mm. Farbe: hell schmutzig-
braun mit zahlreichen, braunen Fleckchen (nicht in der Abbildung wiedergegeben).
Der ganze Körper mit Porien besäht, die bei stärkerer Vergrösserung als kleine
Tuberkel erscheinen. Kopf dorsal mit fünf langen zylindrischen Anhängseln, die
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 13
Fig. 12. P. quadrimaculata WIff. Larvenstad. V; 13. P. dumetorum H.-S. Larvenstad. V:
14. P. quadrimaculata WIff. Larvenstad. V. Kelchförmige Borsten (nach Aufhellung).
Rechts bei schwacher, links bei starker Vergrösserung; 15. Oncochila simplex H.-S. Larven-
stad. V; 16. Monanthia symphyti Vall. Larvenstad. V.
14 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
ebenfalls mit Tuberkeln bedeckt sind. Ahnliche, aber viel kleinere mediane An-
hängsel befinden sich auf dem Pronotum (2 Paare), Mesonotum (1 Paar), Meta-
notum (1 Paar), abdominalem ersten Segment (1 Paar) und auf Segment 2, 5, 6
und 8 (ein einzelner, zentral). Duftdrüsenöffnung am Vorderrand von Segment 4
und 5 schlitzformig. Lange drittes Fühlerglied 0,53 mm; dritter Femur 0,62 mm.
Rostrum 1 mm, bis an die Mittelcoxae reichend.
Monanthia
Unsere drei einheimische Arten M. symphyti Vall. (auf Symphytum), M.
humuli F. (auf Myosotis) und M. echtt Schrk. (auf Echtum), die ebenso wie
Physatocheila als Imago überwintern, sind auf folgende Weise morphologisch
leicht zu unterscheiden.
1. Membranöser nach oben umgeschlagener Seitenrand des Pronotums sehr breit,
die seitliche pronotale Längsleiste an der Vorderseite ganz oder beinahe erreichend.
Kopf dorsal mit zwei kurzen, neben einander gelegenen stumpfen Dornen. Erste
zweinkühlereliedersunde Eemeranhellubraung. re ene Se 2
2. Pronotum in der Mitte glänzend schwarz. Seitenfeld der Hemelytra mit
a3nReiheniMaschenw. Sr rer ie eee eee M. symphyti Vall.
Pronotum in der Mitte matter, braun. Seitenfeld der Hemelytra mit 4 Reihen
Maschen... Be 2 m. RN N ere M. humuli F.
1° Membranöser nach oben umgeschlagener Seitenrand des Pronotums schmäler,
die laterale pronotale Längsleiste bei weitem nicht erreichend. Kopf dorsal ohne
dornförmige Anhängsel, höchstens mit 2 Tuberkeln. Erste zwei Fühlerglieder
und Femora mit Ausnahme des distalen Endes schwarz … … … … M. echt: Schrk.
Larven. Die Larven der 3 Arten geben ein ganz anderes morphologisches Bild
zu sehen; die Unterschiede sind deutlicher als bei den Imagines. Dies macht das
Studium der Praeimaginalstadien der Tingiden so aussergewöhnlich interessant.
Das Vergleichen der bizarr gebildeten und charakteristisch behaarten Larven mit
den erwachsenen Tieren mit ihren hübschen Netzstrukturen ist eine fesselnde
Beschäftigung. An erster Stelle sehen wir bei Monanthia, dass Stadium V von
humuli (Fig. 17) deutlich zwischen dem von symphyti (Fig. 16) (dorsale und
laterale Anhängsel, auffallend weisse Borstenhaare) und echt (Fig. 18) (Prono-
tumform, Melanismus von Beinen und Antennen) steht. Auffallend ist ferner,
dass das dritte Fühlerglied und die Beine, die bei den Imagines von allen drei
Arten hell sind, nur bei M. symphyti aus dem entsprechenden larvalen Anteil
derselben Färbung entstanden ist, während diese bei den Larven der anderen
Arten pechschwarz gewesen sind. Eine detaillierte Beschreibung des letzten Larven-
stadiums ist bei den Abbildungen überflüssig. Dieselbe wird später zusammen mit
der von anderen Tingiden erfolgen, sobald wir über einen geschlossenen Larven-
Zyklus von jeder Art verfügen. Das letzte Stadium von M. bumuli wurde von
BUTLER (1923, S. 215) ausführlich beschrieben. Eine einzige Berichtigung dieser
Beschreibung ist nötig: "head with five spines (and not four !, der zentrale Dorn
wurde von BUTLER übersehen); two similar spines on mesonotum (and not on
abdomen !); wingpads extending over four (not five !) abdominal segments”.
Einige Merkmale mögen noch genannt werden. Während Larve V von M. echii
nur mit sehr kurzen schwarzen Haaren bedeckt ist, besitzt die Larve von M.
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 15
Fig. 17. M. bumuli F. Larvenstad. V; 18. M. echii Schrk. Larvenstad. V.
humuli kurze, abgestumpfte weisse Borstenhaare. Bei der auf Symphytum lebenden
Art sind diese Borstenhaare lang und geknöpft. Es wäre interessant die Bezie-
hungen zwischen diesen Drüsenhaaren und der Nährpflanze zu untersuchen (die
meisten Tingidae sind mehr oder weniger monophag). Die Duftdrüsenöffnungen
am Vorderrande von Segment 4 und 5 sind sehr schwierig zu unterscheiden.
5. REDUVIIDAE
Coranus tuberculifer Reut.
BLOTE (1954) meldet diese Art als neu für unser Land (Valkenburg, Pieters-
berg), ohne jedoch die Längen der Fühlerglieder anzugeben. Er nennt als Unter-
scheidungsmerkmal von C. subapterus DeG.: „das längere zweite Fühlerglied und
die abweichende Form der Spitze des Schildchens”. STICHEL (1925—1938) gibt
von C. tuberculifer an: „Spitze des Scutellum stark senkrecht nach oben gebogen.
3. Fühlerglied hell”; für C. swbapterus: „Spitze des Scutellum schwach schräg
nach oben gebogen. 3. Fühlerglied dunkelbraun”. Die Diagnose von GULDE
(1940) für C. tuberculifer lautet: „Fühler länger, 2. Glied etwa ein Viertel kürzer
als das 3. Glied. Schilddorn hinten stumpf, Hinterseite senkrecht nach unten
abfallend’’, und für C. subapterus: „Fühler kürzer, 2. Glied wenig kürzer als
das 3. Glied. Schilddorn hinten spitz, seine Hinterseite schräg nach vorn
abfallend”. Vergleichen wir nun die ursprüngliche lateinische Definition von
REUTER (1881) mit diesen teilweise sogar widerspruchsvollen Diagnosen, dann
zeigt sich, dass die Kennzeichnung von GULDE (op. cit.) richtig ist. REUTER
beschrieb die Art nach einem (oder mehreren?) © von Brussa, Klein-Asien.
Im Jahre 1909 wiederholte er dieselbe Beschreibung, die sich offenbar auf dasselbe
Exemplar bezieht, aber er gibt im Anschluss hieran noch eine ausführlichere
Beschreibung, der STICHEL (1925—1938) wahrscheinlich seine Angabe: „3. Füh-
lerglied hell” entlehnt hat (,,Antennae piceae, articulis 3 et 4 pallidis’’). BLOTE’s
16 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Angabe (op. cit.): , das längere zweite Antennenglied” ist entschieden falsch; dies
sollte gerade verhältnismässig kürzer sein. Wenn wir die Art von REUTER an-
erkennen, dann können wir uns nur auf seine Diagnose beziehen, es sei denn,
dass die Type aufs neue untersucht wird. Die Tatsache jedoch, dass das 3 nicht
beschrieben ist und dass C. subapterus gerade in den Merkmalen variiert, die von
REUTER als Kriterien gebraucht werden, lässt uns etwas an den Artrechten von
C. tuberculifer zweifeln; oder vorsichtiger ausgedrückt, nehmen wir an, dass alle
unsere Tiere zu einer Art und zwar zu C. subapterus gehören. Nachprüfung der
tuberculifer-Type und eine statistische Bearbeitung eines reichen Coranzs-Materials
aus dem ganzen Verbreitungsgebiet könnte erst entscheiden, ob C. tuberculifer
als gute Art berechtigt ist oder nicht. Hierunter folgen die Längenmasse der
Fühlerglieder in mm von Coranus aus unsrer Sammlung. Sowohl der linke wie
der rechte Fühler wurde gemessen. An der Basis jedes Fühlergliedes befindet
sich ein kurzes, aber deutlich entwickeltes Zwischenglied; bei dem Messen wurde
das betreffende Basisglied mitgerechnet.
Auf Grund der Längenverhältnisse des zweiten und dritten Fühlergliedes
(GULDE) sollten die Nummern 1, 2, 3, 4, 5 und 11 zu C. tuberculifer gehören;
dieses stimmt jedoch nicht mit dem auffallenden Unterschied im Bau des Scu-
tellums. Im Hinblick auf die grossen Schwankungen in der Fühlerlänge und auf
das Fehlen anderer deutlichen und konstanten Unterschiede scheint es nicht richtig
unsere Tiere zu C. tuberculifer zu rechnen.
Antennen
Nr.| Fundort Gesamtlänge Fe
1 2 3 4
8,5 3,4 4,8
de E ; 3 i
| Haelen Q 10,4 8.6 31 43 69
| 9,8 3,4 4,8
2% | Herkenbosch & 10,5 9.8 3,5 47 8,6
pee 9,1 3,6 4,5
3. | Melick 4 10,6 9.2 37 44 8,6
3 | 9,9 55) 4,4 8,4
4. | Laren Q 11,9 9,9 3 4 47 8.4
9,9 3,6 4,6 9,2
5. | Bennekom ? 1231 9.9 | 3 6 46 91
a 9,8 37 4,4
6. | Bennekom Q 1445 9.8 3,8
Prauthoy "a 9.6 7,9 3,0 35 6,4
“| (Hte. Marne) | 3 8,7 3,0 35 6,4
8 Prauthoy Q 11.2 8,2 32) 252
‘ | (Hte. Marne) : 8,2 Doll 3,2
9. | Haelen macr. ES 11,9 9,9 3,6 4,4
Herkenbosch ‚9 4
10. | ae 11,9 10,1 3,8 4,6 9,2
10,1 3,8 Spal
11.| Roermond macr. © 1247 10.1 3,6 49 8,8
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 17
6. NABIDAE
Nabis boops Schiödte
Linne, 11.VIII.1953, geschleppt an einem Bach; St. Odiliënberg, 15.VIII.1953,
1 2 an sumpfiger Stelle; idem, 1.XI.1953, 1 ®, geschleppt von Sumpfwiese;
Wageningen, Oranje Nassau's Oord, 9.VII.1955, 1 2 unreif und 1 Larve; idem,
6.VIII.1955, 1 9 ; idem, 20.X.1955, 1 2 geschleppt bei einer Temperatur von
17°C; idem, 3.XI.1955, 4 2 geschleppt bei einer Temperatur von 6—7° C.
Alle hier erwähnten Tiere sind brachypter. Obschon die Art überall im Ausland
als selten angegeben wird, kommt sie bei intensiver Sammeltätigkeit mehr und
mehr zum Vorschein (siehe auch GRAVESTEIN, 1955). Das Grasfeldchen in Oranje
Nassau's Oord, Wageningen ist 15 X 26 m gross und besteht hauptsächlich aus
Agrostis tenuis. Während des ganzen Jahres, ausser bei Anwesenheit einer Schnee-
decke, wurde das Feldchen alle 14 Tage in gleichgerichteten Bahnen mit der Netz-
schlagmethode bemustert. Obschon die Vegetation sehr homogen war, wurde
N. boops nur an einer bestimmten Stelle angetroffen, wo sich offene Fleckchen
mit Stellaria- und Luzula-Pollen befanden. Typisch ist, dass die Art sich im No-
vember bei ziemlich niedriger Temperatur oberhalb des Bodens aufhalt und dann
leicht durch Schöpfen erbeutet werden kann. Auf demselben Feldchen kamen
im Jahre 1955 noch 3 andere Nabiden vor, nämlich Nabis rugosus L. in grossen
Anzahlen, alle brachypter; Nabis ferus L. 1 & macr.; 3 & & und 1 ® macr. von
einer Art, welche im Jahre 1949 durch REMANE von N. ferus als N. pseudoferus
abgespalten wurde. Es ist fraglich, ob diese letzten beiden Arten sich an Ort und
Stelle entwickelt haben, da die wenigen erbeuteten Exemplare alle makropter
waren.
7. ANTHOCORIDAE
Anthocoris gallarum-ulmi Deg.
Wahrend verschiedener aufeinander folgenden Jahre wurde der Lebenszyklus
dieser Art in der Umgebung von Wageningen und Roermond untersucht. Die
Wanze überwintert als Imago in beiden Geschlechtern unter der Rinde von
Platanus, regelmässig zusammen mit Orius, Orthops und Deraeocoris lutescens
Schl. Alle Baumarten und Pfähle, die auch nur einigermassen eine für Uberwin-
terungszwecke geeignete Rinde besitzen, wurden mit negativem Resultat inspek-
tiert; jedoch wurden hierbei andere Anthocoriden gefunden, wie A. nemoralis
Fabr., confusus Reut. und limbatus Fieb. A. gallarum-ulmi befindet sich mit den
übrigen genannten Arten und gelegentlich zusammen mit Brachysteles parvicornis
Costa und Orius laticollis Reut. höher an den Platanenstämmen, unter den trocke-
nen, loslassenden Rindenstiicken, namentlich an der Südwestseite. Die grossen und
dicken Rindenstiicke an der Basis des Stammes bilden für die Wanze offenbar
kein geeignetes Milieu zum Uberwintern. Infolge der hohen Feuchtigkeit finden
hier zahlreiche Asseln und Kafer (Cylindronotus laevioctostriatus Gze.) einen
guten Schutz wahrend des Winters. PUISSEGUR (1951) inventarisierte in der Nahe
von Montpellier die Wanzen, die unter der Rinde von Platanen überwintern. Er
18 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
kommt zu der ansehnlichen Zahl von 31 Arten, worunter A. gallarum-ulmi
jedoch fehlt. Der Autor gibt die Pflanzengesellschaften in dem Gebiet der unter-
suchten Bäume nicht an; es ist möglich, dass Ulmen in der direkten Umgebung
nicht vorkommen. Die völlige Abwesenheit von Orizs-Arten ist jedoch nicht leicht
zu erklären.
Im April kommt A. gallarum-ulmi aus dem Winterlager zum Vorschein, um
nach stattgefundener Kopulation von der Platane nach Ulmensträuchern zu
migrieren. Zweimal sahen wir sofort eine Kopulation stattfinden, sowie ein
Rindenstück, worunter sich ein & und ein © befanden, umgedreht und an der
Rückseite von der Sonne bestrahlt wurde. Im Jahre 1953 waren am 6. April die
Winterkwartiere in Roermond bereits völlig verlassen, während in Wageningen
noch am 9. April die Wanzen aktiv auf den Platanenstimmen herumliefen. In
Jahre 1950 wurden während des ganzen Monats Mai die überwinterten Imagines
auf Ulme gefunden; sie laufen frei herum auf Blättern und Zweigen oder sie
sitzen an der Unterseite von Blättern, welche von Eriosoma ulmi L. befallen sind.
Sie befinden sich jedoch niemals im Inneren der sich stets mehr schliessenden
Blattgalle; sie suchen ihre Beute auf dem am wenigsten gekrümmten und gerollten
Teil des Blattes, oder sie warten beim Eingang einer Blattrolle auf Beute. Das Ei,
das in den Hauptnerv abgelegt wird, wurde von LESTON (1954) beschrieben.
Die Larven erscheinen in normalen Jahren im Mai und dringen im Gegensatz zu
ihren Eltern in das Innere der Blattgalle ein. Von Ende Mai ab bis Anfang Juni
wurden gleichzeitig alle Stadien angetroffen. Da sie sich im Randgebiet der
Blattlauskolonie aufhalten, ist es möglich sie zu beobachten, indem man die
Blattrolle ein wenig abrollt. Die Wanzen werden anscheinend durch den plötz-
lichen Lichteinfall nich beunruhigt. Bei wiederholten Beobachtungen konnte fest-
gestellt werden, dass Larven und Imagines sich mit den Exkrementen von Eriosoma
(cf. REUTER in BUTLER, 1923), wie mit den Läusen selbst ernähren. Mit senk-
recht nach unten oder schräg nach vorn gerichtetem Rostrum wird die Blattober-
fläche abgetastet, bis die Rostrumspitze zufälig mit dem Honigtau in Berührung
kommt. Einige Minuten wird am Honigtau gesaugt, hierauf wird ein andrer
Tropfen aufgesucht. Von der Wachslage, die den Tropfen umgibt und die mit den
Stiletten durchbohrt wird, scheinen die Tiere nicht gehindert zu werden. Dies
ist jedoch der Fall mit den in Flocken und Fäden vorhandenen Wachsmassen,
wodurch sie genötigt sind wiederholt Putzbewegungen zu machen. Namentlich
wird das Rostrum oft bis siebenmal hintereinander mit den Vordertarsen gereinigt.
Dies erfolgt mit einer langsamen, kräftigen Bewegung, von der Basis an bis zur
Spitze. Verschiedentlich wurde beobachtet, dass die Wanzen eine Zeitlang an toten
Läusen saugen, die sie während dieses Saugprozesses mit ihrer sehr beweglichen
Rostrumspitze in verschiedene Richtungen drehen. Die Versuche der Wanzen
um an lebenden Läusen zu saugen, waren zahlreich. Meistens geschah dies sehr
vorsichtig durch jüngere Stadien; die Larve nähert sich der Laus von hinten
mit nach vorn oder etwas seitlich gerichtetem Rostrum und probiert dann die
Laus sehr vorsichtig anzustechen. Macht die Laus plötzlich eine Bewegung, dann
schiesst die Wanze mit einem Ruck nach hinten und flüchtet, um das Spiel bei
einer anderen Laus aufs neue zu wiederholen. Beharrlicher sind die alten Larven.
Wir beobachteten ein Exemplar des letzten Stadiums, das eine beinahe erwachsene
Laus neunzehnmal anstach und ebenso oft zurückfuhr, bis sie es aufgab. Nur
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 19
einmal wurde gesehen, dass eine lebende Laus angestochen und ausgesaugt wurde.
Der Stich wurde zwischen den grossen Bluttropfen auf den reduzierten Siphonen
angebracht. Von einer für die Wanze hinderlichen Wirkung dieses Exkretions-
produktes wurde nichts bemerkt, da sie hiermit nicht im Berührung kommt.
Bei Eriosoma lanigerum Hausm., wird der Parasit Aphelinus mali Hald. ja durch
diese Ausscheidungen gestört (nach mündlicher Mitteilung von Herrn Dr. H.
EVENHUIS). Die Imagines der neuen Generation erscheinen im Juni und sind
dann in den folgenden Monaten von allerlei Sträuchern zu klopfen. Ob und wo
eine zweite Generation sich entwickeln kann, ist unbekannt, die Blattgallen von
Eriosoma sind dann verlassen. Zwar wurde im Juli 1951 ein Imago aussen auf
der blasenförmigen Galle von Eriosoma lanuginosum Hart. angetroffen; das 9
sass mit ihrer Kopfspitze in der Grube, die zweifelsohne als Bruchrand der Galle
zu funktionieren hätte. Die Bedeutung von Anthocoris gallarum-ulmi als Predator
von E. ulmi ist unseres Erachtens nach besonders wichtig, wenn die Gallen sich
noch im Anfang ihrer Entwicklung befinden und nur von der Fundatrix und
einer geringen Anzahl Nachkommen bewohnt werden. Im Frühling kann man
viele Blätter antreffen, die nur schwach gerollt sind. Obschon diese Gallen
unzweifelhaft von Eriosoma verursacht sind, befindet sich hierin oft keine einzige
Laus, sondern nur Imagines oder die jüngsten Larven von Anthocoris. Eine wich-
tige Rolle bei der Unterdrückung der Blutlauskolonie im Anfangstadium spielen,
abgesehen von Syrphidae-Larven u.d., auch die ersten Larvenstadien von Orthotylus
viridinervis Kirschb. (siehe S. 27).
8. MIRIDAE
Polymerus palustris Reut.
Nicht selten in feuchten Biotopen mit Galium. Bei üppiger Entwicklung von
Galium palustre an beschützten Stellen mitunter massenhaft, wie in dem Über-
schwemmungsgelände bei Wageningen (VII.1950). Die Durchschnittslänge
der Tiere aus diesen Populationen (& 5,93; ® 5,40) ist etwas grösser als
WAGNER (1948) für diese Art angibt (& 5,80; ® 5,09). Dagegen sind die
Populationen, die wir in Mittellimburg (Maasniel, 11.VII.1946; Haelen, 30.VII.
1948; Horn, 29.VII.1950; St. Odiliënberg, VII.1948 bis 1953) in sumpfigen
Graswiesen antrafen auf schwächer entwickelten Galium palustre, arm an Indivi-
duen, und die Ausmasse der Exemplare sind beträchtlich kleiner ( & 5,68; 2
5,20). Ein © von St. Odiliënberg wurde von Herrn ED. WAGNER als P. micro-
phthalmus E. Wagn. bestimmt. Er beschrieb diese Art im Jahre 1948 nach Tieren
aus mehr oder weniger bergigen Gebieten Deutschlands, Ungarns, Italiens und
Belgiens, wo sie auf Galium verum lebt. Wie der Name angibt, besitzt diese Art,
welche kleiner ist als palustris und unifasciatus, einen kleineren Kopf mit einem
verhältnismässig sehr breiten Scheitel und schmalen Augen. Die Zeichnung und
Färbung der Oberseite ist dieselbe wie bei palustris. Ausserdem bestehen noch
sehr subtile Unterschiede gegenüber anderen Arten; sie betreffen die Längen-
verhältnisse der Fühlerglieder und die Kopf- und Pronotumbreite. Das bewusste
Exemplar von St. Odiliënberg besitzt in der Tat einen Scheitel, der zweimal
so breit ist wie das Auge und zeigt hiermit ein der wichtigsten Merkmale von
20 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
P. microphthalmus. Auch die übrigen Merkmale und die Ausmasse stimmen
ziemlich gut mit der Beschreibung WAGNERs überein. Wir besitzen mehrere
Exemplaren aus Mittellimburg, die dieser Beschreibung entsprechen, während
die Mehrzahl der Tiere zwischen microphthalmus und palustris (Siehe Tabelle
6 in WAGNER 1948) stehen. Die kräftigen P. palustris von Wageningen
stimmen am besten mit WAGNERs Beschreibung dieser Art überein, obschon
auch hierunter gelegentlich Exemplare vorkommen mit dem breiten Scheitel von
P. microphthalmus. Ohne Zweifel gehören unsere Tiere, auch die von Mittel-
limburg, alle zu P. palustris; wahrscheinlich haben Milieufaktoren einen grossen
Einfluss auf die mehr oder weniger kräftige Entwicklung dieser Tiere. Die
Veränderlichkeit der Art muss durch Zuchtversuche näher geklärt werden.
Deraeocoris trifasciatus L.
Wolfheze, 26.VI.1955, eine Larve im letzten Stadium auf Pinus; entwickelte
sich zu einem & der Varietät annulatus Germ.
Larve, Stad. V. (Fig. 19): Grundfärbung weinrot bis dunkel schmutzig braun;
heller und dunkler gemustert, siche Fig. 19. Auffallend für diese Art sind die
/,5 mm.
Fig. 19. Deraeocoris trifasciatus L. var. annulatus Germ. Larvenstad. V; 20. D. olivaceus F.
var. medius Kb. Larvenstad. V; 21. D. annulipes H.-S. Larvenstad. V, Fühler.
Silberflecke am Vorderrand des Kopfes, am Innenrand der Flügelscheiden und
die feinen Silberfleckchen auf Fühlern und Beinen. Abdomen schmutzigbraun mit
helleren Fleckchen und deutlich begrenzten dunklen Skleriten. Körper sehr kurz
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 21
behaart; Beine und Fühler regelmässig mit kurzen Haaren besetzt. Fühlerglied 1
und 2 und Femora mit grossen schwarzen Flecken; Tibien mit zwei hellen Bän-
dern. Endhälfte des zweiten Fühlergliedes, das dritte und vierte Fühlerglied und die
Tarsen pechschwarz. Masse in mm: Gesamtlänge 7,5; grösste Breite 3,6; Fühler-
glieder 0,8; 2,2; 0,7 und 0,6; Basisbreite des Pronotums 2,0; Länge 0,95;
Flügelscheiden vom Pronotum ab 2,5; Hintertibien 3,0; Hintertarsus dorsal 0,4
und 0,6.
Deraeocoris olivaceus F.
Echt, 24.VII.1951, 1 @ (leg. R. GEURTS); Roermond, 28.VI.1953, 4 9,1 4
mit Larven auf Crataegus; Ede, 18.VI.1955, 4 Larven Stadium V auf Apfel-
bäumen in einem vernachlässigten Obstgarten, zusammen mit Psallus ambiguus,
Atractotomus mali, Phytocoris Larven, Anthocoris nemorum und nemoralis, Nabis
apterus-Larven. Die Larven wurden lebend gehalten mit Larven des Kartoffel-
käfers. Das zuerst erschienene & saugte eine Larve seiner eigenen Art aus.
Larve, Stad. V, var. medius Kb. 2 (Fig. 20): Gelb bis kastanienbraun mit
2 auffallenden dunklen Flecken auf dem Pronotum. Regelmässig über den ganzen
Körper sind sehr feine Poren und schwarze Pünktchen verbreitet. Abgesehen von
verschiedenen langen schwarzen Haaren terminal am Innenrand der Flügelschei-
den und auf den ersten Hinterleibsegmenten, ist der Körper praktisch kahl.
Abdomen dorsal braun mit getrennten weissen Flecken; dunkle Sklerite in einer
medianen und lateralen Reihe angeordnet; Umgebung der Stinkdrüsenöffnung und
das letzte Segment schwarz. Fühler und Beine hellbraun, dicht mit langen kräf-
tigen Haaren besetzt; Fühlerglied 2 und 3 und Tibien distal schwarz; Tarsen ganz
schwarz. Ausmasse in mm: Gesamtlänge 7,2; grösste Breite 3,4; Fühlerglieder
0,8; 1,9; 0,9; Basisbreite des Pronotums 1,9; Basislänge des Pronotums 1; Meso-
thorax: Länge der Flügelscheiden vom Pronotum ab 2,4; Hintertibien 3,1; Hinter-
tarsen 0,2 und 0,6.
Deraeocoris annulipes H.-S., faunae nova species
Vaals, 9.VI.1956, zahlreiche Larven Stad. 4 und 5 auf 2 alten Lärchen, dicht
bei dem ,,Drei-Länderpunkt”; 4 & und 3 © wurden mit Blattläusen aus Larven
gezüchtet. In Deutschland ist diese Art nur aus dem Mittel-Gebirge und den
Alpen (WAGNER 1952, S. 13) bekannt. Ausser in Mitteleuropa scheint sie als
Gebirgstier im Kaukasus und in Sibirien auf Pinus und Larix vorzukommen.
FÖRSTER (1955, S. 4) dagegen erwähnt sie aus der Umgebung von Aselage „im
Flachland an Apfelbaum”.
Larve, Stad. V, &: Dunkelbraun mit hellen Flecken. Der ganze Körper und
die Extremitäten mit langen kräftigen abstchenden Borsten besetzt. Die ersten 3
Fühlerglieder dunkler und dick, das dritte Glied an der Basis am dicksten, distal
schmäler werdend, viertes Glied dünn, hell gefärbt (Fig. 21). Femora dunkel,
distal hell gefleckt; Tibien dunkel mit 2 hellen Bändern; Tarsen dunkel. Masse
in mm: Gesamtlänge 5,6; Fühlerglieder 0,5; 1,5; 0,65 und 0,63; Basisbreite des
Pronotums 1,6; -Länge 0,9; Mesothorax: Länge der Flügelscheiden vom Pronotum
ab 2,1; Hintertibien 2,5; Hintertarsus dorsal 0,3 und 0,65.
ho
N
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Vergleichungen einiger Deraeocoris-Larven und Imagines.
Die Larven von D. olivaceus und D. trifasciatus sind deutlich verschieden
(Fig. 20 und 19). Die imaginalen Unterschiede sind: Kopf hell, selten schwarz
gefleckt; zweites Fühlerglied nur anderthalb mal so lang wie 3 + 4 zusammen
(D. olivaceus), gegenüber; Kopf grössenteils schwarz; zweites Fühlerglied mehr
als doppelt so lang wie 3 + 4 zusammen (D. trifasciatus). Diese Unterschiede
Fig. 22. D. ruber L. Larvenstad. V, Hinterleibsende dorsal; 23. Paramere, a—g linke, h—m
rechte; a—c, h—i, D. ruber L., in verschiedenen Lagen; d, e, j, k, D. annulipes H.-S.; 1, f,
D. olivaceus F. (nach WAGNER 1952); m, g, D. trifasciatus L. (nach WAGNER 1952);
24. Bursa copulatrix, linker Winkel der dorsalen Wand, oben: D. ruber L., unten: D. oli-
vaceus F.; 25. Bursa copulatrix, Hinterwand, Rückansicht, oben: D. ruber L., unten:
D. olivaceus F.
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 23
gelten ungefähr auch für das letzte Larvenstadium. Ferner ist die unregelmässige
lange Behaarung der Extremitäten bei der ersten Art sehr auffallend gegenüber
der regelmässigen kurzen Behaarung der zweiten. Die Larve von Deraeocoris ruber
L. ist sehr stark von der der 3 soeben beschriebenen Arten verschieden (siehe
Fig. 16 in VAN DINTHER, 1953). Sie ist dicht mit langen kräftigen Setae besetzt,
deren Form sehr charakteristisch ist, nämlich spulförmig, in der Mitte am dicksten
und an der Spitze gespalten. Auf dem Hinterleib befindet sich seitlich noch eine
zweite Längsreihe von Skleriten, worauf die genannten Setae in einem dichten
gespreitzten Bündel angeordnet sind. Im Aussehen gleicht diese Larve infolge-
dessen eher einer Coreide, als einer Miride. Auch das Betragen des Tieres ist
eigenartig. Durch die sehr langen und feinen Fühler, die etwas aufgerichtet wer-
den, durch die langen Beine und durch das charakteristische, sehr langsame Laufen
erinnert es stark an eine grosse Aphidide. Das kegelförmige, schräg nach oben
gerichtete Ende des Abdomens mit den beiden dunklen Seitenstreifen (Fig. 22)
erhöht diesen Effekt noch stärker. Derartige grosse Unterschiede zwischen Larven,
die zu derselben Miridengattung gehören, sind befremdend, da diese Gattun-
gen im allgemeinen homomorph sind. Die Imago von D. rzber unterscheidet sich
von allen palaearktischen Deraeocoris-Arten durch den Mangel des Haarfilzes
auf dem Halsring des Pronotums.
Beim Vergleichen der Genitalien mit denen von D. olivaceus, trifasciatus und
annulipes (Fig. 23) zeigt sich, dass bei den 2/2 die dorsale Wand der Bursa
copulatrix links und rechts eine komplizierte Struktur besitzt (Fig. 24). Die
sklerotisierten Ringe liegen nicht in einer Ebene; bei D. ruber ist der Ring in der
Aussenecke in die Höhe gebogen, bei D. olivaceus ist der Ring gerundet viereckig
mit einer stark verdickten und senkrecht nach oben gerichteten Innenwand. Die
Hinterwand der Bursa (Fig. 25) besteht aus einer sklerotisierten Platte und einem
dünnen häutigen Basalteil. Nur D. olivacens besitzt einen deutlichen und dicken
medianen Fortsatz. Am auffallendsten ist die deutliche Asymmetrie dieser letzteren
Strukturen. Auch die dorsale Wand der Bursa ist bei olivaceus (nicht bei ruber)
schwach asymmetrisch; die Innenwand des rechten Ringes ist nämlich viel weiter
nach oben umgeschlagen als die des linken. SLATER (1950) beschrieb in seiner
ausgezeichneten Studie, worin er als erster die Strukturen der Bursa copulatrix
als taxonomische Merkmale gebrauchte, etwa 100 Miriden ohne jedoch eine
eventuelle Asymmetrie dieser Strukturen zu erwähnen. Seine zahlreichen Abbil-
dungen sind alle vollständig symmetrisch, auch die der vier amerikanischen
Deraeocoris-Arten. i
Obschon sich aus dem Vorhergehenden die Uberzeugung ergab, dass D. ruber
und unsere übrigen Westeuropäischen Deraeocoris-Arten nicht in ein und dieselbe
Gattung gehören und dass diese Gattung wenigstens in zwei aufgelöst werden
muss, schliessen wir uns vorläufig bei den Worten SLATERs an (op. cit, S. 56):
"In a genus of this size (etwa 180 Arten) it is impossible to ascertain the possible
criteria for generic entity without a detailed study of many species from various
parts of the world”. Man vergleiche dagegen die Diskussion über Deraeocoris und
Camptobrochis in CARVALHO & LESTON (1952), wobei die letzte Gattung als
synonym zur ersten erklärt wurde. Beziiglich der relativen Körper- und Extremi-
tätenmasse ähnelt die Larve von D. lutescens mehr der von D. olivaceus, trifasci-
atus und annulipes, als der von D. ruber.
ho
A
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Vlodrop
Leff
Da
Terschelling
|
Texel
|
Fig. 26. Globiceps, Paramere; al, G. eruciatus Reut; m—q, G. flavomaculatus F., (p nach
REUTER 1878—96, q nach WAGNER 1952b); r—s, G. salicicola Reut. t—u, G. sphegiformis
Rossi; linkes Paramerum: a—f, m, n, p oben, q oben, r und u; rechtes Paramerum: hk ©,
p unten, s und t.
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 25
Globiceps cruciatus Reut.
Ebenso wie G. flavomaculatus F. ist G. cruciatus von vielen Orten überall in
unserem Lande bekannt, auch von den Nordsee-Inseln. Beide Arten stellen ver-
schiedene oekologische Anforderungen; die Biotope (feucht für flavomaculatus,
trocken für erweiatus) stimmen mit den Beschreibungen überein, die KULLENBERG
(1946, S. 231—235) für beide Arten in Schweden veröffentlicht. In Mittellimburg
fanden wir bisher nur G. crzciatus, während dagegen in Südlimburg, wo die
Milieuverhältnisse für G. flavomaculatus sehr günstig sind, diese Art dort zahlreich
zwischen höheren Pflanzen vorkommt und über cruciatus dominiert. GRAVESTEIN
(in lit.) fand sie stets auf oder unter Galium mollugo. Als wir einige @ 9 von
cruciatus, die bei Herkenbosch auf Salix cinerea gefunden wurden, mit der Tabelle
in WAGNER (1952) bestimmten, um festzustellen, ob wir vielleicht mit G. sal;
cicola Reut. zu tun hatten, entdeckten wir in der Tat diese Art. Herr WAGNER
der wie immer so freundlich war unsere Tiere zu studieren, bezeichnete sie
ebenfalls als salicicola, die vorher nur von Skandinavien und Sibirien bekannt war.
Wir untersuchten darauf unser einheimisches Material von G. cruciatus, sowie
die Tiere aus den Sammlungen BRAKMAN, GRAVESTEIN, RECLAIRE und des Mu-
seums in Leiden. Alle 2 © (za. 40 Stück) besitzen das Merkmal, das WAGNER
für salicicola angibt, nämlich: „Scheitel gleichmässig gewölbt, hinten ohne Rand
oder Kante”. Die deutliche Querfurche, die er für cruciatus angibt, ist bei keinem
unserer Exemplare vorhanden. Der Unterschied, auf Grund dessen die 4 4 beider
Arten aufgeteilt werden, nämlich die Form des Scheitelhinterrandes, ist oft schwie-
rig zu interpretieren. Unsere Exemplare sind im allgemeinen etwas kleiner als die
von cruciatus, welche WAGNER zur Verfügung hatte; die 4 ¢ messen nämlich
4,9—5,5 (Wgn. 5,2—6,1), die 2 2 4,0—5,0 (Wgn. 4,4—5,5). Wir unter-
suchten ebenfalls 7 © und 1 34 aus Frankreich (Villard d’Arene, 23/25.VII.
1952, leg. H. C. BLÖTE), die vollständig mit den holländischen Exemplaren
übereinstimmen.
Im Museum in Leiden befindet sich ein & der echten G. salicicola (leg. et det.
REUTER, Schweden). Nach Untersuchung dieses Exemplares ergab sich deutlich,
dass alle unsere untersuchten einheimischen Exemplare zu G. cruciatus oder zu
einer Form dieser Art gehören. Später teilte Herr WAGNER (i. litt. 17.III.1956)
uns mit, dass von G. cruciatus zwei Formen vorkommen, die aber im Bau der
Parameren übereinstimmen. „Hier (Umgebung Hamburg) haben fast alle ©
einen deutlich hinten kantigen Scheitel. Erst weiter im Süden findet sich die
andere Form, deren 2 einen kugeligen Kopf haben. Als ich Ihre Stücke als
salicicola bestimmte, kannte ich diese Form noch nicht”. Gern überlasse ich eine
nähere Bestimmung dieser beiden Formen Herrn WAGNER. Nur sei hier auf die
grosse Variabilität der Parameren der Form, die bei uns vorkommt, gewiesen
(Fig. 26 a—f, und h—1). Das erwähnte Exemplar von salicicola kann, was die
Parameren betrifft, nicht mit unserem cruciatus verwechselt werden (Fig. 26, r, s).
Die vesicalen Anhänge der beiden Arten zeigen ebenfalls deutliche Unterschiede
(Fig. 27). Die linke Paramere von G. flavomaculatus schien bei den 10 unter-
suchten Exemplaren, worunter auch zwei Tiere aus Tirol (Reutte), ziemlich
konstant zu sein (Fig. 26, m und n). Die rechte Paramere hat auf dem kurzen
Anhängsel meistens 2, in einigen Fällen 3 Dornen. Die Abbildungen von REUTER
26 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Fig. 27. Vesicale Anhänge; a—b, G. cruciatus Reut; c, G. salicola Reut; d, G. sphegifor-
mis Rossi; 28. Männliches Genitalsegment, ventral; links, G. eructatus Reut. rechts, G.
flavomaculatus F., 29. K- Struktur der Bursa copulatrix; a—c. G. cruciatus Reut.; d, G.
salicicola Reut.; e, G. flavomaculatus F.; f, G. sphegiformis Rossi; g, Mecomma dispar Boh.;
30. Orthotylus prasinus Fall. Männliche Genitalien, seitlich; 31. O. prasinus Fall., Paramere
in verschiedenen Lagen; a—f, rechtes Paramerum; g, linkes Paramerum.
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 27
(1878—96, PI. V, Fig. 19 S) sind schematisch und irreführend (Fig. 26 p).
Die Paramere und vesicalen Anhängsel der bei uns bis jetzt nur aus Limburg
bekannten G. sphegiformis Rossi sind sehr charakteristisch (Fig. 26 t, u; Fig. 27
d). Die K-Strukturen der Bursa copulatrix sind in Fig. 29 a—g wiedergegeben.
Obschon die Form dieser Strukturen bei cruciatus innerhalb gewisser Grenzen
schwankt, ist Wand X (Fig. 29a) stets geradlinig und an beiden Buchten gleich
lang und dadurch deutlich von salicicola verschieden (wenigstens bei dem einen
Exemplar von REUTER in Leiden).
Orthotylus viridinervis Kbm.
Nur von den folgenden Orthotylus-Arten ist heutzutage die Biologie einiger-
massen bekannt: O. marginalis Reut., O. tenellus Fall., O. flavosparsus Shlb., und
O. ericetorum Fall. (siehe die Übersicht bei KULLENBERG 1946, S. 240—249).
Die beiden ersten Arten sind sowohl zoo- wie phytophag, die beiden letztgenann-
ten sind ausschliesslich phytophag. O. viridinervis, von der noch nicht soviel
Fundorte bei uns bekannt sind, wird in der Literatur von Ulmus und Tilia an-
gegeben. Auf beiden Baumarten kommt sie auch bei Wageningen vor. Jahrelang
wurden junge Larven im Monat Mai in Blattgallen von Eriosoma ulmi angetroffen.
Ende April 1952 waren die gerade eingerollten Ulmenblätter, worin sich nur
die Fundatrix befand, schon mit dem ersten Larvenstadium von O. viridinervis
besetzt. Dass diese Biotopwahl nicht zufällig ist, ergibt sich hieraus, dass praktisch
jede Blattrolle eine oder zwei Larven beherbergte, während sie ausserhalb der-
selben nur sehr sporadisch vorkamen. Die Tatsache, dass viele Blattrollen in
diesem Entwicklungsstadium stehen bleiben und unbewohnt sind, muss eher der
Tätigkeit dieser Orthotylus-Larven zugeschrieben werden, als Anthocoris oder
anderen Predatoren. In Gefangenschaft saugten sie mit Vorliebe an den Läusen,
aber nach Analogie anderer Arten dürften sie sich ebenfalls phytophag ernähren.
Die älteren Stadien wurden ausser in Gallen auch frei auf Ulmen beobachtet.
Die ersten Imagines erschienen in der zweiten Hälfte des Juni. Eine dritte Wanze,
die dann und wann in eine sehr junge Ulmenblattrolle eindringt, ist die Miride
Heterotoma meriopterum Scop.
Orthotylus prasinus Fall.
SOUTHWOOD (1953b) zeigte in einer ausgezeichneten Bearbeitung der Gattung
Orthotylus, dass O. scotti Reut. identisch mit O. prasinus ist. Die Art ist bei uns
stellenweise auf Ulmus und Carpinus nicht selten. Das Genitalsegment des 4
ist in Fig. 30 abgebildet. Das Beispiel von O. prasinus hat deutlich gezeigt, wie
bedenklich es ist um kleine Unterschiede in den Parameren als spezifisch aufzu-
fassen, und diesen Unterschied in nur einer einzigen Figur (i.c. REUTER, STICHEL,
WAGNER) wiederzugeben. Die Form der in drei Dimensionen stark entwickelten
Paramere hängt besonders von dem Winkel ab, unter welchem das Objekt geschen
wird (Fig. 31 a—g). Eine sehr kleine Drehung kann bereits ein ganz anderes
morphologisches Bild der Paramere geben. WAGNER (1952, S. 123— 124) behan-
delt scotti noch als gute Art. In seiner dichotomischen Tabelle gibt er u.a. für
prasinus an: „Scheitel beim & 2,1 X,” für scotti: „Scheitel beim 4 1,83 X so
28 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
breit wie das Auge.” In der Diagnose von scott sagt er: „Der vorigen Art ausser-
ordentlich ähnlich und nur am Bau der Genitalien sicher zu erkennen’. Seine
Abbildungen der Parameren (Fig. 78 N—Q) zeigen jedoch sehr geringe Unter-
schiede, die teils auf individueller Variabilität beruhen, teils durch eine andere
Lage des gezeichneten Objekts bedingt sind.
9. DER Lygus-KOMPLEX
I. Literaturübersicht, mit besonderer Berücksichtigung der pratensis-Gruppe.
Im Jahre 1940 erkannte WAGNER auf Grund von Genitaluntersuchung die
vorher für unbedeutende Varietäten von L. pratensis gehaltenen pubescens Reut.
und gemellatus H.-S. als gute Arten. Im Jahre 1947 fügte er hieran noch hinzu
rutilans Horv., sodass die Zahl der zum Subgenus Exolygus gehörenden Arten
einschliesslich pratensis auf 4 gebracht wurde. Derselbe Autor (1949a) unter-
suchte und gruppierte die Parameren aller Lygus-Arten und basierte u.A. hierauf
seine Einteilung in 5 Subgenera, nämlich Apolygus, Exolygus, Lygus, Agnocoris
und Orthops. Die Untersuchung des Penis half ihm die Arten schärfer zu defi-
nieren. In die Genitaluntersuchung bezog er auch Liocoris tripustulatus F., mit
dem Ergebnis, dass Liocoris mit Lygus sehr nahe verwandt ist; dies entsprach
nicht seiner bisherigen Stellung im System. Lygus-Arten der pratensis-Gruppe
brachte WAGNER in das Subgenus Exolygus unter. Von L. (Exolygus) gemellatus
H.-S. beschrieb er die neue Form maritima von der Insel Amrum. Im gleichen
Jahr (1949b) bildete WAGNER von jeder der 4 Arten des Subgenus Exolygus
eine eunomische Reihe ab, mit allen Übergängen der dunklen Zeichnung der
Oberseite von ihrem Minimum bis zu ihrem Maximum. Jede Art zeigt in dieser
Hinsicht eine Parallelentwicklung; die Entwicklung des Melanismus soll jedoch
spezifisch verschieden sein. Oekologisch und geographisch sollen die 4 Arten
ebenfalls geschieden sein. WAGNER (1950) glaubte berechtigt zu sein, die Form
maritima als eine gute Art aufzufassen auf Grund morphologischer und oekolo-
gischer Unterschiede mit L. gemellatus H.-S. L. maritima kommt an der Nordsee-
küste vor, und die eunomische Reihe von licht nach dunkel gezeichneten Exem-
plaren soll auch hier einen spezifischen Charakter haben.
GRAVESTEIN (1951, S. XXXVII) und WEBER (1954, S. 39) haben WAGNERS
Auffassung, dass die Lygus pratensis-Gruppe aus verschiedenen guten Arten be-
steht, ohne Diskussion übernommen. Lygus pubescens Reut. (sens. \WAGNER)
erschien identisch mit der ein Jahr früher beschriebenen L. rugulipennis Poppius
1911 (LINNAVUORI, 1951). KULLENBERG, 1946, S. 67—73, unterscheidete jedoch
in dem L. pratensis-Komplex aus Schweden bereits 4 Typen, die nicht scharf
gegen einander begrenzt sein sollen. Er definierte diese Typen auf Grund ihrer
Färbung, Punktierung und Biotopunterschiede. Im Hinblick auf die taxonomische
Stellung dieser Typen war KULLENBERG unsicher; er war geneigt sie als oekolo-
gische Rassen aufzufassen. Er fand Zwischenformen, sodass er sich fragte, ob es
Kreuzungsformen sind. Ausführlich geht er hierbei auf die Nahrungspflanzen
ein, auch gibt er gute Biotopbeschreibungen. Nach WAGNER 1949b soll Typ 2
von KULLENBERG unzweifelhaft L. rutilans und Typ 1 möglicherweise L. pratensis
sein.
LESTON (1952) gab eine gut dokumentierte kritische Übersicht der verschie-
R. H. COBBEN: Niederländische Wanzen 29
denen Einteilungen der Gattung Lygus Hahn 1833, wie sie von REUTER, KNIGHT,
CHINA, WAGNER und SLATER vorgestellt wurden. Hauptsächlich zeigte er, dass
europäische Hemipterologen zu sehr das klassische Schema von REUTER über-
nommen haben, ohne die Resultate von KNIGHT u.a., die sich auf eine grosse
Zahl nicht-palaearktischer Arten beziehen, an den europäischen Arten zu prüfen.
Die wichtigsten Schlussfolgerungen LESTONs waren: Apolygus China 1943 ist
in parte ein Synonym von Neolygus Knight 1917 (opp. SLATER, 1950); Neolygus
ist ein Subgenus (opp. KNIGHT, 1941). Agnocoris ist wahrscheinlich ein Subgenus,
obschon sehr nahe verwandt mit Orthops. Alle Einteilungen von Lygus wollte
LESTON auf Grund einer monophyletischen Entstehungsweise als Subgenera auf-
fassen. So kam er auf die 5 Subgenera von WAGNER (1949a), wobei Apolygus
durch Neolygus ersetzt wurde. Er besprach hierauf die subgenerischen Merkmale
der männlichen Genitalien und gab eine Liste der palaearktischen und nearktischen
Arten, möglichst mit den wichtigsten Nahrungspflanzen. Hinsichtlich der Exo-
lygus-Gruppe legte Leston den Nachdruck hierauf, dass die 5 palaearktischen,
2 holarktischen und 21 nearktischen Arten in ihren Nahrungsgewohnheiten sehr
plastisch zu sein scheinen. Darüber, das L. pratensis und rugulipennis gute Arten
sind, herrschte keine Meinungsverschiedenheit mehr. LESTON konnte noch an-
nehmen, dass L. rutilans eine gute Art ist, da diese nur noch boreo-alpin bekannt
war. LESTON jedoch bedauerte, dass WAGNER die Formen der pratensis-Gruppe,
die er selbst als "colour forms” aufgefasst hatte, zu Arten erhoben hatte und
von diesen Arten sogar Varietäten benannte. Ferner lieferte er Kritik auf Grund
der Tatsache, dass die Parameren der englischen Formen nicht die spezifische
Unterschiede zeigen, die in WAGNERS Abbildungen dargestellt werden. Auch
meinte er, dass es keine deutlichen geographischen und oekologischen Diskontini-
täten in dem ausgedehnten Verbreitungsgebiet der verschiedenen Formen gebe.
Diese und andere Kritik wurde von WAGNER (1954b) unserer Meinung nach
mit Recht wiederlegt. Der Einwand jedoch, dass WAGNER allein Durchschnitts-
verhältnisse angibt und nicht die Zahlen, die für eine biometrische statistische
Analyse nötig sind, bleibt zu Recht bestehen.
In der modernen Taxonomie der Miriden hat man bis vor einigen Jahren nur die
männlichen Genitalien mit gutem Erfolge benutzt. Da man äquivalente deutliche
Strukturunterschiede bei den |? © nicht kannte, lieferten diese @ 9 bei der
rezenten Aufteilung von Arten in nahe verwandten Formen oftmals Schwierig-
keiten wegen des Mangels an deutlichen morphologischen Unterschieden. In
seiner wichtigen Studie über die Biologie der schwedischen Miriden gab Kur-
LENBERG, 1946 und 1947, eine ausführliche Übersicht seiner funktionell-anato-
mischen Untersuchung der 2 Genitalien dieser Familie. Im Jahre 1955 wurde
dasselbe Thema noch ausführlicher durch Davis bearbeitet. Im Anschluss an die
Arbeit von KULLENBERG publizierte SLATER (1950) seine wichtige vergleichend-
morphologische Studie dieser Strukturen bei den 2 9. Gewisse sklerotisierte Teile
schienen von grosser Bedeutung für die Feststellung phylogenetischer Verwandt-
schaft zwischen Genera und Unterfamilien zu sein. Die untersuchten Strukturen
können auch mit Erfolg als taxonomische Unterscheidungsmerkmale bei schwieri-
gen Komplex-Arten benutzt werden, wie SLATER & DAVIS (1952), WAGNER
& SLATER (1952) und KELTON (1955a und b) bei Lygws-Arten bereits gezeigt
haben. Der letztgenannte Autor untersuchte die Strukturen der inneren männlichen
30 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
und weiblichen Genitalien im Verband mit auswendigen taxonomischen Merk-
malen, um den ganzen Komplex der Lygus-artigen zu revidieren. Er spaltete
diesen Komplex in 11 Gattungen. Einer der wichtigsten Schritte, zu dem KELTON
sich genötigt sah, gilt für Liocoris tripustulatus F. WAGNER war im Jahre 1949
bereits zum Schluss gekommen, dass Liocoris nahe verwandt mit der Gattung
Lygus ist, am meisten mit dem Subgenus Exolygus. KELTON, der in diesem Punkte
nicht nach WAGNER (1949a) verweist, erhebt Exolygus Wagn. zur Gattung, und
schliesst in diese Gattung auch Liocoris ein. Dass dieser Schritt von weitreichender
Bedeutung ist, ergibt sich aus Folgendem. Da Liocoris Fieber, 1858, über Exolygus
Wagner 1949 Priorität hat, müssten also unsere Tiere der Lygus pratensis-Gruppe
in Zukunft Liocoris heissen. Für unser Land wäre diese Veränderung nicht so
ernst, da unsere schädlichste Lygus-Art, nämlich L. pabulinus L. diesen Namen
behalten würde. Die gelegentlich schädlich auftretende zweite Art ist Lygus
rugulipennis Poppius (= L. pratensis auct., nec Linn. = L. pubescens Reut.)
müsste jedoch in Liocoris umgetauft werden. Betreffs der ökonomischen Bedeutung
dieser Art in Westeuropa verweisen wir nach SOUTHWOOD 1956. Die grösste
Anzahl der Arten der Exolygus-Gruppe, nämlich etwa 50, kommt jedoch im
nearktischen Gebiet vor, und eine grosse Zahl hiervon sind wirtschaftlich wichtige
Schädlinge, in der Praxis "Lygus bugs” genannt. Der Genusname aller dieser
Arten müsste jetzt geändert werden. Um diesen für die Praxis verwirrenden
Beschluss nicht zu nehmen, entwarfen CARVALHO, KNIGHT und USINGER (1955)
mit Beistimmung von 10 Spezialisten ein Gesuch, das der internationalen Kom-
mission für zoologische Nomenklatur vorgelegt wurde. In diesem Gesuch werden
in 12 Punkten die nomenklatorischen Tatsachen beleuchtet, die die Folge der all-
mählichen Spaltungen dieser komplexen Gruppe waren, wofür HAHN in Jahre
1833 die Gattung Lygus aufgestellt hatte; augenblicklich sind mehr als 350 Arten
beschrieben. Der Kernpunkt der Sache ist, dass L. pabulinus Linn. 1761 der
Genotypus ist. Zufolge der modernen Auffassungen nimmt diese Art mitten unter
den zahlreichen übrigen Arten eine ganz besondere Stellung ein, sodass das
Subgenus, wozu sie monotypisch gerechnet wird, zur Gattung erhoben wurde,
gemäss den Aufstellern des Gesuches (opp. KELTON, 1955). Von den übrigen
Untergattungen wurden verschiedene ebenfalls zu Gattungen erhoben, die also
alle einen anderen Namen erhalten müssen und nicht mehr Lygzs heissen können.
Um für die schädlichen Arten der Gattung Liocoris sens. KELTON 1955 den
Namen in der Praxis behalten zu können, wird in dem genannten Gesuch vor-
geschlagen ein bestimmtes Exemplar von Cimex pratensis L. (sens. WAGNER,
1949) in der Sammlung LINNAEUS zum Typus der Gattung Lygus Hahn 1833
zu machen, mit Zurückweisung früherer Typen-Feststellungen. Wenn dieses
Gesuch angenommen werden sollte, wird Liocoris wieder durch Lygus Hahn 1833
ersetzt, und wird Lygzs sens. KELTON 1955 in Lygocoris Reut. 1875 verändert.
Ohne der Entscheidung der Nomenklaturkommission vorzugreifen, aber um un-
nötiger Verwirrung vorzubeugen, bringen wir in der Übersicht der nieder-
ländischen Arten (S. 35—41) in Klammern den Geschlechtsnamen, wie er lauten
sollte wenn das Gesuch angenommen wird. Mit WAGNER (1957) sind wir der
Ansicht, dass es sowohl aus fundamentellen, wie auch aus praktischen Gründen
nicht erwünscht ist, um Liocoris und Exolygus zu einer Gattung zu vereinigen
(opp. KELTON, 1955).
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 31
II. Besprechung der in den Niederlanden vorkommenden Vertreter der
pratensis-Gruppe.
Aus dem Vorhergehenden ergab sich, dass es Anhänger und Gegner von
WAGNERs Auffassung gibt, dass gemellatus H.-S. und maritimus Wagn. gute
Arten sind. Der ganze Komplex (jetzt 6 Arten sens. WAGNER) benötigt eine
Revision auf biometrischer Grundlage. Messungen von grossen Reihen, nicht nur
aus der lokalen Fauna, sondern aus dem ganzen Verbreitungsgebiet müssen die
Zahlen für eine statistische Bearbeitung und Korrelationsberechnung liefern.
Hierin müssen auch die praeimaginalen Stadien bezogen werden, obschon eine
vergleichende Studie der Larvenstadien durch zurückwirkende Konvergenz ver-
mutlich keine neuen Gesichtspunkte liefern wird. So besitzt Larve V von r#guli-
pennis noch nicht die dichte Behaarung, wodurch diese Art als Imago direkt
von den anderen Arten zu unterscheiden ist; die Larven von r#gulipennis ähneln
bis auf sehr geringe graduelle Unterschiede, denen von z.B. gemellatus. In Er-
wartung einer derartigen zeitraubenden Bearbeitung, kombiniert mit Zucht- und
Kreuzungsversuchen, folgen wir WAGNER, soweit es die in unserem Lande vor-
kommenden Formen betrifft, und zwar aus dem Grunde, weil wir im Freien
keine Miihe haben die verschiedenen Formen sowohl als Populationen wie
als Individuen zu erkennen. Wir fanden niemals Mischpopulationen, obschon
innerhalb eines begrenzten Biotopes sowohl pratensis wie gemellatus vorkommen
können. Die Verbreitung des gemellatus reicht westlicher und nördlicher als
anfänglich vermutet wurde. So berichtet WAGNER (1952, S. 34), dass diese Art
in Deutschland noch nicht westlich der Elbe festgestellt war und dass sie in
Nordeuropa fehlt. Inzwischen berichtet LINNAVUORI (1951, S. 57), jedoch über
das ziemlich allgemeine Vorkommen von gemellatus im Süden und in der Mitte
Finnlands, und gab OSSIANNILSSON (1953, S. 102) diese Art auch von verschie-
denen Distrikten in Schweden an. In unserem Lande ist die Art verbreitet in
Utrecht, Gelderland, Brabant und Limburg, und zweifelsohne wird sie auch in
Drente und Overijsel gefunden werden. Sie kommt bei uns in der Tat auf Arte-
misia vor, wie in Deutschland. Im Frühjahr trafen wir die überwinternden Ima-
gines bei Roermond in grosser Zahl auf Matricaria. L. pratensis ist in unserem
Lande offenbar selten. Wir fanden sie meistens nur in einem oder einigen Exem-
plaren auf niedrigen Pflanzen, u.A. Urtica und Chenopodium. Letztgenannte
Pflanze ist in Limburg die wichtigste Eiablage- und Nahrungspflanze. An einer
Ruderalstelle bei Roermond trafen wir im Jahre 1947 eine kleine Population
von pratensis mit Larven auf einem Chenopodium-Komplex an, der sich unmit-
telbar an eine Gruppe kräftiger Artemisia-Pflanzen anschloss und sich hiermit
vermengte; hierauf entwickelte sich gemellatzs mit ihren Larven in grosser Menge.
Als die larvale Periode vorüber war, kamen die Imagines beider Arten durch
einander auf beiden Pflanzen vor. Das Territorium beider Formen war hier
deutlich sympatrisch. Dies spricht wohl für die Auffassung, dass wir hier mit
2 guten Arten zu tun haben. In Frankreich, wo wir in den Vogesen (1950),
Umgebung von Prauthoy (Hte. Marne, 1951) und zirka 30 km südlich von
Paris (1952) sammelten, liegen die oekologischen Bedingungen für beide Arten
offenbar anders. L. gemellatus schöpften wir dort, obschon nur selten, von niedri-
ger, kräuterreicher Vegetation und namentlich auch von Luzerne. Auf den Berg-
32 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
hängen in den Vogesen gab es Stellen mit Kahlschlag, wo Galeopsis, Lamium und
Senecio üppig wuchsen, bevorzugte Biotope für pratensis. Südlich von Paris wurde
nur pratensis gesammelt. Die Fundorte in Frankreich erinnern uns stark an die
Beschreibungen, die KULLENBERG (1946) von denselben Arten in Schweden gibt.
Die oekologische Differentiation, die WAGNER feststellte, gilt nur für ein be-
stimmtes Areal. LESTON (1952, S. 222) spricht sehr richtig von den “well-known
plastic feeding habits of the pratensis-complex’’. Bedenken wir auch, dass pabulinus
in Nordamerika auf Impatiens biflora monophag lebt, während die Frühjahrs-
generation derselben Art, die morphologisch in nichts von den amerikanischen
Tieren verschieden ist (LESTON, 1952, S. 219), bei uns auf Obstbäumen lebt,
die Sommergeneration dagegen auf allerlei Kräutern. Nach KELTON, 1955b,
S. 542 wurde in den U.S.A. pabulinus auch auf Actaea sp. und Heracleum sp.
gefunden.
Die Bestimmung der Arten bietet keine Schwierigkeiten, wenn man sie draussen
als lebende Gesellschaft beobachtet und wenn man aus einer Population eine Reihe
präparierter Exemplare vergleichend studiert. Wenn man aber mit individuellen
Exemplaren zu tun hat, dann können die Diagnosen von WAGNER (1952, S.
33—35) leicht zu verkehrten Bestimmungen Veranlassung geben. So fingen wir
in Wageningen 3.IX.1950 und bei Roermond 4.X.1952 auf Urtica ein &, das
nach der Tabelle von WAGNER (op. cit.) zu punctatus Zett. (= rutilans Horv.)
gehören sollte, da es die typische dunkle W-Zeichnung auf dem Scutellum besitzt.
Doch gehören beide Tiere sicher zu gemellatus wegen des Habitus und der
geringen Grösse. L. punctatus ist grösser und ist bis jetzt nur als boreo-montane
Art bekannt. In einer grossen Population von gemellatus in St. Odiliënberg
(Herbst 1954) fanden wir gleichfalls einige Exemplare mit derselben Scutellum-
Zeichnung. Es sind vornämlich die Larven, die sich im Spätsommer und im Herbst
entwickeln, welche die dunklen Imagines von gemellatus, pratensis und ruguli-
pennis liefern. Das gleiche gilt für maritimus, was sich aus den späten Funden
der dunklen Varietät ergibt (BRAKMAN & GRAVESTEIN in WAGNER 1950, S. 90).
Andererseits wurde in einer gemellatus-Population ein Exemplar gefunden, das
nach WAGNER zu maritimus gehören sollte, wenn man sich ausschliesslich nach
dem schwarzen Pigment richtet. Jedoch geht auch bei pratensis die dunkle Fär-
bung weiter, wie WAGNER angibt. Wir besitzen & 4 aus Seine & Oise, die
zweifellos zu pratensis gehoren, aber auch hier wieder die deutliche W-Zeichnung
auf dem Scutellum besitzen. Der eunomistische Gebrauch dieses Merkmales beruht
auf einer gewissen Parallelentwicklung, hat aber keinen absoluten diagnostischen
Wert.
Eine zweite Schwierigkeit bei der Bestimmung des individuellen Tieres ist die
Variabilität der Parameren. Bereits LESTON (1952, S. 222) zeigte, dass die
Abbildungen bei WAGNER nicht für englische Exemplare stimmten, aber auch
seine Illustration (l.c. Fig. 15) brachte hierfür keinen überzeugenden Beweis.
Die Variabilität der Parameren werden wir mit einigen Beispielen erläutern.
Linkes Paramerum: Fig. 32 a, b, c und d sind Abbildungen von WAGNER
(1952, Fig. 22). In seinem Text werden diese Figuren wie folgt erklärt: „Linker
Griffel (pratensis, Fig. 32a): sehr schlank, Sinneshöcker klein, schwach gezähnt,
Hypophysis klein; (gemellatus, Fig. 32b): mit kräftigem Sinneshöcker, der dicht
mit Zähnen besetzt ist, und breiter, stempelförmiger Hypophysis; (maritimus,
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 33
Fig. 32c): mit sehr kleinem, schlankem Sinneshöcker, der nur wenige Zähne trägt;
(rugulipennis, Fig. 32d): sehr robust, Sinneshöcker kurz und breit, Hypophysis
kräftig.” Diese Merkmale sind jedoch sehr relativ, und wenn wir die begleitenden
Figuren betrachten, wird es wohl deutlich, dass es sehr schwierig ist die zu unter-
suchenden Strukturen sicher mit einer der genannten Figuren zu identifizieren.
Hier gibt also die persönliche Auffassung den Ausschlag. In Wirklichkeit ist die
Situation noch ungünstiger, und man braucht nur wenig Material zu untersuchen
um zu dieser Entdeckung zu kommen. Der Corpus parameri (Terminologie nach
PITROWSKI, 1950) ist nicht flach, sondern stark dreidimensionell entwickelt (siehe
Fig. 33). Wir betrachteten die Parameren stets derartig von der Seite, dass der
Basisteil des Processus hamatus in der Horizontalebene lag. Der Winkel, den der
Processus sensualis und das Ende des Processus hamatus mit der Zeichnungsebene
macht, ist bei Tieren derselben Art und aus ein und derselben Population ver-
schieden, sodass innerhalb einer Art Exemplare vorkommen können, die mit allen
Figuren von WAGNER (Fig. 32a—d) übereinstimmen. In Figur 33 bilden wir
einige Parameren von Exemplaren ab, die willkürlich gewählt wurden und also
keine Grenzfälle vorstellen.
Rechtes Paramerum: Fig. 34a—d nach WAGNER (1952, S. 32). Der Unterschied
zwischen diesen Formen ist noch undeutlicher (die Behaarung ist durchaus nicht
spezifisch). Bei der Artbeschreibung von maritimus sagt WAGNER (1950, S. 89):
„Der rechte Griffel hat cine schlankere Hypophysis. Der Paramerenkörper ist im
unteren Teil stark vorgewölbt und zeigt 2 Reihen von kleinen Höckern, die sich
bei keiner der übrigen Arten finden”. Im Jahre 1952 beschreibt er den rechten
Genitalgriffel: „proximal mit kleinem, aber deutlichem Höcker an der Aussen-
kante, von demselben aus laufen zwei Reihen kleiner Zähnchen über den Griffel,
Hypophysis winklig gebogen”. Wir untersuchten 10 & 4 von maritimus, die wir
von den Herren BRAKMAN (Zeeland) und GRAVESTEIN (Amsterdam) empfingen;
die rechten Parameren dieser Exemplare zeigen nicht die 2 Reihen Dôrnchen,
selbst keine Andeutung von solchen, auch nicht an der Aussenseite. Dagegen
findet man bei pratensis Beispiele mit einem deutlich entwickelten Höcker. Einige
der von uns gefundenen Formen sind in Fig. 35 abgebildet. Weder der Corpus
parameri noch der Processus hamatus sind spezifisch verschieden.
Appendix vesicae. (Fig. 36a—d, nach WAGNER 1952, S. 35). Bei 7 Exem-
plaren von pratensis aus den Vogesen (Fig. 37b) ist die Lange und Form sehr
konstant. Bei derselben Art aus Roermond besitzt das Spiculum den fiir diese
Art charakteristischen Endknopf, aber die Länge ist etwas kürzer und die Krüm-
mungen sind veränderlich (Fig. 37a). Das Spiculum bei den Exemplaren von
maritimus und gemellatus, die wir untersuchten, ist ebenfalls in der Form ver-
schieden (Fig. 37d, c), während es bei rugzlipennis mitunter einen deutlichen
Endknopf mit Zähnchen besitzt (Fig. 37e). Man vergleiche das Spiculum von
punctatus (Fig. 37 f nach WAGNER, 1952; Fig. 37 g nach KELTON, 1955b).
Mit aller Wertschätzung für die Pionierarbeit Herrn WAGNERs nehmen wir
an, dass er die Genitalien von einer zu kleinen Anzahl von Tieren untersucht hat,
ohne der individuellen Variabilität dieser Strukturen als taxonomische Merkmale
die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Die verschiedenen Strukturen der Bursa
copulatrix der 9 9 zeigen gute generische und spezifische taxonomische Merkmale
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(US)
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Fig. 32. Exolygus {Lygus}. Linkes Paramerum nach WAGNER, 1952; a, pratensis L.; b,
gemellatus H.-S.; c, maritimus E. Wagn.; d, rugulipennis Popp.; 33. Linkes Paramerum; a,
pratensis L., Vogesen: b, pratensis L., Roermond; c, gemellatus H.-S., Swalmen; d, mari-
timus S. Wagn., Walcheren; e, rugulipennis Popp., Wageningen; 34. Rechtes Paramerum,
nach WAGNER, 1952; a, pratensis L., b, gemellatus H.-S.; c, maritimus E. Wagn.; d, rugu-
lipennis Popp.; 35. Linkes Paramerum: a, pratensis L.; b, gemellatus H.--S.; c, maritimus
E. Wagn.; d, rugulipennis Popp.; 36. Appendix vesicae nach WAGNER, 1952; a, pratensis
L.; b, gemellatus H.-S.; c, maritimus E. Wagn.; d, rugulipennis Popp.; 37. Appendix vesicae;
a, pratensis L., Roermond; b, pratensis L., Vogesen; c, gemellatus H.-S.; d, maritimus E.
Wagn.; e, rugulipennis Popp.; f, punctatus Zett. (nach WAGNER, 1952b); g, punctatus
Zett. (nach KELTON, 1955b).
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 35
bei Lygus s.1. Wir untersuchten diese Strukturen bei allen 21 Arten, mit Ausnahme
von atomarius und rubicundus. Die Zeichnungen wurden vor dem Erscheinen des
Artikels von KELTON (1955a) angefertigt, worin diese Strukturen von nearkti-
schen, aber auch von vielen bei uns vorkommenden Arten abgebildet werden.
Wir bilden hier in Fig. 38 und 39 die inneren weiblichen Genitalstrukturen aller
unserer einheimischen Arten ab, unter Hinzufügung einiger Figuren von KELTON
und WAGNER & SLATER (1952); die Seitenansicht der "posterior wall” ist eben-
falls sehr geeignet um die Artunterschiede zu zeigen (Fig. 40). Obschon diese
Strukturen bei Miriden als sehr konstant bekannt sind und sie es für die übrigen
Lygus-Verwandten unzweifelhaft auch sind, stossen wir bei den pratensis-Gruppe
wieder auf dieselben Schwierigkeiten, die wir bereits bei den männlichen Geni-
talien angetroffen haben. Obschon in geringerem Masse, ist doch eine gewisse
individuelle Variabilität der subtilen Unterschiede vorhanden, die eine artliche
Spaltung auf Grund dieser Merkmale praktisch ausschliesst (Fig. 38 p). Nur die
Hinterwand der Bursa bei rvgwlipennis ist bei den 10 untersuchten Exemplaren
stets an den sehr breiten Vorderenden erkennbar (Fig. 38 r, x). Man vergleiche
auch die Ringe von pratensis (Fig. 39 p) mit der Abbildung von SLATER & DAVIS,
1952 (Fig. 39 p, r) von pratensis und punctatus. ;
III. Übersicht der Arten in den Niederlanden. (Einteilung teilweise nach KELTON
(1955), zwischen Klammern die Namen der Gattungen, wie sie in dem
genannten Gesuch (S. 30) vorgeschlagen sind).
Lygus Hahn {Lygocoris Reuter}. Uberwinterung im Eistadium
Subgenus Lygus (Lygocoris)
pabulinus L. Allgemein.
Subgenus Apolygus China
limbatus Fall. Sehr selten; von 3 Fundorten bekannt.
spinolai M.-D. Selten. Neue Fundorte: Tuddern 10.VIII.1949, 4 9 auf Myrica
gale; Linne, 11.VIII.1953, 1 © an Pirus; Herkenbosch, 30.VI.1955, in Anzahl
mit den Larven auf Myrica.
lucorum M.-D. Sehr verbreitet.
rhamnicola Reut. Diese Art ist nicht so selten, wie man aus den früheren
Angaben schliessen könnte; die Anzahl der Tiere, die auf je einem Rhamnus
frangula-Strauch oder -Baum gefangen werden, ist aber gering. Neue Fundorte:
Tuddern, 10.VIII.1949, 6 9; Vlodrop, 27.VII.1950, 1 2 ; Herkenbosch, 30.VII.
1954, 2 9; idem 22.VIL.1955, 1 9; Veenendaal, 9.VII.1954, 3 4,1 9; Wage-
mncens Einkeloordé Me VITO 55 MCE idem 1 VIEIOSE 23 A 290,1
Larve V.
| Subgenus Neolygus Knight
contaminatus Fall. Verbreitet.
viridis Fall. Verbreitet.
Kürzlich beschrieb LESTON (1957) eine neue Art namens populi, die bisher
nur in England an mehreren Stellen auf Populus gefunden wurde.
Orthops Fieber. Uberwintert als Imago.
kalmii L. Verbreitet (siehe die folgende Art).
36 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
basalis Costa 1852 (= scutellatus Uhler 1877, syn. nov.). Im Jahre 1951 zeigte
TAMANINI, dass diese im Jahre 1852 von CostA beschriebene Form in der Tat eine
gute Art ist. Im Jahre 1954 verzeichnet OSSIANNILSSON sie von Schweden. Eine
Revision des O. kalmii-Materials aus verschiedenen Sammlungen ergab, dass O.
basalis auch in unserem Lande sehr verbreitet ist. Die von uns gesehenen Exemplare
von Heemstede wurde inzwischen bereits von MEURER, 1956 angegeben. Ausser-
lich kann diese Art bereits deutlich von £almii, womit sie näher verwandt ist als
I eZ
0,56 mm
Fig. 38. Hinterwand der Bursa copulatrix; a, Lygus pabulinus L.; b, L. limbatus Fall: c,
L. spinolai M.-D.; d, L. lucorum M.-D.; e, L. rhamnicola Reut.; f, L. contaminatus Fall.;
8, L. viridis Fall; h, Orthops kalmii L.; i, O. basalis Costa.: j, O. campestris L.; k, O.
viscicola Put.; 1, O. cervinus H.-S.; m, O. atomarius M.-D. (nach KELTON); n, O. rubricatus
Fall.; o, Agnocoris reclairei E. Wagn.; p, L. pratensis L.; q, E. gemellatus H.-S.; 1, E. mari-
timus E. Wagn.; s, E. rugulipennis Popp.
R. H. COBBEN : Niederländische Wanzen 37
Fig. 39. Sclerotisierte Ringe der Bursa copulatrix; a, Lygus pabulinus L.; b, L. limbatus Fall.:
c, L. spinolai M.-D.; d, L. lucorum M.-D.; e, L. rbamnicola Reut. f, L. contaminatus Fall;
g, L. viridis Fall.; h, Orthops kalmii L.; i, O. basalis Costa.; j, O. campestris L.; k, O. visci-
cola Put.; 1, O. cervinus H.-S.; m, O. atomarius M.-D. (p rechtse Reihe, oben, nach KELTON) ;
n, O. rubricatus Fall.; 0, Agnocoris reclairei E. Wagn.; p, E. pratensis L. (nach SLATER &
Davis); q, E. rugulipennis Popp.; r, E. punctatus Zett. (nach SLATER & DAVIS).
38 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
mit campestris, auf Grund folgender Merkmale unterschieden werden. Das Ver-
hältnis der Breite des Vertex zur Breite des Auges ist grösser, der Kopf ist länger
mit einer mehr oder weniger deutlichen V-förmigen Zeichnung. An dieser Kopf-
zeichnung sind die 3 Arten gewöhnlich leicht zu erkennen (Fig. 44 nach TAMA-
NINI, op. cit.). Für basalis ist es bezeichnend, dass die Medianlinie des Kopfes
innerhalb der schwarzen Zeichnung hell bleibt, oft sogar bei sehr dunklen Varie-
täten. Doch kommen mehrmals Exemplare vor, die man ausschliesslich auf äusser-
liche Merkmale kaum bestimmen kann. Die Kopfzeichnung kann mehr der von
campestris gleichen, die extrem dunkle Form könnte man mit der von kalmii
verwechseln. Von kalmii sahen wir Exemplare, die einen ganz schwarzen Kopf
besitzen und von campestris 2 2 solche, die keine einzige Zeichnung auf dem
Kopf zeigen, auch nicht auf dem Vertex. Das in Bestimmungswerken gebrauchte
Merkmal, nämlich dass der Aussenrand des Coriums bei kalm: an der Unterseite
schmal schwarz ist, während dieser Rand bei O. campestris immer hell sein sollte,
ist nicht stichhaltig. Bei vielen der von uns untersuchten campestris-Exemplare
ist der Coriumrand ebenfalls schwarz. Im Gegensatz zu der variabelen Form der
Parameren des L. pratensis Komplexes sind die Parameren der genannten 3 Kom-
plex-Arten von Orthops äusserst konstant. Wir untersuchten an vielen Exemplaren
den Processus hamatus der linken Paramere; die in verschiedenen Ständen wieder-
gegeben Figuren von TAMANINI gelten ohne weiteres für die Strukturen unserer
Exemplare aus den Niederlanden; nur die Basis des Processus hamatus bei O.
basalis variiert etwas in der Breite (extrem mit punktierter Linie in Fig. 42 ange-
geben). Wahrscheinlich hatte WAGNER (in GULDE 1942—43) bei der Anferti-
gung seiner Figur 20B (linkes Paramerum von O. kalmii) ein Exemplar von
O. basalis vor sich. Im Jahre 1952 (WAGNERs fig. 20C) hatte er in der Tat mit
der echten O. kalmii zu tun, jedoch bildet er den Processus sensualis ab, als ob
dieser mit langen Borsten besetzt ist; in Wirklichkeit sind diese äusserst klein.
WAGNER & SLATER (1952) besprechen einige holarktische Miriden und kommen
u.a. zu der Schlussfolgerung, dass die von UHLER im Jahre 1877 von Colorado
beschriebene Orthops scutellatus, die seit 1909 als Synonym mit der europäischen
campestris aufgefasst wurde, eine von dieser letzten gut abgegrenzte Art ist.
Sowohl aus den Abbildungen der Parameren und denen der eunomischen Reihen
der dunklen Zeichnung auf Kopf, Scutellum und Cuneus, sowie aus dem beschrei-
benden Text und den angegebenen Verhältnissen von Vertex zu Augenbreite
(vergl. TAMANINI, op. cit. S. 8), kann ohne Bedenken beschlossen werden, dass
die amerikanische O. scutellatus mit der 25 Jahre früher beschriebenen basalis
Costa identisch ist. Die Strukturen der Bursa copulatrix, die wir bei unseren 3
Arten untersuchten (Fig. 38 und 39h, i, j), stimmen völlig mit denen von resp.
O. kalmii, scutellatus und campestris bei KELTON (Fig. 110, 111, 112, 77, 78
und 79) überein und zeigen gleichfalls, dass basalis näher verwandt mit kalmz
ist als mit campestris.
O. basalis entwickelt sich wie kalmii und campestris auf Umbelliferen. Obschon
genaue Feldbeobachtungen noch gewiinscht sind, gibt es Anweisungen, dass die
3 Arten oekologisch sehr wenig verschieden sind. Von Herrn van Hoor erhielten
wir ein Muster von Orthops aus Venlo (VII, 1955); die Tiere traten dort schäd-
lich auf Knollensellerie auf. Das Muster enthielt alle 3 Arten zugleich. Ein
anderes Muster, das wir bei Roermond (27.VIII.1944) sammelten, bestand gleich-
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 39
falls aus den 3 Arten; leider ist uns die Fangpflanze nicht mehr bekannt. Im
Parke von Mondorf-les-Bains (Luxemburg) wurde eine grosse Anzahl Exemplare
von den noch nicht gemähten Teilen der Grasflächen geschöpft, worin viel Daucus
carota und einige Herucleum-Pflanzen vorkamen. Dieser Fang bestand haupt-
sächlich aus O. basalis, aber auch einige O. kalmi und campestris waren vorhan-
den. TAMANINI (op. cit.) gibt O. basalis von Heracleum, Pimpinella, Peucedanum,
Anthriscus, Daucus, Salvia und Rumex an.
Dem Wageninger Berge entlang (VII, 1956) kam auf Anthriscus silvestris
ausschliesslich O. basalis in grossen Mengen vor, wahrend dagegen im Leu-Tal
(Mittellimburg, VIII, 1955) in einer sehr feuchten Mulde auf Pencedanum
palustre nur O. kalmii vorhanden war. KULLENBERG (1946, S. 101) hielt es für
wahrscheinlich, dass kalmii mehr feuchtigkeitsliebend ist als O.campestris, obschon
er beide Arten fast immer an denselben Orten antraf. Eine Erforschung der
Mikro-Oekologie der 3 sympatrischen Orthops-Arten, die ein und dieselbe grosse
geographische Verbreitung und ein und denselben Lebenszyklus haben,
könnte vielleicht noch interessante Einzelheiten ans Licht bringen. Von
campestris und kalmi war es bekannt, dass sie als Imago auf Coniferen und
unter der Rinde von Laubhölzern überwintern. Mit campestris zusammen fanden
wir im Winter wiederholt auch basalis unter den Rindenschichten von Platane
(Wageningen und Roermond); da aber basalis bis jetzt verkannt und mit
kalmii verwechselt wurde, muss die Überwinterung dieser Art als Imago noch
bestätigt werden. KULLENBERG (1946, S. 100) fand auf der Insel Skaftö Popula-
tionen von campestris auf Angelica silvestris, die im Eistadium überwinterten; es
betrifft hier also eine oekologische Gruppe, die völlig vom normalen Typus in
Schweden abweicht. Dieser Typus überwintert in Schweden genau wie anderswo
in Europa als Imago. In den gelben Fangkisten des N.A.K., die zwecks phaeno-
logischer Beobachtungen an wirtschaftlich wichtigen Insekten an verschiedenen
Orten in unserem Lande von Ende Juni bis Ende August aufgestellt wurden,
befanden sich nur ganz sporadisch Ende Juli—Anfang August (1955) einige
Orthops Exemplare, und zwar nur campestris und kalmii. Mit Rücksicht auf die
Überwinterung sind die Flüge im Frühjahr und im Herbst zu erwarten. MEURER
(1956) fing in der Periode von 10 Juli—24 August (1954) 18 Exemplare (nur
& &) von basalis mit einer Robinson-Fanglampe. Die in derselben Gegend fest-
gestellte campestris wurde nicht an der Lampe gefangen.
Eine Revision des Orthops-Materials in verschiedenen niederländischen Samm-
lungen brachte ans Licht, dass basalis in unserem Lande sehr verbreitet ist. Da alle
Exemplare vom Ende Juni ab gefangen wurden und es also Tiere der neuen
Generation betrifft, geben wir hierunter nur eine Aufzählung der Fundorte.
Coll. FOKKER, Leiden: Utrecht, Zierikzee, Valkenburg, Maastricht.
Coll. Museum Nat. Hist. Leiden: Schinnen, Pietersberg.
Coll. Nat. Hist. Genootschap, Maastricht: Stein, Gronsveld, Noorbeek, Maastricht.
Coll. Plantenz. Dienst, Wageningen: Rhenen, Velp.
Coll. CoBBEN, Wageningen: Loenen a/d Vecht, Rhenen, Wageningen, Roer-
mond.
Coll. GRAVESTEIN, Amsterdam: Wijk a. Zee, Arcen, Geulem, Valkenburg.
Coll. Meurer, Hillegom: Heemstede.
Coll. RECLAIRE, Amsterdam: Afferden, Meerssen, Schin op Geul.
40 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL.
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Fig. 40. Hinterwand der Bursa copulatrix, lateral; a, Lygus pabulinus L.; b, L. limbatus
Fall; c, L. lucorum M.-D.; d, L. rhamnicola Reut; e, L. contaminatus Fall. f, L. viridis
Fall.; Fig. 41. Orthops, Vorderseite Kopf (nach TAMANINI, 1951), links &, rechts ‚9;
a, O. basalis Costa; b, O. kalmii L.; c, O. campestris L., Fig. 42. Rechtes Paramerum (nach
TAMANINI 1951), links O. basalis Costa, rechts O. kalmii L., punktierte Linie, Umriss bei
Exemplaren aus Holland.
So weit man die Verbreitung der echten O. kalmii aus unseren Daten ableiten
kann, kommt diese Art hauptsächlich im Süden unseres Landes vor. Der nördlichste
Fundort ist Hoofddorp (28.VII.1955, Fangkiste). Es befremdet, dass nur von
campestris Exemplare gesehen wurden, die vor Juni gefangen sind. Vielleicht ist
die Erklärung diese, dass im Frühjahr weniger gesammelt wird; es ist jedoch
gewünscht, hierauf besonders zu achten, ob die Wiederbevölkerung der Umbelli-
feren in der Tat von überwinternten Imagines ausgeht, oder ob vielleicht Über-
winterung im Eistadium stattfinden kann.
campestris L. Allgemein.
viscicola Put. Diese auf Viscum album monophag lebende Art ist bisher nur von
Epen und Mechelen bekannt. Da Viscum an die Kreidegegend gebunden ist, ist
O. viscicola nicht nördlich von Südlimburg zu erwarten. In RECLAIRE (1950
(1951), S. 14) gibt Dr. BLÔTE die Art von Herkenbosch an (,,Muytert’’, Ende
IX, 1948) in Mittellimburg, wo Viscum nach unseren persöhnlichen Erfahrungen
vollständig fehlt. Wir haben das Exemplar dieses Fundes, ein ©, im Museum
Leiden gesehen. Es gehört nicht zu O. viscicola, sondern ist auf den ersten Blick
deutlich als O. cervinus H.-S. zu erkennen. Es ist bedauerlich, dass derartige
R. H. COBBEN: Niederländische Wanzen 41
ungenaue Bestimmungen ihren Weg in die Literatur finden; das ernste Studium
der Ausbreitung, der Phaenologie und der Nahrungswahl von Insekten wird
hiermit nicht befördert.
cervinus H.-S. Verbreitet.
atomarius M.-D., faunae nova species. Heemstede, 26.11.1953. Diese von
Herrn J. J. MEURER zuerst in unserem Lande entdeckte Art wurde durch Herrn
GRAVESTEIN auf der 86. Winterversammlung der niederländischen entomologi-
schen Gesellschaft demonstriert. Da sich aus dem Bericht (Ent. Ber. 15 : 286,
1955) nicht ergibt, dass diese Art neu für unser Land ist, und da sie obendrein
nicht im Verzeichnis vorkommt, bringen wir sie hier als f.n.sp. Herr MEURER
teilte uns mit, dass er dieses von WAGNER determinierte Tier nicht am Licht fing
wie GRAVESTEIN angibt, sondern von Picea klopfte.
rubricatus Fall. Ziemlich verbreitet. Neuer Fundort: Kerkrade, 14.VIII.1953,
in Anzahl auf Picea.
rubicundus Fall. Sehr selten. Alle fritheren Berichte beziehen sich wahrschein-
lich auf die folgende Art. In England kommt A. rubicundus nicht vor (LESTON,
1952, S. 220—221). Fundorte: Roermond, 10.V.1953, 1 & auf Salix alba; Stein,
23.VIII.1955, 1 9 auf Salix alba.
reclairei Wagn. Ziemlich selten, Neue Fundorte: Rhenen (,,Blauwe Kamer’),
23.VIII.1953, 3 2,1 & ; idem, 14.IX.1954, 1 2 ; Heelsum, 28.VIII.1953, 2 2,
2 &; Renkum, 17.IX.1953, 1 9. Auf verschiedenen $alix-Arten in Überschwem-
mungswiesen. Epen (Südlimburg) 25.VII.1933, 1 4, Coll. Nat. Hist. Gen.
Maastricht.
Liocoris Fieb. Als Imago überwinternd.
tripustulatus L. Allgemein.
Agnocoris Reuter. (Obschon gleichfalls als Imago überwinternd, er-
schein die neue Generation später wie die von Orthops und Exolygus
{Lygus} Arten).
Exolygus E. Wagn. [Lygus Hahn! Als Imago überwinternd.
pratensis L. Ziemlich verbreitet.
gemellatus H.-S. Im Süden, Osten und im Zentrum des Landes verbreitet.
maritimus Wagn. Allgemein in der Küstengegend.
rugulipennis Popp. Allgemein.
IV. Larven.
Das letzte Larvestadium der meisten Arten wurde verglichen. Die Larven V
sind schr homomorph, sie besitzen alle ein Rostrum, das bis an die Mittelcoxen
reicht, und sie zeigen alle ungefähr das gleiche Längenverhältnis der Fühler-
glieder, mit Ausnahme von Agnocoris (siehe Tabelle).
Die Larve von Agnocoris ähnelt durch ihre kurze Fühler, ihren Körperbau und
ihren gedrungenen Habitus einigermassen der von Harpocera thoracica. Letztere
jedoch wird im Mai gefunden, sie ist etwas grösser und sofort an den terminal
42 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Species Antennen Fühlerlänge: AL letztes
- = n Tibia 3 ;
Larvenstadium V 1 22105 4 Körperlänge Tarsenglied 3
pabulinus 0,7 1D I i 0,8 3,0 0,7
lucorum 0,4 1527 LO | 0,8 2,0 0,5
rhamnicola Ove | 12 | Of | O7 0,75 2,1 0,5
contaminatus | 0,5 1,9. 10) | 0,8 0,8 2,5 0,6
viridis 0,8. | 16 |) AZ DE 0,8 2,5 0,6
basalis 05 | COM) OG | C5 0,7 15) 0,4
campestris 0,3 | OB | O35 OA 07 1,3 0,4
cervinus 0,3 1,1 0,6 | 0,5 | 0,7 1,7 0,4
reclairei OA | OF 10,5 Lo A 0,5 1007, 0,5
tripustulatus OA | il | O77 O6 0,6 1,9 0,6
gemellatus 0,42 SZ OH 00% 0,65 2,0 0,6
rugulipennis | 0,4 11:8 10,8 |) Oxy 0,65 2,0 0,5
Tabelle. Längenmasse der Larve V von einzelnen Exemplaren; die Variabilität
wurde nicht untersucht.
etwas verdickten, kräftigen schwarzen Borsten auf den Fühlern und den Beinen
zu erkennen. Die Larve von L. tripustulatus stimmt gut mit der Lage, die wir
an der Imago zuerkannt haben, überein, nämlich nächst der pratensis-Gruppe.
KULLENBERG wies bereits im Jahre 1942 (S. 5—6) darauf hin, dass das Ei von
Liocoris tripustulatus sehr grosse Ubereinstimmung mit dem von L. pratensis und
rugulipennnis zeigt.
Hierunter folgt ein Bestimmungsschlüssel für das letzte Larvenstadium (mit
Ausnahme von L. limbatus, O. viscicola, O. atomarius und O. rubricatus).
1.
HN
Zweites Fühlerglied ungefähr zweimal so lang wie das erste. Das Verhältnis
der Fühlerlänge zur Körperlänge etwa 0,5. Körper rotbraun; Fühler und
Beines Helle nn a u i E A. reclairei & rubicundus
Zweites Fühlerglied ungefähr dreimal so lang wie das erste. Verhältnis der
Kuhlerlangeszur Körperlänge etwas OCR ee 2
. Länge mehr als 5 mm. Körper grün. Dornen auf der Tibie aus schwarzen
Punkten entspringend en... A N ar 3
Länge unter 5 mm. Wenn grösser, der Körper mit schwarzen Flecken ...... 5
Körper sehrdiehtslanesundssehwarz)behaart er L. pabulinus
Korper hell abel aarti ses. un U Sho sein ee PRES 4
. Zweites Tarsenglied terminal dunkler, basale Hälfte hell ............ L. viridis
Zweites Tarsenglied ganz dunkel, auch an der Basis ............ L. contaminatus
Körper srinlohnerkleckeny Beine) ohnerdunkle Bändern nn ee 6
Körper grün oder nicht, mit braunen oder schwarzen Flecken. Deutlicher
schwarzer Fleck um die Duftdrüsenöffnung. Beine mit braunen Bändern ... 9
„ande «mehr: ALS 3,9 EE 7
Länge weniger als 3, MRO I I NOOO 8
. Körper gelbgrün, sehr kurz und spärlich schwarz behaart ...... L. rbamnicola
Körper tief grasgrün, etwas länger schwarz behaart ............... L. lucorum
(Die Larve von L. spinolai soll nach FULMEK (1931, S. 78—79) ausser der
schwarzen Behaarung noch einen kurzen hellen Borstenflaum besitzen)
Körper hell seegriin, kurz und spärlich behaart ....... EA O. cervinus
R. H. CoBBEN : Niederländische Wanzen 43
8. Körper grasgrün, dicht und lang schwarz behaart .................. O. basalis
(wahrscheinlich auch O. kalmii)
Körper grasgrün, spärlich und kurz dunkel behaart ............... O. campestris
Körper hell seegrün, kurz und spärlich hell behaart .................. O. cervinus
9. Körper gelbgrün, sehr spärlich schwarz behaart, ohne schwarze Flecken auf
Pronotum und Mesonotum. Schwarzer Fleck um die Duftdrüsenöffnung klein.
Alle Fühlerglieder distal braun, basale Hälfte mit dunklem Fleck (Glied 1)
und mit dunklem Band (Glied 2 und 3), Glied 4 nur an der Basis hell.
Femora mit braunen Flecken; Tibien proximal und distal braun, in der basalen
KlälttesmienbraunemaBandıe IR E an L. tripustulatus
Körper hell grün (erste Generation) oder gelbbraun bis dunkelbraun (oft in
der zweiten Generation), kurz schwarz behaart, mit mehr oder weniger deut-
licher brauner Fleckenzeichnung auf dem Thorax. Zwei schwarze runde Flecken
auf Pronotum und Mesonotum. Schwarzer Fleck um die Duftdrüsenöffnung
gross. Fühler apikal allmählich dunkler, Femora in der distalen Hälfte mit
RUN AN dE nr er E. rugulipennis und gemellatus
(Wahrscheinlich auch pratensis und maritimus)
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FAUNISTISCHE AANTEKENINGEN BETREFFENDE
NEDERLANDSE LEPIDOPTERA
DOOR
G. A. GRAAF BENTINCK
Amerongen
Het is thans ruim 7 jaren geleden dat de „staat onzer Nederlandse Lepido-
‘ptera (Tijdschr. v. Entom., dl. 94, 1951, p. 327—337) bijgewerkt werd. Daar het
aantal inlandse soorten jaarlijks toeneemt door nieuwe vangsten, acht ik het
gewenst, dat dit opnieuw geschiedt.
Het aantal onzer Lepidoptera-soorten bedroeg volgens voornoemde lijst: Ma-
crolepidoptera 881 en Microlepidoptera 1155. Totaal 2036 soorten.
Wat de Macrolepidoptera betreft, volg ik hier (evenals vroeger) de systema-
tische volgorde overeenkomstig de Catalogus van LEMPKE, hoewel ik, om conse-
quent te blijven met mijn vorige stuk in 1951, steeds het nummer van de Cata-
logus van STAUDINGER en REBEL (1901) met de daarin vermelde oude benaming
er aan toevoeg.
Wat de Microlepidoptera betreft, volg ik evenals in mijn vorige stuk deze
Catalogus geheel. Wel voeg ik achter de oude namen de nieuwe tussen haakjes er
bij, n.l. alleen dan als de betreffende citaten dit aangeven.
Gebruikte afkortingen: T.v.E. 95 is: Tijdschrift voor Entomologie, deel 95,
1951. E.B. is: Entomologische Berichten. Cat. L. is: Catalogus van Nederlandse
Macrolepidoptera door LEMPKE. N.H.Md. Bl. Limb.: Natuurhistorisch Maand-
blad.
Hier volgen de nieuwe soorten, die in deze jaren er bij gekomen zijn:
Macrolepidoptera
98a Colias calida Verity. T.v.E. 95 (Cat. L. XI), p. 268.
185 Melitaea didyma Esper. E.B. 13, p. 374; T.v.E. 98 (Cat. L. 3e Sup.), p.
338; E.B. 16, p. 216.
1202 Diarsia (Agrotis) florida Schm. E.B. 15, p. 118.
1270 Rhyacia lucipeta Schiff. E.B. 14, p. 224.
1714 Apamea (Hadena) illyria Fr. E.B. 15, p. 119.
1763 Aporophyla australis B. T.v.E. 95 (Cat. L. XI), p. 277.
1846 Eriopus juventina Cr. (Callopistria purpureofasciata Pill) T.v.E. 95, p.
EV (Cat RIEN) ssp 279.
1880 Hydroecia petasitis Dbld. E.B. 16, p. 18.
1940 Mythimna (Leucania) sicula Tr. E.B. 15, p. 118.
2023 Athetis (Hydrilla) gluteosa Tr. E.B. 16, p. 141.
2543 Plusia bractea F. E.B. 15, p. 298.
3551 Eupithecia egenaria H.S. T.v.E. 95 (Cat. L. XI), p. 280.
3603 Eupithecia millifoliata Rössl. T.v.E. 94 (Cat. L. X), p. 248; 95, p. CXIII.
3652 Eupithecia sinuosaria Ev. E.B. 15, p. 120.
4133 Earias vernana Hb. E.B. 15, p. 451.
47
48 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Wat het aantal onzer inlandse Macro's betreft, het volgende: de vorige telling
van 8 jaar geleden VASE e GE RUE A PA PR RE 881 soorten
ISPnieuwensoortenm(hiersvermeldì)mlomenhern bin 15) n
In landSemMiacrolepidoptera Pre en 896 soorten
Microlepidoptera
Vijfde vervolg op de naamlijst van Nederlandse Microlepidoptera
248a Homoeosoma ravonella Pierce. N.H. Md. BI. Limb. 29.3. 52, p. 23; E.B.
WO id 22e
672 Nephopteryx albicilla H.S. N.H.Md. Bl. Limb. 29.352, p. 23; E.B. 15,
D 22
700a Dioryctria mutatella Fuchs. T.v.E. 95, p. CXII; E.B. 15, p. 286.
760a Myelois neophanes Durr. N.H.Md. Bl. Limb. 29.352, p. 23; E.B. 15,
Pe 2%
998 Palpita (Glyphodes) unionalis Hb. Verslag 89e Wintervergadering 1957.
ES WS, 3
1073 Mecyna polygonalis Hb. (gilvata F.). E.B. 14, p. 292.
1394 Pterophorus carphodactylus Hb. E.B. 13, p. 178; T.v.E. 95, p. CXIV.
1461 Acalla lipsiana Schiff. T.v.E. 95, p. CXIII. ,
1622a Cnephasia genitalana Pierce. N.H. Md. BI. Limb. 29.3.°52, p. 24; E.B.
15, ps 22
1780 Conchylis flaviciliana Wilk. N.H.Md. BI. Limb. 29.35.52, p. 24; E.B. 15,
pa
1812 Euxanthis alternana Stph. Verslag 90e Wintervergadering 1958. E.B. (nog
niet verschenen).
2061 Notocelia rosaecolana Dbld. T.v.E. 95, p. CTI EB. 16, p. 1595 Dit is
de algemene soort, voorheen genoemd N. suffusana Z., terwijl de eigen-
lijke suffusana de voor de fauna nieuwe soort is.
2067 Epiblema grandaevana Z. T.v.E. 95, p. CXII.
2080 Epiblema maritima Westw. (candidulana Nolck.) E.B. 13, p. 180; T.v.E.
25, ips ONE
2085 Epiblema scopoliana Hw. E.B. 15, p. 21.
2380a Prays symplicella H.S. E.B. 16, p. 140.
2652 Gelechia obsoletella F.R. Verslag 90e Wintervergadering 1958. E.B. (nog
niet verschenen).
27101. Gelechia blandulelia: Mutt WEB 14e pr 181: AT VIE 95, ip: CUM
2812 Xystophora hornigi Stgr. E.B. 15, p. 21—22.
3350a Borkhausenia josephinae Toll. Verslag 90e Wintervergadering 1958. E.B.
(nog niet verschenen).
3391a Borkhausenia magnatella Jäckh. T.v.E. 95, p. CXIII.
3582a Mompha nodicolella Fuchs. E.B. 14, p. 198.
3812 Coleophora serpylletorum Hering. Verslag 90e Wintervergadering 1958.
E.B. (nog niet verschenen).
3818 Coleophora conyzae Z. E.B. 14, p. 199.
3842 Coleophora sylvaticella Wood. Verslag 90e Wintervergadering 1958. E.B.
(nog niet verschenen).
G. A. GRAAF BENTINCK: Faunistische aantekeningen over Lepidoptera 49
3892 Coleophora artemisiella Scott. E.B. 14, p. 199; T.v.E. 95, p. CXIV.
4309a Nepticula spinissimae Waters. E.B. 15, p. 22.
4364 Nepticula luteella Stt. E.B. 15, p. 22.
De volgende vier soorten moeten uit de lijst vervallen:
413 Pempelia subornatella Dup. (is var. van 416 dilutella Hb.). E.B. 16, p.
139.
1473a Acalla fissurana Pierce (A. ferrugana Tr. is de algemene soort, terwijl
fissurana identiek is aan 1476 A. lithargyrana H.S.); E.B. 15, p. 22—23.
2787 Xystophora pulveratella H.S; E.B. 15, p. 22; E.B. 13, p. 177.
4419a Zimmermannia heringiella Docts. E.B. 15, p. 394 (is identiek aan 4288
Trifurcula atrifrontella Stt.).
Enige veranderingen in de benaming en systematische rangschikking.
87 Crambus myellus Hb. moet veranderd worden in 91 Cr. permutatellus H.S.
ESBL peri
3620 Antispila treitschkiella F.R. vermeld in de vorige Faunistische lijst T.v.E.
94, p. 331 moet vervangen worden door 3621 Ant. petryi Martin. E.B. 15,
By ex
—— Het artikel in E.B. 16, p. 139—140 (onder b.) waar BRADLEY een onder-
zoek publiceert van de typen van Coleophora caespititiella Z., alticolella Z.
en agrammella Wood., moet vervallen, daar achteraf blijkt dat deze geni-
talién-onderzoekingen niet de oorspronkelijke typen van ZELLER betreffen,
doch andere exemplaren van hem. Torr heeft intussen de echte betreffende
typen uit de Coll. Staudinger te Berlijn onderzocht, waaruit blijkt dat de
oude namen volgens STAUDINGER’s systematiek, betreffende de caespiti-
tiella-Groep, destijds de juiste waren, en gehandhaafd kunnen worden.
Alleen regel 10 op pag. 140 blijft van kracht, zodat no 3843 (zie T.v.E.
94, p. 332) Col. galactaula Meyr. (alticolella Z.) veranderd moet worden
in no 3843a Col. galactaula Meyr. (alticolella Meyr nec Z.), terwijl 3843
Col. alticolella Z. niet inheems is. Door deze mutatie verandert niets in
de telling.
Wat het aantal inlandse Micro's betreft, het volgende:
de vorige telling van 8 jaar geleden (voorin vermeld) was … … 1155 soorten
Eerst komen 28 nieuwe soorten (hier vermeld) er bij ............ 2.300.
1183 soorten
Verder vervallen voor de telling de zoéven genoemde 4 soorten . 4 =
Totaal 1179 soorten
Het totaal onzer Lepidoptera is dus: Macro's … … 896 soorten
IMAGO S cadono 1179 4
Totaal 2075 soorten.
50 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Volledigheidshalve wil ik nog even een paar soorten noemen, die ik niet in de
telling durf opnemen, n.l. een Macro, m.i. een accidentele vangst, en een Micro,
n.l. een voorraadinsect ingevoerd in gedroogde vis, zoals stokvis en dergelijke.
1034 Saturnia pyri Schiff. Verslag 90 Wintervergadering 1958, E.B. (nog niet
verschenen).
4588 Tinea pallescentella Stt., T.v.E. 95, p. LXXXVI; EB. 15, p. 365.
Ik sluit dit geheel af met alle gegevens mij bekend tot ultimo 1957, dit vooral
wat betreft de publicaties in het T.v.E. en de E.B. Een uitzondering vormen
echter het verslag der 90e Wintervergadering in de E.B. 1958 met gegevens die
nog gepubliceerd moeten worden.
AANVULLING
Reeds na het ter perse gaan van dit artikel, kreeg ik door vriendelijke bemidde-
ling van Dr. A. DIAKONOFF 2 exx. van Pammene luedersiana Sorh. uit het Muse-
um te Wenen toegezonden; dit in verband met de bewering van enkele Micro-
specialisten, dat deze identiek zou zijn met Pammene snellenana Bntk. Hieruit
bleek terstond dat deze soort zelfs sterk van P. snellenana verschilde. Bijgaande
foto's zullen dit duidelijk tonen (Pl. 1).
Maar tevens kwam ik tot een andere ontdekking, n.l. dat er in mijn collectie
2 exx. onder P. pinetana Schlag. stonden, aan welke determinatie ik steeds twijfel-
de. Bij nadere beschouwing bleken deze volkomen identiek te zijn met de 2 exx.
van P. luedersiana uit Wenen. Eén van deze 2 exx. was zelfs te Amerongen
gevangen door de heer SCHUYT, waardoor deze soort inheems is geworden.
Hierdoor verandert iets aan de telling in mijn voornoemd stuk: No. 2236
Pammene luedersiana Sorh. komt er dus bij.
Dektellingswordiadan Macro s Ee 896
Miero;s (Lera de ea aeons 1180
Totaal 2076 soorten.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958 PLAAT
Foto Mus. Leiden
Boven: Pammene snellenana Bentinck, holotype,
beneden: P. luedersiana Sorhagen, faunae nov. spec.
G. A. GRAAF BENTINCK : Faunistische aantekeningen over Nederlandse Lepidoptera
1
ACRIDOLOGICAL NOTES
BY
V. M. DIRSH
Anti-Locust Research Centre, London
PYRGOMORPHIDAE
Phymateus Thunberg 1815
1815. Phymateus Thunberg, Mem. Acad. Sci. St. Petersb. Vol. 5, p. 214, 216, 217.
1904. Phymateus (Maphyteus) I. Bolivar. Bol. Soc. esp. Hist. nat, Vol. 4, p. 403.
1910. Maphyteus Kirby, Syn. Cat. Orth., Vol. 3, p. 312 (Syn. nov.).
The subgenus Maphyteus was separated from Phymateus by I. BOLIVAR on the
basis of the coloration and pattern of hind femur and antenna and the shape of
the wing apex. KIRBY, 1910 raised it to the generic status, but a study of all
known species of both genera showed that the above mentioned characters can be
regarded only as specific ones.
PAMPHAGIDAE
Eunapiodes I. Bolivar 1907
1907. Eunapiodes I. Bolivar, Bol. Soc. esp. Hist. nat., Vol. 7, p. 336.
1932. Nadigia Werner, Zool. Anz., Vol. 100, p. 124 (Syn. nov.).
The type of Nadigia ifranensis Werner, which is the type-species of its genus,
is lost.
In the original description of the genus WERNER compared it with Euryparyphes
Fischer 1853 and Eumigus I. Bolivar 1878, both of which certainly differ from
Nadigia. The description of Nadigia, however, suggests that its essential characters,
particularly the shape of pronotum and hind femur, are the same as in the genus
Eunapiodes, and it is reasonable to regard Nadigia as a synonym of the latter.
Acinipe Rambur 1838
1838. Acinibe Rambur, Faune ent. Andalousie, Orth., Vol. 2, p. 68.
1876. Orchamus Stal, K. Svenska Vetensk. Acad. Handl., Vol. 4, no. 5, p. 30 (Syn. nov.).
A study of the known species of both genera has shown that there are no
characters to allow for their generic differentiation. All the known species should
be included into one genus distributed throughout the coastal areas of the
Mediterranean Sea and some of its islands.
Paraeumigus I. Bolivar 1914
1914. Paraeumigus I. Bolivar, Mem. Soc. Esp. Hist. Nat., Vol. 8, Mem. 5, p. 202.
1914. Amigus I. Bolivar, /.c., p. 203, (Syn. nov.).
When erecting these two new genera I. BOLIVAR dit not mention their dif-
ferences and did not compare their characters. In the key in Genera Insectorum
(1916) he distinguished them only by the shape of elytra, which in Paraeumigus
Dili
52 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
are "latiuscula, ovalia marginibus, praecipue margine interno, arcuato” whereas
in Amigus the elytra were described as “angusta, spathulata, elongata, marginibus
subrectis”. Such a difference is too slight to be of generic value, and other
differences also cannot be regarded as more than specific.
Lamarckiana loboscelis (Schaum 1853)
1853. Pamphagus loboscelis Schaum, Ber. Verh. Akad. Wiss. Berlin, Vol. 2, p. 750.
1902. Xiphocera compressa Kirby, Trans. ent. Soc. Lond., p. 96 ( Syn. nov.).
The type X. compressa is a male nymph which proved to be conspecific with
the nymphs of L. /oboscelis Schaum.
Porthetis carinata (Linne 1758)
1758 Gryllus Bulla carinatus Linne, Syst. Naturae, ed. X, vol. 1, p. 427.
1887 Xiphocera (Porthetis) consobrina Saussure, Spic. ent. Gen., p. 62 (Syn. nov.).
Study of a large series proved that this species varies in wide limits and X. conso-
brina can only be regarded as one of the numerous individual variations of P.
carinata.
ACRIDIDAE
Subfamily HEMIACRIDINAE
Karruia paradoxa Rehn 1945
(Ron)
This is the second known specimen of this species. A remarkable character of
the species is strongly widened, phylliform, antenna (Fig. 1).
Since a male of the genus and species is not known, the genus is referred to
the subfamily Hemiacridinae only tentatively. South Africa. Cape Prov., Fort
Brown, 19.11.1928, 1 9 (Miss WALTON).
Fig. 1. Karruia paradoxa Rehn. Right antenna.
Subfamily CATANTOPINAE
Gerista dimidiata I. Bolivar 1905
(Figs. 2—7)
This splendid species has not been figured before.
Euprepocnemis alacris (Serville 1839)
1839. Acridium alacre Serville, Ins. Orth., p. 682.
1902. Euprepocnemis plorans var. intermedia I. Bolivar, Ann. Soc. ent. France, Vol. 70,
p. 630.
V. M. DirsH: Acridological notes 53
The male type of E. plorans var. intermedia I. Bol. (which is preserved in the
Madrid Museum) and a large series of E. alacris Serv. were studied. No structural
differences were found. The only difference is that the hind tibiae of intermedia
is dirty reddish in the apical two-thirds, whereas in alacris hind tibiae are usually
blueish-grey throughout but all intermediate shades towards reddish also occur.
The type of intermedia represents merely an extreme development of this tendency.
Eyprepocnemis shirakii I. Bolivar 1914
1914. Euprepocnemis shirakii 1. Bolivar, Trab. Mus. Nac. Cienc. Nat. Madrid, Vol. 20,
PALE
The species was described from male and female sex but the type was not
designated. The female designated here as the type is preserved in Instituto Es-
pafiol de Entomologia, Madrid; the type locality is Yokohama.
Figs. 2—7. Gerista dimidiata I. Bolivar, type. 2, whole insect. 3, head and pronotum from
above. 4, elytron and wing. 5, meso- and metasternum. 6, end of abdomen from above.
7, left hind tibia, from above.
Heteracris Walker 1870
1870. Heteracris Walker, Cat. Derm. Salt. Brit. Mus., Vol. 3, p. 655.
1893. Thisoicetrus Brunner, Revis. Syst. Orth., p. 150. (Syn. nov.).
54 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
1914. Heteracris I. Bolivar, Trab. Mus. Cienc. nat. Madr., Vol. 20, p. 7, 19.
1921. Thisoicetrus Uvarov, Trans. Ent. Soc. Lond., p. 122.
1921. Heteracris Uvarov, l.c., p. 133.
The genus Heteracris was erected by WALKER in 1870, with 43 species,
representing a highly heterogeneous mixture of different genera. KirBy in 1910
designated Acridium herbaceum Serville 1838 as the type-species of the genus
and retained in it twenty species. BRUNNER (1893) did not even mention He-
teracris but erected the genus Thisoicetrus for which KIRBY (1910) designated
Gryllus littoralis Rambur 1838 as the type-species.
I. BoLIVAR (1914) in his key to the genera of the group Euprepocnemes first
attempted to differentiate these two genera by the shape of pronotum and the
male cercus. The first character is of no significance since the relative length of
the prozona and the metazona and the shape of the posterior margin of metazona
are in fact the same in both genera. The second character, the male cerci, were
described by I. BoLIVAR in Heteracris as "elongati apice acuto, retrorsum directi”,
while in Thisoicetrus they were said to be ’’laminati, apice rotundati, deorsum
versi’; this difference appeared valid. UVAROV (1921) who recognized four
species in the genus Heteracris, including two described by him, stated that "a
definite separation line between Thisoicetrus and Heteracris can hardly be drawn”,
but he still retained both genera.
My examination of a large number of species of both genera has shown that
there is a continuous series of variation in the shape of male cercus and there
are no other characters by which the alleged two genera could be differentiated.
Therefore, the name Heteracris Walker 1870 which has a priority should be
retained for this genus, with Acridium herbaceum Serville 1838 as the type species,
while Thisoicetrus Brunner 1893 becomes a synonym and all species now included
in the latter should be transferred to Heteracris.
Heteracris pulchripes coerulipes (Sjöstedt 1909)
1909. Euprepocnemis coerulipes. Sjöstedt, Wiss. Ergebn. schwed. Zool. Exp. Kilimandjaro,
Meru, Orth. Acrid., p. 189.
1914. Thisoicetrus usambaricus I. Bolivar, Trab. Mus. Cienc. nat. Madr., Vol. 20, p. 27
(Syn. nov.).
1948. Thisoicetrus pulchripes coerulipes Golding, Trans. R. ent. Soc. Lond. Vol. 99, p. 575.
The male type of coerzlipes and the female type of wsambaricus both described
from Usambara as well as a series of other specimens were compared and found
identical.
Heteracris pulchripes jeanneli (I. Bolivar 1914)
1914. Thisoicetrus jeanneli I. Bolivar, Trab. Mus. Cienc. nat. Madr., Vol. 20, p. 26.
1921. Thisoicetrus pulchripes ab. coeruleipennis Uvarov, Trans. ent. Soc. Lond., p. 125
(Syn. nov.).
Thisoicetrus jeanneli was described from male and female sex but the type was
not designated. Here I designate the female as the type; it is preserved in the
Instituto Espafiol de Entomologia; the type locality is Togoland.
The types and a series of other specimens were compared and it was found that
V. M. DirsH: Acridological notes 55
Th. jeanneli I. Bol. and T%. pulchripes ab. coeruleipennis Uv. are identical.
Oxyaeida I. Bolivar 1914
1914. Oxyaeida I. Bolivar, Trav. Mus. Cienc. nat. Madr., (Ser. Zool.), Vol. 20, p. 12.
1914. Neritius I. Bolivar, /.c., p. 14 (Syn. nov.).
A comparison of the type of Neritins rothschildi with all known species of the
genus Oxyaeida showed that the former differs from them so little that it cannot
be referred to a separate genus. In fact, N. rothschildi I. Bol. differs from the
genotype, Oxyaeida carli I. Bol. only by shorter elytra and by coloration, other
morphological characters being almost the same.
Oxyaeida rothschildi (I. Bolivar 1914)
1914. Neritius rothschildi I. Bolivar, © Trab. Mus. Cienc. nat. Madr., (Ser. zool), Vol.
20 PO:
1934. Neus (2) abyssinicus Uvarov, &, Journ. Linn. Soc, (Zool.), Vol. 38, p. 612,
fig. 10. (Syn. nov.).
Uvarov separated N. abyssinicus from N. rothschildi I. Bol. by the red colour
on the hind femur and the presence of eight external and nine internal spines
on hind tibia, while in N. rothschildi there are nine external and ten internal
spines and red colour on hind femur is absent.
Comparing the types of both species I found that the lower surface of hind
femur of N. rothschildi is also red coloured; owing to its previous preservation
in spirit this colour is faded but is still traceable on the base of the external side.
The difference in the number of spines of hind tibia may be due to the fact that
the types belong to different sexes and females being large have, usually, more
spines than males. No difference between the two types, other than sexual, was
found.
Cerechta I. Bolivar 1922
1922. Cerechta I. Bolivar, Orth. In voyage M. Rothschild Ethiop. and Afr. Orient. Angl.,
p. 188.
1929. Microcatantops Ramme, Mitt. zool. Mus. Berl., Vol. 15, p. 439. (Syn. nov.).
The female type of Cerechta bouvieri I. Bol. is lost. The type of Microcatantops
brachypterus Ramme is a male and the female was unknown. I have now studied
females of the latter species (topotypical with the male type) and there is no
doubt that C. bozvieri and M. brachypterus represent different sexes of the same
species, as follows:
Cerechta bouvieri I. Bolivar, 1922, /.c., p. 188 =
Microcatantops brachypterus Ramme, 1929, l.c., p. 440, pl. 13, fig. 13 (Syn. nov.).
Parepistaurus Karsch 1896
1896. Parepistaurus Karsch, Stettin ent. Ztg., Vol. 57, p. 305.
1929. Hintzia Ramme, Mitt. zool. Mus. Berlin, Vol. 15, p. 357, PI. 8, fig. 11; fig. 63
(Syn. nov.).
Comparison of Hintzia squamiptera Ramme, the type of the genus and species,
with all the species of the genus Parepistaurus Karsch showed that it unquestion-
56 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
ably belongs to the latter genus. The characters of H. squamiptera have only
specific value, but since only a single female type is known, it is difficult to
determine its position amongst other species of the genus Parepistaurus, to which
it should be removed.
Acridoderes I. Bolivar 1889
1889. Acridoderes I. Bolivar, J. Sci. Acad. Lisboa, Ser. (2), Vol. 1, p. 163.
1923. Anacridoderes Uvarov, Ann. Mag. Nat. Hist., Ser. 9, Vol. 11, p. 139 (Syn. nov.).
Genus Anacridoderes with the type-species Acridoderes laevigatus I. Bolivar
1911 was erected by Uvarov on the basis of the description of the species and
when only a few specimens of other species of the genus Acridoderes were
available. At that time the characters separating the two genera appeared reason-
able. Acridoderes was characterised by the presence of fastigial foveolae and by
the prozona of pronotum being subequal to its metazona, whereas in Anacridoderes
there were no fastigial foveolae and prozona of pronotum was much shorter
than its metazona.
I have now had opportunity to study the type of Acridoderes laevigatus (pre-
served in the Belgian Congo Museum, Tervuren) and a long series of A. crassus
I. Bolivar. It was found that the fastigial foveolae in the latter species are
generally weakly developed and sometimes disappear altogether. The ratio of
length of metazona to prozona in A. laevigatus is 1.2 while in A. crassus it varies
between 1 and 1.1. Such differences can be regarded only as of specific, not
generic, value.
Subfamily ACRIDINAE
Hilethera Uvarov 1923
1902. Lerina I. Bolivar, Ann. Soc. Ent. France, Vol. 70, p. 602 (nom. praeocc.).
1923. Hilethera Uvarov, Ent. Mon. Mag., Vol. 59, p. 82, fig. 1.
1940. Lerinnia Uvarov, Ann. Mag. nat. Hist. Ser. 11, Vol. 5, p. 176 (Syn. nov.).
Study of series of specimens of all known species of Lerinnia showed that the
specialisation of elytral venation considered as the main generic character of
Hilethera is found also in the species referred to Lerinnia. Hilethera becomes
the available valid name for the genus, since Lerinnia was proposed later to replace
the preoccupied Lerina.
Scintharista Saussure 1884
1884. Scintharista Saussure, Mem. Soc. Phys. Geneve, Vol. 28, No. 9, p. 51.
1884. Conistica Saussure, /.c., p. 135. (Syn. nov.).
When describing very briefly these two genera (the second one only in
determination key for the species of the American genus Dissosteira Scudder 1876)
Saussure did not compare them with any known genus. After studying large
material of both genera, including their type-species, I found no generic dif-
ferences between them.
Chloebora Saussure 1884
1884. Chloebora Saussure, Mem. Soc. Phys. Geneve, Vol. 28, No. 9, p. 54, 132.
1941. Pycnoderus Uvarov, J. ent. Soc. S. Afr., Vol. 4, p. 61. (Syn. nov.).
I
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V. M. DirsH: Acridological notes 57
Comparison of the single known species of the genus Pycroderus with all
known species of the Chloebora showed that the former has no generic differences
from the Chloebora. The single known female type of Pycnoderus sanguinipes
Uvarov 1941 is very near to the Chloebora dimorpha (Uvarov 1930).
The interrelation of the synonymized genera: Scintharista (= Conistica),
Chloebora (= Pycnoderus) and Pycnodictya are as follows: —
Figs. 8—11. Phloeochopardia abbreviata (Chopard). 8, whole insect. 9, head and pronotum
from above. 10, fastigium of vertex, side-view slightly from above; fastigial foveolae dotted.
11, end of abdomen from above.
58 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
1 (2) Lower external carina area of hind femur expanded. Median carina of
Pronotuminoßlexeisedhatthesthirdssuleus rear Pycnodictya
2 (1) Lower external carina area of hind femur not expanded. Median carina
of pronotum slightly excised at the third sulcus.
SAVE pwathoutsearinul dien ener ERE ee Chloebora
4 (3) Vertex with a short longitudinal carinula at the base of fastigium … …
Scintharista
Phloeochopardia gen. nov.
(Figs. 8—11)
Type-species Phloeobida abbreviata Chopard 1921.
A comparison of the type of African Phloeobida abbreviata Chopard (Paris
Museum) with Phloeobida angustipennis I. Bolivar 1902 (Instituto Español de
Entomologia), which is the type-species of this Indian genus, has shown them to
be generically different.
Ph. angustipennis has weakly developed upper fastigial foveolae; metazona of
pronotum is about four times shorter than prozona with strongly angularly excised
posterior margin, frons is incurved in profile and the whole head is acutely conical;
whole body relatively much more elongated. In Ph. abbreviata fastigial foveolae
are inferior as in the group Gymnobothri, metazona is half the length of prozona
with the posterior margin shallowly excised in the middle; frons convex in profile;
the whole head less acutely conical; body relatively shorter.
In its general appearance Phloeochopardia abbreviata (Chop.) is very similar
to representatives of the genus Gymnobothroides Karny 1915, but it differs from
that genus by the antenna widened and flattened in the basal part.
The diagnosis of the genus Phloeochopardia is as follows: — Body very small.
Head strongly conical; frons convex in profile; antenna longer than head and
pronotum together, widened and flattened in the basal third; fastigium of vertex
triangular with slightly attenuate apex; fastigial foveolae inferior, poorly develop-
ed; pronotum with lateral carinae incurved in prozona, excurved between trans-
verse sulci and not reaching the posterior margin of metazona which is slightly
excised in the middle. Elytra lobiform, lateral.
Amphicremna scalata Karsch 1896
(Eros 21275)
1896. Amphicremna scalata Karsch, Stett. ent. Zeit., p. 251, fig. 3.
There are, in the Berlin Museum, three females and two males of this species
with the labels “Type”. I designate as single type the male with the locality
"Togo, Misahöhe, 28.III.1894. E. BAUMANN.”
The species is distinguishable from others of this genus by the following
features: head relatively shorter; antenna relatively shorter, in male about as long
as head and pronotum together, in female slightly shorter. Elytron slightly
produced beyond the hind knee, with the apex comparatively less acute than in
other species and very similar to that in A. brevipennis Miller 1932. Wing much
shorter than elytron, ratio of its length to maximal width is 2.5. Subgenital plate
acutely conical, but relatively much shorter than in A. brevipennis Miller.
V. M. DirsH: Acridological notes 59
l
DJ
Figs. 12, 13. Amphicremna scalata Karsch, type. 12, elytron and wing. 13, end of abdomen,
side-view. Figs. 14—17. Kaloa tabellifera I. Bolivar, type. 14, head, pronotum and elytron,
side view. 15, head and pronotum from above. 16, fastigium of vertex, side view and
slightly from above; fastigial foveole dotted. 17, meso- and metasternum.
Cohembia Uvarov 1953
1953. Cohembia Uvarov, Publ. cult. comp. Diam. Angola, Vol. 21, p. 135.
1953. Oxyparga Uvarov, /.c., p. 161 (Syn. nov.).
Dr. B. P. Uvarov has asked me to record his present opinion that the genus
Oxyparga Uvarov 1953 is synonymous with Cohembia Uvarov 1953.
The type and the only species of Cohembia is C. acuta. Uvarov 1953. The two
species of Oxyparga, O. parabolica Uvarov 1953 and O. rotundata Uvarov 1953
should now be transferred to the genus Cohembia.
60 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
Gymnobothroides Karny 1915
1915. Gymnobothroides Karny, Zool. Jb. (Syst.), Vol. 40, p. 134.
1931. Rastafaria Ramme, Mitt. zool. Mus. Berlin, Vol. 16, Part 6, p. 931. (Syn. nov.).
Ramme compared his genus Rastafaria with Ogmothela Karsch 1896 and
Zacompsa Karsch 1893, which are clearly different. However, when the type of
Rastafaria abessinica Ramme (Berlin Museum) was compared with the type-species
and all other species of the genus Gymnobothroides Karny 1915, it was found
that the differences are only specific ones. In fact Rastafaria abessinica Ramme
1931 is very close to Gymnobothroides pullus Karny 1915 which is the type-
species of the genus Gymnobothroides.
Kaloa tabellifera I. Bolivar 1909
(Figs. 14—17)
This genus and species is known only from a single poorly preserved female
type in the Tervuren Museum. The inferior position and poor development of
the fastigial foveolae and lobiform elytra suggests that Kaloa is related to
Gymnobothroides. However, I hesitate to synonymize the two genera since Kaloa
has regularly and weakly incurved lateral carinae of pronotum with a single
(third) transverse sulcus on the dorsum while the type-species of the genus Gym-
nobothroides (G. pullus Karny) has strongly inflexed lateral carinae and three
distinct transverse sulci on the dorsum.
Since figures of this species have not been published, the more important
characters of the type are illustrated.
Coryphosima Karsch 1893
1893. Coryphosima Karsch, Berl. ent. Z., Vol. 38, p. 72, fig. 10.
1900. Paracomacris Karsch, Ent. Nachr., Vol. 26, p. 276 (Syn. nov.).
I have studied the two female specimens which served for the original
description of the genus and species Coryphosima brevicornis Karsch 1893. Both
are from the same locality. The specimen with the date 15—31 December 1890
is designated here as the type.
Seven years later Karsch described genus Paracomacris with the type-species
Paracomacris deceptor Karsch 1900, which Uvarov in 1953 synonymized with
Paracomacris productus (Walker 1870).
A comparison of the type-species of both genera showed them congeneric, the
name Coryphosima having priority.
Coryphosima brevicornis is very near to P. producta (Walker 1870) and differs
only by shorter and more obtuse fastigium of vertex, and smaller size of body; it
is possible that they are even conspecific.
All species previously referred to Paracomacris should be listed in the genus
Coryphosima.
Orthochtha Karsch 1891
1891. Orthochtha Karsch, Berl. ent. Z., Vol. 36, p. 177.
1893. Cymochtha Karsch, Berl. ent. Z., Vol. 38, p. 54.
1931. Rasperecta Sjöstedt, Ark. Zool., Vol. 23 A, No. 17, p. 20. (Syn. nov.).
1931. Macrocymochtha Sjöstedt, l.c., p. 22.
V. M. DirsH: Acridological notes 61
SJOSTEDT stated in the original description that Rasperecta differs from Or-
thochtha Karsch only by the lateral carinae being divergent in metazona, while
in Orthochtha they are parallel on the whole length. My study of SJOSTEDT's
genus showed that the carinae in it diverge very little, and this occurs also in some
species of Orthochtha (e.g. O. dimorphipes Uvarov 1953). In a large series of
Orthochtha dasycnemis Gerstaecker 1869, which is the type-species of the genus,
specimens with such a tendency are found. It is not possible to retain Rasperecta
as a distinct genus on the basis of such a doubtful difference.
Oxyolena mucronata Karsch 1893
(Figs. 18—27)
The type of this species preserved in the Berlin Museum, was studied. The
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Figs. 18—27. Oxyolena mucronata Karsch, type. 18, whole insect. 19, head and pronotum
from above. 20, elytron and wing. 21, meso- and metasternum. 22, prosternal tubercle,
posterior view. 23, prosternal tubercle, side view. 24, end of right hind femur, from above.
25, ditto, external side. 26, ditto, internal side. 27, end of abdomen, side view.
62 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 1, 1958
ESR
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Figs. 28—34. Baidoceracris zolotarewskyi Chopard, type. 28, whole insect. 29, head and
pronotum, from above. 30, elytron. 31, meso- and metasternum. 32, apex of antenna. 33, end
of abdomen, side view. 34, ditto from above.
genus is close to Gelastorhinus Brunner 1893, but in Oxyolena the external upper
lobe of the hind knee is much longer than the internal, while in Gelastorhinus
the internal lobe is the longer one. The absence of a male does not allow me to
discuss more definitely the interrelations between these two genera. As the original
illustrations were not sufficiently clear, the whole insect and the main characters
of the type are figured.
Subfamily TRUXALINAE
Ochrilidia Stâl 1873
1873. Ochrilidia Stàl, Recensio Orthopterorum, Part 1, p. 92, 104.
1947. Platypternopsis Chopard, Rev. Franc. Ent., Vol. 13, p. 151 (Syn. nov.).
The single female type of Platypternopsis bivittata Chopard (Paris Museum)
was compared directly with a female specimen of Ochrilidia kraussi I. Bolivar
1913 previously compared with the type by Dr. B. P. Uvarov and with a large
series of other specimens of the latter species. The only difference found was that
N
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|
V. M. DirsH: Acridological notes 63
in Pl. bivittata the posterior margin of pronotum is shallowly excised with broadly
excurved sides of the excision, while in O. kraussi the margin is broadly obtusan-
gulate. All other structural characters are exactly the same and in some specimens
even the patterns and coloration are identical. The occurence of excised posterior
margin of pronotum in long-winged Acrididae is most unusual and since bivit-
tata is known from only a single female specimen it is almost certain that this
is a deformity resulting from damage in the nymphal stage, or during the final
moult.
I do not hesitate, therefore, to record the following synonym:— Ochrilidia
kraussi (I. Bolivar 1913) = Platyptenopsis bivittata Chopard 1947 (Syn. nov.).
The generic synonymy is consequent on the specific.
Baidoceracris zolotarewskyi Chopard 1946
(Figs. 28—34)
I have studied the type of this remarkable insect (preserved in the Paris Mu-
seum). It belongs to the subfamily Truxalinae in the vicinity of Ochrilidia. Since
the insect has not been figured the essential features are illustrated.
Brainia hirsuta Uvarov 1922
1922. Brainia hirsuta Uvarov, Ann. Mag. nat. Hist., Ser. 9, vol. 9, p. 103, fig. 2, 3.
The genus and species was described as a member of the subfamily Locustinae
(i.e. Oedipodinae). The presence of the stridulatory pegs on the internal side of
hind femur prove, however, that the genus and species undoubtedly belongs to
the subfamily Truxalinae.
Subfamily EREMOGRYLLINAE
Eremogryllus Kraus 1902
1902. Eremogryllus Krauss, Vern. z.-b. Ges. Wien, Vol. 52, p. 238.
1943. Sphingonotina Chopard, Orth. Afr. du Nord., p. 323 (Syn. nov.).
The female type of Sphingonotina ochracea Chopard (Paris Museum) was
compared with a large series of Eremogryllus hammadae Krauss 1902 and no
difference was found. The specific synonymy is as follows: — Eremogryllus
hammadae Krauss 1902 = Sphingonotina ochracea Chopard 1943 (Syn. nov.).
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ENTOMOLOGISCHE BERICHTEN
De Entomologische Berichten worden eveneens door de Nederlandsche Entomo-
logische Vereeniging uitgegeven en zijn bestemd voor de publicatie van kortere
artikelen, van faunistische notities etc, alsmede van de Verslagen der Vergade-
tingen en van mededelingen van het Bestuur. Zij verschijnen twaalf maal per jaar
in een aflevering van 16 of meer bladzijden. Deze 12 afleveringen vormen samen
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Alle correspondentie betreffende de Bibliotheek der Vereniging te richten aan
de Bibliotheek, Zeeburgerdijk 21, Amsterdam-O
INHOUD
| COBBEN, R. H. — Biotaxonomische Einzelheiten über Niederländische Wanzen
(Hemiptera, Heteroptera) | /.............-. rr 1
BENTINCK, G. A. Graaf — Faunistische aantekeningen betreffende Neder-
landse Lepidoptera nn 47
DirsH, V. M. — Acridological Notes ............................................... DI
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AFLEVERING 2 1958
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DEEL 101
TIJDSCHRIFT |
VOOR ENTOMOLOGIE
UITGEGEVEN DOOR
DE NEDERLANDSCHE ENTOMOLOGISCHE VEREENIGING
Tijdschrift voor Entomologie, deel 101, afl. 2. Gepubliceerd 10.VII.1958
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lined by the author in the manuscript by a single straight line. Any other directions as to
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Bibliography should not be given in footnotes but compiled in a list at the end of the
paper, styled as follows :
Mosely, M. E., 1932. "A revision of the European species of the genus Leuctra (Pleco-
ptera)”. Ann. Mag. Nat. Hist., ser. 10, vol. 10, p. 1—41, pl. 1—5, figs. 1—57.
Text references to this list might be made thus:
"Mosely (1932) says.” or (Mosely, 1932)”.
The editors reserve the right to adjust style to certain standards of uniformity.
Manuscripts and all communications concerning editorial matters should be sent to:
Dr. A. DIAKONOFF, Rijksmuseum van Natuurlijke Historie, Leiden, The Netherlands.
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CATALOGUE OF SNELLEN’S TYPES OF PYRALIDAE,
WITH SELECTIONS OF LECTOTYPES')
BY
EUGENE MUNROE
Senior Entomologist,
Insect Systematics and Biological Control Unit, Entomology Division, Ottawa, Canada
A. DIAKONOFF
Rijksmuseum van Natuurlijke Historie, Leiden, Netherlands
AND
EDWARD L. MARTIN
Geological Survey, London, England
(Formerly with Entomology Dept, British Museum, Natural History)
HISTORY OF THE PROJECT
The history and apportionment of work of this paper is as follows: During
the summer of 1953 MUNROE spent some days in the Rijksmuseum van Natuur-
lijke Historie, Leiden, Netherlands, examining the type material of SNELLEN’s
Pyralid species preserved there. Most of the types were checked against original
descriptions; holotypes were labelled; lectotypes were chosen from series of
syntypes where suitable material was present, and were labelled. It was found
impossible in the time available to study every series or to check the work with
the necessary care; at a later date, therefore, MUNROE prepared a catalogue of
SNELLEN names, and memoranda of series examined and labels affixed at Leiden.
This was forwarded to DIAKONOFF, who checked both catalogue and Leiden
collections, independently re-examining every item, and making a number of
changes and additions that were necessary in the original work. Meanwhile, in
the course of work at the Zoological Museum, Tring, MUNROE had discovered
and identified a number of types and syntypes of species described by SNELLEN
from the ELWES collection. These were segregated and transferred to the British
Museum. At the same time as the draft catalogue of SNELLEN Pyralidae was sent
to DIAKONOFF, a list of species and type material described in SNELLEN’s 1890
paper on the Erwes collection was sent to MARTIN. MARTIN labelled the types
previously found, made two searches of the ROTHSCHILD Bequest material in the
British Museum and at Tring, and located a number of additional types. These
results were communicated to DiAKONOFF, who correlated them with additional
type material originally retained by SNELLEN from the ELWES collection. All
findings and modifications were transmitted to MUNROE, who drafted the
1) Contribution No. 3629, Entomofogy Division, Science Service, Department of Agricul-
ture, Ottawa, Canada.
65
66 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
definitive manuscript, which was then submitted for checking and criticism to
DIAKONOFF and MARTIN.
SOURCES AND DISPOSITION OF SNELLEN’S TYPES
The material described by SNELLEN came from several sources, and its
disposition varied accordingly. The most important material was from SNELLEN's
own personal collection subsequently presented to the Rijksmuseum van Natuur-
lijke Historie in Leiden and still preserved there. The material from this source is
in excellent condition. The important collection made by von NOLCKEN in New
Granada went by way of STAUDINGER to SNELLEN and is also in Leiden. The
material described by SNELLEN in 1890 from the ELWES collection was mainly
returned to ELWES, but where there were duplicates, syntypes were retained by
SNELLEN, and went with his collection to Leiden; a few uniques were retained by
SNELLEN. The Pyralidae of the Erwes collection were sold to J. J. Jorcey and
subsequently went to the Tring Museum. SNELLEN was not in the habit of af-
fixing type labels, and unfortunately his types in the Erwes collection were not
recognized, and were mixed in with a large quantity of miscellaneous pyralid
material; the majority have been recovered, but, in spite of careful search, a number
are lost or unrecognized. Several species were described from the collection of
VAN DE Pott. According to HORN & KAHLE this collection was broken up and
sold in small lots. One or two of these types are in the Rijksmuseum in Leiden,
the remainder have not been traced. A considerable amount of material came from
the collections of M. HERING in Stettin and of DOHRN, also in Stettin. Both
these collections passed to the Pommersches Museum in Stettin. Direct information
is not available, but unofficial reports indicate that the material of the Pommer-
sches Museum was removed to Warsaw after 1945 and that for not fully explained
reasons it has remained unavailable since that time. These types are possibly still in
existence, but we have not examined or marked them. A very few species were
described from the PAGENSTECHER collection. Their types are in Wiesbaden. A
few types in the WALSINGHAM collection are presumed to be in the Transvaal
Museum, Pretoria.
As already noted, SNELLEN did not affix type labels as such. Material, not
necessarily typical, often bears his determination label; specimens from which
figures were made are usually labelled with “orig. d. afb.” (= “origineel der af-
beelding’’, original of the illustration) or equivalent. The material he studied
is, however, usually carefully detailed in the original description; occasionally the
specimen labelled “orig. d. afb.” is not listed in the original description; in such
cases this specimen has nonetheless been considered part of the type series,
provided the illustration was published at the same time as the original description.
The information given by SNELLEN has proved sufficient for recognition of the
holotype or the syntypes in all cases where they were available for study. We
have therefore labelled all holotypes that we found, and selected und labelled
lectotypes where syntypes were found. In general, lectotypes of species described
from the ELWES collection were specimens in the ROTHSCHILD Bequest material,
now in the British Museum (Natural History); in a few instances, however, the
E. MUNROE c.s.: Svellen’s Types of Pyralidae 67
only satisfactory syntypes were in Leiden, and lectotypes were selected from among
these. In all other lectotype selections preference was given to the syntypes in
Leiden, where the greatest part of the SNELLEN material is concentrated.
CATALOGUE OF SPECIES AND TYPES
In the list that follows the species are arranged alphabetically by specific name.
The following abbreviations are used for publications: T.v.E. = Tijdschrift voor
Entomologie; Midd.-Sum. = Midden Sumatra Expeditie, Natuurlijke Historie,
Achtste Afdeling Lepidoptera; T.(R.)E.S.L. = Transactions of the (Royal) Ento-
mological Society of London; Meded. Proefst. Kagok = Mededeelingen van het
Proefstation voor Suikerriet in West Java, Kagok, Tegal. If type material was
examined, particulars of the holotype or lectotype are given; unless otherwise
mentioned the lectotype selections are new. If no type material was seen, particulars
of all type specimens are given, with notes on their probable or possible fate or
location. Institutions are abbreviated as follows: Leiden Mus. = Rijksmuseum van
Natuurlijke Historie, Leiden; B.M. = British Museum (Natural History), Lon-
don.
Calamotropha abjectella, T.v.E., vol. 15, p. 101 (1872). Holotype, female, Africa,
Angola, Loango, van WOERDEN. Leiden Mus.
Salbia abnormalis, T.v.E., vol. 18, p. 215 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, ,,63’. Leiden Mus.
Phakellura abruptalis, T.v.E., vol. 38, p. 134 (1895). Lectotype, male, Peru, Chan-
chamayo, STAUDINGER. Leiden Mus.
Epherema abyssalis, T.v.E., vol. 35, p. 172 (1892). Lectotype, male, Java, Batavia,
1880. Leiden Mus.
Endotricha acrobasalis, T.v.E., vol. 35, p. 155 (1892). Holotype, male, W. Java,
Preanger [Buitenzorg], OUDEMANS. Leiden Mus.
Eustenia acuminatalis, T.v.E., vol. 42, p. 80 (1899). Lectotype, male, Java, Bata-
via, „orig. d. afb.” Leiden Mus. This specimen, though figured, is not cited
in the text. As it is a male, as it was obviously available to SNELLEN, and
as the figure can in our opinion be considered part of the original
description we have preferred it to the females cited. A minor peculiarity
(anal tuft having a furcate shape) proves beyond doubt that the lectotype
is indeed the original of the figure.
Nymphicula acuminatalis, T.v.E., vol. 23, p. 246 (1880). Holotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Botys acutalis, T.v.E., vol. 18, p. 200 (1875). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys acutangulalis, T.v.E., vol. 18, p. 201 (1875). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Oligostigma adjunctalis, T.v.E., vol. 38, p. 158 (1895). Lectotype, male, Central
Java, Kemanglen, Tegal, LUCASSEN. Leiden Mus.
68 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Diptychophora adspersella, T.v.E., vol. 36, p. 61 (1893). Lectotype, male, Ceylon,
v. D. Porr. Leiden Mus.
Glyphodes advenalis, T.v.E., vol. 38, p. 140 (1895). Holotype, male, East Java,
Djember, Residentie Besocki, MOLLINGER. The type was in the collection
of VAN DE POLL, and is lost.
Polythlipta albicaudalis, T.v.E., vol. 23, p. 221 (1880). Holotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus,
Botys albipedalis, T.v.E., vol. 41, p. 182 (1898). Lectotype, male, West Java,
Tjandiroto, 4 Nov., OUDEMANS. Leiden Mus.
Botys albofimbrialis, T.v.E., vol. 26, p. 128 (1883). Lectotype, male, Sumatra,
Soepajang. This name was proposed as a substitute for Botys niveicilialis
Snellen, and has the same type. Leiden Mus.
Uthinia albostrigalis, T.v.E., vol. 41, p. 180 (1898). Lectotype, male, Java,
Preanger, 5000 ft., 1894, SYTHOFF. Leiden Mus.
Chilo ? ambiguellus, T.E.S.L., 1890, p. 642. Lectotype, male, Sikkim, Tonglo,
10,000 ft., July 1886, ELwES. Leiden Mus. Of the four syntypes, all with
the same data, two were apparently returned to ELwES and are now lost.
Two males remain in Leiden; one is selected as lectotype.
Crocidophora ? amoenalis, T.E.S.L., 1890, p. 598. Holotype, male, Sikkim, Mör-
LER, 1888. Leiden Mus. The abdomen is lost.
Diptychophora amoenalis, T.v.E., vol. 23, p. 247 (1880). Holotype, male, Cele-
bes, Makassar. Leiden Mus.
Omiodes analis, T.v.E., vol. 23, p. 227 (1880). Holotype, male, Celebes, Takalar.
Leiden Mus.
Salbiomorpha ancidalis, T.v.E., vol. 18, p. 217 (1875). Holotype, male, Amer.
mer., N. Granada, v. NOLCKEN, No. 63. Leiden Mus. The holotype was
not in very good condition at the time of the original description.
Botys angustalis, T.E.S.L., 1890, p. 585. Lectotype, male, Sikkim, MOLLER, 1889.
B.M. The lectotype bears SNELLEN’s determination label. A syntype is in
the Leiden Mus.
Hydriris angustalis, T.v.E., vol. 38, p. 154 (1895). Lectotype, male, Java, Tegal,
LUCASSEN. Leiden Mus.
Margaronia angustalis, T.v.E., vol. 38, p. 132 (1895). Holotype, male, West
Borneo, 1893. Leiden Mus.
Entephria appensalis, T.v.E., vol. 27, p. 41 (1894). Lectotype, male, Java, Rem-
bang, PIEPERS. Leiden Mus.
Hileithea appialis, T.v.E., vol. 18, p. 219 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.
N. Granada, No. 63. Leiden Mus.
E. MUNROE c.s.: Snellen’s Types of Pyralidae 69
Endotricha approximalis, T.v.E., vol. 38, p. 115 (1895). Lectotype, male, Java,
Tegal, Kemanglen, LUCASSEN. Leiden Mus. This is the only syntype now at
Leiden.
Margarodes aquosalis, Midd.-Sum., p. 66 (1882). Lectotype, male, Java, „orig. d.
afb.” Leiden Mus.
Aporodes arbutalis, T.v.E., vol. 18, p. 190 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, NOLCKEN, “27”. Genitalia preparation No. 1741, by DIAKO-
NOFF, Leiden Mus. The second syntype is without abdomen.
Chilo argentuosus, T.v.E., vol. 36, p. 57 (1893). Lectotype, male, Amer. mer.,
Argentina, Cordova, WEYENBERGH. Leiden Mus.
Eurycreon asopialis, T.v.E., vol. 18, p. 209 (1875). Lectotype, female, Amer. mer.,
N. Granada, Honda, Rio Magdalena, 25 Jan., von NOLCKEN. Leiden Mus.
Pannucha asopialis, T.E.S.L., 1890, p. 568. Lectotype, female, Sikkim, 7000 ites
Aug., 1886, H. J. Erwes. B. M. The lectotype bears SNELLEN’s name-
label. The male syntype is lost.
Botys attemptalis, T.E.S.L., 1890, p. 590. Holotype, male, Sikkim, MOLLER, 1886.
B.M. The holotype bears SNELLEN’s name label.
Botys auralis, T.v.E., vol. 15, p. 90 (1872). Holotype, female, Neder-Guinea.
Type should be in Leiden Mus., but is lost.
Eudorina auranticalis, T.v.E., vol. 38, p. 117 (1895), There were one male and
two female syntypes from W. Java, Pengalengan, 4000 ft., FRUHSTORFER,
in the collection of M. HERING. These were presumably in the Pommer-
sches Museum until after 1945. See "Sources and Disposition of SNELLEN’s
Types”, above.
Oligostigma aureolalis, T.v.E., vol. 19, p. 200 (1876). Lectotype, female, Java,
HECKMEIJER. Leiden Mus. The lectotype lacks the abdomen. The only
other syntype still at Leiden is a male also without abdomen,
Phakellura auricollis, T.v.E., vol. 18, p. 231 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, von NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys ausonialis, T.E.S.L., 1890, p. 578. Lectotype, male, Sikkim, MÖLLER. B.M.
The lectotype bears SNELLEN’s name-label.
Conchylodes baptalis, T.v.E., vol. 23, p. 238 (1880). Lectotype, female, S. Cele-
bes, Takalar. Leiden Mus.
Argyria (Catharylla) bifasciella, T.v.E., vol. 36, p. 63 (1893). Holotype, male,
Celebes, VAN GELDER. Leiden Mus.
Cnaphalocrocis bifurcalis, T.v.E., vol. 23, p. 219 (1880). Holotype, female, Ce-
lebes, Makassar. Leiden Mus.
Leucinodes bilinealis, T.v.E., vol. 42, p. 93 (1899). Holotype, male, Celebes. The
70 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
type was in the Pommersches Museum, Stettin. See remarks under ’’Sources
and Disposition of SNELLEN’s Types,” above.
Oligostigma bilinealis, T.v.E., vol. 19, p. 196 (1876). Syntypes, 2 males, Punjaub,
Coll. WALSINGHAM. Presumably in the Transvaal Museum via coll. A. J. T.
JANSE.
Toccolosida bilinealis, T.v.E., vol. 35, p. 154 (1892). Holotype, female, Java.
In PAGENSTECHER collection, Wiesbaden.
Nesarcha bilunalis, T.v.E., vol. 38, p. 153 (1895). Lectotype, female, Java,
Buitenzorg. OUDEMANS. Leiden Mus.
Margarosticha bimaculalis, T.v.E., vol. 23, p. 245 (1880). Lectotype, male, Ce-
lebes, Bonthain. Leiden Mus.
Pagyda botydalis, Midd.-Sum., p. 69 (1882). Lectotype, male, Sumatra, Soengei
Aboe, near Moeara Laboe, 3 Oct., 1877. Leiden Mus.
Calamochrous brevipalpis, T.E.S.L., 1890, p. 599. Holotype, male, Sikkim,
MOLLER. Type lost.
Eudorina brunnealis, T.v.E., vol. 38, p. 118 (1895). Syntypes, male and female,
W. Java, Pengalengan, 4000 ft, FRUHSTORFER. Originally in coll. M.
HERING, Stettin, presumably in Pommersches Museum, Stettin, prior to
1945, see notes above.
Carthade caecalis, T.v.E., vol. 42, p. 92 (1899). Holotype, male, Colombia,
PETERSEN, “orig. d. afb.”, genitalia preparation 1734, DIAKONOFF. Leiden
Mus.
Botys calamitalis, T.v.E., vol. 41, p. 188 (1898). The female syntype from Java,
Toelan, in the SNELLEN collection is lost; the fate of the male syntype
from Lombok, in the Pommersches Museum, Stettin, is unknown, see
above.
Agathodes caliginosalis, T.v.E., vol. 38, p. 147 (1895). Lectotype, male, Java,
LUDEKING. Leiden Mus.
Pterygisus calligraphalis, T.v.E., vol. 35, p. 175 (1892). Lectotype, female, Java,
Batavia, 1881, Piepers. Leiden Museum. No male is available. SNELLEN’s
indication of sex was erroneous.
Botys canarialis, T.v.E., vol. 41, p. 191 (1898). Holotype, male, Java, Ardjoeno,
LucassEN. Leiden Mus.
Polythlipta caradrinalis, T.v.E., vol. 35, p. 162 (1892). Holotype, male, Java,
Buitenzorg, OUDEMANS, Leiden Mus.
Botys chalybaealis, T.v.E., vol. 35, p. 160 (1892). Holotype, female, Java,
Buitenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus. SNELLEN’s indication of sex was
erroneous.
E. MUNROE c.s: Snellen's Types of Pyralidae 71
Pseudochoreutes choreutalis, T.v.E., vol. 23, p. 202 (1880). Lectotype, male, Ce-
lebes, Makassar. Leiden Mus.
Botys claudialis, T.v.E., vol. 18, p. 204 (1875). Holotype, male, Amer. mer., N.
Granada, von NOLCKEN, No. 63. Leiden Mus.
Botys coactalis, T.E.S.L., 1890, p. 577. Holotype, female, India, Darjeeling,
4 Aug., 1886, Erwes. B.M.
Hydrocampa coenosalis, T.v.E., vol. 38, p. 157 (1895). Holotype, male, S. Ce-
lebes, Bantimoeroeng, RIBBE, 1883. Leiden Mus.
Botys coenostolalis, T.E.S.L., 1890, p. 582. Lectotype, male, Sikkim, MOLLER,
1889. B.M.
Salbia cognatalis, T.v.E., vol. 18, p. 215 (1875). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN, No. 63. Leiden Mus.
Banepa colligalis, T.v.E., vol. 38, p. 177 (1895). Holotype, male, W. Java,
Preanger, 5000 ft., SYTHOFF. Leiden Mus.
Phalangiodes columalis, T.v.E., vol. 23, p. 239 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Bonthain. Leiden Mus.
Botys communalis, T.v.E., vol. 18, p. 196 (1875). Lectotype, male, Bogota,
v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Eugauria compactalis, T.v.E., vol. 43, p. 290 (1900). Lectotype, female, West
Java, Preanger, 14—1800 m, SYTHOFF, “orig. d. afb.” Leiden Mus.
Oryba conspicualis, T.E.S.L., 1890, p. 562. Lectotype, male, Sikkim, 10,000 ft.,
MOLLER, 1889. B.M.
Conchylodes corycialis, T.v.E., vol. 23, p. 237 (1880). Lectotype, female, Celebes,
Macassar. Leiden Mus. The male syntype is lost.
Thelcteria costaemaculalis, T.v.E., vol. 30, p. 54 (1887). Lectotype, male, Cu-
racao, JANSEN. Leiden Mus.
Steniodes costipunctalis, T.v.E., vol. 42, p. 77 (1899). Lectotype, male, W. Java,
Preanger, 5000 ft., ANTHONY, Leiden Mus.
Angonia crambidalis, T.v.E., vol. 36, p. 56 (1893). Syntypes: Tegal Simpar,
SNELLEN Coll.; Ceylon, van DE Porr Coll. Both syntypes are lost.
Homophysa crambidalis, T.v.E., vol. 30, p. 62 (1887). Lectotype, male, Curacao,
JANSEN, genitalia preparation 1729, DIAKONOFF. Leiden Mus.
Glyphodes crameralis, Midd.-Sum., p. 69 (1882). ia male, Sumatra,
Silago. Leiden Mus.
Botys credulalis, T.E.S.L., 1890, p. 590. Holotype, male, Sikkim, 1 May, 1890,
MÖLLER. B.M.
72 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Asopia cultralis, T.v.E., vol. 15, p. 88 (1872). Holotype, male, Afrika, Banana,
VAN WOERDEN. Leiden Mus,
Parapoynx cuneolalis, T.v.E., vol. 23, p. 243 (1880). Holotype, male, S. Ce-
lebes, Bonthain. Leiden Mus. The abdomen of the type is lacking.
Goossensia darabitalis, T.v.E., vol. 38, p. 107 (1895). Holotype, male, E. Java,
Besoeki, 1300—2500 ft., MÖLLINGER. Type lost,
Filodes decoloralis, T.v.E., vol. 42, p. 66 (1899). Holotype, male, Sumatra,
SNELLEMAN. Leiden Mus.
Musotima decoralis, T.v.E., vol. 43, p. 299 (1900). Holotype, male, W. Java,
Buitenzorg, PIEPERS, “orig. d. afb.” Leiden Mus.
Botys defloralis, T.v.E., vol. 23, p. 214 (1880). Lectotype, male, Celebes, Maros.
Leiden Mus.
Salbia deformalis, T.v.E., vol. 18, p. 214 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.
N. Granada, La Dorada, Rio Magdalena, 27 Jan, von NOLCKEN. Leiden
Mus.
Metasia deltoidalis, T.v.E., vol. 18, p. 243 (1875). Lectotype, female, Colombia,
Bogotá, 12 Feb., v. NOLCKEN, genitalia preparation 1737, DIAKONOFF.
Leiden Mus. The male syntype lacks the abdomen.
Botys demeter, T.E.S.L., 1890, p. 568. Holotype, male, Sikkim, MOLLER. Type
lost.
Hymenoptychis dentilinealis, Midd.-Sum., p. 74 (1882). Lectotype, male, Celebes,
Takalar, Piepers. Leiden Mus.
Hydrocampa difflualis, Midd.-Sum., p. 75 (1882). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Glyphodes dilectalis, T.v.E., vol. 38, p. 139 (1895). Holotype, female, C. Java,
Tegal, Kemanglen, LUCASSEN. Leiden Mus,
Pannucha dimidialis, T.E.S.L., 1890, p. 568. Holotype, female, Darjeeling,
20 June, 1886, H. J. Elwes. B.M.
Parapoynx diminutalis, T.v.E., vol. 23, p. 242 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Parapoynx distinctalis, T.v.E., vol. 18, p. 261 (1875). Holotype, female, Amer.
mer., N. Granada, Punto de Ocana, Rio Magdalena, 20 Jan., 1871, v.
NOLCKEN. Leiden Mus.
Asopia divagalis, T.v.E., vol. 38, p. 112 (1895). Lectotype, male, Java occ.,
1886, FRUHSTORFER. Leiden Mus.
Crambus dividellus, T.E.S.L., 1890, p. 645. Lectotype, male, Sikkim, Tonglo,
100007 July.) SSC MEM EL WESSEM
E. MUNROE c.s.: Snellen’s Types of Pyralidae 75
Ercta dixialis, T.x.E., vol. 38, p. 149 (1895). Lectotype, male, Java, Sindanglaya,
1882, PIEPERS. Leiden Mus.
Plectrona dohrni, T.v.E., vol. 38, p. 142 (1895). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, PETERSON. Leiden Mus.
Pseudochoreutes dulcinalis, T.v.E., vol. 41, p. 176 (1898). Holotype, female,
Colombia, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Blepharomastix eborinalis, T.v.E., vol. 42, p. 81 (1899). Lectotype, male, Chi-
riqui, RIBBE, genitalia preparation 1738, DIAKONOFF. Leiden Mus.
Botys egerialis, T.v.E., vol. 41, p. 189 (1898). Lectotype, female, W. Java, Pre-
anger, 5000 feet, SYTHOFF, Leiden Mus. The male syntype was in the
Pommersches Museum, Stettin.
Cydalima elwesialis, T.E.S.L., 1890, p. 607. Lectotype, male, Sikkim, 1886,
MÖLLER. B.M. SNELLEN mentions only one syntype from the ELWES col-
lection, but two specimens there bear labels in his handwriting. The one
with the earlier collecting date is selected as lectotype.
Paredra eogenalis, Midd.-Sum., p. 60 (1882). Holotype, male, Silago, 18 June,
1877. Leiden Mus.
Endotricha eoidalis, T.v.E., vol. 38, p. 112 (1895). Lectotype, male, W. Java,
Buitenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus. The specimen figured by SNELLEN
is a male from Batavia, not cited in the text.
Coenostola eromenalis, T.v.E., vol. 23, p. 226 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Botys erratalis, T.v.E., vol. 39, p. 66 (1896). SNELLEN says that he received three
specimens in a lot from RAGONOT under the name vitellinalis, but gives no
further data. The Leiden Museum contains three males with labels ,, Assam,
SWINHOE, VITTELIN.” these are taken to be syntypes, and one is chosen as
lectotype. Leiden Mus.
Melissoblaptes eucheliellus, T.v.E., vol. 43, p. 308 (1900). Holotype, male, Java,
Tegal, LucasseN. The type, which should be in the Leiden Mus., is lost.
Pygospila evanidalis, T.v.E., vol. 39, p. 68 (1896). Holotype, male, Nepaul,
„ex coll. RIBBE, orig. der afb.” ,,Pygospila evanidalis Snell. type.” Leiden
Mus. The type label is in SNELLEN’s hand; the original description says
that the type was from the collection of J. ROBER, Dresden.
Agathodes excisalis, T.v.E., vol. 43, p. 277 (1900). Lectotype, male, Amer, mer.,
Argentina, Cordova, WEYENBERGH. Leiden Mus. The lectotype is not the
specimen figured by SNELLEN, which had the head glued on.
Oligostigma excisalis, T.v.E., vol. 43, p. 289 (1900). Lectotype, male, Java,
Buitenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus.
74 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Odontia exoticalis, T.v.E., vol. 18, p. 191 (1875). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, ,,68”. Leiden Mus.
Hydrocampa exsolvalis, Midd.-Sum., p. 76 (1882). Lectotype, male, Sumatra,
„Snellen 43”. Leiden Mus. i
Crocidophora extenualis, T.v.E., vol. 42, p. 63 (1899). Lectotype, male, Java,
Tegal, Temanglen, LUCASSEN, „orig. d, afb.” Leiden Mus.
Diplotyla exuvialis, T.E.S.L., 1890, p. 627. Holotype, male, Sikkim, H. J. ELWEs.
B.M.
Prenesta fabialis, T.v.E., vol. 18, p. 220 (1875). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, Calamar, Rio Magdalena, Jan. 18, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Oligostigma falcatalis, T.v.E., vol. 43, p. 287 (1900). Lectotype, male, Java, Bui-
tenzorg, ,,afbeelden”. Leiden Mus.
Margaronia fallacialis, T.E.S.L., 1890, p. 609. Holotype, male, Sikkim, MOLLER.
Type lost.
Hypsotropha falsella, Midd.-Sum., p. 82 (1882). Holotype, male, Sumatra, Goud-
mijn Verbeek, 30.VII.1877. Leiden Mus. The holotype evidently was
loaned by SNELLEN to RAGONOT for figuring in the Monograph of the
latter author; it was not returned afterwards. Upon the request of the
Leiden Museum Mr. P. E. L. VIETTE recovered the holotype in the Ra-
GONOT collection and the Paris Museum kindly returned it to Leiden.
Rhimphalea fastidialis, T.v.E., vol. 23, p. 228 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Maros. Leiden Mus.
Botys favillacealis, T.v.E., vol. 41, p. 187 (1898). Lectotype, male, Java, Tegal,
LUCASSEN, „orig. d. afb.” Leiden Mus.
Atheropoda flaccidalis, T.v.E., vol. 35, p. 169 (1892). Lectotype, male, Peru,
Chanchamayo, STAUDINGER. Leiden Mus. The data label on the specimen
reads only „STAUD. &”
Stenicula flavicaput, T.v.E., vol. 43, p. 285 (1900). Lectotype, male, W. Java,
Gedeh, 4500 ft., 1894. Leiden Mus.
Crocidophora? flavicilialis, T.E.S.L., 1890, p. 596. Holotype, male, Sikkim, H. J.
Erwes. B.M. The type bears a determination label in SNELLEN’s hand.
Crocidophora? flavicinctalis, T.E.S.L., 1890, p. 595. Holotype, male, Sikkim
interior, MOLLER. B.M. The type bears a determination label in SNELLEN’s
hand.
Isopteryx flavofuscalis, T.v.E., vol. 30, p. 60 (1887). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Tyspanodes flavolimbalis, T.v.E., vol. 38, p. 127 (1895). Syntypes: 1 male, Su-
matra, Deli, in coll. DoHRN; 1 female, Java, Djember Res., Besoeki,
E. MUNROE c.s.: Snellen's Types of Pyralidae 75
1300— 2300 ft, MOLLINGER, in coll. van DE Porr. The female syntype
is lost; the male syntype was presumably in the Pommersches Museum,
Stettin.
Tabidia flexulalis, T.v.E., vol. 42, p. 62 (1899). Lectotype, male, Dinner Isl,
Kowarp. Leiden Mus.
Paravetta flexuosa, T.E.S.L., 1890, p. 558. Lectotype, male, Mongpo, 4000 ft.,
GAMMIE. B.M. The type bears a determination label in SNELLEN’s hand.
Stemmatophora fracticornalis, T.v.E., vol. 38, p. 108 (1895). Lectotype, male,
Java, Ardjoeno, HECKMEIJER. Leiden Mus. The lectotype was in pieces,
but has been glued together by DIAKONOFF. The other presumed syntype
is labelled only "Java, 4.”
Parapoynx fregonalis, T.v.E., vol. 23, p. 241 (1880). Lectotype, female, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Lampridia fuliginalis, T.v.E., vol. 23, p. 234 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Cymoriza fulvobasalis, T.v.E., vol. 23, p. 244 (1880). Holotype, male, Celebes,
Makassar, PIEPERS. Leiden Mus.
Scoparia fulvosignalis, T.v.E., vol. 23, p. 204 (1880). Holotype, female, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Musotima fuscalis, T.v.E., vol. 43, p. 298 (1900). Lectotype, male, Assam. Leiden
Mus. The other syntype lacks the abdomen.
Stericta fuscibasalis, T.v.E., vol. 23, p. 199 (1880). Holotype, male, Celebes,
Amparang. Leiden Mus.
Phakellura fuscicollis, T.v.E., vol. 18, p. 226 (1875). A male labelled ’’STtAUD.”
“8” is taken to be the holotype. Leiden Mus.
Asopia fuscicostalis, T.v.E., vol. 23, p. 199 (1880). Lectotype, male, S. Celebes,
Balangnipa. Leiden Mus.
Calamotropha fuscicostella, T.v.E., vol. 23, p. 247 (1880). Lectotype, male,
Celebes, Bonthain. Leiden Mus.
Botys fuscinervalis, T.v.E., vol. 38, p. 123 (1895). Syntypes, two males, three
females: Sumatra, Deli, coll. DOHRN; W. Java, Pengalengan, 4000 ft.,
FRUHSTORFER, coll. HERING. The syntypes were presumably in the Pom-
mersches Museum, Stettin.
Diptychophora fuscobasella, T.v.E., vol. 43, p. 301 (1900). Lectotype, male,
W. Java, Preanger, 5000 ft., SYTHOFF, “orig. afb.” Leiden Mus.
Botys fuscocilialis, T.v.E., vol. 38, p. 122 (1895). Syntypes, one male, one female,
Java, Pengalengan, 4000 ft., FRUHSTORFER, coll. HERING. The syntypes
were presumably in the Pommersches Museum, Stettin.
76 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Elosita fuscocilialis, T.v.E., vol. 42, p. 59 (1899). Lectotype, male, Java, Buiten-
zorg, orig. d. afb.” Leiden Mus.
Eurycreon fuscocilialis, T.v.E., vol. 18, p. 210 (1875). Lectotype, female, Amer.
mer., N. Granada, v. NOLCKEN, "No. 63”. Leiden Mus.
Mucialla ? fuscolimbalis, T.v.E., vol. 43, p. 308 (1900). Lectotype, male, Java,
Buitenzorg, PIEPERS, orig. d. afb.” Leiden Mus.
Desmia geminalis, T.v.E., vol. 18, p. 249 (1875). Holotype, male. Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, "No. 63” Leiden Mus.
Phakellura gigantalis, T.v.E., vol. 18, p. 234 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, ‘’31’’. Leiden Mus.
Gyptitia gonialis, T.v.E., vol. 26, p. 139 (1883). Holotype, male, Celebes, Ma-
kassar. Leiden Mus.
Asopia graafialis, T.v.E., vol. 18, p. 179 (1875). Holotype, male, Colombia,
Cucqueta, Apr. 1, 1871. Leiden Mus.
Botys graphitalis, T.v.E., vol. 18, p. 199 (1875). Holotype, male, Colombia,
Barranquilla, Jan. 8, 1871, von NoLCKEN. Leiden Mus.
Botys grisealis, T.v.E., vol. 18, p. 198 (1875). Lectotype, male, [N. Granada,
von NOLCKEN] "No. 63.” Leiden Mus.
Parapoynx guenealis, T.v.E., vol. 18, p. 260 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, "No. 63.” Leiden Mus.
Phakellura gueneealis, T.v.E., vol. 18, p. 233 (1875). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, Conejo, Rio Magdalena, Jan. 25, 1871, von NOLCKEN. Lei-
den Mus.
Conogethes haemactalis, T.E.S.L., 1890, p. 592. Lectotype, male, Sikkim, MÖLLER,
1889. The specimen bears a label “ Conogethes haemactalis Snell. Type”
in ROTSCHILD’s hand. B.M.
Oligostigma hamalis, T.v.E., vol. 19, p. 199 (1876). Holotype, male, Punjaub,
in coll. WALSINGHAM. Type possibly in Transvaal Museum, Pretoria.
Asopia hampsonialis, T.v.E., vol. 38, p. 110 (1895). Holotype, male, Java, Bui-
tenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus.
Cataclysta ? harpalis, T.v.E., vol. 43, p. 296 (1900). Lectotype, male, Chiriqui,
RIBBE, STAUD.,” „afgebeeld.” Leiden Mus.
Parapoynx hartoghialis, T.v.E., vol. 15, p. 97 (1872). Holotype, male, Afrika,
Banana, VAN WOERDEN 97”. Leiden Mus.
Parapoynx hebraicalis, T.v.E., vol. 23, p. 240 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Parapoynx hydrothionalis, T.v.E., vol. 18, p. 262 (1875). Lectotype, male, Amer.
mer., N. Granada, No. 63.” Leiden Mus.
E. MUNROE c.s: Snellen’s Types of Pyralidae 77
Botys ictericalis, T.v.E., vol. 38, p. 119 (1895). Syntypes, both sexes, Java, Pen-
galengan, 4000 ft., FRUHSTORFER. The syntypes were presumably in the
Pommersches Museum, Stettin.
Cindaphia impuralis, T.v.E., vol. 18, p. 254 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, “63.” Genitalia preparation no. 1739, DIAKO-
NOFF. Leiden Mus.
Botys incalis, T.v.E., vol. 23, p. 215 (1880). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, Rio Magdalena, Jan. 25, 1871, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys incisalis, T.v.E., vol. 23, p. 215 (1880). Lectotype, female, Saleyer. Leiden
Mus.
Heterocnephes incisalis, T.v.E., vol. 42, p. 74 (1899). Syntypes, 2 males, 1 female:
Sumatra, Deli, DOHRN; Dinner Island near New Guinea. Pommersches
Museum and SNELLEN Coll. No syntype could be found in the Leiden Mus.
Crambus inconspicuellus, T.v.E., vol. 15, p. 102 (1872). Holotype, male, Afrika,
Banana, VAN WOERDEN. Leiden Mus.
Eudorina incrustalis, T.v.E., vol. 38, p. 119 (1895). Lectotype, male, W. Java,
1894. Leiden Mus.
Musotima incrustalis, T.v.E., vol. 38, p. 159 (1895). Lectotype, male, Java, Bui-
tenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus.
Atheropoda inflexalis, T.v.E., vol. 35, p. 169 (1892). Lectotype, male, Brazil,
”"STAUD. &”. Leiden Mus. This is SNELLEN’s specimen. LEDERER’s material
identified as majoralis Guenée also formed part of the type series.
Botys infundibulalis, Midd.-Sum., p. 64 (1882). Lectotype, female, Java, Sindan-
glaja, 1881, ‘or. d. afb. in de Sum. reis.” Leiden Mus. The syntype from
Boea is lost, that from Loeboe Taras lacks the abdomen.
Nymphicula infuscatalis, T.v.E., vol. 23, p. 246 (1880). Holotype, female, Saleyer.
Leiden Mus.
Chilo infuscatellus, Meded. Proefst. Kagok, 1890, p. 94. Lectotype, male, Java,
selected by Kapur, T.R.E.S.L., vol. 101, p. 405.
Botys ingestalis, T.v.E., vol. 41, p. 184 (1898). Lectotype, male, W. Java, Prean-
ger, 1886, “orig. d. afb.” Leiden Mus.
Tabidia insanalis, T.v.E., vol. 23, p. 220 (1880). Lectotype, male, Celebes, Ba-
langnipa. Leiden Mus.
Scirpophaga intacta, Meded. Proefst. Kagok, 1890, p. 94. Lectotype, male, Java,
Tegal, LUCASSEN. Second (green) label, “Dr. KRÜGER, Kagok, Tegal, Java,
Boorder mEt menkeidemsMus:
Gonocausta invertalis, T.v.E., vol. 20, p. 78 (1877). The holotype male from Su-
matra, Atchin, is lost. There is a male from the Kei Is. in the Leiden Mus.
78 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Glyphodes jaculalis, T.v.E., vol. 37, p. 177 (1894). Lectotype, male, W. Java,
Preanger, 5000 ft., SYTHOFF. Leiden Mus.
Diplotyla javanalis, T.v.E., vol. 43, p. 278 (1900). Lectotype, male, E. Java,
Poespa, 2100 ft., 1894. Leiden Mus. This is not the specimen labelled
“orig. d. afb.”, which is from Smeroe, E. Java, and is not mentioned
specifically in the original description.
Desmia jovealis, T.v.E., vol. 18, p. 252 (1875). Holotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN, "No. 63’. Leiden Mus.
Botys korndörffert, Midd.-Sum., p. 62 (1882). Holotype, female, Sumatra, Boea,
Mar. 27, 1877, SNELLEMAN. Leiden Mus.
Crambus latellus, T.E.S.L., 1890, p. 644. Lectotype, female, India, Darjeeling,
Erwes. Leiden Mus. The syntypes in the ELwes Coll. are lost.
Oligostigma latifascialis, T.v.E., vol. 19, p. 202 (1876). Holotype, male, Celebes,
Bonthain, PIEPERS. Leiden Mus.
Syllepis latifascialis, T.v.E., vol. 18, p. 238 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.
N. Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Enyocera latilimbalis, Midd.-Sum., p. 67 (1882). Holotype, male, Sumatra, Moeara
Laboe. Leiden Mus.
Nicaria latisquamalis, T.v.E., vol. 23, p. 230 (1880). Holotype, male, Celebes,
Bonthain. Leiden Mus.
Pachynoa ledereri, T.v.E., vol. 35, p. 164 (1892). Holotype, male, Java, BLUME.
Leiden Mus. The type bears the label ’Pachynoa Ledereri Snell. — Tijds.
— Origin."
Cometura leuculalis, T.v.E., vol. 42, p. 83 (1889). Holotype, male, Loyalty Is.,
RAGONOT. Leiden Mus.
Metasia lilliputalis, T.v.E., vol. 23, p. 229 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Hydrocampa lipocosmalis, T.v.E., vol. 43, p. 286 (1900). Lectotype, male, “orig.
d. afb.”, Java, Buitenzorg, 1893, PIEPERS. Leiden Mus.
Glyphodes lomaspilalis, T.v.E., vol. 23, p. 223 (1880). The three syntypes from
Celebes are lost.
Pagyda lustralis, T.E.S.L., 1890, p. 615. Holotype, male, Sikkim, MOLLER. B.M.
Steniodes lutealis, T.v.E., vol. 18, p. 245 (1875). Lectotype, male, Colombia,
Ubaque, March, v. NOLCKEN. Genitalia preparation no. 1736. Leiden
Mus.
Crocidophora ? lutusalis, T.E.S.L., 1890, p. 597. Holotype, male, Sikkim, MÖLLER,
formerly in ELWES coll. Type lost.
E. MUNROE c.s.: Snellen’s Types of Pyralidae 79
Orobena (A) lygialis, T.v.E., vol. 42, p. 60 (1899). Lectotype, male, W. Java,
Batavia, “orig. d. afb.” Leiden Mus.
Galleria macroptera, T.v.E., vol. 23, p. 249 (1880). Lectotype, male, Java ?, VER-
HuELL. Leiden Mus.
Phycidicera manicalis, Midd.-Sum., p. 72 (1882). Lectotype, male, Saleyer, “orig.
d. afb.” Leiden Mus.
Nolckenia margaritalis, T.v.E., vol. 18, p. 224 (1875). Holotype, male, [N.
Granada, v. NOLCKEN] "No. 27”. Genitalia no. 1731. Leiden Mus.
Conchylodes marginalis, T.E.S.L., 1890, p. 635. Holotype, female, Sikkim,
MÖLLER. B.M.
Platamonia medinalis, T.v.E., vol. 42, p. 85 (1899). Lectotype, female, Celebes,
Bonthain. Leiden Mus.
Scoparia medinella, T.E.S.L., 1890, p. 571. Lectotype, female, Sikkim, MOLLER,
1888. B.M. The type bears a name label in SNELLEN’s writing.
Botys medullalis, T.v.E., vol. 41, p. 180 (1898). Lectotype, male, W. Java, Me-
gamendoeng, 1880. Leiden Mus.
Crossophora ? microthyralis, T.v.E., vol. 42, p. 89 (1899). Lectotype, male, Peru,
Chanchamayo, STAUDINGER, “orig. d. afb.” Genitalia preparation no. 1735,
made by DIAKONOFF. Leiden Mus.
Auxomitia minoralis, T.v.E., vol. 23, p. 222 (1880). Lectotype, female, Celebes,
Bonthain. Leiden Mus.
Xestula miraculosa, in ROMANOFF, Mémoires sur les Lépidoptères, vol. 2, p. 195,
t. 11 (1885). Holotype, male, Amoer, STAUD. Leiden Mus.
Coptobasts mollingeri, T.v.E., vol. 38, p. 152 (1895). Holotype, male, E. Java,
Res. Besoeki, Djember, 1300—2500 ft., MÖLLINGER. Coll. VAN DE POLL.
Type lost.
Cymoriza monetalis, T.v.E., vol. 23, p. 244 (1880). Holotype, female, Celebes,
PIEPERS. Leiden Mus.
Cangetta monetalis, T.v.E., vol. 43, p. 292 (1901). Lectotype, male, W. Java,
Buitenzorg, 1894, “ G. murinalis Snell.” Leiden Mus.
Desmia naclialis, T.v.E., vol. 18, p. 250 (1875). Holotype, male, N. Granada,
v. NOLCKEN, ‘63’. Leiden Mus.
Oligostigma nectalis, T.v.E., vol. 19, p. 206 (1876). Holotype, male, Java, Mür-
LER. Leiden Mus. The abdomen of the type is missing.
Pitama nigricollis, T.v.E., vol. 38, p. 133 (1895). Lectotype, female, W. Java,
Buitenzorg, 1893, OUDEMANS. Leiden Mus. The male syntype is missing.
Botys nigrofimbrialis, Midd.-Sum., p. 62 (1882). Lectotype, male, Celebes, Bon-
thain. Leiden Mus.
80 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Tasenia nigromaculalis, T.v.E., vol. 44, p. 64 (1901). Lectotype, female, W. Java,
Preanger, 1898. Leiden Mus.
Botys niveicilialis, Midd.-Sum., p. 64. Lectotype, male, Sumatra, Soepajang. Leiden
Mus. Cf. Botys albifimbrialis Snell., T.v.E., vol. 26, p. 128 (supra).
Ledereria nolckenialis, T.v.E., vol. 18, p. 257 (1875). Holotype, male, Colombia,
Conejo, Rio Magdalena, Jan. 25, 1871, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys nugalis, T.v.E., vol. 41, p. 185 (1898). Lectotype, male, W. Java, Preanger,
5000 ft, SYTHOFF, "orig. d. afb.” Leiden Mus.
Scoparia nugalis, T.v.E., vol. 23, p. 205 (1880). Lectotype, male, Celebes, Maros.
Leiden Mus,
Glyphodes nyctealis, Midd.-Sum., p. 68 (1882). Lectotype, male, Sumatra, Datar.
Leiden Mus.
Botys obealis, T.v.E., vol. 41, p. 181 (1898). Lectotype, female, Java, Tegal,
LUCASSEN. Leiden Mus.
Eretria obsistalis, T.v.E., vol. 23, p. 206 (1880). Syntypes, 1 pair, Celebes: Boe-
lekomba, Bonthain. Types formerly in Leiden Mus., but apparently lost.
Blepharomastix obscuralis, T.v.E., vol. 42, p. 82 (1899). Lectotype, male, Chiri-
qui, RIBBE. Genitalia preparation no. 1740, made by DIAKONOFF. Leiden
Mus.
Botyodes occidentalis, T.v.E., vol. 30, p. 57 (1887). Lectotype, male, Curacao,
1885, JANSEN. Leiden Mus.
Botys octonalis, T.E.S.L., 1890, p. 581. Lectotype, male, Sikkim, Erwes. Leiden
Mus. There is no type material in the British Museum.
Crambus oculalis, T.v.E., vol. 36, p. 64 (1893). Holotype, male, Java, Tegal Sim-
par, 3000 ft., LUCASSEN. Leiden Mus.
Sestia oleosalis, T.v.E., vol. 18, p. 236 (1875). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys omicronalis, Midd.-Sum., p. 63 (1882). Lectotype, male, Celebes, Saleyer.
Leiden Mus.
Spilomela ommatalis, T.v.E., vol. 23, p. 235 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Balangnipa. Leiden Mus.
Botys onustalis, T.E.S.L., 1890, p. 587. Holotype, male, Sikkim, MOLLER. B.M.
Aediodes orientalis, T.v.E., vol. 23, p. 233 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Maros. Leiden Mus.
Plectrona orientalis, T.v.E., vol. 43, p. 273 (1901). Syntypes, one male, Borneo,
PIEPERS: one male, Philippine Is. The types were in the Pommersches Mu-
seum, Stettin.
E. MUNROE c.s.: Snellen’s Types of Pyralidae 81
Botys orobenalis, T.v.E., vol. 23, p. 211 (1880). Lectotype, male, Celebes, Balang-
nipa. Leiden Mus.
Psara pallicaudalis, T.v.E., vol. 18, p. 240 (1875). Holotype, male, Colombia,
von NOLCKEN. Genitalia preparation no. 1730. Leiden Mus.
Toccolosida pallifrons, T.E.S.L., 1890, p. 560. Holotype, female, Sikkim, MOLLER,
Apr. 20, 1888. Type formerly in ELWES coll., now lost.
Coenostola pallicostalis, T.v.E., vol. 23, p. 226 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Takalar. Leiden Mus.
Coenostola palliventralis, T.v.E., vol. 23, p. 225 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Takalar. Leiden Mus.
Omiodes palliventralis, T.E.S.L., 1890, p. 620. Lectotype, male, Sikkim. MOLLER.
B.M.
Glyphodes pandectalis, T.v.E., vol. 38, p. 135 (1895). Lectotype, male, Sumatra,
SNELLEMAN. Leiden Mus.
Oligostigma papulalis, T.E.S.L., 1890, p. 640. Holotype, male, Sikkim, MÖLLER.
B.M.
Botys paucilinealis, T.v.E., vol. 23, p. 212 (1880). Holotype, female, Celebes,
Makassar. Leiden Mus. SNELLEN erroneously cited the type as a male.
Cliniodes paucilinealis, T.v.E., vol. 38, p. 130 (1895). Holotype, male, Colombia,
v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Conchylodes paucipunctalis, T.E.S.L., 1890, p. 633. Lectotype, male, Sikkim,
MOLLER. B.M. The four syntypes from Java in the Leiden Museum become
lectoparatypes.
Ercta pedicialis, T.v.E., vol. 38, p. 151 (1895). Lectotype, male, Java, Tegal,
Kemanglen, LUCASSEN, “orig. d. afb.” Leiden Mus.
Clupeosoma pellucidalis, T.v.E., vol. 23, p. 204 (1880). Lectotype, male, S. Ce-
lebes, Makassar. Leiden Mus. Two males and a female from Makassar are
present, although only a pair is mentioned in the original description.
Hydrocampa phlegetonalis, T.v.E., vol. 38, p. 155 (1895). Holotype, male, Java,
Buitenzorg. Leiden Mus.
Cataclysta phoxopteralis, T.v.E., vol. 43, p. 295 (1900). Holotype, male, Brazil,
coll. STAUD.” Leiden Mus.
Circobotys ? phycidalis, T.E.S.L., 1890, p. 599. Syntypes, a pair, Sikkim, MOLLER,
and Mongpo, 4000 ft, May 27, 1886, Erwes. Both syntypes lost.
Glyphodes piepersalis, Midd.-Sum., p. 68 (1882). Lectotype, male, Celebes, Ma-
kasar. Leiden Mus. The Sumatran specimen lacks the abdomen.
Bradina ? pionealis, T.E.S.L., 1890, p. 624. Holotype, male, Sikkim, Erwes. B.M.
There are two males from the ELWEs collection in the Leiden Museum, one
82 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
collected by ELwES, the other by MOLLER. The British Museum specimen
has no locality label, but bears an identification label in SNELLEN’s hand-
writing. There is no doubt that it is the holotype.
Botys plumbocilialis, T.E.S.L., 1890, p. 576. Holotype, female, Darjeeling, Aug. 4,
1886, ELwes. Leiden Mus. The type was cited by SNELLEN as a male, but
no corresponding specimen was found in the British Museum, and this
was apparently one of his not infrequent mistakes of sex-determination.
Physematia pollutalis, T.v.E., vol. 23, p. 240 (1880). Lectotype, male, C. Java,
Ambarawa. Leiden Mus.
Botys polygamalis, T.v.E., vol. 18, p. 195 (1875). Lectotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys polyphemalis, T.v.E., vol. 41, p. 190 (1898). Lectotype, male, Peru, Chan-
chamayo, STAUDINGER, "orig. d. afb.” Leiden Mus.
Botys praepandalis, T.E.S.L., 1890, p. 573. Lectotype, male, Sikkim, MOLLER,
1889. B.M.
Spanista pretiosalis, T.v.E., vol. 23, p. 239 (1880). Holotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Conchylodes privalis, T.v.E., vol. 43, p. 282 (1900). Lectotype, male, Java,
Preanger, 5000 ft., SYTHOFF. Leiden Mus.
Glyphodes proximalis, T.v.E., vol. 42, p. 72 (1899). Lectotype, male, Java, Ba-
tavia, 1894. Leiden Mus.
Scoparia pulveralis, T.E.S.L., 1890, p. 570. Lectotype, female, Darjeeling, July,
1886. B.M.
Megastes pusialis, T.v.E., vol. 18, p. 241 (1875). Holotype, male, Colombia,
Yondo, Rio Magdalena, Jan. 22, 1871, v. NOLCKEN. Genitalia preparation
no. 1733, made by DIAKONOFF. Leiden Mus.
Hedylepta pyraustalis, Midd.-Sum., p. 71 (1882). Lectotype, male, Sumatra, Solok,
Apr. 6, 1877. Leiden Mus.
Diplotyla quadralis, T.v.E., vol. 43, p. 280 (1900). Lectotype, male, W. Java,
Preanger, 5000 ft., SYTHOFF. Leiden Mus.
Oligostigma quinqualis, T.v.E., vol. 35, p. 176 (1892). Lectotype, male, Celebes,
Bantimoeroeng, RıBBE. Leiden Mus.
Sybrida ragonotalis, T.v.E., vol. 35, p. 153 (1892). Syntypes, 2 males. Java,
OUDEMANS. Leiden Mus. and (data unknown) coll. PAGENSTECHER, Wies-
baden. The syntype in Leiden is lost; we have no information on the
PAGENSTECHER specimen.
Marasmia rectistrigosa, T.v.E., vol. 15, p. 92 (1872). Lectotype, male, Africa,
Banana, VAN WOERDEN. Leiden Mus.
E. MUNROE c.s.: Snellen’s Types of Pyralidae 83
Heterocnephes reniferalis, T.E.S.L., 1890, p. 616. Lectotype, male, Sikkim, 1887,
MÖLLER. Leiden Mus. The other three syntypes are lost.
Omiodes repetitalis, T.E.S.L., 1890, p. 621. Lectotype, male, Sikkim, 1886. B.M.
Botys restrictalis, T.E.S.L., 1890, p. 584. Holotype, male, Sikkim. MOLLER. The
specimen bears a label “Botys restrictalis Snell. Type” in an unidentifed
hand. B.M.
Paredra rigidalis, T.v.E., vol. 43, p. 265 (1900). Lectotype, male, W. Java,
Preanger, 5000 ft, SYTHOFF, “orig. der afb.” Leiden Mus.
Zebronia rigidalis, T.E.S.L., 1890, p. 631. Lectotype, female, Sikkim, MOLLER.
B.M.
Phalangiodes rivulalis, T.E.S.L., 1890, p. 637. Lectotype, male, Sumatra, Deli,
S. v. L. (SCHAGEN VAN LEEUWEN). Leiden Mus. There is no type material
in the British Museum.
Calamotropha robustella, T.v.E., vol. 15, p. 100 (1872). Holotype, female, An-
gola, Loango, VAN WOERDEN. Leiden Mus.
Ceratoclasis rooalis, T.v.E., vol. 18, p. 247 (1875). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, ’’No. 63”. Leiden Mus.
Heterocnephes rotundalis, T.v.E., vol. 43, p. 274 (1900). Holotype, male, Borneo,
1896, "orig. der afb.” Leiden Mus.
Botys rubellalis, T.E.S.L., 1890, p. 577. Lectotype, male, Sikkim. MOLLER. B.M.
The female syntype is in the Leiden Mus.
Botys rubricetalis, T.v.E., vol. 23, p. 209 (1880). Lectotype, male, Celebes, Maros.
Leiden Mus.
Melissoblaptes rufovenalis, T.v.E., vol. 23, p. 248 (1880). Lectotype, female,
Celebes, Bonthain. Leiden Mus.
Botys ruricolalis, T.v.E., vol. 23, p. 213 (1880). Lectotype, male, Celebes, Makas-
sar. Leiden Mus.
Phycidicera salebrialis, T.v.E., vol. 23, p. 228 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Bonthain. Leiden Mus.
Botys salentialis, T.v.E., vol. 23, p. 207 (1880). Lectotype, male, Celebes, Bon-
thain. Leiden Mus.
Botys samealis, T.v.E., vol. 18, p. 205 (1875). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN, ‘’63’’ Leiden Mus.
Cnaphalocrocis sanitalis, Midd.-Sum., p. 65 (1882). Lectotype, male, Sumatra,
Goudmijn Verbeek. Leiden Mus.
Phakellura satanalis, T.v.E., vol. 18, p. 231 (1880). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, Mochila, Rio Magdalena, Jan. 24, 1871, v. NOLCKEN. Lei-
den Mus.
84 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Oligostigma saturatalis, T.E.S.L., 1890, p. 639. Holotype, female, Sikkim, MOLLER.
B.M.
Aulacodes sejunctalis, T.v.E., vol. 19, p. 207 (1876). Syntypes, 1 pair, Punjaub,
WALSINGHAM coll. The syntypes are not in the B.M. or Leiden Mus. They
are probably in the Transvaal Museum, Pretoria.
Psara selenialis, T.v.E., vol. 38, p. 146 (1895). Lectotype, male, W. Java, Prean-
ger, SYTHOFF, 5000 ft, “orig. d. afb.” This specimen is one from which
the original figure was made. (In the original description the type locality
is cited as ’’Pengalangan, 4600—5000 ft” which is a place within the
Preanger Regencies, a mountainous country in West Java).
Patissa semicostalts, T.v.E., vol. 36, p. 60 (1893). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Botys semifascialis, T.v.E., vol. 23, p. 214 (1880). Lectotype, male, Java. Leiden
Mus.
Conogethes semistrigalis, T.v.E., vol. 38, p. 128 (1895). Lectotype, male, Suma-
tra, Padangsche Bovenlanden, SNELLEMAN. Leiden Mus.
Ledereria seppalis, T.v.E., vol. 18, p. 258 (1875). Lectotype, female, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN, "no. 63,’ Leiden Mus.
Glyphodes serenalis, T.v.E., vol. 23, p. 223 (1880). Holotype, female, Celebes,
Balangnipa. Leiden Mus.
Scirpophaga sericea Snellen, Midd.-Sum., p. 79 (1882). Lectotype, female, Cele-
bes, Bonthain. Leiden Mus.
Endotricha serratalis, T.E.S.L., 1890, p. 570. Lectotype, female, Sikkim, MÖLLER,
1889. B.M. The type bears a label in SNELLEN’s hand.
Eusabena setinialis, T.v.E., vol. 43, p. 272 (1900). Lectotype, male, Borneo, Poe-
lau, Silau, June 1894, BUTTIKOFER, “orig. d. afb.” Leiden Mus.
Filodes sexpunctalis, T.E.S.L., 1890, p. 603. Lectotype, male, Sikkim. MÖLLER,
1889. B.M.
Siriocauta simialalis, Midd.-Sum., p. 73 (1882). Lectotype, male, Celebes, Makas-
sar. Leiden Mus.
Hydrocampa simplalis, T.E.S.L., 1890, p. 638. Holotype, female, Sikkim, ATKIN-
son. B.M.
Calamochrous simplicialis, T.v.E., vol. 42, p. 64 (1899). Lectotype, female, Java,
Buitenzorg. Leiden Mus.
Oligostigma simplicialis, T.v.E., vol. 19, p. 201 (1876). Holotype, male, Java,
Buitenzorg. Leiden Mus.
Botys snellemanni, Midd.-Sum., p. 61 (1882). Holotype, male, Sumatra, {Silago],
SNELLEMAN. Leiden Mus.
E. Munroe cs: Snellen’s Types of Pyralidae 85
Endotricha sondaicalis, T.v.E., vol. 23, p. 200 (1880). Lectotype, female, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Hoplisa soricalis, T.v.E., vol. 42, p. 69 (1889). Lectotype, male, W. Java, Bui-
tenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus.
Glyphodes spectandalis, T.v.E., vol. 38, p. 138 (1895). Lectotype, male, Java,
Tegal, LUCASSEN. Leiden Mus.
Diasemia spilonotalis, Midd.-Sum., p. 73 (1882). Lectotype, female, Celebes,
Makassar. Leiden Mus. This is the only syntype surviving in Leiden.
Margarodes spurcalis, T.v.E., vol. 18, p. 224 (1875). Holotype, male, Colombia,
Yondo, Rio Magdalena, Jan. 22, 1871, v. NOLCKEN. Genitalia preparation
no. 1732, made by DIAKONOFF. Leiden Mus.
Eurrbyparodes stibialis, T.v.E., vol. 23, p. 216 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Genitalia preparation no. 1742, made by DIAKONOFF. Leiden
Mus.
Myelois stibiella, T.v.E., vol. 15, p. 104 (1872). Lectotype, male, Afrika, Angola,
VAN WOERDEN. Leiden Mus.
Nymphicula stipalis, Midd.-Sum., p. 78 (1882). Lectotype, South Celebes, Maros.
Leiden Mus.
Spilomela strabonalis, T.v.E., vol. 23, p. 236 (1880). Lectotype, male, Java, 1878.
Leiden Mus.
Ematheudes straminella, T.v.E., vol. 15, p. 107 (1872). Holotype, male, Neder-
Guinea, Type lost.
Heterocnephes strangulalis, T.v.E., vol. 23, p. 224 (1880). Lectotype, male, Cele-
bes, Maros. Leiden Mus. The lectotype lacks the abdomen, but is the only
surviving syntype.
Diatraea striatalis, Medd. Proefst. Kagok, p. 98 (1890). Lectotype, male, Java,
Tegal, LUCASSEN, selected by KAPUR, T.R.E.S.L.,, vol. 101, p. 413 (1950).
Leiden Mus.
Filodes striolalis, T.E.S.L., 1890, p. 604, Holotype, male, Sikkim, MOLLER, 1886.
Cited as female in the original description. Leiden Mus.
Endotricha suavalis, T.v.E., vol. 38, p. 113 (1895). Holotype, male, “Java occ.,
Preanger, 15—1800 m., orig. d. afbeelding.” Leiden Mus. SNELLEN gave
only “Java, FRUHSTORFER” as data, but this is the only specimen that can
be the holotype.
Nacoleia subargentalis, T.E.S.L., 1890, p. 579. Lectotype, female, Sikkim, 1887,
MÖLLER. Leiden Mus. No syntypes could be found in London.
Botys subcrocealis, T.v.E., vol. 23, p. 208 (1880). Holotype, male, Celebes, Ban-
timoeroeng. Leiden Mus.
Deanolis sublimbalis, T.v.E., vol. 42, p. 71 (1899). Lectotype, male, Celebes
(Makassar). Leiden Mus.
86 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Toccolosida subolivalis, T.v.E., vol. 41, p. 173 (1898). Holotype, male, Sumatra,
Padang, PIAGET, “orig. der afb.” Leiden Mus.
Asopia subregalis, T.v.E., vol. 38, p. 111 (1895). Lectotype, female, Java occ.,
Preanger, 1888, FRUHSTORFER. Leiden Mus.
Stenia tenellalis, T.v.E., vol. 38, p. 148 (1895). Lectotype, male, W. Java, Bui-
tenzorg, OUDEMANS. Leiden Mus.
Decelia terrosalis, T.v.E., vol. 23, p. 232 (1880). Holotype, male, Celebes, Ta-
kalar. Leiden Mus.
Patissa tortualis, T.v.E., vol. 36, p. 58 (1893). Lectotype, male, Java, Tegal,
Simpar, 3000 feet, LUCASSEN. Leiden Mus.
Botys tridentalis, T.v.E., vol. 15, p. 89 (1872). Lectotype, female, Africa, Banana,
v. WoERDEN. Leiden Mus. The lectotype lacks the abdomen; the male
syntype is lost.
Aediodes trimaculalis, T.v.E., vol. 23, p. 232 (1880). Holotype, female, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Botys triphaenalis, T.v.E., vol. 43, p. 267 (1900). Lectotype, male, Chile, Quil-
lota, 1887, PAULSON. Leiden Mus.
Cataclysta tripunctalis, T.v.E., vol. 15, p. 98 (1872). Lectotype, male, Africa,
Banana, VAN WOERDEN. Leiden Mus.
Oligostigma tripunctalis, T.v.E., vol. 19, p. 205 (1876). Lectotype, male, E. Java,
Malang, HILLEBRAND. Leiden Mus.
Sameodes trithyralis, T.v.E., vol. 23, p. 218 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Makassar. Leiden Mus.
Margaronia tritonalis, T.v.E., vol. 38, p. 131 (1895). Lectotype, female, Africa,
Lagoa B., RAGONOT. Leiden Mus.
Crambus troglodytellus, T.v.E., vol. 15, p. 103 (1872). Lectotype, male, Africa,
Neder-Guinea, VAN WOERDEN. Leiden Mus.
Parapoynx unguicalis, Midd.-Sum., p. 77 (1882). Lectotype, male, Sumatra, Silago.
Leiden Mus. SNELLEN also had a female from Java.
Leucinodes unilinealis, T.v.E., vol. 42, p. 94 (1899). Holotype, female, Java,
Batavia, PIEPERS. Leiden Mus. SNELLEN erroneously listed the type as a
male.
Oligostigma unilinealis, T.v.E., vol. 19, p. 197 (1876). Holotype, female, Java,
Ambarawa, LUDEKING. Leiden Mus.
Endotricha ustalis, T.v.E., vol. 23, p. 201 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Saleyer. Leiden Mus.
Botys vagalis, T.v.E., vol. 43, p. 268 (1900). Lectotype, male, Southeast Borneo,
Martapoera. Leiden Mus.
E. Munroe c.s.: Snellen’s Types of Pyralidae 87
Botys variegalis, T.v.E., vol. 18, p. 207 (1875). Holotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN, "no. 63”. Leiden Mus. The type lacks the ab-
domen.
Botys velatalis, Midd.-Sum., p. 63 (1882). Lectotype, male, Sumatra, SNELLEMAN.
Leiden Mus.
Lomotropa vellerialis, Notes Leyden Mus. vol. 13, p. 239 (1891). Holotype, male,
Obi Island, BERNSTEIN. Leiden Mus.
Blepharomastix vestalialts, T.v.E., vol. 18, p. 245 (1875). Lectotype, male,
Amer. mer., N. Granada, v. NOLCKEN, ’’no. 20”. Leiden Mus.
Cataclysta vestigialis, Midd.-Sum., p. 78 (1882). Lectotype, male, C. Java. Am-
barawa, LUDEKING. Leiden Mus.
Gonocausta ? vestigialis, T.E.S.L., 1890, p. 628. Lectotype, male, Sikkim, MOLLER.
Leiden Mus. The two syntypes returned to ELwES are lost.
Botys vicarialis, T.v.E., vol. 18, p. 194 (1875). Lectotype, male, Amer. mer., N.
Granada, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Pannucha vicinalis, T.E.S.L., 1890, p. 567. Lectotype, male, Sikkim, MOLLER,
1888. B.M.
Asopia subresectalis, T.E.S.L., 1890, p. 165. Holotype, male, Sikkim, MOLLER.
B.M.
Glyphodes substolalis, T.v.E., vol. 42, p. 73 (1899). Lectotype, male, Celebes.
Leiden Mus.
Euzophera subterebrella, T.v.E., vol. 23, p. 250 (1880). Syntypes, one male, one
female, Celebes, Makassar. Types lost. i
Dolichosticha subvenilialis, T.v.E., vol. 38, p. 124 (1895). Of the two syntypes,
the one from Tegal is lost; the other, from W. Java, Pengalengan, 4000 ft,
FRUHSTORFER, was in the HERING coll., Stettin, and presumably went to
the Pommersches Museum.
Prenesta sunialis, T.v.E., vol. 18, p. 221 (1875). Holotype, male, Amer. mer.,
N. Granada, v. NOLCKEN [Jan. 18, 1871]. Leiden Mus.
Pseudochoreutes sythoffi, T.v.E., vol. 41, p. 175 (1898). Lectotype, female, Java,
Preanger. Leiden Mus. This is the only specimen remaining from this
locality.
Entephria tabidialis, T.v.E., vol. 42, p. 86 (1899). Lectotype, male, C. Java,
Tegal, Kemanglen, “orig. d. afb.” Genitalia preparation no. 1743, made
by DIAKONOFF. Leiden Mus.
Botys taenialis, T.v.E., vol. 23, p. 209 (1880). Holotype, female, Celebes, Ba-
langnipa. Leiden Mus. SNELLEN gives the sex wrongly.
88 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Botys tardalis, T.v.E., vol. 23, p. 210 (1880). Lectotype, male, Celebes, Takalar.
Leiden Mus.
Ceratoclasis tenebralis, T.v.E., vol. 18, p. 246 (1875). Lectotype, male, Amer.
mer., N. Granada, La Dorada, Jan. 24, 1871, v. NOLCKEN. Leiden Mus.
Heterocnephes vicinalis, Midd.-Sum., p. 70 (1882). Holotype, male (marked
female), Sumatra, Datar. Leiden Mus.
Glyphodes westermanni, T.v.E., vol. 20, p. 77 (1877). Lectotype, male, Sumatra,
Atchin, KORNDORFFER. Leiden Mus.
Decticogaster zonulalis, T.v.E., vol. 23, p. 231 (1880). Lectotype, male, Celebes,
Balangnipa. Leiden Mus.
A REVISION OF SOME TYPES OF JURASSIC INSECTS
IN THE TEYLER MUSEUM, HAARLEM
BY
C. O. VAN REGTEREN ALTENA
Teyler Museum, Haarlem
Silpha tenuielythris was described by WEYENBERGH (1869, p. 280, pl. 37 fig.
48) from five specimens bearing the catalogue numbers 6402, 6408, 6473, 6519,
and 6522. Catalogue no. 6473, which was renumbered no. 15457 by WINKLER
(1896, p. 314), is the specimen figured by WEYENBERGH; it is hereby selected
as lectotype of WEYENBERGH's species. Catalogue no. 6519 was considered a
Mesoblattina sp. by MEUNIER and listed as such by WINKLER (1896, p. 306)
under the new number 15332. On re-examination all five syntypes of Szlpha
tenuielythris proved to be blattids, which present no characters prohibiting us to
consider them ill preserved specimens of Lithoblatta lithophila (Germar, 1839).
HANDLIRSCH (1906, p. 639) put WEYENBERGH's species in the Corixidae and
erected the genus Mesocorixa for it. Mesocorixa tenuielythris would be charac-
terized by the presence of cilia along the margin of the abdomen, and by a trans-
versely striated proboscis. None of the five syntypes, however, show these
characters. Probably HANDLIRSCH based his description of Mesocorixa tenuielythris
on catalogue no. 6402, in which the ends of the wing nervules might be mistaken
for cilia and the crowded nervules along the anterior side of the anal area of the
forewing for striae on a proboscis, since these nervules show along the anterior
margin of the prothorax when the wing is not stretched (cf. figs. 1, 2). This
specimen is the best preserved of the series, showing several structural details
which are typically blattoid. It strikingly resembles another specimen in our
collection, catalogue no. 6415, recorded as a problematicum and most miserably
figured by WEYENBERGH (1874, pp. 86, 106, pl. 3 fig. 16).
The type of Apiaria veterana Weyenbergh (1869, p. 260, pl. 34 fig. 8) was
catalogue no. 6480 and has been renumbered 15305; the type of Bombus conser-
vatus Weyenbergh (1869, p. 259, pl. 34 fig. 7) originally bore the catalogue
number 6460 and has been renumbered 15324. I fully agree with MEUNIER
(1859b, p. CCXXIIT) that they are both most probably specimens of Lithoblatta
lithophila (Germar, 1839).
Catalogue no. 15357/15358 was figured by MEUNIER (1897, pl. 9 fig. 14)
under the name Mesoblattina lithophila Germar, and HANDLIRSCH (1906, p. 530)
referred to MEUNIER’s figure in his synonymy of Lithoblatta lithophila. The spec-
imen seems to be a blattid indeed, but it can not belong to GERMAR's species
because of its large dimensions: the wing length is 22 mm. Owing to bad
preservation the specimen shows hardly any structural details. Therefore better
89
90 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
material should be awaited before describing this apparently new species.
Phaneroptera striata Weyenbergh (1869, p. 275, pl. 36 fig. 28) was based
on one specimen, catalogue no. 6582. HANDLIRSCH (1907, p. 645) writes: "Es
kann sein, dass dieses Fossil wirklich ein Stück eines Orthopterenfliigels ist”. I am,
on the contrary, convinced that this fossil does not belong to the Insecta at all,
but is most probably a fragmental cast of a specimen of Pinna (Mollusca, Bival-
via). The shape of this cast (fig. 3) reminds one of the forewing of a grass-
hopper. It bears about eight slightly diverging longitudinal ridges which WEYEN-
BERGH must have mistaken for wing nerves. There is hardly any tranverse
sculpture. The specimen is too scanty for us to settle its specific identity. Fort-
unately the name Pinna striata (Weyenbergh) is preoccupied by Pinna striata
Defrance, 1826.
Pycnophlebia minor Handlirsch (1906, p. 520) was based on two figures pub-
lished by MEUNIER. These figures, therefore, represent the two syntypes of the
species, of which one is catalogue no. 15407/15408 in the Teyler Museum, while
the other belongs to the Munich Museum. The wing length of the specimen in
the Teyler Museum is 58 mm, that is 12 mm less than the measurement given
by HANDLIRSCH for this species, and confirmed by CARPENTER (1932, p. 118).
According to kind information received from Professor Dr. J. SCHRODER it has
already for years been impossible to find the Munich specimen. Thus it is for
the moment impossible to learn if the dimensions of the second syntype agree with
HANDLIRSCH’s diagnosis.
Opsis bavarica is a Coleopteron described by HANDLIRSCH (1906, p. 544, pl.
45 fig. 12) after figures published by MEUNIER (1897, pl. 9 fig. 17, pl. 10
fig. 18): The type 1s catalogue no. 15416 (= 13133)/ 15417 (= 13134)" As
HANDLIRSCH already feared, MEUNIER’s figures show the insect enlarged; the
total length is 19 mm, and that of the elytra 14 mm. This beetle has three ridges
on each elytron.
Cetonia (?) defossa was described by WEYENBERGH (1869, p. 282, pl. 37 fig.
52) after three specimens. Two of these are the catalogue nos. 6368 and 6429,
but I have been unable to trace the third syntype. Catalogue no. 6368 is the
specimen figured by WEYENBERGH; it has been refigured by MEUNIER (1897, pl.
10 fig. 19) as catalogue no. 15361, and is hereby selected as the lectotype of
WEYENBERGH's species.
HANDLIRSCH (1906, p. 546) thinks it probable that Cetonia (?) defossa is a
synonym of Ditomoptera dubia Germar, 1839. In the lectotype the sculpture of
the right elytron is preserved in a small area. It consists of longitudinal rows of
close-set, somewhat hexagonal points of about 1/3 mm diameter. From the
published figures of Ditomoptera dubia it does not appear that the elytra have such
a sculpture, but HANDLIRSCH states that the species has ’’punktstreifigen Flügel-
decken”.
Procalosoma giardi Meunier (1895a, p. 206, 2 figs.) was based on catalogue
nos. 13177/13178, renumbered 15299/15300 by WINKLER (1896, p. 312).
HANDLIRSCH (1906, p. 548) apparently took the measurements of this species
from MEUNIER’s figures, which are reduced, although MEUNIER states that they
are natural size. In fact the total length is 32 mm and the elytra are 19.5 mm
long.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958. PLAAT 2
ENEN
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Fig. 1. Lithoblatta lithophila (Germar), after Deichmüller, 1886. Fig. 2. Silpha tenuielythris
Weyenbergh, syntype, catalogue no. 6402. Scale: millimeters. B. F. M. Collet phot. Fig. 3.
Phaneroptera striata Weyenbergh, type, catalogue no. 6582. Scale: millimeters. B. F. M.
Collet phot.
C. O. VAN REGTEREN ALTENA: Types of Jurassic Insects in the Teyler Museum
C. O. VAN REGTEREN ALTENA: Types of Jurassic Insects in the Teyler Museum 91
A second specimen, catalogue no. 15350, was figured about natural size by
MEUNIER in 1897 (pl. 11 fig. 22). On this specimen HANDLIRSCH (1906, p. 548)
based his Procalosoma major, supposed to be larger than MEUNIER’s species. As
this is not the case, major is a synonym of giardı.
There are two syntypes, catalogue nos. 6509 and 6461 of Cassida aequivoca
Weyenbergh (1869, p. 287, pl. 36 fig. 39). No. 6509 was figured by WEYEN-
BERGH and is hereby selected as lectotype of the species. HANDLIRSCH (1906, p.
550) suggests that WEYENBERGH's species might be a synonym of Scaphidiopsis
hageni (Weyenbergh), and I see no reason for keeping it separate. The second
syntype of aeguivoca, however, catalogue no. 6461, belongs to a larger species. Its
elytra measure 12 mm, whereas they are 8.5 mm in catalogue no. 6454/15330,
the monotype of Scaphidiopsis hageni (Weyenbergh, 1869), and in the lectotype
of Cassida aequivoca.
Hister relictus Weyenbergh (1869, p. 281, pl. 37, fig. 50), based on catalogue
nos. 6589/6590, was tentatively classed in his genus Psewdotenebrio by HAND-
LIRSCH (1906, p. 550). The specimen clearly shows about nine longitudinal
grooves in each elytron. As the measurements also agree, I think Hister relictus
may be a synonym of Microcoleopteron decipiens (Germar, 1842). WEYENBERGH
had earlier (1874, p. 101) referred the catalogue numbers 6482 and 6583 to
GERMAR's species. Catalogue no. 15279, listed as ’’Coléoptère sp. Meunier” by
WINKLER (1896, p. 313), probably is a fourth specimen of the same species.
REFERENCES
CARPENTER, F. M., 1932, "Jurassic insects from Solenhofen in the Carnegie Museum and
the Museum of Comparative Zoology’. Ann. Carnegie Mus., vol. 21, p. 97—129,
11 figs.
HANDLIRSCH, A., 1906—1908, "Die fossilen Insekten”. Leipzig.
MEUNIER, F., 1895a, "Note sur les Carabidae des schistes de Schernfeld”. Bull. Soc. Zool.
France, vol. 20, p. 206—208, figs.
MEUNIER, F., 1895b, ’’Note sur des empreintes d’Insectes des schistes de Solenhofen”. Bull.
Soc. Entom. France 1895, p. CCXXIII—CCXXIV.
MEUNIER, F., 1897, “Revue critique de quelques insectes fossiles du Museé Teyler”. Arch.
Mus. Teyler, ser. 2, vol. 5, p. 217—239, pl. 1-11.
WEYENBERGH, H., 1869, "Sur les insectes fossiles du calcaire lithographique de la Bavière,
qui se trouvent au Museé Teyler”. Arch. Mus. Teyler, ser. 1, vol. 2, p. 247—294, .
pl. 34—37.
WEYENBERGH, H., 1874, "Varia zoologica et palaeontologica. 5° Insectes fossiles”. Period.
Zool. (Soc. Entom. Argent.), vol. 1, p. 81—107, 111, pl. III.
WINKLER, T. C., 1896, "Catalogue systématique de la collection paléontologique. Cinquième
supplément”. Arch. Mus. Teyler, ser. 2, vol. 5, p. 279—314.
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ON SOME INDONESIAN COSSONINAE
(COLEOPTERA, CURCULIONIDAE)
BY
SIR GUY A. K. MARSHALL
London, England
In a small collection of Indonesian Cossonine weevils kindly submitted to me
by Dr. L. G. E. KALSHOVEN there proved to be five new species, which are
described below, and for two of these it has been found necessary to propose
new genera. The types will be deposited in the British Museum (Natural History)
in accordance with the kind permission of Dr. KALSHOVEN.
Tetraspartus kalshoveni spec. nov.
Derm black, with a fine close grey indumentum throughout, which is however
easily abraded.
Head subconical, with coarse close punctures, the interspaces being much
narrower than the punctures; the frons transversely convex, very nearly as broad as
the base of the rostrum; the eyes widely separated beneath. Rostrum stout, about
two thirds of the length of the pronotum, the lateral margins with a small obtuse
angular projection from the apex of the lower margin of the scrobes, making the
sides of the rostrum shallowly bisinuate; the dorsum rather more closely and
rugosely punctate than the head, except the apical margin which is bare, shiny and
impunctate. Antennae short and stout, red-brown; the scape 1.5 times as long as
the funicle, rather strongly curved, rapidly widening from the base to beyond the
middle and subparallel from there to the apex; the 4-jointed funicie with joint 1
longer than 2, and 3 and 4 transverse; the club with joint 1 very large, ovate and
transversely truncate at the apex, with a small tuft of white setae projecting.
Prothorax a little longer than broad, the sides rounded behind the middle, widest
at one-fifth from the base, and from there narrowing rather rapidly (with the
sides straight) to the shallow subapical constriction, which extends sinuately
across the disk; the dorsum rather evenly set with large close round punctures,
with a variable abbreviated smooth median stripe; the apical margin bare, shiny,
with small sparse punctures and broadest in the middle. E/ytra subcylindrical, not
wider than the prothorax, subtruncate at the base, the margin being shallowly
sinuous, jointly and broadly rounded at the apex; the broad deep sulci with large
close oval punctures, which shallowly excise the smooth subcostate intervals that are
all of the same height, except that at the apex interval 7 is raised into a high
carina that appears as if it were the real lateral margin.
Length 3.0—3.6 mm.
N. Sumatra: 6 specimens in samples of damaged timber of Pinus merkusti,
1924 (L. G. E. KALSHOVEN).
94 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
The only species of Tetraspartus known previously, namely 7. bagoides, was
described by PASCOE (1885, Ann. Mus. Civ. Genova, vol. 22, p. 309) from a
single specimen from Java. Two examples of it were taken by Dr. KALSHOVEN
in company with the foregoing new species, from which it differs as follows:
The antennal scape is straighter, narrower and longer, being about twice as long as
the funicle; the prothorax is widest near the middle and the subapical constriction
is very much deeper, the dorsal punctures being rather smaller and closer; the
elytra are less cylindrical, being widest in front of the middle and narrowed from
there to the apex, the sulci are shallower and the intervals flatter, and the raised
subapical carina is on interval 5 and not on 7.
Stenotrupis javanus spec. nov.
6:9. Derm uniform red-brown, bare of scales or setae, except for some ex-
tremely small sparse recumbent setae on the posterior declivity of the elytra.
Head of the & deeply constricted at the base, but the constriction not conti-
nuous across the upper surface; the part of the head beyond the constriction about
as long as broad, subquadrate, feebly rounded laterally, the eyes projecting only
very slightly beyond the temples, the distance between the eye and the con-
striction a little more than twice the length of an eye, the dorsum with strong
separated punctures; head of the 9 smaller, much more narrowed in front, the
punctures a little finer and closer. Rostrum of the 4 comparatively short and
stout, slightly longer than the head, gradually narrowing from the base to the
antennae and then more widened to the apex, the punctures on the dorsum rather
smaller and denser than those on the head; rostrum of the 9 longer and much
narrower, with a small projection above the antennae, curved, the basal part
punctured much like the head, the anterior part more finely punctate. Prothorax
subconical, longer than broad (9 : 7) gently rounded laterally, widest not far from
the base, gradually narrowing in front, with a shallow apical constriction that is
continued across the disk; the dorsum quite flat or even very slightly concave,
with rather strong separated punctures, larger than those of the head. Elytra very
elongate, as wide as the prothorax, parallel-sided nearly to the apex; the fine
shallow striae with small separated punctures that incise the intervals, the striae
becoming much broader and deeper at the apex; the intervals flat, finely rugulose,
with sparse minute recumbent setae on the declivity only. Legs with the tibiae not
mucronate.
Length 3.0—3.5 mm.
W. Java: Tjibodas, 1400 m, 2 ¢, 3 2, VIII.1923, in dying stalks of
‘’tepus’’ plants (Zingiberaceae), (L. G. E. KALSHOVEN).
Most nearly allied to S. crassifrons Woll. from Makian, which differs in having
a much longer oval head and longer rostrum; the pronotum is less flattened, with
denser punctures; and the elytra have sparse erect pale setae on the declivity.
Oediprosopus gen. nov.
The species upon which this genus is based belongs to the complex represented
by Oxydema Woll. and Conarthrus Woll. From these it differs by its enlarged
head, with the frons much wider than the base of the rostrum (narrower in O.
and C.) and the extremely narrow intercoxal process of the prosternum. The
Sir Guy A. K. MARSHALL: Some Indonesian Cossoninae 95
lateral carinulation of the pronotum has not been observed in any other species of
this group, but the character might well prove to be specific rather than generic.
The fourth tarsal joint is narrow and parallel-sided, but as Dr. E. C. ZIMMERMAN
has pointed out (1956, Entomologist, vol. 89, p. 56), this structure does not af-
ford reliable generic distinctions in the Conarthrus group; and the third joint is
not wider than the second. The funicle is 7-jointed.
Genotype: Oediprosopus strigicollis spec. nov.
Oediprosopus strigicollis spec. nov. (Fig. 1)
& 2. Derm black, rather shiny, entirely bare.
Head unusually large, subquadrate, about as long as broad, parallel-sided from
the base to the eyes, which are round and project somewhat beyond the temples;
behind the middle a broad shallow transverse depression, the basal part finely and
very sparsely punctate, the punctures on the anterior part much larger but separated
by their own diameters or more; the frons very convex transversely and wider than
the base of the rostrum, with a median fovea lying in a short broad shallow
longitudinal depression. Rostrum of the & a little longer
than the head, narrowing from the base to the middle
and widening more to the apex, with rather close strong
punctures, and on the basal half a broad shallow sulcus
which joins that on the frons; rostrum of the @ stout, a
little shorter, widening very slightly from base to apex.
Prothorax much longer than broad, widest near the base
and very gradually narrowing with a slight curve to the
subapical constriction that continues deeply across the
disk, truncate at the base; the dorsum with rather dense
punctures down the middle enclosing an irregular im-
punctate stripe on the anterior half, while on the lateral
areas the punctures unite longitudinally to form irregular
striolae or sinuous carinulae. E/ytra elongate, subcylindri-
cal, very gradually narrowing behind the middle and
rather broadly rounded at the apex; the striae becoming
much deeper on the declivity, the intervals not, or slight-
ly, broader than the striae, convex, with a row of remote
minute punctures, interval 9 raised into a short broad
costa at the apex. Legs smooth, finely and very sparsely
punctate; the posterior pairs of tibiae widening from base
to apex, the front pair sinuate beneath and with a fringe
Fig. 1. Oediprosopus of erect setae.
strigicollis spec. nov. & Length 4.5—5.5 mm.
\WEgiS uma tina Eon des Kock, 3.905, OO 24E:
JACOBSON, type); N. Sumatra, 2 3, 2 9,1924, in samples of damaged timber
of Pinus merkusii (L. G. E. KALSHOVEN).
Pseudocossonus acer spec. nov.
3. Derm piceous to black, bare above and below.
Head constricted laterally about half-way between the eye and the prothorax,
96 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
but the constriction not continued across the dorsum, which bears rather large
sparse punctures, the eyes flat. Rostrum of the 4 about twice as long as its apical
width, gently curved, widened from the antennae to the apex and sinuate laterally
between the antennae and the base, with a very slight widening at the insertion of
the antennae; the dorsum rather strongly punctate throughout, the punctures being
a little smaller and closer than those on the head. Prothorax as long as broad,
rounded laterally, widest not far from the base, rather rapidly narrowing in front
to the deep subapical constriction, which is continued deeply across the disk and
is there strongly punctate, subtruncate at the base, with the basal angles rounded;
the dorsum somewhat flattened, rather strongly and closely punctate, the inter-
spaces being mostly narrower than the punctures, with an abbreviated smooth
median line; the pleurae much more closely and rugosely punctate than the disk.
Scutellum round, impunctate. Elytra elongate, very slightly wider at the shoulders
than the prothorax and parallel-sided from there to far behind the middle,
separately rounded at the apex; rather deeply punctate-striate, the striae becoming
much deeper and broader on the steep declivity, the intervals on the disk slightly
flattened and a little wider than the striae, with a single row of minute punctures;
the dorsum flattened on the disk only on the basal fourth. Legs piceous, the
dorsal edge of the front tibiae straight.
Java: Tjibodas, 3 4, VIII.1923, in dying stalks of “tepus’’ plants (Zingibera-
ceae) (L. G. E. KALSHOVEN).
In my key to the species of this genus (1954, Ent. Mo. Mag., vol. 40, p. 232)
this weevil runs down to planatus Mshl., from Formosa, which differs in having
the elytra more flattened, with the posterior declivity less abrupt and the striae
much shallower there; the prothorax is longer, with very much smaller punctures,
and the subapical constriction is very shallow.
Syncoxus gen. nov.
The species upon which this genus is based belongs to what may be called
WOLLASTON’s ’’stereo” complex (1873): Stereoboxus, Stereotribus, Stereotrogus,
Stereoderus, and Stereomimetes, to which may be added Faust’s Stereonotus
(1899). Stereotrogus was suggested by WOLLASTON as a subgenus of his Stereo-
tribus to include two species from Ceylon, but has been omitted from the Catalogus
Coleopterorum.
The most striking characteristic of this new genus is the extreme proximity or
even contiguity of the hind coxae in the middle line (fig. 3) and the consequent
sharp angle formed by the intercoxal process of the venter; structures unknown to
me elsewhere in the Cossoninae.
Head very broad, subquadrate, the frons as broad as the base of the rostrum,
the eyes nearly flat. Rostrum transverse, abruptly narrowed towards the base, the
apical margin transversely excised in the middle, exposing a labrum. Antennae
with the funicle 7-jointed, the club fusiform, solid. Prothorax distinctly bisinuate
at the base. E/ytra subcylindrical, not wider than the prothorax. Legs with the
tibiae widening from base to apex, the front pair with a large sharp tooth beneath
the middle.
Genotype: Syncoxus rudis spec. nov.
The genus can be distinguished from its allies by the following key: —
2)
AG)
3 (10)
2 (7)
5 (6)
5 (©)
7 (A)
8 (9).
9 (8).
To)
Sir Guy A. K. MARSHALL: Some Indonesian Cossoninae 97
. Funicle with six joints; ventrite 2 as long as 3 + 4; metepisterna ex-
tremely narrow (New Guinea). . . . . Sfereonotus Fst. (1899).
. Funicle with seven joints; ventrite 2 twice (or very nearly twice) as
long as 3 + 4; metepisterna broad to very broad.
. Intercoxal process of venter rounded or subtruncate, the hind coxae
distinctly separated; mesepisternum narrower or not broader near its
base than the mesosternal process.
. Prothorax truncate at the base.
. Rostrum much broader than long, the labrum exposed; head very broad,
the frons as broad as the base of the rostrum (Indonesia) .
. Stereoderus Woll. (1873).
Pegi lange han ord, the labrum aio) head much narrower,
the frons narrower than the base of the rostrum, which is two-thirds
the width of its apex (Australia) . . Stereomimetes Woll. (1873)
Base of the prothorax bisinuate (Indonesia).
Apical en of the rostrum without foveae, the labrum exposed .
Stereoborus Woll. (1873).
Apel margin at the rostrum en a transverse row of three deep fo-
veae, the labrum invisible. . . . . . Stereotribus Woll. (1873).
Intercoxal process of the venter sharply pointed so that the hind coxae
are very close one to another or actually contiguous; mesepisternum
very broad, broader than the narrowest part of the mesosternal process;
rostrum with the labrum exposed (Java) . . . Syncoxus gen. nov.
It must be noted that Stereotribus fissifrons Woll. (1873), from Celebes, has an
exposed labrum and must therefore be transferred to the genus Stereoborus.
Fig. 2. Syncoxus rudis
Specs nov 4.
Syncoxus rudis sp. n. (Figs. 2, 3)
& 9. Derm black, shiny, entirely bare.
Head a little shorter than its basal width, the temples
slightly rounded, the eyes not very prominent, gently
rounded, the punctures fine and distant on the vertex,
closer and rather larger on the frons; a large indefinite
shallow median depression on the frons and a deep fovea
at its middle. Rostrum very transverse, rapidly widening
beyond the antennae, especially in the &, and more or
less asymmetrical, one side having the apical angle
rather more produced and sharper than the other (either
right or left), the epistome with its apex emarginate; the
dorsum closely and finely punctate, with a low elevation
in the middle of the base which is divided by a narrow
median sulcus that sometimes disappears before reaching
the apex. Prothorax broader than long (10 : 11), widest
close to the base (the basal angles rounded) and gra-
dually narrowing in front, with the sides almost straight
until the shallow apical constriction, which is however
continued deeply across the disk, the basal margin
distinctly bisinuate; the dorsum with rather strong close
98 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
punctures, but varying somewhat in size and very evenly distributed, with a very
variable narrow smooth median line. Elytra subcylindrical, not wider than the
prothorax, broadly rounded at the apex; the broad striae
deepest at the base, becoming broader and shallower on the
disk, and still shallower on the declivity which is some-
what flattened transversely, the contained punctures un-
usually large on the disk, but very small at the base, and
small and flattened out on the declivity; the intervals sub-
costate and not wider than the punctures on the basal half,
flattened and wider than the punctures on the declivity;
the septa between the punctures sometimes tending to join
up laterally and forming coarse wrinkles across the disk.
Legs with the femora broad dorsoventrally with sparse
punctures; the tibiae with a long uncus, the front pair with
a large sharp triangular tooth in the middle of the under-
side.
Fig. 3. Syncoxus ru- LIO to char:
ao A Naver Band) ars MOST LO 3208 WIESE:
under side. KALSHOVEN).
Ochronanus sumatrensis spec. NOV.
& 2. Derm uniform dull yellow, without scales or setae.
Head with small deep close punctures throughout, the anterior ones of the same
size as those on the base of the rostrum. Rostrum shorter than the pronotum
(7:10) in both sexes, stout, parallel-sided, slightly curved, directed downwards,
with dense small punctures throughout ( 4 ) or somewhat smaller and less numer-
ous (2). Prothorax longer than broad (6:5), gently rounded laterally, widest
behind the middle, curved inwards at the base, more narrowed in front, with a
very shallow subapical constriction; the dorsum with close small deep punctures
throughout, which become a little smaller and denser laterally. Elytra nearly twice
as long as broad (7 : 4), wider at the shoulders than at the base of the prothorax,
parallel-sided to beyond the middle; the striae impressed, with small deep round
punctures that do not incise the intervals, which are slightly broader than the striae
and bear the normal row of minute punctures, which are more numerous than
usual.
Length 2.0—2.5 mm.
N. Sumatra: 4 &, 1 9, in samples of damaged timber of Pinus merkusti,
1924 (L. G. E. KALSHOVEN).
This insect may be distinguished from the eight previously described species
by the following key. The species marked with an asterisk are known to me by
the descriptions only.
HELLER’s two species (1956, Nova Caledonia, Zool., vol. 2, p. 350, 351) were
omitted from the Catalogus Coleopterorum.
O. pallidus Lewis is here transferred from the genus Rhyncolus.
O. vinsoni Richard has recently been transferred by Dr. ZIMMERMAN (in press)
to this genus from Philipista Richard (1956).
N
N
16
(14).
(UO)
(10).
(9).
(6).
(5).
(8).
(I
(4).
(3).
(2).
(13).
(12).
(1).
(16).
(15).
Sir Guy A. K. MARSHALL : Some Indonesian Cossoninae 99
Key to the Species of Ochronanus Pasc.
Elytra without setae; prosternum without longitudinal carinae on its
anterior part.
The vertex of the head distinctly punctate.
Elytra distinctly wider at the base than the prothorax; the subapical
constriction of the prothorax evident dorsally.
Frons narrower than the base of the rostrum; prothorax widest at the
middle or at the base.
Prothorax widest at the middle, the apex nearly as wide at the base;
elytra with the B in the striae subquadrate (Java) . i
. pygmaeus Pasc.
Bolo: miles: at the hese, the zie: aan narrower; elytra with the
punctures round.
Punctures on the disk of the pronotum smaller, narrower or not wider
than the interspaces; elytra with the septa between the punctures in the
striae depressed below the intervals, so that the punctures appear more
or less confluent; the apical margin of the elytra not explanate (Japan)
pallidus Lewis.
unce on the pronotum as ses, wider than the interspaces;
elytra with the septa in the striae as high as the intervals, the punctures
distinctly separated; the apical ae of the elytra slightly explanate
(Reunion) ye wee) evmsonaeRichard:
Frons as wide as the Base of the rostrum; patrons widest behind the
middle but narrowed at the actual base (Java) . . . sundanus sp.n.
Elytra not or very slightly wider at the base than the prothorax; pro-
thorax not constricted at the apex (Samoa). . . . pumilus Mshl.
Vertex of the head impunctate.
Frons with very fine sparse punctures; the basal half of the rostrum
with rows of fine cane length 3 mm. (New Guinea) .
CRE ADEM RR GLI, *vicinus Fst.
Frons impunctate; rostrum vin ned omme length 4.2 mm.
(New Guinea) . . . de sn a RSE
Elytra with short gece setae; Breet nates with two longitudinal
carinae in front of the coxae.
Metasternum with a sharp ridge on each side between the middle and
hind coxae; the prosternal ridges extending from the front margin to
the coxae; rostrum with an impunctate median stripe (New Caledonia)
*metasternalis Hllr.
Men len gnd iden: Be steed ridges only on the
anterior fourth part; rostrum without an impunctate stripe (New Cale-
Cona) CE dee e Ne pancttcollisseille:
THE BIGAMIC GENERATIONS OF ANDRICUS
CORRUPTRIX SCHLECHTENDAL AND ANDRICUS
LIGNICOLUS HARTIG (HYMENOPTERA, CYNIPIDAE)
Part II
BY
W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN
Leersum
AND
Mesa]. E DEKHUIJZEN-MAASLAND
Renkum
INTRODUCTION
In the preceding article!) on this subject by the first author he reported that
the agamic corruptrix and lignicolus wasps oviposited in the buds of Quercus cer-
ris in the summer of 1954. Small pointed galls developed in the infected buds,
only the upper half projecting from the bud scales. This bud-gall was new and
was therefore described.
Owing to lack of material it was impossible to repeat the breeding experiments
in the summer of 1955. Therefore it remained an open question whether the
bigamic generation which developed in these new bud-galls belonged to corruptrix
or lignicolus. It might be that the bigamic generations of both wasps inhabited the
same bud-gall.
In the summer of 1956 we had ample material at our disposal. In the garden of
the former author at Leersum there is one single young tree of the Turkish oak.
In order to avoid the possibility that the two wasps would get mixed up we
decided that the experiments with the corruptrix wasps were to be held in Leersum
as the Zigricolus galls did not occur in this garden. The second author was to
experiment on the lignicolus wasps in Amsterdam. In the Hortus Botanicus
she had at her disposal one specimen of Quercus cerris and a few young specimens
of Quercus robur.
At Leersum in the spring of 1957 we found only the small pointed galls
developing from the infected buds. They contained the bigamic generation of
Andricus corruptrix.
Bud-galls were also found on the Turkish oak in Amsterdam.These, however,
were not pointed, but rounded and usually they were clustered together in the
bud. These galls contain the bigamic generation of Andricus lignicolus. This gall is
identical with the bud-gall described as early as 1870 by Gustav MAYR of An-
dricus circulans which contained the bigamic generation of Andricus kollari.
We bred these bigamic wasps from the two bud-galls further on Quercus robur.
At Leersum we had the gall of Andricus corruptrix and in Amsterdam that of
lignicolus.
The results of these experiments and the conclusions which may be drawn from
them will be described below.
1) Tijdschrift v. Entomologie, 1956, vol. 98, p. 251—256.
101
102 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
The photographs for the plate were made by Mr. J. Vuijk, in the Botanical
Laboratory of Amsterdam. We gladly offer our thanks for his interest and help.
THE WASPS
The wasps of the agamic generations of Andricus corruptrix, kollari and lig-
nicolus are fairly robust, glossy brown insects. The galls of these three species can
clearly be distinguished one from the other, but the same does not hold good for
the wasps, see RIEDEL (1910, p. 36). There is some difference in size, the cor-
ruptrix wasps are the smallest, the ko/lari wasps the biggest, but the difference
can only be discerned when a great number of insects are compared. They also
emerge at different times; lignicolus appears in the Netherlands in July, corruptrix
in August, while most kollari wasps come out in September.
The wasps of the bigamic generations of these three species are small and black.
The circulans wasp (the bigamic generation of Andricus kollari) has been
described by MAYR (1870, p. 31), and somewhat more detailed by DALLA TORRE
& KIEFFER (1910, p. 479). The bigamic corruptrix and lignicolus wasps bred by
us cannot be discerned morphologically from the circ4/ans wasps. The galls of the
bigamic wasps of kollari and lignicolus are identical; the gall of the bigamic
generation of corruptrix is different: a small pointed bud-gall, see the description.
Consequently it is superfluous to give the morphological descriptions of the
wasps of the two new bigamic generations as they would only be exactly the
same as the description of the circulans wasp. The wasps are about 2 mm long.
All the insects are winged.
We suggest calling the bigamic wasps belonging to Andricus corruptrix by the
name larshemi forma nova. Larshem is the name of Leersum in far-off days and
it is the place where the first specimens of this wasp were bred.
Further we suggest calling the bigamic wasps belonging to Andricus lignicolus
by the name vanheurni forma nova, after Mr. W. C. van HEURN at Wilp near
Deventer who has been so helpful all through the investigation.
The material of the wasps is kept in the Zoological Museum, Division of En-
tomology, in Amsterdam. The galls have been included in the gall herbarium of
the first author at Leersum; after his death they will be incorporated in the Rijks-
herbarium in Leiden.
THE LIFE-CYCLE OF Andricus corruptrix
The gall of the agamic generation has been known for quite a long time as
occurring in Southern Europe. It was found for the first time in the Netherlands
in 1954. The first article contains two pictures of this gall. As it is very difficult
to describe it, because its appearance is very variable, we thought best to add two
more photographs of this gall which can be found on plate 3 fig. 1 and 2. It
shows clearly that the small, obtuse appendages are often very short, while some-
times they are quite absent. The warty, dark spot is always present, but it is not
very clear in the pictures. Like the kollari gall the corruptrix gall does not develop
from the bud, but immediately beneath it. The bud remains small, it does not come
out, but between the gall and the twig it is flattened more or less, see plate 3 fig.
2, bottom left. The exit opening is situated on one side, somewhere in the middle,
See) plate 3a figs In
W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN : The bigamic generations of A. corr. and A. lignicolus 103
In 1954 the wasps emerged from the galls between August 5 and 10, in 1955
between August 6 and 12, while in 1956, which was a year with a wet and cold
summer, the wasps came forth between August 9 and 18. We may therefore
conclude that in the Netherlands the agamic corruptrix wasps leave their galls in
the first half of August. The young galls become visible early in August and are
full-grown in September. Some larvae stay a second winter and thus come out
after two years. It may be that some specimens stay even longer in the galls, but we
have not checked this.
In the garden of the former author there is a tree of Quercus cerris about 6 m
high. Six robust branches with many one year old twigs were sleeved and in each
bag 4 to 6 corruptrix wasps were let loose. After two weeks the bags were removed.
On March 20th a small one year old branch was chosen at random from the
sleeved branches, broken off and put into a jar in the window in a warm room.
After some days the not-infected buds came out and the tops of young leaves came
forth. On March 28th the twig bore the first gall of the bigamic generation. This
proved that the breeding experiment at any rate had developed according to plan.
It was the new bud-gall which has been described and reproduced in the
first article. In this one you will find two more pictures of this gall on plate 3
fig. 3 and 4, the galls being three times their natural size.
Owing to a printing error the first article contains a mistake as to the size of
the galls. The right size is: from 2 to 214 mm long and from 1 to 114 mm thick.
This gall is a real bud-gall, usually there is only one gall in each bud, occasionally
there are two. The basal half of the gall is hidden from view owing to the only
slightly receding bud-scales, while the distal part
of the gall projects outside the scales. The galls
end in a point, so that they are clearly discernible
from the galls of Andricus kollari forma circulans,
the tops of which are rounded. The wall is very
thin, its colour pale to greyish brown, the surface
is more or less velvety-glossy. Most specimens have
the same shade all over, with some the shade gets
darker towards the top, see plate 3 fig. 4. The
wasps gnaw a small, oval opening close below the
top.
In 1955 these galls appeared in the first week of
the month of May. The spring of 1957 was ex-
tremely mild and in that year the first gall was
observed outside on the sleeved branches as early
as April 12th. The not infected buds also began
to come out. Therefore the gall can be said to
come out at the same time as the budding leaves.
The gall has a very rapid growth. On the first day
the top of the gall can be seen between the re-
Pr ceding bud-scales. Next morning half of the gall
heurni nov. Amsterdam, Febru Projects from between those bud-scales and soon
ary 21 19571! after the wasp leaves its home, mostly between 8
Fig. 1. Young, cultivated galls
104 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
and 10 a.m. Some wasps stay inside the gall for one or more days before coming
out.
In his garden at Leersum the former author found the first gall on the sleeved
branches on April 12th and during the next days he constantly noticed more of
them, with 7 galls on April 17th. Altogether he collected 51 galls between April
12th and 29th; it may be that some galls escaped his notice.
The bigamic generation of corruptrix consists of dark, small wasps, which are
extremely lively and which can fly very well. These wasps were named forma
larshemi. While the wasps of the agamic generation are very quiet and immediately
begin to lay eggs as soon as they have found a suitable bud of the Turkish oak, the
bigamic wasps first have to copulate before they can proceed to deposit ova. When
a male and a female wasp together are put in a glass tube they begin to copulate
pretty soon. The copulation takes one minute or slightly shorter. The impregnated
females then look for buds of Quercus robur. And now comes the difficulty. When
the bigamic wasps come out the oak trees are budding. The trees are then found to
have twigs with scarcely extended buds and others with developing young leaves.
Therefore the wasps were sleeved on the twigs of three trees which in this respect
represented various stages of development. Two of the trees displayed the early
stages of developing leaves, the buds of the third one had only just begun to extend.
We put a great number — some 10 to 15 — of still closed galls in the bags
which were sleeved on the twigs of these trees. After two weeks the sleeves
were removed.
We did not find one single gall on the two trees of which the buds had already
come out. But we found several galls on the specimen of which the buds had only
just begun to extend. Two twigs turned out to have been infected, one bearing
4 galls, and one twig one gall of corruptrix. Thus the breeding experiment had
been successful and it had proved that the new gall of Owercus cerris contains the
bigamic generation of the corruptrix gall on Quercus robur.
Apart from Leersum this gall was also found on the Turkish oak near Wilp
and near Wageningen.
THE LIFE-CYCLE OF Andricus lignicolus
The gall of the agamic generation
has been known for quite a long time
as occurring in middle and southern
Europe. In the Netherlands it was
found for the first time in the neigh-
bourhood of Velp in 1942. Since then
the gall has been collected in Wilp,
Wageningen and Maastricht. Mr. VAN
HEURN told us that in his country-seat
at Wilp the galls are getting constantly
more numerous; even the smallest oak
shrubs are crowded with them. This will
Fig. 2. Full grown, cultivated galls of An- probably be due to the fact that the
dricus lignicolus f. vanheurni nov.; in the left È den ‘li h
gall a wasp is gnawing a hole in the wall. parasites and inquilines have not yet
Amsterdam, X 16. turned up or they are not yet very
W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN : The bigamic generations of A. corr. and A. lignicolus 105
numerous. The first author experienced something of the same sort on a small
scale in his garden at Leersum with the gall of Andricus kollari. In 1935 he
planted a small Turkish oak in his garden and the next year he dropped some
kollari galls at the foot of the tree. The year after that the gall was seen for
the first time in the garden and during the next years it got gradually more
numerous. The gall of the bigamic generation forma circulans was also found on
the Turkish oak. During the first few years the kollart galls were found to be
sound, undamaged and well developed, but gradually there also appeared smaller
galls of a more irregular shape, containing inquilines. The kollari gall is still found
in the garden at Leersum, but only in small numbers. Therefore it seems quite
likely that the /7gnicolus galls will go back in number in the course of years, when
inquilines and parasites make their appearance.
MAYR (1870, p. 16) mentions the /7gnicolus gall as being very common in the
neighbourhood of Vienna and also in Hungary. We do not know anything about
the occurence of the £ollari and lignicolus galls in these regions now.
In 1954 Mr. VAN HEURN sent us material of the /zgnicolus galls from Wilp.
The wasps appeared between July 6th and 18th. In 1956 Mr. VAN HEURN again
sent us quite a number of galls. They were kept in cylindrical glass jars, the
opening of which was shut off by means of netting. These jars were put outside
on the north-facing window of a house in Amsterdam where the second author
lived at the time. Between July 9th and 25th 22 wasps came out of those galls.
Thus the wasps of the agamic generation of lignicolus may be said to appear in
the month of July. The greatest num-
ber of wasps came forth on July 16th,
that is 5 specimens. The graph 1 in-
dicates on which days and in what
numbers the wasps came forth.
In the Hortus Botanicus in Am-
sterdam there is a specimen of Quer-
«cus cerris, about 3 m tall. The /ig-
RE nicolus wasps were sleeved in large
bags of netting round the branches of
this tree. The bags were fixed hori-
zontally and as the summer of 1956
was very rainy they were sheltered
against the rain by a transparent
plastic screen. Altogether 10 twigs
about 14 m in length of this cerris
tree were used in the experiment. Af-
ter a fortnight the bags were re-
moved.
The first galls of the bigamic
Fig. 3. Young, cultivated gall of Ardricus generation appeared on February 21st.
lignicolus, Amsterdam, June 22nd 1957, X They were found in the terminal
10. a = broken off petiole; b = ‘petiole; :
re eine and axillary buds of one year old
axillary bud. twigs. Most buds contained more than
106 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
one gall, some up to 6 specimens. The form of the gall is oblong, the
top is rounded, sometimes flattening towards the sides, when several galls are
clustered together in a bud. The galls are velvety and purplish brown, greenish
brown or yellowish brown and are quite similar to the circwlans galls which con-
tain the bigamic generation of Andricus kollari. Text figure 1 represents a cluster
of young galls. Figs. 7 and 8 of plate 3 represent two twigs with galls. Some
bud-scales have been removed in order to show the galls more completely; see also
text figure 2.
As has been stated before these galls resemble the circulans galls; they may be
just slightly smaller. MAYR (1870, p. 130) mentions a length of from 2 to 3 mm;
BEIJERINCK (1897, p. 36) gives the same length and states that they measure
11/4, mm across. MARSDEN-JONES gives as the greatest length 3 mm. The galls of
the bigamic generation of Andricus lignicolus are about 2 mm long and 115 mm
across.
According to Mayr the colour of the circulans galls is brownish yellow, dirty
red, brown or red. BEIJERINCK calls them yellow or yellowish white and MARSDEN-
Jones describes the colour of the galls as Warm Buff tinged with Eugenia Red.
The wasps leave the galls through a round, lateral opening below the top, see
plate 3 figs. 7 and 8. These wasps were called forma vanbeurni.
The first vanheurni wasps came out on March 19th. That is slightly earlier than
9 15 20 25
JULI 1956
Graph 1. The wasps of Andricus lignicolus emerging from the galls.
is stated about the circulans wasps. It may, however, have been due to the ex-
tremely warm spring of 1957, but it may just as well be a characteristic of the
vanheurni wasps. For the lignicolus wasps also appear much earlier, about one
month and a half, than the kollari wasps. MARSDEN-JONES states that the c7rcwlans
wasps come out in April, May and early June.
It was the female wasps that came out first; the male vanheurni wasps ap-
peared no earlier than March 23rd. The emergence of the wasps is charted in
graph 2. The continuous line represents the number of wasps appearing each day,
W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN : The bigamic generations of A. corr. and A. lignicolus 107
the dotted line the same data of the male insects only. The last wasp, a female
came out on April 17th.
Between March 19th and April 17th 67 9 and 33 4 wasps in all came out.
The wasps emerge from the galls early in the morning, almost all of them before
10 a.m. When a male and a female are put together in a glass jar they
begin to copulate immediately. This takes from 14 to 1 minute. MARSDEN-JONES
(1953, p. 219) writes that the circzlans wasps soon begin to copulate. This is in
contrast with BEIJERINCK's (1902, p. 17) statement that he did not see the wasps
copulate. Neither did BEIJERINCK observe the females depositing eggs in the buds
of Quercus robur. NIBLETT (1953—54, p. 143) and MARSDEN-JONES were more
successful; BEIJERINCK explains why his infection experiments were not successful
by the fact that the wasps are good flyers and that at first they must fly about for
some time before they begin to copulate. His opinion, however, is rectified by
what has been observed in the last few years.
For the breeding experiments of the vanheurni wasps we chose a tree of Quer-
cus robur about 2 m high and also 4 specimens three years old. The latter were
sleeved entirely. Of the former specimen 4 branches, about 1/, m long were used.
As the days on which the experiments were taken were extremely wet we put up
a shelter of transparent plastic.
The small vanheurni wasps were still alive after the course of 6 days, but for
the greater part they sat against the walls of the sleeves. Just as in case of the
larshemi galls wasps too will only then start to deposit their eggs when the
buds are in exactly the right stage of development. But although the greater part
of the sleeved wasps did not lay any eggs the result was still quite satisfactory.
On June 22th the 2 m high oak bore the first /2gnicolus galls. There were 8 galls
in all.
10
i N ! \ 1 \
ereen J ° \ DRE | oN Elf o NES .
19MAART 2 26 30 1APRIL 5 7 10 12 15 17
1957
Graph 2. The emergence of the wasps of Andricus lignicolus forma vanheurni nov. from
the galls. Continuous line: all wasps; dotted line: male wasps.
108 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
The young lignicolus galls are grey with dark brown areas, see text figure 3.
These discolourings are the remainders of the burst epidermis of the gall which
has only partly fallen off. In the end only irregular lines of the epidermis remain.
In this respect the /7gnicolus gall differs from the gall of Andricus kollari. The
latter drops the epidermis completely so that the surface is smooth. On maturity
the remainders of the epidermis give the /ignicolus gall a rough appearance and
an irregular surface, so that apart from its size it can be easily discerned from the
kollari gall. There are instances where the epidermis of the /zgnicolus gall also
disappears completely. In those cases it is the situation of the gall-chamber which
distinguishes one from the other, see the previous article.
BEIJERINCK (1882, p. 150) demonstrated that the kollari gall does not develop
from the bud, but by its side. It may be said that the same thing happens in case of
the /ignicolus gall. The bud is clasped between the gall and the twig. Figure 3
represents a very young gall many times its natural size. The explanation of the
letters will be found under the picture. The shape of the young gall is irregularly
round, the width is greater then the height. This gall was drawn on June 22th. On
July 19th, that is about a month later, the galls were full-grown and measured 7
to 10 mm across. The cultivated galls are represented on plate 3 figs. 5 and 6.
The galls remain attached to the twig all through the winter and the wasps come
forth in the month of July of the second year. A few wasps come forth still a
year later and it may be that others take even longer.
DISCUSSION
The bigamic generations of Andricus kollari and lignicolus develop in identical
bud-galls on Quercus cerris, the only difference being that the kollari galls are
slightly bigger and come out at a slightly later time.
Mayr (1870, p. 30) bred Andricus circulans on the Turkish oak from bud-
galls which he had collected in the surroundings of Vienna. The difficulty 1s,
however, that we do not know which wasp was described by Mayr. We cannot
be sure whether the circulans wasps described by him were bred from galls of the
bigamic generation of kollari, of lignicolus or a combination of these two. Besides
there is a chance that other gall-wasps cause galls on the common oak, the bigamic
generations of which live in such bud-galls on Quercus cerris. We are thinking of
Andricus conglomeratus, the galls of which are very similar to those of kollari
and /ignicolus. This should be verified by breeding experiments, but the possibility
exists. There are still other galls which resemble £o//ari galls, for instance tinctoria,
argentea and hungarica. From which of these wasps can the circulans wasp
described by Mayr form the bigamic generation ?
At the end of last century when BEIJERINCK discovered heteroecism with An-
dricus kollari, this kollari was the only one of the above mentioned species which
occurred in the Netherlands. Therefore the wasps of the bigamic generation as
bred by BEIJERINCK undoubtedly belonged to this gall-wasp. Consequently it seems
most simple to keep the name forma circulans for the bigamic generation of kol-
lari. We failed to find any material of the wasps bred by BEIJERINCK in the col-
lection bequeathed by him.
W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN: The bigamic generations of A. corr. and A. lignicolus 109
In the garden of the first author at Leersum ollari galls have been collected,
but no /ignicolus galls. Therefore the bud-galls on Quercus cerris could only
contain the wasps of forma circulans. Two of them, one © and one 4 were
raised and preserved in 1957.
Actually Andricus corruptrix, kollari and lignicolus can only be distinguished
from one another by the galls of the agamic generation; only the gall of forma
larshemi is different from those of circulans and vanheurni. In the case of gall-
wasps there are more examples of species which can only be distinguished mutual-
ly by their galls. Let us mention a few.
Trigonaspis megaptera forma renum and T. synaspis, both agamic generations
cause galls of very different shapes. The rerum galls are small, kidney-shaped
light coloured leaf-galls, which appear in the autumn. The syraspis galls are big,
round, and green with red lines or dots, while they appear early in the summer.
The two wasps are very similar, they are not winged, the syraspis wasp, however,
is slightly bigger than the renum wasp. Besides, the former species shows distinctly
bidentate tarsal claws, while the second species shows indistinctly bidentate ones.
The wasps of the bigamic generations megaptera and synaspis forma megapterop-
sis cannot be distinguished and neither can their galls which appear early in spring.
The galls of the agamic Cynips divisa and disticha can easily be told apart, but
this can hardly be said about the wasps. The wasps and the galls of the bigamic
generation are completely identical, see DOCTERS VAN LEEUWEN (1947, p. 271)
and NIBLETT (1948, p. 143). The difference of the two species lies again in the
different shapes of the galls caused by the wasps of the agamic generations.
Similar phenomena can be found in case of other gall-causers. Five species of
aphids of the genus Sappaphis cause the same pouch-like red leaf-gall on the leaves
of Crataegus. The aphids are discernible from one another because each species
moves to a different host-plant belonging to the Compositae. Therefore they can
best be sorted by breeding them and checking to what host-plant they move.
Also in case of the fungi such cases are observed. Uromyces dactylidis and poae
cause identical leaf-galls on species of Ranunculus. These two species can only be
discerned when they are bred further and it is seen that the former species moves
to Dactylis glomerata and the second to species of Poa.
These phenomena have of course not escaped the notice of other research-
workers. KINSEY (1929, p. 91) writes: "All the Central European insects of Cy-
nips, both in their agamic and bigamic generations are strikingly alike altho
their galls are distinct enough. The group thus offers a good example of physiolo-
gical species i.e. species in which physiological matter (the gall-producing capa-
city) has mutated faster than any of the morphological characteristics of the in-
sects”. We still know too little about the causes of gall-production to feel justified
to use the word mutation, but the phenomenon by itself is already extremely in-
teresting.
MARSDEN-JONES (1953, p. 197) writes in his profound treatment of the sub-
ject: “BEIJERINCK's experiments with Adleria kollari are of great interest”. In
our opinion this is an understatement. Without the discovery of heteroecism of
Andricus kollari nobody would have doubted whether this gall-wasp only occurs
110 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
in the agamic generation. BEIJERINCK (1882, p. 139) himself writes that he has
shown this by breeding experiments. ADLER (1882, p. 201) has demonstrated
some other instances of such-gall-wasps which only occur in an agamic generation,
i.e., Andricus albopunctatus, marginalis, quadrilineatus and seminationis. (We
wonder, however, whether careful breeding experiments would not yield sur-
prising results).
BEIJERINCK has not taken sufficient precautionary measures at the time of his
experiments with the kollari wasps, because 20 years later he discovered alternation
of generations and heteroecism of this wasp. The discovery by this Dutch biologist
of surprising endowments was not merely interesting but fundamental and broke
new ground. It opened up new ways and possibilities. BEIJERINCK realized this
when a short time before he had discovered the alternating of generations and
heteroecism of Andricus calicis.
As often happens with such unexpected discoveries nobody could bring himself
to believe it. Gustav MAYR, the well-known Austrian student in the field of
Hymenoptera wrote to the first author in 1905 that he did not attach any import-
ance to BEIJERINCK’s work. RIEDEL (1910, p. 55) writes in his description of
Andricus calicis: “At this point I want to refer to the curious alternation of
generations as mentioned by BEIJERINCK in his article: "Ueber Gallbildung und
Generationswechsel bei Cynzps calicis’. According to BEIJERINCK the agamic
Cynips calicis wasp of the common oak is an alternating generation of the wasp of
Quercus cerris, the bigamic Andricus cerri. So far this is an isolated piece of news,
firstly that there is alternating of generations with a species of Cynips and second-
ly that wasps living on Quercus robur deposit their eggs on Quercus cerris and
the other way about, that wasps living on Quercus cerris should deposit their eggs
on Quercus robur’. Eight years after BEIJERINCK published his article in Marcella
RIEDEL does not mention it in his discussion of the kollari gall. In other words,
RIEDEL did not believe BEIJERINCK’s statements in the least.
It was only 50 years after BEIJERINCK’s publication that NIBLETT and MARSDEN-
JONES confirmed by means of breeding experiments that BEIJERINCK was right.
When we started our research of the alternating generations of Andricus cor-
ruptrix and lignicolus, the galls of which have been found in the Netherlands only
lately, we expected that we should have to look for the bigamic generations of
these gall-wasps in galls on Quercus cerris. The question therefore was quite
simple, because we knew how to direct our quest. We were fevoured by the fact
that our breeding experiments yielded such quick and complete success.
BEIJERINCK was the pioneer in other fields of science too. He opened up the
road for others who follow in his track more or less successfully.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL, 2, 1958 PLAAT 3
Figs. 1 and 2. Galls of Andricus corruptrix, X 3. 3 and 4. Galls of Andricus corruptrix
forma larshemi nova, X 3. 5 and 6. Galls of Andricus lignicolus, X 1. 7 and 8. Galls of
Andricus lignicolus forma vanheurni nova, X 3
W. M. DoctERS VAN LEEUWEN & J. M. DEKHUIJZEN-MAASLAND : The bigamic generations
of Andricus corruptrix and A. lignicolus
W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN : The bigamic generations of A. corr. and A. lignicolus 111
CONCLUSIONS
The four species of Andricus which have not only alternating generations but
also heteroecism are:
Galls en Owercus robur on Quercus cerris
Andricus calicis BURGSDORF @ 9 Andricus calicts BURGSDORF forma
cervi BEIJERINCK 9 &
Andricus corruptrix SCHLECHTENDAL Andricus corruptrix SCHLECHTENDAL
9 9 forma /arshemi DOCTERS VAN
LEEUWEN & DEKHUIJZEN-MAAS-
LAND 9 &
Andricus kollari HARTIG 9,9 Andricus kollari HARTIG forma circu-
lans MAYR 9 &
Andricus lignicolus HARTIG 9 9 Andricus lignicolus HARTIG forma
vanheurni DOCTERS VAN LEEU-
WEN & DEKHUIJZEN-MAASLAND
Og
REFERENCES
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Loos OES Mp ss
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RIEDEL, M., 1910. Gallen und Gallwespen. Zweite Auflage, Stuttgart.
ire)
Le
THE PYCNOGONID GENUS RHOPALORHYNCHUS
WOOD-MASON, 1873
BY
J. H. STOCK
Zoölogisch Museum, Amsterdam
INTRODUCTION
One of the most difficult families of Pycnogonida is that of the Colossendeidae.
Diverse problems seem to converge in this family: the presence of several extra-
legged genera; the critical delimitation of genera and species; the considerable
variation of specific characters; the abundance of very wide, even world-wide,
distributed deep sea species; the obscurity of secondary sexual characters; the lack
of data on the reproduction.
Observations on reproduction are lacking in two pycnogonid families only, the
Austrodecidae and the Colossendeidae. Since such observations are abundant with
regard to other pycnogonid families, it is tempting to assume an aberrant repro-
duction in the two families just mentioned. The Austrodecidae were the subject of
an exhaustive accaunt in a recent paper (STOCK, 1957c). In that family, the taxo-
nomic relations between the species form a strong support for the assumption of
an aberrant reproduction.
In order to complete our ideas on the mode of speciation in the Pycnogonida, I
started a revision of the second family, the Colossendeidae, in which an abnormal
reproduction was suspected. It soon became clear, that a revision of the entire
family, with its many deep sea species, known from very few specimens, did not
belong to the possibilities at this moment. Therefore, I confined myself to some
revisionary work on the only shallow water genus of the family, Rbopalorbynchus.
The present paper gives a taxonomic revision of the genus, a redescription of most
of its species, and a discussion on the mode of speciation. In general, the results
are very similar to those obtained in my revision of the Austrodecidae (STOCK,
1957c), viz., that speciation through geographic isolation is of outstanding im-
portance in marine organisms as Pycnogonida.
COLOSSENDEIDAE
The genus Rhopalorhynchus belongs to the family Colossendeidae. This family,
in the sense adopted by most British and American authors (CALMAN, GORDON,
HEDGPETH), seems to be a quite natural group. The family can be diagnozed as
follows:
Four to six trunk segments, four to six pairs of legs. Proboscis very well de-
veloped, not annulated. Chelifores in various degrees of reduction: often com-
pletely absent or deciduous, sometimes persistent in adults, but in the latter case
113
114
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Table 1. Survey of the synonymy in the genus Rhopalorhynchus
author, year
Woop-MASON, 1873
HASWELL, 1885
CARPENTER, 1893
CARPENTER, 1907
LOMAN, 1908
LOMAN, 1911
FLYNN, 1911
CALMAN, 1923
OHSHIMA, 1936
CALMAN, 1938
HEDGPETH, 1939
HEDGPETH, 1941
HILTON, 1943
HEDGPETH, 1949
UTINOMI, 1951
STOCK, 1953
STOCK, 1954
BARNARD, 1954
UTINOMI, 1955
STOCK ISA
STOCK, 1957b
old name
Rhopalorhynchus Kröyeri
Colossendeis tenuissima
Rhopalorhynchus clavipes
Rhopalorhynchus gracillimus
| Rhopalorhynchus kröyeri
| Colossendeis articulata
Colossendeis dofleini
Rhopalorhynchus tenuissimus
Rbopalorbynchus kröyeri
Colossendeis dofleini
Rhopalorhynchus kréyeri
Colossendeis californica
Colossendeis californica
Colossendeis chitinosa
Colossendeis californica
Colossendeis dofleini
Colossendeis chitinosa
Colossendeis dofleini
Rhopalorhynchus kröyeri
Rhopalorhynchus kröyeri
Rhopalorhynchus kröyeri
Colossendeis dofleini
Colossendeis chitinosa
Rhopalorhynchus pedunculatum
Rhopalorhynchus kroeyeri
Rh.
. tenuissimum
. clavipes
. gracillimum
. lomani
. lomani
. sibogae
. gracillimum
new name
kroeyeri
. articulatum
. dofleini
. tenuissimum
. kroeyeri
. ? clavipes
. lomani
. gracillimum
. dofleini
. lomani
. californicum
. californicum
. chitinosum
. californicum
. dofleini
. chitinosum
. dofleini
. kroeyeri
. gracillimum
. lomani
. sibogae
. tenuissimum
. clavipes
. kroeyeri
. mortenseni
. gracillimum
. dofleini
. chitinosum
. pedunculatum
. kroeyeri
J. H. Stock : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 115
always shorter than the proboscis, with gaping, smooth fingered, chelae. Palpi well-
developed, 8- to 10-segmented. Ovigers equally well developed in both sexes, with
several rows of special spines on the terminal four segments. Oviger segments 4 and
6 elongated, segment 5 short. Ovigerous specimens unknown (unless the adherent
bodies or capsules occasionally found attached to the legs are egg capsules).
Hitherto, the family was defined by the structure of chelifores and palps, but in
my opinion stress should also be laid on the oviger structure.
The six genera belonging to the family Colossendeidae can be determined as
follows:
la) ROUTE PASO ONT 3
DE Eivempaitsdo RICER nino 2
GRS PATS RO GLE Se RI RES Dodecolopoda Calman & Gordon, 1933
Za) meheliforesmpresentminwadults ee Decolopoda Eights, 1835 *)
Db) m@helitoresyabsentanmadults nnee Pentacolossendeis Hedgpeth, 1943
3a) Trunk segments (usually) fused. Abdomen well-developed. Coxae 1 to 3
subequal. Lateral processes not widely separated. Colossendeis Jarzinsky, 1870
b) Trunk segments free. Abdomen minute. Coxae 1 to 3 subequal. Lateral
processes widely separated ............ Rhopalorhynchus Wood-Mason, 1873
c) Trunk segments free. Abdomen well-developed. Coxa 2 longer than coxa 1
om 3, Lateral processes widely separated, 2.0. on Pipetta Loman, 1904
Rhopalorhynchus
The genus Rhopalorhynchus may be diagnozed in the following way:
Very slender animals, with 4 free trunk segments and widely separated lateral
processes. Abdomen minute, more or less ventral in position. Proboscis spindle-
shaped, with a narrow, usually more or less stalk-like, basal part. Chelifores
absent. Palps 10-segmented. Ovigers 10-segmented, with terminal claw that, to-
gether with a spine on the 10th oviger segment, forms a kind of subchelate
structure. Genital pores (2,4) on the ventral surface on coxae of all legs. No
auxiliary claws.
In this diagnosis, emphasis has been laid on the segmentation of the trunk, the
reduction of the abdomen, and — although in a lesser degree — on the shape of
the proboscis, the subchelate oviger, and the slenderness of the trunk. These
characters are, in my opinion, important enough to warrant generic separation of
Rhopalorhynchus from other genera, more particularly from Colossendeis. In the
past, wittingly or unwittingly the only character used for the differentiation of
Rhopalorhynchus and Colossendeis was the presence or absence of a spine-like
protuberance on the dorsal surface of the proboscis. In the emendated sense, the
genus Rhopalorhynchus has a more solid base. This base is not only morphological,
but also ecological: the members of Colossendeis are inhabitants of deep water,
the members of Rhopalorhynchus are inhabitants of shallow water (recorded from
0 to 924 m; one species only lives in the deep sea, 1944 m). The genus Rhopalo-
rhynchus, in its new conception, will contain the species that were previously
already referred to that genus, but in addition likewise some species formerly
attributed to Colossendeis:
*) As to the date of publication, see CALMAN, 1937, p. 182.
116 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Rh. kroeyeri Wood-Mason, 1873 Rh. dofleini (Loman, 1911)
(genotype) Rh. californicum (Hedgpeth, 1939)
Rh. tenuissimum (Haswell, 1885) Rh. chitinosum (Hilton, 1943)
Rh. clavipes Carpenter, 1893 Rh. lomani spec. nov.
Rh. gracillimum Carpenter, 1907 Rh. sibogae spec. nov.
Rh. articulatum (Loman, 1908) Rh. pedunculatum Stock, 1957a
Rh. mortenseni spec. nov.
VARIABILITY, SECONDARY SEXUAL DIFFERENCES
The variability is considerable in this genus. Especially in the shape of the
proboscis and of the eye tubercle, an unlimited amount of possibilities seems to be
present. In order to fix to a certain extend the differences in shape of the proboscis,
I have taken 6 standard measurements from many specimens, which I called
OD, 5 Op, de (ner):
Fig. 1. The six standard measurements of the proboscis.q: the place of the tooth, ß: the
length of the produced part, y : the length of the inflated part, Ö:the length of the stalk,
€: the diameter of the inflated part, ©: the diameter of the produced part.
In general the following facts are clear:
(1) In female the inflated part of the proboscis (y) is longer than in male.
(2) The stalk of the proboscis (6) is in female relatively shorter than in male.
(3) The place of the tooth is remarkably constant in both sexes and in material
from different localities.
(4) The absolute size of specimens attributed to the same species varies considerably.
(5) The inflation of the femur in female varies considerably, probably in relation
to the degree of maturity and the reproductory season.
(6) The length of tarsus, propodus, and claw varies from leg to leg. Usually, the
absolute size of these joints is the smallest on leg 1, the largest on leg 3.
In relative size, the claw is the longest on legs 3 and 4.
With some experience the sexes can be determined by the shape and relative
proportions of the proboscis (cf. 1, and 2 in the above list) but the most reliable
characters for the determination of the sex are the size and position of the genital
pores. The male genital pores are small, situated on the ventro-distal surface of the
second coxa. In female the genital pores are large, situated on 1/5 to 2/3 of the
second coxa. In fully mature material the inflation of the distal part of the femoral
joints in female is easily discernible. There is no difference in length of the claws
in the two sexes, contrary to the supposition of BARNARD, 1954, p. 89.
J. H. Stock : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 117
KEY TO THE SPECIES
The taxonomy of the genus Rhopalorhynchus runs completely parallel with that
of the closely related genus Colossendeis. The characters used for separating the
species are the same in both genera: the shape of the proboscis, the ratio between
tibia 2 and tarsus + propodus + claw, the relative length of palp segment 6.
In analogy with Colossendeis the genus is subdivided in a longitarsal and a
brevitarsal group.
I. Proboscis with a tooth in the middle of the inflated part.
Rh. kroeyeri Wood-Mason
II. Proboscis with a tooth before the middle of the inflated part.
A. Longitarsal species (in the third leg the tarsal ratio
tarsus + propodus + claw _
tibia 2
as the propodus.
70—100%). Claw 1, to 1 times as long
a. Tarsal ratio 70—90%. Eye tubercle conical, pointed. Palp segment 6
2/3 to 1 times as long as segment 7. Proboscis acuminated, distal part
narrowly produced. Claw half as long, or slightly more than half as
long, as the propodus. Rh. lomant spec. nov.
b. Tarsal ratio 85—100%. Eye tubercle rounded, obtuse. Palp segment 6
1/5 to 2/3 of segment 7. Proboscis not narrowed, cylindrical to spindle-
shaped. Claw nearly as long as the propodus. Rh. sibogae spec. nov.
c. Characters uncertain (published descriptions inadequate).
Rh. tenuissimum (Haswell)
B. Brevitarsal species (in the third leg the tarsal ratio
tarsus + propodus + claw
tibia 2
the propodus.
a. Stalk of the proboscis longer than the inflated part (6 >y). Palp
segment 6 1/ to 2/3 of segment 7. Rh. pedunculatum Stock
b. Stalk of the proboscis shorter than the inflated part (6<y). Palp
segment 6 2/3 to 1 times as long as segment 7.
1. Proboscis regularly spindle-shaped. Eye tubercle conical. Tarsus and
propodus scantily setose. Palp segments 7 tot 10 rather short. Tarsal
ratio 67%. Tooth situated at 37% of the length of the inflated
part of the proboscis. Rh. clavipes Carpenter
2. Proboscis acuminated, distal part narrowly produced, bent down-
ward. Eye tubercle highly conical. Tarsus and propodus densily
setose. Palp segments 7 to 10 rather short. Tarsal ratio 50—65%.
Tooth situated at 18—27% of the length of the inflated part of
the proboscis. Rh. gracillimum Carpenter
3. Proboscis intermediate between clavipes and gracillimum. Eye tuber-
cle intermediate between clavipes and gracillimum. Tarsus and
propodus densely setose. Palp segments 7 to 10 slender. Tarsal
ratio 46%. Tooth situated at 34—35% of the proboscis
Rh.mortenseni spec. nov.
= 45—70%). Claw at most half as long as
118 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
III. Proboscis without tooth.
Rh. articulatum (Loman), Rh. dofleini (Loman), Rh. californicum (Hedg-
peth), Rh. chitinosum (Hilton). These species, formerly attributed to Coloss-
endeis, will not be treated in this paper.
DESCRIPTIONS OF THE SPECIES
Rhopalorhynchus kroeyeri Wood-Mason. Figs. 2—6.
Rh. Kröyeri Wood-Mason, 1873 (8 Nov.), pp. 172—175, pl. XIII, figs. 1—5.
Rh. kröyeri, Calman, 1923 (part, only the Andaman record), pp. 268—270, fig. 1 (re-
illustration of the type).
Rh. kröyeri, Stock, 1954 (part, only the Kei Is. record), pp. 161—162.
Rh. kroeyeri, Stock, 1957b, p. 97.
Figs. 2—6. Rhopalorhynchus kroeyeri Wd.-Mason, ‘9, from the Philippine Islands. 2, Pro-
boscis; 3, eye tubercle from left-hand side; 4, palp; 5, distal segments of palp; 6, distal
segments of second leg
J. H. Stock : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 119
Type specimen: 4. Indian Museum, Calcutta. Reg. no. 401.
Material examined: 2 females. Philippine Islands. Zool. Mus. Hamburg, cat. no.
17622. — 1 male. Danish Expedition to the Kei Islands, Stat. 38. N.E. of Doe Roa.
Trawl. About 35 m. Sand. Apr. 24, 1922. Collected by Dr. Th. MORTENSEN.
Zool. Mus. Copenhagen.
Distribution: East Indian Archipelago (Port Blair, Andaman Islands — type
locality —; Philippines; Kei Islands).
Bathymetrical range: 35—46 m.
Diagnostic features: The inflated part of the proboscis is sausage-shaped, with
a small tooth in the middle of the inflated part (in the studied specimens on 49%,
54% and 54% of the length). Eye tubercle lowly conical above the eyes. Palp
segment 6 relatively short, segments 7 to 10 slender. Legs longitarsal (tarsal ratio
of 3rd leg 76%, 85%, 88%). Claw very long, 2/3 to 1 times as long as the
propodus. Propodus and tarsus scantily setose at the inner margin. Tarsus shorter
than the propodus.
Measurements in mm of a male from the Kei Islands, and of two females from
the Philippines, respectively :
Trunk, segment 1: 4 0.60, 2 0.83, 9 —; segment 2: 2.00, 2.13, —; segment
3: 1.87, 2.07, —; segment 4: 0.93, 1.20, —.
Width across the 2nd lateral processes: 1.07, 1.33, —.
Proboseis ai 3:60, 4.40, 4.2058 1.20, 1.80, 1.80; 72:60, 3.75, 5:53; 0, 2.13,
2.07, 2.33:e 0.60, 0.73, 0.70; 0.30, 0.40, 0.40.
Third leg, femur 6.20, 7.93, —; tibia 1 5.40, 7.33, —; tibia 2 4.07, 5.67, —;
tarsus 1.00, 1.27, —; propodus 1.40, 1.60, —; claw 1.17, 1.33, —.
Rhopalorhynchus lomani spec. nov. (Figs. 7—21)
Rh. gracillimus, Carpenter, 1907 (part., only the Saya de Malha record), p. 100.
Rh. kröyeri, Loman, 1908 (part., only Siboga Stats. 184, 213, and part of the material of
Stat. 50), pp. 24—27, pl. XV, figs. 213—215, 219.
Rh. kröyeri, Calmaa, 1923 (part.), pp. 268—270.
Rh. kröyeri, Calman, 1938, p. 149.
Type specimens: 1 4 (holotype) and 1 ? (allotype) from Siboga, Stat. 50.
Zool. Mus. Amsterdam, cat. no. Pa. 1308.
Material examined: 22 females, 16 males. Siboga Stat. 50. Labuan Badjo, West
coast of Flores. 27—36 m. Mud and sand. Zool. Mus. Amsterdam Pa. 1309.
— 1 male. Siboga Stat. 184. Manipa Island, between Ceram and Buru. 36 m.
Sand. Zool. Mus. Amsterdam Pa. 1313. — 1 male. Siboga Stat. 213. Near Saleyer.
45 m. Sandy mud. Zool. Mus. Amsterdam Pa. 1314. — 2 females, 3 males.
Between Masqat (= Mascat, = Maskat) and Mutha Harbors, Gulf of Oman.
Brit. Mus. (Nat. Hist.), reg. no. 1914.7.21. 6—10. — 1 female. John Murray
Exp. Stat. M.B. II C. Arabian coast. 29 m. Oct. 28, 1933, Brit. Mus. (Nat. Hist.).
— 4 females, 2 males. John Murray Exp. Stat. M.B., B. Red Sea. 29 m. Sep. 17,
1933. Brit. Mus. (Nat. Hist.). — 53 specimens. John Murray Exp. Stat. M.B.,
D. Red Sea. 26 m. Sep. 17, 1933, Brit. Mus. (Nat. Hist.). — 1 male. Percy
Sladen Trust Exp. Stat. C 12. Saya de Malha. 86 m. (Syntype of Rh. gracillimum
Carpenter). Brit. Mus. (Nat. Hist.).
120 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
7 | =
8
LY
|
10 9
Figs. 7—10. Rhopalorhynchus lomani spec. nov., from Siboga Stat. 50. 7, Proboscis of &;
8, proboscis of :9 ; 9, palp of 4; 10, distal segments of palp of 9.
Distribution: East Indian Archipelago, Red Sea, Arabian coast, Saya de Malha.
Bathymetrical range: 26—86 m.
Diagnostic characters: The inflated part of the proboscis is narrowly produced,
with a strong tooth on 32—38% of the length. Eye tubercle with a strongly conical
apical point. Palp segment 6 relatively well-developed, 2/3 to 1 times as long as
segment 7. Segments 7 to 10 not very slender. Legs longitarsal (tarsal ratio of 3rd
leg in 12 specimens 72%, 74%, 77%, 78%, 78%, 78%, 79%, 79%, 79%,
87%, 87%). Claw on the first leg half the length of the propodus, or sligthly
less; on the 3rd and 4th legs distinctly more than half the propodus. Tarsus and
propodus fairly setose at the inner margin.
Measurements of specimens from the type locality, Siboga Stat. 50 (in mm).
Trunk, segment 1 & 0.90, © 1.00; segment 2 & 2.40, 9 2.00; segment 3 4
2555 NOM 2EOTEMSE MEN ERA NOESTE IOM ORG
Width, across the 2nd lateral processes & 1,27, 2 1.33.
Proboscis of male a 3.47, 3.117, 3:67, 5.75,.4.20:482:20, 103 PB 00920255)
J. H. STOCK : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 121
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Fig. 11. Rhopalorhynchus lomani spec. nov. from Siboga Stat. 50. Various types of eye
tubercles, in side view
y 3.20, 2.90, 3.33, 2.93, 3.53; 6 2.00, 1.87, 2.27, 2.40, 2.73; e 0.87, 0.77, 0.83,
0.80, 0.87; £ 0.33, 0.30, 0.33, 0.33, 0.40.
Proboscis of female a 4.13, 4.13, 4.07, 3.67, 3.73; B 2.80, 2.87, 2.80, 2.53,
MASO CT 4520: 69233) 2.20, 2.20, 2.00, 871103, 07)
1.00, 0:97, 1.03; £ 0.43, 0.40, 0.40, 0.33, 0.47.
First leg of male (tarsus, propodus, claw, respectively) 2.40, 2.00, 1.13; First
leg of female 2.07, 1.83, 0.90; Fourth leg of male 2.20, 2.13, 1.40; Fourth leg of
female 2.07, 2.00, 1.13.
hindert remurs 6 Co EO tbia 12 8) eGo Smo O tibia 23.7.2, 27°6:6.
Measurements of specimens from JOHN MURRAY Exp., St. M.B., D.
Trunk, segment 1 ( 3 and 9, respectively) 1.00, 1.13; segment 2 2.07, 2.40;
segment 3 2.00, 2.20; segment 4 0.93, 0.93.
Width, across the 2nd lateral processes 4 2.07, 9 2.87.
Proboscis of male @ 3.53, 3.33, 3.93, 3.73,:3:203 8.2.53, 2.20, 2.47, 2:73, 2.40;
y 3.80, 3.53. 3.67, 3.87, 3.33; Ô 1.87, 1.87, 3.20, 2.37, 2.73; e 0.90, 0.87, 0.90,
0.83, 0.83; È 0.33, 0.30, 0.37, 0.30, 0.30.
Probosastomiemale la 715 4703 4708 TNA 2013 03"4003:33, 3.20,
3.00; y 4.60, 4.93, 4.67, 4.53, 4.67; 61.67, 1.67, 2.20, 1.93, 2.07; e 1.13, 1.13,
LOW, OO AIAS 6 O40, DAE O45.) OBO, Oh
First leg of male (tarsus, propodus, claw, respectively) 1.53, 1.73, 0.87; First
leg of female 1.60, 1.90, 0.90; Fourth leg of male 1.60, 1.93, 1.07; Fourth leg
Of female 1 67, 2107, 1.17.
122 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
12
13
15
“ o 16 14
Figs. 12—16. Rbopalorbynchus lomani spec. nov., from John Murray Exp. Stat. M.B., D.
(Red Sea). 12, distal segments of first leg of 4 ; 13, distal segments of fourth leg of 4;
14, distal palp segments of \@Q ; 15, proboscis of 9; 16, proboscis of &
Third leg, femur (& and 9, respectively) 6.5, 7.6; tibia 1 6.8, 7.1; tibia 2
S OMC 2:
Measurements of 2 males, from Siboga, Stat. 184 and 213, respectively. |
Brobescisrans Orbs SECRET MOVs wy SOO) Zeiss @ 233; 2.003 © O12 O17;
208300830!
asus IP il, 20% — 172, = 2073 25, 235 20075 IP 44. 2.00, 2072
Propodus Ph OT er NZ el SO AND I ARLES OPN TSR OST
Claw, PO — P21 OO PE 0.93% MMS EP 490.972. 1.207 hemu teres)
Us Pole Wile 1,193, 740, 7403 iow 2 123, 69, 0:
Measurements of a female from JOHN Murray Exp. Stat. M.B. IIC, and of a
male from Percy Sladen Trust Exp., Stat. C 12., respectively.
Trunk, segment 1 0.80, —; segment 2 2.13, —; segment 3 1.93, —; segment 4
DA =
Width across the 2nd lateral processes 1.53, —.
Proboscis a 2.80, 3.47; ß 1.63, 3.20; y 2.40, 4.87; 61.80, 1.33; e 0.73, 1.20;
£ 0.33, 0.40.
J. H. Stock : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 123
Ge ©
6q |
o f o 2. "2%
Fig. 17. Rhopalorhynchus lomani spec. nov., from John Murray Exp. Stat. M.B., D. (Red
Sea). Various types of eye tubercles, in side view
First leg, tarsus 1.53, 1.87; propodus 1.53, 2.07; claw 0.87, 1.00.
lire temurs67 NAS tibia, SG NAE tıb1a0253,,6.7; tarsus 1.10, 1.73:
propodus 1.53, 2.27; claw 0.90, 1.20.
Variability: The slenderness of the palp segments 7 to 10 varies to some extent.
Also, the absolute size of adult specimens is subject to variation. The specimens
Figs. 18—21. Rbopalorbynchus lomani spec. nov., male syntype of R. gracillimus Carpenter,
from Percy Sladen Trust Exp. Stat. C 12 (Saya de Malha). 18, distal segments of first leg;
19, proboscis; 20, distal segments of palp; 21, eye tubercle from left-hand side
124 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
from the John Murray Expedition, for instance, are about 1.5 times as large as the
male from Saya de Malha. The shape of the eye tubercle is fairly constant.
This species is named in honour of Dr. J. C. C. LOMAN (1856—1929), who
has been the first to describe and figure it (under the name of Rh. kröyeri).
Rhopalorhynchus sibogae spec. nov. (Figs. 22—27)
Rb. kròyeri, Loman, 1908 (part., only about half the number of specimens taken at Siboga
Stat. 50), pl. XV fig. 217 only.
Material and types: 12 2, 18 & (incl. 1 & holotype, and 1 ‚9 allotype).
Siboga Stat. 50. Labuan Badjo, West coast of Flores. 27—36 m. Mud and sand.
Zool. Museum Amsterdam cat. no. Pa. 1310—1311.
Figs. 22—27. Rhopalorhynchus sibogae spec. nov., from Siboga Stat. 50. 22, distal segments
of third leg, 4 ; 23, distal palp segments of & ; 24, eye tubercle of & from left-hand side;
25, proboscis of & ; 26, proboscis of ,@ ; 27, palp of &
J. H. Stock : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 125
Distribution: Only known from the type locality.
Diagnostic characters: Proboscis resembling in outline that of Rh. kroeyeri. Its
inflated part is sausage-shaped. The strong tooth, however, is situated distinctly
before the middle of the inflated part (in six specimens on 39%, 39%, 40%,
41%, 42%, 43%). Eye tubercle, as in £roeyeri, lowly conical above the eyes.
Palp segment 6 relatively short, from 14 to 2/3 of segment 7. Segments 7 to 10
slender. Legs longitarsal (tarsal ratio 85—99%). Claw very long, 2/3—1 times as
long as the propodus. Tarsus and propodus scantily setose at the inner margin.
Tarsus longer than the propodus.
Remarks: Close to Rh. kroeyeri, but differing in the place of the dorsal tooth
on the proboscis, in the relative length of tarsus and propodus, and in the tarsal
ratio.
Measurements, in mm, of specimens from Siboga Stat. 50.
Trunk, & and 9 respectively, segment 1 0.80, 1.07; segment 2 2.60, 2.67;
segment 3 2.33, 2.40; segment 4 1.07, 1.13.
Width, across the 2nd lateral processes 4 2.00, 9 2.00.
Proboscis of male a 4.80, 4.47, 3.87; B 2.27, 2.20, 2.07; y 3.87, 3.80, 3.53;
50228092167 220 09 087 080 O40, O20, 022:
Proboscis of female a 4.40, 4.47, 4.20; B 2.80, 3.07, 2.87; y 4.67, 5.00, 4.67;
5218 20m ZO 007 0,93 1.00: 20.43, 041047.
Femur, (male and female, respectively) P 3, 9.5, 9.9;
lota iL, 12 Be Sr SR
ba 2 DAS MGS 7.3:
ASUS PMP 73 2:47. 2.47. 41» 4 402 A0;
Propodus PA L92000 ZAR 2.279223:
GEWAS M3 025 DOR, 103 0224 2.072 2203.
Rhopalorhynchus tenuissimum (Haswell)
Colossendeis tenuissima Haswell, 1885, pp. 1029—1030, pl. LVI figs. 5—8.
Rhopalorhynchus tenuissimus, Flynn, 1919, pp. 71—72, pl. XVIII figs. 1—3.
Holotype: 4. Australian Museum, coll. no. G 5195.
Type locality: Port Denison, Queensland.
Remarks: I have not seen material of this species, and cannot judge about its
status. FLYNN’s opinion that it would be synonymous with RA. clavipes, is certainly
not correct, since tenuissimum is a longitarsal, and clavipes a brevitarsal species.
Rhopalorhynchus pedunculatum Stock (Figs. 28—34.)
Rh. pedunculatum Stock, 1957a, pp. 13—14, fig. 1.
Material and types: 1 4, holotype. Suez, shore. May 20, 1928. Zool. Mus.
Amsterdam Pa. 1316. 1 &, paratype. Eylath, Israel (Gulf of Aqaba). Oct. 1951.
Dept. of Zool., Hebrew Univ., Jeruzalem, N.S. 197.
Distribution: Only known from these two localities in the Red Sea; littoral.
Diagnostic characters : Body extremely slender. Proboscis with a produced
inflated part; tooth strong, on 39— 46% of the length. Eye tubercle acutely
pointed above the eyes. Palp segment 6 relatively short, 15—2/3 times as long as
126 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
33
28
34
32
Figs. 28—34. Rhopalorhynchus pedunculatum Stock, male. (28—31, from Eylath, Gulf of
Aqaba; 32—34, from Suez, Red Sea). 28, dorsal view of trunk; 29, distal joints of second
leg; 30, palp; 31, distal palp joints; 32, proboscis; 33, eye tubercle from the left-hand side;
34, distal joints of second leg
J. H. STOCK : Pycnogonid genus Rbopalorbynchus 127
segment 7. Palp segments 7 to 10 not very slender. Legs brevitarsal (tarsal ratio
in the two specimens examined 51% and 59%). Claw on all legs less than 1/3
of the propodus. Tarsus and propodus setose at the inner margin, but the density
of the setation is subject to variation.
Remarks: The species is characterized by the long stalk of the proboscis (longer
than the inflated part), and the short claw on the legs. It is the slenderest species
of the genus. The specific name alludes to the long stalk of the proboscis.
Measurements, in mm, of the male (holotype) and the male (paratype), respectively.
Trunk, segment 1, 0.40, 0.43; segment 2, 1.57, 1.53; segment 3, 1.27, 1.47;
segment 4, 0.50, 0.57.
Width, across the 2nd lateral processes, 0.93, 0.80.
Proboscis a 2.67, 3.60; B 1.03, 0.97; y 1.70, 1.80; d 1.80, 2.67; e 0.47, 0.50;
200200023:
First leg (holotype), tarsus, 0.87; propodus, 1.03; claw, 0.27.
Second leg (paratype), tarsus, 1.10; propodus, 1.20; claw, 0.33.
Third leg, femur 4.7, 5.3; tibia 1 4.3, 4.5; tibia 2 3.9, 4.9; tarsus 0.87, 1.00;
propodus 1.07, 1.20; claw 0.33, 0.33.
Fourth leg, tarsus 0.87, 1.00; propodus 1.13, 1.27; claw 0.33, 0.33.
Variation: The specimen from Suez resembles in most respects that from Eylath,
but has the stalk of the proboscis much shorter (Suez: ö/y= 18/17; Eylath: 6/y =
27/18), and the setation of the propodus less dense.
Rhopalorhynchus clavipes Carpenter (Figs. 35—38)
Rh. clavipes Carpenter, 1893, pp. 24—25, pl. II figs. 1—10.
Rh. kréyeri, Calman, 1923 (part.), pp. 268—270.
Material examined: 1 9, holotype. Dredged between reefs off Murray Island,
Torres Strait. About 15 fathoms. Dec. 1888. Brit. Mus. (Nat. Hist.) 92.12.28.1.
— 1 8, doubtfully refered to this species. Labelled: Indian Museum, no history.
Brit. Mus. (Nat. Hist.) 1933.10.6.2 (this specimen has been cited by CALMAN,
1923);
Distribution: Only known with certainty from Torres Strait.
Diagnostic characters: Proboscis with a nearly regularly club-shaped inflated
part; the tooth is not very prominent, situated on 37% of the length. Eye tubercle
lowly conical. Palp segment 6 rather long, 2/3 to 1 times as long as segment 7.
Segments 7 to 10 not very slender. Legs brevitarsal (tarsal ratio of 3rd leg in
holotype 67%). Claw nearly half the propodus. Tarsus and propodus only
provided with some scattered hairs at the inner margin.
Remarks: The Indian Museum specimen agrees with clavipes in the tarsal ratio
(62%), the place of the tooth on the proboscis (on 36%), the length of the
palp joints and the shape of the eye tubercle, but has the claw slightly longer
(more than half the propodus) and the proboscis slightly more produced.
Measurements, in mm, of the female (holotype) and the male from the Indian
Museum, respectively.
Trunk, segment 1, 9 0.80; segment 2, 9 1.93; segment 3, 9 1.87; segment 4,
2 0.80.
128 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Figs. 35—38. Rhopalorhynchus clavipes Carpenter, female holotype, from Torres Strait.
35, dorsal view of trunk; 36, lateral view of trunk; 37, proboscis; 38, first leg
Width, across the 2nd lateral processes ,@ 1.80.
Width of trunk, without lateral processes © 0.33.
Broboseis (2,18, tespectively) 2a 3.15, 3:00: EMS SANI OT EN 0582760;
502207, Bte 0,90. 067.0 0.40.
First leg, &, tarsus, 1.07, propodus, 1.07, claw, 0.67.
Third leg, $ and & respectively, coxa 1, 0.33, —; coxa 2, 0.33, —-; coxa 3,
035, Femur. ro: A tia 1, 5,3, 449) tibia 2.9407, ta rsus 1204 1415,
propodus, 1.40, 1.33; claw, 0.63, 0.73.
Fourth leg, & tarsus, 1.07, propodus, 1.20, claw, 0.77.
Rhopalorhynchus gracillimum Carpenter (Figs. 39—56)
Rh. gracillimus Carpenter, 1907, pp. 99— 100, pl. 13 figs. 25—32 (part, all records except
that from Saya de Malha).
Rh. kréyeri, Loman, 1908, pp. 26—27 (part. only the specimen from Siboga Stat. 310),
pl. XV fig. 218 only.
Rh. kröyeri, Calman, 1923, pp. 268—270 (part.).
Rh. kröyeri, Barnard, 1954, pp. 88—89, fig. 2.
Material examined: 2 females. Percy Sladen Trust Exp., South Nilandu, Maldive
Islands. One of these has been selected as lectotype, Brit. Mus. (Nat. Hist.)
1908.1.6.11—15. — 1 female. Siboga Stat. 310. Sapeh Bay, Sumbawa. 73 m.
Bottom: sand and corals. Zool. Mus. Amsterdam Pa. 1315. — 2 males, 1 female.
Off Cape Natal, Durban (South Africa). 85 fathoms. South African Mus.
J. H. STOCK : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 129
Distribution: East Indies (Sumbawa), Indian Ocean (Maldives), east coast of
South Africa (BARNARD, 1954).
Bathymetrical range: 0—156 m.
Diagnostic characters: Proboscis with a narrowly produced inflated part. The
tooth is situated on 18 to 27% of its length (in 4 measured specimens on 18%,
20%, 24%, and 27% resptctively). Eye tubercle with a high, narrowly conical
Figs. 39—45. Rhopalorhynchus gracillimum Carpenter, female syntype, from the Maldive
Islands. 39, distal palp segments; 40, eye tubercle from the right-hand side; 41, proboscis in
dorsal view; 42, proboscis from the left-hand side; 43, palp; 44, leg; 45, distal segments of leg.
130 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
to finger-shaped apical point. Palp segment 6 relatively long, from slightly shorter
to slightly longer than segment 7. Palp segments 7 to 10 short. Legs brevitarsal
(tarsal ratio of 3rd leg in 4 specimens 51%, 57%, 61%, and 65%). Claw 1/3
to 14 of the propodus. Tarsus and propodus densily covered with setae at the
inner margin.
Variability: The shape of the narrowed apical part of the eye tubercle varies
somewhat. The tarsus is in the South African specimens very short (slightly over
half the length of the propodus), in the other material only slightly shorter than
the propodus. Also in other respects, the South African specimens are somewhat
aberrant (finger-shaped tip of eye tubercle, long 7th palp joint, short stalk of
proboscis).
Measurements of the female, lectotype (from the Maldive Islands), and of the
female from Siboga Stat. 310, respectively (in mm).
Trunk,ssesment 18 1066077; segment 2,71.27, 1.735 segment 25
segment 4, 0.53, 0.70.
Width across the 2nd lateral processes, 1.10, 1.40.
51
46
49 .
47
(e)
Figs. 46—51. Rhopalorhynchus gracillimum Carpenter, female from Siboga Stat. 310.
46, proboscis; 47, eye tubercle from the left-hand side; 48, palp; 49, distal palp segments;
50, femur of áth leg; 51, distal segments of 3rd leg
50
J. H. Stock: Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 131
Proboscis a 2.33, 3.03; B 1.80, 2.80; y 2.47, 3.67; 6 1.40, 2.33; & 0.63, 0.90;
20231033;
First leg (9 Stat. 310), tarsus, 1.20, propdus, 1.27, claw, 0.47.
Second leg (2 Stat. 310), tarsus, 1.13, propodus, 1.30, claw, 0.53.
Third leg (lectotype), coxa 1, 0.40, coxa 2, 0.40, coxa 3, 0.33, femur (lectotype
and ® Stat. 310, respectively), 4.4, 6.0; tibia 1, 4.1, 5.9; tibia 2, 4.0, 5.3; tarsus,
0.80, 1.10; propodus, 1.26, 1.33; claw, 0.56, 0.53.
Fourth leg (9 Stat. 310), tarsus, 1.03, propodus, 1.23, claw, 0.57.
Measurements of a female and a male from South Africa, respectively.
Trunk ( ¢ only), segment 1, 1.00, segment 2, 1.53, segment 3, 1.33, segment 4,
0.47.
Width across the 2nd lateral processes ( 4 ) 1.33.
Proboscis (stand) ars 75 2200 NT GT 2.97:79 5.067, 3.61 0.1.20, 1.00;
21.474.107: 20470033.
First leg &, tarsus 1.00, propodus 1.40, claw 0.53.
Figs. 52—56. Rbopalorbynchus gracillimum Carpenter, from Durban, South Africa. 52,
Distal segments of palp; 53, distal segments of 4th leg of &; 54, distal segments of leg
of 9; 55, eye tubercle of & from right-hand side; 56, proboscis of 9.
132 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
Second leg, femur 8.8, 5.5; tibia 1 8.3, 5.5; tibia 2 7.3, 4.4; tarsus 1.10, 0.80;
propodus 2.00, 1.53; claw 0.60, 0.57.
Third leg &, tarsus 0.80, propodus 1.67, claw 0.67.
Rhopalorhynchus mortenseni spec. nov. (Figs. 57—61)
Rh. kröyeri, Stock, 1954, pp. 161—162 (part., the Jolo record only).
Material and types: 1 male (holotype) and 1 female (allotype). Dr. Th.
MoRTENSEN’s Pacific Expedition. Off Jolo, Philippine Is., about 25 fathoms.
Sand and corals. March 19, 1914. Zool. Mus. Copenhagen.
Distribution: Only known from the type locality.
Diagnostic characters: Proboscis produced, but not so strongly as in gracillimum.
ds |
nen
À
Figs. 57—61. Rhopalorhynchus mortenseni spec. nov., holotype and allotype, from Jolo,
Philippine Is. 57, Trunk of 4 in dorsal view; 58, proboscis of &; 59, distal palp
segments; 60, distal joints of 1st leg of 9 ; 61, eye tubercle of &, from the left-hand side.
J. H. STOCK : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 133
The tooth is situated at 34—35% of the length of the inflated part. Eye tubercle
with a narrowly conical apical point, which is, however, distinctly lower than in
gracillimum. Palp segment 6 about 2/3 of palp segment 7. Segments 7 to 10
very slender. Legs brevitarsal (tarsal ratio of 3rd leg 46%). Claw about half as
long as the propodus. Tarsus and propodus with a dense setation at the inner
margin.
Remarks: This species is, as to the shape of the eye tubercle and the proboscis,
intermediate between gracillimum and clavipes. The setose tarsal joints agree with
gracillimum, the place of the tooth on the proboscis with clavipes. Rh. mortenseni
differs from both in the slender distal palp joints and in the tarsal ratio.
Named in honour of Dr. Th. MORTENSEN (1868—1952), who has collected
this, and many other interesting pycnogonid species on his various expeditions.
Measurements, in mm, of the ¢ (holotype) and the 2 (allotype).
Trunk, ¢, segment 1, 0.87, segment 2, 2.80, segment 3, 2.53, segment 4, 1.07.
Width across the 2nd lateral processes ( 4), 1.33.
Proboscis ( & and 9, respectively) a 4.80, 5.33; B 2.73, 3.93; y 4.13, 6.07;
0) 2293), 0 A0 0 MIO ME 031043:
First leg ©, tarsus, 1.60, propodus, 1.40, claw, 0.73.
Third leg ©, femur, 11.7, tibia 1, 11.0, tibia 2, 8.5, tarsus, 1.60, propodus, 1.53,
claw, 0.73.
Fourth leg ©, tarsus, 1.60, propodus, 1.53, claw, 0.77.
THE EVOLUTIONARY SIGNIFICANCE OF THE GENUS Rhopalorhynchus
The species of the genus Rhopalorhynchus fall quite naturally into two sections.
In the one, the kroeyer7 section, the proboscis bears a strong dorsal tooth; in the
other, the articulatum section, such a tooth is lacking. The two sections are
essentially allopartic in their distribution (fig. 62). All species of the kroeyeri
section are tropical shallow water species. They inhabit the Indo-West-Pacific,
KROEYERI SECTION
Fig. 62. The distribution of the two sections, the kroeyeri and the articulatum section of the
genus Rhopalorhynchus.
134 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
from South Africa and the Red Sea in the West to the Philippines and Australia
in the East. The species of the articulatum section apparently prefer lower tempe-
ratures. They are distributed in temperate to cool waters of the northern Pacific,
from Japan in the West to California in the East. One species of the articulatum
section, R. articulatum, penetrates into the kroeyeri region, but it is noticeable
that that species inhabits deep water (found in a depth of 1944 m), thus also
living at low temperatures.
It is quite clear, I think, that the species of the kroeyeri and of the articulatum
section represent the descendants of two originally allopatric species. These two
originally allopatric species, a warm water and a cold water species, have developed
through geographic speciation.
Within the kroeyeri section we find two species groups, the brevitarsal and the
longitarsal group. Both the longitarsal and the brevitarsal species are distributed
in the entire Indian Ocean and most species are sympatric in part of their range.
It may be assumed that these two species groups have developed from one brevi-
tarsal and one longitarsal species, and that these ancestral brevitarsal and longitarsal
species have developed through geographic speciation. However, it must be
admitted that this assumption is not substantiated by distributional or other data.
BLACKENED SYMBOLS OPEN SYMBOLS
(BREVITARSAL GROUP) (LONGITARSAL GROUP)
W pedunculatum O éroeyeri
@ gracillimum [_] sibogae
B devipes + tenuissimum
* mortenseni X /omani
Fig. 63. The distribution of the species belonging to the Æroeyeri section of the genus
Rhopalorhynchus.
J. H. STOCK : Pycnogonid genus Rhopalorhynchus 135
Within the brevitarsal and the longitarsal group there are distinct indications
that the species have developed by means of geographic speciation.
In the brevitarsal group there is one central species, R. gracillimum, being
distributed throughout the Indian Ocean from the East Indies to South Africa.
In the more peripheral parts of the Indian region, viz, in the Red Sea, on the
coast of North Australia and on the Philippine Islands, this central species is
replaced by other species. Apparently, in these outposts of the distribution area
of the brevitarsal group, geographic isolation followed by speciation was more
easily realized than in the distributional centre.
The central species in the longitarsal group is Rh. lomant. There again, other
species came to development in the periphery of the distribution area of the
longitarsal group. As in the brevitarsal group, the peripheral populations on the
Philippine Islands and on the northern coast of Australia developed through
geographic isolation into full species.
On the whole, the distribution pattern of the species of Rhopalorhynchus is
in good agreement with the principle of ’’centrifugal speciation’ (BROWN, Quart.
Rev. Biol. 1957, 32. p. 2A).
That we are dealing with species, and not with subspecies, is clear at once from
the distribution-pattern of the various forms of the genus Rhopalorhynchus. In
the longitarsal group Rh. lomani is sympatric in part of its range with Rh. sibogae.
Since the forms can live in each other’s area without mixing, they must be
considered ’’ good’ species.
In the brevitarsal group, it is true, no sympatric forms are known. But in analogy
with our experience in the longitarsal group it is consistent to consider the various
morphological forms in the brevitarsal group also good species.
SUMMARY OF THE INTERPRETATION OF THE SPECIATION IN Rhopalorhynchus
1. Two sections can be distinguished: the articulatum section (proboscis un-
toothed) and the kroeyeri section (proboscis toothed). The species belonging to
the articulatum section all are inhabitants of cooler waters and are supposed to
be descendants of one ancestral cold water species. The species belonging to the
kroeyeri section all are inhabitants of warmer waters and are supposed to be the
descendants of one ancestral warm water species.
2. The ancestral cold water species and the ancestral warm water species have
been developed through geographic speciation.
3. Within the kroeyeri section two species groups exist: the longitarsal and the
brevitarsal group. These groups have been developed through geographic speci-
ation.
4. The longitarsal group is distributed nowadays in the entire Indian region.
The central species in the group is Rh. lomani. In the periphery of the distribution
area, other species came to development through geographic speciation.
5. The brevitarsal group is distributed nowadays in the entire Indian region.
The central species in the group is Rh. gracillimum. In the periphery of the
distribution area, other species came to development through geographic speciation.
6. The distribution of the species forms additional evidence to the theory of
centrifugal speciation.
136 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 2, 1958
ACKNOWLEDGEMENTS
For the privilege of examining Rhopalorhynchus material the author is indebted
to Miss Dr. IsABELLA GORDON (British Museum, Natural History, London),
Mr. TorBEN WOLFF, cand. mag. (Zoologisk Museum, Copenhagen), Dr. A.
PANNING (Zoologisches Museum, Hamburg), Dr. KEPPEL H. BARNARD (South
African Museum, Capetown), and Prof. H. STEINITZ (Zoology Department of the
Hebrew University, Jeruzalem).
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AUTANT
UN NOM NOUVEAU POUR RHYACOPHILA KIMMINSI
BOTOSANEANU (TRICHOPTERA, RHYACOPHILIDAE)
PAR
L. BOTOSANEANU
Bucarest
M. le Dr. D. E. KiMMINS m'a récemment fait savoir que Rhyacophila kimminsi
Botosaneanu (Tijdschr. voor Entmologie, 1957, vol. 100, livr., 2, p. 179—180)
est un homonyme de R. kimminsi Ross 1956. Je change donc le nom de cette
espèce, qui s'appellera Rhyacophila kimminsiana nomen novum.
139
Nederlandsche Entomologische Vereeniging
BESTUUR
Dr. G. Barendrecht, President (1955—1961), Heemstede- Aerdenhout.
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INHOUD
MUNROE, E., A. DIAKONOFF, & E. L. MARTIN. Catalogue of SNELLEN’s types
ofsPrralidaesswitheselections of lectotypes m 2202 20220 3.0706
ALTENA, C.O. VAN REGTEREN. A revision of some types of Jurassic Insects
ini fhe; KeylerMuseum, Haarleme.. ea NSO
MARSHALL, Sir Guy A. K. On some Indonesian Cossoninae (Coleoptera,
Cureulionidae) ae RR 03
LEEUWEN, W. M. DOCTERS VAN & J. M. DEKHUIJZEN-MAASLAND. The
bigamic generation of Andricus corruptrix Schlechtendal and Andricus
lienieolús Harte (Hymenopteras Cynipidac) 2... 202 22.72 108
STOCK, J. H. The Pycnogonid genus Rhopalorhynchus Wood-Mason 1873 113
BOTOSANEANU, L. Un nom nouveau pour Rhyacophila kimminst Botosaneanu
(GT£ichoptera,, Rhyacophilidae) on ne m ae u se
7,
pu onhe tant i sen
cin
an DA TOO.
DEEL 101 AFLEVERING 3—4 *
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paper, styled as follows :
Mosely, M. E., 1932. ”A revision of the European species of the genus Leuctra (Pleco-
ptera)”. Ann. Mag. Nat. Hist., ser. 10, vol. 10, p. 1—41, pl. 1—5, figs. 1—57.
Text references to this list might be made thus :
"Mosely (1932) says....” or ’ (Mosely, 1932)”.
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Manuscripts and all communications concerning editorial matters should be sent to:
Dr. A. DIAKONOFF, Rijksmuseum van Natuurlijke Historie, Leiden, The Netherlands.
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Jus, con >
[FEB 121959
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ZUR SYNONYMIE DER BORKENKAFER II.
159. BEITRAG ZUR MORPHOLOGIE UND SYSTEMATIK
DER SCOLYTOIDEA
VON
KARL E. SCHEDL
Lienz Osttirol, Österreich
Die Determinationsarbeiten der letzten Jahre, die Überprüfung von mir bis jetzt
unbekannter Typen und das Studium der Faune de France, Scolytidae, von A.
BALACHOWSKY machen eine Reihe von Ergänzungen und Richtigstellungen er-
forderlich. Desgleichen hat ein reger Briefwechsel mit den Herren F. G. BROWNE
in Sarawak und Dr. L. G. E. KALSHOVEN in Holland zur Feststellung neuer
Synonyma und der Beschreibung bisher unbekannter zweiter Geschlechter und
vereinzelter neuer Arten geführt. Ich bin den beiden Herrn für die Hinweise aus
Ihren Feldbeobachtungen dankbar.
Hylesinus debilis Chapuis
Eine Type im Institut Royal des Sciences Naturelles in Brassel, Fundort: Anal-
die, Doyr. Da eine Beschreibung dieser Art nicht veröffentlicht wurde, ist sie als
Nomen nudum zu betrachten. Außerdem ist sie mit Pteleobius vittatus Chap. iden-
tisch.
Hylesinus costatus Blandford
Das ebenfalls im Brüsseler Museum befindliche Exemplar mit dieser Bezeich-
nung, weiße Etikette und rote Unterlage, gehört zu Hylesinus tristis Blandf., von
welcher Art auch ein Syntypus in der Sammlung vorhanden ist.
Phloeosinus (Hylesinus) birmanus Eggers
H. EGGERS beschrieb diese Art unter der Gattungsbezeichnung Phloeosinus
(Zool. Meded., vol. 7, 1923, p. 138), verwies sie aber später zweimal (Sborn.
ent. Nar. Mus. Prag, vol. 3, 1925, p. 152 und Treubta, vol 9, 1927, p. 391) in
die Gattung Hylesinus Fab. Eine Nachprüfung der Gattungsmerkmale, besonders
der Fühler, ergab die Richtigkeit der Stellung in der Gattung Phloeosinus Chap.
Leperisinus fraxini Panzer = L. varius Fabricius
A. BALACHOWSKY übersah die von EGGERS, Wien. Ent. Zeit., vol. 46, 1929,
p. 43, klargestellte Synonymie von Leperisinus (Hylesinus) fraxini Panzer (Faun.
Germ. 1799, 66, 15) gegenüber Leperisinus (Bostrichus) varius Fabricius (Sy:
Ent. 1775, p. 60). Außerdem trennt BALACHOWSKY von der Stammform noch
Leperisinus orni Fuchs und von letzterer subsp. wachtli Reitter. Nun ist schon
141
142 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
die von Fucus beschriebene Art trotz aller gegenteiligen Behauptungen in der
Literatur auf die Dauer kaum zu halten und Leperisinus wachtli Reitter stellen
lediglich unausgefärbte Exemplare von L. varius Fab. dar. Derartige systematisch
nicht voll gerechtfertigte Aufspaltungen erschweren lediglich die Auswertung
biologischer Beobachtungen.
Phloeotribus pectinicornis Balachowsky = Phloeophthorus latus Wichmann.
Cotypen von Phlogotribus pectinicornis Balachowsky, Faune de France, vol. 50,
Scolytidae, 1949, p. 116, und Phloeophthorus latus Wichmann, Ent. Bl, vol. 12,
1916, p. 14 wurden verglichen und übereinstimmend gefunden.
Phleeotribus scarabaeoides ssp. occidentalis Bedel
Die von BALACHOWSKY wieder aufgegriffene ssp. occidentalis Bedel, Faune
Col. Bassin Seine, vol. 6, bis 1924, suppl. p. 148 bezieht sich auf ganz schwarze
Exemplare, die erfahrungsgemäß in der Gattung Phloeotribus Latr. und den
meisten anderen Gattungen der Scolytidae keinen wie immer gearteten systemati-
schen Wert besitzen.
Phloeotribus americanus Dejean = P. scarabaeoides Bernard
EGGERS, Wien. Ent. Zeit., vol. 46, 1929, p. 55, hat darauf hingewiesen, daß für
Phl. americanus Dejean keine Beschreibung existiert und dieser Name deshalb kei-
nen systematischen Wert hat. Mir liegt nun eines der in Frage stehenden Stücke
aus der Sammlung DEJEAN vor und konnte ich feststellen, daß dasselbe in allen
Teilen mit unseren gemeinen Phloeotribus scarabaeoides Bernard übereinstimmt.
Wieso auf der Etikette „Amer. bor.” vermerkt werden konnte, bleibt ungeklärt.
Vielleicht handelt es sich um eine Verwechslung.
Ernopocerus Balachowsky
Die in der Originalbeschreibung, Faune de France, Scolytidae, 1949, pp. 201—
202, von BALACHOWSKY aufgeführten Unterschiede in der Behaarung der Fühler-
keule von Ernoperus tiliae Panz., einerseits und E. fagi Fab. und E. caucasicus
Lind. andrerseits bestehen zwar zurecht, genügen aber keineswegs zu Aufstellung
einer neuen Gattung. Überdies müßten die beiden letztgenannten Arten auf Grund
ihrer Fühlermerkmale — Unterschiede in der Skulptierung und Behaarung
spielen in den Cryphalini eine untergeordnete Rolle — in die Gattung Erzery-
phalus Hopkins verwiesen werden. Dadurch würde Ernopocerus Balachowsky
synonym zu den viel älteren Namen Ericryphalus Hopk. 1915. Gegenwärtig wird
es wohl am besten sein die Gattung Ernoporus Thoms. in dem bisher üblichen
Sinne zu belassen.
Pseudothamnurgus Eggers
Die von BALACHOWSKY aufgeführte Gattung Pseudothamnurgus Egg., Faune
de France, vol. 50, Scolytidae, 1949, pp. 164, 172, wurde mittlerweile als Sy-
K. E. ScHEDL: Zur Synonymie der Borkenkäfer II 143
nonym zu Tiarophorus Schreiner gestellt (SCHEDL, Ann. Mus. Roy. Congo Belge
SEEN VOL RN A2 52 PMI)
Dryocoetinus Balachowsky
Die von BALACHOWSKY durchgeführte Aufspaltung der Gattung Dryocoetes
Eichh. auf Grund der wenigen mitteleuropäischen Arten halte ich für wenig
glücklich. Würde derselbe Mafistab auch für den Rest der recht artenreichen Gat-
tung angelegt werden, müßte dies zu einer kaum mehr überblickbaren Verwir-
rung führen.
Dryocoetes subimpressus Eggers
Diese von EGGERS in Arbeit. morph. tax. Ent. Berlin-Dahlem, vol. 7, 1940,
p. 127 beschriebene Art wurde an Hand der Type nachgeprüft. Dabei erwies
sich die Zugehörigkeit zur Gattung Poecilips.
Dryocoetes apatoides Eichhoff
Type im Museum Brüssel. Das ursprünglich auf demselben Aufklebeblättchen
vorhanden gewesene zweite Exemplar, jetzt getrennt aber auf derselben Nadel, ist
wahrscheinlich die Type von Stephanoderes tristis Eichh., einer mit Stephanoderes
javanus Egg. verwandten Art.
Carpophloeus gen. nov.
Körper walzenförmig, jenem von Carposinus Hopk. ähnlich, Stirn beim Männ-
chen gewölbt, beim Weibchen scheinbar abgeflacht und mit kräftiger Haarbürste,
Augen nierenförmig, Fühlerschaft keulenförmig, Geißel 3-gliederig, Keulen oval,
relativ klein, abgeflacht, ungegliedert, mit einem Saum kurzer Haare am Außen-
rand. Pronotum einfach gleichförmig gewölbt, vorne fein und dicht raspelförmig
skulptiert, im basalen Teil punktiert, einfach behaart. Flügeldecken zylindrisch,
Apex gerundet, Absturz gewölbt. Schildchen klein.
Vorderhüften einander berührend, Vorderschiene distal schwach erweitert,
Apikalkante schief und mit drei Zähnchen bewehrt. Tarsen zylindrisch.
Die neue Gattung ist in die unmittelbare Nähe von Carposinus Hopk. zu stel-
len zeigt aber im Gegensatz zu dieser eine dreigliederige Fühlergeißel.
Carpophloeus rugipennis spec. nov.
Männchen. Rotbraun, schwach behaart, 2.0 mm lang, nahezu dreimal so lang
wie breit.
Stirn soweit sichtbar einfach gewölbt, kräftig punktiert, vereinzelt behaart.
Halsschild länger als breit (23 : 20), an der Basis am breitesten, hintere Seiten-
ecken etwas gerundet, Seiten in den basalen zwei Fünftel parallel, dann im Bogen
verschmälert, Apex noch immer ziemlich breit gerundet; einfach gewölbt, apikaler
fein geraspelter Teil kurz, basaler punktierter Teil deutlich länger, Punkte ziem-
144 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
lich groß und eng gestellt. Behaarung spärlich. Das kleine Schildchen hinten ab-
gerundet.
Fligeldecken kaum breiter und 1.5 mal so lang wie der Halsschild, am brei-
testen am Beginne des Absturzes, Seiten gerade, hinten ganz kurz und etwas schief
zur Naht gerundet, Absturz weit hinter der Mitte beginnend, schief gewölbt;
Scheibe glänzend, regelmäßig in Reihen punktiert, die Punkte gegen den Absturz
deutlich größer und tiefer werdend, die Zwischenräume eng und jeder mit einer
lockeren Reihe kaum wahrnehmbarer Pünktchen; Absturz mit der Naht leicht er-
höht, die Punktierung noch enger gestellt, deshalb rauh erscheinend, einige lange
Haare von den Zwischenraumpünktchen entspringend.
Das Weibchen trägt auf der Stirn eine gelbe Bürste dessen Randhaare dem
Zentrum zu gebogen sind.
Typen: 1 3, 1 2 im Zoologischen Museum Amsterdam, 1 & in Sammlung
SCHEDL.
Fundort: Sumatra's Westkust, Gunung Singgalang, 1800 m, VII.1925, leg. E.
JACOBSON.
Hylocurus rectus nom. nov.
Hylocurus simplex Blandf. (Biol. Centr. Amer., Col., vol. 4, 1898, p. 222)
wurde übersehen wodurch eine Umbenennung meiner Art (Dusenia, vol. 5, 1954,
p. 33) notwendig erscheint.
Pityophthorus eggersianus nom. nov.
H. WICHMANN beschrieb in den Ent. Bl. 1915, p. 106 einen Trigonogenius
denticulatus, welcher nach Einziehung der Gattung Trigonogenius Wichm. durch
ScHEDL (Dusenia, vol. 3, 1952, p. 347) zugunsten von Pityophthorus Eichh.
automatisch dieser Gattung zufällt. Dadurch ist die Umbenennung von Pityoph-
thorus denticulatus Egg. (Arbeit. morph. tax. Ent. Berlin-Dahlem, vol. 7, 1940,
p. 129) erforderlich.
Pityophthorus pityographus subsp. bibractensis Balachowsky
Der Vergleich eines von A. BALACHOWSKY determinierten und mir freund-
licherweise zur Verfügung gestellten Exemplares von Cantal in Frankreich mit
meinem umfangreichen Material von P. pityographus Ratz. zeigte so geringfügige
Unterschiede, daß man es ohne Bedenken in die Stammform einreihen kann. Ich
halte es auch in diesem Falle für müßig so untergeordnete Skulpturunterschiede
einzelner Exemplare zur immer weiteren Aufspaltung längst bewähnter Arten zu
verwenden ganz besonders dann wenn nicht gleichzeitig biologische Abweichun-
gen festgestellt worden sind.
Tribus Gnathotrichina und Tribus Pityogenina Balachowsky
Die Aufstellung einer eigenen Gattungsgruppe für die nach Europa einge-
schleppte einzige Art Gnathotrichus materiarius Fitch., außerdem ohne Berück-
sichtigung der außereuropäischen Pityophthorini und deren Literatur halte ich
K. E. ScHEDL: Zur Synonymie der Borkenküfer II 145
für überflüssig. Grathotrichus Eichh. fällt, wie mehrere kompetente Autoren be-
reits festgestellt haben zwanglos in die Gattungsgruppe Pityophthorini. Ebenso ist
die Gattungsgruppe Pityogenina für die einzige Gattung Pityogenes Bedel nicht
haltbar. Noch überflüssiger erscheint die Zersplitterung der Gattung Pityogenes
Bedel in zwei Untergattungen Pityogenes und Pityoceragenes Balachowsky. Diese
Art der Zerreißung weiter geübt müßte beispielsweise die Gattung Ips de Geer
in wenigstens 5 bis 8 neue Untergattungen zerlegt werden, Orthotomicus Ferr.
in wenigstens 2 bis 3 und in den großen Gattungen Xyleborus Eichh. und Platypus
Herbst müßte sich eine Flut von Namen ergeben, die auch kein Spezialist mehr
überblicken könnte.
Cnestus Sampson
F. G. BROWNE hat im Sarawak Mus. Journ., vol. 6, 1955, pp. 357—361 die
Diagnose der lange Zeit unbeachtet gebliebenen Gattung Crestus Samps. ergänzt,
meinen Xyleborus bicornoides (Phil. Journ. Sci., vol. 80, 1951, p. 368) in diese
Gattung überstellt und eine neue Art Crestus nitens beschrieben. Eine Nachprü-
fung verwandter Arten ergab, daß auch Xyleborus bicornis Egg. und X. protensus
Egg. dahin gehören, beide bisher in der nunmehr überflüssigen Artengruppe
Xylebori bicornuti. Ebenfalls in die Gattung Crestus Samps. fällt die Artengruppe
Xylebori nitiduli mit den Arten X. aterrimus Egg., X. bimaculatus Egg., X.
glabripennis Schedl, X. pallidipennis Egg. und X. punctulatus Schedl.
Xyleborus glabripennis Schedl und Cnestus nitens Browne sind außerdem
synonym zu Cnestus (Xyleborus) aterrimus Egg. Typen verglichen.
Arixyleborus Hopkins
In den Ent. Bl, vol. 47/48, 1951/52, pp. 161—162 habe ich die Synonymie
von Xyleboricus Egg. mit Arixyleborus Hopk. nachgewiesen und festgestellt daß
Xyleboricus (Webbia) medius Egg. mit Arixyleborus rugosipes Hopk. identisch
ist. Damit Hand in Hand ging die Umstellung der bisherigen Arten Xyleboricus
angulatus Schedl, caniculatus Egg., confinis Egg., dissimilis Egg., gedeanus Schedl,
imitator Egg., malayensis Schedl, marginatus Egg., mediosectus Egg., minor Egg.,
morio Egg., orbiculatus Egg., pusillus Egg., similis Egg., sublaevis Egg. und tuber-
culatus Egg. in die Gattung Arixyleborus Hopk. Dazu kommen nunmehr noch die
damals im Druck befindlichen Arten Xyleboricus guttifer Schedl und X. leprosulus
Schedl.
Neuerdings hat sich F. G. BROWNE (Sarawak Mus. Jonrn., vol. 6, 1955, pp.
350—351) ebenfalls mit der Gattung Arixyleborus Hopk. befaßt und die fol-
genden Xyleborus Arten, fuliginosus Egg., granifer Eichh., granistriatus Egg.
granulifer Egg., hirtipennis Egg., moestus Egg., pilosus Egg., puberulus Blandf.
und scabripennis Blandf. in die Gattung Arixyleborus Hopk. überstellt. Außerdem
wurde die Synonymie von Xyleboricus (Webbia) camphorae Egg. mit Arixyleborus
rugosipes Hopk. nachgewiesen.
Damit verbleiben in der Artengruppe Xylebori granulosi nur mehr Xyleborus
cancellatus Egg., die dazu gehörige var. pronunciatus Egg., X. pygmaeus Egg. aus
Java, X. graniger Schedl aus Neu Guinea, X. latecarinatus Schedl aus Malaya und
X. strombosiopsis Schedl aus dem Belgischen Congo.
146 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Arixyleborus malayensis Schedl neallotypus 2
Das Männchen von Arixyleborus (Xyleboricus) malayensis Schedl wurde in
Phil. Journ. Science, vol. 83, 1954, pp. 144, 150—151 beschrieben. Unter der-
selben Benennung wurde diese Art verschiedentlich erwähnt. Dieselbe Art befand
sich seinerzeit unter der Bezeichnung Xyleboricus (Webbia) marginatus in der
Sammlung EGGERS und wurde unter dieser Bezeichnung von mir ebenfalls erwähnt
ohne daß Forstrat EGGERS oder ich die Beschreibung des Weibchens veröffentlicht
haben. Dies sei nunmehr nachgeholt.
Weibchen. Schwarzbraun wenn ausgefärbt, 2.2 mm lang, 2.5 mal so lang
wie breit. Stark zylindrisch wie Arixyleborus minor Egg. aber wesentlich größer,
das Basalstück der Flügeldecken ohne Punktstreifen, sehr fein punktiert, der
apikale Teil viel stärker gerieft und die Zwischenräume stärker kielartig und
scharfkantig erhöht.
Stirn breit gewölbt, matt seidenglänzend, winzig punktuliert, zerstreut mit
feinen Pünktchen besetzt die wie winzige Körnchen ausschen.
Halsschild bedeutend länger als breit (32 : 26), hintere Seitenecken recht-
winkelig und kurz gerundet, Seiten bis über die Mitte streng parallel, Apex breit
gerundet, in der Mitte etwas enger vorgezogen; Summit etwa in der Mitte,
apikaler Teil schief gewölbt, fein und dicht mit quer gestellten Schüppchen
besetzt, gegen die Basis verschwinden diese Schüppchen und werden durch mäßig
große deutliche Punkte ersetzt, im übrigen ist der basale Teil stark glänzend.
Behaarung der Stirn und des Halsschildes unbedeutend. Schildchen mittelgroß,
wappenförmig.
Fligeldecken so breit und 1.06 mal so lang wie der Halsschild, stark zylindrisch,
die Seiten bis weit über die Mitte parallel bezw. hinten kaum merklich eingezogen,
Apex kurz und etwas winkelig gerundet; Scheibe die basalen zwei Fünftel der
Flügeldecken umfassend, glänzend, sehr fein zerstreut punktiert ohne daß die
Punktreihen deutlich hervortreten; die Absturzwölbung entlang der Punktreihen
tief und breit gerieft, die Riefen matt, fein rauh skulptiert, die Zwischenräume
eng kielartig erhöht, jeder Kiel mit einer eng gestellten Reihe feiner Körnchen
die anliegende gelbe Härchen tragen, gegen den Hinterrand die Kiele flacher
werdend.
Typen in Sammlung SCHEDL und KALSHOVEN.
Fundort: Java, Baturraden, Mount Slamet, 10.IV., 17 und 19.VII.1930, F. C.
DRESCHER.
Arixyleborus castaneae spec. nov.
Weibchen. Schwarzbraun, 1.9 mm lang, 2.3 mal so lang wie breit. Mit
Arixyleborus granulifer Egg. näher verwandt aber wesentlich schlanker, das basale
Viertel der Flügeldecken mehr glänzend und unbehaart und der Absturz kürzer.
Stirn gut gewölbt, seidenglänzend winzig punktuliert, fein und ziemlich dicht
punktiert, Behaarung spärlich und kurz.
Halsschild länger als breit (26.0 : 23.2), hintere Seitenecken stark abgerundet,
Seiten in der basalen Hälfte nahezu parallel, dann bogig verengt, Apex ziemlich
eng gerundet, eine subapikale Einschnürung kaum angedeutet; Summit in der
Mitte, vorne mäßig kräftig gewölbt, fein und sehr dicht geraspelt-gehöckert,
K. E. ScHEDL: Zur Synonymie der Borkenkäfer II 147
basaler Teil mattglänzend, fein und wenig tief punktiert; in der apikalen Hälfte
und an den Seiten kurz, fein und ziemlich dicht behaart, ein Saum nach vorne
gerichteter Haare entlang der Basis. Schildchen kurz, breiter als lang.
Fligeldecken wenig breiter und 1.15 mal so lang wie der Halsschild, walzen-
förmig, Seiten bis weit über die Mitte parallel, Apex breit gerundet, Absturz weit
hinter der Mitte beginnend, steil abgewölbt; Scheibe im basalen Viertel mäfig
glänzend, dicht, unregelmäßig punktiert-gekörnt, so daß Punktreihen kaum wahr-
zunehmen sind, der rückwärtige Teil einschließlich des Absturzes matt, dicht und
kräftiger gekörnt ohne daß eine reihenartige Anordnung zu erkennen ist, die
Körnchen tragen auf dem rückwärtigen Teil der Scheibe feine abstehende Haare,
auf dem Absturz entlang der Naht teilweise kurze anliegende Schüppchen.
Typen: je ein Weibchen im Museum Leiden und in Sammlung SCHEDL.
Fundort: Java, Stapelplaats Bandung, 10.VIII.1940, leg. P. A. BLIJDORP, ex
saninten Holz (Castanea argentea).
Xyleborus bicolor Blandf.
Xyleborus bicolor Blandf. (Trans. Ent. Soc. London 1894, pp. 102, 113—114,
116) wurde aus Japan beschrieben und von C. F. C. BEESON aus mehreren
Örtlichkeiten Indiens gemeldet. Ein neuerlicher Vergleich einer Typus und solcher
Exemplare aus Indien, welche C. F. C. BEEsON determinierte, und das Studium
meiner langen Serien von X. subparallelus Egg., Tijdschr. v. Ent., vol. 83, 1940,
p. 151, und X. rameus Schedl, Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 11, vol. 5, 1940, p. 441,
ergaben die unbestreitbare Tatsache, daß alle drei Arten zusammengehören und
in Zukunft unter den ältesten Namen Xyleborus bicolor Blandf. aufzuführen sind.
Die Variationsbreite innerhalb dieser Art scheint eine beträchtliche zu sein, einmal
in bezug auf die Größe, dann aber auch in der Ausbildung des Absturzes, an
welchem die Körnchen des 1. und 3. Zwischenraumes mehr oder weniger stark
hervortreten und der kleine Einschnitt an der Naht verschieden stark ausgebildet
ist.
Xyleborus pernitidus Schedl und X. breviusculus Schedl = X. minutus Blandf.
Ein neuerlicher Vergleich der Typen von Xyleborus minutus Blandf. (Tr. Ent.
Soc. Londen, 1894, p. 116), X. pernitidus Schedl (Phil. Journ. Sci, vol. 83,
1954, p. 142, 152) und X. breviusculus Schedl (Kolonialforstl. Mitt., vol. 5,
1942, p. 196) ergibt die Tatsache, daß die geringfügigen Unterschiede der drei
Arten innerhalb der Variationsbreite von X. minutus Blandf. liegen und die bei-
den letztgenannten Arten deshalb eingezogen werden müssen. Gute Serien in
meiner Sammlung bestätigen diese Annahme.
Die Verbreitung von Xyleborus minutus Blandf. wird nunmehr von Japan im
Norden, von Malaya und Java im Süden begrenzt, die Ostwest-Ausdehnung be-
darf noch weiteren Materiales.
Xyleborus parvispinosus Schedl = X. quadrispinosulus Egg.
Ein größeres Material von Xyleborus quadrispinosulus Egg. (Zool. Meded.
Leiden, vol. 7, 1923, p. 189) läßt Schlüsse auf die Variationsbreite zu und zeigt,
148 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
daß X. parvispinosus Schedl (Tijdschr. v. Ent., vol. 93, 1950, pp. 78—79) nicht
mehr länger aufrechterhalten werden kann. Auch die var. palembangensis Schedl,
eine etwas kleinere Form bei allgemein ähnlichem Aussehen, zeigt Übergänge zur
Stammform und soll deshalb nicht länger getrennt behandelt werden.
Xyleborus ciliatus Egg.
In der Originalbeschreibung des Männchens ist ein Druckfehler unterlaufen;
als Datum soll es heißen 25.VIII.1923 an Stelle von 16.VIII.1923 und die
Meereshöhe soll 1500 m und nicht 800 m lauten.
Xyleborus rufonitidus Schedl
Durch eine Rückfrage von Seiten Dr. KALSHOVEN konnte festgestellt werden,
daß das anläßlich der Originalbeschreibung angegebene Datum vom 26.VII.1924
auf 26.VII.1934 zu ändern ist.
Xyleborus superbulus nom. nov.
Durch die Aufhebung der Gattung Streptocranus Schedl (im Druck) ist eine
Umbenennung von Streptocranus superbus Schedl (beschrieben als Xyleborus,
Tijdschr. v. Ent., vol. 93, 1951, p. 95) notwendig. Es wird als neue Bezeichnung
Xyleborus superbulus nom. nov. vorgeschlagen.
Xyleborus brunneipes Egg. neallotypus ¢
Männchen. Gelbbraun, 1.8 mm lang, 2.07 mal so lang wie breit.
Stirn flach gewölbt, zerstreut punktiert, mit einzelnen langen Haaren.
Halsschild etwas breiter als lang (24:20), nahe der Basis am breitesten, hin-
tere Seitenecken stark gerundet, Seiten in den basalen Drittel subparallel, dann
schief bogig verengt, Vorderrand breit gerundet; Scheibe sehr flach gewölbt,
glinzend glatt, zerstreut punktiert und lang behaart. Schildchen relativ klein,
dreieckig.
Fliigeldecken deutlich breiter (27:24) und 1.6 mal so lang wie der Hals-
schild, Schulterecken stark gerundet, Seiten in der basalen Hälfte parallel, Apex
breit, kaum winkelig gerundet, Absturz schon vor der Mitte beginnend, gleich-
mäßig gewölbt; Scheibe leicht gestreift-punktiert, die Reihenpunkte nur mäßig
groß, nicht ganz regelmäßig in ihrer Anordnung, Zwischenräume breit, jeder mit
einer Reihe nahezu gleichgrößer aber noch unregelmäßiger gestellter Punkte, die
lange abstehende Haare tragen; Absturz mit den Punktreihen deutlicher, die Punk-
te der Zwischenräume weitläufiger gestellt und mehr oder weniger durch winzige
setose Körnchen ersetzt.
Typen: Je ein Exemplar in Sammlung KALSHOVEN und SCHEDL.
Fundort: Java, Mount Gedé, IV.1933, Tapos, L. G. E. KALSHOVEN.
Xyleborus subdolosus Schedl
Wie mir Dr. KALSHOVEN mitteilt, stammen die Typen nicht aus Java sondern
wurden lediglich in Bogor (Buitenzorg) aus einem Holzstück aus Singkel, Su-
K. E. SCHEDL: Zur Synonymie der Borkenkäfer II 149
matra herausgeschnitten. Die Fundortänderung der Typen wäre richtig zu stel-
len.
Xyleborus discolor Blandf. und X. posticestriatus Egg.
Xyleborus discolor Blandf. (Trans. Ent. Soc. London 1898, p. 429) und X.
posticestriatus Egg. (Arb. morph. tax. Ent. Berlin-Dablem, vol. 6, 1939, p. 119;
® 4 Typen in meiner Sammlung) sind voneinander nicht mit Sicherheit zu unter-
scheiden. Die Größe innerhalb einer sehr langen Serie aus Ceylon schwankt von
1.70 bis 2.17 mm ohne dafì anderweitige wesentliche Unterschiede vorhanden
sind. Es scheint deshalb angebracht die beiden Arten zu Gunsten des älteren
Xyleborus discolor Blandf. zusammenzuziehen. Das Mannchen dieser Art wurde
von ScHEDL noch einmal unter den EGGERS'schen Namen X. posticestriatus (Tijd-
schr. v. Ent., vol. 93, 1951, p. 63) beschrieben.
Xyleborus percorthyloides Schedl neallotypus &
Xyleborus corthyloides Schedl ist im Zuge der Bearbeitung der afrikani-
schen Faune (Ann. Kon. Mus. Belg. Congo, vol. 56, 1957, p. 85) auf X. per-
corthyloides Schedl abgeändert worden. Während bislang nur das Weibchen be-
kannt war, legte mir Herr Dr. KALSHOVEN nun auch zwei Männchen zur Be-
schreibung vor.
Männchen. Gelbbraun, 2.4 bis 2.7 mm lang, 2.2 mal so lang wie breit.
Stirn unter den lang vorgezogenen Halsschild vollkommen versteckt, scheinbar
eng und leicht aufsteigend gewölbt.
Halsschild von oben gesehen wenig länger als breit, bei schief von vorne be-
trachtet viel schlanker, im basalen Viertel am breitesten, hintere Seitenecken
stumpfwinkelig, wenig gerundet, Seiten zuerst deutlich divergierend, dann im
flachen Bogen nach vorne verengt, Apex ziemlich eng gerundet, die schnabel-
förmige Verlängerung kurz vor dem Vorderrand leicht konkav, basalwärts gleich-
mäßig gewölbt, in der apikalen Hälfte sehr fein und dicht gekörnt-punktiert, im
basalen Teil stark glänzend, ziemlich fein zerstreut punktiert, die Mittellinie
punktfrei; die Behaarung spärlich und mäßig lang. Schildchen klein, dreieckig
und glänzend.
Flügeldecken kaum so breit und nahezu 1.2 mal so lang wie der Halsschild,
am breitesten kurz vor der Mitte, Seiten zuerst leicht ausgebaucht, Apex schlank
winkelig zugespitzt ähnlich wie bei den Weibchen der Xylebori bidentati; Scheibe
kurz, Absturz vor der Mitte beginnend und schief abgewölbt; Scheibe schwach
glänzend, mit wenig deutlichen Reihen feiner Punkte, die breiten Zwischenräume
unregelmäßig mit gleich großen Pünktchen besetzt, die lange abstehende Haare
tragen; Absturz matt, dicht und fein gerunzelt, so daß die Punktreihen nur
undeutlich hervortreten, die Behaarung dichter und mehr auffallend.
Typen: je ein Männchen im Museum Leiden und in Sammlung ScHEDL.
Fundort: Java, Mount Gedé, 800 m, 14.IX.1932, Tapos, ex Zingiberaceae, L.
G. E. KALSHOVEN.
Xyleborus mancus Blandf. neallotypus &
Männchen. Gelbbraun, 2.1 mm lang, gerade doppelt so lang wie breit.
150 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Stirn eng, flach gewölbt, stark glänzend, fein zerstreut punktiert, spärlich lang
behaart.
Halsschild trapezförmig, breiter als lang (29 : 26), hintere Seitenecken stark
abgerundet, die Seiten schief nach vorne verengt, Vorderrand mäßig breit ge-
rundet; der Länge nach aufsteigend leicht gewölbt, mäßig glänzend, sehr dicht mit
mittelgroßen Punkten besetzt, diese im vordersten Teil durch winzige Quer-
schüppchen ersetzt, Behaarung dicht aber sehr kurz und abstehend. Schildchen
mäßig grof, dreieckig und glatt.
Flügeldecken deutlich breiter (32:29) und 1.46 mal so lang wie der Hals-
schild, nach den basalen zwei Fünfteln am breitesten, Schulterecken gerundet, die
Seiten leicht bauchig, gekrümmt, der Hinterrand mäßig breit gerundet, Absturz
bereits vor der Mitte beginnend, schief gleichmäßig gewölbt; Scheibe mäßig
glänzend, unregelmäßig und teilweise undeutlich gestreift-punktiert, die Zwischen-
räume breit, teilweise leicht genetzt, mit je einer unregelmäßigen Reihe nahezu
gleichgroßer Punkte wie in den Hauptreïhen; auf dem flach gewölbten Absturz
sind die Reihenpunkte etwas deutlicher, die ganze Scheibe ist gegen den basalen
Teil der Flügeldecken leicht winkelig abgesetzt; die Behaarung der Flügeldecken
ist kurz abstehend, auf den Seiten dichter als gegen die Naht.
Typen: Je ein Männchen in der Sammlung KALSHOVEN und SCHEDL.
Fundort: C. Java, teak forest, VII.1926, Dr. KALSHOVEN; Java, Rembang,
teak forest, VII.1926, Dr. KALSHOVEN.
Zweifel von Seiten Dr. KALsHOVEN über die Zugehörigkeit der beiden Ge-
schlechter zu ein und derselben Art sind insoferne hinfällig als ich dieselben zwei
Formen aus ein und demselben Brutgang auch in Madagaskar feststellen konnte.
Xyleborus fraternus Blandf. = Xyleborus xanthopus Eichh.
Wie Dr. KALSHOVEN mir berichtete, vermutete Col. SAMPSON zurzeit (1924)
eine Synonymie von X. fornicatus Eichh. mit X. fraternus Blandf. Tatsächlich
sind diese beide Arten sehr nahe verwandt und dürften wahrscheinlich einmal
zusammengezogen werden. Gegenwärtig spricht dagegen in erster Linie die über-
aus konstante Größe des fornicatus insbesondere soweit derselbe als Teeschädling
in Erscheinung tritt, während X. fraternus Blandf. nicht nur größer ist sondern
auch mehr in seinen Dimensionen schwankt. Eine andere Synonymie ergab sich
beim Vergleich von Cotypen des X. fraternus Blandf. einerseits und einer Reihe
von Metatypen von X. xanthopus Eichh. (X. kivuensis Egg.) andrerseits. Diese
beiden Arten sind vollkommen gleich und sind in keiner Weise zu trennen. Der
Priorität folgend muß X. fraternus Blandf. eingezogen werden. Das Verbreitungs-
gebiet von X. xanthopus Eichh. erstreckt sich daher nunmehr über sehr große
Teile Zentralafrikas, Madagaskar, Ceylon, Java und die Philippinen.
Xyleborus siobanus Egg. = Xyleborus andamanensis Blandf.
Ebenfalls durch Herrn Dr. KALSHOVEN angeregt, habe ich X. sobanus Egg.
(Zool. Meded. Leiden, vol. 7, 1923, p. 156) mit X. andamanensis Blandf. (Tr.
Ent. Soc. London 1896, p. 222) verglichen und bin zu einer vollkommenen Über-
einstimmung gelangt. Das Männchen zu dieser Art wurde von mir unter der Be-
K. E. SCHEDL: Zur Synonymie der Borkenkäfer II 151
zeichnung X. stobanus Egg. beschrieben (Phil. Journ. Sci., vol. 83, 1954, p. 143).
Das ebenfalls aus Pärchen aus denselben Fundort, Wirt und Datum beschriebene
Männchen von X. andamanensis Blandf., SCHEDL, l.c., p. 140 ist zu Xyleborus
fornicatus Eichh. zu stellen.
Xyleborus hybridus Egg. und Xyleborus interruptus Egg.
Von Xyleborus hybridus Egg. besitze ich zwei Cotypen und zahlreiche Exem-
plare, die EGGERS nachgeprüft hat, alle von den Philippinen. Diese unterscheiden
sich sehr deutlich von X. interruptus Egg. (Cotypen in meiner Sammlung), so
daß diese beiden Arten auseinanderzuhalten sind. Xyleborus semirudis Blandf.
habe ich wohl einmal im Britischen Museum gesehen aber nicht mit den beiden
oben genannten Arten verglichen, so daß eine mögliche Synonymie mit der einen
oder anderen Art nicht beurteilt werden kann. Ein von EGGERS als X. hybridus
Egg. determiniertes Exemplar aus Java (Baturraden, F. C. DRESCHER) habe ich
nachgeprüft und erwies sich dasselbe einwandfrei als X. interruptus Egg., so
daß für Java kein X. hybridus Egg. bekannt ist. Zwei weitere Stücke, welche mir
Dr. KALSHOVEN sandte und die von ihm auf Java, Mount Gedé, XII.1932, 800
m, Tapos, gesammelt wurden, gehören gleichfalls zu X. interruptus Egg.
Ein weiterer Vergleich ergab nun, daß die Arten X. interruptus Egg., X. dubius
Egg. (Zool. Meded., vol. 7, 1923, p. 199) und X. sereinuus Egg. (l.c, p. 187)
einer einzigen Art, der Priorität folgend, X. sereinuus Egg. angehören. Die Type
der letztgenannten Art ist nicht ganz ausgefärbt und die Flügeldeckenscheibe et-
was mehr runzelig punktiert, vielleicht infolge einer Störung während der Ver-
puppung, und die Type von X. dubius Egg. hat etwas gespaltene Flügeldecken,
was den direkten Vergleich erschwerte. Dennoch dürfte die Zusammenziehung
gerechtfertigt sein.
Das von Forstrat EGGERS als Type bezeichnete Exemplar von X. dubius trägt
die Etikette „In dadap (nach Mitteilung von Dr. KALSHOVEN = Erythrina sp.)
Tjitjalengka 1905”. Dieser Fundort liegt in West Java, östlich von Bandung, in
600 m Meereshöhe.
Xyleborus nepotulus Egg. und X. nepotulomorphus Egg. = X. asperatus Blandf.
Xyleborus nepotulus Egg., Zool. Meded. Leiden, vol. 7, 1923, p. 179 kenne
ich nur von der Weibchen Type aus Sumatra, X. nepotulomorphus Egg., Tijdschr.
v. Ent., vol. 79, 1936, p. 88, von mehreren Cotypen aus Java. Beide Arten sind
zweifellos synonym zu Xyleborus asperatus Blandford, Ann. Mag. Nat. Hist., vol.
15, 1895, p. 321, von welcher Art ich eine Cotype besitze. Die Ceylon-Käfer sind
im allgemeinen etwas kleiner als jene von Java, doch kenne ich ein kleines Stück
auch von dieser Insel.
Das Männchen wurde als X. nepotulomorphus beschrieben. Aus Java sind
Exemplare von Mount Salak, 28.V.1926, Sc 306, aus Bandjar, April 1934, Sc 232
und Mount Gedé, 800 m, Tapos, VII.1932, Sc. 119, alles Coll. L. G. E. Kats-
HOVEN und von Baturraden, F. C. DRESCHER, bekannt geworden.
152 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Xyleborus laticollis Blandf. = Xyleborus artestriatus Eichh.
Dr. KALSHOVEN’s Vermutung, daß X. /aticollis Blandf. (1896) mit X. arte-
striatus Eichh. (1879) synonym ist, konnte ich durch den Vergleich meiner Meta-
typen bestätigen.
Xyleborus dipterocarpus Schedl i.l.
In Fed. Malay. States Mus., vol. 18, 1936, p. 32 ist nomen nudum und zu
streichen.
Xyleborus adspersus nom. nov.
ERICHSON beschrieb 1842 (Archiv f. Naturgesch., vol. 8, p. 212) einen Xyle-
borus truncatus aus dem Vandiemensland, D. SHARP in Trans. R. Soc. Dublin,
vol. 3, 1885, pp. 192—194 einen gleichnamigen Käfer aus Hawaii. Da die beiden
Tiere nicht identisch sind und beide in der Gattung Xyleborus bleiben dürften,
ist eine Umbenennung des SHARP'schen Käfers notwendig. Ich schlage dafür den
Namen Xyleborus adspersus nom. nov. vor.
Platypus velatus nom. nov.
Meine Korrespondenz mit Mr. G. B. RAWLINGS in Neuseeland brachte die
Tatsache zutage, daß STROHMEYER in seinem Coleopterorum Catalogus und
Genera Insectorum den Platypus inimicus Brown, Bull. N.Z. Inst., vol. 1, 1910,
p- 71, vergessen hat aufzunehmen. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit meinen
Platypus (Crossotarsus) inimicus, Phil. Journ. Sci., vol. 57, 1935, p. 482, umzube-
nennen und ich schlage als neuen Namen Platypus velatus vor.
NACHTRAG
Hyledius Samps. = Phloeosinus Chap.
Der Aufstellung der Gattung Hyledius Samps. lag praktisch nur die Tatsache
der geteilten Augen zugrunde. Dieses Markmal, so überzeugend auf den ersten
Blick, hat nur bedingten Wert. Alle Phloeosinus-Arten besitzen nierenförmig
ausgeschnittene Augen, wobei am einen Ende der Variationsbreite die Einbuch-
tung nur gering ist, während am anderen Ende eine vollständige Teilung ein-
treten kann. Damit steht die Gattung Phloeosinus Chap. in einem gewissen
Gegensatz zu Polygraphus Er., bei welcher die geteilten Augen Regel sind, aber
auch Arten vorkommen, bei denen die beiden Hälften durch eine Kette von
Facetten miteinander verbunden sind.
Zu Phloeosinus (Hyledius) asper Samps. treten als Synonyme: Phloeosinus
vagans Egg. (Zool. Med. Leiden, vol. 7, 1923, p. 139), Phloeosinus latus Egg.
(Ibidem, p. 138) und Phloeosinus philippinensis Schedl (Ent. Berichten, vol. 9,
193% %p #91):
K. E. ScHEDL: Zur Synonymie der Borkenkäfer II 153
Hypocryphalus constrictus Schedl = Hypocryphalus (Cryphalus)
perminimus Schedl
Feldnotizen von Dr. KALSHOVEN führten zu einer neuerlichen Überprüfung der
beiden genannten Arten mit dem Ergebnis, daß Hypocryphalus constrictus Schedl
(Tijdschr. v. Ent., vol. 85, 1942, p. 22) zugunsten von Cryphalus perminimus
Schedl (lc. p. 13) einzuziehen ist; letztere Art gehört aber in die Gattung Hy-
pocryphalus.
Cryphalus subcylindricus Schedl 9 = Hypocryphalus mangiferae Stebb.
Ebenfalls KALSHOVEN’s Feldnotizen gaben Anlaß zu Genitaluntersuchungen
von Cryphalus subcylindricus Schedl. Auf Grund dieser sind die Weibchen dieser
Art mit den Fundorten: Java, Semarang, 1925 (88a), Nr. 105; Buitenzorg, 26.III.
1924 (d33e), Nr. 105e, 355; wie vor 11.VII.1924 (165), Nr. 105b, alles von
KALSHOVEN gesammelt, als synonym zu Hypocryphalus mangiferae Stebb. zu stel-
len, während die vermeintlichen Männchen als Weibchentypen von Cryphalus
subcylindricus Schedl (Tijdschr. v. Ent., vol. 85, 1942, pp. 16—17) erhalten
bleiben. Als Fundorte für letztere gelten: Mount Gedé, 1500 m, VIII.1923 (58)
Nr. 99; wie vor, 1400 m, Saninten Holz, Tjibodas, VI.1923, Nr. 364, KALSHOVEN
coll.
Cryphalus javanus Schedl = Cryphalus hagedorni Eggers
Cryphalus javanus Schedl (Phil. Journ. Sci, vol. 83, 1954, p. 139) = Cry-
phalus hagedorni Egg., eine Art, die sich unter der falschen Gattungsbezeichnung
Coccotrypes (Ent. Bl., vol. 4, 1908, p. 217) lange der Aufmerksamkeit entzog.
Ptilopodius kalshoveni Schedl = Erioschidias sericeus Schedl
Die außerordentlich kleinen Geißelglieder der Fühler in den Gattungen Przlo-
podius Hopk. und Erioschidias Schedl lassen die Anzahl derselben oft sehr
schwer feststellen, eine Tatsache, die bei der Doppelbeschreibung der beiden
genannten Arten Verwirrung schuf. Nach neuen Fühlerpräparaten erwies sich
Prilopodius kalshoveni (Phil. Journ. Sci., vol. 83, 1954, p. 139) als Erioschidias
sericeus Schedl (Tijdschr. v. Ent., vol. 85, 1942, p. 10).
Poecilips gedeanus Egg. und Ozopemon sulcipennis Schedl
Mein Herrn Dr. KALSHOVEN gegenüber geäußerter Verdacht einer Synonymie
von Poecilips (Thamnurgides) gedeanus Egg. (Tijdschr. v. Ent., vol. 79, 1936,
p. 86) und Xyleborus grossopunctatus Schedl (Tijdschr. v. Ent., vol. 85, 1942,
p. 36) hat sich bestätigen lassen, ausserdem sind X. grossopunctatus Schedl und
Ozopemon sulcipennis Schedl (Kolonialforstl. Mitt, vol. 5, 1942, p. 178) iden-
tisch, so daß der vermeintliche Xyleborus eingezogen werden muß.
154 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Ozopemon cylindricus Egg. = Ozopemon obanus Hag.
Ich konnte jetzt zwei Typen von O. obanus Hag. (Deutsche Ent. Zeit., 1910, p.
3) mit einem Stück vergleichen, welches vom verstorbenen EGGERS als Metatype
von O. cylindricus Egg. (Zoöl. Med. Leiden, vol. 7, 1923, p. 156) bezeichnet wur-
de, und die vollständige Ubereinstimmung feststellen. Aus diesem Grunde muf die
Art von EGGERS eingezogen werden. Neue Belegstücke von O. obanus Hag. im
Amsterdamer Museum stammen aus Sumatra, Fort de Kock, 920 m, 1926, leg.
E. JACOBSON.
Xyleborus hastatus Schedl und Xyleborus punctatopilosus Schedl
Auf Grund seiner Feldnotizen vermutete Dr. KALSHOVEN, daf das so eigenartig
geformte, in der ganzen Gattung Xyleborus einzigartig dastehende Mannchen
von X. hastatus Schedl nicht zum Weibchen dieser Art gehören dürfte, sondern
mit dem Weibchen von X. punctatopilosus Schedl zusammen gehört. Anderer-
seits soll das Männchen von X. punctatopilosus Schedl mit dem Weibchen von
X. hastatus Schedl gepaart werden. Ein von F. G. BROWNE kürzlich eingesandtes
Pärchen bestätigte die Richtigkeit der erstgenannten Annahme, die zweite, die
Zusammengehörigkeit der Geschlechter von X. hastatus Schedl ergibt sich zwangs-
läufig. Nomenclatorisch bleiben beide Arten mit den genannten Umstellungen
erhalten. Leider gestatten die wenigen Exemplare keine Genitaluntersuchungen,
doch sind die Männchenmerkmale kaum anzuzweifeln. Offensichtlich sind die bei-
den Arten trotz einer gewissen Ähnlichkeit der Weibchen gar nicht näher ver-
wandt.
Xyleborus onerosus Schedl = Xyleborus mascareniformis Egg.
Der Vergleich der Typen von X. mascareniformis Egg. (Treubia, vol. 9, 1927,
p. 400) und X. onerosus Schedl (Kolonialforstl. Mitt, vol. 5, 1942, p. 185)
haben ergeben, daf dieselben absolut übereinstimmen, wodurch meine Art einge-
zogen werden muß.
Xyleborus (Terminalinus) terminaliae Hopk. = Xyleborus procerior Schedl
Durch die Einziehung der Gattung Coptoborus Hopkins (SCHEDL, Ent. Bl, vol.
46/47, 1951/52, p. 163) wurde Coptoborus terminaliae Hopk. ein Xyleborus
terminaliae Hopk., und müßte der von Hopkins einige Seiten hinter Coptoborus
beschriebene Xyleborus (Terminalinus) terminaliae umbenannt werden. Da aber
letztere Art, wie bereits anderwärts festgestellt wurde, mit Xyleborus procerior
Schedl (Mitt. Münch. Ent. Ges., vol. 32, 1942, p. 187) identisch ist, wird diese
Umbenennung überflüssig und tritt die Art von SCHEDL anstelle jener von
HOPKINS.
Xyleborus flexiocostatus Schedl = Xyleborus elegans Samps.
Mein X. flexiocostatus (Tijdschr. v. Ent., vol. 85, 1942, p. 31) aus Java deckt
sich mit Xyleborus elegans Samps. (Ann. Mag. Nat. Hist., ser. 9, vol. 11, 1923,
p. 288) aus Bengal und muß eingezogen werden.
K. E. SCHEDL: Zur Synonymie der Borkenkäfer II 155
Xyleborus perexiguus Eggers il. = Xyleborus exiguus Walk.
Die in verschiedenen Sammlungen steckenden Exemplare mit vorgenannter il.
Bezeichnung von EGGERS sind ohne Bedenken zu Xyleborus exiguus Walk. zu
ziehen. Ich kenne solche, zum Teil als Typen bezeichnete Stücke von: Philippinen:
Luzon, Tayabas Prov., Casiguran; Philippinen, Basilan, 14.XII.1914, leg. BÖTT-
CHER; Philippinen, Manila, in Anacardium occidentale, W. SCHULTZE; Java, Ba-
turraden, Mount Slamet, 18.X1.1927, F. C. DRESCHER; Tenimber, Jandema, VI.—
VIII, DOHERTY; Neu Brittanien, Ralum, E. DAHL, S.
Xyleborus pseudovalidus Egg. = Xyleborus interjectus Blandf.
Der Vergleich von langen Serien des X. pseudovalidus Egg. (Sbornik ent. Nar.
Mus. Prag., 1925, p. 159) mit ebensolchen von X. interjectus Blandf. (Tr. Ent.
Soc. London 1894, p. 576) zeigte, daß die von EGGERS aufgeführten Merkmale
innerhalb der Variationsbreite der Art liegen. Außerdem existiert der von EGGERS
zitierte Unterschied in der Ausbildung der Vorderschiene nicht. Eine Verbreitung
von Japan bis Ceylon, ja sogar bis Ostafrika, ist in letzter Zeit bei einer ganzen
Reihe von Scolytiden und Platypodiden festgestellt worden.
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14 LA ZA
STUDIES ON THE BIOLOGY OF INDONESIAN
SCOLYTOIDFA. 4. DATAON THE HABITS OF SCOLYTIDAE.
FIRST PART.')
BY
L. G. E. KALSHOVEN
Blaricum, the Netherlands
INTRODUCTION
The preparation of this paper has been made possible thanks to a grant received
from the Netherlands Organization for the Advancement of Pure Science
(Z.W.O.) which the author gratefully acknowledges.
Material collected and localities
Observations on the occurrence of Scolytid ambrosia beetles, bark-borers and
fruit-borers and the collecting of specimens were started by me as part of
investigations in connection with measures of forest protection at the Forest
Research Institute in Bogor, Java, in 1918. They were continued after my ap-
pointment as Forest Entomologist at the Institute for Plant Diseases in 1920 and
carried on with several interruptions until about 1938, often rather as a result of
personal interest and ambition than as an additional help in dealing with problems
of applied entomology.
The main sources for collecting material in Bogor at the time were: (a) borer-
infested limbs of fruit trees and wayside trees, (b) dead trees and shrubs in the
park-like Botanical Gardens and the Experimental Garden, (c) logs and wood
samples, as well as material from shot-hole borer infested coffee, cacao, tea,
quinquina and rubber trees received for examination in the Bogor institutes, and
(d) occasionally fallen fruits picked up from the ground.
Observations were also made during frequent duty tours to forest plantations
and to the teak area, and on rare visits to the Mountain Division of the Botanical
Gardens, Tjibodas, situated on the northern slope of Mount Gedé at 1500 m.
A field laboratory for forest entomological work — mainly concerning injurious
insects of the teak tree — was established in 1926, in Gedangan, a stopping-place
on the railway line Surakarta—Semarang between the stations Telawa and Ke-
dungdjati, and situated in the midst of the teak forests of the Semarang district.
Here the study and collecting of Scolytids could be carried out as a sideline of the
program, whereby I was effectively assisted by the Javanese personnel. (This
locality of Gedangan should not be confused with a small place of the same
name near Surabaya in E. Java).
*) The numbers 1—3 of this series have appeared in the Entomologische Berichten,
vol. 18 (1958).
157
158 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
In 1928—1930 the Assistant Forest Entomologist F. A. TH. H. VERBEEK
contributed several samples, particularly those obtained during his studies on the
secondary borer fauna of Actinophora fragrans trees, which had been killed
wholesale by the zigzag borer, Agrilus kalshoveni.
An experiment was made near the field laboratory in 1930 to use small trees
of different kinds, which had been scorched to death, for the attraction of borers.
This met with partial success only. In the same year interesting material of
Xyleborus spp. was received from Tjibodas from the mycologist H. R. A. MULLER,
who had begun a preliminary study of the ambrosia fungi (MULLER, 1933).
From 1930—1936 several visits had to be paid to Bandjar in the East Priangan
district where lowland jungle was converted into teak plantations, and these
became infested with Xyleborus destruens Bldf. Some observations on other
Scolytids were also conducted in this locality with its very rainy climate, and a
simple experiment was carried out about the occurrence of the borers in logs and
billets left in the forest on purpose.
Occasional collecting was done, furthermore, with the help of a native guard,
from 1930 on in the forests above Tapos, a small vacation resort on the northern
slope of Mount Gedé, at 800 m.
It must also be mentioned here that intensive collecting of Scolytids — mainly
ambrosia feeding species — was carried out in the years 1929—1931 at Batur-
raden, a mountain resort at some 1000 m on the S. slope of Mount Slamat in
C. Java, by the late F. C. DRESCHER, an ardent and successful collector of
Coleoptera, who had the assistance of trained native collectors. This was done at
the special request of Forstrat H. EGGERS. Mr. DRESCHER gave me lists of his
acquisitions and we exchanged specimens as we had done before.
Very little material was obtained during the whole period from the extreme
eastern part of Java with its exceptionally long and dry east monsoon, and from
the mangrove swamps, and no collecting was done on the mountain tops above
about 1500 m.
Material received from outside Java has also been very scarce, with the
exception of several samples collected during short investigations into the cause
of premature death of clove trees and nutmeg trees in W. Sumatra (KALSHOVEN
1936, 1954).
Identification of the species
From the outset I tried to get the proper names for my specimens from
specialists in the group as only a dozen identified species were available for
comparison in the Bogor collections at the time, and as I did not intend to do
taxonomic work myself. However, I used to arrange the material provisionally
according to apparently different species, retaining duplicates as far as possible
when the material was sent.
My first consignments comprising about 90 species were submitted in 1922—
1924 to Col. F. W. Sampson in London, with whom I remained in corresponden-
ce up till 1926. About half of the samples had been found identical with species
known by Sampson at the time. Several other samples had been indicated as
‘’n. sp”., and a few of these had been provided with a name and type specimens of
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 159
them had been returned. Unfortunately the descriptions of the new species were
not published, and no definite conclusions were received about the remaining
samples. Some of the names given by SAMPSON were used in my early papers
(KALSHOVEN 1924a, b, c, 1925). In 1927 EGGERS described three new species
from specimens, forwarded to him by DRESCHER from my exchange material and
originating from samples similar to those received by SAMPSON.
From 1928—1931 I sent consignments mainly of new acquisittons to Dr. C. F.
C. BEESON, Dehra Dun, India, who had informed me after the death of Col.
SAMPSON that he had taken over this author's work on the oriental Scolytoids.
In his letters I received very useful information, particularly about several species
formerly sent to SAMPSON. A few references to my specimens were made in
BEESON’s paper of 1930, but the other material submitted was not definitively
dealt with. These specimens may still be present in the Forest Research Institute
at Dehra Dun, where, as I have been informed, the collections studied by BEESON
are kept.
Following a suggestion of Dr. BEESON I submitted in 1930 and 1931 several
new samples of Xylebori to EGGERS. His work on this material was much delayed
and remained unfinished. Part of the new species found was published in his
papers of 1936 and 1940. No material was returned.
In 1931 Dr. K. E. SCHEDL dealt with a small consignment, including specimens
of mine, submitted to him by the Assistant Forest Entomologist VERBEEK during
my absence on leave. In 1933 and 1937 I sent further consignments to him,
followed in 1938 by an extensive collection comprising a number of odd specimens
and of examples from most samples which had previously been submitted to SAMP-
son, BEESON and EGGERS. From all this material a large number of new species
was soon described, and data were given on numerous other species, in SCHEDL's
papers of 1934, 1939, 1942. Continuing the work of EGGERS, who died in 1947,
SCHEDL published some additional descriptions and data in 1951 and 1953. In
these and similar papers SCHEDL also dealt with new species and with data con-
cerning known species found in the unfinished parts of DRESCHER's consignments
present in the EGGERS’ collection.
As a consequence of the war and its aftermath my contact with Prof. SCHEDL
was interrupted in 1939 and it was not re-established before 1950, when I was
still in Bogor. Here I received a number of identified specimens, which fortunately
had been preserved.
However, it was not until 1955 in the Netherlands that I could resume the
study of named specimens returned at different times, and the other material still
at my disposal, in order to attempt the co-ordination of my notes on various
samples with the identifications received in the course of the years. An extensive
correspondence with Prof. SCHEDL was begun concerning the distinction of closely
related species, surmised cases of synonymy and similar points.
Contact was also taken up in 1956 with Mr. F. G. BROWNE in Sarawak,
Borneo, who had published important biological and taxonomic studies on the
Scolytoids of the forests of Malaya, and with Prof. S. L. Woop in the U.S.A.,
who had approached me for receiving Javanese Scolytids. This also lead to fruitful
exchange of viewpoints and material. A perfunctory examination of the oriental
160 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Scolytids in the British Museum of Natural History, and a more thorough study
of the representatives of the family in the Amsterdam Museum and the Leiden
Museum were furthermore helpful in my getting acquainted with forms so far
unknown to me and with the variation shown by some species.
The checking of the identifications received and the selection of the names
to be used for the species which had to be dealt with, has taken up a comparatively
large part of my time in the preparation of this paper. It was thought very
necessary, however, in a study on the ecology of species, to apply names which
appear to be more generally accepted and which do not run the risk of being
soon sunk into synonymy. Any rational reduction in the very large number of
very closely related species, so far treated as distinct, was welcomed.
As will be clear from my account, most of the names used in the present
review are based on the latest identifications received from Prof. K. E. SCHEDL.
In some Cryphalini, particularly those belonging to Hypothenemus spp., I have
followed the interpretation given by Prof. S. L. Woop, who published a detailed
study on the American representatives of this group in 1954. In a few cases I
had to rely on my own opinion formed during my work in the collections. A few
species had, for the time being, to be omitted from the list as further studies of
the specialists appear to be necessary to come to a final decision about their
identity.
I want here again to express my sincere thanks for the great help I have
received from the specialists in the identification of my material and the answering
of my many questions.
Identity of the host plants
Since the main interest was directed to the ecology and ethology of the
Scolytoid species, notes were kept on the hosts and other breeding mediums of
the specimens collected. In nearly all cases the hosts were indicated by their
vernacular names. However, for most of the trees grown in the cultivated areas,
and in forest plantations, or commonly occurring in the teak forests, the cor-
responding Latin names were familiar to me, and these have been used in this
paper. Where material was collected in natural forests and wild vegetation in
other places, often with the help of native collectors, the probable identity of
the hosts was often doubtful and difficult to ascertain even with the help of
botanical works like those of S. H. KooRDERS, S. H. KooRDERS & TH. VALETON,
and K. HEYNE. In these instances the local names are recorded.
Although already published by SCHEDL (1951) DRESCHER’s host tree indications
have been included in this paper to make the lists of known hosts of the species
as complete as possible for Java. The interpretations of the vernacular names,
evidently given by DRESCHER’s native collectors at Baturraden, have been the same
as those provided by me for SCHEDL’s paper, with only a few additions. These
interpretations have of necessity remained somewhat arbitrary as the local names
often are in use in a very limited area only and may be rather collective than
specific. The identity of some of the plants mentioned on DRESCHER's planta
nutrix labels have remained obscure.
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 161
Other data
The mere recording of host plants as is often done, still gives little information
about the habits of the borer. It may have been found in a single specimen in the
so-called host or bred in numbers, taken from small twigs of a sapling or the
trunk of a full-sized tree, from a dry limb or in a newly killed part still full of
sap, and so on. This is why in this paper the particulars found in the original
notes are given as completely as possible.
I have refrained, however, from mentioning the numerals occurring on the
labels of the specimens and referring to field notes, breeding notes and numbering
of samples in the consignments dispatched. Several of them have been cited by
ScHEDL in his references to my specimens. To find which specimens in my present
list are the same or from similar samples as those listed by SCHEDL, the comparison
of the localities and data of collection will be sufficient.
The range of size given in this paper for most species is based on my own
measurements of the specimens at my disposal. Where these figures differ some-
what from those in other publications, this may be due to the larger number
of specimens examined or to local differences, and, moreover, to the inevitable
subjective element in the measurements.
In all instances where no collectors name is mentioned in the following
records, the specimens have been collected by myself or under my supervision.
SPECIAL PART
HYLESININAE
Dactylipalpus transversus Chap. 1869, one of the largest of the oriental
Scolytidae, measuring 7.5—11 mm in length and 4—5 mm in width. W. Java:
one specimen on the bole of a young teak tree damaged by lightning, Bandjar,
VIII.1933. E. Java: a single specimen on the trunk of a felled rubber tree
(Hevea) in Bayukidul Estate, Mount Raung, 450 m, X1.1933 (leg. H. LUCHT).
BEESON (1941) mentions the species as occurring in India in the bark of
Manglietia insignis and Mesua ferrea, as well, curiously enough, as in ants’ nests.
In the Philippines it was reported from Myristica philippinensis (DE MESA,
1935). Nothing appears to have been published about its breeding habits.
Diamerus curvifer Walk. 1859, 3.5—4.5 mm. W. Java: breeding in trunk
of Ficus elastica succumbed through the attacks of the longicorn borer Batocera
rubus, 1913 (leg. K. W. DAMMERMAN); in cut limbs of Ficus variegata and
‘leungsir’, brought by a native collector from Mount Tjampea near Bogor, single
specimens, IV.1925; in rotten log of ‘kibadjing’, inhabited by various borers,
in lowland forest near Bandjar, III.1932. C. and E. Java: in log of Artocarpus
elastica, felled in the forest range Tegal and kept in the timber yard of
the Forest Research Institute at Bogor, beetles emerging IV/V.1919; in log of
same timber from lowland forest near Rambipudji, Besuki district, XI.1923;
bred in numbers from barkborer-infested limbs of Ficus ?glabella (iprit) received
from teak forest in the Semarang district, XII.1924; in dead trunk, 16 cm in
diameter, of F. elastica, inhabited by a mixed borer fauna, in teak forest of
Semarang, one specimen, V.1927.
162 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
F. C. DRESCHER collected several specimens from Ficus sp. (bulu karet) and
Symplocos sp. (djirak) at Baturraden, 1930 (SCHEDL 1954, p. 438).
The beetles are not infrequently carrying Uropodid mites which hang in clusters
from the tip of the elytra or between the legs.
D. minor Egg. 1936, 2.9—3.4 mm, looks very much like a small variety of
the former species. C. Java: several specimens under the bark of limbs of
Ficus ?glabella (iprit) which also harboured D. curvifer, in teak forest, Semarang
district, XII.1924 (EGGERS’ type specimens are from this sample).
D. nigrosetosus Egg. 1936, 3.6—5.0 mm. W. Java: in dead branch of
Mangifera indica, Bogor, VII.1925. C. Java: in branches of same tree species,
killed by the longicorn Rhytidodera simulans, in Pekalongan, several specimens,
1.1939 (leg. C. J. H. FRANSSEN).
D. luteus Hag. 1909, a thickset species nearing the globular Sphaerotrypes
spp. in shape. E. Java: on recently felled trunk of Garcinia sp. (wadung) in
lowland forest Tjuratjabe, near Djember, a single specimen only 3.2 mm in size,
DATOS),
Phloeocranus bruchoides Sched! 1942, 2.8—2.9 mm. C. Java: in stem of
Litsea chinensis, 4—7 cm in diameter, killed by fire in the teak forest near field
laboratory at Gedangan, 5 specimens, IV-VI.1931.
Hyorrhynchus pilosus Egg. 1936, 1.75—1.9 mm. W. Java: two galleries
in dead, 9 mm thick twig of Cinnamomum burmanni, each containing a single
specimen, Experimental Garden, Bogor, VI.1923. C. and E. Java: tunnelling
in dry fallen twigs found under nutmeg trees (Myristica fragrans), 14 © and
6 & collected, at Salatiga, 700 m, XI.1922 (type series); in twigs of Coffea
collected during investigations into the primary twig borers Xyleborus morigerus
and X. morstatti, in plantations near Malang, two specimens only, III.1928 and
VI.1932 (submitted by Experiment Station Malang).
H. granulatus Egg. 1936, 2.5 mm. W. Java: the single specimen which
served for the description was found in a dead thorny branch of Caesalpinia
sappan in the Experimental Garden, Bogor, 11.1924.
Hylesinus despectus Walk. 1859 (syn. H. javanus Egg. 1923, H. philippinen-
sis Egg. 1923), a somewhat variable species with a wide area of distribution, in
size ranging from 2.1—3.2 mm. W. Java: in trunk of Ficus elastica succumbing
through the attack by the longicorn borer Batocera rubus, Bogor, V.1912 (leg.
K. W. DAMMERMAN), several comparatively small specimens measuring 2.35—
2.65 mm; galleries under bark of dead Ficus sp. (hamerang) in secondary forest
at 1000 m altitude near Tjiwidei, Priangan, XII.1918, again comparatively small
specimens, 2.1—2.8 mm in size, identified as H. philippinensis Egg. by Col.
W. SAMPSON 1923 and by H. EGGERS, 1925 and as H. subcostatus by K. E.
SCHEDL 1942; on trunk of large Artocarpus elastica being hacked into for the
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 163
collection of the sticky gum, Bogor, II.1924; in dead trunk of Theobroma cacao,
heavily infested by various borers, a single specimen, Experimental Garden, Bogor,
I1.1924; in dead branch of Artocarpus integra, a few specimens, Bogor, 1.1931;
in dead Ficus spp. (kiara and tjaringin) at Tapos, XII.1932 and IV.1933. C. and
E. Java: in logs of Artocarpus elastica, A. pomiformis (nangkaan) and A.
kemando, received from forest range near Tegal at the Forest Research Institute,
Bogor, 1919; in the base of large Ficus benjamina, damaged by mudstream after
volcanic eruption of Mount Kelut, Paree, Kediri, 1.1920; in log of Artocarpus
elastica, also harbouring longicorn borers, in lowland forest at Rambipudji, Be-
suki, XII.1923.
Sphaerotrypes sp. In the museum of the Entomological Laboratory at Wage-
ningen a portion of a branch is kept showing a fine example of a complete
gallery-system (PI. 4) of a bark borer. It most strikingly resembles the pattern left
on the wood surface by Sphaerotrypes spp. such as has been figured by STROH-
MEYER (1911) and STEBBING (1914). The specimen is labelled 'Wetnmannia
blume? — a large tree species belonging to the Cunoniaceae — ‘Mount Merapi’,
C. Java, leg. DOCTERS VAN LEEUWEN.
So far, only one Sphaerotrypes sp. has been recorded from Java, viz. S. bland-
fordi Schauf. (EGGERS 1927), a species originally described from Burma, and
collected in Java on Nusa Kembangan (leg. F. C. DRESCHER X.1917). This is a
small island off the south coast of C. Java, which has since been deprived of its
forest cover.
Several Sphaerotrypes spp. have become known in S.E. Asia as barkborers of
broad-leaved trees, but Weinmannia has not been mentioned among the hosts
published.
Phloeosinus asper (Samps.) 1921 (syn. P. philippinensis Schedl 1934), 2.8—
3.4 mm. Sumatra: breeding in the cambial zone of branches cut from Myristica
fragrans trees suffering from ‘premature death’ disease at Manindjau, the ma-
terial being examined in Bogor, 1.1931.
Rectification. In my paper on “Scolytids in relation to premature death diseases
of nutmeg trees’ (1954) it was stated that the larger bark borer found in the
material was P. cribratus, the smaller one being Hypocryphalus sumatranus. This
is only true for the consignment received from Solok, Sumatra, 1936. The larger
borer in the Manindjau material was P. asper. This does not alter the general
conclusions at which I arrived.
P. cribratus Bldf. 1896, 1.8—1.9 mm. Sumatra: breeding in small numbers
in similar material as the former species received in two consignments from Solok,
1933 and 1936, in a few numbers only (KALSHOVEN 1954).
P. nonseptis Sched! 1942, 1.4—1.7 mm. C. Java: bred from caged lengths
of Derris elliptica stem, 5—25 mm in diameter, after the plant had been burnt
to death in the teak forest near the field laboratory at Gedangan, a small number
only mixed with a few Cryphaline species, V.1931.
164 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
IPINAE
CRYPHALINI
Hypocryphalus perminimus (Schedl) 1942 (syn: Cryphalus constrictus Schedl
4 1942, @ 1954), 1.15—1.4 mm. The synonymy has been confirmed by
SCHEDL (1958). W. Java: breeding in numbers in the bark of dead branches
of young Pterocarpus indicus trees in an experimental plantation in Bogor,
X.1923. C. Java: in trunk and branches of dead Frcus sp. (iprit) in teak forest
near Kedungdjati, Semarang district, XII.1924.
H. duplosquamosus (Schedl) 1942, 1.25—1.55 mm. W. Java: tunnelling
in the cambial zone of stem and branches of young Canarium commune, which
had succumbed after transplanting, and was inhabited by many different Scolytids,
Bogor, III.1924.
H. sumatranus (Schedl) 1939, 1.2—1.6 mm. W. Sumatra: found in
large numbers in the branches of nutmeg trees, suffering from the ‘premature
death’ disease in groves at Solok and Manindjau, 1931, 1936.
The tunnels were mainly found in the tissue of the inner bark. Details of this
infestation, in which Phloeosinus cribratus also played a part, were published in
an earlier paper (KALSHOVEN 1954).
H. mangiferae (Stebb.) 1914 (syn.: H. mangiferae Egg. 1928, Cryphalus sub-
cylindricus 9 Schedl 1942 — see SCHEDL 1958 —, C. mimicus Schedl 1942,
C. opacus Schedl 1942), a very widely distributed species, occurring in Mada-
gascar, India, S.E. Asia, the Pacific Islands and even in S. America. Size of the
Javanese specimens: 1.4—1.85 mm. W. Java: in diseased branches of Mangifera
indica, Bogor, VII.1919, 1.1925 and XI.1930; in dead branches of M. odorata,
inhabited by diverse secondary borers, Bogor, 1.1923 and VII.1924; in stem of
Zizyphus oenoplia damaged by lepidopterous borer, and in dead branch of Theo-
broma cacao and Lansium domesticum, single specimens, Bogor II and V.1924; in
branches of dying young Canarium commune, a few specimens in the same parts
which harboured H. duplosquamosus, Bogor, III.1924. C. and E. Java: in
diseased stem of Leucaena glauca in teak forest near Kedungdjati, Semarang
district, single specimens, II and XI.1923; in branches of Mangifera indica
showing traces of the twig-boring weevil Cryptorrhynchus goniocnemis, Pasuruan,
NTS
H. tenuis (Schedl) 1942, 1.2—1.45 mm. W. Java: in dead stem of Schef-
flera aromatica near Tapos, Mount Gedé XII.1932, two specimens. C. Ja va: bred
in different numbers from the limbs of various trees, including Alstonia villosa,
Barringtonia sp., Eugenia subglauca and Vitex pubescens, which had been burnt
to death in the teak forest near Gedangan, III—IV.1931.
Cryphalus indicus Eichh. 1879, 1.65—1.9 mm. C. and E. Java: under
the bark of large, wind-thrown Ficus sp. (preh), a few dead specimens only
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 165
among numerous specimens of a few other bark boring species, particularly Ips
perexiguus, in lowland forest near Djember, XI.1919; under and in the bark of a
Ficus variegata log received from Ngawi at the Forest Experiment Station, Bogor,
1.1920; bred in numbers from limbs, 2—12 cm in diameter, cut from a Ficus
variegata and a F. pilosa, which had been burnt to death, near field laboratory at
Gedangan in the teak forest, the beetles emerging 1.5—3 months after the trees
had succumbed, VII—IX.1931 and II—III.1932.
Gallery system. Under the bark of F. variegata, investigated in 1920, small
cavities had been formed in the cambial zone. Numerous exit holes occurred in
places in the bark which were riddled with very irregular tunnels containing lar-
vae, pupae and young adults. Some beetles were busily expelling powdery frass
which cohered in small clusters. BROWNE (1938: 24), who found the species of-
ten in Ficus and Artocarpus spp. in Malaya, described the gallery system as being
of a primitive type, consisting of an irregular central chamber, from which larval
galleries lead off over a distance of about 20 mm. SCHEDL (1951) published a
drawing of the gallery pattern on the inner side of a piece of bark apparently
collected from a Ficus in the Philippines.
C. sundaensis Sched! 1942, 1.75—2.1 mm. W. Java: bred in large numbers
from a kind of wild fruit, the botanical species of which has remained unknown,
Bogor, V—VI.1927 (native collector).
C. hagedorni (Egg.) 1908 (syn.: Xyleborus sp. Koningsb. 1908, C. javanus
Sched! 1954), 1.5—1.9 mm.
Former observations. The species was originally described as a Coccotrypes
from 6 specimens detected in fungi received from Java by an Italian botanist.
In the Leiden Museum is a specimen labelled “Holland. Indien, In Canarium
vruchten, 1903”. This evidently corresponds with the mentioning of a borer in
Canarium fruits, under Scolytidae, Xyleborus spec. div. by KONINGSBERGER, in
his second survey of noxious and beneficial insects of Java (1908 : 77).
New records. Java: the beetle can be fairly regularly found boring in the
pericarp of fallen fruits of the wayside tree Canarium commune, in Bogor, as
observed by me in 1924 and following years. In the teak forests of C. Java the
species was repeatedly found breeding in large numbers in the pulpous skin of
the large pods of Bauhinia malabarica (kendajakan), in the Sulang, Semarang
and Kedungdjati districts, 1922/1927 (leg. KALSHOVEN, VERBEEK). W. Su-
matra: in the figs of Ficus infectoria, Fort de Kock (now Bukittinggi), 900 m,
1924, leg. JACOBSON; two specimens bearing these labels are present in the Zoolo-
gical Museum, Amsterdam.
Habits. The pericarp of Canarium commune fruits is a fleshy aromatic skin of
some 4 mm thickness which covers the stone enclosing the well-known ’kanari’-
seeds, a very popular and nutricious delicacy. Freshly-fallen fruits are entered by
the borer at the base near the scar of the petiole. Irregular galleries are excavated
in the skin and some brownish frass is ejected. Three days after a beetle could
have entered the fruit a batch of 21 eggs and one young larva have been found.
The eggs lie amongst the frass or in newly formed niches. The first pupae are
present after 10 days, and young beetles hatch 3—-5 days later. This shows that
166 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
development is very quick, which makes breeding possible in the rapidly deterio-
rating tissue. The largest progeny of one couple was found to consist of 25 larvae
and one pupa. In one case the parent couple was covered with small mites and no
eggs had been produced. The very hard stone is never touched by the beetles, but
the greater part of the skin may be consumed.
In ripe Bauhinia pods the tunnels are made in the pulpy matter between the
fibres in the skin.
Erioschidias sericeus Schedl 1942 (syn.: Pizlopodius kalshoveni Schedl 1954),
1.4 mm. W. Java: bred in Bogor in small numbers from borer-infested billet,
28 cm in diameter, taken from Castanea argentea log, received from felling area
on S. slope of Mount Gedé, 800 m, XII.1924. The beetles had probably developed
in or under the bark. Some Xyleborus spp. and Platypus spp. were obtained from
the same material.
Ptilopodius javanus Sched! 1942, 1.1—1.25 mm. C. Java: bred in ca 6
specimens from caged lengths cut from Derris elliptica stem, 0.5—2.5 cm in
diameter, which was slowly dying after having been burnt at the base, in teak
forest near field laboratory at Gedangan, V—VI.1931 (type series).
N.B. The type locality, abbreviated to ’Ged.’ on the original labels, was changed
by mistake into 'Gedéh’ — the mountain complex in W. Java — in the dates
given after the description of the new species.
P. minutissimus Schedl 1943, 1.05—1.15 mm. C. Java, teak forest, district
Semarang, in dead branches and twigs of a tutup tree (Mallotus sp. or Macaranga
sp., fam. Euphorbiaceae), a dozen specimens, XII.1922; bred from same lengths
of Derris elliptica stem as former species, about 5 specimens, VI.1931. W.
Sumatra: in dry stalk of Lagenaria leucantha, Fort de Kock (Bukittinggi)
1925, 8 specimens (in the Amsterdam Museum, leg. JACOBSON).
Margadillius corpulentus (Samps.) 1919, 1.4—1.55 mm. C. Java: breeding
under a broad strip of dead bark, occurring over the whole length of a living
Hibiscus tiliaceus, in Kedungdjati, district Semarang, 11.1923. The damaged part
of the trunk was also inhabited by other secondary borers, including Bostrychids
and Cerambycids.
SCHEDL (1942, p. 169) has mentioned the species as found by F. G. BROWNE
in the bark of the same host tree in Selangor Kepong, Malaya, IX.1937.
Gallery system: Small horizontal mother galleries with vertical larval tunnels
opening out from them were present under the dry, loosening bark. A few beetles
were still in the pupal cells, that lay embedded in the inner bark. A few more of
them emerged from the cut and caged trunk in the next few weeks, bringing the
total number collected to a dozen specimens.
M. loranthus Sched! 1942, 1.2—1.3 mm. W. Java: breeding in the ‘seeds’
of Loranthaceae, sticking to dry branches of an Elaeocarpus grandiflora tree in a
garden in Bogor, XII.1936.
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 167
Details about the hosts. Two kinds of the ‘seeds’ — in fact parts of fruits con-
taining endocarp, germ and endosperm — were found adhering to the dry
portions of the branches, viz. bulbous ones — probably belonging to Dendroph-
thoé pentandra —, and very slender specimens developing stalks — possibly of
Macrosolen cochinchinensis. Both appeared to be bored by the minute Scolytid.
All seeds that could be discovered were collected at the time, and some of them
were examined in the laboratory three days later. Out of 37 seeds obtained 27
were found to be infested.
Boring habits. The outward signs of recent infestation consisted of some brown-
ish or greenish, rather sticky frass protruding from a small bore hole in the
lower part of the seed where it stuck to the branch. Most of the core of the
seeds — a gum-soaked mass — had been hollowed out already. The small gal-
leries had been mainly made in the basal part of the seeds, even piercing their
skin and penetrating slightly into the bark of the supporting branch. In no case
did the borings extend into the cap-like hypocotyl of the Dendrophtoé kernels.
Seeds the content of which had been consumed appeared to shrivel and dry. In no
instance had a normal germination or development of a seedling taken place.
Brood. The cavities contained various stages of the small borer in very different
numbers as well as specimens of a small parasitic wasp. The contents of 15
bored kernels were as follows:
I adults ' adults
eggs anvaeı ||pupaelı m mm Ne 2S arvae PUP2Ch ra es
Sl ers
3 1 3 19
4 7 2 3 3 1
1 1 4 3 1
il 2 4
2 1 4
1 4 5 1 2 1
2 3 1 i 1 1
6
Moreover, two seeds in an apparently advanced stage of infestation contained 2
and 6 female beetles and other remnants of the borer. In one case a female was
found stuck to the gum; in another cavity a dead specimen of the parasitic wasp
was found, and in still another was a larva of the parasite which had destroyed the
Scolytid brood.
Seven additional infested seeds examined a fortnight after the date of col-
lection yielded 3 shrivelled eggs, 17 larvae (mostly small), a male pupa and 4
female beetles.
These few data still give a very incomplete idea of the development of the
borer and the average size of the brood. It is curious that in 7 out of 15 cases no
mother beetle was found to be present in the inhabited cavity, while in three in-
stances two mature female beetles were found and in one not less than four, while
there were no pupae in the latter cases. It might well be possible that some of the
mother beetles had left their tunnels and moved to other berries in the glass tube
containers during the period elapsed since the collection of the material. Therefore
168 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
it appears safe only to conclude that the offspring of one female does not ex-
ceed a dozen specimens.
In all, 32 females (pupae and adults) were obtained as against only three male
pupae and adults. It was observed that the eggs are relatively large in comparison
with the small dimensions of the beetle.
Incidence and ecological significance of the borer. The infestation of the
Loranthaceous seeds was detected entirely by accident, during a short examination
of the case of die-back of the supporting tree. No attempts have been made to
investigate whether the infestations are of more or less general occurrence. As
the Loranthaceae affected are a very common appearance on several kinds of fruit-
trees and ornamental trees in the villages, or of the shade trees in plantations,
all over the plains and hills of Java, it may be expected that the borer will not
be rare. It is somewhat surprising that the infestation seems to have remained
unnoticed by the botanists interested in the peculiar method of propagation of the
Loranthaceous plants.
It would be worth while to investigate to what extent the small borer affects the
distribution and propagation of the very noxious semi-parasitic Loranthaceous
plants.
Stephanoderes birmanus Eichh. 1879 (syn.: S. alter Egg. 1923); specimens
in our collection are 1.55—1.95 mm in size.
Former record. Specimens of a small Scolytid accompanied by an example of its
borings in a dead twig of cacao, dated Salatiga — situated at 600 m altitude in
C. Java — VII.1907, and preserved in the Royal Institute for the Tropics at Am-
sterdam, have proved to be this species. The label refers to the bark-borer ‘Species
III’ mentioned by L. ZEHNTNER in his Bulletin of 1901 p. 3, where it is classified
as a harmless borer, found in cancer-infested cacao-trees but occurring only in
woody parts much altered by fungi (PL. 5, fig. 1).
New records. C. Java: in stems of Swietenia mahagoni and S. macrophylla
seedlings killed by Xyleborus morigerus, in natural regeneration and in nursery,
II—IV.1921; in withered cuttings of Actinophora fragrans, 1.5 cm thick, in
plantation, 11.1921; in branches of Tectona grandis killed by lightning, two
Bostrychids breeding in the same material, IX.1922; in twigs of Acacia oraria
killed by the Corticium fungus, and in dry twigs of Protium javanicum, X1.1922;
in dry branch of thorny shrub, XII.1922; bred from caged limbs of Actinophora
trees, killed by Agrilus kalshoveni, V.1929 (leg. VERBEEK); in dry twig of Cerba
pentandra, received from Siluwok Sawangan Estate, Weleri, one specimen, X.1938.
(With the exception of the first and last record in this enumeration all are from
the teak forests.) W. Java: in dead 4-year old Swietenia macrophylla and in
dead twig of Cassia auriculata in nursery, Bogor, II and XI.1919; in dead bran-
ches of Thea assamica on Maswati Estate, 500 m, 1922 (leg. LEEFMANS); in dead
branch of Hibiscus tiliaceus, in company with Stephanoderes tuberosus, Bogor,
X.1923; in dead sapling of Altingia excelsa in forest plantation near Tjiandjur,
600 m, XI.1936. Sumatra: in branchlets of Eugenia aromatica killed by root
disease, Mandailing, IX.1923; under bark of branches removed during pruning of
Acacia decurrens shade trees in coffee plantation in Deli (leg. CORPORAAL, see
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 169
ANON. 1940). Celebes: a few dead specimens found in their burrows in
dry sticks of rattan cane (rotan sega = Calamus caesius) received from Makassar,
IX.1936.
The galleries, 0.8 mm wide, are excavated in the twigs and stems under the
bark or in the soft wood and pith (PI. 5 fig. 1 and 4). The eggs, which according
to ZEHNTNER measure 0.5—0.55 X 0.28—0.3 mm, lie free in the burrows, up
to 4 in a cluster. Pupae have been found at the end of the tunnels, up to 3 in a
row and separated by thin partitions.
S. glabripennis Hopk. 1915; the Java specimens 2.0—2.4 mm in size. C.
Java, teak forests: in dry twigs of Adenanthera microsperma sapling killed by
the Cossid borer Zeuzera coffeae, Semarang, VIII.1920, and in dry stems of
Swietenia macrophylla killed by Xyleborus morigerus in nursery bed, Semarang,
VIII.1921, in both cases several specimens found in company with more numerous
S. birmanus and Hypothenemus eruditus; in dry pod of Cassia sophora, a single
specimen, Ngawi, IX.1925; bred in fair numbers from cut and caged limbs of
Actinophora fragrans trees which had been killed by the zigzag-borer, Agrilus
kalshoveni, Semarang 1.1929, Madiun, V.1929 (leg. VERBEEK); in top of non-
indigenous Acacia sp., killed by the twig girdling Bostrychid Sinoxylon, one speci-
men, Tuban, X.1936. W. Java, Bogor: in dry branch, 9 mm thick, of Mangifera
indica, also inhabited by the Bostrychid Xylothrips flavipes, VII.1924. S. Su-
matra: in dry branch of Nephelium lappaceum from which some other Scoly-
tids were also extracted, material received from Palembang, 111.1937.
Brood. Three mother beetles in the Mangifera branch were accompanied in their
burrow by one larva, three larvae, two larvae and a pupa, respectively. This
suggests a small rate of multiplication.
S. ingens Schedl 1942, 2.25—2.5 mm in size. C. Java: in same dry twig of
Adenanthera as the preceding species, only one specimen, VIII.1920; in dry stem
of Clitoria laurifolia succumbed by drought, one specimen in company with Dryo-
coetes coffeae, Margasari, VII.1920; bred from same material of dead Actinophora
as S. glabripennis, in a few specimens, Madiun, V.1929 (leg. VERBEEK). W.
Java, Bogor: in dry branches of Haematoxylon campechianum (non-indi-
genous plant), a few specimens, VIII.1924; of Mangifera indica, one specimen,
XI.1930, and of Citrus sp., one specimen, XI.1933.
S. javanus Egg. 1908 (syn.: kalshoveni Schedl 1939) was described from
specimens found in fungi received from Java at a botanical laboratory in Italy.
Size: 1.6—1.75 mm, a few specimens in my series measuring 1.35—1.45 mm
only. E. Java: in twigs of Mangifera indica damaged by the top-boring weevil
Cryptorrhynchus goniocnemis, numerous specimens in company with Hypocrypha-
lus mangiferae, Pasuruan, XI.1932. C. Java, teak forest: in same twigs of
Adenanthera as the two preceding species, Semarang, VIII.1920; in dead Acacia
leucophloea sapling, Dander, VIII.1920; in branches of Protium javanicum which
had been cut a few months previously, and was also inhabited by Dryocoetes cof-
feae, Semarang, XI.1922; bred in large numbers from caged limbs of Actino-
170 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL, 101, AFL. 3—4, 1958
phora trees killed by Agrilus kalshoveni, Margasari IX.1928 (leg. VERBEEK); in
twigs of Coffea robusta, probably killed by Xyleborus morigerus, represented by
a few specimens in a show-case of the Experiment Station Midden Java’, Salatiga,
no date. W. Java: in stem of Swietenia mahagoni seedling killed by white
grubs in nursery, Sukabumi, VII.1923, a few specimens; in dead sapling of
Altingia excelsa in forest plantation near Tjiandjur, 600 m, a few specimens in
company with S. birmanus, XI.1936. Borneo: in a sample of canes of ‘rotan
merah; received in Bogor, a few specimens, II.1936.
S. multipunctatus Schedl 1939, 1.8—1.95 mm. W. Java: in an unidentified
wood-sample in a collection of the Forest Research Institute, Bogor, a dozen spe-
cimens, VIII.1935.
S. perappositus Sched! 1934, 1.3—1.5 mm. W. Java: boring in the pith of
the 1 mm thick stems of a low grass, locally covering the ground in a teak
plantation near Bandjar, II.1933. After the first borer had been detected by the
withering top part of a plant, several more could be found. No brood appeared to
be present (KALSHOVEN, 1935).
S. sundaensis (Egg.) 1927 (syn.: Hypothenemus aequaliclavatus Schedl 1939),
1.5—1.7 mm. W. Java: breeding in old stems of rattan cane, in the collection
of the Forest Research Institute, Bogor, XII.1935; boring in old bamboo, III.1936
a few specimens and IV.1949, a dozen specimens (the latter: leg. Mas SUDIRO),
both at Bogor; in branch of Bixa orellana killed by Xyleborus morigerus and in-
habited by two other Xyleborus spp. in forest plantation near Bandjar, a single
specimen, VII.1932. Sumatra: in samples of rattan cane received from this is-
land at the Tropical Institute, Amsterdam, IX.1937 (leg. CORPORAAL).
S. tuberosus Sched! 1942, 2.2—2.35 mm. E. Java: in branches of Dalbergia
latifolia trees, killed by root-fungus in forest plantation near Kediri, two speci-
mens, V.1927; in dead branches of same tree and Acacia decurrens in plantation
on S. slope of Mount Smeru near Dampit, two specimens, received from the
Forest Service, VIIL1925. W. Java: in withered branch of young Hibiscus
tiltaceus, two specimens in company with S. birmanus, Bogor, X.1923; in dead
branch of Mangifera indica, also inhabited by S. glabripennis and the Bostrychid
Xylothrips flavipes, Bogor, VII.1924; in dry branch of Albizzia sinensis shade
tree on estate in the Djampang area, S. Priangan, one specimen, V.1925.
Hypothenemus eruditus (Westw.) 1836 (syn.: H. bicolor Schedl 1939) and
H. areccae (Horn.) 1842 (syn.: Stephanoderes fungicola Egg. 1908).
These species have about the same size and general facies, having, moreover,
much the same habits. To day H. eruditus is a pantropical species, occasionally im-
ported in drugs into regions with a temperate climate. In subtropical N. America
it occurs in populations which may differ sharply in given localities and this has
led to its having been redescribed under 10 or more different names for that re-
gion (S. L. Woop 1954). The same appears to hold true for its occurrence in S.E.
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 171
Asia. In many cases it apparently has been mistaken here for H. areccae. Prof. S.
L. Woop (i.l.) distinguishes the latter species mainly by the shape of the frons,
which is subconcave below a more or less prominent cross elevation, while the
frons of H. eruditus is convex with a slight median elevation. So far as we know,
H. areccae has a less wide distribution in the tropics and in Indonesia it has been
found in smaller numbers and less frequently than erwditus. The list of new and
revised records, following below, is based on recent identifications by Prof.
Woop.
Former records. H. eruditus received its name for having been found in a card-
board bookbinding. It has been met with in England twice afterwards in book-
covers, one from Java and another from Singapore (NEWBERRY 1910, Ent. Mo.
Mag. 21 : 83). H. areccae was described from specimens introduced into Germany
with the dry nuts of the Areca catechu palm. EGGERS founded his fungicola on a
single specimen found in fungi received from Java by an Italian botanist.
In 1921 CORPORAAL mentioned the find of H. areccae in Areca nuts in Medan,
Deli, Sumatra (see also EGGERS 1922). However the few specimens from this
origin kept at the Zool. Museum in Amsterdam have recently been identified by
Prof. Woop as. H. eruditus.
BEGEMANN (1926: 197) referred to a Scolytid (species of ’bubuk’) resem-
bling the coffee berry borer Stephanoderes hampei but of smaller size, which had
been detected in the dry pods of Centrosema plumieri received from Deli, Sumatra,
and which also appeared to occur in the pods and stems of the same green man-
uring plant as well as in stems of Tephrosia and Crotalaria on the estates in E.
Java. He succeeded in rearing the borer in dry berries of Coffea schumanniana
and found a parasitic wasp associated with it. Specimens of this small borer, sub-
mitted at the time and still present in our collections, proved for the greater part
to be identical with H. eruditus, but a few belong to areccae (see the following
records).
New selected records for H. eruditus (size of the specimens 0.9—1.25 mm).
E. Java: in bark of Sterculia log, cut in forest near Rambipudji and sent to
Bogor, VII.1923; in twigs of dead Artocarpus integra saplings in plantation near
Paree, Kediri, II.1924; in withered twigs and dry pods of Tephrosia on coffee
estates near Malang and Djember, on 4 occasions, 1925; in dry pods of Cen-
trosema plumieri, 9 samples, same data; in withered parts of Crotalaria, once,
same data; in pedicels of damaged climber near Malang, 1.1926; under bark of
withered Lewcaena glauca on Bumiredjo Estate, VIII.1927 (these samples, except
the two first, were submitted by the Experiment Station Malang). C. Java: in
withered stalks of banana leaves, Salatiga, V.1917 (leg. ROEPKE); in limbs of
dead Ficus sp. in teak forest, Semarang, XII.1924; in ripe pod of Indigofera
galegoides, a single specimen, Ngawi, IX.1925; under bark of dead twig of a
Neotermes-infested Tectona tree, Semarang district, III.1927; in limbs, 2—9 cm in
diameter, of fire-killed Vitex pubescens, Derris elliptica, Calophyllum inophyllum,
Ficus pilosa, Albizzia lebbeck and Dysoxylum amooroides in the forest near field
station Gedangan, 1931; bred from limbs of Actinophora fragrans killed by Agri-
lus kalshoveni in Margasari forest near Tegal, VII.1928 (leg. VERBEEK); in dry
twigs of Ceiba pentandra on Siluwok Sawangan Estate, Weleri, X.1938. W.
172 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Java: in bark of log, infestation near sawn end, Forest Research Institute, Bo-
gor, XII.1919; in dead sapling of Chydenanthus excelsa in nursery, Bogor, 1920;
in stem of Swietenia macrophylla seedling killed by white grubs, Sukabumi, VII.
1923; in teeming numbers in the bark of billets of Cassia siamea kept in
laboratory for at least 3 months but not yet completely dry, Bogor, VII.1923;
under the bast of withered Capsicum sp. (PL. 5 fig. 2), in branch of dead, borer-
infested Theobroma cacao tree, and in old fruits of Castanea sp. fallen to the
ground, in the Experimental Garden, Bogor, 11.1924; in dying lower branches of
Bixa orellana in plantation near Bandjar, VII.1930; under the bark of limbs of
young Agathis alba trees killed by the Corticium fungus, in company with H.
myristicae, in forest plantation on Mount Salak, 800 m, XII.1935; in pith of dry
split rattan cane (‘howé rogrog’) at Singaparna and Pangandaran, VIII.1936
(type specimens of H. bicolor Schedl); destroying triplex (veneer) of card boxes
in laboratory in Bogor, 11.1940 (Pl. 6); in dry leaf-stalks of Carica papaya, Bogor,
VII.1941 (leg. assistant INEN). Sumatra: in dry coffee berries on Damarsiput
Estate, Atjeh, a few specimens, VII.1919 (leg. CORPORAAL); in dry fruits of
Areca catechu palm, Medan, VI.1921 (leg. CORPORAAL); in dry stalks of Lage-
naria leucantha, Fort de Kock (now Bukittinggi), 900 m, 1925 (leg. JACOBSON);
in pods of Centrosema plumieri in plantation, Deli, VIII.1925 (submitted by
Experiment Station).
New records for H. areccae (size of the specimens 1.25—1.45 mm). E. Java:
in dry stem of Crotalaria, and in dry pods of Centrosema plumieri, once in com-
pany with Stephanoderes hampei, on 3 coffee estates near Malang, a few speci-
mens, XII.1925 (probably leg. BEGEMANN). C. Java: in stems of Swietenia
macrophylla seedling killed by Xyleborus morigerus, in nursery in the Semarang
teak area, VIII.1919; in seedling of Adenanthera microsperma killed by the Cos-
sid borer Zeuzera coffeae, same locality, VIII.1920; in dry parts of Hevea plants
at Siluwok Sawangan Estate, Weleri, VIII.1920 (leg. S. LEEFMANS); under bark
of cuttings of Actinophora fragrans which failed to sprout, in company with
Stephanoderes birmanus, forest district Bodjonegoro, 11.1921; bred from caged
limbs of Actinophora trees which had been killed by Agrilus kalshoveni, one
specimen, Margasari forest near Tegal, 1928 (leg. VERBEEK); one beetle taken on
the wing in the field laboratory at Gedangan during day time, 10.X.1930; in
limbs of Dysoxylum amooroides, 9 cm in diameter, burnt to death, near the field
station at Gedangan, one specimen, 1931. E. Sumatra: in cut twigs of Acacia
decurrens which had been left in the plantation after the pruning of the trees, on
an estate in Deli, 1937, a few specimens (submitted by Experiment Station).
H. myristicae Hopk. 1915, described from specimens found in nutmegs
originating from Java. A more complete redescription was given by SCHEDL
(1939) mainly based on my sample ‘Sc 178’, next to be mentioned. The species
is difficult to separate from H. areccae and probably has been described
under several other names, according to Prof. S. L. Woop (il. 1956).
W. Java: breeding under the bark of top parts of young Agathis alba trees kil-
led by the bark destroying fungus Corticium salmonicolor in a forest plantation
on the slopes of Mount Salak, 800 m, XII.1935, numerous specimens in company
with H. eruditus. Size of the specimens 1.25—1.35 mm.
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 173
POLYGRAPHINI AND IPINI
Polygraphus sp. A few badly preserved specimens of a species belonging to
the genus Polygraphus (det. BEESON, 1928) were found in a mixed sample of
insects taken by a forest officer from fire damaged Pinus merkusii — the tusam,
or Sumatran pine — at Takengon in the highlands of N. Sumatra, where this
tree naturally occurs in pure stands. Later on Professor ROEPKE collected a few
broken specimens of apparently the same species from a tusam log in the same
locality, but he was unable to detect living beetles. He also brought from the
same place a sample of tusam bark showing the galleries of a bark-borer on the
inner side (Pl. 4) and a few holes with dried resin on the outer side. However,
as no stages of the borer had been found with it, it remains uncertain whether the
galleries may be attributed to the Polygraphus, though this seems likely.
It may be mentioned here that no outbreak of this bark borer has been observed
following severe defoliations of the tusam by Geometrid and Psychid caterpillars
which evidently weakened the trees and even killed a part of them.
Ips (Orthotomicus) perexiguus Bldf. 1896 (syn.: I. philippinensis Egg.
1927), 1.55—2.05 mm. E. and C. Java: breeding under the bark of a wind-
thrown Ficus sp. (preh) and a newly felled F. varzegata in newly cleared virgin
forest at Mumbul, near Djember, Besuki district, XI.1919; do. in log of F.
variegata received from Ngawi at the Forest Research Institute, Bogor, 1.1920; do.
in the base of F. variegata killed by mudstream after volcanic eruption at Paree,
district Kediri, 11.1920; in dead Ficus sp. (iprit) in teak forest at Kedungdjati,
Semarang district, XII.1924. Sumatra: in rotten bark of Ceiba pentandra
(kapok tree), numerous specimens, Medan, VII.1926 (leg. VAN DER MEER
MOHR).
Completed gallery systems (PI. 7) were found at the time in the Mumbul forest
on the underside of the Ficus trunks and branches, where the bark was perforated
with exit holes. On the upperside the galleries had not been completed, the in-
habitants having been killed presumably by the heat of the sun. In all instances
the species was competing in the breeding places with other bark boring Scolytids.
Ips (Acanthotomicus) sumatranus (Strohm.) 2 1908 (syn.: I. latedeclivis
Schedl 1942 9 and ¢), 2.55—3.05 mm. E. Java: breeding under the bark of
the same Ficus trunks in the Mumbul forest as the preceding species, but in much
smaller numbers, XI. 1919.
CRYPTURGINI AND HYLOCURINI
Carposinus brevior (Egg.) 1923 (syn.: Oriosiotes rugicollis Egg. 1940),
originally described from the Philippines, 1.7—2.2 mm. According to infor-
mation received from Prof. K. E. ScHEDL the specimens with the typical hair-tuft
‘on the frons belong to the female sex and are not males as indicated by EGGERS.
E. Java: found under the bark of a wind-thrown Ficus sp. (preh) and a newly
felled Ficus variegata in newly cleared virgin forest near Mumbul, Djember,
174 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
district Besuki, XI.1919; in a log of Artocarpus elastica, cut at Rambipudji,
same district, XI.1923. W. Java: in the cambial zone of branches of a dying
young Canarium commune tree, a few specimens in company of other Scolytids,
Bogor, III.1924; in dead borer-infested branch cut from a Lansium domesticum
tree, a single specimen, Bogor, V.1924; a single specimen taken at light, Bandjar,
VII.1932.
C. nitidus (Hag.) 1910 (syn.: C.pini Hopk. 1915, cf. SCHEDL 1951). The
species was originally described from Sumatra, which makes it probable that it is
associated there with the Sumatra pine tree, Pinus merkusii, occurring in pure
stands in the mountains of the northern part of the island. In the Philippines the
species was recorded from Pinus insularis, and BEESON (1941) gives Pinus khasya
and P. massoniana as hosts for the same species (listed as Oriosiotes pint) in
Burma and Hongkong. |
Dryocoetes coffeae Egg. 1923 was described from one specimen, nearly 3 mm
in length found in the HAGEDORN collection and labelled ‘Coffea hybrida, Java’.
Specimens of several samples mentioned hereafter and present in my collection
measure 2.3—3 mm, with the exception of the Besuki specimens which range in
size from 2.45—3.5 mm. C. and E. Java: in stems of Clitoria laurifolia plants
used for green manuring in a forest plantation but killed by drought, near Tegal,
VII.1920; in dry branches of Protium javanicum left in a forest plantation after
the pruning of the saplings a few months previously, numerous broods, teak area
of the Semarang district, XI.1922; in the stem of an ‘opo-opo’ shrub (Desmodium
or Flemingia sp.) killed by Xyleborus morigerus in the same region, III.1923;
in dry branches of Coffea spp. (mainly C. robusta), collected in plantations
during the investigations into the bionomics of the primary twig borer X. mori-
gerus carried out at the Experimental Stations of Djember and Malang, Ngredjo
Estate VI.1923 (leg. LEEFMANS), Besuki, XII.1924 (leg. Arisz), Malang district
and Alas Tledek Estate, 1926 and X.1927 (leg. BEGEMANN). W. Java: in dry
branchlet of Cinnamomum burmanni, also inhabited by a small longicorn larva, 3
specimens, Experimental Garden at Bogor, VI.1923; in branches of dead Theo-
broma cacao and Thea assamensis, single specimens, same locality, II and VI.1924;
in stems of Erythroxylon, infested by the primary borer Xyleborus morstatti,
in plantation near Tjibadak, 1.1925; in withering branch of Mangifera indica
tree, in company with five other Scolytids, Bogor, XI.1930; on rasamala, Altingia
excelsa, probably in nursery in school garden, Sukabumi, VIII.1932, (leg. VER-
BEEK ).
Galleries and brood. The tunnels are excavated longitudinally in the wood-
cylinder and the pith of twigs and small branches of about 5—10 mm thickness
(PI. 5 fig. 3). They may run in both directions from the entrance hole, which is
situated at axils and not infrequently at an old cavity of the twig boring Xyle-
borus spp. At the end of one gallery 13 eggs were found and in another a
cluster of 14 eggs. A very long gallery, which had 7 holes to the outside, in a
coffee branch contained 15 adults not fully mature. In 4 tunnels in the Protium
material respectively 7 pupae, 17 pupae, 16 pupae and adults, and 20 adults were
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 175
present in rows. From a single branch of Protium, 25 cm in length, 38 beetles
were collected. From material like this nearly all woody substance had been turned
into powdery frass, only the bark still being left intact. In a sample of coffee
twigs killed by X. morigerus 30% showed secondary infestation by Dryocoetes.
Other details. The frequent association of the species with the damage done by
the twig boring Xyleborus spp. has been mentioned before (KALSHOVEN 1951).
The Protium branches also contained broods of Stephanoderes birmanus.
Ozopemon obanus Hag. 1910 (syn.: O. cylindricus Egg. 1923, according to
SCHEDL 1958). W. Java: under the bark of a large bendo log, Artocarpus
elastica, lying in a lowland forest near Bandjar, 3 specimens only, 11.1933.
C. F. DRESCHER collected several specimens on djirek, Symplocos sp., and
bantjet, Turpinia pomifera, at Baturraden, IV.1930 (SCHEDL 1951).
O. brevis Egg. 1927. EGGERS mentioned a specimen from the former Nether-
lands East Indies as found ’in Ficus’. This host may have been F. elastica, culti-
vated for the production of latex during a short period in former times.
Poecilips aterrimus Schedl 1953, 9 2.9—3.5 mm, & 2.3 mm. W. Java:
the largest Scolytid found boring in ripe, fallen fruits of Myristica macrothyrsa
and Myristica sp. in the Botanical Gardens at Bogor, III—IV.1924.
Details. The tunnels were only made in the fleshy, still moist skin. No brood
was present, it had possibly been devoured by a predatory Forficulid. BROWNE
(1938) characterised the species — then still identified with P. ater Egg. 1936
— as a very common breeder in fallen fruits and palm seeds of various kinds,
and usually occurring in the large, thick-skinned fruits of Myristicaceae. He also
gave data on the size of the broods and other particulars.
P. barbatus Schedl 1934, specimens in my collection measuring 3.5—4.0 mm.
SCHEDL gives 4.65 for its size. W. Java: found sporadically boring in the core
of stalks of the common tall ’kaso’ grass, Saccharum spontaneum; larvae present.
Tapos IX.1932 (KALSHOVEN 1935).
P. rhizophorae (Egg.) 1923. W. Java: in ripening fruits — or rather
germinating seedlings — of Rhizophora conjugata, still hanging from the trees,
collected in the Antjol mangrove swamp near Tandjong Priok harbour by Dr. D.
BURGER, VII.1924.
Most of the bore holes in the Rh/zophora fruits were in the downward pointing
tips. They were nearly all empty, sometimes inhabited by small ants, some opened
apparently by an insectivorous animal. From only two holes frass was protruding.
Here the mother beetle had formed a short gallery and the maggot-like larvae
— 5 in one hole, 12 in the other — were seen feeding on the succulent tissue of
the walls enlarging the galleries in an irregular way and filling them with moist
frass, mixed with needle-like particles, which had been rejected. Indications were
found that the mother beetle may extend the tunnels during a second phase. In-
festation had taken place in the hypocotyl axis still in process of growing as de-
formations caused by the borer’s activities were observed.
176 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
P. nephelii (Egg.) 1936, possibly a synonym of the former species; 2.5—2.7
mm. W. Java: boring in the fleshy skin of Nephelium fruits, some 10 specimens
obtained, Bogor, IV.1929 (leg. RADEN AWIBOWO); in young fruit of Lansium
domesticum, a single specimen, Bogor, II.1941.
P. indicus (Egg.) 1936, described from specimens 1.6—2.0 mm in length.
BEESON (1939) mentions 1.6—3.0 mm as the range of size which may occur in
specimens of one and the same brood. C. and W. Java: boring in fallen fruits
of Swietenia mahagoni and S. macrophylla in the teak forest near Kedungdjati,
V.1921, and in the Experimental Garden in Bogor, IX.1930, a few specimens only.
The beetles had started their borings in the crevices of the bursting leathery
skin of the fruits and had made superficial holes in the packed seeds without
reaching the endosperm. No brood was present. In the second instance it was
a mixed infestation of this species with P. variabilis.
Fig. 1. Sketch of a Poecilips beetle, a borer of ripe fruits of the clove tree in Bogor X 25
(see under P. indicus, drawn by an Indonesian artist)
Text-figure 1 shows a Poecilips beetle found infesting the ripe fruits of the
clove tree (Eugenia aromatica) in the Experimental Garden in Bogor. It was
discovered by an Indonesian assistant of the Institute for Plant Diseases who
reported that the bore holes had hardly penetrated into the seed-lobes of the
fruits. I have only this figure at my disposal and no specimens, but judging from
the sketch the beetle belongs to the rhizophorae-nepheli-imdicus group.
P. subaplanatus Sched! 1942, 1.7—2.2 mm. W. Java: in dead limbs of
‘kayu grita’, Tjampea near Bogor, II.1925; breeding in the skin of Dipterocarpus
trinervis fruits, collected in the mountain forests of E. and W. Priangan, IX—
X 19311.
The Dipterocarpus fruits were rather moist and partially rotten. Most of them
harboured fruit boring weevils and about 20% were inhabited also by P. variabilis.
In the burrows some brood was present, not exceeding 5—6 larvae and pupae in
one hole.
I found a dead, abrased Poeczlips beetle, 2.3 mm in size, and very similar in
habitus to P. subaplanatus in a small sample of acorns (Quercus sp.) picked up
L. G. E. KALSHOVEN : Biology of Scolytoidea 177
from the ground in a mountain forest of W. Java. These acorns had some bore
holes, slightly differing in size, in the hard top-shell as well as in the bottom
(PI. 6, figs. 1—3). The contents had already deteriorated. It is uncertain whether
the Poecilips itself had bored into the fruit or had gained entrance through the
holes of another shot-hole borer like Xyleborus semigranulatus or Coccotrypes
myristicae, which occasionally infest ripe fallen acorns. However, no fragments of
the latter species were detected.
P. salakensis Schedl 1939, 2.0—2.17 mm. W. Java: in the bark of stems
of Agathis alba saplings, which had been killed by the Cortzerzum salmonicolor
fungus in a plantation on Mount Salak, 800 m, about a dozen specimens, some of
them immature, XII.1935.
P. vulgaris (Egg.) 1923 (syn.: P. brevior Egg. 1927). Specimens from Java
and Sumatra in our collections are 1.7—2.5 mm in size. W. Java: in short gal-
leries (Pl. 5 fig. 5) under the bark in the cambial zone of a Cinnamomum
camphorae log, Tjibodas Gardens, 1400 m, VIII.1923, a small number, part of
which served as types for P. brevior; in the bark of billets of kayu mletje, brought
from Tjampea near Bogor, a score of specimens, X1.1925; taken at light at
Tapos, one specimen, VI.1932; in stem of kekedjoan at Tapos, a single specimen
among numerous P. oblongus, VI11.1933.
Its occurrence in Ficus fistulosa and Trema orientale in Baturraden, leg. F. C.
DRESCHER 1929/1930, has been mentioned by SCHEDL (1954).
P. oblongus Egg. 1927, 1.45—1.93 mm. W. Java: in dead branch of ’mletje’
tree at Mount Tjampea, near Bogor, 500 m, a few specimens in company with
more numerous P. vulgaris, 11.1925; in dead borer infested Evodia tree, 20 cm in
diameter, standing in the forest reserve near Bandjar, a single specimen, VIII.1932;
in dead Ficus toxicaria at Tapos, 800 m, a few specimens, XII.1932; in dead
kekedjoan and kipiit, same locality, a good series, IX.1933.
P. variabilis (Bees.) 1939, spread from India to Java. The specimens from
Java and Sumatra in my collection measure 1.15—2.0 mm in length; BEESON
mentions 1.65—2.3 mm for the range in size. W. Java: taken at light in Bogor,
one specimen, VI.1923; breeding in the skin of fallen fruits of Myristica macro-
thyrsa and Myristica sp. in the Botanical Gardens in Bogor, in small numbers in
the company of P. aterrimus, III—IV.1924; in small remaining part of the fleshy
skin of a fallen Canarium commune fruit, in Bogor, one specimen, VI.1924; in
newly fallen fruit of unknown kind in Bogor, a score of specimens, 1.1926; in
fallen fruit of Swietenia macrophylla in the Experimental Garden at Bogor, in
the company of P. indicus (see under this species), IX.1930; in a fallen dead
branch in Bogor, one specimen infested with mites, IX.1932; in diseased limb of
teak at Bandjar, one specimen, VII.1933.
Details. In the Myristica fruits the mother beetles had entered the loosening
and rotting skin from the outside as well as from the inside, their burrows ex-
tending in short irregular branches. In the holes larvae and eggs were present,
the largest brood consisting of 4 larvae and eggs. The larvae were very actively
eating from the wall of the cavities or making tunnels themselves.
178 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Poecilips fallax Egg. 1927, 2.8— 3.1 mm in length (EGGERS gives 2.5 for the
size). W. Java: boring in the radicles of seedlings of Rhizophora conjugata and
Bruguiera gymnorhiza collected in the mangrove swamp at Antjol, near Tandjong
Priok harbour, by Dr. D. BURGER, IV. 1922.
Details. The material included 3 Rhizophora seedlings which had the bore
holes spread over the length of the radicle. Short horizontal burrows had been
formed mostly in the rind, some of them containing a beetle and 3—4 eggs. Out
of 32 Bruguiera seedlings 25 were more severely damaged, the rind showing
destroyed patches where the bore holes had been made, some of them penetrating
into the core, and containing a small number of beetles, larvae and eggs. These
traces in the two kinds of seedlings must have been examples of initial, respect-
ively more advanced infestation, according to the description of the habits of the
borer in Malaya, given by BROWNE (1938), who also made the following obser-
vations: the adult beetles cut a short entrance gallery which ends in an irregular
chamber in the transverse plane, short vertical galleries sometimes leading off
from this cavity. The eggs are laid in batches and the larvae feed communally.
A complete brood may develop into 12—16 individuals. A single radicle may
support a large number of broods.
P. gedeanus (Egg.) 1936 (syn.: Xyleborus grossopunctatus Schedl 1942), 3.0
—3.5 mm. W. Java: boring in fallen acorns of a Quercus sp., collected from
the ground in a virgin forest on Mount Gedé at 1200 m, IV.1925. Borneo:
beetles found tunnelling in the fat-containing tengkawang or illipe nuts — the
fruits of Shorea and Isoptera spp. belonging to the Dipterocarpaceae — collected
in Bornean forests, samples received in Bogor, II—V.1931.
Details. The latter case was briefly mentioned in a paper on the insects in fresh
and stored tengkawang nuts (KALSHOVEN, 1935). Several particulars about the
borer's habits were given by BROWNE in his paper on the Chengal seed beetle
(1939; see about the identity of the beetle BEESON 1941 p. 390).
Coccotrypes carpophagus (Hornung) 1842 (syn.: C. integer Eichh.), describ-
ed originally from specimens found in ’Betelniissen’ = the seeds of the Areca
catechu palm, used by druggists and imported into Germany from the orient; to
day with circumtropical distribution. The first name was not listed in HAGE-
DORN’s Catalogue (1910). For synonyms see SCHEDL (1949).
Former record. CORPORAAL found the beetle in Sumatra, Deli and called it
the ’pinang bubuk’, pinang being the vernacular name for Areca catechu and
bubuk, small borer reducing the material to powder (see EGGERS 1922 p. 87
under C. integer).
New records. Java: ’in serikaja pitten’ = the seeds of Arona squamosa, Se-
marang, 1908, leg. E. JACOBSON (specimen in the Leiden Museum); numerous
in imported palm seeds of Livistona altissima (beetles measuring 1.6—1.9 mm,
& 1.55 mm) and seeds of Archantophoenix alexandrae (2 2 beetles 1.7—1.87
mm), Bogor, 1918 (leg. W. ROEPKE); in palm seeds of Chrysalidocarpus, inter-
cepted by the Plant Quarantine Service, Bogor, VI.1918 (leg. VAN HALL, see
SCHEDL 1954 p. 139); taken at light in Bogor, single specimens, VI.1919 (leg.
L. G. E. KALSHOVEN : Prology of Scolytoidea 179
ROEPKE), and 1.1931; breeding in numbers in seed of Eugenia cumini (djuwetan)
collected in the teak forest of Tegal and kept in store at the Forest Research
Institute, Bogor, XII.1920; in seed of Manikara kauki, received from the Tuban
forest district, one specimen, XI.1923; in palm seeds received at the Botanical
Gardens, Bogor, IX.1919 (leg. DOCTERS VAN LEEUWEN) and XI.1924 (leg.
WIGMAN); in seeds of Cassia grandis, intercepted by the PI. Quar. Serv. 1924
(leg. W. C. VAN HEURN); in seeds of Diospyros discolor (2 2 1.7—1.87 mm),
Bogor, VIII.1939 (leg. TIGGELOVEND).
C. dactyliperda (Fabr.) 1801, the well-known borer in date stones and in
palm seeds used for vegetable ivory.
Early reports. In 1842 the species was reported by the pharmacist-entomologist
HORNUNG as occurring in the company of C. carpophagus and Hypothenemus
areccae in 'Betelnüssen’ (see former species), imported into Germany from the
East Indies, probably the present Indonesia. In 1908 EGGERS reported the species
as having been found, in the company of Cryphalus hagedornt, in Javanese fungi
received in a botanical institute in Naples. The species name was given as C. pyg-
maeus, which was later (1927) corrected to dactyliperda, while the fungi were
said to have been ’Holzschwämme’. It has not been confirmed that this curious
breeding material may be suitable for the development of Coccotrypes species.
New records. Java: numerous broods crowding in palm seeds of Washing-
tonia sonorae, Howea belmaeana and Syagnis weddeium brought by Prof.
DOCTERS VAN LEEUWEN from Australia to Bogor, X.1923; in imported palm
seeds with a joint infestation by C. carpophagus, material received at the Botanical
Gardens, Bogor, 1.1927; in ’pear’ intercepted by the Plant Quarantine Service, at
Tandjong Priok harbour, I1.1927; in palm seeds of Chamaedorea and Attalea,
originating from the Panama zone and intercepted in Bogor, X.1930; destroying
polished and coloured buttons, apparently made from ’plant ivory’ and stored in
a tailor's shop in Djakarta, II.1951.
C. pygmaeus Eichh. 1887, originally described from Madagascar and Senegal,
since introduced into other tropical countries. Java: breeding in numbers in
palm seeds of a Pritchardia sp. received from Honolulu and intercepted by the
Plant Quarantine Service, in Bogor, 11.1921 (cited by LEEFMANS 1923 p. 47
where the name C. perditor Bldf. var. is given, an identification later rectified into
C. pygmaeus by F. W. Sampson (1924 il.); the latter identification was con-
firmed recently for specimens, 1.75—1.87 mm in size, from the original sample
by S. L. Woop (1956 i.l.). Sumatra, Deli: in palm seeds of Elaeis guineensis
imported from the Belgian Congo, a few specimens, XI.1921, leg. RUTGERS
cited by LEEFMANS 1923, p. 47, as Xyleborus pygmaeus Eichh.).
C. myristicae (Roepke) 1919 (syn.: Dendrurgus sundaensis Egg. 1923),
2.0—2.5 mm.
Former records. This is the nutmeg boring beetle (‘notenboorkevertje’), known
from the plantations in East Indonesia since 1898, and from those in Salatiga, C.
Java since 1901 (see KALSHOVEN 1951 p. 855). ROEPKE publishing his descript-
180 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL, 101, AFL. 3—4, 1958
ion from specimens collected abundantly in the latter locality, added several details
on its anatomy and biology. Since then the beetle has been reported also from N.
and S. Celebes (see SCHEDL 1942 p. 3).
New records. W. Java: boring in numbers in fallen acorns — probably of
Quercus platycarpa —, the broods including several larvae, pupae and young
adults, V.1922; in dry fallen Castanea sp. fruits, several dead and deteriorated
specimens in the company of Hypothenemus eruditus, 11.1924; in the kernels of
fallen Myristica macrothyrsa fruits, the pericarp being tunnelled by Poecilips sp.,
III.1924, these three samples being collected in the Botanical Garden and Ex-
perimental Gardens at Bogor. Sumatra: in sample ot nutmegs, received from
Padang at the Royal Institute for the Tropics, Amsterdam, 1952. Moluccas,
Banda: mentioned in an unpublished report by C. J. H. FRANSSEN, 1949, the
beetles having been observed breeding in nutmeg kernels voided by doves, which
had swallowed the ripening fruits and digested the fleshy pericarp. W. New
Guinea: in sample of nutmegs (Myristica argentea) submitted to the Royal
Institute for the Tropics by the Agricultural Department, Hollandia, 1955.
XYLOCTONINI
Scolytomimus pusillus (Egg.) 1927 (= Tomicus sp. ?, Koningsb. 1908,
?Xyloctonus sp., Kalsh. 1932; syn.: S. Kalshoven: Egg. 1940). W. Java:
breeding in numbers under the bark of a weak ’tjangkokan’ (kind of cutting) of
Achras sapota, the ’sawo manilla’ tree, in orchards at Lentengagung, S. of Dja-
karta, V.1924 (collection nr. d 93, type series of S. kalshoveni).
Former observation. KONINGSBERGER in his second survey of noxious and
beneficial insects of Java (1908) mentioned under the heading Tomicus spec. ?
that a Scolytid beetle had done much damage to Achras sapota in the Bantam
district. In this paper and, again, in his book ‘Java Zoölogisch en Biologisch’
(1915) the author stressed the tact that it had been the first and only case which
had come to his notice of the occurrence of a bark boring Scolytid in Java having
the same habits as several European species. No specimens appear to have been
preserved at that time or submitted to a specialist. It is almost certain, however,
that the borer listed by KONINGSBERGER was the same as the species found in
Lentengagung — situated not far from Bantam — in 1924, the more so as Sco-
lytomimus species appear to be associated with Sapotaceae, whilst no other Sco-
lytids have been reported from Achras sapota in S.E. Asia.
Gallery system. BEESON (19-41) states for the species of the allied genus Xy-
loctonus, that the mother gallery is monogamous and transverse, grooving the
sapwood, the larval galleries being longitudinal and crowded, deeply entrenched
in the bark.
Scolytogenes major (Egg.) 1927, 2.5—2.85 mm. C. Java: bred in large
numbers from caged stem pieces, 1.5-—4.5 cm thick, taken from a Parameria bar-
bata creeper which had been burnt to death in the teak forest near the field la-
boratory at Gedangan, VII—VIII.1931.
(To be continued)
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT 4
Left: Galleries, possibly to be attributed to Polygraphus sp., on the inner side of the bark
of Pinus merkusii, Sumatra (Phot. Zool. Labor. Amsterdam). Right: Complete gallery
system, most probably the work of a Sphaerotrypes sp., on the wood surface of a Wein-
mannia blumei branch, Java (Phot. Entom. Labor, Wageningen). (Natural size)
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT 5
Phot. G. v. D. BERG, Zool. Labor., Amsterdam
Fig. 1. Twigs of sickly cacao tree, which have been hollowed out by Stephanoderes birmanus.
ZEHNTNER's sample of 1907. Fig. 2. Ramifying tunnels of Hypothenemus eruditus under
the bast of dry stem of Capsicum sp. Fig. 3. Tunnels of Dryocoetes coffeae, left, in branch
of cacao, right, in coffee twig which, at the top, shows an old brood chamber of Xyleborus
morigerus. Fig. 4. Galleries of Stephanoderes spp., left, in dry stems of mahogani saplings,
right, in dry branch of tea shrub. Fig. 5. Imprint left by a Poecilips vulgaris beetle on the
wood surface under the bark of a Cinnamomum log. (All natural size).
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT €
Fig. 1. Total destruction by Hypothenemus eruditus of the inner layers of a triplex (veneer)
bottom of a card box. The damage was extended to the contents of the drawer, as shown by
the envelope placed on the top of the box. (Phot. HUYSMANS, Bogor). Figs. 2—4. Old acorns
with traces of a mixed shot-hole borer infestation and found to have harboured a Poecilips
sp. (see under P. subaplanatus). (Phot. G. v. D. BERG, Zool. Labor, Amsterdam).
(Natural size).
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT 7
(A «DE LI
RG, Zool. Labor., Amsterdam
Phot. G. v. D. BE
Pattern of mother and larval galleries of Ips perexiguus on the wood
surface of a Ficus log. In the galleries shown in the right top corner the
larval tunnels have just been started.
TRICHOPTERES DU PAKISTAN
PAR
FASCEMID
Musée Zoologique de Lausanne, Suisse
Recherches patronnées par la Fondation suisse pour l'Exploration alpine, financées par le
Fonds National pour la Recherche scientifique et subventionnées par la Fondation
Uyttenboogaart-Eliasen
INTRODUCTION
Une expédition dans l'Himalaya est une aventure merveilleuse. Seuls ceux qui
ont eu le bonheur d'en vivre une peuvent se rendre compte ce qu'une telle entre-
prise a d'exaltant, de divers et d’enrichissant.
Se trouvant dans la plus belle nature dont il puisse rêver, en face de sommets
géants caparagonnés d’armures étincelantes, dont les cimes se projettent dans le
ciel au-delà de tout ce que l'esprit peut imaginer, l'homme se sent transporté bien
au-delà de lui-même, le coeur en proie à des sentiments contradictoires d’humilité
et de fierté. Humilité devant le rappel brutal de sa petitesse physique, fierté de son
esprit échappant à l'espace et au temps.
Je suis parti pour l'Himalaya peut-être un peu comme MAGELLAN s’embarqua
pour les Indes. J'entreprenais aussi la conquête d'une partie inexplorée de I’ Asie:
la faune encore vierge des Trichoptères de l'Himalaya. But peut-être insignifiant
qui consiste à récolter de petits insectes laids et gris, éclos des rivières et tapis
comme une moisissure au fond des vallées. Mais conquéte magnifique cependant,
car la beauté des lois qui régissent la vie se cache souvent sous des formes
misérables et derrière des symboles incompréhensibles, et heureux qui savent la
découvrir.
Révant sur la carte de l'Asie, devant le gigantesque arc montagneux de
l'Himalaya dont l'altitude atteint deux fois celle des Alpes et dont le pied plonge
dans la forêt tropicale, il fallut choisir la province à explorer. En dépit de son
caractère subdésertique, je choisis le Nord-Ouest. Sur la plus grande partie de sa
longueur, la frontière septentrionale de l'Inde suit le faite de la chaîne himalayen-
ne, ne donnant accès à l'explorateur occidental que le versant sud, car passées les
hautes crêtes, on arrive au Tibet, c'est-à-dire en pays interdit. Mais, au niveau
du Cachemire, la frontière hindoue fait un crochet vers le nord et englobe une
notable portion de l' Asie centrale. C'est précisément cette région que j'ai voulu
visiter, car, sans sortir de l'Inde — United India — j'ai pu pénétrer non seulement
sur les deux versants de | Himalaya, mais aussi dans le Karakoram, dans l'Hin-
dou-Kouch et même dans une petite partie du Pamir. L'exploration méthodique
de ces différents systèmes me paraissait fort séduisante, car j’espérais trouver dans
chacun d’eux une faune différente.
Effectuer une expédition dans ces régions est devenu une chose fort difficile,
181
182
38° 68°
36°
INDOU
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TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
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Carte 1. — Carte simplifiée du Pakistan
F. SCHMID: Trichoptères du Pakistan 183
depuis la fin de la dernière guerre. Les communistes sont aux frontières et le
Cachemire fut déchiré par la guerre. L'Inde ne m'a malheureusement pas admis
sur son territoire. Mais le Pakistan m'a autorisé à travailler dans les régions
soumises à son contrôle.
Il n’était naturellement pas dans mes intentions d’entreprendre une étude sur
les Trichoptères de l'ensemble des provinces pakistanaises. Le pays est grand comme
plusieurs dizaines de fois la Suisse et les trois quarts du territoire sont désertiques
et inintéressants du point de vue trichoptèrologique. A part deux courtes excur-
sions au Bélouchistan, je n'ai travaillé que dans le nord du pays.
ORGANISATION DE L'EXPÉDITION
Mon but était d’organiser une expédition légère et de longue durée. Légère pour
qu'elle soit très mobile, me permette de progresser tantôt rapidement, tantôt très
lentement sur le terrain et de m’arréter longuement aux endroits prometteurs de
découvertes. De longue durée, parce qu'il m’importait de découvrir une fraction
aussi importante que possible de la faune. Pour ce faire, j'ai séjourné alternative-
ment a des altitudes très variées et suis resté aussi longtemps que possible en
montagne afin de déterminer si la faune des Trichoptères asiatiques présente des
variations saisonnières, comme en Europe.
Avec un seul compagnon européen, pourvu de bagages légers et réduits, portés
par cinq mulets ou une douzaine d’hommes, j'ai parcouru ces montagnes à pied,
parfois à cheval et par petites étapes. Notre progression n'était conditionnée que
par les exigences de mon activité entomologique et de notre fantaisie. Mes itinéraires
sont reportés sur les cartes 2 et 3. J'ignore combien de kilomètres ils représentent
et cela, du reste, importe peu.
Grosso modo, Vété de 1953 fut consacré a l'exploration de l'Himalaya et
l'été de 1954 à la visite des montagnes situées au Nord et à l'Ouest de cette chaîne.
En fait, nous avons pénétré dans six régions, présentant des caractères géographi-
ques bien distincts. Ce sont:
Le Bélouchistan Le Karakoram L’Hindou-Kouch
L'Himalaya Le Pamir Le Penjab
Seuls, l'Himalaya et le Karakoram ont été visités en détail. Je n'ai fait que passer
dans les autres régions et mes chasses y ont été très peu nombreuses.
Pour une meilleure compréhension, je donne ci-contre une carte du Pakistan
(carte 1). Dans le Nord-Est du pays, j'ai dessiné comme frontière avec l'Inde la
ligne de „cessez le feu” qui a séparé les combattants lors de la guerre du Cachemire.
La province de Cachemire et Jammou se trouve donc partagée entre l’Inde et le
Pakistan. De méme, la province pakistanaise du Penjab, située dans la plaine, au
pied de l'Himalaya, ne doit pas être confondue avec la province hindoue du même
nom, située en partie dans les montagnes.
RÉSULTATS
La capture des insectes se fit au filet-fauchoir classique, promené dans la végé-
tation. En haute altitude, où ne pousse que du gazon ras, c'est sous les pierres
qu'il faut chercher les Trichoptères. Une bonne partie des espèces d’altitude, en
184 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
particulier les Pseudostenophylacines sont très lucifuges. On les découvrira uni-
quement sous les cailloux, au bord même de l'eau, parfois à une profondeur assez
considérable. En montagne, les chasses nocturnes à la lampe ne donnent pas de
bons résultats, sans doute 4 cause du froid. J'avais mis au point un système de
piège lumineux perfectionné mais qui ne fonctionna jamais correctement et que
j'ai vite abandonné.
Au total, j'ai chassé durant 13 mois, à 74 localités, visitant souvent plusieurs
biotopes au même endroit, ce qui porte le nombre de mes chasses à 141. Mes
récoltes comprennent environ 8.500 exemplaires, représentant 126 espèces, dont
84 sont nouvelles. Jusqu'ici 8 espèces seulement étaient connues du Pakistan: deux
du sud du pays que je n'ai pas retrouvées et 6 des montagnes septentrionales dont
4 ont été rencontrées à nouveau. Le nombre total des Trichoptères capturés sur
le territoire pakistanais se trouve porté à 130. Mais 23 espèces sont connues de la
partie hindoue de la province de Cachemire et Jammou; j'en ai retrouvé 16, mais
il est certain que les 7 autres habitent aussi la partie pakistanaise. Le nombre total
des espèces habitant sûrement le Pakistan est donc porté à 137. Sur des bases,
surtout intuitives, j'estime avoir capturé environ 80 à 85% de la faune des Tri-
choptères pakistanais qui se monterait donc à 160 ou 180 formes seulement. Dans
les pages suivantes, je tenterai d'examiner les raisons possibles de cette pauvreté.
Dans les descriptions d'espèces nouvelles qui suivent je ne désigne en général
que l’holotype 4 et l'allotype ©. Mais il est sous-entendu que tous les autres
spécimens cités sont étiquetés comme paratypes. Tous se trouvent dans ma collection.
RÉGIONS VISITEES
Je donne ci-après une brève description des régions et des chaînes de montagnes
que j'ai visitées. J'y ajoute la liste et une description de tous les biotopes visités et
des captures qui y ont été faites.
Bélouchistan
DEI
Durant deux périodes d’attente à Karachi, j'ai effectué deux brèves excursions
au Bélouchistan, dans les environs de Quetta, la capitale (carte 1). Cette ville est
située sur un plateau, dans une région montagneuse, de relief complexe, mais aux
lignes adoucies. Le climat y est continental, très chaud en été et subdésertique.
Depuis Quetta, j'ai remonté, sur quelque 30 kilomètres, la vallée de l'Hanna,
une des rares de la province dans laquelle coule une rivière permanente. Le
bassin de l’Hanna est issu d'un massif appelé „Central Zarghun”, dont le plus
haut sommet est coté 11.755 ft. La végétation y est relativement fournie, composée
surtout de buissons épineux et de Junipiers clairsemés. La partie supérieure du
bassin est formée de nombreux bras qui se réunissent en amont d’Urak. Les parties
supérieures de ces vallées sont des gorges dont les parois en hautes murailles de
poudingues rouges s’abaissent et s'évasent progressivement. De débit annuel peu
constant, les rivières ont un cours varié, mais un lit constamment pierreux. Tantôt
étalées sur du gravier, tantôt torrentueuses dans des gorges, elles s’infiltrent par-
fois sous d'énormes blocs et forment de nombreuses chutes. De petites sources
latérales donnent naissance à des ruisselets s’étalant parfois sur des rochers, for-
mant des biotopes hydropétriques (photo 1).
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 185
Moyenne riviere
Apsilochorema indicum Ulm. Hydropsyche poushyamittra sp.n.
Hydroptila sanghala sp.n. Pseudostenophylax secretus Matt.
Oxyethira paramartha sp.n. Dinarthrum arachosicum sp.n.
Dolophilodes ornata Ulm.
Bisses d'irrigation
Hydroptila angulata Mos. Hydroptila sanghala sp.n.
Milieux hydropétriques
Stactobia nielseni sp.n. Stactobia radovanovici sp.n.
Stactobia ristana sp.n. Chimarra nigrorosea sp.n.
Ruisselet boueux
Adicella dharasena sp.n.
Himalaya
Dans leur partie cachemirienne, les montagnes de l'Himalaya sont plus étalées
que dans leurs parties centrale et orientale. Sur la plus grande portion de sa
longueur, la chaîne himalayenne présente une largeur de quelque 150 km environ,
alors qu'à l'extrémité occidentale, la largeur du système atteint quelque 250 km.
Au voyageur situé au coeur de l'Himalaya, ces montagnes se présentent pas com-
me une chaîne, mais comme une véritable mer de chaînons, de crêtes et de som-
mets. L'altitude moyenne y est également moins considérable, ce qui n'empêche
pas la présence de sommets dépassant 8.000 m d'altitude. Le réseau fluvial y est
fort complexe. Ce vaste plissement est découpé par de grandes vallées atteignant
200 ou 300 km de long et au tracé capricieux, dans lesquelles débouchent des
vallons latéraux de toutes tailles et d'autant plus ramifiés qu'ils sont plus grands.
Ce caractère m'a été favorable car j'ai pu tracer un itinéraire qui m'a conduit dans
des régions très variées, passant alternativement, par des cols, des basses aux
hautes altitudes et celà à plusieurs reprises, au fur et à mesure qu'avançait la
saison.
L'Himalaya occidental — et son prolongement l'Hindou-Kouch — est disposé
transversalement au travers de la grande zone des déserts paléarctique qui s'étend
du Sénégal au Petchili, et se trouve responsable du point d'inflexion que cette
bande de déserts effectue au niveau de l'Iran et du Turquestan russe. En effet,
l'Himalaya est placé comme un mur sur le chemin de la mousson qui y condense
son humidité de façon subite et diluvienne. Dans la région du Cachemire, la
mousson est affaiblie et ne se manifeste que par une série de jours pluvieux
intermittants. Elle suffit, néanmoins, à assurer la croissance d’une abondante
végétation et à alimenter un riche réseau hydrographique.
La bordure méridionale de l'Himalaya est donc subdésertique, comme le Pen-
jab alors qu’à partir de 4.500 ft d'altitude apparaissent des forêts denses et humi-
des puis des paturages de caractères alpins. Le versant septentrional est à nouveau
186 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
désertique comme le Karakoram. Les localités que j'ai visitées dans la vallée de
l’Indus pourraient appartenir, géographiquement, à l'Himalaya, mais à cause du
climat du Baltistan, j'en examinerai la faune avec celle du Karakoram.
Jai séjourné six mois complets dans l'Himalaya, de juin à septembre 1953, à
fin octobre de la même année et en mai 1954, traversant la chaîne de part en part,
à deux reprises et par des itinéraires se recouvrant partiellement (carte 2 et 3 ).
Grosso modo, mes itinéraires se situent comme suit (carte 2): en juin et juillet
1953, j'ai visité la vallée de Kaghan sur son entière longueur et suis remonté dans
de nombreuses vallées latérales. En août et au début de septembre, j'ai parcouru
les parties moyenne et supérieure de la vallée de la Kishanganga, avec plusieurs
vallons tributaires. À mi-septembre, j'ai traversé les plateaux du Petit et du Grand
Deosai. À mi-octobre, je suis retourné dans la basse vallée de Kaghan et suis
monté jusqu'à la limite des neiges fraîchement tombées. En mai 1954, (carte 3) je
suis remonté les parties basses et moyennes de la vallée de la Kishanganga, avec
quelques vallons tributaires. Par le col du Shantar Gali, je suis arrivé dans la
vallée de l’Astor, que j'ai suivie jusqu'à son confluent avec l'Indus.
75 biotopes ont été visités, dont certains à deux reprises, en des saisons dif-
férentes. L'Himalaya est la région que j'ai visitée le plus en détail. Néanmoins,
c'est celle où il reste le plus à faire, car j'ai relativement peu chassé dans les
basses altitudes du versant méridional et après mon retour en Suisse, j'ai reconnu
que la faune y est fort variée. J'y ai capturé de nombreuses espèces à une seule
reprise, ce qui laisse supposer que bien d’autres découvertes restent à faire.
Sur la base de l'altitude, je diviserai l'Himalaya occidental en trois régions:
1. Les basses régions sèches, 2. La zone subalpine des forêts, 3. La zone alpine
des paturages.
1. Les basses régions sèches (3.000—4.500 ft)
Jusqu'à 4.500 ft d'altitude, le versant méridional de l'Himalaya est torride et
subdésertique. Les flancs des montagnes sont calcinés et dépourvus de forêts.
Lorsqu'on remonte une grande vallée cachemirienne, le paysage change rapidement
et considérablement. Dans le bas règne une chaleur intense. Le fond de la vallée
est occupé par une énorme rivière torrentueuse. Des forêts occupent les crêtes de
montagnes au-dessus de 4.500 ft et sur les pentes s’&tagent des vergers et des
cultures en gradins, alternées: rizières au printemps, maïs, blé et orge en été. De
nombreux torrents latéraux, au lit très raide, sillonnent les pentes et des canaux
d'irrigation en dérivent. Lorsque l’on monte on voit la forêt gagner petit à petit
le fond de la vallée.
Dans les basses régions sèches, les cours d’eau sont pourtant abondants et tous
descendent des régions supérieures plus humides. Les eaux sont toujours très
froides: le débit saisonnier varie considérablement, étant conditionné par la fonte
des neiges, mais le débit journalier est stable. Tous ont un caractère fortement
torrentueux.
Grandes rivières
Au fond des vallées principales coulent de grandes rivières. Au printemps les
eaux sont très hautes, très agitées et étonnamment rapides. En automne, elles sont
F. SCHMID: Trichoptères du Pakistan 187
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188 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
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F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 189
évidemment plus basses et moins fougucuses. Leur température glaciale surprend
par contraste avec la chaleur torride ambiante, mais sur l’eau coule un courant
d'air de plusieurs mètres d'épaisseur et qui paraît tout aussi glacial.
La faune n'y est pas très riche et composée de Rhyacophilides, Hydroptilides,
Psychomyides et Séricostomes.
Rhyacophila obscura Mart. Psychomyia mahadenna sp. n.
Rhyacophila hydaspica sp. n. Psychomyia asvagosha sp. n.
Hydroptila gandbara sp. n. Paduniella magadha sp. n.
Hydroptila sanghala sp. n. Brachycentrus kozlovi Matt.
Hydroptila angulata Mos.
Torrents
Des flancs des montagnes descendent de nombreux torrents qui prennent nais-
sance dans la zone des forêts. Leur lit est constamment rocheux et leur cours très
fougueux est constamment brisé par des chutes. Le débit saisonnier est très varia-
ble. L'eau est plus abondante dans la partie supérieure que vers le bas; ceci est dû
au départ de nombreux bisses d'irrigation échelonnés le long du torrent.
La faune y est très riche et représentée par toutes les familles vivant à basse al-
titude.
Rhyacophila obscura Mart. Dolophilodes dharmakala sp. n.
Rhyacophila paurava sp. n. Dolophilodes madhyamika sp .n.
Rbyacophila chandragoupta sp. n. Gunungiella bodhidarma sp. n.
Glossosoma eliakreya sp. n. Chimarra kumaonensis Mart.
Glossosoma abhikhara sp. n. Chimarra suryasena sp. n.
Synagapetus maharikhita sp. n. Chimarra vasoudeva sp. n.
Synagapetus mahadhyandika sp. n. Polyplectropus sourya sp. n.
Agapetus triangularis Mart. Ecnomus montanus Mos.
Agapetus chitraliorum sp. n. Psychomyia mabaraksa sp. n.
Agapetus cocandicus McL. Psychomyia asvagosha sp. n.
Hydroptila sanghala sp. n. Hydropsyche poushyamittra sp. n.
EL ydropsyche gautamittra Span.
Rizières
La faune des Trichoptères des rizières ne m'est connue que par une seule espèce,
Setodes nagarjouna sp. n., que j'ai capturée près d'une rizière désaffectée.
Sources
Les sources sont assez peu nombreuses et le plus souvent captées pour les
besoins de l’agriculture et de l’économie (moulins). On les voit sourdre à mi-
pente, entre de gros rochers et leur lit est fréquemment très moussu.
La faune des Trichoptères est assez riche et représentée par toutes les familles
dont les représentants vivent en eau courante.
190 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Rhyacophila nigrorosea sp. n. Stactobia moretti sp. n.
Rbyacophila paurava sp. n. Chimarra kumaonensis Matt.
Synagapetus maharikhita sp. n. Chimarra houvichka sp. n.
Microptila apsara sp. n. Plectrocnemia varouna sp. n.
Madioxyethira milinda sp. n. Diplectrona burha sp. n.
Stactobia tjederi sp. n. Pseudostenophylax secretus Mart.
Milieux hydropétriques
Les milieux hydropétriques sont très répandus dans l'Himalaya: rochers écla-
boussés par l'eau en bordure des torrents et surtout pertes des bisses d'irrigation.
La faune y est très riche et représentée par non moins de sept familles.
Rhyacophila nigrorosea sp. n. Chimarra kumaonensis Mart.
Microptila sourya sp. n. Chimarra nigrorosea sp. n.
Microptila roudra sp. n. Abaria margaritifera Schm.
Microptila apsara sp. n. Paduniella maurya sp. n.
Stactobia moretti sp. n. Diplectrona burha sp. n.
Madioxyethira milinda sp. n. Setodes madhyamika sp. n.
Oxyethira falcata Mort. Dinarthrum chotta sp. n.
Dinartbrum kamba Mos.
2. La zone subalpine des forêts (4500_10.000) ft)
(photos 2 et 3)
A partir de 4.500 ft, la forêt occupe toute la vallée, jusqu'à 8.000 ft environ,
altitude à partir de laquelle elle se localise au fond des dépressions fluviales, où
elle s’étire en un long ruban pour s’arréter vers 10.000 ft environ. Dans la zone
inférieure, elle est composée surtout d’arbres feuillus; puis les cônifères prédo-
minent, Pinus excelsa et longifolia, Abies pindrow et deodar. Au-dessus des
cônifères se trouve encore une zone de bouleaux buissonnants. La zone des forêts
est très humide. Dans les prairies et les clairières croît une végétation herbacée
d’une luxuriance inouïe: scabieuses, belladones, fougères, impatientes, delphinium,
etc. Cette zone est très peuplée; les villages sont nombreux et composés de maisons
de bois, rappelant les chalets suisses, mais beaucoup plus primitives. Ils sont
situés en général au centre d’une vaste aire cultivée de mais et irriguée par de
nombreux bisses (photo 2).
Les paysages ont un caractère alpin typique et fréquemment on pourrait se
croire dans les Alpes suisses, n’étaient les proportions gigantesques des montagnes
et des vallées et le passage occasionel d'une caravane de chameaux. En été, la
chaleur y est torride et les forêts de cÔnifères retentissent du chant des cigales,
ressemblant à des cris de perroquets. On peut y noter aussi de violents contrastes,
comme des rivières enfouies sous plusieurs mètres de neige accumulée par les
avalanches, alors que quelques mètres plus haut, les pentes sont recouvertes d'une
véritable jungle herbacée (photo 3).
Les cours d’eau sont évidemment très nombreux dans la zone des forêts, de
toutes tailles et de tous types. Les variations saisonnières de leur débit sont con-
sidérables; les variations journalières sont assez sensibles.
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 191
Grandes rivières
Au fond des vallées coulent les mémes grandes rivières que nous avons visitées
plus bas; elles présentent des caractères semblables, sauf que leur taille est évidem-
ment moindre.
La faune y est beaucoup plus pauvre que dans les basses altitudes, car les especes
non monticoles et les formes strictement orientales ont disparu. Il n'y a guêre que
Hydropsyche kaznakovi Mart. et poushyamittra sp.n. auxquelles je puis assigner
cet habitat de façon certaine. Les gros Rhyacophila du groupe de forrentium, qui
habitent constamment ce genre de biotope en Europe sont absents dans l’Hima-
laya.
Torrents
Les rivières de taille moyenne ont toutes un caractère fortement torrentueux et
coulent en général au fond des vallons latéraux sur un lit très accidenté.
Rhyacophila obscura Mart. Stactobia ulmeriana sp. n.
Rbyacophil. extensa Matt. Dolophilodes dharmakala sp. n.
Royacophila chandragoupta sp. n. Dolophilodes dharmaraksa sp. n.
Glossosoma ambhi sp. n. Dolophilodes dharmamittra sp. n.
Synagapetus maharikhita sp. n. Polyplectropus sourya sp. n.
Agapetus cocandicus McL. Brachycentrus kozlovi Matt.
Stactobia tjederi sp. n. Dinarthrum inerme McL.
Ruisseaux
Nous pouvons distinguer deux types de ruisseaux: ceux qui coulent sur un lit
raide et rocheux en faisant de nombreuses chutes et les ruisseaux de prairies,
calmes et aux eaux plus profondes. La faune y est très riche et j'y ai trouvé pas
moins de 38 espèces appartenant à 10 familles.
Rhyacophila obscura Mart. Hydroptila sanghala sp. n.
Rbyacophila nigrorosea sp. n. Hydroptila panchaoi sp. n.
Rbyacophila paurava sp. n. Wormaldia relicta Mart.
Rhyacophila chandragoupta sp. n. Dolophilodes dharmaraksa sp. n.
Glossosoma ambhi sp. n. Dolophilodes dharmamittra sp. n.
Glossosoma abhikhara sp. n. Dolophilodes madhyamika sp. n.
Apsilochorema indicum Ulm. Chimarra kumaonensis Mart.
Synagapetus maharikhita sp. n. Tinodes ghobarama sp. n.
Agapetus chitraliorum sp. n. Tinodes matangana sp. n.
Agapetus cocandicus Mart. Diplectrona burha sp. n.
Agapetus antiyaka sp. n. Adicella dharasena sp. n.
Agapetus antikena sp. n. Adicella narendraya sp. n.
Microptila sourya sp. n. Oopterygia asiatica Bett.
Microptila indra sp. n. Astratodina inermis Mos.
Madioxyethira milinda sp. n. Eothremma laga Mos.
Stactobia klapaleki sp. n. Dinarthrum margula Mos.
Stactobia tjederi sp. n. Dinarthrum inerme McL.
Stactobia nielseni sp. n. Dinarthrum surashtra sp. n.
Hydroptila gandhara sp. n. Dinarthrum sonomax Mos.
192 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Sources
Les sources sont nombreuses, soit dans les rochers, dans les prairies ou à mi-
pentes, dans la forêt. Certaines sont très moussues, d'autres très calcaires et cer-
taines donnent naissance à de volumineux ruisseaux. Il est donc difficile de
différencier les Éléments exclusivement fonticoles de ceux qui habitent également
les ruisseaux.
Rhyacophila kanichka sp. n. Hydroptila gandhara sp. n.
Rhyacophila kadphises sp. n. Hydroptila sanghala sp. n.
Glossosoma ambhi sp. n. Wormaldia relicta sp. n.
Glossosoma abhikhara sp. n. Dolophilodes dharmaraksa sp. n.
Apsilochorema indicum Ulm. Dolophilodes dharmamittra sp. n.
Synagapetus maharikhita sp. n. Chimarra kumaonensis Mart.
Agapetus cocandicus McL. Tinodes ghobarama sp. n.
Microptila sourya sp. n. Adicella dharasena sp. n.
Microptila indra sp. n. Oopterygia asiatica Bett.
Stactobia klapaleki sp. n. Apatania brevis Mos.
Stactobia tjederi sp. n. Psendostenophylax micranlax McL.
Stactobia döhleri sp. n. Pseudostenophylax aniketos sp. n.
Stactobia nielseni sp. n. Eothremma laga Mos.
Madioxyethira milinda sp. n. Dinarthrum margula Mos.
Milieux hydropétriques
Les milieux hydropétriques sont très abondants dans la forêt himalayenne. IIs
sont souvent produits par des pertes de bisses d'irrigation dégoulinant sur des
rochers, mais nombreuses sont aussi les petites sources qui s’étalent sur un sub-
strat rocheux ou détrempent des pentes terreuses.
La faune semble un peu moins riche qu'aux altitudes inférieures.
Rhyacophila nigrorosea sp. n. Stactobia nielseni sp. n.
Microptila sourya sp. n. Stactobia risiana sp. n.
Microptila indra sp. n. Tinodes kanerquorum sp. n.
Madioxyethira milinda sp. n. Tinodes asangha sp. n.
Stactobia ulmeriana sp. n. Tinodes matangana sp. n.
Stactobia morettii sp. n.
Terrains marécageux, moussus et détrempés
Les petites sources ou les pertes de bisses d’irrigation donnent parfois naissance
à des terrains marécageux. La seule espèce qui parait liée à ce biotope est Limno-
philus kaumarajiva sp. n.
3 Zone alpine Ges pagusra ges. (teGdessus cle WOWO0 it)
(photo 4 en 5)
Au-dessus de 10.000 ft d’altitude, les arbres ont définitivement disparu et la
prairie étend ses tapis partout ot la roche n’affleure pas. Jusque vers 12.000 ft,
environ, l'herbe est haute, mais plus l’on monte, plus le gazon devient ras. Le
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 193
magnifique paysage forestier fait place à une vision non moins splendide, les
paturages, avec leur flore aux coloris si vifs et variés: composées jaune d'or,
polygonum teintant de rose pàle des prairies entières, myosotis aux grandes fleurs
outre-mer, geranium violets, etc.
La zone des paturages n'est habitée qu'en été par des bergers qui résident
dans des huttes de pierres, que nous appellerions en Valais des ,,mayens”.
Les phénomènes glaciaires ont été très intenses dans l'Himalaya occidental, car
le fond de presque toutes les hautes vallées est très évasé. Il n'y a naturellement
plus de grandes rivières et les milieux hydropétriques n’hébergent plus de Tri-
choptères; mais apparaissent les lacs glaciaires et les marais ne sont pas rares
dans les dépressions des anciennes moraines. Comme je l’ai déjà noté, l’altitude
moyenne de l'Himalaya occidental n'est pas aussi considérable que dans la partie
médiane de la chaîne; le sommet des vallées ne dépasse guère 15.000 ft et les
biotopes les plus élevés où j'ai trouvé des Trichoptères se situent vers 15.500 ft.
Rivières
En haute altitude, toutes les rivières ont une taille moyenne ou petite. Elles
sont peu profondes, en général pas très rapides et roulent des eaux très claires
sur un large lit caillouteux et souvent très algueux. La faune est un peu plus
riche qu'en basse altitude.
Rhyacophila obscura Mart. Astratodina inermis Mos.
Glossosoma ambhi sp. n. Pseudostenophylax micraulax McL.
Apatania brevis Mos. Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Apatania kalariana sp. n.
Torrents
Les torrents sont naturellement trés abondants; ils présentent le méme caractére
qu'en altitude moyenne, sauf que leur débit journalier est très variable et qu'ils
n’alimentent plus de bisses d’irrigation.
Rhyacophila chandragoupta sp. n. Apatania brevis Mos.
Glossosoma abhikhara sp. n. Apatania kalariana sp. n.
Stactobia martynovi sp. n. Brachycentrus kozlovi Mart.
Dolophilodes ornata Ulm.
Ruisseaux
Dans les alpages coulent de nombreux ruisseaux à fond pierreux et bordés de
rives herbues.
Rbyacophila obscura Mart. Apatania kalariana sp. n.
Rhyacophila kanichka sp. n. Astratodina inermis Mos.
Rhyacophila kadphises sp. n. Pseudostenophylax micraulax McL.
Rhyacophila kadaphes sp. n. Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Synagapetus maharikhita sp. n. Limnophilus kaumarajiva sp. n.
Dolophilodes ornata Ulm. Brachycentrus kozlovi Mart.
Apatania brevis Mos. Dinarthrum sonomax Mos.
194 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Ruisselets et sources
Dans les dépressions, au pied des anciennes moraines et au bas des pentes se
trouvent des sources, souvent moussues ou envahies par une végétation abondante.
Elles donnent naissance à de petits ruisseaux ou à des terrains détrempés.
Rhyacophila kanichka sp. n. Pseudostenophylax micraulax McL.
Glossosoma ambhi sp. n. Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Glossosoma abhikhara sp. n. Pseudostenophylax kashmirensis Mos.
Agapetus antiyaka sp. n. Pseudostenophylax aniketos sp. n.
Dolophilodes dharmamittra sp. n. Limnophilus incisus Curt.
Apatania brevis Mos.
Lacs glaciaires
Sur les terrasses latérales et au fond des petites vallées, les lacs glaciaires sont
très nombreux; il n'est pas rare d'en voir 4 ou 5 étagés en gradins sur la même
pente. Profonds et très froids, ils ne se libèrent des glaces qu'en juillet ou août.
La durée de leur emprisonnement paraît jouer un rôle sur le développement des
insectes qui y vivent. Les seules espèces fidèles aux lacs sont les Psewdostenophylax
micraulax McL. et mitchelli Mos. On pourrait y ajouter dikaios sp. n. (photo 4).
Marais et étangs
Dans la téte des vallées se trouvent fréquemment des petits étangs envahis par
les Renoncules aquatiques ou bordés de Carex. De véritables marais se rencontrent
ici ou là. Je n'ai trouvé dans ce genre de biotopes que Limnophilus kaumarajiva
sp. n. et incisus Curt., le premier entre 6.500 et 11.500 ft d’altitude et le second
entre 12.000 et 13.000 ft. (photo 5).
Karakoram
Le Karakoram est une des chaînes de montagnes les plus imposantes qui
soient. Issu du Pamir comme l’Himalaya, il n’atteint guère que le quart de la
longueur de ce dernier et s'évanouit progressivement sur le plateau du Tibet. Il
s'étend parallèlement à l'Himalaya, immédiatement au nord et n'en est séparé que
par le fossé de la vallée de l’Indus.
Il est malaisé d’imaginer des montagnes — pourtant si proches — plus dif-
férentes que l'Himalaya et le Karakoram. L’Himalaya, très vert et riant, ressemble
passablement aux Alpes. Le Karakoram apparaît comme une mer de montagnes
désertiques, de couleur ocre ou grise et de relief extrêmement dur et tourmenté.
Ces montagnes ne forment pas de pentes douces, de sommets qui soient verts ou
arrondis. Tout y est raide, abrupt, subvertical et pierreux. Tous les sommets sont
en aiguille et paraissent ingravissables et les crétes sont en lame de rasoir. Sur la
carte, les courbes de niveau sont dessinées si serrées qu'elles constituent une cou-
leur de fond qu'on finit par ne plus remarquer. Les dénivellations visibles sont
effarantes à cause de la faible altitude du fond des vallées et il n'est pas rare
de se trouver en face d'un sommet distant de moins de 10 km et qui domine l’ob-
servateur de 5000 à 5.500 m.
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 195
Ce systeme montagneux est coupé d’immenses vallées à large fond plat, dont
la denivellation est extrêmement faible. De Gilgit à Ishkuman, il y a 120 km
et l'on monte à peine de 1000 m. Même les petits vallons tributaires ne montent
que très peu et s'arrêtent net au pied de vertigineuses parois.
La barrière de l'Himalaya retient toute la mousson. Le Karakoram est donc
situé dans la zone des déserts centro-asiatiques et les chutes de pluie annuelles
atteignent moins de 15 cm. Etrange désert, toutefois, parsemé de glaciers et
sillonné de larges rivières et de torrents. A Skardu, on peut remarquer une vaste
étendue de dunes de sable en face desquelles scintille un glacier. Les cours d'eau
ont un caractère oligotrophique très accusé; torrentueux et turbides, ils ne nour-
rissent qu'une maigre végétation. Ce n'est guère qu'au débouché des vallées, où
l'irrigation est possible, qu'il y a des cultures. Mais où trouver des endroits ver-
doyants et des biotopes hébergeant des Trichoptères? Au fond des vallées, près
des villages-oasis, qui sont des places irriguées et fraîches. Dans les petits vallons
latéraux où se trouvent, raides, haut perchés et exposés au nord, de maigres alpages
et méme occasionnellement des bouleaux.
Mon séjour dans le Karakoram s’étend sur cinq mois. De mi-septembre a
mi-octobre 1953, ayant traversé l'Himalaya, j'ai séjourné au Baltistan, aux environs
de Skardu (carte 2). De juin à septembre 1954, partant de Gilgit, j'ai visité les
vallées de Hunza, Ishkuman, Yasin et la partie supérieure de celle de Gilgit
(carte 3).
Trente-quatre biotopes ont été visités, malheureusement jamais à deux reprises.
C'est un nombre très faible par rapport au nombre des kilomètres franchis.
Je diviserai le Karakoram en deux zones seulement: 1. Le fond des grandes
vallées; 2. Les vallons latéraux et les têtes des grandes vallées.
1. Le fond des grandes vallées (4.500—8.000 ft)
(photos G et 7)
Les grandes vallées convergent toutes vers l’Indus. Ce sont de grandes dépres-
sions, souvent de plus de 100 km de longueur, dont le fond, presque toujours
plat, a plusieurs kilomètres de largeur. Les pentes sont rocheuses, très abruptes et
montent d'un seul jet. La rivière principale est toujours très volumineuse et par-
fois partagée en de nombreux bras. Les eaux en sont sales, rapides, peu profondes
et étonnamment infécondes. Ce n'est guère qu'à Gilgit et à Chatorkhand que j'y ai
trouvé des Trichoptères.
Parcourir ces vallées est pénible à cause de la chaleur intense et de la constante
monotonie du paysage. On descend dans de petites gorges sèches, monte pour
franchir des cônes d’éboulis et constamment on foule des graviers et des sables où
ne pousse qu'une misérable végétation épineuse. Les villages-oasis se trouvent en
général au débouché des vallées latérales, où le cours d'eau tributaire alimente
des bisses d'irrigation. Ces oasis sont toujours un plaisir pour les yeux. Ce sont
des terrains souvent étagés en terrasses, cloisonnés par des murs de pierres sèches,
plantés d’arbres verts et frais, peupliers, abricotiers, mûriers blancs et jujubiers et
coupés de bisses où coule une eau cristalline (photo 7).
C'est dans ces oasis que se trouvent la plupart des biotopes aquatiques.
196 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Grandes rivières
Comme je l'ai déjà dit, les grandes rivières du Karakoram sont très volumi-
neuses, fortement turbides, rapides et assez peu profondes. Leur lit change assez
souvent d'emplacement. Elles n’hébergent que peu de Trichoptères (photo 6).
Hydroptila sengavi sp. n. Hydropsyche vasoumittra sp. n.
Psychomyia mahadenna sp. n. Brachycentrus kozlovi Mart.
Hydronema persica Mart.
Torrents et rivières latéraux
D'assez nombreux torrents descendent des flancs des grandes vallées. Toujours
de très grande taille, très fougueux et agités et de débit journalier très variable, ils
sont alimentés par des névés ou des glaciers. Leur faune est assez riche; proba-
blement leurs eaux, constamment et violemment brassées sont-elles très vite oxy-
génées.
Rhyacophila obscura Mart. Oxyethira falcata Mort.
Glossosoma dentatum McL. Dolophilodes ornata Ulm.
Agapetus sindis Kim. Dolophilodes dharmaraksa sp. n.
Agapetus cocandicus McL. Adicella dharasena sp. n.
Agapetus antiyaka sp. n. Diplectrona burba sp. n.
Microptila indra sp. n. Apatania brevis Mos.
Stactobia martynovi sp. n. Apatania kalariana sp. n.
Stactobia döhleri sp. n. Phylostenax himalus Mos.
Hydroptila sanghala sp. n. Brachycentrus kozlovi Mart.
Hydroptila maclachlani Klap.
Bisses d’irrigation et ruisseaux d’oasis
Les oasis sont constamment sillonnés de bisses et de ruisseaux coulants sous un
couvert d’arbres ou dans de petites prairies, parfois rapides et pierreux, parfois
plus lents, plus profonds et encombrés de végétation aquatique (photo 7).
Rhyacophila kadaphes sp. n. Apatania kalariana sp. n.
Agapetus sindis Kim. Apataniana moharamana sp. n.
Agapetus cocandicus McL. Astratodina mihirakula sp. n.
Madioxyethira milinda sp. n. Pseudostenophylax micraulax McL.
Oxyethira falcata Mort. Psilopterna eukratida sp. n.
Apatania brevis Mos. Dinarthrum inerme McL.
Sources
Les sources ne sont pas fréquentes dans ces montagnes désertiques. On en
trouve toutefois dans le voisinage des oasis, en bordure des torrents, ou au pied
des falaises rocheuses. Elles sont presque toujours fortement moussues et algueuses.
Rhyacophila kadaphes sp. n. Adicella dharasena sp. n.
Glossosoma abhikhara sp. n. Phylostenax himalus Mos.
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 197
Apsilochorema indicum Ulm. Pseudostenophylax micraulax McL.
Agapetus chitraliorum sp. n. Micropterna indica Mos.
Oxyethira falcata Mott. Dinarthrum inerme McL.
Milieux hydropétriques
La présence de milieux hydropétriques est assez exceptionnelle dans le Kara-
koram. J'en ai visité un petit nombre, dans des gorges, contre de hautes parois de
rochers en surplomb. Les rives de certains torrents, constamment éclaboussées par
les embruns, présentent parfois ce caractère. La faune y est beaucoup plus pauvre
que dans l'Himalaya.
Microptila sourya sp. n. Chimarra kumaonensis Mart.
Madioxyethira milinda sp. n. Diplectrona burba sp. n.
Hydroptila sanghala sp. n.
Terrains détrempés
Dans les oasis, les pertes des bisses d'irrigation détrempent parfois en perma-
nence certains espaces herbus.
Hydroptila sanghala sp. n. Adicella dharasena sp. n.
Oxyethira falcata Mort.
MES viarlklkornes altzeinaunze ty leisutietes diesmenamidies, vailelrciess
(8.500—11.000 ft) (photo 8)
Au-dessus de 8.500 ft d’altitude, les petites vallées latérales et les sommets des
vallées importantes présentent des caractères assez particuliers. Les pluies y sont
relativement abondantes, la végétation assez fournie. Certains de ces petits val-
lons latéraux paraissent étre de véritables eldorados, verts et riants; cette impres-
sion est renforcée par le fait de leur situation reculée et de leur isolement. Le
fond est plat, assez large et de faible déclivité. Les prairies y sont nombreuses et
coupées par des fourrés de saules et de bouleaux et méme de petites foréts de
cOnifères. Dans les clairières, les sources et les ruisselets sont abondants, l’herbe
est haute et la flore assez riche. Les biotopes aquatiques y sont nombreux, mais
assez peu variés (photo 8).
Gros torrents
Rhyacophila kadaphes sp. n. Dolophilodes ornata Ulm.
Glossosoma ambhi sp. n. Apatania brevis Mos.
Agapetus antiyaka sp. n. Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Ruisseaux et bisses d irrigation
Rhyacophila obscura Matt. Astratodina mihirakula sp. n.
Rhyacophila kadaphes sp. n. Psilopterna eukratida sp. n.
Agapetus antiyaka sp. n. Micropterna indica Mos.
Adicella dharasena sp. n. Dinartbrum inerme McL.
198 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Ruisseaux d'alpages et sources
Rhyacophila obscura Mart. Oxyethira falcata Mort.
Rhyacophila kadaphes sp. n. Dolophilodes ornata Ulm.
Glossosoma ambhi sp. n. Apataniana hutchinsoni Mos.
Glossosoma abhikhara sp. n. Astratodina mihirakula sp. n.
Agapetus artiyaka sp. n. Pseudostenophylax micraulax McL.
Madioxyethira milinda sp. n. Psilopterna eukratida sp. n.
Stactobia klapaleki sp. n. : Dinarthrum bhatarka sp. n.
Stactobia tjederi sp. n. Dinarthrum karagraha sp. n.
Hydroptila sanghala sp. n. Dinarthrum inerme McL.
Le Pamir
99
Franchissant le Darkot Pass, j'ai séjourné quelques jours dans la partie tout-à-
fait supérieure de la vallée de Yarkhun. La tête de cette vallée est située immé-
diatement au sud de celle de l’Amou-Daria et présente de nets caractères pami-
riens (carte 3). Autant les vallées du Karakoram sont des fossés bordés de hau-
tes murailles verticales, autant les vallées pamiriennes sont-elles larges et évasées.
Le Pamir n'est pas un véritable plateau, mais une région recouverte de montagnes
très hautes, de formes douces, coupées de vallées qui sont de véritables plaines.
Y serpentent des rivières, souvent très méandreuses. Les lacs sont nombreux,
parfois très grands, mais peu profonds et à fond tourbeux. Il n'y a pas de forêt,
à cause de l'altitude assez considérable, mais la végétation herbacée est assez dense.
Je n'ai visité que deux types de biotopes au Pamir: un petit lac morainique,
tourbeux et bordé de Carex où abondait Philarctus przewalskit McL. et un petit
ruisseau d’alpage près duquel j'ai trouvé Psewdostenophylax mitchelli Mos., sous
les pierres.
LHindou-Kouch
L’Hindou-Kouch, issu du Pamir, forme un arc ouvert vers le nord, et s’etend
vers l'ouest dans une direction opposée à celle de l'Himalaya. C'est une chaîne
également fort importante, avec de nombreux sommets dépassant 7.000 m d’alti-
tude (photo 9).
Ses caractères sont intermédiaires entre ceux de l'Himalaya et ceux du Kara-
koram. Comme dans ce dernier, le relief est très accusé et les pentes fort abruptes.
Les vallées sont également très longues, de tracé assez régulier, mais elles sont en
V, comme dans l'Himalaya. Les pentes orientales de l’Hindou-Kouch reçoivent
les derniers relents de la mousson. Quoique assez sèches, elles portent une végé-
tation bien fournie et même des forêts clairsemées, de Junipiers et de Quercus
ibex.
Je n'ai visité l'Hindou-Kouch que pendant les mois d’octobre et de novembre
de 1954. La saison étant trés tardive, la végétation était entiérement desséchée.
Je n'y ai que peu chassé. Les biotopes montrent les mémes caractères que dans le
Karakoram (carte 3).
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 199
Bisses d'irrigation et ruisseaux d’oasis
Psendostenophylax secretus Matt. Dinarthrum inerme McL.
Sources et ruisselets
Rhyacophila obscura Matt. Hydroptila sanghala sp. n.
Rhyacophila nigrorosea sp. n. Plectrocnemia kalachorum sp. n.
Apsilochorema indicum Ulm. Pseudostenophylax secretus Mart.
Synagapetus maharikhita sp. n. Micropterna indica Mos.
Microptila apsara sp. n. Dinarthrum inerme McL.
Madioxyethira milinda sp. n. Dinarthrum rema Mos.
Stactobia radovanovici sp. n.
Terrains marécageux
Oxyethira falcata Mort. Oopterygia asiatica Bett.
Penjab
Le Penjab est une grande province située au pied de l'Himalaya et une des
régions les plus peuplées du Pakistan. Il est presque entièrement désertique, sauf
dans les parties qui ont été irriguées et où les cultures sont luxuriantes. En été
c'est une des régions les plus chaudes du globe, alors qu'en hiver, la température
y est basse.
Les cours d'eau ne sont pas fréquents au Penjab et presque tous endigués et
utilisés pour l’irrigation. Je n'ai guère porté d’attention aux Trichoptères de cette
région, car leur recherche est fort décevante à cause de la rareté des cours d'eau
demeurés à l'état naturel. Je n'ai visité qu'une source et une rivière à Hassan Abdal
et renvoie le lecteur aux pages 213—214, où se trouve une description du biotope
et une liste des espèces que j'y ai trouvées.
LISTERDESÙLOCALITES® DE SCHASSE
Central Zarghun (7.000—9.500 ft) 1-3-V-1953 (photo 1)
Rivière moyenne, aux eaux claires, au cours variable, en général assez torren-
tueux
Apsilochorema indicum Ulm. assez commun Dolophilodes ornata Ulm. 1 6 1 9
Hydroptila sanghala sp. n. 2 4 2 Q Pseudostenophylax secretus Mart. 1 &
Oxyethira paramartha sp. n. 1 4 Dinarthrum arachosicum sp. n.
assez commun
Ruisselet boueux
Adicella dharasena sp. n. assez commun
Rochers ruisselants
Stactobia nielseni sp. n. 6 & Stactobia radovanovici sp. n. 1 ê
Stactobia risiana sp. n. 4 &
Murree (Penjab, 7.242 ft) 8-VI-1953
Tête de torrent; assez large lit rocheux avec un filet d'eau peu courante
Rhyacophila paurava sp. n. 9 4 Tinodes matangana sp. n. 4 4
Chimarra houvichka sp. n. 6 & 1 © Adicella dharasena sp. n. assez commun
Tinodes asangha sp. n. assez commun Diplectrona burha sp. n. 5 ê
200 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Muzaffarabad (Cach. et Jam., 3.250 ft) 16-21-VI-1953
Jhelum, très grande rivière, aux eaux très abondantes, sales, très froides, agitées
et rapides
Rhyacophila obscura Mart. 1 &
Rhyacophila hydaspica sp. n. 5 &
Hydroptila gandhara sp. n. 1 @
Hydroptila angulata Mos. 4 & 4 9
Psychomyia mahadenna sp. n. 4 & 3 9
Sources en bordure du Jhelum
Stactobia tjederi sp. n. 1 &
Stactobia morettii sp. n. 1 &
Phychomyia asvagosha sp. n. 1 @
Paduniella magadha sp. n. 2 & 1 2
Hydropsyche vasoumittra sp. n. 2 & 2 2
Brachycentrus kozlovi Mart. 1 &
Chimarra houvichka sp. n. 1 &
Diplectrona burha sp. n. assez commun
Balakot (N.W.F.P., 3226 ft) 23-VI-1953
Large lit de torrent, à gros rochers. Assez peu d'eau faiblement courante, forte
végétation aquatique
Agapetus triangularis Mart. 4 6
Gunungiella bodhidarma sp. n. 2 4
Chimarra vasoudeva sp. n. commun
Ecnomus montanus Mos. 3 &
Psychomyia maharaksa sp. n. 8 &
Psychomyia asvagosha sp. n. 4 &
Pertes de bisse d'irrigation, ruisselant sur des rochers
Microptila apsara sp. n. 3 & 2 Q
Plethus kala sp. n. 1 @
Rizière désaffectée
Setodes nagarjouna sp. n. assez commun
Abaria margaritifera Schm. 5 & 3 9
Paduniella maurya sp. n. 5 &
Kawai (N.W.F.P., 4800 ft) 24-VI-1953
Torrent assez peu abondant, mais aux eaux rapides, coulant sur un large lit
rocheux et très raide.
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 2 &
Glossosoma heliakreya sp. n. 4 & 1 9
Glossosoma abbikhara sp. n. assez commun
Synagapetus maharikhita sp. n. très commun
Synagapetus mahadhyandika sp. n. 1 3
Rochers ruisselants
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 1 3
Microptila sourya sp. n. 5 4
Microptila roudra sp. n.3 6 2 9
Madioxyethira milinda sp. n. 1 4 1 ©
Stactobia morettii 2 & 6 2
Source moussue
Plectrocnemia varouna sp. n. 2 ê
Agapetus chitraliorum sp. n. 5 &
Agapetus cocandicus McL. commun
Chimarra kumaonensis Mart. 2 &
Hydropsyche poushyamittra sp.n. 2 8 22
Chimarra kumaonensis Mart. 3 4
Chimarra nigrorosea sp. n. 6 8
Abaria margaritifera Schm. 1 Q
Diplectrona burha sp. n. 1 @
Mahandri (N.W.F.P., 5.153 ft) 26-VI-1953
Ruisseau abondant, de taille moyenne, coulant dans un ravin très encaissé, sur
un lit rocheux
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 4 6 1 ©
Rhyacophila paurava sp. n. 1 Q
Synagapetus maharikhita sp. n. commun
Agapetus chitraliorum sp. n. 2 & 1 9
Agapetus cocandicus McL. assez commu.
Hydroptila sanghala sp. n. 1 6
Chimarra kumaonensis Mart. 4 &
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 201
Pertes de bisse d’irrigation humectant des parois rocheuses
Microptila sourya sp. n. 7 8
Microptila indra sp. n. 3 6 1 9
Madioxyethira milinda sp. n. tres commun
Stactobia ulmeriana sp. n. 1 8
Stactobia morettii sp. n. 1 8
Stactobia nielseni sp. n. 1 &
Stactobia risiana sp. n. 1 &
Tinodes kanerquorum sp. n. 1 &
Tinodes asangha sp. n.3 6 4 9
Tinodes matangana sp. n. assez commun
Kaghan (N.W.F.P., 6.688 ft) 27-29-VI-1953
Ruisseau torrentueux, très raide, coulant dans l’herbe et sur un lit rocheux
Rhyacophila paurava sp. n. 1 8
Glossosoma ambhi sp. n. 1 @ 1 9
Synagapetus maharikhita sp. n. très commun
Agapetus chitraliorum sp. n. 1 3
Agapetus cocandicus McL. assez commun
Microptila sourya sp. n. 1 ê
Microptila indra sp. n. 5 6 1 9
Madioxyethira milinda sp. n. très commun
Stactobia nielseni sp. n. 1 ê
Dolophilodes dharmaraksa sp. n. 5 ê
Dolophilodes madhyamika sp. n. 1 8
Chimarra kumaonensis Mart. 2 & 1 9
Tinodes matangana sp. n. 5 6
Diplectrona burba sp. n. 3 &
Adicella dbarasena sp. n. 2 8
Astratodina inermis Mos. 1 @
Gros torrent aux eaux abondantes et fougueuses et au lit très raide
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 4 6 29
Synagapetus maharikhita sp.n.très commun
Agapetus cocandicus McL. assez commun
Stactobia ulmeriana sp. n. 78
Kunhar, rivière principale, aux eaux très abondantes et agitées
Hydropsyche kaznakovi Mart. commun
Terrain marécageux à roseaux
Hydroptila gandhara sp. n. assez commun
Hydropsyche poushyamittra sp. n.34 2 2
Hydroptila sanghala sp. n. 1 3
Naran (N.W.E.P., 8.000 ft) 30-VI, 5-VII-1953 (photo 2)
Petit ruisseau clair et moussu, coulant dans l’herbe
Hydroptila gandhara sp. n. assez commun
Très petits ruisseaux, au lit raide, pierreux et moussu
Rhyacophila obscura Mart. 1 &
Glossosoma ambhi sp. n. 1 6
Glossosoma abhikhara sp. n. 4 &
Synagapetus mabarikhita sp. n. 6 & 3 9
Agapetus chitraliorum sp. n. 1 &
Agapetus antiyaka sp. n. 1 6 1 ©
Microptila sourya sp. n. 1 ê
Microptila indra sp. n. 4 & 6 9
Hydroptila gandhara sp. n. assez commun
Oopterygia asiatica Bett. 2 &
Ruisseau de taille moyenne, coulant en forêt, sur un lit dallé et très raide
Rhyacophila paurava sp. n. 1 &
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 4 &
Stactobia klapaleki sp. n. 1 @
A la lumière
Hydropsyche kaznakovi Mart. 2 &
Dolophilodes dbarmaraksa sp. n.13 1 9
Dolophilodes dharmamittra sp. n. 5 ê
Salf-ul-Maluk Sar (N.W.F.P., 11.000 ft) 1-3-VII-1953
Torrent agité et bordé de neige
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 1 ê
Glossosoma abhikhara sp. n. 28
Dolophilodes ornata Ulm. 18
202 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Lac glaciaire aux eaux sales et libérées de glace (à la lumière)
Pseudostenophylax micraulax McL. 1 & Pseudostenophylax dikaios sp. n. 1 &
Pseudostenophylax mitchelli Mos. 1 &
Sous l’alpage de Dharian Baikh vers 12.000 ft, sources assez abondantes, sour-
dant entre de gros cailloux moussus
Rhyacophila kanichka sp. n. 5 & 2 Q Pseudostenophylax micraulax McL. 4 &
Glossosoma ambhi sp. n. 1 & Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Dolophilodes dharmamittra sp. n. 1 & assez commun
Apatania brevis Mos. commun Pseudostenophylax aniketos sp. n. 3 6
Battakundi (N.W.F.P., 9.000 ft) 6-VII-1953
Gros torrent à chutes, éclaboussant les rochers bordant son lit
Stactobia klapaleki sp. n. 1 & Stactobia tjederi sp. n. 1 &
Petites sources ruisselant entre les galets plats
Glossosoma abbikbara sp. n. 26 1 2 Oopterygia asiatica Bett. 1 &
Dolophilodes dharmamittra sp. n. 3 & Pseudostenophylax aniketos sp. n. 1 6
Hydropsyche kaznakovi Mart. 1 6
Burawai (N.W.F.P., 10.000 ft) 7-VII-1953
Petite rivière assez calme, à lit pierreux, coulant dans une prairie; chassé peu
au-dessous de la source
Rbyacophila obscura Mart. commun Pseudostenophylax micraulax McL.
Astratodina inermis Mos. 4 & 1 2 assez commun
Ruisseau très raide et moussu, aux eaux très rapides
Dolophilodes ornata Ulm. 1 6 Brachycentrus kozlovi Mart. 1 &
Besal (N.W.F.P., 10.715 ft) 8-9-VII-1953
Petit ruisseau pierreux, bordé de névés
Glossosoma abbikbara sp. n. très commun Pseudostenophylax micraulax McL. 2 3
Dolophilodes ornata Ulm. trés commun
A la lumière
Astratodina inermis Mos. 8 & Pseudostenophylax mitchelli Mos. commun
Sources moussues à abondante végétation herbacée
Glossosoma abhikhara sp. n. trés commun Apatania brevis Mos. 1 &
Agapetus antikena sp. n. assez commun Limnophilus incisus Curt. 1 2
Ruisseaux d’alpage
Rhyacophila obscura Mart. 1 6 1 Q Rhyacophila kadphises sp. n. 1 6
Rhyacophila kanichka sp. n. 1 & Rhyacophila kadaphes sp. n. 2 8
Lulu Sar (N.W.F.P., 11.285 ft) 10-12-VII-1953
Sources assez abondantes; lit pierreux, fortement algueux, recouvert par une
forte végétation herbacée
Rhyacophila obscura Mart. 4 6 Pseudostenophylax aniketos sp. n. 3 6
Apatania brevis Mos. très commun Dinarthrum sonomax Mos. assez commun
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 203
Torrent moyen, très agité, à lit assez raide
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 4 9 Dolophilodes ornata Ulm. 2 8
Stactobia martynovi sp. n. assez commun Apatania brevis Mos. très commun
Sur le delta que forme la Kunhar en amont du Lulu Sar, se trouvent plusieurs
bras de cette rivière, cours d'eau peu profonds, pierreux, et au cours rapide
Himalopsyche kuldschensis Ulm. 1 3 mort Pseudostenophylax micraulax McL.
Apatania brevis Mos. commun A,
Apatania kalariana sp. n. tres commun Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Astratodina inermis Mos. 4 & 3 2 extrêmement abondant
Gittidas (N.W.F.P., 11.890 ft) 16-VII-1953
Torrent d’alpage de taille moyenne et très caillouteux
Glossosoma abhikhara sp. n. assez commun Apatania kalariana sp. n. 3 8
Pseudostenophylax mitchelli Mos. commun
Katawai Sar (N.W.F.P., 15.000 ft) 16-VII-1953 (photo 5)
Petites sources pierreuses
Glossosoma abhikhara sp. n. 1 4 1 ©
Lac glaciaire de taille moyenne, récemment libéré des glaces
Pseudostenophylax micraulax McL. Pseudostenophylax mitchelli Mos.
très commun extrêmement abondant
Sayid Nur Baikh (N.W.F.P., 13.000 ft) 19-23-VII-1953
Petits étangs entre les mamelons d’anciennes moraines, peu profonds, boueux
et bordés de Carex
Limnophilus incisus Curt. très commun
Assez grand lac glaciaire, très bleu, encore à demi pris dans les glaces, sur une
terrasse, 4 environ 15.500 ft
Pseudostenophylax micraulax McL. très commun
Torrents d’alpage
Apatania brevis Mos. 1 & Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Apatania kalariana sp. n. 1 & assez commun
Lulu Sar (N.W.F.P., 11.285 ft) 24-VII-1953
Sources assez abondantes; lit pierreux, fortement algueux, recouvert par une
forte végétation herbacée
Apatania kalariana sp. n. très commun
Besal (N.W.F.P., 10.715 ft) 24-VII-1953
Petit ruisseau pierreux
Rhyacophila obscura Mart. 1 & Apatania kalariana sp. n. assez commun
Dolophilodes ornata Ulm. 1 8
A la lumière
Pseudostenophylax mitchelli Mos. commun
204 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Jalkhad Nar (N.W.F.P., 11.729 ft) 25-VII-1953
Petits ruisseaux très raides, à lit dallé
Apatania kalariana Mos. 2 ê
A la lumière
Pseudostenophylax mitchelli Mos. assez commun
Marais a Carex
Limnophilus incisus Curt. 1 & 2 Q
Dunga Nar (Cach. et Jam.) 27-VII-1953
Petites sources marécageuses, parmi les buissons nains (10.310 ft)
Pseudostenophylax aniketos sp. n. assez commun
Petits ruisseaux d’alpages caillouteux (10.000 ft)
Rhyacophila kadphises sp. n. 1 9 Pseudostenophylax micraulax McL.
Rhyacophila kadaphes sp. n. 1 3 3 2 1 & mort
Dolophilodes ornata Ulm. 1 & Pseudostenophylax mitchelli Mos.
Apatania brevis Mos. 6 & 1 @ assez commun
Torrent de taille moyenne, très raide et agité, vers 9.500 ft
Rhyacophila chandragoupta sp. n.2 6 1 9 Eothremma laga Mos. commun
Synagapetus maharikhita sp. n. 6 & Brachycentrus kozlovi Mart. commun
Stactobia tjederi sp. n. 5 6 1 ©
Petit ruisseau dans l'herbe (8.800 ft)
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 3 & 2 Q Wormaldia relicta Mart. 2 &
Synagapetus maharikhita sp.n.très commun Dolophilodes dharmamittra sp. n. 1 6
Agapetus antikena sp. n. assez commun
Dunga Sar (Cach. et Jam., 13.400 ft) 28-VII-1953 (photo 4)
Assez grand lac glaciaire, encore partiellement gelé
Pseudostenophylax micraulax McL. assez commun
Surgun (Cach. et Jam., 6.874 ft) 29-30-VII-1953 .
Petit ruisseau très raide et pierreux, formant des chutes et bordé de rochers
ruisselants, dans la forét
Rhyacophila obscura Mart. 1 & Microptila sourya sp. n. 7 6 3 2
Rhyacophila paurava sp. n. 1 & Microptila indra sp. n. 2 4
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 1 & Madioxyethira milinda sp. n. 2 & 4 Q
Synagapetus maharikhita sp. n. commun Stactobia nielseni sp. n. commun
Agapetus antikena sp. n. assez commun Wormaldia relicta Mart. 78
Agapetus antiyaka sp. n. 2 & Tinodes ghobarama sp. n. 1 4
Shardi (Cach. et Jam., 6.130 ft) 1-13-VIII-1953
Grand torrent très agité coulant sur de gros blocs et alimentant de nombreux
bisses d'irrigation
Rhyacophila obscura Mart. 1 & 1 9 Dolophilodes dharmaraksa sp. n. 2 &
Rhyacophila paurava sp. n. 1 8 1 9 Dolophilodes dharmamittra sp. n. 3 &
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 2 & Brachycentrus kozlovi Mart. 1 &
Glossosoma ambhi sp. n. 2 6 1 © Pseudostenophylax micraulax McL.
Agapetus cocandicus McL. très commun 1 4 mort
Dolophilodes dharmakala sp. n. 1 &
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 205
Bisses d’irrigation
Dinarthrum inerme McL. commun Dinarthrum sonomax Mos. 1 4
Ruisselets dans l’herbe
Adicella narendraya sp. n. commun
Sources et ruisseaux moussus et graveleux
Synagapetus maharikhita sp. n. Wormaldia relicta Mart. commun
très commun Chimarra kumaonensis Mart. 1 @
Microptila sourya sp. n. 2 6 Oopterygia asiatica Bett. une aile antérieure
Stactobia nielseni sp. n. très commun Dinarthrum margula Mos. 8 & 2 2
Ruisseau dans la forêt, lit encombré de rocs et de bois mort, coulant sous une
abondante végétation
Apsilochorema indicum Ulm. 6 & Agapetus cocandicus McL. très commun
Synagapetus maharikhita sp. n. commun
A la lumière
Hydropsyche kaznakovi Mart. 18 1 © Hydropsyche poushyamittra sp. n. 2ê
Hydropsyche vasoumittra sp. n. 1 8
Kel (Cach. et Jam., 6.544 ft) 16-VIII-1953
Gros torrent très agité
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 2 4 Microptila sourya sp. n. commun
Rochers humides, dans la forét
Syanagapetus maharikhita sp. n. commun Stactobia klapaleki sp. n. 1 &
Microptila sourya sp. n. commun Psychomyia usitata McL. 1 &
Stactobia tjederi sp. n. commun Dinarthrum inerme McL. commun
Sources en forêt, donnant naissance 4 des ruisselets calmes et 4 un marais
boueux
Glossosoma abhikhara sp. n. 2 & Limnophilus kaumarajiva sp. n. 1 &
Synagapetus maharikhita sp. n. commun
Petit ruisseau torrentueux, en forét
Synagapetus maharikhita sp. n. commun Wormaldia relicta Mart. assez commun
Agapetus antiyaka sp. n. assez commun Chimarra nigrorosea sp. n. 1 @
Agapetus antikena sp. n. assez commun Rbyacophila nigrorosea sp. n. 1 4
Stactobia tjederi sp. n. commun
Gros torrent très agité, avec départ de bisses d’irrigation
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 1 8 Stactobia tjederi sp. n. 1 &
Glossosoma ambhi sp. n. commun Dolophilodes ornata Ulm. 2 &
Synagapetus maharikhita sp. n. 3 & Hydroptila panchaoi sp. n. 1 4
Agapetus antiyaka sp. n. assez commun Eothremma laga Mos. 2 &
Agapetus antikena sp. n. 3 & Brachycentrus kozlovi Mart. 1 &
Agapetus cocandicus McL. 1 &
Lilam (Cach. et Jam., 9.000 ft) 17-VIII-1953 (photo 3)
Petits torrents d’alpage
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 1 & Apatania brevis Mos. assez commun
Rhyacophila obscura Mart. 1 & Dinarthrum sonomax Mos. 1 &
Pseudostenophylax mitchelli Mos. 2 9
206 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Chittakatha Sar (Cach. et Jam., 15.000 ft) 19-24-VIII-1953
Grand lac enfoncé entre des falaises et bordé de glaciers, eaux vertes et opaques
Pseudostenophylax micraulax McL. 1 & mort
Janwai (Cach. et Jam., 7.000 ft) 29-VIII-1953
Petit ruisseau glissant sur des dalles, en forêt
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 1 2 Stactobia tjederi sp. n. 7 ê
Rhyacophila chandragoupta sp.n. 1 & 19 Wormaldia relicta Mart. 7 &
Glossosoma abhikhara sp. n. 1 6 Adicella narendraya sp. n. 1 6
Synagapetus maharikhita sp.n. très commun Apatania brevis Mos. 3 &
Agapetus antikena sp. n. 1 ê Dinarthrum surasbtra sp. n. 6 & 4 9
Microptila sourya sp. n. 3 4 Eothremma laga Mos. assez commun
Stactobia nielseni sp. n. 5 &
Taobat (Cach. et Jam., 7.400 ft) 30-VIII-1953
Prairie marécageuse
Limnophilus kaumarajiva sp. n. commun Dinarthrum inerme McL. très commun
Lal Pani (Cach. et Jam.), 2-3-IX-1953
Petit ruisseau graveleux, vers 10.000 ft
Synagapetus maharikhita sp. n. 1 & Pseudostenophylax kashmirensis Mos. 1 &
Petit ruisseau très raide et encaissé, vers 12.000 ft
Rhyacophila chandragoupta sp. n. 1 3 Agapetus antikena sp. n. commun
Glossosoma abhikhara sp. n. commun Dolophilodes ornata Ulm. commun
Dans une prairie
Dinarthrum sonomax Mos. 1 &
Minimarg (Cach. et Jam., 9.333 ft) 6-8-IX-1953
Ruisseaux d’alpage
Synagapetus maharikhita sp. n. 3 6 Dinarthrum inerme McL. très commun
Limnophilus kaumarajiva sp. n.
assez commun
Burzil RH (Cach. et Jam., 11.150 ft) 10-IX-1953
Petits ruisseaux marécageux et moussus
Glossosoma abhikhara sp. n. 2 & Psendostenophylax micraulax McL. 1 &
Apatania brevis Mos. assez commun Limnophilus kaumarajiva sp. n.
assez commun
Chotta Deosai (Cach. et Jam., 12.675 ft) 11-IX-1953
Etangs et petits lacs tourbeux
Limnophilus incisus Curt. assez commun
Bara Deosai (Cach. et Jam., 13.000 ft) 13-14-IX-1953
Etangs et petits lacs tourbeux, près d’Ali Malik
Limnophilus incisus Curt. 1 &
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 207
Satpura Tso (Cach. et Jam., 9.000 ft) 23-IX-1953
Rivière moyenne, pierreuse, sortant du lac
Rbyacophila obscura Mart. commun Dinarthrum inerme McL. assez commun
Glossosoma dentatum McL. 1 @
Nansoc (Cach. et Jam., 7.600 ft) 27-IX-1953
Source profonde alimentant des bisses
Adicella dharasena sp. n. commun Micropterna indica Mos. 1 &
Phylostenax himalus Mos. 3 6 1 2 Dinarthrum inerme McL. assez commun
Shigar (Cach. et Jam., 7.700 ft) 1-3-X-1953 (photo 7)
Prairie marécageuse, en sous-bois
Hydroptila sanghala sp. n. 5 & Adicella dbarasena sp. n. assez commun
Oxyethira falcata Mort. très commun Dinarthrum inerme McL. 1 ®
Bisses d'irrigation assez volumineux, dans le village
Pseudostenophylax micraulax McL. Psilopterna eukratida sp. n. commun
1 & mort
Petit bisse dans une prairie
Apataniana moharamana sp. n. 2 9
Katzarah Tso (Cach. et Jam., 7.500 ft) 5-X-1953
Ruisseau de taille moyenne sortant du lac, bordé de sources froides
Rhyacophila obscura Mart. 2 & 3 2 Dolophilodes dharmaraksa sp. n. 4 &
Agapetus sindis Kim. 6 & 1 ® Adicella dharasena sp. n. 2 &
Agapetus cocandicus McL. 1 8 Apatania brevis Mos. 1 &
Stactobia döhleri sp. n. 6 & 2 9 Apatania kalariana sp. n. 2 &
Hydroptila sanghala sp. n. assez commun Phylostenax himalus Mos. 2 & 1 Q
Hydroptila maclachlani Klap. commun Brachycentrus kozlovi Mart. très commun
Oxyethira falcata Mort. assez commun Dinarthrum inerme McL. assez commun
Skardu, aéroport (Cach. et Jam., 7.550 ft) 13-X-1953
Petite rivière à méandres, dans une prairie, immédiatement en aval de la source
Rhyacophila obscura Mart. 1 & Adicella dharasena sp. n. 1 &
Glossosoma dentatum McL. 1 & 1 © Phylostenax himalus Mos. 4 & 3 2
Agapetus sindis Kim. 4 & 4 9 Dinarthrum inerme McL. commun
Hydroptila sanghala sp. n. 4 4
Muzaffarabad (Cach. et Jam., 3.250 ft) 15-X-1953
Jhelum, très grande rivière aux eaux rapides et agitées; beaucoup moins d’eau
qu'en juin
Hydroptila sanghala sp. n. assez commun
Sources en bordure du Jhelum
Microptila apsara sp. n. 3 & 2 9 Abaria margaritifera Schm. 1 &
208 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Balakot (N.W.F.P., 3.226 ft) 16-X-1953
Large lit de torrent, à gros rochers; assez peu d'eau faiblement courante; forte
végétation aquatique
Synagapetus mahadhyandika sp. n. 1 & Chimarra vasoudeva sp. n. assez commun
Hydroptila sanghala sp. n. 1 & Polyplectropus sourya sp. n. 1 6 1 ©
Dolophilodes dharmakala sp. n. 1 & Psychomyia maharaksa sp. n. 1 6
Gunungiella bodhidarma sp. n. 1 9 Psychomyia asvagosha sp. n. assez commun
Chimarra suryasena sp. n. 1 ê Hydropsyche gautamittra sp. n. 1 4
Perte de bisse d’irrigation, ruisselant sur des rochers
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 1 & Dinarthrum chotta sp. n. 3 3 3 ®
Setodes madhyamika sp. n. 1 8 Dinarthrum kamba Mos. 2 4
Setodes sp. ? 1 9
Riziére désaffectée
Setodes nagarjouna n. sp. 2 &
Kawai (N.W.F.P., 4.800 ft) 17-X-1953
Torrent assez peu volumineux, mais aux eaux rapides, coulant sur un large
lit rocheux et très raide
Rhyacophila obscura Mart. 1 @ Dolophilodes madhyamika sp. n. 2 6
Rhyacophila paurava sp. n. 1 9 Dinarthrum inerme McL. 1 2
Synagapetus maharikhita sp. n. commun
Rochers ruisselants
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 1 3 Oxyethira falcata Mort. 1 3
Microptila sourya sp. n. 2 & Abaria margaritifera Schm. 1 2
Source moussue
Pseudostenophylax secretus Mart. 1 & mort
Kaghan (N.W.F.P., 6.686 ft) 18-X-1953
Ruisseau torrentueux très raide, coulant dans l’herbe et sur un lit rocheux
Hydroptila sanghala sp. n. 1 &
Hanna (6.700 ft) 26-IV-1954
Bisses d'irrigation très encaissés
Hydroptila angulata Mos. 4 8 Hydroptila sanghala sp. n. assez commun
Central Zarghun (7.000—9.500 ft) 28-IV-1954 (photo 1)
Rivière
Apsilochorema indicum Ulm. 1 8 Hydropsyche poushyamittra n. sp. 1 ê
Ruisselet boueux
Adicella dharasena sp. n. assez commun
Rochers ruisselants
Stactobia nielseni sp. n. très commun Chimarra nigrorosea sp. n. 2 6 3 @
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 209
Muzaffarabad (Cach. et Jam., 3.250 ft) 10-12-V-1954
Jhelum, très grande rivière, aux caux abondantes, sales, très froides et rapides
Psychomyia mahadenna sp. n. 1 6
Sources en bordure du Jhelum
Diplectrona burha sp. n. commun
Hydroptila sanghala sp. n. assez commun
Kanur (Cach. et Jam., 6.000 ft) 13-V-1954
Sources abondantes, à lit pierreux et formant des cascades
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 1 ê
Rhyacophila paurava sp. n. 1 8
Synagapetus maharikhita sp. n. très commun
Microptila apsara sp. n. 2 6 1 9
Madioxyethira milinda sp. n. 4 & 3 2
Chimarra kumaonensis Mart. 1 &
Diplectrona burha sp. n. 1 4
Rampur (Cach. et Jam., 4.400 ft) 15-V-1954
Torrent pierreux, en forêt
Synagapetus maharikhita sp. n.
assez commun
Agapetus cocandicus McL. 3 &
Stactobia ulmeriana sp. n. 2 ê
Polyplectropus sourya sp. n. 1 6
Dinarthrum inerme McL. 1 &
Kharigam (Cach. et Jam., 6.000 ft) 18-V-1954
Sources calcaires, très moussues
Stactobia nielseni sp. n. 1 &
Wormaldia relicta Mart. 3 &
Tinodes ghobarama sp. n. 1 ê
Dinarthrum margula Mos. 2 &
Shardi (Cach. et Jam., 6.130 ft) 19-V-1954
Sources moussues et graveleuses
Dinarthrum margula Mos. 5 &
Kel (Cach. et Jam., 6.544 ft) 20-23-V-1954
Sources en forêt, donnant naissance a des ruisselets calmes et 4 un marais boueux
Glossosoma abbikbara sp. n. assez commun
Synagapetus maharikhita sp. n. commun
Microptila sourya sp. n. 2 6
Stactobia tjederi sp. n. 2 6
Dolophilodes dharmaraksa sp. n.1 & 1 2
Chimarra kumaonensis Mart. 1 &
Eothremma laga Mos. assez commun
Dinarthrum margula Mos. 6 8
Apatania brevis Mos. 3 & 2 2
Lilam (Cach. et Jam., 9.000 ft) 24-V-1954
Source profonde et algueuse
Rhyacophila kanichka sp. n.9 6 1 9
Rhyacophila kadphises sp. n. 2 & 2 9
Pseudostenophylax micraulax McL.
assez commun
Astor (Cach. et Jam., 7.150 ft) 29-V-1954
Astor, grande rivière très agitée et rapide
Rhyacophila extensa Mart. 1 &
Source terreuse, sous les buissons
Madioxyethira milinda sp. n. 1 Q
Chimarra kumaonensis Mart. 1 & 42
210 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Doian (Cach. et Jam., 5.000 ft) 31-V-1954
Sources terreuses
Microptila indra sp. n. 3 6 1 @ Hydroptila gandhara sp. n. 1 6
Madioxyethira milinda sp. n. assez commun Adicella dharasena sp. n. commun
Stactobia döhleri sp. n. 1 8
Nomal (Cach. et Jam., 5.391 ft) 11-VI-1954
Bisses d’irrigation, rapides et froids
Agapetus sindis Kim. 1 & Madioxyethira milinda sp.n. assez commun
Agapetus cocandicus McL. 13 2 9
Baltit (Cach. et Jam.) 14-17-VI-1954
Ruisseau d’alpage, vers 10.000 ft, dans l’Ulter Nullah
Rbyacophila obscura Mart. 1 3
Shinghai Gah (Cach. et Jam.) 6-8-VII-1954
Sources abondantes et rapides, vers 8.000 ft
Rhyacophila kadaphes sp. n. 1 9 Pseudostenophylax micraulax ML. 2 &
Apsilochorema indicum Ulm. 1 & morts
Glossosoma abhikhara sp. n. 2 & 3 Q
Vers 5.000 ft, rochers dégoulinants
Microptila indra sp. n. très abondant Chimarra kumaonensis Mart. assez commun
Madioxyethira milinda sp. n. très commun Dinarthrum inerme McL. 2 ®
Hydroptila sanghala sp. n. assez commun Diplectrona burha sp. n. 6 &
Gilgit (Cach. et Jam.) 9-27-VII-1954
Gilgit River, très grande rivière aux eaux sales et très rapides, chasse à la
lumière
Hydroptila sengavi sp. n. 1 & 17 9 Hydronema persica Mart. 4 6 5 ®
Psychomyia mabadenna sp. n. très commun Hydropsyche vasoumittra sp. n. 1 &
Gulapur (Cach. et Jam., 5.800 ft) 28-VII-1954
Gros torrent fougueux, éclaboussant ses rives
Agapetus cocandicus McL. 1 3 2 2 Adicella dharasena sp. n. 1 &
Microptila indra sp. n. 2 ê Brachycentrus kozlovi Mart. 1 3
Stactobia döhleri sp. n. 3 ê
Gulmiti (Cach. et Jam., 6.000 ft) 29-VII-1954
Confluent de Gilgit River et de la rivière d’Ishkuman, très grands cours d'eau
abondants et rapides
Psychomyia mabadenna sp. n. 2 ê Brachycentrus kozlovi Mart. 2 @
Torrent moyen, assez agité
Agapetus cocandicus MCL. 6 & 2 9 Adicella dharasena sp. n. 2 & 2 2
Agapetus antiyaka sp. n. assez commun Diplectrona burha sp. n. 1 4
Stactobia martynovi sp. n. 2 8 Dinarthrum inerme McL. 1 ©
Dolophilodes ornata Ulm. 1 3
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 211
Chatorkhand (Cach. et Jam., 6.850 ft) 30-VII.1954 (photo 6)
Bras morts de la rivière principale, avec des sources très froides; eaux calmes
et abondante végétation aquatique
Glossosoma dentatum McL. 1 & Oxyethira falcata Mort.
Agapetus chitraliorum sp. n. assez commun extrêmement abondant
Agapetus cocandicus McL. 3 & 7 ê Hydronema persica Mart. 1 3
Agapetus antiyaka sp. n. 2 ê Brachycentrus kozlovi Mart. 1 9
Hydroptila sanghala n. sp. assez commun Dinarthrum inerme McL. assez commun
Imit (Cach. et Jam., 7.590 ft) 2-VIII-1954
A la lumière
Astratodina mihirakula sp. n. 1 8
Chhantir Gah (Cach. et Jam.) 5-7-VIII-1954
Près de Gatulti, vers 9.000 ft, gros bisses d'irrigation
Rhyacophila obscura Mart. 4 6 2 9 Astratodina mihirakula sp. n. 9 & 2 Q
Rhyacophila kadaphes sp. n. 2 4 2 2 Brachycentrus kozlovi Matt. assez commun
Agapetus antiyaka sp. n. commun Dinarthrum bhatarka sp. n.1 & 1 9
Adicella dharasena sp. n. 1 &
Plus loin dans la vallée, entre 9.500 et 10.400 ft, petits ruisseaux dans l'herbe,
sous les buissons
Rhyacophila kadaphes sp. n. 1 & Hydroptila sanghala sp. n. 2 4
Glossosoma ambhi sp. n. 1 & Dolophilodes ornata Ulm. 1 &
Agapetus antiyaka sp. n. très commun Pseudostenophylax micraulax McL. 1 2
Stactobia klapaleki sp. n. 6 & 1 ® Astratodina mihirakula sp. n. 1 2
Mahthantir Gah (Cach. et Jam., 11.000 ft) 9-10-VIII-1954
Assez gros torrent sous les buissons
Glossosoma ambhi sp. n. trés commun Dolophilodes ornata Ulm. 1 &
Agapetus antiyaka sp. n. 1 & Dinarthrum inerme McL. 1 @
A la lumière
Rhyacophila kadaphes sp. n. 2 4 1 9 Astratodina mihirakula sp. n. 2 ®
Rawat (Cach. et Jam., 10.000 ft) 20-21-VIII-1954 (photo 8)
Source et ruisseau
Madioxyethira milinda sp. n. 1 9 Oxyethira falcata Mort. 1 & 2 ®
Stactobia tjederi sp. n. 1 & Dinarthrum inerme McL.
Haute vallée de Yarkhun (N.W.F.P., 12.500 ft) 22-25-VIII-1954
Près de Zhuil, petit lac morainique peu profond, bordé de Carex et a fond
tourbeux
Philarctus przewalskii McL. commun
Petit ruisseau d’alpage
Pseudostenophylax mitchelli Mos. 2 & morts
212 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Yasin (Cach. et Jam., 8.100 ft) 1-6-IX-1954
Bisse d irrigation
Rhyacophila obscura Mart. 3 6 Apatania brevis Mos. 1 6 1 2
Agapetus cocandicus McL. trés commun Dinarthrum inerme McL. assez commun
Dalti (Cach. et Jam., 9.000 ft) 7-IX-1954
Très gros torrent, très fougueux, couleur aigue-marine
Rhyacophila kadaphes 1 & 1 © Dinarthrum karagraha sp. n. 4 & 1 2
Apatania brevis Mos. 1 9
Batakush (Cach. et Jam., 10.500 ft) 8-IX-1954
Pseudostenophylax mitchelli Mos, 1 4 à la lumière, près d'un torrent
Bahushtar (Cach. et Jam., 9.500 ft) 9-IX-1954
Petite source
Pseudostenophylax micraulax McL., 1 & 1 ® morts sous les pierres.
Shamran (Cach. et Jam., 8.600 ft) 12-14-IX-1954
Bisses d'irrigation
Rhyacophila kadaphes sp. n. 3 4 Dinarthrum inerme McL. 5 9
Psilopterna eukratida sp. n. 8 &
Entre Teru et Shamran (Cach. et Jam., 8.600 à 10.200 ft) 15-IX-1954
Dinarthrum inerme McL., commun près de toutes les eaux calmes
Teru (Cach. et Jam., 10.200 ft) 15-17-IX-1954
Sources marécageuses, à abondante végétation aquatique
Rbyacophyla obscura Mart. assez commun Dolophilodes ornata Ulm. 4 & 1 2
Glossosoma abhikhara sp. n. assez commun Apataniana hutchinsoni Mos. 1 &
Agapetus antiyaka sp. n. très commun Psilopterna eukratida sp. n. 1 6
Hydroptila sanghala sp. n. très commun Dinarthrum inerme McL. 4 6 2 9
Chumarkhan (Cach. et Jam., 12.000 ft) 18-20-IX-1954
Sources et petits ruisseaux d’alpage
Rhyacophila obscura Mart. 3 4
Pseudostenophylax micraulax McL. plusieurs individus morts sous les pierres
Langar (Cach. et Jam., 11.250 ft) 20-IX-1954
Ruisseaux d’alpage
Glossosoma abhikhara sp. n. assez commun Psilopterna eukratida sp. n. 3 &
Hydroptila sanghala sp. n. 1 © Dinarthrum bhatarka sp. n. 4 & 2 9
Pseudostenophylax mitchelli Mos. plusieurs Apataniana hutchinsoni Mos. 1 &
individus morts sous les pierres
Torrent assez agité
Rhyacophila obscura Mart. 2 ê Dolophilodes ornata Ulm. 7 & 3 2
F. SCHMID: Trichopteres du Pakistan 213
Harchin (N.W.F.P., 9.000 ft) 21-IX-1954
A la lumiere, dans le village
Micropterna indica Mos. assez commun
Khoghozi (N.W.F.P., 5.180 ft) 3-5-X-1954
Bisses d’irrigation dans le village
Pseudostenophylax secretus Mart. très commun
Petit ruisseau dans les gorges, en amont du village
Rhyacophila obscura Mart. 2 & 2 9 Microptila sourya sp. n. 6 &
Rhyacophila nigrorosea sp. n. 2 & 1 9 Madioxyethira milinda sp. n.1 3 1 Q
Apsilochorema indicum Ulm. 2 & Stactobia radovanovici sp. n. 1 & 4 9
Synagapetus maharikhita sp. n. 2 & Pseudostenophylax secretus Mart. 3 4
Microptila apsara sp. n. 4 4
Chitral (N.W.F.P., 4.840 ft) 6-15-X-1954 (photo 9)
A la lumière
Mesophylax aspersus Ramb. 1 &
Shogor (N.W.F.P., 5.808 ft) 16-X-1954
Source dans les cailloux
Rhyacophyla obscura Mart. 5 6 1 2 Micropterna indica Mos. 1 ® morte
Hydroptila sanghala sp. n. assez commun Dinarthrum inerme ML. 2 6 1 2
Terrain marécageux
Oxyethira falcata Mort. 4 4
Rumbur (N.W.F.P., 7.203 ft) 16-XI-1954
Petit ruisseau
Plectrocnemia kalachorum sp. n. 1 &
Brumboret (N.W.F.P., 7.500 ft) 18-XI-1954
Petit ruisseau sale et terreux
Apsilochorema indicum Ulm. 1 3 Dinarthrum inerme McL. 1 @ 1 9
Source
Rbyacophila obscura Mart. 1 4 2 9 Oopterygia asiatica Bett. 1 aile antérieure
Drosh (N.W.F.P., 4.632 ft) 25-XI-1954
Petit ruisseau dans l’herbe
Dinarthrum inerme McL. 1 & 1 9 Dinarthrum rema Mos. 1 &
Hassan Abdal (Penjab, 1.450 ft) 27-XII-1954
Près de la Rest-House de Wha, petite source alimentant un étang artificiel
Polyplectropus sourya sp. n. 3 & Agapetus triangularis Mart. assez commun
Adicella dhruvasena sp. n. assez commun Hydropsyche gautamittra sp. n. 2 6 1 9
214 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Assez grande rivière à forte végétation aquatique
Chrysotrichia badhami sp. n. 1 & 13 2 Ecnomus penjabi sp. n. 1 ê
Hydroptila touroumaya sp.n. assez commun Psychomyia mahayinna sp. n. 1 4 1 9
Hydroptila angulata Mos. 1 3 Psychomyia mabaraksa sp. n. très commun
Oxyethira falcata Mort. assez commun Paduniella outtara sp. n. 4 &
Baliotrichia udawarama Schm. Mystacides indica Mart. commun
assez commun Oecetis eburnea sp. n. commun
Ecnomus moselyi Mart. 1 4 Diplectronella kimalaksa sp. n. 3 6
CONSIDERATIONS SUR LA FAUNE DES TRICHOPTÈRES DU PAKISTAN
Pauvreté
Si j'ai choisi le Pakistan septentrional pour y chasser les Trichoptères, c'est que
ce pays se trouve presque au centre de rayonnement d'une série de chaînes de mon-
tagnes: Himalaya, Karakoram, Kouen-Loun, Hindou-Kouch et Tien-Shan. Je
pensais découvrir dans chacun des massifs que j'aurai l’heur de visiter une faune
particulière. La perspective de séjourner en montagne durant plusieurs saisons me
laissait espérer trouver un grand nombre d'espèces. En réalité, si j'ai capturé un
grand nombre de spécimens et découvert une importante fraction de la faune,
le nombre des espèces trouvées est étonnamment faible: 126. Il est certain
qu'en chassant 13 mois en Suisse avec les moyens dont je disposais au Pakistan,
J'aurais capturé 230 a 250 des 300 espèces qui y sont connues.
Quelles pourraient étre les raisons de la pauvreté de la faune des Trichoptères
du Pakistan?
1. Situation géographique. Le Pakistan est situé en bordure de la région orien-
tale. De nombreux groupes angariens et orientaux, très richement représentés dans
l'est de l’Inde et en Chine n'ont pas atteint le Pakistan ou n'y ont qu'un ou deux
représentants, probablement parce que la faune s'est diluée en s’éloignant de son
centre de dispersion. Une comparaison entre ce travail et les publications de
KIMMINS et de MoseLy décrivant le matériel capturé par MALAISE dans le nord-est
de la Birmanie sera très significative. D'innombrables genres et groupes d'espèces
apparus en Asie orientale et appartenant aux Rhyacophilides, Philopotamides et
Séricostomatides, ne se sont pas avancés jusqu'au Pakistan; de même les Limno-
centropodides, Néophylacines, Triplectidines, Pseudoneureclipsines, Hyalopsychi-
nes et Dicosmoecines. Il faut noter aussi l’absence probable des Odontocérides,
Calamocératides, Macronematines et Goérides. La faune orientale est donc très
appauvrie au Pakistan et l’apport des éléments européens, boréo-alpins et toura-
niens ne compense pas cette indigence.
2. Répartition saisonnière. Il y a dans les Alpes suisses une faune du début de
l'été et une faune automnale, toutes deux riches et bien différentes. Ce n'est pas
le cas au Pakistan. Au pied des montagnes, quoique les variations saisonnières de
température soient assez fortes, les Trichoptères semblent voler presque toute
l'année, sans doute en des générations qui chevauchent. Dans les montagnes, les
saisons alternent avec une grande brusquerie et le printemps et l'automne sont
très courts. A la fin de l’hiver, le soleil devient vite brûlant et en fin d'été, il
est fréquent qu'une série de jours de mauvais temps apporte une grande quantité
de neige. En montagne, après la fonte de celle-ci, les éclosions s’étendent sur deux
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan 215
ou trois mois; les insectes vivent une partie de l’été et disparaissent. Dés le mois
de septembre, on ne trouve que peu d’imagos mais les cadavres des grandes espèces
sont visibles sous les pierres jusqu'au début de l'hiver.
Je n'ai évidemment pas assez chassé au Pakistan pour être tout à fait sûr de ce
que je viens de dire, spécialement à propos des espèces de basse altitude. Mais je
ne pourrais désigner à coup sûr aucune espèce exclusivement printanière et comme
forme automnale, je ne vois que Micropterna indica Mos., Psilopterna eukratida
sp. n. et peut-être aussi Phylostenax himalus Mos. qui le soient certainement.
3. Valences écologiques. En considérant la liste des pages 219—221, il est assez
frappant de constater qu'il n'y a, dans les montagnes du Pakistan septentrional,
aucun genre richement représenté, comme le sont Rhyacophila et Limnophilus
en Europe. Dinarthrum contient 10 espèces, Rhyacophila et Stactobia chacun
9; mais il n'y a pas moins de 11 genres comprenant de 4 à 7 espèces.
D'autre part, on constate que dans presque tous les genres les plus importants,
il y a une ou deux espèces communes et abondantes partout et que les autres for-
mes sont plutôt rares. Rhyacophila obscura Mart, Glossosoma ambbi sp. n., Sy-
nagapetus maharikhita sp. n., Microptila sourya sp. n., Stactobia nielseni sp. n,
Hydroptila sanghala sp. n., Dolophilodes ornata Ulm., Pseudostenophylax micrau-
lax McL. et mitchelli Mos., Adicella dharasena sp. n. et Dinarthrum inerme
McL. sont presque ubiquistes dans le cadre de l'Himalaya occidental. On les trou-
ve presque partout, à des altitudes, en des saisons et dans des milieux très divers,
quoique chez plusieurs de ces formes un facteur soit assez étroitement limité (al-
titude, genre de biotope).
La présence de ces nombreuses espèces aux très larges valences écologiques
pourrait aussi expliquer, par des phénoménes de compensation ou de concurrence,
la pauvreté en espèces de la faune des Trichoptères du Pakistan septentrional.
4. Répartition dans les différentes chaînes. Les faunes des trois massifs que j'ai
explorés sont étonnamment semblables. Les insectes aquatiques paraissent peu
sensibles à la sécheresse ou à l'humidité des climats sous lesquels ils vivent. Il
semble que le climat désertique ne provoque qu'un appauvrissement de la faune
et cela en réduisant le nombre des biotopes aquatiques susceptibles d'être habités
par des espèces diverses, aux valences écologiques étroites.
Répartition en altitude
La répartition en altitude n'offre aucun caractère très inattendu. Au pied des
montagnes et dans les basses altitudes, toutes les familles sont représentées, sauf les
Limnophilides et les Phryganéides. Les Rhyacophilides, Philopotamides et Lépido-
stomatides sont rares, alors que les Psychomyides, Hydropsychides et Leptocérides
prédominent. Au-dessus de 4.500 ft se montrent les Limnophilides et les Phryga-
néides. Vers 8.000 ft apparaît une assez forte discontinuité car la plupart des
éléments non strictement monticoles disparaissent, tels les Chimarra, Polyplectro-
pus, Psychomyia, la plupart des Leptocérides et les Hydropsychides. Comme en
Europe, les Polycentropodides qui montent le plus haut sont les Plectrocnemia et
parmi les Psychomyides, les Tinodes. Au-dessus de 9.500 ft, les derniers Lepto-
cérides, les Adicella, s'éclipsent à leur tour. Les Agapétines s'élèvent jusqu'à
216 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
11.000 ft et les Rhyacophilines jusqu'à 13.000. La majorité des Hydroptilides
vivent entre 4.500 et 8.000 ft, mais ceux que l'on trouve le plus haut sont les
Stactobia, comme en Europe; Stactobia martynovi sp. n. vit jusqu'à 12.000 ft. Les
Dolophilodes s'arrêtent vers 12.000 ft également, de même que les Lépidostoma-
tides. Enfin, ce sont les Limnophilides qui s'élèvent le plus haut. J'ai trouvé
Pseudostenophylax mitchelli Mos. jusqu'à 15.000 ft et micraulax McL. jusqu'à
15.500. Sans doute vivraient-ils encore plus haut s’il y avait, au Pakistan septen-
trional, des biotopes aquatiques au-dessus de ces altitudes.
ROPArEneion cams lesırd it erentes chatmes
Un sujet de déception que m’ont apporté mes chasses a été la constatation que les
faunes des divers massifs sont très semblables. J'ai été fort étonné de capturer près
des bisses d’irrigation situés dans les montagnes lunaires et pelées du Karakoram
à peu près les mémes espèces que près des ruisseaux moussus, coulant dans les
vallées humides et riantes de l'Himalaya. J'ai du reste fait la même constatation en
Iran et non seulement chez les Trichoptères, mais aussi chez les Diptères Thau-
maléides.
Himalaya. L’Himalaya est la chaîne la plus riche, car elle est la mieux
arrosée. J'y ai trouvé 94 espèces, dont 45 ne sont pas signalées ailleurs. La plus
grande partie de la faune est d’origine orientale et peut être divisée en deux groupes:
1) la faune de caractère strictement oriental, tels Rhyacophila groupe de anatina,
Agapetus groupe de triangularis, Synagapetus groupe de mitis, Gunungiella, Chi-
marra groupe de kumaonensis, Oopterygia, Paduniella, dont la répartition forme
une bande sur le versant méridional, pénétrant quelque peu dans les grandes val-
lées et coincidant avec les régions arrosées par la mousson. 2) La faune de répar-
tition moins strictement orientale, peut-être d'origine angarienne, habitant des al-
titudes plus élevées et largement répartie en Asie. A ces éléments venus de l’est
et du nord-est, se mélent des formes touraniennes peu nombreuses, et quelques
espèces venues probablement d'Europe.
Karakoram. Je n'ai capturé, dans le Karakoram que 47 espèces, dont 35
ont également été trouvées dans l'Himalaya. Le Karakoram a donc une faune très
semblable à celle de ce dernier, mais dont sont absentes les espèces de caractère
strictement oriental. Les éléments touraniens et européens sont légèrement plus
nombreux.
Hindou-Kouch. Sur 16 espèces que j’y ai capturées, deux seulement
n'ont pas été retrouvées ailleurs. Huit sont également connues du Karakoram et
onze de l’Himalaya. Les éléments orientaux des basses altitudes se prolongent vi-
siblement, en se raréfiant, jusque dans la partie méridionale de l’Hindou-Kouch,
suivant la zone des derniers restes de la mousson et indépendemment de la struc-
ture tectonique.
Bélouchistan. Des 13 espèces capturées au Bélouchistan, deux ne l'ont
été que dans cette province, Dinarthrum arachosicum sp. n. et Oxyethira para-
martha sp. n. Il y a une forme commune avec l'Hindou-Kouch, quatre avec le
Karakoram, dix avec l'Himalaya et point avec le Penjab.
Il est fort intéressant de constater que la faune du Bélouchistan pakistanais est
d’origine himalayenne et n'a pas de points communs avec le Penjab et le Bélou-
F. SCHMID: Trichoptères du Pakistan 217
chistan iranien. J'ai sous les yeux 12 espèces capturées dans le sud de l'Iran.
Tous ces insectes sont des formes de régions chaudes, de caractère européen, Psy-
chomyia, Eenomus, Hydropsyche, Triaencdes et aucune ne figure dans mon tableau
de chasse du Bélouchistan pakistanais. Il est probable que la plupart des espèces
de cette dernière région sont des reliques glaciaires — Dolophilodes ornata Ulm.
et Pseudostenophylax secretus Mart. le sont à coup sûr — originaires de l’Hima-
laya. Elles sont venues du nord, suivant l'axe des montagnes du Bélouchistan. Il
ne semble plus y avoir de Trichoptères de plaine d'origine orientale sur le pla-
teau iranien.
Penjab. Jy ai capturé dix-sept espèces, toutes d'origine orientale. Six seule-
ment habitent également les basses altitudes de l'Himalaya et aucune n'a été
retrouvée ailleurs.
FAUNISTIQUE
Pour comprendre la nature des divers composants de la faune des Trichoptères
du Pakistan, examinons tout d’abord les parentés de cette dernière avec les faunes
des pays environnants.
Inde
C'est naturellement avec la faune de l’Inde que celle du Pakistan présente le
plus de caractères communs. Malheureusement, celle-là est si mal connue qu'il est
difficile de faire des comparaisons.
Il est nécessaire de considérer trois catégories d’espéces:
I. Les formes de plaine sont sans doute les plus mal connues, mais il est certain
que la plupart des espèces pakistanaises peuplent au moins la partie occidentale de
l'Inde. Ecnomus moselyi Mart., Dipseudopsis indica sindica Mart. et Mystacides
indica Mart. sont déjà signalées de ce pays. Baliotrichia udawarama Schm., Abaria
margaritifera Schm. et Setodes inlensis Mart. sont reportés de Ceylan et ont pro-
bablement une large répartition en Inde. Hydropsychodes processulata Mart,
connue de l'Iran et de l'Inde, vit probablement aussi au Pakistan. La faune des
Trichoptères de plaine est constituée presque uniquement d'éléments orientaux ou
gondwaniens tels Chrysotrichia, Paduniella, Dipseudopsis, Diplectronella, Adicella
groupe de biramosa, Oecetis groupe de sumanasara, etc.
II. Les formes de moyenne altitude sont heureusement un peu mieux connues.
Rhyacophila obscura Mart. et extensa Mart., Apsilochorema indicum Ulm., Glos-
sosoma dentatum McL., Agapetus triangularis Mart. et cocandicus McL. et Chi-
marra Rumaonensis Mart. sont signalés du Penjab indien et du Kumaon, c'est-à-
dire de régions himalayennes situées passablement à l’est du Pakistan. Wormaldia
relicta Mart., Stenopsyche himalayana Mart., Diplectrona burha sp. n. (?), Philo-
stenax himalus Mos., Dinarthrum kamba Mos. et Oopterygia asiatica Bett. sont
connus du Bengale et de Birmanie septentrionale et répartis sans doute tout le
long de la chaîne himalayenne. Dolophilodes dharmakala sp. n. vit aussi en Bir-
manie septentrionale et même jusqu'au Shensi.
Il faut ajouter les genres et groupes d'espèces suivants: Rhyacophila groupes de
218 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
anatina et de divaricata, Glossosoma groupes de aveleta et de himalayana, Synaga-
petus groupe de mitis, Madioxyethira, Stactobia groupes de ulmeriana et de niel-
seni, Plethus, Gunungiella, Chimarra groupe de kumaonensis, Polyplectropus et
Paduniella. Tous ces groupes ont une origine orientale et sont largement répartis
en Inde et leur aire se prolonge en une bande, tout le long des basses altitudes
du versant méridional de l'Himalaya. Ce phénomène est du reste connu dans
d'autres groupes zoologiques, en particulier chez les Oiseaux.
III. En haute montagne on trouve Rhyacophila groupe de hobstont, Himalo-
psyche, Dolophilodes, Apatania groupe de malatsei, Apataniana et Pseudosténo-
phylax. Ces groupes sont moins strictement orientaux que ceux de basse altitude;
d'origine probablement angarienne, ils ont une aire de répartition plus large.
Asie centrale
Avec l’Asie centrale et en particulier avec le Turkestan russe, il y a 17 espèces
communes. Rhyacophila obscura Mart. et extensa Mart., Himalopsyche kuldschensis
Ulm., Apsilochorema indicum Ulm., Glossosoma dentatum McL., Agapetus co-
candicus McL., Dolophilodes ornata Ulm., Psychomyia usitata McL., Hydronema
persica Mart., Pseudostenophylax micraulax McL. et secretus Mart., Dinarthrum
inerme McL. et parvulum McL. sont des formes de répartition centro-asiatique et
d'origine probablement angarienne. Philarctus przewalskii McL. et Limnophilus
incisus Curt. sont des éléments boréo-alpins. Enfin, Hydropsyche kaznakovi Mart.
et Brachycentrus kozlovi Mart. sont peut-étre des formes touraniennes.
Parmi les genres et les groupes d'espèces, il faut citer les éléments angariens
Apataniana et Agapetus groupe de bidens. Agapetus groupe de kirghizorum et
Psilopterna sont des éléments touraniens. Quinze de ces espèces pénètrent dans le
Karakoram et l'Himalaya. Philarctus przewalskii ne semble fréquenter que le Pa-
mir et Hydronema persica que le Karakoram.
Il est probable que la plupart de ces espèces ont une aire de répartition qui
dépasse largement le Turquestan et le Pakistan septentrional et s'étend vers l'est
le long de l'Himalaya. Rhyacophila obscura et extensa, Apsilochorema indicum,
Glossosoma dentatum, Agapetus cocandicus s'avancent au moins jusqu'au Penjab
indien. Apsilochorema indicum, Dolophilodes ornata et Pseudostenophylax secretus
descendent, au sud, jusqu'au Bélouchistan.
Iran
Avec l'Iran, il y a sept espèces communes. Rhyacophila obscura Mart., Stacto-
bia nielseni sp. n. et Dolophilodes ornata Ulm. sont des formes d'origine ou de
répartition angarienne ou orientale. Hydroptila sanghala sp. n. n'est connu que
d'Iran et du Pakistan. Cheumatopsyche processulata Mart. est connue d'Iran et
de l’Inde, mais habite sans doute aussi le Pakistan. Hydroptila angulata Mos. et
Oxyethira falcata Mort. sont probablement venues d'Europe.
Comme genres et groupes d’espèces communs il faut noter Agapetus groupe de
kirghizorum et Psilopterna qui sont des éléments touraniens; Apsilochorema, Stac-
tobia groupe de ulmeriana, Setodes groupe de argentonigra et Dinarthrum qui
sont des groupes orientaux ou angariens.
F. SCHMID: Trichoptères du Pakistan 219
Ero pre
Avec l'Europe, il y a cinq espèces communes. La forme boréo-alpine Limno phi-
lus incisus Curt. de méme que Hydroptila maclachlani Klap. et angulata Mos.,
Oxyethira falcata Mort. et Mesophylax aspersus Ramb. On peut, sans doute, y
ajouter l'espèce paléarctique Ecnomus tenellus Ramb., que je n'ai pas capturée au
Pakistan, mais qui est connue d’Iran et de l'Inde.
Le genre Micropterna, d'origine probablement européenne, vit dans le Karako-
ram. Par contre, beaucoup d'éléments probablement venus d'Occident et qui
peuplent l'Iran, ne s’avancent pas jusqu'au Pakistan. Ce sont Rhyacophila groupe
de torrentium, Ptilocolepinae, Philopotamus, Drusinae, Chaetopterygini, Halesus,
Glyphotaelius, Sericostomatidae, Beraeidae et Silo.
En résumé, la faune des Trichoptères du Pakistan est en majeure partie orien-
tale, car 87 espèces, soit le 70%, sont probablement originaires de l'est. Ce nom-
bre est relativement faible, car le Pakistan est situé en bordure de la région orientale
et la plupart des groupes qui y pénètrent ne s’étendent pas plus loin vers l'ouest.
Ce sont presque tous les Rhyacophila, Himalopsyche, Glossosoma groupe de
himalayana, Synagapetus groupe de mitis, Agapetus groupe de bidens, Madioxy-
ethira, Plethus, Chrysotrichia, Baliotrichia, Gunungiella, Chimarra groupe de
kumaonensis, Polyplectropus, Abaria, Paduniella, Apataniana, la plupart des
Pseudostenophylacinae, Adicella groupe de biramosa, Oopterygia, Diplectronella,
Eothremma. Par contre, plusieurs groupes orientaux ont traversé le Pakistan et
ont étendu leur aire plus loin vers l'Ouest. Un Setodes du groupe de argentonigra
vit dans le sud de l'Iran. Dans le nord du pays, toute une série de formes mon-
ticoles s’étendent le long du plissement alpin où ils se raréfient progressivement.
Pseudostenophylax groupe de secretus et Stenopsyche himalayana Mart. peuplent
l'Hindou-Kouch jusqu'en Afghanistan; Apsilochorema, Stactobia groupes de niel-
seni et de ulmeriana s'étendent jusque dans l’Elbourz et enfin, Dinarthrum et
Dolophilodes ont atteint le Caucase. La plupart de ces genres sont parvenus, zu:
nord, jusque dans les Tien-Shan.
Cinq espèces ont une origine probablement touranienne: Agapetus chitraliorum
sp. n., Psilopterna eukratida sp. n., Hydronema persica Mart., Hydropsyche kazna-
kovi Mart. et Brachycentrus kozlovi Mart.
Il faut encore noter cinq espèces et un genre venus probablement d'Europe et
deux formes boréo-alpines.
Enfin, 27 espèces appartiennent 4 des genres cosmopolites ou d'origine encore
inconnue.
TRICHOPTÈRES DU PAKISTAN ET DE LA PROVINCE DE CACHEMIRE ET JAMMOU
Les espèces dont les noms sont en italique sont déjà connues et ont été trouvées
au Pakistan. Les espèces avec un * sont connues du Pakistan et n'ont pas été
retrouvées. Les espèces avec deux ** ont été décrites de la partie hindoue de la
province de Cachemire et Jammou et n'ont pas été retrouvées.
Rhyacophila obscura Mart. Rhyacophila kanichka sp. n.
Rhyacophila extensa Mart. Rhyacophila kadphises sp. n.
220 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Rhyacophila kadaphes sp. n. Baliotrichia udawarama Schm.
Rhyacophila nigrorosea sp. n. Wormaldia relicta Mart.
Rhyacophila paurava sp. n. Dolophilodes ornata Ulm.
Rhyacophila hydaspica sp. n. Dolophilodes dharmakala sp. n.
Rhyacophila chandragoupta sp. n. Dolophilodes dharmaraksa sp. n.
Himalopsyche kuldschensis Ulm. Dolophilodes dharmamittra sp. n.
Apsilochorema indicum Ulm. Dolophilodes madhyamika sp. n.
Glossosoma dentatum McL. **Dolophilodes tibetana Kim.
Glossosoma heliakreya sp. n. Gunungiella bodhidarma sp. n.
Glossosoma ambhi sp. n. Chimarra kumaonensis Mart.
Glossosoma abhikhara sp. n. Chimarra nigrorosea sp. n.
**Glossosoma moselyi Kim. Chimarra houvichka sp. n.
Synagapetus maharikhita sp. n. Chimarra suryasena sp. n.
Synagapetus mahadhyandika sp. n. Chimarra vasoudeva sp. n.
Agapetus triangularis Mart. Polyplectropus sourya sp. n.
Agapetus chitraliorum sp. n. Plectrocnemia kalachorum sp. n.
Agapetus sindis Kim. Plectrocnemia varouna sp. n.
Agapetus cocandicus McL. *Dipseudopsis indica sindica Matt.
Agapetus antikena sp. n. “Stenopsyche himalayana Matt.
Agapetus antiyaka sp. n. Ecnomus montanus Mos.
“Agapetus kashmirensis Kim. Ecnomus moselyi Mart.
Microptila sourya sp. n. Ecnomus penjabi sp. n.
Microptila roudra sp. n. Tinodes kanerquorum sp. n.
Microptila apsara sp. n. Tinodes asangha sp. n.
Microptila indra sp. n. Tinodes ghobarama sp. n.
Madioxyethira milinda sp. n. Tinodes matangana sp. n.
Stactobia martynovi sp. n. Psychomyia zsitata McL.
Stactobia klapaleki sp. n. Psychomyia mahayinna sp. n.
Stactobia tjederi sp. n. Psychomyia mahadenna sp. n.
Stactobia döhleri sp. n. Psychomyia maharaksa sp. n.
Stactobia ulmeriana sp. n. Psychomyia asvagosha sp. n.
Stactobia morettii sp. n. Abaria margaritifera Schm.
Stactobia nielseni sp. n. Paduniella outtara sp. n.
Stactobia risi sp. n. Paduniella magadha sp. n.
Stactobia radovanovici sp. n. Paduniella maurya sp. n.
Chrysotrichia badhami sp. n. Hydronema persica Mart.
Plethus kala sp. n. Hydropsyche kaznakovi Mart.
Hydroptila panchaoi sp. n. Hydropsyche vasoumittra sp. n.
Hydroptila sengavi sp. n. Hydropsyche poushyamittra sp. n.
Hydroptila gandhara sp. n. Hydropsyche gautamittra sp. n.
Hydroptila sanghala sp. n. Diplectrona burha sp. n.
Hydroptila touroumaya sp. n. Diplectronella kimalaksa sp. n.
Hydroptila maclachlani Klap. Mystacides indica Mart.
Hydroptila angulata Mos. Setodes nagarjouna sp. n.
Oxyethira paramartha sp. n. Setodes madhyamika sp. n.
Oxyethira falcata Mort. *Setodes mlensis Mart.
F. ScHMID: Trichoptères du Pakistan
Adicella dhruvasena sp. n. Limnophilus /»cisus Curt.
Adicella dharasena sp. n. Limnophilus kaumarajiva sp. n.
Adicella narendraya sp. n. Philarctus przewalskii McL.
Oecetis eburnea sp. n. Micropterna indica Mos.
Oopterygia aszatica Bett. Psilopterna eukratida sp. n.
Apatania brevis Mos. Mesophylax aspersus Ramb.
Apatania kalariana sp. n. Eothremma /aga Mos.
Apataniana hutchinsoni Mos. Brachycentrus kozlovi Mart.
Apataniana moharamana sp. n. Dinarthrum margula Mos.
Astratodina #7ermis Mos. Dinarthrum chotta sp. n.
Astratodina mihirakula sp. n. Dinarthrum terme McL.
Phylostenax himalus Mos. Dinarthrum surashtra sp. n.
Pseudostenophylax micraulax McL. Dinarthrum soromax Mos.
Pseudostenophylax mitchelli Mos. Dinarthrum rema Mos.
Pseudostenophylax kashmirensis Dinarthrum bhatarka sp. n.
Mos. Dinarthrum karagraha sp. n.
Pseudostenophylax dikaios sp. n. Dinarthrum arachosicum sp. n.
Pseudostenophylax secretus Mart. Dinarthrum kamba Mos.
Pseudostenophylax aniketos sp. n. **Dinarthrum parvulum McL.
** Astenophylina Zashmirus Mos. **Dinarthrum magana Mos.
**Limnophilus tricalcaratus Mos. **Larcasia elia Mos.
(A continuer)
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3-—á. 1958 PLAAT 8
Fig. 1. Rivière dans la région „Central Zarghun” (Bélouchistan), vers 9.000 ft.
Fig. 2. Grande vallée himalayenne. La vallée de Kaghan en dessus de Naran, vers 8,500 ft.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT
Fig. 3. Vallée latérale dans l'Himalaya, aux environs de Lilam, vers 9.000 ft.
Au fond, le Hari Parbat, 17.700 ft.
Fig. 4. Lac glaciaire himalayen, le Dunga Sar, 13.400 ft. Biotope à Pseudostenophylax
micraulax McL.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT 10
Fig. 5. Terrasse glaciaire avec étang, dans l'Himalaya, au-dessus de Gittidas, vers 14.500 ft.
Biotope a Linnophiius incisus Curt.
Fig. 6. Une grande vallée du Karakoram, en aval de Chatorkhand, vers 6.500 ft
ngi:
Aat
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT
bias
Fig. 7. Dans l’oasis de Shigar, 7.640 ft bisse d'irrigation; biotope a Pszlopterna
eukratida sp. n.
Fig. 8. Vallon latéral dans le Karakoram, près de Darkot, vers 9.000 ft.
Au fond, le Ghamubar, 21.383 ft.
11
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 PLAAT
Fig. 9. Une grande vallée de l’Hindou-Kouch, la vallée de Chitral, en dessous de cette
localité, vers 4.500 ft. Au fond, le Tirich Mir, 25.263 ft.
12
INSECTS BRED FROM CULTIVATED AND ORNAMENTAL
PLANTS IN NETHERLANDS NEW GUINEA
BY
R. T. SIMON THOMAS
Agricultural Research Station, Hollandia, Netherlands New Guinea
Insects from cultivated and ornamental plants were collected during the last
three years. The larvae were bred in small cages (23 X 25 X 45 cm.). The cages
had a bottom of hardboard, three sides and the top of plastic mosquito gauze, the
fourth side being of glass. These cages were placed in our field laboratory which
has a roof of corrugated iron and glass, and no walls.
During the breeding it was established that the insects mentioned in the follo-
wing list were actually feeding on the recorded foodplants.
In the following list the insects are arranged alphabetically after the family
names of the foodplants. After the latin name of the insect follows an indication
showing which part of the plant is attacked, and the extent of the injury.
The plants were identified by the AGRICULTURAL RESEARCH STATION. The
butterflies were named by myself after Serrz’ ’’ Macrolepidoptera of the World”.
AMARANTHACEAE
Amaranthus hybridus L. and A. spinosus L.
Hymenia fascialis Cr. (Pyralidae), leaves, occasional.
Gomphrena globosa L.
Hymenta fascialis Cr. (Pyralidae), leaves, occasional.
AMARYLLIDACEAE
Crinum astaticum L.
Calogramma festiva Don. (Noctuidae), leaves, occasional.
ANACARDIACEAE
Man gifera sp.
Bombotelia jocosatrix Gn. (Noctuidae) leaves, occasional.
Homona trachyptera Diak. (Tortricidae), leaves, common.
ANNONACEAE
Annona muricata L.
Oribius improvidus Marsh. (Curculionidae), leaves, serious.
Papilio agamemnon L. (Papilionidae), leaves, occasional.
Papilo macfarlanei Butl. (Papilionidae), leaves, occasional.
223
224 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
APOCY NACEAE
Alstonia scholaris R.Br.
Deilephila placida Wkr. (Sphingidae), leaves, occasional.
Glyphodes sp. (Pyralidae), leaves, occasional.
ARACEAE
Colocasia esculenta Schott.
Papuana semistriata Arrow (Dynastidae), tubers, local.
Prodenia litura F. (Noctuidae), leaves, sometimes serious.
Hippotion celerio L. (Sphingidae), leaves, moderate.
Theretra cajus oldenlandiae F. (Sphingidae), leaves, occasional.
ASCLEPIADACEAE
Asclepias curassavica L.
Danaida archippus F. (Danaidae), whole plant, occasional.
BIGNONIACEAE
Stenolobium stans Seem.
Psilogamma menephron casuarinae Btl. (Sphingidae), leaves, occasional.
CAESALPINIACEAE
Cassia alata L. and C. sophora L.
Catopsilia crocale Cr. (Pieridae), leaves, common.
Cryptophlebia ombrodelta Low. (Tortricidae), pods, common.
CONVOLVULACEAE
Ipomoea batatas Poir.
Aspidomorpha punctum F. (Cassididae), leaves, common.
Aspidomorpha sp. near punctum F. (Cassididae), leaves, common.
Cassida trivittata F. (Cassididae), leaves, common.
Cylas formicarius F. (Curculionidae), tubers, common.
Herse convolvuli L. (Sphingidae), leaves, moderate.
Precis villida God. (Nymphalidae), leaves, occasional.
Ipomoea pes-tigridis L.
Herse convolvuli L. (Sphingidae), leaves, occasional.
CUCURBITACEAE
Cucumis sativus L.
Diaphania indica Saund. (Pyralidae), leaves, moderate.
R. T. SIMON THOMAS: Insects bred in Neth. New Guinea
DIOSCOREACEAE
Dioscorea spp.
Theretra nessus Dry. (Sphingidae), leaves, occasional.
EUPHORBIACEAE
Endosp CVINUM Sp.
Nyctalemon patroclus kotzenbergi L. (Uraniidae), leaves, rare.
Ricinus communis L.
Achaea janata L. (Noctuidae), leaves, serious.
Homona trachyptera Diak. (Tortricidae), leaves, serious.
Prodenia litura F. (Noctuidae), leaves, occasional.
GRAMINEAE
Andropogon sorghum Brot.
Hippotion brennus Stoll. (Sphingidae), leaves, rare.
Mampava bipunctella Rag. (Pyralidae), stem, moderate.
Prodenia litura F. (Noctuidae), leaves, moderate.
Oryza sativa L.
Chilo oryzae Fletcher (sens.lat.) (Pyralidae), stem, occasional.
Laphygma sp. (Noctuidae), leaves, local.
Zea mays L.
Hedylepta diemenalis Gn. (Pyralidae), stem, moderate.
Heliothis armigera Hbn. (Noctuidae), flowers, moderate.
Lampides sp. (Lycaenidae), leaves, occasional.
Laphygma exempta Wilk. (Noctuidae), leaves, occasional.
Parnara moolata WIk. (Hesperidae), leaves, occasional.
Pyrausta salentialis Snell. (Pyralidae), stem, very serious.
Spodoptera mauritia Boisd. (Noctuidae), cobs, serious.
MALVACEAE
Hibiscus rosa-sinensis L.
Anomis flava F. (Noctuidae), leaves, occasional.
Syllepta derogata F. (Pyralidae), leaves, moderate.
MIMOSACEAE
Acacia albida Delile.
Eumeta sp. (Psychidae), leaves, serious.
225
226 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101 AFL. 3—4, 1958
Acacia farnesiana Willd.
Cryptophlebia ombrodelta Low. (Tortricidae), pods, serious.
Leucaena glauca Bth.
Eumeta sp. (Psychidae), leaves, serious.
MORACEAE
Artocarpus communis Forst.
Batocera wallacei Thoms. (Cerambycidae), stem, occasional.
ORCHIDACEAE
Dendrobium sp.
Pseudonotis danisoides Nicév. (Lycaenidae), flowers, common.
PALMAE
Cocos nucifera L.
Oryctes rbinoceros L. (Dynastidae), coconut shoots, local.
Scapanes australis Boisd. (Dynastidae), coconut shoots, not serious, common.
Telicota bambusae Swh. (Hesperidae), leaves, common.
Tirathaba ignivena Hpms. (Pyralidae), leaves and young nuts, local.
PAPILIONACEAE
Crotalaria sp.
Argina cribaria Cl. (Arctiidae), leaves, common.
Heliothis armigera Hbn. (Noctuidae), leaves, common.
Laspeyresia pseudonectis Meyr. (Tortricidae), leaves, occasional.
Utetheisa lotrix Cram. (Arctiidae), leaves, common.
Glycine max Mert.
Cryptophlebia ombrodelta Low. (Tortricidae), stem, occasional.
Epilachna signatipennis Boisd. (Coccinellidae), leaves, common.
Hedylepta diemenalis Gn. (Pyralidae), leaves, occasional.
Lampides sp. (Lycaenidae), leaves, moderate.
Utetheisa lotrix Cram. (Arctiidae), leaves, common.
Indigofera spp.
Dichomeris sp. (Gelechiidae), leaves, occasional.
Lampides sp. (Lycaenidae), leaves, occasional.
Prodenia litura F. (Noctuidae), leaves, serious.
Thermesia rubricans Bdv. (Noctuidae), leaves, occasional.
ho
[597
N
R. T. SIMON THOMAS: Insects bred in Neth. New Guinea
Phaseolus spp.
Agromyza phaseoli Coq. (Agromyzidae), caudex, serious.
Creatonotus gangis L. (Arctiidae), leaves, moderate.
Epilachna signatipennis Boisd. (Coccinellidae), leaves, common.
Hedylepta diemenalis Gn. (Pyralidae), leaves, moderate.
Heliothis armigera Hbn. (Noctuidae), leaves, moderate.
Lampides sp. (Lycaenidae), leaves, occasional.
Laphygma sp. (Noctuidae), leaves, occasional.
Maruca testulalis Gey. (Pyralidae), flowers and pods, occasional.
Plusia chalsites Esp. (Noctuidae), leaves, common.
Prodenia litura F. (Noctuidae), leaves, serious.
Spodoptera mauritia Boisd. (Noctuidae), leaves, serious.
Thermesia rubricans Bdv. (Noctuidae), leaves and pods, serious.
Sesbania spp.
Cryptophlebia ombrodelta Low. (Tortricidae), stem, occasional.
Heliothis armigera Hbn. (Noctuidae), flowers and pods, common.
Homona trachyptera Diak. (Tortricidae), leaves, occasional.
Lampides sp. (Lycaenidae), leaves, moderate.
Maruca testulalis Gey. (Pyralidae), flowers, common.
Terias hecabe L. (Pieridae), leaves, common.
Tephrosia vogelii Hook.
Maruca testulalis Gey. (Pyralidae), flowers, common.
Pyrausta ?ceoderalis WIk. (Pyralidae), stem, occasional.
Vigna sinensis Endl.
Lampides sp. (Lycaenidae), leaves, occasional.
Maruca testulalis Gey. (Pyralidae), flowers, occasional.
Thermesia rubricans Bdv. (Noctuidae), leaves and pods, serious.
Ythma sp. (Satyridae), leaves, moderate.
RUBIACEAE
Coffea sp.
Eumeta sp. (Psychidae), leaves, occasional.
Homona trachyptera Diak. (Tortricidae), leaves, occasional.
RUTACEAE
Citrus spp.
Adoxophyes templana Pag. (Tortricidae), leaves, serious.
Adoxophyes spec. (Tortricidae), leaves, moderate.
228 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Homona mermerodes Meyr. (Tortricidae), leaves, serious.
Homona trachyptera Diak. (Tortricidae), leaves, serious.
Papilio aegeus Donovan (Papilionidae), leaves, common.
Papilio ambrax Boisduval (Papilionidae), leaves, occasional.
Paradichelia spec. (Tortricidae), leaves, moderate.
SOLANACEAE
Solanum melongena L.
Epilachna guttato-pustulata Fabr. (Coccinellidae), leaves, occasional.
Solanum tuberosum L.
Heliothis armigera Hbn. (Noctuidae), fruits, moderate.
STERCULIACEAE
Theobroma cacao L.
Amatissa sp. (Psychidae), leaves, occasional.
Eumeta crameri Westw. (Psychidae), leaves, occasional.
Heliothis armigera Hbn. (Noctuidae), leaves, moderate.
Lepidiota sp. near vogeli Brske. (Melolonthidae), roots, local serious.
Pagodia hekmeyeri Heyl. (Psychidae), leaves, occasional.
Pansepta teleturga Meyr. (Xylorictidae), bark, local.
VERBENACEAE
Tectona grandis L.
Hyblaea puera Cram. (Noctuidae), leaves, serious.
Prodenia litura F. (Noctuidae), leaves, serious.
ACKNOWLEDGEMENTS
My sincere thanks are due to the COMMONWEALTH INSTITUTE OF ENTOMO-
LoGy, London, for the identification of certain Lepidoptera Heterocera, and
Coleoptera; to Dr. E. MUNROE, Ottowa, Canada, for the identification of the
Pyralidae; to Dr. A. DIAKONOFF, Leiden, the Netherlands, of the Tortricidae
and some other Lepidoptera; and to Mr. G. DEN HoeD, Hollandia, Dr. L. G. E.
KALSHOVEN, Blaricum, the Netherlands, and Dr. J. J. H. SZENT-IVANY, Port
Moresby, for their kind suggestions, help, and interest.
All the technical work in the field was carried out by Mr. J. PH. VAN DRIEST,
Kota Nica.
DIE GATTUNGEN DER PALAEARKTISCHEN
TORTRICIDAE.
II. DIE UNTERFAMILIE OLETHREUTINAE
VON
NIKOLAUS S. OBRAZTSOV
Sea Cliff, Long Island, New York, U.S.A.
(Mit Abbildungen 1—24)
VORWORT
Im Laufe von vier Jahren, die sich für die Veröffentlichung des 1. Teils dieser
Gattungsrevision als notwendig erwiesen, hat das Tortriciden-Studium grosse
Fortschritte gemacht, was insbesonder auf die zahlreichen Arbeiten von Dr.
A. DIAKONOFF über die tropischen Gattungen und Arten zurückzuführen ist.
Auch die vom Autor dieser Zeilen unternommene Revision der nearktischen
Tortricidae-Gattungen und die mit dieser unvermeidlich verbundene Untersuchung
mancher neotropischen Gattungen erweiterten seinen Gesichtskreis und fuhrten
zu einer Aenderung seiner vormaligen Ansichten über die allgemeine Aufteilung
der Familie Tortricidae in Unterfamilien.
Als der Autor diese Aufteilung auf den Seiten 8 und 9 des 1. Teils seiner
Revision besprach, war er davon überzeugt, dass die Behaarung des Kubitalstammes
der Hinterflügel ein wichtiges Merkmal in der Systematik der Tortricidae darstellt
und einer Aufteilung dieser Familie in Unterfamilien zu Grunde gelegt werden
kann. Im Zusammenhang mit dieser Ansicht war der Autor geneigt, alle Gattun-
gen mit fehlender Kubitalbehaarung und den den Olethreutinae ähnlichen Geni-
talien als eine besondere Unterfamilie Melanalophinae aufzufassen. Ein näheres
Studium mancher nearktischen Olethreutinae-Gattungen hat aber gezeigt, dass
diese Ansicht irrig ist. Es erwies sich, dass bei den Tortricidae die Kubital-
behaarung keine absolute taxonomische Bedeutung hat, während nur die Geni-
talien und manche anderen Merkmale die echten phyletischen Beziehungen zwi-
schen den Gattungen aufdecken.
Die Unterfamilien der Tortricidae, wie sie jetzt vom Autor aufgefasst sind,
unterscheiden sich voneinander wie folgt:
1 (4). Kubitalstamm der Hinterflügel ohne einen Haarkamm; falls dieser vor-
handen, schliessen stets die Valvae mit ihrem Innenrand breit an das
Vinculum und haben keine basale Aushöhlung. Fultura superior ist ge-
wôhnlich als ein mehr oder weniger sklerotisierter Querdamm zwischen
den oberen Innerwinkeln der Valvae entwickelt, oder sie ist durch wohl
entwickelte Processus basales der Valvae ersetzt. Signum (bei den palae-
arktischen Gattungen) einzel oder fehlend.
229
230 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (2)
2 (3). Gnathos von zwei Lateralarmen gebildet, die sich in einen gemeinsamen
Caudalvorsprung oder -platte vereinigen, oder der Gnathos ist durch eine
breite Platte vertreten, die das Analrohr stützt. Cornuti (falls vorhanden)
mit ihrer Basis befestigt. Signum entweder hornförmig oder durch skleroti-
sierte Falten des Corpus bursae ersetzt, oder in Form gezähnter oder glatter
Bänder oder einer sternförmigen Platte … … I. Unterfamilie Tortricinae
3 (2). Gnathos von zwei freien Lateralarmen gebildet. Cornuti mittels kleiner
Seitenvorspriinge befestigt. Signum ein glattes Band oder gedreht seil-
(OLM ENT a nun. II. Unterfamilie Sparganothidinae
4 (1). Kubitalstamm der Hinterflügel mit einem Haarkamm; falls dieser fehlt,
sind die Valvae meistens nur in ihrem unteren Teil mit dem Vinculum |
verbunden und basal mehr oder weniger ausgehöhlt. Fultura superior stets
unentwickelt. Processus basales der Valvae rudimentär oder fehlend, nie-
mals die Fultura superior ersetzend. Signum gewöhnlich doppelt ............
Ba N En EL DE PRES III. Unterfamilie Olethreutinae
Die Hauptbasis für den 2. Teil der Revision bildet ein Manuskript, das vom
Autor während der Zeit seiner Arbeit an der Zoologischen Sammlung des
Bayerischen Staates in München verfasst wurde. Obwohl gegenwärtig der Autor
nicht an einem der europäischen Museen beschäftigt ist, gelang es ihm trotzdem
manche seltene Arten nachträglich zu erhalten und seine Arbeit auf diese Weise
noch vielseitig zu vervollständigen. Der Autor hat Aussicht und Hoffnung, noch
weiteres Material zu erhalten, dessen Berücksichtigung in einem Nachtrag zu den
beiden Teilen seiner generischen Revision veröffentlicht werden wird. Aus die-
sem Grunde werden alle Leser gebeten, dem Autor bei der Erfüllung dieser sei-
nen Aufgabe durch Rat und Zusendung von Material behilflich zu sein.
Der Autor hält es für seine angenehme Pflicht, Herrn Dr. W. FORSTER (Mün-
chen) für die laufende Unterstützung seiner Arbeit mit den Materialien der Zoo-
logischen Sammlung des Bayerischen Staates und die freundliche Hilfe bei der
Verbesserung des deutschen Textes der Revision herzlich zu danken. Einen ganz
besonderen Dank spricht der Autor dem Schriftleiter der Tijdschrift voor En-
tomologie, Herrn Dr. A. DIAKONOFF, aus, dessen Entgegenkommen bei der
Publikation der Arbeit und unersätzliche Anweisungen der Vollständigkeit der
Revision viel beigetragen haben.
Für Zusendung von Material, zahlreiche Angaben über einzelne Arten und
wichtige Anweisungen sei noch den folgenden Herren gedankt: Dr. H. G. AMSEL
(Karlsruhe-Durlach), J. D. BRADLEY (British Museum), Lic. Jur. E. DE BROS
(„La Fleuri”, Schweiz), H. CANAKCIOGLU (Büyükdere-Istanbul), Dr. J. EF.
GATES CLARKE (U.S. National Museum), Prof. Dr. E. M. HERING und Dr. H. ].
HANNEMANN (Berliner Zoologisches Museum), H. INOUE (Fujisawa City, Ja-
pan), Dr. E. JÄCKH (Bremen), Dr. J. KLIMESscH (Linz. a. d. D.), Prof. Dr. A. B.
Krors (American Museum of Natural History), T. OKU (Sapporo, Japan), Dr.
F. H. RINDGE (American Museum of Natural History), Dr. W. SAUTER (Zü-
rich), Dr. B. SWATSCHEK (Baden-Baden), Dr. P. E. VIETTE (Museum National
d'Histoire Naturelle, Paris), Inj. N. WoLFr (Hellerup, Dänemark), und vielen
anderen. Einen besonderen Dank spricht der Autor der National Science Foun-
(3) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 231
dation in Washington, Ver. Staaten, für die Unterstützung seiner Arbeit über eine
Revision der nearktischen Tortricidae-Gattungen durch ein Stipendium aus, welches
die Möglichkeit gab, auch die vorliegende Revision etwas zu erweitern.
Schon im Schlussheft des 1. Teils seiner Tortricidae-Revision wurde der Autor
gezwungen, den ursprünglichen Plan etwas zu ändern und diesem Teil ein kurzes
Literaturverzeichnis beizufügen. Im vorliegenden Teil geht die Abweichung von
diesem Plan etwas weiter. Ich habe mich entschlossen, die Artlisten und die Kom-
mentare zu den einzelnen Arten gleichzeitig mit den Beschreibungen der Gat-
tungen zu veröffentlichen, da bei dieser Methode die neue Klassifikation über-
sichtlicher wird. Die Bestimmungstabellen der Gattungen werden am Schluss jeder
Tribus gestellt, da es mit einem Eintreffen des weiteren Materials während der
Veröffentlichung der einzelnen Teile der Revision zu rechnen ist. Ich hoffe, dass
die Leser diesen Verstoss gegen die Einheitlichkeit des allgemeinen Planes der
Arbeit nicht besonders verurteilen werden.
Die nachstehend gebrauchte Genitalterminologie unterscheidet sich nur un-
wesentlich von der des 1. Teils der Revision. Der Autor fand es zweckmässig die
Beschreibung der weiblichen Genitalien der Olethreutinae etwas zu detailisieren,
was mit der Spezialisierung dieser Teile in der genannten Unterfamilie im Zusam-
menhang steht. Der Terminus „Lamina dentata” wird durch die mehr neutrale
Bezeichnung ,,Signum”, „Pars inflabilis’’ durch ,,Vesica”, u.s.w. ersetzt. Alle ge-
brauchten Termini werden ausführlich im TuxsEN's (1956) „Glossary of geni-
talia in insects” erläutert. In Beziehung auf die Tortricidae wurden diese Termini
vom Autor an einer anderen Stelle (OBRAZTSOV, 1949) näher besprochen.
Abkürzungen
A.M.N.H. — American Museum of Natural History, New York.
B.M. — British Museum (Natural History), London.
M.L. — Rijksmuseum van Natuurlijke Historie, Leiden.
U.S.N.M. — United States National Museum, Washington.
Z.M.B. — Zoologisches Museum der Humboldt-Universität, Berlin.
Z.S.M. — Zoologisches Sammlung des Bayerischen Staates, München.
SYSTEMATISCH-MORPHOLOGISCHE UEBERSICHT DER UNTERFAMILIE
OLETHREUTINAE UND IHRER PALAEARKTISCHEN GATTUNGEN
III. Unterfamilie Olethreutinae Wlsm., 1897
Olethreutae HUBNER, 1825, Verz. bek. Schm., p. 374. .
Grapholithidae MEYRICK, 1882, Proc. Linn. Soc. New S. Wales, vol. 6, (1881), p. 413.
Grapholithinae FERNALD, 1882, Trans. Amer. Ent. Soc., vol. 10, p. 27.
Trichophoridae WALSINGHAM, 1895, Trans. Ent. Soc. London, p. 517.
Epiblemidae MEYRICK, 1895, Handb. Brit. Lep., p. 453.
Olethreutinae WALSINGHAM, 1897, Trans. Ent. Soc. London, p. 56.
Eucosmidae MEYRICK, 1907, J. Bombay N. H. Soc., vol. 17, p. 731.
Epibleminae KENNEL, 1907, SPULER’s Schm. Eur., vol. 2, p. 263.
Olethreutidae WALSINGHAM, 1913, Biol. Centr.-Amer., Lep. Het., vol. 4, p. 224.
Eucosminae FORBES, 1923, Cornell Univ. Agr. Exp. Sta., Mem., vol. 68, p. 387.
Eucosmiade (err. typogr.) DIAKONOFF, 1947, Mém. Inst. Sci. Madagascar, ser. A, vol. 1,
no. Lips 28.
232 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (4)
Kubitalstamm der Hinterflügel (mit wenigen Ausnahmen) auf der Oberseite
mehr oder weniger lang behaart. Männliche Genitalien mit einem gewöhnlich
schwach sklerotisierten oder ganz membranösen Gnathos, der in der Regel mit
der unteren Fläche des Analrohres vollständig verwachsen ist. Keine Fultura
superior. Valva meistens mit einem wohl differenzierten Cucullus; ihr Basalteil
gewöhnlich mehr oder weniger ausgehölt; der obere Winkel des Innenrandes
meistens frei oder mit dem Vinculum mittels einer schwachen Membran ver-
bunden; Processus basales rudimentär oder fehlend. Weibliche Genitalien öfters
mit einem verdoppelten Signum.
Von vielen gegenwärtigen Autoren, insbesondere von englischen und amerika-
nischen, werden die Olethreutinae als eine besondere Familie (Olethreutidae =
Eucosmidae = Epiblemidae) aufgefasst. Aber sogar der Begründer und Haupt-
anhänger dieser Ansicht, E. MEYRICK, fand, dass diese Gruppe mit den Tortrici-
nae durch Ueberginge verbunden ist, die eine deutliche Abtrennung der beiden
Gruppen voneinander stark erschweren. HEINRICH (1923) versuchte die Selb-
ständigkeit der Olethreutidae als einer Familie auf die Tatsache zu gründen, dass
die Genitalien in dieser Gruppe ganz ,, unique” und „like those of no other group
in the Lepidoptera” seien. Was die Verwandtschaft dieser Gruppe und der Tor-
tricinae betrifft, so schrieb dieser Autor: „Indeed it is hard to see just where the
connection is made between the two families, so complete is the break,” und
weiter: „the Tortricidae could have developed from no group with the genitalia
of the present Olethreutidae.”
CLARKE (1955, vol. 1, p. 26) beschreibt die Unterschiede zwischen den Tortri-
cidae und Olethreutidae wie folgt: ,, Among the five Tortricoid families the
Olethreutidae are the most closely related to the Tortricidae. The genitalia of this
family, however, serve to distinguish any member from any species of Tortricid.
In fact, there are no genitalia in the Lepidoptera that can be easily confused with
those of the Olethreutidae. The peculiar anellus with the aedoeagus strongly
fused to it is unique and is diagnostic of the family. The female of any Olethreu-
tid may be distinguished from any Tortricid, or from species of other families of
this complex, by the signum, which consists of a single or double thorn without
large bulbous base, or a pair of small dentate cones.” CLARKE erwähnt aber man-
che Arten, die in letzterer Hinsicht abweichen, obwohl ihre weiteren Merkmale
„no doubt as to their family position” darstellen.
Alles dies ist wohl richtig für die extremen Falle, wo der Unterschied zwischen
den Olethreutinae und Tortricinae wirklich sehr gross ist, insbesondere aber wenn
die Merkmale in ihrer Gesamtheit genommen werden. Eine nähere Untersuchung
jedes einzelnen Merkmals zeigt aber ihre Sukzessivität und die nahe morpholo-
gische Verwandtschaft der beiden Gruppen. Viel Wert legte HEINRICH auf die
basale Aushöhlung der Valva bei den Olethreutinae. Er nannte diese Aushöhlung
opening”, was durchaus unrichtig ist, da es sich gegebenenfalls um kein echtes
Loch, sondern um eine durch eine schwache Membran verdeckte Stelle an der
Valva handelt. An dieser Stelle sind die Muskeln befestigt, die die Valva mit der
Manica verbinden (SNODGRASS, 1957, p. 37). Diese Aushöhlung fehlt der Unter-
familie Tortricinae, ist aber auch bei manchen Olethreutinae ganz rudimentär.
So ist sie, z.B. bei Ewcosmomorpha Obr., Pseudophiaris gen. nov., Episimus
(5) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 233
Wlsm., Tia Heinr., manchen Lobesia-Arten, Bactra Stph. und noch manchen an-
deren Olethreutinae-Gattungen so schmal, dass man praktisch von keiner echten
Basalaushöhlung sprechen kann. Es ist eher eine Spalte an dem Innenrand der
Valva, die auch bei den Tortricinae, aber nur in einer dorsocaudalen Richtung, zu
sehen ist. Das Gesagte verringert die phylogenetisch-systematische Bedeutung die-
ses Merkmales und macht es kaum geeignet für die Trennung der beiden Unter-
familien voneinander.
Eine bei den Olethreutinae öfters beobachtete schwache Verbindung der Valva
mit dem Vinculum steht in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der
obigen Basalaushöhlung und der damit verbundenen Reduktion des basalen Val-
venrandes. Auf diese Weise trifft nicht bei allen Olethreutinae zu, dass die Valvae
converge medially behind the sternum and are here articulated on a small median
plate in the floor of the genital chamber,” wie SNODGRASS (1957, p. 37) die
Verbindung der Valvae mit der Fultura inferior bei Laspeyresia pomonella (L.),
einem typischen Vertreter dieser Unterfamilie, beschreibt. In mehreren Olethreu-
tinae-Gattungen artikuliert die Valva mit dem Vinculum längs dem grössten Teil
ihres Innenrandes, fast wie bei den Tortricinae. Meistens unterscheidet sich diese
Verbindung nicht oder nur wenig von der bei den Tortricinae-Gattungen mit
fehlender Fultura superior.
Der s.g. ,,costal hook of harpe”, den HEINRICH als ein Rudiment der ,,Tran-
stilla” anspricht, hat mit der Fultura superior nichts zu tun. Morphologisch ist er
dasselbe wie der costale Processus basalis der Valva bei den Tortricinae. Die echte
Fultura superior (,,Transtilla”) fehlt bei den Olethreutinae immer. Dagegen ist
die Fultura inferior (,,Anellus’’) in ihrer extremen Entwicklung, die den meisten
Olethreutinae eigen ist, so typisch, dass sie wirklich mit Recht als „olethreutoid”
bezeichnet werden kann. Sie besteht aus einer Basalplatte (,,Juxta’’), deren medio-
dorsaler Fortsatz (,,Caulis’”) nicht nur als eine Aedoeagus-Stiitze entwickelt ist,
sondern mit der Manica verwächst und den basalen Teil des Aedoeagus auch von
oben umgiebt. Alle diese Teile bilden bei den Olethreutinae eine gemeinsame
Einheit, die als typischer ,,olethreutoide” Anellus bekannt ist. Man darf aber nicht
vergessen, dass Sparganothidinae und unter den Tortricinae manche Cnephasiini-
Gattungen (z.B. Euledereria Fern., Synochoneura Obr., Tortricodes Gn. u.a.)
auch eine ähnliche Entwicklung der den Aedoeagus unterstützenden Strukturen
aufweisen, die an die der Olethreutinae stark erinnern.
Der Gnathos der Olethreutinae ist in typischen Fällen bandartig, seltener (Ole-
threutini, manche Eucosmini) ist er als eine mittlere Platte caudal fortgesetzt, die
an die bei den Tortricini erinnert. Ausnahmsweise (Crocidosema Z., Gwendolina
Heinr.) besteht er aus zwei lateralen Armen wie bei den Sparganothidinae oder
bildet einen mittleren Auswuchs (Zomaria Heinr., Episimus Wlsm.) wie bei den
Archipini.
Es ist sehr wichtig, dass die Cornuti bei den Olethreutinae zu drei verschie-
denen Typen gehören. Es gibt die fest an der Vesica sitzenden Cornuti, die ver-
hältnismässig selten zu beobachten sind. Die verlierbaren Cornuti sind entweder
wie bei den Tortricinae an ihrer Basis befestigt oder verbinden sie mit der Vesica
mittels eines kleineren seitlichen Vorsprunges wie bei den Sparganothidinae. Dies
zeigt nochmals auf eine nahe Verwandtschaft der Olethreutinae mit den beiden
erwähnten Unterfamilien.
234 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (6)
Auch bei den weiblichen Genitalien der Olethreutinae können keine typischen
Merkmale entdeckt werden, die diese Gruppe von den Tortricinae deutlich tren-
nen könnten. Zwei Signa, die für die meisten Olethreutinae so typisch sind,
treten selten (obwohl in einer etwas anderen Form) auch bei den Tortricinae
(Drachmobola Meyr.) auf.*) Das für die Olethreutinae so charakteristische Sig-
num ohne Capitulum stellt bei den Tortricinae keine Seltenheit dar (Syrdemis
Hb., Zelotherses Ld., Ptycholoma Stph., Lozotaenia Stph. ua).
Wenn wir zu den obenerwähnten Genitalmerkmalen noch angeben, dass zwi-
schen den Tortricinae und Olethreutinae keine beständigen äusseren Unterschiede
im imaginalen und larvalen Stadium vorhanden sind, wird es ganz klar, dass eine
Trennung dieser beiden Gruppen als verschiedene Familien vollständig unmög-
lich ist. Bei der nahen Verwandtschaft, durch die diese beiden Gruppen von den
übrigen Tortricoidea-Familien sogleich zu unterscheiden sind, ist die Zusammen-
fassung der Tortricinae, Sparganothidinae und Olethreutinae als Mitglieder einer
gemeinsamen Familie die einzig richtige Lösung für eine natürliche Klassifikation.
Zunächst war ich geneigt (OBRAZTSOV, 1949, p. 201; 1954, p. 9) den von
DIAKONOFF (1941a, p. 437) als eine besondere Familie aufgefassten Melanalo-
phidae den Rang einer Unterfamilie der Tortricidae (Melanalophinae) zuzuschrei-
ben. Dabei legte ich einen besonderen Wert auf das Fehlen der Kubitalbehaarung
der Hinterflügel und die typisch „olethreutoiden” Genitalien, eine Kombination
der Merkmale, die, wie es mir damals schien, in keiner anderen Unterfamilie der
Tortricidae auftritt. Jetzt, nachdem ich die Tortricinae-Gattungen mit und die
der Olethreutinae ohne einen Kubitalkamm der Hinterflügel näher untersucht
habe, bin ich vollständig davon überzeugt, dass dieses Merkmal allein genommen
noch keine phyletische Verwandtschaft der Gattungen aufdeckt.
Die Unterfamilie Olethreutinae wird in folgende Tribus aufgeteilt:
1 (2). Hinterflügeladern M, und M; parallel oder M, ist an der Basis leicht
nach unten gebogen und M, etwas genähert, steht aber dieser nicht mehr
als zweimal so nahe wie am Termen. Sacculus stets ohne anders gestaltete
undebesonders®eruppiertenBorstenWoderiStachelnn Me ee
DR EDS RO IR NE A. Tribus Laspeyresiini
2 (1). Hinterflügelader M, der M; an der Basis stark genähert, in ihrem Ver-
lauf öfters etwas ausgebogen. Falls die beiden Adern parallel sind, ist der
Sacculus durch eine oder zwei abgesonderte und anders gestaltete Borsten-
oder Stachelgruppen ausgezeichnet.
3 (4). Hinterflügeladern M; und Cu, entspringen gestielt, seltener aus einem
gemeinsamen Punkt; öfters anastomosieren die beiden Adern vollständig,
so dass eine von ihnen überhaupt nicht mehr festzustellen ist. Vorder-
flügeltermen bisweilen tief ausgeschnitten. Sacculus ohne besondere Stachel-
gruppen. Air TR go. e ee B. Tribus Eucosmini
*) In this connexion may be mentioned a recently found, so far undescribed, example
of the transition of the one subfamily (Tortricinae) into another (Olethreutinae) in a
Malagassy species of Olethreutine facies but without a cubital pecten, with Tortricine
genitalia in the male, but with a double, typically Olethreutine signum in the female. — Edit.
(7) N. S. OBRAZISOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae Il 235
4 (3). Hinterflügeladern M; und Cu, entspringen aus einem gemeinsamen Punkt
oder sind mehr oder weniger auseinander gestellt. Vorderflügeltermen
niemals ausgeschnitten. Sacculus mit einer oder zwei abgesonderten Stachel-
odesBorstentup pens MAENE PE C. Tribus Olethreutini
A. Tribus Laspeyresiini (Heinr., 1923)
Obr., 1946
Phalaenae Tortrices Obscurae SCHIFFERMILLER & DENIS, 1776, Syst. Verz. Schm. Wien.
Geg., p. 132.
Tortrices Noctuoides (part.) + Tineoides (part.) HÜBNER, 1796—99, Samml. eur. Schm.,
Tortr., tt. 4, 28.
Tortrices Genuinae (part.) HUBNER, 1799—1800, op. cit., t. 30.
Gemmatae (part.) + Lunatae (part.) + Corticeae part.) + Praenobiles (part.) HÜBNER,
1825, Verz. bek. Schm., pp. 374, 377, 379, 393.
Tortrices Piscipelles + Margine-punctatae + Speculares (part.) FRÔLICH, 1828, Enum.
Tortr. Würt., pp. 78, 81, 84.
Tortrices Verae (part.) GEYER, 1830, HUBNER’s Samml. eur. Schm., Tortr., t. 51.
Grapholithidi (part.) + Pyraloidi (part.) GUENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2,
vol? 3, PP. 1169, 19T.
Cochylidi (part.) STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim. B.M., part 10, p. 76.
Plicatae (part.) + Stigmanotidae (part.) + Carpocapsidae STAINTON, 1858—59, Man.
Brit. Butt. & Moths, vol. 2, pp. 200, 236, 250.
Ephippiphoridii (part.) + Lipoptychidii PIERCE & METCALFE, 1922, Genit. Brit. Tortr.,
pp. 74, 93.
Laspeyresiinae HEINRICH, 1923, Bull. U.S. Nat. Mus., vol. 123, p. 10.
Melanalophidae DIAKONOFF, 1941, Treubia, vol. 18, p. 437.
Laspeyresiini OBRAZTSOV, 1946, Z. Wien. Ent. Ges., vol. 30, (1945), p. 23.
Melanalophinae OBRAZTSOV, 1949, Entomon, vol. 1, p. 201.
Enarmoniini DIAKONOFF, 1953, Verh. Koninkl. Nederl. Akad. Wetenschappen, Afd.
Natuurk., ser. 2, vol. 49, no. 3, pp. 87, 161.
Hinterflügeladern M, und M; untereinander parallel oder M, ist an der Basis
leicht nach unten gebogen und M, etwas genähert, steht aber dieser nicht mehr
als zweimal so nahe wie am Termen; My und Cu, entspringen aus einem Punkt
oder sind gestielt; falls sie getrennt entspringen, so sind sie an der Basis nicht
weit auseinander gestellt. Sacculus stets ohne besondere Stachel- und Borsten-
gruppen, die sich von der gewöhnlichen Beborstung unterscheiden.
Kopf rauh oder ziemlich anliegend beschuppt. Manchmal bildet die flache
Stirnbeschuppung eine Art ,,Miitzenschirm’’, der nach vorn hervortritt. Gegebe-
nenfals haben die Schuppen öfters einen Metall- oder Seidenglanz. Seltener ist
die ganze Kopf- und Körperbekleidung langhaarig (Hedulia Heinr.), normaler-
weise ist der Körper ziemlich glatt. Thorax meist ohne Hinterschopf, dagegen
treten an den Segmentsgrenzen des Hinterleibes des Mannchens verschieden lange
Haarbüschel ziemlich oft auf. Für die Männchen mancher Gattungen sind die
Haarpinsel und -büschel an den Hintertibien recht typisch.
Die Vorderflügel meistens glatt beschuppt; bisweilen bilden die angehäuften
Metallschuppen leichte Erhöhungen. Costalumschlag des Männchens nur in we-
nigen Gattungen entwickelt. Das Geäder besteht aus 12 voneinander getrennten
Adern; eine Adernreduktion ist vorläufig nur bei dem Männchen der nearktischen
Gattung Satronia Heinr. bekannt, wo die Adern R, und R; zusammenfallen. Die
236 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (8)
obere Teilungsader der Mittelzelle ist in der Regel vorhanden und entspringt ge-
wöhnlich zwischen den Adern R, und Ro, seltener zwischen R, und R;; in der
Gattung Cirriphora Obr. variiert die Stellung dieser Ader individuell. Die untere
Teilungsader ist gewöhnlich auch entwickelt.
Ausser den in der Charakteristik der Tribus angegebenen Merkmale des Hinter-
flügelgeäders, sei auch erwähnt, dass die Hinterflügeladern R und M, entweder
weit auseinander gestellt sind und fast parallel verlaufen (Dichrorampha Gn.,
Goditha Heinr., Talponia Heinr.), oder aber sie sind an der Basis einander mehr
oder weniger stark genähert, eine Strecke lang dicht aneinander verlaufen um
dann weit auseinander zu divergieren. In manchen Fällen entspringen diese beide
Adern aus einem Punkt oder bilden einen mehr oder weniger langen Stiel. Die
Entstehung verschiedener Abweichungen des Geäders lässt sich durch die Unter-
suchung mancher Missbildungen ziemlich deutlich ersehen. Bei der neotropischen
Gattung Balbis Wlsm. entspringt die Ader M; beim Männchen von der Ader R
noch weit vor dem Oberwinkel der Mittelzelle, während die Ader R dicht neben
der Ader S verläuft und die Costa kurz vor dem Apex erreicht (Abb. 3). Das
Weibchen (Abb. 4) weist ganz normales Hinterflügelgeäder auf. Für die Gat-
tung Pammene Hb. ist es besonders typisch, dass beim Männchen die Hinter-
flügeladern S und R in ihrem äusseren Teil untereinander anastomosieren (Abb.
65). Eine seltene Missbildung des Hinterflügelgeäders dieser Gattung zeigt die
mögliche Evolution dieser Anastomose (Abb. 2). Eine andere Missbildung (Abb.
1) zeigt, wie eine vollständige Anastomose der Adern R und M, bei den Männ-
chen der Gattungen Strophedra Stph. und Diamphidia gen. nov. entstehen könnte.
Hinterflügelgeäder der Laspeyresiini. Abb. 1: Zufällige Anastomose der Adern R und M1 bei
(?) Laspeyresia nigricana (F.) oder (?) Grapholitha nebritana (Tr.); nach einem Präparat
im U.S.N.M. Abb. 2: Unvollständige Anastomose der Adern S und R bei einem Männchen
der Pammene christobhana (Möschl.); nach einem Exemplar in der Z.S.M. Abb. 3: Balbis
assumptana (Wkr.), Männchen, Alhajuelo, Panama; U.S.N.M. Abb. 4: Balbis sp., Weibchen,
Brasilien (nach Costa LIMA, 1945).
Der Kubitalstamm der Hinterflügel, der den unteren Rand der Mittelzelle
bildet, trägt meistens einen deutlichen Haarkamm. Bei manchen Gattungen
(Goditha Heinr., Satronia Heinr., Sereda Heinr., Melanalopha Diak.) fehlt aber
(9) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 237
diese Behaarung vollständig, obwohl die übrigen äusseren und Genitalmerkmale
dieser Gattungen für die Laspeyresiini ganz typisch sind. Ausser dem Kubital-
stamm sind bisweilen noch manche der Analadern behaart. Bei dem Männchen
der Cirriphora Obr. trägt der Costalrand einen grossen Pinsel aus modifizierten
Schuppen (Abb. 120); beim Weibchen ist er dicht und lang beschuppt. Der
Dorsalrand und manche der Analadern sind bei den Männchen öfters verdickt
und die dadurch entstandene Falte schliesst manchmal eigenartig gestaltete Schup-
pen und Haare ein.
Bei den männlichen Genitalien ist es ziemlich typisch, dass der echte Uncus
in der Regel fehlt. Er wird öfters nur durch eine knollige Verdickung des Tegu-
mens oder seinen caudal leicht hervortretenden Rand angedeutet. Nur bei Enar-
monia Hb. ist der Uncus deutlich. Die Socii fehlen gewöhnlich, oder sind rudi-
mentär. Bei Ricula Heinr. sind sie kurz, schmal, bei Enarmonia Hb. erweitert,
bei Pseudophiaris gen. nov. breit und caudal gerichtet, bei Excosmomorpha Obr.
zu ein Kissen verschmolzen, bei Leguminivora gen. nov. nur durch Haare vertreten.
Die Valva ist meistens einfach, länglich, meist mit einem im Verhältnis zur
Lange ziemlich breiten Cucullus. Stärkere Modifikationen der Valvenform und
ihrer Teile werden bei Ewcosmomorpha Obr., Pseudophiaris gen. nov., Ofatulena
Heinr., Sereda Heinr., Diamphidia gen. nov. und Cirriphora Obr. beobachtet.
Der Cucullus ist gewöhnlich beborstet und mit einer Corona umrandet; ausnahms-
weise sind die einzelnen Borsten durch stärkere Stacheln (Balbis Wlsm.) oder
flache, leicht herabfallende Nadeln (Ofatulena Heinr.) ersetzt. Manchmal ist
am Cucullus ein Analdorn vorhanden (Cirriphora, Diamphidia, Pseudophiaris,
Eucosmomorpha, Selania). Die äussere Oberfläche der Valva trägt bisweilen
modifizierte Bekleidung (Ewcosmomorpha) oder hat eine raspelartige Skulptur
(Cirriphora). Processus basalis der Valva ist meistens vorhanden, obwohl er
manchmal mit dem Innenrand der Valva verwachsen ist (Lathronympha). Ge-
wohnlich ist er ziemlich kurz, bei Balbis dagegen lang und stark. Der Gnathos
ist in der Regel ganz schwach, membranös, bindenartig, bisweilen mit einer
stärker sklerotisierten, das Analrohr unterstützenden Mittelplatte. Aedoeagus
verschiedenartig gestaltet, mit leicht verlierbaren oder ganz ohne Cornuti, manch-
mal mit einigen solchen, die fest mit der Vesica verwachsen sind.
Die weiblichen Genitalien sind ziemlich einfach gebaut. Die Lamellae vaginales
um das Ostium bursae meistens entwickelt, obwohl gewöhnlich nur schwach
sklerotisiert. Vor dem Ostium bursae liegt in der Regel eine mehr oder weniger
breite Ventralplatte. Die Bursa copulatrix ist membranös, bisweilen leicht skulptu-
riert. Die Sklerotisierung tritt öfters im Ductus bursae und seinem Antrum auf,
seltener auf der Cervix bursae. Colliculi und Cestum werden nur ausnahmsweise
beobachtet (neue Gattungen Collicularia und Diamphidia). Gewöhnlich zwei
dornförmige Signa, seltener (Dichrorampha, Ricula) eins. Bei Enarmonia sieht
das Signum wie eine der Länge nach etwas gebogene Platte aus.
Was die Phylogenie der Tribus Laspeyresiini betrifft, so schliesse ich mich der
Ansicht von DIAKONOFF (1953) an, der diese Gruppe als die primitivste unter
den Olethreutinae bezeichnet. Der generalisierte Genitaltypus dieser Tribus und
ihr Hinterflügelgeäder mit den parallelen Adern M, und M, und einer Tendenz
der Adern R und M, weit auseinander zu stehen, alles dies spricht für die
238 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (10)
Primitivität der Laspeyresiini. Es ist ganz unmöglich mit HEINRICH (1926) ein-
verstanden zu sein, der die Tribus Olethreutini als die primitivste ansprach und
die Laspeyresiini und Eucosmini von dieser ableitete. Man kann hoffen, dass unter
den tropischen Formen weitere Mitglieder der Olethreutinae entdeckt werden, die
unsere Ansicht bezüglich der Phylogenie der Laspeyresiini bestätigen.
Es ist schwer, eine scharfe Grenze zwischen den Laspeyresiini und Eucosmini zu
ziehen, da manche Laspeyresiini-Gattungen (Cryptophlebia, Ecdytolopha, Enarmo-
nia) einen Uebergangscharakter zwischen diesen beiden Tribus aufweisen. Da
aber die gesamten Merkmale der gegenwärtig als Laspeyresiini aufgefassten
Gruppe sie von den Eucosmini doch unterscheiden, halte ich es für zweckmässig
diese beide Tribus voneinander zu trennen.
Die Tribus Laspeyresiini ist in allen faunistischen Gebieten vertreten, aber die
Angaben über die tropischen Gattungen und Arten sind vorläufig noch sehr
gering und morphologisch sind diese meistens nicht revidiert.
59. Gattung Dichrorampha Gn., 1845
Lecto-Genotypus: Grapholitha plumbagana Tr., 1830 (FERNALD, 1908, Gen. Tortr., p. 33).
Phalaena Tortrix (part.) LINNÉ, 1758; Syst. Nat., ed. 10, p. 530.
Phalaena Tinea (part.) LINNÉ, 1758, op. cit., p. 534.
Pyralis (part.) FABRICIUS, 1787, Mant. Ins., vol. 2, p. 224.
Tortrix (part.) HAWORTH, 1811, Lep. Brit., p. 394.
Olethreutes (part.) HUBNER, 1822, Syst.-alph. Verz., p. 62.
Hemimene (part.) HUBNER, 1825, Verz. bek. Schm., p. 378.
Pseudotomia (part.) STEPHENS, 1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 2, p. 175.
Grapholita (part.) TREITSCHKE, 1829, Schm. Eur., vol. 7, p. 232.
Grapholitha (part.) TREITSCHKE, 1830, op. cit, vol. 8, p. 203.
Heusimene (part.) STEPHENS, 1834, Ill. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 96.
Ephippiphora (part.) DUPONCHEL, 1835, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 304.
Semasia (part.) Woop, 1839, Ind. Ent, p. 145.
Coccyx (part.) DUPONCHEL, 1843, Hist. Nat. Lép. France, Suppl., vol. 4, p. 417.
Stictea (part.) GUENÉE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 161.
Dichrorampha GUENEE, 1845, ibid., p. 185.
Selania (part.) STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim. B.M., pars 10, p. 57.
? Cydia (part.) STEPHENS, 1852, op. cit., p. 93.
Dicrorampha (err. typogr.) WESTWOOD, 1854, Woop's Ind. Ent., ed. 2, p. 274.
Sericoris (non Tr.) LAHARPE, 1855, Nouv. Mém. Soc. Helv. Sci. Nat., vol. 14, p. 63.
Phthoroblastis (part.) LEDERER, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 370.
Lipoptycha LEDERER, 1859, ibid., p. 370. Lecto-Genotypus: Coccyx bugnionana Dup.,
1843 (Busck, 1906, Proc. Biol. Soc. Washington, vol. 19, p. 175).
Endopisa (part.) ‘STAINTON, 1859, Man. Brit. Butt. & Moths, vol. 2, p. 250.
Halonota (non Stph.) CLEMENS, 1860, Proc. Acad. Nat. Sci. Philadelphia, p. 351.
Phtoroblastis (part.) WOCKE, 1861, Stgr.-Wck. Cat. Lep. Eur., p. 104.
Enarmonia (part.) KEARFOTT, 1907, Trans. Amer. Ent. Soc., vol. 33, p. 65.
Laspeyresia (part.) BARNES & MCDUNNOUGH, 1917, Check List Lep. Boreal Amer., p. 174.
Hemene, Hememe (ert. typogr.) PIERCE & METCALFE, 1935, Genit. Brit. Tin, t. 67.
Lipoptychodes OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Miinchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 60. Genotypus
(designatus): Coccyx bugnionana Dup., 1843.
Dichroramphodes OBRAZTSOV, 1953, ibid., p. 77. Genotypus (designatus): Dichrorampha
(Dichroramphodes) guenéeana Obr., 1953.
Kopf (Abb. 5) rauh beschuppt, mit einem nach vorn hervortretenden Schopf;
Stirn anliegend beschuppt. Fühler mit glatter Beschuppung, fein bewimpert.
(11) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 239
Gattung Dichrorampha Gn.: D. (Dichrorampha) plumbagana (Tr.) Abb. 5: Männchen,
Kopf. Abb. 6: idem, Geäder. Abb. 7: Männliche Genitalien, Präparat No. M. 361, Speyer,
Pfalz; Z.S.M. Abb. 8: Weibliche Genitalien, Priparat No. M. 517, Deutschland; Z.S.M.
240 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (12)
Labialpalpen länger als der Kopf, nach vorn gestreckt, stark durch Schuppen
erweitert; Terminalglied ziemlich lang, gewöhnlich in der Beschuppung des 2.
Gliedes versteckt. Saugrüssel entwickelt. Brust ohne Hinterschopf. Hintertibien
gewöhnlich glatt, bei den Männchen bisweilen ziemlich lang an der oberen Kante
behaart.
Vorderflügel (Abb. 6) glatt beschuppt, mehr oder weniger dreieckig; Costa
gebogen; Apex abgerundet; Termen gegenüber der Ader M, leicht eingezogen;
Tornus breit gerundet; Dorsum leicht gebaucht bis fast gerade. Männchen öfters
mit Costalumschlag und einem verborgenen Haarpinsel unter diesem. 12 Adern,
alle getrennt; S fast gerade; R, entspringt vor, von oder etwas hinter der Mitte
der Mittelzelle; R, etwa bei vier Fünftel der Mittelzelle, näher zu Rg; diese
näher zu R, als zu Ro; Ry führt in die Costa, R; in das Termen unterhalb des
Apex; die obere Innenader (wenn vorhanden) entspringt zwischen R, und Ro,
die untere fehlt gewöhnlich; Ms, M; und Cu, gleich weit auseinander gestellt,
auch am Termen; Cu, entspringt aus dem unteren Winkel, Cu, etwa bei zwei
Drittel der Mittelzelle; A, undeutlich in ihrem mittleren Teil; Basalgabel der
Ader A, ı 3 etwa ein Viertel so lang wie die ganze Ader.
Hinterflügel (Abb. 6) so breit oder etwas breiter als die Vorderflügel; Costa
leicht gebogen; Apex abgerundet, manchmal leicht hervortretend; Termen
dementsprechend gerade oder unterhalb des Apex leicht eingezogen; Tornus
samt Dorsum breit gerundet, das letztere öfters eine Strecke fast flach. 8 Adern;
S gerade oder leicht gebogen; R und M, auseinander gestellt, subparallel; M, und
M; fast parallel, an der Basis zueinander etwas näher als am Termen; M; und
Cu, entspringen aus einem Punkt am unteren Winkel der Mittelzelle, oder sie
sind gestielt; Cu, entspringt etwa bei zwei Drittel der Mittelzelle; Cubitus behaart.
Männliche Genitalien (Abb. 7, 9, 11—23). Tegumen bandartig, breiter oder
schmäler, caudal mit einem mehr oder weniger entwickelten Höckerchen; Pedun-
culi schmal. Valva länglich; äussere Oberfläche glatt; Basalaushöhlung gross;
Cucullus stets wohl entwickelt, dicht mit Borsten, an der Corona mit Stacheln
besetzt, verschiedenartig gestaltet, entweder rundlich oder mehr oder weniger nach
oben oder nach unten ausgedehnt, bisweilen mit plattenartigen Erweiterungen
am äusseren und (oder) unteren Rand, oder mit allerlei Auswiichsen; vom Sac-
culus ist er durch eine mehr oder weniger tiefe Einbuchtung des unteren Valven-
randes getrennt, weshalb zwischen ihm und dem basalen Valventeil ein ,,Halschen”
entsteht; Sacculus wohl entwickelt, weich beborstet; Processus basalis klein, frei,
stets vorhanden. Keine Uncus und Socii; Gnathos bandartig, membranös. Anellus
typisch „olethreutoid’’; Caulis mehr oder weniger erweitert, bisweilen mit lateralen
Lobae anelli (Abb. 9, 16; al.). Aedoeagus mehr oder weniger lang, bisweilen
sogar ziemlich kurz, verschiedenartig stark gebogen, öfters mit Zähnchen an der
Oberfläche; Coecum penis gewöhnlich wenig auffallend, abgerundet; Cornuti
bilden einen Bündel leicht verlierbarer, manchmal artlich verschiedener Stacheln.
Weibliche Genitalien (Abb. 8, 10). Papillae anales länglich, weich; Apophyses
posteriores länger als die Papillae anales, aber kürzer als die Apophyses anteriores,
die mässig bis ziemlich lang sind. Ostium bursae liegt intersegmental, gleich nach
dem Postsegmentalrand des 7. Sternits oder etwas caudal von diesem: Lamella
antevaginalis bedeckt manchmal den äusseren Teil des Antrum; sie ist bisweilen
(13) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 241
Genitalien der Dichrorampha-Arten. Abb. 9: D. (Paralipoptycha) plumbana (Sc.), Männ-
chen, Präparat No. M. 371, München, Oberbayern; Z.S.M. Abb. 10: D. (P.) aeratana (P.
& M.), Weibchen, Priparat No. M. 303, Lochhauser Sandberg bei München, Oberbayern;
Z.S.M. (Beide Abbildungen nach OBRAZTSOV, 1953). al. — Lobae anelli; 4 — Lamella
postvaginalis.
lateral fortgesetzt und mit der Lamella postvaginalis verwachsen, oder fehlt; die
Lamella postvaginalis ist öfters nur schwach sklerotisiert (Abb. 10; 4), nicht sel-
ten sparlich weich beborstet; Ventralplatte verschiedenartig, artlich konstant ge-
staltet. Ductus bursae schmal, mässig bis ziemlich lang; Antrum etwas erweitert
und gewöhnlich ziemlich stark sklerotisiert; Cervix bursae verschiedenartig lang,
bei einem längeren Ductus bursae kürzer, bei einem kürzeren länger, aber stets
breiter als dieser und an der dem Ductus seminalis entgegengesetzt liegenden Seite
öfters leicht sklerotisiert. Corpus bursae rundlich oder mit einem leicht zugespitz-
ten Fundus; Signum ein einziger Dorn.
Die meisten Dichrorampha-Arten (alle Vertreter der palaearktischen Fauna)
sind gewöhnlich sogleich von den meisten Laspeyresiini durch sehr typische
schwarze Randpünktchen längs dem Vorderflügeltermen unterschieden, die nur
bei manchen amerikanischen Arten fehlen oder kaum erkennbar sind. Eine Spiegel-
stelle fehlt den Dichrorampha-Arten in der Regel vollständig; falls eine solche
doch leicht angedeutet ist, enthält sie keine schwarze Strichelchen und ist höch-
stens nur leicht dunkel schattiert.
Die Vorderflügelfärbung wird durch eine starke Beimischung von gelben
Schuppen charakterisiert, die öfters regelmissige Querreihen bilden. Sehr oft tritt
ein mehr oder weniger scharf abgegrenzter leichter Vorderflügeldorsalfleck auf,
der an den Seiten gewöhnlich durch verdunkelte Anlagen des Grundes begleitet
wird. Oefters entsenden die Zwischenräume der dunklen oder sogar schwarzen
Costalhaken der Vorderflügel Bleilinien, von denen manche das Termen und das
Dorsum erreichen. Aehnliche Bleianlagen treten bisweilen auch an anderen Flügel-
teilen auf. Bei mehreren Arten liegt an dem eingezogenen Termenteil unterhalb
des Vorderflügelapex ein heller Augenfleck.
Nur in verhältnismässig wenigen Fällen reichen die äusseren Färbungsmerk-
male für eine genaue Artdiagnose aus. Deshalb haben bei den Dichrorampha-
Arten die Genitalien einen besonders hohen diagnostischen Wert, auch bei den
Weibchen. Bei den Männchen sind in dieser Hinsicht die Valvae besonders wich-
242 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (14)
Männliche Genitalien der Dichrorampha-Arten (nach OBRAZTSOV, 1953). Abb. 11: D.
(Dichrorampha) petiverella (L.), Präparat No. M. 395, Speyer, Pfalz. Abb. 12: D. (D.)
incognitana (Kremky & Masl.), Präparat No. M. 392, Thalhaus, Baden. Abb. 13: D. (L-
poptycha) cacaleana (HS.), Priparat No. M. 412, Hirschbachtal, Oberbayern. Abb. 14: D.
(L.) podoliensis (Toll), linke Valva, Priparat No. M. 271, Regensburg, Oberpfalz. Abb. 15:
D. (Dichroramphodes) guenéeana Obr., Präparat No. M. 390, ? Patria. Abb. 16: D. (Para-
lipoptycha) eidmanni Obr., Präparat No. M. 579, Volkmarshausen, Hannover; Typus. Abb.
17: idem, Valva mit einem normal liegenden Cucullus. (Alle Priparate in der Z.S.M.).
al. — Lobae anelli; ew — Cucullus.
tig, sowie der Aedoeagus, bei den Weibchen das Gebiet des Ostium bursae.
Trotz grosser Formmannigfaltigkeit der verschiedenen morphologischen Struk-
turen wie der Flügel, des Costalumschlages und der Genitalien, zeigen die Dichro-
rampha-Arten doch eine nahe Verwandtschaft zueinander, die eine Spaltung dieser
Gruppe in kleinere Gattungen unmöglich macht. LEDERER (1859) gründete seine
Klassifikation der Dichrorampha-Arten auf das Vorhandensein oder Nichtvorhan-
densein des Costalumschlages bei den Männchen, und trennte die umschlaglose
Gruppe als Untergattung Lipoptycha Ld. ab. Diese systematische Gliederung blieb
für längere Zeit bestehen, und manche der späteren Autoren legten den beiden
Gruppen einen generischen Wert bei. Busck (1906) ignorierte dagegen den
Costalumschlag als taxonomisches Merkmal und unterschied zwischen Dichroram-
pha und Lipoptycha auf Grund anderer Merkmale. Er berücksichtigte die relative
Breite der Vorderflügelteile ober- und unterhalb der Medianader, den verschie-
denen Abstand zwischen den Vorderflügeladern Ry, Rg und Ry, den Absteigungs-
grad des Vorderfliigeltermens von der Costa (60° oder weniger), die relative
Lange des Hinterflügelcostalrandes im Verhältnis zu dem Vorderflügeldorsum,
(15) N. S. OBRAZTSOV: Die Gartungen der palaearktischen Tortricidae II 243
und die Labialpalpenfarbe. HEINRICH (1926) kritisierte diese Klassifikation und
zeigte, dass die erwihnten Merkmale zu denen des Genitalapparates in einem deut-
lichen Widerspruch stehen und keine Basis für eine natürliche Klassifikation der
Gattung bieten. Er fand überhaupt keine Möglichkeit einer generischen Abtren-
nung der Lipoptycha von Dichrorampha oder ihrer Absonderung als einer Unter-
gattung zuzustimmen, und schlug vor, die nearktischen Dichrorampha-Arten in
zwei Gruppen (mit und ohne einen Costalumschlag) aufzuteilen, die er unbe-
nannt liess. Diese beiden Gruppen bewertete HEINRICH als die anscheinend na-
turlichsten für die Gruppierung der nordamerikanischen Dichrorampha-Atten.
In meiner vorläufigen Revision der palaearktischen Vertreter dieser Gattung
(OBRAZTSOV, 1953) fand ich es zweckmässig, Dichrorampha in vier Untergat-
tungen aufzuteilen. Diese meine Klassifikation gründete ich auf die männlichen
Genitalmerkmale in Kombination mit der Entwicklung eines Vorderflügelcostal-
umschlages bei den Männchen. Nachstehend folge ich dieser Klassifikation, die
sich auch bei einer Revision der nearktischen Arten rechtfertigte. Es erwies sich
als notwendig, manche nomenklatorische Aenderungen im Vergleich zu den vor-
maligen Untergattungsnamen vorzunehmen, da ich bei der Benutzung der Arbei-
Männliche Genitalien der Dichrorampha-Arten (nach OBRAZTSOV, 1953). Abb. 18: D.
(Dichrorampha) cacuminana (Thom.), Präparat No. M. 339, Gurgl, Tirol. Abb. 19: D.
(D.) montanana (Dup.), Präparat No. M. 336, Oberdorf, Allgäu. Abb. 20: D. (D.) ligu-
lana (HS.), Präparat No. M. 360, Franzenshöhe, Südtirol. Abb. 21: D. (D.) sequana
(Hw.), Präparat No. M. 408, Speyer, Pfalz. Abb. 22: D. (D.) senectana pseudocinerosana
ssp. nova, Präparat No. M. 348, Charlottenhof, Estland; Typus. Abb. 23: D. (Lipoptycha)
klimeschi Obr., Präparat aus der Sammlung J. KLIMESCH, Altipiano Montasio, Norditalien;
Typus. (Präparate zu den Abbildungen 18 bis 22 in der Z.S.M.).
244 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (16)
ten von HEINRICH (1926) und FLETCHER (1929) übersah, dass bei diesen Auto-
ren die Bezeichnung der Art plumbana Sc. als Genotypus der Lipoptycha Ld.
falsch ist.
Kürzlich hat Torr (1955) mitgeteilt, dass die Lobae anelli, die die Basis meiner
Dichrorampha-Klassifikation bilden, bei D. gwenéeana Obr. individuell etwas
variieren und in der Grösse veränderlich sind. „Da die anderen Arten des Sub-
genus Dichroramphodes dieses Merkmal nicht aufweisen,” schreibt Torr, „und
ihre Anellus Lobus immer konstant erscheinen, wäre es vielleicht am Platze, ein
besonderes, fünftes Subgenus für diese Art aufzustellen. Der stark von den übri-
gen Arten des Subgenus abweichende Bau des Cucullus im männlichen Genital-
apparat spricht gleichfalls sehr dafür.” Die Aufstellung einer neuen Untergattung
für gueneeana scheint mir dagegen ganz überflüssig zu sein, da die Variabilität
der Lobae anelli durchaus noch kein neues Merkmal darstellt. Was die abweichen-
de Valvenform betrifft, so bin ich sehr gegen eine Verwendung dieses Merkmales
für die Dichrorampha-Klassifikation, da dies zu einer unnötigen und künstlichen
Zersplitterung der Gattung führen kann. Die Valvenform variiert stark, nicht nur
in der Untergattung Dichroramphodes, sondern auch bei den anderen Dichro-
rampha-Untergattungen.
Die von mir anerkannten Untergattungen unterscheiden sich voneinander wie
folgt:
1 (4). Lobae anelli fehlen.
2I(G)MorderfluselidesfMannchensimitCostalumschla SR Re ze ee
CO n Untergattung Dichrorampha Gn.
(Lectotypus: Grapholitha plumbagana Tr., 1830).
SI) WVordertiucelides MännchenstonhnenCostalumsch ia RR
TI nee TO te eA A on EN Untergattung Lipoptycha Ld.
(= Lipoptychodes Obr.; Lectotypus: Coccyx bugnionana Dup., 1843)
4 (1). Lobae anelli vorhanden.
51.6) Vordertiucel deseMannehens jmit Costalumschla See eee eee eee
RI i og ORARI ro EE: Untergattung Dichroramphodes Obr.
(Typus: Dichrorampha (Dichroramphodes) guenéeana Obr., 1953)
Gi), VordertlugelldessiMannchens ohne @ostalumschlaezer peers eno
eel A Fa ty EUR lenta LET PT Untergattung Paralipoptycha nom.
nov. (= Lipoptycha Heinr., non Ld.; Lectotypus: Phalaena plumbana Sc.,
1763).
GUENEE (1845) gab keine Erläuterung der Ableitung des von ihm vorgeschla-
genen Gattungsnamens Dichrorampha. Man kann glauben, dass dieser aus zwei
griechischen Wörtern zusammengesetzt wurde: dix000s, zweifarbig und óáugos,
gebogener Schnabel. Die letztere Komponent ist sächlichen Geschlechtes und
der Gattungsname Dichrorampha muss deshalb auch als sächlich behandelt
werden. Es ist aber durchaus möglich, dass der Terminalteil des Gattungsnamens
von óaupij, gebogenes Messer, abgeleitet wurde. Dann ist der Gattungsname
weiblich. In beiden Fallen muss man ihn richtig als Dichrorhampha schreiben, da
es um die Buchstabe „5” handelt, welche lateinisch als ,,rh” transkribiert wird.
(17) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae Il 245
Eine endgiiltige Entscheidung über diese Frage überlasse ich der Internationalen
Kommission für die Zoologische Nomenklatur.
Biologisch ist die Gattung Dichrorampha deshalb interessant, weil die Raupen
aller bezüglich ihrer Lebensweise bekannt gewordenen Arten ausschliesslich in
Wurzeln und Schlösslingen verschiedener Compositen-Arten leben. Die Gattung
ist in der Holarktischen und zum Teil auch in der Neotropischen und Orienta-
lischen Region verbreitet. Aus der Aethiopischen Region ist nur eine einzige
Dichrorampha-Art (D. undosa Diak.) von Réunion bekannt.
KATALOG DER PALAEARKTISCHEN DICHRORAMPHA-ARTEN
Sg. Dichrorampha Gn., 1845
D. (D.) petiverella (L.)*
petiverella LINNÉ, 1758, Syst. Nat., ed. 10, p. 540 (Phalaena Tinea); montana
[?Scororr, 1763, Ent. Carn., p. 236 (Phalaena)} (part.) SCHIFFERMILLER & DENIS,
1776, Syst. Verz. Schm. Wien. Geg., p. 127 (Phalaena Tortrix); ? jaquiniana SCHIE-
FERMILLER & DENIS, 1776, op. cit., p. 132 (Phalaena Tortrix); ? iaquiniana FABRICIUS,
1787, Mant. Ins., vol. 2, p. 229 (Pyralis); ? jacquiniana GMELIN, 1788, Syst. Nat.,
ed. 13, vol. 1, p. 2511 (Phalaena Tortrix); petiverana HAWORTH, 1811, Lep. Brit, p.
445 (Tortrix); ? stelliferana CURTIS, 1831, Brit. Ent., expl. t. 352 (Carpocapsa);
? lunulana Woop, 1839, Ind. Ent., p. 139, t. 31 fig. 920 (Pseudotomia); ? sequana
(part.) STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim. B. M., pars 10, p. 58 (Dichrorampha);
petiverellum AMSEL, 1926, Dtsche Ent. Z., p. 300 (Dichrorampha). — KENNEL, 1921,
p. 624, t. 23 fig. 23 (9); PIERCE & METCALFE, 1922, p. 94, t. 33 ( 4 © -Genitalien);
KREMKY & MASLOWSKI, 1933, p. 65, t. 14 fig. 1—3 ( 4 9), t. 15 fig. 17—23 (& 9-
Genitalien); BENANDER, 1939, p. 127, t. 1 fig. 2 ( 4 -Genitalien); 1950, t. 9 fig. 19
(Vorderflügel), text figs. 2h (Geäder), 13g (4 -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p.
17, fig. 4 ( 4 -Genitalien); diese Arbeit, Abb. 11 ( ¢ -Genitalien); TOLL, 1956, p. 22,
t. 1 fig. 1 (Geäder), 9—11 (Cornuti), t. 2 fig. B/7, C/1—3 (Falter), t. 6 fig. 14—
17 ( 4-Genitalien), t. 9 fig. 54 ( © -Genitalien). — Europa; England; Kleinasien.
ab. slavana CARADJA, 1916, Iris, vol. 30, p. 72 (Dichrorampha).
D. (D.) proxima (Danil.)*
proxima DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 68, fig. 1—2 (4 9-Geni-
talien) (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 20. — Nordkaukasus; Armenien.
D. (?D.) filipjevi (Danil.)*
filipjevi DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 69, fig. 4 (9 -Genitalien)
(Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 20. — Westtranskaukasien.
D. (D.) alpinana (Tr.)* (1)
jaquiniana (non Schiff.) HAWORTH, 1811, Lep. Brit, p. 444 (Tortrix); alpinana
TREITSCHKE, 1830, Schm. Eur., vol. 8, p. 230 (Grapholitha); ? politana (patt.)
STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim. B. M., pars 10, p. 58 (Dichrorampha); quaestio-
nana (non Z.) RAGONOT, 1894, Ann. Soc. Ent. France, vol. 63, p. 224 (Dichrorampha) ;
flavidorsana (non Knaggs) STANGE, 1900, Pyr. Tortr. etc. Umgeb. Friedland, vol. 2, p.
43 (Dichrorampha); questionana (non Z.) DRENOWSKI, 1910, Z. wiss. Ins.biol., vol. 6,
p. 84 (Dichrorampha); petiverella (part.) KENNEL, 1921, Pal. Tortr., p. 623, fig. 34a
( 4 -Genitalien) (Hemimene); quaestonana (err. typogr.) KENNEL, 1921, op. cit, t.
23 fig. 27-28 ( 4 2) (Hemimene). — PIERCE & METCALFE, 1922, p. 94, t. 33 ( 4-
Genitalien); 1935, p. 114, t. 67 ( 9 -Genitalien); KREMKY & MASLOWSKI, 1933, p. 68,
t. 14 fig. 4—5 (& 9), t. 15 fig. 24 ( @)-Genitalien); BENANDER, 1939, p. 128, t. 1
246
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (18)
fig. 3 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 142, text fig. 13h ( 4 -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953,
p. 21, fig. 5 ( 4 -Genitalien); TOLL, 1955, p. 516—517, fig. 2 ( 9 -Genitalien); 1956,
p. 18, t. 2 fig. B/1—2 ( 4 9), t. 5 fig. 10 ( 4 -Genitalien), t. 9 fig. 52 ( 9 -Genita-
lien). — Europa; England.
ab. questionana ZELLER, 1878, Stett. Ent. Ztg., vol. 39, p. 114 (Dichrorampha); fla-
vidorsana (non Knaggs) PIERCE & METCALFE, 1922, Genit. Brit. Tortr., p. 94 (Hemi-
mene); novickii PRÜFFER, 1923, Bull. Intern. Acad. Polon. Sci., ser. B, (1922), p. 283,
fig. (Dichrorampha); quaestionana KREMKY & MASLOWSKI, 1933, Ann. Mus. Zool.
Polon., vol. 10, p. 70, t. 14 fig. 6 (Hemimene). — KREMKY & MASLOWSKY, 1933, t. 16
fig. 25 ( © -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 22.
. (?D.) latiflavana Car.* (2)
latiflavana CARADJA, 1916, Iris, vol. 30, p. 72 (Dichrorampha); alpinana f. latiflava-
na OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 22 (Dichrorampha Dichro-
rampha), — TOLL, 1955, p. 516, fig. 1 ( 9 -Genitalien). Südostsibirien (Amur);
Mandschurei.
. (?D.) ambrosiana (Kenn. )*
ambrosiana KENNEL, 1919, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 8, (1917/18), p. 90, t. 3
fig. 25 (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 23. — Kentei-Gebirge.
. (D.) flavidorsana Knaggs* (1)
? petiverana (part.) TREITSCHKE, 1830, Schm. Eur., vol. 8, p. 228 (Grapholitha);
? jaquiniana (non Schiff.) WESTWOOD & HUMPHREYS, 1845, Brit. Moths, vol. 2, p.
124, t. 83, fig. 10 (Pseudotomia); flavidorsana KNAGGS, 1867, Ent. Ann., p. 148,
t. 1 fig. 5 (Dichrorampha); petiverella (part.) RAGONOT, 1894, Ann. Soc. Ent. France,
vol. 63, -p. 224 (Dichrorampha); alpinana (non Tr.) PIERCE & METCALFE, 1922, Genit.
Brit. Tortr., t. 33 (9-Genitalien) (Hemimene); ? sylvicolana (non Hein.) Rapp,
1936, Beitr. Fauna Thüringens, vol. 2, Microlep., p. 92 (Dichrorampha); flaviador-
sana (err. typogr.) OSTHELDER, 1939, Schm. Südbayerns, vol. 2, p. 106 (Dichroram-
pha); lavidorsana (err.) DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 70 (He-
mimene). — KENNEL, 1921, p. 625, text fig. 35 ( 4 -Genitalien), t. 23 fig. 25 (9);
KREMKY & MASLOWSKI, 1933, p. 72, t. 14 fig. 7—9 (& @), t. 16 fig. 26-29 (4 9-
Genitalien); PIERCE & METCALFE, 1935, p. 114, t. 67 (9 -Genitalien); BENANDER,
1939, p. 128, t. 1 fig. 1 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 143, t. 9 fig. 20 (Vorderflügel),
Textfig. 131 ( 4 -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 24, fig. 6 ( 4 -Genitalien), TOLL,
1956, p. 21, t. 2 fig. B/5—6 (Falter), t. 5 fig. 11—13 ( 4 -Genitalien), t. 9 fig. 53
( © -Genitalien). — Norid- und Mitteleuropa; England.
. (D.) tshimgana Obr.*
tshimgana OBRAZTSOV, 1949, Mitt. Miinchn. Ent. Ges., vol. 35—39, (1945/49), p. 207,
fig. 5 ( 4 -Genitalien) (Dichrorampha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 25. — Zentralasien
(West-Tianschan).
. (D.) dzhungarica (Danil.)*
dzhungarica DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 69, fig. 3 ( 4 -Genitalien)
(Hemimene). -— OBRAZTSOV, 1953, p. 25. -— Zentralasien (Transili-Alatau).
. (D.) plumbagana (Tr.)* (3)
? cinerana HÜBNER [1811—13, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 33 fig. 211; non bin.],
1822, Syst.-alph. Verz, p. 59 (Olethreutes); ? cinereana HUBNER, 1825, Verz. bek.
Schm., p. 381 (Laspeyresia); plumbagana TREITSCHKE, 1830, Schm. Eur., vol. 8, p.
218 (Grapholitha); strobilana (part.) DUPONCHEL, 1835, Hist. Nat. Lép. France, vol.
9, t. 250 fig. 4 (non bin.); salicetana PRITTWITZ, 1844, Stett. Ent. Ztg., vol. 5, p.
ds
N
(19) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae Il 2
421 (Tortrix); distinctana (part.) WOCKE, 1871, Stgr.-Wck. Cat. Lep. eur. Faun, p.
264, no. 1282 (Dichrorampha); subsequana WOCKE, 1871, op. cit., p. 264, no. 1284
(Dichrorampha); plumbaganac (err. typogr.) OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent.
Ges., vol. 43, p. 14, fig. 1 (Geäder) (Dichrorampha). — DUPONCHEL, 1843, p. 194,
t. 66 fig. 9 (Falter); HERRICH-SCHÄFFER, 1848, t. 41 fig. 289 (Falter); 1851, p. 260;
KENNEL, 1921, p. 632, t. 23 fig. 40 ( 9); PIERCE & METCALFE, 1922, p. 95, t. 33
( 4 2 -Genitalien); HEINRICH, 1926, p. 9, t. 4 fig. 28 ( 4 -Genitalien); BENANDER,
1939, p. 131, t. 2 fig. 9 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 144, text fig. 13p ( & -Genitalien);
WOLFF, 1949, p. 353, fig. 1 (1—4) (Falter), 2 (1—4) (4-Genitalien), 3 (9)
( 2 -Genitalien); 1955, p. 66, fig. 3 (‚2 -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 13, 25,
fig. 2 ( 4 -Genitalien), 3 ( 9 -Genitalien), 4 (Valva; nur die obere !); diese Arbeit,
Abb. 5—8 (Kopf, Geäder &:9 -Genitalien), Torr, 1955, p. 517, fig. 3 (4-
Genitalien), 4 ( 9 -Genitalien), 6 (Flügelschnitt); 1956, p. 14, t. 1 fig. 5—6
(Cornuti), t. 2 fig. A/1—3 (Falter), t. 5 fig. 3—6 ( 4 -Genitalien), t. 8 fig. 50
( 9 -Genitalien). — Europa; England; Kleinasien.
D. (?D.) typhlodes (Meyr.)
typhlodes MEYRICK, 1931, Exot. Micr., vol. 4, p. 142 (Hemimene). — OBRAZTSOV,
1953, p. 58. — Ostbulgarien.
D. (D.) obscuratana (Wolff)* (3)
[? tanacetana HERRICH-SCHÄFFER, 1863, Corr.bl. zool.-min. Ver. Regensburg, vol. 17,
p. 109; nom. nud. (non bin.)]; tanaceti (non 'Stt.) STANGE, 1900, Pyr. Tortr. etc.
Umgeb. Friedland, vol. 2, p. 43 (Dichrorampha); cinerosana (non HS.) WOLFF, 1949,
Ent. Meddels., vol. 25, p. 351, fig. 1 (5—8) (Falter) 2 (5—8) ( 4 -Genitalien),
3 (11—12) ( 9 -Genitalien) (Hemimene); obscuratana WOLFF, 1955, ibid., vol. 27, p.
67, fig. 4—8 ( 4 2 -Genitalien) (Hemimene). — KENNEL, 1921, p. 637, text fig. 36
( 4 -Genitalien), t. 23 fig. 47 (4) (als tanaceti); BENANDER, 1950, p. 144, texxt fig.
13k ( & -Genitalien); Torr, 1955, p. 517, fig. 3 ( 4 -Genitalien), 5 ( 9 -Genitalien),
7 (Flügelschnitt); 1956, p. 16, text fig. 1 (Cornuti), t. 2 fig. A/4—7 (Falter), t. 5
fig. 7—9 ( & -Genitalien), t. 8 fig. 51 ( 9 -Genitalien) (bei den beiden Autoren als
cinerosana); OBRAZTSOV, 1953, p. 25, fig. 7 (Valva; die untere Figur). — Dänemark;
Mecklenburg; Schweden; Finnland; Polen.
D. (D.) cinerosana (HS)* (4)
cinerosana HERRICH-SCHÄFFER, 1851, Syst., Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 255 (Gra-
pholitha) [1848, Tortr., t. 41 fig. 290; non bin.}; capillitana WERNEBURG, 1858, Stett.
Ent. Ztg., vol. 19, p. 156 (Tortrix); capillitiana |? SCOPOLI, 1763, Ent. Carn., p. 238
(Phalaena)} WERNEBURG, 1864, Beitr. Schm.kunde, vol. 1, p. 231 (Tortrix); plum-
bagana (part.) WOLFF, 1949, Ent. Meddels., vol. 25, p. 356, fig. 3 (10) ( 9 -Genita-
lien) (Hemimene); daedaleana (Stgr. in litt.) WOLFF, 1955, ibid., vol. 27, p. 66 (Hemi-
mene). (WOLFF, 1955, p. 66, fig. 1—2 (Falter), 9—11 ( 4 9 -Genitalien). — ? Mit-
teldeutschland (Braunschweig); Ungarn; Balkanländer; Kleinasien.
D. (?D.) eurychorana Rbl.
eurychorana REBEL, 1941, Königl. Naturwiss. Inst. Sofia, vol. 14, p. 2, fig. 1 (Dichro-
rampha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 29. — Mazedonien.
D. (D.) senectana Gn.* (4)
senectana GUENEE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 186 (Dichrorampha);
cinerosana (non HS.) MÜLLER-RUTZ, 1927, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 13, p. 511
(Hemimene). — KENNEL, 1921, p. 636, t. 23 fig. 46 ( & ); PIERCE & METCALFE, 1922,
p. 96, t. 34 ( 4 2 -Genitalien); BENANDER, 1939, p. 132, t. 2 fig. 10 ( 4 -Genitalien);
1950, p. 145, text fig. 130 ( & -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 29 (die Synonymie
248
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (20)
iste falschi!)/y TO LL 19550920: MOS EAP 28s) tas fie D/4 (Falter) Ae 20
( 4 -Genitalien). — Mittel- und Westeuropa; England; Skandinavien; Balkan; ? Zen-
tralasien (Kuldscha).
ssp. pseudocinerosana, ssp. nova; cinerosana (non HS.) OBRAZTSOV, 1953, Mitt.
Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 30, fig. 9 ( 4 -Genitalien) (Dichrorampha). — Diese
Arbeit, Abb. 22 ( 4 -Genitalien). Estland.
(D.) sequana (Hw.)*
sequana [HÜBNER, 1796—99, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 8 fig. 44; non bin.}
HAWORTH, 1811, Lep. Brit., p. 446 (Tortrix); brunnichiana (non L.) CHARPENTIER,
1821, Zinsler Wickler etc., p. 92 (Tortrix); petiverella (part.) STEPHENS, 1852, List
Spec. Brit. Anim. B. M., pars 10, p. 58 (Dichrorampha). — KENNEL, 1921, p. 624,
t. 23 fig. 22 (4); PIERCE « METCALFE, 1922, p. 96, t. 34 ( 4 9 -Genitalien); BE-
NANDER, 1939, p. 129, t. 1 fig. 6 ( & -Genitalien); 1950, p. 146, t. 9 fig. 24 (Vorder-
flügel), Textfig. 13t ( 4-Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 32, fig. 10 ( 4 -Genita-
lien); diese Arbeit, Abb. 21 ( 4 -Genitalien); ToLL, 1956, p. 29, t. 1 fig. 7 (Cor-
nuti), t. 3 fig. D/5—7 (Falter), t. 6 fig. 21 ( 4 -Genitalien), t. 9 fig. 57 ( 9 -Geni-
talien). — Europa; England; Armenien.
(D.) incognitana (Kremky & Masl.)* (5)
petiverella (part.) KENNEL, 1921, Pal. Tortr., p. 625, t. 23 fig. 24 ( 4 ) (Hemimene);
incognitana KREMKY & MASLOWSKI, 1933, Ann. Mus. Zool. Polon., vol. 10, p. 77,
t. 14 fig. 13—16 ( 4 9), t. 17 fig. 32 ( 4 -Genitalien; fig. 33 gehört zu gwenéeana)
(Hemimene). — BENANDER, 1939, p. 129, t. 1 fig. 5 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 144,
text fig. 13n ( 4 -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 28, fig. 8 ( 4 -Genitalien); diese
Arbeit, Abb. 12 ( & -Genitalien); Torr, 1955, p. 520, fig. 8 ( Q -Genitalien); 1956,
p. 26, t. 1 fig. 20 (Signum), t. 3 fig. D/1—3 (Falter)) t. 6 fig. 19 ( & -Genitalien),
t. 9 fig. 56 ( © -Genitalien). — Schweden; Dänemark; Südbayern; Polen; Ukraine; Bul-
garien.
(D.) gemellana (Z.)*
gemellana ZELLER, 1847, Isis, p. 732 (Grapholitha). — KENNEL, 1921, p. 627, t. 23
fig. 29 (9); OBRAZTSOV, 1953, p. 33, fig. 11 ( 4 -Genitalien). — Süditalien; Sizi-
lien; Sardinien; Korsika.
. (D.) heegerana (Dup.)*
heegerana DUPONCHEL, 1843, Hist. Nat. Lép. France, Suppl., vol. 4, p. 195, t. 66 fig.
10 (Ephippiphora); heegeriana GUENÉE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3,
p. 185 (Dichrorampha); hegeriana (err. typogr.) HERRICH-SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb.
Schm. Eur., vol. 4, p. 261 (Grapholitha). — KENNEL, 1921, p. 627, t. 23 fig. 30
(4); BENANDER, 1939, p. 130, t. 2 fig. 8 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 143, text fig.
13m ( & -Genitalien), t. 9 fig. 21 (Vorderflügel); OBRAZTSOV, 1953, p. 33, fig. 12
( 4 -Genitalien); TOLL, 1956, p. 31, text fig. 2 (Cornuti), t. 3 fig. E/1—2 (Falter),
t. 6 fig. 22—23 ( 4 -Genitalien), t. 10 fig. 58 (9 -Genitalien). — Schweden; Finn-
land; Ostbalticum; Polen; Ungarn; Österreich; Albanien; Frankreich.
. (D.) acuminatana (Z.)*
germarana (non Hb.) TREITSCHKE, 1835, Schm. Eur., vol. 10, pars 3, p. 116 (nur die
Diagnosis !) (Grapbolitha); caliginosana (non Tr.) DUPONCHEL, 1843, Hist. Nat. Lép.
France, Suppl., vol. 4, p. 156, t. 63 fig. 4a (Grapholitha); acuminatana ZELLER, 1846,
Isis, p. 255 (Grapholitha); graminana PEYERIMHOFF, 1870, Mitt. Schweiz. Ent. Ges.,
vol. 3, p. 414 (Dichrorampha); accuminatana (err. typogr.) OSTHELDER, 1939, Schm.
Südbayerns, vol. 2, p. 108 (Dichrorampha). — KENNEL, 1921, p. 633, t. 23 fig. 41
(2); PIERCE & METCALFE, 1922, p. 96, t. 34 ( 4 9 -Genitalien); BENANDER, 1939,
(21) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 249
p. 131, t. 2 fig. 11 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 145, t. 9 fig. 22 (Vorderflügel), text
fig. 13s ( £-Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 34, fig. 13 ( 4 -Genitalien); TOLL,
1956, p. 41, t. 4 fig. H/2—4 (Falter), t. 7 fig. 38 ( 4 -Genitalien), t. 11 fig. 65
( 2 -Genitalien). — Europa (? mit Ausnahme von Iberien); England; Kleinasien.
D. (D.) consortana Stph.* (6)
? fackiana SCHLÄGER, 1848, Ber. Lep. Tauschver. Jena, (1842—47), p. 189 (Grapho-
litha); consortana {DOUBLEDAY, 1850, Synon. List. Brit. Lep., p. 26; nom. nud.]
STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim. B. M., pars 10, p. 60, 100 (Dichrorampha);
agilana (part.) WOCKE, 1861, Stgr.-Wck. Cat. Lep. Eur., p. 104, no. 1119 (Dichro-
rampha); distinctana (non Hein.) BARRETT, 1882, Ent. Mo. Mag., vol. 18, p. 278
(Dichrorampha). — WILKINSON, 1859, p. 109; KENNEL, 1921, p. 635, t. 23 fig. 45
(Q ); PIERCE & METCALFE, 1922, p. 95, t. 33 ( 4 9 -Genitalien); MÜLLER-RUTZ, 1934,
PICS MS (alter): MOSTHELDER 1939, pi 107, CMS 51 CS) morn
1942, p. 169, t. 15 fig. 24—25 ( 4|9-Genitalien); 1956, p. 39, t. 4 fig. G/4—5
(Falter), t. 7 fig. 34—35 ( 4 -Genitalien), t. 10 fig. 62 ( 9 -Genitalien); OBRAZTSOV,
1953, p. 36, fig. 14 ( 4 -Genitalien). — Europa (? mit Ausnahme vom Südwesten);
England; Sibirien.
f. (?ssp.) alticolana MULLER-RUTZ, 1934, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 16, p. 125, t.
1 fig. 14 (Hemimene); consortana (non Stph.) MÜLLER-RUTZ, 1925, ibid., vol. 13, p.
430 (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 37; TOLL, 1956, p. 40, t. 4 fig. H/1
(Falter), t. 7 fig. 36 ( 4 -Genitalien). — Zermatt.
f. (?) balticana STRAND, 1917, Ent. Mitt., vol. 6, p. 308 (Hemimene). — OBRAZTSOV,
1953, p. 308. — Lettland.
ab. minorana OSTHELDER, 1939, Schm. Südbayerns, vol. 2, p. 108, t. 2 fig. 52 (Dichro-
rampha); distinctana (non Hein.) KENNEL, 1907, SPULER’s Schm. Eur., vol. 2, p. 287
(Dichrorampha); consortana (part.) MÜLLER-RUTZ, 1934, Mitt. Schweiz. Ent. Ges.,
vol. 16, p. 125, t. 1 fig. 15 (Hemimene). — KENNEL, 1921, p. 630, t. 23 fig. 34
(2; als distinctana); OBRAZTSOV, 1953, p. 37; TOLL, 1956, p. 40, t. 4 fig. G/6—7
(Balter) mt matie nsv Genitalien) StM orttie 632. 97-Genitalien).
D. (D.) cinerascens (Danil.)* (7)
cinerascens DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 72, fig. 7—8 (4 9-
Genitalien) (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 38; TOLL, 1955, p. 520; 1956, p.
38, t. 3 fig. F/7, t. 4 fig. G/1—3 (Falter), t. 7 fig. 33 ( 4 -Genitalien), t. 11 fig.
64 ( 2 -Genitalien). — Nordwestrussland; Estland; Polen; Ukraine; Deutschland; Öster-
reich.
D. (D.) simpliciana (Hw.)*
simpliciana HAWORTH, 1811, Lep. Brit, p. 444 (Tortrix); caliginosana TREITSCHKE,
1835, Schm. Eur., vol. 10, pars 3, p. 119, 257 (Grapholitha); atropurpurana (non
Hw.) Woop, 1839, Ind. Ent., p. 139, t. 31 fig. 924 (Pseudotomia); artemisiana
BENTLEY, 1844, The Zool., vol. 2, p. 774 (Tortrix); obscurana (non Stph.) WEST-
WOOD & HUMPHREYS, 1845, Brit. Moths, vol. 2, p. 125, t. 83 fig. 14 (Pseudotomia);
obsoletana WESTWOOD & HUMPHREYS, 1845, op. cit., p. 266 (Pseudotomia); politana
(part.) STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim. B. M., pars 10, p. 58 (Dichrorampha);
alpina (err. det. & typogr.) KENNEL, 1921, Pal. Tortr., p. 623, text fig. 34b ( 4-
Genitalien) (Hemimene); simplicana (err. typogr.) KENNEL, 1921, op. cit., t. 23
fig. 42 (9) (Hemimene). — KENNEL, 1921, p. 634; PIERCE & METCALFE, 1922, p.
95, t. 33 ( 4 2 -Genitalien); BENANDER, 1939, p. 131, t. 2 fig. 12 ( 4 -Genitalien);
1950, p. 145, t. 9 fig. 23 (Vorderflügel), text fig. 13j ( 4 -Genitalien); OBRAZTSOV,
1953, p. 39; TOLL, 1956, p. 33, t. 1 fig. 12—19 (Cornuti), t. 3 fig. E/5—7 (Falter),
t. 6 fig. 25—26 ( 4 -Genitalien), t. 10 fig. 59 ( © -Genitalien). — Europa; England:
Südostsibirien.
250
D.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (22)
f. (?ssp.) heuseriana OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 40, fig.
15 ( 4 -Genitalien) (Dichrorampha). — Pfalz.
. (2D.) cancellatana Kenn.* (8)
cancellatana KENNEL, 1901, Iris, vol. 13, (1900), p. 303 (Dichrorampha). — KENNEL,
1921, p. 628, t. 23 fig. 31 (9); OBRAZTSOV, 1953, p. 48; diese Arbeit, Abb. 24. —
Südostsibirien.
. (D.) unicolor (Danil.)*
unicolor DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 74, fig. 11—12 ( 4 2 -Geni-
talien) (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 41. — Daghestan.
. (D.) coniana Obr.*
coniana OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 41, fig. 16 (&-
Genitalien) (Dichrorampha). — Kleinasien.
. (D.) caucasica (Danil.)*
caucasica DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 73, fig. 9—10 (& © -Geni-
talien) (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 43. — Kaukasus; Transkaukasien.
. (D.) harpeana Frey*
harpeana FREY, 1870, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 3, p. 246 (Dichrorampha). —
KENNEL MOI PS 6323 fie 36, CA )ELOBRAZISOVN 1953, PR a3 NEI (E
Genitalien). — Schweiz; Tirol; Hohe Pyrenäen.
(D.) forsteri Obr.*
forsteri OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges, vol. 43, p. 44, fig. 18 (&-
Genitalien) (Dichrorampha). — Bayerische Alpen.
(D.) pseudoalpestrana (Danil.)*
alpestrana (non HS.) STAINTON, 1871, Ent. Ann., p. 6 (Dichrorampha); ? montico-
lana (non Dup.) SNELLEN, 1882, Vlind. Nederl., Microlep., p. 400 (Dichrorampha);
bseudoalpestrana (nom. subst.) DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 81
(Hemimene); ? sylvicolana (non Hein.) DANILEVSKY, 1948, l.c. (Hemimene). — KEN-
NEL, 1921, p. 628, t. 23 fig. 32 ( ® ); PIERCE « METCALFE, 1922, p. 95, t. 33 (4 2-
Genitalien); BENANDER, 1939, p. 130; 1950, p. 143, t. 9 fig. 26 (Vorderfligel),
text fig. 13r ( 4 -Genitalien) (bei allen drei Autoren als alpestrana); OBRAZTSOV, 1953,
p. 46, fig. 19 ( 4 -Genitalien). — Schweden; Dänemark; England.
. (D.) ligulana (HS.)*
ligulana HERRICH-SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 260 (Grapholi-
tha [1848, Tortr., t. 39 fig. 279; non bin.}; plustana STAUDINGER, 1871, Berl. Ent.
Z., vol. 14, (1870), p. 284 (Dichrorampha). — KENNEL, 1921, p. 630, t. 23 fig. 35;
OBRAZTSOV, 1953, p. 49, fig. 20 ( 4 -Genitalien); diese Arbeit, Abb. 20 ( 4 -Genita-
lien). — Schweiz; Savoyen; Norditalien; Tirol; Balkan.
ab. obliterana MULLER-RUTZ, 1934, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 16, p. 127 (He-
mimene).
(?D.) lasithicana Rbl.
lasithicana REBEL, 1916, Ann. Naturhist. Hofmus. Wien, vol. 30, p. 156, t. 4 fig. 10
(Dichrorampha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 52. — Kreta.
(23) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae Il 251
D. (D.) thaeticana Frey*
rhaeticana FREY, 1870, Mitt. Schweiz. Ent. Ges. vol. 3, p. 247 (Dichrorampha),
chavanneana (non Lah.) KENNEL, 1907, SPULER’s Schm. Eur. vol. 2, p. 287 (Dichro-
rampha). — KENNEL, 1921, p. 631, t. 23 fig. 37 (4; als rbaeticana), p. 632, t. 23
fig. 38—39 ( 4 9 ; als chavanneana); OBRAZTSOV, 1953, p. 52, fig. 21 ( 4 -Genitalien).
— Schwerz.
D. (?D.) rilana Dren.
rilana DRENOWSKI, 1909, Ent. Rundsch., vol. 26, p. 26 (Dichrorampha). — OBRAZ-
TSOV, 1953, p. 50. — Bulgarien (Rila-Gebirge).
D. (D.) cacuminana (Thom.)*
cacuminana THOMANN, 1926, Jahresber. Naturf. Ges. Graubiinden, neue Serie, vol. 64,
(1925/26), p. 164, t. 2 fig. 6-7 (Hemimene); [MÜLLER-RUTZ, 1925, Mitt. Schweiz.
Ent. Ges., vol. 13, p. 430; nom. nud.}. — OBRAZTSOV, 1953, p. 54, fig. 22 (&-
Genitalien); diese Arbeit, Abb. 18 ( 4 -Genitalien). — Schweiz; Tirol.
D. (D.) montanana (Dup.)* 9)
montanana DUPONCHEL, 1843, Hist. Nat. Lép. France, Suppl., vol. 4, p. 413, t. 83 fig.
7 (Ephippiphora); alpestrana |? FRÖLICH, 1828, Enum. Tortr. Wiirt., p. 81 (Tortrix);
ANONYM (?ZELLER), 1843, in: BISCHOFF, Stett. Ent. Ztg., vol. 4, p. 144], HERRICH-
SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 260 (Grapholitha); SYNON. Nov.:
tanaceti STAINTON, 1857, Ent. Ann., p. 101 (Dichrorampha); subsequana (non Hw.)
LEDERER, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 369 (Dichrorampha); monticolana (non
Dup.) HEINEMANN, 1863, Schm. Dtschl. & Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1, p. 235
(Dichrorampha); plumbagana (part.) WOCKE, 1871, Stgr.-Wck. Cat. Lep. eur. Faun.,
p. 264, no. 1283 (Dichrorampha); SYNON. Nov.: herbosana BARRETT, 1872, Ent. Mo.
Mag., vol. 9, p. 27 (Dichrorampha); ? saturnana (patt.) BARRETT, 1885, ibid., vol. 22,
p. 2 (Dichrorampha); SYNON. Nov.: ? blasiana KENNEL, 1919, Mitt. Miinchn. Ent.
Ges., vol. 8, (1917/18), p. 89, t. 3 fig. 23—24 (Hemimene); SYNON. Nov.: mode-
stana MULLER-RUTZ, 1922, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 13, p. 231 (Hemimene). —
PIERCE & METCALFE, 1922, p. 95, t. 33 (als tanaceti; nur die & -Genitalien); MÜLLER-
Rutz, 1934, p. 125, t. 1 fig. 13 ( 4-Genitalien; als modestana); OBRAZTSOV, 1953,
p. 47, 57, fig. 24 ( 4 -Genitalien; als montanana); p. 56, fig. 23 ( 4 -Genitalien; als
tanaceti); TOLL, 1956, p. 44, t. 4 fig. K/1—3 (Falter), t. 7 fig. 39—42 ( & -Geni-
talien), t. 11 fig. 69 ( 9 -Genitalien) (als alpestrana); p. 46, t. 4 fig. K/4—5 (Falter),
t. 8 fig. 45-46 ( 4 -Genitalien) (als tanaceti); diese Arbeit, Abb. 19 ( 4 -Genitalien).
— Europa; England; ?Kaukasus; Sibirien.
ab. olivacea MULLER-RUTZ, 1934, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 16, p. 126, t. 1 fig.
18 (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 58.
ab. schatzmanni REBEL, 1927, Verh. zool.-bot. Ges. Wien, vol. 77, p. 78, fig. (Dichro-
rampha). — MÜLLER-RUTZ, 1934, p. 126, t. 1 fig. 17.
D. (?D.) alaicana Rbl. (10)
alaicana REBEL, 1910, p. 9, t. 1 fig. 6 (Dichrorampha). — KENNEL, 1921, p. 721;
OBRAZTSOV, 1953, p. 60. — Alai-Gebirge; ? Kuldscha.
D. (?D.) marmarocyma (Meyr.)
marmarocyma MEYRICK, 1931, Bull. Acad. Roumaine, vol. 14, p. 66 (Hemimene). —
OBRAZTSOV, 1953, p. 60. — China.
252 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (24)
Sg. Lipoptycha Ld., 1859
D. (L.) bugnionana (Dup.)*
bugnionana DUPONCHEL, 1843, Hist. Nat. Lép. France, Suppl., vol. 4, p. 417, t. 83
fig. 11 (Coccyx); chavanneana LAHARPE, 1855, Nouv. Mém. Soc. Helv. Sci. Nat.,
vol. 14, Faune Suisse, pars 7, p. 102 (Grapholita); ? harpeana (part.) REBEL, 1901,
Stgr.-Rbl. Cat. Lep. pal. Faun., vol. 2, p. 128, no. 2294 (Dichrorampha); epicharana
TURATI, 1915, Atti Soc. Ital. Sci. Nat., vol. 13, p. 590, fig. 6 (Lipoptycha); miillerrutzi
KRUGER, 1920, Soc. Ent., vol. 35, p. 5 (Hemimene); burgnionana (err. typogr.) PIERCE
& METCALFE, 1922, Genit. Brit. Tortr., p. 96 (Hemimene). — KENNEL,1921, p. 642, t.
23 fig. 56 ( & ); THOMANN, 1926, p. 166, t. 2 fig. 9—10 (als epicharana); MÜLLER-
Rutz, 1934, p. 124, t. 1 fig. 12 (als mällerrutzi); OBRAZTSOV, 1953, p. 60, fig. 25
( 4 -Genitalien). — Südbayern; Oesterreich; Tirol; Schweiz; Kärnten; Italien.
D. (L.) alpigenana Hein.* (11)
alpigenana HEINEMANN, 1863, Schm. Dtschl. & Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1, p. 236
(Dichrorampha, Lipoptycha). — KENNEL, 1921, p. 642, t. 23 fig. 55 (4); OBRAZ-
TSOV, 1953, p. 63, fig. 26 ( &-Genitalien). — Steiermark; Südbayern (Gebirge);
? Elsass; ? Bosnien.
D. (?L.) rejectana (Lah.)
rejectana LAHARPE, 1855, Nouv. Mém. Soc. Helv. Sci. Nat., vol. 14, Faune Suisse, pars
7, p. 63 (Sericoris); alpigenana (non Hein.) MÜLLER-RUTZ, 1914, Schm. Schweiz,
vol. 2, p. 412 (Hemimene). — MULLER-RUTZ, 1934, p. 127, t. 1 fig. 19; OBRAZTSOV,
1953, p. 64. — ‘Schweiz.
D. (L.) inconspiqua (Danil.)*
inconspiqua DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 77, fig. 16 ( & -Genitalien)
(Hemimene, Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 65. — Armenien (Ordubad).
D. (L.) pfisteri Obr.*
bfisteri OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 65, fig. 27 ( 4 -Genita-
lien) (Dichrorampha, Lipoptychodes). — Salzburger Alpen.
D. (L.) klimeschi Obr.*
klimeschi OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 67, fig. 28 (&-
Genitalien) (Dichrorampha, Lipoptychodes). — Diese Arbeit, Abb. 23 ( @ -Genita-
lien). — Italien.
D. (L.) gruneriana (HS)*
gruneriana HERRICH-SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 256 (Grapho-
litha) [1848, Tortr., t. 36 fig. 261—262; non bin.}; gräneriana (nom. emend.)
SNELLEN, 1882, Vlind. Nederl., Microlep., p. 401 (Dichrorampha); grunneriana (err.)
DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 77, 78 (Hemimene). — KENNEL,
1921, p. 639, t. 23 fig. 50 (£); OBRAZTSOV, 1953, p. 68, fig. 29 ( 4 -Genitalien);
TOLL, 1956, p. 35, text fig. 3 (Cornuti), t. 3 fig. F/1—3 (Falter), t. 7 fig. 27—30
( 4 -Genitalien); t. 10 fig. 60 (9-Genitalien). — Ostfrankreich; Elsass; Südwest-
deutschland; Schweiz; Oesterreich; Ungarn; Polen; Rumänien; Tschechoslowakei; Maze-
donien; Kleinasien.
D. (L.) fusca (Danil.)* |
fusca DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 78, fig. 18 ( 4 -Genitalien)
(Hemimene, Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 69. — Daghestan.
(25) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 253
D.
(L.) nigrobrunneana (Toll)*
consortana (non Stph.) Torr, 1939, Jahresber. Physiogr. Komm. Poln. Akad. Wiss,
vol. 73, (1938), p. 251, 260 (Hemimene); nigrobrunneana TOLL, 1942, Z. Wien. Ent.
Ver., vol. 27, p. 169, t. 13 fig. 5—6 (&:Q), t. 15 fig. 22—23 ( 4 9 -Genitalien)
(Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 69; TOLL, 1956, p. 37, t. 3 fig. F/4—6 (Falter),
t. 7 fig. 31—32 ( 4 -Genitalien), t. 10 fig. 61 (‚9 -Genitalien). — Polen.
. (L.) tamerlana (Kenn.)* (10)
tamerlana KENNEL, 1919, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 8, (1917/18) p. 91, t. 3 fig.
26 (Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 70, fig. 30 ( & -Genitalien). — Kasakstan.
. (L.) incursana (HS.)*
incursana HERRICH-SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 266 (Grapbo-
litha) [1848, Tortr., t. 27 fig. 196; non bin.}. — KENNEL, 1921, p. 638, t. 23 fig. 48
(2); OBRAZTSOV, 1953, p. 70, fig. 31 ( 4 -Genitalien); ToLL, 1956, p. 47, t. 4 fig.
K/6—7 (Falter), t. 8 fig. 47—49 ( & -Genitalien), t. 11 fig. 68 ( 9 -Genitalien). —
Westdeutschland; Schweiz; Oesterreich; Ungarn; Südfrankreich; Südpolen; Balkan; Süd-
russland. |
. (L.) podoliensis (Toll)*
tanaceti (non Stt.) ToLL, 1939, Jahresber. Physiogr. Komm. Poln. Akad. Wiss., vol. 73,
(1938), p. 252, 260, t. 2 fig. 15 ( 4:Genitalien) (Hemimene); podoliensis TOLL,
LOAD Ze Wien: Ent Ges vol 27 pr 168 lo ACI (ie -Geni-
talien) (Hemimene); podolienssis (err. typogr.) ToLL, 1949, Polsk. Pismo Ent. vol.
18, (1939—48), p. 160 (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 72, fig. 32—33
(& 2 -Genitalien); TOLL, 1956, p. 32, t. 1 fig. 2 (Geäder), t. 3 fig. E/3—4 (Falter),
t. 6 fig. 24 ( 4!-Genitalien). — Polen; Oberpfalz.
. (L.) gracilis (Danil.)*
gracilis DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 76, fig. 17 ( 4 -Genitalien)
(Hemimene, Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 74. — Kuldscha; ? Daghestan.
. (L.) cacaleana (HS.)* (12)
cacaleana HERRICH-SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 261 (Grapbo-
litha); sheljuzhkoi OBRAZTSOV, 1949, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 35/39, (1945—
1949), p. 208, fig. 6 ( 4 -Genitalien) (Dichrorampha). — KENNEL, 1921, p. 634, t.
23 fig. 43 (9); OBRAZTSOV, 1953, p. 74, fig. 34 ( 4 -Genitalien); p. 76 (als shel-
juzhkoi); TOLL, 1955, p. 521; 1956, p. 43, t. 4 fig. H/5—7 (Falter), t. 8 fig. 43—44
( 4 -Genitalien), t. 11 fig. 66 (‚9 -Genitalien); diese Arbeit, Abb. 13 ( 4 -Genitalien).
— Alpen Mitteleuropas; Schlesien; Polen; Karpaten; Daghestan.
. (7L.) sericana (Kenn.)
sericana KENNEL, 1901, Iris, vol. 13, (1900), p. 304 (Lipoptycha). — KENNEL, 1921,
p. 643, t. 23 fig. 57 (4); OBRAZTSOV, 1953, p. 76. — Armenien.
. (?L.) pentheriana (Rbl.)
pentheriana REBEL, 1917, Anz. Akad. Wiss. Wien, p. 244 (Lipoptycha). — REBEL,
1917, p. 804, fig. 4—5; OBRAZTSOV, 1953, p. 77. — Montenegro.
254 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (26)
D. (L.) eximia (Danil.)*
eximia DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 76, fig. 13 ( & -Genitalien)
(Hemimene, Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 77. — Nordkaukasus (Istissu).
D. (L.) rjabovi (Danil.)*
rjabovi DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 77, fig. 19 ( 4 -Genitalien)
(Hemimene, Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 77. — Daghestan.
Sg. Dichroramphodes Obr., 1953
D. (D.) guenéeana Obr.*
strigana (non F.) HAWORTH, 1811, Lep. Brit, p. 444 (Tortrix); steliferana (err.
typogr.; non Curt.) Woop, 1839, Ind. Ent., p. 146, t. 33 fig. 984 (Semasia); politana
(non Schiff.) GUENÉE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 185 (Dichroram-
pha); alpinana (non Tr.) HERRICH-SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p.
271 (Grapholitha); simplicana (err.) KENNEL, 1921, Pal. Tortr., p. 623, text fig.
34c ( 4 -Genitalien) (Hemimene); questionana (non Z.) PIERCE & METCALFE, 1922,
Genit. Brit. Tortr., p. 94, t. 33 ( 4 9 -Genitalien) (Hemimene); quaestionana (non
Rag.) MEYRICK, 1927, Rev. Handb. Brit. Lep., p. 579, 580 (Hemimene); alpinanana
(err.) MÜLLER-RUTZ, 1932, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 15, p. 237 (Hemimene);
incognitana (part.) KREMKY & MASLOWSKI, 1933, Ann. Mus. Zool. Polon., vol. 10, p.
77, t. 17 fig. 33 (9-Genialien) (Hemimene); guenéeana OBRAZTSOV, 1953, Mitt.
Münchn. Ent. Ges., vol. 42, p. 78, fig. 35 ( & -Genitalien) (Dichrorampha, Dichro-
ramphodes); gueneana (e-r.) TOLL, 1955, ibid., vol. 44/45, (1954—1955), p. 520, 521,
fig. 9—10 ( £-Genitalien) (Dichrorampha). — KENNEL, 1921, p. 626, t. 23 fig. 26
(9) (als alpinana), KREMKY & MASLOWSKI, 1933, p. 75, t. 14 fig. 10—12 (4 2),
t. 17 fig. 30—31 (4 2-Genitalien); BENANDER, 1939, p. 129, t. 1 fig. 4 (@-
Genitalien); 1950, p. 144, text fig. 13 1 ( 4 -Genitalien); Torr, 1956, p. 24, t. 1 fig.
8 (Cornuti), t. 2 fig. C, 4—7 (Falter), t. 6 fig. 18 ( 4 -Genitalien), t. 9 fig. 55
( 2 -Genitalien) bei allen obigen Autoren als politana); diese Arbeit, Abb. 15
( 4 -Genitalien). — Europa; England; ? Kleinasien.
f. (?ssp.) zermattana WEBrR, 1945, Mitt. Schweiz. Ent. Ges., vol. 19, p. 366 (Hemi-
mene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 81. — Schweiz (Zermatt).
D. (D.) agilana (Tgstr.)*
agilana TENGSTRÖM, 1847, Netis. Sällskap. Fauna Fenn. Förhandl., vol. 1, p. 90 (Gra-
pholitha); plumbagana (part.) LEDERER, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 369
(Dichrorampha); agillana (err.) DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 72
(Hemimene). — KENNEL, 1921, p. 629, t. 23 fig. 33 (9); BENANDER, 1939, p. 129,
t. 2 fig. 7 ( 4 -Genitalien); 1950, p. 146, text fig. 13% ( & -Genitalien), t. 9 fig. 25
(Vorderflügel); OBRAZTSOV, 1953, p. 81, fig. 36 ( 4+Genitalien). — Europa (mit
Ausnahme des Südens und mancher östlichen Länder); ? Kleinasien.
D. (D.) danilevsky nom. nov.* (13)
immaculata (nom. praeocc. per McDunnough, 1946) DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent.
URSS, vol. 30, p. 70, fig. 6 ( & -Genitalien) (Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p.
82; 1956a, p. 139. — Daghestan.
D. (D.) albimacula (Dani.)* (14)
albimacula DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 72, fig. 5 ( & -Genitalien
(Hemimene). — OBRAZTSOV, 1953, p. 82. — Kaukasus; Transkaukasien.
(27) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 255
D. (D.) distinctana Hein.*
? gruneriana (non HS.) LAHARPE, 1855, Nouv. Mém. Soc. Helv. Sci. Nat., vol. 14,
Faune Suisse, pars 6, p. 102 (Grapholitha); distinctana HEINEMANN, 1863, Schm.
Dtschl. & Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1, p. 232 (Dichrorampha). — OBRAZTSOV,
1953, p. 82, fig. 37 ( & -Genitalien). — Südwestdeutschland; Oesterreich; Ungarn:
Tschechoslowakei; Schweiz; Frankreich; Norditalien; Spanien.
D. (D.) klimeschiana Toll*
klimeschiana TOLL, 1955, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 44/45, (1954—1955), p. 522,
fig. 11—12 ( 4 © -Genitalien) (Dichrorampha, Dichroramphodes). — Sizilien.
Sg. Paralipoptycha nom. nov.
D. (P.) plumbana (Sc.)* (15)
plumbana ScOPOLI, 1763, Ent. Carn., p. 235, fig. 592 (Phalaena); zachana (non Hb.)
TREITSCHKE, 1830, Schm. Eur., vol. 8, p. 217 (Grapbolitha); ulicana GUENÉE, 1845,
Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 185 (Dichrorampha); blepharana HERRICH-
SCHAFFER, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 254 (Grapholitha) [1848, Tortr.,
t. 27 fig. 198; non bin.}; ? aspzaiscana (part.) STEPHENS, 1852, List Spec. Brit. Anim.
B. M, pars 10, p. 93 (Grapholita Cydia); SYNON. Nov.: sedatana BUSCK, 1906
Proc. Biol. Soc. Washington, vol. 19, p. 177 (Hemimene): ? sylvicolana (non Hein.)
KENNEL, 1921, op. cit., p. 641, t. 23 fig. 53 (4) (Lipoptycha); aeratana (part.)
PIERCE & METCALFE, 1922, Genit. Brit. Tortr., p. 97, t. 34 ( © -Genitalien) (Lipopty-
cha); SYNON. Nov.: torrana PIERCE & METCALFE, 1922, op. cit., p. 97, t. 34 (4:9-
Genitalien) (Lipoptycha). — KENNEL, 1908, t. 2 fig. 81 (Geäder); 1921, p. 638, t.
23 fig. 49 (9); PIERCE & METCALFE, 1922, p. 97, t. 34 ( 4 -Genitalien); DANILEVSKY,
1948, p. 80; BENANDER, 1950, p. 146, text fig. 13v ( & -Genitalien); OBRAZTSOV,
1953, p. 85, fig. 38—39 ( 4 -Genitalien); Torr, 1955, p. 521; diese Arbeit, Abb. 9
( 4 -Genitalien); als sedatana. HFINRICH, 1926, p. 15, t. 19 fig. 107 ( 9 -Genitalien),
t. 47 fig. 283 ( 4 -Genitalier); OBRAZTSOV, 1953, p. 88; als torrana : DANILEVSKY,
1948, p. 80; OBRAZTSOV, 1953, p. 88, fig. 41—43 ( 4 9 -Genitalien); ToLL, 1955,
p. 522; als sylvicolana; OBRAZTSOV, 1953, p. 96, fig. 50 ( 9 -Genitalien). — Europa;
England; Kleinasien; Sibirien; Nordamerika.
ab. saturnana Gn., status no.
? germana (non Hb.) DUPONCHrI, 1835, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 287, t.
250 fig. 5 (Grapholitha); saturnana GUENEE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2,
vol. 3, p. 186 (Dichrorampha); tanaceti (non Stt.) WARREN, 1885, Ent. Mo. Mag.
vol. 21, p. 190 (Dicbrorampha); saturna (err. typogr.) TOLL, 1939, Jahresber. Physiogr.
Komm. Poln. Akad. Wiss., vol. 73, (1938), p. 252 (Lipoptycha); saturana (err.
typogr.) DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 80 (Hemimene, Lipoptycha).
— KENNEL, 1921, p. 640, Textfig. 34d ( 4 -Genitalien), t. 23 fig. 51 (9); PIERCE &
METCALFE, 1922, p. 97, t. 34 ( 4'9-Genitalien); BENANDER, 1950, p. 147, text fig.
13y ( 4 -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p. 91, fig. 44—46 (4 9}Genitalien).
D. (?P.) vacivana (Chrét.)
vacivana CHRÉTIEN, 1925, Amat. Pap., vol. 2, p. 244 (Lipoptycha). — OBRAZTSOV,
1953, p. 91 — Kastilien.
D. (P.) uralensis (Danil.)*
uralensis DANILEVSKY, 1948, Rev. Ent. URSS, vol. 30, p. 78, fig. 14—15 (4 @-
Genitalien) (Hemimene Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 91. — Südural.
256 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (28)
D. (?P) quadarramana (Kenn.)
quadarramana KENNEL, 1921, Pal. Tortr., p. 640, t. 23 fig. 52 (4) (Lipoptycha);
guadarramana [SEEBOLD, 1899, Iris, vol. 11, (1898), p. 308; nom. nud.} CHRÉTIEN,
1925, Amat. Pap., vol. 2, p. 245 (Lipoptycha). — OBRAZTSOV, 1953, p. 94. — Ost-
pyrenäen; Kastilien.
D. (?P.) resplendana Hein.
resplendana HEINEMANN, 1863, Schm. Dtschl. & Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1, p.
236 (Lipoptycha). — ? KENNEL, 1921, p. 641, t. 23 fig. 54 (4); OBRAZTSOV, 1953,
p. 67. — Mitteldeutsck land.
D. (P.) eidmanni Obr., status nov.* (16)
eidmanni OBRAZTSOV, 1953, Mitt. Münchn. Ent. Ges., vol. 43, p. 95, fig. 47 (&-
Genitalien) (Dichrorampha, Lipoptycha). — Diese Arbeit, Abb. 16—17 ( & -Genita-
lien). — Nordwestdeutschland (Hannover).
D. (P.) aeratana (P. & M.)* (17)
alpigenana (part.) HEINEMANN, 1863, Schm. Dtschl. & Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1,
p. 236 (Dichrorampha Lipoptycha); ? sylvicolana HEINEMANN, 1863, op. cit., p. 239
(Dichrorampha, Lipoptycha); aeratana PIERCE & METCALFE, 1915, Ent. Mo. Mag. vol.
51, p. 10 (Lipoptycha), plumbana (part.) KENNEL, 1921, Pal. Tortr., p. 623, text tig.
34e ( & -Genitalien) (Lipoptycha). — PIERCE & METCALFE, 1922, p. 97, t. 34 (&-
Genitalien, nicht die des Weibchens); BENANDER, 1950, p. 147, text fig. 13x ( &-
Genitalien); ToLL, 1955, p. 522; diese Arbeit, Abb. 10 ( © -Genitalien); als plum-
bana; PIERCE & METCALFE, 1922, p. 97, t. 34 ( © -Genitalien); OBRAZTSOV, 1953, p.
87, fig. 40 (9 -Genicalien); als sylvicolana: OBRAZTSOV, 1953, p. 96, fig. 48—49
( & -Genitalien). — Nord- und Mitteleuropa; England; Polen; Sibirien.
Kommentar zum Katalog
der Dichrorampha-Arten
1. Dichrorampha (Dichrorampha) alpinana (Tr.) und D. (D.) flavidorsana
Knaggs. — Herr J. [ BRADLEY (British Museum) teilt mir mit, dass er auf
Grund seiner Untersuchungen mancher Typen aus dieser Gruppe zu wichtigen
und interessanten Resultaten gekommen sei. Sollte ein weiteres Studium des
alpinana-Typus BRADLEY’s präventive Untersuchungen bestätigen, ist mit bedeu-
tenden Aenderungen der Nomenklatur der gegenwärtig als alpinana und flavi-
dorsana bekannten Arten zu rechnen. Solange aber der entsprechende Aufsatz von
BRADLEY noch nicht veröffentlicht ist, finde ich mich nicht berechtigt, diese
Aenderungen vorzunehinen.
2. D. (?D.) latiflavana Car. — Tor (1955) berichtet, dass die zwei ihm
vorliegenden Weibcher aus der Mandschurei nicht zu D. alpinana (Tr.) gehören,
sondern eine selbständige Art sind, die er als D. latiflavana Car. identifiziert.
Obwohl diese Bestimmung sich anscheinend auf keinen Vergleich mit dem Typus
in der Sammlung CARADJA stützt, besteht zur Zeit keine andere Möglichkeit als
TOLL in seiner Auffassung der /atiflavana bis auf Weiteres zu folgen.
(29) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae Il 257
3. D. (D.) plumbagana (Tr.) und D. (D.) obscuratana (Wolff). — In der
Auffassung der plumbagana folge ich in dieser Arbeit der Veröffentlichung von
WOLFF (1949). Wie ich bereits in meiner Dichrorampha-Arbeit (ORAZTSOV,
1953, p. 27) schrieb, variiert die Valvenform bei plumbagana ziemlich stark und
ich bin deshalb nicht ganz sicher, dass obscuratana wirklich eine selbständige Art
und nicht nur eine Farbaberration der plumbagana darstellt. Es ist auch durchaus
möglich, dass es sich bei plumbagana und obscuratana um zwei Formen ein und
derselben Art handelt, dre verschiedene Biotope bewohnen und stellenweise kon-
stante Rassen bilden. Weitere Beobachtungen über die beiden Formen wären
deshalb sehr erwünscht.
4. D. (D.) cinerosana (HS.) und D. (D.) senectana Gn. — Nachdem WOLFF
(1955) nähere Angaben über D. cinerosana veröffentlichte, ist es ganz klar ge-
worden, dass die von mir (OBRAZTSOV, 1953, p. 30—31) als cinerosana aufge-
fasste senectand-Form mit der HERRICH-SCHAFFER’schen Art nichts zu tun hat.
Für diese form schlage ich den Namen D. senectana pseudocinerosana ssp. nova
vor, mit dem in meiner vorigen Arbeit erwähnten Männchen aus Charlottenhot,
Estland, als Typus. Die Beschreibung und andere Angaben über diese Unterart
sind in meiner erwähnten Arbeit unter dem falschen Namen ,,cimerosana’ zu
finden.
5. D. (D.) incognitana (Kremky & Masl.). — Das von KENNEL (1921, t. 25
fig. 24) als ein petiverella-Weibchen abgebildete Exemplar stammt von Thalhaus
(Baden), 14. Mai 1900, und wird zusammen mit der übrigen Sammlung H.
Disqué in der Z.S.M. aufbewahrt. Dieses Stück erwies sich als incognitana-Mann-
chen.
Bei der Bestimmung dieser Art muss unbedingt berücksichtigt werden, dass die
in der Originalbeschreibung veröffentlichten Figuren der weiblichen Genitalien
nicht zu /ncognitana, sondern zu D. guenéeana Obr. gehören. Torr (1955) be-
richtigte diesen Fehler und bildete die richtigen Genitalien ab.
6. D. (D.) consortana Stph. — Als der ursprüngliche Autor dieser Art ist nicht
WILKINSON (1858), wie dies gewöhnlich angenommen wird, sondern STEPHENS
(1852) zu betrachten, der sie sieben Jahre früher veröffentlichte. Der Artname
stammt von DOUBLEDAY (1850), der ihn als Katalogname als erster gebrauchte.
7. D. (D.) cinerascens (Danil.). — Diese Art soll sich von consortana sowohl
äusserlich als auch im Genitalbau unterscheiden (Tort, 1955). Da sie mir in
Natura unbekannt blieb, kann ich leider nicht beurteilen wie gross diese Unter-
schiede wirklich sind. Wenn es sich im Genitalbau nur um Zähne an der dor-
salen Aedoeagus-Kante handelt, die cimerascens von consortana unterscheiden
sollen, so muss festgestellt werden, dass auch bei consortana ähnliche, obwohl
nicht sehr stark entwickelte, Zähne öfters zu finden sind. Die weiteren Unter-
suchungen werden wohl zeigen wie weit die Trennung beider Arten berechtigt ist.
8. D. (?D.) cancellatana Kenn. — Von dieser Art gelang es mir vier Weib-
chen aus dem Z.M.B. zur Ansicht zu erhalten. Eins davon ist der weibliche Typus
258 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 _ (30)
vom Amur (Genitalpräparat No. 3), zwei stammen von Sutschan und eins von
Biskin. Aeusserlich erinnert cancellatana an D. heegerana (Dup.) und D. pseu-
doalpestrana (Danil.), im Genitalbau (Abb. 24) steht sie aber der D. simpliciana
(Hw.) am nächsten, mit welcher sie sonst keine Aehnlichkeit hat. Gleich dieser
letzteren Art, hat cancellatana eine breite Ventralplatte und ein langes Antrum
mit wohl entwickelten lateralen Colliculi. Solange
das cancellatana-Männchen nicht untersucht ist,
wäre es am besten diese Art in die Nähe der
simpliciana zu stellen. Das von KENNEL (1921, t.
23 fig. 31) abgebildete Exemplar stellt den er-
wähnten weiblichen Typus dar.
9. D. (D.) montanana (Dup.). —DANILEVSKY
(1948) zog fanaceti Stt. und montanana Dup. zu
einer Art zusammen, die er als alpestrana HS. be-
zeichnete. Die von mir (OBRAZTSOV, 1953, p.
56) angegebenen Unterschiede bezüglich der
Aedoeagus- und Valvenform der tanaceti und
montanana scheinen mir jetzt nicht genügend um
diese beide Formen voneinander artlich zu tren-
NIE nen und ich schliesse mich der DANILEVSKY's
cellatana Kenn., Weibchen, Ge- Ansicht anzu, obwohl ich eine andere Artnomen-
biet des Ostium bursae, Prä- klatur als er verwende. Es muss unbedingt er-
parat No. 3, Amur, Typus, wähnt werden, dass die Abbildung der weiblichen
EMILIE Genitalien der tanaceti bei PIERCE & METCALFE
(1922, t. 33), dementsprechend auch ihre Re-
produktion bei ToLL (1956, t. 11 fig. 67) irreführend ist. Als alpestrana bildete
TOLL die richtigen weiblichen Genitalien der Art ab, die ich als montanana be-
zeichne.
10. D. (? D.) alaicana Rbl. und D. (Lipoptycha) tamerlana (Kenn.). —
KENNEL (1921, p. 721) erwähnt zahlreiche Exemplare der alaicana Rbl., die sich
angeblich in der Z.S.M. befinden. In dieser Sammlung konnte ich kein einziges
alaicana-Stück finden und möchte deshalb glauben, dass KENNEL für diese Art
irrtümlich eine grosse Serie hielt, die er selber an einer anderen Stelle als tamer-
lana Kenn. beschrieb.
11. D. (Lipoptycha) alpigenana Hein. — Seine Originalbeschreibung dieser
Art gründete HEINEMANN auf fünf Exemplare von der Hoch-Schwab-Alp in
Steiermark. Zwei Männchen und ein Weibchen erhielt er von LEDERER; ein Pär-
chen sandte ihm Wocke. Mir gelang es, die drei LEDERER’sche alpigenana-Falter
für eine nähere Untersuchung zu erhalten. Sie stammen aus der STAUDINGER-
Sammlung und sind jetzt im Berliner Zoologischen Museum aufbewahrt. Man
kann glauben, dass diese zwei Männchen und ein Weibchen dieselben Stücke sind,
die HEINEMANN bei der Aufstellung seiner alpigenana vor Augen hatte. Das von
HEINEMANN erwähnte Pärchen aus der WocKE-Sammlung befindet sich jetzt ver-
(31) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae Il 259
mutlich im Zoologischen Institut in Leningrad, dem diese Sammlung nach dem
Tod WockE's verkauft wurde. Dieses Pärchen blieb mir unzugänglich.
Jedes der von mir untersuchten alpigenana-Exemplare aus dem Berliner Mu-
seum hat je fünf Zettel, die lauten:
I. "Aemula Alp” (Tintenschrift). Prof. Dr. E. M. HERING, den ich über die
Bedeutung dieses Zettels befragte, vermutet, dass ,, Aemula” anscheinend ein
ursprüngliche Manuskriptname der Art sein soll, während das Wort ,, Alp”
zweifellos die Alpen bedeutet. Da zur LEDERER's Zeit der ganze mitteleuropäische
Gebirgszug gewöhnlich als „Alpen bezeichnet wurde, ist es durchaus möglich,
dass HEINEMANN über irgendeine nachträgliche Information verfügte, die ihm die
Möglichkeit gab die Lokalität in seiner Publikation genauer zu nennen.
II. „Coll. Led.” (weisser Zettel mit auf gedruckter Schrift). Dies ist ein Zeichen,
dass die mir vorliegende Exemplare aus der Sammlung von G. LEDERER stam-
men.
II. „Coll. Led.” (weisser Zettel mit aufgedruckter Schrift). Dies ist ein Zeichen,
auf die Zugehörigkeit der Falter zu einer Originalserie.
IV. ,,Typus” (roter Zettel mit aufgedruckter Schrift). Zweifellos viel später
beigegebene Zettel.
V. „alpigenana Hein. K. 76” (Bleistiftschrift). Zettel neueren Ursprungs.
Mit der Originalbeschreibung der alpigenana verglichen, zeigen die oben-
erwähnten Falter die gleichen Unterschiede voneinander, wie die von HEINEMANN
angegebenen (,,die Farbe heller oder dunkler bräunlich grau’, „mit unbestimmten
weissgrauen oder veilblauen Bleilinien”, „Vorderrandshäckchen...... einfach oder
undeutlich doppelt”). Dieser Umstand bestätigt indirekt die Zugehörigkeit der
alpigenana-Falter des Berliner Museums zur Originalserie dieser Art. Gleichzeitig
fällt aber auf, dass ein Männchen und ein Weibchen dieser Serie mit dem zweiten
Männchen nichts zu tun haben und einer anderen Art angehören. Eine Genital-
untersuchung dieser Stücke (Präparate No. 1 und No. 2) zeigte ganz eindeutig,
dass es sich hier um D. aeratana (P. & M.) handelt. Die äusseren Unterschiede
der erwähnten Exemplare fielen auch HEINEMANN ins Auge, als er eins der ihm
vorliegenden „alpigenana”-Weibchen mit D. plumbana (Sc.) verglich, es aber
als etwas verschieden von dieser fand.
Das zweite der vorliegenden Männchen ist anscheinend die echte alpigenana.
Als diese Art wurde es auch von KENNEL (1921, t. 23 fig. 55) erkannt und
abgebildet. Der Falter hat etwas beschädigte Flügelränder, was KENNEL auf seiner
Figur wie gewöhnlich verbesserte. Obwohl HEINEMANN schrieb, dass der 4/pr-
genana ein Augenfleck fehlen soll, hat KENNEL diesen ganz deutlich abgebildet,
da er bei dem untersuchten Sammlungsstück auf einem der Vorderflügel doch zu
sehen ist. Dem in Frage stehenden Männchen fehlt die Hinterleibspitze und ein
kleiner (sechster) Zettel spricht davon, dass von diesem Exemplar ein Genital-
präparat angefertigt? wurde (,,Genitaluntersuchung No. 487/1940 teste M.
HERING’). Nach brieflichen Mitteilungen der Herren Prof. Dr. E. M. HERING
und Dr. H. J. HANNEMANN soll dieses Präparat mit der ganzen Genitalsammlung
des Berliner Museums während des Zweiten Weltkrieges zu Verlust gegangen
sein. Auf diese Weise wäre es wohl richtiger, D. alpigenana Hein. als eine
„species dubia’ zu bezeichnen, oder sie als ein Synonym zu D. aeratana (P. &
260 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958 (32)
M.) zu ziehen. Aber solange das alpigenana-Pärchen im Leningrader Museum
noch nicht untersucht ist, scheint dieser Schritt etwas verfrüht zu sein, da von
diesem Pärchen eventuell noch ein Lectotypus gewählt werden kann. Vorläufig
bezeichne ich deshalb als D. alpigenana die Art, deren männliche Genitalien von
mir veröffentlicht wurden (OBRAZTSOV, 1953, p. 63, fig. 26).
12. D. (L.) cacaleana (HS.) — Zur Zeit habe ich keine Möglichkeit, die als
eine selbständige Art aufgestellte D. sheljuzhkoi Obr. zu untersuchen. Da aber
die männlichen Genitalien dieser Art und die der D. cacaleana (wie sie z.B. von
Torr, 1956, abgebildet sind) ganz identisch zu sein scheinen, glaube ich, dass
TOLL (1955) mit Recht die beiden Arten zusammenzieht. Was aber der ober-
bayerische Falter ist, den ich zu cacaleana stellte (OBRAZTSOV, 1953, p. 75—76,
Abb. 34), bedarf einer weiteren Untersuchung.
13. D. (Dichroramphodes) danilevskyi nom. nov. — Vor mehr als zwei
Jahren veröffentlichte ich eine Notiz (OBRAZTSOV, 1956a), in der ich auf die
Homonymie hinwies, die zwischen der ,,Hemimene” immaculata Danil. (1948)
und Dichrorampha immaculata McD. (1946) besteht. Das Ziel dieser Notiz war
den Autor des präokkupierten Namens von meiner Feststellung zu benachrichtigen
und ihm die Möglichkeit zu geben einen Substitutnamen zu publizieren. Da dies
anscheinend nicht erfolgte, bin ich gezwungen die von DANILEVSKY aufgestellte
Art an dieser Stelle mit einem neuen Namen zu bezeichnen.
14. D. (D.) albimacula (Danil.) — Soweit die Genitalabbildung dieser Art bei
DANILEVSKY (1948) es beurteilen lässt, unterscheidet sie sich von D. agilana
(Tgstr.) durch einen ganz schmalen Ausschnitt zwischen dem äusseren Winkel
des Sacculus und dem Cucullus. Der letztere ist bei albimacula viel weniger als bei
agilana abgerundet, die seitlichen Anellus-Lappen sind viel breiter.
15. D. (Paralipoptycha) plumbana (Sc.) — Anscheinend haben DANILEVSKY
(1948) und Torr (1955) Recht, als sie die von PIERCE & METCALFE (1922) der
D. aeratana (P. & M.) zugeschriebenen weiblichen Genitalien für die von plum-
bana erklären. Als ich diesen Gesichtspunkt in meiner Uebersicht der palaearkti-
schen Dichrorampha-Arten (OBRAZTSOV, 1953, p. 86) bestritt, griindete ich
meine Ansicht auf einige Pärchen, die (entsprechend den Zetteln) in Copula ge-
fangen sein sollten. Gegebenenfalls handelte es sich anscheinend um eine falsche
Bezettelung, da plumbana und aeratana öfters auf fast denselben Flugplätzen und
zu gleicher Zeit auftreten. Die Beobachtungen, von welchen Torr berichtet, sind
dagegen ziemlich überzeugend und ich möchte glauben, dass seine Ansicht be-
züglich der weiblichen Genitalien beider Arten ganz richtig ist.
Die Anschliessung zu dieser Ansicht ermöglicht dann auch die Klärung mancher
anderer systematischer Probleme, in erster Linie des der D. torrana (P. & M.).
Bei dieser ,,Art’’ schien es insbesondere auffallend, dass die männlichen Genita-
lien denen von plumbana und die weiblichen denen von aeratana (sensu PIERCE
& METCALFE, 1922) ähneln. Deshalb versuchte man in ganz unbedeutenden
Merkmalen, wie z.B. die Borstenzahl am Tegumen, Artunterschiede zwischen
(33) N. S. OBRAZTSOV: Die Gattungen der palaearktischen Tortricidae II 261
torrana und plumbana za finden. Wie ich dies bereits in meiner erwähnten Ds-
chrorampha-Arbeit (OBRAZTSOV, 1953, p. 89—91) besprach, zweifelte ich auch
damals sehr am diagnostischen Wert dieser Borsten, die bei torrana in der Zahl
variieren. (Auf der Abb. 42b der soeben erwähnten Arbeit ist durch einen Kli-
schéfehler eine zweite, die obere, Borste entstanden, die zu entfernen ist). Jetzt
bin ich ganz sicher, dass gegebenenfalls die Borsten am Tegumen iberhaupt
keine systematische Bedeutung haben, insbesondere da ich manche ,,/orrana”-
Exemplare fand, bei welchen diese Borsten an den beiden Tegumen-Seiten in
verschiedener Zahl auftreten oder an einer Seite vollständig fehlen. Da bei den
weiblichen „torrana”’-Stücken überhaupt keine Unterschiede den plumbana-Weib-
chen im DANILEVSKy’ und Torr'schen Sinne gegenüber bestehen, ist es ganz klar,
dass forrana und plumbana synonym sind. Auch die nordamerikanische D. seda-
(ana (Busck) ist von plumbana nicht zu trennen.
Ich glaube, dass es vollständig berechtigt wäre, auch D. saturnana Gn. vou
plumbana artlich nicht zu trennen. Im Genitalbau fallen die beiden zusammen.
Was die äusseren Unterschiede betrifft, so unterscheidet sich saturnana von plum-
bana nur durch eine etwas bedeutendere Grösse und einen stärkeren Anflug an
den Vorderflügeln. Sie ist vielleicht nichts anderes als nur eine plumbana-Aber-
ration. Da ich auch die kleineren plumbana-Exemplare mit einem stärkeren gelben
Anflug und grössere ,,saturnana’ ganz ohne diesen fand, zweifle ich nicht an
einer artlichen Zusammengehörigkeit der plumbana und der saturnana.
16. D. (P.) eidmanni Obr., status nov. — Es bleibt vollständig unbekannt was
D. resplendana Hein. ist. Aus diesem Grunde finde ich es als zweckmässig, die
von mir aufgestellte und als eine Unterart zu resplendana provisorisch gestellte
eidmanni als eine selbständige Art aufzufassen.
17. D. (P.) aeratana (P. & M.) — Tor (1955) hat ganz richtig bemerkt, dass
trotz einer sehr grossen Wahrscheinlichkeit, dass aeratana und sylvicolana Hein.
artlich zusammenfallen, eine Synonymisierung beider nur eine Vermutung bleiben
kann, solange die Genitalien des sy/vicolana-Typus nicht untersucht sind. Ich finde
es deshalb als richtig, den Artnamen aeratana bis auf Weiteres wiederherzustellen
und sylvicolana als ein fragliches Synonym dieser zu ziehen. Sollte diese Synony-
mie bestätigt werden, wäre es wohl zweckmässig den Namen aeratana auch dann
für die Bezeichnung dieser Art zu erhalten, da mit dem der sylvicolana mehrere
Verwechslungen in der Literatur verbunden sind.
Wie bei der Besprechung der D. plumbana (Sc.) bereits erwähnt ist, wurden
die weiblichen Genitalien dieser letzteren Art der aeratana, und umgekehrt die
der aeratana der plumbana, irrtümlicherweise zugeschrieben. In erster Linie be-
zieht dies auf PIERCE & METCALFE (1922). Auch meine früheren Bestimmungen
der Weibchen dieser beiden Arten bedürfen einer entsprechenden Berichtigung.
(Fortsetzung folgt)
PILZBEWOHNENDE LIMONIIDENLARVEN UNTER
BESONDERER BERUECKSICHTIGUNG VON LIMONIA
QUADRINOTATA MEIGEN (DIPTERA)
VON
EBERHARD LINDNER
Zoologisches Institut der Fakultät für Forstwirtschaft Tharandt der Technischen
Hochschule Dresden
1. Einleitung SP AEN on REDE a i ine bene 265
2. Die Jugendstadien von Limonia quadrinotata Mg. . . . . . . 264
A. Morphologie
a. Ei EMTS Ce NN nas RE her dos 204
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B. Biologie EEC PR MA PEN 275
3. Die pilzbewohnenden europäischen Limoniidenlarven . . . . . . 276
4. Literatur DE en Wa I 28 0
1. EINLEITUNG
Die Larven der aufferordentlich artenreichen, über alle Erdteile verbreiteten
Familie der Limoniidae zeichnen sich durch eine Formenfülle aus, wie sie bei
kaum einer zweiten Dipterenfamilie wiederzufinden ist. Der Grund hierfür mag
nicht zuletzt darin liegen, daf} die Limoniidenlarven sich sehr verschiedenartigen
Biotopen angepafit haben, welche jedoch durchwegs in dem einen Punkt überein-
stimmen, dafì sie einen hohen Feuchtigkeitsgrad aufweisen.
Eine Anzahl von Iarven lebt unmittelbar in stehendem oder fließendem Wasser,
einige bilden einen charakteristischen Teil der an überrieselten Felswänden anzu-
treffenden „Fauna hygropetrica”, andere sind auf algenbewachsenen Steinblöcken
oder im Strandanwurf der Meereskiiste zu finden, und zwei tropische Arten haben
sich zu Bewohnern der Mikroaquarien in den Blattachseln von Bromeliaceen
spezialisiert. Die Mehrzahl der Arten findet man indessen in feuchter Erde, an
Bach- und Teichufern, in feuchtem Laub und in modernder Streu. Während die
meisten dieser Larven sich von Pflanzenabfällen, Algen, Protozoen, Plankton oder
Detritus ernähren und die Larven von zwei pazifischen Arten sogar als Blatt-
minierer beobachtet wurden, sind andere zu behenden, kräftigen Räubern gewor-
den, welche auch ihresgleichen nicht verschonen. Schließlich heben sich noch
zwei besondere Gruppen heraus, nämlich die in moderndem Holz und die in
Pilzen lebenden Larven. Lediglich von den letzteren soll hier die Rede sein.
Den Anlaf zu dieser Studie gab die Auffindung der bisher noch nicht bekann-
ten pilzbewohnenden Larve von Limonia quadrinotata Mg., welche als typischer
Vertreter der mykophagen Limonia-Arten nachfolgend genauer beschrieben wer-
den soll, um anschließend in eine Übersicht der bisher bekannt gewordenen Pilz-
bewohner unter den europäischen Limoniidenlarven eingefügt zu werden.
263
264 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Die Untersuchungen wurden am Zoologischen Institut der Fakultät für Forst-
wirtschaft Tharandt (Technische Hochschule Dresden) durchgeführt, dessen
Direktor, Herrn Prof. Dr. H. PRELL, ich für freundliche Unterstützung zu groBem
Dank verpflichtet bin.
Das untersuchte Larvenmaterial stammt aus Savoien und wurde mir von Frl.
Dr. EISFELDER zur Verfügung gestellt, welcher ich an dieser Stelle für ihre Freund-
lichkeit meinen aufrichtigen Dank zum Ausdruck bringen möchte. Das Material
bestand aus Resten eines Becherlings, in welchen sich neun Larven im IV. Stadium
und eine Larve im II. Stadium befanden; ferner wurde bei gründlicher Nachsuche
noch eine leere Eihülle entdeckt. Die Larven wurden einzeln in Petrischalen von
7 cm Durchmesser gesetzt, welche mit einer etwa 1 mm starken Lage nassen
Zellstoffes ausgelegt waren. Die Zuchtschalen standen in einem Arbeitsraum mit
einer Temperatur von etwa 18 bis 25° C und wurden täglich kontrolliert. Als
Nahrung erhielten die Larven anfangs Substrat vom Fundort, d.h. die Reste des
Becherlings, später wurden sie mit angefeuchtetem Brennesselpulver gefüttert.
Kurz vor der Verpuppung wurden drei Larven in heifem Wasser getötet und in
75%igem Alkohol konserviert; ebenso wurde mit einer männlichen Puppe ver-
fahren. In den übrigen sechs Zuchtschalen schlüpften vier Männchen und zwei
Weibchen, die ich sämtlich nach LACKSCHEWITZ (1939) als Limonia quadrinotata
Meigen bestimmte. Diese Bestimmung wurde von Herrn PEDER NIELSEN bestätigt,
welchem ich für seine Unterstützung meinen besten Dank aussprechen möchte.
Zur genaueren morphologischen Untersuchung wurden Larvenexuvien und Kopf-
kapseln (einige derselben zerlegt) in Euparal eingeschlossen. Die Zeichnungen
wurden mit Hilfe des Zeiß’schen Zeichenspiegels für Schrägtubus angefertigt.
2. DIE JUGENDSTADIEN VON Limonia quadrinotata Mg.
Die artenreiche Gattung Limonia umfaßt neben Formen mit ungefleckten Flü-
geln in der Mehrzahl Arten, deren Flügel eine auffällige dunkle Zeichnung in
Form scharfbegrenzter Flecken und überdies bisweilen wolkiger Trübungen auf-
weisen. Zur letzteren Gruppe gehört auch Limonia quadrinotata Meigen, deren bis
über 15 mm große Imagines durch einen dunkelbraunen Ring an der Schenkel-
spitze sowie durch die am Ende der Radialader stehende rq-Ader gekennzeichnet
sind. Nach LACKSCHEWITZ (1939) hat diese schöne Limoniide ihr Verbreitungs-
gebiet in Europa und Sibirien. PIERRE (1924) nennt als Fundorte in Frankreich
„Pyrénées, Lyonnais, montagnes du Dauphiné, env. de Paris etc.”, während Cor
(1950), dessen Nomenklatur in der vorliegenden Arbeit benutzt wird, die Art
unter den Limoniiden der britischen Inseln nicht aufführt. Über Flugzeit und
Biotop bemerkt PIERRE „Commun en mai, juin, juillet dans les bois”. Von den
Entwicklungsstadien von Limonia quadrinotata Mg. war bisher noch nichts bekannt.
A. MORPHOLOGIE
a, Jen CAD EL)
Da alle Versuche, die geziichteten Imagines zur Kopulation und Eiablage zu
bringen, erfolglos blieben, stand nur die in den Pilzresten gefundene Eihülle für
die Beschreibung zur Verfügung. Ob sie tatsächlich von L. guadrinotata stammt,
muß zunächst offen bleiben, zumal die oben erwähnte, gleichfalls in den Pilz-
resten gefundene, im II. Stadium befindliche Larve zweifellos einer anderen
bewohnende Limontidenlarven
E. LINDNER : Pil
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266 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Limonia-Art angehört. Diese Larve wurde bis zum IV. Stadium aufgezogen, ging
aber kurz vor der Verpuppung ein, sodaß eine exakte Bestimmung nicht möglich
war. Daß die Eihülle indessen von einer Limonia-Art stammen muß, ist nicht zu
bezweifeln, da sie alle Kennzeichnen der bisher von Limonia-Arten bekannten
Eier aufweist und besonders dem Ei von Limonia tripunctata Fabr. in Gestalt und
Chorionskulptur außerordentlich ähnlich ist (vgl. LINDNER 1958, Abb. 5 u. 6).
Länge der Eihülle 0,47 mm, Breite 0,32 mm.
Umriß oval, an einem Pol abgestutzt, am anderen abgerundet. Farbe hellbräun-
lich.
Über die gesamte Eioberfläche ziehen sehr regelmäßige Längsreihen sechseckiger
Waben, welche nach den Polen zu an Zahl abnehmen, ohne daß die Waben
ihren Umfang merklich ändern.
Die quer zur Eilängsachse liegenden, sämtlich zum abgestutzten Pol hin geneig-
ten Wabenwände haben U-förmige Gestalt, indem sie median tief ausgeschnitten
sind und beiderseits in hochaufsteigende, spitze Schenkel auslaufen, welche jeweils
schräg zur Nachbarwabe hinüberneigen. Die Basallinien der Querwände sowie die
oberen Ränder der aufsteigenden Schenkel sind leistenartig verstärkt. Zwischen
den alternierend nach rechts und links gebogenen Querwandspitzen sind dünne
Membranen ausgespannt, welche in ihrer Gesamtheit die Längswände der Waben-
Imm
Fr nn
Abb. 3. Kopfkapsel der Larve von Limonia guadrinotata Mg. IV. Stadium, Dorsalseite.
Abb. 4. Ventralseite
E. LINDNER : Pilzbewohnende Limoniidenlarven 267
reihen bilden. Wände und Boden der Waben sind mit zahlreichen, feinen Punkt-
eindrücken versehen, welche im Unterschied zu den Eiern von L. tripunctata enger
als dort stehen und bis zum oberen Rand der Wabenwände reichen.
b. LARVE (Abb. 2—5, 7—13)
Der einzige mir bekannte Hinweis auf die Larve findet sich bei SIERSLEBEN
(1920), welcher lediglich bemerkt, daß an ihrem Stigmenfeld keinerlei Rand-
lappen (,,Spitzen’’) vorhanden sind, ohne die Larve im übrigen weiter zu be-
schreiben. Die folgende Beschreibung gilt für das IV. Stadium.
Habitus. Maße (der zwei konservierten Larven, Kopfkapseln eingezogen):
21 bzw. 23 mm lang; 2 bzw. 214 mm breit.
Abb. 5. Larve von Limonia quadrinotata Mg. IV.
Stadium, Ansicht von links. Abb. 6. 4-Puppe von
Limonia quadrinotata Mg. Ventralansicht. Umrisse
der Imago und deren Abdominalbehaarung punktiert
Larve (Abb. 5) drehrund,
gestreckt walzenförmig, vorn
und hinten leicht verjüngt; mit
elf Segmenten, Segmentgren-
zen undeutlich. Glasig farblos,
innere Organe durchscheinend.
Haut glatt, glänzend, mit mi-
kroskopischer, spärlicher, wirr
stehender Behaarung und regel-
mäßig verteilten, sehr winzigen
Borsten. Fettkörper und Gang-
lien farblos weißlich.
Segment 1 bis 3 (Thorakal-
segmente) am Vorderrand mit
umlaufenden Reihen brauner,
kurzer, starrer, gerader, durch-
wegs nach hinten gerichteter
und nirgends miteinander ver-
schmolzener Dörnchen. Diesel-
ben haben in den nicht sehr
regelmäßigen, ineinander ge-
schobenen Reihen unterschied-
liche Größe und Abstände,
werden aber stets nach den hin-
teren Reihen zu zarter und
gehen schließlich in regellos
stehende, sehr feine Härchen
über, welche zum Segmentende
hin etwas größer und bedeu-
tend spärlicher werden, sodaß
der Segmenthinterrand fast
kahl ist. Am Vorderrand dage-
gen beginnen die Dörnchenzo-
nen unvermittelt auf der kahlen
Haut mit kräftigen Dörnchen-
268 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
reihen, vor welchen jedoch noch ein bis zwei unvollständige Reihen zarterer
Börstchen stehen können. In die Dörnchenzonen sind mehrfach kleine, kreis-
runde Lücken eingeschaltet. Generell nehmen die Dörnchen vom 1. bis zum 3.
Segment an Stärke zu.
Segment 4 nur ventral, Segmente 5 bis 10 dorsal und ventral im undeutlich
abgeschnürten Vorderdrittel mit je einem sehr flach gewölbten, von ziemlich
regelmäßigen Dörnchenreihen überzogenen Kriechwulst.
Das Dörnchenfeld des 4. Segments ist schmaler und kürzer als die Dörnchen-
zonen der folgenden Segmente und besteht aus etwa 15 bis 20 Reihen mäßig
kräftiger, kaum gekrümmter, stets nach hinten gerichteter, innerhalb derselben
Reihe unterschiedlich großer Dörnchen, welche nach den hinteren Reihen zu
zarter werden und bisweilen gruppenweise zusammen rücken, ohne jedoch mit-
einander zu verschmelzen.
Ventrale Kriechwülste am 5. bis 10. Segment breiter als die dorsalen. Dörnchen-
felder mit schmal elliptischem Umriß, ventral mit je etwa 30 bis 50, dorsal mit je
etwa 25 bis 40 Reihen schlanker, brauner, apikal dunkler werdender, gekrümmter,
kräftiger Dörnchen, welche innerhalb derselben Reihen etwa gleichgroß sind,
nach der Mittelzone jedes Feldes aber an Größe zunehmen, in ziemlich gleich-
mäßigem Abstand voneinander stehen und in den vorderen Reihen jeweils nach
vorn, in den hinteren nach hinten gekrümmt sind. Die vordersten und hintersten
Randreihen jedes Dörnchenfeldes werden von zarten, aber ebenso langen, dichter
stehenden, geraden Dörnchen gebildet. Die Zahl der Reihen mit nach vorn
geneigten Dörnchen ist an den vorderen Segmenten wesentlich geringer, an den
hinteren etwas größer als die Zahl der Reihen mit nach hinten gerichteten
Dörnchen.
Hinterrand des 10. Segmentes mit umlaufender Dörnchenzone ähnlich den
Thorakalsegmenten, nur bilden sich hier die Dörnchen von vorn her aus der
zarten Behaarung heraus und werden nach hinten zu am stärksten, auch sind sie
lockerer gestellt als an den Thorakalsegmenten und durchwegs nach vorn geneigt.
Am Hinterrand der Dörnchenzone können ein bis zwei unvollständige Reihen
zarterer Dörnchen stehen. Bemerkenswert ist, daß die Dörnchen der hintersten
acht bis zehn Reihen — und zwar nur auf der Dorsalseite — basal verschmelzen,
sodaß kammförmige Schuppen entstehen, in welchen jeweils zwei bis fünf, meist
aber drei Dörnchen vereinigt sind. Diese Erscheinung wiederholt sich an keiner
anderen Stelle der Dörnchenzonen.
Endsegment. Endsegment bei voll gestreckter Larve breit ansetzend, nach
hinten leicht verjüngt; falls basal eingezogen, ist es abgesetzt schmäler als das
vorhergehende Segment.
Stigmenfeld (Abb. 2) flach abgestutzt, schräg nach hinten oben weisend, ein-
ziehbar; Umriß abgerundet trapezförmig; von einer Reihe engstehender, kurzer,
starrer, spitzer, hellgelber, apikal bisweilen dunkelbrauner Borsten umsäumt,
zwischen welchen dorsal und ventral je sechs (z.T. etwas grössere, im übrigen
nicht wesentlich anders aussehende) Borsten mit Basalringen eingeschaltet sind.
Die beiden dorsalen Basalringborsten können durch einige einfache Borsten ge-
trennt sein oder aber unmittelbar nebeneinander stehen. Der Borstensaum ist zu
E. LINDNER: Pilzbewohnende Limoniidenlarven
Maxille Epipharynx
Mandibel Labrum
Antenne Praeclypeus
Postclypeus
Antennensockel
Tentorialsklerit
Cornealinse
Porenkanäle
Frons
Verstärkungsfeld
Externe
| F laterale | Laterale
Verstärkungsleiste Epikranial -
Jnterno
platte
laterale
Dorsalspalte
Zuwachszone des
Externolaterale
Frontalspalte Zuwachszone des
Jnternolaterale
Postfrontalspitze } Terminal-
Jnternolateralspitze) Spitzen
Palpus
<S LS) Galea
(RI, ‚Af dd Palpiger
| Lacinia
: | Cardo
Hypostomium
Stemma
Hypostomalbrücke
Apophysen
Externolaterale
Ben Ventralspalte
Vers tärkungsleis te
Foramen magnum
|
8
Abb. 7. Schema der Kopfkapsel einer Limonia-Larve. Dorsalseite. Abb. 8. Ventralseite
270 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
beiden Seiten des Oberrandes unterbrochen, in den mitunter schwach hellgelb
pigmentierten Lücken steht je ein kleiner Sinnesstift. In den unteren Stigmenfeld-
winkeln liegen zwei kleine, gleichmäßig schwach hellbraun gefärbte Flecken, an
deren Außenrand jeweils zwischen einer langen und einer kurzen Basalringborste
ein Sinnesstift steht.
Stigmen groß, oval, schräggestellt, um weniger als ihren Längsdurchmesser von-
einander entfernt. Mittelstück unregelmäßig schwarz, nach außen zunehmend
braun bis gelblich aufgehellt; Stigmenring mit goldbraunem Trabekelgerüst und
darüber mit feingerippter, zart rauchgrauer Membran; Außenrand braungelb.
Analfeld queroval, Analloben vier plumpe Wülste, das vordere Lobenpaar etwa
doppelt so lang wie das hintere.
Kopfkapsel. 1,4 bis 1,6 mm lang; 0,8 bis 1,1 mm breit. (Zur Bezeichnung
der Kopfkapselteile vgl. Abb. 7 und 8).
Kopfkapsel (Abb. 3, 4) massig, im Umriß breit oval, dorsoventral abgeflacht.
Frontalspalten relativ lang, Dorsalspalten höchstens bis zur Mitte vordringend,
Ventralspalte mäßig breit, kaum die Basis des hypostomalen Mittelzahnes errei-
chend. Grundfarbe hellbräunlich, Verstärkungsfelder und -leisten (außer der
externolateralen Leiste), Umgebung der Stemmalinsen und vordere Ränder der
Dorsalspalten tief schwarz, Zuwachszonen graubraun gestreift, vordere Teile der
Kopfkapsel vorherrschend hell oder dunkel rötlichbraun. Zuwachszonen und
Terminalspitzen von einer für das IV. Stadium beträchtlichen Ausdehnung. Auf
der Ventralseite am proximalen Rand der Linsen drei helle, kleine Chitinringe,
ein weiterer größerer Ring zwischen Linsen und Hypostomalbrücke.
Frons (Abb. 3, 12) vorn rötlichbraun, im Bereich der Notalplatte heller, Rand-
saum dunkelbraun. Vorderrand scharf abgesetzt, gerade oder leicht geschwungen,
mit medianer Einbuchtung. An den Seitenrändern vorn je fünf Poren, die vorderen
zwei im unteren Drittel und an der Basis des Antennensockels gelegen, die letztere
mit kurzer, gerader, heller Borste. In den Vorderwinkeln der Frons am Innenrand
der Antennensockel je zwei Chitinringe. Tentorialsklerite schmal, kurz, hellbraun.
Antennen (Abb. 12) auf hochgewölbten, basal rotbraun sklerotisierten, apikal
hell membranösen Sockeln; Grundglied zylindrisch, rotbraun, basal auf der Innen-
seite mit Porus, apikal auf heller, membranöser Wölbung das flach linsenförmige
Endglied, vor welchem dorsal einige Sinnesstifte stehen.
Postclypeus (Abb. 12) glashell, unbehaart, Seitenränder hellgelblich, verstärkt.
Beiderseits zwei Borsten, dazwischen, der hinteren Borste mehr genähert, ein
Sinneskegel.
Praeclypeus (Abb. 12) hellbraun, sehr breit, Hinterrand fast halbkreisförmig;
Vorderrand in der Mitte ausgebuchtet, seitlich auf Vorsprüngen je zwei Poren-
ringe. Der Praeclypeus geht beiderseits ventralwärts in zwei undeutlich abgesetzte,
aber auffällig dunkelbraun sklerotisierte Gebilde über (Tormae ?, in Abb. 12
punktiert), welche in einen breiteren, nach vorn gerichteten Lobus und in ein
bis zwei längere, schräg nach innen weisende Fortsätze auslaufen. An den Umbie-
gungstellen der Praeclypealseiten entspringt ein schmaler, gebogener, hellgelber,
lang zugespitzter Zahn, welcher sich den Labralseiten eng anlegt.
Labrum (Abb. 12) annähernd biskuitförmig, hellgelb membranös, am Seiten-
E. LINDNER: Pilzbewohnende Limoniidenlarven 271
0,5 mm
01 mm
Abb. 9—13. Larve von Limonia quadrinotata Mg.: 9. Hypostomium und linke Maxille.
Ventralansicht. Membranöse Teile punktiert. 10. Linke Mandibel. Dorsalansicht. 11. Hy-
popharynx, Dorsalspange. Ventralansicht, etwas von rechts her gesehen. 12. Clypeus,
Labrum, Antennen. Farblos membranöse Partien punktiert. 13. Hypopharynx, Ventralspange.
Ventralansicht. Abb. 14. Kopfscheide. Nach der Exuvie einer & -Puppe, etwas gepreßt
(daher Schlüpfspalt klaffend)
DD TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
und Vorderrand dicht braun behaart, im übrigen kahl. Im hinteren Teil seitlich
je ein glashelles gewölbtes Feld mit drei Sinnesstiften, davor auBen eine helle
Ringsockelborste und vorn ein Sinneskegel. Am Vorderrand des Labrums eine
median scharf abgesetzte hellbraune Chitinspange mit zwei Ringsockelborsten,
davor zwei Sinneskegel.
Epipharynx dicht mit braunen, nach der Mitte zu und hier nach hinten zu
gerichteten Haaren bedeckt.
Mandibeln (Abb. 10) breit schaufelförmig, plump; kräftig rotbraun, basal
schwarz gefärbt. Mit acht Zähnen: Dorsalzahn klein, schlank kegelförmig; Apikal-
zahn etwas kürzer als der merklich breitere, zugespitzte Subapikalzahn; die fünf
Ventralzähne in fast senkrechter Reihe abfallend, flach dreieckig zugespitzt, nach
unten allmählich kleiner werdend, der unterste Ventralzahn abgerundet, bisweilen
stark reduziert, mitunter gespalten. Kein Basalzahn. Dorsaler Gelenkzapfen
schwarz, lang, gebogen; ventraler Gelenkzapfen rotbraun bis schwarz, spatelförmig
abgeflacht und zugespitzt. Prostheka mit einigen schlanken, hellen Borsten.
Maxillen (Abb. 9) der Ventralseite der Kopfkapsel flach anliegend; chitini-
sierte Teile hell gelbrötlich, membranöse Teile farblos durchsichtig. Cardo breit
elliptisch, am distalen Ende mit zwei auf erhöhten Basalringen stehenden glas-
hellen, gekrümmten Borsten, deren äußere mehr als doppelt so lang ist wie die
innere. Palpiger mit manschettenartiger, am proximalen Basalrand tief eingebuchte-
ter und am Außen- und Innenrand verstärkter Sklerotisierung, an deren ventralem
Oberrand median eine helle Sinneskuppel liegt; eine weitere befindet sich etwas
oberhalb davon auf der membranösen Partie. Endabschnitt des Palpigers kuppel-
förmig gewölbt, an der vorgezogenen Proximalseite lang, distal kurz behaart.
Palpus niedrig zylindrisch, dorsal mit halbkreisförmiger Chitinspange; auf der
glashellen, gewölbten Apikalfläche mit zahlreichen Sinnesstiften besetzt. Galea
ventral mit breit trapezförmiger und darüber schmal zungenförmiger Skleroti-
sierung, membranöse ventrale Apikalpartie sowie Dorsalseite behaart; dorsal ein
großer Zylinder mit heller Sinneskuppel, daneben zwei kleinere Zylinder; ventral
eine kräftige, helle Borste. Lacinia schmal, am proximalen Rand oben mit langen,
starren, rotbraunen Borsten besetzt.
Hypopharynx als Doppelspange ausgebildet. Zahnleiste der Dorsalspange (Abb.
11) hellgelbbraun, mit 18 bis 20 spitzen, median breiten, nach den Seiten zu-
nehmend schmaler und etwas länger werdenden Zähnen; Seitenarme schwarz-
braun. Ventralspange (Abb. 13) gelbbraun, am Vorderrand mit 14 bis 16 spitzen
Zähnen, die äußersten Seitenzähne etwas kürzer und sehr schmal; Innenfläche
farblos membranös, vorn mit zwei Vorwölbungen, in welchen einige Sinnes-
papillen stehen (Labialpalpenrudiment), außerhalb davon jederseits ein Sinnes-
kegel. Ventral auf dem hinteren Teil der Membran einige nach vorn gerichtete,
anliegende, flache, lange, zugespitzte Borsten, welche bedeutend spärlicher stehen
als etwa bei Limonia macrostigma und Dicranomyia modesta (vgl. LINDNER 1957,
Abb. 65 u. 73).
Hypostomium (Abb. 9) rotbraun, rechtwinklig bis spitzwinklig vorgezogen;
Mittelzahn mit zwei Nebenzähnen, beiderseits in steil abfallender Reihe sechs |
Zähne, welche nach unten zunehmend kleiner werden, sodaß der sechste Zahn
oft nur als Einkerbung im fünften erscheint. Hypostomalbrücke im vorderen Teil |
rotbraun, vom Ansatz der Apophysen an schwarz. |
E. LINDNER: Pilzbewohnende Limoniidenlarven 27,
QW
c. PuPPE (Abb. 6, 14—16)
Maße (konservierte 3 -Puppe): 16 mm lang, 2,2 mm breit. Exuvien ( 4 -und
2 -Puppen): 13—19 mm lang; 1,8—2,3 mm breit.
Puppe (Abb. 6) propneustisch. Kopf-Brust-Region der schlüpfreifen Puppe
dunkelbraun, starr; Abdomen weißlich, larvoid weichhäutig und beweglich, innere
Organe durchscheinend; Genitalscheiden gelbbraun.
Kopfscheide (Abb. 14) gelbbraun, Oberfläche glatt oder schwach gerunzelt,
ohne grössere Borsten oder Zacken. Dorsomedian greift vom Thorax her der
präformierte Schlüpfspalt über, dessen Ränder verstärkt sind (vgl. Abb. 6).
Fühlerscheiden zwischen den Augen beginnend, unterhalb der Flügelwurzeln und
der Proximalenden der zweiten Tibien (bzw. etwas tiefer als der Unterrand der
Labialscheide) endend. Die Seitenlappen der Kopfscheide überdecken die
Maxillartasterspitzen und die Distalenden der Schenkel des ersten Beinpaares.
Oberer Stirnteil zart chagriniert, an der Basis der Schlüpfspaltränder zwei bis vier
winzige helle Borsten. Beiderseits der abgerundet rhombenförmigen Labralscheide
ein größerer Porenring, darunder drei kleinere helle Poren, median der spitze
dunkle Nasus der Imago durchscheinend. Tasterscheiden flach dreieckig, fast
viermal so breit wie die Maxillartaster. Labialscheide breit dreilappig.
Brustscheide stark gewölbt, zart runzelig, gelbbraun. Die Flügelscheiden reichen
bis zum Ende des 2., die Beinscheiden bis knapp zur Mitte des 4. Abdominal-
segmentes; der Scutellumunterrand liegt etwas tiefer als die inneren (kaudalen)
Schenkelbiegungen der ersten Pedotheken. Prothorakalhörner (Bezeichnungen
nach DE MEIJERE 1902) muschelförmig, außen dunkel rotbraun, schräg gegen-
einander geneigt (Gestalt etwa der Abb. 29 bei DE MEIJERE entsprechend); ihre
vorgewölbte Außenwand wulstig gerunzelt, der Rand perlschnurartig mit einer
Reihe von ,,Knospen” besetzt, welche dorsal-kaudal auf die basale Außenwand
übergeht; an der Spitze jeder Knospe ein vorgewölbter glasheller ,,Tiipfel”. Die
schwach ausgebuchtete Innenwand der Prothorakalhörner zart membranös, hell
gelbbraun, fein chagriniert durch zarteste, kurze, netzartig angeordnete, dörnchen-
besetzte Leistchen. Flügel- und Beinscheiden zart gerunzelt, Beinscheiden V-
förmig endend, da die mittleren am längsten, die äußeren am kürzesten sind.
Durch die Pterotheken der schlüpfreifen Puppen schimmert die Fleckenzeichnung
der Flügel hindurch (Abb. 6).
Hinterleibsscheide bis auf die Gonotheken dünn, glashell durchsichtig. Abdo-
minalsegmente 3—7 dorsal und ventral im Vorderdrittel mit querliegenden Dörn-
chenzonen, welche den larvalen Kriechwülsten im Aussehen und der Anordnung
der Dörnchen weitgehend entsprechen, jedoch sind die aus kräftigen, gekrümmten
Dörnchen bestehenden Innenreihen von einer bedeutend größeren Zahl aus gera-
den, zarten Dörnchen bestehender Außenreihen gesäumt, und diese geraden
Dörnchen sind — außer in den äußersten Randreihen — im untersten Basalteil
durchwegs zu drei- bis sechsspitzigen, kammförmigen Gebilden verwachsen. Auch
bei den gekrümmten Dörnchen kann es, namentlich in den mehr nach außen
gelegenen Reihen, wo die Dörnchen kleiner werden, vereinzelt zu Verschmel-
zungen kommen (paarweise, seltener zu dritt). Die ersten beiden ventralen
Kriechwülste (am 3. und 4. Abdominalsegment) sind median — etwa in Breite
der aufliegenden Beinscheiden — unterbrochen. In der (seitlich lückenhaften)
274 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Dörnchenzone am Hinterrand des 7. Abdominalsegments bilden die Dörnchen
keine deutlichen Reihen, rücken meist gruppenweise zusammen, kommen aber
weniger (und dann nur mit dem untersten Basalteil) zur eigentlichen Verschmel-
zung.
Imm
Abb. 15. Gonotheka einer &-Puppe. Dorsalseite. Umrisse der Ventralseite punktiert.
Abb. 16. Gonotheka einer 9 -Puppe. Ventralseite. Umrisse der Dorsalseite punktiert. Die
mittlere Punktlinie gibt die Höhe der Trennwand zwischen den Dorsal- und Ventralscheiden an
4 -Gonotheka (Abb. 15) nur halb so lang wie die des. , am dorsalen Oberrand
tief ausgeschnitten, am ventralen Rand flach geschwungen. Dorsal beiderseits
der medianen Proctigerscheide mit runder Auswölbung und darunter mit den
zapfenförmigen, an der Spitze mit einem kleinen Borstenbündel und drei bis vier
Basalringen besetzten Dorsalscheiden; ventral mit unpaarem kurzen Fortsatz
zwischen den paarigen runden Coxitscheiden, deren plump kegelförmige Enden
(Ventralscheiden) die Forcepshaken aufnehmen, zwischen den Dorsalscheiden |
weit nach der Dorsalseite hin umbiegen und am äußersten Punkt der Umbiegung
einen nach hinten weisenden kegelförmigen Anhang besitzen. |
@ -Gonotheka (Abb. 16) am Oberrand dorsal merklich ingebuchtet, ventral
median mit kleinem Vorsprung. Ventrales Scheidenpaar zapfenförmig, kürzer und
überdies stärker chitinisiert, daher dunkler rotbraun als das dorsale; Dorsalscheiden
etwas schlanker, kegelförmig, seitlich basal und subapikal mit breitem, stumpfen
Anhang, der subapikale Anhang stärker hervorragend, mit zitzenartiger Spitze,
darauf dorsal ein Borstenbündel und mehrere Basalringe.
B. BIOLOGIE
Die oben beschriebenen Larven wurden am 19.IX.57 von Frl. Dr. EISFELDER
in der Umgebung von Aix les Bains (Savoien) in dem Becherling Galactinia
E. LINDNER: Pilzbewohnende Limoniidenlarven Dis
badia Boud. gefunden. Als ich die Larven am 2.X.57 erstmals untersuchte, befan-
den sie sich sämtlich (abgesehen von der oben erwähnten, zu einer anderen Art
gehörenden Larve) im IV. Stadium und wiesen durchwegs eine Länge von etwa
23 mm auf. An ihren Imaginalaugenanlagen war noch keinerlei Pigmentbildung
zu bemerken, sodaß also die Verpuppung noch nicht unmittelbar bevorstand
(vgl. LINDNER 1957). Zunächst ernährten sich die Larven von den Resten des
dunkelroten Becherlings, welche trotz der langen Zeitspanne seit dem Einsammeln
noch von ziemlich fester Konsistenz waren. Der Darminhalt der Larven und auch
die Kotwürste hatten eine entsprechend dunkelrote Färbung. Später verzehrten
auch einige Larven das gleich anfangs beigegebene, aufgeweichte Pulver aus
getrockneten Brennesselblättern, ein Zeichen, daß sie nicht obligatorisch auf Pilz-
kost angewiesen sind. Wie aus Tabelle 1 zu entnehmen ist, begann die Pig-
Larven 1 2 3 4 5 6 7 8 9
o o O O) O 0 0 0 o
8 P
Be + + SE we 19 A sf
P E SI B P 19 P
P P P 19 P B P
P P Je) È P P P
P P P B P B, P
P B P P P P È
E P P 12) 12) P P
P P P P Q P P
4 2 ain 4 4 ê
Tabelle 1. Entwicklung der Larven von Limonia quadrinotata Mg. vom IV. Stadium bis zum
Schlüpfen der Imagines. o = Imaginalaugenanlagen noch nicht pigmentiert. . . = Pigment-
bildung in den Imaginalaugenanlagen. P = Puppenruhe. + = abgetötet zwecks Konser-
vierung — = nicht kontrolliert.
mentierung der Augenanlagen zwischen dem 3. und 5. Oktober. Die charakteri-
stischen, zunächst noch winzigen und zart rose gefärbten paarigen Punkte hinter
der Kopfkapsel im Prothorakalsegment nahmen rasch an Umfang und Farb-
intensität zu. Als sie fünf bis sechs Tage später zu fast schwarzen, bohnenförmigen
Gebilden angewachsen waren, stellten die Larven die Nahrungsaufnahme ein
und entleerten allmählich ihren Darmkanal, was etwa ein bis zwei Tage bean-
spruchte. Die etwas kontrahierten, aber immer noch recht beweglichen Larven
hatten sich aus dem weichen Zellstoff der Zuchtschalen einen röhrenförmigen,
vorn und hinten offenen Kokon angefertigt, dessen Vorderende schräg aufwärts
gebogen war. Die Verpuppung der sieben noch lebenden Larven fand zwischen
dem 11. und 14.X. statt. Die abgestreiften und zusammengeschobenen Exuvien
wurden aus dem hinteren Kokonende herausbefördert. Die Puppen lagen im allge-
276 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
meinen regungslos in ihren Kokons, bewegten sich aber bei Beunruhigung lebhaft
in ihrer Röhre hin und her. Die Dauer der Puppenruhe betrug sieben, in einem
Fall acht Tage und lag damit durchaus innerhalb der begrenzten Spanne, welche
ich auch bei neun anderen Limoniidenarten mit im übrigen sehr unterschiedlicher
Dauer der Gesamtentwicklung festgestellt habe (vier bis neun, durchschnittlich
sieben Tage).
Vergleicht man die hier geschilderten Entwicklungsvorginge mit denjenigen
anderer Limonia-Arten, so ergibt sich aus der kurzen Zeitspanne zwischen dem
ersten Auftreten des Imaginalaugenpigments und der Verpuppung, daf die unter-
suchten Larven einer Generation mit rascher Gesamtentwicklung angehörten (vgl.
LINDNER 1957). Sie dürften etwa Mitte August aus Eiern geschlüpft sein, welche
kaum früher als Anfang August abgelegt wurden, und zwar von Imagines, deren
Schlüpfzeit angesichts der nur kurzen Dauer des Imaginallebens der Limoniiden
noch im gleichen Sommer gewesen sein muß. Letzteres steht auch mit der eingangs
nach PIERRE zitierten Flugzeit im Einklang sowie mit der Tatsache, daß ich in
der Umgebung von Tharandt gleichfalls innerhalb der fraglichen Zeitspanne,
nämlich am 19.VII.56, ein Weibchen von Limonia quadrinotata fing. Dieses legte
nur ein Ei ab, welches sich sogleich weiterentwickelte, sodaß nach etwa zehn
Tagen die fertige Eilarve darin zu erkennen war; die Larve ging jedoch noch
vor dem Schlüpfen ein. Was die im Oktober 1957 gezüchteten Imagines betrifft,
so wären sie zweifellos auch im Freiland noch zum Schlüpfen gekommen, da im
Oktober noch vielfach warmes Wetter herrschte, welches von den Laborverhält-
nissen nicht wesentlich abwich. Die gezüchteten Tiere können also mit gutem
Grund als zweite, wahrscheinlich sogar als dritte Generation von Limonia quadri-
notata angesehen werden. Mehrere Generationen im Jahr sind bei den Limoniiden
keineswegs selten und konnten für Limonia macrostigma auch unmittelbar im
Zuchtversuch nachgewiesen werden (LINDNER 1957).
3. DIE PILZBEWOHNENDEN EUROPÄISCHEN LIMONIDENLARVEN
Mit Limonia quadrinotata hat sich die bisher noch geringe Zahl der europäi-
schen Limoniiden, deren Larven in Pilzen gefunden wurden, um eine weitere
Art vermehrt. Aus diesem Anlaß soll im folgenden eine Übersicht der zur Zeit
bekannten mykophagen Limoniidenarten gegeben werden. Die Liste beruht auf
den mir zugänglichen Literaturangaben sowie auf eigenen Feststellungen. Es sei
betont, daß keineswegs alle hier angeführten Arten obligatorische Pilzbewohner
sein müssen. Manche können auch andere Kost vertragen, und die Mehrzahl
verläßt zumindest als erwachsene Larve den Pilz, um sich im Boden zu verpuppen.
Letzteres trifft namentlich für die Bewohner weicher, fleischiger Pilze zu, während
die in härteren Pilzarten, wie etwa den Porlingen, lebenden Larven sich auch an
Ort und Stelle verpuppen können.
Limonia bifasciata Schrank (= xanthoptera Meig.)
Die älteste Mitteilung über die Larve stammt von STANNIUS (1829), welcher
sie „in einem noch frischen Agaricus’ fand. BREMI (1846) nennt als Wirtspilz
Agaricus citrinus, ZETTERSTEDT (1851) fügt hinzu: ,,Larvae vivunt in ... Boleto”.
E. LINDNER : Pilzbewohnende Limontidenlarven 27.
BRAUER (1883) wiederholt diese Angaben. DE MEIJERE züchtete die Art „aus
Pilzen’ (1902) und fand einige Jahre später die Larven „im Stiel einer Agari-
cinee” (1917). FALCOZ (1926) vermerkt „éclos de Tricholoma nudum B., 28.
août.” Abweichend ist lediglich die Angabe von GEIJsKES (1936), welcher die
Art in einer Liste von hygrophilen bzw. aquatischen Dipteren anführt. Diese
Liste wurde aber offenbar vorwiegend nach den Aufenthaltsorten der Imagines
aufgestellt; die Larven von L. bifasciata werden von GEIJSKES nicht erwähnt.
Eine Fundortnotiz bei CUTHBERTSON (1926) lautet: ”decomposing fungus (Aga-
ricus) in open woodland”, und auch EISFELDER (1955) erhielt aus 16 von 47
angesetzten Pilzkulturen die Imagines von L. bifasciata. Bei diesen Pilzkulturen
handelte es sich vorwiegend um Russulaceen, ferner um Boletaceen und Cortina-
riaceen, sowie um die Arten Paxillus involutus, Polyporellus squamosus und
Morchella esculenta.
Limonia decemmaculata Lw.
ALEXANDER (1920) zitiert LOEW (1873) und VERRALL (1912), welche die
Larven in "Daedalea and similar species” fanden. Ich zog Ende September aus
einem am 19.IX.55 bei Neschwitz (östlich von Dresden) an einem morschen
Baumstumpf gefundenen Porling (Trametes gibbosa Fries) ein Männchen, welches
P. NIELSEN bestimmte.
Limonia quadrimaculata L.
„Die Larve dieser Art, einem Regenwurm an Farbe und Gestalt ähnlich, wohnt
in ausgesponnenen Röhren im faulen Holz”, schreibt Roser (1834). Indessen
scheinen doch Pilze der bevorzugte Aufenthaltsort der Larven zu sein. So fand
ich zahlreiche Larven am 19.IX.55 in einigen aus Neschwitz stammenden Exem-
plaren von Trametes gibbosa (s. oben). Bis zum 11.XI. schlüpften acht Imagines;
bei der Nachkontrolle ergab sich, daß die Larven ihre Gänge nicht nur im Pilz-
körper, sondern auch in den angrenzenden Holzteilen gefressen hatten. BELING
(1873) zog mehrere Imagines gleichfalls aus Daedalea (= Trametes) gibbosa,
nach Cor (1941) wurde die Larve 1911 und 1921 in Polyporus Schweinttzi Fr.
gefunden, und BRAUNs (1954) beobachtete die Larven (gemeinsam mit Raupen
von Tinea parasitella Hb.) wiederum in Trametes gibbosa.
Limonia quadrinotata Mg.
Larven in Galactinia badia (s. oben)
Limonia albifrons Meig., Limonia trivittata Schumm.
KÖNNEMANN (1924) untersuchte den Darm junger, nicht bestimmbarer Limo-
niidenlarven von 3—4 mm Länge, welche er als „nahe verwandt mit Limnobia
albifrons und Limnobia trivittata” bezeichnete. Der Inhalt des Mitteldarmes be-
stand „aus Pilz- und Blattresten”.
Hinsichtlich des Biotopes von L. albifrons fand ich nur noch bei GEIJSKES
(1936) einen Hinweis, wonach die Art zu den krenophilen Formen gehören soll.
GEIJSKES läßt indessen nicht erkennen, ob er auch die Larven dieser Art gefunden
hat; anscheinend urteilte er lediglich nach den Fundorten der Imagines.
278 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Ebenso spärlich sind die Angaben über den Biotop von L. trivittata. SCHMIDT
(1913) führt die Art neben Dicranomyia modesta Wied., Symplecta stictica Meig.
und S. similis Schum. unter den an bzw. in westfälischen Salzwässern vorkom-
menden halophilen Dipteren an, hat aber, im Gegensatz zu den drei anderen
Arten, von L. trivittata keine Larven, sondern nur Imagines gefunden. Ich selbst
fing mehrere Imagines dieser Art im Juli 1956 im waldigen Seerenbachtal bei
Tharandt und setzte sie zur Weiterzucht in Petrischalen, wo sie auch reichlich
Eier ablegten. Letztere entwickelten sich jedoch nicht weiter, sodaß es mir nicht
möglich war, die Larven zu untersuchen.
Es läßt sich zur Zeit also noch nicht entscheiden, ob man die beiden genannten
Arten zu den pilzbewohnenden Formen rechnen kann.
Limonia flavipes Fabr.
KONNEMANN (1924) fand drei Larven einer pilzbewohnenden Limonta-Att,
welche er aber nicht aufzog und daher nicht bestimmen konnte; er hielt sie für
„nahe verwandt mit Limonia flavipes”.
In der Literatur wird die Larve von L. flavipes verschiedentlich erwähnt, aber
aus keiner dieser Notizen geht hervor, daf die Art in Pilzen lebt. So schreibt
BELING (1886): „Einige Larven fand ich am 27. Februar an feuchter Stelle in
einem meist aus jüngeren Eschen zusammengesetzten Laubholzbestande unter Laub
und Geniste und zog daraus am 30. April eine Imago 2”, und CUTHBERTSON
beschreibt den Fundort der Larven als “humus soil beside burn, glen at Tourgill,
Largs’. DITTMAR (1955) fand bei seinen Untersuchungen über die Fauna eines
Sauerlandbaches die Larven „in der Quellregion im Schlamm”. KÖNNEMANN hatte
also vermutlich die Larve einer anderen Limonia-Art vor sich, und es besteht kein
Grund, Limonia flavipes in die Liste der Pilzbewohner aufzunehmen.
Ula macroptera Macq.
Wie STANNIUS (1829) mitteilt, fand er Larven und Puppen von ,,Limnobia
pilosa’ (= Ula macroptera) in einem Agaricus. Er fand bei flüchtiger Betrach-
tung der Larven keinen wesentlichen Unterschied gegenùber den Larven von
Limonia xanthoptera, obgleich doch die Stigmenfelder beider Arten auffallig
verschieden gestaltet sind. Da aber die Bestimmung an Hand der gezüchteten
Imagines erfolgte, dürfte die Artangabe nicht zu bezweifeln sein, zumal auch die
anderen Autoren diese Art vorwiegend in Pilzen fanden. So zog PERRIS (1849)
die Art aus Hydnum erinaceum Bull, ENGEL (1916) aus Lactaria deliciosa und
PIERRE (1919/20) aus Russula nigricans Fries. Nach BANGERTER (1934) lebt
die Larve im Frühjahr „unter der Borke von Tannenstrünken in einem flüssigen
Gemisch von Harz und Regenwasser oder in Moos, das ebenfalls immer nafs
bleibt. Etwa vom Juni an treten dann an allerlei Baumstrünken, vorwiegend
Eichen, Pilze auf; hier werden dann Eier abgelegt und die Larven leben von
diesem Zeitpunkt an fast ausschließlich in lebenden und faulen Pilzen”.
Ula bolitophila Loew.
Die Larven wurden nach BRAUER (1883) von LOEW in Buchenpilzen gefunden.
E. LINDNER : Pilzbewohnende Limontidenlarven 279
Ula sylvatica Mg.
„Larvae in fungus (Pholiota spectabilis Fr.) (Cor 1941).
Ula crassicauda Agrell.
Über die Larven dieser Art war bisher nichts bekannt. Sie wurden erstmals im
Rahmen von Untersuchungen an pilzbewohnenden Insekten von Frl. Dr. Ers-
FELDER gezüchtet, welcher ich für die Überlassung der nachfolgenden Angaben
zu großem Dank verpflichtet bin; Herrn P. NIELSEN schulde ich Dank für die
freundliche Artbestimmung. Die Larven wurden von EISFELDER in folgenden
Pilzen festgestellt, die in den Jahren 1944 und 1945 vom Juni bis Oktober gesam-
melt wurden: Paxillus involutus Fr., Russula paludosa Britz, R. delica Fr., R.
emetica Fr., R. spec., Lactarius spec., Boletus bovinus L., B. granulatus Fr., B.
variegatus Fr. und B. nigrescens Huber. Ich fand am 9.1.1957 zwei verpuppungs-
reife Larven in Lauberde am feuchten Ufer eines Waldbaches bei Tharandt, ohne
Pilze in der Nähe bemerkt zu haben. Eine Larve wurde konserviert, die andere
verpuppte sich Ende Januar, und am 4.II. schlüpfte ein Männchen.
„Eriopterina spec.”
Unter dieser Bezeichnung führt EISFELDER (1955) eine Reihe von Imagines
an, welche sie aus den 31 restlichen der oben unter Limonia bifasciata erwähnten
47 Pilzkulturen erhielt. Auf eine Anfrage hin erfuhr ich, daß von diesem Zucht-
material leider nichts mehr auffindbar ist. Indessen übersandte mir Frl. Dr.
EISFELDER den gesamten Restbestand der von ihr aus Pilzen gezüchteten, bisher
nicht determinierten Limoniiden. Wie Herr P. NIELSEN feststellte, handelt es sich
dabei ausschließlich um Imagines von Ula crassicauda. Es ist wohl anzunehmen,
daß dieser Art auch die für Eriopterinen gehaltenen Tiere angehörten, da einer-
seits die Gattung Ula ebenso wie zahlreiche Arten aus der Unterfamilie der
Eriopterinae behaarte Flügel besitzt, zum anderen aber — auch in den außer-
europäischen Gebieten — noch keine einzige pilzbewohnende Eriopterinenlarve
gefunden wurde.
Scheidet man die unsicheren Formen aus, so verbleiben also noch acht nachweis-
lich pilzbewohnende Limoniiden-Arten, welche sich ausschließlich auf die beiden
Gattungen Limonia und Ula verteilen. Dies ist insofern bemerkenswert, als die
Limoniiden eine sehr arten- und gattungsreiche Familie sind, deren Larven zudem
vorwiegend in feuchter Streu und faulenden Pflanzenresten leben, einem Milieu
also, welches den Übergang zu zerfallenden und auch zu frischen Pilzen durchaus
begünstigt. Daß indessen tatsächlich nur eine so beschränkte Zahl von Gattungen
diesen Weg beschritt, zeigt auch ein Blick auf die aus außereuropäischen Gebieten
beschriebenen pilzbewohnenden Limoniiden, welche gleichfalls ohne Ausnahme
den Gattungen Limonia und Ula angehören: Limonia triocellata O.-S., L. cinctipes
(Say), L. immatura O.-S. (fraglich), L. globithorax (O.-S.), L. macateei (Alex.),
L. rara (O.-S.), Ula elegans O.-S. (nach ALEXANDER 1920 und 1932).
Die Arbeit von TOKUNAGA (1954), in welcher offenbar weitere pilzbewohnen-
de Ula-Arten behandelt werden, war mir bisher nicht zugänglich.
Während nun die umfangreiche Gattung Limonia nicht nur in Pilzen, sondern
280 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
auch noch an den verschiedensten anderen Biotopen vorkommt — ja, offenbar
die ökologisch vielseitigste Gattung der gesamten Familie darstellt, scheint sich
die nur wenige Arten umfassende Gattung Ula vollständig auf Pilzkost speziali-
siert zu haben: sämtliche bisher beschriebenen U/a-Larven wurden in Pilzen
gefunden. Dies gibt der schon larvalmorphologisch deutlich charakterisierten
Gattung auch von der ökologischen Seite her eine Sonderstellung, und dadurch
wird sie von den mit ihr in der Unterfamilie der Pediciinae vereinigten Gattungen
Pedicia sl. und Dicranota sl. scharf getrennt. Letztere Gattungen wiederum bil-
den in morphologischer Hinsicht durch die extrem geschlossenen Kopfkapseln,
die ausstülpbaren Kriechfüßchen oder -wülste sowie die zwei Randlappen ihrer
Larven und in biologischer Hinsicht durch deren räuberische Lebensweise eine in
sich geschlossene Gruppe. Es ist daher vom larvalsystematischen Standpunkt aus
durchaus vertretbar, die Gattung Ula von den Pediciinae zu trennen, wie es HEN-
NIG (1950), und vor ihm bereits ALEXANDER (1920), durchführte; ob allerdings
ihre Einreihung bei den Hexatominae eine endgültige sein wird, muß sich noch
erweisen.
Wirft man abschließend noch einen Blick auf die morphologischen Merkmale,
welche den pilzbewohnenden Limoniidenlarven gemeinsam sind, so zeigt sich, daß
sie sich einmal durch relativ massive Kopfkapseln, zum anderen durch den Besitz
unpaarer bedornter Kriechwülste von der Mehrzahl der übrigen Limoniiden-
larven unterscheiden. Die Kriechwülste sind bei der Fortbewegung in den oft
schleimigen, von den Limonia-Larven gewöhnlich mit Sekretfäden ausgekleideten
Fraßgängen von Vorteil, und die Kopfkapseln müssen namentlich bei den in
Hartpilzen lebenden Larven fest gebaut sein, um für die Muskulatur der kräftig
arbeitenden Mandibeln das nötige Widerlager zu bieten.
Insgesamt erweisen sich die pilzbewohnenden Limoniidenlarven als eine in
mehrfacher Hinsicht interessante Gruppe, und es ist zu erwarten, daß zukünftige
Untersuchungen den Kreis der hierher gehörenden Arten noch wesentlich er-
weitern werden.
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PHAENOANALYTISCHE STUDIEN AN EINIGEN ARTEN
DER UNTERGATTUNG TERRESTRIBOMBUS O. VOGT
(HYMENOPTERA, BOMBIIDAE). III. TEIL’)
VON
EDGAR KRUGER +
INHALTSVERZEICHNIS
Die geographische Verteilung der Merkmale bei einigen Arten des Terrestribombus
O. Vogt. Bombus lucorum (L.), magnus O. Vogt und burjaeticus Kr. . . . . 283
Die geographische Verteilung der Merkmale beim Bombus terrestris . . . . . . 304
Bemerkungen zur Taxionomie der Merkmale . . . . (ENO ra Emre SR SEG
Die Variationseinheiten der Untergattung meenen bus li sie OE 20
Die Verbreitung der untersuchten Arten der Untergattung Oba RZ.)
Die Rassen einiger Arten der Untergattung Terrestribombus . . . . . . . . . 323
Allgemeines zur Chromatik der Untergattung Terrestribombus . … . . . . . . 332
Schlussbetrachtun sent EEE Oa OENE EEE MEREN UE QUE 0339
WerzeichnismmdesmeSchiniftinn sun Ea Me Ri Alec. ces 140
DIE GEOGRAPHISCHE VERTEILUNG DER MERKMALE BEI EINIGEN ARTEN DES
Terrestribombus O. VOGT
1. Bombus lucorum (L.), magnus O. Vogt und burjaeticus Kr.
A. WEIBCHEN UND ARBEITER
a) Das Collare.
Weibchen: Man vergleiche die beigegebene Tabelle, in der die Frequenzen der
Gradus des Collare für einige Ethna des europäischen B. Incorum angegeben sind.
Eine biometrische Auswertung der Untersuchungen ist wegen der zu geringen
Individuenzahl einiger Ethna nicht moeglich. Jedoch lassen sich gewisse Folgerun-
gen beschränkter Art daraus entnehmen. Wichtig ist, daf sich die maximale
Frequenz von Südschleswig über Holstein (Hamburg) und Mecklenburg bis zur
Mark Brandenburg (Berlin) vom Gradus postcollaris bis zum propelatocollaris
verlagert. Die melanistische Eigenschaft der Population Südschleswig bekundet sich
besonders durch die relativ hohen Frequenzen der ersten Gradus. Die prozentuale
Frequenzensumme der ersten drei Gradus beträgt für das Ethnos Südschleswig
28.7, für das von Südholstein (Hamburg) 19.2, das von Mecklenburg 19.6 und
der Mark Brandenburg (Berlin) 10.5. Die Gradus cryptarum und cryptaroides
finden sich aber auch noch weiter südlich und zwar zum Beispiel haufig in
*) Der erste und zweite Teil dieser Arbeit wurden im Band 93, 1950 (1951), Seite 141,
Band 97, 1954, Seite 263 und Band 99, 1956, Seite 75 dieser Zeitschrift veröffentlicht.
283
284 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Die Gradus des Collare bei den Weibchen des Bombus lucorum L. einiger Ethna Europas
Ethna I II III IV V VI VII VIII IX n
Dänemark — — 4.2 8.3 16.6 — Ser 125 _- 24
Südschleswig ol Wed Wisi 26.7 25.0 18.6 1.0 — — 300
Hamburg 0.8 Swi 13,0 OO 23 2002600138 — — 130
Mecklenburg 1.6 9.8 8.2 9.8 1.6 39.4 16.4 3.1 — 63
Berlin 1102 8.1 1152 10.5 17.4 17.4 2540 18.6 — 86
Thüringen 2.6 e 230 Sol WHE MOB | BOS 5.3 = 39
Schwarzwald — — — 5.9 VE SID (275.11 216 — 102
Mittel- und
Südnorwegen — — De 10 MN ECS 263 Ae 198 — 27
Südfinnland — — Dal Doll ORE: 58.0 21.8 5.0 — 188
Nordskandinavien — — 10.0 —- Be) | WO BS) 07 — 14
Zentralrußland — — 3.0 — 121 1 SOA 334 — 33
Ungarn und
Rumänien — — 2.3 Ol ZI Wiles) ISO 273 — 44
Südschweiz — — — 0.7 TOTTI 294.3 209 — 1571
Frankreich — — — 9.5 Ar NAD 238 1355 14.3 25
Pyrenäen —- -— — — — OA 2260 SDD) Saal 53
Korsika 72.3 DD ED — — — — 18
Sardinien DAT, 94.3 — — — — — — — 30
Die Ziffern I—IX bezeichnen die Gradus vom cryptarum bis perlatocollaris.
Thuringen. Sie sind jedoch mit einer hohen Frequenzenziffer des hohen Gradus
propelatocollaris verbunden. Sie treten noch in anderen Gebieten Nord- und Mit-
teldeutschlands zerstreut auf. So befinden sich in der VoGTschen Sammlung 5
Exemplare des Gradus cryptarum und 7 des cryptaroides von Glogau, während sie
im Riesengebirge noch nicht beobachtet worden sind. Noch weit im Süden
Deutschlands koennen diese Gradus — wenn gewiß auch nur selten — vorkom-
men. In der Sammlung befinden sich 8 Exemplare des cryptarum aus dem noerd-
lichen Baden und Bayern, 1 Exemplar aus der Umgebung von Ulm und 21
cryptaroides aus denselben Gebieten. Im Ethnos des Hohen Schwarzwaldes wurden
dagegen unter den vielen Weibchen die ersten drei Gradus nicht angetroffen.
Wir dürfen also annehmen, daß nach dem Süden zu die thorakale Gelbfärbung
allmählich zunimmt. Damit stimmt überein, daß in der Südschweiz, in Ungarn und
Rumänien, wahrscheinlich auch in Mittelfrankreich, bestimmt aber im südlichen
Frankreich, besonders in den Pyrenäen und im noerdlichen Spanien die dunkleren
Gradus des Collare nicht mehr auftreten. Im südlichen Frankreich, speziell in den
Pyrenäen, fehlen sogar die ersten fünf Gradus. Für Italien liegen keinerlei Beobach-
tungen vor, jedoch moechte ich annehmen, daß auch hier das Collare stets deutlich
ausgebildet ist. Die Exemplare aus der Türkei haben ebenfalls sehr breite Binden.
In auffallendem Gegensatz zu dieser reichlichen Ausbildung des Collare stehen
nun die Ethna von Korsika und Sardinien, bei deren Rassen renardt und aritzoensis
überhaupt nur die beiden ersten Gradus vorkommen. Für die Ethna von Holland,
Belgien, England und Irland kann wegen Mangel an Material nichts ausgesagt
werden. Die Exemplare von Mittel- und Südschottland haben ein meistens breite-
res Collare als die Nominatform, und es fehlen die ersten drei Gradus. Auch im
Norden, in Norwegen, Schweden, Finnland, in den subarktischen Gebieten, sogar
schon auf den dänischen Inseln, unmittelbar noerdlich von Schleswig-Holstein
F. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 285
fehlen die ersten beiden Gradus. Jedoch muss hier einschränkend bemerkt werden,
daß das vorliegende Material zu einem endgültigen Urteil nicht ausreicht. Auch
im Osten nimmt das Collare an Breite zu. Für das Ethnos von Pommern wurden
die ersten beiden Gradus noch nachgewiesen, scheinen aber schon im Baltikum zu
fehlen und wurden unter den zentralrussischen wie übrigens auch den asiatischen
Weibchen nicht mehr angetroffen. Letzteres zeigt sich schon an der Rasse terres-
triformis aus der Umgebung von Konstantinopel (siehe oben) und dem Ethnos
des nordwestlichen Kleinasiens (Brussa), ferner bei der Rasse albocinctus von
Kamtschatka und Sachalin. Eine Ausnahme bildet das Ethnos von Süd-Kansu mit
der Rasse minshanicola, bei dem das Collare relativ schmal ist.
Wir sehen, daß die Variationskurven einiger Ethna zweigipfelig sind, so die
von Thüringen und Ungarn. Das trifft auch für das Ethnos von Berlin und in
geringerem Grade auch für Mecklenburg zu. Bei den beiden ersten Ethna muss
mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß selektiv gesammelt wurde. Für die
beiden anderen trifft das aber bestimmt nicht zu. Nun wissen wir zwar, daß aus
einer zwei- bzw. mehrgipfeligen Variationskurve auf eine Zusammensetzung eines
Ethnos aus mehrere Rassen nicht ohne weiteres geschlossen werden darf. Ich
glaube aber in unserem Falle, daß wir es mit einer dunkleren cryptaroides und
einer helleren Urform zu tun haben.
Dafür, daß sehr eng umgrenzte Teilgebiete eines groeßeren Ethnos von diesem
stark abweichen koennen, liefert die Population des Hamburger Stadtparkes ein
typisches Beispiel. Die Verlagerung der maximalen Häufigkeitswerte in die An-
fangsgradus einerseits und den Gradus propelatocollaris andererseits ergibt auch
hier eine Zweigipfeligkeit der Variationskurve, wodurch unsere Annahme zweier
differenter Urformen eine weitere Stütze erfährt.
Bei den Weibchen des Bombus magnus und seiner Rasse latocinctus ist das
Collare immer sehr breit (lato- und perlatocollaris). Die Weibchen des Fichtel-
gebirges und von Südfinnland haben durchschnittlich ein etwas schmäleres Collare,
indem sie den Gradus collaris, propelatocollaris und latocollaris angehoeren. 2
Weibchen von Fürth gehoeren dem Gradus /ato- und 7 dem perlatocollaris an.
Bei 2 Weibchen von Dresden, 2 von Darmstadt und bei einem Weibchen von
Neustadt i.S. treten die Gradus propelato- und Jatocollaris auf. Auch die Type des
flavoscutellaris von Eberswalde hat ein sehr breites Collare (Jatocollaris). Bei der
Rasse /uteostriatus der Pyrenäen ist der weit überwiegende Teil der Weibchen mit
einem sehr breiten Collare versehen, indem der Gradus perlatocollaris zu 77.8, der
latocollaris nur zu 22.2 Prozent vertreten ist. Also zeigt auch der Bombus magnus
im Süden eine gewisse Vermehrung der thorakalen gelben Behaarung. Unsere Art
variiert jedoch in der Ausbildung des Collare nur in recht geringem Grade und
nimmt in der melanistischen Region nicht an der Verdunkelung des Collare teil.
Die Gradus cryptarum bis zum propecollaris fehlen überhaupt, und der Gradus
collaris kommt nur bei ganz wenigen Exemplaren vor. Auch die asiatischen Ethna
haben ein sehr breites Collare. Beim B. burjaeticus ist im Gegensatz zum B. magnus
und seinen Rassen die Variationsamplitude des Collare nicht unbeträchtlich. Bei
einzelnen Individuen dieser Art erfährt dasselbe im Gradus Jatissimocollaris seine
groeßte Breite.
Arbeiter: In der Ausbildung des Collare stimmen diese im allgemeinen mit den
286 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Weibchen überein, jedoch mit der Einschränkung, daf eine mehr oder weniger
starke Verlagerung des Mittelwertes in hoehere Gradus erfolgt. Die nebenstehende
Tabelle erläutert das für die Weibchen und Arbeiter von Sylt, Korsika und Sardi-
nien beim B. lucorum.
Die prozentualen Frequenzen der Gradus des Collare bei den Weibchen und Arbeitern des
B. lucorum von Sylt, Korsika und Sardinien
Ethna I II III IV V VI VII VIII n
Sylt:
Weibchen Dot 73 26.7 25.9 18.6 1.0 — — 300
Arbeiter = 0.7 Vell 27.9 DI 22.4 — — 549
Korstka :
Weibchen 7223 2292. — -- — — —— — 18
Arbeiter 1.9 48.3 41.6 8.1 — — — — 161
Sardinien :
Weibchen 587] 94.3 = = == — — — 30
Arbeiter 3.5 67.4 208] = — — — — 86
b) Das 2. Tergit.
Weibchen: Die gelbe Behaarung nimmt im allgemeinen auf dem 2. Tergit einen
beträchtlichen Raum ein und ist verglichen mit dem Collare nicht so variabel.
So tritt der melanistische Charakter des Ethnos Schleswig-Holstein und seiner
Nachbargebiete in einer Reduktion der gelben Abdominalbinde weniger hervor.
Immerhin ist bei keiner Population, abgesehen von der Rasse renardi auf Korsika,
der Gradus /uteolato- bzw. luteopraestriatus häufiger als hier und bei den unter-
suchten 130 Weibchen aus der Umgebung Hamburgs haben nur 22 die breitere
Binde der Nominatform, alle übrigen sind schmalbindiger. In der Mark Branden-
burg beginnen die niedrigeren Gradus schon seltener zu werden; sie wurden in
Mecklenburg und Pommern — bei einem allerdings geringeren Material — nicht
beobachtet. Außerhalb der eigentlichen melanistischen Region und isoliert von
ihr scheint in einzelnen Gegenden eine Zunahme der schmalbindigen Gradus
vorzukommen, zum Beispiel im subarktischen Skandinavien und in Ungarn. Unter-
suchungen an einem groeßeren Material müssen zeigen, ob es sich hier um reelle
Werte handelt. Es kann jedoch bestimmt behauptet werden, daß die geographische
Streuung ähnlich wie bei den Gradus cryptarum und cryptaroides auch beim Gra-
dus /uteopraestriatus nicht unbedeutend ist. So treffen wir unter 102 Weibchen des
B. lucorum vom Hohen Schwarzwald 5 Exemplare dieses Gradus an. Bei den
Weibchen des Kaukasus kann, verglichen mit dem sehr breiten Collare, die gelbe
Abdominalbinde relativ schmal sein. Im allgemeinen nimmt vom melanistischen
Zentrum zentrifugal nach allen Richtungen die gelbe Behaarung des 2. Tergites zu.
Eine Sonderstellung nimmt die Rasse renardi von Korsika ein, bei der die schmale
Abdominalbinde besonders häufig auftritt, während sie bei der benachbarten
Rasse aritzoensis von Sardinien so breit wie bei der Nominatform ist.
Bombus magnus und seine Rasse Jatocinctus setzen die Verdrängung der schwar-
zen Behaarung des 2. Tergites fort, wobei die schwarzen oralen Cilien meistens
gänzlich oder bis auf kümmerliche Reste verschwinden. Ferner werden auch die
schwarzen caudalen Fimbrien, die beim B. /ucorum doch immer noch einen mehr
oder weniger breiten Saum bilden, auf einen ganz schmalen Streifen reduziert,
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 287
der im Extrem nur aus einer lockeren Zeile schwarzer Haare besteht. Die einzelnen
Rassen verhalten sich ziemlich gleich, nur beim Ethnos des Borochoro-Gebirges
und vielleicht auch im Ussuri-Gebiet tritt eine Verschmälerung der Abdominal-
binde ein.
Arbeiter: Während das Collare bei den Arbeitern durchschnittlich breiter als
bei den Weibchen ist, trifft das bei der Abdominalbinde nicht zu. Nicht selten ist
sie bei den Arbeitern sogar schmäler. Das zeigt sich besonders bei zahlreichen
Arbeitern des B. lucorum des Hohen Schwarzwaldes, wo nicht allein der Gradus
luteopraestriatus, sondern auch die Formen disectus, propedisectus, trisectus und
tetrasectus in Anzahl gefunden wurden. Aber diese Erscheinung tritt nicht bei
allen Ethna auf. So ist zum Beispiel die Abdominalbinde bei der Rasse renardi
des B. lucorum breiter als bei den Weibchen.
c) Das Gesicht und die Corbicula.
Weil in der Färbung stark correlativ verbunden, werden beide zusammenhängend
behandelt.
Weibchen: In der Literatur wird die Behaarung des Gesichtes fast durchweg
als schwarz bezeichnet und die braune Behaarung des Untergesichtes nicht erwähnt;
nur BISCHOFF berücksichtigt sie bei seiner Rasse minshanicola des B. lucorum.
Dasselbe gilt für die braune Behaarung der Corbicula. Im folgenden wird die
Färbung der langen Haare und der kurzen Grundbehaarung des Gesichtes getrennt
besprochen.
Bei keinem anderen Ethnos ist, mit Ausnahme des Ethnos von Korsika, die brau-
ne Behaarung des Untergesichtes so ausgeprägt wie in Südschleswig. Hier kommen
Exemplare mit fast ganz braun behaartem Untergesicht (fulvopraefactalis) nicht
selten vor, und dasselbe gilt für die braune Behaarung der Corbicula. Wesentlich
geringer ist die braune Gesichtsbehaarung beim Ethnos von Hamburg, wo die
Form fulvopraefactalis nicht beobachtet wurde. Es sei jedoch bemerkt, daß das ja
auch in anderer Beziehung abweichende Teilethnos des Hamburger Stadtparkes
wesentlich mehr zum Braunwerden neigt, was sich besonders an der Corbicula
zeigt, denn unter 58 Weibchen gehören 10 dem fulvocorbiculosus an. Im übrigen
Deutschland, so in der Umgebung von Berlin, in Mecklenburg und Pommern, ist
die braune Behaarung noch geringer. Dasselbe gilt für das Fichtel- und Riesen-
gebirge, während in Thüringen ein deutliches Ansteigen der braunen Behaarung
zu verzeichnen ist. Wir koennen vermuten, daß in Süddeutschland Exemplare mit
brauner Behaarung des Gesichtes und der Corbicula zu den Seltenheiten zählen
werden. So sind zum Beispiel bei den Weibchen des Hohen Schwarzwaldes Gesicht
und Corbicula schwarz behaart. Dasselbe trifft für ausgedehnte Gebiete Europas
zu, so für Ungarn, Frankreich, speziell für die Pyrenäen, Schottland, das subarkti-
sche Skandinavien, das mittlere Schweden und Rußland. Bedeutend entwickelt ist
die braune Behaarung dagegen im südlichen Finnland, wo bei den Weibchen des
B. lucorum Clypeus und Area centralis immer braun behaart sind, und auch die
Corbicula mehr oder weniger braune Haare besitzt. Unter 188 Exemplaren gehoe-
ren 14 dem fulvocorbiculosus und ein Exemplar exceptionell dem flavocorbiculosus
an. Auch im Ethnos der südlichen Schweiz fanden wir zahlreiche Exemplare mit
hellen Haaren im Untergesicht, die aber nicht umbrabraun, sondern mehr gelbbraun
sind. Die Haare der Corbicula sind nicht selten gelb- oder gelbbraun gespitzt, sie
288 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
koennen aber auch ganz gelb behaart sein (flavocorbiculosus). Nirgends ist aber
die Braunfärbung des Gesichtes, wie schon oben bemerkt, so stark entwickelt wie
bei der Rasse renardi von Korsika, wo nicht allein braune Haare im Untergesicht
auftreten, sondern auch im Obergesicht vorkommen koennen. Dementsprechend
ist auch die Corbicula ausgedehnt hell behaart; nur haben die Haare eine mehr
rotgelbe Toenung. Diese rotgelbe Färbung kann sogar auf die Behaarung der
mittleren Tibien und hinteren Femora übergreifen. Im Gegensatz zur Rasse renardi
sind bei der Rasse aritzoensis von Sardinien Gesicht und Corbicula schwarz behaart.
Beim Bombus magnus bestehen hinsichtlich der Färbung von Gesicht und Corbi-
cula sehr differente Verhältnisse. Die Grundfärbung ist auch hier schwarz, jedoch
treten in wechselnder Ausdehnung braune Haare hinzu. Bei keinem Ethnos ist die
braune Behaarung so häufig und ausgedehnt wie auf Sylt. Sie ist sogar noch
beträchtlicher als bei dem mit ihm hier vorkommenden B. /ucorum. Bei den übri-
gen Ethna Deutschlands ist sie weit geringer, nur die Population des Fichtelgebirges
nimmt eine Art Zwischenstellung ein. Bei den Weibchen und Arbeitern der Rasse
luteostriatus sind die Haare des Gesichtes und der Corbicula schwarz. Ebenso
verhält sich die Rasse borochorensis, während bei den Weibchen des turkestanicus
das Gesicht des oefteren spärlich braun behaart ist und die schwarzen Haare der
Corbicula meistens bräunliche Spitzen haben. Bei der Rasse mongolicus sind die
Haare des Gesichtes und der Corbicula schwarz. Das Weibchen des B. lan-tschou-
ensis hat ausgedehnt braungelbe Behaarung. Bei den Weibchen des Bombus bur-
jaeticus treten zuweilen lange gelbbraune (nicht ausgesprochen braune) Haare
zwischen den schwarzen der Area centralis auf. Die Haare der Corbicula sind
schwarz mit gelblichen oder bräunlichgelben Spitzen.
Diekurze Grundbehaarung des Gesichtes ist beim B. lucorum
schwarz, nur im oralen Winkel der Arcae triangulares treten häufig, aber dann stets
nur insehr geringer Zahl, greise bis greisgelbe Haare auf. Hierin verhalten sich
alle Ethna gleich. Beim Bombus magnus ist die kurze greise Behaarung im allge-
meinen viel reichlicher und greift auf die Area centralis und das Obergesicht über.
Dieses Verhalten gilt nicht allein für das Ethnos von Sylt, sondern auch für das
Fichtelgebirge und alle deutschen Einzelfunde, zum Beispiel von der Mark Bran-
denburg, Dresden und Fürth. Ebenso folgen die Weibchen von Finnland diesem
Verhalten. Bei der Rasse /uteostriatus ist die kurze greise Behaarung geringer
entwickelt und wurde bisher bei den Weibchen der Orkney-Inseln und den schwe-
dischen Stücken nicht angetroffen. Bei den asiatischen Rassen ist sie jedoch durch-
weg gut ausgebildet. Es bestehen aber, wie oben schon geschildert, gewisse sippen-
mäßig zugeordnete Abweichungen in der Modalität der Ausbreitung der hellen
Grundbehaarung.
Arbeiter: Bei den Arbeitern des B. /ucorum tritt die braune Behaarung des
Gesichtes und der Corbicula verglichen mit den Weibchen sehr zurück. Statt dessen
finden sich des oefteren gelbe oder gelbgespitzte Haare, die im Gesicht stets
spärlich bleiben, aber an der Corbicula in groeßeren Zahl vorkommen koennen.
So finden wir bei fast allen Ethna gelegentlich den Gradus flavocorbiculosus,
dagegen nicht den fulvocorbiculosus. Braune Gesichtshaare treten in relativ bedeu-
tenderer Ausdehnung nur auf Sylt und Korsika auf. Für die Arbeiter des B. mag-
nus kann hinsichtlich des Gesichtes und der Corbicula keine spezialisierte Darstel-
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 289
lung gegeben werden, weil dazu das Material nicht ausreicht. Nur die reichlicheren
Fänge von Sylt lassen erkennen, daß auch bei dieser Art statt langer brauner Haare
gelbe auftreten koennen. Entschieden reichlicher finden sich diese gelben Haare
bei der Rasse borochorensis, indem bei 30 Prozent solche in der Area centralis
vorkommen. Nicht ganz so häufig finden sie sich bei der Rasse turkestanicus und
treten beim B. burjaeticus ganz zurück.
Die kurze helle Grundbehaarung des Gesichtes beschränkt sich auch bei den
Arbeitern des B. Iucorum auf den oralen Winkel der Area triangularis und auf
wenige Haare. Ueber die Arbeiter der europäischen Rassen des B. magnus koennen
wir aus obigen Gründen keine Angaben machen. Bei dem Ethnos von Sylt folgen
die Arbeiter den Weibchen. Bei der Rasse borochorensis und turkestanicus ist die
kurze greisgelbe Behaarung ebenfalls vorhanden, während sie bei der Rasse /aevis
nur spärlich ausgebildet und abgesehen vom oralen Winkel der Area triangularis
auf die Area centralis beschränkt ist. Besonders stark ist die helle Grundbehaarung
beim Bombus burjaeticus entwickelt; hierin übertreffen die Arbeiter noch die
Weibchen.
d) Die Stirn und der Scheitel.
Weibchen und Arbeiter: Stirn und Scheitel (= Stirnkante) sind beim B. /uco-
rum durchaus schwarz behaart. Beim B. magnus finden sich dagegen bei zahl-
reichen Exemplaren mehr oder weniger versteckt an der Scheitelkante lange gelbe
Haare, die zuerst paramedian hinter den äußeren Ocellen entstehen und, ehe sie
auf den eigentlichen Stirnteil übergehen, einen zusammenhängenden Haarkranz
bilden. In dieser Ausbildung wurde die gelbe Scheitelbehaarung besonders bei den
Weibchen des Jatocinctus von Alexandersbad, weniger bei den Exemplaren von
Sylt und von Finnland, beobachtet. Zahlreichere Stücke von Fürth, Dresden, Meck-
lenburg u.a.O., darunter der flavoscutellaris von Eberswalde, wie auch die Weib-
chen des /uteostriatus der Pyrenäen zeigen die gelbe Behaarung der Scheitelkante.
Bei den asiatischen Rassen kann diese eine groeßere Ausdehnung erfahren, beson-
ders bei den Arbeitern. So ist bei den meisten Exemplaren der Rasse borochorensis
und bei zahlreichen des twrkestanicus die schwarze Stirnbehaarung und die des
Scheitels mit zahlreichen gelben Haaren durchsetzt. Beim /aevis sind dagegen diese
gelben Stirnhaare spärlicher. Der B. burjaeticus bietet ähnliche Verhältnisse wie
der turkestanicus. Bei dieser Art, wie übrigens auch beim J/antschouensis, ist
außerdem die kurze Grundbehaarung der Stirn graugelb.
e) Das Episternum und das Scutellum.
Weibchen und Arbeiter: Das Episternum ist beim B. /ucorum schwarz behaart,
nur unmittelbar unter dem Collare und mit diesem verschmelzend kann ein dorsal
scharf abgegrenzter Saum gelber Haare auftreten. Dieser eng begrenzte Raum wird
von gelben Haaren ventralwärts nicht überschritten, selbst nicht bei den extrem
‚breit gebänderten Weibchen. Dasselbe gilt für die weiße Behaarung. Alle Exem-
iplare, bei denen die Grenze durch weiter vordringende gelbe Haare ventralwärts
iverschwommen erscheint oder mehr oder weniger weit verschoben ist, gehoeren
zum B. magnus oder verwandten Formen. Sowohl die Exemplare von Sylt, wie die
\des Fichtelgebirges, Finnlands, der Pyrenäen, zum Teil auch die der Orkney-Inseln
290 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
und des noerdlichen Schottlands zeigen diese weit ventralwärts reichende gelbe
Behaarung. Gleiches gilt für die sporadisch auftretenden Exemplare des B. magnus,
zum Beispiel aus der Mark und der Umgebung von Fürth. Auch bei den Weibchen
und Arbeitern der asiatischen Formen ist das Episternum ausgedehnt gelb behaart.
Wir treffen diese Färbung sowohl beim borochorensis wie turkestanicus und ähn-
liches wird auch für die Rassen mongolicus, laevis und lan-tschonensis gelten.
In besonders starkem Mafe tritt die gelbe Behaarung beim Bombus burjaeticus
auf. Es sei noch bemerkt, daß die Arbeiter im allgemeinen noch mehr als die
Weibchen zur Gelbfärbung des Episternum neigen.
Das Scutellum ist beim Bombus lucorum stets schwarz behaart, das gilt für alle
Ethna. Beim B. magnus mischen sich in die schwarze Behaarung caudal mehr oder
weniger gelbe Haare oder helle Haare anderer Farbtoenung ein. Auf Sylt, bei
Berlin und Alexandersbad erscheint die gelbe Behaarung als caudaler Saum, nur
die Variante flavoscutellaris hat aberrant ein fast ganz gelb behaartes Scutellum
und bei den Exemplaren von Fürth reicht die gelbe Behaarung weiter oralwärts
als bei den vorgenannten Formen. Bei den Weibchen von Finnland ist sie geringer
entwickelt, sie fehlt den Exemplaren von Finnland und den Orkney-Inseln, ebenso
einem Exemplar von Darmstadt. Beim borochorensis haben nur die Arbeiter spar-
liche gelbe Randhaare, während sie den Weibchen fehlen. Bei der Rasse turke-
stanicus haben die Weibchen zuweilen graugelbe, die Arbeiter häufiger und
in groeßerer Ausdehnung gelbe Randhaare. Bei den Weibchen und Arbeitern
des B. burjaeticus ist der caudale Rand des Scutellum gelb behaart. Zuweilen reicht
die gelbe Behaarung weit oralwärts.
6) IDES I, Teroit:
Weibchen und Arbeiter: Das 1. Tergit ist beim B. lwcorum schwarz behaart, nur
im medianen Teile befinden sich bei fast allen Exemplaren einige wenige gelbe
Haare. Das gilt für alle Ethna. Diese geringe Gelbfärbung wird nicht überschritten.
Beim B. magnus dagegen breitet sich diese gelbe Behaarung, die mit einer caudo-
lateralen verbunden sein kann, mehr oder weniger über das 1. Tergit aus und
gipfelt in den oben beschriebenen Gradus propepseudo- und pseudosporadicus.
Letztere kommen bei den Arbeitern noch häufiger als bei den Weibchen vor.
Wir finden sie nicht selten bei den Weibchen und Arbeitern von Sylt und von
Alexandersbad. Die Exemplare der Mark Brandenburg, der Lüneburger Heide
sowie der übrigen in Deutschland vereinzelt auftretenden Weibchen und Arbeiter
haben ein ausgedehnt gelb behaartes 1. Tergit (auch die hoechsten Gradus kom-
men vor). Das Ethnos von Finnland zeigt eine geringere Entwickelung der gelben
Behaarung. Bei der Rasse /uteostriatus der Pyrenäen und den asiatischen Formen
tritt die ausgedehntere gelbe Behaarung des 1. Tergites haufiger auf, besonders
bei den Arbeitern des borochorensis und turkestanicus. Am stärksten ist die helle
Behaarung beim Bombus burjaeticus entwickelt.
Die Morphe bzw. Aberration albopustulatus gehoert zu den seltenen Erschei-
nungen und kommt nur beim Bombus magnus vor. Sie wurde in Anzahl bei den
Weibchen, seltener bei den Arbeitern der Rasse latocinctus auf Sylt, aber bisher
weder bei Alexandersbad und Fürth noch in Finnland angetroffen. Nur ein Weib-
chen von Neustad i.S. und ein Exemplar des mongolicus gehoeren zu dieser
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 291
Variante. Noch seltener als bei den Weibchen finden wir sie bei den Arbeitern.
Ich besitze einige Exemplare von Sylt, in der VoGTschen Sammlung befindet sich
nur ein einziger Arbeiter des albopustulatus ohne Fundortsbezeichnung.
g) Der Farbwert des Collare und der Abdominalbinde.
Weibchen: Ich lasse die Arbeiter hier außer acht, weil sie viel konservativer in
der Bindenfärbung sind. Im Ethnos von Hamburg treten, abgeschen von der Fär-
bung der Nominatform, vereinzelt Exemplare mit braunem Collare und brauner
Abdominalbinde auf und solche, bei denen die letztere braun gefärbt, das Collare
normal gelb ist. Einzelne zeigen die grünlichgelben Binden des lehmanni. Solche
aberrativen Farbvarianten sind wahrscheinlich noch weiter verbreitet. So befinden
sich in der Voerschen Sammlung mehrere Weibchen von Helsingborg mit grün-
licher Binde des 2. Tergıtes bei normal gefärbtem Collare und ein Exemplar, bei
dem auch das letztere den grünlichen Farbton zeigt. Dazu kommen die bei Ham-
burg einmalig gefundenen Aberrationen pallidostriatus mit weißlichen und ochra-
ceocinctus mit ockerfarbigen Binden. In der Population von Berlin konnten
hinsichtlich des Farbwertes vier Gradus unterschieden werden, die durch allmählich
sich steigernde Verdunkelung der Binden charakterisiert sind und schließlich den
Gradus obscurostriatus erreichen. Auch diese Farbänderungen erscheinen aberrativ
in anderen Ethna, so zum Beispiel in Thüringen und im Hohen Schwarzwald.
Unabhängig von diesen mehr oder weniger vereinzelt auftretenden Farbänderungen
findet aber ein Prozess statt, der größere taxionomische Bedeutung besitzt. Es
handelt sich hierbei um eine Farbänderung, bei der der Tonwert der Binden sich
dem des B. terrestris angleicht. Und zwar läßt sich eine südoestlich gerichtete
Gradation derselben feststellen. Diese Farbänderung konnte schon bei einzelnen
Exemplaren von Ungarn beobachtet werden. Sie tritt bei den Weibchen der Süd-
lichen Schweiz — wenn auch nicht bei allen Exemplaren — in fast leuchtend
goldfarbiger oder goldbrauner Toenung in Erscheinung. Sie wurde auch vereinzelt
im mittleren Frankreich und bei der Rasse congruens des B. lucorum der Pyrenäen
beobachtet. Bei Konstantinopel und Brussa sind die beiden Arten in ihren Rassen
terrestriformis des B. lucorum und lucoformis des B. terrestris im Farbton der
Binden nicht mehr zu unterscheiden. Wenn wir von einer Angleichung der
Farbtoene gesprochen haben, so ist das nicht so zu verstehen, daß sie einseitig
etwa nur vom B. /ucorum ausgeht. Es ist vielmehr so, daß sich beide Arten in
einem mittleren Farbwert begegnen. Sehr abweichend von der Nominatform ist
der Farbton bei der Rasse renardi. Er ist bei den Weibchen dunkel gelbbraun, bei
den Arbeitern eine Nuance heller. Der Farbton der Rasse aritzoensis ist auch
dunkler als bei der Nominatform, aber bei weitem nicht so stark wie beim renard?.
Beide Rassen gleichen sich auch hier konvergent den mit ihnen auf Korsika bzw.
Sardinien vorkommenden Rassen des B. terrestris, dem xanthopus und sassaricus in
der Färbung der Binden an; nur fällt hier diese Erscheinung wegen der teilweise
sehr geringen Entwickelung der Binden weniger auf. Bei den Weibchen des
Kaukasus scheinen die Binden bleich ockergelb zu sein. Es muss aber noch nach-
geprüft werden, ob dieser Farbton dem farbfrischen Zustande entspricht. Bei der
Rasse terrestricoloratus von Tibet sind die Binden sattbraun und beim albocinctus
bekanntlich weiß. Auf Sachalin kommen neben rein weißbindigen Tieren auch
292 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Exemplare vor, bei denen die Binden leicht citronenfarbig getoent sind. Uebrigens
nehmen beim B. albocinctus auch die Arbeiter an der Farbänderung der Binden
teil. Ueber den Farbwert der Binden des Bombus magnus und seiner Rassen kann
nur mit großer Reserve berichtet werden, da vielfach farbfrisches Material nicht
vorliegt. Bei der Rasse latocinctus von Sylt ist der Farbton des Collare bräunlich-
gelb, der Abdominalbinde fahlgelb und heller. Im Fichtelgebirge, bei Fürth und
wohl überhaupt in Mittel- und Süddeutschland scheinen die Binden mehr oliv-
bräunlich zu sein. Ueber die Weibchen von Finnland läßt sich nichts aussagen,
weil sie durchweg nicht farbfrisch sind. Die Rasse /uteostriatus der Pyrenäen
scheint im Farbton der Binden mit der dortigen Rasse congruens des B. lucorum
übereinzustimmen. Bei der Rasse borochorensis und wohl ähnlich auch bei der
Rasse twrkestanicus sind die Binden leuchtend gelb, bei der Rasse sranicus mehr
stumpfgelb. Der Farbton der Binden der Rasse mongolicus ist gelb mit einem
leichten ockerfarbigen Einschlag (beim 2. Tergit mehr citronenfarbig). Der braune
Farbton bei der Rasse /antschouensis beruht möglicherweise auf Verschmutzung.
Beim Bombus burjaeticus sind die Binden grünlichgelb.
h) Die inverse Modalität der Bindenfärbung.
Auf die Erscheinung, daß das Collare abweichend von dem gewoenhnlichen
Verhalten dem Gelbwerden des 2. Tergites heteronom voraneilen kann, wurde
zuerst von O. VoGT hingewiesen. Er fand diese Erscheinung in seiner Sammlung
nur bei einem einzigen Exemplar, nähmlich einem Weibchen von Helsingborg.
Eine von mir vorgenommene Analyse der Modalitäten ergab, daß die inverse
Modalität in ihrer ausgeprägten Form zwar schr selten ist, daß aber zahlreichere
Weibchen und Arbeiter, aber kaum die Männchen, sie in mehr oder weniger
abgeschwächter Form zeigen. Der Grad der inversen Modalität ist an sich variabel,
insofern ein Zurückbleiben der Abdominalbinde bei verschiedenen Gradus des
Collare erfolgen kann. Die inverse Modalität wurde besonders häufig in ihrer
abgeschwächten Form bei den Weibchen und Arbeitern des Kaukasus und mehr
oder weniger ausgeprägt bei zahlreicheren Arbeitern des Hohen Schwarzwaldes,
ferner bei vielen Arbeitern von Thüringen (Tannenfeld) beobachtet. Wir konnten
sie außerdem bei mehreren Weibchen von Berlin, bei einzelnen Arbeitern (teilweise
in typischer Form) von Norwegen, Finnland, dem subarktischen Skandinavien
und Ungarn, ferner bei 2 Weibchen aus dem mittleren Schweden feststellen.
Im allgemeinen neigen die Arbeiter mehr als die Weibchen zur inversen Modali-
tät. Ob in einzelnen Ethna diese, wie vielleicht im Kaukasus und im Schwarzwald,
besonders häufig auftritt, wage ich nicht zu entscheiden. Die inverse Modalität
findet sich nur beim B. /zcorum, nicht beim B. magnus und burjaeticus.
i) Die Variante alboguttatus.
Der weiße Haarfleck am Limes des 2. Tergites kommt unter den in diesem
Abschnitt behandelten drei Arten beim B. /ucorum vor. Er wurde bei einigen
Weibchen und Arbeitern von Hamburg, Berlin, Pommern, des Hohen Schwarz-
waldes und Ungarn festgestellt. Aus dem Riesengebirge liegen mehrere, von
Schottland, Norwegen und vom Baltikum je ein Arbeiter vor. Am häufigsten ist
der alboguttatus im Hohen Schwarzwald, wo er schon als Morphe angesehen
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 293
werden kann. Ob die Häufung bei diesem Ethnos dauernd oder nur transitorischer
Natur ist, müssen spätere Untersuchungen ergeben. Ich glaube, daß die geogra-
phische Streuung dieses Merkmals ziemlich gleichfoermig ist und ihm keine tiefere
taxionomische Bedeutung beizumessen ist.
k) Die Färbung der Analtergite.
Weibchen und Arbeiter: Der caudale Teil des 4., das ganze 5. und das 6. Tergit
mit Ausnahme der mehr oder weniger ausgedehnten apikalen schwarzen Behaarung
des letzteren sind beim B. /ucorum rein weiß behaart. Die eben geschlüpften
Weibchen und Arbeiter haben immer eine bräunliche Analfärbung, die sich erst
nach einiger Zeit verliert. Junge Nest-Exemplare miissen also bei der Beurteilung
der Analfärbung ausscheiden. Bei den seltenen in der freien Natur gefangenen
Weibchen mit bräunlich getoenten Analtergiten ist ebenfalls die Moeglichkeit
vorhanden, daß der Ausfärbungsprozess noch nicht beendet war. Weibchen mit
bräunlichen Analtergiten wurden zum Beispiel bei Hamburg, im mittleren Nor-
wegen und an anderen Orten gefunden. In bemerkenswertem Gegensatz zur Sel-
tenheit dieser Funde steht die Rasse renardi, bei der die braune Behaarung als
Rassemerkmal auftritt. Sie nähert sich darin konvergent der Rasse xanthopus des
B. terrestris, ohne allerdings die Farbintensität des letzteren zu erreichen. Auch
beim Bombus magnus kommt es (bei den Weibchen) zu einer leichten Bräunung
der Endtergite zum Beispiel beim Ethnos von Sylt, seltener bei den Weibchen
von Alexandersbad und Fürth. Auch von Schweden liegen solche Exemplare vor.
In Finnland und bei sämtlichen Rassen in Asien, wie auch beim Bombus burjae-
ticus, sind die Analtergite weiß behaart.
1) Die Aberration soroeensicoloratus.
Weibchen: Von dieser sehr seltenen Variante des B. /ucorum, welche eine
heteronome Modalitat der Farbung darstellt, wurde je ein Weibchen bei Hamburg,
Furth und Helsingborg gefunden. Bei den Arbeitern scheint sie nicht vorzu-
kommen.
m) Die Pulverulenz.
Weibchen und Arbeiter: Die Pulverulenz wurde bei den Weibchen nur sehr
selten und in sehr schwachem Grade beobachtet, zum Beispiel bei einem Exemplar
aus dem Baltikum, dem Hohen Schwarzwald und von Bulgarien. Bei den Arbei-
tern, welche die Pulverulenz in viel hoeherem Grade zeigen, ergeben sich bei den
verschiedenen Ethna unter einander sehr abweichende Verhältnisse. Aeuferst gering
ist sie in Südschleswig (Sylt) und im subarktischen Skandinavien, etwas stärker
bei Hamburg, in England, im mittleren Norwegen und vielleicht auch in Zentral-
frankreich, ferner auf Sardinien. Sehr stark ist sie in Pommern, Thüringen, im
Riesengebirge, im Schwarzwald, in der südlichen Schweiz, in Ungarn, bei der Rasse
congruens der Pyrenäen, bei der Rasse renardi von Korsika und im Kaukasus.
Beim Bombus magnus fehlt die Pulverulenz oder kommt bei den Arbeitern hoech-
stens einmal andeutungsweise vor. Bei den Arbeitern des Bombus burjaeticus ist
die Pulverulenz in ausgeprägter Form vorhanden. Daß sippenmäßig bedingte
Differenzen in der Modalität vorkommen, konnte mit Sicherheit nicht bewiesen
werden, ist aber sehr wahrscheinlich.
294 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
B. MAENNCHEN
a) Das Gesicht.
Man vergleiche die zugehoerige Tabelle mit den Häufigkeitswerten der Gradus
bei einigen Ethna des B. /ucorum, magnus und burjaeticus.
Das Gelbwerden der Behaarung des Gesichtes bei den Männchen
Ethna I II III IV V VI VII VIII IX n
Schleswion((Sylt) MAES A2 ED ORG 3.3 225
Helsingborg 4.3 4.3 4.3 ADI 200 200 Bri 145 1.4 70
Schwarzwald — we) LE 159, 0 330 27 Oel 3.3 = 311
Ungarn 3.6 4.3 Ei AOB 205° 075 NAS 7.8 Ze mig
Kaukasus 6.2: 124 144 62) 103) 2998 3701 — Dat. 122
Turkestan — SOMME DM 26 88.8» AO S2 2.6 — 81
Borochorogebirge 1.4 69) ADB HSG 15D) ABA HO 7.6 5.8 148
Kulskoe DD, 9.7 12.9 2160) 22.6 12.9 4.8 8.1 4.8 67
Nertschinsk IS WOS SAN 264 334 7.0 — — — 58
Wir sehen, daß auch die Männchen von Sylt einen ausgesprochen melanistischen
Charakter haben (die wenigen Exemplare des typicocoloratus sind unberücksichtigt
geblieben). Die maximalen Frequenzen liegen in den ersten beiden Gradus, die
vier letzten sind (abgesehen von der hellen Form) nicht vertreten. Bei den übrigen
Ethna liegen die maximalen Frequenzen in den mittleren und hoeheren Gradus.
Das gilt schon für die Population Helsingborg wie auch für die anderen sich um
das melanistische Zentrum gruppierenden Ethna. Beachtlich ist ferner die Zweigip-
feligkeit der Variationskurve bei den Männchen des Kaukasus. Beim B. magnus
sind im wesentlichen Clypeus und Area centralis mehr oder weniger gelb behaart,
das Obergesicht nimmt nur selten an der gelben Behaarung teil. Ausgedehntere
Gelbfärbung haben die Ethna von Turkestan und dem Borochorogebirge. Auch
beim Bombus burjaeticus ist das Gesicht ausgedehnt gelb behaart. Auffallend ist
beim Ethnos von Nertschinsk die starke Frequenz des 1. Gradus, die damit ver-
bundene Zweigipfeligkeit der Kurve und das Fehlen von Vertretern der letzten
drei Gradus. Die Variationsamplituden sind bei fast allen Populationen der drei
Arten sehr groß.
b) Die Stirn und der Scheitel.
In der nebenstehenden Tabelle sind für einige Ethna des B. /ucorum, Magnus
und burjaeticus die Frequenzen der Gradus in Prozenten angegeben.
Gradus des Gelbwerdens der Stirn und des Scheitels bei den Arten B. lucorum, magnus
und burjaeticus
Ethna I II Ill IV Vv VI n
Schleswig (Sylt) 20.6 44.7 17.9 7.9 = — 225
Sardinien 8.6 34.4 86.0 8.6 — = 16
Turkestan 6.2 23.4 39.5 30.9 = = 81
Nertschinsk 1.8 10.5 14.0 22.8 35.2 15.8 58
Kulskoe == 15 3.1 6.2 64.6 24.6 67
Beim Bombus lucorum von Sylt sind die wenigen sprunghaft abweichenden
Exemplare des ypicocoloratus mit ausgedehnt gelb behaarter Stirn und Scheitelkante
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 295
nicht mit berücksichtigt. Mit Ausnahme dieser finden wir beim Ethnos Sylt, wo
fast ausschließlich die Männchenform terrestrioides vorkommt, die geringste gelbe
Behaarung. Die Männchen von Hamburg haben schon, da hier diese Form an
Häufigkeit abnimmt, durchschnittlich eine weit ausgedehntere gelbe Behaarung,
eine noch reichlichere finden wir beim Ethnos Berlin, wo nur noch 4 Prozent
dem terrestrioides angehoeren. Aehnliches und zwar in verstärktem Grade gilt für
das Ethnos von Mecklenburg, während beim Ethnos von Pommern unter Berück-
sichtigung der Exemplare von Neuendorf auf der Insel Wollin mit dem häufigeren
Auftreten der terrestrioiden Form eine Verdunkelung der Stirn eintritt; jedoch
kann das sehr wohl zufälliger oder temporärer Natur sein. Auch nach dem Süd-
osten nimmt die Gelbfärbung zu, zum Beispiel bei den Männchen des Riesen-
gebirges. Bei den Männchen des Schwarzwaldes und der Vogesen sind Stirn und
Scheitel ausgedehnt gelb behaart. Beim Ethnos von Schottland tritt wiederum mit
dem groeßeren Prozentsatz des terrestrioides eine Vermehrung der schwarzen Haare
ein, während anscheinend in England die Verhältnisse ähnlich wie in Mittel- und
Süddeutschland liegen. Dasselbe beobachten wir bei den Ethna des mittleren
Norwegen und Schweden. Bei etwa 50 Prozent der subarktischen Männchen
(Tromsö), die dem terrestrioides angehoeren, sind Stirn und Scheitel ausge-
dehnter schwarz behaart, bei den übrigen überwiegt mehr oder weniger die gelbe
Behaarung. Im Allgäu, in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und wahrscheinlich in
der Schweiz und in Frankreich haben die Männchen fast ausnahmslos eine
ausgedehnt gelbe Stirn. Das gilt auch für das Ethnos der Pyrenäen. Bei den
Männchen des renardi sind Stirn und Scheitel gelb behaart, beim aritzoensis mit
schwarzen Haaren durchsetzt. Wie im Gebiet des Kaukasus wird wahrscheinlich
auch in Rußland, mindestens in seinem südlichen und mittleren Teil die Stirn-
und Scheitelpartie ausgedehnt gelb behaart sein. Beim Bombus magnus von Sylt
besteht eine gewisse Variabilität. Im allgemeinen ist die Stirn gelb, von peripheren
schwarzen Haaren umsäumt, die aber mehr oder weniger zentralwärts vordringen
und — allerdings selten — die gelben Haare bis auf einen geringen Rest verdrän-
gen koennen. Aehnliche Verhältnisse treffen wir auf den Orkney-Inseln. Bei den
Rassen borochorensis und twrkestanicus sind Stirn und Scheitel im allgemeinen
reichlich gelb behaart, jedoch gibt es bei ihnen auch dunkler behaarte Männchen.
Die Exemplare des Bombus burjaeticus von Kulskoe zeichnen sich durch die
besonders hohe Frequenz des vorletzten Gradus aus. Das gilt auch für das Ethnos
von Nertschinsk, jedoch sind die Exemplare mit reichlicher schwarzer Behaarung
häufiger.
c) Das Collare.
In der nebenstehenden Tabelle sind bei verschiedenen Ethna des B. /ucorum,
magnus und burjaeticus die Frequenzen der Gradus des cryptarum bis pseudo-
laesoides in Prozenten angegeben. Bei vorsichtiger Wertung derselben ergeben
sich einige nicht unwichtige Tatsachen. Unter den angeführten Ethna ist die
Frequenz des Gradus cryptaroides bei den Männchen von Südschleswig (Sylt)
exceptionell hoch, auch das einzige von mir festgestellte Exemplar des cryptarum
gehoert diesem Ethnos an. Eine zweite maximale Frequenz liegt in den Gradus
postcollaris und propecollaris; es besteht also eine schwache Zweigipfeligkeit der
296 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Variationskurve. Die drei folgenden Gradus sind nur in beschränkter Anzahl, die
drei letzten überhaupt nicht vertreten. Auch bei der Rasse aritzoensis von Sardinien
ist das Collare relativ gering entwickelt und reicht bei beschränkter Variationsbreite
vom Gradus cryptaroides nur bis zum propecollaris. Wie nicht anders zu erwarten,
sinkt der melanistische Charakter der Männchen vom Zentrum des Melanismus in
Südschleswig schnell nach der Peripherie ab. Schon in Holstein, mehr noch in
Hannover, Mecklenburg und Pommern ist er kaum noch nachweisbar. Dasselbe
gilt für die Mark Brandenburg (Berlin). Im Schwarzwald und in den Vogesen
findet ebenfalls eine Verlagerung der Maximalfrequenzen in die höheren Gradus
statt, ferner im Allgäu, in Ungarn und in Rumänien. Im mitteldeutschen Raum
scheint das Ethnos des Riesengebirges eine gewisse Ausnahme zu bilden, indem
der Prozentsatz der niederen Gradus eine leichte Steigerung erfährt. Auch im
mittleren Schweden liegen die Maximalfrequenzen bei hoeheren Gradus und nur
wenige Männchen gehoeren den niederen Gradus des cryptaroides und semipost-
collaris (Helsingborg) an. In Norwegen steigt die Quote der hocheren Gradus.
In Schottland (Kingussie) wie in Frankreich fehlen die fünf ersten Gradus über-
haupt. In den Pyrenäen und im Kaukasus wird der Gradus pseudolaesoides er-
reicht, der sonst nur gelegentlich als Aberration vorkommt. Auch im Borochoro-
gebirge und in Turkestan liegt die Maximalfrequenz bei dem Gradus propelatocol-
laris, dem letzteren Ethnos fehlen aber die Gradus propepseudo- und pseudo-
laesoides. Die Ethna Kulskoe und Nertschinsk des Bombus burjaeticus unterschei-
Frequenzen der Gradus des Collare bei den Männchen der Bombus lucorum, magnus
und burjaeticus
Ethna I II III INA WY WAL WAAL IDE DX XI n
Sylt OD ZIA IO Zr SS 5.4 0.9 0.9 = = — 225
Berlin — 1.4 255) 8.8, 20.4317 2 95 4.8 0.6 0.3 — 353
Pommern = — DS NLD SZ ZII 2301 38 — — — 23
Riesengebirge — IA 2 2 297 189 42. Cri, 07 148
Schwarzwald — — — — 406231053 PIO ARE
Vogesen — — Sta ECTS OM AZ 24
Allgäu SS ESO SIS MIG OS e E
Ungarn — — 1.4, 2.9) 7, 2316 te 164 2 29 514 AO)
Hohe Rinne — — — — 1:67 20.67 SO 27) OD ED 1G GB
Rumänien — = = — es) IDO Dds} QI 13 — — 166
Schottland — — — — MOA lg BAL A MA
(Kingussie)
Mitt]. u.
sudl. Norweg. — — — — IS A LO PAO OH) = Vil
Mittl. u.
südl. Schwed. — 15 — 13.0 174 580 73 29 — — — il
Helsingborg — 14 Di 125 CRTC CO 2 270670
Frankreich — — — — — 166 50.0 278 56 — = 18
(Royat)
Pyrenäen — — = — AT Ibi 206) 148 206) 44! 3.7 26
Kaukasus Se NE LRU EE DD IB SOM AA B BG 122
Borochorogebirge — — — — — 7.4 46.7 189 12.8 12.2 2.0 148
Turkestan —— —— —— ni — 148 61.7 19.8 12.8 12.2 2.0 148
(Narynj)
Kulskoe — —- — — — 164 403 104 22.4 60 4.5 67
Nertschinsk = = — ly SED SOO ADD 35 IA Ley 58
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 297
den sich insofern, als bei letzteren die Maximalfrequenz beim Gradus collaris,
bei ersterem beim propelatocollaris liegt. Es sei erwähnt, daß zwei Männchen
von Ungarn insofern aberrant sind, als das gelbe Collare caudal weiß gesäumt ist.
d) Das 1. Tergit.
Man vergleiche die nebenstehende Tabelle, die sich auf einige Ethna des B.
lucorum beschränkt.
Das 1. Tergit ist beim B. /ucorum sehr variabel; es ist bei den meisten Ethna
entweder ganz oder fast ganz schwarz behaart mit allen Zwischenstufen. Deutlich
melanistischen Charakter zeigen wieder die Männchen von Südschleswig (Sylt)
mit den maximalen Frequenzen in den beiden Anfangsstufen. Noch stärker aus-
gebildet ist er bei dem Ethnos von Tromsö bei dem fast die Hälfte der Exem-
plare dem ersten Gradus angehoert und die beiden letzten Gradus fehlen. Aller-
dings ist es wahrscheinlich, daß sie unter einem groeßeren Material noch angetrof-
fen werden, weil der 4. Gradus eine hohe Frequenzenziffer aufweist. Das Ethnos
von Helsingborg weicht von den vorigen durch die hohen Frequenzen im 5. und 6.
Gradus ganz bedeutend ab. Bei den meisten anderen Ethna liegen wie im Hohen
Schwarzwald die Maxima in den hoeheren und hoechsten Gradus. Der B. magnus
von Sylt hat auf dem 1. Tergit fast stets eine ausgedehnt gelbe Behaarung, sehr
häufig finden sich die schwarzen Resthaare nur noch oral und lateral. Bei den
Rassen furkestanicus und borochorensis ist das Tergit immer ausgedehnt gelb.
Beim Bombus burjaeticus ist es sowohl beim Ethnos von Kulskoe wie auch von
Nertschinsk, mit Ausnahme eines Exemplares mit ganz schwarzem Tergit, ganz
oder fast ganz gelb behaart, bei der Form virescens von Chulan, die ich als Rasse
zum B. magnus stelle, ebenfalls ganz gelb behaart.
Frequenzen der Gradus der gelben Behaarung des 1. Tergites bei einigen Ethna der
Männchen des Bombus lucorum.
Ethna I II III IV V VI n
Südschleswig (Sylt) 25.0 21.0 Li 19.8 13.8 3.3 225
Tromsö 45.4 27-3 91 18.2 — — lil
Helsingborg 5.9 16.2 19.1 25.0 20.6 13.2 70
Schwarzwald 13.3 9.5 10.8 16.8 215 28.1 311
©) Das) 27 Tersit.
Es ist in Uebereinstimmung mit dem in gewissen Einzelheiten konservativeren
Farbcharakter beim B. /ucorum wenig variabel und behält in der Regel selbst
bei der melanistischen Form von Südschleswig die Bindenbreite der Nominatform.
Der Gradus /wteolatopraestriatus kommt nur gelegentlich vor, so zum Beispiel
unter 353 Exemplaren von Berlin nur bei einem einzigen. Ein anderes Männchen
von dort hat aberrativ ein bis auf einen schmalen gelben oralen Fimbriensaum
schwarz behaartes 2. Tergit. Die Gradus di-, tri- und tetrasectus sowie die Ueber-
gangsformen kommen nur bei den Männchen von Schleswig, Berlin, Pommern,
dem Hohen Schwarzwald, der Vogesen und von Ungarn vor. Sie treten seltener
als bei den Weibchen und Arbeitern auf und fehlen bei allen übrigen Ethna.
Die ersten schwarzen Vorpostenhaare entstehen übrigens schon auf einer früheren
Stufe der Verdrängung gelber durch schwarze Haare. Die inverse Modalität der
298 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Binden ist sehr viel seltener und tritt nur in abgeschwächter Form auf, so bei ein-
zelnen Exemplaren von Berlin. Die Variante alboguttatus wurde bei zahlreichen
Ethna, aber stets nur vereinzelt, gefunden, selten mehr als 3—4 Prozent des
Gesamtbestandes ausmachend. Sie wird nach dem Osten seltener und wurde zum
Beispiel unter 122 Männchen des Kaukasus nicht beobachtet. Nur im Ethnos
des Hohen Schwarzwaldes und der Vogesen ist sie bemerkenswert häufig, bei dem
ersteren erreicht sie die Rate von 17 Prozent. Dieses fast voellige Fehlen im
oestlichen Raum ist ein weiterer Hinweis darauf, daß wir es bei dieser Variante
mit einer taxionomisch zu wertenden Erscheinung zu tun haben. Wäre sie etwa
pathologischer Natur, so wäre wohl zu erwarten, daß sie überall in der gleichen
Haufigkeitsrate auftritt. Die Form albopraestriatus wurde im Hohen Schwarzwald
in zwei Exemplaren, ferner bei Berlin und je einmal in Ungarn und auf Korsika,
die Form albopraestriatus in einem Exemplar im Riesengebirge gefunden. Es erhebt
sich hier eine interessante Spezialfrage, welche die Entstehung der total weifien
Abdominalbinde des albocinctus von Kamtschatka betrifft. Das Weifiwerden der
Binden kann heteromodal entweder durch simultane Umfärbung oder durch
Verdrängung erfolgen. Da die weife Binde aber immer voll entfaltet ist und
zudem auf Sachalin Exemplare beobachtet werden, die eine gleichmäßige schwache
Verfärbung des Weifi in Gelb zeigen, ist der erste Modus anzunehmen. Beim
B. magnus ist die Variante alboguttatus außerordentlich selten und wurde nur bei
je einem Männchen aus dem Borochorogebirge und Turkestan beobachtet. Auch
unter den vorliegenden Mannchen des Bombus burjaeticus und seiner Rasse vires-
cens fehlt sie. Das Gelb der Binde des 2. Tergites kann sowohl intensiv wie
extensiv mehr oder weniger braun getoent sein. Die Varianten fulvopraestriatus,
fulvolatopraestriatus und fulvostriatus kommen beim B. lucorum in der Regel nur
als Aberrationen vor. Sie treten in Europa wohl überall vereinzelt auf, scheinen
aber im Osten seltener zu werden. Nur bei der Rasse remardi von Korsika erreicht
das Braunwerden den Charakter einer Rasseneigenschaft. Im übrigen variiert der
Farbton der Abdominalbinde bei den Männchen nur wenig. Im Kaukasus konnten
wir zwei Farbformen unterscheiden, eine gelblichgraue und eine fahlbräunliche.
Die Mannchen der norwegischen Westküste haben fahlgelbe Binden, die des
Inneren zeigen den Farbton der Nominatform. Außerdem kommt ein ins Grünliche
spielender Farbton vor (var. lehmanni), der wahrscheinlich auf Mitteleuropa
beschränkt ist. Die verschiedenen Ethna des B. magnus müssen auf den Farbton
der Abdominalbinde noch an einem groeßeren Material untersucht werden. Auf-
fallend ist, daß sie bei der Mehrzahl der Männchen von Sylt roetlichbraun getoent
sind, eine Erscheinung, die ich bei den Ethna von Zentralasien nicht beobachtet
habe. Die Männchen von B. burjaeticus haben eine gelbe Binde, die von Man-
shukuo zeigen einen stark ins Grünliche spielenden Farbton.
f) Das 3. Tergit.
Man vergleiche die Tabelle, in der die Frequenzen der Gradus im Gelbwerden
des 3. Tergites bei den Männchen des B. /ucorum, magnus und burjaeticus ange-
geben sind. Das Gelbwerden beginnt bei allen drei Arten, wie schon bemerkt,
mit diffusen lateralen Haaren, die sich dann zu einem seitlichen gelben Fleck
zusammenschließen, um dann eine mehr oder weniger breite caudale Binde zu
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. HI 299
bilden. Daß das ganze oder fast ganze Tergit gelb behaart ist, kommt bei der
Rasse renardi vor, ist sonst aber eine überaus seltene Erscheinung. Bei starker Aus-
breitung des Gelb kann auch das 4., sogar das 5. und 6. Tergit teilweise gelb
behaart sein. In der Tabelle, in der unter I die prozentuale Frequenz der rein
schwarz behaarten Stufe angegeben ist, ist unter p das Vorkommen und die abso-
lute Zahl der Varianten /uteotacheatus, -sticticus und -signatus vermerkt. Durch
geringe Gelbfirbung des 3. Tergites zeichnen sich wieder die Ethna von Sylt und
Sardinien aus. Bei der Männchenform terrestrioides fehlt sie überhaupt, das einzige
Exemplar des /wteomaculatus gehoert der hellen Männchenform an. Beim Ethnos
von Hamburg treten Männchen mit diffusen gelben Haaren schon häufiger auf,
auch die hoeheren Gradus sind hier vertreten, sogar cin Exemplar des /uteo-
tacheatus. Bei Berlin ist die gelbe Behaarung verhältnismäßig gering. Bei ihr treten
sprunghaft aberrierend 5 Exemplare des /uteotacheatus auf. Die Ethna des Hohen
Schwarzwaldes, des Allgäus, Englands, des südlichen Norwegen, des mittleren
Schweden, Ungarns, Rumäniens, Siebenbürgens und der Pyrenäen stimmen weit-
gehend überein und zeichnen sich durch beträchtliche gelbe Behaarung aus. Noch
mehr gelbe Haare haben die Ethna des Riesengebirges und des Kaukasus, vielleich*
auch die von Frankreich. Geringer ist die gelbe Behaarung bei den Männchen
von Schottland, der Vogesen und von Bulgarien, was aber bei den beiden letzten
Ethna noch an einem groeßeren Material nachzuprüfen ist.
Die Frequenzen der Gradus im Gelbwerden des 3. Tergites bei den Männchen einzelner
Ethna des Bombus lucorum, magnus und burjaeticus + 5 luteotacheatus
Ethna I II III IV V s n p
Berlin Voll 36.3 8.2 2.0 1.4 47.9 353
Riesengebirge 19.0 60.7 15.4 385 1.4 81.0 143
Schwarzwald 25.3 59.0 12.2 DD 0.3 74.7 Si
Vogesen 49.9 375 4.2 4.2 4.2 50.1 24
Allgäu 28.6 41.0 17.9 8.9 3.6 71.4 56
Ungarn 30.0 37.1 24.3 For 2.9 70.0 140
Hohe Rinne 28.5 42.9 1763 U) D? 71.5 63
Rumänien en 52.4 Doll 4.2 1.2 72.9 166
Bulgarien 54.2 22 18.6 — — 45.8 59
Schottland
(Kingussie) 43.9 32.6 15.7 6.7 1.1 56.1 89 + 1 /uteozonatus
tacheatus, sticti-
cus, signatus.
Norwegen 29.5 57.8 8.5 2.8 1.4 70.5 71
Schweden 30.1 60.3 9.6 — — 69.0 11
Frankreich 22.3 44.4 33.3 — — Uien 18
Pyrenäen 29.7 40.7 DIA) 3.7 3.7 70.3 26
Kaukasus 19.8 68.7 13.1 4.9 25 89.2 122
Turkestan Dat 65.5 7.4 — — 72.9 81
Borochorogeb. 55 66.2 20.2 6.1 Dall 94.7 148
Kulskoe 4.5 56.0 33.4 6.1 — 95.8 67
Nertschinsk 17.2 69.0 13.8 u hi 82.8 58
In der Spalte s sind die Summenfrequenzen von II—V verzeichnet.
Bei der Rasse latocinctus des B. magnus von Sylt wurden auf dem 3. Tergit nur
ganz ausnahmsweise gelbe laterale Haare beobachtet. Das gleiche wird wohl auch
300 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
für die übrigen europäischen Ethna gelten. Leider befinden sich in der VoGTschen
Sammlung von Finnland, von Mittel- und Süddeutschland keine Männchen. Be-
achtenswert ist die schr hohe Frequenzensumme beı der Rasse des Borochoro-
gebirges und die etwas geringere der Männchen von Turkestan. Eine gleichfalls
sehr hohe Frequenzensumme finden wir beim Ethnos des B. burjaeticus von Kuls-
koe, eine geringere bei dem von Nertschinsk. Die stärkste Ausbildung hat
die gelbe Behaarung bei der Rasse virescens von Manshukuo, bei der das 3. Tergit
fast immer ausgedehnt gelb behaart ist. 6 der Männchen gehoeren dem Gradus
luteotacheatus an.
g) Die Färbung der Endtergite.
Beim B. lucorum sind caudaler Teil und die folgenden Tergite rein weiß behaart.
Eine Ausnahme bildet nur die Rasse renardi mit rotbrauner Endbehaarung. Sonst
kommen Männchen mit partieller Braunfärbung äußerst selten vor (Hamburg und
Berlin). Beim B. magnus finden wir die bräunliche Analfärbung abweichend von
den Weibchen nur gelegentlich, so beim Ethnos der Orkney-Inseln. Die schwarze
Behaarung kann bei dieser Art vom letzten Tergit auf die davor liegenden über-
greifen. Sehr stark ist diese Neigung bei der Rasse borochorensis, am stärksten bei
der Rasse virescens des B. burjaeticus.
h) Die Färbung des 3. Femur.
In der nebenstehenden Tabelle sind die Frequenzen im Gelbwerden des 3. Femur
bei den Männchen einzelner Ethna des B. /ucorum, magnus und burjaeticus ange-
geben. Wie bemerkt, ist die Färbung des 3. Femur stark mit der der übrigen
Femora korreliert und kann deshalb als Indikator der Gesamtfärbung der Femora
betrachtet werden. Das 3. Femur ist bei den Männchen des B. /ucorum im all-
gemeinen ausgedehnt gelb behaart, jedoch sind die Variationsamplituden groß.
Nur bei den Männchen von Südschleswig ist es überwiegend schwarz behaart,
das gilt auch für das Ethnos von Tromsö. Gelbe Haare kommen nur vereinzelt
und hoechst selten vor. Bei den übrigen Ethna, so schon bei Helsingborg und im
Süden bei Hamburg ist das 3. Femur im wesentlichen gelb behaart. Auch beim
B. magnus von Sylt kann die gelbe Behaarung reduziert sein. Bei den Rassen
borochorensis und turkestanicus nimmt die schwarze Behaarung bedeutend ab, die
Variationsbreite bleibt aber beträchtlich. Bei zahlreicheren Männchen des B. bur-
jaeticus von Kulskoe ist das 3. Femur fast ganz gelb behaart, während bei den
Exemplaren von Nertschinsk die schwarze Behaarung beträchtlich zunimmt.
Die Frequenzen im Gelbwerden des 3. Femur bei den Männchen einiger Ethna des
Bombus lucorum, magnus und burjaeticus
Ethna I II II IV V VI VII n
Helsingborg 11.4 157 18.6 30.0 18557 ED 1.4 70
Tromsoe 45.4 27.3 — 23 — _ = 11
Kaukasus 4.9 14.6 13.8 20.3 24.4 Volk 4.9 122
Turkestan 12 255) DP 40.7 21.0 6.2 162: 81
Borochorogebirge 9.9 20.4 33.8 8.4 13.4 10.6 35 148
Kulskoe 1% 2.9 9.0 16.4 38.8 15.6 ISO 67
Nertschinsk 7.0 14.0 40.4 1755 10.5 8.8 1.8 58
E. KKÜGER : Studien an Terrestribombus. III 301
i) Die Färbung der 3. Tibia.
Sie hat beim B. /ucorum außer schwarzen mehr oder weniger weißliche, gelbliche
oder oftmals an der Basis roetlich gefärbte Haare. Die Variante rzfotibialis kommt
vereinzelt wohl bei allen Ethna vor, sie wurde auf Sylt bei 9 Männchen beobachtet.
Als Rassenmerkmal tritt die rotbraune Behaarung der 3. Tibia beim renardi auf.
k) Die Pulverulenz.
Sie ist beim B. /ucorum an die Mannchenform des ausgedehnt gelb behaarten
typicocoloratus gebunden. Bei der terrestrioiden Form kommt sie nur ganz selten
und nur in geringem Umfange vor. Je groeßer der Anteil an dieser Form in
einem Ethnos ist, um so geringer ist demnach die Pulverulenz. Der Grad dieser
Erscheinung wird aber noch durch einen anderen Faktor beeinflußt. Wie wir
gesehen haben, befällt sie nur die schwarzen Haare, niemals die gelben. Je mehr
nun bei den Männchen schwarze durch gelbe Haare verdrängt werden, um so
geringer ist die Pulverulenz, was damit im Widerspruch zu stehen scheint, daß
gerade die so ausgedehnt schwarz behaarte terrestrioide Form sie nicht zeigt.
Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich sehr einfach durch den in diesem
Punkte entgegengesetzten konstitutiven Charakter der beiden Formen und durch
die Tatsache, daß, wenn auch der für die Pulverulenz beim typicocoloratus zur
Verfügung stehende Raum eingeschränkt wird, doch der verbleibende Rest schwar-
zer Behaarung die Pulverulenz um so stärker zeigt. Eine quantitative Bestimmung
des Grades der Pulverulenz begegnet infolge der schon angeführten Tatsachen den
groeßten Schwierigkeiten. Ein Versuch, sie in ihrem allgemeinen Status wenigstens
auf Grund bestimmter Teilgebiete, so zum Beispiel des 3. Tergites quantitativ zu
bestimmen, führte zu keinem eindeutigen Ergebnis, da erstens die verschiedenen
topographischen Bezirke hinsichtlich der Pulverulenz nur einen beschränkten Grad
der Korrelation aufweisen und zweitens anscheinend sippenmäßig bestehende
Differenzen stoerend interkurrieren. Ich bin auf den letzteren Punkt schon einge-
gangen, daß wir bei dem noch unzureichenden Material nicht in der Lage sind,
diese sippenmäßigen Differenzen mit der erwünschten Genauigkeit auszusondern.
Wenn ich nun auch die Problematik der Pulverulenz des 3. Tergites für die
Beurteilung der allgemeinen Pulverulenz für die quantitative Bestimmung hervor-
gehoben habe, so moechte ich sie im folgenden doch aufführen, weil sie immerhin
in manchen Fällen einen Hinweis auf die Häufigkeit der Erscheinung gibt.
Die Pulverulenz tritt bei der Männchenform des ferrestrioides auf Sylt nicht
auf, dagegen in schwacher Form bei den wenigen Exemplaren des dortigen typ7-
cocoloratus. Schon in der Umgebung von Hamburg sind pulverulente Exemplare
nicht selten und auch der Grad der Pulverulenz kann beträchtlich sein. Sie steigert
sich erheblich im Ethnos von Berlin mit 28.4 Prozent des griseo-III-fimbriatus.
Auch in Mecklenburg ist sie stark ausgebildet, obgleich der genannte Gradus nur
bei wenigen Exemplaren gefunden wurde. Pommern verhält sich ähnlich wie die
Mark Brandenburg. Im Riesengebirge und in Thüringen steigt dann die Pulveru-
lenz auf 56.6 Prozent, noch häufiger ist sie bei den Männchen des Hohen Schwarz-
waldes und der Vogesen, wo der Prozentsatz bei 64.0 bzw. 62.5 liegt. Im Allgäu
ist er etwas niedriger (59.0). Dasselbe gilt für das Ethnos von Frankreich (Royat).
Für das Ethnos der Pyrenäen konnte nichts Bestimmtes ermittelt werden. Besonders
302 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
ausgeprägt ist die Pulverulenz beim renardi von Korsika, während sie beim
aritzoensis von Sardinien unvergleichlich viel schwächer auftritt. Im Südosten
Europas erreicht sie an sich in Ungarn, Siebenbürgen und Rumänien einen hohen
Grad, jedoch nicht auf dem 3. Tergit, sondern in anderen Koerperbezirken. Der
Prozentsatz ist in Ungarn 32.8, in Rumänien 41.2. Es ist wahrscheinlich, daß dabei
eine sippenmäßig bedingte Abweichung der Modalität mitwirkt. Im subarktischen
Norden Europas scheint die Pulverulenz entsprechend dem Vorherrschen der
terrestrioiden Männchenform von Tromsö fast obsolet zu werden; sie wurde hier
nur andeutungsweise auf dem Episternum beobachtet. Sehr gering ist sie auch im
mittleren und südlichen Norwegen, etwas stärker ausgebildet in Schottland, wo
die Pulverulenz konform mit den übrigen Koerperteilen immerhin nur gering ist.
Der Prozentsatz beträgt 16.9. Auch die Exemplare von Südengland sind nur
schwach pulverulent, obgleich sie durchweg der Form typicocoloratus angehoeren.
Auffallend gering ist die Pulverulenz bei den Männchen des Kaukasus. Die
extremen Gradus des propealbescens und albescens wurden nur in Europa und
auch hier nur sehr selten als Aberrationen gefunden. Im allgemeinen ist die Pul-
verulenz bei den Männchen viel stärker ausgebildet als bei den Arbeitern, es sei
denn, daß bei ersteren durch eine abnorm starke Ausbreitung der gelben Behaarung
besonders auf dem Mesonotum, dem Scutellum und den Pleuren die schwarze Be-
haarung bedeutend eingeengt wird. Beim B. magnus von Sylt tritt die Pulverulenz
nicht auf, wahrscheinlich auch nicht bei den anderen Ethna, außerordentlich gering
ist sie bei der Rasse borochorensis, sie fehlt der Rasse turkestanicus. Dagegen tritt
sie bei der Art B. burjaeticus in starker Ausbildung auf, indem bei der Mehrzahl
der Männchen die interalare Binde, das Scutellum und das 3. Tergit stark pulveru-
lent sind.
1) Die Färbung des soroeensicoloratus des B. lucorum.
Diese heteronome Färbungsart wurde bei 5 Männchen von Sylt, 2 von Nor-
derney und bei je einem von Mecklenburg, Pommern und des Riesengebirges
beobachtet.
m) Die Männchenformen des terrestrioides und typicocoloratus beim B. lucorum.
Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß beide in sich variieren
und zwischen ihnen Uebergangsformen bestehen. Die Männchen von Sylt gehoeren
fast ausschließlich der ersteren Form an. Auch bei Tromsö überwiegt sie und ist
bei der Rasse aritzoensis auf Sardinien vorherrschend. In der Umgebung von
Hamburg tritt die Form terrestrioides noch sehr häufig auf, aber schon weiter
oestlich und südoestlich beginnt sie seltener zu werden. So wurden in Mecklenburg
unter 53 Männchen nur ein Exemplar, in der Mark Brandenburg bei Berlin unter
353 Exemplaren nur 13, unter 54 Männchen von Pommern eine groeßere Anzahl
(10), im Riesengebirge unter 133 16 und unter 33 von Thüringen 3 Exemplare
gefunden. Wahrscheinlich wird die terrestrioide Form auch im Westen seltener
werden. Auch nach dem Süden wird ihre Zahl geringer. Im Hohen Schwarzwald,
in den Vogesen, im Allgäu, in Ungarn, in Siebenbürgen, Rumänien, in den Py-
renäen und auf Korsika fehlt sie. Im Norden kommt sie in Schottland und im
mittleren Skandinavien vor. Fast überall, auch dort, wo der typische terrestrioides
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 303
fehlt, finden sich neben den Exemplaren des /ypicocoloratus mehr oder weniger
dunkel behaarte Männchen, die wir als propeterrestrioid bezeichnen wollen und
Uebergangs- bzw. Bezugsformen darstellen (über letzteren Begriff vergleiche man
die Ausführungen, die ich früher in meiner Arbeit: Ueber die Farbvariationen
der Hummelart Bombus variabilis gegeben habe). Solche koennen in allen oder
nur in einzelnen Merkmalen vom terrestrioides sprunghaft abweichen. Die Caesur
braucht nicht immer zwischen denselben auf einander folgenden Gradus aufzu-
treten. Der Uebergang zwischen den beiden Männchenformen kann demnach mehr
oder weniger abrupt unterbrochen oder auch fließend sein. Jenseits des eigentlichen
typicocoloratus liegen dann jene Exemplare, die in gewissem Sinne supragraduelle
Färbungen aufweisen und sprunghaft aberrieren koennen. Daß die Variationskurve
eines Merkmals innerhalb eines Ethnos zwei- bzw. mehrgipfelig sein kann, ist von
vorne herein zu erwarten. Ich führe hier als bemerkenswertes Beispiel die gelbe
Gesichtsbehaarung der Männchen von Kingussie und Luss am Loch Lomond an.
Die Frequenzen der unterscheidenen Gradus sind bei den ersten: 1.1, 6.7, 20.2,
6.7, 4.5, 6.7, 6.7, 11.2, 16.9, 11.2, 7.9 und bei den letzteren: 9.7, 4.8, 11.3, 12.9,
9.7, 3.2, 0.0, 3.2, 24.0, 17.9, 3.2. Wir sehen also, daß das Verhältnis zwischen
den beiden Männchenformen selbst in nahe benachbarten Gegenden recht diffe-
rent sein kann. Es ist selbstverständlich, daß erst umfangreichere Untersuchungen
an einem viel groeßeren Material, als es mir zu Gebote stand, einen befriedigenden
Aufschluss über das Verhältnis der beiden Männchenformen zu einander und zu
den Uebergangsformen innerhalb der einzelnen Ethna geben koennen.
n) Die Länge der Behaarung.
Obgleich dieses Merkmal zu den plastischen gehoert, sei es doch hier eroertert.
Bei den Ethna von Südschleswig, Schottland und des subarktischen Skandinavien
ist die Behaarung länger als bei der Nominatform. Die Männchen von Holstein und
der Umgebung von Hamburg sind kürzer behaart als die von Schleswig (Sylt),
variieren aber in der Haarlänge beträchtlich, speziell einige der ausgedehnt gelb
behaarten Exemplare haben ein wie geschorenes kurzes Haarkleid. Eine ähnliche
Variabilität finden wir auch bei den Männchen von Berlin. Unter den Exemplaren
aus Südengland, die im allgemeinen etwas länger als die der Nominatform behaart
sind, haben zwei Exemplare eine sprunghaft abweichende kurze Behaarung. Im
südlichen Norwegen sind die Männchen von Bergen deutlich länger behaart als
die des Inneren bei Hamar. In anderen Gebieten, so in Mecklenburg, Pommern,
Thüringen, im Riesengebirge, im Hohen Schwarzwald, Allgäu, in Ungarn, Rumä-
nien, Siebenbürgen, Frankreich, speziell in den Pyrenäen, wurde dieselbe Haarlänge
wie bei der Nominatform gefunden. Im Kaukasus ist die Haarlänge variabel, ohne
daß eine Beziehung zu bestimmten Oertlichkeiten nachgewiesen werden konnte.
Bei den Männchen des B. magnus von Sylt ist die Behaarung relativ lang und
uneben. Moeglicherweise sind die Männchen südlich gelegener Gegenden kürzer
behaart, vielleicht nicht ganz so kurz wie bei den asiatischen Rassen turkestanicus
und borochorensis. Die kürzeste Behaarung haben die Rassen mongolicus und
laevis. Auch die Männchen des B. burjaeticus sind sehr kurzhaarig.
304 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
2. Bombus terrestris
A. WEIBCHEN UND ARBEITER
a) Das Collare.
W eibchen: Man vergleiche die nebenstehende Tabelle, in der die Frequenzen
der Gradus einiger Populationen in Prozenten angegeben sind. Bei den Ethna der
Kanarischen Inseln und Korsikas liegt die maximale Frequenz im Gradus crypta-
rum. Wenn bei einzelnen Individuen gelbe Haare auftreten, so gehoeren sie den
Anfangsstufen des cryptaroides an, hoehere und hoechste Stufen dieses Gradus
wurden wenigstens in der VoGTschen Sammlung nicht angetroffen. Beim xantho-
pus von Korsika ist er reichlicher (zu 35.5 Prozent) und in allen seinen Stufen
vertreten, auch der Gradus semipostcollaris kommt, wenn auch selten (zu 2.4
Prozent), vor. Bei der benachbarten Rasse sassaricus tritt der Gradus cryptarum |
mit 11.3 Prozent zurück. Die maximale Frequenz liegt mit 88.7 Prozent beim |
cryptaroides. Der Gradus semipostcollaris wurde in der VoGTschen Sammlung |
nicht vorgefunden, dürfte jedoch auch bei diesem Ethnos vorkommen. Auch in |
Südschleswig koennen wir von einem gewissen, aber geringeren Grade von Mela-.
nismus sprechen, indem die ersten beiden Gradus relativ häufig sind. Die Varia-
tionsamplitude ist sehr breit und die Kurve zweigipfelig, indem außer dem Maxi. |
mum im Gradus cryptaroides ein zweites im Gradus collaris und propelatocollaris
liegt. Abweichend hiervon zeigt das engräumige Teilethnos von Karby diese Zwei-
gipfeligkeit nicht. Weiter südlich tritt der Melanismus nicht mehr so deutlich in
Erscheinung, jedoch ist der Gradus cryptaroides in der Umgebung von Hamburg,
wenigstens noerdlich der Elbe, noch recht häufig. Die maximalen Frequenzen
liegen hier mit 25.5, 26.5 und 31.4 bei den Gradus semipostcollaris, postcollaris
und propecollaris. Die letzten Gradus sind nur spärlich vertreten und der Gradus
perlatocollaris fehlt. Das engräumigere Ethnos des Hamburger Stadtparkes weicht |
insofern ab, als der 2. und 3. Gradus in geringerer Anzahl auftreten, die maxima-
len Frequenzen in den beiden folgenden liegen und die Zahl der hoeheren Gradus
erheblich groeßer ist. Die beiden ersten Gradus finden wir dann noch recht häufig)
in Mecklenburg, Pommern, bei Berlin und in Thüringen. Beim letzteren Ethnos ist |
die Variationskurve zweigipfelig. Noch im südlichen Bayern kommt der Gradus
cryptaroides vor. Hier liegen aber schon die maximalen Frequenzen in den beiden
vorletzten Gradus und die Frequenz des Gradus perlatocollaris, der in Nord-
deutschland nur vereinzelt auftritt, ist recht hoch. Auch in Dänemark kommt der
Gradus cryptaroides vor, die maximalen Frequenzen liegen in den Gradus post!
collaris und propecollaris; der Gradus perlatocollaris ist im Gegensatz zum Ethnos
von Südschleswig relativ häufig (4.6 Prozent). Wie mir Herr Dr. G. KRUSEMANI
freundlichst mitteilt, ist das Weibchen mit ganz schwarzem Thorax in den
Niederlanden nicht beobachtet, die Form mit eingemischten gelben Haaren, also
wohl mein cryptaroides selten, während die schwärzlichen Formen des B. /ucorum
weniger selten sind und sich sogar Stücke mit ganz schwarzem Thorax finden.
In England erreicht der Gradus cryptaroides noch einmal mit 17.9 Prozent eine
besonders große Häufigkeit. Auffallend ist das Fehlen des cryptarum. Die Kurve
ist zweigipfelig. Die geringe Anzahl der Weibchen der Kanalinseln, von Frank-
reich, des südlichen Skandinavien, Polens und des westlichen und zentralen Ruß-
lands lassen keine bündigen Schlüsse zu. In der südlichen Schweiz hat bei großer]
E. KRUGER: Studien an Terrestribombus. III 305
Variationsamplitude der Gradus latocollaris die hoechste Frequenz und die Häu-
figkeitsrate des Gradus perlatocollaris ist beträchtlich. In Ungarn sind die Gradus
collaris und propelatocollaris am häufigsten. Im Ethnos der Pyrenäen haben wir
in der VoGtschen Sammlung, abgesehen von einigen sprunghaft aberrierenden
Exemplaren, die dem Gradus postcollaris angehoeren, nur die drei letzten Gradus
angetroffen mit den maximalen Frequenzen im propelato- und latocollaris. Im
noerdlichen Spanien liegen die hoechsten Raten in den Gradus postcollaris und
propelatocollaris. Besonders breit und wenig variabel ist das Collare bei den
Ethna von Portugal, Algier, Tunis, Sizilien, Griechenland, ferner im südoest-
lichen Teil der Balkanhalbinsel (Konstantinopel), im nordwestlichen Kleinasien
(Brussa), auf Kreta, im noerdlichen Kaukasus, in Transkaukasien, in Turkestan
und wahrscheinlich auch bei Orenburg. In allen diesen Gebieten wie auch in Un-
garn, der südlichen Schweiz, in Spanien und Bulgarien fehlen die ersten beiden
Gradus. Innerhalb Deutschlands ist ihre geographische Streuung aber beträcht-
lich und es ist moeglich, daß sie hier und dort noch als seltene Aberrationen
erscheinen. Im allgemeinen darf behauptet werden, daß, abgesehen von England,
Korsika und den Kanarischen Inseln, ausgehend von der melanistischen Zone
Schleswigs sich die maximalen Frequenzen nach allen Richtungen in hochere
Gradus verlagern.
Frequenzen der Gradus des Collare bei den Weibchen einiger Ethna des Bombus terrestris
Ethna I II III IV V VI VII VIII IX n
Schleswig 8.0 16.0 12.0 14.0 8.0 16.0 20.0 6.0 = 50
Karby AOS ANG AMO SIRO CR 2 103
Hamburg SAIS 1 2D ZD ZA Sell 4.1 1.0 — 98
ambi (Ga) ea Bh NOP 20) 200 140 ee es
pivieckI u Bomm. 22:972716:22 720.67 72065 11.837103 4.4 5.9 TES 56
Berlin ARS INTERNE SE CHEZ O IO 5 TO O: RES 2
Thüringen 1) U) ZS) DAT 2 oie lize 1.9 = 53
Siidbayern — 4.2 4.2 SELOR GEO AO BAe) 8.3 43
Ungarn — = NOP WBA NSB Bee BGT WL Ley 59
Südl. Schweiz — == 3.6 eZ 9.6 10.8 20.5 357 14.5 83
Dänemark — 4.6 Oil i, CIS I Oy Sal = 4.6 27
England — 17.9 TE ZII BES dS) 3.6 Tail — 29
Pyrenäen -- = -- 4.3 = — BIA OSE 29
Nordspanien — — 32 6.3 DL VD MD B49 270 64
Bulgarien — -- — 19.1 4.8 23.8 5559, 14.3 4.8 21
Korsika 62.3 35.5 22. — — — — — — 170
Sardinien Ui C7 — — — = — — — 71
Arbeiter: Da das vorliegende Material geringfügig ist, muß ich mich auf wenige
Ethna beschränken (man vergleiche die nebenstehende Frequenzentabelle). Die
Arbeiter neigen im allgemeinen mehr zur gelben Behaarung des Thorax als die
Weibchen. Die maximalen Frequenzen zeigen deshalb eine leichte Verlagerung in
die höheren Gradus. Die Gradus cryptarus und cryptaroides treten viel seltener
auf. Das gilt auch für das Ethnos von Schleswig-Holstein, bei dem nur die hohe
Häufigkeitsrate des Gradus semzpostcollaris den melanistischen Charakter anzeigt.
Die höchsten Frequenzen finden wir bei den Rassen canariensis, xanthopus und
sassaricus, die jedoch auch mehr zur Gelbfärbung als die Weibchen neigen. Beim
306 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Ethnos von Berlin ist die Variationskurve zweigipfelig. Beachtenswert ist, daß
bei den Ethna von Bornholm und den Kanalinseln die hoechsten Frequenzen im
Gradus propelatocollaris liegen.
Frequenzen der Gradus des Collare bei einigen Ethna der Arbeiter des Bombus terrestris
Deane ‘i. ‘‘‘(‘‘IO 05ì}
Ethna I II III IV V VI VII VIII IX n
e=
Schleswig 1.0 Bl | ZA DIO NB 136 3.1 1.0 — 96
Hamburg Tor EB WD BOA 230" 1253 ILA — = 88
Berlin = = DATO ZIO 293 Ier = == 79
Bornholm = = 1.5 18.5 18.5 20.0 29.3 12.3 = 66
Norwegen — — CI DIB BO ZO US) — — WL
England = — SD MOSS ABI» OS 8.8 SI — 68
Kanalinseln — — = 2.4 SE ZO BA 2019 4.9 82
Elba — 0.7 2.0 4.7 20.0 48.0 18.0 6.7 = 150
Korsika JA AID 11 — — — — — — 531
b) Das 2. Tergit.
Weibchen: Bei zahlreichen Exemplaren von Schleswig-Holstein und der Um-
gebung von Hamburg ist die gelbe Abdominalbinde stark verschmälert und es
gehoeren fast alle Weibchen mit den Gradus cryptarum und cryptaroides gleich-
zeitig den Gradus /teoprae- und luteolatopraestriatus an. Auch bei Berlin kom-
men letztere nicht selten vor. Hier wurde auch ein Exemplar des propetrisectus
festgestellt. Verhältnismäßig häufig treffen wir Exemplare mit schmalen Binden in
Thüringen und wider Erwarten sogar noch in der südlichen Schweiz an. Einige
Exemplare mit verschmälerten Binden stammen aus Dänemark und England.
Beim canariensis befinden sich keine gelben Haare auf dem 2. Tergit, auch bei
der Rasse xanthopus ist es meistens schwarz behaart oder es stehen einzelne gelbe
Haare vor dem oralen Rande. Beim sassaricus ist die gelbe Binde bei weitem nicht
so stark reduziert. Bei zahlreichen Ethna des Südens erreicht die Abdominalbinde
eine groeßere Breite als bei der Nominatform, zum Beispiel in den Pyrenäen, in |
Nordostspanien, Portugal, im südlichen Italien, auf Sizilien, in Griechenland, i
südoestlichen Balkan, in Kleinasien, Transkaukasien, im noerdlichen ut
bei Orenburg, in Ostturkestan, Algier und Tunis.
Arbeiter: Sie folgen im allgemeinen den Weibchen. Eine ausgedehntere gelbe
Behaarung wurde nicht beobachtet.
Die Aberration alboguttatus wurde bei je einem Weibchen von Hamburg, |
Bornholm, Thüringen und Ungarn festgestellt.
c) Der Farbton der Binden.
In weiten Gebieten besonders Mitteleuropas sind Collare und Abdominalbinde |
wie bei der Nominatform gelbbraun gefärbt, ohne daß nennenswerte Abweichun-
gen vorkommen, so in grofen Teilen Deutschlands, in Frankreich, Ungarn und
Bulgarien. Bei der Verdunkelung der Binden unterscheiden wir zwei Modi, nam- |
lich die Intensivierung des Farbtons ohne Beimischung eines qualitativ anderen |
und zweitens die Verdunkelung durch einen beigemischten rotbraunen Farbton. |
Die erstere Modalität tritt vor allem in Schleswig (Sylt) und in der Umgebung
von Hamburg auf, ferner in Dänemark und in England. Sie bleibt aber stets nur
auf wenige Exemplare beschränkt und wurde im Süden nur ganz ausnahmsweise |
E. KRÜGER: Studien an Terrestribombus. III 307
bei zwei Weibchen von Nordostspanien gefunden. Der Farbton ist hier tief oliv-
braun. Auch die zweite Modalität tritt immer nur vereinzelt auf. Wir finden sie
in der Färbung des rufostriatus oder als Uebergangsfirbung zur Nominatform be-
sonders wieder in Schleswig, Dänemark und England, aber auch in Mecklenburg,
Vereinzelt treffen wir sie aberrativ in Pommern, Thüringen und im südlichen
Bayern. Im Gegensatz zu diesen beiden Arten der Verdunklung steht die Auf-
hellung der Binden, die stets nach demselben simultanen Modus vor sich geht. Im
Norden sind solche Exemplare sehr selten. So hat ein Weibchen von Hamburg
ebenso helle Binden wie die Nominatform des B. /ucorum. Solche Exemplare
wurden bisher wohl für besonders große Weibchen des B. /ucorum gehalten. Sie
weisen aber ihre Artzugehoerigkeit einwandfrei besonders durch die Punktierung
des Parafacettenfeldes aus. Häufiger kommt es vor, daß bei braungelber Ab-
dominalbinde das Collare heller gelb ist. Diese Färbungsart wurde gelegentlich
bei den Arbeitern zum Beispiel bei einem Exemplar von Berlin angetroffen. Nach
dem Süden zu hellen sich die Binden allmählich auf. Wir konnten das schon bei
den Weibchen der südlichen Schweiz beobachten, besonders bei den hoeheren
Gradus des Collare. Auch in Italien sind die Binden heller, wenn auch der
bräunliche Farbton bis zu einem gewissen Grade bestehen bleibt. Bei der Rasse
sassaricus ist die Binde fast so hell wie beim /zcorum, hat aber immer noch einen
leichten Einschlag von Braun. Wie schon erwähnt, läft sich der Farbton bei der
Rasse xanthopus nur schwer bestimmen, da ja, wenn überhaupt, nur wenige helle
Haare zwischen den schwarzen auftreten. Mir scheinen sie aber wesentlich dunkler
zu sein als bei der vorgenannten Rasse. In Sizilien sind die Binden hellgelb, in
den Pyrenäen und in Spanien bei zahlreichen Exemplaren von Gerona heller als
bei der Nominatform. Wenn es sich bestätigen sollte, daß bei den Arbeitern der
Balearen (Mallorka) die Binden ein bleichgelbes Kolorit haben, so dürfte das
wahrscheinlich auch für die Weibchen gelten. In Portugal ist die Bindenfärbung
leuchtend hellgelbbraun, in Algier und Tunis ähnlich hellbräunlichgelb. Bei der
Rasse /ucoformis von Kleinasien, Transkaukasien und der Umgebung von Kon-
stantinopel ist der Farbton hell chromgelb. Nur bei einem Weibchen von Klein-
asien sind die Binden aberrativ gelbbraun. Auch die Exemplare von Kreta sind hell
getoent. Bei den Weibchen von Orenburg und von Ostturkestan ist das Collare
hellbräunlichgelb, die Abdominalbinde hellgelb mit einem Stich ins Bräunliche.
| Die Arbeiter, an sich schon heller in der Bindenfärbung als die Weibchen,
sind viel konstanter im Farbton. Eine Beschreibung kleiner kaum zu fassender
Unterschiede erübrigt sich.
d) Das Gesicht und die Corbicula.
Weibchen: Bei den meisten Ethna ist die Behaarung rein schwarz, jedoch gibt
es auch bei manchen derselben mehr oder weniger häufig Weibchen mit rot-
brauner Behaarung der Corbicula, die Vorausetzung dafür ist, daß auch auf dem
Gesicht rotbraune Haare auftreten. Solche Exemplare wurden zum Beispiel bei
Hamburg, in Mecklenburg, bei Berlin, in Thüringen und im südlichen Bayern
gefunden. Auch in Dänemark kommt die Färbung rufocorbiculosus vor und wird
wohl noch weiter verbreitet sein. Ich habe hier diejenigen Falle angeführt, bei
denen die braune Haarfärbung auf Corbicula und Gesicht beschränkt ist. Die
308 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
weitere Ausdehnung derselben auf die übrigen Beinsegmente wird im folgenden
Abschnitt eroertert werden.
Arbeiter: Die rotbraune Behaarung ist bei diesen weit geringer als bei den
Weibchen und auch seltener. Nach unseren Ermittlungen scheint die Variante
rufocorbiculosus bei den Arbeitern in einem großen Teil Mitteleuropas entweder
ganz zu fehlen oder überaus selten zu sein. Einige Exemplare stammen aus Däne-
mark, Norwegen, dem südlichen England und ein, Weibchen aus Nordfrankreich.
Häufiger kommt sie in der Auvergne vor.
e) Die braune Behaarung der Femora und Tibien (unter Ausschluss der Corbi-
cula).
Weibchen: Die rotbraune Behaarung greift nach Braunfärbung der Corbicuia-
haare fast metaleptisch zuerst auf die 2., dann auf die 1. Tibia, dann auf das 2.
und 1. Femur, schließlich auf die Trochanteren und den ventralen Teil der Pleuren
über. Diese fortschreitende Umfärbung wird von einer ebenfalls fortschreitenden
Braunfirbung der Gesichtshaare begleitet. Wir müssen hier in Kürze auf die
Beschreibung des ferrugineus Schmiedeknecht eingehen. Bei ihr soll sich nach
dem Autoren die rostrote Behaarung auf die Beine mit Einschlu der Corbicula
und auf die Unterseite des Koerpers erstrecken. Die letztere Angabe ist hinsichtlich
der Abgrenzung gegen die schwarze Behaarung unbestimmt. Er erwähnt auch auf-
fallenderweise nicht die rotbraune Behaarung des Gesichtes, die ganz bestimmt
vorhanden gewesen ist. SCHMIEDEKNECHT erwähnt ferner, daß einzelne Weibchen
des ferrugineus auf den weißen Endsegmenten eingemengte rostgelbe Haare ge-
habt haben, ohne aber anzugeben, ob diese diffus im ganzen Bereich der weißen
Behaarung oder nur lokal auftreten. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um
den Beginn der fulvocingulaten oder fulvomarginalen Färbung. Darnach würde
diese Färbung nur das 4. Tergit betreffen. Immerhin wäre es moeglich daß in
Thüringen auch Weibchen mit ausgedehnterer rostbrauner Färbung vorkommen.
Der Autor erwähnt auch nichts von Uebergangsformen zum typischen terrestris,
die bestimmt wie an anderen Orten in Thüringen vorkommen. Ich unterscheide 4
Gradus progressiver Braunfärbung, den properufocorbiculosus, rufocorbiculosus,
propeferrugineus und ferrugineus Schmiedekn. Bei letzterem sind alle Beine, ein
großer Teil des Gesichtes und der ventrale Teil der Pleuren rotbraun behaart.
Der noerdlichste mir bekannt gewordene ferrugineus stammt aus Dänemark. In
Schleswig und im noerdlicheren Teil von Holstein wurde die Varietät bisher
nicht angetroffen. Nur im südlichen Holstein kommt sie mit den Uebergangs-
formen, zum Beispiel bei Hamburg, vor. Auch bei Berlin und in Mecklenburg
konnten wir sie feststellen. Zwei Exemplare des propeferrugineus stammen von
der Porta Westfalica (B.M.), je ein Weibchen vom Kaiserstuhl und von Fürth,
weitere von Savoyen und aus Südfrankreich und ein Exemplar vom Mte Capanne
auf Elba gehoert hierher und dürfte dort häufiger vorkommen, wie nach der Fär-
bung zahlreicher Arbeiter anzunehmen ist. Bei der Rasse sassaricus gehoeren die
Weibchen fast durchweg dem Gradus propeferrugineus an und einige stehen dem
ferrugineus sehr nahe. Auf Korsika ist der Anteil des ferrugineus, wenn er auch
wegen seiner roten Analfärbung im eigentlichen Sinne nicht zu dieser Variante
gehört, sondern eine besondere Rasse darstellt, schr groß. Eine etwas geringere
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 309
Braunfärbung der Haare weist der B. terrestris der Pyrenäen auf, aber auch hier
finden sich neben Exemplaren des propeferrugineus solche des typischen ferru-
gineus. Sehr zahlreich erscheinen die hohen Gradus der Braunfärbung in Spanien
und bilden die Regel bei der portugiesischen Rasse /msitanicus.
Arbeiter: Wir haben oben bemerkt, daß die Braunfärbung der Corbicula und
des Gesichtes bei den Arbeitern nur sehr selten auftritt und es braucht kaum er-
wähnt zu werden, daß die hoeheren Gradus in einem großen Teil Europas ganz
fehlen. Sie treten aber im Süden in erheblicher Anzahl, zum Beispiel an der
Riviera, auf Elba, bei der Rasse sassaricus auf Sardinien, beim xanthopus von
Korsika, auf der Insel Mallorka, in Spanien und besonders zahlreich bei der
portugiesischen Rasse /usitanicus auf.
f) Die braune Behaarung des 3. Tergites.
Weibchen: Das 3. Tergit ist bei den meisten Ethna schwarz behaart. Die
braune Behaarung tritt nur bei den Weibchen der Pyrenäen und Nordspaniens,
ferner bei den Rassen /usitanicus von Portugal, sassaricus von Sardinien, xantho-
pus von Korsika, wahrscheinlich auch beim Ethnos von Mallorka und vielleicht
auch auf Elba auf. Bei Unterscheidung von 7 Gradus, beginnend mit der rein
schwarz behaarten Stufe und abschließend mit dem Gradus fulvozonatus, ergeben
sich die in der nebenstehenden Tabelle angeführten Frequenzen.
Frequenzen der Gradus der braunen Behaarung des 3. Tergites bei den Weibchen des
Bombus terrestris
Ethna I II III IV V VI VII n
Portugal 41.3 17.0 18.0 12.9 D 4.1 1.0 205
Korsika 37.8 19729) 16.8 1572 9.6 4.2 0.6 170
Sardinien 80.3 14.1 — 2.8 —— 2.8 — 71
Nordspanien 68.7 6.3 7.8 10.9 Bil 1.6 1.6 64
Pyrenäen 75.9 10.3 6.9 6.9 = — _ 29
Bei den Rassen /zsitanicus und xanthopus tritt die braune Behaarung am
stärksten, in geringerem Grade beim Ethnos von Spanien und in den Pyrenäen,
auf. Bei der Rasse sassaricus ist sie am schwächsten ausgebildet.
Arbeiter: Die braune Behaarung des 3. Tergites fehlt den Arbeitern fast aller
in der Tabelle angeführten Ethna. Sie wurde einzig und allein nur bei zwei von
261 Exemplaren des /wsitanicus angetroffen und zwar gehoeren diese dem Gradus
mit spärlichen oralen braunen Haaren an.
g) Die braune Behaarung der Analtergite.
Weibchen und Arbeiter: Ueber die gerichtete Ausbreitung der braunen Anal-
färbung wurde schon oben berichtet. Wie erinnerlich ist mit ihrem Fortschreiten
auch eine Intensivierung der zuerst gelblichen Toenung über bräunliche bis zum
satten Rotbraun verbunden. Bei den noerdlicheren Ethna findet man zuweilen aber-
rativ Weibchen der Anfangsstufen dieser Färbung. So stammt ein Exemplar des
fulvomarginalis aus Südschleswig. Einige Weibchen aus der Umgebung von
Hamburg vertreten die Gradus ferefulvomarginalis und fulvomarginalis, andere
den Gradus propevirginalis. Von letzterer Variante wurden ein Weibchen und
ein Arbeiter bei Berlin, eines auf Bornholm und zwei in Thüringen gefunden. Je
310 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
ein Weibchen vom Kaiserstuhl und von Elba gehoert zur Form virginalis. Die
Arbeiter von Elba haben fast immer einen braunen Saum auf dem 4. Tergit, aber
selten ist er ausgedehnter. Es ist anzunehmen, daß die Weibchen von Elba auf den
Analtergiten häufiger und in stärkerem Maße braun gefärbt sind. Bei der Rasse
sassaricus haben fast alle Weibchen mehr oder weniger braune Haare, und es
werden bei einigen die Gradus propevirginalis und virginalis erreicht. Aehnliches
gilt für die Arbeiter, jedoch sind Ausdehnung und Intensität der braunen Be-
haarung geringer; der Gradus virginalis wird nicht erreicht. Auf Korsika sind bei
den Weibchen die Analtergite mit Ausnahme der mehr oder weniger ausgebrei-
teten oralen schwarzen Behaarung des 4. Tergites rotbraun behaart. Bei dieser
Rasse ist die braune Färbung am intensivsten. Aehnlich sind die Arbeiter gefärbt,
nur 2 Exemplare gehören dem helleren Gradus fulvopraecingulatus an. Aus den
Pyrenäen liegen 2 Weibchen des fulvomarginalis, aus Spanien 35 Exemplare mit
mehr oder weniger brauner Färbung vor, also etwa die Hälfte der untersuchten
Stücke. Bei den Arbeitern ist auch hier die braune Behaarung geringer ausgebildet,
indem von 20 Exemplaren nur 3 dem Gradus ferefulvomarginalis angehoeren. Die
hoeheren Gradus fehlen. Von 17 Arbeitern von Mallorka haben alle bis auf ein
Exemplar auf dem á. Tergit einen schwach bräunlichen Saum. Es dürfte auch hier
wahrscheinlich bei den Weibchen die braune Behaarung stärker entwickelt sein.
Von den Weibchen des /usitanicus besitzen nur 6 Exemplare rein weiße Anal-
tergite. Die Braunfärbung ist bei den übrigen auf das 4. Tergit beschränkt, abge-
sehen von der bräunlichen Behaarung des 6. Tergites. Es wurden 54 Exemplare
ferefulvomarginalis, 66 fulvomarginalis, 39 Uebergangsexemplare zum fulvoprae-
cingulatus und 14 des Gradus fulvopraecingulatus festgestellt. Die Arbeiter haben
wiederum eine geringere braune Behaarung, die durch die ausgedehntere schwarze
Behaarung des 4. Tergites eingeschränkt wird. Das 6. Tergit ist blasser braun ge-
toent. Bei der Rasse /zcoformis von Kleinasien ist die weiße Behaarung der Anal-
tergite leicht gelblich. Von den Weibchen von Kreta gehoert eines zum prope-
virginalis, ein Arbeiter von Algier zum fulvopraecingulatus und 2 Weibchen der
Rasse canariensis zum ferefulvomarginalis. Bei den Weibchen von England und
Schottland sind die Analtergite braun behaart. Bei den Arbeitern erreicht auch
hier diese Färbung nicht immer denselben Grad der Intensität und Ausdehnung
wie bei den Weibchen. Es finden sich auch nicht selten Exemplare mit rein weiß
behaarten Endtergiten. Auch in Irland kommt die Rasse virginalis vor. Auf den
Kanalinseln und in Dänemark wurde ein Weibchen des propevirginalis, beim
letzteren Ethnos auch 2 Weibchen des virginalis gefunden. Wahrscheinlich kom-
men auch in Skandinavien Exemplare mit brauner Analfärbung aberrativ vor.
h) Die Chitinfärbung der Corbicula.
Weibchen und Arbeiter: Wir haben vier Färbungsstufen vom tiefsten Schwarz
bis zum hellen Rotbraun unterschieden. In der nebenstehenden Tabelle sind die
Frequenzen der Gradus in Prozenten angegeben. Bei einzelnen Ethna, besonders
bei solchen, von denen nur wenig Individuen untersucht werden konnten, ist das
Vorkommen der Gradus durch ein + Zeichen vermerkt.
Wir erkennen, daß das Chitin der Corbicula bei den Weibchen von Schleswig-
Holstein (übrigens auch bei den Exemplaren von Hamburg, die nicht gesondert
E. KRUGER: Studien an Terrestribombus. III 311
aufgeführt sind) stets schwarz ist. Dadurch unterscheidet sich dieses Ethnos von
allen dasselbe umgebenden anderen Ethna. Schon in Dänemark sind sowohl bei
den Weibchen wie Arbeitern die Frequenzen der Gradus II und III bzw. des
Gradus II sehr hoch. Bemerkenswert ist, daß wiederum in der Mark (Berlin)
Frequenzen der Gradus der Chitinfärbung der Corbicula bei den Weibchen und
Arbeitern des Bombus terrestris
Ethna I II III IV n
Schleswig-Holstein. Weibchen 100.0 = — — 153
Berlin. Weibchen 84.0 14.0 2.0 — 112
Bornholm. Arbeiter. 1581 66.7 18.2 — 66
Dänemark. Weibchen. 18.5 59.3 DID — 27
Dänemark. Arbeiter. 19.0 81.0 — — 19
Norwegen. Weibchen. 3.0 97.0 = = 72
England. Weibchen. 8.0 64.0 28.0 — 29
Kanalinseln. Weibchen. 38.5 61.5 — — 13
Südbayern. Weibchen. SD 54.2 8.3 — 48
Ungarn. Weibchen. 30.5 525 17.0 = 59
Siebenbiirgen. Weibchen. 3383 41.7 25.0 — 16
Südschweiz. Weibchen. DD 45.0 275 — 83
Insel Elba. Weibchen. — — + + 3
Insel Elba. Arbeiter. 22.7 46.6 26.7 4.0 150
Sizilien. Weibchen. + + — —- 3
Sizilien. Arbeiter. + + 1 — 10
Italien. Weibchen. * + + — — 2
Italien. Arbeiter. * + + — — 18
Sardinien. Weibchen. — — + + 71
Sardinien. Arbeiter. — = + a 133
Korsika. Weibchen und Arbeiter. 1.8 14.4 DID 32.5 170 + 531
Pyrenäen. Weibchen. + ale — 29
Spanien. Weibchen und Arbeiter. 15.0 70.0 15.0 — 64
Mallorka. Arbeiter. 100.0 — -- — 17
Bulgarien. Weibchen. 33.3 52.4 14.3 — 21
Bulgarien. Arbeiter. 39.1 41.5 19.5 == 41
Kleinasien. Weibchen. -- a. + — 24
Griechenland. Weibchen und Arbeiter + + — — 17
Nordkaukasus. Weibchen und Arbeiter + wt — — 22
Orenburg. Weibchen. — a — _ 8
Orenburg. Arbeiter. — + + == 7
Turkestan. Weibchen. + — — -- 3
Algier und Tunis. Weibchen. + = — 4
Kanarische Inseln. Weibchen
und Arbeiter. + + — _ 16
Ein Stern zeigt an, daß es sich hier nicht um schwarzes, sondern um braunschwarzes
Chitin handelt.
Weibchen mit schwarzer Corbicula sehr häufig auftreten. Im ganzen zentraleuro-
päischen Raum, zum Beispiel in Bayern, Ungarn, Siebenbürgen und auf den
Kanalinseln ist bei vielen Weibchen das Chitin schwarz. In der südlichen Schweiz
gibt es ebenfalls noch viele Weibchen mit sehr dunklem Chitin, das aber nicht rein
schwarz, sondern braunschwarz ist. Aehnlich scheinen die Verhältnisse in Italien zu
liegen, ob auch für Sizilien, ist noch zweifelhaft. Bemerkenswert selten kommt das
312 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
schwarze Chitin bei den Weibchen von England und Norwegen vor, die das
Verhalten der Exemplare von Dänemark fortsetzen. Bei den Weibchen der
Pyrenäen und den Weibchen und Arbeitern von Spanien kommen neben Exem-
plaren mit schwarzem auch solche mit dunkelrotbraunem und rotbraunem Chitin
vor. Bei den zahlreichen Weibchen und Arbeitern von Portugal ist das Chitin ent-
weder schwarz oder schwarzbraun. Im Ethnos von Sardinien wurden die beiden
ersten Gradus nicht beobachtet, sämtliche Exemplare haben rotbraunes oder rost-
braunes Chitin. Auch bei den Weibchen und Arbeitern von Korsika ist es so ge-
firbt und nur ganz ausnahmsweise aberrativ schwarz. Diese helle Firbung greift
mehr oder weniger weit auf die distalen Segmente der Mittel- und Vorderbeine,
vor allem auf die 2. Tibia und übrigens auch auf den hinteren Metatarsus über.
Auf Elba wurde bei den wenigen Weibchen nur rotbraunes bzw. hellrostfarbiges
Chitin festgestellt, während es bei den Arbeitern in zahlreichen Fallen schwarz,
sehr häufig schwarzbraun, seltener rotbraun und sehr selten rostbraun ist. Bei den
Arbeitern von Mallorka ist es immer schwarz, ebenso auf Kreta. In Kleinasien,
Griechenland, Algier, Tunis, auf den Kanarischen Inseln sowie im Osten im Ge-
biet des Kaukasus, bei Orenburg und im oestlichen Turkestan ist das Chitin ent-
weder schwarz oder schwarzbraun, selten heller.
B. MAENNCHEN
Das zur Verfügung stehende Untersuchungsmaterial ist bei manchen Ethna sehr
reichhaltig, aber bei vielen doch sehr dürftig oder es fehlt sogar ganz. Es ist des-
halb eine vergleichende Analyse nur in beschränktem Mafe moeglich. Sie ist bei
den Männchen des Bombus terrestris auch nicht von derselben Bedeutung wie
beim Bombus lucorum, bei dem die Variabilität unvergleichlich viel groeßer ist.
Wir koennen uns deshalb auf wenige Punkte beschränken.
a) Das Collare.
Man vergleiche die nebenstehende Tabelle, in der die prozentualen Frequenzen
der Gradus einiger Ethna angegeben sind.
Frequenzen der Gradus des Collare bei den Männchen einiger Ethna des Bombus terrestris
Ethna I II III IV V VI VII VIII IX n
Schleswig-Holstein — — Bos) AZ DAG. ABI. USS 7 — 57
Berlin = — 5.5 245 BYALD) 26.3 8.0 2.0 — 301
Pommern — — 3.6 1.8 16.4 Dol ARG 9.1 1.8 DI)
Bornholm = — 3.8 MEP BRON BO MLA 89 — 78
Sardinien 0.972 Blin DDG) == — 35
Korsika CS | COS 165 1097 = — — — — 127
Bei den Ethna von Schleswig-Holstein fehlen die Gradus cryptarum und
cryptaroides, ebenso bei Berlin, in Pommern und auf Bornholm. Ich fand das-
selbe bei dem mir zur Verfügung stehenden geringeren Material aus Deutschland,
Holland, Belgien, Frankreich, England, das Baltikum, aus Norwegen, Schweden,
Dänemark, Ungarn und Bulgarien. Wahrscheinlich dürften die beiden ersten
Gradus in den genannten Gebieten ebenfalls fehlen. In Südeuropa wurden auch
die Gradus semipostcollaris bis propecollaris nicht angetroffen, der Gradus col-
TS 0 ne
E. KRUGER : Studien an Terrestribombus. III 313
laris ist sehr selten. Ein besonders breites Collare haben die Männchen von Kon-
stantinopel und Griechenland. Auf Kreta und in Kleinasien herrscht der Gradus
perlatocollaris vor. Dasselbe gilt für die Umgebung von Orenburg und Ostturke-
stan. Die Rassen xanthopus und sardiniensis haben die geringste gelbe Behaarung.
Bei der ersteren Rasse sind die Frequenzen der ersten beiden Gradus außerordent-
lich hoch, der Gradus postcollaris fehlt, der bei der Rasse sassaricus einen hohen
Häufigkeitswert hat. Auch die Männchen der Rasse canariensis haben auf dem
Thorax mehr gelbe Haare als die Weibchen und Arbeiter. Zusammenfassend ist
zu sagen, daß wir bezüglich der Ausbildung des Collare drei Gebiete unterschei-
den koennen, erstens das weite Gebiet, in dem die ersten beiden Gradus fehlen,
die Variationsbreite sehr groß ist und in dessen Teilgebieten, wo die Weibchen
sehr häufig melanistisch gefärbt sind, die Männchen diesen Charakter hinsichtlich
des Collare nicht zeigen, zweitens das südliche, südöstliche und oestliche Gebiet,
in dem das Collare sehr breit und wenig variabel ist und hauptsächlich dem Gra-
dus perlatocollaris angehoert und drittens die Inselgebiete des Kanarischen Ar-
chipels, Sardiniens und Korsikas mit ausgesprochenem Melanismus und geringer
Variationsamplitude.
b) Das Gesicht, die Stirn und der Scheitel.
Den Männchen von Schleswig-Holstein (einschließlich der Umgebung Ham-
burgs) fehlen gelbe Haare. Sie weichen hierin nicht von der Nominatform ab. Bei
den Ethna von Berlin, Mecklenburg, Pommern, Bornholm, England und den
Kanalinseln treten bei einer Anzahl von Männchen wenige gelbe Haare auf dem
Clypeus und an der Scheitelkante auf. Dasselbe wird wahrscheinlich auch für
Frankreich gelten. Im mittleren Italien (Civita Vecchia) ist die gelbe Behaarung
reichlicher, ebenso in Bulgarien. Noch weit ausgedehnter ist das Gelb des Ge-
sichtes, der Stirn und der Scheitelkante bei der Rasse /zcoformis von Konstan-
tinopel und Kleinasien, anscheinend etwas geringer bei den Männchen von Kreta.
Stärkere gelbe Behaarung haben wiederum die Exemplare des Kaukasus, der Um-
gebung von Orenburg und das Ethnos von Turkestan. Ganz besonders ausgedehnt
und reichlich ist die gelbe Behaarung in Algier und wahrscheinlich auch in Tunis.
In den Pyrenäen beginnt die helle Behaarung braun zu werden, aber die meisten
Exemplare haben ein schr ausgebreitet schwarzes Gesicht und auch Stirn und
Scheitelkante sind schwarz behaart. Auf Elba, Sardinien und Korsika fehlen die
gelben Haare. Hier werden sie durch braune Haare ersetzt. In Portugal und in
Spanien erreicht die braune Behaarung einen hohen Grad. Für die Männchen des
lusitanicus ist charakteristisch, daß sich in die braunen Haare gelbe einmischen.
c) Das Episternum.
Die gelbe Behaarung des Episternum folgt im allgemeinen der des Gesichtes,
der Stirn und der Scheitelkante. Am geringsten ist sie in Schleswig-Holstein, etwas
stärker bei den Ethna von Berlin, Mecklenburg, Pommern, Bornholm, England
und den Kanalinseln. Unter den Männchen von Berlin wurden einzelne mit
sprunghaft vermehrter gelber Behaarung angetroffen. Solche vereinzelt auftreten-
den Exemplare werden wahrscheinlich noch weiter verbreitet sein, vor allem im
Osten. Auch im mittleren Frankreich (Royat) treten Exemplare mit ausgebreiteter
314 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
gelber Behaarung auf, ferner im Süden an der Riviera (Nizza). Bei den Mann-
chen von Mittelitalien ist das Episternum mehr oder weniger gelb behaart und auch
auf Elba, in Sizilien und Griechenland kommen gelbe Haare vor. Noch weiter
ausgedehnt ist die gelbe Behaarung bei zahlreicheren Exemplaren in Bulgarien,
am ausgedehntesten bei den Mannchen von Kleinasien. Bei den Männchen von
Kreta ist sie etwas geringer. Bei den Exemplaren des Kaukasus, der Umgebung
von Orenburg und des oestlichen Turkestan kann die gelbe Behaarung ebenfalls
recht beträchtlich sein. Dasselbe wird wohl auch für Transkaukasien gelten. Bei
den Männchen der Pyrenäen ist das Episternum wie bei der Nominatform gefärbt,
ebenso bei den meisten Exemplaren von Spanien. Bei den letzten beiden Popula-
tionen finden wir des oefteren in groeßerem oder geringerem Umfang die fulvo-
episternale ventrale Färbung der Haare. Bei den Männchen des /usitanicus von
Portugal ist das Episternum im dorsalen Teil oft ausgedehnt gelb behaart, ja es
kann sogar ganz gelb behaart sein. Auch die ventrale braune Behaarung ist recht
ausgedehnt und wohl stärker als bei allen anderen Rassen entwickelt. Bei den
Exemplaren von Korsika ist der dorsale Teil, abgesehen von dem ventral sehr
oft braun behaarten Teil, schwarz behaart. Bei der Rasse sassaricus ist das Epister-
num schwarz oder häufig braungrau; die ventrale braune Färbung fehlt. Die
braune Färbung kommt übrigens auch gelegentlich bei den Männchen von Elba
vor.
d) Das 1. Tergit.
Dasselbe ist fast stets schwarz wie bei der Nominatform. Aber wie bei den
Weibchen finden sich vereinzelte gelbe mediane und paralaterale gelbe Haare, die
aber unberücksichtigt bleiben koennen. Eine ausgebreitetere Gelbfärbung wurde
bei je einem Mannchen von Bulgarien und Kreta beobachtet. Ein Männchen mit
ganz gelbem 1. Tergit stammt aus dem Kaukasus. Bei den Männchen der Rasse
lusitanicus ist die gelbe Behaarung häufiger und ausgedehnter, sie kann zuweilen
bis an den ventralen Rand vordringen. Zahlreiche Exemplare von Orenburg haben
eine mehr oder weniger ausgebreitete gelbe Behaarung.
OMD as 28 Treroit.
Die Form /uteopraestriatus kommt nur ganz ausnahmsweise vor. Sie wurde in der
melanisierenden Zone bisher nicht angetroffen und nur bei einigen Exemplaren
von Elba beobachtet. Einige Männchen des propetrisectus und trisectus stammen
aus der Mark, von den Kanalinseln und von Elba, ein Exemplar des disectus aus
Pommern und mehrere von Elba. Die Form rufostriatus bzw. fulvostriatus ist fast
nur auf den Norden beschränkt. Sie wurde in einzelnen Exemplaren in der
Mark, in Mecklenburg, Pommern und Nordfrankreich gefunden, dürfte aber noch
weiter verbreitet sein, wie ein Männchen des rwfostriatus aus Griechenland und
ein Exemplar des fulvostriatus aus Tunis zeigen.
f) Das 3. Tergit.
Es handelt sich hier um das Auftreten brauner Behaarung, welche die schwarze
mehr oder weniger weit verdrängt. In der VoGTschen Sammlung findet sich diese
Erscheinung nur bei den Männchen Südeuropas, jedoch soll sie nach SCHMIE-
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 315
DEKNECHT bei den meisten Exemplaren des ferrugineus von Thüringen auf-
treten, ich nehme an, hier als Morphe. Am stärksten ist die braune Behaarung
bei der Rasse xanthopus ausgebildet. Bei den Männchen des sassaricus, deren 3.
Tergit fast durchweg schwarz behaart ist, weicht ein Exemplar des fulvopraezo-
natus aberrativ ab. Auch bei den Ethna der Pyrenäen, Spaniens und Portugals
kommt letztere Form nur vereinzelt vor.
g) Die Färbung der Endtergite.
Die braune Behaarung der im allgemeinen weifen Endtergite findet sich in
zwei weit von einander getrennten Gebieten, einmal im Süden auf Korsika und
geringer ausgebildet auf Sardinien und ferner auf den britischen Inseln. Am
intensivsten ist sie bei der Rasse xanthopus; nur wenige Exemplare weichen durch
ausgedehntere weifie Behaarung ab. Bei der Rasse sassaricus beschränkt sich die
braune Behaarung meistens auf das 4. Tergit, jedoch kommt es gelegentlich auch
zur Braunfärbung der folgenden. Auch auf Elba wurden Männchen mit auf das
4. Tergit beschränkter Braunfärbung, aber nicht so häufig wie bei der Rasse
sassaricus, gefunden. Die Anfangsgradus wurden ferner bei den Männchen der
Pyrenäen und von Spanien beobachtet und treten sehr häufig bei der Rasse
lusitanicus auf. In England ist im Gegensatz zu den Weibchen die Braunfärbung
bei den Männchen ebenfalls auf das 4. Tergit beschränkt. Die Form propevirgi-
nalis ist sehr selten. Als Aberration findet sich je ein Exemplar des fulvopraecin-
gulatus und propevirginalis im Ethnos von Berlin und ein Männchen des ersteren
Gradus in Tunis.
h) Die Farbung der Haare der Beine.
Ich beschränke mich hier auf das Vorkommen des ferrugineus, propeferrugineus
und rufotibialis. Die letztere Färbung wurde gelegentlich bei Berlin und auf Born-
holm gefunden und wird bestimmt auch in den meisten übrigen Gebieten vor-
kommen, wie Exemplare aus den Pyrenäen, England und Tunis, also aus von
einander weit entfernten Gebieten, es wahrscheinlich machen. Vereinzelte Exem-
plare des ferrugineus und propeferrugineus stammen von Berlin, Jena, Nizza und
von Royat. Häufiger wurde die erstere Variante in den Pyrenäen und in Spanien
festgestellt, sehr häufig tritt sie bei der Rasse /wsitanicus auf. Den Hoehepunkt er-
reicht die Braunfärbung bei der Rasse xanthopus. Auch bei der Rasse sassaricus
treten zahlreiche Männchen mit braun behaarten Tibien und die Form propefer-
rugineus auf. Auf Elba wurden zahlreiche Exemplare des ferrugineus festgestellt.
i) Die Färbung des Chitins der distalen Beinsegmente.
Die heller- oder dunklerrotbraune Färbung der hinteren Tibien und der Meta-
tarsen kommt bei vielen Exemplaren auf Elba vor. Sehr ausgeprägt ist sie bei
allen Männchen der Rasse xanthopus. Nicht so häufig und dunkler im Ton ist
sie bei der Rasse sassaricus. Auch bei den Exemplaren der Schweiz wurde nicht
selten ein roetlicher Farbton bemerkt. Diese roetliche Färbung wird gewiss als
Aberration oder als Morphe auch noch in anderen Gebieten angetroffen werden.
316 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
BEMERKUNGEN ZUR TAXIONOMIE DER MERKMALE
Im folgenden soll der taxionomische Wert der einzelnen von uns untersuchten
Merkmale eroertert werden, d.h. ob sie als rassische, morphische oder aberrative
Merkmale auftreten. Wir beschränken uns hier auf die Arten Bombus lucorum,
magnus und terrestris.
A. DIE MERKMALE DER WEIBCHEN
Das Collare und die Abdominalbinde stellen unter den variablen topistischen
Elementen der genannten Arten die chromatischen Hauptmerkmale dar. Am
groefiten ist die Variabilität des Collare, weit geringer im allgemeinen die der
Abdominalbinde. Dabei ist zu beachten, daß die Variabilität bei den Weibchen
größer ist als bei den Arbeitern. In einem großen Teile Europas sind die Gradus
der thorakalen Färbung in beträchtlicher Variationsamplitude vorhanden, aber die
einzelnen Ethna unterscheiden sich durch die verschiedenen Frequenzen und die
Mittelwerte und zum Teil durch das Fehlen bestimmter Gradus, vornehmlich
durch die Anfangs- und Endstufen. Andererseits können die Gradus cryptarum
und cryptaroides als Rassenmerkmale auftreten, so bei den Rassen renardi von
Korsika und aritzoensis von Sardinien. Hoehere Gradus, wie zum Beispiel der des
collaris, kommen auf Korsika nur als Aberrationen vor. Wie die Anfangsgradus
können die höchsten Gradus des Collare Rassenmerkmal werden. So gehören
fast alle Weibchen und Arbeiter der Rasse ferrestriformis dem Gradus /ato- und
perlatocollaris an. Schließlich sei bemerkt, daß die Gradus cryptarum und cryp-
taroides hin und wieder als Aberrationen vorkommen. Die von der gelben Fär-
bung der Nominatform abweichenden Farben und besonderen Farbtoene koennen
beim B. /ucorum als Rassenmerkmale, als Aberrationen oder auch als Morphe vor-
kommen. Rassencharakter haben sie beim renardi, terrestriformis, albocinctus,
terrestricoloratus und wahrscheinlich auch im Kaukasus. Andere Farbabweichungen
treten entweder als Aberrationen oder als Morphe auf, so die Form lehmanni
bei Hamburg und anderen Orten als Aberration, bei Helsingborg als Morphe. Die
Variante pallidostriatus wurde nur als schr seltene Aberration angetroffen. Die
Farbabweichungen obscurostriatus und fulvostriatus treten im allgemeinen als
Aberrationen, selten als Morphe auf.
Im allgemeinen finden wir, daß die alle oder fast alle Tiere einer Rasse charak-
terisierenden Gradus des Collare den Extremen angehoeren und einzelne mittlere
Gradus keine Rassenmerkmale werden. Ferner sehen wir, daß diese Extreme bei
einigen Ethna als aberrative Merkmale vorkommen.
Beim B. magnus erscheinen die hohen und hoechsten Gradus als artspezifische
Charaktere, und das Collare ist nicht nennenswert variabel. Daß bei dieser Art im
Farbton Unterschiede rassischer, morphischer oder aberrativer Art auftreten, ist
wahrscheinlich, bedarf aber noch einer näheren Untersuchung.
Beim B. terrestris finden wir hinsichtlich des Collare ganz ähnliche Verhält-
nisse wie beim B. /ucorum. Auch bei dieser Art ist in einem großen Bereich
Europas die Variationsamplitude sehr groß. Die einzelnen Ethna unterscheiden
sich durch die verschiedenen Frequenzen der Gradus und durch die Mittelwerte.
Letztere verlagern sich bei den südlicheren Ethna Mitteleuropas wie beim B.
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 317
lucorum in die hoeheren Gradus. Bei den Weibchen und Arbeitern des canarien-
sis, Xanthopus und sassaricus sind die beiden ersten Gradus Rassencharaktere, die
unmittelbar darauf folgenden kommen nur als Aberrationen bei ihnen vor. In
Sizilien, Portugal, Algier, Tunis, Griechenland, dem südoestlichen Gebiet des
Balkan, Kleinasien, Kreta, Nord- und Transkaukasien, in der Umgebung von
Orenburg und Turkestan treten nur die hoechsten Gradus als Rassenmerkmale
auf. Auch beim B. terrestris kommen hier und dort die Gradus cryptarum und
cryptaroides aberrativ vor. Was die Farbtoenung des Collare betrifft, so finden
wir auch hier, wenn auch nicht so ausgeprägt, ähnliche Verhältnisse wie beim B.
lucorum. So tritt die verdunkelte Färbung des Collare in Schleswig-Holstein als
Morphe, in Nordspanien als Aberration auf. Die Aufhellung des Collare fanden
wir als äußerst seltene Aberration bei Hamburg. Eine starke Aufhellung zeigen
die südlichen Rassen, so der /ucoformis Kleinasiens. Dort, wo diese Färbung ein
Rassenmerkmal ist, begegnen wir vereinzelten aberrativen Exemplaren mit ver-
dunkeltem Kolorit.
Diewsel bee Biehaaruns "dies Ie ereites tritt in procherer Aus-
dehnung nur beim B. magnus auf. Die Variationsamplituden weichen wie auch der
Mittelwert bei gewissen Ethna unter einander ab. Die extremen Gradus prope-
pseudo- und pseudosporadicus kommen als Morphe vor.
Die braunliche Behaarung der Endtergite ist beim renardi
ein Rassenmerkmal, sonst beim B. /ucorum nur eine äusserst seltene Aberration.
Beim B. magnus tritt sie als Morphe auf, aber nicht bei allen Rassen. Die braune
Färbung der Analtergite kommt beim B. terrestris häufiger vor. Die Gradus
ferefulvo- und fulvomarginalis einerseits und propevirginalis und virginalis an-
dererseits treten als Aberrationen letzterer auch als Rassenmerkmal (England) auf.
In besonders intensiver Toenung ist die virginalis-Färbung bei der Rasse xanthopus
ein Rassenmerkmal. Bei der Rasse sassaricus gehoert die braune Analfärbung zu
einem fluktuierenden Merkmal. Innerhalb der braunaftrigen Rassen erscheinen
einzelne aberrative Exemplare mit mehr oder weniger weißer Analfirbung.
Die schwarze Behaarung des im übrigen weiß behaarten 4. Tergites
ist wohl bei den meisten Ethna ein fluktuierendes Merkmal bei schwankendem
Mittelwert und wechselnder Amplitude. Zuweilen treten Exemplare auf, bei
denen das Tergit ganz schwarz behaart ist. Dieses Merkmal wurde im einzelnen
nicht genauer verfolgt.
Die braune Behaarung des Gesichtes des B. Iucorum, die sich
im wesentlichen auf das Untergesicht beschränkt, ist bei zahlreicheren Ethna ein
fluktuierendes Merkmal. Sie tritt gelegentlich als Aberration auf und bildet beim
renardi ein Rassenmerkmal, das allerdings in stark eingeschräakten Grenzen va-
riabel ist. Beim B. magnus findet sie sich innerhalb mancher Ethra als Morphe
oder auch als fluktuierendes Merkmal. Beim B. terrestris kommt die rotbraune
Gesichtsbehaarung als Rassenmerkmal vor, bei einigen Ethna auch
als Aberration. Die kurze greisgelbe Gesichtsbehaarung, die
beim B. /ucorum und terrestris sich nur auf einzelne Haare im oralen Winkel der
Area triangularis beschränkt, ist bei den meisten Rassen des B. magnus in weit
stärkerer Ausdehnung vorhanden, sie fehlt aber, wenigstens nach dem vorhan-
denen Material zu urteilen, auf den Orkney-Inseln. Diese Färbung ist, was ihre
318 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Extensität betrifft, ein fluktuierendes Merkmal. Sie tritt außerdem in sippenmäßig
bedingten verschiedenen Modalitäten auf.
Die braune Behaarung der Corbicula ist bei den Weibchen des
B. lucorum weit verbreitet, aber bei den einzelnen Ethna fluktuierend und eine
seltenere Erscheinung. Der Gradus fulvocorbiculosus kommt sowohl als Morphe
wie als Aberration vor. Als Rassenmerkmal tritt die Färbung in einem etwas ab-
weichenden Ton beim B. renardi auf. Auch die Arbeiter nehmen an der gelegent-
lichen Aufhellung der Haare teil, jedoch ist die Färbung nicht braun, sondern
gelb, was bei den Weibchen nur als sehr seltene Aberration auftritt. Bei den
Weibchen des B. terrestris und auch bei den Arbeitern erscheint die rotbraune
Behaarung der Corbicula aberrativ in verschiedenem Grade, besonders auf-
fällig als rufocorbiculosus. Gelegentlich kommt die Färbung auch als Morphe vor
(Hamburger Stadtpark). Im Süden erscheint die Färbung als Rassenmerkmal.
Innerhalb Europas tritt die braune Behaarung beim B. magnus als fluktuierendes
Merkmal auf. Bei den Arbeitern wird sie durch gelbe Behaarung wie beim B.
lucorum ersetzt. Extreme Varianten kommen als Aberrationen vor. Bei den Weib-
chen der Rasse turkestanicus ist der Farbton der hellen Haare gelb. Diese Fär-
bung ist als Rassenmerkmal zu werten.
Die braune Behaarung des 3. Tergites kann bei verschiedenen
Rassen des B. terrestris vorkommen. Sie ist ein fluktuierendes Merkmal mit ver-
schiedenen Frequenzen der einzelnen Gradus und verschiedenem Mittelwert.
Die gelbe Behaarung der Scheitelkante kommt bei den Ar-
Aberrativ wurde sie äußerst selten angetroffen.
beitern des B. /ucorum als seltene Aberration vor. Bei den Ethna des B. magnus
kann sie als Morphe oder als fluktuierendes Merkmal auftreten. Die kurze
graugelbe Stirnbehaarung ist beim B. lantschouensis ein Rassen-
merkmal.
Die gelbie”Behaarung ‘dies Episternum und Sieuteklum
nimmt beim B. magnus entweder den Wert einer Morphe oder eines Rassen-
merkmals an. Extreme Gradus kommen aberrativ sprunghaft vor.
Die Färbung des Chitins ist beim B. /ucorum äusserst selten aber-
rativ roetlich. Im Gegensatz dazu ist die rote Färbung beim B. terrestris weit ver-
breitet und stellt bei vielen Ethna ein wechselnd fluktuierendes Merkmal dar.
Sie kommt auch aberrativ vor. Als Rassenmerkmal tritt die hellrote Färbung
beim B. xanthopus und sassaricus auf, beim Ethnos von Elba als Morphe. Die
schwarze Färbung ist beim B. holsaticus ein Rassenmerkmal.
B. Die MERKMALE DER MANNCHEN
Wir koennen uns bei den Männchen kürzer fassen, weil sie im allgemeinen
weniger variabel als die Weibchen sind, wie O. VOGT schon für andere Arten
nachgewiesen hat. Dem widerspricht natürlich nicht, daf sie in einzelnen Merk-
malen bei vielen Ethna variieren koennen. Das trifft beim B. /ucoraum für die
Haarfäebune des Kopres der Binden des Thorax und Ap-
domens zu, Auchrdie gelbieiBehar rundes, 34 Tereiitzeisimist
variabel. Die Farbformen alboprae- und albolatopraestriatus, luteozonatus,
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 319
sticticus, signatus und tacheatus sind Aberrationen. Die Varietät alboguttatus
tritt als Aberration, sehr selten als Morphe auf. Die Variante fwlvozonatus
kommt nur beim Bombus renardi und bei ihm als Morphe vor. Die bräunliche
Färbung propefulvomarginalis, pseudovirginalis, fulvopostcingulatus und
latopostcingulatus treten beim B. /ucorum aberrativ auf. Die gelbe Beinbe-
haarung ist bei verschiedenen Ethna fluktuierend variabel mit differenten
Mittelwerten. Die Pulverulenz ist bei zahlreichen Ethna des B. /ucorum
ebenfalls fluktuierend variabel, ihre extremen Gradus propealbescens und al-
bescens sind sehr seltene sprunghaft auftretende Aberrationen. Die Farbform
soroeensicoloratus ist gleichfalls eine seltene Aberration. Die Länge der Be-
haarung kann als Rassenmerkmal, Morphe oder als Aberration auftreten. Bei
den Männchen des B. terrestris ist die gelbe Behaarung des Gesichtes
fluktuierend variabel, ebenso das Collare. Die fzlvopleurale Färbung ist
beim B. xanthopus und lusitanicus ein Rassenmerkmal, während sie auf Elba und
in Spanien nur den Grad einer Morphe erreicht. Aberrativ wurde dieses Merkmal
bisher nicht angetroffen. Die gelbe Behaarung des 1. Tergites kann
eine Morphe bilden oder in begrenztem Umfange fluktuierend erscheinen.
Wechselnd fluktuierend ist die Breite der gelben Abdominalbinde, die
extremen Gradus fri- und disectus kommen als Aberrationen vor. Die Färbun-
gen rufostriatus und fulvostriatus finden sich als Aberrationen besonders im
noerdlicheren Gebiet. Die braune Behaarung der Endtergite fin-
det sich in England und auf Korsika als Rassenmerkmal, wobei zu beachten ist,
daß die Intensität der Färbung spezifisch verschieden und gleichfalls
als Rassencharakter anzusehen ist. Es gibt aber innerhalb der beiden Rassen
Männchen, die durch mehr oder weniger ausgebreitete weiße Analfär-
bung aberrativ abweichen. Die braune Teilbehaarung auf dem
4. Tergit ist beim B. sassaricus als Rassenmerkmal zu betrachten, während
die volle Braunfärbung der Analtergite hoechstens den Wert einer Morphe be-
anspruchen kann. Beim Ethnos von Elba dürfte die partielle Braunfärbung der
Analtergite wie auch die virginalis-Färbung nur aberrativen Charakter haben. Als
häufigere Morphe kommt der Anfangsgradus der analen Braunfärbung beim
lusitanicus in Portugal, nicht ganz so häufig in Spanien einschließlich der Pyre-
näen vor. Als sehr seltene Erscheinung wurde er bei Berlin festgestellt. Die rot -
braune Behaarung der Beine finden wir als weit verbreitete Aberra-
tion, sie erreicht beim xanthopus Rassencharakter. In den Pyrenäen, in Spanien,
Portugal und auf der Insel Elba tritt sie als Morphe auf. Die rote Färbung des
Chitins der Beinsegmente kann rassischen, morphischen oder aberrativen Cha-
rakter haben.
Wir können unsere Feststellungen, die sich in gleichem Sinne gewiss noch
vervollständigen lassen dahin zusammenfassen, daß ein großer Teil der Merk-
male nicht nur einer einzigen, sondern mehreren Merkmalsgruppen angehoert.
Selbstverständlich sind die drei Gruppen nicht streng von einander geschieden,
‚sondern zeigen Uebergänge. Wie schon beim Collare erwähnt, wurden nur die
Außenglieder einer Variantenreihe, nicht die Zwischenstufen, als Rassenmerkmale
angetroffen.
320 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Die VARIATIONSEINHEITEN DER UNTERGATTUNG Terrestribombus
Unter Variationseinheiten bezeichnen wir mit C. und O. VoGT diejenigen Koer-
perbezirke, welche eine selbständige Variabilität zeigen. Diese Autoren haben
auch eine Darstellung der Variationseinheiten, wie sie sich aus ihren und meinen
eigenen Arbeiten ergeben, in schematischer Form gebracht, und es handelt sich
darum, ob meine Untersuchungen an der Untergattung Terrestribombus damit
übereinstimmen. Das ist in weitestgehendem Maße der Fall. Ich werde im fol-
genden daher nur auf spezielle Erscheinungen und auf eine weitere Unterteilung
der VoGTschen Variationseinheiten eingehen.
Im Gesicht unterscheide ich folgende Untereinheiten: den Clypeus, die
sich dorsal daran anschließende Area centralis und die Area triangularis, welche
letztere sich neben dem Facettenauge vom Clypeus bis fast zu den Punktaugen
erstreckt. In dieser Einheit lassen sich ein ventraler, medialer und dorsaler Teil
unterscheiden. Das Pronotum gliedert sich in seinem dorsalen Teile in den
Pronotallobus und den horizontalen Hauptteil, in dem ich eine mediane, mittlere
und laterale Untereinheit unterscheide. Analog konnten wir dieselben Unterein-
heiten im oralen Variationsfelde des Mesonotum aufdecken, von denen das me-
diane interlineale Feld besonders beachtenswert ist. Die Grenze des caudal gerich-
teten Vordringens gelber Haare liegt auf der Hoche der Parapsiden. Sie ist als
Schwellengrenze zu betrachten und wird im Seitenfeld des Mesonotum erst dann
überschritten, wenn alle in das Collare eingesprengten schwarzen Haare ver-
schwunden sind. Hierdurch wird besonders deutlich, daß wir es beim Seitenfeld
mit einer Variationseinheit zu tun haben. Außerdem unterscheide ich bei den
Männchen noch ein caudolaterales Seitenfeld als Variationseinheit. Auf den
Tergiten grenze ich von dem Seitenfeld den nach abwärts umgeschlagenen
Teil als Variationsfeld ab. Ich bezeichne dieses Feld als paraventrales
Feld. Die Grenze des eigentlichen Seitenfeldes gegen das Zentralfeld bezeichne
ich als Limes. Dieser spielt insofern eine besondere Rolle, als neben ihm die weiße
Behaarung des alboguttatus auftritt und die schwarzen Haare oralwärts vordrin-
gen, die zur Form des trisectus überleiten. Das oralwärts gerichtete Vordringen
der schwarzen Fimbrienhaare findet hier den ersten Durchbruch in oraler Rich-
tung. Auch dem Vordringen der oralen schwarzen Cilienhaare wird ein hart-
näckiger Widerstand geleistet. Es konnte festgestellt werden, daß zuweilen oro-.
median schwarze Haare caudalwärts vordringen, weshalb hier noch eine beson- |
dere Untereinheit anzunehmen ist. Im einzelnen konnten charakteristisch abwei-
chende Grenzgestaltungen der Variationseinheiten beobachtet werden. So koennen
zum Beispiel die Farbgrenzen auf dem Episternum eine Winkelverschiebung er- |
fahren oder es koennen durch Voraneilen der Farbenverdrängung benachbarter |
Einheiten mehr oder weniger geschwungene Grenzlinien entstehen.
Die VERBREITUNG DER UNTERSUCHTEN ARTEN DER UNTERGATTUNG
Terrestribombus
1. Bombus lucorum (L.). Diese Art kommt in einem großen Gebiet Europas und
Asiens vor. In Europa ist sie vom subarktischen Skandinavien und Russland bis
weit nach dem Süden verbreitet. Auf der iberischen Halbinsel bilden wahrschein-
lich die Pyrenäen die Südgrenze der Verbreitung. Allenfalls koennte sie noch in,
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E. KRUGER: Studien an Terrestribombus. III 321
den die Bucht von Biskaya begleitenden Gebirgen gefunden werden. Aber sie
dringt sicher nicht weit nach Süden vor. Vom übrigen Teile Spaniens und Por-
tugals liegen keine Funde vor. Daß der B. /ucorum in der Sierra Nevada vor-
kommt, ist zwar moeglich, aber wenig wahrscheinlich. Auf den Balearen, in
Nordafrika und auf den Kanarischen Inseln fehlt unsere Art. Sie findet sich da-
gegen noch in besonderen Rassen auf Korsika und Sardinien, wo sie sich auf die
hoeheren Lagen beschränkt. Ueber das Vorkommen in Nord- und Mittelitalien
kann ich nichts aussagen. Falls er hier noch angetroffen werden sollte, so dringt
er sicher nicht weit nach Süden vor. Vielleicht findet er hier und da in den
Gebirgen noch zusagende klimatische Verhältnisse. Jedenfalls fehlt er in Süd-
italien und Sizilien wie auch auf Elba. In den Alpen dringt er bis an die Schnee-
grenze vor und ist hier noch recht häufig. Auf der Balkanhalbinsel findet er sich
etwa bis zum 41. Breitengrad. In Kleinasien wurde er auf dem Olymp bei Brussa
gefunden. Aus dem übrigen Teil Kleinasiens mit Einschluss Armeniens sind keine
Exemplare bekannt geworden. In Rußland bildet der Kaukasus die Südgrenze der
Verbreitung. In Asien bewohnt er die Tiefebene Sibiriens und findet sich auch in
den Pamiren und im Alai, ferner im Norden von Tibet, in Kansu, auf Sachalin
und Kamtschatka. Ganz ungeklärt liegen die Verbreitungsverhältnisse in Ost-
sibirien und in den Gebirgen, die vom Altai bis zum Ochotskischen Meer reichen.
Was bisher im Quellgebiet des Syr-Darja, im Borochorogebirge und Turkestan
als zum B. /ucorum gehörig betrachtet wurde, sind Rassen des B. magnus. Unter
dem großen Material der VoGTschen Sammlung aus diesen Gegenden findet sich
kein Exemplar des B. /ucorum. Hier liegt seine Südgrenze etwa zwischen dem
60. und 55. Breitengrad. Er fehlt im Ussuri-Gebiet und wahrscheinlich auch auf
dem japanischen Archipel. Der B. /ucorum ist also eine Art, die in den wärmeren
Ländern nicht die ihr zusagenden Umweltsfaktoren findet. Jedenfalls erreicht sie
den groeßten Häufigkeitsgrad in der kühleren gemäßigten Zone. Ich nehme an,
daß ihr ursprüngliches Wohngebiet während der Eiszeit sich vom Rande des In-
landeises weiter nach Süden erstreckt hat als heute. Mit dem Rückgang der Glet-
scher ist sie dann nach Norden gewandert, wobei auch die Südgrenze der Ver-
breitung eine Verschiebung nach Norden erfahren hat.
2. Bombus terrestris (L.). Diese Art ist eine mehr südliche Form, wenn sie auch
in Europa weit nach Norden vordringt. Ihr Gebiet reicht von den Kanarischen
Inseln, von Algier und Tunis über die iberische Halbinsel und Frankreich bis
nach Irland und Großbritannien, von Sizilien, Sardinien über Korsika, Italien, die
Alpen bis nach Norddeutschland, die dänischen Inseln und Skandinavien. Sie
ist auf Kreta, in Griechenland, im übrigen Teil des Balkan verbreitet und dringt
bis an die Ostsee vor. Im westlichen und südlichen Teil Rußlands wird sie be-
stimmt vorkommen, denn wir finden sie im noerdlichen Kaukasus und im Osten
im Gouvernement Perm. Aus den Bezirken Wologda und Wiatka liegen keine
Funde vor, so daß anzunehmen ist, daß hier der 55. Breitengrad nicht über-
schritten wird. In Asien liegt die Ostgrenze der Verbreitung im Borochorogebirge
und in Ostturkestan. Was die vertikale Verbreitung in den Gebirgen betrifft, so
dringt der B. terrestris in die eigentlichen Hochtäler der Alpen nicht vor. Er
unterscheidet sich auch darin vom B. lucorum. Er liebt die wärmeren Regionen
und nur in einem Teilgebiet seiner Verbreitung kommen beide Arten vor. B.
322 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
terrestris ist eine Steppenform und zwar noch ausgesprochener als die vorgenannte
Art. Das geht auch daraus hervor, daß sie in den Marschen von Schleswig-
Holstein häufiger als in der benachbarten Geestlandschaft auftritt, wo der B.
lucorum die häufigere Erscheinung ist. Ich nehme an, daf die ursprüngliche
Heimat das B. terrestris die Steppen des südlichen Rußlands und des benachbarten
Teiles von Asien sind. Die Art ist dann nach Westen vorgedrungen, hat über
die iberische Halbinsel den nordwestlichen Teil Afrikas und die Kanarischen
Inseln erreicht. Mit dem Zurückweichen des Inlandeises in Europa ist sie auch
nach Norden vorgedrungen.
Die Literaturangaben über das Vorkommen der beiden vorgenannten Arten,
besonders des B. terrestris, sind zum Teil unbrauchbar, weil sie sogar noch in
jüngster Zeit nicht immer auseinander gehalten worden sind. Auch sind die Fund-
ortsangaben zuweilen irreführend. So werden als Fundorte des B. /ucorum
renardi von Korsika Orte an der Küste bezeichnet, während sie in Wirklichkeit
sich auf benachbarte hoehere Lagen beziehen.
3. Bombus magnus O. Vogt. Diese Art, die in ihrer taxionomischen Bedeutung
bisher nicht erkannt wurde — einzelne Varianten wurden teils dem B. /ucorum,
teils dem B. terrestris und sporadicus zugeordnet — kommt in einem grofien
Gebiet Europas zerstreut vor. Sie findet sich in Deutschland besonders auf der
Insel Sylt, in der Mark Brandenburg, vereinzelt in Mecklenburg, Pommern, Nord-
hannover, häufig im Fichtelgebirge und bei Fürth. Auferhalb Deutschlands
kommt sie auf den Orkney-Inseln, in Holland, im südlichen Skandinavien, in Süd-
finnland, im Baltikum, in Polen, in den Pyrenäen und in Lappland vor. In Asien
erscheint sie in besonderen Rassen im Iran, Borochorogebirge, in Turkestan, in
Kansu, der noerdlichen Mongolei, im Ussurigebiet und an anderen Orten. Sie
vertritt vikariierend weiträumig in Asien den B. /ucorum. Wahrscheinlich liegt
auch hier das Kerngebiet unserer Art, von wo aus sie nach Europa eingewandert
ist.
4. Bombus burjaeticus Krüger. Die Art kommt in Baikalien, auf dem Witim-
Plateau und in Manshukuo vor. Der bisher bekannte noerdlichste Fundort ist
Jakutsk.
5. Bombus sporadicus Nyl. Die Art kommt zerstreut im Norden Europas vor
und tritt in Norwegen, Schweden, Finnland und Nordrufland auf. In Asien ist
sie von Baikalien bekannt geworden und erscheint nach meiner Auffassung als
besondere Rasse im Ussurigebiet. Ich nehme als Ursprungsgebiet das Vorgelände
des diluvialen Inlandeises an, lasse es aber dahingestellt, ob die Urheimat in
Europa oder Asien liegt.
6. Bombus sapporoensis Cock. Vorkommen in Japan, im Osten Chinas und im
Ussurigebiet.
7. Bombus ignitus Smith. Auch diese Art ist auf das fernoestliche Gebiet be-
schränkt und kommt in Japan, China und Korea vor.
8. Bombus patagiatus Nyl. In Europa ist diese Art nur im Nordosten bekannt
geworden. In Asien ist sie im Norden weit verbreitet und reicht bis in das Us-
surigebiet. Ueber die Südgrenze der Verbreitung ist nichts bekannt.
9. Bombus vasilievi Skor. Diese Art bewohnt ein nur eng begrenztes Gebiet.
SKORIKOV gibt als Fundorte Charbin und die Provinz Gansu, BISCHOFF Nordost-
E. KRUGER : Studien an Terrestribombus. III 323
china an. Einzelne Weibchen von Inn-shan in der Mongolei fasse ich als zu einer
besonderen Rasse gehoerig auf.
10. Bombus malaisei Bischoff. Diese Art ist bisher nur von Kamtschatka be-
kannt geworden.
DIE RASSEN EINIGER ARTEN DER UNTERGATTUNG Terrestribombus
Wie eingangs bemerkt, weichen Rassen durch konstante oder fast konstante
Merkmale und zwar meistens durch mehrere, selten nur durch ein Merkmal ab.
Diese Rassen koennen in gewissen anderen Koerperbezirken eine geringere oder
stärkere Variabilität zeigen. Diese Merkmale gehoeren dann zu den fluktuieren-
den Varianten. Wir unterscheiden also integrierende und spezialisierte (variable)
Merkmale einer Rasse. Ferner koennen gewisse Individuen in groefierer oder
geringerer Anzahl Merkmale haben, die nur dieser Rasse eigentümlich sind. Wir
wollen sie als accidentielle Merkmale bezeichnen. Da nur einzelne Individuen
Träger derselben sind und nicht auf ein Teilgebiet der Rasse beschränkt sind,
dürfen sie nicht als zu einer Unterrasse oder Natio im Sinne SEMENOvs gehoerig
bezeichnet werden.
I. Die Rassen des Bombus lucorum (L.)
A. Rassen mit braun behaarten Endtergiten.
Bombus lucorum, Rasse renardi Radoszkowski.
Weibchen. Sehr kurzhaarig und etwas groefier als die Nominatform. Gesicht
und Beine ausgedehnt braun behaart. Collare fehlt, die wenigen zuweilen auf-
tretenden hellen oralen Haare gelbbraun. 2. Tergit mit schmaler gelbbrauner
Binde. 3. Tergit zuweilen mit oralen braunen Haaren (accidentielles Merkmal).
Der caudale Teil des 4. und die folgenden Tergite braun behaart. Corbiculahaare
hellrotgelb.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber die Rassenmerkmale schwächer aus-
gebildet. Die fulvozonate Färbung fehlt. Corbiculahaare fast gelb.
Männchen. Collare und Abdominalbinde braungelb. 3. Tergit mit stark variab-
ler brauner Behaarung (accidentielles Merkmal). 4. Tergit zum Teil braun, 5.
und 6. braun mit caudalem gelblichem Saum, das 7. braun. Unterseite und Beine
braungelb, 2. und 3. Tibia mehr rotgelb. Pulverulenz stark entwickelt. Als wei-
teres Rassenmerkmal ist die besonders ausgesprochene Farbdifferenz zwischen den
Weibchen und Männchen, wie sie bei den übrigen Vertretern der Art in so po-
larere Weise sonst nicht vorkommt, anzusehen.
Vorkommen nur auf Korsika.
Diese Rasse ist die einzige, deren Analtergite braun behaart sind.
B. Rassen mit weiß behaarten Endtergiten.
Bombus lucorum, Rasse aritzoensis Krüger.
Weibchen. Collare fehlt oder auf wenige gelbe Haare beschränkt. 2. Tergit
mit gelber Binde. Helle Haare der Corbicula gelbbraun bis gelb. Chitin der Cor-
bicula braun.
324 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber Gesicht häufig mit gelbbraunen
Haaren. Collare zuweilen deutlicher. Die hellen Corbiculahaare noch gelber ge-
toent.
Männchen. Wie die Weibchen, aber Gesicht und Stirn gelb behaart. In der
Gesamtfärbung der terrestrioiden Männchenform nahestehend. Pulverulenz
schwach.
Besonders charakteristisch ist das Fehlen des Collare bei den Weibchen.
Vorkommen nur auf Sardinien.
Bombus lucorum, Rasse cimbricus nov.
Weibchen. Behaarung länger als bei der Nominatform. Die niedrigen Gradus
des Collare sind häufiger als bei irgendeiner anderen Population des europäi-
schen Festlandes. Abdominalbinde in der Regel verschmälert. Gesicht häufig
ausgedehnt braun behaart, ebenso die Corbicula.
Arbeiter. Im allgemeinen wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Collare, die gelbe Behaarung des Gesichtes, des Episternum, des 1.
und 3. Tergites bis auf geringe Reste reduziert. Die Männchen gehoeren fast aus-
nahmslos der ferrestrioides-Form an. Die Pulverulenz fehlt fast ganz. Behaarung
länger als bei der Nominatform.
Die Farbabweichungen beziehen sich bei den Weibchen auf zahlreichere Indi-
viduen. Die längere Behaarung der Weibchen und Männchen und die starke Aus-
dehnung der schwarzen Behaarung bei den letzteren rechtfertigen die Aufstellung
einer besonderen Rasse.
Vorkommen hauptsächlich auf Sylt. Auf der cimbrischen Halbinsel nimmt der
B. lucorum gegen Süden fortschreitend immer mehr Farbelemente der Nominat-
form an.
Bombus lucorum, Rasse arcticus nov.
Weibchen. Wie die vorige Rasse mit verschmälerter Abdominalbinde, aber
breiterem Collare (Neigung zur inversen Modalität). Braune Behaarung des Ge-
sichtes und der Corbicula schr gering. Behaarung noch länger als bei der vorigen
Rasse.
Arbeiter wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Vorwiegend der Form ferrestrioides angehoerend. Behaarung sehr
lang.
Vorkommen im noerdlichsten Norwegen (Tromsö).
Bombus lucorum, Rasse congruens Krüger.
Weibchen. Gesicht schwarz. Collare sehr breit. Auch die Abdominalbinde
breiter als bei der Nominatform. Färbung der Binden goldgelb. Corbiculahaare
schwarz.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen nur in den Pyrenäen.
Bombus lucorum, Rasse ochraceocinctus nov.
Weibchen. Der Nominatform nahestehend, aber Collare breiter. Binde des 2.
Tergites jedoch relativ schmal (Neigung zu inverser Modalität). Farbton der
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E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 325
Binden nicht so leuchtend gelb wie bei der Nominatform, sondern bleich ocker-
gelb, jedoch ist Nachprüfung an farbfrischen Weibchen und damit die Wertung
des Ethnos als Rasse noch erforderlich. Behaarung länger als bei der Nominatform.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt. Pulverulenz sehr stark ausgeprägt.
Männchen. Wie die Nominatform, aber 3. Tergit mit im allgemeinen ausge-
dehnter gelber Behaarung. Pulverulenz stark.
Vorkommen nur im Kaukasus.
Bombus lucorum, Rasse terrestriformis O. Vogt.
Weibchen und Arbeiter. Collare und Abdominalbinde sehr breit, im Farbton
von der mit ihr vorkommenden Rasse /zcoformis des B. terrestris nicht zu unter-
scheiden.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen. Bei Konstantinopel und auf dem Olymp bei Brussa.
Bombus lucorum, Rasse terrestricoloratus Krüger.
Weibchen. Von der Nominatform durch die sattbraunen Binden und die sehr
kurze Behaarung abweichend.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor. Um den Rassencharakter zu klären,
muss weiteres Material untersucht werden.
Vorkommen: Nordtibet.
Bombus lucorum, Rasse minshanicola Bischoff.
Weibchen. Sie stehen der Nominatform nahe, aber das Untergesicht mit aus-
gedehnter brauner Behaarung und das 4. Tergit ganz schwarz behaart.
Der Rassencharakter auch dieser Form ist nicht ganz sicher.
Vorkommen: Kansu.
Bombus lucorum, Rasse alaiensis Reinig.
Weibchen und Arbeiter. Collare und Binde des 2. Tergites sehr breit, im Farb-
ton dunkler als bei der Nominatform. Auffallend ist der weiße Schimmer des Col-
lare. Corbicula zum Teil gelb behaart. Behaarung sehr kurz.
Männchen liegen nicht vor.
Obgleich das vorliegende Material nur gering ist, glaube ich nicht fehl zu
gehen, daß wir es hier mit einer besonderen Rasse zu tun haben.
Vorkommen im Alai und in den Pamiren.
Bombus lucorum, Rasse albocinctus Smith 1).
Weibchen. Sie unterscheiden sich von der Nominatform durch die schr breiten
weißen Binden.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen liegen nicht vor.
Wahrscheinlich gehoert der B. /zcorum von Kamtschatka wegen der nicht
rein weißen sondern der leicht gelblichen Toenung der Binden einer besonderen
Rasse an, für die ich die Bezeichnung pallidocitrinus vorschlage.
1) Fußnote bei der Korrektur von G. KRUSEMAN: Locus typicus ebenfalls Kamtschatka.
326 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
II. Die Rassen des Bombus magnus O. Vogt.
Bombus magnus, Rasse latocinctus Krüger.
Weibchen. Gesicht mit ausgedehnter kurzer greisgelber Grundbehaarung. Scu-
tellum mit caudalen gelben Haaren. 1. Tergit fast stets ausgedehnt gelb behaart.
Der beiderseitige weißliche Haarfleck desselben ist ein accidentielles Merkmal 1).
Analtergite fast stets gelblich oder bräunlich behaart.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber Analtergite weif.
Männchen. Wie die Nominatform gefärbt. 2. Tergit fast stets braungelb.
Vorkommen: Sehr verbreitet, aber zerstreut in einem grofien Bereich Zentral-
europas.
Bombus magnus, Rasse luteostriatus Krüger.
Weibchen. Die gelben Binden breiter als bei der Nominatform. Farbton der
Binden goldgelb, in diesem von der mit ihm zusammen fliegenden Rasse con-
gruens des B. lucorum nicht zu unterscheiden. Behaarung kürzer als bei der No-
minatform.
Arbeiter noch nicht bekannt.
Männchen. Das einzige in der VoGTschen Sammlung vorhandene Männchen
läßt natürlich ein Urteil über die spezielle Färbung nicht zu.
Vorkommen. Bisher nur aus den Pyrenäen bekannt, aber wahrscheinlich auch
in Nordspanien verbreitet.
Bombus magnus, Rasse borochorensis Krüger.
Weibchen. Collare sehr breit, aber Binde des 2. Tergites schmäler als bei der
Nominatform. Farbton der Binden leuchtend gelb. Modalität der kurzen hellen
Grundbehaarung des Gesichtes von der der vorigen Rassen abweichend. Kleiner
als die Nominatform und kürzer behaart.
Arbeiter. Im allgemeinen wie die Weibchen gefärbt, aber Stirn und Scheitel
zum Teil gelb behaart und die Binde des 2. Tergites breiter. Gelbe Behaarung des
Scutellum, Episternum und des 1. Tergites reichlicher.
Männchen. Die gelbe Behaarung ausgedehnter als bei der Nominatform, be-
sonders auf dem 3. Tergit.
Vorkommen: Borochorogebirge.
Bombus magnus, Rasse turkestanicus Krüger.
Weibchen. Farbton der Binden bräunlichgelb. Kleiner als die Nominatform.
Lange Haare der Corbicula mehr oder weniger gelblich. Modalität der hellen
kurzen Grundbehaarung des Gesichtes von der der vorigen Rassen verschieden.
Behaarung kurz und glatt.
Arbeiter. Im allgemeinen wie die Weibchen gefärbt, aber wie bei den Arbeitern
der vorigen Rasse der Scheitel mit gelben Haaren.
Männchen. Die gelbe Behaarung weniger ausgedehnt als bei der vorigen Rasse.
Vorkommen: Ostturkestan.
1) Dieser wurde außerdem noch bei einem Weibchen der Rasse mongolicus festgestellt.
E. KRUGER : Studien an Terrestribombus. III 327
Bombus magnus, Rasse mongolicus O. Vogt.
Weibchen. Sehr kurz behaart. Collare und Binde des 2. Tergites breiter als bei
der Nominatform, ersteres leuchtend hellgelb mit ockerartigem Einschlag und
weisß schimmernd, letzteres mehr citronenfarbig. 1. Tergit in der Mitte gelb behaart.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Nicht genügend bekannt.
Die Allgemeingültigkeit der Merkmale ist an einem groesseren Material nach-
zuprüfen.
Vorkommen: noerdliche Mongolei.
Bombus magnus, Rasse laevis Krüger.
Weibchen. Behaarung kürzer als bei irgendeiner anderen Rasse, kleiner als die
Nominatform. Collare und Abdominalbinde blassgelb, ersteres relativ schmal.
Episternum mit ausgedehnter gelber Behaarung. Ueber die Modalitäten bei dieser
und der vorangehenden Rasse kann noch kein Urteil abgegeben werden, auch
hier ist die Allgemeingültigkeit der Merkmale an einem groeßeren Material nach-
zuprüfen.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen: Ussuri-Gebiet.
Bombus magnus, Rasse lantschouensis O. Vogt.
Weibchen. Das ganze Gesicht mit kurzer grauer Grundbehaarung, ebenfalls
Stirn und Scheitel. Ob die mehr oder weniger braune Bindenfärbung, die braune
Behaarung des dorsalen Bezirkes des Episternum, des oralen Teiles des Scutellum
sowie der ersten beiden Tergite auf einer Verschmutzung beruht, wie REINIG
meint (i.l.), muss nachgeprüft werden.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Die wenigen Exemplare lassen eine Bestimmung des Farbcharakters
nicht zu. Auch hier kann eine Verschmutzung der Behaarung vorliegen. Zweifel-
haft ist auch, ob die ausgedehnte helle Behaarung des 3. Tergites eine Rassen-
eigenschaft darstellt.
Vorkommen: Lan-tschou.
Bombus magnus, Rasse iranicus Krüger.
Weibchen. Binden sehr breit und von stumpfgelbem Kolorit. Behaarung kür-
zer als bei der Nominatform. Ueber die Modalität der kurzen hellen Grundbe-
haarung des Gesichtes kann bei dieser wie auch bei der vorigen Rasse noch kein
Urteil abgegeben werden.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Meine Auffassung, daß es sich um eine besondere Rasse handelt, muss an
einem groeßeren Material nachgeprüft werden.
Vorkommen: Nur vom Elburs bekannt.
III. Die Rassen des Bombus terrestris (L.)
Bombus terrestris, Rasse holsaticus nov.
Weibchen. Collare oft fehlend oder reduziert. Chitin der Corbicula schwarz.
328 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, jedoch zeigen sie den Melanismus nicht
so ausgeprägt.
Männchen. Von der Nominatform kaum abweichend.
Vorkommen: Schleswig-Holstein.
Diese Rasse weicht nur durch ein Merkmal, nämlich durch das stets schwarze
Chitin der Corbicula von der Nominatform ab.
Bombus terrestris, Rasse virginalis Smith.
Weibchen. Die Analtergite braun behaart und das 4. Tergit fast stets schwarz.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber das Collare und die Abdominalbinde
breiter. Die braune Behaarung der Analtergite geringer entwickelt.
Männchen. Wie die Weibchen gefärbt, aber die Binden breiter und die braune
Behaarung fast nur auf das 4. Tergit beschränkt.
Vorkommen: England, Schottland und Irland.
Bombus terrestris, Rasse calabricus nov.
Weibchen. Binden sehr breit, bräunlichgelb, etwas heller als bei der Nominat-
form. Chitin der Corbicula schwarzbraun.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Liegen nicht vor.
Vorkommen: Calabrien.
Bombus terrestris, Rasse sassaricus Tournier.
Weibchen. Gesicht zum Teil braun behaart. Collare fehlt oder stark reduziert.
Binde des 2. Tergites verschmälert, fast so hell wie beim B. /ucorum. 3. Tergit
schwarz behaart, seltener mit oralen braunen Haaren. 4. Tergit mit brauner
Grenzbehaarung, 5. Tergit zuweilen, 6. stets braun behaart. Corbicula und 2.
Tibia, zuweilen auch das 2. und 3. Femur braun behaart. Chitin der Corbicula
hellfuchsrot.
Arbeiter. Wie die Weibchen mit geringen Abweichungen.
Männchen. Wie die Weibchen und Arbeiter gefärbt, aber das Gesicht mit mehr
braunen Haaren.
Vorkommen: Sardinien.
Bombus terrestris, Rasse xanthopus Kriechbaumer.
Weibchen. Gesicht ausgedehnt braun behaart, die schwarzen Haare des Schei-
tels graustichig. Collare fehlt. Schwarze Haare des Episternum graustichig, das-
selbe ventral oft braun behaart. Binde des 2. Tergites fehlt oder stark reduziert.
3. Tergit oft mit braunen Haaren. Die Endtergite mit Ausnahme des oralen
schwarz behaarten und des apikalen schwarz behaarten Teiles des 6. Tergites in-
tensiv braun behaart. Chitin der Corbicula und Tibien rot- bis hellrotbraun.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Wie die Weibchen und Arbeiter gefärbt, aber die gelben Haare des
Thorax und der Abdominalbinde mehr oder weniger zahlreich.
Vorkommen nur auf Korsika.
Bombus terrestris, Rasse pyrenaicus nov.
Weibchen. Collare und Binde des 2. Tergites sehr breit, heller als bei der
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 329
Nominatform. Gesicht, Episternum, Scutellum und Beine mit sehr ausgedehnter
rotbrauner Behaarung. 3. Tergit nicht selten mit oralen braunen Haaren.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen: Pyrenäen.
Bombus terrestris, Rasse balearicus Krüger.
Arbeiter. Gesicht mehr oder weniger braun behaart. Binden sehr breit, und von
bleichgelbem, fast beigefarbigem Kolorit. Beine ausgedehnt braun behaart. Chi-
tin der Corbicula stets schwarz.
Weibchen und Männchen liegen nicht vor. Die Rassenberechtigung dieser
Form muss durch Untersuchung der Weibchen und Männchen sowie eines
groefieren Materials von Arbeitern noch nachgeprüft werden.
Vorkommen: Baläaren.
Bombus terrestris, Rasse lusitanicus Kriger.
Weibchen. Gesicht und Beine braun behaart. Die Binden leuchtend gelbbraun,
sehr breit. Episternum ventral immer braun, nicht selten auch das Scutellum
(letzteres ist ein accidentielles Merkmal). 3. Tergit oral mit braunen Haaren. 4.
weiß, fast ohne schwarze Haare, mit bräunlich verdunkeltem Saum. Chitin der
Corbicula schwarzbraun.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber die braune Behaarung weniger aus-
gedehnt.
Männchen. Wie die Weibchen gefärbt, aber Scheitelkante mit gelben Haaren.
Vorkommen: Portugal.
Bombus terrestris, Rasse lucoformis Krüger.
Weibchen. Farbton der sehr breiten Binden stumpf hellgelb, Episternum dorsal
gelb behaart. Analtergite zuweilen leicht gelblich getoent. Haare der Corbicula
roetlichgelb oder roetlichbraun. Chitin der Corbicula rotbraun.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Wie die Weibchen und Arbeiter gefärbt, aber die Binden noch
heller gelb. Untergesicht, Stirn, Scheitelkante und Episternum zum Teil gelb be-
haart.
Vorkommen: Sizilien, Griechenland, Umgebung von Konstantinopel, Klein-
asien, Kreta und Transkaukasien.
Bombus terrestris, Rasse uralicola Krüger.
Weibchen. Das sehr breite Collare hellbräunlichgelb. Binde des 2. Tergites
hellgelb mit grünlichem Ton. Chitin der Corbicula dunkelbraun.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt.
Männchen. Wie die Weibchen gefärbt, aber Gesicht, Stirn, Scheitel, Epister-
num und 1. Tergit (!) mit mehr oder weniger gelben Haaren.
Vorkommen: Orenburg. Möglicherweise gehoeren auch einige Exemplare
der VoGTschen Sammlung aus Turkestan zu dieser Rasse.
Bombus terrestris, Rasse canariensis Pérez.
Weibchen. Bis auf die weißen Analtergite schwarz behaart. Chitin der Corbi-
cula schwarz bis dunkelbraun. Groeßer als die Nominatform.
330 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOCIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber der Prothorax mit einzelnen oralen
gelben Haaren und das Chitin etwas heller.
Männchen. Wie die Arbeiter gefärbt, aber Prothorax mit noch mehr gelben
Haaren.
Vorkommen: Auf den Kanarischen Inseln.
Bombus terrestris, Rasse africanus O. Vogt (il).
Weibchen. Das sehr breite Collare und die Binde des 2. Tergites hellbräun-
lichgelb. Chitin der Corbicula schwarz.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber das Chitin der Corbicula etwas
heller.
Männchen. Untergesicht und Stirn fast ganz gelb behaart, sonst wie die Weib-
chen und Arbeiter gefärbt.
Vorkommen: Algier und Tunis.
IV. Die Rassen des Bombus burjaeticus Krüger.
Bombus burjaeticus, Rasse virescens Krüger.
Männchen. Das Gelb der Binden ausgesprochen grüngelb. 4. Tergit schwarz,
die folgenden mit mehr oder weniger schwarzen Haaren. Die gelbe Behaarung
reichlicher als bei der Nominatform.
Weibchen und Arbeiter liegen nicht vor.
Vorkommen: Manshukuo.
Die einzige bekannte Form der Art.
V. Die Rassen des Bombus sporadicus Nylander.
Von dieser Art ist bisher nur die Rasse czersktanus O. Vogt bekannt geworden.
Sie zeichnet sich durch die sehr kurze Behaarung aus. Da nur sehr wenige Weib-
chen und Männchen vorliegen, kann über die speziellen Farbmerkmale noch
nichts ausgesagt werden. Sie kommt im Ussuri-Gebiet und wahrscheinlich auch
in Manshukuo vor. Ob die Form sachalinensis eine besondere Rasse darstellt, ist
mit Bestimmtheit noch nicht erwiesen. Sehr wahrscheinlich spaltet sich die Art
in noch andere Rassen. Diesbezüglich sind noch die europäischen Formen einge-
hend zu untersuchen.
VI. Die Rassen des Bombus patagiatus Nylander.
Bombus patagiatus, Rasse brevipilosus Bischoff.
Weibchen. Sehr kurzhaarig. Gesicht und Corbicula meistens ausgedehnt braun
behaart. Collare breit, die interalare schwarze Binde daher sehr schmal.
Arbeiter. Wie die Weibchen gefärbt, aber Gesicht und Corbicula mit viel mehr
schwarzen Haaren.
Männchen. Wie die Weibchen und Arbeiter gefärbt, etwas kürzer behaart als
die des Ethnos von Baikalien.
Vorkommen: Ussuri-Gebiet.
Bombus patagiatus, Rasse pseudosporadicus Bischoff.
Weibchen. Gesicht mit kurzer gelblichgreiser Grundbehaarung, lange Haare
schwarz. Collare, Scutellum, Episternum, 1. und 2. Tergit braungelb.
E. KRUGER : Studien an Terrestribombus. III 331
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Abbildung 25. Die Ausbreitung der weißen Behaarung auf der Vorderseite des 3. Femur
bei den Weibchen des B. patagiatus. Die schwarze Behaarung ist fortgelassen.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen: Sui Yuan.
Bombus patagiatus, Rasse beickianus Bischoff.
Weibchen. Gesicht und Corbicula schwarz behaart. Collare blaß citronenfarbig,
ebenso das Episternum im dorsalen Teile, ventral wie auch das Scutellum heller
gelblich, fast weiß. 1. Tergit citronenfarbig, 2. noch intensiver gelb. Sehr kurz-
haarig.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen: Tchili und Sinin-gebirge.
Bombus patagiatus, Rasse minshanensis Bischoff.
Weibchen. Collare mit reichlicheren eingesprengten schwarzen Haaren, hell
ockerfarben, auch das 1. und 2. Tergit so gefärbt, letzteres also nicht mit grün-
licher Färbung. Länger behaart als die Rasse brevipilosus.
Arbeiter und Männchen liegen nicht vor.
Vorkommen. Süd Kansu.
Bombus patagiatus, Rasse sajanicus Bischoff.
Weibchen. Collare schmal, Scutellum mit nur spärlichen hellen Haaren. Binde
des 2. Tergites weniger grünlich.
Arbeiter und Männchen wie die Weibchen gefärbt.
Vorkommen. Kansu, Tunkun Sajan.
Die von uns gegebene Aussonderung der Rassen des Bombus patagiatus kann
nur eine vorläufige sein, weil das vorliegende Material zu gering ist. Es braucht
auch wohl kaum erwähnt zu werden, daß sie nicht erschoepfend sein kann, da
sie, abgesehen von Europa, in einem ungeheuer großen Teil Asiens mit seinen ab-
wechslungsreichen klimatischen Bedingungen verbreitet ist. Wir stehen hier also
erst an einem Anfang. Bei dieser Gelegenheit muss einmal — und das gilt nicht
nur für unsere Art — betont werden, daß ein planloses Sammeln einiger weniger
Exemplare in unserem Sinne nicht foerderlich für die Kenntnis der Rassen, ge-
schweige der Ethna sein kann, ja, ein solches Sammeln kann sogar nur verwirrend
wirken. Ein sehr wichtiges Rassenmerkmal scheint mir besonders beim B. pata-
giatus die wechselnde Länge der Behaarung zu sein, wie sie besonders bei den
332 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Weibchen, weniger bei den Männchen, auftritt. Wahrscheinlich dürfte der B.
patagiatus von Rußland mit langer, der von Baikalien mit kürzerer und der des
Ussuri-Gebietes mit ganz kurzer Behaarung gewissermafien die Grundrassen dar-
stellen. Ich schlage deshalb im Einklang mit der Bezeichnung brevipilosus
Bischoff des Ussuri-Gebietes für die russische Form den Namen longipilosus
und die von Baikalien den Namen mediopilosus vor. Ob nicht vielleicht die von
BiscHoFr beschriebenen Formen pseudosporadicus, beickianus, minshanensis und
sajanicus nur Unterrassen sind, lasse ich dahingestellt.
ALLGEMEINES ZUR CHROMATIK DER UNTERGATTUNG Terrestribombus
Die Färbung hat bei den meisten Arten einen ausgesprochen segmentalen
Charakter. Sie besitzen bei ausgedehnt schwarzer Behaarung hell behaarte End-
tergite und helle, meistens gelb behaarte Binden auf dem Thorax und dem 2.
Tergit. Ausnahmen sind folgende Rassen bzw. Arten: xanthopus, renardi, cana-
riensis und zgnitus, während beim aritzoensis nur das Collare in Fortfall kommt.
Aber auch bei diesen finden sich bei einer groeßeren oder geringeren Anzahl von
Individuen gelbe Haare als Restbestand der Binden. Bei den Männchen kann dieser
segmentale Charakter noch weitergehend erhalten bleiben. Nur beim B. /ucorum
scheint er bei oberflächlicher Betrachtung wegen der Pulverulenz oft eine mehr
diffuse Farbverteilung zu haben, aber eine genauere Analyse konnte auch in
diesem die segmentale Färbung aufdecken. Die groefite Neigung zum Melanismus
hat die Art B. zgnitus, dann folgen der B. terrestris und lucorum. Dagegen blei-
ben die gelben, weißen oder anders gefärbten Binden bei den Arten B. magnus,
burjaeticus, sporadicus, patagiatus, sapporoensis, vasilievi und wahrscheinlich auch
beim B. malaisei immer in voller Ausbildung bestehen. Der B. lwcorum zeigt im
männlichen Geschlecht bei der hellen Form einen ausgesprochenen Flavismus und
weicht darin besonders vom B. terrestris ab. Bei den Weibchen des B. /ucorum,
terrestris und magnus werden oft die Haare des Gesichtes und der Corbicula braun
bzw. rotbraun. Auch andere Arten zeigen dieses Verhalten. Die kurze helle
Grundbehaarung finden wir ebenfalls bei verschiedenen Arten, wie auch das
Verschwinden der schwarzen Cilienhaare des 2. Tergites. Bei manchen europä-
ischen, besonders aber bei den asiatischen, Arten sehen wir, daß durch Einmischung
interalarer heller Haare, zum Beispiel bei den Arten B. burjaeticus, vasilievi und
patagiatus, das Collare sich caudal verschwommen absetzt. Bei verschiedenen Ras-
sen und Arten färben sich die sonst weißen Analtergite rot, so beim B. ignitus,
sapporoensis und den Rassen virginalis und xanthopus, während andere Arten
nicht davon berührt werden. Wir koennen diese Betrachtung noch fortsetzen, doch
genügt sie für unseren Zweck. Wir sehen nämlich, daf, obwohl die Arten un-
serer Untergattung sich in mannigfaltiger Weise chromatisch von einander unter-
scheiden, diese Abweichungen sich doch auf nur wenige Farbelemente zurück-
führen lassen, umso mehr als die eunomische Gerichtetheit weitgehend über-
einstimmt. Diese Gemeinsamkeit dürfte auf einer partiell gleichen inneren Kon-
stitution beruhen. Auch dort, wo die Farbcharaktere anderer Untergattungen mit
der unseren übereinstimmen, dürfte dasselbe gelten. Andererseits weisen chro-
matische Differenzen innerhalb der Gattung und der Untergattung auf innere
konstitutive Differenzen hin.
ee
E. KRÜGFR : Studien an Terrestribombus. III 335
SCHLUSSBETRACHTUNGEN
Unsere Untersuchungen sollten feststellen, wie weit die Ethna durch äussere
Merkmale charakterisiert sind, zweitens, ob die Verschiedenheiten auf Abweichun-
gen der inneren Konstitution hinweisen, drittens, in wieweit die gefundenen
Variationen auf solche der VoGTschen Variationsfelder zurückzuführen sind.
Die erste Frage wurde durch die Beschreibung der Ethna und geographischen
Rassen positiv dahin beantwortet, daß sie weitgehend durch äußere Merkmale
charakterisiert sind. Die Beantwortung der dritten Frage ergab voellige Ueberein-
stimmung mit den Variationsfeldern von C. und O. VoGT, die noch zum Teil
weiter unterteilt werden konnten. Es verbleibt die Beantwortung der zweiten
Frage, die zwar mit der ersten in innigem Zusammenhange steht, aber noch
nicht diskutiert wurde, was nun im folgenden geschehen soll.
Für keine Tierart kann ohne weiteres behauptet werden, daß differente Merk-
male, seien es Skulptur- oder Farbmerkmale, auf Abweichungen der inneren
Konstitution hinweisen. Denn, wenn es Formen gibt, die solche Stigmata innerer
Verschiedenheiten nicht besitzen, so koennte a priori auch das Fehlen innerer
konstitutioneller Verschiedenheiten bei Vorhandensein äußerer Abwandlungen im
Bereiche der Moeglichkeit liegen, wenn uns diese Reziprozität auch nicht wahr-
‚scheinlich erscheint. Der erste Fall ist zum Beispiel bei den Hummelarten B.
distinguendus und muscorum realisiert, die in weiten Distrikten ihrer Verbreitung
weder in skulptureller noch chromatischer Beziehung variieren, und von denen
man doch annehmen muss, daß auch sie in geographische Rassen aufgespalten
sind.
Weil nun keine experimentellen Forschungen vorliegen, welche die Frage
klären koennten, ob bei Hummeln, speziell bei der Untergattung Terrestribombus,
Beziehungen zwischen inneren und äußeren Eigenschaften vorhanden sind,
sind wir darauf angewiesen zu prüfen, ob es Indizien gibt, die eine solche
Beziehung wenigstens wahrscheinlich machen. Solche sehr bedeutsamen Indizien
gibt es nun aber bei den Hummeln in den Erscheinungen der regionalen Kon-
vergenz und Gradation, die O. VoGT schon in den Jahren 1909 und 1911 in
eingehender Weise beschrieben hat. Wir müssen wegen ihrer prinzipiellen Be-
deutung wenigstens einige der prägnantesten von diesem Forscher angeführten
Fälle kurz berühren. Unter regionaler Konvergenz verstehen wir die Parallel-
variation verschiedener Sippen an gleichem Orte. So kommen bei 15 Hummel-
arten im Kaukasus (mit Einschluss Transkaukasiens und der kleinasiatischen
Hochebene) weiße oder grauweiße Binden auf Thorax und Hinterleib vor. Dazu
gehoeren B. lapidarius caucasicus und lapidarius incertus, sicheli, ruderarius
simulatilis, pomorum brodmannicus, mendax handlirschianus, mastrucatus wurf-
leini, elegans canus, intercedens, alboluteus, uralensis, silvarum lederi und con-
vergens, cullumanus apollineus, niveatus, zonatus calidus und astaticus pallidofas-
ciatus. Sie alle sind an anderen Orten abweichend gefärbt. Acht dieser Arten
kommen mit gelben Binden in den Alpen und Pyrenäen vor und sechs derselben
sind in den Pyrenäen stärker gelb gebändert als in den Alpen. Letztere Differenz
zeigt auch der im Kaukasus nicht vorkommende B. lapponicus. Auch die mela-
nisierende Region, welche den Süden Englands, Südskandinavien, die dänischen
334 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Inseln, Jutland und Schleswig-Holstein umfaßt, ist ein weiteres Konvergenzgebiet.
Folgende Arten zeigen hier den Melanismus: B. pratorum mit der Varietät styri-
acus, hortorum v. nigricans und v. quasifidens, subt. subterraneus, terrestris und
lucorum mit den cryptaroiden Varianten agrorum mniorum in Dänemark, silv.
silvarum mit wesentlich graueren Binden als im Süden (silvarum distinctus). Dazu
kommt daß der ungebänderte B. lapponicus lugubris auf den Nordwesten
von Norwegen beschränkt ist. Aus Dänemark liegen mehrere Weibchen des
Psithyrus campestris ohne Binden vor und einige Weibchen aus dem südlichen
Norwegen haben zwar gelbe Thoraxbinden, aber diese sind „mit vielen schwarzen
Haaren vermengt”. Die Weibchen und Arbeiter des B. cullumanus kommen in
der melanisierenden Region nur ganz oder fast ganz ungebändert vor. Und auf
Bornholm verliert der B. silvarum ganz seine Binden. Von den 28 Arten der
Gattungen Bombus und Psithyrus sind die Weibchen und Arbeiter bei 13 Arten
melanistisch gefärbt und zwar in mehr oder weniger ausgesprochenem Grade. In
der Gegend des Hankasees in Ostasien nehmen die Rassen B. eguestris wiistneii,
variabilis subbaicalensis und der Cullumanobombus controversus eine einander
äußerst ähnliche, aber bei ihnen im ganzen paläarktischen Gebiet sonst nicht vor-
kommende Färbung an. Ferner haben in diesem Gebiet die beiden erstgenannten
Arten wie auch der B. sicheli flavostriatus und die Art B. patagiatus bei weiß-
lichem Collare und 1. Tergit ein gelb behaartes 2. Tergit. Weiter westlich kommt
diese flavostriäre Färbung analog bei der mongolischen Rasse wniens des B.
sichelt, dem separandus flavostriatus, beim keriensis in Turkestan und dem 7707
flavostriatus vor. Diese flavostriären Formen erscheinen also in einem zusammen-
hängenden Gebiet, fehlen aber durchaus noerdlich davon, d.h., wir haben es auch
hier mit einer konvergenten Färbung zu tun, die ein Zwischenglied zwischen
einer weiß- und gelbgebänderten Form bildet. Als letztes Beispiel sei angeführt,
daß die drei Arten B. agrorum, variabilis und muscorum in Nordostspanien
identisch gefärbt sind. Ich habe mich bei dieser Aufzählung im wesentlichen auf
die Weibchen beschränkt, bei denen die Konvergenz besonders deutlich in Er-
scheinung tritt. Von fast noch groeßerer Bedeutung ist die regionale Gra-
dation. Wir verstehen darunter die Erscheinung, daß man eine Reihe von Ge-
genden linear mit einander verbinden kann, welche eine allmählich fortschreiten-
de Stufenfolge einer bestimmten Variation bilden. Als Beispiel greife ich das
Verhalten der Arten B. lucorum, terrestris, ruderatus und Ps. vestalis heraus, die
in Zentraleuropa gelbe Binden, weiße Analtergite und schwarze Corbiculahaare
haben. In Spanien sind die Corbiculahaare bei der Form ferrugineus des ter-
restris und dem rwderatus typicus rotbraun, auf Sardinien haben alle drei Hum-
melarten auch noch die gelbe Prothoraxbinde, während die Haare der Corbicula
beim /zcorum roetlichbraun werden. Auf Korsika haben alle 4 Arten rotbraune
Haare an den Hintertibien und den Analtergiten, womit bei den Arten ferres-
tris, ruderatus und vestalis der Verlust aller Binden verbunden ist, während hier
der /ucorum noch die Abdominalbinde in eingeschränktem Maße behält. „Hier
bilden also die Tiere Spaniens und Sardiniens Zwischenstufen für die konver-
gente Umwandlung, welche die zentraleuropäischen Färbungen auf Corsica er-
fahren ‘’(VoGT 1909, p. 55). Hierbei ist zu bemerken, daß der spanische Ps.
vestalis nicht bekannt ist.
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 335
Es fragt sich nun, ob aufier den angeführten noch weitere Konvergenzen bei
der Untergattung Terrestribombus vorkommen. Das ist der Fall. Wir haben ge-
sehen, daß im Süden Europas die Binden des B. /zcorum und terrestris wesentlich
breiter sind als noerdlich davon. Im südoestlichen Balkan und in Kleinasien
haben diese beiden Arten gleichgefärbte Binden, die in ihrem Kolorit durchaus
von den zentraleuropäischen Tieren different sind. Bei diesem Merkmal kann
auch von einer regionalen Gradation insofern gesprochen werden, als in noerd-
licher Richtung die Anzahl der gleichgefärbten Individuen abnimmt. Wie die
flavostriäre Färbung in einem zwar räumlich weiten, aber zusammenhängenden
Gebiet erscheint, so auch die kurze greise Grundbehaarung des Gesichtes. Diese
findet sich bei zahlreichen Arten unserer Untergattung, nämlich beim B. patagia-
tus, burjaeticus, vasilievi, sapporoensis und sporadicus, ferner bei verschiedenen
Rassen des B. magnus. Von Interesse ist schließlich noch die übereinstimmend
grünliche Toenung der gelben Haare bei den Arten B. burjaeticus und distin-
guendus in Baikalien.
Wir wenden uns nun folgenden Fragen zu. Wie weit erstreckt sich die Ein-
wirkung der Selektion und kann das Entstehen neuer Eigenschaften einer Art odet
eines Teiles derselben auf die Einwirkung des Milieus zurückgeführt werden ? In
welcher Weise wirkt die Mutabilität als artbildender oder als rassebildender
Faktor, und kann solches überhaupt angenommen werden ? Ist die Vererbung er-
worbener Eigenschaften, die jetzt meistens gänzlich geleugnet wird, doch als
Erklärungsprinzip für die Umwandlung der Arten anzunehmen oder ist dafür
wenigstens eine Denkmoeglichkeit beizubringen ? Und liegt die direkte Anpas-
sung der Arten an die Umwelt im Bereich des Moeglichen ?
In seiner grundlegenden Arbeit über das Artproblem hat O. VoGr sich um eine
kausale Erklärung der Farbenvariabilität der Hummeln bemüht und festgestellt,
daß sich zweifellos Beziehungen zwischen den Farbvariationen und dem Milieu
ergeben, die, wie wir oben schon darlegten, in der regionalen Differenzierung,
der regionalen Konvergenz und regionalen Gradation zum Ausdruck kommen.
Die Untergattung Terrestribombus macht darin keine Ausnahme. Fraglich bleibt
nur, ob diese Beziehungen zum Milieu kausal zu erklären sind. Der Autor, der
auf Grund seiner Hummelstudien dem Selektionsprinzip bei der Bildung der
Arten und Rassen im allgemeinen eine große Rolle zuschrieb, war der Ansicht,
daß man doch nicht ohne weiteres die Farbenvariationen auf Milieueinflüsse
zurückführen dürfe. Da wir die Abhängigkeit der Färbung weder von dem Ein-
fluss des Milieus noch von der Selektion experimentell geprüft hätten, koenne die
Bedeutung des letzteren Prinzipes nur dadurch geklärt werden, ob es Anhalts-
punkte dafür gibt, daß den Farbwerten an sich ein Selektionswert zukommt. In
seiner Diskussion dieser Frage kam O. VOGT zu dem Ergebnis, daß weder direkt
noch indirekt das Selektionsprinzip bei der Entstehung von Farbdifferenzen der
Hummeln in Anwendung gebracht werden dürfe. Unter indirekter Wirkung der
Selektion versteht der Autor den Fall, daß die Farbdifferenzen in Korrelation zu
anderen erworbenen nützlichen Eigenschaften stehen und so gezüchtet werden.
„Eine bestimmte Färbung wäre dann als der korrelative Ausdruck einer bestimmten
Eigenschaft aufzufassen”. Nun hat O. Voer die Ansicht, daß auch eine indirekte
Wirkung der Selektion abzulehnen sei, nicht aufrecht erhalten, sondern ist neuer-
336 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
lich dafür eingetreten, daß die Farbmerkmale mindestens sehr häufig als Stigmata
innerer erhaltungsmäßiger konstitutioneller Eigenschaften angesehen werden koen-
nen. Hierdurch wird das Problem dahin verschoben, daß an die Stelle der Farb-
variation die Variation innerer Eigenschaften gerückt wird. Indem ich einen Satz
VogTs variiere, dürfen wir nach dem vorgehenden wohl sagen, daß die direkte
Hervorrufung der inneren konstitutionellen Veränderungen und damit die der
Farbenveränderungen so sicher gestellt sind, wie es überhaupt ohne experimentel-
len Beweis nur irgend moeglich ist. Ich moechte in diesem Zusammenhang noch
darauf hinweisen, daß solche Koppelungserscheinungen durch TIMOFIEFF-RES-
SOWSKI bei Drosophila und durch KUHN bei Ephestia und Ptychopoda festgestellt
werden konnten, wodurch unsere Annahme bei den Hummeln eine wertvolle
Stütze erfährt. Es gibt also genügend Gründe, mit der wahrscheinlichen ,,Moeg-
lichkeit derartiger Bindungen zu rechnen”. Wir wollen aber durchaus nicht in
Abrede stellen, daß auch noch andere Evolutionsmechanismen zu Biotypen mit
Selektionswert führen koennen, so bei der heterozygoten Intrapopulationsheterosis
von Drosophila-Arten. Und wie O. VoGT kürzlich noch besonders betont hat, kann
eine Population durch Zuwanderung fremder Mutanten, seien es nun ethnogene
oder rassogene, eine mehr oder weniger große Bereicherung erfahren. Es ist also
eine chorologische Analyse des Verbreitungsgebietes einer Art von großem Werte.
Ehe ich auf die Untergattung Terrestribombus eingehe, sollen einige andere
Hummelarten bezüglich der Verbreitung ihrer Rassen kurz behandelt werden.
Der B. agrorum tritt in einem großen Teile Europas in einem bunten Gemisch
von Varianten auf, nämlich in Deutschland, Mittel- und Nordfrankreich, einem
Teil der Schweiz, in Belgien und Oesterreich und im mittleren Osteuropa. Im
Süden Europas kommt die Rasse pascworum vor, die in geographische Untergrup-
pen zerfällt und zwar sind zu nennen der dusmeti Zentralspaniens, der maculatus
der Pyrenäen, der aguitaniae G. Kruseman der Landes und der Dordogne, der
verhoeffi G. Kruseman von Korsika, der melleofacies von Calabrien und Mittel-
italien, der pascworum (typicus) von Norditalien, der intermedius des Tessin
und der subdrenowskianus von Kleinasien, welch letzterer noch wieder in Unter-
formen aufgespalten ist. Eine weitere Unterrasse der pascuorum ist der bofilli von
Andalusien. In Portugal kommt die Rasse rufostriatus vor. In Nordostspanien tritt
der rufocitrinus auf, der mit den beiden letzteren Formen nahe verwandte frey-
gessneri lebt in Südfrankreich, Savoyen und der westlichen Schweiz. Auch im
Norden gliedert sich der B. agrorum in zahlreiche Rassen. Die Form septen-
trionalis, welche nahe verwandt ist mit dem freygessnert, kommt in Nordwest-
schottland vor, der romanioides in Holland, mniorum in Seeland, bicolor im
Küstengebiet des mittleren Norwegen, erlandssoni G. Kruseman im noerdlichen
Norwegen, barca: bei Oslo und im mittleren Schweden, romani in Finnland.
Dazu kommt im Süden noch die Rasse rehbinderi des Kaukasus. Es ist nun von
Interesse, daß alle diese Formen rein nur in einem beschränkten Gebiet vor-
kommen. Obgleich trennende Schranken meistens nicht vorhanden sind, welche
die Ausbreitung verhindern, tritt eine nennenswerte Infiltration der Nachbar-
gebiete nicht ein. So gehoeren schon unmittelbar noerdlich des Brenners pascu-
oide Exemplare wie auch typicoide zum Beispiel bei Bozen zu den Seltenheiten.
Auch dem Vordringen des B. freygessneri sind nach Norden und Nordwesten
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. Ill 337
gewiss an sich keine Schranken gesetzt, und doch kommt in der westlichen Schweiz
die reine Form schon seltener vor, wo sie sich mit anderen Formen mischt, und
gehoert im südlichen Baden zu den Seltenheiten, wo ich im Hohen Schwarzwald
nur ein Exemplar fing. Ebenso ist der B. mniorum auf Seeland beschränkt und
nach jeder Richtung die Infiltration der Umgebung sehr gering. Dasselbe gilt für
den romanioides von Holland, und der rehbinder: kommt nur im Kaukasus vor.
Ganz analog und wohl noch einprägsamer ist das Verhalten des B. variabilis,
einer Art, die O. VoGT eingehend taxionomisch untersucht hat. Er kommt ähn-
lich wie beim B. agrorum zu dem Ergebnis, daß „die zentraleuropäische Popu-
lation aus vielen Farbkombinanten besteht, aber außerhalb ihres Wohngebietes
nach allen Seiten immer einfoermiger werdende und so rassenbildende Populatio-
nen ausstrahlt”. Der Autor führt diese Erscheinung darauf zurück, daß die Art
schon in frühen Zeiten, als sie durch das Vordringen der Gletscher in süd-
liche Zonen abgedrängt wurde, zur Rassenbildung gelangt sei. Nach dem Zurück-
weichen des Inlandeises seien dann die Rassen vorgedrungen und hätten schon
auf dem Zuge mit der Bastardierung begonnen, die dann ihren Hoehepunkt im
zentraleuropäischen Gebiet erlangt habe. Ich halte diese Erklärung, die auf den
B. agrorum mutatis mutandis ebenfalls anzuwenden wäre, für sehr wahrschein-
lich. O. Voer hat auch einleuchtend dargelegt, daß die speziellen Verhältnisse beim
B. variabilis nicht dafür sprechen, daß wir es in der gedachten Zone mit einem
Zentrum dort entstandener Neumutationen zu tun haben. Aehnliches dürfte auch
für andere Hummelarten in diesem oder jenem Gebiete zutreffen. So sieht
Voc als einfachste Erklärung für das gleichzeitige Vorkommen der dunklen und
gelbgebänderten Männchen des B. hortorum im südlichen Norwegen den späteren
Zuzug der stark gelb gebänderten Form in die melanisierende Region. Diese
dürfte unserer Ansicht nach aus einem Gebiet stammen, wo sie — ihrem be-
sonderen Biotop angepaßt — die helle Färbung erwarben oder erhalten konnten.
Die helle und die dunkle Form würden sich in Südnorwegen in einem Zustande
des Gleichgewichtes befinden. Es besteht daneben noch die Moeglichkeit, daß
sich die helle Form hier nur durch stetigen Zuzug erhalten kann. Achnlich liegen
nun die Verhältnisse beim B. /ucorum und terrestris, nur mit dem Unterschiede,
daß in den von ihren Rassen eingenommenen Gebieten der Einwanderung frem-
der Formen ein weit groeßerer Widerstand entgegengesetzt wird. Auch bei diesen
Arten findet wohl bestimmt eine fortgesetzte Infiltration zwischen den Nachbar-
gebieten statt. Aber wir sehen daß nur zu einem geringen Prozentsatz Individuen
der Anrainerrassen von der Sammelzone und vice versa aufgenommen werden.
Wir müssen deshalb annehmen, daß fortwährend sowohl in der Sammelzone
wie auch in dem reinrassigen Gebiet eine Ausmerzung nicht adaptierter Formen
stattfindet. Diese Ausmerzung wird wahrscheinlich in ihrer Stärke von Klima-
schwankungen abhängen. Wir beobachten ferner, daß einwandernde Formen mit
der wachsenden Entfernung vom eigentlichen Wohngebiet immer seltener wer-
den. Das Einstrahlungsgebiet kann nun aber wieder zu einem Ausstrahlungs-
zentrum werden. Die Wanderung vorzüglich in noerdlicher Richtung infolge
weiteren Rückgangs des Inlandeises bis zum fast vollständigen Verschwinden der
Gletscher ist mit einem Vorgang verbunden, den ich als partielle Rehabilitierung
von Rassen bezeichnen moechte. Bei der Wanderung nähern sich die Arten all-
338 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
mählich der ihnen durch ihre Konstitution vorgeschriebenen Grenze der Ver-
breitungsmoeglichkeit. Es tritt wiederum eine Verarmung an Merkmalen auf,
die schließlich zu einer Rassenbildung führen muss. Die Art B. wariabilis speziell
ist, wie O. VOGT überzeugend ausgeführt hat, nicht an subarktische Verhältnisse
angepaßt. Es haben sich naturgemäß bei der diluvialen Urbildung von Rassen
dieser und gewiss auch anderer Arten Formen entwickelt, die den gleichen oder
ähnlichen Verhältnissen adaptiert waren, wie sie nun wieder aufgesucht werden.
Diejenigen, für das neue Gebiet erhaltungsmäßigen Merkmale oder Eigenschaften
brauchen mutativ nicht erst neu zu entstehen, sondern werden als Erbgut mitge-
führt. Es handelt sich dabei um die Ausmerzung nicht adaptiver Merkmale (mit
der Einschränkung derjenigen dysteleologischen, die mit selektiv wertvollen ge-
koppelt sind). So wird eine sehr bemerkenswerte Erscheinung verständlich, die
darin besteht, daß so viele nordische Rassen in wichtigen chromatischen Eigen-
schaften mit den südlichen übereinstimmen. Ich wies schon früher darauf hin. So
treten beim B. agrorum pascuoide Formen in Norwegen auf, die eine große Aehn-
lichkeit mit dem eigentlichen pascuorum der Mittelmeerländer haben. In der
Mittelzone tritt der letztere nur als äußerst seltene Aberration auf. Die Rasse frey-
gessneri kommt, wie schon erwähnt, im Süden in Savoyen, der westlichen Schweiz
und äußerst selten in Baden vor, aber eine nahe verwandte Rasse, der septentrio-
nalis, in Schottland, während sowohl der freygessneri als auch der septentrionalis
in der Zwischenzone nicht gefunden wird. Hellgebänderte Rassen des B. rzdera-
rius kommen in Lettland und auf Sylt, südlich in den Pyrenäen und in den Alpen,
noerdlich der Alpen in einzelnen Exemplaren mit schwach ausgebildeten Binden
nur noch im Schwarzwald vor. Ferner treffen wir eine weißgebänderte Rasse im
Kaukasus an. Auch beim B. varzabilis finden wir ähnliche Verhältnisse. Die ein-
zige variabilis-Form im mittleren Skandinavien ist die Rasse hafsahli, die auch
in Italien vorkommt und sich in verwandten Formen im Süden findet. Die stau-
dingeri- bzw. quasimuscorum-Gruppe wurde von mir auf Sylt nur in ihrem
Vertreter staudingeri gefangen und nimmt in Schleswig-Holstein südlich davon
noch einige andere Farbelemente auf. Im Süden gibt es einige eng begrenzte Ge-
genden, in denen ebenfalls der staudingeri rein vorkommt. Im Wallis werden
bestimmte Hoehenlagen, zum Beispiel das Val d’Anniviers, bis unterhalb St. Luc
nur von dieser Form bewohnt. Im Tessin erscheint der sehr nahe Verwandte
leventinensis. Braunaftrige Varianten des B. latreillelus kommen in Tirol und
im südlichen Norwegen vor. Hierbei kann natürlich von einer absoluten Identität
der südlichen und nordischen Rassen nicht die Rede sein. Dagegen spricht schon,
daß) das neue Biotop von dem ursprünglichen different und ihm nur angenähert
ähnlich ist. Neben den aus dem Gesamtbestande ausgelesenen Faktoren werden neue
Mutationen entstanden sein, und man kann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit
damit rechnen, daß das ursprüngliche Kolorit gewisse Abänderungen erfährt. Das
ist auch vielfach der Fall. So zeigt der septentrionalis dem freygessneri gegen-
über eine gewisse chromatische Abweichung und die rote Färbung des nordischen
B. agrorum, der in der Verteilung der roten und schwarzen Behaarung mit dem
südlichen pascuorum so weitgehend übereinstimmt, ist mehr rotbraun, auch die
Behaarung ist länger.
Ich gehe nun auf die in dieser Arbeit mitgeteilten Ergebnisse ein. Beim Ter-
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 339
restribombus beanspruchen die Rassen des B. terrestris von Korsika und Sardi-
nien, der xanthopus und sassaricus, unsere besondere Beachtung. Beide Rassen
sind untereinander, aber auch von den festländischen Formen verschieden. Es
fragt sich, ob die beiden Rassen durch die Meerenge von Bonifacio so von ein-
ander abgeriegelt sind, daß aus äußeren Gründen eine Vermischung verhindert
wird. Ich halte das für ganz unwahrscheinlich, denn die Breite der Meerenge be-
trägt nur ca 10 km. Solche geringen Entfernungen überfliegen die Hummeln nach
unseren Erfahrungen ganz anstandslos. So wurde zum Beispiel auf Neuwerk, das
vom Festland etwa ebenso weit entfernt ist, gelegentlich ein Massenanflug von
Hummeln beobachtet, die dort sonst zu den Seltenheiten gehoeren. Wir halten
deshalb eine gegenseitige Infiltration der beiden Rassen für durchaus moeglich.
Wie erwähnt, kommen auf Korsika zwischen den Arbeitern und Männchen des
xanthopus gelegentlich mehr oder weniger weißaftrige Exemplare vor, die sich
der Färbung des sassaricus nähern. Das würde an sich für eine Ueberschreitung
und für eine Bastardierung der beiden Rassen sprechen. Aber es ist doch sehr
auffällig, daß unter den sehr zahlreichen Weibchen des xanthopus der VoGTschen
Sammlung sich kein einziges Exemplar mit ganz oder teilweise weiß behaarten
Endtergiten befindet, sondern nur bei den Arbeitern und Männchen. Bei den
ersteren treten sie zu 0.37, bei den letzteren zu 11.8 Prozent auf. Nun wissen
wir, daß die Männchen der Hummeln weit konservativer in den Färbungsmerk-
malen sind als die Weibchen und Arbeiter und letztere meistens zwischen den
Weibchen und Männchen stehen. Deshalb ist das gelegentliche Vorkommen weiß-
aftriger Männchen und Arbeiter noch kein Beweis für eine Bastardierung, son-
dern kann eine ganz andere Erklärung finden. Entsprechende Erscheinungen bei
anderen Hummelarten sind ein nicht seltenes Vorkommnis. Noch aus einem an-
deren Grunde scheint mir eine Kreuzung nicht wahrscheinlich zu sein. Denn sonst
müßte sich in den langen geologischen Zeiträumen ein ganz anderes Erscheinungs-
bild beim B. terrestris auf beiden ? Inseln entwickelt haben. Nun koennte eine
Einwanderung auch ohne Bastardierung erfolgen, aber auch dafür geben die bis-
herigen Funde keinen Anhaltspunkt. Wir koennen aus dem vorigen schließen,
daf beide Rassen nur auf ihre eigene Insel das für sie geeignete Biotop fin-
den. Allenfalls einwandernde Individuen der Fremdrasse koennen sich nicht
halten und werden ausgemerzt. Wenn auch transitorisch keine Kreuzungsprodukte
zwischen den beiden Rassen angetroffen werden, so ist mit der Moeglichkeit zu
rechnen, daß sie untereinander endogam unfruchtbar sind. Sie müßten dann als
gute Arten angesehen werden. Eine experimentelle Prüfung dieser Frage wäre
sehr erwünscht. Auch die Rasse virginalis des B. terrestris ist auf ein relativ enges
Areal beschränkt und kommt in England, Schottland und Irland als Rasse vor,
in anderen Gebieten als seltene Aberration. Nur in den Niederlanden ist sie (nach
Mitteilung von Herrn Dr. G. KRUSEMAN) häufiger und hat sich hier wohl seit
jener Zeit erhalten, als noch eine Landverbindung mit Großbritannien bestand.
Auf den Kanalinseln wurde bisher nur ein Weibchen mit leichter Bräunung der
Analtergite gefunden, sonst sind die Weibchen anal weiß behaart. Unter den 58
Männchen haben nur 5 eine partielle braune Analfärbung. Aus Nordfrankreich
sind mir keine so gefärbten Stücke bekannt geworden. Obwohl ein Austausch
der Formen durchaus im Bereich des Moeglichen liegt, etwa in der Hoche von
340 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Dover, ist eine gegenseitige Durchdringung mit dem typischen terrestris unter-
blieben. Das Biotop von Frankreich schließt den virginalis, das der britischen
Inseln den typischen terrestris aus. Auch in den Niederlanden scheint das Bio-
top für eine weitere Ausbreitung nicht günstig zu sein. In Westdeutschland fehlt
sie schon ganz. Der canariensis ist auf die Kanarischen Inseln beschränkt und
findet sich nicht in Nordafrika. Hier und in den anderen heißen Mittelmeerlän-
dern treten Formen mit breiten Binden von hellgelbem Kolorit auf, die der
Rasse /ucoformis oder ihren Verwandten angehoeren. Ihrer Verbreitung in noerd-
licher Richtung sind keinerlei Schranken gesetzt. Trotzdem ist das Vorkommen
sehr beschränkt. Die Rasse /wsitanicus von Portugal kommt nur hier vor und die
ihr nahestehende Form Spaniens überschreitet wohl kaum die Pyrenäen. Aus dem
noerdlichen Italien liegen mir leider keine Funde vor. Bei der Form von Elba
scheint es sich um ein Ethnos zu handeln, das zwischen südlichen und nörd-
licheren bzw. westlichen Formen vermittelt. Die noerdliche Grenze ihrer Ver-
breitung muss bei der Rasse calabricus aus Süditalien noch ermittelt werden. Die
Rasse /zcoformis der Balkanhalbinsel dringt in allmählich abgeschwächter Form
bei sich successive verringernder Individuenzahl nur bis Bulgarien vor und als
relativ häufigere Morphe in der südlichen Schweiz. Ganz analoge Verhältnisse
treffen wir beim B. /ucorum an. Lokal begrenzt kommt die Rasse cimbricus auf
Sylt und dem benachbarten Festland vor. Wie weit sie nach Norden reicht, bedarf
noch der näheren Untersuchung. Nach Süden stellen wir fast ploetzlich abfallende
Frequenzen ihrer Rassenmerkmale fest, so daß wir in Holstein nur ein Ethnos mit
gemischten Charakteren vor uns haben. Bestimmt fehlt sie im südlichen und
mittleren Skandinavien. In einem sehr eng umgrenzten Gebiet der subarktischen
Zone tritt die Rasse arcticus auf, die mit der Rasse cimbricus nahe verwandt ist.
Räumlich begrenzt sind ferner die Rassen congruens der Pyrenäen und alaiensis
des Alai und der Pamire, der ferrestricoloratus von Nordtibet und terrestriformis
des Balkans und Kleinasiens, der albocinctus von Kamtschatka und Sachalin. In
allen diesen Fällen sind der weiteren Verbreitung keine Schranken gesetzt und
wir müssen deshalb annehmen, daß es innere konstitutionelle Eigenschaften sind,
die eine weitere Verbreitung der Rassen verhindern. Nur bei den beiden Rassen
renardi von Korsika und aritzoensis von Sardinien liegen die Verhältnisse etwas
verwickelter. Sie sind anders geartet als bei den entsprechenden Rassen des B.
terrestris. Während bei den letzteren, die die tieferen Lagen der Inseln bewohnen
und allenfalls nur die Meerenge von Bonifacio als trennende Schranke der Aus-
breitung in Betracht kommen koennte, bewohnen die Rassen des B. /zcorum nur
die hoeheren Lagen. Der heißere tiefere Inselgürtel muss also in die trennende
Zone einbezogen werden. Im Prinzip verhalten sich jedoch beide Arten gleich,
nur wird beim B. lwcorum besonders eklatant, daß die Ausbreitung seiner Ras-
sen durch innere, den Milieufaktoren adaptierte Eigenschaften begrenzt wird,
daß wir es hier wie in allen anderen von uns diskutierten Fällen mit einer auto-
genen Isolation zu tun haben. Wie sich die einschlägigen Verhältnisse bei den
anderen Arten des Terrestribombus gestalten, kann noch nicht beurteilt werden.
Es ist aber anzunehmen, daß auch sie sich in geographische Rassen aufspalten.
Ich erwähne als Rassen des B. magnus den latocinctus, borochorensis, turkestani-
cus, mongolicus, laevis und lantschouensis, vom B. patagiatus die Rassen brevi-,
E. KRÜGER : Studien an Terrestribombus. III 341
longi- und mediopilosus, pseudosporadicus, beickianus, minshanensis und sajant-
CUS.
Auch auf die Ethna ist das Prinzip der die besondere Erscheinungsform der
Arten gestaltenden Milieuverhältnisse anwendbar. Als Beispiel führe ich das Ver-
halten zweier Ethna des B. variabilis an, nämlich vom Schwarzwald und von
Franken. Ich entnehme die statistischen Werte einer von O. VoGT mitgeteilten
Tabelle. Danach ist die Anzahl der Farbkombinanten in beiden Gebieten an-
nähernd gleich (100.05 und 98.40 Prozent), auch die Frequenzen sind bei den
meisten der 40 Kombinanten weitgehend übereinstimmend. Jedoch treten Un-
stimmigkeiten bei der rotomelas- und der fieberanus-Gruppe auf. Im Schwarz-
wald findet sich der notomelas zu 17.98, in Franken nur zu 2.10 Prozent, dage-
gen der propenotomelas im Schwarzwald zu 6.67, in Franken zu 12.0 Prozent,
der /uteoscutatus dort zu 1.45, hier zu 6.00. Der helferanus wurde im Schwarz-
wald bisher nicht, aber in Franken zu 1.80 Prozent angetroffen. Aehnlich steht
es mit der fieberanus-Gruppe, die sich aus den Varianten fieberanus (exomelas
III und IV) und subazrantiacus (exomelas III, IV und V) zusammensetzen. Im
Schwarzwald betrigt die Summe dieser Varianten 12.76, in Franken nur 8.30
Prozent. Dieser Unterschied wird hauptsächlich durch das häufigere Auftreten
des fieberanus (ex. III) und des subaurantiacus fieberanus (ex. IV) bewirkt. Wir
sehen also, daf sich schon so nahe benachbarte Ethna durch die Frequenz be-
stimmter Farbkombinanten unterscheiden koennen, obgleich doch der Einwan-
derung keine äußeren Schranken gezogen sind. Die genannten Varianten sind
augenscheinlich dem Schwarzwaldmilieu besser adaptiert als dem Milieu von
Franken, bei anderen tritt das Gegenteil ein. Das Ethnos der westlichen Schweiz
unterscheidet sich von dem Ethnos des Schwarzwaldes grundlegend durch die
erheblich hoehere Frequenz des staudingeri und im gleichen Sinne von Franken.
Noch stärker weicht das Ethnos der Westschweiz durch den großen Prozentsatz
des foreli und seiner verwandten Formen ab, indem er hier 29.24, im Schwarz-
wald 1.45 und in Franken 1.50 Prozent beträgt. Auch für den B. /ucorum läßt
sich ähnliches berichten. So tritt die terrestrioide Männchen form in Schleswig
(Sylt) fast zu 100 Prozent, im südlichen Holstein und bei Hamburg zu 36.3, in
der Mark Brandenburg (Berlin) zu 3.7, in Mecklenburg und Pommern zu 1.89
Prozent auf. Im Riesengebirge findet sie sich bei 12.5 und in Thüringen bei
6.0 Prozent. Sie fehlt in den Vogesen und im Hohen Schwarzwald fast ganz. Nur
ein Exemplar wurde von mir als äußerst seltene Aberration auf dem Feldberg
gefangen. Aehnliches ergibt sich für die braune Behaarung des Gesichtes und der
Corbicula, die in Schleswig-Holstein als Morphe auftritt, bei Berlin, in der Mark,
in Pommern und Mecklenburg aber bedeutend seltener vorkommt. Noch seltener
finden wir sie und in geringerer topischer Ausdehnung im Fichtelgebirge und
in Thüringen. In Dänemark, im mittleren Skandinavien und im mittleren und
südlichen Schottland scheint sie ganz zu fehlen. Auch die Frequenzen der ver-
schiedenen Gradus des Collare sind bei den einzelnen Ethna recht verschieden.
Bei den Ethna des B. terrestris liegen die Verhältnisse analog, auf die wir, um
unnoetige Wiederholungen zu vermeiden, hier nicht mehr näher eingehen wollen.
Und ähnlich dürften sich auch die anderen Arten der Untergattung verhalten. Nur
kurz sei daran erinnert, daß manche Ethna sich durch eine besondere Faciesbil-
342 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
dung auszeichnen koennen, nämlich durch die oben erwähnten accidentellen
Merkmale, die nur bei ihr auftreten. Ein typisches Beispiel liefert dafür die
Variante albopustulatus der Rasse latocinctus von Sylt. Ferner bestehen beim B.
lucorum in gewissen Ethna Differenzen in der Haarlänge, wie wir sie ähnlich
beim B. ruderarius beobachten koennen.
Wir wenden uns nun der Frage zu, ob die Entstehung unserer primären Hum-
melrassen auf mutativem Wege erfolgt. VOGT hat seiner Zeit die Ansicht ausge-
sprochen, daß die individuellen Neumutationen, wenn auch eine enge Beziehung
zwischen denselben und der geographischen Rasse ohne Zweifel vorhanden ist,
keine rassenbildenden Faktoren darstellen, d.h. sich nicht durchsetzen. Neuerdings
weist der Autor darauf hin, daß bekanntermaßen die meisten in einem Ethnos
auftretenden Neumutationen bei stärkerer Manifestierung zwar schädlich sind und
deshalb schnell ausgemerzt werden, daß jedoch eine dysteleologische Neumutante
in diesem oder jenem Idioplasma einen gewissen Grad selektiv wertvoller Mani-
festierung in Korrelation mit einer wertvollen Eigenschaft erlangen koenne. Un-
ter der Voraussetzung, daß die in einer Population verbleibenden Neumutationen
eine für die Erhaltung der Rasse bzw. der Art günstige Erwerbung darstellen,
wird der VoGTsche Gedanke, daß ein polymorphes Ethnos selektiv wertvoller ist
als ein einförmigeres, seine volle Berechtigung haben. Man könnte daraus fol-
gern, daß diese Neumutanten nicht so sehr als die Vorläufer einer progressiven
taxionomischen Umbildung anzusehen sind, als vielmehr nur eine nützliche Be-
reicherung beschränkten Umfangs darstellen. Mit dieser Auffassung würde über-
einstimmen, daß zum Beispiel das mannigfaltige Erscheinungsbild sowohl des
B. agrorum wie des variabilis in Zentraleuropa (abgesehen von geringen oert-
lichen und zeitlichen Schwankungen) nach unseren bisherigen Erfahrungen in
seinen Grundzügen keine Veränderung erfahren hat. Es besteht unserer Ansicht
nach eine weitgehende Konstanz innerhalb einer bestimmten Gegend. Zur Er-
klärung der Entstehung der primären und, soweit sie von diesen abweichen, auch
der sekundären Rassen, koennten wir annehmen, daß die Art in gewissen Arealen
nicht harmonisch adaptiert war. Sie hätte dann durch milieubedingte Mutationen
eine Umwandlung erfahren, die in diesen Bezirken zu spezieller Rassenbildung
die Veranlassung gaben. Die nicht adaptierten Individuen konnten dann bei den
durch dezimierende Milieuverschlechterung bewirkten Tiefstinden der Popula-
tionswellen ausgemerzt werden. So koennte die Bildung einer Rasse auch durch
individuelle Mutationen zustandekommen. Hier ist auch der Ort, auf die Fälle
aberrativer Färbung einzelner Individuen einzugehen. Ich erinnere daran, daß
zum Beispiel der B. terrestris ganz vereinzelt in einigen Ethna mit braunen End-
tergiten analog der Rasse virginalis der britischen Inseln inmitten der anal weiß
behaarten Individuen, der norwegische B. hortorum quasifidens zerstreut in Zen-
traleuropa und bei der Rasse B. agrorum bicolor des südlichen Norwegen aberrativ
die Variante fricuspis auftritt. In den Pyrenäen fing O. VoGT unter zahlreichen
Exemplaren des B. variabilis quasimuscorum einen Arbeiter mit der Färbung des
griechischen awrantiacus und ich fand unter dem spanischen Material des B.
agrorum freygessneri der VoGTschen Sammlung ein Exemplar mit dem Beginn
schwarzer Behaarung des 2. Tergites. Ferner treten zuweilen unter den typischen
Exemplaren des B. terrestris in Mitteleuropa solche des spanischen ferrugineus
E. KRUGER: Studien an Terrestribombus. III 343
und Uebergangsfirbungen zu dieser Form auf. Von besonderem Interesse ist der
von O. VoGT mitgeteilte Fall, bei dem in einem Neste des B. agrorum von Jena
neben einer Menge von Weibchen mit normaler deutscher Firbung ein Männchen
mit der Färbung des norditalienischen pascuorum schlüpfte. Auch HOFFER be-
richtete ähnliches von einem Neste dieser Art aus Steiermark und REINIG hat
gleichfalls Falle aberrativer Färbungen aufgeführt. Bei vielen der hier citierten
Aberrationen wird es sich um Modifikationen oder Neumutationen handeln.
Diese werden bestimmt nicht auf die Jetztzeit beschränkt, sondern schon in frü-
heren geologischen Epochen aufgetreten sein. Sie haben aber das Erscheinungs-
bild der betreffenden Art in einem gewissen Areal nicht zu verändern vermocht.
Zusammenfassend moechten wir der Ansicht Ausdruck verleihen, daß die indi-
viduellen Variationen nur in besonderen Fällen zur Bildung von Rassen führen.
Anders steht es mit dem simultanen Auftreten von Neumutanten, die alle oder
fast alle Individuen einer Population erfassen. Auch O. VoGT is der Auffassung,
daß der „umbildende Milieufaktor eine Zeitlang auf alle Artgenossen einge-
wirkt hat und so eine gleichartige Umbildung aller veranlaßte”. Nur so scheint
ihm zum Beispiel der homogene Charakter des B. terrestris xanthopus auf Korsika
verständlich. Während sonst die individuellen Mutationen vereinzelt aberrativ
auftreten, erscheinen sie unter besonderen Verhältnissen in extensivem Maße, wo-
durch dann relativ schnell eine Umwandlung einer ganzen Population bewirkt
werden kann.
RICHARD v. WETTSTEIN, der von der Moeglichkeit der Vererbung der durch
direkte Anpassung erworbenen Eigenschaften überzeugt war und von der ersten
Voraussetzung des Lamarckismus, nämlich der individuellen, somatischen Anpas-
sungsfähigkeit ausging, hat das Selektionsprinzip nicht als die alleinige Erklärung
der Umwandlung und Neubildung von Arten angesehen. Er betonte vor allem,
daß wir „auf dem sicheren Boden der Descendenztheorie stehend”, nun erst von
Fall zu Fall die einzelnen Erscheinungen, in welchen uns das Problem der Ent-
wicklung entgegentritt, in exakter Weise zu prüfen haben. Von dieser Ueber-
zeugung ausgehend, erschienen ihm „die bisher aufgestellten Lehren im Tier-
und Pflanzenreiche nicht so sehr als der Abschluß von Forschungsrichtungen, son-
dern als mehr oder minder umfassend begründete Thesen, deren Prüfung im
einzelnen erst erfolgen muß”. Obgleich diese Worte des genannten Forschers
sehr weit zurückliegen und inzwischen die Erforschung der Vererbungsgesetze
neue grundlegende Erkenntnisse gebracht hat, scheinen mir doch seine Ueberle-
gungen nichts von ihrer aktuellen Bedeutung eingebüßt zu haben. Wenn wir sie
auf unser Gebiet anwenden, so müssen wir leider resignierend eingestehen, daß
wir noch weit davon entfernt sind, die so überaus mannigfaltigen Fragen klären
zu koennen. Immer dringlicher und stärker erhebt sich die Forderung, wie andere
Lebewesen, so auch unsere Hummeln zu züchten und zu einer experimentellen
Prüfung der Probleme fortzuschreiten, wozu die Vorarbeiten schon von verschie-
denen Forschern geleistet sind.
VERZEICHNIS DES SCHRIFTTUMS
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REGISTER VAN DEEL 101
* Een sterretje duidt een naam aan nieuw voor de wetenschap.
* One asterisc denotes a name new to science.
** Twee sterretjes duiden een soort of vorm aan nieuw voor de Nederlandse fauna.
** Two asteriscs denote a species or form new to the Netherlands fauna.
From this Index are omitted: (1) Specific names of the Catalogue on p. 65—88 which
already are arranged alphabetically. (2) Names of taxa lower than subspecies, from Dr.
OBRAZTSOV's paper (p. 229—261), and (3) Names of the so far undescribed new species,
listed in Mr. SCHMID's paper, as well as the names of the species repeatedly mentioned
in his list of localities (p. 199—214).
COLEOPTERA
Acanthotomicus 173
acer 95
adspersus 152
aequaliclavatus 170
Agrilus 158, 168—172
alter 168
americanus 142
andamanensis 150, 151
angulatus 145
apatoides 143
areccae 170—172, 179
Arixyleborus 145, 146
artestriatus 152
asper 152
asperatus 151
Aspidomorpha 224
ater 175
aterrimus 145, 175, 177
australis 226
bagoides 94
barbatus 175
Batocera 161, 162, 226
bicolor (Xyleborus) 147
bicolor (Hypothenemus)
[170, 172
bicornis 145
bicornoides 145
bicornuti 145
bidentati 149
bimaculatus 145
birmanus (Phloeosinus)
[141
birmanus (Stephanoderes)
Mes 17001720175
blandfordi 163
Bostrichus 141
brevior (Carposinus) 173
brevior (Poecilips) 177
brevis 175
breviusculus 147
bruchoides 162
brunneipes 148
camphorae 145
cancellatus 145
caniculatus 145
carpophagus 178, 179
Carpophloeus 143
Carposinus 143, 173, 174
Cassida 224
Cassididae 224
*castaneae 6
caucasicus 142
Cerambycidae 226
ciliatus 148
Cnestus 145
Coccinellidae 226—228
Coccotrypes 153, 165,
ii)
coffeae 169, 174
Conarthus 94, 95
confinis 145
constrictus 153, 164
Coptoborus 154
corpulentus 166
corthyloides 149
Cossoninae 93
„costatus 141
crassifrons 94
cribratus 163, 164
Crossotarsus 152
Cryphalini 164
Cryphalus 153, 164, 165,
{179
Cryptorrhynchus 164, 169
Crypturgini 173
Curculionidae 93, 223,
[224
curvifer 161, 162
Cylas 224
cylindricus 154, 175
Cylindronotus 17
dactyliperda 179
Dactylipalpus 161
debilis 141
345
Dendrurgus 179
denticulatus 144
despectus 161
destruens 158
Diamerus 161, 162
dipterocarpi 152
discolor 149
dissimilis 145
Dryocoetes 143, 169, 174
Dryocoetinus 143
dubius 151
duplosquamosus 164
Dynastidae 224, 226
eggersianus 144
elegans 154
Epilachna 226—228
Ericryphalus 142
Frioschidias 153, 166
Ernopocerus 142
Ernoporus 142
eruditus 169, 170—172,
[180
exiguus 155
fagi 142
fallax 178
fissifrons 97
flavipes 169, 170
flexiocostatus 154
formicarius 224
fornicatus 150
fraternus 150
fraxini 141
fuliginosus 145
fungicola 170, 171
gedeanus (Arixyleborus)
[145
gedeanus (Poecilips)
[153, 178
glabripennis (Stephano-
deres) 169, 170
glabripennis (Xyleborus)
[145
Gnathotrichina 144
346
Gnathotrichus 144, 145
goniocnemis 164, 169
granifer 145
graniger 145
granistriatus 145
granulatus 162
granulifer 145, 146
granulosi 145
grossopunctatus 153, 178
guttato-pustulata 228
guttifer 145
hagedorni 153, 165, 179
hampei 171, 172
hastatus 154
hirtipennis 145
hybridus 151 E
Hyledius 152
Hylesininae 161
Hylesinus 141, 162
Hylocurini 173
Hylocurus 144
Hyorrhynchus 162
Hypocryphalus 153, 163,
[164, 169
Hypothenemus 160, 169,
[170, 179, 180
imitator 145
improvidus 223
indicus (Cryphalus) 164
indicus (Poecilips)
leap
ingens 169
inimicus 152
integer 178
interjectus 155
interruptus 151
Ipinae 164
Ipini 173
Ips 145, 165, 173
javanus (Cryphalus) 153,
[165
javanus (Hylesinus) 162
javanus (Ptilopodius) 166
*javanus (Stenotrupis) 94
javanus (Stephanoderes)
[143, 169
kalshoveni (Agrilus) 158,
[168—172
kalshoveni (Ptilopodius)
[153
kalshoveni
{(Scolytomimus) 180
kalshoveni
{(Stephanoderes) 169
*kalshoveni (Tetraspartus)
{93
kivuensis 150
laevioctostriatus 17
latecarinatus 145
latedeclivis 173
laticollis 152
latus (Phloeophthorus)
{142
latus (Phloeosinus) 152
Leperisinus 141
Lepidiota 228
leprosulus 145
loranthus 166
luteus 162
major 180
malayensis 145, 146
mancus 149
mangiferae 153, 164, 169
Margadillius 166
marginatus 145, 146
mascareniformis 154
materiarius 144
mediosectus 145
medius 145
Melolonthidae 228
metasternalis 99
mimicus 164
minor (Arixyleborus)
[145, 146
minor (Diamerus) 162
minutissimus 166
minutus 147
moestus 145
morigerus 162, 168—170,
192, ya, 175
morio 145
morstatti 162, 174
multipunctatus 170
myristicae (Hypothene-
[mus) 172
myristicae (Poecilips)
77179
nephelii 176
nepotulomorphus 151
nepotulus 151
nigrosetosus 162
nitens 145
nitiduli
nitidus 174
nonseptis 163
obanus 154, 175
oblongus 177
occidentalis (ssp.) 142
Ochronanus 98
*Oediprosopus 94
onerosus 154
opacus 164
orbiculatus 145
Oribius 223
Oriosiotes 173, 174
orni 141
Orthotomicus 145, 173
Oryctes 226
Oxydema 94
Ozopemon 153, 154, 175
palembangensis (var.) 148
pallidipennis 145
pallidus 98, 99
Papuana 224
parvispinosus 147, 148
pectinicornis 142
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
perappositus 140
percorthyloides 149
perditor 179
perexiguus (Ips) 165
perexiguus (Xyleborus)
{155
perminimus 153, 164
pernitidus 147
Philipista 98
philippinensis (Ips) 173
philippinensis (Hylesinus)
[162
philippinensis
[(Phloeosinus) 152, 163
Phloeocranus 162
Phloeophthorus 142
Phloeosinus 141, 152, 163
Phloeotribus 142
pilosus (Hyorrhynchus)
162
pilosus (Xyleborus) 145
pini 174
Pityoceragenes 145
Pityogenes 145
Pityogeninae 144, 145
pityographus 144
Pityophthorini 144, 145
Pityophthorus 144
planatus 96
Platypus 145, 152, 166
Poecilips 143, 153,
[175—178, 180
Polygraphini 173
Polygraphus 152, 173
posticestriatus 149
procerior 154
pronunciatus (var.) 145
protensus 145
Pseudocossonus 95
Pseudothamnurgus 142
Pseudovalidus 155
Pteleobius 141
Ptilopodius 153, 166
puberulus 145
pumilus 99
punctatopilosus 154
puncticollis 99
punctulatus 145
punctum 224
pusillus (Arixyleborus)
[145
pusillus (Scolytomimus)
[180
pygmaeus (Coccotrypes)
[179
pygmaeus (Ochronanus)
[99
pygmaeus (Xyleborus)
[145
quadrispinosulus 147
rameus 147
rectus 144
rhinoceros 226
rhizophorae 175, 176
Rhyncolus 98
Rhytidodera 162
rubus 161, 162
*rudis (Syncoxus) 96, 97
rufonitidus 148
rugicollis 173
rugipennis 143
rugosipes 145
salakensis 177
scabripennis 145
Scapanus 226
scarabaeoides 142
Scolytoidea 141, 157
Scolytidae 141, 157
Scolytogenes 180
Scolytomimus 180
semigranulatus 177
semirudis 151
semistriata 224
sericeus 153, 166
sereinuus 151
signatipennis 226, 227
similis 145
simplex 144
simulans 162
Sinoxylon 169
siobanus 150, 151
Sphaerotrypes 162, 163
Stenotrupis 94
Stephanoderes 143,
[168—172, 175
Stereoboxus 96, 97
Stereoderus 96, 97
Stereomimetus 96, 97
Stereonotus 96, 97
Stereotribus 96, 97
Stereotrogus 96
Streptocranus 148
*strigicollis 95
strombosiopsis 145
subaplanatus 176
subcestatus (Costatus) 162
subcylindricus 153, 164
subdolosus 148
subimpressus 143
sublaevis 145
subparallelus 147
subreflexus 99
sulcipennis 153
sumatranus (Hypocrypha-
[lus) 163, 164
sumatranus (Ips) 173
sumatrensis (Ochronanus)
[98
sundaensis (Cryphalus)
[165
sundaensis (Dendrurgus)
[165
sundaensis
{(Stephanoderes) 170
sundanus (Ochronanus)
{99
REGISTER
superbulus 148
superbus 148
*Syncoxus 96, 97
tenuis 164
terminaliae 154
Terminalinus 154
Tetraspartus 93, 94
Tiarophorus 143
tiliae 142
Thamnurgides 153
Tomicus 180
transversus 161
Trigonogenius 144
tristis (Hylesinus) 141
tristis (Stephanoderes)
{143
trivittata 224
truncatus 152
tuberculatus 145
tuberosus 168, 170
vagans 152
variabilis 176, 177
varius 141, 142
velatus 152
vicinus 99
vinsoni 98, 99
vittatus 141
vogeli 228
vulgaris 177
wachtli (subsp.) 141, 142
wallacei 226
Webbia 145, 146
xanthopus 150
Xyleboricus 145, 146
Xyleborus 145, 147—155,
[158, 159, 162, 166,
E68 170,172. 174,
PTS, 197), 093
Xyloctonini 180
Xyloctonus 180
Xylothrips 169, 170
DIPTERA
Agromyza 227
albifrons 277
bifasciata 277, 279
bolitophila 278
cinctipes 279
crassicauda 279
decemmaculata 277
Dicranomyia 272, 278
Dicranota 281
Drosophila 336
elegans 279
Eriopterina 279
flavipes 278
globithorax 279
Hexatominae 281
immatura 279
Limnobia 277
Limonia 263
Limoniidae 263
macateei 279
macroptera 278
macrostigma 272, 276
modesta 272, 278
Pedicia 281
Pedicinae 281
phaseoli 227
pilosa 278
quadrimaculata 277
quadrinotata 263, 276
rara 279
similis 278
stictica 278
sylvatica 279
Symplecta 278
Syrphidae 19
triocellata 279
tripuncta 266, 267
trivittata 277, 278
Ula 278, 280
xanthoptera 277, 278
HYMENOPTERA
Adleria 109
albopunctatus 110
Andricus 101-111
Aphelinus 18
*arcticus (r.) 324
argentea 108
Bombidae 283
Bombus 283
burjaeticus 283 e.v., 322,
[330
*calabricus 328 (r.)
calicis 110, 111
cerri 110, 111
*cimbricus (r.) 324
circulans (f.) 101—103,
[105—111
conglomeratus 108
corruptrix 101—104,
[109—111
Cynipidae 101
Cynips 109
disticha 109
divisa 109
*holsaticus (r.) 327
hungarica 108
ignitus 322
kollari 101, 102, 105, 106,
[108—111
lignicolus 101, 102,
*larshemi (f.) 104, 109,
[111
lignicolus 101, 102,
[104—111
lucorum 283 e.v., 320,
[323
magnus 283 e.v., 322, 325
malaisei 322
mali 18
marginalis 110
megaptera 109
348
megapteropsis (f.) 109
“ochraceocinctus (r.) 324
patagiatus 322, 330
*pyrenaicus (r.) 328
quadrilineatus 110
renum (f.) 109
seminationis 110
sporadicus 322, 330
synaspis 109
Terrestribombus 283, 319,
1320, 322, 332
terrestris 291 e.v., 303,
[327
sapporoensis 322
tinctoria 108
Trigonaspis 109
*vanheurni (f.) 102, 106,
[107, 109, 111
vasilievi 322
INSECTA FOSSILIA
aequivoca 91
Apiaria 89
bavarica 90
Bombus 89
Cassida 91
Cetonia 90
conservatus 89
decipiens 91
defossa 90
Ditomoptera 90
dubia 90
giardi 90, 91
hageni 91
Hister 91
Lithoblatta 89
lithophila 89
major 91
Mesoblattina 89
Mesocorixa 89
Microcoleopteron 91
minor 90
Opsis 90
Phaneroptera 90
Procalosoma 90, 91
Pseudotenebrio 91
Pycnophlebia 90
relictus 91
Scaphidiopsis 91
Silpha 89
striata 90
tenuielythris 89
veterana 89
ISOPTERA
Neotermes 171
tectonae 171
LEPIDOPTERA
Acalla 48, 49
Achaea 225
acuminatana 248
Adoxophyes 227
aeratana 256, 259—261
aegeus 228
agamemnon 223
agilana 254, 260
agramella 49
Agrotis 47
alaicana 251, 258
albicilla 48
albimacula 254, 260
alpestrana 258
alpigenana 252, 258—260
alpinana 245, 256
alternana 48
alticocella 49
antispila 49
Amatissa 228
ambrax 228
ambrosiana 246
Anomis 225
Apamea 47
Aporophyla 47
archippus 224
Arctiidae 226, 227
Argina 226
armigera 225—228
artemisiella 49
assumptana 236
Athetis 47
atrifrontella 49
australis 47
Balbis 236, 237
bambusae 226
bipunctella 225
blandulella 48
Bombotelia 223
Borkhausenia 48
bractea 47
brennus 225
bugnionana 244, 252
cacaleana 253, 260
cacuminana 251
caespititiella 49
cajus 224
calida 47
Callopistria 47
Calogramma 223
cancellatana 250, 257, 258
candidulana 48
carphodactylus 48
casuarinae 224
Catopsilia 224
caucasica 250
celerio 224
ceoderalis 227
chalcites 227
Chilo 225
christophana 216
cinerascens 249, 257
cinerosana 247, 257
Cirriphora 236, 237
Cnephasia 48
coffeae 169, 172
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Coleophora 48, 49
Colias 47
Collicularia 237
Conchylis 48
coniana 250
consortana 249, 257
convolvuli 224
conyzae 48
Cossidae 169
Crambus 49
crameri 228
Creatonotus 227
cribraria 226
crocale 224
Crocidosema 233
Cryptophlebia 224, 226,
[238
Danaida 224
Danaidae 224
danilevskyi 254, 260
danisoides 226
Deilephila 224
derogata 225
Diamphidia 236, 237
Diaphania 224
Diarsia 47
Dichomeris 226
Dichrorampha 236—238,
[245
Dichroramphodes 244,
[254, 260
didyma 47
diemenalis 225—227
dilutella 49
Dioryctria 48
distinctana 255
Drachmobola 234
dzhungarica 246
Earias 47
Ecdytolopha 238
egenaria 47
eidmanni 256, 261
Enarmonia 237, 238
Ephestia 336
Epiblema 48
Epiblemidae 232
Episimus 232, 233
Eriopus 47
Eucosmidae 232
Eucosmini 233, 234
Eucosmomorpha 232, 237
Euledereria 233
Eumeta 225—228
Eupithecia 47
eurychorana 247
Euxanthis 48
exempta 225
eximia 254
fascialis 223
ferrugana 49
festiva 223
filipjevi 245
fissurana 49
flava 225
flaviciliana 48
flavidorsana 246, 256
florida 47
forsteri 250
fusca 252
galactaula 49
gangis 227
Gelechia 48
Gelechiadae 226
gemellana 248
genitalana 48
gilvata 48
gluteosa 47
Glyphodes 48, 224
Goditha 236
gracilis 253
grandaevana 48
Grapholitha 236, 238
gruneriana 252
guenéeana 244, 254, 257
Gwendolina 233
Hadena 47
harpeana 250
hecabe 227
Hedulia 235
Hedylepta 225—227
heegerana 248, 258
hekmeyeri 228
Heliothis 225—228
Hemimene 260
heringiella 49
Herse 224
Hesperidae 225, 226
Hippotion 224, 225
Homoeosoma 48
Homona 223, 225, 227,
[228
hornigi 48
Hyblaea 228
Hydrilla 47
Hydroecia 47
Hymenia 223
ignivena 226
illyria 47
immaculata 260
incognitana 248, 257
inconspicua 252
incursana 253
indica 224
janata 225
jocosatrix 223
josephina 48
juventina 47
klimeschi 252
klimeschiana 255
kotzenbergi 225
Lampides 225—227
Laphygma 225, 227
lasithicana 250
Laspeyresia 226, 233
Laspeyresiini 234, 235
Lathronympha 237
REGISTER
latiflavana 246, 256
Leguminivora 237
Leucania 47
ligulana 250
Lipoptycha 242—244,
[252, 258
Lipoptychodes 244
lipsiana 48
lithargyrana 49
litura 224—228
Lobesia 233
lotrix 226
lucipeta 47
luteella 49
Lycaenidae 225—227
macfarlanei 223
magnatella 48
Mampava 225
maritima 48
marmarocyma 251
Maruca 227
mauritia 225, 227
Mecyna 48
Melanalopha 236
Melanalophidae 234
Melanalophinae 229
Melitaea 47
menephron 224
mermerodes 228
millifoliata 47
Mompha 48
montanana 251, 258
moolata 225
mutalella 48
myellus 49
Myeolois 48
Mythimna 47
nebritana 236
neophanis 48
Nephopteryx 48
Nepticula 49
nessus 225
nigricana 236
nigrobrunneana 253
Noctuidae 223—227
modicolella 48
Notocelia 48
Nyctalemon 225
Nymphalidae 224
obscuratana 247, 257
obsoletella 48
Ofatulena 237
oldenlandiae 224
Olethreutidae 232
Olethreutinae 229—231
Olethreutini 233, 234
ombrodelta 224, 226, 227
oryzae 225
Pagodia 228
pallescentella 50
Palpita 48
Pammene 59, 236
Pansepta 228
349
Papilio 223, 228
Papilionidae 223, 228
Paradichelia 228
2
parasitella 277
Parnara 225
patroclus 225
Pempelia 49
pentheriana 253
permutatellus 49
petasitis 47
petiverella 245, 257
petryi 49
pfisteri 252
Pieridae 224, 227
pinetana 50
placida 224
plumbagana 238, 244, 246,
[257
plumbana 224, 255,
[259—261
Plusia 47, 227
podoliensis 253
polygonalis 48
pomonella 233
Prays 48
Precis 224
Prodenia 224—228
proxima 245
pseudoalpestrana 250, 258
*pseudocinerosana 257
pseudonectis 226
Pseudonotis 226
Pseudophiaris 232, 237
Psilogramma 224
Psychidae 225—228
Pyralidae 65, 223—227
Pyrausta 225, 227
pyri 50
quadarramana 256
ravonella 48
rejectana 252
resplendana 256, 261
rhaeticana 251
Rhyacia 47
Ricula 237
rilina 251
rjabovi 254
rosaecolana 48
rubricans 226, 227
salentialis 225
Satronia 235, 236
saturnana 261
Saturnia 50
Satyridae 227
scopoliana 48
Selania 237
senactana 247, 257
sequana 248
Sereda 236, 237
sericana 253
serpylletorum 48
350 TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
sheljuzhkoi 260
sicula 47
simpliciana 249, 258
sinuosaria Á7
snellenana 50
Sparganothidinae 230,
[233,
Sphingidae 224, 225
spinissimae 49
Spodoptera 225, 227
Stropheda 236
subornatella 49
suffusana 48
Sylepta 225
sylvaticella 48
sylvicolana 261
symplicella 48
Syndemis 234
Synochoneura 232
Talponia 236
tamerlana 253, 258
tanaceti 258
teleturga 228
Telicota 226
templana 227
Terias 227
Theretra 224, 225
testulalis 227
Thermesia 226, 227
Tia 233
na SO, 277
Tirathaba 226
torrana 260, 261
Tortricidae 223—230
Tortricinae 230
Tortricini 233
Tortricodes 233
trachyptera 223, 225,
treitschkiella 49
Trifurcula 49
tshimgana 246
typhlodes 247
undosa 245
unicolor 250
unionalis 48
uralensis 255
Uraniidae 225
Utetheisa 226
vacivana 255
vernana 47
villida 224
Xyloryctidae 228
Xystophora 48, 49
Ythma 227
Zeuzera 169, 172
Zimmermannia 49
Zomaria 233
ORTHOPTERA
abbreviata 58
abessinica 60
234
227,
[228
abyssinicus 55
Acinipe 51
Acrididae 52
Acridinae 56
Acridium 54
Acrododeres 56
acuta 59
alacris 52, 53
Amphicremma 58
Amigus 51, 52
Anacridoderes 56
angustipennis 58
Baidoceracris 63
bivittata 62, 63
bouvieri 55
brachypterus 55
Brainia 63
brevicornis 60
brevipennis 58
carınata 52
lal 5)5)
Catantopinae 52
Cerechta 55
coeruleipennis (ab.) 55
coerulipes (ssp.) 54
Chloebora 56—58
Cohemba 59
Conistica 56, 57
consobrina 52
compressa 52
Coryphosima 60
crassus 56
dasycnemis 61
deceptor 60
dimidiata 52
dimorpha 57
dimorphipes 61
Dissostreira 56
Eremogryllinae 63
Eremogryllus 63
Eumigus 51
Eunapiodes 51
Euprepocnemis 52—54
Euryparyptes 51
Gelastorhinus 62
Gerista 52
Gryllus 54
Gymnobothri 58
Gymnobothroides 58, 60
hammadae 63
Hemiacridinae 52
herbaceum 54
Heteracros 53, 54
Hilethera 56
Hintzia 55, 56
hirsuta 63
ifranensis 51
intermedia (var.) 53
jeanneli (ssp.) 54, 55
Kaloa 60
Karruia 52
kraussi 62, 63
jaevigatus 56
Lamarckiana 52
Lerina 56
Lerinnia 56
littoralis 54
loboscelis 52
Maphyteus 51
Microcatantops 55
mucronata 61
Nadigia 51
Neritius 55
ochracea 63
Ochrilidia 62, 63
Ogmothela 60
Orchamus 51
Orthochtha 60, G1
Oxyaeida 55
Oxylena 61, 62
Oxyparga 59
Pamphagidae 51
parabolica 59
Paracomacris 60
paradoxa 52
Paepistaurus 55, 56
Pareumigus 51
*Phloeochopardia $8
Phloeobia 58
Phymateus 51
Platypternopsis 62, 63
plorans 53
Porthetis 52
producta 60
pulchripes 54, 55
pullus 60
Pycnoderes 57
Pycnodictya 57, 58
Pyrgomorphidae 51
Rasparecta 61
Rastafaria 60
rothschildi 55
rotundata 59
sanguinipes 57
scalata 58
Scintharista 56—58
shirakii 53
Sphingonotina 63
squamiptera 55, 56
tabellifera 60
Thisoicetrus 54, 55
Truxalinae 62
usambaricus 54
Xiphocera 52
Zacompsa 60
zolotarewskyi 63
PANTOPODA
articulatum 114, 116, 118,
[133—135
Austrodecidae 113
californicum 114, 116,
[118
chitinosum 114, 116, 118
clavipes 114, 116—118,
[125102746155
Colossendeidae 113
Colossendeis 114—116
Dodecolopoda 115
dofleini 114, 116, 118
gracillimum 114, 116—
eins 201339135
kroeyeri 114, 116—118,
[125, 133—135
lomani 114, 116, 117, 132
mortenseni 114, 116, 117,
[132
pedunculatum 114, 116,
ig 25
Pentacolossendeis 115
Pycnogonida 113
Rhopalorhynchus 113, 137
sibogae 114, 116, 117,
[124, 135
tenuissimum 114, 116,
LS 2S}
RHYNCHOTA
Acanthosomidae 1
aenea 4
Agnocoris (subg.) 28, 29,
{41
ambiguus 21
ampliata 9
annulatus (var.) 20
**annulipes 21, 23
Anthocoridae 17
Anthocoris 17—19, 21, 27
Apolygus 28, 29, 36
apterus 21
**atomarius 35, 41, 42
Atractotomus 21
basalis 36, 38, 39, 42, 43
boops 17
Brachysteles 17
campestris 38—40, 42, 43
Camptobrochis 23
cardui 9
Centrotus 3
cervinus 40—43
chiragra 5
Cimex 30
confusus 17
contaminatus 35, 42
Coranus 15, 16
cornicula 3
cornutus 3
cruciatus 25, 27
Deraeocoris 1, 17, 20—23
Drymus 5
dumetorum 12
echii 14
Elasmucha 1—3
ericetorum 27
Eriosoma 18, 19, 27
Eusarcoris 4
Euscelis 8
Euschistus 8
Exolygus (subg.) 28—30,
[41
REGISTER
fabricii 4
ferrugata 2, 3
ferus 8, 17
fieberi 1, 2
flavomaculatus 25
flavosparsus 27
gallarum-ulmi 17—19
gemellatus 28, 31—33,
[41-43
Globiceps 25—27
grisea 2
Harpocera 41
Heterotoma 27
humuli 14, 15
intermedia 3
kalmii 35, 36, 38—40, 43
lanigerum 18
lanuginosum 19
lateralis 2
laticollis 17
limbatus (Anthocoris) 17
limbatus (Lygus) 35, 42
Liocoris 28, 30, 41, 42
lucorum 35, 42
lutescens 17, 23
Lygaeidae 5
Lygocoris 30, 35
Lygus 1, 28—35
mali 21
marginalis 27
maritimus 28, 30—33, 41,
[43
Meadorus 2
medius (var.) 21
Megalonotus 5
melanocephalus 4
meriopterum 27
microphthalmus 19, 20
Miridae 19, 29
Monanthia 14
Monostira 9
Nabidae 17
Nabis 8, 17, 21
nemoralis 21
nemorum 21
Neolygus (subg.) 29, 35
Neottiglossa 4
nigra 3
oberti 5, 6, 8—10
olivaceus 21—23
Oncochila 12
Ophiola 3
Orius 17, 18
Orthops 17, 28, 35, 38,
[41
Orthotylus 19, 27
pabulinus 30, 32, 35, 42,
palustris 19, 20
parvicornis 17
Pentatomidae 3, 8
Penthimia 3
picinus 5
Physatocheila 10, 12, 14
Phytocoris 21
plebejus 8
Polymerus 19
populi 36
prasinus 27
pratensis 28—33, 35, 41,
[43
Psallus 21
pseudoferus 17
pubescens 28, 30
punctatus 32, 36
pusilla 4
pyri 9
pyrioides 9, 10
quadrimaculata 10—12
Reduviidae 15
reclairei 41, 42
rhamnicola 35, 42
rhododendri 5, 6, 8—10
ruber 23
Rubiconia 3, 4
rubicundus 35, 41, 42
rubricatus 41, 42
rugosus 8, 17
rugulipennis 28—33, 35,
[41-43
rutilans 28, 29, 32
salicicola 25, 27
Sappaphis 109
scotti 27, 28
scutellatus 36, 38
simplex 12
**smreczynskii 10—12
sphegiformis 27
spinolai 35
Stephanitis 5, 6, 8—10
Stollia 4
subapterus 15, 16
sylvaticus 5
symphyti 14
tenellus 27
thoracica 41
Tingidae 1, 5
Tingis 9
trifasciatus 20, 22, 23
tripustulatus 28, 30,
[41—43
tuberculifer 15, 16
ulmi 18, 27
unicostata 9
unifasciatus 19
viridinervis 19, 27
viridis 35, 42
viscicola 40, 42
TRICHOPTERA
Abaria 190, 217, 219, 220
Adicella 185, 191, 192,
LOGO 7 A25
217421921
Agapetus 189, 191, 192,
[194, 196—198.
[216-220
292
angulata 185, 189,
[218—220
Apatania 192—194, 196,
[197, 218, 220
Apataniana 198, 218,
no, Zl
Apsilochorema 185, 191,
{192, 197, 199,
az, 210, 220)
asiatica 191, 192, 199,
any, Dail
aspersus 218, 221
Astenophylina 221
Astratodina 191, 193
[196—198, 221
Baliotrichia 217, 219, 220
Brachycentrus 189, 191,
[193, 196, 218, 219, 221
brevis 192—194, 196,
oz, 221
Cheumatopsyche 218
Chimarra 185, 189—192,
1070215220
Chrysotrichia 217, 219,
[220
cocandicus 189, 191, 192,
[196, 217, 218, 220
dentatum 196, 217, 218,
[220
Dinarthrum 185,
[190—193, 196—199,
921520109221
Diplectrona 190, 191, 196,
[197, 217, 220
Diplectronella 217, 219,
[220
Dipseudopsis 217, 220
Dolophilodes 185, 189,
[191—194, 196—198,
5 220
eburnea 221
Ecnomus 189, 217, 219,
1220
elia 221
Eothremma 191, 192, 219,
[221
extensa 191, 217—219
falcata 190, 196—199,
[218—220
Glossosoma 189,
[191—194, 196—198.
[2220
Gunungiella 189, 216,
[218—220
himalayana 217, 220
Himalopsyche 218—220
himalus 196, 215, 217,
[221
Hydronema 196,
[218—220
Hydropsyche 185, 189,
[MOTO GM 22.0
Hydropsychodes 217
Hydroptila 185, 189, 191,
192196199:
ae 220)
hutchinsoni 198, 221
incisus 194, 218— 219,
[221
indica (Dipseudopsis)
2119, 220
indica (Micropterna) 197,
[199, 215, 221
indica (Mystacides) 217,
[220
indicum (Apsilochorema)
[185, 191, 192, 197,
[217, 218, 220
inerme (Dinarthrum) 191,
96-199, 215% 218;
Bau
inermis (Astratodina)
[191, 193, 221
inlensis 217, 220
kamba 190, 217, 221
kaznakovi 191, 218—220
kashmirensis (Agapetus)
[220
kashmirensis (Pseudoste-
[nophylax) 194, 221
kashmirus 221
kimminsi 139
kimminsiana 139
kozlovi 189, 191, 193,
[196, 218—220
kuldchensis 218, 220
kumaonensis 189—192,
197.216. 217,220
laga 191, 192, 221
Larcasia 221
Limnophilus 192—194,
ALS, 218, 210, 221
maclachlani 196, 219,
[220
Madioxyethira 190—192,
[197—199, 218—220
margaritifera 190, 217,
[220
margula 191, 192, 221
Mesophylax 218, 221
micraulax 192—194,
[196—198, 215, 218,
IDO
Micropterna 197, 199,
Mi ZIG, Dil
Microptila 190—192, 196,
{197, 199, 220
mitchelli 193, 194, 197,
(ons 26 “Aw
montanus 189, 220
moselyi (Ecnomus) 217,
[220
moselyi (Glossosoma) 220
Mystacides 217, 220
nagana 220
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
obscura 189, 191, 193,
[196—199, 215,
Ti, 210
Oecetis 217, 221
Oopteryga 191, 192, 199,
i, Dil QI), 221
ornata 185, 193, 196—198,
PIS, PAIE 220
Oxyethira 185, 190,
[196—199, 216,
16220
Paduniella 189, 190, 215,
[asia 920
parvulum 218, 221
persica 196, 218—220
Philarctis 218, 221
Phylostenax 196, 215,
Plz, 221
Phylostenophylax 221
Plectronemia 190, 199,
[215, 220
Plethus 218—220
Polyplectropus 189, 191,
AIS, Aa 220
processulata 217, 218
przewalskii 218, 221
Pseudostenophylax 185,
[190, 192—194, 196—
[199, 215—219
Psilopterna 196—198, 218,
and, 221
Psychomyia 189, 196, 215,
(Ang, DI 220
relicta 191, 192, 217, 220
rema 199, 221
Rhyacophila 139, 189—
[191, 193, 194, 186—
[199, 215—220
secretus 185, 190, 199,
ai 221
Setodes 189, 190,
[217—220
sindica 217, 220
sindis 196, 220
sonomax 191, 193, 221
Stactobia 185, 190—193,
ROG HOE 199 205,
[216, 218, 220
Stenopsyche 217, 219, 220
Synagapetus 189—193,
[199, 216, 218—220
tenellus 219
tibetana 220
Tinodes 191, 192, 215,
[220
torrentium 189, 219
Triaenodes 217
triangularis 189, 216, 217,
[220
tricalcaratus 221
udawarama 217, 220
usitata 218, 220
Wormaldia 191, 192, 217,
[220
Abies pindrow 190
Acacia 169
Acacia albida 225
Acacia decurrens 168, 170,
[172
Acacia farnesiana 226
Acacia leucophloea 169
Acacia oraria 168
Achras sapota 180
Actaea 32
Actinophora fragrans 158,
[168, 169, 171, 172
Adenanthera microsperma
[169, 172
Agaricus 278
Agaricus citrinus 277
Agathis alba 172, 177
Agrostis tenuis 17
Albizzia lebbeck 171
Albizzia sinensis 170
Alnus glutinosa 10, 11
Alstonia scholaris 224
Alstonia villosa 164
Altingia excelsa 168, 170,
[174
Amaranthaceae 223
Amaranthus hybridus 223
Amaranthus spinosus 223
Amaryllidaceae 223
Anacardiaceae 223
Anacardium oddidentale
[155
Andropogon sorghum 225
Angelica silvestris 39
Annona muricata 223
Annona squamosa 178
Annonaceae 223
Anthriscus 39
Apium graveolens 38
Apocynaceae 224
Araceae 224
Archantophoenix
{alexandrae 178
Areca catechu 171, 172,
[178
Artemisia 31
Artocarpus 165
Artocarpus communis 226
Artocarpus elastica 161—
[163, 174, 175
Artocarpus integra 163,
zn
Artocarpus kemando 163
Artocarpus pomiformis
[163
Asclepias curassavica 224
Asclepidiaceae 224
Attalea 179
Azalea 9
Barringtonia 164
Bauhinia malabarica
[165, 166
REGISTER
PLANTAE
Betula 2
Betula pendula 1
Bignoniaceae 224
Bixa orellana 170, 172
Boletaceae 277
Boletus bovinus 279
Boletus granulatus 279
Boletus nigrescens 279
Boletus variegatus 279
Bromeliaceae 263
Bruguiera gymnorhiza 178
Caesalpinia sappan 162
Caesalpiniaceae 224
Calamus 170, 172
Calamus caesius 169
Canarium commune 164,
[165, 174, 177
Calophyllum inophyllum
aa
Capsicum 172
Carica papaya 172
Carpinus 27
Cassia alata 224
Cassia auriculata 168
Cassia grandis 179
Cassia siamea 172
Cassia sophora 169, 224
Castanea 172, 180
Castanea argentea 166
Cedrus deodara 190
Ceiba pentandra 168, 171,
[173
Centrosema plumieri 171,
[172
Chamaedorea 179
Chenopodium 31
Chrysalidocarpus 178
Chydenanthus excelsus
[172
Cinchona 157
Cinnamomum burmanni
[162, 174
Cinnamomum camphorae
[177
Citrus 169, 227
Clitoria laurifolia 169,
[174
Cocos nucifera 226
Coffea 174, 227
Coffea hybrida 174
Coffea robusta 157, 162,
17091722174
Coffea schumanniana 171
Colocasia esculenta 224
Compositae 109
Convolvulaceae 224
Corticium salmonicolor
[168, 172
Cortinariaceae 277
Crataegus 109
Crinum asiaticum 223
Grotalaria 17.1, 172; 226
353
Cucumis sativa 224
Cucurbitaceae 224
Cunoniaceae 163
Dactylis glomerata 109
Daedalia 277
Dalbergia latifolia 170
Daucus carota 39
Dendrobium 226
Dendrophthoé pentandra
[167
Derris elliptica 163, 166,
[171
Desmodium 174
Dioscorea 225
Dioscoreaceae 225
Diospyros discolor 179
Dipterocarpus trinervis
[176
Dysoxylus amooroides
AE 102
Echium 14
Elaeis guineensis 179
Elaeocarpus grandiflora
[166
Endospermum 225
Erythrina 151
Erythroxylon
[novagranatense 174
Eugenia aromatica
[158, 176
Eugenia cumini 179
Eugenia subglauca 164
Euphorbia gerardiana 12
Euphorbiaceae 225
Evodia 177
Ficus 162—165, 173
Ficus benjamina 163
Ficus elastica 161, 162,
[175
Ficus fistulosa 177
Ficus ? glabella 161, 162
Ficus infectoria 165
Ficus pilosa 165, 171
Ficus toxicaria 177
Ficus variegata 161, 165
Flemingia 174
Fungi 276
Galactina badia 264, 275,
[277
Galeopsis 32
Galeopsis tetrahit 4
Galium mollugo 25
Galium palustre 19
Galium verum 19
Garcinia 162
Gomphrena globosa 223
Glycine max 226
Graminaceae 170, 225
Hoematoxylon
[campechianum 169
Heracleum 32, 39
354
Hevea brasiliensis 157,
[161, 172
Hibiscus tiliaceus 166,
[168
Hibiscus rosa-sinensis
[225
Howea belmaeana 179
Hydnum erinaceum 278
Impatiens biflora 32
Indigofera galegoides 171
Ipomaea batatas 224
Ipomaea pes-tigridis 224
Isoptera 178
Juniperus 198
Lactaria 279
Lactaria deliciosa 278
Lagenaria leucantha 166,
[172
Lamium 32
Lansium domesticum 164,
[174, 176
Larix 21
Leucaena glauca 164, 171,
[226
Livistona altissima 178
Litsaea chinensis 162
Loranthaceae 166
Luzula 17
Macaranga 166
Macrosolon
{cochinchinensis 167 :
Mallotus 166
Malvaceae 225
Malus 10, 21
Mangifera 223
Mangifera indica 162,
[164, 169, 170
Mangifera odorata 164
Manglietia insignis 161
Manikara kauki 179
Matricaria 31
Medicago sativa 31
Mesua ferrea 161
Mimosaceae 225
Moraceae 226
Morchella esculenta 277
Myosotis 14
Myrica gale 35
Myristica argentea 180
Myristica fragans 158,
[162—164, 170, 180
Myristica macrothyrsa 175,
[177, 180
Myristica philippinensis
[161
Nephelium 176
Nephelium lappaceum 169
Orchidaceae 226
Oryza sativa 225
Palmae 226
Papilionaceae 226
Parameria barbata 180
Paxillus involutus 277,
[279
Peucedanum palustre 39
Phaseolus 227
Pholiotha spectabilis 279
Picea 41
Pieris 6, 8
Pimpinella 39
Pinus 21
Pinus excelsa 190
Pinus insularis 174
Pinus khasya 174
Pinus longifolia 190
Pinus massoniana 174
Pinus merkusii 93, 95, 98,
{173
Pinus silvestris 20
Platanus 17
Poa 109
Polyporellus squamosus
[277
Polyporus Schweinitzii
[277
Populus 35
Pritchardia 179
Protium javanicum 168,
[169, 174, 175
Prunus padus 10
Pterocarpus inducus 164
Pyrus 12, 35
Quercus 176, 178
Quercus cerris 101,
[103—105, 108—111
Quercus ilex 198
Quercus platycarpa 180
Quercus robur 101, 104,
Op Tuo, sala
Ranunculus 109
Rhamnus fragula 35
Rhizophora conjugata
TS, 176
Rhododendron 5, 6, 8, 9
Ricinus communis 225
Robinia 5
Rubiaceae 227
Rumex 39
Russula delica 279
Russula emetica 279
Russula nigrescens 278
Russula paludosa 279
Rutaceae 227
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE, DEEL 101, AFL. 3—4, 1958
Saccharum spontaneum
[175
Salix 41
Salix alba 41
Salix cinerea 25
Salvia 39
Sapotaceae 180
Schefflera aromatica 164
Senecio 32
Sesbania 227
Shorea 178
Solanaceae 228
Solanum melongena 228
Solanum tuberosum 228
Sorbus aucuparia 10, 11
Stellaria 17
Stenolobium stans 224
Sterculia 171
Sterculiaceae 228
Swietenia macrophylla
[168, 169, 172, 176,
CA
Swietenia mahagoni 168,
[170, 176
Symphytum 14, 15
Symplocos 162, 175
Tectona grandis 157, 158,
Rs, az, 228
Tephrosia 171
Tephrosia vogelii 227
Thea sinensis 150, 157,
[158, 168, 174
Theobroma cacao 157,
[163, 164, 168, 172,
[174, 228
Tilia 27
Trametes gibbosa 277
Trema orientale 177
Tricholima nudum 277
Turpinia pomofera 175
Ulmus 18, 27
Umbellifera 38
Uromyces dactylidis 109
Uromyces poae 109
Wirtica 31, 32
Vaccineum myrtillus 3, 4
Vaccineum Vitis idaea
[2—4, 6, 8
Verbenaceae 228
Vigna sinensis 227
Viscum album 40
Vitex pubescens 164, 171
Washingtonia sonorae 179
Weinmannia blumei 163
Zea mays 225
Zingiberaceae 94, 96, 149
Zizyphus oenoplia 164
Nederlandsche Entomologische Vereeniging
BESTUUR
Dr. G. Barendrecht, President (1955—1961), Heemstede- Aerdenhout.
Dr. J. C. Betrem, Vice-President (1958—1959), Deventer.
G. L. van Eyndhoven, Secretaris (1957—1963), Haarlem.
Dr. G. Kruseman, Bibliothecaris (1954—1960), Amsterdam.
Mr. C. M. C. Brouerius van Nidek, Penningmeester (1956— 1962),
’s-Gravenhage.
F. C. J. Fischer (1958—1964), Rotterdam.
Dr. F. E. Loosjes (1955—1958), Bennekom.
COMMISSIE VAN REDACTIE VOOR DE PUBLICATIES
Dr. G. Barendrecht (1955—1961), Heemstede-Aerdenhout.
Dr. A. Diakonoff (1958—1961), Leiden.
G. L. van Eyndhoven (1957—1963), Haarlem.
Dr. L. G. E. Kalshoven (1958—1961), Blaricum.
B. J. Lempke (1956—1959), Amsterdam.
P. Chrysanthus (1958— 1961), Oosterhout, N.B.
Dr. C. F. A. Bruijning (1957—1960), Oegstgeest.
BESTUUR DER AFDELING VOOR TOEGEPASTE ENTOMOLOGIE
Dr. F. E. Loosjes, Voorzitter, Bennekom.
Dr. D. Dresden, Secretaris, Utrecht.
Dr. Ir. G. S. van Marle, Deventer.
E. Th. G. Elton, Oosterbeek (G.).
Dr. C. de Jong, Bilthoven.
De contributie voor het lidmaatschap bedraagt f 15.—, voor student-leden
f 2.50, per jaar. — Begunstigers betalen jaarlijks minstens f 15.—.
De leden, behalve de student-leden, ontvangen gratis de Entomologische
Berichten van 12 nummers per jaar, waarvan de prijs voor student-leden f 1.50
per jaar, voor niet-leden f 20.— per jaar en f 2.— per nummer bedraagt.
De leden kunnen zich voor f 10.— per jaar abonneren op het Tijdschrift voor
Entomologie; hiervan bedraagt de prijs voor niet-leden f 35. — per jaar.
De oudere publicaties der Vereniging zijn voor de leden tegen verminderde
Prijzen verkrijgbaar.
TIJDSCHRIFT VOOR ENTOMOLOGIE
Het Tijdschrift voor Entomologie wordt uitgegeven door de Nederlandsche
Entomologische Vereeniging en is bestemd voor de publicatie van de resultaten
van de studie der Entomologie van algemene en bijzondere aard. Het verschijnt
in één deel van 300— 350 bladzijden per jaar, bestaande uit vier afleveringen.
Bovendien worden supplementdelen handelende over bijzondere onderwerpen,
op onregelmatige tijdstippen uitgegeven.
ENTOMOLOGISCHE BERICHTEN
De Entomologische Berichten worden eveneens door de Nederlandsche Entomo-
logische Vereeniging uitgegeven en zijn bestemd voor de publicatie van kortere
artikelen, van faunistische notities etc., alsmede van de Verslagen der Vergade-
ringen en van mededelingen van het Bestuur. Zij verschijnen twaalf maal per jaar
in een aflevering van 16 of meer bladzijden. Deze 12 afleveringen vormen samen
een deel.
Alle zakelijke correspondentie betreffende de Vereniging te richten aan de
Secretaris, G. L. van Eyndhoven, Zeeburgerdijk 21, Amsterdam-O.
Alle correspondentie over de redactie van het Tijdschrift voor Entomologie te
tichten aan de Redacteur, Dr. A. Diakonoff, Rijksmuseum van Natuurlijke
Historie, Leiden.
Alle correspondentie over de redactie van de Entomologische Berichten te rich-
ten aan de Redacteur, B. J. Lempke, Oude IJselstraat 1211, Amsterdam-Z.2.
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Nidek, Leuvensestraat 94, ‘s-Gravenhage, postgiro 188130, ten name van de Ne-
derlandsche Entomologische Vereeniging te ‘s-Gravenhage.
Alle correspondentie betreffende de Bibliotheek der Vereniging te richten aan
de Bibliotheek, Zeeburgerdijk 21, Amsterdam-O.
INHOUD
SCHEDL, K. E. — Zur Synonymie der Borkenkäfer II. 159. Beitrag zur Mor-
phelosie und Systematik «det, Scolytoidea ts 20. 2 u ee
KALSHOVEN, L. G. E. — Studies on the biology of Indonesian Scolytoidea.
4, Data onsthe habits of Seolytidae. Hirst part... e 002 197
SCHMID, F.- ——-“Trichopteres du Pakistan... Sk ae) ee
SIMON THOMAS, R. T. — Insects bred from cultivated and ornamental
plants im Netherlands New Guinea... Heenan 225
OBRAZTSOV, N. S. — Die Gattungen der Palacarktischen Tortricidae. II.
Die, Üntertamilie Olethreueinne nn we sn. nn 02003
LINDNER, E. — Pilzbewohnende Limoniidenlarven, unter besonderer Berück-
sichtigung von Limonia quadrinotata Meigen (Diptera) . . . . . 263
KRÜGER, E. — Phänoanalytische Studien an einigen Arten der Untergattung
Terrestribombus O. Vogt (Hymenoptera, Bombiidae) III. Teil. . . . 283
Reotster rvan Wie E AL Ur Ne E A
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ERNST MAYR LIBRARY
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3 2044 114 196 082
Date Due
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RISI
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